Patientenzeitschrift 2 | Herbst, Winter 2016/17

Visioness

GRATIS

zum Mitnehmen!

Heft 2 / Herbst, Winter 2016/17

Gesund in Mittelfranken

Gallensteine –

Beschwerden richtig

deuten und handeln

Seite 8

Dr. Daniel Ditterich, neuer Chefarzt der

Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch

und sein Team behandeln Gallensteine

mit der schonenden Schlüssellochchirurgie.

Diabetes: Klinik Neustadt a. d. Aisch

von der DDG ausgezeichnet

Seite 7

Gute Heilungschancen

bei Gebärmuttersenkung

Seite 16

Neue Sprechstunden und Kooperationen

im MVZ Bad Windsheim

Seite 26


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

regelmäßig befragen wir unsere Patienten nach dem persönlichen Erfolg ihrer medizinischen

Behandlung in unseren Kliniken in Bad Windsheim und Neustadt a. d. Aisch. Das

Ergebnis: Mehr als 95 % der Befragten sind mit Aufenthalt und Qualität ihrer Behandlung

sehr zufrieden oder zufrieden. Besonders freut uns auch die Tatsache, dass mehr als 90 % der

Umfrageteilnehmer unsere Kliniken ihrer Familie und Freunden weiterempfehlen würden.

Die Entwicklung der Patientenzahlen zeigt uns zudem das Vertrauen, das die einweisenden

Haus- und Fachärzte sowie die Patienten unseren Einrichtungen entgegenbringen; so ist die

Anzahl der ambulanten und stationären Behandlungen in den letzten Jahren stetig gestiegen

– das spornt uns an.

4

Mit unserer zweiten Ausgabe der Patientenzeitschrift „Gesund in Mittelfranken“ möchten wir

Ihr Vertrauen in uns weiter stärken. Wir informieren Sie wieder über interessante Gesundheitsthemen

und stellen Ihnen unsere Fachkliniken und Fachabteilungen vor. In der aktuellen

Ausgabe erklärt Dr. Daniel Ditterich, neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie in Neustadt a. d. Aisch, welche Beschwerden ein Hinweis auf Gallensteine

sind und wie diese behandelt werden. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über die neuen

Sprechstunden, die das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Bad Windsheim eingerichtet

hat. Abschließend möchten wir Sie auf eine Erfolgsgeschichte aufmerksam machen:

Im November 2016 feiert die Geriatrische Rehabilitation in unserem Landkreis ihr 20-jähriges

Jubiläum. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 27.

Im Namen unserer Ärztinnen und Ärzte sowie unserer pflegerischen Experten wünschen wir

Ihnen und Ihren Familien alles Gute und vor allem Gesundheit.

Ihr

6

Helmut Weiß Stefan Schilling Dr. Mathias Bender Dr. Gerald Wasmeier

Landrat Vorstand Ärztlicher Leiter Ärztlicher Leiter

Impressum

Gesund in Mittelfranken Nr. 2 / Herbst, Winter 2016/17

Herausgeber: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim

Postanschrift: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim, Erkenbrechtallee 45, 91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-912

Internet: www.kliniken-nea.de

Redaktionsleitung: Benjamin Maier,

Organisationsentwicklung | Marketing | PR & Neue Medien

Inhaltliches und grafisches Konzept, Redaktion

und Realisierung: Visioness GmbH

Druck: Druckerei Ganz, Zellingen


Gesund in Mittelfranken


8

Inhalt

Der heimliche Abbau –

Osteoporose erkennen und behandeln 4

Wenn die Bandscheiben verschleißen –

Wirbelsäulensprechstunde im MVZ Bad Windsheim 6

24

Für Diabetiker geeignet – Klinik Neustadt a. d. Aisch von

der Deutschen Diabetes Gesellschaft ausgezeichnet 7

Gallensteine –

Beschwerden richtig

deuten und handeln 8

Qualitätsmanagement –

Für jedes Anliegen ein offenes Ohr 11

Hämorrhoiden – selten ein Thema, häufig ein Problem 12

Gezielte Wundtherapie fördert die Heilung 14

Gute Heilungschancen bei Gebärmuttersenkung 16

Intensivüberwachungspflege –

Brücke zwischen Intensiv- und Normalstation 18

Mit dem Sozialdienst zurück ins Leben 20

Leben mit der Dialyse –

Birgit Kramer lässt sich nicht unterkriegen 21

Patient-Blood-Management: Optimale Vorbereitung

auf Operation – Fremdblut reduzieren 22

28

„Fundoplikatio“ – So wird hartnäckiges Sodbrennen

erfolgreich behandelt 24

Neue Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

im MVZ Bad Windsheim bietet Sprechstunden

für werdende Eltern an 25

News: Neue Wege in der Patientenversorgung –

Klinik Bad Windsheim kooperiert mit

Praxisklinik Orthospine in Ansbach 26

News: Für ein selbstständiges Leben im Alter –

Geriatrie im Landkreis Neustadt a. d. Aisch

feiert 20-jähriges Bestehen 27

Wenn die Schilddrüse krank wird – Der Kropf 28

Veranstaltungen 29

Klinikführer 31

Gesund in Mittelfranken


Rheumatologie

Rheumatologe

Wolfgang Reichel

im Beratungsgespräch.

Der heimliche Abbau –

Osteoporose erkennen

und behandeln

Sie tut nicht weh und verursacht lange Zeit keine Beschwerden:

Osteoporose. Viele erfahren erst durch einen Knochenbruch, dass sie

an Osteoporose erkrankt sind. Wolfgang Reichel, Internist und

Rheumatologe an der Klinik Bad Windsheim, erklärt, wie die

Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird.

Nach Angaben des Robert Koch Institutes

sind in Deutschland rund 15 % der Frauen

ab einem Alter von 50 Jahren und 6 % der

Männer dieser Altersgruppe von Osteoporose

betroffen. „Osteoporose wird oft erst dann

erkannt, wenn Knochenbrüche ohne ersichtlichen

Grund auftreten“, sagt Wolfgang Reichel,

Rheumatologe an der Klinik Bad Windsheim.

Seiner Erfahrung nach können auch

starke, lang anhaltende Rückenschmerzen

auf eine Osteoporose hinweisen. Wenn ein

harmloser Sturz zu einem Unterarmbruch

führt oder ein kräftiges Nießen zu einem Rippenbruch

– dann gelte „Alarmstufe Rot“.

Mehr Frauen als Männer betroffen

Im Laufe des Lebens sind die Knochen des

Menschen ständig Veränderungen ausgesetzt.

Während die Knochenmasse zunächst

beim wachsenden Menschen in Kindheit,

Jugend und frühem Erwachsenenalter zunimmt,

wird um das dreißigste Lebensjahr


Gesund in Mittelfranken


Das sagt die Selbsthilfegruppe

Rheumatologie

Fragen an Gisela Klatt, Präsidentin des Bundesselbsthilfeverbandes

für Osteoporose e.V.

Frau Klatt, welche Unterstützung bieten

Selbsthilfegruppen Betroffenen?

Gisela Klatt: In den Selbsthilfegruppen treffen

sich Menschen, die eines gemeinsam

haben: sie sind an Osteoporose erkrankt. Das

allein schon verbindet. Hinzu kommt der

Erfahrungsaustausch. Viele erzählen bei den

Treffen, wie sie mit der Erkrankung im Alltag

zu Recht kommen. Das hilft ungemein. Mit

der Zeit entstehen dann auch soziale Kontakte.

Kein Wunder, denn in den Gruppen

treffen sich gleichgesinnte und gleichaltrige

Menschen, häufig mit ähnlichen Interessen.

Es ist schön zu beobachten, wie sich auch

gegenseitig geholfen wird. Beispielsweise

werden Teilnehmer, die mal nicht so gut zu

Fuß sind, zu Treffen abgeholt. Zu den Treffen

der Selbsthilfegruppen werden auch Ärzte

und Ernährungsberater eingeladen, die von

Zeit zu Zeit Vorträge halten.

Sport kann sich positiv auf die Erkrankung

auswirken – welche Bewegungsangebote

sind aus Ihrer Erfahrung heraus

besonders empfehlenswert?

Gisela Klatt: Das Bewegungsangebot bei Osteoporose

hat einen eigenen Namen: Funktionstraining.

Dieses Training geht speziell auf

die Belange von Osteoporose-Betroffenen

ein. Es geht hauptsächlich darum, die Muskeln

zu trainieren. Wichtig ist die fachliche

Anleitung. Das Funktionstraining in unseren

Gruppen wird deshalb immer von einer speziell

ausgebildeten Physiotherapeutin geleitet.

Diese stellt die Übungen vor und achtet

auf die korrekte Ausführung. Wichtig zu wissen:

Die Teilnahme am Funktionstraining wird

von den Krankenkassen finanziell unterstützt.

Manche Selbsthilfegruppen bieten auch

Wassergymnastik an, die sich bei vielen Osteoporose-Patienten

positiv ausgewirkt hat.

Kontakt:

Bundesselbsthilfeverband

für Osteoporose e.V.

Gisela Klatt

Föhrenstr. 47

90530 Wendelstein

09129 909749 o. 5461

Selbsthilfegruppe Osteoporose

Bad Windsheim

Gertraud Kröckel

Berliner Str. 13

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 35 66

herum das Maximum erreicht. Sowohl bei

Männern als auch bei Frauen kommt es im

Laufe der weiteren Lebensjahre zu einem

kontinuierlichen und nicht bemerkbaren

Rückgang der Knochenmasse, der als Knochenschwund

oder Osteoporose bezeichnet

wird. Die Ursache ist meist hormonell

bedingt: Die Östrogene der Frau und das

Testosteron des Mannes regulieren das für

den Knochenaufbau wichtige Hormon Calcitonin

sowie den Vitamin D-Haushalt. Der

Östrogenmangel nach den Wechseljahren

erklärt, warum wesentlich mehr Frauen im

Alter ab 50 Jahren an Osteoporose erkranken

als Männer. Als Risikofaktoren gelten darüber

hinaus das frühe Eintreten der Wechseljahre

oder eine bekannte Osteoporose der Mutter.

Zusätzlich kann eine kalziumarme Ernährung,

Bewegungsmangel, häufige Diäten, übermäßiger

Alkoholgenuss und insbesondere Rauchen

Osteoporose begünstigen.

Osteoporose sicher diagnostizieren

„Um eine Osteoporose zu erkennen, ist zunächst

ein ausführliches Gespräch mit dem

Patienten notwendig“, erläutert Reichel. Er

fragt zunächst nach aktuellen Beschwerden

wie Rückenschmerzen, erkundigt sich nach

den genannten Risikofaktoren und speziellen

Funktionsbeeinträchtigungen und beurteilt

insbesondere Wirbelsäulenverformungen,

Rundrücken („Witwenbuckel“), Atemvermögen,

Schmerzzustände (lokaler Druck- oder

Klopfschmerz über einzelnen Wirbelsäulenabschnitten).

„Besonders auffällig ist der Verlust

an Körpergröße um mehrere Zentimeter

sowie nicht abgeklärte Rückenschmerzen“,

erklärt der Rheumatologe. Weitere Untersuchungen

umfassen die Bestimmung des

Mineralstoff- und Vitamin D-Spiegels und

der Schilddrüsenwerte. „Manchmal müssen

wir die Wirbelsäule auch röntgen“, so Reichel.

Doch die Basis der Diagnostik bildet die Messung

der Knochendichte.

Therapeutische Möglichkeiten

Steht die Diagnose fest, rät Wolfang Reichel

seinen Patienten zu einer ausgewogenen

Ernährung, die fettarm, kalzium- und Vitamin

D-reich sein sollte. Bei Übergewicht

empfiehlt Wolfgang Reichel eine kontrollierte

Gewichtsabnahme. Die moderne

medikamentöse Therapie wird durch die

Entwicklung knochenabbauhemmender

Substanzen möglich, die seit dem Jahrtausendwechsel

zur Verfügung stehen. Diese

ermöglichen eine messbare Steigerung der

Knochendichte. Diese Medikamente sollten

durch die regelmäßige Zufuhr von Vitamin

D und auch Kalzium in ausreichender Menge

ergänzt werden. Es ist außerdem erwiesen,

dass der Knochen ein höchst stoffwechselaktives

Organ ist, welches gut auf körperliche

Beanspruchungen, insbesondere Muskelzug,

reagiert. Unter Belastung kann sich die

Knochenmasse wieder verdichten. Studien

haben gezeigt, dass eine Mischung aus

Kraft- und Ausdauertraining, Gymnastik

und Gleichgewichtsübungen einen „knochenstärkenden

Effekt“ hat. Wolfgang Reichel

rät deshalb seinen Patienten: „Bleiben

Sie in Bewegung“.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Rheumatologie

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 6859055

E-Mail: info@rheuma-reichel.de

Gesund in Mittelfranken


Wirbelsäulenchirurgie

Wenn die Bandscheiben verschleißen –

Wirbelsäulensprechstunde

im MVZ Bad Windsheim

Bandscheibenprobleme sind in

Deutschland ein häufiges Leiden –

sie können starke Rückenschmerzen

verursachen und die Lebensqualität

erheblich einschränken. Doch die

gute Nachricht: Probleme an den

Bandscheiben können in der Regel

gut behandelt werden. Um den

Patienten die bestmögliche Therapie

zukommen zu lassen, hat das

Medizinische Versorgungszentrum

(MVZ) der Klinik Bad Windsheim

eine Wirbelsäulensprechstunde eingerichtet.

Erst schmerzt der Rücken beim Sport oder bei

körperlicher Arbeit, später dann auch in Ruhe.

Die so genannte Osteochondrose, der Bandscheibenverschleiß,

macht sich schleichend

bemerkbar: Dabei verlieren die Bandscheiben

ihre Elastizität, werden hart und porös, es

kommt zu knöchernen Verwachsungen. Die

Bandscheiben können ihre Aufgaben im Körper

irgendwann nicht mehr erfüllen. Denn

sie sind eine Art „Stoßdämpfer“ der Wirbelsäule

und fangen die täglichen Belastungen

ab, die auf die Wirbelsäule einwirken.

Regelmäßige Wirbelsäulensprechstunde

im MVZ Bad Windsheim

Um Schmerzen und Erkrankungen der Wirbelsäule

optimal behandeln zu können, bietet

das MVZ Bad Windsheim eine Sprechstunde

Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie immer

mittwochs und donnerstags sowie an jedem

ersten Montag im Monat nach Vereinbarung

an. Unter der Leitung von Neurochirurg Prof.

Dr. Udo Schlot und Dr. Poimann werden Patienten

mit Beschwerden an der Wirbelsäule

ambulant sowie bei Notwendigkeit auch stationär

in der Klinik Bad Windsheim versorgt.

Die Bandscheibe:

Harte Schale, weicher Kern

Das menschliche Rückgrat besitzt 23 Bandscheiben.

Diese haben eine ringförmige

Struktur und befinden sich zwischen den

einzelnen Wirbeln. Eine schützende Hülle

aus Knorpelgewebe umgibt einen weichen,


Gesund in Mittelfranken

geleeartigen Kern. Dieser besteht zu einem

Großteil aus Wasser. Mit zunehmendem Alter

oder infolge von zu starken Belastungen

oder auch Bewegungsmangel können die

Bandscheiben immer weniger Wasser speichern.

Wird ihr Stoffwechsel nicht regelmäßig

durch Sport oder körperliche Aktivitäten

angekurbelt, verlieren sie ihre Fähigkeit, Wasser

zu speichern und somit ihre Elastizität.

Dadurch werden sie hart, porös und können

den täglichen Belastungen immer weniger

standhalten.

Plötzlich starke Schmerzen bei Belastung

Die einzelnen Wirbel bilden zudem zusätzliches

Knorpelgewebe aus. Reiben diese Knorpel

aufeinander, verspürt der Betroffene starke

Rückenschmerzen, die Wirbelsäule verliert

immer mehr an Beweglichkeit. Der Mediziner

spricht dann von einem Bandscheibenverschleiß

oder Osteochondrose. „Die Schmerzen

treten am häufigsten im Nacken oder im

Rücken auf und können bis in die Gliedmaßen

ausstrahlen“, sagt Prof. Udo Schlot, Neurochirurg

an der Klinik Bad Windsheim.

Beste Versorgungsqualität für Patienten

über den Landkreis hinaus

Das Spektrum an Eingriffen an Wirbelsäule

und Bandscheiben ist umfangreich – jährlich

werden über 200 Patienten in der Klinik Bad

Windsheim allein an der Wirbelsäule operiert.

Verschiedene Fachärzte, die ihre Erfahrung

einbringen sowie die enge Zusammenarbeit

zwischen der Neurochirurgischen Gemeinschaftspraxis

Würzburg, die im MVZ

Bad Windsheim eine Filialpraxis betreibt, und

der Klinik Bad Windsheim, gewährleisten

beste Versorgungsqualität. In der Klinik Bad

Windsheim können alle gängigen Verfahren

der modernen Wirbelsäulenchirurgie wie

beispielsweise Bandscheibenvorfälle an der

Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule durchgeführt

werden. Die Vorteile für die Patienten

liegen auf der Hand: Die Betreuung erfolgt

durch den gleichen Arzt über den gesamten

Behandlungsprozess. Von der konservativen

Therapie, über eine eventuell notwendige

Operation selbst, steht der behandelnde Arzt

selbstverständlich auch bei der Nachsorge

an der Seite des Patienten. Darüber hinaus

findet alles auf kurzem Wege statt, da die

komplette Behandlung in Bad Windsheim

erfolgen kann.

Ihre Fachklinik vor Ort:

MVZ Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim gGmbH

Dr. Matthias Krause

Ärztlicher Leiter

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-201

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Sprechstunde Neuround

Wirbelsäulenchirurgie

Mittwoch 8.00 –10.00 Uhr

Donnerstag 14.00 –17.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

Jeder erste Montag im Monat nach Vereinbarung.

© glisic_albina – Fotolia.com


Für Diabetiker geeignet –

Klinik Neustadt a. d. Aisch von der

Deutschen Diabetes Gesellschaft

ausgezeichnet

Die Klinik Neustadt a. d. Aisch wurde

von der Deutschen Diabetes Gesellschaft

(DDG) mit dem Zertifikat „Klinik

für Diabetespatienten geeignet“

ausgezeichnet. „Diabetespatienten

brauchen Gewissheit, dass ihre

Grunderkrankung beim Aufenthalt

im Krankenhaus kompetent berücksichtigt

wird. Dieses Zertifikat bestätigt

die hohe Behandlungsqualität“,

erklärt Prof. Gerhard Nusko.

Diabetologie

In Deutschland werden nach Aussage von

Dr. Susanne Eberl von der Deutschen Diabetes

Gesellschaft (DDG) etwa zwei Millionen

Diabetespatienten jährlich in einer Klinik behandelt.

„Diabetiker wollen sicher sein, dass

ihre Grunderkrankung bei ihrem Klinikaufenthalt

berücksichtigt wird – auch wenn sie sich

etwa wegen eines Eingriffs an Hüfte oder am

Herz in eine Klinik begeben“, so die Medizinerin.

Ein gut eingestellter Diabetes fördert die

Wundheilung, verkürzt die Verweildauer und

senkt damit das Risiko für Komplikationen.

Routine bei der stationären Aufnahme:

Geschultes Personal prüft die Blutzuckerwerte

jedes Patienten.

© Andrey Popov – Fotolia.com

„Die Bestätigung, dass Patienten mit der Diagnose

Diabetes bei uns besonders kompetent

betreut werden, freut uns sehr“, sagt Prof.

Gerhard Nusko, Chefarzt der Inneren Medizin

3, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologe

und Diabetologe in der Klinik Neustadt

an der Aisch. Für ihn ist es enorm wichtig,

dass bei jedem Krankenhauspatienten Begleiterkrankungen

und Risikofaktoren diagnostiziert

werden, denn „so können wir die

Therapie optimal und sicher für den Patienten

durchführen.“

Volkskrankheit Diabetes

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung

in den westlichen Industrienationen.

Einer Studie des Robert Koch-Instituts

zufolge ist die Häufigkeit des Typ-2-Diabetes

in Deutschland in der erwachsenen Bevölkerung

in den letzten vierzehn Jahren von

5,2 auf 7,2 Prozent gestiegen. Und Diabetes

mellitus nimmt weiter zu: Für Deutschland

berichtet das Robert Koch-Institut von einem

Anstieg um ca. 40 Prozent in den letzten 15

Jahren. Bis 2040 gehen Fachleute von einer

Steigerung der Erkrankungszahlen um weitere

60 Prozent aus. Immer wichtiger wird daher

nicht nur die Prävention und Behandlung

der Erkrankung an sich, sondern auch eine

bedarfsgerechte medizinische und pflegerische

Versorgung von Diabetespatienten bei

allen stationären Aufenthalten.

Wichtige Kriterien der Zertifizierung

Für die Zertifizierung „Klinik für Diabetespatienten

geeignet (DDG)“ sind für Dr. Susanne

Eberl drei Kriterien besonders entscheidend:

Es muss in der Klinik ein diabetologisch versierter

Arzt zur Verfügung stehen, Pflegekräfte

diabetologisch geschult sein. Darüber

hinaus gewährleistet das Krankenhaus, dass

die Blutzuckerwerte sofort bei stationärer

Aufnahme geprüft werden.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Medizinische Klinik 3

Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2341

E-Mail: gerhard.nusko@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken


Gallensteine

Gallensteine

Die Galle besteht neben Flüssigkeit unter anderem aus Cholesterin,

Gallensalzen, dem Gallenfarbstoff Bilirubin und Lecithin. Kommt es zu

Veränderungen in der Zusammensetzung, können Feststoffe ausfallen,

sich verfestigen und so Gallensteine bilden.

Gallensteine verursachen Beschwerden, wenn sie mit dem Verdauungssaft

in den engen Gallengang gespült werden und diesen verstopfen

oder verengen. Durch wiederholte Kontraktionen der Gallenblase

versucht der Körper, die Steine in den Dünndarm hinaus zu drücken.

Doch auch die Gallensteine, die scheinbar ruhig und unbemerkt in der

Gallenblase liegen, können mit der Zeit eine Entzündung hervorrufen,

ohne dass die Steine durch den Gang abgehen.

Gallenblase

Gallensteine

Gallengang

Gallensteine –

Beschwerden richtig deuten

und handeln

In Deutschland leidet jeder fünfte bis zehnte Erwachsene an Gallensteinen.

Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die meisten

der Steinträger bleiben ihr Leben lang ohne Beschwerden. Ein Viertel der

Patienten entwickeln jedoch im Laufe ihres Lebens Beschwerden und

bedürfen deshalb einer Therapie. Daraus resultieren über 200.000

durchgeführte Gallenblasenentnahmen pro Jahr in der Bundesrepublik

Deutschland. Dr. Daniel Ditterich, neuer Chefarzt der Abteilung Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie in Neustadt a. d. Aisch erklärt, welche Beschwerden ein

Hinweis auf Gallensteine sind, die behandelt werden sollten.

Risikofaktoren für Gallensteine

Neben dem weiblichen Geschlecht und einer

familiären Häufung ist auch ein Lebensalter

über 40 Jahre sowie blonde Haarfarbe ein Risikofaktor.

Auch häufen sich Gallensteine bei

Frauen nach mehreren Geburten. „Ein großer

und vor allem beeinflussbarer Risikofaktor

ist jedoch das Übergewicht“, so Dr. Ditterich.

Durch Gewichtsreduktion kann jeder sein

Risiko für das Auftreten von Gallensteinen

verringern. Medikamente, die das Entstehen

von Gallensteinen sicher verhindern, sind

nicht bekannt.

Ultraschall entdeckt Gallensteine

Bei routinemäßig durchgeführten Ultraschalluntersuchungen

durch den Hausarzt oder bei

der gezielten Suche bei Beschwerden fallen

nahezu alle Gallensteine auf. Auch lassen sich

akute Entzündungen der Gallenblase oder

ein auf Stau der Gallenwege im Ultraschall

darstellen. Nur bei untypischen Beschwerden

sind weitere Untersuchungen notwendig.

Manchmal muss eine Magenspiegelung

durchgeführt werden, um Erkrankungen des

Magens auszuschließen. Sollten Gallensteine

den Übertritt der Gallensäuren in den Zwölffingerdarm

verhindern, ist diese durch eine

Ausweitung der Gallenwege im Ultraschall

sichtbar; in diesem Fall sollten vor einer operativen

Behandlung durch eine Magenspiegelung

die Gallenwege gereinigt werden. In

der Klinik Neustadt a. d. Aisch geschieht dies

in der Medizinischen Klinik durch das Team

von Prof. Nusko. Nur in seltenen Fällen und

bei ungewöhnlichen Fragestellungen ist die

Durchführung einer Computertomografie

oder gar einer Kernspintomographie notwendig.

Bei Beschwerden handeln

Sobald Gallensteine Beschwerden bereiten,

ist prinzipiell eine Therapie notwendig. Die

Standardtherapie ist die operative Entfernung

der Gallenblase. Ein medikamentöses

Auflösen der Gallensteine ist in wenigen

Ausnahmefällen möglich; allerdings besteht


Gesund in Mittelfranken


Gallensteine

Dr. Daniel Ditterich,

Spezialist für Gallensteine

und deren Behandlung.

ein hohes Risiko, dass sich nach Absetzen

der Medikamente erneut Gallensteine entwickeln.

„In der Regel wird der Hausarzt seinen

Patienten bei Beschwerden mit der Galle

rasch zum Chirurgen überweisen“, erklärt

Dr. Ditterich.

Mit kleinen Schnitten

die Gallenblase entfernen

Das Standardvorgehen bei der Entfernung

der Gallenblase ist die so genannte Schlüssellochchirurgie;

hierzu wird in der Regel durch

kleine Schnitte in der Bauchdecke die Gallenblase

entfernt. Die Hautschnitte sind gerade

einmal wenige Millimeter klein. Dr. Ditterich

setzt auf jeden dieser Schnitte Trokare, eine

Art „Trichter“. Durch diesen Trichter werden

die Operationsinstrumente eingeführt. Zuvor

muss etwas Kohlendioxid in den Körper

des Patienten geleitet werden, denn „das Gas

hebt die Haut an und hilft uns, die Gallenblase

mit unseren Instrumenten besser zu erreichen“,

erklärt der Mediziner. Anschließend

führt der Arzt durch einen der Trokare einen

sehr dünnen Schlauch mit einer kleinen Lampe

und einer Mini-Kamera an dessen Ende

ein. Die Mini-Kamera sendet exakte Bilder aus

dem Körperinneren des Patienten auf einen

Bildschirm. Mit dieser Unterstützung steuern

die Ärzte sicher und gekonnt die dünnen, feinen

Instrumente, mit denen die Gallenblase

entfernt wird.

Auf Erfahrung setzen

Die Entfernung der Gallenblase gehört zu

den häufigsten in Deutschland durchgeführten

Eingriffen und läuft hoch standardisiert

ab. Der Patient sollte auf eine ausreichende

Erfahrung der behandelnden Ärzte achten,

d.h. der Eingriff sollte in der Klinik häufig

durchgeführt werden. Auch sollte die Erfahrung,

insbesondere beim Auftreten von

Komplikationen, jederzeit vorhanden sein.

Dazu gehört beispielsweise die permanente

Möglichkeit zur Durchführung einer Computertomografie.

Bei unklaren Befunden sollte

die Möglichkeit einer noch intraoperativ

durchgeführten feingeweblichen Untersuchung

durch die Pathologie gegeben sein.

Sämtliche Anforderungen können an der Klinik

Neustadt a. d. Aisch erfüllt werden. An der

Klinik Neustadt a. d. Aisch werden seit Jahren

zwischen 80 und 100 Gallenblasen pro Jahr

entfernt.

Nur wenige Tage in der Klinik

Der Wundschmerz nach der Operation ist in

der Regel gering und wird an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch durch ein standardisiertes

Schmerzmittelregime gut kontrolliert. Selbst-

Gesund in Mittelfranken


Gallensteine

verständlich können weitere Schmerzmittel

je nach individueller Situation des Patienten

gegeben werden. Die Schmerzmittelgabe

ist häufig notwendig, um den Patienten bereits

unmittelbar nach der Operation zum

Aufstehen bewegen zu können. Bettruhe

ist nur wenige Stunden nach der Operation

erforderlich. Bereits am Abend der Operation

darf der Patient trinken, am nächsten Morgen

in der Regel normal essen. Je nach Untersuchungsbefund

und klinischem Verlauf kann

der Patient das Krankenhaus zwischen dem

2. und 4. Tag nach der OP verlassen. Bereits

nach zwei bis drei Tagen darf der Patient duschen;

die volle Belastungsfähigkeit ist nach

ca. 14 Tagen wiederhergestellt. Abhängig

von der körperlichen Belastung im Beruf,

kann der Patient bereits wenige Tage nach

Operation wieder arbeiten.

Bei Beschwerden zum Hausarzt

Betroffene, die unter den genannten Symptomen

leiden und den Verdacht auf eine Gallenstein-Erkrankung

haben, gehen zunächst

zum Hausarzt. Je nach Fragestellung wird

der Hausarzt den Patienten bei gesicherter

Diagnose gleich zum Chirurgen oder zum Internisten

überweisen. An der Klinik Neustadt

a. d. Aisch findet für solche Fälle montags

und donnerstags von 13.00 bis 15.00 Uhr,

freitags von 8.30 bis 10.00 Uhr sowie nach

Vereinbarung eine Sprechstunde statt. Nach

Terminvereinbarung durch den Hausarzt wird

sich das Team um Dr. Daniel Ditterich darum

kümmern, alle Fragen zu beantworten.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Daniel Ditterich

Chefarzt Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

Dr. Daniel Ditterich

mit seinem Team

Das sagt die Fachgesellschaft

Fragen an Prof. Dr. Frank Lammert, Direktor der Klinik für

Innere Medizin II des Universitätsklinikums des Saarlandes

und designierter Präsident der Deutschen Gesellschaft für

Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten

(DGVS).

Herr Professor Lammert, wie werden aus Sicht der Fachgesellschaft

Gallensteine heute behandelt?

Prof. Dr. Frank Lammert: Bei Gallensteinen wird zunächst unterschieden

zwischen Steinen, die in der Gallenblase liegen und

Steinen, die in die Gallenwege gerutscht sind, diese verengen oder gar verstopfen. Die

Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet und in der Gallenblase gespeichert. Gallensteine

entstehen in 90 % der Fälle in der Gallenblase – weil dort die Gallenflüssigkeit eine

längere Verweildauer hat und sich dadurch Steine bilden können. Gallensteine in der

Blase können Entzündungen verursachen, die sich durch starke Oberbauchschmerzen,

Fieber oder sogar gelb gefärbte Augen bemerkbar machen. In diesem Fall wird die Gallenblase

vom Chirurgen mit der schonenden Schlüssellochchirurgie entfernt. Gallensteine,

die in die Gallenwege hineingerutscht sind und dadurch Beschwerden verursachen

(Gallenkolik), müssen vom Gastroenterologen mit dem Endoskop entfernt werden.

Wie beurteilen Sie die minimal-invasive Entfernung der Gallenblase?

Prof. Dr. Frank Lammert: Dieser Eingriff, bei dem durch kleine Schnitte in der Bauchdecke

die Gallenblase entnommen wird, ist ein etabliertes, hoch standardisiertes und

sicheres Verfahren in der Chirurgie. In Deutschland werden jährlich über 200.000 Eingriffe

durchgeführt. Entscheidend ist der Zeitpunkt, wann operiert wird: Patienten, die

bereits eine Gallenkolik erlitten haben, sollten sich dringend einer weiteren Behandlung

unterziehen, um die möglichen Folgen einer Kolik, wie eine Blutvergiftung oder eine

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, zu vermeiden.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,

Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V.

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Tel. 0711 8931693

E-Mail: pfeiffer@medizinkommunikation.org

Internet: www.dgvs.de

10 Gesund in Mittelfranken


Qualitätsmanagement

Qualitätsmanager

Johannes Schoierer hat stets

ein offenes Ohr für die Anliegen

der Patienten.

Für jedes Anliegen ein offenes Ohr

Patienten-Fragebogen unterstützt Qualitätsmanagement

„Die bestmögliche Betreuung unserer Patienten

liegt uns sehr am Herzen“, sagt Johannes

Schoierer, Qualitätsmanager der Kliniken des

Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim.

Wo Menschen aufeinander treffen, kann

es jedoch vereinzelt zu Missverständnissen

kommen – auch im Klinikalltag.

Ob ein schnarchender Bettnachbar, ungünstige

Besuchszeiten für Angehörige oder die

Mahlzeit, die den eigenen Geschmack nicht

immer trifft – es ist menschlich und in der Ausnahmesituation

Krankenhaus nachvollziehbar,

dass Patienten einen schlechten Tag haben

und sich beschweren. „Jeder Patient, der entweder

geplant oder akut in unseren Häusern

behandelt wird, soll sich bei uns gut aufgehoben

fühlen“, betont Johannes Schoierer.

Patientenzufriedenheit

als oberstes Gebot

Die Zufriedenheit jedes Einzelnen ist das klar

definierte Ziel der Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim. „Deshalb

ist uns wichtig, dass wir möglichst viele

Rückmeldungen erhalten“, so Johannes Schoierer.

Er ermutigt alle Patienten und auch deren

Angehörige, den Patienten-Fragebogen zu

nutzen. Dieser wird während des Aufenthaltes

in der Klinik ausgegeben und enthält reichlich

Platz für eigene Anmerkungen. Der ausgefüllte

Bogen kann entweder in die Briefkästen im

Eingangsbereich der Klinik, im Wartebereich

jeder Station eingeworfen oder beim Klinikpersonal

abgegeben werden. Wer den Fragebogen

zu Hause ausfüllen möchte, kann sich

am Empfang einen portofreien Briefumschlag

geben lassen. Das Qualitätsmanagement der

Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim umfasst außerdem regelmäßige

Befragungen nach dem Krankenhausaufenthalt.

„Selbstverständlich stehen wir bei

Bedarf auch für ein persönliches Gespräch zur

Verfügung“, so der Qualitätsmanager.

Meinungen und Rückmeldungen helfen

Die Fragebögen und die mündlichen Rückmeldungen

der Patienten seien bei der stetigen

Verbesserung der internen Abläufe eine

große Hilfe, so Schoierer. Alle Rückmeldungen

werden regelmäßig ausgewertet, dokumentiert

und mit den einzelnen Abteilungen besprochen.

„Wir schauen genau hin, wo unsere

Stärken liegen und in welchen Bereichen

Verbesserungspotentiale bestehen. In einem

interdisziplinären Team entscheiden wir dann

über die notwendigen Maßnahmen“, erklärt

der Qualitätsmanager und fügt hinzu: „Keiner

ist gerne im Krankenhaus. Gerade deshalb ist

es unser Ziel, den Aufenthalt so angenehm

wie möglich zu gestalten.“

Kontakt:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Qualitätsmanagement

Johannes Schoierer

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-3302

E-Mail: johannes.schoierer@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

11


Hämorrhoiden

Dickdarm

„Mit einem minimalinvasiven

Eingriff lassen

sich Hämorrhoidalleiden

schonend behandeln.“

Dr. Daniel Ditterich

Rektum

links :

Hämorrhoiden

im Normalzustand

1. Grad

2. Grad 3. Grad 4. Grad

Hämorrhoiden – selten ein Thema,

häufig ein Problem

Eigentlich sind sie kein Thema. Dabei betreffen sie rund jeden

zweiten Deutschen über 30 Jahren: Erkrankungen des Enddarms.

Eine der weltweit häufigsten Erkrankungen ist das Hämorrhoidenleiden.

Hellrotes Blut beim Stuhlgang, Jucken, Brennen und Nässen können

erste Anzeichen sein. Dr. Daniel Ditterich, Chefarzt der Klinik für

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch, mahnt zur Achtsamkeit: „Blut beim Stuhlgang liegen

nicht immer harmlose Ursachen wie Hämorrhoiden zugrunde“.

Deshalb sollten Beschwerden immer medizinisch abgeklärt werden.

„Hämorrhoidalleiden können zwar sehr unangenehm

sein, sind allerdings nicht bösartig

und lassen sich gut behandeln“, so Dr. Ditterich.

„Streng genommen handelt es sich um

keine Krankheit. ´Hämorrhoiden´ ist eigentlich

die Bezeichnung für die Schwellkörper am

Ende des Darms“, erklärt der Mediziner. Dabei

bilden die Hämorrhoiden ein Gefäßpolster

und dichten den Enddarm als Schutz vor

Fremdkörpern und Krankheitserregern ab. Im

Volksmund jedoch, wenn von „Hämorrhoiden“

die Rede ist, ist meist das Hämorrhoidalleiden

gemeint. Dieses entsteht, wenn das Blut aus

den Gefäßpolstern am Enddarm nicht mehr

ungehindert abfließen kann. Dann kommt es

zu den meist spürbaren, knotigen Verwulstungen

am After. Weshalb es dazu kommt, ist bis

heute unklar.

Genaue Ursachen bis heute unbekannt

Experten vermuten, dass es durch zu starkes

Pressen beim Stuhlgang zum Blutstau in den

Schwellkörpern kommt. Geschieht dies über

längere Zeit immer wieder, kann es zur Ausbildung

eines Hämorrhoidalleidens kommen.

Auch erbliche Faktoren können eine Rolle

spielen, zum Beispiel eine genetisch bedingte

12 Gesund in Mittelfranken


Hämorrhoiden

Venenschwäche. Darüber hinaus könnte die

Ernährung eine Rolle spielen. So kommt das

Hämorrhoidalleiden in bestimmten Ländern

so gut wie gar nicht vor, während es in den

Industrieländern eine wahre Volkskrankheit

ist. Infolgedessen wird vermutet, dass eine

fleischreiche, ballaststoffarme Ernährung die

Entstehung eines Hämorrhoidalleidens begünstigen

könnte.

Blutungen immer abklären lassen

Die ersten Anzeichen für ein Hämorrhoidenleiden

können hellrote Blutungen beim

Stuhlgang und Beschwerden wie Jucken und

Schmerzen sein. „Blutungen während der

Stuhlentleerung können auch ein Hinweis auf

eine ernste Erkrankung sein“, gibt Dr. Ditterich

zu Bedenken. Deshalb rät er, zur Sicherheit

stets die Ursachen für die Blutung beim Arzt

abklären zu lassen, um mögliche ernsthafte

Ursachen auszuschließen. Können diese ausgeschlossen

und eindeutig die Diagnose Hämorrhoidalleiden

gestellt werden, kommen

erst einmal nicht-operative Therapien zum

Einsatz, zum Beispiel spezielle Salben oder

Zäpfchen sowie eine Ernährungsumstellung

auf ballaststoffreiche Kost. Ohne Behandlung

schreitet das Leiden stetig fort. Es verläuft in

vier Stadien: Im ersten machen sich die leicht

vergrößerten Hämorrhoiden noch kaum bemerkbar.

Allerdings kann ein Arzt sie bereits

ertasten. Erst im zweiten Stadium treten Blutungen,

Brennen und Juckreiz auf. Im dritten

und vierten Stadium sind die vergrößerten

Schwellkörper bereits zu sehen und treten aus

dem After hervor, lassen sich aber noch zurückschieben.

Es kommt zu Nässen, Blutungen

und Hautirritationen.

Minimal-invasive Operation

bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden

„In fortgeschrittenen Stadien ist eine Operation

oft unumgänglich“, sagt Dr. Ditterich. Das

ist bei jedem fünften Betroffenen der Fall.

Hierbei kommen an der Klinik Neustadt a. d.

Aisch möglichst schonende, minimal-invasive

Techniken zum Einsatz. „Mit der sogenannten

Stapler-Methode verspürt der Patient deutlich

weniger Schmerzen als nach einer herkömmlichen

OP“, weiß Dr. Ditterich. Den Eingriff führt

das Ärzteteam an der Klinik in Neustadt an der

Aisch mit einem speziellen Operations-Gerät,

einer Art „Stanz-Maschine“, durch. Dieses

entfernt überschüssige Hämorrhoid-Anteile,

drückt die Hämorrhoiden wieder an ihren ursprünglichen

Platz im Körper zurück und entfernt

gleichzeitig überschüssige Schleimhaut.

Die Operationswunde wird anschließend

nicht genäht, sondern geklammert. Der Eingriff

dauert etwa 20 Minuten. Patienten bleiben

nach dem Eingriff ungefähr zwei bis drei

Tage im Krankenhaus – die Operation kann in

manchen Fällen aber auch ambulant erfolgen.

„Wir raten erst dann zur OP, wenn konservative

Methoden keinen Erfolg gebracht haben“,

betont Dr. Ditterich. Die Prognosen für Betroffene

seien heutzutage sehr gut, so der Facharzt.

Jedoch sei es gut möglich, dass das Hämorrhoidalleiden

einige Jahre später wieder

auftritt. Deshalb rät der Mediziner Betroffenen,

auf eine gesunde Ernährung zu achten, sich

ausreichend zu bewegen, den Stuhl nicht zurückzuhalten

und beim Stuhlgang auf keinen

Fall stark zu pressen.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Daniel Ditterich

Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

Klinik Bad Windsheim

Belegabteilung für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 651365

E-Mail: siegfried.walgenbach@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

13


Wundmanagement

Wundmanager Dietmar Kliemann

bereitet einen hydroaktiven Verband vor.

Gezielte Wundtherapie

fördert die Heilungschancen

„Chronische Wunden sind eine

große Belastung für den Patienten.

Juckende, schmerzende oder unangenehm

riechende Wunden schränken

die Lebensqualität enorm ein“,

sagt Dietmar Kliemann, zertifizierter

Wundmanager® an der Klinik Bad

Windsheim. Gemeinsam mit seiner

Kollegin Ute Gaube klärt er auf, wie

die Heilungschancen mit einer sorgfältigen

Wundtherapie erhöht werden

können.

14 Gesund in Mittelfranken

In Deutschland gibt es laut einer Studie der

PMV Forschungsgruppe Köln rund 2,7 Millionen

Wundpatienten, von denen etwa

890.000 an chronischen Wunden leiden. Häufig

handelt es sich dabei um ein so genanntes

„offenes Bein“, einen diabetischen Fuß

oder einen Dekubitus, ein Druckgeschwür

vom zu langen Liegen. „Ist eine Wunde nach

vier Wochen noch nicht geheilt, sprechen

wir von einer chronischen Wunde“, erklärt

Dietmar Kliemann. Ute Gaube, zertifizierte

Wundermanagerin® an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch, ergänzt: „Jede Wunde hat eine Ursache.

Eine Chance auf Heilung gibt es nur,

wenn die richtige Ursache gefunden und gezielt

behandelt wird.“

Ursachen und Risikofaktoren

Menschen mit chronischen Wunden haben

oft eine Grunderkrankung, die dazu führt,

dass Wunden entstehen und dann nicht

heilen wollen. Faktoren, die eine wichtige

Rolle spielen, sind Durchblutungsstörungen,

Venenschwäche, Diabetes oder ein geschwächtes

Immunsystem. Bei Menschen,

die lange im Bett liegen müssen oder im Rollstuhl

sitzen, kann durch den ständigen Druck

des eigenen Körpergewichts auf bestimmte

Hautbereiche ein Druckgeschwür (Dekubitus)

entstehen.

Feuchte Wunden heilen am besten

Die Wundheilung geschieht immer in drei

Schritten, unabhängig von der Ursache: Nach

der Reinigungs- und Entzündungsphase

kommt es in der Granulationsphase zur Neubildung

von Gewebe; schließlich wird in der

Regenerationsphase das neue Gewebe verstärkt

und die Wunde ganz geschlossen. „Bei

chronischen Wunden kann der Heilungsprozess

mehrere Wochen oder gar Monate dauern.

Deshalb ist ein modernes Wundmanagement

so wichtig, denn es bedeutet nichts

anderes, als dass wir regelmäßig die Wunde

beobachten und mit geeigneten Mitteln den

Heilungsprozess unterstützen“, betont Dietmar

Kliemann. Nach der Reinigung folgen

die Beurteilung der Wunde und die Wahl des

Verbandmaterials. „Für die meisten Wunden

gilt: sie heilen am besten, wenn sie feucht ge-


halten werden. Die Aktivität von Zellen und

Wachstumsfaktoren ist im feuchten Milieu am

höchsten. So können sie am besten ihre Aufgaben

im Körper erfüllen“, weiß Dietmar Kliemann.

Außerdem bleiben dem Patienten eine

Menge Schmerzen erspart, da der Verband

nicht mit der Wunde verklebt und so leicht

entfernt werden kann. Modernes Verbandsmaterial

schützt die Wunde nicht nur – sie

unterstützt zudem die Wundreinigung und

bindet überschüssiges Wundexsudat und bei

der Regeneration anfallende Abfallprodukte.

Ein Verband, der die Heilung fördert

Für die Therapie chronischer Wunden gibt

es heute eine fast unüberschaubare Vielfalt

verschiedener, sogenannter hydroaktiver

Verbandsmaterialien. Hydroaktiv bedeutet,

dass das feuchte Verbandsmaterial aktiv in

die Wundheilung eingreift. Es feuchtet die

Wunde an, nimmt selbst Wundflüssigkeit auf

und unterstützt den Abbau abgestorbener

Zellen. Darüber hinaus enthalten diese Verbände

heilungsfördernde Substanzen: die

so genannten Alginate. Diese kommen aus

der Natur und stammen von der Braunalge.

Sie binden überschüssige Absonderungen,

Trümmer von abgestorbenen Zellen sowie

Keime. Daraus bildet sich dann ein Gel, das

die Wunde weiterhin feucht und warm hält

und den Heilungsprozess so weiter fördert.

Auf der Wunde verbleibt beim Verbandswechsel

eine Gelschicht, die mit einer speziellen

Lösung abgespült werden kann. Eine

Alternative zum hydroaktiven Verband sind

Vacuum Verbände und silberhaltige Verbände.

Die Kliniken des Landkreises Neustadt a.

d. Aisch - Bad Windsheim setzen laut Dietmar

Kliemann auch sterile Maden auf Wunden

oder behandeln diese mit einer Low

Level Lasertherapie. Beide Wundmanager

betonen: Wundbehandlung ist Teamarbeit.

Ins Team gehört immer der (Wund-) Arzt,

bei Bedarf die Diabetes Fachschwester,

die Krankengymnasten, die Orthopädie-

techniker, Ernährungsberater und natürlich

die Gesundheits- und Krankenpfleger.

Engmaschige Kontrolle,

präzise Dokumentation

„Der Wundheilungsprozess ist ein komplexer

Vorgang, der regelmäßige Kontrolle

erfordert“, sagt Ute Gaube. Ein großer Fortschritt

sei deshalb das Wundmanagement

in den Kreiskliniken Neustadt a. d. Aisch

- Bad Windsheim, das selbst auf kleinste

Details und Veränderungen achtet, gleich

entsprechende Maßnahmen ergreift und

darüber hinaus alle Schritte präzise dokumentiert.

„Neben der Wundbehandlung

ist die Dokumentation ein wichtiger Baustein.

Das vereinfacht nach Entlassung aus

dem Krankenhaus die Überleitung an den

Hausarzt und/oder an einen Pflegedienst“,

so Dietmar Kliemann.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Wundmanagement

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-738

E-Mail: dietmar.kliemann@kliniken-nea.de

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Wundmanagement

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-3567

E-Mail: ute.gaube@kliniken-nea.de

Wundmanagement

Fragen an Brigitte

Nink-Grebe von

der Deutschen

Gesellschaft für

Wundheilung und

Wundbehandlung

e.V. in Gießen.

Frau Nink-Grebe,

welche Herausforderungen sehen Sie bei

der Wundbehandlung in Krankenhäusern?

Brigitte Nink-Grebe: In Krankenhäusern haben

es Ärzte und Pflegepersonal vor allem

mit akuten Wunden zu tun. Hier geht es in

allererster Linie darum, eine Wundheilungsstörung

zu vermeiden. Patienten werden

deshalb auf Krankenhauskeime wie MRSA

oder MRE untersucht. Außerdem müssen

individuelle Risikofaktoren, die eine Wundheilungsstörung

begünstigen können, wie

z.B. Diabetes oder rheumatoide Arthritis bei

der weiteren Behandlung berücksichtigt

werden.

Was sind aus Sicht der Fachgesellschaft

die wichtigsten Maßnahmen in der

Wundbehandlung?

Brigitte Nink-Grebe: Die wichtigste Maßnahme

ist die Einhaltung hygienischer Standards

– angefangen bei der Patientenaufnahme, im

Operationssaal und bei der anschließenden

stationären Behandlung. Wundheilungsstörungen

können größtenteils dadurch vermieden

werden.

Was sind die wichtigsten Aspekte bei

der Vermeidung chronischer Wunden?

Brigitte Nink-Grebe: Eine Wunde ist ein

Symptom und keine Erkrankung. Bei der Vermeidung

chronischer Wunden steht deshalb

die Diagnostik und Therapie der Grunderkrankung

an erster Stelle. Vereinfacht gesagt:

Eine genaue Diagnose und umfassende Therapie

der Grunderkrankung senkt die Wahrscheinlichkeit

einer chronischen Wunde. Ein

kompetentes Wundmanagement lässt die

Grunderkrankung nie außer Acht, sorgt für

eine zielgerichtete Wundbehandlung und

berücksichtigt heilungsfördernde Faktoren

wie die sogenannte Wundruhe und ausreichend

Bewegung des Patienten.

Das sagt die Fachgesellschaft

Dietmar Kliemann

versorgt einen Patienten.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Wundheilung

und Wundbehandlung e.V.

Geschäftsstelle

Glaubrechtstraße 7

35392 Gießen

Tel. 0641 6868518

E-Mail: dgfw@dgfw.de

Internet: www.dgfw.de

Gesund in Mittelfranken

15


Ärzte berichten

Gute Heilungschancen bei

Gebärmuttersenkung

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl, Chefärztin der Abteilung

für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Klinik Neustadt a. d. Aisch

und Oberarzt Dr. Norbert Maczó berichten von einer Patientin mit

einer stark ausgeprägten Gebärmuttersenkung, der sie mit einer neuen

Operationsmethode wieder Lebensqualität zurückgeben konnten.

Unsere 50-jährige Patientin kam zu uns mit

starken Schmerzen im Unterleib und im Rücken.

Zudem hatte sie Inkontinenzprobleme,

unter denen sie sehr litt. Der Grund für die

Schmerzen war eine stark ausgeprägte Gebärmuttersenkung.

Nach dem Befund wurde gemeinsam mit der

Patientin entschieden, dass, auch aufgrund

von Blutungen, die Gebärmutter komplett

entfernt wird. Auch die Eileiter sowie die

Eierstöcke wurden entnommen. Hier sind

16 Gesund in Mittelfranken


Ärzte berichten

Wirbelsäule

Gebärmutter

Gebärmuttersenkung

Schambein

Blase

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

im Beratungsgespräch.

Normalsituation

Scheide

Rektum

Gebärmuttersenkung

Normalerweise wird die Gebärmutter durch

Bänder, Bindegewebe und die Beckenbodenmuskulatur

in ihrer Position gehalten.

Diese Haltestrukturen können jedoch, bei-

Senkungssituation

Scheidensenkung

spielsweise durch eine Geburt, schwächer

werden und die Gebärmutter nicht mehr

ausreichend stabilisieren. Im gesamten Beckenboden

kommt es dann zu einer allgemeinen

Senkung – Gebärmutter, Harnblase

oder Rektum rutschen gegebenenfalls nach

unten. Bei einer Gebärmuttersenkung liegt

die Gebärmutter tiefer im Becken als gewöhnlich.

Im Extremfall tritt sie sogar teilweise

oder ganz durch die Scheide nach außen.

In leichten Fällen kann eine Gebärmuttersenkung

symptomlos sein. Betroffene Frauen

leiden jedoch häufig unter Beschwerden wie

Unterleibs- oder Rückenschmerzen. Eine Begleiterscheinung

der Gebärmuttersenkung

ist die Senkung der Scheide: Hier treten Teile

der Vagina nach außen heraus. Typisch für

eine Scheidensenkung ist ein Fremdkörpergefühl

in der Scheide, zusammen mit Problemen

beim Harnverhalt.

wir grundsätzlich sehr zurückhaltend; nur in

wirklich medizinisch notwendigen Fällen wie

diesem ziehen wir eine solche Maßnahme

in Betracht. Bei der Patientin haben wir aufgrund

einer früheren Brustkrebserkrankung

so entschieden, um möglichen Krebszellen

keine Chance zu geben, sich weiter auszubreiten.

Bei unserer Patientin hatte sich nicht nur die

Gebärmutter, sondern auch das Scheidenende

gesenkt. Für eine konservative Therapie

wie etwa Beckenbodengymnastik war die

Senkung schon zu weit fortgeschritten; wir

in der Klinik Neustadt a. d. Aisch konnten ihr

dennoch helfen, denn wir sind darauf spezialisiert,

die Senkung des Scheidenendes minimal-invasiv,

d. h. mit kleinen Einschnitten in

der Bauchdecke, zu behandeln.

Dieser Eingriff, die sogenannte laparoskopische

Sacrokolpopexie, wird bei uns routinemäßig

durchgeführt. Bei dieser Operation

wurde das Scheidenende mit einem breiten

Kunststoffnetz am Kreuzbein fixiert. Die

Scheide konnte dadurch in ihrer normalen

Lage so stabilisiert werden, dass sie sich auch

bei Belastung nicht mehr wesentlich absenkt.

Gleichzeitig wurde die ausgedehnte Scheidenwandsenkung

und die Inkontinenz mit

einer Operation durch die Scheide behoben.

Unserer Patientin ging es nach der OP den

Umständen entsprechend recht gut, der

Heilungsverlauf war komplikationslos. Bei

minimal-invasiven Operationen wird manchmal

von einer sanften Operationsmethode

gesprochen – hier weisen wir darauf hin, dass

dieser Eingriff durchaus schonender als eine

OP mit Öffnung des Bauchraumes ist, aber

dennoch ein operativer Eingriff in den Körper

bleibt. Unser Rat an die Patientin lautete

deshalb: in den kommenden sechs bis acht

Wochen möglichst körperlich schonen und

vor allem nicht schwer heben. Darüber hinaus

haben wir ihr langfristig zu einer Gewichtsreduzierung

geraten und als weitere Maßnahme

die Beckenbodengymnastik nahegelegt.

Obwohl die Erfolgsaussichten der laparoskopischen

Sacrokolpopexie sehr gut sind, wird

in jedem einzelnen Fall geprüft und mit der

jeweiligen Patientin besprochen, ob diese

Methode medizinisch angebracht ist und

zum gewünschten Behandlungserfolg führt.

Abhängig vom Befund werden auch Operationen

mit und ohne Netzunterstützung durch

die Scheide durchgeführt. Im beschriebenen

Fall hat die Patientin wieder Lebensqualität

zurückgewonnen und konnte nach vier

Tagen aus der Klinik entlassen werden. Ihr

strahlendes Lächeln werden wir so schnell

nicht vergessen.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

Chefärztin Abteilung für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2201

E-Mail:

liane.humann-scheuenstuhl@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

17


Intensivüberwachungspflege

Intensivüberwachungspflege –

Brücke zwischen Intensiv-

und Normalstation

© Tobif82 – Fotolia.com

Michael Klein* geht es besser. Ein Herzinfarkt hatte den selbstständigen

Elektriker außer Gefecht gesetzt. Der Infarkt konnte im Herzkatheterlabor

der Klinik Neustadt a. d. Aisch erfolgreich behandelt werden.

Aufgrund seines Gesundheitszustandes wird Michael Klein jedoch

weiterhin intensiv pflegerisch betreut und überwacht – um ihn

kümmern sich deshalb ab sofort die Ärzte und das Pflegepersonal

der Intensivüberwachungspflege.

* Name von der Redaktion geändert

Die Intensivüberwachungspflege (IMC-Station)

ist die Brücke zwischen der Intensiv- und

der Normalstation. Ein Herzinfarkt oder ein

Schlaganfall – beides versetzt den Körper

in einen Ausnahmezustand, der auch nach

einer erfolgreichen Behandlung eine Weile

anhält. „Herr Klein ist noch nicht stabil genug,

um auf eine Normalstation verlegt zu werden.

Aufgrund der Schwere seines Herzinfarktes

behalten wir ihn zur weiteren Überwachung

hier“, erklärt Dr. Gerald Wasmeier, Chefarzt der

Medizinischen Klinik I an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch.

Dr. Gerald Wasmeier kontrolliert

die Vitalfunktionen eines Patienten.

18 Gesund in Mittelfranken


Intensivüberwachungspflege

Engmaschige Kontrolle

Überwachungspflichtige und pflegebedürftige

Patienten, die keiner speziellen intensivmedizinischen

Versorgung bedürfen, aber

für eine Verlegung auf die Normalstation

noch nicht stabil genug sind, werden auf der

IMC-Station betreut. IMC ist die Abkürzung

für „Intermediate Care“, zu Deutsch „Zwischenpflege“.

„Patienten nach einer Herzkatheterbehandlung

wie Herr Klein oder auch

Schlaganfallpatienten sind in der Zwischenpflege

gut aufgehoben“, so Dr. Wasmeier.

Denn moderne Computersysteme kontrollieren

rund um die Uhr lebenswichtige Körperfunktionen

wie Atmung, Herzfrequenz,

Blutdruck und Sauerstoffsättigung. Minimale

Veränderungen werden sofort erkannt. „Anders

als auf einer Intensivstation sind unsere

Patienten in der Regel bei vollem Bewusstsein

und müssen nicht beatmet werden“,

weiß Pflegefachkraft Simone Vogel. Sie ist

Teil des engagierten IMC-Pflegeteams. Das

Team besteht aus Mitarbeitern, die ihre langjährigen

Erfahrungen aus verschiedensten

Abteilungen mit einbringen und sich in der

Intensivpflege weitergebildet haben.

IMC als Vorsichtsmaßnahme

In den Kliniken des Landkreises Neustadt a. d.

Aisch - Bad Windsheim arbeiten die Intensivstation,

die Intensivüberwachungspflege und

die Normalstation Hand in Hand. In vielen Fällen

ist die IMC-Station eine Überleitung von

der Intensiv- auf die Normalstation. Michael

Klein konnte bereits nach einer Nacht in der

Intensivüberwachungspflege auf die Normalstation

verlegt werden. „Bei Herrn Klein

bestand kein weiterer Grund zur genauen

Beobachtung. Sein Gesundheitszustand hat

sich soweit stabilisiert, dass er auf die Normalstation

verlegt werden konnte“, sagt Dr. Wasmeier.

Der Behandlungsweg kann allerdings

auch umgekehrt gehen: Wenn sich bei einem

Patienten von einer Normalstation eine Verschlechterung

des Zustandes andeutet und

eine verstärkte Überwachung geboten ist,

wird dieser in die Intensivüberwachungspflege

verlegt. „Die Normalstation ist nicht für

die intensive Überwachung von Patienten

ausgerüstet. Die Verlegung in die IMC-Station

ist dann eine reine Vorsichtsmaßnahme; hier

haben wir den Patienten und seine Vitalfunktionen

unter ständiger Kontrolle und können

schnell eingreifen, falls notwendig“, erklärt

Dr. Wasmeier.

Kompetentes Fachpersonal:

Dr. Gerald Wasmeier (ganz links)

kann sich auf sein Team verlassen.

Intensivmedizin und Überwachung

Je nach Gesundheitszustand werden Patienten auf der Intensivstation, der Überwachungsstation

oder auf der Normalstation betreut. Das folgende Schema verdeutlicht,

wie Patienten stufenweise intensiver oder weniger überwacht und gepflegt werden.



Intensivstation


Überwachungsstation

(IMC, Intermediate Care)



Erfolgsmodell

Intensivüberwachungspflege

Die Intensivüberwachungspflege in Kliniken

und Krankenhäusern hat sich in den vergangenen

Jahren bewährt – sie entlastet die

Pflege auf der Intensiv- und anderen Stationen,

versorgt Patienten unmittelbar nach

Operationen und dient durch die intensive

Betreuung der Patientensicherheit. „Die Verlegung

eines Patienten auf die IMC-Station ist

eine Maßnahme, mit der wir sehr gute Erfahrungen

gemacht haben“, zieht Dr. Wasmeier

positiv Bilanz. Die IMC-Station an der Klinik

Neustadt a. d. Aisch kann bis zu 10 Patienten

aufnehmen. In der Klinik Bad Windsheim werden

in der Intensivüberwachungspflege bis

zu sechs Patienten überwacht. Das besondere

an der IMC-Station hier ist die vorhandene

Beatmungsmöglichkeit. Bei Patienten, die

längere Zeit intensivmedizinisch betreut werden

müssen, ist die Verlegung von der Intensivüberwachungspflege

in Bad Windsheim

auf die Intensivstation der Klinik Neustadt

a. d. Aisch jederzeit möglich.









Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Medizinische Klinik I und II

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2401

E-Mail: dieter.rost@kliniken-nea.de

E-Mail: gerald.wasmeier@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

19


Sozialdienst

Mit dem Sozialdienst

zurück ins Leben

Ein Klinikaufenthalt ist für die meisten

Menschen eine Ausnahmesituation.

So wie für Renate Kohl*. Ein

Schlaganfall hat die 75-jährige ganz

plötzlich aus ihrem Alltag gerissen.

Zum ihrem großen Glück konnte sie

dank der schnellen Reaktion ihrer

Nachbarin in der Klinik Neustadt

a. d. Aisch behandelt werden. Doch

wie geht es nach dem Krankenhaus

weiter? Diese Frage beantwortet der

Sozialdienst.

Durch die Erkrankung ist der bisher gewohnte

Lebensablauf von Renate Kohl unterbrochen

worden. „Ich bin froh, dass ich den

Schlaganfall so gut überstanden habe. Aber

mich beschäftigt natürlich schon die Frage,

wie das jetzt mit mir weiter geht“, sagt die

leidenschaftliche Hobbygärtnerin aus Neustadt.

„Neben der Sorge um die Gesundheit

belasten sehr häufig auch seelische, soziale

und materielle Probleme. Wir sind für die

Patienten da und versuchen, die bestmögliche

Lösung zu finden“, beruhigt Johanna

Repscher vom Sozialdienst an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch und ergänzt: „Für uns ist es

wichtig, dass wir zunächst einmal Frau Kohl

selbst, ihre aktuelle Lebenssituation und ihr

soziales Umfeld kennenlernen.“ So können

sich die Sozialarbeiter ein Bild machen und

die gewonnenen Eindrücke in die Beratung

mit einbeziehen. Darüber hinaus holen die

Mitarbeiter des Sozialdienstes bei den behandelnden

Ärzten, den Pflegekräften und

bei Bedarf auch bei den Physiotherapeuten

weitere Informationen über Frau Kohl ein.

Hilfe in allen Lebenslagen

An den Sozialdienst im Krankenhaus können

sich Patienten und deren Angehörige

jederzeit wenden. Die Mitarbeiter des Sozialdienstes

gehen aber auch auf die Patienten

zu. „Frau Repscher hat sich mit mir in Verbindung

gesetzt und wir hatten ein sehr gutes

Gespräch“, erinnert sich Renate Kohl, die als

Folge des Schlaganfalles ihr linkes Bein nicht

mehr richtig bewegen kann. Für die Nachsorgetherapie

ist ein Aufenthalt in der Reha-

Klinik, in der sie wieder fit für den Alltag gemacht

werden soll, geplant. „Der Sozialdienst

hilft, indem wir uns um die Vermittlung und

Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen

20 Gesund in Mittelfranken

kümmern. Konkret heißt das, wir werden

vom behandelnden Arzt über die weiteren

therapeutischen Maßnahmen informiert,

klären ab, in welcher Reha-Klinik Frau Kohl

gut aufgehoben ist und organisieren alles

weitere“, erläutert Sozialarbeiterin Michaela

Förster-Ropinski den nächsten Schritt und

ergänzt: „Selbstverständlich übernehmen wir

auch die Klärung mit den Kostenträgern.“ Jeder

Hilfeprozess durch den Sozialdienst setzt

das Einverständnis des Patienten und die

Berücksichtigung seiner Wünsche und bestehenden

Möglichkeiten voraus.

Ansprüche geltend machen

„Was steht mir eigentlich zu? Diese Frage hören

wir sehr oft“, so Sibylle Böse, die im Sozialdienst

an der Klinik Bad Windsheim tätig ist.

Die finanzielle Sorge, die hinter dieser Frage

steckt, kann sie gut nachvollziehen. Denn

eine Erkrankung ist nicht nur körperlich. Sie

verursacht vielfältige Probleme. Welche finanziellen

Unterstützungsmöglichkeiten es

im Einzelfall gibt, ab wann und wie eine Pflegestufe

beantragt wird – der Sozialdienst des

Krankenhauses hilft bei der Durchsetzung

finanzieller Ansprüche. Die Mitarbeiterinnen

des Sozialdienstes machen Frau Kohl im Beratungsgespräch

auf zwei weitere wichtige

Themen aufmerksam: die Vorsorge-Vollmacht

und die Patientenverfügung. „Auch

hier können wir in einem offenen Gespräch

mit dem Patienten und dessen Angehörigen

beratend zur Seite stehen und Hilfe leisten“,

sagt Sozialarbeiterin Barbara Meyer von der

Klinik Bad Windsheim.

Das Leben neu gestalten

Nicht immer kann ein Mensch in sein gewohntes

Umfeld zurückkehren. „Es sind häufig

ältere Menschen, bei denen wir feststellen,

dass es so, wie es einmal war, nicht weitergehen

kann“, erklärt Sibylle Böse. Der Sozialdienst

ist auch hier zur Stelle und berät den Patienten

sowie dessen Angehörige, ob beispielsweise

eine Kurzzeitpflege, ein Pflegedienst zuhause

oder gar die vollstationäre Pflege notwendig

und zum Wohle des Patienten sinnvoll ist.

Nicole Balbach-Weiss vom Sozialdienst Bad

Windsheim betont, „dass Patienten in dieser

ungewohnten Situation nicht alleine sind und

sich auf die Unterstützung des Sozialdienstes

verlassen können.“ Alles geschieht in enger

Ab- und Rücksprache mit dem Patienten und

seinen Angehörigen.

Sibylle Böse im Beratungsgespräch.

Der Seele helfen

„Wir lernen täglich neue Menschen kennen,

die eines verbindet: sie sind in irgendeiner

Form erkrankt, oft verängstigt und wissen

nicht, wie das Leben nach dem Krankenhausaufenthalt

aussieht“, beschreiben die

Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes ihren

Beruf, den sie sehr gerne machen. Sich in

den Patienten hineinversetzen, zuhören, in

kurzer Zeit komplexe Lebenssituationen erfassen

und möglichst schnell helfen – diese

Aufgabe sei sehr erfüllend. Sibylle Böse aus

Bad Windsheim kann das nur bestätigen: „Wir

helfen Menschen bei der Bewältigung ihrer

Krankheit und spüren immer wieder, wie

gut das der Seele unserer Patienten tut.“ Alle

Sozialarbeiterinnen unterstreichen dabei,

wie wichtig das Zusammenspiel der medizinischen

und der pflegerischen Versorgung

mit dem Sozialdienst ist. Von diesem eingespielten

Team hat auch Rentnerin Renate

Kohl profitiert, die sich in der Klinik Neustadt

a. d. Aisch bestens aufgehoben fühlte. „Ich

habe gemerkt, ich bin nicht alleine. Es ist jemand

da, der mir hilft.“

Kontakt:

Sozialdienst der Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Johanna Repscher, Michaela Förster-Ropinski

Tel. 09161 70-2708

Klinik Bad Windsheim

Sibylle Böse, Barbara Meyer

Tel. 09841 99-970

Klinik Bad Windsheim

Geriatrische Rehabilitation

Nicole Balbach-Weiss

Tel. 09841 99-860

* Name von der Redaktion geändert


Dialyse

Leben mit der Dialyse – Birgit Kramer

lässt sich nicht unterkriegen

Montagmorgen, 6.15 Uhr. „Grüß

Gott“ begrüßt Birgit Kramer* herzlich

den Taxifahrer, der sie dreimal

pro Woche zur Dialyse fährt. Vor vier

Jahren wurde bei ihr eine Nierenerkrankung

festgestellt – seitdem

muss die 68-jährige zur Blutreinigung

in das Dialyse-Centrum Bad

Windsheim.

Kopfhörer auf, Musik an, die Augen zu und

entspannen. „So vergeht die Zeit wie im

Flug“, sagt die ehemalige Bankkauffrau. Seit

rund vier Jahren kommt sie ins Dialyse-Centrum

Bad Windsheim. Ihre Nieren arbeiten

nicht mehr richtig. Dialysezeit ist Lebenszeit

– dreimal wöchentlich steht deshalb die

Blutwäsche auf dem Programm. Langweilig

wird es ihr dabei nicht. Sie frühstückt, hört

Musik, liest Krimis und plaudert mit ihren Mitpatienten.

Schon als Kind erlitt Birgit Kramer

erste Schäden an den Nieren: „Ein schwerer

Infekt mit Nierenbeckenentzündung“, erklärt

sie. Eine fachgerechte Behandlung blieb

aus: „Das wurde früher noch nicht so ernst

genommen.“ Bei der Entfernung eines gutartigen

Darmpolypen in der Klinik Neustadt

a. d. Aisch vor vier Jahren wurde festgestellt,

dass ihre Nierenwerte aus dem Ruder geraten

sind. Die Folge: Birgit Kramer musste ab

sofort zur Dialyse.

Kooperation mit den Kliniken

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

Die Kooperation der Dialyse-Centren Bad

Windsheim-Neustadt a. d. Aisch mit den Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch –

* Name von der Redaktion geändert

Bad Windsheim bietet enorme Vorteile für

Patienten. Notfallpatienten werden auf der

Intensivstation bei akuten Nierenproblemen

umgehend nephrologisch mitbetreut

und ebenfalls, wenn notwendig, mit Nierenersatzverfahren

wie der Dialyse versorgt.

Auch Birgit Kramer profitiert von der engen

Kooperation. „Kurze Wege, die schnelle Problemerfassung

und die enge Zusammenarbeit

zwischen den behandelnden Ärzten

– das ist patientenorientierte Medizin“, sagt

der Nephrologe Dr. Rüdiger Götz. Da Birgit

Kramer in Bad Windsheim wohnt, wird sie

im dortigen Dialyse-Centrum seitdem weiter

behandelt. Den für die Dialyse notwendigen

Zugang, den sogenannten „Shunt“, bekam

die 68-jährige in der Belegabteilung für Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie von Prof.

Dr. Walgenbach und Dr. Demann in der Klinik

Bad Windsheim angelegt – dazu war ein kleiner

operativer Eingriff notwendig, bei dem

der Chirurg eine Querverbindung zwischen

einer Schlagader und einer Vene herstellt. In

der Regel dauert es sechs bis acht Wochen,

bis der Shunt zum ersten Mal für die Dialyse

genutzt werden kann. Der Zugang wurde bei

Birgit Kramer deshalb schon frühzeitig unter

örtlicher Betäubung am Unterarm angelegt,

damit er zur Verfügung steht, wenn mit der

Blutwäsche begonnen werden muss. „Anfangs

war das schon komisch, aber ich habe

mich schnell an den Shunt gewöhnt“, so die

68-jährige.

Urlaubspläne trotz Dialyse

„Dreimal pro Woche mindestens vier Stunden

zur Dialyse – das verändert natürlich

schon das gewohnte Leben“, berichtet Dr.

Thomas Schmiedeke vom Dialyse-Centrum

Bad Windsheim. Patienten

akzeptieren recht

schnell die neue Situation

und kämen trotz der

Einschränkung sehr gut

damit zurecht. „Wir, und

ich spreche jetzt einfach

mal für alle Patienten

hier, haben verstanden,

dass die Dialyse zum

Dr. Rüdiger Götz

schätzt das gute

Verhältnis zu

seinen Patienten.

Leben einfach dazugehört“,

so Birgit Kramer.

Die Behandlung tue ihr

sehr gut, bestätigt sie.

Außerdem sei jeder im

Dialyse-Centrum, egal

ob Ärzte, Arzthelferinnen oder Mitpatienten,

wirklich nett. „Ich treffe hier jede Woche angenehme

Menschen und fühle mich sehr wohl“,

sagt Birgit Kramer, die sich auf den baldigen

Urlaub mit ihrem Mann auf Mallorca freut.

„Urlaubsreisen in ferne Länder sind heutzutage

kein Problem mehr“, sagt Dr. Götz. „In

vielen Ländern gibt es Zentren, in denen dialysepflichtige

Patienten behandelt werden.“

Gar nicht erst dazu kommen lassen

„Diabetes, Bluthochdruck, chronische Harnwegsinfektionen,

angeborene Nierenerkrankungen,

aber auch die Einnahme von

Schmerzmitteln über einen längeren Zeitraum

– all´ dies kann zu chronischem Nierenversagen

führen“, gibt Dr. Götz zu Bedenken.

Der erfahrene Nierenspezialist und Facharzt

für Bluthochdruckerkrankungen plädiert vor

allem dafür, den Blutdruck regelmäßig kontrollieren

zu lassen, sich ausgewogenen zu

ernähren und auf Körpersignale vermehrt zu

achten. „Unsere Ziele und Aufgaben sind die

Verhinderung bzw. Verlangsamung einer jeden

Nierenerkrankung und damit Verhinderung

einer möglichen Nierenersatztherapie.

Eine Dialyse wie die Hämo- oder die Peritonealdialyse

(Bauchfelldialyse) oder gar der Ersatz

durch Transplantation ist immer der letzte

Ausweg“, beschreibt Dr. Götz die Arbeit des

Dialyse-Centrums.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Dialyse-Centrum Bad Windsheim

Dr. Rüdiger Götz, Dr. Thomas Schmiedeke

Klosterplatz 1-2

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 6 66 70

Dialyse-Centrum Neustadt a. d. Aisch

Dr. Rüdiger Götz, Dr. Thomas Schmiedeke

Paracelsusstr. 34

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 662280

Gesund in Mittelfranken

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Dr. Bernhard Malcher und Ruth Gröger,

Chefärzte der Anästhesie

Patient-Blood-Management

Optimale Vorbereitung auf Operation –

Fremdblut reduzieren

„Wir wollen mit Blut sparsam umgehen“, bringt Ruth Gröger, Chefärztin

der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch, die Aufgabe des sogenannten „Patient-Blood-Managements“

auf den Punkt. Denn Fremdblutkonserven sind ein wertvolles Gut und

können lebensrettend sein – neueste Untersuchungen zeigen aber auch,

dass die Gabe von Fremdblut Risiken bergen kann.

teil: Wir erhalten Blut, das fast vollständig

von unerwünschten Fremdstoffen befreit

ist, was zu geringeren Nebenwirkungen

führt. So können wir den Einsatz von Blutkonserven

im Verlauf schwerer Operationen

reduzieren oder sogar ganz darauf verzichten

“, erklärt Ruth Gröger.

Das gesunde Blut eines anderen Menschen

kann unter Umständen den Körper schwächen.

Milliarden rote und weiße Blutkörperchen

werden vom Körper als Fremdlinge

ausgemacht. „Der Körper wird mit

fremden Zellen konfrontiert. Diese lenken

das Immunsystem des Empfängers ab und

er wird anfälliger für Infektionen“, so Ruth

Gröger. Eine Studie mit über 10.000 Patienten

bei Operationen verschiedenster Art

hat gezeigt: durch Transfusionen können

unter Umständen Lungenkomplikationen,

Nierenversagen, Wundentzündungen und

Thrombosen entstehen, bei bösartigen Erkrankungen

kann es zu einem Wiederaufflammen

der Erkrankung kommen. „Unser

22 Gesund in Mittelfranken

Ziel lautet deshalb: So wenig Fremdblut wie

möglich“, betont die Medizinerin.

Mit dem „Zellenretter“

das eigene Blut reinigen

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die

Blutwerte vor einer OP verbessert, beispielsweise

mit blutbildenden Hormonen. Zudem

wird eine schonendere Narkose angewendet

und so der Sauerstoffbedarf des Körpers

vermindert. Während der OP werden

sogenannte „Cell Saver“ eingesetzt: Blutreinigungsgeräte,

die das verlorene Blut des

Patienten während der Operation sammeln,

waschen und ihm direkt wieder zuführen.

„Dieses Verfahren hat einen wichtigen Vor-

„Cell Saver“, also „Zellenretter“ heißt das Gerät,

das an den Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim eingesetzt wird.

Das zentrifugierte und gewaschene Blut aus

dem „Zellenretter“ enthält sogar mehr rote

Blutkörperchen als eine Fremdblutkonserve

der gleichen Größe. Warum es besonders auf

die roten Blutkörperchen ankommt, ist einfach

erklärt: Die roten Blutkörperchen sind für

den Transport des Sauerstoffs aus der Lunge

in alle Körperregionen zuständig. Gibt es

von ihnen zu wenige im Körper, kann es zu

einer Sauerstoffunterversorgung wichtiger

Organe wie Gehirn und Herz kommen. Die

Mediziner sprechen dann von einer Anämie

(Blutarmut).


Maschinelle

Eigenbluttransfusion

mit dem Cell Saver®

Aufbereitetes EigenblutdesPatienten

Zentrifugieren

Cell

Saver

Patient

Waschen

Gesammeltes Blut aus dem Operationsgebiet

Patient-Blood-Management

Blutgerinnsel nicht wieder auflösen – so wird

erreicht, dass es nicht erneut blutet. Für das

reibungslose Funktionieren der körpereigenen

Blutgerinnung ist auch eine ausreichende Körpertemperatur

des Patienten notwendig; die

Raumtemperatur im Operationssaal wird deshalb

angepasst, zu verabreichende Infusionen

werden erwärmt und Wärme-Decken eingesetzt.

Die Anzahl der Blutabnahmen nach

erfolgter Operation für Laboranalysen wurde

ebenfalls reduziert, um den Blutverlust durch

Blutentnahmen gering zu halten. Mit dem Patient-Blood-Management

konnte der Verbrauch

von Fremdblutkonserven an den Kliniken des

Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

um fast 20 % gesenkt werden.

So sind es viele kleine Bausteine im Rahmen

des Patient-Blood-Managements, die letztendlich

das gleiche Ziel verfolgen: Durch

einen auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan

die wertvolle Ressource Blut

bestmöglich für den Patienten zu nutzen.

Das Patient-Blood-Management wird bisher

an etwa 200 Krankenhäusern in Deutschland

verfolgt.

Blutarmut rechtzeitig erkennen

Blutarmut ist leider nichts seltenes. Insbesondere

ältere Patienten sind zu über 20 % betroffen.

Eine Blutarmut lässt sich anhand von

Laboruntersuchungen feststellen. Analysiert

werden die Menge des roten Blutfarbstoffs

im Blut, die Zahl der roten Blutkörperchen

sowie der prozentuale Anteil der festen Blutbestandteile

am gesamten Blut. Eine körperliche

Untersuchung liefert dem Arzt weitere

wichtige Informationen: Ein Blick auf die

Schleimhäute von Augen und Mund lässt bei

Blutarmut eine Blässe erkennen. Bei der Herzuntersuchung

kann der Arzt einen schnellen

Herzschlag feststellen. Ist eine Anämie sicher

diagnostiziert, gilt immer die Regel: Zuerst

muss die Ursache einer Blutarmut behandelt

werden, bevor Fremdblut gegeben oder gar

operiert wird. Die häufigste Ursache einer

Blutarmut ist der Eisenmangel. Dieser kann

durch chronische Blutungen verursacht sein,

aber auch durch Störungen bei der Eisenaufnahme

und Verwertung im Körper, wie sie

zum Beispiel bei chronisch entzündlichen Erkrankungen

und Nierenschwäche auftreten.

Auch eventuell vorhandene Vorerkrankungen,

die es dem Patienten zusätzlich schwer machen

einen Blutverlust zu tolerieren, werden

im Vorfeld optimal eingestellt. Dazu gehören

beispielsweise Lungenerkrankungen wie eine

COPD oder ein hoher Blutdruck.

Der rote Faden zum Wohle des Patienten

Das Konzept des Patient-Blood-Managements

zieht sich wie ein roter Faden von der Aufnahme

in die Klinik über den Operationssaal

und den Aufwachraum bis hin zur normalen

Station. Neben den genannten Maßnahmen

umfasst das Konzept das korrekte Absetzen

blutverdünnender Medikamente vor dem

Eingriff. Zudem werden bei starken Blutungen

während Operationen Medikamente gegeben,

die verhindern, dass sich einmal gebildete

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-0

E-Mail: ruth.groeger@kliniken-nea.de

Der „Cell Saver“ wird

in Betrieb genommen.

Optimale Vorbereitung auf Operation

Eine wesentliche Säule des Patient-Blood-Managements

ist die optimale Vorbereitung des

Patienten auf die bevorstehende Operation.

Sollte sich bei den Voruntersuchungen eine

Blutarmut zeigen, erfolgt eine Behandlung mit

Eisenpräparaten und Vitaminen, wie Folsäure

und Vitamin B12, zum Auffüllen der Eisenspeicher

und zur Verbesserung der Blutwerte.

Gesund in Mittelfranken

23


Sodbrennen

der Patient nichts merkt; diese bedürfen der

besonderen Kontrolle. „Wenn Medikamente

nicht ausreichend helfen, Unverträglichkeiten

bestehen, eine stetige Dosissteigerung erforderlich

ist oder der Reflux hauptsächlich auf

einen Zwerchfellbruch zurückzuführen ist,

raten wir zur Operation, um langfristig Besserung

zu verschaffen“, so Dr. Demann.

© nebari – Fotolia.com

„Fundoplikatio“ –

So wird hartnäckiges

Sodbrennen erfolgreich

behandelt

Brennende Schmerzen hinter dem Brustbein und ein unangenehmer

Geschmack im Mund: Sodbrennen. 10 bis 20 % der Menschen in den

westlichen Industrieländern kennen das. Die Zahl der Erkrankung steigt.

Weniger bekannte Symptome der sogenannten gastro-ösophagealen

Refluxerkrankung sind Husten, Atemwegserkrankungen, Halsentzündungen

und Brustschmerzen. Stößt einem der saure Mageninhalt

mindestens einmal wöchentlich auf, steckt möglicherweise eine

Erkrankung dahinter, die medizinisch abgeklärt werden sollte.

Denn unbehandelt ist eine bösartige Entartung möglich.

Kurzer, minimal-invasiver Eingriff

„Fundoplikatio“ heißt das Operationsverfahren,

bei dem Dr. Demann einen kleinen Teil

des Magens um die Speiseröhre legt und

gleichzeitig einen bestehenden Zwerchfellbruch

verschließt. Dies bildet dann eine Art

„Lasso“ um die Speiseröhre und verhindert

somit den Rückfluss des Mageninhalts. Diese

Operation kann seit längerem minimal-invasiv

durch ein Spiegelverfahren durchgeführt

werden. „Hierfür sind fünf kleine Schnitte am

Bauch nötig“, erklärt Dr. Demann. „Um besser

an den Magen und an die Speiseröhre heranzukommen,

leiten wir Kohlendioxid-Gas

in den Bauch ein. Dies hebt die Bauchdecke

an. Der Eingriff erfolgt dann mit geeigneten

feinen Instrumenten unter anderem unter

Verwendung von Ultraschalltechnologie.

Die Vorteile des minimal-invasiven Eingriffes

für den Patienten sind Schmerzarmut, wenig

Verwachsungen, kurzer Krankenhausaufenthalt,

niedriges Risiko für Narbenbrüche sowie

ein gutes kosmetisches Ergebnis. Zusammenfassend

handelt es sich um ein langjährig

erprobtes Verfahren mit hoher Sicherheit für

den Patienten, mit dem sich eine gute Refluxkontrolle

erzielen lässt. Die weitere Einnahme

von säureblockierenden Medikamenten mit

ihren bekannten Nebenwirkungen ist nach

dem Eingriff nicht mehr erforderlich.

Die Ursachen dieser unangenehmen Verdauungsstörungen

sind vielfältig: falsche

Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, zu

viel Alkohol, eine Entzündung der Magenschleimhaut,

gut- oder bösartige Tumore,

Zwerchfellbruch, Stress oder eine Schwäche

des Verschlussmuskels in der Speiseröhre.

Bei der Ursachensuche ist neben einem

ausführlichen Patientengespräch und einer

körperlichen Untersuchung die Magenspiegelung

sinnvoll. Mit dieser lassen sich Rötungen

und Reizungen, aber auch Blutungen

und verdächtige Schleimhautveränderungen

gut erkennen. Gleichzeitig können Gewebeproben

auffälliger Bereiche gewonnen

und anschließend mikroskopisch untersucht

24 Gesund in Mittelfranken

werden. „In der Mehrzahl der Fälle können wir

den Betroffenen mit Medikamenten helfen“,

sagt Dr. Thomas Demann, Belegarzt in der

Chirurgischen Abteilung an der Klinik Bad

Windsheim.

Wenn Medikamente nicht helfen

Bei der Rückflusserkrankung verschließt sich

die Speiseröhre nicht mehr richtig. Infolgedessen

kommt es zum sauren Aufstoßen,

wobei der saure Mageninhalt zurück in das

untere Ende der Speiseröhre fließt. Dies kann

zu schmerzhaften Entzündungen der Speiseröhre

führen, die die Lebensqualität der

Patienten erheblich einschränken. Allerdings

treten auch Entzündungen auf, von denen

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Belegabteilung für Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Dr. Thomas Demann

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 651365

E-Mail: thomas.demann@kliniken-nea.de


Gynäkologie

Neue Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

im MVZ Bad Windsheim bietet Sprechstunden für

werdende Eltern an

Im Juli dieses Jahres wurde das Leistungsangebot des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ)

der Klinik Bad Windsheim um eine Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe erweitert –

Facharzt Dr. Norbert Maczó bietet mehrmals wöchentlich Sprechstunden für werdende Eltern

in Bad Windsheim an.

Schwangere werden im MVZ Bad Windsheim in einer speziellen Hebammensprechstunde

betreut. Darüber hinaus bietet die Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Vorsorgeuntersuchungen

sowie eine Teenagersprechstunde an, in der Jugendliche sich zu Themen wie Verhütung

beraten lassen können – auf Wunsch auch anonym. Für eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre

sorgen die neu eingerichteten Räume im MVZ. „Ich freue mich, dass wir im MVZ Bad

Windsheim eine komplexe ärztliche Betreuung sowohl gynäkologisch als auch geburtshilflich

anbieten können“, so Dr. Nobert Maczó, der auch als Oberarzt in der gynäkologischen Abteilung

der Klinik Neustadt a. d. Aisch tätig ist.

Enge Kooperation für bestmögliche Versorgung

Bei der Geburtshilfe und im Rahmen der gynäkologischen Behandlung wird eng mit der Klinik

Neustadt a. d. Aisch zusammengearbeitet – vor allem dann, wenn ein Eingriff oder ein stationärer

Aufenthalt erforderlich sein sollte. „Viele meiner Patienteninnen schätzen es sehr, vom

gleichen Arzt in der Praxis und auch in der Klinik behandelt zu werden“, sagt Dr. Maczó. Die

meisten Eingriffe können hier in minimal-invasiver Technik durchgeführt werden, das heißt,

besonders schonend mit kleinstmöglichen Schnitten, weniger Schmerzen, kürzerem stationären

Aufenthalt und rascherer Erholung und Mobilisation. Vieles ist auch ambulant möglich.

Dr. Maczó ist es wichtig, „dass sich unsere Patientinnen in unserer Praxis wohl und geborgen

fühlen in der Gewissheit, nach neuesten Erkenntnissen und Methoden behandelt zu werden“.

Derzeit wird die Sprechstunde am Mittwochvormittag und am Freitagnachmittag angeboten,

eine Erweiterung ist in Zukunft möglich. Interessierte können täglich im MVZ telefonisch einen

Termin vereinbaren.

Ihre Fachklinik vor Ort:

MVZ Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch –

Bad Windsheim gGmbH

Dr. Norbert Maczó

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-201

E-Mail: norbert.maczo@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

25


News Küche

Neue Wege in der Patientenversorgung –

Klinik Bad Windsheim kooperiert mit

Praxisklinik Orthospine in Ansbach

Vorhandene Infrastrukturen nutzen

– seit August arbeitet die Praxisklinik

Orthospine in Ansbach mit der Klinik

Bad Windsheim zusammen. Dr.

Axel del Gaizo, Facharzt für Orthopädie

und spezielle orthopädische

Chirurgie an der Praxisklinik, erklärt

die Vorteile dieser Kooperation für

Patienten.

„Wir behandeln unsere Patienten ganzheitlich.

Nach unserem Verständnis bedeutet das,

wir begleiten sie fachkompetent durch den

gesamten Genesungsprozess und gehen gemeinsam

mit ihnen auch den Weg einer eventuell

notwendigen Operation“, sagt Dr. Axel

del Gaizo, für den nicht-operative Therapiemethoden

wie Chirotherapie, Krankengymnastik,

Knorpeltherapie, Akupunktur, Ernährungsberatung,

Einlagenversorgung oder Bewegungstraining

an erster Stelle stehen.

Weiterführende Behandlung

in Klinik Bad Windsheim

„Erst dann, wenn alle konservativen Möglichkeiten

nicht mehr weiterhelfen, kommen

wir um eine Operation nicht herum“, so der

Facharzt für Orthopädie und spezielle orthopädische

Chirurgie aus Ansbach. Betroffen

seien Patienten, bei denen die Arthrose in den

Gelenken soweit fortgeschritten ist, dass sie

mit einem künstlichen Gelenkersatz Lebensqualität

zurückgewinnen können. „Durch die

Kooperation mit der Klinik Bad Windsheim

kann ich meine Patienten auf diesem Weg begleiten“,

erklärt Dr. Axel del Gaizo.

Vereinfachter Behandlungsprozess

Die Kooperation mit der Klinik Bad Windsheim

bringt für die Patienten von Dr. Axel del Gaizo

deutliche Vorteile. Die Klinik Bad Windsheim

ist ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum

(EPZ) mit hoher Versorgungskompetenz. Das

EPZ in Bad Windsheim erfüllt darüber hinaus

sogar die Voraussetzungen für ein Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung; die

ausstehende Zertifizierung dazu befindet sich

in der Vorbereitung. „Somit steht meinen Patienten

in Zukunft eine höhere Versorgungskompetenz

zur Verfügung, als bisher“, führt

Dr. Axel del Gaizo weiter aus, der als Hauptoperateur

im Bad Windsheimer EPZ fest integriert

ist. Hierdurch kann er seine Patienten

selbst operieren. Die Weiterbehandlung und

Betreuung seiner Patienten wird dann vom

Endoprothetikzentrum Bad Windsheim, unter

der Leitung von Dr. Mathias Bender, übernommen.

Hier liegen klare Behandlungsstandards

vor, die ein optimales Behandlungsergebnis

erzielen. Über das EPZ kann die gesamte Infrastruktur

der Klinik Bad Windsheim, inklusive

anderer medizinischer Fachkompetenzen aus

der Klinik, für die Versorgung der Patienten zur

Erreichung des gewünschten Behandlungserfolges

genutzt werden.

Mehr an Sicherheit

Besonders weist Dr. Axel del Gaizo auf das jetzt

für seine Patienten zur Verfügung stehende

präoperative MRSA-Screening und die präoperative

Hautprophylaxe seiner Patienten hin.

„Dieses Mehr an Sicherheit in der Versorgung

meiner Patienten wurde erst durch meine Tätigkeit

im EPZ Bad Windsheim möglich“, stellt

der Orthopäde fest.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Praxisklinik Orthospine

Medizinisches Versorgungszentrum

für Orthopädie und Neurochirurgie

Dr. Axel del Gaizo

Draisstraße 2

91522 Ansbach

Tel. 0981 97 25 78-0

E-Mail: info@praxisklinik-orthospine.de

Kooperation für höhere Versorgungskompetenz:

Dr. Axel de Gaizo (ganz links) im Gespräch mit

Dr. Nikolaj Vasak, Dr. Josef Benda und Facharzt

Thomas Leibner.

26 Gesund in Mittelfranken


News Küche

Für ein selbstständiges Leben im Alter –

Geriatrie im Landkreis Neustadt a. d. Aisch

feiert 20-jähriges Bestehen

News

Geistige, körperliche und soziale

Fähigkeiten wiederherzustellen, zu

stabilisieren und zu fördern – das ist

das erklärte Ziel der Geriatrischen

Rehabilitation im Landkreis Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim,

die im November 2016 ihr 20-jähriges

Bestehen feiert.

Ältere Menschen, die aufgrund akuter oder

chronischer Erkrankung von Pflegebedürftigkeit

oder dem Verlust ihrer selbstständigen

Lebensführung bedroht sind, benötigen

spezielle Behandlungsangebote. Seit 1996

werden Betroffene im Landkreis Neustadt

an der Aisch - Bad Windsheim in der Geriatrischen

Rehabilitation erfolgreich behandelt.

Mit dem Aufbau dieser Abteilung wurde vor

20 Jahren an der Klinik Uffenheim begonnen

und damit der Grundstein für eine interdisziplinäre

medizinische Behandlung geriatrischer

Patienten im Landkreis gelegt. 2013

wurde die Geriatrische Rehabilitation in die

Klinik Bad Windsheim verlagert.

Gerontologen, der Sozialdienst und eine Ernährungsberatung.

„Durch die enge Zusammenarbeit

der verschiedenen Berufsgruppen

und der landkreisweiten Vernetzung ergeben

sich wichtige Synergieeffekte zum Nutzen unserer

Patienten“, so Dr. Anderer.

Geriatrische Rehabilitation im Landkreis:

Eine Erfolgsgeschichte

Im November 2016 feiert die Geriatrische

Rehabilitation 20 Jahre erfolgreiche Arbeit

für ihre Patienten. „Seit Eröffnung der Abteilung

wurden über 8.500 Menschen allein in

der geriatrischen Rehabilitation behandelt.

Bei 85 % der betroffenen Menschen gelingt

es, diese wieder in die gewünschte soziale

Umgebung zu entlassen“, zieht Dr. Anderer

positiv Bilanz. Er betont: „Älteren Menschen

Mut machen, ihr Selbstwertgefühl wieder

herzustellen und sie zurück in ein möglichst

selbstständiges Leben zu führen – das ist

schon eine sehr dankbare Aufgabe.“

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Geriatrische Rehabilitation

Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-794

E-Mail: wolfgang.anderer@kliniken-nea.de

Nicht jeder ältere Mensch ist gleichzeitig

ein Patient

Die Geriatrie beschäftigt sich mit den Krankheiten

des alternden und alten Menschen.

Ihre Hauptaufgabe ist der Erhalt der selbstständigen

Lebensführung. „Ältere Menschen

sind häufig von Immobilität, Instabilität, Inkontinenz,

intellektuellem Abbau und Isolation

betroffen – die sogenannten großen I der Geriatrie“,

berichtet Dr. Wolfgang Anderer, Chefarzt

der Geriatrie an der Klinik Bad Windsheim.

Nicht jeder ältere Patient sei aber gleichzeitig

ein geriatrischer Patient, so der Mediziner.

Pflegebedürftigkeit vermeiden

Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, bestehende

oder drohende Einschränkungen

der Alltagsfähigkeit und damit die Pflegebedürftigkeit

zu vermeiden, zu lindern oder im

günstigsten Fall Defizite zu beseitigen. Bei der

Behandlung geriatrischer Patienten werden

durch standardisierte Testinstrumente Defizite,

aber vor allem Ressourcen der Patienten

erfasst, daraus Behandlungsziele formuliert

und dann durch das Behandlungsteam umgesetzt.

Zu diesem multiprofessionellen Team

gehören neben Ärzten und Pflegekräften

Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden,

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer (links)

und Oberarzt Wolfgang Lenhard

studieren eine Patientenakte.

Gesund in Mittelfranken

27


Schilddrüse

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach ist Spezialist

für operative Eingriffe an der Schilddrüse.

Wenn die Schilddrüse krank wird –

Der Kropf

Die menschliche Schilddrüse produziert

lebenswichtige Hormone und

beeinflusst dadurch den Stoffwechsel

mit. Und auch die Psyche sowie

die Fruchtbarkeit hängen von ihr

ab. Erkrankt sie, wird das empfindliche

Gleichgewicht der Hormone

im Körper gestört.

Betroffene können in diesem Fall unter Depressionen,

Unfruchtbarkeit sowie unter einer

unkontrollierten Gewichtszunahme oder

-abnahme leiden. Patienten erhalten dann

Medikamente, welche die Schilddrüse wieder

ins Gleichgewicht bringen. Doch in manchen

Fällen muss operiert werden – beispielsweise

bei einer krankhaft vergrößerten Schilddrüse,

auch Struma oder Kropf genannt – wenn Medikamente

nicht mehr helfen.

Auf eine ausreichende Jod-Zufuhr achten

Etwa jeder dritte Deutsche hat eine vergrößerte

Schilddrüse. Betroffene spüren lange

Zeit nichts davon. „Vergrößert sich die Schilddrüse

jedoch weiter, können ein Enge- oder

Kloßgefühl im Hals oder Luftnot bei körperlicher

Belastung auftreten“, erklärt Prof. Dr.

Siegfried Walgenbach, Belegabteilung für

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie in

der Klinik Bad Windsheim. Später, bei stark

vergrößerter Schilddrüse, kann Heiserkeit,

28 Gesund in Mittelfranken

Schluckbeschwerden oder sogar ein Blutstau

im Kopf hinzukommen. Die häufigste Ursache

für einen Kropf ist Jodmangel. Um Hormone

bilden zu können, braucht die Schilddrüse

Jod – ein Spurenelement, das der

Körper selbst nicht herstellen kann. „Daher ist

es wichtig, beim Essen auf eine ausreichende

Jod-Zufuhr zu achten“, so Prof. Walgenbach.

Tafelsalz ist häufig mit Jod angereichert, und

Seefisch enthält von Natur aus viel Jod. Eine

weitere Option sind Jodid-Tabletten.

Kropf immer ärztlich behandeln lassen

„Der tägliche Jod-Bedarf eines Erwachsenen

liegt etwa bei 200 Mikrogramm. Kleinkinder

sollten etwa 100 Mikrogramm zu sich nehmen“

empfiehlt der Facharzt für Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie. „Ein Kropf muss

immer ärztlich behandelt werden“, gibt Prof.

Walgenbach zu bedenken. Je nachdem, wie

weit der Kropf schon fortgeschritten ist, erhält

der Patient Medikamente wie Jodid und/oder

Schilddrüsenhormone. Doch: „Wenn sich in

der Schilddrüse Knoten bilden“, erläutert Prof.

Walgenbach, „müssen wir ggf. operieren“. Der

Patient bekommt eine Vollnarkose und liegt

mit leicht aufgerichtetem Oberkörper, mit

dem Kopf nach hinten geneigt, auf dem OP-

Tisch. Die Operation kann minimal-invasiv

oder auch herkömmlich durchgeführt werden.

Die Entscheidung ist abhängig davon,

wie stark die Vergrößerung bereits ist.

Narbe kaum sichtbar

„Bei dem Eingriff entfernen wir behutsam

den vergrößerten Teil der Schilddrüse. Die

Knoten untersuchen wir, ob sie gut- oder

bösartig sind“, so Prof. Walgenbach. So kann

das Hormongleichgewicht im Körper des Patienten

wieder hergestellt und frühzeitig die

entsprechende Therapie eingeleitet werden.

„Wir setzen den Schnitt immer in einer Hautfalte.

So ist später kaum eine Narbe sichtbar“,

ergänzt Prof. Walgenbach.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Belegabteilung für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-0

E-Mail: siegfried.walgenbach@kliniken-nea.de


Vortragsreihe 2016

Wissen für Ihre Gesundheit

Veranstaltungen

Enddarmerkrankungen – konservative

und operative Behandlungsmöglichkeiten

Ein unangenehmes Leiden, für das es

zahlreiche Behandlungsmethoden gibt: Die

Erkrankungen des Enddarm, dazu zählen

Hämorrhoiden, Analfisteln, Analfissuren und

weitere, können sowohl operativ als auch

konservativ versorgt werden. Der Vortrag

beschreibt die unterschiedlichen Enddarmerkrankungen

und stellt verschiedene

Behandlungsalternativen vor.

16.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Prof. Dr. Siegfried Walgenbach,

Belegarzt Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Fremdblut – Lebensretter oder Gefahr?

Durch das sog. Blood-Pool-Management sollen

Anämien, also eine geringe Blutmenge

im Körper, bereits vor großen Operationen

rechtzeitig erkannt werden und so die Gabe

vom Fremdblut vermieden werden. Außerdem

sollen Blutungen und der Blutverlust

während der Operation so gering wie möglich

gehalten werden. So wird beispielsweise

das eigene Blut aufgefangen, gereinigt

und wieder zurückgegeben. Der Vortrag ist

besonders interessant, wenn Ihnen ein mittlerer

bis großer Eingriff wie die Implantation

eines Kunstgelenkes bevorsteht.

17.11.2016 (Donnerstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Ruth Gröger, Chefärztin Anästhesie

Divertikel des Dickdarms – konservative

und operative Therapie

Die Divertikulose ist eine gutartige, weit

verbreitete Veränderung des Dickdarms in

Form von Ausstülpungen der Darmwand.

Solange die Divertikel keine Beschwerden

verursachen und sich nicht entzünden, ist

auch keine Behandlung nötig. Während

leichte Formen der Divertikulitis gut mit

Medikamenten und richtiger Ernährung behandelt

werden können, ist bei Symptomen

wie Schmerzen, Verdauungsproblemen, Entzündungen

und Fieber eine umfassende Behandlung

notwendig. So kann es notwendig

werden, einen Teil des Dickdarmes operativ

zu entfernen. Moderne Methoden wie die

Schlüssellochchirurgie gewährleisten einen

schonenden Eingriff und zügige Heilung.

23.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko,

Chefarzt Med. Klinik 3 Gastroenterologie,

Schlaganfallbehandlung, Diabetes,

Dr. Daniel Ditterich, Facharzt Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Alles rund um Schwangerschaft

und die Geburt

Der Vortrag schildert den faszinierenden

Verlauf einer Schwangerschaft - die Entwicklung

vom Embryo zum Säugling, Monat für

Monat bis hin zur Geburt. Wie die Geburt

abläuft und welche unterschiedlichen

Gebärmöglichkeiten zur Verfügung stehen

wird ebenso erläutert. Erleben Sie in diesem

Vortrag, wie Leben entsteht.

29.11.2016 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl,

Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe

Arthrose - wer hilft mir?

Was ist Arthrose und wie kommt es dazu?

Welche Beschwerden treten auf? Wer hilft

mir und welche Therapiemöglichkeiten gibt

es? Was passiert in der Klinik und wie muss

ich mich nach der Implantation eines künstlichen

Gelenks verhalten?

Diese Fragen und alles Wissenswerte rund

um das Thema Arthrose und Gelenkersatz

werden in diesem Vortrag beantwortet.

29.11.2016 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Mathias Bender, Chefarzt

Unfallchirurgie, Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Die ersten Lebenstage –

aus kinderärztlicher Sicht

Nach der Geburt stehen sowohl das Neugeborene

als auch die Eltern vor neuen Herausforderungen.

Babyschlaf und Blähungen,

Stillen und Stoffwechsel, Vitamine und

Vorsorgen, Gelbsucht und Glukose, Hörtest

und Hüfte. Wieso, weshalb, warum? Der

Vortrag richtet sich an werdende und junge

Eltern und informiert über wichtige Themen

der ersten Lebenstage und -wochen.

08.12.2016 (Donnerstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

(anschließende Kreißsaalführung der Hebammengemeinschaft

„Herzklopfen“)

Referent Dr. Michaela Tröger, Fachärztin für

Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologin,

Dr. Carolus Schenke, Facharzt für Kinder- und

Jugendmedizin, Neuropädiater, Kinderarztpraxis

Neustadt,

Dr. Distel, Dr. Tröger, Dr. Schenke,

Telefon: 09161 899488

Die Teilnahme an den Vorträgen ist gratis.

Alle Referenten sind an den Kliniken des

Landkreises Neustadt an der Aisch - Bad

Windsheim tätig und stehen Ihnen telefonisch

bzw. nach Terminvereinbarung für

Fragen, Untersuchungen und Behandlungen

gerne zur Verfügung.

Gesund in Mittelfranken

29


Für die

schönste Zeit des

Lebens

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www.seniorenresidenz.bayern ∙ info@seniorenresidenz.bayern


Klinikführer

Klinikführer

Standort

Neustadt a. d. Aisch

Standort

Bad Windsheim

Klinik Neustadt a.d. Aisch

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 1 + 2

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2401

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2341

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Chefarzt Dr. Daniel Ditterich

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. Hermann Wilkening

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

hermann.wilkening@kliniken-nea.de

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161-70-0

Geburtshilfe und Gynäkologie

Chefärztin Dr. Liane Humann-

Scheuenstuhl

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2201

HNO

Dr. Bernhard Buchta,

Dr. Sabine Schagerl

Bamberger Straße 23

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 874580

Dr. Sebastian Bucher

Hauptstraße 21

91074 Herzogenaurach

Tel.: 09132 3276

Urologie

Dr. Joachim Schubert

Dr. Jörg Berfelde

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 872790

Pflegedienst

Dieter Schütz

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-3301

Klinik Bad Windsheim

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 4

Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

Medizinische Klinik 5

Rheumatologie (Belegabteilung)

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 6859055

E-Mail: info@rheuma-reichel.de

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 651365

Orthopädie, Unfallchirurgie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

Anästhesie und Intensivmedizin

Dr. Bernhard Malcher

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-901

Gynäkologie (Belegabteilung)

Dr. Michael Gampe

Thomas W. Schmidt

Dr. Dietmar Christmann

Dr. Hartwig Maisenbacher

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 990

Geriatrische Rehabilitation

Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

HNO (Belegabteilung)

Christian Schmölz

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 3136

Fax: 09841 5371

MVZ Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim gGmbH

Dr. M. Krause

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-201

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

Pflegedienst

Ilse Keller

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-701

Gesund in Mittelfranken

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Würzburg

A3

A7

B8

B470

A73

Klinik

Neustadt a. d. Aisch

Erlangen

Klinik

Bad Windsheim

Nürnberg

Ihr Weg zu uns

Notfall

Der Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim liegt im nordwestlichen Teil

des Regierungsbezirks Mittelfranken.

Aus Würzburg kommend sind die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim mit dem Auto über die Autobahn 7 gut zu erreichen. Eine gute Orientierung

bietet die Beschilderung der Franken Therme Bad Windsheim, die sich in unmittelbarer

Nähe der Klinik Bad Windsheim befindet. Die Klinik Neustadt a. d. Aisch ist ca. 20 km

von Bad Windsheim entfernt und über die B470 in wenigen Autominuten erreichbar.

Aus Richtung Nürnberg führt der Weg zu den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Windsheim über die Bundesstraße 8.

Zertifizierungen

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen.

www.kliniken-nea.de

www.facebook.com/klinikennea/

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