JA zum Leben - die Wurzeln der kindlichen Atemkraft

naturheilwissen

Von Anbeginn an birgt der Atem des Kindes seine Quelle für Gesundheit, Ausstrahlungskraft und Präsenz. Sowohl das seelische, körperliche als auch geistige Wachstum hängen davon ab, ob wir die energetische Konstitution beim Kleinkind beachten. Dagmar Neff, Kleinkindpädagogin mit jahrelanger Erfahrung und energetische Therapeutin in eigener Praxis, vermittelt ein wesentliches Grundverständnis für den Zugang zum sensiblen Bereich der Lebenskräfte. Atem, Rhythmus und Naturgesetze sind Kernthemen, denn sie bilden den Schlüssel zu den schöpferischen Quellen des Kindes und damit zum Aufbau einer gut funktionierenden Immunkraft. Als Wegweiser für eine positive Entwicklung im Lebensalltag mit Kindern richtet sich das Buch insbesondere an Eltern, Therapeuten und Pädagogen. Mit Infos zu den Atemtypen sowie detailliert und anschaulich beschriebenen Übungen, die gesunden und kranken Kindern helfen, ihre Atemkraft (Lebenskraft) zu stärken und sie zu stabilisieren. Empfehlungen für spezielle Bachblüten und bewährte homöopathische Mittel lassen sich als zusätzliche Unterstützung bei "Hindernissen" wirksam einsetzen.

Dagmar Neff

JA zum Leben

RATGEBER

JA zum Leben

Die Wurzeln der kindlichen Atemkraft

Dagmar Neff

Infos zu den Atemtypen | Rhythmische Übungen

Spezielle Bachblüten | Homöopathische Helfer


Dagmar Neff

JA zum Leben

Die Wurzeln der kindlichen Atemkraft


JA zum Leben

Die Wurzeln der kindlichen Atemkraft

Copyright: Dagmar Neff, 2016

Bild- und Fotomaterial: Dagmar und Ewald Neff, fotolia.de, Shutterstock.com

Satz, Cover, Layout und Grafik: Michaela Tilli, www.black-pony-design.at

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 9783741275098

Hinweis zum Inhalt

Im Buch beschriebene Übungen und Mittel haben sich in der Praxis als wirksam erwiesen.

Jede ihrer Anwendungen erfolgt in Selbstver antwortung.

Alle Rechte vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages oder der Autorin

darf kein Teil des Buches in irgendeiner Form - mechanisch, elektronisch, fotografisch

- reproduziert, vervielfältigt, übersetzt oder gespeichert werden, mit Ausnahme kurzer

Buchbesprechungen.


Inhalt

Widmung.................................................................................................................6

Danke........................................................................................................................7

Vorwort.....................................................................................................................8

Einführung........................................................................................................... 10

Mein Weg zum Buch......................................................................................... 13

1 Blaupause des Lebens ............................................................................... 16

2 Innere Lebensordnungen.......................................................................... 17

3 Naturgesetze und ihre Bedeutung ....................................................... 19

4 Lebensrhythmus........................................................................................... 21

5 Bewusstseinsprägung durch den Mutteratem ................................ 23

5.1 Loslösungsphasen vom Leihatem der Mutter............................. 26

5.2 In fünf Schritten.................................................................................... 27

5.3 Hindernisse im Loslösungsprozess................................................. 28

6 Die Neinphase dient der gesunden Immunabwehr ....................... 30

6.1 Segen der Bejahung und Verneinung............................................ 32

7 Das „eigen“sinnige Bewusstsein............................................................ 33

7.1 Der pädagogische Aspekt des Eigensinns.................................... 34

7.2 Was den Mut zum Eigensinn fördert.............................................. 38

8 Prägung des Atemzentrums..................................................................... 39

8.1 Lebensgrundlage des Neugeborenen........................................... 40

8.2 Atemprinzip solar/lunar .................................................................... 42

8.3 Zwei unterschiedliche Atemrhythmen und

zwei richtige Arten zu atmen .......................................................... 43

8.4 Atempolarität bei Säuglingen und Kleinkindern....................... 44

8.5 Das solare Kind .................................................................................... 47

8.6 Das lunare Kind .................................................................................... 51

8.7 Das Kind mit wechselndem Atemprinzip .................................... 55

8.8 Energiefluss im Körper........................................................................ 58

8.9 Körperschwerpunkt............................................................................. 61

8.10 Körperhaltung ...................................................................................... 62

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8.11 Bewegungs- und Sprachrhythmus................................................. 66

8.11.1 Rezitieren im lunaren und solaren Sprachrhythmus... 67

8.12 Ernährung, Essverhalten und Stoffwechsel.................................. 68

8.12.1 Allgemeine Ernährungsregeln............................................ 70

8.12.2 Mit Kindern essen................................................................... 72

8.12.3 Nahrungstabelle..................................................................... 73

8.13 Händigkeit – links oder rechts?........................................................ 74

8.14 Optimales Lernen ................................................................................ 76

8.15 Die Kinderstimme ............................................................................... 77

8.16 Toleranz bei unterschiedlichen Bedürfnissen ............................ 79

8.17 Kraftquelle und Lebensaufgabe...................................................... 80

8.18 Die Bedeutung der Erde im Kind..................................................... 81

8.18.1 Die eigene Mitte finden und bewahren........................... 82

8.19 Unterschiedlicher Atemtyp von Mutter und Kind...................... 85

8.19.1 Muttermilch und Fettstoffwechsel.................................... 85

8.19.2 Grundlagen zur Berechnung des Atemtyps................... 86

8.20 Tabelle mit Gesamtübersicht ........................................................... 87

9 Wirkkräfte von Mutteratem sowie Erde,

Sonne und Mond in der Therapie ......................................................... 93

9.1 Atemrhythmus in der Therapie........................................................ 95

10 ÜBUNGSTEIL

10.1 Übungen für und mit Kindern ab dem 6. Lebensjahr............. 100

10.2 Rhythmisches Atmen erlernen....................................................... 102

10.2.1 Die optimale Körperhaltung beim Üben „ICH BIN“ ... 102

10.2.2 Die Grundhaltung beim Üben ......................................... 102

10.2.3 Die rhythmischen Atemübungen.................................... 105

10.2.4 Bewegung rhythmisch in Verbindung

mit dem Atem ausführen................................................... 109

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10.3 Lunarer Atemrhythmus im Liegen, Sitzen und Stehen........... 110

10.4 Solarer Atemrhythmus im Liegen, Sitzen und Stehen............ 112

10.5 Rezitieren - Sprachrhythmus im Jambus und Trochäus......... 114

10.5.1 Kinderreime für rhythmisches Sprechen....................... 117

10.6 Abgrenzungsübung für ein gesundes Immunsystem............ 120

10.7 Ausatmungs-Übungen für das solare Kind................................ 122

10.8 Ausatmungs-Übungen für das lunare Kind ............................... 123

11 Bewährte Mittel aus der Praxis

11.1 Bachblüten........................................................................................... 126

11.2 Homöopathische Helfer................................................................... 128

Segen einer Mutter........................................................................................... 132

Literaturhinweise............................................................................................... 133

Vita......................................................................................................................... 134

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Widmung

Ich widme dieses Buch allen Müttern und ihren Kindern

sowie den noch Ungeborenen und Neuankömmlingen

auf unserer Erde.

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Danke

Mein besonderer Dank gilt all jenen Menschen, die mit ihrer verdienstvollen

Forschungsarbeit zum Thema Lebensprinzip wertvolle Samenkörner

in mein Bewusstsein pflanzten. Diese ermöglichten mir den Zugang

zu Gesetzmäßigkeiten, die das Leben des Kindes prägen, es in naturgegebener

Weise beeinflussen und bestimmen.

Ich danke meinen Lehrern, die mir den Sinn für das Rhythmusgeschehen

offenbarten und bedeutungsvolle Zusammenhänge eröffneten, welche

sich auf das Vorankommen am Lebensweg in entscheidendem Maße auswirken.

Insbesonders danke ich Christine Mihalkovits für die herzliche Aufnahme

in ihrer privaten Spielgruppe „Mutter-Vater-Kind Oase“ in Villach. Ihre Offenheit

und die Zustimmung aller anwesenden Mütter ermöglichte mir

die Durchführung meiner Projektarbeit über das Atemprinzip des Kindes

und die sichtbaren Merkmale im Kleinstkindalter.

Herzlichen Dank an Marie, Julia, Theresa, Simone, Alexander und Fabian

für die motivierte Mitarbeit bei den gemeinsamen Fototerminen.

Großes Danke an Beatriz, Paula, Benjamin, Chiara und Anna für das spontane

Fotoshooting im kreativen Zuhause von Familie Grundner.

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Vorwort

„Ja zum Leben“ – was kann es einen passenderen

Titel geben für einen Ratgeber über die

kindliche Atemkraft. Denn Atmen ist Leben!

Ich erinnere mich daran, wie ich schon als

Kind ehrfürchtig und fasziniert war über diese

Lebenskraft. Paradiesische „Bullerbü“-Sommerferien

voll des Glücks verbrachte ich immer

bei meiner Großmutter in Norddeutschland.

Der Abschied von ihr fiel mir jedes Mal

schwer. Und ich weiß genau, wie ich mich einmal

vorm nahen Abschied zu ihr hinsetzte, ihren Atemrhythmus bewusst

wahrnahm, verinnerlichen versuchte, um mich mit ihr zu verbinden.

Dagmar Neff habe ich über das heilsame Singen in meiner Singgruppe

kennengelernt. Singen ist „tönender“ Atem. Singen, und vor allem das

Singen von Mantren und anderen heilsamen Liedern verlängert den Prozess

des Ausatmens und verhilft uns zu einer gleichmäßig strömenden

Ausatmung. Die vertiefte Atmung beim Singen führt zu einer besseren

Sauerstoffversorgung und die Zwerchfellmuskulatur wird trainiert. Das

gesunde Atmen aus dem Bauch wird beim Singen gefördert. Immer wieder

bewegend finde ich, wie wir uns beim heilsamen Singen in einer

Gruppe auf einen gemeinsamen Atemrhythmus einschwingen. Das kann

ein Gefühl tiefster Verbundenheit erzeugen. „Ich atme tief, tief, tief, atme

das Leben in mich hinein…“ heißt eines der heilsamen Lieder, die wir immer

singen. Ja, atmen ist Leben!

Als evangelische Theologin möchte ich aber auch die „spirituelle“ Dimension

des Atmens ansprechen. Das lateinische Wort „Spiritus“, Geist,

kommt von „spirare“, blasen, hauchen, atmen. Inspiration! Es ist kein Zufall,

dass in vielen Sprachen und unterschiedlichen Religionen für das

Wort für „Atem“ und „Geist“ ein und dasselbe Wort verwendet wird. Bei

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der Erschaffung der Welt im Alten Testament schwebte Gottes weibliche

„Ruach“ (Hebräisch für Wind, Atem, Hauch) über dem Wasser. Im Neuen

Testament wird das griechische „Pneuma“ (Hauch, Wind, Atem) mit dem

„Heiligen Geist“ gleichgesetzt. Im Alten Testament erfahren wir auch,

dass Gott bei der Erschaffung des Menschen Adam das Leben durch seinen

„Odem“ einhauchte.

Der Atem wird in vielen Religionen in Verbindung mit der universellen

Lebensenergie gebracht. Von „Atman“ im Hinduismus stammt unser

Wort Atem überhaupt her.

Gerade in unserer stressigen und schnelllebigen Zeit finde ich den Ratgeber

von Dagmar Neff so wichtig in Bezug auf unsere Kinder, die uns

anvertraut sind. Das Ja zum eigenen Leben zu entwickeln, wie Dagmar

Neff es so schön beschreibt, ist die Basis für ein erfülltes Leben. Damit

unsere Kinder Wurzeln schlagen und sich entfalten können ist es wichtig,

die eigene Atem,- und Lebenskraft zu stärken.

Die neuartigen Hintergrundinformationen und die vielen Atemübungen

in diesem Buch sind eine wertvolle Hilfe dazu.

Mag. a Astrid Tendis-Knely,

evangelische Theologin und Singleiterin, Villach.

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Einführung

Von Anbeginn an gelten Naturgesetze für das Leben auf der Erde und

wirken bereits vor der Geburt auf das Ungeborene ein. Neben der Tatsache,

dass es über die Nabelschnur mit allen lebenswichtigen Nährstoffen

versorgt wird, beeinflusst auch der Atem der Mutter das kindliche

Bewusstsein in prägender Weise. Bewusstsein und Atem des Kindes sind

also eng miteinander verwoben und bestimmen das zukünftige Erdenleben.

Die Phase der Kindheit ist dem Element Erde zugeordnet und dient dazu,

das physische Leben zu erlernen. Physische Bedürfnisse stehen daher im

Vordergrund. Bedingt durch die Atempolarität unterscheiden sich diese

jedoch grundsätzlich. Je häufiger Kleinkinder erleben, dass ihre Grundbedürfnisse

nach Nahrung, Wärme und Geborgenheit in positiver Weise

wahrgenommen und erfüllt werden, umso stärker entfalten sich Grundvertrauen,

innere Stabilität und Sicherheit. Nehmen Eltern unbewusst

ihre eigenen Bedürfnisse zum Maßstab und setzen sich damit gegenüber

dem Kind durch, löst dies bei Kindern mit einem instabilen Inneren die

Neigung aus, sich dem Bedürfnis anderer anzupassen und sich selbst

nicht als normal zu fühlen. Beginnt ein Kleinkind allerdings, sich seine

wirklichen physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Bedürfnisse

nicht einzugestehen und damit nicht zu sich selbst zu stehen, verkümmert

daraufhin ein Teil seiner Persönlichkeit und wird nie erwachsen.

Im Besonderen geht es für jedes Kind darum, sich in natürlichen Schritten

vom Leihatem seiner Mutter zu lösen, um in den eigenen Atemrhythmus

zu finden und sich zugleich seines Atemprinzips gemäß zu entwickeln.

Beide Themen sind mit der Atemenergetik eng verknüpft und werden

hier ausführlich behandelt: Einerseits die Prägung des Ungeborenen

durch den Mutteratem mit seinen Loslösungsphasen und andererseits

das Atem- und Lebensprinzip als individuelle Voraussetzung mit dem

entscheidenden Zeitpunkt der Geburt.

Es geht um ein tieferes Verständnis von Kräften, die das Leben des Kindes

prägen und um ihre natürlichen Auswirkungen. Bedeutsame Zusammen-

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hänge und vor allem die Qualität der Toleranz gegenüber unterschiedlichen

Bedürfnissen stehen dabei im Vordergrund. Denn werden Kinder

dazu angehalten, sich an Bedingungen anzupassen, die ihrem Wesen

nicht entsprechen, lernen sie, sich zu verbiegen und die eigenen Bedürfnisse

verlieren an Bedeutung. Gelingt es ihnen hingegen, einen starken

inneren Lebenskern auszubilden, indem sie gemäß ihrem Lebensprinzip

das eigene Wesen zur Entfaltung bringen und vorhandene Potenziale

verwirklichen dürfen, entwickeln sie viel eher ein lebensbejahendes Inneres

und dadurch mehr Positivität und Stärke für den eigenen Lebensweg.

Sie sind bei weitem besser ausgestattet für jedwede Bewältigung

von Herausforderungen, denen sie am Weg vom Kindsein zum Erwachsenwerden

und auch danach immer wieder begegnen.

Der Atem eines Kindes birgt die Quelle für seine Gesundheit, Ausstrahlungskraft

und Präsenz. In Verbindung mit Stoffwechsel, Bewegung,

Sprache und Essverhalten bildet er eine untrennbare Einheit in ihm. Sowohl

in der Medizin als auch in der Kunst finden wir in allen asiatischen

Kulturen die tiefgründige Erkenntnis, dass Sonne, Mond und Erde die Lebensrhythmen

und somit alle Bewegungen des Lebens bestimmen. Das

uralte Wissen bezieht sich auf die solare oder lunare Atmung des Kindes

und ist als älteste Weisheit Basis spiritueller Schulungswege in Asien. Bereits

vor 3000 Jahren wussten indische Yogis um den Einfluss von kosmischen

Energien auf das irdische Leben und dass dieses aufgrund der

Lichtverhältnisse von Sonne und Mond bestimmt wird. Bis heute ist es in

Indien Brauch, dass bei der Geburt ein kundiger Astrologe die Sonnenund

Mondanteile berechnet und damit über die Energetik des Kindes informiert.

Ebenso wird in Ostasien jeder Geburtsvorgang bezüglich Sonnen-

und Mondeinfluss beobachtet. Bei uns im Westen gilt der Musiker

Erich Wilk (1915 -2000) als der erste Erforscher und Anwender des gegensätzlichen

Atems mit zweierlei Ausdrucksformen von Lebensrhythmen,

Verhaltensweisen und Begabungen.

Ein weiterer bedeutsamer Aspekt der Atemenergetik, die Thematik des

Mutteratems, findet sich ebenso bereits im alten Indien. Mit seiner Prägung

auf das Bewusstsein des Ungeborenen und der Notwendigkeit

einer natürlichen Loslösung für die Ausbildung der eigenen Atemkraft

stellt der Mutteratem eine zentrale Bedeutung im Leben jedes Kindes dar.

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In seiner Gesamtheit und ganzheitlich erfasst verschafft uns das uralte

Wissen Zugang zu den schöpferischen Quellen eines Kindes und gibt uns

Einblick in Naturgesetze, die sein Leben bestimmen. Es lässt erkennen,

was es braucht, damit Kinder ihr 100 prozentiges JA zum eigenen Leben

entwickeln, von dem der Aufbau ihrer Immunkraft abhängt. Atem und

Rhythmus bilden die Kernthemen, denn sie sind der Schlüssel zur kindlichen

Lebenskraft. Bedingt durch das Lebensumfeld eines Kindes und Erziehungsmaßnahmen

sowie Reaktionen der Erwachsenen auf kindliche

Bedürfnisse und Entwicklungsphasen geschieht oftmals frühzeitig eine

Schwächung der Atemkraft. Daraus ergeben sich unterschiedliche Folgewirkungen,

die sich vor allem anhand der Immuntätigkeit bemerkbar

machen.

Sowohl die seelische, körperliche als auch geistige Gesundheit hängen

davon ab, ob wir die energetische Konstitution beim Kleinkind beachten.

Das Wissen darüber ermächtigt Erwachsene, den kindlichen Entwicklungsphasen

mit einem erweiterten Bewusstsein zu begegnen und verhilft

zu mehr Toleranz gegenüber dem individuellen Wesen eines Kindes.

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Mein Weg zum Buch

In meiner eigenen Lebensgeschichte und

durch die Arbeit mit Menschen durfte ich immer

wieder erfahren, dass es mehr an Prägungen

und Einflüssen gibt, welche auf unsere

Lebens- und Immunkraft einwirken, als die

bisher bekannten Faktoren aus der Psychologie,

Pädagogik und Genetik.

Mein ursprünglicher Beruf als Kleinkindpädagogin

brachte mich über zwanzig Jahre mit

der Welt des Kleinkindes in engste Berührung.

Ein Großteil meiner Aufmerksamkeit galt durchwegs Kindern mit besonderen

Bedürfnissen, die sich anhand von Verhaltensauffälligkeiten und

körperlichen Handicaps bemerkbar machten. Das war wohl auch der

Grund dafür, dass sich jedes Jahr in meiner Kindergruppe eben solche

Kleinkinder wie von selbst einfanden und ihre Anzahl sich zusehends erhöhte.

Dass ich die unzähligen Aspekte ihrer Entwicklungsschritte mitsamt

den auftretenden Konflikten aus unmittelbarer Nähe erleben und

begleiten durfte, ließ mein ohnehin großes Interesse an psychologischen

Hintergrundthemen beständig wachsen. Ich besorgte mir anerkannte

Literatur über psychotherapeutische Ansätze, um in Erfahrung zu bringen,

wovon das Wesen eines Kindes, seine körperliche und seelische Gesundheit

tatsächlich beeinflusst werden. Welche Faktoren außer den mir

bereits bewussten ausschlaggebend sein Verhalten in der äußeren Welt

veranlassten.

In meinem damaligen Umfeld galten hauptsächlich noch pädagogisch-psychologische

Sichtweisen als Erklärungsmodell für hemmende

Ursachen am Entwicklungsweg und boten professionelle Hilfe bei vorhandenen

Hindernissen, die das Kind in seinem Vorwärtskommen einschränkten.

Erst am weiteren Ausbildungsweg, der mich in das Berufsfeld

der ganzheitlichen energetischen Therapie führte, kam ich mit Antworten

in Kontakt, die ich als meine eigene innere Wahrheit empfand. Sie

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schenkten mir in der Tiefe ihrer bedeutsamen Zusammenhänge die erklärende,

erweiterte Sicht. Ich lernte die Gültigkeit und Bedeutung von

Naturgesetzen kennen und ihre prägenden Auswirkungen sowohl auf

das Leben des ungeborenen Kindes im Mutterleib als auch im Moment

seiner Geburt. Die Thematik des Mutteratems sowie die Lehre der Atempolarität

stellten sich als die jeweils fehlenden Puzzleteilchen heraus. Mit

ihrer Hilfe gelingt es, die seelische, geistige und körperliche Konstitution

des Kindes in einer natürlichen ganzheitlichen Entwicklung ihm gemäß

zu begleiten und zu fördern.

Die Antwort für das Wesen des Kindes und seine Lebenskraft lässt sich

nicht allein in pädagogisch-psychologischen Hintergründen oder genetisch

bedingten Anlagen finden. Erst mit dem Einbeziehen einer gesunden

Spiritualität und mit dem Anerkennen der Gültigkeit von Naturgesetzen

erhält bestehendes Wissen Lebendigkeit. Es lässt uns zu den

Wurzeln vordringen, die das Kind als geistiges Wesen in seinem Menschsein

prägen.

Bei meiner Projektarbeit über den Atemrhythmus bei Kindern ging es

um die Frage, ob anhand von Beobachtungen des kindlichen Verhaltens

das jeweilige Atemprinzip bereits erkennbar ist. Meine Studie und die

anschließende Überprüfung ergab, dass sich der Atemtyp eines Kindes

durchaus auf natürliche Art und Weise bereits im Kleinstkindalter zeigt

und immer deutlicher sichtbar wird, wenn das Kind sich natürlich und

seinem Atemprinzip gemäß entfalten darf.

Fazit: Eine, der Atempolarität entsprechende Entwicklung ist von allerhöchster

Bedeutung. Nur so erfährt die kindliche Atemkraft vom frühesten

Zeitpunkt an die erforderliche Stärkung. Diese wirkt sich wiederum

positiv auf die Immunkraft des Kindes und in weiterer Folge auf seine

allgemeine Gesundheit aus.

Mit der Intention, Essentielles zum Thema Kindergesundheit beizutragen,

sodass von Anbeginn an die wahren wesensbedingten Bedürfnisse

des Kindes erkannt werden und Beachtung finden, entstand dieses

Buch. Zusammen mit vielen positiven Erfahrungswerten aus der ganzheitlichen

therapeutischen Praxis ermöglicht es ein Grundverständnis für

die vorliegende Thematik sowie einen Zugang zum sensiblen Bereich der

Lebenskräfte. Als Leitfaden für kindliche Voraussetzungen und Potenziale

richtet es sich insbesondere an Eltern, Therapeuten sowie Pädagogen

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3 Naturgesetze und ihre Bedeutung

Ineinander übergreifend und sich gegenseitig

bedingend präsentieren sich die Naturgesetze

zu Beginn des Lebens. Üben Einfluss darauf

aus und entfalten ihre Wirksamkeit schon vor

der Geburt.

„Naturgesetz“ ist ein zentraler Begriff der

Erfahrungswissenschaften und bedeutet die

Ordnung in der großen Natur im weitesten

Sinne. Es geht dabei um Gesetzmäßigkeiten,

ihre beobachtbaren Zusammenhänge und

wie diese unser Menschensein prägen und

beeinflussen.

Naturgesetze sind ein Quell der Weisheit. Sie

bestimmen das Verhalten von Naturvorgängen

und beziehen sich auf Lebensgrundlagen. In Anfangsbedingungen

zeichnen sie einen einzelnen Prozess aus und gelten aufgrund beobachtbarer

Prozesse, die überall, immer und allgemein gültig sind.

Kinder nehmen den Rhythmus der Naturgesetze noch deutlich intensiver

wahr. Aufmerksam erleben sie den Wechsel der Jahreszeiten, Tag

und Nacht, Sonne und Mond. Mit Freude beobachten sie das Erscheinen

des Regenbogens am Himmel und nehmen staunend die Schwerkraft

der Erde wahr, wenn etwas zu Boden fällt.

Das Wissen über Naturgesetze, wie der bewusstseinsprägende Mutteratem

und das Atemprinzip (Lebensprinzip) eines Kindes, erweist sich

nicht nur am Lebensbeginn als sinnvoll. Die beiden Themen der Atemenergetik

sind seit vielen Jahren erforscht und bereits unter ganzheitlichen

Gesichtspunkten beschrieben.

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„Alle lebenswichtigen Organe arbeiten schon vor der Geburt, nur die Lunge tritt

erst nach Verlassen des Mutterleibes in Aktion. Ihre organische Tätigkeit ist die

erste und letzte im irdischen Leben. Atmen heißt, selbständig leben. Nach der

Geburt wird der erste Atemzug durch einen Befehl vom Gehirn ausgelöst. Die

rhythmische Ausdehnung der weichen Lungenflügel mit ihrer wabenähnlichen

Oberfläche wird durch die Bewegung des Brustkorbs und des Zwerchfells bewirkt.

Diese Bewegungen werden von Impulsen angetrieben, die vom Atemzentrum

im Gehirn aus durch die Nerven an die entsprechenden Muskeln weitergeleitet

werden. Das Gehirn ist der Impulsgeber, der die drei seelischen Funktionen

Denken, Wille und Bewusstsein reguliert.“

HP Dr. Rosina Sonnenschmidt

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4 Lebensrhythmus

Die gesamte Schwangerschaft hindurch befinden

sich Mutter und Kind im schwingenden

Gleichklang. Bis zum Zeitpunkt seiner Geburt

schwingt das noch ungeborene Kind im Atemrhythmus

seiner Mutter. Daher bedarf es für

das Neugeborene vorerst einer sanften Einführung

in die Welt der Lebensrhythmen, um daraufhin

in den eigenen Atemrhythmus zu finden

und ein eigenes Bewusstsein auszubilden.

Sobald es nach der Geburt selbständig einund

ausatmet, erlebt es den Atemvorgang als

wiederholbaren Prozess und beginnt auf diese

Weise selbst zu schwingen. Nach und nach

findet es in den eigenen Rhythmus und entwickelt

die eigene Atemkraft, indem es sich schrittweise vom Atem der

Mutter löst. Bedingt durch das Naturgesetz der Atempolarität gibt es

zweierlei Atemrhythmen und zwei gegensätzliche Arten zu atmen. Das

jeweils vorliegende Atemprinzip eines Kindes zeigt sich in der Betonung

seines Ein- und Ausatmens und begründet sein Verhalten in Bezug auf

Ernährung, Stoffwechselfunktion, Körperhaltung, Bewegungs- und

Sprachrhythmus sowie Selbstausdruck.

Der kindliche Atem bringt die Körpersäfte in Bewegung und erzeugt

dadurch einen Körperrhythmus, der sich schließlich im Lebensrhythmus

manifestiert. Ob ein Kind in seinem Lebensrhythmus ist, lässt sich daran

erkennen, wie weit es sich im Gleichklang aller Kräfte, der inneren wie

der äußeren, befindet und dadurch in seiner inneren Mitte verankert ist.

Wenn es sich aus dieser heraus selbst ausdrückt und verwirklicht, sich

selbstbestimmt verhält und körperliche Selbstregulation erlebt, ist es

in Stimmigkeit mit sich selbst und dem äußeren Leben. Es verfügt über

einen ungehinderten Zugang zu den schöpferischen Kräften, die ihm

eine ständige Regeneration ermöglichen.

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5 Bewusstseinsprägung durch

den Mutteratem

Die Mutter als Archetypus ist Ausgang und Basis,

ist auch das Ziel, denn sie ist Heimat. Aber über

den Eigenatem muss jeder auf Erden geborene

Mensch seine ureigene Lebensmelodie entwickeln.

HP Dr. Rosina Sonnenschmidt

Jedes Kind wird im Mutteratem geboren

und muss daraufhin seinen eigenen Atem

und sein eigenes Bewusstsein entwickeln.

Der mütterliche Leihatem ist verbunden

mit dem Atem, dem Atemrhythmus und

Atembewusstsein der Mutter während der

Schwangerschaft und birgt deshalb für das

Leben des Kindes eine zentrale Bedeutung. Bereits vom Zeitpunkt der

Empfängnis bis hin zum Moment der Geburt gibt die Mutter durch ihren

Atem die eigene körperliche und gesundheitliche Befindlichkeit dem

Kind weiter. Entscheidend wirken sich dabei sowohl ihre seelisch geistige

Befindlichkeit wie auch die körperliche Konstitution aus. Wie sie die

Zeit ihrer Schwangerschaft erlebt und ob das Kind willkommen ist oder

nicht. Der so „gefärbte“ Mutteratem wirkt prägend auf das Bewusstsein

des Ungeborenen ein. Stimmungen, menschliche Qualitäten, Fähigkeiten,

Freuden, Ängste, Verhaltensweisen aber auch Untugenden gehen

auf das Kind über. Sind die Gefühle der Mutter positiv, weiten diese den

Brust- und Flankenatem des Kindes. Hingegen verursachen beängstigende,

schmerzvolle und deprimierende Zustände bei der Mutter eine

Hemmung im Bereich des kindlichen Brust- und Flankenatems.

Sobald ein Kind geboren ist, hat es die Aufgabe, den eigenen Atem zu

entdecken, ihn zu entfalten und ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln.

Das geschieht, indem es sich in natürlichen Schritten immer mehr vom

- 23 -


mütterlichen Leihatem löst, mit dem das

persönliche Bewusstsein der Mutter verbunden

ist.

In der chinesischen Medizin wird diese

Prägung mit der Ur-Lebenskraft, dem Nieren-Jing,

verglichen. Es gibt Auskunft darüber,

was das Kind von der Mutter und vom

Familienfeld mitbekommen hat, um lebensfähig

zu sein: Genetische Anlagen sowie

ererbte Fähigkeiten, Gaben, Talente und

Qualitäten. Zumal das Kind über die Mutter

in das bestehende systemische Familienfeld

eingebunden wird, übernimmt es auch

vorhandene Muster im Denken, Fühlen und

Handeln. Es hat jedoch seinen Sinn, wohinein

ein Kind geboren wird und was ihm dadurch für seine Entwicklung

zur Verfügung steht. In der Traditionellen Tibetischen Medizin wird als

Ursache einer Empfängnis auch das Bewusstsein des Wesens im Zwischenzustand

(Bardo) mit Eindrücken von früherem Karma angeführt.

Voraussetzungen, die das Kind bei seiner Inkarnation vorfindet, sind

wertfrei zu sehen. Immer haben sie mit dem Bewusstseinsaspekt zu

tun, den das Kind in dieses Leben mitbringt. Wie es das, von der Mutter

und vom Familienfeld Geerbte zur Verwirklichung bringt, ist ein Thema

seiner Milzenergie. Die gesunde postnatale und schöpferische Kraft der

Milz ist dafür zuständig.

Die Thematik des Mutteratems wurde von HP Dr. Rosina Sonnenschmidt

erforscht und auch publiziert. Mit ihrem therapeutischen Kunstwerk

gab uns sie ein hochwirksames Instrument in die Hand, wofür ich Rosina

von Herzen verbunden und dankbar bin. Zur Fertigstellung ihres Buches

„Der Mutteratem in der Familienaufstellung“ hatte ich die Gelegenheit,

an der Gruppenarbeit vor Ort teilzunehmen, als ein Kamerateam die

Fotos dafür aufnahm. Während dieser Tage lernte ich die systemische

Aufstellungsarbeit am Mutteratem, ihre Hintergründe und die speziellen

Übungen zur Loslösung kennen. Bereits in der kurzen Zeit erlebte

ich ihre befreiende Wirkung. Mit Dankbarkeit und großer Begeisterung

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5.1 Loslösungsphasen vom Leihatem der Mutter

Ich glaube, ich muss loslassen.

Ich brauche keine Angst zu haben und darf ruhig

werden, damit meine Kinder den Klang der Schöpfung

hören und nach ihrem eigenen Rhythmus

tanzen können.

Russell Hoban

Mit der sogenannten Abnabelung ist die Loslösung

vom mütterlichen Leihatem verbunden.

Begegnet eine Mutter den Ablösungsphasen

ihres Kindes mit dem Bewusstsein

um größere Vorgänge und Zusammenhänge,

unterstützt sie ganz wesentlich sein Vorankommen

in der Welt.

Beim Durchtrennen der Nabelschnur erfolgt

der erste Schritt des Sich-Lösens. Das Kind

beginnt selbständig zu atmen und vollzieht

damit seine erste physische selbständige Tat. Sein Atemsystem wird in

diesem Moment wirksam: Es atmet sich in das Leben hinein und inkarniert.

Weil der Atemvorgang noch trainiert werden muss, beginnt die

Atemtätigkeit mit einer sehr hohen Frequenz, die sich von der Atemfrequenz

des Mutteratems während der Schwangerschaft vollkommen

unterscheidet. Mit zunehmendem Alter des Kindes verändert sich die

Frequenz seiner Atmung und verlangsamt sich. Denn je mehr das Kind

sein Gefühl erlangt, in Sicherheit leben zu können, beginnt sich auch die

Atemfrequenz zu beruhigen.

Aus diesem Seinszustand heraus können seine natürlichen Entwicklungsschritte,

gebunden an die Loslösung vom Mutteratem, erfolgen.

Indem das Kind sich aus dem Atembewusstsein der Mutter löst, macht

es die ersten Schritte in Richtung zu sich selbst. In zukünftigen Entwicklungsphasen

werden Atmung und Bewusstsein dann immer mehr als

Einheit sichtbar.

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5.2 In fünf Schritten

Natürliche Entwicklungsphasen nach der Geburt

haben den Sinn, dass ein Kind sich Schritt für

Schritt aus dem Mutteratem löst, um immer mehr

in den eigenen Atem zu kommen und sein eigenes

Bewusstsein auszubilden. Die fünf natürlichen

Schritte stellen demnach Loslösungsschritte und

Bewusstseinsstufen dar. Sie ermöglichen es dem

Kind, seinen Eigenatem zu stärken und dadurch

immer mehr vom Atem-Bewusstsein der Mutter

loszulassen. Der Eigensinn und sein Bedürfnis, etwas

alleine auszuprobieren, sind Ausdruck seines

eigenen Bewusstseins. Gemäß diesem verändert

sich auch sein Atem.

Mit dem „Nein“ stärkt es zugleich seine Ich- und auch Immunkraft und

erlangt dadurch die Fähigkeit, zwischen Selbst und Fremd zu unterscheiden.

Bei einem reibungslosen Verlauf dieser naturgegebenen

Gesetzmäßigkeiten in seiner seelischen, geistigen und körperlichen

Entwicklung löst sich das Kind dementsprechend leicht vom Atem-Bewusstseinsmuster

der Mutter und damit aus einer engen, untrennbar

scheinenden Bindung. Dieserart übernimmt es nach und nach mehr an

Selbstverantwortung. Die Kraft für den bedeutungsvollen Entwicklungsprozess

kommt aus ihm selbst und stellt sich in fünf natürlichen

Schritten dar:

1. Geburt: Mit dem Durchtrennen der Nabelschnur und dem selbständigen

Atmen des Neugeborenen erfolgt der erste Schritt zur Loslösung

vom Mutteratem.

2. Nein-Phase des Kleinkindes: Mit seinem „Nein“ löst sich das Kind

nicht nur ein Stück mehr vom mütterlichen Leihatem, sondern zieht

erstmalig die notwendige Grenze zwischen ICH und DU, ICH und WIR,

die es zum Aufbau eines intakten Immunsystems benötigt.

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3. Kindergarten- und Schuleintritt: Mit fünf bis sieben Jahren erfolgt

durch die Trennung von der Mutter der nächste Schritt in Richtung

Eigenständigkeit.

4. Pubertät: Hier findet der Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt

statt und bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt in den

eigenen Atem.

5. Erlangung der Volljährigkeit: Diese bildet den Abschluss vom Loslösungsprozess,

sodass der mütterliche Leihatem danach nicht mehr notwendig

ist. Vorausgesetzt ein starker stabiler Eigenatem (Bewusstsein)

wurde bis dahin entwickelt.

5.3 Hindernisse im Loslösungsprozess

Folgende Ursachen können Hindernisse bei der Loslösung bilden und

das Kind in der Entwicklung seiner Atemkraft hemmen:

Ein ungelöster Konflikt zwischen Mutter und Kind.

Abneigung des Kindes gegen seine Mutter.

Ein gestörtes Vater-Mutter-Kind-Verhältnis.

Weil das Kind ungelegen, nicht willkommen und unerwünscht ist, erhält

es eine zu dürftige „Wegzehrung“, sodass es zwar physisch nicht

aber seelisch gedeiht.

Vorwurfshaltung des Kindes gegenüber der Mutter, dass es sich

emotional nicht gut genährt fühlt.

Erzieherische Maßnahmen, welche die kreative Selbstverwirklichung

des Kindes unterdrücken.

Das Kind fühlt sich nicht gewappnet gegen die Wortgewalt seiner

intellektuellen, kühlen, dominanten Mutter und ist dadurch in seiner

Sprache und in seinem Selbstausdruck gehemmt.

Das Kind übernimmt das Verhalten seiner erfolgreichen, hektischen

Mutter.

- 28 -


6 Die Neinphase dient der

gesunden Immunabwehr

Da die Nein-Phase des Kleinkindes sich entscheidend auf seine weitere

Entwicklung auswirkt, führe ich sie hier im Speziellen an. Es liegt mir

ganz besonders am Herzen, der Verbindung zwischen dem „Nein“ des

Kindes und seiner zukünftigen Gesundheit die gebührende Beachtung

zu schenken. Das Zusammenwirken der inneren Kraft zum Nein und

der Funktion des kindlichen Immunsystems stellt eine Einheit dar, die

Aufmerksamkeit verlangt.

Das Nein für die Immunkraft

Zum Aufbau einer starken und stabilen Immunkraft dient dem Kind die

Nein-Phase. Sie bedeutet einen essentiell wichtigen Schritt in seiner

Entwicklung, denn mit dem „Nein“ schafft sich das Kleinkind die Grundbedingungen

für den Aufbau seines Immunsystems. Erstmalig zieht es

damit eine Grenze und trennt auf diese Weise sein Ich vom Du. Indem es

sich durch das „Nein“ deutlich nach außen hin abgrenzt, lernt es zwischen

selbst und fremd zu unterscheiden. Auf Körperebene arbeitet in

derselben Weise das Immunsystem. Es verfügt über die notwendigen

Eigenschaften, um all das zu entfernen, was dem kindlichen Organismus

schadet. Auch hier geht es um die Unterscheidung: Was gehört zu mir

und was nicht? Bis wohin reicht mein Ich und wo beginnt das Du? An

der Haut entscheidet sich, was in den Körper darf und was nicht und

dafür braucht es das selbstbewusste, klare „Nein“ des Kindes.

Äußere Einflüsse können sich als positiv oder auch negativ erweisen, denn

das Du kann ihm freundlich oder aber feindlich gesinnt sein. Umso besser

es funktioniert, dass das Kleinkind beachtet, was ihm selbst guttut und

was nicht, desto leichter fällt ihm der Umgang mit einem negativen Du. Es

lernt dabei Situationen einzuschätzen und findet daraufhin Lösungen.

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In seiner Nein-Phase lehnt sich das Kind

gegen die Übermacht der Eltern auf. Die

eigenen Grenzen und die der Erwachsenen

werden geprüft. Hierdurch vermeidet es, in

eine Ohnmacht zu gelangen. Es ist ein Machtspiel,

das dem Kind zu Sicherheit verhilft.

Ein sensibles Kräftemessen, bei dem es im

übertragenen Sinn darum geht, wie es künftig

im Leben steht: Ob der kleinste Lufthauch

es umzuwehen vermag oder es andernfalls

einen Standpunkt einnehmen kann.

Eltern beeinflussen dies Geschehen durch die

Art und Weise, wie sie darauf reagieren. So

kommt es auf beiden Seiten zu einer Klärung

von Ja und Nein, was sein darf, kann und

muss und was nicht. Sind Eltern zu nachgiebig

und gibt es zu oft ein Ja, sodass Kinder

augenblicklich ihren Willen durchgesetzt

bekommen, ernten sie im Erwachsenwerden

Unsicherheit. Bei zuviel Strenge und einem

zu häufigen Nein entsteht hingegen Trotz,

Widerstand und eine mangelnde Kreativität

im Umgang mit Konflikten. Nur mit einem

gesunden Mittelweg gelingt es Kindern, ihre

eigene innere Autorität im erforderlichen

Maße zu entwickeln und in Verbindung damit

eine starke Leberenergie auszubilden.

Zusammenfassend stellt das Nein des Kleinkindes einen bedeutsamen,

entscheidenden Schritt aus dem Atembewusstsein der Mutter dar, mit

dem es ihm gelingt, die eigene Atemkraft zu entfalten und ein intaktes

Immunsystem aufzubauen. Schenkt man seinem Atemtyp von Anfang

an Beachtung, wird es dadurch in seinen natürlichen Anlagen gestärkt.

Abgrenzungsübung

für ein gesundes

Immunsystem

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7 Das „eigen“sinnige Bewusstsein

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Hermann Hesse

Indem sich das Kind aus dem Mutteratem

löst, gelangt es immer mehr in seinen Eigenatem

und wird deshalb selbständiger und

unabhängiger. Seine Identität, Verhaltensweisen

und das Gefühlsleben hängen davon

ab, wie ihm die Loslösung gelingt und es den

eigenen Atem zu entwickeln vermag.

Damit es auf seinem eigenen Weg gut vorankommt

und sein zukünftiges Leben im

eigenen Sinn zu gestalten vermag, benötigt

es außerdem Eigenautorität und Verantwortungsgefühl.

Zunächst bedarf es jedoch einer gesunden Portion Eigensinn.

Das „eigen“sinnige Bewusstsein kann nur aus der Kraft des eigenen

Atems heraus entstehen und ist somit an die Entfaltung des Eigenatems

gebunden. Wenn Kinder ihren Eigensinn entwickeln, beginnt etwas vom

ihrem Wesen, ihrem Eigen-Sinn als Person hindurch zu klingen.

Harald Knauss, Heiler und Musiker, vergleicht den Eigensinn mit dem

Wesen eines Baumes, der Hag- oder Hainbuche. Sie wächst wie es ihr

gefällt und besitzt Holz so hart wie Eisen. Ebenso hart, unnachgiebig

und gerade, jedoch auch offen, flexibel und veränderungsbereit sei die

optimale Mischung von Eigensinn.

Der gesunde Eigensinn bildet die Antriebskraft im Leben des Kindes.

Durch die Kraft des Eigensinns ist es überaus wach und bleibt seinem

inneren Wesen treu. Es ist nicht verformbar, denn der eigene Sinn gibt

ihm Stärke und Mut. Demzufolge handelt es nicht gegen sein Gefühl

und das innere Wissen. Es kommt auf seinem Weg besser voran und ist

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weniger leicht manipulierbar. Indem es seinen Eigensinn nährt, stärkt

es die Kraft, die ihm hilft, Spannungen sowie Herausforderungen zu

bewältigen.

Hält das Kind jedoch seine Bindung an das Atem-Bewusstsein der Mutter

aufrecht, fehlt ihm das Gleichgewicht von Geben und Nehmen. In

der Folge mangelt es ihm an Eigenständigkeit, Selbstvertrauen, Zufriedenheit

und einem gesunden Selbstwert.

Bei Kindern, die aufgrund von Hindernissen in der Entfaltung ihrer

Atemkraft gehemmt werden, kann man beobachten, dass sie in gewissen

Situationen immer wieder in den Leihatem der Mutter flüchten.

Denn durch die mangelnde Atemkraft fehlt es ihnen an Eigeninitiative

und so haften sie in ihrem Erwachsenwerden zu lange am Mutteratem.

Ein Persönlichkeitsanteil dieser Kinder bleibt daraufhin unterdrückt,

wird nie erwachsen und behindert die fortlaufende Entwicklung.

(siehe „Hindernisse im Loslösungsprozess“).

7.1 Der pädagogische Aspekt des Eigensinns

Mit Ehrfurcht vor den Kindheitskräften dem Kleinkind begegnen, offen sein

gegenüber dem, was ihn ihm heranwächst, sich entwickelt und Neues bedeutet.

Immer geht es um die Würde des Kindes und um einen achtvollen Umgang

mit ihm seitens der Erwachsenen. Die Essenz, den Impuls für sein

Heranreifen und sein Wachstum auf seelischer, geistiger und körperlicher

Ebene bildet die Kraft des Eigenatems. Aus dieser heraus erwächst

sein Eigen-Sinn.

Die Rolle der Erwachsenen kann sich dabei hilfreich oder hemmend auf

das Kind auswirken. Über das Vertrauen der Mutter lernt es, sich selbst zu

vertrauen und kann sich deshalb leichter lösen. Indessen bindet die Mutter

das Kind unbewusst an ihren Atem, wenn sie ihm signalisiert, dass sie

nicht in sein selbständiges Tun, seine Gaben und Fähigkeiten vertraut.

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7.2 Was den Mut zum Eigensinn fördert

Der achtsame Umgang mit dem Selbstwertgefühl des Kindes und

Ich-stärkende Erfahrungen nähren die Kraft des Eigensinns. Wenn

Erwachsene den Widerspruch des Kindes ernst nehmen, sein unabhängiges

Denken und seine Selbständigkeit unterstützen und es gute

Erfahrungen mit dem Nein-Sagen macht, wächst in ihm ein gesunder

Eigensinn und es lernt, für sich selbst zu entscheiden.

Während den Kindheitsjahren ist das Bedürfnis nach Frieden überaus

groß. Für das Kind gilt es, sich in seiner eigenen unendlichen Welt

zurechtzufinden, sie zu erobern und sich in sie hineinzuträumen. Hier

ist das rechte Maß entscheidend, mit dem wir als Erwachsene das Kind

anleiten, damit es sich in seine Richtung hin entwickeln kann, nach der

sein eigener Sinn es weist. Indem wir ihm das Gefühl vermitteln, dass es

so in Ordnung und „richtig“ ist, bestärken wir es in seinem Kindsein mit

all den Potenzialen, die ihm innewohnen.

- 38 -


8 Prägung des Atemzentrums

Ein weiteres Naturgesetz der Atemenergetik tritt bei der Geburt in Kraft.

Es stellt keinen neuen Aspekt der Astrologie dar, sondern bezieht sich

auf das Zusammenspiel der polar-kosmischen Kräfte Erde, Mond und

Sonne. Vordergründig geht es um die irdischen Lichtverhältnisse, denen

das Neugeborene im Moment seiner Geburt begegnet. Der zu diesem

Zeitpunkt vorherrschende Sonnen- und Mondphasenstand regt das

Atemzentrum im Gehirn des Kindes an, wenn es den dunklen Geburtskanal

verlässt. Es ist der Impuls, welcher die Prägung des Atemzentrums

verursacht. Er wird sowohl von Zeitpunkt und Ort als auch vom Sonnenoder

Mondstand beeinflusst.

Entdeckung und Erforschung des zweifach richtigen Atems und seiner

Anwendung verdanken wir dem sensitiven Musiker Erich Wilk. Er studierte

die Einheit von Atem, Bewegung, Blutbewegung und den Fluss

von Heilenergie in Verbindung mit Mond- und Sonnenlichtbetonung.

Besser gesagt erkannte er die Bewegung der Säfte, des Wassers und des

Blutes im menschlichen Organismus als Abbild der Gezeiten im mehrfachen

Sinn. Dabei entdeckte Wilk eine Gesetzmäßigkeit als grundlegende

Erklärung für Gesundheit sowie Krankheit: Die gegensätzlichen Einflüsse

und Einwirkungen von Sonne und Mond auf die Erde stellen auch für

uns Menschen gegensätzliche Einflüsse dar.

Wilks Erkenntnisse fanden durch die Ärztinnen Dr. M. Schulze-Schulmeyer

und Dr. Charlotte Hagena sowie durch den Arzt Christian Hagena

in der medizinischen Praxis erfolgreiche Anwendung und auch Bestäti-

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gung. Die Kinderärztin Dr. Charlotte Hagena setzte erstmalig das Wissen

über die Existenz zweier unterschiedlicher Atemtypen mit ihren gegensätzlichen

Verhaltensweisen in mehr als 35 Jahren Praxis therapeutisch

ein und erlebte die positive Wirkung an Säuglingen, Kleinkindern und

auch Erwachsenen. Mit ihrem Sohn, Dr. med. Christian Hagena, führte

sie Wilks Lebenswerk unter der Bezeichnung Terlusollogie® fort und

erweiterte seine Lehre um eigene Erkenntnisse. Mittlerweile bedeuten

diese, erfahrungswissenschaftlich in einem Zeitraum von über vierzig

Jahren erforscht und bestätigt, durch ihren überzeugenden Einfluss in

vielen Berufen und Lebensbereichen einen großen Gewinn. Sodass inzwischen

Hebammen, Therapeuten, Logopäden, Stimmbildner, Sänger

und etliche andere Berufsgruppen von den Vorteilen der Atemlehre profitieren.

Denn mit dem Wissen über das Atem- und Lebensprinzip des

Kindes sind wir in der Lage, es bewusst in seinem Wachsen und Werden

optimal anzuleiten und zu fördern, wie es ihm gemäß ist. Es erschafft

die Qualität von Toleranz für das Wesen des Kindes, für die Art seiner

Atmung, die daraus hervorgehenden individuellen Bedürfnisse, Verhaltensweisen

sowie für die Art und Weise in der es sich selbst verwirklicht.

8.1 Lebensgrundlage des Neugeborenen

Weil sich jedes Lebewesen unter dem Einfluss kosmischer Energien

befindet und insbesondere die Lichtverhältnisse von Sonne und Mond

sein irdisches Leben bestimmen, wird davon das Atemzentrum im Gehirn

geprägt. So auch die Qualität des Impulses, der unmittelbar nach

der Geburt den ersten Atemzug des Neugeborenen auslöst. Impulsgeber

zur Regulierung der Atmung und ihrer drei seelischen Funktionen

Denken, Wille und Bewusstsein ist also das Gehirn. Das rhythmische

Ausdehnen der beiden Lungenflügel wird durch die Bewegungen des

Brustkorbs und Zwerchfells verursacht.

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8.2 Atemprinzip solar/lunar

Geburtsmoment und erster Atemzug sind

ausschlaggebend für eine lebenslang wirkende

Grunddisposition beim Neugeborenen. Je

nachdem, welche proportionalen Lichtverhältnisse

im Augenblick der Geburt vorherrschen. Dies

bedeutet, dass bei der Geburt Sonne und Mond eine

gegensätzliche Wirkung ausüben und somit zwei Arten

von Lebensrhythmen hervorbringen - den sonnen- und mondbetonten

Atem. Je nachdem ob der Sonnen- oder Mondeinfluss überwiegt, folgt

ein Kind ab dem Zeitpunkt seiner Geburt dem solaren oder lunaren

Atemprinzip und damit seinem Atemrhythmus, wobei der erste Atemzug

als Impulsgeber für die Regulierung seiner Atmung zuständig ist.

Das Kind vollzieht deshalb entweder eine intensive Ein- und entspannte

Ausatmung oder umgekehrt.

Sonne,

Mond und

Erde

„Die tiefgreifendste und älteste Erkenntnis bezüglich des Atmens ist die naturgegebene

Polarität. Mit anderen Worten: es gibt zwei Arten richtig zu atmen.“

HP Dr. Rosina Sonnenschmidt

Bei der Atempolarität handelt es sich um ein kosmisches Gesetz mit

folgender Grundlage: Die Sonne stellt im Verband mit Erde und Mond

das ruhige, stehende Prinzip dar, der Mond verkörpert hingegen mit seiner

Bewegung um Erde und Sonne das Prinzip der Bewegung. Entscheidend

ist der überwiegende Einfluss von Sonne oder Mond, denn dieser

gibt dem Kind bei der Geburt seinen individuellen Rhythmus mit. Er

bezieht sich auf den körperlichen wie auch auf den Empfindungsrhythmus.

Beide Atemtypen sind verbunden mit Gesetzmäßigkeiten, deren Ausprägungen

sich bei naturgemäßer Entwicklung des Kleinkindes mit

fortschreitendem Alter immer deutlicher bemerkbar machen.

- 42 -


8.3 Zwei unterschiedliche Atemrhythmen

und zwei richtige Arten zu atmen

Alles Leben existiert durch die Wirkkräfte von Erde, Mond und Sonne

und unterscheidet sich aufgrund der jeweiligen Sonnen- und Mondanteile.

Bedingt durch das Naturgesetz ergibt sich die Dynamik des

lunaren oder solaren Atems mit zwei Arten richtig zu atmen.

Jedes Kind trägt beide Lebensprinzipien, das solare wie auch das lunare

in sich, da es ja ein- und auch ausatmet. Allerdings ist die Betonung

des Atems unterschiedlich, denn beim solar geprägten Kind liegt die

Betonung auf dem Ausatmen, beim lunar geprägten auf dem Einatmen.

Somit unterscheiden sich solare und lunare Kinder grundlegend, denn

durch das kindliche Atemprinzip ergeben sich:

die Rhythmen ihrer Körperflüssigkeiten

unterschiedliche Stoffwechsel

unterschiedliche Verhaltensweisen

Links- oder Rechtshändigkeit

unterschiedliche Nahrungsverträglichkeiten

unterschiedliche Köperhaltungen im Liegen, Sitzen,

Stehen und Gehen

bevorzugte Bewegungsarten

unterschiedliche Ruhe- und Aktivitätsrhythmen

(Morgen- und Abendmensch)

Beim solaren Kind kommt das gebende Prinzip zum Ausdruck. Aufgrund

seiner intensiven Ausatmung gibt es zuerst ab, wobei sich der gesamte

Brustkorb verengt. Anschließend nimmt es durch entspanntes Einatmen

auf, ohne dass die entsprechende Muskulatur miteinbezogen wird. So

entsteht zwischen dem solaren Kind und der Welt ein Energiefluss im

Uhrzeigersinn.

Anders und entgegengesetzt kommt beim lunaren Kind als natürliche

Gabe das nehmende Prinzip aufgrund seiner intensiven Einatmung zum

Ausdruck. Seine Kontaktaufnahme mit der Außenwelt erfolgt, indem es

über sein intensives Einatmen die Energie des Gegenübers zuerst auf-

- 43 -


8.6 Das lunare Kind

Ein gesunder lunarer Atemrhythmus zeigt

sich durch gespanntes, intensives Einatmen

und entspanntes, leichtes Ausatmen. Es

ergibt sich daraus der trochäische Rhythmus:

schwer (ein) – leicht (aus) – schwer (ein) –

leicht (aus). In einer natürlichen Entwicklung,

bei der das Kind seinem Atemrhythmus

folgen kann, sind seine Muskeln bis auf die

Unterbauchmuskeln kräftig ausgebildet. Dies

verleiht ihm ein leicht athletisches Äußeres.

Das lunare Atemprinzip zeigt sich dann in

seiner kompakten Körpergestalt.

Im entspannten Ausatemstrom liegt die Gesundheit

des lunaren Kindes. Seine Stärken liegen in der magnetischen

Kraft: Im Nehmen, Aufnehmen, zu sich Hereinholen. Bei Anforderungen,

Anstrengungen und Problemen hilft es ihm, erstmal kräftig einzuatmen,

um dann sofort leicht und locker auszuatmen. Auf diese Weise kann es

augenblicklich den erhöhten Adrenalinspiegel abbauen und sein Kopf

wird wieder klar.

Mit dem intensiven Einatmen sammelt es Energie und stellt Nähe zum

Geschehen her. Bedingt dadurch nimmt es Informationen sehr intensiv

auf, nimmt intensiv wahr und spürt alles intensiv. Es verfügt über

eine natürliche sensitive, intuitive Anlage. Je besser es lunaren Kindern

gelingt, entspannt und leicht loszulassen, was ihnen nicht gut tut, desto

gelassener können sie mit allem umgehen, was von außen herankommt.

Häufig sind sie auditiv veranlagt und mit Spürsinn ausgestattet. Demzufolge

tun sie sich am leichtesten, wenn sie mit geschlossenen Augen

wahrnehmen und sich in dieser Weise in etwas hineinspüren. Ihr verträumter

Augenausdruck ist auffallend. Aufgrund ihrer magnetischen,

nach innen ziehenden Energie entwickeln sie eine Vorliebe für Tätigkeiten,

bei denen sie nach innen in die Tiefe vordringen, worin eine große

Heilkraft liegt. Lunare Kinder wollen nicht dauernd im Rampenlicht

stehen, denn ihr Strahlen ist ein stilles von innen nach außen wirkendes

Magnetisch

strahlende

Mondkraft

- 51 -


8.7 Das Kind mit wechselndem Atemprinzip

Kinder, die unter dem Wechsel von Sonne- und Mondeinfluss geboren

sind, werden als energetische Grenzgänger, Mischtypen aber auch als

Erdatmer bezeichnet. Zu ähnlichen Anteilen solar wie lunar geprägt,

können sie leicht zwischen beiden Atemprinzipien wechseln. Aufgabe

dieser Kinder ist es, sich im späteren Leben für ein Atemprinzip zu entscheiden,

um nicht ständig zu wechseln. Sie weisen im Körperbau nur

geringe Unterschiede auf und verfügen über mehrfache Begabungen.

Der Erdatem

Beim Erdatem geht es nicht um einen eigenen Atemrhythmus wie beim

gegensätzlichen solaren und lunaren Prinzip. Jedes Kind atmet aus und

ein und trägt den gegensätzlichen Anteil lunar oder solar in sich. Dieser

tritt in unterschiedlichen Lebensphasen und nur in großen Zyklen in

den Vordergrund. Erdatem-Kinder sind in der Lage, schnell vom lunaren

Atemrhythmus zum solaren zu wechseln und umgekehrt.

HP Dr. Rosina Sonnenschmidt hat erstmalig den Erdatem als das dritte

Element in der Natur thematisiert, wobei die Erde jene Mitte darstellt,

auf die sich alles Leben bezieht. Der Erdung im Kind kommt daher eine

bedeutsame Rolle zu (siehe „Bedeutung der Erde im Kind“). Denn ist es

- 55 -


8.8 Energiefluss im Körper

Lunar

solar

Sonnen- und Mondkraft beeinflussen den Zellaufbau des Körpers (die

Sonne das Zelläußere, der Mond das Zellinnere). Durch die gegensätzliche

Wirkung ergeben sich beim solaren und lunaren Kind unterschiedliche

Wärme- und Kältezonen im Körper, welche unterschiedlich funktionierende

Verdauungs- und Stoffwechselorgane mit verschiedenen

Bedürfnissen hervorbringen. Aus Sicht des chinesischen Energiemodells

finden wir darin begründet beim solaren Kind ein kleines, beim lunaren

ein größeres Verdauungsfeuer vor. Zwar arbeiten alle Elemente Feuer,

Holz, Erde, Wasser harmonisch zusammen, nur eben in verschieden starker

Intensität, sodass es zwei gegensätzliche Verdauungs- und Verstoffwechselungsprozesse

gibt.

Mit Energiefluss ist der elektromagnetische Rhythmus im Körper des

Kindes gemeint. In ihm wirken solare und lunare elektromagnetische

Kräfte, die sich als zwei ebenbürtige rhythmische Prinzipien für Körperhaltung,

Körperempfindung, Verhaltensweisen und Nahrungsbedürfnisse

zum Ausdruck bringen. Ihre Gewichtung ist von Bedeutung, denn

der elektromagnetische Rhythmus beeinflusst auch Durchblutung und

Fließgeschwindigkeit des Blutes. In den Kühlzonen sind Durchblutung

und Blutfluss demnach langsamer als in den Wärmezonen.

Die Kältezonen im Körper benötigen Kühle, hier herrscht das Prinzip der

Verengung. Bei den Wärmezonen liegt das Prinzip der Dehnung vor, sie

verlangen Wärme. Daraus ergibt sich bei solaren und lunaren Kindern

eine entgegengesetzte Durchblutung, die wiederum unterschiedliche

Bedürfnisse erzeugt.

- 58 -


8.10 Körperhaltung

Jede Körperhaltung des Kindes ist Ausdruck seines Atems. Bedingt

durch sein Atemprinzip geht es um zwei gegensätzliche Verhaltensweisen

beim Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen. Nur in bestimmten

Positionen ist es gewährleistet, dass dem Körper des Kindes aufgrund

der richtigen Haltung im Atemvorgang ausreichend Luft und Sauerstoff

zugeführt werden.

Dauerhafte Abweichungen vom naturgegebenen und typengerechten

körperlichen Verhalten führen in der Folge zu Leistungsminderung,

Unwohlsein bis hin zu Krankheit.

Ein gutes Köpergefühl entwickeln

Alles in Geist und Körper des Kindes bestimmt sein Atemrhythmus, sodass

sich ein gesundes Kind automatisch richtig hinstellt, hinsetzt und hinlegt.

Ebenso spürt es in Bezug auf Nahrung was ihm guttut und was nicht.

Ist die Atmung des solaren oder lunaren Kindes gesund und ihm gemäß,

kann es auch Beine und Füße in entsprechender Weise bewegen. Sein

Körper sucht sich dann von selbst die optimale Position, in welcher der

Atem ungehindert strömen kann.

Schlafposition

Die dem Kind gemäße Schlafposition dient seinem Körper zur Erholung

und dem Sammeln neuer Kräfte. Jeweils vor dem Einschlafen ist die

entsprechende Liegeposition hilfreich, danach bettet sich jedes Kind

so, wie es sich wohlfühlt. Bewegt es sich im Schlaf, nimmt es dann alle

möglichen Körperhaltungen ein.

Die Bauchlage erleichtert dem solaren Kind die Ausatmung und eine

angenehme Ruhe kann sich entwickeln. Intensiv atmet es dabei durch

die Nase aus. Eine kurze Pause entsteht, bevor der Einatem entspannt

wieder durch den Mund einströmt.

Die Rückenlage erleichtert dem lunaren Kind die Einatmung und ein

warmes, angeregtes zugleich entspanntes Körpergefühl kann sich

- 62 -


einstellen. Es atmet intensiv durch die Nase ein, dann folgt ein Moment

des Umschaltens bevor sich die Ausatmung entspannt im Brustraum

verteilt.

Solare Liegeposition

Lunare Liegeposition

Sitzen

Die entsprechende Sitzhaltung unterstützt die

solare/lunare Atmung des Kindes, sodass es

sich wohlfühlt, nicht so schnell ermüdet und

aufnahmefähiger ist.

Das solare Kind sitzt ideal mit geradem Rücken

ohne Lehne, das Becken nach korne gekippt,

um den Bauch zu entspannen. Im Sitzen

ist es für das lunare Kind wichtig, dass sein

Kreuzbein entspannt bleibt. Für die optimale

Sitzhaltung braucht es einen Stuhl, der ihm

ein leichtes Anlehnen nach hinten ermöglicht,

denn seine tiefe Einatmung erfordert auch im

Sitzen einen Freiraum für den Brustkorb.

Viele Rückenprobleme entstehen bei lunaren

Kindern durch kerzengerades Sitzen mit

aufgerichtetem Kreuzbein, weil sie dort eine

Spannung aufbauen und dann versuchen,

diese im Gehen und auch Stehen wieder auszugleichen.

Sie neigen dazu die Körperachse

nach vorne, was jedoch den Körperrhythmus

beeinträchtigt.

Solare

Sitzhaltung

Lunare

Sitzhaltung

- 63 -


8.11 Bewegungs- und Sprachrhythmus

Der Atem des Kindes zeigt sich in seiner Sprache,

Bewegung und im Essverhalten. Er ist

verknüpft mit den Rhythmen des Kreislaufs,

der Hormone und Nerven.

Die Beziehung von Atem, Sprache

und Bewegung

Zwischen Atem und Rhythmus besteht eine

enge Verbindung. WIE Kinder etwas tun,

darin zeigt sich ihre Atemqualität. Jede ihrer

Körperbewegungen ist ihr sichtbar gemachter

Atem. Weil das Kind über den Ausatem spricht, lässt sich an seiner Art

zu sprechen die Qualität des Atems aber auch der Körperbewegung

erkennen. Denn Atem, Bewegung und Sprache sind eine Einheit und

Ausdruck von Rhythmus. Fehlt Kindern das Rhythmusgefühl, sodass

sie sich unrhythmisch bewegen, mangelt es ihnen auch an Rhythmus

in ihrer Sprache und somit an Sprachgefühl. Über die Sprache bringt

das Kind sein Denken, Hören und Fühlen zum Ausdruck. Fehlt nun das

gesunde Gefühl für Lebens- und Körperrhythmus, kommt es dadurch zu

einer sprachlichen Verarmung. Ein Beispiel dafür ist die verkümmerte,

abgehackte Sprache bei Kindern und Jugendlichen.

Alle stimmlichen Äußerungen kommen dadurch zustande, dass das

Kind beim Sprechen und Singen die Luft bewegt. Sie sind sein hörbar

gemachter Atem. Seine verbale Sprache und auch die Körpersprache

schwingen umso natürlicher, je mehr es seinem naturgegebenen Atemrhythmus

und Atemprinzip folgt.

Atemrhythmus, Sprache und Körperbewegung bilden immer eine

Einheit. Auch wenn nur ein sogenanntes Symptom augenscheinlich vorhanden

ist wie z.B. Sprachprobleme, sind stets alle drei Systeme betroffen.

In einem Heilungsverlauf kommt immer dem Atem die größte

Bedeutung zu.

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8.12 Ernährung, Essverhalten und Stoffwechsel

Sinn der Ernährung ist, dass sie als stärkstes Heilmittel Körper und Geist

des Kindes vitalisiert, ihm Kraft gibt anstatt nimmt. Sodass Harmonie

zwischen körperlichen, emotionalen und mentalen Bedürfnissen erreicht

wird. Es erfordert, in die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten zu vertrauen.

Mit dem Ziel, durch die Zubereitung von Speisen eine optimale

Ernährung mit pflanzlichen und tierischen Produkten zu finden.

Ernährungsgewohnheiten werden bereits im Kleinstkindalter festgelegt.

Umso wichtiger ist es, eine Basis für natürliche Ernährungsweisen zu

schaffen. Ein gesundes Essverhalten bedingt sich mit einer ausgewogenen

Ernährung und der bewussten Aufnahme der Nahrung. Grundsätzlich

gehören dazu biologische Lebensmittel, weil sie Kindern eine

qualitätsvolle Nahrungsgrundlage bieten. Jede frisch zubereitete Speise

ist optimaler als Fertignahrung. Der kindliche Organismus befindet sich

im Aufbau und wird mit einer gut ausgewählten Ernährung in seinen

Funktionen unterstützt.

Energetische Verhältnisse im Bauchraum und die unterschiedliche Aufteilung

der Wärme- und Kältezonen im Körper beeinflussen die kindli-

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8.12.1 Allgemeine Ernährungs-Regeln

Ernährung bedeutet eine uralte Erfahrung.

Alle Anregungen sowie Nahrungsempfehlungen

in diesem Buch sind deshalb als Wegweiser

zu sehen und dienen als Orientierungshilfe

für ideale Bedingungen. Lebensmittel,

wenn sie für den Organismus besonders

bekömmlich sind, helfen vor allem im Krankheitsfall,

Kindern die Regeneration zu erleichtern.

Auch Ausnahmen sollen und dürfen

sein, denn sie gewähren Bewegungsfreiheit

und lassen immer wieder auch Grenzen überschreiten.

Verfügen Kinder über ein gesundes

Körpergefühl, zeigt dieses ohnehin ganz von

allein, welche Nahrung für sie verträglich ist,

was schwer im Magen liegen bleibt und welche

Kombination sich ungünstig auswirkt.

In erster Linie geht es um die Beachtung des

Jahreszeiten-Rhythmus. Ihm unterliegen

Pflanzenwelt wie auch tierische Nahrungsmittel.

Sie stellen nur während bestimmter Jahreszeiten ihre optimalen

Nährstoffe zur Verfügung.

Rohkost zählt zu ballaststoff- und faserreicher Nahrung und ist somit

schwer verdaulich. Ein gesunder Darm erfordert, dass Rohkost mäßig

und gut gekaut aufgenommen wird. Dasselbe gilt für Vollkornnahrung,

von der nur wenig auf einmal gegessen und die vor allem gut gekaut

werden soll.

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8.12.2 Mit Kindern essen

„Sich gut nähren“ ist ein essentielles Lebensthema,

bei dem Esskultur eine wichtige Rolle

spielt. Wenn Kinder erleben, dass man Mahlzeiten

ästhetisch gestaltet und dabei seiner

Fantasie freien Lauf lässt, können schon die

Allerkleinsten Essen als Genuss erleben. Die

Gestaltung des Essplatzes, wie beispielsweise

ein schön gedeckter Tisch mit Blumenschmuck,

buntem Essgeschirr und Besteck

erfüllt den Sinn, alle Beteiligten fröhlich zu

stimmen.

Rituale, wie das gemeinsame Essen, geben

dem Kind Sicherheit. In welcher Stimmung

es eine Speise zu sich nimmt und in welcher

Umgebung dies stattfindet, nimmt dabei genauso Einfluss wie die innere

Haltung der Erwachsenen zur Nahrung. Dankbarkeit gegenüber dem

Naturreich, aus dem eine Speise stammt, hilft Kindern, einen positiven

Bezug zur jeweiligen Nahrung herzustellen.

8.12.3 Nahrungstabelle

Folgende Tabelle gibt Einblick in Bezug auf Nahrungsmittel, die den solaren

oder lunaren Organismus eines Kindes stärken und daher besonders

bekömmlich sind.

Solare Nahrung

Die solare Nahrung ist süßlich orientiert,

kohlehydratreich, fettarm,

mit mehr pflanzlichem als tierischem

Eiweiß und basisch sowie

häufiger kleiner Mahlzeiten, nach

denen das Kind ruht.

Lunare Nahrung

Die lunare Ernährung ist

eiweiß- und fettreich sowie

kohlehydratarm – mit zwei bis drei

reichhaltigen Mahlzeiten ohne

Zwischenmahlzeiten und

häufigem Trinken.

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8.13 Händigkeit – links oder rechts?

Bereits in den ersten Lebensmonaten beginnt sich

das Lateralverhalten (Händigkeit) zu entwickeln. Es

bezieht sich auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen

beider Körperhälften aufgrund unterschiedlicher

Dominanzen im Gehirn.

Gehirnschaltungen und –verbindungen bilden sich

über einen längeren Zeitraum aus, sodass erst nach

und nach eine Links- oder Rechtshändigkeit in den

Vordergrund tritt. Aus Sicht der Atemlehre wurzelt die

Veranlagung der Händigkeit im kindlichen Atemprinzip

und entspricht seiner sogenannten Kraftseite. Bei

allen Tätigkeiten, vor allem denen, die Kraft erfordern,

soll die, dem Kind gemäße Hand zum Einsatz kommen.

Herz und Kreislauf stehen mit dieser in Verbindung

und sind daraufhin angelegt. Jede Umorientierung und

Umerziehung führt unweigerlich zu einer Schwächung

der Nierenkraft.

Mit der Einschulung des Kindes findet die Entwicklung seiner Lateralität

ihren Abschluss. Schreiben ist eine körperliche Tätigkeit und neben dem

Sprachzentrum mit vielen Hirnarealen verbunden, weshalb man ihm

eine besondere Bedeutung beimisst. Wird die typgerechte Schreibhand

als solche ausgebildet, beeinflusst dies in positiver Weise die Herstellung

von Verbindungen zum Sprachzentrum und anderen Hirnzentren.

Es wirkt einer Legasthenie entgegen, die wiederum mit Sprachproblemen

eng verbunden ist.

In der Atemlehre wird zwischen Kraft- und geistig führender Seite

unterschieden, welche den Impuls zur Tätigkeit gibt. Demzufolge ist das

Schreiben die Tätigkeit des Kindes, doch was es schreibt ist seine geistige

Arbeit. Beim lunaren Kind ist die linke Körperseite geistig führend

und rechts seine Kraftseite. Umgekehrt verfügt das solare Kind über

eine rechte impulsgebende Körperseite und eine linke Kraftseite.

- 74 -


8.19 Unterschiedlicher Atemtyp von Mutter und Kind

Muttermilch

Am Beginn des Lebens dient die Muttermilch

dem Neugeborenen als erste nahrhafte

Wegzehrung für ein gesundes Wachstum

außerhalb des Mutterleibes. Keine künstliche

Babynahrung kann auch nur annähernd

die optimale Mischung an Nährstoffen und

biologisch aktiven Substanzen ersetzen. Diese

dienen dem Kind als Schutz vor Krankheiten

und unterstützen seine körperliche und geistige

Entwicklung, denn mit der Muttermilch

erhält es weitaus mehr als die Nahrung selbst. Zweck der Muttermilch

ist es nicht nur, ein Baby zu nähren und seinen Stoffwechsel zu bedienen.

Über ihre Eiweißstoffe werden dem Neugeborenen auch Erfahrungen

weitergegeben, die ihm zur Ausreifung nach der Geburt dienen. Im

Besonderen wird ein menschlicher Austausch zwischen Mutter und Kind

durch das Stillen herbeigeführt. Manchmal ist dieser unzureichend, weil

es der Mutter, welche die Milch bildet, noch an eigener Kraft, Stärke und

Erfahrung mangelt. Hier helfen die Milchmittel in der Homöopathie,

die daraus entstandenen Probleme beim Kind auszuheilen und geben

dadurch einen Impuls zur Weiterentwicklung.

8.19.1 Muttermilch und Fettstoffwechsel

Oftmals drückt sich ein Mutter-Kind-Konflikt in einer Milchunverträglichkeit

aus. Wird der Konflikt zwischen Mutter und Kind gelöst,

verschwindet auch die körperliche Symptomatik oder reduziert sich

zumindest. Dass die Muttermilch schlecht vertragen wird, liegt jedoch

ursächlich auch daran, dass sie entweder zu fettarm oder zu fettreich für

das Kind ist. Das hängt mit den unterschiedlichen Atemtypen von Mut-

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8.20 Tabelle mit Gesamtübersicht

Solares Atemprinzip

Ausatmer, Sonnentyp,

Ruhetyp

Lunares Atemprinzip

Einatmer, Mondtyp,

Bewegungstyp

Atmung

Verkörpert die schöpferische

Sonnenkraft = das gebende Prinzip:

gibt zuerst aktiv und nimmt dann

passiv

Betonte (intensive) Ausatmung als

Kraftquelle = die eigene Kraft liegt

im Ausatmen und somit im Geben,

Loslassen und Durchhalten

Große elektrische Strahlkraft

Fokus des Atemgeschehens liegt im

Bauch

Baut Spannung beim Ausatmen auf

Entspannt sich beim Einatmen

Entspannender Ausgleich in

Ruhe und Rückzug

Intensiver strahlender Blick

Meist Frühaufsteher

Verkörpert die schöpferische

Mondkraft = das aufnehmende

Prinzip: nimmt zuerst aktiv auf und

gibt dann passiv

Betonte (intensive) Einatmung

als Kraftquelle = die eigene Kraft

liegt im Einatmen und somit im

Nehmen, in der Anziehung und

Flexibilität

Starke magnetisch wirkende Kraft

Atemschwerpunkt im Brustkorb

Baut Spannung beim Einatmen auf

Entspannt sich beim Ausatmen

Entspannender Ausgleich im

Selbstausdruck und in der

Bewegung

Verträumter Blick

Meist Spätaufsteher

- 87 -


Solares Atemprinzip

Lunares Atemprinzip

Stoffwechsel und Ernährung

Verdauungs- und

Stoffwechselorgane befinden sich

in der Kältezone = schwaches

Verdauungsfeuer; deshalb

mehrmals täglich das Bedürfnis

nach kleinen Mahlzeiten und

nach dem Essen zu ruhen

Optimale Nahrung: kohlehydratreich,

fettarm, mit mehr

pflanzlichem als tierischem

Eiweiß und basisch

Zur Bewältigung von

Anstrengung: schnell

verdauliche Kohlehydrate

Verdauungs- und

Stoffwechselorgane befinden

sich in der Wärmezone = starkes

Verdauungsfeuer; deshalb

Bedürfnis nach reichhaltigen

Mahlzeiten ca. 3 x täglich und

Bewegung nach dem Essen

Optimale Nahrung: eiweiß- und

fettreich sowie kohlehydratarm,

häufiges Trinken

Zur Bewältigung von

Anstrengung: Fett für die Nerven

- 91 -


9 Wirkkräfte von Mutteratem

sowie Erde, Sonne und Mond in der

Therapie

Entdecken Kleinstkinder ihr eigenes naturgegebenes Atem- und Lebensprinzip

und bringen sie dieses zur Entfaltung, ergibt sich ein

optimaler Entwicklungsverlauf. Kommt es jedoch bewusst oder unbewusst

zu einem Umerziehen ihrer natürlichen Anlagen, reagieren sie

äußerst sensibel und in der Folge mit unterschiedlichen Störungen und

Krankheiten. Ebenso schnell vollzieht sich aber auch ihr Gesundwerdungsprozess,

sobald sie physiologisch, stoffwechselbedingt, psychisch

und mental ihren eigenen Atemrhythmus erleben und zum Ausdruck

bringen. Ganz besonders erfordern chronische Krankheiten im Kindesalter

deshalb die Beachtung der Atemkraft.

Durch Heilbehandlungen, mit denen wir das Atemprinzip berücksichtigen,

gelangen Kinder in Einklang mit ihren ursprünglichen Kräften und

finden aus diesen heraus wieder zurück in die eigene Mitte.

Lebensprinzip

Unser Lebensprinzip lautet: Einatmen und in sich hineingehen sowie

ausatmen und hinausgehen in den äußeren Raum, in die äußere Welt.

Bei dem natürlichen Vorgang geht es um Aufbau- und Abbaukräfte, die

- 93 -


im Ausgleich sein müssen, damit wir in unserer Mitte verankert bleiben

und aus ihr heraus das Leben erfahren. Störungen und Krankheiten

entstehen aufgrund von Rhythmusverlust, Enge und einem mangelnden

Ausgleich. Sie sind immer Zeichen dafür, dass ein Kind aus seinem

Rhythmus und damit auch aus seiner inneren Mitte gefallen ist. Ziel in

der Therapie ist es deshalb, dass das Kind in seine innere Mitte findet

und diese zu bewahren lernt.

Von Geburt an tun Kinder ALLES, damit sie gefallen und stellen ihr eigenes

Wohlergehen hinten an. Wird dieses Verhalten dauerhaft beibehalten,

führt es in der Folge zu Ängsten, Zwängen und Gewohnheiten,

die sie als treue Schattenbegleiter in ihrem Vorwärtsstreben hemmen.

Solange für Kinder nur die körperliche, nicht aber die innere Gefühlswelt

zugänglich ist, können sie die Bedeutung von Eigenliebe und

Wohlbefinden nicht begreifen. Denn es fehlt das Fühlen. Indem Kinder

unbewusst ihre eigenen Bedürfnisse unterdrücken, sind sie nicht mehr

in ihrem Potenzial und in ihrer Vielfalt. Leben sie andauernd

in Konflikt- oder Stresssituationen, ist die Balance

zwischen Körper, Seele und Geist gestört. Aufgrund der

fehlenden Kombination von Geist und Körperbewegung

folgen Konzentrations- und Lernschwäche in Verbindung

mit Wortfindungs- und Bewegungsproblemen. Die Unwissenheit

über zwei gegensätzliche Atemrhythmen mit ihre

Auswirkungen ist eine wesentliche Ursache. Zuallererst

erfordert daher die Atmung des Kindes Aufmerksamkeit,

sein elektromagnetischer Rhythmus der Wärme- und Kältezonen

und folglich auch die Körperhaltung.

Überprüfung des

„Eigen“Atems

Die Auswirkungen des bewusstseinprägenden Mutteratems

und der zwei gegensätzlichen Atemrhythmen auf

das Leben des Kindes erfordert besonderes Augenmerk

hinsichtlich beider Einflüsse in Bezug auf therapeutische

Maßnahmen. Dazu ist es notwendig, einerseits den

Loslösungsprozess vom Mutteratem und andererseits das

Atemprinzip zu überprüfen. Es verlangt in jeder Hinsicht

die Anpassung des Behandlungs-Konzepts an den jeweiligen

solaren oder lunaren Atemrhythmus. Denn die opti-

- 94 -


10 ÜBUNGSTEIL

- 99 -


10.1 Übungen für und mit Kindern

ab dem 6. Lebensjahr

Dadurch, dass wir das Atmen mit dem Nerven-Sinnesprozess harmonisieren,

ziehen wir das Geistig-Seelische in das physische Leben des Kindes herein.

Rudolf Steiner

In der Regel finden Kinder auf natürlichem Weg in ihren eigenen Atemrhythmus

und lösen sich ebenso natürlich vom Mutteratem, um zu

einem selbständigen, eigenständigen Wesen heranzuwachsen.

Chronische oder häufige Krankheiten im Kindesalter sind

jedoch immer Zeichen für eine mangelnde Atemkraft und

Hindernisse in der Loslösung. Hier ist eine Unterstützung

sinnvoll, die dem Kind hilft:

in seinen Eigenatem zu kommen und

in den entsprechenden Atemrhythmus zu finden

Zu jedem Zeitpunkt bewährt es sich, Veränderungen herbeizuführen.

Sodass Kinder die, in ihnen verborgene Kraft

entdecken und sich daraufhin wesentlich freier entfalten.

Sie können sich innerlich umstimmen, an Ausdruck, Ausstrahlung

sowie Gesundheit gewinnen, weil sich durch das

Üben vorhandene Disharmonien lösen.

Auch humorvoll

darf es sein

- 100 -


Das Üben in den

Lebensalltag

integrieren

Beim Üben beachten

Ein erfolgreiches Üben verlangt die Mitarbeit und das Mitwirken

der Erwachsenen bei den Übungen des Kindes. Am effektivsten

ist es und bewährt es sich, wenn man im Vorfeld selbst aktiv wird

und die verschiedenen Übungen durchführt, um die Übungsabläufe

zu erleben. Daraufhin können sie dem Kind leichter vermittelt

werden. Der positive Nebeneffekt ist, dass die Erwachsenen

dabei ihre eigene Atemkraft stärken. Eltern beeinflussen dadurch

zusätzlich in positiver Weise das Befinden des Kindes. Alles Üben

setzt jedoch voraus, dass man als Erwachsener selbst Freude zum

Tun entwickelt und in einer motivierten Haltung damit beginnt.

Sowohl die Wirkung einer durchgeführten Übung als auch die

Motivation eines Kindes hängen davon ab.

- 101 -


- 103 -


Die Stimmung ist entscheidend

WIE das Kind übt, beeinflusst die Wirksamkeit. Es sollte freudig und

in heller Stimmung geschehen. Dabei geht es nicht um Leistung und

Perfektion, sondern um das gleichmäßige Atmen, wodurch die kindliche

Atemenergie erwacht.

Mit einem Punkt an der Wand

Ein schwarz ausgemalter Punkt, in Augenhöhe des Kindes an der gegenüber

liegenden Wand befestigt, hilft ihm, fokussiert und an die Übung

angebunden zu bleiben.

Die optimale Zeit zum Üben

Über die stärkste Atemkraft verfügen Kinder morgens nüchtern vor dem

Frühstück. Zweitbeste Möglichkeit ist abends vor dem Zubettgehen.

Das Nachspüren

Am Ende jeder Atemübung bleibt das Kind noch für einen kurzen

Moment in der Übungshaltung: Um seine Wahrnehmung für das eigene

Empfinden und Körpergefühl zu fördern und sich selbst besser zu

spüren.

Auswahl der Übungen

Am besten beginnt man mit ein oder zwei Übungen, die für eine Weile

beibehalten werden, um erst dann zu anderen überzuwechseln. Alles

zugleich oder durcheinander macht wenig Sinn.

Hinweis

Alle Anleitungen zu den rhythmischen Atemübungen gelten

ebenso für das Üben von Jugendlichen und Erwachsenen.

- 104 -


10.3 Die rhythmischen Atemübungen

Übung für den solaren Rhythmus

In der Grundhaltung beim Ausatmen bis 8 zählen,

dann den Atem anhalten und währenddessen

bis 4 zählen,

anschließend auf einen Atemzug einatmen.

Den Übungsablauf insgesamt 5 Mal wiederholen.

Wirkung: Das Kind findet in seinen solaren Atemrhythmus

und stärkt dadurch seinen Eigenatem.

Übung für den lunaren Rhythmus

In der Grundhaltung beim Einatmen bis 8 zählen,

dann den Atem anhalten und währenddessen bis 4 zählen,

anschließend auf einen Atemzug ausatmen.

Den Übungsablauf insgesamt 5 Mal wiederholen.

Wirkung: Das Kind findet in seinen lunaren Atemrhythmus und stärkt

dadurch seinen Eigenatem.

1. Rhythmische Atemübung im Sitzen

In der Grundhaltung wird sowohl beim Einatmen als auch beim Ausatmen

bis 8 gezählt und diese Übungsfolge ca. 3 Minuten lang wiederholt.

Wirkung: Die Übung wirkt hauptsächlich auf den Körper. Sie hilft dem

Kind, in den eigenen Atem zu finden und in die eigene Kraft zu kommen.

Es kann sich dadurch leichter vom Atem der Mutter lösen.

- 105 -


- 107 -


- 111 -


- 115 -


10.5.1 Kinderreime für rhythmisches Sprechen

In den Übungsbeispielen für den lunaren und solaren Sprachrhythmus

sind betonte Silben als Hebungen, unbetonte als Senkungen dargestellt.

Wiesenschaf: im Trochäus

Beispiel für den solaren, sonnenbetonten Atemrhythmus

Senkung: eine unbetonte Silbe

Hebung: eine betonte Silbe

Weiß und wol lig liegt das Schaf

auf der Wie se tief im Schlaf.

Nur ein Lüft chen weht drum rum

um das Schäf chen um und um.

- 117 -


- 121 -


10.7 Ausatmungs- Übungen für das solare Kind

Sich gegenseitig einen Ball zuwerfen und dabei rhythmisch einen

Ton singen.

Von einem höher gelegenen Ort (Balkon, Mauersims, usw.) einen

Namen oder dergleichen hinunterrufen.

Gemeinsam heruntergefallene Äpfel aufklauben und dabei ein

(Apfel-)Lied singen.

Sich gebückt und mit gleichzeitigem Rufen in verschiedenen

Tonlagen an jemand heranschleichen, um ihn zu erschrecken.

Zugvögel, die sich auf einem See niederlassen beobachten und ein

selbst erfundenes Wasservogellied dazu singen.

In Wasserpfützen stampfen.

Auf einen Stuhl plumpsen und dabei mit absteigenden Tönen

seufzen.

Mit einem breiten Kreidestift an einer Wandtafel das Auf und Ab

einer Melodie zeichnen.

- 122 -


- 124 -


11 Bewährte

Mittel aus der

Praxis

- 125 -


11.1 Bachblüten

Mechthid Scheffer, internationale Fachautorität der Original Bachblütentherapie,

führte das Werk von Dr. Edward Bach 1981 im deutschen

Sprachraum ein. Die empfohlenen Bachblüten für den Loslösungsprozess

aus dem Mutteratem sind nicht nur bei Erwachsenen sehr wirksam,

sondern helfen auch Kindern und Jugendlichen, wenn sich Hindernisse

zeigen. Die drei Bachblüten Walnut, Red Chestnut und Honeysuckle besitzen

optimale Eigenschaften, um als sanfte Impulse die bedeutenden

Loslösungsschritte zu unterstützen.

Walnut (Walnuss) – zum Aufbau der inneren Sicherheit

und Halt gebend

Die Bachblüte Walnut hilft dem Kind, leichter innere Unabhängigkeit

zu erlangen und einen starken Charakter auszubilden. Sie unterstützt

den Beginn dieser Phase. Das Kind ist nicht mehr so leicht beeinflussbar

sondern entwickelt sich hin zu innerer Festigkeit. Das Wachstum von innerer

Sicherheit hilft ihm, sich selbst treu zu bleiben und seinen eigenen

Weg zu gehen. Hier empfiehlt sich ab dem 6.Lebensjahr außerdem die

Kombination mit der Atemübung für den solaren oder lunaren Atemrhythmus,

weil das Kind dadurch mehr in seinen eigenen Atemrhythmus

kommt und die Atemkraft stärkt. Ebenso ist es hilfreich, die 1. rhythmische

Atemübung mit der Anwendung der Blüte Walnut zu kombinieren.

Auch die Kombination mit beiden rhythmischen Atemübungen bietet

eine ideale Synergie.

Red chestnut (Rote Kastanie) – unterstützt das Abgrenzungsvermögen

und die notwendige Immunkraft

Bei der Bachblüte Red chestnut geht es um die Symbiose mit der Mutter

und dass das Kind seinen Weg in die Eigenständigkeit leichter findet. Es

kann sich besser nach außen hin abgrenzen und löst sich aus Abhän-

- 126 -


gigkeiten. Dadurch kann es die eigene Grenze leichter aufbauen, sodass

ein natürlicher Abstand zwischen allen Beteiligten entsteht. Das Kind

ist und bleibt dadurch mehr bei sich selbst und kann leichter zwischen

Ich und Du unterscheiden. Ideal ist es, dazu die Abgrenzungsübung

in einem gewissen Zeitraum täglich durchführen zu lassen, weil es die

Wirkung optimiert.

Honeysuckle (Geißblatt) – für den nächsten

Entwicklungs-Schritt

Mit der Bachblüte Honeysuckle kann das Kind vergangene Ereignisse

leichter verarbeiten und sich in der Gegenwart besser orientieren. Es

kann den nächsten Entwicklungsschritt leichter vollziehen. Auch hier

bewährt es sich, die Einnahme mit rhythmischen Atemübungen als

zusätzlichen Impuls zu kombinieren.

Einnahme-Empfehlung

Beim Verabreichen der jeweiligen Bachblüte kann es bereits genügen,

ein- bis auch dreimal täglich ein Blüten-Wasser-Gemisch sanft auf die

Haut des Kindes aufzutragen oder dass es andernfalls die Mischung

einnimmt. Wie auch immer es gehandhabt wird, ich empfehle in jedem

Fall, die Bachblüte verdünnt anzuwenden. Dazu gibt man vorerst 1 bis 2

Tropfen in ein Glas mit Wasser und verrührt mit einem Keramiklöffel die

Mischung, um diese anschließend auf die Innenseiten der Handgelenke,

Fußsohlen, Kniekehlen, den Thymus, die Herzgegend, den Nabel oder

die Schläfen aufzutragen und sanft einzumassieren. Es müssen nicht alle

genannten Körperstellen mit der Bachblüte in Kontakt gebracht werden,

das Bauchgefühl entscheidet. Nicht die Anzahl der Tropfen ist entscheidend

für die Wirkung, sondern die Information, welche sie enthalten.

Soll die Bachblütenmischung eingenommen werden, empfiehlt sich ein

kleines Fläschchen zur „Zubereitung“. Hier hinein kommen Wasser und

1 bis 2 Tropfen der Bachblüte, damit das Kind die Mischung nun selbst

verschütteln kann. Optimal bewährt sich das Verschütteln im Dreivierteltakt,

wozu das Fläschchen auf den Handteller der feien Hand geklopft

wird: Eins, zwei, drei - eins zwei, drei - eins, zwei, drei - eins. Danach wird

- 127 -


Tibet Center Institute – IIHTS, Knappenberg 69, A-9376 Hüttenberg

Segen einer Mutter

„Mögest du in deinem Herzen wohnen.

Mögest du sicher und geborgen sein.

Mögest du Heilung und Frieden finden.

Mögest du glücklich sein.“

Aus dem Tibetischen Buddhismus

- 132 -


Literaturhinweise

Altemüller, Angelika, Jedes Kind kann singen, Edition Waldorf, 2014

Dahlke, Rüdiger, Mandalas der Welt, Goldmann Verlag

Hagena, Christian, Dr. med., Grundlagen der Terlusollogie, , Haug-Verlag

Hesse, Hermann, Eigensinn macht Spaß, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am

Main 1986

Kia, Romeo Alavi und Schulze-Schindler, Renate, Sonne, Mond und Stimme,

Aurum-Verlag

Knauss, Harald, Töne, Klänge, Vokale - Vom Wesen der inneren Lebensordnungen,

Narayana-Verlag

Knauss, Harald, Zeitschrift für Sensitivität, Medialität und geistiges Heilen,

Mediale Welten

Melhus, Leroy G., Artikel „Familienaufstellung, Allergien – Ein Zeichen von

Lebensangst“ www.leroymelhus.de

Neff, Dagmar, Wiesenschaf und Rabenfroh – heilsame Geschichten und

Reime mit Symbolbildarbeit, BoD 2016

Paetzholdt-Hofner, Stefan, Die Bedeutung von Eigen-Sinn - mit Kindern und

Jugendlichen im Dialog, Das Kita-Handbuch von Martin R. Textor

Pikler, Emmi, Friedliche Babys - Zufriedene Mütter, Herder-Verlag

Rieger; Berndt, Dr. med., Hashimoto Healing – Die ganzheitliche Behandlung

der Hashimoto-Thyreoditis, mgvverlag

Seidler- Winkler, Brigitta, Im Atemholen sind zweierlei Gnaden, Pfau-Verlag

Symbolbild-Arbeit,

Sonnenschmidt, Rosina, HP Dr., Der Mutteratem in der Familienaufstellung,

Narayana-Verlag

Sonnenschmidt, Rosina, HP Dr., Das Praxisbuch der solaren und lunaren

Atemenergetik, Narayana-Verlag

Sonnenschmidt, Rosina, HP Dr., Sonnen-,Mond- und Erdatem

Sonnenschmidt, Rosina, HP Dr., Wie gesund bin ich schon?, Narayana-Verlag

Steiner, Rudolf, Allgemeine Menschenkunde, GA 293, Dornach 1992, 1.

Vortrag, S. 25.

Wild, Rebecca, Erziehung zum Sein, Arbor-Verlag, Freiamt 1998

Tibetzentrum Hüttenberg, Embryologie, Lehrskripten der Traditionellen

Tibetischen Medizin

- 133 -


Vita

Dagmar Neff, ganzheitliche energetische Therapeutin

1961 in Villach geboren

Ausbildung zur Kleinkindpädagogin im BAKIP Klagenfurt

Zwanzigjährige Berufserfahrung als Kleinkindpädagogin in Villach

Sensitivitätsschulung bei HP Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald

Knauss/D

Kinesiologie-Begleitkurs bei Harald Knauss/D

Gründung der neff-naturheilwissen praxis in Villach

Neue Homöopathie nach Erich Körbler bei Mag. Ölwin Pichler/D

Psychomeridian/TraumaArbeit bei Dr. med. Christiane May-Ropers/D

Eigene Lehrgänge, Seminare und Workshops mit Ewald Neff

Spirituelle Heilkunst mit Atem-, Drüsen- und Harmonieübungen bei

HP Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss/D

Miasmatische Homöopathie bei HP Dr. Rosina Sonnenschmidt/D

Buchveröffentlichung „Homöopathie zum Aufmalen – Zeichen die

helfen“ mit Ewald Neff

Systemische Aufstellungsarbeit zum Thema „Mutteratem“ bei HP Dr.

Rosina Sonnenschmidt/D

Fortbildungen „Die seelische Tafelrunde“ und „Mut zum Scheitern, der

Weg zum Erfolg“ bei HP Dr. Rosina Sonnenschmidt/D

Herausgabe der Übungs-CD „Den Lebensrhythmus finden“ zum

Einstieg in das rhythmische Atmen – mit 20-seitigem Booklet als

Übungsanleitung

Buchveröffentlichung „Wiesenschaf und Rabenfroh“

Lehrgang über die Grundlagen der TTM Traditionelle Tibetische Medizin

im IIHTS Zentrum Hüttenberg/Österreich

- 134 -


Den

Lebensrhythmus

finden

Heilkraft

rhythmischer

Atemübungen

Dagmar Neff

Übungs-CD „Den Lebensrhythmus finden“

Dagmar Neff

Mit besprochenen Passagen bietet die Übungs-

CD eine gute Möglichkeit, rhythmisches Atmen

kennenzulernen und selbst zu praktizieren. Das

20seitige Booklet enthält Anleitungen und Abbildungen,

die den Einstieg für ein bewusstes Üben

erleichtern.

Hörprobe:

https://www.youtube.com/

watch?v=pUgH8zx7FDc

„Wiesenschaf und Rabenfroh“

Heilsame Geschichten und Reime mit

Symbolbild-Arbeit von Dagmar Neff

Ebook

„Homöopathie zum Aufmalen - Zeichen, die helfen“,

Dagmar und Ewald Neff

Leseprobe:

http://www.blickinsbuch.de/

3990250205&account=4907031511

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JA zum Leben

Die Wurzeln der kindlichen Atemkraft

Von Anbeginn an birgt der Atem des Kindes seine Quelle für Gesundheit,

Ausstrahlungskraft und Präsenz. Sowohl das seelische, körperliche als

auch geistige Wachstum hängen davon ab, ob wir die energetische

Konstitution beim Kleinkind beachten.

Dagmar Neff, Kleinkindpädagogin mit jahrelanger Erfahrung und

energetische Therapeutin in eigener Praxis, vermittelt ein wesentliches

Grundverständnis für den Zugang zum sensiblen Bereich der

Lebenskräfte. Atem, Rhythmus und Naturgesetze sind Kernthemen, denn

sie bilden den Schlüssel zu den schöpferischen Quellen des Kindes und

damit zum Aufbau einer gut funktionierenden Immunkraft. Als Wegweiser

für eine positive Entwicklung im Lebensalltag mit Kindern richtet sich das

Buch insbesondere an Eltern, Therapeuten und Pädagogen.

Detailliert und anschaulich beschriebene Übungen helfen gesunden

und kranken Kindern, ihre Atemkraft (Lebenskraft) zu stärken und sie

zu stabilisieren. Empfehlungen für spezielle Bachblüten und bewährte

homöopathische Mittel lassen sich als zusätzliche Unterstützung bei

“Hindernissen“ wirksam einsetzen.

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