Strom frisst die meiste Energie? - Stadtwerke Hagenow GmbH

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Strom frisst die meiste Energie? - Stadtwerke Hagenow GmbH

Stadtwerke

Hagenow

www.stadtwerke-hagenow.de

energie

04|2009

aktuell

Bis März 2010 bewerben: Die Stadtwerke bilden aus SEITE 4

Klima: Clever sanieren, gut kassieren SEITE 6

Unser Rätsel: Funkwetterstation zu gewinnen SEITE 16

Mitmachen, ausprobieren,

staunen – unsere Museen

bringen Spaß SEITE 12

Foto: Johannes-Maria Schlorke


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Zukunft

Energie aus Dreck

Unser Tipp

Weitere Informationen über

die Vorteile von erneuerbaren

Energien fi nden Sie im Inter -

net: www.energie-tipp.de/

erneuerbare

Sichert Straßenkehricht die Zukunft unserer Energieversorgung?

Wenn es nach Wissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen

geht, wird Gossenschmutz bald zur Energiequelle. In einem Forschungsprojekt

entwickeln die Experten eine Methode, um Straßendreck

in Biogas umzuwandeln. Verschiedene Siebe entfernen

zunächst alle nichtorganischen Bestandteile. Dann muss die

Mischung stimmen: Man nehme einen Teil Kehricht zu neun

Teilen Grünabfällen, erwärme die Mixtur auf 70 Grad und gieße

unter Sauerstoffabschluss Wasser hinzu. Bakterien vergären das

Substrat zu Biogas. Aufbereitet, kann es ins Erdgasnetz eingespeist

werden und spart fossile Energie.

Foto: Photocase


Schulaktion: „Durchstarten in MV“

Noch bis März 2010 bietet die Initiative

„Durchstarten in MV“ Schulen die kostenfreie

Möglichkeit, ihre Abschlussklassen

in einer 1- bis 2-stündigen Veranstaltung

über Ausbildungschancen

in Mecklenburg-Vorpommern zu informieren.

Der Experte Jürgen Mundt erarbeitet

dabei in der Aula oder in den

Klassen folgende fünf Punkte mit den

Schülern:

� Zehn Gründe, in MV durchzustarten –

von Branchen mit Chancen bis zum

hohen Freizeitwert in MV

� Präsentation der neuen Website www.

durchstarten-in-mv.de und Demonstration

mithilfe des „Azubi-Atlas MV“,

wie Ausbildungsmöglichkeiten in der

Nähe geortet werden können

� Diskussion mit den Schülern über Berufswünsche

� Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

� Übergabe von Infomaterialien inklusive

kostenloser Bewerbungsmappe

MV und die Partner aus den USA

Der wissenschaftliche und ökonomische Austausch

zwischen unserem Bundesland und

der Partnerregion Mecklenburg County in

North Carolina ist äußerst rege. Nur wenige

Wochen vergingen nach einem Herbstbesuch

von Kultusminister Henry Tesch in der amerikanischen

Partnerregion und

einem Gespräch mit dem dortigen

Wissenschafts- und Wirtschaftsminister

J. Keith Crisco,

und schon erfolgte der Gegenbesuch.

Ende Oktober empfi ng

der Kultus-Staatssekretär Udo

Michallik eine Delegation aus

der amerikanischen Partnerregion.

Man sprach über eine

mögliche Kooperation im Bereich

der Energieforschung

und -wirtschaft. Der Senator

von North Carolina, der Staatssekretär

für Energie sowie der

Jürgen Mundt wird bei den Veranstaltungen

– nach terminlicher Möglichkeit

– von Berufsberatern der Agentur für

Arbeit und von Unternehmern der Region

begleitet. Außerdem stellt er den

Schülern Menschen vor, die eine Ausbildung

in der Region absolviert haben

und mittlerweile eine interessante Position

in ihrem Ausbildungsbetrieb bekleiden.

www.durchstarten-in-mv.de

Vizepräsident des Unternehmens Duke Energy,

informierten sich gemeinsam mit Staatssekretär

Michallik über die verschiedensten

Bereiche erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern.

So hat die Wirtschaftsfördergesellschaft

für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern,

„INVEST MV“, ein umfangreiches

Programm zum

Thema Nutzung von Windenergie

im Ostseeraum

vorbereitet. Die amerikanischen

Partner arbeiten

derzeit an einem Gesetz

zu erneuerbaren Energien

und zeigen sich sehr interessiert

an den umfassenden

Erfahrungen, über

die Mecklenburg-Vorpommern

verfügt.

www.regierung-mv.de

Editorial

News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Mecklenburg-Vorpommern ist innovativ und

lebenswert, das bestätigt sich tagtäglich. Die

Initiative „Durchstarten in MV“ knüpft hier an,

um unsere Jugendlichen zu motivieren. Sie

zeigt, wie viele attraktive Ausbildungsmöglichkeiten

es in unserem Bundesland gibt und

welche spannenden Berufsperspektiven. Die

Stadtwerke werden als Teil einer zukunftsweisenden

Branche dabei auch genannt. Wir

sind daher stolz darauf, jedes Jahr neue

Ausbildungsplätze anbieten zu können.

Innovation in MV ist übrigens auch Thema bei

unserer Vorstellung einiger spannender

Museen in unserem Bundesland. Lesen Sie

hierzu die Seiten 12/13.

Wir hoffen, Sie fi nden viel Nützliches und

Unterhaltsames und wünschen Ihnen viel

Spaß beim Lesen,

Ihre Stadtwerke

Wir sorgen für unbeschwerte

Festtage

Foto: RWEDea

die Vorweihnachtszeit ist hektisch, es

müssen noch Geschenke gekauft, Pakete

verschickt und das Fest organisiert

werden. Wenn dann die Festtage da sind,

wird nur noch dort gearbeitet, wo es unbedingt

nötig ist: in den Krankenhäusern,

bei der Feuerwehr und bei den Stadtwerken.

So stellen wir sicher, dass wie an

jedem Tag die Energie und das Wasser

ganz selbstverständlich fl ießen.

An dieser Stelle danken wir den Kollegen,

die diese Aufgabe übernehmen, schon im

Voraus dafür.

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4

Stadtwerke aktuell

Neuer Verbandsvorsteher

Anfang September wählte die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Hagenow und Umland-

gemeinden Dieter Quast, den Bürgermeister der Gemeinde Moraas, zur ihrem neuen Vorsteher.

Jeweils nach den Kommunalwahlen

konstituiert sich das oberste Gremium

des inzwischen 18 Kommunen umfassenden

Abwasserzweckverbandes

neu. Je nach Wahlausgang kommen

neue Mitglieder hinzu,

Der Abwasserverband und die andere scheiden aus.

Stadtwerke haben von Anfang Das war auch in diesem

an eng zusammengearbeitet. Jahr so. Mit dem Ausscheiden

von Bernhard

Ritzmann aus dem Gremium musste,

wie alle fünf Jahre, ein neuer Verbandsvorsteher

gewählt werden. Die

Versammlung entschied sich für

Dieter Quast, den Bürgermeister der

Gemeinde Moraas. Zu Stellvertretern

wurden Gisela Schwarz, Bürgermeisterin

der Stadt Hagenow, und Marco

Haurenherm, Bürgermeister der Gemeinde

Setzin gewählt.

Abschied von Bernhard Ritzmann

Sein Amt als Vorsteher gab Bernhard

Ritzmann nach 15-jähriger Tätigkeit

für den Abwasserverband ab. Unter

seiner Regie wurden rund 60 Millionen

Euro in die stetige Verbesserung

Aufsichtsratssitzung am 3. September

2009: Hagenows Bürgermeisterin Gisela

Schwarz gratuliert Erhard Felske, der

zum neuen Vorsitzenden des Aufsichts-

rates gewählt wurde

der technischen Standards der Abwasserentsorgung

investiert. Dies hat

entscheidend zur jetzigen guten Wasserqualität

der Schmarre beigetragen.

Dabei erhöhte sich die Gebühr für die

Schmutzwasseranlage Hagenow seit

1992 nicht. Bernhard Ritzmanns

Engagement war wesentliche Grundlage

für die hervorragende wirtschaftliche

Position des Verbandes und

seine Erweiterung. Zuletzt traten im

Januar 2008 die Gemeinden Moraas

und Strohkirchen dem Abwasserzweckverband

bei.

1) Am 8. September 2009 vereidigte

Hagenows Bürgermeisterin, Gisela

Schwarz, den neuen Verbands-

vorsteher Dieter Quast

2) Nach 15 Jahren im Amt

verabschiedeten sich die Mitglieder

der Verbandsversammlung von

Bernhard Ritzmann (re), dem

bisherigen Vorsteher des

Abwasserzweckverbandes

Stadtwerke mit neuem Vorsitzenden im Aufsichtsrat

Als kommunales Unternehmen sind die Stadtwerke Hagenow der Stadt und ihren Bürgern

verpfl ichtet. Darüber wacht ein siebenköpfi ger Aufsichtsrat, dessen Mitglieder von den

Stadtvertretern gewählt werden und sich aus Repräsentanten der kommunalen Politik

zusammensetzen.

Zu den Aufgaben des Aufsichtsrates zählt unter anderem, die Tarife der Stadtwerke

festzusetzen und Änderungen zu verabschieden. Er entscheidet über den Wirtschaftsplan

des Unternehmens, die Berufung des Geschäftsführers und die Einstellung oder Entlassung

von Mitarbeitern sowie über Gewinnverteilung und Verlustabdeckung.

In seiner konstituierenden Sitzung vom 3. September 2009 wählte der Aufsichtsrat Erhard

Felske zum neuen Vorsitzenden. Franz Antonioli, der die letzten fünf Jahre den Vorsitz inne-

hatte, übernahm nun den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

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Wir bilden aus

Im kommenden Jahr bieten die Stadtwerke Hagenow zwei weiteren jungen

Leuten die Chance auf einen guten Einstieg ins Berufsleben.

Eine solide Ausbildung ist der beste Start ins Leben.

Deshalb bieten die Stadtwerke Hagenow immer

wieder Ausbildungsplätze im Unternehmen an. Im

kommenden Frühjahr können sich Schulabgänger

auf zwei Ausbildungsgänge bewerben, einmal im

kaufmännischen und einmal im technischen Bereich

(siehe Kasten rechts).

Lernen im Team

Die Ausbildung bei den Stadtwerken ist vielseitig

und abwechslungsreich, denn die Azubis durchlaufen

fast alle Bereiche des Unternehmens. Überall

lernen sie möglichst selbstständig zu arbeiten.

Wenn sie allerdings etwas wissen wollen, ist immer

ein Mitarbeiter da, der sich um sie kümmert. Dabei

wird Teamarbeit groß geschrieben. Denn im Berufsleben

zählt nicht nur die fachliche Qualifi kation,

sondern auch die soziale Kompetenz. Bei allen Bewerbungen

sehen die Stadtwerke daher zum einen

schon auf die Zeugnisnoten. Zum anderen kommt

es bei Vorstellungsgesprächen dann aber auch auf

das persönliche Auftreten an.

Schnell bewerben

Sarah Pappert fühlt sich bei den

Stadtwerken wohl. Als Kauffrau für

Bürokommunikation im dritten

Ausbildungsjahr hat sie bereits fast

alle Arbeitsabläufe bei den Stadt-

werken kennengelernt

Schulabgänger können sich im Februar/März 2010 mit Lebenslauf,

Bewerbungsschreiben und ihrem Halbjahreszeugnis bei den Stadtwerken

auf einen Ausbildungsplatz bewerben.

Wir wünschen Ihnen ein schönes

Weihnachtsfest und einen guten

Rutsch ins neue Jahr.

Ihre Stadtwerke Hagenow

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Impressum

Stadtwerke aktuell

Berufe mit Zukunft

Neben der Praxis bei den Stadtwerken Hagenow erwerben die

Auszubildenden beider Berufsrichtungen umfangreiche

theoretische Grundlagen. Deren Vermittlung übernimmt im

dualen System der jeweiligen Ausbildung die Berufsschule.

Kaufmann/-frau für Bürokommunikation

Zu den Schwerpunkten der dreijährigen Ausbildung zählen

unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in

• sämtlichen Sekretariatsaufgaben,

• in der Verbrauchsabrechnung,

• in der Buchhaltung sowie

• in den technischen Abläufen des Unternehmens und

• in der Kundenberatung.

Fachkraft für Wasserversorgungstechnik

Schwerpunkte der ebenfalls dreijährigen Ausbildung liegen in

den Bereichen

• Bedienung, Wartung und Pfl ege sämtlicher Wasseranlagen –

von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zur Speicherung

und Verteilung

• Instandhaltung und Störungsbeseitigung im Rohrnetz

• Bedienung, Kontrolle und Wartung der Mess-, Steuerungs-

und Regelungseinrichtungen

• Wasserprobenentnahme und -untersuchung

• Betriebsdokumentation und -auswertung

• Kundenorientiertes Handeln

In beiden Ausbildungen können Schüler, die die Berufsrichtung

erst näher kennenlernen möchten, vorher ein Praktikum

bei den Stadtwerken absolvieren.

Ansprechpartner für junge Leute, die sich bei den Stadtwerken

auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz bewerben

möchten, ist Simone Nickel, Telefon (0 38 83) 61 52-3 80.

Stadtwerke Hagenow GmbH, Bahnhofstraße 87

19230 Hagenow, Telefon (0 38 83) 61 52-0

www.stadtwerke-hagenow.de

Lokalteil: Andreas Posner (verantw.), Herausgeber: Frank Trurnit &

Partner Verlag GmbH, Putzbrunner Straße 38, 85521 Ottobrunn,

Telefon (089) 60 80 01-0, Gestaltung, Satz: Irene Voss, Redaktion:

Heiko Küffner (verantw.), Angela Schulz, Bildredaktion: Marko

Godec, Druck: Hofmann Druck, Nürnberg

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Beispiel: 15 350 Euro Zuschuss

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Ratgeber

Orientierung verloren im großen

Energiespar-Märchenwald?

Viele Verbraucher sind unsicher: Energie sparen wollen alle, aber wie gelingt’s wirklich? Wir entzaubern oft

gehörte Energiespar-Märchen, erzählen die wahre Geschichte und führen Sie zurück auf den richtigen Weg.

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l Dimmen spart Strom?

Leider nur die halbe Wahrheit. Dimmen

reduziert zwar tatsächlich den

Stromverbrauch, da die Leistung der

Glühlampe nicht voll ausgereizt wird.

Trotzdem spart nur wirklich spürbar,

wer effi ziente Energiesparlampen verwendet.

Manche sind sogar mit Dimmer

erhältlich.

� Besser per Hand abspülen?

Falsch! Moderne Geschirrspülmaschinen

arbeiten heute so effi zient, dass

Wer auf Glühlampen

setzt, ist auf dem

falschen Weg. Rotkäpp-

chen bringt Groß-

mutter lieber Energie -

sparlampen mit

sich ein eigenhändiger Abwasch kaum

lohnt: Ein Spülgang mit der Maschine

kostet etwa halb so viel Energie wie

ein Abwasch mit der Hand. Und weniger

Arbeit macht es auch.

O Strom frisst die meiste Energie?

Nein, die Raumheizung: Sie schluckt

bis zu 75 Prozent der Energie eines

Haushalts. Der Stromverbrauch landet

nur auf Platz zwei. Sparen lohnt

sich in beiden Fällen, richtiges Heizen

vielleicht einen Tick mehr. Denn

jedes Grad weniger Raumtemperatur

schont den Geldbeutel.

e Heizen, ganz oder gar nicht?

Oft gehört: Es kommt billiger, nur

dann zu heizen, wenn’s wirklich sein

muss. Nein! Wer Räume komplett auskühlen

lässt, muss sie bei Bedarf auch

wieder voll aufheizen. Das ständige

An und Aus kostet mehr Energie als

eine konstante Beheizung bei niedriger

Temperatur.

� Kühler mit Gefrierfach spart?

Oft erzählt: Ein Kühlschrank mit

Gefrierfach spart mehr Energie als

ein Kühlschrank plus Gefriertruhe.

Nicht unbedingt: Moderne Cooler

– Kühlschränke ohne Sternefach – der

Energieeffi zienzklasse A++ brauchen

nur etwa ein Viertel des Stroms wie

Modelle mit Gefrierfach. Wer auf Tiefkühlpizza

nicht verzichten will, fährt

gut mit einer zusätzlichen, sparsamen

Kühltruhe.

Q Lüften rund um die Uhr?

Denkste: Gekippte Fenster sorgen für

genug Frischluft. Im Gegenteil: Stoßlüften

schafft den Luftaustausch fünf

Mal schneller. In den Wintermonaten

geht obendrein weniger Wärme verloren.

Also: Heizkörperthermostat runterdrehen,

Fenster weit öffnen und so

auf Durchzug stellen.

Unser Tipp

Weitere Energiespar-Märchen und die

wahre Geschichte dazu erfahren Sie im

Internet: www.energie-tipp.de/maerchen


Flasche schluckt Luftballon

Manchmal wirken Naturgesetze

wie eine unsichtbare

Geisterhand: In unserem Experiment

etwa verschluckt eine

Flasche einen Luftballon.

Für das Experiment

brauchst du:

• eine Glasfl asche mit möglichst

dickem Glas und mindestens

einem Liter Inhalt

• einen kleinen Luftballon

• heißes Wasser

• einen Trichter und Topfl appen.

Weil du mit fast

kochendem Wasser hantieren

musst, bitte einen

Erwachsenen um Hilfe.

So wird’s gemacht:

1. Das Wasser in einem Wasserkocher

erhitzen. Stelle die

leere Flasche in die Spüle und

fülle sie vorsichtig mit heißem,

aber nicht mehr kochendem

Wasser. Der Trichter erleichtert

dir das Einfüllen. Lass die gefüllte

Flasche jetzt im Becken

stehen.

2. Nach fünf Minuten schüttest

du das noch immer heiße Wasser

aus der Flasche. Achtung:

1 2 3

4

Die Flasche ist jetzt sehr heiß!

Nimm deshalb die Topfl appen

zu Hilfe.

3. Jetzt muss es schnell gehen:

Stelle die Flasche wieder in die

Spüle und ziehe den Luftballon

über den Hals der Flasche.

4. Nimm die Flasche, lass vorsichtig

kaltes Wasser darüberlaufen

und beobachte, was

mit dem Luftballon passiert:

Er wird wie durch Magie in die

Flasche hineingezogen.

Warum funktioniert das?

Sobald ihr die leere Flasche

mit heißem Wasser übergießt,

dehnt sich die Luft im Inneren

aus und wird aus der Flasche

gedrückt. Wenn ihr nun den

Ballon über den Flaschenhals

stülpt und sich die Luft in der

Flasche des kalten Wassers wegen

wieder zusammenzieht,

ist auf einmal zu wenig Luft

in der Flasche. Das sorgt für

einen Unterdruck. Weil dieser

sich aber irgendwie ausgleichen

muss, wird der Luftballon

vom Druck der Atmosphäre

in die Flasche gepresst. Daher

sieht es so aus, als würde er

von der Flasche verschluckt.

Wow, Robs!

Dein neuer Ballon

ist total klasse!

Nanu!?

Lesen, lernen, lachen

Ja,

super!

... gleich hab ich

Dich! Gleich...

... geht in die Luft!

Halt Robs!!!

Ist es nicht

fantastisch,

in die Höhe zu

schweben und...

Ach Robs!

Lass Dich nicht

gleich ärgern!

Ieek Ieek!

Der Ballon!!! Alles

dreht sich!!!

Naaa, Robs!?

Hast Du

den Vogel

gefangen?

Na warte! Wenn ich dich

erwische, haben wir ein

Hühnchen zu rupfen!!!

der

Roboter

gleich...!

Oh Mann! Wenn der so

weiter macht, dann geht

ihm gleich der Sprit aus!!!

... nicht

wirklich...!

9


Kalbscarré mit

Kräutern

Das brauchen Sie (für 4-6 Portionen):

1,2 kg Kalbscarré (etwa 8 Koteletts), 80 g

zerpfl ücktes Weißbrot ohne Rinde, 50 g

Paniermehl, 1 EL gehackte glatte Petersilie,

1 EL gehacktes Basilikum, 2 leicht geschlagene

Eiweiß, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 1 EL

Öl, 30 g geschmolzene Butter. Für die Zitronensauce:

80 ml trockenen Weißwein, 2 EL Zitronensaft, 2 TL Zucker,

1/8 l Sahne, 60 g kalte Butter (in Stückchen),

1 EL gehackte glatte Petersilie.

10

Köstlich kochen

Leichtes für die Festtage

Jetzt häufen sich die festlichen Anlässe wie zu keiner anderen Jahres-

zeit. Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit raffi nierten Genüssen.

Es müssen nicht immer schwere Gerichte zu den

Feiertagen sein. Lassen Sie sich von unseren kulinarisch-leichten

Köstlichkeiten inspirieren: Mit einem

exklusiv zusammengestellten Menü überraschen

Sie Ihre Gäste und schmeicheln auch anspruchsvollen

Gaumen. Probieren Sie es aus!

So einfach geht’s:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Das

Kalbfl eisch vom Fett befreien. Das zerpfl

ückte Weißbrot mit Paniermehl, Petersilie

und Basilikum mischen. Eiweiße,

Knoblauch, Öl und Butter zugeben

und gut vermengen. Die Mischung

als Kruste fest an das Fleisch drücken

und das Carré mit den Knochen nach

unten in eine feuerfeste Form setzen.

1 1/4 Stunden medium, 1 1/2 Stunden

gut durchbraten. Das Fleisch aus

der Form nehmen und vor dem Anschneiden

10 Minuten ruhen lassen.

Für die Sauce den Bratensaft bis auf

2 Esslöffel abgießen und die Bratform

auf den Herd stellen. 1/8 Liter Wasser,

Weißwein, Zitronensaft, Zucker

und Sahne zugeben. Aufkochen, 5 bis

7 Minuten bei geringer Hitze auf die

Hälfte reduzieren. Vom Herd nehmen

und die Butter Stückchen für Stückchen

unterrühren. Durch ein Sieb

streichen und die Petersilie zufügen.

Das Kalbscarré in Koteletts teilen und

mit der Zitronensauce servieren.

Vorbereitung: 45 Minuten. Backzeit:

1 1/2 Stunden. Garzeit: 10 Minuten.

Unser Tipp

Schmort der Braten im

Ofen, die Tür nicht allzu oft

öffnen. Dabei geht jedes

Mal ein Fünftel der Wärme

verloren. Ebenso beim

„Topfgucken“: Deckel aus

Glas ermöglichen neugierige

Blicke ohne Energieverluste.

Weitere Tipps zum Kochen

und Energiesparen:

www.energie-tipp.de/kochen

Kleingeräte sparen Energie

Schnellkochtopf*

-30 %

Wasserkocher*

-50 %

* im Vergleich zur Elektrokochplatte

** im Vergleich zum Backofen

Toaster**

-70 %


Blätterteigschnecken mit Pesto

Das brauchen Sie (für 60 Stück): 1 große Handvoll Basilikum, 1 zerdrückte

Knoblauchzehe, 25 g geriebenen Parmesan, 1 EL geröstete Pinienkerne, 2 EL

Olivenöl, 4 aufgetaute Scheiben Tiefkühl-Blätterteig.

Und so wird’s gemacht: Den Ofen

auf 220 Grad vorheizen. Das Basilikum

mit dem Knoblauch, dem Parmesan

und den Pinienkernen im Mixer grob

hacken. Das Öl langsam dazugießen

und im Mixer alles gut vermischen.

Ein Viertel der Basilikum-Mischung

auf eine Scheibe Blätterteig streichen.

Den Teig von einer Seite bis zur Mitte

aufrollen, dann von der anderen Seite

aufrollen. Mit den anderen Teigscheiben

genauso verfahren und alle

auf ein Backblech setzen. 30 Minuten

tiefkühlen. Jedes Teigstück in 1,5 Zen-

timeter breite Streifen schneiden. Die

Streifen nochmals eng zusammenrollen

und auf ein leicht gefettetes Backblech

legen, dabei etwas Abstand zwischen

den Teigstücken lassen. 15 bis

20 Minuten goldbraun backen.

Tipp: Köstliche Varianten lassen sich

auch mit Tapenade (einer Paste aus

Oliven, Kapern, Sardellen, Öl und

Knoblauch) zaubern. Ebenso einfach

und köstlich: Parmesan in die Teigschnecken

füllen.

Vorbereitung: 20 Minuten. Backzeit:

15 Minuten je Blech.

Fruchtiges zum Dessert: Beeren-Trifl e

Das brauchen Sie (für 8-10 Portionen):

550 g rotes Johannisbeergelee, 170 ml frisch gepressten Orangensaft,

600 ml Sahne, 250 g Mascarpone, 1 1/2 EL Puderzucker,

So gelingt’s: Das Johannisbeergelee bei

mittlerer Hitze schmelzen, vom Herd nehmen,

den Orangensaft einrühren und auf

Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die

Sahne mit Mascarpone, Puderzucker, Vanille-Aroma

und Zimt steif schlagen. Die

Löffelbiskuits längs halbieren und jedes

Stück in Marsala tauchen. Die Hälfte der Biskuits

auf dem Boden einer Schüssel (etwa

3,5 Liter Inhalt) auslegen. Die Beeren mischen

und ein Drittel der Mischung über die

Biskuits geben. Die Hälfte des verbliebenen

Marsala und ein Drittel der roten Johannis-

Köstlich kochen

1 TL Vanille-Aroma, 1/4 TL gemahlenen Zimt, 250 g Löffelbiskuits,

375 ml Marsala, Beerenmischung (frisch oder Tiefkühlware):

400 g Himbeeren, 250 g Erdbeeren, 400 g Heidelbeeren.

Leicht und bekömmlich

„Fein und festlich: Genussvoll und leicht

serviert“ von Jane Price bietet über 170

Rezepte mit raffi nierten Kreationen für

die Festtage. Vom Begrüßungsdrink über

Suppen und Salate, Hauptgerichte mit Fisch

und Fleisch, leckere Beilagen bis hin zu Desserts

und ofenfrischem Gebäck und Kuchen

(Umschau Buchverlag, 19,90 Euro).

beersauce darübergeben. Die Hälfte der

Sahne darauf verstreichen. Die restlichen

Biskuits, den Rest Marsala, ein Drittel der

Beeren und den Rest Sahne aufschichten.

Die restlichen Beeren in die Mitte der sahnigen

Oberfl äche geben. Das letzte Drittel

der Johannisbeersauce kalt stellen. Den

Trifl e mit Frischhaltefolie abgedeckt über

Nacht kalt stellen. Vor dem Servieren die

Johannisbeersauce auf die Beeren gießen.

Falls nötig, die Sauce erwärmen, damit sie

fl üssiger wird. Vorbereitung: 35 Minuten.

Garzeit: 5 Minuten. Guten Appetit!

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12

Mecklenburg-Vorpommern

Meer erleben

Eintauchen in die nördlichen Meere: Das Deutsche

Meeresmuseum Stralsund nimmt dies ganz wörtlich.

An vier Standorten erleben Besucher hautnah die Faszination

des Meeres. So lädt das 2008 eröffnete OZEA-

NEUM auf der Stralsunder Hafeninsel zu einer europaweit

einmaligen Reise durch die Unterwasserwelt der

nördlichen Meere ein. Die großen Panoramascheiben

eines riesigen Schwarmfi schbeckens und ein Tunnelaquarium

vermitteln prickelndes Unterwasserfeeling.

Nur ein paar Minuten entfernt sind im Stralsunder

MEERESMUSEUM unter dem Klosterdach das 15 Meter

lange Skelett eines Finnwals, originalgetreue Modelle

von Eisbär, Japanischer Riesenkrabbe und Lederschildkröte

zu bewundern. In den Aquarien tummeln

sich hier Meeresschildkröten und Fische aus dem Mittelmeer

und tropischen Gefi lden. Kutter, historischer

Fischerschuppen, Reusenplatz und die erste deutsche

Unterwasserstation informieren im NAUTINEUM

auf dem Dänholm in Stralsund über die Küstenfi scherei

und Meeresforschung. Und auf dem Darß lädt

nahe Prerow das NATUREUM zur Leuchtturmersteigung

und Erkundung des „Darßwaldes bei Nacht“ ein.

Mehr Infos: www.meeresmuseum.de

Wissen macht Spaß!

Geschichte und Technik, Kunst, Kultur und Wissenschaft – in den über 250 Museen Mecklenburg-Vorpommerns

gibt es viel zu erkunden. Eine kleine Auswahl für Forscher, Volks- und Naturkundler, auch der jüngeren Generation.

Das Haus der 1.000 Seen

Mitmachen, Ausprobieren, Staunen

– unter diesem Motto präsentiert das

Müritzeum in Waren (Müritz) seine

multimediale, interaktive Ausstellung

zu den Schönheiten und Besonderheiten

der Mecklenburgischen

Seenplatte und des Müritz-Nationalparks.

1.000 Fische, 1.000 Seen,

1.000 Jahre sind zu erleben. Wie

wäre es mit einer aufregenden Reise

von der Eiszeit bis zur Gegenwart,

einer Erkundung des Müritz-Nationalparks

aus der Vogelperspektive

oder einer Begegnung mit 1000-jäh-

rigen Baumriesen? Auch dem Moor

kann man im Warener NaturErlebnisZentrum

so manches Geheimnis

entreißen. Einmalig ist die Aquarienlandschaft

mit 25 großen und kleinen

Aquarien und einer einzigartig

nachgebildeten Flusslandschaft.

Besonderes Highlight: das über zwei

Etagen reichende Süßwasseraquarium

mit einem Schwarm von circa

500 Maränen und mehr als 40 weiteren

einheimischen Fischarten.

Mehr Informationen zum Museum

unter: www.Mueritzeum.de


Museen – Tempel der Musen

Die Musen waren im alten Griechenland die

Schutzgöttinnen von Kultur, Wissenschaft

und Künsten, das Museum ihr Heiligtum. Als

allgemeine Bezeichnung für verschiedene

Sammlungen, die der Öffentlichkeit zugänglich

sind, gibt es das Museum dann seit dem

ausgehenden 18. Jahrhundert.

Museumsbesuche waren allerdings lange

Zeit nicht unbedingt jedermanns Sache.

Verstaubt, trocken, langweilig, stöhnten

Schüler, die von ihren Lehrern zur Wissenserweiterung

in ein Museum geschleppt

wurden. Das hat sich allerdings schon

längst geändert. Museen haben gelernt, ihre

Sammlungen richtig spannend aufzubereiten,

Wissenswertes nicht nur zum Staunen

und Genießen, sondern auch zum Anfassen

und selbst erforschen zu präsentieren. Das

erweitert dann nicht nur den Horizont, sondern

macht auch noch richtig Spaß.

Mehr Infos zu Mecklenburg-Vorpommerns

Museums-Angeboten gibt es unter

www.museumstour.de,

www.kulturportal-mv.de und

www.auf-nach-mv.de

Foto: Johannes-Maria Schlorke

Der Traum vom Fliegen

Menschen träumen vom Fliegen – seit mehr als 4000 Jahren. Doch

erst mit Otto Lilienthal, dem ersten erfolgreichen Flieger der Menschheit,

begann Ende des 19. Jahrhunderts das Flugzeug-Zeitalter. Das

Otto-Lilienthal-Museum in Anklam versteht sich als Personalmuseum

für diesen großen Flugpionier, Ingenieur und Humanisten. Die

ständige Ausstellung erzählt vom Erfi nderleben des Maschinenbauers

genauso wie von seinen sozialen und kulturellen Projekten.

Spannende Einblicke in die Luftfahrtgeschichte der Lilienthal-Zeit,

wie der Kampf zwischen Luftschiff und Flugzeug, gehören dazu,

ebenso wie wegweisende Experimente und eine ganze Reihe an

Flugzeugkonstruktionen Lilienthals. Einige Versuchsapparate dürfen

ausprobiert, das „Cockpit“ des ersten Flugzeugs der Welt bestiegen

werden. Und im Museumspark „Aeronauticon“ können Kinder

mit einfachen Experimenten den Geheimnissen des Fliegens auf die

Spur kommen – Natur und Technik zum Anfassen und Ausprobieren

heißt hier das Motto. www.lilienthal-museum.de

Lebensart um 1900

Das denkmalgeschützte Museumsensemble

der Stadt Hagenow umfasst

einen stattlichen Fachwerkbau

mit Brennhaus sowie zwei Traufenhäuser

mit Speicher- und Viehhaus.

Zusätzlich gibt es ein in dieser

Vollständigkeit in Mecklenburg

einmaliges Ensemble jüdischer

Gemeindebauten mit Schulhaus,

Wagenschauer und Synagoge zu

bewundern. Die Sammlungen zur

Stadtgeschichte, zu Handwerk und

Gewerbe sowie zum Kulturgut aus

den Dörfern Südwestmecklenburgs

Museen in MV

umfassen mehrere tausend Objekte.

Unter anderem sind eine Gaststube,

eine Schuhmacherwerkstatt, eine

Flurküche und eine Stube bis ins

Detail getreu ausgestattet. Umfangreiche

Ausstellungen zur dörfl ichen

Volkskultur, zu Flachsanbau, zu

mecklenburgirschem Waldglas- und

Leinenherstellung sowie zum einstigen

jüdischen Leben in Hagenow

ergänzen den interessanten Einblick

in das Leben von Ackerbürgern um

1900. Infos: www.freundeskreishagenower-museum.de

Foto: Wittig

13


Neue Energie

Energie-Revolution

mit Wasserstoff

In Brennstoffzellen reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu

Wasser. Strom und Wärme entstehen – äußerst effi zient und

im Idealfall ohne Entwicklung von Treibhausgasen.

Vor 40 Jahren landete mit dem Raumschiff

Apollo die erste Brennstoffzelle

auf dem Mond. Damals versorgte sie

die Astronauten mit Elektrizität, Wärme

und Trinkwasser. In naher Zukunft wird

das Minikraftwerk Einzug in unseren

„irdischen Alltag“ halten: „Im Jahr

2020 steht in zehn bis 20 Prozent der

deutschen Haushalte

2050 sollen bereits eine Brennstoffzelle

70 Prozent der im Keller und produ-

Autos mit Brennziert Strom und Wärstoffzelle

fahren me“, prophezeit Klaus

Bonhoffer, Geschäftsführer

der Nationalen Organisation

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie

(NOW), einem Zusammenschluss

von Bund, Industrie und

Wissenschaft.

14

Busse mit Brennstoffzellen-Antrieb

Für viele Einsatzmöglichkeiten existieren

bereits funktionierende Prototypen:

Seit einigen Jahren fahren in

Berlin und Hamburg Linienbusse mit

Wasserstoff und Brennstoffzelle. Die

großen Automobilhersteller rüsten seit

zwei Jahrzehnten Testfahrzeuge mit

Brennstoffzellen aus. Die Kraft pakete

bewegen Schiffe und Flugzeuge, sie

werden bald Batterien und Akkus bei

Handys oder Laptops ersetzen.

Die Funktionsweise der Brennstoffzelle

ist denkbar einfach: Sie gewinnt

Energie, indem sie die Ausgangsstoffe

Sauer- und Wasserstoff wieder in Wasser

verwandelt. Vereinfacht kann man

sich die Brennstoffzelle wie eine Batterie

vorstellen, die ununterbrochen

nachgeladen wird.

Bereits 1839 gelang es dem britischen

Physiker William Robert Grove,

die „Knallgasreaktion“ (entsteht, wenn

Wasserstoff und Sauerstoff unkontrolliert

miteinander reagieren) zu

zähmen und dabei nutzbaren Gleichstrom

zu erzeugen.

Wirkungsgrad über 80 Prozent

Als Wandler liefert die Brennstoffzelle

unaufhörlich Energie, solange die Betriebsstoffe

Wasserstoff und Sauerstoff

eingespeist werden. Der Wirkungsgrad

von über 50 Prozent klettert durch

Nutzung der anfallenden Wärmeenergie

auf mehr als 80 Prozent.

Kritiker glauben jedoch nicht an die

Vision der „Globalen Wasserstoffwirtschaft“,

denn Wasserstoff muss erst

unter enormem Energieaufwand erzeugt

werden, da er in der Natur nicht

in Reinform vorkommt. Brennstoffzellen

arbeiten aber auch mit Benzin,

Methanol oder Erdgas. Gerade aus Letzterem

lässt sich mit vergleichs weise

geringem Aufwand Wasserstoff gewinnen.

Deshalb wird Erdgas mittelfristig

der wichtigste Wasserstoffl ieferant für

stationäre Brennstoffzellen sein, auch

weil bereits ein gut ausgebautes Versorgungsnetz

vorhanden ist.

Unser Tipp

Bauen Sie sich Ihre eigene

Brennstoffzelle! Dazu gibt es

viele Experimentierkästen.

Informationen zu neuen

Energien: www.energietipp.de/erneuerbare

Wiederaufbereitung

Luftfahrt

� Die Brennstoffzelle besteht aus zwei Elektroden

(Kathode und Anode), die eine Membran

voneinander trennt. Auf der einen Seite

bilden sich positiv geladene Wasserstoff-

Ionen, auf der anderen negativ geladene

Sauerstoff-Ionen. Sind Ladungen vorhanden,

liegt eine Spannung an.

H

Wasserstoff

O

Sauerstoff

H2O Wasser

� Da eine einzelne Brennstoffzelle nur geringe

Spannung erzeugt, bündelt man sie aufeinan-

der, in sogenannten „Stacks“ (Zellstapel).



Kathode

Anode

Automobilindustrie

Gebäudetechnik

Computertechnik

Neue Energie

Cell Fuel Smart SFC

Fahren Den Elektroroller „geco-

42Fun“ mit Methanol-Brennstoffzelle

gibt es für rund 5000 Euro zu kaufen.

elektrischer

Die Fünf-Liter-Tankpatrone lässt sich

Verbraucher

selber auswechseln. Damit fährt der

Roller rund 300 Kilometer weit.

Schifffahrt

Laden Ein Brennstoffzellen-Ladegerät

für Handys, MP3-Spieler oder GPS-Geräte

gibt es bereits für 50 Dollar (etwa

35 Euro, Medis Technologies). Einmal

kräftig geschüttelt, liefert es bis zu drei

Monate 20 Wattstunden Energie.

Heizen Brennstoffzellen-Heizgeräte

sind bereits in mehreren Haushalten

zu Testzwecken im Einsatz. Die

großen Heizungsfi rmen wetteifern

um das erste marktreife Kleinkraftwerk.

Für 2010 kündigt ein australisches

Unternehmen die erste

Erdgas-Brennstoffzellenheizung für

vaillantFoto:

Privathaushalte an. Foto:

15

Foto: Medis Technologies


Drei Funkwetterstationen zu gewinnen

Auf einen Blick erkennen, wie das Wetter wird: Die Red

Lava Funkwetterstation von TFA macht’s möglich. Ihre

Displayfarbe wechselt je nach Wetterprognose von Tiefrot

(schönes Wetter) über Pink (wechselhaft) bis zu Weiß (Regen).

Mit Funkuhr, Luftdruck- und Mondphasenanzeige.

Herzlichen Glückwunsch!

Mitmachen

und gewinnen Lösen Sie unser Kreuzworträtsel

Beim letzten Rätsel gab es praktische Solar-R ucksäcke zu gewinnen.

Energiegeladen sind nun die Hagenower Sandra Wiepcke, Joachim

Dreyer und Reiner Schubert unterwegs. Die Stadtwerke wünschen

viel Freude damit.

und gewinnen Sie eine von drei

trendigen Red Lava Funkwetter-

stationen von TFA.

Sichern Sie sich Ihre Chance

Die Buchstaben in den farbig

markierten Kästchen ergeben das

Lösungswort. Einfach auf eine Postkarte

schreiben und einsenden an:

Stadtwerke Hagenow

Bahnhofstraße 87

19230 Hagenow

Sie können uns auch

faxen: (0 38 83) 61 52-111.

Einsendeschluss ist der 10. Januar 2010.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Sammeleinsendungen

bleiben unberücksichtigt.

Das Lösungswort des Kreuzworträtsels in

Heft 3/2009 lautete „TURBINE“.

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