Silberstunden - Bilder mit Poesie

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Silberstunden - Bilder mit Poesie von Nachtpoetin, der Autorin des Blogs "Poetisches Leben". Poetische Stimmungsbilder aus dem Leben, Gedanken und Gefühle des Augenblicks.

Silberstunden

...WENN DES HIMMELS GLANZ ERSTRAHLT

POETISCHE STIMMUNGSBILDER

AUS DEM LEBEN,

GEDANKEN UND GEFÜHLE

DES AUGENBLICKS.

Bilder mit Poesie

Von Nachtpoetin, der Autorin des Blogs “Poetisches Leben”

Alle Texte: © Nachtpoetin - Silberstunden

Bilder: Public Domain - Creative Commons CC0


Silberstunden

SILBERSTUNDEN VERABSCHIEDEN

DIE DUNKELHEIT DER NACHT,

WENN DES HIMMELS GLANZ ERSTRAHLT

UND DAS LEBEN AUS DEM SCHLAF ERWACHT…


Graue Wolken

GRAUE WOLKEN

ZIEHEN MEIN HERZ ZUSAMMEN

MEINE SEELE, WIE EINE ZARTE BLUME;

IHR LEUCHTEN SCHWINDET

WENN DIE SORGENVOLLE NACHT NAHT

UND MICH MIT IHREN FRAGEN QUÄLT,

MIT MIR DIE STUNDEN BIS ZUM MORGEN ZÄHLT…


Ein schweigender Tag

DIE KAHLEN ÄSTE NACKT, OHNE SEELE

UMARMEN DIE LEERE IN MEINEM INNEREN

AUCH MEINE GEDANKEN HABEN MICH VERLASSEN;

SPRACHLOS, OHNE WORTE

BLICKE ICH IN DAS GESICHT DER AUFGEHENDEN SONNE;

EIN SCHWEIGENDER TAG BEGINNT…


Die Nachricht

TINTENSCHWARZE WORTE,

WIE HINGEWORFEN, VEREWIGT, DIE WEIßE LEERE FÜLLEND,

WENN AUCH NICHT GANZ IN BESITZ GENOMMEN

NUR EINE KURZE BOTSCHAFT LANG;

WICHTIG ODER UNWICHTIG

ALLTÄGLICH ODER ZUKUNFTSWEISEND

VIELLEICHT DIE NACHRICHT ÜBER EINEN ENTSCHLUSS

MIT FEHLENDEM MUT, UM ES PERSÖNLICH AUSZUSPRECHEN

FACE TO FACE, VON HERZ ZU HERZ

EIN FLIEHENDES LEBEWOHL...?

EIN PAAR LETZTE WORTE, EIN ABSCHIED

FÜR IMMER VIELLEICHT...


In der Ewigkeit der Gegenwart

ZWEI ZARTE SEELEN,

ZERBRECHLICHER ALS GLAS

VERBÜNDETE GEGEN WIND, REGEN UND STURM

SIE DENKEN NICHT AN DIE VERGÄNGLICHKEIT

JETZT SIND SIE NOCH TEIL DER NATUR;

SIE EXISTIEREN

IN DER EWIGKEIT DER GEGENWART,

WIE KURZ SIE AUCH SEIN MAG...

MORGEN VIELLEICHT SCHON AUSGELÖSCHT,

TODGEWEIHT VERSUNKEN

IM SCHOßE DER GUTMÜTIGEN ERDE

TRAUERN SIE UM DIE VERLORENEN,

LEBENDIGEN AUGENBLICKE...


Gegen den Sturm der Welt

RUHEZEITEN FINDEN,

RUHE BEWAHREN

IN DER RUHE VOR DEM STURM,

DER IN EINER ECKE, IRGENDWO LAUERT;

NOCH UNSICHTBAR UND STUMM

DOCH SCHWEIGEND SIE NAHT,

BIS ER LOSBRICHT UND ANGST ÜBER DIE KÖPFE GIEßT

DONNER UND BLITZ AUF SIE HERABSAUSEN LÄSST,

WIE HARTE PEITSCHENSCHLÄGE

AUF DEN RÜCKEN DER HOFFNUNG

WIE GNADENLOSE FUßTRITTE,

DIE DIE ZUVERSICHT SCHWER VERLETZEN

DEN MUT IM KEIM ERSTICKEN...

BIS NUR DIE VERZWEIFLUNG BLEIBT,

DIE EINZIGE ÜBERLEBENDE WEIT UND BREIT;

ALLEIN GEGEN DEN UNBEZÄHMBAREN STURM DER WELT.


Warten auf den Morgen

WARTEN AUF DEN MORGEN

AUF DEN ERSTEN NOCH MÜDEN SONNENSTRAHL

HINTER DEM PURPURNEN GEWAND DES HIMMELS

ZWISCHEN DEN

VOR MORGENFRISCHE STROTZENDEN WOLKEN;

WARTEN, AUF DASS DIE WELT

NACH EINER STERNENVOLLEN NACHT

WIEDER ZUM LEBEN ERWACHT,

DASS SIE SICH DEN SCHLAF

AUS DEN AUGEN REIBT

UND DAS MAGISCHE LICHT

WARTEN AUF DAS ERWACHEN DES WINDES,

AUF DAS MUNTERE RAUSCHEN DER WELLEN

IM BLICK DES NEUEN TAGES

ERSTRAHLT.

AUF DAS GLITZERN DES MEERES

AUF DIE ERSTEN HUNGRIGEN MÖWEN...


Im schattenlosen Niemandsland

ICH LAUFE IN DEN NEBEL HINEIN

VOR MIR DAS WEIßE NICHTS,

EINE UNMESSBARE DISTANZ;

DIE WELT WIE IN WATTE GEPACKT

WO DIE ZEIT SICH IM DUNST VERLIERT

WO IST DAS ZIEL,

WO IST DAS ENDE DES WEGES...?

SIE BLEIBEN UNSICHTBAR

HINTER DEM WEIßEN VORHANG DES NEBELS...

LAUTLOS SIND MEINE SCHRITTE

IM SCHATTENLOSEN NIEMANDSLAND

BEGLEITET VON STILLE UND NEBEL

LAUFE ICH WEITER,

DER WINTERDÄMMERUNG ENTGEGEN

BIS MEINE GEDANKEN IMMER SCHWERER

WERDEN

UND MICH ZUR UMKEHR DRÄNGEN;

SIE HÖREN DIE TRAURIGKEIT

IN MEINEM HERZEN SINGEN...


Die Zeiten zwischen den Einsamkeiten

Zwischen den Schatten sah ich den Glanz der Sonne, die den grauen Asphalt

golden färbte, wie Streifen, die sich bewegten, schmäler oder breiter

wurden, je nach Gestalt der Menschen, die am Flussufer verweilten, den Tag

verabschiedeten ...

Sie spürten die Wärme der untergehenden Sonne auf der Haut, sie lachten

miteinander oder warteten gerade auf jemanden. Jemand, der sie glücklich

oder traurig machte, Freude oder Leid mit ihnen teilte, die Einsamkeit aus

ihren Herzen vertrieb oder im Begriff war, mit einer letzten Umarmung eine

neue Einsamkeit über sie zu schütten; wie es andere davor auch schon getan

hatten...

Die Zeiten zwischen den Einsamkeiten waren kurz oder länger, nur die

Hoffnung war immer gleich. Stark und konstant schwach oder voller Zweifel,

je nach Charakter und Vergangenheit, die wie ein lebendiger Schatten am

Rücken der Menschen klebte und auch unter dem Staub des Vergessens

niemals ganz unsichtbar wurde.


Am Spielfeld des Lebens

Zwischen

Himmelblau und Wiesengrün spielt das

Leben seine Stücke ungebändigt, ohne Unterlass; großzügig zeigt

sie alle ihre Facetten - sie wechseln sich ständig ab. Sein Spielfeld ist unendlich

groß, gar ohne Grenzen, für alles bietet sich genug Platz, von Nah bis Fern.

Nur die Zeit wacht über sein Tun; nur die Zeit kann das Spiel des Lebens beenden,

aus heiterem Himmel oder langsam ausklingend...

Nur die Zeit ist begrenzt für wahre Lebendigkeit, für Freude, Glück, Liebe und

Leid, die man alle in seinem Herzen spürt, wenn man sein Leben zwischen Himmel

und Erde nach Lust und Laune spielen lässt.


SILBERSTUNDEN

...WENN DES HIMMELS GLANZ ERSTRAHLT

2016 © Nachtpoetin

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