Dompfarrbrief 2016/4

SigridStadler

Dompfarrbrief 2016/4

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz - GZ 02Z030640 M

DOMPFARRBRIEF

LINZ 4/2016

Eine gesegnete Adventzeit,

frohe Weihnachten und

ein gutes neues Jahr!


2

Chronik

Taufe

Moritz Donner, Waltherstraße

Leonhard Enzelsberger, Böhmerwaldstraße

Jonathan Hinterleitner, Beethovenstraße

Clemens Weindl, Harrachstraße

Lani und Priya Singh, Weingartshofstraße

Niklas Pilz, Harrachstraße

Josefine Ballenstorfer, Volksgartenstraße

Maximilian Fleischl, Hafnerstraße

Emilia Cuturi, Promenade

Der Herr segne

diese Neugetauften,

ihre Eltern und ihre Paten!

Im Sakrament der

Ehe verbunden

Stefan Hochradl – Daniela Hochradl, geb.

Wohlgemuth, Weingartshofstraße

DI Florian Klinglmüller – Julia Klinglmüller,

MSc. BSc, geb. Ziegelwagner, Weingartshofstraße

Stefan Steinacher – Marion Steinacher, geb.

Grillnberger, Herrenstraße

Dr. Bernhard Josef Födinger – Julia Zant BSc,

Harrachstraße

DI Hans Jörg Siebenhofer – Dr. Isabella Emhofer,

Karl-Wiser-Straße

Martin Peter Frömmel – Marie-Christin

Noisternig, Harrachstraße

Mag. Paul Hollaus – Mag. Daniela Tötsch,

Baumbachstraße

Andreas Lubinger – Tanja Dollhäubl, Beethovenstraße

Bernhard Anzengruber – Flavia Oktavia

Tanase, Karl-Wiser-Straße

Der Herr begleite sie auf ihrem

gemeinsamen Lebensweg!

Im Tod

vorausgegangen

Sr. Maria Gertraud – Johanna Hölzl, Friedensplatz

Eleonora Speringer, Kellergasse

Dkfm. Georg Höfer, Rainerstraße

Maria Hutter, Tegetthoffstraße

Franziska Doblhammer, Stockhofstraße

Sr. Maria Gunthildis – Hildegard Zizler,

Friedensplatz

Brigitta Böck, Stockhofstraße

Sr. Maria Richardis – Aloisia Wögerbauer,

Friedensplatz

Der Herr schenke ihnen

ewige Freude!

Gottesdienste

im Mariendom

(Abweichungen sind möglich, bitte beachten Sie den Aushang!)

Sonntage

Sa 18.15 Uhr Vorabendmesse

So 9.00 Uhr Kinder- und

Familienmesse

(während der Schulzeit)

10.00 Uhr Hochamt

11.30 Uhr Mittagsmesse

16.30 Uhr Hl. Messe in

englischer Sprache

18.15 Uhr Abendmesse

täglich

17.45 Uhr Rosenkranz

18.15 Uhr Hl. Messe

jeden 3. Montag im Monat

(nicht in den Sommerferien)

18.15 Uhr Frauenmesse

jeden Mittwoch im Advent

6.15 Uhr Rorate (Krypta)

Tagzeitenliturgie

jeden Samstag (während der Schulzeit)

8.00 Uhr Laudes

jeden Freitag

17.00 Uhr Gesungene Vesper

Aussprache/Beichte

Mo - Sa 17.00 - 18.00 Uhr

(lt. Aushang)

Anbetung

Mo - Sa 8.00 - 9.30 Uhr

17.00 - 18.00 Uhr

keine Anbetung an Sonn- und Feiertagen

Bürozeiten

Pfarrbüro der Dompfarre

Herrenstraße 26

4020 Linz

Telefon: 0732/77 78 85-0

email: dompfarre@dioezese-linz.at

www.dioezese-linz.at/dompfarre

Mo - Fr 9.00 - 11.00 Uhr

während der Schulzeit auch:

Di 17.00 - 19.00 Uhr

Pfarrsekretärinnen:

Gabriele Trawöger

Bettina Wittendorfer

Eucharistiefeiern im Gebiet der Dompfarre

17. Dezember

14. Jänner

11. Februar

11. März

22. April

13. Mai

10. Juni

18.15 Uhr im

Mariendom

Montag - Samstag

Sonntag

Barmherzige Brüder 5.55 Uhr 9.15 Uhr

Herrenstraße 33 Di (mit Krankensalbung), Mi, Do 17.30 Uhr 10.30 Uhr polnisch

Sa 16.30 Uhr tschechisch/slowakisch*

Barmherzige Schwestern 5.55 Uhr 8.15 Uhr Patientenkapelle

Herrenstraße 37

Mo, Di 18.30 Uhr Patientenkapelle

Mi (mit Krankensalbung) 18.30 Uhr Patientenkapelle

jeden zweiten Sonntag im Monat 10.00 Uhr türkisch/persisch

Karmelitenkirche 7.15 Uhr 6.30 Uhr

Landstraße 33 10.00 Uhr 9.00 Uhr

17.30 Uhr 10.00 Uhr

11.00 Uhr

17.30 Uhr

Krypta (Eingang Harrachstraße) jeden ersten und dritten Sonntag im Monat 10.00 Uhr ukrainisch,

Liturgie altslawisch

Karmelitinnenkirche 6.45 Uhr 8.00 Uhr

Langgasse 17

Kreuzschwestern ca. 7.15 Uhr 8.30 Uhr

Wurmstraße 5

Marienschwestern 7.00 Uhr 9.00 Uhr

Friedensplatz 1

Ursulinenkirche (Mo - Fr) 12.15 Uhr * 20.00 Uhr

Landstraße 31

* entfällt in den Ferien

Dompfarrbrief 4/2016


„Was erwartest du dir von …?“

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich kann mir vorstellen, dass Ihnen

diese Frage schon öfter gestellt

wurde oder dass Sie sich diese Frage

selbst schon gestellt haben. Ich lade

Sie ein zu einem Gedankenspiel:

Was erwarte ich …

o von der Arbeitsstelle, die mir angeboten

wurde?

o von der neuen Wohnung?

o von der Schule, für die ich mich

entschieden habe?

o vom Urlaub, den ich buche?

o vom Besuch im Fitness-Studio?

o von …

Manchmal stellt sich auch folgende

Frage:

o Worauf muss ich gefasst sein, wenn

…?

o Womit muss ich rechnen, wenn …?

o Oder: Was muss ich tun, dass …?

Diese und ähnliche Fragen nehmen

die Zukunft in den Blick, die Zukunft

in ihrer Doppeldeutigkeit.

Einerseits wissen wir nicht, was die

Zukunft bringen wird. Wir erleben,

dass Unvorhergesehenes und Unvorhersehbares

eintritt. Wir können –

Gott sei Dank – das Wetter nicht beeinflussen,

wir können uns auf Grund

von verlässlichen Prognosen vor bestimmten

Unwettern schützen. Wir

Zukunft bedenken

erleben technische Pannen und

menschliches Versagen, womit wir

nicht rechnen konnten. Wir schließen

Versicherungen ab, die gewisse Schäden

ersetzen, gegen das „Schadensereignis“

selbst gibt es keine Versicherung,

selbst mit allergrößter Vorsicht

lassen sich gewisse Vorfälle nicht

verhindern.

Zugleich erleben wir, dass Menschen

ihre Zukunft planen. „Ich habe mich

für diese Schule entschieden“, „Ich

habe dieses Studienfach gewählt“,

„Ich mache eine Lehre in der Firma

…“, „Ich habe mich um diesen Posten

beworben“, „Ich habe eine Zusatzversicherung

abgeschlossen“,

„Ich habe mich im Seniorenheim angemeldet“


Soweit die Zukunft planbar ist, machen

sich Menschen Gedanken und

treffen begründete und verantwortete

Entscheidungen für die Zukunft.

Manchmal erleben wir, dass Menschen

sagen: „Wenn ich das gewusst

hätte, hätte ich mich anders entschieden.“

Im Rückblick erkennen wir

Fehler in Entscheidungen und unvorhersehbare

Entwicklungen oft leichter.

Manche Fehlentwicklung und

Fehlentscheidung kann noch korrigiert

werden, mit manchen Fehlern

„muss man leben“ und dann noch

„das Beste daraus machen“, manche

Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen

müssen oft mühsam korrigiert

werden.

Zukunft verantworten

Drei bestimmte Anlässe haben in mir

diese Gedanken wachgerufen.

1. Der Advent, der in diesen Tagen

beginnt, richtet unseren Blick natürlich

auf das kommende Weihnachtsfest

und auf die Frage, wie Weihnachten

begangen werden soll. Der

Advent lenkt den Blick aber noch

weiter in die Zukunft: Was darf ich

für mein Leben als Ganzes erhoffen

und auf welche endgültige Zukunft

darf ich mich einstellen und vorbereiten?

Erwarte ich das endgültige Gelingen

meines Lebens in der Begegnung

mit Christus, dessen Geburt wir

zu Weihnachten feiern? Bei der Geburt

eines Kindes kommt ja nicht selten

die Frage, die das Lukasevangelium

im Zusammenhang mit der

Geburt Johannes des Täufers überliefert:

„Was wird wohl aus diesem

Kind werden?“ (Lk 1,66) Und der

Evangelist gibt gleich die von Hoffnung

geprägte Antwort: „Denn es

war deutlich, dass die Hand des

Herrn mit ihm war.“ (Ebd.)

2. Im März 2017

wird der Pfarrgemeinderat

neu gewählt.

Alle, die wählen, und alle, die

sich der Wahl stellen, machen sich

Gedanken über die Zukunft der

Pfarre und der Kirche. Sie sind bereit,

mitzugestalten und Entscheidungen

zu treffen und zu verantworten.

Gerade in der Dompfarre mit ihren

vielen Gesichtern ist es nicht unwesentlich,

wer Mitverantwortung für

das Zusammenleben der Christen, für

die Weitergabe des Glaubens und das

gemeinsame Feiern übernimmt.

Zukunft gestalten

3. Der dritte Anlass ist das Gedenken

„500 Jahre Reformation“ im Jahr

2017. Nach vielen Jahren des Gegeneinander

und des Nebeneinander

wird 2017 das Reformationsgedenken

deutliche Zeichen des Miteinander

haben. Die Ökumenische

Bewegung, die seit über 100 Jahren

besteht, die 1948 in der Gründung

des „Ökumenischen Rates der Kirchen“

(mit Sitz in Genf) und im Ökumenismus-Dekret

des II.

Vatikanischen Konzils 1964 ihren

sichtbaren und institutionellen Ausdruck

gefunden hat, verweist auf eine

Zukunft, die die „eine Kirche Jesu

Christi“ zum Ziel gemeinsamer Bemühungen

hat. Dass dabei auch Fehlentscheidungen

und

Fehlentwicklungen der letzten fünf

Jahrhunderte in den Blick kommen,

ist geradezu notwendig, wenn die bereits

vorhandene sichtbare Bewegung

auf Einheit hin vertieft werden soll.

Ich wünsche Ihnen, dass der beginnende

Advent und das Weihnachtsfest

das Vertrauen in eine „Zukunft in

Gottes Hand“ stärken.

3

Dompfarrbrief 4/2016


500 Jahre Reform

4

2017 feiert die evangelische Kirche 500 Jahre Reformation. Dies haben wir

zum Anlass genommen, katholische und evangelische ChristInnen zu befragen.

1. Was bedeutet für Sie der 31. Oktober 1517?

2. Was sehen Sie an Luther positiv?

Die Antworten sind zum Teil gekürzt.

1. Natürlich Reformation – Zäsur,

eine einschneidende Veränderung in

der Kirchengeschichte. Eine Zäsur,

die die über Jahrhunderte entstandenen

Fronten zwischen Klerus und gemeinem

Volk aufbrach. Durch diesen

Aufbruch wurden die Menschen neu

in die Pflicht der Eigenverantwortlichkeit

genommen. Diese Verantwortung

gab ihnen die Sicherheit der

Vergebung ihrer Schuld durch Reue

und Umkehr aus Gottes Gnade, unabhängig

vom Zuspruch eines Geweihten,

sowie die daraus resultierende

Gewissheit des ewigen Lebens und

die Möglichkeit eines freien Dialogs

mit Gott.

2. Dass er den Brückenschlag aus

dem Klerus zum Volk, trotz der ihm

sicher bewussten Konsequenzen für

ihn und das von ihm geliebte Volk

gewagt hat.

m/55/ev.

Wenn ich wüsste,

dass morgen

der jüngste Tag wäre,

würde ich heute noch

ein Apfelbäumchen

pflanzen.

Musik

ist ein reines Geschenk

und eine Gabe Gottes,

sie vertreibt den Teufel,

sie macht die Leute fröhlich,

und man vergisst

über sie alle Laster.

Martin Luther

1. Martin Luther veröffentlichte seine

95 Thesen (Schlosskirche zu Wittenberg).

2. Für mich spielte in der Kinderund

Jugendzeit der Reformationstag

noch keine besondere Rolle. Doch

die Rolle von Martin Luther bekommt

in meinem Leben immer

mehr Bedeutung und Wertschätzung.

Verdanken wir nicht gerade ihm, der

sich ganz auf sein Gewissen beruft,

das Zeugnis für einen aufrichtigen

Glauben, den er allein aus der Gnade

Gottes und aus Leidenschaft für das

Wort Gottes heraus gestalten wollte?

Für mich mehr denn je ein Mensch

gerade für unsere Zeit! w/53/ev. AB

Der 31. 10. 1517 bedeutet für mich

den „Anschlag“ der 95 Thesen des

Reformators Martin Luther an das

Portal der Schlosskirche von Wittenberg.

Dass Luther seine Thesen buchstäblich

an die Kirchentüre genagelt

haben soll, ist wohl eher ins Reich

der Legende zu verweisen, er hat sicher

effizientere Wege zu deren Verbreitung

gefunden.

Vordergründig ging es Luther um die

Beseitigung einiger höchst fragwürdiger

pastoraler Praktiken, die im sogenannten

Ablasshandel gipfelten.

Nicht durch kommerzielle Bußakrobatik

wird der Mensch vor Gott gerechtfertigt,

sondern „sola fide“,

allein durch den Glauben und die

Gnade Gottes. Diese Rechtfertigungslehre

- die mittlerweile durch

eine gemeinsame Erklärung mit dem

Lutherischen Weltbund (unterzeichnet

am 31.10.1999) auch die röm.-

kath. Kirche übernommen hat - hat

damals noch zur Spaltung geführt.

Über die Jahrhunderte hinweg hat die

Reformation aber doch eine Entwicklung

angestoßen, die zu einer Änderung

und Öffnung auch im Selbstverständnis

der röm.-kath. Kirche geführt

hat und die letztlich auch im

Zweiten Vatikanischen Konzil (etwa

in der Kirchenkonstitution „Lumen

Gentium“ oder in der Pastoralkonstitution

„Gaudium et Spes“) ihren Ausdruck

gefunden hat. m/55/kath.

Kein Irrtum ist so groß, der

nicht seinen Zuhörer hat.

Martin Luther

Martin Luther

Luther hat sich schon sehr früh als Mönch mit der Bibel auseinandergesetzt, denn er nahm seinen Glauben sehr ernst.

Im Theologiestudium rang er mit sich über so manche biblische Aussagen (z.B. Rechfertigungslehre nach Römerbrief

1,17 und 3,22). Sein neues Bibelverständnis führte zu einer gewissen Befreiung der Gläubigen. Luthers Standhaftigkeit

und Durchhaltevermögen konnten so Fehlentwicklungen in der herrschenden Kirchenpraxis (Ablassbriefe) nachhaltig

überwinden, er wollte aber keine Kirchenspaltung. Sein Bestreben: Bibelöffnung für alle, Schulpflicht für

Buben und Mädchen einzuführen, sprechen für seinen positiven Fortschrittsgeist.

m/69/kath.

Dompfarrbrief 4/2016


ation

Der 31.10.1517 ist für mich der Beginn

des freien Zuganges zum Wort

Gottes – der Bibel. Luther studierte

sie intensiv und wurde mit der Praxis

vom Ablass in seiner Kirche immer

unzufriedener. Das wollte er aufzeigen.

In einer seiner 95 Thesen

schrieb er: „Der wahre Schatz der

Kirche ist das heilige Evangelium der

Herrlichkeit und Gnade Gottes.“ Am

Tag vor Allerheiligen wurden seine

Thesen veröffentlicht. Damit begann

für Luther eine schwierige Zeit in

Verbannung. Auf der Wartburg übersetzte

er das Neue Testament in die

deutsche Sprache, denn es war ihm

ein Anliegen, dass alle das Wort Gottes

lesen können.

w/61/ ev.

Nichts wird langsamer

vergessen

als eine Beleidigung

und nichts eher

als eine Wohltat.

Martin Luther

Die 95 Thesen, die Martin Luther an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg

angeschlagen hat, am heutigen Portal der Kirche.

Foto: Fewskulchor

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:95Thesen2390.JPG

1. Das Jahr 1517 steht symbolisch für

eine Neuorientierung im Umgang mit

den zentralen christlichen Texten, die

erstmals mit Luthers Bibelübersetzungen

in den darauffolgenden Jahrzehnten

diese auch in der Landessprache

zugänglich machten und stilbildend

auf die Entwicklung der

deutschen Sprache wirkten. Mit Luthers

Kritik am Ablasshandel, mit

seiner Kritik an der Einheit von Staat

und Kirche, mit der Betonung der

Bedeutung des Schriftprinzips gegenüber

oft verkrusteten kirchlichen Traditionen,

entstand vor dem Hintergrund

humanistischer Bewegungen

ein neuer Umgang mit christlichen

Glaubensinhalten und christlicher Lebenspraxis.

Die Forderung nach einer

Verbesserung der literarischen Volksbildung,

die Forderung der Reformatoren,

jeder Mensch möge in die

Lage versetzt werden, die Texte der

christlichen Überlieferungen selbst

zu lesen und zu interpretieren, konnte

auch innerhalb der katholischen Kirche,

selbst in der Gegenreformation,

nicht wirklich in Frage gestellt werden.

2. Etliche der reformatorischen Ideen

und Überzeugungen sind im Laufe

der Jahre und Jahrhunderte auch innerhalb

der katholischen Kirche als

fruchtbare Beiträge zu einem neuzeitlichen

christlichen Selbstverständnis

gedeutet worden. Auch die von Luther

betonte Trennung von Staat und

Kirche dürfte mit dazu beigetragen

haben, den Toleranzgedanken zu stärken

und nicht länger religiöse Lehren

unter Anwendung staatlicher Gewalt

zu verbreiten. Positiv am Protestantismus

ist auch der Versuch, die Menschen

zu ermutigen, sich in der

Auslegung und Anwendung christlicher

Botschaften der eigenen Vernunft

und des eigenen Gewissens zu

bedienen. Diese Überzeugung hatte

erhebliche Auswirkungen auf die Akzeptanz

und Ausbreitung der Gedanken

der Aufklärung und auch auf die

Reformation politischer Ideen.

m/58/ev. AB

5

Dompfarrbrief 4/2016


6

1. Thesenanschlag (95 Thesen) von

Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg.

2. Martin Luther hat die Missstände

seiner Zeit rund um die Ablassbriefe

gesehen. Seine erste Sorge galt der

Verkündigung, dass jeder Mensch

sich Zeit seines Lebens in Demut der

Gnade Gottes anvertrauen dürfe und

sich nicht von Sünden „freikaufen“

könne.

Martin Luther hatte keineswegs die

Absicht, sich von Rom zu trennen

und eine eigene Kirche zu gründen.

w/65/r.k

Eine Lüge ist wie

ein Schneeball:

Je länger man ihn wälzt,

desto größer wird er.

Martin Luther

1. Reformationstag, natürlich hat die

Reformation nicht punktuell mit dem

31. Oktober begonnen. Ob Luther am

31. Oktober 1517 die 95 Thesen an

der Schlosskirche in Wittenberg angebracht

oder anders vorgelegt hat,

ist ja nicht eindeutig bewiesen. Diese

Reformation hat einerseits für viele

Menschen zu einer inneren Befreiung

geführt, aber leider auch sehr viel

Blutvergießen mit sich gebracht.

2. Er hat das Wort Gottes über die

vorhandenen Gesetzte und Gebräuche

gestellt und dies brauchte auch

Mut, es auszusprechen und zu leben.

Durch die Übersetzung der Bibel ins

Deutsche hat Luther die deutsche

Sprache geeinigt. Ist es zu nostalgisch,

wenn sich sage, so kann ich

das Wort Gottes in meiner Herzenssprache

lesen?

w/55/r.k, seit ca. 25 Jahren

in der evangelischen Gemeinde

Denn es ist besser,

mit eigenen Augen

zu sehen als mit fremden.

Martin Luther

Fürbitten heißt: Jemanden

einen Engel senden.

Martin Luther

1. So schnell gefragt: Eigentlich

nichts.

Nachgedacht: Das könnte etwas mit

Luther und der Reformation zu tun

haben (dem tradierten Anschlag seiner

Thesen an der Schlosskirche von

Wittenberg).

Dieses Datum und dazu dieses

Thema scheint beide Kirchen (soweit

man laut Benedikt XVI. überhaupt

von „Kirchen“ sprechen darf) nun

schon sehr zu beschäftigen.

2. Ich möchte zuerst einen Hochschultheologen

aus Graz zitieren (Dr.

Albert Höfer), der uns während meines

Studiums in den 60iger Jahren

betreut hat:

„Martin Luther ist eigentlich einer

der wichtigsten Heiligen der Kirche!“

Für mich ist Martin Luther ein Prophet!

Da die Kirche nach Paulus (der in

Röm 12 ausdrücklich die prophetische

Rede als Gabe für den Dienst an

der Gemeinde erwähnt) Propheten

nicht mehr zuließ, wollte sie mit Luther

so verfahren, wie im Alten Testament

mit den Propheten umgegangen

wurde.

Sie wollte ihn nach Anklage wie Jan

Huss „behandeln“. Das ist ihr durch

das Wirken des Kurfürsten Friedrich

des Weisen, der Luther in seinen

Schutz genommen hatte, nicht geglückt.

Er hat die Bibel für das „gemeine

Volk“ in der Landessprache zugänglich

gemacht und dabei auch die

deutsche Sprache geformt und geeint.

Er wollte seine katholische Kirche

wirklich reformieren, diese konnte

und wollte aber Luthers Gedanken

nicht folgen, da sie durch ihre Machtund

Geldgier (der Bau des Petersdoms,

als Zeichen dieser Macht, und

das aufwändige Leben der Fürsterzbischöfe

musste durch Ablassspenden

finanziert werden) ihre Prinzipien

und ihr System nicht aufgeben

wollte.

m/75/kath.

Martin Luther

von Lucas Cranach, dem Älteren

(1472–1553)

Eines guten Redners

Amt oder Zeichen ist,

dass er aufhöre,

wenn man ihn

am liebsten höret.

Martin Luther

1. Der 31. 10. 1517 gilt für viele als

ein Tag der Spaltung. Es ist schade,

dass sich das Konkurrenzdenken oft

auf allen Seiten in den Köpfen festgesetzt

hat.

Der 31. 10. ist für mich nicht ein Tag

der Trennung, sondern eher ein Anlass

zu sehen, dass das Hauptziel für

alle gleich ist.

2. Luther selbst ist für mich in manchen

Dingen eine inspirierende Persönlichkeit.

Aber er war nur ein

Mensch und seine Schriften haben

für mich keinen Anspruch auf immerwährende

Wahrheit.

m/21/ev.

Anstrengungen machen gesund

und stark.

Martin Luther

Foto: gallerix.ru

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucas_Cranach_d.%C3%84._-

_Martin_Luther,_1528_(Veste_Coburg).jpg

Dompfarrbrief 4/2016


Die „anderen“ Christen

Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther

seine 95 Thesen am Tor der

Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen.

So habe ich es viele Jahre

im Religionsunterricht und auch im

Fach Geschichte gehört. Ich habe mir

lebhaft vorgestellt, wie der Reformator

an die Kirchentür hämmert und

mit diesen Hammerschlägen die Kirche

erschüttert. Natürlich hatte ich

schon als Kind von meinen Eltern gehört,

dass die Evangelischen „auch

Christen“ sind, ein wenig anders als

wir, dass sie an Jesus glauben, aber

anders Gottesdienst feiern.

Bei aller Toleranz, die mir vermittelt

wurde, baute sich doch ein Bild von

etwas Fremdem in mir auf. Dieses

Bild des „Fremden“ ist in Resten

immer noch da. Jedes Gespräch mit

evangelischen Christen trägt dazu

bei, diese Erfahrung des Fremden zu

verkleinern.

Ich kann mir vorstellen, dass es evangelischen

Christen ähnlich ergeht.

Für sie ist mein Katholisch-Sein

etwas Fremdes, manches an unserer

katholischen religiösen Praxis kommt

einem Evangelischen vielleicht komisch,

jedenfalls ungewohnt, manchmal

sogar „grenzwertig“ vor. Viele

Begegnungen mit evangelischen

Christen und mit Katholiken, die sich

dem ökumenischen Dialog verschrieben

haben, haben andere Erfahrungen

stark werden lassen. Ich kann mit

evangelischen Christen und Pfarrern

über das Gemeinsame unseres Glauben,

über die (nicht trennenden) Unterschiede

und über das, was uns

immer noch trennt, in einer Weise

reden, die von gegenseitiger Achtung

und dem Wissen um eine ganz tiefe

Verbundenheit getragen ist.

Eine bessere Erforschung der Geschichte

hat ergeben, dass Luther

seine 95 Thesen anlässlich des missbräuchlichen

Umgangs mit dem „Ablass“

verfasst und an verschiedene

Bischöfe und Gelehrte seiner Zeit

verschickt hat. In diesen Thesen finden

sich viele Anliegen, die die Kirche

„aus dem Evangelium“ erneuern

wollten. Was Luther als „akademische

Diskussion“ anstoßen wollte,

hat Kreise gezogen und – so sehe ich

es heute – eine gewisse Eigendynamik

entwickelt. Sicher scheint mir,

dass es nicht zu Gesprächen gekommen

ist, die die berechtigten Anliegen

Luthers in einer sachlich guten

Weise besprechen und klären hätten

können. „Alle Christgläubigen sollen

sich bewusst sein, dass sie die Einheit

der Christen umso besser fördern, ja

Alle Christgläubigen sollen

sich bewusst sein, dass sie

die Einheit der Christen

umso besser fördern, ja

sogar einüben, je mehr sie

nach einem reinen Leben

gemäß dem Evangelium

streben.

Ökumenismusdekret des

II. Vatikanums (Art. 7)

sogar einüben, je mehr sie nach

einem reinen Leben gemäß dem

Evangelium streben.“ Diesen Satz

aus dem Ökumenismusdekret des II.

Vatikanums (Art. 7) hätte Luther

wohl unterschreiben können. „Man

muss den Geist und die Sinnesart der

getrennten Brüder kennen. Dazu bedarf

es notwendig des Studiums, das

der Wahrheit gemäß und in wohlwollender

Gesinnung durchzuführen ist.

Katholiken, die dazu gebührend gerüstet

sind, sollen sich eine bessere

Kenntnis der Lehre und der Geschichte,

des geistlichen und liturgischen

Lebens, der religiösen

Psychologie und Kultur, die den Brüdern

eigen ist, erwerben.“ (Ebd. 9)

[Beim Lesen dieser Konzilstexte

möge das Fehlen einer „geschlechtergerechten

Sprache“ nachgesehen

werden; der Text wurde 1964 verfasst

und kurz darauf übersetzt.]

Fast 500 Jahre getrennte Entwicklung

der Kirchen kann nicht mit einem Federstrich

rückgängig gemacht werden.

Alle Schritte, die Christen in den

letzten Jahrzehnten in Richtung Einheit

der Kirchen gemacht haben,

kommen mir wie „Riesenschritte“

vor, auch wenn der Weg zur sichtbaren

Einheit der Kirchen noch nicht

abgeschlossen ist. „Die Art und

Weise der Formulierung des katholischen

Glaubens darf keinerlei Hindernis

bilden für den Dialog mit den

Brüdern.“ (Ebd. 11) Diesen Satz des

Ökumenismusdekrets versuche ich

ernst zu nehmen, indem ich auch bei

kontroversen Themen (z.B. Heiligenverehrung,

Ablasslehre, Kirchenbild

und Theologie des Amtes) eine Sprache

suche, die eine Brücke schlägt,

statt eine Barriere aufzurichten oder

eine bestehende Barriere zu festigen.

Das Konzil gibt dazu einen ganz wesentlichen

Hinweis: „Beim Vergleich

der Lehren miteinander soll man

nicht vergessen, dass es eine Rangordnung

oder ‚Hierarchie‘ der Wahrheiten

innerhalb der katholischen

Lehre gibt, je nach der verschiedenen

Art des Zusammenhanges mit dem

Fundament des christlichen Glaubens.“

(Ebd. 11)

Das Reformationsgedenken 2017 unterscheidet

sich von den bisherigen

„Jubiläen“ durch die Erfahrung vieler

konstruktiver Gespräche zwischen

Christen und den Kirchen.

Pfarrer Maximilian Strasser

Die Art und Weise der

Formulierung des

katholischen Glaubens

darf keinerlei Hindernis

bilden für den Dialog

mit den Brüdern.

Ökumenismusdekret des

II. Vatikanums (Art. 11)

7

Dompfarrbrief 4/2016


Lieder verbinden

8

Im neuen katholischen Gebet- und

Gesangbuch „Gotteslob“ (2013)

nimmt die Ökumene einen wichtigen

Stellenwert ein und wurde bei der

Liedauswahl besonders berücksichtigt.

Denn auch Gesänge sind Zeugnisse

gemeinsamen Glaubens.

Weitaus mehr Lieder sind evangelischen

Ursprungs - entweder von

einem evangelischen Komponisten

oder Textdichter - als uns bewusst ist,

und als Luther sich wohl je hätte

träumen lassen.

Im Folgenden möchte ich exemplarisch

einige Lieder anführen.

„Lobe den Herren, den mächtigen

König der Ehren“ (GL 392, EG 317)

Der Ursprung des Liedes liegt im 17.

Jahrhundert, verfasst hat es der reformierte

Bremer Theologe, Lieddichter

und Komponist Joachim Neander

(1650-1680), ein bedeutender Lieddichter

des reformierten Pietismus.

Der Text nimmt u.a. auf die Exodus-

Geschichte Bezug (Ex 3 – die Offenbarung

des Gottesnamens, Ex 19 –

die Ankunft Israels am Berg Sinai),

woraus sich die Anspielung auf die

„Adlerflügel“ Gottes, „Adelers Fittiche“

genannt, ableiten lässt.

Ökumenische Lieder sind im Gotteslob

(GL) mit „ö“ unter der jeweiligen

Nummer gekennzeichnet.

Steht bei einem Lied nur „ö“, so hat

das betreffende Lied die gemeinsame

Fassung für alle christlichen

Kirchen im deutschen Sprachgebiet

und steht so auch in evangelischen

Gesangbüchern. Der (für alle

deutschsprachigen Diözesen gemeinsame)

Stammteil umfasst über

145 solcher Lieder, wovon sich 90

auch im Stammteil des Evangelischen

Gesangbuches (EG) finden.

Wenn im neuen Gotteslob bei

einem Lied „(ö)“ steht, sind Teile

des jeweiligen Liedes gemeinsam,

oft die Melodie und einige Strophen.

Im Stammteil des GL finden

sich 35 dieser Lieder.

„Nun danket alle Gott“

(GL 405, EG 321)

Der Text stammt vom protestantischen

Eilenburger Geistlichen Martin

Rinckart (1586-1649).

Das Lied ist ursprünglich als Tischlied

entstanden, bevor es als Dankchoral

für den Friedensschluss nach

dem Dreißigjährigen Krieg eingesetzt

wurde.

„Nun komm, der Heiden Heiland“

(GL 227, EG 4)

Dem Lied liegt der Advent-Hymnus

„Veni redemptor gentium“ des Ambrosius

von Mailand (verfasst um

386) zugrunde. Martin Luther schrieb

1524 einen deutschen Text zu „Veni

redemptor gentium“. Die heute gesungene

Melodie geht auf eine Handschrift

des Benediktinerklosters

Einsiedeln aus dem Jahr 1120 zurück.

Im „neuen“ Gotteslob kommt auch

Paul Gerhardts Lied

„Befiehl du deine Wege“

(GL 418, EG 361).

neu hinzu, allerdings mit nur fünf

Strophen.

Im EG finden sich 12 Strophen. Die

Anfangsworte der 12 Strophen ergeben

den Bibelspruch: „Befiehl dem

Herren Dein’ Weg und hoff auf ihn,

er wird’s wohl machen“ (Psalm

37,5). Paul Gerhard (1607-1676) gilt

als einer der bedeutendsten Kirchenlieddichter.

Ein weiteres Beispiel eines evangelischen

Liedes im katholischen Gotteslob

ist

„Verleih uns Frieden gnädiglich“

(GL 475, EG 421).

Martin Luther greift 1529 mit diesem

Lied auf die aus dem sechsten oder

siebten Jahrhundert stammende Antiphon

„Da pacem, domine“ zurück.

Das Lied wurde im evangelischen

Gottesdienst oft im Anschluss an die

Predigt gesungen. Der Text weist biblische

Referenzen, z.B. zum Psalm

122,6 („Erbitte für Jerusalem Frieden“)

oder auch zum Buch der Könige

(2 Kön 20,19; 2 Kön 1-11), auf.

Jedes Gesangbuch hat das Evangelium

als Grundlage und dient dem Lob Gottes.

„Solang es Menschen gibt auf

Erden“ (GL 425, EG 427)

wurde von dem katholischen Theologen

Huub Oosterhuis (geb. 1933)

verfasst und von dem evangelischen

Lieddichter und Theologen Dieter

Trautwein (1928-2002) ins Deutsche

übertragen.

Die Melodie (1959) stammt von der

niederländischen Komponistin Tera

de Maerz Oyens-Wansink:

Johanna Breuer

Quellen:

Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe der evangelischen

Kirche in Österreich, 1994, Nr. 957: Liederkunde

- Die Dichter und Komponisten

Magnificat – Das Stundenbuch, Ausgaben März

2015 (S 314) und Juli 2016 (S 354)

http://www.mein-gotteslob.de/oekumene-im-neuengotteslob/

https://www.herder-

korrespondenz.de/heftarchiv/67-jahrgang-

2013/wie-heute-gott-feiern-liturgie-im-21-jahrhund

ert/was-das-neue-gebet-und-gesangbuch-bringtgotteslob-ante-portas

Fotos: Sigrid Stadler

Dompfarrbrief 4/2016


Dompfarre Linz

Herrenstraße 26

4020 Linz

Telefon: 0732/777885-0

Fax: 0732/777885-18

email: dompfarre@dioezese-linz.at

http://www.dioezese-linz.at/dompfarre

In mir hat diese durchaus eigenwillige Schreibweise

des Mottos der Pfarrgemeinderatswahl einige Gedanken

ausgelöst. „Ich bin da“, habe ich oft gesagt und

gehört, z.B. wenn ein Termin für eine bestimmte Arbeit

vereinbart wurde. „Ich bin da“ – dieser Satz wird

oft auch ohne Worte zum Ausdruck gebracht, wenn

Menschen sich für eine andere Person oder eine

wichtige Sache einsetzen. „Ich bin da“ – das nehmen

Menschen wahr, die ihre Trauer mitteilen oder ihre

Freude nicht für sich behalten wollen. „Ich bin da“ –

das spüren Kinder an der Hand ihrer Eltern oder anderer

Erwachsener. Es ist vielleicht ganz interessant,

diesem Satz „Ich bin da“ einmal im alltäglichen

Leben nachzuspüren. Meistens klingt in dem Satz

„Ich bin da“ ein „für“ mit: für einen oder mehrere

Menschen, für eine wichtige oder auch „nur“ interessante

Sache, für ein bestimmtes Anliegen …

Ich kann diesen Satz auch einfach ohne den Punkt

zwischen „da“ und „für“ lesen. „Ich bin dafür“ –

damit werden in Räten und Gremien Abstimmungen

vorgenommen und Beschlüsse gefasst. „Ich bin dafür,

dass …“ ist oft an Stammtischen und in vielen Diskussionen

zu hören. Oft braucht die Person, die da

„für etwas“ ist, den Beweis, dass es damit ernst gemeint

ist, nicht anzutreten. Bei jeder politischen Wahl

sagt die Wählerin bzw. der Wähler, dass bestimmte

Abgeordnete ihre Interessen im Gemeinderat, Landtag

oder Nationalrat vertreten sollen. Bei einem

Volksbegehren sagen alle, die teilnehmen, dass sie

„dafür“ sind, bei einer Volksabstimmung muss eine

Mehrheit „dafür“ sein.

In einer Pfarre ist vieles anders als in der Politik.

Jeden Sonntag sagen viele Christinnen und Christen

„Ich bin da“ und feiern die Messe mit, nicht wenige

übernehmen einen Dienst als MinistrantInnen, LektorInnen,

KantorInnen, KommunionhelferInnen, SängerInnen

im Chor …. JungscharleiterInnen sagen jede

Woche „Ich bin da“ zur Heimstunde „für“ die Mädchen

und Buben der Jungschar.

Der Pfarrgemeinderat und seine Ausschüsse setzen

sich aus Menschen zusammen, die „da sind“, um Mitverantwortung

für die Leitung der Pfarre als ganzer

zu übernehmen oder einzelne Anliegen wahrzunehmen,

damit die Pfarre als ganze lebendig bleibt und

ihre Aufgabe erfüllen kann.

Am 19. März 2017 wird (wie in fast allen Pfarren

Österreichs) unser Pfarrgemeinderat neu gewählt. Ich

Dompfarrbrief 4/2016

Vorschläge für die Kandidaten zur

PGR-Wahl 2017

In der ersten Phase der Pfarrgemeinderatswahl 2017 werden

KandidatInnen gesucht.

Wer darf KandidatInnen nennen?

JedeR KatholikIn, die/der vor dem 1. Jänner 2001 geboren

ist und zur Dompfarre gehört (d.h. im Pfarrgebiet wohnt

oder sich für die Zugehörigkeit zur Dompfarre entschieden

hat).

Wer darf als KandidatIn genannt werden?

JedeR, die/der auch KandidatInnen nennen darf. Mitglieder

des bisherigen Pfarrgemeinderates sind nur dann KandidatInnen,

wenn sie entsprechend vorgeschlagen werden.

Die Vorgeschlagenen müssen eindeutig erkennbar sein, es

muss Name, Beruf und Adresse angegeben werden.

Für die Wahl zum Pfarrgemeinderat am 19. März 2017

schlage ich folgende Personen als KandidatIn vor:

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Wenn Sie mehr KandidatInnen nennen wollen, verwenden

Sie bitte die Rückseite oder weitere Formulare.

Name, Adresse und Unterschrift der/des Vorschlagenden

(Ohne diese Angaben sind die Vorschläge ungültig.):

............................................................................................

............................................................................................

............................................................................................

Bitte, geben Sie diesen Vorschlag in den Briefkasten am

Tor des Dompfarrhofes oder in die Boxen, die dafür im

Dom aufgestellt sind. Sie können ihn auch mit der Post

schicken, im Pfarrbüro abgeben oder einem Mitglied des

bisherigen Pfarrgemeinderates geben.

Letzter Abgabetermin: Sonntag, 22. Jänner 2017

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Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

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Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

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Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

mache hiermit die Wahl (entsprechend dem Statut

und der Wahlordnung für den Pfarrgemeinderat)

kund. Der Pfarrgemeinderat setzt sich zusammen aus

amtlichen, delegierten, in öffentlicher Wahl gewählten

und berufenen Mitgliedern. Amtliche Mitglieder

sind die Seelsorger. Delegierte Mitglieder entsenden

wichtige Gruppen der Pfarre, z.B. die ReligionslehrerInnen,

die Angestellten der Pfarre, die Katholische

Aktion, andere Gruppen, die Ordensleute. Mindestens

die Hälfte der Mitglieder des PGR muss in öffentlicher

Wahl gewählt werden. Dann kann der PGR

noch Mitglieder berufen, um die Repräsentation bestimmter

Gruppen besser zu gewährleisten. Für die

öffentliche Wahl werden KandidatInnen gesucht.

Sie können bis zum 22. Jänner 2017 KandidatInnen

vorschlagen, die sich dann zur Wahl stellen. Sie können

die Hälfte dieser Seite heraustrennen und die Personen

nennen, die Sie für geeignet halten, in der

Leitung der Pfarre Mitverantwortung zu übernehmen.

Sie können das auch als eine Art Spiel sehen nach

dem Motto „Ich nenne meinen persönlichen Pfarrgemeinderat“.

Wichtig ist, dass die genannten Personen eindeutig

identifizierbar sind. Es ist ebenso wichtig, dass die

nennende Person sich identifiziert und persönlich unterschreibt.

Wenn Sie bei der Nennung von KandidatInnen mit

der halben Seite des Pfarrbriefes nicht auskommen,

werden entsprechende „Formulare“ aufliegen, Sie

können aber auch auf einem ganz gewöhnlichen Zettel

Ihre KandidatInnen nennen.

Ihr Pfarrer Maximilian Strasser

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Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

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Adresse: ......................................................................

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Adresse: ......................................................................

Name: ......................................................................

Beruf: ......................................................................

Adresse: ......................................................................

Mit dem

beiliegenden Zahlschein

ersuche ich Sie

um einen Druckkostenbeitrag

und sage für

alle Gaben im Voraus

ein herzliches Danke.

Pfarrer Maximilian Strasser

„E-Banker“ überweisen bitte auf das Pfarrkonto

(IBAN AT65 5400 0001 0062 0988,

BIC OBLAAT2L).

Dompfarrbrief 4/2016


Liturgische Überlegungen

zum neuen Dom-Innenraum

Kirche „auf dem Weg“ und als „Versammlung“

Die Kirchenkonstitution des II. Vatikanischen

Konzils (Lumen gentium,

LG) spricht davon, dass das Geheimnis

der Kirche in verschiedenen Bildern

zum Ausdruck gebracht wird.

Das prominenteste Bild ist „Leib

Christi“ (LG 7). Die Kirche wird

auch „Gottes Bauwerk“, „Wohnstatt

Gottes im Geiste“, „Zelt Gottes unter

den Menschen“, „heiliger Tempel“,

in den wir „schon auf Erden als lebendige

Steine eingefügt“ sind, bezeichnet

(LG 6). So liegt der

Gedanke nahe, die Gebäude, die als

Räume der Versammlung, der Feier

und des Gebetes dienen, mit den Aussagen

über das Geheimnis der Kirche

zu verstehen.

Unser Dom ist in seinem neugotischen

Stil eine „Wegkirche“. Wer den

Dom beim Turm betritt, macht sich

im Dom selbst auf den Weg nach

vorne. Der Weg bis zum Querschiff

ist gesäumt von den Bildern in den

Glasfenstern, die Zeugnis des Glaubens

und der Frömmigkeit unseres

Landes sind. Wenn der Blick nach

vorne geht, wird er vom Kreuz des

historischen Hochaltars angezogen,

in gleicher Weise aber auch vom

Glasfenster darüber, in dem die Aufnahme

Marias in den Himmel dargestellt

ist als Zeichen unserer

In den folgenden Pfarrbriefen werden

weitere Überlegungen dargelegt:

o Wie schaut der neue Altarraum

aus?

o Neue Feiermöglichkeiten und

Feierräume

o Liturgie der Gemeinde und Rollen

der Dienste

o Eine Art Festschrift zur Altarweihe

Hoffnung, die über den Tod hinaus in

die Zukunft Gottes hineinreicht. Im

Hochaltarbaldachin ist innen am

Scheitelpunkt das Lamm mit der Siegesfahne

(als Symbol des auferstandenen

Christus) zu sehen. Dieses

Relief zeigt Motive aus dem letzten

Buch der Heiligen Schrift, der Offenbarung

des Johannes, und verleiht der

Hoffnung über den Tod hinaus sichtbaren

Ausdruck.

Das II. Vatikanische Konzil nennt die

Kirche „Volk Gottes“ und sagt, das

dieses Volk Gottes „auf der Suche

nach der kommenden und bleibenden

Stadt ... in der gegenwärtigen Weltzeit

einherzieht“ (LG 9). Der Dom

als „Weg-Kirche“ bringt das zum

Ausdruck. Künstler und Baumeister

haben oft lange vor der theologischen

Reflexion Wesentliches intuitiv erfasst

und gestaltet.

Dieses „Volk Gottes unterwegs“ versammelt

sich, um das „Geheimnis

des Glaubens“ vor allem in der sonntäglichen

Eucharistie zu feiern. Jede

gottesdienstliche Versammlung kann

mit einer Rast auf einem Weg verglichen

werden. Christen gehen nicht

nur miteinander den Weg des Glaubens

(im Alltag des Lebens), sie halten

auch inne und sammeln Kräfte

für den weiteren Weg. Die Neugestaltung

des Innenraumes wird den Dom

als „Wegkirche“ nicht zerstören, sondern

dieses Bild vom Weg durch das

Bild der Versammlung ergänzen.

Die (geometrische) Mitte des Domes

wird frei bleiben. Diese „freie Mitte“

steht in der Balance von Ambo und

Altar. Der gläubige Christ wird durch

die Verkündigung des Wortes Gottes

und die Feier der Eucharistie zur persönlichen

Begegnung mit Gott in

Christus und zur Antwort des Glaubens

aufgerufen und befähigt.

Altar und Ambo, Bischofs- und Priestersitz

sind in der Mitte des Domes

vorgesehen.

Ambo und Altar sind beide genau in

der Hauptachse des Domes (weder

Wort noch Sakrament sind auf die

Seite gerückt); sie sind vergleichbar

mit den zwei Brennpunkten einer Ellipse,

die gemeinsam ein „Gravitationsfeld“

bilden, denn „die beiden

Teile, aus denen die Messe gewissermaßen

besteht, sind so eng miteinander

verbunden, dass sie einen einzigen

Kultakt ausmachen.“ (Liturgiekonstitution

des II. Vatikanums 56)

Um diese beiden „Brennpunkte“ und

die freie Mitte als Zeichen für das

freie und oft überraschende Handeln

Gottes versammeln sich die Christen,

die miteinander den Weg des Glaubens

gehen und einander auf diesem

Weg bestärken.

Pfarrer Maximilian Strasser

Fotomontage: Architektenbüros Kuehn-Malvezzi, Originalfotos: Franz Wurm

11

Dompfarrbrief 4/2016


Engelhafte Geschenkideen

Engelführungen im Mariendom

Das DomCenter präsentiert in der Adventzeit engelhafte Weihnachtsideen.

Domcenter

Herrenstraße 36, 4020 Linz, Tel: 0732/946100

domcenter@dioezese-linz.at, www.mariendom.at

Dienstag bis Samstag von 10.00 - 13.00 Uhr, 14.00 - 17.00 Uhr

Foto: DomCenter

Im Weihnachtsevangelium verkündet

der Engel des Herrn den Hirten die

große Freude der Geburt des Messias,

er wird von einer Engelschar

und Engelschören begleitet.

Das Domcenter präsentiert in der Adventzeit

engelhafte Weihnachtsideen:

von Engelskulpturen aus Keramik

(als künstlerische Unikate) bis zu den

fröhlichen Engeln aus Naturmaterialien.

Von der Weihnachtskarte mit

Engelmotiven bis zu den zarten Faltengeln

aus Gotteslob-Papier. Vom

prunkvollen Weihnachtsengel bis

zum kleinen Linzer Schutzengerl.

Der Mariendom bietet in der Adventzeit

spezielle Führungen zu den zahlreichen

Engeldarstellungen im Dom,

bei den man auch in der Krypta die

berühmte Krippe von Sebastian

Osterrieder mit ihren schönen Engelskulpturen

besuchen kann, an den

Adventsonntagen um 15.00 Uhr, Anmeldung

0732/946100,

Schenken Sie Domführungen!

Gutscheine dafür erhalten Sie

im DomCenter.

„Von Mensch zu Mensch – Begegnung mit Gott“

Unter diesem Motto feierten Seniorinnen und Senioren

am 18. Oktober im Dom einen ökumenischer

Gottesdienst. Gemeinsam mit ca. 60

SeniorInnen, dem evangelischen Pfarrer Josef

Prinz und Diakon Peter Schwarzenbacher war es

eine sehr würdevolle Feier.

Vor einem Jahr wurden wir von der evangelischen

Pfarrgemeinde Linz Innere Stadt eingeladen. Nun

durften wir die Gastgeber sein. Bei kulinarischen

Köstlichkeiten im Dompfarrhof konnte „Begegnung“

weiter vertieft werden.

Adelheid Hartmann

Foto: Adelheid Hartmann

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Dompfarrbrief 4/2016


PGR-Splitter

Pfarrgemeinderatsklausur am 14. und 15. Oktober 2016

Die für zwei Tage anberaumte Pfarrgemeinderatsklausur

widmete sich

am ersten Tag intensiv dem Rückblick.

Das Rückbesinnen orientierte sich

dabei an einem dem Apostel Paulus

zugeschriebenen Wort „Gott hat uns

nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,

sondern den Geist der Kraft,

der Liebe und der Besonnenheit“

(2 Tim 1,7) und zum anderen an einer

Aussage des II. Vatikanischen Konzils

„Die Kirche ist schon auf Erden

durch eine wahre, wenn auch unvollkommene

Heiligkeit ausgezeichnet“

(Kirchenkonstitution 48).

Die gemachten Erfahrungen wurden

mittels Abfragen aufgezeigt. In der

Quintessenz ergab sich, dass in den

Fachausschüssen vieles bewegt bzw.

zu bewegen versucht wurde, dass

manche Anregungen und Vorschläge

aus den verschiedensten Gründen

nicht zu beabsichtigten Veränderungen

führten, dass das Erreichte aber

beachtlich ist.

Zeig, was du kannst

Bei der Ausstellung

„Zeig, was du

kannst“ am ersten

Oktoberwochenende

konnten kreative

Menschen aus

der Pfarre Ihre Fähigkeiten

und

Kunstwerke präsentieren.

Da waren

Meisterstücke aus

Stoff, Filz, Holz

und Email zu bestaunen,

die Werkstoffe

Papier,

Pappe, Acryl und

Glas durften nicht

fehlen.

Sigrid Stadler

Dompfarrbrief 4/2016

Am zweiten Tag ging es um die Fragen:

Was bleibt dem „alten“ Pfarrgemeinderat

bis März noch zu tun?

Was geben wir dem „neuen“ Pfarrgemeinderat

mit?

Die Anregungen (wie verbesserte Zusammenarbeit

der Fachausschüsse,

verbessertes Berichtssystem im Pfarrgemeinderat,

Pfarr-Homepage für die

interne Koordination und Vernetzung

verstärkt nutzen etc.) wurden gelistet.

Die Frage, worauf sich der neue

Pfarrgemeinderat konzentrieren und

welche Struktur er sich geben soll,

um effizient arbeiten zu können,

wurde diskutiert und wird die Basis

für die erste Klausur des „neuen“

Pfarrgemeinderats sein.

Abschließend beschäftigte sich die

Klausur noch mit der Vorbereitung

der Wahl des „neuen“ Pfarrgemeinderates

(Wahlordnung, Kandidatenauswahl

etc.).

Emil Lauß

Besonders für Kinder waren diese lieben Tiere aus

Filz ein Highlight der Ausstellung „Zeig, was du

kannst“

Foto: Sigrid Stadler

Eine besondere Heilige …

Hl. Katharina

von Alexandria

Katharina von Alexandria wird in

der katholischen und der orthodoxen

Kirche als Märtyrerin verehrt und

gehört zu den 14 Nothelfern. Katharina

ist Schutzpatronin der Schulen,

der philosophischen Fakultäten, der

Näherinnen und Schneiderinnen und

zahlreicher Handwerksberufe sowie

der Hochschulen allgemein. Sie ist

Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen

und Ehefrauen, Helferin bei

Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten.

Der Überlieferung

nach soll Katharina eine Königstochter

aus Zypern gewesen sein.

Ein Eremit habe sie zum Glauben

geführt. Katharina soll so weise gewesen

sein, dass sie die Argumente

von fünfzig heidnischen Philosophen

gleichzeitig abschmettern

konnte. Die heidnischen Gelehrten

sollen von der Argumentation der

Katharina so überzeugt gewesen

sein, dass alle fünfzig zum Christentum

bekehrt werden konnten.

Sie weigerte sich, den Kaiser zu heiraten,

worauf dieser sie in den Kerker

sperren und foltern ließ. Ihre

Glieder sollten auf einem brennenden

Rad gebrochen werden, aber das

Rad wurde von einem plötzlichen

Blitzschlag zerschlagen und sie war

gerettet. Schließlich wurde sie enthauptet.

Engel trugen ihren Leichnam

von Alexandria zum Sinai. Dort

wurde zu Ehren der Heiligen das

Katharinenkloster erbaut.

Attribute:

zerbrochenes

Rad,

Buch,

Schwert,

Krone

Foto: Michelangelo Merisi da Caravaggio - The Yorck Project: 10.000

Meisterwerke der Malerei. - https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina

_von_Alexandrien#/edia/File:Michelangelo_Caravaggio_060.jpg

Hl. Katharina von Alexandria

Gedenktag: 25. November

Quellennachweis:

www. heiligenlexikon.de;

wikipedia.org

13


NEUER RAUM IM „NEUEN DOM“

Die Gestaltung des Altarbereichs zur gemeinsamen

Feier im Mariendom

Vor einigen Tagen ist an alle Adressaten, die den

Dompfarrbrief erhalten, ein Folder gegangen, in

dem über die geplante Umgestaltung durch

Texte, Bilder und Pläne informiert wird und zur

Beteiligung an einer Bausteinaktion aufgerufen

wird.

Wenn Sie keinen Folder erhalten haben: Im

Dom und im DomCenter liegen weitere Exemplare

auf.

Bitte helfen Sie uns auch dadurch, dass Sie weitere

Folder „unter die Leute bringen“ und Bekannte

und Freunde zur Teilnahme an der Aktion einladen! Exemplare zum

Weitergeben sind im Pfarrbüro erhältlich.

Christoph Niemand

Die Domkrippe ist geöffnet:

Samstag, 26. November 2016 - Sonntag, 8. Jänner 2017

und an den Sonntagen im Jänner 2017

9.30 Uhr - 12.00 Uhr und 16.00 - 18.00 Uhr

Zum Zeichen, dass wir auf Weihnachten warten,

ist im Advent die Krippe noch leer.

Am Heiligen Abend werden die Hirten und die Heilige Familie

mit dem „neugeborenen“ Kind hineingestellt,

am 5. Jänner wird die Heilige Familie ausgetauscht und

anstelle der Hirten werden die

„Heiligen Drei Könige“ mit Gefolge aufgestellt.

Endlich angekommen! Da ragte sie

nun vor uns in den Himmel auf. Die

Basilika von Mariazell, unser Ziel.

Am Morgen war es noch sehr ruhig

und friedlich. Unsere Messe feierten

wir mit dem Herrn Dompfarrer am

Gnadenaltar. Daneben stand die Mariazeller

Fahne aus dem Mariendom.

Sie war von den TeilnehmerInnen der

ersten Wallfahrt im Jahr 2004 handgemalt

und genäht worden. Im Anschluss

an die Messe besorgten wir

uns noch Andenken oder kauften in

der Lebzelterei Pirker ein. Nach dem

Mittagessen fuhren wir wieder zurück

nach Linz. Es war für uns alle

eine schöne und intensive Woche.

Für mich war es die erste Wallfahrt.

Am Montag hatten wir uns sehr optimistisch

getroffen und uns im

Mariendom auf die Pilgerreise eingestimmt.

Alle hatten wir zu Beginn ein

Lederband mit einer ersten Holzperle

als gemeinsames Wallfahrtszeichen

bekommen. Zunächst waren wir mit

der Straßenbahn nach Ebelsberg gefahren.

Die ersten paar Kilometer waren am

anstrengendsten, auch weil uns die

Umgebung doch ein wenig bekannt

war. Bald erreichten wir das Stift St.

Vorbereitung auf

Weihnachten

Einen Feiervorschlag für den

Heiligen Abend finden Sie auf

unserer Homepage zum

Download (www.dioezeselinz.at/dompfarre).

14

Wegzeichen des Mariazeller Weges

Dompfarrbrief 4/2016


Unterwegs nach Mariazell

(29. August - 3. September 2016)

Florian und machten dort eine kurze

Rast. Jetzt ging es Richtung Steyr.

Mittagspause war bei einem netten

Bauern, der für uns extra seinen

Schuppen ausräumte. In Christkindl

feierten wir Messe. Nach der langen

Wanderung freuten wir uns am

Abend schon auf das Essen und auf

die Dusche.

Ein neuer Tag. Nach einem kleinen

Frühstück machten wir uns auf nach

Maria Neustift. Es ging schon viel

besser mit dem Gehen und ohne

große Probleme (außer ein paar Blasen)

erreichten wir unser Ziel. Auf

dem Weg trafen wir einen anderen

Pilger, der uns begleitete. Nach dem

Anstieg auf den Plattenberg wurden

wir auf dem Biohof Vorderplatten zu

Mittag erwartet. Der Hof ist sehr

idyllisch gelegen und ein Paradies für

die Tiere, die dort leben. Nach der

Pause ging es hoch auf den Spadenberg

(1000 m). In der Kirche von

Maria Neustift feierten wir unsere

Messe. Ich fand die dortige Kirche

am schönsten. In der Roisentaverne

aßen wir gut zu Abend.

Am dritten Tag führte unsere Wallfahrt

nach Ybbsitz. Wir überquerten

die oberösterreichische Grenze und

Über die Ötschergräben - vorbei am „Ötscherhias“

- hinauf zum Erlaufstausee

Dompfarrbrief 4/2016

Fuß-, Rad-, Zug- und Motorradwallfahrer vor der Basilika in Mariazell

nun ging es in Niederösterreich weiter.

In Waidhofen an der Ybbs waren

wir mittags zu Gast im Pfarrheim.

Die Messe feierten wir bei einer kleinen

Kapelle unter einem schönen

Baum. Am Abend ging es früh ins

Bett.

Am Donnerstag kamen wir nach

einem Marsch entlang der Gleise

einer nur noch selten benutzten Privatbahn

am Mittag nach Lunz am

See. Nach der Pause im Pfarrhof gingen

wir auf dem Uferweg entlang des

Sees. Unser Tagesziel erreichten wir

in Langau, wo Gudrun und Gebhard,

die mit dem Begleitbus voraus fuhren,

einen schönen freien Platz für

unsere Feldmesse fanden. Im Gasthof

Pöllinger (Unterkunft und Essen) war

auch ein kleiner Gemischtwarenladen

untergebracht. Hier gab es einfach

alles, von frischem Obst über Blasenpflaster

bis hin zur Mausefalle.

Am nächsten Tag ging es erst einmal

bis nach Lackenhof. In der Kirche

sprachen wir ein Morgengebet und

sangen ein paar Lieder. Ein weiteres

Ritual während der Wallfahrt war

zweimal täglich das Beten einer „Rosenkranzmeile“.

Fotos: Bettina Wittendorfer

Vom Tal ging es ca. 1¼ Stunden auf

den Riffelsattel (1283 m), den höchsten

Punkt unserer Wallfahrt. Von

dort oben hatten wir einen sagenhaften

Ausblick. Nach einer kurzen Rast

machten wir uns an den Abstieg.

Immer wieder konnten wir den imposanten

Ötscher bestaunen. Jetzt kam

der schönste Teil der Strecke: die Ötschergräben.

Vorbei an tiefen

Schluchten und Wasserfällen erreichten

wir den Schleierfall. Hier war unsere

Mittagspause. Gut gestärkt

kamen wir zum „Ötscherhias“ und

den folgenden Anstieg bewältigten

wir auch noch.

Als wir in St. Sebastian (Vorort von

Mariazell) ankamen, fuhr gerade die

„Himmelstreppe“, die Mariazeller

Bahn, in den Bahnhof ein. Beim

Haus St. Franziskus, unserer letzten

Unterkunft, wurden wir von den Radwallfahrern

und zwei Sängerinnen

des Domchors erwartet. Gemeinsam

feierten wir eine Messe im Hof. Nach

dem Essen suchten wir miteinander

die Lieder für die Messe in der Basilika

aus.

Noah Wittendorfer, 12 Jahre

15


Altar „Königin der Bekenner“

Unter dem Baldachin des ersten Seitenaltares

auf der linken Seite des

Kapellenkranzes sind die Statuen des

hl. Franz von Sales (Ordensgründer,

Bischof), hl. Karl Borromäus (Erzbischof

von Mailand, Kardinal) und hl.

Alfons Maria Liguori (Gründer der

Redemptoristen, Bischof) aus Stein

gebildet. Die Mosaikbilder stellen

von links beginnend den hl. Martin

(Bischof von Tours - mit der Gans)

und den hl. Nikolaus (Bischof von

Myra - mit drei goldenen Äpfeln und

Anker) dar. Rechts neben den Statuen

zeigen die Mosaike den hl. Bonaventura

(in Franziskanerkleidung mit

Kardinalshut - hier mit drei Quastenreihen)

und den hl. Johannes vom

Kreuz (im Ordenskleid der Karmeliter

- Mystiker und Reformer).

Das große Mosaikbild über dem Altar

ist ein Geschenk der Gläubigen der

Diözese an Bischof Franz Maria

Doppelbauer zu seinem 25-jährigem

Priesterjubiläum (1893). Im untersten

Feld ist links das Wappen und rechts

Bischof Doppelbauer vor Maria

kniend zu sehen, im Hintergrund die

Baustelle des Domturmes. Darüber

wird im unteren Hauptbild Franz von

Altar Königin der Bekenner mit den Heiligen Franz von Sales,

Karl Borromäus und Alfons Maria Liguori als Steinfiguren

Sales dargestellt, wie er die Jugend

belehrt. Das obere Hauptbild schildert

die Erhebung von Franz von

Sales zum Kirchenlehrer durch Papst

Pius IX. im Jahre 1877. Im Vierpass

sind die Symbole der Kardinaltugenden,

jeweils auf einem Schild von

einem Engel präsentiert, dargestellt:

Gerechtigkeit (Waage), Starkmut

(Säule), Klugheit (Schlange), das

rechte Maß (kleine Kanne). Die zwei

dargestellten Ordensfrauen unterhalb

des Vierpasses sind die hl. Johanna

Franziska von Chantal (Mitbegründerin

der Salesianerinnen) und die hl.

Maria Margaretha Alacoque (ebenfalls

Salesianerin).

Die Domgucker

Fotos: Franz Wurm

16

Ausschnitte aus dem großen Mosaikbild über dem Altar

Dompfarrbrief 4/2016


Kommunion zu Hause

Pfarrangehörige, die nicht mobil sind, können die Kommunion zu Hause

empfangen.

Frauen und Männer aus der Pfarre haben sich bereit erklärt, einmal im

Monat die Kommunion zu jenen zu bringen, die die Eucharistiefeier nicht

mitfeiern können. Der Kommunionempfang findet im Rahmen einer kurzen

Andacht statt.

Wenn Sie dies in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich bitte an das

Pfarrbüro: 0732/777885 oder melden Sie sich unter dompfarre@dioezeselinz.at.

Für Fragen steht Ihnen Diakon Peter Schwarzenbacher gerne zur Verfügung:

0664/3601505 oder p.schwarzenbacher@gmx.net. Peter Schwarzenbacher, Diakon

Königinnen und Könige gesucht!

Die Welt braucht Deine Hilfe!

Mach mit, wenn auch dieses Jahr

wieder Tausende von SternsingerInnen

durch Österreich ziehen!

Verkünde singend die frohe Botschaft

von der Geburt Jesu, unterstütze

damit bedürftige Menschen in Afrika,

Asien und Lateinamerika und erlebe

Action und Spaß mit Deinen Freundinnen

und Freunden!

Wir werden am 29. und 30. Dezember

sowie am 4. und 5. Jänner durch

die Straßen ziehen und am 6. Jänner

in den Gottesdiensten im Pfarrgebiet

singen - dafür suchen wir natürlich

fleißige Königinnen und Könige,

dazu Begleitpersonen sowie Köchinnen

und Köche.

Alle Interessierten sind zur gemeinsamen

Sternsingerprobe mit anschließender

Adventfeier am 2. Dezember

um 17.00 Uhr im Pfarrsaal eingeladen.

Anmeldeformulare sind im Pfarrbüro

sowie auf der Homepage der Dompfarre

erhältlich, Anmeldeschluss ist

der 2. Dezember.

Bei Fragen stehe ich unter peter.kartaschov@dioezese-linz.at

gerne zur

Verfügung.

Peter Kartaschov

Vorbereitung

zur Firmung

Noch bis zum ersten Adventsonntag

können sich Jugendliche, die bis zum

31. August 2017 das 14. Lebensjahr

vollenden, für die Firmvorbereitung

anmelden.

Anmeldeformulare liegen im Dom

auf, können im Pfarrbüro zu den Bürozeiten

abgeholt werden oder können

auf der Pfarrhomepage heruntergeladen

werden.

(www.dioezese-linz.at/dompfarre/

menschen/jungschar/firmung)

Ausgefülle Formulare bitte bis

27. November ins Pfarrbüro bringen

oder an peter.kartaschov@dioezeselinz.at

schicken.

Peter Kartaschov

Pforte der

Barmherzigkeit

wird geschlossen

Tauftermine

(jeweils am Samstag

10.30 Uhr und 16.00 Uhr)

12. November 2016 Diakon A. Birngruber

10. Dezember 2016 Diakon P. Schwarzenbacher

17. Dezember 2016 Pfarrer Strasser

7. Jänner 2016 Pfarrer M. Strasser

28. Jänner 2017 Diakon A. Birngruber

4. Februar 2017 Diakon P. Schwarzenbacher

11. Februar 2017 Diakon A. Birngruber

4. März 2017 Pfarrer M. Strasser

18. März 2017 Diakon A. Birngruber

25. März 2017 Diakon P. Schwarzenbacher

1. April 2017 Pfarrer M. Strasser

29. April 2017 Diakon A. Birngruber

Dompfarrbrief 4/2016

Die Pforte der Barmherzigkeit im

Mariendom wurde am Sonntag,

13. November 2016, im Rahmen der

Abendmesse feierlich geschlossen.

17


Silbenrätsel

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

Die blauen Kästchen ergeben - jeweils von

oben nach unten gelesen - die Lösung.

1. Himmlische Boten

2. Saiteninstrument

3. Diktat

4. mit Grieß Suppeneinlage

5. Gewässer im steir. Salzkammergut

6. Flachland

7. nicht schnell

8. nicht den Regeln entsprechend

9. Widerwärtigkeit

10. 12.00 Uhr

11. Pferdezucht„anstalt“

12. zwei Orte in OÖ

13. ohne festen Wohnsitz

14. Spitzname engl.

15. Sportlerbekleidungen

Verwende zur Lösung diese Silben:

an - bach - be - bel - ckerl - dres - e - en -

ge - ge - gel - grundl - gu - ir - la - laer -

lang - me - mit - na - ne - nick - no - o -

rain - re - sa - sam - see - sen - stet - stuet -

tag - ue - un - vi

quer

gedacht

Was bin ich?

18

Suchrätsel

Lösung der Rätsel vom letzten Pfarrbrief:

Silbenrätsel:

1. PASSAMT, 2. FEINKOST, 3. LEINEN, 4. ABFALL,

5. STELVIO, 6. TRITONSHORN, 7. ERROR,

8. REINDLMUEHL, 9. SPAREFROH, 10. PAPAMOBIL,

11. EBENDA, 12. KONTO, 13. TROMMEL

Lösungswort:

PFLASTERSPEKTAKEL VOR DEM DOM

Quergedacht: Fingerabdruck (Daktylogramm)

Im Suchbild

wurden

sechs Veränderungen

vorgenommen.

Welche

sind es?

o Ich bin eine geologische Struktur.

o An der Entstehung der Erde bin ich

aktiv beteiligt.

o Auf Hawaii kannst du mich live

sehen.

o Ich bin extrem gefährlich.

o In der Eifel bin ich kalt.

o Ich kann jederzeit ausbrechen.

o Ich setze große Hitze frei.

o Was mir im Weg steht, kann nicht

überleben.

o Auf der Erde habe ich einen Gürtel.

o Es gibt mich auf auf anderen

Planeten und Monden.

o Ich kann erlöschen und wieder aktiv

werden.

o Ich bin die Verbindung zum Mittelpunkt

der Erde.

o Werde ich aktiv, bebt die Erde.

o Ich löse pyroklastische Ströme aus.

o Die Insel Monserrat zerstöre ich fast

vollständig.

o Wissenschafter beobachten mich

genau.

aus: Querdenker deluxe

Dompfarrbrief 4/2016


Termine . . . . bitte vormerken

Freitag, 25. November 2016

14.00 Uhr Adventkranzbinden im

Pfarrsaal. Binden Sie

sich Ihren eigenen Adventkranz!

Bitte nehmen

Sie Blumendraht, Blumenschere

und Kerzen

mit!

Sonntag, 27. November 2016

10.00 Uhr Bratwürstelsonntag

Freitag, 2. Dezember 2016

17.00 Uhr Sternsingerprobe

anschl. JS-Adventfeier

Samstag, 10. Dezember 2016

16.30 Uhr Firmvorbereitung

(1. Treffen)

Donnerstag, 9. März 2017

Donnerstag, 16. März 2017

Donnerstag, 23. März 2017

jeweils

19.30 Uhr Glaubensabend

Sonntag, 12. März 2017

11.00 - 13.00 Uhr Suppentag

Trauermauer

Die Trauermauer im Mariendom

ist täglich von

17.00 - 18.30 Uhr frei zugänglich.

Mittagsgebet

Innehalten in der

Mitte des Tages

Donnerstag,

jeweils um 12.15 Uhr in der

Krypta des Mariendomes

In der Zeit, in der die Türmerstube

bewohnt ist (Advent, Fastenzeit,

Sommerferien) auch freitags.

Dompfarrbrief 4/2016

Konzerte

im Mariendom

The Christmas Gospel

Samstag, 26. November 2016,

20.00 Uhr

Sandmalerei-Show

„Hoamatland“

Freitag, 3. Dezember und

Samstag, 4. Dezember 2016,

jeweils 20.00 Uhr

Voices of Christmas

Freitag, 16. Dezember 2016,

20.00 Uhr

Karten für diese Veranstaltungen erhalten

Sie im DomCenter,

Herrenstraße 36, 4020 Linz

Tel: 0732/946100

domcenter@dioezese-linz.at

www.mariendom.at

Dienstag bis Samstag von

10.00 - 13.00 Uhr,14.00 - 17.00 Uhr

Raumerlebnis

Dom

Abendmeditation

an den Donnerstagen

1. und 15. Dezember 2016

um 19.30 Uhr

Oase im Advent

Donnerstag,

22. Dezember 2016

um 19.30 Uhr

Treffpunkt:

Turmportal in der Baumbachstraße

Der Terminüberblick gibt den Stand bei Drucklegung bekannt. Bitte beachten Sie die Informationen

in den Schaukästen oder auf unserer Homepage (www.dioezese-linz.at/dompfarre).

D e n k M a l

Ritual

Fromme Gewohnheiten

Der Mensch ... muss alles lernen,

den aufrechten Gang, die Sprache,

verschiedene Denkformen und die

Maßstäbe des Gewissens. Wiederholte

Erfahrungen und Handlungen

führen zur Vertrautheit und zur Gewöhnung.

Es entwickeln sich Lebensrituale.

Wir können nicht immer

alles von neuem erfinden, daher wirken

ritualisierte Lebensformen entlastend.

Man spricht nicht ohne Grund von

„lieben“ Gewohnheiten. Es fällt

nicht leicht, auf sie zu verzichten:

z.B. das Zubettgehritual der Kinder,

... die Art, eine Familienfeier zu gestalten,

die Kerzen im Advent u.a.m.

Der Sinn ritualisierter Gewohnheiten

liegt darin, daß viele Menschen

daran teilnehmen können, ohne sich

vorher genau verabreden zu müssen.

Rituale wirken kommunikationsfördernd,

d.h. Menschen ... können

dennoch z.B. miteinander feiern,

wenn sie gemeinsame Rituale und

Symbole besitzen.

Einen Teil der religiösen Lebenswirklichkeit

bilden die Rituale der

Liturgie ... Da der Mensch nicht

ohne Ritualisierung auskommt, wird

auch seine Religiosität davon bestimmt.

Rituale ermöglichen Erinnerung

und Vergegenwärtigung von

Erfahrungen des Heils und Antworten

des Glaubens. Wo aber nur Routine

ist, ersticken Seele und Geist.

Rituale sollen den Menschen entlasten,

damit er frei wird, auch Neues

zu entdecken und zu erfinden. Rituale

müssen in ihrer Bedeutung

nachvollziehbar sein, sonst bleiben

sie nur formale Forderung. ... Aufgabe

kirchlicher Praxis wäre es, den

hilfreichen Charakter ritualisierter

Lebensformen zu entwickeln. Ein

Leben ohne Rituale würde den Menschen

überfordern und jeden für sich

in eine Sonderwelt führen.

für Sie gelesen von Pfarrer Maximilian

Strasser

Susanne Heine, in: Kleines Religiöses Wörterbuch

– Was uns glauben lässt, S. 249f

19


Impressum und Offenlegung gemäß § 25 MedienG

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Dompfarre Linz, Herrenstraße 26, 4020 Linz, (vertreten durch Pfarrer

Dr. Maximilian Strasser), Tel.: 0732/77 78 85-0, E-mail: dompfarre@dioezese-linz.at; http://www.dioezese-linz.at/dompfarre

Unternehmensgegenstand: Römisch-Katholische Pfarrgemeinde

Hersteller: kb-offset, Kroiss & Bichler GmbH & CoKG, Römerweg 1, 4844 Regau

Verlagsort: Linz

Herstellungsort: Regau

Blattlinie: Kommunikations- und Informationsorgan der Dompfarre Linz

Es werden keine Beteiligungen an Medienunternehmen oder Mediendiensten gehalten.

Redaktionsteam:

Johanna Breuer,Adelheid Hartmann, Bernhard Kirchweger, Emil Lauß, Sigrid Stadler, Pfarrer Maximilian Strasser, Franz Wurm

Titelbild: Sigrid Stadler

Gestaltung: Sigrid Stadler

Redaktionsschluss der nächstenAusgabe: Montag, 16. Jänner 2017

Gottesdienste und Kirchenmusik im Mariendom

1 . A d v e n t s o n n t a g

Samstag, 26. November 2016

18.15 Uhr Vorabendmesse mit Segnung der

Adventkränze

Sonntag, 27. November 2016

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse mit

Segnung der Adventkränze

10.00 Uhr Hochamt

Motetten zum Advent

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

Mittwoch, 30. November 2016

6.15 Uhr Rorate

2 . A d v e n t s o n n t a g

Samstag, 3. Dezember 2016

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 4. Dezember 2016

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Gesänge für Altstimme und Orgel

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

Mittwoch, 7. Dezember 2016

6.15 Uhr Rorate

H o c h f e s t d e r o h n e E r b s ü n d e

e m p f a n g e n e n J u n g f r a u u n d

G o t t e s m u t t e r M a r i a

Mittwoch, 7. Dezember 2016

18.15 Uhr Erste Vesper

Donnerstag, 8. Dezember 2016

10.00 Uhr Hochamt

Josef Haydn: Missa Sancti Nicolai

11.30 Uhr Heilige Messe

15.00 Uhr Meßfeier der Erneuerungsbewegungen

18.15 Uhr Heilige Messe

3 . A d v e n t s o n n t a g

Samstag, 10. Dezember 2016

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 11. Dezember 2016

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Gesänge im Gregorianischen Choral

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

Mittwoch, 14. Dezember 2016

6.15 Uhr Rorate

4 . A d v e n t s o n n t a g

Samstag, 17. Dezember 2016

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 18. Dezember 2016

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Adventliche Musik für Chor und Bläser

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

Mittwoch, 21. Dezember 2016

6.15 Uhr Rorate

Hochfest der Geburt des Herrn

Samstag, 24. Dezember 2016

16.00 Uhr Weihnachtserwartung der Kinder

17.00 Uhr Vesper

23.15 Uhr Bläsermusik

23.30 Uhr Mitternächtliches Chorgebet

Sonntag, 25. Dezember 2016

0.00 Uhr Christmette

Lieder und Chorsätze

zur Weihnacht

10.00 Uhr Bischofshochamt

Josef Friedrich Hummel

Pastoralmesse in G-Dur

11.30 Uhr Heilige Messe

16.00 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

17.45 Uhr Krippenandacht

18.15 Uhr Heilige Messe

H l . S t e p h a n u s

Montag, 26. Dezember 2016

10.00 Uhr Heilige Messe

18.15 Uhr Heilige Messe

Samstag, 31. Dezember 2016

17.00 Uhr Jahresschlussandacht

Chorsätze zum Jahresschluss

Hochfest der Gottesmutter Maria

Sonntag, 1. Jänner 2017

10.00 Uhr Bischofshochamt

Musik für Bläserensemble

11.30 Uhr Heilige Messe

16.00 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

17.45 Uhr Krippenandacht

18.15 Uhr Heilige Messe

E r s c h e i n u n g d e s H e r r n

Donnerstag, 5. Jänner 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Freitag, 6. Jänner 2017

10.00 Uhr Bischofshochamt

Wolfgang Amadeus Mozart

Missa in G-Dur, KV 140

11.30 Uhr Heilige Messe

17.45 Uhr Krippenandacht

mit den Sternsingern

18.15 Uhr Heilige Messe

Ta u f e d e s H e r r n

Samstag, 7. Jänner 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 8. Jänner 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Motetten zum Fest

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

2 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 14. Jänner 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 15. Jänner 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Jacobus Gallus

Missa „Ich stund an einem Morgen“

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

3 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 21. Jänner 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 22. Jänner 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Improvisationen zu den Perikopen

des Sonntags

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

4 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 28. Jänner 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 29. Jänner 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

(Neugetauftensonntag)

10.00 Uhr Hochamt

Wolfgang Amadeus Mozart

Missa brevis in F-Dur, KV 192

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

D a r s t e l l u n g d e s H e r r n -

„ L i c h t m e s s “

Donnerstag, 2. Februar 2107

18.15 Uhr Heilige Messe mit Kerzensegnung

- Bischofsgottesdienst

5 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 4. Februar 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 5. Februar 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Hans Haselböck

Psalmenproprium

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

6 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 11. Februar 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 12. Februar 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Alessandro Gualtieri

Missa sexti toni a due cori

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

7 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 18. Februar 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 19. Februar 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Musik für Trompete und Orgel

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

8 . S o n n t a g i m J a h r e s k r e i s

Samstag, 25. Februar 2017

18.15 Uhr Vorabendmesse

Sonntag, 26. Februar 2017

9.00 Uhr Kinder- und Familienmesse

10.00 Uhr Hochamt

Spirituals und Gospels

11.30 Uhr Heilige Messe

16.30 Uhr Heilige Messe in engl. Sprache

18.15 Uhr Heilige Messe

A s c h e r m i t t w o c h

Mittwoch, 1. März 2017

18.15 Uhr Heilige Messe mit Aschenkreuz

Der Terminüberblick gibt den Stand bei

Drucklegung bekannt. Bitte beachten Sie die

Informationen in den Schaukästen und auf

unserer Homepage (www.dioezeselinz.at/dompfarre).

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