PARENAS Newsletter 12-2015

parenaspfotenhilfech

Parenas Pfotenhilfe CH & Asociación Parenas ES. Seit Jahren sind Carmen und Roman im Tierschutz tätig. Ihr Fokus liegt auf der Ursachenbekämpfung der miserablen Situation der Tiere in Spanien. Mehr und mehr kamen die beiden zu der Überzeugung, dass es nicht ausreicht, sich vom Ausland aus zu engagieren. So packten die beiden Anfang 2014 ihr gesamtes Hab und Gut und wanderten nach Sevilla, Spanien aus, um vor Ort ein eigenes Tierheim, Asociación Parenas ES, zu eröffnen. Sie arbeiten Tag für Tag mit vollem Einsatz für all die in Not geratenen Tiere. Unzählige Hunde, Katzen, Esel und sogar Frettchen bekamen so die Möglichkeit auf ein schönes, eigenes Zuhause in einer liebevollen Familie.

NEWSLETTER

GEMEINSAM STARK FÜR TIERE!

Parenas

Pfotenhilfe CH

12/2015

Suerte - eine kleine Legende

Seite 6–8

Bericht einer Freiwilligen

Jahresrückblick 2015

Seite 20–22

Asociación

Parenas

ES

www.parenaspfotenhilfe.com


Inhaltsverzeichnis

Bauliche Massnahmen im 2015 4–5

Seite 4

Seite 6

Suerte – eine kleine Legende 6–8

Hund – Messe in Winterthur 9

Adoptanten-Treffen im Mai 10–11

Tatt‘s for Pet‘s 12

Vorträge im Oktober 13

Chlausen-Treffen mit Adoptanten 14–15

Vermittlungsproblematiken, Vorurteile

und Irrtümer Teil 2 16–17

Angelina – die kleine Kämpferin 18–19

Bericht einer Freiwilligen 20–22

Weshalb Schutzgebühr und wofür? 23

Hunde-Kekse ganz einfach selber gemacht 24–25

Seite 12

Marian – gekämpft wie eine Löwin 26–28

Staupe – die Krankheit 28–29

Flinn – von der Strasse zur „Super-Nase“ 30–31

Momo – der Kleine ganz grosse Schmuser 32–33

Seite 18

2


Seite 24

Alle Glückspilze im 2015 34–37

Wir suchen noch…

Salomon – der Schmuser 38

Carolina – die Hübsche 39

Homer – Der Kuschelbär 40

Kuba – die Super-Mama 41

Sami – der Sonnenschein 42

Seite 26

Das sind wir – unser Team 43

Unser Shop 44

Spendenmöglichkeit 44

Seite 32

Seite 38

www.parenaspfotenhilfe.com

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Eine willkommene

Abkühlung an den

heissen, spanischen

Sommertagen.



Bauliche Massnahmen im 2015

Auch im Jahr 2015 waren wieder diverse bauliche

Massnahmen notwendig, um unseren

Engel eine angenehme Zeit im Refugio zu ermöglichen.

Der Bachbau

Bereits Anfang Jahr machten wir uns Gedanken,

wie wir den Sommer für unsere Schützlinge

möglichst erträglich machen können. Natürlich

gab es bereits mehrere Schattenplätze,

dies reicht jedoch einfach nicht bei den sommerlichen

Temperaturen von 50° C in Spanien.

Wir suchten einige Baumpaten, um noch weitere

natürliche Schattenplätze zu gewinnen.

Dies war dank der tollen Unterstützung von

vielen Spendern rasch umsetzbar. An dieser

Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank!

Je näher der Sommer kam, desto mehr merkten

wir, dass trotz der vielen schattigen Plätze

die Hitze oft fast unerträglich war. So kamen

wir auf die Idee einen Bach zu bauen, welcher

durch die gesamten Aussengehege läuft und

durch eine Pumpe angetrieben würde. So hätten

wir zwei Probleme auf einen Schlag gelöst,

die Hunde hätten immer frisches Wasser und

könnten sich zusätzlich noch darin abkühlen.

Doch auch dies kostete uns eine Menge Geld.

Auch hier habt ihr uns nicht im Stich gelassen

und uns kräftig unterstützt. Dank euren Spenden

konnten wir auch dieses Projekt umsetzen.

Die Hunde danken euch täglich dafür. Es ist

eine riesen Freude zu sehen wie sehr sie sich

darüber freuen. Ob sie nun fröhlich darin rumhüpfen,

ganz sanft und vorsichtig daraus trinken

oder einfach vor lauter Freude reinhüpfen

und dann im Galopp durchs ganze Aussengehege

rasen, um wieder in den Bach zu hüpfen

– eine wahre Freude!!

Die Isolation

Die Temperaturen wurden uns auch in der Halle,

in welcher unsere Hunde und Katzen in der

Nacht sind, zum Verhängnis. Da die Halle ursprünglich

mal eine Reithalle“ war und wir sie

zur Übernachtungsmöglichkeit für unsere Engel

umgebaut haben, war natürlich die Isolation

nicht perfekt. Dies hatte zur Folge, dass es

im Winter ziemlich frisch und im Sommer auch

sehr heiss wurde, trotz Heizung bzw. Klimaanlage

wurden wir der Temperatur nicht Herr. So

fassten wir den Entschluss, dass wir die richtige

Isolation des Dachs nicht weiter vor uns her

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schieben konnten. Wir holten einige Offerten

ein und baten die Susy Utzinger Stiftung um

finanzielle Unterstützung. Durch ihren Einsatz

bei uns im Refugio, im Frühjahr, waren sie bereits

bestens über die Situation informiert und

so kam es, dass sie die kompletten Kosten für

die Isolation übernahmen. Für uns eine unglaubliche

Entlastung. Ein riesen grosses Dankeschön

an das gesamte Team der Susy Utzinger

Stiftung.

” Ein ganz herzliches Dankeschön

an die wundervollen

Spender, welche uns all die

Umbauten ermöglicht haben! „

Das Licht

Aufgrund eines Einbruches bei unserem Vermieter,

welcher auf dem selben Grundstück ist

wie unser Refugio, fühlten wir uns nicht mehr

sicher und hatten Angst um unsere Tiere. Die

Einbrecher kämpften sich durch den Zaun am

unteren Ende des Grundstückes und stahlen

zwei Galgowelpen von unserem Vermieter.

Unser Refugio ist zwar mit einer Alarmanlage

gesichert, jedoch fühlt man sich nach so einem

Ereignis nicht mehr wohl und kann Nachts

kaum noch schlafen. Da wir nur sehr wenig

Licht auf dem Grundstück haben, konnte man

sich bei Dunkelheit relativ gut ungesehn bewegen,

gerade deshalb blieb der Einbruch bis am

nächsten Morgen auch unbemerkt.

Um so einen Vorfall nicht mehr erleben zu

müssen, haben wir uns entschieden, auf dem

Grundstück meherer LED-Bewegungssensoren

zu installieren. Diese installierten wir so, dass

nun bei der kleinsten Bewegung das Gelände

beleuchtet wird und so eine abschreckende

Wirkung hat. Denn wer den Schutz der Dunkelheit

nicht mehr hat, überlegt sich auch

zweimal ob er dort einbrechen soll.

So kam es auch, dass Ende Oktober ein weiterer

Einbruch beim Versuch blieb. Durch das

fast taghelle Licht erwachten die Hunde, in

der Halle und schlugen wie wahnsinnig Alarm,

so dass die Einbrecher wohl so erschraken und

blitzschnell das Weite suchten, als sie bemerkten,

dass sich im Haus etwas tat. Somit hat sich

die Lichtanlage bereits gelohnt.

Danke auch hier für die finanzielle Unterstützung

an all die tollen Spender! Dank euch können

wir und unsere Tiere nun wieder ruhig

und sicher schlafen.

Autor: Ste

Nun ist es im Sommer

angenehm kühl und im ”

Winter schön warm.


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Wie Abfall aus dem

Auto geworfen und ”

so entsorgt.


Suerte – eine kleine Legende

GLÜCK ist die Ansammlung vieler kleiner Momente.

Vielleicht erlebst du ja in diesem Augenblick

einen solchen Moment. Oder heute

im Laufe des Tages. Wir müssen uns diese Momente

nur bewusst machen. Denn aus vielen

kleinen Glücksmomenten erwächst ein glückliches

Leben. Tag für Tag. Minute für Minute.

Vielleicht ja gerade jetzt. Glück kann ein Lächeln

sein, ein Sonnenstrahl, eine nette Geste.

Unser Suerte hatte einen solchen Moment

und beschenkte uns mit unzähligen weiteren

Glücksmomenten!

In einer lauen Sommernacht eilte der Nachbar

mit einer Kiste zu Carmen und Roman ins Refugio.

In dieser Kiste war ein kleiner, weisser

Welpe. Der Nachbar berichtete aufgelöst, dass

oberhalb des Refugios auf der Schnellstrasse

viele kleine Welpen aus einem fahrenden Auto

geworfen wurden. Uns stockte der Atem, diese

Worte des Nachbarn waren schrecklich und

unvorstellbar. Ohne zu zögern eilten Carmen

& Roman zur Unfallstelle, mitten in der Nacht.

Der Anblick war erschütternd und nicht in

Worte zu fassen. Der Ort wurde weiträumig

abgesucht, doch es konnte kein anderer Welpe

lebend geborgen werden. Einzig der kleine

Welpe in der Kiste hatte überlebt, doch

sein Zustand war sehr kritisch. Der Kampf ums

Überleben begann. Uns war von Anfang an

klar, wir kämpfen für Ihn, doch dazu brauchte

er eine ungemeine Willenskraft! Wir nannten

ihn Suerte, was so viel heisst wie Glück!

Die erste, aber auch sehr kurze, Nacht im Refugio

war nervenaufreibend. Keine Sekunde

wurde unser kleiner Junge aus den Augen

gelassen. Mit viel Shoppen, Wärme und Liebe

wurde er umsorgt bevor es am nächsten Tag

zum Tierarzt ging.

Der Schock über die Geschehnisse dieser Nacht

sass tief. Doch für uns alle war klar wir sind bereit

für Suerte zu kämpfen, koste was es wolle.

Zwei Tage nach dem schrecklichen Vorfall,

versuchte Carmen die Ereignisse in Worte zu

fassen:

“Der kleine Suerte… der auf brutalste Weise

alle Geschwister verloren hat, weil man die Babies

aus dem fahrenden Auto schmiss! Suerte

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geht es gut, er ist noch nicht über dem Berg,

aber die Schwellung der Nase ist zurückgegangen.

Doch er sucht und ruft nach seiner

Mama, er beruhigt sich erst sobald er Körperkontakt

hat. Mein kleiner Schatz, ich kann dich

begleiten und versuchen diesen Teil liebevoll

zu füllen! Doch kämpfen musst auch DU mein

kleiner Engel… ich begleite dich und egal für

welchen Weg du dich entscheidest, ich werde

bei dir sein… In Liebe Carmen”

Suerte war fünf Tage im Refugio, er entpuppte

sich als tapferer Bursche und kämpfte wie

ein Löwe. Carmen und Roman reisten zu dieser

Zeit in die wohlverdienten Ferien, mit dabei

unser Flaschenkind und Herzkäferchen Suerte.

Kaum eine Nacht im Feriendomizil, musste

der Tierarzt vor Ort aufgesucht werden. Suerte

hatte schreckliche Koliken und konnte nicht

mehr Koten, er hat sogar nichts mehr gegessen

und dies nur, weil er so begierig essen wollte.

Der Tierarzt gab Entwarnung und der Zustand

stabilisierte sich schnell wieder. Suerte bekam

einen neuen Schoppenaufsatz damit er wieder

in Ruhe und vor allem auch genüsslich trinken

konnte was auch sehr förderlich für seine Gewichtszunahme

war.

Lediglich neun Tage später brachte er schon

gute 445 Gramm auf die Waage, wir waren

stolz und überglücklich. Suerte ass und schlief

viel, genau der richtige Lebensstil in seinen

noch so jungen Jahren.

Suerte war einfach fantastisch! Wir gaben ihm

viel, aber er gab uns noch viel mehr zurück.

Wundervolle Momenten durften wir erleben,

wie er sein zweites Auge öffnete, exakt als

Carmen ihn vor der Kameralinse hatte, einfach

unbeschreiblich, als wollte er allen “Hallo” sagen.

Zwei Wochen nach dem Einzug von Suerte bekam

der kleine Mann noch tatkräftige Unterstützung

von zwei weiteren Flaschenkindern.

Sino und Nela wurden aus der Tötung gerettet.

Im Refugio kehrte definitiv keine Ruhe ein,

doch wir durften weitere schöne Momente

erleben mit unseren drei ernannten Glückskindern.

Einen Tag später war der Familienzuwachs

mit Glückskind-Nummer 4, Fortuna,

komplett. Rambazamba stand ab sofort auf

der Tagesordnung.

Suerte entwickelte sich als kleines Nuggelmonster.

Carmens Finger wurden tagtäglich

genuggelt, als ob ihre Finger voll mit Honig

wären. Total süss, bis die ersten Zähne kamen.

” Glück ist die Ansammlung

vieler kleiner Momente.

Glück kann ein Lächeln sein,

ein Sonnenstrahl, eine nette

Geste. „

Die Entwicklung von unserem kleinen, weissen

Hundejungen war eindrücklich. Ein richtiger

Schmusetiger der es liebte Küsschen zu

verteilen. Durch sein super Essverhalten ist er

unglaublich schnell gewachsen und hat gut an

Gewicht zugenommen. Auch als Krankenpfleger

wurde er stets sehr geschätzt.

Einen Monat alt, einen Monat im Refugio und

es wird den ganzen Tag geschlafen, gegessen

und gekuschelt. Aus all den kleinen Glücksmomenten

erwächst ein glückliches Leben…

wahrhaftig!

Leider kam auch der Tag, an welchem wir wieder

erinnert wurden, wie Suerte zu uns kam.

Der Verdacht von Carmen und die Diagnose

vom Tierarzt haben sich bestätigt, Suerte ist

taub. Es war ein Schock und doch ändert es

nichts an der Lebensqualität von unserem kleinen

Strahlemann. Er wird seinen Weg mit dem

richtigen Menschen machen, denn er hört mit

dem Herzen.

Ende Juli wurde der kleine Schatz schon 6 Wo-

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chen alt. In diesen sechs Wochen hat er unser

aller Herzen zu 100% eingenommen. Er schaffte

es jeden Tag, nicht nur Carmens Herz zu erwärmen,

sondern auch unser und euer Herz

strahlte vor Freude.

Tolle Glücksmomente durften wir mit unserem

Suerte erleben, dafür sind wir ihm noch heute

unglaublich dankbar!

Heute lebt Suerte bei einer tollen Familie, es

geht ihm richtig gut und er ist nach wie vor ein

Strahlemann.

Danke Suerte, dass wir ein Teil deiner Geschichte

sein durften!

Autor: Martina

Carmen nimmt Abschied

Lieber kleiner Suerte

Ich blicke zurück und sehe noch das kleine hilflose

Würmchen in meinen Händen das um das

Überleben kämpfte… Du hast mein Herz erobert

und das vieler anderer…

Du heisst Suerte / Glück, der perfekte Name,

denn du hattest so viel Glück in deinen ersten

Stunden… Ich hatte das grosse Glück einen

Kämpfer zu begleiten, ich habe dir mein ganzes

Herz geschenkt, ohne daran zu denken, dass dieser

Tag kommt und nun ertrage ich den Schmerz

kaum. Du wirst deine Adoptantin sehr glücklich

machen und ich freu mich so sehr für dich mein

Schatz, doch mein Herz schmerzt.

Loslassen fällt mir schwer… Aber ihr seid meine

Babys und seid nun flügge geworden, morgen

werden auch Fortuna und Nela dich begleiten,

auf die Reise jeder in sein eigenes Zuhause… Bin

froh, dass ihr die Reise gemeinsam antretet, für

euch das Beste.

Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, es

ist schwer nachzuvollziehen, wenn man dies nie

selbst erlebt hat. Freude, dass sie ihr eigenes

Zuhause finden, man versucht krampfhaft

Abstand zu nehmen ohne Erfolg… dann

kommt der heutige Tag wo wir euch vorbereiten

für die Reise. Krallen schneiden, Ohren

putzen, Halsband und Geschirr anprobieren, dabei

schnürt sich der Hals zu… in der Brust beginnt

ein Schmerz… man kämpft mit den Tränen, doch

man kann es nicht kontrollieren, man schluchzt

vor sich hin und fragt sich nach so langer Zeit warum

gewöhnt man sich nicht daran??!

Warum tut es so weh? Und in diesem emotionalen

Moment kriegst du noch Küsschen und dann

bricht alles aus dir raus...

Ich lass euch morgen gehen meine Babys in eine

bessere Zukunft, ich werde euch nie vergessen.

Es bricht mir das Herz zu wissen, dass ich dich

Suerte nie wieder in den Arm nehmen kann, da

dein neues Zuhause in Deutschland ist und ich

dich an Treffen nicht wiedersehen werde, doch

mein kleiner Schatz mein Herz ist bei dir.

Te Quiero mi bebe, Carmen

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Unser aufgestelltes

Team, war mit vollem

Einsatz an der Messe ;-)


Hund – Messe in Winterthur

Vom 3. bis 8. Februar 2015 durften wir uns und

unsere Arbeit an der Schweizer Hundefachmesse

in Winterthur vorstellen.

Es waren drei lange, anstrengende aber absolut

erfolgreiche Tage! So durften wir viele

liebe Menschen kennenlernen, welche sich für

unsere Organisation wie auch für all unsere

Schützlinge interessierten. Wir konnten Aufklärungsarbeit

leisten und fanden neue Paten

für unser Refugio wie auch für unsere Tiere.

Viele Adoptanten kamen mit ihren neuen

Familienmitgliedern, ehemaligen Parenas

Schützlingen, auf Besuch und liessen uns an ihrem

neuen Glück teilhaben.

Wir möchten uns hiermit noch mal bei allen

Besuchern bedanken! Für all die guten Zusprüche!

Für die Sach- und Geldspenden die für

unsere Schützlinge abgegeben worden sind!

Es war uns eine riesen Freude, viele Paten und

Begleiter von Parenas mal persönlich kennenzulernen.

Danke euch allen!

Autor: Grazia

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Was für eine Freude,

all die tollen Engel ”

wieder zu sehen!


Adoptanten-Treffen im Mai

Der schönste Tag im Jahr! Über 40 ehemalige

Schützlinge von uns mit ihren Zweibeinern an

einem Ort versammelt! Man kann sich die Wiedersehensfreude

und die vielen Glückstränchen

die beim Einen oder Anderen gekullert

sind bestimmt vorstellen.

Tagtäglich sehen wir in Spanien wie Hunde

ums nackte überleben kämpfen, wir päppeln

sie wieder auf und hoffen auf eine sorgenlose

Zukunft für jeden Einzelnen. Und an dem einen

Tag des Adoptanten-Treffens ist für uns

„Zahltag“. Es ist der Tag, wo wir miterleben

dürfen wie die Hunde in ihren neuen Familien

aufblühen, wie sie sich entwickelten und wie

sie endlich ein mehr als verdientes, glückliches

Hundeleben führen dürfen.

An dem Tag können wir wieder positive Energie

tanken um weiter gegen das Elend der Tiere

anzukämpfen. Es gibt wohl nichts was einen

mehr in seinem Tun bestärkt, als das unvergessliche

Bild von Hunden die ihr Glück in einer

liebevollen Familie gefunden haben. Autor: Grazia

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Tatt‘s for Pet‘s – Tierschutz der

unter die Haut geht

Schon zum dritten mal öffnete das BlackCat

Tattoo Studio in Schwerzenbach ZH am 17. Mai

2015 seine Tore, um das bereits bekannte Tatt‘s

for Pet‘s zu starten.

Dieses Jahr trumpfte der Anlass nicht nur mit

Tattookünstlern aus der Schweiz, sondern sogar

aus Deutschland auf. Insgesamt 8 Tattoo-

Artisten und eine Bodymodification-Artistin

brachten während 10 Stunden Tattoomotive,

Piercings oder Cuttings unter die Haut. Es

war einmal mehr unglaublich, was von der

Auch diesmal haben sich

wieder unglaublich viele

für den guten Zweck unter

die Nadel gelegt.



ganzen Crew und den Artisten geleistet wurde!

Wie zahlreich die Besucher nach Schwerzenbach

strömten, um einfach mal zu schauen

und dabei zu sein. Der Erfolg spricht Bände,

am Abend konnten Einnahmen von sage und

schreibe CHF 12‘500.– für die Parenas-Tiere

verbucht werden!!! Ihr wollt auch mit dabei

sein? Dann liket unsere Facebookseite „Tatt‘s

for Pet‘s“ und ihr erfahrt welche Tattookünstler

nächstes Jahr mitmachen und könnt euch

so einen Termin sichern! Autor: Grazia

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Vorträge im Oktober

Grosses Interesse auch

” am Vortrag in St. Gallen.


Das Parenasteam lud dieses Jahr zu vier spannenden

und informativen Vorträgen in Thun,

Basel, Zürich und St. Gallen ein, um euch liebe

Begleiter, Paten, Adoptanten und Spendern

einmal Einblick in das alltäglich Leben des Refugios

zu geben.

Carmen reiste für diese Anlässe extra in die

Schweiz und erzählte hautnah vom Leben als

Tierschützerin in Spanien. Welche Hürden zu

nehmen sind, von der Problematik der Galgos

und von Notfällen mit denen man jeden Tag

konfrontiert wird. Die Vorträge sind nicht nur

für uns eine Möglichkeit euch unsere Arbeit

näher zu bringen, sondern auch die Besucher

haben die Chance ihre Fragen oder Gedanken

an Carmen direkt zustellen.

Auch nächstes Jahr werden wieder Vorträge

von Carmen in der Schweiz gehalten und wir

freuen uns jetzt schon auf zahlreiche Besucher!

Autor: Grazia

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Strahlende Gesichter bei

Zwei- und Vierbeinern auf dem ”

Hundeplatz in Bremgarten.


Chlausen-Treff am 6. Dez. 2015

mit den Adoptanten

Was für ein wundervoller Tag!! Unglaublich

viele ehemalige Refugiobewohner haben uns

auch an diesem Treffen stürmisch und schwanzwedelnd

begrüsst und natürlich ganz viele

Küsschen verteilt.

Es ist immer wieder herzerwärmend all die geretteten

Engel mit ihren liebevollen Adoptanten

zu treffen. Zu sehen wie toll sie sich entwickelt

haben, wie gross und erwachsen sie

geworden sind. Einfach toll!

Die Akkus werden kräftig geladen und man

wird gleichzeitig überwältigt von all den

Emotionen. Aber für genau solche Erlebnisse

kämpfen wir tagtäglich. Denn jedes einzelne

Tier hat genau das verdient.

Ganz herzlichen Dank an all die tollen Adoptanten,

wir freuen uns bereits aufs nächste

Treffen!

Autor: Ste

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Sportlich, stark,

wunderschön und

intelligent...

der Podenco!



Vermittlungsproblematiken,

Vorurteile und Irrtümer Teil 2

Sportlich, stark, wunderschön, intelligent und

doch werden sie zu oft übersehen... Podencos

gefragt. Dalmatiner- und Galgo-Besitzer wissen

was gemeint ist.

„Es ist ein Jagdhund, den man bestimmt nie

von der Leine lassen kann. So etwas möchten

wir nicht adoptieren...“

Kurzer Hand einfach so abgestempelt? Die

wunderschönen und intelligenten Hunde haben

viel mehr zu bieten!

Podencos vereinen Wind-, Jagd- und Laufhund

in einem. Bezüglich seines Wesens ist er am

ehesten mit dem Windhund zu vergleichen.

Sensibel, ruhig und ausgeglichen.

Podencos sind ebenso mutige Powerpakete,

die ihre Menschen von ganzem Herzen lieben

und Zuhause gerne auch mal die Schmusebacke

raushängen lassen.

Das Herz eines Podencos muss man erst einmal

gewinnen, aber wenn man das geschafft hat,

hat man einen treuen Freund fürs Leben. Bei

der Erziehung sollte man auf positive Bestärkung

setzen. Mit Druck und Strenge erreicht

man nichts, Geduld und Sanftmütigkeit sind

Draussen geht gerne mal die Post ab. Die häufigsten

Bedenken bei einer Adoption kommen

bei der Frage nach dem Freilauf. Ein Podenco

hat als Laufhund ein grosses Bedürfnis nach

Freilauf, austoben ohne Leine, aber als Jagdhund

bringt der natürliche Jagdinstinkt auch

Konflikte mit sich. Doch mit konsequentem

Training ist es durchaus möglich, ihn frei laufen

zu lassen. Ein ausgeglichener, zufriedener

Podenco wird sich als Traumhund entpuppen.

Einige der Grundvoraussetzungen für die Haltung

eines Podencos sollten also genügend

Zeit für ausgedehnte Spaziergänge sein sowie

die Möglichkeit in einem eingezäunten

Gelände Freilauf mit anderen Hunden zu gewährleisten.

Heutzutage gibt es überall Hundeparks,

die sicher eingezäunt sind und auf

denen Sie ihren Engel unbekümmert springen

lassen können.

Auslasten bedeutet nicht ausschliesslich Bewegung,

denn auch geistig möchte er gefordert

werden. Ob Mobility oder Agility, es macht

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Freude mit diesem Hund im Spiel zu „arbeiten“.

Ja, ein Podenco kann anspruchsvoll sein, doch

jede Arbeit die man mit seinem Kumpel hat,

lohnt sich durch und durch. Und ehrlich gesagt,

mit jeder anderen Rasse kann man durchaus

auch gefordert werden, nicht?

„Wer wäre der perfekte Partner für einen Podenco?“

Für einen Couch Potato sind diese Hunde

nichts. Sportliche, aktive Leute, die gerne in

der Natur draussen sind. Seien es Wanderungen

oder eine Tour mit dem Fahrrad. Jede Art

von Action ist willkommen. Wie Sie ihren Podenco

auch geistig Auslasten möchten, sollten

Sie sich vielleicht schon mal im Vorhinein überlegen.

Mit einem zufriedenen und ausgelasteten Podenco

erhalten sie einen Traumhund, der ihr

Herz berühren wird! Einmal Podenco, immer

Podenco. Lassen Sie sich auch vom Fieber anstecken.

Einige Podencos warten bei uns im

Refugio auf ihre Menschen!

Autor: Ste

www.parenaspfotenhilfe.com

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Eine richtige Kämpferin

” mit ganz viel Herz!


Angelina - die kleine Kämpferin

Am 24.03.2015 bekamen Carmen & Roman die

Nachricht, dass eine schwerverletzte, junge

Hündin in der Tötung ist. Kurzerhand wurde

entschieden, dass sie zu uns geholt wird.

Das Bild war erschreckend, Angelina wie sie

später getauft wurde, lag in ihrer Box am Boden

und regte sich nicht. Man sah bereits auf

den ersten Blick, dass sie schwer verletzt war.

Wie üblich ging der Weg direkt in die Klinik

zu unserem Tierarzt. Dort erfuhren wir, wie

schlimm es um die süsse Angelina steht. Ihr

Kiefer war schlimm gebrochen und das eine

Vorderbein bzw. der Ellenbogen war völlig

zertrümmert.

Der Kiefer wurde sofort notoperiert und ihr

wurde eine Sonde eingeführt, um den abgemagerten

Engel flüssig zu ernähren. Bei dieser

Operation stellten wir auch fest, dass sie einen

spitzen Knochen im Rachen hatte.

Auf Grund der schweren und extrem komplizierten

Brüche wurde entschieden, dass ein

Spezialist aus Málaga hinzugezogen wurde.

Dieser schaute sich die Röntgenbilder an und

bot an die notwendige Operation am Ellenbogen

vorzunehmen. Was für ein Glück, der Spezialist

ist einer der Besten Ärzte in Spanien und

Professor an der Med. Fakultät, eine Koryphäe.

Leider bedeutete die Operation durch ihn aber

auch ein riesen Kostenpunkt, denn Carmen

musste mit Angelina nach Málaga reisen und

dort ein bis zwei Tage verbringen. Dann natürlich

noch die Kosten für die Operation, wir

waren uns nicht sicher ob wir die hohen Kosten

decken könnten.

Am 25.03.2015 gingen Carmen & Roman gleich

am frühen Morgen zum Tierarzt, um nach Angelina

zu sehen. Es ging ihr den Umständen

entsprechend gut, nur der doofe Verband um

die Schnauze störte sie extrem. Dieser war allerdings

notwendig um den Kiefer zu stabilisieren

und die Sonde zu befestigen. Noch als

die Beiden beim Tierarzt waren rief der Spezialist

an und teilte mit, dass er die Süsse bereits

morgen operieren könne, was super war, denn

der Bruch musste so schnell wie möglich gerichtet

werden. Dank den zahlreichen Spenden

konnten wir dieses Angebot auch annehmen.

Vielen herzlichen Dank an die tollen Spender!

So hiess es also nach Hause und die Tasche

packen, denn am nächsten Morgen um 7 Uhr

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ging die Reise nach Málaga los. Unser super

Tierarzt begleitete Carmen & Angelina und

war während der gesamten Operation dabei.

In Málaga stellten die Ärzte noch fest, dass

auch das eine Hinterbein gebrochen war, dort

begann der Körper aber schon wieder den

Knochen zu binden und somit war glücklicherweise

nicht auch noch eine Operation notwendig.

Die Fixateure, welche zwei Tage zuvor im

Kiefer eingesetzt wurden, mussten leider wieder

entfernt werden, da diese durch die Infektion

von ihrem Körper abgestossen wurden. So

musste der Kiefer wieder mit einem Verband

fixiert werden. Die Operation lief gut und nun

hiess es Daumen drücken und hoffen, dass der

Körper die Nadeln im Ellenbogen nicht abstösst.

Am 28.03.2015 holten Carmen & Roman Angelina

übers Wochenende ins Refugio, die kleine

Schreimaus wollte einfach nur Aufmerksamkeit

und bei den Menschen sein. Der Tierarzt

gab ihnen Morphium mit, falls die Schmerzen

schlimmer werden sollten. Leider hatte sich

am 01.04.2015 Angelinas Zustand wieder verschlechtert.

Sie wollte nichts mehr fressen,

würgte und hatte Durchfall. Als erstes hatten

alle den Verdacht sie würde die neuen Medis

nicht vertragen und mit Rücksprache des Tierarztes

wurden wieder die alten verabreicht.

Doch am nächsten Morgen ging es Angelina

noch schlechter. Carmen erfuhr, dass in der Tötung

einige Tiere Parvo hatten. So machten sie

sofort einen Test und danach war alles klar, sie

hatte den Parvo- und Coronavirus. Unser Tierarzt

kam sofort ins Refugio und legte ihr eine

Infusion. Auf Grund dessen das Ostern vor der

Tür stand blieb sie im Refugiospital, denn so

war sie unter ständiger Kontrolle und im Notfall

konnten wir sofort reagieren.

Bereits am 03.04.2015 war Angelina auf dem

Weg der Besserung, denn die Süsse hatte das

Gefühl ihr sei langweilig und so begann sie in

der Nacht an der Infusion rum zu rupfen. Wir

schätzen das sehr, denn so zeigte sie uns, dass

sie leben will – unsere kleine Kämpferin. Bereits

zwei Tage später ging es ihr so gut, dass

sie in ihrer Box „randalierte“. Sie bellte und

wedelte wie wild, um geschmust zu werden.

Die kleine Angelina ist eine absolute Herzensbrecherin,

sie schaut einen an, wedelt mit der

Rute und möchte einfach nur geknuddelt und

gestreichelt werden. Nur eines ist noch wichtiger:

Fressen. Das ist aber auch gut so, denn das

macht gross und stark! Sie ist total aufgestellt

und freut sich so ungemein am Leben, man

kann es kaum in Worte fassen.

Am 11.05.2015 verschlechterte sich der Zustand

von „Angi“ wieder. Die Kleine hatte grosse

Schmerzen im Ellenbogen, jaulte bei der

kleinsten Berührung. Auch die Wassertherapie

erfüllte ihren Zweck nicht. Da sie panische

Angst vor Wasser hatte, war es nicht möglich

die nötigen Übungen mit ihr zu machen.

Obwohl die Operation ein voller Erfolg war,

machte Angelina keine Anstalten ihr Beinchen

zu benutzen. Mit der Empfehlung der Spezialisten

und unseres Tierarztes entschieden wir uns

schweren Herzens ihr das Bein zu amputieren,

um ihr wieder Lebensqualität zu bieten. Es war

für uns ein unglaublich schwerer Entscheid, da

wir doch alle immer die Hoffnung hatten, dass

es wieder gut kommen würde. Doch leider sah

die Realität anders aus. Angelina litt an schlimmen

Schmerzen und so war dies der letzte

Schritt, welcher wir noch für sie tun konnten.

Bereits acht Tage später strahlte Angelina wieder

vor Freude und ihre Augen leuchteten wieder.

Ihr das Bein zu amputieren war die beste

Entscheidung welche wir treffen konnten. Angelina

zeigte uns wieder ihre Lebensfreude!

Sie genoss jede Minute mit Carmen & Roman

und hüpfte vor Freude durchs Refugio. Wie

könnte man schöner belohnt werden?!

Dann endlich DER grosse Tag für Angi, den

Tag welchen alle Engel im Refugio sehnlichst

erwarten, es geht auf die grosse Reise ins eigene

Zuhause. Angi hatte den Jackpot gezogen

und lebt nun mit ihrer liebevollen Familie, welche

alles für die Süsse macht! Ganz herzlichen

Dank an die Adoptanten. Autor: Ste

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Bericht von einer Freiwilligen

Der Tötungsstation entkommen

An einem Tag im Refugio der Tierschutzorganisation

Parenas Pfotenhilfe CH, welche von Carmen

Krauer-Vidal gegründet wurde, begleiten

jeden Tierfreund unglaubliche Wut, Trauer,

Fassungslosigkeit und Ohnmacht. Aber es sind

auch Glück, Erleichterung, Überwältigung und

Liebe die man immer wieder zu spüren bekommt.

Eine emotionale Achterbahnfahrt, mit

welcher die Leitenden, Helfer und Freiwilligen

täglich zu kämpfen haben.

Zusammen mit ihrem Mann, Roman Krauer,

leitet Carmen das Tierheim in Carmona, welches

sich im spanischen Sevilla befindet. Schon

lange sind die beiden im Tierschutz aktiv. Irgendwann

wurde ihnen bewusst, dass es nicht

ausreicht, sich von der Schweiz aus zu engagieren.

Ihr Fokus liegt auf der Ursachenbekämpfung

der miserablen Situation der Tiere in Spanien.

So packten die beiden Anfang 2014 ihr

gesamtes Hab und Gut und wanderten nach

Carmona, Spanien aus, um vor Ort ein eigenes

Tierheim, Asociación Parenas ES, zu eröffnen.

Dort arbeiten sie Tag für Tag mit vollem Einsatz

für all die in Not geratenen Tiere. Unzählige

Hunde, Katzen, Esel und sogar Frettchen

bekamen so die Möglichkeit auf ein schönes,

eigenes Zuhause in einer liebevollen Familie.

Auch Aufklärungsarbeiten an lokalen Schulen

gehören zum Programm, um das Leid der Tiere

den Menschen in Spanien näher zu bringen

und die Einwohner anzuregen über den Umgang

mit den Tieren nachzudenken.

Man spürt sofort die grenzenlose Liebe, welche

die Gründer und Helfer des Tierheimes für

die Vierbeiner empfinden. Alle Schützlinge des

Refugio‘s stehen immer an erster Stelle, alles

andere kann und muss warten. Selbst Hunger

und Durst gehen vergessen weil man nur helfen

möchte. Nicht nur die bereits geretteten

Bewohner des Geländes gilt es liebevoll zu

pflegen, denn immer wieder werden weitere

Tiere von der Strasse und der Tötungsstation

in Sevilla geholt.

Aufgrund der grossen Anzahl Tiere, welche

sich in der Tötungsstation befinden, kann die

Frist von 10 Tagen, welche jedes Tier bekommt,

nicht eingehalten werden und viele „müssen“

schon früher sterben. Leider ist die Meinung

20


immer noch sehr weit verbreitet, dass Tötung

der einfachste Weg sei um die Population der

streunenden Tiere zu reduzieren. Vielen Menschen

ist allerdings nicht bewusst, dass eine

Kastration kostengünstiger und auch viel effektiver

wäre.

Die Gemeinden veranlassen, dass Futter und

Wasser, welches von Bewohnern der ganzen

Stadt, den Tieren zur Verfügung gestellt wird,

im ganzen Ort zu entsorgen. Die Tierfreunde

in Spanien arbeiten daran die Gemeinden davon

zu überzeugen, die Tiere einzufangen und

zu kastrieren. Doch diese investieren ihre Zeit

und Geld um Wahlen zu führen und den Touristen

ein heiles, sauberes Carmona zu bieten:

Ohne Katzen - ohne Hunde. Sind es nicht die

Menschen und deren Einstellung, welche solche

Städte und Dörfer zu einem traurigen Ort

machen?

Immer wieder kämpft man mit den Tränen der

Wut, Fassungslosigkeit und Trauer. Aber es

sind auch Tränen der Freude, wenn wieder ein

Tier mehr gerettet werden konnte oder wenn

man miterleben darf wie Welpen, welche von

der Tötungsstation gerettet wurden, das erste

Mal aus der Quarantäne raus, an das Tageslicht

können und das erste Mal pure Lebensfreude

spüren!

Es sind nicht nur streunende Tiere, welche

auf die Hilfe der Tierretter in Spanien angewiesen

sind, sondern auch die Gequälten und

Zurückgelassenen. Wie der liebenswerte Stevie,

welcher von Menschen vergiftet wurde,

was schlussendlich dazu führte, dass der Rüde

erblindete und die Augen in einer Operation

entfernt werden mussten. Er ist trotzdem ein

sehr aufgewecktes und neugieriges Kerlchen

und wartet noch auf sein neues zu Hause. Ein

anderer Fall ist die Hündin Angelina, ebenfalls

vor ihrem grausamen Schicksal auf der Tötungsstation

gerettet. Sie ist schwer verletzt

im Refugio angekommen. Heute ist Angelina

ein sehr verspieltes und verschmustes Hundemädchen

und ist auf ihren 3 Beinen flink unterwegs.

Mittlerweile wurde Angelina von einer

Familie im Kanton Bern adoptiert. Es sind

Geschichten wie diese, die zeigen wie dankbar

die Tiere sind für Carmen’s und Roman’s täglichen

Einsatz. Jeder Tag bringt Niederschläge,

wenn ein Tier um sein Leben kämpft und

es schlussendlich nicht schafft und manchmal

kommt das Ableben eines Tieres völlig unerwartet.

” Einen Hund zu retten

verändert nicht die ganze Welt

aber die ganze Welt verändert

sich für diesen einen Hund. „

So wie das der Katzendame Elli, welche körperlich

völlig gesund war, doch aufgrund eines

gebrochenen Herzens und vieler seelischer

Wunden keinen Lebenswillen mehr hatte und

über Nacht verstarb. Elli hatte ein glückliches

Leben in einer Menschenfamilie, bis diese

die Katze aus unerklärlichen Gründen in die

Tötungsstation gebracht hatten. Man sollte

denken es seien genau die Hunde, welche aggressive

Tendenzen an den Tag legen, die noch

nie oder schlechten Kontakt zu den Menschen

hatten. Aber kein Einziger der über 105 geretteten

Hunde ist auch nur annähernd aggressiv

– eher lassen sie die Menschen im Refugio ihre

unendlich tiefe Dankbarkeit spüren. Man will

gestreichelt, geknuddelt und einfach nur geliebt

werden. Genau das ist das Ziel: Ein neues,

liebevolles und zuverlässiges zu Hause für die

Vierbeiner zu finden.

Carmen, Roman und auch die spanischen Helfer

vor Ort gehen jede Minute und Sekunde

mit vollem Einsatz und Herzblut ihrer Bestimmung

nach. Sie sind die wahren Helden in dieser

Welt, denn sie stehen jeden Morgen auf

um gegen die Grausamkeit in dieser Welt zu

kämpfen.

www.parenaspfotenhilfe.com

21


Wir möchten sie dabei unterstützen. Sie auch?

Es gibt leider immer mehr Tiere, welche einen

Platz im Refugio benötigen. Platz ist nicht

mehr genügend vorhanden, daher ist Parenas

Pfotenhilfe CH auf jede finanzielle Unterstützung

angewiesen.

Wir wissen das viele Menschen daran zweifeln

das Geldspenden überhaupt ankommen,

auch wir hatten diese Einstellung. Doch kann

man dies nicht von jeder Organisation denken.

Parenas Pfotenhilfe CH ist eine davon wo

man sich sicher sein kann das, dass Geld auf

jeden Fall für die Tiere eingesetzt wird. Auch

ist uns bewusst, dass dies was wir machen nur

ein Tropfen auf einem heissen Stein ist und es

auf dieser Welt noch viel mehr Grausamkeiten

gibt. Aber wenn jeder so denken würde hätte

dies kein gutes Ende.

Einen Hund zu retten verändert nicht die ganze

Welt aber die ganze Welt verändert sich für

diesen einen Hund.

Autor: Jasmin & Deniz

22


Weshalb Schutzgebühr und

wofür?

Immer wieder taucht die Frage auf weshalb

eine Schutzgebühr verlangt wird und wofür

genau die da sei. Oft entstehen auch Diskussionen.

Besonders bei alten, sehr kranken oder

gar behinderten Tieren, man könne ja froh

sein, dass diese Tiere überhaupt jemand möchte.

Nicht selten hört man Vorwürfe wie: Man würde

mit den Tieren noch gross Geld verdienen,

dies jedoch ist absolut nicht der Fall. Die Kosten

für die Tiere aus dem Tierschutz sind wohl

in den seltensten Fällen mit der Schutzgebühr

gedeckt.

Kostenlos ist nichts auf dieser Welt – wieso also

gerade ein Tier „verschenken“?

Hier einige Punkte weshalb die Schutzgebühr

so wichtig ist:

· Tiere, welche aus dem Tierschutz kommen,

müssen medizinisch versorgt werden. Teilweise

stehen teure Untersuchungen oder

gar Operationen an, auch der Tierarzt kann

nicht umsonst arbeiten (vielleicht erhält man

mit viel Glück eine Vergünstigung).

· Jedes Tier muss gechipt, geimpft, gegen

Parasiten (innere wie auch äussere) behandelt

und evtl. auch noch kastriert werden.

· Nach der Erstversorgung entstehen die

normalen Unterbringungskosten an. Täglich

benötigt das Tier Futter, Wasser und Pflege.

Sie sind mehrere Monate teilweise auch

Jahre bei den Vereinen, wodurch hohe

Kosten entstehen können.

· Es werden Wasser-/Futternäpfe, Bettchen,

Halsbänder, Leinen, Spielzeug usw. benötigt.

· Der Transport in das neue und evtl. langersehnte

Zuhause ist auch nicht kostenlos, egal

ob mit dem Auto oder dem Flugzeug.

· Tierschützer fahren oft hunderte von Kilometern

um verletzte Tiere zu retten oder

sie zu einem Spezialisten (Chirurgen o.ä.) zu

bringen.

· Sie bringen streunenden Tieren Futter, somit

entstehen auch hier wieder Kosten für Treibstoff.

Tierschützer sind oft die Einzigen, welche keine

Mühen und Kosten scheuen, um den Tieren

das Leben zu retten.

Somit könnt ihr selbst rechnen und euch somit

vorstellen, dass kein Gewinn mehr erzielt werden

kann.

Ein weiterer ganz wichtiger Teil welcher die

Schutzgebühr betrifft ist:

Der Schutz des geretteten Tieres!

Wikipedia definiert diesen Begriff unter anderem

so:

„...Die Schutzgebühr ist nicht kostendeckend.

Sie ist eine Alternative zur kostenlosen Abgabe

und gibt dem ansonsten zu verschenkenden

Kaufgegenstand eine gewisse Wertigkeit.

Mit der Erhebung einer Schutzgebühr kann

man sicherstellen, dass nur Personen, die ein

tieferes Interesse an einer Sache haben, diese

anfordern...“

Leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass etwas

wofür man bezahlt oft mehr Wert ist, als

dass was man geschenkt bekommt. Man macht

sich vorher ausführlicher Gedanken darüber,

traurig aber leider wahr.

Auch nach der Adoption ist ein Tier mit Kosten

verbunden wie z.B. Versicherungen, Steuern,

Impfungen, Futter, Ausstattung, Operationen

usw. Somit sollte es auch möglich sein einen

kleinen Beitrag wie die Schutzgebühr zu zahlen.

Die Seele eines Lebewesens ist unbezahlbar!

Somit sollten die Menschen, welche die Tiere

versuchen zu retten, sich doch nicht auch noch

Vorwürfe anhören müssen, denn das die Welt

nicht kostenlos ist weiss ja jeder von uns.

Autor: Ste

Im Normalfall können die Kosten für ein gerettetes

Tier überhaupt nicht durch die Schutzgebühr

gedeckt werden, dies ist in der Regel

nur ein kleiner Beitrag, alle anderen Kosten

müssen durch Patenschaften oder zusätzliche

Spenden gedeckt werden.

www.parenaspfotenhilfe.com

23


Hunde-Kekse ganz einfach

selber gemacht

Nicht nur für die lieben Zweibeiner Kekse backen

sondern auch gleich für unsere geliebten

Vierbeiner. Mit ein klein wenig Aufwand

könnt ihr ganz leckere und tolle Hunde-Kekse

backen, um euren Lieblingen eine ganz besondere

Freude zu machen und der Vorteil

ist, dass ihr auch gleich wisst was genau darin

enthalten ist. So könnt ihr selber eine gesunde

und leckere Belohnung backen!

Bäckerin: Zuzana

Bananen-Taler

Zutaten

2 ¼ Tasse Dinkel- oder Vollkornflocken

½ Tasse Sojamilch

2 EL Maisstärke

1 Banane (mittelgross)

1 TL Agavendicksaft oder

Ahornsirup

Zubereitung

Flocken in Sojamilch einweichen

lassen, dann gut pürieren. Maisstärke

mit wenig Wasser (1–2 EL)

mixen, mit den Flocken mischen.

Restliche Zutaten beigeben, alles

nochmal gut pürieren. Mit einem

Löffel Häufchen auf dem Backblech

verteilen und kleine, etwas

flachere Taler formen. Bei 160° C

Umluft ca. 25–30 Minuten backen.

24


Käse-Kekse

Zutaten

500 g Vollkornmehl

85 ml Pflanzenöl

160 g Käse gerieben

1 Ei

250 ml Milch

Zubereitung

Milch und Ei gut vermischen. Eine

Mulde in den Mehlhaufen drücken,

dann das Ei-Milch-Gemisch

reingiessen und unterrühren.

Den geriebenen Käse einarbeiten.

Nach und nach das Öl einkneten

bis eine homogene, weiche,

doch nicht mehr klebrige

Masse entsteht. Für 1 Stunde in

den Kühlschrank stellen. Danach

den Teig auf einer bemehlten

Unterlage ca. 1 cm dick ausrollen

und die Kekse ausstechen.

Bei 180° C Umluft ca. 25 Minuten

backen.

Erdnussbutter-Kekse

Zutaten

1 ¼ Tasse Mehl

½ Tasse Milch

1 Ei

2 EL Erdnussbutter

Etwas Wasser

Prise Salz

Zubereitung

Milch, Salz und Ei gut vermischen.

Mehl unterkneten, nach Bedarf

Wasser beigeben um einen weichen,

nicht klebrigen Teig zu erhalten.

Für ein paar Minuten in

den Kühlschrank stellen. Danach

den Teig ca. 1 cm dick ausrollen

und Kekse ausstechen. Bei 180° C

Umluft ca. 15 Minuten backen.

Apfel-Leckerli

Zutaten

150 g Vollkornmehl

150 g Dinkel- oder Haferflocken

50 g Leinsamen

½ Tasse

Apfelmuss

(evtl. etwas mehr)

1 Ei

1 EL Honig

2 EL Pflanzenöl

50 m Wasser

Zubereitung

Flocken im Wasser einweichen

lassen, dann pürieren. Restliche

Zutaten dazu mischen. Die Konsistenz

sollte fest genug zum

Ausrollen sein. Kekse ausstechen

und ca. 30 Minuten bei 180° C

Umluft backen.

Tipp: Ich benutze oft anstatt Ei

Maisstärke (1 Ei = 1 EL Maisstärke)

wodurch der Teig irgendwie

geschmeidiger wirkt.

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Marian – gekämpft wie eine

Löwin...

Im September startete Carmen ihr Praktikum

bei unserem Tierarzt. Wie ein Geschenk des

Himmels, kam Marian zu Joaquim in die Klinik.

Eine 2–3 jährige Hündin, die an Staupe erkrankt

war.

Staupe, diese schreckliche und meist tödlich

verlaufende Viruserkrankung, die das zentrale

Nervensystem angreifen kann. Die Staupe

hatte Marian zwar überstanden, doch leider

war sie nun vom Hals abwärts gelähmt, hatte

aber noch Gefühl in ihren Gliedern. Die kleine

Marian kam wie ein Engel in Carmens Leben,

sie gab ihr bereits in den ersten paar Minuten

so viel Trost über die jüngsten Verluste und soviel

Kraft weiterzukämpfen. Nun könnte sich

Carmens langjähriger Wunsch, einem Staupe-Hund

die gleiche Chance auf Leben zu bieten,

welche auch ihre Dakota bekommen hatte,

erfüllen.

Marian wurde von einer gut befreundeten

englischen Tierschützerin gerettet und war

bereits einige Zeit in einem Universitätsspital

für Tierärzte in Cordoba, wo sie bestmöglichst

therapiert wurde. Leider blieb der Erfolg aus

und man brachte sie per Tierambulanz nach

Carmona zu Joaquim. Er und sein Kollege waren

bereit eine neue Technologie auszuprobieren.

Carmen, die alles 1:1 miterleben durfte,

dokumentierte für Gloria alles mit Fotos und

Videos. Gloria, die genau wusste wie gut es

Dakota geht, bat Carmen darum, Marian zu

sich nach Hause zu nehmen. Ihr war bewusst,

dass es für Carmen eine Herzensangelegenheit

war und sie ihre ganze Kraft und Liebe Marian

widmen würde. Carmen überlegte nicht lange

und sagte glücklich zu.

Endlich konnte Carmen sich indirekt dafür bedanken,

dass man dazumal auch um Dakota

gekämpft hat. Beiden, Carmen und Roman,

war bewusst, dass es ein 24 Stunden Job sein

würde, für Marian zu sorgen. Rund um die

Uhr musste Marian betreut werden, denn sie

brauchte jeden Tag mehrere Medikamente die

Windeln mussten alle zwei Stunden gewechselt

werden, sie bekam Spezialfutter, weil nur

liegen konnte.

26


Am 25. September war endlich der Moment

gekommen. Marian verabschiedete sich von

der Klink und durfte ihrem neuen Zuhause,

dem Refugio, „Hallo“ sagen. In der Klinik war

Marian anfangs etwas unsicher, doch als sie

” Wir schenken unseren Tieren

Liebe und Zeit.

Dafür schenken sie uns restlos

alles, was sie zu bieten haben. „

sich an Carmens Brust schmiegen konnte, fing

das Strahlen an. Im Auto schenkte sie Carmen

ein liebevolles Lachen, fast so als wollte sie sich

bedanken. Die Augen glänzten und sie waren

bereit, gemeinsam gegen diese schreckliche

Krankheit anzukämpfen. Zuhause im Refugio

angekommen, war die Begrüssung der Hausgruppe

sehr sehr liebevoll und zärtlich. Alle

gingen hin um Marian zu beschnuppern, um

eine kleines Willkommensküsschen zu geben

und sie Zuhause willkommen zu heissen.

Marian hatte ein eigenes Bettchen bekommen,

so dass sie etwas höher liegen konnte. Tagsüber

durfte sie im Kinderwagen von Suerte

nach draussen, damit auch die Sonne ihren heilenden

Zweck erfüllen konnte.Die ersten Tage

hielt die Hübsche alle ganz schön auf Trab. Sie

frass und trank und fühlte sich sichtlich wohl.

Wenn man in ihr Gesicht blickte, strahlten einem

wunderschöne, mit Freude erfüllte Augen

entgegen. Augen die sagten, ich will LEBEN

und meine Krankheit besiegen!

Während den täglichen Massagen kam leichter

Gegendruck von ihr, was wahnsinnig toll war!

Am 29. September die Schocknachricht, Marian

musste Not operiert werden. Obwohl

alle Bluttests nichts anzeigten, hatte sich im

Bauchraum von Marian massiv Flüssigkeit gesammelt.

Wahrscheinlich stammte die Infektion

noch von der Geburt der Welpen. Diese

starben kurz nach der Geburt und hatten

Marian mit Staupe angesteckt. Mit 41,6° Fieber

war Marian schon so geschwächt, dass sie

während der OP nicht narkotisiert werden

konnte. Sie wäre nicht mehr aufgewacht. Der

Bauchraum wurde lokal betäubt und die OP

bei vollem Bewusstsein durchgeführt. Carmen

blieb die ganze Zeit an Marian’s Seite und gab

ihr Kraft. Unsere Tierärzte blieben über Nacht

abwechselnd bei Marian, da der Engel an Maschinen

angeschlossen blieb.

Wir alle beteten für ein Wunder, dass Marian

die Nacht übersteht! (Nesecito un milagro)

Früh morgens fuhr Camen gleich in die Klinik

zu unserem Engel und Marians Augen leuchteten

als sie Carmen erblickte. Sie hatte die

Nacht überstanden. Eine Kämpferin, durch

und durch. Sie befand sich immer noch in einem

sehr kritischen Zustand und hatte Nachts

auch mehrmals erbrochen. Die Flüssigkeit des

Bauchraums wurde aber stetig heller, was ein

gutes Zeichen war.

Fest entschlossen zu Leben war unsere Kämpferin,

doch leider reicht dies nicht immer aus.

Noch am selben Tag verstarb unser Engel Marian.

Die Hündin mit dem schönsten und bezau-

www.parenaspfotenhilfe.com

27


erndsten Lächeln! Wir konnten dich nur eine

kurze Zeit auf deinem Lebensweg begleiten,

doch diese kurze Zeit hat genügt um dich in

all unsere Herzen zu schliessen. Du hast uns so

viel gegeben, mit deinen strahlenden Augen,

deinem breiten, wunderschönen Lächeln, deinem

bezaubernden Wesen und deinem starken

Willen.

Autor: Rosi

Staupe – die Krankheit

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit

Jahrhunderten bei Haushunden bekannt ist.

Staupe wurde bereits beobachtet bei folgenden

Familien: Hunde, Katzen, Hyänen, Marder,

Kleinbären, Bären und Schleichkatzen. Auch

bei Stinktieren und Robben kann sie auftreten.

Sie wird nach dem Entdecker ihres Erregers

Henri Carré auch als Carrésche Krankheit

auf Englisch als (canine) distemper bezeichnet.

Kennzeichnend für die Erkrankung sind hohes

Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem

Organsystem können Durchfall und Erbrechen

oder Atemwegssymptome auftreten.

Im weiteren Verlauf kann es zu einer Schädigung

des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen

kommen.

Von der Erkrankung sind vor allem junge Hunde

im Alterszeitraum von acht Wochen bis

sechs Monaten betroffen. Die Inkubationszeit

beträgt in der Regel zwischen drei und sieben

Tagen. Nachdem das Virus über die Maul- oder

Nasenschleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt

es sich zunächst in den Mandeln oder

den Bronchiallymphknoten. Vier Tage nach

der Infektion kommt es zur Virämie, in deren

Folge vor allem Gewebe des Abwehrsystems

wie Milz, Thymus, Knochenmark, Lymphknoten

oder Kupffer-Sternzellen besiedelt werden.

Kann der Körper innerhalb der ersten

neun Tage ausreichend Antikörper bilden,

bilden sich im Allgemeinen keine Krankheitssymptome

aus. Unterbleibt die Bildung von

Antikörpern, befällt der Erreger neben dem

Verdauungs- und dem Nervensystem auch den

Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt. Da

ab diesem Zeitpunkt alle Sekrete und Exkrete

des Hundes Virusmaterial enthalten, kann sich

die Krankheit in der Population weiterverbreiten.

Der Erreger

Die Krankheit wird durch das Canine Staupevirus

(CDV, Canine Distemper Virus) ausgelöst.

Der Erreger ist ein Morbillivirus aus der Unterfamilie

der Paramyxovirinae. Es ist eng verwandt

mit dem Masernvirus des Menschen, dem bovinen

Rinderpestvirus und dem Seehund-Staupevirus,

welches für das massenhafte Seehundesterben

1988 in der Nordsee verantwortlich

war. Ausserhalb des lebenden Organismus

bleibt der Erreger nur wenige Tage infektiös.

Während er gegenüber Trocknung und Kälte

recht resistent ist, wird er von allen gängigen

Desinfektionsmitteln sehr schnell inaktiviert.

28


Krankheitsverlauf

Abhängig von den befallenen Organen werden

unterschiedliche Verlaufsformen beobachtet,

die jedoch auch kombiniert auftreten

können. Allen gemeinsam ist das Auftreten

hohen Fiebers, welches bis auf 41° C ansteigen

kann sowie Appetitlosigkeit und Apathie.

Magen-Darm-Trakt: Erkrankungen dieses Organsystems

sind die häufigsten und ersten

Anzeichen einer Staupeinfektion; sie äussern

sich in akuten Durchfällen und heftigem Erbrechen.

Atmungsapparat: Staupe äussert sich in diesem

Organsystem mit Niesen, Husten, Atemnot,

Nasenausfluss, „Backenblasen“, Giemen

und verschärften Atemgeräuschen. Hinzu können

noch Bindehautentzündungen kommen.

Bleibt es bei diesen beiden Formen, nimmt die

Krankheit einen vergleichsweise milden Verlauf

und hat nach zwei bis vier Wochen häufig

eine Erholung zur Folge. Wird jedoch das Nervensystem

betroffen, ist die Prognose wesentlich

ungünstiger und endet häufig mit dem

Tod des Tiers.

Nervensystem: die Krankheit ist gekennzeichnet

durch Veränderungen im Bereich der Augen

(Sehnervschädigungen, Veränderungen

der Netzhaut), des Rückenmarks (führt zu Paresen

und Ataxie); daneben kommt es zu Anzeichen

einer Gehirnerkrankung: Kopfschiefhaltung,

Ausfall von Hirnnerven, Nystagmus,

Hypermetrie, epileptiforme Anfälle, Depression,

Blindheit und rhythmisches Muskelzittern

(„Staupetick“).

Mit schweren Verlaufsformen verbunden sind

Hyperkeratosen im Bereich der Ballen und des

Nasenspiegels, die sogenannte „Hard pad disease“.

Sie ist als prognostisch ungünstiges Zeichen

zu werten. Da die Viren auch die für die

Zahnbildung zuständigen Zellen (Adamantoblasten)

befallen, tritt nach einer im Welpenalter

überstandenen Infektion nicht selten ein

Staupegebiss auf, welches durch ausgedehnte

Defekte des Zahnschmelzes der Hunde gekennzeichnet

ist.

Als Spätfolge einer Staupeinfektion kann es

bei älteren Hunden selten zu einer chronisch

fortschreitenden Entzündung des Gehirns (Enzephalitis)

kommen; man spricht dabei von Old

Dog Encephalitis (ODE). In solchen Hunden

kann das Staupevirus aus nicht näher erforschten

Gründen dauerhaft im Hirn persistieren

und verursacht sich progressiv verschlimmernde

neurologische Symptome. Viren werden dabei

keine ausgeschieden, so dass solche Hunde

für Artgenossen nicht ansteckend sind.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Google

Quelle: Google

www.parenaspfotenhilfe.com

29


Flinn – von der Strasse zur

„Super-Nase“

Flinn (ehem. Arco) und seine Geschwister wurden

im Februar 2014 auf den Strassen von Sevilla

geboren. Kein guter Start ins Leben. Wir

erhielten damals einen Hilferuf von Tierschützern

und gaben der Familie die Chance auf ein

besseres Leben.

Der wunderschöne Galgo-Mischling zeigte sich

als aufgeweckt, neugierig, verspielt und grosser

Schmuser.

Nach über einem Jahr im Refugio fand auch

Flinn endlich das grosse Glück und er durfte

im Februar 2015 in sein langersehntes, eigenes

Zuhause in der Schweiz ziehen.

Flinn ist nicht nur ein bildhübscher Rüde, sondern

auch richtig talentiert. Ich durfte mich

mit der Adoptantin unterhalten, welche ihm

den Himmel auf Erden bietet.

Interview mit Sandra C., Adoptantin:

Wie kamst du auf Parenas Pfotenhilfe CH?

Ich habe Parenas Pfotenhilfe CH kennengelernt,

als Carmen und Roman noch in der

Schweiz waren und für eine Refugio in Sevilla

Sachspenden sammelten.Danach habe ich

die ganze Entwicklung des Refugios in Carmona

via Facebook verfolgt. Für mich war auch

selbstverständlich als Patin einen Bewohner im

Refugio zu unterstützen.

Weshalb hast du dich dafür entschieden einem

Hund aus dem Tierschutz eine Chance zu

geben?

Wir hatten immer Hunde aus dem Tierschutz.

Für uns war immer klar, dass ein Hund aus dem

Tierschutz bei uns einzieht und somit eine

zweite Chance bekommt.

Aus welchem Grund wurde es gerade Flinn?

Flinn/Arco war mein Patenhund. Eigentlich ist

Martina von Parenas Pfotenhilfe CH „schuld“.

All meine vorherigen Patenhunde wurden immer

innert kürzester Zeit adoptiert und als

es wieder mal soweit war einen weiteren Patenhund

zu übernehmen, hab ich Martina geschrieben,

sie soll mir doch sagen, welche Fellnase

schon lange auf eine Patenschaft wartet

und so wurde Flinn vor über einem Jahr mein

Patenhund! Dann letzten Dezember haben wir

30


uns entschieden Flinn zu adoptieren, da wir

nach einem Jahr mit nur einem Hund wieder

bereit waren eine zweite Fellnase zu uns zu

holen. Schnell hab ich Carmen angeschrieben

und gefragt ob er noch ein Zuhause sucht, als

sie dies bejahte, war der Adoptionsantrag bereits

ausgefüllt! Wir waren überglücklich und

innert zwei Wochen wussten wir, dass Flinn bei

uns einziehen würde! Im Februar 2015 war es

dann soweit.

Wie kam es dazu, dass du dich entschieden

hast mit ihm zu trailen?

Ich traile mit unserer Hündin Ilka seit über

drei Jahren, da wir uns aus gesundheitlichen

Gründen vom Agility verabschieden mussten.

Für mich war klar, dass auch Flinn wird trailen

„müssen“.

Was macht Mantrail für dich/euch so interessant?

Trailen ist eine Arbeit, die sehr auf das gegenseitige

Vertrauen basiert, der Hund sehr viel

selbständig arbeiten und ich meinem Hund,

respektive seiner Nase, vertrauen muss. Es ist

faszinierend zu sehen, wie die Hunde arbeiten

und was ihr Geruchssinn leistet. Trailen

ist körperlich nicht wirklich anstrengend, aber

der Kopf und die Sinne werden gefordert und

gefördert. Und ich behaupte, dass die Hunde

an ihrer Aufgabe wachsen und so an Sicherheit

gewinnen und auch sehr viel offener werden,

ihrer Umwelt gegenüber.

Hat sich das Verhältnis bzw. die Bindung, zwischen

euch, durch das gemeinsame Arbeiten

verändert? Wenn ja, wie?

Das Trailen festigt die gegenseitige Bindung

und es entsteht eine starke Verbindung zwischen

Hund und Mensch. Flinn hat nach unseren

ersten Trail-Erfahrungen begonnen, sich

deutlich stärker an mir zu orientieren und sich

von der Umgebung viel weniger ablenken

zu lassen. Dies zeigt sich auch im Alltag, war

doch Flinn am Anfang noch sehr unsicher was

Geräusche, Fussgänger, Autos und andere lärmende

Fahrzeuge betrifft. Heute zeigt er sich

meistens völlig cool und bei Unsicherheit sichert

er sich bei uns ab.

Flinn ist ja noch recht jung und zum Teil sehr

ungestüm, aber beim Trailen kann er sehr konzentriert

und fokussiert arbeiten. Er freut sich

immer ungemein, wenn er die Versteckperson

findet und endlich seine Belohnung, ein quietschendes

Huhn, haben darf.

Macht ihr noch anderen Hunde-Sport?

Zur Zeit nicht, aber nächsten Frühling möchten

wir mit ihm mit Nadac beginnen. Auch dies

eine Arbeit, die viel Bindung und Vertrauen

braucht und sicher viel Spass macht!Und ich

werde nächsten Jahr sicher seine Nase auch

zum Trüffeln einsetzen.

Würdest du wieder ein Tier aus dem Tierschutz

adoptieren?

Wir werden sicher wieder einen Hund aus dem

Tierschutz adoptieren! Auch wenn es nicht immer

einfach ist ein Tier mit Vergangenheit zu

übernehmen, aber es lohnt sich!

Maintrailing

Mantrailing (engl. man „Mensch“ und trail

„verfolgen“) ist die Personensuche unter Einsatz

von Gebrauchshunden, die Mantrailer

oder Personenspürhunde genannt werden.

Dabei wird der hervorragende Geruchssinn

der Hunde ausgenutzt.

Mantrailer können nicht nur auf Spuren von

Fussgängern eingesetzt werden, selbst die

relative Abgeschlossenheit eines fahrenden

Autos verhindert nicht, dass die Personen verfolgbare

Spuren hinterlassen. Mantrailer können,

im Unterschied zu Fährtenhunden, auch

in Gebäuden und auf bebauten Flächen eingesetzt

werden.

Quelle: Wikipedia

www.parenaspfotenhilfe.com

31


Leider war Momo der

einzige Überlebende

von der ganz speziellen

Familie.



Momo – der Kleine ganz grosse

Schmuser!

Carmen hat Momo in der Tötungsstation entdeckt.

Sie war dabei eine Hündin – Sunny – zu

holen die gerade in der Tötungsstation ihre 4

Babies zur Welt gebracht hatte. Da die Infektionsgefahr

sehr gross ist, gilt es, solche kleinen,

schwachen Wesen schnellstmöglich von

diesem Ort weg zu bringen. An diesem Tag

sah Carmen neben den Hundebabies auch ein

Katzenbaby. Es konnte erst 1, 2 Tage alt sein,

so munzig klein war es doch. Natürlich konnte

Carmen den Kleinen nicht da zurück lassen

und er durfte mit in die Freiheit.

Zurück im Refugio hat man die Hundefamilie

und Momo, wie wir den kleinen Rotschopf

tauften, sicher untergebracht. Sunny, die Hundemama,

war grossartig!! Sie hat kurzerhand

den kleinen Momo adoptiert – er durfte zwischen

ihren Welpen liegen, von ihren Zitzen

trinken und sie hat ihn geputzt und beschützt

wie ihre eigenen. Sunny hat Momo dadurch

viele wichtige Abwehrkörper mit auf den Weg

gegeben und ihn versorgt bis er genug gross

war alleine zu essen.

Leider war Momo der einzige Überlebende.

Sunny verlor alle ihre vier Welpen, einer nach

dem andere hat den Weg über die Regenbogenbrücke

angetreten. Womöglich wurden sie

über die Nabelschnur von den Keimen in der

Tötungsstation infiziert.

Momo wuchs danach hauptsächlich in der Küchengruppe

auf – mit weiteren Kätzchen seines

Alters und auch dem einen oder anderen Hund

durfte er in der Küche des Refugios viel Zeit

verbringen. Sein liebstes Hobby wurde bald

das Klettern. Wann immer möglich ergriff er

die Gunst der Stunde und kletterte an Roman

oder Carmen hoch. Am liebsten setzte er sich

in Romans Kapuze des Pullovers. Da konnte

er die Nähe geniessen, überall dabei sein und

hatte eine gute Übersicht der Geschehnisse.

Eines Tages waren wir mit einer lieben Adoptantin

in Kontakt. Sie hatte uns gesagt,

dass sie gerne zwei Katzen adoptieren möchte.

Nein, nicht verschmust, möglichst jung und

flauschig mussten sie sein – ihre Frage war „für

wen ist es denn besonders schwierig ein zu

Hause zu finden? Wir haben viel Geduld, viel

Liebe und möchten zwei Engeln ein zu Hau-

32


se geben, die sonst sicher noch lange darauf

warten müssen“. Einfach schön, dass es solche

Menschen gibt! So hatte sie sich entschieden:

Mimi und Diesel soll es werden. Sie waren

schüchtern, liessen sich nicht anfassen und

brauchten Zeit. Im Laufe unseres Kontaktes

hatten wir mal gefragt, ob sie denn allenfalls

nicht drei Engel nehmen möchte? Sozusagen

zum Ausgleich der Zurückgezogenheit der beiden,

fänden wir Momo ein total süsser Schatz

der viel Streicheleinheiten und Körpernähe

braucht. Nach kurzer Zeit hatte sie sich entschieden,

Momo durfte zusammen mit Mimi

und Diesel in die Schweiz und in ihr eigenes zu

Hause reisen.

” Seine Angewohnheit ist es

nun, jeden Morgen während

dem Frühstück um den Hals

der Adoptantin zu liegen. „

Da Momo einen schwierigen Start ins Leben

hatte, war er etwas kleiner als die anderen

Katzen im gleichen Alter. Leider auch etwas

schwächer. Für den Transport vom Refugio

in die Schweiz verlangte das Gesetz von uns,

dass Momo kastriert werden muss. Als wir

dem nachgingen passierte etwas Schreckliches:

Momo ging es ganz schlecht, er hat die

Narkose nicht vertragen und der Tierarzt und

Carmen kämpften über zwei Stunden um sein

Leben. Mit Wärmelampen, Föhn, Herzmassage

und Medikamenten versuchten sie ihn zu stabilisieren.

Glücklicherweise hat es Momo geschafft!

Wir waren fix und fertig – war er doch

einfach so ein entzückender Schatz und tief in

unserem Herzen.

Heute ist Momo schon bald ein Jahr in seinem

zu Hause. Mimi (heute Siva) und Diesel (heute

Jessie) sind nicht mehr verängstigt. Bei Mimi

ging es sehr schnell und heute will sie jede

Nacht im Bett der Adoptanten schlafen und

geniesst viele Streicheleinheiten in vollen Zügen.

Diesel schläft lieber auf seinem eigenen

Plätzchen – gerne aber zusammen mit Mimi

und Momo. Auch er geniesst es heute sehr,

berührt und verwöhnt zu werden. Momo ist

auch heute noch ein eher kleiner Bube, hat seine

blauen Augen behalten und ein süsses Doppelkinn

trägt er auch. Seine Angewohnheit ist

es nun, jeden Morgen während dem Frühstück

um den Hals der Adoptantin zu liegen.

Danke von Herzen an die lieben Adoptanten,

Startpaten und Paten – nur gemeinsam mit

Euch können wir gerettete Leben auch wirklich

lebenswert machen.

Autor: Gia

www.parenaspfotenhilfe.com

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Hunde: Alle Glückspilze im 2015


www.parenaspfotenhilfe.com

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Hunde: Alle Glückspilze im 2015

Katzen: Alle Glückspilze im 2015

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❤ ❤ ❤

Ganz herzlichen Dank an die

tollen Adoptanten im 2015!

❤ ❤ ❤

www.parenaspfotenhilfe.com

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Ich suche noch…

Salomon – der Schmuser

Eine Tierschützerin hatte einige Hunde gerettet,

konnte sie aber dann nicht mehr betreuen.

Eine traurige Situation, da Salomon mit einer

aufgerissenen Rute gerettet wurde. Er wurde

direkt medizinisch versorgt. Wir wusste lange

nicht, ob die Rute nicht doch amputiert werden

müsste. Nach langem Bangen ist jetzt alles

gut verheilt. Die Rute musste glücklicherweise

nicht amputiert werden. Der Süsse hat sich nun

gut eingelebt im Refugio und ist offen gegenüber

jeder Veränderung.

Er ist ein Supergalgo. Wer ihm ein Zuhause geben

möchte, macht den absoluten Glücksgriff.

Und nicht nur das, Salomon rettet Leben. Er

spendet immer wieder Blut um verletzten

Hunden zu helfen, wieder gesund zu werden.

Salomon macht das ohne mit der Wimper zu

zucken. Wer seine Hilfe braucht, der bekommt

sie auch. Ein richtiger Held!

Salomon ist sehr sozial im Umgang mit anderen

Hunden, spielt sehr gerne, tobt umher und

geht Konflikten aus dem Weg. Er zieht sich

dann ganz ruhig zurück. Manchmal macht er

sich selbstständig und neugierig auf Erkundungstour

durch das Refugio. Er kann sich sehr

gut mit sich selbst beschäftigen. Salomon ist

ein aktiver Engel, so wie es sich für einen Galgo

gehört. Dieser Traumgalgo möchte gut ausgelastet

werden, mit Kopf- und Beinarbeit. Er ist

gerne sportlich unterwegs und hat Power. Der

ideale Trainingspartner.

Nach den sportlichen Aktivitäten will er nur

eins und zwar Liebe. Streicheln, Schmusen, Aufmerksamkeit

erhaschen. Er sucht die Nähe zum

Menschen und zeigt es auch. Schmiegt seinen

Kopf an die Beine des gerade ausgewählten

Menschen, um zu zeigen, dass er jetzt gerne

viel Zuneigung und Streicheleinheiten möchte.

Er würde seinen Menschen bedingungslos lieben.

Der perfekte Familienhund.

Salomon hat nun schon eine Weile seine Koffer

gepackt und wartet nur noch auf das GO zum

los spurten. Er möchte doch auch gerne auf

die grosse Reise gehen und seinen Seelenverwandten

kennen lernen. Wer möchte so einen

tollen Schmuser bei sich Zuhause haben? Verliebt?

Na dann los, Salomon wartet auf dich.

Autor: Jeanny

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Ich suche noch…

Carolina – die Hübsche

Die süsse Carolina musste in ihrem jungen Leben

leider schon viel Schlechtes erfahren.

Eingefangen von Hundefängern im schlimmsten

Viertel von Sevilla, die dabei sehr grob mit

den Hunden umgehen. Danach landete Carolina

zusammen mit ihrem Bruder in der Tötung.

Von Carmen und Roman wurde die süsse Carolina,

schwach und mit unvorstellbarer Angst

aus der Tötungsstation geholt und und vor

dem Tode bewahrt. Endlich bekam Carolina

ihre Chance auf ein schönes Leben.

Im Refugio angekommen liess die süsse Carolina

niemanden an sich ran, hatte kein Vertrauen

und panische Angst vor allem und jedem.

Kein Wunder, den wir können nur erahnen

was die Süsse schon alles erlebt haben musste.

Carolina hatte so viel Angst, etwas falsch zu

machen, sie wartet sogar in der Box bis sie abgeholt

wird, wenn sie sich allerdings unbeobachtet

fühlt bewegt sie sich sehr sicher im Rudel

und fühlt sich sichtlich wohl. Wenn es mal

zu einem Konflikt kommt, unterwirft sich die

süsse Carolina sofort.

Carolina ist eher eine Einzelgängerin und verarbeitet

nun ihr Trauma Stück für Stück.

Im Traumzuhause von Carolina sollten ganz,

ganz liebe und verständnisvolle Zweibeiner

wohnen, die bereit sind mit Carolina gefühlvoll

und sehr geduldig zu trainieren, sie dabei aber

nicht zu überfordern.

Carolina wird noch Zeit brauchen ihr Erlebtes

zu verarbeiten aber mit den richtigen Zweibeinern

an ihrer Seite, wird sie dies bestimmt

schaffen und ihre Zweibeinern für ihre Geduld

belohnen, ihnen eine lebenslange Hundefreundin

sein, die mit ihnen durch Dick und

Dünn gehen wird, die sie immer mit treuen Augen

anblicken wird ganz egal wie sie gerade

aussehen, die ihnen ihre Wärme und ihre Liebe

auf immer und Ewig schenken wird.

Bist vielleicht Du Carolinas Zweibeiner?

Autor: Babs

www.parenaspfotenhilfe.com

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Ich suche noch…

Homer – der Kuschelbär

Homer wurde im Februar dieses Jahres zusammen

mit seinem Bruder Bart aus der Tötung gerettet.

Die beiden waren noch relativ jung und

hatten schon das erste Mal ein riesen Glück, da

die zwei Jungs zu Carmen und Roman ins Refugio,

in Sicherheit, durften.

Homer hat sich, seit seinem Einzug bei uns, zu

einem wundervollen und hübschen Hund entwickelt.

Er und sein Bruder sind ein tolles Dream

Team und einer ist toller als der Andere.

Homer ist unglaublich verschmust und findet

Menschen extrem toll. Wenn man aufhört ihn

zu knuddeln schaut er einem mit seinem unglaublich

herzzerreissenden Blick an und drück

seinen Kopf ganz sanft an den Körper, mit der

Bitte, dass man doch weitermache.

ein toller Begleiter und Kumpel ist, sei es bei

einer Familie oder Einzelperson.

In seinem richtigen Zuhause, welches er sehnlichst

sucht. Sollten ganz lieben Menschen

sein, die mit ihm gerne arbeiten und ihm alles

zeigen und beibringen möchten.

Homer bedankt für sein Zuhause ganz bestimmt

mit ganz viel Schmusen, unendlicher

Liebe und Treue bei seinen Menschen. Was

kann einem schon besseres geschehen?

Verliebt? Dann sofort das Adoptionsformular

ausfüllen! Homer ist nämlich bereits startklar,

denn sein Köfferchen ist gepackt.

Autor: Ste

Mit seinen Hundekumpels rumzutoben, Neues

zu erkunden oder einfach nur gemeinsam

kuscheln gehört für ihn auch zum täglichen

Programm.

Homer ist ein sehr aufgeweckter, lernfähiger,

fröhlicher Schmusebär, welcher ganz bestimmt

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Ich suche noch…

Kuba – die Super-Mama

Kuba wurde mitsamt ihren Kitten aus der Tötung

gerettet. Sie war ein tolle und führsorgliche

Mama und hat sich alle Mühe gegeben

die Kitten gross zu bekommen. Mit viel Liebe

und Fürsorge hat sie dies auch prächtig hingekriegt.

Nun sind die Kitten gross und brauchen ihre

Mama nicht mehr. Das macht der Hübschen

schwer zu schaffen, sie fühlt sich nutzlos und

alleine. Kuba zieht sich immer mehr zurück.

Bleibt auf dem Kratzbaum ganz für sich alleine

oder sucht sich Ecken und Nischen um sich zu

verstecken. Sie kommt mit dem Leben im Refugio

nur sehr schwer zurecht. Sie resigniert und

hat sich aufgegeben.

Es wäre toll wenn dieses wunderbare Wesen

wieder aufblühen würde, wenn sie spüren

würde wie schön doch das Leben sein kann.

Unsere Supermama hat es so toll gemacht mit

ihren Kleinen, da hat sie sich es mehr als verdient,

etwas zurück zu erhalten.

Wer möchte dieser wunderschönen Samtpfote

helfen wieder ins Leben zu finden? Sie wäre

eine Bereicherung für jeden Zweibeiner.

Autor: Jeanny

Unsere Süsse sucht dringend ein schönes Zuhause

wo sie wieder den Willen bekommt das

Katzenleben zu geniessen. Ein Zuhause mit

viel Verständnis, Liebe, Geduld und Ruhe. Einen

Menschen der sich ihr widmet und mit ihr

kuschelt, sie streichelt und sich mit ihr beschäftigt.

Wo sie aber auch die Ruhe und Entspannung

bekommt die sie braucht.

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Ich suche noch…

Sami - der Sonnenschein

In der Tötung abgegeben, mit den Worten der

ersten Besitzer... er seie nicht zu gebrauchen.

Carmen und Roman wollten die Tötungsstation

gerade verlassen als dieses kleine Bündelchen

in der Tötung abgegeben wurde. Die

Vorbesitzer wollten ihn nicht mehr, da er seine

Hinterbeine ja nicht bewegen könne sei er

nutzlos. Vermutlich hatten ihn die Kinder der

Vorbesitzer fallen lassen. Carmen und Roman

zögerten nicht lange und nahmen Sami direkt

mit zu ihrem Tierarzt.

Sami ist querschnittsgelähmt. Er wurde medizinisch

abgedeckt, hatte Abschweller erhalten

und wurde vom Spezialisten genau untersucht.

Leider wird Sami nie mehr laufen können mit

den Hinterbeinen.

Sami scheint dies nicht im Geringsten zu stören,

ganz im Gegenteil. Er flitzt mit seinem

Rollwägelchen den ganzen Tag quer durchs

Refugio. In sich ist er der perfekte Hund, lebensfroh,

fröhlich und mit sich selbst zufrieden.

Seine Behinderung ist für ihn absolut keine

Einschränkung.

Sami ist ein aufgestellter und sehr sozialer kleiner

Wirbelwind. Er ist der Begrüssungsheld im

Refugio. Jedem neuen Gesicht wird Hallo gesagt.

Jede geschundene Seele wird von ihm

abgeholt und er bleibt treu an ihrer Seite. Er

liebt die Anwesenheit der Menschen und der

Fellnasen. Es muss immer was los sein. Aber das

Kuscheln zwischen der Arbeit darf natürlich

nicht fehlen. Das ist ganz wichtig für ihn.

Wir suchen für unseren Samili ein schönes Zuhause

wo er viel Liebe, Wärme und Geborgenheit

erhält. Wo er einfach Sami sein darf. Wo

seine Behinderung nicht das Problem, sondern

das Gute an ihm ist. Denn Sami ist wie er ist,

und es geht ihm wahnsinnig gut damit.

Sami wäre eine grosse Bereicherung für seine

neue Familie und würde diese sehr glücklich

machen. Ein absoluter Traumhund.

Autor: Jeanny

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Das sind wir – unser Team

Carmen

Krauer-Vidal

Roman

Krauer

Stefanie

Gast

Jeannette

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Präsidentin &

Gründerin

Beisitz &

Mitgründer

Vizepräsidentin,

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externe

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René

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Aktuar,

Events, Shop

Beisitz,

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Team Hunde

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Team Katzen

Team Katzen

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Startpaten,

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Startpaten,

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Unser Shop

Mit dem Verkauf unserer Produkte versuchen

wir die Futterkosten zu stemmen.

Der Erlös geht zu 100% an die

Tiere.

All unsere tollen Produkte findet ihr

auf unserer Internetseite unter Shop

bei: www.parenaspfotenhilfe.com

Viel Vergnügen beim shoppen!

So können Sie uns unterstützen

monatlich

jährlich

Mitgliedschaft CHF 50.–

Refugiopatenschaft CHF 25.–

Patenschaft Hund CHF 73.–

Patenschaft Katze CHF 37.–

Alle genauen Infos und die Formulare findet ihr unter:

www.parenaspfotenhilfe.com/helfen-sie.html

Schweizer Konto:

PostFinance AG, 3030 Bern

Empfänger: Verein Parenas Pfotenhilfe CH

Konto-Nr.: 60-485232-1

IBAN-Nr.: CH30 0900 0000 6048 5232 1

BIC: POFICHBEXXX

PayPal: p.pfotenhilfe@hotmail.com

SMS-Spende:

Und so geht’s, als Beispiel mit CHF 50.–. SMS

an die Nummer 488, Text: Support Parenas

dann den Betrag: 50 (Es ist möglich von CHF

5.– bis 100.– zu spenden, für höhere Beträge

müsste man dann pro CHF 100.– eine SMS

machen). Also im Ganzen sieht es dann so

aus: Support Parenas 50 an die Nummer 488.

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