14.11.2016 Aufrufe

aerokurier 12/2016

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

<strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

Frankreich<br />

• Reise in den Süden<br />

• plus Praxis-Tipps<br />

IM ARCUS<br />

ÜBER SÜDAFRIKA<br />

Me 262<br />

Im Cockpit<br />

des Jetjägers<br />

Enteisung<br />

Neue Technik für<br />

Props und Flächen<br />

Remos GXiS<br />

Ostsee-Einsatz<br />

Forschung<br />

mit Stemme<br />

und Zeppelin<br />

EINFACH-<br />

FLIEGER<br />

Ventus Generation 3<br />

Sportlicher Renner<br />

Einmotten<br />

Pflege für den<br />

Winterschlaf<br />

Trixy Spirit<br />

Das offene<br />

Nebeneinander


Fliegende<br />

Legenden<br />

www.klassiker-der-luftfahrt.de<br />

Jetzt neu im Handel


[ EDITORIAL Dezember ]<br />

ALLES FREIZEITFLIEGER?<br />

Wenn es um die General Aviation geht, haben Öffentlichkeit und<br />

Politik oft ein ziemlich verzerrtes Bild und denken nur an Sport- und<br />

Freizeitflieger. Aber die Allgemeine Luftfahrt ist und kann viel mehr.<br />

Wie leistungsfähig die „kleine“ Luftfahrt ist, hat nicht zuletzt das Forschungsprojekt „Uhrwerk<br />

Ozean“ gezeigt. Im Juni waren eine Stemme S10VTX und ein Zeppelin NT mehrere Tage über der<br />

Ostsee unterwegs und dienten Wissenschaftlern bei der Untersuchung von Meereswirbeln als<br />

Arbeitsplattform. Die Reportage von Jürgen Schelling in diesem Heft zeigt eindrucksvoll, wie<br />

vielseitig unsere Fluggeräte eingesetzt werden können und dass es sich dabei eben nicht nur um<br />

Sport- und Freizeitgeräte für Gutbetuchte handelt. Auch den Innovationen, die die Hersteller und<br />

Entwickler der Allgemeinen Luftfahrt leisten, wird das öffentliche Bild oft nicht gerecht. Seien es<br />

interessante Flugzeugkonzepte wie die ECO4 – entworfen von einem Team junger Luftfahrtingenieure<br />

an der Universität Stuttgart und jüngst mit dem Berblinger-Preis ausgezeichnet – oder<br />

neue Enteisungstechnologien, wie sie Frank Martini ab Seite 24 vorstellt: Die General Aviation geht<br />

oft voran, und am Ende profitiert immer auch die kommerzielle Luftfahrt. Das sollten sich Amtsträger<br />

vor Augen führen, wenn wieder einmal über Einschnitte – welcher Art auch immer – debattiert wird.<br />

Lars Reinhold,<br />

Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />

Apropos Innovation: Zwei besonders innovative Flugzeugmuster konnten wir für diese Ausgabe<br />

testen. Remos hat mit der GXiS, die wahlweise als UL oder LSA zu haben sein wird, alles dafür<br />

getan, dem Piloten so viel wie möglich abzunehmen. Einfach einsteigen und losfliegen lautet hier<br />

das Motto, und diesem Anspruch kommen die Pasewalker so nahe wie kaum ein anderer Hersteller.<br />

Auch im Segelflug wird die Messlatte einmal mehr höhergelegt. Die dritte Generation des Ventus von<br />

Schempp-Hirth ist konsequent auf Höchstleistung ausgelegt und überzeugte beim Testflug durch ein<br />

hervorragendes Handling. Damit dürfte sich das Unternehmen aus Kirchheim/Teck gegen die<br />

erstarkende Konkurrenz in der 18-Meter-Klasse gut behaupten.<br />

Selbst in unserer Auftaktgeschichte spielt eine Innovation – wenngleich eine historische – die<br />

Hauptrolle: Die Messerschmitt Me 262 gilt als erster einsatzfähiger Strahljäger der Welt. Aber wie<br />

fliegt sich das, was 1944 als Höhepunkt des Flugzeugbaus galt? Pilotenlegende Wolfgang Czaia<br />

berichtet für den <strong>aerokurier</strong> aus dem Cockpit der „Schwalbe“. Steigen Sie ein und fliegen Sie mit!<br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Fotos: Ralf Athen, Thorsten Fischer/Helmholtz-Zentrum Geesthacht<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 3


104<br />

Motorfliegen<br />

8 Pilot Report Me 262<br />

Wolfgang Czaia ist eine Pilotenlegende.<br />

Für den <strong>aerokurier</strong><br />

berichtet er aus dem Cockpit<br />

des legendären Jet-Jägers<br />

18 Reise: Südwest-Frankreich<br />

Mit der Mooney zu den<br />

westlichen Nachbarn: David<br />

Kromka berichtet über sein<br />

Winterabenteuer<br />

Magazin<br />

24 Enteisung<br />

Eine Firma im Stubaital arbeitet<br />

an der Deicing-Revolution<br />

28 Tipps für Trips<br />

Über Rostock zum Rittergut<br />

Groß Potrems<br />

31 Berblinger-Preis für ECO4<br />

Das Viersitzer-Konzept mit<br />

Hybridantrieb überzeugt die Jury<br />

32 Firmenporträt Knorr KG<br />

Erfolgreich mit Training, Hangarausstattung<br />

und Luftwerbung<br />

35 Kolumne<br />

Dr. Spornrad gibt Tipps für<br />

den „Fliegerwinter“<br />

Flying<br />

36 Uhrwerk Ozean<br />

Mit Stemme und Zeppelin NT<br />

Meereswirbeln auf der Spur<br />

UL/LSA<br />

42 Pilot Report: Remos GXiS<br />

Der neueste Spross aus Pasewalk<br />

ist ein wahrer „Selbstflieger“<br />

Inhalt Nr. <strong>12</strong> <br />

Dezember <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

70<br />

4 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


48 Trixy Spirit<br />

Trixys jüngster Gyro-Coup bietet<br />

offenes Nebeneinander<br />

52 Projektbericht VD-100<br />

Valerian Design will mit seinem<br />

UL-Helikopter Maßstäbe setzen<br />

Business Aviation<br />

54 Pilatus PC-24<br />

Die Erprobung des ersten Schweizer<br />

Business Jets liegt im Plan.<br />

Die Auslieferung beginnt Ende 2017<br />

60 NBAA <strong>2016</strong><br />

News von der größten Business-<br />

Aviation-Messe<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 53 und 81<br />

Praxis<br />

63 Grundkurs Französisch<br />

Was man bei einem Ausflug zu<br />

den Nachbarn wissen sollte<br />

66 Einmotten<br />

Wie man für einen guten<br />

Winterschlaf vorsorgt<br />

68 Expertentipp<br />

Frostschutz<br />

Segelfliegen<br />

70 Ventus Generation 3<br />

Mit dem Wölbklappenrenner<br />

will Schempp-Hirth vor allem<br />

Leistungsflieger begeistern<br />

77 OLC-Finale<br />

Die Flugstatistik zeigt keinen<br />

guten Trend<br />

78 Segelfliegertag in Berlin<br />

Mehr Aufmerksamkeit<br />

für den Breitensport<br />

80 Projekt Bergfalke<br />

Waldorfschüler restaurieren<br />

ein Segelflugzeug<br />

82 Segelfliegen-News<br />

Mit Mini-Flaps zu besseren<br />

Langsamflugleistungen<br />

83 Meteo-Rückblick<br />

Hochsommer im September<br />

84 Fliegen über der Kalahari<br />

Kuruman – ein neues Streckenflugzentrum<br />

in Südafrika<br />

Porträt<br />

104 Gerhard Waibel<br />

Ein Konstrukteursleben von<br />

der D-36 Circe bis zum Offene-<br />

Klasse-Renner Concordia<br />

8<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

6 Leserforum<br />

16 News<br />

87 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

96 Jobbörse<br />

103 Termine<br />

103 Impressum<br />

106 Vorschau<br />

48<br />

54<br />

18<br />

Titelfotos: Toni Ganzmann, Gerhard Marzinzik, Remos<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Uwe Glaser, David Kromka, Gerhard Marzinzik, Pilatus<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 5


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 10/<strong>2016</strong><br />

Segelfliegen: Unfallanalyse<br />

Könnte ein Sonnenstich<br />

Ursache gewesen sein?<br />

Immer noch macht es betroffen, sobald<br />

an diesem besonderen Unfall erinnert<br />

wird. Mir scheint, als ob die Schülerin im<br />

Übungsraum überhaupt nicht mehr gesteuert<br />

hat. Hier auf formale Mängel hinzuweisen<br />

ist sicher bei der Unfalluntersuchung<br />

korrekt, aber durch ein Blatt Papier<br />

ist noch kein Unfall wirklich verhindert<br />

worden. Es sind immer die Menschen,<br />

welche etwas zulassen oder verhindern.<br />

Bei allem, was ich von diesem Unfall<br />

gehört habe, fehlt mir die Vermutung, es<br />

könnte ein Sonnenstich gewesen sein –<br />

vielleicht nur, weil dieses in der Pathologie<br />

kaum nachweisbar ist. Denn die Sonneneinstrahlung<br />

war an diesen Tagen<br />

sehr stark, und mir ist kein zuverlässiges<br />

Symptom bekannt, an dem man selbst vor<br />

dem Eintritt eines Sonnenstichs bemerken<br />

könnte, dass man betroffen ist. Dies<br />

ist vielleicht ähnlich dem Eintreten eines<br />

Sauerstoffmangels zu sehen (auch wenn<br />

mir klar ist, wie viele jetzt aufschreien, sie<br />

würden das vorher merken). Letztlich<br />

bleibt dieser Unfall sowohl tragisch und<br />

ungeklärt.<br />

Weiterhin viel Erfolg Ihrer Zeitschrift,<br />

für die es keinen Vergleich im deutschsprachigen<br />

Raum gibt.<br />

Burkhard Wittje, Oldenburg<br />

<strong>aerokurier</strong> 09/<strong>2016</strong><br />

Editorial<br />

Versöhnliche Töne<br />

angeklungen<br />

<strong>aerokurier</strong>-Leser Jannik Albers gelang dieses schöne Sonnenuntergangsfoto.<br />

Das Editorial kann ich so nicht stehen<br />

lassen: Eine Befehdung wird von niemandem<br />

geführt oder gewünscht. Auch das<br />

gezeichnete Bild über die außerordentliche<br />

Sitzung der BuKo Segelflug vom 23.<br />

Juli in Kassel möchte ich vervollständigen:<br />

Dort waren sowohl Anhänger des<br />

neuen Verbandes als auch des DAeC-Präsidiums<br />

anwesend. In konstruktiven Gesprächen<br />

klangen versöhnliche Töne an.<br />

Ein von mir seit November 2015 angeregtes<br />

Mediationsverfahren wurde erneut<br />

vorgeschlagen und diesmal von den Beteiligten<br />

– auch denen des DSV – als ein<br />

gangbarer Weg gesehen.<br />

Der zuvor publizierte offene Brief des<br />

DAeC-Präsidenten stellt dessen berechtigte<br />

persönliche Meinung dar, ist aber<br />

kein Resultat einer abgestimmten Vorgehensweise<br />

im Verband. Was ich und andere<br />

selbstkritisch anerkennen müssen:<br />

Das Gros der Segelflieger weiß bislang zu<br />

wenig über die Hintergründe:<br />

Der AUL war schon seit Beginn im Interesse<br />

aller Luftsportler tätig, auch wenn<br />

die Segelflieger dominierten. Vor der<br />

Wahl des neuen Vorstandes der BuKo hat<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />

Monats hat die Redaktion das Buch „Faszination<br />

Ultraleichtfliegen“ von Hellmut Penner und Frank<br />

Herzog verlost. Von Konstruktionen über Antriebe<br />

bis hin zur historischen Entwicklung der Ultraleichtfliegerei<br />

reicht der Inhalt des Buches, abgerundet<br />

wird er durch die Vorstellung zahlreicher Flugzeugmuster.<br />

Als Gewinner wurde Burkhard Wittje gezogen.<br />

der damalige Vorstand kritisiert, die Kosten<br />

für die Luftraumarbeit würden zu<br />

etwa 95 Prozent von den Segelfliegern<br />

finanziert. Das sei ungerecht, da auch alle<br />

anderen Luftsportarten von der Luftraumarbeit<br />

profitierten. Diesen Missstand abzuschaffen<br />

und finanziell vom DAeC unabhängig<br />

zu werden, war das Hauptargument,<br />

das auf dem Segelfliegertag 2015<br />

zur Gründung des DSV angeführt wurde.<br />

Mit der Erweiterung des Luftraumgremiums<br />

des DAeC zum Bundes-AUL haben<br />

wir die berechtigte Kritik angenommen.<br />

Innerhalb des DAeC haben wir eine<br />

gleichmäßige Beteiligung aller Luftsportarten<br />

an den Kosten und an der Sachar-<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen.<br />

Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Motorbuch Verlag Foto: Jannik Albers<br />

6 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


FRÜHER WAR<br />

(FAST) ALLES BESSER<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

beit zum Thema Luftraum geschaffen. Also bitte<br />

werft den Ehrenamt lichen im DAeC nicht vor, genau<br />

die Veränderung geschaffen zu haben, die zuvor<br />

auch von den ehemaligen Vorständen der BuKo und<br />

Gründern des neuen Segelflugverbandes selbst gefordert<br />

wurde.<br />

Bei allem, was klarzustellen ist: Vermutlich haben<br />

wir für den Luftsport in Deutschland die beste Luftraumarbeit<br />

in ganz Europa. Die gute Zusammenarbeit<br />

wird von der DFS sehr geschätzt. Das alles ist seit über<br />

25 Jahren im DAeC gewachsen und wird auch so bleiben.<br />

Trotz des im Verband nicht gewollten personellen<br />

Wechsels ist der zum BAUL erweiterte DAeC-Luftraumausschuss<br />

komplett und nimmt seine Aufgaben<br />

ohne Unterbrechung weiterhin war. Segelflieger brauchen<br />

Lufträume ganz besonders. Aber eben nicht nur<br />

Segelflieger.<br />

Martin Kader, stv. Vorsitzender der Bundeskommission<br />

Segelflug im DAeC<br />

Dieser Bildband von Lothar Schäfer zeigt die außerordentlich spannende Geschichte<br />

der deutschen Luftfahrttechnik im Zeitraum von 1891 bis 1945. Von den ersten flugversuchen Otto Lilienthals über den Aufstieg der Zeppeline bis hin zur stürmischen<br />

Gleit-<br />

Entwicklung der Luftfahrt- und Waffentechnik während der beiden Weltkriege.<br />

336 Seiten, 331 Bilder<br />

ISBN 978-3-613-03895-0 c 39,90<br />

Anmerkung: Der Leserbrief erreichte den <strong>aerokurier</strong><br />

bereits am 30. August, konnte aber aus redaktionellen Gründen<br />

erst jetzt veröffentlicht werden.<br />

<strong>aerokurier</strong> 08/<strong>2016</strong><br />

Ultraleicht: Reise nach Schweden<br />

Ganz ohne Bürokratie<br />

geht es nicht<br />

Der Aussage „Mal den Sprung wagen“ kann ich nur<br />

zustimmen, denn das Fliegen in Schweden ist in der<br />

Tat traumhaft. Aber in der Infobox zur Reiseroute<br />

schreiben Sie: „Für den Einflug nach Schweden sind<br />

keine Vorabfreigaben erforderlich.“ Dies ist meines<br />

Wissens leider so nicht richtig – zumindest wenn man<br />

mit einem Ultraleichtflugzeug einreisen möchte. Die<br />

Anträge auf Einflugerlaubnis für Luftsportgeräte und<br />

andere, nicht ICAO/EASA-konforme Luftfahrzeuge in<br />

den schwedischen Luftraum findet man unter<br />

www.transportstyrelsen.se/en/Forms/Aviation/.<br />

Für unsere UL-Schwedenreise 2015 wurde der Einflug<br />

kostenlos für zwölf Monate genehmigt.<br />

Bernd Seeger, Braunfels<br />

Bis in die 60er-Jahre hinein stellten die »Propliner« das Rückgrat der Passagierluftfahrt<br />

dar und noch bis heute hängt ihnen der Nimbus der »guten alten Zeit« an. Der Luftfahrt-Journalist<br />

Wolfgang Borgmann bietet in diesem Buch eine spannende Mischung<br />

aus zeitgenössischem, seltenen Bildmaterial und technischen Informationen zu diesen<br />

faszinierenden Maschinen.<br />

176 Seiten, 154 Bilder<br />

ISBN 978-3-613-03896-7<br />

c 29,90<br />

Überall, wo es Bücher gibt, oder unter<br />

WWW.MOTORBUCH-VERSAND.DE<br />

Service-Hotline: 0711 / 78 99 21 51


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

DIE Messerschmitt Me 262<br />

EISERNE<br />

SCHWALBE<br />

Die Me 262 gilt als erster einsatzfähiger Strahljäger<br />

der Welt, und noch heute faszinieren ihr Design und<br />

ihre Leistung. Aber wie fliegt sich dieser Vogel? Pilotenlegende<br />

Wolfgang Czaia berichtet aus dem Cockpit.<br />

8 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


AUTOREN: Wolfgang Czaia, Uwe Glaser<br />

FOTOS: Uwe Glaser<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Die originalen Junkers-Jumo-004-Triebwerke waren kein zuverlässiger Antrieb. Ausgestattet mit<br />

modernen GE 610 wie der Learjet aber, ist die Schwalbe perfekt motorisiert.<br />

Klare Ansage fürs<br />

Bodenpersonal: Schleppstange<br />

bitte woanders<br />

ansetzen!<br />

Die Zeit vergeht wie im Fluge<br />

– besonders für mich,<br />

wenn ich daran denke, dass<br />

bereits fast 14 Jahre vergangen<br />

sind, seit ich mit dem ersten<br />

der drei Me-262-Nachbauten zum<br />

Jungfernflug startete. Zu dem Zeitpunkt<br />

hatte ich dieses Projekt schon<br />

zehn Jahre als Testpilot begleitet –<br />

zuerst bei der Texas Airplane Factory<br />

des deutschstämmigen Herbert<br />

Tischler und ab 1999 bei Legend Flyers<br />

in Paine Field im Staat Washington.<br />

Über den Nachbau von ursprünglich<br />

fünf authentischen Maschinen<br />

und den vielen Hürden, die es zu<br />

meistern galt, habe ich ausführlich<br />

in meinem Buch „Projekt 262 – Tagebuch<br />

des Testpiloten“ berichtet.<br />

Zurzeit fliegen drei Maschinen:<br />

die „Weiße 1“, ein Doppelsitzer, der<br />

für die Collings Foundation in den<br />

USA in die Luft geht. Die nach ihrem<br />

Kennzeichen D-IMTT benannte „Tango<br />

Tango“ gehört der Messerschmitt-<br />

Stiftung und ist ein sogenanntes<br />

Convertible, das innerhalb von ein<br />

paar Stunden von einem Einsitzer auf<br />

einen Zweisitzer umgerüstet werden<br />

kann. Schließlich fliegt die „Weiße 3“,<br />

ebenfalls eine Version mit Umrüstmöglichkeit,<br />

die der Sammler Jerry<br />

Yagen für sein Military Aviation Museum<br />

in Virginia Beach in Auftrag<br />

gab. Ein viertes Flugzeug, die „Gelbe<br />

5“, wurde als statisches Exemplar<br />

gebaut. Sie steht heute im Evergreen<br />

Museum in Oregon. Nachdem sich<br />

für das fünfte kein Käufer fand, wurden<br />

Rumpf, Leitwerk und alle bis<br />

dato fertiggestellten Teile an die<br />

Messerschmitt-Stiftung zurückgegeben.<br />

Nach dem Tod von Steve Snyder,<br />

der das Projekt gestartet hatte, und<br />

dem Ausstieg von Lou Werner, erster<br />

Besitzer der „Weißen 1“ als Partner<br />

in dem Unterfangen übernahm die<br />

Messerschmitt-Stiftung das gesamte<br />

Projekt und finanzierte den Bau der<br />

restlichen Messerschmitts.<br />

Als Jerry Yagen seine Me 262 bauen<br />

ließ, war für ihn klar, dass seine<br />

„Schwalbe“ die Maschine des Oberfähnrichs<br />

Guido Muttke „Weiße 3 III/<br />

JG7“ repräsentieren sollte, denn er<br />

hatte Muttke während eines Besuchs<br />

in Deutschland kennengelernt, und<br />

die beiden Männer wurden Freunde.<br />

Die originale „Weiße 3“, mit der Muttke<br />

am 25. April 1945 in Dübendorf in<br />

der Schweiz unter mysteriösen Umständen<br />

landete, steht heute im Deutschen<br />

Museum in München. Im Herbst<br />

2011 überführte ich die „Weiße 3“<br />

von Paine Field, nördlich von Seattle,<br />

nach Suffolk, Virginia. Es war der wohl<br />

längste Überlandflug einer 262 seit<br />

Ende des Zweiten Weltkriegs.<br />

Weil unsere von der FAA vorgeschriebenen<br />

Operating Limits nur<br />

VFR-Flüge bei Tage und bis 18 000<br />

Fuß zulassen, sind wir mit dem Einsatz<br />

der Maschine eingeschränkt. Den<br />

4700 Kilometer langen Flug von der<br />

West- an die Ostküste mit unserem<br />

Chefmechaniker Mike Anderson im<br />

hinteren Cockpit schafften wir in vier<br />

Tagen mit sechs Stopps ohne Schwierigkeiten.<br />

Seither bin ich in der glücklichen<br />

Situation, die „Weiße 3“ regelmäßig<br />

auf Flugtagen in den USA und<br />

Kanada vorfliegen zu dürfen.<br />

Wo immer ich mit der Schwalbe<br />

auftauche, kommt stets dieselbe Frage:<br />

„Wie fliegt der Vogel?“ Während<br />

meiner Vorbereitungen für das Flugtestprogramm<br />

stellte ich genau diese<br />

Frage an alle ehemaligen Me-262-<br />

Piloten, die ich in dieser langen Zeit<br />

kennenlernte. In der Literatur und im<br />

äußerst dürftigen Flughandbuch war<br />

wenig Aufschlussreiches über Flugeigenschaften,<br />

Besonderheiten und<br />

Handlungsempfehlungen zu finden,<br />

und die Erinnerung der alten Kameraden<br />

ging auch nicht über Allge-<br />

10 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Unter den Löchern oben im Rumpfbug trug die Me 262 vier<br />

30-mm-Maschinenkanonen vom Typ MK 108.<br />

WO IMMER SIE AUFTAUCHT,<br />

KOMMT DIE EINE FRAGE:<br />

„WIE FLIEGT DER VOGEL?“<br />

meinheiten hinaus, geschweige denn<br />

ins technisch Eingemachte. Alle waren<br />

sich jedoch einig: „Es ist eine<br />

hervorragende Maschine, und sie<br />

fliegt so gut wie sie aussieht.“<br />

Das Cockpit ist zwar eng und kurz<br />

– selbst mit ganz nach vorn gestellten<br />

Seitenruderpedalen muss ich meine<br />

Knie anziehen –, aber ergonomisch<br />

zufriedenstellend. Es ist logisch ausgelegt,<br />

mit einem traditionellen Layout<br />

des übersichtlichen Instrumentenbretts.<br />

Lediglich die beiden Anlasser<br />

auf der rechten Konsole sind<br />

etwas schwierig zu bedienen, aber<br />

mit verdrehtem Handgelenk und Ellbogen<br />

geht’s. Abweichend von den<br />

Originalen, änderten wir die Funktion<br />

des Hebels für die Höhenflossentrimmung.<br />

Dieser Hebel befindet<br />

sich auf der linken Konsole neben den<br />

beiden Schubhebeln. In Vollschubstellung<br />

wäre es leicht, aus Versehen<br />

die Trimmung zu betätigen und sich<br />

unmittelbar danach in einer kritischen<br />

Situation wiederzufinden. In den<br />

Nachbauten wird dieser Hebel dazu<br />

benutzt, eine weglaufende Trimmung<br />

auszuschalten.<br />

Die Me-262-Nachbauten sind vollkommen<br />

authentisch. Sie wurden<br />

genauso gebaut wie die Originale,<br />

allerdings mit modernen Triebwerken<br />

vom Typ GE 610, wie sie im Learjet<br />

23/24/25 verwendet werden. Die Aggregate<br />

liefern etwa 60 Prozent mehr<br />

Schub (3100 lbs) als<br />

das Jumo 004 (1900<br />

lbs). Weil die Struktur<br />

und das Steuersystem<br />

nicht<br />

geändert wurden,<br />

war klar, dass die<br />

ursprünglich festgelegten Grenzwerte<br />

für Geschwindigkeit und g-Limits<br />

auch für die Nachbauten zutreffend<br />

sein würden. So wünschenswert es<br />

für einen Piloten auch ist, mehr Schub<br />

zur Verfügung zu haben, so problematisch<br />

wirkt sich der Ausfall eines<br />

Triebwerks beim Start oder in der<br />

Luft auf die Kontrollierbarkeit der<br />

Maschine aus. Die resultierende Schubasymmetrie,<br />

am Boden mit Seitenruder,<br />

in der Luft mit Seiten- und Querruder<br />

ausgleichbar, verlangt bei<br />

höherem Schub natürlich höhere<br />

Wolfgang Czaia hat alle Nachbauten des strahlgetriebenen Jägers<br />

eingeflogen. Jetzt genießt er das Privileg, die „Weiße 3“ regelmäßig<br />

auf Flugschauen in den Vereinigten Staaten vorfliegen zu dürfen.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Das Cockpit der Me 262 wirkt aufgeräumt und logisch. Rechts thronen die beiden Leistungsanzeigen über<br />

allen anderen Triebwerksinstrumenten, links sind die Fluglageinstrumente konzentriert.<br />

Mindestgeschwindigkeiten. Intuitiv<br />

war mir klar, dass die Mindestgeschwindigkeit<br />

am Boden (VMCG) über<br />

der normalen Abhebegeschwindigkeit<br />

der Me 262 liegen würde und deshalb<br />

ein Start mit Vollschub nicht ratsam<br />

sein konnte. Weil uns der Triebwerkshersteller<br />

keine Daten liefern wollte,<br />

aus denen wir einen Vergleich mit<br />

den Jumos hätten ziehen können,<br />

MIT EINER ANFANGSGESCHWINDIGKEIT VON 250 KNOTEN<br />

STEIGT DIE SCHWALBE MIT 6500 BIS 7000 FUSS PRO MINUTE<br />

<strong>12</strong> <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

mussten wir empirisch vorgehen:<br />

mittels Rollversuchen mit verschiedenen<br />

Schubwerten, um die Abhebegeschwindigkeit<br />

nach einer Rollstrecke<br />

von etwa 1000 Metern zu<br />

erreichen. Das resultierte in einer<br />

äquivalenten Drehzahl von 94 Prozent,<br />

das heißt, vom Loslassen der Bremsen<br />

bis zum Erreichen der Mindestkontrollgeschwindigkeit<br />

in der Luft<br />

(VMCA) nach dem Abheben gehe ich<br />

mit dem Schub nicht über 94 Prozent<br />

hinaus. Danach kann ich Vollschub<br />

für Beschleunigung und Steigflug<br />

nutzen. Die Startprozedur im Einzelnen:<br />

Zündung „Ein“, Generatorschalter<br />

„Ein“, Startschalter „Ein“ – bei<br />

zehn Prozent Drehzahl Schubhebel<br />

auf Leerlauf. Bei Leerlauf (49,5 Prozent)<br />

Zündung „Aus“. Höchstdrehzahl 100<br />

Prozent. Die Drehzahlinstrumente<br />

zeigen Prozent an. Die Höchsttemperatur<br />

beim Anlassen liegt bei 872<br />

Grad Celsius für fünf Sekunden, die<br />

normale Betriebstemperatur – abhängig<br />

von der Drehzahl – zwischen 400<br />

und 700 Grad.<br />

Da die Me keine Bugradsteuerung<br />

hat, geschieht das Rollen und Manövrieren<br />

am Boden sowohl mit asymmetrischem<br />

Bremsen als auch mit<br />

asymmetrischem Schub. Beim Anrollen<br />

zum Start muss man insbesondere<br />

bei Seitenwind eine der Bremsen<br />

kurz antippen, um die Richtung zu<br />

halten. Ab 45 Knoten genügen Korrekturen<br />

mit dem Seitenruder.<br />

Mit einer Triebwerksleistung von<br />

94 Prozent wird man beim Lösen der<br />

Bremsen spürbar in den Sitz gedrückt.<br />

Die Beschleunigung ist selbst bei<br />

reduziertem Schub beeindruckend,<br />

und 90 Knoten liegen schnell an. Ein<br />

geringer Höhenruderausschlag bringt<br />

das Bugrad in die Luft, und bei etwa<br />

110 Knoten hebt das Flugzeug im<br />

Bodeneffekt ab. Das Fahrwerk wird<br />

sofort eingefahren, die maximale<br />

Geschwindigkeit dafür ist 188 Knoten.<br />

Da das schwere Bugrad nach<br />

hinten einfährt,<br />

verlagert sich der<br />

Schwerpunkt, was<br />

ein geringes Aufbäumen<br />

zur Folge<br />

hat, das aber leicht mit Höhenruder<br />

und Trimmung ausgeglichen werden<br />

kann. Bei 160 Knoten werden die für<br />

den Start auf 20 Grad gestellten Landeklappen<br />

eingefahren. Schon beim<br />

Einfahren des Fahrwerks wird die<br />

Mindestkontroll-Geschwindigkeit<br />

(VMCA) für den Einmotorenflug von 143<br />

Knoten erreicht, und die Triebwerke<br />

können auf volle Leistung gebracht<br />

werden. Mit einer Anfangsgeschwindigkeit<br />

von 250 Knoten liegt die Steigrate<br />

zwischen 6500 und 7000 ft/min.<br />

Beim Erstflug – noch mit ausgefahrenem<br />

Fahrwerk – war ich von der


Auch ein robustes Kampfflugzeug muss an den richtigen Stellen angepackt<br />

werden. Wie im Fall des Bugrades helfen Hinweise dem Bodenpersonal.<br />

Ein bisschen Bequemlichkeit im<br />

harten Militäralltag.<br />

Am Boden kann eine externe<br />

Energiequelle angeschlossen werden.<br />

Stabilität der Maschine sofort beeindruckt.<br />

Voll ausgetrimmt liegt sie wie<br />

ein Brett in der Luft und lässt sich<br />

bei Geschwindigkeiten unter 280<br />

Knoten leicht um alle drei Achsen<br />

bewegen. Allerdings steigen die<br />

Steuerdrücke mit zunehmender Fahrt<br />

erheblich an, und das rein mechanisch<br />

wirkende Steuersystem verlangt einiges<br />

an Muskelkraft – besonders für<br />

die Querruder. Ursprünglich hatte<br />

Messerschmitt Flettner-Hilfsruder für<br />

alle Steuerflächen vorgesehen, um<br />

die notwendige Kraft zu mindern.<br />

Aber diese Ruder führten zu Flattererscheinungen<br />

und wurden deshalb<br />

mit der Steuerfläche vernietet oder<br />

mit Spannschrauben festgestellt.<br />

Eine besondere Eigenart der an<br />

der 262 verbauten sogenannten<br />

Frise-Querruder überraschte mich:<br />

Bis zum halben Ausschlag steigt der<br />

Steuerdruck an und fällt dann plötzlich<br />

völlig weg! Als es mir das erste<br />

Mal passierte, fühlte es sich zunächst<br />

so an, als ob mir der Knüppel aus der<br />

Hand gerissen würde. Die Rollrate<br />

erhöhte sich auf das Vierfache und<br />

mit ihr mein Adrenalinausstoß! In<br />

alten Flugtestberichten war nichts<br />

Genaues über dieses Phänomen zu<br />

finden, aber meine Erfahrung mit<br />

allen Maschinen zeigt, dass die Messerschmitt<br />

diese Charakteristik im<br />

gesamten Geschwindigkeitsbereich<br />

aufweist. Mit etwas Übung ist das<br />

jedoch leicht zu meistern.<br />

Beim Fliegen im Grenzbereich zeigt<br />

die Schwalbe in jeder Konfiguration,<br />

ob mit oder ohne Landeklappen, Fahrwerk<br />

ein- oder ausgefahren, ein gutmütiges<br />

Verhalten bis zum Strömungsabriss.<br />

Etwa fünf bis zehn Knoten<br />

vorher spürt man ein sehr mildes<br />

Schütteln, und etwa drei Knoten vor<br />

dem Stall reduziert sich der Höhenruder-Steuerdruck<br />

spürbar. Dann nickt<br />

die Maschine kurz und fliegt nach<br />

minimalem Höhenverlust sofort wieder.<br />

Die Querruder bleiben bis zum<br />

Strömungsabriss effektiv, was sich<br />

besonders gut beobachten ließ, als<br />

wir beide Tragflächen mit Wollfäden<br />

bestückten. Der Strömungsabriss läuft<br />

praktisch lehrbuchartig ab: von der<br />

Tragflächenhinterkante am Rumpf<br />

nach vorne und dann nach außen auf<br />

die Flügelspitze zu. Aufgrund von<br />

FAA-Beschränkungen, die uns vor<br />

dem Flugtestprogramm auferlegt<br />

Schubhebel, Trimmung, Brandhähne und Fahrwerksbedienung<br />

befinden sich auf der linken Seitenkonsole ...<br />

... während Anlassschalter und Sauerstoffversorgung auf der rechten<br />

Cockpitseite angeordnet sind.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Der Aufkleber am Tankstutzen vor dem Cockpit ist historisch bedingt. B4 stand<br />

für 87-Oktoan-Kraftstoff. Heute wird normales Jetfuel getankt.<br />

Daten Messerschmitt Me 262<br />

Hersteller: Messerschmitt AG Zulassung: N-registriert Sitzplätze: 1<br />

Bauweise: Metall Verwendung: Abfangjäger<br />

Die Me 262 verfügt über sogenannte Frise-Querruder, die das negative<br />

Wendemoment deutlich reduzieren.<br />

Antrieb (Original)<br />

HerstellerJunkers<br />

ArtStrahltriebwerk<br />

Typ Jumo 004<br />

Standschub<br />

8,5 kN<br />

Antrieb (Nachbauten)<br />

Hersteller General Electric<br />

ArtStrahltriebwerk<br />

Typ GE 610<br />

Standschub<br />

13,7 kN<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

10,60 m<br />

Spannweite<br />

<strong>12</strong>,65 m<br />

Flügelfläche 21,70 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

3800 kg<br />

MTOW (Original) 6100 kg<br />

MTOW (Nachbauten) 5670 kg<br />

Tankinhalt<br />

2400 l<br />

Flugleistungen<br />

Startrollstrecke<br />

1000 m<br />

bestes Steigen > 7000 ft/min<br />

Vmax (Nachbauten) 400 KIAS<br />

V NE <br />

470 KIAS<br />

Überziehgeschwindigkeit mit voll ausgefahrenen<br />

Klappen 88 KIAS<br />

Reichweite 400 NM/740 km<br />

Lastvielfache (Nachbauten) +4 / -1 g<br />

wurden, konnten wir den Rahmen<br />

der Flugleistungen nicht auf die wirklichen<br />

Limits der Maschine ausdehnen.<br />

So mussten wir uns mit einer Höchstgeschwindigkeit<br />

von 400 Knoten (rund<br />

740 km/h) zufriedengeben. Aber das<br />

tat der Freude keinen Abbruch: Airshows<br />

werden normalerweise mit<br />

250 bis 300 Knoten geflogen, und in<br />

diesem Geschwindigkeitsbereich ist<br />

der Strahljäger gut zu manövrieren.<br />

Der Landeanflug wird mit 250<br />

Knoten und einem typischen 360-<br />

Grad-Overhead-Pattern eingeleitet.<br />

Man kommt in 1500 Fuß über dem<br />

Aufsetzpunkt an, nimmt die Triebwerke<br />

auf Leerlauf zurück und leitet<br />

eine 180-Grad-Kurve zum Gegenanflug<br />

mit 60 Grad Querlage ein. Nach<br />

dem Ausrichten sollte die Fahrt auf<br />

DIE SCHWALBE WAR IHRER ZEIT UM VIELE JAHRE VORAUS<br />

180 Knoten reduziert sein, sodass das<br />

Fahrwerk ausgefahren werden kann.<br />

Beim Einkurven auf den Endanflug<br />

und bei 165 Knoten werden die Landeklappen<br />

auf 20 Grad und im Endanflug<br />

auf 50 Grad gefahren. Idealerweise<br />

hält man einen Gleitpfad von<br />

drei Grad mit konstanter Geschwindigkeit<br />

und Schubkorrekturen ein.<br />

Die Anfluggeschwindigkeit bei<br />

einem typischen Landegewicht von<br />

10 000 lbs (4500 kg) beträgt 118 Knoten<br />

– plus Korrekturen für Seitenwind<br />

oder Böen, was einer Sinkrate auf<br />

einem Drei-Grad-Gleitpfad von 600<br />

ft/min entspricht. Beim Abfangen im<br />

Bodeneffekt nimmt man die Triebwerke<br />

langsam auf Leerlauf zurück,<br />

und kompensiert das Nicken mit zunehmendem<br />

Höhenruderausschlag,<br />

um mit etwa 95 Knoten aufzusetzen.<br />

Für den sicheren Betrieb der Me 262<br />

benötigt man eine Bahnlänge von<br />

mindestens 1500 Metern.<br />

Nach nunmehr gut <strong>12</strong>0 Stunden<br />

Flugzeit auf diesem legendären Strahljäger<br />

kann ich ohne Vorbehalt sagen,<br />

dass dieser Vogel allein aufgrund<br />

seiner Flugeigenschaften<br />

und -leistungen<br />

seiner Zeit um Jahre<br />

voraus war. Auch wenn<br />

ich der Vergangenheit dieses Flugzeugs<br />

eher nüchtern und unpathetisch<br />

gegenüberstehe, so lässt es mich<br />

dennoch nicht kalt.<br />

Dass ich als Deutscher das Privileg<br />

habe, diese zur Legende gewordene<br />

Maschine heute in Friedenszeiten<br />

in Amerika fliegen zu dürfen<br />

und dazu beitragen kann, ein Stück<br />

deutscher Luftfahrtgeschichte am<br />

Leben zu erhalten, erfüllt mich mit<br />

Stolz und Dankbarkeit.<br />

ae<br />

14 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Ein Blick in den Fahrwerkschacht zeigt deutsche Gründlichkeit: Die Leitungen<br />

der Hydraulik und Elektrik sind sauber und ordentlich verlegt.<br />

Auch bei den Antennen wurde auf<br />

Authentizität großer Wert gelegt.<br />

Im Rollen wird durch asymmetrisches<br />

Bremsen der Haupträder gelenkt.<br />

Zu groß darf der Pilot nicht sein. Selbst mit ganz nach vorne<br />

gestellten Pedalen muss Wolfgang Czaia die Knie leicht anwinkeln.<br />

Der Pilot Wolfgang Czaia<br />

28 000 Flugstunden auf 150 Mustern<br />

Wolfgang „Wolf“<br />

Czaia wurde am<br />

8. Dezember 1940<br />

in Andernach<br />

geboren. Noch vor<br />

seiner Einschulung<br />

stand für ihn fest,<br />

dass er Pilot werden<br />

wollte. Mit 14<br />

Jahren begann er<br />

mit dem Segelflug,<br />

nach dem Abitur<br />

1959 trat er in die Luftwaffe ein. 1961 folgte<br />

die Flugausbildung in den USA in Craig<br />

AFB, Alabama, auf T-37 und T-33 und später<br />

auf F-84 in Luke AFB, Arizona, die er als<br />

„Top Gun“ und „Outstanding Student“ abschloss.<br />

Wieder in Deutschland, flog er für<br />

zwei Jahre die F-84, bevor er im Herbst<br />

1964 in Jever auf den Starfighter umschulte.<br />

Czaia blieb als Fluglehrer und Testpilot in<br />

Jever und entwickelte das „zero airspeed<br />

and vertical recovery“-Programm für den<br />

Starfighter. 1970 trat er aus der Luftwaffe<br />

aus, um als Testpilot für Lockheed am<br />

Nachfolgemodell des Starfighters, der<br />

CL-<strong>12</strong>00 Lancer, zu arbeiten. Danach folgte<br />

eine Zeit als Fluglehrer in einer Flugschule<br />

und als Charterpilot, bevor er 1979 für<br />

AirCal und später American Airlines als<br />

Checker auf Boeing 757 und 767 Karriere<br />

machte. Nach seiner Pensionierung im Jahr<br />

2000 flog er die Boeing 757 des Microsoft-<br />

Mitbegründers Paul Allen. Nach wie vor ist<br />

Czaia FAA-Beauftragter und seit 1989 Test-,<br />

Ausbildungs- und Airshow-Pilot auf zivilem<br />

F-104 Starfighter sowie Fluglehrer an der<br />

Test Pilot School in Edwards AFB und an<br />

der International Test Pilot School in CFB<br />

Cold Lake. Er hat mehr als 2800 Stunden<br />

auf dem Starfighter und insgesamt 28 000<br />

Flugstunden auf mehr als 150 verschiedenen<br />

Mustern absolviert.<br />

Wolfgang Czaia ist Mitglied der Classic Jet<br />

Aircraft Association, Cascade Warbirds,<br />

der Gemeinschaft der Jagdflieger sowie der<br />

Society of Experimental Test Pilots. Er lebt<br />

nahe Seattle und shuttelt alle 14 Tage nach<br />

Florida, um für Projekte der Luft- und<br />

Raumfahrtindustrie F-104 der „Starfighters<br />

Aerospace“ zu fliegen.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 15


[ NEWS ]<br />

Bob Hoover<br />

LETZTER FLUG<br />

EINER LEGENDE<br />

Bob Hoovers Pilotenkarriere liefert mehr als genug Stoff für einen<br />

Roman: Seine Flugausbildung in Nashville finanziert sich Hoover mit<br />

Gelegenheitsjobs in Supermärkten. Schon früh steuert er seine Maschine<br />

in Rollen und Loops und bringt sich die Aerobatic-Fliegerei<br />

selbst bei. Mit einer Fluglizenz in der Tasche ist sein Weg klar, als er<br />

zur National Guard eingezogen wird: Man entsendet ihn zum Pilotentraining<br />

in der US-Army. Im Zweiten Weltkrieg ist Hoover zunächst<br />

Testpilot, der neue Flugzeuge auf ihre Einsatztauglichkeit prüft. Später<br />

fliegt er selbst mit einer Spitfire Kampfeinsätze. Bei seinem 59.<br />

Feindflug wird er über Frankreich von einer Fw 190 abgeschossen und<br />

gerät in deutsche Kriegsgefangenschaft. 16 Monate verbringt er in<br />

Gefangenenlagern, zuletzt im Außenlager Barth des KZ Ravensbrück.<br />

Hier gelingt ihm das Husarenstück, aus dem Lager auszubrechen, auf<br />

dem angrenzenden Fliegerhorst eine Fw 190 zu stehlen und mit dem<br />

Flugzeug bis in die inzwischen befreiten Niederlande zu flüchten.<br />

Nach dem Krieg wird Hoover Mitglied der Flight Evaluation Group in<br />

Dayton, Ohio und testet Beuteflugzeuge aus Japan und Deutschland.<br />

Weitere Stationen seiner Karriere sind General Motors, wo er Hochleistungsflugzeuge<br />

und Allison-Turbinen testet. Später verpflichtet<br />

ihn Rockwell, hier fliegt er die FJ-2, die F-86D und die F-100 und bildet<br />

andere Piloten aus.<br />

Später macht er vor allem durch Rekorde von sich reden. So stellt er<br />

1978 bei der ILA in Hannover mehrere Steigflugrekorde auf, und 1985<br />

fegt er in einer P-51 von Daytona Beach aus innerhalb von fünf Stunden<br />

und 20 Minuten nach Los Angeles. Seine gelbe Mustang wird der Star<br />

auf vielen Flugshows, seine spektakulären Kunstflugprogramme – in<br />

denen er sich nebenbei schon mal Getränke einschenkt – sind legendär.<br />

Für seine Leistungen wird Bob Hoover vielfach ausgezeichnet,<br />

General James Doolittle soll ihn gar als „the greatest stick-and-rudderman<br />

who ever lived“ bezeichnet haben. 2014 wird sein Leben im Dokumentarfilm<br />

„Flying the Feathered Eagle: The Bob Hoover Project“<br />

auf Zelluloid gebannt. Die EAA reagierte am 25. Oktober bestürzt auf<br />

die Meldung von Hoovers Tod. „We lost a true, one-of-a-kind aviation<br />

hero today“, sagte EAA-CEO Jack Pelton.<br />

Zeppelin NT<br />

REIFENRIESE ERNEUERT SEINE FLOTTE<br />

Goodyear bestellte bei der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen vor fünf Jahren drei Zeppelin NT,<br />

um seine Werbeflotte zu erneuern. Vor Kurzem stellten die Amerikaner das zweite Exemplar unter dem Namen<br />

„Wingfoot Two“ in Dienst. Die Entwicklung sowie der Aufbau aller großen Bauteile erfolgt bei ZLT, die Endmontage<br />

unter deutscher Aufsicht bei Goodyear in Ohio. Beim Zeppelin NT handelt es sich um das größte und einzige<br />

für den kommerziellen Passagierbetrieb zugelassene Luftschiff der Welt. Es verfügt über eine starre Innenstruktur:<br />

Antriebe, Leitwerke und Kabine sind direkt an das Traggerüst montiert.<br />

AutoGyro plant neues Modell<br />

Details, Preise oder Name<br />

des Tragschraubers sind<br />

noch geheim. Die Szene<br />

kann sich über die Neuigkeit<br />

dennoch freuen: Nach Auto-<br />

Gyros letztem Coup, dem<br />

2011 vorgestellten Cavalon,<br />

war es um die norddeutsche<br />

Manufaktur ruhiger geworden.<br />

Der Einstieg eines Investors<br />

im Jahr 2013 und der folgende<br />

Abgang einiger führender<br />

AutoGyro-Mitarbeiter verunsicherten<br />

zusätzlich. Somit<br />

kommen die News zum neuen<br />

Tragschrauber genau zur<br />

richtigen Zeit. Dem 1999<br />

gegründeten Unternehmen<br />

gelang nicht zuletzt mit dem<br />

Modell MTOsport der Sprung<br />

zum Marktführer bei Tragschraubern.<br />

16 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Ultraleicht-DM 2017<br />

STARTSCHUSS ZUR ANMELDUNG<br />

Cessnas neuer Business Jet<br />

ERSTFLUG DER CITATION LONGITUDE<br />

Am 8. Oktober startete Cessnas Prototyp der Citation Longitude mit<br />

den Testpiloten Ed Wenninger und Stuart Rogerson am Steuer vom<br />

firmeneigenen Beechfield-Flugplatz in Wichita, USA. Während des<br />

knapp zweistündigen Erstfluges testete die Crew Klappen, Fahrwerk,<br />

Kabinendrucksysteme sowie die Belastbarkeit und das Ansprechverhalten<br />

des Flugzeuges. In der Logitude kommen FADEC-gesteuerte<br />

Honeywell-HTF7700L-Turbofan-Aggregate mit Auto-Throttle-System<br />

zum Einsatz. Die Avionik steuert Garmin mit dem G5000 bei, das mit<br />

Touchscreen-Monitoren arbeitet. Die Reichweite liegt bei 3400 NM<br />

und die Höchstgeschwindigkeit bei 476 Knoten.<br />

15.0<br />

ist die neueste Version von Dynons<br />

SkyView. Wichtigste Neuerung<br />

ist die Highway-in-the-Sky-Funktionalität<br />

(HITS). Die Landebahn-<br />

Mittellinien werden jetzt in der Direct-to-Funktion als<br />

Anflug hilfen bis zu fünf Meilen über die Runway hinaus erweitert.<br />

Ebenfalls neu: Ladeplan- und Schwerpunktrechner,<br />

Luftraumwarnungen und die vertikale Navigation zum Ziel.<br />

Anspruchsvolle Präzisionsflugmanöver wie Ziellandungen mit und ohne<br />

Motorkraft und Navigation wie in Zeiten, als es noch kein GPS gab: Mit<br />

diesen und weiteren Disziplinen dürfen die Teilnehmer der Deutschen<br />

Meisterschaft im Ultraleichtfliegen nächstes Jahr rechnen. Der Wettbewerb<br />

wird vom 25. bis 28. Mai 2017 zum 28. Mal stattfinden. Austragungsort<br />

ist der Flugplatz Goch-Asperden (EDLG), etwa fünf Kilometer<br />

südlich von Kleve an der holländischen Grenze. Die Meisterschaft wird in<br />

fünf Klassen ausgerichtet: Dreiachser einsitzig (AL1), Dreiachser doppelsitzig<br />

(AL2), Trike einsitzig (WL1), Trike doppelsitzig (WL2) und Tragschrauber<br />

(GL). Zweisitzige ULs dürfen in den Klassen AL1 und WL1 starten, wenn<br />

sie einsitzig geflogen werden. Piloten müssen jedoch eine Flugerfahrung<br />

von mindestens 40 Stunden nach Scheinerhalt für das Muster nachweisen,<br />

mit dem sie starten. Anmeldeschluss ist der 23. April 2017. Wer mitmachen<br />

will, sollte mit der Anmeldung jedoch nicht zu lange warten, denn<br />

die maximale Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die Meldegebühr beträgt<br />

110 Euro für Einsitzer beziehungsweise 140 Euro für Doppelsitzer. Copiloten<br />

zahlen für die Teilnahme 70 Euro.<br />

Um bei Ziellandungen<br />

mit und ohne<br />

Motorkraft<br />

keine Punkte<br />

zu verschenken,<br />

ist Präzision<br />

nötig.<br />

Neue Triebwerke<br />

KING-AIR-UPGRADE FÜR MEHR POWER<br />

Blackhawk beginnt im November mit den Tests zum Upgrade-Programm<br />

XP67A Engine+ für die Beechcraft King Air 350. Das Supplemental Type<br />

Certificate (STC) erwartet Blackhawk für Mai 2017. Danach ist es möglich,<br />

die serienmäßigen Pratt & Whitney-PT6A-60A-Triebwerke mit 1050 Wellen-PS<br />

der King Air 350 durch P&W PT6A-67A zu ersetzen, die <strong>12</strong>00<br />

Wellen-PS leisten. Da die stärkeren Triebwerke auch robustere Luftschrauben<br />

benötigen, arbeitet Blackhawk mit MT-Propeller zusammen, die<br />

gegen eine geringe Gebühr die nötigen Umbauarbeiten vornehmen und<br />

darauf sogar zwei Jahre Garantie geben. Die Leistungssteigerung sorgt<br />

für ein um 37 Knoten größeres Reisetempo.<br />

FAI-Präsident gewählt<br />

FRITS BRINK ÜBERNIMMT DAS STEUER<br />

Die FAI hat auf ihrer 110. Generalkonferenz am 16. Oktober den<br />

Niederländer Frits Brink zum neuen Präsidenten gewählt. Brink folgt<br />

auf den Schweden John Grubbström, der nach den maximal drei<br />

möglichen Legislaturen sein Amt abgab. Brink, 70, ist aktiver Privatpilot<br />

und hat seit 1986 mehrere hochrangige Positionen in verschiedenen<br />

Sportorganisationen innegehabt. Er war Präsident der Royal<br />

Netherlands Aeronautical Association, Vizepräsident des Olympischen<br />

Komitees der Niederlande sowie FAI-Vorstandsmitglied.<br />

Fotos: Blackhawk Inc., Textron, Goodyear, Bron Reismedia, DULV, EAA Archiv, Tyson van Rininger<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 17


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Genussreise nach Südfrankreich<br />

SAVOIR-VIVRE<br />

In der kalten Jahreszeit aufs Fliegen verzichten? Das kommt für David Kromka<br />

und seine Frau Britta nicht in Frage. Zumindest nicht, wenn das Nachbarland<br />

Frankreich lockt und kalte Luft ihre Turbo-Mooney zu neuen Speed rekorden<br />

treibt. Dabei gilt es natürlich auch Herausforderungen zu meistern.<br />

TEXT UND FOTOS: David Kromka<br />

Prächtige Châteaus<br />

und kleinere Burgen<br />

aus der Zeit der<br />

Renaissance<br />

schmücken Frankreichs<br />

Südwesten.<br />

18 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


IM SÜDEN<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Die mittelalterliche<br />

Altstadt von Cahors<br />

liegt malerisch in<br />

einer Schleife des<br />

Lot und ist Hauptstadt<br />

der gleichnamigen<br />

Weinregion.<br />

Was haben die Freunde<br />

nicht immer gelästert:<br />

So lange wir unseren<br />

Käse mit dem Flieger<br />

aus Frankreich importieren, können<br />

die Spritpreise ja nicht so dramatisch<br />

sein. Diesmal ist es weniger der Käse,<br />

sondern mein bevorstehender Geburtstag<br />

und ein leerer Weinkeller,<br />

der einen winterlichen Frankreichflug<br />

zur Beinahe-Notwendigkeit<br />

erhebt. Meinen Freund Sébastien Lestrade,<br />

ein Air-France-Pilot, konnten<br />

wir vergangenes Jahr nicht besuchen,<br />

UNS BEGEISTERT DIE KOMBINATION AUS FLIEGERISCHER<br />

EINFACHHEIT, GÜNSTIGEN PREISEN, SÜDLICHEM LAISSEZ-FAIRE,<br />

VERLOCKENDEN ZIELORTEN UND DER FEINEN KÜCHE<br />

20 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

sodass der Entschluss Mitte Januar<br />

schnell steht: Kommende Woche brauchen<br />

wir akzeptables Flugwetter für<br />

einen Fünf-Tage-Trip in den Südwesten<br />

Frankreichs.<br />

Seit knapp acht Jahren betreiben<br />

wir eine Mooney M20K 252, unseren<br />

geliebten „Silberschnabel“. Frankreich<br />

ist ihm zur zweiten Heimat geworden.<br />

Es ist die Kombination aus fliegerischer<br />

Einfachheit, günstigen Preisen, südlichem<br />

Laissez-faire, verlockenden<br />

Zielorten und der feinen Küche, die<br />

uns jedes Mal von Neuem begeistert.<br />

Und es gibt so viel zu entdecken zwischen<br />

Normandie und Côte d’Azur,<br />

zwischen Elsass und Bordelais.<br />

Diesmal also wieder Südwesten,<br />

die weite Gegend zwischen Zentralmassiv<br />

und Atlantikküste. Die Deutschen<br />

zieht es weniger dorthin, Briten<br />

und Holländer haben die Region<br />

unter sich aufgeteilt – neben den<br />

Franzosen natürlich, die im Sommer<br />

an den Flüssen Tarn, Dordogne und<br />

Garonne Urlaub machen. Im Winter<br />

ist es eine einsame Gegend. Die wenigen<br />

größeren Orte zwischen Limoges<br />

und Toulouse lassen nur schwer<br />

erahnen, wie sehr hier von Juni bis<br />

September das Leben brummt.<br />

Wie überall in Frankreich gibt es<br />

auch im Südwesten eine gute fliegerische<br />

Infrastruktur. Und meine Freundschaft<br />

zu Sébastien eröffnet uns noch<br />

weitere Möglichkeiten, die in keiner<br />

AIP zu finden sind. An einem Montagmittag<br />

ziehen wir den Silberschnabel<br />

aus der Halle unter einen grauen<br />

Winterhimmel. Das GAFOR war zwar<br />

komplett grün, dennoch haben wir<br />

uns für einen IFR-Flugplan entschlossen.<br />

Dies soll uns die Durchquerung<br />

der militärischen Sperrgebiete erleichtern<br />

und außerdem ein Durchstoßen<br />

der Wolkendecke ermöglichen, die<br />

über Teilen Südwestdeutschlands<br />

hängt.<br />

Kurz nach 13 Uhr heben wir ab:<br />

2000 Fuß höher ist der Autopilot aktiviert,<br />

und der Funkkontakt mit Langen<br />

Departure steht. Immer wieder<br />

bin ich beeindruckt,<br />

mit welcher Professionalität<br />

die Lotsen<br />

auch kleine Maschinen<br />

behandeln. Aktuell<br />

scheint im<br />

militärischen Luftraum über Ramstein<br />

nicht viel los zu sein, sodass wir schnell<br />

über FL 100 steigen dürfen. Wir entscheiden<br />

uns für Reiseflughöhe FL<br />

<strong>12</strong>0, mehr ist heute wegen der Wind-<br />

TAS-Relation nicht sinnvoll. Basel<br />

reicht uns weiter nach Clermont, kurz<br />

vor Rodez gehen wir in den anfänglichen<br />

Sinkflug über. Eine Puderzuckerschicht<br />

von Schnee bedeckt die<br />

Spitzen der Vulkane der Auvergne<br />

und Teile der Causse-Hochflächen.


Drei Generationen Flieger: Christian Crouzel, David Kromka sowie André<br />

und Sebastien Lestrade teilen die Leidenschaft fürs Fliegen. Selbst Hund<br />

Dick ist an Bonanza und Mooney gewohnt.<br />

Mehr Käsesorten als Tage im Jahr: Auf dem Markt<br />

in Cahors finden sich genug Beweise für de Gaulles<br />

berühmten Ausspruch.<br />

Dunkles Wintergrün empfängt uns<br />

in der Gegend des östlichen Lot-Tals.<br />

Rodez gibt uns weiter an den Türmer<br />

von Cahors, doch vor unserer Landung<br />

drehen wir noch ein paar Runden über<br />

der historischen Altstadt und dem<br />

imposanten Château de Mercuès,<br />

ehemals Sommersitz der Erzbischöfe.<br />

Nach knapp zweieinhalb Stunden<br />

Flugzeit setzen wir auf der Piste 13<br />

in Cahors auf. Viel ist nicht los, neben<br />

uns nur ein einsamer Motorsegler,<br />

der zu einem benachbarten Platz<br />

startet. Weit und breit niemand, der<br />

uns in die nicht gerade nebenan liegende<br />

Stadt mitnehmen könnte. Uns<br />

bleibt nichts, als ein Taxi zu rufen.<br />

Unser Hotel „Terminus“ hatten<br />

wir vorgebucht, es entpuppt sich als<br />

ein freundliches Etablissement mit<br />

familiärem Charme. Zeit für eine kleine<br />

Stadterkundung: Vor etlichen<br />

Jahren waren wir im besucherreichen<br />

Sommer dort, jetzt haben wir Cahors<br />

fast für uns.<br />

Den nächsten Tag verbringen wir<br />

ganz entspannt: Frühstück mit Croissant<br />

und Pain Chocolat, Besuch<br />

einiger Weingeschäfte und des Trüffelgroßhändlers.<br />

Der Südwesten liebt<br />

es bodenständig: eine üppige Küche,<br />

die aber mit exquisiten Aromen verblüfft.<br />

Am Abend gibt es ein Vier-<br />

Gänge-Menü in unserem Hotelrestaurant,<br />

das es sogar in den berühmten<br />

Guide Michelin geschafft hat.<br />

Jeder Streckenflieger kennt ihn:<br />

den morgendlichen Blick aus dem<br />

Fenster. Wenn das Tal voll im Nebel<br />

liegt, verschieben sich Pläne um Stunden,<br />

manchmal sogar um Tage. Wir<br />

trinken erstmal Kaffee, bevor wir das<br />

Taxi zum Flughafen bestellen. Dort<br />

ist die Sicht noch schlechter. Mein<br />

Freund Seb meldet hingegen Sonnenschein<br />

im 20 Meilen entfernten Lacave<br />

– das kann doch nicht möglich<br />

sein! Unser Schicksal: warten. Das<br />

teilen wir mit einer Hubschrauberbesatzung,<br />

auch der Drehflügler kann<br />

nicht abheben. Nach 30 Minuten ist<br />

Besserung in Sicht, und plötzlich geht<br />

alles schnell: Lücken in der Nebeldecke<br />

und über uns der blaue Himmel.<br />

Wir warten gar nicht erst auf die<br />

Aktivierung des aufgegebenen IFR-<br />

Plans, „Décollage en VFR“ lautet die<br />

Devise. Drei Meilen nördlich des Platzes<br />

sind alle Wolken und Nebelbänke<br />

vollends verschwunden.<br />

Die 13 Minuten nach Lacave vergehen<br />

schnell, und man kann sich<br />

gar nicht sattsehen an der Szenerie<br />

zwischen Lot und Dordogne. Lacave<br />

(LF4623) ist der verrückteste Flugplatz<br />

im an aeronautischen Kuriositäten<br />

nicht armen Frankreich. Ende der 70er<br />

Jahre verwirklichte André Lestrade,<br />

Bauunternehmer und Bürgermeister<br />

des 250-Seelen-Dorfes, seine Vision<br />

vom eigenen Landefeld. Ein Mann<br />

und seine Planierraupe: So muss man<br />

sich die Aktion vorstellen, in der Lestrade<br />

den Wald auf einer ziemlich<br />

schiefen Ebene, hoch über der Dordogne,<br />

rodete und eine krumme Piste<br />

anlegte.<br />

Diese Geschichte machte die Runde,<br />

und schon bald konnte der Aviateur<br />

einen Fliegerclub gründen, der<br />

auf dem „Aérodrome du Frau“ seine<br />

Heimat fand. Moranes, Robins und<br />

andere französische Klassiker waren<br />

fortan hier zuhause. Irgendwann kam<br />

dann nicht nur Lestrades Sohn Sébastien<br />

zur Fliegerei, sondern auch<br />

der Mann auf den Platz, der in ganz<br />

Frankreich eine Legende ist: „Le<br />

Général“ Christian Crouzel. Um den<br />

einarmigen Ex-Kampfpiloten, der im<br />

Algerienkrieg verunglückte und dann<br />

als Fluglotse in Lahr seine Liebe zum<br />

Schwarzwald entdeckte, ranken sich<br />

viele Geschichten. Fakt ist, dass er<br />

trotz seines hohen Alters von über<br />

80 Jahren und nur einem Arm ULs<br />

Die Restaurants in<br />

Frankreichs Südwesten<br />

sind oft gleich von<br />

mehreren Gastronomieführern<br />

ausgezeichnet.<br />

Tipps für das Fliegen<br />

im Luftraum über<br />

Frankreich gibt es im<br />

Praxisteil ab Seite 63.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Put on after flight: Das Pitot-Cover<br />

gehört für die Mooney des Autors zum<br />

Einschlafen dazu.<br />

pilotiert. Ob seine Freude am scharfen<br />

Schuss Besucher vom Flugplatz<br />

fernhält, kann man nur vermuten.<br />

Vor über zehn Jahren landeten wir<br />

durch puren Zufall mit einer TB10 auf<br />

dieser privaten Piste, die nur von<br />

einer Seite anfliegbar ist. Der Empfang<br />

Die Reiseroute Frankreichs Südwesten<br />

Kartenmaterial: Jeppesen VFR/GPS-<br />

Karten ED-3, ED-4, LF-3, LF-4, LF-5; für<br />

die IFR-Strecken die Lido-IFR-Charts EU-3L<br />

und 4L. VFR- und IFR-Karten aus der französischen<br />

AIP kostenlos herunterladen bei<br />

www.sia.aviation-civile.gouv.fr.<br />

und das Drumherum waren so herzlich,<br />

dass wir seitdem immer wiederkommen.<br />

Mit dem gleichaltrigen Seb<br />

entwickelte sich eine deutsch-französische<br />

Freundschaft. Die gemeinsame<br />

Liebe zu den schönen Dingen<br />

des Lebens hat geholfen. Cham-<br />

Lande- und Abstellgebühren:<br />

Cahors: 24 Euro inkl. zweier Übernachtungen.<br />

Gratis in Lacave; dort<br />

vorherige Erlaubnis von Sebastien<br />

Lestrade einholen. Kontaktdaten<br />

auf www.navigeo.org.<br />

Treibstoff: Avgas ist in Frankreich<br />

bis zu 70 Cent/Liter günstiger. Auf<br />

den Plätzen kann man meist mit<br />

Karte zahlen. Wer öfter kommt,<br />

beantragt bei Air Total eine Automatenkarte;<br />

die gibt’s auch für deutsche Girokontos.<br />

Hotels: Cahors: 60 bis 75 Euro, Lacave:<br />

„Brasserie de Lacave“, 55 Euro; jeweils pro<br />

Doppelzimmer in der Nebensaison<br />

pagner, Wein, Foie Gras, Entenbrust<br />

und sonstige Spezialitäten kommen<br />

dort nicht zu knapp auf den Tisch.<br />

Mir gefällt die Einstellung dieser<br />

Franzosen: Natürlich haben sie jede<br />

Menge Regeln, die Bürokratie mutet<br />

mitunter absurder an als bei uns. Doch<br />

die Worte „Paris, c’est loin – Paris ist<br />

weit weg“ drücken passend aus, dass<br />

in genügender Entfernung von den<br />

zentralen Amtsstuben die Dinge doch<br />

etwas lockerer gelebt werden. Wie<br />

anders wäre zu erklären, dass ohne<br />

große Vorplanung der kleine Flugplatz<br />

Lacave plötzlich über eine Asphaltbahn<br />

verfügt? Vor drei Jahren war<br />

ich sehr überrascht über den nur acht<br />

Meter schmalen, aber 700 Meter langen<br />

Streifen auf dem Plateau. Bürgermeister<br />

Lestrade schmunzelte:<br />

„Die Asphaltierer fuhren durch unser<br />

Dorf. Die müssen wohl einen Abstecher<br />

über den Flugplatz gemacht<br />

haben.“ Seitdem schweben King Air<br />

und Jetprop über der Dordogne ein.<br />

Und der Silberschnabel, denn die<br />

alte Grasbahn hatte ich mit der Mooney<br />

immer gemieden. Nun gelingt<br />

der Start nach zwei Tagen Frankreich-<br />

Vollprogramm problemlos – und mit<br />

sieben Kisten Rotwein an Bord kann<br />

der Geburtstag kommen!<br />

ae<br />

22 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Never too dark to be cool: Copilotin Britta hat eine Vorahnung,<br />

dass nur wenige hundert Fuß entfernt im Südwesten Frankreichs<br />

die Sonne hell scheint.<br />

THE GLOBAL<br />

SHOW FOR<br />

GENERAL<br />

AVIATION<br />

Wo kam denn plötzlich der Asphalt her? Seit einigen Jahren ist die<br />

schmale Piste von LF4623 dank Hartbelag auch für Davids Mooney<br />

problemlos anfliegbar.<br />

Friedrichshafen | Germany<br />

April 05 – 08, 2017<br />

www.aero-expo.com<br />

Das Maison Hérétié stammt aus dem 13. Jahrhundert und<br />

zeugt noch heute von der herausgehobenen Stellung Cahors<br />

im Mittelalter.<br />

Supported by


[ MAGAZIN ]<br />

Neue Deicing-Technologie<br />

Die Einheizer<br />

aus Tirol<br />

Wer rund ums Jahr auch längere Stre cken<br />

fliegt, weiß: Eisansatz ist ein ernstes<br />

Thema, und das nicht nur in der<br />

Verkehrs fliegerei. Ein neues Deicing-<br />

Verfahren drängt nun auf den Markt.<br />

Mit Eisansatz beim Fliegen<br />

hatte der Innsbrucker<br />

Markus Villinger eigentlich<br />

nie viel zu tun. Denn bekannt<br />

sein dürfte sein Name vor allem<br />

bei Gleitschirm- und Drachenpiloten.<br />

Bereits zwei Jahre nach seinem<br />

Einstieg in diese Art der Fliegerei<br />

gründete er 1976 seine erste<br />

Firma, die Wills Wing GmbH,<br />

mit der er sein Fluggerät selbst<br />

baute. Ziemlich gut offenbar, die<br />

Drachen des Österreichers liefen<br />

in den späten 70ern wie „geschnitten<br />

Brot“. Im Schnitt verkaufte das<br />

Unternehmen weit mehr als 400<br />

der Fluggeräte jährlich. Anfang<br />

der 80er Jahre ließ ihm der Erfolg<br />

keine Zeit mehr, sein Studium der<br />

Chemie und Physik fortzusetzen<br />

– er gründete lieber die Villinger<br />

GmbH, die nicht nur Wills Wing<br />

als Marke weiterführte, sondern<br />

1997 sogar den schärfsten Wettbewerber<br />

Airwave übernahm.<br />

In der Zwischenzeit hatte sich<br />

Firmengründer Markus Villinger<br />

auch der Motorfliegerei zugewandt,<br />

1982 zunächst mit dem Erwerb des<br />

österreichischen PPL. Im Jahr 2000<br />

machte er bei einem Florida-Aufenthalt<br />

auch den FAA-PPL, den er<br />

2004 um das Instrument Rating<br />

erweiterte. Spätestens nach seiner<br />

Rückkehr von dieser Reise wurde<br />

das Thema Deicing für ihn dann<br />

unumgänglich: „Wenn du bei uns<br />

in den Alpen im Winter fliegen<br />

willst und auch noch IFR, geht<br />

ohne Deicing fast nix mehr“, sagt<br />

er und wühlt auf seiner Festplatte<br />

nach eindrucksvollen Fotos vom<br />

winterlichen Innsbrucker Flughafen.<br />

Der ist die Homebase seiner<br />

N-registrierten Mooney M20K, mit<br />

der der Firmengründer 80 bis 100<br />

Stunden im Jahr in der Luft ist –<br />

auch für Geschäftsreisen zu Kunden<br />

wie Airbus in Hamburg.<br />

Heizbare Lacke anstatt<br />

geklebter Gummilappen<br />

Das klassische Deicing-Verfahren<br />

an Kleinflugzeugen empfand<br />

der Vielflieger als extrem unbefriedigend,<br />

weil aerodynamisch ungünstig,<br />

schwer und störanfällig.<br />

Bei der Prop-Enteisung sind Rubber<br />

Pads Standard, zum Beispiel<br />

von Goodrich oder Hartzell – Gummilappen<br />

mit eingebetteten, elektrisch<br />

beheizbaren Drahtschleifen,<br />

die auf die Blätter aufgeklebt werden.<br />

„Die kosten Fahrt, verabschieden<br />

sich auch mal gern; und wenn<br />

der Prop ein Steinchen zieht, das<br />

die Heizlitze durchschlägt, wird’s<br />

gleich teuer“, erklärt der Entwickler.<br />

Seit 2005 befasst sich die Villinger<br />

Research & Development<br />

GmbH im Gewerbegebiet von<br />

Mieders, einem kleinen Ort im<br />

Stubaital, deshalb mit der Erforschung<br />

und Entwicklung heizbarer<br />

Lacke. Die Idee: Wenn es gelingt,<br />

eine komplett unter elektrischen<br />

Strom gesetzte Fläche zu<br />

Fotos: Frank Martini, Markus Villinger<br />

Phänomenal: Im Wiener<br />

Eiskanal konnte man dem<br />

Abtauen einer vollständig<br />

vereisten Testfläche zuschauen.<br />

Der Firmengründer mit zwei seiner Mitarbeiter beim Check eines Air Intake.


Winterstimmung am Airport Innsbruck.<br />

Ohne Deicing und IFR geht<br />

dort in der GA kaum mehr etwas.<br />

Deicing-Entwickler Markus Villinger<br />

in großer Höhe in seiner Mooney.<br />

erwärmen, wäre das gegenüber<br />

den Pads extrem ausfallsicher. Denn<br />

durchschlüge ein Steinchen den<br />

Lack, wäre der heizende Stromfluss<br />

eben nur auf der Oberfläche des<br />

Einschlags unterbrochen, würde<br />

in der übrigen Fläche jedoch weiterfließen.<br />

Riesenproblem dieser Idee: Hot<br />

Spots, die das System „durchbrennen“<br />

lassen oder gar Hitzeschäden<br />

an der Trägersubstanz verursachen.<br />

„Das hast du eigentlich überall,<br />

wo du eine elektrisch leitfähige<br />

Oberfläche mit Strom aufheizt“,<br />

erklärt Villinger. „An einzelnen<br />

Stellen kumuliert materialbedingt<br />

die Temperaturentwicklung.“ Al-<br />

le zuvor erprobten Materialien<br />

reagierten auf solche Hitzekumulationen<br />

mit einem Sinken<br />

des elektrischen Widerstands. Die<br />

Folge: Ausgerechnet an der zu<br />

heißen Stelle fließt noch mehr Strom,<br />

entsteht noch größere Hitze, bis<br />

zum Ausfall des Systems. An diesem<br />

Punkt seien auch die Versuche<br />

beim Fraunhofer-Institut gescheitert,<br />

die eine seiner Idee ähnliche<br />

Lösung bereits zu entwickeln versucht<br />

hätten, erzählt er. „Und das<br />

sind technisch ja nun wirklich<br />

keine Amateure“, zollt er der Forschungsgemeinschaft<br />

Respekt.<br />

Fortan konzentrierte sich sein<br />

Betrieb darauf, einen Materialmix<br />

zu entwickeln, der sich elektrisch<br />

genau umgekehrt verhält und den<br />

Ohm’schen Widerstand mit zunehmender<br />

Temperatur ansteigen lässt.<br />

Widerstandsumkehr als<br />

Lösung des Problems<br />

Denn weil Strom nun mal immer<br />

über den geringsten Widerstandsweg<br />

fließt, wäre mit einer solchen<br />

Mischung nicht nur das Hot-Spot-<br />

Problem in Schach gehalten, sondern<br />

gleichsam die Basis für ein<br />

selbstregulierendes System geschaffen.<br />

Wann genau er erstmals<br />

eine Mischung mit diesem Verhalten<br />

vor sich hatte, vermag der<br />

Tüftler ebenso wenig genau zu<br />

datieren, wie er sich heute natürlich<br />

nur sehr eingeschränkt in die<br />

Karten schauen lassen mag. Bloß,<br />

dass es Halbleiterpolymere seien,<br />

die der Entwicklung den entscheidenden<br />

Schub gegeben hätten,<br />

verrät er. Jedenfalls muss es recht<br />

fix gegangen sein.<br />

Heute arbeitet der Tüftler mit<br />

zwölf Angestellten, die beheizbare<br />

Oberflächenbeschichtungen für<br />

alle möglichen Anwendungen<br />

produzieren und weiterentwickeln,<br />

von Flugzeugpropellern und Tragflächen<br />

bis hin zu Helikopter- und<br />

sogar Windkraftrotoren, von Innenraumverkleidungen<br />

in Fahr- und<br />

Flugzeugen bis hin zu Heizpaneelen<br />

für den Außenbereich, beispielsweise<br />

für die Gastronomie. 2009<br />

knüpfte er erste Kontakte zu Boeing,<br />

und er rief eine Zusammenarbeit<br />

mit Gerd Mühlbauer von der<br />

Deicing für Heli-Rotoren der US Army entwickeln die Tiroler ebenso ...<br />

... wie Honeycomb-Heizpaneele für Airbus-Flugzeuge.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 25


[ MAGAZIN ]<br />

Ob Prop oder Fläche – die neue<br />

Technik funktioniert zuverlässig und<br />

harrt nun der sukzessiven Zulassung.<br />

Klein, aber fein: der Firmensitz im<br />

Miederer Gewerbegebiet in Tirol.<br />

Straubinger MT-Propeller ins Leben.<br />

Inzwischen finden sich auf seiner<br />

Kundenliste fast ein Dutzend klingender<br />

Namen, die sich wie das<br />

Who‘s Who der zivilen und militärischen<br />

Luftfahrt lesen. Die Villinger<br />

GmbH hat er deshalb längst<br />

in eine Holding umgewandelt; sie<br />

fungiert als Dach für verschiedene,<br />

anwendungsbezogene Firmen.<br />

Am gemeinsamen Sitz entsteht<br />

momentan die Heizbeschichtung<br />

für ein Air-Intake-Deicing einer<br />

militärischen Turbinendrohne aus<br />

Deutschland und Heli-Rotorblätter<br />

für die US Army.<br />

Zu viel Schwatzhaftigkeit könnte<br />

den Tiroler daher durchaus in<br />

den Fokus militärischer Dienste<br />

rücken. Die zivilen Anwendungen<br />

für die Allgemeine und die Verkehrsluftfahrt<br />

kann er inzwischen<br />

teilweise offenlegen. Etwa die für<br />

Airbus in Hamburg, für deren Maschinen<br />

er das leidige Problem der<br />

Kältebrücken in der Kabine an den<br />

Türen und Notausstiegen löst. Die<br />

dort verwendeten Heizdrahtmatten<br />

kranken an mechanischer Anfälligkeit<br />

gegen die Rollen der<br />

Boardtrolleys oder die Absätze der<br />

sie herumschubsenden Stewardessen.<br />

„Wir haben unsere flüssig<br />

auftragbaren Heizleitbeschichtungen<br />

deswegen mit Honeycomb als<br />

Träger kombiniert und damit eine<br />

deutlich höhere Resistenz gegen<br />

punktuelle Drucklasten erreicht“,<br />

erklärt Markus Villinger die Leistungen<br />

seines Betriebes für das<br />

europäische Konsortium.<br />

Im Außenbereich von Kleinflugzeugen<br />

kommt seine Heizbeschichtung<br />

bereits an Propellern und den<br />

Nasen von Leit- und Tragwerksflächen<br />

zum Einsatz. Zusammen<br />

mit Mühlbauer hat er sein Verfahren<br />

an den Dreiblatt-CS-Propellern<br />

der Bayern getestet, von denen<br />

früher auch einer mit den konventionellen<br />

Deicer Pads an seiner<br />

eigenen Mooney lief. Die Resultate<br />

überzeugten: „Vor sechs Jahren<br />

haben wir an einem Tag innerhalb<br />

von drei Stunden bei konstanten<br />

Klimabedingungen Testflüge mit<br />

zwei MT-<strong>12</strong>-D erflogen und bei drei<br />

verschiedenen Powersettings in<br />

6000 Fuß mit unserer Beschichtung<br />

einen Fahrtgewinn von sechs bis<br />

neun Knoten IAS erreicht. Bei wirtschaftlichster<br />

Reiseleistung mit<br />

147 Knoten IAS konnten wir wegen<br />

der bei unserem System wegfallenden<br />

aerodynamischen Beeinträchtigung<br />

der Propellerblätter<br />

eine Treibstoffersparnis von bis<br />

zu 15 Prozent nachweisen.“<br />

Seit diesen Tests haben Villinger<br />

und Mühlbauer zehn Kleinflugzeuge<br />

mit dem neuen Prop-Deicing<br />

ausgestattet, mehrere tausend<br />

ausfallfreie Flugstunden sind dabei<br />

zusammengekommen. Noch<br />

in diesem Jahr wird die erste Lancair<br />

mit dem neuen System auch<br />

an den Flächen in die Luft gehen.<br />

Weitere sollen bald folgen, wie<br />

Villinger uns dazu vor seiner Abreise<br />

Anfang November in die USA<br />

erzählt und Fotos vom Einsatz der<br />

neuen Flugzeuge verspricht. „Viele<br />

amerikanische Lancairs kommen<br />

als Homebuilts in die Luft, das bot<br />

den Einsatz an diesen Maschinen<br />

natürlich zulassungsrechtlich an“,<br />

erklärt er die Zusammenarbeit.<br />

Verlängerte Werkbank<br />

der großen Hersteller<br />

In der Zulassung sieht er deshalb<br />

auch keine unüberwindbare Hürde,<br />

setzt dazu aber auf solche Kooperationen<br />

mit Flugzeug- und<br />

Propellerherstellern: „Für uns als<br />

kleiner Zwölf-Mann-Entwicklungsbetrieb<br />

ist so eine Part-21-Zertifizierung<br />

kaum zu stemmen, deshalb<br />

ist es sinnvoller, quasi als verlängerte<br />

Werkbank der Systemhersteller<br />

als OEM-Betriebe zu fungieren.“<br />

Denn die Original Equip-<br />

Sensoren zur Eiserkennung an den Flächen von Villingers Mooney.<br />

Die Messelektronik innen dokumentiert die Enteisungstests im Flugbetrieb.<br />

26 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


ment Manufacturers in der GA und<br />

besonders in der Verkehrsluftfahrt<br />

haben für die Zulassungsverfahren<br />

bei EASA und FAA natürlich ganz<br />

andere Ressourcen.<br />

Längst haben Markus Villinger<br />

und seine Truppe deswegen Airbus<br />

und Boeing am Haken. Für<br />

beide sind im Wiener Klima-Wind-<br />

Kanal und einem US-Kältelabor<br />

schon ausgiebige Tests gelaufen.<br />

Die Laminarheizungen aus Tirol<br />

haben dabei alle Herausforderungen<br />

der einschlägigen Luftfahrtanforderungen<br />

einschließlich CS<br />

25 DO-160 bestanden. Gerade für<br />

die Verkehrsluftfahrt ist die neue<br />

Technologie daher eine reizvolle<br />

Perspektive, denn die Airlines arbeiten<br />

unter hohem Kostendruck.<br />

Für sie hat Villinger, basierend auf<br />

seinen Versuchen, die mögliche<br />

Spritersparnis durch sein System<br />

an den Propellern der alten Tyrolean-Dash-8-400-Flotte<br />

hochgerechnet:<br />

Bei deren jährlichen 2500<br />

Flugstunden wäre der heimische<br />

Carrier mit 205 Tonnen weniger<br />

Jet fuel zurechtgekommen.<br />

Noch größere Effizienzgewinne<br />

sieht der Entwickler bei den Jets,<br />

die einen Eisansatz bislang mit<br />

„bleed air“ verhindern, dem Einströmen<br />

von heißer Zapfluft aus<br />

den Triebwerken unter gefährdete<br />

Oberflächen. Weil das für die<br />

Zulassung auch unter Notfallbedingungen<br />

– zum Beispiel dem<br />

Ausfall eines Triebwerks – funktionieren<br />

müsse, seien über den<br />

Antrieb hinaus deutlich höhere<br />

Turbinenleistungen nötig.<br />

Spritersparnis und<br />

ein Plus an Sicherheit<br />

Mit dem Spritsparpotenzial seines<br />

Verfahrens geht somit auch<br />

ein Sicherheitsgewinn einher. Denn<br />

während für Zapfluft vereisungsprophylaktische<br />

Verfahren die<br />

Regel sind, ließen sich in Eiskanalversuchen<br />

sogar schon dickere<br />

Eisschichten schnell von Flügelnasen<br />

abschmelzen. Und weil die<br />

Leistungsaufnahme der Laminarheizungen<br />

im Vergleich zu konventioneller<br />

elektrischer Beheizung<br />

deutlich geringer ist, ergeben sich<br />

auch für das Deicing bei Kleinflugzeugen<br />

mit ihren schwächer ausgelegten<br />

Bordnetzen völlig neue<br />

Perspektiven. Selbst unter massiver<br />

mechanischer Belastung zeigte<br />

das System keine Leistungseinbußen,<br />

wie durch Anbohrversuche<br />

der Laminarheizflächen bereits<br />

nachgewiesen wurde.<br />

Die Überlegenheit seines Systems<br />

musste der Tiroler zuletzt<br />

dem amerikanischen Militär nachweisen.<br />

Das verlangte für die Sicherheit<br />

einer Rotorheizung zum<br />

Einsatz in großen Flughöhen eine<br />

maximale Leistungsaufnahme von<br />

vier Watt je Quadratzentimeter bei<br />

möglichst geringem Gewicht. Die<br />

getestete maximale Leistung auf<br />

dieser Fläche beträgt zwölf Watt.<br />

Damit die Beschichtung dabei nicht<br />

schmilzt, bedarf es allerdings eines<br />

0,1 Millimeter starken Auftrags,<br />

der je Quadratzentimeter dann<br />

0,015 Gramm wöge – 150 g/m 2<br />

also. Für die von den Amerikanern<br />

geforderten maximalen vier Watt<br />

ging Villinger aber nur auf einen<br />

halben Zehntel Millimeter herunter,<br />

um noch genügend Leistungsreserven<br />

zu haben. Mit nur 0,008<br />

g/cm 2 Materialauftrag, 80 g/m 2<br />

also, ging der Rotor deswegen in<br />

eine Kältekammer – und sprengte<br />

alles Eis im Nu ab. Die Militärs in<br />

den USA waren begeistert.<br />

Auch zivil lässt er deswegen<br />

jetzt einen Testballon dort mit den<br />

Lancairs steigen, denn mit 75 Prozent<br />

des Weltmarktes im Kleinflugzeugabsatz<br />

sind die entscheidenden<br />

Impulse zur Verbreitung<br />

seines Systems in den USA zu<br />

erwarten.<br />

Daheim konnte sein System<br />

schon im Kabinenboden einer gewerblich<br />

betriebenen Piper Malibu<br />

mit angenehmen Temperaturen<br />

überzeugen, und in den USA hat<br />

der Stubaier mit der Invercon LLC<br />

aus Pennsylvania auch schon einen<br />

Vertriebspartner für seine Marke<br />

„Laminar De-Ice“ für die Tragflächenanwendung<br />

gefunden. Bis<br />

eine neue Entwicklung auch auf<br />

den Markt diesseits des großen<br />

Teiches schwappt, vergehen meist<br />

nur wenige Jahre.<br />

ae<br />

Frank Martini<br />

Vorher (l.) und nachher: Umstellung auf den MT-Propeller mit neuem Deicing.<br />

Rotortests im US-<br />

Kältelabor. Die Amerikaner<br />

waren mit dem<br />

Ergebnis hochzufrieden.<br />

Fotos: Frank Martini, Markus Villinger


[ MAGAZIN ]<br />

Flieger, Moore und ein bisschen<br />

Tipps für Trips:<br />

Groß<br />

Potrems<br />

Groß Potrems ist ein verstecktes Rittergut südlich von<br />

Rostock. Wer es ansteuert, trifft auf ein charmantes<br />

Schlosshotel, das einige Überraschungen bereit hält.<br />

Fotos: Frank Martini, Hansestadt Rostock | Fotoagentur Nordlicht<br />

Rostock-Laage<br />

(ETNL)<br />

Lage:<br />

etwa 20 km südöstlich<br />

von Rostock<br />

Turm: 118.425 MHz<br />

Pisten:<br />

10/28: 2520 x 45 m Asphalt<br />

Treibstoff:<br />

Avgas 100LL, Jet A-1<br />

Öffnungszeiten:<br />

ganzjährig 24 h/PPR<br />

Telefon: +49 38454 321300<br />

Web: www.rostock-airport.de<br />

Hinweis: Weil der Platz<br />

militärisch wie auch zivil genutzt<br />

wird, verweist der Betreiber auf<br />

die NOTAMs und hält für Flüge<br />

der GA insbesondere ohne<br />

Flugplan ein Kontaktformular auf<br />

seiner Website bereit. Bei<br />

entsprechend empfohlener<br />

vorheriger Kontaktaufnahme<br />

lassen sich trotz ganzjährig<br />

regelmäßiger Linienflüge<br />

Einflugverzögerungen und<br />

längere Holdings vermeiden.<br />

Wer sich dem Verkehrsflughafen<br />

Rostock-Laage<br />

aus nördlicher Richtung<br />

nähert, braucht unmittelbar nach<br />

Einflug in die Kontrollzone via<br />

November nur seinen Blick in<br />

südöstliche Richtung zu lenken.<br />

Dort ist in Verlängerung der nördlichen<br />

Spitze des Dolgener Sees<br />

ein kleines Waldstück inmitten<br />

einer großen Ackerbaufläche zu<br />

entdecken. Direkt vom Waldrand<br />

beschirmt, liegt darin ein an den<br />

Klassizismus angelehnter, prunkvoller<br />

Bau aus dem späten 19. Jahrhundert<br />

– das erst vor wenigen<br />

Jahren neu eröffnete Schlosshotel<br />

Nordland. Das Gebäude, nach<br />

einem Großbrand 1889 neu errichtet,<br />

geht auf ein bis ins Spätmittelalter<br />

unter dem Namen Potremetze<br />

nachweisbares Rittergut<br />

Rostock-Laage: ein moderner Airport mit ziviler und militärischer Nutzung, der Ferienfliegern<br />

wie Freizeitpiloten und dem Lufthansa-Nachwuchs eine tolle Basis bietet.<br />

zurück, das für drei Jahrhunderte<br />

im Eigentum derer von Bülow stand,<br />

ehe es nach mehreren Besitzerwechseln<br />

Anfang des 19. Jahrhunderts<br />

von Fritz von Gadow erworben<br />

wurde.<br />

Der Spross dieser märkischen<br />

Adelsfamilie muss Jahrzehnte um<br />

die landwirtschaftliche Konsolidierung<br />

seiner neuen Heimat gerungen<br />

haben, denn erst seine Nach-<br />

28 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Das vormalige Herrenhaus des<br />

Gutshofs wurde vor 20 Jahren als<br />

Schlosshotel Nordland eröffnet.<br />

Blick auf die Marina „Hohe Düne“ in<br />

Rostock-Warnemünde. Ein Ausflug<br />

dorthin lohnt auch auf dem Landweg.<br />

Spuk<br />

fahren konnten den Bau eines<br />

Herrenhauses in den 1870er Jahren<br />

in Angriff nehmen. Nach zwei<br />

Weltkriegen und der Enteignung<br />

des sich zu einem prosperierenden<br />

Landwirtschaftsbetrieb entwickelten<br />

Besitzes diente das als Schloss<br />

bezeichnete Gutshaus zunächst<br />

der Unterbringung von Flüchtlingen,<br />

ehe es zu einem Dorfzentrum<br />

wurde, in das schließlich auch ein<br />

Konsum Einzug hielt. Dem anschließenden<br />

Verfall konnte erst durch<br />

die sukzessive Entwicklung zum<br />

Hotelbetrieb nach der Wende Einhalt<br />

geboten werden.<br />

Domizil für Linienpiloten<br />

Vom Flughafen Laage sind es<br />

nur sieben Kilometer bis dorthin.<br />

Folgt man der Bundesstraße 103<br />

Richtung Rostock, macht etwa auf<br />

der Hälfte der Strecke zwischen<br />

Flughafen und Hansestadt ein<br />

großes Schild auf den Abzweig<br />

zum Schloss aufmerksam. Nach<br />

zweifachem Abbiegen liegt rechts<br />

vor dem Hauptbau der alte Marstall.<br />

Hier bringt das Pilot Training Network<br />

angehende Verkehrspiloten<br />

unter. Laage ist einer von drei<br />

Standorten der Lufthansa-Tochter,<br />

an dem der Kranich-Nachwuchs<br />

auch für reale ILS-Anflüge trainiert<br />

wird. Da dort trotz sowohl ziviler<br />

als auch militärischer Nutzung kein<br />

überbordender Verkehr tobt, können<br />

auch Piloten der General Aviation<br />

nach Voranmeldung eine<br />

zügige Anflug- und Landefreigabe<br />

erwarten. Wegen der Bedeutung<br />

Laages als zentralem Airport<br />

Mecklenburg-Vorpommerns kommt<br />

Piper PA31T()Serie mit MTV-27<br />

Beech King Air F90 mit MTV-27<br />

Beech King Air 350() Serie mit MTV-27<br />

BAE System Jetstream 41 mit MTV-27<br />

Flugplatzstr. 1, 94348 Atting, Germany, Tel.:+49 (0)9429-9409-0, Fax:+49 (0)9429-8432<br />

e-mail: sales@mt-propeller.com www.mt-propeller.com<br />

The Winner‘s Propeller!<br />

- 62 Service Center weltweit<br />

- 130 Millionen Flugstunden auf<br />

MT-Propeller<br />

- Mehr als 65.000 Propellerblätter in<br />

Betrieb<br />

- 34 Jahre Produktion und Service bei<br />

MT-Propeller<br />

- 30 verschiedene Propellermodelle<br />

zugelassen<br />

- Mehr als 210 STCs weltweit<br />

- Verfügbar für Flugzeuge,<br />

Luftschiffe, Hovercraft<br />

und Windtunnel<br />

EASA DE.145.0115, FAA MFNY838K<br />

EASA DE.21G.0008, EASA.21J.020


[ MAGAZIN ]<br />

Die malerische Altstadt Rostocks ist vom Schlosshotel Nordland gut<br />

zu erreichen und lädt zum Flanieren, Shoppen und Staunen ein.<br />

Fassaden im Stil nordischer Backsteingotik<br />

sind allgegenwärtig ist.<br />

Die Marienkirche: eines der sieben<br />

Wahrzeichen der Hansestadt.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

man nach der Landung jederzeit<br />

problemlos weiter, ob per Taxi oder<br />

per Leihwagen. Für Reisende, die<br />

mehr als nur eine Nacht bleiben<br />

und nicht nur die Natur genießen<br />

wollen, lohnt sich das Mietwagenangebot<br />

besonders, um kurzweilige<br />

Ausflüge nicht nur in die nahe<br />

Hansestadt und Warnemünde,<br />

sondern auch in die weitere Umgebung<br />

zu unternehmen.<br />

Natur- und Gartenliebhaber<br />

kommen aber auch bei Anfahrt mit<br />

dem Taxi auf ihre Kosten. Nur 200<br />

Meter vom Schloss entfernt unterhält<br />

das Ehepaar Wegener den<br />

„Staudengarten Groß Potrems“<br />

mit rund 500 verschiedenen Pflanzenarten,<br />

den Gäste nach vorheriger<br />

Rücksprache gern in Augenschein<br />

nehmen können. Und<br />

unmittelbar an den malerischen<br />

Schlossgarten mit seinem idyllischen<br />

Teich grenzt der kleine<br />

Schlosswald an. Hier liegt im Schatten<br />

mehr als 100 Jahre alter Bäume<br />

der ummauerte Familienfriedhof<br />

der Gutsherren von Gadow.<br />

Über einen Pfad um die Ruhestätte<br />

herum gelangt man im Osten<br />

auf einen Feldweg, der nach nur<br />

100 Metern an die Bundesstraße<br />

führt. Auf der anderen Seite liegt<br />

das Moor Groß Potrems, ein früherer<br />

Torfstich und heute bewaldetes<br />

Naturschutzgebiet.<br />

Wer in Gegenrichtung, also<br />

südlich des Schlosses, der Kastanienallee<br />

vorbei am Staudengarten<br />

folgt, kann nach wenigen hundert<br />

Metern rechts in ein Landschaftsschutzgebiet<br />

abbiegen oder der<br />

Allee weiter Richtung Wendorf und<br />

Dolgener Berg folgen. Spätestens<br />

dort muss man dann eine Richtungsentscheidung<br />

treffen – entweder<br />

weiter nach Süden zum<br />

Dolgener See oder Richtung Westen<br />

ins „Bülowmoor“. Der rein aus<br />

jungen Stieleichen bestehende,<br />

Der Waldfriedhof hinter dem Schlossgarten: An der letzten Ruhestätte<br />

früherer Gutsherren beginnt ein romantischer Rundweg.<br />

geschützte Bruchwald beherbergt<br />

zahllose Rote-Liste-Arten, die heute<br />

selbst in Brüchen eine Seltenheit<br />

sind. „Fußkranke“, die von der<br />

Allee zuvor in das kleine Landschaftsschutzgebiet<br />

abgebogen<br />

sind, gelangen nun über einen nur<br />

knappe fünf Kilometer langen<br />

Rundwanderweg wieder zum<br />

Schloss zurück.<br />

Zu Gast im Spukschloss<br />

Dort angekommen, hat man die<br />

Wahl: Entweder man checkt in<br />

eines der komfortablen Doppelzimmer<br />

oder gleich in die „Katharinensuite“<br />

ein. Alleinreisenden<br />

mit Hang zum Gruseln sei indes<br />

das „Spukzimmer“ empfohlen. In<br />

der Einzelkemenate kam seinerzeit<br />

bei dem eingangs erwähnten Großbrand<br />

ein Hausmädchen ums Leben,<br />

dessen Geist seither durch<br />

das Schlafgemach spuken soll. Die<br />

freundliche Dienstbarkeit sei dem<br />

Geist des Brandopfers indes erhalten<br />

geblieben – großen Schrecken<br />

verbreite das Schlossgespenst<br />

nicht, wie das heutige Personal<br />

glaubhaft versichert.<br />

Das herrschaftliche Ambiente<br />

des im klassizistischen Stil erbauten<br />

Gebäudes setzt sich auch im<br />

Innern fort. Die Gästezimmer sind<br />

in zeitgenössischem Stil möbliert,<br />

überall finden sich üppige Stuckelemente<br />

mit teils prunkvollen<br />

Deckenfresken. Im Ostflügel sind<br />

die drei Etagen des Baus durch<br />

eine weite Wendeltreppe miteinander<br />

verbunden, deren Überdachung<br />

als kunstvolle Buntglaskuppel<br />

ausgeführt ist. In der<br />

erkennbar liebevoll gestalteten<br />

Ausstattung des Hauses finden<br />

sich auch Accessoires, die eine<br />

Reminiszenz an die Zeit des<br />

Jugendstils bis in die „Roaring<br />

Twenties“ hinein bieten.<br />

Passend dazu lädt der Schlossherr<br />

mehrmals im Jahr zur „20er-<br />

Jahre-Nacht“ ein – einer Party im<br />

Flair der 20er und 30er Jahre, die<br />

musikalisch von dem im Norden<br />

bekannten „Duo Federleicht“ begleitet<br />

wird. Wer also eine termingerechte<br />

Reise im Oldtimer, gar<br />

im Doppeldecker plant, möge auch<br />

außerhalb des Cockpits an zeitgenössische<br />

Garderobe denken.<br />

Auf die Preise hat die edle<br />

Unterbringung übrigens höchst<br />

moderaten Einfluss, sie liegen je<br />

nach Saison und Zimmer oder<br />

Suite zwischen 60 und 190 Euro<br />

je Nacht. Außerdem bietet das<br />

Schlosshotel ganzjährig vergünstigte<br />

Arrangements an, in denen<br />

neben zwei oder drei Übernachtungen<br />

auch verschiedene Menüs<br />

enthalten sind.<br />

Aber auch à la carte sei zumindest<br />

eine Verköstigung aus der<br />

Schlossküche schon wegen des<br />

Speisesaals empfohlen, dessen<br />

zentrale Lage im Haus und prunkvolle<br />

Ausgestaltung mit bemalten,<br />

aufwendig gestalteten Stuckdecken<br />

nebst einem als Kachelofen ausgeführten<br />

offenen Kamin vermuten<br />

lässt, dass es sich im ausgehenden<br />

19. Jahrhundert um das Herzstück<br />

gutsherrschaftlichen Landlebens<br />

gehandelt hat.<br />

ae<br />

<br />

Frank Martini<br />

30 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Berblinger-Preis<br />

ECO4 zum<br />

Sieger gekürt<br />

Mit dem Konzept des viersitzigen<br />

Hybrid-Reiseflugzeugs ECO4<br />

haben Ingmar Geiß und sein Team<br />

vom Institut für Flugzeugbau der<br />

Uni Stuttgart die Jury überzeugt.<br />

Foto: Institut für Flugzeugbau<br />

Die ECO4 ist ein viersitziger<br />

Tiefdecker mit<br />

Propeller am oberen Ende<br />

des Seitenleitwerks. Das Flugzeug<br />

verfügt über einen hocheffizienten<br />

dieselelektrischen Antrieb. Dieser<br />

zeichnet sich durch einen im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Luftfahrtantrieben<br />

deutlich geringeren Verbrauch<br />

und reduzierte Lärmemissionen<br />

aus.<br />

„Mit einem innovativen Flugzeugentwurf<br />

und moderner Systemtechnik<br />

konnten wir für den<br />

Wettbewerb ein Flugzeug konzipieren,<br />

das im Vergleich zu fortschrittlichsten<br />

konventionellen<br />

Modellen eine Senkung des Energieverbrauchs<br />

um rund 40 Prozent<br />

erwarten lässt – bei einer Reisegeschwindigkeit<br />

von 220 km/h“,<br />

sagt Ingmar Geiß, Diplom-Ingenieur<br />

für Flugzeugbau und Kopf des<br />

ECO4-Teams, zu dem auch Len<br />

Schumann, Jonas Lay und Andreas<br />

Strohmayer gehören. Weiterhin<br />

würden durch einen rein batteriebetriebenen<br />

Start und Steigflug die<br />

Lärmemissionen in Bodennähe<br />

deutlich reduziert, so Geiß.<br />

Neben der Leistungsfähigkeit<br />

des Entwurfs honorierte die Jury<br />

auch, dass das IFB mit der ECO4<br />

die langjährige Tradition bei der<br />

Forschung und Entwicklung des<br />

Projektes e-Genius konsequent<br />

fortgesetzt hat. „Mit vier Personen<br />

an Bord besitzt das Flugzeug eine<br />

Reichweite von 2000 Kilometern.<br />

Es könnte von der Quelle der<br />

Donau im Schwarzwald bis an die<br />

Mündung im Schwarzen Meer an<br />

einem Tag nonstop fliegen“, unterstreicht<br />

Geiß die Leistungsfähigkeit.<br />

Gleichzeitig nimmt er<br />

damit Bezug auf den Ansatz des<br />

Berblinger-Preises. Das ECO4-<br />

Projektteam kann sich über ein<br />

Preisgeld von 23 000 Euro freuen.<br />

Zwei weitere Projekte veranlassten<br />

die Fachjury – 16 hochkarätige<br />

Vertreter aus der Luft- und<br />

Raumfahrtindustrie sowie Hochschulen,<br />

Forschungseinrichtungen<br />

und der Stadt Ulm –, das Gesamtpreisgeld<br />

von 25 000 Euro in diesem<br />

Jahr aufzuteilen und zwei Sonderpreise<br />

zu vergeben. So gehen je<br />

1000 Euro an Karl-Heinz Helling<br />

mit seinem Projekt „Flugzeug mit<br />

Hubflügelantrieb“ sowie an Thomas<br />

Strieker und Thomas Senkel<br />

für ihr Projekt „Elektro Flywhale“.<br />

Während Helling ein neuartiges<br />

Antriebskonzept für Flugzeuge<br />

entwickelt hat, beschreiben Strieker<br />

und Senkel ein vielversprechendes<br />

Gesamtkonzept mit akkubetriebenem<br />

Elektroantrieb in Kombination<br />

mit Solarzellen und<br />

Range Extender.<br />

Erinnerung an den<br />

„Schneider von Ulm“<br />

Albrecht Ludwig Berblinger<br />

(1770 – 1829) hatte 1811 die Vision,<br />

mit Hilfe seines Hängegleiters die<br />

Donau von einem Ufer zum anderen<br />

zu überqueren. Im Geiste Berblingers<br />

verfolgt die Stadt Ulm mit<br />

dem Wettbewerb nun das Ziel,<br />

jene Entwicklungen der Allgemeinen<br />

Luftfahrt zu fördern, die den<br />

Überflug des Flusslaufes der Donau<br />

in der gesamten Distanz von der<br />

Quelle bis zur Mündung möglichst<br />

geräuschlos und emissionsfrei mit<br />

Hilfe von innovativen, Umwelt und<br />

Ressourcen schonenden Flugzeugen<br />

ermöglichen. Theoretische<br />

Beiträge sollen auf der Grundlage<br />

neuester Forschungsergebnisse,<br />

Erkenntnisse und Entwicklungen<br />

aus der Luftfahrt aufzeigen, mit<br />

welchen Ansätzen man dem geschilderten<br />

Fernziel Donauflug<br />

näherkommen kann. Gesucht werden<br />

Ideen für ein innovatives<br />

personentragendes Flugzeug oder<br />

einzelne Komponenten dafür. ae<br />

<br />

Lars Reinhold<br />

Winteraktion vom<br />

05.<strong>12</strong>.<strong>2016</strong> bis 08.01.2017!<br />

GENIESSEN SIE PERFEKTEN SOUND<br />

GEPAART MIT OPTIMALER SICHT!<br />

Piloten-Sonnenbrille in limitierter Bose-Edition sichern:<br />

Beim Kauf eines Bose A20 ®<br />

Aviation Headsets erhalten Sie zusätzlich<br />

eine Piloten-Sonnenbrille<br />

von Bigatmo in der Bose Limited<br />

Edition im Wert von 219,95 €.<br />

Aufgepasst:<br />

In Kooperation mit Jeppesen können Sie 3 Monate<br />

kostenfrei Mobile FliteDeck VFR nutzen!<br />

+49 6103 20596 0<br />

www.eisenschmidt.aero<br />

facebook.com/eisenschmidt.aero<br />

customer-support@eisenschmidt.aero


[ MAGAZIN ]<br />

Firmenporträt<br />

Mit Sven Knorr<br />

sicher auf Kurs<br />

Bei der Knorr Service KG am Flugplatz<br />

Schwäbisch Hall lernen Piloten,<br />

wie sie ihr Flugzeug in Ausnahmesituationen<br />

souverän wieder unter<br />

Kontrolle bringen. Mit diesem Angebot<br />

begann 2007 eine erfolgreiche<br />

Unternehmensgeschichte.<br />

[ 1 ]<br />

Fotos: Tashi Dolma Hinz, Sven Knorr<br />

Die Zlín schüttelt und wehrt<br />

sich, doch Sven Knorr ist<br />

unnachgiebig. Mit festem<br />

Griff nimmt er ihr jegliche Dynamik<br />

und bringt sie mit einem kräftigen<br />

Tritt ins Seitenruderpedal<br />

endgültig aus dem Gleichgewicht.<br />

Die Maschine kippt über den linken<br />

Flügel ab und stürzt in beängstigender<br />

Geschwindigkeit der Erde<br />

entgegen. Ein bedrohliches<br />

Szenario, wäre Knorr nicht ein erfahrener<br />

Fluglehrer, der gerade<br />

ein Sicherheitstraining durchführt.<br />

Der hinter ihm sitzende, einzuweisende<br />

Pilot übernimmt nun das<br />

Steuer. Zielgerichtet wandert die<br />

linke Hand zum Gaszug und drosselt<br />

den Motor auf Leerlauf. Das<br />

Querruder bleibt neutral, bis der<br />

rechte Fuß die Drehung beendet.<br />

Dann drückt der Pilot nach. Als<br />

die Strömung wieder anliegt und<br />

Druck auf den Rudern spürbar ist,<br />

fängt er den Sturzflug so sanft wie<br />

möglich ab.<br />

Die Trudeleinweisung wird im<br />

Theorieunterricht besprochen, doch<br />

in der praktischen Ausbildung ist<br />

sie offiziell nicht vorgesehen. Der<br />

EASA-Lehrplan schreibt lediglich<br />

die Spin Avoidance Exercise vor.<br />

Bei Sven Knorr stößt das auf Unverständnis:<br />

„Gerät ein Flugzeug<br />

[ 2 ]<br />

ins Trudeln, ist schnelles und diszipliniertes<br />

Eingreifen vonnöten.<br />

Das kann einen ungeübten Piloten<br />

durchaus überfordern. Eine rein<br />

theoretische Einführung reicht<br />

meiner Meinung nach nicht aus,<br />

um einer solchen Situation gewachsen<br />

zu sein.“ Aus diesem Grund<br />

entwickelte der Fluglehrer im<br />

Frühjahr 2007 ein Sicherheitstraining.<br />

Nach gründlicher Absprache<br />

mit Gregor Stahnke, Inhaber der<br />

renommierten Flugschule Stahnke,<br />

fungiert die Knorr Service KG seither<br />

als ATO-Außenstelle der Flugschule<br />

Stahnke. Piloten aus ganz<br />

Deutschland pilgern zum Firmensitz<br />

am Flugplatz Schwäbisch Hall,<br />

um sich weiterzubilden und sich<br />

unter professioneller Aufsicht auf<br />

potenzielle Gefahrensituationen<br />

vorzubereiten – oder direkt eine<br />

Kunstfluglizenz zu erwerben. Gregor<br />

Stahnke schätzt Knorr als kompetenten<br />

und loyalen Geschäftspartner,<br />

der das Konzept der ATO-<br />

Außenstelle gewissenhaft umsetzt.<br />

Im Einzelunterricht oder in<br />

überschaubaren Gruppen arbeiten<br />

sich die Teilnehmer theoretisch<br />

ein und lernen während der<br />

Übungsflüge, eine abnormale Lage<br />

ihrer Maschine im Raum zu<br />

erkennen und das Flugzeug wieder<br />

in die Normalfluglage zu bringen.<br />

Als Grundlage für das Sicherheitstraining<br />

dient das „Visualized<br />

Flight Maneuvers Handbook“. Es<br />

ist das Lehrbuch für amerikanische<br />

CPL-Anwärter und beschreibt unter<br />

anderem Basisübungen wie<br />

„Chandelle“ oder „Lazy Eight“.<br />

Nur Piloten, die exakt und mit Fingerspitzengefühl<br />

fliegen, sind in<br />

der Lage, diese Manöver korrekt<br />

auszuführen. Die Übungen verraten<br />

viel über persönliche Schwächen<br />

und zwingen den Piloten, sich mit<br />

ihnen auseinanderzusetzen. Das<br />

Angebot ist bei Privat- wie Berufspiloten<br />

gleichermaßen beliebt und<br />

stößt mittlerweile auch im angrenzenden<br />

Ausland zunehmend auf<br />

Interesse.<br />

Vom Trainingskonzept<br />

zum Servicebetrieb<br />

Was mit der Idee eines Sicherheitstrainings<br />

seinen Anfang nahm,<br />

ist inzwischen zu einem ansehnlichen<br />

Unternehmen gewachsen,<br />

das in unterschiedlichsten Bereichen<br />

der Luftfahrt Fuß fassen<br />

konnte. Unter dem Motto „ein<br />

Service von Fliegern für Flieger<br />

32 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 1 ] Bernhard Stooß und Sven Knorr<br />

sind auch in der Luft ein eingespieltes<br />

Team. [ 2 ] Sven Knorr am<br />

Telefon. Organisation ist alles.<br />

[ 3 ] Erlebnistage auf dem Flugplatz.<br />

[ 4 ] Schulmaschine Suchoi Su-29.<br />

[ 5 ] Die Zlín – ob groß oder klein –<br />

ist überall. [ 6 ] Das Vorwärmgerät<br />

hat Knorr selbst entwickelt.<br />

[ 5 ]<br />

[ 6 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

und Luftsportbegeisterte“ vertreibt<br />

der erfinderische Maschinenbaumeister<br />

ein selbst entwickeltes<br />

elektrisches Vorwärmgerät in zwei<br />

Ausführungen und fertigt maßgeschneiderte<br />

Unterstellwannen für<br />

Luftfahrzeuge an. Er vertreibt<br />

weiterhin Flugzeug-Drehteller –<br />

sogenannte Rundparkdeck-Systeme<br />

auf Nachrüstbasis für Hangars<br />

–, entwirft Modellmotoren, organisiert<br />

Erlebnistage auf dem Flugplatz<br />

und bietet in Zusammenarbeit<br />

mit dem Künzelsauer Kardiologen<br />

Christoph Karle Seminare zur Bekämpfung<br />

von Flugangst an.<br />

Zudem betreibt er ein erfolgreiches<br />

Unternehmen im Bereich<br />

Luftwerbung. Peggy Krainz, die<br />

unerschrockene Wingwalkerin,<br />

zählt zu seinen ehemaligen Schülern,<br />

Großkonzerne wie Airbus und<br />

Daimler zu seinen Kunden. Das<br />

Dienstleistungs- und Produktspektrum<br />

ist mittlerweile so umfangreich,<br />

dass Sven Knorr im Ausbildungsbereich<br />

mit mehreren Partnern<br />

kooperiert.<br />

Bernhard Stooß ist freiberuflicher<br />

Fluglehrer und betreut nebst Flugschülern<br />

in Erstausbildung auch<br />

fortgeschrittene Piloten bei der<br />

Nachtsicht- und Instrumentenflugausbildung.<br />

„Es macht Spaß,<br />

für Sven Knorr zu arbeiten. Er ist<br />

ein phänomenal guter Lehrer mit<br />

einem großen Erfahrungsschatz“,<br />

lobt Stooß bewundernd. „Er ist<br />

ehrlich, direkt und durch nichts<br />

aus der Ruhe zu bringen.“ Diplom-<br />

Ingenieur Lutz-Eberhard Starke ist<br />

ebenfalls für Sven Knorr im Einsatz<br />

und intensiv im Theorieunterricht<br />

involviert. Immer wieder hat er<br />

neue Ideen, was er seinen Schützlingen<br />

im Unterricht noch vermitteln<br />

könnte: „Mein nächstes Projekt<br />

dreht sich um Treibstoffkunde<br />

und Vereisungsgefahren“, erklärt<br />

er. Der Fachmann war einst für<br />

Messerschmitt-Bölkow-Blohm<br />

(MBB) sowie VFW-Fokker tätig und<br />

hat ein ausgeprägtes Faible für<br />

Motoren. Er fachsimpelt gerne und<br />

erklärt interessierten Zuschauern<br />

bereitwillig die Funktionsweise<br />

des Sternmotor-Lehrmodells Moki<br />

250/7.<br />

Sven Knorr entdeckte als Schüler<br />

des Zlín-Experten Paul Erhardt<br />

schon früh seine Leidenschaft für<br />

Sportflugzeuge der tschechoslowakischen<br />

Marke Moravan. Die<br />

doppelsitzige Zlín 526F, die im<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 33


[ MAGAZIN ]<br />

[ 1 ] Mit dem Zlín 526F (r.) führt<br />

Sven Knorr das Sicherheitstraining<br />

durch. Die Su-29<br />

kommt für die fortgeschrittene<br />

Kunstflugausbildung zum<br />

Einsatz. [ 2 ] Ingenieur<br />

Lutz-Eberhard Starke am<br />

Motorenmodell. [ 3 ] Ein<br />

Hangar zum Wohlfühlen.<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 3 ]<br />

Fotos: Tashi Dolma Hinz<br />

Sicherheitstraining zum Einsatz<br />

kommt, stammt aus der Trenér-<br />

Reihe, die schon so manch ein<br />

siegreiches Kunstflugzeug hervorgebracht<br />

hat. Angetrieben wird<br />

die Maschine mit der markant rotweiß-schwarzen<br />

Lackierung von<br />

einem 180 PS starken Sechszylinder-Reihenmotor<br />

und zählt mit<br />

einer Spannweite von 10,59 Metern<br />

zu den verhältnismäßig großen<br />

Kunstflugzeugen. Knorr bedauert,<br />

dass die Produktion 1974 endete,<br />

denn für ihn stellt die Zlín das ideale<br />

Arbeitsgerät dar. Sie ist agil,<br />

aber nicht nervös; stark, aber nicht<br />

brachial; anspruchsvoll, aber nicht<br />

zu schwierig für die Piloten, die<br />

am Sicherheitstraining teilnehmen<br />

oder eine Kunstflugausbildung<br />

beginnen. Außerdem eignet sie<br />

sich zur Unterschiedsschulung auf<br />

Spornrad, Verstellpropeller und<br />

Einziehfahrwerk. Zur Flotte gehören<br />

zudem eine Cessna 172 für die<br />

Grundschulung und die Instrumentenflugausbildung,<br />

eine Suchoi<br />

Su-29 für die fortgeschrittene<br />

Kunstflugausbildung und eine<br />

Piper PA-18 Super Cub für Bannerflüge<br />

und die F-Schlepp-Ausbildung.<br />

Die Grundschulung absolvieren<br />

im Durchschnitt drei Schüler pro<br />

Jahr. Aufgrund der überschaubaren<br />

Zahl von angehenden Piloten<br />

kann Sven Knorr den Unterricht<br />

sehr individuell gestalten. „Wenn’s<br />

der Schüler nicht verstanden hat,<br />

lag’s am Lehrer“, lautet seine Devise.<br />

Die Rechnung geht auf. Der<br />

Fluglehrer, der bereits seit seinem<br />

25. Lebensjahr schult und mehr<br />

als 22 000 Flugstunden vorweisen<br />

kann, hat bereits <strong>12</strong>4 Schüler erfolgreich<br />

durch die Ausbildung<br />

begleitet. In vielen Fällen pflegt<br />

er auch nach ihrem Abschluss ein<br />

freundschaftliches Verhältnis zu<br />

seinen einstigen Schützlingen,<br />

denn Fliegerkameradschaften misst<br />

er einen hohen Stellenwert bei.<br />

„Es ist mir wichtig, dass man<br />

sich hier wohlfühlt“, erklärt der<br />

Unternehmer mit Blick auf den<br />

450-Quadratmeter-Hangar am Adolf<br />

Würth Airport. Die Fliegerstube<br />

thront als offene Galerie über den<br />

Flugzeugen. Sie ist geschmackvoll<br />

möbliert und beherbergt Schulungsraum,<br />

Büro und Küche.<br />

Gemütliche Einrichtung<br />

und familiäres Ambiente<br />

An der Wand prangen Bruchpilot<br />

Quax und das Piper-Bärchen, vor<br />

der Polstergruppe funkelt ein<br />

Sternmotor-Glastisch, Schnittmodelle<br />

von Motoren und Pin-up-Girls<br />

zieren die Verkaufstheke, Pilotenaccessoires<br />

warten in der Vitrine<br />

auf ihre Käufer. In der Ecke verspricht<br />

ein Flipperautomat kurzweilige<br />

Unterhaltung, und die<br />

Kaffeemaschine sorgt für den<br />

nötigen Koffein-Nachschub. Ein<br />

detailgetreues Zlín-Modell schwebt<br />

über dem großen, runden Tisch,<br />

an dem normalerweise der Theorieunterricht<br />

stattfindet. Die gemütliche<br />

Einrichtung sorgt für ein<br />

familiäres Ambiente, und die Aussicht<br />

über die im Hangar stationierten<br />

Flugzeuge ist ein wahrer<br />

Genuss.<br />

So umfangreich das Angebot<br />

bereits zu sein scheint, die Ideen<br />

gehen Sven Knorr vorerst nicht<br />

aus: „Ich könnte mir vorstellen,<br />

ein Veteranenflugprogramm einzuführen.<br />

Piloten, die den medizinischen<br />

Anforderungen nicht mehr<br />

genügen, sollen die Chance erhalten,<br />

ein Flugzeug wieder selbst<br />

zu steuern – selbstverständlich<br />

unter sachverständiger Aufsicht.“<br />

Und nächstes Jahr, wenn das Unternehmen<br />

sein zehnjähriges Bestehen<br />

feiert, lädt der Fluglehrer<br />

all seine ehemaligen Schüler nach<br />

Schwäbisch Hall zu einer großen<br />

Hangarparty ein.<br />

ae<br />

Tashi Dolma Hinz<br />

34 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Piloten unterm Baum<br />

Weihnachtswetter grau in grau ist für unseren Kolumnisten kein Grund, gleich in Fliegerdepressionen<br />

zu versinken. Vielmehr sollte man die besinnliche Zeit nutzen, sich theoretisch und<br />

praktisch fit zu halten. Dann kann es in den ersten wärmeren Tagen gleich wieder losgehen.<br />

Nun ist sie wieder da, die besinnliche<br />

Zeit. Ich sehe nur grau in grau, kalt,<br />

nass und igitt. Wann wird es endlich<br />

wieder heller und vor allem wärmer? Der Pfeffer<br />

juckt, ich will wieder fliegen!<br />

Nun – nein, mir tut es immer ziemlich gut,<br />

auch mal etwas anderes zu tun, als nur zu<br />

fliegen. Aber spätestens nach dem Besuch des<br />

zweiten Weihnachtsmarktes – nicht nur unter<br />

Einfluss von Glühwein – erwacht wieder die<br />

Lust, sich den Dingen der angewandten Aerodynamik<br />

zuzuwenden.<br />

Da sitze ich nun in meinem Wohnzimmersessel<br />

und überlege, wie denn das vergangene<br />

Jahr verlaufen ist. Da erinnere ich mich<br />

leider an den einen oder anderen Unfall mit<br />

oft wirklich fürchterlichem Ausgang. Da waren<br />

Freunde beteiligt, Bekannte und auch Größen,<br />

die immer am Limit flogen und sich dann bei<br />

vermeintlich harmlosen Dingen vertan haben.<br />

Was war da los <strong>2016</strong>? Gefühlt mehr als in den<br />

Jahren zuvor. Wirklich, oder lag das Jahr doch<br />

im Durchschnitt? Oder waren es nur die Presseleute,<br />

die in Ermangelung anderer Themen<br />

wieder mal uns Piloten als Headline bevorzugt<br />

haben? Keine Ahnung, aber ich nehme mir<br />

die Zeit, um über das eine oder andere Malheur<br />

nachzudenken.<br />

Als Lehrer predigst du deinen Schülern<br />

Dinge vor und bemerkst schon bald, wie deine<br />

ehemaligen Eleven nach Erhalt der Lizenz<br />

ihre eigenen Wege gehen und alles anders<br />

machen als einst gelernt. Das beginnt mit dem<br />

Weglassen des morgendlichen Drainens, geht<br />

weiter über das zu kurze Warmlaufenlassen<br />

Illustrationen: Harald Hornig<br />

und führt bis hinein ins Cockpit, wo gerade<br />

in Herbst und Winter immer ein frischer CO-<br />

Detektor hängen sollte, um vor Auspuffabgasen<br />

zu warnen, falls der Krümmer<br />

inkontinent ist. Trifft das nur<br />

für Jungpiloten zu? Nein!<br />

Vieles gerät in Vergessenheit<br />

oder verschwindet<br />

in Eigenerfahrung<br />

und Routine.<br />

So also sehe<br />

ich mir Vorfall um<br />

Vorfall an und kann<br />

so richtig keinen<br />

technischen Grund<br />

dafür finden. In diesem<br />

Jahr lag es wohl<br />

wirklich mal wieder fast<br />

ausschließlich an dem, was<br />

sich so zwischen linker und<br />

rechter Ohrmuschel des Headsets befindet.<br />

Also dem Faktor Mensch.<br />

Was aber tun, um nicht selbst in die Falle<br />

des „Mir wäre das ja nie passiert …!“ zu rauschen?<br />

Mal wieder Theoriekurse oder Fluglehrerauffrischungsseminare<br />

(früher Fluglehrerfortbildungen)<br />

besuchen – auch als Nichtfluglehrer!<br />

Bücher lesen, darunter auch mal<br />

das Ding, was unterjährig meist im Kofferraum<br />

einer jeden Maschine zu finden ist. Hä? Was<br />

meint der Spornrad jetzt? Das Flugbetriebshandbuch!<br />

Standard- und Notverfahren auffrischen<br />

und mal die Checklisten vergleichen.<br />

Und dann gibt<br />

es ja auch noch die „theoretische Praxis“ in<br />

Form eines Flugsimulators. Was? „So ein Ding<br />

besteige ich nicht, da kann mir ja jeder zusehen!“,<br />

mag mancher denken.<br />

Quatsch! Die Geräte sind heute<br />

so gut, dass ich mich fühle wie<br />

im richtigen Cockpit. Und warum<br />

dann damit nicht auch mal<br />

den Einflug in mieses Wetter<br />

bis hin zu IMC üben? Vielleicht<br />

kommt ja auch noch der<br />

Appetit auf etwas Nachtflug<br />

oder Enroute-IFR auf? Dann<br />

gibt es oben im Norden ja<br />

auch noch so einen herrlichen<br />

Seitenwindsimulator. Ja, der<br />

Wind kommt eben nicht immer<br />

von vorne!<br />

Mir fallen so viele Dinge ein, die<br />

graue Winterzeit sinnvoll für den Relaunch<br />

der Flugsaison zu gestalten. Nicht zu vergessen<br />

der Griff in die Kiste mit alten VHS-Kassetten,<br />

DVDs oder Blue Rays. Egal ob Waldo<br />

Pepper, die tollkühnen Männer oder die zwei<br />

Himmelhunde – aus jedem Film kann man auch<br />

'ne Menge To-dos oder besser Not-to-dos rausziehen.<br />

Ja, und kaum, dass die letzte Filmminute<br />

durchgeflimmert ist, beginnt sie auch<br />

schon wieder, die neue Flugsaison!<br />

Also nichts wie rein in die Kiste – und auf<br />

geht’s! Rauf auf FL 100 und gleich überland<br />

ins Nachbarland. Nein – gemach, gemach, denn<br />

unsere fliegerische Gelenkigkeit setzt leider<br />

über den Winter ziemlich schnell Flugrost<br />

an. Daher zunächst (bestenfalls mit<br />

einem Fluglehrer) ein schönes<br />

Stündchen warmfliegen<br />

und danach<br />

wieder ein gutes<br />

Dutzend Landungen<br />

mit unterschiedlichen<br />

Ausgangspositionen<br />

trainieren. Und dann<br />

kann die neue Flugsaison<br />

tatsächlich beginnen.<br />

Besinnliche Stunden unter dem<br />

Weihnachtsbaum bei Spekulatius,<br />

POH und VMC und natürlich ein<br />

gesundes und zwischenfallfreies<br />

2017 wünscht Ihnen Ihr<br />

Doktor Spornrad!<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 35


[ FLYING ]<br />

Mit Stemme und Zeppelin NT über die Ostsee<br />

SCHWEBEN<br />

Foto: HZG | Dr. Torsten Fischer<br />

FÜR DIE<br />

AUTOR: Jürgen Schelling<br />

FORSCHUNG<br />

Der Zeppelin NT, normalerweise am Bodensee zu Hause, schwebte im Sommer<br />

zehn Tage über der Ostsee. Forscher nutzten ihn als wissenschaftliche Plattform,<br />

um Wasserwirbel zu untersuchen. Eine Stemme flog als Scout voraus.<br />

Auf dem weitläufigen Gelände des<br />

ehemaligen Militärflugplatzes<br />

Peenemünde im Norden der Ostsee-Insel<br />

Usedom herrscht<br />

bereits frühmorgens eifrige Geschäftigkeit.<br />

Wissenschaftler präparieren oder kontrollieren<br />

ihre Geräte in der Kabine des 75<br />

Meter langen Luftschiffs, die Piloten Fritz<br />

Günther und Kate Board sprechen noch einmal<br />

die ungefähre Flugroute über dem Meer<br />

und die Wetterprognosen durch. Einige Meter<br />

weiter bereitet das Team ein Spezialflugzeug<br />

vom Typ Stemme S10 VTX des<br />

Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik<br />

der Fachhochschule Aachen vor. In dem zum<br />

Forschungsflugzeug hochgerüsteten Motorsegler,<br />

der schon den Mount Everest überflog,<br />

sitzen zwei Wissenschaftler, einer<br />

36 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


davon mit Privatpilotenlizenz. Unter den<br />

Tragflügeln hängen Spezialkameras. Die<br />

mehr als <strong>12</strong>0 Knoten schnelle Stemme fungiert<br />

quasi als Scout. Ihre Crew lotst anhand<br />

aktueller Messungen aus etwa 9000 Fuß Höhe<br />

den deutlich langsameren und tiefer fliegenden<br />

Zeppelin ins Zielgebiet, das der Segler<br />

jeden Tag aufs Neue auskundschaftet.<br />

Der ganze Standort strotzt vor Historie,<br />

hat Peenemünde doch im Zweiten Weltkrieg<br />

mit der Raketenversuchsanstalt sowie als<br />

Abschussbasis und später in der DDR als<br />

Luftwaffenstandort eine bewegte und nicht<br />

unumstrittene Geschichte. Gleichzeitig ist<br />

Peenemünde aber auch ein ganz normaler<br />

General-Aviation-Sonderlandeplatz, der alles<br />

vom UL bis zur Mehrmotorigen und vom<br />

Gyrocopter bis zum Hubschrauber aufneh<strong>aerokurier</strong><br />

<strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 37


[ FLYING ]<br />

Fotos: Uwe Stohrer<br />

[ 1 ]<br />

men kann. Dazu gibt es einen fantastischen<br />

Landeanflug vom Meer<br />

her. 2400 Meter Betonpiste stehen<br />

üblicherweise für Luftfahrzeuge bis<br />

5,7 Tonnen MTOW zur Verfügung.<br />

Mit PPR darf im Sonderfall sogar ein<br />

200 Tonnen schwerer Antonow-<br />

Transporter hier landen.<br />

Zuerst startet jeden Morgen die<br />

Stemme S10. Motorseglerpilot Martin<br />

Theis oder sein Fliegerkollege Nicolas<br />

Huhn gehen immer zusammen<br />

mit einem Wissenschaftler auf dem<br />

Copilotensitz der S10 in die Luft. „Wir<br />

fliegen jeweils ein vorgegebenes<br />

Gebiet über der Ostsee ab, das etwa<br />

30 mal 30 Kilometer groß ist“, erklärt<br />

Theis. Dieses Areal sucht die Stemme<br />

in FL 95 nach einem groben Raster<br />

ab, um mit Hilfe der Spezialkameras<br />

einen Wasserwirbel zu entdecken.<br />

Ist das der Fall, beginnt der Einsatz<br />

des Zeppelin NT, NT steht für „Neue<br />

Technologie“. Dieser ist inzwischen<br />

abflugbereit, und die Crew der Bodenmannschaft<br />

gibt das Zeichen zum<br />

Abheben. Mit Lösen einer Verbindungsleine<br />

trennt sich das Luftschiff<br />

von seinem auf einem Lkw befestigten<br />

Ankermast. Pilotin Kate Board<br />

schiebt die Gashebel nach vorn. Fast<br />

senkrecht steigt der Zeppelin brummend<br />

in den Himmel. Statt der sonst<br />

üblichen Rundfluggäste befinden sich<br />

mehrere Wissenschaftler an Bord. Für<br />

sie ist der Zeppelin die optimale Plattform,<br />

um kleinere Wasserwirbel in der<br />

Ostsee aufzuspüren und zu erforschen.<br />

PILOTIN KATE BOARD SCHIEBT DIE GASHEBEL NACH VORN.<br />

DER ZEPPELIN STEIGT FAST SENKRECHT IN DEN HIMMEL.<br />

38 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

Diese von etwa hundert Meter bis<br />

einige Kilometer großen Wirbel im<br />

Meer beeinflussen wahrscheinlich<br />

das Klima, sie haben zudem mit der<br />

Algenentstehung und damit auch der<br />

Nahrungsverteilung in den Weltmeeren<br />

zu tun. Ihre Erforschung steht<br />

allerdings erst ganz am Anfang. Die<br />

Spezialisten wählten deshalb die<br />

Ostsee als Einsatzgebiet aus, weil in<br />

diesem Binnenmeer der Einfluss von<br />

Gezeiten vernachlässigbar ist. Und<br />

da die kleinen Wasserwirbel immer<br />

nur einige Stunden bis maximal einen<br />

Tag existieren, sind sie schwer zu<br />

entdecken. Auch sind sie mit bloßem<br />

Auge nicht erkennbar. Die Wissenschaftler<br />

des Helmholtz-Zentrums für<br />

Küstenforschung in Geesthacht kommen<br />

ihnen allerdings mit speziellen<br />

Geräten auf die Spur. Das geschieht<br />

mit Hilfe hochempfindlicher Kameras<br />

im Zeppelin und in der Stemme S10,<br />

aber auch durch drei Begleitschiffe<br />

direkt in der Ostsee, die jeden Tag<br />

vom dänischen Bornholm aus starten.<br />

Sie werden vom Luftschiff aus dirigiert<br />

und nehmen mit<br />

geschleppten Unterwassersonden<br />

weitere Messungen<br />

vor. Die Wasserwirbel,<br />

so die Forscher, seien vergleichbar<br />

mit kleinen Zahnrädern in einem<br />

großen Getriebe des maritimen Wassertransports.<br />

Da sie wie ein Uhrwerk<br />

ineinander greifen, trägt das Forschungsprojekt<br />

auch den Titel „Uhrwerk<br />

Ozean“.<br />

Die Genauigkeit der Messungen<br />

mit Hilfe des Zeppelins ist um bis zu<br />

eine Million Mal höher als die Daten,<br />

die Satelliten liefern könnten. Aber<br />

nicht nur dadurch ist der normalerweise<br />

am Bodensee fliegende Zeppelin<br />

für diesen Forschungsauftrag<br />

prädestiniert. So kann er direkt über<br />

den Wasserwirbeln in der Luft stehen


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Die Stemme S10 VTX und der Zeppelin NT ergänzen sich gut. Da die Stemme<br />

eine Endurance von fünf Stunden besitzt, muss sie einmal am Tag zum Tanken und<br />

Pilotenwechsel nach Peenemünde zurückkehren. [ 2 ] Die Wissenschaftler des<br />

Helmholtz-Zentrums Geesthacht präparieren frühmorgens ihre Geräte und die<br />

Spezialkameras. [ 3 ] Der Zeppelin NT besitzt auch außen spezielle Messgeräte, um<br />

die Wasserwirbel zu dokumentieren.<br />

[ 3 ]<br />

bleiben und diese bis zu zehn Stunden<br />

nonstop verfolgen. Ein Hubschrauber<br />

hätte nicht so viel Platz an Bord für<br />

die Messgeräte und müsste nach<br />

wenigen Stunden Flug ständig zum<br />

Tanken zurück auf das Festland. Das<br />

Luftschiff kann stundenlang über dem<br />

entdeckten Phänomen schweben.<br />

Das gelingt während der Mission<br />

auch mehrere Male perfekt. Die Crew<br />

dirigiert nach Ausrichtung des Zeppelins<br />

auch die drei begleitenden<br />

Forschungsschiffe mitten in die Wasserwirbel<br />

hinein. Eine extrem empfindliche<br />

Infrarotkamera an Bord<br />

erstellt Temperaturkarten der Wasseroberfläche<br />

und macht dabei etwa<br />

100 Bilder pro Sekunde.<br />

Die zweite Thermalkamera misst<br />

Temperaturunterschiede mit einer<br />

Genauigkeit von 0,03 Grad. Nur durch<br />

diese Wärmeunterschiede im Wasser<br />

können die Wissenschaftler die<br />

Wirbel überhaupt aufspüren. Eine<br />

weitere Kamera bestimmt bis zu 1000<br />

verschiedene Bereiche des Lichtspektrums<br />

und dadurch die Färbung des<br />

Wassers. Mit dieser Untersuchung<br />

kommen die Forscher der Entstehung<br />

und dem Wachstum der Algen auf<br />

die Spur, die wiederum Meerestieren<br />

als Nahrung dienen.<br />

Den bis zu sechs Wissenschaftlern<br />

an Bord bleibt angesichts ihrer<br />

vielfältigen Aufgaben zwar wenig<br />

Zeit, sich für das Zeppelinfliegen zu<br />

begeistern, dennoch schätzen sie<br />

diese besondere Form der Fortbewegung.<br />

Die Sicht aus den großen<br />

Fenstern ist hervorragend, die Mannschaft<br />

muss während des Fluges auch<br />

nicht angeschnallt sein. Eine vollwertige<br />

Toilette steht der Crew bei mehrstündigen<br />

Einsätzen zur Verfügung.<br />

Abwechslungsreich für<br />

Mensch und Maschine<br />

Auch für die beiden Luftschiff-<br />

Führer, Zeppelin-Chefpilot Fritz Günther<br />

und seine Kollegin Kate Board,<br />

sind diese Flüge etwas Besonderes.<br />

Zwar kennen sie sich mit dem Fliegen<br />

über Wasser aus, doch hier an der<br />

Ostsee heißt es über offenes Meer<br />

zu schweben und statt einer vorgegebenen<br />

Flugroute spontan auf<br />

möglich vorkommende Wasserwirbel<br />

zu reagieren. So betont Fritz Günther:<br />

„Solche Forschungseinsätze sind für<br />

uns Piloten eine hochinteressante<br />

Abwechslung zu den Passagierflügen<br />

am Bodensee. Die geforderte Präzisionsfliegerei<br />

während einer Forschungsmission<br />

unterscheidet sich<br />

doch sehr stark von den touristischen<br />

Flügen.“ Die entdeckten Wasserwirbel<br />

zeigt ein zusätzliches Display im<br />

Panel separat an. So wissen die<br />

Piloten sofort, in welche Richtung die<br />

Forscher als Nächstes wollen.<br />

Normalerweise genügt im Zeppelin<br />

ein Pilot – man fliegt nach VFR<br />

und Single-hand. Da die Forschungsmissionen<br />

aber bis zu zehn Stunden<br />

nonstop dauern können, wechseln<br />

sich Kate Board und Fritz Günther<br />

öfter ab. Sie erklären: „Die physischen<br />

und psychischen Herausforderungen<br />

sind bei diesen wissenschaftlichen<br />

Einsätzen andere als bei einem Passagierflug,<br />

der nur zwischen 30 und<br />

<strong>12</strong>0 Minuten dauert. Ein Schwebeflug<br />

über Land fordert den Piloten deutlich<br />

weniger als ein punktgenauer Schwebeflug<br />

über dem offenen Meer.“<br />

Eine Hand bedient während des<br />

Fluges den Sidestick für die Steuerung,<br />

die andere die Hebel für Leistung und<br />

Schubrichtung der drei Motoren. Dazu<br />

kommt die eigens entwickelte<br />

Schubvektorsteuerung. Mit deren<br />

Hilfe erhöhen zwei Propeller am Heck<br />

die Manövrierbarkeit. Mit einer<br />

Reisegeschwindigkeit von rund 40<br />

Knoten kommen beim Zeppelin NT<br />

Sogar auf dem Handy<br />

eines Wissenschaftlers<br />

lassen sich die gesuchten<br />

Wirbel anzeigen.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 39


[ FLYING ]<br />

Fotos: Deutsche Zeppelin-Reederei, HZG | Dr. Torsten Fischer, Uwe Stohrer<br />

Der Flugplatz Peenemünde, links die Piste, atmet Luftfahrtgeschichte<br />

und bietet einen herrlichen An- oder Abflug.<br />

wie bei einem Flugzeug Seiten- und<br />

Höhenruder zum Einsatz. Diese lassen<br />

aber bei Geschwindigkeiten unter<br />

25 Knoten deutlich in ihrer Wirkung<br />

nach. Durch Schwenken eines Propellers<br />

im Heck nach unten kann man<br />

Von den Begleitschiffen geschleppte Spezialsonden ermitteln<br />

Daten mitten aus dem Wirbel.<br />

Die Wissenschaftler auf dem Zeppelin dirigieren das größte der<br />

drei beteiligten Forschungsschiffe bei „Uhrwerk Ozean“.<br />

die Nickbewegung des Luftschiffs<br />

verstärken oder verringern, ein zweiter<br />

Propeller dort wirkt ähnlich wie<br />

der Heckrotor eines Helikopters in<br />

lateraler Richtung. Beide Luftschrauben<br />

kompensieren im Langsamflug<br />

die nachlassende Wirkung der<br />

Ruderflächen und werden ebenso wie<br />

diese durch einen Sidestick vom<br />

Piloten angesteuert.<br />

Zudem sind die beiden seitlich am<br />

Rumpf angebrachten Motorgondeln<br />

mit ihren je 200 PS starken Lycomings<br />

so stark schwenkbar, dass der<br />

Zeppelin wie ein Hubschrauber oder<br />

Senkrechtstarter stehen bleiben oder<br />

notfalls sogar rückwärts fliegen kann.<br />

Dazu ist aber umfangreiche Flugerfahrung<br />

notwendig. Wohl auch<br />

deshalb gibt es weltweit mehr Astronauten<br />

als Zeppelinpiloten. Und<br />

wer vorne links im Luftschiff sitzen<br />

will, kann das auch nicht wie beim<br />

Segel-, Motor- oder Helikopterflug von<br />

der Pike auf lernen. Man muss schon<br />

einen CPL für Fläche oder Helikopter<br />

und einiges an Flugerfahrung<br />

mitbringen, um sich bewerben zu<br />

können. Dann findet bei Eignung und<br />

Bedarf eine Umschulung durch die<br />

Zeppelin-Reederei statt. Das dauert<br />

etwa ein Jahr, ein weiteres Jahr ist<br />

ein erfahrener Pilot immer noch mit<br />

an Bord, bevor der neue Luftschiffführer<br />

allein mit Passagieren auf<br />

Strecke darf. Derzeit gibt es bei der<br />

Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen<br />

sechs angestellte Piloten. Beim<br />

Verkauf eines neuen Luftschiffes findet<br />

auch das Einlernen neuer<br />

Piloten je nach Bedarf statt.<br />

Die Besonderheiten<br />

der Luftschiff-Fliegerei<br />

Helikopterpiloten tun sich nach<br />

Auskunft von Fritz Günther etwas<br />

leichter mit der Umschulung auf das<br />

Luftschiff als Umsteiger von der<br />

Fläche, weil sie mit Hovern oder<br />

sogar Rückwärtsfliegen bereits vom<br />

Hubschrauber her vertraut sind. Allerdings<br />

hat der 75 Meter lange und<br />

fast 18 Meter hohe Zeppelin ohnehin<br />

seine eigenen fliegerischen Besonderheiten.<br />

Er ist weniger wendig als<br />

andere Fluggeräte, weshalb man sehr<br />

vorausschauend fliegen muss.<br />

„In der Fliegerei ist es immer gut,<br />

einen Plan B zu haben. Beim Zeppelin<br />

ist es besser, auch einen Plan C<br />

und notfalls D zu haben“, betont<br />

Günther. Er vergleicht den Zeppelin<br />

NT mit seinen insgesamt 7400 Kubikmetern<br />

Helium zur Auftriebserzeugung<br />

deshalb auch scherzhaft mit<br />

einem Öltanker, der nach dem Befehl<br />

zum Stopp noch viele Kilometer weiter<br />

fährt, bis er tatsächlich stillsteht.<br />

Und anders als bei einem Prallluftschiff,<br />

40 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Für Urlauber auf den kleinen Ostsee-Inseln ist der Zeppelin<br />

wegen seiner langsamen Fahrt ein spektakulärer Anblick.<br />

Ob Bodensee oder Ostsee: Kate Board<br />

ist Fliegen über Wasser gewöhnt.<br />

das beim Passagierwechsel von bis<br />

zu einem Dutzend Mann mit Hilfe<br />

herunterhängender Seile „eingefangen“<br />

und damit stabilisiert wird, muss<br />

der Zeppelin-Kapitän mit nur vier<br />

Helfern auskommen und sein Schiff<br />

deshalb auch am Boden unter ständiger<br />

Kontrolle halten. Dafür senkt<br />

die kleine Bodencrew des Zeppelins<br />

die direkten Betriebskosten.<br />

Zwar fliegen die beiden deutschen<br />

Bodensee-Zeppeline NT nur nach VFR.<br />

Manchmal wird zu<br />

Übungszwecken auch<br />

ein ILS abgeflogen.<br />

Deshalb kommt es<br />

gut an, wenn sich auf<br />

eine Stelle bewerbende Piloten bereits<br />

ein Instrumentenflug-Rating vorliegen<br />

haben.<br />

Die drei für den Konzern Goodyear<br />

vorgesehenen Zeppeline, von<br />

denen sich bereits zwei in den USA<br />

im Einsatz befinden, sind sogar für<br />

Betrieb in IMC zugelassen und zertifiziert.<br />

Sie operieren dort bei den<br />

oft sehr langen Überführungsflügen<br />

auch unter IFR-Bedingungen. Das<br />

einzige No-go für den Zeppelin:<br />

Schnee. Denn der bleibt auf der Hülle<br />

liegen und könnte die empfindliche<br />

Balance möglicherweise außer Kontrolle<br />

bringen.<br />

Die Wissenschaftler versuchten<br />

während der fast zweiwöchigen Mission<br />

auf Usedom möglichst jeden Tag<br />

zu fliegen. Lediglich bei drohenden<br />

Unwettern und zu hohen Windgeschwindigkeiten<br />

musste der Zeppelin<br />

an seinem Ankermast in Peenemünde<br />

bleiben. Auch eine zu starke<br />

Bewölkung verfälscht die Messergebnisse.<br />

Der eine oder andere<br />

vorgesehene Flug fiel aus diesem<br />

Grund aus. Dennoch kamen mit Anund<br />

Abflug mehr als 77 Flugstunden<br />

zusammen.<br />

Für die beiden Piloten bedeutete<br />

das Fliegen über der Ostsee vor allem,<br />

sich noch genauer als sonst mit den<br />

Wetterprognosen zu beschäftigen.<br />

Während man am Bodensee in einem<br />

bekannten und relativ kleinräumigen<br />

Gebiet agiert, konnten die Ostsee-<br />

Einsätze nicht exakt im Voraus geplant<br />

werden. Man musste stets mit aufkommendem<br />

Sturm oder dem hier<br />

selbst im Sommer plötzlich auftretenden<br />

Seenebel rechnen. Der kann dazu<br />

führen, dass der Landeplatz in der<br />

dichten Suppe versinkt, während<br />

einige Meter höher strahlender Sonnenschein<br />

herrscht. Wachsamkeit von<br />

der Cockpitcrew ist also jederzeit<br />

gefordert.<br />

In Peenemünde diente die Kabine<br />

des Zeppelins nicht nur den Wissenschaftlern<br />

als Arbeits- und Forschungsplatz,<br />

sondern jede Nacht auch als<br />

Schlafstätte. Jemand aus der Bodencrew<br />

musste nämlich stets im Luftschiff<br />

übernachten und Wache halten.<br />

Der Zeppelin kann sich zwar flexibel<br />

rings um seinen Ankermast jeweils<br />

genau in den Wind drehen, um diesem<br />

möglichst wenig Angriffsfläche zu<br />

bieten, falls aber ein Unwetter droht<br />

WÄHREND DER GESAMTEN MISSION KAMEN MIT<br />

AN- UND ABFLUG MEHR ALS 77 FLUGSTUNDEN ZUSAMMEN<br />

oder plötzlich sehr starker Wind<br />

aufkommt, muss dieser Mitarbeiter<br />

die anderen Crewmitarbeiter und die<br />

Piloten alarmieren, um das riesige<br />

Luftschiff zusätzlich zu sichern. Dies<br />

war glücklicherweise nie nötig, auch<br />

wenn ein heftiges Gewitter ziemlich<br />

knapp am Flugplatz Peenemünde<br />

vorbeizog.<br />

Die Forscher haben die Vorzüge<br />

des Zeppelin NT für ihre Arbeit während<br />

der Mission zu schätzen gelernt.<br />

Ein Comeback des Luftschiffes als<br />

wissenschaftliche Plattform ist daher<br />

nicht ausgeschlossen. Piloten und<br />

Bodencrew fänden es ohnehin reizvoll,<br />

wieder über der offenen See in die<br />

Luft zu steigen.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 41


[ UL/LSA Pilot Report ]<br />

Remos GxiS<br />

MÜHE LOS<br />

Fliegen leicht gemacht, das verspricht<br />

Remos für das Light Sport Aircraft GXiS.<br />

Wir haben das Versprechen mit dem Prototyp<br />

beim Hersteller in Pasewalk geprüft.<br />

AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />

FOTOS: Remos<br />

42 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 43


[ UL/LSA Pilot Report ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

Es gibt Piloten, für die ein<br />

Motorflug erst dann zum<br />

Genuss wird, wenn sie sich<br />

intensiv als Maschinist einbringen<br />

können. Das heißt, für die<br />

jeweilige Flughöhe das Gemisch anpassen,<br />

für Start, Steig- und Reiseflug<br />

jeweils die Drehzahl des Propellers<br />

regulieren und zur Vergaservorwärmung<br />

greifen, wenn es mit reduzierter<br />

Leistung in den Sinkflug gehen<br />

soll. Ein Spornradfahrwerk darf es<br />

auch gerne sein, weil das ja viel mehr<br />

Können erfordert. Für Motorpiloten,<br />

die all diese Dinge nicht als Beitrag<br />

zum Flugvergnügen betrachten, arbeitet<br />

Remos in Pasewalk an der Zulassung<br />

der Remos GXiS, eines Schulterdeckers<br />

in Faserverbundbauweise,<br />

in der LSA-Kategorie.<br />

Der aus der Remos GXNXT, dem<br />

UL und LSA nach US-Bestimmungen,<br />

abgeleitete Zweisitzer GXiS nimmt<br />

dem PPL(A)-Piloten so gut wie alles<br />

ab, was vom Fliegen ablenken oder<br />

schon vor dem Start mit umständlichen<br />

Checkprozeduren nerven könnte. Nach<br />

dem Testflug für diesen Pilot Report<br />

kann die <strong>aerokurier</strong>-Redaktion das<br />

Fazit ziehen: Mit der GXiS ist in der<br />

Tat Fliegen pur angesagt. Böse Überraschungen<br />

hält sie nicht bereit. Soviel<br />

schon vorweg: In Start, Steig- und<br />

Reiseflug sowie im Anflug und bei<br />

der Landung ist die Neue aus dem<br />

Hause Remos ein völlig unproblematisches<br />

Flugzeug.<br />

Mit seiner wuchtigen Cowling mit<br />

dem großen Lufteinlass unterhalb des<br />

Propellers hebt sich das LSA von den<br />

UL-Schwestermodellen deutlich ab<br />

und signalisiert: „Seht her, ich bin<br />

ein vollwertiges Motorflugzeug!“ Die<br />

kantigere Motorverkleidung ist dem<br />

Rotax 9<strong>12</strong> iS Sport und seinem Kühlsystem<br />

geschuldet. Der Motor leistet<br />

zwar, wie sein Pendant mit Vergaser,<br />

100 PS, braucht aber dank elektronisch<br />

gesteuerter Einspritzung keine vom<br />

Piloten gehegte Gemischaufbereitung<br />

mit Vorwärmung oder Anpassung an<br />

die Dichtehöhe.<br />

Die Checkprozedur des Rotax 9<strong>12</strong><br />

iS hat es allerdings in sich. Da sind<br />

sehr viele Schritte abzuarbeiten. Remos<br />

wollte das den Piloten der GXiS<br />

nicht zumuten und entwickelte das<br />

„SMARTstart-System“. Der Anlassvorgang<br />

ist damit so einfach wie beim<br />

Auto. Sämtliche Systemchecks, um<br />

die sich sonst der Pilot kümmern<br />

müsste, laufen automatisiert ab.<br />

Das Cockpit hält sich denn auch<br />

mit Bedienelementen für das Trieb-<br />

44 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 1 ] Edles Interieur und Glascockpit: Auf der Mittelkonsole der Gasgriff, mit dem auch<br />

gebremst wird, und der Hebel für die Feststellbremse. [ 2 ] Der Mittelsteg beherbergt<br />

die wenigen notwendigen Bedienelemente für das Triebwerk. [ 3 ] Der Rotax iS Sport<br />

ist verantwortlich für die kantige Cowling. Dank der elektronisch gesteuerten Einspritzung<br />

ist er sparsamer als das gleich starke Schwestermodell mit Vergaser. [ 4 ] Die<br />

Remos GXiS mit eingefahrenen Spaltklappen im Steigflug.<br />

[ 4 ]<br />

werk zurück. Der Mittelsteg des<br />

Instrumentenpanels weist gerade mal<br />

das Zündschloss, den Starter- sowie<br />

Testknopf und die Warnanzeigen für<br />

die beiden Bordnetze auf. Die Triebwerksüberwachung<br />

erfolgt auf den<br />

großen Dynon-Bildschirmen. Mechanische<br />

Backup-Instrumente gibt es<br />

in dieser Ausstattung nur noch für<br />

Fahrt und Höhe.<br />

Für die Avionikausstattung des<br />

Prototyps hat Remos ganz hoch ins<br />

Regal gegriffen. Ein Garmin GTN 750,<br />

zentral zwischen den beiden 10-Zoll-<br />

Touchscreens des Dynon SV-D1000T/B<br />

platziert, dient als Flugmanagementsystem<br />

mit integrierter GPS-Navigation,<br />

Funkgerät, gegebenenfalls<br />

Funknavigation und Transponder.<br />

Über das GTN 750 wird in der Konfiguration<br />

auch der Dynon-Autopilot<br />

gesteuert. Die Stromversorgung dieses<br />

Avionikpakets stellen zwei Generatoren<br />

sicher. Mit optionaler Lederausstattung<br />

ist das Cockpit wertig<br />

gestaltet. Wer mit einem Pkw der<br />

Premiumklasse zum Flugplatz kommt,<br />

steigt nicht ab beim Einstieg in die<br />

GXiS. Zum Platznehmen öffnen einladend<br />

die Flügeltüren. Zuvor müssen<br />

aber die Sitze körpergerecht eingestellt<br />

werden, das ist nur am Boden möglich.<br />

Reisegepäck wird hinter dem<br />

Pilotensitz verstaut, auf der rechten<br />

Seite sitzt der Tank. Das Gepäckfach<br />

fasst 33 Kilogramm.<br />

Beim Einstieg die Beine um den<br />

Steuerknüppel fädeln, anschnallen<br />

MIT DEM SMART-START-SYSTEM WERDEN<br />

HANDHABUNG DES ROTAX IS SPORT UND DAS<br />

FLIEGEN MIT DER GXIS FAST ZUM KINDERSPIEL<br />

– und schon kann die GXiS in Betrieb<br />

genommen werden. Zunächst aber<br />

überrascht das Raumangebot. Im<br />

Schulterbereich misst das LSA 119<br />

Zentimeter und übertrifft damit manches<br />

ausgewachsene E-Klasse-Flugzeug.<br />

Allerdings sitzt man recht hoch,<br />

höher, als die Seitenfenster der Türen<br />

reichen. Für den Blick zur Seite muss<br />

sich etwas vorgebeugt werden. Nach<br />

vorn ist die Sicht ausgezeichnet. Zum<br />

hohen Komfort der GXiS gehört das<br />

gesteuerte Bugrad, mit dem auch<br />

engere Wenden möglich sind. Gebremst<br />

wird zentral über das Hauptfahrwerk<br />

mittels Gashebel! Zieht man<br />

das Gas ganz zurück, treten nach<br />

einem Widerstand die hydraulischen<br />

Scheibenbremsen in Aktion. Der erhöhte<br />

Kraftaufwand zum Bremseinsatz<br />

dürfte es auch ungeübten Flugschülern<br />

ermöglichen, mit Leerlaufleistung<br />

anzufliegen und ungebremst<br />

aufzusetzen. Für das Arretieren der<br />

Bremsen zum Parken dient der Feststellhebel<br />

auf der<br />

Mittelkonsole.<br />

Für den Start<br />

fahren die Spaltklappen<br />

elektrisch<br />

in die erste Stufe.<br />

Die Grenzgeschwindigkeiten<br />

werden an den Markierungen<br />

für die verschiedenen Stellungen<br />

angezeigt. Mit der Landestellung<br />

2 sind immerhin noch 78 Knoten<br />

möglich.<br />

Dass der Südwind, der an diesem<br />

Septembertag noch einmal Warmluft<br />

in den Norden schaufelt und für richtig<br />

sommerliche Temperaturen sorgt,<br />

böig und genau quer zur Piste 09/27<br />

in Pasewalk steht, ist für die GXiS<br />

kein Problem. Mit dosiertem Seiten-<br />

Auslösegriff unterm Dach:<br />

Sowohl die UL- als auch<br />

die LSA-Version haben ein<br />

Gesamtrettungssystem.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 45


[ UL/LSA Pilot Report ]<br />

[ 1 ]<br />

Daten Remos GXiS<br />

Hersteller: Remos AG, Franzfelde 31, 17309 Pasewalk, Zulassung: EASA<br />

CS-LSA, Sitzplätze: 1 + 1, Bauweise: Composite<br />

Antrieb<br />

HerstellerRotax<br />

Typ<br />

9<strong>12</strong> iS Sport<br />

Leistung<br />

74 kW / 100 PS<br />

Propeller DUC Hélices Flash<br />

Typ<br />

Dreiblatt, starr<br />

Durchmesser<br />

1,73 m<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

9,32 m<br />

Länge<br />

6,60 m<br />

Höhe<br />

2,28 m<br />

Flügelfläche 10,97 m 2<br />

Kabinenbreite <br />

1,19 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

Tankinhalt <br />

ab 340 kg<br />

84 l<br />

MTOM<br />

600 kg<br />

Flugleistungen<br />

Startrollstrecke<br />

93 m<br />

Startstrecke<br />

137 m<br />

Landerollstrecke<br />

77 m<br />

Landestrecke<br />

234 m<br />

V Reise bei 5000 U/min<br />

<br />

167 km/h (90 KTAS)<br />

Verbrauch<br />

18 l/h<br />

bei 5500 U/min 204 km/h (110 KTAS)<br />

Verbrauch<br />

25 l/h<br />

V NE <br />

249 km/h (134 KIAS)<br />

V S0 <br />

78 km/h (42 KIAS)<br />

V A <br />

163 km/h (88 KIAS)<br />

Preis<br />

LSA<br />

ab 196 500 Euro<br />

käme die GXiS über 1300 Kilometer<br />

weit. Der Griff zum Autopiloten erübrigt<br />

sich. Das Flugzeug behält<br />

stabil Kurs und Level bei.<br />

Wendig ist die GXiS trotzdem.<br />

Nahezu ohne Kraftaufwand lässt sie<br />

sich mit dem Querruder behände in<br />

einen Steilkreis rollen. Für das Ändern<br />

der Drehrichtung von Steilkreis zu<br />

Steilkreis wirft man sie mit einem<br />

Knüppelvollausschlag ganz einfach<br />

herum.<br />

Im Langsamflug zeigt sich das neue<br />

LSA ohne und mit Klappeneinsatz<br />

äußerst gutmütig. Bis lange nach dem<br />

Auftreten der ersten Warnsignale für<br />

den überzogenen Flugzustand lässt<br />

es sich steuern, ohne heftige Reaktionen<br />

zu zeigen. In der Konfiguration<br />

unseres Testflugs mit vorderer<br />

Schwerpunktlage zeigt es beim einsetzenden<br />

Strömungsabriss nur ein<br />

gemäßigtes Nicken. Mit einfachem<br />

Nachlassen des Höhenruders ist das<br />

Flugzeug schnell wieder unter Kontrolle.<br />

Mit den Boliden der UL-Szene muss<br />

sich der abgestrebte Schulterdecker<br />

allerdings nicht vergleichen. Reisen,<br />

nicht rasen ist hier – wie auch für<br />

manches altbekannte E-Klasse-Flugsteuer<br />

spurt sie im Startlauf exakt<br />

über die Bahnmitte bis zum Abhebepunkt,<br />

der auch bei Ausnutzung des<br />

maximalen Startgewichts von 600<br />

Kilogramm – die UL-Herkunft lässt<br />

grüßen – nach kurzer Beschleunigungsstrecke<br />

erreicht ist. Mit 60<br />

Knoten klettern wir mit rund 700 ft/<br />

min auf Reiseflughöhe. Die Klappen<br />

sind wieder eingefahren, und bei 5500<br />

U/min der Kurbelwelle, der maximalen<br />

Dauerleistung (98 PS) des Rotax<br />

9<strong>12</strong> iS, befinden sich alle Triebwerksparameter<br />

im grünen Bereich. Der<br />

starre CFK-Dreiblattpropeller von DUC<br />

schnurrt im Verhältnis 1:2,43 untersetzt<br />

mit 2260 Touren. Der aus dem<br />

UL-Bereich stammende Propeller hat<br />

sich in der Flugerprobung als beste<br />

Allround-Lösung gegenüber der ursprünglich<br />

vorgesehenen Constant-<br />

Speed-Luftschraube durchgesetzt –<br />

zudem ist der Propeller EASA-zertifiziert.<br />

Gut für die Besatzung, sie muss<br />

einen Hebel weniger bedienen.<br />

In 4500 Fuß levele ich aus und<br />

lasse die GXiS erst einmal sparsam<br />

cruisen. Bei rund 90 Knoten (TAS)<br />

zeigt das Dynon einen Spritverbrauch<br />

von zirka 10 l/h. Der Motor verträgt<br />

Avgas und Mogas. Bei vollem Tank<br />

46 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Die Remos GXiS in der Rotation. Sie lässt sich ohne gesetzte Klappen fast<br />

ebenso gut starten wie mit gefahrenen Flaps. Wird beim Start beziehungsweise<br />

bei der Landung zu stark gezogen, verhindert ein Schleifsporn Beschädigungen.<br />

[ 2 ] Vier Arme halten die Spaltklappen, die deutlich den Widerstand erhöhen und<br />

steile Anflüge ermöglichen. [ 3 ] Beim Landescheinwerfer in der Flügelvorderkante<br />

setzt Remos auf stromsparende LEDs. [ 4 ] Auch in den Flügelrandbögen wird<br />

für die Positionslichter LED-Technik genutzt.<br />

[ 4 ]<br />

zeug – angesagt. In 4500 Fuß schafft<br />

die GXiS mit 5000 U/min immerhin<br />

etwas über 100 KTAS (rund 190 km/h).<br />

Passables Vorankommen ist dann<br />

auch noch mit einem Verbrauch von<br />

17 l/h gewährleistet.<br />

Bei nicht allzu üppiger Avionikausstattung<br />

kann auch noch richtig<br />

zugeladen werden. Leer bringt die<br />

GXiS dann 340 Kilogramm auf die<br />

Waage, bleiben bei vollem Tank (60<br />

kg) 200 Kilogramm für Besatzung und<br />

Gepäck. Das ist ein gutes Argument<br />

für die LSA-Version der GXiS, die auch<br />

mit einer UL-Zulassung angeboten<br />

werden soll, dann aber auf 472,5 Kilogramm<br />

Maximalmasse beschränkt<br />

ist. Das Gesamtrettungssystem<br />

von BRS gibt es<br />

im Übrigen für beide Zulassungsvarianten.<br />

Das Ende des Testflugs<br />

setze ich mit ein paar Landeübungen<br />

auf der 27 und<br />

der 09, der Wind kommt<br />

ja exakt quer. Dass er sich<br />

böig gibt, ist für die GXiS<br />

kein Problem. Exakt lässt<br />

sie sich auf der Anfluggrundlinie<br />

halten und dann<br />

sanft hinsetzen. Die voll<br />

Fazit<br />

ausgefahrenen Spaltklappen ermöglichen<br />

steile Anflüge, selbst slippen<br />

lässt sie sich damit. Verkorkste Anflüge<br />

lassen sich somit noch retten.<br />

Mein Fazit: Warum sollte Motorfliegen<br />

schwerer sein? Die Remos<br />

GXiS ist ein einfach zu handhabendes<br />

Hightech-Gerät mit passabler Reiseleistung.<br />

Seinen Preis hat das allerdings.<br />

Remos ruft für das LSA in der<br />

Basiskonfiguration mit dem 10-Zoll-<br />

Dynon HDX (ohne GTN 750) 196 000<br />

Euro inklusive Steuern auf. Sparen<br />

lässt sich im Flugbetrieb mit dem<br />

niedrigen Verbrauch und bei der Unterstellung<br />

dank des anklappbaren<br />

Flügels.<br />

ae<br />

• einfaches Handling<br />

• Motorchecks automatisiert<br />

• anklappbare Tragflächen<br />

• Sitze nur am Boden verstellbar<br />

• Sicht zu den Seiten hin etwas<br />

eingeschränkt<br />

Winteraktion vom<br />

05.<strong>12</strong>.<strong>2016</strong> bis 08.01.2017!<br />

GENIESSEN SIE PERFEKTEN SOUND<br />

GEPAART MIT OPTIMALER SICHT!<br />

Piloten-Sonnenbrille in limitierter Bose-Edition sichern:<br />

Beim Kauf eines Bose A20 ®<br />

Aviation Headsets erhalten Sie zusätzlich<br />

eine Piloten-Sonnenbrille<br />

von Bigatmo in der Bose Limited<br />

Edition im Wert von 219,95 €.<br />

Aufgepasst:<br />

In Kooperation mit Jeppesen können Sie 3 Monate<br />

kostenfrei Mobile FliteDeck VFR nutzen!<br />

+49 6103 20596 0<br />

www.eisenschmidt.aero<br />

facebook.com/eisenschmidt.aero<br />

customer-support@eisenschmidt.aero


[ UL/LSA Pilot Report ]<br />

Offenes<br />

Nebeneinander<br />

Trixy Spirit<br />

Foto: Toni Ganzmann<br />

48 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Tragschrauber mit<br />

offenem Cockpit gibt<br />

es einige, bislang<br />

aber nur als Tandem.<br />

Mit dem Spirit macht<br />

Trixy nun den Weg<br />

frei für das luftige<br />

Nebeneinander.<br />

Wenn man eine Weltneuheit<br />

präsentiert, dann<br />

braucht das auch einen<br />

entsprechenden Rahmen, erklärt<br />

Rainer Farrag, Inhaber von Trixy<br />

Aviation. Und der „Spirit“ ist in<br />

der Tat solch ein Novum. Zweisitzige<br />

Tragschrauber mit offenem<br />

oder geschlossenem Cockpit, in<br />

denen man hintereinander sitzt,<br />

gibt es schon lange. Auch geschlossene<br />

Side-by-side-Sitzer sind keine<br />

Seltenheit mehr. Doch einen<br />

offenen Tragschrauber, in dem man<br />

nebeneinander sitzt, gibt es mit<br />

offizieller Zulassung erst seit dem<br />

8. Oktober. Damit das offizielle<br />

Roll-out auch eine adäquate Vorstellung<br />

bekommt, lud der Unternehmenschef<br />

über 300 honorige<br />

Gäste aus Luftfahrt, Wirtschaft und<br />

Politik an den Flugplatz Slovenske<br />

Konjice, 75 Kilometer nordöstlich<br />

von Ljubljana, ein.<br />

Rassiger Sportwagen<br />

mit Rotorblättern<br />

Weniger ist manchmal mehr:<br />

Der Spirit kommt mit<br />

offenem Maschinenraum<br />

sehr puristisch daher.<br />

Im Gegensatz zu den Tragschraubermodellen<br />

der Mitbewerber<br />

kann man das Design des<br />

Spirit mit dem eines rassigen<br />

Sportwagens vergleichen. Er ist<br />

sehr flach und hat vor jedem Sitzplatz<br />

eine separate Windschutzscheibe.<br />

Der dreiseitig abgestrebte<br />

Mast trägt auf halber Höhe einen<br />

mit einem Zusatzgebläse gekühlten,<br />

<strong>12</strong>0 PS starken Zweizylinder-<br />

Boxermotor mit BMW-Technologie<br />

und das von Trixy erprobte und<br />

ausgereifte Rotorsystem mit fester<br />

Vorrotationswelle. Push-Pull-Kabelzüge,<br />

die mit einem Steuerknüppel<br />

auf der Mittelarmlehne verbunden<br />

sind, ersetzen das sonst übliche<br />

Steuergestänge.<br />

Das Platzangebot ist bei beiden<br />

Sitzen enorm, und selbst große<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 49


[ UL/LSA Pilot Report ]<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Peter Zanetti (1)<br />

Side-by-Side im Lauf der Zeit<br />

Auch wenn der Spirit der erste zugelassene Tragschrauber mit<br />

offenem Cockpit und Side-by-Side-Anordnung ist, gab es die<br />

Idee des luftigen Nebeneinanders schon früher. So baute und<br />

vermarktete die VPM Company, das Vorgängerunternehmen<br />

des italienischen Tragschrauberherstellers Magni Gyro, Anfang<br />

der 90er Jahre einen entsprechenden Gyro. Rund 50 dieser<br />

Geräte gingen nach Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien,<br />

Deutschland und Südafrika. Da es seinerzeit keine Zulassungsbestimmungen<br />

für Tragschrauber gab, verkaufte die VPM Company<br />

dieses Muster als Entwurf. Die lokalen Händler erhielten<br />

ein Permit to fly auf Basis der luftrechtlichen Bestimmungen der<br />

jeweiligen Staaten.<br />

Menschen bekommen ihre Beine<br />

problemlos unter das Panel. Sitzt<br />

man zu zweit im Flieger, gibt es<br />

keine Berührung mit der Nachbarschulter.<br />

Der rechte Arm des Piloten<br />

kann entspannt auf der Mittelarmlehne<br />

liegen und den Steuerknüppel<br />

führen, ohne beim<br />

Ziehen mit dem Ellbogen an die<br />

Rückwand zu geraten. Am Stick<br />

selbst befindet sich neben der<br />

elektrischen Trimmung auch der<br />

Handhebel für die hydraulische<br />

Bremse des Hauptfahrwerks.<br />

Die Motorleistung regelt man<br />

über ein Drehgas an der linken<br />

Seite des Panels. Auf der Instrumententafel<br />

sind standardmäßig<br />

Kombiinstrumente für Flugbetriebsdaten<br />

und das Funkgerät platziert.<br />

In der Mitte befinden sich die Sicherungen<br />

sowie ein Farbdisplay<br />

mit Anzeigen für Motorbetriebsdaten.<br />

Im hinteren Bereich der<br />

Mittelkonsole liegt der Tankwahlschalter<br />

und an der Rückwand das<br />

Schaurohr für den Tankinhalt.<br />

Die Gewichtsbilanz des mit 560<br />

Kilogramm zugelassenen Tragschraubers<br />

ist bemerkenswert: Die<br />

Leermasse beträgt 264 Kilogramm.<br />

Rechnet man für zwei schwergewichtige<br />

Insassen 200 Kilogramm<br />

und addiert für den vollen 80-Liter-<br />

Tank 60 Kilo, verbleiben ungefähr<br />

30 Kilogramm für Gepäck. Dafür<br />

ist reichlich Platz vorhanden: Unter<br />

der Schnauze gibt es ein leicht<br />

zugängliches Staufach, außerdem<br />

je eines hinter den beiden Rückenlehnen<br />

und hinter den Sitzen noch<br />

einen aufklappbaren Kofferraum.<br />

Rekordzeit bis zur<br />

Zulassung<br />

Der Trixy Spirit erfüllt nicht nur<br />

die Bedingungen der deutschen<br />

Bauvorschrift (BUT), sondern auch<br />

die Regeln der englischen Section<br />

T. Alle Belastungstests hat er problemlos<br />

bestanden. Selbst mit<br />

etwa zehn Prozent Überschreitung<br />

der Lastforderungen entstanden<br />

keine Deformierungen oder Beschädigungen.<br />

Wie bei den anderen Trixy-<br />

Entwicklungen schafften Rainer<br />

50 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 1 ] Das Rumpfboot erinnert ein<br />

bisschen an einen Autoscooter, die<br />

Lackierung verstärkt diesen<br />

Eindruck. [ 2 ] Der Besucherandrang<br />

beim Erstflug beweist, dass<br />

das Interesse am offenen Side-by-<br />

Side-Tragschrauber groß ist.<br />

[ 3 ] Modenschau mit Trixy-Chef:<br />

Rainer Farrag zeigt einen speziellen<br />

Poncho, der am Cockpit angezippt<br />

werden kann. So ist die Spirit-<br />

Besatzung bei schlechtem Wetter<br />

vor Nässe geschützt. [ 4 ] Der Spirit<br />

verfügt im Bug und im Heck über<br />

reichlich Stauraum für Gepäck.<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

Farrag und seine Crew auch beim<br />

Spirit wieder eine Rekordzeit bis<br />

zur Erteilung der vorläufigen Verkehrszulassung.<br />

„Wir haben vor<br />

genau einem Monat mit dem Bau<br />

der Form begonnen, und jetzt, nach<br />

nur vier Wochen, fliegt die Maschine!“,<br />

stellt Davorin Podpecan, der<br />

Betriebsleiter des Unternehmens,<br />

stolz fest. Denn in dieser kurzen<br />

Zeit ein Luftfahrzeug durch das<br />

umfangreiche Zulassungsverfahren<br />

bis zum Erstflug zu bringen, ist<br />

eine ungeheure Leistung. Die ersten<br />

Rollversuche führte der Werkspilot<br />

Dr. Michael Ullrich am Nachmittag<br />

vor dem feierlichen Roll-out<br />

durch. Gegen Abend waren dann<br />

schon kurze Flüge entlang der<br />

Startbahn in niedriger Höhe möglich,<br />

und am nächsten Vormittag<br />

gestattete das Feintuning bereits<br />

ausgiebige Platzrundenflüge. Nachmittags<br />

konnten die Gäste den Trixy<br />

Spirit schließlich im endgültigen<br />

Outfit bei Demonstrationsflügen<br />

bewundern. Auch der wolkenlose<br />

Himmel begünstigte ein optimales<br />

Gelingen der Veranstaltung.<br />

Damit der Gyro bei schlechten<br />

Wetterlagen nicht am Boden bleiben<br />

muss, ist als Zusatzausstattung<br />

neben einer Heizung auch ein<br />

speziell entwickelter Mantel erhältlich,<br />

der sich mittels Klettbandsaum<br />

mit der Zelle verbinden<br />

lässt. So bleiben Innenraum und<br />

Besatzung warm und trocken.<br />

Bemerkenswert am neuen Trixy<br />

ist auch der avisierte Preis: Der<br />

Spirit soll in der flugfertigen Basisausstattung<br />

netto weniger als 40000<br />

Euro kosten.<br />

ae<br />

Toni Ganzmann<br />

Ganz schön clever, unsere Neue!<br />

Kräftig, zuverlässig, sparsam: Rotax 9<strong>12</strong> iS Sport<br />

Platz sparen: einfach die Flügel anklappen<br />

Anlassen per Knopfdruck: SMARTstart<br />

Gas und Bremse: ein Hebel genügt<br />

Alles im Blick: Top-Avionik<br />

Konstruiert und gebaut in Deutschland<br />

Sprechen Sie uns an!<br />

Web: remos.com<br />

Mail: info@remos.com<br />

Tel.: +49 39 73 22 55 19-0<br />

Bestellen Sie Ihre REMOS jetzt als UL oder LSA – Sie haben die Wahl!


[ UL/LSA Helikopter ]<br />

Die VD-100 soll sich auch als<br />

leichter Beobachtungshelikopter<br />

und für den Polizeieinsatz eignen.<br />

Foto: Valerian Design<br />

Projektbericht VD-100<br />

Leicht, schnell, innovativ<br />

Mit der VD-100 will Valerian Design nicht nur im neuen Markt -<br />

segment der Ultraleichthubschrauber mitmischen, sondern<br />

vorweg gehen. Zwölf Patente hat der Hersteller angemeldet.<br />

Die größte Hürde steht allerdings noch aus: der Erstflug.<br />

Die Firma Valerian Design<br />

aus Lichtenfels, Oberfranken,<br />

hat gerade die äußerst<br />

interessante Hightech-Konstruktion<br />

VD-100 vorgestellt, die vom<br />

Entwurf und der Leistung her nicht<br />

nur als Spaßflieger gedacht ist. Die<br />

komplett aus Carbon gefertigte,<br />

zweisitzige und mit Doppelsteuer<br />

ausgerüstete VD-100 wird unter<br />

anderem als leichter Beobachtungshubschrauber<br />

deklariert und soll<br />

auch für Polizeieinsätze und weiterführende<br />

Aufgaben geeignet<br />

sein. Die avisierte Kunstflugtauglichkeit<br />

sei nur am Rande erwähnt.<br />

Komplett in Lichtenfels entworfen,<br />

konstruiert und gebaut, wird<br />

der Helikopter mit neuesten Technologien<br />

bestückt, und allein die<br />

zwölf angemeldeten Patente für<br />

dieses Fluggerät lassen Rückschlüsse<br />

auf den hohen Status der Entwicklung<br />

zu. Ein Vierzylinder-V-<br />

Motor mit 210 PS, einem Hubraum<br />

von 1400 Kubikzentimetern und<br />

einem Gewicht von nur 59 Kilogramm<br />

treibt den Hauptrotor an.<br />

Dazu sorgen an den Stummelflügeln<br />

zwei Jettriebwerke der Firma Jetcat<br />

für zusätzlichen Vortrieb. Bei<br />

73 Prozent Leistungseingabe soll<br />

das Haupttriebwerk nicht mehr als<br />

6,5 l/h verbrauchen, die beiden<br />

Jetmotoren zusammen etwa 4,5<br />

l/h. Die Besonderheit: Im Flug lässt<br />

sich der Motor in den Leerlauf<br />

runterfahren, und die beiden Jets<br />

bewegen den VD-100 wie einen<br />

Gyrocopter im Sparflug weiter. Die<br />

rechnerische Reichweite: 1400<br />

Kilometer. Bei Kopplung beider<br />

Antriebssysteme wird laut Hersteller<br />

eine Reisegeschwindigkeit<br />

von mehr als 170 Knoten erreicht<br />

werden, die Dienstgipfelhöhe wird<br />

mit 7500 Meter angegeben. Vier<br />

Computer übernehmen das gesamte<br />

Motormanagement, die Fly-by-<br />

Wire-Steuerung, die Navigation<br />

und die Flugregelung. Dadurch<br />

sollen vollautomatische Flüge vom<br />

Abheben bis zum Aufsetzen möglich<br />

werden. Der Pilot wird zum<br />

Programmierer. Wer nun die Erwähnung<br />

des Heckrotorgetriebes<br />

vermisst – es gibt gar keins.<br />

Elektroantrieb für<br />

den Heckrotor<br />

Der Heckrotor wird direkt über<br />

einen Elektromotor angetrieben<br />

und via Datenleitung angesteuert.<br />

Wie beim gelenklosen und ungedämpften<br />

Hauptrotor auch leiten<br />

Servomotoren die Steuerimpulse<br />

für die Blattverstellung an die Taumelscheibe.<br />

Das spart überflüssige<br />

Mechanik und dadurch Gewicht.<br />

Der Rettungsfallschirm auf dem<br />

Rotorkopf dreht sich im Flug nicht<br />

mit, sondern ist auf einem starren<br />

Rohr montiert, welches durch Rotorwelle<br />

und Getriebe am unteren<br />

Rumpfsegment zusammen mit den<br />

Sicherungsleinen verankert ist. Die<br />

Gestaltung von Cockpit und Panel<br />

lässt viel Spielraum für Käuferwünsche.<br />

Zwischen einem und drei<br />

elektronischen Fluginstrumenten<br />

(EFI), inklusive Notinstrumentierung,<br />

sind möglich. Wer aber lieber mit<br />

einem Uhrenladen fliegen möchte<br />

– auch das ist machbar. Im Übrigen<br />

können je nach Kundenvorstellungen<br />

viele Wünsche erfüllt werden.<br />

So kann man zum Beispiel zwischen<br />

einem Kufenlandegestell und einem<br />

Radfahrwerk wählen und bei der<br />

Innenausstattung seinen Farbvorstellungen<br />

freien Lauf lassen.<br />

Viele innovative Ideen wurden<br />

mit der VD-100 verwirklicht und<br />

eine aufwendige Entwicklungsarbeit<br />

geleistet. Hier soll ein Hightech-Leichthubschrauber<br />

auf den<br />

Markt kommen, der den Traum<br />

vom Helikopterfliegen zu erschwinglichen<br />

Konditionen möglich<br />

machen könnte. Die Betriebskosten<br />

werden mit 150 Euro pro<br />

Flugstunde und der Kaufpreis mit<br />

150 000 Euro veranschlagt.<br />

Aber auch die Konkurrenz schläft<br />

nicht, und man darf gespannt sein,<br />

was die UL-Helikopterszene in<br />

Zukunft noch zu bieten hat. Der<br />

<strong>aerokurier</strong> wird die ersten Testflüge<br />

der VD-100 verfolgen und<br />

darüber berichten, ob die hochgesteckten<br />

Ziele tatsächlich auch<br />

erreicht werden.<br />

ae<br />

Rainer Herzberg<br />

52 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

Ein Jahr <strong>aerokurier</strong><br />

lesen oder verschenken<br />

und Gratis-Extra sichern!<br />

gratis<br />

zur Wahl<br />

2. FRIEBE Gutschein, Wert: 35 €<br />

Bei friebe.aero finden Piloten eine riesige<br />

Auswahl an Fliegerbedarf. Der Gutschein<br />

ist in Deutschland und Österreich<br />

bestellbar.<br />

lba<br />

1. DESIGN 4 PILOTS Portemonnaie-Set<br />

3 elegante Begleiter: eine Leder-Geldbörse<br />

(ca. 10 x 8,5 cm) mit Fächern für Kreditkarten,<br />

Scheine und Kleingeld, eine Leder-Schlüsseltasche<br />

(ca. 10 x 6 cm ) für 6 Schlüssel sowie<br />

ein Kugelschreiber mit Lederummantelung.<br />

Design: schwarz mit silbernen Nähten und<br />

Metallschwinge, inkl. Geschenkbox.<br />

3. OPINEL Messer No. 09 DIY<br />

Dieses vielseitige Multifunktionsmesser mit<br />

robustem, glasfaserverstärktem Polyamid-Griff<br />

und<br />

hochwertiger Klinge aus modifiziertem<br />

Sandvik <strong>12</strong>C27 Stahl ist der perfekte Helfer im<br />

Alltag. Klappmesser, Schraubendreher, Abisolierer,<br />

Kabel- und Seilschneider, inkl. 2 magnetische<br />

Schrauberbits. Heftlänge ca. <strong>12</strong> cm,<br />

Klinge ca. 8 cm, Gewicht ca. 60 g.<br />

Ihre Vorteile im Abo: • jede Ausgabe pünktlich frei Haus • Online-Kundenservice<br />

• 2 GRATIS-Ausgaben zusätzlich bei Bankeinzug* • exklusiv für Abonnenten: aktuelle Informationen des DAeC<br />

Heftabo einfach digital erweitern: www.<strong>aerokurier</strong>.de/upgrade<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

digital<br />

99<br />

nur ct<br />

pro Ausgabe zusätzlich<br />

Coupon einsenden an:<br />

<strong>aerokurier</strong> Aboservice<br />

70138 Stuttgart<br />

DIREKTBESTELLUNG:<br />

<strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

Tel. +49 (0)711 3206-8899<br />

Fax +49 (0)711 182-2550<br />

Bitte Bestell-Nr. angeben<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart.<br />

Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer:<br />

Dr. Volker Breid, Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung<br />

und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH,<br />

Nils Oberschelp (Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje,<br />

Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg,<br />

als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

Diese und viele weitere<br />

attraktive Aboangebote:<br />

Ja, ich möchte <strong>aerokurier</strong> frei Haus<br />

selbst lesen. Best.-Nr. 1548665 verschenken. Best.-Nr. 1548666<br />

Ich bestelle das Jahresabo (<strong>12</strong> Ausgaben) für zzt. nur 66,– € (A: 72,90 €; CH: 115.00 SFr.;<br />

weitere Auslandspreise auf Anfrage) inkl. MwSt. und Versand. Das Gratis-Extra meiner<br />

Wahl erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen<br />

sind vorbehalten. Nach Ablauf des ersten Bezugsjahres kann ich jederzeit kündigen,<br />

Geschenkabos enden automatisch.<br />

Meine persönlichen Angaben: (bitte unbedingt ausfüllen)<br />

Name, Vorname<br />

Straße, Nr.<br />

PLZ<br />

Telefon<br />

Wohnort<br />

E-Mail<br />

Geburtsdatum<br />

Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren.<br />

Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />

Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren.<br />

Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte 2 GRATIS-Ausgaben* zusätzlich:<br />

(*die Gratis-Ausgaben bei Bankeinzug gibt es nur beim Abo zum Selbstlesen dazu)<br />

IBAN<br />

BIC<br />

Geldinstitut<br />

SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74,<br />

20457 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen<br />

von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die<br />

von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen,<br />

beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten<br />

dabei die mit meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung.<br />

Ich verschenke <strong>aerokurier</strong> an: (nur bei Geschenkabo ausfüllen)<br />

Name, Vorname<br />

Straße, Nr.<br />

Geburtsdatum<br />

Die Belieferung soll frühestens beginnen am: (optional)<br />

Als Extra wähle ich: (bitte nur ein Kreuz machen)<br />

1. DESIGN 4 PILOTS Portemonnaie-Set 3. OPINEL Messer No. 09 DIY<br />

2. FRIEBE Gutschein, Wert: 35 €<br />

Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen.<br />

Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor<br />

Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur<br />

Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses,<br />

die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a<br />

EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach, 70138 Stuttgart,<br />

Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

Datum<br />

Unterschrift<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/abo<br />

PLZ<br />

Wohnort


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Pilatus PC-24<br />

SCHWEIZER<br />

Die PC-24, der erste Business Jet aus der Schweiz, liegt in der<br />

Erprobung im Plan. Die Übergabe der ersten Exemplare des<br />

„Super Versatile Jet“ an die Kunden soll Ende 2017 erfolgen.<br />

AUTOR: Max Kühnl<br />

FOTOS: Pilatus<br />

Der erste Prototyp der PC-24 beim<br />

Jungfernflug mit ausgefahrenen Landeklappen<br />

über den Schweizer Alpen.<br />

54 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


UHRWERK<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 55


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Die Ausstattungslinien<br />

der Kabine heißen<br />

„Zermatt“, „St Moritz“<br />

oder „Aspen“ und<br />

sollen Geborgenheit<br />

vermitteln.<br />

Der Zähler in der Pilatus<br />

PC-24, dem ersten Business<br />

Jet aus Schweizer Produktion,<br />

steht bei etwas über<br />

700 Flugstunden in 400 Flügen. Damit<br />

liegen die Eidgenossen, die bisher<br />

vor allem durch ihre robuste Turboprop<br />

PC-<strong>12</strong> bekannt sind, exakt im<br />

Zeitplan der Erprobung.<br />

Seit dem Erstflug des Prototyps<br />

im Mai 2015 läuft das Erprobungsund<br />

Zulassungsprogramm wie am<br />

Schnürchen. Bereits nach der Premiere<br />

jubelte Paul Mulcahy, einer der<br />

sechs Testpiloten: „Der Jet ist ein<br />

typisches Pilatus-Flugzeug.“ So ist<br />

die Testmannschaft bislang auch noch<br />

auf keine eklatanten Probleme gestoßen.<br />

„Natürlich haben wir einzelne<br />

Punkte bemerkt“, berichtet Verwaltungsratspräsident<br />

Oscar Schwenk.<br />

PILATUS RUFT MIT DER PC-24<br />

EINE EIGENE KLASSE INS LEBEN<br />

„Aber der Sinn eines Prototyps ist ja,<br />

diese Dinge zu erkennen und anschließend<br />

abzustellen.“<br />

Pilatus spart nicht an vollmundigen<br />

Ankündigungen, wenn es um den<br />

ersten eigenen Jet geht. Er sei einmalig,<br />

da er die Vielseitigkeit einer<br />

Turboprop mit der Kabinengröße<br />

eines Medium-Light-Jets und den<br />

Leistungsdaten eines Light-Jets kombiniere.<br />

Daher passe die PC-24 nicht<br />

in die bestehenden Kategorien. So<br />

kreierte Pilatus für die PC-24 kurzerhand<br />

die Kategorie „Super Versatile<br />

Jet“. Auf Deutsch bedeutet das „super<br />

vielseitiger Business Jet“.<br />

Fakt ist, dass die PC-24 mit ihrer<br />

Länge von knapp 17 Metern exakt<br />

zwischen einer Cessna Citation XLS<br />

(16 Meter) aus dem Light-Jet-Sektor<br />

und der Citation Latitude (19 Meter)<br />

aus der Medium-Kategorie liegt. Auch<br />

den Bestseller aus der Marktmitte,<br />

die Embraer Phenom 300, überragt<br />

der Schweizer Newcomer um gute<br />

eineinhalb Meter. In der Kabine ist<br />

Platz für sechs Passagiere in einer<br />

Clubanordnung mit einer dahinterliegenden<br />

Zweier-Sitzreihe. In der<br />

Phenom 300 finden die Fluggäste<br />

exakt das gleiche Layout vor. Das<br />

kann die XLS mit ihrem ausgeklügelten<br />

Raumkonzept und einer vorn längs<br />

montierten Sitzbank allerdings besser:<br />

[ 1 ]<br />

56 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Am 1. August 2014 wurde die erste PC-24 im Rahmen einer großen<br />

Feier aus der Produktionshalle am Heimatflughafen in Stans gerollt.<br />

[ 2 ] Das Cockpit folgt mit dem Honeywell Primus System dem aktuellen<br />

Standard mit konfigurierbaren Displays. [ 3 ] Die PC-24 liegt mit ihrer<br />

Länge von 17 Metern genau zwischen einer Cessna XLS (16 Meter) und<br />

einer Citation Latitude (19 Meter).<br />

[ 3 ]<br />

Ihr Spezialist für<br />

Maintenance & Repair<br />

Flugzeugverkauf<br />

Neuwertige + Gebrauchtflugzeuge<br />

Instandhaltung<br />

AR + Inspektionen, Reparaturen, Modifikationen<br />

an Pistons bis 5,7 t, allen Beechcraft-Modellen,<br />

Nextant / Hawker 400XP + Cessna Citation *<br />

Avionik / Instrumente<br />

Einbau, Reparaturen u. Modif izierungen etc.<br />

(8.33 kHz-Retrofit, Panel-Neugestaltung...)<br />

Hier finden bis zu acht Fluggäste<br />

Platz, die aber nicht alle in<br />

großzügig verstellbaren Einzelsesseln<br />

entspannen können.<br />

Alleinstellungsmerkmal der<br />

PC-24 ist der große Frachtraum<br />

hinter der Kabine. Er ist über ein<br />

eigenes Frachttor (1,25 x 1,30 m)<br />

zugänglich und erstreckt sich über<br />

den gesamten Rumpfquerschnitt.<br />

Im Cockpit treffen die beiden<br />

Piloten auf neueste, zusammen<br />

mit Honeywell entwickelte Avionik,<br />

wobei der Jet auch für Single-Pilot-Betrieb<br />

zugelassen ist,.<br />

Das Pilatus „Advanced Cockpit<br />

Environment“ (ACE) basiert auf<br />

dem Primus Apex und verfügt<br />

über vier große Displays, die mit<br />

ihren Einblendungsfunktionen<br />

dem Klassenstandard entsprechen.<br />

Highlights sind ein boden- und<br />

satellitenunabhängiges, internes<br />

Navigationssystem (IRS) sowie<br />

das serienmäßige Synthetic-Vision-System<br />

und die automatische<br />

Schubregelung. Das maximale<br />

Startgewicht von acht Tonnen<br />

Spare Parts<br />

Europas größtes Beechcraft-Ersatzteillager,<br />

über 11.000 Positionen (auch andere Marken)<br />

* Service Info: +49 (0)821-7003 - 116<br />

D-86169 Augsburg Tel. +49 (0)821 - 70 03 - 0<br />

Augsburg Flughafenstraße Air Service 5GmbH<br />

Fax +49 Tel. +49 (0)821 (0)821 - 70 - 7003 03 - 0153<br />

www.beechcraft.de info@beechcraft.de<br />

Fax +49 (0)821 - 7003 - 153<br />

Flughafenstr. 5, 86169 Augsburg<br />

aas-augsburg.de<br />

• CAMO+ Organisation<br />

• EASA Part 145<br />

• FAA Repair Station<br />

info@aas-augsburg.de<br />

The Hawker Beechcraft Organisation in Central Europe <br />

Ein Unternehmen der Atlas Air Service AG


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

entspricht nahezu exakt dem Wert<br />

der Phenom. Die amerikanische Konkurrenz<br />

übertrifft die PC-24 allerdings<br />

um eine (XLS) beziehungsweise fünf<br />

Tonnen (Latitude). Da die Pilatus auch<br />

mit einem begrenzten Kraftstoffvorrat<br />

von 2,7 Tonnen auskommen muss,<br />

liegt ihre Reichweite bei voller Beladung<br />

bei 3300 Kilometern. Die<br />

Embraer Phenom 300 kommt 300 Kilometer<br />

weiter, während die XLS noch<br />

einmal 200 Kilometer mehr zu fliegen<br />

DIE ERSTEN DREI PRODUKTIONS-<br />

JAHRE SIND AUSVERKAUFT<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Auf Naturpisten kann<br />

die PC-24 ebenfalls landen,<br />

was sie für den Einsatz in<br />

raueren Gefilden prädestiniert.<br />

Mit dieser Fähigkeit<br />

setzt sie sich von der<br />

Konkurrenz ab. [ 2 ] Der<br />

Erstflug der Pilatus PC-24<br />

HB-VXA fand am 11. Mai<br />

2015 in Buochs statt.<br />

vermag. Ihre große Schwester ist<br />

gleichwohl mit einem Aktionsradius<br />

von 5200 Kilometern ungeschlagen.<br />

Interessant ist dabei, dass die<br />

kleine PC-24 mit einer maximalen<br />

Nutzlast von 1135 Kilogramm auf dem<br />

Niveau der deutlich größeren Citation<br />

Latitude liegt. Doch hier kann<br />

die Phenom 300 noch tapfer mithalten.<br />

Bei der großgeschriebenen Vielseitigkeit<br />

fährt die Pilatus neben dem<br />

Frachttor dann noch einen weiteren<br />

Trumpf auf: Als einziger Business Jet<br />

ist sie für den Einsatz auf unbefestigten<br />

Naturpisten geeignet! Damit<br />

wird die PC-24 auch für Einsätze<br />

beispielsweise der „Flying Doctors“<br />

in Australien und Afrika interessant.<br />

Zusammen mit einer Startstrecke von<br />

820 Metern unter Standardbedingungen<br />

eröffnen sich für den Besitzer des<br />

„Super Versatile Jet“ rund doppelt<br />

so viele ansteuerbare Flughäfen wie<br />

für die Konkurrenzmodelle. Möglich<br />

machen diese Fähigkeiten die beiden<br />

FJ-44-4A-Triebwerke von Williams<br />

International mit jeweils 15,<strong>12</strong> Kilonewton<br />

Schubleistung.<br />

Im November 2017 soll es dann so<br />

weit sein: Ziemlich genau zwei Jahre<br />

nach Beginn des Testprogramms<br />

[ 1 ]<br />

will Pilatus den ersten Jet an einen<br />

Kunden übergeben, und zwar an<br />

PlaneSense in den USA. Die Produktion<br />

über die ersten drei Jahre – in<br />

Zahlen sind das 84 Flugzeuge – konnte<br />

der Hersteller innerhalb weniger<br />

Tage nach der Vorstellung auf der<br />

EBACE 2014 verkaufen. Darunter<br />

seien neben Flottenkunden auch Privatleute<br />

wie der ehemalige Nestlé-<br />

Chef und Privatpilot Peter Brabeck-<br />

Letmathe. In einem Interview mit dem<br />

Schweizer Magazin „Blick“ sagte er,<br />

er wolle den Jet künftig zum Pendeln<br />

zwischen seiner Heimat und seinem<br />

Domizil auf Ibiza nutzen.<br />

Doch bis es so weit ist, muss die<br />

PC-24 für die Zulassung durch die<br />

EASA rund 1700 Flugstunden absolvieren.<br />

Nachdem im November 2015<br />

ein zweiter Prototyp zum ersten Testflugzeug<br />

hinzugestoßen ist, soll bis<br />

Ende dieses Jahres noch ein dritter<br />

folgen. Die Hälfte des Programms<br />

findet dabei in der Schweiz statt, die<br />

andere Hälfte in Spanien (Granada-<br />

Jaén, mit Lufträumen auch über dem<br />

Mittelmeer), Schottland und den USA.<br />

So war der Prototyp P02 im Sommer<br />

für Systemtests bei Honeywell in<br />

Phoenix und zuvor in der Klimakammer<br />

der US Air Force auf der Eglin<br />

AFB in Florida.<br />

Die Zeichen stehen also gut, dass<br />

die PC-24 ihren Weg zur Zulassung<br />

so zuverlässig und reibungslos abspult<br />

wie ein Schweizer Uhrwerk. ae<br />

58 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


WONSAN AIR FESTIVAL<br />

Nordkoreas erste Airshow<br />

Foto: Lutz Schönfeld<br />

Dieses und viele weitere<br />

spannende Themen aktuell in<br />

FLUG REVUE, Deutschlands<br />

großem Luft- und Raumfahrt-<br />

Magazin.<br />

Auch als E-Paper<br />

Tagesaktuelle<br />

Luftfahrtnachrichten:<br />

www.flugrevue.de<br />

DIE GANZE WELT DER LUFT- UND RAUMFAHRT<br />

JETZT NEU<br />

IM HANDEL


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

NBAA in Orlando<br />

Evolution statt Revolution<br />

Eine richtige Sensation gab es auf der diesjährigen NBAA<br />

in Orlando nicht. Viele Hersteller zeigten Updates ihrer Muster.<br />

Bei der Vermarktung allerdings will die Branche neue Wege gehen<br />

und sich an Sharing-Konzepten wie dem von Uber orientieren.<br />

Tausende Besucher und Aussteller<br />

aus mehr als 90<br />

Ländern fanden sich Anfang<br />

November in den Hallen des Convention<br />

Center in Orlando, Florida,<br />

zum Branchentreff, der NBAA‘s<br />

Business Aviation Convention &<br />

Exhibition, ein. Das Außengelände<br />

auf dem Executive Airport war<br />

mit 114 ausgestellten Mustern<br />

vollständig ausgebucht. „In der<br />

Messehalle und am Flugplatz be-<br />

zeugte die Anzahl der Besucher<br />

und Aussteller den Erfolg der<br />

NBAA-BACE“, verkündete NBAA-<br />

Vorstand und CEO Ed Bolen. „Mindestens<br />

genauso wichtig ist, dass<br />

dadurch deutlich wurde, wie<br />

umfangreich die Industrie ist und<br />

welchen Stellenwert sie nach wie<br />

vor am US- und Weltmarkt besitzt.<br />

Der Schweizer Hersteller Pilatus<br />

war mit seinen beiden Neuheiten<br />

am Start: Der zweite PC-24 Prototyp,<br />

P02, hatte sein aktuell laufendes<br />

Testflugprogramm unterbrochen<br />

und war am Mittwoch am<br />

Messestand der Schweizer ausgestellt.<br />

Während der letzten Monaten<br />

hatte er Tests der Avionik und<br />

des Autopiloten und sogenannte<br />

Hot- and Cold-Weather-Trials durchlaufen.<br />

Gleichzeitig stellte Pilatus Aircraft<br />

die zur PC-<strong>12</strong>NG überarbeitete<br />

Version des Dauerbrenners<br />

PC-<strong>12</strong> vor. Die Verbesserungen<br />

umfassen einen Fünfblattpropeller<br />

aus Verbundwerkstoff sowie<br />

aerodynamische Optimierungen,<br />

welche die maximale Reisegeschwindigkeit<br />

auf 285 Knoten (528<br />

km/h) erhöhen. Auch eine neue<br />

Avionik-Software ist an Bord. Die<br />

Schweizer rechnen mit der Auslieferung<br />

von rund 90 Exemplaren<br />

bis Ende <strong>2016</strong>, was einem Anstieg<br />

von über 20 Prozent gegenüber<br />

2015 entspricht. Somit ist die PC-<strong>12</strong><br />

nach Angaben von Pilatus Aircraft<br />

das meistverkaufte einmotorige<br />

Turbopropflugzeug der Welt.<br />

Embraer gab eine Überarbeitung<br />

der Legacy 650 bekannt. Der Medium-Jet<br />

mit Platz für 14 Passagie-<br />

Fotos: Embraer (1), Alexandros Mitropoulos<br />

Bei Cessna war die Citation<br />

Longitude zu sehen. Sie<br />

hatte erst kürzlich den Erstflug<br />

absolviert.<br />

60 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Embraer führt mit der<br />

Legacy 650E ein neues<br />

Cockpit und eine längere<br />

Garantie ein.<br />

re tritt künftig als Legacy 650E (E<br />

für Evolution) an. Der Innenraum<br />

präsentiert sich mit neu gestalteten<br />

Sitzbezügen, drei Kabinenbereichen<br />

und bietet den größten Gepäckraum<br />

dieser Flugzeugklasse. Die wichtigsten<br />

Änderungen aber gibt es<br />

im Cockpit: So ist das Autothrust-<br />

System künftig Standard. Die vom<br />

Passagiermodell ERJ-145 abgeleitete<br />

VIP-Variante verfügt künftig<br />

über ein Cockpit mit dem modernen<br />

Honeywell-Primus-Elite-Avioniksystem.<br />

Es verfügt über ein Synthetic<br />

Vision System, das ein TCAS<br />

und in Echtzeit die per Satellitenkommunikation<br />

empfangenen Wetterberichte<br />

in den aktuellen Flugplan<br />

einarbeitet. Die Auslieferungen der<br />

verbesserten Variante sollen bereits<br />

im kommenden Jahr beginnen. Der<br />

Listenpreis beträgt 25,9 Millionen<br />

Dollar (etwa 23,4 Mio. Euro).<br />

Der CEO der Embraer Executive<br />

Jets, Marco Túlio, brachte zudem<br />

noch eine Vision mit nach Orlando:<br />

„Viele Jets unserer privaten Kunden<br />

sind durchschnittlich nur 300<br />

Der US-Kinoerfolg<br />

Am 15. Januar 2009 erlebte die Welt das „Wunder auf dem Hudson“,<br />

als Captain „Sully“ Sullenberger sein defektes Flugzeug im Gleitflug auf<br />

dem eisigen Wasser des Hudson River notlandete und das Leben<br />

aller 155 Menschen an Bord rettete. Doch während Sully noch von der<br />

Öffentlichkeit und in den Medien für seine beispiellose flugtechnische<br />

Meisterleistung gefeiert wurde, begann man bereits mit der Untersuchung<br />

des Falls, der fast seinen Ruf und seine Laufbahn ruiniert hätte.


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

Gulfstream brachte<br />

ihre erste G500 ohne<br />

Testequipment nach<br />

Orlando.<br />

Gesteuert wird die G500 über<br />

Sidesticks und Fly-by-Wire. Das<br />

Cockpit ist komplett symmetrisch.<br />

Stunden im Jahr in der Luft“, sagte<br />

er. „Unsere Flugzeuge sind aber<br />

für 30 000 Betriebsstunden ausgelegt.“<br />

Warum also nicht die Idee<br />

von Uber übertragen? Bei der in<br />

den USA populären App können<br />

die Nutzer Fahrdienste von Privatpersonen<br />

buchen und damit das<br />

teurere Taxi umgehen. „Damit<br />

können wir den Luxus und die<br />

Zeitersparnis eines Privatflugzeugs<br />

einer breiten Masse zugänglich<br />

machen“, so Túlio. Der Aufpreis<br />

gegenüber einem Linienflug im<br />

mittleren dreistelligen Bereich<br />

würde von vielen Geschäftsreisen-<br />

den gezahlt werden, für die sich<br />

die Anschaffung eines kompletten<br />

Jets nicht lohne. Die Firma Daher<br />

hat mit der Turboprop TBM900<br />

ähnliche Pläne und könnte die Jets<br />

im Hinblick auf die Betriebskosten<br />

sogar noch unterbieten.<br />

Dassault liftet die<br />

Falcon 900LX<br />

Dassault stellte ein Upgrade für<br />

ihre dreistrahlige Legacy-650-Konkurrenz,<br />

die Falcon 900LX, vor. Die<br />

2010 zugelassene LX erhielt ein<br />

zeitgemäßes, stylishes Innendesign,<br />

im Cockpit Dassaults FalconEye<br />

Combined Vision System sowie<br />

eine neue elektronische Bordbibliothek.<br />

Cirrus feierte die Zulassung<br />

ihres Vision-Jets nach einer über<br />

zehnjährigen Entwicklungs- und<br />

Erprobungsphase. Die SF50 ist<br />

das erste zertifizierte Flugzeug,<br />

das von nur einem Turbofan,dem<br />

FJ33-4A-19 von Williams International,<br />

angetrieben wird. Im Dezember<br />

sollen bereits die ersten<br />

Lieferungen des knapp zwei Millionen<br />

Euro teuren Minijets beginnen.<br />

Auf dem Weg zur Zulassung<br />

liegt Gulfstream mit der G500 im<br />

Zeitplan. Der Hersteller rechnet<br />

mit der Behördenerlaubnis für das<br />

kommende Jahr. In Orlando konnten<br />

die Besucher erstmals die Kabine<br />

und das Cockpit der G500<br />

besichtigen. Ausgestellt war der<br />

fünfte Prototyp; er verfügte über<br />

eine vollständige Kabinenausstattung.<br />

Seine etwas größere Schwester,<br />

die G650, soll Ende des Jahres<br />

zum Erstflug starten. Wann sie ihr<br />

Messedebüt gibt, ist hingegen noch<br />

nicht klar.<br />

ae<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

Zur Feier der<br />

FAA-Zulassung<br />

stellte Cirrus<br />

eine SF50 aus.<br />

Fotos: Max Kühnl (2), Alexandros Mitropoulos (2)<br />

62 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Praxis<br />

Know-how<br />

Dezember <strong>2016</strong><br />

für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

So tief wird es kaum über<br />

Paris gehen. Aber auch<br />

andere Regionen in<br />

Frankreich sind reizvoll.<br />

Fotomontage: Fotolia/Didier Salou<br />

Fliegen in Frankreich<br />

Partez à l´aventure!<br />

Wirre Luftraumstruktur, Plätze ohne Flugleiter und das Problem<br />

mit der Sprache: Frankreich schreckt viele Privatpiloten ab.<br />

Wir verraten, wie man problemlos über die Grande Nation fliegt.<br />

Oft ist es das Unbekannte, das dich<br />

zaudern lässt. Selbst Piloten kennen<br />

das: Lieber zu einem Platz fliegen, der<br />

dir vertraut ist und den du magst, als sich auf<br />

etwas Neues einzulassen. Auf der anderen<br />

Seite sind es gerade die unbekannten Dinge,<br />

die den fliegerischen Horizont erweitern. Unser<br />

westliches Nachbarland Frankreich hat<br />

fliegerisch enorm viel zu bieten. Manches ist<br />

neu, einiges anders, aber alles ist problemlos<br />

zu schaffen. Dieser kleine Frankreich-Guide<br />

hilft VFR- und IFR-Piloten, die nächste Reise<br />

mit Westkurs erfolgreich zu planen.<br />

Wer sich die VFR-Karten zu Frankreich ansieht,<br />

dem fällt eines sofort auf: eine andere Luftraumstruktur<br />

als in der Heimat. Aus Deutschland<br />

kommend wird meist in einem Bereich<br />

von Basel bis zur Mosel südlich von Trier nach<br />

Frankreich eingeflogen. Dieser Bereich ist auf<br />

französischer Seite von einem kaum zu durchblickenden<br />

Wirrwarr militärischer Sperr- und<br />

Beschränkungsgebiete (LF-D und LF-R) sowie<br />

unterschiedlicher Kontrollzonen und beschränkter<br />

Lufträume gekennzeichnet. Dies schreckt<br />

zunächst einmal ab.<br />

Wer hier durch möchte, sollte sich gar nicht<br />

erst die Mühe machen, jede einzelne LF-R<br />

eingehend zu analysieren. Die Mehrzahl dieser<br />

Sperrgebiete ist nur wenige Tage, manche<br />

sogar nur wenige Stunden pro Jahr aktiv. In<br />

Frankreich ist daher eines noch wichtiger als<br />

in Deutschland: rechtzeitiger und konstanter<br />

Funkkontakt. Deutsche Piloten kennen meist<br />

den Fluginformationsdienst, FIS, dieser heißt<br />

auch in Frankreich „Info“, beim Grenzübertritt<br />

ruft man meistens Reims Info. Den Kollegen<br />

kann man dann in aller Ausführlichkeit seine<br />

Position und sein Vorhaben schildern. Es spricht<br />

aber auch nichts dagegen, sich im Raum Basel<br />

oder etwas nördlicher bei Strasbourg,<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 63


[ PRAXIS Dezember <strong>2016</strong> ]<br />

Keine Sorge wegen der Luftraumstruktur: Viele der Gebiete sind nur wenige Tage im Jahr aktiv, oft wird der Durchflug problemlos gewährt.<br />

Screenshot: Lars Reinhold, mit freundlicher Genehmigung von ifos/Flight Planner<br />

direkt an die Kontrolllotsen zu wenden. Dies<br />

ist für französische Piloten Standard; besonders<br />

in den schwach beflogenen Gebieten<br />

Zentralfrankreichs bedient derselbe Lotse oft<br />

beide Frequenzen. Man nennt sein Rufzeichen,<br />

Höhe, Position, Strecke von/nach und seine<br />

Absicht. Als Absicht genügt oft „Request<br />

transit on direct heading XYZ“ zu sagen. Dies<br />

wird nach übereinstimmender Erfahrung in<br />

den meisten Lufträumen problemlos gewährt,<br />

nachdem ein Transpondercode zugewiesen<br />

worden ist.<br />

Unicom an kleinen Plätzen<br />

Keine Regel ohne Ausnahme: Die Lufträume<br />

von Paris, Lyon und der Côte d’Azur sind<br />

deutlich restriktiver. Man muss meist besonderen<br />

Transitstrecken folgen; in Paris ist ein<br />

genaues Beachten der Maximalhöhen unabdingbar.<br />

Dennoch lohnt es sich hin und wieder,<br />

nach individuellen Freigaben zu fragen.<br />

Wenn nicht allzu viel los ist und das Anliegen<br />

durchdacht kommuniziert wird, ist vieles<br />

möglich, was man sich in Deutschland nicht<br />

vorzustellen vermag.<br />

Piloten mit IFR-Rating können aufatmen: Der<br />

Flugregelwechsel wird in der „Grande Nation“<br />

deutlich entspannter gehandhabt als bei uns.<br />

Wer aus Wetter- oder sonstigen Gründen nach<br />

IFR wechseln möchte, muss keine langen<br />

Ermahnungen befürchten. „I want to become<br />

an IFR-flight“ genügt. Natürlich sollte man<br />

wissen, was man vorhat, und auf eine gewisse<br />

Bearbeitungszeit eingestellt sein. Alles<br />

Weitere regeln die Lotsen dann unter sich,<br />

was auch an der Struktur des französischen<br />

Luftraums mit einem einzigen großen Knoten<br />

über Paris liegt. Im Raum Paris muss man als<br />

Privatflieger auf Beschränkungen eingestellt<br />

sein, selbst ein geplanter Flugregelwechsel<br />

nach IFR mit Flugplan kann recht lange dauern<br />

oder größere Umwege nach sich ziehen.<br />

Die Beherrschung der französischen Sprache<br />

ist auf den größeren Plätzen und den Info- und<br />

Radarfrequenzen absolut nicht erforderlich,<br />

Englischkenntnisse sind überall vorhanden.<br />

Ein Bonjour, Merci oder Au-revoir hinterlässt<br />

jedoch einen positiven Eindruck.<br />

Anders sieht es auf den kleineren Plätzen aus,<br />

die über das ganze Land verstreut und mitunter<br />

top ausgestattet sind. Hier bedient man<br />

sich oft des Unicom-Verfahrens, das manchem<br />

Piloten aus den USA bekannt ist. Die Franzosen<br />

nennen das „Auto-Information“, es ist<br />

ein Fliegen ohne Flugleiter. Der ist in Frankreich<br />

nicht vorgesehen, und mit wenigen<br />

Ausnahmen haben alle Plätze grundsätzlich<br />

immer geöffnet. Hier sollte auf Französisch<br />

gefunkt werden, wenige Standardphrasen<br />

(siehe Kasten) genügen für eine sichere Integration<br />

in den Platzrundenverkehr. Die meisten<br />

französischen Piloten werden eventuelle<br />

Schwächen im Funk erkennen und sich entsprechend<br />

darauf einstellen. Bevor man gar<br />

nicht funkt, tut es natürlich auch Englisch,<br />

was aber nicht unbedingt von jedem verstanden<br />

wird.<br />

Die kleinen Plätze sind für Frankreichflieger<br />

oft das Highlight ihrer Reisen: Frühmorgens<br />

zu starten oder am späten Abend zu landen<br />

ist vielen aus Deutschland unbekannt. Zudem<br />

erlebt man dort echte Fliegerkameradschaft.<br />

Gut für die Reisekasse sind sie ohnehin: An<br />

über der Hälfte dieser Aérodromes kennt man<br />

weder Lande- noch Abstellgebühren.<br />

Bei häufigeren Frankreichbesuchen lohnt sich<br />

der Besitz einer Tankkarte von Air Total. Damit<br />

kann man an zahlreichen Selbstbedienungsautomaten<br />

rund um die Uhr tanken, die<br />

Preise liegen oft 30 Prozent unter deutschem<br />

Niveau. Die Karte kann aber bislang nur bei<br />

Air Total in Paris beantragt werden, und man<br />

muss vorab eine Kaution überweisen.<br />

[ Autor David Kromka<br />

... fliegt hauptberuflich<br />

als Kapitän auf Boeing<br />

757 und 767 bei einer<br />

deutschen Fluggesellschaft.<br />

In seiner Freizeit<br />

ist er VFR und IFR mit<br />

einer Mooney 252 in ganz<br />

Europa unterwegs.<br />

Er ist außerdem Präsident des europäischen<br />

Mooney-Clubs EMPOA.<br />

64 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


An kleineren Plätzen ist der Einflug in die Platzrunde mit den entsprechenden Positionsmeldungen der<br />

Schlüssel für eine sichere Landung. Aber auch die wichtigsten Sprechgruppen für kontrollierte Plätze stellen<br />

wir vor. An Plätzen mit Auto-Information wird immer der Name des Flugplatzes zu Beginn und Ende eines<br />

Funkspruchs genannt, da oftmals mehrere Plätze auf derselben Frequenz funken.<br />

Ankunft am Flugplatz<br />

Vesoul (Platzname), D-EABC, eine Mooney<br />

M20, VFR aus EDML zu Ihrem Platz, fünf<br />

Minuten südlich des Platzes, zur Landung,<br />

Vesoul – Vesoul, D-EABC, un Mooney M20,<br />

VFR de EDML vers votre terrain, cinq minutes<br />

au sud des installations, pour une atterissage,<br />

Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, direkt über dem Platz,<br />

fliege in den linken/rechten Gegenanflug<br />

zur 28 ein, Vesoul – Vesoul, D-EABC, verticale<br />

du terrain, je m’intègre pour une vente<br />

arrière main gauche/droite pour la 28,<br />

Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, linker Gegenanflug zur 28,<br />

Vesoul – Vesoul, D-EABC, vente arrière<br />

main gauche pour la 28, Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, linker Queranflug zur 28,<br />

Vesoul – Vesoul, D-EABC, étape de base<br />

main gauche pour la 28, Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, Endteil zur 28, Vesoul –<br />

Vesoul, D-EABC, en finale pour la 28,<br />

Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, haben Piste 28 verlassen,<br />

Vesoul – Vesoul, D-EABC, la piste 28 degagée,<br />

Vesoul<br />

Beim Abflug gilt analog:<br />

Vesoul, D-EABC, auf der Parkfläche, rollen zum<br />

Rollhalt der Piste 28, Vesoul – Vesoul, D-EABC,<br />

sur le parking, roulage pour le point d’arrêt de<br />

la 28, Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, am Rollhalt 28, rollen auf die<br />

Piste 28 und starten, Vesoul – Vesoul, D-EABC,<br />

point d’arrêt 28, je m’aligne et je décolle sur la<br />

28, Vesoul<br />

Vesoul, D-EABC, auf Piste 28 gestartet, wir<br />

verlassen Platzrunde und Frequenz, Vesoul –<br />

Vesoul, D-EABC, décollé sur la 28, nous quittons<br />

le circuit et la fréquence, Vesoul<br />

An kontrollierten Plätzen ist es<br />

ganz ähnlich:<br />

D-EABC, erbitte direkten Durchflug – D-EABC,<br />

demande d’un transit direct, s’il vous plaît<br />

Durchflug genehmigt –<br />

Transit approuvé<br />

Stellen Sie Transponder auf 4431 –<br />

Affichez transpondeur 4431<br />

Landung frei Piste 13 –<br />

Autorisé pour atterissage sur la 13<br />

D-EABC, erbitte Rollen – D-EABC,<br />

pour roulage s’il vous plaît<br />

Rollen Sie zum Rollhalt 13 und<br />

melden Sie abflugbereit –<br />

Roulez au point d’attente 13 et<br />

rappelez prêt<br />

Start frei Piste 13 –<br />

Autorisé pour décollage sur la 13<br />

Im Französischen werden die<br />

Zahlen immer komplett gesprochen,<br />

also „fünfzehn“ oder<br />

„sechsundzwanzig“<br />

(quinze/vingt-six) anstatt<br />

des sonst im<br />

Flugfunk üblichen<br />

eins-fünf oder zwosechs.<br />

Gerade bei<br />

vielstelligen Funkfrequenzen<br />

kann<br />

dies gewöhnungsbedürftig<br />

sein.<br />

Man sollte sich daher<br />

nicht scheuen, nach<br />

einer Wiederholung<br />

oder einzelnen Ziffern<br />

zu fragen.<br />

Foto: ICOM<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Wie hängen Deklination, Variation<br />

und Missweisung zusammen?<br />

a) Die Variation ist in Polnähe größer als<br />

die Deklination; in Äquatornähe ist es<br />

umgekehrt.<br />

b) Die Missweisung ist 0,707-mal so groß<br />

wie die Variation.<br />

c) Missweisung und Deklination sind auf<br />

der Nordhalbkugel gleichgerichtet, auf<br />

der Südhalbkugel entgegengesetzt.<br />

d) Missweisung, Variation und Deklination<br />

haben die gleiche Bedeutung.<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 102.<br />

Die Ablenkung des Magnetkompasses<br />

durch Metallteile und<br />

elektrische Geräte wird bis auf<br />

einen zulässigen Restwert kompensiert.<br />

Wie bezeichnet man diese<br />

verbleibende Abweichung?<br />

a) lnklination<br />

b) Deviation<br />

c) Variation<br />

d) Nordfehler<br />

Warum nimmt man den Karten -<br />

kurs in der ICAO-Luftfahrtkarte am<br />

Mittelmeridian ab?<br />

a) weil die eingetragene Kurslinie der<br />

Loxodrome entspricht und in ihrer Mitte<br />

die geringste Missweisung aufweist<br />

b) weil es hier den Kursmittelwert gibt<br />

c) weil es wichtig ist, zwischen Abflug- und<br />

Zielort auf dem richtigen Kurs zu sein<br />

d) weil nur die Längengrade in der Mitte<br />

eines Kartenausschnitts dem wirklichen<br />

Meridianverlauf entsprechen<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 65


[ PRAXIS Dezember <strong>2016</strong> ]<br />

Ob für das Cockpit oder gleich für das<br />

ganze Flugzeug: Das Material der<br />

Abdeckung muss atmungsaktiv sein.<br />

Einmotten<br />

Klar zum Winterschlaf<br />

Nicht jedes Flugzeug wird in der kalten Jahreszeit regelmäßig geflogen. Einmotten heißt dann die<br />

Devise. Mit den folgenden Tipps kommt die Maschine gut durch die Winterruhe.<br />

Wir haben uns also entschieden, unseren<br />

geliebten und randvoll getankten<br />

Flugapparat über die Wintermonate<br />

nicht zu bewegen. Vollgetankt? Ja,<br />

um Kondenswasser und Korrosion in den Tanks<br />

zu vermeiden, auch wenn das Kapital bindet.<br />

Ausgehend von einem weder isolierten noch<br />

beheizten Hangar, würde ich an erster Stelle<br />

für das Wohl des Motors, des Innenraums,<br />

der Scheiben und der Pneus sorgen.<br />

Fangen wir unten an. Die Reifen danken es<br />

einem, wenn das Fahrwerk an der dafür vorgesehenen<br />

Stelle aufgebockt wird. So vermeidet<br />

man, dass sie im Frühjahr eckig sind und<br />

beim Starten unrund laufen. Es kann nur<br />

gefährlich werden, wenn Vereinskameraden<br />

die Maschine umräumen, ohne sie zuvor wieder<br />

zu Boden gelassen zu haben. Schön auch,<br />

wenn die Fahrwerke mit etwa 30 bis 50 Zentimeter<br />

hohen Metallformen à la Springform<br />

Das Schild mit dem Warnhinweis befestigt man gut sichtbar, am besten direkt am Propeller.<br />

aus Mutters Backstube versehen werden. Das<br />

bewahrt den Flieger vor nagenden Untermietern.<br />

Im Idealfall muss man im Frühjahr nur<br />

noch den Luftdruck der Reifen messen.<br />

Weiter mit der Kabine: Im Baumarkt gibt es<br />

schon für kleines Geld Luftentfeuchter –<br />

erstaunlich, was da so an Feuchtigkeit im<br />

Innenraum entsteht. Eine Entleerung des<br />

Behälters alle acht bis 14 Tage ist empfehlenswert.<br />

Durch die Entfeuchtung beugt man<br />

vor allem bei der Avionik einer Oxidation und<br />

Korrosion vor. Je nachdem, wo verbaut, befindet<br />

sich die Batterie in, vor oder hinter der<br />

Kabine. Ein fachgerechter Ausbau und die<br />

Einlagerung in wohltemperierten Räumen<br />

unter Nutzung eines Ladegeräts zur Spannungserhaltung<br />

verlängert das Leben des<br />

Energiebündels. Wenn nicht wartungsfrei, ist<br />

zuvor eventuell noch destilliertes Wasser<br />

gemäß Füllstand zu ergänzen.<br />

Wir gehen weiter in Richtung Motor und landen<br />

zuvor bei der Windschutzscheibe. Einmal<br />

noch ordentlich mit viel Wasser und geeignetem<br />

Reinigungsmittel geputzt, sollte diese<br />

zumindest mit einem zuvor von Knöpfen<br />

66 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Fotos: Alexandros Mitropoulos<br />

Das Aufbocken des Fahrwerks verhindert<br />

Standplatten und deformierte Reifen.<br />

befreiten Bettlaken aus Omas Beständen<br />

abgedeckt sein. Durch die Baumwolle kann<br />

etwaige Feuchtigkeit wieder abtrocknen, und<br />

Vogelkot und sonstiger Schmutz wird von der<br />

Scheibe ferngehalten. Die Flächen und den<br />

Rumpf sollte man nur dann abdecken, wenn<br />

man auch hier atmungsaktives Material<br />

benutzt. Andernfalls kann zwischen Plane<br />

und Flugzeughülle materialschädigendes<br />

Schwitzwasser entstehen.<br />

Wenden wir uns nun dem Motor zu. Wichtig<br />

ist vor allem, dass man ihn in den Wintermonaten<br />

auf gar keinen Fall durchdreht. Andernfalls<br />

streifen die Kolben noch an den Zylinderwänden<br />

haftendes Schmieröl ab, wodurch<br />

blanke, akut korrosionsgefährdete Flächen<br />

entstehen. Der Rost führt nach Wiederinbetriebnahme<br />

zu Riefen an den Laufflächen und<br />

zu Kompressions- und Leistungsverlust. Eine<br />

Überholung des Zylinders ist dann oft unumgänglich.<br />

Um das Durchdrehen des Propellers<br />

zu vermeiden, sollte an selbigem ein Warnschild<br />

befestigt sein: Motor ist konserviert, nicht<br />

durchdrehen!<br />

Konservierungsöl schützt<br />

eingelagerte Motoren vor Rost<br />

Zur vollständigen Motoreinlagerung entfernt<br />

man die oberen Zündkerzen und versieht den<br />

Innenraum mit Konservierungsöl. Auch über<br />

andere Öffnungen, beispielsweise die Motorentlüftung<br />

oder den Öleinfüllstutzen, sollte<br />

das Mittel zum Einsatz kommen. Das Einnebeln<br />

mit der Sprühdüse vermeidet Rostbefall.<br />

Im Frühjahr muss allerdings ein Spüllauf<br />

stattfinden, um das Öl wieder aus dem Motor<br />

zu bekommen. Hierbei sind die Herstellerhinweise<br />

zu beachten. Zumindest bei den ersten<br />

Motorkonservierungen in Eigenregie ist es<br />

ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen.<br />

Nach Entfernen der Zündkerzen sprüht man die Öffnungen mit Konservierungsöl ein. Im Frühjahr<br />

muss es in einem Spüllauf nach Herstellerangaben wieder entfernt werden.<br />

Ein im Baumarkt erhältlicher Luftentfeuchter eignet sich hervorragend, um den Kabinenraum im<br />

Winter zu schützen. Die Batterie sollte man abklemmen und mit einem Entladungsschutz sichern.<br />

Weniger technisch, aber nicht minder wichtig,<br />

ist die Abdichtung des Flugzeugs. Tiere kommen<br />

nicht nur von unten an das Flugzeug,<br />

sondern oft auch von oben. Insofern ist es<br />

sinnvoll, alle Einlässe, etwa den Lufteinlass<br />

vorne am Motorraum, gegebenenfalls den am<br />

Flügel und das Pitotrohr zu verschließen. Wichtig<br />

ist hierbei nur, dass man die Stopfen im<br />

Frühjahr sorgfältig wieder entfernt!<br />

Sollte das gute Stück über die kalte Jahreszeit<br />

im Freien stehen, gelten verschärfte Maßnahmen.<br />

Ein windgeschützter Bereich und eine<br />

dem Sturm trotzende Verankerung mittels<br />

Seilen oder Spanngurten, die man von Zeit<br />

zu Zeit kontrolliert, ist essenziell. Die Maschine<br />

ist in diesem Fall nicht aufgebockt. Die<br />

Reifen würde ich mittels geeigneter Mittel<br />

vor UV-Strahlung schützen. Oft reicht schon<br />

ein hochwertiger, schwarzer Plastebeutel aus<br />

dem Baumarkt. Die Kabine sollte zumindest<br />

von innen gegen Sonneneinstrahlung geschützt<br />

sein. So bleibt das Kunststoffinterieur frisch<br />

und die Weichmacher an ihrem Ort.<br />

Steht etwas mehr Geld zur Verfügung, empfehle<br />

ich dringend den Erwerb einer profes-<br />

sionellen Abdeckung für die Kabine von außen.<br />

Es gibt verschiedene Hersteller am Markt,<br />

Qualität kostet auch hier erfahrungsgemäß<br />

etwas mehr, und so relativiert sich eine alternative<br />

Hallenmiete oft wieder.<br />

Beachtet man diese wenigen wichtigen<br />

Maßnahmen beim Einmotten für den Winter,<br />

kann man sicher sein, dass man bei der Wiederinbetriebnahme<br />

seines Schätzchens keine<br />

bösen Überraschungen erlebt.<br />

[ Autor Thomas Schüttoff<br />

... ist Fluglehrer und<br />

Prüfer. Er sammelte<br />

Erfahrung beim Betrieb<br />

von Flugzeugen in<br />

Vereinen und Flugschulen<br />

und war Gründer der<br />

Tempelhof Aviators. Dort<br />

betreute er bis zu 24<br />

Flugzeuge in Subcharter. Seine Liebe gilt vor<br />

allem histo rischen Flugzeugen, und gerne weist<br />

er andere Piloten auf diese Schätze ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 67


[ PRAXIS Dezember <strong>2016</strong> ]<br />

Manche Flugzeugmuster werden mit sogenannten<br />

Winterization Kits auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Frostschutz<br />

Die Sommer-Flugsaison ist zu Ende. Das<br />

Wetter wird unbeständiger, und die<br />

Temperaturen sinken deutlich. Das hat<br />

zunächst Einfluss auf das praktische Fliegen,<br />

denn es ist zunehmend mit Regen, Nebel und<br />

Vereisung zu rechnen. Aber auch bezüglich<br />

der Technik in unseren Flugzeugen gibt es<br />

einiges beim Übergang in die kalte Jahreszeit<br />

zu beachten.<br />

Hersteller der in der General Aviation am meisten<br />

verbreiteten Motoren wie Continental oder<br />

Textron (Lycoming) geben den Betreibern zwei<br />

grundsätzliche Ölsorten zur Auswahl, unabhängig<br />

von der Marke. Das sind das sogenannte<br />

Einbereichsöl und das Mehrbereichsöl.<br />

Der Unterschied in der Verwendung besteht<br />

darin, dass Einbereichsöl entweder für den<br />

Winter gedacht ist (z. B. W80) oder für den<br />

Sommerbetrieb (W100), nicht für beides gleichzeitig.<br />

Grob gesagt, ist das Winteröl dünnflüssiger<br />

als das Sommeröl, um bei niedrigen<br />

Temperaturen leichter zu fließen, also schneller<br />

an die Schmierstellen im Motor zu gelangen.<br />

Das Sommeröl ist hingegen etwas dickflüssiger,<br />

damit der Schmierfilm bei hohen Temperaturen<br />

nicht so schnell abreißt.<br />

Das heißt, zum Wechsel der Jahreszeit sollte<br />

ein Ölwechsel stattfinden. Der vorgesehene<br />

Temperaturbereich der beiden Ölvarianten<br />

überschneidet sich relativ stark, man kann<br />

also im Frühjahr und Herbst beide nutzen.<br />

Kühlflüssigkeiten gibt es bei diesen Motoren<br />

aufgrund der Luftkühlung nicht.<br />

Für Dieselmotoren von Thielert oder Austro<br />

Engine findet ein hochwertiges Mehrbereichsöl<br />

Verwendung, welches ganzjährig nutzbar<br />

ist. Diese Triebwerke sind mit einer Flüssigkeitskühlung<br />

ausgerüstet. Als Frostschutzmittel<br />

wird dort, ähnlich wie im Kfz-Bereich,<br />

Glysantin (G48) eingesetzt. Glysantin kann<br />

dem Kühlwasser ganzjährig zugesetzt bleiben,<br />

da es auch vor Korrosion im Kühlsystem schützt.<br />

Von der Verwendung anderer als von den<br />

Motorenherstellern zugelassener Mittel ist<br />

dringend abzuraten. In den Motoren von Rotax<br />

werden das Öl und der Kühlwasserzusatz<br />

<strong>12</strong><br />

Torsten Matz<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 1+2 ] Beim Check vor dem Winter ist nicht<br />

nur auf den richtigen Stand des Kühlmittels zu<br />

achten, sondern auch auf den Frostschutz.<br />

[ 3 ] Auch die Ölsorte muss im Winter stimmen.<br />

ebenfalls ganzjährig genutzt. Übrigens sieht<br />

Rotax den Einsatz wasserfreier Kühlflüssigkeiten<br />

von Evans nicht mehr vor.<br />

Einige Flugzeughersteller sehen die Umstellung<br />

der Kühlung des Motoröls auf Sommer<br />

oder Winter vor, z. B. Piper bei der Arrow und<br />

Beechcraft bei der Duke. Dort wird die Wirksamkeit<br />

des Ölkühlers durch ein „Winterization<br />

Kit“ eingeschränkt, indem ein Abdeckblech<br />

den Kühlluftstrom verringert. Bei steigenden<br />

Temperaturen sollten diese Abdeckungen<br />

unbedingt wieder entfernt werden, damit der<br />

Motor nicht überhitzt.<br />

Beim Anlassen im Winter ist bei sehr tiefen<br />

Temperaturen zu beachten, dass der Motor<br />

zunächst genauso kalt ist wie die Umgebung.<br />

Das Öl ist relativ dickflüssig und verteilt sich<br />

nur langsam an die Schmierstellen, und die<br />

Temperatur im Zylinder ist sehr niedrig, was<br />

den Zündvorgang erschwert. Problematisch<br />

kann auch ein schwacher Bordakku sein, der<br />

den Anlasser nicht mit genügend Strom versorgen<br />

kann. Eine Außenbord-Stromversorgung<br />

kann hier helfen.<br />

Wer schonend starten will,<br />

wärmt das Triebwerk vor<br />

Um der Zündung die Arbeit zu erleichtern<br />

und den Schmierstoffkreislauf schneller in<br />

Gang zu bringen, ist es bei wirklich tiefen<br />

Temperaturen durchaus sinnvoll, den Motor<br />

vorzuwärmen. Das schont das Aggregat, den<br />

Bordakku, den Anlasser und nicht zuletzt die<br />

Nerven des Piloten. Für die Vorwärmung haben<br />

sich spezielle Warmluftgebläse bewährt.<br />

Mit einem Schlauch wird zumeist über die<br />

vorderen Kühllufteinlässe Warmluft durch den<br />

Motorraum geleitet und vorsichtig das gesamte<br />

Triebwerk erwärmt. Das dauert mitunter<br />

einige Stunden, weil die Luft nur lauwarm ist.<br />

Aus den USA sind auch Systeme bekannt, die<br />

aus elektrischen Heizmatten bestehen, welche<br />

beispielsweise an die Ölwanne geklebt werden,<br />

um das Öl aufzuheizen. Auch hier erfolgt<br />

die Erwärmung langsam, um Spannungen im<br />

Motorgehäuse durch Temperaturunterschiede<br />

zu minimieren. Da dieses System inklusive<br />

Verkabelung und Stecker dauerhaft am<br />

Flugzeug montiert wird, besteht natürlich die<br />

Notwendigkeit der amtlichen Zulassung durch<br />

STC und EMZ.<br />

[ Autor Torsten Matz<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service<br />

in Porta Westfalica.<br />

Er hat viele Jahre<br />

Er fahrung in der Wartung<br />

von Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert<br />

von der EASA (B1) und der amerikanischen<br />

Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />

68 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

Fotos: Melih Ömür | Porta Air Service, Peter Eckmeier


SEGELFLIEGEN<br />

EXTRA 2017<br />

Das Heft im Heft<br />

Februar-Ausgabe<br />

Rechtzeitig zur Saisonvorbereitung<br />

finden Sie<br />

in der Februar-Ausgabe<br />

des <strong>aerokurier</strong> das<br />

SEGELFLIEGEN EXTRA<br />

– mit allem, was den<br />

Segelflieger interessiert,<br />

ob Profi oder Einsteiger.<br />

Mit einer erhöhten<br />

Druckauflage erreichen<br />

Sie mit Ihrer Anzeigenwerbung<br />

den Markt<br />

optimal und<br />

kostengünstig.<br />

Anzeigenschluss<br />

14. Dezember <strong>2016</strong><br />

Verkauf am Kiosk<br />

ab 25. Januar 2017<br />

Information<br />

Reinhard Wittstamm<br />

Tel.: +49 711 182-2814<br />

E-Mail: rwittstamm@<br />

motorpresse.de<br />

➟<br />

Vorteil<br />

Das EXTRA wird neben der normalen<br />

Verbreitung auf Flugtagen, Segelfliegertreffen,<br />

Messen und an Vereine verteilt.<br />

Vereine nutzen dieses <strong>aerokurier</strong> EXTRA<br />

ganzjährig für ihre Nachwuchswerbung<br />

und Promotion.<br />

Sonderverteiler auf der AERO 2017<br />

Es gilt die <strong>aerokurier</strong>-Preisliste 2017.


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Der neue Ventus<br />

SPORT<br />

EDITION<br />

An den neuen Ventus knüpft Schempp-Hirth<br />

hohe Erwartungen. Besser steigen und<br />

besser gleiten soll er und dazu ein schöneres<br />

Handling bieten als der Vorgänger. Von den<br />

Flugeigenschaften konnte sich die <strong>aerokurier</strong>-<br />

Redaktion jetzt selbst überzeugen.<br />

TEXT UND FOTOS: Gerhard Marzinzik<br />

70 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 71


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

[ 1 ]<br />

72 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

Der September, der sich in<br />

diesem Jahr zum Hochsommer<br />

aufgeschwungen hat,<br />

liegt in den letzten Zügen.<br />

Über der Schwäbischen Alb treiben<br />

die Luftmassen die Thermik noch einmal<br />

bis auf Höhen über 2000 Meter,<br />

während das Sturmtief im Norden die<br />

Hänge mit heftigem Westwind bürstet.<br />

Nicht jede Wolke zieht, aber Besorgnis<br />

macht sich deshalb im Cockpit<br />

des neuen Ventus noch lange nicht<br />

breit – auch nicht, nachdem selbst<br />

die zweite Wolke enttäuscht und die<br />

Höhenreserve schwindet.<br />

Das Flugzeug sitzt wie ein guter<br />

Anzug, reagiert präzise auf kleinste<br />

Steuereingaben und schafft auch bei<br />

schnellerem Vorflug mit dem tief liegenden<br />

Horizont auf Anhieb Vertrauen<br />

in gute Gleitleistungen. Die dritte<br />

Dunstballung tut’s. Der Flügel lässt<br />

keinen Zweifel, wohin einzudrehen<br />

ist. Und schon liegt der neue Ventus<br />

stabil im Kern des Aufwinds.<br />

Mit geringen Korrekturen hat er<br />

sich leichtfüßig und zielsicher ins<br />

Steigzentrum dirigieren lassen. Mit<br />

der Klappenstellung L dreht er jetzt<br />

eng und langsam auf. Etwas wendiger<br />

ist er mit der Wölbklappenstellung<br />

+2 beziehungsweise +1 bis 0 schon.<br />

Der Unterschied fällt aber nicht so<br />

deutlich aus wie beim Vorgänger 2cx,<br />

bei dem die Anstellwinkeländerungen<br />

mit den unterschiedlichen Klappenstellungen<br />

größer sind. Aufs Umwölben<br />

zwecks Korrekturen, wie sie beim<br />

2cx beim Ausloten der Grenzbereiche<br />

notwendig sind, sollte beim Neuen<br />

verzichtet werden können.<br />

Dabei bleibt er bis in den Stall<br />

gutmütig. Mir gelingt es – bei leicht<br />

vorderer Schwerpunktlage – nicht,<br />

WENDIG FAST WIE EIN RENNKLASSE-FLUGZEUG<br />

den Ventus mit stetig verzögerter<br />

Fahrt zur Aufgabe des Fliegens zu<br />

bewegen. Bis ins unmissverständlich<br />

angezeigte Überziehen und in den<br />

Sackflug ist er im Geradeaus- und<br />

Kurvenflug steuerbar.<br />

Bevor ich dieses Vertrauen schaffende<br />

Verhalten für das Hangwindfliegen<br />

am Teckberg nutze, kurbele<br />

ich nach schnellen Vorflügen noch<br />

ein paar der kräftigen Wolkenaufwinde<br />

auf der Südseite der Alb aus. Der<br />

gesamte Fahrtbereich lässt sich eintrimmen.<br />

Dass sich bei Wölbklappenstellung<br />

0, die bei der unteren Flächenbelastung<br />

des Turbos bis 150<br />

km/h ausreicht, und bei zugleich ganz<br />

zurückgezogener Trimmung <strong>12</strong>0 km/h<br />

einstellen, hängt wohl mit meiner<br />

gering vorlastigen Schwerpunktlage<br />

zusammen – etwas für ganz vorsichtiges<br />

Vorfliegen mit der Geschwindigkeit<br />

im Bereich des besten Gleitens.<br />

Für das Ausnutzen eines ruhigen<br />

Hangaufwinds ist das etwas zu schnell.<br />

Das soll aber noch korrigiert werden.<br />

Egal ob Fliegen von Wolke zu Wolke,<br />

Ausleiten in den Geradeausflug<br />

mit faszinierend schneller Fahrtaufnahme<br />

oder Hochziehen<br />

und erneutes<br />

Eindrehen in die<br />

Thermik – ich fühle mich mit dem<br />

neuen Ventus auf Anhieb vertraut.<br />

Schlechte Charaktermerkmale? Fehlanzeige!<br />

Aber wie heißt nun der Neue? Da<br />

gab es den Einser-Ventus, der offiziell<br />

nie diese Bezeichnung erhielt, dann<br />

den Zweier mit immer wieder neuen<br />

Namenszusätzen. Der Nachfolger heißt<br />

jetzt – seit seiner ersten Vorstellung<br />

auf der AERO 2015 – einfach „der<br />

neue Ventus“. Im Januar flog der Neue<br />

zum ersten Mal. Inzwischen hat er<br />

mehr als 200 Stunden Flugerprobung


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Gut 180 Liter Ballastwasser kann der neue Ventus schleppen, die Abflugmasse<br />

beträgt dann 600 Kilogramm. Die inneren der beiden Flächentanks lassen sich öffnen,<br />

ohne dass der Hecktank entleert wird. [ 2 ] Im Hangflug beweist die Sport Edition ihre<br />

Wendigkeit. Man könnte glauben, in einem 15-m-Flugzeug zu sitzen. [ 3 ] Aufgeräumtes<br />

Panel in einem wertig ausgestatteten Cockpit. Die Bediengriffe sind innerhalb ihres<br />

Bewegungsraums gut zu betätigen. Nur der Ausklinkgriff ist ungünstig platziert.<br />

[ 3 ]<br />

absolviert. Erste Serienflugzeuge gibt<br />

es auch schon. Sie werden wohl ausnahmslos<br />

bei der Segelflug-Weltmeisterschaft<br />

im Januar in Benalla, Australien,<br />

im Einsatz sein. Dipl.-Ing.<br />

Andy Lutz aus dem Entwicklungsteam<br />

von Schempp-Hirth wird dort den<br />

Prototyp fliegen.<br />

Auch vom neuen Ventus wird es<br />

verschiedene Varianten geben. Die<br />

auf Höchstleistung ausgelegte Version<br />

kommt als Sport Edition. Mehr<br />

Komfort und Platz im Cockpit sowie<br />

die Möglichkeit zum Eigenstart wird<br />

die Performance Edition bieten, die<br />

im Laufe des nächsten Jahres erstmals<br />

fliegen soll.<br />

Beide Versionen werden über das<br />

gleiche Tragwerk verfügen. Und dafür<br />

wurde von den Ingenieuren bei<br />

Schempp-Hirth viel Forschungsarbeit<br />

geleistet. Im Fokus stand eine Leistungssteigerung<br />

über den gesamten<br />

Bereich der Geschwindigkeitspolare.<br />

Die Basis bildeten Untersuchungen<br />

von Wettbewerbs- und Rekordflügen,<br />

die in Zusammenarbeit mit Dr. Werner<br />

Würz erfolgten. Sie haben gezeigt,<br />

dass das Thermikmodell von Horstmann/Quast,<br />

das bislang zur Auslegung<br />

von Segelflugzeugen genutzt<br />

wurde, modifiziert werden musste.<br />

Eine weitere wichtige Erkenntnis<br />

dieser Fluganalysen war: Es wird nur<br />

zu einem sehr geringen Anteil mit<br />

der Geschwindigkeit für das beste<br />

Gleiten geflogen. Für die Auslegung<br />

des neuen Ventus wurde deshalb ein<br />

neues Überlandflugmodell entwickelt,<br />

ähnlich dem, wie es inzwischen auch<br />

für die Bestimmung der Leistungsbeurteilung<br />

für die Indexliste genutzt<br />

wird. Zur Optimierung wurden viele<br />

Varianten mit unterschiedlichen Profilen<br />

von Dr. Werner Würz durchgespielt.<br />

Variiert wurden die Verteilung<br />

der Trapeze des Flügelgrundrisses,<br />

die Winglets, die Umstraak-Positionen<br />

zu den unterschiedlichen Profilierungen<br />

und die Klappenstellungen.<br />

Dazu wurde eine Programmkette<br />

von Jan Himisch vom DLR Braunschweig<br />

verwendet. Als Ergebnis<br />

haben sich zwei Konfigurationen<br />

herauskristallisiert, die für das neue,<br />

der Wettbewerbsrealität besser angepasste<br />

Überlandflugmodell eine<br />

Verbesserung der Reisegeschwindigkeit<br />

von rund fünf Prozent versprechen.<br />

Die Entscheidung fiel schließlich auf<br />

die Auslegung, mit der auch die Ausnutzung<br />

enger und schwacher Thermik<br />

möglich ist. Dipl.-Ing. Christoph<br />

Wannenmacher, Entwicklungsleiter<br />

bei Schempp-Hirth: „Es gibt bei Überlandflügen<br />

immer wieder Situationen,<br />

in denen es darauf ankommt, in der<br />

Luft zu bleiben, um besseres Wetter<br />

abzuwarten oder um in absterbender<br />

Thermik noch möglichst nach Hause<br />

zu kommen.“<br />

Aus der bisherigen Designlinie von<br />

Schempp-Hirth bricht der neue Ventus<br />

mit seinem Flügel nicht aus,<br />

konkretisiert sie sogar noch etwas<br />

extremer. Die Flügelvorderkante<br />

schwenkt jetzt mehrfach zurück, und<br />

außen biegt sich der Flügel imposant<br />

in die Winglets auf, deren Auslegung<br />

durch Professor Mark Maughmer erfolgte.<br />

Diese senkrecht stehenden<br />

Flügelchen sind hier nicht mehr fester<br />

Bestandteil des Außenflügels, sie<br />

werden aufgesteckt. Im Vergleich zu<br />

den bisher sperrigen Außenflügeln<br />

erleichtert das die Unterbringung im<br />

Anhänger.<br />

Die auch beim neuen Ventus weit<br />

innen gewählte Flügelteilung des<br />

vierteiligen Tragwerks führt zu tragbaren<br />

Einzelteilen, was die Montage<br />

erleichtert. Dass es für die Montage<br />

keine losen Teile gibt, macht sie sicher.<br />

Dazu koppeln die Ruder zwangsweise.<br />

Der Flügel fällt insgesamt etwas<br />

leichter aus als der des Vorgängers.<br />

Die Einfüllstopfen für die<br />

Wassertanks enthalten<br />

jetzt eine Entlüftung mit<br />

Auslaufschutz.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 73


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

[ 1 ] [ 2 ]<br />

Aufgrund erhöhter Anforderungen<br />

an die Crashsicherheit ist aber der<br />

Rumpf schwerer geworden, sodass<br />

der neue Ventus über die gleiche<br />

Leermasse wie der 2cx verfügt.<br />

Damit der Neue auch mit der maximal<br />

möglichen Flächenbelastung<br />

von 55 kg/m 2 , das heißt mit 600 Kilogramm,<br />

geflogen werden kann, fassen<br />

die Flügeltanks 180 Liter Wasser, der<br />

Hecktank noch einmal rund sechs<br />

Liter. In den Flügeln gibt es zwei<br />

separate Wassertanks, wobei der<br />

äußere der beiden Tanks bis in den<br />

Außenflügel reicht. Die Kopplung des<br />

äußeren Tanks erfolgt automatisch<br />

bei der Montage des Außenflügels.<br />

Die Wassertanks werden separat<br />

entleert, sodass der Pilot noch in der<br />

Luft die Möglichkeit hat, die Flächenbelastung<br />

an die tatsächlichen Verhältnisse<br />

anzupassen. Die inneren<br />

Tanks (50 Liter) können dabei unabhängig<br />

vom Hecktank entleert werden.<br />

Erst mit Öffnung des äußeren Tanks<br />

öffnet auch der Hecktank.<br />

Auch die Auslässe wurden neu<br />

konstruiert, sie schließen nicht mehr<br />

mit den bekannten störanfälligen<br />

Kippdeckeln, sondern in einer Linearbewegung<br />

mit einem Hubkolben. Die<br />

Entlüftung der Tanks wurde in die<br />

Einlassstopfen integriert, die jetzt in<br />

74 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 1 ] In die enge Rumpfröhre der Sport Edition passt tatsächlich ein Turbo. Der Ausklappmechanismus<br />

musste für die beschränkten Platzverhältnisse völlig neu konstruiert werden.<br />

[ 2 ] Dipl.-Ing. Andy Lutz bei der Flügelmontage. Klappen- und Ballasttankverbindung<br />

erfolgen automatisch. [ 3 ] Die Winglets machen den Flügel sechsteilig, sie werden jetzt auf<br />

den Außenflügel aufgesteckt. Diese Auslegung spart Platz im Hänger.<br />

den Flügel eingeschraubt werden.<br />

Schwimmer in Form von Kugeln in<br />

diesen Einfüllstopfen verhindern bei<br />

abgelegtem Flügel, dass das Ballastwasser<br />

aus den Entlüftungslöchern<br />

sprudelt – bisher stets ein Ärgernis.<br />

Bei der schlanken Sport Edition<br />

schnürt der Rumpf gleich hinter dem<br />

Cockpit im Ansatz des Tragwerks<br />

sehr stark ein und trägt<br />

so bereits einen Großteil<br />

des Flügel-Rumpf-Übergangs.<br />

Der Flügel wächst hier fast<br />

schon aus dem Rücken heraus. Mit<br />

seiner festen Profilierung setzt sich<br />

der Flügel-Rumpf-Übergang ein Stück<br />

in die Tragfläche zur als Flaperon<br />

ausgeführten Hinterkantenklappe<br />

fort. Im äußersten aufgebogenen Flügelabschnitt<br />

sind die Klappen für<br />

eine optimale Differenzierung der<br />

Querruderwirkung teilentkoppelt. Sie<br />

schlagen dort mit nach oben, aber<br />

nicht mit nach unten aus.<br />

Auf dem Seitenleitwerk, das mit<br />

mit einem Ausgleichstank gegen<br />

Schwerpunktverschiebungen versehen<br />

ist, sitzt ein überraschend kleines<br />

Höhenleitwerk. Hier entspricht alles<br />

dem üblichen Schempp-Hirth-Standard.<br />

Aerodynamisch gut verkleidet, ragt<br />

das kleine Heckrad nur wenig aus<br />

der Leitwerkskontur heraus.<br />

Im Laufe des Jahres wurde der<br />

Erprobungsträger des neuen Ventus<br />

auch mit einer Heimkehrhilfe, dem<br />

bekannten Turbo, ausgestattet. Um<br />

das System mit Fünfblatt-Faltpropeller<br />

und dem 15,3 Kilowatt starken<br />

SOLO-Motor in die enge Rumpfröhre<br />

einpassen zu können, wurde der gesamte<br />

Ausklappmechanismus mit<br />

elektrischem Spindeltrieb von Joachim<br />

Krauter und Robert Braune neu konstruiert.<br />

Die inzwischen für die Turbos<br />

realisierte Automatik zum Ausfahren<br />

und Anlassen sowie Verstauen<br />

erleichtert auch hier die Bedienung<br />

wesentlich und macht den Betrieb<br />

sicherer.<br />

Das schlank gehaltene Cockpit der<br />

Sport Edition nimmt Piloten bis zu<br />

einer Körpergröße von 1,90 Meter auf.<br />

Für den Einstieg klappt die Haube<br />

zur Seite, der Instrumentenpilz nach<br />

oben. Sichtcarbon an den Bordwänden,<br />

der Sitzwanne und der Instrumententafel<br />

gibt dem Arbeitsplatz<br />

eine edle Anmutung. Grau-rote Lederkissen<br />

unterstreichen die Wertigkeit<br />

der Ausstattung.<br />

Für kleinere Piloten soll es noch<br />

eine vollwertige Rückenlehne geben.<br />

PASST AUCH 1,90 METER GROSSEN PILOTEN<br />

Derzeit ist nur der obere Teil der hinteren<br />

Sitzwanne mit integrierter<br />

Kopfstütze nach vorn klappbar – für<br />

die Montage des Flügels.<br />

Reinschlüpfen – oder besser gesagt:<br />

sich das Flugzeug anziehen? Mit<br />

meinen 1,75 Meter passte mir der<br />

neue Ventus gut, bei den Pedalen<br />

blieb sogar reichlich Platz in die Bugspitze.<br />

Einmal reingerutscht in die<br />

Sitzwanne, scheinen einem die Flügel<br />

förmlich aus den Schultern herauszuwachsen.<br />

Die Bedienelemente auf<br />

den schmalen Seitenkonsolen, links<br />

der Klappenhebel mit Trimmung,<br />

darüber der Bremsklappenhebel und<br />

Daten Der neue Ventus – Sport Edition<br />

Hersteller: Schempp-Hirth, Kirchheim/Teck Sitzplätze: 1<br />

Verwendung: 18-m-Klasse-Wettbewerbe Bauweise: Faserverbund<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

18 m<br />

Flügelfläche 10,84 m²<br />

Flügelstreckung 29,9<br />

Rumpflänge<br />

6,63 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leergewicht<br />

300 kg<br />

Höchstgewicht<br />

Flügeltanks (je 3)<br />

Hecktank<br />

600 kg<br />

180 l<br />

ca. 6 l<br />

Flugleistungen<br />

min. Flächenbelastung 34 kg/m²<br />

max. Flächenbelastung 55 kg/m²<br />

höchstzul. Geschwindigkeit 280 km/h<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 75


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Die neu konstruierte Haubenbelüftung<br />

erwies sich im Schnellflug als leise.<br />

Mit dem mehrfach zurückgefeilten und aufgebogenen Flügel<br />

folgt der neue Ventus der aktuellen Schempp-Hirth-Linie.<br />

Spartanisch: Für kleine Piloten soll es<br />

eine einstellbare Rückenlehne geben.<br />

Wirkungsvoll verzögert wird mit<br />

hydraulischer Tost-Scheibenbremse.<br />

Fazit<br />

• hervorragende<br />

Flugeigenschaften<br />

• dickes Plus für<br />

die Reisegeschwindigkeit<br />

• ungünstige Position des<br />

Ausklinkknopfes<br />

rechts der Fahrwerkshebel, liegen<br />

mit ihrem Bewegungsspielraum in<br />

bequemer Reichweite, lassen sich<br />

bedienen, ohne dass man irgendwo<br />

mit dem Ellbogen aneckt.<br />

Das Fahrwerk mit dem großen<br />

gefederten Rad mit Scheibenbremse<br />

lässt sich trotz des eng an der Seitenwand<br />

anliegenden Bediengriffs<br />

zu meiner Überraschung ohne großen<br />

Kraftaufwand und umständliches<br />

Umgreifen aus- und einfahren. Dank<br />

der Unterstützung einer Gasdruckfeder<br />

kann das Ganze mit einer gleichmäßigen<br />

Bewegung erfolgen. Bei ein<br />

paar Ein-/Ausfahrversuchen in der<br />

Luft zeigte sich: Schwungholen ist<br />

eher kontraproduktiv. Der Bediengriff<br />

für die hydraulisch betätigte Bremse<br />

sitzt am Steuerknüppel. Schon bei<br />

geringem Kraftaufwand beißen die<br />

Bremsklötze sehr effektiv zu.<br />

Zum Komfort, was Raumklima und<br />

Lärm im Cockpit angeht, tragen die<br />

neu gestaltete Verstellung der Belüftungsdüse<br />

vorn im<br />

Ansatz der Haube<br />

und die seitliche<br />

Frischluftzuführung<br />

bei. Auch bei hohen<br />

Vorfluggeschwindigkeiten<br />

bleibt es<br />

im Cockpit leise.<br />

Das Panel war<br />

beim Prototyp großzügig<br />

mit einem LX<br />

9070 bestückt. Schon<br />

BEI SCHNELLEM WETTER MIT 180 LITER WASSER<br />

beim Start erwies sich hier die Anzeige<br />

der Wölbklappenstellung als<br />

sehr nützlich. Für das Umwölben im<br />

Startlauf aus den negativen Stellungen<br />

mit ihren in der ersten Beschleunigungsphase<br />

wichtigen hohen Querruderwirksamkeit<br />

braucht damit kein<br />

Augenmerk ins Cockpitinnere gerichtet<br />

zu werden. Mit dieser Starttechnik<br />

lässt sich die Lage des Flugzeugs vom<br />

Anrollen an gut kontrollieren. Auch<br />

für die Bedienung im Flug ist der<br />

Vorteil der immer im Blickfeld befindlichen<br />

Anzeige ein wichtiger Beitrag<br />

zu einem optimalen Handling.<br />

Der Ausklinkknopf sitzt ganz prominent<br />

oben links im Panel. Mit dieser<br />

Anbringung verdeckt er ungünstig<br />

das ILEC-Steuer- und Überwachungsgerät<br />

für den Turbo.<br />

Für den Motorbetrieb lässt sich<br />

im Übrigen die Gesamtdruckabnahme<br />

umschalten. Gemessen wird dann<br />

statt mit der Kombisonde im Heck in<br />

der Bugspitze, wo die F-Schlepp-<br />

Kupplung sitzt und Frischluft fürs<br />

Cockpit aufgenommen wird. Die Batterien<br />

für Avionik und Triebwerk sind<br />

im Gepäck- und im Fußraum sowie<br />

im Seitenleitwerk untergebracht.<br />

Auf einen Test des Turbos verzichte<br />

ich bei meinem Flug mit dem<br />

neuen Ventus, dafür darf er sich noch<br />

im Hangwind an der Teck beweisen,<br />

bevor es nach dem ersten Kennenlernen<br />

in der frühherbstlichen Thermik<br />

wieder zur Landung geht. Der<br />

dynamische Aufwind funktioniert vor<br />

dem Relief richtig gut. Nur bewege<br />

ich mich dort – wenig angenehm –<br />

durch Pulks von Modellflugzeugen.<br />

Das Achtenfliegen findet deshalb über<br />

der Hangkante statt. Weiter zur Albfläche<br />

hin laden in Einschnitten auch<br />

immer wieder Ablösungen zum Einkreisen<br />

ein. Ganz ohne Beklemmungen<br />

lasse ich den Ventus hier fast<br />

schon in einer Art Urvertrauen relativ<br />

dicht über Grund drehen. Die<br />

Lobeshymnen von Firmenchef Tilo<br />

Holighaus auf den<br />

neuen Ventus erscheinen<br />

im Abgleich<br />

mit den Erfahrungen dieser<br />

Hangflugübungen dann auch gar nicht<br />

übertrieben. Fast wie ein 15-m-Flugzeug<br />

lässt sich hier der neue 18-m-<br />

Flieger von Schempp-Hirth bewegen.<br />

Ja, und landen lässt sich der neue<br />

Ventus dank der großen Bremsklappen<br />

punktgenau. Für die erforderliche<br />

Verzögerung im Bodenlauf sorgt die<br />

hydraulische Scheibenbremse.<br />

Im Handling und was die Flugeigenschaften<br />

angeht, ist der neue<br />

Ventus in der Sport Edition gut gelungen.<br />

Ob die Auslegung auch leistungsmäßig<br />

ein Schritt nach vorn ist,<br />

werden die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften<br />

im Januar in Benalla<br />

zeigen.<br />

Und was muss man nun anlegen<br />

für den neuen Ventus? Die Segelflugversion<br />

gibt es in einer Basisausstattung<br />

für knapp unter 100 000 Euro,<br />

Steuer, Instrumentierung, Hänger und<br />

Zubehör kommen hinzu.<br />

ae<br />

76 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


OLC-Finale <strong>2016</strong><br />

Streckenflug im<br />

Abwärtstrend?<br />

Die Bundesliga hält den sportlichen<br />

Segelflug über die gesamte Saison<br />

spannend. Klar, dass sich das OLC-<br />

Finale um dieses Speedfliegen drehte.<br />

Im Norden war es in den vergangen<br />

Jahren eher ruhig, was<br />

das Bundesliga-Fliegen angeht.<br />

Eine Ausnahme, und zwar eine<br />

ganz besondere, bildete der LSV<br />

Burgdorf. Nach drei Meisterschaften<br />

hat der Verein in der OLC-<br />

Saison <strong>2016</strong> zum vierten Mal den<br />

Titel gewonnen! Von 20<strong>12</strong> bis 2014<br />

hat dem Club kein Konkurrent die<br />

Meisterschale streitig machen<br />

können. Einzig im vergangenen<br />

Jahr war Bayreuth erfolgreicher.<br />

Ganz vorn mischte dieses Mal<br />

auch der AC Braunschweig mit<br />

und eroberte sich Platz zwei. Und<br />

hinter der SFG Donauwörth auf<br />

Platz drei platzierten sich der FK<br />

Brandenburg und der FCC Berlin<br />

unter die besten Fünf, während<br />

der LSV Rinteln auf Platz neun<br />

abrutschte. Von den Nordvereinen<br />

holte die FG Oerlinghausen Platz<br />

13, ansonsten traten die Vereine<br />

aus dem Norden der Republik in<br />

der 30-stelligen Liste der Bundesliga<br />

nicht in Erscheinung.<br />

Die Analyse zum Ligageschehen<br />

lieferte beim OLC-Finale wieder<br />

Heiko Hertrich von der LSG Bayreuth.<br />

Die LSG schwächelte nach<br />

dem Titelgewinn 2015 und rettete<br />

sich mit Platz 18 gerade noch vor<br />

dem Abstieg in die 2. Liga. Nach<br />

Hertrichs Statistik sind immer weniger<br />

Vereine präsent. Beim Start<br />

dieses Wettbewerbs mischten noch<br />

576 Clubs mit. Mittlerweile werden<br />

in der Wertung nur noch 513 von<br />

einst 732 im OLC Deutschland<br />

registrierten Vereinen aufgelistet.<br />

Auch die U25-Liga wird nicht<br />

so angenommen wie erhofft. In der<br />

eigens für die Junioren geschaffenen<br />

Wertung – ihre Leistungen<br />

sollten in den Vereinen mit starken<br />

Senioren-Mannschaften nicht untergehen<br />

– waren <strong>2016</strong> nur 286<br />

Vereine dabei. Fast jeder zweite<br />

hatte demnach kein Junioren-Team<br />

aufstellen können.<br />

Dass das Speedfliegen, die Konzentration<br />

auf nur zweieinhalb<br />

Flugstunden, nicht so richtig verfängt,<br />

dürfte kein Argument sein.<br />

Wer in dieser kurzen Zeitspanne<br />

schnell unterwegs sein will, muss<br />

seine Flüge zwar anders anlegen<br />

als jemand, der den Tag für eine<br />

möglichst lange Strecke nutzen<br />

will. Allerdings landet auch der<br />

große Flug, sofern nicht drei Vereinskollegen<br />

schneller sind, in der<br />

Ligawertung.<br />

Läuft in der Ausbildung zum<br />

sportlichen Fliegen etwas falsch?<br />

Es sieht in der Tat danach aus,<br />

dass das Streckenfliegen in den<br />

Vereinen an Zuspruch verliert. So<br />

hat in dieser OLC-Saison die Beteiligung<br />

im weltweiten Vergleich<br />

zum Vorjahr um mehr als 400 Teilnehmer<br />

abgenommen. 14 632 Piloten<br />

meldeten mit 116 510 Flügen<br />

rund 1000 weniger als im Jahr<br />

zuvor. Die Zahl der Streckenkilometer<br />

fiel gleich um eine Million<br />

auf 31 101 044 Kilometer zurück.<br />

Allein mit schlechteren Streckenflugbedingungen<br />

lässt sich das<br />

wohl nicht erklären.<br />

Eine bemerkenswerte Ausnahme<br />

in der Nachwuchsfrage bildet<br />

das Segelflugzentrum Königsdorf.<br />

Hier beteiligten sich 22 Piloten in<br />

der U25-Liga – und gewannen den<br />

Titel. Von der Segelflugszene, dem<br />

Trägerverein des OLC, wird der<br />

Juniorensport jedenfalls nach Kräften<br />

gefördert. Für den Preisträger<br />

der Junior Challenge gibt es für<br />

ein ganzes Jahr ein Förderflugzeug,<br />

den Discus 2cT „OLC“, gesponsert<br />

von Wilfried Großkinsky. Matthias<br />

Arnold nutzte das Flugzeug in der<br />

vergangenen Saison für mehr als<br />

500 Flugstunden. Seine Streckenflüge<br />

summierten sich auf fast<br />

eine Erdumrundung. Für die kommende<br />

Saison übernahm Clemens<br />

Pape vom FSV Unterjesingen den<br />

„OLC“.<br />

Die Platzierten in der Junior<br />

Challenge erhielten wertvolle Geldpreise,<br />

und für Robin Förster, knapp<br />

von Clemens Pape geschlagen, gab<br />

es als Trostpflaster die Einladung<br />

nach Bitterwasser, Namibia. Der<br />

jetzt jährlich ausgetragene Bitterwasser<br />

Cup ging mit einer Einladung<br />

in das Segelflugzentrum an<br />

Matthias Arnold. Im Young Eagles<br />

Speed Cup, der von Bruno Gantenbrink<br />

und Ralph Bürklin gesponsert<br />

wird, gab es Geldpreise und<br />

für Max Böswald ebenfalls eine<br />

Einladung nach Bitterwasser. ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

[ 1 ] [ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 1 ] Sponsor Wilfried<br />

Großkinsky und<br />

Matthias Arnold<br />

übergaben den Discus<br />

2cT beim OLC-Finale an<br />

Clemens Pape vom FSV<br />

Unterjesingen.<br />

[ 2 ] Die Königsdorfer<br />

Junioren holten sich den<br />

Sieg in der U25-Liga.<br />

[ 3 ] Zum vierten Mal mit<br />

Meister schale: der LSV<br />

Burgdorf, hier mit<br />

OLC-Initiator Reiner<br />

Rose (l.).<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 77<br />

Fotos: Holger Weitzel


[ SEGELFLIEGEN Konferenz ]<br />

75. Deutscher Segelfliegertag<br />

„Wir<br />

schaffen<br />

das!“<br />

Der Deutsche Segelfliegertag ist immer eine Bestandsaufnahme des Luftsports. Diesmal<br />

bilanzierte in Berlin der komplett neue BuKo-Segelflug-Vorstand das zurückliegende Jahr.<br />

Für das Motto des 75. Deutschen<br />

Segelfliegertags „<strong>12</strong>5<br />

Jahre „Menschenflug“ hatte<br />

der Luftfahrtverband Berlin am<br />

letzten Oktoberwochenende weit<br />

zurückgeblickt. Festredner Gerhard<br />

Waibel wandelte es mit Sprachwitz<br />

in „Menschensegelflug“ ab und<br />

ließ als „Einwechselspieler“ die<br />

„zweite Halbzeit“ Revue passieren.<br />

Der 78-Jährige spannte den Bogen<br />

vom Beginn des Kunststoffzeitalters<br />

Anfang der 60er Jahre mit<br />

Konstruktion und Bau der D-36<br />

über seine Flugzeugentwicklungen<br />

bei Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />

bis zur Concordia.<br />

Seine gesamte Berufserfahrung<br />

hatte Waibel in dieses Projekt von<br />

Dick Butler gesteckt. Er sah es als<br />

krönenden Abschluss seiner Konstrukteurslaufbahn.<br />

Heute ist die<br />

Concordia ist das mit Abstand<br />

beste Offene-Klasse-Flugzeug.<br />

Der 75. Deutsche Segelfliegertag<br />

war wieder ein Superlativ in<br />

dieser Reihe: eine Messe mit Ausstellungsständen<br />

über zwei Etagen,<br />

mit Flugzeugpräsentationen im<br />

Außenbereich und zwei parallel<br />

laufenden Vortragsreihen. Der<br />

Vormittag mit Festakt gehörte dem<br />

Jahresrückblick des Vorsitzenden<br />

der Bundeskommission Segelflug,<br />

Walter Eisele, und den Sportlerehrungen.<br />

Neue Struktur für<br />

die Sportorganisation<br />

Am Vortag hatte sich die Sparte<br />

Segelflug im Deutschen Aero<br />

Club zur Mitgliederversammlung<br />

getroffen. Walter Eisele zollte dort<br />

seiner Vorgängerin Dr. Meike Müller<br />

„tiefsten Respekt“. Ein Jahr<br />

Kommissionsarbeit hatte gezeigt,<br />

was in diesem Amt alles zu leisten<br />

ist. Eisele hatte sich zudem in seinem<br />

Baden-Württembergischen<br />

Luftfahrtverband als Vizepräsident<br />

und Segelflugreferent noch weitere<br />

Ämter aufgelastet. Für die<br />

Geschäftsstelle wünschte er sich<br />

eine weitere Professionalisierung.<br />

Sein Fazit und Appell: Noch<br />

mehr Spezialisten hauptamtlich<br />

einbinden!<br />

Das Referat Sport soll jetzt mit<br />

einer neuen Struktur effektiver<br />

werden. Ein Ausschuss Regelwerke<br />

wird künftig Überschneidungen<br />

und Koordinierungsaufwand zwischen<br />

Breiten- und Spitzensport<br />

Sibylle Andresen erflog in Nevada<br />

Welt- und deutsche Rekorde über<br />

das 300- und 500-km-Dreieck.<br />

vermeiden. Unter dem Titel „Training“<br />

wird sich eine weitere Arbeitsgruppe<br />

verstärkt dem Breitensport<br />

widmen, der Hinführung<br />

zum Sport nach dem Lizenzerwerb.<br />

Hier will die BuKo intensiv mit den<br />

DAeC-Landesverbänden zusammenarbeiten.<br />

Die Einbindung und Zusammenarbeit<br />

mit den Landesverbänden<br />

war in Berlin das Mantra von Walter<br />

Eisele. Ein Monoluftsportverband,<br />

der den Landesverbänden<br />

Beiträge entzieht, warnte er, würde<br />

die finanzielle Grundlage der<br />

Landesverbände und damit des<br />

Deutschen Aero Clubs gefährden.<br />

Die Abgrenzung zum allerdings<br />

nicht namentlich genannten Deutschen<br />

Segelflugverbandes (DSV)<br />

schwang bei allem mit. Rückendeckung<br />

für diese Einstellung gab<br />

Rekordpilotin Anja Kohlrausch war<br />

im Januar in Bitterwasser, Namibia,<br />

mit einer Antares 23E erfolgreich.<br />

78 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Volle Bühne: Weltmeister, Rekordpilotinnen und -piloten und Deutsche Meister mit dem BuKo-Vorstand (rechts hinten) bei der Siegerehrung.<br />

Fotos: Holger Weitzel<br />

es bei der Mitgliederversammlung<br />

mit der demonstrativen Präsenz<br />

des gesamten DAeC-Vorstands.<br />

Alles in den Griff zu bekommen,<br />

zeigte sich Walter Eisele zuversichtlich.<br />

Mit „Wir schaffen das!“,<br />

machte er sich dafür das Statement<br />

der Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage<br />

zu Eigen.<br />

Erreicht hat man schon eine<br />

Zusage des Bundesverkehrsministeriums<br />

(BMVI) in Sachen Wolkenflug.<br />

Das Ministerium beauftragte<br />

die Deutsche Flugsicherung, die<br />

Möglichkeiten dafür zu prüfen.<br />

Aber – was ist wichtig, was weniger<br />

wichtig? Bei eingeschränkten<br />

Ressourcen ist das eine ganz<br />

dringliche Frage, will man sich<br />

nicht verzetteln. Große Bedeutung<br />

hat sicherlich die Überarbeitung<br />

des Prüfungsfragenkatalogs. Hier<br />

ist man von der Neuauflage 2017<br />

weit entfernt. Die notwendige<br />

deutsche Übersetzung der „Ap-<br />

„Wir schaffen das!“, erklärte Walter<br />

Eisele beim Segelfliegertag zum<br />

Aufgabenpaket der BuKo Segelflug.<br />

proved Means of Compliance (AMC)<br />

and Guidance Material (GM)“,<br />

anhand derer erst der FCL-Verordnung<br />

getreue Prüfungsfragen erstellt<br />

werden können, fehlt bislang.<br />

Eine Neuausgabe des Katalogs ist<br />

deshalb vor 2018 nicht zu erwarten,<br />

seit Einführung von SERA sind dort<br />

viele Fragen zu Luftraumregelungen<br />

veraltet und falsch.<br />

Wichtige Themen für die künftige<br />

Arbeit der BuKo Segelflug sieht<br />

Walter Eisele in der Sicherung des<br />

Luftraums gegen die Interessen<br />

von gewerblichen Drohnenbetreibern<br />

und in einer segelfluggerechten<br />

Einführung einer 600-kg-Klasse.<br />

Für den UL-Bereich klassifizierte<br />

er diese angestrebte Zulassungskategorie<br />

als gerechtfertigt und<br />

notwendig. Im Segelflugbereich<br />

könnte sie bei den Lizenzen zur<br />

Zersplitterung führen. Am Ende<br />

könnte es einen nationalen Segelflugschein<br />

für Einsitzer bis zur<br />

Hohe Auszeichnung für Rainer<br />

Wienzek: Er nahm in Berlin die „FAI<br />

Lilienthal Gliding Medal“ entgegen.<br />

18-m-Klasse und einen europäischen<br />

für schwere Doppelsitzer, die Offene<br />

Klasse und Motorsegler geben.<br />

Das soll unbedingt vermieden werden,<br />

wenn tatsächlich eine entsprechende<br />

Gesetzesänderung durchkommt<br />

und eine Anhebung des<br />

Gewichtslimits bringt.<br />

Zielsicher in die<br />

Medaillenränge<br />

Wettbewerbsleiter, Bundestrainer<br />

und Betreuer der Sportsoldaten<br />

– über Jahrzehnte hat sich Rainer<br />

Wienzek in diesen Funktionen<br />

selbstlos für den Segelflug eingesetzt.<br />

Der Internationalen Segelflugkommission<br />

war das eine ihrer<br />

höchsten Auszeichnungen wert:<br />

die „Lilienthal Gliding Medal“. Zum<br />

Segelfliegertag überreichten DAeC-<br />

Präsident Wolfgang Müther und<br />

Walter Eisele Rainer Wienzek die<br />

Medaille.<br />

Klaus Engelhardt, Präsident des LV<br />

Berlin, hatte den Tag zusammen<br />

mit seinen Segelfliegern organisiert.<br />

Der Stand des Sports zeichnete<br />

sich in Berlin im Ehrungsteil ab.<br />

Sibylle Andresen erhielt für ihre<br />

in diesem Jahr erflogenen Geschwindigkeitsweltrekorde<br />

über<br />

das 300- und 500-km-Dreieck den<br />

Ehrenteller des Deutschen Aero<br />

Clubs. Mit ihrem 163,11 km/h<br />

schnellen Flug über 500 Kilometer<br />

in Nevada im Sommer überbot sie<br />

zugleich den erst im Januar von<br />

Anja Kohlrausch mit 147,99 km/h<br />

aufgestellten Rekord.<br />

Erfolgreich war der deutsche<br />

Segelflug auch bei den Weltmeisterschaften.<br />

In der Clubklasse<br />

kletterte Jan Rothhardt als Weltmeister<br />

aufs Siegerpodest, in der<br />

Standard-Klasse wurde Felipe<br />

Levin Vizeweltmeister. Bei der<br />

Junioren-Weltmeisterschaft im<br />

Januar in Australien wurde Philipp<br />

Schulz in der Clubklasse Vizeweltmeister,<br />

Sebastian Nägel erreichte<br />

den dritten Platz in der Standard-<br />

Klasse.<br />

Die mit jeweils 1000 Euro dotierten<br />

Förderpreise der Traditionsgemeinschaft<br />

Alte Adler überreichte<br />

ihr neuer Präsident Uwe<br />

Stüben den Gewinnern der Juniorenkonkurrenzen<br />

der Deutschen<br />

Meisterschaft im Streckensegelflug:<br />

Stefan Langer (Standard-Klasse),<br />

Clemens Pape (Clubklasse) und<br />

die Juniorenmannschaft der SFG<br />

Donauwörth. Julia Wanninger vom<br />

FSC Schwandorf erhielt von Uwe<br />

Stüben und der Initiatorin dieses<br />

Preises, Ingrid Blecher, den Förderpreis<br />

als Juniorin <strong>2016</strong>.<br />

Die DMSt soll nun auch modernisiert<br />

werden: Nur 1100 vollendete<br />

angemeldete Flüge in dieser<br />

Saison sind ein Warnsignal. ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Oldtimer ]<br />

Fotos: Lars Reinhold, Christian Hülsheger<br />

Restauration Bergfalke<br />

Flug-Schule mal anders<br />

In Braunschweig restaurieren Waldorfschüler einen Segelflug-Oldtimer.<br />

Das Ziel der Initiatoren: junge Menschen für die Fliegerei zu interessieren.<br />

Für Laien hat das Rohrgerippe,<br />

das im Werkraum der<br />

Freien Waldorfschule Braunschweig<br />

an einem Kran von der<br />

Decke hängt, nicht wirklich etwas<br />

mit einem Flugzeug zu tun. Julian,<br />

Norman und Rico wissen es besser.<br />

Die drei Schüler sind im vergangenen<br />

Schuljahr auf Tuchfühlung<br />

gegangen mit dem, was mal ein<br />

Bergfalke war und wieder werden<br />

soll. Drei bis fünf Stunden pro Woche<br />

haben sie Hand angelegt, haben<br />

Steuerungselemente ausgebaut,<br />

das Rohrskelett mit Abbeizer und<br />

Schleifpapier vom alten Anstrich<br />

befreit und nebenbei eine ganze<br />

Menge über Aufbau und Funktion<br />

eines Segelflugzeugs in Gemischtbauweise<br />

gelernt.<br />

Mastermind hinter der Aktion<br />

ist Bernd Junker, Alter Herr der<br />

Akaflieg Braunschweig, Mitglied<br />

im Bundesausschuss Kultur des<br />

DAeC und Mitautor der international<br />

anerkannten „Charta von<br />

Braunschweig“, bei der es um den<br />

fliegerischen Erhalt von historischen<br />

Luftfahrzeugen geht.<br />

Junker will im Sinne der Charta<br />

und gemeinsam mit den Schülern<br />

dafür sorgen, dass das Flugzeug<br />

mit der wechselvollen Geschichte<br />

wieder in altem Glanz<br />

erstrahlt – und wieder fliegt.<br />

„Der Bergfalke II ist Baujahr<br />

1955“, berichtet er. „30 Jahre ist<br />

er im Aero-Club Braunschweig<br />

geflogen, Klaus Ohlmann hat auf<br />

genau diesem Flugzeug das Fliegen<br />

gelernt.“ Nach tausenden<br />

Stunden hatte der Aeroclub den<br />

ziemlich abgerockten Oldie ausgemustert.<br />

Zwei Vereinsmitglieder<br />

kauften ihn, um ihn zu restaurieren.<br />

Danach erging es dem Flugzeug<br />

leider wie vielen anderen Restaurationsobjekten:<br />

mit Elan begonnen,<br />

dann weniger Zeit gehabt und – in<br />

der Hoffnung auf bessere Zeiten<br />

– liegengeblieben, schließlich nahezu<br />

in Vergessenheit geraten. „30<br />

Jahre lang hing das Flugzeug unter<br />

der Decke der Werkstatt. Im<br />

Herbst 2015 wurde wärmetechnisch<br />

saniert, und es stand die Verschrottung<br />

an“, sagt Junker. Als Mitautor<br />

der Charta konnte er das<br />

freilich nicht übers Herz bringen.<br />

„Früher haben Schüler auch in<br />

Schulprojekten am Bau von Segelflugzeugen<br />

mitgewirkt und beispielsweise<br />

Rippen für die Ka 8<br />

gebaut. In der Jugendbildungsstätte<br />

in Ratzeburg wird das heute<br />

noch gelehrt und gemacht.<br />

Warum sollte man so was nicht<br />

auch in Braunschweig auf die Beine<br />

gestellt bekommen?“<br />

Junker fragte bei mehreren<br />

Schulen in Braunschweig an, ob<br />

Interesse an einem solchen Projekt<br />

bestünde. Mit der Waldorfschule,<br />

die planmäßig praktische Projektarbeit<br />

von ihren Jugendlichen<br />

verlangt, fand er den richtigen<br />

Partner. Zudem unterstützt die<br />

Heinrich-Büssing-Berufsschule in<br />

Braunschweig die Restaurierung.<br />

Metallteile des Flugzeuges werden<br />

hier repariert oder neu gebaut.<br />

Praktische Einführung<br />

in den Flugzeugbau<br />

Im Januar <strong>2016</strong> fiel der Startschuss<br />

für die Restaurierung. Zunächst<br />

wurde ein Kran zum Anheben<br />

des Bergfalken gebaut, um<br />

ihn auf einer Wandkonsole lagern<br />

zu können, damit der Werkraum<br />

der Schule nicht dauernd durch<br />

80 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


So schön wie<br />

dieses Modell<br />

soll auch der<br />

Braunschweiger<br />

Bergfalke bald<br />

wieder aussehen.<br />

Teilnehmer des<br />

Schulprojekts und<br />

Bernd Junker mit<br />

dem entlackten und<br />

grundierten Rumpf.<br />

Piloten landen hier<br />

3 Ausgaben testen<br />

und über 20 % Preisvorteil<br />

plus Geschenk sichern!<br />

LOQI Zip-Pockets<br />

Airport-Collection<br />

3-teiliges, praktisches Taschenset<br />

mit Reißverschlüssen, wasserabweisend,<br />

umweltfreundlich und<br />

Öko-Tex zertifiziert.<br />

Mini ca. 13 x 23 cm,<br />

Midi ca. 20 x 27 cm,<br />

Maxi ca. 25 x 32 cm<br />

den rund acht Meter langen Rumpf<br />

blockiert wird. Dann wurden die<br />

Steuerungsteile und Verkleidungsteile<br />

ausgebaut, alles entlackt und<br />

mit Grundierung geschützt. „Wenn<br />

man die fünfte Lackschicht<br />

mit Zahnarztwerkzeug aus den<br />

Schweißknoten herauskratzt, dann<br />

fragt man sich schon manchmal,<br />

was mache ich hier eigentlich“,<br />

kommentiert Julian die harte Arbeit.<br />

Allerdings, so sind sich die Schüler<br />

einig, lerne man dabei auch<br />

wirklich was fürs Leben. Handwerkliches<br />

Geschick, Problemlösungsstrategien<br />

und nicht zuletzt<br />

echtes Durchhaltevermögen. Neben<br />

der Demontage und Entlackung<br />

wurde mit dem Bau von Übungsrippen<br />

und dem Schäften von<br />

Sperrholz die Technik des Holzflugzeugbaus<br />

vermittelt. Mit einer<br />

selbst gebauten Messvorrichtung<br />

untersuchten die Schüler zudem<br />

die Festigkeit von Holzwerkstoffen.<br />

Die Tragflügel werden aus Platzgründen<br />

in der Werkstatt des<br />

Aero-Clubs Braunschweig überholt.<br />

Hier galt es unter anderem, Rippen<br />

zu reparieren und Endleisten neu<br />

anzufertigen. „Klares Ziel ist, dass<br />

der Bergfalke wieder fliegen soll,<br />

möglichst ab Frühjahr 2018“, blickt<br />

Junker voraus. Auf der AERO in<br />

Friedrichshafen soll der Rumpf<br />

lackiert und ausgerüstet präsentiert<br />

werden. Außerdem will Junker mit<br />

dem Scheibe-Bergfalken auf dem<br />

gemeinsamen Stand von DAeC und<br />

Wasserkuppen-Museum unter dem<br />

Titel „Vom Hobby zum Beruf – Der<br />

Leichtflugzeugbauer und Restaurator“<br />

junge Menschen für die<br />

Fliegerei und für diese Berufswahl<br />

ansprechen.<br />

Natürlich ist das Projekt für die<br />

Schüler nicht nur Arbeit. Jeder<br />

Teilnehmer bekommt die Chance,<br />

beim Aero-Club Braunschweig<br />

selbst ins Flugzeug zu steigen.<br />

Immerhin einer der Beteiligten hat<br />

sich schon getraut.<br />

Um den Flieger noch interessanter<br />

zu machen, soll auch eine<br />

zweiteilige Cabriohaube angefertigt<br />

werden. „Unser Bergfalke hat<br />

noch eine kleine Besonderheit“,<br />

sagt Bernd Junker zum Abschluss.<br />

„Es dürfen damit Fallschirmspringer<br />

abgesetzt werden. Es gibt nicht<br />

viele Segelflugzeuge, bei denen<br />

das möglich ist …“<br />

Wer den Fortgang der Restauration<br />

verfolgen will, findet auf dem<br />

Blog https://braunschweigerschulprojektbergfalke.wordpress.com<br />

alle Informationen.<br />

ae<br />

Lars Reinhold<br />

Ihre Vorteile im Abo:<br />

Straße, Nr.<br />

PLZ Wohnort<br />

E-Mail<br />

Telefon<br />

99<br />

digital<br />

nur ct<br />

pro Ausgabe zusätzlich<br />

• jede Ausgabe pünktlich frei Haus • Online-Kundenservice<br />

• GRATIS-Ausgabe bei Bankeinzug zusätzlich<br />

• exklusiv für Abonnenten: aktuelle Informationen des DAeC<br />

Heftabo einfach digital erweitern: www.<strong>aerokurier</strong>.de/upgrade<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart. Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer: Dr. Volker Breid,<br />

Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp<br />

(Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

Ja, ich möchte <strong>aerokurier</strong> frei Haus im Probeabo testen. Best.-Nr. 1556186<br />

Ich zahle für 3 Ausgaben nur <strong>12</strong>,90 € (A: 14,90 €; CH: 23.20 SFr.) statt 16,50 € (D) (A: 18,90 €; CH: 30.00 SFr.)<br />

im Einzelkauf. Mein Geschenk, das LOQI Taschenset, erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der<br />

Vorrat reicht, Ersatzlieferungen sind vorbehalten. Falls ich nach dem Test keine weiteren Hefte wünsche, sage<br />

ich gleich nach Erhalt der 2. Ausgabe ab. Andernfalls erhalte ich <strong>aerokurier</strong> dann weiterhin, für jährlich zzt. nur<br />

66,– € (A: 72,90 €; CH: 115.00 SFr.) bei zzt. <strong>12</strong> Ausgaben im Jahr und mit jederzeitigem Kündigungsrecht. Alle<br />

Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versand.<br />

Meine persönlichen Angaben: (bitte unbedingt ausfüllen)<br />

Name, Vorname Geburtsdatum<br />

Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />

mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />

kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte zusätzlich eine Gratis-Ausgabe.<br />

IBAN<br />

BIC<br />

Geldinstitut<br />

SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />

DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />

70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

Datum Unterschrift<br />

Coupon ausfüllen und einsenden an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, 70138 Stuttgart<br />

DIREKTBESTELLUNG: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de Bitte Bestell-Nr. angeben<br />

Telefon +49 (0)711 3206-8899 · Telefax +49 (0)711 182-2550<br />

Schneller geht’s online:<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/abo<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fotos: Stefano Ghiorzo, Kollman Composites, Peek Lauk , Peter Ocker, Susanne Schödel<br />

[ SEGELFLIEGEN News ]<br />

Die Weihe von Peter Ocker fliegt wieder<br />

SCHMUCKSTÜCK<br />

Auf der Schwäbischen Alb könnte es 2017 Verwirrung geben. Kreist unter<br />

mir ein Segelflugzeug aus den 1940er Jahren? Diese Frage wird sich mancher<br />

Streckenflieger verdutzt stellen. Nach sechs Jahren Grundüberholung fliegt dann<br />

dort tatsächlich eine Weihe – das Leistungsflugzeug von 1943. Das ursprüngliche,<br />

lange Kennzeichen D-15-1406 weist auf den Luftgau 15, also Württemberg, hin,<br />

wo diese Weihe zum ersten Mal registriert wurde. Entstanden ist das heute bis<br />

hin zum Instrumentenbrett original restaurierte Schmuckstück zwischen 1948<br />

und 1951 im schweizerischen Grenchen in Heimarbeit. Ihr Erbauer Bernhard<br />

Müller nahm mit der Weihe 1960 bei den Segelflug-Weltmeisterschaften<br />

in Köln auf dem Butzweilerhof teil. Später kam sie nach Blumberg<br />

und flog dort noch lange mit HB-Kennzeichen. Heute ist der<br />

denkmalgeschützte Segler eine Rarität. In den Jahren 1938<br />

bis 1955 wurde er in größeren Stückzahlen gebaut.<br />

Ausfahrbare Miniflaps<br />

FÜR DEN LANGSAMFLUG<br />

Die ersten Testflüge mit ausfahrbaren Miniklappen<br />

an einer LAK-17b, die die Flügelfläche vergrößern,<br />

haben sich als sehr vielversprechend<br />

erwiesen. Schon Dr. Josef Mertens (†) von der<br />

Fachhochschule Aachen hatte mit Miniflaps zur<br />

Verbesserung der Langsamflugleistungen experimentiert<br />

und Vorteile festgestellt. Er hatte<br />

sie für erste Abschätzungen der Leistungsverbesserung<br />

nur an die Hinterkante angeklebt.<br />

Peek Lauk von der Luftfahrt-Akademie Estland<br />

hat nun das Konzept mit ein-/ausfahrbaren<br />

Miniklappen zur Anpassung an Schnell- und<br />

Langsamflug verfeinert. Mit den Klappen kann<br />

die Flügelfläche um bis zu 6,5 Prozent vergrößert<br />

werden, zugleich wird die Wölbung des<br />

Flügels damit vergrößert.<br />

Mit den<br />

über die gesamte<br />

Spannweite ausgefahrenen<br />

Miniflaps<br />

wurde für<br />

die LAK-17b im<br />

Langsamflug unter<br />

83,5 km/h nun<br />

eine signifikante<br />

Verringerung des<br />

Eigensinkens gemessen.<br />

Treffen in Lausanne<br />

GESPRÄCHE MIT PRÄSIDENT BACH<br />

Die Fliegerärzte des Weltluftsportverbandes treffen sich einmal im<br />

Jahr. Diesmal nutzten sie die Zusammenkunft zu Gesprächen mit<br />

dem Internationalen Olympischen Komitee. Im Olympia-Museum in<br />

Lausanne trafen der neue CIMP-Präsident Richard T. Garrison (l.) und<br />

Jürgen Knüppel vom DAeC (r.) IOC-Präsident Thomas Bach, denn<br />

das IOC nimmt inzwischen auch<br />

Aufgaben für die nicht-olympischen<br />

Disziplinen wahr. Richard T.<br />

Garrison stammt aus Dayton,<br />

USA. Er ist Motor-und Segelflieger<br />

und Senior Aeromedical<br />

Examiner. Jürgen Knüppel wurde<br />

in den Rang eines CIMP-Ehrenpräsidenten<br />

erhoben.<br />

Seine Mini-Diana „Versus“ hat Alisport-<br />

Geschäftsführer Stefano Ghiorzo mit<br />

dem FES-System jetzt als eigenstartfähiges<br />

Segelflugzeug vorgestellt.<br />

Bei der ersten WM der 13,5-m-Klasse<br />

2015 in Litauen wurder Ghiorzo mit<br />

der Versus Weltmeister.<br />

Kollman Pioneer 4<br />

NURFLÜGLER FÜR DEN SELBSTBAU<br />

Pioneer 4 heißt der neue, 15 Meter Spannweite messende Nurflügler<br />

von Kollman Composites aus Ohio. Mit Jim Marske wurde der Flügel des<br />

Vorgängers, Pioneer 3, überarbeitet; er erhielt einen Zweifach-Trapez-<br />

Grundriss, um bessere Flugeigenschaften und -leistungen zu erzielen. Das<br />

Profil des Innenflügels wurde dabei für eine möglichst lange laminare Laufstrecke<br />

der Strömung ausgelegt. Gebaut wird der Flügel in Faserverbundbauweise.<br />

Die beste Gleitzahl des Nurflüglers wird mit 48 bei rund 115 km/h<br />

angegeben. Inzwischen sind die ersten Erprobungsflüge erfolgt und haben<br />

die erwarteten Leistungen bestätigt, teilte Kollman Composites mit.<br />

Angeboten wird die Pioneer 4 wie der Vorgänger auch als Baukasten;<br />

die Flügel werden allerdings komplett vom US-Unternehmen gefertigt.<br />

82 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


[ SEGELFLIEGEN Meteo ]<br />

Meteo September<br />

Herbst-Überraschung<br />

Von wegen Altweibersommer:<br />

Der September bescherte richtig gutes<br />

Streckenwetter. Knapp 3000 Flüge<br />

wurden im Online Contest gemeldet.<br />

Es ist schon ungewöhnlich,<br />

dass sich die Streckenflugsaison<br />

bis weit in den September<br />

und teilweise sogar bis in<br />

den Oktober zieht. Dass sich zu<br />

dieser Zeit eine länger anhaltende<br />

Schönwetterperiode einstellt,<br />

kommt duchaus vor. Auch in den<br />

Vorjahren gab es im frühen Herbst<br />

durchaus gute Tage, aber nicht in<br />

der Menge wie in diesem Jahr. Mit<br />

mehr als drei Grad Celsius über<br />

der Durchschnittstemperatur stellt<br />

der September nahezu alle seine<br />

Vorgänger in den Schatten, nur der<br />

September 2006 konnte da noch<br />

mithalten. Auch die Werte für den<br />

Sonnenschein lagen mehr als deutlich<br />

über dem Mittel. Grund dafür<br />

waren zwei längere Hochdruckperioden,<br />

die zwar keine klassische<br />

Omega-Lage bildeten, es aber<br />

trotzdem schafften, zyklonale Einflüsse<br />

weitgehend fernzuhalten.<br />

Nur etwa zur Monatsmitte zog ein<br />

störender Kaltlufttropfen über<br />

Deutschland und beeinflusste vor<br />

allem den Süden.<br />

Interessantes offenbart der Blick<br />

auf die involvierten Luftmassen.<br />

Man mag denken: Der Monat war<br />

deutlich zu warm – alles klar:<br />

Warmluft! Doch ganz so pauschal<br />

kann man den September dann<br />

doch nicht beschreiben. Trotz Temperaturen,<br />

die 30 Grad Celsius<br />

erreichten, war meist keine Warmluft<br />

im Spiel, die ihren Ursprung<br />

im Mittelmeerraum hatte und sich<br />

auch durch Feuchte und einen<br />

gewissen Hang zur Labilität auszeichnete.<br />

Stattdessen war es vor<br />

allem in der zweiten Monatshälfte<br />

immer wieder trockene Ost- oder<br />

Nordostluft, die durch die Hochdruckgebiete<br />

über Skandinavien<br />

zu uns geführt wurde. Und das war<br />

letztendlich einer der entscheidenden<br />

Faktoren – nicht nur für die<br />

lang anhaltende Trockenperiode,<br />

sondern mit der qualitativ guten<br />

Luftmasse auch für die guten<br />

Segelflugperioden.<br />

Super Wetter an<br />

leider zu kurzen Tagen<br />

Nur schade, dass der September<br />

der Monat ist, in dem sich die Tageslänge<br />

am schnellsten verkürzt:<br />

Satellitenbild vom 11.9.<strong>2016</strong>, <strong>12</strong> Uhr<br />

Rund drei bis vier Minuten pro Tag<br />

sind es um die Zeit der Sonnenwende,<br />

und so sind die Tage zum<br />

Monatsende bereits knapp zwei<br />

Stunden kürzer als die zu Monatsbeginn.<br />

Die Tageslänge entspricht<br />

ungefähr der zwischen Mitte März<br />

und Mitte April.<br />

Dies macht sich natürlich auch<br />

bei der Thermikzeit bemerkbar. Es<br />

fehlen einfach ein paar Stunden<br />

für die ganz großen Flüge. Aber<br />

es gab ja noch einen entscheidenden<br />

zweiten Faktor für die guten<br />

Streckenflugbedingungen: die<br />

trockenen Böden, die trotz fortgeschrittener<br />

Jahreszeit noch den<br />

einen oder anderen erwähnenswerten<br />

Flug ermöglichten. Ähnlich<br />

wie auch in den Frühjahrsmonaten<br />

springt das Wetter nach Frontdurchgängen<br />

gleich wieder an,<br />

wenn die Fronten kaum oder gar<br />

keinen Regen hinterlassen.<br />

Eine solche Lage gab es direkt<br />

zu Monatsbeginn: Eine schwache<br />

Kaltfront lag am 1. September schon<br />

fast an der Donau, und rückseitig<br />

sorgte der Hochkeil für die richtige<br />

Mischung aus Cumuli und Stabilität.<br />

Julian Klemm (ASH 26)<br />

nutzte den Tag vom Hagensteinerhof<br />

aus für 750 Kilometer über<br />

Winzeln, Ansbach und Marpingen.<br />

Immerhin brachte die Luftmasse<br />

für gut acht Stunden Thermik und<br />

Basishöhen über 2000 Meter. „Ein<br />

toller Tag für die Jahreszeit!“,<br />

kommentierte Flo Theisinger, der<br />

von Landau aus 670 Kilometer flog.<br />

In etwas mehr als sechseinhalb<br />

Stunden war er sogar noch etwas<br />

schneller als Julian Klemm. Auch<br />

die beiden Folgetage waren vor<br />

allem im Südosten noch gut fliegbar,<br />

wobei man aber schon die<br />

rasche Alterung der Luftmasse und<br />

den Einfluss der Cirren spürte. Es<br />

konnte erst später gestartet werden<br />

und die Strecken fielen kürzer aus.<br />

Ab dem 9. September kam dann<br />

nach einer kürzeren Phase schlechteren<br />

Wetters, in der die einzigen<br />

nennenswerten Niederschläge des<br />

Monats fielen, der Sommer zurück.<br />

Der Tag war vor allem über<br />

Schwarzwald und Alb, wo bei nahezu<br />

Windstille die Cumuli über<br />

den Kämmen standen, ein sehr<br />

schneller. Kurt Renner flog von<br />

Hilzingen aus knapp 680 Kilometer<br />

mit einem 107er-Schnitt, Mike<br />

Bauer war von Eichstätt aus mit<br />

1<strong>12</strong> km/h noch schneller. Von dort<br />

aus schaffte Tobias Pachowsky am<br />

11. den weitesten Flug des Monats<br />

mit 715 Kilometern. Noch hielt sich<br />

die Luftmasse mit Cumuli über der<br />

Alb, während im Westen bereits<br />

eine Front und über dem Bayerischen<br />

Wald schon Überentwicklungen<br />

störten – ein typischer<br />

Sommertag, mag man meinen.<br />

Das Ostsee-/Skandinavien-Hoch<br />

hielt noch etwas, und zwischen<br />

dem <strong>12</strong>. und 14. gelangen einige<br />

Flüge über die 600-km-Marke hinaus.<br />

Die besten Bedingungen<br />

boten die Alpen. Hier flog Andreas<br />

Hüttlinger von Agathazell aus<br />

in rund siebeneinhalb Stunden über<br />

680 Kilometer. Auch die Kämme<br />

der östlichen und südöstlichen<br />

Mittelgebirge gaben noch einmal<br />

alles: Stephan Stöcklein erreichte<br />

vom Feuerstein aus 550 Kilometer<br />

mit einem <strong>12</strong>0er-Schnitt.<br />

500-km-Strecken sind<br />

bis in den Oktober drin<br />

Damit hatte der Monat seinen<br />

thermischen Atem noch nicht ausgehaucht.<br />

Am 18. ermöglichten<br />

Reihungen und Konvergenzen an<br />

der Ostsee Holger Weitzel einen<br />

Flug über 543 Kilometer von Boberg<br />

aus. Matthias Arnold war wohl<br />

etwas von den letzten Tagen der<br />

Saison überrascht worden, denn<br />

nach seinem Flug über 525 Kilometer<br />

am 21. bedankte er sich<br />

bereits für das Jahr mit dem OLC-<br />

Discus, um dann zwei Tage später<br />

doch noch einmal 550 Kilometer<br />

nachzulegen. Und es ging immer<br />

noch weiter: Das Hoch zog nach<br />

Südosten, und zwischen ihm und<br />

einem Tief über Finnland drehte<br />

der Wind auf Nordwest, ließ die<br />

Luftmasse aber vorerst unangetastet<br />

und trocken. Dies ermöglichte<br />

am 24. Martin Werner von<br />

Wittstock aus einen 630-km-Flug.<br />

Die Basishöhen lagen zwar in rund<br />

1400 Metern, der Wind sorgte aber<br />

für die nötigen Reihungen, um<br />

diese Strecke in sechs Stunden<br />

abzuspulen.<br />

Selbst bis in den Oktober hinein<br />

gab es noch Thermiklagen. Teils<br />

mit über 2000 Metern Basis über<br />

dem Schwarzwald wie am 3. oder<br />

Wolkenstraßen wie am 5. über<br />

weiten Teilen des Westens. ae<br />

Bernd Fischer<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 83


[ SEGELFLIEGEN Reise ]<br />

Segelfliegen über der Kalahari<br />

Starten in Kuruman<br />

Afrika ist, wenn auf der Nordhalbkugel der Winter herrscht,<br />

ein beliebtes Reiseziel für Segelflieger. Wie vom Zentrum<br />

Kuruman ganz im Nordwesten von Südafrika geflogen wird,<br />

berichten Markus Geisen und Karin Wiesenthal.<br />

Anders als Namibia, das sich<br />

bei deutschen Segelfliegern<br />

besonderer Beliebtheit erfreut,<br />

hat Südafrika eine lange<br />

Segelflugtradition. Viele der lokalen<br />

Vereine organisieren Sommercamps,<br />

und die meisten Besucher<br />

aus Europa kennen Gariep Gliding<br />

und das seit einigen Jahren bestehende<br />

Douglas Gliding Camp.<br />

Die Idee, Kuruman als Basis zu<br />

nutzen, wurde während einer sehr<br />

verregneten Saison in Gariep Dam<br />

geboren. Die in Südafrika wetterbestimmende<br />

Troglinie scheint<br />

langfristig zu wandern, und auf<br />

der schlechten Seite überwiegen<br />

leider nur Regen und Gewitter.<br />

Kuruman, etwa 130 Kilometer südlich<br />

der Grenze zu Botswana und<br />

von Gariep aus im Nordwesten<br />

gelegen, erschien als eine gute<br />

Option, nicht zuletzt hat die südafrikanische<br />

Nationalmannschaft<br />

dort schon mehrfach trainiert.<br />

Ein Ausflug in die Stadt bestätigte<br />

die generelle Eignung als<br />

Basis für Streckenflüge. Kontakte<br />

wurden geknüpft, und in der Saison<br />

2010/2011 wurde die Region<br />

mehrere Wochen lang fliegerisch<br />

erkundet. Seitdem findet in Kuruman<br />

von Anfang November bis<br />

Ende Januar Segelflugbetrieb statt.<br />

Das Potenzial für Streckenflüge ist<br />

enorm und wird durch die guten<br />

Platzierungen der dort fliegenden<br />

Piloten im Online Contest belegt.<br />

Kuruman: Gute<br />

Infrastruktur fürs Camp<br />

Der Flugplatz in Kuruman heißt<br />

Johan Pienaar Airfield und liegt<br />

etwa einen Kilometer westlich der<br />

Stadt auf einer Höhe von 1300<br />

Metern. Die Asphaltbahn 02/20 hat<br />

eine komfortable Länge von 1700<br />

Metern, was für den Start in dieser<br />

Höhe und erst recht bei hohen<br />

Temperaturen sehr von Vorteil ist.<br />

Der Flugplatz wird auch für den<br />

Charterflugbetrieb für die Gesellschaften<br />

der Eisen- und Manganerzminen<br />

in der Nähe genutzt. Es<br />

gibt keine Flugleitung, und die<br />

Piloten koordinieren den Verkehr<br />

untereinander. Englisch im Funk<br />

ist hier Pflicht.<br />

Während des Camps kann ein<br />

Hangar eines ortsansässigen Piloten<br />

mitgenutzt werden, er dient<br />

als Basis und bietet neben sanitären<br />

Einrichtungen einen kleinen<br />

Aufenthaltsraum und eine Terrasse<br />

mit Grillgelegenheit, dem hier<br />

typischen Braai. Die Flugzeuge<br />

stehen normalerweise unter Bezügen<br />

entlang der asphaltierten<br />

Rollwege. Der Zugang zum Gelände<br />

wird durch ein Rolltor gesichert.<br />

Kuruman ist eine lebendige,<br />

ehemals britische Missionsstadt<br />

mit heute etwa 13 000 Einwohnern<br />

und so etwas wie ein lokales Zen-<br />

84 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Barogramm des 1370-km-Flugs<br />

mit integriertem 1100-km-<br />

Dreieck am 2. Januar <strong>2016</strong> mit<br />

einem Arcus M. Gleich beim<br />

Start um 9:40 Uhr trägt die<br />

erste Thermik auf 3800 Meter,<br />

entsprechend 2500 Meter über<br />

dem Flugplatz Kuruman. Auch<br />

für Südafrika ein Superlativ!<br />

Fotos: Markus Geisen<br />

Fliegen unterm Regenbogen.<br />

Das Gute und das Überschäumende<br />

liegen in Afrika<br />

oft dicht beieinander.<br />

Mit abendlicher Verlängerung unter einer Konvergenz werden<br />

am 2. Januar von Kuruman 1370 Kilometer geflogen.<br />

Die Segelflugsaison im südlichen Afrika spielt sich in der Nähe einer sehr<br />

wetterwirksamen Troglinie ab. Da heißt es, auf der richtigen Seite zu sein.<br />

ren Geländes kaum möglich, es<br />

gibt aber eine Reihe von Landemöglichkeiten<br />

auf Farmstrips und<br />

kleinen Flugplätzen. Die für die<br />

üblichen Flughöhen notwendige<br />

Sauerstoffversorgung wird durch<br />

die Campleitung sichergestellt.<br />

Auch kleinere Reparaturen können<br />

vor Ort erledigt werden.<br />

Das Camp ist eine nichtkommerzielle<br />

Veranstaltung, die Campleitung<br />

berechnet aber eine moderate<br />

Gebühr, um mit dieser<br />

Umlage die Miete für Hangar und<br />

Briefingraum aufzubringen. Doppelsitzer<br />

können auf Anfrage gechartert<br />

werden. Nähere Informationen<br />

und Berichte sind auf http://<br />

kuruman-gliding-camp.de zu finden.<br />

Bisher wurde Kuruman von Gästen<br />

mit fünf Flugzeugen, meist Doppelsitzern,<br />

genutzt.<br />

Ein guter Tag ermöglicht<br />

1370 Streckenkilometer<br />

Die Anreise – besonders aus<br />

Europa – ist recht komfortabel. Von<br />

Frankfurt sind es gerade zehn<br />

Stunden Flugzeit nach Johannesburg.<br />

Da Südafrika in der gleichen<br />

Zeitzone liegt, gibt es keinen Jetlag.<br />

Nur die Jacke muss man bei<br />

der Ankunft ausziehen. Von Johannesburg<br />

ist es dann mit den – günstigen<br />

– Mietwagen eine Fünf-<br />

Stunden-Reise nach Kuruman. Oder<br />

man wählt einen Anschlussflug<br />

nach Kimberley und hat dann nur<br />

noch zwei Autostunden bis zum<br />

Zielort. Außerhalb der Städte ist<br />

wenig Verkehr, und es empfiehlt<br />

sich, bei Tageslicht zu reisen.<br />

Und so sieht ein guter Flugtag<br />

in Kuruman aus: Am Vorabend<br />

zeigt sich noch mit breitgelaufenen<br />

trum. Die Stadt wird auch „Oase<br />

der Kalahari“ genannt, da in ihrer<br />

Mitte eine Süßwasserquelle täglich<br />

etwa 20 Millionen Liter Wasser<br />

liefert.<br />

Die Eisenerz- und Manganerz-<br />

Minen in der Umgebung haben in<br />

Kuruman viele spezialisierte Geschäfte<br />

entstehen lassen; es gibt<br />

Supermärkte und seit 2015 auch<br />

ein großes Einkaufszentrum. Selbstversorgung<br />

ist also einfach, aber<br />

auch die lokale Gastronomie ist<br />

einladend, vielfältig und preisgünstig.<br />

Die Lodges bieten hervorragendes<br />

Essen mit spektakulären<br />

Aussichten und afrikanischem Flair,<br />

man kann dort als Selbstversorger<br />

wohnen. In der Stadt gibt es Hotels.<br />

Alle Piloten, die in Kuruman<br />

fliegen wollen, benötigen eine<br />

validierte Lizenz – ein Verwaltungsakt,<br />

der vor Ort erledigt werden<br />

kann. Es gibt hier weder Windenstart<br />

noch F-Schlepp, nur Eigenstart<br />

ist möglich. Außenlandungen sind<br />

wegen des weitgehend unlandba<strong>aerokurier</strong><br />

<strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 85


[ SEGELFLIEGEN Reise ]<br />

Fruchtbares Land, wo<br />

Bewässerung möglich ist.<br />

Ringsum herrscht in der<br />

Kalahari Buschsteppe vor.<br />

Foto: Markus Geisen<br />

Statistik<br />

Saison 20<strong>12</strong>/2013 – 2015/<strong>2016</strong><br />

Gesamt km<br />

107 872<br />

229 460<br />

Douglas<br />

216 239<br />

66 554<br />

237 875<br />

298 601<br />

Gariep<br />

303 649<br />

234 909<br />

80 097<br />

78 564<br />

Kuruman<br />

66 589<br />

68 490<br />

169 554<br />

91 8<strong>12</strong><br />

New Tempe<br />

<strong>12</strong>9 946<br />

97 029<br />

0 100 000 200 000 300 000<br />

Cumuli ein vollständig bedeckter<br />

Himmel. Wir glauben der Vorhersage<br />

deshalb nicht ganz. Am Morgen<br />

des 2. Januar ist allerdings<br />

die komplette Bewölkung des<br />

Vortages verschwunden.<br />

Nach einem frühen Start um<br />

9.40 Uhr bringt uns die erste Thermik<br />

gleich auf 3800 Meter NN bei<br />

einer Geländehöhe von etwa 1300<br />

Metern. Die ersten 260 Streckenkilometer<br />

führen unter Cumulus<br />

nach Süden zur ersten Wende in<br />

Prieska, die wir um <strong>12</strong> Uhr errei-<br />

Saison<br />

Anzahl<br />

Piloten<br />

Anzahl<br />

Flüge<br />

Flüge<br />

>1000 km<br />

längste<br />

Distanz<br />

mittl. km<br />

pro Pilot<br />

mittl. km<br />

pro Flug<br />

2015/<strong>2016</strong> 37 171 21 (<strong>12</strong>%) <strong>12</strong>81 2915 631<br />

2014/2015 58 368 34 (9%) <strong>12</strong>71 3956 624<br />

2013/2014 47 341 43 (13%) <strong>12</strong>56 4601 634<br />

20<strong>12</strong>/2013 18 <strong>12</strong>7 2 (2%) 1117 3697 524<br />

2015/<strong>2016</strong> 61 374 32 (9%) <strong>12</strong>57 3900 636<br />

2014/2015 61 519 15 (3%) 1084 4895 575<br />

2013/2014 45 502 21 (4%) 1109 6748 605<br />

20<strong>12</strong>/2013 42 394 10 (3%) 1097 5593 596<br />

2015/<strong>2016</strong> 17 97 27 (28%) 1370 47<strong>12</strong> 826<br />

2014/2015 13 98 27 (28%) <strong>12</strong>37 6043 802<br />

2013/2014 13 80 25 (31%) 1179 5<strong>12</strong>2 832<br />

20<strong>12</strong>/2013 11 90 19 (21%) <strong>12</strong>63 6226 761<br />

2015/<strong>2016</strong> 42 348 7 (2%) 1076 4037 487<br />

2014/2015 31 221 0 (0%) 859 2962 415<br />

2013/2014 38 273 1 (0,4%) 1050 3420 476<br />

20<strong>12</strong>/2013 28 237 0 (0%) 941 3465 409<br />

chen. Die Schnittgeschwindigkeit<br />

auf diesem Schenkel liegt bei <strong>12</strong>0<br />

km/h. Wende zwei liegt knapp<br />

hinter Vryburg im Nordwesten.<br />

Wir planen jetzt ein 1100-km-FAI-<br />

Dreieck mit Start auf dem Schenkel.<br />

Für die knapp 400 Kilometer bis<br />

hinter Vryburg brauchen wir 2:37<br />

Stunden, was einen Schnitt von<br />

149 km/h ergibt. Wir haben damit<br />

schon mehr als die Hälfte der Strecke<br />

zurückgelegt, und es ist gerade<br />

mal 14:37 Uhr. Die nächsten<br />

280 Kilometer führen uns weit nach<br />

Segelflugzentren<br />

in Südafrika im<br />

statistischen<br />

Vergleich. Bisher<br />

haben wenige<br />

Piloten Kuruman<br />

genutzt, umso<br />

mehr stechen<br />

ihre Streckenerfolge<br />

heraus.<br />

Hier sind unter<br />

Nutzung von<br />

Botswana besonders<br />

große<br />

Flüge möglich.<br />

Botswana über fast unbewohntes<br />

Buschland. Um 16:30 Uhr wenden<br />

wir. Unser Schnitt auf diesem<br />

Schenkel: 155 km/h. Nach Kuruman<br />

zurück sind es noch knapp 200<br />

Kilometer, Sonnenuntergang ist in<br />

drei Stunden. Wir nutzen die Zeit<br />

und fliegen unter einer Konvergenzlinie<br />

über unseren Zielpunkt<br />

hinaus, bis uns der Sonnenuntergang<br />

zur Landung zwingt. Am<br />

Flugplatz stehen letztlich 1370<br />

Kilometer auf dem Zähler und ein<br />

FAI-Dreieck über 1100 Kilometer.<br />

Solche Flüge sind selbst von den<br />

Segelflugzentren in Namibia aus<br />

selten. Für Südafrika ist dieser Flug<br />

ein Spitzenergebnis.<br />

Viele touristische Ziele<br />

im Umland von Kuruman<br />

Wenn in Kuruman mal nicht<br />

geflogen werden kann, bietet sich<br />

ein Ausflug ins Umland an. Die<br />

Kalahari ist eine Halbwüste mit<br />

reichlich Buschland. Hier gibt es<br />

viele Safarifarmen, die einen Besuch<br />

wert sind. Die meisten bieten geführte<br />

Safaris, komfortable Übernachtungsmöglichkeiten<br />

und natürlich<br />

gutes Essen in traditionell<br />

gastfreundlicher Atmosphäre.<br />

Kimberley, eine Bergbaustadt und<br />

namensgebend für die Kimberlite<br />

– aus Vulkanschloten abgebaute<br />

Diamanten –, ist zweieinhalb Stunden<br />

entfernt; dort kann man in<br />

einem Museum die Lebensbedingungen<br />

während des „Diamond<br />

Rush“ um 1900 nacherleben. Ganz<br />

in der Nähe von Kuruman sind die<br />

Felshöhlen der Buschmänner und<br />

archäologische Ausgrabungen zu<br />

besichtigen.<br />

ae<br />

Markus Geisen,<br />

Karin Wiesenthal<br />

86 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


Connecting<br />

Business<br />

Markt<br />

Anzeigendisposition: Fax 07 11/1 82-10 27 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Jets<br />

Beech KING AIR B 200<br />

2004, Proline 21 integrated Avionics, EU OPS,<br />

Engines on ESP Gold, 2 + 9 Seats, RVSM<br />

1993, 250 Upgrades, Engines & Winglets,<br />

5 blade Propeller, Collins, MFD, UNS<br />

1991, Raisbeck Performance Package,<br />

EU OPS, Collins Proline, UNS 1 L,<br />

2 + 10 Seats, Wing Lockers<br />

Beratung • Verkauf • Vermittlung<br />

Bölkow Bo.208 Junior, Bj. 1966,<br />

TT ca. 2750 Std., 2 Sitzpl. Bo208c<br />

gegen Gebot abzugeben. Tel.<br />

0175/5805947, bo208@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668080<br />

Sportavia Pützer RS180, Standort<br />

EDLE, Bj. 1981, TT 3261 Std.,<br />

Preis VS. Motor O360, noch 730<br />

h, King Nav/Com, hangariert.<br />

Gegen Gebot. Tel. 0172/20008<strong>12</strong>,<br />

atc3@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676508<br />

Cessna 172, Standort bei Hamburg,<br />

Bj. 1966, TT 3600 Std., 4<br />

Sitzpl., 18.000,– € VB. Reims,<br />

Hangar, 4700 LDG.<br />

Tel. 01577/4466405<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673879<br />

Wir wünschen<br />

frohe<br />

Weihnachten<br />

und einen<br />

guten Rutsch<br />

ins neue<br />

Jahr!<br />

Flugplatz Str. 1<br />

94348 Atting<br />

Tel.: +49(0)9429 9409-0<br />

Fax: +49(0)9429 8432<br />

sales@mt-propeller.com<br />

www.mt-propeller.com<br />

Winair GmbH & Co. KG<br />

D-66482 Zweibrücken ·· Flughafen Zweibrücken ·· Gebäude 324<br />

Telefon +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20-0 ·· Fax +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20 20 20 20<br />

e-mail: ak@winair.de e-mail: ak@winair.de • www.winair.eu<br />

Einmotorige Flugzeuge (Kolben)<br />

Bücher und Modelle für Sammler.<br />

Interessant für Sammler: Verkaufe<br />

Bücher aus der Luft- und<br />

Raumfahrt in deutsch, englisch<br />

und französisch sowie Airbus-<br />

Flugzeugmodelle und -Sticker. Diverse<br />

Pins von Luftfahrtausstellungen.<br />

Preis VB. Chiffre 3618247<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668634<br />

Broussard MH1521 1/5 share D-<br />

FMCA, Standort EDFM Mannheim,<br />

Bj. 1959, TT 4400 Std., 6 Sitzpl.,<br />

9900,– € VB. Tel. +49-172-7194823<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676686<br />

Bölkow Bo.208 Junior, Standort<br />

EDKL, Bj. 1965. waschmbo@<br />

outlook.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675870<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

87


-Markt<br />

Beechcraft V35B Bonanza,<br />

Standort EDWI, Bj. 1971, TT<br />

2590 Std., 5 Sitzpl., 95.000,– €.<br />

TSIO 520 B, 285 PS, Tip Tanks,<br />

JNP 28.07.<strong>2016</strong>, 2 x NAV/COM<br />

King KX175B, Marker King<br />

KM20, 2. Altitude, GTX328 Mode<br />

S, 500 h Kontrolle vor 36 h, Sitze<br />

in 20<strong>12</strong> neu bezogen, 3. Besitzer,<br />

kein Unfall, nur Hangar, sehr ge9<br />

pflegter Zustand, von Privat.<br />

Tel. 0172/4276190,<br />

beech-V35B@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673617<br />

Cessna, Wir suchen alle Unfall<br />

oder beschädigte Flugzeuge<br />

bitte alles anbieten! Tel.<br />

015739593025,<br />

michaelklies@gmail.com F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676236<br />

Sehr schöne C 150 Aerobat<br />

abzugeben, Standort EDMK, Bj.<br />

1977, 2 Sitzpl., 48.500,– €. Innen<br />

und Außen 2013/2014 Neu !!!<br />

Motor 130 PS noch 600 Std. offen,<br />

Propeller 1.400 Std. offen,<br />

COM/NAV/DME/XPDR(S) GPS/<br />

Horizont in EFIS AvMap, 19%<br />

MwSt. ausw.! Tel. 0171-9542846,<br />

info@lu-bergmann.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673054<br />

Cessna 172, Standort Süddeutschl.,<br />

Bj. 1996, TT 9100 Std.,<br />

70.000,– €, stets gehangart, TT<br />

Mot. 700 h, keine Schadensgeschichte.<br />

Tel. 0160/7415530<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673577<br />

Cirrus SR20, Standort Cirrus<br />

Deutschland, Bj. 2002, TT<br />

1000 Std., 4 Sitzpl., 100.000,– €.<br />

Nur vom Eigentümer geflogen,<br />

vorschadensfrei, fresh annual, N-<br />

registriert, Homebase Innsbruck.<br />

Tel. 0043/664/1602233,<br />

ke@innliving.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675084<br />

Cirrus SR20, Standort EDRZ, Bj.<br />

2002, TT 740 Std., 4 Sitzpl.,<br />

115.000,– € VB. Prop. 3 Bl., Lederausst.,<br />

GNS 430, GNS 420,<br />

MFD ersetzt durch Garmin 395,<br />

Jahresnachprüfung 3/2017, ständig<br />

hangariert, sehr guter Zustand.<br />

Tel. 0681/5848832<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674945<br />

Diamond DA40-TDI, Bj. 2005,<br />

TT 1020 Std., 4 Sitzpl.,<br />

140.000,– €. Neuer Dieselmotor<br />

135 PS 2.0 (115 h), 1.000h-Insp.<br />

erl., nä. LTU 04/2017. Autopilot<br />

mit Höhenhaltung, Garmin GNS<br />

430, Transp. Mode S, VOR mit<br />

GS, ELT 406 MHz, nur von Halter<br />

geflogen.Tel. 0175/7210023, dr.<br />

alexander.homberg@freenet.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670954<br />

Falco F8L, Standort EDTN, Bj.<br />

1962, TT 1971 Std., 2 Sitzpl.,<br />

49.000,– € VB. Werk.Nr. 226 / Jahresnachprüfung<br />

und 100 h-Kontr.<br />

Nov. <strong>2016</strong> / 746 h seit Grundüberholung<br />

/ Engine O320 mit 920 h /<br />

Standardausrüstung, KX<strong>12</strong>5, Horizont,<br />

Wendezeiger, Fernkompass,<br />

ELT, Feuerlöscher und Sanipack.<br />

Tel. 0172/6497535<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672499<br />

Cessna T210M, Standort EDDV,<br />

Bj. 1977, TT 250 Std., 6 Sitzpl., IFR,<br />

Autopilot, Motor 20<strong>12</strong> neu, Oxygen,<br />

Garmin 530, 6-Sitze, Leder<br />

grau, Deice Propeller, stets hangar.<br />

T. 0172/5115176, elzyg@htp-tel.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674167<br />

Cessna T210M, Standort EDDV,<br />

Bj. 1977, IFR, 6 Sitze, Leder grau,<br />

Active-Noise Headsets, 6-Platz-<br />

Oxygen, Motor 20<strong>12</strong> neu, 200 Std.,<br />

Garmin 530, Propeller Deice. Stets<br />

hangariert, Haltegemeinschaft<br />

möglich. email: elzyg@htp-tel.de,<br />

Tel. 0172-5114176<br />

Cessna 177 B Cardinal (EDRK),<br />

ideales wirtschftl. Reiseflugzeug,<br />

perfekt für kurze Graspisten.<br />

Zelle <strong>12</strong>95h seit neu (1976). TOP<br />

Zustand, alle Insp. JNP bis 07/16,<br />

Verst.-Prop., Mot.Lycoming O-360<br />

180 PS, 380h s. neu. AUTOPILOT<br />

f. VOR o. Comp. El Ruder Trim/<br />

mech. Pitch Trim. Dig. Fuel-Mgr.<br />

Perf.bei 75%: 5 Std./<strong>12</strong>0 Kts/550<br />

Nm non-stop mit 240 kg Zuladung.<br />

King ILS Avionic 2 COM, 2<br />

NAV, ADF, XPR/S-Mode, Enc.<br />

Altimeter, ELT. Von privat. FP<br />

71.500,- € ohne MwSt.<br />

Tel. +49(0)171-6241100<br />

Fax +49(0)2631-356113<br />

Mail: h.ruby@rz-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673920<br />

Commander Aircraft 114 Turbo<br />

Normalized, Standort LSZG (Grenchen<br />

CH), Bj. 1978, TT 2500 Std.,<br />

4 Sitzpl., 185.000,– €. IFR Zulassung,<br />

max. FL240, Dual Garmin<br />

430 W, Turbo Normalizer.<br />

markus.staub@bluewin.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672181<br />

Diamond DA40-TDI, Standort<br />

ehle participatie aan deel in DA40<br />

NG te koop 3 vliegtuigen 1 IFR<br />

2nacht VFR stalling in lelystad<br />

tel0031 653443074 of pulsarxp@<br />

solcon.nl.Tel. 0031653443074,<br />

pulsarxp@solcon.nl<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671354<br />

Grumman Tiger AG5B, gebaut<br />

von American General Aircraft<br />

1993, Serial-Nr. 10147, 180 PS, TT<br />

890 h, NAV/COM KING, GS, ADF,<br />

XPDR, GPS, Autopilot m. Alt.,<br />

Flarm, Lärmzeugnis, JNP <strong>2016</strong>,<br />

stets LTP gewartet, immer hanga6<br />

riert, extrem gepflegt, unfallfrei, nur<br />

privat geflogen, Preis VS, keine<br />

MwSt., aus Altersgründen zu ver6<br />

kaufen. Tel. 09241/482<strong>12</strong>20 oder<br />

09241/483583, d.eckert@delta-t.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668433<br />

Mooney M20R Ovation II,<br />

Standort LSZR (St. Gallen), Bj.<br />

2000, TT 900 Std., 4 Sitzpl., like<br />

new, no damage history, full IFR,<br />

with hangar place, TKS-De-Ice,<br />

Longrange-Fuel <strong>12</strong>0 Gal, 3-<br />

Blade-Hartzell-Prop., Speed-<br />

Brakes, VERY well maintained,<br />

HB reg., seltene Gelegenheit. Tel.<br />

0041/41/7104005<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673318<br />

88 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Mooney M20K 252TSE, W-N­<br />

R.25-1002, total 870 h, Turbo, Intercooler,<br />

2. Speedbr., 7D, Alt Preselect,<br />

Propdeice, 2. Alternator, S-<br />

Transp., 1 X KY 196 B, KLM 90 B,<br />

JNP 11/16.Tel. 0621/792903 od.<br />

Tel. 0173/3634217<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671098<br />

Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

LIDB, Bj. 1957, TT 3853 Std.,<br />

2 Sitzpl., 75.000,– €. Wunderschönes<br />

Flugzeug in perfektem<br />

Zustand, Lycoming Motor O-360-<br />

A3A mit 180 PS, immer im Hangar<br />

geparkt, komplett mit elektrisch<br />

betriebenen Skiern. Gerne<br />

senden wir Ihnen die komplette<br />

TBO Liste. costamaxi@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673763<br />

Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

EDTX, Bj. 1958, TT 4900 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. 150 PS,<br />

Werk Nr. 6242, 25.500 Starts,<br />

Motor Lycoming O320 150 HP, am<br />

08.10.2010 grundüberholt bei<br />

4667 h und 24.213 Starts, Rest<br />

1798 h bis Oktober 2022, erhöhter<br />

Lärmschutz, Seileinzugsvorrich8<br />

tung sowie separate Schleppkupp8<br />

lung, letzte Jahresnachprüfung<br />

19.10.15. Tel. 0160/1500704,<br />

vorstand@sfc-hall.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669519<br />

Piper, Wir Schlachten Piper 28<br />

Archer , Piper 28 Arrow 2, Piper<br />

Seneca 2! Socata TB 10/9 ,<br />

Cessna 172 Rocket! Einfach<br />

schreiben was Sie benötigen!<br />

53<strong>12</strong>3, Tel. 015739593025,<br />

michaelklies@gmail.com F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676235<br />

Piper PA-28-140, Bj. 1969, TT<br />

3785 Std., 29.000,– €. S/N:<br />

28-26026, Max. TOW: 976 kg,<br />

Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />

GNS 430 COM/NAV - 8,33 KHz!,<br />

Mode "S" Transponder TRIG TT 31,<br />

Encoder ACK A 30, ELT KANNAD<br />

406 AF, Piper Autoc. III Autopilot,<br />

Flarm, TTSN: 3785:00 hours as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, LDGS: 6035 as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, Engine: Lycoming<br />

O-320 E2A; OVH due at 3877 airframe<br />

hours or 01.2006 (<strong>12</strong> years),<br />

Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58;<br />

OVH due at 5277 airframe hours.<br />

Honest and solid aircraft, good<br />

performer, no damage history,<br />

based Flensburg-Schäferhaus<br />

(EDXF), above average condition<br />

for the age. New leather seats,<br />

Outside 7/10, Inside 8/10.<br />

info@luftsportverein-flensburg.de,<br />

Heiko Harms, Tel. 0160/96836579<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669883<br />

Robin / APEX HR200 / <strong>12</strong>0B,<br />

Standort EDGM Süddeutschland,<br />

Bj. 1993, TT 1110 Std., 2 Sitzpl.,<br />

48.000,– €. TBO 2.400, Motor<br />

O-235: GNS 430 (COM 8,33 kHz,<br />

NAV, GPS), KX 155, TXP TT31<br />

Mode S, ELT, Intercom, 2 Besitzer,<br />

nie in Schulung oder Charter ein8<br />

gesetzt, immer hangariert, von<br />

Anfang an in Deutschland zugelas8<br />

sen, werftgewartet, super schöner<br />

kleiner Flieger. pinache1@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674517<br />

Luftfahrzeug E-Klasse, Bj. 1992,<br />

TT 2140 Std., 118.000,– €. Socata<br />

TB 20 Trinidad, Bj. 1992, 2140 Std.<br />

total, Major Insp. 2000 Std. in 2013,<br />

Lufttüchtigkeitsprüfung neu 06/2015,<br />

Triebwerk: Lycoming IO-540-C4D5D,<br />

250hp Engine overhauled 06/2015<br />

15 Std., 3 Blatt Prop MTV-9-<br />

B/198-52, 198 cm Durchm., Com6<br />

posite Spinner P-666-2, beides<br />

neu 06/2015, Avionik: IFR 2x VHF-<br />

S/E 1 King 155/VHF-NAV, King KX<br />

155/Marker/ADF KR 87, Encoder/<br />

Alt 5032P2-P37, TXP Trig TT 31<br />

Transponder Mod S FLID, DME<br />

King KN 62 A-01, GPS Stauff Sy6<br />

stec Flymap L VFR, Autopilot 4AP<br />

Kap 150, PowerFlarm aufgeschal6<br />

tet auf GPS Flymap, ELT Kannad<br />

406AF Comp., sehr gepfl. Zustand,<br />

Leder innen neu, stets hangariert,<br />

Pr. 118.000,- € + Vat 19 %. Tel.<br />

0172/8721444, karl.witt@icloud.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676026<br />

Super Decathlon 8KCAB, Standort<br />

Deutschland, Bj. 2011, TT<br />

260 Std., 2 Sitzpl., 180.000,– €<br />

VB. Ideal für Kunst- und Reiseflug.<br />

Lycoming AEIO-360-H1B<br />

mit 180 PS. Positive: +6 G, Negativ:<br />

-5 G in der Kunstflug Kategorie.<br />

Ein sehr zuverlässiges und<br />

vielseitiges Flugzeug in sehr<br />

gutem Zustand und tollem Farbschema.<br />

S/N 1107-2011, Jahresprüfung<br />

gültig bis <strong>12</strong>.05.17,<br />

sehr gut gewartet. Avionic: Garmin<br />

SL-40, Garmin GTX 328,<br />

PM3000 Intercom, Bendix King<br />

KMD150, ELT AK-451, Aspen<br />

EFD1000, Electric Turn Coordinator,<br />

Vertical Speed Indicator,<br />

EDM 930 Engine Display. Optionen:<br />

Hintere Gepäcktür, Aileron<br />

Spades, Remote Mounted Oil<br />

Filter, Rear Seat Heater, MT 2-<br />

Blade Composite Prop, Deluxe<br />

Double Starbust Scheme, Hooker<br />

“Sport” Harness, MP3/iPod<br />

Input Jack. Immer hangariert.<br />

150.000,- € (MwSt. bezahlt).<br />

lineupandwait@yahoo.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671896<br />

VON FLIEGERN FÜR FLIEGER:<br />

IHR KOMPETENTER PARTNER<br />

FÜR LUFTFAHRTVERSICHERUNGEN<br />

SEIT ÜBER 50 JAHREN.<br />

Robin / APEX DR 400, Standort<br />

LOIH, Bj. 2007, TT 1700 Std., 4<br />

Sitzpl., 135.000,– €. Motor TAE-<br />

135 CDI- 02-99, 22 Ltr. Diesel/Jet<br />

A1, 800 Std. offen, VFR. ad.ruef@<br />

cable.vol.at, Tel. 0043/676/7287638<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672569<br />

Rockwell Commander 114, Standort<br />

LSPN, Bj. 1976, 4 Sitzpl., Preis<br />

VS. Zu verkaufen 1/2 Anteil an<br />

Rockwell Commander 114/1976.<br />

Full IFR, in Top-Zustand, immer<br />

hangariert, approved für RNAV/<br />

LPV. GNS530 W, GNS430 W, TCAS<br />

(Avidiyne TAS 660), Sandel EHSI,<br />

S-Tec Autopilot, Stormscope etc.<br />

TBO 940h, weitere Info:<br />

Tel. 0041/79/251<strong>12</strong>93,<br />

joe_lu702@hotmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672920<br />

SIEGFRIED PESCHKE KG<br />

VERSICHERUNGSVERMITTLUNG<br />

7HO<br />

ZZZSHVFKNHPXFGH<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

89


Anzeigen-Markt<br />

Im Heft & online<br />

Privatanzeigen*<br />

bis zu 5 Zeilen<br />

nur 5,- €*<br />

jede weitere Zeile 1,- €<br />

+ kostenlos und zusätzlich in<br />

5 weiteren Ausgaben im <strong>aerokurier</strong><br />

+ kostenlos und zusätzlich im<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Auf Wunsch veröffentlichen wir Ihre Anzeige auch mit<br />

einem Farbfoto: zzgl. 20,- €<br />

(Foto bitte als jpeg- oder tif-Datei)<br />

✔<br />

✔<br />

✔<br />

www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Geben Sie Ihre<br />

Anzeige online auf und<br />

nutzen Sie so alle<br />

zusätzlichen Vorteile<br />

(ohne weitere Kosten!)<br />

Bis zu 6 Fotos einstellbar<br />

Erweiterte bzw. unbegrenzte Detailbeschreibung<br />

Ihres Angebotes<br />

Kennzeichnung Ihrer Anzeige mit<br />

einer Exposé-Nr. hier im Heft.<br />

Dadurch fnden Interessenten schnell<br />

zu Ihrem detaillierten Online-Angebot!<br />

Print ohne Foto<br />

Nur Text: Bis 5 Zeilen 5,- €<br />

(jede weitere Zeile 1,- €)<br />

+ im Internet<br />

Online-Anzeige<br />

Detailansicht der kostenlosen<br />

Online-Anzeige**<br />

bis zu 6 Fotos inklusive<br />

Datensätze 1-10 (gesamt 13) Seiten (gesamt 2)<br />

P Mooney Acclaim<br />

Flugspaß pur für den Sportpiloten von heute. Der Klassiker mit starker Leistung.<br />

Standort Bonn, Bj. 1995, Registrierung D, TT <strong>12</strong>30 h, Preis 250 000 €.<br />

Print mit Foto<br />

Mit Farbbild: zzgl. 20,- €<br />

+ im Internet<br />

Rubrik<br />

Unterrubrik<br />

Standort<br />

Preis<br />

Baujahr<br />

TT/Betr.Std.<br />

Registrierung<br />

Sitzplätze<br />

Exposé<br />

Firmierung<br />

Telefon<br />

Telefon alternativ<br />

Telefax<br />

E-Mail<br />

Homepage<br />

Anzeigen-Details<br />

1-Mots<br />

Mooney<br />

Bonn<br />

250 000 €<br />

1995<br />

<strong>12</strong>30 h<br />

D<br />

4<br />

Nur ein Besitzer, voll-IFR ausgestattet, GPS, Transponder Mode-S,<br />

Stormscope, 2. Horizont, Autopilot, Long Range Tanks, 4 x Intercom,<br />

erhöhter Lärmschutz, Lederinterieur, Lack neu, stets hangariert und<br />

LTB gewartet, technisch und optisch in exzellentem Zustand<br />

Kontaktdaten<br />

Hans Mustermann<br />

0228/9565-115<br />

0228/9565-245<br />

hmustermann@motorpresse.de<br />

Muster<br />

Zurück zur Ergebnisliste »<br />

* Preise nur für private Anzeigen ohne gewerblichen Charakter (keine Charter-, Vermietungs-, Stellen- und Serviceangebote)<br />

** Online-Anzeigen nur in Verbindung mit Anzeige im Heft möglich


Ihre Anzeige erreicht uns via Internet: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

per E-Mail: anzeigen-<strong>aerokurier</strong>@motorpresse.de / per Fax: 0711/182-1783 / (Foto als jpeg- oder tif-Datei)<br />

Anzeigenschlusstermine<br />

(zum Anzeigenschluss bitte<br />

bis spätestens 16 Uhr)<br />

Ausgabe 1/17.....29.11.<strong>2016</strong><br />

(erscheint am 28.<strong>12</strong>.<strong>2016</strong>)<br />

Ausgabe 2/17.....22.<strong>12</strong>.<strong>2016</strong><br />

(erscheint am 25.01.2017)<br />

Anzeigencoupon Privatanzeigen<br />

Bitte für jeden Buchstaben, Wortzwischenraum und jedes Satzzeichen ein Kästchen verwenden und in Druckschrift schreiben (30 Zeichen pro Zeile).<br />

1. Zeile<br />

2. Zeile<br />

3. Zeile<br />

4. Zeile<br />

5. Zeile<br />

6. Zeile<br />

7. Zeile<br />

8. Zeile<br />

9. Zeile<br />

10. Zeile<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/16<br />

Ihre Privatanzeige erscheint in der nächsterreichbaren Ausgabe + kostenlos in 5 weiteren Ausgaben im <strong>aerokurier</strong><br />

als Privatanzeige<br />

nur Text mit Farbfoto (zzgl. € 20,–) unter Chiffre (zzgl. € 10,–)<br />

Bitte senden Sie mir gegen Berechnung ein Exemplar des <strong>aerokurier</strong> zu<br />

(zzgl. € 5,50)<br />

Name, Vorname<br />

Straße, Nr.<br />

PLZ, Ort<br />

Telefon<br />

E-Mail<br />

Mobil<br />

Bitte Anschrift vollständig und deutlich ausfüllen!<br />

Bitte schicken Sie mir eine Rechnung (Zahlung sofort nach Erhalt)<br />

<br />

online MArkt<br />

Bitte gewünschte Rubrik ankreuzen: 1-Mots<br />

Flugzeug-Verkäufe<br />

2-Mots<br />

Avionik<br />

Helikopter<br />

Jets<br />

Ballonsport<br />

Kits<br />

Bekanntschaften<br />

Oldtimer<br />

Chartergesuche<br />

Reise-Motorsegler<br />

Haltergemeinschaften<br />

Segelfugzeuge<br />

Kaufgesuche<br />

Turboprops<br />

Reise/Veranstaltung<br />

Ultraleichte/LSA<br />

Stellengesuche<br />

Wasserfugzeuge<br />

Datum<br />

Unterschrift<br />

Bitte beachten Sie:<br />

Ihre Anzeige im <strong>aerokurier</strong> erscheint 6x hintereinander.<br />

Bei evtl. vorzeitigem Anzeigen-Stopp informieren Sie uns bitte per Mail:<br />

anzeigen-<strong>aerokurier</strong>@motorpresse.de<br />

Teilemarkt<br />

Verschiedenes<br />

Hersteller<br />

Modell


-Markt<br />

Ultraleichte/LSA<br />

Dallach UL-JIH F100 Fascination,<br />

Standort EDMG, Bj. 2011,<br />

TT 5 Std., 2 Sitzpl., 65.000,– €.<br />

absolut neuwertiges UL, als VLA<br />

(VLA 003) aufgebaut. CZ-UL Zul.,<br />

Vollausstattung mit vielen Extras<br />

(NP: 135.000,- €). 0171/4648605,<br />

wm@boom-trikes.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669064<br />

Sportavia Pützer RF4D, Standort<br />

Segelflg Hornberg, Bj. 1967,<br />

TT 1461 Std., 1 Sitzpl. Gü 2009<br />

Std seit GÜ 79:15 Motor Rectimo4AR<strong>12</strong>00<br />

Werknr.131Std.gesamt422<br />

Propeller MT133L70-1B<br />

Werknr 88049 Funkgerät ATR<br />

833 Kollisionswarngerät Red<br />

Box GPS LX 7000 CO- Tester<br />

Guardian reichliches Zubehör /<br />

Formen GFK.Tel. 0160/95248424<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671619<br />

Metal made in Germany! Beste Qualität, vollendetes<br />

Design und hervorragende Flugeigenschaften.<br />

www.BreezerAircraft.de<br />

Siat Flamingo S223A1, Standort<br />

EDMJ, Bj. 1968, TT 3688 Std., 3<br />

Sitzpl., Preis VS, alle LTAs, Motor<br />

ca. 540 h, JNP 06/17, 2 COM, 1<br />

NAV, Mode S, ELT, werftgewartet,<br />

gegen Gebot. Tel. 0173/4589692<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674946<br />

Chiffre<br />

-Markt<br />

Zuschriften<br />

auf Chiffreanzeigen<br />

richten Sie bitte an:<br />

Motor Presse Stuttgart<br />

GmbH & Co. KG,<br />

<strong>aerokurier</strong>markt,<br />

Chiffre-Nr. ...,<br />

70162 Stuttgart<br />

Mit Sicherheit ins Jahr 2017<br />

www.tost.de<br />

Frohe Weihnacht<br />

und many<br />

happy landings!<br />

Zweimotorige Flugzeuge (Kolben)<br />

■ Kaufe Flugzeuge und Heli – bitte alles anbieten<br />

■ PA-34 Seneca II Turbo, Low Time, IFR, Enteisung, Garmin 430, Radar<br />

Checkflug auf C-525 Citation Jet u. C-501, 551, SEP + MEP, VFR + IFR, IRE, Training auf R44 Helicopter<br />

An-/Verkauf u. Vermittlung, Transaction, Tel. +49(0)89/8 54 23 03, WWW.CARLOS-DE-PILAR.DE<br />

Piper PA-23 AZTEC, Standort<br />

Bern (CH), Bj. 1976, TT 3600 Std.,<br />

6 Sitzpl., 30.000,– €. Sehr guter<br />

Zustand, volle IFR- und Sauerstoffausrüstung,<br />

weitere Infos unter<br />

www.asiffert.ch/fotos.php?site=5<br />

oder a.siffert@aspinformatik.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674228<br />

Piper PA23 Apache 160, Standort<br />

Northeim (EDVN), Bj. 1958, 4-5<br />

Sitzpl. 1/2 Halteranteil zu verkaufen.<br />

Gepflegter Zustand, gute<br />

Restlaufzeiten. Sehr günstig im<br />

Unterhalt, gutmütiges Flugverhalten.Tel.<br />

0172-5652533<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670721<br />

Turboprops<br />

Socata TBM 700C2, Bj. 2005, TT<br />

1300 Std., 6 Sitzpl.,<br />

US $ 1,395,000. No damage history,<br />

always hangered, Fresh A+<br />

Inspection, Fresh 10 years Fatique<br />

Inspection, RVSM Certified,<br />

Engine Trend Monitoring, Magnetic<br />

Chip Detection, MFD with<br />

ECharts, TCAS and EGPWS,<br />

Audio Panel with Music Interface,<br />

Stormscope, CAMP Maintenance<br />

Tracking, can be deliverd<br />

with "N" Registration. Business<br />

Aviation Services GmbH,<br />

Tel. 0049(0)7403/9140466, sales@<br />

basjets.com, www.basjets.com<br />

F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677106<br />

Nur 420h mit in-flight Wetter +<br />

Tracking, Standort EDOI, Bj.<br />

2004, TT 420 Std., 2 Sitzpl.,<br />

52.900,– € VB. Breezer, erstes UL<br />

mit sky[nav]pro in-flight Wetter<br />

und realtime Tracking! stets han0<br />

gariertes und gepflegtes TOP UL,<br />

sicheres, absolut gepflegtes und<br />

technisch gewartetes UL mit 100<br />

PS ROTAX Motor 9<strong>12</strong> ULS, LTA,<br />

JNP und Wartungen stets beim<br />

Hersteller und up to date, JNP<br />

05/<strong>2016</strong>, BRS Schirm neu ge0<br />

packt (Schirm 04/2022)/Rakete<br />

(04/2028), künstl. Horizont, Trans0<br />

ponder Mode S mit neuem SW-<br />

Update (Februar <strong>2016</strong>), ELT,<br />

elektr. Trimmung, DTI Digital<br />

Trade Indicator, Funk: Dittel FS0<br />

G2T, Std.-Zähler, Kabinenhei0<br />

zung, Haube und Tank abschließ0<br />

bar, Sonnenschutz, neue Rad0<br />

verkleidungen, echte 95 Knoten<br />

Reisegeschwindigkeit + vieles<br />

Mehr. Hier gilt: Einsteigen und mit<br />

Sicherheit losfliegen! Und das<br />

alles für nur 52.900,- EURO, VB!<br />

Mehr Info`s und Bilder unter:<br />

schniekes@gmx.de oder Tel. +49<br />

171 3217566<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668474<br />

Arrow-Copter (Gyrocopter) AC20,<br />

Bj. 2015, TT 35 Std., 2 Sitzpl.,<br />

<strong>12</strong>5.000,– € VB. Vollausstattung,<br />

neuwertig, Neupreis 175.000,- €.<br />

Tel. 0041/79/6958874,<br />

www.arrow-copter.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673749<br />

Magni Gyro M24, Standort<br />

EDRY, Bj. 2013, TT 980 Std., 2<br />

Sitzpl., Preis VS. 1000 Std. Wartung<br />

durchgeführt. Inkl. Transponder,<br />

Flarm Kollisionsvermeidung,<br />

2x Headset. Ständig hangariert.<br />

gw@mail-buero.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675663<br />

92 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Pipistrel Alpha Trainer, Bj. 2013,<br />

mit geschlossenem Anhänger. Tel.<br />

07336/920325<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673056<br />

Oldtimer<br />

Oldie, Standort Kempten, Bj. 1952,<br />

TT 2180 Std., 2 Sitzpl., 14.900,– €<br />

VB, grundüberholt 20<strong>12</strong>, Motor 25<br />

Std., Prop 25 Std., Com/Transponder.<br />

wertach@praxis-dr-bruns.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675995<br />

Scheibe, Standort EHTX, Bj.<br />

1997, TT 4335 Std., 2 Sitzpl.,<br />

108.500,– € VB. 100 HP Rotax<br />

Schlepp Falke. Aircraft in top<br />

condition. New 100 HP 9<strong>12</strong> S2<br />

Engine, 0 hrs. Overhauled MT3<br />

V-1-A/175 Propeller, 0 hrs. New<br />

Gadringer Safety Belts. New Dit3<br />

tel KRT2 2e Gen. 8.33 kHz radio.<br />

New headsets. Becker BXP6400<br />

Mode S Transponder. New ELT.<br />

New Tyres. Life Jackets. Contact<br />

us for photos and information.<br />

pstandaart@kpnplanet.nl<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674266<br />

Piccolo B Motorsegler, Bj. 1989,<br />

TT 1181 Std., Motor 971 Std. seit<br />

Grundüberh. 113 Std., gr. Tank,<br />

Anhänger, 1-Mann-Aufbauhilfe, alle<br />

Std.kontrollen, JNP 04.2017,<br />

18.500,- €. e-mail: klaus.volker@<br />

t-online.de<br />

Rolladen-Schneider, Bj. 2000, TT<br />

684 Std., 1 Sitzpl., 130.000,– €.<br />

LS9, sehr gepfl., zu verk., ltz.Luft­<br />

TüK 16.06.<strong>2016</strong>, 47:31h MotorLZ,<br />

Anschau Hänger. Tel. 0511/5478795<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672109<br />

DG-400 Eigenstarter, Standort<br />

EDRX, Bj. 1987, TT 3495 Std., 1<br />

Sitzpl., 52.000,– €. Super Angebot<br />

inkl. Transponder und Cobra-<br />

Anhänger. Tel. 0151-75006757,<br />

armin.sutter@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672011<br />

Kaufgesuche<br />

Suche Bücker 131 Jungmann.<br />

Ich suche eine flugfähige Bücker<br />

131 Jungmann (orig. oder CASA).<br />

Das Flugzeug sollte deutsch registriert<br />

sein. Kontaktaufnahme bitte<br />

über E-Mail: Benjamin.razii@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669374<br />

BIETE "Flugzeuge der DDR" Band<br />

1 SUCHE "Flugzeuge der DDR"<br />

Band 2. u.efr@arcor.de oder Tel.<br />

0172/4490777<br />

Suche alle alten Hefte „Klassiker<br />

der Luftfahrt" von 1999 bis einschl. Nr.<br />

8/20<strong>12</strong>. Erbitte Angebote per Tel. 0231-281488,<br />

E-Mail: barschfoxi@gmail.com, oder Mobil<br />

0175/6 03 42 61 (ggf. auf Mobilbox sprechen).<br />

Hagelflugzeug gesucht. Suche<br />

einmotoriges Hagelabwehrflugzeug,<br />

gerne komplett umgerüstet,<br />

auch N-registriert.<br />

Tel. 07046/930236, johannes.<br />

wendnagel@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673080<br />

C172 ab Bj. 1997 und A211 gesucht!<br />

BWLV Motorflugschule<br />

Hr. Krüger. Tel. +49(0)7021/54051,<br />

krueger@bwlv.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675633<br />

Cessna 182 gesucht. Suche<br />

Cessna 182, gerne auch N-registriert.<br />

Tel. 07046/930236, johannes.<br />

wendnagel@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673081<br />

BAR-ANKAUF UND VERMITTLUNG von Flugzeugen + Hubschraubern<br />

Tel. +49(0)89/8 54 23 03, Fax +49(0)89/85 31 76,www.carlos-de-pilar.de<br />

Traumhafte Boeing Stearman,<br />

Standort EDHW, Bj. 1942, 2 Sitzpl.,<br />

<strong>12</strong>5.000,– € VB. 1942 Boeing Ste<br />

arman, B75 N1, Oshkosh award<br />

winning restoration, Acrobatic Ca<br />

tegory Cert. , Pete M. Jones Con<br />

tinental W670-6N 220 hp, total 240<br />

hrs since restoration in 1998, en<br />

gine 140 hrs since top overhaul in<br />

2008, prop wooden Sensenich,<br />

(extra new wooden MT prop and<br />

McCauley steel prop with 52 hrs),<br />

Smoke system, strobes, landing<br />

light, Airwolf filter, Stits P- 103 fa<br />

bric, next annual 03/2017. Tel.<br />

0172-6783894<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672463<br />

Reise-<br />

Motorsegler<br />

Fournier, Standort Flugplatz Mengen,<br />

Bj. 1974, TT 1350 Std., 2<br />

Sitzpl., 30.000,– € VB. RF 5, gepflegt,<br />

unfallfrei, Limbach L 2000<br />

E01 Motor zu verk. 0177/3152141,<br />

heike-kresser@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673669<br />

Katana DA 20, Standort EDBK, Bj.<br />

1995, TT 2815 Std., 2 Sitzpl.,<br />

37.000,– € VB. Rotax 9<strong>12</strong> (80 hp),<br />

always hangared & commercially<br />

maintained, ARC 06/<strong>2016</strong>. Tel.<br />

02241/924977, H. Birkmann, info@<br />

flugzeugwerft.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674248<br />

Segelflug<br />

BANJO, Standort Schülldorf S/H,<br />

Bj. 2007, TT 238 Std., 1 Sitzpl.,<br />

8000,– €. UL-Segelflugzeug mit<br />

gebremstem Anhänger. Beides im<br />

1a Zustand. Rettungsgerät Ma.<br />

gnum Speed 300. E-Vario. Bugund<br />

Schwerpunktkupplung. An.<br />

hänger TÜV neu, 100 km/h Zulas.<br />

sung. Versicherung 100,00 € p.A.<br />

Tel. 04331/92419<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676865<br />

Cirrus SR22T ab EDJA, Cirrus<br />

SR22T Bj. 2010, N-reg, Full IFR,<br />

Fiki, an erfahrene Piloten zu verchartern.<br />

Tel. 0171/4101671<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675019<br />

Charterangebote<br />

Cirrus SR20 G3 IFR<br />

ab Schönhagen EDAZ<br />

Preis auf Anfrage<br />

www.schwertfeger-flugzeugcharter.de<br />

Tel. 030/411 90 420 o. 0172/86 27 541<br />

Vercharterung 2 mot<br />

PA 34 Modell 1999, MTOW 1999 KG (no airways), Motoren 300 h, Props neu<br />

GTN 750 (neu), ADL <strong>12</strong>0 weather data link inkl. iPad, alle Instrumente doppelt, O² Anlage,<br />

FIKI. Standort EDHF (Nachtflug möglich), EDDH für „could break procedure“, Bereitstellung<br />

an anderen Flugplätzen nach Absprache.<br />

z. Z. nur vom Eigner im Werkverkehr geflogen. Vercharterung an erfahrene IFR Piloten<br />

Kontakt: Scott Kottwitz | gs.kottwitz@akrus.de | 0171 352<strong>12</strong>98<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

93


-Markt<br />

Cessna 210-5 ab EDTG, top<br />

gepflegte 210 (205) mit festem<br />

Fahrwerk VFR-NVFR-CVFR-ILS-<br />

GPS-Kollisionswarner. 6-sitzig,<br />

490 kg NL bei vollen Tanks. Bis<br />

5,5 hrs non stop. Auch als Ab1<br />

setzmaschine zugelassen. Wei1<br />

tere Infos:.Tel. 0163/8348272,<br />

christianstorms@orange.fr<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672326<br />

DA40 TDI G1000 IFR ab EDAZ<br />

(Schönhagen), 209,- € Nass inkl.<br />

MwSt., Garmin G1000 PFD/<br />

MFD, Autopilot, Stormscope,<br />

Terrain und Gepäckfach. Sonderkonditionen<br />

für Vielflieger. Tel.<br />

0179/7611875, paolo@marcolini.<br />

org, www.gaviators.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672293<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1027<br />

Tecnam P2006T Charter ab<br />

EDME, Tecnam P2006T zum<br />

Chartern ab Eggenfelden EDME.<br />

Baujahr 2015. IFR VFR Tag/­<br />

Nacht ausgestattet. Für 385,00€<br />

inkl. MwSt je Stunde. Mehr Informationen<br />

unter www.D-GMJP.<br />

de.Tel. 0170/1864640,<br />

jp-lower-bavaria@web.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675957<br />

WeFly: Größter DA-42<br />

Operator Deutschlands<br />

DA40 IFR -155 PS- ab EDMQ,<br />

Garmin G500, GTN750/650, Autopilot,<br />

Turbo! Rabatt für Vielflieger!<br />

Tel. 0179-6413130, info@<br />

skybavaria.de, www.skybavaria.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669131<br />

Cessna T303 Crusader IFR, ab<br />

EDAZ, 630,-€ Nass. incl. MWSt.,<br />

GNS480, STEC-55X, MX200,<br />

Terrain, Traffic, Wetterradar, FIKI,<br />

Sonderkonditionen für Vielflie,<br />

ger. Tel. 0172/3207327, Mail:<br />

info@d-ibis.de., www.d-ibis.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676291<br />

Chartergesuche<br />

IFR 6-Sitzer Charter ges.LOAV/<br />

LOAN/LOWW. Fluglehrer/Examiner<br />

sucht Chartermöglichkeit für<br />

6sitziges IFR-Flugzeug für Flugreisen<br />

mit Familie mit guter Zuladung.<br />

Ideal C206/210, PA32, PA46, P68<br />

im Raum LOAN/LOAV/LOWW.<br />

Tel. 0043/664/3364508,<br />

thomas.menzel@sueddruck.at<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668878<br />

Haltergemeinschaften<br />

Haltergemeinschaft Cirrus SR<br />

22T. Suche 1 bis 2 Piloten für eine<br />

zu gründende Haltergemeinschaft<br />

an einer Cirrus SR 22T.<br />

Raum EDME oder EDML. Gerne<br />

auch Einstieg in eine bestehende<br />

Haltergemeinschaft oder Charter.<br />

Tel. 0170/1864640,<br />

jp-blauwal@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673419<br />

Seneca III 220T Haltergemeinschaft.<br />

Biete HG an D-reg. Seneca<br />

III, Bj. 83, sehr gut erhalten,<br />

full IFR, neue Motoren, longrange<br />

Tanks, nur privat geflogen, nie<br />

Schulung, Raum München.<br />

Tel. 0177-7115555,<br />

www.flyseneca.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674480<br />

Haltergemeinschaft Raum Köln-<br />

Bonn. Suche gute funktionierende<br />

Haltergemeinschaft für Motorflugzeug<br />

oder Touring Motorsegler bis<br />

ca. 15.000,- Euro Anteilsshare im<br />

Raum Köln-Bonn. bernd.pilot@<br />

gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675640<br />

1/2 Mooney EDMA, M20E, N-<br />

Reg., EDMA (inkl. Hangar), IFR,<br />

S-TEC30, EDM700, GTX330,<br />

Trimble2000, KX155/KI204CDI,<br />

KY197A, Narco <strong>12</strong>2, Stormscope<br />

- kostengünstiges, schnel1<br />

les Reiseflugzeug, EUR 17.500,-.<br />

denissenmail@yahoo.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672954<br />

Suche Haltergemeinschaft oder<br />

Partner für Flugzeugkauf. Performance<br />

Class: Mooney M20J, Piper<br />

PA28-201 Turbo Arrow IV o. Ä.<br />

Raum EDFE. Tel. 0177/7705025<br />

1/2 Anteil an Cirrus SR20 zu<br />

verkaufen, geplanter Standort<br />

Raum Dresden/Leipzig/Bautzen.<br />

Maschine soll in <strong>2016</strong> angeschaft<br />

werden. Anteil EUR 50.000,-<br />

(auch in Raten) Weitere Infos<br />

unter Tel. 0170/4885228, info@<br />

modernphone.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673614<br />

HG Piper Seneca III o.ä. Tel.<br />

01520/5666664, mfgmdt@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676310<br />

Suche für Haltergemeinschaft<br />

am Standort Neubrandenburg<br />

EDBN 1 bis 2 Miteigentümer für<br />

eine sehr gepflegte TB20, Bj. 1982,<br />

TT 2140 Std., Major Inspektion<br />

2013, Lufttüchtigkeit neu 10/<strong>2016</strong>,<br />

Triebwerk Lycoming 250 HP over1<br />

hauled in 06/2015, neuer 3 Blad<br />

Prop, Power Flarm und Flymap,<br />

IFR ausgerüstet, sehr gepflegter<br />

Zustand, ich bin der zweite Besit1<br />

zer seit 2000. Mehr Infos unter: Tel.<br />

0172/8721444, karl.witt@icloud.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676027<br />

1/4 Anteil an IFR TB20 in Bonn-<br />

Hangelar, Socata TB 20 Trinidad,<br />

F-Reg, Baujahr 1987, Lycoming<br />

IO-540-C4C5D, TSOH 550h Hartzell<br />

Prop, TSOH 180h Full IFR/Autopilot/WAAS/Traffic<br />

Warning/Fuel<br />

Totalizer, Hangar, sehr guter Zustand,<br />

sehr hohe Zuladung, langjährige<br />

und gut funktionierende<br />

Haltergemeinschaft, 1/4 Anteil =<br />

€ 28.500,-. tb20@online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674291<br />

HG oder Stundenp. Piper Turbo<br />

Arrow IV, Biete HG oder Std.­<br />

Pak. für Piper Turbo Arrow IV<br />

Standort: EDMV (Drehteller, 1st<br />

row); IFR; GNS530; Leder; Preis<br />

VB je nach Nutzungswunsch;<br />

Safety-Pilot für Einweisung vorhanden.Tel.<br />

00491718732307<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671313<br />

Haltergemeinschaft "Rentnerjet".<br />

1-2 Partner gesucht zur<br />

Gründung einer Haltergemeinschaft<br />

für einen Piccolo (K-<br />

Klasse oder UL), Raum Freiburg<br />

im Breisgau. clfam@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677005<br />

Avionik<br />

David Clark Headsets, verkaufe<br />

2 neuwertige David Clark Headsets<br />

mit PJ Stecker. Einzeln für<br />

250,- Euro / Beide für 480,- Euro.<br />

Tel. 0041/78/8970369<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672208<br />

Transponder Garmin GTX 328,<br />

sehr guter Zust. incl. Einbaurahmen.<br />

VB 1500,- NAV/COM SL30<br />

Incl. Einbaurahmen. VB 2000,-<br />

GPSMAP 496 VB 500,- GPSMAP<br />

196 mit Zubehör VB 150,-.<br />

00436644210370,c@meier.cc<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671611<br />

94 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Teilemarkt<br />

Bekanntschaften<br />

MT-ULTRA Professional JTSO.<br />

Verkaufe ein Moving Terrain ULTRA<br />

Professional JTSO, Preis VS., 2.<br />

vorsitzender@sfg-wershofen.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671577<br />

COM, Magneto, Intercom, .. King<br />

KY97A COM incl. rack, € 800,-;<br />

Panel-mounted 4ch Intercom PM<br />

501, € <strong>12</strong>0,-; Alt-Encoder ACK<br />

A-30 30750ft, € 100,-; Magneto<br />

Slick Mod. 4316, € 400,-. All Units<br />

removed in s/a condition, private<br />

Sale. Tel. 0043/680/1409336,<br />

Robert.Wanek1@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668779<br />

Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

www.wmtonline.eu<br />

Motor Lycoming IO-360-A2B. Tel.<br />

01575/3114038<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670776<br />

Pilotin gesucht. Pensionär, ungebunden,<br />

hat seinen Industriebetrieb<br />

verkauft, Resident in Monaco<br />

- Monte Carlo, gutaussehend, 1,75<br />

m, möchte Privatflugzeug - einmotorige<br />

Turbinenprop oder VLJ kaufen,<br />

und sucht schlanke, gutaussehende<br />

Pilotin um zusammen zu<br />

reisen. Bitte E-Mail mit Foto an:<br />

priv@monaco.mc<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669896<br />

Fliegerbraut. Flugbegeisterte PPL<br />

Inhaberin (48) in gutem Wartungs-<br />

und Pflegezustand, stets<br />

hangariert sucht männliches<br />

Pendant für gemeinsame Unternehmungen,<br />

Reisen und vielleicht<br />

auch mehr. Gerne im norddeutschen<br />

Raum, ist aber kein<br />

Muss. pilotin@ich.ms<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674849<br />

Dynon S10 EFIS mit künstlichem<br />

Horizont, voll funktionsfähig und<br />

gut erhalten, Bj. 2005, VB <strong>12</strong>50,- €.<br />

Tel. 0228/2433644<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673910<br />

Transponder Garmin GTX 328 mit<br />

EASA FORM 1. Neuwertig ohne<br />

technische und optische Mängel.<br />

Komplett mit Einbaurahmen, Rückenplatte,<br />

Installation Manual und<br />

Pilot`s Guide. Incl. versichertem<br />

Versand europaweit für 1.995,- €.<br />

franz.topitsch@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675397<br />

Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

www.wmtonline.eu<br />

Dittel FSG 5, Handfunkgerät FSG<br />

5, Akku neu, incl. Headset und<br />

Ladegerät VB € 500.-.<br />

bernd.mayr@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668016<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1027<br />

Maintenance/Wartung<br />

Markt<br />

Privat Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1783<br />

Rotax 9<strong>12</strong> A zu verkaufen, 80<br />

hp. Rotax 9<strong>12</strong> A2, preserved. Still<br />

495 hrs. to go with mod. clutch.<br />

1505 hrs. after overhaul, 2004.<br />

Incl. oil tank and start relay. All<br />

tech. papers and books available.<br />

Special for homebuilt or UL<br />

aircraft. Price 3500,- €. Contact<br />

us for photos and information.<br />

Tel. 0031/222314761, pstandaart@<br />

kpnplanet.nl<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673429<br />

Dornier Do27 Teile, Prop<br />

HC82VX20, gebraucht oder überholt.<br />

Vergaser, Instrumente, Bremsen,<br />

Leitwerke, Türen, Anlasser,<br />

Generatoren, Spinner, Auspuff,<br />

Getriebe für GO480 B1A6 etc.Tel.<br />

0172/5652533<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670730<br />

Reise/<br />

Veranstaltungen<br />

Namibia - Swakopmund! Privatpilot<br />

für Rundflüge, Fotoflüge, Safaris<br />

mit eigener Cessna 182 oder<br />

Pkw. Keine Charter, nicht gewerblich.<br />

info@clouddancer-namibia.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674448<br />

Ihr Partner für Aviation und<br />

Events! Sie benötigen ein spezielles<br />

Luftfahrzeug? Sie wollen ein<br />

besonderes Ereignis feiern? Sie<br />

haben besondere Ansprüche?<br />

Sie benötigen Handling-Personal<br />

sowie eine starke, kompetente<br />

Mannschaft, welche Ihr<br />

Event organisiert? - Bei uns sind<br />

Sie richtig! Besuchen Sie uns<br />

jetzt auf www.aircharterplus.de<br />

oder rufen Sie uns an. Air Charter<br />

plus GmbH, 01705 Freital,<br />

aircharterplus.de<br />

F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676196<br />

Privatpilot in Berlin, 59 Jahre,<br />

guterhalten, präsentabel und<br />

agil, interessiert an der Welt und<br />

am Entdecken neuer Flugziele.<br />

Welche "Sie" mag mitfliegen und<br />

miterleben? Interessiert? Dann<br />

maile an Matthias unter<br />

Hargmatt2@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673693<br />

Gegroundete Sportpilotin mit<br />

Faible für Reisen und Kultur<br />

sucht sportlichen und dynamischen<br />

IHN für gemeinsame Reisen.<br />

Bestenfalls sattelfest und<br />

mit Spanischkenntnissen für<br />

Abenteuer bei den Gauchos. Mail<br />

an matchmypersonality@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674276<br />

Immobilien<br />

Wohnhaus im Flugplatzsondergebiet<br />

Hodenhagen (EDVH) zu verkaufen.<br />

Info unter:<br />

volatus.s@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674324<br />

Hallenplatz in Verden zu mieten.<br />

Sympathische Flieger zwischen<br />

Bremen und Hannover haben auf<br />

dem Verkehrslandeplatz Verden-<br />

Scharnhorst (EDWV) 2 Hallenplätze<br />

für UL oder E-Klasse frei. Ab<br />

<strong>12</strong>9,- Euro monatlich. Aktives Vereinsleben<br />

m. ausgewogener Altersstruktur<br />

von 14 bis 79 Jahren und<br />

Clubheim inklusive. Nähere Informationen<br />

bei Vorstandsmitglied<br />

Maren Dellinger, 0176/42038900,<br />

vorstand@flugplatz-verden. de<br />

Flughafen Heringsdorf<br />

(Usedom). Neue Ferienwohnungen<br />

ab 84-105 m², Preise ab<br />

226.000,- €, 5 km bis zum Golfplatz,<br />

10 km bis zum Strand.<br />

domicilia-buchung@gmx.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675816<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

95


Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

Flugleiter / BfL. Langjähriger<br />

Flugleiter, 62, AZF, Erfahrungen<br />

mit RMZ und Betriebsführung<br />

eines VLP, sucht 2 bis 3-Jahresvertrag,<br />

befristet, ggf. längerfristige<br />

Urlaubs- und Krankheitsvertretung.<br />

me.atc@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676057<br />

Quereinstieg in die Luftfahrtbranche.<br />

Motivierter und dynamischer<br />

Unternehmensberater (28 J.)<br />

mit PPL-A, GPL und UL-Schein<br />

sucht Quereinstieg in die Luftfahrtbranche.<br />

Bringe Erfahrung im Vertrieb,<br />

als Projektleiter und Werkstattleitererfahrung<br />

(Luftsportverein)<br />

mit. Bin auf der Suche nach<br />

einer Herausforderung, in der ich<br />

meine Begeisterung für die Luftfahrt<br />

voll und ganz ausleben kann.<br />

Flexibilität, Zuverlässigkeit und<br />

Selbstständigkeit in hohem Maße<br />

vorhanden. Wünschenswert wäre<br />

eine Tätigkeit im Vertrieb, Produktmanagement,<br />

Marketing o. ä.<br />

jobs4aviator@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673367<br />

Juristin sucht neue berufliche<br />

Herausforderung (D-A-CH) -<br />

gerne im Bereich Luftfahrt und/<br />

oder §§-fern. Berufserfahrung in<br />

der Energiewirtschaft und allg.<br />

Wirtschaftsrecht sowie Kenntnisse<br />

im Datenschutz- und IT-<br />

Recht vorhanden. Bei Bedarf<br />

Anwaltszulassung in Dtl. möglich.<br />

Mail an: notam83@web.de<br />

oder Chiffre 3619337<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669850<br />

Pilot auf Pilatus PC<strong>12</strong>NG (EASA/<br />

FAA) sucht Einsatzmöglichkeit,<br />

gerne weltweit.Tel. 0151-58532232<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677119<br />

Kapitän 560XLS+ > 8600 Stunden<br />

gesamt, davon > 1000<br />

Stunden on Type. CE 525CJ Rating<br />

ebenfalls vorhanden mit ca.<br />

<strong>12</strong>00 Stunden Erfahrung on<br />

Type. Meine Berufserfahrung<br />

sind 26 Jahre in der Branche u.<br />

a. auch auf D-A...Flugzeugen.<br />

Chiffre 3624796<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 6757<strong>12</strong><br />

Techniker (Luftfahrt), 39 J. Alter<br />

Hase aus dem Strukturflugzeugbau,<br />

ehem. Fluggerätmechaniker,<br />

sucht neue administrative Technikeraufgabe<br />

zw. Freiburg und Offenburg.<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

ebenso interessant wie Luftfahrt,<br />

es liegt nur an Ihrer Flexibilität.<br />

Bringe PPL-H (510h), UL-Gyro<br />

(130h), AZF, Präsentationsstärke<br />

und spreche fließend Englisch.<br />

Wünschenswert ist eine Tätigkeit<br />

als techn. Trainer, techn. Redakteur<br />

oder in der techn. Dokumentation.<br />

Aviator-77933@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670859<br />

96 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

Die ganze Welt der<br />

Luft- und Raumfahrt<br />

06 2014<br />

FLUG REVUE<br />

Flug MH370<br />

Deutschland € 4,90 www.flugrevue.de<br />

Das Luft- und Raumfahrt-Magazin<br />

FLUGLEHRER/IN GESUCHT<br />

Wo: Flugplatz Augsburg (München)<br />

Jeden Monat<br />

neu am Kiosk!<br />

www.fugrevue.de<br />

Bleibt die 777 für<br />

immer verschollen?<br />

M-346 MASTER<br />

Der beste Jet-Trainer<br />

der Welt<br />

JÄGERLEGENDE FW 190<br />

Erstflug vor 75 Jahren<br />

TRISTAR-ABSCHIED<br />

RAF steigt auf<br />

A330-Tanker um<br />

STEALTH-<br />

BOMBER B-2<br />

Speerspitze der US Air Force<br />

Für unsere Flugausbildung suchen wir ab sofort nette(n) Fluglehrer/in für den<br />

Flugplatz Augsburg. Die Stelle ist freelance oder TZ (bei Übernahme zusätzlicher<br />

Aufgaben auch VZ möglich). Mindestqualifikation ist eine FI(A) / FI(A) rp mit der<br />

Ausbildungsberechtigung für PPL(A). Weitere Berechtigungen können an unserer<br />

Flugschule erworben werden. Bewerbungen an: info@mfa.aero<br />

MFA Munich Flight Academy – www.mfa.aero – Tel: 0821/7472460<br />

Verschiedenes<br />

18-jähriger Hobbypilot sucht finanzkräftigen<br />

Mitflieger mit Abenteuerlust<br />

für Deutschlandrundflug.<br />

Chiffre AE<strong>12</strong>/1<strong>12</strong>1696<br />

Gesundheit und wohlfühlen. Tinnitus-Stress-unkonzentriert?<br />

Energiearbeit<br />

durch Quanten aktiviert<br />

Ihre Selbstheilungskräfte und verhilft<br />

zu Wohlbefinden, Ausgleich,<br />

Stressabbau. Terminvereinbarung/<br />

Preise per E-Mail: manuelaleiser@<br />

web.de, FKB Baden Airpark,<br />

D-77836 Rheinmünster, Avenue<br />

Montreal D425<br />

F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677047<br />

Fluglager 2017 - freie Plätze!<br />

Unser Fluggelände liegt in Unterfranken<br />

(BY) und bietet mit Rhön &<br />

Thüringer Wald ideale Voraussetzungen<br />

für den Segelflug. Die Einrichtungen<br />

für die Betreuung von<br />

Fluggruppen entsprechen modernsten<br />

Anforderungen. Alle Details<br />

unter www.fsv-grabfeld.de<br />

bzw. info@fsv-grabfeld.de.<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677017<br />

Für gelegentliche Flüge suche<br />

ich einen erfahrenen Copiloten,<br />

King Air C90B im Hangar Flughafen<br />

Stuttgart. Tel.0172/7499821 Martin<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673589<br />

Segelflugzeug Hebekran. Biete<br />

Schwenkkran für seitliche Montage<br />

an einen Hallenträger. Konstruiert<br />

für eine DG800C (ca. 350<br />

kg), kann jeder Einsitzer gehoben<br />

werden. Mehr Info im Online Exposé.<br />

VB 4500,–. ls7@joens.me<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675784<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

97


-Markt<br />

Grundstück mit Projekt nahe Flughafen PULA/KROATIEN<br />

zu verkaufen. 4100m² (teilbar) mit Bodenplatte <strong>12</strong>x16m für eine mediterrane<br />

Villa, Strom, Wasser, alle Genehmigungen vorhanden, Eigentum 1/1, 50 Olivenbäume.<br />

Nur fertigbauen oder einfach verändern. Lage in Valtura 5 km zur<br />

Stadt Pula/Istrien, ideal für Piloten, da der Flughafen und das kroatische Meer<br />

sich berühren. Preis: 492.000,– Euro<br />

Tel. 00385-98-1959436 · E-Mail: dubravka.schiffmann@gmail.com<br />

TO ADVERTISE IN OUR<br />

WEB DIRECTORY SECTION<br />

FLIGHT SCHOOLS | HELICOPTER | MAINTENANCE | BUSINESS AVIATION<br />

PLEASE CONTACT: REINHARD WITTSTAMM +49 711 182 2814 OR<br />

RWITTSTAMM@MOTORPRESSE.DE<br />

Flugschule im Süden Deutschlands<br />

großer Kundenstamm, EASA/LBA genehmigt zu verkaufen -<br />

Anteil oder komplett. Chiffre aer 10/1<strong>12</strong>1840<br />

Das Team des<br />

wünscht<br />

allen Lesern und Kunden<br />

frohe Festtage und „Many Happy Landings“<br />

im neuen Jahr!<br />

98 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

ACHTUNG: PPL; CPL; (US-ATPL;<br />

CFI/CFII) . Tel. 0173/9021727 oder<br />

02534/5444<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668490<br />

Hallenplatz in Hodenhagen zu<br />

vergeben, Stellplatz in Rundhalle<br />

mit Drehteller zu vergeben, mit<br />

Anschluss an sehr aktiven Aero-<br />

Club. 150,00 € monatl. 0171/2434168<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673752<br />

Antiquariat<br />

<br />

<br />

<br />

www.flugversand.de<br />

Online-Shopping rund um die Uhr!<br />

Everything for Pilots and Airplanes!<br />

Hohler Weg 6 · 34466 Wolfhagen - Bründersen<br />

T. 0 56 92/23 63 · info@flugversand.de · vertrieb@flugversand.de<br />

<br />

Reise und Luftfahrt<br />

www.heller-verlag.de<br />

Besuchern des Deutschen Aero Clubs und des unserem Hotel naheliegenden<br />

Luftfahrtbundesamtes in Braunschweig bieten wir Übernachtungsmöglichkeiten<br />

zu äußerst günstigen Tarifen. Für Tagungen stehen sieben klimatisierte<br />

Tagungsräume mit Tageslicht zur Verfügung.<br />

4-Sterne-Hotel Landhaus Seela<br />

Messeweg 41, 38104 Braunschweig<br />

Telefon: 0531-37001-162 · Fax: 0531-37001-193<br />

Internet: Hotel-Landhaus-Seela.de · E-mail: info@Hotel-Landhaus-Seela.de<br />

SEP / MEP / King Air / CitationJet - VFR / IFR Check & TRG<br />

G1000, GNS 430/530, FMS, EFIS, PFD, MFD, IPAD (EFB), LNAV / VNAV / LPV<br />

IFR Erneuerung - IFR Training - IFR Check Erwerb: IFR SEP & MEP<br />

Prüfer (TRE, CRE, IRE, FIE) / Instructor (VFR-IFR-MEP-KingAir-JET) / FNPT II<br />

Peter Burghard (München / Valencia) - mobil 0160/80 50 750 - email: pb@mfa.aero<br />

Hier landen Sie richtig:<br />

www.siebert.aero<br />

• 3000 Produkte für Flieger online bestellbar<br />

• Aktuelle News aus der Luftfahrt<br />

• Tagespreise und Schnäppchenangebote<br />

• Neuheiten<br />

• Produktbewertungen<br />

www.siebert.aero<br />

Kontakt: Telefon 0251 92459-3 Fax 0251 92459-59 eMail: info@siebert.aero<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

99


-Markt<br />

--> von erfahrenen Piloten<br />

empfohlen. Futterhaus –> der<br />

ideale Platz im Winter, Nistkasten<br />

–> ungestörte Nachwuchspflege<br />

im Frühjahr, Gartendekoration<br />

–> Ihr ganzjähriger individueller<br />

„Hingucker“, ca. <strong>12</strong>0 cm<br />

x 90 cm, Bausatz 299,00 € zzgl.<br />

Versand, Fertigmodell ab 499,00<br />

€ zzgl. Versand. Tel. 06444/921573,<br />

info@hillenbach-consulting.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675259<br />

Sammlungsauflösung: Verkaufe:<br />

35 Baupläne, meist mit Lizenzen,<br />

von Selbstbau-Flugzeugen, Holz-<br />

Gemischtbau- und GFK/CFK<br />

Bauw., weltweite Typen! Sowie<br />

viele Typenblätter, haupts. Amateurbau<br />

und leichte Flugzeuge mit<br />

Historie. Beschreib., Fotos, Drucksach.<br />

usw. Horst Fischer, Tulpenweg<br />

8, 88487 Mietingen, Liste anf.<br />

Hallenplätze in Donzdorf (EDPM)<br />

frei. Ab sofort Hallenplätze für<br />

UL, Tragschrauber und E-Klasse<br />

in Donzdorf frei. Der Sonderlandeplatz<br />

Donzdorf-Messelberg<br />

(EDPM) liegt in herrlicher Lage an<br />

der Albkante auf 2272 ft MSL,<br />

bietet eine 600 x 10 m Asphaltpiste<br />

sowie eine gemütliche Fliegerkneipe.<br />

Näheres bei Dennis<br />

Sanner, 1. Vorsitzender unter<br />

0171/6952260 oder vorstand@<br />

fliegergruppe-donzdorf.de<br />

www.fliegergruppe-donzdorf.de<br />

F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676204<br />

Markt<br />

Privat Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1783<br />

Verbinden Sie Ihre Ausbildungszeit mit<br />

Urlaubsatmosphäre. Eine renommierte<br />

Flugschule bietet 3 Wochen Kurse in<br />

Theorie und Praxis vor der einzigartigen<br />

Kulisse der Allgäuer Alpen.<br />

Flugschulen<br />

Die Flugschule im<br />

Fliegen ab Kempten-Durach · EDMK<br />

Schulungen:<br />

Motorflug, Motorsegler, Ultraleicht<br />

Praxis, Ausbildungsbeginn jederzeit<br />

Sprechfunkzeugnis (BZF) in nur 3 Tagen<br />

NVFR und weitere Umschulungen<br />

Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil<br />

Flugschule Michael Bergmann<br />

Deutscher Alpenflug GmbH<br />

Lizenziertes Luftfahrtunternehmen<br />

87468 Kempten-Durach · Postf. 64<br />

Allgäu!<br />

Charter:<br />

C172P, 2x SF25C Rotax, C42B, 2x DR400, PA18, C150M/Aerobat<br />

Professionelle Alpeneinweisung<br />

Erwerb Klassenberechtigung SEP / TMG<br />

F-Schlepp für Gastsegelflieger, Schleppberechtigung für PPL<br />

Spornradtraining, Einweisung PA18 / 150<br />

Im Winter: Skifliegen auf Motorsegler und PA 18<br />

Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!<br />

C525 LPC & OPC on Full Flight Simulator FFS<br />

C525/PIC/IR SP-OPS = EUR 1.800,– + Mwst. (2 hrs)<br />

C525/PIC/IR MP/SP-OPS = EUR 1.450,– + Mwst.* (3 hrs)<br />

*MP-Check 2 Pilots min. Price each Pilot.<br />

LVTO - EGLC and System Refresher on Request<br />

For Slots call +49 172/9 67 51 34 or www.hanke-aviation.de<br />

0831/5700-414<br />

Mobil:0171/9542846<br />

info@lu-bergmann.de<br />

www.lu-bergmann.de<br />

Schleppkuli/Rangiergerät in gutem<br />

Zustand in Bonn EDKB zu verkaufen.<br />

VB 700,- €. Tel. 0172-2403641<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676021<br />

Hallenstellplätze (auch aufgerüstete<br />

Segelflugzeuge!) in<br />

moderner Halle mit großem Tor<br />

ab dem 01.01.2017 zu vergeben.<br />

Anschluss an unsere freundlichen<br />

aktiven und passiven Flieger<br />

inkl.! Tel. 0151/40424501,<br />

www.lcm-badmarienberg.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675577<br />

Flugschulen und<br />

Sonderverkaufsstellen<br />

Bei diesen Flugschulen bzw. Sonderver kaufs stellen erhalten Sie die jeweils<br />

ak tu elle Ausgabe von <strong>aerokurier</strong> bzw. FLUG REVUE!<br />

Flugplatzgesellschaft<br />

Schönhagen mbH<br />

Am Flugplatz Haus 2<br />

14959 Schönhagen<br />

RWL German Flight<br />

Academy GmbH<br />

Am Flughafen 20<br />

41066 Mönchengladbach<br />

Fahrschule Klippel<br />

Flugplatz Föhren<br />

54343 Föhren<br />

Flugplatz Koblenz-Winningen<br />

GmbH<br />

56333 Winningen<br />

Rhein-Mosel-Flug<br />

GmbH & Co. KG<br />

Flugplatz,<br />

56333 Winningen<br />

Take-Off Model Shop<br />

Alexanderstr. 22,<br />

64653 Lorsch<br />

Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />

Flughafen Neuostheim<br />

68163 Mannheim<br />

Mt-Propeller<br />

Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />

94348 Atting<br />

Vöslauer Flugbetrieb<br />

Günter Watschinger GmbH,<br />

Flughafen,<br />

A-2540 Vöslau<br />

Möchten Sie auch mit Ihrer Flug schule oder Sonderverkaufs stelle hier aufge nommen sein? Fordern Sie unsere<br />

Fachhandels-Konditionen an bei: dpv Service GmbH, Kundenservice Fachhandel, Tel. 00 49 (0) 40/3 78 45-36 00,<br />

Fax: 00 49 (0) 40/3 78 45 -9 36 00, E-Mail: fachhandel@dpv.de<br />

100 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

www.eisenschmidt.aero<br />

MFA MUNICH FLIGHT ACADEMY GMBH<br />

DE.ATO 067<br />

D - 302 EG<br />

➪ nächster ATPL Lehrgang ATPL(A) – Februar 2017<br />

Verkehrsfliegerschule mit FNPT II & Garmin G1000 Glascockpit<br />

Verkehrsfliegerschule - Ausbildungsfinanzierung - Wir bringen Sie ins Cockpit<br />

PPL - CPL - ATPL - FI(A) - IR(A) - MEP - NVFR<br />

BZF I / II – AZF – Checkflüge VFR / IFR – Alpeneinweisung – FNPT II – Airline Training<br />

www. MFA .aero<br />

München: 0 89/64 27 07 61 • Büro Flughafen Augsburg: 08 21/7 47 24 60 • info@mfa.aero<br />

<br />

➪<br />

Level 4, 5, 6 EP/VP<br />

auch für Vereine und Flugschulen<br />

www.climblevel4.de • AVEO FLIGHT ACADEMY D-LTO-018 Tel. 0172-7<strong>12</strong>2551<br />

MOTORFLUG +++ KUNSTFLUG +++ ULTRALEICHT<br />

SCHULUNG & CHARTER<br />

Flugplatz<br />

Wasserfliegen<br />

www.baltic-seaplane.de<br />

EDMT<br />

Flugschule/ATO: PPL(A), LAPL(A), NVFR, UL, BFR(US), Alpeneinw., BZF, Kunstflug,<br />

Umschulen, Sicherheitstraining, Kompaktkurse Theorie.<br />

Kompaktkurse Theorie: PPL + UL 10.03. – 20.03.17, 19.05. – 29.05.17 ¥ BZF-Kurs: 24.03. – 26.03.17<br />

FI-Fortbildung: Fluglehrerfortbildung 29./30. April 2017<br />

Für Piloten: Flugsicherheitstraining, Refresher<br />

Experience: Kunstflugausb., Spornradeinw., Spin Training<br />

★<br />

★ All Stations: Merry Christmas! Frohe Weihnachten!<br />

★<br />

★<br />

★<br />

40 JAHRE EDMT!<br />

Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum GmbH • Tel: 08395/<strong>12</strong>44 • Fax: 08395/93137<br />

88459 Tannheim-Flugplatz • www.flugplatz-tannheim.de • e-mail: info@edmt.de<br />

★<br />

★<br />

★<br />

★<br />

★<br />

★<br />

BZF/AZF intensiv in Frankfurt<br />

FŸr Eilige und Leute mit wenig Zeit.<br />

Einzelunterricht oder kleine Gruppen.<br />

Vorbereitung auf den<br />

ICAO-Sprachtest sowie Erst- und<br />

Verlängerungsprüfung Level 4.<br />

Tel. 0 61 03/92 09 00, 01 71/6 90 67 22<br />

info@ellen-kaag.de, www.ellen-kaag.de<br />

EASA Zulassung DE.ATO.005<br />

HAEUSL’AIR<br />

LAPL(A) – PPL(A) – IR(A) – CPL(A) – 2-MOT – ATPL(A) – FI(A) – MCC<br />

✈ Mitglied im Verband der Europäischen Flugschulen ✈ EAAPS member<br />

✈ Langjährige Erfahrung ✈ Airlineorientierte Ausbildung ✈ Europaweite Schulungsflüge<br />

✈ Kleine Gruppen und individuelle Zeitplanung – Persönliche Betreuung auch für VIPs<br />

Ob PPL(A), IFR, CPL oder ATPL(A) - Jede Ausbildung wird für Sie persönlich geplant<br />

✈ <strong>12</strong> eigene Flugzeuge, FNPT ll B737, FNPT ll SENECA lll, eigener Wartungsbetrieb<br />

✈ Zielstrebige, durchgängige Ausbildung aus einer Hand bis zum ATPL<br />

✈ Screeningvorbereitungen für alle Airlines<br />

✈ Lizenzerneuerungen ✈ Umschreibungen ausländischer Lizenzen<br />

✈ Umschreibungen militärischer Lizenzen<br />

✈ Lehreraus- und -weiterbildungen<br />

✈ English Proficiency Check - Level 4<br />

HAEUSL’AIR Flugschule Michael Haeusler<br />

Flugplatzstraße 3 und Flurstraße 42<br />

84034 Landshut 84095 Furth<br />

Tel. 0171 8368894 08704 9272<strong>12</strong><br />

www.flugausbildung.de<br />

Unsere Preise sind ehrlich und knallhart kalkuliert.<br />

Detaillierte Preise und Ausbildungsprogramme<br />

finden Sie unter: www.flugausbildung.de<br />

Termine<br />

Ausbildungsbeginn: JEDERZEIT<br />

EIGENE FERNLEHRGÄNGE PPL(A) – ATPL(A)<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong><br />

101


VERBAND DEUTSCHER VERKEHRSFLIEGERSCHULEN E.V.<br />

Helikopterschulen<br />

-Markt<br />

Anzeigenberatung/<br />

Verkauf<br />

Reinhard<br />

Wittstamm<br />

0711/182-2814<br />

Eurofly Aviation GmbH<br />

Rosenheimer Straße 145 e-f<br />

81671 München<br />

Tel: +49 (0) 89-606 089 460<br />

info@eurofly-aviation.de<br />

www.eurofly-aviation.de<br />

„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />

Die Flugschule für<br />

Hubschrauberführer<br />

Unser Ausbildungsprogramm:<br />

ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />

TRI(H), NFQ(H)<br />

Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />

Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Hubschrauberpiloten-<br />

Ausbildung (PPL-H)<br />

Type Rating auf Robinson 22<br />

& Robinson 44<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO105,<br />

MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />

ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />

Autorisierter ROBINSON-Händler<br />

Kontaktieren Sie uns unter schulung@airlloyd.de oder<br />

AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />

Flugplatz Bonn-Hangelar<br />

Flugplatz Halle-Oppin<br />

53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />

Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)34604/309-14<br />

Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)34604/309-15<br />

Praxis-Quiz<br />

Lösungen von Seite 65<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

Frage 1: d) Missweisung, Variation und<br />

Deklination haben die gleiche Bedeutung.<br />

Frage 2: b) Die noch verbleibende zulässige<br />

Abweichung des Kompasses<br />

durch Metallteile oder elektrische Geräte<br />

bezeichnet man als Deviation.<br />

Frage 3: b) Den Kartenkurs in der<br />

ICAO-Luftfahrtkarte nimmt am Mittel -<br />

me ridian ab, weil hier der Kursmittelwert<br />

für die Strecke gemessen werden kann.<br />

102 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


[ Termine ]<br />

präsentiert<br />

von<br />

OO<br />

26. November<br />

Tag der AOPA-Vereine,<br />

Egelsbach<br />

Flugplatz, 62239 Egelsbach,<br />

E-Mail: info@aopa.de, www.aopa.de<br />

OO<br />

3. Dezember<br />

Quax-Winterzauber,<br />

Paderborn/Lippstadt<br />

Quax, Verein zur Förderung von<br />

historischem Fluggerät e.V.,<br />

Heessener Dorfstr. 46, 59073 Hamm<br />

Tel.: +49 2381 488842,<br />

E-Mail: info@quax-flieger.de<br />

Termine 2017<br />

OO<br />

27. – 29. Januar<br />

Hexentreffen<br />

Rheinsteig-Jugendherberge Kaub,<br />

Zollstraße 46, 56349 Kaub,<br />

Sabine Theis, Tel.: +49 6772 2437,<br />

E-Mail: frauen@lsvrp.de,<br />

www.hexentreffen2017.de<br />

✘✘<br />

5. – 8. April<br />

AERO, Friedrichshafen<br />

Messe Friedrichshafen, Neue<br />

Messe 1, 88046 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 708404,<br />

E-Mail: info@messe-fn.de,<br />

www.aero-expo.com<br />

OO<br />

20./21. Mai<br />

Flugtage, Gera-Leumnitz<br />

Ronneburger Str. 74, 07546 Gera,<br />

www.grossflugtage.com/<br />

flugtage-gera<br />

✘✘<br />

22. – 24. Mai<br />

17. EBACE, Genf, Schweiz<br />

European Business Aviation<br />

Association, Avenue de Tervuren<br />

13 a-b/Box 5, 1040 Brüssel, Belgien,<br />

Tel.: +32 2 7660070,<br />

E-Mail: info-eu@ebace.aero,<br />

www.ebace.aero<br />

OO<br />

9. – 11. Juni<br />

Flugplatzkerb, Gelnhausen<br />

Aero-Club Gelnhausen,<br />

Am Flugplatz 1, 63571 Gelnhausen,<br />

Tel.: +49 6051 92170, E-Mail:<br />

buero@aeroclub-gelnhausen.de,<br />

www.flugplatzkerb-gelnhausen.de<br />

OO<br />

19. – 25. Juni<br />

International Paris Airshow,<br />

Paris, Frankreich<br />

www.siae.fr/en/<br />

OO<br />

1./2. Juli<br />

Coburg Airshow<br />

Zur Brandensteinsebene,<br />

96450 Coburg,<br />

E-Mail: info@aeroclub-coburg.de,<br />

www.aeroclub-coburg.de/airshow<br />

OO<br />

7. – 9. Juli<br />

Int. Airliner-Treffen (Modelle),<br />

Giengen/Fils<br />

Fliegergruppe Gingen/Fils, Daniel<br />

Häfele, Tel.: +49 176 95565032,<br />

www.airlinertreffen.com<br />

OO<br />

9./10. Juli<br />

Flying Legends, Duxford,<br />

Großbritannien<br />

Imperial War Museum, Duxford<br />

www.flyinglegends.com<br />

OO<br />

14. – 16. Juli<br />

Royal International Air Tattoo,<br />

Fairford, Großbritannien<br />

RAF Fairford, Gloucestershire<br />

www.airtattoo.com<br />

OO<br />

24. – 30. Juli<br />

EAA AirVenture Oshkosh,<br />

USA<br />

EAA Aviation Center,<br />

3000 Poberezny Road,<br />

Oshkosh, Wisconsin 54902, USA<br />

www.eaa.org/en/airventure<br />

OO<br />

5./6. August<br />

Flugtag, Uslar<br />

Luftsportvereinigung „Solling“ e.V.<br />

Flugplatz Uslar, 37170 Uslar,<br />

Tel.: +49 5571-4989<br />

✘✘<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de. Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für<br />

den Termin-Service an redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

E-Mail: info@flugtag-uslar.de,<br />

www.flugtag-uslar.de<br />

OO<br />

26./27. August<br />

Flugtag, Bensheim<br />

Segelfluggruppe Bensheim e. V.,<br />

www.sfg-bensheim.com<br />

OO<br />

26./27. August<br />

Flugplatzfest, Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld e.V.,<br />

Beethovenstr. 19, 72458 Albstadt,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

9./10. September<br />

Fliegerfest, Ammerbuch,<br />

Flugplatz Poltringen<br />

Flugsportverein Ammerbuch e.V. ,<br />

Postfach 1102, 71070 Herrenberg,<br />

Tel.: +49 7032 28602,<br />

E-Mail: info@fsv-herrenberg.de,<br />

www.fsv-herrenberg.de<br />

Die Flugplatzkerb in Gelnhausen mausert sich immer mehr zum<br />

Großevent für aktive Piloten und Flugzeugenthusiasten.<br />

Foto: Aero-Club Gelnhausen<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />

(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />

Marzinzik Redaktion: Maximilian Kühnl, Alexandros Mitropoulos<br />

Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta<br />

Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout:<br />

MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Tobias Rall, Katrin Sdun Repro:<br />

MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine<br />

Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat: Iris<br />

Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Jörg Adam, Bernd Fischer,<br />

Toni Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini, Egon-<br />

Manfred Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />

Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814,<br />

E-Mail: rwittstamm@motorpresse.de Verantwortlich für den<br />

Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027,<br />

E-Mail: jruprecht@motorpresse.de Vertrieb/Einzelverkauf:<br />

DPV Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Dirk Geschke<br />

Herstellung: Rainer Jüttner<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />

Printed in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />

Motor-Presse International, Tel.: +49 711 182-01<br />

ABO-SERVICE, 70138 Stuttgart<br />

Telefon +49 711 320 688 99, Telefax +49 711 182-25 50<br />

E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

ANSCHRIFTEN: Verlag: Motor Presse Stuttg art GmbH & Co. KG,<br />

Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Postfach, 70162 Stuttgart, Telefon:<br />

+49 711 182-01, Fax: +49 711 182-1349 Ideeller Herausgeber:<br />

Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28, 38108<br />

Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />

Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />

ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />

Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, <strong>12</strong>901 S.W. 64th Court, Miami,<br />

FL 33156, Tel.: 001 305-666-2055, E-Mail: ed.hirsch@iamgrp.<br />

com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />

Tel.: 001 786-223-1852, E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com<br />

Frankreich: Defense & Communication, Fabio Lancellotti, 48 Boulevard<br />

Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />

earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />

Via Reno 2c, I-00198 Rom, Tel.: +39 06 8554<strong>12</strong>6, E-Mail:<br />

pommerschein@tin.it Polen: Wojciech Luczak, Agencja Lotnicza<br />

Altair, ul. Fabry czna 16-22/23, PL-00-446 Warschau, Tel.: +48 22<br />

6283073, E-Mail: wojciechluczak@wp.pl Tschechien: Ing. Zdenek<br />

Burian, Ke kurtum 379/11, CZ-14200 Prag 4, Tel.: +420 261<br />

911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />

BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />

€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />

72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />

der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

Mitgliederbezugspreises.<br />

Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-<strong>12</strong>81)<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 103


[ PORTRÄT ]<br />

Von der Circe<br />

Das Interview führte<br />

Gerhard Marzinzik<br />

bis zur Concordia<br />

Die moderne Faserverbundbauweise<br />

hat<br />

Gerhard Waibel von<br />

der D-36 Circe an<br />

mitgeprägt. Er war<br />

als Pilot erfolgreich<br />

und wirkte – bereits im<br />

Ruhestand – am Überflieger<br />

Concordia mit.<br />

Viele Flugzeugmuster tragen<br />

dein Initial, von der<br />

ASW <strong>12</strong> bis zur ASW 28.<br />

Wo ordnest du die Concordia<br />

ein?<br />

Rückblickend habe ich die meiste<br />

Arbeitszeit bei Schleicher in Offene-<br />

Klasse-Flugzeugen investiert. Da<br />

wurden immer neue Materialien und<br />

auch neue Technologien eingebracht.<br />

Dann, zum Abschluss, noch einmal<br />

einen ‚Rennwagen‘ bauen zu können,<br />

alles zusammenzubringen, was gut<br />

ist, das war für mich das schönste<br />

Ruhestandsgeschenk.<br />

Im Konstruktionsteam der D-36<br />

hast du daran mitgewirkt, die<br />

Faserverbundbauweise zu etablieren.<br />

Wo lagen da die Herausforderungen?<br />

Die D-36 haben Wolf Lemke und ich<br />

bei einem gemeinsamen Praktikum<br />

bei British Steel in Sheffield verabredet.<br />

Erst sollte es ein kleiner Flieger<br />

werden. Aber nachdem wir die BS-1<br />

von Björn Stender mit 18 Meter Spannweite<br />

gesehen hatten, wollten wir<br />

da nicht nachstehen. Wolf Lemke hat<br />

dann nachgerechnet, was die schon<br />

fertiggestellten Leitwerke der D-36<br />

noch hergaben, und so sind wir auf<br />

17,80 Meter Spannweite gegangen.<br />

Für den Flügel konntet ihr ein<br />

ganz neues Profil von Professor<br />

Wortmann verwenden.<br />

Björn Stender hatte uns darauf aufmerksam<br />

gemacht, dass Professor<br />

Wortmann ein neues, ganz dünnes<br />

Laminarprofil mit einem hohen maximalen<br />

Auftriebsbeiwert entwickelt<br />

hatte, das Björn selbst gerne genommen<br />

hätte.<br />

Das erste Flugzeug in Faserverbundbauweise<br />

war die D-36 nicht.<br />

Welche Vorbilder gab es damals,<br />

Anfang der 60er Jahre?<br />

Von der einfachen Bauweise der SB-<br />

6 und SB-7 der Akaflieg Braunschweig<br />

104 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


haben wir uns schon inspirieren lassen.<br />

Da wurde im Wesentlichen außer<br />

einem Glasfaserholm eine Balsastruktur<br />

gebaut, die man mit GFK überzogen<br />

hat. Um Verwitterung haben wir<br />

uns nicht so sehr gekümmert. Die V2<br />

der D-36, die jetzt im Museum auf<br />

der Wasserkuppe steht, zeigt ja, dass<br />

das bei sachgerechter Behandlung<br />

geht. Die D-36 hat viel offenes Balsa.<br />

Innen ist sie gerade mal mit ein bisschen<br />

Harz gestrichen, sie hat dort<br />

nicht überall eine Glasfaserschicht.<br />

Flossen bei der ASW <strong>12</strong>, dem ersten<br />

GFK-Flugzeug von Schleicher,<br />

wieder neue Erkenntnisse zur<br />

aerodynamischen Auslegung ein?<br />

Die D-36 hatte schon eine vergleichsweise<br />

kleine Flügelfläche und damit<br />

eine höhere Streckung. Wir wissen<br />

heute, dass dies gute Steigleistungen<br />

bringt. Von der Thermik wusste man<br />

damals, dass ein um einen Meter<br />

kleinerer Kreisradius eine Verbesserung<br />

der Steigleistung um 2 cm/s<br />

ergibt. Eine Querneigung von 40 Grad<br />

galt deshalb als optimal. Die Ka 6 war<br />

in dem Sinne gut ausgelegt für diesen<br />

„Bartgradienten“ und in gewisser<br />

Weise richtungsgebend. Ihre<br />

schwereren Konkurrenten Foka und<br />

Standard Austria stiegen schlechter.<br />

Bei den Segelflug-Weltmeisterschaften<br />

1970 in Marfa, Texas, haben wir<br />

dann erfahren, dass es sehr viel weitere<br />

Thermik gibt mit guten Steigwerten.<br />

In Marfa bist du mit der ASW 15<br />

Sechster geworden. Hat es dir<br />

als Konstrukteur geholfen, dass<br />

du selbst bei Meisterschaften<br />

geflogen bist?<br />

Nach drei Deutschen Meisterschaften,<br />

1964 hatte ich ja gleich mit der D-36<br />

in der Offenen Klasse den Titel geholt,<br />

war ich im WM-Team. Dass ich mich<br />

dann in Marfa gleich vor dem amtie-<br />

Anfänge und Moderne:<br />

Gerhard Waibel vor dem<br />

Lilienthal-Gleiter.<br />

renden Weltmeister platzieren konnte,<br />

hat mich schon sehr gefreut. 25<br />

Jahre war ich insgesamt in der Nationalmannschaft<br />

und als Helfer bei<br />

vielen Weltmeisterschaften dabei. Die<br />

Erfahrungen der Piloten haben schon<br />

sehr geholfen. Ich habe ja immer nur<br />

Flugzeuge konstruiert, die sich im<br />

Wettbewerb bewähren mussten.<br />

Die Forderung nach sehr gutmütigen<br />

Langsamflugeigenschaften<br />

hat die Entwicklung etwas eingebremst.<br />

Was ist da passiert?<br />

Die Konzentration auf sehr gutmütige<br />

Flugeigenschaften hat Flügelprofile<br />

gebracht, die im Bereich des maximalen<br />

Auftriebsbeiwerts ein großes Plateau<br />

im Geschwindigkeitsbereich<br />

hatten. Die Piloten konnten mit diesen<br />

Flugzeugen sehr langsam kurbeln,<br />

ohne zu merken, dass sie sich in einem<br />

Bereich mit stark anwachsendem Widerstand<br />

bewegten. Man hat sich da<br />

mit einem Seitenfaden oder Drucksonden<br />

zur Kontrolle des Anstellwinkels<br />

beholfen. In der neueren Profilentwicklung<br />

wird dieses Plateau im Polardiagramm<br />

vermieden. Die Flugzeuge<br />

werden heute wieder schärfer ausgelegt,<br />

aber unter Erhalt harmloser<br />

Überzieheigenschaften.<br />

Und wie haben die Erkenntnisse<br />

zur Thermikstruktur die aerodynamische<br />

Auslegung beeinflusst?<br />

Die ASW 22 hat sich schon deutlich<br />

von der ASW 17 unterschieden. Auf<br />

das Ausnutzen engster, schwacher<br />

Thermik wurde verzichtet. In solch<br />

einer Thermik könnte eine Ka 8 in den<br />

unteren turbulenten Höhen eine 22<br />

auskurbeln.<br />

An das Funktionieren der jüngsten<br />

Profile hat so mancher<br />

Aerodynamiker erst einmal nicht<br />

geglaubt ...<br />

Ja, Professor Eppler hat lange nicht<br />

wahrhaben wollen, dass sich die<br />

laminare Grenzschicht bis über den<br />

Klappenspalt erhalten lässt. Für die<br />

ASW 27 und die ASH 26 hat Professor<br />

Loek Boermans solche Profile entwickelt.<br />

Sie haben im Windkanal funktioniert<br />

– und sie funktionieren noch<br />

besser in der freien Atmosphäre!<br />

Professor Boermans ist mit der<br />

Entwicklung von Profilen mit<br />

Absaugung sehr weit. Wie steht<br />

es mit der Realisierung?<br />

Ich denke, dass es Segelflugzeuge mit<br />

diesen Profilen – mit Gleitzahl 100 –<br />

frühestens in rund 30 Jahren geben<br />

wird. Loek Boermans möchte sie natürlich<br />

viel früher haben. Die technologischen<br />

Schwierigkeiten, die dazu<br />

notwendigen perforierten Oberflächen<br />

und Strukturen herzustellen, sind immens.<br />

Aber die Windkanalmodelle<br />

funktionieren ja bereits.<br />

ae<br />

Beim Segelfliegertag in<br />

Berlin wurde Gerhard<br />

Waibel mit der Ehrenmedaille<br />

des Deutschen<br />

Aero Clubs in Gold<br />

ausgezeichnet.<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

Fotos: Maria Szemplinska, Holger Weitzel<br />

Überflieger Concordia<br />

Die Concordia ist das Traumflugzeug geworden, das sich der amerikanische<br />

Wettbewerbspilot Dick Butler erhoffte. Bei 210 km/h gleitet sie noch mit<br />

1:50! Gerhard Waibel: „Das muss man erst einmal begreifen!“ So richtig vorstellbar<br />

ist das für Piloten nicht, mit deren Flugzeugen es bei 200 km/h vor<br />

allem abwärts geht. Das errechnete beste Gleiten von 1:75 hält Waibel für<br />

durchaus realistisch. Um das zu erreichen, hatte Dick Butler für Entwicklung,<br />

Konstruktion und Bau die besten Köpfe in sein Team geholt: Gerhard Waibel<br />

mit seiner großen Erfahrung, Johannes Dillinger für die aerodynamische und<br />

strukturelle Auslegung mit den modernsten Profilen von Loek Boermans. Die<br />

Bauformen entstanden bei Glasfaser Flugzeug-Service. Viele, auch die Firma<br />

Schleicher, ließen sich dann von dem Projekt begeistern und haben mitgebaut.<br />

<strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong> 105


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im Januar<br />

... erhältlich auch<br />

als E-Paper<br />

Heft<br />

1<br />

erscheint am<br />

28. Dezember<br />

<strong>2016</strong><br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 53 und 81<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

mit 35 % Ersparnis<br />

für nur € 10,75<br />

frei Haus!<br />

Einfach anrufen: +49 711 320 688 99<br />

und Kennziffer 1431625 angeben.<br />

Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />

wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />

Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />

Sie den <strong>aerokurier</strong> weiter hin monatlich zu<br />

den im Impressum angegebenen Preisen<br />

mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />

Segelflugzentrum Fuentemilanos<br />

Streckenjäger in Spanien<br />

Die Iberische Halbinsel ist das Segelflugparadies Europas.<br />

Und das Segelflugzentrum Fuentemilanos liegt mittendrin.<br />

Wir zeigen, wie sich hier das Wetter zu Supertagen<br />

entwickelt, wie diese erkannt und mit welchen Aufgabenstellungen<br />

sie am besten genutzt werden können.<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Holger Weitzel, Melih Ömür, Sebastian Thoma, Martin Schulz<br />

Praxis<br />

Im Winter in die Luft<br />

Schnee und Eis sind kein Grund, das<br />

Flugzeug stehen zu lassen. Wer weiß, wie’s<br />

geht, kann auch in der kalten Jahreszeit<br />

tolle und sichere Flüge erleben.<br />

Reise<br />

Endstation Wüste<br />

Faszinierend und traurig zugleich ist<br />

der Anblick hunderter Flugzeuge, die in<br />

der Wüste auf ihr Ende warten. Eine Reise<br />

zu Flugzeugfriedhöfen in den USA.<br />

Maintenance Special<br />

Rund um die Wartung<br />

„Reverse Engineering“ zur Reproduktion<br />

historischer Teile, mobile Maintenance auf<br />

Veranstaltungen und unseren großen Branchenspiegel<br />

bietet das Special im Januar.<br />

106 <strong>aerokurier</strong> <strong>12</strong>/<strong>2016</strong>


digital<br />

Jetzt als<br />

E-Paper im<br />

Kombiabo<br />

99<br />

pro Ausgabe zusätzlich<br />

nur<br />

Cent<br />

<strong>aerokurier</strong> gibt’s jetzt als E-Paper für nur 99 Cent pro Ausgabe im günstigen<br />

Kombiabo Heft & Digital – oder als Digitalabo solo schon ab 11,99 Euro.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/digital


DIE KING AIR FAMILIE<br />

EFFIZIENZ IN ALLEN GRÖSSEN<br />

KING AIR C90<br />

KING AIR 250<br />

KING AIR 350i<br />

KING AIR FAMILIE<br />

Alle King Airs ® von Beechcraft ® wurden so konzipiert, dass sie optimalen Komfort, ideale Nutzlast und einen<br />

effizienten Betrieb ermöglichen. Hierbei wird Ihnen Flexibilität und Vielseitigkeit geboten um die optimale<br />

Lösung für Ihre persönlichen und geschäftlichen Beförderungsbedürfnisse zu finden. Sämtliche King-<br />

Air-Modelle werden nun mit hochmoderner Touchscreen-Bordelektronik und in der Kabine verfügbarem<br />

WLAN geliefert. Erfahren Sie mehr dazu auf Beechcraft.com.<br />

U.S.A. +1.844.44.TXTAV | INTERNATIONAL +1.316.517.8270

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!