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JA zum Leben - die Wurzeln der kindlichen Atemkraft

Von Anbeginn an birgt der Atem des Kindes seine Quelle für Gesundheit, Ausstrahlungskraft und Präsenz. Sowohl das seelische, körperliche als auch geistige Wachstum hängen davon ab, ob wir die energetische Konstitution beim Kleinkind beachten. Dagmar Neff, Kleinkindpädagogin mit jahrelanger Erfahrung und energetische Therapeutin in eigener Praxis, vermittelt ein wesentliches Grundverständnis für den Zugang zum sensiblen Bereich der Lebenskräfte. Atem, Rhythmus und Naturgesetze sind Kernthemen, denn sie bilden den Schlüssel zu den schöpferischen Quellen des Kindes und damit zum Aufbau einer gut funktionierenden Immunkraft. Als Wegweiser für eine positive Entwicklung im Lebensalltag mit Kindern richtet sich das Buch insbesondere an Eltern, Therapeuten und Pädagogen. Mit Infos zu den Atemtypen sowie detailliert und anschaulich beschriebenen Übungen, die gesunden und kranken Kindern helfen, ihre Atemkraft (Lebenskraft) zu stärken und sie zu stabilisieren. Empfehlungen für spezielle Bachblüten und bewährte homöopathische Mittel lassen sich als zusätzliche Unterstützung bei "Hindernissen" wirksam einsetzen.

5.2 In fünf Schritten

5.2 In fünf Schritten Natürliche Entwicklungsphasen nach der Geburt haben den Sinn, dass ein Kind sich Schritt für Schritt aus dem Mutteratem löst, um immer mehr in den eigenen Atem zu kommen und sein eigenes Bewusstsein auszubilden. Die fünf natürlichen Schritte stellen demnach Loslösungsschritte und Bewusstseinsstufen dar. Sie ermöglichen es dem Kind, seinen Eigenatem zu stärken und dadurch immer mehr vom Atem-Bewusstsein der Mutter loszulassen. Der Eigensinn und sein Bedürfnis, etwas alleine auszuprobieren, sind Ausdruck seines eigenen Bewusstseins. Gemäß diesem verändert sich auch sein Atem. Mit dem „Nein“ stärkt es zugleich seine Ich- und auch Immunkraft und erlangt dadurch die Fähigkeit, zwischen Selbst und Fremd zu unterscheiden. Bei einem reibungslosen Verlauf dieser naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten in seiner seelischen, geistigen und körperlichen Entwicklung löst sich das Kind dementsprechend leicht vom Atem-Bewusstseinsmuster der Mutter und damit aus einer engen, untrennbar scheinenden Bindung. Dieserart übernimmt es nach und nach mehr an Selbstverantwortung. Die Kraft für den bedeutungsvollen Entwicklungsprozess kommt aus ihm selbst und stellt sich in fünf natürlichen Schritten dar: 1. Geburt: Mit dem Durchtrennen der Nabelschnur und dem selbständigen Atmen des Neugeborenen erfolgt der erste Schritt zur Loslösung vom Mutteratem. 2. Nein-Phase des Kleinkindes: Mit seinem „Nein“ löst sich das Kind nicht nur ein Stück mehr vom mütterlichen Leihatem, sondern zieht erstmalig die notwendige Grenze zwischen ICH und DU, ICH und WIR, die es zum Aufbau eines intakten Immunsystems benötigt. - 27 -

3. Kindergarten- und Schuleintritt: Mit fünf bis sieben Jahren erfolgt durch die Trennung von der Mutter der nächste Schritt in Richtung Eigenständigkeit. 4. Pubertät: Hier findet der Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt statt und bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt in den eigenen Atem. 5. Erlangung der Volljährigkeit: Diese bildet den Abschluss vom Loslösungsprozess, sodass der mütterliche Leihatem danach nicht mehr notwendig ist. Vorausgesetzt ein starker stabiler Eigenatem (Bewusstsein) wurde bis dahin entwickelt. 5.3 Hindernisse im Loslösungsprozess Folgende Ursachen können Hindernisse bei der Loslösung bilden und das Kind in der Entwicklung seiner Atemkraft hemmen: Ein ungelöster Konflikt zwischen Mutter und Kind. Abneigung des Kindes gegen seine Mutter. Ein gestörtes Vater-Mutter-Kind-Verhältnis. Weil das Kind ungelegen, nicht willkommen und unerwünscht ist, erhält es eine zu dürftige „Wegzehrung“, sodass es zwar physisch nicht aber seelisch gedeiht. Vorwurfshaltung des Kindes gegenüber der Mutter, dass es sich emotional nicht gut genährt fühlt. Erzieherische Maßnahmen, welche die kreative Selbstverwirklichung des Kindes unterdrücken. Das Kind fühlt sich nicht gewappnet gegen die Wortgewalt seiner intellektuellen, kühlen, dominanten Mutter und ist dadurch in seiner Sprache und in seinem Selbstausdruck gehemmt. Das Kind übernimmt das Verhalten seiner erfolgreichen, hektischen Mutter. - 28 -