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Tim Bendzko // "Immer noch Mensch"-Tour 2017 „Ich will einfach nur ein gutes Leben“ Seine Stimme bewegt seine Fans mit einer Klarheit, die sich auch in seinen berührenden Texten widerspiegelt, sein Sinn für Humor und seine unverfälscht ehrliche Art machen ihn zu einem echten Sympathie-Träger der deutschen Musikwelt: nach drei Jahren ist der charismatische Berliner Tim Bendzko mit seinem neuen Album „Immer noch Mensch“ zurück auf den großen Bühnen quer durch Deutschland, die Schweiz und Österreich und am 30.04.2017 auch in der bigBOX Allgäu. Im Gespräch mit bigMAG-Redakteurin Ann-Kathrin Weißenbach verrät der Sänger, wie er sich trotz millionenfach verkaufter Platten und renommierter Auszeichnungen Bodenhaftung bewahrt, warum er sich selbst nicht als Künstler sieht, er erzählt von den Beweggründen für sein Theologie-Studium und warum er sich schon sehr auf seinen Auftritt im Allgäu freut. Im Oktober dürfen wir uns auf dein drittes Album „Immer noch Mensch“ freuen - auf dem du nicht nur Sänger, Texter und Musiker bist, sondern auch Produzent. Lässt du dir ungern rein reden oder war es dir ein Anliegen, so viel Tim wie möglich in die Platte zu stecken? Tim Bendzko: Tja, von nichts kommt nichts (lacht). Mir war es tatsächlich wichtig, so viel Tim wie möglich in die Platte zu stecken – ich wollte sie so authentisch wie möglich gestalten, deshalb habe ich mich bewusst gegen Albumsongs entschieden, weil ich wollte, dass jeder einzelne Song auf der CD seine Daseinsberechtigung hat. Ich hatte ein wenig das Gefühl, wenn ich den Songs zwar meine Texte und Stimme verleihe, sie aber nicht produziere, drücke ich mich vor Arbeit (lacht). Hätte da noch ein Produzent mitgemischt, wäre eine Interpretation zu viel dazwischen gewesen. Ich wollte einfach so nah dran wie möglich sein an dem, was in mir passiert und das so ehrlich wie möglich in meine Songs transportieren. Wer Texte schreibt wie du, schaut sich die Welt und die Menschen sehr genau an. Sind deine Lieder ein Aufschrei, damit die Menschen erkennen, wie sie miteinander umgehen oder sind sie für dich selbst Befreiung? Tim Bendzko: Meine Songs handeln immer von dem, was mich persönlich beschäftigt, was aus meiner Seele spricht. Ich bin definitiv kein Wegweiser, der den Menschen sagen will, wie man die Dinge besser macht. Woher soll ich das denn auch wissen? Dafür verändere ich selbst meine Meinung viel zu oft (lacht). Und nur, weil ich in der Öffentlichkeit stehe, weiß ich nicht mehr über das Leben als andere. Millionenfach verkaufte Platten, du bist Gewinner des Bundesvision Song Contests und Preisträger renommierter Auszeichnungen – und du bist trotzdem „immer noch Mensch“? Tim Bendzko: (Lacht) So hatte ich den Albumtitel noch gar nicht interpretiert. Aber um deine Frage zu beantworten: definitiv. Das ist mir ohnehin das Wichtigste, die Bodenhaftung zu bewahren. Natürlich fragt man sich manchmal, wie man bei all diesem Wahnsinn, der mir in den letzten Jahren widerfahren ist, bei Verstand bleiben kann, aber meine Devise ist schlicht und einfach: ich hätte gern ein gutes Leben. Natürlich ist nicht immer alles im Leben einfach, aber man sollte immer versuchen, allem etwas Positives abzugewinnen. Ich glaube, so lebt es sich ganz gut (lacht). Lässt du mit deinem Song „keine Maschine“ deinen außergewöhnlichen Weg Revue passieren, deinen Ausbruch aus dem Alltag, in dem du statt auf der Bühne auf Podien standest, um Autos zu versteigern? Tim Bendzko: Die Entstehung des Songs „keine Maschine“ ist im Nachhinein betrachtet ganz lustig – wenn man einen Song schreibt, fängt man ja mit einer Zeile an, das Schlagwort „keine Maschine“ kam mir, weil ich plötzlich – als wir schon zehn Songs aufgenommen hatten – das Gefühl hatte, die Hälfte der Songs klingen zu sehr nach Albumsongs. Und da ich ja wollte, dass jeder einzelne Song für sich gut klingt, habe ich schlichtweg fünf der schon aufgenommenen Songs gestrichen. Weil ich aber „keine Maschine“ bin, haben die neuen Titel etwas mehr Zeit in Anspruch genommen (lacht). Ich wollte mit dem Lied einfach ausdrücken, dass man sich manchmal fragen sollte: Bin ich zufrieden, so wie es ist? Ist es 4

das schon gewesen, oder sollte ich mich trauen, etwas zu verändern, wenn ich das eigentlich gerne würde. Ich persönlich wusste schon als Elfjähriger, dass ich Sänger werden möchte, ich war mir sicher, dass ich das werde, aber als ich nach meinem Studium eine Weile als Auto-Auktionier gearbeitet habe, hatte ich fast mein eigentliches Ziel vergessen. Irgendwann habe ich dann gekündigt und beschlossen, jetzt alles dafür zu geben, mein Ziel zu verwirklichen. Wie definierst du Kunst - als Gesangsstimme mit Gänsehaut-Faktor oder ist Kunst für dich eher das Wortgefüge deiner Texte, das die Seele deiner Mitmenschen berührt? Tim Bendzko: Für mich ist Kunst eigentlich immer das, was andere gut können und man selbst nicht kann (lacht). Für mich ist das, was ich mache, auch keine Kunst. Ich habe das Glück, dass mir Texte einfallen – dafür kann ich ja nichts (lacht) - und als Sänger arbeiten zu dürfen, aber für mich ist meine Arbeit auch hauptsächlich das Treffen von Entscheidungen. Ich spiele zwar ein bisschen Klavier und Gitarre, aber bei Weitem nicht so, wie meine Band – deshalb bin ich stark von meinen Musikern abhängig und überlege mit ihnen zusammen immer, wie wir Songs umsetzen. Ich habe bei meinem neuen Album stark versucht, unbekümmert an das Songschreiben heranzugehen, weil ich glaube, nur dann kann ich absolute Ehrlichkeit in meine Songs packen. Dein Theologie-Studium interessiert mich genauer. Was waren deine Beweggründe für diese Wahl? Tim Bendzko: (Lacht) Es mag vielleicht ein wenig verrückt klingen, aber ich hatte meine Zielvorgabe Sänger zu werden, schon immer fest im Blick. Als ich aber das Abi in der Tasche hatte, dachte ich, keiner würde es einem achtzehnjährigen abkaufen, wenn er – vor allem in deutscher Sprache – etwas über das Leben singt. Wovon hätte ich denn auch singen sollen, wie toll der Sportunterricht heute wieder war (lacht)? Deshalb beschloss ich aus Interesse, Theologie zu studieren, um wenigstens zu erfahren, wie andere über das Leben denken. Das war auch wirklich interessant, aber irgendwann wiederholte sich alles, und ich beschloss, ein wenig in die Berufswelt einzutauchen. Das waren, glaube ich, sehr wichtige Erfahrungen für mich. Tim Bendzko "Immer noch Mensch"-Tour 2017 So. 30.04.2017 19.30 Uhr Tickets 41,95 € - 46,95 € Weitere Infos und Tickets telefonisch unter +49 (0) 831 570 55 33 und auf www.bigboxallgaeu.de Im April präsentierst du uns dein neues Album in der bigBOX Allgäu – freust du dich als Berliner auf das Land der Wiesen und Berge? Tim Bendzko: Absolut! Ich muss gestehen, ich liebe Berge, und das als Berliner (lacht) – und die gibt es bei euch im Allgäu ja zur Genüge. Wenn ein wenig Zeit ist, packe ich sicherlich auch meine Wanderschuhe ein und hänge noch eine schöne Allgäu-Wanderung an meinen Auftritt an (lacht). * ticketDIRECT: Tickets per Mail erhalten und selbst ausdrucken oder auf dem Smartphone speichern! bigMAG 05-2016 5

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