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Eine Katze zieht ein

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Grundausstattung<br />

<strong>Eine</strong> <strong>Katze</strong><br />

<strong>zieht</strong> <strong>ein</strong><br />

Die wichtigsten Tipps für<br />

die erste Zeit im neuen Heim!


<strong>Katze</strong>n sind die<br />

beliebtesten Haustiere<br />

Fast 2,6 Millionen Heimtiere leben in unseren Haushalten, etwa<br />

1,6 Millionen davon sind <strong>Katze</strong>n. Damit haben die Samtpfoten den<br />

Hund als „besten Freund des Menschen“ abgelöst. Wenn auch du<br />

dich entschieden hast, d<strong>ein</strong> Leben mit <strong>ein</strong>er <strong>Katze</strong> zu verbringen,<br />

dann steht dir nach dem Einzug des neuen Familienmitglieds <strong>ein</strong>e<br />

wunderbare Zeit mit vielen Glücksmomenten bevor. Um die ersten<br />

Tage und Wochen so stressfrei wie möglich zu gestalten, solltest du<br />

<strong>ein</strong>ige Vorbereitungen treffen: die Grundausstattung für die <strong>Katze</strong><br />

besorgen, das Heim katzensicher machen und <strong>ein</strong> paar „Goldene<br />

Regeln“ für die Eingewöhnungsphase aufstellen.


Stressfrei umziehen<br />

Mit der Abholung beim Züchter, im Tierheim oder bei der privaten<br />

Familie verlässt das Kitten oder die erwachsene <strong>Katze</strong> ihr gewohntes<br />

Umfeld und beginnt ihre Reise in <strong>ein</strong>e für sie völlig neue Welt.<br />

Allerdings schätzen <strong>Katze</strong>n Veränderungen in ihrem Umfeld ganz<br />

und gar nicht. Deshalb bedeuten diese für <strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> zunächst<br />

große Unsicherheit. Aus Sicherheitsgründen muss sie außerdem<br />

beim Transport in <strong>ein</strong>e Transportbox. Ist sie diese nicht gewohnt,<br />

verstärkt das die Aufregung noch.<br />

Idealerweise sollten Kätzchen oder <strong>Katze</strong>n auch die Transportbox<br />

schon vor dem „Tag X“ kennenlernen und als angenehm empfinden.<br />

Das geht ganz <strong>ein</strong>fach: Stelle die Transportbox d<strong>ein</strong>er künftigen<br />

Samtpfote schon im alten Zuhause als gemütlich ausgepolsterten<br />

Schlaf- oder Spielplatz zur Verfügung, in dem sich ab und zu auch<br />

mal <strong>ein</strong> Leckerli befindet. Seriöse Züchter beziehungsweise Besitzer<br />

beginnen selbst schon bei den Kl<strong>ein</strong>sten mit diesem Training oder<br />

werden dich gerne dabei unterstützen. Macht <strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> nämlich viele<br />

positive Erfahrungen mit ihrer Transportbox, wird sie sich darin<br />

schnell wohlfühlen und auf der Heimfahrt oder auf dem Weg zum<br />

Tierarzt deutlich entspannter s<strong>ein</strong>.<br />

Hilf d<strong>ein</strong>er <strong>Katze</strong> dabei, die Umstellung möglichst stressfrei zu verkraften,<br />

indem du sie vor dem Umzug nach Möglichkeit schon mehrfach<br />

im alten Zuhause besuchst. Mit <strong>ein</strong>er schon etwas vertrauten<br />

Person geht die Eingewöhnung gleich viel leichter.<br />

Es ist k<strong>ein</strong>eswegs ungewöhnlich, s<strong>ein</strong>e künftige<br />

<strong>Katze</strong> mehrfach zu besuchen. Im Gegenteil: Seriöse<br />

Tierschutzorganisationen, Züchter und Privatanbieter<br />

werden dir die Gelegenheit zum Kennenlernen<br />

sicherlich gerne geben und dir viele Fragen zu den<br />

künftigen Lebensumständen des Tieres stellen. Verwehrt<br />

man dir das ohne <strong>ein</strong>en nachvollziehbaren<br />

Grund und versucht dich sogar zu <strong>ein</strong>er schnellen<br />

Entscheidung zu drängen, solltest du die Sache<br />

besser noch <strong>ein</strong>mal überdenken.


Die ersten<br />

Schritte<br />

im neuen<br />

Zuhause<br />

Bring das Kätzchen in der Transportbox ins Haus und stelle diese<br />

in <strong>ein</strong>en möglichst ruhigen Raum. Öffne nun die Tür des Behälters<br />

– und warte ab. Früher oder später wird die Neugier der <strong>Katze</strong> siegen,<br />

und sie wird ihr neues Zuhause in ihrem eigenen Tempo erobern.<br />

Je nach Temperament kann das allerdings schon mal bis zu<br />

24 Stunden dauern. Ein „<strong>Katze</strong>nzimmer“, in dem sich alles Notwendige<br />

– vor allem <strong>Katze</strong>ntoilette, Näpfe und Bett – für den Neuankömmling<br />

befindet, reicht deshalb zunächst vollkommen aus.<br />

Die meisten <strong>Katze</strong>n sind sehr vorsichtig, und bis sie sich auf den<br />

ersten Streifzug durch die gesamte Wohnung wagen, können mehrere<br />

Tage vergehen.<br />

Hat die <strong>Katze</strong> ihre nähere Umgebung erkundet und fühlt sich<br />

schon <strong>ein</strong> wenig sicherer, kannst du versuchen, sie zu <strong>ein</strong>em gem<strong>ein</strong>samen<br />

Spiel zu überreden. <strong>Eine</strong>r <strong>Katze</strong>nangel können die<br />

meisten <strong>Katze</strong>n beispielsweise nur schwer widerstehen. Wichtig:<br />

Vermeide auch beim Spiel laute Äußerungen, ruckartige Bewegungen<br />

oder überraschendes Greifen nach dem Tier. Wirkt die <strong>Katze</strong><br />

noch sehr schüchtern, dann gehe nicht direkt auf sie zu, aber bleib<br />

Sie in sichtbarer Nähe, beispielsweise mit <strong>ein</strong>em Buch auf dem<br />

Sofa. Wichtig ist d<strong>ein</strong>e Anwesenheit, damit die <strong>Katze</strong> schnell Vertrauen<br />

zu dir aufbaut.


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5 Goldene Regeln der Eingewöhnung<br />

1. Richte für die ersten Tage <strong>ein</strong> <strong>Katze</strong>nzimmer <strong>ein</strong>.<br />

2. Dränge die <strong>Katze</strong> nicht, die Transportbox zu verlassen.<br />

Sie will ihr Zuhause im eigenen Tempo erobern.<br />

3. Warte, bis die <strong>Katze</strong> aus eigenem Antrieb auf dich zukommt,<br />

vermeide ruckartige Bewegungen und sprich mit leiser und liebevoller<br />

Stimme.<br />

4. Halte andere Haustiere zunächst von der <strong>Katze</strong> fern.<br />

Die neue Umgebung ist aufregend genug, die Begegnung<br />

zum Beispiel mit dem Hund des Hauses wäre jetzt zu viel.<br />

5. Nimm dir Urlaub. Um Vertrauen aufzubauen, solltest du gerade<br />

in den ersten Tagen möglichst oft in der Nähe der <strong>Katze</strong><br />

s<strong>ein</strong>. Solange sich das Tier noch nicht heimisch fühlt, kannst du<br />

es ohnehin nicht all<strong>ein</strong> lassen.


Die<br />

Grundausstattung<br />

Schon <strong>ein</strong>ige Tage bevor die <strong>Katze</strong> oder das Kätzchen bei dir <strong>ein</strong><strong>zieht</strong>,<br />

solltest du die Dinge besorgt haben, die das neue Familienmitglied<br />

vom ersten Tag an braucht. Dazu gehören <strong>ein</strong> gemütlicher<br />

Schlafplatz, Näpfe für Futter und Wasser, die <strong>Katze</strong>ntoilette und<br />

<strong>ein</strong> Kratzbaum. Futter und Spielsachen dürfen natürlich auch nicht<br />

fehlen.<br />

Achte beim Einkaufen auf gute Qualität und auf die besonderen<br />

Bedürfnisse d<strong>ein</strong>er <strong>Katze</strong>: So sind beispielsweise für Tiere mit <strong>ein</strong>er<br />

eher kurzen Schnauze flachere Trink- und Fressnäpfe besser. Für<br />

Jungtiere sind <strong>Katze</strong>ntoiletten mit <strong>ein</strong>em niedrigen Rand sinnvoll,<br />

damit sie das <strong>Katze</strong>nklo von Anfang an selbstständig betreten und<br />

verlassen können. Solltest du in <strong>ein</strong>em Mehrkatzenhaushalt leben,<br />

braucht natürlich jedes Tier s<strong>ein</strong>e eigenen Näpfe. Außerdem gilt:<br />

pro <strong>Katze</strong> bitte mindestens <strong>ein</strong>e Toilette.<br />

Hast du den Eindruck, dass die <strong>Katze</strong> ihren Schlafplatz nicht mag<br />

oder die <strong>Katze</strong>ntoilette nicht annimmt, dann kann es am Stellplatz<br />

liegen. <strong>Katze</strong>n haben nämlich oft ganz eigene Vorstellungen von<br />

ihrem Lieblingsplatz: Das kann das Fensterbrett oder die Heizung<br />

Foto: Mikel Wohlschlegel - fotolia.de


s<strong>ein</strong>, möglicherweise wird die <strong>Katze</strong> auch <strong>ein</strong>e der Aussichtsplattformen<br />

auf dem Kratzbaum beziehen, denn <strong>Katze</strong>n lieben erhöhte<br />

Liegeflächen. Wo du das Körbchen hinstellst, solltest du also ruhig<br />

d<strong>ein</strong>em Stubentiger überlassen. Manche bevorzugen auch <strong>ein</strong>e<br />

Schlafhöhle oder <strong>ein</strong>e weiche Decke. In jedem Fall sollte der<br />

Schlafplatz vor Zugluft, Feuchtigkeit und direkter Sonne geschützt<br />

s<strong>ein</strong>. Da die <strong>Katze</strong> bis zu 15 Stunden täglich auf ihren Schlafplätzen<br />

verbringt, solltest du nicht nur darauf achten, dass diese bequem<br />

sind: Kissen, Decken, Körbe und Höhlen sollten außerdem<br />

waschbar, robust und frei von Schadstoffen s<strong>ein</strong>.<br />

<strong>Katze</strong>n wollen <strong>ein</strong> „stilles Örtchen”<br />

Auch bei der Toilette ist der Stellplatz oft entscheidend, <strong>Katze</strong>n bevorzugen<br />

nämlich <strong>ein</strong> „stilles Örtchen“: Das <strong>Katze</strong>nklo sollte sich<br />

in <strong>ein</strong>em ruhigen, immer zugänglichen Raum und entfernt von<br />

Trink- und Wassernäpfen befinden. Achte bitte auch immer auf<br />

ausreichend Sauberkeit. <strong>Katze</strong>n mögen k<strong>ein</strong>e verschmutzten Toiletten,<br />

können es allerdings auch nicht leiden, wenn diese nach<br />

scharfen Putzmitteln riechen. Verschmutztes Streu sollte deshalb<br />

täglich entfernt werden und die Grundr<strong>ein</strong>igung des <strong>Katze</strong>nklos<br />

nur mit heißem Wasser erfolgen. Nur bei sehr starker Verschmutzung<br />

dürfen für <strong>Katze</strong>nklos geeignete Putzmittel <strong>ein</strong>gesetzt werden.<br />

Wichtig für die Akzeptanz ist zudem <strong>ein</strong> hochwertiges <strong>Katze</strong>nstreu,<br />

das staubfrei, saugstark und geruchsbindend ist. Achte<br />

hier von Anfang an auf beste Qualität. Hat sich die <strong>Katze</strong> für <strong>ein</strong><br />

<strong>Katze</strong>nstreu entschieden, möchte sie auch dabei bleiben und wird<br />

<strong>ein</strong>en Wechsel nur murrend akzeptieren.<br />

Von besonderer Bedeutung ist außerdem der Kratzbaum:<br />

Er dient der <strong>Katze</strong> nicht nur zur Krallenpflege,<br />

sondern auch zur Reviermarkierung. Außerdem<br />

hat das Ritual des Krallenwetzens nachweislich <strong>ein</strong>en<br />

stressreduzierenden Effekt. Allerdings haben<br />

<strong>Katze</strong>n auch hier klare Vorstellungen: Der perfekte<br />

Kratzbaum muss <strong>ein</strong>e ausreichend große und hohe<br />

Kratzfläche bieten und nach Möglichkeit auch über<br />

<strong>ein</strong> oder zwei erhöhte Liegeflächen. <strong>Katze</strong>n lieben<br />

es nämlich, das Geschehen in ihrem „Revier“ von<br />

<strong>ein</strong>er erhöhten Fläche aus zu beobachten.


Spielzeug<br />

für die <strong>Katze</strong><br />

<strong>Katze</strong>n reagieren mit all ihren Sinnen auf Geräusche, Gerüche, optische<br />

Reize und vor allem Bewegungen. Das zeigt sich auch im<br />

Spiel, bei dem verschiedene Bedürfnisse der Tiere befriedigt werden<br />

wollen. Ganz oben auf der Liste stehen Jagen, Entdecken, Stimulieren<br />

und Belohnen. Welches dieser Bedürfnisse bei <strong>ein</strong>er <strong>Katze</strong><br />

besonders ausgeprägt ist, ist nicht immer auf den ersten Blick<br />

erkennbar. <strong>Katze</strong>n haben schließlich sehr individuelle Vorlieben,<br />

das gilt auch für ihr Spielzeug. Grundsätzlich gilt: Aus Sicht der<br />

<strong>Katze</strong> kann man nie genug Spielzeug im Haus haben. Ganz oben<br />

auf der Beliebtheitsskala stehen natürlich <strong>Katze</strong>nangeln, Spielmäuse<br />

aus Stoff beziehungsweise mit synthetischem Pelz, kl<strong>ein</strong>e<br />

Bälle, Rascheltunnel oder Federwedel.


Experten-Tipp<br />

Öfter mal<br />

was Neues<br />

Stelle das Spiel immer unter<br />

<strong>ein</strong> Motto: „Gem<strong>ein</strong>sam<br />

Spielen”, „Jagen & Entdecken”,<br />

„Stimulieren &<br />

Belohnen“ und kombiniere verschiedene Spielsachen<br />

entsprechend, sodass alle Sinne der <strong>Katze</strong> angeregt werden:<br />

Riechen, Schmecken, Sehen, Hören und Tasten.<br />

Es gibt <strong>ein</strong>ige Spielsachen, mit denen sich die <strong>Katze</strong> selbst beschäftigen<br />

kann, beispielsweise mit dem Rascheltunnel. Dennoch solltest<br />

du so oft wie möglich mitspielen. Zum <strong>ein</strong>en macht das großen<br />

Spaß, zum anderen fördert und festigt es die Mensch-<strong>Katze</strong>-<br />

Beziehung.<br />

Gem<strong>ein</strong>sames Spiel<br />

fördert die Beziehung<br />

Damit das Spiel mit der <strong>Katze</strong> intensiv und positiv ist, sollte man<br />

immer nur <strong>ein</strong>, maximal zwei Spielzeuge <strong>ein</strong>setzen. Was nicht in<br />

Gebrauch ist, solltest du k<strong>ein</strong>esfalls offen herumliegen lassen, weder<br />

während des Spielens noch danach. Stehen die Spielsachen<br />

permanent zur freien Verfügung, verlieren sie schnell ihren Reiz.<br />

Außerdem sollte man <strong>Katze</strong>n aus Sicherheitsgründen nie unbeaufsichtigt<br />

mit Spielsachen lassen, damit sich das Tier nicht an <strong>ein</strong>em<br />

möglicherweise defekten Spielzeug verletzt. Beuge der Gefahr vor,<br />

indem du schon stark in Mitleidenschaft gezogene Spielsachen<br />

rechtzeitig gegen neue austauschst. Das wird auch d<strong>ein</strong>er <strong>Katze</strong><br />

gefallen, denn die Tiere lieben es, neue Dinge zu entdecken.<br />

Foto: Okssi, arola schubbel - fotolia.de


Das sichere<br />

<strong>Katze</strong>nheim<br />

Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen die sprichwörtliche<br />

Neugier unseren <strong>Katze</strong>n zum Verhängnis wird. Ungesicherte, gekippte<br />

Fenster sind besonders gefährlich: So manche <strong>Katze</strong> versucht<br />

durch den engen Spalt nach draußen zu gelangen und <strong>zieht</strong><br />

sich dabei schlimme Verletzungen zu. Kippfenster müssen deshalb<br />

immer mit entsprechenden Vorrichtungen gesichert s<strong>ein</strong>, ebenso<br />

für die <strong>Katze</strong> zugängliche Balkone.<br />

Haushaltschemikalien musst du in <strong>ein</strong>em <strong>Katze</strong>nhaushalt immer<br />

unter Verschluss halten. Manche R<strong>ein</strong>igungsmittel oder auch<br />

Frostschutzmittel fürs Auto locken <strong>Katze</strong>n durch ihren süßlichen<br />

Geruch nämlich an. Leckt die <strong>Katze</strong> daran, kann das Verätzungen<br />

oder schlimmstenfalls sogar tödliche Vergiftungen bedeuten.<br />

Schokolade, Kaffeesatz, Alkohol oder Zigaretten sollten ebenfalls<br />

für <strong>Katze</strong>n unzugänglich aufbewahrt werden, um Vergiftungen zu<br />

vermeiden.<br />

Bitte beachte: Falls du Balkon oder Terrasse vernetzen<br />

willst, müssen Vermieter beziehungsweise die<br />

Eigentümerversammlung dem Vorhaben zustimmen.<br />

Das gilt vor allem für Netze, die mit Haltepfosten an<br />

die Wand oder Mauer gebohrt werden.


Gefahren im Alltag<br />

Oftmals lauern die größten Gefahren in den alltäglichen Dingen:<br />

Fäden, herabhängende Jalousien-Schnüre oder herumliegende<br />

Gummibänder werden gerne als Spielzeug genutzt. Verfängt sich<br />

die <strong>Katze</strong> aber darin oder schluckt Teile davon, kann das lebensbedrohlich<br />

werden.<br />

Du darfst nie vergessen, dass jetzt <strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> bei dir wohnt: Offene<br />

Geschirrspüler, Waschmaschinen, Schränke oder Schubladen<br />

sind tabu. Giftige Pflanzen musst du schon vor dem Einzug der<br />

<strong>Katze</strong> entfernen. Dazu gehören beispielsweise Adonisröschen,<br />

Ruhmeskrone, Avocado, Prachtlilien, Wunderstrauch und die<br />

beson ders im Winter so beliebten Weihnachtssterne. Stromkabel<br />

solltest du hinter Möbeln verstecken oder an der Wand befestigen.<br />

Besondere Vorsicht gilt, wenn k<strong>ein</strong> erwachsenes Tier, sondern <strong>ein</strong><br />

Kätzchen bei dir <strong>ein</strong><strong>zieht</strong>: Genauso wie kl<strong>ein</strong>e Kinder gehen auch<br />

kl<strong>ein</strong>e Kätzchen gerne auf Entdeckungstour und müssen von dir<br />

vor den Gefahren im Haushalt geschützt werden.<br />

Foto: Nadinelle - fotolia.de


Der erste Freilauf<br />

Bis die <strong>Katze</strong> ihr Zuhause und dessen Umgebung genau kennt,<br />

wird es <strong>ein</strong>e Weile dauern. Deshalb sollten die ersten Ausflüge<br />

nach draußen nur unter Aufsicht und erst dann erfolgen, wenn<br />

sich die <strong>Katze</strong> in Haus oder Wohnung gut <strong>ein</strong>gelebt hat. Nutze die<br />

Zeit, um d<strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> an Brustgeschirr und L<strong>ein</strong>e zu gewöhnen. Damit<br />

kannst du beim ersten Spaziergang verhindern, dass d<strong>ein</strong> Tier<br />

bei <strong>ein</strong>em ungewohnten Geräusch <strong>ein</strong>fach davonläuft.<br />

Bleib bei den ersten Spaziergängen in der Nähe des Hauses und<br />

erweitere den Radius schrittweise, sodass die <strong>Katze</strong> die Umgebung<br />

allmählich kennenlernen kann. Hat sie sich an die vielen<br />

neuen Reize gewöhnt und kennt „ihr Revier“, kannst du das<br />

Brustgeschirr allmählich weglassen und den kl<strong>ein</strong>en Tiger auch<br />

all<strong>ein</strong>e nach draußen lassen. Falls du in der Stadt oder der Nähe<br />

<strong>ein</strong>er vielbefahrenen Straße wohnst, sollte die <strong>Katze</strong> nur unter<br />

Aufsicht raus dürfen.


Experten-Tipp<br />

Sicherheit geht vor<br />

Bis <strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> sich <strong>ein</strong>gelebt<br />

und <strong>ein</strong>e stabile Bindung zu<br />

ihrer neuen Familie aufgebaut<br />

hat, kann es etwas dauern. Damit<br />

die <strong>Katze</strong> nach <strong>ein</strong>em Freilauf<br />

sicher wieder nach Hause findet, sollten die ersten Ausflüge<br />

nicht nur unter Aufsicht, sondern erst nach der Eingewöhnungsphase<br />

erfolgen. Tierpsychologen und Tierärzte gehen davon<br />

aus, dass die Bindung der <strong>Katze</strong> an Heim und Umgebung erst<br />

nach vier bis zwölf Wochen stabil genug ist, um mit dem Freilauftraining<br />

zu beginnen.<br />

Gesundheitsvorsorge<br />

Es empfiehlt sich außerdem, die <strong>Katze</strong> regelmäßig impfen zu lassen.<br />

Freigänger sollten gegen <strong>Katze</strong>nschnupfen, <strong>Katze</strong>nseuche, Tollwut,<br />

Leukose und FIP geimpft werden. Und auch bei Wohnungskatzen<br />

wird <strong>ein</strong>e Immunisierung gegen die <strong>Katze</strong>nseuche und den <strong>Katze</strong>nschnupfen<br />

empfohlen, da ihre Erreger schon mit Straßenschuhen in<br />

die Wohnung <strong>ein</strong>geschleppt werden können. Gleiches gilt übrigens<br />

auch für Wurmeier, weshalb viele Experten empfehlen, nicht nur<br />

Freigänger, sondern auch Wohnungskatzen regelmäßig <strong>ein</strong>er<br />

Wurmkur zu unterziehen.<br />

<strong>Katze</strong>n mit Freilauf sind besonders gefährdet, sich bei ihren Ausflügen<br />

und Kontakten mit Artgenossen Flöhe und Zecken <strong>ein</strong>zufangen.<br />

Die Bisse der kl<strong>ein</strong>en Blutsauger können Entzündungen und allergische<br />

Reaktionen auslösen. Beuge mit <strong>ein</strong>em Anti-Floh- und Zeckenmittel<br />

vor und lass dich sich vom Tierarzt beraten, welches das<br />

sinnvollste für d<strong>ein</strong>e <strong>Katze</strong> ist.<br />

Allzu oft wirst du den Tierarzt ansonsten aber normalerweise nicht<br />

sehen, denn in der Regel haben <strong>Katze</strong>n <strong>ein</strong>e sehr robuste Gesundheit<br />

und erhalten sich Eleganz und Vitalität bis ins hohe Alter.<br />

Foto: Mara Zemgaliete - fotolia.de


Wohngem<strong>ein</strong>schaft<br />

mit anderen <strong>Katze</strong>n<br />

Lange Zeit ging man davon aus, dass alle <strong>Katze</strong>n absolute Einzelgänger<br />

sind. Viele Haushalte, in denen mehrere <strong>Katze</strong>n freundschaftlich<br />

zusammenleben, sch<strong>ein</strong>en allerdings das Gegenteil zu<br />

belegen. Brauchen <strong>Katze</strong>n also doch den regelmäßigen Kontakt<br />

mit Artgenossen, um <strong>ein</strong> artgerechtes Leben führen zu können?<br />

Die Frage ist leider nicht so leicht zu beantworten, denn auch in<br />

diesem Punkt haben <strong>Katze</strong>n <strong>ein</strong>en eigenen Willen. Sicher ist, dass<br />

sie sich ihre Sozialpartner gerne selbst aussuchen wollen und jede<br />

<strong>Katze</strong> dabei ihre eigenen Grenzen hat. Wenn es mit der Vergesellschaftung<br />

nicht klappen will, muss der Halter also auch das akzeptieren.<br />

Die besten Chancen auf schnelle gegenseitige Akzeptanz<br />

bestehen bei ganz jungen Tieren sowie bei solchen, die bereits<br />

länger mit anderen Artgenossen zusammengelebt haben. Neue<br />

<strong>Katze</strong>n sollten zunächst <strong>ein</strong> eigenes <strong>Katze</strong>nzimmer bekommen und<br />

nach und nach die neue Umgebung erkunden. Erst wenn die <strong>Katze</strong>n<br />

sich über ihren Duft „kennengelernt“ haben, sollte man das<br />

erste direkte Treffen der Tiere initiieren.<br />

Foto: Massimo Cattaneo - fotolia.de


Checkliste<br />

Erstausstattung<br />

Hol' dir die Erstausstatter-<br />

Checkliste in d<strong>ein</strong>er<br />

Fressnapf-Filiale und<br />

lass dich beraten!<br />

Essen & Trinken<br />

Futter Snacks <strong>Katze</strong>nmilch<br />

Futternapf<br />

Schlafen<br />

Wassernapf<br />

Bett Decke Kuschelhöhle<br />

Kissen<br />

Sofa<br />

Wohlfühlen & Unterhaltung<br />

Spielzeug Intelligenzspielzeug <strong>Katze</strong>ntunnel<br />

Rascheldecke Schmusekissen <strong>Katze</strong>nminze<br />

Hygiene & Pflege<br />

<strong>Katze</strong>nstreu Toilette Schaufel<br />

Toilettendeo Bürste Kamm<br />

Ungeziefer- und Zeckenschutz<br />

Sicherheit<br />

Transportbox <strong>Katze</strong>ntür Fensterkeil<br />

<strong>Katze</strong>nschutznetz<br />

Kratzen<br />

Kratzbaum Kratzbrett Kratzspielzeug<br />

Unsere<br />

Empfehlung<br />

Unsere<br />

Empfehlung<br />

Unsere<br />

Empfehlung


Wir bei Fressnapf ...<br />

... geben alles dafür, das Zusammenleben<br />

von Mensch und<br />

Tier <strong>ein</strong>facher, besser und<br />

glücklicher zu machen. Denn<br />

diese Beziehung gehört zu den<br />

wichtigsten Dingen im Leben.<br />

Sie ist vertrauensvoll, zuverlässig,<br />

ehrlich und bedingungslos.<br />

Sie schafft Lebensqualität und<br />

hält gesund. Sie macht glücklich.<br />

Das unterschreiben wir<br />

von ganzem Herzen: weil wir<br />

Tiere lieben, sie wertschätzen<br />

und sie <strong>ein</strong>fach zur Familie gehören.<br />

Weil es Tierfreunde und<br />

ihre Tiere sind, die bei uns im<br />

Mittelpunkt stehen.<br />

Weil wir an diese besondere<br />

Freundschaft glauben. Unsere<br />

Vision bei Fressnapf ist es, als<br />

freundschaftlicher Verbündeter<br />

Mensch und Tier mit Ideen zu<br />

inspirieren, konkrete Probleme<br />

zu lösen und besondere Wünsche<br />

zu erfüllen. Wir wollen der<br />

Ansprechpartner rund um das<br />

Tier und die Tierhaltung s<strong>ein</strong>.<br />

So fördern wir das Glück bei<br />

Tierfreunden und Tieren. Und<br />

das <strong>ein</strong> Leben lang. Wenn unsere<br />

Tiere glücklich sind, sind wir es<br />

auch, eben: „Happier Pets.<br />

Happier People.“<br />

Weitere Fressnapf-Ratgeber findest<br />

du unter epaper.fressnapf.at<br />

Fressnapf Handels-GmbH,<br />

Karolingerstraße 3, A-5020 Salzburg<br />

Telefon-Hotline 0800 / 201 311<br />

Montag – Freitag 9:00 – 18:00 Uhr<br />

www.fressnapf.at<br />

www.facebook.com/m<strong>ein</strong>.fressnapf<br />

www.fressnapf-pfotenclub.at<br />

Foto: maksymowicz - fotolia.de

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