Magazin_Klinikum_Akut_Winter2016_17

amt.verlag

Magazin für Ärzte, Mitarbeiter, Besucher und Patienten des Klinikums Saarbrücken

Winter 2016/17

Bibi aus

Afghanistan

im Klinikum

Saarbrücken

behandelt

Schon

gesehen?

Brandschutz im Klinikum

Neue Spitze

in der

Orthopädie:

Prof. Dr.

Christof Meyer

und

PD Dr.

Konstantinos

Anagnostakos

Das Magazin der Klinikum Saarbrücken gGmbH und ihrer Tochtergesellschaften


Liebe Leserin,

lieber Leser!

3

Editorial

IIch bin wirklich beeindruckt: Das Klinikum

Saarbrücken gGmbH ist das erste Haus bundesweit,

das sich mit dem Zertifikat „DeGIR-

Zentrum für interventionelle Gefäßmedizin und

minimal-invasive Therapie“ schmücken darf.

Dieses Gütesiegel attestiert dem Zentrum eine

hohe interventionell-radiologische Expertise –

und das an 365 Tagen rund um die Uhr. Dank

der Fortschritte in der Radiologie ersetzen minimal-invasive

Behandlungsmethoden andere

Therapien. So können viele Erkrankungen, die

noch vor wenigen Jahren aufwändig operativ

behandelt werden mussten, mit geringem Risiko,

ohne Narkose und ohne chirurgischen Eingriff

therapiert werden. Auch bei der Schlaganfallversorgung

verzeichnen Radiologen seit

Jahren mit der sogenannten Thrombektomie

– hier werden Blutgerinnsel mit Hilfe feinster

Katheter entfernt – gute Erfolge. Auch gerätetechnisch

ist das Institut für Radiologie auf der

Höhe der Zeit: So wurde im Sommer ein Kernspintomograph

der neuesten Generation angeschafft,

der eine bessere Diagnostik in kürzerer

Zeit ermöglicht.

Mich freut besonders, dass das Klinikum

Saarbrücken in seiner Schule für Gesundheitsfachberufe

in großem Umfang eigenen Nachwuchs

ausbildet. So haben in diesem Jahr im

August und Oktober über 70 junge Leute mit

einer Pflegeausbildung begonnen. Dies wird

den Patienten zugute kommen.

Darüber hinaus gibt es noch einige Personalien,

die Sie bestimmt interessieren: Zum Beispiel

im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Dort hat PD Dr. Konstantinos Anagnostakos die

Nachfolge von Prof. Dr. Ulrich Harland – er ist

in den Ruhestand gegangen – angetreten.

Und noch viel mehr an Neuigkeiten erfahren

Sie in diesem Heft.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihre

Der demographische Wandel betrifft auch die

Blutspende. Da die Menschen immer älter werden,

wird zum einen immer mehr Blut für die

medizinische Versorgung benötigt, andererseits

gibt es eine Altersgrenze für Blutspender.

Gleichzeitig lässt die Spendenbereitschaft der

jüngeren Generationen nach. Allein im Saarland

werden täglich im Schnitt 183 Blutkonserven

benötigt. Helfen Sie mit, dass es ausreichend

Blut gibt. Gehen Sie zur Blutspende.

Apropos Hilfe: Der Chefarzt der Klinik für

Mund- und Kieferchirurgie sowie Plastische

Operationen hat ein kleines Mädchen aus Afghanistan

mit Erfolg operiert. Jetzt kann die

Kleine, deren Ober- und Unterkiefer zusammen

gewachsen war, lachen und endlich auch

feste Nahrung zu sich nehmen. Lesen Sie mehr

in dieser Zeitschrift.


4

Impressum

Impressum:

Herausgeber:

Klinikum Saarbrücken gGmbH

Verantwortlich:

Dr. Susann Breßlein, Geschäftsführerin

Winterberg 1, 66119 Saarbrücken

Internet: www.klinikum-saarbruecken.de

Texte:

Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums Saarbrücken

Angela Schuberth-Ziehmer und

Irmtraut Müller-Hippchen

Fon: 0681 / 963-1007 oder -1017

Fax: 0681 / 963-1009

E-Mail: presse@klinikum-saarbruecken.de

Satz & Layout:

AMT-Verlag, Susanne Zoßeder

Am Schindberg 18, 93336 Altmannstein

Anzeigenakquise:

HeidelbergerMedienAgentur

69245 Bammental

Druck:

KerkerDruck GmbH

67661 Kaiserslautern

Erscheinungsdatum:

Dezember 2016

Fotos:

Iris Maurer, Angela Schuberth-Ziehmer,

Irmtraut Müller-Hippchen,

Agentur Becker & Bredel

Kurzzeitpflege

Pflegeheim

Betreutes Wohnen

Bismarckstraße 23 • 66111 Saarbrücken

Telefon: 0681 / 6009-0

www.stiftung-langwied.de

E-Mail: info@stiftung-langwied.de


Inhaltsverzeichnis

EEditorial 3

Impressum 4

Aus den Kliniken 6

Neue Kurse für werdende Eltern 6

Klinikum Saarbrücken und CaritasKlinikum Saarbrücken (cts) vereinbaren Kooperation 7

in den Bereichen Geburtshilfe, Perinatalmedizin und Gynäkologie

Sozialmedizinische Nachsorge vom Bunten Kreis akkreditiert 8

Traumazentrum schon zum dritten Mal zertifiziert 10

Methoden der Radiologen ersetzen oft andere Eingriffe 11

Neue Wege in der Steinbehandlung: effizient und besonders schonend 12

Strahlentherapie lud zum Tag der offenen Tür ein 13

Die Reportage 14

Studie: Sprechtherapiekonzept nach Schlaganfall auch nach einem Jahr noch wirksam 14

Helmut Krötz: 40 Jahre Freiwillige Feuerwehr – 25 Jahre Klinikum Saarbrücken 15

Klinikum Saarbrücken behandelt 5-Jährige aus Afghanistan 16

Klinikum aktuell 19

Schon gesehen? 19

Adipositas-Selbsthilfegruppe belegt zweiten Platz beim Freundschaftslauf 21

Mit der Abendvisite durch die Notaufnahme 22

Gute Zukunftsaussichten für angehende Pflegefachkräfte 23

Aus den Tochtergesellschaften 24

Aktivierungs-Team im Altenheim hilft Flüchtlingen 24

Mobile Pflege unter neuer Leitung 26

Zahl der Blutspender rückläufig 27

Personalien 28

PD Dr. Konstantinos Anagnostakos ist das neue Gesicht in der Chefarzt-Riege 28

Klinikseelsorger Werner Knapp verabschiedet 30

Katholische Klinikseelsorge neu aufgestellt 31

PD Dr. Winfried Häuser wurde zum außerordentlichen Professor ernannt 32

Prof. Dr. Teping wieder als Topmediziner ausgewiesen 32

ArbeitsjubilarInnen geehrt – MitarbeiterInnen offiziell verabschiedet 33

Examen bestanden – Zeugnis in der Tasche 34

Kurz & Akut 36

Flüchtlinge auf Praktikums- und Ausbildungstour 36

Dr. Susann Breßlein wieder Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft 36

„Rentennachmittage sind eine schöne Sache“ 37

Mehr Interdisziplinarität für Rückenpatienten im Saarbrücker Wirbelsäulenzentrum 37

Spenden 38

Täuschend echte Frühchen-Puppe soll Eltern besser vorbereiten 38

Fussballjugend des 1. FC S spendet 39

Firma Voith treuer Spender 39

Neues Spielzeug für die Kinderklinik 41

600 Euro für die Känguruh-Kinder 41

12 000 Euro für die Blumendörfer Koreas 42

5

Inhalt


6

Aus den Kliniken

Neue Kurse für werdende Eltern

Elternschule des Klinikums Saarbrücken auf dem

Winterberg bietet ein erweitertes Kursangebot rund

um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach an

Seit Anfang Juni gibt es für werdende Eltern

und solche, die es schon sind, im Klinikum

Saarbrücken ein erweitertes Angebot an Elternkursen.

Hier können junge Eltern sich mit

anderen Eltern und deren Kindern treffen, sich

in angenehmer Atmosphäre etwas Gutes tun

und bei der Gelegenheit ihren Wissenshorizont

über Babypflege, Ernährung, Erste Hilfe,

die Benutzung des Tragetuchs und viele andere

Dinge erweitern. Denn häufig fragen sich

frisch gebackene Eltern: Mache ich alles richtig?

Warum schreit mein Kind so viel?

Die Elternschule bietet ein Gesamtpaket für

junge Eltern an – von der Schwangerschaft bis

zum Kleinkindalter. Mit einem umfangreichen

Kursangebot für alle Fragen rund um Schwangerschaft,

Geburt und die erste Zeit mit dem

Baby in der neuen Familienkonstellation. Dazu

gehören die „Klassiker“ Informationsabende

und Geburtsvorbereitungskurse für werdende

Mütter und Väter genauso wie eine Reihe von

speziellen Angeboten für Schwangere: z.B.

Yoga und Entspannung, geburtsvorbereiten-

de Akupunktur, Reflexzonentherapie bei Beschwerden

in der Schwangerschaft, Schwimmen,

Kangatraining und Outdoor-Fitnesskurse.

Auch Rückbildungs- und Beckenbodenkurse

nach der Geburt, Baby-Verstehen-Kurse und

sogar Kurse für werdende Väter, Geschwister

und Großeltern werden angeboten.

Die Vielfalt der Angebote soll den vielen Herausforderungen

und Situationen, mit denen

frisch gebackene Eltern konfrontiert sind,

Rechnung tragen. Sie sollen auf ihrem Weg

in das Leben mit dem neuen Familienmitglied

kompetent begleitet werden, um die Herausforderung

mit Freude, Ruhe und Selbstsicherheit

sowie einer Menge Kontaktmöglichkeiten

zu beginnen.

Die Elternschule befindet sich im 1. Untergeschoss

des Haupthauses. Das Programm finden

Sie im Internet unter www.klinikum-saarbruecken.de

auf den Seiten der Frauenklinik.

Auch Tragetuch-Workshops stehen mit auf dem Programm der Elternschule. Tragetuchberaterin Nina Doerfert

zeigt, wie’s für die Tragenden bequem und die Wirbelsäule der Babys schonend ist.


Klinikum Saarbrücken und CaritasKlinikum

Saarbrücken (cts) vereinbaren Kooperation

in den Bereichen Geburtshilfe, Perinatalmedizin

und Gynäkologie

E„Es freut mich sehr“, so Gesundheitsministerin

Monika Bachmann, „dass sich im Großraum

Saarbrücken zwei Krankenhausträger gefunden

haben, die bereit sind, ihre Leistungen

aufeinander abzustimmen.“ Im Rahmen einer

Pressekonferenz hat die Ministerin zusammen

mit Vertretern der cts, der Saarbrücker

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, der Geschäftsführerin,

Dr. Susann Breßlein, sowie

dem ärztlichen Direktor, Dr. Christian Braun,

die Eckpunkte der künftigen Kooperation vorgestellt.

Konkret ist folgende Aufgabenteilung vorgesehen:

- Früh- und Risikogeburten der Versorgungsstufe

1 und 2 (alle Geburten < 1.500 g

oder < 32. Schwangerschaftswoche) bei

der Häuser werden in unserem Perinatalzentrum

versorgt.

- Geburten ab der Versorgungsstufe 3

(> 1.500 g oder > 32. Schwangerschaftswoche)

werden weiterhin sowohl bei uns

als auch im CaritasKlinikum Saarbrücken

angeboten. Die Präferenz der Eltern oder

der Einweiser entscheidet. Die pädiatrischneonatologische

Vor-Ort-Versorgung zur

Sicherstellung des perinatalen Schwerpunktes

im CaritasKlinikum übernimmt zukünftig

unsere Kinderklinik unter der Leitung von

Prof. Dr. Jens Möller.

- Gynäkologische Leistungen (ambulant wie

stationär) werden nur noch am

CaritasKlinikum erbracht werden.

- Die chefärztliche Leitung der Fachabteilung

Geburtshilfe (einschließlich des geburtshilflichen

Parts im Perinatalzentrum) übernimmt

der Chefarzt der Fachabteilung Gynäkologie

und Geburtshilfe des CaritasKlinikums,

Dr. Mustafa Deryal, zusätzlich zu seiner

Chefarztposition im CaritasKlinikum.

Ministerin Bachmann legt dar, dass vor dem

Hintergrund von Doppelvorhaltungen in vielen

Fachgebieten und Schwerpunktbereichen trägerübergreifende

Kooperationen sowie Konzentrationen

von Fachabteilungen nicht nur

Sinn machen, sondern der Schlüssel für eine

dauerhaft hochwertige medizinische Versorgung

sind: „Dadurch werden wirtschaftliche

Größen mit einem attraktiven Leistungsspektrum

und moderner Infrastruktur geschaffen.

Die saarländische Landesregierung begrüßt

ausdrücklich diesen Schritt. Uns ist es ein

großes Anliegen, eine bedarfsgerechte, leistungsfähige,

wirtschaftliche und qualitativ

hochwertige Krankenhausversorgung der

saarländischen Bevölkerung sicherzustellen.

Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen,

die Behandlungsqualität durch stärkere Spezialisierung

und Konzentration zu steigern.“

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Wir

schaffen durch die Kooperation effiziente

Strukturen und bündeln medizinisches Fachwissen

in der Landeshauptstadt. Dadurch

gewährleisten wir für die Menschen in der

Landeshauptstadt und der Region bei der Versorgung

von Früh- und Risikogeburten langfristig

einen sehr hohen medizinischen Standard.

Mit etwa 2500 Geburten pro Jahr wird das

Perinatalzentrum des Klinikums Saarbrücken

künftig zu den zehn größten in Deutschland

zählen.“

Dr. Breßlein und Dr. Braun betonen, dass die

Mehrwerte dieser Kooperation auf der Hand

liegen – organisatorisch und wirtschaftlich für

die Krankenhäuser -, insbesondere aber medizinisch

zum Wohle der Patientinnen und der

Kinder. Es werden unsinnige Doppelstrukturen

abgebaut, die Profile beider Häuser geschärft,

die Wege kürzer und die fachliche Zusammenarbeit

intensiver.

7

Aus den Kliniken

Dr. Mustafa Deryal

(zugleich Chefarzt der

Fachabteilung Gynäkologie

und Geburtshilfe

des CaritasKlinikums)

übernimmt künftig die

chefärztliche Leitung

der Fachabteilung

Geburtshilfe

(einschließlich des

geburtshilflichen Parts

im Perinatalzentrum)

- Die Facharztweiterbildung wird im Rahmen

eines Rotationssystems umfassend gewährleistet

und bietet außer der Reproduktionsmedizin

alle denkbaren Ausbildungsangebote

auf hohem Niveau.


8

Aus den Kliniken

Sozialmedizinische Nachsorge vom

Bunten Kreis akkreditiert

Entspannte Gesichter nach dem Audit: von links Qualitätsmanagerin Friedlinde Michalik, Case-Managerin Anja

Schneider, Stefanie Splettstößer, Andrea Selzer-Lorenz (alle vom Nachsorgeteam), Auditorin Ulrike Altinsoy-Braune

und QM-Mitarbeiterin Birgit Bonischot

DDie Sozialmedizinische Nachsorge des Zentrums

für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums

Saarbrücken arbeitet bereits seit gut

zwei Jahren im Auftrag der Krankenkassen.

Jetzt hat sich das Team um Chefarzt Prof. Dr.

Jens Möller vom Bundesverband „Bunter Kreis

e.V.“ akkreditieren lassen. Mit Erfolg. Die Auditorin

vom Bundesverbandes „Bunter Kreis“,

Ulrike Altinsoy-Braune, bescheinigte dem

Team, dass ihr Nachsorge-Angebot sehr gut

aufgestellt sei.

Die Sozialmedizinische Nachsorge richtet

sich an Familien, die mit Früh- und Risikogeborenen

sowie chronisch und schwer kranken

Kindern ihren Alltag organisieren und meistern

müssen. „Die Familien sind froh, dass es uns

gibt und melden das auch zurück“, freut sich

Case-Managerin und Kinderkrankenschwester

Anja Schneider, die zusammen mit Andrea

Selzer-Lorenz und Stefanie Splettstößer das

pflegerische Team bilden. Unterstützt werden

sie von den Ärzten Chefarzt Prof. Dr. Jens Möller,

Oberärztin Doris Anhalt sowie der Fachärztin

Sigrun Berger. In manchen Fällen arbeiten

sie auch mit der Kinderpsychologin Gabi

Grube, dem Sozialarbeiter Bodo Jungblut, der

Logopädin Susanne Kaser und der Physiotherapeutin

Anne Buxmann-Röder zusammen.

Immer steht dabei das Wohl des Kindes im

Mittelpunkt.


9

Jedes Jahr sind mehr als 40.000 Familien in

Deutschland damit konfrontiert, dass ihr Kind

zu früh geboren wird, schwer erkrankt oder

verunglückt ist. Dies bringt erhebliche seelische,

körperliche, soziale und finanzielle Belastungen

mit sich. Ohne weiterführende Hilfe

drohen erneute Klinikaufenthalte, scheitern

Therapien oder es droht ein Burn-Out der ganzen

Familie.

Hier setzt die Sozialmedizinische Nachsorge

an: Sie begleitet den Übergang vom stationären

Aufenthalt nach Hause mit den Schwerpunkten

der Sicherstellung des individuellen

Hilfsbedarfs. Dazu gehört auch die Vernetzung

mit notwendigen Kostenträgern und Therapeuten,

die Anleitung und Beratung in der

Versorgung sowie die Unterstützung und Begleitung

in sozialrechtlichen Fragen.

Aus den Kliniken

Nicht nur mehrmalige Krankenhausaufenthalte,

sondern auch die umfangreiche Betreuung

daheim können zum Belastungsfaktor werden.


10

Aus den Kliniken

Traumazentrum schon zum dritten Mal

zertifiziert

Das überregionale Traumazentrum unter Federführung

der Unfall- Hand- und Wiederherstellungschirurgie

mit Chefarzt Prof. Dr.

Christof Meyer wurde bereits zum dritten Mal

zertifiziert. Die moderne Versorgung eines

Schwerverletzten stellt eine komplexe Teamarbeit

in erster Linie der Fachbereiche Unfallchirurgie,

Anästhesie, Allgemeinchirurgie,

Neurochirurgie und Radiologie dar. Hier ist

eine zuverlässige und sehr straff strukturierte

Abstimmung aller Beteiligten vonnöten. Nur

wenn alle Hand in Hand arbeiten, ist eine optimale

Patientenversorgung möglich.

Hiervon konnte sich die Auditorin Annette

Pries, Geschäftsführerin der Zeritfizierungsgesellschaft

DIOcert, überzeugen. Nach eingehender

Prüfung aller relevanten Dokumente

einschließlich Dienst- und Stellenplänen, QM-

Dokumenten, Patientenakten und Jahresberichten

des Traumaregisters sowie der Begehung

der vernetzten Bereiche – Zentrale Notaufnahme,

OP, Intensivstation 43 - war die Auditorin

hellauf begeistert über die vorhandene

Qualität, vor allem über die „hervorragende

Vernetzung aller miteinander kooperierenden

Bereiche“.

Prof. Dr. Christof Meyer und der Ärztliche Direktor

Dr. Christian Braun bedankten sich in

ihren abschließenden Statements bei allen

Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern für ihr großes

Engagement und dafür, „dass sie sich so

überzeugend und mit so hoher Identifikation

präsentiert haben“.

Das Traumazentrum ist seit 2007 Mitglied im

Traumanetzwerk Saar-Lor-Lux-Westpfalz der

Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

(DGU). Ziel ist die Sicherstellung der unbehinderten

und verzögerungsfreien Schwerverletztenversorgung

zu jedem Zeitpunkt in

Schwerpunktkliniken und Traumazentren der

Großregion. Diesem Netzwerk gehören derzeit

18 Klinken an. Nach sehr strengen Kriterien

wird zwischen drei Versorgungsstufen

unterschieden: lokale, regionale und überregionale

Traumazentren.

Schwerstverletzte werden in einem der beiden

überregionalen Traumazentren behandelt, eines

davon ist auf dem Winterberg.

Nach der Zertifizierung des Traumazentrums (von links): QM- Beauftragte Friedlinde Michalik, Assistenzärztin

Anna Karnesiotis, Assistenzarzt Mustafa Al Quadree, Auditorin Annette Pries, Chefarzt der Unfall-, Hand- und

Wiederherstellungschirurgie, Prof. Dr. Christof Meyer, Stationsleitung der ZNA, Gabi Maurer, QM-Mitarbeiterin

Birgit Bonischot, Ärztlicher Direktor Dr. Christian Braun, stv. Pflegedirektorin Myriam Weis, stv. Ärztlicher Direktor

und Chefarzt der Anästhesiologie, PD Dr. Konrad Schwarzkopf, Leitende Ärztin der ZNA, Sabine Ziehl.


Methoden der Radiologen ersetzen oft

andere Eingriffe

Klinikum Saarbrücken erhält bundesweit erstes Zertifikat als

Zentrum für Interventionelle Radiologie

D

Das Klinikum Saarbrücken ist bundesweit als

erste Einrichtung erfolgreich als Zentrum der

Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie

und minimal-invasive Therapie, kurz

DeGIR, zertifiziert worden.

11

Aus den Kliniken

Dieses Gütesiegel attestiert dem Zentrum eine

hohe interventionell-radiologische Expertise –

und das an 365 Tagen, rund um die Uhr. Dank

der Fortschritte in der Radiologie ersetzen minimal-invasive

Behandlungsmethoden andere

Therapien. „So können viele Erkrankungen,

die noch vor wenigen Jahren aufwändig operativ

behandelt werden mussten, mit geringem

Risiko ohne Narkose und ohne chirurgischen

Eingriff therapiert werden. Die Strahlenbelastung

für Patient und Radiologen ist dank

modernster Röntgentechnik im Vergleich zu

vergangen Jahrzehnten nur noch minimal“, erklärt

der Chefarzt des Instituts für Radiologie,

Prof. Dr. Elmar Spüntrup. Seit Jahren verzeichnet

das Klinikum Saarbrücken gute Erfolge bei

der Schlaganfallversorgung mittels Thrombektomie

– hier werden Blutgerinnsel mit Hilfe

feinster Katheter entfernt. Derartige minimalinvasiven

Eingriffe sind an fast allen Organen

des Körpers einschließlich des Hirngewebes

und der Nervenbahnen möglich. Erweiterte

Blutgefäße, Gefäßmissbildungen (Aneurysmen

in Bauch- und Hirnregion) sowie –verschlüsse

werden dabei ganz ohne Skalpell behandelt.

Auch in der Krebstherapie werden endovaskuläre

Techniken eingesetzt, um über einen

Katheter gezielt eine hohe Dosis chemotherapeutischer

Substanzen zu verabreichen, damit

der Tumor schrumpft.

Das Institut für Radiologie unter der Leitung von Prof.

Dr. Elmar Spüntrup verfügt über die Qualifikation in

interventioneller Radiologie der DeGIR-Stufe II sowie

über die Ausbildungsberechtigung in Interventioneller

Radiologie/Neuroradiologie. Außerdem nimmt das

Institut für Radiologie seit 2011 mit Erfolg am Qualitätssicherungsprogramm

der Deutschen Gesellschaft

für interventionelle Radiologie und minimal-invasive

Therapie teil.

Damit solche Eingriffe gelingen, müssen Radiologen

unter anderem detaillierte Kenntnisse

in Anatomie, Pathologie, Pathophysiologie,

Strahlenschutz und Bildgebung mitbringen.

Und sie sind Teamplayer - zum Wohle der Patienten.

Je nach Diagnose arbeiten sie eng mit

den Internisten (Gastroenterologen oder Kardiologen),

Neurologen, Gefäß- und Neurochirurgen

zusammen.


12

Aus den Kliniken

Neue Wege in der Steinbehandlung:

effizient und besonders schonend

Klinik für Urologie: Untersuchung und Behandlung per

Röntgenstrahlen und Ultraschall möglich

Es ist ein Lithotripter (Steinzertrümmerer) der

neuesten Generation, der seit kurzem in der

Klinik für Urologie des Klinikums Saarbrücken

zum Einsatz kommt. Das Hightech-Gerät erlaubt

gegenüber älteren Gerätschaften eine

deutlich präzisere Lokalisation von Nierenund

Harnleitersteinen durch den kombinierten

Einsatz von Röntgen und Ultraschall. Die eigentliche

Steinzertrümmerung erfolgt anschließend

durch elektromagnetische Stoßwellen

– nahezu schmerzfrei „von außen“, d.h. es

müssen keine Sonden oder ähnliches in den

Körper eingebracht werden (extrakorporale

Stoßwellenlithotripsie, ESWL).

Auch Kinder können mit diesem Gerät schonend

behandelt werden, erklärt Dr. Stephan

Meessen, Chefarzt der Klinik für Urologie. Die

zumeist ambulante Behandlung dauert in der

Regel gerade mal 30 Minuten. Die kleinen

Steinfragmente werden im Anschluss mit dem

Urin ausgeschieden.

Bis auf wenige Ausnahmen können die meisten

Steine mit diesem Lithotripter erfolgreich

behandelt werden. In schwierigen Fällen,

wenn die Steine ungünstig liegen oder zu klein

sind, kommen andere moderne Techniken zum

Einsatz, zum Beispiel die Lasertherapie.

Der neue Lithotripter, präsentiert von Chefarzt Dr. Stephan Meessen und Facharzt Dr. Claas Bartram


Strahlentherapie lud zum Tag

der offenen Tür ein

Unter dem Motto „Strahlen helfen heilen“ lud

das Team des Instituts für Strahlentherapie mit

dem ärztlichen Leiter Joachim Weis zu einem

Besichtigungstermin mit Kurzreferaten und

Informationswänden und einem Wissensparcours

ein.

Dabei konnten Interessierte bei einem Rundgang

durch die Strahlentherapie nicht nur „hinter

die Kulissen“ blicken. Sie konnten dabei

sämtliche Stationen einer Strahlenbehandlung

nachvollziehen - und das Schritt für Schritt.

Prof. Dr. Michael Möller von der Hochschule

für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

erläuterte die Entstehung, die Wirkungsweise

und die sinnvolle Nutzung von Strahlen im

Bereich der Strahlentherapie. Außerdem gab

die Saarländische Krebsgesellschaft weiterführende

Informationen über ein Leben mit Krebs.

Ernährungsberaterin Monika Emich-Schug informierte

über Ernährung bei Krebserkrankungen.

Rund 50 Interessierte waren gekommen.

13

Aus den Kliniken

Hans-Günter Zimmer und Valentin Hemke zeigen den Interessierten, wie Strahlenphysik zum Wohle des Patienten

eingesetzt wird.

Das interessierte Publikum schaute sich die Video-Präsentationen an


14

Die Reportage

Der Logopäde

Carsten Kroker hat

eine Botschaft: Nicht

aufgeben, auch

wenn die Sprache

nach einem Jahr

noch schlecht ist.

Studie:

Sprechtherapiekonzept nach Schlaganfall

auch nach einem Jahr noch wirksam

Sprache, Sprechen und Schlucken sind elementare

Fähigkeiten, über die jeder Mensch

verfügt. Nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung

oder einer Operation (z.B. aufgrund

eines Hirntumors) können diese Fähigkeiten

gestört sein oder gar verloren gehen. Dann

sind Logopäden gefragt. Sie behandeln täglich

Patienten, damit diese ihre Sprech- und

Sprachkompetenz verbessern oder wieder

erlangen. Rund 30 Patienten im Klinikum

Saarbrücken erhalten so jeden Tag ein logopädisches

Training. Kontinuität ist hierbei sehr

wichtig, so auch am Wochenende. Denn: „Gerade

in der ersten Phase nach einer Erkrankung,

wenn die Symptome noch frisch sind,

kann man am meisten erreichen“, wie Carsten

Kroker betont, der zusammen mit Karin Ternig

das Team der Sprachheiltherapeuten im Klinikum

Saarbrücken leitet.

So viele auslösende Erkrankungen es gibt,

so viele verschiedene Symptombilder gibt es

auch. Das reicht von einer Schluckstörung bis

zu einer Störung des Sprachzentrums im Gehirn,

genannt Aphasie. In diesem Fall weiß der

Betroffene zwar, was er sagen will, aber die

richtigen Worte fallen ihm nicht ein. Manchmal

hat die Sprechstörung auch eine motorische

Ursache, bedingt durch Lähmungen im

Mund, genannt Dysarthrie. Basierend auf der

jeweiligen Diagnose bieten die Logopäden

dann eine gezielte Sprachtherapie an.

Nach einem Jahr austherapiert?

Die Dysarthrie ist die am häufigsten vorkommende

Kommunikationsstörung nach einem

Schlaganfall. Durch Lähmungen im Mund ist

die Lautformung undeutlich und verwaschen,

bis hin zur Unverständlichkeit. Das Sprachzentrum

im Gehirn funktioniert zwar völlig normal,

die Patienten können aber die Laute nicht

ausformen und dadurch nur schwer sprechen.

Hier gilt es, die gelähmten Muskeln gezielt

wieder aufzubauen.

Die Ärzte des Klinikums sind für die Logopäden

wichtige Ansprechpartner. Sie verordnen

die Sprachheiltherapie und sie helfen auch

weiter, wenn es um medizinische Fragen geht.

So auch Oberärztin Christiane Chang, die im

Wechsel mit anderen Oberärzten der Klinik

die Patienten der Schlaganfall Spezialstation

(„Stroke unit“) betreut.

Dabei beschäftigte Carsten Kroker bei seiner

logopädischen Arbeit immer wieder die Frage,

was man für Patienten tun kann, deren

Sprechstörung auch nach einem Jahr noch

besteht. „Erfahrungsgemäß machen Schlaganfallpatienten

mit einer Dysarthrie anfangs

die größten Fortschritte, aber nach etwa einem

Jahr tut sich nicht mehr viel.“ Hier setzt

Kroker an: Drei- bis fünfmal die Woche, mindestens

20 Therapiestunden binnen vier Wochen

werden Patienten intensiv trainiert. Danach

werden die Fortschritte kontrolliert, um

zu klären, ob weitere Stunden erforderlich

sind. Er hat mehrere Therapieelemente in ein

Konzept gegossen. So werden gezielt schlecht

ausgesprochene Silben mit einem Metronom

zunächst langsam, dann immer schneller werdend

trainiert. Gleichzeitig wird eine Elektrode

am Mundboden (unterhalb des Kinns) angelegt,

die durch gleichmäßige Stromimpulse

die Muskulatur im Mundraum aktiviert. Diese

Methode („Elektrostimulation“) wird schon erfolgreich

bei der Behandlung von Schluckstörungen

eingesetzt.

Studie über die Wirksamkeit des Therapiekonzepts

Um den Erfolg seines Konzeptes unter Beweis

zu stellen, therapierte er zunächst acht Patienten

im Alter zwischen 60 und 82 Jahren, die

ein Jahr nach einem Schlaganfall noch keine

gute Sprechleistung hatten. Bei ihnen konnte

er zeigen, dass die Therapie erfolgreich ist.

Carsten Kroker: „Wissenschaftlich stehen wir

hier am Anfang.“ Jetzt möchte er weiter machen

und die wissenschaftliche Studie auf eine

breitere Basis stellen. Unterstützt wird er von

Prof. Dr. Jürgen Steiner, der an der Internationalen

Hochschule für Heilpädagogik in Zürich

den Studiengang Logopädie leitet. Außerdem

haben Carsten Kroker und eine Kollegin begonnen,

Therapeuten in dieser Therapieform

zu schulen. Kroker: „Und wir suchen auch

noch weitere Patienten, die diese Störung

schon länger als ein Jahr haben und uns unterstützen

möchten, die Therapiekonzepte gegen

die Dysarthrie zu verbessern und wissenschaftlich

zu untermauern.“


Helmut Krötz: 40 Jahre Freiwillige Feuerwehr

– 25 Jahre Klinikum Saarbrücken

Der ausgebildete Feuerwehrmann stellt im Klinikum Saarbrücken

seine Fachkompetenz in Sachen Brandschutz zur Verfügung

Wenn es im Krankenhaus brennt, findet das

keiner lustig – anders als in der Filmkomödie

„Hurra, die Schule brennt!“, die in Deutschland

Filmgeschichte geschrieben hat. Tatsächlich ist

ein Brand im Krankenhaus besonders heikel,

denn im Fall des Falles müssen Schwerstkranke

evakuiert werden.

Davon weiß Helmut Krötz (54) zu erzählen.

Er ist seit 40 Jahren aktiv bei der Freiwilligen

Feuerwehr, hat dort die Ausbildung zum Gruppen-

und Zugführer gemacht, war lange Zeit

Jugendbetreuer bei der Freiwilligen Feuerwehr

St. Arnual, später stellvertretender Löschbezirksführer.

Heute ist er als Brandmeister im

Löschbezirk tätig. Im Klinikum Saarbrücken

arbeitet er seit 25 Jahren. Er ist im Hol- und

Bringdienst für Warentransporte aller Art zuständig.

Immer freundlich, immer zuverlässig

und verantwortlich – und dabei ganz bescheiden.

Im vergangenen Jahr wurde er für all sein

Engagement gleich doppelt geehrt. Zuerst für

sein 25-Jähriges Dienstjubiläum im Klinikum

Saarbrücken und kurz darauf erhielt er für

sein 40-jähriges Dienstjubiläum bei der Freiwilligen

Feuerwehr ein Abzeichen und eine

Urkunde des Landesfeuerwehrverbandes des

Saarlandes.

Fast ein ganzes Leben

für die Feuerwehr,

ein halbes für das

Klinikum.

Helmut Krötz ist seit

40 Jahren vertraut mit

Feuerlöschern,

Hydranten und

Fluchthauben

sie mit Feuerlöschern, Fluchthauben und mit

Wandhydranten umgehen müssen.

Außerdem halten sie Brandwachen bei größeren

Veranstaltungen im Klinikum ab, zum

Beispiel bei der alljährlichen Weihnachtsfeier.

Und wenn einmal ein echter Alarm ausgelöst

wird, unterstützen sie auch die Feuerwehr bei

ihrer Arbeit, schließlich sind sie im Klinikum

ortskundig. Doch dann handeln sie nur auf deren

Weisung, denn im Ernstfall übernimmt die

Berufsfeuerwehr das Kommando.

15

Die Reportage

Seine Fachkompetenz in Sachen Brandschutz

weiß er im Klinikum gut anzubringen. Hier

gibt es seit vielen Jahren eine feste Gruppe

von freiwilligen Helfern, die so genannte

Brandschutzgruppe: Sieben Mitarbeiter des

Klinikums Saarbrücken, alles ausgebildete

Feuerwehrleute und Mitglieder der Freiwilligen

Feuerwehren. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten

Bereichen Alle haben Lehrgänge

auf der Landesfeuerwehrschule absolviert.

Im Alltag gehen sie im Klinikum ihrer Arbeit

als Schreiner, Leiter der Bettenzentrale oder im

Hol- Bringdienst nach.

In regelmäßigen Abständen unterstützten sie

die Brandschutzbeauftragten des Klinikums

Saarbrücken, Ralf Decker und Horst Piro

bei ihrer Arbeit. Sie helfen zum Beispiel bei

der Unterweisung der Mitarbeiter in Sachen

Brandschutz. Sie führen regelmäßige Brandschutzübungen

im Klinikum durch, bei denen

alle Mitarbeiter lernen, wie sie sich im Brandfall

verhalten müssen, wen sie informieren müssen,

wie sie den Notruf absetzen können, wie

Die Brandschutzgruppe des Klinikums bei der letzten Brandschutzunterweisung,

von links: Alexander Borelli, Sascha

Heinz, Ralf Decker, Horst Piro, Dietmar Persch

und Helmut Krötz.

Es fehlt Martin Frey.


16

Die Reportage

Klinikum Saarbrücken behandelt 5-Jährige

aus Afghanistan

Das Klinikum Saarbrücken hat wieder eine

kleine Patientin behandelt, die vom Friedensdorf

International auf den Winterberg vermittelt

wurde, die 5-jährige Bibi aus Afghanistan.

Mädchen seiner Einschätzung nach die Chance

hätte, nach der Durchtrennung des Kieferknochens

in obere und untere Hälfte wieder einen

voll funktionstüchtigen Kiefer zu erhalten.

Das Mädchen hat eine extrem seltene Erkrankung,

Bei der Behandlung stellten sich mehrere Prob-

die in der medizinischen Literatur leme. Zum einen: wie soll man die Schläuche

weltweit bisher nur 40-50mal überhaupt beschrieben

für die Beatmung während der mehrstündigen

wurde. Und zwar sind bei ihr der OP einführen, wenn der Mund zugewachsen

Ober- und der Unterkiefer durch einen dicken ist? Moderne Technik, Engagement und viel

Knochenblock zusammengewachsen. Auch Erfahrung von Seiten der Anästhesisten des

wenn kein Arztbericht über den bisherigen Klinikums halfen hier weiter.

Verlauf existierte, vermutet der Chefarzt der

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Dr. Dr. Chefarzt PD Dr. Konrad Schwarzkopf übernahm

den heiklen Fall höchstpersönlich.

Schon gesehen? Seit dem 1. August ist ein Klinikum-Bus in der Stadt und im Regionalverband Saarbrücken

Herbert Rodemer, dass dies von Geburt an besteht.

Das bedeutet, dass dieses Mädchen nie Nachdem das Mädchen medikamentös un-

unterwegs. Mit emotionalen Bildern, unserem Logo und Slogan „Ein Team, ein Ziel: Ihre Gesundheit“

präsentiert sich das Klinikum. Also: Nicht wundern, wenn Ihnen auf Saarbrückens Straßen dieser Bus begegnet.

feste Nahrung zu sich nehmen konnte, nie laut

schreien konnte wie andere Babys und auch

große Schwierigkeiten beim Sprechen lernen

haben musste.

Als Dr. Dr. Herbert Rodemer Bibi untersuchte,

konnte er im Röntgenbild sehen, dass das Kiefergelenk

vollständig erhalten war, sodass das

ter Narkose gesetzt war, führte er ein dünnes

Endoskop, einen Schlauch, der mit einer

Kamera versehen ist, durch die Nase

und den Hals vorsichtig bis zur Lunge. Durch

die Kamera konnte er während des Einführens

genau die Lage des Endoskops kontrollieren,

um innere Verletzungen zu vermeiden. Über

das Endoskop wurde dann vorsichtig der Beat-

Ein gutes Team: Kinderkrankenpflegeschülerin Kimberley Gärtner und die fünfjährige Bibi im Spielzimmer von

Station C1.


17

mungsschlauch gestülpt und vorangeschoben.

Das Anästhesie-Team, bestehend aus dem

Anästhesisten und einer Anästhesieschwester

bzw. –pfleger, kontrollierte die ganze Zeit, ob

es dem Mädchen auch gut ging. Es galt, das

Risiko auszuschließen, dass das Mädchen bei

der Operation erstickt.

Eine weitere Komplikation waren die großen

Schwellungen durch die Durchtrennung des

oberen und unteren Kieferknochens nach der

Operation. Das Mädchen kam deshalb auf die

Kinder-Intensivstation, wo ein hochqualifiziertes

Ärzte- und Pflegeteam um den Chefarzt der

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr.

Jens Möller und Oberarzt Dr. Donald Wurm

die weitere Betreuung übernahm. Das Mädchen

lag hier für eine Woche im künstlichen

Koma, erst dann waren die Schwellungen im

Halsbereich so weit zurückgegangen, dass

eine normale Atmung ohne die Gefahr des

Erstickens wieder möglich war. Danach kam

Bibi auf eine Normalstation der Kinderklinik

und blieb dort, bis die Wundheilung komplett

vollzogen war. Dort bekam sie regelmäßig Besuch

von der Logopädin Susanne Kaser, die

mit dem Kind erste Bewegungsversuche des

Kiefers übte, um das Kiefergelenk in Bewegung

zu bringen und damit der Knochen nicht

wieder verwächst.

Ländern der Welt und vermittelt ihnen eine

medizinische Behandlung in Europa. Die Kinder

brauchen Hilfe, weil sie arm sind oder

aus einer Kriegs- oder Krisenregion kommen

und eine Erkrankung haben, die in ihrem Heimatland

nicht behandelt werden kann. Für sie

sucht das Friedensdorf Partner in ganz Europa,

die bereit sind, diese Kinder kostenlos medizinisch

zu versorgen.

Die Fünfjährige ist nicht das erste Kind, das

über das Friedensdorf International im Klinikum

Saarbrücken behandelt wurde. Der

Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

und plastische Operationen, Dr. Dr.

Herbert Rodemer, wurde für sein Engagement

in dieser Sache sogar schon mal als „Saarlands

Bester“ ausgezeichnet. Er sieht es sowohl

als eine fachliche Herausforderung als

auch eine menschliche Selbstverständlichkeit

an, diesen Kindern zu helfen. Besonders freut

ihn, „dass auch die Krankenhausleitung und

die Ärzte anderer Fachabteilungen wie der

Anästhesie und der Kinderklinik mit am Strang

ziehen und ihr Können unentgeltlich zur Verfügung

stellen.“

Die Reportage

Jedes Jahr hilft das Friedensdorf in Oberhausen

rund 1000 Kindern aus Afghanistan,

Vietnam, Kambodscha und anderen armen

Informationsabend jeden ersten

und dritten Donnerstag im Monat,

jeweils um 18 Uhr im Casino des

Klinikums Saarbrücken


66119 Saarbrücken

Theodor-Heuss-Str. 101

(Nähe Winterberg-

Krankenhaus)

# (0681) 9 85 77 0

Fax (0681) 9 85 77 44

66280 Sulzbach

Sulzbachtalstraße 80

(gegenüber Rathaus)

# (06897) 29 22

Fax (06897) 24 22

66482 Zweibrücken

Hauptstraße 49

(gegenüber Hypo-Bank)

# (06332) 91 38 200

Fax (06332) 91 38 202

F-57200 Sarreguemines

102, Rue de la Montagne

(gegenüber Hopital du Parc)

# 03 87 28 11 00

Fax Fax 03 87 28 12 00


Schon gesehen?

19

Klinikum aktuell

Seit dem 1. August ist ein Klinikum-Bus in der Stadt und im Regionalverband Saarbrücken unterwegs. Mit

emotionalen Bildern, unserem Logo und dem Slogan „Ein Team, ein Ziel: Ihre Gesundheit“ präsentiert sich

das Klinikum.

Also: Nicht wundern, wenn Ihnen auf Saarbrückens Straßen dieser Bus begegnet.

Immer und überall: Das Magazin Klinikum Akut ist jetzt auch online abrufbar. Scannen

Sie hierfür einfach den unten abgebildeten QR-Code* ein und schauen Sie sich

die Broschüre auf Ihrem Computer, Ihrem Tablet oder auch auf Ihrem Smartphone an.

*Für das Scannen eines QR-Codes benötigen Sie eine QR-Scanning-App auf

ihrem Smartphone oder Tablet. Diese Apps können kostenlos heruntergeladen

werden.


Seniorenzentrum Winterberg

„Zuhause ...“

... sorgt für‘s Alter

... wie oft benutzen wir dieses Wort, ohne uns

über seine wahre Bedeutung bewusst zu sein?

Das Zuhause ist mehr als nur ein Ort mit vier Wänden

und einem Dach über dem Kopf. Es steht für Ruhe,

Wärme und Geborgenheit. Je älter wir werden, desto

mehr schätzen wir diese Werte.

Wir sind für Sie da!

NOTE SEHR GUT (1,0)

laut MDK-Prüfung vom Juli 2015

Wir bieten Ihnen Langzeit- und Kurzzeitpflege sowie

Urlaubs- und Probewohnen. Testen Sie die liebevolle Atmosphäre unseres Hauses,

ein modernes Therapiekonzept, regelmäßige Kneipp-Behandlungen sowie unsere

Sturzprophylaxe zu einem fairen Preis, denn gute Pflege muss nicht teuer sein!

Ein modernes Therapiekonzept und zahlreiche Veranstaltungen machen das Leben

hier kurzweilig und lebenswert.

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Beratungs,- und Besichtigungstermin!

Weitere Informationen erhalten Sie gerne von unserer Direktion

Frau Heidi Köhler unter Telefon 0681/8598-101.

PROCON Seniorenzentren GmbH

Seniorenzentrum Winterberg

Theodor-Heuss-Straße 120 • 66119 Saarbrücken

Telefon: 0681 / 85 98-104 • Fax: 0681 / 85 98-111

www.seniorenzentrum-winterberg.de


Adipositas-Selbsthilfegruppe belegt zweiten

Platz beim Freundschaftslauf

21

Klinikum Aktuell

Gemeinsamkeit macht stark. Die Selbsthilfegruppe Adipositas des Klinikums Saarbrücken startete gemeinsam und

errang als Gruppe den zweiten Platz

Die Selbsthilfegruppe Adipositas, die sich

regelmäßig im Klinikum Saarbrücken trifft,

beteiligte sich am Freundschaftslauf des saarländischen

Bündnisses gegen Depression im

Deutsch-Französischen Garten. Der Volkslauf

ohne Wettkampfcharakter wirbt für ein faires

Miteinander und für einen vorurteilsfreien Umgang

mit depressiv erkrankten Menschen. Jedes

Jahr nehmen Menschen mit Handicap an

diesem Volkslauf teil, bei dem das Miteinander

und das gemeinsame Erleben im Vordergrund

stehen.

Und da konnte die Adipositas-Selbsthilfegruppe

punkten: Mit 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

war sie die zweitstärkste Gruppe

hinter dem Judo Club Folsterhöhe mit 33 LäuferInnen.

Dritter wurde die Arbeiterwohlfahrt

Dillingen mit zwölf TeilnehmerInnen.

Insgesamt hatte sich eine bunte Gruppe von

knapp 150 Läufern, Walkern, Radfahrern,

Spaziergängern und Rollstuhlfahrern jeden

Alters zusammen gefunden – und damit den

bisherigen Teilnehmerrekord getoppt. „Mit so

vielen haben wir nicht gerechnet“, musste ein

Helfer zugeben. Die Urkunden, die für jeden

Teilnehmer vorgesehen waren, mussten nachgedruckt

und zugesandt werden, weil nicht

genügend da waren.

Auch Maria Käfer, Leiterin der Adipositas-

Selbsthilfegruppe, und Oberärztin Dr. Barbara

Jacobi, vom Adipositaszentrum im Klinikum,

waren mit von der Partie. Sie freuten sich über

die hohe Motivation und die zahlreiche Teilnahme

aus der Selbsthilfegruppe.

Übrigens: Auf der Facbookseite https://

www.facebook.com/Saarbrueckeradipositaszentrum/

können Interessierte sich über

die Aktivitäten der Gruppe informieren und

auch Kontakt aufnehmen.

Wer sich für die Arbeit des Saarbrücker

Adipositaszentrums interessiert, kann sich

auf der Internetseite des Klinikums Saarbrücken

unter www.klinikum-saarbruecken.de,

Rubrik Fachabteilungen, Allgemeinchirurgie,

Adipositaszentrum informieren.


22

Klinikum Aktuell

Mit der Abendvisite durch die

Notaufnahme

H

„Hier ist man im Falle eines Falles gut versorgt“,

ist sich ein Besucher nach dem Blick

hinter die Kulissen der Zentralen Notaufnahme

(ZNA) sicher.

Bei einer Abendvisite erläuterte der Ärztliche

Direktor Dr. Christian Braun das Konzept der

ZNA. So arbeite die ZNA interdisziplinär, d.h.

je nach Sachlage werden Ärzte der verschiedenen

Fachabteilungen hinzugezogen. Nach

einem speziellen System, dem so genannten

„Triage-Konzept“, würden Patienten bereits

beim Eintreffen in der Notaufnahme danach

eingeteilt, wie schnell sie zu versorgen seien.

Lebensbedrohliche Notfälle, wie Schlaganfall

und Herzinfarkt oder auch ein Polytrauma,

hätten absolute Priorität. Und deshalb würden

diese Patienten auch vordringlich versorgt. Am

Wochenende, wenn der Bereitschaftsdienst

der Ärzte im gegenüberliegenden Gebäude

besetzt sei, würden Patienten mit einfachen

Beschwerden auch dort hin geschickt.

Insgesamt werden in der Zentralen Notaufnahme

des Klinikums Saarbrücken jedes Jahr

rund 37 000 Notfälle aller Art rund um die

Uhr behandelt. In der überdachten Zufahrt

der Notaufnahme erklärte die Ärztin Dr. Aline

Weiten (auf dem Bild rechts) die Ausstattung

des Notarztwagens.

Auch im Jahr 2017 gibt es wieder Abendvisiten.

Hier die Termine:

Dienstag, 17. Januar 2017:

Institut für Radiologie: Mehr als bildgebende

Technik

Dienstag, 14. März 2017:

Labormediziner: Arzt ohne Patienten? Besuch

bei Bioscientia – einem Partner des Klinikums

Dienstag, 27. Juni 2017:

Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie und Plastische

Operationen: Die Spezialisten für Funktion

und Ästhetik in Gesicht und Mund

Dienstag, 19. September 2017:

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin: Blick

hinter die Kulissen – von der Kinderintensivstation

bis hin zur Sozialmed. Nachsorge

Dienstag, 15. November 2017:

Rechtsmediziner: Die Anwälte von Opfern und

Toten. Besuch im Institut für Rechtsmedizin, einem

Partner des Klinikums

Weitere Informationen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Telefon 0681/9631007,

Mail: presse@klinikum-saarbruecken.de oder

im Internet: www.klinikum-saarbruecken.de


Gute Zukunftsaussichten für angehende

Pflegefachkräfte

Kurse an der Schule für Gesundheitsfachberufe beginnen

immer zum 1. August oder zum 1. Oktober eines Jahres

B

„Boombranche“ und „krisensicher“ – so werden

die Karrierechancen im Gesundheitswesen

beschrieben. Bereits 2020 werden in

Deutschland nach Schätzungen von Experten

fast 140.000 Pflege- und andere nicht-ärztliche

Fachkräfte fehlen, die dringend gebraucht

werden.

Ein Beruf im Gesundheitswesen hat aber nicht

nur Zukunft, es ist auch ein Beruf mit einem

hohen Ansehen: Gesundheits- und Krankenpflegekräfte

sowie Altenpfleger genießen mit

das höchste Ansehen in der Bevölkerung. Laut

einer Forsa-Umfrage sprechen ihnen mehr als

90 Prozent der Befragten großes Vertrauen

aus.

Und nicht nur das: Die Automatisierbarkeiten

der Tätigkeiten einer Pflegekraft sind sehr

niedrig. Gute Zukunftsaussichten also für die

83 Frauen und Männer, die in diesem Jahr

in der Schule für Gesundheitsberufe des Klinikums

Saarbrücken mit einer Ausbildung zur

Gesundheits- und Krankenpflegekraft, zur Gesundheits-

und Kinderkrankenpflegekraft oder

zum Operationstechnischen Assistenten begonnen

haben. Fünf weitere haben mit dem

Studiengang Pflege Bachelor of Science begonnen.

Dabei sind nicht alle Berufseinsteiger.

Viele unter ihnen haben bereits eine Ausbildung

abgeschlossen. So sind unter den Neuen

zum Beispiel Medizinische und Zahnmedizinische

Fachangestellte oder Groß- und Einzelhandelskaufleute.

Sie entscheiden sich für die

Ausbildung, weil sie Menschen helfen wollen

und weil sie wissen, dass sie sich hier weiter

entwickeln können. Nach der Ausbildung gibt

es viele Möglichkeiten, sich zu spezialisieren.

23

Klinikum Aktuell

Kurse an der Schule für Gesundheitsfachberufe

des Klinikums Saarbrücken beginnen

immer zum 1. August und zum 1. Oktober

eines Jahres. Weitere Informationen unter

www.klinikum-saarbruecken.de

Am 1. August 2016 haben 17 Frauen und fünf Männer im Alter zwischen

16 und 41 Jahren eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegekraft

an der Schule für Gesundheitsfachberufe des Klinikums begonnen.

Sieben Männer und 16 Frauen zwischen 19 und 29 Jahren

haben die Ausbildung als Gesundheits- und KrankenpflegerInnen

zum 1. Oktober begonnen

27 SchülerInnen, sechs Männer und 21 Frauen zwischen 17 und 31 Jahren,

lassen sich in den nächsten drei Jahren zu Operationstechnischen AssistentInnen

(OTA) ausbilden

Sieben junge Frauen lassen sich für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

ausbilden


24

Aus den Tochtergesellschaften

Aktivierungs-Team im Altenheim hilft

Flüchtlingen

Altenheimbewohner übernahmen Patenschaften

IIm vergangenen Herbst war die Situation in

Deutschland angespannt, der Flüchtlingsstrom

wollte nicht abreißen, niemand wusste, was

auf uns zukommt und wohin die Entwicklung

geht. Ganz Deutschland, ganz Europa hat diskutiert.

Und viele haben spontan Hilfe geleistet,

da, wo sie das konnten. In dieser Situation

haben sich auch die Mitarbeiter im Altenheim

am Schlossberg, das als Tochterunternehmen

zum Klinikum gehört, Gedanken gemacht.

Und sie haben beschlossen: „Schimpfen kann

jeder – aber lass uns mal überlegen, was unser

Beitrag sein könnte“, berichtet Elvira Grundhöfer,

Leiterin des Aktivierungs-Teams („A-Team“)

im Altenheim.

Und so fing alles an. Sie knüpften Kontakte zu

Flüchtlingen und stellten ihre Hilfe auf mehrere

Beine: Sie boten an, dass zwischen vier und

sechs TeilnehmerInnen zunächst im Altenheim

ehrenamtlich eingesetzt werden, um überhaupt

mal mit dem deutschen Arbeitsmarkt

in Kontakt zu kommen und zu sondieren, ob

sie hier eine Perspektive für sich sehen. Diejenigen,

die wollten, vermittelten sie weiter in

Praktikumsstellen – und zwar sowohl im Altenheim

(in der Küche, auf Stationen, in der

Aktivierung) als auch in Betriebe außerhalb

des Altenheims, zum Beispiel über persönliche

Kontakte der MitarbeiterInnen. Das Arbeitsamt

war immer mit im Boot. So konnten sie einige

Interessierte in Praxen, Architekturbüros und

andere Unternehmen unterbringen. Auch über

die Ehrenamtsbörse konnten einige Flüchtlinge

weitervermittelt werden. Als weiteres Standbein

wurden die Flüchtlinge (meist syrischer

Herkunft) von Altenheimbewohnern „adoptiert“.

Bewohner übernahmen Patenschaften

und damit eine kleine zusätzliche sinnvolle

Aufgabe. Sie gaben ihnen Deutschkurse, halfen

bei Bewerbungsschreiben, beschäftigten

sich mit ihnen, zum Beispiel, indem sie sich

gegenseitig bekochten in der Bewohner-Küche

des Altenheims (siehe Bilder).

Syrische PraktikantInnen haben für die Bewohner des Altenheims syrische Spezialitäten gekocht. Es gab ein Reisgericht

mit Auberginen und Walnüssen und eine Gurkenkaltspeise – alles sehr lecker. Eine Woche später haben

die Altenheimbewohner für die Flüchtlinge gekocht, und zwar saarländisch: Hier gab es das Nationalgericht

Dibbelabbes mit Apfelkompott, zum Nachtisch Zwetschenkuchen. Hierfür haben die Bewohner bereits in der

Woche davor Apfelkompott selbst gekocht.


25

Elvira Grundhöfer resümiert: „Es ist nicht immer

einfach, aber es gibt unglaublich schöne Momente.“

Ihre Erfahrung zeigt, dass der Drehund

Angelpunkt für eine Integrationsfähigkeit

die Sprache ist. „Um sich integrieren zu können

und im Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können,

müssen sie unbedingt Deutsch lernen. Sie

müssen sich verständigen können, um unsere

gesellschaftlichen Regeln und Gegebenheiten

verstehen zu können.“ Als einfaches Beispiel

nennt sie das Thema Pünktlichkeit, aber auch

den Umgang mit dem anderen Geschlecht. Voraussetzung

für den Umgang mit Altenheimbewohnern

ist das Sprachniveau B1, sonst wäre

eine Verständigung zu schwierig. Übrigens

müssen alle Teilnehmer – egal, ob ehrenamtlich

oder als Praktikant – als weitere Grundvoraussetzung

ein ärztliches Attest vorlegen.

einen großen Gewinn dar. Die meisten, die

wir kennengelernt haben, waren sehr einfühlsam

und wertschätzend zu den Senioren. Das

hängt auch damit zusammen, dass in dieser

Kultur das Alter und die Familie teilweise einen

höheren Stellenwert haben als bei uns.“

Die größte Schwierigkeit sieht Elvira Grundhöfer

in der Tatsache, dass es kaum Kontakte zu

Deutschen gibt. „Die meisten Flüchtlinge leben

in einer Flüchtlingsunterkunft fast ausschließlich

unter ihresgleichen und haben kaum Gelegenheiten,

Deutsche kennenzulernen. Da hilft

unser Angebot natürlich sehr.“

Aus den Tochtergesellschaften

Die bisherige Erfahrung mit den syrischen

Flüchtlingen ist überwiegend positiv, so Elvira

Grundhöfer: „Für unser Altenheim stellt das

Die Syrerin Mezkin Mamo hat in ihrer Heimat eine Ausbildung als Agrarwissenschaftlerin absolviert.


26

Mobile Pflege unter neuer Leitung

Aus den Tochtergesellschaften

Marion Schneider

hat von 2006 bis

2009 im Klinikum

gelernt.

Seitdem ist sie

bei der Mobilen

Pflege.

Marion Schneider hat seit dem 1. Oktober

die Leitung der Mobilen Pflege übernommen.

Dorothee Scheuren, die seit 2003 die Mobile

Pflege geleitet hat, geht nun ins zweite

Glied als Stellvertretung, zusammen mit Heidi

Bovensiepen-Zeisig. Marion Schneider (33) ist

seit sieben Jahren bei der Mobilen Pflege, zuletzt

war sie stellvertretende Leiterin. 2011 bis

2013 absolvierte sie eine Weiterbildung zur

Fachwirtin für Gesundheits- und Sozialwesen

bei der SHG, die sie zur Pflegedienst- und Stationsleitung

qualifizierte. Ihre Ausbildung als

Gesundheits- und Krankenpflegerin hat sie von

2006 bis 2009 im Klinikum Saarbrücken absolviert.

Dort hatte sie auch schon Einsätze in

der Mobilen Pflege. Seither stand für sie fest,

dass sie hier gerne mal arbeiten würde.

So entschied sie sich nach ihrer Ausbildung

gegen eine ganze Stelle im Klinikum, aber für

eine halbe Stelle bei der Mobilen Pflege.

Bis heute hat sie diese Entscheidung nicht bereut.

Sie liebt es, in diesem kleinen und netten

Team zu arbeiten, sieben Pflegekräfte und drei

Hauswirtschaftskräfte. Sie liebt es, raus zu den

Leuten zu fahren, manchmal über Jahre den

persönlichen Kontakt zu den Patienten zu haben.

Sie findet es lohnend, die Menschen in ihrem

Alltag zu Hause zu unterstützen. „Manche

merken erst bei der Entlassung aus dem Krankenhaus,

wie schlecht es ihnen jetzt wirklich

geht – wenn zu Hause kein Pflegebett da ist,

wenn der Rollstuhl, auf den sie jetzt angewiesen

sind, nicht durch die Türen passt und so

weiter.“ Und selbst Sterbebegleitung gehört

für sie mit dazu, den Menschen in ihren vier

Wänden ein Sterben in Würde zu ermöglichen,

sie und die Angehörigen zu stärken und

ihnen auf dem manchmal schweren Weg zu

helfen. „Man hat einen ganz anderen Kontakt

zu den Patienten, erlebt einfach einen viel

größeren Ausschnitt von ihrem Leben, ihrer

Persönlichkeit, als bei der Arbeit im Krankenhaus.“

Aus diesen vielen Gründen ist die Mobile

Pflege für sie unstrittig der richtige Platz. Und

deswegen ist sie auch glücklich über diese Veränderung,

jetzt auch mit einer ganzen Stelle,

und sie ist dankbar: „Vielen Dank an das Team

der Mobilen Pflege, dass sie mir die Weiterbildung

zum Fachwirt ermöglicht haben und

dass sie so hinter mir stehen, und auch vielen

Dank an Friedbert Gauer, den Prokuristen der

Pflege gGmbH, für das entgegengebrachte

Vertrauen und dafür, dass ich mich immer und

in allen Fragen an ihn wenden kann. Aber

auch ein spätes Dankeschön an die Pflegekräfte

der Station 16 des Klinikums, die mir in der

Ausbildung vorgelebt haben, dass das eigene

Herzblut bei der Versorgung der Patienten immer

dazugehört.“

In ihrer Freizeit kümmert sie sich übrigens um

zwei Pferde und ein Pony. Denn in ihrem ersten

Beruf war sie Pferdewirtin, und die Liebe

zu Pferden hat sie seither nicht verlassen. Im

Sommer 2017 bekommt ihre Stute ein Baby,

dann kann Marion Schneider all das, was sie

in ihrer ersten Ausbildung gelernt hat, anwenden.

Darauf freut sie sich und ist schon ganz

aufgeregt.


Zahl der Blutspender rückläufig

Blutspendezentrale Saar-Pfalz braucht vor allem junge Spender

Um die Blutspendebereitschaft der Deutschen

ist es schlecht bestellt. Obwohl jeder Dritte aufgrund

seines Alters und Gesundheitszustandes

geeignet wäre, Blut zu spenden, sind nur drei

Prozent dazu bereit.

Noch reicht das Aufkommen, um den Bedarf

zu decken. In den kommenden Jahrzehnten

aber könnte es knapp werden, sagt Dr. Alexander

Patek, Ärztlicher Leiter der Blutspendezentrale

Saar-Pfalz. Denn der demografische

Wandel sorge in den kommenden Jahrzehnten

für einen höheren Bedarf. „Da die Menschen

immer älter werden, wird auch immer mehr

Blut für die medizinische Versorgung benötigt“,

sagt der Transfusionsmediziner.

Vor allem jüngere Spender werden gebraucht.

Denn ältere Menschen können nicht unbegrenzt

spenden. Nach dem 68. Geburtstag

ist Schluss. „Und bei den jungen Leuten spüren

wir jetzt den Geburtenknick vom Ende der

1990er Jahre. Es gibt deutlich weniger 18-Jährige

als noch vor zwei, drei Jahren“, sagt Dr.

Patek. Die Masse an Nichtspendern unter den

18- bis 68-Jährigen sei daher eine Ressource,

die mobilisiert werden müsse. Frauen können

viermal, Männer sogar sechsmal jährlich spenden.

Der Grund: Männer füllen das Blutsystem

nach einer 500-Milliliter-Spende in vier Wochen

auf. Frauen brauchen sechs bis acht Wochen,

weil ihr Stoffwechsel langsamer arbeitet.

Konserven für Krebspatienten, Unfallopfer und

Organtransplantierte

Saisonal rückläufig sei das Aufkommen zudem

meist im Sommer und rund um die Weihnachtsfeiertage.

Komplett ausgegangen seien die

Konserven, die vor allem für Krebspatienten,

Unfallopfer, Organtransplantierte, aber auch

für Ungeborene im Mutterleib gebraucht werden,

glücklicherweise noch nie.

Blutspender haben oft persönliche Gründe

Immerhin gebe es bei der Blutspendezentrale

Saar-Pfalz einige Dauerspender, so der Ärztliche

Leiter. Was viele antreibe, seien Erfahrungen

als Empfänger oder auch ein Bezug

zu Menschen, die auf Spenden angewiesen

seien. Für die Blutspende bei der Blutspendezentrale

Saar-Pfalz gibt es eine Aufwandsentschädigung

von rund 25 Euro.

Aus Plasma werden lebensrettende

Medikamente

Neben Vollblut können Spender auch Blutplasma

spenden – Grundlage für die Herstellung

lebenswichtiger Medikamente und Transfusionen.

Bei der Plasmapherese, so heißt der technische

Vorgang der Plasmagewinnung, wird

dem Spender in mehreren Zyklen Blut abgenommen.

Da die Plasmaspende sehr schonend

ist, kann sie deutlich häufiger – nämlich bis zu

40mal im Jahr – geleistet werden.

Übrigens: Bevor es zur ersten Spende – Blut

oder Plasma – kommt, werden die SpenderInnen

ärztlich untersucht.

Eine Plasmaspende verläuft ähnlich wie eine

Blutspende. Eine Zentrifuge trennt das Plasma

von den restlichen Bestandteilen: Das Plasma

wird in einem Beutel gesammelt, der etwa 160

Milliliter fasst. Die Blutkörperchen werden dem

Spender, angereichert mit einer Kochsalzlösung,

wieder zurückgegeben. So ist die Spende

besonders Kreislauf schonend. Dieser Vorgang

wird pro Sitzung etwa drei- bis viermal

wiederholt. In der Regel werden so etwa 650

Milliliter Plasma gespendet, das Ganze dauert

etwa 30 Minuten.

Für die Plasmaspende werden Termine vergeben,

unter Telefon 0681 / 963-2560 oder direkt

auf der Homepage. Außerdem bekommt

jeder Plasmaspender eine pauschale Aufwandsentschädigung

von 15 Euro. Zusätzlich

gibt es für jede 5. Plasmaspende einen zusätzlichen

Treuebonus – je nach Anzahl der Spende

gibt es fünf, zehn, 15 oder 20 Euro zusätzlich.

Spendertreue wird also belohnt: Bei der

100. Plasmaspende gibt es sogar 100 Euro.

Die Blutspendezentrale Saar-Pfalz auf dem

Winterberg (gegenüber dem Parkhaus des

Klinikums) ist montags, donnerstags und

freitags von 8 - 15 Uhr sowie dienstags

und mittwochs von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Außerdem jeden dritten Samstag im Monat

von 10 bis 14 Uhr.

Info-Telefon: 0681/963-2560

Außerdem finden Sie die Blutspendezentrale

auch auf Facebook.

27

Aus den Tochtergesellschaften

Ärztlicher Leiter

Dr. Alexander Patek


28

Personalien

PD Dr. Konstantinos

Anagnostakos ist

der neue Chefarzt

des Bereichs Orthopädie

innerhalb der

Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie

Prof. Dr. Ulrich

Harland war seit

Mai 1995 Chefarzt

der Orthopädie des

Klinikums

Chefarztwechsel in der Orthopädie

PD Dr. Konstantinos Anagnostakos ist das

neue Gesicht in der Chefarzt-Riege

Zum 1.Juli 2016 trat PD Dr. Konstantinos

Anagnostakos (37) als Chefarzt des Bereichs

Orthopädie innerhalb des Zentrums für Orthopädie

und Unfallchirurgie die Nachfolge von

Prof. Dr. Ulrich Harland an. Zuletzt war er Leitender

Oberarzt an der Klinik für Orthopädie

und Orthopädische Chirurgie im Universitätsklinikum

Homburg. Er machte an der Deutschen

Schule in Athen sein Abitur und begann

1997 sein Medizinstudium an der Universität

des Saarlandes.

Die Karriereleiter hat er in beeindruckender

Weise erklommen: 2003 promovierte er mit

einer Studie über das Verhalten von mit Antibiotikum

versetzten Hüftinterimsprothesen, die

bei infizierten Hüftgelenken eingesetzt werden

können. 2004 fing er als Assistenzarzt in der

Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

des Uniklinikums Homburg an. 2006 bis

2008 arbeitete er zwei Jahre lang in der Klinik

für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie,

danach zog es ihn wieder zurück in die

Orthopädie. 2010 machte er den Facharzt im

Gebiet Orthopädie/Unfallchirurgie, 2012 habilitierte

er und wurde zum Oberarzt ernannt.

2013 wurde er dann Geschäftsführender und

2015 Leitender Oberarzt.

Er verfügt über mehrere Zusatzbezeichnungen

und -Qualifikationen, so unter anderem

für spezielle orthopädische Chirurgie. Darüber

hinaus war PD Dr. Anagnostakos Prüfarzt

für klinische Studien, Koordinator des Endoprothesenzentrums

und Leiter der septischen

Chirurgie der Universitätsklinik. Seit 2004 unterrichtete

er angehende Ärzte im Hauptfach

Orthopädie. Entsprechend liegen seine bisherigen

Forschungs- und Behandlungsschwerpunkte.

Er hat viel Erfahrung im Bereich der

Hüft- und Kniegelenksendoprothetik, und zwar

sowohl beim ersten Einsetzen eines künstlichen

Gelenkes als auch beim wiederholten Einsetzen.

Als sogenannter Senior-Hauptoperateur

des Endoprothesenzentrums der Uniklinik war

er jährlich an mehr als 100 Hüft- und Knieprothesenoperationen

tätig. Entsprechend seines

Forschungsgebietes ist er auch Experte bei der

Behandlung von mit Keimen behafteten Knochen

und Gelenken. Außerdem hat er Erfahrungen

in der Tumorchirurgie und mit arthroskopischen

Operationen. Genau diese Stärken

im Bereich der Orthopädie sind eine ideale

Ergänzung zum unfall- und handchirurgischen

Bereich des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Der Wahlsaarländer ist verheiratet und hat

zwei Töchter. Im Team mit dem Chefarzt der

Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie,

Prof. Dr. Christof Meyer, wird er sich der

Krankheitsbilder des Geh- und Halteapparats

kümmern.

Der eine kommt, der andere geht…

Seit 1995 war Prof. Dr. Ulrich Harland der

Chefarzt der Orthopädie des Klinikums Saarbrücken.

Ende Juni verabschiedete er sich mit

65 Jahren in den Ruhestand.

Mit viel Liebe zum Fachgebiet und viel Empathie

für seine Patienten und Mitarbeiter führte

Prof. Dr. Harland die Klinik auf fachlich hohem

Niveau und dennoch in ruhigem Fahrwasser.

2006 initiierte er die Gründung des gemeinsamen

Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Zusammen mit dem Chefarzt der Unfall-,

Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Prof.

Dr. Christof Meyer, leitete er über Jahrzehnte

ein kompetentes Ärzteteam, das durch den regen

Austausch der Erfahrungen aus den Gebieten

Unfallchirurgie und Orthopädie sämtliche

Erkrankungen am Bewegungsapparat

fachlich qualifiziert versorgt.

Prof. Dr. Harland war immer an Austausch,

neuen Entwicklungen und Forschung in seinem

Gebiet interessiert. So gründete er 1996 die

„Summer-University“, eine Fortbildungsveranstaltung

für Orthopäden und Unfallchirurgen,

zu der seit 20 Jahren Experten aus ganz

Deutschland Jahr für Jahr ins Anatomische Institut

der Universitätsklinik Homburg kamen.

Bei degenerativen Erkrankungen, Verletzungen,

Entzündungen, Tumoren, Skoliosen und

angeborenen Fehlbildungen der Wirbelsäule

und des Bewegungsapparates konnten die Patienten

bei Prof. Dr. Harland auf einen riesigen

Wissens- und Erfahrungsschatz bauen.


29

Auch im Bereich der Endoprothetik ist Prof.

Dr. Harland ein ausgewiesener Experte – rund

400 Knie-, Hüft-, Schulter-, Ellenbogen- und

Sprunggelenke wurden unter seiner Leitung

jedes Jahr eingesetzt. Entscheidend für den

Erfolg in der Endoprothetik war für ihn neben

einem guten Implantat und einem erfahrenen

Operateur vor allem die umfassende Aufklärung

der Patienten schon im Vorfeld.

Und nicht nur das: Prof. Dr. Harland sorgte

sich auch um den fachärztlichen Nachwuchs.

Am Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

konnten sich junge Ärzte zum Orthopäden

und Kinderorthopäden, Unfall- und Handchirurgen

weiterbilden. Viele Orthopäden und

Unfallchirurgen der Region haben hier ihren

Facharzt gemacht, auch sein Nachfolger PD

Dr. Anagnostakos wurde einst von ihm geprüft.

Immer wieder vermittelte Prof. Dr. Harland

seinen Patienten, wie wichtig Sport und Bewegung

für den Bewegungsapparat, die Fitness

und die Gesundheit überhaupt sind. Selbst

war er Vorbild – durch regelmäßiges Fitnesstraining

ist er jung geblieben. Und das wird

wohl auch so bleiben – Ruhestand hin oder

her. Er freut sich darauf, noch lange aktiv zu

bleiben mit den Dingen, die ihn interessieren.

Mit ihm verabschiedete sich auch seine langjährige

Chefsekretärin Angelika Molitor. Sie

war seit 1985 Mitarbeiterin im Klinikum Saarbrücken

– 31 Jahre lang.

Personalien

Am 5. Juli wurde PD Dr. Konstantinos Anagnostakos im Casino des Klinikums Saarbrücken in sein neues Amt

eingeführt, Prof. Dr. Ulrich Harland wurde verabschiedet. Von links: Monika Bachmann, Ministerin für Soziales,

Gesundheit, Frauen und Familie; Dr. Christian Braun, Ärztlicher Direktor des Klinikums Saarbrücken; Dr. Susann

Breßlein, Geschäftsführerin; Harald Schindel, Sozialdezernent und Beigeordneter der Stadt Saarbrücken; Angelika

Molitor, Chefarztsekretärin der Orthopädie; Prof. Dr. Ulrich Harland mit Frau Heike Harland; PD Dr. Konstantinos

Anagnostakos mit Frau Fabienne Anagnostakos; Oberbürgermeisterin Charlotte Britz


30

Personalien

Werner Knapp

Klinikseelsorger Werner Knapp

verabschiedet

Seelsorger haben Vertrauensvorschuss / 1480 Euro für

Kinderhilfe gesammelt

Nach 24 Jahren wurde Pastoralreferent Werner

Knapp bei einer Heiligen Messe offiziell

verabschiedet. Dabei war die Klinikkapelle

brechend voll: MitarbeiterInnen, Patienten,

Angehörige und Gemeindemitglieder waren

gekommen, um „ihrem Klinikseelsorger“ Adieu

zu sagen.

Vor allem in der Kinderklinik war Werner

Knapp häufig anzutreffen. Und das hat seinen

guten Grund. Bevor sich der studierte Theologe

für die Krankenhausseelsorge entschied,

hat er im Pfarrverband Ottweiler hauptberuflich

Kinder- und Jugendarbeit gemacht. „Ich

habe damit quasi mein Hobby zum Beruf gemacht“,

erzählt er, der sich schon früh bei der

Katholischen Jugend engagiert hatte.

Aus gesundheitlichen Gründen suchte er vor

knapp einem viertel Jahrhundert eine neue Herausforderung.

Und so erinnerte er sich an den

zweiten Schwerpunkt in seiner Ausbildung:

Krankenhausseelsorge. „Ich wusste, dass mir

das liegt.“ So begann der gebürtige Saarländer,

der in Noswendel aufgewachsen ist und

heute noch da lebt, am 1. September 1992

als Klinikseelsorger im Klinikum Saarbrücken.

Nebenbei absolvierte er eine Zusatzausbildung

mit dem Schwerpunkt Klinikseelsorge.

Mit seiner ruhigen und freundlichen Art ging

er auf die Patientinnen und Patienten zu, spendete

Trost oder machte ihnen Mut, zum Beispiel

den vielen krebskranken Frauen in der

Gynäkologie.

„Die Arbeit im Krankenhaus ist nicht leicht“,

gibt Knapp zu. „Aber: Seelsorger genießen

bei den Menschen – gläubig oder nicht – oft

einen Vertrauensvorschuss. Wenn Menschen

krank und bedürftig sind, wollen sie reden.

Und da sind wir ihre Ansprechpartner.“ Deshalb

ist die wichtigste Voraussetzung für seine

Arbeit Empathie und die Liebe zu den Menschen.

Für viele gute Begegnungen – mit PatientInnen,

Angehörigen und MitarbeiterInnen –

ist er dankbar. Und dass die Zusammenarbeit

mit allen MitarbeiterInnen in allen Abteilungen

immer gut funktioniert hat, auch dafür sagt er

„Danke“.

Durch die Abschiedsmesse führte Dechant

Benedikt Welter. Francesco Caglioti vom bischöflichen

Generalvikariat in Trier würdigte

Knapps langes seelsorgerisches Engagement

in der katholischen Kirche. Die meisten Redner

allerdings kamen im Anschluss bei einem

Umtrunk im Casino zu Wort - darunter die

Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein, Birgit

Liedtke-Hahn für die Grünen Damen, der Sprecher

des Konvents der katholischen Krankenhausseelsorge,

Klinikseelsorger Hermann-Josef

Mayers, die Klinik-Clowns Gabriele Massa

und Henning Leidinger sowie sein langjähriger

evangelischer Kollege Peter Sorg. Der

hielt eine launige Rede über die fruchtbare Zusammenarbeit

der „Seelsorge-Twins“, wie sie

manchmal genannt wurden, und verlieh ihm

im Anschluss ein „buntes Verdienstkreuz“ für

einen besonderen Menschen.

Statt Abschiedsgeschenken sammelte Werner

Knapp Spenden für die Kinderhilfe Saar, für

die er sich in den vergangenen 15 Jahren immer

eingesetzt hatte. Auf Initiative der Kinderhilfe

waren die Klinikclowns zum Klinikum gekommen.

So kamen 1.480.- Euro zusammen.

Dafür sagt er Danke.

Werner Knapp hat seine Berufswahl nie bereut:

„Ich war gerne Seelsorger“, sagt er. Seine

Familie hat ihm immer den Rücken frei gehalten.

Denn er musste auch oft nachts zu den

Patienten und Angehörigen. Jetzt wird er sich

mehr in seiner Pfarrgemeinde engagieren,

vielleicht auch in der Klinikseelsorge… Wir

wünschen ihm alles Gute .


Katholische Klinikseelsorge neu aufgestellt

31

P

Pfarrer Markus Wirth leitet seit September offiziell

die katholische Klinikseelsorge der SHG-

Kliniken und des Klinikums Saarbrücken.

Wirth ist bereits seit Dezember 2013 in der

Klinikseelsorge des Klinikums Saarbrücken tätig.

Vorher war er elf Jahre als Pfarrer in den

Gemeinden Quierschied und Göttelborn tätig.

Markus Wirth ist nicht allein. Das Bistum Trier

hat die drei SeelsorgerInnen der SHG-Kliniken

Sonnenberg beauftragt, die Klinikseelsorge

im Klinikum zu unterstützen. Dadurch wird an

Wochentagen neben Pfarrer Markus Wirth

seelsorgerliche Verstärkung vom Sonnenberg

im Haus unterwegs sein.

Übrigens: Eine weitere Stelle als Pastoralreferent

mit Haupteinsatzort im Klinikum ist ausgeschrieben.

Mit der Veränderung in der Krankenhausseelsorge

ändern sich ab sofort auch die

Zeiten der Gottesdienste:

Evangelisch:

Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat,

jeweils um 18.00 Uhr

Katholisch:

Heilige Messe sonn- und feiertags

um 9.30 Uhr

Dienstags um 17.00 Uhr

Donnerstags um 17.30 Uhr Anbetung,

um 18.00 Uhr Heilige Messe.

Personalien

Auf unserem Foto (von links) Herbert Colle, Eva-Maria Hubig-Gilla, Markus Wirth und Marion Latz.


32

Personalien

PD Dr. Winfried Häuser wurde zum außerordentlichen

Professor ernannt

Schon seit vielen Jahren unterrichtet er regelmäßig

an der Technischen Universität München

– jetzt wurde er zum außerplanmäßigen

Professor ernannt. Der Ärztliche Leiter der Psychosomatik

und Oberarzt der Inneren Medizin

I ist nun Prof. Dr. Winfried Häuser. Damit

wurde er für seine hervorragenden Leistungen

in Forschung und Lehre an der TU München

gewürdigt.

Seine Lehrtätigkeit ist die ärztliche Gesprächsführung.

Forschungsprojekte führte er u.a. zu

den Themen Fibromyalgie und Placeboeffekte

in Medikamentenstudien durch. In seiner Habilitationsschrift

setzte er sich mit der klinischen

Diagnose und evidenzbasierten Therapie von

chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen

auseinander.

Herzlichen Glückwunsch zur Bestellung zum

Professor!

Prof. Dr.

Winfried Häuser

Prof. Dr. Teping wieder als Topmediziner

ausgewiesen

Prof. Dr.

Christan Teping

ZZum vierten Mal in Folge ist der Chefarzt der

Klinik für Augenheilkunde des Klinikums Saarbrücken,

Prof. Dr. Christian Teping, in der

Focus-Ärzteliste 2016 als Topmediziner ausgewiesen

– und zwar für die Bereiche Refraktive

Chirurgie des Auges und Katarakt. Damit zählt

er laut Focus in seinem Fachbereich bundesweit

zu den besten Augenärzten. Und das

kommt nicht von ungefähr.

Prof. Dr. Teping: „Wir sind gegenüber neuen

Verfahren und Operationstechniken in der

Augenheilkunde sehr aufgeschlossen. Unser

Hauptziel ist es, die Funktionen des Auges und

die Sehkraft unserer Patientinnen und Patienten

bestmöglich zu erhalten beziehungsweise

wieder herzustellen.“ Zum Beispiel durch das

Einsetzen moderner Linsen bei der refraktiven

Linsenchirurgie. Auch bei dem Grünen Star

oder schweren Hornhauterkrankungen gibt es

heute neue Erfolg versprechende Behandlungen,

die im Klinikum durchgeführt werden.

Zu den häufigsten Eingriffen in seiner Klinik

gehören die Operationen des Grauen Stars,

die überwiegend ambulant vorgenommen

werden. „Diese Auszeichnung bestätigt die

sehr gute Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, angefangen von den Medizinischen

Fachangestellten, über die Assistenz-,

Fach- und Oberärzte“, freut sich der 64 Jahre

alte Augenarzt. Er leitet die Augenklinik seit

27 Jahren und wird Ende 2016 in den Ruhestand

gehen. Zum 1. Januar 2017 übernimmt

Dr. Markus Ladewig, langjähriger Oberarzt

der Klinik für Augenheilkunde des Klinikums

Saarbrücken, die Leitung der Klinik.

Die Ärzteliste des Focus ist das Ergebnis von

Umfragen bei Selbsthilfegruppen, Patientenverbänden,

Fachärzten und Fachgesellschaften

sowie der Auswertung wissenschaftlicher

Publikationen.


ArbeitsjubilarInnen geehrt –

MitarbeiterInnen offiziell verabschiedet

EErstmals fanden in diesem Jahr die Verabschiedung

und Ehrung der Arbeitsjubilarinnen und

Arbeitsjubilare bereits im Juli statt. Wie gewohnt

hatte das Direktorium in den Festsaal

des Rathauses eingeladen. Es waren dieses

Mal deutlich weniger Jubilarinnen und Jubilare

als sonst. Der Grund ist ganz einfach: Da der

Termin für diese Feier vom Jahresende auf die

Mitte des Jahres verlegt wurde, hatten auch

erst die Hälfte derer, die sonst geehrt werden,

ein Jubiläum gefeiert oder die Rente erreicht.

Bei dem Festakt ehrten Geschäftsführerin Dr.

Susann Breßlein und der Aufsichtsratsvorsitzende

Harald Schindel zahlreiche Jubilarinnen

und Jubilare. Unter ihnen halten vier bereits

seit 40 Jahren dem Klinikum die Treue;

20 sind seit 25 Jahren dabei. Aufsichtsratsvorsitzender

Schindel sagte allen Dank für ihr

Engagement und „für die lange Zeit, in der Sie

Ihre kostbare Zeit, Ihre Energie und Kraft in

die Arbeit im Klinikum Saarbrücken, die Arbeit

zum Wohle der Patienten, gesteckt haben. Denen,

die heute für ihre 40jährige und 25jährige

Treue geehrt werden, aber auch denen,

die heute verabschiedet werden, wünsche ich,

dass sie mit Stolz auf ihre Unternehmenszugehörigkeit

zurückblicken. Sie sind diejenigen,

die das Klinikum Saarbrücken voran gebracht

haben, die es auf seinem Weg in die Zukunft

begleitet haben. Sie haben eine Menge Erfahrungen

im Laufe dieser Jahre gesammelt, die

Sie im positiven Sinne an Ihre jungen Kolleginnen

und Kollegen weitergeben konnten und

immer noch können“. Übrigens: Auch unter

den RentnerInnen standen die meisten mindestens

16 Jahre im Dienst des Klinikums. Die

Gesundheits- und Krankenpflegerin Margrit

Werner arbeitete sogar 41 Jahre im Klinikum

und die Sachbearbeiterin Jutta Ludt 39 Jahre.

33

Personalien


34

Examen bestanden – Zeugnis in der Tasche

Personalien

Alle Mühen und Anstrengungen der dreijährigen

Ausbildungszeit an der Schule für

Gesundheitsfachberufe des Klinikums Saarbrücken

liegen jetzt hinter ihnen – insgesamt

21 frischgebackene Gesundheits- und Krankenpfleger/innen,

fünf Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen

und 26 Operationstechnische

AssistentInnen freuten sich über ihr

bestandenes Examen und konnten ihr Zeugnis

entgegen nehmen.

Allen steht nun die Tür offen zu einem spannenden

Berufsleben. Nicht nur die Nachfrage

nach Pflegekräften ist nach wie vor hoch,

sondern sie haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten

in unterschiedlichsten Gesundheitseinrichtungen.

Was dabei viele im Klinikum besonders

freut: 13 Absolventen – davon neun

Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, zwei

Kinderkrankenpflegekräfte und zwei operationstechnische

AssistentInnen – bleiben dem

Klinikum weiterhin erhalten.

In den zurückliegenden drei arbeitsintensiven

Jahren erhielten die Auszubildenden ein fundiertes

Wissen über Gesundheitsförderung,

Krankheitsverhütung und die Pflege von Kranken

sowie über die Arbeit in diversen Funktionsbereichen.

Die Operationstechnischen Assistenten

wurden bestens auf ihre Arbeit im OP

und in der Zentralen Notaufnahme vorbereitet.

Alle erhielten das Rüstzeug in Theorie und

Praxis, um sich den komplexen Anforderungen

in den unterschiedlichen Aufgabengebieten in

der Pflege und im OP verantwortungsvoll stellen

zu können.

Sie haben das Examen als Gesundheits- und

Krankenpflegekraft in der Tasche:

Anissa Amiar, Esra Geldi, Lisa-Marie Hammer,

Caroline Jung, Deniz Karadag, Reyhan Kaya,

Nicole Kohl, Nadine Lentschig, Marta Pecourt

Gracia, Christiane Scheid, Nadine Simon,

Jana Walter, Marie-Claire Weber (alle Klinikum

Saarbrücken) sowie Julia Wilhelm, Dominik

Berndt, Katharina Emmerich, Tatjana Reis

(alle Saarland Kliniken kreuznacher diakonie).

Kinderkrankenpflegerinnen:

Examen bestanden – Stelle gefunden

Das sind die frisch gebackenen examinierten

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen,

von links: Julia Noß, Laila Schröter, Kimberley

Gärtner, Sara Pinl und Jana Meguin

Das Bild entstand bei der Examensfeier am

30. September 2016 in Homburg. In der Ausbildung

der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

kooperiert das Klinikum Saarbrücken

mit der Universitätsklinik in Homburg. Die

SchülerInnen absolvieren im Klinikum Saarbrücken

ihre praktische Ausbildung, die theoretische

Ausbildung in Homburg. Alle haben eine

Stelle gefunden. Laila Schröter (Zweite von

links) arbeitet seit 1. Oktober auf der Kinder-

Intensiv-Station 20.


35

Sie haben die Ausbildung zum Operationstechnischen

AssistentIn abgeschlossen:

Kim Kuntz, Julia Lofi, Sandra Theobald (alle

Klinikum Saarbrücken), Carolin Becker , Jonas

Kalmes, Mariella Clemens, Maria Correll

(Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern), Dominic

Scheidt, Corinna Kreis (beide Westpfalz-Klinikum,

Standort Kusel), Janine Heimann-Decker

(Knappschaftsklinikum Sulzbach), Luisa Maas

(Knappschaftsklinikum Püttlingen), Jennifer

Stauter, Florentine Butz (Marienhaus SLS), Benjamin

Kühn (DRK Saarlouis), Jessica Brödel,

Carina Dejon, Rebecca Gries, Nilgün Güney-

Olgun, Saskia Interliggi, Isabel Kucharczyk

(alle Universitätskliniken Homburg), Sabrina

Herbold (cts Dudweiler), Linda Lechner (cts

Saarbrücken), Verena Permesang (Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder, Trier), Robine

Pfeiffer (cts Lebach), Ina Somow (Saarland Kliniken

kreuznacher diakonie), Ann-Katrin Weber

(Knappschaftsklinikum Püttlingen).

Personalien

Praxis für Logopädie Carsten Kroker

Schwerpunkt: neurologisch bedingte

Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

Saargemünderstraße 1a • 66130 Saarbrücken

Tel.: 0681/98 80 513 • E-Mail: cakroker@freenet.de

www.logopaedie-saarbruecken.de

Alle gängigen Therapieverfahren inklusive

Dys-Saarthrietherapie, Elektrotherapie, LSVT


36

Kurz & Akut

Flüchtlinge auf

Praktikums- und

Ausbildungstour

Dr. Susann Breßlein

wieder Vorsitzende

der Saarl. Krankenhausgesellschaft

Schon zum dritten Mal hatte die IHK junge

Flüchtlinge zwischen 15 und 25 Jahren, die

ein Deutsch-Sprachniveau B1 sowie einen Integrationskurs

absolviert haben, zu Betriebsbesichtigungen

in Unternehmen im Regionalverband

Saarbrücken eingeladen.

Eine Gruppe von 20 jungen – meist syrischen

– Asylbewerbern war auch auf den Winterberg

ins Klinikum gekommen, um Praktikums-,

Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten

auszuloten. Unter den Teilnehmern war

auch ein junger Arzt.

Bereits zum dritten Mal wurde die Geschäftsführerin

des Klinikums Saarbrücken, Dr. Susann

Breßlein, zur Vorsitzenden der Saarländischen

Krankenhausgesellschaft (SKG) gewählt.

In der Saarländischen Krankenhausgesellschaft

haben sich die Träger der 22 saarländischen

Krankenhäuser zusammengeschlossen.

Der SKG-Vorstand wechselt alle zwei Jahre.

Zuletzt war sie von 2008 bis 2010 in dieser

Funktion tätig.


37

Kurz & Akut

„Rentnernachmittage

sind eine schöne

Sache“

Mehr Interdisziplinarität

für Rückenpatienten

im Saarbrücker

Wirbelsäulenzentrum

Zwei Termine stehen in den Kalendern vieler

Rentnerinnen und Rentner des Klinikums Saarbrücken:

Der alljährliche Rentnernachmittag

und die Weihnachtsfeier. „Das ist eine gute

Gelegenheit, alte Kolleginnen und Kollegen zu

treffen und sich auszutauschen“, sagt zum Beispiel

Norbert Schmidt, ehemals Leiter der Fernmeldetechnik

und Brandschutzbeauftragter.

Und nicht nur das: Bei jedem Rentnernachmittag

hält ein Chefarzt einen interessanten

Vortrag; dieses Mal war es PD Dr. Florian

Custodis, Chefarzt der Inneren Medizin II, der

allgemein verständlich über koronare Herzkrankheiten

und Herzinfarkt referierte.

Nach dem Vortrag hatten die ehemaligen MitarbeiterInnen

bei belegten Brötchen, Kaffee

und Kuchen genügend Zeit, in Erinnerungen

zu schwelgen. Joachim Anhaus, ehemals im

Einkauf tätig, lobte: „Solche Rentnernachmittage

sind eine schöne Sache und nicht in jedem

Unternehmen üblich. Ich finde dieses Angebot

toll.“ Das bestätigten übrigens auch viele andere,

die an diesem Nachmittag gekommen

waren. Nachdem die Platten geleert waren,

traten die RentnerInnen zufrieden den Heimweg

an.

Das Klinikum Saarbrücken verfügt seit Mitte

2016 über ein fachübergreifendes Wirbelsäulenzentrum

der Disziplinen Neurochirurgie,

Orthopädie und Unfallchirurgie unter der organisatorischen

Leitung der Klinik für Neurochirurgie

(Chefärztin Prof. Dr. Cornelia Cedzich).

Die moderne Medizin eröffnet den Patienten

eine breite Palette diagnostischer und therapeutischer

Möglichkeiten. Für den Laien ist der

richtige Weg unter der Vielzahl von Angeboten

bei Rückenproblemen oft nur schwer zu

erkennen. Die fachübergreifende Zusammenarbeit

des Wirbelsäulenzentrums bietet Patienten

und zuweisenden niedergelassenen Ärzten

den Vorteil, dass es eine zentrale Anlaufstelle

für alle Wirbelsäulenerkrankungen gibt. So

kann individuell entschieden werden, welches

die jeweils beste Behandlungsmethode ist. Abhängig

vom jeweiligen Krankheitsbild werden

Ärzte aus anderen Bereichen wie Radiologie,

Strahlentherapie, Onkologie usw. hinzugezogen.

Das Wirbelsäulenzentrum im Klinikum Saarbrücken

bietet damit ein ebenso fachlich kompetentes

wie individuelles Angebot „aus einem

Guss“.

Kontakt:

Untersuchungs- und Behandlungszentrum,

Telefon 0681/963 2525

E-Mail: ubz@klinikum-saarbruecken.de


38

Spenden

Täuschend echte Frühchen-Puppe soll Eltern

besser vorbereiten

Alexandra George (auf dem Bild 2. von rechts)

ist Physiotherapeutin und Vojtatherapeutin für

Säuglinge und Kleinkinder. Sie arbeitet seit

vielen Jahren eng mit dem Team der Kinder-

Intensiv-Station des Klinikums zusammen. Als

sie im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Praxisjubiläum

feierte, sammelte sie Geld für Frühgeborene,

die ihr besonders am Herzen liegen

– 950 Euro waren zusammen gekommen, die

sie an den Bundesverband „Das frühgeborene

Kind“ e.V. und an den Verein Känguruh-Kinder

e.V. Klinikum Saarbrücken spendete.

Durch die Spende ermöglichte sie die Anschaffung

einer täuschend echt aussehenden

Frühchen-Puppe für die neonatologische Intensivstation.

Diese Baby-Imitation, eine so genannte

Reborn-Babypuppe der Künstlerin Ursula

Konhäuser in der Größe eines 750 Gramm

leichten Frühgeborenen, kommt in Größe und

Aussehen (Haare, Haut, Gewicht…) einem

echten Frühchen faszinierend nahe. Sie wäre

ein tolles Spielzeug, wenn die Herstellung per

Hand nicht so aufwändig – und die Puppe

daher für ein Spielzeug doch etwas zu teuer

wäre.

Das Team der Kinder-Intensiv-Station wird diese

Puppe künftig in der vorgeburtlichen (pränatalen)

Sprechstunde einsetzen, um Eltern,

die eine zu frühe Geburt erwarten, auf diesen

Fall vorzubereiten. Denn die Erfahrung zeigt,

dass es einen wesentlichen Unterschied macht,

wenn betroffene Eltern schon einmal so ein kleines

Wesen in der Hand hatten und erfahren

haben, wie es sich anfühlt und wie es aussieht.

Sie sind dann viel sicherer im Umgang mit ihrem

Frühchen. Das Frühchenpuppen-Konzept

ergänzt das umfangreiche familienorientierte

Versorgungskonzept, mit dem betroffene Eltern

schon im Rahmen der pränatalen Vorsorge informiert

und aufgeklärt werden.

Zur Spendenübergabe waren gekommen (Foto, von links): Barbara Grieb, Vorstandsvorsitzende vom Bundesverband

„Das frühgeborene Kind“ e.V., Eva Vogelgesang, Stationsleiterin der Kinder-Intensiv-Station, Dr. Donald

Wurm, Oberarzt der Kinderklinik, Alexandra George, Physiotherapeutin und Ursula Haier, Kinder-Intensivschwester

und 2. Vorsitzende des Vereins „Känguruh-Kinder e.V.“


39

Spenden

Fußballjugend des

1. FCS spendet

Firma Voit

treuer Spender

Das Team U 17 des 1. FC Saarbrücken hat

den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp verpasst.

Dennoch nutzten sie den letzten Spieltag,

um für die Kinder-Intensivstation des Klinikums

Saarbrückens Spenden zu sammeln. So

kamen rund 120 Euro zusammen.

Das Geld überreichten Trainer Karsten Specht,

Co-Trainer Jens Weber, Betreuer Rainer Wettmann

zusammen mit dem Spieler Lukas Quirin.

Außerdem brachten sie noch vier Trikots

mit, darunter zwei Trikots der 1. Mannschaft,

signiert von den Spielern.

Darüber freuten sich die beiden Kinder-Intensivschwestern

Christine Heuser und Sabine

Luck. Diese Trikots wurden bei einer Tombola

zum Weltfrühchentag verlost.

Treuer Spender für die Arbeit der Kinder-Intensiv-Station

ist die St. Ingberter Firma Voit Automotive

GmbH. Durch die guten Kontakte des

Känguruh-Vereins Klinikum Saarbrücken e.V.

konnten im Lauf der vergangenen fast 20 Jahre

(seit 1997) schon Fördergelder mit einem

Gesamtvolumen von 144 000 Euro überreicht

werden. Die Gelder wurden hauptsächlich bei

der alljährlichen Weihnachtstombola für MitarbeiterInnen

eingenommen.

Im Juni 2016 konnte sich der Förderverein

nun über eine weitere großzügige Spende von

2.000 Euro freuen. So hatte der Geschäftsführende

Gesellschafter Carsten Schubert zu

seinem 50. Geburtstag statt Geschenken um

Geld für die Frühgeborenenstation gebeten.

Diese überreichte er gemeinsam mit seiner

Gattin Kerstin Schubert im Rahmen eines Besuches

der Kinder-Intensivstation.

Auf unserem Foto von links: Lukas Quirin, Karsten

Specht, Christine Heuser, Rainer Wettmann, Sabine

Luck und Jens Weber.

Auf dem Bild, von links: Eva Vogelgesang, Stationsleiterin

der Kinder-Intensiv-Station, Prof. Dr. Jens Möller,

Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,

Karsten Schubert mit Frau Kerstin, Fachärztin Sigrun

Berger sowie Silvia Huy, Vorsitzende des Vereins Känguruh-Kinder

e.V.


40

www.stjakobushospiz.de

info@stjakobushospiz.de

St. Jakobus Hospiz

SAPV IM ÜBERBLICK

Das Ziel

Die Lebensqualität und die Selbstbestimmung unheilbar

kranker Menschen zu erhalten und zu verbessern. Für ein

erträgliches Leben bis zum Tod in vertrauter Umgebung.

Die Aufgabe

Die palliativmedizinische, schmerztherapeutische Beratung

und Versorgung. In Ergänzung zur medizinischen,

pflegerischen und hospizlichen Versorgung.

Die Leistung

Erkennen, behandeln und lindern der Schmerzen und

Symptome nach individuellem Behandlungskonzept.

Krisenintervention, psychosoziale Unterstützung,

24-Std. Rufbereitschaft.

Die Beratung

Für Patienten und Angehörige. In allen vorsorgenden,

sozialrechtlichen und psychosozialen Fragen.

FÜR DAS LEBEN BIS ZULETZT

Das Team

Palliativmediziner, spezialisierte Pflegekräfte und Sozialarbeiter.

Das Netzwerk

Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst, Ärzte,

Krankenhäuser, Pflegedienste, Sozialdienste, Hospizdienste,

Apotheker, Sanitätshäuser, Seelsorger und Beratungsstellen.

Die Kosten

SAPV-Leistungen werden ärztlich verordnet. Der Anspruch

ist gesetzlich geregelt. Die Kosten werden von den

Krankenkassen übernommen.

d

Spendenkonto:

IBAN: DE92 5919 0000 0001 6730 09

BIC: SABADE5S

Es gibt noch

viel zu leben

• Beratung und Unterstützung im Krankheits- und

Symptomverlauf sowie bei der pflegerischen

Versorgung

• Schmerztherapie und Symptomkontrolle

• Unterstützung in der Alltagsbewältigung

• Stärkung der Selbsthilfepotentiale

• Ergänzung der bestehenden Versorgungsstrukturen

• Organisation und Vermittlung

von weitergehenden Hilfen

• Gespräche zu allen Fragen,

die Kinder oder Eltern bewegen

Am Blücherflöz 6, 66538 Neunkirchen

Telefon: (06821) 999 890-0

Telefax: (06821) 999 890-29

E-Mail: info@kinderhospizdienst-saar.de

Internet: www.kinderhospizdienst-saar.de

Facebook: Kinder Hospizdienst Saar

• Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der

schweren Krankheit

• Hilfen für die gesamte Familie, insbesondere für

Eltern, Geschwister, Großeltern und Verwandte

• Botengänge und Besorgungen

• Gemeinsame Aktivitäten mit anderen Betroffenen

• Trauerbegleitung

• Die Hilfen und Angebote des Kinder-Hospizdienstes

Saar werden kostenlos zur Verfügung gestellt

Spendenkonto – IBAN: DE77 5905 0101 0000 7170 17 • BIC: SAKSDE55

THERAPIEZENTRUM

WINTERBERG SAARBRÜCKEN

Ambulante Rehabilitation

Unser Reha-Team besteht aus multiprofessionellen Berufsgruppen und unterstützt Sie dabei, nach orthopädischen Erkrankungen

wieder zurück ins Alltagsleben zu finden. Die Therapien der Rehabilitationsmaßnahme werden von unseren Ärzten individuell

für Sie zusammengestellt und regelmäßig angepasst.

- Dauer: 3-4 Wochen mit je 4-6 Stunden pro Therapietag

- Zeit: montags bis freitags zwischen 8:00 und 16:00 Uhr

- Besonderheit: Sie dürfen nach der Anwendung wieder zurück nach Hause in Ihr gewohntes Umfeld. Wenn die Eigenanreise

aus medizinischer Sicht nicht möglich ist, bieten wir Ihnen im Umkreis von 30 km unseren Fahrdienst an.

Nach beendeter Rehabilitationsmaßnahme können Sie verschiedene Angebote zum Erhalt Ihrer Gesundheit in unserem Hause

in Anspruch nehmen. Dazu gehört die Heilmittelversorgung, spezifische Reha-Nachsorgeprogramme sowie Gesundheitsförderungskurse.

Theodor-Heuss-Straße 130 66121 Saarbrücken

Tel: 0681 394678-0 Web: www.tzw-gmbh.de E-Mail: info@tzw-gmbh.de


41

Spenden

Neues Spielzeug für

die Kinderklinik

600 Euro für die

Känguruh-Kinder

Der kleine Max ist seit Babytagen immer wieder

Patient in der Kinderklinik des Klinikums

Saarbrücken. Er hat eine seltene Stoffwechselerkrankung

und muss von Zeit zu Zeit in der

Saarbrücker Kinderklinik behandelt werden.

Denn Chefarzt Prof. Dr. Jens Möller ist unter

anderem auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen

spezialisiert. Deshalb bedankte

sich Max‘ Mutter Heike Künzer für die langjährige

gute medizinische und pflegerische

Betreuung – mit Spielzeug. Sie hat Spielzeuge

gesammelt, um damit die Spielzimmer beider

Kinderstationen neu zu bestücken. Denn das

ist auf den Kinderstationen ein echter Bedarf,

immer wieder werden neue Spielzeuge gebraucht.

Zusätzlich hat auf ihre Initiative hin Geschäftsführer

Giuseppe Ferraro von der Firma F&R

Industriedemontage und Abbruch GmbH (Neunkirchen)

eine Geldspende über 400 Euro

überreicht, mit der ebenfalls Spielzeug sowie

Geburtstagsgeschenke für die kleinen Patienten

der Kinderklinik angeschafft wurden.

Es war eine dramatische Geburt, die Bettina

Karaoglan vor zwei Jahren erlebte. Der kleine

Miran kam in der 24. Schwangerschaftswoche

im Klinikum Saarbrücken zur Welt

und brachte gerade mal 480 Gramm auf die

Waage und war 28,5 Zentimeter groß. Für

den Kleinen begann ein Kampf um Leben und

Tod. In den folgenden 131 Tagen waren Mutter

Bettina und Papa Arif jeden Tag auf der

Kinder-Intensivstation, känguruhten mit ihm,

streichelten ihn, päppelten ihn auf. Heute ist

Miran zwei Jahre alt. Mit seinen dunklen Locken

und braunen Augen wirkt der kleine Miran

wie ein ganz normales Kleinkind. Nichts

erinnert mehr daran, dass er einen schweren

Start ins Leben hatte. Den zweiten Geburtstag

des kleinen Sonnenscheins nahmen die Eltern

Bettina und Arif zum Anlass, dem Team auf

der Kinderintensivstation des Klinikums Saarbrücken

Dank zu sagen. Und nicht nur das:

Für den Förderverein Känguruh-Kinder gab es

eine Spende über 600 Euro. Da war die Freude

bei den Schwestern groß.

Auf dem Bild, vor zwei Wägen voller Kinderspielzeugen,

von links: Pflegedirektorin Sonja Hilzensauer,

Kinderkrankenschwester Susanne Richter, Chefarzt

Prof. Dr. Jens Möller, Lisa Künzer, Geschäftsführer der

Firma F&R Industriedemontage und Abbruch GmbH

Giuseppe Ferraro, Heike Künzer, Krankenhauspfarrer

Peter Sorg.

Auf unserem Foto von links: Schwester Stephanie Jochum,

Arif und Bettina Karaoglan mit dem kleinen Miran,

der Stationsleiterin Eva Vogelgesang und Schwester

Ursula Haier.


42

Spenden

12 000 Euro für die Blumendörfer Koreas

An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der

Verein „Freunde und Förderer der Blumendörfer

Korea e.V.“ in der Eingangshalle des

Klinikums Saarbrücken mit einem Büchertisch

zu Gast. Dabei findet sich von Kinderbüchern,

Krimis bis hin zu Mystery- und Science-Fiction-Romanen

für kleines Geld für jeden Geschmack

Lesestoff.

Mit dem Büchertisch im Klinikum Saarbrücken

kamen im vergangenen Jahr allein 3000 Euro

zusammen. Weitere 9000 Euro sammelte der

Verein mit weiteren Aktivitäten und Spenden.

So hat die Vorsitzende des Vereins, Kyung-Hi

Umbreit, gerade 12 000 Euro an die Blumendörfer

überwiesen.

Kyung-Hi Umbreit hat den gemeinnützigen

Verein 1995 in Saarbrücken gegründet. Ziel

ist es, Geld für die Blumendörfer in Korea zu

sammeln. Die Blumendörfer bieten seit 1976

obdachlosen, kranken und alten Menschen,

aber auch Kindern, ein Zuhause. Rund 6000

Menschen leben heute dort. Mit den Spenden

unterstützt sie zusammen mit ihren Mitstreiterinnen

das „Haus der Engel“ und das „Haus

Maria“. Hier wohnen rund 200 Kinder, vom

Säugling bis zum Schulkind. Waisen, ausgesetzte

und behinderte Kinder, die kein Zuhause

haben. Im vergangenen Jahr wurde ein neues

Haus ausschließlich für Babys gebaut. 60

Babys haben hier ein Zuhause gefunden. Mit

den 12 000 Euro wurden feuerfeste Gardinen

für das ganze Haus angeschafft .

Übrigens: Die Bücher werden meist von Menschen

gespendet, die ihr Bücherregal entlasten

möchten. Einen Schwerpunkt bilden Kinderbücher.

Häufig sind es gut erhaltene und

hochwertige Bücher, die man auf diese Art für

wenig Geld erstehen kann – und dabei auch

noch etwas Gutes tut.

Wer Bücher spenden möchte, kann sich bei

Kyung-Hi Umbreit, Tel. 0681/9518647 melden.

Kyung-Hi Umbreit und Helena Berndt (von links) am Büchertisch

Weitere Magazine dieses Users