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Gästemagazin Grenzenlos Winter 2016/2017

Urlaubsmagazin für Garmisch-Partenkirchen und die Tiroler Zugspitzarena.

Urlaubsmagazin für Garmisch-Partenkirchen und die Tiroler Zugspitzarena.

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GRENZENLOS<br />

<strong>Winter</strong> <strong>2016</strong> | <strong>2017</strong><br />

www.zugspitze.com<br />

Urlaubsmagazin für Garmisch-Partenkirchen,<br />

Grainau und die Tiroler Zugspitz Arena<br />

GRENZENLOS-APP<br />

FEUER DER FANTASIE 20<br />

Von der wunderbaren Magie<br />

einer Fackelwanderung<br />

AUF GEHTʼS AM EIBSEE 42<br />

Seilbahnneubau geht in die letzte Runde<br />

KLETZENBROT 62<br />

Echter Gaumenkitzel – ein Kletzenbrot<br />

ist ein kulinarisches Kunststück<br />

360° <strong>Winter</strong>freude


STADT LAND GWAND<br />

02 / BUNTER MIX<br />

Unsere Produkte können Geschichten erzählen.<br />

Sie zeugen von handwerklicher Leidenschaft,<br />

hochwertigen Materialien und individuellem Charakter.<br />

Für ein gutes Lebensgefühl.<br />

Ihr Haus für Tradition und Gegenwart.


EDITORIAL / 03<br />

v. l.: Vorstandschaft des Vereins Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol: Peter Nagel, Tourismusdirektor<br />

Garmisch-Partenkirchen; Petra Fraune,<br />

Regionalgeschäftsführerin Tiroler Zugspitz<br />

Arena; Petra Vogt, Tourismusdirektorin<br />

Zugspitzdorf Grainau; Michael Fasser, Obmann<br />

der Tiroler Zugspitz Arena und Peter Ries,<br />

Tourismusdirektor Garmisch-Partenkirchen.<br />

Liebe Leserin,<br />

lieber Leser,<br />

English Summary<br />

Music brings people together, music<br />

is a universal language – but music<br />

isn’t just what you can hear at our<br />

concerts, it’s all around us in a<br />

magnificent symphony of rushings<br />

streams, ringing cowbells, murmuring<br />

forests, crackling fires and<br />

crunching snow! The sounds of our<br />

region are also the subject of the<br />

lead story (page 8) in this issue, as<br />

well as featuring in our reports on<br />

traditional local carollers (page 14),<br />

the snow groomers that keep the<br />

pistes in top form (page 52) and the<br />

antics during the carnival season<br />

that heralds the coming spring (page<br />

22). But it’s not just the eye and<br />

ears that are in for a treat: there’s<br />

something for all the senses to<br />

savour with breathtaking ice hockey<br />

matches (page 64), delicious local<br />

fruit loaves (page 28), a cosy night<br />

in an igloo (page 48) or a trip on<br />

the Eibsee cable car (42). Whatever<br />

inspires you most to visit our region,<br />

use this magazine and its stories to<br />

plan your trip to the Zugspitz Arena<br />

Bavaria-Tyrol – we look forward to<br />

seeing you!<br />

Musik verbindet, Musik ist eine<br />

Sprache, die jeder versteht: Jeder<br />

von uns verbindet Klänge<br />

und Gefühle in der Erinnerung<br />

und in der Gegenwart. Die typischen<br />

Urlaubsmelodien hören wir aber nicht nur<br />

beim Platzkonzert oder beim Chorgesang.<br />

Das Plätschern eines Bachs, das Rauschen<br />

des Waldes, das Bimmeln der Kuhglocken,<br />

das Knistern des Feuers im Kamin oder an<br />

einer Fackel, das Knirschen des Schnees<br />

beim Wandern oder die begeisterten Juchzer<br />

der Snowboarder auf der Piste – all das summiert<br />

sich zu einer großartigen, unverwechselbaren<br />

Symphonie.<br />

Wir haben unsere Titelgeschichte diesmal<br />

der Musik unserer Heimat (Seite 8) gewidmet.<br />

Vielleicht erklingen beim Lesen und<br />

beim Betrachten der Bilder auch in Ihrer<br />

Fantasie einige Töne und Klänge, die Sie<br />

von hier mitgenommen haben. Die könnten<br />

aber auch von den Sternsingern stammen,<br />

die zu Jahresbeginn in alter Tradition durch<br />

die Ortschaften ziehen (Seite 14). Oder von<br />

den Schneebullys, die Nacht für Nacht emsig<br />

daran arbeiten, die Pisten in Hochform<br />

zu bringen – Mitfahrgelegenheit inklusive<br />

(Seite 52). Oder vom munteren Faschingstreiben,<br />

das dem Abschied vom <strong>Winter</strong> und<br />

der Vorfreude auf den Frühling entspringt<br />

(Seite 22).<br />

Dass nicht nur Augen und Ohren, sondern<br />

auch alle anderen Sinne in der Zugspitz<br />

Arena Bayern-Tirol mit intensiven Gefühlen<br />

stimuliert werden, ist kein Geheimnis.<br />

Dennoch lässt sich auch hier immer wieder<br />

Neues entdecken: die Gänsehaut bei<br />

einem heiß umkämpften Eishockey-Match<br />

(Seite 64) zum Beispiel oder der intensive<br />

Geschmack eines frisch gebackenen Kletzenbrots<br />

(Seite 62), das Prickeln der Nase<br />

in der eisigen <strong>Winter</strong>luft bei einer Pferdeschlittenfahrt<br />

(Seite 28) oder während einer<br />

Nacht im Iglu (Seite 48), eingewickelt in<br />

eine warme Decke, oder die schwebende<br />

Freiheit bei einer der letzten Fahrten mit<br />

der alten Eibsee-Seilbahn (Seite 42), bevor<br />

im kommenden <strong>Winter</strong> die Nachfolgerin in<br />

Dienst geht.<br />

Was auch immer Sie dazu inspiriert, unsere<br />

Heimat als Gast zu besuchen: Nehmen<br />

Sie dieses Magazin und seine Geschichten<br />

als Anregung für Ihre Pläne und als Einladung<br />

zum Genuss mit Lust und Freude in der<br />

Zuspitz Arena Bayern-Tirol. Wir freuen uns<br />

auf Sie!


18<br />

20<br />

48<br />

06 Jetzt ausprobieren: die neue GRENZENLOS-App<br />

08 Musik prägt das Leben in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol<br />

14 Ein Brauch lebt: die Sternsinger<br />

16 Das Neujahrslied ist eine einmalige Tradition<br />

18 Erholsam und beeindruckend: Schneeschuhwandern<br />

20 Flammendes Abenteuer: eine Fackelwanderung<br />

22 Buntes Faschingstreiben in der Region<br />

26 Der Arena Express fährt das ganze Jahr kostenlos<br />

28 Romantik im Pferdeschlitten<br />

30 Ganzjähriger Badespaß im Zugspitzbad<br />

32 Eine Marke, eine Familie: Sport Conrad<br />

34 Is des schee! Dialekte in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol<br />

38 Neue Programme für Sportbegeisterte<br />

42 Eibsee-Seilbahn: Deutschlands höchste Baustelle<br />

46 Mit Lamas durch die Alpen<br />

48 Igludorf: ein cooles Abenteuer<br />

50 Klein und beeindruckend: Schneeflocken<br />

52 Herrscher über die Hänge als Pistenbully-Copilot<br />

54 Ein Traum wird wahr: Skifahren mit Sehbehinderung<br />

58 Stammgast: seit 50 Jahren zu Gast in Bichlbach<br />

60 Besonderer Ort: der Heiterwanger See<br />

62 Bäckermeister Sepp Krätz backt das Kletzenbrot<br />

64 Eishockey hat in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol Tradition<br />

68 Kalender: alle Termine auf einen Blick<br />

36 Fotowettbewerb und <strong>Winter</strong>panoramakarte<br />

Impressum<br />

Herausgeber Zugspitz Arena Bayern-Tirol, www.zugspitze.com, Tiroler Zugspitz Arena, Am Rettensee 1, A-6632 Ehrwald, Tel.: +43 5673 200 00, Fax +43 5673 200 00–110, info@zugspitzarena.com,<br />

www.zugspitzarena.com, Garmisch-Partenkirchen Tourismus, Richard-Strauss-Platz 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel.: +49 8821 180700, www.gapa.de, Tourist-Information Zugspitzdorf Grainau,<br />

Parkweg 8, 82491 Grainau, Tel.: +49 8821 981850, Fax +49 8821 981855, info@grainau.de, www.grainau.de Verlag vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg, Kleine Grottenau 1, D-86150 Augsburg,<br />

Tel.: +49 821 4405-0, grenzenlos@vmm-wirtschaftsverlag.de, www.vmm-wirtschaftsverlag.de Redaktion Constanze Meindl (Ltg.), Otto Geißler, Lucia Glahn, Irene Hülsermann, Ulrich Pfaffenberger,<br />

Petra Plaum, Rebecca Weingarten Objektleitung/Media Hans Peter Engel, Tel.: +49 821 4405-420, hanspeter.engel@vmm-wirtschaftsverlag.de Grafik Nedim Hadzovic, Anne Gierlich, Manfred Strobl<br />

Bildbearbeitung Nedim Hadzovic Lektorat Martina Walz Bildquellen Titelbild: Zugspitz Arena Bayern-Tirol; Tiroler Zugspitz Arena/C. Jorda, Tiroler Zugspitz Arena/R. Eder, Tiroler Zugspitz Arena/<br />

B. Linder, Zugspitz Arena Bayern-Tirol/M. Aletsee, Tiroler Zugspitz Arena/Frozen Lights, ECE/Ben Leitner, Einscheller Ehrwald, pv-fotos – garmisch, www.iglu-dorf.com; iStock: DarthArt, dinozaver, annamoskvina,<br />

Ankudi, Vjom, Katerina_Andronchik, galdzer, forplayday, ARTQU, marekuliasz, bandian1122, servickuz, sureshsharma, Nikola93, kostsov, manuel_adorf; akg-images/Imagno; Fotolia: © grafikplusfoto<br />

(S. 54), © ARochau (S. 55/56 unten), © famveldman (S. 56 oben) Druck ADV SCHODER, Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH, Aindlinger Straße 17-19, 86167 Augsburg Urheberrecht Der Inhalt dieses<br />

Heftes wurde sorgfäl tig er ar bei tet. Dennoch über neh men Autoren, Heraus geber, Redaktion und Verlag für die Richtigkeit von An ga ben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für even tuelle Druckfehler<br />

keine Haftung. Alle in GRENZENLOS abgedruckten Beiträge sind urheberrechtlich ge schützt. Nachdruck oder ander weitige Ver wen dung sind nur mit vorheriger Genehmigung des Herausgebers gestattet.


DAS IST<br />

ZUGSPITZE<br />

WINTER PUR<br />

… auf den höchsten Berg Deutschlands mit der<br />

modernen & schnellen Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald<br />

„Faszination Zugspitze“ – Erlebniswelt mit höchstgelegener<br />

3D-Show Europas<br />

natürlich auch Zubringer ins Skivergnügen Zugspitzplatt<br />

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Ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden!<br />

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NEU: Schneekristall<br />

Betriebszeiten: 26.11. + 27.11.<strong>2016</strong>, 02.12.–04.12.<strong>2016</strong>,<br />

08.12.<strong>2016</strong>–23.04.<strong>2017</strong>, täglich 8:40–16:40 Uhr<br />

7 moderne Anlagen, 27,5 Pistenkilometer<br />

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Nachtrodeln: DI und FR auf der beleuchteten Talabfahrt<br />

Eine riesen Gaudi! Bahnbetrieb 18.30 – 21.30 Uhr<br />

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Issental- und Hochfeldernabfahrt<br />

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Betriebszeiten: 08.12.<strong>2016</strong>–17.04.<strong>2017</strong>, täglich 8:30–16:30 Uhr<br />

Tiroler Zugspitzbahn & Ehrwalder Almbahn<br />

A-6632 Ehrwald/Tirol<br />

Tel. Zugspitze: +43 5673 2309<br />

Tel. Almbahn: +43 5673 2468<br />

info@zugspitze.at<br />

www.zugspitze.at


06 / GRENZENLOS-APP<br />

App-solut GRENZENLOS<br />

Ihr Magazin für die Region Zugspitz Arena Bayern-Tirol nimmt Schwung auf und<br />

geht auf die digitale Piste. In der GRENZENLOS-App finden sich spannende Inhalte,<br />

lustige Videos und atemberaubende Fotos.<br />

Ab sofort geht das <strong>Gästemagazin</strong><br />

GRENZENLOS neue, digitale Wege.<br />

Zusätzlich zu den vielen bunten<br />

und informativen Inhalten im Heft<br />

warten auf Sie nun in der GRENZENLOS-App<br />

alle weiteren Inhalte, die auf dem Papier<br />

nicht darstellbar sind.<br />

Neben Bildergalerien, die sie noch tiefer<br />

in die einmalige Welt der Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol eintauchen lassen, zeigen<br />

Ihnen Videos Szenen aus dem breiten touristischen<br />

Angebot. Weiterführende Artikel<br />

sowie spannende und witzige Hörinhalte<br />

warten ebenfalls auf Sie. Also gleich bei<br />

iTunes oder im Google Play Store herunterladen<br />

und mit uns auf eine digitale Reise<br />

gehen. <br />

<br />

PHOTO<br />

VIDEO<br />

Bildergalerien<br />

In der Zugspitz Arena Bayern-Tirol gibt es so viel<br />

Schönes zu entdecken und auf Bildern festzuhalten.<br />

Um Ihnen einen umfassenden Eindruck zu gewähren,<br />

können Sie sich in der App durch die schönsten Fotos<br />

klicken.<br />

Videos<br />

Klappe – Action! Wenn Sie dieses Symbol bei einem<br />

Artikel finden, dann kommt in der App Leben ins<br />

Spiel. Wann immer es sich anbietet, möchten wir<br />

in einem Video zeigen, was gerade in der Zugspitz<br />

Arena Bayern-Tirol los ist.<br />

English Summary<br />

Your magazine devoted to the Zugspitz<br />

Arena Bavaria-Tyrol is going digital –<br />

with the GRENZENLOS app featuring<br />

fascinating content, fun videos and<br />

breathtaking pictures. Complementing<br />

the wide range of information in this<br />

magazine, the app goes beyond what<br />

can be shown on paper: alongside<br />

picture galleries showcasing the<br />

unique world of the Zugspitz Arena<br />

Bavaria-Tyrol, there are videos, further<br />

articles and amusing audio features to<br />

discover. Download it on iTunes or in<br />

the Google Play Store and join us on a<br />

digital journey through our region!<br />

CONTENT<br />

AUDIO<br />

Noch mehr Infos<br />

Wie oft konnten wir Ihnen nicht alles sagen, was wir<br />

Ihnen sagen wollten, weil einfach zu wenig Platz<br />

war?! Ab sofort finden Sie in der App noch viele<br />

weitere spannende Themen aus dieser vielleicht<br />

einmaligen Urlaubsregion.<br />

Hören<br />

Manchmal reicht es nicht, wenn man etwas nur mit<br />

eigenen Augen gesehen hat. Manchmal muss man<br />

es auch mit den eigenen Ohren gehört haben, um es<br />

zu glauben. In der App gibt es deshalb auch Audiodateien.


07<br />

Lieber<br />

GRENZENLOS-Fan:<br />

Probier’s einfach<br />

mal aus!<br />

Smartphone<br />

Magazin<br />

Tablet


08 / MUSIK<br />

1903<br />

1894<br />

1923<br />

1924<br />

„Alles Gute und Schöne<br />

liegt im Reich der Töne“<br />

Musik prägt das Leben unserer Heimat. Ihre universelle Sprache erreicht Jung<br />

und Alt, Einheimische und Gäste. Wer genau hinhört, bekommt einen guten<br />

Eindruck von der Leidenschaft der Musikanten und von der Kraft der Melodien.


09<br />

Woher einer auch kommt, der<br />

die Zugspitz Arena Bayern-<br />

Tirol besucht, welchem Kulturkreis<br />

er entstammt, welche<br />

Mundart er auch spricht: Eine Sprache in seinem<br />

Urlaubsrevier wird er sofort verstehen<br />

– die Musik. Seit der erste Funke „Verständigung“<br />

vor Zehntausenden von Jahren in uns<br />

Menschen gezündet hat, brennt das Feuer in<br />

uns, das von Klängen und Melodien genährt<br />

wird. Die unzähligen Werke, die seither den<br />

Gedanken und Ideen von Komponisten entsprangen,<br />

beleben unseren Alltag in einem<br />

Maß, dass man sich nur die seltsame Stille<br />

ohne sie vorzustellen braucht, um die universelle<br />

Kraft der Musik zu verstehen.<br />

Mit der „Quetschn“, also dem<br />

Akkordeon, kommt auf der Alm<br />

richtig Stimmung auf.<br />

Wenn ma alle gut drauf<br />

san, dann spuin ma zsam!<br />

Franziska Kleißl, Alpentrio<br />

Auch die Urlaubsbilder in unseren Köpfen<br />

haben ihren Unterton. Sie sind begleitet von<br />

Musik, da braucht es gar keine Filme und<br />

Videos. Wem klingt nicht bei der Erinnerung<br />

an einen Sonntag das Geläut der Orts kirche<br />

in Gedanken? In wem schwingt nicht die<br />

gelassene Freude des Platzkonzerts der<br />

Musikkapelle oder des Viergesangs beim<br />

„Hoagascht“ noch lange nach? Wer wünscht<br />

sich nicht, bei der nächsten Wanderung<br />

wieder das Bimmeln der Kuhglocken zu vernehmen?<br />

Heimatklänge einer Region<br />

Die Gelegenheiten, den Heimatklängen<br />

zwischen Lermoos und Berwang, zwischen<br />

Grainau und Garmisch, von Namlos oder<br />

Partenkirchen zu lauschen sind schier endlos.<br />

Jeden Tag im Jahr greifen irgendwo in<br />

der Gegend Musiker zu ihren Instrumenten<br />

oder lassen Sängerinnen und Sänger ihre<br />

Stimme erklingen. Das geschieht bei Festen<br />

und Feiern, bei kirchlichen und weltlichen<br />

xxxxx


10 / MUSIK<br />

Anlässen, im Beisein weniger oder vieler.<br />

Am bekanntesten sind die regelmäßigen<br />

Platz- und Kurkonzerte während des Sommers.<br />

Für viele Gäste wird der Urlaub erst<br />

perfekt durch diese Auftritte.<br />

Oder durch die Musik, die sie während<br />

einer Wanderung zur Rast einlädt – zum<br />

Beispiel oberhalb von Grainau, wo seit mehr<br />

als 20 Jahren „D´Neuneralm-Musi“ mit dem<br />

Gründer Hans Biederer auf seiner „Ziach“<br />

aufspielt und ihre Fans inzwischen auf einer<br />

ganzen Reihe von CDs mit Hits wie „Am Eibseestrand“<br />

oder „Oana für‘n Resi-Schorschi“<br />

auch nach Hause begleitet. „Ja, wir verstehen<br />

uns als Teil des touristischen Angebots<br />

unserer Region“, hört man denn auch unisono<br />

von den Kapellmeistern und Vorständen.<br />

„Das gehört einfach dazu, das erwarten<br />

unsere Gäste, darüber freuen sie sich auch.<br />

Eine Blasmusik wäre keine Blasmusik, wenn<br />

sie nicht auch diesen Auftrag im Sinn hätte.“<br />

Töne schweißen Familien zusammen<br />

Die Musik, da sind sich alle einig, ist aber<br />

mehr als reine Unterhaltung. Sie ist bis<br />

heute eine tragende Säule im sozialen<br />

Leben aller Gemeinden in den Bergen. In<br />

vielen Familien gehört seit langer Zeit nicht<br />

nur einer dem jeweiligen Verein an und<br />

nicht selten spielen zwei oder drei Generationen<br />

gleichzeitig mit. Was aber nicht daran<br />

hindert, auch in anderen Vereinen mitzutun,<br />

zum Beispiel im Chor, oft bei den Trachtlern<br />

oder den Schützen, bei der Feuerwehr oder<br />

bei der Bergwacht sowieso. Da heißt es<br />

dann schon manchmal: Entscheiden, wo die<br />

Priorität liegt. Aber auch das ergibt sich in<br />

der Regel von selbst.<br />

Welche Dimension die Mitgliedschaft in<br />

der Musikkapelle hat, zeigt sich zum Beispiel<br />

beim Blick nach Partenkirchen, wo<br />

der 1. Vorstand Josef Grasegger vorrechnet:<br />

„Derzeit sind bei der Kapelle knappe 60 Mu-<br />

Voller Sound: Bläser der<br />

Bürgermusikkapelle Ehrwald.<br />

sikantinnen und Muiskanten aktiv. Dabei ist<br />

der älteste 80 und der jüngste 14 Jahre alt.<br />

Der große Altersunterschied allein beweist<br />

schon, dass Musik verbindet.“ Oder in Biberwier,<br />

wo Obmann Harald Schennach stolz<br />

von 43 Mitgliedern der Bürgerkapelle berichtet<br />

– bei 600 Einwohnern. Umgerechnet<br />

auf eine Stadt wie München wären das fast<br />

100.000 …<br />

Musik ist ein Teil des Lebens<br />

Die Musiker selbst sehen sich in einem<br />

Spannungsbogen zwischen Verpflichtung<br />

und „Spaß an der Freud“. Wenn Matthias Millian,<br />

1. Vorstand der Musikkapelle Garmisch,<br />

Mehr als 220 Jahre gibt es bereits die Musikkapelle Garmisch.<br />

Damit ist sie der älteste Verein der Region.


11<br />

GROSSES SPIEL IN GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

Bei uns dreht sich alles um Sie!<br />

Freuen Sie sich auf Französisch Roulette, American Roulette, Black Jack,<br />

Poker und auf über 150 modernste Spielautomaten. Professionelle Croupiers<br />

verwandeln die beiden Spielsäle in ein Las Vegas, mitten in Bayern.<br />

Auch kulinarisch hat das Casino einiges zu bieten. An den Bars in den Spie l-<br />

sälen mit großzügigem Restaurantbereich oder im angrenzenden Restaurant<br />

„Alpenhof“ erwartet Sie eine hervorragende Gastronomie, von bayerischen<br />

Spezialitäten bis hin zur Haute Cuisine.<br />

Zudem bietet die Spielbank die Möglichkeit, individuelle Veranstaltungen bis<br />

120 Personen, im hauseigenen Eventraum durchzuführen. Ob Weihnachts- oder<br />

Firmenevents , Empfänge, Jung gesellenabschiede oder Geburtstagsfeiern – mit<br />

einem Besuch in der Spielbank treffen Sie immer die richtige Wahl.<br />

Erleben Sie Außergewöhnliches. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

24.11.| 29.12.<strong>2016</strong><br />

26.01. | 23.02. | 30.03.<strong>2017</strong><br />

Am Kurpark 10 | 82467 Garmisch-Partenkirchen<br />

Tel. +49 8821 9599-0 | garmisch.partenkirchen@spielbanken-bayern.de<br />

www.spielbanken-bayern.de/garmisch-partenkirchen<br />

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielteilnahme ab 21 Jahren.<br />

Informationen und Hilfe unter www.spielbanken-bayern.de


12 / MUSIK<br />

Das Alpentrio präsentiert<br />

Stubenmusi vom Feinsten.<br />

davon berichtet, dass im Auftrittskalender<br />

dieses Klangkörpers rund 220 Termine im<br />

Jahr stehen, dann wird auch weniger musikalisch<br />

angehauchten Zeitgenossen klar:<br />

Das ist nicht irgendein Hobby, das ist ein<br />

Teil vom Leben. Talent, verbunden mit der<br />

Bereitschaft zu Teamwork. Und das häufig an<br />

Tagen, die für andere Freizeit und Familienidylle<br />

bedeuten. So geben die Garmischer<br />

jedes Jahr ihr Weihnachtskonzert, spielen<br />

zum Jahreswechsel am Polznkasper haus,<br />

begleiten die Gottesdienste an den Feiertagen.<br />

Nicht anders sieht es in Partenkirchen<br />

aus oder in Grainau, wo die feierliche Bläsermusik<br />

auf dem Bergfriedhof an Heiligabend<br />

das ganze Dorf und viele Gäste von außerhalb<br />

berührt.<br />

Besucht man Musiker zu Hause, dann künden<br />

die Instrumente in der guten Stube auf<br />

den ersten Blick, was im Haus den Ton angibt.<br />

Bei Franziska und Sebastian Kleißl in Grainau<br />

sind es eine Harfe und eine Diatonische<br />

(Ziehharmonika). Die 20-jährige Studentin<br />

und der 17-jährige Schüler treten regelmäßig<br />

als Stubenmusi auf, eine Ensemblegattung,<br />

die aus der langen „Hoagascht“-Tradition<br />

im Bairischen herrührt. Was zu Hochdeutsch<br />

„Heimgast“ heißt, nennt man hier seit jeher<br />

Hausmusiken, bei denen gemeinsam mit<br />

Gästen mal fröhlich, mal besinnlich aufgespielt<br />

wird. Wie andernorts Kuchen oder Salate<br />

bringen die Besucher hier ihre Lieder und<br />

Stücke mit.<br />

Lieber gemeinsam musizieren<br />

Die beiden Geschwister sind längst musikalisch<br />

flügge. Gemeinsam mit ihrem Freund<br />

Andreas Heiß, der ebenfalls die Diatonische<br />

in die Hand nimmt, treten sie reihum an verschiedensten<br />

Orten als „Alpentrio“ auf. Seit<br />

Kurzem gibt es sogar ein Quintett, benannt<br />

nach der nachbarlichen „Bräuwies“, in dem<br />

der Vater der beiden auf der Trompete und<br />

ihr Hackbrettlehrer auf seinem Instrument<br />

das Klangbild erweitern. „Wenn ma alle<br />

gut drauf san, dann spuin ma zsam“, bringt<br />

Franziska das verbindende Element auf den<br />

Punkt, fern jeder solistischen Eitelkeit, frei<br />

von künstlerischem Geltungsdrang.<br />

Wie überhaupt bei den jüngeren Generationen<br />

in dieser Region die Nachwuchsfrage<br />

noch nicht so drängend ist wie in den<br />

Städten. Wobei die eingeschränkte Freizeit<br />

durch das verkürzte Gymnasium genauso an<br />

der Substanz der Musikkapellen zehrt wie<br />

die ausufernden Angebote zum bequemen<br />

Zeitvertreib, wie Matthias Millian einräumt.<br />

Gleichwohl kann man an den Musikschulen<br />

und Vereinsheimen der Region an einem<br />

beliebigen Wochentag nachmittags vorbeischauen<br />

und alles andere als leblose Räume<br />

vorfinden.<br />

Niemand ist unmusikalisch<br />

Beim Besuch in Biberwier zum Beispiel ist<br />

an einem Donnerstag gerade „Schichtwechsel“<br />

zwischen zwei Altersgruppen, und Vorstand<br />

Harald Schennach freut sich darüber,<br />

„dass wir in unserem Jugendblasorchester<br />

16 Musikanten haben und auch sonst der<br />

Altersdurchschnitt in der Kapelle für eine<br />

junge Truppe sorgt“. Auch aus seiner Sicht<br />

ist das Angebot eines eigenen Instrumentalunterrichts<br />

existenziell für die verschiedenen<br />

Klangkörper, „ein Geben und Nehmen halt“.<br />

So ähnlich sieht es auch seine Kollegin Alexandra<br />

Spielmann im benachbarten Ehrwald:<br />

„Wir machen jedes Jahr im Mai einen Workshop<br />

für Volksschüler, bei dem wir Talente<br />

zu entdecken suchen, die wir anschließend<br />

English Summary<br />

Music is a central part of our lives; its<br />

universal language speaks to young<br />

and old, locals and visitors alike. Listen<br />

carefully and you’ll get an idea of the<br />

passion our musicians invest in their work.<br />

Luckily, there are endless opportunities<br />

to hear the local music made in Lermoos,<br />

Berwang, Grainau, Garmisch, Namlos or<br />

Partenkirchen. Every day of the year,<br />

musicians somewhere pick up their<br />

instruments or burst into song – at<br />

festivals and parties, on secular and sacred<br />

occasions, in a small group or for a large<br />

audience. Best known are the regular<br />

promenade and spa concerts in the<br />

summer beloved by visitors to our<br />

region. But the music is more than just<br />

entertainment; to the present day, it<br />

remains a cornerstone of social life in all<br />

the mountain communities. Many families<br />

have one or more members who belong<br />

to a music society, and it’s not unusual for<br />

several generations of one family to play<br />

together, for example in Partenkirchen,<br />

which has 60 active musicians ranging<br />

from 14 to 80. This age difference alone<br />

proves that music has the power to<br />

unite, it signifies home and has been an<br />

important part of culture and tradition in<br />

our region for a very long time.


13<br />

fördern. Das klappt gut: Drei von vier, die mit<br />

der Musik anfangen, bleiben auch.“ Denn, so<br />

ihre Überzeugung: „Es gibt keine unmusikalischen<br />

Leute.“<br />

In der weiten Welt der Klänge gibt es<br />

auch zahlreiche Nischen für Stile jenseits<br />

des Erwartbaren. Dazu gehört einerseits die<br />

auf hohem Niveau angesiedelten Richard-<br />

Strauss-Festwochen in der Heimatgemeinde<br />

des Komponisten Garmisch-Partenkirchen.<br />

Sie ist Pflichtprogramm im klassischen Musikkalender.<br />

Dazu gehören aber auch Kleinodien<br />

wie die Schola Gregoriana Germareskauuensis<br />

an der Pfarrkirche St. Martin. Sie<br />

zählt als Mitglied der internationalen Gesellschaft<br />

für Studien des Gregorianischen Chorals<br />

(AISCGre) zu den führenden Adressen<br />

im Lande. Das Ensemble bemüht sich seit<br />

Jahren um eine Interpretation der Gesänge<br />

auf dem aktuellen Stand der Semiologie,<br />

wie die Deutung alter Notenhandschriften<br />

heißt. Leiter Josef Schwarzenböck und die<br />

Scholaren bilden sich dazu regelmäßig auf<br />

internationalen Fachtagungen und -kursen<br />

fort. Sie stehen damit in einer mehr als<br />

1500 Jahre alten Tradition der Kirche und des<br />

Mönchtums, in der das gesungene Gebet die<br />

Liturgie in den Klöstern und Bischofskirchen<br />

des Abendlandes bestimmte. Getragen vom<br />

Ringen um das rechte Verhältnis zwischen<br />

Wort und Musik, die nur Dienerin des Wortes<br />

Harald Schennach (M.)<br />

mit Freunden beim Proben.<br />

Hast du Töne! Gut zu wissen, …<br />

sein sollte, entstand das, was wir gemeinhin<br />

heute als „Gregorianik“ bezeichnen.<br />

Der Name des Ensembles leitet sich ab von<br />

der Bezeichnung, mit der die bajuwarische<br />

Siedlung Garmisch 802 erstmals urkundlich<br />

erwähnt ist: „Germareskauue“.<br />

Musik ist Heimat<br />

Musik ist Heimat und prägt den Klang der<br />

Zeit. Ein kleines Detail macht zu guter Letzt<br />

auch noch ihre spirituelle Kraft sichtbar,<br />

ein Datum. Wenngleich kirchliche Anlässe<br />

… dass man die beiden Musikkapellen<br />

von Garmisch und Partenkirchen leicht<br />

auseinanderhalten kann, auch wenn sie<br />

zusammen auftreten: die Garmischer<br />

tragen weiß-grüne „Pfosn“, wie man<br />

die Wadlstrümpfe der Tracht nennt, und<br />

krempeln die Hemdsärmel nach oben.<br />

Die Partenkirchner tragen grau-grüne<br />

„Heaslan“ (gleicher Gegenstand, andere<br />

Mundart) und lassen die Ärmel unten.<br />

… dass der Auftritt der Garmischer Kapelle<br />

beim Neujahrsspringen trotz einer<br />

langen Silvesternacht stets reibungslos<br />

über die Bühne geht.<br />

… dass die Tiroler Musikkapellen jedes<br />

Jahr ihr Können bei Leistungswettbewerben<br />

unter Beweis stellen. Dabei zählt<br />

nicht nur das Musikalische, sondern auch<br />

die Marschtechnik.<br />

… dass die Bürgerkapelle Biberwier<br />

jedes Jahr beim Maskenball ihrer Leidenschaft<br />

für tanzbare Musik frönt – und alle<br />

zwei Jahre beim Waldfest erst recht.<br />

… dass in Ehrwald gerade Anton Petz für<br />

70 Jahre Zugehörigkeit in der Musikkapelle<br />

geehrt wurde, wozu sein Enkel<br />

Maximilian einen eigenen Marsch komponiert<br />

hat: „Hoch hinaus“.<br />

… dass erst der Auftritt des Bläserchors<br />

auf dem Friedhof an Heiligabend in Grainau<br />

das Weihnachtsfest richtig beginnen<br />

lässt.<br />

wie die Fronleichnamsprozession oder die<br />

sommerlichen Kur- und Platzkonzerte den<br />

Musikkapellen Gelegenheit geben, festlich<br />

zu glänzen, so ist doch vielen von ihnen ein<br />

anderer Tag sehr nahe: Der 22. November<br />

ist für viele von ihnen ein Feiertag, auch<br />

wenn er nicht als solcher im Kalender<br />

steht. Im Reigen der katholischen Heiligen<br />

gedenkt man dann der Heiligen Cäcilia, der<br />

Schutzpatronin der Kirchenmusik. Ihr zu<br />

Ehren finden rund um die Welt zu diesem<br />

Tag Konzerte statt. Zudem schmückt sie<br />

die Wappen und Fahnen zahlreicher Chöre,<br />

Orchester und Kapellen, so auch die der<br />

Bürgermusik kapelle Ehrwald. Den Spruch,<br />

der neben der Heiligen aufgestickt ist, hat<br />

Obfrau Spielmann tief verinnerlicht: „Alles<br />

Gute und Schöne liegt im Reich der Töne,“<br />

zitiert sie und lässt keinen Zweifel daran,<br />

dass „die Musik seit langer Zeit ein bedeutender<br />

Träger von Kultur und Tradition in<br />

unserem Ort ist – wie in fast jedem Ort in<br />

den Bergen“.<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger<br />

Videos und ausgewählte Musikstücke aus<br />

der Zugspitz Arena Bayern-Tirol finden Sie<br />

in der GRENZENLOS-App.


14 / STERNSINGER<br />

Die Sternsinger<br />

sind unterwegs<br />

Zu Heilig Drei König ziehen Kinder in der Zugspitz<br />

Arena Bayern-Tirol von Haus zu Haus und bringen<br />

den Segen mit. Den Kindern macht das einfach Spaß<br />

– und gleichzeitig tun sie etwas Gutes.<br />

Es ist ein uralter Brauch aus dem<br />

Mittelalter und heute noch beliebt<br />

bei Jung und Alt. Wenn die Heiligen<br />

Drei Könige im Werdenfelser<br />

Land und in Tirol von Haus zu Haus ziehen,<br />

werden sie meist schon freudig erwartet.<br />

Und überall geht es ein bisschen anders<br />

zu. Das Sternsingen, das vom Kindermissionswerk<br />

getragen wird, ist die weltweit<br />

größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder.<br />

2015 wurde es zum Weltkulturerbe erklärt.<br />

Schwerpunktthema der diesjährigen<br />

Sammlung ist Kenia – mit den vom Klimawandel<br />

betroffenen Kindern.<br />

„Wir machen das beide schon seit zwölf<br />

Jahren, weil es einfach richtig Spaß macht.<br />

Es ist cool, mit der Gruppe unterwegs zu<br />

sein,“ erzählen Anna Lena Kaufmann (19)<br />

und Schwester Veronika (15) aus Partenkirchen<br />

begeistert. In Partenkirchen singen die<br />

Sternsinger vom 2. bis 6. Januar vor den Häusern,<br />

segnen sie mit Weihrauch und schreiben<br />

„20*C+M+B*17“ über die Tür, was „Christus<br />

mansionem benedicat“ – „Christus segne<br />

dieses Haus“ bedeutet. Letztes Jahr waren es<br />

insgesamt 56 Kinder, wie Organisatorin und<br />

Gemeindereferentin Susanne Weber sagt.<br />

„Manche Leute, zu denen wir kommen,<br />

möchten den Weihrauchduft auch im Haus<br />

haben,“ erzählt Anna-Lena, die mittlerweile<br />

als Begleiterin dabei ist und als Sternsingerin<br />

schon von Angela Merkel empfangen<br />

wurde. Und natürlich geben die Bewohner<br />

nicht nur Geld. „Schon nach zwei Stunden ist<br />

der Korb mit den Süßigkeiten echt schwer“,<br />

lacht Veronika.<br />

Weihrauch-Alarm<br />

„Irgendetwas Lustiges passiert immer“,<br />

berichtet Anna-Lena. „Einmal ging beispielsweise<br />

im Treppenhaus der Rauchmelder los,<br />

als wir kamen.“ Manche Sternsinger gehen<br />

auch ins Altenheim, „oder wie wir, in die Kinderklinik<br />

in Partenkirchen“, erzählen Veronika<br />

und Anna Lena. „Dort singen wir gemeinsam<br />

mit den Kindern mehrere Lieder.“<br />

In Garmisch sind die Heiligen Drei Könige<br />

und ihr Sternträger vom 5. bis 6. Januar unterwegs,<br />

von neun Uhr bis Mittag und von 17<br />

bis 18 Uhr. Oberministrant Simon Kauschinger<br />

organisiert den Umzug der Sternsinger,<br />

der aus rund 30 Ministranten zwischen zehn<br />

und 16 Jahren besteht: „Wir teilen Gebiete<br />

auf und klingeln überall. Es macht allen viel<br />

Freude,“ erzählt Kauschinger. „Mittags gibt<br />

es im Pfarrheim für die Sternsinger ein Essen,<br />

das die Oberministranten kochen.“


15<br />

Vier Tage Kindergesang<br />

Zwischen 30 und 40 Sternsinger in bis zu<br />

fünf Gruppen machen sich vom 2. bis zum 5.<br />

Januar in Grainau auf den Weg. „Wir werden<br />

immer offen empfangen“, erzählt eine der<br />

beiden Organisatoren, Claudia Bielitz. „Die<br />

meisten der 8- bis 14-Jährigen sind von 9 Uhr<br />

früh bis 16 Uhr unterwegs.“<br />

Im Pfarrheim bekommen die Kinder in<br />

der Regel ein Gericht, das aus dem Land<br />

stammt, das Schwerpunktthema ist. „Letztes<br />

Jahr gab es Bananenketchup mit Brot,<br />

das haben die Kinder nicht gegessen. Dann<br />

haben wir Wiener Würstel gemacht“, lacht<br />

die Grainauerin.<br />

Segen für rund 160 Häuser<br />

Seit mittlerweile 22 Jahren organisiert und<br />

begleitet Margit Paschinger von der Pfarrei<br />

in Berwang den Umzug der Sternsinger. „Ich<br />

mache das sehr gern, denn es ist für einen<br />

guten Zweck und macht den Kindern großen<br />

Spaß“, erzählt die Tirolerin.<br />

Vom 3. bis 5. Januar schwärmen die Heiligen<br />

Drei Könige und ihr Sternträger in<br />

sieben Gruppen aus und überbringen in 160<br />

Häusern in Berwang und den umliegenden<br />

Ortschaften den Segen, singen ein Lied und<br />

sagen jedes Jahr ein neues Gedicht auf. Ab 16<br />

Uhr geht’s los und „dann kann es schon mal<br />

spät werden“, erzählt Margit Paschinger, die<br />

auch die Kostüme selbst genäht hat. Für die<br />

Verpflegung der Kinder wird auch gesorgt:<br />

„In manchen Hotels bekommen die Kinder<br />

auch ein Schnitzel, da freuen sie sich immer<br />

schon drauf“, erzählt Margit Paschinger. Am<br />

6. Januar treffen sich alle Sternsinger zum<br />

großen Abschlussgottesdienst um 18 Uhr in<br />

der Kirche in Berwang.<br />

<br />

Lucia Glahn<br />

English Summary<br />

At Epiphany, children in the Zugspitz<br />

Arena Bavaria-Tyrol go from door to<br />

door dispensing blessings. It’s not<br />

only fun but also for a good cause:<br />

Sternsingen (‘carolling’) is the world’s<br />

biggest aid campaign by children for<br />

children and was declared Unesco<br />

World Cultural Heritage in 2015. This<br />

year’s themes are Kenya and children<br />

affected by climate change. In<br />

Partenkirchen, the carollers sing<br />

outside houses from 2 to 6 January,<br />

bless them and write ‘20*C+M+B+17’<br />

above the door, meaning ‘May Christ<br />

bless this house’. Carollers in Garmisch<br />

will be out and about on 5 and 6<br />

January, in Grainau from 2 to 5 January,<br />

and in Berwang from 3 to 5 January.<br />

The Berwang carollers then get<br />

together for a final service in Berwang<br />

church at 6 pm on 6 January.


16 / NEUJAHRSTRADITION<br />

Mitsingen beim Neujahrslied<br />

In Garmisch-Partenkirchen und Grainau gibt es eine ganz besondere Tradition:<br />

das Singen des Neujahrsliedes.<br />

Mit einer ganz besonderen Weise<br />

stimmen Garmisch-Partenkirchen<br />

und Grainau ihre Bewohner<br />

und Gäste auf das neue<br />

Jahr ein: Das Alt-Werdenfelser Neujahrslied,<br />

das traditionell zum Jahresanfang gesungen<br />

und gespielt wird, ist ein altes Kirchenlied.<br />

Es erinnert an die erst acht Tage zurückliegende<br />

Geburt Jesu, ruft zum Glauben an ihn<br />

und zur Barmherzigkeit auf, wünscht dem<br />

Zuhörer ein gutes Jahr und verweist auf den<br />

himmlischen Lohn.<br />

„Das Neujahrslied hat einen ähnlichen<br />

Hintergrund wie das Sternsingen. Es war ursprünglich<br />

ein Heische- oder Bettelbrauch,“<br />

erklärt Klaus Munz, Mitglied der Kirchenverwaltung<br />

in Grainau. „Diejenigen, die es<br />

nötig hatten, sangen das Neujahrslied, um<br />

dann mit Nüssen oder anderen Naturalien<br />

beschenkt zu werden.“ Der Brauch der Neujahrslieder,<br />

die in Tirol auch Klöpfellieder<br />

heißen, ist weit verbreitet und schon seit<br />

dem 13. Jahrhundert belegt.<br />

In Garmisch erklingt das Neujahrslied „Im<br />

Namen Gottes fangen wir an“ immer zum<br />

Jahreswechsel auf dem Mohrenplatz: Dort<br />

spielt es die Musikkapelle mit einer Partenkirchener<br />

Sängergruppe. Vereinzelt ziehen in<br />

Garmisch auch Gruppen von Tür zu Tür und<br />

singen die alte Weise. In Partenkirchen gehen<br />

am Silvesterabend die Musikkapelle sowie<br />

Mitglieder des Trachtenvereins von Haus zu<br />

Haus und spielen und singen das Alt-Werdenfelser<br />

Stück. Dabei gibt es das Kirchenlied<br />

in zwei Versionen: Während die Garmischer<br />

Weise einem alten Soldatenlied nachempfunden<br />

ist, wird „Im Namen Gottes fangen<br />

wir an“ in Partenkirchen nach der Melodie<br />

eines unbekannten Tonsetzers gesungen.<br />

Singen für einen guten Zweck –<br />

und ein Glaserl Schnaps<br />

Seit 35 Jahren dürfen sich auch die Grainauer<br />

über das „Neujahrslied“ freuen. „Das ist<br />

eigentlich aus einer Silvesterlaune heraus<br />

entstanden“, erzählt Christian Ruf, Kulturbeauftragter<br />

von Garmisch-Partenkirchen, der<br />

1981 diese Tradition in Grainau zusammen<br />

mit Klaus Munz wieder ins Leben gerufen<br />

hat. „Wir haben damals einfach die Bauern<br />

besucht, und das Neujahrslied gesungen.<br />

Heute gehen wir jedes Jahr an die 50 Häuser<br />

in Grainau ab“, sagt Ruf. Meist seien<br />

sie zu zehnt, auch die Frauen singen mit.<br />

„Da freuen sich alle darüber“, erzählt Klaus<br />

Munz. „Wir halten auch mal einen Ratsch,<br />

und bekommen Geld, das wir für einen<br />

guten Zweck spenden,“ meint Munz. „Vor<br />

jeder Tür singen wir drei Strophen. Da gibt’s<br />

als Dankeschön auch mal einen Schnaps.“<br />

<br />

<br />

Lucia Glahn<br />

English Summary<br />

Garmisch-Partenkirchen and Grainau<br />

maintain a longstanding tradition<br />

of ringing in the new year: the<br />

Alt-Werdenfels New Year Song is an<br />

old hymn that recalls the birth of<br />

Jesus eight days earlier, exhorts us to<br />

have faith in him, wishes listeners a<br />

good year ahead and praises heaven.<br />

In Garmisch, the song is always<br />

performed on Mohrenplatz by the<br />

local band and a group of singers from<br />

Partenkirchen. The hymn exists in two<br />

versions: while the Garmisch one is<br />

based on an old soldiers’ song, the<br />

melody played in Partenkirchen is by<br />

an unknown composer. You’ll find the<br />

text of the song in the GRENZENLOS<br />

app.<br />

Den Text des Neujahrsliedes finden Sie in<br />

der GRENZENLOS-App.<br />

Die Grainauer Neujahrsänger.


Photos © Hansi Heckmair / Christoph Schöch / Ernst Wukits / Gepa Pictures | Ted Ligety with LEKI Poles<br />

www.leki.com


18 / SCHNEESCHUHWANDERN<br />

Je knirscher, desto<br />

Schneeschuh<br />

Mit Schneeschuhen durch den frischen Schnee zu wandern,<br />

ist erholsam und beeindruckend zugleich. Das Tolle:<br />

Auch Anfänger können schnell durchstarten.<br />

English Summary<br />

Die <strong>Winter</strong>landschaft abseits der<br />

Skipisten und Wanderwege mit<br />

Schneeschuhen zu erkunden, ist<br />

nicht nur ein Naturerlebnis, sondern<br />

bietet auch die Gelegenheit, frische<br />

Luft zu tanken und sich gleichzeitig fit zu<br />

halten. Abseits der normalen Wanderwege<br />

im Schnee zu „gehen“, darin liegt der besondere<br />

Reiz dieser Art der Wanderung.<br />

Schneeschuhe waren für unsere Vorfahren<br />

ein lebensnotwendiges Mittel zur Fortbewegung.<br />

Mit diesen besonderen „Schuhen“,<br />

die so gar nicht an Schuhe erinnern,<br />

konnten sie entlegene Wildfütterungen<br />

durchführen oder Berghütten erreichen.<br />

Das Alter und der Ursprung sind nicht bekannt,<br />

aber sicher ist, dass die Einwohner<br />

in Schneegebieten seit langer Zeit Schneeschuhe<br />

tragen. Einigen Untersuchungen<br />

nach wurden sie bereits vor etwa 2000 Jahren<br />

im Kaukasus genutzt.<br />

Das heutige Schneeschuhwandern dagegen<br />

ist ein toller Ausgleichssport und eine<br />

gute Ergänzung zum Skilanglauf. Denn auch<br />

abseits von Loipen – wo erlaubt – kann man<br />

sich auf diese Art fortbewegen. Dabei ist es<br />

völlig egal, ob man auf Pulverschnee oder<br />

verharschtem Schnee wandert; der Wanderung<br />

steht nahezu nichts im Weg.<br />

Geführte Schneeschuhtouren bieten sich<br />

vor allem für Einsteiger, aber auch für Ortsunkundige<br />

an. Im „Schneeschuhparadies“<br />

For our ancestors, snowshoes were<br />

an essential aid to getting around. By<br />

contrast, snowshoe hiking today is<br />

simply a great recreational activity and<br />

a good complement to cross-country<br />

skiing. Guided snowshoeing tours are<br />

particularly suitable for beginners and<br />

people unfamiliar with the area. In<br />

Grainau, these tours are even free for<br />

those in possession of a GrainauCard<br />

and last around three hours. Anyone<br />

who wants to venture out alone will<br />

find an excellent, well-signposted<br />

network with six tours varying in<br />

length and difficulty. Easy hikes last<br />

between three and four hours and are<br />

easily manageable for beginners who<br />

are in normal physical shape.


19<br />

Grainau werden geführte Touren angeboten,<br />

die mit der GrainauCard sogar kostenlos<br />

sind. Etwa drei Stunden führt diese Tour<br />

Schneeschuhfans durch die beeindruckende<br />

Landschaft. Anschließend können die Teilnehmer<br />

ihre Erlebnisse bei einer Einkehr<br />

teilen. Die notwendigen Schneeschuhe und<br />

Stöcke werden gegen eine Gebühr vor Ort<br />

gestellt.<br />

Bei der Kleidung empfiehlt sich das<br />

„Zwiebelschalenprinzip“: ein Unterzieher,<br />

eine leichte Jacke oder Weste und darüber<br />

ein leichter Anorak. Außerdem ist auf ein<br />

wasserfestes, knöchelhohes Schuhwerk mit<br />

einer stabilen Profilsohle zu achten. Ausreichender<br />

Sonnenschutz, Sonnenbrille, Getränke<br />

und Notverpflegung sollten ebenfalls<br />

nicht im Gepäck fehlen.<br />

Von der „g‘miatlichen“ bis<br />

zur „narrischen Rund‘n“<br />

Wer sich auf eigene Faust auf Schneeschuhen<br />

durch die <strong>Winter</strong>landschaft treiben lassen<br />

will, findet ein sorgfältig ausgesuchtes<br />

und beschildertes Routennetz mit sechs<br />

attraktiven Touren verschiedener Schwierigkeit<br />

und Länge. Das geht los mit „a gmiatliche<br />

Rund´n“, die einen leichten Schwierigkeitsgrad<br />

sowie 20 Meter Höhenunterschied<br />

hat und zwei Stunden dauert. Bis hin zu „a<br />

narrische Rund´n“, die für geübte Wanderer<br />

oder Sportler mit Kondition ausgelegt ist<br />

und bei der 480 Höhenmeter in etwa fünf<br />

bis sechs Stunden zu bewältigen sind.<br />

Ein Gefühl wie auf Sanddünen<br />

Vorkenntnisse sind jedoch nicht erforderlich,<br />

aber geübt werden muss das Laufen mit den<br />

Schneeschuhen trotzdem. „Wichtig ist dabei,<br />

dass man sich selbst einschätzen kann, denn<br />

im Tiefschnee fühlt sich Schneeschuhwandern<br />

genauso an wie das Gehen durch Sanddünen“,<br />

stellt Bettina Plank, DSV-Schneeschuhtrainerin<br />

fest, die regelmäßig im Werdenfelser Land<br />

unterwegs ist. „Dieser Freizeitspaß ist für die<br />

ganze Familie geeignet, weil man schon nach<br />

ein paar Minuten lernt, sich angepasst und<br />

richtig zu bewegen. Und dann kommt der<br />

Spaß von ganz alleine.“<br />

Leichte Touren für jedermann dauern<br />

etwa drei bis vier Stunden und können<br />

auch von Anfängern mit normaler sportlicher<br />

Kondition bewältigt werden. Da ist der<br />

Einkehrschwung schon mit eingerechnet.<br />

„Allerdings sollte man dann anfänglich lieber<br />

ein flaches Gelände wählen“, erläutert<br />

Plank. Für schwierigere Strecken können<br />

schon mal vier bis fünf Stunden mit Pause<br />

benötigt werden. Natürlich ist es hilfreich,<br />

wenn man auch sonst sportlich aktiv ist. Wer<br />

beispielsweise Nordic Walking macht oder in<br />

den Bergen wandert, hat auch beim Schneeschuhwandern<br />

einen Vorteil.<br />

Abschließend erklärt Bettina Plank noch:<br />

„Beim Schneeschuhwandern lässt man sozusagen<br />

mal die Seele baumeln. Man geht<br />

langsam durch verschneite Landschaften<br />

und genießt die Natur.“<br />

<br />

Irene Hülsermann<br />

Info:<br />

So sahen Schneeschuhe früher aus.<br />

Geführte Schneeschuhwanderungen<br />

in Grainau<br />

Schneeschuhe und Stöcke werden gegen<br />

eine Leihgebühr gestellt.<br />

Anmeldung in der Tourist-Information<br />

Grainau erforderlich.<br />

Treffpunkt:<br />

Grainauer Kurhaus, Tourist-Information,<br />

Jeden Dienstag, 13 Uhr


20 / FACKELWANDERUNG<br />

Mit dem Feuer der Fantasie<br />

Eine nach der anderen stapfen die dunklen Gestalten durch den Schnee. Große<br />

Schatten, kleine Schatten, lange Schritte, kurze Schritte. Ihnen zur Seite weht<br />

eine Kette feuriger Fahnen, die gleichen Schritt hält wie sie. Kaum ein Laut ist zu<br />

hören, nur das Knirschen der Schuhe im Schnee, ab und zu dringt ein Schnauben<br />

oder tiefes Luftholen aus der Prozession der nächtlichen Wanderer.<br />

English Summary<br />

When nights are long and the<br />

temperatures are low, there’s an<br />

exciting spectacle to behold here<br />

once a week. In the early evenings,<br />

torchbearers set off on foot to add<br />

a new dimension to their winter<br />

holidays: they trapse through the<br />

snow in the night-time darkness, lit<br />

by the moon, by the stars – and by<br />

the element that first gave mankind<br />

its basis for civilisation, fire. Torch-lit<br />

hikes take place weekly in Lermoos<br />

and Biberwier. The first ones start<br />

in the weeks before Christmas and<br />

continue until late March. The exact<br />

dates and times can be obtained<br />

where you’re staying, at the tourist<br />

information centres, or on the internet<br />

at zugspitzarena.com. In addition, you<br />

can find out all about the hikes<br />

in Garmisch-Partenkirchen in the<br />

GRENZENLOS app.


21<br />

Alle Fackelwanderungen in<br />

Garmisch-Partenkirchen lesen<br />

Sie in der GRENZENLOS-App.<br />

In den Augen glitzert die<br />

Vorfreude<br />

auf die nächtliche Fackelwanderung.<br />

Wenn die Nächte lang und die<br />

Temperaturen niedrig sind,<br />

dann ist derlei jede Woche<br />

aufs Neue zu beobachten. Am<br />

frühen Abend brechen Fackelwanderer auf,<br />

um ihren <strong>Winter</strong>urlaubserlebnissen eine<br />

neue Dimension hinzuzufügen: den Weg<br />

durch die Nacht, erhellt vom Mond, von den<br />

Sternen – und von jenem Element, das der<br />

Menschheit erst die Grundlage für zivilisiertes<br />

Leben gegeben hat, dem Feuer.<br />

In den Bergdörfern der Tiroler Zugspitz<br />

Arena ist noch heute möglich, was für unsere<br />

Vorfahren ganz alltäglich war, respektive<br />

allnächtlich. Wer sich im Dunkeln auf<br />

den Weg machte, der tat gut daran, sich<br />

etwas Licht mitzunehmen. Die Reicheren<br />

konnten sich Laternen leisten, die einfachen<br />

Menschen griffen zur Fackel oder zum mit<br />

Harz getränkten Holzspan. Es brauchte schon<br />

etwas Erfahrung, um sich ausreichend auszustaffieren.<br />

Wer sich verschätzte, stand mir<br />

nichts, dir nichts im Finstern.<br />

Romantiker treffen<br />

auf Naturfreunde<br />

Zum Vergnügen allerdings war damals keiner<br />

unterwegs. Das ist heute anders. Bei<br />

den Fackelwanderungen während der <strong>Winter</strong>monate<br />

in Lermoos und in Biberwier sind<br />

Romantiker dabei und Abenteurer, Träumer<br />

und Neugierige, Nostalgiker und Naturfreunde.<br />

Eigentlich kommt es bei keinem<br />

von ihnen aufs jeweilige Motiv an. Denn<br />

spätestens wenn die ersten Flammen an<br />

den mit Öl und Wachs getränkten Fackeln<br />

züngeln, malt sich auf allen Gesichtern nur<br />

noch eins: die Vorfreude auf die nächsten<br />

Minuten und Stunden.<br />

Eigentlich werden wir alle wie Kinder, sobald<br />

wir uns mit der Fackel in der Hand aus<br />

dem Dämmer des abendlichen Kirchplatzes,<br />

durch ein paar enge Gassen, hinausbegeben<br />

in die finstere <strong>Winter</strong>nacht. War es uns nicht<br />

so lange, so oft verboten worden? Feuer!<br />

Allein das Wort brannte vor Gefahr – doch<br />

jetzt, gereift und erfahren, vertraut man<br />

uns. Alles ist gut…<br />

Die Mystik der Nacht<br />

erwacht zum Leben<br />

Dort, wo das flackernde Licht auf Gesichter<br />

trifft, verzaubert es sie. Kanten und Schatten<br />

gewinnen an Schärfe, die Augen glänzen in<br />

den Reflexionen der goldenen Flammen.<br />

Bewegungen verlieren ihren Fluss. Wie<br />

bei einem unaufmerksam geblätterten<br />

Daumenkino staksen unsere Begleiter vor<br />

uns dahin. Bäume und Sträucher scheinen<br />

im Fackelschein zum Leben zu erwachen,<br />

ein ganzes Heer von Schatten tobt um uns<br />

herum. Zwerge, Riesen, Feen, die wilden<br />

Tiere des Waldes. Ist das nicht ein Bär da<br />

vor uns? Folgt uns nicht ein Rudel Wölfe?<br />

Rieselt da Schneestaub von den Bäumen<br />

oder Sterne vom Himmel? Wie viele Sagen,<br />

Legenden und Geschichten aus alter Zeit<br />

mögen ihren Ursprung im trügenden Licht<br />

nächtlichen Feuers haben?<br />

Denn zauberhaft wie wenig anderes wird<br />

die nächtliche Wanderung dort, wo sich der<br />

Fackelschein in den Kristallen von Schnee<br />

und Eis widerspiegelt. Wo Lichtfunken das<br />

Reich des <strong>Winter</strong>s mit einem einzigartigen<br />

Glanz erfüllen und uns ein Land entdecken<br />

lassen, das wir zuvor nur in unserer Fantasie<br />

kannten. <br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger<br />

Termine<br />

Fackelwanderungen in der Tiroler<br />

Zugspitz Arena gibt es jede Woche in<br />

Lermoos und in Biberwier. Die ersten<br />

starten in den Wochen vor Weihnachten,<br />

die letzten werden Ende März angeboten.<br />

Die genauen Daten und Anfangszeiten<br />

sind bei den Gastgebern und in den<br />

Tourismusbüros zu erfahren – oder im<br />

Internet unter zugspitzarena.com ><br />

Urlaubsthemen > Noch mehr <strong>Winter</strong>


22 / FASCHING<br />

Gemma Maschkera!<br />

Sie stampfen mit Masken und in Kostümen durchs Dorf, spielen mit der<br />

Ziehharmonika oder Gitarre zum wilden Tanz auf und vertreiben den <strong>Winter</strong>: Bei<br />

ihren Faschingsbräuchen folgen die Einheimischen in Tirol und im Werdenfelser<br />

Land bis heute uralten Riten. Trotz mancher Unterschiede haben sie vor allem<br />

eins gemeinsam: Es ist eine echte Gaudi.


23<br />

Maschkeragehen“, nennen es<br />

die Werdenfelser, wenn sie an<br />

Fasching mit ihren Holzlarven<br />

unerkannt von Wirtschaft zu<br />

Wirtschaft ziehen und dort ihre oft derben<br />

Späße treiben. Seit mindestens 500 Jahren<br />

gibt es die Werdenfelser Fasnacht, wobei<br />

die Anonymität auch eine Ventilfunktion<br />

hatte, wie Dirk Eckert in seinem neuen Werk<br />

schreibt (Dirk Eckert, Die Werdenfelser Fasnacht<br />

und ihre Larven, Volk-Verlag).<br />

Der Brauch des Maschkeragehens<br />

lebt wieder auf.<br />

Daniel Neuner<br />

In der „Fosenacht“ herrscht in Garmisch-<br />

Partenkirchen in den Wirtschaften abends<br />

Maschkeratreiben. „Der Brauch des Maschkeragehens<br />

lebt wieder richtig auf“, erzählt<br />

Daniel Neuner, der schon als Bub seine<br />

erste Holzlarve schnitzte und Ziehharmonika<br />

lernte, um bei der „Fosenacht“ mitmachen<br />

zu können. Heute organisiert der Musikkabarettist<br />

alle zwei Jahre den Fasnachtsumzug<br />

in Garmisch und leitet mit Karolin Mangler<br />

eine Maschkera-Kindergruppe, um die<br />

Tradition lebendig zu halten. Der gelernte<br />

Schlosser schnitzt und bemalt selbst Holzlarven<br />

nach Art der Alten.<br />

Obacht! Der sieht nicht nur greislig aus, der riecht auch<br />

abscheulich. Eine Tradition aus der Tiroler Zugspitz Arena.<br />

Herr der Holzlarven<br />

Wer Neuner in seiner gemütlichen Bauernstube<br />

in Burgrain besucht, kommt aus dem<br />

Staunen so schnell nicht mehr heraus. Rund<br />

100 seiner insgesamt 160 Holzlarven – selbst<br />

geschnitzte, gesammelte und Stücke aus<br />

Familienbesitz – hängen an den Wänden im<br />

Zimmer. Etwas weiter hinten findet sich ein<br />

ganz besonderer Schatz: die kostbarsten,<br />

ältesten Kirchenlarven, die auch im Museum<br />

nur selten zu finden sind. „Früher hat man<br />

die Larven im Leinentuch eingewickelt, auf<br />

dem Speicher aufbewahrt und nur zur Fosenacht<br />

herausgeholt“, erzählt Neuner: „Das<br />

Bei der „Fosenacht“ in<br />

Grainau geht‘s bunt zu.


24 / FASCHING<br />

Die Einscheller vertreiben die bösen<br />

Geister der kalten Jahreszeit.<br />

ist etwas ganz Mystisches, man bekommt<br />

die Larven ja kaum zu sehen.“<br />

„Heute haben sich viele gute Bildhauer<br />

auf die Larven spezialisiert“, sagt der Musiker.<br />

„Eine alte Originallarve ist ganz einfach.<br />

Sie ist glatt, meistens ernst, hat einen Charakter,<br />

und sie lebt.“<br />

Es geht um den Spaß und<br />

auch darum, Krawall zu<br />

machen.<br />

Alexandra Spielmann<br />

Masken gebe es auf der ganzen Welt.<br />

„Aber unsere Larven ähneln dem Gesicht<br />

am meisten“, sagt der Künstler. „Und sie zeigen<br />

oft Gesichter, die es wirklich gab.“ Als<br />

er einmal eine Frauenlarve trug, sagte eine<br />

Frau: „Du, die schaut aus wie meine Uroma.“<br />

Und das stimmte, „es war tatsächlich ihre<br />

Uroma“, erzählt Neuner.<br />

Es gibt in Garmisch-Partenkirchen typische<br />

Verkleidungen, die auf der Straße zu<br />

sehen sind. Zum Beispiel die „Jacklschutzer“.<br />

Vier Männer mit bärtiger Larve schleppen<br />

eine riesige Heuplane („Blochn“) mit einer<br />

Stoffpuppe („Jackl“). Der Fünfte trägt vor<br />

den Häusern einen Vers vor, in dem der Bewohner<br />

gelobt oder auf den Arm genommen<br />

wird. „Dieser Brauch wird seit Generationen<br />

so gemacht“, weiß Daniel Neuner.<br />

Die Fasnachtskostüme stammen meistens<br />

aus Familienbesitz. Das Gewand wird weitervererbt.<br />

Es wird aber auch in den Familien<br />

viel selbst geschneidert. Neuner näht viele<br />

Kostüme sogar mit der Hand.<br />

Auch in Grainau geht’s in der Fasnacht lustig<br />

zu, wie Ignaz Schwinghammer, zweiter<br />

Vorsitzender des Fosenachtsvereins Grainau,<br />

sagt. Er selbst besitzt noch Larven von seinem<br />

Vater und Uropa.<br />

„Wir gehen an drei Tagen Maschkera“,<br />

sagt Schwinghammer: „Am Donnerstag vor<br />

dem ‚unsinnigen Donnerstag‘ gehen wir die<br />

Wirtschaften ab und machen Späße mit den<br />

Gästen. Es wird auch getanzt.“ Am unsinnigen<br />

Donnerstag beginnt das Faschingstreiben<br />

um 14 Uhr. Dann ziehen die „Schellen -<br />

rührer“ los, stampfen und lassen ihre Glocken<br />

hören, und es sind auch andere Gruppen,<br />

zum Beispiel die „Bärentreiber“ oder<br />

das „Muiradl“ unterwegs. Beim „Muiradl“<br />

ziehen Maschkera einen Baumstamm mit<br />

einem sich kreiselnden Wagenrad, auf dem<br />

zwei Burschen als Paar verkleidet sitzen.<br />

Am Ende geht‘s zur<br />

„Maschkerabeerdigung“<br />

Am Faschingssonntag gibt es in Grainau<br />

einen Umzug. Faschingsdienstag startet das<br />

bunte Treiben in Grainau um 14 Uhr. Das<br />

Ende des wilden Spektakels um Mitternacht<br />

feiern die Einheimischen dort mit einer<br />

„Maschkerabeerdigung“. „Auf einer Bahre<br />

liegt meistens eine Sandpuppe als Toter.


25<br />

English Summary<br />

Nachbar oder Freundin? Wer sich<br />

hinter der Larve versteckt, weiß<br />

keiner so genau.<br />

Das Einschellen hat in der Tiroler<br />

Zugspitz Arena eine lange Tradition.<br />

They parade through the village<br />

wearing masks and costumes, play<br />

the accordion or guitar to their dancing<br />

and drive out the winter: when it<br />

comes to carnival, locals in Tyrol and<br />

the Werdenfelser Land still adhere to<br />

ancient traditions. And despite some<br />

differences, they all have one thing in<br />

common: it’s great fun. The people of<br />

Werdenfels, disguised with wooden<br />

masks, go from inn to inn playing<br />

their pranks, a custom that has<br />

existed for at least 500 years. The<br />

costumes are usually passed down<br />

from generation to generation and<br />

are usually home-made. Carnival in<br />

Grainau is also a source of<br />

merrymaking and lasts three days,<br />

while in Tyrol the season is officially<br />

‘rung in’ in Ehrwald on 7 January. In<br />

Biberwier, a glittering masked ball<br />

with a different theme is organised<br />

every year to celebrate carnival, with<br />

up to 245 guests adorned in fancy<br />

dress filling up the parish hall. Last<br />

year’s theme was ‘one night on<br />

Broadway – best of musicals’. A jury<br />

selects the best mask and there are<br />

prizes to be won.<br />

Mit dabei sind verkleidete Totengräber,<br />

Klageweiber, Ministranten und ein Pfarrer“,<br />

erzählt Schwinghammer: „Der eigentliche<br />

Höhepunkt ist die Ansprache des Pfarrers,<br />

der in Versen von den lustigsten Erlebnissen<br />

der Maschkera erzählt.“<br />

Auch in Tirol gehören die bunt bemalten<br />

Holzmasken zum Faschingsbrauch. Die Fasnacht<br />

läuten dort die sogenannten Einscheller<br />

am 7. Januar in Ehrwald ein. Ab 17.45 Uhr<br />

ziehen die Männer mit ihren Masken und<br />

Kostümen mit lautem Glockenläuten durch<br />

das Dorf und die einzelnen Lokale. Allen voran<br />

der Ziegenbock, dessen Kostüm vorher<br />

eine Woche lang im Ziegenstall gelagert<br />

wurde, damit es überzeugend riecht. Ihm<br />

folgen die „Roller“ und „Scheller“ sowie vier<br />

wilde Hexen. Das Ritual läuft immer gleich<br />

ab: Zuerst peitschen die Schnöller mit ihren<br />

„Goaßeln“, dann treiben der Geißbock und<br />

die Hexen in der Wirtschaft ihr Unwesen.<br />

Den Rollern, die mit ihren Glöckchen durch<br />

den Raum hüpfen, folgen die Scheller mit ihren<br />

großen Glocken. Keine leichte Aufgabe:<br />

Ein Glockengurt wiegt um die 30 Kilogramm.<br />

Großer Kehraus mit<br />

der „Hexenmusi“<br />

Für den großen Kehraus am Faschingsdienstag<br />

sorgt dann die „Hexenmusi“. Dabei<br />

ziehen vor allem die jüngeren Mitglieder<br />

der Bürgermusikkapelle Ehrwald als Hexen<br />

verkleidet durch die Gasthöfe des Dorfes.<br />

„Heuer hatten wir zum ersten Mal zwei<br />

Hexenmusi-Gruppen“, erzählt die Obfrau der<br />

Bürgermusikkapelle, Alexandra Spielmann.<br />

„Wir spielen in rund 20 Lokalen vor allem<br />

Faschingsstücke“, so die Musikerin. „Es geht<br />

um den Spaß und auch darum, Krawall zu<br />

machen“, lacht Spielmann, und „meistens<br />

bekommen wir danach einen Schnaps.“<br />

Mit einem rauschenden Maskenball, der<br />

jedes Jahr unter einem anderen Motto steht,<br />

feiert man in Biberwier den Fasching. Veranstaltet<br />

wird die beliebte Kostümnacht von<br />

der Musikkapelle Biberwier. 245 Festgäste<br />

passen in den Gemeindesaal hinein. „Wir<br />

sind immer voll“, freut sich Harald Schennach,<br />

Obmann der Musikkapelle, der den<br />

Abend moderiert: „Wir haben vor acht Jahren<br />

diese Tradition wieder aufleben lassen.“<br />

Mit Spannung wird jedes Jahr das neue Faschingsmotto<br />

erwartet: „Das stellen wir am<br />

11.11. um elf Uhr ins Internet“, wie Schennach<br />

sagt. Vorher sei nichts zu erfahren. Letztes<br />

Jahr lautete das Motto „One night on Broadway<br />

– best of musicals“. Eine Jury sucht die<br />

schönste Maske aus, und es gibt auch einen<br />

Preis zu gewinnen. Weiterer Höhepunkt ist<br />

die beliebte Mitternachtsshow mit der Musikkapelle.<br />

Schennach: „Zum Ball kommen<br />

nicht nur Einheimische, sondern auch viele<br />

Stammgäste, zum Beispiel eine große Männergruppe<br />

aus Wien, die sich dafür immer<br />

Urlaub nimmt.“ <br />

<br />

Lucia Glahn


26 / ARENA EXPRESS<br />

<strong>Grenzenlos</strong> verbunden<br />

Der Arena Express verbindet ganzjährig die<br />

gesamte Zugspitz Arena Bayern-Tirol. Die Fahrt<br />

ist für Gäste und Einheimische kostenlos.<br />

Egal, ob zur Wandertour oder zum<br />

Shopping, zum Skifahren oder Langlaufen.<br />

Mit dem Arena Express Bayern-Tirol<br />

können Gäste und Einheimische<br />

bequem ihre Ausflüge planen. Die<br />

Bahn verbindet Garmisch-Partenkirchen,<br />

Grainau und die Tiroler Zugspitz Arena<br />

grenzüberschreitend und bequem miteinander.<br />

Urlaubsgäste müssen keine zusätzliche<br />

Fahrkarte kaufen. Ihr Bahnticket ist die jeweilige<br />

Gästekarte. Mit der GaPaCard, der<br />

GrainauCard oder der Gästekarte der Tiroler<br />

Zugspitz Arena geht es an 365 Tagen im Jahr<br />

ganztätig, stressfrei und umweltschonend<br />

durch die Region. Einheimische fahren mit<br />

ihrer Einheimischenkarte unter der Woche<br />

von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages und an<br />

Wochenenden sowie Feiertagen ganztägig<br />

kostenlos.<br />

Nächster Halt: Hausberg<br />

Für Skifahrer hat der Arena Express Bayern-<br />

Tirol einen weiteren Vorteil: Er hält auch<br />

an der Haltestelle Hausberg und ist so die<br />

perfekte Verbindung zum Garmisch-Classic-<br />

Skigebiet mit Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze.<br />

<br />

Vils<br />

Musau<br />

Pflach<br />

Reutte<br />

Heiterwang<br />

Bichlbach<br />

Lermoos<br />

Ehrwald<br />

Grainau<br />

English Summary<br />

Guests and locals alike can take<br />

advantage of the Bavaria-Tyrol Arena<br />

Express, linking Garmisch-Partenkirchen,<br />

Grainau and the Tyrol Zugspitz Arena,<br />

to plan excursions. Visitors use their<br />

guest cards as their train tickets; the<br />

GaPaCard, the GrainauCard or the Tyrol<br />

Zugspitz guest card allow relaxed,<br />

all-day and environmentally friendly<br />

travel throughout the region.<br />

GaPa


BESUCHEN SIE UNS IN GARMISCH-<br />

PARTENKIRCHEN AUF 1800m 2 .<br />

conrad GmbH //<br />

82467 Garmisch-Partenkirchen Chamonixstraße 3–9 // Öffnungszeiten Mo–Fr 9.30 –19.00 Uhr / Sa 9.30 –18.00 Uhr //<br />

Onlineshop www.sport-conrad.com


28 / PFERDESCHLITTENFAHRT<br />

Eine Bildergalerie mit weiteren Eindrücken<br />

von der Pferdeschlittenfahrt finden Sie in<br />

der GRENZENLOS-App.<br />

Im Pferdeschlitten<br />

auf eine Reise in die Vergangenheit<br />

Ob eine romantische Fahrt in die Abenddämmerung oder mit der Familie durch<br />

die schneebedeckte Landschaft: Auf dem Pferdeschlitten entdeckt man seine<br />

Umgebung neu.<br />

Schneebedeckte Landschaft, funkelnde<br />

Kristalle und die Stille, die<br />

nur Schnee vermitteln kann. Was<br />

liegt da näher, als eine romantische<br />

Fahrt in winterlicher Landschaft mit<br />

einer Pferdekutsche? Das Besondere ist die<br />

einnehmende Stille. Man fühlt sich in die<br />

Vergangenheit zurückversetzt und hat Zeit<br />

zum Entspannen. Da die Schlitten mit ausreichendem<br />

Wetterschutz ausgestattet sind,<br />

kann man auch bei jeder Witterung eine<br />

Schlittentour erleben. Idyllischer <strong>Winter</strong>zauber,<br />

eingehüllt in warme Decken die frische<br />

Luft genießen.<br />

Kurt Schretter bietet Pferdeschlittenfahrten<br />

in Lermoos schon seit 17 Jahren an. Die<br />

Feriengäste nutzen seine individuellen Angebote<br />

auch, weil der Talkessel bekannt für<br />

sein einmaliges <strong>Winter</strong>panorama ist. „Eine<br />

fünfzigminütige Tour führt von Lermoos<br />

durchs Moos und zurück. Die längere Route<br />

beginnt in Lermoos und führt über Biberwier<br />

nach Ehrwald und zurück nach Lermoos“, erklärt<br />

Schretter.<br />

„Am schönsten sind die Fahrten bei Sonnenschein,<br />

aber auch bei leichtem Schneefall,<br />

nur bei Regen fahre ich nicht. Im <strong>Winter</strong><br />

in die Abenddämmerung hineinzufahren,<br />

hat einen besonderen Reiz. Man fährt noch<br />

am Tag weg und kommt im Dunkeln im<br />

Lichterschein des Dorfes zurück“, schwärmt<br />

Schretter.<br />

English Summary<br />

Whether it’s a romantic outing in the<br />

twilight or a foray into snow-covered<br />

landscapes with all the family: a<br />

horse-drawn carriage is a lovely way<br />

to discover our surroundings in a new<br />

light, enjoying a wonderful aura of<br />

quiet in an old-fashioned, relaxed<br />

way. Go back in time and savour an<br />

idyllic winter dream wrapped in warm<br />

blankets, breathing in the fresh air, to<br />

the sound of clattering hooves. As the<br />

sleighs are equipped for all weathers,<br />

excursions are possible at almost any<br />

time. Trips can be booked from one of<br />

five locations – check the box on the<br />

right for more information.


Informationen<br />

und Buchung:<br />

29<br />

Pferdeschlittenfahrten<br />

Lermoos, Kurt Schretter<br />

+43 699/10581281<br />

zugspitzarena.com<br />

Pferdeschlittenfahrten Joselerhof<br />

Berwang<br />

+43 664/2234912<br />

jb7-quarters.at<br />

Pferdeschlittenfahrten Paulweber<br />

Ehrwald<br />

+43 5673/3133<br />

Pferdeschlittenfahrten<br />

Ehrwald, Arnold Schretter<br />

+43 660/4652590 o. +43 664/9130620<br />

zugspitzarena.com<br />

Lohnkutscherei Sailer<br />

+43 171/6125098<br />

info@garmischerkutschfahrten.de<br />

fiaker-gap.de<br />

Pferdeschlittenfahrten Grainau,<br />

Anton Pfanzelter<br />

+49 157/84065711<br />

Übrigens: Das Wort „Kutsche“ als gefedertes<br />

Fuhrwerk kommt vom ungarischen<br />

„Kocsi“ und die ersten gefederten Reisewagen<br />

hatten schon die Römer ab etwa<br />

dem zweiten Jahrhundert nach Christus.<br />

Mit zwei PS ins Glück<br />

Auch Thomas Sailer, Besitzer der ältesten<br />

Lohnkutscherei in Garmisch-Partenkirchen,<br />

bietet seit Jahrzehnten Kutsch- und Schlittenfahrten<br />

durch das Werdenfelser Land an.<br />

Vor liebevoll restaurierten Fahrzeugen und<br />

Schlitten ziehen die Pferde, wie vor rund 130<br />

Jahren, durch das Loisachtal. In historischen<br />

Stellwagen mit zwei Pferdestärken von<br />

Garmisch-Partenkirchen durch die Föhrenheide<br />

entlang der „Sieben Quellen“ bis nach<br />

Eschenlohe. Das gleichmäßige Klappern der<br />

Hufe, die klare Bergluft und die wunderschöne<br />

Landschaft lassen keine Zeit, an den<br />

Alltagsstress zu denken.<br />

Wenn die Gäste es wünschen, erzählen<br />

die Kutscher Kurt Schretter und Thomas Sailer<br />

während der Fahrt natürlich eine Menge<br />

Geschichten. „Nach 35 Jahren Erfahrung mit<br />

der Kutscherei gibt es viel zu schildern. Und<br />

die alten Erzählungen meiner Vorfahren, die<br />

bereits vor nunmehr 150 Jahren Kutschen<br />

und Schlitten fuhren“, sagt Sailer. „Viele<br />

Stammkunden kehren immer wieder zurück.<br />

Besonders schön ist es natürlich, wenn<br />

Brautpaare wiederkommen, die sich in meiner<br />

Kutsche bereits verlobt haben.“<br />

<br />

Irene Hülsermann


30 / ZUGSPITZBAD<br />

Baden gehen mit Gipfelblick<br />

Im Zugspitzbad Grainau kann man nicht nur etwas für die Fitness tun, sondern<br />

auch bei einmaliger Aussicht relaxen und es sich gut gehen lassen.<br />

Im Sole-Whirlpool lädt nicht nur<br />

der Ausblick zum Entspannen ein.<br />

Mit Blick auf die Waxensteine im<br />

warmen Wasser relaxen und<br />

Kraft tanken. Das ist das Besondere<br />

am Zugspitzbad Grainau<br />

– einem der beliebtesten Freizeitbäder<br />

der Region. Eingebettet in die alpine Landschaft,<br />

findet man in der Gemeinde Grainau<br />

eine großzügig ausgestattete Freizeit- und<br />

Erholungseinrichtung.<br />

Umgeben von herrlicher Natur bietet es<br />

viele Attraktionen für Jung und Alt, Singles<br />

und Familien. Ideal für alle, die sich erholen<br />

wollen, etwas für ihre Fitness tun oder einfach<br />

nur Badespaß haben möchten.<br />

„Im Zugspitzbad können sowohl Hobbyals<br />

auch Profisportler dem Schwimmen frönen.<br />

Im Hallenbad ist eine Schwimmbahn<br />

mit 25 Metern, im Freibad eine Bahn mit 50<br />

Metern Länge vorhanden, die Wettkampfanforderungen<br />

entspricht“, erklärt Stefan<br />

Meyer, Bademeister im Zugspitzbad.<br />

Das Freibad bietet den Gästen während<br />

der Sommersaison ein reichhaltiges Angebot:<br />

zwei Wasserrutschen, Nichtschwimmer-<br />

und Schwimmerbecken mit einer angenehmen<br />

Wassertemperatur von 23 Grad<br />

Celsius, diverse Wasserspieltiere sowie ein<br />

Babyplanschbecken für die Allerkleinsten<br />

und einen Spielplatz.<br />

Ganzjähriger Badespaß<br />

Während, aber auch außerhalb der Freibadsaison<br />

bietet das Hallenbad ein Kombibecken<br />

mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich,<br />

einen Sole-Whirlpool<br />

mit Unterwassermassagedüsen bei einer<br />

Wassertemperatur von 34 Grad Celsius. Ein<br />

Babyplanschbecken, ein Dampfbad sowie<br />

ein Ruheraum mit kostenloser Infrarot-<br />

Physiothermkabine runden das Angebot<br />

ab. Zusätzlich bietet das Zugspitzbad einen<br />

Saunabereich mit einer finnischen Sauna an.<br />

„Das Zugspitzbad garantiert das ganze Jahr<br />

viel Badespaß, aber auch Zeit zum Entspannen<br />

und Erholen“, erklärt Meyer.<br />

Außerdem gibt es besondere Sparangebote:<br />

Der Schwimmbadetag findet immer<br />

montags statt. Mit dem Kurzbadepreis können<br />

Besucher das ganztägige Schwimmbaderlebnis<br />

genießen. Freitags ist Familientag.<br />

Da gibt es die Kurz- und Tages-Familienkarte<br />

zum halben Preis. Zusätzlich können die<br />

Badegäste montags ab 17.30 Uhr an kostenloser<br />

Wassergymnastik teilnehmen und<br />

dreimal in der Woche werden Aqua-Fitness-<br />

Kurse angeboten.<br />

Da Schwimmen und Planschen bekanntlich<br />

hungrig macht, versorgen der Bistrokiosk<br />

vor der einmaligen Bergkulisse und<br />

das Restaurant-Café „Wirtshaus am Kurpark“<br />

die hungrigen Badegäste.<br />

„Wir bekommen regelmäßig Lob und Anerkennung<br />

für die Sauberkeit unseres Bades<br />

und für das nette und freundliche Auftreten<br />

der Schwimmbadmitarbeiter. Auch von dem<br />

herrlichen Panorama sind unsere Gäste<br />

immer wieder fasziniert“, erzählt Meyer<br />

abschließend. Zugspitzbad Grainau: ein lohnenswerter<br />

Besuch vor traumhafter Kulisse.<br />

<br />

<br />

Irene Hülsermann<br />

<br />

<br />

English Summary<br />

At the Grainau aquatic centre, visitors<br />

can swim, exercise or chill to the<br />

accompaniment of glorious views.<br />

Surrounded by natural landscapes on<br />

all sides, there’s something here for<br />

young and old, singles and families<br />

alike. It’s ideal for anyone who wants<br />

to relax, work out or just splash<br />

around. Fridays are family days with<br />

tickets available at half price. And<br />

because swimming tends to build up<br />

an appetite, there’s a bistro and a<br />

restaurant to take care of hungry<br />

bathers.<br />

Info<br />

Zugspitzbad Grainau<br />

Parkweg 8<br />

+49 8821/981826<br />

grainau.de


LEICHT<br />

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32 / SPORT CONRAD<br />

Eine Marke, eine Familie<br />

Sport Conrad aus Garmisch-Partenkirchen gilt über die Grenzen hinaus<br />

als anerkannter Spezialist für den <strong>Winter</strong>sport – vor allem dort, wo er im<br />

Tiefschnee stattfindet.<br />

Wenn sich irgendwo auf diesem<br />

Planeten zwei Tiefschnee-<br />

Enthusiasten treffen und ins<br />

Fachsimpeln geraten – dann<br />

kommt über kurz oder lang die Rede ziemlich<br />

sicher auf Sport Conrad in Garmisch-Partenkirchen.<br />

Das familiengeführte Unternehmen<br />

zählt zu den führenden Adressen auf<br />

diesem Gebiet. Zudem ist es einer der größten<br />

Ausstatter für Freerider und Tourengeher<br />

in Europa, nicht zuletzt seit die stationären<br />

Geschäfte in der Region um einen leistungsstarken<br />

Onlineshop ergänzt wurden.<br />

Es gibt nichts, was wir<br />

für unsere Kunden nicht<br />

möglich machen.<br />

Hans Conrad<br />

In vierter Generation leitet Hans Conrad<br />

die Firma, dem vor 53 Jahren die Leidenschaft<br />

fürs Skifahren mit in die Wiege gelegt<br />

wurde. „Schon der Großvater und der Vater<br />

waren begeisterte Skifahrer und Tourengeher,<br />

da war ich natürlich auch schon als Kind<br />

auf Schnee geeicht“, erzählt er. Weshalb<br />

man ihn, wenn es sich einrichten lässt, im<br />

<strong>Winter</strong> morgens um acht schon oben auf<br />

dem Eckbauer trifft, zu dem er auf vertrauten,<br />

verborgenen Pfaden zusammen mit der<br />

Morgensonne aufgestiegen ist, um dann<br />

durch die tief verschneiten Hänge abzufahren,<br />

bevor die Arbeit ihn ins Büro ruft: „Ich<br />

kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen.“<br />

Es mag auf der Hand liegen, dass ein Sportgeschäft<br />

mit der Bergwelt vor der Haustür<br />

dafür prädestiniert ist, die Menschen mit allem<br />

nötigen Zubehör auszustatten. Wo sonst,<br />

wenn nicht hier, sollen sie ihre Jacken, Hosen,<br />

Stiefel, Helme, Handschuhe, Ski, Boards,<br />

Bindungen, Protektoren und was sonst noch<br />

gebraucht wird kaufen? Was heutzutage<br />

nicht ganz so selbstverständlich ist, in Conrads<br />

Team aber gelebtes Verständnis für den<br />

Dienst am Kunden: Alle Mitarbeiter können<br />

aufmerksam zuhören, nachfragen und ihre<br />

Empfehlungen aussprechen, wenn sie sich<br />

mit ihren Kunden unterhalten.<br />

Wie eine Familie<br />

Wer sich einmal die Zeit nimmt und ein bisschen<br />

zuschaut und zuhört oder sich selbst<br />

beraten lässt, der wird schnell feststellen,<br />

dass hier keine Verkäufer am Werk sind, sondern<br />

Menschen, die selbst aktiv Sport treiben<br />

und ihre Kunden an ihrem Wissen und<br />

ihrer Leidenschaft teilhaben lassen. Gerade<br />

Hans Conrad, Geschäftsführer<br />

die Geduld, mit der sie sich um Neulinge<br />

einer Sportart kümmern, fällt angenehm<br />

auf. Es sind die gleichen freundlichen Helfer,<br />

die zum Beispiel beim Zugspitz-Ultratrail am<br />

Start unterwegs sind, um die Läufer mit einigen<br />

hilfreichen Tipps und Empfehlungen gut<br />

auf den Weg zu bringen.<br />

„Wir pflegen bei uns einen familiären<br />

Umgangston, weil wir diese Firma als Familie<br />

führen“, bringt es Hans Conrad auf den<br />

Punkt, der selbst immer wieder mal in den<br />

Verkaufsräumen mitarbeitet. „Und diesen<br />

Ton müssen wir zunächst im Geschäft rüberbringen,<br />

dann erst im Katalog.“ Er ist stolz<br />

auf das Serviceversprechen, das seit 120<br />

Jahren und inzwischen in vierter Generation<br />

gilt: „Es gibt nichts, was wir für unsere Kunden<br />

nicht möglich machen.“


33<br />

Nicht nur die breite Palette an<br />

Produkten macht <strong>Winter</strong>sportfans<br />

bei Sport Conrad glücklich, sondern<br />

auch die ausgiebige Beratung durch<br />

Menschen, die selbst den <strong>Winter</strong>sport<br />

lieben.<br />

English Summary<br />

Die Heimatverbundenheit des Familienunternehmens<br />

zeigt sich auch in jenen<br />

Momenten, da es gilt, die Attraktivität von<br />

Garmisch-Partenkirchen in die Welt hinauszutragen.<br />

Als der Tourismusverband vor ein<br />

paar Jahren die Idee eines „Alpentestivals“<br />

in die Tat umsetzte, war Sport Conrad als<br />

Partner der ersten Stunde mit dabei. „Outdoorfans<br />

mitten in der Natur neue Kleidung<br />

und neues Equipment ausprobieren zu lassen<br />

– das war genau unser Ding“, erinnert<br />

sich Hans Conrad. Obwohl die Dimension<br />

der Veranstaltung jeden Sommer das ganze<br />

Unternehmen fordert – „Da brauchen wir<br />

600 neue Jacken zum Ausprobieren und 600<br />

Paar neue Schuhe“ –, sind alle im Team mit<br />

Feuereifer dabei. Und ob die Beratung der<br />

Kunden nun im Geschäft stattfindet oder<br />

unter freiem Himmel im Olympiastadion<br />

unter der Sprungschanze, das bleibt sich<br />

genauso gleich wie die Kompetenz und die<br />

Gesprächsbereitschaft der Mitarbeiter.<br />

Beratung ist Trumpf<br />

Eine ähnliche Dimension erreichen die Alpin-<br />

Tiefschneetage, die Sport Conrad in Eigenregie<br />

immer im März ausrichtet – über viele<br />

Jahre hinweg auch im benachbarten Ehrwald.<br />

Auch hier steht eine bunte Zeltstadt im Mittelpunkt,<br />

in der die Hersteller ihre Verleihstände<br />

untergebracht haben. Dort können<br />

sich <strong>Winter</strong>sportler beraten lassen, probieren<br />

und schließlich entscheiden, mit welchem<br />

Equipment es auf Tour gehen soll; wobei<br />

Sport Conrad in Garmisch-<br />

Partenkirchen is widely acknowledged<br />

as the specialist for winter sports –<br />

especially in the deep snow. The<br />

family-run business is one of Europe’s<br />

largest outfitters for freeriders and<br />

hikers, not least since its shops in the<br />

region were expanded by an online<br />

store. Now in its fourth generation,<br />

the company is headed by Hans<br />

Conrad, a man who was born with<br />

a passion for skiing 53 years ago.<br />

And while a sports business for the<br />

mountains would be expected to carry<br />

all the equipment visitors need, good<br />

customer service is not necessarily a<br />

given these days. Here, though, the<br />

staff are attentive and knowledgeable.<br />

Hans Conrad is proud of the service<br />

his business has offered for 120 years:<br />

‘there’s nothing we won’t do for our<br />

customers’.<br />

erfahrene Führer bereitstehen, um Testtouren<br />

zu leiten. „Ungefähr 9000 Kunden haben<br />

wir hier schon willkommen geheißen“, sagt<br />

Conrad. „Manche sind bis aus Skandinavien<br />

angereist, um teilzunehmen.“<br />

Weshalb viele dieser Fachsimpeleien unter<br />

Tiefschneefans, die es rund um den Erdball<br />

gibt, auch auf Schwedisch, Finnisch oder Norwegisch<br />

geführt werden. Ein Begriff ist dabei<br />

aber immer gleich: Sport Conrad.<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger


34 / DIALEKT<br />

Dialekt ist Lebensgefühl<br />

Mei is des schee! Die Dialekte in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol sind besonders<br />

schön anzuhören – auch wenn sie manchmal ein bisschen derb daherkommen.<br />

Grias di“ zur Begrüßung und „Pfiat<br />

di“ zum Abschied. Das versteht in<br />

der Zugspitz Arena Bayern-Tirol<br />

quasi jeder. Doch es gibt auch ein<br />

paar Begriffe, die auf der deutschen und der<br />

Tiroler Seite durchaus anders lauten.<br />

Wissenschaftlich haben sich im letzten Abiturjahrgang<br />

15 Schülerinnen des St.-Irmengard-Gymnasiums<br />

in Garmisch-Partenkirchen<br />

in ihren Seminararbeiten mit dem Thema<br />

„Dialekt und Heimat“ auseinandergesetzt und<br />

sind zu interessanten Ergebnissen gelangt.<br />

„Es ist erstaunlich, wie groß bei jungen<br />

Leuten das Interesse am Thema Dialekt ist,<br />

auch wenn sich dieser insgesamt leider auf<br />

dem Rückzug befindet“, sagt Deutsch- und<br />

Englischlehrer Peter Seitz, der das Projekt erdacht<br />

und betreut hat. Im Werdenfelser Land<br />

wird hauptsächlich Südbairisch gesprochen,<br />

das unter anderem auch in einem Großteil<br />

Tirols üblich ist. „Untereinander und in der<br />

Familie sprechen viele Schülerinnen Dialekt,<br />

vor allem diejenigen, die aus kleineren Orten<br />

kommen“, erzählt Seitz. Aber auch in<br />

den sozialen Medien, etwa bei Facebook<br />

oder WhatsApp, ist der Dialekt bei jungen<br />

Leuten sehr beliebt, wie eine Arbeit ergab.<br />

„Der Dialekt ist Teil meiner Heimat; er ist<br />

wichtig für mein Lebensgefühl“, sagt Selina<br />

Gansler. „Wenn ich Dialekt spreche, muss ich<br />

mich nicht verstellen. Das ist meine Identität.“<br />

Die ehemalige Schülerin hat sprachliche<br />

Unterschiede untersucht: „Den ortstypischen<br />

Dialekt gibt es immer noch, man hört einfach,<br />

wo jemand herkommt. Allerdings gehen<br />

diese Unterschiede bei den Jüngeren<br />

zurück.“ Erstaunlich findet Gansler, dass<br />

manche Worte in den einzelnen Orten dann<br />

„komplett anders“ sind und andere wiederum<br />

gleich.<br />

Vergessene Schmankerl<br />

Dass bestimmte Gerichte oder deren bairische<br />

Bezeichnungen immer mehr in Vergessenheit<br />

geraten, hat Anna Maria Neff in ihrer<br />

Arbeit „Dialekt und Küche“ herausgefunden.<br />

So sei die besondere Spezialität, der sogenannte<br />

Howa, auch als „Kartoffelschmarrn“,<br />

oder „Erdöpfeschmarrn“ bezeichnet, in den<br />

Wirtshäusern gar nicht mehr zu finden.<br />

„In vielen bayerischen privaten Küchen ist<br />

er uns noch erhalten geblieben“, schreibt<br />

Neff. Doch die Anzahl seiner Köche gehe<br />

stetig zurück. Sehr typisch seien noch die<br />

Kartoffelknödel, in Garmisch als „Erdöpfekneilan“<br />

bezeichnet. In Tirol lässt man<br />

sich die Kaaspressknedl schmecken. Das<br />

sind zusammengepresste Brotklöße mit<br />

Zwiebeln und Käse, die in der Pfanne kurz<br />

angebraten und dann in einer Fleischsuppe<br />

oder mit Sauerkraut serviert werden.<br />

Einen Satz können Gäste von allen dialektbegeisterten<br />

in der Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol erwarten: I mog di. <br />

<br />

Lucia Glahn<br />

English Summary<br />

The dialects in the Zugspitz Arena<br />

Bavaria-Tyrol are very pleasant to<br />

listen to. As elsewhere in the world,<br />

local dialects are still used as markers<br />

of origin, but the differences are<br />

beginning to disappear among the<br />

younger generations, a fact thrown<br />

up by a recent student project on the<br />

subject of ‘dialect and home’. Visitors<br />

may have difficulty understanding the<br />

many varieties spoken, but there’s<br />

one sentence that everyone will hear<br />

often: ‘I mog di’ (‘I like you’).<br />

Tirolerisch<br />

bsoffen<br />

Zuig<br />

Herzkaschperl<br />

Duzi<br />

potschat<br />

Oachkatzlschwoaf<br />

Hochdeutsch<br />

betrunken<br />

Dinge<br />

Herzinfarkt<br />

Schnuller<br />

schusselig<br />

der Schwanz vom Eichhörnchen<br />

Bayerisch<br />

bsuffa<br />

Graffe<br />

Hearzkaschperl<br />

Dizzl<br />

dramhapad<br />

Oachkatzlschwoaf


PROMOTION / 35<br />

<strong>Winter</strong>sport<br />

aus Tradition<br />

und Leidenschaft<br />

Die Region um die Zugspitze ist seit jeher mit dem <strong>Winter</strong>sport verwurzelt. Zur<br />

Tradition gehört es auch, Trendsportarten aufzugreifen und erlebbar zu machen.<br />

Das angesagte Revier für Freestyler<br />

ist der „Slopestyle Course“ am Hexenkessel<br />

im Skigebiet Garmisch-<br />

Classic. Bei Freeridern gelten die<br />

unberührten Hänge auf der Zugspitze als ultimativer<br />

Hotspot. Safety first ist das Motto.<br />

Auf der Zugspitze und im Gebiet Garmisch-<br />

Classic informieren Freeride-Checkpoints die<br />

Tiefschneefans zur aktuellen Schnee- und<br />

Wetterlage. Am Hausberg ist der Skinachwuchs<br />

in seinem Element. Auf anfängerfreundlichen<br />

Pisten und im Kinderland mit<br />

vielen Attraktionen steht der Spaß im Vordergrund.<br />

Hier lernen die Rennfahrer von<br />

morgen spielend den Carvingschwung.<br />

Alternativen in Weiß: Rodeln,<br />

Zipfelbob und Schneeschuhwandern<br />

Rodeln mit einzigartigem Panoramablick,<br />

das gibt es nur auf der Zugspitze. Drei<br />

Rodelbahnen mit insgesamt 4,5 Kilometern<br />

präpariert die Bayerische Zugspitzbahn auf<br />

über 2.700 Metern. Kufenfans, die keinen<br />

eigenen Schlitten haben, können sich die<br />

Ausrüstung (Zipfelbob und Helm) beim Skiverleih<br />

Zugspitze für zehn Euro im Untergeschoss<br />

des Gletscherrestaurants Sonnalpin<br />

oder direkt in der Rodelhütte am Gletschergarten<br />

ausleihen.<br />

Hüttenschmankerl, Omas<br />

Suppentopf und vegane Küche<br />

Auch die zünftige Hütteneinkehr gehört<br />

zur Tradition rund um die Zugspitze. Zu<br />

den Klassikern in Sachen Einkehrschwung<br />

im Skigebiet Garmisch-Classic zählen die<br />

Skihütte „Drehmöser 9“ und die Skibar<br />

„Kandahar 2“ mit wunderbarer Aussicht auf<br />

die entscheidende Passage der WM-Piste<br />

Kandahar. Genießen auf höchstem Niveau<br />

heißt es auf der Zugspitze.<br />

Ab diesem <strong>Winter</strong> macht das „Suppenkar“<br />

am Zugspitzplatt von sich reden. Der Name<br />

ist Programm. Er setzt sich aus dem Begriff<br />

Sonnenkar, einem Sessellift im Skigebiet,<br />

und dem Wort Suppenküche zusammen.<br />

Neben traditionellen Gerichten wie Omas<br />

Suppentopf, steht auch eine große Auswahl<br />

für Veganer und Vegetarier auf der Speisekarte.<br />

Genau das Richtige, um sich auf<br />

Deutschlands höchstem Berg für die nächste<br />

Abfahrt oder Rodelpartie zu stärken.<br />

Weitere Informationen zu den Bergbahnen<br />

der Bayerischen Zugspitzbahn erhalten Sie<br />

unter zugspitze.de oder +49 8821 797-0.


36 / FOTOWETTBEWERB<br />

1<br />

Zwei Übernachtungen für 2 Personen im 4-Sterne-Hotel mit<br />

Frühstück gewinnt der Grainau-Fan Christoph Walz aus München<br />

in Grainau!<br />

Ihr schönstes Urlaubsfoto in der Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol war das Motto der letzten Ausgabe,<br />

dem Sie, liebe Gäste und Freunde, sehr zahlreich<br />

nachgekommen sind. Herzlichen Dank dafür. Die<br />

Gewinnerfotos sehen Sie nachfolgend abgebildet.<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt.<br />

2<br />

Zwei Übernachtungen für 2 Personen im 4-Sterne-Hotel mit<br />

Frühstück gewinnt Dieter Meyrl aus Burgkirchen in Garmisch-<br />

Partenkirchen!<br />

Zwei Übernachtungen für 2 Personen im 4-Sterne-Hotel<br />

mit Frühstück gewinnt der Bernhardinerbesitzer Oliver Glaser<br />

aus Neuweiler in der Tiroler Zugspitz Arena!<br />

3<br />

Die Preise<br />

1. bis 3. Platz:<br />

je zwei Übernachtungen in der<br />

Zugspitz Arena Bayern-Tirol<br />

4. und 5. Platz:<br />

je ein Rucksack von ,<br />

Modell „Zugspitze“<br />

www.deuter.com<br />

6. und 7. Platz:<br />

je ein Faltstuhl Modell „SUB 1“<br />

von www.leki.de<br />

9. bis 15. Platz:<br />

Produkte aus der Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol<br />

Der Rechtsweg und die Barab lösung der Gewinne<br />

sind ausgeschlossen. Mitarbeiter der Zugspitz Arena<br />

Bayern-Tirol sowie des vmm wirtschaftsverlages<br />

dürfen leider nicht teilnehmen.


4<br />

37<br />

Heiko Müller aus<br />

Reichelsheim gewinnt<br />

ein Rucksackmodell<br />

„Zugspitze“ von<br />

www.deuter.com<br />

6<br />

Maria Oosterom aus<br />

Münster gewinnt<br />

ein Rucksackmodell<br />

„Zugspitze“ von<br />

www.deuter.com<br />

Holger Diehm aus Gießen gewinnt ein Rucksackmodell<br />

„Zugspitze“ von www.deuter.com<br />

5<br />

8<br />

7<br />

Nico Moosmüller aus Heppenheim<br />

gewinnt ein Rucksackmodell<br />

„Zugspitze“ von www.deuter.com<br />

Eugen Musiol aus Göttingen gewinnt<br />

ein Rucksackmodell „Zugspitze“ von<br />

www.deuter.com<br />

GRENZENLOS gewinnen<br />

Der Fotowettbewerb geht in die nächste<br />

Runde. Senden Sie uns Ihr schönstes<br />

<strong>Winter</strong>-Urlaubsfoto aus der Zugspitz<br />

Arena Bayern-Tirol!<br />

Ihre Fotos senden Sie bitte mit<br />

Angabe Ihrer Adresse bis zum<br />

10. April <strong>2017</strong> per E-Mail an:<br />

grenzenlos@vmm-wirtschafts verlag.de<br />

oder per Post an:<br />

vmm wirtschaftsverlag gmbh & co.kg<br />

Stichwort: GRENZENLOS 2/<strong>2016</strong><br />

Kleine Grottenau 1<br />

D-86150 Augsburg<br />

Mit der Einsendung Ihrer Bilder erklären Sie sich mit der<br />

Ver öffentlichung derselben sowie Ihres Namens in den Medien<br />

der Zugspitz Arena Bayern-Tirol einverstanden.


38 / SPORTPROGRAMM<br />

(Nicht nur) für Best Ager<br />

geht`s sportlich bergauf<br />

Die Tiroler Zugspitz Arena lädt gezielt Sportbegeisterte ein.<br />

Zwei neue Programme für die Nebensaison starten im März <strong>2017</strong>.<br />

In der Tiroler Zugspitz Arena herrscht<br />

Aufbruchstimmung. Aktuell schnürt<br />

das Team der Zugspitz Arena mit<br />

Hoteliers, Hüttenwirten und Top-<br />

Trainern aus der Region gleich zwei Pakete,<br />

die die Herzen von Sportbegeisterten<br />

höher schlagen lassen. Im Gespräch mit<br />

GRENZENLOS verrät Petra Fraune, Geschäftsführerin<br />

der Tiroler Zugspitz Arena, was die<br />

Teilnehmer der jeweils fünftägigen Programme<br />

erwartet.<br />

GRENZENLOS: Im Sommer ging durch<br />

die Medien, dass Ihre neuen Programme<br />

vor allem für Best Ager<br />

– Menschen im Alter ab 50 Jahren –<br />

gedacht sind. Müssen alle bis 49 Jahre<br />

draußen bleiben?<br />

Petra Fraune (lacht): Keineswegs! Jeder<br />

darf mitmachen – jeder, der Sport liebt, denn<br />

unsere neuen Pakete sind zwei komplette<br />

Sportprogramme. Menschen ab der Lebensmitte<br />

finden Angebote wie unsere aber<br />

erfahrungsgemäß besonders interessant.<br />

Sie laufen außerhalb der Ferien, alles ist auf<br />

einem hohen Niveau. Die Kurse mit


39<br />

Petra Fraune, Geschäftsführerin<br />

der Tiroler Zugspitz Arena<br />

Jeder darf mitmachen –<br />

jeder, der Sport liebt.<br />

Petra Fraune<br />

bis zu 60 Skilehrern und Trainern, die pro<br />

Saison unsere Gruppen betreuen, die Hotels,<br />

die hierbei unsere Partner sind – alle mit<br />

drei Sternen, Halbpension, Wellness –, unser<br />

täglicher Hüttenbrunch mit vielen Bioprodukten<br />

und regionalen Spezialitäten … Das<br />

kommt Menschen mit viel Lebenserfahrung<br />

entgegen, die einen gewissen Anspruch an<br />

den Urlaub haben. Dank der Termine in der<br />

Nebensaison bleibt alles bezahlbar, Programm,<br />

Unterkunft und Verpflegung können<br />

zusammen unter 1000 Euro liegen.<br />

GRENZENLOS: Was macht die<br />

beiden Sportprogramme jeweils so<br />

besonders?<br />

Fraune: Die Zugspitze natürlich. Sie ist unser<br />

Alleinstellungsmerkmal und stellt einen der<br />

Programmpunkte dar. Dazu kommt unser<br />

Konzept. Wir spielen zwei unterschiedliche<br />

Bereiche: Programm Nummer eins wendet<br />

sich an alle, die im Einklang mit<br />

der Natur fitter werden<br />

wollen. Da ist auch<br />

für Männer und<br />

Frauen gedacht, die eigene Grenzen und<br />

Ängste überwinden wollen, die vielleicht<br />

nach einer Pause neu ins Skifahren einsteigen.<br />

Das zweite Programm ist für Aktive, die<br />

sagen: Ich bin leistungsmäßig noch nicht<br />

dort, wo ich hinwill. Das sind Frauen und<br />

Männer, die sich im Urlaub verbessern wollen,<br />

in der Kleingruppe mit maximal sechs<br />

Teilnehmern, in einer Art Personal Training.<br />

GRENZENLOS: Wo trainieren die Teilnehmer<br />

jeweils?<br />

Fraune: Beide Programme laufen im<br />

Berwanger Tal, mit Berwang, Bichlbach und<br />

Heiterwang, das wir hier das Tal der Erholung<br />

nennen. Es geht neben Fitness auch um<br />

Naturnähe und Entschleunigung. Auch im Tal<br />

der Energie, um Ehrwald, Lermoos, Biberwier,<br />

werden beide Programme angeboten.<br />

GRENZENLOS: Und wenn ein Teilnehmer<br />

spontan in ein anderes Leistungsniveau<br />

wechseln möchte?<br />

Fraune: Wer sich für ein Programm anmeldet,<br />

gibt natürlich vorab an, wo er sportlich<br />

steht und was er von der Teilnahme erwartet.<br />

Doch sollte sich vor Ort herausstellen,<br />

dass das Anforderungsniveau für den Teilnehmer<br />

nicht ideal ist, dann kann er von<br />

einem Programm ins andere wechseln.<br />

GRENZENLOS: Ist dieses Sportprogramm<br />

auch für Paare geeignet?<br />

Fraune: Wir haben das Programm speziell<br />

für Paare entwickelt, damit diese einen<br />

gemeinsamen, sportlich anspruchsvollen<br />

Urlaub verbringen<br />

Info und Anmeldung:<br />

Im Januar fällt der Startschuss für die<br />

ersten 5-tägigen Sportprogramme<br />

der Tiroler Zugspitz Arena – im Tal der<br />

Energie und im Tal der Erholung. Der<br />

Preis für das komplette Fünf-Tages-Programm<br />

inklusive Training, Hüttenbrunch,<br />

Infoabend, Transfers, Skipässen und<br />

Erlebnisabenden liegt unter 500 Euro pro<br />

Person. Zusätzlich buchen die Teilnehmer<br />

ihre Unterkunft aus den 3-Sterne-<br />

Partnerbetrieben mit Halbpension und<br />

Wellnessangebot.<br />

Die Homepage zugspitzarena.com<br />

verrät Details zu den neuen <strong>Winter</strong>-<br />

(Januar bis März/April) und Sommerprogrammen<br />

(Juni/Juli und September/<br />

Oktober) in der Tiroler Zugspitz Arena.<br />

Wer sich für <strong>2017</strong> vormerken lassen<br />

möchte, kann eine unverbindliche<br />

Anfrage stellen unter<br />

info@zugspitzarena.com oder<br />

+43 5673/20000


40 / SPORTPROGRAMM<br />

können. Es besteht die Möglichkeit, dass<br />

beide Partner am gleichen Programm teilnehmen<br />

oder jeweils verschiedene Programme<br />

buchen – jeder nach seinen sportlichen<br />

Präferenzen.<br />

GRENZENLOS: Wann und wie geht es<br />

los mit den neuen Angeboten?<br />

Fraune: Der Startschuss fällt im Januar und<br />

geht im März weiter. Im <strong>Winter</strong> stehen<br />

natürlich Ski und Langlauf im Mittelpunkt,<br />

zusätzlich werden Klettern oder Tennis und<br />

Schwimmen angeboten. In der warmen<br />

Zeit, also von Juni bis Juli und September bis<br />

Oktober, bieten wir unter anderem Joggen,<br />

Fitnessangebote, Schwimmen, Klettern,<br />

Tennis, Bike und Wanderungen an. An Überraschungen<br />

und Trendsportarten als Ergänzung<br />

denken wir auch. Die Anreise ist immer<br />

sonntags, am Sonntagabend gibt es dann<br />

eine Infoveranstaltung mit Kennenlernen.<br />

GRENZENLOS: Wie läuft die Woche denn<br />

konkret ab?<br />

Fraune: Morgens ab neun Uhr geht es mit<br />

den Kursen los – im <strong>Winter</strong> also mit Abfahrtski,<br />

Langlauf, <strong>Winter</strong>wanderungen, Skitouren<br />

oder auch mal Tennis, Klettern, Schwimmen.<br />

Die Teilnehmer lernen verschiedene Täler<br />

und Orte kennen, so gibt es für jeden viel zu<br />

entdecken. Täglich gegen Mittag beginnt der<br />

Brunch auf einer Hütte. Gut gestärkt treiben<br />

alle ab dem frühen Nachmittag noch einmal<br />

Sport in den jeweiligen Gruppen. Danach<br />

bleibt Zeit für freies Skifahren, für andere<br />

kulturelle oder sportliche Unternehmungen<br />

oder Wellness im Hotel. Am Freitagnachmittag<br />

endet das Programm.<br />

GRENZENLOS: Wie viele Teilnehmer<br />

können dabei sein?<br />

Fraune: Pro Woche können momentan<br />

maximal 440 Personen teilnehmen, die<br />

Mein Traum ist, dass ganz<br />

viele Sportbegeisterte zu<br />

uns finden.<br />

Petra Fraune<br />

von etwa 60 Skilehrern betreut werden –<br />

so werden wir jedem Niveau gerecht. Mein<br />

Traum ist, dass ganz viele Sportbegeisterte<br />

zu uns finden – auch Urlauber aus Garmisch<br />

oder Grainau, die für das Sportprogramm<br />

nach Tirol kommen. Und auch Einheimische,<br />

die gerne an den Kursen teilnehmen.<br />

Dass die Freude am Sport Gäste und<br />

Einheimische, Jüngere und Ältere bei uns<br />

zusammenbringt, dass alle gemeinsam die<br />

Region erkunden, die Zugspitze genießen,<br />

sich sportlich weiterentwickeln … das ist<br />

mein Traum.<br />

Das Interview führte Petra Plaum<br />

Ein Video mit den <strong>Winter</strong>-Highlights in der<br />

Zugspitz Arena Bayern-Tirol zeigen wir in der<br />

GRENZENLOS-App.


41<br />

Ein Bus, ein Lebensgefühl. Der VW<br />

Samba weckt bei vielen schöne<br />

Erinnerungen. Beim Sportprogramm<br />

in der TZA kann man genau solche<br />

„Sambamomente“ hinzugewinnen.<br />

English Summary<br />

There are two new packages for sports<br />

enthusiasts launching in the Tyrol<br />

Zugspitz Arena in March <strong>2017</strong>. The first is<br />

for all those men and women who want<br />

to keep fit in harmony with nature,<br />

overcome limits and fears and maybe<br />

get back into skiing after an extended<br />

break. The second, akin to personal<br />

training, is for the more active among us<br />

who want to genuinely push themselves<br />

in small groups of up to six. Bookings for<br />

the first five-day sports programs in the<br />

Tyrol Zugspitz Arena start in January; the<br />

price for the full five days, including<br />

training, brunch, an info evening,<br />

transfers, ski passes and themed nights<br />

comes to under 500 euros per person.<br />

Participants must also choose from<br />

accommodation in three-star partner<br />

hotels with half board and spa services.<br />

A video showing highlights in the region<br />

can be viewed in the GRENZENLOS app,<br />

and information on the forthcoming<br />

events in winter (January to March/April)<br />

and summer (June/July and September/<br />

October) can be found at zugspitzarena.<br />

com. Non-binding reservations for <strong>2017</strong><br />

can be made by sending an email to<br />

info@zugspitz arena.com or calling<br />

+43 5673/20000.


42 / EIBSEE-SEILBAHN<br />

Aufbruch in eine<br />

neue Dimension<br />

Über Jahrzehnte hinweg hat sie dafür gesorgt, dass Menschen nach<br />

oben kommen, nach unten kommen – und sich näherkommen: die Eibsee-<br />

Seilbahn, geschätzt für ihre flotte Überbrückung großer Höhenunterschiede,<br />

mitunter berüchtigt für drangvolle Enge und Wartezeiten zur Hochsaison, vor<br />

allem im <strong>Winter</strong>. <strong>2017</strong> bricht eine neue Epoche ihrer Geschichte an.<br />

Die Seilbahn, deren Talstation an einem<br />

der schönsten Seen der Alpen<br />

liegt, gehört zu den liebgewordenen<br />

Institutionen in der Region,<br />

hat durch ihr zuverlässiges Auf und Ab über<br />

53 Jahre hinweg an zahllosen Urlaubserlebnissen<br />

mitgewirkt und vielen Urlaubern den<br />

Zugang zu Deutschlands höchstem Gipfel<br />

erschlossen. Es hätten noch viel mehr sein<br />

können, wäre die Kapazität der beiden Kabinen<br />

nicht auf 41 Passagiere begrenzt gewesen.<br />

Dies war nur einer von vielen Gründen,<br />

um die Bayerische Zugspitzbahn als Betreiber<br />

zu einer Modernisierung zu bewegen.<br />

Wobei dieser Begriff das tatsächliche Geschehen<br />

nur unzureichend beschreibt: Mit<br />

einer neuen Talstation, einer neuen Bergstation,<br />

einer neuen Stütze anstelle der bisherigen<br />

beiden sowie zwei neuen Großkabinen<br />

wurde die Eibsee-Seilbahn sozusagen neu<br />

erfunden. Ganz nebenbei erlebten Tausende<br />

von Besuchern während der vergangenen<br />

15 Monate die „höchste Baustelle“ Deutschlands,<br />

von der alle Beteiligten ob ihrer technischen<br />

Herausforderung schwärmten – und<br />

die zugleich an Fachkunde und Leistungsfähigkeit<br />

der ausführenden Betriebe größte<br />

Anforderungen stellte. Schließlich wird nicht<br />

alle Tage einem Berg ein so mächtiges und<br />

anspruchsvolles Bauwerk aufgesattelt.<br />

Abschied von den alten Gondeln<br />

Natürlich mischt sich unter die Begeisterung<br />

auch etwas Wehmut. In dieser <strong>Winter</strong>saison<br />

heißt es Abschied nehmen von den vertrauten<br />

alten Kabinengondeln. Einen Fahrplan<br />

lang werden sie noch Skifahrer und Snowboarder<br />

ihrer Leidenschaft näherbringen und<br />

abends sanft zu Tal schaukeln. Bis voraussichtlich<br />

April <strong>2017</strong> hinein wird parallel zu<br />

den Bauarbeiten der Betrieb noch laufen,<br />

dann heißt es: Halt, Endstation! Wobei auf<br />

die massiven Trageseile noch eine wichtige<br />

Aufgabe wartet. Mit ihnen werden die Nachfolgeseile<br />

nach oben gezogen, vier Stück,<br />

jedes mit einem Gewicht von 150 Tonnen.<br />

Eine gewaltige Erleichterung, denn beim<br />

ersten Mal mussten Bergsteiger sie zu Fuß<br />

den Berg hinaufbefördern, über Schrofen<br />

und Kanten schonend hinweg, damit sie<br />

auch keinen Schaden nähmen.<br />

Spektakuläre Endphase<br />

Auch wenn das bedeutet, dass es im Spätfrühjahr,<br />

im Sommer und im Herbst des<br />

nächsten Jahres keinen Seilbahnbetrieb mit<br />

Passagieren geben wird: Betrieb wird zwischen<br />

Tal und Berg auf jeden Fall herrschen,<br />

an dem Besucher als Beobachter teilhaben<br />

können. Zum Beispiel im Juni und Juli bei der<br />

Fertigstellung der 127 Meter hohen Stütze –<br />

der höchsten bei einer Pendelbahn weltweit.<br />

Zwei Highlights auf einmal:<br />

Deutschlands höchster Berg mit<br />

Deutschlands höchster Baustelle.


43<br />

English Summary<br />

While the Eibsee cable car is already<br />

very well-known for smoothly traversing<br />

great differences in altitude, <strong>2017</strong> will<br />

bring about the dawn of a new era in<br />

its history. The cableway, which for 53<br />

years has provided access to Germany’s<br />

highest peak and been a source of<br />

fascination for untold numbers of<br />

holidaymakers, is currently being<br />

refurbished. It will receive new stations<br />

at the top and bottom, a new support<br />

structure and two new large cabins.<br />

In the last 15 months, thousands of<br />

visitors have watched the progress at<br />

the ‘highest building site’ in the country,<br />

a project that demanded huge expertise<br />

and skill in its construction. The ‘new’<br />

cableway is due to depart on its maiden<br />

voyage on 21 December <strong>2017</strong>.<br />

Photos and videos documenting the<br />

construction process can also be found<br />

in the GRENZENLOS app.


44 / EIBSEE-SEILBAHN<br />

So wird die neue Seilbahn aussehen.<br />

Auch die Vollendung der Bergstation wird als<br />

Motiv für spektakuläre Fotos viele Schaulustige<br />

anlocken. Für zusätzliche Kapazitäten<br />

beim Transport zum Gipfel wird in dieser<br />

Zeit die Zahnradbahn sorgen, für die eigens<br />

eine neue Berglokomotive in Dienst geht,<br />

um zusätzliche Wagen zu schieben.<br />

Im Oktober dann folgt die spannendste<br />

Phase: das Einhängen und Einsteuern der<br />

neuen Gondeln. Deutlich größer gehalten<br />

als ihre Vorgängerinnen bieten sie Platz für<br />

dann 120 Passagiere. Ihr elegantes Äußeres<br />

trägt die markante Aufschrift „Zugspitze“,<br />

um die Botschaft der neuen Seilbahnqualität<br />

über Fotos und Videos in alle Welt hinauszutragen.<br />

Neben dem verbesserten Raumgefühl<br />

schaffen die Kabinen auch einen Zugewinn<br />

bei der Aussicht. Dank der bodentiefen<br />

Verglasung inklusive Scheibenheizung haben<br />

Zugspitzbesucher selbst bei schlechtem<br />

Wetter uneingeschränkte Sicht auf den malerischen<br />

Eibsee, die Landesgrenze Bayern-<br />

Tirol, die markanten Waxensteine sowie die<br />

Alpspitze und dahinter das Karwendelgebirge.<br />

Auch das bayerische Schneekar und<br />

die schroffen Felsen der Zugspitznordwand<br />

rücken zum Greifen nah in das Auge des Betrachters.<br />

An schönen Tagen reicht der Blick<br />

sogar bis zum Starnberger See und nach<br />

München. Unterhalb der Seilbahn schlängelt<br />

sich die Zahnradbahn gemütlich durch<br />

die Wälder oberhalb des Eibsees, bis sie an<br />

der Haltestelle Riffelriss in den Tunnel verschwindet.<br />

Dank der Neigung der berg- und talseitigen<br />

Frontscheiben und der in die Dachfläche<br />

hineingezogenen Panoramafenster haben<br />

auch die Plätze in der Mitte der Kabine und<br />

die kleinen Fahrgäste sowie Rollstuhlfahrer<br />

eine gute Aussicht, deren Sichtfeld bislang<br />

durch die nur halbhohen Fenster nicht ganz<br />

so panoramareich war.<br />

Die Premiere dieser neuen Ausblicksdimension<br />

ist für den 21. Dezember <strong>2017</strong><br />

terminiert, wie einst ihre Vorgängerin rechtzeitig<br />

zum Beginn der <strong>Winter</strong>saison auf der<br />

Zugspitze. <br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger<br />

In der GRENZENLOS-App zeigen wir weitere<br />

Fotos vom Baufortschritt und das Bautagebuch<br />

als Video.


Badespaß mit Zugspitzblick<br />

ZUGSPITZBAD<br />

Im Grainauer Zugspitzbad erwartet Dich wetterunabhängiger Spaß und Abwechslung in einem großzügig<br />

ange legten Freizeit- und Erlebnisbad für Jung und Alt. Fitnessbegeisterte Singles, Erholung und Entspannung<br />

Suchende oder Familien mit Kids – für jeden hält das Zugspitzbad das Passende bereit.<br />

Schwimmen und entspannen<br />

bei jedem Wetter<br />

Das Hallenbad mit Bergblick wartet auf Dich<br />

mit lichtdurchfluteten Panoramafenstern.<br />

Während im Mutter-Kind-Becken Eltern mit<br />

ihren Kleinsten lachen und toben, halten sich<br />

größere Kids und Schwimmer im 32-m-Becken<br />

auf. Im separaten Ruheraum findest Du nach<br />

dem Schwimmen die wohlverdiente Ruhe und<br />

entspannst am besten in unserem Sole-Whirlpool.<br />

Snacks und Getränke gibt‘s in unserem<br />

Bistro-Kiosk.<br />

Jede Menge Familienspielund<br />

Wasserspaß<br />

Mit großzügigen Becken und Liegewiesen und<br />

zahlreichen kinder- und familienfreundlichen<br />

Angeboten ist das Zugspitzbad der ideale Freizeitspaß<br />

für Deine Familie.<br />

Sonne tanken bei atemberaubendem<br />

Bergblick im Außenbereich<br />

Alle Becken im Außenbereich sind wohltemperiert<br />

und weitläufig angelegt. Das Sportbecken bietet mit<br />

50 m-Länge ideale Voraussetzungen für Schwimmer<br />

und am Nichtschwimmer becken sorgt die 64 m<br />

lange Gaudirutsche Spaß für kleine und große<br />

Kinder. Sonnenanbeter freuen sich über 10.000 m 2<br />

Liegewiese und Selbstversorger brutzeln mitgebrachte<br />

Würstchen auf unserem Grillplatz mit Elektrogrill.<br />

Nach Herzenslust<br />

Entspannung genießen<br />

Besonders attraktiv und vielseitig ist der<br />

Wellnessbereich des Zugspitzbades, in dem<br />

Du Dich richtig wohl fühlen und von Kopf<br />

bis Fuß entspannen kannst.<br />

Willkommen im Urlaub!<br />

Zugspitzbad Grainau · Parkweg 8 · 82491 Grainau · Tel. +49 (0) 88 21 / 98 18 26 · www.grainau.de


46 / LAMAWANDERUNG<br />

Mit den Lamas durch die Alpen<br />

Sie sind friedlich und äußerst gutmütig: Lamas. Bei einer Lamawanderung können<br />

daher schon die Kleinsten mitlaufen und selbst herausfinden, ob Lamas wirklich<br />

Menschen anspucken.<br />

Lamawanderung: Von diesen sensiblen<br />

und neugierigen Tieren begleitet<br />

zu werden, ist nicht nur ein besonderes<br />

und tolles Erlebnis, sondern<br />

Erholung pur. Ganz nebenbei bekommt man<br />

auch wieder ein Gefühl für sich selbst und<br />

seine Mitmenschen, für die Umwelt und die<br />

Natur. Kurzum: Eine Lamawanderung hält<br />

viele unerwartete Überraschungen bereit –<br />

so viel schon einmal vorweg.<br />

Heidi Hofherr aus Biberwier führt seit<br />

sechs Jahren ihre Lamas durch die wunderschöne<br />

Alpenlandschaft. „Die Idee dazu<br />

bekam ich, als ich nach einem kleinen Zuverdienst<br />

suchte. Und da wir die Tiere schon<br />

hatten, bot es sich an, diesen Einfall umzusetzen.<br />

Es macht immer mehr Spaß und<br />

mittlerweile läuft es super“, erzählt sie.<br />

Zwar nicht Südamerika, aber dennoch<br />

ein prima Klima für die Lamas<br />

Wenngleich die ursprüngliche Heimat der<br />

Lamas in den Anden in Peru liegt, fühlen<br />

sich die aus der Familie der Kamele stammenden<br />

Tiere Südamerikas in den Alpen<br />

sehr wohl, weil sie das Klima im Hoch- und<br />

Mittelgebirge gewöhnt sind und ihnen die<br />

Höhe gut tut.<br />

Lamas leben in einer Herde und sind sehr<br />

friedliche und gutmütige Tiere. Heidi Hofherr<br />

hält in ihrer Herde allerdings nur die<br />

Hengste, um Rangkämpfe zu vermeiden. Sie<br />

erreichen ein Durchschnittsalter von etwa<br />

25 bis 30 Jahren. Anders als bei Kamelen<br />

sind Lamas keine Reittiere, sie können jedoch<br />

Lasten bis circa 30 Kilogramm tragen.<br />

Manchmal werden sie deshalb auch zur Versorgung<br />

von Berghütten eingesetzt.<br />

Wer gut erzogen ist,<br />

der spuckt nicht<br />

Dem Gerücht, dass Lamas hin und wieder<br />

Menschen anspucken, widerspricht<br />

Heidi Hofherr: „Gut erzogene Lamas spucken<br />

Menschen nicht an. Diese Tiere sind<br />

freundlich und liebevoll, weder beißen<br />

noch treten sie.“ Schwärmend ergänzt<br />

die Lama-Expertin: „Eine Wanderung mit<br />

Lamas ist etwas Besonderes. Man kann die<br />

Natur sehr bewusst erleben und die Ruhe<br />

des Tieres geht ganz auf seinen Begleiter<br />

über. Und wer einmal einem Lama in die<br />

Ob groß, ob klein. Die Lamas<br />

sind so friedlich, dass alle ihren<br />

Spaß mit ihnen haben.<br />

Augen geschaut hat, ist für immer verliebt.“<br />

Die feinfühligen Tiere haben eine<br />

außergewöhnliche Wirkung auf Menschen<br />

und so werden selbst die wildesten und<br />

aufgewecktesten Kinder im Umgang mit<br />

den Lamas augenblicklich ruhig. Darum ist


47<br />

gerade eine solche Wanderung mit den<br />

außergewöhnlichen Tieren für Kinder ab<br />

bereits drei Jahren geeignet. Auch geistig<br />

und körperlich eingeschränkte Menschen<br />

können sehr gut mit Lamas arbeiten.<br />

„Die Länge der Wanderungen hängt immer<br />

von den Teilnehmern ab. Ich sehe mir<br />

die Gruppe an und danach lege ich ganz individuell<br />

die Wanderung aus“, informiert die<br />

Lamawanderin.<br />

„Viele Gäste sind vom gemächlichen<br />

Tempo besonders begeistert. Ihnen bleibt<br />

genug Zeit, sich die Umgebung anzusehen<br />

und so kommen sie immer wieder für eine<br />

Lamatour zurück zu den reizvollen und liebenswerten<br />

Tieren“, sagt Heidi Hofherr und<br />

freut sich über das tolle Feedback, das sie<br />

nicht nur von Erwachsenen, sondern vor allem<br />

auch von den Kindern erhält.<br />

<br />

Irene Hülsermann<br />

English Summary<br />

Through the alpine world with llamas:<br />

being accompanied by these<br />

sensitive, inquisitive animals is not<br />

just a fascinating experience but<br />

also an ideal way to relax. It’s also a<br />

wonderful way to get back in touch<br />

with yourself, others and nature.<br />

Although llamas originally come<br />

from the Andes in Peru, they love<br />

the alpine climate, and the<br />

mountainous terrain in the highlands<br />

is good for them. The gentle creatures<br />

are beloved by all and suitable for<br />

walks with children from three years<br />

of age. Physically and mentally<br />

disabled people can also have great<br />

fun with them. All dates for llama<br />

tours can be found on the event<br />

calendar at zugspitzarena.com.<br />

Termine<br />

Alle Termine, wann die Lama -<br />

wanderung stattfindet, stehen<br />

im Veranstaltungskalender auf<br />

zugspitzarena.com


48 / IGLUDORF<br />

Igludorf – ein<br />

megacooles Abenteuer<br />

Kindheitsträume werden wahr, wenn man vor einem Iglu sitzt, dabei in den<br />

Sternenhimmel schaut oder später in seinen Schlafsack schlüpft und im Iglu übernachtet.<br />

Dazu muss man nicht in die Arktis reisen, ein Trip in die Alpen genügt.<br />

Adrian Günter, Ski- und Snowboardlehrer,<br />

baute sich sein erstes Iglu,<br />

weil er nicht in aller Herrgottsfrühe<br />

aufstehen wollte, um als<br />

Erster auf der Skipiste zu stehen. Freunde<br />

fanden die Idee hervorragend und auch etliche<br />

Touristen wollten in so einem Iglu schlafen.<br />

Eine neue Geschäftsidee war somit vor<br />

20 Jahren geboren. Etwa 20 Schneehäuser,<br />

alle miteinander verbunden, bilden dieses<br />

Schneehotel. Außer den unterschiedlich<br />

großen Schlafräumen für Familien, Gruppen<br />

oder Frischverliebte stehen noch eine Bar,<br />

Küche und zwei Whirlpools zur Verfügung.<br />

Vergängliches Hotel<br />

Da der Schnee aber im Frühjahr taut, entstehen<br />

immer wieder neue Hotels für nur eine<br />

<strong>Winter</strong>saison. Die insgesamt sieben Standorte<br />

befinden sich in der Schweiz, in Andorra<br />

und in Deutschland auf der Zugspitze.<br />

„Blinkende Augen haben die überraschten<br />

Gäste, wenn Sie das erste Mal vor einem<br />

Iglu stehen“, erzählt Géraldine Pucken,<br />

Medienverantwortliche der Iglu-Dorf GmbH<br />

und ergänzt, dass eine Nacht in dieser ungewöhnlichen<br />

Location eine entschleunigende<br />

Wirkung auf die Gäste hat. Kaum einer der<br />

Ankommenden erwartet in den von Weitem<br />

unscheinbaren Erhebungen, dass sich im<br />

Inneren so große Räume mit einer außergewöhnlich<br />

schönen Ausstattung befinden. Die<br />

exklusive und gemütliche Atmosphäre wird<br />

durch viel Licht und künstlerische Skulpturen<br />

aus Eis und Schnee geschaffen.<br />

Im Iglu ist es kuschelig<br />

warm; viel wärmer, als<br />

man erwartet.<br />

Géraldine Pucken<br />

„Im Iglu ist es kuschelig warm; viel wärmer,<br />

als man erwartet. Die Temperaturen bewegen<br />

sich so um die null Grad“, beschreibt<br />

Pucken die Räumlichkeiten. „Innen herrscht<br />

eine besondere Akustik. Außerdem sind alle<br />

Räume miteinander durch Flure verbunden.“<br />

Eine Übernachtung im Iglu ist für Verliebte<br />

genauso geeignet wie für Familien. Gerade<br />

English Summary<br />

Childhood dreams come true when<br />

sitting outside an igloo, gazing up<br />

to the stars and later slipping into a<br />

sleeping bag to spend the night inside<br />

the icy structure. But you don’t need<br />

to visit the Arctic to do this – it’s all<br />

available here! Some 20 snow houses<br />

are connected to form a snow hotel,<br />

and apart from the ‘bedrooms’ for<br />

couples, families and groups, there’s<br />

also a bar, kitchen and two whirlpools.<br />

When the first snow falls, the igloo<br />

builders work continuously with snow<br />

cutters and their own muscles and<br />

passion for three weeks to build this<br />

marvel, a unique hotel complex that<br />

takes around 3,000 hours of work to<br />

complete every year. The exclusive,<br />

cosy atmosphere is aided by a good<br />

deal of light and artistic sculptures<br />

made of ice and snow. There’s a<br />

picture gallery in the GRENZENLOS app<br />

showing the best images of the igloo<br />

village at the Zugspitze.<br />

Im Iglu hat es kuschlige Null Grad.


49<br />

Ein Traum wird wahr: Übernachten auf<br />

der Zugspitze in einem echten Iglu.<br />

Teenager finden es spannend, mit ihren Eltern<br />

in einem Iglu in den bereitliegenden<br />

Expeditionsschlafsäcken eine gemeinsame<br />

Nacht zu verbringen. Im Standardiglu können<br />

bis zu sechs Personen übernachten. Duschen<br />

gibt es nicht, aber Waschbecken mit<br />

lauwarmem Wasser. Einige Räume haben<br />

eine eigene Toilette.<br />

Ein Whirlpool im Iglu<br />

Wer sich aufwärmen möchte, kann dies in<br />

einem der zwei Whirlpools tun. Diese stehen<br />

in einem separaten Iglu mit offenem Dach.<br />

Bei 38 Grad Wassertemperatur und einer<br />

Außentemperatur von Minusgraden gefrieren<br />

dann schon einmal die Haare. „Wer will, kann<br />

sich natürlich eine Mütze aufsetzen“, erklärt<br />

Géraldine Pucken. „An manchen der sieben<br />

Standorte ist sogar eine Sauna verfügbar.“<br />

Langweilig wird es den Gästen bei den<br />

für sie bereitstehenden Angeboten nicht.<br />

Falls das Wetter mitspielt, stehen z.B. eine<br />

Schneeschuhwanderung oder ein Nachtspaziergang<br />

unter glitzerndem Sternenhimmel<br />

auf dem Programm. „Die Sterne leuchten in<br />

den Bergen besonders schön“, beschreibt<br />

die Medienverantwortliche dieses faszinierende<br />

Ereignis.<br />

Nachts ein Käsefondue und bei Sonnenaufgang<br />

ein Frühstück im Restaurant sind<br />

immer im Preis inbegriffen. Je nach gebuchtem<br />

Iglu reicht die vielfältige Auswahl von<br />

Glühwein mit Salzgebäck über Prosecco mit<br />

Spezialitäten-Plättli bis hin zu einem Drei-<br />

Gänge-Menü im beheizten Hot Iglu.<br />

Wie beliebt die Iglus sind, zeigen die Zahlen:<br />

Allein auf der Zugspitze gab es in der<br />

letzten Saison 2.000 Übernachtungen.<br />

Das Dorf entsteht mit<br />

Muskelkraft und Leidenschaft<br />

Wenn der erste Schnee fällt, arbeiten die<br />

Iglubauer drei Wochen am Stück an der<br />

gesamten Anlage. Mithilfe von Schneefräsen,<br />

aber natürlich auch viel Muskelkraft und Leidenschaft<br />

entstehen in rund 3.000 Arbeitsstunden<br />

jeden <strong>Winter</strong> neue Hotelkomplexe,<br />

die zu einer eisigen Nacht einladen.<br />

Ist die Anlage fertiggestellt, fangen bereits<br />

– anders als in „normalen“ Hotels –<br />

am ersten Tag die Renovierungsarbeiten an.<br />

Schnee ist Wasser, bewegt sich und fließt.<br />

Beträgt die Deckenhöhe am Anfang vier<br />

Meter, so sind es am Ende der Saison nur<br />

noch zwei. Die Iglus sind dann komprimierter<br />

und kompakter. An der Statik verändert<br />

sich aber nichts, der Bau ist absolut sicher.<br />

Den Beweis dafür lieferte ein Wettbewerb<br />

in Zermatt. Dort wurde in rund 2.000 Stunden<br />

aus 1.387 Schneeblöcken das größte<br />

Iglu der Welt mit einem Durchmesser von<br />

12,9 Metern gebaut. Als es fertig war, fuhr<br />

eine tonnenschwere Pistenraupe auf die<br />

Spitze.<br />

<br />

Irene Hülsermann<br />

Die schönsten Bilder vom Igludorf auf der<br />

Zugspitze zeigt eine Bildergalerie in der<br />

GRENZENLOS-App.


50 / SCHNEEMUSEUM<br />

Ein Interview mit Dr. Norbert Span, Initator<br />

des Museums „Der Schneekristall“ finden<br />

Sie in der GRENZENLOS-App.<br />

Schnee steckt voller Faszination<br />

So klein und dennoch so beeindruckend: Von Schnee geht eine ganz besondere<br />

Faszination aus. Alles zum Thema Schnee verrät das Museum „Der Schneekristall“.<br />

English Summary<br />

At a six-sided building on the Tyrolean<br />

side of the Zugspitze, visitors can<br />

discover a very special museum: ‘The<br />

Snow Crystal’ is Europe’s first to be<br />

dedicated to the topic of snow. As most<br />

of us know, the harmless-looking snow<br />

that all looks the same to the naked<br />

eye is actually beautifully detailed and<br />

incredibly diverse when seen under a<br />

<strong>Winter</strong>zeit, Schneezeit! Jedes<br />

Jahr aufs Neue fällt die weiße<br />

Pracht. Nimmt man den<br />

Schnee in die Hand und schaut<br />

ihn sich genauer an, kann man mit bloßem<br />

Auge keine Details erkennen. Unter dem<br />

Mikroskop jedoch sieht man die unendliche<br />

Vielfalt jeder einzelnen Flocke. „Die Faszination<br />

des Schnees erklärt sich aus der Einzigartigkeit<br />

der Kristalle und Flockenformen,<br />

die gleichzeitig wunderschön aussehen, den<br />

filigranen Strukturen, die so zerbrechlich<br />

sind, aber dennoch über eine weite Strecke<br />

beim Fall aus den Wolken Bestand haben,<br />

sowie der Reinheit und Unberührtheit einer<br />

frisch gefallenen, geschlossenen Schneedecke“,<br />

erklärt Dr. Kerstin Hürkamp vom Helmholtz<br />

Zentrum München, Wissenschaftlerin<br />

an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus,<br />

Deutschlands höchst gelegener<br />

Forschungsstation auf der Zugspitze.<br />

Schneemuseum „Der Schneekristall“<br />

In einem sechseckigen Bau auf der Tiroler<br />

Seite der Zugspitze können Besucher ein ganz<br />

besonderes Museum besuchen: „Der Schneekristall“<br />

ist das erste Museum in Europa, das<br />

sich den kleinen Kristallen widmet.<br />

Das Schneekristallthermometer als zentrales<br />

Element der Ausstellung zeigt deut-<br />

microscope. The snow crystal<br />

thermometer clearly shows that crystals<br />

take on different shapes at different<br />

temperatures, while a kaleidoscope<br />

reveals the many varieties that grow<br />

on the earth’s surface. There’s also an<br />

interactive area where everyone can<br />

produce their own snow crystal. Entry to<br />

the museum is free.<br />

lich, dass Kristalle in unterschiedlichen<br />

Temperaturbereichen verschiedene Formen<br />

annehmen. Ein Kaleidoskop präsentiert die<br />

unterschiedlichen Kristallformen, die an der<br />

Erdoberfläche wachsen, und entführt die Besucher<br />

in die Welt des Schnees. Eine interaktive<br />

Station lädt zum Mitmachen ein. Hier<br />

kann jeder seinen persönlichen Schneekristall<br />

produzieren, der dann in einer ewigen<br />

Bestenliste gespeichert ist. Der Eintritt ins<br />

Schneemuseum ist kostenlos.<br />

Dieselbe Form, dennoch einzigartig<br />

Denn Schnee ist nicht gleich Schnee. „Genau<br />

genommen gibt es unendlich viele Schneearten,<br />

weil jede Flocke einzigartig ist“, erklärt<br />

Dr. Kerstin Hürkamp. „Was aber alle Kristalle<br />

gemeinsam haben, ist, dass sie aufgrund<br />

der Struktur und Anordnung der Wassermoleküle<br />

immer eine sechseckige Grundform<br />

haben.“ Denn die Wassermoleküle sind aufgebaut<br />

wie eine Pyramide. Fügen sich dann<br />

viele Pyramiden zusammen, ergibt sich die<br />

sechseckige Form.<br />

Aus feuchtem bis nassem Schnee lässt<br />

sich am besten ein Schneemann bauen.<br />

Die Flocken, die aufgrund von Lufttemperaturen<br />

um die null Grad Celsius bereits<br />

leicht anschmelzen, kleben besonders gut<br />

zusammen. „Je dicker die Flocken, umso<br />

besser lässt sich daraus ein Schneeball formen.<br />

Trockener Pulverschnee, der bei tiefen<br />

Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit<br />

fällt, hat sehr kleine Kristalle, die nicht zusammenhaften“,<br />

erläutert Hürkamp.<br />

Schnee kann auch nach dem Alter definiert<br />

werden: Neuschnee, Altschnee, Harsch<br />

oder Firn, das ist Vorjahresschnee, aus dem<br />

sich nach mehreren Jahren ein Gletscher bilden<br />

kann. Genauso gibt es auch Unterscheidungen<br />

nach dem Feuchtegehalt in Pulverschnee,<br />

Nassschnee oder Schneeregen.<br />

<br />

Irene Hülsermann


52 / PISTENBULLY-COPILOT<br />

Einmal hoch hinaus mit<br />

dem Pistenbully<br />

In Lermoos und jetzt auch Biberwier werden Klein<br />

und Groß zu Herrschern über Pisten und Hänge.<br />

Im Pistenbully mitfahren ist ein echtes<br />

Abenteuer. Einmal dem Eis und Schnee<br />

auf den Pisten zeigen, wer hier der<br />

Meister ist! Die Power von 390 PS unterm<br />

Hintern spüren! Hautnah erleben, was<br />

dieses Neun-Tonnen-Gefährt alles draufhat!<br />

Den Fahrer mit Fragen zu löchern, ist<br />

erlaubt – und ob jung oder alt, alle sind<br />

willkommen.<br />

Seit 2014/15 dürfen am Grubigstein Gäste<br />

einen Abend lang Pistenbully-Beifahrer sein,<br />

berichtet Ludwig Keller, Geschäftsführer der<br />

Berglifte Giselher Langes GmbH in Lermoos.<br />

Weil das so gut ankommt, geht es bald in<br />

die dritte Saison – und im Skigebiet Biberwier<br />

ist das Mitfahren künftig auch möglich.<br />

„Geplant ist, wenn es der Naturschnee<br />

erlaubt oder wir es mit der Schneeanlage<br />

wieder hinbekommen, ab dem 2. Dezember<br />

in Lermoos und ab dem 16. Dezember in Biberwier<br />

zu starten“, informiert Keller. Wenn<br />

das Wetter mitspielt, endet die Saison erst<br />

Anfang April in Biberwier und Mitte April<br />

<strong>2017</strong> in Lermoos.<br />

Und so einfach geht es: Ein Erwachsener<br />

beziehungweise ein Erwachsener und ein Kind<br />

dürfen mitfahren. Eine Reservierung an der<br />

Hauptkasse Grubig 1 beziehungsweise Biberwier<br />

ist erforderlich. Jeder Teilnehmer braucht<br />

ein gültiges Liftticket bis zur Mittelstation. Dort<br />

holt der Bully-Rider seine Copiloten ab. Nach<br />

einer kleinen Einweisung an der Pistenmaschine<br />

wird gleich gestartet. Eineinhalb bis<br />

zwei Stunden lang ist dann das Team aus Fahrer<br />

und Co-Pilot gut damit beschäftigt, die von<br />

den Skifahrern hinterlassenen Schneehaufen<br />

für den nächsten Tag zu planieren. Wer mag,<br />

kann vom Fahrer Antworten bekommen auf<br />

Fragen wie: „Was muss man lernen, um so einen<br />

Pistenbully steuern zu dürfen?“ oder „Wie<br />

funktioniert eine Schneekanone?“<br />

So wirst du<br />

Pistenbully-Copilot<br />

Anmeldung: Kassa Kabinenbahn<br />

Grubig 1 bzw. Kassa Biberwier<br />

Treffpunkt: täglich 16.15 Uhr<br />

Mittelstation – Talstation Grubig<br />

2 bzw. Mittelstation Biberwier.<br />

Wetterbedingte Änderungen möglich<br />

Alter: ab 10 Jahre allein,<br />

Jüngere mit einem Erwachsenen<br />

Kosten Saison <strong>2016</strong>/17: Erwachsene<br />

40 Euro, Kinder bis 15 Jahre 25 Euro


53<br />

Manchmal passiert Unvorhersehbares<br />

Manch ein Copilot bekommt unvorhergesehene<br />

Dinge mit, verrät Keller: „Im <strong>Winter</strong><br />

passiert es auch, dass sich Skifahrer bei der<br />

– nicht erlaubten – nächtlichen Abfahrt von<br />

den Hütten im Dunkeln verirren und dann<br />

Hilfe benötigen.“ Zur Sicherheit aller, betont<br />

er, sind die Pisten nach dem Pistenschluss<br />

um 16.30 Uhr gesperrt. Keller ergänzt: „Es<br />

sind auch Windenmaschinen im Einsatz, ca.<br />

800 Meter Stahlseil sichern die Pistenmaschinen<br />

in den steilen Pisten.“ Die Pistensperre<br />

sorgt dafür, dass niemand im Dunkeln<br />

in die Seile fährt und sich verletzt.<br />

Immer wieder berichten Pistenbully-Copiloten<br />

hinterher: „So eine Fahrt ist für jeden kleinen<br />

und großen Alpen-, Ski- und Technikfan<br />

ein Höhepunkt seines <strong>Winter</strong>urlaubs.“<br />

<br />

Petra Plaum<br />

English Summary<br />

Going along for a ride on a ‘PistenBully’<br />

snow groomer is a brilliant experience.<br />

Show everyone’s who’s the master of<br />

the ice and snow, feel the force of<br />

390 horse power behind you and<br />

experience first-hand what this nine-ton<br />

vehicle can really do! And you can ask<br />

the driver anything you like – whether<br />

young or old, everyone’s welcome<br />

here. Trips have been available on the<br />

Grubigstein since 2014/15 and can now<br />

also be booked in the Biberwier skiing<br />

area, from 2 December in Lermoos and<br />

16 December in Biberwier itself. If the<br />

weather plays along, the season will<br />

continue until April. The snow groomer<br />

departs daily at 4.15 pm; children under<br />

10 must be accompanied by adults, and<br />

the pleasure of being a copilot on this<br />

mammoth machine costs 40 euros for<br />

adults and 25 euros for kids up to 15<br />

years of age.


54 / SKIFAHREN MIT SEHBEHINDERUNG<br />

<strong>Winter</strong>sport-Spaß für<br />

Menschen ohne Augenlicht<br />

Bei Skikursen mit Headset wird für viele Blinde und<br />

Sehbehinderte in Garmisch-Partenkirchen ein Traum wahr.<br />

Man muss nichts sehen, um das<br />

Skifahren zu genießen. Dieser<br />

Duft von <strong>Winter</strong>luft und Sonnencreme,<br />

kühlender Fahrtwind<br />

im aufgeregt-erhitzten Gesicht, das<br />

Kribbeln im Bauch, wenn die Geschwindigkeit<br />

zunimmt … „Wir haben immer wieder<br />

Anfragen von Menschen, die mal richtig gut<br />

Ski gefahren sind und dann ihr Augenlicht<br />

verloren haben“, berichtet Walter Gatscher<br />

von der Agentur und Skischule AlpenSport<br />

Total in Garmisch-Partenkirchen. „Auch gibt<br />

es viele junge, aktive Menschen mit starker<br />

Sehbehinderung, die halt auch mal gern Ski<br />

Info und Anmeldung:<br />

Ein Ein-Tages-Kurs mit Transport, Skipass,<br />

Training usw. kostet je nach Dauer und<br />

Umfang der Leistungen zwischen 250<br />

und 350 Euro. Schnupperkurse und Mehrtagesangebote<br />

sind ebenfalls buchbar.<br />

Kinder ab dem Schulalter, die Instruktionen<br />

ihrer Skilehrer Folge leisten, dürfen<br />

mitmachen.<br />

Kontakt:<br />

+49 8821/1425<br />

info@alpensporttotal.de<br />

Ganz so rasant düsen Menschen<br />

mit Sehbehinderung nicht den Berg<br />

hinunter – aber sie erleben das<br />

gleiche Gefühl von Freiheit.


55<br />

fahren lernen würden“, weiß Gatscher, seit<br />

30 Jahren Skilehrer. „Ab dieser Saison können<br />

wir ihnen Kurse im Skifahren, Langlauf<br />

und Schneeschuhwandern anbieten.“<br />

Mit Headset und<br />

Sicherheitsweste auf die Piste<br />

Eine der Kernkompetenzen der Skischule<br />

AlpenSport Total sind maßgeschneiderte<br />

Skikurse für Einzelne und Kleingruppen. Im<br />

Sommersportbereich arbeitet das Team der<br />

Agentur öfter mit Menschen mit körperlichen<br />

Handicaps zusammen. Doch Skifahren<br />

mit 70 oder mehr Prozent Sehbehinderung –<br />

das gibt es europaweit noch selten. Umsichtige<br />

Lehrer, handverlesene Pisten und<br />

robuste, wintersporttaugliche Headsets zur<br />

Kommunikation sorgen für Sicherheit. „Wir<br />

haben Headsets, mit denen sich der Lehrer<br />

mit seinem Schüler ohne Schreien sehr gut<br />

verständigen kann“, betont Gatscher. „Dazu<br />

gibt es reflektierende Sicherheitswesten,<br />

die allen Sehenden zeigen: Vorsicht, hier ist<br />

ein Fahrer, auf den müsst ihr gut Rücksicht<br />

nehmen.“ Außerdem gilt: „Wir gehen nur bei<br />

optimalem Wetter los und das zu Zeiten, wo<br />

wenig los ist.“ Der Lehrer und der Schüler<br />

sprechen ab, was zu tun ist, wenn etwas<br />

nicht nach Plan läuft: „Wenn das Headset<br />

ausfällt und der Schüler den Lehrer nicht<br />

mehr hört, heißt es anhalten“, nennt Gatscher<br />

ein Beispiel.<br />

Piste und Pensum werden auf<br />

jeden individuell zugeschnitten<br />

Ob das Tagesziel „Meine ersten Skischwünge,<br />

Bremsen und Fallen üben“<br />

heißt oder „Wieder einsteigen und besser<br />

werden“, ob der Schüler acht Jahre alt ist<br />

oder sechzig – Piste und Pensum werden<br />

auf seine Bedürfnisse zugeschnitten. „Wir<br />

nehmen auch den Blindenhund mit, wenn<br />

das gewünscht wird“, so Gatscher. In Form<br />

eines Rundum-sorglos-Pakets holen sie<br />

jeden vom Hotel oder der Ferienwohnung<br />

ab, assistieren bei allen Handgriffen, wo das<br />

gewünscht ist, und trainieren stundenlang.<br />

Tageskurse werden wohl am gefragtesten<br />

sein, erwartet Gatscher, „aber auch Schnupperkurse<br />

von wenigen Stunden oder mehrtägige<br />

Kurse bieten wir an.“ Da AlpenSport<br />

Total die Region so gut kennt, helfen die<br />

Die erfahrenen Trainer sind<br />

immer dabei.


56 / SKIFAHREN MIT SEHBEHINDERUNG<br />

English Summary<br />

Auch Schneeschuhwandern<br />

ist ohne Augenlicht möglich.<br />

Skiing courses with headsets can<br />

make dreams come true for blind and<br />

partially sighted visitors to Garmisch-<br />

Partenkirchen. It’s very rare to find<br />

skiing options in Europe for people<br />

with 70 percent or more impaired<br />

vision. The AlpenSport Total ski<br />

school offers tailored courses for<br />

individuals and small groups.<br />

Considerate instructors, selected<br />

pistes and robust headsets for<br />

communication ensure maximum<br />

safety. And there are illuminated<br />

jackets to tell others to be particularly<br />

careful. Those who are happier on<br />

flat ground, though, can also choose<br />

to go on a snowshoe hike. That’s<br />

also possible with headsets in small<br />

groups of two. The experienced skiing<br />

instructors at AlpenSport Total are<br />

very happy to help former skiers who<br />

may have lost their eyesight due to<br />

accident or illness regain their joy in<br />

winter sports. A one-day course with<br />

transport, ski pass and training costs<br />

between 250 and 350 euros. There<br />

are also taster courses available, and<br />

children from schooling age may take<br />

part. Write to info@alpensorttotal.de<br />

or call +49 8821/1425.<br />

Mitarbeiter gern bei der Suche nach einer<br />

barrierefreien Unterkunft.<br />

Skibegeisterte jeden Alters<br />

können mitmachen.<br />

Schneeschuhwandern in Kleingruppen<br />

Und wer sich in der Ebene doch wohler<br />

fühlt als bei der Abfahrt, entscheidet sich ja<br />

vielleicht für eine Schneeschuhwanderung.<br />

„Das geht mit Headsets sogar in einer Kleingruppe<br />

von bis zu zwei Personen mit Sehbehinderung“,<br />

weiß Gatscher. Die erfahrenen<br />

Skilehrer von AlpenSport Total freuen sich<br />

riesig darauf, ehemaligen Skiliebhabern, die<br />

aufgrund schwerer Unfälle oder Erkrankungen<br />

ihr Augenlicht verloren haben, den Spaß<br />

am <strong>Winter</strong>sport zurückzugeben – und allen,<br />

die es erstmals ausprobieren möchten,<br />

diesen Traum zu erfüllen.<br />

<br />

Petra Plaum


57<br />

Hol dir ein Stück Urlaub nach Hause!<br />

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58 / STAMMGAST<br />

… und in der Herberge<br />

war ein Platz für sie<br />

Mehr „Stammgast“ geht nicht: 50 Jahre alt ist Andreas Zilles in diesem Jahr<br />

geworden und seit 50 Jahren macht er Urlaub in Bichlbach. Eine Leistung, die sich<br />

auch beim besten Willen von niemandem überbieten lässt. Doch die Geschichte<br />

ist damit noch nicht erzählt, nicht einmal ansatzweise.<br />

Die Geschichte rund um den<br />

Stammgast Andreas Zilles beginnt<br />

schon weit vor seinem ersten Besuch<br />

in Bichlbach, im Jahr 1943.<br />

Die Heimat der Familie im Ruhrgebiet ist gerade<br />

schwer bombardiert worden. Großmutter<br />

Anna und ihren vier Kindern wird von der<br />

Reichsverwaltung eine Art „Kriegssommerfrische“<br />

zugewiesen, in einem requirierten<br />

Haus in Bichlbach. Dort verbringt die Familie<br />

ein halbes Jahr, „dann hat sich meine Oma<br />

mit der Heimleitung angelegt und musste<br />

wieder zurück“, berichtet Andreas Zilles.<br />

Die Familie übersteht den Krieg unversehrt<br />

und kehrt wenige Jahre später wieder nach<br />

Bichlbach zurück, um dort Sommerferien zu<br />

machen. Ihre Herberge findet sie, diesmal<br />

ist neben Mutter Maria auch Vater Josef dabei,<br />

im gleichen Gebäude.<br />

Der erste Besuch als Baby<br />

Die Kinder wachsen heran, bekommen<br />

selbst Kinder. „1966 waren meine<br />

Eltern dann mit meiner Schwester<br />

und mir als sechs Monate altem<br />

Baby hier“, erzählt Andreas Zilles<br />

mit einem Lächeln. „Ich kann<br />

mich zwar nicht daran erinnern,<br />

aber vermutlich wurde<br />

mir die Wanderlust damals in<br />

die Wiege gelegt.“<br />

Wir kommen im Jahr <strong>2016</strong> an.<br />

Ende August, ein wohlig warmer<br />

Sommertag. Weiße Wolken zieren den<br />

Himmel, das Zugspitzmassiv kämpft sich<br />

durch den Dunst des Vormittags, die Sonne<br />

schickt einen leuchtenden Strahl auf die<br />

Zunft kirche direkt unterhalb des Balkons,<br />

auf dem Andreas mit seiner Frau Friederike<br />

steht. Es ist das gleiche Haus, das gleiche<br />

Zimmer wie damals bei Großeltern und<br />

Eltern, nur inzwischen zur Ferienwohnung<br />

umgebaut. Gemeinsam mit Gastgeber<br />

Emanuel Feineler, der die „Pension Tirol“<br />

von seiner Großmutter übernommen hat,<br />

blättern wir durch alte Gästebücher aus den<br />

1950er-Jahren – Spurensuche. „Es gibt da<br />

einen ganz besonderen Eintrag“, erinnert<br />

sich Andreas Zilles, „mit einer großen Zeich-<br />

Das Schöne ist, dass hier<br />

alles so nahe liegt.<br />

Friederike Zilles<br />

Friederike und Andreas Zilles<br />

genießen jedes Jahr ihren Urlaub.


59<br />

Begeistere Bichlbachfans<br />

in ihrem Stammdomizil.<br />

nung, die mein Vater angefertigt hat.“ Weil<br />

die Oma sorgsam über die Geschichte des<br />

Hauses gewacht hat, werden wir schließlich<br />

fündig. Erinnerungen wie aus dem<br />

Bilderbuch.<br />

In den letzten 50 Jahren „über<br />

jeden Berg geklettert“<br />

Die sind es allerdings nicht allein, die das<br />

Ehepaar aus dem schwäbischen Tübingen<br />

regelmäßig in die Tiroler Zugspitz Arena führen.<br />

Allein schon das halbe Dutzend Wanderschuhe,<br />

zum Lüften auf dem Balkon aufgereiht,<br />

verrät die Leidenschaft, der die beiden<br />

bei ihren Besuchen frönen.<br />

Wobei: Das gilt für Andreas<br />

ein bisschen mehr als für<br />

Friederike. Schon das Blitzen<br />

in seinen Augen verrät,<br />

wie sehr ihn die Wanderwelt<br />

hier lockt, zumal sie ihn auch<br />

nach 50 Jahren noch mit Überraschendem<br />

erfreut: „Da meinst du,<br />

du seist jeden Weg schon gegangen,<br />

und dann findest du doch wieder etwas<br />

Neues.“ Schon als junger Mann, kurz nach<br />

der Ausbildung, habe er damit begonnen,<br />

„über jeden Berg zu klettern, den man von<br />

hier aus sehen kann“, und die Freude daran<br />

begleite ihn bis heute, erzählt Andreas<br />

Zilles.<br />

Seine Frau dagegen genießt einen Urlaub<br />

am Wasser genauso wie in den Bergen. Ein<br />

glückliches Geschick bescherte den beiden<br />

im heißen Sommer 2003 eine erfrischende<br />

Begegnung mit dem Heiterwanger See:<br />

Jedes Mal wieder entdeckst<br />

du etwas Neues.<br />

Andreas Zilles<br />

„Wir sind in der Hitze dort vorbeigelaufen,<br />

haben die Gelegenheit zur Erfrischung genutzt<br />

und ihn dann als Badesee für uns entdeckt“,<br />

berichtet sie. „Seitdem sind wir regelmäßig<br />

dort, auch um beim Schwimmen<br />

English Summary<br />

You couldn’t find a better ‘regular’:<br />

Andreas Zilles turned 50 this year<br />

and has been holidaying in<br />

Bichlbach for just as long. That’s surely<br />

a record no-one can beat. Andreas’<br />

grandparents used to come here<br />

and he himself first visited with his<br />

parents and sister as a baby in 1966.<br />

Andreas has many unforgettable<br />

memories of this place, but that’s not<br />

the only thing that brings him and his<br />

wife back here from their home in<br />

Tübingen every year. For one thing,<br />

they’re passionate hikers, as the<br />

half-dozen hiking boots on their<br />

balcony clearly prove. And since first<br />

coming, they’ve also been staying<br />

in the same room at the same place<br />

that his parents and his grandparents<br />

before them did – even if it’s now a<br />

holiday apartment. But what they<br />

most appreciate about spending<br />

time here is ‘the calming feeling that<br />

you can live life at a slower pace,’ as<br />

Andreas says.<br />

etwas Ausgleich für die Wandermuskeln zu<br />

finden.“ Auch der neu angelegte Badesee<br />

in Bichlbach, den sie vom Balkon ihres Urlaubsdomizils<br />

aus sehen können, gehört zu<br />

den bevorzugten Zielen an heißen Tagen.<br />

„Das ist ja das Schöne, dass hier alles so<br />

nahe liegt.“<br />

Andreas Zilles mit seinem<br />

Bruder und seiner Mutter.<br />

Ruhe in einer Welt, „die sich<br />

ein Stück langsamer dreht“<br />

Da ist aber noch etwas anderes, was für die<br />

beiden die Anziehungskraft des Tiroler Bergdorfs<br />

ausmacht: „Das beruhigende Gefühl,<br />

dass die Welt sich hier nicht ganz so schnell<br />

weiterdreht wie andernorts“, sagt Andreas<br />

und Friederike fügt hinzu: „Das sieht man<br />

zum Beispiel in den Gasthäusern, wo oft noch<br />

die Mutter kocht, ganz einfache Gerichte, die<br />

so richtig nach Urlaub schmecken.“ Und für<br />

die sich die beiden, vom Frühstück bis zum<br />

Abendessen, genussvoll viel Zeit nehmen.<br />

Dem Ehepaar Zilles läuft schließlich nichts<br />

davon. Denn diese Geschichte wird auch<br />

nach 50 Jahren noch lange nicht zu Ende<br />

sein.<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger


60 / BESONDERER ORT<br />

Seine Majestät, der Heiterwanger See<br />

Glasklar“ – Das ist wohl das Wort,<br />

das einem beim Betrachten des<br />

Heiterwanger Sees als Erstes einfällt.<br />

So sauber und frisch ist das<br />

Wasser dort, dass der See eine „Blicktiefe“,<br />

wie es die Fachleute nennen, von 15 Metern<br />

erreicht. Die vielen Fische, die sich den See<br />

als Heimat ausgesucht haben, sind darum<br />

auch stets gut zu erkennen. Als wahres Paradies<br />

für Angler beschreibt schon Kaiser Maximilian<br />

I. den See in seinem Fischereibuch.<br />

Noch beeindruckender indes ist die „Blickhöhe“<br />

des Gewässers, das auf 976 Metern<br />

über Meereshöhe liegt. Die umgebenden<br />

Bergrücken und Gipfel ragen genauso imposant<br />

auf, wie sie malerisch auf der Wasseroberfläche<br />

reflektieren. Manch einer wäre<br />

froh, wenn seine Spiegel zu Hause auch nur<br />

annähernd einen solchen Glanz hätten.<br />

Wanderer schätzen den See als ruhiges<br />

und entspanntes Ziel. Sogar mit dem Kinderwagen<br />

lassen sich große Strecken des<br />

Rundwegs zurücklegen. Aber auch andere<br />

Sportler fühlen sich dort gut aufgehoben,<br />

wie Läufer, Nordic Walker, Segler, Surfer oder<br />

Taucher. Alle zusammen genießen im Sommer<br />

das erfrischende Bad im See als schönen<br />

Ausgleich zum klassischen Bergurlaub.<br />

Dazu gehört auch die seltene Gelegenheit<br />

einer „Kreuzfahrt im Hochgebirge“. Auf der<br />

MS Margarethe und MS Willhelm finden sogar<br />

Dinner-Cruises statt.<br />

Im <strong>Winter</strong>, wenn der See ganz oder teilweise<br />

gefroren ist, bekommt seine Stille etwas<br />

Majestätisches. Dann gehören seine Ufer<br />

den <strong>Winter</strong>wanderern und Langläufern.<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger<br />

English Summary<br />

‘Crystal-clear’ – that’s the best word<br />

to describe Lake Heiterwang. The<br />

water is so clean that you can look<br />

down 15 meters into its depth. The<br />

many fish that have their habitat in it<br />

are also easy to see – a true paradise<br />

for anglers. Hikers love the lake as<br />

a calming and relaxed destination.<br />

Families will enjoy a pleasant walk<br />

around its shores, and it’s also popular<br />

with joggers, Nordic walkers, surfers<br />

and divers.


61<br />

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62 / KLETZENBROT<br />

2<br />

1<br />

Das Kletzenbrot wärmt<br />

den Adventsgaumen<br />

3<br />

Unscheinbar im Anblick, reich im Geschmack: Das<br />

traditionsreiche Früchtebrot gehört zu den Schmankerln der alpinen <strong>Winter</strong>küche.<br />

Bäckermeister Sepp Krätz lässt sich beim Herstellen über die Schulter schauen.<br />

Auch wenn es noch fast zwei Monate<br />

bis Weihnachten sind: In der<br />

Backstube von Sepp Krätz duftet<br />

es schon sehr, sehr festlich. Heute<br />

stehen Kletzenbrote auf dem Arbeitszettel.<br />

In anderen Gegenden Deutschlands auch<br />

als „Früchtebrot“ bekannt, zählt es zu den<br />

traditionellen Gebäcken der Festtagszeit.<br />

Der Name hat mit dem Hauptbestandteil<br />

des Brots zu tun, den mit der Schale getrockneten<br />

Birnen. „Kletzen“, so verraten<br />

uns Sprachforscher kommt von „kloetzen“,<br />

was im Mittelhochdeutschen „spalten“ bedeutete:<br />

Und in Spalten geschnitten werden<br />

mussten die schon teigig und dunkel gewordenen<br />

Birnen, bevor man sie trocknete – damals<br />

die einzige Methode, um die Früchte<br />

des Sommers und Herbstes auch über den<br />

<strong>Winter</strong> hinüber haltbar zu machen.<br />

Auf dem Backtisch von Sepp Krätz stehen<br />

dann auch schon drei große Schüsseln<br />

bereit. Die eine gefüllt mit getrockneten<br />

Birnenschnitzen, die andere mit getrockneten<br />

Feigen und die dritte mit getrockneten<br />

Datteln. „Dazu kommen noch ganze<br />

Haselnüsse und verschiedene Gewürze wie<br />

Zimt, Nelken und Muskat, um den Teig für<br />

die Füllung des Kletzenbrots herzustellen“,<br />

verrät der Bäckermeister, der den Betrieb in<br />

der Partenkirchner Ludwigstraße in achter<br />

Generation führt, in groben Zügen das alte<br />

Familienrezept.<br />

Trockenfrüchte liefern die Süße<br />

„Man kann auch noch Rosinen dazugeben,<br />

für den Geschmack und die Konsistenz<br />

braucht’s die aber nicht.“ Genauso wenig<br />

ist eine zusätzliche Süßung des Gebäcks<br />

erforderlich, zum Beispiel mit Honig. „Die<br />

getrockneten Früchte selbst enthalten ausreichend<br />

Zucker“, weiß Krätz, „außerdem ist<br />

ein Kletzenbrot, anders als Weihnachtsplätzchen,<br />

kein Süßgebäck.“<br />

Alle Zutaten außer den Nüssen werden<br />

klein geschnitten und miteinander vermengt,<br />

bis sie einen dunklen, zähen Brei<br />

ergeben. Bei kleineren Mengen lässt sich<br />

das mit den eigenen Händen erledigen. Bei<br />

English Summary<br />

Unassuming to look at but rich in<br />

taste: the fruit loaf. This traditional<br />

bread is a particular delicacy in the<br />

Alps, especially at Christmas. Master<br />

Baker Sepp Krätz lets us glance over<br />

his shoulder: we see three large bowls<br />

on the table in front of him, one filled<br />

with dried pears, one with figs and<br />

the third with dates. ‘We add full<br />

hazelnuts and seasonings like<br />

cinnamon, cloves and nutmeg to<br />

produce the dough for the filling,’ says<br />

Sepp, describing the family recipe<br />

now in its eighth generation. The best<br />

accompaniment to the bread is tea,<br />

allowing the fruit to develop its full<br />

flavour. As researchers tell us, this<br />

bread was traditionally donated to<br />

beggars or deprived children during<br />

Advent and eaten as a pudding on<br />

Christmas Eve. Pictures from the<br />

bakery and recipe for you to try at<br />

home can be found in the<br />

GRENZENLOS app.


63<br />

5<br />

4<br />

6<br />

7 8<br />

größeren Mengen hilft eine Rührmaschine.<br />

„Man kann das auch fertig kaufen oder auf<br />

Vorrat anfertigen, dann ist zur Konservierung<br />

auch noch Rum beigefügt“, erklärt Krätz.<br />

Der nächste Schritt in der Zubereitung entscheidet<br />

dann über den Charakter des Kletzenbrots,<br />

wie es später auf dem Kaffeetisch<br />

liegt. Pardon: Teetisch. Denn bevor die Frage<br />

ausgesprochen ist, was man am besten<br />

dazu trinkt, tönt es im Brustton der Überzeugung<br />

aus Bäckersmund: „Tee.“ Zu dessen<br />

feinen Noten entfalte sich der Geschmack<br />

des Früchtebrots einfach am besten.<br />

Zurück zum Brot. Manche backen die Füllung<br />

pur heraus, so wie sie ist. Das Ergebnis<br />

ist dunkel, herzhaft und klebrig. Manche hüllen<br />

die Füllung in einen Brotteig; das Ergebnis<br />

ist dunkel, herzhaft und weniger klebrig.<br />

Manche schließlich, wie der Partenkirchner<br />

Bäckermeister, mischen die Fruchtmasse<br />

mit der gleichen Menge Mischbrotteig und<br />

kleiden den als Laib geformten Teig noch in<br />

eine dünne Brotteighülle. Das Ergebnis ist<br />

heller, feiner im Geschmack und insgesamt<br />

„brotiger“. Damit ist es auch besonders nahe<br />

an der ursprünglichen Tradition, das im ländlichen<br />

Alpenraum stets selbst gebackene<br />

Brot zur Vorweihnachtszeit mit Früchten zu<br />

verfeinern.<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

Mischbrotteig als Grundlage<br />

Getrocknete Birnen geben den Namen<br />

Trockenfrüchte und Gewürze<br />

klein schneiden und vermengen<br />

Die gleiche Menge Teig und<br />

Fruchtmasse auswiegen<br />

Auch das Brauchtum hat Appetit<br />

Wie man sein Kletzenbrot isst, bleibt jedem<br />

selbst überlassen. Die einen schneiden es<br />

in dünne Scheiben, die anderen in etwas<br />

dickere, die man fein mit Butter bestreicht,<br />

je nach Gusto. Manche würfeln das Brot<br />

auch und tauchen es in die Sahne, die<br />

zum Tee gereicht wird. Auch beim „Wann“<br />

des Verzehrs sind die Sitten heute etwas<br />

großzügiger. Zumal der einstige Fruchtbarkeitsritus<br />

rund um die Andreasnacht, als<br />

junge Männer in den „Klöpfelnächten“ mit<br />

Gedichten um Gaben baten und Kletzenbrote<br />

erhielten, weitgehend vergessen ist.<br />

Auch die „Maulgabe“ zum Fest für die Tiere<br />

im Stall wird heute kaum mehr verteilt. Wie<br />

Brauchtumsforscher berichten, haben sich<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

Brotteig und Fruchtmasse gut ver -<br />

mengen und zu Laiben formen<br />

Zusätzlichen Brotteig dünn ausrollen<br />

Laibe in Brotteig einschlagen<br />

und ausbacken<br />

Das fertige Kletzenbrot ist<br />

gut den <strong>Winter</strong> über haltbar<br />

zwei Verwendungen am längsten gehalten:<br />

Kletzenbrot diente als milde Gabe für hungrige<br />

Bettler oder bittsingende Kinder in der<br />

Adventszeit sowie als festlicher Nachtisch<br />

an Heiligabend nach der Mette, feierlich<br />

vom Hausherrn angeschnitten und begleitet<br />

von einem Glaserl Schnaps. Birne natürlich.<br />

<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger<br />

Eine Bildergalerie aus der Backstube und ein<br />

Rezept zum Nachbacken finden Sie in der<br />

GRENZENLOS-App.


64 / EISHOCKEY<br />

Bei jeder Eiszeit geht’s heiß her<br />

Mit Leidenschaft und vollem Körpereinsatz gehen beim Eishockey die „Puckjäger“<br />

zur Sache. In der Zugspitz Arena Bayern-Tirol hat der kraftvolle, dynamische Sport<br />

eine lange Geschichte – und viele Fans.<br />

Bis heute gilt es als legendär, das<br />

Endspiel im Eishockeyturnier der<br />

Olympischen <strong>Winter</strong>spiele 1936 in<br />

Garmisch-Partenkirchen, zugleich<br />

auch Endspiel der Weltmeisterschaft dieses<br />

Jahres. Auf dem Eis standen: auf der einen<br />

Seite Kanada, das Mutterland des Eishockeys,<br />

mit den damals besten Spielern der<br />

Welt eine schier unüberwindbare Größe; auf<br />

der anderen Seite das Vereinigte Königreich<br />

Großbritannien, das Mutterland des Fußballs,<br />

überraschend bis ins Finale gelangt,<br />

der eigentlich chancenlose Herausforderer.<br />

Das Spiel endete 2:1 – für die Briten.<br />

Ganz überraschend war das nicht, denn<br />

das gleiche Ergebnis hatte es schon zuvor<br />

in der Zwischenrunde gegeben. Überhaupt<br />

nicht überraschend war der Ausgang des<br />

Turniers für Eishockeykenner, traten doch<br />

im britischen Trikot überwiegend kanadischstämmige<br />

Spieler an – dem Commonwealth<br />

sei’s getrommelt und gepfiffen.<br />

Einer, der damals hautnah dabei war, ist<br />

Franz Staudacher. In der Pension seiner Familie<br />

war das kanadische Team während der Spiele<br />

untergebracht, der damals Siebenjährige begegnete<br />

den Spielern auf Schritt und Tritt. „Das<br />

ganze Haus war durch die Mannschaft belegt“,<br />

erinnert er sich. „Nur ein oder zwei Zimmer<br />

waren noch frei. In einem davon haben wir<br />

Olympische <strong>Winter</strong>spiele 1936 in<br />

Garmisch-Partenkirchen: Bei der<br />

Eröffnung des Olympia-Eissport-<br />

Zentrums traf der SC Riessersee<br />

auf den HC Milan.


65<br />

einen Berliner untergebracht, der schon gar<br />

nicht mehr daran geglaubt hatte, während der<br />

Spiele eine Unterkunft zu bekommen.“<br />

English Summary<br />

Ice hockey can look back on a long<br />

history – and many fans – in the<br />

Zugspitz Arena Bavaria-Tyrol. To the<br />

present day, the final of the ice hockey<br />

competition at the 1936 <strong>Winter</strong> Olympics<br />

in Garmisch-Partenkirchen remains a<br />

legend. Competing on the ice were<br />

the nations Canada and Great Britain,<br />

which had made it to the final against<br />

all odds. And it was the British who<br />

ended up winning 2:1. One person<br />

who was actually there at the time is<br />

Franz Staudacher: the Canadian team<br />

stayed at his family’s guest house, and<br />

the 7-year-old could follow the players<br />

wherever they went. One inch thick and<br />

Franz Staudacher erinnert sich noch gut an die<br />

Spieler des kanadischen Teams, die 1936 in der Pension<br />

seiner Familie untergebracht waren.<br />

three inches across, the puck flies across<br />

the ice so fast that an untrained eye can<br />

barely follow it. With its extreme speed,<br />

frequent changes of direction and<br />

physical exertion, ice hockey is more<br />

dynamic and exciting than almost any<br />

other team sport. And that’s also what<br />

makes it so fascinating and gripping<br />

for spectators. There are many<br />

opportunities for holidaymakers in the<br />

Zugspitz Arena Bavaria-Tyrol to come<br />

and watch the sport in action – it has<br />

several longstanding ice hockey clubs<br />

that passionately take part in<br />

championship games, even if they’re<br />

not currently in the top league!<br />

Die Kanadier machten ihrem<br />

Ruf alle Ehre<br />

Zu allen drei Mahlzeiten waren die Spieler<br />

im „Haus Opatija“, kamen auch nach den<br />

Spielen direkt wieder dorthin, warfen sich<br />

mitunter mit Kleidung und Schuhen auf<br />

die Betten. „Man hatte meinen Eltern wohl<br />

angeboten, alle Schäden zu ersetzen, aber<br />

die haben nichts gesagt. Wir wollten ja gute<br />

Gastgeber sein.“ Der Vater habe gleichwohl<br />

ein Auge auf die trinkfesten Eishockeyrecken<br />

geworfen, um größere Schwierigkeiten<br />

zu vermeiden. Am Abend vor dem<br />

Spiel gegen die Briten haben sie dann „wohl<br />

doch zu viel Zielwasser getrunken,“ flachst<br />

Staudacher und zitiert seinen Vater: „Ob das<br />

wohl gut geht?“<br />

Ging es nicht; die enttäuschten Kanadier<br />

packten freudlos ihre Sachen und reisten ab.<br />

Sehr zum Bedauern des kleinen Franz „ließen<br />

sie nicht einmal einen Schläger zurück“.<br />

Denn den hätte er gut brauchen können.<br />

Wie die meisten anderen Buben aus dem<br />

Ort auch nutzte er das Glatteis auf ungeräumten<br />

Wegen – bevorzugtes Revier war<br />

die Höllentalstraße – für frei improvisierte<br />

Eishockeypartien auf glatten Sohlen. „Ein<br />

Puck war leicht einmal besorgt, aber ein<br />

ordentlicher Stock war nicht so einfach zu<br />

haben.“ Das rückstandsfreie Verschwinden<br />

der Kanadier mag dazu beigetragen haben,<br />

dass der schon als Kleinkind skibegeisterte<br />

Garmischer seine sportliche Zukunft auf den<br />

Abfahrts- und Slalompisten fand.<br />

Einmal hat er allerdings während des<br />

Olympiaturniers dann ein echtes Spiel besucht<br />

und war beeindruckt: „Die Schnelligkeit,<br />

die Beweglichkeit der Spieler, das war<br />

schon beeindruckend. Ich war so begeistert,<br />

ich habe gar nicht gewusst, wo ich hinschauen<br />

soll.“ Eine Erfahrung, die bis heute<br />

Menschen machen, die zum ersten Mal ein<br />

Eishockey-Match besuchen. Ein Zoll (2,54<br />

Zentimeter) hoch und drei Zoll (7,12 Zentimeter)<br />

im Durchmesser flitzt die schwarze<br />

Hartgummischeibe mit einem solchen<br />

Tempo über das Eis, dass ein untrainiertes<br />

Auge kaum zu folgen vermag.


66 / EISHOCKEY<br />

Rasante Duelle auf dem Eis<br />

beim SC Riessersee.<br />

Meistens sind es mehr die Bewegungen<br />

der Spieler, die dem Zuschauer verraten,<br />

wo das Spielgerät gerade abgeblieben ist.<br />

Aber auch da ist Aufmerksamkeit angesagt:<br />

Mit dem schnellen Gleiten auf dem Eis, den<br />

häufigen Richtungswechseln, der körperlichen<br />

Gewandtheit im Duell mit den Gegenspielern<br />

und beim Führen oder Schießen des<br />

Pucks verfügt Eishockey über eine Dynamik<br />

wie keine andere Mannschaftssportart. Wie<br />

groß die Belastung der Spieler ist, vermag<br />

man an den häufigen, „fliegenden“ Wechseln<br />

erkennen und daran, dass die Spielzeit<br />

von dreimal 20 Minuten eine Horde verschwitzter,<br />

ausgepumpter Spieler hinterlässt,<br />

wie sie auf keiner anderen Spielfläche<br />

zu finden sind.<br />

Heiße Kämpfe bis zum Schluss<br />

Das alles macht den Sport aber auch wieder<br />

für die Zuschauer interessant, denn<br />

auf dem Eis wird gekämpft bis zur Schlusssirene.<br />

Nichts ist spannender, als wenn ein<br />

knapp zurückliegendes Team eine Minute<br />

vor Schluss den Torwart vom Eis nimmt, um<br />

mit einem zusätzlichen Stürmer ein „Power-<br />

Play“ aufzuziehen und das Blatt noch zu<br />

wenden. Wer derlei ein paarmal erlebt hat,<br />

wird sich wundern, warum Fußballspiele so<br />

oft in Zeitlupe stattfinden.<br />

Für Urlauber in der Zugspitz Arena Bayern-<br />

Tirol bieten sich gleich mehrere Gelegenheiten,<br />

Eishockeyluft zu schnuppern. Denn die<br />

Region verfügt über eigene, traditionsreiche<br />

Vereine, die am Meisterschafts-Spielbetrieb<br />

teilnehmen – wenn auch derzeit nicht in den<br />

obersten Klassen. So bestreitet die erste<br />

Mannschaft des EC Ehrwald, in der vorigen<br />

Saison stolzer Vizemeister, an fast jedem<br />

<strong>Winter</strong>wochenende ein Spiel in der Tiroler<br />

Landesliga, wo die Gegner aus der Nachbarschaft<br />

für echtes Derby-Feeling sorgen.<br />

Seine On-Ice-Vorbereitung auf den Ligabetrieb<br />

bestreitet das Team rund um Trainer<br />

Tino Ostler übrigens traditionell im Eissportzentrum<br />

Garmisch. Erst Anfang November<br />

wechselt das Team dann auf heimisches Eis<br />

in Ehrwald.<br />

Mit dem Slogan „Eishockey ist meins“<br />

möchte der EC Ehrwald nun auch wieder<br />

mehr Kinder zum Eishockeysport bewegen.<br />

Die gute Nachwuchsarbeit des Vereins war


67<br />

viele Jahre lang in ganz Tirol<br />

bekannt und vorbildlich. Besonders<br />

die schwache Geburtenrate sowie Personal-<br />

und Spielerabgänge sorgten aber dafür,<br />

dass Ehrwald immer weniger Jahrgänge<br />

für den Spielbetrieb melden konnte. Jetzt<br />

möchte der Verein wieder mehr Kinder zum<br />

Teamsport Eishockey motivieren – um damit<br />

die Grundlage zu schaffen, um vielleicht<br />

einmal wieder an die glorreichen Zeiten anzuknüpfen,<br />

als man in der österreichischen<br />

(zweithöchsten) Nationalliga dabei war und<br />

in der Saison 1992/93 gar den Meistertitel<br />

eroberte.<br />

Stock statt Puck<br />

Eine etwas harmlosere Variante des Wettkampfs<br />

auf der Eisbahn pflegt inzwischen<br />

der Sportclub „Eibsee“ Grainau e.V., der<br />

sich ganz dem Eisstockschießen zugewandt<br />

hat. Bis 1996 schickte der Verein noch eine<br />

Hockeymannschaft aufs Eis, dann musste<br />

wegen Überalterung und Nachwuchsmangel<br />

der Spielbetrieb eingestellt werden. Immerhin:<br />

Der SC verabschiedete sich mit der<br />

stolzen Bilanz von 293 Siegen in 554 Spielen<br />

seit 1955 – und mit einem Torverhältnis von<br />

2.844 zu 2.419. Spielfläche der Mannschaft<br />

war über lange Jahre der zugefrorene Eibsee,<br />

weshalb der Spielplan stark von der<br />

Witterung abhing. Immerhin bescherte das<br />

den Grainauern die Zugehörigkeit zu der (im<br />

Lauf der Jahrzehnte hinweggeschmolzenen)<br />

erlesenen Gilde der bayerischen Natureisvereine.<br />

Nicht wenige Spieler aus dem Ort<br />

haben ihre Karriere bei den Nachbarvereinen<br />

in Rießersee und Ehrwald fortgesetzt.<br />

Der bekannteste von ihnen war Berthold<br />

„Buale“ Hartelt, der Kapitän der legendären<br />

Meistermannschaft des SC Riessersee von<br />

1978, um den sich bis heute zahlreiche<br />

Geschichten und Legenden ranken.<br />

Die bekannteste Eishockeyadresse in der<br />

Region ist bis heute der schon 1920 gegründete<br />

SC Riessersee. „Als zehnmaliger deutscher<br />

Meister ist der SCR bis heute<br />

ganz oben in den<br />

ewigen Bestenlisten<br />

des deutschen Eishockeys<br />

zu finden“, berichtet<br />

Günter Klein, Autor zahlreicher<br />

Standardwerke zum Eishockey und<br />

leitender Sportredakteur der Tageszeitung<br />

„Münchner Merkur“. „Obwohl sich die Mannschaft<br />

schon 1995/96 aus der Deutschen<br />

Der SC Riessersee wird mit<br />

Leidenschaft geführt.<br />

Günter Klein<br />

Eishockeyliga (DEL) verabschiedete, ist sie<br />

noch immer Dritter in der Allzeittabelle – Das<br />

sagt sehr viel über die einstige Stärke der<br />

Mannschaft, die diesen Sport in Deutschland<br />

nachhaltig geprägt hat.“ Unter anderem<br />

waren es Stammspieler des SCR wie Ignaz<br />

Berndanner, die wesentlich zum Gewinn der<br />

Bronzemedaille von Innsbruck beitrugen –<br />

dem bis heute unübertroffenen Highlight<br />

einer deutschen Eishockeymannschaft bei<br />

Olympia.<br />

Leidenschaft fürs Eis<br />

Es gibt aber noch etwas Zweites, was Kenner<br />

wie Klein beeindruckt: „Die Leidenschaft und<br />

Begeisterung, mit der<br />

dieser Verein geführt<br />

wird. Geschäftsführer<br />

Ralph Bader kommt<br />

aus der Fanszene,<br />

auf der Geschäftsstelle<br />

geht noch immer Paul<br />

Karl ans Telefon, der<br />

das als Pensionär ehrenamtlich<br />

macht“, erzählt<br />

der Sportreporter. „Dieser<br />

Verein ist getragen von<br />

Idealismus – und das hat<br />

man nicht alle Tage in Deutschland.“ Dank<br />

der Förderlizenzvereinbarung der Rießerseer<br />

mit dem DEL-Meister aus München<br />

bekommen bei den Ligaspielen im Olympia-<br />

Eissportzentrum auch immer wieder aufstrebende,<br />

junge Talente ihre Eiszeit, zur<br />

Freude des Publikums, dem packender Sport<br />

geboten wird. Zu den gern auf der Tribüne<br />

gesehenen Gästen zählt auch die deutsche<br />

Eishockey-Schiedsrichterlegende Jupp Kompalla.<br />

Der 80-Jährige, gebürtig aus Krefeld,<br />

mit Zweitwohnsitz in Garmisch-Partenkirchen,<br />

„weiß eben, wo das Zuschauen Spaß<br />

macht“, so der Sportjournalist.<br />

Spaß beim Retro-Eishockey<br />

Abseits des professionellen Sports hat vor<br />

fünf Jahren das reine Amateur- und Spaßhockey<br />

auf dem zugefrorenen Rießersee<br />

eine Renaissance erlebt: dem großen Vorbild<br />

Kanadas folgend wurde 2011 ein „Pond<br />

Hockey Turnier“ ausgerichtet, bei dem Kleinmannschaften<br />

auf frei geschaufelten Flächen<br />

gegeneinander antreten. Weshalb es für den<br />

Sieger auch eine goldene Schaufel gibt. Unter<br />

den Premierengästen waren viele große<br />

Namen des deutschen Eishockeys, die es<br />

zu diesem Anlass an eine der bekanntesten<br />

Stätten ihres Sports zog: Alois Schloder, Erich<br />

Kühnhackl, Franz Reindl, der Stanley-Cup-Sieger<br />

Uwe Krupp, Ernst Höfner und Klaus Merk.<br />

Wegen der starken Abhängigkeit vom Wetter<br />

steht nach vier Auflagen die Fortsetzung<br />

des Turniers allerdings in den Sternen.<br />

Was die Buben unserer Tage, wie<br />

einst den Franz Staudacher,<br />

nicht davon abhalten wird, bei<br />

Gelegenheit auf einer glatten<br />

Fläche die ewige Jagd nach<br />

dem Punk neu zu beleben.<br />

<br />

Ulrich Pfaffenberger


68 / KALENDER<br />

Kalender <strong>Winter</strong> <strong>2016</strong>/<strong>2017</strong><br />

Alle Veranstaltungen in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol auf einen Blick.<br />

November <strong>2016</strong><br />

Bis zum <strong>Winter</strong>einbruch<br />

Herbst-, <strong>Winter</strong>- und<br />

Frühjahrswandern<br />

Mittwochs<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

25. November <strong>2016</strong><br />

Tuifllauf<br />

Heiterwang am See<br />

25. November <strong>2016</strong> – 27. Januar <strong>2017</strong><br />

(Verlängerung in Februar möglich)<br />

<strong>Winter</strong> Naturwanderung<br />

Immer freitags, Garmisch-Partenkirchen<br />

26. November – 23. Dezember <strong>2016</strong><br />

Christkindlmarkt<br />

Zentrum Garmisch<br />

Dezember <strong>2016</strong><br />

Anfang Dezember <strong>2016</strong> – 16. März <strong>2017</strong><br />

<strong>Winter</strong>wandern<br />

Garmisch-Partenkirchen, mittwochs<br />

01. Dezember <strong>2016</strong> – 08. Januar <strong>2017</strong><br />

<strong>Winter</strong>zauber am Mohrenplatz<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

03. Dezember <strong>2016</strong><br />

17. Krampusumzug der<br />

Schluchte Tuifl Biberwier<br />

Biberwier<br />

07. Dezember <strong>2016</strong> – 05. April <strong>2017</strong><br />

Schnupperkurs Skitouren<br />

und Schneeschuhwandern<br />

Lermoos, mittwochs<br />

07. Dezember <strong>2016</strong> – 03. Februar <strong>2017</strong><br />

Führung im „ESELHELP“<br />

Krippenmuseum<br />

Bichlbach<br />

Montags, mittwochs, freitags<br />

07. Dezember <strong>2016</strong><br />

Adventsingen in Bichlbach<br />

Bichlbach<br />

13. Dezember <strong>2016</strong> – 28. März <strong>2017</strong><br />

Geführte Schneeschuh-Wanderungen<br />

Immer dienstags, Grainau<br />

15. Dezember – 17. Dezember <strong>2016</strong><br />

Berwanger Bergadvent<br />

Berwang<br />

15. Dezember <strong>2016</strong> – 09. März <strong>2017</strong><br />

Eisstockschießen<br />

Ehrwald, jeden Donnerstag<br />

18. Dezember <strong>2016</strong><br />

Grainauer Christkindlmarkt<br />

im Musikpavillon<br />

Grainau<br />

20. Dezember <strong>2016</strong> – 31. März <strong>2017</strong><br />

Pistenbully Co-Pilot<br />

Bergbahnen Langes, Lermoos<br />

20. Dezember <strong>2016</strong> – 28. März <strong>2017</strong><br />

Fackel- & Laternenwanderung<br />

Lermoos, immer dienstags<br />

21. Dezember <strong>2016</strong><br />

Schneeschuh-Schnuppertour<br />

Berwang, mittwochs<br />

21. Dezember <strong>2016</strong><br />

Laserbiathlon-Wettkampf<br />

Berwang, mittwochs<br />

21. Dezember <strong>2016</strong> – 30. März <strong>2017</strong><br />

Beleuchteter Rodelhang<br />

Bichlbach, jeden Donnerstag<br />

22. Dezember <strong>2016</strong> – 16. Februar <strong>2017</strong><br />

Kulinarischer <strong>Winter</strong>zauber<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

Immer donnerstags<br />

ab 22. Dezember <strong>2016</strong><br />

Tourenabend Gamsalm Ehrwald<br />

jeden Mittwoch & Samstag<br />

ab 22. Dezember <strong>2016</strong><br />

Hüttenabend W1 Skilounge<br />

Ehrwald, jeden Donnerstag<br />

ab 22. Dezember <strong>2016</strong><br />

Tourenabend zur Sunnalm<br />

Biberwier, jeden Donnerstag<br />

24. Dezember <strong>2016</strong><br />

Christmette<br />

in allen Orten der Tiroler Zugspitz Arena<br />

26. Dezember <strong>2016</strong><br />

Russische Weihnacht. Traditionelles<br />

Weihnachtskonzert der Zarewitsch<br />

Don Kosaken<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

27. Dezember <strong>2016</strong><br />

Alpenländisches Weihnachtssingen<br />

Kath. Pfarrkirche Grainau<br />

27. Dezember <strong>2016</strong><br />

Skishow<br />

Berwang, dienstags<br />

27. Dezember <strong>2016</strong> – 10. März <strong>2017</strong><br />

Nachtrodeln auf der Ehrwalder Alm<br />

Ehrwald, freitags & dienstags


69<br />

28. Dezember <strong>2016</strong><br />

Skishow<br />

Lermoos, jeden Montag<br />

28. Dezember <strong>2016</strong> – 08. März <strong>2017</strong><br />

Fackelabfahrt Lermoos<br />

Lermoos, jeden Mittwoch<br />

28. Dezember <strong>2016</strong> – 15. März <strong>2017</strong><br />

Grainauer Fackelwanderungen<br />

Immer mittwochs, Grainau<br />

28. Dezember <strong>2016</strong> – 29. März <strong>2017</strong><br />

Blick hinter die Kulissen der<br />

Bergbahnen Langes<br />

Lermoos, mittwochs<br />

28. Dezember <strong>2016</strong> – 30. März <strong>2017</strong><br />

Gäste-Eisstock-Pokalschiessen<br />

Bichlbach, jeden Donnerstag<br />

29. Dezember <strong>2016</strong><br />

Grainauer Schneefest<br />

im Musikpavillon<br />

Grainau<br />

29. Dezember <strong>2016</strong><br />

Nachtrodeln<br />

Berwang, Donnerstag<br />

29. Dezember <strong>2016</strong><br />

Nachtskilauf<br />

Berwang, Donnerstag<br />

29. Dezember <strong>2016</strong> – 09. März <strong>2017</strong><br />

First Track Lermoos<br />

Lermoos, jeden Donnerstag<br />

30. Dezember <strong>2016</strong><br />

City Biathlon<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

30. Dezember <strong>2016</strong><br />

Kindermusical „Weihnachten Online“<br />

Kurhaus Grainau<br />

31. Dezember <strong>2016</strong><br />

Silvester auf der Zugspitze<br />

Ehrwald<br />

Musical Moments – Die witzigcharmante<br />

Musicalshow.<br />

Januar <strong>2017</strong><br />

01. Januar <strong>2017</strong><br />

Neujahrsskispringen<br />

der 65. Vierschanzentournee<br />

in Garmisch-Partenkirchen<br />

01. Januar <strong>2017</strong><br />

Neujahrsfackellauf und Skishow<br />

„Epochen des Schneesports“<br />

Lermoos<br />

02. Januar <strong>2017</strong><br />

Neujahrskonzert<br />

der Musikkapelle<br />

Grainau<br />

02. Januar – 06. März <strong>2017</strong><br />

Tour de Ville – Dorfführung<br />

Ehrwald, jeden Montag<br />

03. Januar <strong>2017</strong><br />

Musical Moments:<br />

Die witzig-charmante<br />

Musicalshow<br />

Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen<br />

04. Januar – 02. März <strong>2017</strong><br />

Nachtskilauf am Familyjet<br />

Lermoos, mittwochs<br />

06. Januar <strong>2017</strong><br />

48. Hornschlittenrennen um<br />

die Bayerische Meisterschaft<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

07. Januar <strong>2017</strong><br />

Fasnacht einschellen<br />

Ehrwald<br />

07. Januar <strong>2017</strong><br />

Kindermusical „Weihnachten Online“<br />

Kurhaus Grainau<br />

08. /15. /22. /29. Januar <strong>2017</strong><br />

Sonnenaufgangsfahrten<br />

mit Morgenglühen, Zugspitze<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

13. Januar – 21. April <strong>2017</strong><br />

Wassergymnastik<br />

Ehrwald, freitags<br />

14. Januar <strong>2017</strong><br />

Snowhow Safety Saturday<br />

kostenloser Lawinen- und Sicherheitskurs<br />

mit staatl. geprüften Berg- und Skiführern,<br />

Skigebiet Zugspitze<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

21. /22. Januar <strong>2017</strong><br />

FIS Alpiner Ski-Weltcup Damen<br />

Garmisch-Partenkirchen – Kandahar


70 / KALENDER<br />

28. /29. Januar <strong>2017</strong><br />

FIS Alpiner Ski-Weltcup Herren<br />

Garmisch-Partenkirchen – Kandahar<br />

Februar <strong>2017</strong><br />

05. Februar <strong>2017</strong><br />

Sonnenaufgangsfahrten mit<br />

Morgenglühen, Zugspitze<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

11. Februar <strong>2017</strong><br />

DRUM-STARS Die atemberaubendwitzige-Percussionshow<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

16. – 28. Februar <strong>2017</strong><br />

Grainauer Fosenacht – Faschingstreiben<br />

in Grainau und im Werdenfelser Land<br />

17. Februar <strong>2017</strong><br />

Radio Charivari Après-<br />

Ski-Party im Tirolerhaus<br />

Ehrwald<br />

18. /19. Februar <strong>2017</strong><br />

Intersport Powder Days<br />

mit Materialtests und geführten Touren,<br />

Skigebiet Garmisch-Classic<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

18. Februar <strong>2017</strong><br />

Maskenball<br />

Biberwier<br />

19. Februar <strong>2017</strong><br />

Sprungbrett Wettersteinbahnen<br />

Ehrwald<br />

28. Februar <strong>2017</strong><br />

Faschingskehraus mit der Hexenmusi<br />

Ehrwald<br />

März <strong>2017</strong><br />

04. März <strong>2017</strong><br />

Scheibenschlagen<br />

Ehrwald<br />

05. – 13. März <strong>2017</strong><br />

3. Bärige <strong>Winter</strong> Woche<br />

Berwang<br />

23. März <strong>2017</strong><br />

Frühlingswandern<br />

Garmisch-Partenkirchen, mittwochs<br />

04. /11. /18. /25. März <strong>2017</strong><br />

„K2 grill out“<br />

entspannter Ausklang<br />

des <strong>Winter</strong>sporttages bei BBQ & DJ Sound<br />

ab 14 Uhr Skibar Kandahar 2, Talstation<br />

Kreuzeckbahn<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

26. März <strong>2017</strong><br />

Schlager Open Air Tirolerhaus<br />

Ehrwald<br />

April <strong>2017</strong><br />

17. April <strong>2017</strong><br />

Lustiges Ostereiersuchen, am Spielplatz<br />

Veranstalter Grainau Aktiv e.V., Grainau<br />

17. April <strong>2017</strong><br />

Osterkonzert mit der Musikkapelle<br />

Grainau<br />

Mai <strong>2017</strong><br />

01. Mai <strong>2017</strong><br />

<strong>Winter</strong>-Saisonfinale auf der Zugspitz<br />

Grainau<br />

06. Mai <strong>2017</strong><br />

Bayerischer Abend auf dem Wank<br />

(Veranstalter Bayerische Zugspitzbahn)<br />

Weitere Veranstaltungen:<br />

Ganzjährig:<br />

Lebendige Werkstatt<br />

Partenkirchen<br />

Donnerstags:<br />

(Außer Feiertage, Januar und Februar)<br />

Klimatherapeutische Wanderungen<br />

Maximal fünf Stunden unterwegs, gemütlicher<br />

Einkehrschwung auf einer Alm oder in<br />

einen Berg gasthof, Garmisch-Partenkirchen<br />

English Summary<br />

As you’ll have read on the preceding<br />

pages, there is a virtually unlimited<br />

number of exciting, fascinating and<br />

relaxing things to do in the Zugspitz<br />

Arena Bavaria-Tyrol region. The next<br />

three pages provide a handy list of<br />

all the events that are taking place in<br />

the <strong>2016</strong>/<strong>2017</strong> winter season. Enjoy a<br />

mulled wine at the Christmas market<br />

in Garmisch from late November to late<br />

December, listen to Christmas carols in<br />

Bichlbach on 7 december, go on various<br />

guided walks, celebrate New Year on<br />

the Zugspitze, marvel at the ski jumping<br />

on 1 January, enjoy springtime strolls<br />

in Garmisch, go on a dawn trip on the<br />

Zugspitze on 5 February or take in an<br />

Easter concert in Grainau on 17 April.<br />

That’s just some of what’s on offer<br />

here – and there’s always something for<br />

everyone, whether young or old. The<br />

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PANORAMA<br />

36 / GEMEINSAMES 39<br />

PANORAMA<br />

5<br />

Mitten im <strong>Winter</strong><br />

Wie kein Schneekristall dem andern gleicht,<br />

so steckt auch die Zugspitz Arena Bayern-Tirol<br />

voller winterlicher Überraschungen: Unsere<br />

Schatzkarte sagt wo.<br />

Karwendel<br />

Innsbruck<br />

Reith<br />

Gschwandtkopf<br />

Mösern<br />

INNTAL<br />

Hohe Munde<br />

Sonnenspitze<br />

Fernpass<br />

Thaneller<br />

Namlos<br />

Moosloipe Ehrwald-<br />

Lermoos-Biberwier<br />

Das Ehrwalder Moos, eine praktisch<br />

ebene Fläche inmitten des Tals, ist<br />

von einem Netz aus Langlaufloipen<br />

durchzogen, darunter die reizvolle<br />

Moosloipe Ehrwald-Lermoos-<br />

Biberwier.<br />

1<br />

Höhenrain-Panoramaweg<br />

Vom Grainauer Kurhaus ausgehend<br />

führt der Höhenrain-<br />

Panoramaweg am Kramerhang<br />

entlang. Diese leichte Wanderung<br />

lädt zu einem romantischen<br />

<strong>Winter</strong>spaziergang ein.<br />

3<br />

Zu sich finden<br />

im Huberpark<br />

Wer in Ruhe seine Gedanken sammeln<br />

will, kann dies in der idyllischen<br />

Stille des Huberparks tun. Der etwa 1,5<br />

Kilometer lange Rundweg führt unter<br />

anderem an einer kleinen Kapelle<br />

und am Richard-Strauss-Stein<br />

vorbei.<br />

Krün<br />

2<br />

Im <strong>Winter</strong> um den Eibsee<br />

Bei einer <strong>Winter</strong>wanderung um<br />

den Eibsee erliegt man dem besonderen<br />

Zauber der einmaligen <strong>Winter</strong>landschaft<br />

am Fuße der Zugspitze.<br />

Start für diese Rundwanderung ist<br />

der Parkplatz in der Nähe des<br />

Eibsee-Hotels.<br />

4<br />

Der Rießersee<br />

Der Namensgeber für einen der<br />

traditionsreichsten deutschen<br />

Eishockeyvereine ist im gefrorenen<br />

Zustand bis heute ein beliebtes<br />

Revier für Schlittschuhfahrer und<br />

Eisstockschützen – und eine gute<br />

Adresse für aussichtsreiche <strong>Winter</strong>spaziergänge.<br />

Wank<br />

Mittenwald<br />

Eckbauer<br />

Eckbauerbahn<br />

Kranzberg<br />

9<br />

8<br />

Graseckbahn<br />

Partnachklamm<br />

Hausbergbahn<br />

Seefeld<br />

Hausberg<br />

4<br />

Garmisch-Partenkirchen<br />

Hochalmbahn<br />

Riessersee<br />

Kreuzeckbahn<br />

Kreuzeck<br />

Alpspitzbahn<br />

Alpspitze<br />

Osterfelderkopf<br />

Höllentalklamm<br />

(im <strong>Winter</strong><br />

geschlossen)<br />

Hammersbach<br />

Zugspitzplatt<br />

Bayerische Zugspitzbahn<br />

Loisach<br />

Zugspitze<br />

2962 m<br />

Gletscherbahn<br />

Grainau<br />

3<br />

Station<br />

Riffelriss<br />

Eibsee-Seilbahn<br />

Badersee<br />

1<br />

Arena Express Bayern-Tirol<br />

Igelsee<br />

Tiroler Zugspitzbahn<br />

Marienbergjoch<br />

Drachensee<br />

Seebensee<br />

Ehrwalder<br />

Almbahn<br />

Wettersteinbahnen<br />

Eibsee<br />

Marienbergbahnen<br />

Obermoos<br />

2<br />

Biberwier<br />

5<br />

Grubigsteinbahnen<br />

Lermoos<br />

Ehrwald<br />

6<br />

Grubigstein<br />

Rinnen<br />

Berwang<br />

Sonnalmbahn<br />

Bichlbach<br />

Lähn/Wengle<br />

Daniel<br />

Griesen<br />

Skischaukel Berwang-Bichlbach<br />

Almkopfbahn<br />

Heiterwang<br />

Plansee<br />

Karlift<br />

Heiterwanger See<br />

7<br />

7<br />

<strong>Winter</strong>glitzern am<br />

Heiterwanger See<br />

Der Heiterwanger See ist nicht nur<br />

ein einmaliges Ziel für einen<br />

erholsamen <strong>Winter</strong>spaziergang.<br />

Die 1,6 Kilometer lange Rundloipe<br />

entlang des Sees lädt zum<br />

Sporteln ein. Start ist die<br />

Unterbachbrücke.<br />

9<br />

Der „Hohe Weg“<br />

Unter Kennern geschätzt und<br />

gefürchtet zugleich ist diese Strecke<br />

traditionell am Dreikönigstag: Schauplatz<br />

der „Bayerischen Meisterschaften<br />

im Hornschlittenrennen“. Mutige Frauen<br />

und Männer rasen mit bis zu 100 km/h<br />

auf ihren hölzernen Schlitten den<br />

Hang hinunter – bis vor die Tür des<br />

Vereinsheims des Hornschlittenvereins<br />

Partenkirchen.<br />

6<br />

Bergstation Grubigstein<br />

Am Grubigstein an der<br />

Bergstation in Lermoos genießt<br />

man vom Skilift Gams-Jet die<br />

Aussicht auf den Wetterstein<br />

und auf der anderen Seite<br />

Richtung Fernpass.<br />

8<br />

Die Partnachklamm<br />

Ein spannender Weg durch die ungebändigte,<br />

machtvolle Natur, die<br />

auch den Nachwuchs begeistert, ist<br />

eine geführte Fackelwanderung<br />

durch die Partnachklamm. Geheimnisvoll<br />

bricht sich das Licht<br />

der lodernden Fackeln in den<br />

mächtigen Eisvorhängen.<br />

Wankbahn<br />

Pflegersee


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Mit nur einem Ticket unterwegs in der gesamten Region: Zum Beispiel<br />

zum Münchener Flughafen mit nur einem Umstieg in München-Pasing.<br />

Dank Regio-Ticket Werdenfels schon ab 7 Euro pro Person.<br />

Mehr Infos und Tickets auf bahn.de/bayern. Die Bahn macht mobil.<br />

Preisstand: Oktober <strong>2016</strong><br />

Regio Bayern

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