1·2011 - DRK-Landesverband Niedersachsen

drk.negenborn.de

1·2011 - DRK-Landesverband Niedersachsen

Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten

Immer an

Mitgliederzeitschrift DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.

1·2011

Ihrer Seite.

März 2011 · 65. Jahrgang


EDITORIAL Meldung

Schnee und Eisglätte sorgten im

letzten Winter für kilometerlange

Staus in der Kälte, stundenlange

Zugverspätungen und gestrichene

Flüge. Auch in diesen Fällen steht

das DRK der Bevölkerung hilfreich

zur Seite, hilft mit Unterkunft, Decken,

warmen Getränken, freundlichen

Worten und nützlichen Informationen.

Auf den Seiten 4 bis 8

berichten wir diesmal über Betreuungseinsätze

des DRK in Niedersachsen

und die Aufgaben der ehrenamtlichen

Bereitschaften des Roten Kreuzes.

Welche Position der Landesverband Niedersachsen zu den

Ausschreibungen des Rettungsdienstes einnimmt und wie Rettungsdienst

und Katastrophenschutz auf das Engste miteinander

verzahnt sind, erfahren Sie auf den Seiten 10 bis 11.

Integration im Katastrophenschutz – dafür ist Wladimir

Reynov ein schönes Beispiel. Auf den Seiten 12 und 13 stellen

wir Ihnen einen jungen Mann aus der Ukraine vor, der

sich ehrenamtlich für den Sanitätsdienst in der Bereitschaft

Hannover engagiert.

Integration spielend umgesetzt hat eine Truppe von Migrantinnen

in Kooperation mit der DRK-Migrationsberatung

im Emsland. Was es mit ihrer szenischen Lesung „Aschura

– diese Suppe hat einen eigenen Geschmack“ auf sich hat,

können Sie auf Seite 28 lesen.

Das Aussetzen der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 wirkt

sich durch den damit verbundenen Wegfall des Zivildienstes

auch auf die Arbeit und Angebote der Wohlfahrtsverbände

aus. Ersatz für die fehlenden Zivildienstleistenden

soll neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr der Bundesfreiwilligendienst

schaffen (siehe Seite 17).

Warum hinsehen, wenn man auch wegsehen kann? Warum

hingehen, wo andere weglaufen? Warum jemandem

zuhören, der immer dasselbe erzählt? Warum sich betroffen

fühlen, wenn es einen selbst nicht betrifft? Fragen, die

sich jeder Rotkreuzler stellen kann. Die Antwort bleibt immer

dieselbe: „Aus Liebe zum Menschen“. Eine Aussage, die

den Kern unserer Rotkreuz-Ideale trifft. Sie wird deshalb

auch zur zentralen Botschaft unserer neuen, gleichnamigen

Kampagne „Aus Liebe zum Menschen.“, die wir Ihnen auf

den Seiten 2 und 3 vorstellen möchten.

Ihr

Horst Horrmann

Liebe Leserin,

lieber Leser,

Imagekampagne

Im Herbst 2010 hat das Deutsche Rote Kreuz seine

neue Kampagne „Aus Liebe zum Menschen.“ gestartet,

zum Jahresende ist außerdem der Rotkreuz-Song „The

Greatest Stories are never told“ auf dem deutschen

Markt erschienen.

Allen Menschen in Not ohne Ansehen der Nationalität, der

Rasse, der Religion, des Geschlechts, der sozialen Stellung

oder der politischen Überzeugung zu helfen – dieser visionäre

Ansatz des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant hat seit

150 Jahren nichts von seiner Leuchtkraft verloren. Jedem zu

helfen, der Hilfe braucht – ohne Vorbehalte, ohne zu hinterfragen,

ohne zu zögern – eben „Aus Liebe zum Menschen“ –

genau das soll die neue Rotkreuz-Kampagne zum Ausdruck

bringen. Eine alte Idee, die nichts an Aktualität verloren hat,

denn: Gute Ideen überzeugen immer, auch wenn es sie schon

lange gibt. Mittlerweile engagieren sich weltweit fast 100

Millionen Menschen im Roten Kreuz, bundesweit sind es fast

400.000, allein in Niedersachsen 31.000. Sie gehen hin, wo

andere weglaufen. Sie hören zu, auch wenn jemand immer

dasselbe erzählt. Sie sehen hin, wo andere wegsehen. Sie

fühlen sich betroffen, auch wenn es sie selbst nicht betrifft. –

Aus Liebe zum Menschen.

Weitere Infos zur Kampagne unter: www.drk.de

REDAKTIONELLE BEITRÄGE

Haben Sie selbst interessante Beiträge für den nächsten

Rotkreuz-Spiegel?

Beiträge und Themenvorschläge richten Sie bitte an:

rks@drklvnds.de

Texte im Word-Format; Fotos in höchster Qualität.

Beiträge auf dem Postweg adressieren Sie bitte an:

2 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Rotkreuz-Song

„The greatest Stories are never told“

Unter dem Namen

“The Red Cross Volunteers”

stellen

30 Künstler – quer

durch alle Genres

– ihre Stimme und

Instrumente in den

Dienst der guten Sache.

Darunter sind

auch Udo Lindenberg,

Udo Jürgens, Peter

Maffay, Lou Bega und

Christina Stürmer.

Grund für das Engagement

der Künstler ist

die Dankbarkeit gegenüber den Freiwilligen des Roten Kreuzes.

„Keine Organisation hat der Welt und den Menschen

so geholfen wie das Rote Kreuz“, sagt Udo Jürgens. Peter

Maffay nutzt den Song, um den Ehrenamtlichen persönlich

zu danken: „Ich danke allen, die im Zeichen des Roten Kreuzes

arbeiten – aus Liebe zum Menschen – und freue mich

dabei zu sein.“

Das Lied gibt es sowohl als CD-Single zu kaufen, als

auch zum mp3-Download unter www.greatest-stories.com

Der Reinerlös aus dem Verkauf kommt Hilfsprojekten

des Roten Kreuzes zugute.

Kerstin Hiller/Caroline Benzel/rotkreuzmagazin 1/2010

DRK-Landesverband Niedersachsen e. V.

Redaktion Rotkreuz-Spiegel, Erwinstraße 7, 30175 Hannover

Nächster Redaktionsschluss: 15. April 2011

Alle eingesandten Texte werden aus Platzgründen von

der Redaktion oft stark gekürzt und bearbeitet, so dass

es sich meistens nicht um die Originaltexte der Autoren

handelt.

Meldung

INHALT

❚ Titelstory

Ob Schnee, Flut oder Stau.

Immer an Ihrer Seite. ........................................4-8

❚ Aktiv vor Ort

helfen + retten .............................................12-14

Ausland ..............................................................16

Soziales .........................................................18-20

Kids & Kitas ..................................................21-23

Senioren .......................................................26-27

Blutspende .........................................................32

❚ In eigener Sache

Kann die Ausschreibung des Rettungsdienstes

den Katastrophenschutz gefährden? ..................10

Zur Person .........................................................11

Bundesfreiwilligendienst statt Zivildienst ..........17

❚ Mein DRK/Portrait

Die Müllers: Vom kleinen Helferlein

zur Führungskraft ..............................................15

❚ Jugend Aktuell

Schulsanitätsdienst, Meldungen ...................24-25

❚ Potpourri

Meldungen....................................................28-29

❚ Alle Achtung!

Nachrufe/Jubiläen/

Auszeichnungen/Zertifiziert .........................30-31

❚ Service & Co.

Betreutes Reisen, Meldungen ............................33

Kochtipp, Suchrätsel und Auflösung ..................34

Kreuzworträtsel .................................................35

Einrichtungen/Termine ................................36-37

Impressum .........................................................36

Adressen der DRK-Kreisverbände .......................38

Rotkreuz-Spiegel 01/11 3


Ob Schnee,

Flut

oder Stau.

4 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

picture alliance/dpa/Karl-Josef-Hildenbrand

picture alliance/dpa/Sascha Baumann DRK-Archiv, Nds.


Osterholzer Kreisblatt/Michael Rabba

Rund 8.000 Freiwillige zählen die Bereitschaften

des Roten Kreuzes in Niedersachsen.

Für den Katastrophenfall

sind sie eine unentbehrliche Reserve. Sie

leisten Sanitätsdienste,betreuen

Menschen

beim Schneechaos

ebenso wie bei Evakuierungen

wegen Bombenentschärfungen oder bei

Überschwemmungen.

So hielten sich auch die Rotkreuzler

der Region Lüneburg beim Januarhochwasser

der Elbe für den Einsatz bereit. In

Melle wurden jüngst Helfer des DRK mit

denen von Feuerwehr und THW als „Meller

Menschen 2010“ für ihren Einsatz im

vorigen Sommer ausgezeichnet, als das

Regengebiet „Cathleen“ über Deutschland

hinwegzog. Das Rote Kreuz stellte

einen Rettungswagen zur Unterstützung

des Rettungsdienstes, bereitete sich auf

eventuelle Evakuierungen vor, füllte

Sandsäcke und bereitete mehr als 1.250

Essensportionen für die Verpflegung der

Einsatzkräfte zu.

22. Dezember 2010. Ab 15 Uhr ging

gar nichts mehr: Schienenbruch zwischen

den Bahnhöfen Lübberstedt und Stubben.

Die Pläne von Hunderten Bahnrei-

senden warf der Frost

damit völlig über den

Haufen. Für die in

Osterholz-Scharmbeck

gestrandeten Zugreisenden wurde

die Stadthalle unweit des Bahnhofs zum

Wartesaal. „Das haben wir in fünf Sekunden

entschieden“, sagte Stadthallenmanager

Matthias Renken, der sich am

Nachmittag mit dem Organisatorischen

Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisver-

bandes, Tim Schwarzrock, in

der Stadthalle über den Bühnenaufbau

eines Konzertes

informierte. Als Schwarzrock

von der Lage erfuhr, „haben wir innerhalb

einer Viertelstunde mit unseren Helfern

250 Stühle aufgestellt“, so Renken.

Außerdem hatte ein Fahrgast die Rettungsleitstelle

informiert, die sich mit

der Stadtverwaltung und dem DRK in

Verbindung setzte. So rückten rund 30

Immer an Ihrer Seite

Immer an Ihrer Seite.

TITELSTORY

Rotkreuzler kümmern sich um die Reisenden des liegengebliebenen Zuges in der Stadthalle in Osterholz-Scharmbeck.

Stundenlange Zugverspätungen und zahlreiche -ausfälle, gestrichene Flüge, kilometerlange Staus auf Autobahnen –

viele Reisende verbrachten die Weihnachtsfeiertage entnervt mit langen Wartezeiten auf Bahnhöfen oder nächtigten auf

Flughäfen, bis sie ihre Reise fortsetzen konnten. Auch in solchen Fällen stehen die Ehrenamtlichen des DRK der Bevölkerung

hilfreich zur Seite, bieten heiße Getränke an, warme Decken und aufmunternde Worte oder kümmern sich um eine

Unterkunft.

Schienenbruch –

100 Reisende stranden

Kräfte der Schnellen Einsatzgruppe des

Deutschen Roten Kreuzes aus Osterholz-Scharmbeck,

Grasberg, Wörpedorf,

Worpswede und Hambergen an, um die

Wartenden mit Getränken und heißen

Würstchen zu versorgen. Um 17:30 Uhr

kam endlich die Meldung, dass zehn bis

zwölf Busse als Schienenersatzverkehr

unterwegs seien.

Ein Shopping-Ausflug nach Wolfsburg

endete für Janina Henke (19) im Desaster:

Die junge Frau steckte fünf Stunden

in dem Regionalexpress fest, der sich

kurz vor Lehrte festgefahren hatte. Ein

Eisklotz blockierte

den Bremshahn der

Bahn.

„Es war einfach

nur schrecklich“, erzählt die Auszubildende.

Erst die Durchsage, es gebe ein

Problem, man versuche es zu beheben.

Dann ging das Licht aus, die Notbeleuchtung

an. Es folgten weitere Ansagen:

Man warte auf eine folgende Bahn, es

werde versucht, den Regionalexpress ab-

Lehrter Eiszug –

350 stecken fest

Rotkreuz-Spiegel 01/11 5


TITELSTORY Immer an Ihrer Seite

zuschleppen. „Es hat aber nichts geklappt“, so die angehende

Augenoptikerin. Nach drei Stunden habe sich Unruhe im Zug,

in dem auch Kindergruppen und Schwangere festsaßen, breitgemacht.

„Kinder haben geheult, viele gezittert vor Kälte“, berichtet

Janina Henke. Endlich wurde das Rote Kreuz alarmiert.

Eine Schnelleinsatzgruppe des DRK Region Hannover mit insgesamt

31 Helfern rückte daraufhin zum Großeinsatz nach

Lehrte aus. Die Rotkreuzler versorgten die rund 350 Fahrgäste

mit warmem Tee und Decken, während die Feuerwehr eine

Strom- und Lichtversorgung sicherstellte. Anschließend halfen

die Einsatzkräfte den Reisenden beim Umstieg in einen ICE.

6

Osterholzer Kreisblatt/Michael Rabba

Stadthalle Osterholz-Scharmbeck:

Das DRK versorgt die Wartenden mit Getränken.

Wegen Schneeverwehungen im Fahrzeug

eingeschlossen

Sturmtief „Petra“ sorgte auch im Landkreis Goslar für heftige

Schneeverwehungen auf der Bundesstraße 6 zwischen Goslar

und Bad Harzburg, sodass mehrere Menschen mit ihren Autos

feststeckten. Ein Weiterkommen war dort unmöglich. Als

der Landkreis Goslar den DRK-Kreisbereitschaftsleiter Axel

Müller darüber informierte, alarmierte er sogleich die Ehrenamtlichen

der Betreuungsgruppe Vienenburger-Land, der Verpflegungsgruppe

Upen sowie der Bereitschaften Goslar und

Bad Harzburg, um die Eingeschlossenen mit

Heißgetränken zu versorgen. Zu Fuß und

mit einem Motorschlitten der Bergwacht

Harz arbeiteten sich die Rotkreuzler

durch den hohen Schnee, um den unfreiwillig

Liegengebliebenen mit warmem

Tee ihre Situation etwas zu erleichtern.

Parallel dazu stellte sich

das Rote Kreuz auf eine eventuelle

Evakuierung ein und richete eine

Unterkunft im DRK-Depot Bad

Harzburg her. „Es kam glücklicherweise

zu keinem bedrohlichen

Ereignis, dennoch

wurde die Bundesstraße

durch die Polizei voll gesperrt“,

so Müller.

Kerstin Hiller/Jan Meyer/

Michael Rabba und

Brigitte Lange (Osterholzer

Kreisblatt)/Mirjana

Cvjetkovic (Neue Presse)/Florian

Hentschel/

Timo Pischke

Die wegen eines Schienenbruchs in Osterholz-Scharmbeck gestrandeten

Zugreisenden warten auf die Ersatzbusse.

Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Osterholzer Kreisblatt/Michael Rabba


❚ Was sind die Bereitschaften?

Nach einer für alle verpflichtenden

Grundausbildung u. a. im Bereich

des Sanitäts-, Betreuungs- und Technischen

Dienstes, können sie sich auf

diesen Gebieten vertiefend in sogenannten

Fachdiensten weiter qualifizieren.

Auch spezielle Ausbildungen

zum Sprechfunker, Fahrer oder Gefahrschutzhelfer

sind möglich. Die

Ehrenamtlichen der Sanitätsgruppe

kommen beispielweise bei Veranstaltungen

wie Fußballspielen oder

Konzerten zum Einsatz. Aber auch zu

Unfällen und Katastrophen mit einer

großen Anzahl von Verletzten werden

sie gerufen, um den Rettungsdienst zu

unterstützen. Dabei handelt es sich in

der Regel um eine Schnelleinsatzgruppe

(SEG), die rund um die Uhr per

Funk alarmiert werden kann und innerhalb

von 20 bis 30 Minuten am Einsatzort

eintrifft. Die Gruppe Technik

und Sicherheit errichtet beispielsweise

Zelte, kümmert sich um Notstromversorgung,

Beleuchtung und Zeltheizgeräte.

Sie sorgt für die Sicherheit der

Geräte und die Einhaltung von Schutzvorschriften.

Die Mitglieder der Betreuungsgruppe

sind vor allem für Verpflegung

und Unterkünfte zuständig

sowie für alle sozialen Belange der Betroffenen,

wenn beispielsweise wegen

einer Bombenentschärfung oder Hochwassergefahr,

Teile der Bevölkerung

evakuiert werden müssen. Aber auch

bei allen anderen Schadensereignissen

kommen sie zum Einsatz, wenn Menschen

Betreuung benötigen. Auch in

der Psychosozialen Notfallversorgung

lassen sich einige von ihnen schulen.

Die Mitglieder der Bergwacht, Wasserwacht

und der Rettungshundestaffeln

gehören ebenfalls zu den ehrenamtlichen

DRK-Bereitschaften und werden

für ihre Aufgaben vom DRK speziell

ausgebildet.

Das Simulations- und Trainings-Zentrum,

das der DRK-Landesverband Nie-

Immer an Ihrer Seite.

TITELSTORY

In den Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes engagieren sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Wie der

Name schon sagt, halten sie sich bereit, beispielsweise für den Katastrophenfall.

Marcus Lorenczat

Olicer Möller – www.daholy.de

dersachsen 2009 in Hannover-Misburg

eröffnet hat, bietet unter anderem den

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern

ideale Trainingsbedingungen.

Kontakt: Tel. 0511 28000-211, -201,

holger.rathjens@drklvnds.de,

www.drk-trainingszentrum.de

Auch in der DRK-Landesschule in

Bad Pyrmont gibt es ein vielfältiges

Angebot an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

für Bereitschaftsmitglieder.

Kontakt: Tel. 05281 9399-0,

info@landesschule.drk-nds.de,

www.drk-landesschule-nds.de

Olicer Möller – www.daholy.de

Rotkreuz-Spiegel 01/11 7


TITELSTORY Immer an Ihrer Seite.

„Die Menschen sind uns dankbar.“

Gerd Holthuis (35) ist seit 6. März 2011 DRK-Landesbeauftragter für den Betreuungsdienst

in Niedersachsen. Die Redaktion sprach mit dem gelernten Steuerberater über seine

bisherige ehrenamtliche Tätigkeit im Roten Kreuz:

Herr Holthuis, Sie sind seit 1994 in der Bereitschaft

Uelsen (Kreisverband Grafschaft Bentheim) aktiv. Was

hat Sie dazu bewogen, sich besonders für die Betreuungseinsätze

zu qualifizieren?

Ich hatte mich damals statt Wehrdienst für zehn Jahre im

Katastrophenschutz verpflichtet. Ich war davon überzeugt,

anderen helfen zu wollen. Damals gab es in der Bereitschaft

zunächst nur den Sanitätsdienst, erst zwei Jahre später wurde

beschlossen, auch eine Betreuungsgruppe einzuführen.

Als ich 1998 bei einem Hochwassereinsatz in Haselünne war

– damals als Zugtruppführer und Gruppenleiter – um Deiche

zu sichern, Sandsäcke zu füllen und auch eine Schule als

Unterkunft für Evakuierte herzurichten, habe ich besonders

gespürt, dass unsere Hilfe ankommt. Und wie dankbar uns

die Menschen dafür sind. Das war für mich der Auslöser. Ich

wollte für solche Einsätze noch besser geschult sein. So habe

ich die Betreuungsdienst-Ausbildung absolviert und mich

selbst als Lehrkraft dafür qualifiziert.

DRK-Archiv, Nds.

Gibt es Ereignisse, die Ihnen seit dieser Zeit besonders

in Erinnerung geblieben sind?

Ja, schon. Beispielsweise das Elbehochwasser 2002 und

2006. Damals war ich Bereitschaftsleiter und wir haben im

Katastrophenschutzzentrum in Hannover-Misburg Materialien

wie Zelte und Decken für den Transport in die Überschwemmungsgebiete

auf LKWs verteilt und sind dann

damit beispielsweise nach Pirna, Leipzig, Dresden und Lüchow-Dannenberg

gefahren.

Oder das Schneechaos 2005 in Ochtrup. Im Münsterland

waren circa 50 Strommasten wegen der Schneelast eingeknickt

und rund 65.000 Menschen tagelang ohne Strom. Ich

war mit meiner Betreuungsgruppe in Metelen eingesetzt.

Wir haben Unterkünfte hergerichtet und sowohl Soldaten,

Feuerwehrleute als auch Bewohner des Ortes verpflegt.

Ganz besonders hat mich das Leid eines Ehepaares berührt.

Der circa 60-jährige, querschnittsgelähmte Mann hing an

einer Absaugpumpe, damit er im Schlaf nicht erstickt. Das

Akku dafür hält aber nur fünf Stunden. Deswegen war die

Notstromversorgung für ihn lebensnotwendig. Technisch

haben wir alles gut in den Griff bekommen. Doch die persönliche

Betreuung des Ehepaares war ebenfalls wichtig. Sie

beruhigen und ihnen die Angst nehmen in dieser schwierigen

Situation. Da sein, zuhören und sich als Ansprechpartner

anbieten.

Haben Sie deswegen auch die Schulung für Ausbilder im

Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung begonnen?

Dieses aber auch andere Erlebnisse haben mich darin bestärkt.

Es handelt sich dabei natürlich nur um Basiswissen

und um eine Sensibilisierung für dieses Thema. Damit man

lernt zu erkennen, wenn sich jemand in einer psychosozialen

Notlage befindet und wie die

Zeit, bis professionelle Hilfe durch

Seelsorger oder Psychologen eintrifft,

überbrückt werden kann. Dabei kann

es sich um Betroffene eines Unglücksfalls

ebenso handeln wie um deren

Angehörige, andere Beteiligte oder

die Helfer selbst, die sich bei schweren

Katastrophenfällen mit vielen

Verletzten beispielsweise in einer

extremen Stresssituation befinden.

Denken Sie etwa an das Zugunglück

in Eschede. Auch ein Helfer sollte sich

mit seinen Sorgen und Nöten nicht

allein gelassen fühlen. Als Führungskraft muss man dafür

sensibilisiert sein.

Sie sind als Steuerberater tätig und ehrenamtlich im

Roten Kreuz aktiv. Bleibt noch Zeit für Hobbys?

Ich mache mit dem und für das DRK viel in meiner Freizeit,

weil sich über die Bereitschaftsarbeit viele Freundschaften

gefunden haben. Wir organisieren zusammen Sportveranstaltungen,

Feste, spielen Fußball, gehen Kegeln und

vieles mehr. Wir empfinden uns nicht nur bei den Einsätzen

als eine Gemeinschaft. Diese Überzeugung nehme ich auch

mit in meine neue Aufgabe als Landesbeauftragter. Der gegenseitige

Austausch mit meinen Ausbilderkolleginnen und

-kollegen ist mir dabei sehr wichtig. Kerstin Hiller

8 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

DRK-Archiv, Nds.

privat


Rotkreuz-Spiegel 01/11 9

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IN EIgENER SACHE Rettungsdienst

Kann die Ausschreibung des Rettungsdienstes

den Katastrophenschutz gefährden?

Im Gespräch mit Horst Horrmann, Präsident des

DRK-Landesverbandes Niedersachsen:

Herr Horrmann, warum wird das

Thema „Ausschreibung des Rettungsdienstes“

im DRK seit einiger Zeit intensiv

diskutiert?

In Niedersachsen sind die Landkreise

und kreisfreien Städte die Träger

des Rettungsdienstes. Sie beauftragen

Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz

damit, den Rettungsdienst auszuführen,

also unter anderem Personal und

Fahrzeuge dafür zur Verfügung zu stellen.

Die Beauftragungsverträge haben je

nach Kommune unterschiedliche Laufzeiten,

manche befristet, andere unbefristet.

Der Europäische Gerichtshof

(EUGH) hat in seinem Urteil vom 29.

April 2010 festgestellt, dass die Bundesrepublik

Deutschland bei der Vergabe

von Rettungsdienstleistungen gegen

Vorschriften des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen

verstoße. Dies hat

zur Konsequenz, dass vor jeder neuen

Vergabe eine öffentliche Ausschreibung

durch die Kommunen erfolgt, laufende

Verträge müssen aber nicht gekündigt

werden. In diesen Fällen ist laut EUGH

die Vergabe nachträglich öffentlich bekannt

zu geben. Zuvor hat bereits der

Bundesgerichtshof (BGH) die Anwendbarkeit

des Vergaberechts u. a. in Niedersachsen

bestätigt. In unserem Landesverbandsgebiet

wird der Rettungsdienst

zu 50 Prozent vom DRK abgedeckt. Wir

fürchten nun, dass Billigstanbieter mit

Lohndumping-Preisen auf den „Markt“

drängen und ein bewährtes System zum

Schutz und zum Wohl der Bevölkerung

gefährden. Wohin es führen kann, wenn

man am falschen Ende spart, haben wir

ja in diesem Winter am Beispiel der Bahn

leider erleben müssen.

Welche Auswirkungen befürchtet

das DRK?

Wir sind der Auffassung, dass der

Rettungsdienst nicht nur isoliert und

als reiner Kostenfaktor betrachtet und

bewertet werden darf. Rettungsdienst

und Katastrophenschutz sind auf das

Engste miteinander verzahnt. Bei einem

Zugunglück, einer Massenkarambolage

oder einem terroristischen Anschlag

beispielsweise, wo auf einmal sehr viele

Verletzte zu versorgen sind, braucht

der Rettungsdienst Unterstützung von

ehrenamtlichen, qualifizierten Helfern.

Im DRK engagieren sich flächendeckend

in ganz Niedersachsen rund 8.000 dafür

in den Bereitschaften. Manche sind

auch als Rettungssanitäter qualifiziert

und unterstützen regelmäßig Einsätze

des Rettungsdienstes, vor allem in

ländlichen Regionen. Unsere Helfer sind

also praxiserfahren. Sie arbeiten Hand

in Hand mit den Hauptamtlichen, was

ja ganz wesentlich für die Bewältigung

solcher Unglücksfälle ist. Das Rote Kreuz

bietet ein über Jahrzehnte gewachsenes,

bewährtes Hilfeleistungssystem, mit begleitenden

Trainings- und Schulungsmöglichkeiten,

auch für die Ehrenamtli-

10 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Oliver Möller – www.daholy.de

chen. Unsere Rettungsdienstmitarbeiter

müssen jedes Jahr mindestens 30 Stunden

an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Dazu hat sich das DRK selbst

verpflichtet. Und wir haben dafür eigens

eine Rettungsschule in Goslar und ein

Simulations- und Trainings-Zentrum in

Hannover eingerichtet. Wir befürchten,

dass der Verlust der Beauftragung im

Rettungsdienst eine erhebliche Schwächung

für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

des Deutschen Roten

Kreuzes bedeutet. Die Einheit von Rettungsdienst

und Bevölkerungsschutz

muss erhalten bleiben. Deshalb fordern

wir: Wenn ausschreiben, dann richtig.

Insbesondere die Mitwirkung im Katastrophenschutz

muss dabei berücksichtigt

werden.

Welche Konsequenzen hätte eine

Kommunalisierung des Rettungsdienstes?

Kommunalisierung heißt ja, dass die

Kommunen den Rettungsdienst ausführen,

also Mitarbeiter und Material selbst

stellen und keine Hilfsorganisationen

wie das Rote Kreuz mehr damit beauftragen.

Übernimmt dann die Kommune

die Betriebsmittel wie Rettungswachen,

Fahrzeuge und Rettungspersonal der

bisher beauftragten Organisation nicht,

muss deren Rettungsdienst im schlimmsten

Fall Insolvenz anmelden. Außerdem

würde auf diese Weise ebenfalls ein

funktionierendes System der Hilfeleistung

gefährdet werden, das ja gerade

für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz

zwingend auf die erprobte

und routinierte Zusammenarbeit von

ausgebildeten, freiwilligen Helfern mit

den hauptamtlichen Rettungsdienstlern

angewiesen ist.

Wo es um die Rettung von Menschenleben

geht, dürfen rein wirtschaftliche

Faktoren nicht im Vordergrund stehen.

Unser Ehrenamt ist im doppelten Sinne

„unbezahlbar“. Die Leistung, die

Menschen für ihre Mitbürger freiwillig

erbringen, kann man nicht mit Geld

aufwiegen. Und angesichts der leeren

Haushaltskassen könnte der Staat auch

gar nicht so viel hauptamtliches Personal

vorhalten. Katastrophenschutz funktioniert

nur mit der Unterstützung durch

das Ehrenamt.

Kerstin Hiller

Rettungsdienst • Zur Person

❚ Zur Person

IN EIgENER SACHE

GfsE Seit 1. Januar 2011 hat die

Gesellschaft für soziale Einrichtungen

gGmbh des DRK-Landesverbandes

Niedersachsen (GfsE) einen neuen Geschäftsführer:

Nachdem Michael Carsten

Asendorf (50) fast sechs Jahre als

Kreisgeschäftsführer

im DRK-

K r e i s v e r b a n d

Holzminden tätig

war, ist er nun für

600 Mitarbeiter

in sechs Altenpflegezentren,

zwei Kurhäusern

und einer Altenpflegeschuleverantwortlich.

Der Vater von

zwei Kindern

und diplomierte

Ökonom bringt

vielseitige Erfahrungen

auf

dem Gebiet der Sozialwirtschaft und

Altenhilfe mit. So war er u. a. für die

betriebswirtschaftliche Planung im

Krankenhaus Henriettenstiftung und

als Referent für Betriebswirtschaft im

Diakonischen Werk im Bereich Behinderten-,

Wohnungslosen- und Altenhilfe

zuständig sowie als operativer

Vorstand bei den Johannes Seniorendiensten.

Außerdem dozierte er bei

unterschiedlichen Bildungsträgern

über Grundlagen des modernen Sozialmanagements

und ist Gründungsmitglied

des CARO-Instituts, das soziale

Einrichtungen und Dienste berät

und fördert.

„Neben der wirtschaftlichen Stabilisierung

ist mir die enge Verzahnung

mit den DRK-Kreisverbänden

wichtig“, sagt Asendorf zu seinen zukünftigen

Aufgabenschwerpunkten.

Wichtig sei ihm dabei Transparenz zu

zeigen, die Zusammenarbeit im DRK

auf regionaler Ebene zu fördern und

Synergien zu nutzen.

Kerstin Hiller

Rotkreuz-Spiegel 01/11 11

Kerstin Hiller


AKTIV VOR ORT helfen + retten

„Menschlichkeit auf Russisch“ –

Integration im Katastrophenschutz

Die Patientin ist unruhig, will sich nicht von den Sanitätern behandeln lassen. Russische Wortfetzen sind zu hören. Es

dauert ein wenig, bis die Helfer vom DRK verstehen, dass die junge Frau nach der Achterbahn auf dem Schützenfest

Kreislaufprobleme hat.

Region Hannover „Beruhigen sie sich

bitte. Wir helfen ihnen“, sagt Wladimir

Reynov auf Russisch. Er übersetzt für die

anderen ehrenamtlichen DRK-Kollegen.

Der 19-jährige war vor sechs Jahren mit

seinen Eltern aus der Ukraine nach Hannover

gezogen. Ehrenamtlich aktiv zu

sein ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

„Es macht Spaß, anderen Menschen

zu helfen“, so Reynov. „Meine Mutter ist

Ärztin.“ Daher habe er auch einen persönlichen

Bezug zum Helfen.

Seit dem Sommer 2008 ist er beim

DRK-Regionsverband ehrenamtlich aktiv.

Vorher engagierte

er sich

beim Schulsanitätsdienst

an der IGS Roderbruch in

Hannover. Zwischenmenschliche Beziehungen

und andere Menschen kennenlernen

sei für ihn wichtig. Kontakte

knüpfen. Auch zu anderen Helfern in

Björn Wuttig

Wladimir Reynov

Niedersachsen. Reynov kommt schon ein

wenig herum mit dem DRK: beim Rockkonzert

im Stadion von Hannover oder

bei einem größeren Betreuungseinsatz in

Hildesheim. „Die vielen Bombenevakuierungen

sind schon ein wenig anstrengend“,

seufzt er. Aber auch hier waren

die Vermittler-Fähigkeiten

von ihm

gefordert: Eine russische Familie wusste

nicht so recht, was jetzt mit ihnen in der

Turnhalle in Vahrenwald geschieht. Wladi,

wie ihn die anderen vom DRK freundschaftlich

nennen, erklärte der fünfköpfigen

Familie

ganz ruhig, warum

sie nun hier

sind. „Das Lächeln in den Gesichtern war

schön“, erinnert er sich.

Für Michael Meyen, Leiter der rund

500 Ehrenamtlichen des Katastrophenschutzes

des DRK in der Region Han-

Zwischen Kulturen vermitteln

nover, ist Integration von ausländischen

Helferinnen und Helfern ein wichtiger

Bestandteil der Rotkreuz-Arbeit. „Hier

ist großes Potenzial“, erklärt Meyen.

Nicht nur als Dolmetscher sind diese

Helfer nützlich. „Sie sind bei Einsätzen

auch Vermittler zwischen den Mentalitäten

und Kulturen.“

564

Helferinnen

und Helfer aus zwölf verschiedenen Nationen

sind beim DRK-Regionsverband

aktiv. „Das DRK ist somit auch ein Abbild

der Gesellschaft“. Meyen wünscht

sich, dass noch mehr Ehrenamtliche mit

Migrationshintergrund beim DRK aktiv

werden.

Deutsch zu sprechen ist wichtig

Wenn er nicht bei Sanitätsdiensten ist,

kümmert sich Reynov mit um die Einsatzfahrzeuge

„Putzen, Material überprüfen.

Eben alles was so anfällt“, zählt

er auf. Mit vier anderen Helfern küm-

12 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Dirk Winter/DRK


mert er sich um die Verteilung der Sanitätsdienste

für das DRK im Stadtgebiet:

„Da muss man schon mal organisieren.“

Fremdenfeindliche Äußerungen hat

Wladimir Reynov in Deutschland noch

nicht erlebt. „Deutsch zu sprechen ist

wichtig“, sagt er, „dann kann man sich

auch verständigen und verstehen“. Er

spricht ausschließlich Deutsch mit den

anderen vom DRK. „Weil ich muss. Nur

so lerne ich noch mehr“, sagt er ernst.

Oliver Möller - daholy.de

Ehrgeizig sei er nicht besonders, ist

aber schon ein wenig stolz, den deutschen

Sprachtest gleich im ersten Anlauf

bestanden zu haben.

Nach der Realschule besuchte er eine

Berufsfachschule mit Schwerpunkt Sozialwesen.

Seit Mitte des Jahres bereitet

Reynov sich auf das Freiwillige Soziale

Jahr vor. Den Abschluss zum Rettungssanitäter

hat er auch schon geschafft.

„Ehrenamt kannte ich gar nicht, so etwas

gibt es in der Ukraine nicht“, erinnert

er sich. Aber so könne er viel für sein

eigenes Leben lernen, viele Menschen

treffen. Es sei schon ein schönes Gefühl,

gebraucht zu werden und Vertrauen in

seine Arbeit und Leistung entgegen gebracht

zu bekommen. „Ich würde auch

anderen Menschen aus anderen Kulturkreisen

so etwas empfehlen.“

Björn Wuttig

❚ Aktion „Schutzengel“

Emsland/Grafschaft Bentheim

Dass Autofahren und Alkohol nicht

zusammengehören, lernen Fahrschüler

bereits im theoretischen Fahrschulunterricht.

Trotzdem kommt es

immer wieder zu schweren Unfällen,

die durch Alkohol am Steuer verursacht

wurden. Mit der Aktion

„Schutzengel“ möchte die

Polizei nun in Zusammenarbeit

mit den DRK-Kreisverbänden

Emsland und

Grafschaft Bentheim die

Unfallzahlen in der Gruppe

der jungen Fahrer reduzieren.

Das Projekt ermutigt Jugendliche,

als „Schutzengel“

aktiv zu werden und Freunde

vom Fahren unter Alkoholeinfluss

abzuhalten. Junge

Menschen zwischen 16 und 24

Jahren können sich online als „Schutzengel“

registrieren lassen und erhalten

daraufhin unter anderem zahlreiche

Vergünstigungen für Qualifikationsmaßnahmen,

die durch den Sponsor

Sandra Thompson

Auch im Emsland kooperieren Polizei und

DRK-Kreisverband gemeinsam gegen

Alkohol am Steuer.

RWE ermöglicht wurden. Sie sind aber

nicht nur ein Anreiz für die Registrierung.

„Sie gewährleisten auch die

Nachhaltigkeit des Projektes. Schließlich

befassen junge Menschen sich

dadurch intensiv mit der Thematik ‚sicheres

Fahren‘“, so Eckhard Jürriens,

Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes

Grafschaft Bentheim.

„Der Rettungsdienst wird oft zu Unfällen

junger Menschen gerufen, die

helfen + retten

AKTIV VOR ORT

keinen Schutzengel hatten. Wir wollen

das Projekt „Aktion Schutzengel“ jungen

Fahranfängern vorstellen, denn

durch Prävention kann so mancher

Unfall verhindert werden“, erklärt

Thomas Hövelmann,

Kreisgeschäftsführer

des DRK im

Emsland. Deshalb machen die Erste-

Hilfe-Ausbilder des DRK bei ihren

Lehrgängen auf die Aktion aufmerksam.

„Schutzengel, die diese Erste-Hilfe-

Qualifikation nutzen möchten, sollten

zum Lehrgang ihren Schutzengel-

Ausweis mitbringen“, erklärt Norbert

Boyer, Fachbereichsleiter Breitenausbildung

beim DRK im Emsland. Denn

sie bekommen einen Teil des Betrages

zurückerstattet.

Weitere Infos auch unter

www.aktion-schutzengel.de

Sandra Thompson/

grafschafter Nachrichten (Lisa Kolde)

Grafschafter Nachrichten/Lisa Kolde

Machen sich stark für die Aktion „Schutzengel“:

Vertreter der Polizei und des DRK-

Kreisverbandes Grafschaft Bentheim.

Rotkreuz-Spiegel 01/11 13


AKTIV VOR ORT helfen + retten

DRK hilft bei schwerem Schulbusunfall

Rund 20 Verletzte, darunter ein lebensgefährlich verletztes Kind, sind die traurige Bilanz eines

schweren Busunglücks in Glandorf. Der Schulbus war auf der B51 in Fahrtrichtung Münster auf

einen linksabbiegenden Traktor aufgefahren.

Wasserwacht Sulingen

Diepholz Gegründet hatte sich die DRK-Wasserwacht in

Sulingen im Oktober 2009. Begrüßte Roland Bonk zum ersten

Trainingsabend vor gut einem Jahr neun Jugendliche und

junge Erwachsene, ist die Gruppe inzwischen auf 40 Personen

angewachsen. „Etwa 20 Kinder und noch einmal die gleiche

Zahl Erwachsene“, erklärt Bonk, den es vor gut einem Jahr

aus Bayern nach Sulingen verschlagen hatte. Seine Idee war

es – nach 30-jähriger Zugehörigkeit zur Wasserwacht in einer

bayerischen DRK-Bereitschaft – in Sulingen einen entsprechenden

Fachdienst ins Leben zu rufen. „Unter den Erwachsenen

haben wir inzwischen zehn ausgebildete Rettungsschwimmer,

die Kinder und Jugendlichen haben bereits entsprechende Jugendscheine

erworben“, so Bonk weiter. Stadt und Sulinger Bäderbetriebe

greifen gern auf die Dienste der DRK-Wasserwacht

zurück.

Neue OZ/Anke Schneider

Melle/Osnabrück-Land/Wittlage Der

Gelenkbus kam nach dem Zusammenprall

nach rechts von der Straße ab und

prallte gegen einen Baum. Der Busfahrer

und ein Kind wurden eingeklemmt, acht

weitere Kinder im Alter von zehn bis 17

Jahren schwer, neun leicht verletzt.

Auch das DRK mit seinen Schnelleinsatzgruppen

(SEG) aus Wittlage und

Melle war zusammen mit Helfern des

Malteser Hilfsdienstes vor Ort. Nachdem

die Feuerwehr die Eingeklemmten

befreit hatte, wurden sie in die umlie-

Aus: Diepholzer Kreisblatt

Üben bei Minusgraden

genden Krankenhäuser transportiert,

zwei Patienten brachte der Rettungshubschrauber

zur Uniklinik Münster und

einen nach Bielefeld. Die unverletzten

Insassen standen unter Schock und wurden

vom DRK betreut, bis ihre Eltern sie

abholten. Insgesamt waren zwei Rettungshubschrauber,

zehn Notarzt- und

Krankenwagen, 114 Feuerwehrleute, 72

Rettungskräfte, vier Notfallseelsorger

sowie drei Funkstreifen des Polizeikommissariats

im Einsatz.

Aus: Neue OZ online/Jan Meyer

Emsland Unter strengster Geheimhaltung plante das Team

Ausbildung des DRK Emsland in Zusammenarbeit mit der

Freiwilligen Feuerwehr Meppen und dem DRK-Ortsverein Haselünne

eine realistische Übung für die Auszubildenden des

emsländischen Rettungsdienstes. Dafür hatte das Autohaus

Augustin sein Betriebsgelände zur Verfügung gestellt. Als der

Alarm in der Rettungswache losging, mussten die Azubis innerhalb

von 10 Minuten am Unfallort eintreffen – was sie auch

schafften. Bei eisiger Kälte und im Dunkeln fanden die Retter

einen „schweren Verkehrsunfall“ vor, an dem zwei PKWs mit

fünf Insassen beteiligt waren. Nachdem die Feuerwehrleute die

Personen befreit hatten, konnten die DRKler sie versorgen. „Ihr

Auszubildenden habt viel gelernt und seid in der Tat auf den

Ernstfall vorbereitet. Die Aufgabe haben alle ganz professionell

erfüllt“, lobte der Rettungsdienstleiter Christof Witschen zum

Abschluss der Übung. Sandra Thompson

14 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Neue OZ/Anke Schneider


Regio-Press

„Vor drei Jahren hatte ich dann mein

persönliches Aha-Erlebnis“, erzählt Beate

Müller. Auf einer Sitzung des DRK-

Ortsvereins Schladen brach ein älterer

Mann zusammen und wurde bewusstlos.

„Nur mit vereinten Kräften, nach

einer Herzmassage und mit Hilfe des

Defibrillators, konnten wir ihm das

Leben retten“, erzählt die zweifache

Mutter. Keine zwei Wochen später sei

der Mann wieder in Schladen spazieren

gegangen. „Als ich ihn wiedergesehen

habe, wurde mir klar, dass sich

die ganze Arbeit bis jetzt gelohnt hat“,

betont die 46-Jährige.

Alles begann 1997 mit einem Erste-

Hilfe-Kurs. „Unsere Kinder, Madeleine

und Steffen, sind mit jeweils acht Jahren

dem Jugendrotkreuz Schladen beigetreten“,

erinnert sich Mutter Beate.

„Wir haben sie regelmäßig zu Treffen

und Wettkämpfen gefahren. Irgendwann

sollte eine Bereitschaftsgruppe

in Schladen gegründet werden, und

wir wurden gefragt, ob wir nicht mitmachen

wollen.“

Gesagt, getan: Gemeinsam machten

sie den Erste-Hilfe-Kurs und waren

schon mittendrin in der ehrenamtlichen

Tätigkeit. „Wir haben als kleines

Helferlein angefangen“, sagt Ewald

Müller. Mittlerweile ist seine Frau Bereitschaftsleiterin

der Sanitätsgruppe,

Ausbilderin für Erste Hilfe, Leiterin des

Schulsanitätsdienstes an der Schladener

Haupt- und Realschule Werlaschule

und sie arbeitet im DRK-Einsatzzug

mit. In Sachen Einsatz steht ihr Mann

ihr aber in nichts nach: Er ist Sanitätshelfer

im Bereitschaftsdienst, „Ausbilder

für Erste Hilfe und Sanität“ und

arbeitet ebenfalls im Einsatzzug. Und

während Tochter Madeleine aufgrund

beruflicher Veränderungen und Umzugs

nicht mehr dem DRK Schladen

angehört, ist Bruder Steffen noch immer

mit Eifer dabei. Wie seine Eltern,

gehört er zum Einsatzzug und als Sani-

Portrait

Die Müllers: Vom „kleinen Helferlein“

zur Führungskraft

Dass sie einmal zu Lebensrettern werden würden, damit hatten Beate und

Ewald Müller vor 13 Jahren sicher nicht gerechnet. Damals nahmen sie ihre

ehrenamtliche Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz auf.

V.l.: Steffen, Beate und Ewald Müller sind aus dem

DRK-Ortsverein Schladen nicht mehr wegzudenken.

MEIN DRK

Andre Zelck/DRK

tätshelfer zur Bereitschaftsgruppe. Darüber

hinaus ist er der Datenbankverwalter

für das Zentrale Management

System im Kreisverband. Mehr Ehrenamt

in einer Familie geht nicht.

So ein Einsatz der Bereitschaftsgruppe

kann ganz unterschiedlich sein –

vom Einsatz bei Fußballspielen, Konzerten,

Schützenfesten oder wie seit

vielen Jahren beim Braunschweiger

Marathon. „Diese große Sportveranstaltung

macht jedes Jahr wieder riesigen

Spaß, ist aber auch immer sehr

anstrengend“, berichtet der 53-jährige

Müller, der hauptberuflich als Elektriker

tätig ist. „Nicht nur bei so großen

Veranstaltungen sind wir mit unserem

Team dabei, sondern auch bei vielen

Aktionen von Vereinen unserer Samtgemeinde,

oft schon seit unserer Gründung

vor zwölf Jahren“, betont Beate

Müller.

Damit alle Einsätze bei großen und

kleineren Veranstaltungen reibungslos

ablaufen, treffen sich die Mitglieder

alle 14 Tage in den Räumen des

Ortsvereins und trainieren an Fallbeispielen:

Einige werden als Verwundete

geschminkt und simulieren das

„Opfer“, andere müssen innerhalb von

Sekunden die Verletzungen erkennen

und dementsprechend handeln.

„Durch solche Übungen gewährleisten

wir, dass in Notsituationen alles

automatisch abläuft, als würde sich

ein Programm abspulen“, erklärt sie

weiter. Genau wie damals, als sie dem

Schladener DRK-Kameraden das Leben

retteten. Regio-Press

Rotkreuz-Spiegel 01/11 15


AKTIV VOR ORT Ausland

Alfeld Einer, der die Region kennt wie

kaum ein anderer, ist Norbert Halter.

Der 58-jährige Lehrer an der Lamspringer

Realschule war im Auftrag des DRK-

Kreisverbandes Alfeld im vergangenen

Jahr zum 21. Mal seit 1991 mit einem

Hilfstransport in Südosteuropa.

Ein Schwerpunkt der Hilfe sind Medikamente.

In Oradea betreibt das Ru-

mänische Rote Kreuz (RRK) eine eigene

Apotheke, die von den Lamspringern in

diesem Jahr mit Medikamenten im Wert

von 25.000 Euro bestückt wurde. Rund

3.000 Euro haben Halter und sein Team

in den vergangenen Monaten gesammelt

– das reicht für cirka sechs bis acht Tonnen

Lebensmittel, die im örtlichen Großhandel

in Rumänien eingekauft werden.

Begleitet wurde Norbert Halter dieses

Mal von Jürgen Köps, der zum ersten

Mal in Rumänien war. „Ich war sprachlos“,

schildert der 46-jährige Lamspringer

Apotheker und erste Vorsitzende

des DRK-Ortsvereins, seine Eindrücke.

Seit knapp vier Jahren gehört Rumänien

zur Europäischen Union. In vielen

Regionen war das der Motor zum wirtschaftlichen

Aufschwung. Doch es gibt

immer noch bittere Armut und teilweise

ein Landleben wie vor 200 Jahren. Sehr

bedrückend seien für ihn vor allem die

Lebensumstände in den besuchten Dörfern,

wo es oft weder fließendes Wasser

noch Kanalisation gibt, aber auch in dem

Behindertenheim in Jibou gewesen, sagt

Jürgen Köps. Besonders berührt habe ihn

❚ Ein Dank an die Spender!

Norbert Halter

In den Dörfern Rumäniens herrscht immer noch Armut

und mangelnde medizinische Versorgung.

Emsland/Bremervörde/Celle/Uelzen

Für die Flutopfer in Pakistan sammelten

die Papenburger Schulen stolze

8.888 Euro, die sie DRK-Präsident

Dr. Rudolf Seiters überreichten. Er

zeigte sich vom Aktionsgeist der jungen

Leute beeindruckt: „Dass Schüler sich

angesichts der Bilder aus Pakistan zusammengeschlossen

haben, freut mich

ganz besonders.“

Das Schicksal der pakistanischen Bevölkerung

beschäftigte auch die Kinder

der Grundschule Basdahl, die gemeinsam

mit dem dortigen DRK-Ortsverein

Hoffnung für Rumänien

Rund 1.500 Kilometer trennen Lamspringe und Oradea in Rumänien.

– Und doch liegen Welten dazwischen.

immerhin 500 Euro zusammenbrachten.

Bei allen Celler Spendern bedankte

sich das Rote Kreuz Kurland in Lettland.

Sein Partnerverband, das DRK in Celle,

betreut dort seit einigen Jahren eine Armenspeisung,

wo fünfmal in der Woche

circa 120 Essen kostenlos ausgegeben

werden. Die monatlichen Kosten betragen

rund 550 Euro. Mithilfe der Celler

Bürger konnte das Projekt bis Ende dieses

Jahres finanziert werden.

Auch im letzten Jahr beteiligte sich

das DRK in Altenmedingen zusammen

mit der dortigen dritten Grundschul-

die mangelnde medizinische Versorgung.

So steht an einem Morgen eine Frau vor

der Unterkunft der Lamspringer und

fragt nach einem Hörgerät für ihr Kind.

Sie selbst kann sich das als Lehrerin und

Alleinverdienerin mit rund 250 Euro

Gehalt im Monat nicht leisten. Staatliche

Unterstützung gibt es für sie nicht.

Norbert Halter verspricht, sich darum zu

kümmern. „Auch Brillen werden immer

dringend gebraucht“, sagt er. „Sehhilfen

sind für die meisten unerschwinglich.“

Norbert Halter opfert seit Jahren seine

Ferien für die Reise nach Rumänien. Auf

die Frage, warum es ihn immer wieder

aufs Neue dorthin zieht, antwortet er:

„Das ist das Gefühl, etwas Sinnvolles zu

tun. Es gibt mir Kraft und Energie.“

Petra Bernotat-Meyfarth

Finanzielle Unterstützung, Medikamente

und medizinische Hilfsmittel

sind jederzeit willkommen. Informationen

erteilt Norbert Halter, Telefon

05382 907665, Bankverbindung:

DRK Lamspringe, Sparkasse Hildesheim,

BLZ 259 501 30, Kto. 600 7065,

Stichwort: „Rumänienhilfe“.

Dr. Rudolf Seiters (2. r.) nimmt Spendenscheck

für Pakistanhilfe entgegen.

klasse an der Aktion „Weihnachten

im Schuhkarton“. Viele bunt beklebte

Schachteln mit allerlei schönen und

nützlichen Dingen packten sie gemeinsam,

um armen Kindern in dieser Welt

eine Weihnachtsfreude zu bereiten.

Kerstin Hiller

16 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Sandra Thompson


Andre Zelck/DRK

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Generell begrüßt das Rote Kreuz, dass durch die Einführung

des BFD der Wegfall der Zivildienstleistenden in den unterschiedlichsten

sozialen Einrichtungen und Diensten kompensiert

werden soll. Auch im Roten Kreuz waren bundesweit rund

9.000 „Zivis“ bis zum letzten Jahr im Einsatz, als Fahrer für

den Menüservice oder in der Alten- und Behindertenhilfe beispielsweise.

„Wir rechnen mit den ersten Bewerbern, im Moment gibt es

aber noch viele offene Fragen“, erklärte DRK-Präsident Dr. Rudolf

Seiters Ende Januar im Vorfeld einer Veranstaltung von

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder mit Vertretern

aus Verbänden, Wirtschaft und Politik zum Bundesfreiwilligen-

Freiwilligendienste

IN EIgENER SACHE

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

statt Zivildienst

Zum 1. Juli 2011 wird die Wehrpflicht ausgesetzt und damit auch der Zivildienst

in seiner bisherigen Form. An seine Stelle soll der Bundesfreiwilligendienst treten.

dienst. Wir brauchen starke Zentralstellen bei den Trägerverbänden

wie dem Roten Kreuz, die den Dienst einführen, etablieren

und die Qualität des Angebots sicherstellen. Interessierte

müssen sich schnell und unbürokratisch bewerben können –

und sicher sein, dass vor Ort individuell auf ihre Bedürfnisse

und Lebenssituationen eingegangen wird. Nur so wird der

Bundesfreiwilligendienst zu einer sinnvollen Lern- und Orientierungszeit.

Zudem brauchen wir eine schlagkräftige Werbekampagne

der Bundesregierung, um Frauen und Männer aus

allen Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund, für

das Engagement zu begeistern.“

Neben den genannten Stellen für Zivildienstleistende, bietet

das Rote Kreuz jährlich 10.200 Plätze des bereits bestehenden

Freiwilligen Sozialen Jahres an und 200 Plätze in internationalen

Freiwilligendiensten. Damit ist das Deutsche Rote Kreuz

bundesweit größter Anbieter von Freiwilligendiensten. Das

Deutsche Rote Kreuz bereitet sich aktuell darauf vor, ab 1. Juli

2011 10.000 Plätze im neuen Bundesfreiwilligendienst anzubieten.

DRK-Pressestelle Berlin

Informationen zum BFD beim Roten Kreuz in Niedersachsen

erteilt Ihnen gern Karin Böning, Referentin im

DRK-Landesverband Niedersachsen unter:

Tel. 0511 28000-450, karin.boening@drklvnds.de

Auskünfte zum Freiwilligen Sozialen Jahr unter:

Tel. 0511 28000-240, -241, -242, -243, fsj@drklvnds.de

Herzlich willkommen

im Bayerischen Wald

Wochenend-Pauschale

2 Übernachtungen mit HP

p.P. ab 85,00 €

Tourist-Information w Landratsamt Cham

Postfach 1432 w 93404 Cham

Tel. 09971/78-430 w Fax 09971/78-433

email: tourist@lra.landkreis-cham.de

www.bayerischer-wald.org

Rotkreuz-Spiegel 01/11 17

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AKTIV VOR ORT Soziales

❚ Bürger beraten

Stade Das Deutsche Rote Kreuz betreibt

seit einiger Zeit ehrenamtlich

eine Bürgerberatungsstelle in Drochtersen,

nun beteiligen sich auch der

Sozialverband VdK

Deutschland und der

Sozialverband SoVD

Inge Kramer

Peter Schildt berät

ehrenamtlich.

Deutschland daran. In

der Begegnungsstätte

an der Sietwender

Straße 11 in Drochtersen

hilft Peter

Schildt, ehemaliger

Leiter einer Krankenkasse,

jeden Dienstag

zwischen 9 und 11:30

Uhr Menschen bei der

Bewältigung ihres Alltags,

z. B. beim Ausfüllen

von Formula-

ren. Wenn er selbst nicht weiter weiß,

holt er sich die Antworten bei den Experten

der drei Verbände. „Die Menschen

kommen mit Plastiktüten voller

Schreiben“, sagt Schildt. Im Schnitt

seien es zehn Hilfesuchende pro Beratungstag.

Zum langfristigen Konzept des DRK

gehöre die Vernetzung mit anderen

Einrichtungen des Ortes wie dem Familienservicebüro,

dem Jugend- und

Seniorenbeirat, den Kindergärten, der

Familienbildungsstätte, der Sozialstation

Kehdingen und dem Altenheim.

Peter Schild ist erreichbar unter

04143 6306, die DRK-Begegnungsstätte

unter 04143 1318. Hausbesuche

sind möglich.

DRK-Betreuungsstelle Friedland

Aus: Stader Tageblatt

DRK-Betreuungsstelle Friedland

Braunschweig-Salzgitter Nicht warten, bis der Gerichtsvollzieher kommt. Darauf

will die DRK-Schuldnerberatung an der Münzstraße gerade junge Schuldner

mit einer Plakataktion aufmerksam machen. Und ein Zeichen setzen gegen

Scham und Heimlichkeit. „Viele stecken jahrelang den Kopf in den Sand“, so die

Erfahrung des Schuldnerberaters Hans-Jörg Hodemacher. „Wer mit 40 zu uns

kommt, war oft schon mit 25 verschuldet.“ Bundesweit sind 3,1 Millionen Haushalte

überschuldet. Kredite nicht mitgerechnet, stehen Ratsuchende in Schuldnerberatungen

durchschnittlich mit 23.000 Euro in der Kreide.

Hilfe für Betroffene gibt es unter: www.schuldnerberatung-bs.de

DRK schenkt Freude in Friedland

Aus: Braunschweiger Zeitung

Landesverband/Wadersloh Im Grenzdurchgangslager Friedland, wo auch der

DRK-Landesverband Niedersachsen eine Betreuungsstelle für die eingereisten Spätaussiedler,

jüdischen Emigranten und Flüchtlinge betreibt, hat 2010 der DRK-Ortsverein

Wadersloh aus Westfalen wieder eine Weihnachtsfeier für die dort vorübergehend

untergebrachten Familien ausgerichtet – mit vielen Geschenken für die Kinder.

Seit mehr als 40 Jahren bereiten die Wadersloher Rotkreuzler den Menschen im

Grenzdurchgangslager diese Freude in der Weihnachtszeit. Kerstin Hiller

18 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Frühstück international

Region Hannover Im Langenhagener

Baugebiet Weiherfeld/Kaltenweide leben

inzwischen über 3.600 Menschen

aus 42 verschiedenen Nationen. Mit

fast 1.000 Kindern und Jugendlichen

zählt es zu den kinderreichsten Regionen

Niedersachsens.

Für die Kinder gibt es in den fünf

Kindertagesstätten etliche Bildungsangebote.

Kontakte und Freundschaften

entstehen, der Erwerb der deutschen

Sprache läuft im gemeinsamen Alltag

quasi wie „nebenbei“.

Viele Mütter mit Migrationshintergrund

haben diese Chance nicht. Sie ver-

„Intergenerativ“ erziehen

Alfeld Seit Jahren praktizieren die

DRK-Kindertagesstätte Elze und das DRK-

Pflegeheim Banteln die so genannte „Intergenerative

Erziehung“: Kinder und

Senioren besuchen sich regelmäßig. „Wir

überlegen uns, was wir gemeinsam machen

können“, sagt Kita-Leiterin Christiane

Quedenbaum. Dabei geht es weniger

um einmalige Veranstaltungen, wie das

Adventssingen der Kinder im Altenheim,

der Schwerpunkt liegt vielmehr auf Kontinuität

der Kontakte, damit sich beide

Seiten individuell begegnen können.

Jeden zweiten Donnerstag im Monat

besuchen die Kindergartenkinder die Bewohner

des Pflegeheims und einmal im

Vierteljahr kommen Senioren in die Kita

Von London nach Melle

Melle Michael Osei aus London absolviert

seit September sein Freiwilliges

Soziales Jahr (FSJ) beim DRK in Melle

und unterstützt das neu entwickelte

Projekt des Kreisverbandes „Rotkreuz-

Arbeit in Meller Schulen“.

Schon in London engagierte sich Michael

für Jugendliche, etwa als Fußballtrainer.

Oder er half jungen, aus

dem Gefängnis entlassenen Straftätern

bei der Arbeitssuche.

Jetzt besucht er zusammen mit Thomas

Winterlich vom DRK mehrmals die

fügen oft über wenig Kontaktmöglichkeiten

und der wichtige Spracherwerb

bleibt auf der Strecke.

Das DRK-Familienzentrum hat gemeinsam

mit der „Lernhilfe Kaltenweide“

eine Begegnungsmöglichkeit für sie

geschaffen: Es lädt einmal im Monat zum

internationalen Frühstück ein. Jede Frau

bringt eine Kleinigkeit mit, so dass eine

bunt gemischte, internationale Tafel mit

selbstgemachten Leckereien entsteht.

Um Unsicherheiten oder Hemmungen

zu überwinden, werden einige Frauen

von Ehrenamtlichen zu Hause abgeholt,

andere wiederum bringen eine Freundin

oder Nachbarin mit. Mittlerweile ist

eine lebendige Runde entstanden, in der

nach Elze. Gemeinsames Singen, Basteln,

Vorlesen oder Kekse backen stehen

dabei auf dem Programm. „Die Resonanz

bei den Senioren ist ganz toll“, sagt

Simone Rutsch, Leiterin des Pflegeheims

Banteln. „Sie freuen sich immer sehr auf

die Besuche.“ Lieder und Geschichten

erinnern die Heimbewohner an glückliche

Zeiten mit Freunden, Familie und

Gesundheit. Und das Gehirn wird auch

trainiert. „Für viele war die Erziehung

der eigenen Kinder ja der Lebensinhalt“,

sagt Simone Rutsch. Es sei schön zu

beobachten, was kindliche Neugierde,

Lebenslust und Kinderlachen unter den

alten Menschen bewirkt.

Aber auch die Kinder profitieren von

dem Betreuungskonzept. „Sie erleben,

was es heißt alt zu sein“, sagt Christia-

Woche Meller Schulen und arbeitet dort

in Projekten zur Ersten Hilfe und gesunden

Ernährung mit.

„Ich möchte andere Kulturen und

Religionen verstehen. Das ist wichtig,

um selbst akzeptiert zu werden“, sagt

Michael. Diszipliniert und zielstrebig

lebt er seinen Traum von einem sozial

engagierten Leben. Er möchte Polizist

werden, vielleicht irgendwo im Ausland

sozialen Dienst tun und humanitäre Hilfe

leisten. Der einjährige Aufenthalt in

Melle ist für ihn ein wichtiger Schritt

auf diesem Weg.

Aus: Meller Kreisblatt

Soziales

AKTIV VOR ORT

Frauenfrühstück im DRK-Familienzentrum.

über Erziehungs- und Gesundheitsfragen

ebenso wie über kulturelle und religiöse

Gebräuche und Feste gesprochen wird.

Christina Blachnik

Petra zeigt einer Bewohnerin ihr „Stimmungspüppchen“.

ne Quedenbaum, „und lernen Hilfsbedürftigkeit

kennen.“ Der regelmäßige

Kontakt zwischen Kindern und Senioren

bereichert nicht nur den Alltag, sondern

führt auch zu einem neuen gegenseitigen

Verständnis und wirkt einer Kluft

zwischen den Generationen entgegen.

Petra Bernotat-Meyfarth

Michael Osei (r.) mit Thomas Winterlich.

Rotkreuz-Spiegel 01/11 19

Christina Blachnik

Petra Bernotat-Meyfarth

DRK-KV Melle


AKTIV VOR ORT Soziales

❚ Danke für Benefiz und Spenden!

Region Hannover Der DRK-Ortsverein

Langenhagen lud am 5. Dezember

2010 zu einem weihnachtlichen Konzert

in den Saal des Maritim Airport

Hotels am Flughafen ein. Für zwölf

Euro Eintritt gab es für die rund 500

Besucher nicht nur stimmungsvolle

Musik des Hausorchesters des Prinzen

von Hannover unter der Leitung von

Ernst Müller, sondern auch vom Jungen

Chor Hannover, von Teufelsgeiger

Charly Neumann und Irma Flötling

von der Langenhagener Musikschule

mit zwei Schülerinnen.

Der Erlös dieses Benefizkonzerts

ging an die DRK-Kinder- und Jugendstiftung

in der Region Hannover, die

ihn für den Ausbau der Sprachförderung

in den Kindertagesstätten des Roten

Kreuzes einsetzen will.

Christina Blachnik

Ambulanz für Autisten

Braunschweig-Salzgitter Autistische Menschen leiden unter

einer Entwicklungsstörung. Sie denken anders, sie lernen anders

und ihre Bedürfnisse und Interessen sind anders. Es fällt

ihnen beispielsweise schwer, sich in die Gedanken, Gefühle und

Wünsche einer anderen Person einzufühlen.

Das Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) des DRK in

Wolfenbüttel hat seit Oktober 2010 eine spezielle Abteilung zur

Förderung von Menschen mit Autismus, die von Petra Kaschefski

geleitet wird. Die Ergotherapeutin ist durch spezifische Zu-

Christina Blachnik

Beim Benefizkonzert in Langenhagen.

Lüneburg Seit zehn Jahren unterstützt

der DRK-Ortsverein Westergellersen

das Projekt „Klasse 2000

– Gesundheitsförderung in der Grundschule“.

Bereits für 32 Klassen wurde

die Patenschaft übernommen und insgesamt

8.160 Euro durch Benefizveranstaltungen

und Spenden gesammelt.

Bei einem bunten Herbstnachmittag

dankten Bürgermeister und Schulleitung

dem DRK dafür. Durch Nachbefragungen

sei ermittelt worden, dass

Kinder, die in der Grundschule am

„Klasse 2000“-Unterricht teilgenommen

haben, später seltener rauchen

oder zu Alkohol greifen. Der Erlös aus

Kuchen- und Getränkeverkauf sowie

Spenden kommt den nächsten „Klasse-

2000“-Schülern der Grundschule Westergellersen

zugute.

gesa geselle

Goslar Andreas Berndt, 1. Vorsitzender

des DRK-Ortsvereins Othfresen,

und Gert Ziller, Leiter der DRK-Kleiderkammer

in Liebenburg, übergaben

eine Spende von 1.500 Euro an zwei

Kindergärten in der Gemeinde Liebenburg.

Beide Institutionen wollen das

Geld für die pädagogische Arbeit verwenden

und Materialien anschaffen,

die allen Kindern zugute kommen.

Die Spende ist ein Erlös der Kleiderkammer.

Bürger können dort gegen

einen kleinen Obolus Kleidung

bekommen. „Uns ist es wichtig, dass

wir anderen helfen. Daher bezahlen

die Kunden einen geringen Betrag für

ein Kleidungsstück. „Kinderkleidung

geben wir kostenlos ab“, erklärt Gert

Ziller, der die Vernetzung zwischen der

Kleiderkammer und den Kindergärten

weiter ausbauen möchte.

Informationen zur DRK-Kleiderkammer

Liebenburg unter:

www.drk-othfresen.de

Timo Pischke

satzausbildungen und langjährige Erfahrung in der Förderung

autistischer Menschen dafür besonders qualifiziert.

„In enger Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen im

ITZ schließt die Autismusambulanz eine Versorgungslücke in

der Region Wolfenbüttel und ergänzt die bestehenden Hilfsangebote

nachhaltig“, erklärt Kaschefski. Insbesondere die Arbeitsbereiche

des Familienentlastenden Dienstes (FED) profitieren

von der neuen Abteilung, da hier bereits mehr als 20

junge Menschen mit autistischen Störungen betreut werden –

viele im Bereich der Schulintegration

20 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Margitta Zimmermann/DRK

ITZ


Michael Eram/DRK

Erfolgreich mit „Opstapje“

„Opstapje“ ist ein Spiel- und Lernprogramm für Familien mit Kindern im Alter von

eineinhalb bis dreieinhalb Jahren, die sich aufgrund ihrer Lebenssituation Anregung

und Unterstützung bei der Förderung und Erziehung ihrer Kinder wünschen.

Gifhorn Mittlerweile bieten das Deutsche

Rote Kreuz und der Landkreis Gifhorn

dieses Erfolgsmodell in allen zehn

Gebietseinheiten des Landkreises an.

Das Beispiel des kleinen Timo und seiner

Mutter Anna (Name geändert) zeigt, wie

positiv sich „Opstapje“ auf den Familienalltag

auswirken kann:

Anna lebt mit ihren beiden Kindern

Timo (2 ½) und Marie (7) in einem

Mehrfamilienhaus in Gifhorn. Sie ist alleinerziehend,

nicht berufstätig, die Kontakte

zum Vater der Kinder sind unregelmäßig

und spannungsvoll.

Das Jugendamt hatte Anna auf „Opstapje“

aufmerksam gemacht. Seit Sommer

2008 wurde sie regelmäßig einmal

in der Woche von Uta W. besucht, die in

„Opstapje“ geschult wurde und für den

DRK-Kreisverband Gifhorn als Hausbesucherin

tätig ist.

Die Beziehung zwischen Mutter und

Sohn war zu Beginn des Programms sehr

schwierig und problematisch. Auch der

Umgang der Geschwister untereinander

war ausgesprochen aggressiv. Timos

Verhalten war anfangs unberechenbar,

er konnte sich nicht konzentrieren und

auch seine Sprachentwicklung war auffällig

verzögert.

Die herzliche, verbindliche Art der

Hausbesucherin brach bald das Eis und

es entwickelte sich ein vertrauter Umgang.

Schon nach ein paar Besuchen erwartete

Timo „seine“ Uta freudig, voller

Spannung und forderte auch die Mitarbeit

seiner Mutter ein.

Bei jedem Besuch brachte Uta W. ein

Angebot zum Spielen mit aus einer abwechslungsreichen

Materialkiste, die

jede Familie bekommt. Diese ist gefüllt

mit Büchern, Puzzles, Bausteinen, Stiften,

Stapelbechern und vielem mehr. Am

meisten hatten es Timo die vielen Bücher

angetan. Mittlerweile fragt und erzählt

er viel und kann sich besser konzentrieren.

Die Atmosphäre in der Familie hat

sich spürbar entspannt.

Nach knapp zwei Jahren ist das Programm

zu Ende. „Die regelmäßigen

Besuche haben mir geholfen. Timo hat

viel gelernt“, sagt Anna. Sie hätten wieder

Spaß am gemeinsamen Spielen. Gut

fand sie auch die Gruppentreffen mit anderen

Eltern und Kindern sowie die Anregungen

zum Spielen und Fördern. Auf

die Frage, ob sie „Opstapje“ weiterempfehlen

würde, antwortet sie: „Ja, immer

wieder gern.“

Ulrike Heine

Kids & Kitas

AKTIV VOR ORT

Jubiläums-Zoo-Besuch

Region Hannover Anstelle einer

Feier stunde lud der DRK-Ortsverein

Hannover-Mitte anlässlich seines 25.

Jubiläums 25 Kita-Kinder in den Erlebnis-Zoo

Hannover ein. „Wir wollten Kindern,

die aus sozialen Gründen das Geld

für den Zoo-Eintritt

nicht haben, diesen

Besuch ermöglichen

und mit ihnen einen

unvergesslichen Tag

erleben“, beschreibt

der Ortsvereinsvorsitzende

Erich Schober

die Idee. Der

Verein wählte die

städtische Kita Vahrenwald

aus, weil

dort von 100 Kindern

95 einen Migrationshintergrundhaben.

Vielleicht regt

die Idee des DRK-

Ortsvereins Mitte

zum Nachahmen an. „Denn das schönste

Jubiläumsgeschenk sind die leuchtenden

Kinderaugen“, so Schober.

Im Notfall 112

Christina Blachnik

Bremervörde Im November veranstaltete

der DRK-Ortsverein Oerel zusammen

mit der dortigen Gesamtschule ein

Notfalltraining. Die Fünft- und Sechstklässler

freuten sich schon auf den gut

vierstündigen „Praxisunterricht“ bei der

DRK-Kursleiterin Rena Jung-Segelken.

Gemeinsam wurden alltägliche Notfallsituationen

durchgespielt und erste Handgriffe

geübt. Einen Schwerpunkt bildete

das korrekte Absetzen des Notrufes nach

dem Fünf-W-Fragen-Muster: Wer ist am

Telefon, wo ist

der Verletzte,

was ist passiert,

wie viele sind

verletzt und

welche Verletzungen

sind

vorhanden.

Thorben Hoops

Rotkreuz-Spiegel 01/11 21

Christina Blachnik

Thorben Hoops


AKTIV VOR ORT Kids & Kitas

Inge Kramer

An apple a day ...

Stade Jedem der mehr als 1.000 Kita-Kindern in den 14

DRK-Kindertagesstätten im Landkreis Stade täglich einen

Apfel anzubieten und damit einen Beitrag zu gutem Geschmack,

leckerem Biss und gesunder Ernährung zu leisten

– dieser Wunsch des Kreisverbandes Stade wurde wahr. Mit

tatkräftiger Hilfe rund um die organisierende Fachberaterin

Inge Kratzenberg und großzügiger Unterstützung von privaten,

betrieblichen sowie ehrenamtlichen Gönnern. So auch

vom DRK-Ortsverein Harsefeld, der mit 1.250 Euro jährlich

diese Rotkreuz-Initiative fördert.

Herzlichen Dank sagt der Kreisverband allen fleißigen Helfern,

Helferinnen und Förderern im Namen der Kinder und

wünscht: Guten Appetit!

Jung und Alt begegnen sich

Inge Kramer

Uelzen Es sieht nicht nur gut aus, es schmeckt auch lecker,

das Frühstück in der DRK-Kindertagesstätte Zimmermannstraße

in Uelzen. „Jeden morgen bringen wir frische

Brötchen, Käse, Wurst, Marmelade, Obst und Gemüse für die

80 Kinder in die Kita“, berichtet Rüdiger Seide, Leiter der

Seniorenresidenz An der Rosenmauer. Der Geschäftsführer

der Seniorenresidenz, Erwin Gnaß, möchte damit das soziale

Engagement seiner Einrichtung unterstreichen und Kontakte

nach außen pflegen. Die Kleinen werden so für ein halbes

Jahr verwöhnt und revanchieren sich gerne dafür: Gemeinsame

Unternehmungen mit den Senioren, wie Laternenumzüge,

Vorlesestunden, Bastel- und Singnachmittage finden

regelmäßig statt.

Neuer DRK-Hort

Sozialministerin Özkan (l.) überreicht Kinder-

HabenRechtePreis an Kita Feldbusch.

Linda Rommel

Osnabrück-Stadt Seit 1. Januar 2011 gibt es in der seit

1953 bestehenden Kindertagesstätte des Kreisverbandes Osnabrück-Stadt

auch einen eigenständigen Hort für Sechs- bis

Zwölfjährige, sodass dort 87 Kinder betreut werden. Beide

Einrichtungen arbeiten eng zusammen, was sich in gemeinsamen

Studientagen, Fortbildungen und Besuchen der Kinder

zeigt.

Carsten Steins

Besuch in

Nordamerika

Braunschweig-Salzgitter Wie

lebten die Indianer und Cowboys?

Warum trägt man in Mexiko so große

Hüte? Wieso ist ein Ahornblatt

auf der kanadischen Flagge? „Nordamerika

heute und damals“ beschäftigte

in den Ferien die Hortkinder der Kindertagesstätte

„Okerpiraten“. So wurde der

Gruppenraum in ein Indianerdorf umgestaltet

und das Mittagessen ums „unechte Lagerfeuer“

auf dem Fußboden verspeist. Traumfänger,

Kopfschmuck und Indianerrätsel wurden hergestellt,

mutig mexikanische Soßen ausprobiert, und ein echter

Sombrero durfte auch nicht fehlen. Nach einem Abstecher

nach Kanada wurde das Projekt schließlich mit einem richtigen

Lagerfeuer beendet. Für die Okerpiraten steht schon

fest: Die nächste Reise geht nach Südamerika.

Kita-Kinder wollen helfen

Jennifer Helwig und Sylke Freudenthal

Emsland „Benimm ist in! – Werteerziehung im Kindergarten“,

unter diesem Motto stand eine Projektwoche im

DRK-Kindergarten Regenbogenland in Papenburg. Schwerpunktthemen

waren Solidarität, Fairness und Teamgeist,

Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Höflichkeit und Rücksichtnahme.

Als krönenden Abschluss führten die Kindergartenkinder

ein 45-minütiges Bühnenprogramm auf. Die Einnahmen

aus den Eintrittsgeldern und die

gesammelten Spenden kamen,

dem Wunsch der Kindergartenkinder

entsprechend, den Opfern

der Flutkatastrophe in Pakistan

zugute. Stolze 200 Euro übergab

Nicole Lammers, Leiterin des

DRK-Kindergartens Regenbogenland,

gemeinsam mit dem Kreisgeschäftsführer des

DRK Emsland, Thomas Hövelmann, an den DRK-Präsidenten

Dr. Rudolf Seiters. „Ich freue mich immer, wenn ich sehe,

dass auch die ganz Kleinen schon helfen möchten“, sagte

Seiters bei der Scheckübergabe.

Sandra Thompson

22 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180

Inge Kramer

Uelzen: Seniorenresidenz spendet

Kita gesundes Frühstück.

Linda Rommel

Inge Kramer


Jubiläumsfeier im Ollaner Kinnerhuus.

Kita-Wohlfühlzeit

Hameln-Pyrmont Was tut mir eigentlich gut? Viele von

uns wissen das gar nicht mehr und hetzen von einem Termin

zum anderen oder nehmen sich gar nicht mehr die Zeit, in

sich hineinzuhorchen. Dafür will die DRK-Kindertagesstätte

in der Friedrich-List-Straße mit einer „Wohlfühlzeit“ die

Jüngsten sensibilisieren.

Zum Beispiel organisiert das Kita-Team einen Eltern-Kind-

Tag. Oder den Kleinen wird gezeigt, wie ein Fußmassagebad

funktioniert. An manchen Tagen können die Kinder nach

Herzenslust mit Schaum spielen, sich einschmieren und toben.

Sie lernen dabei, auf ihr Körpergefühl zu achten und

können es sich hinterher im Schaumbad so richtig gut gehen

lassen.

Das Angebot ist Teil der DRK-Kampagne „… dann geht’s

uns gut!“ gegen Kinderarmut in der Region Hameln-Pyrmont,

denn Armut hängt nicht nur mit wenig Geld und ungesunder

Ernährung zusammen, auch emotionale Vernachlässigung

ist ein großes Thema.

Inga Symann

Ausgezeichnet und renoviert

❚ Vorlesemuttis: ein- und mehrsprachig

Region Hannover Seit August engagieren sich 15 Hannoveraner

mit Migrationshintergrund als „Leseomis und

Leseopis“ in sechs Kindertagesstätten und Familienzentren,

auch im DRK-Familienzentrum Davenstedt. Sie erzählen Geschichten,

lesen aus Büchern vor und bieten Aktivitäten an,

um die Sprachentwicklung der Kinder zu fördern.

Das Besondere: Sie sprechen dabei türkisch, russisch oder

arabisch. Laut Ali Lahouaoui, Koordinator des Projekts vom

Verband Binationaler Familien und Patenschaften, seien

dies die Sprachen, die die Kinder im Alltag normalerweise

nicht benutzen. Die Eltern kommen zwar aus der Türkei

oder anderen Ländern, doch zu Hause und in ihrer Umgebung

wird hauptsächlich Deutsch gesprochen. „Die Kinder

können oftmals nur ein paar Wörter der ursprünglichen

Muttersprache, die sie im Urlaub aufgeschnappt haben, aber

in unserer Sprache steckt auch ein Teil unserer Identität“, so

Lahouaoui. Und damit dieser Teil erhalten bleibt, wurde das

Projekt ins Leben gerufen. Christina Blachnik

Christina Blachnik

Identität und Integration –

Vorlesen in mehreren Sprachen.

Stade Glückwunsch an die DRK-Kita am Feldbusch in

Harsefeld! Für ihre Initiative „Mitreden, Mitbestimmen,

Mitmachen – der Kinderrat“ wurde sie jüngst in Hannover

von der Niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan

ausgezeichnet. Bei über 60 Einsendungen für den Niedersächsischen

KinderHabenRechtePreis hat die Kindertagesstätte

den 2. Platz belegt und wurde mit 3.000 Euro

honoriert. „Mit dem Kinderrat hat die Kintertagesstätte ein

Gremium etabliert, das für die Kinder und Fachkräfte selbst

sowie insbesondere für die Außenwelt deutlich macht, dass

Kinder Rechte haben und sie auch erfahren und erleben“,

fand die Jury.

Einen Grund zum Feiern hatte auch das „Ollanner Kinnerhuus

Lüh“. 2010, im Jubiläumsjahr ihres 40-jährigen Bestehens,

wurde die DRK-Kindertagesstätte komplett saniert, sodass

der Charme des Altbaus in neuer Frische erstrahlt. „Der

Raum ist der dritte Erzieher“, sagt Inge Kratzenberg, Fachberaterin

für alle 14 Kitas des DRK-Kreisverbands Stade. Wie

die Kindergartenleiterin ist auch sie überzeugt davon, dass die

räumliche Ausstattung einen wichtigen Einfluss auf die pädagogische

Arbeit hat. Inge Kramer/aus: Stader Tageblatt

Melle Welches Kind liebt es nicht, abends vor dem Schlafengehen

noch eine Geschichte vorgelesen zu

bekommen? Auch im Zeitalter von

Computer- und Videospielen.

Bereits seit sechs Jahren gibt es im Oldendorfer

DRK-Kindergarten das Projekt

„Vorlesemütter“. Derzeit sind es zwei:

Die 36-jährige Hausfrau Kathrin Mooren

und die 42-jährige Diplom-Ingenieurin

Christine Schneidermann-Beckmann. Sie

kommen einmal wöchentlich dienstags

bzw. einmal 14-tägig freitags jeweils für

zwei Stunden. „Voraussetzung ist, dass jemand

gut lesen kann bzw. eine gute Aussprache

hat, mit Kindern umgehen, sich durchsetzen und

die Kleinen beim Lesen fesseln kann“, meint Kita-Leiterin

Claudia Kaase. Natürlich sind auch Vorleseomas, -opas und,

nicht zu vergessen, die Papas gefragt. Rita Hassing

Inga Symann

Toben im Schaum –

eine Aktion zum Wohlfühlen.

Rotkreuz-Spiegel 01/11 23

Rita Hassing

Inge Kramer


JUgEND AKTUELL Schulsanitätsdienst

❚ Erste-Hilfe-Profis in der Schule

Stader Tageblatt

Hameln-Pyrmont Für den Fall der

Fälle sind jetzt auch die Schüler der

Elisabeth-Selbert-Schule gerüstet: Als

erste berufsbildende Schule im Landkreis

Hameln-Pyrmont führt diese in

Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz

des DRK-Kreisverbandes

Hameln-Pyrmont einen Schulsanitätsdienst

ein. 42 junge Menschen im Alter

von 17 bis 22 Jahren haben sich dafür

in Erster Hilfe schulen lassen und können

jetzt, ausgerüstet mit dem „Starter-Kit“

von DRK und BARMER GEK,

ihren Mitschülern und Lehrern im Notfall

beistehen.

Inga Symann

Emsland Zehn Schülerinnen und

Schüler der Haupt- und Realschule Papenburg

sowie elf der Haupt- und Realschule

Lengerich haben vor Kurzem

beim DRK die Ausbildung zum Schulsanitäter

absolviert. Bei der feierlichen

Einführung ihres SSD erhielten sie

sowohl Urkunden als auch die Erste-

Hilfe-Erstausstattung, das sogenannte

„Starter-Kit“, von Vertretern der BAR-

MER GEK und vom Deutschen Roten

Kreuz überreicht.

Sandra Thompson

Region Hannover 15 Jahre Schulsanitätsdienst

an der IGS Roderbruch –

ein Jubiläum, das gefeiert wird. Angefangen

hatte es 1995 mit einer Gruppe

von Schülern, die sich im Jugendrotkreuz

engagierten und von einer Lehrerin

der IGS unterstützt wurden. Sie

waren das erste

Einsatzteam.

Seit 2000 leitet

Rutger

Schoel den

Schulsanit

ä t s d i e n s t

an der IGS.

„Dreimal in der

Woche werden wir auf jeden Fall ausgerufen,

manchmal sogar dreimal am

Tag“, so Schoel und betont: „Die Schüler

nehmen ihre Aufgabe sehr ernst

und handeln jedes Mal beispielhaft.

Für die Lehrkraft vor Ort sind die Sanitäter

eine große Entlastung.“ Insgesamt

15 Schülerinnen und Schüler der

IGS-Roderbruch sind heute täglich bei

Notfällen einsatzbereit, sowohl während

der Unterrichtszeit als auch auf

Schulveranstaltungen.

Stade Johanna Bukowski (15) und Philipp Lehmann (16)

kennen sich mit stabiler Seitenlage, dem Absetzen eines Notrufes

und Wespenstichen aus. Und einen Erste-Hilfe-Kurs

für den Führerschein müssen sie auch nicht mehr machen.

Seit drei Jahren sind sie im Sanitätsdienst der Haupt- und

Realschule Kehdingen und DRK-Mitglieder, denn das DRK

als Träger schult und bildet fort. „Das macht Spaß, ist interessant

und bringt eine Menge Vorteile“, berichten die beiden

Realschüler aus der 10a. Zum Beispiel einen Vermerk

im Zeugnis. Und vielleicht ist das mal von Vorteil, wenn sich

Johanna als medizinische Fachangestellte bewerben und

Philipp Luftverkehrskaufmann werden will.

Die 30- bis 40-köpfige Sani-Gruppe an der Schule schiebt

Dienste im Sanitäts-Raum und als Pausenwache. Die Helfer

sind zur Stelle, wenn aufgescheuerte Knie, aufgeschürfte

Hände und Platzwunden zu versorgen sind. Einmal im Jahr

schulen „die Großen“ die Viertklässler in Grundschulen der

Samtgemeinde Nordkehdingen.

Christina Blachnik

Aus: Stader Tageblatt/Jutta Eidtmann

Grafschaft Bentheim Immer mehr

Deutsche erleiden einen Herzinfarkt,

auch Jugendliche und sogar Kinder.

Deswegen hat sich der Schulsanitätsdienst

(SSD) der Kaufmännisch Berufsbildenden

Schule (KBS) am Bölt

in Nordhorn im Umgang mit einem

automatischen externen Defibrillator

(AED), kurz „Defi”, geschult. „Dadurch

wird den Jugendlichen die Angst vor

der Unsicherheit mit dem Gerät genommen.

Für den Ernstfall bedeutet

es, dass wertvolle Sekunden gespart

werden. Hierdurch können wir Leben

retten!”, meint Sonja Hehsling, Koordinatorin

Schularbeit.

Wie ein „Defi“ funktioniert, demonstrierten

die 22 Schulsanis auch

der Öffentlichkeit im Rahmen einer

Projektwoche der Berufsbildenden

Schule. Außerdem stellten sie einen

Motorradunfall nach, zeigten die korrekte

Helmabnahme und stabile Seitenlage,

erklärten Maßnahmen bei

Verbrennungen und legten verschiedene

Wundverbände an. Für sein Projekt

wurde der Schulsanitätsdienst sogar

mit dem ersten Platz und einem Preisgeld

ausgezeichnet.

DRK-KV grafschaft Bentheim

24 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Frank Kaska

Aktionstag für junge Helden

Erste Hilfe am Kind, Technik und Sicherheit, Realistische Notfalldarstellung,

Sport- und Gelenkverletzungen sowie die Arbeit des Rettungsdienstes und

Drogennotfälle – um diese Themen ging es in sechs Workshops bei einem

Aktionstag an der Schloss-Schule Stolzenau.

Nienburg Auweia, das sieht böse

aus. Alina hat den Arm weit von sich

gestreckt. Ihr Gesicht ist schmerzverzerrt.

Den Blick hat sie fest auf

ihren Arm gerichtet, der offensichtlich

gebrochen ist.

„Bitte helft mir“, sagt sie.

Dann werden die Beine

schwach und sie setzt

sich auf den Boden.

Ungeübte Beobachter

würden nun in Hektik

verfallen. Die jugendlichen

Sanitäter des Workshops Rettungsdienst

unter der Leitung des

Ausbilders Mike Plate behalten die Nerven,

befragen die Patientin, beruhigen,

polstern die Verletzung ab und bringen

die bleiche Alina anschließend in die stabile

Seitenlage. Auch an Schaulustigen

fehlt es bei dieser Szene nicht. 12 Jungen

und Mädchen stehen dicht gedrängt um

die 16-Jährige herum und beobachten

jeden Handgriff.

Der Rettungswagen trifft ein. Alina

wird unter den kritischen Augen ihrer

Schulkameraden von den Rettungsassistenten

versorgt. Mit dem Rettungswagen

geht es in die Notaufnahme der Mittelweserklinik

Stolzenau. Dort

beschreibt Dr. Aurel Pop den

Jugendlichen wie Alina in

der Klinik weiter versorgt

werden würde. So endet

nicht nur die perfekte

Rettungskette sondern

auch einer von sechs angebotenen

Workshops des

Aktionstages für junge Helden.

Organisator ist das Jugendrotkreuz

des DRK-Kreisverbandes

Nienburg, das von den Bereitschaften

aus Pennigsehl, Landesbergen und Rehburg

unterstützt wird.

„Der Aktionstag für junge Helden soll

das Erste-Hilfe-Wissen in praktischen

und praxisnahen Workshops vertiefen

sowie soziales Verantwortungsgefühl

fördern“, so JRK-Kreisleiterin Karolina

Engelke. Frank Kaska

Ausbilder Mike Plate erklärt die Versorgung eines Unterarmbruches

mit einer Luftkammerschiene.

Schulsanitätsdienst, Meldung

Schulsani-Forum

JUgEND AKTUELL

Landesverband Aus ganz Niedersachsen

reisten im November Schulsanitätsdienstgruppen

nach Einbeck, um

gemeinsam ein Wochenende im Haus

des Jugendrotkreuzes zu verbringen.

Schminken kleiner Wunden, Rotkreuz-

Geschichte, Methoden gegen Mobbing,

Spielideen mit der Gruppe, Drogenmissbrauch,

Erweiterte Erste Hilfe, Anregungen

für Gruppenleitungen und

Abenteuerspiele waren dabei Inhalte

verschiedener Workshops. Besonders begehrt

waren bei den 64 Teilnehmern die

Themen „Notfallseelsorge“ sowie „Zusammenarbeit

mit dem Rettungsdienst“.

Rap-Workshop

Petra Metzner

Region Hannover Seit September

2010 gibt es im Jugendtreff Hainholz in

Hannover einen Rap-Workshop. Nach

und nach richteten sich die Jugendlichen

dort ein digitales Minitonstudio ein, unterstützt

von Diplom-Sozialpädagoge

Henrik Kastner und gefördert mit 500

Euro vom Bezirksrat Nord für einen

abschließbaren Technikschrank. Rund

sieben junge Leute im Alter von 14 bis

20 jahren treffen sich dort zweimal die

Woche, um Rap-Texte zu schreiben. Erste

Tracks wurden bereits aufgenommen,

sodass eine CD voraussichtlich Anfang

2011 erscheint. „Wenn alle ausreichend

qualifiziert sind, sollen sie ihr Wissen als

Multiplikatoren an andere weitergeben“,

erklärt Kastner und fügt hinzu: „Wenn

die Jugendlichen ihre Texte schreiben,

sprechen wir darüber. Gerade bei dem

Thema Gewalt ist es wichtig, dass sie lernen,

Konflikte gewaltfrei zu klären.“

Ein Ziel für 2011 ist neben einem zweiten

Album ein Auftritt auf dem Maschseefest

bei „Jugend rockt“. Christina Blachnik

Petra Metzner

Rotkreuz-Spiegel 01/11 25


AKTIV VOR ORT Senioren

GPS – Verbund von

Pflegeeinrichtungen

Stade GPS steht für „Gemeinsam

Pflege stärken“ und ist Motto sowie

Name einer neuen Allianz von Einrichtungen

der stationären Altenpflege.

Der Verbund will das Image der

Altenpflege verbessern, Fachpersonal

für das krisensichere Berufsfeld gewinnen

und Ratsuchenden Orientierung

im Pflegebereich geben – ähnlich

einem Navigator. „Wir wollen nicht

nur reden, wir wollen handeln, etwas

bewegen“, sagen der Geschäftsführer

des DRK-Kreisverbandes Stade Klaus-

Dietmar Otto und sein Stellvertreter

Uwe Lütjen. Lippenbekenntnisse hören

sie oft, wenn es um das Thema Pflegeentgelte

geht. Aber sie müssen bei den

Kassen und in der Politik dicke Bretter

bohren, „und da zählt ein Verbund

mehr als ein Einzelkämpfer“.

Neben dem DRK mit seinen 510 Pflegeplätzen

gehören das Johannisheim

Stade, CMS Jork, die K&S-Seniorenresidenz

in Buxtehude, Haus Eichenhof

in Nottensdorf, das Seniorenheim am

Löhberg in Hechthausen und die Wohnpark-Standorte

Schwinge (Stade) und

Este (Buxtehude) zu dieser Initiative.

Aus: Stader Tageblatt/Jutta Eidtmann

Neu: Seniorenservicebüro

in Einbeck

Einbeck Anfang Januar eröffnete

der DRK-Keisverband Einbeck im Jugendgästehaus

des DRK in Einbeck

ein Seniorenservicebüro(SSB). Es ist

Anlaufstelle für pflegebedürftige, aber

auch aktive ältere Menschen und diejenigen,

die sich für Senioren engagieren

möchten. Neben Wohnberatung,

dem Freiwilligen Sozialen Jahr und

der Qualifizierung von freiwilligen Alltagsbegleitern

kann das Servicebüro

eine koordinierende Vernetzungsplattform

zwischen verschiedenen Einrichtungen

schaffen. „Wir wollen uns mit

dem Büro der Herausforderung einer

immer älter werdenden Gesellschaft

stellen“, kündigte Ulrich Glas an, der

zusammen mit Silvia Schöne das SSB

leitet. Aus: Einbecker Morgenpost

❚ Sehr gute Noten für die Pflege

Göttingen-Northeim „Besser geht es nicht!“ Die unangekündigte

Überprüfung des Medizinischen Dienstes der

Krankenkassen (MDK) brachte ein sehr erfreuliches Ergebnis

für das DRK-Kurzzeitpflegeheim in Northeim. Mit Noten

von 1,0 in der Kurzzeitpflege und 1,1 in der Dauerpflege

wurden überragende Ergebnisse erzielt. Prüfungsgrundlage

waren jeweils die fünf Kategorien Pflege und medizinische

Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale

Betreuung, Wohnen, Verpflegung und Hygiene sowie

eine Befragung der Bewohner. Geschäftsführer Herbert van

Loh lobte die gute Leistung der Mitarbeiter. Im Kurzzeitpflegeheim

werden 41 Mitarbeiter beschäftigt. Sowohl für die

Kurzzeitpflege als auch die Dauerpflege stehen jeweils 22

Pflegeplätze zur Verfügung.

Lutz Kappel

Mehrgenerationenprojekt

ausgezeichnet

Holzminden „Geh lächelnd durch

die Welt – Alt und Jung gemeinsam“

heißt das Projekt der Dr. Jasper-Realschule,

das die Jury des Ideenwettbewerbs

für Mehrgenerationenprojekte

der Bürgerstiftung Hildesheim und der

Landesschulbehörde Hannover ausgezeichnet

hat. Honoriert wurde damit

der Partnerschaftsvertrag, den die

Klassen 9a und 9b mit dem Seniorenheim

am Pipping geschlossen haben.

So besuchten die Jugendlichen die

Bewohner am Pipping mit vielfältigen

Aktivitäten und im Gegenzug erhielten

die Schüler Unterstützung für ihr Hilfsprojekt

„Kayamandi“ in Südafrika.

Aus: Täglicher Anzeiger Holzminden

Peine Den „grünen Haken“ für Verbraucherfreundlichkeit

erhielt jüngst das DRK-Seniorenzentrum

Edemissen von der Bundesinteressenvertretung

der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten

(BIVA). Von einem geschulten und ehrenamtlichen Gutachter

wurde die Einrichtung nach einem speziellen Kriterienkatalog

einen ganzen Tag lang geprüft, bevor sie das Siegel

erhielt. „Die Prüfung ist freiwillig und der Schwerpunkt liegt

weniger auf dem medizinischen und pflegerischen Standard“,

so Einrichtungsleiterin Christina Brandes. Vielmehr stützen

sich die 120 Kriterien auf die Autonomie der Bewohner, ihre

Teilhabe am Leben im Heim und die Menschenwürde. „Der

Prüfer nahm z. B. am Mittagessen teil und suchte dabei das

Gespräch mit den Bewohnern.“ Auch der Heimbeirat wurde

berücksichtigt. Die Prüfung erfolgt jährlich. Heike Severin

26 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Essen und trinken hält …

Hildesheim … Leib und Seele zusammen – daran erinnern

die Mitarbeiter des DRK-Alten- und Pflegeheims „Professor-König-Heim“

die Bewohner immer wieder. Außerdem

versuchen sie auf die individuellen Vorlieben der Senioren

einzugehen, wenn es beispielsweise darum geht, wo sie am

liebsten ihre Mahlzeiten einnehmen – sei es im Restaurant,

Wohnbereich oder im eigenen Zimmer – und wie sie sie am

besten zu sich nehmen können – mundgerecht oder als Fin-

❚ Ambulant pflegen und Angehörige entlasten

Wenn Kinder ihre Eltern pflegen oder ein Ehepartner den anderen, dann ist das oft ein 24-Stunden-Job.

Durch Angebote wie die Tagespflege, Kurzzeitpflege oder auch andere Betreuungsmöglichkeiten, etwa das

Erinnerungscafé in Uelzen, kann das DRK pflegende Angehörige entlasten.

Region Hannover Das DRK in Springe

erweitert zum 1. April 2011 sein Angebot

für hilfe- und pflegebedürftige

Bürger um eine Tagespflege für zwölf

Gäste, insbesondere für demenziell Erkrankte.

In enger Zusammenarbeit mit

der DRK-Sozialstation werden je nach

Bedarf individuelle Betreuungs- und

Pflegeleistungen sowie Freizeit- und

Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten,

so dass auch bei fortschreitender

Krankheit oder Pflegebedürftigkeit ein

Verbleib in der eigenen Wohnung möglich

ist. Durch einen eigenen Fahrdienst

werden alle Gäste morgens abgeholt

und am späten Nachmittag von der Tagespflege

wieder nach Hause gebracht.

Die DRK-Sozialstation sichert dort die

häusliche Versorgung, wenn keine pflegenden

Angehörigen vorhanden sind

oder diese Unterstützung benötigen.

Christina Blachnik

Celle Die Tagespflege des Roten

Kreuzes in Hermannsburg bietet einen

kostenfreien Schnuppertag an, um sich

einen Überblick über alle Angebote

und Dienstleistungen zu verschaffen.

So kann man die Tagespflegeeinrichtung

kennen lernen und fesstellen, ob

man sich dort wohlfühlen würde bzw.

seine Angehörigen. Infos unter Tel.

05052 9750045, E-Mail: tagespflege@drkcelle.de

Sabine Ditsch

gerfood zubereitet. Viel Wert wird auch auf die Gestaltung

der Tischgemeinschaften gelegt, auf helle Räume und nett

gedeckte Tische mit Dekorationen. Zwischenmahlzeiten stehen

ebenso wie Getränke stets bereit.

Denn Fehl- und Mangelernährung ist zu einer der häufigsten

und am wenigsten beachteten Krankheiten im Alter

geworden. Deshalb hat sich das Professor-König-Heim auch

gemeinsam mit 24 anderen Pflegeeinrichtungen an der halbjährigen

Erprobung des nationalen Expertenstandards „Ernährungsmanagement“

beteiligt.

Ursula Fröhner

Harburg-Land Auch in Winsen gibt

es eine neue Tagespflege, das „Haus

Eckermann“ vom DRK. Im November

gab es dort bereits einen Tag der offenen

Tür, wo sich Interessierte über

die Betreuungs- und Aktivierungsmöglichkeiten

der Einrichtung informieren

konnten. Vom Massagesessel über die

Fitnessgeräte bis zu den Schaumstoffkegeln

konnten die Gäste alles einmal

selbst ausprobieren. Stephanie Zwilling

Uelzen Hilfe für Angehörige von

Demenzkranken bietet der DRK-Pflegedienst

im Landkreis Uelzen gGmgH.

Im Mehrgenerationenzentrum hat das

DRK ein Erinnerungscafé eröffnet, wo

jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr an

Demenz Erkrankte von fachkundigem

Pflegepersonal betreut werden. Gemeinsam

trinken sie Kaffee, singen,

spielen oder unternehmen bei gutem

Wetter einen Spaziergang. Diese Zeit

steht den Angehörigen dann zur freien

Verfügung. Wegen der großen Nachfrage

richtet das DRK in diesem Frühjahr

noch ein Erinnerungscafé in Ebstorf

und eins in Rosche ein. Die Betreuungskosten

von zehn Euro die Stunde werden

mit der Pflegekasse abgerechnet.

Infos unter Tel. 0581 093232.

Linda Rommel

Rotkreuz-Spiegel 01/11 27


POTPOURRI Meldungen

❚ Neues

Sandra Thompson

Emsland/Uelzen/Osterholz/Grafschaft Bentheim/Leer

Erhöhte Benutzerfreundlichkeit für Mitglieder, Ehrenamtliche

und Interessierte bietet der neue Webauftritt des

Kreisverbandes Emsland. Unter www.drk-emsland.de finden

Besucher übersichtlich und schnell Zugriff auf sämtliche Informationen

rund um die Tätigkeiten, Einrichtungen und

das Engagement des DRK im Emsland.

2.200 Quadratmeter Mauerwerk, 635 Quadratmeter Dachsteine,

500 Kubikmeter Stahlbeton, 27 Kilometer Elektroleitungen

wurden verarbeitet. Nach knapp einem Jahr Bauzeit

wurde das neue DRK-Zentrum des Kreisverbandes Uelzen

in Bad Bevensen seiner Bestimmung übergeben. Es beherbergt

die Rettungswache, die Bereitschaft, den Pflegedienst-

Sitzpunkt, den Ortsverein und die Bevenser Polizeistation.

In einem zweiten Gebäudekomplex sind zwölf Einheiten für

betreutes Wohnen entstanden, die alle bezogen sind.

Als ein Motivationsschub für die ehrenamtlichen Kräfte

Ashura – Integration spielend umgesetzt

Emsland „Ashura, diese Suppe hat

einen eigenen Geschmack“, heißt die

Szenische Lesung, die von Frauen mit

Migrationshintergrund im ausverkauften

Carrepunkt Zimmertheater in Papenburg

erstmalig aufgeführt wurde.

Unter Leitung der Schauspielerin Sigrun

Schneider-Kaethner und in Kooperation

mit der Migrationsberatung

des Roten Kreuzes hatten sie lange an

der Aufführung geübt.

Ashura ist eine im Mittleren Osten

verbreitete Süßspeise, die aus mindestens

sieben Zutaten besteht und an

Nachbarn und Freunde verteilt wird.

Ashura wird der 10. Tag des islamischen

Monats Muharram genannt, an

dem nach islamischem Glauben bedeutende

Ereignisse stattgefunden

haben. So auch die Rettung der Arche

Noah. Der Sage nach hat Noah aus

den Resten, die nach der Sintflut übrig

geblieben waren, diese Süßspeise das

erste Mal gekocht. Obwohl zusammen

bezeichnete der Osterholzer Kreisgeschäftsführer Volker

Leopold das neue Katastrophenschutzfahrzeug bei der feierlichen

Übergabe durch Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau.

Möglich wurde die Anschaffung durch ein Förderprogramm

des Landes Niedersachsen, aus dem das Fahrzeug

mit 60.000 Euro bezuschusst wurde. 30.000 Euro konnte

der DRK-Kreisverband aus eigenen Mitteln finanzieren.

Die Ehrenamtlichen der Sanitätsbereitschaft nahmen einen

neuen Rettungswagen für die SEG des Kreisverbandes

Leer in Empfang. Damit wird die Zusammenarbeit mit der

Freiwilligen Feuerwehr, die von den Rotkreuzlern bei ihren

Einsätzen unterstützt wird, noch intensiver.

Mit sieben neuen EKG-Geräten brachte der Rettungsdienst

des DRK-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim seine Fahrzeuge

auf den neuesten technischen Stand. Die „Corpuls-3“-

Defibrillatoren übermitteln Daten direkt von der Einsatzstelle

zum Kardiologen im Krankenhaus.

Sandra Thompson/Linda Rommel/Marcus Lorenczat/

Tanja Schäfers/grafschafter Nachrichten

gekocht, sind alle Zutaten einzeln herauszuschmecken.

Keine Zutat wird

übermächtig oder überlagert die andere

– genauso sollte Integration funktionieren:

Viele verschiedene Kulturen,

Religionen und Denkweisen, die sehr

unterschiedlich sein können und trotzdem

gemeinsam miteinander harmonieren.

Die Gruppe der Migrantinnen

aus der Türkei, Russland, Kroatien,

Rumänien, Arabien, Kasachstan stellt

dies mit deutscher Unterstützung in

unterschiedlichen Szenen erfolgreich

dar. Sandra Thompson/Nurset Isleker

28 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


„DaSein“

Uelzen …so lautet der Titel einer Fotoausstellung des Bundesministeriums

für Gesundheit, die im Uelzener Rathaus

gezeigt wurde. Gabriele Jungwirth, Leiterin der Qualifizierungsmaßnahme

zur Pflegeassistenz beim DRK, hatte diese

Präsentation nach Uelzen geholt und mit den Kursteilnehmern

organisiert. DaSein müssen tagtäglich die Menschen in

den Pflegeberufen für die Pflegebedürftigen. DaSein dürfen

– so wie sie sind – ist auch für die Hilfsbedürftigen wichtig,

die in ihrer Würde nicht verletzt werden sollen. DaSein von

Wertschätzung und Respekt im alltäglichen Geschehen und

Umgang beider Seiten zeigen die Bilder, die die Fotografin

Julia Baier mit einem subjektiven Fokus eingefangen hat.

Denn, das DaSein des Gefühls von Hilflosigkeit und Ängsten,

wenn es um das Thema Pflege geht, das kennt fast jeder von

uns, früher oder später.

Historisches

Linda Rommel

Region Hannover Im Ortsverein Lehrte sind 14 Umzugskartons

mit rund 200 Büchern, die der Suchdienst des Roten

Kreuzes in der Nachkriegszeit bis in die 1960er Jahre erstellt

hatte, eingetroffen. Heimkehrer und Flüchtlinge hatten so

die Gelegenheit, in Bilderlisten vermisste Angehörige oder

Kameraden zu identifizieren. Der Ortsverein wird das historische

Material in seiner Geschäftsstelle in der Ringstraße

der Öffentlichkeit präsentieren.

❚ Kurz notiert …

Zu einem „Blick hinter die Kulissen

ehrenamtlichen Engagements“ lud der

Kreisverband Braunschweig-Salzgitter

ein. Der Info-Abend zeigte einen

Querschnitt der ehrenamtlichen Angebote

des Kreisverbandes zusammen

mit der Freiwilligenagentur Jugend-

Soziales-Sport aus Braunschweig.

Den Erlös seiner traditionellen „Adventsausstellung

im Lichterglanz“

setzt der Ortsverein Altenmedingen,

Christina Blachnik

„Plattenkiste“

Kreisverband Uelzen, dieses Jahr für

seine Senioren- und Jugendarbeit ein.

Ebenfalls traditionell ist die jährliche

Adventsfeier des Ortsvereins.

Eine Dow-Spende an den DRK-

Ortsverein Drochtersen in Höhe von

5.000 Euro machte ein Seminar zum

Übungsleiter Gedächtnistraining für

fünf DRK-Mitglieder aus dem Bereich

des Kreisverbandes Stade möglich.

Die Stader Tafel und die Schwingewerkstätten

freuten sich über eine

Spende von 10.000 Euro. Für die-

Meldungen

POTPOURRI

Schaumburg Viel zu erzählen gab es in der Sendung

„Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 2. November

zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Jutta Gille, Helga

Haußels und Irmgard Exner mit NDR 1 Moderator Hans-

Heinrich Obuch über ihre ehrenamtliche Arbeit beim Deutschen

Roten Kreuz.

Marion Ziebarth, NDR

Auf den Spuren von Henry Dunant

Wolfenbüttel Die Wurzeln des Roten Kreuzes waren das

Ziel einer Reisegruppe des Kreisverbandes Wolfenbüttel. 18

Personen, unter ihnen auch die JRK-Landesleiterin Heike Bischoff,

fuhren in die Schweiz, um drei Tage auf den Spuren

von Henry Dunant zu wandeln, der die Organisation dort

gegründet hat.

Absoluter Höhepunkt für die Wolfenbütteler DRK-Gruppe

war der Besuch des 1988 eröffneten Rotkreuz-Museums, das

halb in einen Berg hinein gebaut ist. Die bedrückende Enge

der Schützengräben von damals ist zu spüren aber auch das

beruhigende Gefühl, unter den Schutzzeichen Rotes Kreuz

und Roter Halbmond sicher zu sein. Der Besucher sieht in

diesem Museum, dass es ohne Krieg auch Elend gibt und wo

das Rote Kreuz international zur Stelle ist. Den Wolfenbüttelern

wurde mit dieser Reise einmal mehr bewusst, warum

sie dem DRK helfen, Menschen zu helfen.

Frank Wöstmann

se Summe hatten Beschäftigte des

Airbus-Werkes Stade auf ihre Weihnachtstüten

mit Marzipan und Schokolade

verzichtet.

Einen „Indoor-Weihnachtsmarkt“

veranstaltete das DRK-Alten- und Pflegeheim

Stade. Mit großem Engagement

aller Mitarbeiter konnten so fast

alle Heimbewohner einen Gang über

den Weihnachstmarkt machen.

Braunschweiger Zeitung/Ann-Kathrin

Frech/Inge Kramer/Stader Tageblatt/

Jutta Eidtmann/Sören Schult

Rotkreuz-Spiegel 01/11 29


ALLE ACHTUNg Nachrufe • Jubiläen


Der Ortsverein Landesbergen

trauert um

Emilie Engelke

die am 11. November im Alter von

86 Jahren verstarb. Sie gehörte zu den

Gründungsmitgliedern des Ortsvereins

vor 40 Jahren. In den insgesamt 70

Jahren ihrer DRK-Mitgliedschaft bekleidete

sie das Amt der 2. Vorsitzenden

des Ortsvereins von 1970 bis 1996.

Ihr unermüdlicher Einsatz für die Interessen

des DRK und ihre langjährige

Treue wurden im Juni 2010 geehrt.

Der Landesverband und der Ortsverein

Langelsheim trauern um

Elke Adler

Die stellvertretende Vorsitzende und

stellvertretende Bereitschaftsleiterin

des Ortsvereins verstarb am 11. Dezember

2010. Für den Landesverband

war die Verstorbene als Landesbeauf-

❚ Jubiläen

Wir werden sie stets in dankbarer Erinnerung behalten

GfsE „Ein ganz wichtiger Teil der Arbeit des DRKs spiegelt

sich in unseren Altenpflegeheimen wider“, hob Landesverbandspräsident

Horst Horrmann bei der 50-jährigen Jubiläumsfeier

des Altenpflegeheims Springe hervor. „Displaced

Persons“, Heimatvertriebene durch den Zweiten Weltkrieg,

wurden hier bei der Gründung willkommen geheißen und

fanden ein neues Zuhause. Heute steht das Haus für Qualität

in der Altenpflege und ist durch die gute Zusammenarbeit

mit der Stadt Springe bewundernswert in das Stadtbild

integriert. Eine Stätte des Wohnens, der Geborgenheit und

menschlicher Begegnung – seit 1960.

Leer Mit rund 150 Gästen feierte der Ortsverein Ostrhauderfehn

sein 25-jähriges Bestehen. DRK-Präsident Dr. Rudolf

Seiters hob in seiner Festrede besonders das Engagement der

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hervor: „Das Leben

in unseren Städten und Gemeinden wäre viel weniger lebendig,

viel weniger menschlich und bunt, wenn es nicht so viele

Menschen gäbe, die sich für das Gemeinwohl engagieren.“

Lüchow-Dannenberg 33 Senioren genießen mittlerweile

die gemeinsamen Unternehmungen und Ausflüge, der vor

fünf Jahren gegründeten Seniorenbetreuung in Gorleben

tragte für die Bergwacht tätig. In über

40 Jahren hat sie sich ehrenamtlich

für ihre Mitmenschen eingesetzt. Sie

hat mit viel Engagement und unermüdlichem

Einsatz pflichtbewusst und

vorbildlich ihren Dienst versehen und

die Geschicke des Ortsvereins und der

Bergwacht mitbestimmt. Ihre Kameradschaft

und ihr beispielhaftes Wirken

werden unvergessen bleiben.

Der Kreisverband und der

Ortsverein Peine trauern um

Margarete Sartor

Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

und des DRK-Ehrenzeichens

starb am 30. Januar mit 94 Jahren.

1933 begann ihr ehrenamtliches Wirken

beim Deutschen Roten Kreuz, von

1937 bis 1945 war sie Bereitschaftsführerin.

Die begeisterte Malerin engagierte

sich ehrenamtlich auch in der

Kirchengemeinde und bei der Diakonie

und bekam 1996 die Philipp-Spitta-

Medaille verliehen. Menschen zu helfen,

die in Not geraten oder am Rande

der Gesellschaft stehen, war ihr besonderes

Anliegen. Sie baute eine Haus-

und Familienpflegestation mit auf und

bildete viele Menschen in häuslicher

Krankenpflege aus.

Der Kreisverband Hildesheim

trauert um

Gerd Ortmeyer

der mit 54 Jahren am Silvesterabend

verstarb. Er hinterlässt zwei Kinder.

Seit 1976 war der Verstorbene aktives

Mitglied im Kreisverband Hildesheim,

davon lange Zeit als Truppführer im

Verpflegungstrupp des Einsatzzuges.

Auch in der Realistischen Unfalldarstellung

und der Rumänienhilfe hat er

sich stark engagiert. Seine Kameraden

werden ihn in bleibender Erinnerung

behalten.

und Meetschow. Das beispielhafte Projekt umfasst vom Vorlesen

über Spaziergänge und Begleitung bei Einkäufen oder

Arztbesuchen bis zur Durchführung von geselligen Treffen

alles, was den Alltag der Senioren erleichtert – ohne Pflegeaufträge

und Kassenabrechnungen.

Wolfenbüttel Seit nunmehr vier Jahren können Familien

jede Woche und Einzelpersonen alle zwei Wochen für

einen symbolischen Euro einen Korb voller Lebensmittel

in den Wolfenbütteler und Schladener Tafeln abholen. Mit

der Unterstützung von mehr als 20 Geschäften und privaten

Spendern gibt es teilweise sogar Non-Food-Produkte

wie Windeln, Blumen oder Tiernahrung. Bedauerlich ist die

steigende Zahl der bedürftigen Menschen, doch „Solange

es bedürftige Menschen gibt, werden die Tafeln ihr Bestes

tun, um ihnen zu helfen“, verspricht Tafel-Koordinator Horst

Rimke.

Harburg-Land Nicht nur Menschen mit finanziell begrenzten

Mitteln fühlen sich von dem Sortiment des „Fundus

– Kaufhaus für Alle“ angesprochen. Seit der Eröffnung

vor einem Jahr ist das DRK-Kaufhaus für alle Neu Wulmstorfer

attraktiv. Zur Feier des Tages gab es auf die kleinen

Preise für Bekleidung und Schuhe noch einmal zehn Prozent

Rabatt. Sebastian Wittig/Tanja Schäfers/Maike Wentzel/

Jens Semmer/Stephanie Zwilling/Nurset Isleker

30 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


❚ Auszeichnungen und Ehrungen

Bundesverdienstkreuz

Emden

Erich Bolinius

Verdienstmedaille des

DRK-Landesverbandes

Niedersachsen

Leer

Käthe Spieker

Martin Cramer

Osterholz

Georg Krentzel

Peine

Kurt Hake

Frank Pikowski

Ehrenmitgliedschaft

Duderstadt

Theo Oeben

Ehrungen für

Mitgliedschaften,

Bereitschaftsdienst

60 Jahre

Göttingen-Northeim

Erna Kümmel

Marie Beyer

50 Jahre

FDB

Hans von Malottki

Günter Saakel

Wolfgang Oldenburg

Diepholz

Edeltraud Finger

Göttingen-Northeim

Willi Hampe

Waltraud Rakebrandt

Anneliese von Roden

Elfriede Duensing

❚ Zertifiziert

Heidrun Pfahler

Erna Schefftschenko

Luise Arens

Lotte Beckstein

Inge Fischer

Heidrun Kraft

Edith Matthausen

Anni Müller

Friedelies Deibert

Brunhilde Fürchtenicht

Stade

Wilhelm Petersen

45 Jahre

Aurich

Anita Wagner

40 Jahre

Göttingen-Northeim

Bernward Pape

Inge Köpps

Elfriede Beulke

Gudrun Blomeyer

Ingrid Borchert

Bärbel Friedrich

Waldemar Homes

Helga Kohle

Anni Schweer

Helga Förster

Edith Schormann

35 Jahre

FDB

Wolfgang Wächter

Einbeck

Renate Klie

30 Jahre

Göttingen-Northeim

Gustav Backhaus

Hildesheim-Marienburg Neun

Jahre lang gelebte Qualität hat sich

ausgezahlt: Die DRK-Einrichtungen

Schloss Volkersheim mit dem Haus der

Gemeinschaft sowie die Einrichtung

Lüchow-Dannenberg

Christian Göske

Osterholz

Evelyn Spang

25 Jahre

Göttingen-Northeim

Prof. Dr. Dietrich

Rauschning

Paul Betzmer

Agnes Bock

Sigrid Bönig

Ralf Hampe

Barbara Hoppmann

Reinhild Hüter

Helene Loch

Gabriela Reddemann

Herbert Roddewig

Karin Schünemann

Luise Baller

Gerda Neisecke

Klaus Neumann

Franz-Josef Nülsen

Günther Herre

Gerda Schild

Herta Hampe

Margarete Ahlborn

Helga von Roden

Irmgard Hurting

Elfriede Herz

Manfred Hammer

Inge Rauschning

Adelheid Weißleder

Johanna Hoffmann

Hubert Schöfer

Anni Seewald

Ingeborg Anke

Ingeborg Blomeyer

Renate Fischer

Wilhelm Holz

Gudrun Müller-

in Bockenem sind nach zwei Tagen intensiver

Überprüfung vom TÜV Nord

rezertifiziert worden. Die Auditoren

sprachen den Einrichtungen vorbehaltlose

Ermächtigung zur Aufrechterhaltung

des Zertifikates nach DIN EN ISO

9001 aus. Frank Wöbbecke

Auszeichnungen • Zertifiziert

Kalden

Sabine Schacht

Irmtraut Arnemann

Ingrid Bennecke

Brigitte Bohne

Ingrid Brandenburg

Cornelia Dahlmann

Anneliese Ernst

Heinz Hacke

Cornelia Hacke-

Schilling

Hildegard Hacke

Margarete Herre

Ruth Ippensen

Helga Klages

Erna Krause

Hans-Dieter Kretzer

Barbara Kruse

Elisabeth Lutze

Friederike Lutze

Jürgen Lutze

Hannelore Markus

Doris Rannenberg

Helene Rehkopf

Ingeborg Schütte

Ingrid Schütte

Renate Seeger

Christa Steg

Waltraut Teuber

Karin Traupe

Brunhilde Zeyer

Susanne Haupt

Hildegard Fröchtenicht

Ursula Fröchtenicht

Hilde Jahn

Leer

Manfred Ammermann

Doris Stratmann

ALLE ACHTUNg

20 Jahre

Göttingen-Northeim

Axel Haas

15 Jahre

Lüchow-Dannenberg

Bianca Konau

10 Jahre

FDB

Andreas Bruns

Volker Nerge

Göttingen-Northeim

Yvonne Schneckenberger

Hendrik Lindner

Marius Vogel

Osterholz

Swen Fink

Region Hannover

Sandra Helms

Hussein Darkhabani

Andreas Vogel

5 Jahre

FDB

Michael Meyen

Patricia Said

Heiko Paarmann

Göttingen-Northeim

Frank Zinserling

Anika Hirschelmann

Georg Zimmermann

Paul Hudson

Juliane Pohl

Stephan Geibel

Lüchow-Dannenberg

Adrian Rohde

Florian Geisler

Rotkreuz-Spiegel 01/11 31


AKTIV VOR ORT Blutspende

❚ Blut ist unersetzlich

Blut ist nur begrenzt haltbar und durch nichts zu ersetzen. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB sichert als Bindeglied

zwischen Blutspender und Blutempfänger die Versorgung von rund 70 % aller Krankenhäuser in den Bundesländern

Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen. Während Mitarbeiter des Blutspendedienstes das

Blut „abzapfen“, werden die Spender von Ehrenamtlichen aus den DRK-Ortsvereinen liebevoll umsorgt. Mit ausgefallenen

Ideen und besonderen Blutspendeterminen, die auch immer mehr von JRK-Gruppen organisiert werden,

gewinnen die engagierten Helfer Erstspender – und die Routiniers kommen immer wieder gerne.

Münden/Harburg-Land/Einbeck/Holzminden/Osnabrück-Nord/Nienburg/Uelzen/Lüchow-Dannenberg/

Stade/Goslar/Diepholz

„Diese Gemeinsamkeit muss normal werden“, sagte Landrat

Reinhard Schermann beim ersten gemeinsamen Blutspendetermin

des DRK-Kreisverbandes Münden und des

Ditib-Moschee-Vereins. 64 Spender, 25

Erstspender und zwei Drittel mit ausländischen

Wurzeln, bestätigten das Gelingen

des lang gehegten Planes. Für reichlich

Speisen und Getränke sorgten die

Damen des Ditib-Moschee-Vereins. Alle

Beteiligten sind sich einig, dass diese Aktion

wiederholt werden soll.

Das Winsener JRK hat mittlerweile Erfahrung

im Organisieren von Blutspendeterminen

– und interessante Ideen. Auf

den Geschmack gekommen ist das Team

durch die bundesweite Aktion „Blut und

Jung“, bei dem es mit 28 Erstspendern

den zweiten Platz erreichte. Seitdem wollen

die Winsener JRKler vor allem junge

Menschen zum Blutspenden ermutigen.

Unter dem Motto „Tausche Blut gegen

Burger“ luden die Jugendrotkreuzler

im November zum Blutspenden bei Burger King ein. Das

Tauschgeschäft kam gut an. Am 27. Dezember ließen rund

100 Spender im Feuerwehrhaus Winsen ihren Lebenssaft

„abzapfen“. Die Freiwillige Feuerwehr hatte die weihnachtlich

geschmückten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Das JRK Winsen sorgte für die Registrierung, Betreuung und

ein reichhaltiges Buffet.

Die närrische Zeit – da denkt man an Büttenabende und

Umzüge. In Einbeck ist es anders. Die Einbecker Karnevalisten

zeigen, dass Sie auch ernst sein können. Gott sei Dank

war es nicht wirklich „blaues“ Blut, was das Prinzenpaar Peter

IV. und Carola I. spendete. So wie ihre Vorgänger hatten

sie die Patenschaft für den Februar-Blutspendetermin des

DRK-Ortsvereins Einbeck übernommen. Neben dem närrischen

Volk waren alle Karnevalsvereine aus der Region samt

Prinzenpaaren eingeladen.

Blutspendetermin am 6.12. – da durfte der Nikolaus natürlich

nicht fehlen. Mit großen Kulleraugen strahlten ihn

DRK_NeuGeboren_Frau20_210x297_Plakat_39L 1 10.05.2010 15:56:37 Uhr

die Kinder an, während ihre Eltern sich im DRK-Ortsverein

Eschershausen „anpiksen“ ließen.

Eine „Aktion gegen Blutknappheit“ führte der Ortsverein

Bersenbrück im Dezember durch. Denn bedauerlicherweise

lässt die Spendebereitschaft zum Ende des Jahres nach.

Ortsverein Bersenbrück schafft es bereits seit 50 Jahren, die

Menschen mit besonderen Angeboten zu

motivieren. Zum Jubiläumstermin in der

von-Ravensberg-Schule gab es Schnitzel,

Salat und einen alkoholfreien Weihnachtspunsch

für jeden der 171 Spender

und zusätzlich je einen Pizzagutschein für

die 17 Erstspender.

Das JRK und die Bereitschaft unterstützten

den für 2010 letzten Blutspendetermin

des DRK-Ortsvereins Landesbergen.

Die reichhaltige Suppe aus dem Küchenwagen

der Bereitschaft schätzten die 85

Spender bei den winterlichen Temperaturen

sehr und das gewohnte ausgeglichene

Buffet bot für jeden etwas. Zahlreiche

Jubiläumsspender, darunter drei mit über

100 Spenden, zeigen, dass die liebevolle

Betreuung und Beköstigung zum Wiederkommen

motiviert.

Beim Jahresabschluss-Blutspendetermin des Ortsvereins

Altenmedingen – mit hausgemachter Hochzeitssuppe zum

reichhaltigen Buffet in adventlicher Atmosphäre – wurden

die Erwartungen mit 112 Spendern sogar übertroffen. Besonders

erfreulich war, dass viele junge Spendewillige gekommen

waren aber auch Jubiläumsspender, wie Dieter

Rahner, der zum 100. Mal spendete.

Brent Gangloff ließ sich in Lüchow-Dannenberg zum 100.

Mal „anzapfen“ und Wolfgang Eggers im DRK-Ortsverein

Buxtehude. Gut besucht waren auch die beiden Blutspendetermine

des Kreisverbandes Goslar mit jeweils 161 und

89 Spendewilligen. Von den zahlreichen Jubilaren war Jürgen

Brinkmann mit seiner 120. Spende der „Rekordhalter“.

Übertroffen wird er von Vorstandsmitglied Willi Rolfs, der in

Twistringen zum 150. Mal die Vorbildfunktion zeigte.

Mündener Allgemeine/Stephanie Zwilling/Burkhard giese

Jan Störmer/Astrid Bachler/Fritz Buitmann/gertrud Märtens

Ann-Kathrin Frech/Maike Wentzel/Joachim Mieske/Timo Pischke

Dierk Jobmann/Nurset Isleker

32 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


Tobias Lehmann

Der neue Vorstand der Heinrich-Peters-Stiftung

mit der Büste des Namensgebers

(v.l.): Prof. Dr. Sonning Bredemeier, Schatzmeister

des DRK-Landesverbandes Niedersachsen,

ehem. Nds. Sozialministerin

Mechthild Ross-Luttmann, ehem. Vorstand

der Expobank Karl-Friedrich Hahn.

Rundum-Betreuung

Peine Ob Hilfe bei der Körperpflege, Menü- oder Begleit-

Service sowie Hilfe bei Pflegeanträgen und Beratungsgesprächen,

Hausnotruf und vieles mehr – fürsorglich, kompetent

und zuverlässig steht die neue DRK-Sozialstation

Peine Senioren und ihren Familien zur Seite. Betreuung

rund um die Uhr bietet die 24-Stunden-Rufbereitschaft –

ein beruhigendes Gefühl für Angehörige.

Weitere Infos: Tel. 05171 50770-52

Eltern und Großelterncafé

Uelzen Der allmorgendliche Kampf ums rechtzeitige Aufstehen

oder die ewigen Diskussionen um Fernseh- und PC-Laufzeiten

– erleben Sie Ihre Alltagsgeschichten neu. Erzählen Sie sich

alles von der Leber weg mit Menschen Ihrer Generation, oder

hören Sie einfach nur zu, was andere zu erzählen haben. Tauschen

Sie geheime Tipps und Tricks in der Erziehung aus: alle

zwei Wochen dienstags im Mehrgenerationenzentrum Uelzen

in der Ripdorfer Str. 21 in der Zeit von 9:30 bis 11 Uhr.

❚ Betreute Reisen

Emsland

Eglhoffstein, Fränkische

Schweiz

07.05 – 14.05.2011

Infos: Tel. 05931 8006-12,

0591 80033-0 oder 04961

9123-0.

Grafschaft Bentheim

Meerfeld, Eifel

Heinrich-Peters-Stiftung

Heinrich Peters hatte testamentarisch

festgelegt, dass sein Vermögen in einer

Stiftung, die heute seinen Namen trägt,

zum Wohle von alten, kranken oder in

Not geratenen Menschen zu verwenden

ist. Seit der Gründung 1967 leistet die

Heinrich-Peters-Stiftung einen wichtigen

Beitrag, um notleidenden Menschen

in Niedersachsen zu helfen. Sie springt

da ein, wo die Kommunen wegen ihrer

Kassenlagen an Grenzen stoßen, bei den

sogenannten freiwilligen Leistungen. Sie

hilft beispielsweise einkommensschwachen

Personen oder Familien, denen die

04.09. – 11.09.2011

Infos: Tel. 05921 8836-12

Hameln-Pyrmont

Marienbad

18.04. – 02.05.2011

Müggelsee

10.07. – 15.07.2011

Oberwiesenthal

11.09. – 16.09.2011

Meldungen • Betreutes Reisen

Der Nikolaus bringt das Essen

SERVICE & CO.

Osterholz „Liebe geht durch den Magen“ sagt ein Sprichwort.

Das beinhaltet die gekonnte Zubereitung und das liebevolle

Anrichten. Der Menübringdienst des Kreisverbandes Osterholz

erfüllt diese Voraussetzungen. Seit einigen Jahren zaubert er

zudem ein besonderes Lächeln in die Gesichter seiner Kunden:

Am 6. Dezember bringen Nikoläuse das gewünschte Menü und

ein kleines Geschenk wie Weihnachtstee dazu.

Weitere Infos: Tel. 04791 920016

Infos: Tel. 05151 4012-55

Nienburg

Bulgarien, Sonnenstrand

der Schwarzmeerküste

10.09. – 24.09.2011

Hildesheim

Flugreisen:

Türkei, Belek

20.04. – 04.05.2011

Mallorca, Cala Millor

09.05. – 23.05.2011

Mittel fehlen, die kaputte Waschmaschine,

den Kühlschrank oder Herd zu ersetzen.

Finanzielle Unterstützung kann zum

Beispiel auch für die Ausgaben bei der

Kindererziehung oder einer behindertengerechten

Reise beantragt werden.

Weitere Infos: Rudolf Klotzbücher,

Tel. 0511 28000-140

Je größer das Stiftungsvermögen

ist, umso mehr bedürftigen Menschen

kann geholfen werden. Die Heinrich-

Peters-Stiftung ist daher für Zustiftungen

und Spenden sehr dankbar:

Konto 10 10 45 979, Norddeutsche

Landesbank, BLZ 250 500 00

Bulgarien, Albena

01./03.06. –

15./17.06.2011

Busreisen:

Marienbad (Kurreise)

18.04. – 02.05.2011

Berlin Köpenick (Urlaub am

Müggelsee)

10.07. – 15.07.2011

Oberwiesenthal (Erzgebirge)

11.09. – 16.09.2011

Rotkreuz-Spiegel 01/11 33


SERVICE & CO. Rezept • Suchrätsel

❚ Kochtipp

Schinken-Nudeln

Unsere Serie ist in erster Linie als Anregung für Kochgruppen

des DRK-Fachdienstes Verpflegung gedacht; daher die

Mengenangaben für 100 Personen. Für jeden „normalen“ Vier-

Personen-Haushalt gelten die in Klammern gesetzten Mengenangaben.

Zutaten

6,25 kg Nudeln .............................(250 g)

5 kg gek. Schinken ........................(200 g)

25 Stck. Zwiebeln ......................(1 große)

25 Stck. Knoblauchzehen ...........(1 große)

750 g Margarine/Butter ..................(30 g)

Tomatensoße, Olivenöl

Liebe Feld- und Hobbyköchinnen,

liebe Feld- und Hobbyköche,

Bringfried Knoth, unser engagierter Hobbykoch seit 20

Jahren, geht mit einem herzlichen Dank für Ihr Interesse,

nach 50-jähriger Rotkreuz-Tätigkeit in den wohlverdienten

Ruhestand.

Die Redaktion dankt ihm für die langjährige gute Zusammenarbeit.

Wortschöpfungen

Bei diesen „Wortschöpfungen“ handelt es sich um Begriffe

rund um das Rote Kreuz. Stellen Sie die Buchstaben um,

dann erhalten Sie die Lösungen.

Beispiel: Aus der LILA BUCHT wird das Blaulicht.

1. ORIONFELS ...............................................................

2. DB STUPST EILENDEN ..............................................

3. STIRNDUENGTEST ....................................................

4. HEIDEGUNST ............................................................

5. STIEFELREH ..............................................................

Mit dieser Übung trainieren Sie Ihre Wortfindung.

Margaretha Hunfeld, Ausbildungsreferentin des BHVGT

Zubereitung

Die Nudeln in kochendes Salzwasser geben und

ca.15 Minuten kochen. Darauf achten, dass sie

Biss behalten. Danach auf ein Sieb schütten und

mit lauwarmem Wasser überspülen. In den noch

warmen Topf die Margarine/Butter

zu den Nudeln geben und umrühren.

Während die Nudeln kochen, die

klein geschnittenen Zwiebeln, Knoblauch

und Schinken braten und in

die fertigen Nudeln geben. Mit

Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach Geschmack mit Olivenöl abrunden.

Die „rote Soße“ bereithalten

und nach Wunsch dazu servieren.

Den Nachtisch kann eine Banane oder Apfel

bilden.

Guten Appetit wünscht

Ihr Bringfried Knoth

Wir möchten unsere Kochtipp-Reihe gern

weiterführen – mit Ihrer Unterstützung.

Senden Sie Ihre Rezepte bitte an:

DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.

„Rotkreuz-Spiegel“

Postfach 1540, 30015 Hannover

E-Mail: rks@drklvnds.de

Auflösung des des Suchrätsels Suchrätsels aus Heft aus 4/2010: Heft 4/2010:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q

1 S F T I E Z E E T

2 P I S O F A D E C K E

3 R E

4 I R G N U R E T T Ü F D L I W

5 T U K A M I N F E U E R

6 Z A D U N K E L H E I T

7 G R W O L L P U L L O V E R

8 E R K Ä L T U N G S M E D I Z I N

9 B W I N T E R R E I F E N

10 Ä N E S E B B U A L

11 C G E M Ü T L I C H K E I T

12 K N A B L E B E N E S K E K

Die Wörter sind: 1. ERKÄLTUNGSMEDIZIN 2. GEMÜTLICHKEIT 3.

Die Wörter sind: WILDFÜTTERUNG 1. ERKÄLTUNGSMEDIZIN 4. SPRITZGEBÄCK • 2. 5. GEMÜTLICHKEIT WINTERREIFEN 6. WOLLPULLOVER •

7.

KAMINFEUER 8. DUNKELHEIT 9. SOFADECKE 10. LAUBBESEN 11. NEBELBANK

3. WILDFÜTTERUNG 12. RAUREIF • 4. 13. SPRITZGEBÄCK TEEZEIT 14. KEKSE

• 5. WINTERREIFEN •

6. WOLLPULLOVER • 7. KAMINFEUER • 8. DUNKELHEIT •

9. SOFADECKE • 10. LAUBBESEN • 11. NEBELBANK • 12. RAUREIF •

13. TEEZEIT • 14. KEKSE

34 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


K E I P

M E N S C H L I C H K E I T

N O L I A N E L E R

Z A P P E N Z R A M P E

F V R U D E R S

O S E L I G B F E E

E R K E R N D U N A N T

T C A G N E S R U

T S C H A K O K F R E I

A V U S T B O I L E R

E V H E G E R U O R

R E D E N N M A S S E

S E E B G I L E T I Z

I W E B E N S G O A

N E I N N E S S E N

P P U L L I N Y

P O M P O E S K A F F E E

K L E I N P O S E S S

PARALYMPICS

W-23e

Gewinner aus Heft 04/2010

Je ein Buch „Rotes Kreuz und Weiße Fahne“:

Annerose Raab, Braunschweig

Elfriede Liening, Bersenbrück

Klaus Dieter Müller, Hannover

Je ein Buch „Die Bucht des Vergessens“:

Wolfgang Rau, Leer

Helga Kück, Apensen

Adolf Wrampelmeyer, Belm-Vehrte

Elisabeth Heipke, Almstedt

Einsendeschluss: 20. Mai 2011

Teilnahmeberechtigt sind alle Leser des

Rotkreuz-Spiegels mit Ausnahme der

Mitarbeiter des DRK-Landesverbandes

sowie ihrer Angehörigen. Gehen mehr

richtige Lösungen ein als Preise ausgesetzt

sind, entscheidet das Los.

Bitte senden Sie Ihre Lösung, die sich aus

den Buchstaben in den nummerierten

Feldern zusammensetzt, auf einer ausreichend

frankierten Postkarte an den:

DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.

„Rotkreuz-Spiegel“

Postfach 1540, 30015 Hannover

Diesmal zu gewinnen

Stadt am

RK-

Großen

Grund- Stadt Stadt am am

RK- RK- SklavenGrundsatz

Großen Großen

GrundSklavenseeSklavensatzsatzseesee

feste

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FruchtFruchthüllehüllehülle 6 x je ein Reiseführer MERIAN

live! „Hannover“ – mit Stadtkarte

und Stadtbahnnetz im Buch sowie

einer Extrakarte zum Herausnehmen

und einem Extra-Kapitel

„grüner reisen“. Der Reiseführer

präsentiert alle Glanzlichter der Innenstadt,

führt zum Maschsee und

nach Herrenhausen. Übersichtlich

nennt er die besten Adressen, stellt ausgewählte

Restaurants und Hotels vor und informiert über loka-

deutsche

nicht

in Rage verwirrt, TV-Modeverhei-

deutsche

nicht nicht toben konfus ratorin

in Rage in Rage verwirrt,

verheiratetTV-Modeverhei- (Maybrit)

toben toben konfus konfusratorin

ratorinratetratet

(Maybrit)

1

1

Rotkreuz-Worträtsel

10 10 11 11

14 14

SERVICE & CO.

1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6 6 7 7 8 8 9 9 10 10 11 11 12 12 13 13 14 14 15 15

le Spezialitäten. Ganz „nebenbei“ erfährt der Leser auch Historisches

über die Stadt. Erhältlich zum Preis von 9,99 Euro

(ISBN 978-3-8342-0989-4) bei TRAVEL HOUSE ME-

DIA GmbH, Grillparzerstr. 12, 81675 München,

Tel. 089 450009-926, Fax 089 450009-901,

www.travel-house-media.de, www.merian.de

10 x je eine traumhafte Wellnessmusik-

CD zum Wohlfühlen. Das einzigartige Musikerlebnis

zum Loslassen, Entspannen und

Wohlfühlen, das man immer wieder genießen

möchte. Erhältlich bei der Neptun

Media GmbH München, Tel. 089 339222,

E-Mail: info@neptun24.de

Rotkreuz-Spiegel 01/11 35

15

15 15

FremdFremdwortteil:Fremdwortteil:

zu, wortteil: nach

zu, zu, nach nach

unent-

sehr

sehr bejahrt sehr

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beglei-

13

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5

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MännersingMännersingstimmesingstimmestimme mit der

dagegen

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Klippe

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2

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Käseart

sische

Käseart

4

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8

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AlbinoAlbinoAlbinoform

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Iltisses

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wohlwohlwohlschmeschmeschmeckendckendckend

3

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SchmuckSchmucksteinsteinsteinLikörLikörLikörgewürzgewürzgewürz

äußere

äußere äußere

Gestalt

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engl.

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Fürwort:

Fürwort:

er

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eine

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Geliebte

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des Zeus

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wilde

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hurtig,

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GerbGerb- Hülle Hülle

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schnell schnell schnell

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SpielSpielSpielkartekartekarte essbare essbare essbare

Innerei Innerei Innerei

7 7

HelferHelfergruppegruppe des des DRK DRK

(Abk.) (Abk.)

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nds. Initialen

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der Moment

einrich der Moment

einrich der Moment

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Hepburn

Hepburn

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Artikel Artikel

fleißig,

fleißig,

strebstrebsamsam

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elektr. elektr.

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(A.T.)

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(Abk.)

mations

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(A.T.) (A.T.) (Abk.) (Abk.)

Kfz-Z. Kfz-Z.

Essen

Essen

TöpferTöpfermaterialTöpfermaterial

W-24e

W-24e


SERVICE & CO. DRK-Einrichtungen • Lehrgangstermine

❚ Altenpflegeheim Woltorf

Umgeben von kleinen Dörfern

liegt unser DRK-Altenpflegeheim

in Woltorf (Landkreis Peine)

idyllisch in einem 4,65 Hektar

großen Gelände mit einem

herrlichen Waldpark – wie ein

Schlösschen im Grünen. Es bietet

seinen 95 Bewohnern ein naturnahes

Wohnen und mit dem

eigenen Streichelzoo Abwechslung

im Alltag. Ob Ziege, Schaf

oder Kaninchen – die Vierbeiner

bereiten Freude und können gerade

für demenziell erkrankte

Menschen sehr wohltuend sein.

Bei Bewohnern, die früher schon

mit Tieren zusammen lebten,

zeigen sich die positiven Effekte

besonders deutlich.

Neben diesem „tierischen“

Vergnügen schaffen unsere regelmäßigen

Freizeitangebote

mehr Lebensqualität im Alter.

Der Vorlese- und Lesezirkel

sind ebenso wie eintägige Aus-

Träger des Altenpflegeheims

Woltorf ist die Gesellschaft für

soziale Einrichtungen des DRK-

Landesverbandes Niedersachsen

gGmbH mit Sitz in Hannover. Sie

unterhält weitere fünf Pflegeein-

flüge, Kegelrunden, Kino- oder

Bingo-Abende äußerst gefragt.

Gemeinschaft erleben und dabei

ihre Kreativität fördern können

die Senioren in unseren Musik-,

Bastel- und Töpfergruppen. Und

über den ehrenamtlichen Besuchsdienst

freuen sie sich besonders.

Die Einrichtung in Woltorf bietet

neben der vollstationären Pflege

und Krankenhausnachsorge auch

Probewohnen, Wohnen ohne Pflege

oder Kurzzeitpflege an.

Lernen Sie unser Haus doch

einfach kennen. Wir führen Sie

gern durch die gesamte Anlage.

Auch unsere gemütliche Cafeteria

ist immer einen Besuch wert.

Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Infos bei: DRK-

Altenpflegeheim Woltorf, Einrichtungsleiterin

Isabell Neumann,

Tel. 05171 98840, Am

Mehlenkamp 2-8, 31224 Peine

richtungen, zwei Mutter-Kind-

Kureinrichtungen und die Altenpflegeschule

in Braunschweig

(siehe oben). Insgesamt betreuen

wir rund 1.000 Bewohner,

Kurgäste und Altenpflegeschüler.

Neben der örtlichen Pflegeberatung bieten wir im Stammsitz

Hannover außerdem die Mutter-Kind-Kur-Beratung an:

Gesellschaft für soziale Einrichtungen des DRK-Landesverbandes

Niedersachsen gGmbH, Erwinstr. 7, 30175 Hannover,

Tel. 0511 28000-501, www.drk-einrichtungen.de

❚ Altenpflegeschule

Rund um das Berufsfeld Pflege ist die

in Braunschweig ansässige Altenpflegeschule

des DRK eine renommierte Adresse

für Aus-, Fort- und Weiterbildung, wie

zum Beispiel zur Altenpflegerin und zum

Altenpfleger, zur Helferin und zum Helfer

in der Pflege oder zur staatlich anerkannten

Fachkraft für Leitungsaufgaben.

Auch die Qualifizierung als zusätzliche

Betreuungskraft für Demenzerkrankte

sowie Inhouse-Fortbildungen sind möglich.

Besonders vorteilhaft für den Praxisbezug

erweist sich dabei die intensive

Zusammenarbeit der Lehrstätte mit dem

Seniorenzentrum am Wasserturm und

der Begegungsstätte des DRK-Kreisverbandes

Braunschweig-Salzgitter, die sich

im selben Gebäudekomplex befinden.

Hochstraße 11, 38102 Braunschweig

Tel. 0531 700978-0, Fax -311

info@altenpflegeschule-braunschweig.de

www.drk-einrichtungen.de

❚ IMPRESSUM

HERAUSGEBER

DRK-Landesverband Niedersachsen e. V.

Erwinstraße 7, 30175 Hannover, www.drk-nds.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Landesgeschäftsführer Dr. Ralf Selbach

REDAKTION

Kerstin Hiller (verantwortlich)

Telefon: 0511 28000-480

E-Mail: kerstin.hiller@drklvnds.de

Nurset Isleker

Telefon: 0511 28000-482

E-Mail: nurset.isleker@drklvnds.de

Fax: 0511 28000-477

TITELFOTO:

picture alliance/dpa/Sascha Baumann

DESIGN: Agentur Joachim Rensing

Bahnhofstraße 40, 33602 Bielefeld

HERSTELLUNG: Jungfer Druckerei und Verlag

GmbH • Rollenoffset, Gutenbergstraße 3

37412 Herzberg am Harz

ANZEIGEN: Süddeutscher Verlag onpact

GmbH, Marcus Tütsch, Tel: 089 2183-7237,

E-Mail: marcus.tuetsch@sv-onpact.de

ERSCHEINUNGSWEISE

März, Juni, September, Dezember

AUFLAGE 129.000

Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Der DRK-Landesverband Niedersachsen e.V. weist

ausdrücklich darauf hin, dass er für die Qualität

der im Rotkreuzspiegel durch Fremdanzeigen

beworbenen Produkte und Dienstleistungen keine

Verantwortung übernimmt.

36 Rotkreuz-Spiegel 01/11 ✆ Eine für alles. Die zentrale Infonummer: 0180 365 0180


❚ Haus des JRK

Die Bildungsstätte des JRK in Einbeck

wird gern für Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiten

sowie Klassenfahrten

genutzt. Auch Schulchöre proben hier

gern. Das Haus verfügt über rund 150

Betten und kann drei bis vier Schulklassen

gleichzeitig beherbergen. Einzelzimmer

mit Nasszellen für Leiter und

Betreuer, Seminarräume, die mit netzwerkfähigen

Computern ausgestattet

sind und das weitläufige Gelände mit den

vielen Spiel- und Sportmöglichkeiten machen

das Haus des Jugendrotkreuzes zu

einem tollen Reiseziel. Der Kletter- und

Abenteuerpark z. B. wird von allen Gruppen

gern und intensiv genutzt.

Da heißt es nur noch: Rechtzeitig buchen!

Freie Termine finden Sie im Internet.

Borntal, 37574 Einbeck

Tel. 05561 6775, Fax 05561 74652

info@haus-des-jugendrotkreuzes.de

www.haus-des-jugendrotkreuzes.de

❚ Landesschule

Die DRK-Landesschule hat ein umfangreiches

Angebot für haupt- und

ehrenamtliche Mitarbeiter: Sanitätsausbilder-Fortbildungen,

Schulungen

für Seminarleiter und Ausbilder in Erster

Hilfe oder Frühdefibrillation sowie

Führungs- und Leitungskräfte-Ausbildungen

in verschiedenen Bereichen.

Die Unterstützung der Ehrenamtlichen

aus den Ortsvereinen mit fundierten

und praxisnahen Seminaren bildet

einen besonderen Schwerpunkt. Der

Erfahrungsaustausch und der „Blick

über den Tellerrand“ geben dabei zusätzliche

Impulse für die tägliche Arbeit

vor Ort. Bewegung mit Spaß und

einen Urlaub in wohltuender Gemeinschaft

versprechen die Senioren- und

Tanzfreizeiten.

Das komplette Seminarprogramm,

Anmeldungen und weitere Infos:

Jägerweg 1, 31812 Bad Pyrmont

Tel. 05281 9399-0

Fax 05281 9399-20

info@drklandesschule.de

www.drk-landesschule-nds.de

❚ Familienbildungsstätte

Mit Angeboten rund um die Familie begleitet

die Familienbildungsstätte (Fabi)

seit 1950 junge Familien. „Geburtsvorbereitung“

ist meistens der Einstieg in unsere

Kurse, die von qualifizierten, erfahrenen

Lehrkräften geleitet werden. Mit dem

Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP)

für Säuglinge ab der sechsten Lebenswoche,

in den „Musikgärten“ oder Spielgruppen

mit Gleichaltrigen werden „alle

Sinne“ gefördert und die Kleinen Schritt

für Schritt auf den Kindergarten vorbereitet.

Eltern können sich an Themenabenden

über den Umgang mit trotzigen

Kindern informieren oder an einem Erste-

Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder

teilnehmen. Sie können aber auch mal

nur für sich etwas tun, wie z. B. einen

Bauchtanzkurs belegen.

Hindenburgstr. 38, 30175 Hannover

Tel. 0511 28000-333, Fax-337

info@fabi.de, www.fabi.de

Die nächsten Termine für Ehrenamtliche und Freunde:

Der Seniorennachmittag

im DRK-Ortsverein

06.04. – 08.04.2011

Vorstandsarbeit im Spannungsfeld

gestern und

morgen

06.06. – 08.06.2011

❚ Gesundheitsförderung

Aus- und Fortbildungsangebote für ehren- und hauptamtliche

Übungsleiter/-innen und Mitarbeiter/-innen in DRK-Einrichtungen:

Gymnastik

Sturzprophylaxe

07.04. – 10.04.2011

„Drums Alive“

06.05. – 09.05.2011

Teil III (Abschlusslehrgang)

22.06. – 26.06.2011

Tanzen

Fortbildungslehrgang

(Lehrscheinverlängerung)

19.05. – 22.05.2011

Seminar für Vorstandsmitglieder

von DRK-Ortsvereinen

15.08. – 19.08.2011

Frühlingsfreizeit

28.03. – 01.04.2011

Tanzfreizeit

Teil II (Aufbaulehrgang)

20.06. – 26.06.2011

Gedächtnistraining

Teil III (Abschluss

2010/2011)

16.05. – 20.05.2011

Fortbildungslehrgang

(Lehrscheinverlängerung)

17.06. – 19.06.2011

Yoga

Fortbildungslehrgang

24.06. – 26.06.2011

❚ Rettungsschule • SITZ

Seit über 25 Jahren steht die Rettungsschule

in Goslar für eine qualifizierte

Aus- und Fortbildung als

Rettungssanitäter, Rettungs- und Lehrrettungsassistent

sowie Rettungswachenleiter,

Leitstellendisponent, Notarzt

und Leitender Notarzt.

Infos unter: Tel. 05321 3714-0

service@rettungsschule.de

www.rettungsschule.de

Mehr als 100 verschiedene Notfallsituationen

können in der 1.200 qm

großen Halle des Simulations- und

Trainings-Zentrums (SITZ) in Hannover

mit ausgefeilter Licht- und Tontechnik

realitätsnah simuliert und trainiert

werden, aufgezeichnet von 18 Videokameras

für die detaillierte Auswertung

und Übertragung in Schulungsräume.

Infos unter: Tel. 0511 28000-211, -201

sitz@drklvnds.de

www.drk-trainingszentrum.de

18.04. – 22.04.2011

Himmelfahrtsfreizeit

30.05. – 03.06.2011

Tanzwochenende

08.07. – 10.07.2011

Große Sommerfreizeit

11.07. – 25.07.2011

Anmeldung und

weitere Infos:

Petra Dattke

DRK-Landesverband

Niedersachsen

Erwinstr. 7,

30175 Hannover

Tel. 0511 28000-331

Fax 0511 28000-377

petra.dattke@drklvnds.de

Rotkreuz-Spiegel 01/11 37


Alfeld

Winzenburger Str. 7/8

31061 Alfeld

05181 708-0

Aurich

Schmiedestr. 13

26603 Aurich

04941 9335-0

Braunschweig-Salzgitter

Adolfstr. 20

38102 Braunschweig

0531 22031-0

Bremervörde

Großer Platz 12

27432 Bremervörde

04761 9937-0

Celle

77er Str. 45a

29221 Celle

05141 9032-0

Cuxhaven

Meyerstr. 49

27472 Cuxhaven

0 47 21/ 42 24-0

Diepholz

Geschäftsstelle Diepholz

Lappenberg 6

49356 Diepholz

05441 5950-0

Geschäftsstelle Syke

Steinkamp 3

28857 Syke

04242 9227-0

Duderstadt

Bahnhofstraße 33

37115 Duderstadt

05527 3150

Einbeck

Tiedexer Tor 6c

37574 Einbeck

05561 9362-0

Emden

Friedrich-Ebert-Str. 82

26725 Emden

04921 20211/12

Emsland

Hauptgeschäftsstelle Lingen

Jahnstraße 2-4

49808 Lingen

0591 80033-0

Geschäftsstelle Papenburg

Rathausstraße 11

26871 Papenburg

04961 9123-0

Geschäftsstelle Meppen

Dalumer Straße 17

49716 Meppen

05931 8006-0

Fallingbostel

Albrecht-Thaer-Str. 2

29664 Walsrode

05161 9817-0

Gifhorn

Am Wasserturm 5

38518 Gifhorn

05371 804-0

Göttingen-Northeim

Geschäftsstelle Göttingen

Zimmermannstr. 4

37075 Göttingen

0551 389035-0

Geschäftsstelle Northeim

Matthias-Grünewald-Str. 20

37154 Northeim

05551 9817-0

©

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DRK-KREISVERBÄNDE

Goslar

Wachtelpforte 38

38644 Goslar

05321 3700-0

Grafschaft Bentheim

Denekamper Str. 76

48529 Nordhorn

05921 8836-0

Hameln-Pyrmont

Kaiserstr. 34

31785 Hameln

0 51 51/ 40 12-0

Region Hannover

Geschäftsstelle Hannover

Karlsruher Str. 2c

30519 Hannover

0511 3671-0

Servicestelle Burgdorf

Schillerslager Str. 40

31303 Burgdorf

05136 8824-0

Servicestelle Empelde

Apollostraße 2

30952 Ronnenberg

0511 94688-0

Servicestelle Neustadt a. Rbge.

Lindenstraße 56

31535 Neustadt

05032 9818-0

Servicestelle Springe

An der Bleiche 4-6

31832 Springe

05041 777-0

Harburg-Land

Rote-Kreuz-Str. 5

21423 Winsen/Luhe

04171 8890-0

Straße, Hausnummer

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in Ihrer Nähe. Andernfalls direkt an den DRK-Landesverband Niedersachsen, ©

Redaktion Rotkreuz-Spiegel, Erwinstr. 7, 30175 Hannover.

Helmstedt

Beek 1

38350 Helmstedt

05351 5858-0

Hildesheim

Brühl 8

31134 Hildesheim

05121 9360-0

Hildesheim-Marienburg

Louise-Cooper-Straße 1

31135 Hildesheim

05121 1684-0

Holzminden

Pipping 2

37603 Holzminden

05531 1291-0

Land Hadeln

Am Großen Specken 14

21762 Otterndorf

04751 9909-0

Leer

Heisfelder Straße 141

26789 Leer

0491 92923-0

Lüchow-Dannenberg

Am Reiterstadion 1a

29451 Dannenberg

05861 9880-0

Lüneburg

Schnellenberger Weg 42

21339 Lüneburg

04131 6736-0

OV Lüneburg-Stadt

An den Reeperbahnen 1a

21335 Lüneburg

04131 266690

Melle

Bismarckstr. 17

49324 Melle

05422 96246-0

Münden

Auefeld 14 + 16

34346 Hann.-Münden

05541 9826-0

Nienburg

Moltkestraße 30

31582 Nienburg

05021 906-0

Norden

Hooge Riege 28

26506 Norden

04931 9492-0

Osnabrück-Land

Im Nahner Feld 6

49082 Osnabrück

0541 589986

Osnabrück-Nord

Grüner Weg 16

49593 Bersenbrück

05439 782

Osnabrück-Stadt

Konrad-Adenauer-Ring 20

49074 Osnabrück

0541 35838-0

Osterholz

Bördestr. 23

27711 Osterholz-Scharmbeck

04791 9200-0

Osterode

In Der Horst 10

37520 Osterode

05522 9917-0

Peine

Hegelstr. 9

31224 Peine

05171 7675-0

Rotenburg W.

Brauerstr. 8

27356 Rotenburg

04261 9741-0

Schaumburg

Bornemannstr. 1

31683 Obernkirchen

05724 97260-0

Soltau

Harburger Straße 77

29614 Soltau

05191 1806-6

Stade

Am Hofacker 14

21682 Stade

04141 8033-0

Uelzen

Ripdorfer Str. 21

29525 Uelzen

0581 9032-0

Verden

Lindhooper Str. 20/22

27283 Verden

04231 9245-0

Wesermünde

Zum Feldkamp 9

27619 Schiffdorf

04706 189-0

Wittlage

Rabber Kirchweg 33

49152 Bad Essen

05472 9560-3

Wittmund

Mühlenstr. 27 + 27a

26409 Wittmund

04462 5414

Wolfenbüttel

Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8

38300 Wolfenbüttel

05331 9750-0

Wolfsburg

Walter-Flex-Weg 10

38446 Wolfsburg

05361 8262-0

Änderungen, Löschungen oder Neuaufnahmen

der Bezugsadressen teilen Sie bitte Ihrem

Kreisverband mit.

Eine für alles. Die zentrale Infonummer.

0180 365 0180 9 Ct/Min. aus dem dt. Festnetz,

max. 42 Ct./Min. aus dem dt. Mobilfunk.

w


Rotkreuz-Spiegel 01/11 39

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