Wandertouren_Special_2017

bhmgepaper

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84 EXTRA

LIEBLINGSTOUREN AUF EINEN BLICK

SPEZIAL 2017 • DEUTSCHLAND EURO 4,90

MIT

TOP

MEHR WANDERN • MEHR WISSEN • MEHR SPASS

5 STADT-

TOUREN

Deutschland

Österreich

Europa

5 LÄNDER

26

Lieblingsstücke

ehrlich • unabhängig • authentischWir sind

vor Ort

wanderlust

Zum Sammeln:

Alle Karten

in einem Heft

TOP TOUREN


© Maier Sports

SO GEHEN SIEGER RAUS

Schön wird die Wander-Zeit. Ganz egal, wie die Vorhersagen ausfallen. Denn Maier Sports Jacken und Hosen

passen nicht nur zu jedem Wetter, sondern auch Ihnen und zu all ihren Outdoor-Aktivitäten. Das meinen

auch die Juroren des German Brand Award und kürten Maier Sports zur Outdoor-Marke 2016.

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Lieblingsstücke 2017 | Editorial

Ihre, unsere

Lieblinge

Was ist eigentlich ein Lieblingsstück? Das

kann ein besonderes Lied sein oder ein

besonders leckeres Stück Torte, ein Teilstück

einer Wanderung – oder vielleicht sogar eine

komplette Tour. Weil für uns wandern ebenfalls viel

mehr bedeutet als nur das Fortbewegen von A nach B

und die Fokussierung auf das Ziel, haben wir uns für

dieses Sonderheft ebenfalls auf den Begriff Lieblingsstücke

geeinigt.

Wir präsentieren Ihnen in diesem Sonderheft die Touren

aus insgesamt sechs Jahren wanderlust, für die

Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, am häufigsten

interessierten!

Von allen großen Wandertouren in unserem Heft gibt

es wasserfeste Tourenkarten zum nachbestellen. Sie

haben damit ein handlichen Wegweiser zum mitnehmen

- und wir einen verlässlichen Indikator darüber,

was Ihre Lieblingsstücke waren bzw. sind. Sollte

Ihnen die Auswahl in diesem Sonderheft also etwas

merkwürdig vorkommen ... das ist also alles Ihre

Schuld! :-)

Wichtig: Wir haben aber natürlich nicht einfach nur

alte Seien übernommen, sondern alle Adressen und

Telefonnummern für dieses Heft noch einmal nachrecherchiert

und bei Bedarf aktualisiert. Denn wanderlust

ist und bleibt: ehrlich, unabhängig, authentisch!

Alle unsere Touren wurden von unseren Redakteure

und Autoren von A bis Z vorgewandert

– damit sorgenfrei nachwandern können.

Unsere Route beginnen wir in Deutschland. Wir

wandern durch das Ahrtal, erklimmen den Bergischen

Panoramasteig, klettern durch das Dahner Felsenland,

gehen auf Krimitour in der Eifel, erkunden die

Fränkische Seenplatte und machen Pause auf dem Liebesbankweg

im Harz. Dann besuchen wir den Nationalpark

Hainich, Schluchten und Bäche im Hunsrück,

durchqueren das Reich der urigen Buchen im Kellerwald,

die Lüneburger Heide, die Märkische Schweiz,

das Moseltal, das Münsterland, den Reinhardswald,

den Spitzingsee, die Uckermarck, den wilden Spessart

und die geschichtsträchtige Grüne Band in Thüringen.

Passend zum kommenden Winter haben wir uns zur

kalten Jahreszeit im Schwarzwald umgesehen. Und:

Wir sind einem Nacktwanderer im Nahetal begegnet!

Wir überqueren die Grenze nach Westen und

balancieren entlang eines Baches auf der Grenze

zwischen Belgien und den Niederlanden. Nach

Osten besuchen wir Polen, nach Süden – wie kann

es anders sein – das Wander-El Dorado Österreich.

Und für alle die, die nach dem Wandern vielleicht

noch gerne ein bisschen am Strand relaxen, zeigen

wir Ihnen, wo Sie auf Mallorca wandern können.

Ich wünsche Ihnen viele neue Ideen für

die kommende Wandersaison!

© Titel und diese Seite: hsvrs/istockphoto.com

Ihr,

Andreas Mayer

Chefredakteur

Spezial | 2017

3


Inhalt

Deutschland

IMPRESSUM

MEHR WANDERN.

MEHR WISSEN.

MEHR SPASS.

SPEZIAL 2017

© Imgorthand, Foottoo, stock_colors, nullplus/istockphoto.com

6 Intro

9 Ahrtal

11 Bergisches Land

13 Dahner Felsenland

15 Eifel

17 Fränkisches

Seenland

19 Harz

21 Nationalpark

Hainich

23 Hunsrück

25 Kellerwald

50 Intro

53 Wilder Kaiser

Österreich

Europa

60 Intro

63 Niederlande/

Belgien

27 Lüneburger Heide

29 Märkische

Schweiz

31 Moseltal

33 Münsterland

35 Nahetal

37 Reinhardswald

39 Schwarzwald

41 Spessart

43 Tegernsee-Region

45 Thüringen

47 Uckermark

55 Kärnten

57 Wienerwald

65 Polen

67 Mallorca

Stadtwandern

70 Intro

73 Düsseldorf

75 Lübeck

77 Nürnberg

79 Weimar

81 Wien

ehrlich • unabhängig • authentischWir sind

vor Ort

wanderlust

Alle hier vorgestellten Touren

wurden von uns selbst vor Ort

recherchiert, nachgewandert

und sorgfältig protokolliert. Wir

unterwerfen uns hier einem

Ehrenkodex, der uns wichtig

ist. Bei keiner unserer großen

Wanderreportagen finden Sie

versteckte Promotions, Kooperationen

oder als Redaktion

getarnte PR. Denn was gibt

es Schlimmeres, als in freier

Natur falsch informiert und

von Prospektmaterial in die

Irre geführt worden zu sein!?

Unseren gesamten Ehrenkodex

können Sie im Internet unter

www.wanderlust-magazin.

de/ehrenkodex nachlesen.

VERLAG & ANZEIGENVERWALTUNG

SportCombi Verlag GmbH

Heerstraße 5 • D-58540 Meinerzhagen

Telefon 02354 / 7799-0

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GESCHÄFTSFÜHRUNG

Thomas Brinkmann

LESERSERVICE

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an:

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CHEFREDAKTEUR

Andreas Mayer

TEXT & GRAFIK

Redaktion wanderlust Ausgaben 2011 – 2016

KARTOGRAFIE

Jochen Fischer

DRUCK

Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

D-34121 Kassel

SPEZIAL erscheint unregelmäßig als

Supplement in der wanderlust.

Zurzeit ist der Anzeigentarif Nr. 48

vom 1. März 2016 gültig.

VERTRIEB EINZELHANDEL

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EINZELHEFT 4,90 €

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Erik Hornung (Ltg.) (DW -13)

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veröffentlichten Touren und Daten,

wie Öffnungszeiten, Telefonnummern usw., sind nach

bestem Wissen aktuell recherchiert. Wir können

jedoch leider keine Haftung für die Richtigkeit der

Angaben übernehmen. Die Redaktion bittet um Verständnis,

wenn angekündigte Themen aus aktuellem

Anlass verschoben werden.

Gedruckt auf umweltschonendem, 100 % chlorfrei

gebleichtem Papier.

ist ein Titel der SportCombi-Gruppe.

4

Spezial | 2017


Alle Wanderziele in

der Übersicht

Niederlande/Belgien S. 63

Polen S. 65

Lübeck S. 75

Mallorca S. 67

Lüneburger Heide S. 27

Uckermarck S. 47

Märkische Schweiz S. 47

Münsterland S. 33

Kellerwald S. 25

Düsseldorf S. 73

Bergisches Land S. 11

Eifel S. 15

Ahrtal S. 9

Hunsrück S. 23

Moseltal S. 31

Nahetal S. 35

Dahner Felsenland S. 13

Harz S. 17

Reinhardswald S. 37

Nationalpark Hainich S. 21

Weimar S. 79

Thüringen S. 45

Spessart S. 41

Nürnberg S. 77

Fränkische Seenplatte S. 17

© kosmozoo / istockphozo.com

Schwarzwald S. 39

Wien S. 79

Wienerwald S. 57

Tegernsee-Region S. 43

Wilder Kaiser S. 53

Kärnten S. 55

Spezial | 2017

5


Deutschland

© Imgorthand/istockphoto.com

6

Spezial | 2017


Deutschland

Spezial | 2017

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Deutschland

Die neue

Heimatliebe

Volksmusik, Schrebergarten und Spießigkeit - Heimat war einst ein Synonym für Enge und

konservative Lebensweise. Den Mief von gestern ist man längst losgeworden, so erlebt auch

das Wandern eine neue Renaissance. Vor allem der Blick vor die eigene Haustür, der Urlaub im

eigenen Land ist angesagt wie nie. Denn ganz gleich, ob man sich beim Wandern am Meer eine

frische Brise um die Nase wehen lässt, sich auf einem der prämierten Fernwanderrouten den

Kopf frei pustet oder in den Alpen die Höhenluft genießt - die Möglichkeiten, die Heimat

wandernd zu erkunden sind vielfältiger als man denkt.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so

nah.“ Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste die Vorzüge

der Heimat zu schätzen. Auch wir haben erkannt, dass man

direkt vor der eigenen Haustür jede Menge facettenreiche

Natur, unterschiedlichste Landschaften und

vielseitige Regionen entdecken kann.

Insgesamt 16 Bundesländer sorgen in

Deutschland für Abwechslung – von den

Bayerischen Alpen über die Mecklenburgische

Seenplatte bis hin zur

Nordseeküste lässt sich die deutsche

Heimat von ihrer ursprünglichen

Seite kennenlernen. Hunderte Kilometer

Wanderwege, gut organisiert

und bestens markiert treffen auf

vielfältige kulturelle, historische

und kulinarische Höhepunkte.

„Das ist das Angenehme

auf Reisen, dass

auch das Gewöhnliche

durch Neuheit

und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.“

Auch hier hat es Goethe auf den Punkt gebracht. Denn seien

wir doch einmal ehrlich – es gibt wohl kaum jemanden, der

schon alle deutschen Urlaubsregionen gesehe, geschweige

denn durchwandert hat. Nordsee, Ostsee, Erzgebirge, Harz,

Schwarzwald, Allgäu oder Bayrischer Wald, die Liste ist endlos.

Deutschland ist vielfältig, von der See bis zum Gebirge. Vor

allem das „dazwischen“ ist für viele Deutsche noch unbekanntes

Terrainund was vielen Menschen gar nicht bewusst ist – in

Deutschland gibt es 14 Nationalparks.

„Man reist nicht, um anzukommen,

sondern um zu reisen.

Die beste Bildung findet ein

gescheiter Mensch auf Reisen!“

Um bei Goethe zu bleiben, wer

Wandern mit Kunst und Kultur

verbinden will, ist in Deutschland

bestens aufgehoben.

Rund um Thüringen zum

Beispiel lässt sich Goethes

zweite Heimat erkunden.

Goethe verbrachte hier

seine wichtigste Zeit

bis zum Tode im Jahr

1832. Von Ilmenau bis

Stützerbach verbindet der

Goethewanderweg auf 20 Kilometer zahlreiche Wirkungsstätten

und Lieblingsplätze des berühmten Dichters.

So schätze er z.B. er schätzte zum Beispiel den Porphyrfelsen

Schwalbenstein, wo er an einem Tag den 4. Akt der

„Iphigenie“ schrieb, und die Felsenhöhle Hermannstein.

© appleuzr/istockphoto.com

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Spezial | 2017


Deutschland

Ahrtal

Steile Berge

entlang der Ahr

Typ: Streckenwanderung

Länge: 11,6 Kilometer

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Markierung: nicht durchgehend

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

bis anspruchsvoll

Steigung/Gefälle: gut 400 Meter

rauf/ca. 450 Meter runter

Höchster Punkt: ca. 427 Meter

Beste Wanderzeit: März bis November

(schnee- und eisfrei!)

Start/Ziel: Bahnhof 53505 Altenahr/

Bahnhof 53506 Rech

Wegequalität: alpine Pfade, Kiesweg,

zum Schluss breiter Waldweg

Von Altenahr nach Rech

Wild und sanft

Die heimliche Königsetappe entlang der Ahr verbindet

alpine Steige, spektakuläre Aussichten und Abenteuerliches

wie das Teufelsloch mit verträumter Fluss- Romantik

an der naturbelassenen Ahrschleife bei Altenahr.

Auf das Bahnhofsgebäude schauend

dem schmalen Weg zwischen

Ahr und den Gleisen nach links

folgen. Eine Unterführung unterquert

die Bahntrasse. Dahinter

schlängelt sich der Pfad in Kehren

hinauf bis zu einem Querweg, dem

Eifelvereinsweg Nr. 7. Nach rechts

erklimmt dieser die Aussichtspunkte

Schwarzes Kreuz 1 und

Teufelsloch 2 . Hinter dem zweiminütigen

Links-Abstecher zum

Teufelsloch setzt sich der Weg

zwischen Fels und über Steintreppen

an Hang und Grat entlang

fort. Einige Zeit, nachdem er auf

die andere Hangseite gewechselt

hat, trifft er auf einen Abzweig, an

dem der Ahr-Venn-Weg des Eifelvereins

(Markierung: liegendes V)

links im Zickzack zur Ahr abfällt.

Etwas flussaufwärts liegt die

Naturschutz-Jugendherberge

Altenahr 3 . Auf der entgegengesetzten

Seite des Bolzplatzes

leitet ein Wiesenweg zur Brücke

über die Ahr. Am anderen Ufer

folgt der Ahrtalweg (schwarzes

A) nach rechts der Flussschleife

durch das Naturschutzgebiet im

Langfigtal 4 . Über eine Brücke

wechselt er ans andere Ufer,

passiert aufgelassene Weingärten,

einige Brücken und ein Viadukt

unterhalb der Ruine Burg Are.

Gegenüber eines steilen Weinhangs

steigen Eifelvereinsweg 6

und AV1 rechts in Kehren zum

Krähhardt-Plateau 5 auf. Oben

streift der Weg durch Wiesen mit

Einzelbäumen. Ein Stein am Boden

markiert den Rechtsabzweig

zum Schrock. An den weiteren

Abzweigen und Gabelungen

unterhalb der Teufelsley 6

immer rechts halten, bis der Weg

auf einen breiteren Fahrweg trifft.

Ein kurzes links Stück hinauf,

zweigt links ein Weg im spitzen

Winkel ab und steigt weiter an.

Zur Schutzhütte am Schrock 7

führt ein kurzer Abstecher nach

links. Ein kleines Stückchen

höher, dann gabelt sich der

Weg, und links geht es nun über

breitere Forstwege auf AV1 und

Eifelvereinsweg 2 leicht bergab

durch den Wald Richtung Rech.

Der Weg trifft auf einen von

unten kommenden Weg, läuft mit

diesem ein kurzes Stück bergan,

biegt dann rechts hinauf, passiert

den Bildstock „Flucht nach Ägypten“,

knickt links bergab, folgt

dem Hangverlauf in eine Talspitze,

wo ein Querweg nach links auf

Rech zuläuft. An zwei Gabelungen

bleibt unser Weg links, schwenkt

auf die andere Talseite, passiert

ein steinernes Kreuz und erreicht

den Ortsrand von Rech 8 . Die

Bärenbachstraße wird später

zur Brückenstraße. Sie fällt an

Weingütern, Straußwirtschaften

und der Kirche St. Lucia vorbei

zur St.-Nepomuk-Brücke hinab.

Auf der anderen Seite der B 267

bringt uns das Sträßchen Am

Herrenberg zu den Stufen, die vor

dem gleichnamigen Biergarten

zu den Gleisen der Bahnstation

hinunterführen.

Verborgen im Ahrtal

Das geheimste Bauwerk in der

Geschichte der Bundesrepublik

Deutschland öffnet seine Tore –

atombombensichere Tore! In zwei

Eisenbahntunneln einer unvollendeten

Bahn durch das Ahrgebirge

steckte der ehemalige Regierungsbunker.

Der 17,3 km lange „Ausweichsitz

der Verfassungsorgane der

BRD in Krise und Krieg“ sollte den

Staatsoberhäuptern im Ernstfall des

Kalten Krieges die Haut retten. Eine

Dokumentation und viele Originalgegenstände

wie die Kommandozentrale

und das Bett des Bundespräsidenten

beleben die auf 203

Meter zurückgebaute Bunkeranlage.

www.dokumentationsstaetteregierungsbunker.eu

Spezial | 2017

9


Deutschland

Ahrtal

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Mit Direktverbindung aus Bonn oder vom Bahnhof Remagen

fährt die Ahrtalbahn RB 30 stündlich nach Altenahr, www.bahn.de, www.vrs.info,

www.vrminfo.de. Zwischen Ahrweiler und Ahrbrück hält der Zug an den Bahnhöfen

Walporzheim, Dernau, Rech, Mayschoss, Altenahr und Kreuzberg. Are-Taxi,

Tel:. 02641/2333, Taxi Seul Altenahr, Tel.: 02643/6666

Mit dem Pkw: A 61 Koblenz-Bergheim; aus Norden bis AK Meckenheim, B 257

Richtung Altenahr, dann B 267 bis Altenahr; aus Süden bis AS 31 Dreieck Sinzig,

A 571/B 266/B 267 über Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Altenahr

Orientieren: Wanderkarte des Eifelvereins Nr. 9: Das Ahrtal, 1:25.000, Ausgabe

2013, ISBN 3-921805-87-9, 9 Euro, www.eifelverein.de, Wanderparadies Ahrsteig,

Set aus Wanderführer und Wanderkarte, 1:25.000, ISBN 978-3-934342-64-4,

18,95 Euro, www.ideemediashop.de

Tourenhöhepunkte

Weinberge hoch über Dernau

1

Schwarzes Kreuz: Als

Unglückskreuz 1865

errichtet, bildet das „Schwarze

Kreuz“ einen Gegenpol zum

„Weißen Kreuz“ gegenüber, auf

der anderen Seite des Ahrtals.

Der Felssporn schwebt über

Altenahr und setzt die Ruine

Burg Are mit dem anschließenden

Felsriegel Engelsley

gekonnt in Szene.

2

Teufelsloch: Viele Legenden

kursieren über diesen

gut mannshohen Durchbruch

Luzifers im harten Fels der

Ahreifel. Er bietet doppelseitige

Ausblick: Im Nordosten streckt

sich das Langfigtal unterhalb

von Burg Are und Engelsley vor

den Augen aus. Dreht man sich

um, rücken im Südwesten die

Häuser Altenburgs hinter der

Felshöhle ins Sichtfeld.

3

Naturschutz-Jugendherberge

Altenahr: Traumhaft

bettet die Herberge ihre

Gäste ins abgelegene Langfigtal.

Tagsüber waten sie durch die

seichte Ahr, baden und picknicken

am Idyll eines Flusses,

der wie vor Jahrhunderten noch

kurven darf.

4

Langfigtal: Seit 1983 bewahrt

das Naturschutzgebiet

„Ahrschleife bei Altenahr“

das schöne Landschaftsbild im

Langfigtal. Die Ahr beugt sich

stärkerer Naturgewalt: Für

den harten Brocken Engelsley

muss sie etwa drei Kilometer

Umweg fließen. Dafür darf sie

frei schwingen – ganz ohne

Uferkorsett. Fast senkrechte

Felswände schirmen die

weitläufigen Wiesenauen so gut

ab, dass der Mensch hier nur

maßvoll gewirtschaftet hat.

5

Krähhardt-Plateau:

Malerisch schlängelt

sich der Weg auf der Hochebene

Krähhardt durch magere

Wiesen mit Einzelbäumen – ein

sehr seltenes Bild heutzutage.

Im Frühjahr knüpft die große

Sternmiere weiße Teppiche auf

der Hochfläche.

6

Teufelsley: Wo der Umlaufberg

wieder ans Ahrgebirge

„andockt“, ragt der Felssporn

Teufelsley auf, gekrönt

von einem aus zwei Baumstämmen

grob gezimmerten

Gipfelkreuz. Eine Kraxelei nur

für absolut Schwindelfreie!

7

Schrock: Genialer Blick

aus 405 Metern Höhe

über den Rand der Ahrtal-

Kerbe hinaus zu den Kuppen

des Sieben gebirges am Rhein,

südlich von Bonn. Beim

richtigen Sonnenstand leuchtet

der Petersberg hell auf!

8

Rech: Am Fuße des

Steinerbergs trifft die

Wanderung im 550-Seelen-

Winzer örtchen Rech den

Ahrwein! Etwa zwanzig

Weinbaubetriebe bewirtschaften

dort noch rund 35 Hektar mit

überwiegend roten Rebsorten.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

Tipps für das Ahrtal

Am Wegesrand:

Hotel Restaurant Café Lang,

Altenburger Str. 1, 53505 Altenahr,

Tel.: 02643/93730, www.hotellang-ahr.de

Land-gut-Hotel zur

Post, Brückenstr. 2, 53505 Altenahr,

Tel.: 02643/9310,

www.hotelzur-post.de Hotel &

Restaurant Zum Schwarzen

Kreuz, Brückenstr. 5–7, 53505

Altenahr, Tel.: 02643/1534,

www.zumschwarzenkreuz.de

Naturschutz-Jugendherberge

Altenahr, Langfigtal 8, 53505

Altenahr, Tel.: 02643/1880,

www.jugendherberge.de

Jeden Tag was anderes:

Von März bis Oktober findet

an jedem Wochentag mindestens

ein geführtes Programm statt:

Rotweinwanderung, Stadtrundgang,

Dokumentationsstätte Regierungsbunker,

Weinprobe. Teilnahme

ohne Voranmeldung, 5 bis 10 Euro/

Person, www.ahrtal.de

(Tagestipps).

Wein probieren:

Nach Orten sortierte Listen mit allen

Weinfesten, Winzern, Genossenschaften

und Straußwirtschaften

im Ahrtal stehen auf www.ahrtal.de

unter „Ahrwein“ bereit. Noch mehr

Infos über die Weinorte, Weinlagen,

Rebsorten und Weinevents auf

www.ahrwein.de

Ausgegraben:

Die Römervilla am Silberberg in

Altenahr war das große Herrenhaus

eines antiken Gutshofs. Bei

Straßenarbeiten entdeckte man

1980 das im 5. Jh. n. Chr. bei einem

Hangrutsch verschüttete Gebäude:

Museum Römervilla, Am Silberberg

1, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler,

Tel.: 02641/5311,

www.museum-roemervilla.de

Informieren:

Tourist-Information Altenahr,

Altenburger Str. 1a, 53505 Altenahr,

Tel.: 02643/8448 Ahrtal-Tourismus,

Hauptstr. 80, 53474 Bad Neuenahr-

Ahrweiler, Tel.: 02641/91710,

www.ahrtal.de

10

Spezial | 2017


Deutschland

Bergisches Land

Der Bergische

Panoramasteig

Gesamtlänge: 244 Kilometer

Ausgewählte Etappen: Ründeroth –

Lindlar (ca. 18 km), Radevormwald

– Wipperfürth (ca. 23 km)

Markierung: Die Strecke ist durchgehend

ausgeschildert. Die Schilder

zeigen einen schwarzen Kringel auf

gelbem Grund, beschriftet mit: „Das

Bergische Wanderland, Bergischer

Panoramasteig“. Wegweiser stehen

vor allem an Kreuzungen und kniffligen

Wegführungen. Gelbe Spitzen

markieren den Hauptweg, blaue die

Zubringer.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Idylle zwischen den Ballungszentren

Von Ründeroth bis Wipperfürth

„Eingepfercht“ zwischen den Ballungsräumen Köln/Bonn, der nordrhein-westfälischen

Landeshauptstadt Düsseldorf sowie dem riesigen Ruhrgebiet liegt das Bergische Land –

und versprüht auf seinen ausgedehnten Routen einen ganz eigenen Reiz.

Vom Bahnhof Ründeroth, gut

ausgeschildert, nach links zur

Agger (es empfiehlt sich zuvor ein

kurzer Abstecher nach rechts in

den kleinen historischen Ortskern

Ründeroths), dann dem Fluss folgend

die B 55 überqueren, immer

den Wegweisern nach, die nach

rechts abzweigende Straße Richtung

Aggertalhöhle 1 überqueren,

geradeaus der Bundesstraße

noch kurz folgen, dann rechts

immer ansteigend in und durch

den Wald. Am Wegweiser kurz

vor Neuenhaus besteht die Möglichkeit,

nach rechts auf einem

Waldweg zur Aggertal höhle

abzusteigen. Der Panoramasteig

führt weiter über Neuenhaus und

Feckelsberg, nun bergab, nach

Blumenau. Jetzt steil bergauf nach

Rommersberg. Hier großartige

Panoramablicke in die Täler von

Agger und Leppe. Absteigen ins

Tals des Horpebachs, herrlich

durch lichten Wald an einer kleinen

Kapelle vorbei. Hier ist nach

links der Zubringerweg Richtung

Engelskirchen ausgeschildert,

mit Bahnhof (Toureinstieg oder

-abbruch möglich, RB 25) und LVR

Museum 2 in der alten, sehenswerten

Textilfabrik von Engels &

Ermen. Der Panoramasteig wendet

sich am Abzweig aber nach

rechts Richtung Lindlar und führt

parallel zur Autostraße zunächst

auf einem breiten Forstweg mäßig

bergauf und geht später in einen

schmaleren Wandersteig über.

Bevor in Höhe von Eichholz die

Straße überquert wird, ist ein

lohnender Abstecher nach rechts

zum Erlebniszentrum „:metabolon“

(ausgeschildert) möglich, das vor

allem mit Kindern interessant

ist. Der Hauptweg führt in einem

großen südlichen Bogen um

Lindlar herum mit prächtigen

Aussichten auf den Ort und in die

umliegenden Berge und Täler. Die

Tour endet entweder im Ortskern

von Lindlar 3 (dann dem Zubringerweg

nach rechts folgen) oder

am Bergischen Freilichtmuseum

4 (Busverbindung nach Bensberg

und nach Köln). Start unserer

zweiten Etappe ist der Busbahnhof

von Radevormwald. Dem gut

sichtbaren Zubringerwegweiser

folgen, die B 229 überqueren und

die Stadt nach Süden verlassen.

Bald trifft die Route auf den

Panoramasteig und schwenkt

nach Osten, leicht bergab und

bergauf durch Wald und Wiesen,

bis wenig später auch die B 483

überquert wird. Nun geht es

bald wieder aufwärts, südlich an

Erlenbach und nördlich an Berge

vorbei, etwas Zickzack in der

Linienführung, bis am alten Bahndamm

der Panoramasteig steil

bergab nach Süden abknickt und

sich länger durch das weitläufige

Talsperren im

Bergischen Land

Wer im Bergischen Land wandert,

kommt fast unweigerlich an

eine Talsperre. Zwölf sind es

insgesamt, die ältesten weit über

100 Jahre alt. Sie dienen der

Wasserversorgung, wie die Große

Dhünntalsperre, die erst in den

1980er Jahren gebaut wurde. Sie

ist die zweitgrößte dieser Art in

Deutschland und wird – wie auch

andere – besonders geschützt. Anders

die Talsperren, die vor allem

dazu dienen, Flüsse zu regulieren:

Hier ist alles erlaubt, wie etwa an

der bekannten Agger-Talsperre

bei Gummersbach oder der Bever

bei Hückeswagen. Es darf gezeltet,

geschwommen und Boot gefahren

werden. Eine Urlaubs- und

Erholungslandschaft wie aus dem

Bilderbuch!

Spezial | 2017

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Deutschland

Bergisches Land

Anreisen und orientieren

Bus und Bahn: Der Bahnhof Ründeroth ist erreichbar mit der RB 25 Köln–Marienheide,

stündlich ab Köln Hbf (immer 24 Minuten nach der vollen Stunde, Gleis 10). Auch die

Städte Wipperfürth und Radevormwald sind mit Bussen des öffentlichen Nahverkehrs

erreichbar. Fahrpläne und Informationen: www.vrsinfo.de

Mit dem Pkw: Die Autobahnen 1, 3, 4, 40, 45, 59 und 61 führen Sie unmittelbar ins

Bergische Wanderland bzw. direkt daran vorbei.

Orientieren: Wanderkarte Bergischer Panoramasteig, Maßstab 1:30.000, wetterfest, 6,95

Euro (im Buchhandel). Weitere Infos unter www.publicpress.de

Der Bergische Panoramasteig: „In 18 Tagesetappen durch das Bergische Land“

von Guido Wagner, J.P. Bachem Verlag Köln (erscheint im März 2014). Weitere Infos unter

www.bachem.de

Weitere Informationen: www.bergisches-wanderland.de, wo GPX-Dateien sowie

Informationen zu sämtlichen „Streifzügen“ erhältlich sind.

© wanderlust

Typisch für das Bergisch Land:

Fachwerk, hier in Rommersberg.

Bevertal zieht. Der Weg steigt

wieder an und erreicht schließlich

Egen 5 , dessen markanter

Kirchturm schon vom gegenüberliegenden

Höhenzug lange

vorher ausgemacht wurde. Nun

weiter nach Süden durch herrlichen

Wald, bis schließlich die

idyllisch in die Hügel eingebettete

Neyetalsperre 6 erreicht wird.

Der Weg folgt eine Weile dem

Ufer, dreht dann nördlich in den

Wald und stößt weiter oben auf

die Rottenscheider Höhe. Nicht

mal einen Kilometer entfernt liegt

westlich die wassersportgeeignete

Bevertalsperre. Der Panoramasteig

wendet sich aber wieder

bergab nach Süden und erreicht

durch schattigen Wald den beeindruckenden

Staudamm der Neye.

Abwechslungsreich geht der Weg

anschließend zwischen Wiesen

und Felder hindurch und erreicht

schließlich bei Voßkuhle den

Stadtrand von Wipperfürth 7 .

Hier nach rechts dem Zubringer

in die Stadt folgen, ein wenig an

der Wupper entlang und dann

nur noch wenige Meter bis zum

Busbahnhof.

Tourenhöhepunkte

Bergische Geschichten mit Ausblick

1

Aggertalhöhle: Die längste

Höhle des Rheinlandes

zeigt die vergangene Welt der

Korallenriffe. Es sah im Bergischen

Land einmal so aus wie

in der Südsee.

2

LVR Museum: Die alte

Baumwollspinnerei Ermen

und Engels steht unter Denkmalschutz

und beherbergt heute ein

Industriemuseum, in dem das

„Wasser als treibende Kraft“ im

Mittelpunkt steht.

3

Lindlar: 900 Jahre alte

Stadt mit hübschem Kern,

viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser.

Lohnend eine Führung

Etappenprofile

1

durch die großen Steinbrüche.

Der Freizeitpark hinter Schloss

Heiligenhoven bietet Minigolf

und Hallenbad.

Bergisches Freilichtmuseum:

Ein Freilichtmuseum,

4

in dem gezeigt und erlebt wird,

wie vor hundert Jahren bäuerliche

Landwirtschaft betrieben

wurde. Ganzjährig geöffnet,

montags geschlossen.

Egen: Der Zwiebelturm

5

der katholischen Dorfkirche

ist sehr markant und von

weitem gut auszumachen. Egen

liegt auf der höchsten Erhebung

weit und breit.

2 3 4

5 6 7

Bergisch essen, erfrischen & günstig schlafen zwischen

Ründeroth und Lindlar sowie Radevormwald und Wipperfürth

Ausgewählte Jugendherbergen :

Radevormwald (die zweitälteste

Jugendherberge Deutschlands) und

Lindlar, 0266/5264

www.jugendherberge.de

Weitere Unterkünfte:

Malteser Kommende (Engelskirchen),

untergebracht in Schloss Ehreshoven,

25 EZ (72 €), 9 DZ (52 € p.P),

02263/8000

www.malteser-kommende.de

Wigger (Wipperfürth-Egen), wunderbarer

Pausenort der 5. Etappe mit

gutem Essen und Trinken auf

der großzügigen Terrasse,

EZ ab 50 €, 02267/4830

www.gasthaus-wigger.de

Landgasthof „Alter Rommersberg“,

mitten im urigen Ortskern des kleinen

Dorfes gelegen. Bei

6

Neyetalsperre: Die Neye

ist eine der insgesamt

sechs Trinkwassertalsperren

im Bergischen Land, gebaut

Anfang des vorigen Jahrhunderts.

Der Panoramaweg ist

so angelegt, dass er bis unter

die eindrucksvolle Bruchstein-

Staumauer führt.

7

Wipperfürth: Die älteste

Stadt des Bergischen Landes

darf seit einem Jahr auch

den Titel „Hansestadt“ führen.

Ein sowohl historisch interessantes,

aber auch lebendiges

Zentrum mit vielen Geschäften

und Einkehrmöglichkeiten.

schönem Wetter auch mit Biergarten.

Dienstag ist Ruhetag.

Tel.: 02263/9289801

www.landgasthof-rommersberg.de

Viele weitere Einkehrmöglichkeiten

unter www.bergisches-wanderland.de,

oder einfach in die entsprechenden

Wanderkarten blicken!

12

Spezial | 2017


Deutschland

Dahner Felsenland

Dahn in der

Südwestpfalz

Auf einer Achse südlich von

Kaiserslautern und westlich

von Karlsruhe bettet sich der

Luftkurort Dahn zwischen die

bewaldeten Hügel des Naturparks

Pfälzerwald-Nordvogesen. Überall

ragen kunstvoll geformte Türme

aus rotem Wasgauer Buntsandstein

zwischen den Bäumen empor.


Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 12 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Markierung: Schwarze Balken auf

gelbem Hintergrund

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Steigung/Gefälle: ca. 400 Meter

Höchster Punkt: 330 Meter

Beste Wanderzeit: Apr. bis Okt.

Start/Ziel: Wanderparkplatz

Eybergstraße, 66994 Dahn

Wegequalität: Zertifizierter

Premiumweg (68 Pkte), Pfade und

Waldwege, Vorsicht bei Nässe/Eis!

Durch die Dahner Felsenwelt

Zu den roten Riesen

Der Dahner Felsenpfad verbindet auf zum Teil neu gegrabenen, schmalen Wegen über 15 eindrucksvolle Felsgebilde.

Bei manchen führen Stufen hinauf, bei anderen müssen Wanderer sich hindurchzwängen – und dem Büttelfels steigen

sie mitten ins Herz.

Vom Parkplatz führt der Dahner Felsenpfad

auf der Eybergstraße nach links, knickt links

Richtung Campingplatz ab, schwenkt hinter dem

Hotel Felsenland rechts über die Wiese zu einem

Schotterweg. Diesem folgt er nach links, biegt

vor dem Campingplatz rechts auf den Sandweg

(nicht scharf rechts), zweigt auf der ersten Kuppe

rechts auf den Pfad zum Pfaffenfels 1 hinauf, fällt

dann mit Blicken auf Dahn steil ab und verläuft

rechts auf der Straße am Sportplatz entlang. Am

Ende geht es rechts auf einem Pfad am Waldrand

oberhalb von Dahn entlang, an einem Kneipptretbecken

vorbei und vor dem Schillerfelsen 2

links hoch zum Felsbogen, dahinter noch höher

und durch eine Felsenge des Schillerfelsens, dann

hangparallel zum Schwalbenfelsen 3 . Dahinter

rechts macht der Pfad einen Schlenker durch die

Felsenarena 4 , schlägt einen weiten Rechtsbogen

und steigt am Ende des Gebildes rechts an zu

einem Plateau mit Picknickplatz, wo er sich links

auf einem breiteren, leicht abfallenden Waldweg

fortsetzt. Am nächsten Abzweig scharf rechts, an

der großen Gabelung links und beim nächsten

größeren Abzweig wieder links, schlängelt sich

der Pfad geradeaus auf den Elwetritschefels 5 .

Kurz vorher knickt der Felsenpfad rechts

hinunter, biegt unten links, an der Schotterstraße

rechts, am Ende links, sofort rechts auf den

Waldweg, links über den Parkplatz, am Ende

rechts und an den Infotafeln zum Naturschutzgebiet

Moosbachtal entlang zur Dahner Hütte 6 . Es

geht geradeaus weiter, hinter einer Linkskurve

an einer Waldwegekreuzung links abwärts, am

Ende links auf den Schotterweg, in einem Linksbogen

an den Wiesen des Moosbachtals entlang,

rechts auf einem Pfad aufwärts zu Hirschfels,

Schusterbänkel, Schlangenfelsen, Mooskopf

und Roßkegelfels 7 , wieder abwärts und unten

links auf den Waldweg. Nach einer Kehre an der

Waldkreuzung rechts (Abkürzung geradeaus: ca.

1,5 km zum Startpunkt), an einer Gabelung links,

durch Buchenwald, am Rothsteigbrunnen 8

links und sofort rechts auf dem schräg nach oben

verlaufenden Waldweg am Ungeheuerfelsen 9

vorbei. Unten am Schotterweg rechts, rechts auf

einen Pfad, am Ende links, an den Häusern von

Büttelwoog vorbei, dahinter rechts ab, Linkskurve,

die Eybergstraße queren und zum Büttelfels

10 hinauf. Weiter an der Felswand bis zu einem

Durchlass, dahinter rechts, an einer Kreuzung

geradeaus und über eine Felsrippe zum Lämmerfelsen

11 . Vor dem Wegweiser windet sich der

Pfad links hinunter, in der nächsten Kehre lohnt

der Abstecher zu einem weiteren Aussichtspunkt,

am Ende des Zickzacks rechts abwärts, vor dem

Fels links, unten rechts auf den breiten Waldweg

(geradeaus Abkürzung zum Parkplatz), am Ende

links auf den Wirtschaftsweg im Wieslautertal,

hinter der Rechtskurve links über die Wiese

hinauf am Hotel vorbei, im Wald erst rechts, dann

links im Zickzack über die Kuppe zum Wachtfels

12. Der Felsenpfad kurvt zu einem Parkplatz

hinunter, am anderen Ende biegt er nach links,

läuft an Braut und Bräutigam 13 vorbei und führt

dahinter links über die Straße zum Wanderparkplatz

zurück.

Spezial | 2017

13


Deutschland

Dahner Felsenland

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Mit dem Zug Karlsruhe–Saarbrücken bis Bhf.

Hinterweidenthal, weiter mit den Bus-Linien 251 oder 548 (www.vrn.de).

Zusätzlich verkehren Ruftaxis. Fahrten müssen eine Stunde vor Abfahrt angemeldet

werden (Tel. 06391/1824). Von Mai bis 3. Oktober halten die direkten

Ausflugszüge „Bundenthaler“ (So u. Feiertage) aus Mannheim und „Felsenland-Express“

(Sa, So, Feiertage) aus Karlsruhe in Dahn-Süd (www.der-takt.de).

Mit dem Pkw: Anreise A65 bis Landau oder A62 bis Pirmasens. Dann B10

bis Hinterweidenthal, dort auf die B427 nach Dahn abbiegen. Im Zentrum

rechts, am Bahnhof Dahn-Süd vorbei bis zum Wanderparkplatz.

Orientieren: Wandern u. Radfahren im Dahner Felsenland, 1:25.000, Pietruska-

Verlag, ISBN 978-3-934895-60-7, 6,90 Euro. Poller & Todt: Wanderparadies

Südwestpfalz, ISBN 978-3-934342-59-0, www.ideemediashop.de, 11,95 Euro.

Tourhöhepunkte am Dahner Felsenpfad

Im Reich der Elwetritsche

Pfaffenfels: Der Aussichtspunkt

gibt den Blick auf

1

die sanften Kuppen des Dahner

Felsenlands frei. Rechts liegen die

Lämmerfelsen, etwas davor der

Büttelfels, links der Wachtfels und

links dahinter ein Felsriff mit den

Burgen Altdahn, Grafendahn und

Tanstein.

Schillerfelsen: Beim Freischneiden

entdeckte man

2

am Sockel eine Gedenktafel des

Verschönerungsvereins Dahn an

den 100. Todestag des Dichters

1905. Von oben fällt der Blick auf

den gegenüberliegenden Aussichtsfelsen

Jungfernsprung.

Schwalbenfelsen: Über eine

3

Natursteintreppe steigt man

dem Felsen auf den Kopf, schaut

auf Dahn und ganz rechts zum

Wachtfels.

Felsenarena: In dem langgestreckten,

wie eine Arena

4

geschwungenen Felsband gibt es

viele Formen zu entdecken!

Elwetritschefels: Zu Füßen

5

des Felsens zieht das Naturschutzgebiet

Moosbachtal eine

wunderschöne Talwiesenschneise

in den Wald.

Dahner Hütte: Die große

6

Hütte des Pfälzerwald-Vereins

ist ein beliebtes Ausflugsziel

mit Berghüttencharakter. Dort

gibt es einfache Gerichte, Kaffee

und Kuchen, Kinderspielplatz und

einige Schlafplätze.

Hirschfelsen, Schusterbänkel,

Schlangenfelsen,

7

Mooskopf und Roßkegelfels: fünf

Felsen Schlag auf Schlag. Wer

entdeckt die Schlange am Schlangenfelsen?

Rothsteigbrunnen: Hier

8

erfrischen sich Wanderer

und Radler gern!

Ungeheuerfelsen: An den

9

beiden Felsenfenstern am

Ende des Massivs kann man schön

picknicken.

Büttelfels: Über eine Leiter

10

können Wanderer dem Felsen

„in sein Herz steigen“ und zu

den Lämmerfelsen schauen. Von

der anderen Wandseite erklimmen

Kletterer den Büttelfels.

Lämmerfelsen: Mit 329

11

Metern bietet der höchste

Aussichtspunkt auf dem Felsenpfad

spektakuläre Blicke.

Wachtfels: Eine Metalltreppe

12

mit 66 Stufen führt auf das

Plateau dieses Felsens.

Braut und Bräutigam: Nur

13

ein schmaler Spalt trennt die

beiden schlanken, hoch aufragenden

Türme voneinander.

Etappenprofil

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Tipps fürs Dahner

Felsenland

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Gaststätte am

Campingplatz Büttelwoog, Am

Campingplatz 1, 66994 Dahn, Tel.

06391/5622 Waldgasthaus des

Pfälzerwald-Vereins Dahner Hütte

(16 Betten), Im Schneiderfeld, 66994

Dahn, Tel. 06391/1793, Mo+Di geschl.

Restaurant Pizzeria Sportpark

Dahn, Eybergstr. 4, 66994 Dahn, Tel.

06391/2131 Hotel Felsenland****S,

Im Büttelwoog 2, 66994 Dahn, Tel.

06391/92370, www.hotel-felsenland.de

Hotel Pfalzblick****, Goethestr. 1,

66994 Dahn, Tel. 06391/4040,

www.pfalzblick.de Felsenland-Jugendherberge

Dahn, Am Wachtfelsen 1,

66994 Dahn, Tel. 06391/1769,

www.diejugendherbergen.de

Dahner Felsenland schmecken:

Die Dahner Felsenland-Wirte verwöhnen

ihre Gäste mit südwestpfälzischen

Spezialitäten wie Bachforelle, Saumagen

und Weidelamm (www.dahner-felsenland-wirte.de).

In Dahn gibt es zwei:

Restaurant Wasgauperle, Goethestr.

14, 66994 Dahn, Tel. 06391/1340,

www.wasgauperle.de Restaurant

Haus des Gastes, Weißenburger Straße

17d, 66994 Dahn, Tel. 06391/3414,

www.dahn-haus-des-gastes.de

Noch mehr Premiumwandern:

Das Deutsche Wandersiegel des

Deutschen Wanderinstituts bürgt auf

drei weiteren Wegen im Dahner Felsenland

für Qualität und Abwechslung:

Die Wasgau SeenTour verbindet

Ludwigswinkel und Fischbach auf

einem 21,5 km langen Rundkurs, der

Busenberger Holzschuhpfad führt

auf 24 Kilometern aussichtsreich um

den Nachbarort von Dahn, und der

90 km lange Felsenland-Sagenweg

steckt voller geheimnisvoller Geschichten

(www.dahner-felsenland.net). Auch

der 142 km lange, zertifizierte Pfälzer

Waldpfad durchläuft das Felsenland

(www.wandermenue-pfalz.de).

Entspannen: Direkt am Start/Ziel

laden acht Becken mit Wasser-Attraktionen,

ein finnisches Saunadorf und

Dampfbäder sowie der großzügige Garten

zum Après-Wandern ein: Felsland

Badeparadies & Saunawelt, Eybergstr.

1, 66994 Dahn, Tel. 06391/2179,

www.felsland-badeparadies.de

Informieren: Tourist-Information

Dahner Felsenland, Schulstr. 29,

66994 Dahn, Tel. 06391/9196222,

www.dahner-felsenland.net und

www.wanderportal-pfalz.de

14

Spezial | 2017


Deutschland

Eifel

Feuriges

Wandergebiet

Während im Süden der Eifel eine

sattgrüne Hügellandschaft und im

Norden Wälder, Moore und Gebirge

zu finden sind, wird die Mitte von

Vulkankegeln, Maaren und Wacholderheiden

bestimmt. Die Eifel ist

das jüngste deutsche Vulkangebiet.

Vor knapp 10.000 Jahren kam es

zum letzten Vulkanausbruch.

Typ: Rundwanderweg

Länge: 18/20,5 Kilometer

Dauer: ca. 5/ca. 6 Stunden

Markierung: Logo des Eifelkrimi-

Wanderwegs und Richtungspfeile

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: 265/364 Meter

Höchster Punkt: 541/510 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Katharinen-Stift Hillesheim/„Kleines

Landcafé“ Kerpen

Wegequalität: gut begehbare

Feld- und Waldwege, teilweise

asphaltiert

Zu den Schauplätzen der Eifelkrimis

Literatur trifft auf Landschaft

In der Gegend um Hillesheim sind zwei der bekanntesten Eifelkrimi-Autoren beheimatet: Jacques Berndorf

und Ralf Kramp. Auf zwei Wandertouren kann man die Tatorte ihrer literarischen Verbrechen erkunden.

ROUTE 1: Los geht’s vor dem

Katharinen-Stift in Hillesheim 1 .

Die Gasse links hinab zum Schützenweg,

rechts einbiegen und

dann über den Steg links. An der

Querstraße rechts und dann gleich

wieder links unter der Unterführung

hindurch. Geradeaus hoch

bis zur Teerstraße, rechts, nächste

links und dann wieder rechts. Hier

die Straße überqueren, an der

Hütte vorbei um die Kurve. Geradeaus,

den Weg vor dem großen

Strommast nach links und dann

den dritten nach rechts, auf der

Straße kurz nach links und dann

spitz rechts ab den Wald entlang

zum Golfplatz Berndorf 2 . Von

hier geht es immer weiter durch

den Wald. Hinter dem kleinen

Rinnsal rechts halten, an der

zweiten Wegekreuzung halb

rechts. Bald kommt ein besserer

Weg, dem die Route nach rechts

folgt. Nach dem Wald den nächsten

befestigten Weg nach rechts und

schnurstracks hinauf zum Steinbruch

Weinberg 3 . Dort lädt eine

Bank zum Rasten ein. Nach kurzer

Pause geht es zurück auf den Weg,

über die Höhe hinweg zum Ortseingang

von Berndorf. Die Weinbergstraße

entlang, die ab der nächsten

Kreuzung Beulerstraße heißt 4 .

Hier lebte Jacques Berndorf lange.

Im linken Erdgeschoss seines

Bauernhauses schrieb er seine

Romane. Von dort geht es weiter in

die Lindenstraße und später rechts

in die Birkenstraße. Eine Weile

folgt man dem Eifelsteig, über die

Straße und hoch zur Wehrkirche,

weiter um den Buberg herum.

Dann der befestigten Straße nach

links zwei Kilometer folgen und

die Querstraße überqueren.

Danach den kombinierten Radweg

nach rechts nehmen. Man erreicht

den Ortsrand von Walsdorf 5 . Von

dort dem ausgebauten Weg folgen,

der auf einer ehemaligen Bahnstrecke

verläuft. Am Ende links durch

die Unterführung, geradeaus am

Heiligenhäuschen vorbei. Rechts

die Koblenzer Straße wieder hinab

in den Ort Hillesheim folgen, dem

Ausgangspunkt der Wanderung.

ROUTE 2: Startpunkt ist mitten

in Kerpen vor dem „Kleinen

Landcafé“ 6 . An der Bushaltestelle

gegenüber dem ehemaligen Hotel

Burghof geht es die Fritz-von-Wille-

Straße hinunter in den Ort. Ganz

unten hinter dem Brunnen links

ab Richtung Freizeitanlage. Von

dort immer geradeaus bis zum

Waldrand, hier links abbiegen,

auf der Straße ein Stück nach

links und vor der Bushaltestelle

ganz nach rechts. Man erreicht

den Schnittpunkt mit Route 1 und

folgt der Straße bis zum Waldrand.

Hier rechts ab, über den Bach und

rechts hoch nach Flesten, an der

Straße links ab zu der Straße zwischen

Wiesbaum und Flesten 7 .

Den St.-Rochus-Weg nach rechts

gehen aus dem Ort heraus und vor

dem ersten Haus in Nollenbach

nach links, über den Bach und die

nächste links hoch zum Waldrand.

Hier geht es rechts ab bis nach

Leudersdorf hinein. Dort die Schützenstraße

nach rechts nehmen, am

Gemeindehaus in die Lindenstraße

bis in die Ortsmitte von Üxheim.

Am Platz vor der Kirche die Heerstraße

nach links entlanggehen 8 .

Der Straße folgen, vorbei am

Antiquitätenhaus Karich. Über

den Bach den Berg hinauf und auf

Spezial | 2017

15


Deutschland

Eifel

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Von Köln mit dem Regionalexpress entweder nach

Jünkerath, Lissendorf oder Gerolstein, von Trier mit der Regionalbahn nach

Gerolstein. Von dort entweder mit dem Rhein-Mosel-Bus 502 oder dem 522

bis nach Hillesheim bzw. Kerpen. www.rhein-mosel-bus.de, Infos auch beim

Kundencenter Daun, Mainzer Str. 22, 54550 Daun, Tel.: 06592/982757

Mit dem PKW: Von Norden die A 1 bis zum Autobahnende fahren, dann

der Beschilderung Hillesheim folgen, die Kölner Straße bis Hillesheim,

rechts abbiegen zum Am Markt 1, dort ist die Tourist Information

Hillesheim, die alle Informationen zum Eifelkrimi-Wanderweg bereithält.

Von Süden die A 48/A 1 bis Autobahnende, dann B 257/B 412 bis Hillesheim.

Orientieren: Krimi-Begleitbroschüre mit Hintergrundinformationen zu

den Krimi-Schauplätzen, Übersichtskarten und Wegbeschreibungen,

3,80 Euro zzgl. Versand, www.eifelkrimi-wanderweg.de

halber Höhe rechts in Richtung

Beuerhof. Unmittelbar vor der

Hofeinfahrt rechts abbiegen, im

Wald die Linkskurve nehmen und

kurz darauf links hinab durch den

dichten Wald laufen. Man stößt auf

die Burgruine Neublankenheim 9 .

Nach der Besichtigung wieder den

Weg zurück, dem Querweg nach

links folgen, durch den Tunnel

und bis in den Ort Ahütte. Kurz

vor der großen Querstraße geht es

links Richtung Wasserfall. Die Radwegbrücke

überqueren, dahinter

geht es wieder auf den Eifelsteig

bis zum Wasserfall Dreimühlen 10 .

Von dort dem Pfad entlang dem

Ahbach folgen. Vor der Nohner

Mühle durch die Unterführung

gehen, dann links auf den Bahndamm

bis nach Niederehe. Im Ort

befindet sich Jacques Berndorfs

Stammlokal 11 . In Niederehe

rechts hoch „Auf dem Bungert“.

Die Straße nach links verlassen

und dem alten Bahndamm nach

links folgen. Am Steinbruch hinuntersteigen,

Straße überqueren,

über Steg und Radweg wieder dem

Bahndamm nach rechts folgen. An

der Kläranlage rechts, Straßenüberquerung,

rechts und gleich

wieder spitz links ab unterhalb

des Burgberges nach Kerpen, dem

Ausgangspunkt der Etappe.

Tourhöhepunkte am Eifelkrimi-Wanderweg

Wo finstere Verbrechen geschehen

1 Hillesheim: Alter, befestigter

Marktort mit einer zum Teil sehr gut

erhaltenen Stadtmauer aus dem 13.

Jahrhundert. Im Ort befindet sich

das Deutsche Krimi-Archiv mit rund

26.000 Bänden.

2 Golfplatz Berndorf: In Berndorfs

drittem Krimi „Eifel-Filz“ liegen zwei

Leichen an Bahn 16 des 1977

gegründeten Golfclubs – ein Banker

und seine Geliebte. Die ungewöhnliche

Tatwaffe: eine Armbrust.

3 Steinbruch Weinberg: Im alten

Marmorsteinbruch kam Jacques

Berndorf auf die Idee, Krimis zu

schreiben. Und hier ließ er einen

Lebensmitteltechniker sein

vor zeitiges Ende finden.

4 Berndorf: Hier hat Jacques

Berndorf lange gelebt. Über den Ort

sagt er: „Ich konnte im stillen,

uralten Bauernhaus konzentriert

schreiben, sehr gut nachdenken. Die

Eifel hatte mich eingefangen.“

5 Walsdorf: Walsdorf liegt am

Südrand der Hillesheimer

Kalkmulde, begrenzt vom

Schichtvulkan Goßberg. Hierhin

verschlägt es Herbie Feldmann bei

seinen Ermittlungen im Fall

„Malerische Morde“.

6 Kerpen: Der kleine Ort wurde

1993 zum schönsten Dorf Deutschlands

gekürt. Sehenswert ist die

Burg Kerpen und das „Kleine

Landcafé“, in dem Siggi Baumeister

und Herbie Feldmann regelmäßig

einkehren.

7 Zwischen Wiesbaum und Flesten:

In Berndorfs Krimi „Eifel-Gold“

geschieht an dieser Stelle ein

Überfall auf einen Geldtransporter.

Die Fahrer des Wagens werden an

zwei Buchen festgebunden.

8 Üxheim: Auf einem Höhenzug von

ca. 420 Metern liegt das alte

Pfarrdorf Üxheim, das von der

Pfarrkirche aus dem Jahr 1835

beherrscht wird. In Kramps

„Malerische Morde“ kommt es hier

zum Showdown mit den Kunstfälschern.

9 Burg Neublankenheim: Die erste

urkundliche Erwähnung der Burg,

die dem Geschlecht Blankenheim

gehörte, stammt aus dem Jahr 1272.

In Kramps Krimi „Ein kaltes Haus“

bringt die Burgruine dem betagten

Paar Clara und Fried alte Erinnerungen

zurück.

10 Wasserfall Dreimühlen: Das

kalkreiche Quellwasser hat eine

faszinierende Sinterbank geformt. In

„Hart an der Grenze“ kommt es hier

zum Showdown zwischen Herbie

Feldmann und dem Mörder.

11 Niederehe: Im Landgasthof

Schröder ist Siggi Baumeister

Stammgast. Dort sitzt er unter einer

ausgestopften Forelle. In „Eifel-

Rallye“ liefert er sich eine Hetzjagd

mit einem Unterweltkönig.

Etappenprofil

1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6

Tipps fürs Eifeler

Krimiland

Schlemmen und schlummern:

Café Sherlock, reizendes Krimi-Café.

Hier kann man zwischen Kerzenleuchtern

und Mordwaffen seine „Chocolat

Poirot“ schlürfen oder „Miss Marple’s Teatime“

genießen. Am Markt 5–7, 54576

Hillesheim, Tel.: 06593/809435

Das Kleine Landcafé, liebevoll

umgebaute Scheune mit leckerer Küche

und vielen Kulturevents. Fritz-von-

Wille- Straße 8, 54578 Kerpen, Tel.:

06593/996969 Landgasthof Schröder,

direkt gegenüber dem Kloster mit Wild

aus heimischer Jagd. Mit ein bisschen

Glück begegnet man hier Jacques

Berndorf. Kerpener Straße 7, 54579

Üxheim-Niederehe, Tel.: 02696/1048

Hotel-Restaurant Zum Amtsrichter,

Urlaub im Gefängnis? Hier geht’s! Die

Zellen wurden zu Zimmern, die Schreibstube

zum Restaurant und der Gefängnishof

zum Garten. Kölner Straße 10,

54576 Hillesheim, Tel.: 06593/985731

Das Krimihotel, 24 verschiedene

Krimi-Themenzimmer von Sherlock

Holmes über Kommissar Maigret bis

zu Pater Brown. Am Markt 14, 54576

Hillesheim, Tel.; 06593/98089600

Lesestoff: Das Kriminalhaus, hier

befindet sich das Deutsche Krimi-Archiv

mit rund 26.000 Bänden. Das Archiv

ist Treffpunkt für Fachleute und Versammlungsort

für Vereine und Zirkel,

die sich in Europa der Kriminalliteratur

verschrieben haben. In den behaglichen

Räumen lässt es sich herrlich stöbern

und lesen. Am Markt 5–7, 54576 Hillesheim,

Tel.: 06593/809435

Information: Tourist Information

Hillesheim, Am Markt 1, 54576

Hillesheim, Tel.: 06593/809200

16 Spezial | 2017


Deutschland

Fränkisches Seenland

Wiesen, Auen und

die sieben Seen

Das Fränkische Seenland südlich

von Nürnberg umfasst sieben künstlich

angelegte Seen. Einer davon, der

Altmühlsee, verbindet Tourismus

und Naturschutz: Die eine Hälfte

– das rund 200 Hektar große Naturschutzgebiet

Vogelinsel – gehört den

Tieren und Pflanzen, die andere den

Menschen. Neben den artenreichen

Feuchtwiesen und idyllischen

Dörfern gibt es auch sonst vieles zu

entdecken.


Typ: Rundwanderung

Länge: 1,6 Kilometer

Dauer: ca. 30 Minuten

Schwierigkeitsgrad: einfach

Steigung/Gefälle: weniger als 10 Meter

Höchster Punkt: 416 Meter

Beste Wanderzeit: April bis Mai

Start/Ziel: LBV-Infohaus in

91735 Muhr am See

Wegequalität: feste Kieswege

Ein Rundgang über die Vogelinsel

Mosaik der bunten Biotope

Obwohl man von „der“

Vogelinsel spricht, ist

dieses Naturparadies in

Wirklichkeit ein Sammelsurium

von Lebensräumen,

die nur zum Teil begehbar

sind. Der Lehrpfad durch

das Naturschutzgebiet

bietet jedoch ungestörte

Einblicke und weitreichende

Ausblicke.

Los geht es am Fichtenweg im

Örtchen Muhr am See. Das

Infohaus des Landesbundes für

Vogelschutz in Bayern (LBV) bietet

erste Informationen über den See

und seine Bewohner. Von dort

verläuft der Weg geradeaus über

die Altmühl auf den See zu. Kurz

danach führt ein Wiesenpfad nach

rechts, parallel zum Seeufer. Über

diesen gelangt man direkt zur

langen Holzbrücke, die – entlang

mehrerer Schautafeln zur Entstehung

des Sees – direkt auf die

Vogelinsel führt. Vorsicht, ab hier

befindet man sich im eigentlichen

Naturschutzgebiet. Auf der

Zugangsbrücke 1 hat man bereits

erste Ausblicke auf die Insel,

rechts auch auf den Biberbau, und

natürlich bietet sich hier schon

die erste Möglichkeit, anfliegende

Vögel zu beobachten. Nach der

Brücke geht es links auf den Rundpfad,

an der nächsten Gabelung

hält man sich wieder links. Eine

Holzbrücke führt über zahlreiche

Tümpel und Schilfbestände. Die

nächste Gabelung links führt dann

zum hölzernen Aussichtsturm 2 ,

der einen schönen Überblick über

das Naturschutzgebiet ermöglicht.

Danach geht es links weiter bis zur

übernächsten Brücke, auf deren

linker Seite man nun Ausblick

auf eine Sukzessionslandschaft 3

hat, in der neues Land entsteht.

Die nächste Abzweigung führt

uns links schließlich zur letzten

Brücke. Kurz davor kann man

links am Seeufer den Biberbau

4 aus der Nähe betrachten – den

Weg aber bitte nicht verlassen.

Nach der Brücke verlässt man die

Vogelinsel wieder links über die

große Brücke aufs „Festland“. Dort

hält man sich rechts, an der nächsten

Gabelung geht es dann nach

links zurück zum Ausgangspunkt,

dem LBV-Infohaus.

Vogelfreundlich

reisen und genießen

Der Reiseanbieter „birdingtours“

hat sich auf ornithologische

Reisen spezialisiert. Die erfahrenen

und ortskundigen Reiseleiter

nehmen dabei höchste Rücksicht

auf Schutzgebiete und unterstützen

Vogelschutzprojekte. Um die

Erkundungen umwelt- und sozialverträglich

zu gestalten, konzentriert

sich der Reiseanbieter zudem

auf örtliche, familiengeführte

Betriebe und wird vom Naturschutzbund

(NABU) unterstützt.

www.birdingtours.de

Spezial | 2017

17


Deutschland

Fränkisches Seenland

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Muhr am See hat einen eigenen Bahnhof und liegt an der

Bahnlinie Treuchtlingen-Würzburg. Genaue Infos unter www.bahn.de

Mit dem Pkw: Von Hamburg aus über die A 7 Richtung München/Würzburg. Von

Köln über die A 3 Richtung Frankfurt/Main, dann Richtung Nürnberg. Bei Kreuz

Feuchtwangen auf die A 6 Richtung München/Nürnberg wechseln. Von Osten auf

der A 9 Richtung München, dann der E 45 folgen und auf die A 6 Richtung Heilbronn

wechseln. Bei Ausfahrt Ansbach über die B 13 Richtung Gunzenhausen,

dann Beschilderung Muhr am See folgen. Von Süden auf die A 9 Richtung Nürnberg,

dann auf der E 45 bis Ausfahrt Greding. Hier zunächst der Beschilderung

Richtung Thalmässing, später Richtung Gunzenhausen bis Muhr am See folgen.

Orientieren: Wanderkarte „Fränkisches Seenland“, 1:35.000, Fritsch Landkarten-

Verlag, ISBN 3861161753, 6,10 Euro. Rad- und Wanderkarte „Altmühlsee -Brombachsee“,

1:50.000, Publicpress, ISBN 3899203569, 4,95 Euro.

Tourhöhepunkte

Biberbau und Brachvogelschau

Zugangsbrücke: Von hier aus

1

sind am Ufer und im Anflug

bereits erste Vögel wie Haubentaucher,

Kanadagänse, Blesshühner

und Lachenten zu beobachten.

Zudem bietet sie einen schönen

Blick auf die Vogelinsel.

Aussichtsturm: Weite Teile

2

der Insel sind von hier aus

einsehbar: In Baumgruppen brüten

Kormorane, auf abgestorbenen

Bäumen lassen sich manchmal

sogar Fischadler nieder. Das

niedrige Buschwerk beherbergt

Graureiher, die Schlickflächen

verschiedene Watvögel wie Uferschnepfen

oder Brachvögel. Auch

Graugänse sind hier im Mai mit

ihren Jungen zu finden.

Sukzessionslandschaft: Aus

3

Ablagerungen von Erde

und Pflanzenresten entsteht hier

neues Land. Links sieht man

dieses Phänomen deutlich an

den vielen kleinen Inselchen, auf

denen sich langsam immer mehr

Pflanzen ansiedeln.

Biberbau: Eine von drei

4

Biberfamilien, die am

Altmühlsee leben, zeigt sich mit

etwas Glück in der Abenddämmerung

an ihrem Damm. Tagsüber

wird der Biber gern mit der ähnlich

aussehenden, aber kleineren

Bisamratte verwechselt. Der Bauplatz

am Altmühlsee ist ideal: Bei

so geringer Strömung müssen die

Biber keinen Staudamm bauen.

Weitere Vogelparadiese in Mittelfranken

Das Wiesmet: Das riesige Feuchtwiesengebiet nordwestlich des Altmühlsees

lockt Vogelliebhaber mit zahlreichen Wiesenbrüter-Arten wie Großer Brachvogel,

Bekassine, Kiebitz, Uferschnepfe, Wiesenpieper, Schafstelze, Braunkehlchen

und Grauammer. Viele durchziehende Vogelarten wie Kampfläufer und

Goldregenpfeifer nutzen es als Zwischenstation.

Der Naturpark Frankenhöhe: Wunderschöne, lichte Laubwälder und das

größte Streuobstwiesengebiet der Welt rund um Burgbernheim bieten tolle

Möglichkeiten für ornithologische Entdeckungen. Der große Artenreichtum

beinhaltet neben fast allen Spechtarten auch Waldlaubsänger, Pirol und

Heckenbraunelle sowie Trauer- und Halsbandschnäpper.

Das Mohrhof-Weihergebiet: Zahlreiche mit Wegen verbundene Karpfenteiche

bei Erlangen sind ein idealer Lebensraum für Schwarzhalstaucher, Silberreiher,

verschiedene Watvögel, Rohr- und Feldschwirl, Teich- und Schilfsänger,

aber auch für Zwergdommel, Trauerseeschwalbe, Ortolan und Seidenreiher.

Etappenprofil

1

2 3 4

Kaffee und Kultur

rund um den See

Schlemmen und schlummern:

Gasthaus „Zum Hirschen“,

fränkische Spezialitäten, Biergarten,

Ansbacher Straße 4, 91735 Muhr

am See, Tel.: 09831/3940,

www.restaurant-altmuehlsee.de

Pension „Goldener Adler“, Biergarten,

große Auswahl fränkischer Weine,

Kirchenstraße 21, 91735 Muhr am See,

Tel.: 09831/3169,

Eiscafé „La Dolce Vita“, Kirchenstr.

10, 91735 Muhr am See, 24 italienische

Eissorten, Tel.: 0170/5201856

Brot und Mehr Kiefer, durchgehend

warme internationale Küche,

Öffnungszeiten: Montag-Sonntag von

10:00 bis 24:00 Uhr, Rosenau 8, 91735

Muhr am See, Tel.: 09831/8847-549

Café Herzog, Café mit Terrasse, Frühstück,

Snacks, Coffee-to-go, Am Gewerbepark

6, 91735 Muhr am See, Tel.:

09831/8830770, www.cafe-herzog.com

Das Bootshaus, mit Sonnenterrasse,

geöffnet Mitte März bis Oktober,

Seestraße 19, 91710 Gunzenhausen/

Schlungenhof, Tel.: 09831/8848926,

www.das-bootshaus.de

Campingplatz „Fischer Michl“, Seezentrum

Wald, Schlungenhof 4, 91710

Gunzenhausen, Tel.: 09831/2784

www.campingplatz-fischer-michl.de

Campingplatz am Seezentrum

Muhr am See mit Bootsverleih,

Badestrand und Fahrrad verleih,

Tel. 09831/508191,

www.altmuehlsee.de

Informieren: Touristbüro Muhr

am See, Schlossstr. 4, 91735 Muhr

am See, Tel.: 09831/890370, geöffnet

April bis Oktober von 9:30 bis 12:30

Uhr, www.muhr-am-see.de

Erleben: Ausstellung „Lebensraum

Altmühlsee – Faszination

Vogelzug“ (bis 15.10.2016) und

Umweltbibliothek im LBV-Informationszentrum,

Schlossstr. 2, 91735

Muhr am See, Tel.: 09831/4820,

geöffnet 15.3. bis 30.4. täglich 10:00

bis 17:00 Uhr, 1.5. bis 31.10. Do., So.

und feiertags 13:00 bis 15:30 Uhr,

www.lbv.de/Altmuehlsee

Museum für Ur- und Umwelt Muhr

am See, geöffnet 1.7. bis 31.8. Mi., Do.

und Fr. von 9:00 bis 12:00 und 14:00

bis 17:00 Uhr, Bahnhofstr. 4, 91735

Muhr am See, Tel.: 09831/7938

Inspirieren und buchen: birdingtours,

Spezialist für ornithologische

Reisen, Franz-Hess-Str. 2D, 79282

Ballrechten, Tel.: 07634/5049845, Fax:

07634/5049849, www.birdingtours.de

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Spezial | 2017


Deutschland

Harz

Oberhalb von Goslar

Typ: Rundwanderung

Länge: 7 Kilometer

Dauer: ca. 2 Stunden

Markierungen: stilisiertes Liebespaar

im Herz

Schwierigkeit: leicht

Höhendifferenz: 130 Meter

Beste Wanderzeit: April bis November

(ab Mitte Dezember kreuzt

Seilbahn/Skipiste den Weg)

Start/Ziel: Großparkplatz an der

Stabkirche, 38644 Goslar-Hahnenklee

Wegequalität: gut begehbare Wege,

Premiumweg (63 Erlebnispunkte

Deutsches Wanderinstitut)

Rund um den Bocksberg

Sitzen, küssen und wandern

Ist die Liebe noch frisch, träumen Verliebte bei weiten Aussichten vom Bocksberg. Die Bänke der reiferen

Stadien des Ehelebens warten an den sechs romantischen Teichen der Auerhahn-Kaskade.

Auf dem Parkplatz am Ende der

Straße Am Bocksberg empfängt

die Rendezvous-Bank S die

Wanderer. Das Tor der Liebe ist

bereits zu sehen und entsendet

sie auf den Liebesbankweg.

Er quert eine Piste, passiert

die Hasch-mich-Bank, kreuzt

Sommerrodelbahn und Seilbahn,

läuft am Quell der Liebe vorüber,

quert eine zweite, rote Skipiste

mit einem ersten Ausblick auf

den Ferienpark Hahnenklee und

genießt an der Verlobungsbank

1 eine weite Aussicht, kreuzt

noch eine schwarze Piste und

einen Lift, bevor er zu seiner

namensgebenden Liebesbank 2

gelangt. Ein Jahr später und nur

wenige Meter weiter erreicht er

an der Papierhochzeitsbank mit

Hütte und Schnitztafel 3 bei 680

Metern seinen Höhepunkt. Kurz

darauf kreuzt der Liebesbankweg

die Bocksbergstraße (der

Abstecher zum Gipfel dauert etwa

eine halbe Stunde). Etwas nach

rechts versetzt fällt der Pfad über

Wurzeln und Steine ab (Alternative

für Kinderwagen: links auf

die Bocksbergstraße und unten

rechts). Kurz vor der B 241 Goslar-

Hahnenklee rechts ab. Gegenüber

dem Berggasthaus Auerhahn

(geschl.) warten Hölzerne Hochzeit

und die Station Marmor,

Stein und Eisen 4 … Dahinter

knickt der Liebesbankweg nach

rechts, verläuft oberhalb des

Auerhahnteichs, bis er hinter dem

Ge(h)dichtstein 5 mit einem

Vers von Christian Morgenstern

links hinunter biegt, Rosen- und

Nickelhochzeit hinter sich lässt,

weiter am Neuen Grumbacher

Teich entlangführt und bei der

Tafel Kunsträder und Kehrräder

rechts hinunter biegt. Kurz darauf

wartet am Ende des Teichs auf

dem Damm die Veilchenhochzeitsbank.

Der Weg wechselt auf die

andere Uferseite des nächsten,

des Oberen Grumbacher Teichs,

an dessen Ende nach Kristall- und

Porzellanhochzeit die Schalker-

Graben-Hütte steht. Nach links

über den Damm steuert der Weg

oberhalb der Harzgondeln 6 auf

Café Egerland und die Silberhochzeitsbank

zu, wo er scharf

rechts abbiegt und zum Mittleren

Grumbacher Teich abfällt. Am

Ende des Teichs geht es rechts

über eine Brücke, dahinter links,

am Wäschegraben entlang, an

der Perlenhochzeitsbank vorüber,

beim Wasserspielplatz 7 rechts

über den Damm zwischen Oberem

und Unterem Flößteich, an der

Aluminiumhochzeit vorbei, bei

der Leinwandhochzeit links

und am Ende des Wegs an der

Rubinhochzeitsbank rechts zum

Wassertretbecken 8 neben der

Bank zur Goldenen Hochzeit. Am

anderen Ende des kleinen Parkplatzes

quert der Liebesbankweg

die Wiesenstraße in Bockswiese,

gabelt nach rechts vom Asphaltweg

Jägerstieg ab und taucht in

den Märchenwald ein. Vor der

Diamantenen Hochzeit steht noch

die Partnerschaukel 9 ,

dann läuft der Weg rechts auf dem

Professor-Mohrmann-Weg weiter

und biegt am Haus der Begegnung

oberhalb der Stabkirche 10 rechts

auf den Weg und führt schließlich

zur letzten Bank zu Ehren der

Kronjuwelen-Hochzeit kurz vor

dem Parkplatz.

Spezial | 2017

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Deutschland

Harz

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Mit der Bahn bis Goslar, weiter mit Buslinie 830 Richtung

Clausthal-Zellerfeld. Die Haltestelle „Auerhahn (zu Goslar)“ liegt am Liebesbankweg

(Wanderlust-Station 4), www.bahn.de, www.rbb-bus.de, www.zgb.de

Mit dem Pkw: A 7 Hannover–Kassel, aus Norden: bei AS Rhüden auf B 82 über

Langelsheim nach Goslar, B 241 Richtung Clausthal-Zellerfeld bis Abzweig

Hahnenklee-Bockswiese, aus Süden: ab AS Seesen über die Kreisstraße nach

Lautenthal bis Abzweig Hahnenklee-Bockswiese. Aus Osten: A 2 Berlin–Hannover,

in Braunschweig auf A 391 Richtung BS-Südwest, am AK BS-Süd-Melverode

auf A 395 Richtung Bad Harzburg bis AS Goslar, B 6 bis Ausfahrt Clausthal-

Zellerfeld und B 241 bis Abzweig Hahnenklee-Bockswiese.

Orientieren: Der Oberharz, Wander- und Fahrradkarte, M 1:30.000, 6. Aufl.

2012, Schmidt Buch Kartographie, ISBN 978-3-936185-72-0, 4 Euro,

www.schmidt-buch-verlag.de, Infoflyer Hahnenklee Wandern, Erleben Sie den

Liebesbankweg, www.hahnenklee.de

GPX-Datei zum Download: www.wanderlust-magazin.de

Tourhöhepunkte am Liebesbankweg

Hahnenklee – Auerhahn – Bockswiese

1

Verlobungsbank: Das

stilisierte Liebespaar auf

der Verlobungsbank genießt die

grandiose Aussicht – nicht nur

auf sein zukünftiges Leben als

Paar, sondern auch zwischen

Langetal- und Töberschekopf

hindurch ins nördliche Harzvorland

Richtung Wolfenbüttel.

2

Liebesbank: Die fast

tribünenhafte Liebesbank

bietet mehreren Paaren

gleichzeitig Platz und Ausblick.

Ihr Vorläufer stand schon lange

vor dem Liebesbankweg. Ein

naturliebender Oberförster und

Kurdirektor namens Hermann

Müller taufte sie so.

3

Schnitztafel: Auf der Tafel

bei der Schutzhütte mit der

Papierhochzeitsbank können sich

Liebespaare verewigen – zumindest

für einen Monat, dann ist die

Tafel meist voll (bzw. leergeschnitzt)

und wird ausgewechselt.

4

Marmor, Stein und Eisen:

Drei herzgekrönte Stelen

aus Akazienholz stehen aufrecht

neben gebrochenem Marmor,

gespaltenem Stein und eingerissenem

Metall. Ein Werk des

Bildhauers Oliver Pohl.

5

Ge(h)dichtstein: Wer

dicht herangeht, kann

die Liebesverse auf den fünf

Steinen entlang des Weges lesen.

Sie reichen vom 12. Jahrhundert

über Goethe und Heine

bis zu Christian Morgenstern

und Heinz-Rudolf Kunze bis in

unsere heutige Zeit.

6

Harzgondeln: Kann man

romantischer picknicken

als auf einer Gondel? Bildhauer

Pohl sägte die „Fahrzeuge der

Etappenprofil

1

Liebe“ aus alten Eichenstämmen.

Sie liegen am Ufer des

Mittleren Grumbacher Teichs.

7

Wasserspielplatz: Eine

Art Oberharzer Wasserregal

(s. Kasten S. 56) in Klein.

Hier dürfen Kinder und Erwachsene

nach Herzenslust pumpen,

stauen und Wasser ablassen.

8

Wassertretbecken:

Um fitte Füße beim

Goldhochzeitstanz zu haben,

empfiehlt sich ein Gang durch

das kunstvoll gestaltete, an

Hundertwasser erinnernde

Kneipptretbecken.

Partnerschaukel: Als

9 letzte Prüfung vor der

Diamantenen Hochzeit

müssen die Schaukelpaare

hier möglichst im Gleichklang

schwingen, damit

sie zusammen auch hoch

hinauskommen.

10

Stabkirche: Prof. Karl

Mohrmann erbaute

vor über 100 Jahren die

Gustav-Adolf-Stabkirche

nach norwegischem Vorbild.

Sogar in dem Wahrzeichen des

Ortes Hahnenklee geben sich

Hochzeitspaare ihr Ja-Wort.

Lesungen und Konzerte tönen

außerhalb der Gottesdienste

durch den sehenswerten

Innenraum der Kirche.

2 3 4 5 6 7 8 9 10

Tipps und mehr

für Hahnenklee

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Café Egerland,

Kreuzeck 4, 38644 Goslar-

Hahnenklee, Tel.: 05325/2293, Freitag

geschlossen, www.cafe-egerland.

regional.de Ausflugsrestaurant

Bocksberghütte (Abstecher auf

den Bocksberg), Bocksberg,

38644 Goslar-Hahnenklee,

Tel.: 0176/31159218

In Hahnenklee: Hotel Hahnenkleer

Hof, Parkstr. 24A, 38644 Goslar-

Hahnenklee, Tel.: 05325/51110,

www.hahnenkleerhof.de Hotel

Njord, Parkstr. 2, 38644 Goslar-

Hahnenklee, Tel.: 05325/5289370,

www.hotelnjord.com Hotel

Waldrausch, Höhenweg 2,

38644 Goslar-Hahnenklee, Tel.:

05325/51530, www.waldrausch.

harz.de Hotel Haus am Hochwald,

Langeliethstr. 14c, 38644 Goslar-

Hahnenklee, Tel.: 05325/51620,

www. hausamhochwald.de CAREA

Residenz Hotel Harzhöhe, Triftstr.

25, 38644 Goslar-Hahnenklee, Tel.:

05325/720, www.harzhoehe.de

Hotel-Restaurant Walpurgishof,

Am Bocksberg 1, 38644 Goslar-

Hahnenklee, Tel.: 05325/58880,

www.walpurgishof.com Hotels

am Kranichsee, Parkstr. 4–6,

38644 Goslar-Hahnenklee, Tel.:

05325/7030, www.kranichsee.de

Hotel Bastei, Lautenthaler Str. 13,

38644 Goslar-Hahnenklee,

Tel.: 05325/546203,

www. hotelbastei.com Hotel

Café Steffens, Kurhausweg 6,

38644 Goslar-Hahnenklee,

Tel.: 05325/2535,

www.steffens-hotel.de

Durchatmen: Hahnenklee bürgt als

Heilklimatischer Kurort für gute

Luft. Es gibt fünf Terrainkurwege

zwischen vier und zwölf Kilometern

Länge mit unterschiedlichen Steigungsanforderungen.

Auf Bänken,

in Schutzhütten und auf Liegen in

den Klimapavillons am Wegesrand

gewöhnen sich die Kurwanderer

an Höhenstufe, Wind und Wetter.

Heilklima-Kärtchen fürs richtige

Training gibt es in der Tourist-Info

Hahnenklee (s. u.), Infos auf

www.hahnenklee.de

Highlights: Termine wie geführte

Wanderungen auf dem Liebesbankweg

oder zur Oberharzer Wasserwirtschaft

sowie Veranstaltungen in

Goslar und Hahnenklee stehen auf

www.hahnenklee.de/spass/

veranstaltungen

Informieren: Hahnenklee Tourismus

Marketing GmbH, Kurhausweg

7, 38644 Goslar-Hahnenklee, Tel.:

05325/51040, www.hahnenklee.de,

www.liebesbankweg.de

20

Spezial | 2017


Deutschland

Nationalpark Hainich

Nationalpark

Hainich

Zwischen Eisenach und Bad

Langensalza liegt mit dem Hainich

eines der ältesten Buchenwaldgebiete

Deutschlands – darum zählt

der Nationalpark zum hierzulande

jüngsten Unesco-Weltnaturerbe

„Alte Buchenwälder Deutschlands“.

Im Mai überziehen weiße Blütenteppiche

von appetitlich duftendem

Bärlauch den Waldboden.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 10 Kilometer

Dauer: ca. 3 Stunden

Markierung: Wildsau

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 180 Meter

Höchster Punkt: 428 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Parkplatz Fuchsfarm,

2 km südwestlich von

99947 Mülverstedt

Wegequalität: gut begehbare

Pfade und Wege

Nationalpark und Weltnaturerbe in Thüringen

Auf dem Saugrabenweg

Der ursprüngliche, artenreiche Buchenwald mit seinen riesigen Bäumen und Teppichen aus

Frühblühern bildet einen Gegenpol zu den weiten Blicken ins steppenartige Thüringer Becken.

Am Ende des Parkplatzes Fuchsfarm

beginnt vor der Brücke links ein

Pfad, der sich durch allmählich zuwuchernde

Streuobstwiesen schlängelt,

bis er auf den asphaltierten

alten Handelsweg Mülverstedter

Chaussee stößt. Dort geht es links,

vorbei an der Fuchsfarm 1 sowie

den Stationen „Wildkatzenhöhle“

und „Baumwurzel“ des barrierefreien

Erlebnispfades Brunstal. An der

Gabelung mit Toilettenhäuschen

zweigt der Saugrabenweg auf den

linken Ast ab, an der nächsten

Gabelung mit überdachtem Picknickplatz

folgt er geradeaus dem

rechten. Er passiert „Urwaldpuzzle“

und „Fühlstämme“, knickt bei der

Station „Kräfte messen“ links über

die Brücke ab und dahinter rechts

auf einen Pfad Richtung Brunstal 2

(hier verlässt der Saugrabenweg den

seitlich mit Holzplanken begrenzten

Erlebnispfad). Nach einer Brücke

stößt der Pfad auf einen Querweg,

an dem der Saugrabenweg links

weiterführt (rechts versperrt ein

Baum den zuwachsenden alten

Forstweg). Auf ein Stück steil bergab

folgt ein Jungwuchs-Korridor, dann

ein Bereich mit uralten, massigen

Buchen. Stufen leiten durch einen

frischen Erlengrund. Über ein

paar Treppen den Hang hinunter,

unten rechts und wieder rechts

erreicht der Saugrabenweg erneut

die Mülverstädter Chaussee, kreuzt

diese und setzt sich auf dem Pfad

durch Pionierwald fort. Am Ende

stößt er auf breiten Schotterweg, der

nach rechts, mit weiten Blicken ins

Thüringer Becken, am Saugraben 3

entlang verläuft. Vorbei an einem

Aussichtsturm geht es angenehm

bergab und beim Wegweiser am

überdachten Picknickplatz links

auf einen Graspfad. Der Weg macht

einen Schlenker durch urigen

Gebüschwald, führt dann wieder

am Waldrand entlang hinunter bis

zu einer Toilette mit Herzchen und

dem ein Stück nach rechts liegenden

Parkplatz Am Zollgarten 4 .

Vom anderen Ende des Parkplatzes

links bringt ein Pfad die Besucher

zum Spielplatz Wildkatzenkinderwald

5 und zur Umweltbildungsstation.

Dort weist nach Überqueren

des breiten Weges die Wildsau auf

den schmalen Weg. Am nächsten

Abzweig biegt der Saugrabenweg

nach links (Wegweiser Hünenteich)

und läuft über Bohlen in den schattigen

Wald an einigen Stationen des

Germanischen Kultpfads 6 vorüber

bis zum Hünenteich 7 . Vor der Holzbrücke

rechts führt der Weg zurück

zur Mülverstedter Chaussee, wo

es entweder links oder geradeaus,

durch die ehemaligen Streuobstwiesen,

zurück zum Parkplatz

Fuchsfarm geht.

Erlebnispfad

Brunstal

Holzplanken am Boden säumen zu

beiden Seiten den Weg. Sie helfen

sehbehinderten und blinden Menschen,

sich auf dem 3,5 Kilometer

langen Rundweg zu orientieren.

Auch Rollstuhlfahrer können auf

dem barrierefreien Erlebnispfad mit

neun Stationen die Natur genießen.

Ob an der Wildkatzenhöhle, den

Fühlstämmen, beim Kräftemessen

oder dem Urwaldpuzzle – an den

Erlebnispunkten, die auch in

Brailleschrift informieren, sind unterschiedliche

Sinne gefordert. Der

Pfad startet ebenfalls am Parkplatz

Fuchsfarm und führt ins Brunstal

hinein, wo im Frühjahr Märzenbecher

und Bärlauchduft betören.

© wanderlust

Spezial | 2017

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Deutschland

Nationalpark Hainich

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Vom Bahnhof Bad Langensalza Bus 733 nach Mülverstedt

(www.bahn.de, www.hainichland.de). Der Hainich-Express steuert an Wochenenden,

an Feiertagen und nach Vereinbarung Wanderziele wie den Wanderparkplatz

Fuchsfarm an, Infos: Tel.: 036022/96231.

Mit dem Pkw: Aus Westen: die A 4 Bad Hersfeld–Erfurt bis AS 40a Eisenach-Ost,

auf B 84 Richtung Bad Langensalza, in Reichenbach bei abknickender Vorfahrt

geradeaus auf K 515 und am Baumkronenpfad vorbei, am Ende links auf

L 1042 durch Weberstedt nach Mülverstedt, dort im Zentrum links zum

Parkplatz Fuchsfarm. Aus Osten: A 4 Bad Hersfeld–Erfurt bis Kreuz Erfurt, A 71

Richtung Sömmerda bis AS 10 Erfurt-Gispersleben, Richtung Bad Langensalza,

B 247 Richtung Mühlhausen, ab Schönstedt über L 2103 nach Mülverstedt.

Orientieren: Freizeit in Thüringen Nr. 2: Nationalpark Hainich plus Baumkronenpfad,

1:30.000, Artifex Kartenverlag, ISBN 978-3-932071-05-8, 3,95 Euro.

Tourhöhepunkte Saugrabenweg

Vom Wald aufs freie Feld

Fuchsfarm: 1964 kam mit dem

1

militärischen Sperrbezirk das

Ende der einstigen Fuchsfarm. Jetzt

nutzen die Nationalpark-Ranger das

Gebäude, um für die Wegepflege

Material vorzubereiten.

Brunstal: Besonders schöne

2

und alte Bäume stehen an

den Hängen des Brunstals, das zu

den Flächen des Weltnaturerbes

zählt. Im Frühjahr beeindrucken

am Waldboden Blütenteppiche aus

Etappenprofil

1

Märzenbecher, auf die Buschwindröschen

und Leberblümchen folgen,

bis im Mai der Bärlauch kommt.

Saugraben: Steppenartig offen

3

liegt die ehemalige Schießbahn

aus Militärzeiten da und

bietet weite Blicke ins Thüringer

Becken. Ganz schön hell nach dem

ganzen Wald!

Am Zollgarten: „Fernrohre“

4

aus fantasievoll angemalten

Holzskulpturen mit Guckloch bie-

2 3 4 5 6 7

ten schon einen Vorgeschmack auf

den nur wenige Minuten entfernten

Abenteuerspielplatz „Wildkatzenkinderwald“.

Alternative Einstiegsmöglichkeit

für den Saugrabenweg.

Wildkatzenkinderwald: Neun

5

kunstvolle Spielunikate wie

Kletterlabyrinth, Vogelnestschaukel

und Kriechtunnelsystem verbinden

Kunst mit Natur und Mensch. Die

Großen entspannen auf Sitzgruppen,

während die Kleinen toben.

Germanischer Kultpfad: Acht

6

Kulteinrichtungen aus der

germanischen Lebenswelt gibt es

auf diesem 2,5 Kilometer langen

Pfad zu entdecken. Also nicht

erschrecken, wenn Gottheiten in

Keulen- und Schwertform, Tierschädel

oder Kultstangen plötzlich

im Wald auftauchen. Diese sind

Nachbildungen der Funde im

„Opfermoor Oberdorla“, einer

bedeutenden Fundstätte, die in der

Nähe liegt.

Hünenteich: An der romantischen

Waldlichtung hört

7

man Frösche quaken und sieht

Libellen übers Wasser schwirren.

Von Mai bis Juni zieren gelbe

Schwertlilien den Teich, der in

einem ehemaligen Erdfall künstlich

angestaut wurde.

Adressen rund um

den Hainich

Einkehren: Am Saugrabenweg:

Brotzeit Fuchsfarm,

Triftchaussee, 99947 Mülverstedt, Tel.:

0163/8456480, www.fuchsfarm-brotzeit.de,

Ostern bis Okt.: 11.00-20.00

Uhr, Mo. Ruhetag; Nov.- Ostern: 11.00-

18:00 Uhr, Mo.+Di. Ruhetag

In der Nähe: Schill’s Schenke,

Schenkengasse 1, 99947 Weberstedt,

Tel.: 036022/96838, www.schillsschenke.de,

Mo + Di geschlossen.

Am Baumkronenpfad: Forsthaus

Thiemsburg, Gastronomie und

Herberge, 99947 Schönstedt-

Alterstedt, Tel.: 03603/89569-0,

www.forsthaus-thiemsburg.de

Rangertipp: Landhotel und Gasthaus

Zum Braunen Hirsch, Straße

der Einheit 12, 99986 Kammerforst,

Tel.: 036028/30114, www.hainich-hotel.de

Übernachten: Hotel & Restaurant

Zum Herrenhaus, Schlossstr. 10,

99820 Hörselberg-Hainich OT

Hütscheroda, Tel.: 036254/7200,

www.hotel-zumherrenhaus.de

Rennstieg-Hotel Rettelbusch und

Waldgasthof Hainich Haus, Eichsfelder

Str. 6, 99986 Kammerforst, Tel.:

036028/30101, www.hotel-rettelbusch.de

Hotel & Gaststätte Ammerscher

Bahnhof, Ammerstr. 83–85, 99974

Mühlhausen, Tel.: 03601/873132,

www.ammerscherbahnhof.de

Landferienhaus Pension Erika,

Im Flarchen 81, 99974 Mühlhausen-

Görmar, Tel.: 03601/441974, www.

pension-erika-mühlhausen.de

Komfortferienwohnungen

Residenz am Kurpark, Grabenweg

5b, 99947 Bad Langensalza,

Tel.: 03603/810051,

www.residenz-am-kurpark.de

Nationalpark-Infozentren:

Nationalparkzentrum Thiemsburg

und Baumkronenpfad, Tel.:

03603/892464, 99947 Schönstedt-

Alterstedt (fürs Navi: zwischen den

Orten Craula und Zimmern), www.

nationalpark-hainich.de Kammerforst

– im Obergut, Straße der Einheit,

99986 Kammerforst, Tel.: 03602/

836893, Im Schlosshotel Behringen,

Hauptstr. 98, 99820 Behringen, Lauter

bach – in der Jugendherberge

Harsberg, Tel.: 036924/47865

Wildkatzen auf der Spur: Seit

April 2011 hat das Wildkatzendorf

Hütscheroda seine Pforten geöffnet. Eine

Ausstellung rund um das Nationalpark-

Wappentier, Schaugehege und Wanderweg

mit Aussichtsturm: Wildtierland

Hainich GmbH, Schlosstr. 4, 99820

Hörselberg-Hainich, OT Hütscheroda, Tel.:

036254/865180, www.wildkatzendorf.com

Geführte Wanderungen: Fach- und

Erlebnisführungen, Exkursionen und

Vorträge: NaturKommunikation,

Claudia Wilhelm, Steingraben 5,

99830 Falken, Tel.: 036923/80969,

www.naturkom.de

Informieren: Hainichland UG, Vor

dem Westtor 1, 99947 Bad Langensalza,

Tel.: 03603/88275-90, www.

hainichland.de, Tourist Information

Thüringen, Willy-Brand-Platz 1,

991084 Erfurt, Tel.: 0361/37420,

www.thueringen-entdecken.de

22

Spezial | 2017


Deutschland

Hunsrück

Hunsrücker Schiefer

Typ: Rundwanderung

Länge: 11,5 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Markierung: weißes SH für

Traumschleifen Saar-Hunsrück

auf violettem Spiegel, Untertitel

Baybachklamm

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

bis schwierig

Steigung/Gefälle: je ca. 400 Meter

Höchster Punkt: ca. 360 Meter

Beste Wanderzeit: April bis

November (Klamm bei Eis und

Schnee nicht begehbar!)

Start/Ziel: Wanderparkplatz,

56290 Beltheim-Heyweiler

Wegequalität: felsige Passagen mit

Seil in der Klamm (84 Erlebnispunkte

Deutsches Wanderinstitut)

Enge und Weite

Durch die Baybachklamm

Dieser Weg folgt der perfekten Wander-Dramaturgie: von der Höhe kurz in die Tiefe,

wieder auf die Höhe, erneutes Abtauchen in die Tiefe und wieder Auftauchen, Aufatmen

und zum krönenden Abschluss noch mal der Blick von der Höhe zurück in die Tiefe.

Am Wanderparkplatz Heyweiler

entlässt das Startportal die

Wanderer der Traumschleife

Baybachklamm in dichten

Wald. Vorbei an einer Wanderliege

führt der Weg auf eine

Felsnase zu, schwenkt nach

links und senkt sich mit zwei

langen Schlägen ins Tal des

Buchbachs, einem Zufluss des

Baybachs. Nach Querung von

Flüsschen und Fahrweg zur

Schmausemühle erklimmt der

Weg in einigen mit Geländern

kenntlich gemachten Zickzacks

durch frischen Buchenwald die

Hochfläche der kleinen Siedlung

Steffenshof 1 . Oben läuft

der Weg am Waldrand entlang,

biegt vor der Siedlung links auf

den Schotterweg, beim Geländer

sofort wieder rechts auf den

Grasweg am Waldrand entlang,

quert die Zufahrtsstraße zum

Örtchen Steffenshof (K 32),

passiert eine hübsch dekorierte

Picknickhütte, kreuzt den

Asphaltweg nach Dorweiler und

taucht wieder in den Wald ein.

Im Wald fällt die Traumschleife

weiter ab. Ein kleiner Steg führt

über einen Wasserlauf. In einer

Rechtskurve halblinks über

die Brücke und auf dem neu

angelegten Pfad hinauf zum

Rastplatz „Klöckners Kaul“ 2 ,

dahinter wieder runter und

nach dem nächsten Steg wieder

auf dem vorigen Waldweg

abwärts zur tiefsten Stelle der

Traumschleife am Baybach 3 .

Nach rechts (nicht über die

Brücke!) folgt die Traumschleife

bachaufwärts für knappe vier

Kilometer seinem Lauf. Es geht

leicht auf und ab, über felsige

Partien helfen Seile hinweg.

Hinter zwei riesigen Höhlen

im Schiefer quert der Weg auf

der vom Buchbachtal kommenden

Fahrstraße den Baybach

und erreicht kurz darauf die

Schmausemühle 4 . Noch vor

den Gebäuden führt rechts eine

Brücke zurück ans andere Ufer.

Auf dem zweiten Pfad links geht

es weiter am Baybach entlang,

an einem Abzweig mit Abkürzungsmöglichkeit

zum Heyweiler

Parkplatz vorbei, an der

privaten Heyweiler Bauernmühle

vorüber und über eine steile

Felsentreppe. Dahinter, an der

Stelle mit den drei Brücken, verlässt

die Traumschleife den Baybachweg

und steigt durch eine

Schieferenge am Frank weiler

Bach entlang Richtung Barreterlei

auf. Oben am Waldrand

vor dem Feld rechts abbiegen,

mit ungewohnt weiten Blicken

zwischen Getreidefeldern auf

Waldeck-Woodstock

Einen Kilometer von der Stelle

entfernt, wo die Traumschleife

Baybachtal auf den Baybach trifft,

thront Burg Waldeck auf einem

Bergsporn über dem Fluss. Auf dem

Gelände des „deutschen Woodstock“

fanden von 1964 bis 1969

Festivals statt. In Liedern, Kabarett

und Diskussionen kündigte sich die

68er-Bewegung an. Künstler wie

Franz Josef Degenhardt, Reinhard

Mey, Hannes Wader und Hanns-

Dieter Hüsch entsandten von hier

geistig-kulturelle Anstöße in die

gesamte Republik. Heute residiert

der Nerother Wandervogel in seinen

Neubauten auf der Oberburg, es gibt

eine Jugendbildungsstätte, auf dem

Freigelände befindet sich eine Freilichtbühne.

www.burg-waldeck.de

eine Bank zulaufen, davor nach

rechts abzweigen, am Ende links

und in den Wald hinein, wo ein

Stichweg zur Barreterlei 5

führt. Durch Wald, am Waldrand,

über Gras an einer Wiese

entlang und am Aussichtspavillon

Waldeckblick 6 vorüber

führt die Traumschleife Baybachklamm

kurzweilig zurück

zum Wanderparkplatz.

Spezial | 2017

23


Deutschland

Hunsrück

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Emmelshausen und Kastellaun sind mit ÖPNV erreichbar.

Von Boppard am Rhein fährt die Hunsrückbahn, von Oberwesel der Freizeitbus

Mittelrhein, von Treis-Karden der Freizeitbus Untermosel. Infos und Anmeldung:

Tourist-Info Emmelshausen, Tel.: 06747/9322-0, www.rhein-mosel-dreieck.de.

Regiolinie 620 verbindet Emmelshausen mit Kastellaun, www.der-takt.de. Taxi

Emmels hausen: Tel.: 06747/597059, Kastellaun: 06762/8923, www.taxi-huet.de

Mit Pkw: A 61 Koblenz-Speyer bis Emmelshausen, vor Emmelshausen auf die

B 327 Richtung Kastellaun, rechts auf L 215 Richtung Beltheim, rechts auf K 34 nach

56290 Beltheim-Heyweiler, von der Hauptstraße Wegweiser zum Wanderparkplatz.

Orientieren: „Wanderwege und Radrouten Hunsrück Region Kastellaun und

Emmels hausen“, 1:25.000, Pietruska-Verlag, ISBN 3-934895-13-1, 7,50 Euro.

„Traumschleifen Saar-Hunsrück, Band 2 Ost“ mit 24 Traumschleifen, Karten

1:25.000, Wegbeschreibungen und Infos, ISBN 978-3-934342-67-5, 3,50 Euro.

© wanderlust

Im Land des

Schinderhannes

Parallel zum Baybachtal ziehen

sich vier weitere Flusstäler vom

Hunsrück zur Mosel hinunter.

Allesamt begleitet von Wanderwegen,

die sich auf engen Pfaden

an klammartigen Felspartien

vorüberwinden. Östlich des

Baybachtals (23 km, 6 h) liegt die

Ehrbachklamm (16 km, 4–5 h) mit

der Ehrenburg von 1120 (www.

ehrenburg.de), westlich davon

das stille Lützbachtal (12 km,

3–4 h), das kurvige Deimerbach-/

Dünnbachtal (25 km, 5–6 h) und

das burg(ruin)enreiche Balduinstal

(23 km, 5–6 h). Infos:

www.kastellaun.de

www.rhein-mosel-dreieck.de

Tourhöhepunkte Traumschleife Baybachklamm

Auf der Höhe und in der Klamm

1

Steffenshof: Das Dutzend

Häuser der Siedlung Steffenshof

auf einer Hochfläche im

nördlichen Hunsrück gehört zum

etwa 1,5 Kilometer westlich gelegenen

Ort Dorweiler. Außer an

Montagen lädt Theas Kneipe zur

Einkehr ein. Steffenshof eignet

sich ebenfalls als Einstieg in die

Traumschleife Baybachklamm.

2

Klöckners Kaul: Neben

einer vergitterten Höhle

bietet sich ein schöner Picknickplatz

mit Schiefertisch für eine

Rast an. Jahrzehntelang schlug

man hier zuvor Dachschiefer

aus dem Berginneren.

Etappenprofil

1

3

Baybach: 30 Kilometer legt

der Baybach vom Hunsrück

bis zur Mosel bei Burgen

zurück. Im Mittellauf nahe der

Burg Waldeck verengt sich sein

Tal zur Klamm. Der Wanderweg

an seinem Ufer verläuft dort

teilweise über Felsen. Handseile

helfen den Wanderern über

knifflige Passagen hinweg.

4

Schmausemühle: Dort, wo

sich die Klamm ein wenig

weitet, liegt mit der Gaststätte

Schmausemühle ein beliebtes

Ausflugsziel im Baybachtal. Sie

befindet sich etwa in der Mitte

der Traumschleife.

Barreterlei: Von diesem

spektakulären Felsvorsprung

hoch über der Baybachklamm

blickt man weit über

die dichten grünen Kronen der

„kraxelnden“ Bäume an den

Hängen der Schlucht.

Waldeckblick: Am Aussichtspavillon

schauen die

Wanderer der Traumschleife

Baybachklamm auf das zuvor

durchwanderte Baybachtal

zurück. Der genaue Verlauf lässt

sich von oben nur noch erahnen:

Ein dichter Waldpelz und die

steilen Hänge schirmen den

Blick in das enge Tal ab.

2 3 4 5 6

5

6

Tipps für die

Baybachklamm

Schlemmen und schlummern:

Pies Pension, 56288 Steffenshof,

Tel.: 06762/1725, Mo. geschl.

Restaurant Hotel Schmausemühle,

auf halber Wegstrecke, 56283 Gondershausen,

Tel.: 06745/270, www.

schmausemuehle.de Ferienwohnung

Kirchblick, Petra und Armin Michel,

Am Haue 8, 56290 Heyweiler, Tel.:

06762/2372, petra_armin@yahoo.de

Ferienwohnungen Steffenshof,

Maria Mies, 56288 Steffenshof,

Tel.: 06762/7342, www.steffenshof.

beepworld.de

Im Umland: Hunsrücker Hexenhaus,

St.-Martin-Str. 7, 56290 Manne bach,

Tel.: 06762/7510, Mo.-Di. geschl.,

www.hunsruecker-hexenhaus.de

FUNtasie, Freizeitheim, Jugendherberge,

Selbstversorgerhaus,

Südstr. 26, 56288 Kastellaun, Tel.:

06762/40880, www.domoskop.de

Flair-Hotel Zum Rehberg, Mühlenweg

1, 56288 Kastellaun, Tel.

06762/40830, www.hotel-rehberg.

de Hotel-Landgasthof Altes

Stadttor, Marktstr. 4a, 56288 Kastellaun,

Tel.: 06762/93130, www.

altesstadttor.de

Hunsrück schmecken: „Gutes von

Nahe und Hunsrück“ verspricht die

Regionalmarke SooNahe. Lebensmitteleinzelhandel,

Bäckereien und

Metzgereien, Wochenmärkte der

Region und Hofläden verkaufen

gentechnikfreie, vor Ort erzeugte

Produkte. www.soonahe.de

Erlebnishunger stillen: Wer auf den

Kletterpassagen auf den Geschmack

gekommen ist: Bei Kastellaun lauert

noch mehr Abenteuer. Das Waldabenteuer

vereint Abenteuer park,

Hochseilgarten, Barfußpfad und einen

Sturmwurf-Erlebnispfad. Domoskop

GmbH & Co. KG, Südstr. 26, 56288

Kastellaun, Tel.: 06762/4088-10,

www.waldabenteuer.de

Woodstock-Flair schnuppern: Auch

heute klingen noch Töne über das

Gelände der Burg Waldeck: Pfingsten

findet das Internationale Liederfest

statt, Anfang September der

Peter-Rohland-Singewettstreit und

Waldeck-Freakquenz 2013. Burg

Waldeck, 56290 Dorweiler,

www.burg-waldeck.de

Informieren: Tourist-Info Region

Kastellaun, Marktstr. 16, 56288

Kastellaun, Tel.: 06762/401698,

www.kastellaun.de

Hunsrück-Touristik GmbH, Gebäude

663, 55483 Hahn-Flughafen,

Tel.: 06543/507700,

www.hunsruecktouristik.de

24

Spezial | 2017


Deutschland

Kellerwald

Nationalpark

Kellerwald

Etwa 40 Kilometer südwestlich von

Kassel bettet sich der Ederstausee

ins westhessische Bergland. An

seinem Südufer erhebt sich der

Nationalpark Kellerwald. Dort

stocken unterschiedlichste Buchenbestände

– von schlank und jung

bis urtümlich, dick und knorrig.

Quasi ein Freilichtmuseum für die

Wuchsformen der Rotbuche.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 18 Kilometer

Dauer: ca. 5 Stunden

Markierung: Erst Fingerhut-, dann

Pilzsymbol

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Steigung/Gefälle: ca. 350 Meter

Höchster Punkt: 430 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: NationalparkZentrum

bei 34516 Vöhl-Herzhausen

Wegequalität: meist gut begehbare

Waldwege und -pfade

Auf Hagenstein- und Ringelsbergroute

Welterbe-Wanderung

Kellerwaldsteig und

Urwaldsteig Edersee

Knorrige Eichen-Buchenwälder krallen sich an die Hänge des Hagensteins, der „Loreley des

Edertals“. Die Altbuchenbestände, naturnahen Blockwälder und Bachschluchten auf dem

Weg zum Ringelsberg zählen zum Tafelsilber des zum Welterbe gekürten Nationalparks.

© wanderlust

Vom Parkplatz des Nationalpark-

Zentrums 1 geht es über das

Wildniserlebnisgelände zum Weg

oberhalb davon, darauf rechts nach

Kirchlotheim, beim Ort sofort links

durch die Nationalparktore, am

Grillplatz vorbei und hinter der

Hütte mit Infotafel rechts auf den

mit UE markierten Urwaldsteig

Edersee sowie die Hagensteinroute

(Markierungssymbol: Großblütiger

Fingerhut). Die Nummern an den

UE-Schildern kennzeichnen die

Abschnitte mit weiteren Infos im

Urwaldsteigführer. Entlang der

gerölligen Steilkante über dem

Eder-Prallhang zieht sich der Weg

durch knorrigen Eichen-Buchenwald

hinauf zum Hagenstein 2 . Auf

dem oberen Weg nach links gesellt

sich das weiße K auf grünem Grund

für eine der Kellerwaldsteig-Quer-

verbindungen zu den beiden anderen

Zeichen und leitet geradeaus

bis zum Wegweiser Himmelsbreite.

UE und K biegen dort rechts ab,

anstelle des Fingerhut-Zeichens

tritt von hier an das Pilzsymbol des

Buchen-Schleimrüblings für die

Ringelsberg-Route. An der nächsten

Gabelung nimmt der linke Ast

Anlauf, verschiedene Waldformen

zu präsentieren: Feuchte Stellen

an mehreren Quellgerinnen des

Hundsbachs, eine Buchennaturverjüngungszone

um alte Baumriesen

herum, Schluchtwald und hinter

dem bei einem größeren Quellgerinne

rechts wegbiegenden Weg

(Abkürzungsmöglichkeit, siehe Karte)

Buchen-Linden-Blockwald. Wenig

später zweigt im Ringelsbergurwald

mit mächtigen alten Buchen ein

Urwaldsteig-Zubringerweg schräg

links hinunter (geradeaus setzt

sich die Ringelsbergroute etwa auf

gleichbleibender Höhe fort). Ohne

Abstecher nach Asel-Süd verkürzt

sich die Wanderung um ca. 1 km.

In der spitzen Linkskehre ist der

scharf nach rechts abknickende

Pfad die schönere Alternative nach

Asel-Süd 3 . Bei den Fachwerkhäusern

geht es links, auf dem Asphaltweg,

an Mini-Markt und Bistro vorüber

und im großen Rechtsbogen

zwischen Campingwagen auf dem

Zubringer für UE und K zum Ringelsberg

hinauf. Wo der Weg UE und

K kreuzt, führt der Ringelsbergweg

geradeaus (Richtung Sauhütte) noch

ein Stück aufwärts zur Aussicht

Ringelsberg 4 . Beim Links-Abzweig

zur Sauhütte bleibt der Ringelsbergweg

geradeaus, biegt kurz darauf an

einer Windwurffläche rechts, sofort

Zwei als Qualitätsweg Wanderbares

Deutschland ausgezeichnete

Rund-Weitwanderwege erschließen

die urige Wildnis von Kellerwald

und Edersee. Der 158 Kilometer

lange Kellerwaldsteig verbindet

die Nationalpark-Berge am Edersee

mit dem Hohen Keller im Süden

des Naturparks. Drei Querverbindungen

ermöglichen es, die zwölf

Etappen der Hauptroute in eine

Nord-, Süd- und Westschleife zu

unterteilen. Auf 70 Kilometern

schwingt sich der Urwaldsteig

Edersee an Steilhängen entlang,

durch Schluchten und an Aussichtspunkten

über das Waldmeer

vorüber, einmal rund um den Stausee.

Mit der Personenschifffahrt

lassen sich aus Teilabschnitten

auch Tagestouren kreieren.

www.naturpark-kellerwald-edersee.de,

www.urwaldsteig-edersee.

Spezial | 2017

25


Deutschland

Kellerwald

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Mit Bus oder Bahn bis nach Korbach oder

Frankenberg/Eder (www.bahn.de). Von dort fährt Buslinie 555 (Richtung

Frankenberg/Korbach, www.nvv.de) zum NationalparkZentrum, Ausstieg

Haltestelle „Vöhl-Herzhausen, Nationalparkzentrum“.

Mit dem Pkw: Das NationalparkZentrum liegt 15 km nördlich von Frankenberg/Eder

und 15 km südlich von Korbach an der B 252 zwischen Vöhl-Herzhausen

und Vöhl-Kirchlotheim. Anreise von Norden über die A 44

(Dortmund–Kassel) bis Ausfahrt Diemelstadt, von Osten/Süden über die A 7

bis Ausfahrt Homberg (Efze), von Marburg auf der B 3 Richtung Kassel, dann

B 62 bzw. B 252 Richtung Frankenberg,

Orientieren: Rad- und Wanderkarte Kellerwald-Edersee, 1:35.000, 3. Aufl.

2009, ISBN 978-3-86973-008-0, 6 Euro. Wander- und Radwanderkarte Edersee,

1:25.000, 7. Aufl. 2010, ISBN 978-3-86973-028-0, 4,50 Euro.

wieder links (von rechts stößt die

Abkürzung vom Quellgerinn hinzu),

schlägt eine Rechtskurve und läuft

über die Gabelung zurück zum

Wegweiser Himmelsbreite. Statt der

Hagensteinroute weiter zu folgen,

die rechts über Feldflur zurück zum

NationalparkZentrum leitet, bietet

sich ab hier geradeaus der abenteuerlichere

Brückengrundsteig 5 an,

ein Produkt des Sturmtiefs Xynthia.

Holzpflöcke mit einer gelben

stilisierten Brücke weisen den Weg,

der sich ein Kerbtal hinunter- und

wieder hinaufwindet, nach links

gabelt, bei einem markanten

Rechtsknick den Pfad in der Spitze

links hinunter nimmt und unten

dem breiten Weg nach rechts bis

zum Urwaldsteig folgt. Dort geht

es dann rechts zurück Richtung

NationalparkZentrum.

Tourhöhepunkte am Edersee

Urige Wildnis Kellerwald

NationalparkZentrum: Auch

1

das Innere des weißen,

schwungvollen Gebäudes beeindruckt

in den drei Ausstellungsbereichen

„UrSchätze der Wildnis“,

„WaldWerk“ und „4D-SinneKino“

mit modernen Stationen zum Ausprobieren

und Fühlen. Ein Shop

lädt zum Stöbern ein, und der

GastRaum hält regionale Spezialitäten

zur Stärkung bereit.

Hagenstein: Von der

2

„Loreley des Edertals“ sind

die Rothaargebirgs-Kuppen der

hessischen Sackpfeife (673 m)

und des nordrhein-westfälischen

Kahlen Astens (842 m) bei gutem

Wetter sichtbar. Unterhalb des

steilen Hangs zieht die Eder ihr

blaues Band.

Asel-Süd: Nur 14 Menschen

3

leben dauerhaft in Asel-

Süd, doch ein Campingplatz und

Wochenendhäuser hauchen dem

Ort am Ende der Straße während

der Saison mehr Leben ein. Der

Ort entstand, nachdem Alt-Asel

1914 in den Fluten des Edersees

versank. Die ehemalige Brücke

über die Eder taucht bei niedrigem

Wasserstand wieder auf.

Aussicht Ringelsberg: Einer

4

der seltenen Ausblicke auf

der Tour zeigt den Edersee, wie er

sich fjordähnlich durch das ihn umschlingende,

über Hügel auf- und

abwogende Buchenmeer fingert.

Brückengrundsteig: Nachdem

das Sturmtief Xynthia

5

im Januar 2010 gewütet hatte,

richtete der Nationalpark hier

spontan einen Wildnispfad ein.

Er windet sich um Wurzelteller,

umgestürzte Baumriesen und Totholz

herum. Die Wanderer müssen

über einige querliegende Stämme

steigen. Sie können auf der wie

„Kraut und Rüben“ anmutenden

Windwurf-Fläche beobachten, wie

schnell die Natur sich nach einer

solchen „Katastrophe“ selbst hilft.

Etappenprofil

1 2 3 4 5

Versunkenes am

Wegesrand

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: GastRaum im NationalparkZentrum

Kellerwald, Weg zur

Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen, Tel.:

05635/993457, (Nov—März, Mo geschl.),

www.nationalparkzentrum-kellerwald.

de Campingplatz Asel-Süd „Ederseeparadies“,

34516 Vöhl, Tel.: 05635/608,

www.camping-asel-sued.eu

In der Umgebung: Ferienhaus

Schöneweiß, 34516 Vöhl-Harbshausen,

Tel.: 05635/991300,

www.ferienhausedersee.de

Bauernhofpension Büchsenschütz,

34516 Vöhl-Harbshausen, Tel.:

05635/286, www.edersee-bauernhof.de

Campingplatz Teichmann, 34516

Vöhl-Herzhausen, Tel.: 05635/245,

www.camping-teichmann.de

Belvedere – das Biohotel am

Edersee, Waldeck am Edersee, Tel.:

05623/9990, www.belvedere-edersee.de

Waldhotel Wiesemann, 34513 Waldeck

am Edersee, Tel.: 05623/933529-0,

www.waldhotel-wiesemann.de

Wildtiere hautnah: Heimische

Wildtiere wie Wolf, Luchs und Wisent

beobachten oder eine Greifvogel-Flugschau

erleben: WildtierPark Edersee

und Bucheninformationshaus,

Am Bericher Holz 1, 34549 Edertal-

Hemfurth, Tel.: 05623/97303-0, www.

wildtierpark-edersee.eu; Greifenwarte:

Tel.: 05623/2230, www.greifenwarteedersee.de

Mit Naturparkführern unterwegs:

Hintergründe zur Natur, zu Brauchtum

und Geschichte der Region, Wasser

und Technik des Ederstausees, versunkenen

Orten und Kräutern am Wegesrand

vermitteln die Naturparkführer

auf Wanderungen und Exkursionen:

Info und Buchung Tel.: 05621/96946-10

Über den Edersee schippern: Die

Personenschifffahrt Edersee bietet in

der Saison fahrplanmäßigen Linienund

Rundfahrverkehr: Personenschifffahrt

Edersee, Ederseerandstr.

8b, 34513 Waldeck-West,

Tel.: 05623/5415,

www.personenschiffahrt-edersee.de

Baumkronen erkunden: Einblicke

in den Wald von oben: TreeTopWalk

Baumkronenweg (Eschelberg),

Brühlfeld 3, 34549 Hemfurth,

Tel.: 05623/9737977,

www.baumkronenweg.de

Informieren: Nationalpark Kellerwald-Edersee,

Laustr. 8, 34537 Bad

Wildungen, Tel.: 05621/75249-0, www.

nationalpark-kellerwald-edersee.de

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Spezial | 2017


Deutschland

Lüneburger Heide

Naturschutzgebiet

Lüneburger Heide

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 14,5 Kilometer

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Markierung: nicht einheitlich

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 170 Meter

Höchster Punkt: 169 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Parkplatz Niederhaverbeck,

29646 Bispingen

Wegequalität: Pflaster, Sand- und

Erdwege

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t e

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g r

u

n

d

Über den Wilseder Berg

Zum Totengrund

Hüllenlos durch

die Heide

Ruhe und Stille begleiten die Wanderer auf dem Weg durch das abgelegene Naturschutzgebiet

Lüneburger Heide, das etwa so groß wie die Stadt Duisburg ist. Die Strecke führt zwischen Heidesträuchern

über den Wilseder Berg ins autofreie Heidedorf Wilsede und rund um den Totengrund.

Am Parkplatz Niederhaverbeck

hoch Richtung Heideimbiss laufen,

auf dem Sandweg davor rechts in

den Wald biegen und mit dem von

der Naturinformation im Hans-

Pforte-Haus kommenden Hauptweg

nach links schwenken. Nach einem

knappen Kilometer vom breiten

Fahrweg links abbiegen und sofort

wieder rechts auf den „Hans Domizloff

Wander-Weg Wilseder Berg“. In

einem Eichenwäldchen stößt der

Weg auf einen Querweg, der rechts

Richtung Wilseder Berg führt. Bei

der nächsten Einmündung wieder

rechts halten. An der folgenden

Kreuzung erklimmt der Weg nach

links allmählich den Wilseder

Berg 1 . Auf dem „Gipfelplateau“

führen zwei Wege an nördlicher

und südlicher Flanke entlang. Beide

treffen sich wenig später wieder.

Nach dem „Abstieg“ gabelt sich

der Weg. Nach links (Wegweiser

Wilseder Hof) kurvt er hohlwegartig

durch ein Buchen-Eichen-

Waldstück, bis er auf einen Pflasterweg

trifft. Dort rechts und sofort

wieder rechts auf die Dorfstraße,

die ins Zentrum des Museumsdorfs

Wilsede 2 führt. Beim Heidemuseum

3 links über das Gelände zur

anderen Straße. Dort links und kurz

darauf auf dem Rechts-Abzweig bis

zum Blick Totengrund 4 laufen,

wo der Weg nach links (Wegweiser

Sellhorn) den Grund oberhalb umrundet.

Beim Wegweiser Hermann-

Löns-Weg rechts abbiegen (den Weg

nach Sellhorn/Döhle verlassen).

Holzplanken führen über ein

Stück Heide moor, weiter Richtung

Wilsede/Ober-/Niederhaverbeck,

hinter dem Pferderastplatz links

auf den Pfad (nicht den Reitweg),

einen weiteren Weg queren (ein

Abstecher 300 Meter nach rechts

führt zu einer anderen Aussicht

in den Totengrund) und beim

nächsten Wegweiser auf einem

Stein rechts abbiegen. Zwischen

riesigen Wacholdern geht es zum

Hauptweg am Waldrand. Dort

rechts, bei einem großen Stein links

(Niederhaverbeck 4 km) auf den

Kaiser-Wilhelm-Weg in einen dunklen,

dichten Wald. Einen Querweg

kreuzen, beim breiten Sandweg am

Ende nach rechts biegen, bei der

Mündung geradeaus gehen, einen

Reitweg kreuzen, bei der nächsten

Einmündung der Markierung

„F“ nach rechts bis zum Fahrweg

folgen, dort kurz rechts und sofort

links auf den Fahrweg nach Niederhaver

beck schwenken. An der vom

Hinweg bekannten Stelle nicht

nach links zurück, sondern geradeaus

wandern, an der nächsten

Für ein perfekt romantisches Heideerlebnis

sorgt der relativ neue Nacktwanderweg

durch die Lüneburger

Heide. Auf zehn Kilometern lädt der

Naturistenweg Undeloh ganzjährig

zum unbekleideten Wandern oder

auch Radfahren ein. Start und Ziel

ist der Wanderparkplatz an der

Straße zwischen Wesel und Wehlen

nordwestlich von Undeloh. Wer

schnell friert oder sich nicht entblößen

möchte, darf sich dort auch

angezogen bewegen. Einkehren und

übernachten kann man in Wesel und

Undeloh. In der wärmeren Jahreszeit

treffen sich regelmäßig Gruppen, um

den Naturistenweg nackt zu wandern.

Wegbeschreibung, Karte und

Navi-Downloads gibt es auf www.

naturistenweg.de

Kreuzung geradeaus halten und an

der Gabelung hinter dem Feld links

halten, um von der anderen Seite

zum Parkplatz zurückzukehren.

© wanderlust

Spezial | 2017

27


Deutschland

Lüneburger Heide

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Die Heidebahn der Erixx GmbH (www.erixx.de) verbindet

Hannover mit Buchholz. Von den Bahnhöfen Wintermoor, Handeloh und

Schneverdingen verkehren von Mitte Juli bis Mitte Oktober die Ringlinien

1 und 2 des kostenlosen Heide-Shuttles (www.heide-shuttle.de) direkt nach

Ober- und Niederhaverbeck.

Mit dem Pkw: A 7 Hannover–Hamburg bis AS 43 Bispingen und auf der

L 211 (Seestraße) etwa 7 Kilometer bis zum Parkplatz Niederhaverbeck

(3 Euro) auf der rechten Seite fahren (Richtung Behringen, Ehrhorn, Tostedt).

Orientieren: Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, wetterfeste Rad- und

Wanderkarte, M 1:50.000, Publicpress, ISBN 978-3-89920-082-9, 3,95 Euro,

www.publicpress.de

Vom Wert

des Wenigen

Autoabgase und Gülle auf Äckern,

deren Stickstoff anderswo niederregnet,

düngen ständig unsere Umgebung.

Daher sind nährstoffarme

Landschaften wie die Lüneburger

Heide selten. Für Pflanzen und Tiere,

die sich in ihrer Evolution auf kärgliche

Lebensumstände spezialisiert

haben, sind sie wertvolle Zufluchtsorte.

Ein Beispiel ist der seltene

Birkhahn. Die sensiblen Hühnervögel

mögen keine Störungen. Das unauffällig

braun gefleckte Federkleid

tarnt die Hennen perfekt. Sie legen

ihre Eier in Mulden im Heidekraut

ab. Die Lüneburger Heide dient den

Bodenbrütern als letztes Refugium

im Norddeutschen Tiefland.

Tourhöhepunkte in der Lüneburger Heide

Zwischen Wacholder und Heidekraut

Wilseder Berg: Mit 169, 2

1

Metern hält der Wilseder Berg

den Höhenrekord in der Norddeutschen

Tiefebene. Vor dem Fernglas

zeigen sich bei guter Sicht sogar die

Türme Hamburgs und Lüneburgs.

Rings um das Gipfelplateau breiten

sich die größten zusammenhängenden

Heideflächen Europas aus.

Wilsede: Das typische Heidedorf

bildet den Mittelpunkt

2

der Lüneburger Heide. Auch wenn

noch etwa 40 Menschen in Wilsede

wohnen, scheinen die Uhren wie

in einem Museumsdorf stillzustehen.

Die Bauernhäuser liegen

ohne sichtbare Ordnung locker im

Dorf verstreut – von alten Bäumen

umgeben und von Findlingsmauern

abgegrenzt. Da mit Ausnahme dreier

das Naturschutzgebiet Lüneburger

Heide durchquerender Straßen

Auto verkehr verboten ist, müssen

sich Besucher zu Fuß, mit dem Rad

oder in der Kutsche Wilsede nähern.

Heidemuseum: „Dat ole Huus“

3

ist das älteste Bauernhaus im

Naturschutzgebiet. Lehrer Dageförde

ließ es 1907 von Hanstedt nach Wilsede

versetzen. Als Freilichtmuseum

zeigt das typische Nordheide-Haus,

wie ein Heidehof um 1850 aussah,

wie die „Heidjer“ dort wohnten und

mit welchen Geräten sie arbeiteten.

Totengrund: 1905 kaufte der

4

Egestorfer Pastor Wilhelm

Bode den „Totengrund“ – einen mit

Wacholder bewachsenen, trockenen

Heide-Talkessel südöstlich von Wilsede.

Damit legte er den Grundstein

für Deutschlands ältestes Naturschutzgebiet:

1921 wurde die Heide

unter Schutz gestellt. Auch in den

folgenden Jahren engagierte er sich

für weitere Flächenankäufe wie

den Wilseder Berg. Damit wollte er

verhindern, dass die Heideflächen

aufgeforstet oder in Ackerland

umgebrochen werden. Seinem

großen Einsatz verdankt Bode den

Spitznamen „Heidepastor“.

Etappenprofil

1

2 3 4

Naturschutzgebiet

Lüneburger Heide

Schlemmen und Schlummern:

Am Wegesrand: Meyer’s Heideimbiss,

Niederhaverbeck 17, 29646

Bispingen-Niederhaverbeck, Tel.:

0178/4259047, Do. geschl. Hotel

Landhaus Eickhof, Niederhaverbeck

8, 29646 Bispingen-Niederhaverbeck,

Tel.: 05198/1288, www.landhauseickhof.de

Haus Heidetal, Niederhaverbeck

10, 29646 Bispingen, Tel.:

05198/743, www.heidetal.info Hotel

Restaurant Café Stimbekhof, 29646

Oberhaverbeck, Tel.: 05198/98109-0,

www.stimbekhof.de Undeloher Hof,

Wilseder Straße 22, 21274 Undeloh,

Tel.: 04189/457, www.undeloher-hof.

de Wilseder Hof, Wilsede 2c, 29646

Bispingen-Wilsede, Tel.: 04175/311,

www.wilseder-hof.de Witthöft’s

Gästehaus, Wilsede 2, 29646 Bispingen-Wilsede,

Tel.: 04175/545, www.

witthoeft-wilsede.de Gasthaus Zum

Heidemuseum, Wilsede 9, 29646 Bispingen-Wilsede,

Tel.: 04175/217, www.

zum-heidemuseum.eu SB-Restaurant

Milchhalle, Oberhaverbeck 7, 29646

Bispingen-Wilsede, Tel.: 04175/80293

Heide erleben: An verschiedenen

Orten finden spannend klingende

geführte Touren statt, auf denen

Gästeführer Geschichten erzählen, die

nur Menschen kennen, deren Familien

seit Generationen in der Heide leben:

www.naturpark-lueneburger-heide.

de/umweltbildungs-und-naturerlebnisangebote/natur-und-landschaftsfuehrungen/oeffentlichefuehrungen

Alles über die Heide: Ausstellungen

zu Geschichte, Naturkunde

und Problemen des Naturschutzgebiets

Lüneburger Heide, Videofilme

und Wandervorschläge gibt es in

den drei Informationshäusern des

Vereins Naturschutzpark (www.vereinnaturschutzpark.de):

Haus der Natur,

Dorfstr. 38, 21272 Egestorf-Döhle,

Tel.: 05195/7264 Heide-Erlebnis

Zentrum, Wilseder Str. 23, 21274

Undeloh, Tel.: 04189/818648 Naturinformation

Niederhaverbeck,

Hans-Pforte-Haus, 29646 Bispingen-

Niederhaverbeck, Tel.: 05198/379

Informieren: Bispingen-Touristik,

Bahnhofstraße 19, 29646 Bispingen,

Tel.: 05194/9879690, www.bispingentouristik.de

Lüneburger Heideland

Touristik GmbH, Alter Geidehof/

Buchholzer Str. 1, 21271 Hanstedt,

Tel.: 04184/85050, www.lueneburgerheideland.de

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Spezial | 2017


Deutschland

Märkische Schweiz

Moor-Wandern

in Müncheberg

Typ: Rundweg

Länge: 24 Kilometer

Dauer: 8 Stunden

Schwierigkeit: einfach

Höhendifferenz: bis zu 50 Meter

Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst

Start/Ziel: Bahnhof Müncheberg

Wegequalität: gut, befestigt bis

morastig

Eiszeittour im Sommer

Kuren, dichten und wandern

Schon Theodor Fontane und Bertolt Brecht schätzten die satte Landschaft und die würzige Luft der Märkischen Schweiz.

Sie verweilten hier, luden Kollegen ein und ließen sich inspirieren von über 10.000 Jahre alten Kräften, die die Geschichte

dieser Gegend prägten. So lassen auch wir uns beeindrucken und inspirieren und wandeln auf den Spuren der Eiszeit

durch verzauberte Kurorte, über geschichtsträchtige Wiesen und vorbei an urtümlichen Kraterseen.

Vom Bahnhof Müncheberg (Mark)

aus gehen wir in nordöstlicher

Richtung die Bahnhofstraße

entlang und knicken nach einigen

hundert Metern mit der Straße

nach links ab. Rechts von uns

befindet sich der Kleine Schlagenthinsee

1 , unsere erste

Begegnung mit einem wassergefüllten

Relikt der Eiszeit. Dann

überqueren wir die Bahngleise

und wandern an der „Kleinbahn“

entlang Richtung Großer Däbersee

2 . Am Süd zipfel des Sees

passieren wir auf dem beschilderten

Waldweg den kleineren

Bruder „Kleiner Däbersee“. Der

kurvenreiche Weg führt uns am

Ufer des großen Däbersees bis

nach Waldsieversdorf. Wir biegen

am Seeende in die Kindermannstraße

zum alten Wasserturm 3

und kurz darauf wieder in die

Seestraße ein. Diese laufen wir

bis zur Dahmsdorfer Straße, wo

das Café Tilia 4 auf uns wartet.

Von dort begeben wir uns gestärkt

auf den Buckower Weg, der zum

Wald- und Wiesenweg wird und

zu Abendrothsee und Berliner

Müncheberg – heute und gestern

Straße führt. Diese bringt uns in

die Ortsmitte des Kneipp-Kurorts,

vorbei am Castello Angelo 5 und

Schlosspark Buckow 6 bis zur

Bertolt-Brecht-Straße und dem

Brecht-Weigel-Haus 7 . Zurück

geht es über die Werderstraße bis

zur Königstraße, die uns hinausführt

aus Buckow in den Wald

bis zum Seen-Ensemble der unterschiedlich

großen Klobichseen. Im

letzten Drittel der Tour wandern

wir um den Großen Klobichsee

8 herum Richtung Dahmsdorf

und landen schließlich wieder

am Bahnhof in Müncheberg.

Müncheberg ist eine der ältesten Städte überhaupt in Brandenburg: Es liegt etwa zwölf Kilometer entfernt vom beliebten

Ausflugsziel Buckow im Naturpark Märkische Schweiz und etwa in halber Entfernung zwischen Berlin und Frankfurt

(Oder). Sehenswert in Münchebergs kleiner Altstadt ist insbesondere die heute noch recht gut erhaltene, sieben Meter

hohe feldsteinerne Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist neben der Stadtkirche Sankt Marien das Wahrzeichen

der Stadt. Gegründet wurde Müncheberg bereits im 13. Jahrhundert und geht auf die Zisterziensermönche des einstigen

Klosters Lebus zurück. Daher leitet sich auch der mittelalterliche Name ,Monichberg‘ ab. Die schmucke Stadtmauer mit

ihren Türmchen, dem runden Küstriner und dem quadratischen Berliner Torturm blieb erhalten. Neben seiner historischen

Bedeutung ist Müncheberg auch auf seinen Ruf als Forschungsstadt (Botanik, Agrarwissenschaft) stolz. Dazu gehört unter

anderem das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ökosysteme

in Agrarlandschaften wissenschaftlich zu erforschen.

Spezial | 2017

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Deutschland

Märkische Schweiz

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Vom Berliner Anhalter Bahnhof (Hauptbahnhof) fahren tagsüber

stündlich Regionalzüge (VBB) bis Müncheberg (Mark), Dauer: 1:04 Stunde.

Mit dem Auto fährt man über den östlichen Berliner Ring (A 10) ab Fredersdorf

auf die Bundesstraße 5 in Richtung Herzfelde über Hoppegarten bis nach

Müncheberg. In Müncheberg selbst fährt man über die Eberswalder Chaussee bis

zum Bahnhof und zu den beiden Schlagenthinseen.

Orientieren: Wanderkarte Märkische Schweiz: Mit Ausflugszielen, Einkehr- &

Freizeittipps, wetterfest, reißfest, abwischbar, GPS-genau, 1:25000

Mit Ausflugszielen, Natura Trail, Qualitätsweg Naturparkroute, 2 Seiten,

ISBN-10: 389920574X, 3,95 Euro.

Brecht-Weigel-

Haus

Das Grundstück am Schermützelsee,

auf dem sich das Brecht-

Weigel-Haus befindet, umfasste

bis zur Eröffnung der Gedenkstätte

im Juni 1977 auch die heutigen

Nachbargrundstücke. Nach Helene

Weigels Tod 1971 verkauften die

Brecht-Erben den Mittelteil mit der

„Eisernen Villa“ an den Staat, um

darin die Gedenkstätte einzurichten.

Das sogenannte Gärtnerhaus,

welches Brecht von 1952 bis 1956

als „Sphäre der Isolierung“ nutzte,

blieb im Besitz der Erben und

kann nicht besichtigt werden. Die

„Eiserne Villa“ war von 1952 bis

1971 das Wohnhaus von Helene

Weigel. An der Stelle des jetzigen

Gebäudes stand um die Jahrhundertwende

ein anderes Haus mit

einer Außenwand aus Stahlgitttern

und Sägespänen, welches 1909

jedoch vollständig niederbrannte.

1910 kaufte der Berliner Bildhauer

Georg Roch das Anwesen und ließ

darauf ein Atelierhaus errichten.

Der Putzbau mit Mansardgiebeldach

zeigt Elemente des

sogenannten Heimatstils. Rochs

Skulpturen sind im Garten rund

ums Haus zu bewundern.

Tourenhöhepunkte

Vom Mittelalter zur Neuzeit

1

Der Eiszeitsee Kleiner

Schlagenthinsee ist

ein Eldorado für Pflanzen- und

Vogelliebhaber. Aber auch

Angler kommen auf ihre Kosten.

2

Natur pur, sattes Grün und

Bademöglichkeiten erwarten

den Besucher am Großen

Däbersee in der Waldsieversdorfer

Wald- und Wasserwelt.

Mit elf Hektar Größe und 16

Meter Wassertiefe wirkt er

sehr urzeitlich.

3

Der Wasserturm in Waldsieversdorf

ist ein Wahrzeichen

des Orts und wurde erst

jüngst renoviert. Er ist begehbar

und bietet einen wunderbaren

Rundum-Ausblick.

Etappenprofil

1

4

2 3 4 5 6 7

Unter Linden ist das Café

Tilia auch Treffpunkt für

Bike-Fans, da es auf der Route

des Europa-Radweges liegt.

„Tilia“ ist übrigens der lateinische

Name für Lindenbaum.

5

Mitten in Buckow ist das

an dem Flusslauf der

Stöber gelegene Castello Angelo

Anlaufstelle für alle Italien-

Gourmets. Von der anderen

Straßenseite dringt noch das

Rauschen einer alten Wassermühle

herüber.

6

Wie viele Fachwerkhäuser

in Buckow wurde auch der

Schlosspark restauriert, an dem

sich eine Kneipp-Wassertret stelle

befindet.

Seit vielen Jahren ist das

Brecht-Weigel-Haus

Anlaufstelle für alle Kenner

und Liebhaber des deutschen

Dramatikers, der hier in den 50er

Jahren die Ruhe am See genoss.

8

7

8

Im Zentrum des Buckower

Kessels liegt das seit 1990

ausgewiesene Naturschutzgebiet

Klobichsee, zu dem noch weitere

Standgewässer, Quell- und

Trockenhänge sowie Waldmoore

und Waldsümpfe gehören. Es ist

ein idealer Standort für einheimische

Orchideen. Am Großen

Klobichsee leben Fischotter,

europäische Sumpfschildkröten,

Kraniche und der bestandsbedrohte

Bitterling (Fischart).

Tipps zum Schlafen

und Schlürfen

Schlemmen, schlafen und erkunden:

Ein Museum und viele Veranstaltungen

gibt es im Brecht-Weigel-

Haus: Bertolt-Brecht-Straße 30,

15377 Buckow, Tel.: 033433/467.

In Waldsieversdorf steht der alte

Wasserturm mit Aussichtsplattform

Besuchern täglich von 9–20

Uhr (April bis Oktober) und 9–16

Uhr (November bis März) offen.

An der Wassermühle draußen

sitzen kann man im Ristorante

Castello Angelo, Wriezener Straße

59, Buckow, Tel.: 033433/57513,

www.castello-angelo.de.

Das Hotel Vier Jahreszeiten in

Buckow bietet eine exzellente

Küche an sowie spezielle Pakete

mit Brecht-Seminaren und Ausflügen

ins Haus. Ringstraße 5–6,

Tel.: 033433/151390, www.

vierjahreszeiten-buckow.de.

Die besten Torten und Eisspezialitäten

sowie herzhafte Eintöpfe

gibt es im Café Tilia, Dahmsdorfer

Straße 27, 15377 Waldsieversdorf,

Tel.: 033433/155377. Sehr kompetent

und hilfsbereit ist das Kulturund

Tourismusamt Märkische

Schweiz, Sebastian-Kneipp-Weg 1,

Tel.: 033433/65982. Der direkt angrenzende

Schlosspark Buckow ist

nach historischen Plänen rekonstruiert

worden und verbindet auf

eine ganz besondere Art und Weise

Erholung und Kultur mit Kunst und

Natur. In den wärmeren Monaten

des Jahres finden hier zahlreiche

kulturelle Veranstaltungen, Feste

und Konzerte statt. Der Kneippund

Heimatverein Märkische

Schweiz, Berliner Straße 40, 15377

Buckow, Tel.: 0172/3953598,

www.kneipp-und-heimatverein.de,

bietet ebenfalls Kräuter- und

Wandertouren an. Der Märkische

Fischereibetrieb Gebr. Rinast,

Wilhelm-Pieck-Str. 13,

15377 Waldsieversdorf, Tel.:

033433/363, bietet Angelscheine

für den Klobichsee an und verkauft

Dienstag bis Samstag ab 7 Uhr

frischen und geräucherten Fisch.

Ein Klassiker bleibt die Lektüre

„Wanderungen durch die Mark

Brandenburg“ von Theodor

Fontane, der darin auch eingehend

aus Buckow und der Märkischen

Schweiz berichtet. Verlag Atlantis,

7. Auflage, gekürzt und illustriert

von Martin Hürlimann.

30

Spezial | 2017


Deutschland

Moseltal

Die sonnige

Terrassenmosel

Der Bleidenberg liegt oberhalb

der Ortschaft Oberfell, auf dem

rechten Moselufer, etwa 20 Kilometer

von Koblenz entfernt. Die

Region gehört klimatisch zu den

wärmsten Deutschlands. Neben

den terrassenförmig angelegten

Hängen der Mosel und herrlichen

Mischwäldern gibt es viel Historisches

zu entdecken.


Typ: Rundwanderung

Länge: 12,5 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Steigung/Gefälle: 537 Meter

Markierung: weißer Fluss auf

orangefarbenem Grund

Schwierigkeitsgrad: mittel, festes

Schuhwerk notwendig

Beste Wanderzeit: April bis

Oktober, Mittagshitze im

Sommer besser meiden

Start/Ziel: 56332 Oberfell,

Im Kirchenstück

Bleidenberger Ausblicke

Moselweg mit Panoramablick

Für seine anstrengenden Teilstücke entschädigt der Traumpfad Bleidenberger Ausblicke mit traumhaften Fernsichten

über das Moseltal. Historische Entdeckungen am Wegesrand machen das Wandervergnügen perfekt.

Direkt oberhalb der Oberfeller

Kirche beginnt der Traumpfad an

der Straße Im Kirchenstück, nicht

zu verfehlen wegen der orangeweißen

Markierung. Hier gibt es

auch kostenlose Parkplätze. Über

eine Treppe zwischen zwei Häusern

geht es ab in den Wingert.

Zwischen Schiefermauern führt

der Weg über das erste Plateau

mit Bank und Fahne hinaus, dann

links auf den nur noch leicht

ansteigenden Schotterweg durch

einen Eichenwald. Oben auf dem

Schildberg im großen Rechtsschwenk

dem Weg durch Wiesen,

Felder und Fichtenwälder folgen.

Von hier rechter Hand Blick auf

die Dreifaltigkeits-Kirche in der

Ferne. Lichtung mit Schutzhütte

und Traumliege unterhalb

des Dickenbergs 1 : herrlicher

Blick über Hunsrück und Eifel.

Weiter geht es um den Dickenberg

herum. Der Aufstieg lohnt

nicht, es fehlt die Aussicht. Den

Schildern folgend am Waldrand

entlang, rechts Wiese. An dem

Modellflugplatz mit Windsack

auf der rechten Seite vorbei. Hier

ist der Traumpfad auch gleichzeitig

Jakobsweg, erkennbar an

der gelben Muschel auf blauem

Grund. Straße K 71 von Pfaffenheck

nach Oberfell queren. Ein

kurzes Stück asphaltierter Weg,

links Wiese, rechts Wald. Im Wald

dann nach rechts bergab halten,

parallel zu einer kleinen Schlucht.

Die geht in das Alkener Bachbett

über. Das Bächlein befindet sich

mal auf der rechten Seite, mal auf

der linken. Die Helmutseiche 2 mit

Bank lädt zum Innehalten ein. Es

geht gemächlich bergab bis zu einer

Weggabelung. Geradeaus mündet

der Weg direkt im Ort Alken (nach

ca. 1 km). Links hoch führt der Pfad

über einen Wasserdruckbehälter

hinweg zur Burg Thurant 3 .

Imposante Steinbrüche kommen ins

Blickfeld. Direkt unterhalb der Burg

liegt das Moseltal mit den Orten

Löf und Alken. Umleitung links an

der Burg vorbei über Felsvorsprünge

und schmale Pfade oberhalb

der Mosel hinunter nach Alken

direkt auf den Friedhof der St.

Michaelskirche mit Gebeinhaus 4 .

Abstecher an die Moselpromenade

5 von Alken möglich. Von der Bachstraße

aus hinter dem mittelalterlichen

Stadttor links Treppe in den

Weinberg zu den Sieben Fußfällen

6 . Sieben kleine weiße Kapellen

stehen für den Kreuzweg Jesu. Der

Weg führt in Serpentinen durch

Reben und an Mauern entlang auf

etwa 235 Höhenmeter. An der

Wallfahrtskapelle Dreifaltigkeit

auf dem Bleidenberg 7 links

vorbei zur neuen Schutzhütte

mit Moselblick. Am Moselhang

entlang, langsam absteigend,

Richtung Oberfell. Hier kreuzt der

Zeitreise-Weg mit Keltenmauer

und -lager 8 den Traumpfad. An

der Weggabelung links abwärts

durch den Wald bis nach Oberfell.

Spezial | 2017

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Deutschland

Moseltal

Anreisen und orientieren

Mit Bahn und Bus: Per Bahn bis zum Hauptbahnhof Koblenz (Infos auf

www.bahn.de), dann weiter mit dem Bus der KVG Linie 301 bis nach

Oberfell (Infos auf www.vrminfo.de).

Mit dem Pkw: Über die A 61, beim Koblenzer Autobahnkreuz Ausfahrt

Koblenz/Dieblich, dann weiter auf der B 411 durch Dieblich, schließlich

auf der B 49 bis nach Oberfell.

Orientieren und informieren: Informationen sowie kostenlose Übersichtskarte

mit kurzer Beschreibung aller Traumpfade und Traumpfade-Gastgeber über

Rhein-Mosel-Eifel-Touristik, Bahnhofstraße 9, 56068 Koblenz, Tel.: 0261/108419,

www.remet.de. (Hier erhält man auch Infos zu Radfahren, Skaten, Schifffahrt,

Klettergärten und Trendsportarten in der Region um Mayen-Koblenz.)

Freizeitkarte Rheinland-Pfalz, „Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land“,

Maßstab 1:50.000, Landesvermessungsamt Rheinland Pfalz, 5,90 Euro.

Tourenhöhepunkte

Vom Dickenberg bis zur historischen Keltenmauer

Schutzhütte Dickenberg:

1

Eine von vielen Schutzhütten

mit Bänken und Tischen. Die

extrabreite Traumliege bietet

einen schönen Ausblick auf das

Moseltal. Der Dickenberg mit 400

Metern Höhe bietet keine Fernsicht,

weil er überwuchert ist.

Helmutseiche: Am Bett des

2

lauschigen Alkener Baches.

Der Ursprung des Namens ist ungewiss.

Sicher ist nicht der gewichtige

Altkanzler Kohl Namenspate. Eher

ein Waldarbeiter, der diesen Platz

zum Verweilen schön fand.

Burg Thurant: Funde

3

lassen auf eine römische

Wach station schließen. Die Burg,

um 1200 erbaut von Pfalzgraf

Heinrich, wurde zum Zankapfel

zwischen ihm und den konkurrierenden

Erzbistümern Köln

und Trier. Jahrzehntelange Belagerungen

folgten. 1248 teilten die

Bischöfe Thurant in zwei Hälften.

1960 erfolgte die letzte Restaurierung,

die die im Zweiten Weltkrieg

erlittenen Schäden beseitigte.

Der größte Teil ist zu besichtigen.

Einfache Gastronomie.

www.thurant.de

St. Michaelskirche mit

4

Gebeinhaus: Erstmals 1015

erwähnt , somit eine der ältesten

Kirchen im Moseltal. Erzengel

Michael zu Ehren, dem Schutzpatron

von Alken. Prächtig der

barocke Michaels-Altar. Das

Gebeinhaus zeigt Schädel aus

dem 14. bis 16. Jahrhundert. Von

Alken aus schöner Aufgang mit

14 Kreuzwegstationen.

Moselpromenade in Alken:

5

Geschickt angelegt, viele

Restaurants und Cafés, die zum

Verweilen mit Blick auf die Mosel

einladen.

„Sieben Fußfälle“-Weg:

6

Steiler Weinbergspfad

hinauf zur Dreifaltigkeitskapelle

auf dem Bleidenberg, ein Teil des

Jakobsweges. Die sieben Stationen

wurden im 17. Jahrhundert

errichtet. Die Gläubigen fielen

hier zum Gebet auf die Knie. Das

obere Ende ist als Klettersteig

deklariert, entpuppt sich aber

einfach als steiler Pfad, für den

festes Schuhwerk ausreicht.

Wallfahrtskapelle Dreifaltigkeit

auf dem Bleidenberg:

7

Gotische Basilika aus Bruchstein

und Tuff, im Inneren eher romanisch.

Seit 1250 ist sie Ziel von

Dreifaltigkeitsprozessionen.

Keltenmauer und Lagerstätte:

8

Historische Funde lassen

auf eine Siedlung (Oppidum) der

Kelten auf dem Bleidenberg im

2. und 1. Jahrhundert vor Christi

schließen. Die Rekonstruktion

einer Befestigungsmauer und eine

Lagerungsstätte sind zu besichtigen.

Grabungsfunde im Museum

„Altes Pfarrhaus“ in Oberfell.

www.themenweg-zeitreise.de

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

Rund um den

Bleidenberg

Schlummern und schlemmen:

Weingut und Winzerschänke

Schweisthal, Übernachtung im

Doppelzimmer mit Frühstück ab 50

Euro, Montag Ruhetag, Moselstraße

22, 56332 Oberfell, Tel.: 02605/3371,

www.weingut-schweisthal.de

Moselgasthaus „Zur Krone“,

mit Übernachtungsmöglichkeit,

Moselstraße 11, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/665, www.krone-oberfell.de

Mosel-Gasthaus Schweisthal,

Moselstraße 21, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/604, www.moselgasthaus.de

Ferien- und Clubhotel Lellmann,

3-Sterne-Superior-Hotel mit Hallenbad

und Fitness, Alte Moselstr. 36,

56332 Löf, Tel.: 02605/98070,

www.hotel-lellmann.de

Ansehen und besichtigen:

Themenweg „Zeitreise“, zeigt über

800.000 Jahre Menschheitsgeschichte

zwischen Oberfell und Alken,

www.themenweg-zeitreise.de

Christiane Horbert, Weinerlebnisbegleiterin

(IHK-zertifiziert), Weinerlebniswanderungen

mit Verkostung

ab 8 Personen, 10 bis 15 Euro pro Kopf.

Hauptstraße 99 b, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/847930, www.weinwanderndurch-die-zeit.de

Burg Thurant, Besichtigung, Gastronomie

und Ferienwohnung,

www.thurant.de Ehrenburg, erstmals

1161 erwähnt, besonders schön im

„ Ehrenburger Sommer“ mit mittelalterlichem

Treiben, A 61, Abfahrt Boppard.

Ehrenburg, 56332 Brodenbach, Tel.:

02605/3077, www.ehrenburg.de

Burg Eltz, Führungen durch Burg

und Schatzkammer, Gräflich Eltz’sche

Kastellanei, Burg Eltz, 56294

Wierschem, Tel.: 02672/950500,

www.burg-eltz.de Köln-Düsseldorfer-

Schifffahrtsgesellschaft, Landschaft

und Burgen im Vorbeiziehen,

fährt auch zur BUGA in Koblenz, KD-

Verkaufsservice, Tel.: 0221/2088318,

www.k-d.de Bundesgartenschau,

dieses Jahr in Koblenz, www.

buga2011.de. Anreise zur BUGA über

www.der-takt.de

Informieren:

Touristinfo Sonnige Untermosel,

Moselstr. 7, 56332 Alken,

Tel.: 02605/8472736,

www.sonnige-untermosel.de

Rhein-Mosel-Eifel-Touristik, Infos

zu Traumpfaden, Bahnhofstraße 9,

56068 Koblenz, Tel.: 0261/108 419,

www.traumpfade.info

32

Spezial | 2017


Deutschland

Münsterland

Naturschutzgebiet

Baumberge

Gut 20 Kilometer westlich von

Münster ragen die Baumberge

zwischen Havixbeck, Nottuln

und Billerbeck aus der für die

Westfälische Bucht typischen

Münsterländer Parklandschaft.

Richtige Berge gibt es eigentlich

gar nicht im Münsterland. Doch

wenn drumherum alles platt ist,

kann man von einem bis zu 187

Meter aufbuckelnden Höhenzug

schon ganz schön weit gucken.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 11,3 Kilometer

Dauer: ca. 3 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 180 Meter

Höchster Punkt: 187 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Bahnhof in 48329

Havixbeck

Wegequalität: gut begehbare,

teilweise asphaltierte Waldwege

Havixbecker Ründchen

Über den Baumberg

Zu beiden Seiten des bewaldeten Baumberge-Buckels

bieten sich weite Aussichten über das platte Münsterland.

Höchster Punkt ist die Plattform des Longinusturms.

Vom Havixbecker Bahnhof aus

folgt man dem Weg entlang der

Gleise nach links (betrachtet mit

den Schienen im Rücken) bis

zur L 874 (Freiherr-von-Twickel-

Straße). Auf der Straße dann

links die Bahnlinie überqueren

und sofort wieder links auf den

Asphaltweg (Lasbeck 21, 20) mit

der Markierung X 13 abbiegen. In

einer Rechtskurve geht es über

die Lasbecker Aa, hinter einer

Scheune und vor einem Gehöft

rechts und an einem Sandstein-

Bildstock vorüber. Zwischen

Feldern steigt der Weg nun

gemächlich bis zur Bruder-Klaus-

Kapelle 1 an. Geradeaus setzt

sich der mit X gekennzeichnete

Weg bis zur Wegekreuzung Vaders

Platz hinter der Gelsenwasser-

Anlage fort. Links führen X 13

und X 21 teilweise über einen

schmalen Sandpfad neben einem

Reitweg durch den Wald bis zur

Gaststätte Leopoldshöhe hinter

einem Feld auf der rechten Seite.

Dahinter zweigt diese Wandertour

rechts ab und hinter der Rechtskurve

am Ende des Felds auf den

zweiten Waldpfad nach links. Der

Waldpfad führt durch den Wald

den Hang schräg hinunter, bis er

am Waldrand auf einen Asphaltweg

trifft. Rechts steht ein Stück

weiter eine Bank der Baumberger

Wanderfreunde 2 . Mit Ausblick

auf das Stevertal zur Linken

verläuft das Pättken dann am

Waldsaum entlang und an einer

weiteren aussichtsreichen Bank

beim Heinrich-Hachmann-Gedenkstein

vorüber. Am ersten Abzweig

geht es links hinunter (Markierung

A2, 3, 5 und X). Der Schotter weg

wird nun zum Pfad und mündet

in einen Asphaltweg, der rechts

zum Hotel Steverburg führt. Kurz

dahinter überquert der Weg die

L 874 und steigt wieder leicht an.

Bevor er unter Bäume eintaucht,

bietet sich noch ein weiter Blick

ins Münsterland zu dieser Seite

des Baumberge-Buckels. Im Waldstückchen

verläuft halblinks ein

mit X 4 markierter schmalerer

Erdweg parallel zum Asphaltpättken

durch den Wald. Am Ende

sind es nur wenige Meter nach

rechts bis zum Longinusturm

auf dem Westerberg 3 . Auf dem

Asphaltweg geht es dann weiter

geradeaus bis zum Stoppschild an

der Straße, auf deren gegenüberliegender

Seite rechts ein Kotten

liegt. Noch davor zweigt ein Pfad

nach links, läuft zwischen Acker

und Wallhecke in den Wald hinein

und trifft bei ein paar Häusern auf

einen Querweg, der nach rechts

an den Domkuhlen 4 vorbeiführt.

Beim Asphaltweg an den nächsten

Häusern (Sophienburg) links halten

und beim zweiten Haus den

halblinken, durch den Wald leicht

abwärts führenden Schotterweg

bis zu Haus Waldfrieden auf der

anderen Seite der L 874 nehmen.

Geradeaus weiter beginnt dann

der Kreuzweg entlang des Weges

am Waldrand. Der erste Abzweig

nach links führt mit der Markierung

X 4 zur Quelle der Lasbecker

Aa hinunter, macht gegen Ende

einen Linksknick und mündet auf

die L 874 (Freiherr-von-Twickel-

Straße), die rechts zurück zum

Bahnübergang leitet.

Spezial | 2017

33


Deutschland

Münsterland

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Die Baumberge-Bahn RB 63 verkehrt stündlich vom Hauptbahnhof

Münster nach Havixbeck, Billerbeck und Coesfeld.

Die Busse R64 und 564 der Verkehrsgemeinschaft Münsterland fahren von

Münster nach Havixbeck, Tel.: 01806/504030 (20 Cent/Min. aus dem Festnetz,

Mobilfunk max. 60 Cent/Min.), www.bus-und-bahn-im- muensterland.de. Linie B32

des Bürgerbus Nottuln e. V. verbindet Nottuln und Havixbeck, www.buergerbusbaumberge.de.

Mit dem Pkw: A 1 Dortmund-Bremen bis AS 77 Kreuz Münster Nord, auf

B 54 Richtung Steinfurt, 1. Ausfahrt nehmen und rechts auf L 529, am Ende rechts

auf L 581 nach Havixbeck, hinter scharfer Rechtskurve liegt der Parkplatz am

Bahnhof auf der linken Seite. A 43 Recklinghausen-Münster bis AS 3 Senden, auf

L 550 Richtung Bösensell, am Ende links auf L 843 und 1. Rechts auf L 550 nach

Havixbeck.

Orientieren: Naturschutzgebiet Baumberge, M 1:7.500, Naturförderstation im Kreis

Coesfeld, www.naturfoerderstation, zu beziehen über Baumberge Touristik, Tel.

02541/939-1067, www.baumberge.com und im Café 18/97, Tel. 02502/4837190,

www.longinusturm.com

Havixbecker

Sandsteinweg

Der Spaziergang durch Havixbeck,

dem „Tor zu den Baumbergen“,

macht Lust auf den „Marmor des

Münsterlandes“. Er startet am

Baumberger Sandstein-Museum, das

von der Arbeit in den Stein brüchen,

über das Leben der Steinmetze bis

hin zu fertigen Skulpturen alles

rund um den Baumberger Kalksandstein

dokumentiert. Die Route führt

an verschiedenen Wohnhäusern aus

Sandstein vorüber zur Herz-Jesu-

Kapelle und dem Marienstift Droste

zu Hülshoff, zur Alten Mädchenschule

und über den Friedhof zum

Kirchplatz. Downloadbar unter

www.havixbeck.de.

Tourhöhepunkte Baumberge

Aussichten, Wald und Sandstein

Bruder-Klaus-Kapelle:

1

Die Kapelle ist das Ziel

eines Kreuzwegs, der nahe

der Landwehr vom Restaurant

„Zum Waldfrieden“ entlang des

Waldrands hierher führt. Der

Ausblick reicht bei guter Sicht bis

zum Teutoburger Wald und zu den

Bettentürmen des Universitätsklinikums

Münster.

Bank Baumberger Wanderfreunde:

Ein balkonartiger

2

Blick fällt hangabwärts über

das Stevertal hinweg bis zum

Kirchturm von Nottuln. Links

schlängelt sich – wie eine riesige

Raupe – eine der für das Bild der

Baumberge so typischen Alleen

vom Waldrand hinunter.

Longinusturm auf dem

3

Westerberg: Auf der mit 187

Metern höchsten Erhebung der

Baumberge steht der 32 Meter

hohe und über 100 Jahre alte

Longinusturm. Der Turm aus

Baumberger Kalksandstein ist

nach „Doktor Longinus“ benannt.

So lautete der Spitzname von Fritz

Westhoff, einem Naturforscher

der Baumberge und Begründer

des Baumberge-Vereins.

Domkuhlen: Vom Weg aus ist

4

nicht so viel davon zu sehen,

doch rechts im Wald liegen die

Domkuhlen, große Vertiefungen,

in denen vermutlich Sandstein

für den Dom zu Münster gehauen

wurde. An den Familientagen

am Longinusturm (11./12. August

2012, www.baumberge.net) finden

hier auch Führungen zu den

Domkuhlen statt.

Etappenprofil

1

2 3 4

Unterwegs in den

Baumbergen

Westfälisch einkehren: Am

Wegesrand: Hotel Haus Steverburg,

Baumberg 6, 48301 Nottuln,

Tel.: 02502/943-0, Mo. geschlossen,

www.hotel-steverburg.de

Café 18/97, Baumberg 45,

48301 Nottuln, Tel.: 02502/4837190,

Di. Ruhetag, www.longinusturm.com

Hotel Café Pannkokenhus,

Lasbeck 43, 48329 Havixbeck,

Tel.: 02507/1270, Di. geschlossen,

www.teitekerl.de

In der Umgebung: Café Haus Klute/

Klute’s Historisches Brauhaus,

Poppenbeck 28, 48329 Havixbeck,

Tel.: 02507/98390, Mo. geschlossen,

www.klutes.de Restaurant Café

Burg Hülshoff, Schonebeck 6,

48329 Havixbeck, Tel.: 02534/1052,

Mo. geschlossen Oktober bis März,

www.burg-huelshoff.de

Café im Sandsteinmuseum,

Gennerich 9, 48329 Havixbeck,

Tel.: 02507/4740, Mo. geschlossen,

www.sandsteinmuseum.de

Restaurant Haus Füsting,

Masbeck 30, 48329 Havixbeck,

Tel.: 02507/1300, Mi. geschlossen,

www.haus-fuesting.de

Sandstein entdecken:

Baumberger Sandstein-Museum,

eine Ausstellung rund um den Stein

aus den Baumbergen, aus dem nicht

nur Kirchen und Kotten, sondern

auch Skulpturen und Steinmetzarbeiten

gefertigt sind: Gennerich 9,

48329 Havixbeck, Tel.: 02507/1596,

www.sandsteinmuseum.de

Bildhauer werden:

Bildhauer-Schnupperkurse als Tages-,

2- und 5-Tages-, Wochenend- oder

Familienkurse am Sandsteinmuseum

und am Longinusturm: Artelier

für Bildhauerei, Liane Heuer

und Wilfried Pinsdorf, Poppenbeck

16a, 48329 Havixbeck,

Tel.: 0151/58165826, www.artelier.de

Geführte Wanderungen:

Tages- und Mehrtagesexkursionen

durch die Baumberge zu verschiedenen

Themen bietet Diplom-

Geograph Josef Räkers an,

Tel.: 02543/930831

Diplom- Heilpädagogin Christiane

Hoth führt ein Mal im Monat

auf zweistündigen meditativen

Wanderungen in Stille durch die

Baumberge. Verschiedene meditative

Übungen begleiten den Gang mit

abschließendem Austausch im Café.

Anmeldung: Christiane Hoth,

Tel.: 02505/937497, Email:

glueckswege@chhoth.de

Informieren: Tourist-Information

Havixbeck, Willi-Richter-Platz 1,

48329 Havixbeck, Tel.: 02507/7510,

www.havixbeck.de

Touristische Arbeitsgemeinschaft

Baumberge, Markt 8, 48653 Coesfeld,

Tel.: 02541/939-1067,

www.baumberge-touristik.de Weitere

Wanderwegbeschreibungen auf

www.baumberge-verein.de

34

Spezial | 2017


Deutschland

Nahetal

Bad Kreuznach

an der Nahe

Südwestlich von Mainz schneidet

sich die Nahe zwischen den beiden

Heilbädern Bad Kreuznach und

Bad Münster am Stein-Ebernburg

zwischen die Felsen aus rötlichem

Quarzporphyr. Unten im Salinental

zerrieselt in den Gradierwerken

Sole zu gesunder Luft. Mit viel

Übersicht steigt die „TourNatur“

zu den steilen Hängen auf.

Typ: Rundwanderung

Länge: 16 km (ohne Fähre: + 1,5 km)

Dauer: 5–6 Stunden

Markierung: Felsenahornblatt

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Steigung/Gefälle: ca. 570 Meter

Höchster Punkt: 327 Meter

Beste Wanderzeit: Apr. bis Okt.

Start/Ziel: Parkplatz Karlshalle,

Nahebrücke an der B 48,

55543 Bad Kreuznach

Wegequalität: zertifizierter

Premium weg (64 Punkte)

Zur höchsten Steilwand nördlich der Alpen

Vielseitig: Die TourNaturSalinental

© wanderlust

Von mediterraner Vegetation bewachsene Steilhänge wechseln mit schattigen Abschnitten

unter Buchen, Eichen und Kastanien und bieten tiefe Einblicke ins Nahetal mit dem Rotenfels.

Vom Parkplatz an der Salinenbücke

zeigt der rote Pfeil auf dem Markierungsschild

mit dem dreilappigen

Blatt des Felsenahorns die Richtung

der Salinentour zwischen Bad

Kreuznach und Bad Münster am

Stein-Ebernburg an. Hinter einem

Spielplatz, noch vor der Brücke,

führt die Tour links auf einem Asphaltweg

aufwärts und folgt nach

Überquerung der Bahn dem Schot-

Senkrecht über der Nahe:

Weg-Rückblick von der Bastei.

terweg nach rechts, der später als

Pfad mit Blicken ins Salinental 1

weiter ansteigt. Oben bei einer

Bank knickt die „TourNatur“ nach

rechts, taucht in den Wald und

schlängelt sich etwa auf gleicher

Höhe an der Hangkante des felsigen

Bergrückens Gans 2 entlang, deren

Gipfel ein Sendeturm markiert. Hinter

ein paar Wochenendhäuschen

biegt der Weg bei der Ruine von

Schloss Rheingrafenstein 3 rechts

auf „An der Sternwarte“, läuft an

selbiger vorbei und abwärts zur

Burgruine Rheingrafenstein 4 .

Dahinter fällt die „TourNatur“ über

Treppen und Serpentinen durch

das Huttental steil ab zur Nahe, wo

eine handbetriebene Fähre 5

die Wanderer am Zugseil ans

andere Ufer befördert (Mitte Nov.

bis Ende Febr. ist die Fähre außer

Betrieb, dann verlängert sich die

Wanderung um 1,5 Kilometer, die

ausgeschilderte Alternative zweigt

etwas oberhalb links ab). Drüben

folgt der Weg dem Ufer nach links

durch den Kurpark, überquert hinter

dem alternativen Einstiegsparkplatz

auf der dritten Brücke erneut

den Fluss, schwenkt am Ende der

Friedensbrücke rechts zu den

Tennisplätzen hinunter und führt

auf dem Schotterweg unterhalb

eines ehemaligen Eisenbahndamms

gegenüber des Rotenfelsmassivs 6

durch die Nahe aue bis zur nächsten

Fußgängerbrücke. Am anderen

Ende beginnt auf der Straßenseite

gegenüber ein ansteigender Asphaltweg.

Auf dem ersten Grasweg geht

es rechts zwischen Wiesen, später

zwischen Weinbergen hindurch,

oben bei einer Bank rechts, nächste

links und hinter einem Weinstock

rechts die Stufen hinauf. An der

Hangkante klettert der Pfad mit

weiten Blicken hinauf zum Roten-

Leichtere Varianten:

durch das Tal

Um die landschaftlichen Besonderheiten

entlang des schmalen

Nahetals zwischen den Kurorten

Bad Kreuznach und Bad Münster

am Stein-Ebernburg zu erkunden,

lässt sich die „TourNatur“

Salinental auch in zwei kürzere,

leichtere Rundwanderungen

von 9 und 8 Kilometer aufteilen.

Beide Alternativen nutzen das

Salinental, während die gesamte

Rundwanderung überwiegend auf

den Höhenwegen verläuft. An der

Nahe-Fähre treffen alle Varianten

zusammen. Die Naturschutzgebiete

an der „TourNatur“, Gans

und Rheingrafenstein, Rotenfels

und Kurpark Bad Kreuznach,

bewahren den Lebensraum von

Raritäten, wie es Würfelnatter,

Wanderfalke, Schwarzkehlchen,

Rotflügelige Ödlandschrecke,

Felsenbirne und Felsenahorn

hierzulande sind (Faltblatt über

Tourist-Info Bad Kreuznach).

Spezial | 2017

35


Deutschland

Nahetal

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Vom Bahnhof Bad Kreuznach oder Bad Münster

am Stein fährt die Stadtbuslinie 201 im Halbstundentakt zur Haltestelle Karlshalle

am Startpunkt (www.rnn.info).

Mit dem Pkw: Anreise über die A 61 bis Ausfahrt Bad Kreuznach, weiter

über die B 41 Richtung Idar-Oberstein bis Bad Kreuznach, dort auf der B 48

(ab Zentrum „Salinenstraße“) Richtung Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Vor der Salinentalbrücke links liegt der Parkplatz Karlshalle.

Nahefähre: Di.–Do. 14–18 Uhr, Fr.–So. 9–18 Uhr, Tel.: 0160/3572212, www.badmuenster-am-stein.de/Entdecken/Sehenswertes/handgezogene-Nahe-Faehre

Orientieren: Wanderführer mit Karte: TourNatur Natur(schutz) verbindet –

Bad Kreuznach + Bad Münster am Stein-Ebernburg. Ein kleiner Wanderführer

durch drei Naturschutzgebiete, 2 Euro, erhältlich bei den Tourist-Infos Bad

Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg (siehe unten).

felsplateau, bis er in einen Weg

mündet, der rechts zum Aussichtspunkt

Bastei 7 lenkt. Nach dem

Abstecher setzt sich die „TourNatur“

rechts an der Hangkante fort, biegt

am 2. Abzweig links über die Wiese,

läuft am Waldrand entlang, hält sich

am Abzweig zur Gartenwirtschaft

Bastei sowie später bei der asphaltierten

Rechtskurve geradeaus,

kurvt kurz dahinter nach rechts,

nimmt an Gabelung und Einmündung

die rechte Variante, passiert

eine Schutzhütte mit Ausblick auf

Bad Kreuznach und windet sich

kurz darauf mit Spitzkehren bei

Örtels und Johannas Hütte rechts

den Hang hinunter bis zum Nachtigallenweg

an der Nahe. Dort geht es

rechts weiter, und kurz darauf kehrt

die Tour über die Salinenbrücke

zum Parkplatz zurück.

Tourhöhepunkte

Beiderseits der Nahe

Salinental: Seit den 1730er

1

Jahren versprühen die

Gradierwerke gesunde Luft im

Salinental. Wie wohltuend, nach

der Wanderung die salzhaltige

Luft tief einzuatmen! Bis 1999

dienten die 20 Solequellen noch

der Salzproduktion.

Gans: Zwei Aussichtspunkte

2

liegen an dem 321 Meter

hohen, felsigen Bergrücken nah

beieinander. Seit 1966 stehen

Gans und Rheingrafenstein unter

Naturschutz.

Schloss Rheingrafenstein:

3

Nach Zerstörung der gleichnamigen

Burg wurde das Schloss

1689 auf einem Gutshof errichtet.

Ca. 500 Meter links liegt der Gastronomiebetrieb

Hofgut Rheingrafenstein

(nur Sonn- und Feiertage

schon ab 11 Uhr geöffnet).

Burgruine Rheingrafenstein:

4 Hoch über der Nahe verteilen

sich die Reste einer Ritterburg

über mehrere Etagen am Felsen.

Mauern schützen vor Wind, eine

überdachte Zisterne vor Regen

und verschiedene Aussichtsplateaus

bieten tolle Blicke.

Fähre: Seit 1721 befördert

5

die einzige Personenfähre

auf der Nahe Passagiere unterhalb

des Rheingrafensteins zwischen

den Ufern hin und her. Dazu zieht

der Fährmann das Boot mit seinen

Händen an einem Zugseil übers

Wasser (siehe Anreisen).

Rotenfelsmassiv: Der Blick

6

aus der Naheaue hinüber

zum Rotenfels zeugt von der

gestalterischen Kraft, mit der

sich der Fluss im Laufe einer

Million Jahre ca. 120 Meter tief ins

Gestein fraß.

Bastei: Bei klarem Wetter

7

sieht man vom Aussichtspunkt

auf dem Rotenfels bis zum

Donnersbergmassiv (rechts vom

Rheingrafenstein), mit 687 Metern

die höchste Erhebung der Pfalz.

Etappenprofil

1 2 3 4 5 6 7

Die Vielfalt des

Nahetals erforschen

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Brauwerk, Saline

Karlshalle 11 (Salinental), 55543 Bad

Kreuznach, Tel.: 0671/29843330, www.

brauwerk.info Hofgut Rheingrafenstein,

Rheingrafenstein 910, 55543 Bad

Kreuznach, Tel.: 0671/7948589, Mo.

geschl. (Okt.-April : Fr.+Sa. ab 17 Uhr,

So. + Feiertage ab 12 Uhr.

www.hofgut-rheingrafenstein.de

Café in der Brunnen halle, Kurmittelhaus

im Kurpark, 55583 Bad Münster

am Stein-Ebernburg, Tel.: 06708/3065,

Di. geschl. Gasthaus Zur Bastei, Auf

dem Rotenfels 4, 55595 Traisen, Tel.:

0671/31701, Do. geschl., je 2 einfache,

günstige EZ/DZ

In der Umgebung: Hotel Engel im

Salinental***, Heinrich-Held-Str. 10,

55543 Bad Kreuznach, Tel.: 0671/3810,

www.badkreuznach-hotelengel.de Hotel

Victoria, Kaiser-Wilhelm-Straße 16,

55543 Bad Kreuznach, Tel.: 0671/84450,

www.hotel-victoria-bad-kreuznach.de

Hotel im Park***, Weinkauffstraße 1,

55543 Bad Kreuznach, Tel.: 0671/3740,

caravelle-kreuznach.de Gasthaus

im Oranienpark, Im Oranienpark 2,

55543 Bad Kreuznach, Tel.: 0671/28336,

Mo. geschl., www.gasthausoranienpark.de

Würfelnattern entdecken: Naturkundliche

Wanderungen mit einer

zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin

des Naturparks Soonwald-

Nahe bietet die Bad Kreuznacher

Touristinfo an, z. B. eine Würfelnattertour

(www.bad-kreuznach-tourist.de).

Wohlfühlen: Am Kurpark von Bad

Kreuznach sorgen neben zwei Gradierwerken

und einer Wassertretanlage die

Crucenia Thermen (www.cruceniathermen.de),

das Crucenia-Gesundheitszentrum

mit medizinischen

Anwendungen und Radon stollen

(www.crucenia.de) sowie das Bäderhaus

mit Saunen, orientalischen

Entspannungsbädern und römischer

Badekultur (www.baederhaus.de) für

Entspannung und Prävention.

Informieren: Tourist-Information

Bad Kreuznach, Kurhausstraße

22–24, 55543 Bad Kreuznach, Tel.:

0671/8360050, www.bad-kreuznachtourist.de

Verkehrsverein Rheingrafenstein,

Berliner Str. 60, 55583

Bad Münster am Stein-Ebernburg, Tel.:

06708/641780, www.bad-muensteram-stein.de

Naheland-Touristik,

Bahnhofstr. 37, 55606 Kirn, Tel.:

06752/137610, www.naheland.net

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Spezial | 2017


Deutschland

Reinhardswald

Urwald Sababurg

im Reinhardswald

Der Reinhardswald ist ein waldreiches

Mittelgebirge nördlich

von Kassel. Er ist das größte zusammenhängende

Waldgebiet in

Hessen und sehr dünn besiedelt.

Mittendrin liegt der spektakuläre

Höhepunkt des Waldes: das Naturschutzgebiet

Urwald Sababurg

mit seinen jahrhundertealten

Eichen und Buchen, das man

auf verschiedenen Rundwegen

erkunden kann.

Typ: Rundwanderung

Länge: 2,5 km

Dauer: 40 Minuten

Markierung: 1

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: 20 Meter

Höchster Punkt: 336 Meter

Beste Wanderzeit: April bis

Oktober

Start/Ziel: Parkplatz Urwald, an

der K 55, 34359 Reinhardshagen

Baumriesen und Adlerfarn

Märchenhaft: Durch den Urwald Sababurg

Knorrige uralte Eichen und leuchtend grüner Adlerfarn bilden im Urwald Sababurg einen reizvollen Kontrast. Auf dieser

Tour durch das Naturschutzgebiet stellen sich die drei berühmtesten Baumriesen des Reinhardswaldes vor – aber auch sonst

gibt es viel zu entdecken.

Mächtige Buchen bilden die

Eingangshalle zum Urwald. Eine

Info-Tafel am Parkplatz zeigt die

verschiedenen Rundwege, die

durch den Urwald führen. Die

meisten Höhepunkte liegen am

Weg mit der Nummer 1 – also

folgen wir dem Weg, der mit einer

gelben Eins markiert ist. Nach

nur wenigen Schritten beginnt

schon das Stegsystem, das im

Jahr 2010/11 angelegt worden

ist, übrigens von Menschen mit

Behinderung. So gelangt man trotz

Pfützen und Matsch trockenen

Fußes durch den Urwald. Die ersten

dicken Eichen folgen schon nach

wenigen Metern auf der rechten

Seite. An hellgrünem Adlerfarn

und rot leuchtenden Vogelbeeren

vorbei führt der Weg tiefer in den

Urwald hinein. Immer wieder

trifft man unterwegs auf die charakteristische

Paarung von Erle

und Apfelbaum. Nach etwa der

Hälfte der Strecke folgt der erste

Höhepunkt der Wanderung: die

Kamineiche 1 , ein sechshundert

Jahre alter Baum mit 7,10 Meter

Umfang und charakteristischer

Öffnung. Nur wenige Schritte

weiter wartet schon die nächste

Attraktion: eine Eiche mit Namen

„Margarete“ 2 , die so geheimnisvoll

ist, dass sogar schon ein ganzer

Film über sie gedreht worden

ist – angeblich handelt es sich um

ein von seinem Vater in eine Eiche

verwandeltes Mädchen. Der Baum

ist innen morsch und hohl. Weiter

geht es auf dem Rundweg, vorbei

an toten Bäumen, die sich zu

beachtlichen Bergen auftürmen,

sogenannten Totholzgebirgen.

Schließlich folgt zur Rechten der

letzte Höhepunkt auf dem Weg,

die Wappeneiche 3 . Trotz ihrer

600 Jahre lebt der Baum noch immer.

Mit 7,50 Metern Umfang zählt

sie zu den dicksten Bäumen hier

im Urwald. Nach wenigen Metern

kehrt die Tour zum Eingangsportal

mit den mächtigen Eichen zurück.

Obwohl der Rundweg nur 2,5

Kilometer lang ist, kann man für

die Tour gut und gerne mehrere

Stunden einrechnen, so viele

bestaunenswerte Bäume gibt es

auf dem Weg. Das gilt umso mehr,

wenn man mit einer Kamera

unterwegs ist. Naturfotografen

verbringen schon mal ganze Tage

im Urwald Sababurg.

Märchensammler

Die Hanauer Brüder Jacob und

Wilhelm Grimm gehören zu den

Gründungsvätern der Germanistik.

Als Sprachwissenschaftler

untersuchten sie die Entwicklung

deutscher Literatur und sammelten

seit 1806 Märchen und Sagen.

Jacob Grimm veröffentlichte mit

seinem Werk „Deutsche Grammatik“

die Grundlage für die moderne

Etymologie, die Forschung zur

Entstehung von Wörtern. Nachdem

sie lange in Kassel gelebt hatten,

verbrachten sie ihren letzten

Lebensabschnitt in Berlin, wo

der preußische König Friedrich

Wilhelm IV sie beschäftigte.

Spezial | 2017

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Deutschland

Reinhardswald

Anreisen und orientieren

Anreisen mit dem Auto:

Der Urwald Sababurg liegt an der Kreisstraße 55, die von Hofgeismar

nach Gottsbüren führt. Der gleichnamige Parkplatz und Startpunkt für

die Rundwanderwege liegt etwas versteckt hinter einer Kurve etwa zwei

Kilometer von der Sababurg entfernt.

Anreisen mit Bus und Bahn:

Zwei Buslinien des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) fahren den

Urwald an, am Wochenende mit Fahrradanhänger: K 181 von Hofgeismar

nach Gieselwerder und K 190 von Hofgeismar über Reinhardshagen nach

Hann. Münden.

Orientieren: Die Tourist-Info „Märchenland Reinhardswald“ verschickt auf

Anfrage Informationen per E-Mail. Vor Ort findet man sie am Markt 5 in

34369 Hofgeismar, Tel.: 05671/999-222.

Ein Wald aus Tücke

Über die Entstehung des Reinhardswaldes

gibt es mehrere

Sagen. In einer der bekanntesten

spielte Graf Reinhard mit dem

Bischof von Paderborn und verlor

sein gesamtes Geld. Dann setzte

er seine Besitztümer auf ein Spiel

und verlor erneut. Der Bischof

gewährte ihm als Gnade eine

weitere Ernte. Der listige Graf säte

Eicheln, die erst weit nach seinem

Tod reiften. In einer anderen

Version der Sage beherrschte der

Graf das mit Dörfern dicht besetzte

Waldgebiet durch Erpressungen

und Räubereien. Schließlich wurde

er zum Tod verurteilt. Auf sein

Flehen wurde ihm gestattet, noch

einmal vor seinem Tod die Huten

zu bestellen und abzuernten. Er

zerstörte die Dörfer und bestreute

die Äcker der Bauern mit Eicheln.

Tourhöhepunkte

Verwunschene Riesen und

Kaminschlote aus Baumgestalten

Kamineiche: Wie alt die

1

Eiche genau ist, vermag niemand

zu sagen. Geschätzt wird sie

auf sechshundert Jahre, vielleicht

sogar siebenhundert. Warum der

Baum auf den Namen Kamineiche

getauft wurde, ist jedoch

sofort ersichtlich: Auf Kopfhöhe

weist er eine Öffnung auf wie ein

Ofenloch. Abertausende Besucher

haben hier schon mal den Kopf

reingesteckt oder versucht, den

Baum von 7,10 Meter Umfang zu

mehreren Personen zu umfassen.

Die Kamineiche zählt vermutlich

zu den meistfotografierten Bäumen

in Deutschland.

Margarete: Ausladend

2

ist ihre Krone, weitverzweigt

ihre Wurzeln, knorrig die

Rinde. Fragt man den Altförster

Hermann-Josef Rapp nach seinem

Lieblingsbaum im Urwald, so wird

er diese 550 Jahre alte Eiche nennen,

die aufgrund einer Sage unter

dem Namen Margarete bekannt

ist. Der Urwald ist bekanntlich

ein großer Geschichtenerzähler.

Margarete war die Tochter eines

Riesen, die, so heißt es, vom Vater

verflucht worden sei, weil sie

sich verbotenerweise mit ihrem

Liebhaber Kuno treffen wollte.

Zur Strafe wurde sie in einen

Baum verwandelt und streckt

heute noch ihrem Liebhaber die

hölzernen Arme entgegen. Innen

morsch und hohl, hat sie einen

Umfang von 6,40 Meter.

Wappeneiche: Wie dieser

3

Baum seinen Namen erhielt,

ist nicht mehr genau zu ermitteln.

Das Wappenmotiv des ehemaligen

Landkreises ist er jedenfalls nicht

gewesen – das war nämlich die

„Kalendereiche“, die dem großen

Brand 1933 zum Opfer gefallen ist.

Die Wappeneiche ist zwischen 600

und 800 Jahre alt und hat einen

Umfang von 7,50 Meter.

Etappenprofil 1 2 3

Rund um den

Reinhardswald

Schlemmen und schlummern:

In der Umgebung: Hotel Dornröschenschloss

Sababurg, Im

Reinhardswald, 34369 Hofgeismar,

Tel.: 05671/8080, www.sababurg.de

Burghotel Trendelburg, Steinweg 1,

34388 Trendelburg, Tel.: 05675/9090,

www.burg-hotel-trendelburg.com

Hotel „Zum alten Brauhaus“, Marktstraße

12, 34369 Hofgeismar, Tel.:

05671/3081, www.zumaltenbrauhaus.de

Gasthaus „Zum Reinhardswald“,

Dorfstraße 20, 34399 Oberweser-

Gewissenruh, Tel.: 05572/7272,

www.gasthaus-reinhardswald.com

Hotel und Restaurant „Deutsche

Eiche Grebenstein“, Untere Schnurstraße

3, 34393 Grebenstein,

Tel.: 05674/923377, www.deutscheeiche-grebenstein.com

Pension

Dörbaum, Sababurger Mühle 3,

34369 Hofgeismar-Sababurg,

Tel.: 05671/40061 Papiermühle, Ferienhof

mit Kinder spielplatz, Grillhütte,

Bauernhof, 34369 Hofgeismar,

Tel.: 05671/2757, www.ferienhofpapiermuehle.de

Campingplatz Hofgeismar, Schöneberger

Str. 16, 34369 Hofgeismar,

Tel.: 05671/1215, www.camping-ambad-hofgesimar.de

Informieren: Touristen-Information

„Märchenland Reinhardswald“,

Markt 5, 34369 Hofgeismar,

Tel.: 05671/999-222,

info@reinhardswald.de

Führungen: Rundgang durch

die Altstadt Hofgeismar mit

historischer Figur des Hauptmanns

aus dem 17. Jahrhundert. Durch den

Urwald Sababurg mit historischen

Figuren. Führung mit Busbegleitung

durch Urwald, Sababurg

und Trendelburg. Alle buchbar

über Tourist-Info „Märchenland

Reinhardswald“, Markt 5, 34369

Hofgeismar, Tel.: 05671/999-222,

info@reinhardswald.de

Lesen: Hermann-Josef Rapp und

Marcus Schmidt: Baumriesen und

Adlerfarn. Der Urwald Sababurg im

Reinhardswald, Euregioverlag,

19,90 Euro. Hermann-Josef Rapp:

Der Reinhardswald – Eine Kulturgeschichte.

Euregioverlag, 20 Euro.

38

Spezial | 2017


Deutschland

Schwarzwald

Im Winterland

Typ: Streckenwanderung

Länge: 9,7 Kilometer

Dauer: 3,5 Stunden

Schwierigkeit: leicht

Steigung: 255 Meter

Gefälle: 364 Meter

Höchster Punkt: 1.054 Meter

Start/Ziel: Parkplatz des Schliffkopf-

Hotels/Ruhestein

Wegequalität: gut ausgeschildert,

je nach Niederschlag teils tiefer

Schnee

Schneeschuhtour

Vom berühmten Schliffkopf bis

zum „Ruhestein-Vater“

Auf romantischen und märchenhaften Pfaden führt diese

Tour durch die tief verschneite Schwarzwald-Idylle.

Ausgangspunkt ist der obere

Parkplatz des Schliffkopfhotels.

Etwa 150 m links vom Hotel ist

der Einstieg in den Weg. Dem

schmalen Weg aufwärts folgen

bis zu einer Informationstafel

unweit des Aussichtspunkt

Schliffkopf 1 . Dann links

halten und den schmalen Pfad

weitergehen, der sich durch die

Grindenlandschaft schlängelt.

Die Wanderung verläuft über

den Westweg, einen berühmten

Fernwanderweg. Der Pfad

führt nach einer Senke noch

einmal steil bergauf, um dann

in sanftem Bogen abzufallen.

Anschließend gelangt man

zum Skilift Vogelskopf, wo die

Straße überquert werden muss.

Den Parkplatz kreuzen und

links halten. Der Weg führt in

den Wald. Bei der ersten Lichtung

ist der Blick frei auf den

gegenüberliegenden Skihang

Ruhestein und die Sprungschanze

Ruhestein 2 .

Danach geht es links abwärts

durch den Wald, bis dieser sich

öffnet und der Weg entlang

des Rodelhangs Ruhestein

hinunter zum Parkplatz führt.

Hier geradeaus über die Straße

gehen, direkt auf die Jugendstilvilla

zu. Diese beherbergt

das Naturschutzzentrum

Ruhestein 3 . Dahinter steigt

der kombigespurte Weg für

klassische Langläufer, Skater

und Schneeschuhwanderer

moderat an. Linker Hand stehen

die Bäume licht, und der

Wanderer hat einen herrlichen

Blick auf die Rheinebene und

die Hornisgrinde, den mit 1.163

Metern höchsten Berg des

Nordschwarzwaldes. Dem Weg

folgen bis zur Darm städter

Hütte 4 . An der Hütte rechts

halten. An der nächsten Weggabelung

weiter nach rechts

und in Baden-Württembergs

ältesten Bannwald einbiegen.

Nach etwa 500 m weist ein

Weg rechts ins Unterholz in

Richtung Euting-Grab und

Wildsee. Dem Pfad in den Wald

hinein folgen, jedoch nach

500 m nicht rechts abbiegen

Richtung Wildsee, sondern auf

dem Weg bleiben. Nach etwa

300 m befindet sich rechts die

Grabstätte des Geheimrats

Prof. Dr. Julius Euting 5 , dem

„Ruhestein-Vater“. Der Weg

führt weiter zu den Bannwald-

Infotafeln. Nach kurzer Strecke

© wanderlust

geht es sanft bergab, erst

am Skilift Ruhestein wird es

steiler. Im Zickzackkurs führt

der Weg zurück zur Talstation,

wo ein Bus Richtung Tal und

Schliffkopf verkehrt.

Sterne-Niveau: Baiersbronn ist

auch für seine Küche bekannt.

Spezial | 2017

39


Deutschland

Schwarzwald

Anreisen und orientieren

Mit der Bahn: Zielbahnhof ist Baiersbronn (www.bahn.de). Von München aus

dauert die Bahnfahrt etwa viereinhalb Stunden, von Hamburg aus – je nach

Verbindung – mindestens sechseinhalb Stunden und von Köln aus mindestens

dreieinhalb Stunden.

Mit dem Flugzeug: Die beiden nächstgelegenen Flughäfen sind Karlsruhe/Baden-

Baden (ca. 55 km) und Stuttgart (ca. 85 km). Weiterreise z. B. mit dem Mietwagen.

Mit dem Auto: Mit dem Auto bis nach Freudenstadt, dann auf der Landstraße bis

Baiersbronn.

Mobil in Baiersbronn: Alle Ortsteile von Baiersbronn sind mit einer S-Bahn

verbunden. Baiersbronn und die Teilgemeinden im unteren Murgtal liegen auf der

Strecke Rastatt-Freudenstadt. Die Benutzung der Busse und Bahnen im gesamten

Schwarzwald (außer ICE) ist mit der Baiersbronner KONUS-Gästekarte kostenlos.

Orientieren: KOMPASS Wanderkarten: Freudenstadt – Baiersbronn – Simmersfeld

– Lossburg – Alpirsbach WK 878, 1: 25.000, ISBN 9783850266680, 9,99 Euro,

www.kompass.de

Tourenhöhepunkte der Schliffkopftour

Zwischen Grindenlandschaft und Bannwald

1

Aussichtspunkt Schliffkopf:

Bei schönem Wetter

bietet sich ein grandioser Ausblick

mit Sicht auf die Alpen, die

Rheinebene und die Vogesen.

Sprungschanze Ruhestein:

2 Schon 1908 wurde am

Ruhestein eine 20-Meter-Schanze

errichtet. Die große Ruhesteinschanze

wurde 1923 gebaut und

im Folgejahr eingeweiht. Nach

einer Modernisierung 1983

entwarf Architekt Ulrich Klumpp

1994/1995 eine neue Schanze.

2002 wurde die Schanzenanlage

am Ruhestein mit einer

Beschneiungsanlage ausgestattet.

Auf der großen Schanze wurden

seit 1996 einige Wettbewerbe

im B-Weltcup der Nordischen

Kombination sowie seit 2005 der

Ladies COC ausgetragen. Kostenlose

Kinderschnupperkurse bei

Trainer Klaus Faißt gibt es immer

samstags (außer an Wettkampftagen).

Anmeldung und Infos bei

der Baiersbronn Touristik, Tel.:

07442/84140. Der Verein freut

sich über Spenden!

3

Naturschutzzentrum Ruhestein:

Das 1997 gegründete

Naturschutzzentrum Ruhestein

im Schwarzwald betreut im

Auftrag der Regierungspräsidien

Karlsruhe und Freiburg sechs Naturschutzgebiete

mit einer Fläche

von 2.600 Hektar. Eine wichtige

Aufgabe des Zentrums ist die

Pflege der offenen Grindenflächen.

Auf dem Programm stehen

unter anderem geführte Touren,

Wanderungen und Camps. Im

Naturschutzzentrum befindet sich

eine Ausstellung mit Infos zur

Geologie sowie Tier- und Pflanzenwelt

im Nordschwarzwald.

Schwarzwaldhochstraße 2, 77889

Seebach, Tel.: 07449/929980,

Etappenprofil

1

Öffnungszeiten vom 1. Oktober

bis 30. April täglich 10 bis 17 Uhr,

montags und freitags geschlossen.

Darmstädter Hütte: Die

4 Darmstädter Hütte liegt

auf dem Westweg auf einer

Höhe von 1.030 Metern. Die

1926 erbaute Hütte ist ganzjährig

geöffnet, Übernachtungen

sind möglich (ab 28 Euro pro

Person). Zu essen gibt es unter

anderem Brotzeit, Suppen,

Eintöpfe und natürlich auch

Maultaschen. Eine der Spezialitäten

der Hütte sind Linsen mit

Spätzle und Saitenwürstle (Wiener).

Schwarzwaldhochstraße 5,

77889 Seebach, Tel.: 07842/2247,

www.darmstaedter-huette.de

5

2 3 4 5

Grab des Geheimrates

Prof. Dr. Julius Euting:

Die Euting-Grabstätte befindet

sich am Wanderweg Ruhestein–

Darmstädter Hütte (Westweg) auf

dem Seekopf. Der Sprachforscher,

Orientalist und Arabienreisende

Euting gilt als der „Ruhestein-Vater“.

Er hat die Wanderwege rund

um den Ruhestein erschlossen

und sich gewünscht, später einmal

an dem Ort mit dem schönsten

Ausblick beigesetzt zu werden. An

seinem Grab schenkt die Euting-

Gesellschaft immer am 21. Juli, dem

Geburtstag des Professors, Mokka

an vorbeikommende Wanderer aus.

Unterhalb des Grabes liegt ein märchenhafter

Karsee, der Wildsee.

Tipps für

Baiersbronn

Schlemmen und schlummern:

Wanderhütte Sattelei: Diese gemütliche

Hütte liegt auf 706 m zwischen

Baiersbronner Tonbachtal und

Mitteltal, etwa eine Dreiviertelstunde

zu Fuß vom Ferienhotel Bareiss entfernt.

Zu essen gibt es eine zünftige

Vesper und schwäbische Spezialitäten.

Hermine-Bareiss-Weg 14,

72270 Baiersbronn, Tel.: 07442/470,

www.bareiss.com/sattelei Fischerstüble

Sigwart: Fangfrische Forellen

direkt aus den Fischweihern vor

der Gaststube. Schliffkopfstr. 64,

72270 Baiersbronn-Buhlbach,

Tel.: 07449/233 Seidtenhof: Der

bewirtschaftete Seidtenhof zählt zu

den ältesten Bauernhöfen im Murgtal.

Seine Geschichte geht bis weit ins 16.

Jahrhundert zurück. Besonders köstlich

sind das hausgemachte Eis und

die Kuchen, 72270 Baiersbronn, Tel.:

07442/120895, www.seidtenhof.de

Hotel Café Klumpp: Herzlich, familiär,

regionale Küche, Schönmünzstraße

95, 72270 Schönmünzach, Tel.:

07447/94670, www.hotel-klumpp.de

Schwarzwaldhotel Tanne Tonbach:

Familien geführtes Hotel mit schönem

Wellnessbereich, Tonbachstr.

243, 72270 Baiersbronn, Tel.:

07442/8330, www.hotel-tanne.de

Heselbacher Hof: Traditionelles

Hotel mit tollem Spa-Bereich, direkt

am Hotel, Einstieg in einen Winterwanderweg

nach Röt, Heselbacher

Weg 72, 72270 Baiersbronn-

Heselbach, Tel.: 07442/8380,

www.heselbacher-hof.de

Entdecken und Erleben: Kulturpark

Glashütte Buhlbach, Schliffkopfstraße

46, 72270 Baiersbronn-

Buhlbach, www.kulturparkglashuette-buhlbach.com

Informieren: Tourist-Information

Baiersbronn am Rosenplatz, Rosenplatz

3, 72270 Baiersbronn, Tel:

07442/8414-0, www.baiersbronn.

de Wander-Informationszentrum

Baiersbronn Bahnhof, Freudenstädter

Str. 40, 72270 Baiersbronn, Tel:

07442/841466-0, E-mail: wandern@

baiersbronn.de Außerdem gibt es

Info-Außenstellen in Baiersbronn-

Schönmünzach, Baiersbronn-

Mitteltal, Baiersbronn-Obertal und

Baiersbronn-Klosterreichenbach

40 Spezial | 2017


Deutschland

Spessart

Unterwegs im

hessischen Spessart

Typ: Etappentour Fernwanderweg

Länge: 18,6 Kilometer

Dauer: ca. 5–6 Stunden

Markierungen: Logo des Spessartbogens

auf weißem Hintergrund

Schwierigkeit: leicht

Steigung/Gefälle: nur leichte

Anstiege; höchster Punkt ca. 340

Meter, niedrigster ca. 140 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig,

besonders schön ist der Spessart im

Herbst, wenn die Laubfärbung die

prächtigsten Töne von Gelb über

Orange bis Rot hervorbringt

Start: Wanderparkplatz „Buchberg“

Ziel: Gemeinde Freigericht-Horbach

Wegequalität: gut begehbare

Wald- und Feldwege, ein kurzes

Stück asphaltierte Landstraße

Waldidyll pur

Durch den stillen Spessart

Wandern auf erdigen Pfaden und unter einem dichten

Blätterdach: Sein alter Eichen- und Buchenbestand macht

den Spessart zu dem deutschen Wald schlechthin. Wieder

und wieder öffnet sich der Wald jedoch und bietet auch

grandiose Ausblicke über sanfte Hügel und grüne Täler.

Die Tour lässt sich auch hervorragend

am Wanderparkplatz

„Buchberg“ nahe dem Bahnhof

Langenselbold beginnen. Der

erste Abschnitt führt durch das

Kinzigtal längs eines bewaldeten

Höhenzuges des Sandsteinspessarts.

Am Ende der kurzen

Steigung wird der 29 Meter

hohe Buchbergturm 1 erreicht,

der einen fantastischen Panoramablick

gewährt. Danach streift

der Wanderweg den Oberrodenbach

und führt am Waldspielplatz

„Dicke Tanne“ 2 vorbei,

der mit den Baumarten des

Spessarts vertraut macht. Der

weitere Weg bietet schöne

Aussichten über die Gemeinde

Freigericht, bevor er ein Stück

entlang der Birkenhainer Straße

verläuft, vorbei am romantischen

Hof Trages 3 . Von hier

lassen sich Ausblicke in den

hessischen und bayerischen

Spessart genießen. Weiter geht

es auf abwechslungsreichen

Pfaden, bis der Aussichtsturm

Fernblick 4 erreicht wird

und zur Rast einlädt. Danach

verläuft der Spessartbogen

durch den Wald zum Gasthof

Frohnbügel, von wo sich ein

Ausblick auf Omersbach bietet.

Nach Verlassen der Höhe wird

auf alten Hohlwegen durch tief

eingeschnittene Bachtäler, die

sich in das romantische Wiesental

des Näßlichbaches ergießen,

hinabgewandert. Vorbei am verträumten

Gondelteich 5 geht es

dann nach Freigericht-Horbach.

Größter Laubwald Deutschlands

„Spechtshardt“ oder Spechtwald nannte sich das Waldgebiet zwischen

Aschaffenburg und Lohr, zwischen Miltenberg und Bad Orb im

9. Jahrhundert und verdankt seine Existenz bis in die Gegenwart der

Jagdleidenschaft deutscher Kaiser. Die nämlich haben Siedlungen im

Wald verboten und verhinderten die Rodungen. So ist der Spessart

auch heute noch das größte Laubwaldgebiet in Deutschland, das über

ein zahl- und artenreiches Vorkommen an Flora und Fauna verfügt.

Hier sind beispielsweise Biber, Waschbär, Waldkauz, Kreuzotter und

die scheue Wildkatze heimisch.

© wanderlust

Spezial | 2017

41


Deutschland

Spessart

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Mit der Kinzigtalbahn bis zum Bahnhof Langenselbold.

Von dort bringt ein markierter Zubringerweg den Wanderer zum

Ausgangspunkt der Strecke. Fahrplanauskünfte zum Regionalverkehr

Main-Kinzig unter www.rmv.de oder unter 069/24248024

Mit dem Auto: Langenselbold ist durch zwei Autobahnanschlüsse

angebunden: Durch die A 45 Sauerlandlinie Aschaffenburg-Ruhrgebiet

und die A 66 Mainz-Wiesbaden-Frankfurt-Fulda.

Orientieren: ADAC-Wanderführer Spessart mit ausführlichen Tourenvorschlägen,

11,95 €. Kompass Wanderführer Spessart von Norbert

Forsch, ebenfalls mit ausführlichen Tourenvorschlägen und viel

Zusatzmaterial, 12,95 €. Auf www.spessartbogen.de stehen ein spezieller

Wanderführer und eine kostenfreie Wanderkarte im Maßstab

1:35.000 zum Download bereit.

Tourenhöhepunkte:

Wandern durch den wilden Spessartwald

1

Buchbergturm: Der 29

Meter hohe Turm auf der

Spitze des Buchbergs wurde am

29. Mai 1910 offiziell eröffnet. Er

liegt neben einem kleinen Ausflugslokal.

Wer die Wendeltreppe

mit den 150 Stufen erklimmt, um

auf die obere Aussichtsplattform

zu gelangen, genießt einen fantastischen

Blick über Kinzigtal,

Vogelsberg, Rhön, Taunus und

die Frankfurter Skyline.

Waldspielplatz „Dicke

2 Tanne“: Schöne Spielmöglichkeit

für Kinder mitten im

Wald, noch dazu mit Waldlehr-

pfad, der über die verschiedenen

Baumarten im Spessart informiert,

verschiedenen Schautafeln,

Insektenhotel, Sitzgruppen

und Vereinsheim.

3

Hof Trages: Das Hofgut

Trages hat seinen Ursprung

im 14. Jahrhundert, wurde

im 30-jährigen Krieg jedoch

völlig zerstört. Danach wurde der

Wiederaufbau begonnen. 1787

erbte die Familie von Savigny

den Hof, die noch heute in dem

neobarocken Schlossbau lebt,

der in der zweiten Hälfte des 19.

Jahrhunderts erbaut wurde. Auf

Trages versammelte Friedrich

Carl von Savigny die Crème de la

Crème der deutschen Romantiker

– Clemens und Bettina

Brentano, Achim von Arnim, die

Brüder Grimm und Karoline von

Günderode. Heute befinden sich

im Hof Trages ein Golfclub und

das Restaurant Toscana.

Aussichtsturm Fernblick:

4 Eine weitere Möglichkeit,

den Blick schweifen zu lassen.

Von diesem Aussichtsturm aus

bietet sich eine großartige Weitsicht

über die Niederungen der

Wetterau und zum Vulkanmas-

siv des Vogelsberges. Am Fuß

des Turmes liegt die Rodfeldeiche

– ein umgestürztes, einst

mächtiges Wahrzeichen der

Landschaft, an der sich wunderbar

eine Rast einlegen lässt.

Gondelteich Freigericht-

5 Horbach: Im Wasser des

verträumten Teiches spiegelt

sich der umgebende Wald. Auch

hier lässt es sich hervorragend

picknicken, zumal es am Ufer

einen Grillplatz mit Bänken gibt.

Etappenprofil

1

2 3 4 5

Einladend entlang

des Weges

Schlemmen und Schlummern:

Gasthof Frohnbügel: Historischer

Gasthof inmitten der Wanderstrecke,

liegt unmittelbar an der

Grenze zwischen Hessen und

Bayern. Seit 1905 befindet sich

in dem alten Fachwerkhaus eine

Gastwirtschaft. Hier kann man sich

Deftiges wie Schweinshaxe mit

Kraut oder Hausmacher Wurstplatte

gönnen. Rohrbachstraße 40, 63826

Geiselbach, Tel. 06024/9266

Hotel und Restaurant Dragonerbau:

Nettes Hotel in Langenselbold.

Inhaber Josef Kreinecker serviert

hier österreichische Küche.

Schloss park 7, 63505 Langenselbold,

Tel. 06184/ 937474,

www.dragonerbau.de Restaurant

Toscana im Hof Trages: Italienisches

Spezialitätenlokal im historischen

Hofgut Trages, 63579 Freigericht,

Tel. 06055/9393130, www.

restaurant-toskana-freigericht.de

Im Umland:

Toskana Therme Bad Orb:

Entspannung pur mit Sole-Becken,

Unterwassermusik, farbiger Beleuchtung,

Öffnungszeiten: So., Mo.

bis Do. 10 bis 22 Uhr, Fr. u.

Sa. 10 bis 24 Uhr, Horststr. 1,

63619 Bad Orb, Tel. 06052/918444,

www.toskanaworld.net

Biebergrundmuseum: Zeigt neben

Trachten der Region vor allem Ausstellungsstücke

zum Bergbau im Spessart.

Jeden 1. Sonntag im Monat von 14

bis 17 Uhr geöffnet. Führungen nach

Absprache. Am Pflaster 5, 63599 Biebergemünd,

Tel. 06050/3186 oder 650.

Spessarträuber-Diplom: Mutige

Besucher können das Räuber-Diplom

ablegen, wobei man sechs Disziplinen

absolvieren muss (vom Holz scheibenrollen

bis zum Saufederwurf).

Buchbar im Gasthaus Zum Jossatal,

Salmünsterer Str. 15, 63628 Bad

Soden-Salmünster, Tel. 06660/1376,

www.zum-jossatal.de

Schauriger Balladen-Abend:

Im Restaurant Flörsbacher Hof,

Vockeweg 1, 63639 Flörsbachtal-

Flörsbach, Tel. 06057/790,

www.floersbacher-hof.de

Schloss Mespelbrunn: Drehort

von das „Wirtshaus im Spessart“

mit Liselotte Pulver und Carlos

Thompson, geöffnet von Karfreitag

bis Allerheiligen, täglich 9 bis 17 Uhr,

63875 Mespelbrunn, Tel. 06092/269,

www.schloss-mespelbrunn.de

42 Spezial | 2017


Deutschland

Tegernsee-Region

Wanderbar und

wundervoll

Typ: Hin- und Rückwanderung

Länge: 11 km

Dauer: ca. 4 Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel

Steigung/Gefälle: 584 m

Höchster Punkt: 1.668 m

Niedrigster Punkt: 1.084 m

Beste Wanderzeit: März bis August

Start/Ziel: Jugendferienhaus

Spitzinghaus, Spitzingsee

Wegequalität: Steige, Wurzelwege,

teils holperig und matschig

Bayerns schönstes Trio

Genuss mit Aussicht

Tegernsee, Schliersee, Spitzingsee – wahre Naturschönheiten bestaunt man in der Alpenregion

Tegernsee Schliersee vornehmlich aus der Vogelperspektive. Die gute Nachricht für alle Städter:

Schon 600 Höhenmeter reichen zum 360-Grad-Panoramablick aus!

Beim Jugendferienhaus Spitzinghaus

geht es los, vorbei an der Rotwand

und am Ufer des Spitzingsees

1 entlang zum Wanderparkplatz.

Nach wenigen Minuten kommt

man dann am Bergheim der Isar-

Amper-Werke (heute e.on) vorbei.

Auf dem gering ansteigenden Kratzerweg

geht es durch den Wald

weiter hinauf, auf freie Wiesenhänge

und schließlich zur Berggaststätte

Untere Firstalm. Von

hier aus sich links haltend, steigt

man auf breiter, lehmiger Wegspur

neben der Skipiste in den Sattel

am Suttenstein 2 hinauf. Dort

scharf nach rechts schwenken, um

am Waldrücken nach Nordwesten

anzusteigen. Der felsige Weg

schwingt sich ziemlich steil auf,

bevor er über einen bewaldeten,

schwach ausgeprägten Gratmugel

hinüberführt, um anschließend

am etwas flacheren Waldweg

anzusteigen. Der Wald lichtet sich

nun, und es wird am lehmigen

und rutschigen Wurzelweg wieder

etwas steiler. Achtung, bei Nässe

muss man hier besonders vorsichtig

gehen. Nachdem schließlich

der Wald zu Ende ist, zweigt nach

rechts ein markierter Felssteig ab,

der zu Beginn mit einem Drahtseil

gesichert ist. Dahinter, auf einem

grasbewachsenen Plateau, steht

ein kleines Gedenkkreuz 3 , das an

verunglückte Bergsteiger erinnern

soll. Von dort aus steigt man zügig

auf und nähert sich dann im Zickzack

dem Gipfelaufbau der Bodenschneid.

Auf der linken Seite der

Gratschneide (kurz vor dem Sattel

gilt es noch eine kleine Felsstufe

zu meistern) leicht ansteigend zum

neuen, riesengroßen Gipfelkreuz

auf der 1.668 Meter hohen Bodenschneid

4 hinüber. Dann erfolgt

der Abstieg auf gleicher Route, mit

einem Abstecher zur Berggaststätte

Obere Firstalm 5 , 500 Meter

hinter der kleineren Unteren

Firstalm gelegen. Sie ist über eine

schmale Steintreppe, die über einen

steil ansteigenden Wiesenhang

führt, zu erreichen. Alternativ: Die

Bodenscheid wird in der gleichen

Richtung, also gegen Nordwesten,

überschritten, um anfangs dem

felsigen Gratverlauf zu folgen.

Bei der Wegabzweigung den Grat

August Macke

am Tegernsee

August Macke, einer der bekanntesten

deutschen Maler aus der Zeit des

Expressionismus, nutzte die kräftigen

Naturfarben der Region rund um den

Tegernsee für seine Arbeiten. Er ließ

sich nach seiner Heirat mit Elisabeth

Gerhardt 1911 am Tegernsee in einem

Reihenhaus in der Bornheimer Straße

88 (heute Hausnummer 96) nieder.

Dort erlebte er bis zu seinem frühen Tod

nur drei Jahre später die produktivsten

Jahre seines Lebens. Es entstanden

über 400 Arbeiten. Aus den Fenstern

seines Ateliers beobachtete, zeichnete

und malte Macke seinen blumenreichen

Garten, das Leben der umliegenden

Straßen und die weiten Landschaften in

der Alpenregion.

Spezial | 2017

43


Deutschland

Tegernsee-Region

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Von München fahren stündlich Züge der Bayerischen

Oberlandbahn (BOB), Fahrzeit ca. eine Stunde, www.bayerischeoberlandbahn.de.

Vom Bahnhof Schliersee und von Bahnhof Fischhausen/Neuhaus Anschluss

mit den Bussen der RVO zum Spitzingsee, www.rvo-bus.de.

Mit dem Flugzeug: Vom Flughafen München mit der S1 oder S8 zum Hauptbahnhof

München und weiter mit der BOB nach Schliersee. Abholung durch

Schlierseer Taxi-Unternehmen, z. B. Taxi Huber, Tel.: 08026/4607.

Mit dem Pkw: Über die Autobahn München–Salzburg bis Ausfahrt Weyarn,

dann über Miesbach (B 307), Hausham nach Schliersee (von München 56 km).

Orientieren: „Outdoorkarte 04. Tegernsee – Schliersee: Spitzingsee – Bayrischzell“,

1:35.000, Verlag Hallwag Kümmerly + Frey, ISBN-10: 3259009523, 8,90 Euro.

„Rother Wanderführer Tegernseer und Schlierseer Berge“, Heinrich Bauregger,

Bergverlag Rother, ISBN-10: 3763342583, 12,90 Euro.

nach rechts verlassen und dem mit

roten Punkten markierten Steig in

vielen Kehren steil hinab folgen.

Anschließend quert die Route sehr

steil abbrechende Hänge, führt

über einen schwach ausgeprägten

Waldrücken und gleich dahinter

auf einem Brettersteg über eine

nasse Wiese. Dann geht es im

Wesentlichen abwärts weiter und

westlich des Freudenreichsattels

zur Bergwirtschaft Obere Firstalm.

Von der Oberen zur Unteren

Firstalm folgt man einem breiten,

aber steinigen und lehmigen Weg

hinunter, bis sich der Kreis wieder

schließt. Auf dem Kratzerweg geht

es dann entlang der Aufstiegsroute

zum Ausgangspunkt beim

Kurvenlift zurück.

Tourhöhepunkte

Blick hinter die Geranien

Spitzingsee: In einer eindrucksvollen

Kulisse direkt

1

vor der Rotwand gelegen, umschließen

dunkle Bergwälder den

wildromantischen Spitzingsee fünf

Kilometer südlich des Schliersees.

Mit einer Fläche von 28 Hektar ist

er Bayerns größter Hochgebirgssee.

Im Sommer ist der Spitzingsee

Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen

und Bergtouren jeden

Schwierigkeitsgrades.

Suttenstein (1.398 Meter):

2

Der erste Aussichtspunkt der

klassischen Tour zum Bodenschneidgipfel

mit Blick auf das

Zillertal, Karwendel und Hohe

Tauern.

Gedenkkreuz: Das reich

3

verzierte, schmiedeeiserne

Gedenkkreuz kurz vor dem Bodenschneidgipfel

bleibt von vielen Wanderern

unbeachtet. Der Ausblick

ist der gleiche wie vom 100 Meter

entfernten Gipfelkreuz.

Bodenschneid (1.668 Meter):

4

Der Name „Boden“ bedeutet

meist ein flaches oder wenig

geneigtes Stück an einem Berghang

oder auch im Tal, während es sich

bei einer „Schneid“ meist um einen

scharfen Rücken handelt, der nach

zwei Seiten steil abfällt. So lässt sich

der Name des Berges „Bodenschneid“

erklären: Den Boden gibt es unterhalb

des Gipfels in Form einer ebenen

Alm fläche, während sich vom Gipfel

nach Südosten hin ein mehrere

Hundert Meter langer Grat hinzieht,

der nach beiden Seiten steil abfällt.

Auf die Bodenschneid führen mehrere

Wege unterschiedlicher Dauer:

Zugang von Neuhaus etwa 2 Stunden,

vom Spitzing sattel über die Obere

Firstalm 1,5 Stunden; zur Bodenschneid

nochmals gut eine Stunde.

Für die gesamte Tour mit Abstieg via

Suttenstein und Untere Firstalm ab

Spitzingsattel ca. 4,25 Stunden.

Obere Firstalm: Einer der

5 bekanntesten Berggasthöfe in

den bayrischen Alpen und ein Muss

vor oder nach einem Aufstieg zur

Bodenschneid!

Etappenprofil

1 2 3 4 5

Vielfalt, die entdeckt

werden will

Schlemmen und schlummern:

Romantik Hotel Relais-Chalet

Wilhelmy, Freihausstraße 15,

83707 Bad Wiessee am Tegernsee,

Tel.: 08022/9868-0, Fax: 08022/

9868-233, info@relais-chalet.com,

www.relais-chalet.com Berggasthof

Albert-Link-Hütte, Wildkräuterführungen,

Valepper Straße 8, 83727

Schliersee-Spitzingsee, Tel.: 08026/

71264, www.albert-link-huette.de

Hennererhof, Johann und

Angelika Prem, Bauernhofcafé mit

Wildkräutergarten und Ferienhof,

Hennererstr. 36, 83727 Schliersee,

Tel.: 08026/9229964, www.hennerer.de

Café Winklstüberl, Thekla Mairhofer,

Leitzachtalstr. 68, 83730 Fischbachau,

Tel.: 08028/742, info@winklstueberl.de,

www. winklstueberl.de Alte

Wurzhütte, Margot Niedermüller,

bayerische Küche, Roßkopfweg 1,

83727 Schliersee-Spitzingsee, Tel.:

08026/60680, Fax: 08026 6068100

Lecker einkaufen: Dinzler

Kaffeerösterei, Wendling 15, 83737

Irschenberg, Tel.: 08025/992250, Fax:

08025/99225110, www.dinzler.de

Destillerie Lantenhammer, Josef-Lantenhammer-Platz

1, 83734 Hausham/

Schliersee, Tel.: 08026/92480, www.

lantenhammer.de Bio-Hofkäserei

Obermooser, Familie Grund bacher,

mit Hofladen, geöffnet Freitag

9–18 Uhr und nach Verein barung,

Obermoos 1, 83737 Irschenberg, Tel.:

08025/7962,

www.obermooser-biokaese.de

Entdecken: Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Schliersee, Brunnbichl

5, 83727 Schliersee/Neuhaus, Tel.:

08026/92922-0, Fax: 08026/92922-29,

geöffnet 1. April bis 4. November 2012,

Mo. Ruhetag (außer an Feiertagen),

office@wasmeier.de, www.wasmeier.de

Bootsverleih Simon, Kiosk St. Bernhard,

Spitzingsee, Tel.: 08026/975913

Familie Hirtreiter Kutschfahrten

und Reiten, Schießstättstraße 7,

83727 Schliersee, Tel.: 08026/20011,

Fax: 08026/94568, info@gaestehaussonnenstatter.de,

www.kutsch-undwanderfahrten.de

Informieren: Gäste-Information

Schliersee, Perfallstr. 4, 83727

Schliersee, Tel.: 08026/6065-0, Fax:

08026/6065-20, geöffnet Mo. bis Fr.

8.30–18.00 Uhr, Sa. und So. 09.00–

13.00 Uhr, tourismus@schliersee.de,

www.schliersee.de

44

Spezial | 2017


Deutschland

Thüringen

HESSEN

Im Herzen

Deutschlands

In der Mitte des wiedervereinten

Deutschlands liegt das Mittelgebirge

die Rhön. Geisa liegt im

Ulstertal in Thüringen an der Grenze

zu Hessen, 30 Kilometer von der

Barockstadt Fulda entfernt.

Merkmal der Region ist der

Rockenstuhl, ein knapp 530 Meter

hoher Berg, fünf Kilometer südlich

von Geisa. Zwischen Geisa und

dem Rockenstuhl ersteckt sich ein

historischer Wanderlehrpfad.

Typ: Rundwanderweg

Länge: ca. 14,5 Kilometer

Dauer: ca. 5 Stunden

Markierung: rotes P auf Weiß

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Steigung/Gefälle: ca. 453 Meter

Höchster Punkt: ca. 425 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig, Tag

der Deutschen Einheit (3. Oktober)

Start/Ziel: Marktplatz Geisa

Wegequalität: hoher Pfadanteil

Der Point-Alpha-Weg

Wandern im Sperrgebiet

Über den deutsch-deutschen Grenzverlauf ist inzwischen viel Gras gewachsen. Gedenkstätten

wie in Geisa erinnern an die Zeit des Kalten Kriegs. Heute führt ein Wanderweg durch die

ehemalige Sperrzone der DDR. Einen Besuch in der Gedenkstätte sollte jeder einplanen.

Der Weg führt vom Marktplatz

in Geisa rechts am Heimatmuseum

vorbei. Hinter dem

Friedhof links abbiegen und den

bergabführenden Pfad an der

ehemaligen Stadtmauer entlang

in Richtung Schleid. Hinter der

Schleider Straße an der Mauer des

jüdischen Friedhofs 1 von Geisa

entlang. Der Feldweg stößt auf

einen Schotter weg, links weiter.

Dann am überdachten Rastplatz

nach links auf den Schlangenpfad.

Dieser führt durch den Wald zu

einem weiteren überdachten

Rastplatz. Links Richtung Schleid

weiter. An einer Wegkreuzung

führt der Weg rechts weiter nach

Wiesenfeld und Ulsterblick (nicht

dem Weg nach Schleid folgen!).

Nach einem Aufstieg durch den

Wald kommt ein Plateau. Links

steht das Kreuz der Geiserämter 2 .

Weiter in Richtung Ulsterblick

und Wiesenfeld durch den Wald.

Den Bach überqueren und weiter

durch das Bachtal nach rechts.

Links in Richtung Wiesenfeld 3 .

Im Dorf gibt es schöne Fachwerkhäuser.

Die Hauptstraße entlang,

bis die Vorfahrt nach links

abknickt, dann der Beschilderung

in Richtung Point Alpha folgen.

An der Kreuzung am Ortsende

geradeaus. In der Nähe des Hutzelfeuerplatzes

nach rechts. Über die

Wiese rechts weiter. Am Waldrand

weiter, bis der Weg in den Wald

führt. Rechts auf dem „Grünen

Band“, dem Verlauf der ehemaligen

innerdeutschen Grenze,

weiter. Der „Weg der Hoffnung“ 4

führt hinter der Landstraße zum

„Haus auf der Grenze“ 5 . Weiter

entlang des Grünen Bandes an der

„Muster grenze“ entlang. Der Weg

führt zum ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt

Point Alpha 6 ,

dem Namensgeber unseres Weges.

An dem Denkmal für die Opfer

der deutschen Teilung links

vorbei auf den Wald zu. Der Weg

führt am Waldrand entlang, kurz

hinter einem Rastplatz mit herrlichem

Blick ins Tal nach rechts.

Weiter nach Geisa und zum Startpunkt

zurück. Dabei führt der

Weg am Marktbrunnen und dem

historischen Rathaus vorbei.

Besucher der Gedenkstätte sollten

mindestens eine Stunde für den

Durchgang einplanen. Absolut

empfehlenswert!

Backhausverein

Im Dezember 2004 gründete sich

in Wiesenfeld, einem Stadtteil

von Geisa, ein Backhausverein.

Von den 154 Einwohnern (Stand:

Oktober 2010) sind 33 von ihnen

Mitglied im Verein. Das Backhaus

wird ein Mal im Monat mit Buchenholz

befeuert. Jeder, der will,

kann Brote, Stollen oder Kuchen

backen. Die Restwärme wird zum

Trocknen von Dörrobst genutzt.

Drei Mal im Jahr laden die Wiesenfelder

zu Kaffee und Kuchen ein.

Zwei Termine davon sind fest:

Himmelfahrt und der Tag der

Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Die duftenden 40 Riesenbleche

Kuchen bereiten 16 Frauen zu

Hause vor: angefangen vom Apfelkuchen

über Pizza und Streuselkuchen

bis zum Zwiebelplatz.

Spezial | 2017

45


Deutschland

Thüringen

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Bahnhöfe Eisenach und Fulda mit ICE-Anschluss,

Bahnhof Hünfeld, Bahnhof Bad Salzungen oder Bahnhof Gerstungen mit

Regionalverkehr, Anschlussmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln,

nähere Informationen unter www.bahn.de, www.rmv.de und unter

www.kvg-eisenach.de.

Mit dem Pkw: Von der A 7 die Ausfahrt Hünfeld/Schlitz nehmen, zur B 84

Richtung Eisenach/Rasdorf bis nach Geisa zum Schlossplatz. Von der A4

die Ausfahrt Friedewald Richtung Bad Salzungen/Philippstal auf die B 84

Richtung Geisa zum Schlossplatz.

Orientieren: Premiumweg „Der Hochrhöner“, Maßstab: 1:30 000, ADAC

Verlag GmbH, ISBN: 3-8264-1875-1, 6,95 Euro. „50 ausgewählte Wanderungen

und Spaziergänge rund um Fulda, Hünfeld, Bad Salzungen, Meiningen, Bad

Brückenau“, Bergverlag Rother, ISBN 376334182X, 12,90 Euro.

Tourenhöhepunkte

Skulpturen und Gedenkstätten

Jüdischer Friedhof: Der

1

Friedhof wurde im 18.

Jahrhundert errichtet und kann

besichtigt werden.

Geiserämter: Dieser Punkt

2

bietet einen herrlichen

Ausblick und drei Holzbänke zum

Verschnaufen. In der Nähe des

Kreuzes steht eine Infotafel zum

Point-Alpha-Weg.

Wiesenfeld: Der Ort zählt zu

3

den ältesten in der Region

(erste urkundliche Erwähnung

1560). Aus dem Jahr 1703 stammt

der barocke Hochaltar.

„Weg der Hoffnung“:

Insgesamt reihen sich 14

4 5

monumentale Skulpturengruppen

auf dem ehemaligen Todesstreifen

aneinander. Die Serie ist angelehnt

an den biblischen Kreuzweg

und symbolisiert die lange und

leidvolle Geschichte bis zum

gewaltlosen Umbruch und der

Deutschen Einheit. Die Skulpturen

stammen von dem Künstler

Dr. Ulrich Barnickel, Jahrgang

1955, aufgewachsen in Weimar,

Studium der Bildhauerei auf Burg

Giebichenstein in Halle an der

Saale und Ausbürgerung in die

BRD 1985 nach Ausreiseanträgen.

„Haus auf der Grenze“: In

und um diese Gedenk- und

Begegnungsstätte herum finden Sie

zahlreiche interessante Informationen,

die die Geschichte der

deutsch-deutschen Grenze und

der Wiedervereinigung thematisieren.

Im Haus befindet sich eine

Ausstellung zur Auswirkung des

Grenzregimes auf Mensch und

Natur. Im Dachgeschoss gibt es

interessante Informationen zum

Biosphärenreservat Rhön.

Point Alpha: Hier waren die

6

Amerikaner stationiert. Der

Turm kann besichtigt werden. In

den Räumlichkeiten werden der Alltag

der Amerikaner, die Ausrüstung

und die Uniformen dokumentiert.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6

Geisa, Stadt in der

alten Sperrzone

Ruhige Nächte: Unterkünfte (Hotel

bis Ferienwohnung) in Geisa und den

umliegenden Ortschaften finden Sie

über die Stadtverwaltung Geisa.

Lecker und deftig essen: Geisschänke,

Gaststätte im Landhausstil,

Besonderheit: Spanferkel vom

Holzfeuergrill, An der Geis 27, Tel.:

036967/70651, www.geisschaenke.de

Schloss Geisa, Hotel + Restaurant

mit fürstlichem Ambiente, Schlossplatz

4, Tel.: 036967/593550,

www.schlossgeisa.de Zur Linde,

gutbürgerliche Küche, Bahnhofstr.

6, Tel.: 036967/75206,

www.zur-linde-geisa.de

Stadtführung im historischen

Gewand: Zu einem Stadtspaziergang

der besonderen Art lädt das

Tourismusbüro der Stadt Geisa ein.

Beliebt sind die Besichtigung des

„Alten Apothekenmuseums“ und das

lebende Wappentier „Die Geis“ als

Fotomotiv. In historischen Gewändern

erzählen die Stadtführer Wissenswertes

über das Leben der vergangenen

Jahrhunderte. Ebenso gefragt sind

die Bespielung des Glockenspiels und

Beiträge zur Karnevalsgeschichte.

Infos und Anmeldung: www.geisa.de

Angucken: Das Schloss entstand

unter Fürstabt Adalbert von

Schleifras (1700–1714) nach Plänen

des Baumeisters Johann Dientzenhofer.

Es diente als Jagdschloss und

Sommerresidenz der fuldischen

Fürstäbte und Fürstbischöfe. Das

Rathaus wurde nach dem ersten

Stadtbrand im Jahre 1858 bis 1861

auf dem Platz des alten Rathauses

vom Weimarer Oberbaudirektor

Streichhan erbaut. Der Rockenstuhl

ist das Wahrzeichen des Geisaer

Landes. Der 529 Meter hohe Berg

liegt etwa 5 Kilometer südlich von

Geisa zwi schen Ulster- und Geisatal.

Das Geisaer Waldhäuschen im

Geisaer Stadtwald war 50 Jahre lang

ein beliebtes Ausflugsziel und Aufenthaltsort

für Wanderer, bis es in den

70er Jahren dem Grenzsicherungswahn

zum Opfer fiel und abgerissen

wurde. Nach der Wende wurde es auf

Initiative der Interessengemeinschaft

„Geisaer Wald“ wieder aufgebaut und

1998 feierlich eingeweiht.

Informieren: Das Tourismusbüro

der Stadt Geisa erreichen Sie unter

dieser Adresse: Stadtverwaltung

Geisa, Marktplatz 27, 36419 Geisa,

Tel.: 036967/69-0, www.geisa.de

46

Spezial | 2017


Deutschland

Uckermark

Naturpark Uckermärkische

Seen

Wasser prägt die sanft hügelige

Eiszeitlandschaft im Nordosten

Brandenburgs. Etwa 50 bis 100

Kilometer nördlich von Berlin schützt

der Naturpark Ucker märkische Seen

die Heimat des Fischadlers. Zwischen

Prenzlau und Templin taucht der

Rundweg „Kleiner Boitzenburger“

in die wundervoll verträumte Welt

aus Wasser und Wald ein.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 11 Kilometer

Dauer: ca. 3 Stunden

Markierung: grüner Diagonalbalken

und gelber Punkt

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 110 Meter

Höchster Punkt: 95 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Parkplatz Klostermühle,

Mühlenweg, 17268 Boitzenburg

Wegequalität: gut begehbare

Waldwege

Vom Tiergarten zum Schumellensee

Kleiner Boitzenburger

Auf dem Rundkurs „Kleiner Boitzenburger“ nehmen im Naturschutzgebiet Tiergarten

mächtige Hudeeichen mit ausladenden Ästen den Blick gefangen. Durch den Carolinenhain

geht es zum Schumellensee, der zu einem erfrischenden Bad in freier Natur einlädt.

Der Kleine Boitzenburger verlässt

den Weg vom Parkplatz Richtung

Klostermühle 1 am Wegweiser

„Tiergarten“ sofort nach links und

folgt dem grünen Schrägbalken

des Großen Rundwegs Tiergarten

2 . Immer geradeaus passiert

er den Rodelhang Weinberg zur

Linken, die Hexenkiefer und die

Raststelle Jägerplatz. Ein Stück

weiter geradeaus führt ein kurzer

Abstecher nach links zum Verlobungsstein

3 . Entlang des Hangs,

der bis 30 Meter zum Nordufer

des aufgestauten Rinnsals Strom

abfällt, setzt sich der Weg fort. An

einer Wegmündung biegt der Tiergartenrundweg

nach ganz rechts,

quert über Hirschbrücke 4 und

einen baumgesäumten Damm das

Stromtal mit den Stauseen. Dann

führt er am Rastplatz Karpfenteich,

mehreren Abzweigen und wunderschönen

Eichen vorbei, bevor er

an einem Picknickplatz mit Blick

aufs offene Feld den Tiergarten

verlässt. Die Lindenallee leitet zur

L 24/Wichmannsdorfer Straße. Auf

der anderen Seite setzt sich der

Kleine Boitzenburger rechts neben

der Produktionsstätte des Boitzenburger

Früchtezaubers fort zur L

217/Herzfelder Str. und folgt dem

Pfad etwas links versetzt gegenüber

hinauf zum Löwentempel 5 , wo

er auf den mit einem gelben Punkt

markierten Rundweg Schumellensee

trifft. Nach links überschatten

stattliche Kastanien und Buchen

den Weg zum Apollotempel mit

herrschaftlichem Blick auf das

Boitzenburger Schloss 6 . Der gelbe

Punkt leitet nach links weiter

durch den Carolinenhain, schwenkt

hinter der Dachsgraben-Brücke

rechts und erreicht an einigen

Abzweigen vorbei „Dietlofs Lust“

oberhalb des Krienkowsees 7 .

Von hier sind es nur wenige

Meter bergab zur Badestelle am

Schumellensee 8 . Der Weg setzt

sich zunächst am Ufer fort, steigt

an, schlägt einen Rechtsbogen und

folgt am nächsten Wegweiser dem

Unterwegs auf dem

„großen Bruder“

Der „große Bruder“ des Kleinen

Boitzenburgers ist die mit einem

gelben Kreuz markierte Rundtour

„Großer Boitzenburger“. Sie führt

vom Naturschutzgebiet Tiergarten

durch die hügelige Moränenlandschaft

der Zerweliner Heide nach

Naugarten und über Berkholz

zurück und misst knapp 20 Kilometer.

Auf einer alten Lindenallee

geht es nach Zerwelin und vom

Ufer des Naugartener Sees führt

der Wanderweg durch den Garten

des Landgasthofs Kokurin (www.

hof-kokurin.de) – ein herrliches

Fleckchen zum Übernachten

in uckermärkischer Abgeschiedenheit.

Weitere Infos: www.

tourismus-uckermark.de/boitzenburger.html

Spezial | 2017

47


Deutschland

Uckermark

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: RegionalBahn RB12 stündlich vom U-Bhf. Berlin-

Lichtenberg nach Templin. Vom Berliner Hauptbahnhof mit RE/IC/S-Bahn-

Verbindungen Richtung Stralsund nach Prenzlau (RB 22), VBB-InfoCenter

Tel.: 030/25414141, www.vbb.de, www.bahn.de.

Bus 503 Templin-Prenzlau über Boitzenburg, Mo–Fr 7–18 Uhr, Sa/So zusätzlich

Anrufsammeltaxi, Tel.: 03332/442755, www.uvg-online.com

Mit dem Pkw: A 11 Berlin–Stettin bis AS 8/Pfingstberg, weiter auf der L 24

über Gerswalde und Haßleben nach Boitzenburg, kurz vor dem Ortsausgang

rechts auf die Mühlenstraße bis zum Parkplatz.

Orientieren: Rad-, Wander- und Freizeitkarte Uckermark, 1:75.000, Top-

Stern Karte, Pietruska Verlag & Geo-Datenbanken GmbH, ISBN 978-3-

934895-67-6, 4,90 Euro. Naturpark Uckermärkische Seen Ost, 1:50.000,

Landesvermessung Brandenburg, ISBN 978-3-7490-4161-9, 5 Euro.

Hinweis Fasanengarten nach links.

Hinter der Fasanenbrücke 9 knickt

er nach rechts, eröffnet dann nach

links weite Blicke auf die Feldmark

und hält sich an der Gabelung mit

einem Asphaltweg rechts. Dann

läuft er am Küchenteich vorbei

und mündet bei einem Parkplatz

auf Am Schmiedeberg. Dort

rechts, sofort wieder rechts auf

die Templiner Straße, an Marstall

und Schloss vorbei geht es durch

die Linkskurve, ein wenig bergauf,

dann bei der Alten Gärtnerei

links ab und am Ende rechts bis

zum Wassersteig. Unmittelbar vor

der etwas weiter links liegenden

Brücke lenkt der Poetensteig rechts

zurück zum Mühlenteich bei der

Klostermühle 1 .

Tourhöhepunkte

Kloster, Schloss und Tempel

Klostermühle und Ruine: Die

1

roten Backsteinmauern des

1269 erbauten Zisterzienserinnen-

Klosters dienen im Sommer dem

„Theater zur Klosterruine Boitzenburg“

als Kulisse.

NSG Tiergarten: Jahrhundertelang

weideten Bauern ihr

2

Vieh in dem Hutewald. Ohne Unterholz

konnten einzelne Bäume

ihre Kronen gewaltig entfalten.

Verlobungsstein: Den 50-Tonnen-Findling

ließen die von

3

Arnims zu einer Verlobung freilegen.

Viele folgten dem Beispiel,

gaben sich hier ihr Versprechen.

Hirschbrücke: Ein Staudamm

4

überquert den „Strom“. Die

eiszeitliche Schmelzwasserrinne

entwässert im Naturschutzgebiet

zur Ostsee und westlich des

Schumellensees in die Nordsee.

Löwentempel: So nennt der

5

Volksmund die Erbbegräbnisstätte

der Familie von Arnim.

Sandsteinlöwen wachen vor der

halbrunden Anlage.

Apollotempel und Boitzenburger

Schloss: Von der säu-

6

lengetragenen Rotunde fällt der

Blick hinunter auf das strahlend

weiße Märchenschloss.

Krienkowsee: Der überdachte

Rastplatz mit Namen

7

„Dietlofs Lust“ lädt mit einem

herrlichen Blick auf den tief

unten gelegenen Krienkowsee zu

Pause und Picknick ein.

Schumellensee: Ein Naturbadeplatz

lockt mit Stegen

8

und Sprungbrett ins klare Wasser

des Schumellensees – wenigstens

für ein Fußbad!

Baumhochzeit an der Fasanenbrücke:

Ein ungleiches

9

Paar findet sich hinter der Fasanenbrücke

links: Buche und Eiche

umarmen sich innig.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

9

Lohnenswertes

am Wegesrand

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Wirtshaus Zur

Klostermühle, Mühlenweg 5, 17268

Boitzenburger Land, Mo+Di Ruhetag,

Tel.: 039889/86960, www.zurklostermuehle.de

Restaurant & Hotel

Schloss Boitzenburg, Templiner

Straße 13, 17268 Boitzenburger Land,

Tel.: 039889/50930, www.schlossboitzenburg.de

Marstall Boitzenburg:

Kaffeerösterei, Schokoladenmanufaktur,

Templiner Straße

5, 17268 Boitzenburger Land, Tel.:

039889/509094, www.marstallboitzenburg.de

In der Umgebung: Hof Kokurin:

Restaurant, Zimmer, Badestrand,

Bootssteg und Grillplatz, Mo.+Di.

Ruhetag, Dorfstraße 32, Naugarten;

17291 Nordwestuckermark, Tel.:

039852/47630, www.hof-kokurin.de

Café Eigen-Art: FeWos, Café und

Patchwork, Dorfstr. 10, 17268 Boitzenburger

Land OT Wichmannsdorf, Tel.:

039889/307, www.cafe-eigenart.de,

nur Fr, Sa, So und feiertags oder

nach Absprache. Haus Lichtenhain:

FeWos und Apfeldelikatessen von

Daisy Gräfin von Arnim, Lichtenhain

25, 17268 Boitzenburger Land, OT

Lichtenhain, Tel.: 039889/8250, www.

haus-lichtenhain.de, www.schlafenwie-die-grafen.de,

Jan/Feb/März sowie

So geschlossen.

Natur entdecken: Thomas

Volpers, Rund UM Natur – Natur-

Expeditionen in der Uckermark,

Tel.: 039885/3287, 0162/1772386,

www.um-natur.de

Geführt wandern: Natur- und

Kulturerlebnistouren rund um

Boitzenburg und in der Uckermark,

Arno Schimmelpfennig, Tel.:

0176/20697908, 039889/704001

www.uckermarksafari.de

Unterwegs in der Uckermark:

Uckermarkshuttle: an Wochenenden

und feiertags Rundkurs über Templin,

Prenzlau, Schwedt und Angermünde,

mit anknüpfenden Wanderungen.

Wochenendkarte 18,90 Euro,

www.vbb-online.de

Informieren: tmu Tourismus

Marketing Uckermark GmbH,

Stettiner Str. 19, 17291 Prenzlau,

Tel.: 03984/835883, www.tourismusuckermark.de

Besucherzentrum

Naturpark Uckermärkische Seen,

Zehdenicker Straße 1, 17279 Lychen,

Tel.: 039888/64530, www.

tourismus-uckermark.de

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Spezial | 2017


HALT UND KOMFORT FÜR LANGSTRECKENGEHER.

JEDES DETAIL EIN VORTEIL.

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www.lowa.de


Österreich

© Foottoo/istockphoto.com

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Spezial | 2017


Österreich

Spezial | 2017

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Österreich

Bunte

Alpenrepublik

Wer glaubt, Österreich bestehe nur aus Bergen, der irrt. Die insgesamt neun Bundesländer der

Alpenrepublik könnten nicht unterschiedlicher sein. In einem Mosaik unterschiedlichster Landschaftsformen

finden sich unendlich weite Ebenen, markante Gebirge, tiefgrüne Wälder und

Seen mit herausragender Wasserqualität. Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, historische

Städte und Bauwerke spiegeln die bewegte Geschichte des Landes wider.

Die herrliche Natur lädt besonders zum Aktiv sein ein:

Wandern, Bergwandern oder Bergsteigen und Klettern,

die Liste der Möglichkeiten ist lang. Wen es höher

hinaus zieht, der wird sich in den Alpen wohl fühlen.

Diese versprechen atemberaubende Panoramen, an

denen man sich nicht sattsehen kann. Wegen der

unzähligen Wanderrouten bieten die Alpen ein

wahres Paradies für Wanderfreunde. Wandern

lässt es sich in Österreich entlang von Seen,

über Wiesen und Felder bis hinauf in das

hochalpine Gelände. Spazierwege,

Bergwanderungen und

Gipfeltouren wechseln sich

ab. Frische Luft, klares

Wasser, urige Hütten

und eine traumhafte

Aussicht entschädigen

für die Mühen

des Aufstiegs.

Seen: Österreich hat zahlreiche fantastische Seenlandschaften

zu bieten. Vom Attersee über den Mondsee bis hin zum Wolfgangssee,

Wörthersee oder dem wohlbekannten Bodensee,

der eigentlich gleich aus zwei Seen, dem Obersee sowie dem

Untersee besteht, wer Urlaub an einen der schönen Seen in

Österreich macht, der kann sich auf lange Wanderungen durch

schönste Naturgebiete, zahlreiche Wassersportmöglichkeiten

sowie köstlichen Wein und Fisch aus der Region freuen.

Berge & Natur: Gewaltige Aussichten, markante Gebirgslandschaften,

schroffe Felsen - Österreich ist ein Paradies für alle,

die das Wandern in wunderschöner Bergkulisse suchen. Die

Liste der Regionen ist groß: Zillertal, Zugspitzarena, Vorarlberg,

Kärnten, Steiermark, Tirol, Salzburger Land, Wilder Kaiser,

Niedere Tauern, Salzburg oder die Berglandschaften rund um

Wien. Egal, ob Einsteiger oder Experte, die von Dreitausendern

eingerahmte Kulturlandschaft, samt

Hochgebirge beeindruckt sowieso.

Kultur & Tradition: Über 600 Jahre

lang gehörte Österreich unter den

Habsburgern zu einem achtmal

so großen Herrschaftsgebiet.

In seiner Mitte

übten die Städte

Wien, Graz und

Salzburg auf die

Kronländer der

Monarchie große Sogwirkung aus. Das Ergebnis: Heute verfügt

Österreich über Kulturschätze aus vielen Jahrhunderten und

hat einige bedeutende Kapitel Musikgeschichte geschrieben.

Kunst: Wien hat mit Schiele, Klimt und Kokoschka, etwa im

Oberen Belvedere oder in der Sammlung Leopold im Museums

Quartier ein Kulturviertel zu bieten, in dem der Brückenschlag

in die Gegenwart gelungen ist: Hier befinden sich auch

das Museum für Moderne Kunst und die Kunsthalle Wien.

© in8finity/istockphoto.com

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Spezial | 2017


Österreich

Wilder Kaiser

Am Wilden Kaiser

Typ: Streckenwanderung

Länge: ca. 28,7 km

Dauer: 3 Tage (über Anton-Karg-

Haus/Hans-Berger-Haus 4 Tage)

Schwierigkeit: mittel, Trittsicherheit,

Schwindelfreiheit und

gute Kondition erforderlich

Höhendifferenz: 1.283 Hm

Beste Wanderzeit: September

(möglich zwischen Ende Juni und

Mitte Oktober, Öffnungszeiten der

Hütten beachten)

Start/Ziel: Durchholzen 60, 6344

Walchsee (Parkplatz/Bushaltestelle

Sommerrodelbahn)/Scheffau am

Wilden Kaiser (Hintersteiner See)

Wegequalität: unbefestigt, überwiegend

schmale Bergpfade und

Klettersteige, zum Teil ausgesetzt

und drahtseilgesichert (vor allem

Pyramidenspitze, Eggersteig,

Steinerne Rinne und Klammel)

Von Durchholzen bis zum Hintersteiner See

Kaiserlich wandern

Text: M. Wegener

In drei Tagen beide Ketten des Kaisergebirges überschreiten

und mit der Pyramidenspitze und der Hinteren

Goinger Halt zwei großartige Aussichtsgipfel genießen.

Vom Parkplatz an der Sommerrodelbahn

in Durchholzen führt das

beschilderte Sträßchen Richtung

Pyramidenspitze (Weg 816). Man

hält sich rechts, es geht ordentlich

bergauf zur Großpoitneralm, dann

dem Wiesenweg folgend bergauf

bis zur Winkelalm (Dauer ca. 1,5

Stunden). Danach verläuft der

Weg steil bergauf über die Spuren

an den rechten oberen Rand des

Winkelkars. Hier beginnen die

Drahtseile des leichten Klettersteiges,

weiter geht’s steil aufwärts

bis zu einem schönen Bergsattel

und zuletzt über Krampen zum

Gipfelkreuz der Pyramidenspitze

1 (1.997 Meter, Dauer ca.

2,5 Stunden). Danach auf dem

Öchselweidkar (Weg 835) steil

abwärts in Richtung Stripsenjoch.

Am Abzweig des Höhenweges

(Weg 811) links durch den Wald

(Dauer ca. 1 Stunde). Vorbei an

der Kaiserquelle 2 zur Hochalm,

den Schildern zum Feldalmsattel

weiter folgen bis zum Stripsenjoch

und dem gleichnamigen

Haus 3 (Dauer ca. 3 Stunden).

Am nächsten Tag weiter auf

der ausgeschilderten Route zur

Gaudeamushütte (Weg 812), kurz

bergab, dann sofort rechts zum

drahtseilgesicherten Eggersteig.

Der ist zunächst eben, führt dann

an Drahtseilen aber steil durch

die Steinerne Rinne 4 auf den

Sattel des Ellmauer Tors (Dauer ca.

2,5 Stunden). Von hier ist ein leichter,

gut markierter Abstecher auf

den Aussichtsgipfel der Hinteren

Goinger Halt (2.192 Meter) möglich

(zusätzlich 1,5 Stunden, am

besten ohne Gepäck). Über den

Anstiegsweg zurück zum Ellmauer

Tor und den weiteren Wegweisern

zur Gaudeamushütte durch das

steile Kübelkar folgen, den rechts

abzweigenden Jubiläumssteig zur

Gruttenhütte nicht weiter beachten

und weiter bis zu den Almen

der Gaudeamushütte 5 absteigen

(Dauer ca. 1,5 Stunden). Die

dritte Etappe führt zunächst kurz

leicht bergan zurück Richtung

Ellmauer Tor, bis der Weg an einer

gut beschilderten Kreuzung links

ins Klamml (Weg 824) abknickt.

Dem gewundenen Pfad folgen, bis

er steiler wird, eine kleine Leiter

mit Kettensicherung erklimmen.

Schließlich wird es wieder flacher

bis zur Gruttenhütte (Dauer ca. 1

Stunde). Ab hier dem gut bezeichneten

Wilden-Kaiser-Steig (WKS,

Weg 823) bis zur Steiner Hochalm

folgen (Dauer ca. 3 Stunden). Nun

steil bergab (Weg 882) zum von

oben gut sichtbaren Hintersteiner

See, zunächst wieder durch

Wald, das letzte Stück über eine

befestigte Straße zum öffentlichen

Freibad am Hintersteiner

See 6 . (Dauer ca. 1 Stunde). Nach

Scheffau am besten mit dem Taxi

oder eine Stunde an der Straße

entlang bis ins Dorf.

Gebirge mit

Geschichte

Bereits vor 5.000 Jahren war das

Kaisergebirge besiedelt, aber erst

als Kaiser Friedrich Barbarossa

im Jahre 1174 die Burg Ebbs

erwarb, bekam das Kaisergebirge

seinen Namen. Mit „ Wild“ wurde

ausgedrückt, dass das Gebiet

unproduktiv und nicht anbaufähig

war. In der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts wurde das

Gebirge dann auch touristisch

äußerst beliebt. Durch die bizarren

Felsformen entstanden zahlreiche

Sagen: An einem Berg soll ein

Bauer etwa Baumrinden in den

Wänden verteilt haben, damit die

Gemsen abstürzten und er sie verzehren

konnte. Allerdings stürzten

dann auch seine Schafe in den Tod,

und das Massaker brachte dem

Berg den Namen „Fleischbank“.

www.wilderkaiser.info

Spezial | 2017

53


Österreich

Wilder Kaiser

Anreisen und orientieren

Mit dem Flugzeug: Flughäfen Salzburg und Innsbruck je 90 km entfernt.

Mit Bus und Bahn: Der nächste Bahnhof liegt in Kufstein (ca. 18 km von Walchsee-Durchholzen

entfernt). Dieser ist mit Zügen aus München oder Rosenheim

bequem zu erreichen. Dort mit dem Regionalbus 4030 nach Durchholzen, Infos

und Fahrtzeiten über den Verkehrsverbund Tirol, www.vvt.at

Mit dem Auto: Autobahn A 8 München–Salzburg, am Inntaldreieck A 93 in Richtung

Kufstein/Innsbruck/Brenner bis zur Ausfahrt Oberaudorf, über Niederndorf und

Primau (Straße 172) nach Durchholzen (vignettenfrei).

Orientieren: „DAV Alpenvereinskarte 08: Kaisergebirge“, Maßstab 1:25.000 mit

Wegmarkierungen und Skirouten, Januar 2012, ISBN-13: 978-3928777230,

9,80 Euro. „Wanderkarte 301, Kufstein – Kaisergebirge – Kitzbühel“, Maßstab

1:50.000, Freytag Berndt und Artaria KG, ISBN-13: 978-3850847100, 7,95 Euro.

Tourenhöhepunkte

Gipfel, Seen und Hüttenjause mit Live-Musik

1

Pyramidenspitze: Nur

zwei Meter fehlen dem

beliebten Gipfel im Zahmen

Kaiser zur 2.000er-Marke.

Er kann über einen leichten

Klettersteig von Durchholzen aus

erreicht werden und bietet einen

bestechenden Ausblick in alle

umliegenden Gebirgsgruppen,

vor allem aber auf die Kette des

Wilden Kaisers. Dessen höchster

Berg, die Ellmauer Halt, überragt

die Pyramidenspitze immerhin

um gut 350 Meter.

Kaiserquelle: Der steile

2 Abstieg von der Pyramidenspitze

durch das latschendurchsetzte

Öchselweidkar heizt

sich im Hochsommer stark auf.

Da ist der Wanderer froh, dass

sich kurz nach der Einmündung

in den Höhenweg 811 Richtung

Etappenprofil

1

Hochalm die Kaiserquelle mit

klarem Bergwasser verbirgt. Der

Wegweiser ist allerdings leicht

zu übersehen, jedenfalls eher als

der Abzweig nach Hinterbärenbad

zum Anton-Karg-Haus. Wer

Zeit hat, kann über diesen Weg

die Etappe verkürzen und dann

am nächsten Tag zum Stripsenjoch

aufsteigen (Variante).

3

Stripsenjoch: Das Stripsenjochhaus

bietet 160 Betten

in Zimmern oder Matratzenlagern.

Am Stripsenkopf sind

außerdem mehrere spannende

Übungsklettersteige eingerichtet

– wer etwas mehr Zeit hat, kann

hier sehr gut einen Trainingstag

einschieben.

4

Steinerne Rinne: Besonders

eindrucksvoll ist die

Durchsteigung der Steinernen

Rinne, eine der anregendsten

Touren in den Ostalpen. Klettersteigausrüstung

und vor allem

ein Helm gegen Steinschlag sind

empfehlenswert. Im 2.000 Meter

hoch gelegenen Ellmauer Tor,

das den Übergang auf die Südseite

markiert, bietet sich noch

der Abstecher auf den leicht

erreichbaren Gipfel der 2.192

Meter hohen Hinteren Goinger

Halt an. Das Ellmauer Tor ist

ein wunderbarer Rastplatz, mit

Felsbrocken durchsetzt und

sonnenbeschienen.

Gaudeamushütte: Sie liegt

auf der Südseite des Wilden

Kaisers in grünem Almgelände,

für Tagesausflügler schnell

erreichbar vom Großparkplatz

an der Wochenbrunner Alm. Die

DAV-Hütte der Sektion Main-

5 6

2 3 4 5 6

Spessart bietet 54 Schlafplätze,

die für Mitglieder zwischen 7 und

9 Euro, für Nichtmitglieder das

Doppelte kosten. Bei schönem

Wetter ist die große Terrasse

außerordentlich beliebt. Der

Blick schweift hoch zum Ellmauer

Tor und zur Ellmauer Halt und

zu den köstlichen Kuchen auf

den Tischen ringsum. Alternativ

lässt sich unterhalb des Ellmauer

Tores auch die höher gelegene

Gruttenhütte ansteuern, zu der

ein leichter Klettersteig (Jubiläumssteig)

führt.

Hintersteiner See: Das

Ziel der Tour ist der

glasklare Hintersteiner See, 900

Meter hoch gelegen in der Kaiser-

Gemeinde Scheffau. Er ist 36

Meter tief und lädt den müden

Wanderer zum Schwimmen ein.

Zwischen Parkplatz und Gasthof

findet sich am Ufer das öffentliche

Strandbad mit herrlichen

Liegewiesen. Eine Wohltat nach

dem sich hinziehenden Wilden-

Kaiser-Steig, der zwischen Gruttenhütte

und Steiner Hochalm

mit der bekannten Etappenstrecke

Adlerweg zusammenfällt.

Auf Du und Du mit

dem Wilden Kaiser

Schlemmen und schlummern:

Pension Guggital, Kiefersfelden (bei

Kufstein) mit mexikanischem Res taurant

Casa Loca, DZ ca. 30 €/Person

mit Frühstück, 83088 Kiefersfelden/

Mühlbach, Bergweg 8, Tel.: 0049/

(0)8033/1310, guggital@online.de,

www.guggital.net Gasthof Zum

Wilden Kaiser Scheffau (Blaiken, an

der Bushaltestelle), mit Restaurant,

DZ ca. 40 €/Person mit Frühstück, Am

Trattenbach 4 u. 5, 6351 Scheffau am

Wilden Kaiser, info@wilderkaiser.org,

www.wilderkaiser.org

Biohotel Stanglwirt Going, ab 100 €/

Person, Kaiserweg 1, 6353 Going/

Tirol, Tel.: 0043/(0)5358/2000,

Fax: 0043/(0)5358/200031, daheim@

stanglwirt.com, www.stanglwirt.com

Aktivhotel Hochfilzer, Dorf 33, Ellmau,

Tel.: 0043/(0)5358/2501, Fax: 0043/

(0)5358/3152, info@hotel-hochfilzer.

com, www.hotel-hochfilzer.com

Anschauen und entdecken: Tiroler

Bienenwelt, erstes österreichisches

Apitherapie-Kompetenzzentrum, Am

Berg 51, 6334 Schwoich, Tel.: 0043/

(0)664/1408040, www.tirolerbienenwelt.at

Festung Kufstein, historischer

Platz im Ortskern, Oberer Stadtplatz 6,

6330 Kufstein, Tel.: 0043/

(0)5372/62207, www.kufstein.com

Kneipp-Kuren nach Termin im

Kneipp-Ort Scheffau über TVB Wilder

Kaiser, Infobüro geöffnet wochentags

9–17.30 Uhr, Sa. 9–14 Uhr, So. 9-12

Uhr Dorf 28, 6351 Scheffau am Wilden

Kaiser, Tel.: 0043/(0)50509/310

Informieren und weiterlesen: Tourismusverband

Wilder Kaiser, Dorf 35,

6352 Ellmau, Tel.: 0043/(0)50509,

Fax: 0043/(0)50509/55, Mo.–Fr.

8–18.30 Uhr, www.wilderkaiser.info

Buch „Kaisergebirge“ von Markus

Stadler, Andrea Strauß und Andreas

Strauß, informative Texte zur Geschichte

des Gebirges und beeindruckende

Fotos, Bergverlag Rother,

ISBN-13: 978-3763370504, 36 Euro.

54

Spezial | 2017


Österreich

Kärnten

Auf nach

Kärnten!

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 3,3 Kiiometer

Dauer: ca. 3 Stunden

Steigung/Gefälle: je 221 Meter

Markierungen: „querfeldein“ keine

Markierungen; gute Orientierung

bieten die vielen hölzernen Zäune

Schwierigkeitsgrad: leicht

Beste Wanderzeit:

im Winter: November bis Februar,

im Sommer: Mai bis September

Start: Alpinhotel Pacheiner, Pölling

20, A-9520 Gerlitzen

Ziel: wie Start

Wegqualität: im Sommer Asphalt

oder Schotter mit wenig Steigungen

bei den Rundwanderwegen

Rundwanderwege mit herrlicher Aussicht

Alles auf der Gerlitzen

(Wander-)funke übergesprungen: Nicht umsonst heißt „Gerlitzen“ frei übersetzt „Gegend mit Feuerbränden“.

Alle kleinen und großen Gerlitzen-Rundwanderwege

bieten ein

traumhaftes Panorama über die

Julischen Alpen, die Karawanken

und die vielen Kärntner

Seen und verlaufen auf gemütlichen

Wanderwegen mit kurzen

An- und Abstiegen. Von der

Sternwarte 1 aus starten wir

nach Süden leicht abwärts in

Richtung Alpengasthof 2 .

Nach etwa 10 Minuten gemütlichen

Gehens (zunächst auf der

gespurten Piste) passieren wir

den Englischen Turm 3 (hier

lohnt ein kurzer Abstecher zum

„Fotopoint“ südwestlich vom

Englischen Turm für ein flottes

Erinnerungsfoto!), von dem aus

wir eine Weggabelung erreichen,

von der aus wir links abbiegen

und weiter der Beschilderung

beziehungsweise den

Fahnen des Wanderweges Nummer

34 folgen (Panoramaweg).

Diesem Weg folgen wir etwa

30 Minuten leicht bergabwärts.

Auf 1.710 Metern erreichen wir

beinahe den Asiatischen Garten,

biegen zuvor jedoch scharf links

ab in Richtung Felsenseen. Die

Schönfeldsiedlung passierend,

wandern wir nun über eine

kurze steilere Passage zu den

Felsenseen 4 und zur Noreia

Himmelsleiter 5 und weiter

dem Weg nach Norden folgend

zum Gipfel, wo wir schon das

Wetterkreuz 6 sehen (Achtung,

der Weg ist hier mäßig

steil mit einigem Geröll!). Von

der Schönfeldsiedlung bis zum

Wetterkreuz benötigen wir etwa

20 bis 30 Minuten. Von dort

aus folgt bis zum Gipfel und

damit zum Ausgangspunkt der

steilste Anstieg in Tiefschnee.

Ein schöner Aussichtspunkt mit

Bank unweit des Wetterkreuzes

entschädigt aber für die Mühen.

MIT ADLERN AUF AUGENHÖHE

Den Menschen Greifvögel näherbringen und ihnen Wissenswertes über die

einzigartigen Tiere vermitteln – das ist das Ziel des Falkners Franz Schüttelkopf.

„Seine“ Vögel werden nicht der freien Wildbahn entnommen, sondern

stammen zur Gänze aus Nachzuchten. In einer rund 40-minütigen Vorführung

erleben Zuschauer die frei am Himmel fliegenden Tiere im Aufwind

der berühmten Burg Landskron. Nach ihrem Flug kehren sie zu Schüttelkopf

zurück, der unmittelbar vor ihnen steht. Verhalten und Lebensgewohnheiten

der zum Teil bedrohten Tiere werden von dem leidenschaftlichen Falkner

ausführlich und mit vollem Körpereinsatz erläutert. Seit Gründung der Greifvogelwarte

im Jahr 1983 können Besucher neben dem Adler Franziska und

dem Raben Max – beide einzigartige Exemplare ihrer Gattung – Geier, Eulen,

Falken und Uhus quasi auf Augenhöhe erleben.

Spezial | 2017

55


Österreich

Kärnten

Anreisen und orientieren

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Deutschen Bahn (ICE) vier Direktverbindungen

täglich, z. B. umsteigefrei von Münster, Duisburg, Köln oder Frankfurt via Mannheim, Stuttgart,

Ulm und München. Einfache Fahrten nach Österreich bietet die Deutsche Bahn mit

dem Europa-Spezial ab 39 Euro an (2. Klasse, solange verfügbar). Kürzere Verbindungen –

z. B. von München nach St. Anton/Arlberg oder Bad Gastein ab 19 Euro. Mit der BahnCard

25 reduziert sich der Preis um 25 Prozent. Vor Ort: Fahrten mit regionalen Skibussen für

Skipassinhaber kostenlos. www.bahn.de/oesterreich

Mit dem Auto: Von München/Salzburg kommend: Auf der A 10, der Tauernautobahn, in

Richtung Villach (I, SLO). Letzte Ausfahrt vor dem Autobahnknoten Villach Ossiacher See.

Weiter auf der Bundesstraße Richtung Treffen, weiter Richtung Arriach. Über die Gerlitzengipfelstraße

(12 km) bis auf den Gipfel der Gerlitzen (Im Winter ist die Auffahrt bis 20.00

Uhr gesichert, Winterausrüstung und Schneeketten empfohlen). München–Gerlitzen: 330 km.

Orientieren: „Reiseführer Kärnten“ von Walter M. Weiss, Wanderführer im Taschenbuchformat,

mit Extra-Reisekarte zum Herausnehmen, 288 Seiten, ISBN-10: 3770173333,

16,99 Euro.

Tourenhöhepunkte

Spielwiese Schnee

1

Sternwarte (1.911 m):

Die wahrscheinlich überraschendste

Entdeckung ist die

größte privat betriebene Sternwarte

Österreichs auf dem Dach des

Hotels Pacheiner. Unter professioneller

Leitung erhalten Hotelgäste

Ausblicke in die Welt des

Sternenhimmels – oder schauen

tagsüber zum Großglockner, um

nachzusehen, was die Steinböcke

dort treiben.

Alpengasthof Pacheiner

2 (1.877 m): Seit 1928 ist der

Alpengasthof im Besitz der Pacheiners.

Hier kehren Wanderer auf

eine deftige Jause oder Kärntner

Krapfen ein. Der Gasthof wurde

1990 umgebaut und vergrößert.

Die hohe Qualität von Speisen und

Getränken blieb aber erhalten.

Englischer Turm (1.880 m)

3 und „Fotopoint“: Er ist

ein Relikt aus den 1950er Jahren,

als neben den Wintersportlern

das englische Militär den

Berggipfel nutzte. Heute ist

der kompakte Turm mit seinen

unzähligen Antennen und

Satellitenschüsseln ein charmanter

Hingucker direkt unterm

Gipfel. Nur wenige Meter entfernt

stellen sich Einzelperso nen oder

Gruppen vor dem „Foto point“ auf,

der ein Gipfel-Erinnerungsbild

erster Sahne schießt.

4

Felsenseen (1.760 m): Die

Gerlitzen ist umgeben von

kleinen Felsenseen. Wie ein Echo

zu den großen Seen in den Tälern

Kärntens (darunter der Ossiacher

See als drittgrößter See Kärntens

nordöstlich von Villach) liegen die

Felsenseen hoch oben und teils

versteckt am Wegesrand. Direkt

oberhalb der Felsenseen liegt eine

kleine Felsenkapelle als ein Ort

der Stille und Einkehr. Unweit der

Kapelle in Richtung Feuerberg finden

Kinder einen Naturspielplatz.

Noreia Himmelsleiter

5

(1.690 m): Die Naturheilerin

Erika Pichler hat die Himmelsleiter

mit sieben Stufen als

Ort der Reinigung und Stärkung

entworfen. Auf jeder Stufe können

die Energien bestimmter Almblumen

erspürt und solcherart alle

Stockwerke des Körperhauses

durchwandert werden.

Wetterkreuz (1.790 m):

6 Statt eines Gipfelkreuzes

steht auf der Gerlitzen ein

sogenanntes Wetterkreuz. Dieses

weist einen Bittspruch gegen

Blitz, Donner, Hagel und andere

Wetterkatastrophen auf. Das

ursprüngliche Wetterkreuz der

Bergeralm stand auf einem kleinen

Hügel einige 100 Meter unter

dem Almhüttendorf. Als beim Bau

des neuen Alpengasthofs knapp

vor dem Jahrtausendwechsel das

Wetterkreuz weichen musste,

wurde im Juni 2002 an der Grenze

zwischen Bergeralm und den

Besitzungen des Grafen Lodron,

römisch-katholischer Erzbischof

von Salzburg, das neue Wetterkreuz

errichtet.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6

ISON UND LOVEJOY

Gerlitzen-Tipps

im Überblick

Kärnten Tourismus, Völkermarkter

Ring 21–23, A-9020 Klagenfurt, Tel.:

+43/463/3000, www.kaernten.at,

www.anreise.kaernten.at

Unterkünfte/Buchungen: Tel: +43/

4242/42000, www.region-villach.at

Schlummern und schlemmen:

Alpinhotel Pacheiner, Pölling 20,

A-9520 Gerlitzen/Kärnten, Tel.:

+43/4248/2888, www.pacheiner.at

Café-Restaurant Burg Landskron,

A-9523 Landskron, Tel.:

+43/ 4242/41563, www.burglandskron.at,

von 9.30 bis 22 Uhr

geöffnet, Ruhezeiten bitte erfragen

Schneeschuhwandern: Gratis

geführte Wanderungen jeden

Montag und Mittwoch. Anmeldung:

unbedingt einen Tag vorher

bei Dietmar Schuss unter Tel.:

+43/664/143/9865. Nicht verpassen:

Gipfel-„Fotopoint“ für ein

Erinnerungsfoto mit Seltenheitswert,

www.gerlitzen.com

Anschauen und erleben: Greifvogelwarte

Landskron, Schlossbergweg

30, A-9523 Landskron/Kärnten,

Tel.: +43/4242/42888, www.

adlerarena.com, täglich von 10.30–16

Uhr geöffnet (Mai– Oktober), Eintrittspreis:

6,00 Euro (Kinder 5,00 Euro),

Modell- und Gleitschirmfliegen:

Passend zu idealen Wind- und Thermikverhältnissen

auf der Gerlitzen

gehören zum Pacheiner Hotel ein eigener

Werkstätten- und Abstellraum

für Modell- und Gleitschirmflieger.

Dass sich im vergangenen Jahr

am irdischen Himmel gleich

mehrere Kometen strahlend schön

inszenierten, ist ungewöhnlich. Im

November und Dezember waren es

„ISON“ und „Lovejoy“, die weltweit

Millionen in Staunen versetzten.

Mit 400 Kilometern pro Sekunde

raste Ison auf die Sonne zu. Doch

am sonnennächsten Punkt, in einem

Abstand von nur einer Million Kilometern

und bei Temperaturen von

über 1.500 Grad Celsius, zerbrach

er am 28. November und löste sich

auf. Das war Lovejoys Einsatz, der

bislang im Schatten von Ison gestanden

hatte: Er präsentierte sich uns

am frühen Morgen am Ost-Nordost-

Himmel in voller Pracht.

www.jahrhundertkomet.de

56 Spezial | 2017


Österreich

Wienerwald

Klassiker über den

Weinbergen

Typ: Rundwanderung

Länge: 17,5 km

Dauer: 4 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: 455 m

Höchster Punkt: 675 m

Niedrigster Punkt: 250 m

Beste Wanderzeit: März bis Juni

und September bis November

Start/Ziel: Pfarrkirche St. Michael,

Gumpoldskirchen

Wegequalität: Forstwege, Waldpfade

Wandern vor den Toren Wiens

Augen- und Gaumenschmaus

Weniger als 30 Kilometer von der Millionenstadt Wien entfernt, steigt der Rücken des

Anninger in Nord-Süd-Richtung sanft an. Drei Aussichtswarten sorgen für eine perfekte

Rundumsicht von dem fast durchwegs bewaldeten Kamm.

Start der Wanderung ist an der

Pfarrkirche St. Michael, deren

spitzer Turm weithin sichtbar über

den Dächern von Gumpoldskirchen

aufragt. Durch eine schmale Gasse

geht es nach Norden zum großen

Parkplatz am Ortsende und vorbei

am Weingut „Rotes Mäuerl“ zum

Richardhof, einem Golfplatz mit

Restaurant. Der gut ausgebaute

Obere Beethovenwanderweg führt

mit leichter Steigung und der blauweiß-blauen

Markierung folgend

zur Breiten Föhre 1 . Die Anningerstrecke

geht weiter über den

Berggasthof „Krauste Linde“ zum

Anninger Schutzhaus. Am Rand des

Forstweges findet man hier und

da noch Überreste der einstigen

Naturrodelbahn, die vom Anninger

Schutzhaus bis nach Mödling

führte. In den 1960er-Jahren wurde

sie aufgegeben und verwildert

seither. Ein kurzer, optionaler

Abstecher führt vom Anninger

Schutzhaus auf den zweithöchsten

Punkt des Anninger-Rückens, den

Eschenkogel mit der Jubiläumswarte.

Auch zum Hochanninger,

dem höchsten Punkt der Wanderung,

ist es nicht mehr weit: 15

Minuten in südlicher Richtung vom

Schutzhaus zweigt ein Weg nach

links in den Wald ab, der schließlich

steil hinauf zur Wilhelmswarte

2 führt. Weiter geht es Richtung

Süden über einen schmalen Pfad,

auf dem gefallene Baumstämme

das Fortkommen erschweren. Doch

bald trifft man wieder auf den breiten

Forstweg und die Wegweiser

bis zum Pfaffstättner Kogel mit der

Rudolf-Proksch-Hütte 3 . Der kurze

Aufstieg auf die Klesheimwarte

direkt über dem Hüttendach lohnt

sich. Nach einem kurzen, etwas

steileren Abstieg gelangt man

zur Einödhöhle 4 . Von dort führt

der Weg am oberen Ortsrand von

Einöde entlang und mündet bald in

den Oberen Beethovenwanderweg,

auf dem es in leichtem Auf und

Ab durch schattigen Laubwald

der Veiglhütte 5 entgegengeht.

Über die Hubertushütte und den

Kalvarienberg 6 kehrt man zurück

nach Gumpoldskirchen.

Biosphärenpar

Wienerwald

2005 verlieh die UNESCO dem

Wienerwald das Prädikat „Biosphärenpark“.

Damit ist der Wienerwald

eine Modellregion für nachhaltiges

Leben, Wirt schaften, Bilden und

Forschen geworden. Ziel des Parks

ist es, die biologische Vielfalt,

die wirtschaftliche und soziale

Entwicklung sowie den Erhalt von

Kultur gütern in Einklang zu bringen.

Das Besondere am Wienerwald ist

seine Nähe zur Großstadt Wien. Nirgendwo

sonst in Europa befindet sich

ein derartiger Park direkt am Rande

einer Millionenstadt. Außerdem gilt

der Wiener wald als größtes zusammenhängendes

Laubwaldgebiet

Mitteleuropas.

Weitere Infos unter: www.bpww.at

Spezial | 2017

57


Österreich

Wienerwald

Anreisen und orientieren

Mit dem Flugzeug: Vom Flughafen Wien-Schwechat mit S7 Richtung Floridsdorf bis Rennweg,

dann S9 Richtung Wiener Neustadt bis Gumpoldskirchen (80 Min.).

Mit Bus und Bahn: Von München via Salzburg nach Wien Westbahnhof, von dort U6 Richtung

Siebenhirten bis Philadelphiabrücke, dem beschilderten Fußweg zu den Gleisen Wien-Meidling

folgen (5 Min.). Mit S9 Richtung Wiener Neustadt bis Gumpoldskirchen (von Wien Westbahnhof

ca. 40 Min.).

Mit dem PKW: Über A8 Richtung Salzburg und weiter auf A1 Richtung Wien bis Knoten Steinhäusl.

Von dort auf A21 bis Heiligenkreuz/Gaaden, auf B11 bis Gaaden, dort Richtung Einöde

bis Pfaffstätten, dort links nach Gumpoldskirchen.

Orientieren: Wander- und Bikekarte 209 „Wienerwald“, Maßstab 1:50.000, Kompass

Verlag , ISBN 978-3-85491-419-8, 7,50 Euro. „Rother Wanderführer Wien – Wienerwald“,

Fritz Peterka, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4188-7, 14,90 Euro.

Tourenhöhepunkte

Auf dem Rücken des Entzückens

Breite Föhre (379 m): Leider

1

existiert das namengebende

Naturdenkmal nicht mehr. 1997

musste der etwa 450 Jahre alte

Baum aus Sicherheitsgründen

entfernt werden – er war bereits

seit neun Jahren abgestorben.

Ein Wegkreuz und eine Infotafel

markieren heute den sagenumwobenen

Platz, wo angeblich schon

Ludwig van Beethoven Inspiration

suchte.

Etappenprofil

1

Wilhelmswarte auf dem

Hochanninger (675 m): Der

runde Steinturm wurde 1887

vom Verein der Naturfreunde

in Mödling errichtet und nach

einem Förderer des Vereins, dem

Erz herzog Wilhelm, benannt. Der

Turm ist jederzeit zugänglich:

Über die hölzerne Wendeltreppe

im Inneren erreicht man den Aussichtspunkt

mit der informativen

Panoramatafel.

Rudolf-Proksch-Hütte am

Pfaffstättner Kogel (541 m):

Hier verwöhnt der Hüttenwirt

Wolfgang Zamazal gemeinsam mit

dem originellen Kellner Rudi die

Gäste mit Wildschwein-Delikatessen

und Knödelvariationen sowie

mit selbst gebrautem Hüttenbier

und köstlichen Natursäften. Für

die Kinder steht ein großer Spielplatz

mit „Flying Fox“ und einer

Kletterwand bereit.

2 3 4

2 3 4 5 6

Einödhöhle (370 m): Die Höhle

wurde 1925 erschlossen. Ihre

Gänge sind zwar finster, aber zu

kurz und zu übersichtlich, um sich

darin zu verlaufen.

Veiglhütte (400 m): Der

5

idyllische Ort inmitten von

Weinbergen über Gumpoldskirchen

lädt zum Verweilen und

Plaudern mit dem Hüttenwirt Fritz

Holocher ein. Unbedingt sollte man

die leckeren Brotaufstriche seiner

Frau Katja kosten!

Kalvarienberg (325 m): Mithilfe

von Bürgerspenden bau-

6

te die Gemeinde Gumpoldskirchen

in den Jahren 1856 bis 1860 die 14

Kreuzwegstationen, die über einen

teils steilen Weg durch Laub- und

Föhrenwald zu erreichen sind.

Ausgewählte Adressen

im Wienerwald

Hütten: Anninger Schutzhaus,

Am Anninger 2, 2531 Gaaden, Tel.:

+43/2236/23296, www.anningerhaus.at

Waldrast Krauste Linde, Anton Kralicek,

Am Anninger 1, 2531 Gaaden,

Tel.: +43/2236/860496 Rudolf-Proksch-Hütte

am Pfaffstättner Kogel,

Andreas Winter, 2511 Pfaffstätten,

Tel.: +43/664/9478187 Veiglhütte am

Beethovenwanderweg, Katja und

Fritz Holocher-Ertl, 2352 Gumpoldskirchen,

Tel.: +43/(0)699/17062026,

www.veigl-huette.at

Bäder: Römertherme Baden,

Brusattiplatz 4, 2500 Baden, Tel.:

+43/2252/45030, Fax: +43/2252/

45030-8304, www.roemertherme.

at Thermalbad Bad Vöslau,

Maital 2, 2540 Bad Vöslau, Tel.:

+43/2252/76266-0, www.thermalbadvoeslau.at

Kristalltherme Bad

Fischau, Hauptstraße 10, 2721 Bad

Fischau-Brunn, Tel.: +43/2639/2222,

www.fischauer-thermalbad.at

Sehenswert: Lainzer Tiergarten,

Besucherzentrum beim Lainzer

Tor, Hermesstraße, 1130 Wien, Tel.:

+43/1/4000-49200, www.lainzertiergarten.at

Zisterzienserabtei Stift

Heiligenkreuz, 2532 Heiligenkreuz 1,

täglich geöffnet, Tel.: +43/2258/8703,

Fax : +43/(0)2258/8703-114, www.

stift-heiligenkreuz.org

Karmelitinnenkloster Mayerling

(ehem. Jagdschloss von Kronprinz

Rudolf), Mayerling 3, 2534 Alland,

geöffnet April bis Oktober 9.00–17.30

Sa., So., Feiertag 9.00–17.00 Uhr,

Di.+Fr. 10.30–13.00 Uhr, Tel.:

+43/2258/2275, Fax : +43/2258/

2275-75, www.karmel- mayerling.org

Burg Liechtenstein, Am Hausberg

2, 2344 Maria Enzersdorf, geöffnet

März bis Oktober täglich 10.00–16.00

Uhr, bis 15. November täglich

10.00–15.00 Uhr, Dezember, Januar

und Februar nur nach Anmeldung,

Tel.: +43/650/6803901,

office@burgliechtenstein.eu,

www.burgliechtenstein.eu Seegrotte,

Grutschgasse 2a, 2371 Hinterbrühl,

geöffnet April bis Oktober täglich

9.00–17.00 Uhr, November bis März:

Montag bis Freitag 9.00–15.00 Samstag,

Sonntag und Feiertag 9.00–15.30

Uhr, Tel.: +43/2236/26364, Fax:

+43/2236/26364, www.seegrotte.at

Heurige: Meierei Füllenberg, Füllenberg

5, 2532 Heiligenkreuz, geöffnet

von Mittwoch bis Freitag 12.00–20.00

Uhr sowie Samstag, Sonn- und Feiertag

10.00–20.00 Uhr, Tel.: +43/2258/8244,

www.wienerwald.org/p_fuelln.htm

Wein- & Mostheuriger Zum Urhaus,

Hauptstraße 46, 2500 Sooss,

Tel.: +43/(0)2252/87192,

urhaus-brendinger@tmo.at

Information: Wienerwald Tourismus

GmbH, Hauptplatz 11, 3002

Purkersdorf, Tel.: +43/2231/62176,

Fax: +43/2231/65510, geöffnet

Mo. bis Do. 9.00–17.00 Uhr, Fr.

9.00–15.00 Uhr, www.wienerwald.info

58 Spezial | 2017


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Die Keb Kollektion hat die Funktionalität von Outdoor-Bekleidung mit ihrem strapazierfähigen Material

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Europa

© stock_colors/istockphoto.com

60

Spezial | 2017


Europa

Spezial | 2017

61


Europa

Spielplatz

zum Austoben

Wer wandern will, hat in Europa einen riesigen Spielplatz zum Austoben gefunden. Einmal die

Dolomiten erklimmen, Schwedens Königspfad erwandern, Mallorcas Unesco-Welterbe

erkunden. Und waren Sie eigentlich schon mal In Polen, Ungarn oder der Tschechischen

Republik? Auf dem ganzen Kontinent gibt es herrliche Routen, die erlaufen werden wollen!

Der wilde Norden bietet Natur pur: England mit seinen

weiten Tälern und den saftig grünen Wiesen und Skandinavien

mit den endlosen Wäldern und zahlreichen Seen.

Außerdem laden die skandinavischen Länder mit ihrer unberührten

Natur zu einem längerem Urlaub ein. Am besten ist man

mit dem Wohnmobil oder gleich mit Rucksack und Schlafsack

unterwegs, um sich einen der Fernwanderwege vorzunehmen.

Ruhe, Freiheit , Einsamkeit und unberührete Natur

gibt es gratis dazu. Perfekt also, um den Stress des

Arbeitsalltags hinter sich zu lassen.

Auch, wenn Europas Osten für viele Wanderer noch Neuland

ist, der Blick in unser Nachbarland Polen lohnt sich, denn

es gibt eine Fülle an Landschaften zu entdecken. Meistens

sogar abseits großer Touristenströme. Dazu reihen sich

Bulgarien mit seinen vielen Gebirgszügen und Höhlen

ebenso wie einer der jüngsten und kleinsten Staaten Europas –

Montenegro. Der einzige Fjord des Mittelmeers, schroffe

Küstengebirge, mediterranes Flair und die blau

glitzernde Adria: Die Region bietet unglaubliche

Vielfalt auf kleinstem Raum.

Ganz anders präsentiert

sich dafür der Süden mit

seinen endlosen Stränden

und zahlreichen Inseln.

Im Gegensatz zum Norden

locken hier Wanderungen durch

wüstenähnliche Landschaften,

Naturparks, Nationalparks und

Biosphärenreservate. Freundliche

Menschen, mildes

Klima, schöne Strände, eine

abwechslungsreiche Landschaft,

einzigartige Flora und Fauna,

lebendige Städte und einsame

Dörfer. Besonders lohnenswert

sind die kanarischen Inseln, die

sich im Lauf der letzten Jahre

als wahres Wanderparadies etabliert haben. Die

Inselgruppe besitzt ganzjährig milde Temperaturen und wird

deswegen auch gerne als Insel des ewigen Frühlings bezeichnet.

Es bleibt der Westen, unter

anderem mit Belgien, Frankreich,

Irland, Holland oder

England. Wandern bei Wind

und Wetter lässt es sich besonders

gut in Irland, Schottland und England.

Einheimische und Besucher lieben die

bekannten Wege mit ihren zahlreichen

Sehenswürdigkeiten und üppiger

Natur, den Mix aus Küste,

Bergen und historischen Stätten.

Sie wandern gern? Dann werden

Sie das andere Holland lieben!

Unzählige Wanderstrecken

führen durch die schönsten

Flecken der grünen Region.

Außerdem lassen sich über

lokale Wanderwege viele Städte und Dörfer erforschen.

Vielseitig, bunt und spannend präsentiert sich Europa –

ein Spielplatz zum Austoben für Jung und Alt!

© talitha_it/istockphoto.com

62

Spezial | 2017


Europa

Niederlande/Belgien

Wandern in zwei

Welten: das Geultal

Das Geultal ist ein Wanderparadies.

An Bächen und Felsen

entlang, durch Wiesen und Wälder,

vorbei an Mühlen und kleinen

Schlössern führen die Wege.

Verschiedene Rundwanderwege

zählen zur „Via Gulia“. Der Hauptweg,

56 Kilometer lang, beginnt an

der Quelle der Geul und endet an

ihrer Mündung in die Maas.

Typ: Rundwanderweg

Länge: 8 Kilometer

Dauer: ca. 2 Stunden

Markierung:

grün-weiß gestreiftes Schild

Höhenunterschied: ca. 120 Meter

Schwierigkeitsgrad: leicht

Höchster Punkt: 260 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start und Ziel: Platz St. Lambert in

Sippenaeken/Belgien

Wegqualität: festes Schuhwerk

erforderlich

Unterwegs im Geultal

Entlang der „Via Gulia“

Der abwechslungsreiche Rundwanderweg „Via Gulia“ führt

durch eine Landschaft, die gerne ihre Kleider wechselt: mal

hügelig mit grandiosem Weitblick, mal am Bach entlang auf

romantischen Wegen und dabei abwechselnd auf belgischen

oder niederländischen Pfaden.

Start ist der Platz vor der Kirche

St. Lambert im belgischen

Sippen aeken. Zunächst abwärts

an einem Friedhof und dann 200

Meter weiter an einer ehemaligen

Wassermühle vorbei, führt der

Weg direkt zu einem Campingplatz.

Nach der Holzbrücke über die

Geul knickt der Weg nach links

ab. Am Ende des Campingplatzes

verläuft die belgisch-niederländische

Grenze. Fast verborgen, hinter

einer Hecke, steht ein Grenzstein

1 . Parallel zur Geul leitet ein ausgetretener

Weg mit einer scharfen

Rechtskurve zu einer Gabelung

und dann rechts weiter zum Hoeve

Bervesj 2 . Kurz danach kommt

ein Drehkreuz. Vor dem nächsten

Drehkreuz befindet sich unterhalb

des leicht ansteigenden Weges die

Heimansgroeve (Heimansgrube) 3 .

Nach dem Drehkreuz windet sich

ein Trampelpfad bergauf quer über

die Wiese zum nächsten Drehkreuz

und endet weiter bergauf nach einem

weiteren Drehkreuz. Der Pfad

dahinter führt zu einer schmalen

Asphaltstraße. An der Gabelung

geht es links zum Weiler Camerig

4 . Alte Fachwerkhäuser mit roten

und blauen Fensterrahmen, die

inzwischen als Ferienwohnungen

dienen, säumen das Sträßlein. An

den Hauswänden oder an Bäumen

sind Wegkreuze zu sehen. Die

Straße biegt nach rechts, leicht

bergauf zu der Landstraße, die von

Vaals nach Epen führt. Nach ca. 20

Metern auf der Landstraße geht

der Weg – direkt am Verkehrsschild

„Sackstraße“ – links in einen

Feldweg hinein, der sich nach ca.

200 Metern rechts in den Wald

Vijlenerbos 5 hineinschlängelt.

Dieser Teilabschnitt, durch eng stehende

Fichten hindurch, wird auch

von Mountainbikern befahren, die

zuweilen nicht gerade langsam und

vorsichtig daherkommen. An der

Straße angekommen, verläuft die

Rundwanderung nochmals bergauf

entlang der Straße bis zu einem

Hinweisschild für einen Parkplatz,

der jedoch im Wald liegt. Hier

ist eine weitere „Via Gulia“-Tafel

aufgestellt. Der Weg links der Tafel

verläuft quer durch den Wald, bis

er an einer Straße endet. Auf der

anderen Straßenseite führt ein

schöner Hohlweg 6 bergab auf

eine Verkehrsstraße. Links, nach

ca. 10 Metern, beginnt der Feldweg,

der an Weidewiesen vorbei in

eine schmale Straße von Cottessen

Bekannt durch

hohen Besuch

Das Geultal in Südlimburg ist eine

der ältesten Touristenregionen

der Niederlande. Der Durchbruch

kam 1895 mit dem Besuch von

Königin Emma, die in dem damals

neu gebauten Valkenburger

Hotel Rooding mit ihrer Tochter

Wilhelmina ihre Ferien verbrachte.

Trotz Modernisierung sind der

Charakter des Palasthotels, erbaut

vom berühmten Amsterdamer

Architekten P.J.H. Cuypers, und die

zahlreichen Jugendstilelemente

erhalten geblieben.

Spezial | 2017

63


Europa

Niederlande/Belgien

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Gute Verbindungen gibt es vom Bahnhof Heerlen/ Niederlande zum

Bahnhof Valkenburg/Niederlande. Busverbindungen zu den einzelnen Dörfern sind ab Bahnhof

Valkenburg möglich.

Mit dem Pkw: Von Köln erreicht man das Geultal am schnellsten über die

A 4 nach Aachen. Hinter der Grenze führt die A 79 Richtung Maastricht. Die Ausfahrt „Knoopunt

Kunderberg-Simpelveld“ nehmen, auf der N 281 weiter, die in das Geultal hineinführt.

Orientieren: Wanderkarten „Via Gulia“ und „Sipatsierkaat – Zuid-Oost Limburg“, erhältlich bei

Touristinformation „Stichting Zuid-Limburg“,

www.vvvzuidlimburg.nl. Auch die Wanderführer „Wandern im Mergelland –

13 Rundwanderungen“ (Petra Vanderheiden-Berndt, Meyer & Meyer Verlag, 9,95 Euro) und „

Wandern in Südlimburg“ (Ursula Kremer, Isy Evy Zwolle, Meyer & Meyer Verlag, 9,95 Euro) enthalten

Wanderwege im Geultal.

mündet. Am Ende der Siedlung,

nach „Hoeve Termoere“, biegt die

Route links ab. Zuerst kommt ein

kurzer Pfad, anschließend führen

einfache Holzstufen zu einem Bach,

der die Niederlanden von Belgien

trennt. Quer gelegte Rundhölzer

dienen hier als Übergang. Am

belgischen Ufer ist der Campingplatz,

der bereits am Anfang des

Weges durchquert wurde. Nun

schlängelt sich die Route am

Haupthaus und Spielplatz vorbei,

in Richtung Golfplatz Mergelhof.

Unterhalb des Golfplatzes zieht

der Weg vorbei zur restaurierten

Wassermühle Terbruggen 7 . Von

hier ist der Startpunkt, die Kirche

von Sippenaeken, bereits wieder

zu sehen. Bis zu ihr verläuft die

Strecke dann nochmals an der

Straße entlang.

Tourenhöhepunkte

Von Sippenaeken nach Vijlenerbos

Grenzstein: Die Grenzsteine

1

sind Zeitzeugen der wechselvollen

Geschichte dieser Gegend,

bevor sich hier ein Europa der

offenen Grenzen entwickelte.

Spuren von Römern, Karolingern,

Franzosen, Spaniern, Österreichern,

Preußen und natürlich

Niederländern sind hier zu finden.

Hoeve Bervesj: Um den Hof

2

herum sind viele Streuobstwiesen

angelegt, die in der

Sommerzeit herrlich blühen.

Heimansgroeve: In dieser

3

Steingrube findet sich 300

Millionen Jahre altes Gestein.

Der Naturforscher Eli Heimans

hat dort 1911 Fossilien gefunden.

Gesteinsformationen aus der

Karbon-Zeit liegen hier frei. Die

Steingrube ist nicht mehr in

Betrieb. An dieser Stelle befindet

sich eine seismologische Station.

Camerig: Im Weiler Camerig

4

sind alte, sehr schön restaurierte

Fachwerkhäuser zu sehen,

die teilweise zu Ferienwohnungen

umgebaut wurden, mit Bauerngärten

und Obstwiesen hinter den

Hecken. Im Sommer „ertrinken“

die Fachwerkhäuser in ihrer

Blütenpracht.

Vijlenerbos: Am Waldrand

5

liegen herrliche Aussichtsplätze,

die einen weiten Blick über

die sanfte Hügellandschaft bis

nach Belgien hinein erlauben.

Hohlweg: Der Hohlweg nach

6

Cottessen entstand im Lauf

der Jahrhunderte. Fuhrwerke,

Viehherden und abfließendes

Regenwasser formten diesen

schluchtartigen, tiefen Weg.

Wassermühle Terbruggen:

7

Die Mühle, erbaut um 1801,

ist die einzige Wassermühle,

die im belgischen Geultal noch

erhalten ist. Sowohl Mehlraum als

auch Mahlkammer und Speicher

mit Sackaufzug können besichtigt

werden. Bis 1984 wurden

hier Gersten- und Hafermehl zur

Fütterung von Schweinen und

Jungvieh hergestellt.

Etappenprofil 1

2 3 4 5 6 7

Am Wegesrand

Schlemmen und Schlummern:

Auberge Le Barbeau, Place Saint

Lambert 6, 4851 Sippenaeken, Belgien,

Tel.: 0032/87786950, www.barbeau.

be, Wanderlokal mit ausgezeichneter

regionaler Küche. De Pannekoekenmolen,

Molenweg 2a, 6172 JN Gulpen,

Niederlande, Tel.: 0031/434503963,

www.depannekoekenmolen.nl,

köst liche Pfannkuchen, alte Wassermühle

zu besichtigen. De Smidse,

Hotel mit Ferienwohnungen,

Wanderrestaurant, Molenweg 9,

6285 NJ Epen, Niederlande, Tel.:

0031/434551253 www.smidse.nl,

empfehlenswert das Wanderer gericht

„Val dieu kaasje“. Gene Zijde,

Ferienwohnungen und Campingplatz,

Camerig 3, 6294 NA Vijlen, Niederlande,

Tel.: 0031/434551724 www.

vakantiegenezijde.nl Hotel Tummers,

Statiosstraat 21, 6301 EZ Valkenburg

a/d Geul, Nieder lande, Tel.: 0031/

436013741, www. hoteltummers.nl

Parkhotel Valkenburg, Neerhem 68,

6301 CJ Valkenburg a/d Geul, Niederlande,

Tel.: 0031/436013241, www.

parkhotelvalkenburg.nl, ehemaliges

Palasthotel in Jugendstil-Atmosphäre.

Anschauen und Entdecken: Eyneburg

ist eines der schönsten Bauwerke

im belgischen Geultal. Anfahrt

über Aachen, Kelmis. Emmaburger

Weg, 26, 4728 Hergenrath, Belgien,

www.burgcafe.de.tl Kasteeltuin

Oud Valkenburg, Oud Valkenburg/

Schin op Geul, Tel.: 0031/41/4592329,

www.kasteeltuinoudvalkenburg.nl,

April bis Oktober, schöne traditionell

bepflanzte Gartenanlage.

Informieren und Fragen:

Touristinformation Stichting

VVV Zuid-Limburg, Th. Dorrenplein

5, 6300 AV Valken burg a/d Geul,

Niederlande, Tel.: 0031/436098500,

www. vvvzuidlimburg.nl Verkehrsamt

der belgischen Ostkantone,

4780 St. Vith, Belgien, Tel.:

0032/80227664, www.eastbelgium.

com Göhltalmuseum, Maxstraße

9, 4721 Kelmis/ Belgien, Tel.:

0032/87657504, www.kelmis.be

Wanderführer: Wanderkarte „Via

Gulia“ und Wanderkarte „Sipatsierkaat

– Zuid-Oost Limburg“ erhältlich

bei Touristinformation „Stichting

Zuid-Limburg“, Göhltal museum

in Kelmis oder Verkehrsamt der

belgischen Ostkantone.

64 Spezial | 2017


Europa

Polen

Auf drei Kronen

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 5,6 Kilometer

Dauer: ca. 4 Std. (mit Pausen)

Markierung: teils blaue Markierung

Schwierigkeitsgrad: mittel;

Tritt sicherheit und eine feste Sohle

sind erforderlich

Höhendifferenz: 509 Meter,

von 473 bis 982 Meter

Beste Wanderzeit: April–September

Start: Sromowce Wyzne

Ziel: Szczawnica

Wegqualität: gut begehbare

Waldwege sowie Schotter, Steinund

Felstreppen

Entdeckungstour in den Pieninen

Klein, aber sehr lebendig

Das Massiv der Pieninen liegt im südöstlichen Polen und erstreckt sich hinüber in die Slowakei, es ist der kleinste

Bergstrang der Karpaten. Der Pieninen-Nationalpark umfasst winzige 2,5 Hektar. Seine Tierwelt ist mit etwa 15.000

Arten umso reicher (etwa die Hälfte der gesamten polnischen Fauna). Der höchste und gleichzeitig bekannteste Gipfel

ist Trzy Korony (Drei Kronen, 982 m).

Zunächst führt der Weg ziemlich

steil bergauf an weiten

Wiesenhängen vorbei. An einer

Abzweigung – jeder Wanderer

passiert diese Stelle – verkauft

eine Bäuerin in einer Holzhütte 1

selbstgemachten Käse (Oscypek),

eine regionale Spezialität, die nur

in der Tatra- und Beskidenregion

hergestellt wird. Er besteht aus

Schafsmilch mit einem Anteil

Kuhmilch und wird geräuchert.

Am Przelecz Szopka (Pass) können

wir das Massiv der Hohen Tatra

sehen. Wenig später führt ein

breiter Weg auf einen Bergkamm.

Bald verengt dieser sich zu einem

schmalen Pfad, der auf dem

Kamm entlangführt. Der Weg ist

immer wieder mit schwierigeren

Abschnitten gespickt (an der Grenze

zur Kletterei). Hinzu kommt,

dass die Abbruchkanten oftmals

nicht gesichert sind. Deshalb

sollten diesen Weg nur trittsichere

Wanderer begehen. Vom

Przelecz-Szopka-Aussichtspunkt

2 können wir erneut ins Tal

des Dunajec herabblicken. Nach

zweistündigem Aufstieg stehen

wir am Kassenhäuschen auf dem

Gipfel des Drei-Kronen-Bergs 3

(Trzy Korony). Zum Betreten der

Aussichtsplattform 4 auf dem

Gipfel entrichten wir eine kleine

Gebühr. Über einen langen stählernen

Gang – getrennt für Auf- und

Absteigende – erreichen wir nach

wenigen Minuten den Gipfel. Auf

der Aussichtskanzel (982 m) drängen

sich die Besucher, so dass der

Aufenthalt dort mit dem an einem

Gipfelkreuz nicht vergleichbar ist

– obwohl er alle Mühen lohnt. Der

Fluss Dunajec mit seinen unzähligen

Flößen und Booten ist hier gut

zu erkennen, genauso wie das Rote

Kloster. Eine Legende berichtet,

dass Bruder Cyprianus vom Roten

Kloster aus mit einer Flugmaschine

über den Drei-Kronen-Berg

flog und anschließend in der

Hohen Tatra am Fischsee (Bergsee

Morskie Oko) abstürzte –

sozusagen der Ikarus Polens. Auf

dem Rückweg folgen wir dem blau

markierten Wanderweg, der einige

steile Passagen bereithält. Hier

empfehlen sich Wanderstöcke, insbesondere

bei einem recht langen

Abschnitt über wurzeligen Boden.

An der Polana Ligarki 5 ,

einer beschaulichen Lichtung,

bietet sich eine kleine Pausenzeit

an. Am Ende winkt uns wieder die

freundliche Bäuerin zu, und wir

lassen uns genüsslich ein Stück

Käse schmecken.

Spezial | 2017

65


Europa

Polen

Anreisen und orientieren

Mit dem Flugzeug: Air Berlin fliegt bis zu dreimal täglich von Berlin nach

Krakau mit Umsteigeverbindungen zu zahlreichen anderen deutschen

Flughäfen – www.airberlin.com

Mit der Bahn: Das direkte Anreisen mit der Bahn ist von Deutschland und

Österreich leider nicht möglich. Es gibt aber einen IC-Bus – www.bahn.de

Mit dem Bus: Zahlreiche Busunternehmen bieten Anreisemöglichkeiten nach

Polen von Deutschland und Österreich mit dem Omnibus an, z. B. Sindbad,

Eurolines oder das Low-Cost-Unternehmen PolskiBus – www.polskibus.com

Mit dem Pkw: Auf der A4 über Breslau Richtung Krakau.

Orientieren: In Polen profitieren Wanderer (noch) von günstigen Preisen

bei Hotels und Verkehrsmitteln. Regionalkarte der Woiwodschaft Kleinpolen

(Malopolskie-Region) am besten vor Ort besorgen.

Top-Lesetipp: „Gebrauchsanweisung für Polen“ von Radek Knapp, Piper Verlag,

153 Seiten, 6. Auflage, ISBN 978-3-492-27536-1, 12,99 Euro.

Tourenhöhepunkte

Gipfel-Geschwister

1

Holzhütte der Bäuerin:

Am offenen Feuer wird hier

himmlisch leckerer Ziegen- und

Schafskäse geräuchert – diese

Bäuerin (und ihrer Familie) sollte

man nicht links liegen lassen.

Przelecz-Szopka-

2 Aussichtspunkt: Die fünf

steilen Erhebungen auf der

Südseite, die zusammen wie eine

Krone anmuten, sind von hier aus

besonders gut zu sehen. Die drei

auffälligsten „Zacken“ tragen Frauennamen

– „Große Katharina“

(Mitte), „Dicke Barbara“ (rechts)

und „Zauselige Maria“ (links).

Gipfel Drei-Kronen-Berg:

3 Mit 982 Metern markieren

die im Nationalpark gelegenen

Trzy Korony (Drei Kronen) die

höchste Erhebung des Gebirges.

4

Aussichtsplattform: Auf

der Okraglica („Große

Katharina“), dem höchsten Gipfel

der fünf Felsspitzen des Bergmassivs,

befindet sich eine Aussichtsplattform,

von der aus sich ein

wunderschönes Panorama bis in

die Slowakei eröffnet.

5

Lichtung Polana Ligarki:

Die kleine Lichtung inmitten

eines wilden Tannen-Fichten-

Areals befindet sich auf 730 Meter

Höhe. Eine kleine Rast bietet

sich hier an, da der nun folgende

Abstieg recht unwegsam ist.

© atosf/istockphoto.com

Der Apollofalter ist das Wahrzeichen des Pieninen-Nationalparks.

Etappenprofil

1

2 3 4 5

Kuren & „Flößen“

in Polen

Informieren:

Polnisches Fremdenverkehrsamt

Hohenzollerndamm 151,

14199 Berlin,

Tel.: 030/210092-0,

Fax: 030/210092-14,

www.polen.travel/de

Schlemmen und schlummern:

In Szczawnica besuchten wir mit

Kinga Cierniak aus der Marketingabteilung

von Thermaleo (www.

thermaleo.pl) unter anderem das

Café Helenka (www.cafe-helenka.pl),

die Trinkhalle, das wiederaufgebaute

Kurtheater (Dworek Goscinny,

www.uzdrowiskoszczawnica.pl). Dort

trafen wir uns mit Christophe Mankowski,

der zusammen mit seinen

Geschwistern Helena und Nicolas

das Unternehmen Thermaleo leitet.

Thermaleo ist auch Hauptaktionär

der Kurgesellschaft Uzdrowisko

Szczawnica (www.uzdrowiskoszczawnica.pl).

Im Le Restaurant des

5-Sterne-Hotels Modrzewie Park

(www.mparkhotel.pl) bekochte

uns aufs Feinste Lukasz Opyd.

Im Hotel Kinga (www.kingahotel.

com) in Czorstyn trafen wir den

Besitzer, Herrn Ashok Kumar Singh.

Hier warten Ayurveda-Kuren wie

das Panchakarma – ein anderer, sehr

gesunder Kosmos.

Erleben: Eine Floßfahrt auf dem

Dunajec: Tel.: 0048/18/2629721,

www.flisacy.com.pl, Fahrten von

April bis Oktober ab 9.00 Uhr.

66 Spezial | 2017


Europa

Mallorca

Serra de Tramuntana

Typ: Streckenwanderung

Länge: 11,8 km

Dauer: ca. vier Stunden

Markierung: GR 221, Finca Publica

Planícia, wegen Wegsperrung Umweg

nach Angabe bzw. roten & grünen

Markierungen

Schwierigkeit: leicht

Steigung/Gefälle: 300 m

Höchster Punkt: 450 m

Beste Wanderzeit: Frühjahr/Herbst

Start: Ortsausgang Estellencs Richtung

Banyalbufar

Ziel: Kirchplatz Banyalbufar

Wegequalität: gut, festes Schuhwerk

Von Estellencs nach Banyalbufar

Auf schönen Umwegen zum Ziel

Hier ist schon mal Spürsinn gefragt wegen einer Sperrung. Aber dafür geht es durch die

unberührte Natur Mallorcas mit herrlichen Ausblicken über Land und Meer.

Text und Foto: F. Brauneck

In Estellencs S der Straße Richtung

Banyalbufar folgen, am Ortsausgang

bei Kilometer 93,9 in der

Rechtskurve links den kleinen Weg

abwärts, nach Schildern Gran Ruta

(GR) 221 Banyalbufar. Weg durch

Gärten und Felder, führt nach 10

Minuten wieder auf die Straße nach

Banyalbufar, dieser ca. 10 Minuten

folgen. Dann rechts ab GR 221 auf

kleinen Fahrweg bergan, über Finca

Son Serralta 1 . Hinweisschild „Wegsperrung“

nach 3,5 km ignorieren.

Später ist ein Umweg notwendig.

Weiter auf der GR 221 über Privatbesitz

(Rücksichtnahme erbeten!),

an deren Grundstücksgrenze beginnt

Finca Publica de Planícia (öffentliches

Land). Weiter Schildern GR 221

und grünen Schildern „Camí de les

cases de Planícia 1“ folgen durch

Pinien- und Steineichenwälder 2 .

GR geradeaus bergab – hier verlassen

wegen der Sperrung in einiger

Entfernung, stattdessen rechts

auf der Teerstraße halten und den

weißen rechteckigen Schildern

der öffentlichen Wege von Planícia

folgen. Grünes Schild „Font de s’Obi

2“ ignorieren (Abstecher nach Cases

Planícia), weiter geradeaus über

Schotterweg auf die Berge zu, durch

Ölbäume und Wiesen, das Meer im

Rücken. Grünes Schild „Aljub des

Crisitans 3“ ignorieren (Rundtour).

In weiten Serpentinen hoch bis

Gehöft von Planícia – keine Bewirtung,

aber Picknickplatz einige Meter

weiter bei Casa de ses Collidores

3 . Weiter dem Fahrweg folgen.

Nach 200 Metern rechts schmalen

Pfad hoch, der links und rechts mit

roter Farbe markiert ist (Steine),

geradeaus geht es zur gesperrten

Finca Es Rafal. Durch Steineichenwald,

vorbei an einem kreisrunden

Köhlerplatz 4 zur Rechten. Direkt

dahinter links über eingebrochene

Mauer klettern. Leider fehlt die

Stiege. Etwas abwärts über einen

schmalen Pfad. Nach 10 Minuten

über eine eingebrochene Mauer

wieder berganklettern – inoffizielle

Umleitung. Rote Farbkleckse oder

Pfeile auf Steinen und Felsen helfen

bei der Orientierung. Weiter durch

dichten Steineichenwald. Immer

wieder schöne Ausblicke auf

Meer und Steilküste. Am nächsten

Abzweig rechts halten, nicht links

über den breiten Pfad abwärts.

Weg führt zunächst eben durch

Steineichenwälder, dann durch

junge Pinien wieder Richtung Meer.

Orientierungshilfe: links Finca

Maracanda. Weiter ungeteertem

Trotz guter Beschilderung ist

eine Wanderkarte wichtig.

© wanderlust

Spezial | 2017

67


Europa

Mallorca

Anreisen und orientieren

Mit dem Flugzeug: Direktflüge nach Palma de Mallorca.

Mit der Fähre: Nach Palma oder Alcúdia von Barcelona, mit oder ohne Pkw,

www.trasmediterranea.es, www.balearia.com

Mietwagen: Am Flughafen, von Deutschland aus reservieren.

Anfahrt Tramuntana über Autobahn Andratx oder über Esporles. In den

Bergen teilweise sehr kurvige kleine Straßen. Medikamente gegen Übelkeit

nicht vergessen!

Informationen: Fremdenverkehrsbüro der Balearen, www.illesbalears.es

Wanderführer Mallorca Tramuntana Sud 1: 25.000, Editorial Alpina SL,

ISBN 978-8090-385-1 span.-deutsch von 2011, 12 Euro. Lluis Vallcaneras:

20 Wanderungen in den Bergen Mallorcas, Hrsg. Gorg Blau, ISBN 84-922372-8-7,

2004, nur vor Ort erhältlich. Rother Wanderführer Mallorca, 1:50.000,

1:75.000 und Höhenprofile, ISBN 978-3-7633-4122-1, 2012, 14,90 Euro.

Fahrweg geradeaus folgen. Rechts

Finca S’Arbossar – geradeaus weiter

durch hohe Pinien, links vom Fahrweg

geht es abwärts.

10 Minuten später durch grünes

Metalltor weiter über Fahrweg –

eine Viertelstunde später an einer

T-Kreuzung wieder auf der GR 221

(Camí des Correu – Alter Postweg)

5 von Esporles nach Banyalbufar.

Hinter zwei Torpfosten aus Stein

links halten auf GR 221 Banyalbufar,

Restzeit ca. 25 Minuten. Über

geteerten Weg mit Blick auf Meer,

Gärten und Terrassen von Banyalbufar,

an dessen Kirchplatz das

Ziel erreicht ist Z . Die Rückfahrt

von dort ist mit dem öffentlichen

Nahverkehr möglich.

Tourhöhepunkte Tramuntana

Mal anders: Mallorcas wilde Seite

Finca Son Serralta: Die GR

1

221 führt direkt über diesen

privaten Besitz am Herrenhaus

vorbei. Sehr schönes typisches

Anwesen mit Natursteinfassade

und Blöcken aus Santanyí-Stein für

Ecken und Fenstereinfassungen.

Finca Publica Planícia: Hier

2

wird die Abweichung von der

GR 221 notwendig, weil die Finca

Es Rafal zurzeit gesperrt ist. Das

Areal wurde von der Balearenregierung

gekauft und ist somit

öffentliches Land. Dementsprechend

wurden Rundwanderwege

ausgearbeitet und Picknickplätze

geschaffen. Was aus dem Gehöft

Planícia werden soll, ist jedoch

bisher noch unklar.

Casa de ses Collidores:

3

Herrlicher Picknickplatz

im Schatten der Bäume mit Blick

auf den S’Esclop, den Bergrücken

nahe der Küste mit 928 Metern

Höhe und links davon den Puig de

Galatzó mit 1.027 Metern Höhe.

Köhlerplatz: Reste eines

4

kreisrunden Meilers zur

Gewinnung von Holzkohle.

Verwendet wurde Holz aus circa

fünf Hektar großen Arealen der

Grundbesitzer, die im Sinne der

Wiederaufforstung nur alle sieben

Jahre genutzt werden sollten.

Alter Postweg Camí des

5

Correu: Das teils mittelalterliche

Wegenetz wurde von Soldaten,

Fischern, Pilgern, Hirten und eben

auch für die Post genutzt. Einige

Pfade wurden zu schönen Wanderwegen

ausgebaut. Hier sind wir

wieder zurück auf dem Weg GR 221.

Banyalbufar: Das Dorf ist

Z

besonders bekannt für seine

Terrassen, auf denen Wein, Obst

und Oliven angebaut werden.

Teilweise sind hier bis zu 70

Einheiten übereinander angelegt,

und selbst die von den Mauren

angelegte Bewässerung funktioniert

noch heute.

Etappenprofil 1

2 3 4 5

© wanderlust

Uralt: Terrassen bei Banyalbufar

mit Wein und Obst.

Infos für Genießer

und Entdecker

Schlemmen und schlummern:

Restaurant 1661 Cuina de Banyalbufar,

Calle Baronia 1–3, 07191

Banyalbufar, Tel.: 0034/(0)971/618245,

Mo.–So. 10–24 Uhr Finca Son Mico,

zwischen Deià und Sóller, ganzjährig

geöffnet, vier Fremdenz., 100 Euro

pro Nacht, Tel.: 0034/(0)971/634271,

son.mico@hotmail.com Hotel Can

Xim und Restaurant Es Traffic, Pla.

Ajuntament,7, 07170 Alaró, Tel.: 0034/

(0)971/879117, www.canxim.com Hotel

Petit, Camp Roig 43, 07340 Alaró,

Üb. mit Frühstück 110 Euro, Tel.: 0034/

(0)971/518751, www.petithotelala ro.

es Gasthof Es Verger, Camí des

Castell 143, 07340 Alaró, Tel.: 0034/

(0)971/182126, Mo. geschlossen Hotel

Maristel, Eusebio Pascual 10, 07192

Estellencs, Tel.: 0034/(0)971/618550,

www.hotelmaristel.com Fundación

S’Olivar von Joan Carrero am

Ortsausgang von Estellencs, Fremdenzimmer,

neue Website in Arbeit, http://

olivar.pangea.org/castellano/INDEX.html

Hotel Juma, Placa Major 9, Pollença,

direkt am Marktplatz mit Bars und

Cafés, Tel.: 0034/(0)971/535002, www.

pollensahotels.com/de

Informieren: Alle Informationen

rund um Mallorca: Agència de Turismo

de les Illes Balears (ATB), Carrer

Rita Levi s/n, 07121 Palma, Tel.: 0034/

(0)971/177210 www.illesbalears.travel

Geführte Wanderreisen: Wikinger

Reisen, Kölner Str. 20, 58135 Hagen, Tel.:

0049/(0)2331/9046, www.wikinger-reisen.de

Öffentlicher Nahverkehr: www.

consorcidetransports.org/web/ctm

Besichtigen – erwandern: In Pollença

hoch zum Puig de Maria, einem Kloster

aus dem 14. Jahrhundert mit Blick auf

die Bucht von Pollença, Cap Formentor

bis nach Alcudia. Etwa 50 Minuten

Anstieg, festes Schuhwerk erforderlich!

Camí de Castelló von Deià nach

Sóller, ein Teilstück der GR 221

oberhalb von Llucalcari mit einem Stopp

auf der Finca Son Mico. Und natürlich

ist Palma unbedingt einen Besuch wert:

Altstadt, Kathedrale, Hafen, Museum

Es Baluard mit moderner Kunst – viele

kleine Geschäfte und tolle Restaurants.

Viele Boutiquen sind über Mittag geschlossen!

Tapas und Spezialitäten im

La Boveda, längst eine Institution, daher

Reservierung empfohlen: Calle Boteria

3, Llothja, Tel.: 0034/(0)971/714863, So.

geschlossen. Oder moderner bei Tast

Avenidas nahe Plaza España, Tel.: 0034/

(0)971/101540, So. geschlossen

68

Spezial | 2017


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optimal an den Fuß und die Wade an. Gleichzeitig

vermeidet die Mittelfuß-Komfortzone

mögliche Druckstellen. Die ebenfalls in Form

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schützt diese besonders beanspruchte

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Stadtwanderungen

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70

Spezial | 2017

Stadt


wanderungen


Stadtwanderungen

Im Großstadtdschungel

Städte haben viel mehr zu bieten als reines Shoppingserlebnis. Sie laden zu spannenden,

abwechslungsreichen Entdeckungsreisen ein mit Burgen, Schlössern, Museen, Grünanlagen

und Tierparks. Der ganz besondere Mix aus Kultur, Kulinarik, Natur und Stadtgeschichte

kommt an und lockt Jung und Alt regelmäßig auf den Asphalt. Unser Fazit: Städte lassen

sich bestens erwandern.

Zum Wandern muss man nicht immer raus in die Natur

gehen oder Höchstleistungen erbringen – Stadtwandern

ist eine tolle Alternative! Vor allem bieten die meisten

Metropolen nicht nur jede Menge kulturelle Highlights,

wer in der Stadt unterwegs ist, trifft auf pralles

Leben, Kuriositäten, inspirierende Begegnungen

und spannende Gegensätze. Wer die Vielfalt

erleben und spüren will, muss an Orte,

wo er vielleicht noch nie zuvor war. Und

er muss die Stadt erlaufen. Nur so lässt sich

das Spannende einer wachsenden Großstadt

intensiv mit allen Sinnen erleben.

Egal, ob man auf der Suche nach

unberührter Natur oder historischen

Bauten ist – für jeden Geschmack

gibt es die passende Strecke.

zu lernen, ihre vielen Gesichter zu erleben und sich

an unterirdische Orte führen zu lassen, die noch unbekannt

sind und auf neugierige Entdecker warten. Nur, wer eine Stadt

zu Fuß „erwandert“ hat, wird neben den vielen großen

Sehenswürdigkeiten auch in den Genuss des hiesigen

Lebensgefühls und der besonderen Atmosphäre kommen.

Einmal die Stadt der Liebe zu Fuß entdecken, Wiener Luft

atmen, der ewigen Stadt auf der Spur sein oder durch die

Stadt der Liebe flanieren, der nördlichsten Stadt Italiens

einen Besuch abstatten, in die goldene Stadt eintauchen, sich

durch die Kanäle der „Heiteren“ treiben lassen,

die verbotene Stadt kennen lernen, „das

Silbertässchen“, die Stadt der 72

Nationen, „die Unbesiegbare“ oder

die „Heilige Stadt“ entdecken?

Das Schöne am Stadtwandern? Wenn

die Füße brennen und man sich

nach einer Auszeit sehnt, gemütliche

Cafés und Restaurants laden an fast

jeder Ecke zum Rasten ein. Oder

man tankt in einem der Parks und

Grünanlagen bei einem Picknick neue

Kraft. Kulturbegeisterte kommen ebenso

wie Abenteuerlustige oder Erholungsuchende auf ihre Rechnung.

Der eine wandert bevorzugt in Gesellschaft, andere

wiederum suchen Alleine das Abenteuer. Egal, für welche

Variante man sich entscheidet, wanderm ist ein gutes Mittel, die

verstecktesten und weniger bekannten Ecken einer Stadt kennen

Haben Sie alle Städte erkannt?

Die wanderlust-Redakteure und

Redakteurinnen waren für in

vielen europäischen und deutschen

Metropolen, aber auch in beschaulichen

und faszinierenden kleineren

Städten unterwegs, haben sich durch die Straßen

treiben lassen, die Kultur und Geschichte und die

versteckten Sehenswürdigkeiten abseits der ausgetretenen Pfade

aufgespürt, die eine Stadtwanderung so besonders machen.

Besonders beliebt bei Ihnen unseren Lesern waren

Weimar, Düsseldorf, Lübeck und Nürnberg. Wer eine

dieser Stadttouren nachwandern will: bitteschön ...

© MichikoDesign /istockphoto.com

72

Spezial | 2017


Stadtwanderungen

Düsseldorf


Grüne Oasen

Düsseldorf ist bei vielen hauptsächlich

durch die „Kö“ und die

Altstadt bekannt. Die Stadt hat

allerdings auch einiges für den

Naturfreund zu bieten. Neben den

Rheinauen bieten viele Parks und

Grünanlagen am und rund um den

Rhein die Möglichkeit, zu entspannen

und Natur zu erleben. Neben

dem Hofgarten sind auch der

Lantz’sche Park, der Schlossgarten

und der Nordpark mit dem Japanischen

Park und dem Aquazoo

einen Abstecher wert.

Typ: Rundwanderweg

Länge: 9,5 km

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: einfach

Höchster Punkt: 50 Meter

Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Rheinturm (Niederflurbuslinien

725, 726, 809, NE8)

Wegequalität: Asphalt, Wiese

Düsseldorf rund um Hafen und Altstadt

Landeshauptstadt am Rhein

Viel Luft, breite Straßen und grüne Oasen zum Atmen. In der Hauptstadt des Landes NRW wird dem Besucher

Moderne, Tradition und Natur auf kleinem Raum geboten. Heinrich Heines Geburtsstadt bietet zudem Kunst und

Literatur für jedermann.

Ausgehend vom Rheinturm 1 geht

es an den Rhein und von dort aus

über die Stromstraße vorbei am

Yachthafen in den Medienhafen 2 .

Dann der Straße Am Handelshafen

folgen, rechts in die Franziusstraße

und anschließend rechts in die

Speditionstraße einbiegen. Im

Anschluss am Hyatt rechts über die

Brücke und danach wieder links in

die Stromstraße, dieser am Rhein

folgen bis zum Aufgang zur Rheinkniebrücke

3 , die Brücke überqueren

und auf der anderen Rheinseite

wieder verlassen. Am anderen

Ufer durch die Rheinauen 4 bis

zur Oberkasseler Brücke. Über die

Brücke zurück auf die Altstadtseite.

Die Brücke verlassen und rechts

auf die Fritz-Roeber-Straße einbiegen,

dann rechts auf das Joseph-

Beuys-Ufer, vorbei an der Tonhalle

5 und dem Ehrenhof rechts in die

Inselstraße. Die erste Möglichkeit

rechts in den Hofgarten 6 , diesen

einmal durchqueren (dabei einmal

über die Maximilian-Weyhe-Allee

weiter durch den Hofgarten und

diesen über die Opernpassage an

der Deutschen Oper am Rhein 7

verlassen, die Heinrich-Heine-Allee

überqueren, in die Mühlenstraße,

vorbei an der Kunstsammlung

NRW und der Kunsthalle Düsseldorf

8 , hinter der Kunsthalle links

in die Hunsrückenstraße, vorbei

am Kom(m)ödchen, dem Porträt

von Mutter Ey und der Andreaskirche,

rechts in die Bolkerstraße zum

Geburtshaus von Heinrich Heine

in der Bolkerstraße 54 9 , rechts in

die Mertensgasse und im Anschluss

links in die Kurze Straße, von dort

aus zum Burgplatz 10 mit dem

Schlossturm, dem Stadterhebungsmonument

und dem Radschlägerbrunnen,

über die Marktstraße

vorbei am Rathaus und dem

Jan-Wellem-Denkmal zur Brauerei

Uerige 11 , danach rechts in die

Rheinstraße am Alten Hafen vorbei

herunter zum Rheinufer. Von dort

aus links, vorbei an der Kunst im

Tunnel 12 bis zum Landtag 13 und

zurück zum Ausgangspunkt.

Spezial | 2017

73


Stadtwanderungen

Düsseldorf

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Der Düsseldorfer Bahnhof ist einer der vier

großen Bahnhöfe im Westen von Deutschland. Von dort aus ist eine Weiterfahrt

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

Mit dem Pkw: Die Stadt ist über die Autobahnen A3, A44, A46, A52, A 57,

A59, A524 aus allen Richtungen zu erreichen.

Mit dem Flieger: Der Flughafen Düsseldorf befindet sich etwa zehn Minuten

Fahrzeit von der Innenstadt entfernt. Eine Weiterreise ist sowohl mit

dem Bus als auch mit der Bahn möglich.

Mobil in Düsseldorf: Die Düsseldorf Welcome Card bietet neben ermäßigtem

oder kostenlosem Zutritt zu Museen etc. auch freie Fahrt mit allen

Bussen und Bahnen innerhalb des Düsseldorfer Stadtgebiets.

Orientieren: Straßenkarten und Reiseführer zu Düsseldorf gibt es in

vielen Buchhandlungen und Touristen-Informationen.

Tourhöhepunkte Düsseldorf

Zu Fuß durch die Stadt der Mode

Rheinturm: Der 240,5 Meter

1

hohe Turm hat auf 172,5

Metern ein drehendes Restaurant.

Die Bullaugen an der Seite des

Turms bilden die höchste Dezimaluhr

der Welt.

Medienhafen: Der ehemalige

2

Handelshafen besticht durch

seine außergewöhnliche Architektur

und ist für Düsseldorfer und

Touristen ein absoluter Magnet,

auch in Sachen Gastronomie.

Rheinkniebrücke: Eine der

3

sieben Rheinbrücken in

Düsseldorf, die auch Düsseldorfer

Brückenfamilie genannt werden.

Die Brücke trägt ihren Namen aufgrund

der Lage über der Biegung

bzw. Kurve im Rhein, dem

sogenannten Rheinknie.

Rheinauen: Das Naherholungsgebiet

in Düsseldorf.

4

Verbindet die Stadt hervorragend

mit der Natur. Zusätzlich werden

die Auen für Veranstaltungen wie

die Oberkasseler Kirmes genutzt.

Tonhalle: Im Jahr 1925 von

5

Architekt Wilhelm Kreis zur

„GeSoLei“ entworfen. War damals

auch als Planetarium nutzbar

und ist heute die bedeutendste

Konzerthalle der Stadt.

Hofgarten: Nach den Verwüstungen

des Siebenjähri-

6

gen Krieges wurde der Hofgarten

1769 nach den Plänen von Nicolas

de Pigage gebaut. An der Erstellung

des Düsseldorfer Hofgartens

wirkten 700 arme und erwerbslose

Düsseldorfer mit.

Deutsche Oper am Rhein: Die

7

bekannte Oper am Rhein ist

ein Zusammenschluss der beiden

Städte Düsseldorf und Duisburg.

Heute werden in der Oper auch

Musicals sowie Ballett angeboten.

Kunsthalle Düsseldorf: Das

8

Museum beherbergt immer

wechselnde Ausstellungen. Im

hinteren Bereich der Kunsthalle

ist die bekannte Kabarettbühne

Kom(m)ödchen zu finden.

Heinrich-Heine-Geburtshaus:

9

In dem Haus in der Bolkerstraße

54 verbrachte der bekannte

Autor Heinrich Heine seine

Kindheit. Es ist nicht ganz klar,

wann Heine geboren wurde. In

Düsseldorf ist er aber aufgewachsen

und zur Schule gegangen.

Burgplatz: Auf dem Platz

10

steht der alte Schlossturm,

der ein Schifffahrtsmuseum

beherbergt. Weitere Sehenswürdigkeiten:

das Stadterhebungsmonument,

der Radschlägerbrunnen

und der Kirchturm von St.

Lambertus.

Brauerei Uerige: Bekannte

11 Alt-Brauerei, die ihren

Namen vom „uerigen Willem“

(schlecht gelaunten Wilhelm) trägt.

Kunst im Tunnel: Alter Tunnelstauraum,

der jetzt als

12

Ausstellungshaus für zeitgenössische

Kunst genutzt wird.

Landtag NRW: Hier wird die

13

Politik für NRW gemacht.

Das Gebäude ist wie ein Stern gebaut

und öffnet sich zur Stadt hin.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Tipps für die

Landeshauptstadt

Gut schlafen: Hyatt Regency

Düssel dorf, Speditions straße 9,

40221 Düsseldorf, Tel.: 0211/

91341234, www.hyatt.com Courtjard

Düsseldorf Hafen Hotel, Speditionsstraße

11, 40221 Düsseldorf,

Tel.: 0211/49390, www.marriott.com

Weitere Informationen: Düsseldorf

Marketing und Tourismus GmbH,

Hotel-Reservierungen, Benrather

Straße 9, 40213 Düsseldorf,

Tel.: 0211/ 172020, www. duesseldorftourismus.de

Lecker essen: Brauerei Uerige,

Berger Straße 1, 40213 Düsseldorf,

Tel.: 0211/866990, www.uerige.de

Lido, Am Handelshafen 15, 40221

Düsseldorf, Tel.: 0211/15768730,

www.lido1960.de Curry, Hammerstraße

2, 40219 Düsseldorf,

Tel.: 0211/3032857, www.currydeutschland.de

Brauerei zum

Schiffchen, Hafenstraße 5, 40213

Düsseldorf, Tel.: 0211/132421, www.

brauerei-zum-schiffchen.de Laterne

im Schlossturm, Burgplatz 30,

40213 Düsseldorf, Tel: 0211/490178,

www.restaurant-rossini.de Günnewig

Rheinturm Restaurant, Stromstraße

20, 40221 Düsseldorf, Tel.:

0211/8632000, www.guennewig.de

Gut shoppen: Wer in Düsseldorf

einkaufen gehen will, kommt keinesfalls

zu kurz. Die wohl bekannteste

Shoppingmeile in Düsseldorf ist die

Königsallee, die von den Düsseldorfern

liebevoll Kö genannt wird.

Eine besondere Entdeckung haben

wir in der Nähe des Rathauses gemacht.

Wer von Schokolade fasziniert

ist, sollte unbedingt Gut + Gerne

Schokolade (Burgplatz 3–5, 40213

Düsseldorf, Tel.: 0211/86399696,

www.schokoladenfachgeschaeft.de)

besuchen. Neben hervorragender

Schokolade gibt es auch ein Café und

Seminare. Der Laden ist geschmackvoll

eingerichtet und lädt Genießer zu

einem Besuch ein.

74

Spezial | 2017


Stadtwanderungen

Lübeck

Weihnachtsstadt

des Nordens

Alle Jahre wieder strömen zur

Adventszeit allerlei Düfte von

zig Weihnachtsmärkten durch

die Hansestadt Lübeck. Gassen,

Gänge und Höfe zwischen den

ehrwürdigen Kaufmannshäusern,

Backsteingotik, das Holstentor

und die sieben Türme prägen die

zum Weltkulturerbe ernannte Altstadtinsel

zwischen den Flüssen

Trave und Wakenitz.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 6 Kilometer

Dauer: ca. 2 Stunden

Markierung: keine

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: ca. 63 Meter

Höchster Punkt: 11 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Hauptbahnhof,

23558 Lübeck

Wegequalität: gut (gepflastert/

asphaltiert)

Gänge und Höfe im mittelalterlichen Herzen der Stadt

Den Buddenbrooks auf der Spur

Auf dem Rundgang durch das mittelalterliche Lübeck begegnet man vielen Schauplätzen

aus dem nobelpreisgekrönten Roman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann. Im Weihnachtskapitel

des Buches wird das liebste Familienfest der Deutschen ganz besonders gewürdigt.

Aus dem Bahnhof 1 kommend,

geht es links und gleich rechts

über die Konrad-Adenauer-Straße

zum Kreisverkehr Lindenplatz,

geradeaus über die Puppenbrücke

auf die Wallhalbinsel

mit der Touristeninformation

im Welcome Center, durch das

Holstentor, Wahrzeichen Lübecks,

und über die Holstenbrücke

auf die Altstadtinsel. Auf der

Holstenstraße entlang, bis links

die Schüsselbuden abzweigen,

rechts über den Marienkirchhof

mit mittelalterlichem Weihnachtsmarkt

und durch den daran

anschließenden Lübecker Märchenwald

zum Buddenbrookhaus

2 in der Mengstraße 4. Links die

Mengstraße hinunter, bis rechts

die Böttcherstraße abzweigt. An

der Beckergrube rechts und am

schönen Jugendstiltheater 3 vorbei

zur Breiten Straße. Dort links,

hinter der Schiffergesellschaft

links in die Engelsgrube, dann den

zweiten Gang links in den Bäckergang

über den Lüngreens Gang zur

Fischergrube 4 , rechts hinunter

und durch die Schwönekenquerstraße

zurück zur Engelsgrube.

Geradeaus durch den Engelswisch.

Am Haus mit der Nummer

28 führt ein niedriger Rundbogen

in den Hellgrünen Gang, der beim

Auktionshaus „Eiche“ 5 in die

Straße An der Untertrave mündet.

Wenige Schritte nach rechts leitet

der Dunkelgrüne Gang zurück

zum Engelswisch. Dort links, am

Ende rechts auf der Großen Altefähre

durch die Rechtskurve zur

Kleinen Burgstraße und über den

Koberg 6 mit Heiligen-Geist-Hospital

und Schifferkirche St. Jakobi,

zwischen denen die Königstraße

nach rechts zum Katharineum 7

lenkt. Die davor links abzweigende

Glockengießerstraße wartet mit

dem Günter-Grass-Haus und den

zwei schönsten Stiftshöfen

Lübecks auf: Füchtingshof und

Glandorpsgang. Beim Tünkenhagen

geht es rechts, bis die vierte

Straße rechts abzweigt: Die Hüxstraße

gilt als Lübecks schönste

Einkaufsmeile. Sie mündet am Rathaus

8 in die Breite Straße. Links

liegt nun das Café Niederegger 9 .

Der anschließende Kohlmarkt

mündet rechts in die Holstenstraße,

die, wie auf dem Hinweg,

nun zurück zum Bahnhof 1 führt.

In Travemünde „auf

den Steinen sitzen“

Auch im etwa 20 Kilometer

entfernten Ostseebad Travemünde

spielen starke Romanszenen der

Buddenbrooks. So verliebt sich

Tony Buddenbrook in den Sohn

des Lotsenkapitäns, mit dem sie

gemeinsam „auf den Steinen sitzt“.

Der alte Fischerort mit dem breiten

Sandstrand gehört seit 1320 zu

Lübeck und ist bis heute ein Stadtteil

der Hansestadt. Kaufleute

erwarben ihn im Mittelalter, um

ihre Handelsschiffe zu schützen.

Bis heute zieht „Lübecks schönste

Tochter“ Badegäste, „Burgen bauer“

und Kasino-Besucher an.

www.travemuende.de

Spezial | 2017

75


Stadtwanderungen

Lübeck

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Gegenüber dem Lübecker Hauptbahnhof befindet sich

der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB). Auskünfte: www.bahn.de

Mit dem Pkw: A1 bis Hamburg-Puttgarden, dann bis AS Lübeck-Zentrum

(zur A1 von Rostock über die A 20, von Berlin über die A 24, von Hannover

über die A 7), weiter über die B 206 Richtung Zentrum und Holstentor,

Parkmöglichkeit in der Parkgarage am Welcome Center.

Orientieren: Stadtpläne im Welcome Center (Touristeninformation) am

Holstentor, 23552 Lübeck. „Lübeck natürlich! Erholungsführer in 3 Teilen“,

(I: Wakenitz, Altstadt, 1,90 Euro, II: Hemmelsdorfer See über Travemünde

bis Boltenhagen, 2,50 Euro, III: Lübecks Süden, Reinfeld, Ratzeburg und

Pansdorf, 3,40 Euro). Mit Naturschönheiten, Erholungsgebieten, 500

Kilometern Rad- und Wandertouren, über 100 Ausflugszielen mit Fotos,

Info-Texten und Karten, bestellbar auf www.luebeck-tourismus.de.

Tourhöhepunkte

Kaufmannshäuser, Hinterhöfe und Backsteingotik

Bahnhof: Hier kehren Tony,

1

Christian und Thomas

Buddenbrook von ihren Reisen

aus München und Hamburg heim.

Manns Großvater hatte sich seinerzeit

für die Lübeck-Büchener

Eisenbahn stark gemacht. Das heutige

Gebäude stammt von 1908.

Buddenbrookhaus/St.

2

Marien: Die Buddenbrooks

vernehmen in ihrem gegenüberliegenden

Haus das Orgelspiel

aus dem ersten Kirchenbau in

Backsteingotik (mit dem höchsten

Backsteingewölbe der Welt).

Theater: Als Kinder besuchten

Heinrich und Thomas

3

Mann das Lübecker Stadttheater

Etappenprofil

1

in der Beckergrube 16 ebenso regelmäßig

wie Hanno Buddenbrook

im Roman. Er „liebte alles im

Theater: den Gasgeruch, die Sitze,

die Musiker, den Vorhang.“

Fischergrube: In der unteren

4

Fischergrube baute Thomas

Buddenbrook sein neues Haus –

die geografische Lage als erstes

Vorzeichen des sich anbahnenden

Niedergangs.

Speicher „Die Eiche“: „Sie

5

kletterte, gemeinsam mit

Thomas, in den Speichern an der

Trave zwischen den Mengen von

Hafer und Weizen umher …“ Im

Roman spielten Thomas und Tony

Buddenbrook in dem für die Fir-

ma Mann errichtete Kornspeicher.

Heute dient der denkmalgeschützte

Backsteinbau als Auktionshaus

an der Trave.

Koberg: Das Heiligen-Geist-

6

Hospital, St. Jakobi, das

Haus der Schiffergesellschaft und

das alte Hogehus umrahmen den

Platz. Kulisse von Hannos Schulweg

nach dem Tod seines Vaters

Thomas Buddenbrook.

Katharineum: „Die Sekunden

7

dehnten sich martervoll“,

erlebt Hanno Buddenbrook die

Unterrichtsstunden im Katharineum

quälend lang. Thomas Mann

wird es ähnlich gegangen sein –

drehte er doch mehrmals eine

2 3 4 5 6 7 8

Ehrenrunde. Bruder Heinrich

schreibt sich mit „Professor Unrat“

den Schulfrust von der Seele.

Rathaus: Der Vater der

8

Gebrüder Mann war ein

berühmter Politiker im Stadtstaat

Lübeck, im Roman wird Thomas

Buddenbrook zum Senator

gewählt. Am 20. Mai 1955 wurde

Thomas Mann hier die Ehrenbürgerwürde

verliehen.

Café Niederegger: Im Obergeschoss

befindet sich ein

9

Marzipan-Museum mit Thomas

Mann in Lebensgröße als Teil

des weltgrößten Marzipan-Kunstwerks

aus über 500 Kilogramm

Niederegger Marzipan.

9

Süßes und Schönes

in Lübeck

Schlemmen: Am Wegesrand:

Theaterrestaurant Dülfer,

Beckergrube 16, 23552 Lübeck, Tel.:

0451/7073703. Historische Gaststätte

Schiffergesellschaft, Breite

Str. 2, 23552 Lübeck, Tel.: 0451/76776,

www.schiffergesellschaft.de.

Weihnachtsbasar und Marzipanausstellung

im Café Niederegger,

Breite Straße 89, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451/5301-126/127

www.niederegger.de.

Schlummern: Klassik Altstadt,

Fischergrube 52, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451/702980, www.klassikaltstadt-hotel.de.

Hotel Zur alten

Stadtmauer, An der Mauer 57, 23552

Lübeck, Tel.: 0451/73702, www.

hotelzuraltenstadtmauer.de. Hotel An

der Marienkirche, Schüsselbuden

4, 23552 Lübeck, Tel.: 0451/799410,

www.hotel-an-der-marienkirche.de.

Tipp: Es stehen viele schöne Ganghäuser

zur Vermietung an Feriengäste

zur Verfügung, Tel.: 0451/8899700,

www.luebeck-tourismus.de/static/

onlinebuchen/index_l.html.

Lübecks berühmte Stadtsöhne:

Buddenbrookhaus – Heinrich-und-

Thomas-Mann-Zentrum, Mengstr. 4,

23552 Lübeck, Tel.: 0451/1224190,

www.buddenbrookhaus.de. Günter

Grass-Haus – Forum für Literatur

und Bildende Kunst, Glockengießerstraße

21, 23552 Lübeck, Tel.:

0451/1224230, www.grass-haus.de,

Willy-Brandt-Haus Lübeck,

Königstraße 21, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451/1224250, www.willybrandt.de.

Stadtführungen: Treffpunkt und

Kartenvorverkauf im Welcome Center

am Holstentor, Dauer 2 Stunden.

Termine: www.luebeck-tourismus.de.

Individuell: Lübecker Verkehrsverein

e.V., Tel.: 0451/76460,

Lübecker Stadtführer e.V.,

Tel.: 0451/20218635, Lübeck Service

Kolossa, Tel.: 0451/601247.

Informieren: Lübeck und

Travemünde Marketing GmbH,

Welcome Center, Holstentorplatz 1,

23552 Lübeck, Tel.: 0451/8899700,

www.luebecker-weihnachtsmarkt.de,

www.luebeck-tourismus.de.

76

Spezial | 2017


Stadtwanderungen

Nürnberg

Frankenmetropole

Nürnberg

Zu Füßen des Burgbergs mit der

Nürnberger Burg teilt die Pegnitz

die historische Altstadt in St.

Sebald und St. Lorenz. Doch auch

über die zu großen Teilen erhaltene

Stadtmauer hinaus lassen sich

in der zweitgrößten Stadt Bayerns

jede Menge lohnenswerte Ziele

erwandern.

Typ: Streckenwanderung

Länge: ca. 14 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Schwierigkeitsgrad: einfach

Steigung/Gefälle: ca. 60/50 Meter

Höchster Punkt: 325 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start: U-Bahnhof Plärrer,

27726 Nürnberg

Ziel: Zeppelintribüne (S-Bahnhof

Frankenstadion oder Dutzendteich,

90480 Nürnberg)

Wegequalität: überwiegend

befestigte Wege


Links und rechts der Pegnitz

Nürnbergs Ecken und Kanten

Vom Justizpalast mit dem

Saal 600 auf der einen bis

zur Zeppelintribüne am

Reichsparteitagsgelände

auf der anderen Stadtseite

erstreckt sich diese Wanderung.

Mittendrin: historische

Abstecher zur mittelalterlichen

Rechtsprechung.

Von der U-Bahn-Station Plärrer

über die Rothenburger Straße zum

Rochusfriedhof 1 , diesen überqueren,

am anderen Ende über

Rietsch- und Rohrmannstraße

zum Jamnitzer Platz und durch

die Gasse auf der gegenüberliegenden

Seite zur Volprechtstraße

ins Herz von Gostenhof 2 . Am

Ende rechts in die Müllnerstraße,

2. links in die Adam-Klein-Straße,

2. rechts über die Preißlerstraße

zur Fürther Straße und nach links

bis zum Justizpalast 3 . Davor

rechts in die Bärenschanzstraße,

hinter dem Rechtsknick links in

die Sielstraße und an der Lederer

Kulturbrauerei vorüber zu einer

Druckampel. Gegenüber führt

ein asphaltierter Fußgängerweg

hinunter zum Lederersteg. Am

anderen Pegnitzufer nach rechts,

unter der Brücke durch und sofort

links hinauf zur Brückenstraße.

Vor dem Sellbytel rechts in die

Großweidenmühlstraße bis links

Am Johannisfriedhof hinauf zur

weltbekannten letzten Ruhestätte

St. Johannis 4 führt. Rechts geht

es über den Riesenschritt an den

Hesperidengärten 5 vorbei hinunter

zum Uferweg an der Pegnitz.

Unter der Brücke durch erreicht

der Weg die historische Altstadt

am Kettensteg. An der folgenden

Maxbrücke das Ufer wechseln,

um links über den Henkersteg

zum Henkerhaus 6 zu gelangen.

Zurück am Anfang des Stegs geradeaus

hinauf zum Unschlittplatz,

links in die Obere Wörthstraße

und über die Karlbrücke auf die

Trödelmarkt-Insel. Dort nach

rechts und über den Schleifersteg

zum anderen Pegnitzufer. Beim

„Starbucks“ an der Fleischbrücke

links am Schönen Brunnen vorüber

und zu den Lochgefängnissen

7 am Rathausplatz. Zurück zum

Hauptmarkt, bei der Touristinfo

durch die Plobenhofstraße, links

in die Spitalgasse, am Ende rechts

über die Spitalbrücke und vor

dem Schuldturm links über die

Insel Schütt mit Beachbar. Durch

das Marientor den Altstadtkern

an der Pegnitz entlang verlassen,

wahlweise über Johann-Soergel-,

Wöhrder Wiesen- und Ulman-

Stromer-Weg am Erfahrungsfeld

zur Entfaltung der Sinne 8 vorbei

die Wöhrder Wiese queren. Eine

Unterführung quert die Straße

Wöhrder Talübergang. Es geht ein

Stück am Wöhrder See entlang,

vor dem Hochhaus rechts (Norikerstr.)

über die Ostendstraße,

parallel zur Tullnaustraße durch

Extrawurst:

die Nürnberger

Die Nürnberger Rostbratwurst

misst rund 8 cm bei ca. 1,5 cm

Durchmesser, ist also etwa so groß

wie ein kleiner Finger. Majoran

verleiht ihr die charakteristische

Würze. Sie muss im Stadtgebiet von

Nürnberg nach einer bestimmten

Rezeptur gefertigt sein, um unter

dem geschützten Namen verkauft

werden zu dürfen. Meist isst man

sechs oder zwölf Würstchen – mit

fränkischem Meerrettich (Kren),

Sauerkraut oder Kartoffelsalat.

Ungerade Zahlen sollen Unglück

bringen. Ausnahme: „Drei im

Weggla“ (Brötchen) auf die Hand.

Spezial | 2017

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Stadtwanderungen

Nürnberg

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Vom Nürnberger Hauptbahnhof (www.bahn.de)

bis zur Haltestelle Plärrer (U-Bahn-Linien U1, U2, U21, U3). Infos &

Fahrpläne: www.vag.de. Das Ziel der Wanderung, die Zeppelintribüne,

liegt zwischen den S-Bahn-Haltestellen Dutzendteich und Frankenstadion

(S-Bahn-Linien S2, S3 R5, R9). Infos & Fahrpläne. www.vag.de

Mit dem Pkw: Nürnberg liegt zwischen den Autobahnen 3, 6, 9 und 73.

Die A 73 führt als „Frankenschnellweg“ auch direkt in die Stadt. Infos zu

„Park and ride“ unter www.vag.de

Orientieren: Nürnberg, Erlangen, Fürth, ADAC-Stadtplan, 1:20.000, mit

Rad- und Wanderwegen, ISBN 978-3826403279, www.adac.de, 6 Euro.

Ralf Nestmeyer: „Nürnberg, Fürth, Erlangen. Reisehandbuch mit vielen

praktischen Tipps“, Michael Müller Verlag, ISBN 978-3923278923,

www.michael-mueller-verlag.de, 12,90 Euro

den Park und vor dem dritten

Tunnel beim Grünzug Goldbach

links am Bahndamm entlang. Am

Ende rechts in die Gleißhammerstraße,

die hinter dem Tunnel zur

Schlossstraße wird, links in die

Zerzabelshofstraße und rechts in

die Scharrestraße. Bei der großen

Kreuzung auf der anderen Seite

links in die Regensburger Straße,

hinter der Bundesagentur für Arbeit

rechts in die Weddigenstraße,

die Schultheißallee queren und an

der Meistersingerhalle entlang in

den Luitpoldhain 9 , 1. Weg links

und rechts zur Ehrenhalle 9 . Am

Ende die Bayernstraße ein Stück

nach links und zum Dokumentationszentrum

10 , dann immer am

Ufer des Großen Dutzendteichs

entlang bis zur diagonal gegenüberliegenden

Zeppelintribüne.

Etappenprofil

Tourhöhepunkte

Gräber, Gärten und Gefängnisse

Rochusfriedhof: Morbider

1

Charme als entspannender

Kontrast zur Hauptstraßen-Hektik.

Seit der Pestepidemie 1518 ruhen

die Toten von St. Lorenz hier.

Gostenhof: Kneipen, Kultur

2

und Kinderläden. Multikulti

im ehemaligen Arbeiterviertel voller

Fabrikgelände und Hinterhöfe.

Justizpalast: Im Justizgebäude

3

befindet sich der Schwurgerichtssaal

600. Ab November

1945 führte das Internationale

Militärtribunal dort die Nürnberger

Prozesse durch.

Johannisfriedhof: Der Maler

4

Albrecht Dürer, Bildhauer

Veit Stoß und Meistersinger Hans

Sachs sind nur einige berühmte

Söhne Nürnbergs, die auf dem

weltbekannten Gottesacker der

Sebalder Stadthälfte ihre letzte

Ruhe fanden.

Hesperidengärten: Einst

5

von reichen Kaufleuten

geschaffen, laden die restaurierten

Gärten im italienischen Stil mit

Skulpturen, Brunnen und einer

Sonnenuhr heute auch Wanderer

zum Lustwandeln ein.

Henkerhaus: Die Dienstwohnung

des Henkers befand

6

sich über der Pegnitz in einem

umgebauten Wehrgang der alten

Stadtmauer.

Lochgefängnisse: Im „Untersuchungsgefängnis“

unter

7

dem Rathaus mussten Häftlinge bis

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

zur Vollstreckung ausharren.

Erfahrungsfeld zur Entfaltung

8

der Sinne: Ein Aktionsparcours

mit Spielen, Aufgaben und

Experimenten zur sinnlichen

Wahrnehmung.

Luitpoldhain und Ehrenhalle:

9

Einst Keimzelle für die damalige,

immer gigantischer werdende

jährliche Propagandashow der

Nationalsozialisten. Heute lauschen

hier zwei Mal im Jahr über 100.000

Menschen dem „Klassik Open Air“.

Dokumentationszentrum

10

Reichsparteitagsgelände:

In der Kongresshalle und draußen

im Gelände erläutern Infos die

größenwahnsinnige Architektur

des NS-Regimes.

Tipps für Nürnberg

Einkehren am Wegesrand:

Edel speisen: Restaurant Koch

und Kellner, Obere Seitenstraße 4,

90429 N., Tel.: 0911/266166, www.

kochundkellner.de Stadtgeschichte:

Planungskneipe, Kernstraße 29,

90429 N., Tel.: 0911/5985385

Die besten Schäufele: Gaststätte

Palais Schaumburg, Kernstraße 46,

90429 N., Tel.: 0911/260043, www.

palaisschaumburg.de Viertelbier:

Schanzenbräu Schankwirtschaft,

Adam-Klein-Straße 27, 90429 N., Tel.:

0911/93776790, www.schanzenbraeu.de

Mega-Biergarten: Lederer Kulturbrauerei,

Sielstraße 12, 90429 N., Tel.:

0911/8010-0, www.erlebnisgastronomienuernberg.de

Geniale Brotkost:

Bemerie Brotkost, Johannisstr. 146B,

Tel. 0173/3827534, www.bemerie.

de Hip: Di Simo Café, Trödelmarkt

5, 90403 N., Tel.: 0172/8255152

Mittelmeerflair: Café & Bar Celona,

Vordere Insel Schütt 4, 90403 N., Tel.:

0911/23739144, www.celona.de

Museen unterwegs: Schwurgerichtssaal

600/Ausstellung

Memorium Nürnberger Prozesse,

Bärenschanzstraße 72, 90429 N., Tel.:

0911/32179372, www.memoriumnuernberg.de

Museum Henkerhaus,

Trödelmarkt 58, 90403 N., Tel.:

0911/307360, www.henkerhausnuernberg.de

Mittelalterliche

Lochgefängnisse, Rathausplatz 2,

90403 N., Tel.: 0911/2312690, www.

museen.nuernberg.de Dokumentationszentrum

Reichsparteitagsgelände,

Bayernstr. 110, 90478 N.,

Tel.: 0911/2317538, www.museen.

nuernberg.de

Sinne erfahren: An der Wöhrder

Wiese auf unserer Wandertour steht

von Mai bis zum 11. September das

Erfahrungsfeld zur Entfaltung der

Sinne mit vielen Experimentierstationen,

Wöhrder Wiese (U2, U21, U3),

90489 N., Tel.: 0911/2315445,

www.erfahrungsfeld.nuernberg.de

Geschichten hören: Thematische

Rundgänge und Stadtviertelführungen:

Geschichte für alle e. V.,

Institut für Regionalgeschichte,

Wiesentalstr. 32, 90419 N., Tel.:

0911/30736-0, Infoline: 0911/30736-

20, www.geschichte-fuer-alle.de

Informieren: Tourist Information,

Königstraße 93, 90402 N.,

Tel.: 0911/23360, Hauptmarkt 18,

90403 N., Tel.: 0911/23360,

www.nuernberg.de

78

Spezial | 2017


Stadtwanderungen

Weimar

Welterbe in Weimar

Wohl in keiner anderen deutschen

Stadt ballen sich so viel

Geschichte, Architektur und

Kunst von europäischem Rang auf

so engem Raum wie in Weimar.

Das sieht auch die UNESCO so,

darum gibt es in der gemütlichen

Stadt mit dem größten Bevölkerungswachstum

in Thüringen

gleich zwei Mal Weltkulturerbe:

die Bauhaus-Stätten und das

Ensemble Klassisches Weimar.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 13 Kilometer

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Markierung: nicht einheitlich

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 170 Meter

Höchster Punkt: 280 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Goetheplatz,

99423 Weimar

Wegequalität: gut begehbare Wege

Von Weimar zum Tiefurter Schlosspark

Klassik bis Bauhaus

Architekturen beseelen diese Wanderung. Nicht nur in der

Stadt, auch draußen in den englischen Landschaftsparks

– an der Ilm und beim Tiefurter Schloss. Von den Zwiebelkuppeln

der orthodoxen Kapelle über klare Bauhaus-

Formen bis zu einem geschichtsträchtigen Weinberghaus.

Am Ende des Goetheplatzes

gegenüber der Weimar-Apotheke

in die Geleitstraße einbiegen und

sofort rechts in die Wielandstraße.

Am gegenüberliegenden Ende

des Theaterplatzes 1 hinter dem

Wittumspalais in die Schillerstraße,

an Schillers Wohnhaus vorüber, am

Ende rechts auf der Frauentorstraße

nach rechts zum Frauenplan und

an Goethes Wohnhaus vorbei zum

Wielandplatz. Gegenüber führt die

Amalienstraße zum Historischen

Friedhof 2 . Links davon über die

Geschwister-Scholl-Straße an der

Bauhaus-Universität Weimar 3 vorbei

zum Liszt-Museum. Im Park an

der Ilm 4 dahinter den nach rechts

abzweigenden Weg zum Römischen

Haus nehmen. Mit weitem Blick

über den Park führen hinter dem

Haus Treppen links hinunter, dann

rechts ein Weg balkonartig oberhalb

der Flussaue entlang. Vor Erreichen

der Straße auf dem Weg links

abwärts und am Ende über Schotter

nach links zur Schaukelbrücke.

Dahinter links an der Ilm entlang,

am Ende links auf den asphaltierten

Corona-Schröter-Weg, nächste

Möglichkeit wieder links Richtung

Ilmufer, an der Wegekreuzung geradeaus

hinauf und oben links zum

Musterhaus am Horn 5 .

Dem Asphaltweg vor dem Haus

nach rechts hinauf an den Kleingärten

entlang folgen (Wegweiser

Gaststätte Am Horn), oben über

den geschotterten Fußweg links zur

Mustersiedlung „Neues Bauen am

Horn“ 6 , weiter geradeaus auf der

Otto-Bartning- Straße, erste rechts

in die Gunta-Stölzl-Straße, erste

links in den Georg-Muche-Platz,

rechts hoch auf der Wilhelm-

Wagenfeld-Straße, am Ende links

auf der Albrecht-Dürer-Straße zur

Leibnizallee, nach rechts, an der

großen Kreuzung die Bahnlinie

auf der Brücke queren und im

Wald diagonal gegenüber auf dem

Weg Im Webicht schräg von der

Straße weg laufen. Bei den Bänken

den dritten Waldweg nach links

nehmen, an der 2. Wegekreuzung

hinter der Bank schräg rechts,

am Ende links bis zur Straße und

rechts hinunter nach Tiefurt. Vor

der Ilmbrücke rechts auf dem Weg

in den Tiefurter Schlosspark 7

gehen, beim Steintisch links über

die Gelbe Brücke mit Blick auf den

Teesalon, eine beliebig große Runde

durch den Park drehen, über den

Parkplatz und die Robert-Blum-Straße

zurück zur Ilmbrücke, rechts ab

Richtung Kläranlage, weiter auf der

Karolinenpromenade bis zur roten

Skulptur-Sitzbank, dort links hinauf,

die Tiefurter Allee queren, am

Spielplatz rechts vorbei und oberhalb

der Gleise zurück zur großen

Kreuzung wandern. Die Leibnizallee

hinunter, noch oberhalb der Ilm

links ab, hinunter und geradeaus

auf dem Corona-Schröter-Weg bis zu

Goethes Gartenhaus 8 , dort rechts,

über die Naturbrücke, geradeaus

und auf den Treppen rechts durch

die „Felsenge“, oben rechts, rechts

die Ackerwand entlang an der

Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek

und dem Stadtschloss vorbei, links

in die Vorwerksgasse zum Herderplatz,

rechts auf der Jakobstraße

bis zum Jakobskirchhof mit der

Jakobskirche 9 und auf der Straße

Rollplatz zurück zum Goetheplatz.

Spezial | 2017

79


Stadtwanderungen

Weimar

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Vom Hauptbahnhof Weimar aus steuern mehrere

Buslinien den Goetheplatz an (Fahrpläne und Infos unter: www.bahn.de,

www.hainichland.de, weimar-tourist.de/nahverkehr.html, www.sw-weimar.de),

Infos 7 bis 18 Uhr: Tel.: 03643/434170. Für Abkürzungen: Die Linie 9 verbindet

Tiefurt und den Goetheplatz.

Mit dem Pkw: Auf der A 4 von Bad Hersfeld nach Dresden bis Ausfahrt 49/

Weimar, dann auf der B 85 bis nach Weimar fahren. Im Zentrum stehen

mehrere ausgeschilderte Parkhäuser zur Verfügung.

Orientieren: Weimar mit Kromsdorf und Mellingen, ADAC-Stadtplan,

Maßstab 1:15.000, ISBN 978-3-8264-0457-3, 4,95 Euro, www.adac.de/karten.

Weimar, Bad Berka und Umgebung, Radwander- und Wanderkarte, Maßstab

1:35.000, ISBN-10: 3895910783, Barthel Verlag, 4,90 Euro. Buch „Weimar.

Ein Reise begleiter“, ISBN-10: 3458347666, Insel-Taschenbuch, ca. 11 Euro.

Tourhöhepunkte Weimar-Wanderung

Auf den Spuren von Goethe und van de Velde

Theaterplatz: Vor dem Deutschen

Nationaltheater stehen

1

Goethe und Schiller überlebensgroß,

seit über 150 Jahren. Bauhaus-

Museum, Wittumspalais, Zeughof

und Handelshaus komplettieren

das architektonische Ensemble.

Historischer Friedhof: In

2

der Fürstengruft ruhen

Persönlichkeiten wie Herzog

Carl August, Goethe und Schiller.

Fünf Zwiebelkuppeln krönen die

russisch-orthodoxe Kapelle mit der

Grabstätte Maria Pawlownas.

Bauhaus-Universität Weimar:

3

Nach den Entwürfen des

belgischen Architekten Henry van

de Velde entstanden Anfang des

20. Jahrhunderts das Werkstattge-

bäude für die Kunstgewerbeschule

und die Kunstschule. Heute beheimaten

die Welterbe-Gebäude die

Bauhaus-Universität.

Park an der Ilm: Der nach

4

englischem Vorbild gestaltete

Park prägt Weimars Stadtbild.

Wiesen, Baumgruppen, Wege, Pfade,

Treppen und Plätze sollen – so

Goethe – eine „Folge von ästhetischen

Bildern“ sein.

Musterhaus am Horn: Georg

5

Muche entwarf das „Bauhaus-

Versuchshaus“ Musterhaus am

Horn, das für eine Bauhaus-

Ausstellung 1923 erbaut wurde.

www.hausamhorn.de

„Neues Bauen am Horn“: Von

6

1996 an entstand auf einem

Kasernengelände ein neues, von

kubischen Formen geprägtes Stadtquartier.

Die Bauhaus-Universität

initiierte das Projekt im Rahmen

der EXPO 2000 Hannover.

Tiefurter Schlosspark: Die Ilm

7

durchströmt den englischen

Park um den Lieblingssitz von Herzogin

Anna Amalia. Hier trafen sich

die Dichter der Weimarer Klassik.

Goethes Gartenhaus: Herzog

8

Carl August schenkte das einstige

Weinberghaus 1776 Goethe.

Jakobskirche: Der Turm

9

bietet eine einzigartige Aussicht

auf Weimar. In der Sakristei

vermählten sich am 19.10.1806

Johann Wolfgang Goethe und

Christiane Vulpius.

Etappenprofil

1 2 3 4 5 6 7 8 9

Weimar weiblich

Die Kulturwissenschaftlerin und

Autorin Dr. Ulrike Müller kennt

sich im Leben von Weimars Geistesgrößen

bestens aus. Aus ihrem

Wissensschatz plant und organisiert

sie originelle Stadtrundgänge,

die einen Schritt weiter als die

allgemeinen Sehenswürdigkeiten-

Touren gehen. Sie zeigt Facetten,

die sich erst auf den zweiten oder

dritten Blick eröffnen. Zum Beispiel

„Weimar weiblich“ – von Regentinnen

und Künstlerinnen bis zu

Frauenrechtlerinnen; „Hier ruht

Stille des Herzens“ – Landschaftsgartengestaltung

und Geselligkeitskultur

des Parks an der Ilm sowie

der Schlossanlagen Tiefurt und

Belvedere oder „Wenn Musik zum

Tagwerk wird“ – Künstlerinnen,

Musikleben und Salonkultur der

Romantik in der Weimarer Zeit

Franz Liszts. „Von Bach bis zum Bauhaus“

ist ein musikgeschichtlicher

Stadtspaziergang, während „Von der

Fruchtbringenden Gesellschaft bis

zum Lesezimmer für Frauen“ die

Bildungsgeschichte behandelt.

www.weimar-weiblich.de

Was Weimar seinen

Gästen bietet

Einkehren am Wegesrand:

Gaststätte Am Horn, Gartenanlage

„Am Horn“, 99425 Weimar, Tel.:

0173/2162329, Mi. geschl. Restaurant

Waldschlösschen, Jenaer Straße 56,

99425 Weimar, Tel.: 03643/903708,

www.waldschlösschen-weimar.de, Mi.

+ Do. geschl. Gaststätte Alte Remise,

Hauptstr. 14, 99425 Weimar-Tiefurt,

Tel.: 03643/908116, www.alte-remisetiefurt.de

Café und Restaurant Am

Schlosspark, Hauptstr. 2, 99425 Weimar-Tiefurt,

Tel.: 03643/851800, www.

weimar-tiefurt.de Restaurant „Dal

Pescatore“, Seifengasse 16, 99423

Weimar, Tel.: 03643/4151370, www.

dalpescatore.de Café Restaurant

Pension Residenz, Grüner Markt 4,

99423 Weimar, Tel.: 03643/59408,

www.residenz-cafe.de

Übernachten: Amalienhof

Hotel Weimar, Amalienstr. 2, 99423

Weimar, Tel.: 03643/5490, www.

amalienhof-weimar.de Hotel Anna

Amalia Weimar, Geleitstr. 8–12,

99423 Weimar, Tel.: 03643/49560,

www.hotel-anna-amalia.de Best

Western Premier Grand Hotel

Russischer Hof, Goetheplatz 2,

99423 Weimar, Tel.: 03643/7740,

www.russischerhof-weimar.de

Hotel Elephant, Markt 19, 99423

Weimar, Tel.: 03643/8020,

www.hotelelephantweimar.com

Amüsieren wie Anna Amalia:

Das Sommertheater Weimar-Tiefurt

führt im Tiefurter Schlosspark an den

Wochenenden von Mitte Juli bis Anfang

September mehrere Stücke auf.

www.sommertheater-tiefurt.de

Weimarer Klassik erleben:

Besucherinformation der Klassik

Stiftung Weimar, Frauentorstr. 4,

99423 Weimar, Tel.: 03643/545400,

www.klassik-stiftung.de

Gartenführungen „Der Landschaftspark

und seine Elemente“ finden

im Park an der Ilm sowie in den

Schlossparks Belvedere, Kochberg

und Tiefurt statt.

Bauhaus besichtigen:

Freundeskreis der Bauhaus-

Universität Weimar e.V., Am Horn

61, 99425 Weimar, Tel.: 03643/545318,

www.uni-weimar.de/freundeskreis,

www.bauhaus-online.de,

www.das-bauhaus-kommt.de

Informieren: Tourist-Information

Weimar, Markt 10, 99423 Weimar,

Tel.: 03643/7450, www.weimar.de

80 Spezial | 2017


Stadtwanderungen

Wien

Lebenswerte Stadt

2010 wurde Wien zum zweiten

Mal in Folge vom internationalen

Beratungsunternehmen Mercer

als lebenswerteste Stadt der Welt

ausgezeichnet. Rund die Hälfte

der Wiener Stadtfläche ist grün.

Die Weltstadt ist eine Waldstadt:

Der Wienerwald bildet die Westgrenze

der Stadt und ist Wiens

Naherholungsgebiet Nummer

eins. Auch der Nationalpark

Donau-Auen beginnt in Wien und

erstreckt sich donauabwärts.

Typ: Rundwanderweg

Länge: ca. 8 Kilometer

Dauer: circa 2 Stunden

Schwierigkeitsgrad: einfach

Höchster Punkt: 190 Meter

Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Parlament (Straßenbahn-Linien

1, 2, 46, 49, Haltestelle

Dr. Karl Renner Ring

Wegequalität: Asphalt

Einmal um den Ring gegen den Uhrzeigersinn

Das grüne Wien zu Fuß entdecken

Die Ringstraße ist der Prachtboulevard in Wien. Die ehemalige Donau-Monarchie hat sich hier architektonisch

verewigt. Die Weite und Großzügigkeit lassen dabei viel Raum für grüne Oasen mitten im Stadtzentrum.

Text: K. Bünagel

Ausgehend vom österreichischen

Parlament 1 geht’s über den Ring

zum Volksgarten. Dazu in nördlicher

Richtung auf den Doktor-

Karl-Lueger-Ring. Rechts auf den

Josef-Meinrad-Platz, weiter rechts

Richtung Volksgarten, dem Weg

durch die Anlage folgen, am Ende

rechts zum Heldenplatz 2 , links

zum Burgtor, rechts und wieder

links auf den Burgring. Dem Ring

folgen, links auf die Eschenbachgasse,

dann rechts auf den Opernring.

An der Staatsoper 3 rechts

auf die Operngasse, der Weg verlässt

kurz den Ring. Immer rechts

halten bis zur Linken Wienstraße

an der Secession 4 vorbei. Dann

links auf den Naschmarkt 5 . Auf

der Rechten Wienzeile bis zur

Operngasse, rechts auf die Treitlstraße

zum Karlsplatz und dem

Künstlerhaus 6 . Links halten,

bis zum Karlsplatz. Links weiter

auf der Dumbastraße, rechts

auf den Kärtner Ring, links zum

Schwarzenbergplatz. Links halten.

Rechts auf den Schubertring, dem

Weg folgen. Der Ring ändert hier

immer wieder seinen Namen: Am

Stadtpark 7 heißt er Parkring,

ein Stückchen später Stubenring.

Bevor Sie über den Donaukanal

8 gehen, rechts auf die Uraniastraße

bis zur Schallautzerstraße,

dort links. Am Kanal entlang bis

zum Schwedenplatz. Dort verlässt

der Weg den Kanal und führt links

weiter in die Rotenturmstraße. Der

Straße folgen bis zum Rabensteig,

Stadtwanderwege

Die Broschüre „Wanderbares Wien“ stellt elf Stadtwanderwege, drei Rundum-Wien-Wege

sowie den Nord-Süd- und den Ost-West-Wanderweg vor. Die

Strecken sind gut beschildert und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Im Internet zu finden unter www.wien.gv.at/umwelt/wald, dann weiter in die

Rubrik „Freizeit“ und dort „Wandern in und um Wien“. Die Broschüre mit dem

dazugehörenden Wanderpass gibt es kostenlos unter Tel.: 0043/(0)1277550 oder

auf www.wien.gv.at/buergerdienst/stadtinfo/index.html.

Stadtinformationszentrum im Wiener Rathaus, Tel.: 0043/(0)152550.

links auf die Seitenstettengasse 9 ,

dann wieder links in die Juden -

gasse, rechts auf den Hohen Markt,

links auf die Tuchlauben. Weiter

rechts auf die Schultergasse, dann

links in die Jordangasse. Wieder

links auf die Kurrentgasse, dann

rechts weiter auf den Judenplatz 10,

dieser wird zur Drahtgasse. An der

Straße Am Hof biegen Sie rechts

ab und folgen dem Verlauf nach

links. Rechts auf den Heidenschuss,

rechts weiter auf der Freyung 11 ,

die zur Schottengasse wird. Links

auf den Doktor-Karl-Lueger-Ring,

der Weg folgt wieder dem Ring bis

zum Rathausplatz 12 und führt zum

Ausgangspunkt zurück.

Spezial | 2017

81


Stadtwanderungen

Wien

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Im Europa-Spezial-Österreich-Angebot der

Bahn (www.bahn.de) kostet eine Fahrkarte ab 39 Euro, einfache Fahrt.

Von einigen Städten aus wird Wien von der Deutschen Touring (www.

eurolines.de) mit dem Bus angefahren. Mit dem Pkw: In Österreich besteht

Mautpflicht, auch für die Wiener Stadtautobahnen. Mit dem Flieger: Der

Flughafen Wien-Schwechat befindet sich außerhalb der Stadtgrenzen. Ins

Zentrum fahren der City Airport Train CAT sowie die Schnellbahnlinie S 7

und Flughafen-Expressbusse. Mobil in Wien: Mit der Wien-Karte können

Sie 72 Stunden lang in ganz Wien U-, S- und Straßenbahn sowie Autobus

inklusive Nightline-Bus nutzen. Das Ticket kostet 18,50 Euro und beinhaltet

diverse preisliche Vergünstigen. Eine Tageskarte für das öffentliche

Verkehrsnetz kostet 5,70 Euro – ohne Ermäßigungen.

Orientieren: Karten und Reiseführer haben die meisten Buchhandlungen.

Tourenhöhepunkte

Kultur & Natur

Parlament Hier tagt das

1

österreichische Nationalrat.

Hofburg, Heldenplatz Der

2

Heldenplatz ist der äußere

Burgplatz der ehemaligen kaiserlichen

Residenz, der Hofburg.

Staatsoper Eröffnete 1869

3

mit Mozarts „Don Juan“ in

Anwesenheit von Kaiser Franz

Joseph und Kaiserin Elisabeth.

Secession 1897 gründete

4

sich eine Vereinigung

bildender Künstler, die Wiener

Secession. Sie wollten sich von

etablierten Kollegen distanzieren

und eine neue Kunstrichtung entwickeln,

den Wiener Jugendstil. Zu

den Künstlern zählten Architekten,

Maler und Kunsthandwerker.

Naschmarkt Im 18. Jahrhundert

entstand hier ein

5

Milchmarkt, daher leitet sich

auch der Name ab: Asch war ein

Milchbottich, der Name wurde im

Laufe der Jahre zu Naschmarkt

ver ballhornt. Tipp: Samstags

findet nach dem Markts ein

großer Flohmarkt statt.

Künstlerhaus 1861 haben

6

sich hier zwei Künstlervereine

zum Künstlerhaus zusammengeschlossen.

Stadtpark 1862 wurde der

7

größte Park im 1. Bezirk (die

sogenannte Innere Stadt) angelegt.

Das goldene Denkmal erinnert an

den Walzerkönig, Johann Strauß

junior (1921).

Donaukanal Der Donauarm

8

(auch Kleine Donau genannt)

ist mehr als 17 Kilometer lang.

Jüdischer Stadttempel Die

9

1826 eröffnete Synagoge

wurde als einziges jüdisches

Gotteshaus in der Reichskristallnacht

1938 in Wien nicht zerstört.

Hier ist heute die israelitische

Kultusgemeinde untergebracht,

die 1983 Ziel eines terroristischen

Anschlags wurde.

Judenplatz Das Holocaust-

10 Denkmal erinnert an die

65.000 österreichischen Juden, die

unter der Nazi-Herrschaft sterben

mussten.

Freyung Verbrecher, die es

11

bis hierhin schafften, mussten

das Gericht nicht fürchten:

Das irische Kloster hier am Platz

bot Schutz vor der städtischen

Gerichtsbarkeit.

Rathausplatz und Burgtheater

Das neugotische

12

Rathaus wirkt vom Ring aus

eher wie eine Kathedrale. Gleich

nebenan ist das Burgtheater, eine

der bemerkenswerten Theateradressen

im deutschsprachigen

Raum. Wer keine Vorstellung

besuchen möchte, kann alternativ

auch eine Führung durch das

Haus mitmachen.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Tipps für Ihren

Wien-Besuch

Gut schlafen: Hotel Rathaus Wein

& Design, Lange Gasse 13, 1080 Wien,

Tel.: 0043/(0)1/4001122, www.hotelrathaus-wien.at

Weitere Adressen

über WienTourismus, www.wien.info,

Tel.: 0043/(0)1/24555, täglich 9–19 Uhr

Lecker essen: Amador’s Wirtshaus

& Greißlerei, Grinzingerstr. 86,

1190 Wien, www.hajszan.com,

Tel.: 0043/(0)660/9070500.

Weinbar Wieno, Murlingengasse

17/4/5/421, 1120 Wien, www.wieno.info,

Tel.: 0043/(0)664/5183800

Bio shoppen: Bio Feigenhof, Am

Himmelreich 325, 1110 Wien/Kaisererbersdorf,

Zufahrt: Kaisererbersdorfer

Str. 135, www.feigenhof.at, Tel.: 0043/

(0)1/3187074, Verkauf ab Hof, freitags

von 14–18 Uhr, samstags von 10–17

Uhr oder nach tel. Vereinbarung.

Bio-Holzofen-Bäckerei, Spiegelgasse

23, 1010 Wien, www.gragger.at,

Tel.: 0043/(0)1/5130555, Mo–Fr

8–19, Sa 8–18 Uhr Uhr Bio-Kultur-

Hof „Zum grünen Baum“, Kutschkermarkt

(Kutschkergasse in

Wien), Sa 7.30–13.00 Uhr,

www.lebendigeracker.at, Essig-

Brauerei-Wien Gegenbauer,

Naschmarkt, Stand 110, www.gegenbauer.at,

Mo–Sa 9–18 Uhr, Kaas am

Markt, Karmelitermarkt 33–36,

1020 Wien, kaasammarkt.at,

Tel.: 0043/(0)699/18140601,

Di–Fr 9–18 Uhr, Samstag 8–14 Uhr

Thum Schinken-Manufaktur,

Margareten str. 126, 1050 Wien,

Tel.: 0043/(0)1/ 5442541, www.

thum-schinken.at, Mo–Fr, 7–12 Uhr;

Genuss-Tipp von Irene Wein furter:

Beinschinken probieren! Tipp: Weitere

Adressen findet Sie in der kostenlosen

Broschüre „Wien isst bio“ unter

kontakt@natuerlich.wien.at oder

Tel.: 0043/(0)1/400081346

Aktiv sein: Die Welthauptstadt

der Musik bietet so viel: die Wiener

Sängerknaben, die Philharmonie,

Oper, klassische Konzerte sowie Rock,

Pop und Jazz.

Sehenswürdigkeiten gibt es

viele: Hofburg, Prater, Wiener

Friedhöfe, Belvedere – ideal für eine

traditionelle Tour mit dem Fiaker!

Die Kutsch-Partie hat ihren Preis:

Die kleine Rundfahrt (ca. 20 Min.

durch die innere Altstadt) kostet

40 Euro, die große (ca. 40 Min.

über Ring straße und durch

die Altstadt) 65 Euro (Preis pro

Kutsche)

82

Spezial | 2017


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INNOVATION

Air Revolution ® System

Auftrittphase

Frische Luft saugt sich in den Schuh

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