f+h fördern und heben 4/2016

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f+h fördern und heben 4/2016

2884

Materialfluss, Warenwirtschaft

und Logistik-Management

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4

April 2016

Neues Herz für ein Lager

WMS im laufenden Betrieb modernisiert

Cemat Vorschau

Industrie 4.0 im

logistischen Kontext

Software

Informationsverfügbarkeit

optimiert Risikomanagement

Krane und Hebezeuge

Die „Evolution“

der Kranbedienung


COLOMBIA

SLOVAKIA

Ergonomic discharging device enables

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Automated tray storage system

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Electric forklift power in the Turkish

wood industry

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EDITORIAL

Schaden neue

Technologien den

Mitarbeitern?

Ferngesteuerte oder sogar autonom fahrende Lagertechnikgeräte sind

mittlerweile von mehreren Herstellern verfügbar. Diese Gerätespezies

folgt dem Bediener mehr oder weniger eigenständig durch das Lager

und unterstützt ihn bei seiner Kommissioniertätigkeit. Die Vorteile

liegen klar auf der Hand: Weil er das Fahrzeug nicht so häufig selbst

fahren muss, ist der Mitarbeiter bei seiner Kernaufgabe – dem Kommissionieren

– signifikant schneller. Er spart seine Zeit also an den

Laufwegen von und zum Fahrerstand sowie beim Auf- und Absteigen.

Dabei drängt sich die Frage auf, was der Mitarbeiter mit der

gewonnenen Zeit macht? Darf er früher nach Hause gehen? Ich denke

nicht. In der Praxis wird er seine Tätigkeit fortführen und so in seiner

Schicht mehr Aufträge

Der Betreiber muss einer

Gesundheitsgefährdung seiner

Mitarbeiter vorbeugen

bewältigen. In der Folge

wird er entsprechend mehr

Last bewegen müssen als

zuvor. Denn die Zeit, die der

Mitarbeiter auf der einen

Seite an „unbelasteten“

Laufwegen eingespart hat, wird auf der anderen Seite mit einer

„belasteten“ Tätigkeit ersetzt. Hier gehen die Interessen des Betreibers

und die der Mitarbeiter augenfällig auseinander, zumal Erkrankungen

der Wirbelsäule und des Rückens nach wie vor zu den häufigsten

Erkrankungen am Arbeitsplatz gehören.

Laut „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der

manuellen Handhabung von Lasten bei der Arbeit“ ist der Arbeitgeber

verpflichtet, geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen,

um manuelle Handhabungen von Lasten zu

vermeiden. Wenn dies nicht vermieden

werden kann, dann sind zumindest

geeignete Maßnahmen zu treffen, damit

eine Gesundheitsgefährdung der Beschäftigten

möglichst gering gehalten wird. Die

Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV)

nimmt hier eindeutig den Betreiber in

die Pflicht. Vor diesem Hintergrund muss

sich der Betreiber beim Einsatz von

autonom fahrenden Lagertechnikgeräten

also immer auch die Frage

stellen, mit welchen Maßnahmen er

das gesteigerte Lastenhandling

ausgleicht.

Holger Seybold

(Chefredakteur)

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INHALT

10

19

28

Aktuelles: Liebherr stärkt Standort in

Rostocker Überseehafen

Verpackungstechnik: „Smart Packaging“

hält Einzug in die Pharmabranche

Materialfluss: Hochleistungssteuerung

dirigiert 9 000 Pakete pro Stunde

EDITORIAL

3 Schaden neue Technologien den Mitarbeitern?

AKTUELLES

10 Maritime Krane: Von Konstruktion bis Kundendienst alles

vor Ort – Liebherr stärkt Standort im Rostocker

Überseehafen

AUS- UND WEITERBILDUNG

12 Forschung ganz nah an der Praxis – IFT Stuttgart eröffnet

Lernanlage für Kommissionierung

CEMAT VORSCHAU

14 Industrie 4.0 im logistischen Kontext – Cemat 2016 stellt

Digitalisierung und Automatisierung in den Mittelpunkt

LOGISTIKMANAGEMENT

18 Personaleinsatzplanung 4.0 – Automatisierung senkt

Kosten und erhöht die Flexibilität

VERPACKUNGSTECHNIK

19 Sprechende Faltschachteln – „Smart Packaging“ hält Einzug

in die Pharmabranche

SOFTWARE

20 TITEL Neues Herz für ein Lager – WMS im

laufenden Betrieb modernisiert

24 Interview: Optimierung des Risikomanagements –

Dr. Giovanni Prestifilippo im Gespräch über das Forschungsprojekt

„Smart Logistic Grids“ und seine Potenziale

MATERIALFLUSS

26 Aus einer Hand – Logistikzentrum mit Shuttlelager

ermöglicht Produktionsversorgung und Versand

28 9 000 Pakete pro Stunde – Verteilzentrum für hohe

Qualitätsanforderungen

FLURFÖRDERZEUGE

32 Staplertest: Im Dauereinsatz ohne Batteriewechsel –

Die Elektro-Dreiradstapler von BYD präsentieren sich mit

konsequenter Batterietechnologie

FUNKFERNSTEUERUNGEN

34 Die „Evolution“ der Kranbedienung – Neue Funkfernsteuerungen

und Assistenzfunktionen machen Kranführern das

Leben leichter

LOGIMAT NACHLESE

38 Interaktives Zusammenspiel von Mensch und Maschine

– Autonom fahrender Kommissionierer von Still feierte auf

der Logimat Weltpremiere

40 Produktinnovationen

RUBRIKEN

5 Kurz notiert

13 Fachliteratur

23, 37 Markt

39 Impressum

40 Inserentenverzeichnis

42 Von damals bis heute

43 F+H-Vorschau 5/2016

STAPLERTEST

Im Dauereinsatz ohne

Batteriewechsel

Die Elektro-Dreiradstapler ECB 16C bzw.

ECB 18C des chinesischen Herstellers

BYD präsentieren sich mit einer

80-V-Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie.

Das Batteriekonzept soll dem Stapler

u. a. viel Power bei gleichzeitiger

Energieeffizienz verleihen – ob dies

stimmt zeigt unser Test. 32

4 f+h 4/2016


KURZ NOTIERT

Rhenus Warehousing Solutions

baut Netzwerk aus

Der Kontraktlogistiker

Rhenus Warehousing Solutions

stellt sich mit der Eröffnung

von vier großen

Multi-User-Logistikzentren

in Europa in diesem Jahr

noch breiter auf. Den Anfang

bildet das neue Logistikzentrum

Frankfurt-Süd. Auf 40 000 m² gedeckter Lagerfläche

werden Lager- und Mehrwertdienstleistungen für regionale und

internationale Kunden übernommen.

www.rhenus.com

Trinity Mirror investiert in

Regalbediengeräte von Daifuku

Das Unternehmen Daifuku installiert neue Regalbediengeräte in

der Druckerei von Trinity Mirror im britischen Oldham. In den

Druckanlagen produziert der Traditionsverlag Tageszeitungen wie

The Daily Mirror, Sunday People, The Mail oder The Independent

sowie regionale Titel z. B. The Manchester Evening News. In die

Lager-Infrastruktur integriert werden die Regal bediengeräte ohne

den laufenden Betrieb der Druckerpressen zu beeinträchtigen. Dazu

tauscht das britische Projektteam von Daifuku die seit mehr als

25 Jahren im Einsatz befindlichen Regalbediengeräte ab diesem

Jahr schrittweise aus. Hergestellt werden die neuen Regalbediengeräte

von Daifuku in Japan.

www.daifukueurope.com

Terex Port Solutions erhält Auftrag aus Ägypten

Das Unternehmen Terex Port Solutions (TPS) aus Düsseldorf hat einen Auftrag über sechs dieselelektrische

Terex Gummibereifte Containerstapelkrane von Alexandria Container and Cargo

Handling Co. (ACCHCO), Ägypten, erhalten. Die Geräte werden im Alexandria Container Terminal

bzw. im El-Dekheila Container Terminal in Alexandria, dem wichtigsten Hafen des Landes, eingesetzt.

Mit der für November 2016 vorgesehenen Inbetriebnahme steigt die Gesamtzahl der in

Ägypten betriebenen Terex-RTG auf mehr als 20.

www.terexportsolutions.com

„Wie steigern IT-verbundene

Krane heute schon das

Potenzial von morgen?“

Heinz Helmut Kempkes, CEO, KULI-Hebezeuge

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f+h 11/2015 5


KURZ NOTIERT

Multimedia Content

Über den Link bzw. QR-Code

können Sie eine Bilder strecke

zu der Rettungsübung

aufrufen.

http://bit.ly/feuerwehrprobe

Feuerwehr übt Höhenrettung im BLG-Hochregallager

Für eine Rettungsübung hat BLG Logistics den Freiwilligen Feuerwehren Verden und Achim sowie der Höhenrettung der Feuerwehr

Oldenburg an einem Sonntag das Hochregallager in Bremen zur Verfügung gestellt. In einem der drei Hochregallagerblöcke probte

das 16-köpfige Spezialistenteam im Rahmen eines Lehrgangs den Ernstfall. Die Aufgabe des Feuerwehrteams bestand darin, einen

verletzten Dummy von einem der Regalbediengeräte aus 38 m Höhe sicher auf den Boden zurückzuholen – schonend, in liegender

Position.

www.blg-logistics.com

Marc Freerks,

Rudolf Hansl

Sabine Neuß

Elke Bannert und Manuel Raß

PERSONALIEN

langjähriger

Serviceleiter und

Vertriebsbeauftragter

der Egemin

Automation GmbH,

Bremen, hat das

Unternehmen

verlassen und die

Firma „Freetec

Consulting – Lösungen

für die Intralogistik“

gegründet.

Freerks, ebenfalls

mit Sitz in Bremen,

bietet u. a. Smart-

Maintenance-

Lösungen für

intralogistische

Bestands- und

Neuanlagen an.

verstärkt seit 1. April

die Geschäftsführung

des Unternehmens

Knapp

Systemintegration

in Leoben/Österreich.

Neben

Bernhard Rottenbücher

und Franz

Leitner wurde Hansl

zum Geschäftsführer

ernannt. Sein

Verantwortungsbereich

liegt primär

im Bereich Vertrieb.

Zudem wird Hansl

innerhalb der

Knapp-Gruppe die

Business Unit Food

Retail leiten.

wird vier weitere

Jahre die Produktion

in den europäischen

Werken von Linde

Material Handling

verantworten.

Zusätzlich hat Neuß,

Chief Operating

Officer (COO) des

Flurförderzeugherstellers,

zum

Jahresbeginn die

Verantwortung für

die Weiterentwicklung

der Produktionssysteme

an allen

Standorten der

Kion Group

übernommen.

wurden in die Geschäftsführung der Microsyst

Systemelectronic GmbH aus Weiden berufen. Somit

leiten die langjährigen Mitarbeiter zusammen mit

dem Gesellschafter-Geschäftsführer Harald Kilian

(Bild Mitte) die Geschicke des Unternehmens.

Bannert ist für die kaufmännischen Bereiche

zuständig, Raß obliegen die technischen Bereiche.

6 f+h 4/2016


Die Welt der Intralogistik

hautnah erleben

Sprintbox auf

Expansionskurs

Der europaweit tätige Dienstleister

Sprintbox hat mit einem

neuen Depot in Langenau seine

Präsenz im deutschen Markt

gestärkt und folgt den eigenen

Expansionsplänen. Mit einer

Hallenfläche von 10 000 m²

und Reinigungsmaschinen für

Am 9. Mai 2016 startet Linde Material Handling mit der zweiten

Auflage seines Kundenevents „World of Material Handling

(WoMH)“. Unter dem Motto „Linked Perspectives“ werden in diesem

Jahr die Zukunftsthemen Vernetzung, Automatisierung, Individualisierung

und Energiesysteme

in den Fokus gerückt.

Über einen Zeitraum von

2,5 Wochen gibt es feste Besuchertage

für unterschiedliche

Gästegruppen aus dem In- und

Ausland. Ort der Leistungsund

Themenschau ist die

Industriebau-Halle „Fredenhagen“

in Offenbach.

www.linde-mh.com

Stefan

Thiering

verantwortet bei

Raben Germany,

Mannheim, seit

kurzem die neu

geschaffene

Position des

Key-Account-Managers

Automotive.

Diese Sparte

erwirtschaftete im

vergangenen Jahr

ca. 28 Prozent des

Raben-Umsatzes.

Ruben Hafer

ist neuer Director

Supply Chain bei

Unitechnik, Wiehl.

In dieser Funktion

verantwortet Hafer

ab sofort u. a. die

Betreuung der

Systemlieferanten.

Zuvor war der

Diplom-Ingenieur

Leiter des Projektmanagements

bei

Unitechnik. Diese

Aufgabe übernimmt

nun Dirk Panske, der

gleichzeitig auch

die Abteilung

Engineering führt.

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wurde von den Gesellschaftern der H+H

Herrmann + Hieber GmbH, Denkendorf, Anbieter

von Intralogistiksystemen für Langgüter, zum

Nachfolger von Georg Konti (l. im Bild) berufen.

Im Interesse eines problemlosen Übergangs wird

Konti, langjähriger alleinvertretungsberechtigter

Geschäftsführer der H+H Herrmann + Hieber

GmbH, noch eine Zeit lang im Unternehmen

verbleiben und Guthmann mit seiner Erfahrung

zur Seite stehen.

Guthmann ist seit Juli 2014 Technischer Leiter

des Anbieters von Intralogistiksystemen für

Langgüter. Ein Jahr später erhielt er Gesamtprokura

und übernahm nahezu zeitgleich die

Leitung der neu gebildeten Sparte „Retrofit,

Service und Komponenten“.

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KURZ NOTIERT

Vanderlande gewinnt

Innovationspreis Logistik 2016

Im Rahmen des 25.

Deutschen Materialfluss-Kongresses

verlieh

die VDI-Gesellschaft

Produktion

und Logistik (VDI-

GPL) den Innovationspreis

Logistik

2016 an Vanderlande.

Ausgezeichnet

wurde der Systemanbieter

für das 3D-Shuttle-Konzept Adapto. Das modulare Lager-,

Entnahme- und Transportkonzept ermöglicht eine Anpassung des

Shuttle-Systems an sich verändernde Geschäftsanforderungen.

Lagerkapazität und Durchsatz lassen sich unabhängig voneinander

skalieren. Aus Sicht der unabhängigen Expertenjury spricht

ferner für das System dessen niedriger Energieverbrauch. Des Weiteren

ist Adapto mit einer intelligenten Stromüberwachung ausgestattet,

bei der Energie zurückgewonnen wird, sobald die Fahrzeuge

und Lifte bremsen.

www.vanderlande.com

Vanriet baut Geschäftsaktivitäten

in Deutschland aus

Die Vanriet Group mit Stammsitz in Houten/Niederlande will auf

dem deutschen Markt weiter expandieren: Dafür plant der Intralogistik-Systemanbieter

in den Bereichen E-Commerce, Service und

Wartung weiteres

Wachstum zu generieren.

Bestehende

Sparten wie etwa

Kontraktlogistik

oder Kurier-, Express-

und Paketdienste

sollen ebenfalls

ausgebaut werden.

Anlass dafür sind Neuaufträge und zusätzliche

Projekte bei Bestandskunden. Gestützt

wird diese Strategie von einem neuen Team,

das auf den deutschen Markt geschult ist.

„Aufgrund dieser Maßnahmen rechnen wir in

Deutschland mit einem Umsatzwachstum von 25 Prozent auf 50

bis 55 Millionen Euro“, so die Prognose von Rik van den Boog (Bild),

Chief Executive Officer (CEO) Vanriet Material Handling Systems.

www.vanrietgroup.de

Roggenland mit neuem

Manitou-Fuhrpark

Die Arbeitsbühnen-

und Staplervermietung

Roggenland

hat sich

für zehn Teleskopstapler

der Marke

Manitou entschieden.

Ende Januar

fand die Übergabe

der Maschinen

durch die Wasmus Gabelstapler GmbH, seit rd. 40 Jahren Vertriebspartner

von Manitou statt.

Das Bild zeigt bei der Übergabe des neuen Manitou-Fuhrparks an

die Firma Roggenland: Martin Brokamp von Manitou Deutschland,

Heinrich Roggenland, André Roggenland sowie Fabian Wasmus

von Wasmus Gabelstapler (v. l. n. r.).

www.manitou.com

Auftrag aus dem Reich der Mitte

Herkules, Hersteller von Walzenbearbeitungsmaschinen, hat bei

der Symeo GmbH aus Neubiberg einen Auftrag über die Lieferung

von Systemen zur Kollisionsvermeidung von Kranen in der Werkstatt

eines Walzwerks platziert.

Die Echtzeit-Lösung zur Erfassung

der Kranpositionen im

neuen Roll Shop der Benxi Iron &

Steel (Group) Co., Ltd. sorgt für

den Schutz von Mensch und

Maschine.

www.symeo.com

Weishaupt richtet Ersatzteil-

Logistik für die Zukunft aus

Im Dezember 2015 ist die Entscheidung gefallen, das 1994 von

Witron gebaute, Ersatzteil-Logistikzentrum der Max Weishaupt

GmbH, Anbieter von z. B. Brennern sowie Heiz- und Brennwertsystemen,

am Firmenhauptsitz in Schwendi zu modernisieren. Ziel

ist es, den Service-Level für die Vertragshändler weltweit auch zukünftig

zu halten, d. h. eine Vielzahl der Kunden schon am Folgetag

der Bestellung mit Ware aus einem Sortiment von mehr als 62 000

verschiedenen Artikeln zu beliefern. Den Auftrag für die Umsetzung

der Erweiterung und Modernisierung erhielt auch diesmal

wieder die Witron Logistik + Informatik GmbH, Parkstein. Zum Liefer-

und Leistungsumfang des Generalunternehmers gehören die

Planung und Realisierung aller Erweiterungs-, Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen

sowie deren IT- und steuerungstechnische

Anbindung. Ein Großteil der

Fördertechnikelemente wird von

der Witron-Tochter FAS entwickelt

und produziert. Die Inbetriebnahme

ist im September

2017 geplant.

www.witron.com

Technisch-Wissenschaftlicher Beirat

Dr.-Ing. Chr. Beumer, Beckum;

Prof.-Dr.-Ing. K. Furmans, Karlsruhe;

Prof. Dr.-Ing. W. A. Günthner, München;

Prof. Dr. M. ten Hompel, Dortmund;

Prof. Dr.-Ing. R. Jansen, Dortmund;

Dipl.-Ing. M. Kramm, Mönchengladbach;

Prof. Dr.-Ing. G. Pawellek, Hamburg-Harburg;

Prof. Dr.-Ing. habil. L. Schulze, Hannover;

Prof. Dr.-Ing. K.-H. Wehking, Stuttgart

8 f+h 4/2016


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AKTUELLES

Maritime Krane: Von Konstruktion

bis Kundendienst alles vor Ort

Liebherr stärkt Standort im Rostocker Überseehafen

Die Firmengruppe Liebherr

überträgt dem Standort Rostock

mehr Verantwortung. Neben der

Produktion werden seit Beginn

dieses Jahres auch weitere vor- und

nachgeordnete Strukturen im

Überseehafen angesiedelt.

D

ie Bündelung der Ressourcen in Verbindung

mit der direkten Seeanbindung

schafft am Standort Rostock gute Voraussetzungen

für das weitere Wachstum

und die Stärkung der internationalen

Marktposition der Sparte Maritime Krane

innerhalb der Firmengruppe Liebherr. „Die

strukturelle Neuausrichtung sorgt für noch

mehr Effizienz, Synergieeffekte und die Fähigkeit,

schnell auf sich verändernde Branchenentwicklungen

zu reagieren“, so

Leopold Berthold, Geschäftsführer

der Liebherr-MCCtec Rostock

GmbH.

Die ersten Konstrukteure und

Vertriebsmitarbeiter haben –

nach einer ca. 12- bis 18-monatigen

Einarbeitung am Standort

Nenzing/Österreich – bereits

Anfang 2014 ihre Büros in Rostock

bezogen. Sukzessive werden

weitere Mitarbeiter geschult

und nehmen ihren Arbeitsplatz im

Überseehafen ein.

Auch das Maritime Trainingszentrum hat

vollständig den Betrieb aufgenommen.

Somit verfügt der Standort über die Infrastruktur,

Kunden an Produkten und Systemen

etwa mit Kransimulatoren, Schnittmodellen

und 3D-Simulationen zu schulen.

Die direkte Anbindung an die Ostsee ist

einer der großen Standortvorteile der Lieb-

10 f+h 4/2016


AKTUELLES

herr-MCCtec Rostock GmbH. So werden

die logistischen Voraussetzungen für den

weltweiten Vertrieb vor allem von großdimensionierten

Kranen geschaffen, die in

Verschiffung des ersten Hafenmobilkrans

LHM 800, der für den russischen Hafen

Bronka bestimmt ist

Die Bündelung der

Ressourcen am

Standort Rostock schafft

gute Voraussetzungen für

das weitere Wachstum der

Sparte Maritime Krane

Leopold Berthold,

Geschäftsführer der

Liebherr-MCCtec

Rostock GmbH

Teilen oder auch komplett aufgebaut verschifft

werden können (Bild). Auch sein

Wachstumspotenzial spricht für das Werk:

2002 gegründet, ist der Standort kontinuierlich

gewachsen und beschäftigt heute ca.

1 500 Mitarbeiter. Einhergehend mit der

steigenden Mitarbeiterzahl hat sich die

Liebherr-MCCtec Rostock GmbH zum

Hauptproduktionsstandort für Hafenmobil-,

Schiffs- und Offshore-Krane sowie

Reachstacker innerhalb der Sparte Maritime

Krane entwickelt.

Aufgrund fortgesetzter Investitionen bietet

das Werk die Möglichkeit für weiteres

Wachstum in allen Bereichen. Das ist vor

allem für die Entwicklung und Herstellung

neuer Produkte bedeutsam – wie etwa dem

Hafenmobilkran LHM 800.

Fertigungsverbund mit vier

Produktionsstätten

Der bestehende Fertigungsverbund innerhalb

der Sparte mit den vier Produktionsstätten

in Killarney (Irland), Nenzing (Österreich),

Sunderland (Großbritannien)

und Rostock bleibt erhalten. Der Verbund

ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der

Reaktion auf sich verändernde Marktherausforderungen.

So konnte sich das Familienunternehmen

im vergangenen Jahr z. B.

den Auftrag für den Bau von vier großen

Containerbrücken für den neuen russischen

Hafen Bronka sichern: Um die im irischen

Liebherr-Werk Killarney gefertigten

Portalkrane komplett aufgebaut liefern zu

können, fand deren Montage und Verschiffung

in Rostock statt.

Fotos: Aufmacherfoto Andreas Duerst, Studio 301,

sonstige Liebherr-MCCtec Rostock

www.liebherr.com

f+h 4/2016 11


AUS- UND WEITERBILDUNG

Forschung ganz nah an der Praxis

IFT Stuttgart eröffnet Lernanlage für Kommissionierung

Um die manuelle

Kommissionierung zu erforschen

und weiterzuentwickeln, hat das

Institut für Fördertechnik und

Logistik (IFT) der Universität

Stuttgart ein Lern-Lager für 1 000

Lagerplätze errichtet. Auf einer

Fläche von 120 Quadratmetern

werden dort vier verschiedene

Kommissioniertechnologien

eingesetzt und untersucht.

Anfang März dieses Jahres fand die feierliche

Eröffnung des Lern-Lagers am IFT

statt. Das Unternehmen SSI Schäfer ist

Hauptsponsor. In seiner Eröffnungsrede

schilderte Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Karl-Heinz

Das Lern-Lager bietet

ein praxisorientiertes

Umfeld für den direkten

Vergleich der Kommissioniertechnologien

in

verschiedenen Szenarien

Holger Seybold,

f+h-Chefredakteur

Wehking (Bild), Leiter des IFT, die zukünftige

Bedeutung der Anlage für die Forschung,

Lehre und Praxis. „Wir sind nun in der Lage

für die Kommissionierung, beliebige Szenarien

aus der manuellen Kommissionierpraxis

abzubilden. So können wir die entsprechenden

Prozesse systematisch untersuchen

und optimieren.“

In der Abteilung Logistik des Instituts

beschäftigen sich unter der Leitung von

Matthew Stinson sieben Mitarbeiter und

acht studentische Hilfskräfte mit dem Thema

Kommissionierung bzw. Kommissionierstrategien.

Ab dem Sommersemester

2016 soll das IFT in der Lage sein, das

neue Hauptfachpraktikum „Kommissionierung“

anzubieten. Studierende erhalten

die Möglichkeit, die Organisation und

technische Ausstattung von Kommissioniersystemen

(über „Pick by Light“, „Pick

by Vision“ und „Pick by Voice“ bis hin zu

„Pick by Scan“) interaktiv und praktisch

im Lern-Lager kennenzulernen. Darüber

hinaus bietet die Anlage Unternehmen

die Möglichkeit,

Produkte in einer praxisähnlichen

Umgebung zu testen

oder gemeinsam mit dem IFT

Für Prof. Wehking bietet das Lern-Lager

nicht nur für Studierende, sondern auch für

Unternehmen die Möglichkeit neue

Kommissionierlösungen zu entwickeln

Kommissionierlösungen zu

entwickeln.

Das Unternehmen SSI Schäfer

steuerte die Regal- und Behältertechnik,

das Warehouse-

Management-System Wamas,

einen Kommissionierarbeitsplatz

und -wagen sowie ein „Pick by Light“-

System bei. Ferner unterstützte das

Unternehmen das Institut beim Projektmanagement.

Fotos: IFT Stuttgart/f+h

www.uni-stuttgart.de/ift

12 f+h 4/2016


AUS- UND WEITERBILDUNG

BÜCHER: FÜR SIE GELESEN

„Grün“ ist Pflichtprogramm für

Unternehmen. Nicht nur in der Entwicklung

und der Produktion, sondern auch in

der Logistik. Die Herausgeber der

Neuerscheinung „Return on Green“ sind

überzeugt: Die Logistik erlangt im

Zusammenhang mit

Green Management

eine neue, zentrale

Bedeutung. Denn vor

allem hier haben

Effizienzsteigerungen

große Auswirkungen,

namentlich auf die

Emission von

Schadstoffen.

In einem zentralen

Kapitel „Eine Grüne

Logistik – Intelligente Lösungen für die

Zukunft finden“ beschreiben die Autoren

eine Vielzahl an attraktiven Möglichkeiten.

Das Spektrum reicht von der

Gestaltung der logistischen Netzwerke

selbst über die Auslegung der entsprechenden

Immobilien bis hin zur internen

Logistik „von Rampe zu Rampe“. Neben

Themen wie einem logistikoptimalen

Verpackungsdesign rückt vor allem der

„Modal Split“ in den Blickpunkt.

Außerdem widmen sich die Autoren dem

Thema Logistikkooperationen, die eine

naheliegende Lösung sind, um Kosten zu

sparen und CO 2

und gleichzeitig Emissionen

zu reduzieren.

Kenntnisreich und pointiert beschreiben

die Autoren, wo der Hebel anzusetzen ist,

damit Grüne Logistik ein wirklicher Erfolg

wird. Ihr Fazit: Grüne Logistik ist ein

lohnendes Revier für die Jagd nach

Verschwendung und die Steigerung der

Effizienz.

Das Buch richtet sich an Geschäftsführer

sowie alle Logistikverantwortlichen im

Unternehmen, die sich nicht mit dem

Status Quo zufrieden geben, sondern

einen gezielten Schritt in Richtung Green

Management machen wollen.

Return on Green – Mit Green Management

zum unternehmerischen Erfolg. Norbert

Haas, Darya Nassehi und Klaus Dieterich

(Hrsg.). LOG_X Verlag GmbH, Ludwigsburg.

160 S., 45 Abbildungen, Preis:

29,- Euro. ISBN: 978-3-932298-59-2

Schaeffler hat die „Wälzlagerpraxis“, das

Handbuch zur Berechnung und Gestaltung

von Wälzlagerungen, überarbeitet. In

Zusammenarbeit mit

den Vereinigten

Fachverlagen ist das

Werk in der 4. Auflage

erschienen. Neue

Kapitel zeigen die

Weiterentwicklung der

Wälzlagertechnik u. a.

in den Bereichen

Mechatronik und

Beschichtungen. Die

Ausgabe wurde um 400

Seiten erweitert und

beschreibt die

Kernthemen rotatorischer – und jetzt auch

translatorischer – Wälzlager. In der

praktischen Umsetzung dieser Themen

können damit die Leistungsfähigkeit und

Betriebssicherheit vieler Lagerungen in

Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und

Anlagen gesteigert sowie die Kosten

gesenkt werden. Das Buch ist für 65 Euro

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CEMAT VORSCHAU

Als Impulsgeber für die weltweite Intralogistikbranche

zeigt die Cemat die

komplette Bandbreite der Produkte und Lösungen

für eine zukunftsfähige und vernetzte

Logistik. Sowohl halb- als auch vollautomatisierte

Lagerlösungen, Flurförderzeuge

sowie Regalsysteme, Roboter und IT-

Systeme werden von den mehr als 1 000

Aussteller aus aller Welt präsentiert.

Jeder zweite Aussteller auf der Cemat

kommt aus dem Ausland. Neben Deutschland

sind die wichtigsten Ausstellernationen

Belgien, China, Frankreich, Großbritannien,

Italien sowie die Niederlande,

Schweden, Spanien und die Türkei. Dabei

wächst die Intralogistikbranche kontinuierlich,

weiß der Messe-Veranstalter zu berichten.

Im vergangenen Jahr erreichten die Intralogistikhersteller

allein in Deutschland

ein Produktionsvolumen von 20,1 Mrd.

Euro. Gegenüber 2014 sei das ein Wachstum

um drei Prozent.

Für das laufende Jahr prognostiziert der

Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

im Verband Deutscher Maschinen- und

Anlagenbau, VDMA ein weiteres Wachstum

um drei Prozent. Dieses Ergebnis sei zum

einen auf die positive Entwicklung im europäischen

Binnenmarkt zurückzuführen.

Zum anderen habe weltweit die Konjunktur

in einzelnen Zielbranchen angezogen und

so die Auftragsbücher der Hersteller gefüllt.

Hier sei z. B. der Dauerbrenner E-Commerce

und die Automobilindustrie zu nennen.

Logistics IT im Fokus

Industrie 4.0 im

logistischen Kontext

Cemat 2016 stellt Digitalisierung und Automatisierung

in den Mittelpunkt

Mit dem Leitthema „Smart Supply

Chain Solutions“ geht die Cemat,

Weltleitmesse für Intralogistik und

Supply-Chain-Management, vom

31. Mai bis zum 3. Juni 2016 in

Hannover an den Start und richtet

damit den Fokus auf die

digitalisierte und vernetzte

Wertschöpfungskette. Im Rahmen

einer Cemat-Preview gewährte der

Veranstalter, die Deutsche Messe

AG bereits Einblicke auf das

Messe-Highlight der Branche.

In der Intralogistik gewinnt die Software zunehmend

an Bedeutung. Mit dem neuen

Ausstellungsschwerpunkt Logistics IT spiegelt

die Cemat diese Entwicklung. „Ohne

intelligente oder smarte IT-Lösungen ist die

Logistik nicht mehr denkbar. IT ist Innovationstreiber

in der Logistik, dabei schaffen

das mobile Internet und die Einbeziehung

jedes Endanwenders in der Prozesskette

völlig neue Möglichkeiten“, so Dr. Andreas

Gruchow (Bild 01), Mitglied des Vorstands

der Deutschen Messe AG.

Ein zentraler Bestandteil der Cemat ist

das Forum Logistics IT und Automation in

Halle 27. Das Forum bietet einen Mix aus

Fachvorträgen und Diskussionen rund um

IT und Automation. Dort diskutieren IT-Experten

mit Anwendern u. a. über Themen

wie Cloud in der Logistik, Mobile Solutions,

Supply-Chain-Design sowie Big Data und

Bildverarbeitung in der Logistik. „Ich bin

mir sicher, dass die Cemat ein Bewusstsein

für die aktuellen Intralogistik-Trends schafft

und Potenziale aufzeigt. Der Schwerpunkt

IT ist die Schnittstelle zwischen allen Bereichen

der Logistik“, so Dr. Christoph Beumer

(Bild 02), Vorsitzender des Cemat-Präsidiums

und Geschäftsführender Gesellschafter

und Vorsitzender der Geschäftsführung

der Beumer Group, Beckum. „Für IT-Experten

ist die Cemat damit ebenso ein Muss

wie für Produktionsleiter und Geschäftsführer

weltweit. Sie können sich einen

Komplettüberblick über den Markt verschaffen

und die Bausteine der Fabriken

und Logistikketten von morgen entdecken.“

Digitalisierung – eine

Herausforderung für die Branche

Das Thema IT zieht sich wie ein roter Faden

durch die Ausstellungsbereiche innerhalb

der Messe − egal ob neue Produkte oder aktuelle

Anwendungen aus den Technologiebereiche

wie Move & Lift, Store & Load oder

Cranes & Lifting-Equipment. Mittlerweile

geht es auch in den Kategorien der Intralogistikbranche

nicht mehr nur allein um

Maschinen, sondern vielmehr darum, wie

diese Geräte künftig in die automatisierte

Supply Chain eingebunden werden. So beeinflussen

die zunehmende Vernetzung

und das Konzept Industrie 4.0 z. B. die

Kranbranche und stellen diese vor neue

14 f+h 4/2016


CEMAT VORSCHAU

01 Die Digitalisierung wird der Intralogistikbranche

einen weiteren positiven Schub

geben, ist sich Andreas Gruchow sicher

02 Zunehmend bedeutsam wird die in

der Lieferkette eingesetzte Software,

prognostiziert Christoph Beumer

03 Für Sascha Schmel ist der VDMA-Pavillon

eine ideale Ergänzung des umfangreichen

Ausstellungsportfolios der Cemat

Herausforderungen. Ferner wird die Cemat

die Frage thematisieren, wie das Lager der

Zukunft ausgestattet sein muss, damit effektiv

und Kosten sparend verladen, verpackt

und verteilt werden kann – vollautomatisiert

oder teilautomatisiert?

Doch die Digitalisierung verändert die

Wertschöpfungskette und stellt nicht nur

die Unternehmen der Intralogistikbranche

vor neue Aufgaben, sondern auch die

Logistikdienstleister. Künftig wird ihr Erfolg

noch mehr von der Leistungs fähigkeit ihrer

Logistikzentren abhängen. Denn durch

Big Data sind heute z. B. Informationen

über Fahrzeuge, Sendungen und Lieferaufträge

jederzeit und überall verfügbar.

Prozesse können damit einfacher gesteuert

werden – auch diesem Themenbereich

wird sich die Cemat stellen, so der

Veranstalter.

VDMA: Stellenwert der Logistik

wächst

Ob in der klassischen Beschaffungs- oder in

der Produktionslogistik – branchenübergreifend

steigt die Bedeutung der Logistik.

Dies macht auch der VDMA Fachverband

Fördertechnik und Intralogistik auf der

Cemat 2016 zum Thema.

Die Zukunft der Intralogistik und ihre Märkte

– das sind die Schwerpunkte im

VDMA-Pavillon auf dem Freigelände L19.

In exklusiven Talkrunden bekommt der

Fachbesucher Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte

im Bereich Intralogistik

sowie in ausgewählte Märkte. „Der Bedarf

an modernen und intelligenten Technologien

und Konzepten für Logistikprozesse

steigt. Auf der Cemat zeigen die Aussteller

aus dem In- und Ausland ihre Trends und

Lösungen für alle Anforderungen entlang

der Supply Chain“, erklärt Sascha Schmel

(Bild 03), Geschäftsführer VDMA Fachverband

Fördertechnik und Intralogistik.

Wir schaffen logistische Verbindungen.

Wir liefern Kabinen

für Flurförderzeuge,

den Bausektor und

die Forstwirtschaft,

Fahrzeugkabinen,

Krankabinen für See,

Straße und Gebäude

sowie Sonderkabinen

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CEMAT VORSCHAU

Komplette Logistikkette in einer

Messehalle

Viele Elemente und deren Zusammenspiel

machen in der Logistik am Ende das funktionierende

Ganze aus. Produktionsprozesse

und Logistik verschmelzen zunehmend

und werden dynamischer. Wer sich im Zukunftsmarkt

Logistik behaupten will, muss

ganzheitliche Konzepte und Systeme für

den Material- und Informationsfluss auf

den aktuellen Stand bringen. Wie komplexe

logistische Prozesse im Produktionsumfeld

funktionieren können, das zeigt die Sonderschau

„Innovative Logistiklösungen“ in

Messehalle 27. An der Sonderschau teilnehmenden

Unternehmen beteiligen sich an

einem Gemeinschaftsexponat, das eine exemplarische

Logistikkette aufzeigt.

Indem jeder Aussteller seine Expertise

und ein Exponat einbringt, profitieren die

Unternehmen von einer praxisnahen Demonstration

ihrer Produkte innerhalb eines

Prozessablaufs. „Anders als bei einem statischen

Messestand müssen sich die Besucher

nicht vorstellen, wie etwas funktionieren

könnte, sondern können es live erleben“,

erklärt Dr. Jochen Schneider, stellver-

tretender Leiter des Dortmunder Instituts

für Distributions- und Handelslogistik

(IDH), der die Sonderschau in diesem Jahr

konzipiert. „Durch tägliche Führungen wird

der Gesamtzusammenhang interessierten

Besuchergruppen nähergebracht und erläutert,

aber auch außerhalb der Führungen

stehen die Aussteller als Ansprechpartner

zur Verfügung.“

Etwa 30 Unternehmen demonstrieren an

verschiedenen Punkten entlang der Logistikkette,

wie sich Abläufe gestalten lassen.

Die Prozesskette beginnt an einem Seehafen

mit einer halbautomatischen Containerentladung.

Parallel findet eine halbautomatische

Entladung und Palettierung von

Paketen aus einem Trailer statt.

Nach ihrer Identifikation werden die Paletten

einem Depalettierroboter zugeführt

und anschließend die Pakete aus dem Verbund

gelöst und auf einen Stetigförderer gesetzt.

Darüber hinaus sind auch Flurförderzeuge

und Sensoren für Fahrerlose Transportfahrzeuge,

etwa zum Thema Sicherheit,

Teile der Prozesskette.

Nach der automatischen Einlagerung der

Pakete in ein exemplarisches Lager gelangen

diese zu einem automatischen Paketöffner.

Aus den offenen Paketen entnimmt

ein Bediener die Produkte im Folgeschritt,

identifiziert sie mithilfe einer Datenbrille

und legt sie in einen Behälter ab. Nachfolgend

werden die Produkte eingelagert, auf

Basis eines fiktiven Auftrags kommissioniert,

in verschieden große Faltschachteln

verpackt sowie auf Stetigfördertechnik gesetzt

und umreift. Anschließend wird ein

UHF/Barcode-Kombietikett appliziert und

das Volumen des Packstücks erfasst, das

Packstück der Größe nach sortiert und

identifiziert. Eine Roboterzelle übernimmt

die automatische Palettierung auf mit

Transpondertechnik ausgestatteten Paletten.

Mit Folie gesichert gelangt die Ladeeinheit

in den Versandbereich, wo ein Bodenblocklager

sowie Palettenregale zur Verfügung

stehen.

Schließlich wird in Halle 27 auch noch

die Ladungssicherung gezeigt. Praxislösungen

für die Ladungssicherung im Container

stehen dabei im Mittelpunkt. MW

Fotos: Aufmacherfoto: Deutsche Messe, Fotolia/

Bearbeitung: VFV Layout, Sonja Schirmer, 01 – 03

und Hallenplan S. 17 Deutsche Messe

www.messe.de

Quelle: Deutsche Messe

lfd.

Nr.

Aussteller und Lösungen der Sonderschau „Innovative Logistiklösungen“

Unternehmen Exponat lfd.

Nr.

Unternehmen

Exponat

1 Copal Handling Automatische Trailerentladung 17 Hänel Produktlager

Systems (C1)

2 Fraunhofer IFF; Identifikation Palette 18 Viastore Kommissionierung

Cabka Group

3 Pepperl & Fuchs Staplersicherheit / FTS 19 Easypack Verpackung der Produkte

4 Flurförderzeuge 20 SMI Handling Handhaben schwerer Güter /

Vakuumtechnik

5 Yaskawa Electric Depalettierung 21 Mosca Umreifung der Pakete

Corporation

6 Seehafen 22 Bluhm Aufbringen eines Kombilabels

7 Copal Handling

Systems (C2)

Automatische Containerentladung

23 Volumenmessung der Stückgüter

8 IT in der Logistik 24 Pepperl & Fuchs Objekterkennung

9 Hoffschmidt

Paketlager 25 Palettierung

Engineering

10 heinz mayer Automatische Paketöffnung 26 Combipack Wickelung der Paletten

11 Objektvermessung 27 SEP Logistik Bodenblocklager

12 Ubimax Identifikation Produkt 28 SSI Schäfer Palettenregale

13 Fraunhofer IFF Kontrolle Einlagerung ins

Produktlager

29 iCon; Spanset Ladungssicherung im Container

14 Georg Utz Behälter 30 Schmitz Cargobull;

Spanset

15 AMI Förder und

Lagertechnik

16 Moderne Ver packung

Hoffmann

Fördertechnik (komplette) 31 Epal, Georg Utz; Bito;

Cabka Group

Kartonagen

Ladungssicherung im

Sattelauflieger

Ladungsträger

16 f+h 4/2016


CEMAT VORSCHAU

f+h 4/2016 17


LOGISTIKMANAGEMENT

Personaleinsatzplanung 4.0

Automatisierung senkt Kosten und erhöht die Flexibilität

Das Problem einer herkömmlichen Personaleinsatzplanung

ist bekannt. Da

die eingesetzten Mitarbeiter i. d. R. mobil

unterwegs sind, monieren vor allem Transport-

und Logistikdienstleister die damit

verbundene Bürokratie sowie umfangreiche

und fehleranfällige Planungsprozesse. Auch

eine systematische Besetzung von Aufträgen,

die Einbindung von Fremdpersonal oder eine

koordinierte Steuerung der eigenen personellen

Ressourcen sind nur mit hohem

Aufwand realisierbar. Aktuelle Entwicklungen

auf Software ebene fokussieren genau

diese kritischen Punkte und erleichtern zustatus

aller Ressourcen auf Personal- und Maschinenebene.

Die Zuordnung geschieht einfach

per „Drag & Drop“. Planungsfehler werden

vermieden und Leerlaufzeiten reduziert.

Die Automatisierung ermöglicht zudem, dass

Statusrückmeldungen durch das mobile Personal

ggf. auch durch den Kunden in Echtzeit

einsehbar sind.

Transparenz auf Prozess- und

Kostenebene

Je mehr Akteure in Lieferketten

eingebunden sind, desto

aussichtloser scheint es, Ressourcen

für die Erbringung von Arbeitsleistungen

bedarfsgerecht und

zügig zuzuordnen. Webbasierte

Anwendungen für eine vernetzte

Auftragsabwicklung machen dies

möglich. Das Kunden- und

Dienstleisterportal „Catkin“ bietet

eine solche Lösung und sorgt für

eine automatisierte und klar

strukturierte Kommunikation

zwischen den Beteiligten.

dem den Einstieg in die Digitalisierung. Die

Software „Catkin“ ist solch eine Lösung. In

Verbindung mit der integrierten dynamischen

Smartphone-App lässt sich über diese

Plattform eine einheitliche unternehmensübergreifende

Auftragsabwicklung realisieren.

Kommuni kations- und Koordinationsprobleme,

die in arbeitsteiligen

Prozessen eher den Regel- als den Ausnahmefall

bilden, entfallen somit.

Mitarbeiter punktgenau

einsetzen

Telefonieren entfällt ebenso wie kaum zu

überschauende E-Mails, Faxe und sonstige

Papiere. Es existiert nur noch ein System für

alle Aufträge. Die Kommunikation wird vereinfacht,

ist klar strukturiert und geschieht

in Echtzeit. Darüber hinaus unterstützt

„Catkin“ auftragsbegleitende Prozesse wie

mobile Arbeitszeiterfassung, Rechnungsprüfung,

GPS-Tracking und Geomatching.

Für die Instandhaltung können Details zum

Auftrag, z. B. Anlagenstandort, Arbeitspläne

und Stücklisten, direkt an das Einsatzteam

übermittelt werden. Die integrierte mobile

Arbeitszeit erfassung in Form einer mobilen

Stechuhr schafft zudem Sicherheit angesichts

des Mindestlohngesetzes und der Dokumentationspflichten

bei der Beauftragung

von Subunternehmern. Unmittelbar nach

Abschluss der Leistung können erfasste Stunden

wieder freigegeben werden. Alle aktuell

relevanten Aufträge werden im Auftragsmonitor

abgebildet. Parallel erhält der Disponent

Hinweise zum Einsatz- bzw. Verfügbarkeits-

Elektronische Auftragsdaten, z. B. Start, Ende,

Zählerstände, werden direkt via Zeitstempel

generiert. Mit der integrierten Nachrichtenfunktion

– vergleichbar mit WhatsApp – lassen

sich z. B. Rückfragen zum Auftrag austauschen,

Liefernachweise erbringen und etwaige

Schäden per Foto dokumentieren (Bild).

Frachtbriefe und Lieferscheine können zudem

vor Ort erstellt und direkt auf dem Tablet oder

Smartphone vom Kunden unterschrieben und

ausgedruckt werden. Selbst die Rechnungsprüfung

geschieht auftrags begleitend in

Echtzeit. Damit steigt die Kostentransparenz

und es ist eine schnellere Abrechnung möglich

– ein Umstand, der sich positiv auf die Liquidität

auswirkt.

Die Anwendung ist intuitiv bedienbar

und läuft auf handelsüblichen Smartphones.

Ein offizielles Gütesiegel für „Catkin“ gab es

Ende November 2015. Auf der im Rahmen des

Berliner IT-Gipfels freigeschalteten deutschlandweiten

Online-Landkarte „Industrie 4.0“

war das offene und dynamische Kommunikationsportal

des gleich namigen Dortmunder

Unternehmens zum Start drei Mal gelistet –

u. a. mit dem Projekt „Digitalisierung des Personaleinsatzes

bei der TX Logistik AG“.

Fotos: Catkin

www.catkin.eu

Mit der integrierten Nachrichtenfunktion

lassen sich z. B. Rückfragen zum Auftrag

austauschen oder Liefernachweise erbringen

18 f+h 4/2016


VERPACKUNGSTECHNIK

Sprechende Faltschachteln

„Smart Packaging“ hält Einzug in die Pharmabranche

Die Rondo AG, Allschwil/Schweiz, bietet Lösungen für den Einsatz von

NFC-Technologie (englisch: Near Field Communication, deutsch: Nahfeldkommunikation)

in der Pharmaindustrie. Zielsetzung des Faltschachtelherstellers

ist es, durch den Einbau von Funkchips in Verpackungen neue

interaktive Kommunikationswege zwischen Pharmaherstellern und

Patienten sowie zwischen Patient, Arzt und Apotheke zu schaffen.

Bargeldlose Zahlungen kleiner Beträge,

schlüsselloses Öffnen eines Pkw,

elek tronische Eintritts- und Fahrkarten: Der

Einsatz von Nahfeldkommunikation, NFC,

hält immer stärker Einzug im Alltag der

Menschen. Ermöglicht wird dies durch die

weite Verbreitung von Smartphones, die

diesen internationalen Übertragungsstandard

zum kontaktlosen Austausch von

Daten per Funktechnik über kurze Strecken

unterstützen.

Neben Banken, Automobilherstellern

und Verkehrsbetrieben haben auch

Pharmahersteller Interesse an der Technologie.

Die Integration eines NFC-Chips in

Medikamentenverpackungen soll die

direkte Kommunikation mit dem Patienten

ermöglichen und die Kommunikation

zwischen Patient, Arzt und Apotheke verbessern.

Die Einsatzmöglichkeiten sind

vielfältig. Sie reichen vom Vorlesen des

Beipackzettels über die automatische

Nachbestellung von Medikamenten bis zur

Bereitstellung weiterführender Informa-

tionen, z. B. zur richtigen Einnahme eines

Medikaments (Patienten Compliance)

oder zur korrekten Anwendung eines

Medizinprodukts.

Vom Zusatznutzen profitieren

„Smart Packaging“ basiert auf der Integration

eines NFC-Chips bzw. eines elektrochromen

Displays in die Pharmaverpackung. Der

NFC-Chip wird bei der Herstellung der Verpackung

eingearbeitet und überträgt seine

Informationen per Funk, sobald ein lesefähiges

Endgerät in entsprechender Nähe ist.

Hierzu wird das Smartphone auf die

Medikamentenverpackung aufgelegt. „Der

Unterschied und der Vorteil zu Lösungen

mit RFID-Codes liegt im geringen Abstand

zwischen Sender und Empfänger, der

eingehalten werden muss“, erklärt Mike

Bernhardt von Rondo. „Auf diese Weise

können ihre Daten nicht über eine größere

Distanz ausgelesen werden. Das erhöht die

Datensicherheit.“

Mithilfe von elektrochromen Displays lassen

sich Verpackungen benutzerfreund licher

gestalten

Auf zwei Fachmessen im vergangenen Jahr

stellte Rondo zwei Anwendungsfälle vor:

Nach Auflage des Smartphones auf die

Verpackung wurde im ersten Fall der

Beipackzettel vorgelesen. Im zweiten

Anwendungsbeispiel konnte nach Auflage

des Telefons das Medikament elektronisch

nachbestellt werden. Hierzu wird im

Display Kundenname, Medikament und

Dosierung angezeigt. Über eine entsprechende

Schaltfläche findet die automatische

Rezeptbestellung an den Arzt und

die Medikamentenbestellung an die

Apotheke statt. Auf dem Mobiltelefon

erscheint anschließend eine Bestätigung

für den Patienten. „Mit der Integration von

NFC-Chips wollen wir die Kommunikation

zwischen allen Beteiligten ermöglichen“, so

Bernhardt. „Darüber hinaus bieten die

Chips einen wichtigen Sicherheitsvorteil.

Jeder Chip kann eine eindeutige vom Hersteller

vergebene Seriennummer aufweisen.

Über diese Nummer kann die Fälschungssicherheit

von Medikamenten weiter erhöht

werden. Das ist interessant für den Originalitätsnachweis

von Produkten, die über das

Internet bestellt werden.“

Rondos zweiter Smart-Packaging-Ansatz

ist die Integration eines elektrochromen

Displays in eine Walletverpackung. In einer

Studie zeigte das Unternehmen ein solches

Display, in dem Informationen über die

stattgefundene oder nicht stattgefundene

Entnahme einer Tablette angezeigt werden

(Bild). „Hier legen wir den Fokus auf

die erhöhte Benutzerfreundlichkeit der

Ver packung“, erklärt Bernhardt. „Solche

Displays können aber auch für den Erstöffnungsschutz

genutzt werden.“

Fotos: Rondo Packaging

www.rondo-packaging.com

f+h 4/2016 19


SOFTWARE I TITEL

Neues Herz für ein Lager

WMS im laufenden Betrieb modernisiert

Bei dem Unternehmen Wika, einem der weltweit führenden Unternehmen

im Bereich der Druck-, Temperatur- und Füllstandsmesstechnik, steht die

Liefertreue im Fokus. Auch während des Austauschs des alten

Lagerverwaltungssystems gegen ein neues Warehouse-Management-

System (WMS) galt es, weiterhin lieferfähig zu sein und die Waren

pünktlich und schnell zum Kunden bringen. Lesen Sie mehr.

20 f+h 4/2016


Das Unternehmen Wika mit Hauptsitz in

Klingenberg am Main beschäftigt derzeit

7 900 Mitarbeiter. Täglich verlassen rd.

200 000 Einheiten die Werke in aller Welt.

„Dafür brauchen wir ein hoch verfügbares

Logistiksystem“, betont Michael Werner, Logistikleiter

bei der Wika Alexander Wiegand

SE & Co. KG. Seit Jahren steht die Liefertreue

bei dem Unternehmen im Fokus. „Allein

für die Logistik liegt das Ziel für die Liefertermintreue

bei mehr als 99 Prozent“, ergänzt

Werner. Um die Liefertreue auch zukünftig

sicherstellen zu können, stattete die

Viastore Software GmbH, Stuttgart, das Lager

mit dem individuell an die Anforderungen

des Betreibers angepassten Viadat

WMS aus.

9 500 verschiedene Artikel auf

Lager

Kernstück der Logistikprozesse ist das Distributions-

und Produktionslager, das aus

einem sechsgassigen automatischen Kleinteilelager

mit 48 000 Stellplätzen, einem

zweigassigen automatischen Paletten-

Hochregallager mit 1 036 Stellplätzen

(Bild 01) sowie einem kleinen manuellen

Lager besteht. Circa 9 500 verschiedene Artikel

werden hier bevorratet – von Dichtungen

mit einem Gewicht von nur wenigen

Gramm bis zu mehreren 100 kg schweren

Geräten. Das Lager ist direkt an die Produktion

angebunden – zum Transport der in der

Fertigung benötigten Artikel über Fördertechnikbahnen

werden dieselben blauen

Behälter genutzt, in denen sich die Waren

auch im Kleinteilelager befinden. Ein Großteil

der Zulieferteile und Rohstoffe werden

von den Lieferanten oder von anderen Niederlassungen

des Unternehmens bereits in

diesen Kunststoffbehältern angeliefert. Für

den Versand der Fertigteile und die Zusammenstellung

der benötigten Artikel ist das

Kleinteilelager an 16 Kommissionierplätze

angeschlossen. Das Paletten lager verfügt

über drei weitere Kommissionierplätze.

Zur Steuerung aller Logistik-Prozesse

nutzte Wika bisher ein Lagerverwaltungssystem,

das eng mit dem ERP-System

Microsoft Dynamics AX (dem früheren

Axapta) verknüpft ist. Ende 2012 kündigte

der Anbieter jedoch den Support für das

System. „Wir mussten uns nach einer Alternative

umschauen“, so Werner. Dabei half

ihm eine Fachzeitschrift, in der 120 Anbieter

von Warehouse-Management-Systemen

genannt waren. Die Zahl der potenziellen

Lieferanten für ein neues WMS reduzierte

sich allerdings rasch, als die Mitarbeiter sie

mit ihrem Anforderungskatalog abglichen.

„Spätestens bei der Integration des Systems

auf unsere SQL-Server mussten viele Anbieter

passen“, erinnert sich Klaus Grosch

von der IT-Anwendungsentwicklung bei

Wika.

Den Zuschlag für die Implementierung

eines neuen Warehouse-Management-Systems

erhielt schließlich Viastore. Grund für

die Wahl der Software war deren hohe Parametrisierbarkeit,

wie Uwe Fersch, technischer

Manager für Lager und Versand-

Logistik bei Wika, erläutert: „Unsere Gegebenheiten

und Warenströme ändern sich

permanent. Daher benötigen wir ein flexibles

System, bei dem vom Wareneingang bis

zum Versand alle Prozesse angepasst werden

können – und das möglichst schnell,

damit wir unsere Liefertreue einhalten können.“

Zudem sollte die Software schon möglichst

viele Funktionen integriert haben, die

der Betreiber in seinem Lastenheft gelistet

hatte. Dazu gehörte auch die Kommunikation

mit dem vorhandenen ERP-System.

Grosch diesbezüglich: „Wir haben fast keinen

Anbieter gefunden, der seine Lösung

01 Im zweigassigen automatischen

Paletten-Hochregallager finden

1 036 Paletten Platz

f+h 4/2016 21


SOFTWARE I TITEL

02 Eine in die Fördertechnik integrierte

Waage prüft das Gewicht der Behälter nach

der Kommissionierung

auf unser ERP-System aufsetzen konnte.“

Hier bietet Viadat auf der Basis seiner Software-Architektur

einen Vorteil, wie Markus

Müllerschön, Geschäftsleitung Vertrieb

Viastore Software, erklärt: „Wir haben alle

Betriebssystem- und Datenbankzugriffe in

einer Viastore-eigenen Klassen-Bibliothek

gekapselt. Dadurch können wir ganz unterschiedliche

Datenbanken und Betriebssysteme

unterstützen. Diese Bibliothek pflegen

wir permanent. Werden das Betriebssystem

oder die Datenbank abgekündigt,

tauschen wir diese Library gegen die aktuelle

Version und lassen das System auf einer

neuen Plattform laufen. Wir können Viadat

damit auf Plattformen betreiben, die es

heute noch gar nicht gibt.“

Zugeschnitten auf die

individuellen Anforderungen

So umfangreich die Funktionen auch sind,

die die Software standardmäßig für das Management

der unterschiedlichen Lager bietet

– bei der Integration in vorhandene Logistikprozesse

sind individuelle Anpassun-

gen unumgänglich. Das begann bei Wika

bereits im Wareneingang, wie Volker

Ahrens, der für Viastore die Anpassungen

an Viadat realisierte, berichtet: „Weil sich

der Fördertechnik-Loop zwischen Kommissionierstationen,

Wareneingang und Regalbediengeräten

bei einer hohen Auslastung

des Lagers als Nadelöhr erwies, haben wir

in Viadat Begrenzungsparameter integriert.

Mit deren Hilfe lassen sich die Anzahl der

Auslagerungen, aber auch die Anzahl der

Einlagerungen im Wareneingang an die Anlagenleistung

anpassen.“

Auch beim Einbuchen von Beständen

nach der Kommissionierung waren Anpassungen

am WMS notwendig. Denn während

üblicherweise das WMS einen Bestand

an das übergeordnete ERP-System

meldet, sobald der entsprechende Behälter

auf die Fördertechnik gesetzt wird, hält

Viadat bei Wika diese Information noch zurück.

Erst wenn der Behälter tatsächlich das

Lagerfach im Regal erreicht, wird der Bestand

gegenüber dem Host-System quittiert.

Somit lassen sich Aufträge noch während

der Bearbeitung ändern. Wenn die

Ware dagegen schon im Host-System quittiert

wäre, ließen sich bei Gewichtsdifferenzen

oder falschen Behältern aus dem ERP-

System heraus keine Änderungen mehr

vornehmen. Hintergrund ist, dass bei dem

Betreiber auch die in das Lager zurücklaufenden

Behälter, nachdem sie an den Kommissionierstationen

auf die Fördertechnik

gesetzt wurden, noch einmal über eine

Waage kontrolliert werden (Bild 02). Dadurch

lässt sich feststellen, ob die richtige

Stückzahl an Artikeln entnommen wurde.

Bei einer Fehlermeldung wird der entsprechende

Behälter ausgeschleust und zurück

zur Kommissionierstation transportiert.

Wolfgang Schindler, Leiter der IT bei Wika

Deutschland, ergänzt einen weiteren Grund

für die verzögerte Bestandsmeldung an das

ERP-System: „Wenn bei großen Stückmengen,

die sich über mehrere Behälter erstrecken,

bei jeder Behältervereinnahmung

gleich eine Rückmeldung an das Host-System

gehen würde, hätten wir plötzlich zig

Teillieferungen und somit auch mehrere

Lieferscheine.“

Weitere Anpassungen am WMS waren erforderlich,

um die Prozesse abzubilden

(Bild 03). Dazu gehören eine Inventurfunktion,

mit der die Behälter aus dem Lager auf

die Fördertechnik-Waage transportiert werden,

der Druck von Zertifikaten und Zeugnissen

für die verpackten Artikel an den

Kommissionierplätzen, die Pufferung von

angelieferten Artikeln im Lager in Abhängigkeit

von den freien Kapazitäten in der

Qualitätssicherung sowie die Versorgung

von Produktions- und Kommissionierplätzen

mit Leerbehältern.

Testlauf am Wochenende

Ebenso wichtig wie die Flexibilität der Software

war die eigentliche Umstellung vom

Altsystem auf die neue Software. „Bei so einem

Projekt entfernt man im Prinzip das

Herz der Anlage und ersetzt es durch ein

neues“, veranschaulicht Müllerschön die

Risiken. Ohne umfangreiche Tests gehe

nichts. Die Prüfung der Schnittstellen und

Kommunikation zwischen Viadat und ERP-

System beeinflussten den Alltag bei Wika

kaum – das Zusammenspiel von Host und

WMS konnte das Softwareunternehmen

größtenteils in Stuttgart simulieren und prüfen.

Anders die Kommunikation zwischen

Viadat und den Fördertechniksteuerungen:

„Weil Wika bereits eine relativ intelligente

Fördertechniksteuerung implementiert hatte,

haben wir hier kein klassisches Materialflusssystem

eingesetzt, sondern dessen

Funktionen in das WMS integriert“, erklärt

Klaus Wenz, Projektleiter von Viastore. Das

habe aber auch bedeutet, dass das neue System

nur an der realen SPS getestet werden

konnte. Zu diesem Zweck wurde immer an

den Wochenenden die Anlage mit dem neuen

WMS gekoppelt und Tests gefahren. Damit

ließ sich das Gesamtsystem nach und

nach testen und Fehler ausmerzen. Der

Sonntag nach der Produktivschaltung wurde

zu einem regulären Arbeitstag mit dem

neuen System definiert. So ließen sich Fehler,

die bei der Produktivschaltung auftauchten,

eliminieren, ohne dass die Liefertreue

litt. Viastore hatte bereits in der Projektphase

Key-User des Betreibers eingebunden,

die jetzt ihren Kollegen zur Seite standen.

Fotos: Viastore Software

www.viastoresoftware.de

03 Wenn der Host nicht erreichbar ist,

können über das WMS auch Lieferscheine

gedruckt werden

22 f+h 4/2016


MARKT

Gefahrstoffbox mit 30 Minuten Brandschutz

zur Aufbewahrung von Kleingebinden

Das Unternehmen Denios bietet mit den Gefahrstoffboxen Basis Line

eine Lösung zur Aufbewahrung von Kleingebinden mit 30 Minuten

Brandschutz. Eine pulverbeschichtete Stahlblechkonstruktion macht die

Box robust. Die Flügeltüren schließen selbstständig. Im Boden der Box

ist eine Auffangwanne mit fünf Litern Volumen verbaut. Das integrierte

Belüftungssystem ist zum Anschluss an eine technische Lüftung

vorbereitet.

Die Basis Line misst 995 × 470 × 482 mm (B × T × H). Mithilfe der

beigelegten Haltevorrichtung lässt sie sich mit wenig Aufwand an der Wand anbringen. Der

Anwender ist somit in der Lage, die Gefahrstoffe direkt am Verwendungsort zu lagern. Das spart

nicht nur Wege, sondern minimiert gleichzeitig auch das Risiko von Transportunfällen. Verfügbar ist

die Gefahrstoffbox auch in einer abschließbaren Version.

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Gefährliche Flüssigkeiten in Regalcontainern sicher lagern

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Umstrukturierung

mit Gitterböden

Von einer traditionsreichen deutschen Brauerei hat die Protectoplus

Lager- und Umwelttechnik GmbH den Auftrag zur Lieferung

und Montage von mehreren Regalcontainern erhalten. Gelagert

werden in Intermediate Bulk Containern (IBCs) flüssige Konzentrate,

die im Schadenfall nicht in den Hallenboden eindringen,

sondern in die Auffangwannen laufen, die in die Container

integriert sind. Die Auffangwannen aus Stahl sind mit einer

chemikalienresistenten Beschichtung versehen. In den jeweils

7,5 m breiten und 3,6 m hohen Containern, die in einer der

Produktionshallen der Brauerei aufgestellt wurden, finden zwölf IBCs mit einer Kapazität von bis

1 000 l Flüssigkeit Platz. Die nach den Vorgaben des Betreibers entwickelten Container bestehen aus

einer geschweißten Rahmenkonstruktion aus Stahlprofilen, verfügen über zwei Lagerebenen und

sind mit einer Durchschubsicherung an der Rückwand ausgerüstet. In zwei weiteren Regalcontainern,

die zur passiven Lagerung brennbarer Flüssigkeiten zugelassen sind, können ebenfalls zwölf

IBCs deponiert werden. Diese Container sind zusätzlich mit Schiebetoren sowie einer automatischen

Türschließanlage mit Haftmagnet und mechanischem Torantrieb ausgerüstet. Zur technischen

Ausstattung zählen ferner eine Lüftungsanlage sowie ein Rippenrohrheizkörper.

Die Lagertechnik Hahn & Groh

GmbH stattete im Zuge einer

Umstrukturierung das 2003

eröffnete Logistikzentrum des

Sportartikelausrüsters Amer

Sports in Überherrn mit Gitterböden

seines australischen

Lieferanten Delta Shelving

Systems aus. Im Grunde

handelt es dabei um Tiefenauflagen

mit auf geschweißtem

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Arbeitsbereich

Aufgrund seiner Reichweite von vertikal 3 024 mm und horizontal 3 159 mm bei

einer Traglast von bis zu 800 kg ist der vierachsige Roboter vom Typ Motoman

MPL800 II von Yaskawa aus der MPL-Serie für den Einsatz im Bereich des

Palettierens geeignet. Konzipiert ist der Roboter für bis zu 1 200 Palettierzyklen

pro Stunde. Die interne Kabel- und Leitungsführung sorgt für geringe

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Palettenbalken aufliegen. Das

Drahtgitter erfüllt Brandschutzbestimmungen,

das

Eigengewicht ist gering. Die

Böden müssen nur aufgelegt

werden, können aufgrund des

Gitters nicht verrutschen. Der

Abstand zwischen dem

Drahtgeflecht ermöglicht

einen Lichteinfall und verhindert

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f+h 4/2016 23


SOFTWARE I INTERVIEW

Optimierung des Risikomanagements

Dr. Giovanni Prestifilippo im Gespräch über das Forschungsprojekt „Smart Logistic Grids“

und seine Potenziale

Zielsetzung des Forschungsprojekts

„Smart Logistic Grids“ war die

Entwicklung eines Systems, das

infolge optimierter Informationsverfügbarkeit

und der Integration

verschiedener Akteure verbesserte

Handlungsalternativen zur

Verfügung stellt. Wir sprachen mit

Dr. Giovanni Prestifilippo,

Geschäftsführer der PSI Logistics

GmbH, über das Projekt, dessen

Potenziale und zukünftige

Lösungen.

Doktor Prestifilippo, sie waren als

Konsortialführer am Forschungsprojekt

„Smart Logistic Grids“ beteiligt. Was war

Ziel des Projekts?

In dem von der PSI Logistics initiierten

und geleiteten Pilotprojekt ging es darum,

die Störanfälligkeit von globalen, komplexen

Logistiknetzwerken in Beschaffungs-,

Produktions- und Absatzmärkten zu minimieren

und diese dadurch robuster und

effizienter zu machen. Entscheidend ist

dabei die verbesserte Informationsverfüg-

barkeit über Prozess- und Umweltereignisse.

Durch diese Verfügbarkeit sowie durch

eine prozessuale Integration aller Wertschöpfungspartner

können den Beteiligten

effiziente Handlungsalternativen zur

Kompensierung von Störungen und Risiken

aufgezeigt werden. Dazu wurden in

dem Modell mit den Projektpartnern aus

Wissenschaft und Wirtschaft eine Supply-

Chain-Event-Cloud und ein Supply-Chain-

Operations-Room für das echtzeitfähige

Risikomanagement entwickelt.

Kernziel des Projekts war es, Beeinträchtigungen

von Lieferketten über längere Zeiträume

bereits im Vorfeld auszugleichen.

Möglich wird dies im ersten Schritt durch

die Auswertung von Verkehrs- und Wetterdaten

oder sogar von politischen Daten.

Im zweiten Schritt resultiert daraus die

Entwicklung möglicher Handlungsoptionen.

Im Forschungsprojekt ging es darum

zu ermitteln, ob und wie die Unterbrechung

von Lieferketten zum Beispiel durch

Unwetter gestört werden kann. Wenn also

durch ein Sturmtief klar absehbar ist, dass

die Versorgungswege zu Lagerstandorten

unterbrochen werden, ist zu ermitteln,

welche Strategien zu kostengünstigeren

Lösungen führen.

Genau das haben wir erreicht. Wir konnten

durch Feldversuche belegen, dass

durch Leitstand-Technologie Lieferverzögerungen

um mehr als 40 Prozent reduziert,

Ausfall- und Transportkosten um

mehr als 20 Prozent gesenkt und der CO 2

-

Ausstoß trotzdem verringert werden

kann.

Wie hoch schätzen Sie das Potenzial

dieses nationalen Projekts ein, aus reinen

Datenmengen Lösungen zum Vorteil der

deutschen Wirtschaft zu generieren?

Das Projekt wird dem Anspruch Industrie

4.0 gerecht. Wenn dies in die Praxis überführt

und flächendeckend in dem Logistik-

Sektor der deutschen Wirtschaftswelt etabliert

wird, ist es mit Sicherheit aus volkswirtschaftlicher

Perspektive für den deutschen

Standort von Vorteil.

Welche konkreten Vorstellungen haben

Sie für Ihr eigenes Unternehmen, wie die

Ergebnisse in die Weiterentwicklung Ihres

bestehenden Produktportfolios oder auch

in die Entwicklung neuer Produkte und

damit neuer Zielgruppen und Märkte

eingesetzt werden?

Im Vordergrund der Betrachtung steht die

Supply Chain mit den in den Netzwerken

involvierten Partnern. Insofern betrifft das

Risikomanagement unser Produkt

Das Interview mit Dr.-Ing. Giovanni Prestifilippo,

Geschäftsführer der PSI Logistics GmbH, führte

Gisela Upmeyer M. A., Geschäftsleiterin der GMP

in München, im Auftrag von f+h

24 f+h 4/2016


INTERVIEW I SOFTWARE

PSIglobal. Die neue Lösung wird insofern

im nächsten Release 2017 als Upgrade

eingehen. Über ein eigenständiges Modul,

was in beiden Produkten – PSIglobal und

PSItms – je nach Bedarf Verwendung findet,

denken wir entsprechend unserer

Produktphilosophie ebenfalls nach. Die

Verschmelzung unserer vier Produktfamilien

in der „PSI Logistics Suite“ bedeutet

ja, dass die verschiedenen Module in allen

Produktfamilien auftauchen und jeweils

im anderen Kontext Funktionen übernehmen

können.

Sind die Ergebnisse der Feldversuche

bereits so konkret, dass Sie mit der

Vermarktung beginnen können?

Ich denke ja, denn die Praxispartner haben

im Feldversuch erfolgreich damit gearbeitet

und wollen die Software auch weiter in

ihrem Geschäft einsetzen. Das System

funktioniert jetzt schon mit einer hohen

Verfügbarkeit, erhält aber durch seinen

Einsatz einen noch höheren Reifegrad.

Diese Erfahrungen und Kenntnisse fließen

in die Weiterentwicklung der Software ein.

Die Akteure der Supply Chain speisen bei

dem Projekt ihre Daten zum Erarbeiten

der Lösungen in die gemeinsame Supply-

Chain-Event-Cloud ein. Wie sieht es mit

der Datensicherheit aus?

Die Handlungsalternativen resultieren aus

der Transparenz. Möchte man diesen

Mehrwert, dann muss man sich darauf

einlassen. Die Frage ist immer: Wo habe

ich die Daten liegen, und wem vertraue

ich sie an? Die Übergabe an Dienstleister

wird immer über einen Vertrag geregelt.

Sie sind dort geschützt und abgeschottet.

Wir haben die gleiche Situation, wie sie

uns heute schon von großen Datenbanken

bekannt ist.

Wenn das Modell erfolgreich in den Markt

eingeführt wird und demnächst viele

Beteiligte dabei mitwirken, gibt es dann

für den einzelnen Nutzer überhaupt noch

Wettbewerbsvorteile?

Die generellen Vorteile für

die Nutzer des Systems

liegen bei den Aspekten

Kosten, Zeit und Umwelt.

Aufgrund der Tatsache,

dass die spezifischen

Kennzahlen immer auf ein

bestimmtes Unternehmen

zutreffen, wird sich auch der Vorteil individuell

gestalten. Effizienz und Robustheit

der Logistikkette, Minimierung von Störauswirkungen

und CO 2

-Reduktion kommen

immer in spezifischer Ausprägung

dem jeweiligen Partner

zugute.

Vielen Dank für

das Gespräch

Fotos: PSI Logistics

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MATERIALFLUSS

Aus einer Hand

Logistikzentrum mit Shuttlelager ermöglicht Produktionsversorgung und Versand

Das neue Logistikzentrum der Dehn + Söhne GmbH, Neumarkt, hat seinen

Betrieb aufgenommen. Mit der bisher größten Einzelinvestition in der

Unternehmensgeschichte in Höhe von rund 35 Millionen Euro hat der

Hersteller von Überspannungs-, Blitz- und Arbeitsschutzlösungen die

Weichen für die Zukunft gestellt. Zusammen mit der Unitechnik Systems

GmbH, Wiehl, als Generalunternehmer ist eine erweiterungsfähige

Logistikanlage entstanden.

Der zuverlässige Schutz von Gebäuden,

elektrischen und elektronischen Anlagen

sowie Menschenleben steht im Mittelpunkt

der Unternehmensausrichtung von

Dehn + Söhne. Mit weltweit ca. 1 600 Mitarbeitern

produziert und vertreibt das bereits

in vierter Generation geführte Familienunternehmen

mit Hauptsitz in Neumarkt in

der Oberpfalz Lösungen für den Überspannungs-,

Blitz- und Arbeitsschutz. Mit der

Inbetriebnahme des neuen Logistik- und

Produktionsstandorts in Mühlhausen mit

21 000 m 2 Nutzfläche hat das Unternehmen

den Grundstein für weiteres Wachstum und

Internationalisierung gelegt. „Die logistischen

Kapazitäten am Standort Neumarkt

waren nicht ausbaufähig und kapazitiv vollkommen

überlastet. Insofern war der Neu-

151 m lang, 141 m breit und bis zu 20 m

hoch ist das neue Gebäude, in dem ein automatisiertes

Hochregallager für Paletten,

ein Shuttlelager für Behälter und Kartons,

manuelle Lagerbereiche für Paletten, Langund

Gefahrgut sowie Betriebsflächen für

den Wareneingang, die Kommissionierung

und den Warenversand integriert sind.

Darüber hinaus sind in Mühlhausen die

Qualitätseingangsprüfung und Teile der

Fertigung sowie der Endmontage von

Blitzschutzbauteilen untergebracht. Das

Lagerspektrum reicht von kleinsten Kunststoffspritzteilen,

Dioden, Schrauben und

Muttern bis hin zu 7 m langem Stangenmaterial.

Fünf Mal täglich beliefert ein

Shuttle-Lkw die Produktion in Neumarkt

mit Materialien aus dem Lager – zum einen

für die klassische Kanban-Versorgung und

zum anderen mit auftragsbezogenen Teilen.

Auf dem Rückweg bringt der Lkw Fertig-

und Halbteile aus der Produktion, die

zur Einlagerung oder zum Versand an die

nationalen und internationalen Kunden

und Tochterunternehmen von Dehn + Söhne

bestimmt sind.

Im Wareneingang befinden sich sechs Arbeitsplätze

für die Vereinnahmung der Wabau

der überaus wichtige und notwendige

Befreiungsschlag“, betont Gerhard Diepold,

Leiter Logistik/Service-Center-Vertrieb bei

Dehn +Söhne.

Das neue Logistikkonzept sollte Kapazitäten

für das geplante Wachstum der nächsten

Jahre bieten. Daher beauftragte Dehn +

Söhne die Planer von Io Consultants mit der

Analyse der bestehenden betrieblichen

Prozess- und Wertschöpfungsketten sowie

der Konzeption und Masterplanung des

neuen Standorts. Als Generalunternehmer

übernahm Unitechnik die Auswahl der Unterlieferanten

und koordinierte die Gewerke,

lieferte die komplette Automatisierung

und Steuerung inkl. Lagerverwaltungssystem

und führte Elektromontagen und

Inbetriebnahmen durch.

Verschiedene Lagersysteme

unter einem Dach


en sowohl von externen Lieferanten als

auch aus der eigenen Produktion. Je nach

Vorgabe aus dem Lagerverwaltungssystem

Uniware 4.0 wird die Ware anschließend

entweder direkt auf Paletten automatisch in

das viergassige Hochregallager transportiert,

oder sie wird in Kartons, auf Tablaren

oder in Behältern verpackt über die Behälterfördertechnik

in die Vorzone des Shuttlelagers

im Obergeschoss befördert. Im

Hochregallager übernehmen Regalbediengeräte

vom Typ Mono ESA des Anbieters

Dambach Lagersysteme die Paletten und

fahren sie schnell und präzise zu einem der

mehr als 8 400 Stellplätze. In der Spitze sind

bis zu 148 Ein- und Auslagerungen pro

Stunde in diesem Lagerbereich möglich. In

der Endausbaustufe mit zwei Lastaufnahmemitteln

pro Regalbediengerät wird diese

Leistung noch auf 200 Doppelspiele pro

Stunde erhöht. Direkt mit dem Hochregallager

über Fördertechnik verbunden sind

fünf Arbeitsplätze im Erdgeschoss, die zur

Kommissionierung, für die Auslagerung

ganzer Paletten oder Leerpalettenstapel sowie

als NiO- oder Sonderkommissionierplatz

genutzt werden.

Das fünfgassige Shuttlelager ist mit derzeit

15 Fahrzeugen auf 36 Ebenen sowie

Platz für ca. 36 000 Behälter das Herzstück

des Logistikzentrums. Im Obergeschoss

befindet sich auf zwei Ebenen je ein Fördertechnik-Loop.

Die zur Einlagerung ins

Shuttlelager vorgesehenen Behälter gelangen

über einen Steigförderer zum unteren

Loop, der die Behälter nach LVS-Vorgabe

auf den richtigen Einlagerstich ausschleust.

Erweiterungsoptionen inklusive

In der ersten Ausbaustufe ist das Shuttlelager

auf einen Durchsatz von 500 Behältern

pro Stunde ausgelegt. Langfristig ist

eine Verdreifachung der Leistung auf 1 500

Behälter pro Stunde geplant. Die Shuttles

vom Typ Storebiter 300 OLS von Gebhardt

Fördertechnik fahren mit Geschwindigkeiten

von 2 m/s und Beschleunigungen von

1,5 m/s 2 durch die 64 m langen Regalgassen.

Dabei können sie maximal zwei kleine

bzw. einen großen Behälter, Tablare oder

auch Kartons verschiedener Höhen mit je

35 kg transportieren. Auch die schnelle Aufund

Abnahme des Förderguts aus den Regalfächern

trägt zu der hohen Durchsatzleistung

des Systems bei.

„Wir haben zusammen mit dem involvierten

Logistikberatungsunternehmen Io

Consultants eine Shuttle-Lösung favorisiert,

da wir so die Ein- und Auslagerleistungen

schrittweise durch den Einsatz von

mehr Fahrzeugen erhöhen können, ohne

dass wir einen Ausbau unserer Lagerkapazitäten

vornehmen müssen. Außerdem

können wir durch die hohen Geschwindigkeiten

im Lager die benötigten Teile schnell

Ergonomische Pick- und Pack-Arbeitsplätze mit Kugeltisch, integrierter Waage und Touchscreen

zur Kommissionierung beziehungsweise

zur Auslagerung bereitstellen“, begründet

Diepold die Entscheidung.

Neben der Anzahl der Shuttles sind für

die Systemleistung auch die Anzahl und die

Leistung der Aufzüge entscheidend. Das

Unternehmen setzt derzeit zwei synchron

fahrende Lifte pro Gasse ein, die bis zu

sechs Behälter aber auch die Shuttles transportieren

können. Während der Fahrt des

Liftes gibt das Shuttle die ausgelagerten

Behälter ab und nimmt neue auf. In der

dritten Ausbaustufe sollen die Lifte entkoppelt

werden und jeweils unabhängig voneinander

ausschließlich Behälter transportieren,

während ein zusätzlich zu installierender

Lift dann die Shuttles in den Ebenen

versetzt.

In der Lagervorzone oberhalb der Stahlbühne

werden die Behälter ausgelagert und

den sechs Kommissionierplätzen zugeführt

(Bild). Auf dieser Ebene wurde bereits Platz

für weitere vier Arbeitsplätze berücksichtigt.

Je nach Auftragsstruktur kann jeder Arbeitsplatz

variabel zur Kommissionierung

oder als Pick- und Pack-Arbeitsplatz genutzt

werden. Das Shuttlelager dient auch als

Pufferlager für fertig kommissionierte Behälter,

die z. B. später zu einer Sendung zusammengeführt

werden sollen. Über eine

weitere Förderstrecke gelangen die fertig

kommissionierten Behälter oder die gepackten

Pakete ins Erdgeschoss, wo sie im

Versand nur noch nach ihrem Ziel vorsortiert

werden müssen.

SAP-Schnittstelle für sicheren

Datenaustausch

Parallel zur Inbetriebnahme des neuen

Standorts wurde SAP R/3 als Unternehmenssoftware

eingeführt – mit Ausnahme

im Lager. Hier wollte Dehn + Söhne kein Risiko

eingehen und die Hard- und Software

aus einer Hand erhalten. „Wir haben uns

bewusst für diese Lösung entschieden, da

wir damit den Materiafluss, die Visualisierung

und die Lagerverwaltung sozusagen

aus einem Guss erhalten haben. Die komplette

und sicherlich auch komplexe Steuerung

des Logistikzentrums liegt damit in

einer Hand und wir haben dadurch eine

Reihe von aufwändigen Schnittstellen vermieden“,

erklärt Diepold.

Um die Kommunikation zwischen ERP-

System und dem Lagerverwaltungssystem

vor der Inbetriebnahme des neuen Logistikstandorts

zu testen, hat Unitechnik zusammen

mit Dehn + Söhne im Vorfeld

mehrere Integrationstests durchgeführt.

Denn Uniware 4.0 erhält z. B. Artikelstammdaten,

Informationen zu Anlieferungen aus

der Produktion wie auch Einlager-, Transport-

und Umbuchungsaufträge aus verschiedenen

SAP-Modulen. „Die SAP-

Schnittstelle ist auf die Ansprüche von

Dehn + Söhne entwickelt worden, um das

Lager in die SAP-Welt zu integrieren“, erläutert

Dirk Panske, Leiter Engineering bei

Unitechnik. Parallel zu der Software-Entwicklung

haben die IT-Spezialisten von

Unitechnik mit einer Emulation der realen

Anlage gearbeitet, um die Systeme und

Bedienoberflächen virtuell bedienen und

damit auch Strategien im Lagerverwaltungssystem

testen zu können.

Nach der auf Anhieb erfolgreichen Generalprobe

und einem Massentest mit Testware

in der Anlage, begann das Unternehmen

bei laufendem Betrieb mit den ersten

Umlagerungen vom alten Standort nach

Mühlhausen. Sechs Wochen nach der Generalprobe

startete dann die Auslieferung

vom neuen Lager sowohl für externe Lieferungen

als auch für die Produktionsversorgung.

Nach weiteren zwei Wochen war der

komplette Umzug ohne Einbußen in der

Lieferfähigkeit abgewickelt.

Fotos: Unitechnik

www.unitechnik.com

f+h 4/2016 27


9 000 Pakete pro Stunde

Verteilzentrum für hohe Qualitätsanforderungen

Onlinebestellungen erhöhen das Paketaufkommen zunehmend.

Gleichzeitig erwarten die Verbraucher immer kürzere Zustellzeiten. Die

Provis Steuerungstechnik GmbH, Delmenhorst, ist auf die

Automatisierung von Verteilzentren spezialisiert. Jüngstes Beispiel ist ein

Paketverteilzentrum für die Österreichische Post in Allhaming bei Linz.

bung gefordert. Mit neuester Technik

konnten wir uns Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Entscheidend war die Leistungsfähigkeit

der CPU 1518, die es uns ermöglicht

hat, eine kompakte und servicefreundliche

Lösung mit zusätzlichen Leistungsreserven

zu realisieren. Für die

hohen Anforderungen an die Kommunikation

bei der Paketverfolgung war uns

außerdem wichtig, dass die Simatic

S7-1500 und TIA Portal durchgängig Profinet

unterstützen.“

150 Ziele auf zwei Hallen verteilt

Derzeit sortiert die Anlage in Allhaming

9 000 Pakete in der Stunde und weist sie 150

Das Verteilzentrum in Allhaming bei Linz

sortiert tagtäglich etwa 106 000 Pakete

für Kunden aus ganz Österreich, Deutschland

und anderen umliegenden Ländern.

Dabei wird jedes Paket zentimetergenau

durch die Anlage verfolgt. Die dafür nötige

Kommunikationsleistung erbringt eine

neue Hochleistungs-CPU.

Guido Stollenwerk, Projektleiter bei

Provis, hat sich bei der Anlage in Allhaming

erstmals für die Steuerung Simatic

S7-1500 und das Engineering Framework

TIA Portal der Siemens AG entschieden.

„Die Österreichische Post ist ein innovationsfreudiger

Anwender mit hohen Qualitätsanforderungen.

Automatisierungstechnik

von Siemens war in der Ausschreiunterschiedlichen

Zielen zu. Dafür ist der

Crossbelt-Sorter in 800 Segmente mit quer

zur Förderrichtung laufenden Gurtförderern

aufgeteilt. Sie erfüllen die Funktion von

Transportschalen.

Zur Aufnahme der Pakete stehen Teleskopförderer

für die Lkw-Entladung und

statische Förderer für die Anlieferung über

Rollbehälter zur Verfügung. Die Förderbänder

werden zu sieben Linien für das

Aufschleusen auf den Sorter zusammengeführt.

Auf den Einschüssen werden die Pakete

vereinzelt und vermessen. Kleineren

Paketen wird eine Transportschale auf

dem Sorter zugewiesen, größeren Paketen

zwei Transportschalen. Bis zu drei Pakete

können gleichzeitig auf freie Schalen aufgeschossen

werden (Bild 01). Die 150 Ziele

sind auf zwei Hallen verteilt. Damit die

Pakete keine unnötig weiten Wege zu

ihrem Ziel zurücklegen müssen und die

Transportschalen möglichst schnell wieder

frei werden, besteht die Möglichkeit

die Pakete über einen Bypass direkt in die

Halle mit dem jeweiligen Ziel zu führen.

Dafür sind zwei zusätzliche Quereinschüsse

vorhanden.

28 f+h 4/2016


MATERIALFLUSS

01 Die Pakete werden auf den Einschüssen vermessen und je nach

Größe einer oder zwei Transportschalen auf dem Sorter zugewiesen.

Drei Pakete können gleichzeitig aufgeschossen werden

02 Zwei als I-Device der zentralen CPU 1518-4 PN/DP unterlagerte

CPUs 1516-3 PN/DP steuern die Zuführeinrichtungen und die beiden

Entladelinien an

Die Steuerungskonfiguration besteht aus

einer CPU 1518-4 PN/DP für die Zielverfolgung

auf dem Sorter und zwei als I-Device

unterlagerte CPUs 1516-3 PN/DP für die

Zuführeinrichtungen und die beiden Entladelinien

(Bild 02). Aufgrund der Reaktionsgeschwindigkeit

der CPU 1518 ist es

möglich, die Position eines auf dem Sorter

erkannten Pakets über Inkrementalgeber

auf 2 cm genau durch die komplette Anlage

zu verfolgen. Dazu senden die Drehgeber

alle 2 cm ein Inkrement an die Steuerung.

Diese erfasst und prüft es, um das

Paket bei Erreichen des vorgegebenen

Ziels auszuschleusen, abzumelden und

den freien Platz am Sorter neu zuzuweisen.

Stollenwerk: „Zehn Millisekunden

Reaktionszeit von Klemme zu Klemme

lautete die Vorgabe. Die großen Entfernungen

in der Anlage bedingen lange Leitungen

– Profinet benötigt dafür keine Repeater

und zeichnet sich durch hohe elektromagnetische

Verträglichkeit aus.“

Immerhin: 500 Profinet-Teilnehmer kommunizieren

im Paketverteilzentrum Allhaming

miteinander. Eine entscheidende Rolle

kommt dabei der dezentralen Peripherie

Simatic ET 200SP zu. Die kompakten Peripheriestationen

ermöglichen die hoch performante

Verarbeitung der Gebersignale.

„Die Simatic S7-1518 verwaltet die mehr als

800 Transportschalen. Diese Performance

ist aus unserer Sicht einzigartig und erspart

weiteren Kommunikationsaufwand, der bei

einer Aufteilung auf zwei oder mehr Steuerungen

nötig gewesen wäre. Einen weiteren

Vorteil sehen wir darin, dass sowohl die

Simatic S7-1500 als auch Profinet IRT noch

Leistungsreserven enthalten“, ergänzt

Stollenwerk.

Überzeugendes Engineering

Die Entscheidung für die Simatic S7-1500

hatte den Umstieg von Step7 Classic auf

Step7 V13 im TIA Portal zur Folge. Für Thomas

Schmidt, zuständig für Software und

Inbetriebnahme bei Provis, war das angesichts

des engen Zeitplans eine Herausforderung:

„Wir verwenden neben SCL auch

KOP und FUP und schätzen die einheitliche

Programmierumgebung für alle Sprachen.

Höhere Effizienz bringen uns zum

Beispiel die durchgängig symbolische Programmierung,

die implizierte Konvertierung

von Datentypen ohne Konvertierungsbaustein

und die Möglichkeit, in FUP

Array-indiziert zu programmieren. Einen

Mehrwert sehen wir in der übersichtlichen

Darstellung der Kommunikationsverbindungen

in der Topologiesicht. Bei der Vielzahl

der Kommunikationsteilnehmer in

der Sortieranlage – allein 500 Antriebe sind

eingebunden – erlaubt die übersichtliche

Darstellung der aktiven Teilnehmer respektive

der Vergleich von projektierten

und real gesteckten Baugruppen eine

schnellere Inbetriebnahme.“ Auch die

Diagnose im laufenden Betrieb werde

dadurch effizienter. Dazu käme die automatische

Gerätetaufe, d. h. die Übernahme

der Gerätedaten beim Austausch von

Siemens-Geräten. Gute Erfahrungen haben

Schmidt und seine Kollegen mit der

Multiuser-Funktion gemacht. „Bei einer

Anlage dieser Größenordnung ist es unabdingbar,

dass einige Programmierer gleichzeitig

an einem Projekt arbeiten.“ Das

Team sei sich sicher, dass Bibliotheken, in

denen teilweise komplette Stationen abgelegt

sind, die Arbeit künftig weiter erleichtern

werden.

Know-how-Schutz sichert

Investitionen

Für die Provis Steuerungstechnik ist ein

weiterer Aspekt wichtig. In den von dem

Unternehmen ausgerüsteten Anlagen

steckt viel Know-how. Die symbolische Programmierung

im TIA Portal erleichtert es,

die Übersicht zu behalten, Fehler schneller

zu finden, Modifikationen und Erweiterungen

einfacher zu realisieren. Stollenwerk:

„Entscheidend ist, dass diese Transparenz

nicht gegen unsere Interessen von Dritten

genutzt werden kann.“ Hier käme das Security-Konzept

der Simatic S7-1500 mit dem

Know-how-Schutz und Bausteinschutz

zum Tragen. Die Steuerung erlaube bei Bedarf

nur den lesenden Zugriff und leistet

damit einen wichtigen Beitrag zum Investitionsschutz

– sowohl für den Ausrüster als

auch für den Betreiber.

Fotos: Siemens

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Tourenoptimierung

Lagermanagement

Telematik

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Im Dauereinsatz ohne

Batteriewechsel

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Die neuen Elektro-Dreiradstapler

ECB 16C und 18C des chinesischen

Herstellers BYD (Build Your Dreams)

sind mit einer Lithium-Eisen-

Phosphat-Batterie in Verbindung

mit 80-V-Drehstromtechnik

ausgerüstet. Diese Konzeption

verleiht den Fahrzeugen viel Power,

obgleich sie dabei sparsam agieren.

Wie leistungsstark und effizient die

Geräte sind, zeigt unser Test.

BYD erregte Ende 2015 mit der Einführung

seiner Elektro-Gegengewichtsstapler

der ECB-Serie mit Tragfähigkeiten

bis 3,5 Tonnen Aufsehen. Denn die Fahrzeuge

werden zwar in China entwickelt und

gefertigt, aber der Vertriebsschwerpunkt

liegt auf dem anspruchsvollen europäischen

Markt. Wir haben aus der Serie den

Elektro-Dreiradstapler vom Typ ECB 18C

respektive ECB 16C mit einer Tragfähigkeit

bis 1,8 bzw. 1,6 Tonnen getestet.

Der erste Eindruck: die Verarbeitung der

Fahrzeuge ist besser als bei vergleichbaren

Gabelstaplern aus chinesischer Fertigung

und auch die Leistungswerte könnten uns

überzeugen.

Während der Pausen aufladen

Das auffälligste Merkmal der ECB-Baureihe

und somit auch unserer Teststapler, offenbart

sich unter der Batterieabdeckung: Eine

80-V-Lithium-Eisenphosphat-Batterie

(Bild 01), die BYD selbst produziert.

Nach eigenen Aussagen sei

man weltweit der erste Hersteller,

der einen

Dreiradstapler

serienmäßig

mit einer

solchen Antriebsquelle

ausrüstet und

zudem vollständig

auf

die Lithium-

Technik setzt. Die Gründe dafür: Eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie

ist wartungsfrei,

gibt keine Gase ab und darf daher

überall aufgeladen werden. Da diese Technologie

eine Wechselbatterie im Prinzip

überflüssig mache, benötigt man auch keine

Batteriewechselstation mit den entsprechenden

Sicherheitsvorkehrungen.

BYD behauptet, dass die eigene Technologie

sicherer sei als vergleichbare Lithium-

Systeme, und untermauert dies mit zertifizierten

Tests. Bei diesen Tests wurden die

Batterien auf allerlei Arten „missbraucht“:

Sie wurden einem Crash unterzogen, angezündet,

unter Wasser getaucht und zusammengepresst,

ohne dass sie ihre Einsatzfähigkeit

verloren haben.

Doch bei aller Robustheit bleibt scheinbar

ein Manko: Die Kapazität des Lithium-Ladungsspeichers

ist im Vergleich zu herkömmlichen

Bleisäurebatterien begrenzt.

Hier soll unser Test nachweisen, dass dies im

alltäglichen Betrieb nicht übermäßig relevant

ist. Denn die BYD-Batterie lässt sich

problemlos auch „zwischendurch“ aufladen.

Ein vollständiger Ladevorgang einer leeren

Batterie dauert eine Stunde. Hat man

aber z. B. nur eine viertel Stunde Kaffeepause

oder eine halbe Stunde Mittagspause,

lässt sich eine halbleere Batterie wieder

ganz oder nahezu ganz aufladen. Laut der

vom Hersteller garantierten Zykluszahl soll

dies über einen Zeitraum von zehn Jahren

mehrmals täglich ohne negativen Einfluss

auf die Leistungsfähigkeit der Energiequelle

möglich sein.

Andere Nutzungsroutinen

aneignen

Aufladen in jeder Pause – funktioniert

das tatsächlich so einfach?

Beim ECB 18C ist dies

über den Anschluss hinter der

Abdeckklappe an der Seite des

Fahrzeugs (Bild 02) problemlos

möglich. Wir schließen den Stecker

einfach an und laden in

nur 29 Minuten die halbleere

Batterie unseres Teststaplers

wieder vollständig auf. Die

restliche Schicht lässt sich so

30 f+h 4/2016


STAPLERTEST I FLURFÖRDERZEUGE

Hubgeschwindigkeit

mit 1 200 kg Last

(in cm/s)

Fahrgeschwindigkeit

mit 1 200 kg Last

(in km/h)

Beschleunigung

über 27,2 m

(in m/s²)

Prakt. Einsatzdauer

bei 270-Ah-Batterie

(in h:min)

BYD ECB18C Low

44,19

7,78

13,8

07:16

BYD ECB18C Medium

44,19 10,91 10,5 07:00

BYD ECB18C High

44,19 15 9,3 05:44

Durchschnittswert

der bisher von uns getesteten

1,6- bis 1,8-t-Elektrostapler

40,2

14,15

9,21

07:52

problemlos zu Ende fahren und die nächste

beginnen. Allerdings wird diese Vorgehensweise

bei Unternehmen, die mehrere Stapler

gleichzeitig im Einsatz haben, einen

ganz eigenen Arbeitsrhythmus respektive

Positionierung der Ladegeräte im Hallengrundriss

erfordern: In der Nähe der Kantine

oder auf jeden Fall auf dem Weg dorthin.

Bevor es soweit ist, und Sie vor lauter Begeisterung

über die Batterietechnologie einen

BYD-Stapler anschaffen, möchten wir

Sie auch über die Leistungsfähigkeit der

Fahrzeuge aufklären − und diese sind wirklich

gut: Die Hub- und Fahrgeschwindigkeiten

überzeugen uns. Trotz der Kompaktheit

des Dreiradstaplers ist der

Arbeitsraum (Bild 03) komfortabel und

bietet genügend Beinfreiheit. Die Funktionen

des Hubmasts sind gut zu dosieren,

wobei der Hubmast kaum Spiel oder Torsion

aufweist.

Alles in allem ist die Verarbeitung des

Staplers sehr ordentlich und die komplette

Konstruktion robust, ohne dabei schwerfällig

zu sein. Allerdings könnte der Hersteller

bezüglich der Fertigung schlankerer Hubmastprofile

noch etwas hinzulernen.

Europäischer Komfort

BYD bietet seine neuen Elektrostapler in

Standard- und Komfortausführung an. Zur

Standardausstattung zählen u. a. mechanische

Hydraulikhebel und ein Standard-Fahrersitz,

der sich aber problemlos durch eine

bessere Version ersetzen lässt.

In der Komfortausführung ist ein Fahrersitz

vom Typ MSG65 des Unternehmens

Grammer mit verstellbarer Armlehne und

elektrischen/hydraulischen Fingertip-Hebeln

(Bild 04) installiert. Zudem beherbergt

die Bedienkonsole an der Armlehne

den Fahrtrichtungsschalter, der mit dem

Daumen steuerbar ist.

Die Sitzposition hinter dem Lenkrad ist

gut und die Lenksäule stufenlos verstellbar.

Auf einem ansprechenden Farbdisplay

(Bild 05) − auch von BYD selbst produziert

− lassen sich alle notwendigen Informationen

wie die gewählte Einstellung H, M oder

L (high, medium, low), die zurückgelegte

Strecke sowie der Batteriestand und die

Fahrtrichtung gut ablesen. Leider fehlt die

Radstandanzeige, was bei einem Dreiradstapler,

dessen Hinterräder man nicht sehen

kann, praktisch wäre.

Praxis überzeugt

Unsere Teststapler vom Typ ECB 16C und

18C sind völlig identisch, nur das Gegengewicht

des 1,8-Tonnen-Staplers ist etwas

größer. Auffallend bei beiden Geräten ist,

dass sie sich etwas unruhig steuern lassen,

sobald man ohne Last fährt. Wir vermuten,

dass dies in den standardmäßig vorhandenen

Vollgummireifen chinesischer Fabrikation

begründet liegt, was sich auch tatsächlich

so herausstellt. Wir tauschen die

Standardbereifung aus durch einen Satz

Reifen der Marke Trelleborg: Die Stapler

fahren nun geschmeidiger und berechen-

01 Das Herz des Staplers ist die Lithium-

Eisenphosphat-Batterie, bei der auch ein

zwischenzeitliches Aufladen möglich ist

02 Eine leere Batterie ist mithilfe eines

Schnellladegeräts in einer Stunde vollständig

aufgeladen

03 Die kompakten Elektro-Dreiradstapler

bieten genügend Beinfreiheit – die Pedale

sind gut erreichbar

f+h 4/2016 31


FLURFÖRDERZEUGE I STAPLERTEST

barer − das unruhige Fahrverhalten ist verschwunden.

Während der Leistungsmessungen verzeichnen

beide Modelle eine etwas höhere

Produktivität als der Durchschnitt in dieser

Klasse. Auch was den Energieverbrauch angeht,

sind die Werte überdurchschnittlich

gut, was eine praktische Einsatzdauer von

fast sechs Stunden (Modus H) oder gut

sechs Stunden (Modus M) beim 1,6-Tonner

in Aussicht stellt. Beim schwereren 1,8-Tonner

liegt der Verbrauch logischerweise etwas

höher und die praktische Fahrzeit beläuft

sich auf annähernd fünf Stunden im

H-Modus und etwa sechs Stunden im M-

Modus. Das erscheint recht kurz, ist aber

mit einer Batterie von nur 230 Ah nicht anders

zu erwarten. Wählt man allerdings die

maximal mögliche 270-Ah-Batterie, kann

man hier eine Stunde hinzuzählen. Wer

dann die Pausen zum Nachladen nutzt,

kommt mit diesen Staplern problemlos

über den Tag.

Fazit

Die auffälligen blauen und kompakten

Elektrostapler von BYD verbinden die kraft-

volle 80-V-Drehstromtechnik mit guten bis

überdurchschnittlichen Leistungen und einem

geringen Verbrauch (die 1,8- und

1,6-Tonner wurden separat getestet, die Fotos

in unserem Testbericht beziehen sich

nur auf den 1,6-Tonner). Die Fahreigenschaften

sind gut − vor allem mit hochwertigen

Reifen. Zu bemängeln sind der etwas

hohe Einstieg (Bild 06), der fehlende Stau-

Verbrauch/100 umgeschlagene

Paletten in kWh

Quelle: Andersom Testing/f+h

Zum Teststapler

Abmessungen und technische Daten

Länge bis zur Vorderseite des Gabelrückens

Gerätebreite (mit Standardbereifung)

Masthöhe (eingezogen)

Rahmenhöhe

Gabeln (L × B × T)

Radstand

Bodenfreiheit

Überhang Vorderachse bis zur Vorderseite des Gabelrückens

Überhang Rückseite

Arbeitsgangbreite

Maximal zulässige Traglast des Teststaplers

(gemäß Lastendiagramm)

Lastschwerpunkt

2 005 mm

1 050 mm

2 020 mm

2 050 mm

1 200 × 100 × 35 mm

1 360 mm

95 mm

365 mm

280 mm

3 650 mm

1 800 kg

500 mm

Maximale Hubhöhe

4 715 mm

Hubhöhe bei maximaler Traglast

3 535 mm

Freihub

150 mm

Neigungswinkel Hubmast vorwärts/rückwärts 5°/7°

Geschwindigkeiten

Hubgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: Low)

44,19 cm/s

Hubgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: Medium) 44,19 cm/s

Hubgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: High)

44,19 cm/s

Fahrgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: Low)

7,78 km/h

Fahrgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: Medium) 10,91 km/h

Fahrgeschwindigkeit mit 1 200 kg Last (Einstellung: High)

15,00 km/h

Antriebstechnik

Fahrmotor

2 × 5 kW

Hubmotor

16 kW

Batteriekapazität

80 V, 230 Ah

Stabilität

Eigengewicht/Prozentsatz Hinterachse 3 300 kg/53 %

Gewicht bei max. Last/Prozentsatz Hinterachse 5 100 kg/11,86 %

Reifen

Ausführung

Vollgummireifen

Maß vorne 18 × 7-8

Maß hinten 15 × 4,5-8

Hersteller

Exmile

(Alle Angaben basieren auf Recherchen und Messungen des Testteams und können Abweichungen zu den

Herstellerangaben aufweisen)

BYD ECB18C Low 8,2

BYD ECB18C Medium

8,2

BYD ECB18C High 9,6

Durchschnittswert

der bisher von uns getesteten

1,6- bis 1,8-t-Elektrostapler

10,61

Verbrauch während des Tests

in kWh

BYD ECB18C Low 3,57

BYD ECB18C Medium

3,7

BYD ECB18C High 4,52

Durchschnittswert

der bisher von uns getesteten

1,6- bis 1,8-t-Elektrostapler

4,91

32 f+h 4/2016


STAPLERTEST I FLURFÖRDERZEUGE

raum und der altmodische Hebel für die

Feststellbremse, die übrigens dafür sorgt,

dass der Stapler zu 100 Prozent an Ort und

Stelle bleibt.

Klar ist auch, dass die BYD-Stapler keinen

Preis gewinnen, wenn es um einen einzigartigen

Entwurf oder ausgeklügelte Sicherheitstechniken

geht. Womöglich werden sie

bezüglich der Innovation, die auf Nutzbarkeit

und Lebensdauer ausgerichtet ist, ausgezeichnet.

Der 1,8-Tonner ist denn auch

ein ernsthafter Kandidat für den IFOY Award

2016. Vor allem die Lithium-Eisenphosphat-

Batterietechnik und die problemlose Nutzung

der Antriebsquelle ist ein maßgeblicher

Pluspunkt. Damit werden diese „blauen

Racker“ bestimmt weit kommen.

Umgeschlagene Paletten in 8 Stunden

BYD ECB18C Low 348

BYD ECB18C Medium 361

Text und Fotos: Theo Egberts, Andersom Testing

Grafiken: VFV, Sonja Schirmer

Wertung

+ Einfache Bedienung

+ Wartungsfreie Batterietechnik

+ Geringer Verbrauch und schnelles

Aufladen

– Standardmäßige Reifenwahl

– Fehlender Stauraum

– Keine Radstandanzeige

BYD ECB18C High 376

Durchschnittswert

der bisher von uns getesteten 1,6- bis 1,8-t-Elektrostapler

371

04 Zur Komfortausstattung zählt eine

verstellbare Armlehne mit Bedienkonsole

05 Auf dem ansprechendem Farbdisplay sind

alle Informationen gut ablesbar

06 Mit 530 mm ist die Einstiegshöhe

recht hoch

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f+h 3/2015 33

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FUNKFERNSTEUERUNGEN

Einen Industriekran zu bedienen, ist kein

leichter Job. Vor allem beim Transport

schwerer Lasten tragen die Kranführer eine

große Verantwortung. Schließlich soll die

Last schnell und präzise verfahren werden.

Aber die hohen Kräfte, die dabei freigesetzt

werden, bergen ein Gefahrenpotenzial. So

gab es laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

2014 in Deutschland etwa

1 000 meldepflichtige Arbeitsunfälle mit

Krananlagen sowie ca. 2 500 durch Lasten,

die von Kranen oder Hebezeugen herabhingen.

Die gute Nachricht: Kranführer erhalten

bei ihrer Aufgabe zunehmende technische

Unterstützung.

Um das Risiko eines Arbeitsunfalls zu

senken, nutzen immer mehr Kranführer eine

Funkfernsteuerung, mit der sie sich frei

in der Umgebung des Krans bewegen können.

Auf diese Weise lässt sich die jeweilige

Anlage mit sicherem Abstand zur Last steuern.

Ein neuentwickelter Handsender von

von Terex Material Handling bietet als Ergänzung

für die Funkfernsteuerung DRC D3

(Demag Remote Control) noch weitere

Möglichkeiten.

Optimierter Bedienkomfort für

feinfühliges Steuern

Die „Evolution“

der Kranbedienung

Neue Funkfernsteuerungen und Assistenzfunktionen

machen Kranführern das Leben leichter

Nicht nur Krane werden kontinuierlich

weiterentwickelt, sondern auch

deren Bedienung. Die Entwickler

einer Funkfernsteuerung ließen sich

dafür auch aus der Computer spiel-

Branche inspirieren, eine

intelligente Steuerung übernimmt

bereits komplette Arbeitsschritte.

Der Handsender DRC Mini-Joystick

(Bild 01) ermöglicht es, Krane mit nur einer

Hand zu bedienen. Eigentlich nichts Neues,

doch bisher musste der Kranführer zu diesem

Zweck ein großes, konsolenähnliches

Bediengerät mit Joystickelementen an einem

Gurt tragen. Im Gegensatz dazu liegt

der neue Sender kompakt und ergonomisch

− ähnlich wie bei einem modernen

Computerspiel − in nur einer Hand und

lässt sich über zwei Joysticks sowie vier Tasten

bedienen.

Mit einem der Joysticks wird das Heben

und Senken der Last gesteuert. Der zweite

Joystick vereint zwei Achsen: das Fahren

des Krans und die Bewegung der Katze. Um

die Katze diagonal zu lenken, reicht nun

eine Hand, um den Joystick mit Daumendruck

in die entsprechende Richtung zu bewegen.

Bei einem Handsender mit Tastenfeld

muss der Bediener dafür zwei Tasten

gleichzeitig drücken: eine für den Katzfahrmotor

und eine für den Kranfahrmotor.

Eine weitere Funktion unterstützt das

feinfühlige Manövrieren des Krans. Per Tastendruck

kann der Kranfrüher die maximale

Geschwindigkeit auf den Hub- und

Fahrachsen auf je 30, 50 oder 70 Prozent begrenzen.

Durch das Tempolimit lassen sich

die Mini-Joysticks weiter voll auslenken, erreichen

damit aber feinere Abstufungen innerhalb

der möglichen Geschwindigkeit.

Intelligente Positionierhilfe

Nicht nur die Fernbedienung hat sich zum

professionellen Helfer für den Kranführer

entwickelt. Auch im Hintergrund zielen

moderne Technologien darauf ab, die Be-

34 f+h 4/2016


Schaffen

SieSicherheit.

dienung von Krananlagen

sicherer, effizienter und

komfortabler zu machen.

„Industrie 4.0“ lautet das

Stichwort: 61 Prozent der

Intralogistiker betrachten

diesen Trend laut einer aktuellen

Studie des Beratungsunternehmens

IWL

als das Innovationsthema

Nummer 1. In der Kranund

Hebetechnik heißt das

vor allem, dass der Kran

seinen Bediener mithilfe

intelligenter Funktionen

unterstützt. „Kran-Assistenzsysteme werden

bei der Zusammenarbeit von Mensch

und Maschine immer wichtiger“, so Dr.

Thomas Bönker, Senior Director Global

Product Management & Process Cranes,

Terex Material Handling. Die intelligente

Steuerung Demag Safe Control unterstütze

z. B. den Kranführer mit verschiedenen

Sicherheits- und Bedienfunktionen, die

sich einzeln aktivieren lassen.

Die integrierte Sensortechnik

solch eines Systems erfasst alle

aktuellen Betriebsparameter des

Seilzugs – von der Drehzahl bis

zum Bremsverschleiß. Auf Basis

dieser Daten arbeitet etwa eine

Positionierhilfe: Sie verfährt eine

Last automatisch auf eine

vorher programmierte Zielposition

– solange der Kranführer

den entsprechenden

Bedienknopf auf dem

Bediengerät drückt. Zusätzlich

sorgt eine Umfahrsteuerung

dafür, dass die Katze

nicht in festgelegte Sperrzonen

verfährt, in denen

etwa hohe Maschinenaufbauten

im Weg stehen.

Eine weitere Funktion: der

flexible Betrieb von Kranen im

Tandem, der z. B. für den niedersächsischen

Rohrspezialisten Butting

entscheidend ist.

Das Unternehmen hat in einer

neuen Halle für den Transport von

12-Meter-Rohren acht Demag-V-

Intelligente Kran-Assistenzsysteme

verbessern im Sinne

einer Mensch-Maschine-

Kooperation die Arbeitsbedingungen

der Kranführer

Dr. Thomas Bönker,

Senior Director Global Product

Management & Process Cranes,

Terex Material Handling

Profilkrane installiert (Bild 02), die sich

mithilfe der intelligenten Steuerung für

den Einzel- und Tandembetrieb einsetzen

lassen. „Wir können in Abhängigkeit der

Prozesse entscheiden, wie wir die Krane

paarweise zuordnen“, so Klaus-Dieter

Gaschler, bei Butting zuständig für die Instandhaltung

der installierten Kran- und

Hebetechnik.

01 Der Handsender

ermöglicht die

ergonomische

Einhandbedienung

von Kranen per

Joysticks

Schulungsunterlagen für

Ausbilder und Geräteführer.

WeitereInfos auf

www.resch-verlag.com.

Partner für

qualifizierte Ausbilder.

Resch-Verlag,Dr. IngoResch GmbH,

Maria-Eich-Straße 77, D-82166 Gräfelfing

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FUNKFERNSTEUERUNGEN

Alle Kran-Daten unter Kontrolle

Assistenzfunktionen kommen immer häufiger

zum Einsatz, sodass auch entsprechend

neue Werkzeuge benötigt werden,

um den Überblick über die Anlage zu behalten.

So lässt sich die mehrfarbige LED-

Anzeige des Demag Status Board (Bild 03)

wahlweise am Hubwerk, dem Kranträger

oder am Kranfahrwerk in einem frei wählbaren

Einstellwinkel befestigen. Damit behält

der Kranführer nicht nur die aktuelle

Last, sondern auch relevante Betriebsdaten

und Statusmeldungen im Blick. „Bisher war

es für einen Kranführer nicht möglich, alle

wichtigen Informationen und den Kran

gleichzeitig im Fokus zu behalten“, so Thomas

Hacke, Produktmanager Universalkrane

bei Terex Material Handling. Denn bislang

würden diese Informationen ausschließlich

auf dem Display der Bedienelemente

angezeigt.

Welche Parameter das Status Board auf

welche Weise anzeigen soll, lässt sich bei

03 Die Darstellungsweise der Parameter

lässt sich bei Bedarf anpassen

Bedarf anpassen: vom Balken für die Kranfahrgeschwindigkeit

bis hin zum Werkzeugsymbol

für einen möglichen Serviceeinsatz,

wie die Bremsenprüfung am Hubmotor.

Grundsätzlich lassen sich alle Informationen

nutzen, die aus der Steuerung des

intelligenten Kran-Assistenzsystems bereitgestellt

werden. Dabei sind die Symbole ihrer

Priorität nach kategorisiert und farblich

unterschiedlich dargestellt. So wissen Kranführer

auch während des Verfahrens sofort,

wenn und aus welchem Grund gerade ein

Assistenzsystem eingreift.

Natürlich muss der Bediener intelligente

Funktionen auch schnell aktivieren können.

Auch dafür hält der neue Joystick-

Handsender eine Lösung bereit. Denn neben

den beiden Joysticks verfügt das Bediengerät

über vier ergonomische Tasten:

zwei Bedienelemente für Stopp und Hupe

und zwei Funktionstasten, die sich frei programmieren

lassen. Darüber kann der

Kranführer etwa Katzumschaltungen vornehmen

oder gewünschte Kran-Assistenzfunktionen

aktivieren. So ist das System

auch für die Zukunft gerüstet, kurzum für

die Entwicklung weiterer Technologien, die

bei der Kranbedienung helfen.

Fotos: Terex Material Handling

www.demagcranes.de

02 Mithilfe der intelligenten Steuerung lässt sich flexibel

zwischen Einzel- und Tandembetrieb der Krane wechseln

36 f+h 4/2016


MARKT

Wegband-Sensor

für enge

Verhältnisse

Bei den Wegband-Sensor-

Modellen Positape WBR von

ASM ist direkt am Sensor eine

Band-Umlenkrolle montiert,

sodass die Auszugsrichtung des

Messbands variierbar ist. Dies

ist bei Anwendungen mit

engen Platzverhältnissen

vorteilhaft, bei denen

umgelenkt werden muss. Der

Abgangswinkel des Bands lässt

sich durch die integrierte

Energiespeichersystem steigert Produktivität elektrischer

Antriebssysteme

Das Energiespeichersystem Liduro von Liebherr mit einem Energiegehalt von

1,5 MJ ermöglicht die Aufnahme und Abgabe einer Leistung von 100 kW

innerhalb von 15 s, bei einer Reaktionszeit von 500 µs. Aufgrund der Integration

aller Einzelkomponenten und -systeme in einer Energiespeichereinheit

lassen sich bei der Systemintegration und Montage Zeit und Materialkosten

einsparen. Das „Connect & Use“-Prinzip ermöglicht eine einfache Installation

und Bedienung. Der Anwender muss nur die mechanische Befestigung und

elektrische Verkabelung durchführen.

Das Grundsystem von Liduro wurde bereits auf einem mobilen, dieselelektrisch

betriebenen Hafenportalkran aufgebaut und getestet. Dabei wurde eine

Kraftstoffreduktion um bis zu 40 Prozent nachgewiesen, was einer Kraftstoffeinsparung

von 700 l pro Woche entspricht.

www.liebherr.com

Umlenkrolle so optimieren,

dass präzises Messen auch an

schwer erreichbaren Stellen

möglich ist.

www.asm-sensor.de

Auf Belange der

Papierindustrie

abgestimmt

Liebe auf den

ersten Click: Conneo.

Neu!

Für den Einsatz in der Papierindustrie

hat Hyster den „Cool

Truck“ entwickelt. Der

Gabelstapler basiert auf der

Baureihe H4.0-5.5FT mit

Tragfähigkeiten zwischen vier

und 5,5 Tonnen und verfügt

u. a. über Zusatzausstattungen,

um das sonst häufig

auf tretende Problem einer

Motorüberhitzung durch z. B.

Papierpartikel zu verhindern.

Sie ist einzigartig: Sie pulverisiert Ihre Staplerrüstzeiten und steigert die Zufriedenheit

Ihrer Fahrer. Sie zickt nicht, sie clickt. Sie schont Ihre Nerven. Sie ist perfekt

für Männerhände bei der Arbeit. Sie hält dicht. Sie ist immer und überall

für Sie da. Sie macht’s Ihnen einfach. Die neue Treibgasflasche von Westfalengas:

Conneo. Schnell wechseln ist ganz leicht:

Westfalen AG, Bereich Energieversorgung, 48136 Münster

Tel. 0251 695-522, Fax 0251 695-73522

westfalen-conneo.de, conneo@westfalengas.de

www.hyster.eu

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LOGIMAT NACHLESE

Interaktives Zusammenspiel von

Mensch und Maschine

Autonom fahrender Kommissionierer von Still feierte auf der Logimat Weltpremiere

Der Kommissionierer iGo neo CX 20 interagiert mit dem Bediener und

folgt diesem während des Kommissionierens auf Schritt und Tritt. Auf

diese Weise soll der autonome Helfer eine Zeitersparnis von bis zu 30

Prozent bringen – bei signifikant höherer Pickleistung.

Das

Video

Eins muss man Still lassen: Ihre Produktpräsentationen

sind aufwändig inszeniert.

So auch das „Musical“ zur Weltpremiere

des iGo neo CX20, zu der sich zahlreiche

internationale Pressevertreter am

Vorabend der Logimat in Stuttgart einfanden.

Sehen Sie hierzu auch das Video

(Link im Kasten) mit Ausschnitten der Veranstaltung.

Basis für den iGo neo CX 20 ist der Still

Kommissionierer CX 20 mit einer Tragfähigkeit

von zwei Tonnen. Diesem Kommissionierfahrzeug

haben die Entwickler mithilfe

intelligenter Robotertechnologie kognitive

Fähigkeiten beigebracht. Das Ergeb-

nis ist ein autonomes System, das den

Anforderungen von Kommissionieraufgaben

gerecht wird.

Das intelligent agierende Fahrzeug passt

sich der Arbeitsweise des Bedieners an. Es

lässt ihm stets den Vortritt und hält gebührenden

Sicherheitsabstand, sodass sich dieser

frei um das Gerät bewegen kann. Als

mitdenkender Verkehrsteilnehmer reiht

sich das autonom im Lager agierende Flurförderzeug

unabhängig von örtlichen Gegebenheiten

in den aktuellen Materialfluss

ein. Zudem beachtet es an Kreuzungen, bei

Hindernissen oder gegenüber anderen

Flurförderzeugen die Verkehrsregeln.

Unter diesem Link sehen Sie ein Video zur

Veranstaltung

http://bit.ly/Still_iGo

Umgebungserkennung per

Sensorik

Möglich wird dieses interaktive Zusammenspiel

von Mensch und Maschine durch

das integrierte Motion-Tracking-System.

Dessen sensorgestütztes 360°-Sichtfeld ermöglicht

dem Fahrzeug auf seine Umgebung

zu reagieren. So erkennt es die Ab-

38 f+h 4/2016


LOGIMAT NACHLESE

Autonome Fahrzeuge

unterstützen den

Mitarbeiter bei seiner

Tätigkeit, dabei wird

sich auch die Art der

Belastung verändern

Holger Seybold,

f+h-Chefredakteur

sichten des Bedieners anhand seiner Bewegungen

und kann mit diesem interagieren.

Mithilfe der lasergestützten Umgebungserkennung

nimmt der iGo neo CX 20 die

komplette Lagertopologie wahr und erkennt

neben Regalen oder Hindernissen

auch den Bediener und andere Personen.

Die an der unteren Frontseite des Fahrzeugs

integrierte Personenschutzanlage

(PSA) stellt sicher, dass sowohl Umgebung

als auch Personen im Umfeld des Fahrzeugs

nicht geschädigt werden. Mithilfe der

180°-Panoramaerkennung des integrierten

Laserscanners ist ein vorausschauendes

Fahren und damit ein frühzeitiges Erkennen

und intelligentes Einschätzen von Hindernissen

mit einem darauf angepassten

und sanften Fahrverhalten möglich. Beschädigungen

der auf den Gabeln befindlichen

Gebinde durch spontane Vollbremsungen

werden so verhindert. Von den

Das autonome Lagergerät ist mit

intelligenter Robotertechnik ausgerüstet und

folgt so dem Bediener bei seiner Kommissioniertätigkeit

Scannern wird die Umgebungssituation

84 000 Mal pro Sekunde aufgenommen,

während der Rechner die

aktuelle Lagertopologie in Echtzeit

interpretiert und verwertet. Dabei

greift das System auf eine Art Kurzzeitgedächtnis

zurück, mit dessen

Hilfe es sich merkt, welche dynamischen

und statischen Hindernisse es

passiert hat.

Den Schritt von der klassischen

Automatisierung zum autonomen

Fahren und Transportieren bewältigt das

Flurförderzeug ohne jede Voreinstellung

oder eine externe Fernsteuerung. Der Bediener

kann das Fahrzeug per Knopfdruck

am Ausgangspunkt in Startposition

bringen, und schon ist das Gerät einsatzbereit.

Müssen längere Fahrtstrecken

zurückgelegt oder Kurven gefahren

werden, kann der Bediener

per Knopfdruck in den manuellen

Betrieb schalten oder aber einfach die

Plattform des Geräts betreten und losfahren.

Der Bediener kann also jederzeit

frei entscheiden, ob er das Fahrzeug

manuell oder autonom einsetzen möchte,

um seine Pickleistung zu steigern. Es spielt

dabei keine Rolle, ob rechts, links oder

beidseitig kommissioniert wird. Mithilfe

seines sensorgestützten Sichtfelds navigiert

das Gerät in frei wählbarem Abstand im

Lagergang – jedoch immer mit mindestens

50 cm Sicherheitsabstand zum Regal. Damit

wird der Still iGo neo CX 20 zum idealen

Assistenzsystem für eine effiziente

Kommissionierung.

Fotos: Still/f+h

www.still.de

IMPRESSUM

Materialfluss, Warenwirtschaft

und Logistik-Management

erscheint 2016 im 66. Jahrgang, ISSN 0341-2636

Herausgeber

Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We)

Tel. 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de

Redaktion

Chefredakteur: Holger Seybold,

Tel.: 06131/992-254, Fax: 06131/992-340,

E-Mail: h.seybold@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redakteure: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB),

Tel. 06131/992-321, E-Mail: w.bauer@vfmz.de

Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW),

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Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK),

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f+h 4/2016 39


LOGIMAT NACHLESE

Reparatur von Lagersystemen –

Sicherheit geht vor

Während des Logimat-Forums „Regale: Besser ausgetauscht

als repariert?“ diskutierten Experten mögliche Maßnahmen

im Reparaturfall und gaben Tipps zur Instandsetzung von

Regalen.

Neben grundlegenden Hinweisen zur Regalinspektion legt

der Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen

e. V., Hagen, besonderes Augenmerk auf die Verantwortung

des Betreibers und die Unterstützung des Betreibers durch

den verbandsgeprüften Regalinspekteur. Aufgrund dieser

strategischen Ausrichtung und der langjährigen Erfahrung in

diesem Bereich, kann

der Verband für

Lagertechnik und

Betriebseinrichtungen

e. V. nur den Austausch

von beschädigten

Regalbauteilen durch

Originalbauteile

empfehlen.

Dies sieht auch Marco

Harder, Leiter Regale

und Lagereinrichtung

bei Jungheinrich,

Hamburg, so: „Unseres

Erachtens nach kann

auch kein physikalischer

Beweis erbracht

werden, dass ‚gerichtete‘

Bauteile mindestens

die statischen

Eigenschaften des

Original-Bauteils haben, da Prüfergebnisse durch Versuche

an solchen Bauteilen aufgrund der Einmaligkeit des individuellen

Schadensereignisses nicht reproduzierbar sind und die

Berechnung aufgrund des unvorhersehbaren statisch-physikalischen

Verhaltens eines individuell gerichteten Bauteils

nicht möglich ist.“

Mit dem Austausch beschädigter Regalbauteile durch

Originalbauteile wird die DIN EN 15635 konsequent

umgesetzt, was auch seitens des Verbandes für Lagertechnik

und Betriebseinrichtungen e. V. dringend empfohlen wird.

„Ein Austausch der beschädigten Komponenten ist ganz im

Sinne der Betriebssicherheit, Systemstatik und rechtlichen

Verantwortung des Betreibers immer einer Reparatur

vorzuziehen. Die Verwendung von Originalteilen vermeidet

Risiken der Regalreparatur und sichert die handelnden

Personen ab“, so Carsten Rump, Leiter Regalinspektion

Meta-Regalbau, Arnsberg.

Auch Prof. Dr.-Ing. Dieter Ungermann, Technische Universität

Dortmund – Lehrstuhl Stahlbau an der Fakultät Architektur

und Bauingenieurwesen, unterstreicht in der Empfehlung

des Verbandes für Lagertechnik und Betriebseinrichtung e. V.

diese Ansicht: „Wesentlich ist, dass das Tragwerk nach der

Reparatur wieder die ursprünglich festgelegte Trag- und

Gebrauchssicherheit aufweist. Dies ist stets gegeben, wenn

das beschädigte Bauteil durch ein Originalbauteil ausgetauscht

wird und während des Austauschs eine Entlastung

des betroffenen Regalbereichs durchgeführt wird.“ WB

Foto: Jungheinrich

Basis für Flexibilität und Effizienz in der

Intralogistik

Der Generalunternehmer Aberle präsentierte erstmals auf der

Logimat einen modular konzipierten „Pick & Pack“-Arbeitsplatz

für Paletten und Behälter (Bild). Der Kommissionierarbeitsplatz

ist in integrierter Modulbauweise

gestaltet und lässt sich auf die

Leistungs- und Gestaltungsmerkmale

der Anwender zuschneiden.

Ebenfalls in Stuttgart zu sehen war

das neue PMS-S. Damit hat die

Aberle GmbH für ihr Prozess-

Management-System ein separates

Modul zur Steuerung von Shuttle-

Systemen im Lager aufgesetzt. Die

Software ist in der aktuellen

Ausbaustufe für gassenunabhängige

Shuttlesysteme ausgelegt. Das PMS-S verwaltet die Stellplätze

und Behälter sowie deren Merkmale und steuert die Shuttle- und

Lift bewegungen im Lager – auch bei gleichzeitigem Betrieb

mehrerer Fahrzeuge in einer Ebene.

www.aberle-automation.com

AMI unterstützt industriellen Wandel

Thematisch stellte die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH

Qualität und effiziente Prozesse in der Intralogistik in den Mittelpunkt

ihres Logimat-Auftritts. Denn nur durch intelligente

Automatisierung und hochentwickelte Fördersysteme lässt sich

der industrielle Wandel u. a. in Richtung der Smart Factories

abbilden. So visualisierte das Unternehmen anhand einer

erweiterten Messeanlage das Zusammenspiel verschiedener

Komponenten: Lösungen zum Palettieren, Etikettieren, Fördern

und vieles mehr griffen hier ineinander.

Als Exponat hatte der Hersteller u. a. die selbst konzipierte Palettenprüfstation

mit nach Stuttgart gebracht. Die praktische Anlage

ermöglicht Prüfaufgaben, Genauigkeit und

Effizienz auf kleinem Raum. Mithilfe der

Anlage können Aufgaben wie

Konturenkontrolle, Deckbrettdruckprüfung,

Hoch regalfähigkeit und

Maßhaltigkeitsprüfung problemlos erfüllt

werden.

www.ami-foerdertechnik.de

www.fh-intralogistics.com

Inserentenverzeichnis Heft 4/2016

Abus Kransysteme, Gummersbach9

ARNOLD Verladesysteme, Stuttgart23

BUTT, Großenkneten15

Deutsche Messe, Hannover5

FLEXLIFT Hubgeräte, Bielefeld3

Galler Lager- u.;Regaltechn., Kulmbach7

GSC Schwörer Antriebstechnik,

Eisenbach 41

ITOH DENKI EUROPE,

Saint-Pierre-en-Faucigny (Frankreich)13

KML Miller, Lahr15

Messe München, München25

RBS Förderanlagen, Gelnhausen7

Resch-Verlag, Gräfelfing35

SÄBU, Morsbach23

Wanko Informationslogistik, Ainring29

Westfalen AG, Münster37

Westphalen & Kann, Fleckeby41

40 f+h 4/2016


Neuer Brandschutzboden genügt

vielfältigen Anforderungen

Im Mittelpunkt des Besucherinteresses stand z. B. der neue

Brandschutzboden Sprinklerplus. Mit einem Anteil von 50 Prozent

offener Fläche (Lochanteil) der ganzen Fläche entspricht der

Fachboden der VdS-Richtlinie CEA 4001. Neben den Ansprüchen an

die Wasserdurchlässigkeit im Brandfall sorgt der Brandschutzboden

für eine hohe Lichtdurchlässigkeit und trägt so zu höherer Lichtausbeute

in komplexen Regalanlagen bei. Die große Luftdurchlässigkeit

sorgt zudem für eine gute Zirkulation der Luft im Lager.

Und last but not least punktet der Sprinklerplus

mit einer Fachlast von bis zu 150 kg.

www.schulte-lagertechnik.de

Auf spielerische Art Fachwissen erwerben

Eine App für Smartphones, mit der Fach- und Führungskräfte aus

Produktion und Logistik ihr Wissen testen können, hat Tizia

Bloksma, Geschäftsführerin des Startup-Unternehmens AT Tech,

während der Logimat vorgestellt. Das Programm Checklean

startet mit einigen Hundert Fragen, zu denen jeweils fünf

Antwortmöglichkeiten angeboten

werden. Zugleich werden die Nutzer

dazu ermuntert, selbst Fragen

zusammen mit den Multiple-Choice-

Antworten hochzuladen.

www.at-tech.de

Big Data in der

Intralogistik

Tag für Tag verarbeitet und

generiert ein Lagerverwaltungssystem

unzählige Daten,

dabei können sich Logistiker

diese Daten zunutze machen,

um aus den Entwicklungen der

vergangenen Tage, Wochen

und Monate zu lernen und

proaktiv Entscheidungen zu

treffen. Das „SuPCIS-L8

Cockpit“ visualisiert wichtige

Vorgänge und Zustände im

Lager und veranschaulicht

Kennzahlen in Echtzeit. S&P

präsentierte eine Erweiterung,

mit der das Cockpit die

Möglichkeit bietet, diese

Leitstandsdaten zu speichern

und mit einem Klick Entwicklungen

sichtbar zu machen. So

kann z. B. die Personal planung

optimiert werden, wenn

anhand der gesammelten

Daten mit einem Blick wiederkehrende

Peak-Zeiten in der

Kommissionierung identifiziert

werden können.

www.sup-logistik.de

Perfektes

Zusammenspiel.

Sondergetriebe

GSC Schwörer GmbH

Antriebstechnik

Oberbränder Straße 70

79871 Eisenbach

www.gsc-schwoerer.de

Staurollenförderer mit intelligentem

Motorcontroller

Gemeinsam mit dem Antriebstechnikhersteller MTA Systems, hat

die Binder GmbH einen neuen Staurollenförderer für Lasten bis

zu 1 500 kg entwickelt. Mit dem Förderer lassen sich Paletten und

Gitterboxen staudrucklos im Einzel- oder Pulkabzug elektromechanisch

fahren.

Der Motorcontroller FCD 40 mit seiner intelligenten

Regeltechnik ermöglicht selbstständig einen Einzeloder

Blockabzug sowie einen Einzel- und

Blockeinlauf, ohne dass eine SPS

eingebunden werden muss.

Viele Aufgaben, eine Lösung

Die Multifunktionsstapler der Baureihe

MPC 3000 von Crown lassen sich für

verschiedene Aufgaben im Lager einsetzen.

Mit Fahrgeschwindigkeiten von bis zu

12,5 km/h, einer Tragfähigkeit von bis zu

1 200 kg und Hubhöhen von bis zu 4,3 m

verbinden die Flurförderzeuge die Vorzüge

eines Kommissionierstaplers mit den

Möglichkeiten eines Gegengewichtsstaplers.

www.crown.com

GSC-Schwörer.indd 1 11.04.2016 14:11:33

www.binder-foerdertechnik.de

Behältervermietung als

Alternative zum Sofortkauf

Das Unternehmen Söhner Kunststofftechnik

bündelt sein Vermietungsangebot

zukünftig unter der Servicemarke „Rent Megapack“. Damit

reagiert der Anbieter auf die gestiegene Nachfrage und bietet

neben dem Mietkauf nun auch die klassische Miete als zusätzliche

Option an. Zum Mietangebot gehören faltbare Großladungsträger

in Abmessungen von 1 200 × 800 bis 1 800 × 1 200 mm.

www.soehner.de

f+h 4/2016 41

Westphalen+Kann.indd 1 17.10.2012 10:35:22


VON DAMALS BIS HEUTE

2016

Produktionsgelände

in

Waldbrunn

erweitert

1996

2008

Umreifungsbänder-

Produktion im

vollautomatischen

Betrieb gestartet

Von der Verschnürmaschine

zur Hightech-Umreifung

Mosca: Seit 50 Jahren Branchen-Vordenker mit Tradition

Schon seit der Gründung behauptet sich das Unternehmen Mosca mit

kontinuierlichen Neuentwicklungen als einer der Qualitäts- und

Technologieführer der Umreifungsbranche. Denn Umreifungsmaschinen

aus Waldbrunn sind branchenübergreifend im Einsatz und sichern

unterschiedlichste Güter auf Transportwegen aller Art.

1983

01

Umzug der

Maschinenproduktion

nach

Waldbrunn

Verwaltung und

Montage in „Werk 2“

bei Waldbrunn angesiedelt

– heutiger

Hauptsitz

1969

Erstes Produktions-

und

Montagewerk in

Zwingenberg

1993

Timo Mosca

übernimmt

Geschäftsführung

1966

Unternehmensgründung

als Zwei-

Mann-Betrieb in

Hilden

02

1981 stellte Mosca bereits die 1 000. Maschine

her, 30 Jahre später folgte die 100 000. Seit

2008 läuft in Muckental, nahe des Hauptsitzes

Waldbrunn, eine vollautomatische Produktion

hochwertiger Umreifungsbänder −

doch eins hat sich bei Mosca in all den Jahren

nicht geändert: der Status „Familienunternehmen“.

Gemeinsam leiten der

Firmengründer Gerd Mosca mit seinem

Sohn Timo und dessen Frau Simone die Unternehmensgeschicke

(Bild 01) und blicken

mit Stolz auf die Firmengeschichte zurück.

Der Startschuss fiel im Jahre 1966. Gerd

Mosca hatte schon sein Leben lang mit Maschinen

zu tun, angefangen als Schlosserlehrling,

später Maschinenbautechniker

und schließlich Konstrukteur. Irgendwann

wollte er dann etwas Neues schaffen – und

so ging es mit dem eigenen Betrieb in den

Räumen einer ehemaligen Wäscherei in

Hilden los.

Die erste Maschine war eine Verschnürmaschine,

mit der Zeit wurde Schnur allerdings

teurer und die Nachfrage nach diesen

Maschinen ging zurück. Die Preise für Umreifungsband

hingegen fielen und der Bedarf

an entsprechender Technologie stieg –

also hatte sich das Unternehmen in dieser

Richtung weiterentwickelt und dabei für die

Branche wegweisende Ideen verwirklicht:

So konzipierte man z. B. die erste Einschuss-Verschweißlösung

für Schmalbandanwendungen

oder die Inline-Technologie,

also das schonende Umreifen von

Wellpappeprodukten „entlang der Welle“.

Aktuell ist vor allem die patentierte Ultraschall-Schweißtechnologie

SoniXs Branchen

prägend.

Neben immer neuen Entwicklungen ging

auch die Firmenexpansion voran. So eröffnete

man 1983 mit einer Vertretung in

Pennsylvania die erste internationale Niederlassung

und zeitgleich wurde das erste

Werk in Waldbrunn, dem heutigen Hauptsitz

(Bild 02), gebaut.

Aber woher nimmt ein Unternehmen

über all die Jahre diese Innovationskraft?

Man gehe mit offenen Augen durch die Welt,

um zu sehen wo Bedürfnisse entstehen, für

die sich neue Lösungen entwickeln lassen,

erklärt Timo Mosca, dem seit 1993 die Geschäftsführung

obliegt. Außerdem seien die

Mitarbeiter Koryphäen in ihrem Gebiet und

steuern immer neue Impulse bei, ergänzt

Simone Mosca, seit 2008 Geschäftsführerin

der Bandproduktion in Muckental. Es sei dadurch

z. B. gelungen, PLA-Band, also Kunststoffband

aus biologischen Rohstoffen, zur

Marktreife zu bringen.

Die Herstellung von Umreifungsbändern

spielt im Geschäft von Mosca eine wichtige

Rolle. Ende der 80er-Jahre startete die

Produktion eigener Kunststoffbänder,

zunächst aus Polypropylen, später kam PET

dazu. 2008 wurde dann die bislang größte

Investition in der Unternehmensgeschichte

getätigt und die Bandproduktion in einem

vollautomatisierten Werk in Muckental

zentralisiert.

Bei Mosca ist man sich bewusst, dass sich

das Geschäft in den vergangenen 50 Jahren

geändert hat. Es reiche nicht mehr, einfach

gute Maschinen bzw. gutes Band zu verkaufen.

Die Kunden fordern heute vor allem

auch effiziente, sichere Prozesse. So sorgt

Mosca mithilfe eines weltweit aufgestellten

Beratungs- und Servicenetzwerks dafür, dass

die Prozesse beim Betreiber optimal laufen.

Heute verfügt das Familienunternehmen

weltweit über 16 Niederlassungen und Produktionsstandorte

– außer den USA auch

mehrere Standorte im asiatischen Raum, in

Australien, Finnland, Kanada sowie in Mexico,

Polen, Spanien und in Großbritannien.

Erst im vergangenen Herbst wurde Mosca

mit der Wirtschaftsmedaille des Landes

Baden-Württemberg ausgezeichnet. „Auch

nach unserem fünfzigjährigen Jubiläum

wollen wir als Unternehmen ein Beispiel

dafür sein, was mit Mut und Einsatz möglich

ist – in einem eigenständigen, geerdeten

Familienunternehmen“, so Timo Mosca.

Fotos: Mosca

www.mosca.com


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 5/2016

ERSCHEINUNGSTERMIN: 23. 05. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 04. 05. 2016

01

02

04

03

01 Im großen Spezial zur Cemat in Hannover erfahren Sie alles, was Sie

rund um die internationale Intralogistik-Messe wissen müssen. Wir

zeigen Ihnen jeweils die Highlights der verschiedenen Themenbereiche.

02 Ein Kran- und Hebezeughersteller bringt ein neues webbasiertes

Serviceportal auf den Markt, mit dem Kunden alle servicerelevanten

Daten gebündelt und übersichtlich abrufen können.

Der direkte Weg

im Internet:

www.foerdern-und-heben.de

als E-Paper:

www.engineering-news.net

Redaktion:

h.seybold@vfmz.de

f+h Intralogistics:

www.en.engineering-news.net

03 Gemeinsam mit einem Modellbahnhersteller wurde ein individualisiertes

Behälterkonzept entwickelt, das durch eine einfache Modifikation

eines Standardbehälters eine große Anzahl Modellbahnteile in

unterschiedlichen Geometrien flexibel aufnimmt.

04 Um für weitere Expansion vorbereitet zu sein, hat die J. König GmbH

für ihr 8 500 Produkte umfassendes Portfolio ein neues Logistikzentrum

errichtet. Ein Komplettanbieter lieferte und installierte nicht nur die

Regalanlagen und Behälter, sondern brachte auch Know-how mit ein.

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

f+h 4/2016 43


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