SPORTaktiv Dezember 2016

Sportaktiv.Magazin

ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN

FIT | RUN | BIKE | ALLSPORT | OUTDOOR

aktiv

Nr. 6 – Dezember ´16 / Jänner ´17, ¤ 4,– / FOTO: TVB Osttirol P.b.b. GZ 03Z034992M, Retouren an Postfach 100, 1350 Wien / Top Times Medien GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz

SPURWECHSEL

26 SEITEN LANGLAUF FÜR EINSTEIGER & PROFIS

FIT

„Heimarbeit“

oder Studio?

RUN

So baust du

das Fundament

BIKE

Stärker durch

Watttraining

ALLSPORT

Dienstleister an

den Menschen

OUTDOOR

Fahrschule für

Tourengeher

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Finanzierungsantrag). Nicht gültig für Sonderkalkulationen für Flottenkunden. Boni sind inkl. MwSt. und NoVA und werden vom unverb. empf. Listenpreis

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Verbrauch: 4,6 – 5,9 l/100 km. CO 2 -Emission: 119 – 143 g/km. Erdgas (CNG): 4,1 kg/100 km. CO 2 -Emission: 112 g/km.


EDITORIAL

Gerhard Polzer

SPORTaktiv-Chefredakteur

gerhard.polzer@styria.com

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GENERATION

OF SOCKS

Foto: SPORTaktiv

Ist schon ein ordentlicher „Doppeldecker“, der da vor euch liegt, was? Österreich-Rekord

ist es in jedem Fall – noch nie hat ein Magazin-Team mit einer

einzigen Ausgabe 472 Seiten Lesestoff produziert.

Ich persönlich glaub ja, dass die meisten zuerst zu diesem Teil hier gegriffen

haben. So nach dem Motto: „Ui, für dieses Winterbuch brauch ich echt

mehr Zeit und Ruhe.“ Und genau dafür ist der Winter guide ja auch gemacht:

Nicht fürs schnelle Durchlesen und dann entsorgen, sondern als nachhaltiger

Begleiter, der euch den ganzen Winter über gute Dienste als Ratgeber und

Nachschlagwerk leisten wird. Das Nachtkastl wär ein guter Platz ...

Wenn der Winterguide der „Lustmacher“ auf einen prachtvollen Winter urlaub,

auf wunderbare Skitage ist, so ist diese Dezember/Jänner-Stamm ausgabe

die „Pflichtlektüre“ für alle Bewegungsmenschen, die sich jetzt Gedanken

machen, wie sie fit und sportlich über die Wintermonate kommen.

Unser Vergleich „Heimarbeit oder Fitnessstudio“; das Langlaufen – aufbereitet

auf 26 Seiten – als winterliche Alternative für Läufer und alle anderen

Ausdauersportler; die Aufklärung, warum sich Hobbyradler jetzt mit dem

„Watttraining“ beschäftigen sollten; oder die „Fahrschule“ für Skitourengeher

– all diese Storys werden euch bei eurem Vorhaben, fit und sportlich

durch den Winter zu kommen, garantiert von Nutzen sein.

Da passt bestens der Schwerpunkt dazu, den ihr diesmal in der Allsport-Rubrik

findet: Wer immer sich Gedanken darüber macht, den Winter über in einem

Fitnessstudio zu trainieren – wir hätten da einen guten „Spartipp“ parat! Von

den 14.000 Sportvereinen, die es in Österreich gibt, haben die meisten schon

seit Jahren eine klare Wandlung mitgemacht: Waren früher unsere Vereine in

erster Linie Leistungszentren für Spitzensportler, so sind sie heute in erster

Linie Dienstleister an der Gesundheit und Fitness der Menschen.

In vielen Tausenden Sportvereinen werden in unendlich vielen Kursen regelmäßig

die aktuellsten Fitnessmethoden, die trendigsten Trainingsprogramme,

mit und ohne Geräte, angeboten – vermittelt von bestens geschultem Personal,

das sich laufend auf großen Kongressen weiterbildet. Dass diese „Fitmacher-Vereine“

um vieles billiger sind als kommerzielle Fitnessstudios ist eine

nicht unwesentliche Begleiterscheinung. Und der kommunikative, soziale Aspekt

eines Vereinslebens kommt als Bonus noch dazu. Für uns sind das jedenfalls

Gründe genug, um künftig unseren Sportvereinen und ihren Fitness- und

Trainingsangeboten verstärkt als mediale Plattform zu dienen.

Zu guter Letzt ganz kurz in eigener Sache: Nach mehr als 40 Jahren an der

Redaktions front erlaube ich mir, künftig beruflich etwas leiserzutreten. Soll

heißen: Ihr findet mich ab Februar nicht mehr hier im Editorial (das übernimmt

mein Kollege Christof Domenig), sondern bei der einen oder anderen

Reportage im Innenteil. Was mir halt Lust macht. So wie der Winterguide.

Und ehrlich: Kann es einen besseren Zeitpunkt dafür geben, als jetzt, nach

dieser Rekordausgabe ...?

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

3

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Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

INHALT

Frischen Sie die Funktion

Ihrer Jacke auf!

14

36

Nass?

Schmutz und ein

nasses Obermaterial

verhindern den

Feuchtigkeitstransport

aus dem Jackeninneren!

Trocken?

Eine saubere,

wasserdichte

Jacke kann atmen

und wird auf der

Innenseite nicht feucht!

50

72

PROLOG

06 STARS DER STUNDE

Menschen, die in der Sportszene aufgefallen sind

08 7 DATES

Sieben Toptermine, die man nicht versäumen sollte

10 IM NATIONALPARK AUF TOUR

Premiere für das SPORTaktiv-Camp in Osttirol

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für die Waschmaschine,

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4

FIT

14 FIT DURCH DEN WINTER

Entscheidungshilfe: Daheim trainieren oder im Studio?

24 DEHN DICH! – POWERED BY RUNTASTIC

Wie du am besten an deiner Beweglichkeit arbeitest

26 ISS DICH WINTERFIT!

So beugen Kohlenhydrate und Eiweiß Infekten vor

29 WAS KANN GOALIFY?

Eine App für Neujahrsvorsätze – Sinn oder Unsinn?

30 NOCH BESSER ALS PERFEKT

Wie die Augenkorrektur per Laser funktioniert

RUN

36 IMMER SCHÖN LANGSAM

Warum ihr jetzt die Grundlagen trainieren sollt

42 VOM KU’DAMM AUF DIE KUHWEIDE

SPORTaktiv live dabei in Berlin – und im Feistritztal

LANGLAUF-SPECIAL

46 BJÖRN DÆHLIE ÜBER ... AKTIVITÄT

Norwegens Langlauf-Legende im Exklusiv-Interview

50 KOMMT AUF DIE BEINE!

Alois Stadlober gibt Techniktipps für die Loipe

54 ERKLÄR MIR ... EINEN NEUEN LANGLAUFSKI

Alt gegen neu. Optisch ähnlich, innerlich ganz anders

60 MASSEN-BEWEGUNG

SPORTaktiv zeigt den Weg zum Langlauf-Klassiker

68 SPUR PUR? NICHT NUR!

Abwechslung ist auch in den Langlauf-Regionen Trumpf

BIKE

72 EINE FRAGE DER LEISTUNG

Wattbasiertes Training wird auch für Hobby-Radsportler

erschwinglich. Wir zeigen den Stand der Dinge

DAS NÄCHSTE SPORTaktiv

SPORTaktiv

FOTOS: istock, Hans-Peter Steiner, Stages Cycling, Sportunion Steiermark/Harald Tauderer, Foit Sport Austria, Peter Plundrak


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APP GEHT’S!

SPORTaktiv ist auch

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als ePaper

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102

76 EIN NEUES JAHR – EIN GROSSES ZIEL

Aus dem Ironman wird ein Dolomitenmann

78 ALLES WHEELIE!

MTB-Fahrschule: So brilliert ihr auf dem Hinterrad

79 VOM LACKSTIFT BIS ZUM RAD-RÖNTGEN

Was man am Rad selbst ausbessern kann und was nicht

80 TRAININGSCAMP AM MEER

Mit SPORTaktiv zum „Rennrad-Einrollen“ nach Poreč

TRIATHLON

82 WINTERLICHE SCHWIMMHILFE

Benimmregeln fürs Becken und Tipps für Training

86 AUF DEN SPUREN DES IRONMAN AUSTRIA

Ende Mai lädt SPORTaktiv zum Feinschliff ins Camp

ALLSPORT

90 UND WIEDER TANZT DER KONGRESS

500 Teilnehmer im Dienst der Volksgesundheit

94 DAS EHRENAMT IM BLICKPUNKT

Interview mit einem von 500.000 Sportfunktionären

97 VEREINE VOR DEN VORHANG

Lokalaugenschein bei drei „Fitness-Dienstleistern“

OUTDOOR

102 DIE KÖNIGSKLASSE

Wie man eine mehrtägige Skitour plant – und geht

110 DAS ABENTEUER „HAUTE ROUTE“

So bist du 2017 dabei – und so war’s heuer im Frühjahr

116 BESSER RUNTER KOMMEN

Die SPORTaktiv-(Ab)Fahrschule für Geländeskifahrer

122 EINSTIEG IN DIE SKITOURENWELT

Für Neulinge: das SPORTaktiv-Camp im Lesachtal

126 DRINNEN ODER DRAUSSEN?

Kletterschule, 3. Teil: So überwintern Kletterer

TRAVEL

133 VON DER ALM AUF DIE PISTE

Im Gespräch mit einer SPORTaktiv-Hotelière

Mit ausführlicher Beschreibung unseres Angebots:

• Diplomlehrgang Schwimmtrainer

• Diplomlehrgang Entspannungs- und Achtsamkeitstrainer

• Diplomlehrgang Fitnesstrainer

• Diplomlehrgänge Mentales Training

• Grundlehrgang Gesundheit & Sport

• Diplomlehrgang Kindergesundheitstrainer

• Diplomlehrgang Wirbelsäulen- & Beckenbodentrainer

• Diplomlehrgang Pilatestrainer

• Diplomlehrgang Seniorenaktivtrainer

• Grundlehrgang Weight Management

• EFT Klopfakupressur

• IM-PULS TAGE mit Felix Gottwald

• RE-SOURCE TAGE mit Felix Gottwald

• Sporternährung

EVENT

139 DER WINTER HAT VIEL ZU BIETEN

Langlaufen, Skibergsteigen, Laufen – die besten

Winter-Events für Ausdauersportler

ERSCHEINT AM 9. FEBRUAR 2017

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

5

Broschüre kostenlos anfordern:

0316 602-1234

www.stmk.wifi.at/aktiv


STARS DER

STUNDE

„Halbe-halbe“ war beim 45. Wolfgangseelauf angesagt. Jedenfalls in

der Kategorie „Uferlauf“, denn dort standen im Teilnehmerfeld dieses

10-km-Bewerbs 988 Männern genau 987 Frauen gegenüber. Eine

Frau aber hat allen Männern die Show gestohlen: Die 35-jährige Bernadette

Schuster (Bild ganz links) lief in 36:53 Minuten zu ihrem

vierten Sieg in Serie, zu ihrem siebenten insgesamt.

Viel Aufmerksamkeit erregte aber auch ein Männerquartett im

27-km-Klassiker: Als

„lustige Venezinaner“

hatten sich Vittoria

Martignon, Silvio Trevisan,

Allessandro Reato

und Andra Prico angemeldet – und lustig hatten es die vier aus

Venedig auch im Rennen: Unterwegs ließen sie sich beim Gasthof

Gamsjaga ein Bier schmecken, liefen locker nach 3 Stunden ins Ziel

– und feierten ihre Finishermedaille anschließend fröhlich im „Weißen

Rössl“. Übrigens: Mit 5.601 Startern aus 42 Nationen vermeldete

der Wolfgangseelauf wieder ein neues Rekordteilnehmerfeld.

Lustiges Quartett

GESUND DURCH SPORT

STARK IM TEAM ...

24 STUNDEN SCHWIMMEN im 50-m-Becken:

Dieser Aufgabe stellten sich in der Parktherme

Bad Radkersburg knapp 500 Teilnehmer, so viele

wie noch nie in der elfjährigen Geschichte. Das

Ergebnis ist ebenfalls Rekord! In Summe wurden

unglaubliche 145.000 Längen erschwommen. Oder

umgerechnet 9.600 Euro für „Licht ins Dunkel“.

Mittendrin auch das SPORTaktiv-Leserteam mit

Andreas und Ines Petschar, Nicole Pessl, Sandra

Kammersberger und Viktoria Aschauer (oben), die

insgesamt 734 Längen beisteuerten.

DIABETES ist kein Grund, nicht

aktiv und sogar intensiv Sport zu

betreiben! Diesen Beweis erbrachten

eindrucksvoll Georg Smoliner

(Bild li.) und sein Freund Christoph

Stundner (re.).Die zwei Salzburger

sind Mitglieder im Verein „Diabetes

Sport“ – und beide sind das ganze

Jahr über begeisterte Trailrunner.

Logisch daher, dass sie auch

unter den 850 Teilnehmern waren,

die beim „Trailrunning Festival“ in

Salzburg dabei waren – immerhin das

härteste „ City-Trail-Event“ Österreichs,

bei dem an zwei Tagen der

„Festungstrail“ und der Gaisbergtrail

zu bewältigen ist.

Diese kräfteraubende Kombi absolvierte

übrigens auch Helmut Linzbichler (li.

im Bild). Und der ist mit seinen 75 Jahren

da auch nicht mehr der Jüngste ...

... UND SOLO

1.296 LÄNGEN – oder umgerechnet unglaubliche

64,8 km – schwamm allein

Claudia Müller (unten) in diesen 24 Stunden.

Dabei blieb die Steirerin die ersten

12 Stunden immer im Wasser, „dazwischen,

so bis 6 Uhr früh, bin ich dann so

jede halbe Stunde für zwei, drei Minuten

aus dem Wasser. Bis zum Schlusspfiff um

11 Uhr schwamm Claudia dann wieder

durch – „und ehrlich, ich war auch in den

letzten zwei Stunden noch immer voller

Adrenalin!“

FÜHLST AUCH DU DICH ALS „STAR DER STUNDE“, WEIL DU SPORTLICH ETWAS AUSSERGEWÖHNLICHES ERLEBT HAST? DANN SCHICK EINE E-MAIL MIT KURZBESCHREI-

BUNG AN OFFICE.SPORTAKTIV@STYRIA.COM. VIELLEICHT BIST AUCH DU SCHON IN DER NÄCHSTEN AUSGABE AUF DIESER „SDS-EHREN TAFEL“ ZU BEWUNDERN.

FOTOS: Events, privat

6

SPORTaktiv


Der 100.LESER-

AKTION

Zum bereits 24. Mal wurde der Graz-Marathon gelaufen

– und zum 14. Mal war auch Harald Herbst

auf der 42,192-km-Strecke im Einsatz. Dass dieses

„Heimrennen“ für den Grazer aber diesmal etwas

ganz Besonderes war, lag an einer anderen Zahl: Es

war der insgesamt 100. Marathon, den Harald

Herbst durchgelaufen ist. Und dass es sein 49. Marathon

wurde, den er unter 3 Stunden schaffte, beweist

nur, wie gut er über die Jahre seine Form

konservierte. Der 101. ist auch schon in Planung

– „2017 lauf ich auf jeden Fall in Hamburg“. Und

dem 8. Oktober 2017 ist auch schon verplant. Für

den nächsten Graz-Marathon, eh klar ...

grazmarathon.kleinezeitung.at

er und sie lauf

Mein

Traumziel

2017

Du hast für dein Sportjahr 2017 ein Traumziel

definiert, das du unbedingt erreichen

willst? Dann lass es uns wissen – und werde

zum SPORTaktiv-Serienstar!

EGAL, OB DU LÄUFST, RADELST, AUF BERGE STEIGST

oder dich als Triathlet verwirklichst: Wenn du jetzt

deine Planung für das Sportjahr 2017 festlegst, dann

wird auch das eine oder andere „Traumziel“ dabei

sein. Ein Ziel, auf das du schon lange hinarbeitest,

das du bisher aber noch nicht erreicht hast.

FOTOS: Salzburg Marathon/Uwe Brandl, Veranstalter, privat

Sie + Er = 152

Diese einfache Formel steht für Traude Grümayer und Hans Washüttl.

Sie ist 75 Jahre alt, er 77, und beide sind Mitglieder im Verein „Freunde

des Laufsports“ in Salzburg. Gemeinsam bildeten sie auch ein Paar

beim „Sie + Er-Lauf“ in Wien – und waren dort mit ihren 152 Jahren

das absolut älteste Pärchen, das die 2 x 4-km-Strecke bewältigte. Dass

die beiden „Oldies“ bei 3.686 Teilnehmern den 242. Gesamtrang erliefen,

hat sie natürlich gefreut. „Aber für mich zählt mehr noch die Freude

am Laufen, die mich jung und fit hält“, erzählt Traude Grümayer

– die den Silvesterlauf in Wien und im Frühjahr den Gutenberg-Halbmarathon

in Mainz fix eingeplant hat. Und auch Hans Washüttl

denkt mit 77 Jahren noch lange nicht an die Laufpension – „2017 möcht

ich den Halbmarathon in der Wachau in Angriff nehmen“.

2017 soll das Jahr werden, in dem du dein sportliches

Traumziel endlich schaffen willst. Das kann

ein ganz besonderer Marathon sein – aber genauso

eine 5-km-Strecke, die du aufgrund besonderer

Willenskraft erstmals durchläufst. Das kann ein exotischer

Biketrail sein – oder auch die Verwirklichung

einer langen Reise mit dem Fahrrad. Oder ein bestimmter

Gipfel, bei dem es nicht auf die Höhe, sondern

auf das Erreichen ankommt ...

Wer es schafft, einen Lebenstraum wahr zu machen,

macht anderen Mut. Genau das wollen wir in SPORTaktiv

zeigen! Und zwar so: Ihr schickt uns eine kurze

Story über euer persönliches Traumziel 2017 und wie

ihr es erreichen wollt. Alle eingesandten „Traumziele“

stellen wir auf unserer Homepage vor. Drei davon

aber wählen wir aus, bringen die Storys in unserem

Februar-Magazin – und wir unterstützen die drei

Kandidaten auf dem Weg zu ihrem Traumziel 2017

nicht nur medial, sondern mit Coaching, mit Ausrüstung,

mit Hilfe bei der Organisation.

Also: Schreibt uns eure Story „Mein Traumziel 2017“ –

bis 15. Jänner an office.sportaktiv@styria.com

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

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PROLOG

TOP-

EVENTS

7DATES

27./28. JÄNNER 2017:

SCHLAG DAS ASS

FOTOS: Veranstalter

13. JÄNNER 2017:

MOUNTAIN ATTACK SAALBACH

Zum bereits 19. Mal findet am 13. Jänner Österreichs

größtes und härtestes Skitourenrennen

statt: die Mountain Attack im Skicircus Saalbach-

Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn. 1.100 Starter

aus 18 Nationen kämpfen dabei um den Sieg.

Bei der nächtlichen Attacke erleben die Sportler

einen wahren Gipfelrausch, denn nicht weniger

als sechs Gipfel und 3.008 Höhenmeter müssen

bei dem Marathon auf Fell und Ski bezwungen

werden. Alle Infos gibt es unter:

mountain-attack.at

Auf dem Nassfeld (K) steigt das Rennen der Superlative: 25,6 Kilometer und

6.400 Höhenmeter über 9 Pisten machen „Schlag das Ass“ zum längsten Skirennen

der Welt. Los geht’s bei der Bergstation der Gartnerkofel-Sesselbahn,

das Ziel ist in Tröpolach. Wer Armin Assinger schlagen will, muss schnell sein:

Maximal 800 Teilnehmer (Mindestalter 16 Jahre) dürfen starten.

schlagdasass.at

4./5. FEBRUAR:

HOCHKÖNIG ERZTROPHY

Am 4. Februar steigt in Mühlbach am Hochkönig

zuerst die „Erztrophy Vertikal“. Dabei

geht es von der Talstation der Kabinenbahn

Karbachalm bis zur Bergstation. Tags darauf

folgt die „Hochkönig-Erztrophy“ mit Start und

Ziel beim Arthurhaus. Bei beiden Bewerben

geht es um die Staatsmeisterschaft und beide

zählen auch zum neuen Skimo-Alpencup. Vor

allem bei der Erztrophy ist die Elite der Skibergsteigerszene

vertreten.

skimo.at

15.–22.JÄNNER 2017:

HAHNENKAMM-RENNEN KITZBÜHEL

Mausefalle, Steilhang, Hausberg – die Abfahrt

auf der Streif in Kitzbühel (T) ist der unbestrittene

Höhepunkt der Rennsaison. Einmal im Leben

muss man den Klassiker gesehen haben. Wenn

der Weltcup in der Gamsstadt Station macht, ist

in der Region kein Bett frei und die VIP-Zone ausverkauft.

Aber SPORTaktiv-Reisepartner Ruefa

hat für alle, die das Spektakel erleben wollen,

noch zwei Kitzbühel-Pakete im Angebot!

runners-unlimited.at, hahnenkamm.com

14. JÄNNER 2017: SNOWBOARD-

SLOPESTYLE-WELTCUP KREISCHBERG

Die Freestyler sind zurück auf dem Kreischberg.

Zwei Jahre nach der legendären Freestyle-Doppel-WM

für Snowboard und Ski

findet am 14. Jänner wieder der Snowboard-Slopestyle-Weltcup

statt. Mächtige

Kicker und spektakuläre Obstacles werden

die Boarder voll fordern. Die Kursbauer tüfteln

jedenfalls bereits eifrig an einem außergewöhnlichen

Parcours – auch fürs Zuschauen:

Das Finale ab 14 Uhr gibt’s bei freiem Eintritt.

kreischberg.at

18. DEZEMBER:

LAWINENKURS

FÜR FRAUEN

Lernen von den Profis. Die zweifache Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner

aus Kuchl (rechts im Bild) gibt mit ihren Kolleginnen Aline Bock (links) aus

Deutschland und der Amerikanerin Jackie Paaso ihr Lawinenwissen weiter.

Mit „Safe on Snow“ veranstalten sie Lawinenkurse nur für Frauen. Nächster

Termin ist am 18. Jänner in Laax in der Schweiz. „Uns ist es ein Bedürfnis,

auch mehr Frauen für unseren Sport zu begeistern“, sagt Walkner – „die

Sicherheit muss dabei aber höchste Priorität haben.“

safeonsnow.org

31. Dezember

2016

SILVESTERLÄUFE IN

GANZ ÖSTERREICH

Der größte findet in Peuerbach (Bild) statt. Wo

sonst überall gelaufen wird und wann es losgeht,

erfährst du hier im Eventkalender auf Seite 144.

8

SPORTaktiv

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Die Struktur des SUPERMAXIMO besteht aus der neuen LIWOOD BOX CORE Technologie, die einen leichten Holzkern mit

Seitenwangen aus widerstandsfähigerem Holz paart, und alles zusammen in einer Box aus Glas- und Carbonfasern

verpackt! So entstehen besonders leichte Ski mit verbesserter Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit.

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Situation machen jede Abfahrt zum Vergnügen.

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SPORTaktiv UND DER NATIONALPARK HOHE TAUERN IN OSTTIROL LADEN ZUR

FOTOS: Osttirol Werbung


PREMIERE DES „NATIONALPARK-WINTERCAMPS“ EIN!

DAS

ANGEBOT:

2 geführte Touren

und 3 Nächte mit

3/4-Pension im

4-Sterne-Hotel um

€ 399,–!

IM NATIONALPARK

AUF TOUR!

Der Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol ist

Schauplatz dieser SPORTaktiv-Camp-Premiere.

Inmitten von 266 Dreitausender-Gipfeln befindet sich der Nationalpark

Hohe Tauern in Osttirol. Diese traumhafte Kulisse ist Schauplatz

für das 1. SPORTaktiv-Nationalparkcamp, das wir gemeinsam

mit dem Nationalpark Hohe Tauern Tirol Ende Jänner 2017 veranstalten!

Dieser jüngste Zuwachs in der Reihe der SPORT aktiv-Camps

verspricht pures Naturerleben: Der Nationalpark Hohe Tauern ist

das größte Schutzgebiet im Alpenraum und beherbergt eine beeindruckende

Natur sowie Tierwelt. Das Versprechen: Nirgendwo sonst

lässt sich der Winter so ursprünglich erleben wie im Osttiroler Teil

des Nationalparks.

Nur einer der zahlreichen Höhepunkt in den vier Tagen ist eine

Skitour mit heimischen Berg- und Skiführern auf das 2.743 m hohe

Figerhorn mit Blick auf den Großglockner. Die Tour ist anspruchsvoll,

aber es gibt auch die Möglichkeit, als zweite Skitourengruppe eine

kürzere Variante zu gehen. Dabei kann auch neuestes Material getestet

werden: Touren ski von Dynafit, Stöcke von Komperdell und ein

Sicherheitspaket von Pieps.

Tief in die Natur kann man auch bei der Schneeschuhwanderung

mit einem Nationalparkranger eintauchen. Das Motto hier: „Jede

Tour ist einzigartig“. Mit Spektiv und Fernglas geht es auf

Spurensuche – beim Stapfen durch die unverspurte Landschaft

lassen sich Wildtiere entdecken und beobachten. Und noch ein

sportliches Highlight steht auf dem Programm: eine Einführung

ins Eisklettern in Österreichs größtem angelegten Eiskletterpark!

Leih-Schneeschuhe und -Eisgeräte stellt Salewa zur Verfügung.

Mitzubringen sind: Solide Grundfitness und (Gelände-)Skifahrtechnik.

Wenn vorhanden, Tourenskischuhe. Ansonsten noch wasserdichte,

feste Bergschuhe (für die Schneeschuhtour). Alles weitere

Benötigte ist als Leihmaterial im Preis schon inkludiert. Ebenso

wie drei Übernachtungen im Vier-Sterne-Hotel Outside. Genaues

zum 1. „Nationalpark-Wintercamp“ steht im Kasten rechts – auch, wo

du weitere Informationen einholen und Campplätze buchen kannst.

Achtung: Wie gewohnt ist auch dieses SPORT aktiv-Camp auf 25 Plätze

limitiert. Wer früher bucht, kommt daher zum Zug.

Das 1. SPORTaktiv-Wintercamp im

Nationalpark Hohe Tauern/Osttirol

TERMIN : 26.–29. Jänner 2017 (Do.–So.)

UNTERKUNFT: Vier-Sterne-Hotel Outside in Matrei;

ausgezeichnet als „Luxury ECO-Hotel of the Year 2016

WEB: hotel-outside.com

PROGRAMM: DO.: Anreise, Begrüßungsabend, Vortrag

vom National park ranger. Tauche mit tollen Film- und Bildsequenzen

in die einzigartige Naturlandschaft ein; und erhalte

Infos zur schonenden Erkundung des Schutzgebiets.

FR.: Tauerntal: Nature-Watch-Schneeschuhwanderung mit

Nationalparkranger & Eisklettern mit Berg- & Skiführern.

SA.: anspruchsvolle Tagesskitour von Kals am Großglockner

aus zum 2.743 m hohen Figerhorn (900 hm, 3,5–

4 Stunden Gehzeit). Es besteht für einen Teil der Gruppe

auch die Möglichkeit, nur eine Teilstrecke zu absolvieren.

SO.: individuelle Abreise

TEILNEHMER: max. 25

ZIELGRUPPE: Sportler mit solider Grundfitness und

Gelände-Skifahrtechnik

IM PREIS INKLUDIE RTE LEISTUNGEN:

• drei Übernachtungen mit 3/4-Outside-Pension im DZ

• geführte Unternehmungen laut Programm mit

Nationalpark rangern und geprüften Berg- & Skiführern

• Testausrüstung von DYNAFIT (Ski), KOMPERDELL

(Stöcke) und PIEPS (Sicherheitspaket sowie von

SALEWA (Schneeschuhe, Eisgeräte);

Leih-Tourenskischuhe sind in begrenzter Zahl vorhanden

• „SPORTaktiv-Campschutz powered by NÜRNBERGER“-

Versicherung für drei Tage

SPORTaktiv-Headband von Buff als Geschenk

DER TOPPREIS FÜR SPORTaktiv-LESER: € 399,–

zzgl. € 2,– Ortstaxe; EZ-Zuschlag: € 45,–

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv-Nationalparkcamp 2017“:

NATIONALPARK HOHE TAUERN TIROL

Tel.: +43 (0) 48 75/51 61-10

Wir wohnen im Vier-Sterne-Hotel Outside in Matrei,

ausgezeichnet als „Luxury ECO-Hotel of the Year 2016“.

ZUM TESTEN:

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aus LVS-Gerät,

Sonde und Schaufel,

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Sport in Wien:

Wien.

Die Stadt

fürs Leben.

Die Sport- und Fun-Hallen der Stadt Wien punkten mit einem vielfältigen

Angebot, fairen Preisen und optimalen Bedingungen bei jedem Wetter.

Zwei topmoderne Sport- und Fun-Hallen bieten von Beachvolleyball,

Streetsoccer bis Badminton alles, was sportliche Herzen höherschlagen lässt.

Während des öffentlichen Betriebs (Mo., Fr. 14 – 18 Uhr / Di., Mi., Do. 14 – 20 Uhr /

Sa. 12 – 18 Uhr / Sonn- und Feiertage 10 – 18:30 Uhr) können alle Angebote ganz

ohne Reservierung genutzt werden. Einfach kommen, Ticket lösen und spielen,

solange und was Sie wollen. Danach können die Plätze gemietet werden.

Alle Infos finden Sie auf www.sport.wien.at


Heiße

Luft!

SCHWITZEN GEGEN DEN MUSKELKATER! Durch das Entschlacken in der

Sauna wird den Muskeln die Milchsäure, die sich beim Training gebildet hat, wieder

entzogen und die Regeneration wird beschleunigt. Aber Achtung: Schwitzen

ist auch Schwerarbeit für Körper und Herz. Mehr als ein- bis zweimal pro Woche

sollte man sich dieser Belastung also nicht aussetzen. Experten raten dann zu

zwei bis drei Saunagängen zu je acht bis zwölf Minuten. Dazwischen sollte ebenso

lange pausiert werden. In der Sauna gilt: Erst liegen auf den oberen Bänken,

gegen Ende nach unten wechseln. Zwei Minuten vor dem Ende des Saunagangs

aufsetzen, um den Kreislauf auf das Aufstehen vorzubereiten.

Gut

geduscht

DIE PRAXIS VIELER

HOBBYSPORTLER, nach dem

Training an kalten Tagen den

Körper mit einer heißen Dusche

aufzupeppen, ist nicht wirklich

zielführend. Heißes Wasser

stresst nämlich unsere Haut –

„handwarm ist gerade richtig“

raten die Dermatologen. Die noch einen wichtigen Tipp für die

tägliche Körperpflege parat haben: Die meisten Menschen

greifen zu einem x-beliebigen Duschgel, ohne vorher

abzuklären, ob das Mittel auch tatsächlich zum Hauttyp passt.

Gerade sportliche „Vielduscher“ sollten sich aufklären lassen, ob

ihre Haut eher auf der „fettigen“ oder „trockenen“ Seite

angesiedelt ist – und danach ihr Pflegemittel wählen.

MYTHOS

MAHLZEIT

ES IST DER KLASSIKER UNTER

DEN ERNÄHRUNGS-MYTHEN:

Keine Kohlenhydrate am Abend! Für Sportler stimmt

das aber nur bedingt. Wer am Abend trainiert, kann

dieses Verbot komplett vergessen. Nach dem Sport

profitiert der Körper nämlich von der schnellen

Energie der Kohlenhydrate. Durch den Insulinausstoß

werden geschädigte Strukturen schneller repariert

und der Sportler hat am nächsten Tag schon

wieder Kraft. Eher sollte man Kohlenhydrate am

Morgen meiden, wenn man keinen Sport betreibt,

da sich der Körper dann zu sehr auf die Kohlenhydrate

als Energiequelle einstellt.

FIT

TRAINING / GESUNDHEIT / ERNÄHRUNG

Hatschi! Im Winter haben Schnupfenviren und Co. oft

leichtes Spiel mit dir. Mit den folgenden fünf Tipps

wappnest du dich aber bestens gegen Erkältung und Grippe:

1. BEWEGUNG ist für die Abwehrkräfte ganz wichtig. Aber

immer schön langsam beginnen! Wer sich zu sehr verausgabt,

schwächt das Immunsystem wieder. Übrigens: Auch

zwei Kilometer zügiger Fußmarsch zur Arbeit helfen schon ...

2. SCHLAF. Spätestens um 23 Uhr sollte es heißen: Licht aus.

Wer nachts gar nur vier Stunden schläft, produziert sogar

um 50 Prozent weniger Antikörper gegen Infekte.

FOTOS: istock

3. TRINKEN ist immer gut. In geheizten Räumen trocknen die

Schleimhäute aus – Viren und Bakterien haben leichteres

Spiel. Also: öfter zum Glas (Wasser) greifen.

4. STRESS VERMEIDEN. Das geht auch im Büro: Pro Stunde

eine Minute Blitzpause, dabei dehnen und aus dem Fenster

schauen – das hilft dem Immunsystem beim Abwehrkampf.

5. VITAMINSTOSS. Ein Müsli zum Frühstück bringt die notwendigen

Vitamine und enthält mehr wichtiges Zink als alle

Weißmehlprodukte.

Nie wieder

erkältet

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

13


FIT

FIT

DURCH DEN

WINTER

14

SPORTaktiv


FITNESS KENNT KEINE JAHRESZEIT –

aber dafür zwei Möglichkeiten, wie ihr auch im

kalten Winter fit und fröhlich bleibt. Training in

Heimarbeit? Oder lieber Sport im Studio?

Die Wahl liegt bei euch – die Entscheidungshilfe

kommt von uns!

TEXT: Linda Freutel

FOTOS: iStock, kk

Plötzlich ist er da, der Winter.

Mit all seinen miesen, grauen,

kalten und nassen Seiten. Und

natürlich: mit der Unlust, der

schlechten Laune und ständigen Müdigkeit.

Das Dilemma ist jedes Jahr

dasselbe. Der Rat von Experten allerdings

auch: „Tut doch etwas dagegen“,

sagt der Wiener Fitnesstrainer Michael

Holzer, „Sport kennt keine Jahreszeit,

sondern im Gegenteil: Wer über

das ganze Jahr konstant trainiert,

wird sich immer so gut fühlen wie im

schönsten Sommer.“

Und er hat Recht! Bestätigt auch

von Studien, die belegen, wie wohltuend

Bewegung gerade im Winter auf

unsere Fitness, aber auch auf unsere

Abwehrkräfte und vor allem unsere

Stimmung wirkt. Der Mensch ist seine

eigene Glücksfabrik. Man muss

diese nur am Laufen halten – erst

recht dann, wenn es draußen nass und

grau ist.

„Nur, weil es jetzt vielleicht an

Motivation mangeln mag, mangelt es

gewiss nicht an Möglichkeiten“, sagt

der Experte. Was er meint? Ganz einfach:

Wenn es draußen dunkel und

nass ist, verlegen wir unser Training

halt ins Warme und Trockene!

Und wieder tun sich hier zwei

Möglichkeiten auf: Wer sich gar nicht

vor die Tür bewegen will, trainiert

einfach daheim. „Das Heimtraining

wird in seiner Effektivität viel zu oft

unterschätzt“, sagt Michael Holzer.

Aber natürlich darf der Weg auch in

eines der zahlreichen Sportstudios

mit ihren noch zahlreicheren Angeboten

führen.

Ob so oder so: Für alle, die sich

über den Sommer auf ihre Lieblingssportart

versteift haben, bietet der

Winter mit seinem breiten Indoor-

Der Experte

MICHAEL HOLZER ist diplomierter

und zertifizierter Fitness- und

Wellnesstrainer in Wien, arbeitet

nach Jahren in großen Fitnessstudios

nun seit 2010 als selbstständiger

Personal Trainer.

KONTAKT per E-Mail:

michael.holzer@fitnessforlife.at

WEB: fitnessforlife.at

Sportangebot eine ideale Möglichkeit

zum Ausgleichstraining. „Andere

Trainingsmethoden beanspruchen

andere Muskelgruppen, fördern eine

neue Dimension der Motorik und Koordination,

setzen neue Ausdauerreize

und machen den Körper damit an

den Stellen fit, an denen er zuvor geschwächelt

hat.“ Die Konsequenz daraus

kann sich sehen lassen, und zwar

spätestens im nächsten Frühling auf

den Outdoor-Laufstrecken, Cross-

Bike-Routen und all den andren Freiluft-Sportplätzen.

Dass ihr jetzt im Winter fleißig

(weiter) trainiert, steht also außer Frage.

Nur wie und wo ihr das tun wollt,

müsst ihr schon selbst herausfinden,

und zwar am besten gleich hier, mit

unserem „Fitness-Check“: Heimarbeit

versus Studio-Sport – wie wollt ihr fit

durch den Winter kommen?

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

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FIT

ERSTE ADRESSE „FITNESSSTUDIO“

Die Vorteile – und was ihr bei der Suche nach dem

passenden Fitnessclub beachten müsst.

Mit Fitnessstudios ist es ja so

eine Sache: Die Auswahl ist inzwischen

immens groß geworden.

Doch die große Qual der

Wahl hat die Suche nach dem perfekten

Studio eher noch schwieriger gemacht.

„Dabei ist es extrem wichtig,

ein Sportstudio zu finden, das perfekt

zu einem passt. Denn nur, wer sich

wohlfühlt, kommt auch regelmäßig

wieder“, weiß Michael Holzer.

Doch welches Studio das perfekte

ist, kann selbst der Experte nicht pauschal

beantworten. Das kommt nämlich

fast ausschließlich auf das persönliche

Trainingsziel und die

eigenen Ansprüche an. Nur so viel

kann er vorwegnehmen: „Die modernen

Studios sind eigentlich alle auf einem

guten Niveau. Selbst bei den

günstigen Diskont-Studios ist die

Qualität in aller Regel gut.“ Wer dennoch

ob der teilweise unterirdisch

günstigen Preis stutzig wird, der

muss wissen: „Diese Konditionen ergeben

sich oft durch die kleinere Nutzfläche

bei einer größeren Anzahl von

Mitgliedern und durch Sparmaßnahmen

beim Personal. Natürlich ist auch

ein fehlender Wellnessbereich ein

enormer Sparfaktor, der sich an den

Kunden weitergeben lässt“, erklärt

der Experte. Dass mit dem Preis auch

die Qualität sinkt, sei hingegen ein

Gerücht. Holzer: „Man muss manchmal

vielleicht längere Wartezeiten an

den Geräten in Kauf nehmen und darf

TIPP

FÜR STUDIO-NEULINGE

Wer nicht viel oder keine Erfahrung mit

dem Training im Fitnessstudio besitzt,

sollte bei der Wahl des Clubs auch darauf

achten, dass er ausreichend Unterstützung

durch einen Profi bekommen

kann. Dafür sollte nicht nur ein breites

Angebot an Personal Trainern vorhanden

sein, sondern auch stets ausreichend

qualifiziertes Personal auf der

Trainingsfläche für Rückfragen und Anleitungen

zur Verfügung stehen.

Frage gezielt nach Ausbildung der Betreuer

und auch, wie oft deren Wissen

in Fortbildungen aufgefrischt wird.

sich nicht wundern, wenn das Studio

zu Kernzeiten besonderes voll ist; für

die reine Trainingsqualität spielt das

aber keine Rolle.“ Natürlich aber für

das persönliche Wohlgefühl und die

eigene Motivation. „Jedes Studios bietet

andere Vorteile für seine Mitglieder

– und jeder entscheidet selbst, was

er braucht, um sein Ziel zu erreichen.

Wenn es mehr Platz, eine größere Auswahl

an Geräten, ein Saunabereich

oder Ähnliches ist, muss man eben

auch einen höheren Kostenfaktor in

Kauf nehmen.“

PROBIEREN ÜBER STUDIEREN

Bevor man eine Mitgliedschaft eingeht,

empfiehlt unser Experte in jedem

Fall ein Probetraining zu absolvieren.

Dabei kann man nicht nur

prüfen, wie wohl man sich fühlt, sondern

auch einen kritischen Blick auf

den Zustand des Studios werfen. „Am

besten sollte man sich den Club zu der

Zeit anschauen, in der man selbst am

häufigsten trainieren will. So kann

man sehen, wie aus- oder eben über-

FOTO: iStock

16

SPORTaktiv


lastet das Studio in dieser Zeit ist.“ Zustand

und Qualität der Trainingsgeräte?

„Aus meiner Sicht gibt es

praktisch keine schlechten Geräte.

Alle erfüllen ihren Zweck. Und der

hängt davon ab, welches sportliche

Ziel man erreichen will. Aber klar,

Mängel an einzelnen Geräten können

in jedem Studio vorkommen – egal, ob

Diskonter oder Premiumclub.“

Bei der Besichtigung ist der Laie

bereits gut beraten, wenn er einen kritischen

Blick auf den optischen Zustand

der Geräte wirft, und wie viele

der Geräte momentan nicht benützbar

sind, beispielsweise weil sie defekt

sind. Und das Wichtigste: Sind überhaupt

all jene Geräte vorhanden, die

du für dein gewünschtes Training

brauchst? Mit einem Wort: Mach dir

unbedingt dein eigenes Bild, bevor du

eine Mitgliedschaft eingehst!

FITNESS MEETS WELLNESS

Sport hin, Disziplin her – der schnellste

Weg aus dem öden Winter-Blues

führt noch immer über die Haut: Massagen,

Kosmetik und Saunagänge

überzeugen sogar Sportmuffel zu einer

Mitgliedschaft in einem Fitnessclub.

„Die Ansprüche dürfen dabei ruhig

hoch sein“, sagt Holzer, „eine

breite Auswahl an Saunen, Dampfbädern

und Behandlungen sind in vielen

Studios längst Programm.“

Oft gehen die Angebote sogar

über reine Wohlfühlanwendungen

hinaus. In speziellen Medical-SPAs

gibt es neben klassischer Wellness

auch medizinische Angebote: (Sport-)

Ärzte offerieren Vorsorgeuntersuchungen,

Hormon-Kuren und sogar

Traditionelle Chinesische Medizin.

Auch hier gilt wieder: „Es gibt eigentlich

keine guten oder schlechten Zusatzangebote“,

sagt der Trainer, „es

gibt nur Angebote, die einem persönlich

passen oder eben nicht.“

Unstrittig ist hingegen die Beurteilung

der hygienischen Standards:

Werft bei der Erstbesichtigung unbedingt

einen kritischen Blick auf die

Sauberkeit! Der Tipp von Michael Holzer:

„Studios mit TÜV-Gütesiegel erfüllen

höchste Standards. Und das

nicht nur in Sachen Hygiene, sondern

auch, was Ausbildung der Trainier

und Therapeuten sowie Ausstattung

des Studios angeht.“

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

TIPP

FÜR SPARMEISTER

Nicht nur in Diskontclubs, sondern auch

in Nobelstudios kann man sparen. In

vielen Studios werden beispielsweise

sogenannte „Mitarbeiter-Trainings“ angeboten,

bei denen Firmen über Sonderkonditionen

einen Beitrag zur körperlichen

Gesundheit ihrer Mitarbeiter

leisten können. In vielen Studios kann

man auch sparen, wenn man den Beitrag

nicht monatlich leistet, sondern im

Voraus für ein Jahr bezahlt.

Frage auf jeden Fall gezielt nach, welche

Rabatte dein Wunschstudio bietet.

STUDIOS OHNE GERÄTE?

Aber während wir bei der Wahl des

perfekten Studios (siehe auch Kasten

auf der nächsten Seite) noch über Anzahl

und Qualität der Trainingsgeräte

sinnieren, stellt der Fitnessexperte

eine ganz andere Prognose auf: „Sämtliche

Gerätschaften werden mehr und

mehr aus den Studios verschwinden!“

Auch wenn er zwar keinen gänzlichen

Verzicht auf Trainingsgeräte

kommen sieht, glaubt Holzer daran,

dass Fitnessclubs immer mehr Wert

auf Freiflächen und sogenannte

„Func tional-Training-Zonen“ legen.

„Der Trend zum Geräteverzicht zugunsten

eines funktionellen Trainings

macht sich seit rund zwei Jahren

immer stärker bemerkbar und ist sicher

nicht nur eine kurzzeitige Mode-Erscheinung.“

Studios sind immer öfter so konzipiert,

dass man dort ohne Gerätschaft,

allein mit dem eigenen Körpergewicht

trainiert. Dabei kommen lediglich

Hilfsmittel wie Medizinball, Kettlebell,

TRX oder Bosu zum Einsatz. „Im

Unterschied zu herkömmlichen Kraftmaschinen

geben diese Geräte keinen

starren Bewegungsablauf vor, sondern

unterstützen ein Training der ganzheitlichen

Art, bei dem der Körper

sämtliche Bewegungen allein koordinieren

und muskulär kontrollieren

muss.“ Was das bringt? „Ein intensiveres

Training, weil nicht nur isolierte

Muskeln angesprochen werden, sondern

ganze muskuläre Verkettungen

arbeiten müssen. Und zugleich wird

neben der Motorik auch die Balance

geschult. Perfekter Nutzen also.“

17

MIT DEM WIFI

ZUM TRAUMJOB

Das WIFI Graz-Süd macht fit

für sportliche Jobs. Hier eine

Auswahl der Angebote:

DIPLOMLEHRGANG SCHWIMMTRAINER

10. 12. 2016 bis 8. 4. 2017, Sa. 9–17 Uhr;

zusätzlich So., 2. 4. 2017, 68 Std., € 940,–

KOSTENLOSE BILDUNGSINFORMATION

DIPLOMAUSBILDUNGEN

GESUNDHEIT UND SPORT

11. 1. 2017, Mi. 18–20 Uhr, WIFI-Süd

GRUNDLEHRGANG GESUNDHEIT UND SPORT

24. 1. 2017 bis 4. 3. 2017,

Di., Do. 18–21.30 Uhr, Sa. 9–17 Uhr,

60 Std., € 790,–, WIFI-Süd

KOSTENLOSE BILDUNGSINFORMATION

LEHRGÄNGE MENTALES TRAINING

26. 1. 2017, Do. 18.30–20 Uhr, WIFI-Süd

KOSTENLOSE BILDUNGSINFORMATION

DIPLOMLEHRGANG FITNESSTRAINER

31. 1. 2017, Di. 18–20 Uhr, WIFI-Süd

DIPLOMLEHRGANG WIRBELSÄULEN-

UND BECKENBODENTRAINER

10. 3. bis 28. 5. 2017, Fr. 16–20 Uhr, Sa.,

So. 9–17 Uhr, 66 Std., € 900,–, WIFI-Süd

DIPLOMLEHRGANG PILATESTRAINER

17. 3. bis 11. 6. 2017, Fr. 16–20 Uhr, Sa.,

So. 9–17 Uhr, 74 Std., € 1.100,–, WIFI-Süd

GRUNDLEHRGANG WEIGHT MANAGEMENT

3. 3. bis 23. 6. 2017, Fr. 17–21 Uhr,

56 Std., € 790,– WIFI-Süd

ALLE INFOS UND ANMELDUNGEN:

Info-Tel.: 0 316/602-333

Anmeldungen: Tel. 0 316/602-12 34

WEB: www.stmk.wifi.at/gesundheit

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FIT

MASCHINE ERSETZT MENSCH?

Wenn es nach den Trendforschungen

unseres Experten geht, sind Kraftmaschinen

aber nicht das Einzige, auf das

künftig verzichtet werden wird. Auch

vom Trainingspartner „Mensch“

scheinen sich mehr und mehr Studios

lösen zu wollen. Statt Trainern aus

Fleisch und Blut sollen virtuelle Coaches

die Kunden anleiten und anfeuern,

Kurse halten und sogar Trainingspläne

erstellen. „Man muss sich

das so vorstellen: In einem Übungsraum

hängt dann vorn eine große

Leinwand, auf der ein bekannter Trainer

die Übungen vormacht – und die

Fitnessklasse im Studio macht diese

bestmöglich nach“, erklärt Holzer, der

sich aber diesem Trend gegenüber

skeptisch zeigt: „Ob sich dieses Konzept

in den Studios durchsetzen wird,

muss man erst mal abwarten.“ Letztlich

gehe es beim Sport doch auch um

soziale Kontakte und Gemeinschaft.

Solange in den Fitnessclubs des

Landes aber noch mit Fleisch und

Herzblut trainiert wird, sollte sich

TIPP

FÜR SPORTLICHE DAMEN

Für Frauen, die lieber unter sich trainieren,

könnten spezielle Ladys-Studios

das Richtige sein. Aber auch manche

gemischten Studios nehmen Rücksicht

und richten separate Damen-Trainingszonen

ein. Junge Mütter achten bei der

Wahl ihres Studios unbedingt auch auf

die angebotene Kinderbetreuung.

auch für jeden das passende Studio

finden lassen. Trends hin, Gerätetraining

her. Letztlich ist es oft auch genau

die Vielzahl an Möglichkeiten

und Abwechslung, die das Training

im Studio interessant, aber vor allem

auch effektiv machen.

Unser abschließender Tipp also

für alle, die den Weg zur Winterfitness

übers Studio finden wollen: Mit

der untenstehenden Checkliste sollte

es keine Schwierigkeit sein, einen passenden

Fitnesssclub zu finden – und

dann könnt ihr schon loslegen!

DIE CHECKLISTE: PUNKT FÜR PUNKT

ZUM PASSENDEN FITNESSSTUDIO

• ZIELTSETZUNG: Worauf kommt es dir

beim Sport an? Einzel- oder Gruppentraining?

Wellness? Komfort? Preis? Setze

deine Prioritäten und gleiche diese

mit dem Angebot und den Ausrichtungen

des Fitnessstudios ab.

• ENTFERNUNG: Sich nach dem Job zu einem

Training aufzuraffen, fällt oft schon

schwer genug. Ist zudem die Entfernung

zum Sportclub weit, siegt in der Regel

das Sofa. Achte daher auf eine gute Erreichbarkeit,

möglichst auf dem Heimweg

– und auf die Parkmöglichkeiten.

• ÖFFNUNGSZEITEN: Ein gutes Studio

richtet sich nach den Kunden – nicht

umgekehrt. Prüfe kritisch, ob die Öffnungszeiten

in deinen Tagesplan passen

– vor allem auch an Sonn- und Feiertagen.

Denn da man Zeit – umso ärgerlicher,

wenn das Studio diese nicht hat.

• KINDERBETREUUNG: Wohin mit den

Knirpsen? Manche Studios denken mit

und bieten Möglichkeiten zur Kinderbetreuung

an.

• KURSANGEBOT: Wenn du gern in der

Gruppe trainierst, solltest du auf Umfang,

Vielfalt und zeitliche Ausrichtung

des Kursangebotes achten. Auch wichtig:

Werden zu Stoßzeiten mehrere Kurse

parallel angeboten, um Überfüllungen

zu verhindern?

• HARDWARE: Die Fitnessgeräte gehören

zur Basisausrüstung eines Studios. Der

Check: Sind sie auf dem neusten Stand?

Gepflegt? Ausreichend vorhanden? Wie

viele sind momentan defekt...?

• WELLNESS: Wie wichtig ist für dich

nach dem Work-out die Entspannung?

Brauchst du eine Saunalandschaft oder

schwitzt du lieber nur beim Sport? Wer

ohnehin nicht sauniert, wählt besser ein

Studio ohne Wellnessbereich – das ist

günstiger.

• KOSTEN: Was bekommst du für dein

Geld geboten? Was möchtest du ausgeben?

Mach dir im Vorfeld Gedanken,

frage aber auch nach speziellen Aktionen

und Nachlässen.

18

SPORTaktiv


FOTOS: iStock

ES GEHT NICHTS

ÜBER HEIMARBEIT

So funktioniert ein gutes Fitnesstraining in

den eigenen vier Wänden

Moderne Fitnesstempel sind

schick und trendy, aber deshalb

noch längst nicht jedermanns

Sache. Schließlich hat es nicht

jede(r) gern, bei körperlicher Schweißarbeit

von fremden Augen beobachtet

zu werden. Und mal Hand aufs Herz:

Auf sportlichen Small Talk hat man

auch nicht immer Lust.

Vor allem echte sportliche Freigeister

wollen sich nicht an ein Studio

binden: Für jemanden, der die meiste

Zeit im Jahr fast ausschließlich einer

Outdoor-Sportart nachgeht, erscheint

die jährliche Mitgliedschaft in einem

Fitnessstudio nicht wirklich sinnvoll.

Die Lösung ist einfach, zudem

noch kostensparend – und liegt allen

Trainingswilligen direkt vor der Nase:

Man kann doch auch in den eigenen

vier Wänden fleißig schwitzen, strampeln

und schnaufen! Das bestätigt

auch unser Personaltrainer Michael

Holzer: „Das Training daheim wird

viel zu oft unterschätzt. Tatsächlich

ist das eine durchaus sinnvolle und effektive

Variante, um sich speziell über

den Winter fit zu halten.“

Theoretisch braucht es nicht mal

viel, um das eigene Heim sportlich

werden zu lassen. „Eine aufgelegte

Matte und etwas Motivation würden

eigentlich schon genügen“, sagt Holzer,

fügt aber gleich hinzu, dass es in

der Praxis doch Sinn macht, wenn

sich mehr Platz für sportliche Zwecke

einrichten lässt. „Es ist vor allem die

Motivation und Ernsthaftigkeit des

Trainings, die profitiert, wenn man

eine bestimmte Fläche für ein regelmäßiges

Home-Work-out einrichtet.

Und keine Sorge, der Aufwand bleibt

gering, denn der Trend, der sich in den

Fitnessstudios erkennen lässt, ist

nämlich längst auch bei den Heimar-

TIPP

FÜR AUSDAUER UND AUFWÄRMEN

Niemand braucht ein Laufband oder

einen Stepper, um daheim ein Warmup

zu machen. Auch hier siegt Einfachheit:

Seilspringen, Hampelmann-Hüpfen

oder Laufen im Stand sind simple, aber

gleichzeitig effektive Methoden für ein

heimisches Aufwärmen. Für alle, die

länger schwitzen wollen, führt der Weg

ins Freie. Ein Dauerlauf oder eine Radtour

durch den winterlichen Wald mag

Überwindung kosten, lohnt sich aber.

Sauerstoff und Tageslicht sind zuverlässige

Glücksboten.

beitern eingezogen: Es geht zurück zu

den Basics – je schlichter und simpler

die Trainingsausrüstung gestaltet ist,

desto besser!“

KNIEBEUGEN UND CO.

„Bodyweight-Training“ ist das moderne

Vokabel für altbekannte „Leibesübungen“:

Liegestütz, Ausfallschritte,

Kniebeugen oder Brücke sind die

Übungsklassiker beim sogenannten

funktionellen Muskelaufbau; einem

Trainingskonzept, das ebenso simpel

wie funktional ist – und daheim problemlos

absolviert werden kann.

Anders als beim Training an

Kraftmaschinen geht es beim

Body weight-Training um Übungen,

die den Körper als Ganzes fordern und

bei denen er sich selbst stabilisieren,

tragen und führen muss, anstatt einem

maschinell vorgegebenen Bewegungsablauf

zu folgen. Hilfsmittel,

die Stabilität oder Bewegungen vorgeben,

widersprechen diesem Konzept.

Eine geführte Bewegung spricht nämlich

immer nur einen isolierten Muskel

an, die umliegenden Muskelfasern

sowie das Zusammenspiel

diverser Muskelverkettungen, die für

eine natürliche, nicht geführte Bewegung

aktiv werden müssen, kommen

nicht zum Einsatz.

MASCHINE ERSETZT MENSCH?

Von einem ganzheitlichen Übungsprogramm

verspricht man sich mehr

Funktionalität im Trainingseffekt –

und damit mehr Nutzen für die alltägliche

Fitness und Gesundheit.

Schließlich werden Muskeln im Alltag

auch nicht isoliert, sondern stets

im Zusammenspiel gefordert.

Experte Holzer rät: „Funktionelles

Training ist sinnvoll und effektiv.

Und: Es lässt sich prima zu Hause

durchführen. Jedoch empfehle ich

Anfängern, zunächst eine muskuläre

Basis für das Training daheim zu

schaffen. Idealerweise trainiert man

also zuerst einige Wochen unter Anleitung

in einem Fitnessstudio, baut

Muskelkraft auf, gewöhnt sich an die

Bewegungsabläufe – und beginnt

dann mit dem Home-Work-out.“

Für dessen Gestaltung gibt es unendlich

viele Übungen – ein paar Ideenlieferanten

gibt es hier bei uns auf

den nächsten Seiten!

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

19


FIT

MMAG.DR.

PETER GURMANN

ist Sport- und Gesundheitspsychologe

sowie

Beratungslehrer

in Klagenfurt.

Gedanken

SCHUTZFAKTOR

OPTIMISMUS

Welche Erwartungshaltung habe ich?

Hoffe ich auf einen Erfolg oder treibt

mich die Furcht vor Misserfolg an?

Sportler mit einem hohen „Hoffen

auf Erfolg“-Wert sehen Drucksituationen

als Herausforderung. Sie sind

überzeugt, realistische Ziele erreichen

zu können. Athleten mit einem hohen

„Furcht vor Misserfolg“-Wert werden

hauptsächlich von ihrer Angst zu versagen

motiviert. Im Grunde glauben

sie nicht an ihren Erfolg und fühlen sich

nicht genügend vorbereitet.

FIT-TRAINING FÜR DAHEIM:

DIE BESTEN ÜBUNGEN

Gutes Training in den eigenen vier Wänden braucht nicht zwingend

Geräte. Klassische Übungen und etwas Motivation genügen auch. Das

Wichtigste: Mindestens zweimal pro Woche geht’s auf die Matte!

LIEGESTÜTZ

Das bringt‘s: Während die Arme schuften, wird

auch der Rest des Körpers gefordert. Mit Liegestütz

kräftigt man Arme und Schultern, und

durch die Anspannung des Rumpfes auch die

Rücken-, Bauch und Gesäßmuskulatur.

So geht es: Arme gebeugt, Hände etwas mehr

als schulterbreit auseinander, Gesicht nach

unten, Nacken gerade (der Körper bildet

also eine gerade Linie), Beine nicht spreizen.

Spanne den Bauch und den Po an – und

los geht‘s! Am tiefsten Punkt einatmen und

beim langsamen Strecken der Arme ausatmen.

Wichtig: Der Körper bleibt während der gesamten

Übung starr wie ein Brett.

Für außerordentliche Leistungen

braucht es beides, wobei die Erfolgszuversichtlichkeit

stärker ausgeprägt sein

sollte als die Misserfolgsängstlichkeit.

Als Sportler sollten wir immer an eine

Chance glauben, gerade das macht ja

einen Sportler aus. Und wenn wir verlieren?

Dann haben wir gelernt. Diese optimistische

Grundhaltung erfordert den

Mut zu scheitern und einen großzügigen

Umgang mit Fehlern.

Dazu eine kleine Geschichte: Stephan

Eberharter stieg auf wie ein Komet.

Ohne im Ski-Weltcup je einen Sieg eingefahren

zu haben, kürte er sich mit 21

Jahren zum Doppelweltmeister. In den

folgenden Jahren verlief die Karrierekurve

steil nach unten, er flog sogar

aus dem Weltcupkader. In der Saison

2001/02, zehn Jahre nach dem Doppelweltmeistertitel,

holte er sich mit zehn

Rennsiegen überlegen den Gesamtweltcup,

den Abfahrts- und Super-G-Weltcup

...

Durststrecken kennen wir alle, die Kunst

dabei ist es, trotz aller Widrigkeiten motiviert

zu bleiben und das Beste zu erwarten.

Positive innere Zwiegespräche

unterstützen uns am Weg: „Am Ende

setze ich mich durch …“

Der Autor ist per E-Mail erreichbar unter

peter.gurmann@aon.at

DIPS

Das bringt‘s: Mit Dips trainierst

du deine Arme, besonders deren

Rückseite. Durch die Anspannung

werden auch Bauch-,

Po- und Rückenmuskeln gefordert.

So geht‘s: Setz dich auf die vordere

Sitzkante eines stabilen

Stuhls. Die Hände liegen etwas

mehr als schulterbreit neben

dem Gesäß, die Finger zeigen

nach vorne, die Ellenbogen

gebeugt nach hinten. Die Beine

sind im 90-Grad-Winkel gebeugt,

nur die Fersen berühren

den Boden. Drück dich nun bis

zu gestreckten Armen vom Stuhl

weg und atme dabei aus. Dann

die Ellenbogen wieder abbiegen,

den Körper absinken lassen

und dabei ausatmen. Wichtig:

Es arbeiten nur die Arme

– der Körper fungiert als Gewicht

und nicht als Schwungmasse,

die die Übung erleichtert.

FROSCHHÜPFEN

Das bringt‘s: Sieht zwar komisch

aus, ist aber eine der effektivsten

Kraft-Ausdauer-Übungen für

stramme Waden und feste Oberschenkel.

So geht‘s: Möglichst über einen langen

Gang aus der Hocke in Höhe

und nach vor springen, dann wieder

in der tiefen Hocke landen.

TRAININGSDAUER.

Für alle Heimübungen

gilt: Je nach Fitnesslevel

10 bis 20 Wiederholungen,

2bis 3 Durchgänge

an mindestens

zwei Trainingstagen

pro Woche!

FOTOS: Thomas Polzer bei www.vibes-fitness.at

20

SPORTaktiv


PO-PRESSE

Das bringt‘s: Eine effektive

Po-Übung trainiert nicht nur

den Gesäßmuskel, sondern

gleichzeitig auch den unteren

Rücken und die Oberschenkelrückseite.

Nur das

kraftvolle Zusammenspiel

dieser Muskeln schenkt nämlich

eine aufrechte, gesunde

Haltung und – natürlich –

eine knackige Optik.

So geht‘s: Auf den Rücken

legen, Beine hüftbreit abstellen,

Hände in die Hüfte

stemmen. Jetzt die Hüfte

vom Boden wegdrücken, bis

Oberkörper und Oberschenkel

eine Linie bilden. Von dieser

Position aus das rechte

Bein nach vorne ausstrecken

und wieder anwinkeln; dabei

Bauch, Bein, Po anspannen.

Variation: Um die Übung intensiver

zu machen, hält man

ein Bein in der Luft und führt

hier für mindestens 30 Sekunden

kleine, kreisende Bewegungen

durch.

RÜCKENLIFT

Das bringt‘s: Beim Rückenheben

oder Rückenlift werden sämtliche

Muskelketten der Rückseite

gefordert. Neben den Rückenstreckern

ist es vor allem

die Muskulatur der Schultern,

aber auch des Pos, die man

kräftig.

So geht‘s: Lege dich auf den

Bauch, die Fußspitzen sind aufgestellt,

die Knie leicht vom Boden

abgehoben. Nun spannst

du die gesamte Rückseite – von

den Füßen bis zum Nacken –

an, bringst die Arme seitlich an

den Kopf, die Ellenbogen sind

vom Boden abgehoben. Nun

hebst du den Oberkörper so

weit es geht vom Boden ab und

senkst ihn anschließend wieder,

bis er fast komplett aufliegt.

Variation: Mehr Kraft erfordert

die Übung, wenn man abwechselnd

einen Arm oder sogar

gleichzeitig beide Arme gerade

vor dem Körper ausstreckt.

UNTERARMSTÜTZ

Das bringt‘s: Ein schöner Bauch ist schlank und straff. Mit dem Unterarmstütz

trainiert man alle wichtigen Muskeln dafür. Denn neben den geraden

Bauchmuskeln müssen bei dieser Übung auch die schrägen Bauchmuskeln

sowie die Muskulatur des Beckenbodens arbeiten.

So geht‘s: Leg dich bäuchlings auf den Boden, die Unterarme sind seitlich

aufgestützt und die Zehenspitzen aufgestellt. Nun bringst du den gesamten

Körper auf Spannung und hebst ihn dabei so weit vom Boden ab,

dass eine waagrechte, gerade Linie von Kopf, Rumpf und Beinen entsteht.

Achte auf eine feste Anspannung des Beckens, damit der Rücken nicht ins

Hohlkreuz kippt. Diese Position wird nun, so lange es geht, mindestens

aber 30 Sekunden, gehalten.

Variation: Schwerer wird die Übung, wenn du aus der Position des Unterarmstütz

heraus versuchst, ein Bein leicht vom Boden abzuheben und

(wenn du es schaffst) gleichzeitig auch den gegenüber liegenden Arm

gerade nach vorn ausstreckst.

RANGERGRIP 55

12 Functions, Swiss Made

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

21

ESTABLISHED 1884


FIT

ALTE UND NEUE TRAININGSPARTNER FÜR DAHEIM

Vom guten alten Medizinball bis zum „Rollaplank“: Wer mehr Abwechslung sucht, holt sich ein Trainingsgerät.

Heimtraining mit dem eigenen Körper

als Fitnessgerät ist eine Sache. Zugleich

aber werden in der weltweiten

Fitnessszene ständig neue Gerätschaften

und dazugehörige Fit-Programme

entwickelt. Wobei nicht alles wirklich

neu ist: Auch hier ist ein Trend zum Altbewährten

zu erkennen! Medizinbälle

werden entstaubt, die 100 Jahre alten

Kettlebells wiederentdeckt und Trampoline

von den Kinder geborgt. Denn:

Vieles, was früher gut war, ist es heute

noch immer. Erst recht, wenn es nach

den Erkenntnissen moderner Fitnessmethoden

genutzt wird. Das große Plus

der „Spielgeräte“: Das Training daheim

kann ein wenig abwechslungsreicher

gestalten werden.

Zum Einstimmen:

Fitnesstrainer Michael Holzer hat sich

aus dem Riesenangebot ein paar alte

und neue Heimgeräte herausgepickt

und sie auf ihren Nutzen gecheckt.

KETTLEBELLS

DAS SAGT DER HERSTELLER: „Die Kugelhanteln

in verschiedenen Gewichtsklassen

ermöglichen ein ganzheitliches Körpertraining,

das Balance ebenso schult

wie muskuläres Zusammenspiel."

EXPERTEN-URTEIL: „Kettlebells sind ein

simples, aber ungemein effektives Trainingsgerät.

Der Vorteil gegenüber

einer klassischen Kurzhantel ist die verbesserte

Haltemöglichkeit; dadurch

maximieren sich die Anwendungsmöglichkeiten.

Anfänger sollten mit leichteren

Bells arbeiten, dafür aber auf eine

präzise Übungsausführung achten.

Wichtig: Eine Einschulung vom Profi!"

WATERROWER

DAS SAGT DER HERSTELLER: „Der Water-

Rower bildet als Ruder-Ergometer die

perfekte Kombination aus Ausdauerund

Krafttraining, ist gelenksschonend

und eignet sich bestens, die Leistungsfähigkeit

zu steigern und das Immunsystem

zu stärken.“

EXPERTEN-URTEIL: „Ein Rudergerät ist

tatsächlich eine der effektivsten Methoden,

um Kraft und Ausdauer gleichzeitig

zu trainieren. Zudem ist dieses

Gerät sehr leise, sodass man es im

Wohnzimmer aufstellen kann, ohne den

Rest der Familie zu stören. Der Haken:

Im aufgestellten Zustand braucht es

eine entsprechend große Fläche, um

überhaupt trainieren zu können. Mein

Tipp: Es gibt günstigere Rudergeräte,

die den gleichen Zweck erfüllen.“

MEDIZINBALL

DAS SAGT DER HERSTELLER: „Der Medizinball

ist ein gutes Werkzeug für effektives

Training daheim, im Fitnessstudio

oder im Hotelzimmer. Auch Profisportler

nutzen Medizinbälle, um Kraft, Ausdauer

und Schnelligkeit zu optimieren. Das

variable Handling fordert den Körper

immer wieder neu."

EXPERTEN-URTEIL: „Ich bin ein echter

Fan des Medizinballs. Er ist das ideale

Equipment, um ein Heimtraining effizienter

zu gestalten. Der Ball ist absolut

platzsparend und lässt sich so vielseitig

einsetzen wie kaum ein anderes Trainingsgerät.

Auch die Anschaffung kostet

nicht viel. Ich kann keinerlei Nachteile

entdecken.“

POWERCUBE

DAS SAGT DER HERSTELLER: „Der Power-

Cube wurde in Kooperation mit Profisportlern,

Physiotherapeuten und

Sport orthopäden entwickelt. Ein effizientes

Gestell aus wenigen verzinkten

Stahlstangen, das nahezu unbegrenzte

Trainingsmöglichkeiten bietet.“

EXPERTEN-URTEIL: „Auch hier ist der

Spaß-Faktor des Trainings besonders

hoch. Der Cube bringt Abwechslung

ins Programm und eignet sich für ein

sehr effektives Work-out der Körperspannung.

Ein Nachteil ist der Platzanspruch

des Gerätes. Und Anfängern

würde ich nicht zu diesem Training raten,

da an diesem „Heim-Barren“ ein

Grundmaß an Koordination und Körperkraft

notwendig ist.“

ROLLAPLANK

DAS SAGT DER HERSTELLER: „Mit Rollaplank

balanciert man auf einem Ball

und hat somit – im Vergleich zu herkömmlichen

Balance Boards – eine Bewegungsebene

mehr. Einige ausgesuchte

Grundübungen am RollaPlank

reichen vollkommen aus, um den gesamten

Körper effektiv zu trainieren.“

EXPERTEN-URTEIL: „Balance- Scheiben

sind grundsätzlich gut, und dieses

Board ist ein Super-Tool. Das Training

macht wirklich Spaß und man erzielt

gute Erfolge bei der Verbesserung der

motorischen und koordinativen Fähigkeiten.

Vorsicht: Da die Übungen ein

Grundmaß an Balance erfordern, sollten

Anfänger ausschließlich mit einem

Partner oder an einer stabilen Haltemöglichkeit

trainieren.“

FOTOS: istcok, Hersteller

22

SPORTaktiv


Echte Bio-Power

kommt von Dr. Goerg.

100 % ERNTEFRISCH.

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100 % ECHTE ROHKOST.

In erster Kaltpressung bei

38 °C aus dem erntefrischen

Fruchtfleisch hergestellt.

Frei von jeglichen Zusätzen,

mit einem extrem hohen

Laurinsäuregehalt von bis zu

59,42 % – das ist einmalig!

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FIT

DEHN

DICH!

DASS EINE GUTE DEHNUNG ZAHLLOSE VORTEILE MIT SICH BRINGT,

ist alles andere als Geheimwissen. Warum das so ist, wie und vor allem wann man

an seiner Beweglichkeit arbeiten sollte, bleibt hingegen für viele Sportler ein

Mysterium. Schade eigentlich, eignet sich doch gerade der Winter ideal dafür, um

an etwaigen muskulären Defiziten zu arbeiten. Eine Einführung mit

Runtastic-Sportwissenschafter Mag. Herwig Natmessnig.

TEXT: Christoph Lamprecht

Lange Zeit galt für ehrgeizige

Sportler statisches Dehnen als

unverzichtbarer Bestandteil des

Trainings. Ohne Rücksicht auf

Verluste wurden Muskelstränge weit

über die Schmerzgrenze auseinandergezogen

und somit scheinbar geschmeidiger

gemacht. Heute weiß

man es besser. Denn obwohl in Detailfragen

teilweise immer noch Unstimmigkeiten

vorhanden sind, ist

man sich in der Sportwissenschaft im

Großen und Ganzen über die richtige

Vorgangsweise für sinnvolles Dehnen

einig. Wichtigster Grundsatz: Alles zu

seiner Zeit!

Wann man am besten wie zu

Werke geht, weiß Sportwissenschafter

Herwig Natmessnig nicht nur aus

der Theorie. Der ehemalige Spitzensportler

war über ein Jahrzehnt Mitglied

des österreichischen Kanu-Slalom-Nationalteams,

wo er am eigenen

Leib in Erfahrung bringen konnte,

was wirklich funktioniert. „Beim statischen

Dehnen geht es hauptsächlich

darum, die Beweglichkeit zu erhalten

bzw. zu verbessen“, sagt der Run tastic-

Experte. „Vor allem nach dem Training

können auf diese Weise Spannungen

in der belasteten Muskulatur

vermindert werden. Dafür werden die

jeweiligen Positionen 20 bis 90 Sekunden

bei leichtem Dehnreiz gehalten.

Der Experte

MAG. HERWIG NATMESSNIG ist für

Runtastic als Sportwissenschafter

tätig. Als Profiathlet war er 14 Jahre

lang Mitglied der österreichen Kanu-

Slalom- Nationalmannschaft.

WEITERE INFOS: runtastic.com/blog

Nach mehrmaligem Wiederholen

sollte eine deutliche Erleichterung in

den betroffenen Partien zu spüren

sein.“

Aber Vorsicht: So sinnvoll gezieltes

„After-Work-out-Stretching“ auch

sein mag, durch eine zu ruppige Vorgangsweise

kann genau das Gegenteil

des gewünschten Effekts erreicht werden.

„Beim Dehnen ist Feingefühl angesagt.

Das charakteristische Ziehen

ist erwünscht, Schmerzen sind dabei

aber fehl am Platz“, so Natmessnig.

Der Grund dafür: „Nach sehr intensiven

oder ungewohnten Belastungen

ist das Auftreten eines Muskelkaters

nicht ungewöhnlich. Dieser wird

durch winzige Risse in der Muskulatur,

die sogenannten Mikrotraumata,

hervorgerufen. Durch starkes Dehnen

können diese an sich unbedenklichen

Faserrisse weiter verstärkt und

die kapillare Blutversorgung behindert

werden, sodass sich die Regeneration

nach dem Training spürbar verlängert.“

Generell gilt: Je intensiver

und anstrengender die Belastung, desto

vorsichtiger sollte danach gedehnt

werden.

24

SPORTaktiv


Wer an seiner

Beweglichkeit

arbeitet, ist

nicht nur leistungsfähiger

sondern auch

weniger anfällig

für Verspannungen

und chronische

Schmerzen.

FOTOS: Runtastic

DAS VORHER ENTSCHEIDET

Was aber tun vor der Belastung? „Zu

Beginn jeder Einheit empfiehlt sich ein

aktiv dynamisches Dehnprogramm.

Dabei werden sowohl die Muskulatur

als auch die passiven Strukturen des

Körpers wie Sehnen, Bänder und Knorpel

auf das Kommende vorbereitet“,

rät der Sportwissenschafter.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist

die Vorstellung, mit ein paar Minuten

intensiver Dehnung vor der eigentlichen

Trainingseinheit seine Beweglichkeit

effizient verbessern zu können.

Vielmehr sollte es zu Beginn

jeder sportlichen Aktivität darum gehen,

die beteiligten Körperpartien zu

mobilisieren, so das Verletzungsrisiko

zu senken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit

zu erhöhen. Natmessnig

stellt klar: „Aktiv dynamische

Dehnübungen sollten fixer Bestandteil

jedes Aufwärmprogramms sein –

vor allem vor intensiven Belastungen,

die Schnell- und Explosivkraft verlangen,

und bei Sportarten, die ein hohes

Maß an Flexibilität erfordern.“

Welche Übungen das sind? „Ausfallschritte

mit eingebauter Körperdrehung,

aber auch sogenannte Star

Touches und das klassische Knieheben

sind gute Beispiele für funktionale

Kräftigungsübungen, mit denen

gleichzeitig die Beweglichkeit gesteigert

wird. Zudem wird die inter- und

intramuskuläre Koordination verbessert

und die Durchblutung gefördert.

Dadurch steigt im Muskel die Temperatur

– dieser ist dann im wahrsten

Sinn des Wortes aufgewärmt.“

MYTHOS VERKÜRZUNG

Ein weiteres Missverständnis betrifft

den oft gebrauchten Begriff „Verkürzung“.

Natmessnig: „Sogenannte Mechanorezeptoren

melden uns, wenn

der Endgrad einer bestimmten Gelenksbewegung

erreicht ist. Wenn die

maximal möglichen Bewegungsbereiche

nicht regelmäßig ausgenützt

werden, sinkt die Toleranz dieser Rezeptoren

gegenüber auftretenden

Dehnreizen. Dadurch kommt es zu einer

Verminderung der Beweglichkeit.

Echte Verkürzungen im Sinne einer

strukturellen Verkürzung der Sarkomere

(Anm.: kleinste kontraktile Einheit

eines Muskels) treten – von pathologischen

Ursachen abgesehen – erst

nach langer Ruhigstellung in einer

stark eingeschränkten Position auf.“

In der Regel leiden besonders unbewegliche

Menschen an muskulären

Dysbalancen, die aus einseitigen Belastungen

oder Fehlhaltungen resultieren.

Um gezielt an diesen Schwächen

arbeiten zu können, empfiehlt

unser Experte die Diagnose durch einen

Physiotherapeuten oder Arzt:

„Meist wird Betroffenen ein Dehnprogramm

in Kombination mit Kräftigungsübungen

für die unterentwickelte

Muskulatur verschrieben.

Gerade im Winter sollten Sportler mit

Beweglichkeitsdefiziten die Zeit nutzen.

Denn durch gezieltes Training

können Fehlhaltungen so korrigiert

werden, dass klassische Alltagswehwehchen

bald der Vergangenheit angehören

und man im Frühjahr mit

neuer Frische durchstarten kann.“

So viel zur Theorie rund ums Dehnen.

Und zur Praxis: Ein komplettes Winter-Dehnprogramm

von unserem Run -

tastic-Sportwissenschafter findest du

unter https://goo.gl/GW537R

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

25


FIT

IN DER KALTEN JAHRESZEIT sind Infekte der oberen

Atemwege die häufigsten Sportlererkrankungen. Wie

ihr mit den richtigen Ernährungs strategien das Immunsystem

entscheidend unterstützen könnt, weiß Dr. Anja

Horina von der Österr. Gesellschaft für Sporternährung.

ISS DICH

WINTERFIT!

Verschiedene Faktoren können das

Immunsystem beeinträchtigen

– etwa zu geringe Energie- und

Nährstoffaufnahme, fehlende Regenerationsmaßnahmen,

Schlafmangel,

Stress oder Umweltbedingungen.

Auch Sportausübung hat sowohl akute

als auch chronische Effekte auf unser

Immunsystem. Während sich moderate

sportliche Belastung positiv

auswirkt, gilt andererseits: Je intensiver

das Training, desto größer wird der

physische Stress auf den Körper – was

wiederum eine Beeinträchtigung des

Immunsystems bedingen kann. Direkt

nach dem Sport kommt es zum Phänomen

des „open window“, einer Zeitspanne,

in der die Infektanfälligkeit erhöht

ist. Daher sollten Kohlenhydrate

und Eiweiß rasch nach dem Sport konsumiert

werden, um der Schwächung

der Immunabwehr entgegenzuwirken.

Im Winter kommen noch einige

spezielle Belastungen aufs Immunsys-

tem zu: Die zunehmende Kälte, vermehrter

Kontakt mit Krankheitserregern

und die durch trockene Luft

geschwächten Abwehrbarrieren der

Schleimhäute. Auch ein möglicher

Vitamin-D-Mangel, bedingt durch die

fehlende Sonneneinstrahlung (UV-

Licht) auf unsere Haut, kann einen

Einfluss haben.

ENERGIE UND NÄHRSTOFFBEDARF

Schauen wir uns den Zusammenhang

genauer an: Sportliche Betätigung bei

kalten Temperaturen führt grundsätzlich

zu einem höheren Energieverbrauch,

verglichen mit moderaten

Temperaturen. Dabei steigt der Anteil

der Kohlenhydrate an der Energiebereitstellung

während der Belastung.

Um einer Schwächung des Immunsystems

durch intensive sportliche Belastung

entgegenzuwirken, ist es daher

wichtig, seinen Energiebedarf zu decken

– und ausreichend Kohlenhydra-

te zu konsumieren. „Ausreichend“

heißt: zwischen 50 und 60 Prozent der

Tagesenergiezufuhr sollten aus Kohlenhydratquellen

stammen. Stehen

intensive Belastungen auf der Tagesordnung,

sollten sowohl vor, während

(30–60 g/Stunde; z. B. durch ein kohlenhydratreiches

Sportgetränk) und

direkt nach dem Sport Kohlenhydrate

zugeführt werden. Und zwar innerhalb

von 30 Minuten danach, und in

Kombination mit Eiweiß. So wirkt

man der erhöhten Infektanfälligkeit

nach intensiver Belastung entgegen.

Der Fokus sollte dabei auf komplexen

Kohlenhydraten – z. B. Vollkornprodukte,

Gemüse, Getreide –

und qualitativ hochwertigem Eiweiß

liegen. Pflanzliches und tierisches Eiweiß

zu kombinieren ist ideal. Um den

erhöhten Energiebedarf zu decken,

können kleine Snacks zwischen den

Mahlzeiten von Vorteil sein, vor allem

bei intensivem, langem Training.

TEXT: Anja Horina 26

SPORTaktiv


FOTOS: iStock, ÖGSE

Die ÖGSE-Expertin

DR. ANJA HORINA, MSC, ist Diätologin

mit Spezialbereich Sporternährung. Sie

absolvierte das Masterstudium „Sport

and Exercise Nutrition“ an der University

of Loughborough (UK), das Doktoratsstudium

an der Medizinischen Universität

Graz.

Das ist die „ÖGSE“

DIE „ÖSTERR. GESELLSCHAFT FÜR SPORT-

ERNÄHRUNG“ hat es sich zum Ziel gesetzt,

wissenschaftliche Erkenntnisse

aus der Forschung weiterzugeben.

Zielgruppen sind Ernährungs- und

Sport experten genauso wie Leistungsund

Hob bysportler. Der Wissenstransfer

erfolgt über diverse Aus- und Weiterbildungen,

aber auch über Medien wie

SPORTaktiv.

JEDE/R INTERESSIERTE kann Mitglied der

ÖGSE werden und genießt diverse Vorteile

wie Zugang zum Exklusivbereich

der Homepage (mit Fachinhalten und

Publikationen zum Download) oder Ermäßigungen

bei Veranstaltungen.

KONTAKT: oegse.at

Für einige Athleten bedeutet der

Winter aber oft auch eine Phase der

Trainingsreduktion mit geringeren

bzw. anderen sportlichen Anforderungen.

Wenn man die Ernährung an diese

neue Situation nicht anpasst, kann

es leicht passieren, ungewollt Gewicht

zuzulegen. Um der Gewichtszunahme

im Winter vorzubeugen, ist es ratsam,

sich auf sättigende Lebensmittel zu

konzentrieren, wie z. B. Suppen oder

Eintöpfe.

VITAMINPÄPARATE NOTWENDIG?

Ein Mangel an speziellen Mikronährstoffen

(Vitamine, Mineralstoffe und

Spurenelemente) resultiert allgemein

in einer Verschlechterung der Immunabwehr.

Daher ist eine adäquate Zufuhr

von Mikronährstoffen, die für die

Immunzellfunktion essenziell sind (z.

B. Eisen, Zink, Vitamin C, A, E, D, B6

und B12), notwendig. Besonders kritische

Nährstoffe bei Sportlern sind

Zink und Eisen, sowie Vitamin D in

den Wintermonaten. Der erhöhte Bedarf

an Mikronährstoffen kann aber

durch eine ausgewogene, abwechslungsreiche

Ernährung und adäquate

Energiezufuhr gut gedeckt werden –

sogar bei Leistungssportlern.

Eine zu geringe Mikronährstoffaufnahme

kommt hauptsächlich bei

Personen mit eingeschränkter Energieaufnahme

(z. B. bei einer Diät) vor,

oder wenn eine eingeschränkte Lebensmittelauswahl

(z. B. auf Reisen)

zur Verfügung steht. Hier ist dann eine

Ergänzung mit einem komplexen

Multivitamin-/Multimineralstoff-Supplement

eventuell zu überlegen. Bei einer

Supplementierung sollten Kombinationsprodukte

bevorzugt werden,

da bei Einzelpräparaten eine Überdosierung

möglich ist. Dies kann sogar

das Gegenteil bewirken und eine erhöhte

Infektanfälligkeit verursachen.

Am erfolgreichsten in der Unterstützung

des Immunsystem hat sich

bis jetzt die Einnahme von Probiotika,

pflanzlichen Polyphenolen (speziell

Quercitin) sowie Vitamin D3 (bei einem

diagnostizierten Mangel) erwiesen.

Bei Personen mit andauerndem,

sehr intensivem Training kann eine

Supplementierung mit Vitamin C einen

Vorteil bringen. Eine Zufuhr von

anderen Antioxidantien in hoher Dosis

wird allerdings nicht empfohlen. Es

wird sogar vermutet, dass hohe Dosen

das körpereigene antioxidative Abwehrsystem

unterdrücken und Trainingseffekte

verschlechtern.

HOHER FLÜSSIGKEITSBEDARF

Dehydratation ist eine der meist beobachteten

Komplikationen bei Wintersportlern,

vor allem in größeren Höhen.

Kalte und trockene Luft steigern

den Verlust an Flüssigkeit durch die

Atmung. Außerdem zeigt sich ein geringeres

Durstempfinden in kalter

Umgebung und größerer Höhe. Achtung:

Durst empfinden ist hier kein

verlässlicher Indikator mehr! Auch der

Schweißverlust wird nicht so gut bemerkt

wie bei warmen Temperaturen.

Daher ist es wichtig, trotz Kälte

auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

zu achten. Faustregel: Jedes Kilogramm

(= jeden Liter), das man durch

Schwitzen verliert, mit der 1,5-fachen

Flüssigkeitsmenge zu ersetzen.

Ausbleibende

Trainingsfortschritte?

Oft die Ursache: Giftstoffe aus

Nahrung und Umwelt gelangen

durch einen undichten Darm

(Leaky-Gut) immer öfter in den

Organismus und mindern Ihre

Leistung!

4 Natürliche Reduktion eines

Leaky-Gut-Syndroms

4 Linderung von Magen-

Darm-Beschwerden

4 Unterstützung der Regenerations-

und Leistungsfähigkeit

4 Verminderung von

Trainingsabbrüchen

4 Positiver Einfluss auf

das Immunsystem

4 Entzündungshemmende

Tendenz

Erhältlich in Ihrer Apotheke sowie in gut

sortiertem Reform- und Sportfachhandel.

Medizinprodukt: Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung

genau.

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

27

www.panaceo.com


FIT

Oft gefragt: Warm oder kalt trinken?

Das ist den Vorlieben des Sportlers

überlassen. Ein warmes isotonisches

Sportgetränk oder Tee

angereichert mit Kohlenhydraten (30-

60 g/l) und Elektrolyten, wird meist als

angenehm empfunden. Kohlenhydrate

im Getränk liefern auch die während

der Belastung und in der Regenerationsphase

benötigte Energie.

DIE TOP-WINTERLEBENSMITTEL

Bei der Lebensmittelauswahl gilt: „Je

bunter, desto besser“. Obst und Gemüse

mit kräftigen Farben enthalten viele

Nährstoffe (u. a. Antioxidantien), die

das Immunsystem unterstützen. Saisonale,

frische Lebensmittel aus der lokalen

Umgebung sind vorzuziehen, z. B.

Kraut, Grünkohl, Erbsen, Blumenkohl,

Brokkoli und rote Rüben.

Mein

hohes C

mit Sonnen-

Vitamin D.

Nehmen Sie Ihre Gesundheit

selbst in die Hand – mit einem

Glas (0,25 l) hohes C plus

Sonnen-Vitamin D! Und schon

decken Sie Ihren Tages bedarf

an Vitamin C und rd. 40 %

des täglichen Bedarfs an Vitamin

D. Trinken Sie hohes C

als ideale Er gän zung zu einer

ausgewogenen Ernährung

und gesunden Lebensweise –

denn Vitamin D unterstützt

Ihr Immunsystem und sorgt

für Wohlbefinden.

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plus

Vitamin D

✓ Wohlbefinden

✓ Leistungsfähigkeit

BEISPIELE FÜR LEBENSMITTEL,

DIE DAS IMMUNSYSTEM

UNTERSTÜTZEN:

SAISONALE LEBENSMITTEL, die reich

an Antioxidantien sind:

Vitamin C: Zitrusfrüchte, Grünkohl,

Kraut, Kohlsprossen, Apfel,

Kartoffel, Kiwi;

Vitamin A: Karotten, Kürbis,

Grünkohl, Süßkartoffel;

Vitamin E: pflanzliche Öle, Nüsse,

Sojabohnen, grünes Blattgemüse;

PROBIOTISCHE LEBENSMITTEL:

Joghurt, Topfen, Kefir, Buttermilch;

EISENREICHE LEBENSMITTEL: rotes

Fleisch, Innereien, Hülsenfrüchte,

Vollkorngetreide-Produkte;

LEBENSMITTEL REICH AN ZINK:

Weizenkleie, Haferflocken,

Rindfleisch, Käse, Linsen;

LEBENSMITTEL REICH AN OMEGA-3 FETT-

SÄUREN: Lachs, Sardellen, Makrele,

Leinsamen;

LEBENSMITTEL REICH AN SEKUNDÄREN

PFLANZENSTOFFEN: Knoblauch, Zwiebel,

Ingwer.

Als Fazit lässt sich also festhalten,

dass die Deckung des Energiebedarfs

zur Unterstützung des Immunsystems

in der kalten Jahreszeit besonders

wichtig ist. Bei einer abwechslungs-

und nährstoffreichen Kost ist

dadurch auch die notwendige Aufnahme

von Mikronährstoffen gewährleistet.

Zusätzlich ist eine adäquate

Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Flüssigkeitszufuhr

wichtig, um die Abwehrkraft

gegen Krankheitserreger aufrechtzuerhalten.

28

SPORTaktiv


AUFSTEIGER

ODER

TEST

APP-STURZ

WAS KANN ...

GOALIFY?

TÄGLICH ERSCHEINEN SPORT-APPS für

unsere Smartphones. Fitnessprogramme

verschmelzen mit Websites und Social

Media. Aber wer braucht’s und was

taugen diese Tools? SPORTaktiv-Tester

WOLFGANG KÜHNELT bringt mit unverblümten

Tests Licht ins Dunkel. Diesmal:

eine ideale APP für Neujahrsvorsätze

aller Art.

FOTO: Wolfgang Kühnlelt

Sehr brav waren wir heute wieder.

Sagt das Handy. Unser

Smartphone kann nicht nur

Trainingseinheiten aufzeichnen, es

kann auch zum guten (oder schlechten!)

Gewissen werden. Das vierköpfige

Grazer Entwicklerteam von Goalify

(www.goalifyapp.com) hat seine

APP so ausgerichtet, dass die User

Ziele definieren, Fortschritte dokumentieren

und auf Wunsch mit anderen

teilen.

Diese Ziele gibt es in mehreren

Kategorien: Bei „Flex“ gibt man sich

Vorgaben, die man Schritt für Schritt

erreichen kann. So könnte man etwa

einstellen, dass man jede Woche mindestens

50 Kilometer laufen will. Eine

„Aufgabe“ ist ein wiederkehrendes

Ziel, also zum Beispiel jeden Tag zwei

Stunden schwimmen oder 20 E-Mails

beantworten. Beim „Vermeiden“ geht

es logischerweise darum, Dinge nicht

mehr zu tun. Und bei „Limit“ setzt

man seinen Lastern Grenzen.

Die APP belohnt oder tadelt einen

mit auf Dauer etwas nervigen „push

notifications“ und sie bietet auch einen

Rückblick auf Erfolge und Misserfolge.

Mit Prozentwerten und klarer

Farbgebung punktet Goalify hier gegenüber

vergleichbaren Anbietern.

Ein Kalender gibt dazu den Überblick

über all das Geleistete.

Die eigenen Ziele kann man in

Gruppen mit bis zu 20 Mitgliedern teilen,

was sicherlich die Motivation

(und den Druck!) erhöht. Solche

Gleichgesinnte gewinnt man am

leichtesten, wenn man seine Freunde

per Facebook einlädt. Ganz ausgereift

scheint das Konzept in diesem Punkt

noch nicht zu sein, denn es müsste mit

den vorhandenen Daten leicht möglich

sein, unabhängig von bestehenden

Kontakten an einem Ort andere

„Goalifyer“ mit ähnlichen Interessen

zu finden. Immerhin: Goalify wird

laufend weiter entwickelt. So gibt es

mittlerweile „Challenges“, die man

mit Freunden teilen kann. Und das

Handling der Gruppenfunktion wurde

auch schrittweise verbessert.

DER BELOHNUNGSEFFEKT

Apropos Freunde und Facebook: Auf

der Goalify-Fanpage sehe ich, dass ein

halbes Dutzend meiner „Friends“

auch Fans der APP sind. Also frage ich

nach ersten Erfahrungen. Tom hat

Goalify nicht nur wie die anderen heruntergeladen

– er benutzt es auch

wirklich regelmäßig. Er meint: „Der

Belohnungseffekt, etwas täglich abzuhaken

und dafür Lob von den Mitkämpfern

zu bekommen, ist groß.

Und da die APP gratis ist, kann jeder

testen, ob es was für ihn oder sie ist.“

BEWERTUNG

(5 Sterne Maximum)

DESIGN:

BENUTZERFREUNDLICHKEIT:

NEUHEIT:

NETZWERK: ( )

PREIS:

Gratis stimmt zumindest für die

Basis-Version. Wer mehr als drei Ziele

und mehrere Gruppen anlegen will,

wird sich die Unlimited-Version zulegen.

Die kostet für drei Monate 3,90

Euro, für ein Jahr 9,90 Euro.

Seit dem Sommer sind die Goalify-Entwickler

auch beim Versuch,

mit Coaches aus dem Sport- und Management-Bereich

zu kooperieren, einen

Schritt weitergekommen. Die

„Coaching Edition“ wendet sich an

Trainer, die ihren Schützlingen mit

der APP ein gezieltes Programm verpassen

können. Ein Coaching wie

zum Beispiel: „So läufst du einen Marathon

unter 4 Stunden“, ist mit Goalify

durchaus aufgelegt.

Letztlich ist es allerdings nach

wie vor Geschmackssache, ob man

seine Ziele mit dem Handy verwaltet

und mit anderen teilt – oder ob man

das auch allein mit einer selbst erstellten

Checkliste schafft.

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17


FIT

NOCH BESSER

ALS PERFEKT

DIE LASERGESTÜTZTE KORREKTUR von Sehschwächen hat im vergangenen

Jahrzehnt erstaunliche Fortschritte gemacht, und gerade aktive Sportler

verschaffen sich auf diese Weise immer öfter einen visuellen Vorteil.

Wie das funktioniert? SPORTaktiv hat Prim. Dr. Ali Abri zum Lokalaugenschein

im Grazer Augenlaser-Zentrum getroffen.

30

SPORTaktiv


FOTOS: istock, Augenlaser-Zentrum

Der Laser-Spezialist

PRIM. DR. ALI ABRI leitet die Augenabteilung

im Klinikum Wels-Grieskirchen

(OÖ). Zudem betreibt der begeisterte

Hobbygolfer mit seinem Bruder

Dr. Samad Abri das Grazer Augenlaser-

Zentrum am Europaplatz 12.

INFO/KONTAKT:

E-Mail: office@augenlaser-graz.at

Tel.: Graz: 0 316/39 94 99

Wels: 0664/16 44 223

Eferding: 0727/27 07 07-0

WEB: augenlaser-graz.at

Sportler mit Sehproblemen kennen

das: Juckende, irritierte

Augen bei Kontaktlinsen oder

beschlagene Brillen, die im

schlimmsten Fall nicht einmal über

den notwendigen Halt verfügen, wirken

sich beim Sport sofort ungünstig

auf die Performance aus. Und auch

Menschen, die gar keinen Wert auf

Spitzenleistungen legen, können Probleme

mit der jeweiligen Sehhilfe das

sportliche Vergnügen ganz schnell

vermiesen.

Ob man sich nun für (Tages-)Linsen,

eine normale oder eine optisch

angepasste Sportbrille entscheidet, ist

Geschmackssache. Wobei alle Sehhilfen

unterschiedliche Vor- und Nachteile

mit sich bringen. „Aus rein medizinischer

Sicht ist eine Brille den

Kontaktlinsen in jedem Fall vorzuziehen,

da sich durch Linsen die Infektionsgefahr

der Hornhaut deutlich erhöht

und es auf lange Sicht zu einer

irreversiblen, sprich unumkehrbaren

Trocknung der Augen kommt“, weiß

Dr. Ali Abri, Chefarzt der Abteilung

für Augenheilkunde und Optometrie

des Klinikums Wels-Grieskirchen.

„Dass optische Brillen beim Sport

aber oftmals stören, ist wiederum die

andere Seite der Medaille, das hat in

der Regel nichts mit Eitelkeit zu tun.“

Rund zehn Jahre ist es her, dass

sich der Mediziner mit persischen

Wurzeln der „lasergestützten Augenkorrektur“

verschrieben hat. „Anfangs

war ich ehrlich gesagt kein großer

Fan solcher Verfahren, denn in

meiner Zeit als Primar in Leoben und

Bruck an der Mur habe ich viele Fälle

korrigiert, bei denen noch nach der alten

Methode behandelt wurde“, erzählt

Abri. „Aber als sich die Technik

rasant weiterentwickelte, sodass bessere

Erfolge bei gleichzeitig höchster

Sicherheit möglich wurden, war ich

schließlich überzeugt und führe derartige

Operationen nun seit 10 Jahren

mit Überzeugung durch.“

Dass derartige Verfahren von Teilen

seines Berufsstandes als „bloße

Lifestyle-Chirurgie“ abgetan werden,

lässt der Mediziner wiederum nicht

gelten: „Natürlich ist eine Augenkorrektur

nicht lebensnotwendig. Allerdings

bringt sie im Grunde für alle

Menschen mit Sehfehler einen massiven

Zuwachs an Komfort und Lebensqualität.

Und das gilt in ganz besonderem

Maß für sportlich aktive

Menschen!“

MEHR ALS 100 PROZENT

Zu den Patienten von Dr. Abri – der inzwischen

für seine Eingriffe mit dem

„Wavelight EX 500“ den schnellsten

und genauesten von der FDA zugelassenen

Laser auf dem Markt verwendet

– zählen daher auch immer mehr Profisportler.

„Der visuelle Vorteil gerade

im Sport ist unumstritten. Egal, ob

Die Augenkorrektur:

So läuft’s beim Profi ab

VOR JEDER BEHANDLUNG erfolgt ein unverbindliches

Erstgespräch, bei dem die

Wünsche und Vorstellungen des Patienten

sowie die weitere Vorgangsweise

abgeklärt werden.

BEI DER VORUNTERSUCHUNG wird die

individuelle Beschaffenheit des Auges

(Hornhauttopographie) lasergesteuert

bestimmt. Daraus ergibt sich die passende

Therapiemethode. Um ein aussagekräftiges

Ergebnis zu erhalten,

herrscht (wie auch vor dem eigentlichen

Eingriff) drei Wochen vor der Untersuchung

striktes Kontaktlinsenverbot.

DER EINGRIFF findet unter lokaler Betäubung

statt und ist somit völlig schmerzfrei.

Initial wird ein Lappen mit Femtosekunden-Laser

kreiert und auf die

Seite geschoben. Danach modelliert

der sogenannte Excimer-Laser die Hornhaut

so, dass der Patient in der Regel

bereits am ersten Tag über 100 Prozent

Sehkraft verfügt. Eine Woche lang heißt

es: kein Reiben, keine Sauna, keine Seife

(ins Auge). In Folge kann die Sehkraft

auf bis zu 150 Prozent ansteigen.

Ballsportler, Mountainbiker oder Skifahrer

– sie alle profitieren enorm von

dieser Art der Sehfehlerkorrektur. Bei

rund einem Drittel meiner Behandlungen

werden Ergebnisse von 150

Prozent der ‚normalen‘ Sehkraft erzielt,

beim Rest liegt das Ergebnis in

der Regel bei über 100 Prozent“, sagt

Dr. Abri. Mit der sogenannten Femto-

Lasik-Methode behandelt der Laser-

Spezialist Kurzsichtigkeit mit bis zu 8

Dioptrien, Weitsichtigkeit bis zu 5 Dioptrien

und Hornhautverkrümmungen

bis 5 Dioptrien. Und sollte die Lasermethode

nicht in Frage kommen,

besteht die Möglichkeit, eine spezielle

Kontaktlinse (ICL) ins Auge einzupflanzen.

„Zur Klarstellung: All das

geschieht unter lokaler Narkose und

ist somit mit keinerlei Schmerzen verbunden.“

INDIVIDUELL ANGEPASST

Welche Art der Behandlung für Sportler

am meisten Sinn macht, hängt einerseits

von deren physischen Voraussetzungen

und andererseits von den

jeweiligen Bedürfnissen ab. Angesichts

der unterschiedlichen, höchst

komplexen Möglichkeiten rät Fachmann

Dr. Abri jedenfalls zur Besonnenheit:

„Sämtliche Fragen werden in

einem unverbindlichen Gespräch

oder bei der Voruntersuchung geklärt,

so dass jeder die für ihn passende

Behandlung bekommt.“

Was das im konkreten Fall bedeuten

kann, erläutert der Mediziner am

folgenden Beispiel: „Bei vielen Menschen

tritt mit der Zeit neben der bestehenden

Kurzsichtigkeit altersbedingte

Weitsichtigkeit auf. In diesem

Fall gibt es die Möglichkeit, ein Auge

für größere Distanzen und das andere

für die Nähe zu optimieren. So ein

Eingriff ist für die meisten Patienten

im besten Sinne lebensverändernd.“

Die Begeisterung jener, die sich

bereits getraut haben, ist wohl einer

der Hauptgründe, warum sich immer

mehr Menschen für eine Augenkorrektur

per Laser entscheiden. Dass

mit dem Eingriff Kosten für Brillen,

Kontaktlinsen und deren Pflege wegfallen,

ist ein weiterer Bonus, für viele

aber zweitrangig: Die komplette Unabhängigkeit

von lästigen Sehhilfen

ist gerade für Outdoor-Freaks ein absoluter

Gamechanger.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

31


GESCHENKTIPPS

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FITNESS

JA, DER HILFT WIRKLICH!

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Verspannungen und Erschöpfungszuständen, ob als wohltuende

Erfrischung oder zur Unterstützung der Körper hygiene. Und bei

Müdigkeit spendiert dir der Holzhacker Franzbranntwein einen

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werden empfindliche Füße

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halten die Füße warm und

schützen die Haut.

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Kamerafahrten so realistisch,

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Marburg in Slowenien, gleich am Waldrand

von Pohorje, im Hotel Habakuk.

Dort entspannst du im Wellness & Spa

und genießt den Ausblick auf das Pohorje-Gebirge.

Oder noch besser: Duvergnügst

dich gleich selbst auf den

perfekten Pisten – der „Pachern“ ist

nicht umsonst fixe Station im Damen-

Weltcup. Der beste Tipp für den Abend?

Da kannst du dann im nahen „Casino

Mond“ dein Glück im Spiel unter Beweis

stellen.

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Pohorska Ulica 59,

2000 Maribor

Tel.: 00386 2/30 08 100

WEB: www.hotel-habakuk.si

FOTOS: Hotel Habakuk

32

SPORTaktiv


FOTOS: Hotel Bellevue, Aljaž Sedovšek FOTOS: Hersteller

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Skigebiet Pohorje bei Maribor

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Kokoswasser für puren Trinkgenuss oder auch für erfrischende Sportdrinks und

Smoothies. Aus Kokosmilch lassen sich feine Suppen und Saucen zaubern, und

aus Kokosmehl ballaststoffreiche und glutenfreie Mahlzeiten herstellen. Wer sich

vegetarisch, vegan oder einfach bewusst ernährt, wird hier fündig.

Erkunde die Pisten des bekannten Skigebiets

Pachern (Mariborsko Pohorje),

wo seit vielen Jahren der Skiweltcup

der Damen stattfindet. 43 km lange Abfahrten

sorgen für feinstes Powder-Vergnügen,

aber auch Langläufer kommen

bei 27 km an perfekt gespurten Loipen

nicht zu kurz. Den Abend kannst du

ganz persönlich gestalten: Sportlich auf

der „Nacht-Skipiste“ am Pohorje, beim

Bummeln durch die prächtige Stadt

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Marburg, oder du den Tag im Wellnesszentrum

Bolfenk ausklingen. Wie auch

immer: Im Hotel Bellevue kannst du

Aktivsport und Entspannung im Urlaub

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HOTEL BELLEVUE ****

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Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

33


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FOTOS: Kärnten Läuft, Ökoregion Kaindorf, Kärnten Läuft, Tour de Kärnten, istock

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Drei Tage, drei Läufe – ein Sieger. Zum ersten Mal sucht

man in Kärnten im Jahr 2017 den Champion unter den

Läufern! Bei der „Tour de Kärnten - Run“ warten von 16.

bis 18. Juni drei verschiedene Läufe. Zuerst ein

Nacht-Halbmarathon am Ossiacher See mit Start um 19

Uhr. Ein Highlight für die Teilnehmer ist der Rücktransport

per Schiff über den Ossiacher See. Am zweiten Tag steht

ein Trail-Run über 12 Kilometer von der Grünen Lacke bis

zum Jungfernsprung auf dem Programm. Insgesamt ca.

800 Höhenmeter und eine maximale Steigung von 20

Prozent auf dem ersten Anstieg fordern die Läufer. Und

zum Abschluss gibt es am Sonntag einen Berglauf, der

Trittsicherheit und Mut erfordert. Erst geht es auf einem

engen Pfad über große Felsen steil bergauf, dann warten

Waldboden und wunderschöne Natur. Am Ende werden

in den einzelnen Klassen die Gesamtsieger aus dem Lauftrio

ermittelt. Top: € 2.000,– Preisgeld werden insgesamt

ausgeschüttet. Alle Infos: run.tourdekaernten.at

EINE TOUR, DREI LÄUFE

Ob Läufer, Biker, Triathleten – gerade sportliche Typen sehnen sich

zum Jahreswechsel nach Sonne und Wärme. Denn da macht doch

auch das Training gleich viel mehr Spaß. Radfahren und Laufen

an der sonnigen Costa de la Luz in Andalusien bietet das

Triathlon- Trainingscamp von trialize. Die schöne und nur

leicht kupierte Landschaft rund um den Camp-Ort Novo

Sancti Petri ist perfekt für die ersten Radkilometer. Jeder bekommt

einen individuellen Trainingsplan für die zwei- oder

dreiwöchigen Camps, angeleitetes Training und jeden Tag

eine Analyse seiner Leistung, samt Videostudium. Wer es eilig

hat, fliegt schon am 26. Dezember nach Andalusien, weitere

Termine sind der 30. Dezember sowie der 2. Jänner.

INFOS: grandtours.at

TRAINING / WETTKAMPF / PRODUKTE

Sonniges Training

RUN

Die Kälte gilt nicht als Ausrede – Laufen tut auch im Winter

gut. Bloß ein paar Basics sind dabei einzuhalten:

1. RICHTIG ANZIEHEN. Setzt auf das „Zwiebelprinzip“. Also

mehrere Schichten, die man im Bedarfsfall ausziehen kann.

Vor allem Füße, Hände und Kopf sollten warm eingepackt

sein. Die Faustregel: Richtig gekleidet seid ihr, wenn ihr zu

Beginn der Runde etwas fröstelt.

2. AUF DIE ATMUNG ACHTEN. So viel wie möglich durch die

Nase atmen. Dadurch wird die Luft besser erwärmt und der

Reiz auf Bronchien, Lungen und Schleimhäute ist geringer.

Wer so zu Seitenstechen neigt: Intensität drosseln.

3. TRINKEN, TRINKEN, TRINKEN. Auch, wenn ihr jetzt weniger

Durst habt: Der Körper braucht gerade beim Laufen in der

Kälte viel Energie – und damit auch viel Flüssigkeit,

4. GUT AUFWÄRMEN. Die Muskulatur ist bei Kälte besonders

empfindlich. Daher vor dem Loslaufen 5 bis 10 Minuten aufwärmen.

Kein Dehnen, sondern den Körper mobilisieren!

5. DANACH SCHNELL INS WARME. Der Körper kühlt blitzschnell

ab, sobald er nicht mehr in Bewegung ist. Etwaige

Dehnungsübungen sollten bereits indoor stattfinden.

LAUFEN IN DER KÄLTE

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

35


RUN

Immer

schön

langsam!

Besser könnte der Zeitpunkt nicht sein, um euch wieder einmal mit den

Grundlagen für das Grundlagen-Ausdauertraining vertraut zu machen.

Schließlich legt ihr jetzt, über den Winter, den Grundstein für eine gute Form

im Frühling. Man könnte es fast poetisch sagen: Nur wer in der dunklen

Jahreszeit sein Grundlagentraining forciert, wird in der Saison 2017

sportlich im hellen Licht stehen.

FOTO: istock

36

SPORTaktiv


TEXT: Herwig Reupichler

Laut Definition ist Grundlagen -

ausdauer „die Ausdauerfähig keit

bei lang andauernden Belastungen

in aerober Stoffwechsellage“.

„Ausdauer“ definiert sich als die Fähigkeit,

einer sportlichen Belastung physisch

und psychisch möglichst lange

widerstehen zu können. Das heißt, eine

bestimmte Geschwindigkeit zu laufen

oder am Rad Watt über einen möglichst

langen Zeitraum realisieren zu können,

und sich dann nach sportlichen Belastungen

möglichst rasch erholen zu

können.

Oder als Formel dargestellt: Ausdauer

= Ermüdungswiderstandsfähigkeit

+ schnelle Erholungsfähigkeit.

„Eine gute Kondition haben“ sagen

viele dazu im sportlichen Volksmund

– und verwechseln dabei leider

„gute Kondition“ mit „guter Ausdauer“.

Zur Klarstellung: Die konditionellen

Fähigkeiten rekrutieren sich aus

vier Komponenten – aus Kraft, Schnelligkeit,

Ausdauer und Beweglichkeit.

Wobei für Läufer, Radfahrer, Triathleten,

Langläufer, Schwimmer etc. natürlich

die „Ausdauer“ die entscheidende

konditionelle Komponente darstellt.

Was aber nichts daran ändert, dass

ausgerechnet Defizite in den anderen

konditionellen Fähigkeitsbereichen

sehr oft für ernsthafte Probleme und

Schwachstellen bei leistungsorientierten

Ausdauersportlern sorgen.

„STOFFWECHSEL“

IST KEIN LEIBERLTAUSCH

Beim Grundlagentraining sprechen

wir vorwiegend von aeroben Stoffwechselsituationen.

Das bedeutet: Im

Wesentlichen steht der arbeitenden

Muskulatur bei einem aeroben Ausdauertraining

genügend Sauerstoff zur

Verfügung. Im Muskel wird nur wenig

Laktat (Salz der Milchsäure) gebildet

und kann leicht abtransportiert werden.

Man läuft dabei locker bei einer Belastung

von 65 bis 75 Prozent der maximalen

Herzfrequenz (Hfmax), kann bei

dieser aeroben Belastung locker plaudern

und züchtet sich ganz gemütlich

die für Ausdauersportler so wichtigen

Mitochondrien.

Mitochondrien sind die sogenannten

„Kraftwerke der Zellen“, die mittels

Adenosintriphosphat (ATP) für die

Energiebereitstellung für unsere Muskelleistung

verantwortlich zeichnen.

Bleiben wir gleich beim Basiswissen

aus der Trainingslehre: Das Gegenstück

zum „lockeren“ aeroben Training

sind anaerobe Trainingsformen

wie beispielsweise intensive Intervalle

jenseits der 90 Prozent der individuellen

maximalen Herzfrequenz, also über

der anaeroben Schwelle, hoch laktazid.

Hier geht der Sportler durch extreme

Belastung eine Sauerstoffschuld

ein. Das heißt, der Muskel frisst mehr

Sauerstoff, als er über die Atmung und

das Herz-Kreislauf-System zuführen

kann. Ein Abbruch der Leistung durch

Erschöpfung ist die daraus resultierende

Folge. Man wird „blau“, „geht ein“,

„wird sauer“ – es schmerzt in den Beinen,

brennt in der Lunge, im Magen

herrscht oft ein flaues Gefühl.

Diese anaeroben Trainingsformen

werden im Herbst/Winter nur sparsam

(maximal einmal pro Woche) eingesetzt.

Je näher dann die Wettkampfsaison

rückt, desto öfter setzt man solch

harte, anaerobe Trainingsreize.

LANGSAM IM TRAINING –

SCHNELL IM WETTKAMPF!

Also nochmals: Grundlagentraining ist

aerobes Training! Dauerläufe, gemütliche

Wanderungen, extensive Intervalle

und Fahrtenspiele, Longjoggs etc. stellen

klassische Trainingsmethoden dafür

dar.

Als Faustregel gilt: Nur wer langsam

trainiert, wird schnell im Wettkampf

sein! Ausdauerbelastungen

sollen mit maximal 70 Prozent der Hfmax,

also unter der aeroben Schwelle,

durchgeführt werden. Bei diesem sogenannten

„Fettstoffwechseltraining“,

der Basis im Grundlagentraining, lernt

der Körper, seine Energie vorwiegend

aus den in rauen Mengen vorhandenen

Fettreserven unseres Körpers zu gewinnen.

Viel leichter ist es ja für den Körper,

Energie aus den nur beschränkt

vorhandenen Kohlenhydratspeichern

zu schöpfen. Ziel eines Ausdauersportlers

ist es aber, die Fettverbrennung zu

optimieren, um die Grundlagenausdauerleistungsfähigkeit

an der wichtigen

aeroben Schwelle zu verbessern.

Es gilt: Ist die Leistung an der aeroben

Schwelle hoch, steigert man auch

die Pace an der anaeroben Schwelle

(ANS)! Was nichts anderes bedeutet, als

dass dein läuferischer Erfolg – egal, ob

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

37


RUN

über 5 km oder im Marathon – im direkten

Zusammenhang mit einer gut

ausgebildeten Grundlage steht.

VERSUCH’S MIT CROSSTRAINING

Um als Läufer nicht ins „Übertraining“

zu schlittern bzw. um sich nicht zu verletzen,

wird gern alternatives Training

am Sportartentablett serviert. Zusätzlich

zu Longjoggs und extensiven Dauerläufen

ist es also sinnvoll, „fremdzugehen“.

In unspezifischen Sportarten

wie Mountainbiken, Spinning,

Langlaufen, Rudern, Skitourengehen,

Schwimmen etc. kann man das Herz-

Kreislauf-System auf Touren bringen.

ERST SCHWIMMEN, DANN LAUFEN

Triathleten sollten die stille Zeit im

Jahr auch für Grundlagentraining nutzen.

Allerdings nicht nur fürs Stoffwechsel-Grundlagentraining

– mit einem

„Schwimmblock“ von bis zu zehn

Wochen wird auch an der technischen

Grundlage in der Disziplin Schwimmen

gearbeitet. Drei- bis fünfmal die

Woche sollte das Hallenbad schon aufgesucht

werden, um nachhaltige positive

Effekte zu erzielen. Wichtig: Mindestens

einmal pro Woche sollte ein

geschulter Trainer auf die Technik

Der Experte

MAG. HERWIG REUPICHLER ist Sportwissenschafter,

Lauf- und Triathlontrainer

für Hobby- und Leistungssport und

aktiver Triathlet.

KONTAKT: herwig.reupichler@

sportunion-steiermark.at

WEB: tristyria.at, spowimed.at

achten und korrigierend eingreifen.

Erst im Jänner, Anfang Februar kann

man das Training im oft unbeliebten

Nass reduzieren. Ein Laufschwerpunkt

wäre in der Faschingszeit angebracht,

um dann, wenn die Tage länger werden,

Grundlagenkilometer am Rad zu

schrubben.

BIKER GEHEN FREMD

Wer seinen Ausdauersport hauptsächlich

auf dem Rad auslebt, dem ist in

den Wintermonaten „Fremdgehen“

anzuraten. Wer will schon fürs „artge-

rechte“ Ausdauertraining stundenlange

Einheiten am Ergometer abschwitzen?

Die Ausdauergrundlage

könnt ihr euch problemlos bei Bewegung

aller Art holen: Langlaufen, Skibergsteigen,

Schwimmen, Laufen,

zwischendurch Spinning in der Gruppe,

alles im aeroben Bereich gehalten

– das bringt nicht nur die gewünschten

Trainingsreize mit sich, sondern

sorgt auch für Spaß und neue Motivation.

Ein Kraftschwerpunkt bietet sich

ebenfalls an. Dabei sollen wirklich

hohe Lasten bewegt werden – Kraftausdauertraining

bringt hier wenig.

Dagegen lässt unspezifisches Maximalkrafttraining

an Langhanteln,

Beinpresse und Co. die Wattwerte

nach oben hin ausschlagen. Ein Tipp:

Baue nach dem Krafttraining sogenannte

Transferübungen ein! Beispiel:

Nach drei Sätzen tiefe Kniebeugen

zu zehn Wiederholungen ist es

ideal, wenn man sich für fünf Minuten

auf den Ergometer schwingt und

mit über 100 Umdrehungen pro Minute

pedaliert. Dabei lernt der Körper,

wozu er direkt zuvor die Kraftübung

gemacht hat. Zum schnelleren Radfahren

...

Von der Leistungsdiagnostik bis zu den richtigen Trainingsbereichen

DIE BESTIMMUNG DES IST-STANDES.

Um sicher zu gehen, dass man im richtigen

Intensitätsbereich trainiert, sollte

man bei einem Sportwissenschafter und/

oder Sportmediziner eine Leistungsdiagnostik

durchführen. Vor allem ist ein Belastungs-EKG

wichtig, um mögliche

Herzschäden oder andere Krankheiten

zu entdecken. Man kann es sich wie bei

seinem Auto vorstellen: Regelmäßig zum

„Pickerlmachen“ gehen beugt Troubles

vor! Und der Zeitpunkt für die Inspektion

passt jetzt genau.

DIE SPIROERGOMETRIE-METHODE

Zu Zeiten eines Hermann Maier war der

Parameter „Laktat“ das Um und Auf.

Heute weiß man längst, dass die Atemgaswerte

– Sauerstoffaufnahme und

Kohlendioxidabgabe – und deren Kurvenverlauf

in Bezug auf der realisierten

Leistung und der dazu parallel gemessenen

Herzfrequenz wesentlich wichtiger

und aussagekräftiger sind.

Das Verfahren nennt sich „Spiroergometrie“:

Jeder Atemzug wird über eine

Atemmaske, die man während der Leistungsdiagnostik

am Laufband oder am

Fahrradergometer trägt, gemessen.

Dadurch hat man während der Untersuchung

tausende Messpunkte anstatt nur

wenige, alle paar Minuten genommene

Laktatwerte. Sprich: Man kann über die

„Spiro“ wesentlich genauer die aerobe

und anaerobe Schwellen sowie die maximale

Sauerstoffaufnahme (VO2max)

messen. Demzufolge gelingt es heute

den Leistungsdiagnostikern, bessere,

genauere, für den Athleten individuell

bestimmte Trainingsherzfrequenzbereiche

zu berechnen.

DIE TRAININGSBEREICHE

Nach der ausgewerteten Leistungsergometrie

sollte der Läufer sechs Trainingsbereiche

mit nach Hause nehmen:

GLA: Grundlagenausdauertraining

(Fettstoffwechsel), ca. 65-73 %

der Hfmax

GA1: extensive Ausdauer, ca. 74-82 %

GA2: intensive Ausdauer (Marathonpace),

ca. 83-88 %

ST: Schwellentraining („Entwicklungsbereich“,

Halbmarathonpace),

ca. 89-92 %

AT: Anaerobes Training, über 93 %

REKOM: Regeneration und Kompensationstraining,

unter 65 %

DIE UMSETZUNG IM TRAINING

•Im „Grundlagenblock“, also im Winter-

training, sollten 90 Prozent der Gesamtzeit

des Trainingsaufwandes im GLAund

GA1-Bereich stattfinden.

•Mit GA2-Einheiten ist generell sparsam

umzugehen. Man nennt diesen Bereich

auch „Misch“- oder „Hobbybereich“.

Hier verbrennt man vorwiegend Kohlenhydrate,

man rennt nicht hart aber

auch nicht ganz locker. Nicht Fisch und

nicht Fleisch – der Trainingsfortschritt ist

nur von kurzfristiger Natur.

•Die Bereiche „ST“ und „AT“ sind im Winter

nur für Athleten geeignet, die mehr

als sechs Stunden Ausdauersport betreiben.

Auch ambitionierte Läufer sollten

nur einmal pro Woche eine anaerobe

Einheit einbauen, um keine sogenannte

Frühform zu provozieren. Erst im Frühling,

direkt vor dem Saisonbeginn, kann

man den hochintensiven Anteil des Trainings

nach oben schrauben.

Langfristig wird man im Ausdauersport

nur über sehr viel Grundlagentraining

und über zusätzlich gezielt eingesetzte,

sehr harte Trainingsreize besser. Der Anteil

des aeroben Grundlagentrainings

soll (in Stunden gemessen) auch in der

Wettkampfphase nicht unter 70 Prozent

des Trainingspensums fallen.

FOTO: privat

38

SPORTaktiv


DIE WACHAU FEIERT LAUFEND

EIN RUNDES JUBILÄUM

17-9-17. dieses Datum muss man sich schon jetzt rot im Kalender anstreichen!

Steigt doch an diesem Tag die 20. Auflage des Traditionslaufes in Niederösterreich.

FOTOS: Wachaumarathon

20 Prozent Rabatt für

20 Jahre Wachau

Am besten heuer noch anmelden!

• Früh anmelden, wenig zahlen:

Wer sich noch dieses Jahr für einen

Bewerb beim Wachaumarathon anmeldet,

erhält 20 Prozent Jubiläumsrabatt.

• Superschneller „Halber“: Cheruiyot

Kirui lief 2016 die 21,097 Kilometer in

59:53 Minuten. Das bedeutete neuen

Streckenrekord, und zweitschnellste

in Österreich je gelaufene Halbmarathonzeit.

• Landschaftsgenuss: Die Strecken

führen durchs UNESCO-Weltkulturerbe

Wachau, rechts fließt die Donau,

links schweift der Blick in die Weinberge

– einfach schön.

ALLE INFOS: wachaumarathon.com

Die Halbmarathondistanz steht

auf der Beliebtheitsskala der

heimischen Läuferinnen und

Läufer ganz oben. Auch international

hat sich der „Halbe“ zum Zugpferd

schlechthin bei großen Lauf events

entwickelt. Pionierarbeit hat hier der

WACHAUmarathon geleistet, der seit

1998 mit der vollen und der halben Distanz

über die Bühne geht und später

auch den Viertelmarathon ins Programm

aufgenommen hat.

Für das Jubiläum 2017, die 20. Auflage,

haben die Veranstalter viel vor,

und sich einiges Neues einfallen lassen.

Neben einem Frühbucherbonus

von 20 Prozent bis Jahresende für alle

Bewerbe wird vor allem der Marathon

mit einer neuen Streckenführung für

erhöhtes Interesse sorgen. Wie schon

beim Viertelmarathon seit 2015 fällt

nun auch bei der 42-km-Distanz die finale

Schleife im Stadtgebiet von

Krems weg. Die neuen Staffeldistanzen

glänzen mit zwei kurzen und

zwei langen Abschnitten und können

weiterhin wahlweise zu zweit, zu

dritt oder zu viert absolviert werden.

Möglich wird das durch eine Änderung

im Startbereich von Emmersdorf

auf den ersten fünf Kilometern.

Der WACHAUmarathon-Wein

2017 reift bereits in den Fässern, die

neuen Runningshirts erhalten gerade

ihr neues Design – das Organisationsteam

rund um Michael Buchleitner

arbeitet gleichzeitig an allen Ecken

und Enden intensiv an der Jubiläums-Ausgabe

des Events. Nach dem

Erfolg des heurigen Jahres bei Traumbedingungen

und einem neuen Streckenrekord

unter einer Stunde über

die Halbmarathondistanz, darf man

sich zu Recht auf das Laufhighlight

im Niederösterreichischen Weltkulturerbe

freuen. Also heißt das Motto:

„17-9-17“ merken, anmelden und genießen!

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

39


GESCHENKTIPPS

... FÜR

RUNNING +

TRIATHLON

SMARTER TYP

BLEIB AUF DEM LAUFENDEN und teile deinen Fortschritt mit anderen.

Der GARMIN Forerunner 35 ist der jüngste Zuwachs in der Familie der Garmin

GPS-Laufuhren, er misst die Herzfrequenz am Handgelenk und holt durch „Smart

Notifications“-Funktion SMS, E-Mails oder andere Nachrichten aufs Handgelenk.

WEB: garmin.at

SICHER SICHTBAR

„VISION X-3“ HEISST DIE MÜTZE nicht umsonst.

Die Kopfbedeckung des schwedischen

Spezialisten SÄTILA hat ein reflektierendes

Garn eingearbeitet, was bei Laufrunden im

Dunkeln für Sichtbarkeit sorgt. Der Materialmix

aus Coolmax/Merino wärmt und transportiert

Schweiß zuverlässig ab.

WEB: satila.com

ZWEI LAGEN, ZWEI LOOKS

IM REVERSIBLE POLAR NECKWARMER

BUFF® ist hochwertiges Fleece verarbeitet,

und zwar doppellagig. Die Luftschicht zwischen

den beiden Lagen isoliert und verbessert

die Atmungsaktivität. Der Schlauchschal

lässt sich beidseitig tragen und bietet somit

„zwei Looks in einem“.

Buff® is a reg. Trademark property of Original Buff S. A.

WEB: epmsports.at, buff.eu

TROCKEN AM TRAIL

APEX II GTX nennt sich das Top-Trailrunningmodell von VIKING.

Ab sofort ist die Modellgeneration 2017 des 297 g leichten Schuhs

erhältlich. Die Gore-Tex Extended Comfort-Technologie sorgt für

100 Prozent trockene und klimatisierte Füße, und neue Farben für

eine frische Optik – beim Herren- (li.) wie beim Damenmodell.

ANSCHMIEGSAM

PERFEKTEN TRAGEKOMFORT verspricht die FUTURA BIOFUSE

GOGGLE Schwimmbrille. Dank Speedo Biofuse-Technologie passt

sich der Rahmen den Konturen des Gesichts perfekt an. Die gepolsterte

Abdichtung lässt einen beinahe vergessen, eine Brille zu tragen.

WEB: oberalp.com

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40

SPORTaktiv


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SPORTaktiv-TAGEBUCH

RUN

VOM KU’DAMM

BERLIN VERSUS FEISTRITZTAL. Zwei Wettbewerbe, die unterschiedlicher kaum

sein könnten, hat sich SPORTaktiv-Reporter Wolfgang Kühnelt für sein

Lauftagebuch im Spätherbst vorgenommen. Eine sportliche Suche nach Parallelen

und Unterschieden zwischen dem Mega-Marathon in einer Millionenstadt

und einem beschaulichen Dörferlauf.

in Windeseile, der Lkw mit dem Kleidertransport

ist auch nicht zu übersehen.

Doch auch hier heißt es ein wenig warten,

da einige Sportsfreunde den Shuttlebus in

Thomasberg nicht rechtzeitig erreicht haben.

Endlich schnappt sich der Veranstalter

das Mikrofon und verkündet: „Ich

mach jetzt den Startschuss. Wenn es nicht

klappt, lauft ihr trotzdem los, gell?“ ...

Mehr als 41.000 Läufer treffen

sich alljährlich Ende September

in der Stadt an der Spree.

Sie alle eint ein Ziel: den Berlin Marathon

in voller Länge zu absolvieren.

Dafür muss man allerdings Geduld

mitbringen. Nicht bei der Startnummernabholung

am Vortag des Rennens,

denn so etwas gut Organisiertes

hat die Welt noch nicht gesehen. Hunderte

stellen sich gleichzeitig an – und

in fünf Minuten hat man alle Formalitäten

gecheckt und kann den Rest des

Tages auf der riesigen Marathonmesse

vertrödeln. Gelassenheit braucht man

aber bei der Anreise, dann muss man

sich elendslang bei den WCs anstellen,

das Zelt mit der Kleiderabgabe

25. Sept. 2016: Berlin-Marathon

und den richtigen Startblock finden.

Nach dem offiziellen Start stehe ich jedenfalls

noch einmal eine gute halbe

Stunde, bis auch mein Block an die

Reihe kommt. Das Kommando ertönt

und wir traben in Richtung Siegessäule,

hin zum größten Kreisverkehr

Deutschlands ...

IN TRATTENBACH vor dem Wirtshaus

Hubertushof stehen knapp 300 Läuferinnen

und Läufer. Während der Marathon

in Berlin zum 43. Mal veranstaltet wird,

hatte der Halbmarathon hier in der Buckligen

Welt in Niederösterreich erst im Vorjahr

seine Premiere. In Sachen Organisation

merkt man aber nichts von fehlender

Routine: Die Startnummer bekommt man

AUF REKORDKURS In Berlin ist die

Strecke flach und schnell genug für

die Jagd nach dem Weltrekord. Außerdem

sind die Straßen so breit, dass

selbst bei tausenden Teilnehmern

Überholmanöver leicht fallen. So hat

man es mir vorher angekündigt. Das

stimmt in etwa bis zur Hälfte des Rennens.

Dann wird es immer schwerer

durchzukommen. Unglaublich viele

Nationen sind vertreten, aber ebenso

unglaublich viele Läufer sind in eher

zweifelhafter Verfassung an den Start

gegangen. Das Publikum in der deutschen

Hauptstadt freilich feuert jeden

an, ob man federnd leicht über den Asphalt

trippelt oder sich mühsam über

die Distanz schleppt. „Bravo, Wolfgang,

du schaffst das!“ höre ich an diesem

Tag nicht nur einmal ...

IM FEISTRITZTAL haben sich die Anrainer

ebenfalls am Rande der Strecke versammelt.

Und nicht nur sie. Auch die Kühe

sind ganz aufgeregt. Wenige hundert Meter

nach dem Start gibt es fast einen Unfall:

Auf der feuchten Wiese neben der Laufroute

gibt ein Rindvieh mit den Läufern Gas,

gerät ins Rutschen und schlittert beinahe

in den Bach. Eine nützliche Warnung für

die menschlichen Sportler, die über einige

regennasse und glitschige Holzbrücken

müssen und dabei besser Vorsicht walten

lassen. Ansonsten kommt man gut durch,

FOTOS: Wolfgang Kühnelt, Thomas Polzer

TEXT: Wolfgang Kühnelt

42

SPORTaktiv


AUF DIE KUHWEIDE

ernsthafte Staus sind bei dieser Veranstaltungsgröße

nicht zu erwarten. Bei Kilometer

10 schaue ich das erste Mal auf die Uhr:

exakt 45 Minuten. Wenn das so weitergeht,

ist die persönliche Bestzeit über die 21

Kilometer locker drinnen. Schnell ist die

Strecke im Feistritztal nämlich auch. Es

geht die meiste Zeit berg ab, allerdings ist

gerade jetzt bei der Halbzeit ein kräftiger

Anstieg angesagt. Da heißt es, die Kräfte

richtig einzuteilen.

AUF SIGHTSEEING-TOUR Es gibt

kaum einen besseren Weg, um Berlin

kennenzulernen, als den Marathon.

Er führt bei zahlreichen Sehenswürdigkeiten

vorbei, aber nicht nur das.

Auch den spröden Osten sowie die angesagten

Bezirke Kreuzberg, Schöneberg,

das charmante Steglitz und den

mondänen Kurfürstendamm bekommen

wir aus nächster Nähe zu sehen.

Ich halte mein selbst gewähltes Tempo

und stelle zufrieden fest, dass es

auch nach Kilometer 30 schmerzfrei

läuft. Kein Mann mit dem Hammer in

Sicht. Wären da nur nicht die vielen

anderen, die japsend von links nach

rechts taumeln oder just vor der Labestation

die Straßenseite wechseln

wollen. Ich überhole an diesem Tag

gut 16.000 Läufer, das habe ich mir

später anhand von Start- und Ergebnislisten

zusammengereimt.

DIE ATTRAKTIONEN im Feistritztal

sind eher spärlich gesät. Dafür ist die

Landschaft nett und auch die lang gezogene

Steigung bei Kilometer 15 kann sich sehen

lassen. Trotz des für mich hohen Tempos

(Schnitt 4:36) kann ich sogar mit dem

einen oder anderen ein paar Worte wechseln.

Ab der Hälfte des Rennens holt mich

dann mein persönlicher Tempomacher ein

und hilft dabei, die Geschwindigkeit zu

halten: Markus aus Wien ist vor Kurzem

in der Wachau deutlich unter 1:40 geblieben

und weiß daher, was er tut. Generell

muss man sagen, dass das sportliche Niveau

hier sehr beachtlich ist. Gemütliche

Jogger oder erschöpfte Langdistanz-Spaziergänger

wie beim Berliner Marathon

findet man im Feistritztal nicht.

IN BERLIN WERDEN AB KM 38 die

letzten Kräfte mobilisiert. Der Speed

passt noch, nur die Oberschenkelmuskulatur

meldet sich doch schon recht

deutlich. Umkurven muss man nun

auch noch jene, die bereits an der Strecke

ein spontanes Wiedersehen mit

der Familie feiern, ehe sie das Ziel

überhaupt in Sichtweite haben. Kein

Wunder, dass mit den vielen Ausweichmanövern

am Ende mehr als 43

km auf meiner Polar-Uhr stehen. Womit

es sich dann mit den erhofften

vier Stunden nicht ganz ausgeht. Was

mir aber letztlich ziemlich egal ist.

Vorbei am Potsdamer Platz durch das

Brandenburger Tor – und da darf man

dann auch einen Schrei der Erleichterung

auslassen. Auf dem blauen Teppich

durch das Ziel, die massive Medaille

um den Hals, auf der Suche

nach dem blau-weißen Stand mit dem

alkoholfreien Bier. Die ersten Fotos,

das Wiedersehen mit der Liebsten.

Im Finale zeigt sich wie am Beginn:

Der Marathon in Berlin ist perfekt

organisiert. Die Begegnungszone

mit den großen Anfangsbuchstaben

ist eine Superidee, die man sich auch

bei größeren heimischen Läufen abschauen

könnte. Glückstrahlend verkünde

ich meiner Frau: „Das war sicher

nicht mein letzter Marathon!“ Sie

hat es ohnehin schon befürchtet.

26. Okt. 2016: Feistritztal-Halbmarathon

KURZ VOR DEM ZIEL in Thomasberg

haben wir das Feistritztal nun erfolgreich

durchlaufen. Der kräftige Gegenwind

bremst am Ende etwas und die letzte

Schleife rund um das Firmengebäude von

F/List gestaltet sich etwas mühsam. Doch

auch hier ertönen Freudenschreie. Meine

neue Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz

mit 1:37:43 ist amtlich. Die Freude

groß – nur das Bier ist leider gerade ausgegangen.

Dafür tröstet die originelle Holzmedaille.

Und die Gewissheit: Eine lange

Laufsaison ist glücklich und gesund, aber

vor allem auch erfolgreich zu Ende

gegangen ...

LIVE DABEI

Keep on running:

Lauftagebuch 2016

SPORTaktiv-„Laufreporter“ Wolfgang

Kühnelt war auch in diesem

Jahr wieder fleißig unterwegs,

hat große Rennen, aber auch so

manchen kleinen Dorflauf miterlebt

und überall seine ganz persönliche

Bilanz gezogen. Für viele

Veranstalter ist er längst ein

gern gesehener Gast – und wird

deshalb auch 2017 weiter an seinem

Lauftagebuch schreiben.

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

43


LANGLAUF-SPECIAL

ZEIT FÜR EINEN

SPURWECHSEL!

NEUE WEGE, NEUE ERFAHRUNGEN, NEUE TRAININGSREIZE.

Mit unserem Langlauf-Special wollen wir allen Hobbyläufern auf

den folgenden 22 Seiten Lust machen, den Winter über in die Loipe zu

steigen. Ein Spurwechsel, der euch dann im Frühjahr auf Asphalt oder

Trail garantiert zu neuer Höchstform auflaufen lässt!

Vom weltmeisterlichen Loipennetz,

wie hier in Seefeld, bis zur frisch

gespurten „Dorfrunde“: Österreich ist

auch im Langlauf-Tourismus spitze!

FOTO: Seefeld Tourismus

44

SPORTaktiv


Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

45


LANGLAUF-SPECIAL

BJØRN DÆHLIE ÜBER ...

AKTIVITÄT

SCHON ALS KIND WAR ER IMMER AKTIV. Und er blieb es bis zum heutigen

Tag. So wurde der Norweger Bjørn Dæhlie nicht nur zum erfolgreichsten

Langläufer aller Zeiten, sondern auch zum Unternehmer, Showmaster

– und zum unermüdlichen Botschafter für den Langlaufsport.

Bjørn, du bist in Nannestad

aufgewachsen, einem Ort inmitten

nordischer Weitläufigkeit und Natur.

Welche Erinnerungen hast du an deine

Kindheit?

Die Region bot uns Kindern fantastische

Möglichkeiten, jeden Tag aktiv

zu sein. Wir konnten durch die Wälder

streifen, an den Seen fischen … und natürlich

Sport treiben! Ich spielte Fußball,

wie alle Jungs in meiner Klasse,

nahm an Laufwettbewerben teil, bin

Radrennen gefahren, war als Skifahrer

und Skispringer aktiv und natürlich bei

Langlaufrennen am Start. Kurze Zeit

spielte ich auch noch Handball.

Bisschen viel auf einmal, oder?

Klar, irgendwann kommt die Zeit,

in der man sich für eine bestimmte

Sportart entscheidet. Ein Lehrer riet

mir, mich auf Läufe über lange Distanzen

zu konzentrieren. Darin war ich der

Beste auf meiner Schule, obwohl ich

nicht besonders viel dafür trainierte.

Hattest du für andere Sportarten

weniger Talent?

Ich war leider ein verdammt mieser

Skispringer, obwohl mir das großen

Spaß machte. Ich habe ein oder zwei

Wettkämpfe absolviert, fand mich aber

auf der letzten Seite der Ergebnisliste

wieder. Es gab nur eine Person, die der

Ansicht war, ich wäre ein fantastischer

Skispringer …

Nämlich?

Meine Mutter.

Deine Trainer konnte sie aber nicht

überzeugen …

Leider nein. Mit einer Bestleistung

von 50 Metern ist das auch nicht so ein-

Der Aktivposten

BJØRN ERLEND DÆHLIE wurde am

19. Juni 1967 in Elverum (Norwegen)

geboren. Bei den drei Olympischen

Spielen in Albertville sowie

Lille hammer und Nagano gewann er

von 1992 bis 1998 insgesamt achtmal

Gold. Zudem holte er im Laufe

seiner Karriere neun WM-Titel und 46

Einzel-Weltcupsiege. Damit ist Bjørn

Dæhlie der erfolgreichste Langläufer

aller Zeiten. Er etablierte eine eigene

Sportbekleidungsmarke unter seinem

Namen, investierte erfolgreich in Immobilienprojekte

und moderierte in

Norwegen eine eigene TV-Show.

Bjørn Dæhlie ist verheiratet und Vater

zweier Söhne.

WEB: dahlie.com

fach. Also begann ich mit der Nordischen

Kombination. So konnte ich meine

Ausdauerfähigkeit einbringen und

wanderte auf den Ergebnislisten nach

vorne. Aber erfolgreich war ich immer

noch nicht. Schließlich ließ ich mich

überzeugen, stellte das Springen kom-

plett ein und konzentrierte mich voll

und ganz aufs Langlaufen.

Warst du enttäuscht, dass du für deine

Lieblingssportart kein Talent hattest

und stattdessen eine Karriere im

Langlauf anstreben solltest?

Überhaupt nicht! In diesen Tagen

kam mir gar nichts anderes mehr in den

Sinn. In Norwegen ist Langlauf ein

hoch angesehener Sport, der berühmte

Athleten hervorgebracht hat. Für mich

war es enorm aufregend, plötzlich mit

von der Partie zu sein, denn ich wurde

immer besser. Es weckte Träume in mir!

Also trainierte ich wie ein Verrückter,

nicht selten fünf Stunden am Tag.

Woher kam diese Zielstrebigkeit?

Ich bin einfach aktiv, brauche viel

Bewegung und bin gerne draußen in

der Natur. Langlaufen passt perfekt zu

mir … es hat mich glücklich gemacht

und dauerhaft erfüllt.

Würdest du einem jungen Sportler

heute empfehlen, sich auf eine Karriere

als Langläufer einzulassen?

Grundsätzlich schon! Aber manchmal

fragen mich Nachwuchsläufer oder

auch deren Eltern, wie man Olympiasieger

wird. Da denke ich mir dann:

Mein Gott, ihr wisst wirklich nicht, was

das bedeutet. Wenn du es nicht in dir

hast, wenn du es nicht wirklich liebst,

stundenlang dort draußen zu sein und

dich an deine Grenzen zu bringen, dann

solltest du deine Energie für etwas anderes

einsetzen. Das Trainingspensum ist

schon gewaltig.

Was hat dich mehr angetrieben? Dass

du gerne aktiv warst oder die Aussicht

berühmt zu werden?

FOTOS: Bjørn Dæhlie

TEXT: Axel Rabenstein

46

SPORTaktiv


Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

47


LANGLAUF-SPECIAL

Kein Langläufer sammelte in seiner Karriere so viele Medaillen wie er. Und trotzdem

kann Bjørn Dæhlie auch als fast Fünzigjähriger nicht genug kriegen vom Langlaufen.

Es war eine gute Kombination aus

beidem. Natürlich habe ich das Ziel verfolgt,

ein erfolgreicher Sportler zu werden

und übrigens nie daran gezweifelt,

das Richtige zu tun. Aber die Grundlage

haben meine Eltern gelegt. Wir waren

im Sommer wie im Winter aktiv, beim

Langlaufen oder Wandern in den Bergen.

Sie haben mich nie zu etwas gedrängt,

wir haben einfach kurze Touren

unternommen und hatten immer Spaß

dabei. So haben sie mir einen leichten

Start in meine Karriere ermöglicht.

Bist du heute immer noch so aktiv?

Na klar! Gerade war ich eineinhalb

Stunden beim Joggen. Das brauche ich.

Und wenn es nur eine halbe Stunde ist,

Hauptsache, ich habe was getan. Nach

ein paar Tagen ohne Sport fühle ich

mich schlecht, fast schon krank.

Und wie oft bist du heute noch auf

Langlaufski unterwegs?

Im Winter vier oder fünf Mal in der

Woche …

Was fasziniert dich so am Langlauf?

Erst einmal ist es ein Work-out für

den ganzen Körper. Gerade bei der Diagonal-Technik

nutzt du viele deiner

Muskeln gleichzeitig. Der Trainingseffekt

ist großartig und verschafft mir

persönlich ein gutes Gefühl. Dazu

kommt die Schönheit der Natur, die du

auf Langlaufskiern auf einzigartige

Weise erkunden kannst. Auf Schnee

kommst du in Gebiete, die im Sommer

vielleicht unter Wasser stehen oder von

Gestrüpp bedeckt sind. Blauer Himmel,

minus zehn Grad ohne Wind und zwei

Meter trockener Schnee – das waren einige

der besten Tage meines Lebens.

Glaubst du, dass Ausdauersportler

erfolgreicher in ihrem Leben sind?

Ich denke, es hilft einem schon.

Dort draußen lasse ich mir auch mal ein

Business-Meeting durch den Kopf gehen,

überlege mir Lösungen für bestimmte

Projekte und habe das Gefühl,

dass ich sehr klare Gedanken fassen

kann. Wenn ich dann zurückkomme,

schreibe ich nieder, auf was ich gekommen

bin. Das funktioniert sehr gut! Außerdem

fühle ich mich durch den Sport

generell besser.

Früher war es der Sport, heute bist du

als Geschäftsmann erfolgreich. Du

hast Immobilienprojekte realisiert und

eine eigene Sportbekleidungsmarke

etabliert. Was treibt dich die ganze

Zeit nach vorne?

Ich habe immer von Erfolgen geträumt

und wollte, dass sie in Erfüllung

gehen. Später wollte ich meiner Familie

einen schönen Lebensstandard sichern

und habe mir da immer wieder neue

Ziele gesetzt. Ich hatte aber nicht immer

einen fixen Plan. Wenn du aktiv

bist und Dinge versuchst, kommen automatisch

neue Gelegenheiten. Plötzlich

eröffnen sich Chancen, die du nur

noch nutzen musst. Wichtig ist, dass du

auf Menschen zugehst. So wurde ich

immer wieder von Geschäftspartnern

in deren Projekte integriert – weil sie gemerkt

haben, dass ich offen bin.

Deine Offenheit zeigte sich auch in

einer berühmten Szene bei den Olympischen

Spielen in Nagano 1998. Damals

entstand eine besondere Verbindung

zum kenianischen Langläufer

Philip Boit. Kannst du uns kurz erzählen,

wie das zustande kam?

Es war einer meiner schwierigsten

Wettkämpfe. Vor dem Start lagen die

Temperaturen unter null und so wurde

auch gewachst. Später regnete es, der

Schnee klebte nun an den Skiern. Es

herrschte Chaos und war extrem

schwer zu laufen. Ich gewann das Rennen

und wartete dann, bis Philip als

Letzter ins Ziel kam. Den Anblick werde

ich nie vergessen: Er war klitschnass

und vollkommen leer gepumpt. Ich

klatschte ihn ab und gratulierte ihm –

der Mann hatte zwei Jahre zuvor das erste

Mal Schnee gesehen! Es muss unfassbar

hart für ihn gewesen sein ...

Und der Kontakt zu Philip ist bis heute

nicht abgebrochen …

Ja, das ist toll! Wenige Monate nach

diesem Rennen in Nagano erzählte er

mir, dass er seinen Sohn nach mir benannt

hat: Dæhlie Boit. Das war eine

große Sache in Norwegen, Philip wurde

bei uns sogar in eine TV-Show eingeladen.

Und inzwischen war ich mit dem

jungen Dæhlie sogar beim Langlaufen.

Warst du auch schon in Kenia?

Nein, das will ich demnächst mal

unterbringen.

Wo zieht’s dich sonst noch hin?

Wir haben eine norwegische TV-

Serie zum Thema „Hiking“ in 50 Teilen

produziert, da war ich eine Menge unterwegs,

in Alaska, im Iran oder in Kasachstan.

Aber es gibt natürlich viele

spannende Orte. Südafrika interessiert

mich sehr, und ich will unbedingt mal

zum Lachs fischen nach Sibirien.

Du bleibst also auch in den kommenden

Jahren auf deine Weise aktiv?

Auf jeden Fall! Vielleicht werde ich

ein wenig ruhiger und verbringe mehr

Zeit in meinem Haus auf Gran Canaria,

wo ich gut entspannen kann. Auf jeden

Fall will ich fit und gesund bleiben … damit

ich auch mit 75 Jahren noch zum

Langlaufen gehen kann.

FOTOS: Bodytec/Bjørn Dæhlie

48

SPORTaktiv


Das größte Etappenrennen in Österreich

EIN

WINTER,

WIE ER

FRÜHER

WAR ...

Karen Goepel diplom-designerin (fh) www.farbzwerg.at

1. Tour de Kärnten

16. bis 18. Juni 2017

Das ultimative Laufevent

KARIKATUR: Petar Pismestrovic

DAS LANGLAUFEN hat sich in meiner

Kindheit ganz von selbst ergeben. Zehn

Meter neben meinem Heimathaus in

Frojach, im steirischen Bezirk Murau,

führte die Loipe vorbei. Außerdem war

auch mein Vater schon, genau wie ich

später, Olympia-Biathlet. Somit waren

bei uns daheim die Langlauflatten

das größere Thema als die Alpinski. Zu

Weihnachten sind oft neue Langlaufski

unterm Christbaum gelegen. Im Verein

waren ambitionierte Leute am Werk,

die immer gleich frisch gespurt haben,

kaum dass es geschneit hatte. Das

Dahin gleiten in der Loipe war folglich

eine Riesengaudi. Obwohl ich auch als

Kind schon vielseitig sportlich interessiert

war, hab ich die Wintermonate vorzugsweise

in der Loipe verbracht.

An meiner Freude an der Sportart hat

sich bis heute nichts geändert. Aber eines

hat sich schon geändert, nämlich

das Wetter. Gerade, was die letzten

Winter betrifft, waren bei uns daheim

die Verhältnisse eigentlich nie mehr so,

wie ich es von früher gekannt habe.

Und da muss ich gar nicht bis in meine

Kindheit zurückschauen, auch als Profi

hab ich früher regelmäßig im Heimatort

meiner Kindheit (wo ich heute wieder

wohne) trainiert. Wäre allerdings damals,

in den 1980er-Jahren, die Schneelage

schon so gewesen wie jetzt in den

letzten, wäre ich aber eher nicht beim

Langlaufen, sondern vielleicht beim

Radfahren gelandet.

Ehrlich, das stimmt mich schon nachdenklich.

Und auch ein bisserl wehmütig.

Auf jeden Fall mache ich mir Sorgen

um „meine“ Sportart. Denn das

Langlaufen selbst ist großartig. Wenn

ich heute fürs Fernsehen mit dem Biathlon-Weltcup

unterwegs bin, hab ich die

Langlaufski immer mit. Durch eine verschneite

Winterlandschaft zu gleiten,

zum Beispiel am Holmenkollen, das ist

ein Traum. Aber andererseits gibt es

auch im Weltcup heute Stationen, wo

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

gerade einmal die Rennloipen präpariert

sind und rundherum von weißer

Landschaft nicht viel zu sehen ist.

Im Norden droben liegt auch eines

meiner großen sportlichen Ziele, das

ich mir als nunmehriger Freizeitsportler

gesteckt habe: der Wasalauf. Dafür

müsste ich mich freilich entsprechend

vorbereiten. Dort ist ja, anders als im

Biathlon, der klassische Stil gefragt.

Mit einer regelmäßigen Vorbereitung

spießt sich die Sache dann schon wieder,

denn dafür müsste ich mir erst die

Zeit freischaufeln, um regelmäßig in

ein Trainingsgebiet zu fahren, was sich

heuer mit meinem Terminkalender eher

nicht vereinbaren lassen wird. Klar, der

Wasalauf rennt mir nicht davon, aber

auch da wird es mir einmal mehr bewusst:

Ein Langlauftraining gleich vor

der Haustür – wann war das zuletzt einmal

möglich?

Ramsau, Seefeld, Obertilliach und

wie sie alle heißen: Natürlich gibt es in

Österreich noch immer traumhaft schöne

und auch schneesichere Langlaufdestinationen.

Bei uns daheim aber war

es mit dem Wetter wie verhext: Es fehlte

weniger an den tiefen Temperaturen

– es gingen einfach die großen Niederschläge

regelmäßig an uns vorbei.

Jetzt hoffe ich eben, wie wahrscheinlich

zig tausende andere Hobbylangläufer,

heuer auf einen tief verschneiten

Traumwinter – und auf viele Langlaufkilometer

praktisch gleich vor der Haustür.

Auf einen Winter wie früher halt.

Rausgehen, loslaufen – auch was, was

diesen Sport so faszinierend macht.

Aber ehrlich, ich fürchte: Die Luft, oder

besser gesagt, die Schneelage wird für

uns Langläufer leider immer dünner ...

CHRISTOPH SUMANN

war als Biathlet viele Jahre Weltklasse. Nun ist er

selbst aktiv in der Hobby sportszene unterwegs –

und notiert hier für die SPORTaktiv-Leser seine

Erlebnisse, seine Eindrücke und seine Tipps.

49

510 m Start

Ossiach

0

>

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Grüne Lacke

Aichelburg

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1.500 Höhenmeter

3 Laufbewerbe

Halbmarathon


Trail


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Herausforderung!

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km


LANGLAUF-SPECIAL

LANGLAUF-

SCHULE

KOMMT AUF

DIE BEINE!

WER, WENN NICHT DER WELTMEISTER, WEISS, WIE’S RICHTIG GEHT!

Darum hat Alois Stadlober auch weltmeisterliche Tipps für euch

parat, wie ihr die Lust in der Loipe steigert.

OBERARME NICHT

ZU SEHR DURCH-

STRECKEN, ARME

GENERELL NAH AM

KÖRPER FÜHREN.

KEIN HÜFTKNICK!

NACH JEDEM

SCHRITT OBERKÖR-

PER WIEDER GANZ

AUFRICHTEN.

EIN FESTER

ABDRUCK AUS DEN

BEINEN IST DAS UM

UND AUF.

DEN STOCK SO

EINSETZEN, ALS

WÜRDET IHR IN DEN

KLEINEN ZEHEN

STECHEN.

VERSUCHE, SO

LANGE WIE MÖG-

LICH AUF EINEM

SKI ZU GLEITEN.

TEXT: Klaus Molidor

50

SPORTaktiv


FOTOS: Hans-Peter Steiner, Thomas Polzer

Tarnen und täuschen ist nicht.

Alois Stadlober kannst du in

der Loipe nichts vormachen.

Zwei, drei Blicke genügen und

er hat deine technischen Schwachstellen

entdeckt. „Zu viel aus den Armen“,

ist die erste Diagnose – und die trifft

auf einen Großteil der Langläufer zu,

die den Sport als Hobby betreiben.

„Langlaufen“, doziert der Leiter des

Ramsauer Sportbüros und Staffel-Weltmeister

von 1999, „langlaufen

musst du aus den Beinen heraus.“

Vor allem beim Skating, der mittlerweile

vorherrschenden Technik.

Speziell kräftige Sportler, die keine

„gelernten“ Langläufer sind, würden

diesen Fehler mit Vorliebe begehen.

„Sie haben genug Schmalz in den

Oberarmen und schieben nur an. Dabei

sind sie gegen technisch versierte

Läufer mit weniger Kraft chancenlos.“

Klar, der Doppelstockschub kostet

enorme Kraft – bei schwierigen Verhältnissen,

wenn es hart und glatt ist,

macht sich der Unterschied besonders

bemerkbar.

WEG MIT DEN STÖCKEN

Was muss also der Hobby-Langläufer

tun, um seine Technik zu verbessern

und die gesteckten Ziele des Winters

zu erreichen? „Zuallererst einmal

ohne Stöcke läufen“, empfiehlt Stadlober.

„Dadurch bist du gezwungen,

dich mit den Beinen abzudrücken und

die Bewegung wird automatisiert.“

Dann geht es darum, die Gleitphase

zu verlängern, denn auch das

spart Kraft und bringt Geschwindigkeit.

„Viele Leute setzen zu früh den

Stock ein und stechen dadurch die

Gleitphase ab.“ Moderne Selbstgeißelung

oder Bewegung wider besseres

Wissen? Weder noch. „Das ist bei den

meisten eine Frage des Gleichgewichts“,

sagt Stadlober. Überhaupt:

die Balance, das Um und Auf der nordischen

Sportler.

Zur Verbesserung der Gleitphase

empfiehlt Luis die „Sonnenübung“.

Also: Ohne Stöcke laufen, in der Gleitphase

die Arme nach vor strecken und

dann mit ihnen einen Kreis, eine

„Sonne“ in die Luft zeichnen. Je langsamer

die Bewegung der Arme, desto

länger muss man auf einem Ski stehen.

Der Selbstversuch beweist: Das

bringt’s – die Gleitphase verlängert

sich ganz deutlich, links genauso wie

rechts. Durch diese Übung wird auch

für weniger Geübte der „Eins-Einser“,

also ein Doppelstockschub bei jedem

Schritt, koordinativ einfacher, weil

die Beine den Armen Zeit geben, wieder

nach vorne zu schwingen.

Wo wir schon bei den Armen

sind: Der Winkel zwischen Ober- und

Unterarm soll klein bleiben! Heißt:

Die Arme nicht immer voll durchstrecken.

So sind am Schub immer mehrere

Muskeln beteiligt und nicht nur der

Trizeps auf der Oberarm-Rückseite.

Folglich ermüden die Arme auch später.

„Zudem sollen die Arme immer

nah am Oberkörper geführt und nicht

nach außen gespreizt werden.“

Unbedingt rät Stadlober Hobbyläufern

auch dazu, das Gehirn zu

reizen und Muster zu brechen –

sprich, den asymmetrischen Schritt

auf beiden Seiten zu üben und einmal

die linke, einmal die rechte Hand

Der Langlauf- Experte

ALOIS STADLOBER, 54, war von

1977 bis 2000 Leistungssportler im

Langlauf-Weltcup. Bei der WM 1999 in

der Ramsau holte er mit der Staffel Gold

und noch Silber über 10 km klassisch.

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde

der gebürtige Judenburger und Doktor

der Rechtswissenschaften Nordischer

Sportkoordinator des Landes Steiermark,

leitet jetzt auch das Int. Nordische

Leistungszentrum in Ramsau am

Dachstein, wo sich jährlich Sportler und

Sportlerinnen aus 30 Nationen auf den

Winter vorbereiten.

als Führungshand einzusetzen. „Dadurch

setzt du neue Reize. Und du hast

eine Alternative im Repertoire, wenn

es mit der Kraft einmal knapp wird.“

TEMPO DROSSELN

Nächster schwerer Fehler von Anfängern,

aber auch Fortgeschrittenen

und ambitionierten Hobbyläufern:

„Sie gehen es gerade zu Saisonstart

viel zu schnell an. Das erste Mal wieder

auf Schnee und gemma. Sofort

Vollgas. Dabei soll man gerade am Anfang

ganz locker laufen. Die Stöcke

schwingen nur mit und auch aus den

Beinen tauchst du nur locker an.“ Ansonsten

dreht der Puls sofort in den roten

Bereich, vorschnelle Erschöpfung

ist die Folge. „Viele laufen dann zwei

Drittel im Grenzbereich, und das

bringt vor allem zu Anfang nichts.

Diese Fehler machen sogar erfahrene

Leute immer wieder.“ Stadlobers

Faust regel: „Umfang kann durch

nichts ersetzt werden. Also lieber Kilometer

machen statt Gas geben. Lange

locker laufen statt kurz und viel zu

intensiv.“

DIE BESTE WINTERALTERNATIVE

Abgesehen von Techniktipps hat der

Ex-Weltmeister vor allem allgemeine

Trainingstipps parat und empfiehlt zu

Anfang der Saison, aber auch immer

wieder zwischendrin verstärkt Übungen

zur Rumpfstabilität (siehe auch

nächste Seite). „Es ist einfach Faktum,

dass man beim Langlaufen das Gleichgewicht

besser halten kann, wenn

Bauch-, Rücken- und Oberkörpermuskulatur

kräftig sind.“

Beim Langlaufen selbst werden ja

extrem viele Muskeln beansprucht.

„Darum ist das Langlaufen auch ein

perfektes Wintertraining für Läufer,

Biker und andere Ausdauersportler.“

Stadlober selbst ist das beste Beispiel

dafür. Nach seiner aktiven Lang lauf-

Karriere ist er zahlreiche Marathons

gelaufen, mit einer Bestzeit knapp

über 2:30 Stunden. „Langlaufen trainiert

das Herz-Kreislauf-System, dazu

Kraft, Koordination, Gleichgewicht“,

sagt Stadlober. „Und damit ist dieser

Sport für sehr viele Sommersportarten

die beste Alternative. Und jeder,

der gehen kann, kann auch langlaufen.“

Der Weltmeister wird es wohl

wissen . . .

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

51


LANGLAUF-SPECIAL

MACH DICH FIT FÜR DIE LOIPE

Alois Stadlober hat ein paar Übungen zusammengestellt, die euch zu

mehr Spaß in der Spur verhelfen sollen. Variationen und zusätzliche

Übungen findest du auf www.sportaktiv.com.

Seitstütz:

Neben dem „Plank“ oder „Unterarmstütz“

eine der wichtigsten

Übungen für die Rumpfstabilität.

AUSFÜHRUNG: Der Unterarm

liegt im rechten Winkel zur Körperachse,

die Beine sind gestreckt

und bilden eine Linie mit

dem Oberkörper. Diese Position

so lange wie möglich halten!

Zur Verschärfung das obere Bein

mehrmal heben und senken.

Einbeinige

Kniebeugen:

Der Oberschenkelmuskel

wird beim Langlaufen

besonders stark beansprucht.

Er lässt sich

mit Eigengewicht gut

trainieren, indem du

Kniebeugen auf einem

Bein machst. Schult als

positiver Nebeneffekt

auch das Gleichgewicht.

AUSFÜHRUNG: Ein Bein

nach vorne strecken,

mit dem Gesäß nach

hinten gehen und das

Standbein bis zum rechten

Winkel beugen.

10-15 Wiederholungen.







Becken heben:

Diese Übung kräftigt Gesäß- und

Bauchmuskeln und trägt damit auch

zu einer verbesserten Rumpf-Stabilität

bei.

AUSFÜHRUNG: Auf den Rücken legen,

Beine anwinkeln und Arme neben den

Körper legen. Jetzt das Becken heben,

sodass Oberschenkel und Oberkörper

in einer Linie sind. Position halten. Zur

Verschärfung abwechselnd ein Bein

nach oben strecken, dabei unbedingt

in der Hüfte stabil bleiben.

SIMPLY

SKIING

Verkehrte

Liegestütze:

Der Trizeps, also der dreiköpfige

hintere Oberarmmuskel,

gibt Kraft beim Stockschub.

Den trainierst du am

besten mit verkehrten Liegestützen.

AUSFÜHRUNG: Arme auf einer

Bank aufstützen, bei gestreckten

Beinen berühren nur die

Fersen den Boden. Körper absenken

wie bei normalen Liegestützen

und aus den Armen

wieder hochdrücken.

10–15 Wiederholungen.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

53

INTELLIGRIP ® BELAG Das progressive

Fellprofil und die einzigartige Mischung

aus Mohair und Nylon sorgen für optimale

Griffigkeit und Gleiteigenschaften bei

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verschiedensten Bedingungen.

SYSTEM

Photo: Ian Coble


MATERIAL

LANGE LOIPEN

UNTERM „KOASA“

Skaten bis in die Nacht vorm

Kaisergebirge & Kitzbüheler Horn.

DIE HERRLICHE WINTERLANDSCHAFT

der Region St. Johann in Tirol, umgeben

vom Kaisergebirge und Kitzbüheler

Horn, macht allein schon das Langlaufen

zum Erlebnis. Das weitläufige Loipennetz

bedient alle Schwierigkeitsgrade,

Einsteiger und Hobbyläufer können

zwischen gemütlichen und langen Wanderloipen

entlang der Talböden wählen.

Und wer es anspruchsvoller mag,

findet im Gebiet des Hinterkaisers Loipenabschnitte

mit knackigen Anstiegen.

Ein Topservice für Unermüdliche: Auf

der beleuchteten Nachtloipe können sie

noch bis in die Nacht Kondition tanken.

Das Langlaufzentrum „Koasastadion“,

auch Ausgangspunkt des legendären

„Koasalaufs“, hat sich zu einem beliebten

Treffpunkt für Langläufer entwickelt:

Wachsstüberl, Duschen, Umkleideräume,

Café und Parkplätze laden

ein, die faszinierende Loipen-Winterwelt

der Kitzbüheler Alpen zu entdecken.

Die mit dem Gütesiegel des

Landes Tirol ausgezeichneten Loipen

beeindrucken durch Qualität, Vielseitigkeit

und ihre bezaubernde Landschaft.

Die Benutzung des gesamten Loipennetzes

ist kostenlos.

ERKLÄR

MIR ...

... WAS EIN NEUER

LANGLAUFSKI

KANN

AUF DEN ERSTEN BLICK (siehe rechts) unterscheidet

sich ein zehn Jahre alter Langlaufski kaum von

einem neuen Modell. Gut ausschauen allein reicht aber nicht.

Auch in der Loipe zählen die inneren Werte –

und die sind heute ganz anders.

INFO UND KONTAKT:

Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol

Poststrasse 2

6380 St. Johann in Tirol

Tel: 0 53 52/63 33 50

E-Mail: info@kitzalps.cc

WEB: www.kitzalps.cc

ANZEIGE

FOTO: ©eye5-MirjaGeh

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SPORTaktiv


FOTOS: Löffler, Atomic

LANGLAUFSKI

2006.

Im Vergleich weniger Spannung

und ein schlechterer Belag als

auf neuen Modellen.

OPTIK. Das Auge sagt: Zwischen

1. einem aktuellen Modell und einem

Ski aus dem Jahr 2006 ist kein

Unterschied. Der Experte sagt: „Sogar

in puncto Optik hat sich viel verändert.

Die Ski werden mittlerweile

mit 0,01 Millimeter dünnen Lackfolien

veredelt. Das Design kennt dadurch

keine Grenzen mehr“, sagt

Christian Simonlehner, Chef-Einkäufer

von Ski-Willy in der Ramsau. „Wie

bei den Alpin-Skiern wird aber doch

eine einfache Optik bevorzugt.

INNENLEBEN. Auf die inneren

2. Werte kommt es an. „Carbon

statt Kondition“ liegt wie beim Radfahren

voll im Trend. Soll heißen:

Leichte und stabile Materialien bieten

perfekten Halt und reduzieren

das Gewicht. Über die Jahre sind die

Ski immer leichter geworden – in allen

Bereichen. „Der Hobbyläufer bekommt

heute einen leichteren und

stabileren Ski um das gleiche Geld,

das ein schwereres Modell vor drei

Jahren gekostet hat“, sagt Christian.

„Auch beim Rennlauf sind die Ski wesentlich

besser geworden, durch das

viele Carbon ist hier aber auch der

Preis etwas in die Höhe gegangen.“

LÄNGE/TAILLIERUNG. In diesem

3. Bereich sind die geringsten Änderungen

festzustellen. „Bei der

Länge gilt immer noch die alte Formel:

Klassik-Ski = Körpergröße plus

20 Zentimeter, Skating-Ski = Körpergröße

plus 10 Zentimeter. Die einfachen

Nordic Cruising-Ski kauft man

am besten in der Länge der Körpergröße.“

Bei der Taillierung ist man

wieder einen Schritt zurück nach

vorn gegangen: „Die Linie ist jetzt

wieder eher gerade, weil das einfach

schneller ist.“

BELAG. „Hier gibt es speziell

4. im warmen Bereich ganz große

Fortschritte“, sagt der Profi. „Diese

sind am hellen oder weißen Belag

erkennbar. Die Grafitbeläge sind

nach wie vor für die meisten Schneearten

geeignet, wobei das Wachsen

eine sehr große Rolle spielt, was

aber leider immer noch vernachlässigt

wird.“

SPANNUNG. „Beim Skaten ist die

5. Spannung der Ski höher geworden,

aber auch die meisten Läufer und

ihre Technik sind in den letzten Jahren

besser geworden. Beim Klassik-Ski kann

man nicht viel ändern, da es grundsätzliche

Regeln gibt. Hier wird es auch in

Zukunft nur an der richtigen Wahl liegen:

Passt der Ski zum Läufer, wird er

eine Freude haben, sonst eher nicht ...“

PFLEGE & LEBENSDAUER. Um lange

6. Freude an einem Langlaufski zu

haben, hat Christian Simonlehner drei

Tipps – und die lauten: „Wachsen,

wachsen, wachsen“. Dabei gilt: Rennski

brauchen mehr Wachs als einfachere

Geräte, „weil ein Rennski einfach

mehr Wachs aufnehmen kann als ein

‚normaler‘ Ski für Hobbyläufer“. Wer

noch einen Klassik-Ski mit Schuppen

hat, sollte diese auch wachsen. „Damit

der Schnee nicht kleben bleibt. Am besten

mit einem NO Wax Spray.“

Nach drei Jahren intensivem Gebrauch

macht es Sinn, den Ski zu wechseln.

„Die Kanten werden rund, der Ski

gleitet auch nicht mehr so gut. Es gibt

aber auch Läufer, die jedes Jahr einen

neuen Ski brauchen, während andere

zehn Jahre mit dem selben Modell auskommen.

Wenn man keine großen Ansprüche

stellt, reicht das auch. Richtig

Freude macht es aber nur, wenn der Ski

gut gleitet, er stabil genug zum Bremsen

ist und die Spannung passt.“ Was

halt alles bei einem „neueren“ Ski zutrifft

...

Der Experte

CHRISTIAN SIMONLEHNER arbeitet

seit 25 Jahren beim Langlauf-

Experten „Ski-Willy“ in Ramsau am

Dachstein und ist dort auch als

Chef-Einkäufer tätig.

WEB: ski-willy.at

LANGLAUFSKI

2016.

Durch den hohen Carbon-

Anteil sind die Ski leichter

und steifer zugleich.

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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MATERIAL

IM SCHAUFENSTER:

ATOMIC REDSTER SKINTEC

Der Atomic Redster Skintec ist der Trainingsski für Topathleten, der aber auch bei

Hobby-Rennläufern äußerst beliebt ist. Der Grund ist die Skintec Nowax-Technologie:

mehr Zeit fürs Laufen dank minimaler Präparierungszeit, einfachstes Handling

und exzellente Grip- und Gleiteigenschaften.

PREIS (UVP): € 399,99 WEB: atomic.com

FOTO: Seefeld Tourismus

DIE

GLEITER

Ob Diagonalschritt oder Eins-Einser,

klassisch oder Skating: Auch diese Saison

bringt wieder interessante Neuheiten

auf dem Langlaufski-Sektor.

Nordisch nobel. So präsentieren sich zumindest optisch

die neuen Langlaufski-Modelle für den Winter

2016/17. Dass die klassische Technik mit dem eleganten

Diagonalschritt wieder stark im Kommen ist, zeigt auch

die Industrie mit vielen neuen Modellen.

Der Schritt vorwärts zurück zu den nordischen Anfängen

ist auch der Industrie zu verdanken. Dank des Fellskis

wurde die Einstiegshürde deutlich niedriger gestellt – die

meisten Einsteiger wollen sich nämlich nicht ewig mit dem

Tüfteln um das richtige Wachs für Gleit- und Steigzone beschäftigen.

Genauso wenig wollen sie aber – wie mit dem

Schuppenski oft passiert – auf Anstiegen haltlos durchrutschen

und sinnlos Kraft verbrennen. Der Fellski ist heute so

weit, dass er in Abfahrt und Ebene gut gleitet und bergauf

den nötigen Halt bietet, um Spaß zu machen.

Neues gibt es aber auch bei den Skating-Modellen (5 Modelle

auf der rechten Seite). Da geht der Trend weiter zu leichteren,

fehlerverzeihenden Skiern. Die Rennski sind mittlerweile

Hightech-Geräte mit Carbon-Laminaten und kalt

verklebten Belägen für noch bessere Gleiteigenschaften.

Gleichzeitig machen aber auch die Allround-Ski immer

mehr Spaß.

Wir haben zu beiden Lauftechniken je fünf Modelle zusammengestellt:

Fünf Fellski auf der linken Seite, fünf Skater

rechts – zum Gustieren und als Kaufberatung für maximale

Loipenlust.

FISCHER TWIN SKIN RACE

Der Fellski für hochsportliche Langläufer. Zwei separate Fellstreifen, leicht versetzt

angeordnet und variabel tief im Belag integriert, führen zu einem geschmeidigen

und harmonischen Gleiten. Das Fell aus 100 % Mohair sorgt für richtig guten

Grip, vor allem bei harten oder eisigen Bedingungen.

PREIS (UVP): € 329,95 WEB: fischersports.com

MADSHUS TERRASONIC CLASSIC INTELLIGRIP®

Vom schnellen Work-out bis zu langen Langlauftouren – der Terrasonic

IntelliGrip® erleichtert die klassische Technik. Das IntelliGrip®-Steigfell ist

eingeklebt und sorgt bei fast allen Bedingungen für hervorragenden Stieg und

exzellente Gleiteigenschaften. Das Motto: Verbringe deine Zeit in der Loipe

und nicht im Wachsraum!

PREIS (UVP): € 329,95 WEB: de-de.madshus.com

ONE WAY GRIP

Ein sehr leichter, sportlich zu laufender Ski, dank der Waben-Konstruktion,

die man nur bei Rennski einsetzt. Die weiche Spannung in Verbindung

mit dem Felleinsatz bietet einen optimalen Grip am Berg und eine tolle

Gleiteigenschaft, und das bei vielen verschiedenen Schneearten. Ein prächtig

zu laufender Ski für den sehr sportlichen Läufer genauso wie für alle, die

weniger Tempo machen wollen.

PREIS (UVP): € 249,99 WEB: onewaysport.com

SALOMON RC SKIN

Top Classic-Performance ohne Wachsen! Die „Skingrip“-Einlagen bieten

präzisen, sicheren Grip und ruhiges Gleiten und machen den Ski zu

einem idealen Begleiter für Läufer, die hohe Performance in wechselnden

Schneebedingungen suchen.

PREIS (UVP): € 299,99 WEB: salomon.com

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SPORTaktiv


5 NEUE KLASSIK- UND 5 SKATING-SKI

Diese Modelle der Saison 2016/17 zeigen allesamt ausgewogene Aufstiegs- und Abfahrtseigenschaften

ATOMIC WORLDCUP SKATE – A1

Dieser Rennski wurde speziell für harte, kompakte Skating-Loipen und kalte

Bedingungen entwickelt – stabil, leicht und schnell. Der federleichte Nomex-

Aufbau, hochwertige Carbon-Laminate und eine Seitenwange aus Leichtholz

sorgen für einen dynamischen Abstoß und eine optimale Gleitphase.

PREIS (UVP): € 449,99 WEB: atomic.com

FISCHER SPEEDMAX SKATE

Der Speedmax Skate ist ein Rennski mit zukunftsweisender Technologie.

Sogenanntes Cold-Base-Bonding (der Belag wird kalt verklebt) sorgt

durch eine verbesserte Wachsaufnahme für starke Gleit eigenschaften.

PREIS (UVP): € 549,95 WEB: fischersports.com

MADSHUS TERRASONIC SKATE

Großartiger Allrounder für vielfältige Ansprüche – vom schnellen Fitness-Workout

bis zu langen Wochenendtouren. Der Ski vereint einen hochwertigen Belag mit

einer leichtgewichtigen Konstruktion. Er vermittelt ein sicheres und dynamisches

Laufgefühl – bei einem außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

PREIS (UVP): € 299,95 WEB: de-de.madshus.com

ONE WAY PREMIO 9 SKATE

Der Premio 9 Skate baut auf dem Racingmodell von One Way auf, lässt sich aber

fehlerverzeihender laufen. Er ist mit einem leichten Schaumkern, Carboneinlagen

für die direkte Kraftübertragung und dem One-Way-Weltcupbelag ausgestattet.

PREIS (UVP): € 249,90 WEB: onewaysport.com

FOTOS: Hersteller

SALOMON CARBON SKATE LAB

Der Carbon Skate LAB ist ein sehr leichter Rennski mit zukunftsweisender Carbon-

Technologie. Die 45-Grad-Flechtung sorgt für Stabilität, optimale Gleiteigenschaften

und perfekte Führung. Der Belag ist für Race-Eigenschaften optimal ausgelegt.

PREIS (UVP): € 599,99 WEB: salomon.com

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

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MATERIAL

IM SCHAUFENSTER:

5 NEUE LANGLAUF-GARNITUREN

Moderne Langlauf-Mode ist nicht nur funktionell. sondern auch modisch top. Hier der fünffache Beweis.

CRAFT

INTENSITY JACKET + PANTS

Die Jacke: Überzeugt durch ihr cleanes Design

und technisch durchdachte Details. VENTAIR®

WIND- Material im Frontbereich schützt vor kaltem

Wind, der ergonomische Schnitt sorgt für reichlich

Bewegungsfreiheit in der Loipe.

Die Hose: CRAFT bietet sie sowohl als klassi sche

Langlauf-Trainingshose (mit seitlichem Reißverschluss

bis zum Knie) wie auch als Fullzip-Variante an.

VENTAIR® WIND-Material auf der Vorderseite

schützt auch hier vor kalten Temperaturen.

PREIS (UVP): € 129,95/€ 109,95

WEB: craft-sports.de

ODLO

VELOCITY LANGLAUF-JACKE +

ZEROWEIGHT LOGIC RUNNING

PANTS

Die Jacke: Bietet diese Benefits: körpernahe

Passform, integrierte Windschutz-Elemente,

nahtloser Windschutz, körperbetonte Passform

dank Stretch.

Die Hose: Body-Mapping-Design liefert

Wärme genau an den richtigen Stellen,

während die Odlo-Logic-Windproof-Technologie

den kalten Wind von der Haut abhält.

PREIS (UVP): € 149,95/€ 99,95

WEB: odlo.com

DAEHLI SPORTS

JACKET RAW MEN +

PANTS FIERCE MEN

Die Jacke: Ist mit ihrem Permium Carbon-Einsatz

in der Front, in Kombination mit einem Softshell-Material

in 3L-Pique-Interlock ein echter

Hingucker. Der angeraute Stretch-Rücken

im 2-Lagen-Pique-Interlock sorgt für eine hohe

Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit. Die

Hose ist perfekt kombinierbar mit der Jacket

Raw. Vorne aus einem wind- und wasserabweisenden

Soft shell-Material. Vorgeformte Knie erlauben

eine hohe Bewegungsfreiheit.

PREIS (UVP): € 470,–/€ 200,–

WEB: chrissports.ch

LÖFFLER

ZIP-OFF JACKE WORLDCUP +

HOSE WORLDCUP

Die Jacke: die perfekte Trainingsbekleidung

im Stil der ÖSV-Nordic Stars. Leicht und

dennoch wärmend, hochwertige Materialien

perfekt verarbeitet. Mit praktischer Ausstattung

wie abzippbaren Ärmeln, elastischer

Rückeneinsatz und Reflektoren. Die Jacke

wurde großteils in Österreich produziert.

Die Hose: äußerst leicht, wärmend und atmungsaktiv,

aus innovativen, hochwertigen

Materialien, in perfekter Löffler-Verarbeitung.

Die funktionellen Details wie Hosenbein-Zip

bis Hüfthöhe zum schnellen Anziehen

schätzen nicht nur die Profis.

PREIS (UVP): € 249,99/€ 139,99

WEB: loeffler.com

SALOMON

EQUIPE SOFTSHELL JACKET +

MOMENTUM SOFTSHELL PANT

Die Jacke: Salomons vielseitigste und leichteste

Softshelljacke, hervorragend für Langlauf, Trailrunning

und jeden anderen aktiven Outdoorsport

bei kühlem Wetter geeignet.

Die Hose: Windabweisendes Softshell an der

Vorderseite und atmungsaktives Stretch auf der

Rückseite sorgen für optimale Wärme bei jedem

Wetter. MotionFit und ein breiter Hosenbund

machen diese Hose zum idealen Begleiter vor und

nach dem Training oder Rennen.

PREIS (UVP): € 140,–/€ 130,–

WEB: salomon.com

FOTOS: Hersteller

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SPORTaktiv


RAW Kollektion

Streben nach Perfektion


LANGLAUF-SPECIAL

MASSEN-

BEWEGUNG

Erst Blut, Schweiß und Tränen, danach Glücksgefühle im Übermaß – Volkslangläufe können

beides vereinen. Am Beispiel des legendären Engadiner Skimarathons über 42 km:

SPORTaktiv-Redakteur Klaus Molidor weiß, was euch vom ersten Schneetraining

bis ins Ziel des größten Langlauf-Events Mitteleuropas an Aufwand,

Mühsal, Freud und Leid so alles erwartet.

Drei Monate sind es im Normalfall.

Drei Monate von den

ersten Schmerzen bis zum

aufmunternden „Machets

guat“, des Streckensprechers. Drei

Monate vom ersten Ausflug auf den

Skating-Latten bis zu den ersten Doppelstockschüben

von Maloja aus hinaus

auf den zugefrorenen Silsersee in

Richtung St. Moritz. Damit beginnt

am zweiten Sonntag im März der

Engadiner Skimarathon, nach dem

Wasa lauf der wohl traditionsreichste

Volkslanglauf der Welt.

Davor kommt Anfang Dezember

aber der Schmerz, so verlässlich wie

jeden Tag die Sonne aufgeht. Über den

Sommer hat sich Flugrost an Fußgewölbe

und Sprunggelenk angesetzt,

der auf den ersten ein, zwei Stunden

in der Loipe zum ständigen Begleiter

wird. Ebenso wie der galoppierende

Puls und die ausgelaugte Oberarm-Schultergürtel-Partie.

Schon beim zweiten Training

ist aber jeder Schritt, jeder Stockeinsatz

ein Weg zurück zum runden Laufen.

Weil es für „Flachländer“ aber zunehmend

zum Problem wird, neben

Arbeit und Familie auch noch genügend

Schneekilometer zu sammeln,

müssen oft die Laufschuhe herhalten,

um die nötige Kondition zu schinden.

Nebel, Dunkelheit, Nieselregen,

Feuchte, die unter die Funktionskleidung

kriecht – das sind deine Begleiter

in den Wintermonaten.

VOLLER SCHUB

In der Loipe empfiehlt sich dann vor

allem für den weniger geübten Langläufer

ein Techniktraining. Um wieder

sauberer auf dem Ski zu stehen,

um sich von einem Trainer die eingeschliffenen

Bewegungsmuster wieder

ausmerzen zu lassen. Das spart

am Ende Kraft und die kann auf 42 km

und auf 1.800 m Seehöhe jeder brauchen

– egal, ob Anfänger, Genussläufer

oder ambitionierter Vielgleiter auf

dem Weg zur persönlichen Bestzeit.

FOTOS: Swiss Image GmbH

TEXT: Klaus Molidor

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SPORTaktiv


Blockabfertigung: Kurz vor der Skisprungschanze in St. Moritz geht die Strecke steil bergauf. Da kommt es bei den Hobbyläufern

zu Wartezeiten (links). Egal, ob kostümiert oder nicht – auf alle Finisher warten im Ziel freundliche Kinder mit Medaillen.

Wer sich wirklich gut vorbeiten will,

sollte jetzt auch damit beginnen, die

Innen- und Außenseiten der Oberschenkel

mit Krafttraining zu stärken.

Für den richtigen Schub mit den

Stöcken sorgt im Oberarm der Trizeps,

also der hintere dreiköpfige Muskel.

Leidensfähigkeit ist beim Training gefragt,

da sich die Trizeps-Ermüdung

nicht langsam ankündigt, sondern so

richtig einschießt. Autsch. Hilft aber,

wie die Erfahrung zeigt.

FRÜH HERAUS

Schnelligkeit hilft übrigens nicht nur

in der Loipe, sondern auch bei der Anmeldung.

Bis zum Jahreswechsel kostet

ein Startplatz umgerechnet 95

Euro, dann springt der Preis monatlich

nach oben – bis zu 152 Euro für

jene, die sich erst ab Anfang März

dazu entschließen, den „Engadiner“

zu laufen.

Das mag teuer anmuten, ist es

aber nur auf den ersten Blick. So ist die

An- und Abreise mit dem Zug von und

bis Chur in der Schweiz gratis. Am

Rennsonntag gilt die Startnummer

für die Fahrt mit Bahn und Bus zum

Start nach Maloja und für die Abreise

aus dem Ziel zum Quartier als Fahrschein.

Im Eisenbahnland Schweiz

funktionieren diese Transfers mit der

Präzision eines Uhrwerks, ebenso wie

Kleidertransport und Verpflegung an

der Strecke. „Nur laufen musst du selber“,

sagt Ruedi, der knorrige Wirt unseres

Berggasthofs, immer.

Apropos Wirt. Auch bei der Suche

nach einer Unterkunft sollte man einen

Sprint einlegen, für das Marathon-Wochenende

sind die Quartiere

in allen Preiskategorien rasch ausgebucht.

Einziger Wermutstropfen bei der

Bahnfahrt: Am Renntag muss man extrem

früh aus den Federn! Je nach Entfernung

zum Start klappern die Läuferinnen

und Läufer schon kurz nach

5 Uhr früh mit Skiern und Zähnen

gleichermaßen auf den Bahnsteigen.

Ab St. Moritz fahren dann auf der gesperrten

Straße zum Start Sonderbusse.

Wo es dann ein, zwei Stunden vor

dem Start um 8.30 Uhr auch Anfang

März noch knusprige Minusgrade im

zweistelligen Bereich haben kann.

Seit zwei Jahren gibt es aber auch hier

Abhilfe durch beheizte Zelte.

TROCKENOBST UND TELEMARK

Spätestens kurz vor halb 9 Uhr ist

dann aber alles vergessen. Die Kälte,

das harte Training, die Schmerzen,

die Nervosität. Bevor die Elite an den

Start geht, blinzelt zum ersten Mal die

Sonne über den Malojapass herüber

und aus den Boxen ertönt „Conquest

of Paradise“. Wer da keine Gänsehaut

bekommt, ist für Gefühle und Empfindungen

generell verloren. Das

Hochgefühl hält dann auch lange an.

14.000 Gleichgesinnte, links und

rechts dick verschneite Dreitausender

und eine brettlebene Loipe – Langläufer,

was willst du mehr! Das ist der

Lohn für endlose Nebelläufe, für alle

Schinderei im Fitnessstudio und im

Wachskeller. Das Gemeinschaftserlebnis

wird auch noch durch die vielen

Zuschauer am Streckenrand verstärkt,

die vor allem rein nach

St. Moritz und hinauf im 5 km langen

Anstieg in den Stazer Wald stehen

und mentale wie körperliche Hilfe

sind: Beim Anfeuern, ganz klischeehaft

per Kuhglocke, strecken dir viele

Leute Orangenspalten, Bananen,

Traubenzucker oder – mein Favorit –

getrocknete Marillen entgegen.

Das hilft bis in den „Nahen Osten“.

Denn die letzten 7 Kilometer des

Marathons haben die Schweizer liebevoll

„Golan Höhen“ getauft. Drei harte

Anstiege stellen sich da noch vor den

finalen Glücksgefühlen in den Weg,

dazu gefühlte zehn kleinere

„Hupferln“, bis es endlich nur noch

bergab geht. Eine scharfe Linkskurve,

eine scharfe Rechtskurve, dann hinein

ins Zielstadion. Die Sieger sind

längst geduscht und abgereist, bis ich

im „Gruppetto“, dem Block der Abgehängten,

ins Ziel schlurfe. Trotzdem,

ein Telemark auf der Ziellinie muss

einfach sein. „Gut gemacht, Klaus“,

sagt der kleine Reto, einer der Medaillen-Umhänger,

und legt mir das blaue

Band mit der Medaille um den Hals.

Spätestens jetzt tut dir nichts mehr

weh, alle „Nie wieder“-Schwüre von

unterwegs sind vergessen. Vielmehr

taucht im Hinterkopf auf: Äh, wann

genau startet die Anmeldung ...?

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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LANGLAUF-SPECIAL

HIER FINDET JEDER IN DIE SPUR!

OSTTIROL UND LANGLAUFEN – zwei Begriffe, die einfach zusammen gehören!

400 Loipenkilometer, drei Höhenloipen und ein Biathlonzentrum der Weltklasse

in Obertilliach machen diese Region zum Kompetenzzentrum für

Lang läufer aller Kategorien. Einsteiger laufen gemütlich im Nationalpark

Hohe Tauern, Fortgeschrittene zieht es ins Defereggental, das mit dem

Tiroler Loipengütesiegel ausgezeichnet ist. Und die Höhenloipe auf dem

Staller Sattel fordert sportliche Läufer mit Anstiegen bis auf 2.135 m.

Klar, dass mit dem „Dolomitenlauf“ in Obertilliach auch Österreichs größte

Langlaufveranstaltung in Osttirol stattfindet: Vom 19. bis 22. Jänner geht

die bereits 43. Auflage in Szene. Insgesamt sieben verschiedene Rennen an

vier Tagen sprechen dabei Profis, Amateure und Genusssportler jeden Alters

an – und das vor einer beeindruckenden Naturkulisse. Ein heißer Tipp: Den

Feinschliff holt ihr euch bei Toptrainern in der „Dolomitenlauf-Vorbereitungswoche“

– inklusive 7 Übernachtungen, Startgebühr und Ticket auf der

Ehrentribüne beim „Dolomitensprint“, zu haben ab 289 Euro pro Person!

WEB: dolomitensport.at/dolomitenlauf

FOTOS: xxx

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SPORTaktiv


FOTO: Osttirol Werbung

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

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LANGLAUF-SPECIAL

„LÄNGER LAUFEN“ IN DEN DOLOMITEN

Im Herzen der Dolomiten erwartet dich „Dolomiti NordicSki“, Europas größtes

Langlauf karussell. Mit zwölf Regionen, die schneesicher und bequem erreichbar sind.

Dolomiti NordicSki heißt das

Langlaufkarussell im Herzen

der Dolomiten, und es hat jede

Menge zu bieten: Mehr als 1.300 Loipenkilometer,

zwölf Regionen in Italien

und Österreich, ein einheitliches

Preissystem und einen Gesamtskipass.

Dazu spannende Events, speziell

auf Langläufer ausgerichtete Unterkünfte,

ein GPS-Service für jede Tour

und noch einiges mehr.

Das erste, was bei der Ankunft auffällt,

sind die majestetischen Dolomitengipfel.

Diese und die perfekte Loipenqualität

haben alle zwölf Gebiete

gemeinsam. Aufgezählt: Alta Badia,

das Antholzertal, das Gsieser Tal-Welsberg-Taisten

und die Dolomitenregion

Drei Zinnen; weiters die Seiser

Alm-Gröden, das Tauferer Ahrntal, San

Vigilio-Dolomites, Comelico Sappada.

Und noch mal vier: Cortina d’Ampezzo,

Auronzo-Misurina-Lorenzago di Cadore,

Forni di Sopra und Osttirol. Überall

gelten einheitliche Preise für Tages-,

Wochen- und Saisonstickets. Dazu ist

das gesamte Gebiet besonders familienfreundlich,

bis 14 Jahre ist die Loipenbenutzung

zum Beispiel kostenlos.

Die Loipen im Dolomiti Nordic-

Ski-Gebiet präsentieren sich mit herrlichen

Tourenmöglichkeiten. Sie sind

abwechslungsreich, aufgrund der Beschneiung

ab Dezember stets schneesicher

und bestens präpariert. Wer sich

hier seine Langlaufski anschnallt,

kann sich auf optimale Bedingungen

und beste Serviceleistungen verlassen.

GANZ BEQUEM ERREICHBAR

Logisch: Die Gastgeber von Dolomiti

NordicSki kennen die Bedürfnisse und

Wünsche von Langlaufgästen und

sind bei der Auswahl der schönsten

Loipen gerne behilflich. Vielleicht lassen

sie sich auch den einen oder anderen

Geheimtipp entlocken.

Mit seinem Angebot ist Dolomiti

NordicSki daher wie geschaffen für einen

perfekten Langlaufurlaub. Alle

zwölf Regionen liegen nahe beieinander

und sind bequem mit den öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichbar.

Durch das einheitliche Kartensystem

sowie die Wochen- und Saisonkarten

sind auch alle 1.300 Loipenkilometer

wirklich nutzbar. Und noch ein dickes

Plus: Viele Gastbetriebe liegen direkt

an der Loipe. Vor der Hoteltür in die

Langlaufski steigen, nach dem

Langlaufen ohne Verzögerung im

Wellnessbereich aufwärmen: Da wird

ein Langlauftraum wahr . . .

Info & Tipps

HIGHLIGHT-EVENTS: Zahlreiche

Veranstaltungen unterstreichen die

Vielfältigkeit des Langlaufens im

Dolomiti-NordicSki-Gebiet.

WEB: dolomitinordicski.com/de/

events.html

PACKAGE-TIPPS: Die besten Urlaubsangebote

im Dolomiti-NordicSki-Gebiet.

WEB: dolomitinordicski.com/de/

pauschalen.html

INFOS UND BUCHUNGEN:

Dolomiti NordicSki

Tel.: +39 0474 972 132

E-Mail: info@dolomitinordicski.com

WEB: dolomitinordicski.com

FOTOS: Cortina_nordic_2015_www.bandion.it; Romantik Hotel Santer_tauderer

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SPORTaktiv


AUS DER „WINTERFRISCHE“

ZUM NEUEN „STEIRALAUF“

Loipenland Ausseerland. Neben 200 Kilometern für Skater und Klassiker bietet die Region

Entspannung, Kulinarik – und einen völlig neu interpretierten Klassiker: den „Steiralauf“!

FOTOS: Martin Huber/steiralauf.at, TVB Ausseerland-Salzkammergut/Tom Lamm

Mit den beiden Skigebieten Loser

und Tauplitz, einem der

besten Loipenangebote Österreichs,

der GrimmingTherme Bad

Mitterndorf und dem Narzissen Bad

Aussee verbindet sich modernes

Sport erlebnis mit Gefühl für Winterfrische

in Altaussee und Grundlsee.

Über 200 km Loipen, klassisch

und skating gespurt, mit ausgezeichneten

Loipen in allen Schwierigkeitsgraden:

Hier finden garantiert

alle in die richtige Spur – und echte

„Lang-Läufer“ entdecken zauberhafte

Winter-Impressionen. Nach einem

sportlichen Tag wartet dann der

perfekte Ausklang: Im Narzissen Bad

Aussee oder in der GrimmingTherme

in Bad Mitterndorf ins wohlig warme

Wasser eintauchen und den Winter

Winter sein lassen.

„STEIRALAUF“ IM NEUEN OUTFIT

Neben der landschaftlichten Schönheit

verwöhnt die Region Ausseerland-Salzkammergut

ihre Gäste mit

traditionellen kulinarischen Schmankerln.

Genau diese Aspekte möchte der

traditionelle „Steiralauf“ vereinen.

Die 38. Auflage des Klassikers am 27.

und 28. Jänner präsentiert sich in völlig

neuem Outfit – für Spitzenläufer

ebenso wie für alle Hobbysportler:

• Bereits am Freitag, dem 27. Jänner,

beginnt die Veranstaltung mit einem

speziellen Nachwuchsrennen, dem

KIDS-Race 2.0: ein Vielseitigkeitsbewerb,

der auch zum Steirischen Landescup

zählt.

• Am Samstag warten dann in den Loipen

am Fuße des Grimmings vier verschiedene

Distanzen auf die Teilnehmer

– und viel Neues: Etwa die

veränderte Streckenführung beim

10-km-Genusslauf, dessen Profil zum

puren Genießen einlädt. Auch die

Strecke über 25 km Skating ist neu –

und einfacher. Traditionell wird die

30-km-Distanz im klassischen Stil gelaufen.

Und auf der 50-km-Königsdistanz

werden Schulter an Schulter mit

den Hobbysportlern wieder einige

von Österreichs besten Skatingspezialisten

um den Tagessieg kämpfen.

Sollte im Tal Schneemangel herrschen,

wird das Rennen auf der Tauplitzalm

gelaufen. Shuttlebusse bringen

alle Läufer zum Start und wieder

retour. Übrigens, eine Neuheit hätten

wir noch: Attraktive Verpflegungsstellen

werden dafür sorgen, dass der

„neue Steiralauf“ im wahrsten Sinn

des Wortes für alle Teilnehmer zum

Genuss wird ...

Informationen:

TOURISMUSVERBAND

AUSSEERLAND – SALZKAMMERGUT

Bahnhofstraße 132, 8990 Bad Aussee

Tel.: 0 3622/54 0 40-0

E-Mail: info@ausseerland.at

WEB: ausseerland.at

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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LANGLAUF-SPECIAL

SPORTLICH BEIM MARATHON,

SPIELERISCH IM „NORDIC PARK“

Langlaufen, Nordic Walking, Skispringen oder Skitouring – die Vielfalt der nordischen

Aktivitäten ist in Saalfelden Leogang grenzenlos. Die Urlaubsregion ist am 4./5. Februar aber

auch erste Adresse für die Wettkämpfer: Da glüht beim 10. „Skimarathon“ die Loipe!

Von Frau Holle sind die Langlaufloipen

in Saalfelden Leogang

nur noch bedingt abhängig. Vor

zwei Jahren wurde kräftig in die Beschneiung

investiert, um das weitläufige

Netz möglichst lange befahrbar

zu machen. Seither gibt’s immer

genug Schnee, um die Skating- und

Klassikspuren täglich bestens zu

stylen.

Wie auf den Skipisten finden

sich auch im Loipennetz Strecken unterschiedlicher

Schwierigkeitsgrade.

„Zu den anspruchsvollsten zählen sicher

die WM-Loipen am Ritzensee,

die den heimischen Spitzensportlern

wie Simon Eder oder Julian Eberhard

als Trainingsstrecke dienen“, sagt

Marco Pointner, Geschäftsführer der

„Saalfelden Leogang Touristik“. Zahlreiche

Anschlussloipen, die sich auch

für Neueinsteiger eignen, führen in

Nachbarorte wie Maria Alm, Maishofen

oder zur Biathlon-Metropole

Hochfilzen, wo von 8. bis 19. Februar

die Biathlon WM ausgetragen wird.

Klar passt auch die Rundum-Betreuung

für Langläufer: Von Servicestellen

bis zu Langlaufschulen, die

auch die passende Ausrüstung verleihen,

ist alles vorhanden.

TOP-EVENT UND NORDIC PARK

Das Langlauf-Event des Jahres in Saalfelden

ist sicher der 10. „Skimarathon“

am 5. Februar, der mit rund 500 Teilnehmern

aus dem In- und Ausland

auch zu den Toprennen in Österreich

zählt. Und jeder Hobbylangläufer

kann mitmachen – über 42 oder 21 Kilometer,

oder im Teambewerb. Für

Kinder und Schüler steigt tags zuvor

der Mini-Skimarathon.

Eine geniale Idee feiert im Februar

Premiere: Da wird der große „Nordic

Park“, in dem das nordische Komplettangebot

von Saalfelden Leogang noch

mit Aktivitäten wie Eislaufen, Winterwandern,

einem Snow- & Fun-Park für

Kinder und anderen Attraktionen ergänzt

wird, mit einer Veranstaltung

gebührend eingeweiht.

Veranstaltungen

11. 1.: FIS World Snow Day im Fun &

Snow Park Saalfelden

4. – 5. 2.: 10. Skimarathon Saalfelden

8. – 19.2.: Biathlon Weltcup Hochfilzen

10. 2.: Nordic Park Eröffnung am

Ritzensee Saalfelden

KONTAKT:

Saalfelden Leogang

Touristik GmbH

Mittergasse 21a, 5760 Saalfelden

office@saalfelden-leogang.at

WEB: saalfelden-leogang.com

FOTOS: Tourismus Saalfelden Leogang

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SPORTaktiv


GRENZENLOSES GLEITEN

RUND UM DEN ACHENSEE

Gemütlich, sportlich oder doch wettkampforientiert: Rund um den Achensee wartet ein

gewaltiges Loipennetz von 217 Kilometern auf Langläufer jeglicher Leistungsklasse.

FOTOS: Achensee

Daten zum Achensee

LANGLAUF-KILOMETER GESAMT: 217 km

KLASSISCHE LOIPEN: 114 km; schwarz:

22 km, rot: 42,5 km, blau: 49,5 km

SKATING-LOIPEN: 103 km; schwarz:

18,5 km, rot: 36,5 km, blau: 48 km

SCHLITTENLANGLAUF: insgesamt 46,5

km Loipen, verteilt auf Achenkirch,

Maurach, Pertisau

BESCHNEIUNGSANLAGE in Pertisau,

Achenkirch und Maurach: insgesamt

können ca. 40 km Loipen beschneit

werden

EXTRAS:

• 1,5 km Hundeloipe in Pertisau

• 6 Langlaufschulen

• 5 Langlauf-Verleihstellen

KONTAKT

Achensee Tourismus

Im Rathaus 38

6215 Achenkirch am Achensee

Tel. +43 (5246) 5300-0

E-Mail: info@achensee.com

WEB: achensee.com

Über 200 Kilometer wettkampftauglicher

Loipen ziehen sich

durch das Hochtal rund um den

Achensee, der wie ein Fjord eingebettet

ist zwischen Rofangebirge im Osten

und Karwendelgebirge im Westen. Skater

wie auch Anhänger des klassischen

Stils finden ein mehrfach ausgezeichnetes

Loipensystem mit Strecken unterschiedlicher

Schwierigkeitsgrade. Einsteiger

können auf einer Übungsloipe

lernen, wie man bremst, die Spur wechselt

und einen Notsturz hinlegt. Und wer

seinen Vierbeiner mitnehmen möchte,

kommt auf einer ausgewiesenen Hundeloipe

niemandem ins Gehege.

Ein besonderer Tipp sind die Loipen

durch die sanft ansteigenden Karwendeltäler,

die direkt an Pertisau

grenzen: Langsam durch die Winterlandschaft

gleiten, dazwischen in einer

der zahlreichen Almen direkt neben

der Strecke einkehren – und einfach die

Landschaft genießen.

Seit 2010 gibt es am Achensee acht

barrierefreie Loipen für Schlittenlanglauf.

Rollifahrer können sich mit ihren

Schlitten in spezielle Spuren einfädeln

– insgesamt stehen 46,5 Kilometer zur

Verfügung. Wer sich damit vertraut

machen möchte, erhält einen Leihschlitten

und Tipps vom Lehrer in der

Skischule in Pertisau.

LANGLAUF-OPENING

Am 18. Dezember ab 9 Uhr wird die

Langlaufsaison mit einem Opening

eingeläutet. Schnupperkurse, Wachsservice,

Skitests und Einführung in die

Biathlon-Bewerbe sind inklusive. Beim

Gaudi-Biathlon stellt man ab Mittag

dann sein Können unter Beweis.

ACHENSEE 3-TÄLER-LAUF

Richtig sportlich geht es beim „Achensee

3-Täler-Lauf“ zu: Am 26. Februar

führen 30 (Skating) bzw. 33 Kilometer

(Klassik) von Pertisau in die Karwendeltäler

Falzthurntal, Gerntal und

Tristenau. Start ist um 9:30 Uhr,

Details dazu und die Anmeldung auf

www.achensee.com/3-taeler-lauf

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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LANGLAUF-SPECIAL

SPUR PUR?

NICHT NUR!

LOIPE ZIEHEN UND FERTIG? So lockt man heute keinen Langläufer mehr aus dem

Wachskeller! Die großen Langlaufregionen in Österreich haben längst erkannt, dass bei

diesem Sport zwar der Bewegungsablauf gleichförmig ist, die Masse aber nur beim Stock zu

halten ist, wenn es das eine oder andere Highlight gibt. Abwechslung ist auch hier Trumpf.

Gleiten statt hetzen! In den

Zeiten des „Waldsterbens“

war dieser Spruch schon in

Mode; jetzt ist er es wieder –

nur die Zielgruppe hat sich verändert.

Damals, in den 1980er-Jahren, war er

an die Autofahrer gerichtet – heute ist

damit die „Volksbewegung des Winters“

gemeint: das Langlaufen!

Nahezu jedes Skigebiet hat heute

ein Angebot für Langläufer, die Spezialisten

locken mit einem riesigen Loipennetz

– und trotzdem: „100 Kilometer

in eine Richtung laufen zu können

reicht heute längst nicht mehr als Angebot“,

sagt Elias Walser von der Olympiaregion

Seefeld. Wie bei allen anderen

Wintersport-Playern gehört heute

auch rund um den Loipensport eine

perfekte Infrastruktur – von der Duschmöglichkeit

an der Strecke bis zum

Hotel mit Wellnessangebot – einfach

dazu. Aber wie der Blick in fünf große

Langlauf-Regionen zeigt, ist das „Unterhaltungspaket“

noch viel größer.

SEEFELD. In der Olympiaregion gibt

es zum Beispiel Fotopoints, eine Videostrecke

und bald auch einen Fun-

Park. Steilkurven, Sprünge und eine

Wellenbahn sollen dort dem Ausdauersport

einen Action-Faktor verleihen,

der Langlaufen auch für Kinder

und Jugendliche interessant macht.

Dabei ist Seefeld eine bekannte Marke

im nordischen Bereich und bräuchte

sich um die Auslastung kaum Sorgen

zu machen. Stillstand kommt für Elias

Walser aber nicht in Frage: „Mir ist

die Entwicklung im Skisport eine

Lehre“, sagt er. „Ende der 1990er-Jahrehat

doch kaum einer noch mit dem

Skifahren begonnen, die Skiindustrie

hat im wirklich allerletzten Moment

die Kurve gekriegt und die Carving-Ski

auf den Markt gebracht – die

Rettung für eine ganze Sportart.“

Darum müsse auch der Langlauf-

Sport innovativ bleiben. „Uns ist das ja

FOTOS: Olympiaregion Seefeld, photo-austria.at, Hannes Dabernig, TVB PillerseeTal

TEXT: Klaus Molidor

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SPORTaktiv


In Hochfilzen in der Region Pillerseetal (links) ist die Biathlon-Elite Stammgast. Seefeld, die Ramsau, der Weissensee und die

Ferienregion Hohe Salve punkten aber ebenfalls mit vielfältigem Langlauf-Angebot, das auch Neulinge in die Loipen holen soll.

selbst einmal passiert. Nach der nordischen

WM in Seefeld 1985 herrschte

bei uns die Meinung, dass es reichen

würde, weiter nur auf die

klassischen Loipen zu setzen. Und

dann sind auf einmal die Skater dahergekommen

und Klassik war out.“

Jetzt aber setzt auch auf diesem

Sektor eine Erholung ein – dank der

Industrie. „Alle Skifirmen haben

jetzt Fellski im Angebot, die das klassische

Langlaufen wieder attraktiv

machen“, sagt Walser. Denn bisher

gab es entweder Schuppenski oder

Wachsski. Der Schuppenski war auf

Steigungen schnell überfordert, die

Folge: durchrutschen im Anstieg.

Nicht lustig. Der Wachsski war und

ist kompliziert zu präparieren, mit

seiner Steig- und Gleitzone. „Da muss

man viel tüfteln bei Schneetemperatur

und -beschaffenheit. Das wird

den meisten Leuten auch schnell zu

mühsam“, weiß Walser, „mit den

neuen Fellskiern aber geht es gut

bergauf und es macht auch im Diagonalschritt

in der Ebene Spaß“.

RAMSAU. Die Ramsau am Dachstein

punktet schon auch mit schierer

Größe – und mit Schneesicherheit!

220 Loipenkilometer gibt es hier zu

befahren. Und das auf drei Ebenen:

im Almgebiet, auf dem Sonnenplateau

Ramsau und – als Extrabonus in

schneearmen Zeiten – auf dem Dachsteingletscher.

Dort bereiten sich Jahr

für Jahr auch Weltklasse-Athleten aller

Herren Länder auf die Weltcupsaison

vor. Um das riesige Loipennetz

der Ramsau möglichst früh befahrbar

zu machen, wird der Schnee seit einigen

Jahren „übersommert“: Rund 500

Lkw-Ladungen Schnee werden dabei

aufgeschichtet, darüber kommt eine

Schicht Hackschnitzel und eine weiße

Schutzfolie, die vor Regen und zu

großer Sonneneinstrahlung schützt.

„Snowfarming“ nennt sich das Neudeutsch.

Langlaufen kann man in der

Ramsau fast rund um die Uhr: Von 17

bis 21 Uhr wird auf der beleuchteten

Nachtloipe gefahren.

HOHE SALVE. Sogar bis 22 Uhr können

die Langlaufsportler am Angerberg

in der Ferienregion Hohe Salve

in Tirol ihre Runden ziehen. Und das

sogar gratis, während in den anderen

Regionen Tickets zu lösen sind. Ein

weiteres Highlight ist die 14-km-Loipe

im Schneerosental: Hier kann man

die Straßen überqueren, ohne die Ski

abschnallen zu müssen. „Nordic Slider“

machen das möglich. Das sind

Metallspuren mit Rollen, die mit Doppelstockschub

oder im klassischen

Schritt überlaufen werden können.

Das Superservice: Damit der Ski

in den Loipen gut gleitet, gibt es eine

tägliche Online-Wachsempfehlung:

Eine Wetterstation direkt auf der Loipe

misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit,

Wind und Niederschlag und ist

direkt mit der Wachsdatenbank des

Wachsherstellers Swix verbunden.

PILLERSEETAL. Die Region Pillerseetal

punktet mit dem breiten Loipenspektrum.

Vom einfachen Profil für

Anfänger und Genussläufer geht es

in der Schwierigkeit stufenlos bis auf

WM-Niveau, gehört doch auch das

Biathlon-Zentrum in Hochfilzen zu

dieser Region. Für den Winter 2016/17

gibt es neue Strecken, bestehende

wurden verbreitert und die Beschneiung

ausgebaut. Top: Unterwegs geben

Loipenbetreuer Technik- und Wachstipps

und helfen auch einmal mit

einem Schnapserl zur Stärkung aus.

Mit Toiletten und Duschmöglichkeiten

an der Strecke ist die Infrastruktur

auch für Tagesgäste gut ausgebaut.

WEISSENSEE. Dank der frostigen

Temperaturen im Hochtal auf 930

Metern Seehöhe ist der Weissensee in

Kärnten ja ein Paradies für die Eisläufer

aus dem In- und Ausland. Auch

diesen Winter wird die traditionsreiche

holländische 11-Städte-Tour wieder

auf dem Weissensee ausgetragen.

Dieses Klima sorgt aber auch für

Schneesicherheit und damit punktet

der Weissensee auch gewaltig bei den

Langläufern: Ab Anfang Dezember

kann hier meist beschneit werden,

um den 20. Dezember sind die Loipen

geöffnet – 55 km umspannt das Netz

für klassische und freie Technik.

Ein Extra-Highlight: Auf der Laser-Biathlon-Anlage

können sich auch

Hobbyläufer einmal fühlen wie Skijäger-Legende

Ole-Einar Björndalen.

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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Langlauf Schnuppern

BUCHBAR VON 3. BIS 15. 1. 2017

• 3 Nächte inklusive ¾-Verwöhnpension

Plus

• Schnupperstunden in der Langlaufschule

mit abgestimmten Trainingseinheiten

von Montag bis Freitag

•Hoteleigenes Langlauf-Shuttle in das

Biathlonzentrum

• Wachskurs – wie pflege ich meine

Langlaufski richtig?

• Welcome Home-Drink, persönlicher

Aktivguide, Wellness- und Wasserwelt

Acquapura SPA

ab

€ 267,–

p. P.

IMMER PERFEKT IN DER SPUR

Auf die Langlaufski – fertig – und los!

Das Antholzertal ist ein Paradies für jeden,

der unberührte Winterlandschaft

auf Langlaufskiern entdecken will. Das

Gebiet verfügt über ein Loipennetz mit

mehr als 60 km und führt durch romantische

und schneeversunkene Wälder

quer über den vereisten Antholzer See

bis zum Fuße des Staller Sattels. Nicht

weit vom Falkensteiner Hotel entfernt

findest du übrigens auch das bekannte

Biathlonzentrum, Europas größtes

Langlaufkarussell, dem „Dolomiti NordicSki“,

wo auch vom 19. bis 22. Jänner

2017 wieder der Weltcup gastiert.

FALKENSTEINER HOTEL & SPA

ALPENRESIDENZ ANTHOLZ ****

ANTHOLZ / SÜDTIROL

Paul-Zingerle-Straße 4,

39030 Antholz Obertal

Tel.: 0039 0474/49 45 20

WEB: www.antholz.falkensteiner.com

FOTOS: Falkensteiner Hotel & Spa Alpenresidenz Antholz

ab

€ 469,–

p. P.

KitzSki im Jänner

BUCHBAR VON 8. 1. BIS 4. 2. 2017

• 4 Übernachtungen inklusive

Frühstücksbuffet und Halbpension

• 4-Gang-Abendmenü mit

Wahlmöglichkeit

• 3-Tages-Skipass für das Skigebiet

der Bergbahnen Kitzbühel

• Benützung der Badeoase mit Hallenbad,

Sauna, Dampfbad & Infrarotkabine

• Bademantel und Handtücher während

des Aufenthalts

• WLAN im ganzen Hotel

WOHNEN DIREKT AN DER PISTE

So kann der Tag beginnen: Mit der

Fleckalm-Gondelbahn, gleich neben

dem Hotel Klausen, geht es direkt zu

den schönsten Abfahrten der Region.

Stammgäste schätzen hier nicht nur die

besondere Lage mitten im Skigebiet

Kitzbühel-Kirchberg, sondern auch die

herzliche Betreuung und Tiroler Gastfreundschaft.

Auch begeisterte Langläufer

kommen nicht zu kurz – dafür

sorgt – nur wenige Gehminuten entfernt

– ein umfangreiches Loipennetz

rund um Kirchberg, Kitzbühel und den

Wilden Kaiser. Und nach einem aktiven

Tag entspannst du im Wellness-Bereich

des Hotels Klausen, bevor es zum

Après-Ski in die „Klausenfalle“ geht ...

FAMILIEN- & SPORTHOTEL KLAUSEN

KITZBÜHELER ALPEN/TIROL

Klausen 8, 6365 Kirchberg in Tirol

Tel.: 0043 53 57/21 28

WEB: www.klausen.at

FOTOS: Familien- & Sporthotel Klausen, Albin Niederstrasser

70

SPORTaktiv


GEBALLTE INFORMATION AN EINEM

TAG – DAS BIETET DIE EUROBIKE 2017

IN FRIEDRICHSHAFEN AM BODENSEE.

ABER ANDERS ALS HEUER WIRD ES

BEI DER LEITMESSE DER FAHRRAD-

BRANCHE VOM 30. AUGUST BIS 2.

SEPTEMBER 2017 NUR EINEN ANSTEL-

LE VON ZWEI „FESTIVAL DAYS“ FÜR

DIE BESUCHER GEBEN. DIE STÄRKS-

TEN THEMEN WERDEN AN DIESEM

TAG GEBÜNDELT ANGEBOTEN, DA-

FÜR WERDEN DIE TESTPARCOURS

UND DIE DEMO AREA AN ALLEN VIER

TAGEN GEÖFFNET SEIN.

FEST STEHT AUCH SCHON, DASS DIE

EUROBIKE 2018 AUF EINEN FRÜHE-

REN TERMIN VORVERLEGT WIRD: SIE

FINDET DANN NICHT ERST ENDE

AUGUST STATT, SONDERN BEGINNT

AM 8. JULI – 2018, WOHLGEMERKT ...

WEB: EUROBIKE-SHOW.DE

NEUIGKEITEN VON

DER „EUROBIKE“

Wer könnte dich auf ein 24-Stunden-Radrennen

besser vorbereiten als

der 24-h-Weltmeister und dreifache Sieger

des Race Across America, Christoph

Strasser! Von 28. bis 30. April lädt der

Champ in Kaindorf ins Camp. Damit

bist du dann für das 24-Stunden-Rennen

am 14. und 15. Juli bestens gerüstet,

wenn sich die Ökoregion Kain dorf (bei

Hartberg/Stmk.) wieder in eine große

Radsportarena verwandelt. Und wer es

nicht ganz so extrem mag, aber trotzdem

gerne dabei wäre: 2017 gibt es erstmals

eine 3-Stunden-Sprint-Challenge.

Alle Infos:

WEB: ultraradchallenge.at

BIKE

TRAINING / MATERIAL / TOUREN

Erst ins Camp, dann

ins 24-Stunden-Rennen

Ein „Safeman“

fürs Bike

Schwere Stahlbügelschlösser schleppen war einmal. Mit

dem Stalhkabel-Schloss „Safeman-T“ lassen sich Mountainbike,

Rennrad, E-Bike und Co. handlich, einfach und

sicher versperren. Das Stahlkabel ist 1,85 Meter lang und

kann stufenlos verstellt werden – praktisch zum Absperren

und Verzurren (auch von anderen Gegenständen).

Dank rostfreier Materialien trotzt es Wind und Wetter

und mit einem Durchmesser von 10 Millimeter und nur

550 Gramm bleibt auch das Packmaß gering.

WEB: safeman.de

Wer jetzt das Rad ins Eck stellt, sollte

die Tipps fürs Einwintern beherzigen

1. WASCHEN. Lauwarmes Wasses, etwas

Spülmittel, Schwamm und Bürste verwenden.

Achtung: Keinen Hochdruckreiniger

verwenden – der spült das Fett

aus den Lagern und drückt das Wasser

in die kleinsten Stellen, wo dann über

den Winter Rost entstehen kann.

2. HARTNÄCKIGE ÖLRESTE AM ANTRIEB

werden mit einem speziellen Spray aus

dem Fachhandel entfernt, die Kette wird

danach wieder eingeölt.

FOTOS: Eurobike, istock, KK

3. LAGERUNG. Am besten aufgehängt,

oder mit voll aufgepumpten Reifen.

So verlagert sich der Druck besser.

4. BREMSEN ENTLÜFTEN oder Bremsbeläge

tauschen sollte man eine Fachwerkstatt

machen lassen – trotz vieler

„Anleitungen“ im Internet ...

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

71

Winterputz


BIKE

Ob Rennradfahrer oder Mountainbiker. Das

„Watt-Training“ wird auch für leistungsorientierte

Hobbyradler immer interessanter.

Eine Frage der

Leistung

WATTMESSUNG STATT PULSMESSUNG. Im Profi-Radsport ist wattbasiertes

Training seit Langem üblich. Mit dem Fallen der Preise für die benötigte Technik

steigt aber auch das Interesse der Hobbyradsportler an der Wattmessung.

Wie sich mit wenig Zeitaufwand ein Mehr an Trainingseffekt erzielen lässt:

Wir zeigen, was beim „Watttraining“ Stand der Dinge ist.

FOTOS: Stages Cycling

TEXT: Wolfgang Preß

72

SPORTaktiv


Ein kleiner Blick in die Sportgeschichte:

Vor annähernd 20

Jahren, im April 1997, gewann

der Däne Bjarne Riis den Frühjahrsklassiker

„Amstel Gold Race“ in

Holland. Er war der erste Sieger eines

Profiradrennens, der mit einer Kurbel

des deutschen Ingenieurs Ulrich Schoberer,

genannt „SRM PowerMeter“, unterwegs

war. Und damit war er auch

der erste, der auf eine neue, wissenschaftliche

Methode setzte: auf die

wattbasierte Leistungsmessung. Mit

dieser Methode konnte Riis zu jeder

Zeit im Rennen genau sagen, wie viel

Kraft er auf die Pedale brachte.

Erinnern wir uns zum besseren

Verständnis kurz an den Physik-Unterricht

zurück: Watt ist die Einheit für

die Leistung. Und diese definiert sich

als „Energieumsatz pro Zeitspanne.“

So weit, so gut. Wie aber funktioniert

diese Messung der fürs Vorankommen

eingesetzten Energie nun genau bei einem

Rad? Beim Treten registrieren spezielle

Sensoren, genannt Dehnmessstreifen,

je nach verwendetem System

schon minimalste Verformungen in

der Tretkurbel, in der Hinterradnabe

oder in der Pedal achse. So wird das

Drehmoment gemessen, und zusammen

mit der durch einen weiteren Sensor

ermittelten Trittfrequenz wird die

Leistung errechnet, die in Watt auf dem

Display angezeigt wird.

Zuvor hatten Radsportler, um objektive

Leistungsdaten zu erhalten, nur

die Herzfrequenz als Basis. Diese unterliegt

allerdings zahlreichen Einflussgrößen

und ist kein wirklich verlässlicher

Gradmesser für den „Output“, da

der Herzschlag stets nur verzögert auf

Belastungen reagiert. Die Wattzahlen

aus einem „Powermeter“ zeigen dagegen

eindeutig, was der Sportler in genau

diesem Moment leistet: Fährt man

einen Berg hoch, schnellen die Wattzahlen

sofort nach oben, während die

Herzfrequenz erst verzögert steigt. Der

Puls unterliegt zudem vielen Einflüssen,

die Verfälschungen verursachen

können: Emotionen, Flüssigkeitsmangel,

hohe Temperaturen oder auch die

Ernährung.

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis

zeigt den Unterschied: Wenn man

im Hochsommer bei 35 Grad den

Home trail entlang brettert, leistet das

Herz Schwerstarbeit; die gleiche Strecke

bei 15 Grad ist für das Herz weit weniger

fordernd. Watt dagegen bleibt

Watt – egal, ob es hagelt oder ob man

gerade fünf Kaffee getrunken hat ...

IDEALES TRAININGSINSTRUMENT

„Das alles macht die Leistungsmessung

zum idealen Trainingsinstrument“,

sagt Björn Geesmann, Leiter des

Sport-Diagnose-Instituts „Staps“ in

Köln, wo sich unter anderem auch der

Lienzer MTB-Marathon-Weltmeister

Alban Lakata betreuen lässt. „Mit dieser

Methode wird das Einhalten der

Trainingsbereiche präziser, auch die

möglichen Analysefunktionen mit einem

Leistungsmesser werden um ein

Vielfaches höher. Im Grunde wird Trainingssteuerung

deutlich objektiver

und somit auch qualitativ besser. Sowohl

Intervall- als auch Grundlagentraining

lassen sich exakter dosieren,

unabhängig von externen Faktoren

wie Wind, Streckenprofil oder Untergrund.“

Alban Lakata selbst sieht als größten

Vorteil, „dass die Wattleistung unbestechlich

ist und mir immer zeigt,

wie fit ich wirklich bin. Und zwar unabhängig

von äußeren Einflüssen.

Oder auch von meiner subjektiven

Wahrnehmung. Manchmal fühle ich

mich total mies beim Training – und

stelle nachher fest, dass meine Werte

sogar richtig gut waren.“

DIE VORTEILE FÜR FREIZEITBIKER

Alles klar soweit. Was aber haben wir

Freizeitbiker davon? Dazu gleich die

gute Nachricht: Die Technologien zur

Wattmessung werden immer besser,

aber auch immer günstiger – und so

wird wattbasiertes Training auch für

leistungsorientierte Freizeitbiker zunehmend

interessant. Für Rennradfahrer

wie auch für Mountainbiker, etwa

aus der Marathon-Szene. Und da der

Winter die ideale Zeit ist, nach Optimierungspotenzial

zu suchen und folglich

auch, um neue Trainingsmethoden

für sich in Betracht zu ziehen, passt

diese Geschichte perfekt zur Jahreszeit.

„Dass Wattmessung im Freizeitsport

bisher nur eine kleine Rolle

spielt, hat vor allem mit den Kosten zu

tun“, diese Überzeugung hört man oft.

Rund 800 Euro aufwärts werden dafür

heute noch fällig. Nicht wenig, aber bereits

deutlich unter dem, was die Geräte

vor wenigen Jahren noch kosteten.

Und der Trend bei den Preisen zeigt

weiter nach unten. Hobbyfahrer denken

auch oft, dass sich bei ihren geringen

Trainingsumfängen ein Wattmesser

nicht lohnt – doch das ist ein

Irrtum: Gerade, wer wenig Zeit ins Training

investieren kann, sollte diese

auch möglichst effizient nutzen.

Die Powermeter-Messtechnik ist

inzwischen ausgereift und in unterschiedlichen

Varianten verfügbar.

Standard sind Tretkurbel-Systeme wie

zum Beispiel das „Powermeter“ von

Stages Cycling, oder auch jenes der

Sram-Tochterfirma Quarq. Beliebt, weil

einfach zu nutzen, ist daneben auch die

„Kraftmessnabe“, etwa von Powertap:

Der Hersteller bietet dafür fertige

Laufradsätze an, die man an unterschiedlichen

Rädern nutzen kann.

Nr. 5; 6; Oktober Dezember / November ´16 / Jänner 2016 ´17

73


TRAINING

Jüngste Entwicklungen sind ebenfalls

einfach zu montierende, pedalbasierte

Systeme, wie etwa die „Keo Power“-Reihe

von Look, oder das Kettenblatt-basierte

„C1“-System von Powertap, die

beide ähnlich wie ein Kurbelsystem

funktionieren.

WAS WATTWERTE AUSSAGEN

Wie trainiert man nun als Freizeitbiker

effektiv mit einem Leistungsmesser?

Wer sich damit auskennt, kann eine

Vielzahl interessanter Kenndaten herauslesen,

um danach sein Training auszurichten.

Björn Geesmann: „Die sogenannten

‚Leertretzeiten‘, also Zeiten im

Bereich geringer Leistung, die nicht

wirklich als Training gelten, sollten

auch am Mountainbike gering gehalten

werden. Ein Gradmesser für eine qualitativ

gut durchgeführte Einheit ist eine

relative Zeit von maximal fünf Prozent

unterhalb des GA1-Bereichs – außer natürlich

bei Regenerations einheiten.“

Ein Vorteil der Leistungsmessung

ist, schon im Training die Werte ermitteln

zu können, die man später im Rennen

braucht, um ein bestimmtes Ergebnis

zu erzielen. Und sie ermöglicht, in

Leistungstests Maximal-Wattzahlen

festzulegen, die den Sportler davor bewahren,

frühzeitig zu „overpacen“.

Seine ganze „Power“ entfaltet der

Leistungsmesser dann aber mit der

Analyse der Trainingseinheit, weiß

Sportwissenschafter Geesmann: „Die

Leertretzeiten, das Einhalten der Trainingsbereiche,

Intervallzeiten, Pausen

etc. können exakt analysiert werden.“

Zudem sei das Verhältnis von Leistung

zur Herzfrequenz, als Mischung aus ob-

jektivem Faktor (der Leistung) und

subjektivem Faktor (der Herzfrequenz),

ein wichtiger Indikator für die

Qualität des Trainings. „Hinzu kommt

dann noch die Möglichkeit, die erhaltenen

Daten sauber auf einer Trainingsplattform

oder im Trainingstagebuch

ablegen zu können“, erklärt Geesmann

weiter. „So kann man nicht nur eine

Analyse der einzelnen Einheit, sondern

auch des Trainingsblocks, der Trainingswoche

und des ganzen Trainingsjahres

vornehmen.“

Wird Intervall-Training

über die Herzfrequenz

gesteuert,

fährt man anfangs zu

schnell, am Ende des

Intervalls immer langsamer.

Das liegt an der

Trägheit des Herzmuskels.

Mit Wattmessung

bleibt die Leistung

konstant – und das

Training ist effektiv.

MOUNTAINBIKER STEIGEN UM

Noch einmal zu den Profis: Im Rennradtraining

ist die Leistungsmessung

seit vielen Jahren verbreitet, nun wird

sie aber auch bei Mountainbikern populär.

Der größte Unterschied in der

Je nach System

sitzt der

„Wattmesser“

auf der Kurbel

(wie bei Stages

Cycling im

Bild), in der

Nabe oder im

Pedal.

Trainingsgestaltung liegt in der Streckenbeschaffenheit,

weiß Björn

Geesmann, der viele Rennradler, aber

eben auch Mountainbiker wie Alban

Lakata betreut: „Auf der Straße lässt

sich das Training gut standardisieren

und man kann die Strecken passend

zum Trainingsinhalt wählen. Diese

Möglichkeit ist auf dem Mountainbike

geringer. Umso wichtiger wird dann

der Leistungsmesser, der mir die Möglichkeit

gibt, meine Trainingsvorgaben

auch auf unterschiedlichen Strecken

und Untergründen etc. einzuhalten.“

Grundsätzlich sei das Mountainbike-Training

etwas komplizierter,

weiß Geesmann: „Leertretzeiten sind

schwieriger zu vermeiden und das

exakte Umsetzen der Trainingsinhalte

ist weniger gut möglich. Der Leistungsmesser

ist hier ein wichtiges Hilfsmittel,

um die Qualität im Mountain bike-

Training einzuhalten.“

VORTEIL AUCH BEI INTERVALLEN

Richtig interessant ist die Wattmessung

auch beim Intervall-Training. Seit

zwei, drei Jahren geht der Trend im

Radtraining allgemein immer mehr in

Richtung kurzer, intensiver Einheiten

statt stundenlangem Grundlagentraining.

Die Herzfrequenz ist gerade hier

als Basis wenig geeignet: Wird ein

zehnminütiges Intervall mit dem Pulsmesser

gesteuert, fährt man anfangs zu

schnell und wird gegen Ende immer

langsamer. Das liegt an der Trägheit des

Herzens: Der Muskel braucht Zeit, um

auf Touren zu kommen. Anders gesagt:

Wenn Intervalle mit einem Pulsmesser

gesteuert werden, schwanken die Wattleistungen

stark. Beim Watttraining

dagegen bleiben sie konstant – und damit

das Training effektiv.

Und wie weit sollte man sich auch

in Wettkampf am Leistungsmesser

orientieren? Björn Geesmann: „Das Powermeter

sollte in Wettkämpfen ein

Hilfsmittel sein – nicht mehr und nicht

weniger. Auch in Mountainbike-Rennen

zählen Technik, Taktik, die adäquate

Versorgung mit Energie und etliches

mehr. Aber bei längeren

Bergaufpassagen kann der Leistungsmesser

natürlich helfen, um nicht zu

überpacen und sich die Kraft besser

einzuteilen. Man sollte sich aber von

dem Gerät nicht abhängig machen –

oder gar einbremsen lassen.“

FOTO: Stages Cycling

74

SPORTaktiv


GESCHENKTIPPS

... FÜR

BIKER

SCHNELLE WEIHNACHTEN!

DAS HAIBIKE SEET Downhill 9.0 ist ein Downhill-Fully für ambitionierte Racer.

Von verwinkelten Wurzelpassagen über High-Speed-Abschnitte bis zu weiten

Sprüngen macht das Bike mit 200 mm Federweg alles mit. Um € 3.699,– stellt

man sich das schnelle Haibike unter den Christbaum.

WEB: haibike.de

Made in England

FÜR FEINE BIKEPARTS, die im englischen

Barnoldswick konstruiert, getestet und gefertigt

werden, ist HOPE bekannt. Genau

so ein Teil ist die Hope Carbon-Sattelstütze.

24 mit Epoxidharz getränkte Lagen gewährleisten

Haltbarkeit und Standfestigkeit bei

minimalem Gewicht.

GLÄNZENDER AUFTRITT

DIE SHOWROOM POLISH von FINISHLINE

reinigt und schützt alle Oberflächen von Bikes und

sorgt dafür, dass sie glänzend dastehen. Der Teflon-

Wachs-Film, der entsteht, lässt Wasser abperlen und

verhindert, dass sich neuer Schmutz festsetzt.

WEB: finishlineusa.com

WEB: hopetech.com

HANDLINGWUNDER

AGILITÄT, PERFEKTES HANDLING und balanciertes Fahrverhalten verspricht

FOCUS mit dem JAM² PLUS PRO. Das neue E-Mountainbike soll sich fahren wie

ein Bike ohne Unterstützung. Das eigens entwickelte, maßgeschneiderte Batteriekonzept

T.E.C. bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten und eine maximale Power von

756Wh. Ab Jänner steht das E-Fully mit 140 mm Federweg bei den Händlern.

WEB: focus-bikes.com

FOTOS: Hersteller

FEDERLEICHTER

SCHUTZ

NORRØNA setzt bei seiner Mountainbike-Kollektion

FJØRA auf lässige Styles,

markante Farben und federleichtes Gewicht:

Die abgebildete „fjøra dri1“-Jacke

wiegt nur 165 Gramm in Herrengröße L.

Die 2,5-Lagen-Jacke ist PFC-frei, trägt sich

angenehm und passt in jeden Rucksack.

WEB: norrona.com

Nr. 5; 6; Oktober Dezember / November ´16 / Jänner 2016 ´17

75


BIKE

EIN NEUES JAHR,

EIN GROSSES ZIEL

Vom 126-KILO-COUCHPOTATO wurde er 2015 zum „Ironman“ und 2016

zum Bezwinger des „Ötztalers“. Im Jahr 2017 quält sich Georg Michl zu seinem

nächsten Abenteuer – zum Dolomitenmann!

Auch ernüchternde

erste

Versuche können

Mountainbike-Neuling

Georg

Michl nicht

von seinem

„Traumziel

2017“ abhalten.

Geh bitte, nicht schon wieder.“

Ich würde an Größenwahn

leiden und wäre ein perfektes

Fallbeispiel für eine Psychologievorlesung.

Ganz ehrlich? Ich

habe mit wesentlich schlimmeren Reaktionen

gerechnet, als ich Freunden

und Familie mitgeteilt habe, dass ich

2017 beim „Dolomitenmann“ als Mountainbiker

an den Start gehen werde.

Nach meinen – subjektiv gesehen –

brillanten Ideen „Ich mache den Ironman

mit 300 Tagen Training“ und „der

Ötztaler Radmarathon muss auch mit

mehr als 100 Kilogramm Lebendgewicht

gehen“ sind meine Lieben – objektiv

gesehen – durchaus leidgeprüft und

versuchen es gar nicht mehr, mir solche

Hirngespinste auszureden. Wäre auch

sinnlos, quasi eine Aufmunterung. Wie

ein „Feig“ oder „Traust dich nie“!

Bei aller Euphorie gibt es ein – relativ

gesehen – großes Problem: Ich kann

gar nicht Mountainbiken. Bergauf komme

ich mit Schieben, Tragen und Pausen

vielleicht ja noch, aber hinunter? Gute

Nacht. Insofern ist das mit dem Größenwahn

womöglich gar nicht so verkehrt.

Denn der ist per Definition „eine nicht

begründete Selbst überschätzung von

Kraft, Fähigkeit und Begabung“. Kraft

und Fähigkeiten kann ich mir eventuell

noch aneignen, bei der Begabung wird

LESER-

AKTION

ER IST DAS PERFEKTE „LEBENDE BEISPIEL“, WIE

SEHR DER WILLE BERGE VERSETZEN KANN.

FÜR SPORTaktiv ABER IST GEORG MICHL DAMIT

AUCH DER PERFEKTE FRONTMANN FÜR UN-

SERE LESERAKTION „MEIN TRAUMZIEL 2017“:

IHR SCHREIBT UNS, WELCH PERSÖNLICHES

GROSSES ZIEL IHR IM NEUEN SPORTJAHR ERREI-

CHEN WOLLT – UND WIR WERDEN DIE MIT DEN

AUSSERGEWÖHNLICHSTEN ZIELEINLAUF DEM

WEG DORTHIN IM AUGE BEHALTEN.

WIE DAS ABLÄUFT: SIEHE SEITE 7

FOTOS: kk

TEXT: Georg Michl

76

SPORTaktiv


es schwieriger. Die gibt es leider nicht

im Fachgeschäft.

Bei einem ersten kurzen Ritt auf

Stollenreifen musste ich mir eingestehen,

dass ich nichts drauf habe, außer

Zahnbelag. Ich saß mehr im Gemüse, als

im Sattel und dennoch: Ich will zu diesem

Bewerb für die angeblich „Härtesten

unter der Sonne“. Und warum, ist

schnell erklärt: Weil ich noch nicht

Mountainbiken kann! Weil ich mich

weiterentwickeln und neue Herausforderungen

absolvieren will.

Mein Ironman war eine unglaubliche

Reise vom 126 Kilogramm schweren

Nullsportler zu einem neuen Ich. Beim

Ötztaler hatte ich nach 240 Kilometern,

5.000 Höhenmetern, Übelkeit und

Krämpfen einen unfassbar bewegenden

Zieleinlauf. In solchen Momenten tanzen

die Endorphine im Körper Samba.

Die Aussicht auf dieses Gefühl

treibt mich an. Klar, ich versuche nun,

bei jedem Bewerb schneller und besser

zu werden als beim vorigen Versuch,

aber im Ziel ist es eben nie so unpackbar

– Verzeihung – geil wie beim ersten Mal.

Bestzeit hin oder her.

Es gibt diese speziellen Tränen der

Erleichterung nur ein Mal. Dieses Gefühl,

sich selbst bezwungen und es eben

doch geschafft zu haben. Allen Zweiflern

zum Trotz. Ich liebe dieses Gefühl.

Und ich will es wieder, in Lienz, auf dem

Mountainbike und dieses Mal als

Teamplayer.

Aber nicht allein die Glücksmomente

im Ziel haben mittlerweile eine

magische Wirkung auf mich. Es ist auch

das Training. Es ist die Zeit, in der nichts

zählt, außer der eigenen Leistung und

dem eigenen Willen. Es sind die Momente

in Finsternis, Regen, Schnee oder

Kälte, in denen man sich selbst spürt. Es

sind die Menschen, die einem etwas beibringen,

einen begleiten. Es ist der Espresso

nach dem Training im Kreise der

Freunde. Das alles zusammen macht

den Zauber des Trainings aus.

Und nachdem aller guten Dinge

drei sind, gibt es neben dem Rennen und

der Vorbereitung noch einen Punkt, auf

den ich mich freue: Ich hab zwar schon

ein echt lässiges Test-Mountainbike,

weil auch der Firma Giant mein Selbstversuch

gefällt. Aber sonst fehlt mir

noch so einiges an guter MTB-Ausrüstung.

Und Hokuspokus, Simsalabim ist

das Weihnachtsgeld schon wieder weg ...

Vor zwei Jahren standen bei mir noch 126 kg Kampfgewicht zu Buche – und beim

Grazathlon hieß das einzige Ziel bloß: durchkommen und überleben ...

Der „Partner“

GIANT XTC Advanced 29er

Der eiserne Wille ist eine Sache –

der richtige „Partner“ eine andere.

Die Firma Giant stellt unserem

„Dolomitenmann“ mit dem XTC

Advanced ein brandneues, vielseitiges

Hardtail zur Verfügung,

das als echter Cross Country-Allrounder

für alle Bedingungen im

Gelände gerüstet – und in der

29-Zoll-Version auch jederzeit

rennbereit ist. Die Boost-Nabendimensionierung

(110 vorn/148

hinten), erhöht die Steifigkeit der

Laufräder, eine 27,2-Sattelstütze

sorgt für mehr Flexibilität und

das PowerCore-Tretlager für ultra-effiziente

Kraftübertragung.

Der Bike-Neuling

GEORG MICHL ist Sportredakteur bei der

Kleinen Zeitung in Graz. 2015 schaffte er

es in sechs Monaten, vom 126-kg-Mann zum

Ironman-Finisher zu werden. Heuer

bezwang er den 240-km-Ötztal-Marathon –

und 2017 will er sich als Mountainbike-

Neuling zum „Dolomitenmann“ krönen!

KONTAKT: georg.michl@kleinezeitung.at

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

77


BIKE

MTB-

FAHR-

SCHULE

ALLES WHEELIE!

OB ZUM BRILLIEREN VOR ANDEREN BIKERN oder als besondere Herausforderung

nur für sich selbst: Einen Wheelie mit dem Mountainbike zu beherrschen und

kontrolliert auszuführen, macht einfach Spaß. Der Weg dorthin ist freilich mit

Geduld und viel Training verbunden. Die richtige Anleitung hilft jedenfalls.

1

2

BEIM FAHREN AUF DEM HINTERRAD unterscheidet

man zwei verschiedene

Techniken. „Manual“ nennt man das

stehende Fahren am Hinterrad bei höherer

Geschwindigkeit und ohne Pedalieren.

Darum geht es diesmal allerdings

nicht, sondern um den „Wheelie“ – also

das sitzende Fahren auf dem Hinterrad,

bei eher langsamerer Geschwindigkeit

und mit Pedalieren.

Sagen wir, wie es ist: Der Weg zum perfekten

Wheelie ist hart und lang. Mit

der richtigen Anleitung kann er allerdings

doch etwas leichter erlernt werden.

Beim Üben solltest du vorab auf

Folgendes achten:

• Die Anfahrt soll eben und frei von

Hindernissen sein.

• Senke deinen Sattel etwas ab, um den

Schwerpunkt weiter nach unten zu bekommen

und gegebenenfalls leichter

absteigen zu können.

• Die Bremsen sollten gut funktionieren

(Druckpunkt!) und griffbereit sein.

• Für das Erlernen sind in jedem Fall

Flatpedale die bessere Wahl. Das gibt

dir mehr Sicherheit beim Üben.

1. DIE BASICS

Sitzende Anfahrt in aufrechter Haltung

mit breiten Armen und Schultern, der

Blick geht wie immer nach vorne! Geh

während der langsam tretenden Bewegung

mit dem Körper leicht nach unten

Richtung Lenkstange und richte dich

dann dynamisch wieder auf. Nimm dabei

das Vorderrad mit und probiere das

so lange, bis du es kontrolliert und sauber

hinbekommst, ohne dass du nach

links oder rechts kippst.

2. DIE KÜR

Wenn das Gefühl passt und du das Vorderrad

kontrolliert nach oben bringst,

dann unterstütze das Aufziehen mit einem

Pedalimpuls, der in ein ruhiges,

gleichmäßiges Pedalieren übergeht.

Bring dabei den Schwerpunkt des Oberkörpers

nach hinten, etwa auf Höhe der

Hinterradnabe. Achte darauf, dass du

den Rumpf stabilisierst und die Arme

parallel in Fahrtrichtung hältst. Der

Blick schweift weit nach vorne, und mit

dem Verlagern der Knie nach rechts

bzw. links außen kannst du die Balance

seitlich korrigieren. Durch Dosieren der

Hinterradbremse bringst du das Vorderrad

bei Bedarf wieder schnell zu Boden

– Könner nutzen die Bremse auch zum

Ausbalancieren.

ANDYS TIPPS ZUM SICHEREN LERNEN:

• Check dich und dein Bike vorher

durch: Funktionieren deine Bremsen

richtig? Ist der Sattel etwas abgesenkt?

Passen deine Schuhe und Pedale? Und

wie immer: Helm nicht vergessen!

• Übe auf flachem Untergrund ohne

Hindernisse (z. B. auf einem großen,

leeren Parkplatz).

• Übe zuerst das kontrollierte Hochziehen,

bevor du anfängst, auf dem Hinterrad

zu fahren – nach dem Motto:

„Step by step & safety first“.

• Achte auf deine Körperspannung im

Rumpfbereich und fokussiere deinen

Blick weit nach vorne – das bringt dir

mehr Stabilität und Balance.

Der Experte

ANDY VIEHBÖCK (29) ist in der

Downhill- und Endurorenn szene erfolgreich

unterwegs. Im August

2016 gewann er zum 4. Mal das

24 h-Downhill „Race the Night“ am

Semmering und sammelte dabei als

Einzelfahrer mehr Kilometer als die

besten Paare und Teams.

In seiner Bikeschule „Traunsee Flow“

in Gmunden (OÖ) bietet Andy Fahrtechniktrainings

und Touren für

Mountainbiker jeden Alters und

Könnens an.

MEHR INFOS:

WEB: traunseeflow.at

FOTOS: Thomas Polzer, Thomas Schweighofer

78

SPORTaktiv


BIKE

WERK-

STATT

VOM LACKSTIFT BIS

ZUM RAD-RÖNTGEN

Tipps vom Profi: Wann kann ich einen Lackschaden

ausbessern, wann muss das Rad unter die Experten-Lupe?

FOTOS: iStock/kadmy; Enrique Pasquali

Über eine lange Saison kann es

schon passieren, dass sich dein

Bike einige ordentliche Kratzer

geholt hat. Solche, die sich nicht nur

tief in den Lack, sondern auch in die

Biker-Seele gegraben haben – und die

womöglich sogar eine Gefahrenquelle

darstellen.

Also was tun? Kann und soll ich

da selbst Hand anlegen? „Prinzipiell

ja“, sagt unser Experte Norbert Katsch,

„das Problem ist nur: Bei einem wirklich

tiefen Kratzer kann man mit freiem

Auge nicht erkennen, ob tatsächlich

nur der Lack oder womöglich der

Rahmen Schaden genommen hat. Erst

recht nicht, wenn es sich um einen

Carbonrahmen handelt.“

Meistens weiß man ja, wie der

Schaden entstanden ist – „ob er nur

von einem leichten Anstoßen kommt

oder doch von einem Sturz bei höherem

Tempo im Wald. Und daraus

kann man doch Rückschlüsse ziehen.“

Im Zweifelsfall aber müsste der

Rahmen zum Fachhändler und weiter

zum Hersteller, um dort professionell

mittels Röntgen gecheckt zu werden.

„Denn Fakt ist, dass schon Rahmen

während der Fahrt gebrochen sind,

Der Experte

NORBERT KATSCH ist

Geschäftsführer der Firma

Funbike GmbH, gelernter

Mechaniker, Ausbilder bei

Fahrrad-Technikkursen und

selbst begeisterter

Mountainbiker.

WEB: funbike.at

obwohl sie einen unversehrten Eindruck

gemacht haben.“

Ist man aber sicher, dass es tatsächlich

nur ein Lackschaden ist,

„dann kann man ihn, auch bei einem

Carbonrad, ganz einfach mit einem

Lackstift ausbessern“, sagt Norbert

Katsch. Welche Tipps unser Experte

fürs Einwintern eines Bikes parat hat,

lest ihr vorn auf der Bike-Aufmacherseite.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

79

A CLEAN LOOK

FOR BOTH

MY BIKE AND

MY BACK

SCHUTZBLECHE

SLIMGUARD / BFD-22


SPORTaktiv UND VALAMAR LADEN ALLE RENNRADFAHRER/-INNEN

SPORTaktiv-Rennrad-

Trainingscamp

TERMIN: 20.–23. April 2017 (Do.–So.)

REGION: Poreč in Istrien/Kroatien

CAMPLEITUNG: die Bikeguides von IstriaBike

(www.istriabike.com)

PROGRAMM:

• 3 geführte Rennrad-Tagestouren zwischen

80 und 120 km, mit moderaten Höhenmetern

• 2-3 Leistungsgruppen

• Trainingstipps von Profi-Rennradguides

DAS

ANGEBOT:

3 geführte Trainingstouren,

Coaching und

3 Nächte mit

Halbpension:

€ 249,–!

TEILNEHMER: max. 40

IM PREIS INKLUDIERTE LEISTUNGEN:

• 3 Nächte mit Halbpension im Doppelzimmer

des Bikehotels VALAMAR Pinia 3* in Poreč

(www.valamar.com/biking)

• Begleitung und Betreuung durch Profiguides

von IstriaBike

• tägliche Isodrinks und Energieriegel,

täglicher Wäscheservice für Sportbekleidung

• BUFF-Tuch Helmet Liner als Geschenk

• Sixtus-Pflegeset für Radsportler als Geschenk

DER TOPPREIS FÜRS EXKLUSIVE CAMP: € 249,–

inkl. der Ortstaxe, Parkplatz € 3,- pro Tag

EZ-Zuschlag: € 52,–

Das Bikehotel Valamar Pinia 3* in Poreč ist

der Stützpunkt für unsere Rennradtouren.

DIE GESCHENKE ZUM BUCHUNGSPAKET:

• 1 Sixtus-Pflegepaket für Radsportler

(mit Gesäßcreme, Startbalsam und Duschgel)

• 1 Buff-Tuch

KONTAKT & BUCHUNG

E-Mail: callcentar@valamar.com

Tel. 00385/52 465-140

www.valamar.com/biking

FOTOS: xxx

FOTO: IstriaBike.com/tkrajacic, Valamar


ZUM „SONNIGEN EINROLLEN“ EIN:

TRAININGS-

CAMP

AM MEER

DAS SPORTAKTIV-RENNRADCAMP 2017

wird wieder dort aufgeschlagen, wo das

Einstimmen auf die Saison am meisten Spaß

macht: direkt am Meer, im milden,

mediterranen Klima. Vom 20. bis 23. April

bezieht unser Camp-Team im „Valamar Pinia

Hotel 3*“ in Poreč in Istrien Quartier.

WINTERZEIT. Für Rennradfahrer ist es die Zeit, um die nächste

Saison durchzuplanen. Ganz oben auf der Prioritätenliste

steht ein Frühlings-Trainingslager, das nicht nur starke Beine,

sondern vor allem Lust auf die Saison macht. Und genau so

eines haben wir wieder in unserem SPORTaktiv-Camp-Angebot:

Wir ziehen in den Süden, ins sonnige Kroatien!

Für unser 3. Rennradcamp am Meer arbeiten wieder die

bestens bewährten Profis zusammen: Also jene der Valamar

Hotels & Resorts-Group, mit dem Valamar Pinia 3 * in Poreč als

perfekt auf Bikegäste eingerichteten Hotel. Und jene von IstriaBike

rund um die Grazer Triathletin Barbara Tesar, die seit

mehr als einem Jahrzehnt profes sionelles Guiding in der Region

anbietet. Nicht umsonst ist IstriaBike Marktführer auf Istrien.

MALERISCHE UMGEBUNG

Auch sonst ist Istrien einfach perfekt für ein Rennrad-Trainingslager

im April: Das milde, mediterrane Klima, das Fahren

entlang der Adria, die unberührte Natur und das gut ausgebaute,

verkehrsarme Straßennetz machen einfach Spaß. An

der Küste, wie auch im Hinterland, warten nicht nur tolle

Radstrecken, sondern auch malerische Ortschaften und Städte

darauf, entdeckt zu werden. Genau das werden wir auf 80

bis 120 Kilometer langen Trainingsrunden tun – und damit

der Saison 2017 in würdiger Manier entgegenrollen.

Alle weiteren Infos zum Camp findest du links im Kasten.

Gilt nur noch – wie bei all unseren Camps – der Hinweis:

Achtung, begrenzte Teilnehmerzahl! Heißt: Wer zuerst bucht,

kommt zum Zug!

ˇ

Die Expertin

BARBARA TESAR übernimmt mit „istriabike.com“

das Guiding. Die Triathletin kennt

Istrien in- und auswendig – IstriaBike ist

dort seit Jahren die beste Adresse für Radsportferien

und Triathloncamps.

INFO: www.istriabike.com

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

81


TRIATHLON

WINTERLICHE

SCHWIMMHILFE

AB INS BECKEN! Für Triathleten ist die kalte Jahreszeit der perfekte Zeitpunkt, um sich

etwa drei Monate lang intensiv ihrer Schwimm-Performance zu widmen. Wie man dabei

am besten vorgeht und was es dabei zu beachten gilt, erklärt hier

SPORTaktiv-Triathlon-Experte Herwig Reupichler.

Winterzeit ist Schwimmzeit.

Für Triathleten ist –

neben der Konzentration

auf die Grundlagenausdauer

(siehe dazu unsere Geschichte

auf Seite 36-38) jetzt vor allem ein

„Wasser-Schwerpunkt“ ideal. Und da

wiederum sollte die Konzentration

auf die Technik an erster Stelle stehen.

Hobbytriathleten, die sonst vielleicht

zweimal wöchentlich schwimmen,

können jetzt durchaus vier Wassereinheiten

einplanen und dafür das

Radfahren vernachlässigen. Schließlich

ist ja auch das Wetter eher nach

Hallenbad als nach Asphalt. Freilich

kommt es nicht nur auf den Umfang

an, sondern auch auf die Trainingsqualität.

Wer sich im Schwimmen

technisch wirklich verbessern will,

dem sei zweierlei empfohlen: Erstens

mindestens eine Einheit pro Woche

mit einem Trainer. Schwimm- und Triathlonvereine

bieten entsprechende

Kurse an. Zweitens muss man das im

Kurs Gelernte dann selbstständig üben

– auch wenn viele glauben, der Kurs

selbst sei Training genug. Ist er nicht:

Gerade in einer technischen Sportart

wie dem Schwimmen muss man Bewegungsabläufe

lernen und verinnerlichen,

dann wieder nachkorrigieren

und wieder verinnerlichen und so weiter.

Also: Eine Einheit pro Woche mit

Trainer, drei selbstständige und das

drei Monate lang – das ist ambitioniert,

da geht dann über den Winter auch

wirklich ordentlich etwas weiter.

AUFBAU DER EINHEITEN

Jede Schwimmeinheit sollte ein Einschwimmen

enthalten, einen Technikblock

(sinnvollerweise von 400 bis

500 m Länge) und einen Hauptteil –

zum Beispiel mit extensiven oder intensiven

Intervallen. Apropos Intervalle:

Auch wenn der Winter die Zeit ist,

um sich die Grundlagenausdauer zu

holen, gehört eine wöchentliche Einheit

mit harten Intervallen im Wasser

unbedingt dazu. Zum Beispiel in Form

von 50-m- oder 100-m-Intervallen.

Unbedingt empfehlen muss man

auch, in jedem Training unterschiedliche

Lagen einzubauen. Klar: Triathleten

sind meist Kraulschwimmer,

manchmal auch Brustschwimmer.

Aber auch jeder spezialisierte Schwim-

TEXT: Herwig Reupichler

82

SPORTaktiv


FOTOS: ISTOCK, Sportunion Steiermark/Harald Tauderer

mer hat seine „A-Lage“ und trainiert

dennoch alle vier. Daran sollen sich

Triathleten ein Vorbild nehmen.

Durch wechselnde Lagen wird das

Wassergefühl perfekt geschult, es werden

vermehrt Trainingsreize gesetzt,

was sich auch auf die Kraul-Performance

positiv auswirkt. Und es wird

ein wichtiger Ausgleich gegen einseitige

Belastungen gesetzt. Rückenschwimmen

ist zum Beispiel perfekt,

um einem Rundrücken, wie er durch

die einseitige Haltung am Rad droht,

entgegenzuwirken!

Eine Spitzenübung für Triathleten

ist das „Wasserball-Kraulen“, also das

Kraulschwimmen mit dem Kopf über

Wasser. Das braucht man zum Beispiel

im Freiwasser, um sich zu orientien,

oder um eine Boje zu umschwimmen.

So könnte es zum Beispiel im Training

sinnvoll eingesetzt werden: 10 x 25 m

„Wasserball“, dann als Ausgleich 10 x

25 m Rückenkraulen.

Der Experte

MAG. HERWIG REUPICHLER ist

Sportwissenschafter, Triathlontrainer

für Hobby- und Leistungssport und

aktiver Triathlet.

KONTAKT: herwig.reupichler@

sportunion-steiermark.at

WEB: tristyria.at, spowimed.at

DREI EINFACHE BENIMMREGELN

Da so viele Triathleten jetzt ihr

Schwimmtraining forcieren, wird es

mitunter eng im Wasser. Weil das immer

wieder Anlass zu Missverständnissen

oder gar Konflikten gibt, ist hier

ein Hinweis zu den „Benimmregeln“

in der Schwimmhalle angebracht. Viel

Konfliktpotenzial ließe sich allerdings

von vornherein entschärfen, würden

Hallenanbieter die Leinen, wie man

sie von Wettkämpfen kennt, drinnen

lassen – doch das ist leider eher ein

Wunschprogramm. Also ist etwas Disziplin

gefordert. Im Grunde muss man

nur diese drei Hauptregeln beherzigen:

1. DIE RECHTSREGEL: Man schwimmt

immer rechts von der schwarzen Linie

am Beckenboden – auch nach der Wende.

Im Grunde schwimmt man also

„im Kreis“ um die Linie – so kommt

man anderen nicht in die Quere.

2. DER ABSTAND: So viel Abstand halten,

dass man den Vordermann nicht

bedrängt und schon gar nicht permanent

auf die Füße schlägt. Mit Handpaddles

ergäbe ein zu knapper Abstand

sogar echte Verletzungsgefahr.

3. DIE ÜBERHOLREGEL: Einen Überholwunsch

signalisiert man, indem

man dem Vordermann/der Vorderfrau

etwa 5 Meter vor der Wende leicht auf

die Füße klopft. Der Vorausschwimmende

wartet dann, bis der Hintermann

seine Wende vollzogen hat, und

macht sich dann wieder auf den Weg.

So verhindert man im Schwimmbecken

beim Überholen „Elefantenrennen“

wie von Lkws auf der Autobahn ...

In gut organisierten Bädern gibt es

eine Aufteilung in schnellere und gemütlichere

Bahnen. Oft ist eine solche

Einteilung angeschrieben oder man

fragt den Bademeister. Es versteht sich

von selbst, dass man sich an diese Organisation

hält. Das hilft ebenfalls, Konfliktpotenzial

zu entschärfen.

UMGANG MIT „SPIELZEUGEN“

Ein winterlicher Schwimmschwerpunkt

wäre ohne den Einsatz von

„Schwimmspielzeugen“, also speziellen

Trainingstools für Schwimmer, sicherlich

unvollständig. Das sind die

gängigsten dieser Schwimmhilfen:

HANDPADDLES sorgen für zusätzliche

Wasserverdrängung und lassen

sich in erster Linie für ein Kraftausdauertraining

einsetzen, dosiert auch für

die Technik. Je größer die Paddles, desto

höher der Wasserwiderstand – im

Zweifelsfall sollte man zu den kleineren

greifen. Achtung: Wenn man den

Armzug unter Wasser nicht mehr sauber

durchdrücken kann, ist eine Pause

angesagt, sonst leidet die Technik.

EIN PULL-BUOY neutralisiert die Beine

und hilft, sich auf die Armarbeit zu

konzentrieren. Paddles und Pull-Bouy

sind sicher die am häufigsten von Triathleten

eingesetzten „Spielzeuge“.

EIN SCHWIMMBRETT ist für gezieltes

Beintraining einsetzbar. Wichtig

ist, die Hände entspannt draufzulegen

und nicht zu klammern.

STREAMERS sind Kurzflossen, die fürs

Beintraining geeignet sind und zudem

eine höhere Geschwindigkeit im Training

ermöglichen. Das erleichtert, gezielt

an Armzugtechnik oder Atemtechnik

zu arbeiten.

SCHNORCHEL werden von Triathleten

eher selten verwendet – bisher zumindest.

Mit dem „Powerbreather“

gibt es hier seit Kurzem aber eine Neuerung,

die durch Ironman-Weltmeister

Jan Frodeno Bekanntheit erlangt

hat. Der Vorteil im Training: Man muss

nicht mehr auf die Atemtechnik aufpassen,

sondern kann sich auf die Bewegungen

wie Armzug, Arm-Bein-Koordination

usw. konzentrieren. (Mehr

zu diesem neuen Gerät auf der nächsten

Seite).

Dazu aber noch mein Tipp, was

den Einsatz von Schwimmhilfen anlangt:

Nicht mehr als ca. 20 Prozent der

Trainingszeit damit verbringen! Wer

immer nur mit Geräten schwimmt,

verlernt das Schwimmen eher – dosiert

eingesetzt, können sie aber wertvolle

Trainingshilfen sein!

Auch Profis wie

Lisi Gruber, Dritte

beim Ironman Austria

2016 in Klagenfurt,

arbeitet über

den Winter mit Trainingstools

an ihrer

Technik. Der SPORTaktiv-Coach

gibt

gute Tipps.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

83


INTERVIEW

„NEUE REIZE

FÜR DIE ATEM-

MUSKULATUR“

SCHWIMMER IN

REKORDLAUNE

Stolze Bilanz des „24-h-Schwimmens 2016“:

500 Athleten schafften 145.000 Längen –

was 9.600 Euro für Licht ins Dunkel bringt!

Zum Umgang mit Schwimm-Tools

haben wir auch mit Dr. Christian

Tröger gesprochen: Der deutsche

Ex-Weltklasse-Schwimmer, Betreiber

einer Schwimmschule, hält

den „Powerbreather“ für die absolut

interessanteste Neuerung im

Bereich Schwimm-Trainingshilfen.

ANZEIGE / FOTO: Parktherme Bad Radkersburg

IN DER PARKTHERME BAD RADKERSBURG purzelten die

Rekorde: Beim 11. Parktherme 24-h-Schwimmen, das am 5.

und 6. November über die Bühne ging, waren fast 500 Teilnehmer

dabei (Rekord Nummer eins); die Einzelkämpfer

und Staffelschwimmer legten 145.000 Längen zurück (Rekord

Nummer zwei) , womit 9.600 Euro für Licht ins Dunkel

gesammelt wurden (Rekord Nummer drei). Denn jede zurückgelegte

Länge im 25 Grad warmen Wasser des Sportbeckens

der steirischen Parktherme bringt Bares für den guten

Zweck. Mit ein Grund, warum jährlich nicht nur viele Spitzen-

und Freizeitsportler in Bad Radkersburg mit dabei sind,

sondern auch zahlreiche Prominente. Heuer schwammen

etwa Topmodel Werner Schreyer, Ex-Skistar Hans Enn und

Miss Austria Amina Dagi mit.

Emotional war die Event-Eröffnung, die einen Ausblick

auf die „Special Olympics World Winter Games 2017“ in

Schladming-Dachstein und Graz gab. Mitten drin im Feld

befand sich auch schon traditionell ein SPORTaktiv-Leserteam:

Andreas und Ines Petschar, Nicole Pessl, Sandra Kammersberger

und Viktoria Aschauer schwammen unter den

Mixed-Staffeln auf den starken siebenten Platz.

24-h-Schwimmen Bad Radkersburg

Die besten in den einzelnen Klassen:

HERREN EINZEL: 1. Mario Kainz (1.226 Längen), 2. Xarris

Theodosis (1.154 L.), 3. Gerald Wagner (1.012 L.)

DAMEN EINZEL: 1. Claudia Müller (1.296 L.), 2. Linda Lüchtrath

(978 L.), 3. Maria Knoch (938 L.)

MIXEDSTAFFEL: 1. Top Team Tri NÖ (A, 1.762 L.), 2. Kärnten

Therme Warmduscher (1.730 L.); 3. Murtalexpress (1624 L.)

... 7. SPORTaktiv-Staffel (734 L.)

HERRENSTAFFEL: 1. SU Tri Styria (1.640 L.), 2. Waikiki Poolboyz

(1.606 L.), 3. Die Kaisers (1.552 L.)

DAMENSTAFFEL: 1. Bunt Gemischt die Dritte (1.552 L.), Steierm.

Sparkasse 2 (1.526 L.), Aqua Sphere Team (1.526 L.)

WEB: parktherme.at/24-stunden-schwimmen

Was hat sich in den letzten Jahren bezüglich

Schwimmhilfen geändert und

welche werden aktuell von Schwimmern

und Triathleten eingesetzt?

Leider war der Schwimmsport – abgesehen

von einem kurzen Exkurs

2008/09 mit „High-Tech-Anzügen“ – in

den letzten 20 Jahren nicht besonders

reich an Neuerungen. Paddles waren

bestenfalls mal größer, mal kleiner, genauso

wie Flossen. Ansonsten prägen

auch noch heute die lange bekannten

Hilfsmittel das Bild in den Becken. Einzig

im Bereich der Schnorchel lässt sich

eine positive Entwicklung konstatieren.

Seit gut einem Jahr gibt es von

Ameo den „Powerbreather“. Hierbei

handelt es sich um eine Innovation,

welche die Features der bisherigen

Frontschnorchel mit spürbaren Mehrwerten

garniert. Schnorcheltraining

war ja bis 2014 fast nur „reinrassigen“

Schwimmern vorbehalten. Nun nutzt

unter anderem Ironman-Weltmeister

Jan Frodeno seit knapp zwei Jahren den

Powerbreather und eilt seither von Erfolg

zu Erfolg. Nachdem Triathleten

durchaus offen sind für Dinge, die sie in

ihrem Sport voranbringen, könnten die

Erfahrungswerte des Ausnahmetriathleten

hier einen echten Trend auslösen.

Was hat es mit diesem „Schorchel

2.0“ auf sich – und wie setze ich diesen

im Training ein?

Der Powerbreather ist ein neues

Sport- und Trainingsgerät, das zur Stei-

84

SPORTaktiv


FOTO: kk

gerung der Kraftausdauer, der Atemmuskulatur

sowie zur Optimierung der

Schwimmtechnik eingesetzt werden

kann. Unabhängig von der Leistungsklasse

des Schwimmers bzw. Triathleten

vereinfacht er das Schwimmen und

sorgt für zusätzliche Reize im Training.

Der Schwimmer wird stets mit 100 Prozent

Frischluft versorgt, die berüchtigte

Pendelatmung entfällt. Dies ist gerade

für ausgedehntere Serien bzw. Strecken

wertvoll. Und selbst bei hohen Geschwindigkeiten

und Rollwenden hält

das Gerät perfekt am Kopf.

Das Zusammenspiel von Armund

Beinarbeit und der Atmung überfordert

viele Schwimmer. In meiner

Schwimmschule setze ich den Powerbreather

daher bewusst ein, damit sich

die Athleten auf Wasserlage und Vortrieb

konzentrieren können. Die Atmung

wird quasi ausgeblendet. Gleiches

gilt für Technikübungen und

Training der Beinarbeit. Auch hier

wird die Bewegung insgesamt harmonischer,

Fehlhaltungen und Verspannungen

werden vermieden.

Wenn ein ambitionierter Hobbytriathlet

dreimal die Woche 60 bis 90 Minuten

schwimmt, welche Inhalte würden

Sie ihm empfehlen?

Bei meinen Schülern strebe ich zunächst

bewusst eine Balance zwischen

Technik- und Ausdauerübungen an.

Mit der richtigen Technik verbessere

ich die gesamte Wasserlage und erhöhe

sozusagen nebenbei Effizienz und

Schwimmgeschwindigkeit bei gleichbleibendem

Krafteinsatz. Sobald der

Sportler die Faszination des „richtigen“

Schwimmens tatsächlich spürt, er

mehr im Wasser gleitet als mühsam

dagegen ankämpft, empfehle ich, Umfänge

behutsam zu steigern.

Das gilt auch für Triathleten?

Bei der ersten Triathlon-Disziplin

geht es ja nicht um Sekundenbruchteile.

Vielmehr gilt es, seine Geschwindigkeit

über einen längeren Zeitraum

hochzuhalten und stets die Muskeln

mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Am besten gelingt das, indem ich

im Training meine Atemmuskulatur

neuen Reizen aussetze, beispielsweise

Christian Tröger, Weltmeister und dreifacher

Olympia-Medaillengewinner, betreibt

seit 14 Jahren eine Schwimmschule.

über Streckentauchen, durch Variation

der Geschwindigkeit oder auch den

Einsatz des Powerbreathers. Hier können

– je nach Bedürfnis – die Aufsätze

getauscht und damit die Atemwiderstände

individuell dosiert werden. Insgesamt

plädiere ich für einen wohl dosierten

und wechselnden Einsatz der

vorhandenen Trainingstools. Dies erhöht

die Effektivität und sorgt gerade

bei längeren Einheiten für Abwechslung.

Gleichzeitig sind insbesondere

die Trainingsgeräte der jüngsten Generation

in der Lage, die hohe

Komplexität der Bewegung aufzubrechen

– und damit das Schwimmen einfacher

und schöner zu machen.

Felix schwimmt sich fit.

Und du?

Setze auch Du im Schwimmbecken neue

Trainingsimpulse. Profi tiere mit Speedo Tools

vom „Ganz-Körper-Workout“ Schwimmen.

Felix Neureuther

Slalom Vize-Weltmeister

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www.speedo.at


SPORTaktiv, DIE TOURISMUSREGION KLAGENFURT UND DAS HOTEL SANDWIRTH LADEN EIN –

FOTOS: xxx

86

SPORTaktiv


IN DAS 1. SPORTaktiv-TRIATHLONCAMP!

DAS

ANGEBOT:

4 Tage/3 Nächte im

Vier-Sterne-Triathlonhotel;

inkl. Schwimm-,

Rad- und Lauftraining

mit Profitrainer um

€ 357,– p. P.

FOTOS: Ironman Klagenfurt/Alex Caparros; Ironman Klagenfurt/Charlie Crowhurst; Kärnten Werbung/Horst, Sandwirth

AUF DEN SPUREN DES

IRONMAN

AUSTRIA

VON 25.–28. MAI 2017 laden wir erstmals

auch Hobbytriathleten aller Leistungsstufen in ein

SPORTaktiv-Camp. Und den „Feinschliff“ bekommt ihr

dabei auf Originalstrecken des legen dären Ironman

Austria in Klagenfurt.

Man muss keinen Ironman

anstreben, um im

SPORTaktiv-Triathloncamp

richtig zu sein –

man kann aber. Denn wie es der

SPORTaktiv-Ausrichtung entspricht,

sollen sich Hobbysportler

unterschiedlicher Leistungsklassen

bei uns wiederfinden. Im

Camp werden Leistungsgruppen

gebildet, es ist auch egal, ob du auf

der Sprint-, der Olympischen oder

der Langdistanz daheim bist – es

ist garantiert für alle das Passende

dabei. Dafür sorgt schon Trainingsprofi

Mario Kapler, der sportliche

Experte für dieses viertägige

Spezialcamp.

Sowohl vom Timing als auch

vom Umfeld her ist das Angebot

natürlich auch perfekt für alle, die

am 2. Juli beim Ironman Austria

2017 an den Start gehen wollen.

Unser Stützpunkt, das Hotel Sandwirth,

befindet sich im Herzen der

Kärntner Landeshauptstadt, wo

auch die Laufstrecke von Österreichs

Top-Triathlon durchführt.

Und auch mit dem Rad werden wir

auf der Ironmanstrecke ausfahren.

ZU GAST IM TRIATHLONHOTEL

Ansonsten versprechen wir für unser

1. Triathloncamp die gewohnt

hohe SPORTaktiv Camp-Qualität.

Heißt einerseits: sportliche Kompetenz

– für die bürgt wie erwähnt

der staatlich geprüfte Triathlontrainer

Mario Kapler, der das Programm

(siehe im Kasten rechts)

zusammengestellt hat. Das heißt

andererseits auch: perfekte Unterkunft!

Auch das Vier-Sterne-Hotel

Sandwirth ist ein „Triathlonspezialist“

und Mitveranstalter

dieses Camps, genauso wie die Urlaubsprofis

von der Tourismusregion

Klagenfurt. Unterm Strich:

Im Sinn der Qualität ist auch die

Gruppengröße gehalten: Maximal

24 Plätze sind zu haben. Falls die

Nachfrage das Angebot übersteigt,

gilt wie immer: Wer früher bucht,

ist dabei.

Tipps, Touren und Hotels bzw.

Pensionen für den sportlichen

Urlaub in Klagenfurt am

Wörthersee: visitklagenfurt.at

Das SPORTaktiv

Triathloncamp 2017

TERMIN: 25.–28. Mai (Do.–So.)

UNTERKUNFT: Vier-Sterne-Sport & Triathlon-

Hotel SANDWIRTH, in Klagenfurt,

Austragungsort des IRONMAN Austria

WEB: sandwirth.at, visitklagenfurt.at

TEILNEHMER: max. 24 Personen

ZIELGRUPPE: Triathleten (alle Distanzen),

die sich gezielt auf die Saison vorbereiten

möchten. Für Starter beim IRONMAN

Austria ist das Camp perfekt getimt.

CAMPINHALT:

• 4 Radausfahrten (2-3 Leistungsgruppen),

u. a. auf der IRONMAN-Strecke

• 2 Schwimmeinheiten

• Wechseltraining

• Koppel-/Laufeinheiten

• Lauftechnik auf der Laufbahn

• 1 Yoga-Einheit

• Vortrag Wettkampfernährung

• Dehnen & Beweglichkeitstraining

• Spezialleistungen wie z. B. Bikefitting,

Laufanalyse u. v. m. sind gegen Aufpreis

buchbar

IM PREIS ENTHALTEN SIND:

• 3 Nächte im 4-Sterne Sport &

Triathlon-Hotel SANDWIRTH,

DZ mit Verwöhn-Halbpension

inkl. Après-Bike Snack

• Nutzung der Sport & Relax-Zone

• Eintritt ins Hallenbad

• Trainingsbetreuung durch den staatlich

geprüften Triathlontrainer Mario Kapler

• Neo-Test

ALS GESCHENK: SANDWIRTH Welcome Bag

mit Trinkflasche, Energieriegel u. a.

TOPPREIS FÜR SPORTaktiv-LESER:

€ 357,– p. P.

Aufpreis für Einzelzimmer: € 90,–

ALLE INFOS UND BUCHUNG:

Hotel Sandwirth

Tel. 0463/56 209

WEB: sandwirth.at


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maximaler Passgenauigkeit

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Tragegefühl

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D-förmiger Querschnitt für bequemen,

sicheren Halt bei gleichzeitig

optimiertem Luftstrom (innen) und

Strömungswiderstand (außen)

Mit dem POWERBREATHER entfällt beim Kraulen das mühsame

Drehen des Kopfes, du liegst ruhig und entspannt im Wasser,

volle Konzentration auf die perfekte Schwimmlage.

Dank des patentierten AMEO FRESH AIR SYSTEMS atmest

du nur noch sauerstoffreiche Frischluft, ein Muss für längere

Schwimmeinheiten. Die perfekte Ergonomie und aquadynamische

Form lassen den POWERBREATHER kaum spüren – und schon

nach wenigen Zügen vergessen. Erlebe Schwimmen völlig neu

und verbessere deinen Stil leichter denn je.

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Innovatives 2-Wege-Trennsystem

– für stets frische, sauerstoffreiche

Atemluft und freie D-Tubes

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Triathlet, Olympiasieger, Ironman Weltmeister,

überzeugter POWERBREATHER Nutzer


FOTOS: BSO, Robert Polster, gepa pictures

HOFÜBERGABE

IN DER BSO

Der ehemalige Sozialminister Rudolf

Hundstorfer wurde im Rahmen der 47. österreichischen

Sportversammlung einstimmig

zum neuen Präsidenten der Bundes-

Sport organisation gewählt und löste damit

Herbert Kocher (im Bild re.) an der Spitze

der BSO ab. Als weitere Mitglieder des

BSO-Präsidiums gewählt wurden: 1. Vizepräsident:

Dr. Leo Windtner (Fußball);

2. Vizepräsident: Kons. Siegfried Robatscher

(ASVÖ), 3. Vizepräsident: Michael

Eschlböck (American Football), 4. Vizepräsident:

GD Hartwig Löger (SPORTUNION)

Schutz der JUGEND

DER BSO-JUGENDAUSSCHUSS HAT SICH INTENSIV

MIT DER THEMATIK ZWISCHENMENSCHLICHER

BEZIEHUNGEN UND RECHTLICHER RAHMEN-

BEDINGUNGEN IM SPORTVEREIN BESCHÄFTIGT

UND MÖCHTE NUN AUFZEIGEN, WAS BEI DER

ARBEIT MIT JUNGEN MENSCHEN IM SPORTVEREIN

ZU BEACHTEN IST. DIE BROSCHÜRE ZUM THEMA

„JUGENDLICHE IM SPORTVEREIN – RECHTLICHE

RAHMENBEDINGUNGEN“ GIBT EINEN ÜBER-

BLICK ÜBER HAFTUNGSFRAGEN, AUFSICHTS-

PFLICHT, JUGENDSCHUTZ UND ARBEITS-

RECHT. SPEZIELLE FRAGESTELLUNGEN AUS

DEM SPORT WERDEN DABEI BEHANDELT

UND EINIGE TIPPS FÜR SPORTVEREINE

GEGEBEN.

ERHÄLTLICH UNTER WWW.BSO.OR.AT

ALLSPORT

VEREINE / VERBÄNDE / BREITENSPORT

Neue Laureus-

Botschafterin

KICK MIT ist das bereits fünfte Projekt von „Laureus

sport for good projekt“ in Österreich. Mit der Leitidee

„Starke Mädchen braucht das Land“ werden vorrangig

Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund Chancen

eröffnet, über den Ballsport positive Erlebnisse zu erfahren.

Zur Botschafterin des Projektes wurde von Laureus

Academy-Mitglied Franz Klammer die Snowboard-Olympiasiegerin

Julia Dujmovits vom UNION

Skiclub Güssing ernannt.

BEREITS SEIT 18 JAHREN ehrt die Österreichische

Bundes-Sportorganisation im

Rahmen der BSO Cristall Gala jene Menschen,

die ihre Zeit, ihr Engagement und

ihre Kompetenz überwiegend ehrenamtlich

in den Dienst des Sports stellen. Sie

dienen hinter den Kulissen als kraftvoller

Motor des österreichischen Sportes – und

auch sie sollen einmal auf einem Siegerpodest

stehen dürfen. Mit Kristallen aus

dem Hause Swarovski ausgezeichnet wurden

diesmal für das Jahr 2016:

TOP-SPORTBOTSCHAFTER: der kürzlich

verstorbene Hermann Kröll für seine Verdienste

um die Special Olympics.

TOP-TRAINER: DI Gregor Högler

(Leichtathletik); TOP-SPORTVEREIN:

1. SK Ottakring (Schach); TOP-

FUNKTIONÄRIN: Mag. Sonja Anderl (Karate);

TOP-FUNKTIONÄR: Helmar Hasenöhrl

(Rudern); FRAUEN-POWER PROJEKT:

Bestes Frauenkegelteam Österreichs

(Sportkegeln).

Mehr über die Gewinner: www.bso.or.at

89


ALLSPORT

UND WIEDER

TANZT DER

KONGRESS

FOTOS: Foit Sport Austria

90

SPORTaktiv


500 BEGEISTERTE TEILNEHMER

– 86 Workshops – 1 Topveranstaltung!

Der „Fit für Österreich“- Kongress Ende Oktober

in Saalfelden, organisiert von ASKÖ, ASVÖ und

SPORTUNION, gestaltete sich auch zum 10-jährigen

Jubiläum als professionelle „Lernwerkstätte“

für Menschen, die Dienst an der Gesundheit und an

der Fitness der Österreicher leisten wollen.

Never change a winning team!

Nach dieser Devise bildete

auch heuer die Salzburger

Gemeinde Saalfelden den

professionellen Rahmen bei der traditions-,

aber auch erfolgreichsten Fortbildungsveranstaltung

für Übungsleiter/-innen,

Pädagog/-innen und alle

anderen sportbegeisterten Menschen,

die in Sachen Fitness- und Gesundheitstraining

am letzten Stand sein

wollen.

Unglaubliche 86 Workshops hatte

das Team von Fit Sport Austria unter

der Führung von Werner Quasnicka

sowie die Mitarbeiter aus den

drei Breitensportverbänden ASKÖ,

ASVÖ und SPORTUNION an den drei

Kongresstagen auf die Beine gestellt.

Sozusagen als einzigartige „Trendschau“

in der sich so schnell weiterdrehenden

Welt der Fitness- und Trainingsmethoden.

EINE EFOLGSGESCHICHTE

Vom Bauch- & Rückentraining „Antara®“

mit der bekannten Schweizerin

Karin Albrecht oder „Drums Alive®“

mit der sagenhaften Carrie Ekins über

die Arbeitskreise für Rumpfstabilisation,

Beckenbodentraining für sie

und ihn, Balletoning, Feldenkrais,

Faszien-Pilates & Faszien-Yoga bis hin

zu Hip-Hop, Hula-Hoop, Longboarden

oder Line-Dance – im Workshop-Programm

des „Fit für Österreich“-Kongresses

wurde praktisch alles aufgeboten,

was man aus dem weltweiten

Angebot an anerkannten Trainingsmethoden

kennt. Und dementsprechend

groß waren auch der Andrang

und die Begeisterung in den einzelnen

Sälen und anderen Räumlichkeiten

des Salzburger Gemeinde. Diese

10-jährige Jubiläumsveranstaltung

war natürlich auch ein guter Zeitpunkt,

um kurz die Erfolgsgeschichte

dieser Fortbildungsveranstaltung Revue

passieren zu lassen. Deren erster

Vorläufer war ja im Jahr 2005, noch

unter der Flagge der SPORT UNION,

am Uni-Sportgelände in Salzburg-Rif

über die Bühne gegangen. Passend

dazu wurden diesmal zwei der damaligen

„Geburtshelfer“, Dr. Sophia Bolzano

und Mag. Barbara Lang, gebührend

gefeiert und von ASKÖ-Präsident

Hermann Krist geehrt.

Die Idee einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung

der drei großen

Breitensportverbände war 2005

Teil der vom damaligen Sportstaatssekretariat

initiierten Initiative „Fit für

Österreich“. Im Zentrum der Überlegungen

standen schon damals die gesundheitsorientierten

Bewegungsangebote

von Sportvereinen in ganz

Österreich, die bei Vorliegen definierter

Qualitätskriterien mit einem Qualitätssiegel

ausgezeichnet werden.

GEBALLTE KRAFT

Mit knapp 200 Teilnehmern hatte

man im Jahr 2005 in Salzburg-Rif bereits

die Kapazitätsgrenze erreicht –

die Idee eines verbindenden, gemeinsamen

Events der drei großen

Sportdachverbände aber war damit

nicht zu bremsen: Durch die geballte

Kraft von ASKÖ, ASVÖ und SPORT-

UNION mit ihren gemeinsam fast

e xakt 14.000 Sportvereinen sollten die

Menschen in Österreich zu mehr

körperlicher Aktivität im Sinne der

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

91


ALLSPORT

Das Credo des Kongresses: Lernen von Topexperten (wie

Karin Albrecht, li.) und das Gelernte im Verein weitergeben

Moderator Peter Resetarits (li., mit ASKÖ-Präs. Hermann Krist)

ist selbst bereits ein wichtiger Promotor des Kongresses.

Gesunderhaltung motiviert werden.

Und wie vor zehn Jahren gilt auch

heute, mehr denn je: „Die Leistungsfähigkeit

des organisierten Sports im

Bereich gesundheitsorientierter Bewegungsangebote

und des gesundheitsfördernden

Fitnesstrainings ist

enorm – und oft im direkten Lebensumfeld

verfügbar“, sagt Werner Quasnicka,

Geschäftsführer von Fit Sport

Austria und Kongress-Organisator.

„Dafür stehen tagtäglich Tausende

von gut ausgebildeten Menschen in

tausenden Vereinen zur Verfügung.

Und um für diese wichtigen Gesundheits-Botschafter

die Möglichkeit des

fachkundigen Austausches und einer

kompakten Fortbildung zu schaffen,

wurde der ,Fit für Österreich‘-Kongress

ins Leben gerufen.“

Das Engagement und der Enthusiasmus

dieser Übungsleiter/-innen

und letztlich auch aller Teilnehmer/-innen

am Fit-Kongress ist ungebrochen

und ein überaus wichtiger

Aspekt für die Sportvereine Österreichs.

„Das zitierte ,Miteinander

mehr bewegen‘ bedeutet aber mehr als

nur die Zusammenarbeit der drei großen

Partner“, sagt Werner Quasnicka,

„auch für den kleinsten Sportverein

steht dieser Slogan für das, was täglich

in ganz Österreich im Sportbereich

bewegt wird. Es ist eine enorm

wichtige gesellschaftspolitische Verantwortung,

die die Breitensportverbände

und ihre Vereine hier erfüllen.“

MENTALIST ALS KEYNOTE-SPEAKER

Das Impulsreferat von Mentalist

Manuel Horeth am Eröffnungsabend

reihte sich nahtlos in die Reihe der

eindrucksvollen Präsentationen von

Keynote-Speakern bei diesen Kongressen

ein. Neben Medizinern wie

Dr. Paul Haber, Dr. Roman Szeliga

oder Dr. Jochen Schuler waren es bislang

Topreferenten wie Hirnforscher

Dr. Martin Korte oder die Sportwissenschaftler

DDr. Jürgen Weineck

und Dr. Werner Schwarz, oder auch

Freizeitforscher Mag. Peter Zellmann,

die das Publikum begeistern konnten.

Rückblickend bilden all diese Vorträge

das breite Spektrum der überaus

positiven körperlichen, mentalen und

auch gesellschaftlichen Auswirkungen

von regelmäßiger körperlicher

Aktivität ab.

Diesmal konnte Mentalist Manuel

Horeth mit seiner lebendigen Präsentation

voller praktischer Beispiele

aus Leistungssport wie Alltagsleben

den Bogen zu den mentalen Gesetzen

spannen. Eindrucksvoll vermittelte

er, wie sich eine positive Einstellung

und positive Gedanken nachhaltig

auch positiv auf Körper, Geist und Erfolg

auswirken.

In aller Kürze: Sein Trainingsprogramm

umfasst mehrere Stufen, deren

Basis die Entspannung, das Finden

einer inneren Ruhe ist. Die

weiteren Stufen befassen sich mit Vorstellungskraft,

innerem Dialog, Verlangen

und der Aktivierung – dem

„Go“. Wie wichtig dabei die Grundstufe,

die Entspannung, ist, präsentierte

der Erfolgstrainer anhand eines

Relax-Experiments mit zwei Damen

aus dem Publikum: Beeindruckend,

wie sich hier negative und positive

Empfindungen verstärken ließen,

welche Auswirkungen dies auf das

Unterbewusstsein haben kann – und

welche Kräfte dadurch mobilisiert

werden können.

NACHHALTIGKEIT IM SPORTVEREIN

In einem Kurzreferat präsentierte

dann Felix Heckl vom Umweltbundesamt

sein gemeinsam mit den

Sportverbänden erarbeitetes Programm,

mit dem jeder Verein selbst

überprüfen kann, wie zukunftsorientiert

und nachhaltig er agiert. „Die

Selbstbewertung der Nachhaltigkeitsperformance

ermöglicht dem

Verein einen umfassenden Blick auf

alle wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten

Aktivitäten und zeigt Stärken

und Schwächen auf“, erklärte

Heckl. „Darauf aufbauend können

dann Aktivitäten entwickelt werden,

die auf Verbesserungen abzielen.

Gleichzeitig kann die Selbstbewertung

dafür genutzt werden, die Nachhaltigkeitsperformance

zum Thema

zu machen – im Verein und in der

Kommunikation über den Verein.“

Besonders für junge sportliche

Menschen stellt die Auseinandersetzung

mit nachhaltiger Entwicklung

eine wertvolle Bereicherung auf ihrem

persönlichen Bildungsweg dar.

Nachhaltige Entwicklung entspricht

der Befriedigung der Bedürfnisse der

heutigen Generationen, ohne die

Möglichkeiten künftiger Generationen

zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse

zu befriedigen und ihren

Lebensstil zu wählen. Sportvereine

berühren alle Dimensionen einer

FOTO: Fit Sport Austria

92

SPORTaktiv


EINWURF

Auch „Drummerin“ Carrie Ekins war Teil

des 86 Workshop-starken Programms.

nachhaltigen Entwicklung. Die Art

und Weise, wie Vereinsaktivitäten organisiert

und durchgeführt werden,

ist von großer Relevanz: So ist beispielsweise

die An-und Abreise zu

Trainings- und Wettkampfterminen

ein wichtiger Nachhaltigkeitsindikator,

ebenso der Umgang mit Abfällen

(besonders bei Veranstaltungen), Herkunft

und Herstellung der Sportausrüstung

und anderes. Aber auch Themen

wie Gesundheit und Ernährung,

regional ökonomische Aspekte, Barrierefreiheit,

Geschlechtssensibilität,

Gewaltfreiheit usw. sind wichtige

Themen für eine nachhaltige Entwicklung.

175 STUNDEN UND MEHR

Nach den spannenden Vorträgen an

Tag 1 startete am Samstagmorgen der

Kongress dann in der Praixs so richtig

durch. Ab 8.30 Uhr wurden an fünf

verschiedenen Orten vorerst morgendliche

Bewegungsimpulse angeboten,

um die Teilnehmer in

Schwung zu bringen. Danach starteten

die Arbeitsgruppen: Mit seinen 86

Workshops zu 41 verschiedenen Themen

– jedes Thema für sich zwei

Stunden lang perfekt aufbereitet – ist

der „Fit“-Kongress auch in Form und

Umfang einzigartig in Österreich.

Auffallend: Auch augenscheinlich

jugendliche Themen wie Hip-

Hop, Hula-Hoop oder Longboarden

wurden sehr wohl auch mit viel Einsatz

von den älteren Teilnehmern in

Anspruch genommen. „Bei unseren

Kongressen“, weiß Werner Quasnicka,

„nehmen wir immer wieder

Mentalist Manuel Horeth begeisterte

als Keynote-Speaker die Zuschauer.

wahr, dass der Slogan ,Sport hält jung‘

in vielerlei Hinsicht stimmt. Und der

lebende Beweis dafür sind Jahr für

Jahr die Menschen, die bei diesem

Kongress mit viel Engagement und

Begeisterung bei der Sache sind.“

Bezeichnend: In Kombination

mit den Bewegungsimpulsen und

dem partizipativen Abendprogramm

am Samstag – mit Line Dance, Hip-

Hop, BaBoom, lateinamerikanischen

Tänzen, Trommlern und Tänzern aus

Ghana sowie der nachfolgenden freien

Tanzmöglichkeit – kamen so manche

Kongress-Teilnehmer an diesem

Wochenende auf weit mehr als zehn

Stunden körperlicher Aktivität ...

Und noch etwas Besonderes prägte

den Samstagabend: Auch das komplette

Abendprogramm wurde ausschließlich

von Vortragenden des

Kongresses gestaltet! Und bei allen

Auftritten wurden die Zuschauer zum

Mitmachen eingeladen – frei nach

dem Motto: „Bewegt bis in die Nacht“!

Eines der Highlights war sicher der

Auftritt von Referent und Jongleur

Mario Filzi: Er hat mit seiner exorbitanten

Diabolo-Nummer den Kongress

regelrecht „diabolisiert“.

Das Wichtigste zum Schluss: Der

Fit für Österreich“-Kongress ist für

alle Interessierten offen, der Andrang

aber auch entsprechend groß. Daher

gilt es, den Termin für die Anmeldung

rechtzeitig zu notieren: Im nächsten

Jahr findet der Fit-Kongress von 20. bis

22. Oktober statt. Natürlich wieder in

Saalfelden. Never change a winning

team . . .

Alle Infos: fitsportaustria.at

Vereine als Schule

des sozialen Lebens

Es gilt wohl mittlerweile als unbestritten,

dass dem Sport in vielen gesellschaftlichen

Querschnittsmaterien

eine Schlüsselrolle zufällt. Sport genießt

auch in Österreich einen hohen

sozialen, politischen und wirtschaftlichen

Stellenwert.

Sport kann begeistern, Grenzen

überwinden, den gesellschaftlichen

Zusammenhalt stärken und Menschen

aller Altersgruppen zu einem aktiveren,

gesünderen Leben bewegen.

Um allen Bevölkerungsgruppen

die gewünschte Ausübung des Sports

zu ermöglichen, müssen Politik und

Verwaltung die notwendigen strukturellen

Rahmenbedingungen herstellen.

Mindestens ebenso bedeutungsvoll

ist aber die Rolle des

organisierten Sports: Ohne die ehrenamtliche

Tätigkeit vieler tausender

Funktionärinnen und Funktionäre

würde der Sportbetrieb in Österreich

sehr rasch zum Stillstand kommen.

Der „Internationale Tag des

Ehren amtes“ jährt sich am 5. Dezember

zum 30. Mal. 46 Prozent der Bevölkerung

in Österreich leisten Freiwilligenarbeit

– über die Ausübung

von Ehren ämtern, im Privatbereich

und in Form von Nachbarschaftshilfe.

Der von der UNO 1986 gestartete Gedenk-

und Aktionstag hat damit auch

für Österreichs 14.000 Sportvereine

eine besondere Bedeutung. Nach

dem Kunst- und Kultursektor ist der

Sport in Sachen Ehrenamt das größte

Betätigungsfeld. Nicht weniger als

475.000 Österreicherinnen und Österreicher

sind hier freiwillig tätig.

Freiwillige leisten Enormes für

den Sport in Österreich, die Freiwilligenarbeit

trägt aber auch viel zur

Entwicklung der Persönlichkeit junger

Menschen und zum sozialen Zusammenhalt

bei. Diese wertvolle Arbeit

würdigen wir daher in der aktuellen

Ausgabe von SPORTaktiv mit einer

breiten und informativen Lesestrecke.

Mit sportlichen Grüßen,

Dr. Samo Kobenter

Sektionschef BMLVS

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

93


PERSONALITY

IM

BLICKPUNKT

DIE „EHREN-

AMTLICHEN“

„ES WAR MIR IMMER

EINE EHRE! “

SIE FÖRDERN DIE HOBBYS DER ANDEREN und opfern dafür ihre eigene Freizeit.

Sie arbeiten hinter den Kulissen und stehen doch oft öffentlich in der Kritik.

Ihr Lohn? Ein Händedruck. Denn Sportfunktionär zu sein ist ein unbezahltes

„Ehrenamt“. Der Wiener Werner Brunner ist einer von den rund 500.000

Funktionären, die Österreichs Sport am Leben erhalten.

Herr Brunner, erlauben Sie uns gleich

eine provokante Frage: Herzensangelegenheit,

Lebenswerk oder einfach

nur Gewohnheit – was bewegt einen

Menschen, mehr als 53 Jahre, also

fast ein ganzes Leben lang, Funktionär

bei einem Sportverein zu sein?

Ob Sie es glauben oder nicht: Es

war immer und ist auch heute noch

eine echte Herzensangelegenheit. Unter

anderen Befindlichkeiten kann

man so eine Aufgabe nicht machen.

Damit man eine Vorstellung bekommt:

Wie viele Stunden Freizeit haben Sie

in all den Jahren in Ihre Vereinstätigkeit

gesteckt?

Keine Ahnung, ich hab da nie

Buch geführt. Es gibt Zeiten vor Veranstaltungen

oder bei der Entwicklung

neuer Projekte mit einem besonders

hohen Zeiteinsatz. Bei „normalem“

Betrieb konnte ich die Aufgaben mit

einem vernünftigen Zeitmanagement

ganz gut neben meiner doch intensiven

Berufstätigkeit erledigen.

Wie hat das begonnen mit Ihrer Vereinskarriere

bei WAT Brigittenau?

Ich war bereits als Kleinkind Mitglied

im WAT Brigittenau und bin es

heute, nach 50 Jahren, noch immer.

Das mit der Vereinsarbeit hat schon

mit 17 Jahren begonnen, als geprüfter

„Kindervorturner“. Dann hab ich bald

Administratives – meine erste Funkti-

Der „Ehrenamtliche“

WERNER BRUNNER, geboren 1942,

lebt in Wien-Brigittenau; verheiratet,

Großvater von Zwillingen.

Beruflich: seit rund 40 Jahren in

der Buchbranche tätig (Schwerpunkt

Kinder- und Jugendbuch),

zuletzt selbstständig mit einer

Werbe-/Marketing-Agentur für

Verlage und Buchhandlungen.

Sportlich: als Aktiver

Geräteturnen, Handball,

Leichtathletik, Tennis; aktuell: regelmäßige

Gymnastik („Reine

Männersache“ im WAT Brigittenau),

Skilaufen, Wandern, Radfahren.

Funktionärskarriere: vom „Kindervorturner“

als 18-Jähriger

über den sportlichen Leiter bis

zum Obmann und heute Ehrenobmann

im WAT Brigittenau.

Aktuell: Geschäftsführender

Obmann im ASKÖ Brigittenau,

Vizepräsident des Gesamt-WAT.

on war Statistikführer! Und damit war

ich dann im Ausschuss vertreten. Vielleicht

war es auch der Einfluss meines

Vaters, denn er war auch „immer“

Funktionär im WAT Brigittenau.

Bei Ihrer Auszeichnung 2013 zu Österreichs

„Topfunktionär des Jahres“

hieß es in der Laudatio, dass Sie schon

in jungen Jahren treibende Kraft im

Verein waren. Andere wollen dort bloß

Spaß am Sport haben ...

Mich hat dieses Vereinsgeschehen,

diese Gemeinschaft, in der ich ja

aufgewachsen bin, sehr interessiert.

Die Freude, etwas zu gestalten, zu organisieren,

die Neugierde auf Neues,

die Möglichkeit, etwas zu entwickeln

und umzusetzen war schon

faszinierend für mich. Alles Weitere

hat sich dann ganz einfach ergeben.

Mir war auch bald klar, dass Ideen

einzubringen einfach, die Umsetzung

aber doch etwas schwieriger ist.

So habe ich gelernt, eine Idee zu haben

– und sie auch durchzuziehen.

Aber damit das nicht falsch rüberkommt:

Ich hab im Verein auch immer

genug Zeit gehabt, um selbst

Sport zu betreiben.

53 Jahre als Funktionär – da gab es

sicher viele Höhen und Tiefen. Was

waren die schönsten und was waren

die bittersten Stunden im Laufe Ihrer

Tätigkeit beim WAT Brigittenau?

INTERVIEW: Gerhard Polzer

94

SPORTaktiv


Ein Leben für das „Ehrenamt“: Werner Brunner ist seit mehr als 50 Jahren Sportfunktionär mit Leib und Seele.

FOTOS: privat

Also ein Ranking der Höhepunkte

kann ich da nicht erstellen, dafür habe

ich zu viel Schönes erlebt. Die vielen

neuen Initiativen, die von mir eingebracht

und von den Menschen auch

angenommen wurden, waren natürlich

schon etwas Besonderes. Oder die

vielen organisierten Sportveranstaltungen,

die in erster Linie zur Bewerbung

der Angebote des Vereines dienten.

Und selbstverständlich hat es auch

persönliche Enttäuschungen gegeben.

An „bittere“ Erlebnisse kann ich mich

nicht erinnern – aber vielleicht habe

ich sie auch verdrängt ...

Funktionär sein ist ein Ehrenamt. War

es für Sie wirklich immer eine „Ehre“?

Ja, absolut! Es war und es ist eine

Ehre, solche Tätigkeiten ausüben zu

dürfen. Allein das Bewusstsein, eine

Aufgabe tatsächlich ehrenamtlich,

also ohne jede Bezahlung und ohne jeden

Kostenersatz zu erfüllen, ist für

die eigene Wertschätzung wichtig.

Hat Sie die Arbeit für den Verein, die

Arbeit mit den Sportlern, mit dem

Nachwuchs, auch in Ihrem Berufsleben

geprägt, beeinflusst?

Unbedingt. Man lernt Teamarbeit,

Verantwortung zu übernehmen aber

sie auch bewusst zu delegieren, Fairness

und Solidarität zu üben, gemeinsam

definierte Ziele zu verfolgen. Sich

beim Erreichen der Ziele gemeinsam

zu freuen, bei Nichterreichen gemeinsam

andere Weg suchen. Alles das

sind Eigenschaften, die im Verein gelebt

werden. Und ich habe mich immer

bemüht, auch im Alltag und im Beruf

danach zu leben.

Trotz allem: Würden Sie sich wünschen,

einiges von dieser aufgewendeten

Zeit besser in andere Dinge

investiert zu haben? In andere Hobbys,

in mehr Zeit mit der Familie …?

Für andere Hobbys sicher nicht.

Nur für meine Frau und für unsere

Tochter hätte ich, aus heutiger Sicht,

mehr Zeit einbringen müssen. Aber

ich hole nun diese entgangenen Freuden

mit unseren Enkelkindern und der

gesamten Familie nach.

Stichwort Familie: Wie hat eigentlich

Ihre Familie Ihr großes Engagement

für den Sportverein mitgetragen?

Meine Familie ist auch ein Teil dieser

Riesenfamilie WAT Brigittenau.

Daher war mein Engagement für sie irgendwie

selbstverständlich.

Der WAT Brigittenau hat Sie zum

„Ehrenobmann“ ernannt. Bloß ein Titel

zum Abschied oder sind Sie, mit all

Ihrer Erfahrung und Ihren Verbindungen,

noch immer für den Verein tätig?

Aus den operativen Vereinstätigkeiten

im WAT Brigittenau habe ich

mich vor einigen Monaten zurückgezogen.

Aber durch meine Funktionen

im ASKÖ Brigittenau als geschäftsführender

Obmann und als Vizepräsident

im Gesamt-WAT ergeben sich

auch immer wieder Schnittpunkte

zum WAT Brigittenau. Außerdem

kümmere ich mich dort organisatorisch

um ein Projekt, das mir besonders

am Herzen liegt: die sportliche

Betreuung unbegleiteter minderjähriger

Flüchtlinge.

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

95


ALLSPORT

Auch der Sportminister sagt, dass

unser Sportsystem ohne die 500.000

Vereinsfunktionäre, die ehrenamtlich,

also ohne Bezahlung, arbeiten, nicht

aufrecht zu erhalten wäre.

Absolut richtig. Ich bin überzeugt,

dass es ohne ehrenamtliche Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen, viele davon

auch entsprechend ausgebildet, das

Sportsystem im Breitensport und auch

einen großen Teil des Leistungssports

nicht geben würde.

Lob und Anerkennung sind eine Sache.

Aber was würden Sie sich als „lebenslanger“

Funktionär noch vom Sportland

Österreich wünschen?

Das ist schnell gesagt: Dem Breitensport

in der Politik, Gesellschaft

und Öffentlichkeit den Stellenwert geben,

den er sich verdient! Der Vereinssport

übernimmt mit den ausgebildeten

Trainern und Übungsleitern

nicht nur die Betreuung auch im Breitensport,

er bietet den Menschen in der

heutigen Zeit Gemeinschaften mit allen

positiven sozialen Auswirkungen

auf die Gesellschaft. Der Vereinssport

leistet einen wesentlichen Beitrag zur

Gesundheit und zum Wohlbefinden.

Viele Meinungsbildner sind zu sehr

mit dem Zählen der Olympiamedaillen

beschäftigt, ihr Blick ist nur auf

den Medaillenspiegel fokussiert – und

die große und wichtige Bewegung des

Breitensports wird übersehen!

Viele Vereine haben Nachwuchssorgen,

vor allem auf Funktionärsebene.

Was müsste aus Ihrer Sicht passieren,

damit man mehr junge Menschen für

Vereinsarbeit gewinnen kann?

Wie schon vorher gesagt: den Stellenwert

des Vereinssports erhöhen

und damit öffentlich attraktiv zu positionieren.

Aber ich glaube, so schlecht

ist es mit dem Funktionärsnachwuchs

gar nicht bestellt. Mit Motivation, mit

Fortbildungsangeboten und mit dem

Übertragen von Aufgaben und Verantwortung

können auch heute junge

Menschen für eine Funktionärstätigkeit

gewonnen werden. Und ich mache

selbst immer wieder Werbung bei

den Jungen für diese Arbeit! Ich versuche,

Vorbild zu sein, erzähle von den

vielen positiven Erlebnissen und ermuntere

sie, es ganz einfach zu probieren.

Denn Sportfunktionär zu sein ist

nicht nur eine Ehre, sondern auch eine

große Bereichung im Leben!

DIENST AN

DER FITNESS

14.000 SPORTVEREINE gibt es in Österreich, verteilt mit

unzähligen Sportarten auf mehr als 60 Fachverbände und

drei Dachverbände. Was aber wieder fast alle unter einen

Hut bringt: Die meisten Vereine haben sich längst nicht

mehr nur dem Leistungssport verschrieben, sondern der

Dienstleistung – an der Fitness der Menschen. Drei von

zigtausenden guten Beispielen wollen wir hier vorstellen.

TEXT: Sonja Burger

FOTOS: ©Weninger/Lunak, UWW

96

SPORTaktiv


KEIN GRUND FÜR INAKTIVITÄT!

Speziell im städtischen Raum wird die Zahl der inaktiven Menschen immer

größer. Diese Personengruppe zu mehr Aktivität zu motivieren, ist eine

Herausforderung – der sich die UNION Westwien mit großem Einsatz stellt.

Die Ausreden vieler Menschen,

warum sie keinen Sport betreiben,

sind vielfältig. In Wahrheit

aber nehmen ihnen die Sportvereine

in Österreich den Wind aus den Segeln.

Denn mit der hohen Qualität,

mit der Leistbarkeit, der Flexibilität

und vor allem mit der Vielfalt, die unsere

Sportvereine quer durchs Land

bieten, verblasst ziemlich jedes Gegenargument.

Das sieht auch Thomas Dworak

so, ehemals Trainer im Kunstturnen

und seit 2005 umtriebiger Obmann

von UNION West-Wien, einem der

größten der rund 4.100 Vereine, die die

SPORTUNION als einer der drei Breitensportverbände

unter ihrem Dach

vereint. „Aber was hilft‘s, wenn das

Angebot stimmt – bei rund 60 Prozent

Inaktiven ist noch immer genug Aufklärungsarbeit

zu tun“, sagt Dworak.

Die große Zahl der Inaktiven ist

aber nur eine von vielen Herausforderungen

für die Sportvereine. Kommerzielle

Fitnessangebote, die Abhängigkeit

von Sportstätten an Schulen

und generell der geringe Stellenwert

des organisierten Sports machen es

auch für Thomas Dworak und seiner

UNION West-Wien nicht einfach, ihrem

Auftrag für die Gesellschaft nachzukommen.

„Und trotzdem: Über Kooperationen

mit Ärzten und Krankenkassen,

mit vielen Schulen und mit den Angeboten

zur betrieblichen Gesundheitsförderung

positioniert sich West-

Wien als engagierter Förderer von

Gesundheit und Bewegung – und

zwar vom Junior bis zum Senior“, sagt

der Obmann.

GEPRÜFTE ANGEBOTE

Als Erwachsener ist man bei UWW

im Segment Freizeitsport mit den Mitgliedschaften

„Basic“ und „Special“

günstig unterwegs. Denn damit ist

man berechtigt, so viele Kurse wie

man möchte, zu belegen. Für einzelne

Sportarten wie Jumping Fitness zahlt

Der Verein

UNION West-Wien

THOMAS DWORAK (Bild) und sein

Team betreuen bei UNION West-Wien

15 Sektionen im Leistungssport, aber

immer stärker werden im Bereich Freizeit-

und Gesundheitssport, beginnend

vom Kleinkind bis zum betagten

Senior, eine große Zahl unterschiedlichster

Fitness- und Sportkurse angeboten.

KONTAKT:

UNION West-Wien, Linzer Straße 431,

1140 Wien, Tel. 01/813 64 80,

E-Mail: office@westwien.at,

WEB: westwien.at

man pro Einheit. „Das wurde notwendig,

um einerseits dem Anspruch an

Flexibilität seitens der Kunden gerecht

zu werden“, sagt Dworak, „und

andererseits, um steuerlichen Gegebenheiten

zu entsprechen“. Das Ex traservice:

Wer unsicher ist, welche

Sportart die richtige ist, kann seine

Favoriten mit dem „Gratis-Schnuppergutschein“

erst einmal unverbindlich

kennenlernen.

Natürlich setzt auch UNION

West-Wien bei der Mitgliederbetreuung

auf die Qualitätsoffensive, die

von der Gesellschaft „Fit Sport Austria“

eingeleitet wurde. Mit dem „Qualitätssiegel

für gesunde Bewegung

und Sport im Verein“ wurden bisher

österreichweit bereits 6.487 Bewegungsangebote

ausgezeichnet, die alle

vorgegebenen Qualitätskriterien erfüllen

und die Thomas Dworak aufzählt:

„Qualitätssiegel heißt, dass die

Übungsleiter fachlich und sozial geschult

sind, die qualifizierten Angebote

Freude am Sport vermitteln und die

Gesundheitskompetenz fördern.“

Für eine Verlängerung des Qualitätssiegels

muss der Club Fortbildungen

nachweisen. Damit wollen drei

Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und

SPORTUNION, die in „Fit Sport Austria“

vereint sind, gewährleisten, dass

ihre Bewegungsangebote qualitätsgeprüft

sind und Mindeststandards erfüllt

werden. „Was das Qualitätsmanagement

betrifft, da orientieren wir

uns mittlerweile an den Strukturen

in der Privatwirtschaft“, sagt Dworak.

EIN SOZIALER AUFTRAG

Über den Kontakt mit den Übungsleitern

und über Gespräche mit den

Menschen im Umfeld holen sich Thomas

Dworak und sein Team wichtiges

Feedback zu den Vereinsleistungen.

So zeigte sich etwa, dass moderate

Mitgliedsbeiträge allein mitunter

nicht ausreichen, um sozial Schwachen

die Teilnahme an qualitativen

Bewegungsangeboten zu ermöglichen.

„Derzeit erarbeiten wir ein Modell

speziell für betroffene Kinder, das

teils von den Krankenkassen finanziert

werden soll. Einkommensschwache

erhalten bei uns auch eine Ermäßigung

auf den Mitgliedsbeitrag“,

erklärt Thomas Dworak. „Wir haben

einen sozialen Auftrag und versuchen,

dementsprechend auch allen einen

Zugang zum Sport und damit zu

mehr Fitness und Gesundheit zu ermöglichen“.

Im Sportjargon gesagt: Vereine

wie UNION West-Wien mit ihrem

umfassenden Sport- und Fitnessangebot

haben den Ball aufgenommen und

weitergespielt. Jetzt liegt‘s an den

Menschen, den Querpass auch zu verwerten

...

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

97


ALLSPORT

ALLEIN ODER DOCH GEMEINSAM?

Sportvereine sind unkomplizierter, als man denkt. Das „Wir-Gefühl“ lässt sich

nämlich auch durch Neugierde wecken, und Offenheit haucht den „Klassikern“ des

Vereinsleben neues Leben ein. Ein Lokalaugenschein bei WAT Brigittenau.

Allein im Dunkeln zu laufen, ist

nicht jedermanns Sache. Nasses

Laub, Wurzeln und herumliegende

Äste tragen das ihre dazu bei,

dass es in der kalten Jahreszeit kaum

noch Läufer ins Freie zieht. Selbst an

Lauf-Hotspots wie der Prater-Hauptallee

in Wien ist es nun abends ziemlich

ruhig. Das Laufband im Fitnesscenter?

Für Outdoor-Fans keine Option.

Gut, dass es Alternativen gibt. Und

Vereine wie WAT Brigittenau: „Unsere

Laufbahn und die neue Calisthenics-Anlage

sind für jeden frei zugänglich,

auch für Nicht-Mitglieder“,

verrät Werner Brunner, Funktionärs-Urgestein

des WAT Brigittenau

(siehe Interview 96). Bis abends um 21

Uhr kann man im ASKÖ-Sportzentrum

Brigittenau sicher und gut

beleuchtet seine Runden auf der Laufbahn

drehen. Oder mit dem eigenen

Körpergewicht an der Calisthenics-Anlage

trainieren.

ATTRAKTIVE KOMBINATION

Ob man es nun vorzieht, allein und

ohne Trainer zu sporteln, oder es doch

mal mit einem Kurs versucht, das

bleibt jedem selbst überlassen. Diese

Ungezwungenheit wirkt anziehend,

lässt mitunter die Hürde „Vereinszugehörigkeit“

überwinden und kann

letztlich sogar in einer Mitgliedschaft

münden. Der WAT Brigittenau zielt

dabei auf keine spezielle Zielgruppe

ab, sondern will mit einem breiten

Sportangebot möglichst viele erreichen.

Vom Kind bis zum Senior ist jeder

willkommen.

„Die Stärke unseres Vereins ist

die Kombination aus modernem

Equipment mit kompetenten Übungsleitern

zu einem erschwinglichen

Preis“, betont Brunner. Unabhängig

vom einzelnen Trainer sollen gerade

beim Gesundheitssport alle die gleichen

Mindeststandards in puncto

Qualität erwarten können. „Zu diesem

Zweck wird nicht nur in Technik,

Der Verein WAT Brigittenau, ASKÖ

GEMEINSAME AKTIVITÄTEN, ob in der

Sporteinheit oder im Vereinsleben, sind

ein absoluter Schwerpunkt im Programm

des WAT Brigittenau. Dementsprechend

groß ist auch das Breitensport-Angebot:

Gezählte 70 verschiedene Sportaktivitäten

und Kurse sind auf der Homepage

aufgelistet.

KONTAKT: WAT Brigittenau (ASKÖ)

Forsthausgasse 5, 1200 Wien,

Tel.: 01/332 51 88, E-Mail: info@wat20.at

WEB: wat20.at

sondern auch in Fortbildung investiert.

Denn von der fachlichen und sozialen

Kompetenz der Übungsleiter

hängt die Qualität des Bewegungsangebots

entscheidend ab.“ Dementsprechend

setzt auch bei WAT Brigittenau

das Qualitätssiegel der „Fit Sport Austria“

die Maßstäbe, um das Sportangebot

ständig zu optimieren.

Gerade für Erwachsene sind die

Angebote bewusst niederschwellig

konzipiert, unabhängig vom Leistungsniveau

sollen erste Erfolgserlebnisse

rasch sichtbar sein. Beim WAT

Brigittenau kann man auch schnuppern

und es gibt eine temporäre Mitgliedschaft.

Neue Mitglieder sind aus

Vereinssicht zwar wichtig, um Menschen

an mehr Sport und Bewegung

heranzuführen, aber nicht der einzige

Weg. Wer sich doch vom Semestersportprogramm

überzeugen lässt und

Mitglied wird, profitiert beim WAT

Brigittenau auch von einem aktiven

Vereinsleben. Sowohl Klassiker wie

etwa der Wanderausflug, als auch

Sportevents wie der „Movemberlauf“

erfreuen sich großer Beliebtheit.

Im Unterschied zu kommerziellen

Fitnessanbietern kann durch das

Miteinander im Verein aber auch Neues

zum Wohle anderer, die in irgendeiner

Form benachteiligt sind, entstehen.

So entstand hier aus dem Wissen,

dass übergewichtige Kinder beim

Schulsport oft verspottet werden und

sie dadurch Sport noch mehr meiden,

die Idee für ein Schulprojekt, das der

WAT Brigittenau an einer Volksschule

im 20. Bezirk durchführt. „Indem

die übergewichtigen Kinder zusätzlich,

aber separat betreut werden, finden

sie wieder Freude an Sport und

Bewegung und es stärkt ihr Selbstbewusstsein“,

weiß Werner Brunner.

VEREINSEIGENER HILFSFONDS

Weil aber auch Geldprobleme den Zugang

zu Sport und Bewegung verhindern

können, schuf der WAT Brigittenau

einen eigenen Fonds. Kommt

einem Übungsleiter zu Ohren, dass

sich eine Familie die Teilnahme an einer

Veranstaltung oder einem Kurs

für ihre Kinder nicht leisten kann,

springt im Bedarfsall der Fonds ein.

Und die Vereinsmitglieder tragen den

sozialen Anspruch des Vereins mit,

indem für den Fonds gespendet wird.

So stärkt das „Wir“ das „Ich“ – ein Benefit,

den man im Fitnesscenter wohl

vergeblich sucht.

FOTOS: WAT Brgittenau, Allgemeiner Turnverein Graz

98

SPORTaktiv


SAG „JA“ ZU BEWEGUNG!

Einen positiven Zugang zu Sport und Bewegung sollte man möglichst früh erreichen.

Je älter, desto schwieriger. Ein Sportverein ist die beste Motivationslokomotive, um

(wieder) in Bewegung zu kommen. Zum Beispiel im ASVÖ-Verein ATG in Graz.

Die einen sind jenseits der 60 oft

noch gut in Form. Man begegnet

ihnen in Radgruppen, sieht

sie bei Lauf-Events über die Ziellinie

rennen, stemmt im Fitnesscenter neben

ihnen Gewichte oder schwitzt gemeinsam

bei Zumba, Pilates & Co.

Andere dagegen fanden aus diversen

Gründen nie einen Draht zu Bewegung

und Sport. Sie zählen zur schon

genannten großen Gruppe der „Inaktiven“.

Für sie ist die Hürde, damit anzufangen,

gerade wegen ihres Alters

besonders hoch. „Meist beginnen sie

sehr spät und häufig erst auf Anraten

des Arztes mit Gesundheitssport. Diese

Zielgruppe ist schwer erreichbar,

weil viele nicht mit Sport und Bewegung

als Teil eines gesunden Lebensstils

sozialisiert wurden“, weiß Mag.

Bernd Pazolt, Geschäftsführer und

sportlicher Leiter beim „Allgemeinen

Turnverein Graz“, kurz ATG, einem

Verein des ASVÖ.

GEZIELTE WERBEMASSNAHMEN

Der Verein mit Sitz in der Grazer Innenstadt

will deshalb nicht nur junge

Menschen möglichst früh begeistern,

sondern auch ältere Menschen ins

(sportliche) Boot holen. Dieses Ziel erfordert

viel Engagement und Beharrlichkeit.

Daher kombiniert der ATG

ein vielfältiges Angebot im Gesundheitssport

mit zielgruppenspezifischen

Werbemaßnahmen: Weil für

Senioren etwa Geld (wieder) ein

Hemmnis sein kann, können Interessierte

derzeit drei Angebote aus dem

Bereich „Gesundheitssport“ kostenlos

testen. Zugleich wartete der Verein

aber nicht darauf, dass die Zielgruppe

von allein den Weg in die Kastellfeldgasse

8 findet, sondern ging in der Grazer

Innenstadt aktiv auf sie zu.

„Dieser niederschwellige Erstkontakt,

der finanzielle Anreiz sowie

die Unverbindlichkeit des Schnupperns

sollten motivieren, dem Sport

eine Chance zu geben“, erklärt Pazolt.

Der Verein

ATG GRAZ, ASVÖ

BERND PAZOLT (Bild) ist nicht nur

selbst begeisterter Familiensportler,

sondern initiiert als Geschäftsführer

des ATG in Graz mit seinem Team neben

dem Leistungssport in sieben Sektionen

auch eine Vielzahl an Trainingseinheiten

und Kursen im Bereich Breiten- und

Gesundheitssport.

KONTAKT:

Allgemeiner Turnverein Graz (ATG),

Kastellfeldgasse 8, 8010 Graz

Tel: 0 316/82 43 45-1

E-Mail: office@atgraz.at

WEB: atgraz.at; tanzfabrik.at

„In den Gesprächen merkten wir

dann aber, dass trotz der vielen Anreize

das soziale Umfeld die Entscheidung

am stärksten beeinflusst.“

ALLE DABEI

Deshalb ist es auch so wichtig, gerade

Kinder und Jugendliche möglichst

früh für den Sport zu begeistern.

Nicht ohne Grund ist dieses Alterssegment

neben den Senioren die wichtigste

Zielgruppe – auch für den ATG.

Entsprechend breit und vielfältig ist

das Angebot des Vereins, das vom Eltern-Kind-Turnen

bis zu Angeboten

für Senioren alle Lebensphasen abdeckt.

Wer in den Leistungs- und

Wettkampfsport will, wird ebenfalls

fündig. In Sachen Breitensport versteht

sich der ATG als Dienstleister.

„Diesem Anspruch kommen wir auch

insofern nach, als eine breite Palette

an Familientarifen und besonders

günstige Konditionen für Mehrkindfamilien

eine finanzielle Erleichterung

darstellen.“ Sich vorab schlau zu

machen und zu vergleichen, macht

sich bezahlt – und kann ein Ansporn

sein, nicht allein, sondern gleich mit

Kind und Kegel zu sporteln.

QUALITÄT HAT VORRANG

Vielen Eltern ist die Qualität des Bewegungsangebots,

speziell die Kompetenz

der Übungsleiter, ein Anliegen.

Durch das „Fit-Qualitätssiegel“

von Fit Sport Austria hat sich auch

beim ATG hier viel getan: Rund 50

Prozent des Angebots für den Breitensport

zählen zum Gesundheitssport.

„Fachliche und soziale Kompetenz,

laufende Fortbildungen und die

Berücksichtigung des individuellen

Gesundheitszustands jedes Einzelnen

spielen da eine große Rolle. Neben

Freude an Bewegung und Sport soll

eben auch Gesundheitskompetenz

vermittelt werden“, betont Bernd Pazolt

und begrüßt es, dass das Qualitätssiegel

bereits an etliche Angebote

seines Vereines vergeben wurde,

„denn damit sind auch die Qualitätsstandards

bestätigt“. Gleichzeitig

bleibt man beim ATG der eigenen Philosophie

treu: Unverbindliches Kennenlernen

als „Gast“ und eine soziale

Staffelung der Mitgliedsbeiträge unterstützt

auch sozial Schwache. Denn

der Zugang zu Sport und Bewegung

sollte keine Frage des Geldes sein – damit

man auch im Alter aktiv bleibt.

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

99


SICHER AUF SKITOUR

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FOTOS: Berchtesgadener Land, Naturfreunde, Hersteller

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Ein ganzes

Jahr

Die steilsten Wände zum Greifen

nah, die spannendsten Felsgrate für

zu Hause: Das bietet der prächtige

Wandkalender „Austria alpin – große

Gipfel in Österreich 2017“. Auf den 14

Blättern findet sich das „Best of“ aus dem Bildband

„Austria alpin“ der beiden renommierten

Fotografen Herbert Raffalt und Bernd Ritschel.

Erschienen ist der Kalender im Tyrolia Verlag und ab

12,95 Euro erhältlich.

Zum Beispiel bei weltbild.at

OUTDOOR

BERGSPORT / MATERIAL / TOUREN

Das Hüttenkochbuch

Von den weltweit produzierten

Lebensmitteln werden bis zu 50 Prozent

vernichtet. Gegen diese Verschwendung

kämpfen jetzt die Naturfreunde

an – mit der Broschüre

„Naturfreunde-Hütten kochen auf“.

Darin finden sich viele Infos vom Einkauf

über Lagerung bis zur Resteverwertung

von Lebensmitteln. Und im

Rezept-Teil stellen 16 Naturfreunde-

Hütten Gerichte vor, die auch aus

Resten gekocht werden können.

naturfreunde.at

WENN DER WINTER FAST VORBEI IST,

dann erleben Schneeschuhwanderer im

Berchtesgadener Land noch einmal einen besonderen

Genuss: Vom 3. bis 5. März findet

dort nämlich das „6. Winter-Outdoor-Festival“

statt – und der heurige Schwerpunkt

lautet eben Schneeschuhwandern. Und zwar

in allen Facetten: Da gibt es nicht nur gemütliche

Spaziergänge durch die Winterlandschaft

im Reich des Watzmanns, sondern

durchaus sportlich fordernde Touren.

Das Programm erstreckt sich von der Panoramawanderung

(6 Stunden) ums Bergsteigerdorf

Ramsau über die 9-stündige

Ausdauer-Variante am Jenner bis hin zum

Ganztagesmarsch mit Blick über den Königssee.

Geführte Touren gibt es ab 45 Euro, die

Übernachtung mit Frühstück im Base Camp

des Explorer-Hotels Berchtesgaden ab 44,80

Euro. Exklusive Präsentationen aktueller

Ausrüstung runden das Festival-Programm

im Berchtesgadener Land ab.

WEB: bglt.de/schneeschuhtage

FESTIVAL IM SCHNEE

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

101


OUTDOOR

FOTOS: xxx

FOTO: Peter Plundrak

102

SPORTaktiv


Die

Königs-

Klasse

GANZ OBEN BLEIBEN! „Skidurchquerungen“ im Hochgebirge, wie die

klassische Haute Route (siehe auch Seite 116-119), sind viel mehr als

bloß mehrtägige Skitouren. Sie sind die Königsdisziplin im Winter.

Naturfreunde-Experte Peter Plundrak verrät, wer sich eine solche

Tour zutrauen kann, wie man sich ihr nähert – und was er

selbst auf seinen Skihochtouren empfindet.

TEXT: Peter Plundrak

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

103


OUTDOOR

FREE TO

EXPLORE

BLIZZARD ZERO G 95

Mit Tourenski aus der Blizzard

ZERO G Serie sind die Tage schlechter

Abfahrtsperformance, zugunsten des

Gewichts vorbei.

Unsere innovative Carbon Drive

Technologie ermöglicht den neuen

Industriestandard für leichte Ski, mit

der jahrzehntelang bekannten Blizzard

Abfahrts-Performance.

Der Zero G 95 ist der Allrounder unter

den Tourenskiern. Entwickelt, um noch

leichter aufzusteigen und um bei der

Abfahrt ein völlig neues Gefühl von

Kontrolle, Vergnügen und Freiheit zu

erleben.

ERHÄLTLICH BEI DEN BLIZZARD

COMPETENCE CENTERN UND IM

FACHHANDEL.

Jede Skitour ist großartig. Man ist

der Natur nahe, im weglosen Gelände,

abseits der Menschenmassen.

Man kann herrlich abschalten

und den eigenen Körper, die kalte

Luft, den Wind und die Sonne spüren.

Das alles gilt für eintägige Skitouren

genauso wie für mehrtägige, hier gibt

es für mich keinen Unterschied.

Aber eine Skidurchquerung oder

Skihochtour, wie es eben zum Beispiel

die Haute Route ist: das ist die Königsklasse!

Das ist viel mehr als normale

mehrtägige Skitouren: Gletscherskitouren

(und das sind per Definition

eben „Skihochtouren“) entführen uns

in eine andere Welt, in die Welt oberhalb

der Baumgrenze.

Riesige Gletscherflächen sind von

felsigen Bergen eingerahmt. Die bizarren

Formen der Gletscher, mit ihren

teils riesigen Spalten und Seracs

sind für mich nicht nur ein Naturschauspiel,

sondern sie machen mir

auch jedes Mal bewusst, wie mächtig

die Natur ist und wie winzig und unbedeutend

wir Menschen sind. Mit ihrer

immer auch vorhandenen Bedrohlichkeit

sind Gletscher somit auch

Orte der Besinnung und der Demut gegenüber

der Natur.

Wenn man auf einer Skihochtour

die Gipfel erreicht, ist bei schönem

Wetter der Ausblick schier unendlich

weit. So weit sehen zu können, wie die

Erdkrümmung es zulässt, diese Belohnung

für den Aufstieg gibt es nicht

jedes Mal. Aber wenn, dann fühlt es

sich an, wie auf einer Wolke zu schweben

und herunter zu sehen.

Auch die Abfahrten sind auf diesen

„Königstouren“ etwas Besonderes.

Sie enthalten oft steile Flanken in

den felsigen Passagen, die kraftraubend

sind und doch ein rassiges Abfahrtsgefühl

vermitteln; aber auch

gemütliche, mäßig steile und breite

Gletscherflächen, die man genussvoll

und scheinbar ohne Kraftaufwand herunterschweben

kann. Wohlgemerkt

nur scheinbar: Wie viel Kraft wirklich

notwendig ist, merkt man spätestens,

wenn der Schnee schon etwas schwer

geworden ist und man längere Distanzen

in einem Zug durchfahren will.

Noch ein Gedanke: Skidurchquerungen

im hochalpinen Gelände führen

immer sehr weit weg vom Alltagsstress

im Tal. Man taucht für mehrere

Der Experte

PETER PLUNDRAK, 52, aus Sollenau

(NÖ), ist staatlich geprüfter Instruktor

für Skihochtouren, Hochtouren und

alpines Klettern und Skitourenreferent

der Naturfreunde Niederösterreich.

Er ist jährlich auf Skihochtouren unterwegs,

bevorzugt in den Westalpen.

KONTAKT: naturfreunde.at

Tage in eine Welt ein, in der man die

Natur in ihrer Schönheit, aber manchmal

eben auch in ihrer Bedrohlichkeit

hautnah erlebt. Es ist eine Welt ohne

Telefon, Internet, Zeitung und TV –

und eine ohne die kleinen und großen,

oft selbstgemachten Sorgen des

Alltags.

KÖRPERLICHE ANFORDERUNGEN

Natürlich benötigt es Fähigkeiten und

Kenntnisse, um eine Skihochtour sicher

zu absolvieren. Auch in allen anderen

Bereichen des Lebens ist es so:

Niemand startet mit der Königsdisziplin!

Man muss Erfahrungen sammeln

und sich an große Aufgaben herantasten.

Doch niemand sollte sich

grundsätzlich abgeschreckt fühlen,

nach dem Motto: „Das schaff ich nie.“

Beginnen wir mit der Frage der

Fitness: Wie körperlich fordernd eine

solche Unternehmung ist, hängt von

mehreren Faktoren ab. Mehrtagesskitouren

im Mittelgebirge sind sicher

weniger fordernd als solche im

Hochgebirge, wo die Luft dünner ist.

Die Tourlänge (überwundene Höhenmeter

und horizontale Entfernung)

spielt eine wichtige Rolle. Und auch

wenn sich alle Sonne wünschen, ist es

viel fordernder, stundenlang im Frühling

in der prallen Sonne unterwegs

zu sein, als bei kühlen Temperaturen

und bedecktem Himmel.

FOTOS: Peter Plundrak

BLIZZARDSPORTS.COM

104

SPORTaktiv


Auch beim Übernachten spielt

die Seehöhe eine Rolle: Im Tal regeneriert

der Körper leichter und besser

als in ungewohnter Höhe auf einer

Berg hütte. Wer das nicht gewohnt ist,

sollte schon ein paar Tage vor der eigentlichen

Tour anreisen, um sich zu

akklimatisieren. So beugt man Kopfweh

und Leistungseinbrüchen vor.

Was man vor einer Skitourendurchquerung

auch bedenken sollte:

Da man von Hütte zu Hütte geht, kann

man in der Regel nicht einfach einen

Ruhetag einlegen, wenn die Kräfte

nachlassen. Tourengehern, die noch

nie mehrtägig im Hochgebirge unterwegs

waren, rate ich als „Einstiegsdroge“

zu einer Tourenwoche mit einem

fixen Stützpunkt, von dem aus

Tages skitouren unternommen werden.

Für solche Tourenwochen gibt

es auch in Österreich großartige Möglichkeiten,

wie etwa in der Silvretta

mit Stützpunkt auf der Jamtal-Hütte,

in den Stubaier Alpen mit Stützpunkt

auf der Franz-Senn-Hütte oder in der

Glocknergruppe mit Stützpunkt am

Lucknerhaus.

Auf Skihochtouren betritt man wunderschönes,

aber auch anspruchsvolles Terrain.

ALPINISTISCHE FÄHIGKEITEN

Bezüglich der skitechnischen und alpinistischen

Anforderungen gibt es

ebenfalls eine ganze Bandbreite bei

Skihochtouren. Wie hoch der Anspruch

ist, hängt wiederum von zahlreichen

Faktoren ab – von der Steilheit

der zu befahrenden Hänge; von

Hindernissen wie Spaltenzonen und

Randkluften am Gletscher; oder von

Kletterpassagen im Fels, der Ausgesetztheit

von Graten usw. Auch hier

ist zu betonen: Der Unterschied bezüglich

der nötigen alpinistischen

Kompetenz besteht nicht zwischen

ein- und mehrtägiger Tour, sondern

der Anspruch steigt im hochalpinen

Bereich: Wenn Touren über Gletscher

und in Passagen führen, wo im Fels geklettert

wird, oder wenn Grate begangen

werden und entsprechend gesichert

werden muss.

ORTLIEB WATERPROOF:

BERGSTEIGEN?

SKIFAHREN?

HAUPTSACHE

WASSERDICHT.

MEHR

INFOS

HIER!

WASSERDICHTE

RUCKSÄCKE

Photo: Stefan Kuerzi


OUTDOOR

Zu den allgemeinen Kompetenzen,

die zum selbstständigen Gehen

von Skitouren nötig sind (Tourenplanung,

Routen- bzw. Spurwahl, Orientierung

im Gelände, Schnee- und

lawinenkundliches Beurteilungsvermögen

etc.) kommen jene alpinistische

Kenntnisse und Erfahrungen

hinzu, die man beim Begehen von

Hochtouren braucht.

HOCHTOUREN MIT BERGFÜHRER ...

Wer nicht über sehr gute alpinistische

Kenntnisse und entsprechende

Erfahrungen verfügt, sollte sich unbedingt

einem Bergführer anschließen.

Dieser bringt das nötige alpinistische

Wissen und Können in die

Tour mit ein. Als Teilnehmer reicht es

dann, „bloß“ entsprechend körperlich

fit zu sein und jene Anforderungen zu

erfüllen, die man von einem durchschnittlich

erfahrenen Skitourengeher

erwartet.

Der Bergführer wird sich auch

um die Vermittlung jener alpinistischen

Grundlagen kümmern, die jeder

Teilnehmer auf der Tour braucht.

Gleiches gilt auch für geführte Touren

der alpinen Vereine, wo meist ehrenamtliche

Tourenführer tätig sind. Als

staatlich geprüfte Instruktoren und

Lehrwarte oder auch als Übungsleiter

verfügen diese ebenfalls über eine entsprechende

Ausbildung und die nötige

Tourenerfahrung.

Dennoch würde ich allen, die

überhaupt noch nie ein Seil in der

Hand gehalten oder noch nie Steigeisen

angelegt haben, raten, diese „Erstkontakte“

keinesfalls auf ihrer ersten

großen Skidurchquerung zu planen,

sondern lieber mit „Einfacherem“ zu

beginnen, zum Beispiel einer Skibesteigung

des Großvenedigers oder des

Rauriser Sonnblicks. Übrigens: Beide

genannten Touren entsprechen hinsichtlich

ihrer alpinistsichen Anforderungen

gut dem, was einem dann

etwa auch auf einer „Haute Route“ abverlangt

wird.

... ODER SELBST GEPLANT

Spätestens, wenn man mehrtägige

Skihochtouren selbst durchführen

möchte, beginnt es wirklich anspruchsvoll,

aber für erfahrene alte

Hasen auch richtig interessant zu

werden. Die Spannung entsteht dann

schon bei der Planung. Üblicherweise

startet man mit einem intensiven Studium

von Landkarten und von Tourenbeschreibungen

– man versucht

also, sich ein Bild über Routenverlauf,

Anspruchsniveau und die Schwierigkeiten

auf den Tagesetappen zu machen.

In den Wochen vor der Tour

werden auch Informationen über

Wetterverlauf sowie Schnee- und Lawinenverhältnisse

gesammelt.

Zu jeder Tourenplanung gehört

auch das Ausarbeiten von alternativen

Routen; und bei mehrtägigen Touren

unbedingt auch die Entwicklung

eines „Plan B“, der in Kraft tritt, wenn

die geplante Tour undurchführbar

wird. Auch die Planung von „Fluchtrouten“,

die gewählt werden, um die

Tour notfalls abbrechen zu können,

ist wichtig.

Zur Planung gehört es auch,

Schlafplätze auf den Hütten vorab zu

reservieren. Dies ist in der Regel problemlos

möglich, wenn man die Reser-

Mittendrin

NEUES BIKE

MIT ALTEM FAHRER

Warum Radsportler auf den wichtigsten Verschleißteil

ganz besonders Acht geben sollten.

ERNST SITTINGER,

Mitglied der

Kleine-Zeitung-

Chefredaktion,

Kabarettist und

begeisterter Biker

STELLT EUCH VOR, ihr würdet euch maximal alle sechs bis sieben

Jahre ein neues Auto kaufen. Allerdings würdet ihr bei

dieser „Neuanschaffung“ nur die Karosserie austauschen –

der Motor im „neuen“ Auto wäre noch immer der von eurem

allerersten Wagen. Der wurde nämlich bei jedem Modellwechsel

mitgenommen und in den jeweils neuen Wagen eingebaut.

Obwohl er mittlerweile schon Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

In genau dieser Lage befindet sich der Mountainbiker. Rahmen,

Geometrie und Anbauteile erstrahlen beim Modellwechsel

alle paar Jahre in neuem Glanz. Der Fahrer aber ist noch

immer der alte. Weder hat er plötzlich mehr PS, noch kann

er plötzlich mit sparsamerem Verbrauch oder optimiertem

Drehmoment aufwarten. Dafür kann es jederzeit sein, dass

beim alten Fahrer plötzlich eine Schraube locker ist. Von den

Abgasen ganz zu schweigen – da hilft ganz sicher keine Weltklimakonferenz.

Der Fahrer ist also – man muss es so sagen – ein Verschleißteil,

der im Ernstfall nicht gewechselt werden kann. Er ist die

lebende Sollbruchstelle, die radfahrende Obsoleszenz, der

wandelnde Oldtimer. Eigentlich ein schönes Gefühl: Man ist

im sprichwörtlichen Sinne unersetzlich. Deshalb ist der eigene

Körper jener Teil des Sportgerätes „Fahrrad“, der am sorgfältigsten

gepflegt, gehegt und gehätschelt werden muss. Hätscheln

heißt in diesem Fall: bewegen, trainieren, weiterentwickeln.

Der Körper braucht Auslauf. Wer rastet, rostet. Und

Rost passt nicht zum funkelnagelneuen Bike.

So viel zu etwaigen Überlegungen, in den Wintermonaten

die sportlichen Zügel schleifen zu lassen und lieber Keks statt

Kilometer zu schlucken. Übrigens: Wie jeder andere Motor

säuft auch der Körper ab, wenn man zu viel „Kraftstoff“ zuführt.

Dann hat sozusagen der Motor einen Patschen. Davon

ein andermal. Trotzdem: Prost auf die kommenden Feiertage!

106

SPORTaktiv


vierung rechtzeitig (mehrere Wochen

vor der Tour) durchführt. Selbstverständlich

hat man bei mehrtägigen

Touren immer das Problem, dass man

die aktuelle Wetter- und Lawinensituation

erst sehr kurzfristig vorher verlässlich

weiß und daraus der geplante

Ablauf geändert oder die Tour im Extremfall

sogar abgebrochen werden

muss. Jeder Hüttenwirt hat Verständnis

für Absagen oder Verschiebungen,

die sich dadurch ergeben. Es versteht

sich aber von selbst, dass man die Hüttenwirte

von der Änderung oder der

Absage verständigt!

NICHT ZU VIEL EINPACKEN

Die Tour naht, es geht ans Packen

(siehe auch „Ausrüstungs“-Kasten

rechts). Dringend zu empfehlen ist es,

nicht zu viel einzupacken. Gerade Anfänger

tendieren auf mehrtägigen Skitouren

oft dazu, „Zimmer-Küche-Kabinett“

mitzunehmen, was sich aber

später rächt. Schließlich muss man

den Rucksack über mehrere Tage tragen!

Selbst halte ich es so, dass mein

Rucksack bis auf kleine Ergänzun-

gen nur das enthält, was ich auch auf

einer Tagesskitour mithaben würde.

Auch Wechselkleidung minimiere

ich, da man die heutigen Stoffe auch

mehrere Tage tragen kann, ohne zur

Geruchsbelästigung für andere zu

werden.

Bei ausgeschriebenen Touren

von alpinen Vereinen oder Veranstaltern

bekommt man eine Ausrüstungsliste,

nach der man sich gut richten

kann. Hat man individuell einen

Bergführer engagiert, bespricht man

am besten mit ihm vorab die nötige

Ausrüstung. Es gilt, die Ausrüstung

innerhalb der Gruppe abzustimmen,

um zu vermeiden, dass Wichtiges vergessen

wird, ohne andererseits zu viel

mitzuschleppen.

VERHALTEN AUF DER TOUR

Der ersehnte Tag ist da! Zunächst ist

auf Skihochtouren wichtig, sehr früh

zu starten, da mit Erwärmung am Tag

auch die alpinen Gefahren steigen.

Am Gletscher ist grundlegendes Wissen

über das richtige Verhalten nötig,

da hier objektive Gefahren – Stich-

Die Ausrüstung

... FÜR MEHRTÄGIGE SKITOUREN:

Für mehrtägige Skitouren kommen,

im Vergleich zu eintägigen Skitouren,

noch dazu:

• einige zusätzliche Energieriegel;

• eine kleine Ausstattung für die

tägliche Hygiene (Zahnputzzeug,

kleines Handtuch);

• ein Hüttenschlafsack;

• ein paar trockene Socken;

• evt. eine dünne Hose für die Hütte, um

nach der Tour nicht in feuchter Tourenkleidung

frieren zu müssen.

... FÜR SKIHOCHTOUREN:

Zur eigentlichen Skitourenausrüstung

kommt die Gletscherausrüstung dazu.

Was man alles benötigt, ist abhängig

vom Vorhaben – in jedem Fall aber

gehören dazu:

• Pickel, Steigeisen und Klettergurt;

• einige Karabiner mit Verschlusssicherung

(„Schrauber“) sowie

einige Karabiner ohne Verschlusssicherung

(„Schnapper“)

• einige Reepschnüre und

Bandschlingen

• pro Gletscherseilschaft ist ein Seil

erforderlich. Bei geführten Touren

bringt das der Berg- bzw. der

Tourenführer mit.

FOTOS: Falkensteiner Hotel Funimation Katschberg

Schnee schnuppern

BUCHBAR VON 11. BIS 23. 12. 2016

VON 18. 3. BIS 2. 4. 2017

• 3 Nächte mit Vollpension

• Zwei-Tages-Skipässe für Erwachsene

• 2000 m² Acquapura-Wellness

und Wasserwelt

• liebevolle Kinderbetreuung

(ab 3 Jahre) im Falky-Land

• Kinder unter drei Jahren urlauben

gratis im Zimmer der Eltern

• alle Falkensteiner Inklusivleistungen

ab

€ 307,–

p. P.

LANGEWEILE IM URLAUB? FEHLANZEIGE!

Ganz nach diesem Motto sorgt das

Team im Falkensteiner Funimation für

unterhaltsame Stunden im Skiurlaub.

„Freizeit stress“ kommt trotzdem keiner

auf, denn der Familienclub liegt

mitten im Skigebiet Katschberg und erlaubt

direkten Einstieg zu 70 km Pistenvergnügen.

Zudem gibt es vor Ort eine

eigene Skischule mit Skiverleih. Nach

dem Skitag wird auf 2000 m 2 Acquapura

SPA – mit beheiztem Außenpool, großzügigen

Saunalandschaften und Ruheräumen

– entspannt und neue Kraft

getankt. Fazit: Wenn der Katschberg

ruft, wird Urlaub zur Erholung!

FALKENSTEINER HOTEL

FUNIMATION KATSCHBERG ****

RENNWEG / KÄRNTEN

Katschberghöhe 20,

9863 Katschberghöhe

Tel.: 0043 4734/63 10

WEB: www.Katschberg.falkensteiner.com

Nr. 4; August / September 2016

107


OUTDOOR

LEICHT

TRAGEN

FUTURA 26

SERIE HIKING

wort Gletscherspalten – dazu kommen.

Um mit solchen Gefahren umgehen

zu können, ist auch Wissen über

die richtige Verwendung des Seils am

Gletscher und das Beherrschen der

nötigen Rettungstechnik notwendig,

um im Falle des Falles rasch und

wirkungsvoll reagieren zu können.

Dass man den Umgang mit Pickel

und Steigeisen gewohnt sein soll, versteht

sich sowieso. Auf Skihochtouren

müssen oft auch Kletterpassagen

überwunden oder Schnee- bzw. Felsgrate

begangen werden. Außer dem

Beherrschen der Seil- und Sicherungstechnik

ist damit natürlich auch

meistens absolute Trittsicherheit und

Schwindel freiheit erforderlich.

Ein wichtiger Punkt ist die Orientierung:

Neben der bereits vorab

durchgeführten Tourenplanung ist

die Verwendung von genauen topografischen

Karten (Maßstab 1:25.000,

Höhenschichtlinien alle 20 m) eine

wichtige Voraussetzung dafür. Ein

GPS-Gerät kann bei der Orientierung

helfen – allerdings nur, wenn man gut

damit umgehen kann, die richtigen

Landkarten auch am Gerät verfügbar

sind und idealerweise auch die Tourenplanung

in Form von Routen oder

Tracks am Gerät abgespeichert ist.

GPS-Handy-Apps wiederum sind nur

dann hilfreich, wenn sie auch offline

funktionieren und die Landkarte anzeigen

können. Denn im Hochgebirge

hat man meist keinen Internet-Empfang.

Generell gilt: Ein GPS-Gerät

kann niemals eine Landkarte ersetzen,

sondern stellt nur ein zusätzliches

Hilfsmittel dar.

MUT ZUM ABBRUCH

Sollte bei einer Skihochtour die Sicht

schlecht werden, gilt im Zweifel: Abbruch

der Tour! Und zwar rechtzeitig,

jedenfalls noch bevor ein vollständiger

Orientierungsverlust eintritt.

Bei solchen Entscheidungen ist es

auch wichtig, nicht nur die momentane

Situation zu betrachten, sondern

auch die erwartbare Entwicklung der

nächsten Stunden mit einzubeziehen.

Bei der heutigen Treffsicherheit

der Wetterberichte sollte eigentlich

niemand mehr vom Eintreffen einer

Kaltfront überrascht werden.

Ebenfalls zu bedenken ist auf

Skitouren, bei denen auf Berghütten

übernachtet wird, dass man keinen

täglichen Zugriff auf den aktuellen Lawinenlagebericht

hat. Zwar bemühen

sich die Hüttenwirte meist redlich, aktuelle

Informationen zur Verfügung

zu stellen, die Situation auf den einzelnen

Hütten ist jedoch stark unterschiedlich,

und der Empfang von Internet

am Handy auf Berghütten nach

wie vor eher die Ausnahme als die Regel.

Für Gruppen, die ohne organisierte

Führung unterwegs sind, ist es

daher unerlässlich, die nötigen Kenntnisse

und Erfahrungen zu haben, um

die Entwicklung der Schnee- und Lawinensituation

zwischendurch auch

selbst beurteilen zu können.

NICHT NUR DER SPUR FOLGEN

Ich denke, man hat nun einen Eindruck

davon, warum mehrtägige

Skihochtouren zu den Königsdisziplinen

des Bergsports zählen. Das nötige

Wissen ist komplex und kann genauso

wie die Erfahrung nur über Jahre

Tourenpraxis erworben werden. Kurse,

in denen Grundlagenwissen vermittelt

wird, werden von alpinen Vereinen

wie den Naturfreunden oder

von Alpinschulen angeboten.

Für Neueinsteiger ist es wichtig,

zunächst mit erfahrenen, besonnenen

und kundigen Kameraden unterwegs

zu sein. Für alle, die nicht das

Glück haben, einen Routinier zu kennen

und von ihm mit auf Tour genommen

zu werden, sind heute zahlreiche

organisierte Unternehmungen buchbar.

Alpine Vereine wie die Naturfreunde

bieten zahlreiche Touren in

allen Anspruchsklassen an, auch bei

Bergführerbüros sind Touren buchbar

– und für individuelle Tourenwüsche

kann man einfach einen Bergführer

engagieren.

Um sich zum selbstständigen Skibergsteiger

zu entwickeln, reicht es

dann aber nicht, einfach der Spur des

Guides zu folgen. Jeder gute Berg- und

Tourenführer wird gern alle Fragen

beantworten. Für mich trifft das jedenfalls

absolut zu. Ich habe in meinem

Leben schon viele großartige

Skihochtouren erleben dürfen. Die Erfahrungen

daraus mit anderen zu teilen

und mein Wissen an weniger routinierte

Bergsportler weiterzugeben,

das macht mir heute fast genauso viel

Freude wie die Touren selbst!

FOTOS: Peter Plundrak

www.deuter.com

108

SPORTaktiv


„HOCH TIROL“, „HAUTE ROUTE“

UND CO.

Diese Skihochtouren kann Naturfreunde-Experte Peter Plundrak

aus seiner eigenen Erfahrung heraus aufs Wärmste empfehlen:

JE NACH SKITECHNISCHEM UND ALPINISTISCHEM KÖNNEN

GIBT ES für fast jeden die passende Skihochtour: Von einfachen

„Gletscherhatschern“ mit genussreichen Abfahrten

über mäßig steiles Gelände bis zu anspruchsvollen Bergfahrten

mit schwierigen Kletterpassagen, ausgesetzten Gratbegehungen

im Schnee und Fels sowie extremen Steilabfahrten

reicht die Bandbreite.

HIER NUR EIN PAAR VORSCHLÄGE:

DIE HAUTE ROUTE ist die traditionelle Skidurchquerung von

Chamonix (F) nach Zermatt (CH) und die bekannteste aller

Skihochtouren. Sie gilt im Allgemeinen (vor allem, wenn

sie mit einer kundigen Führung unternommen wird) als nicht

sehr schwierige Skidurchquerung. Der Anspruch besteht vor

allem in der konditionellen Anforderung, eine ganze Woche

durchzuhalten. Ein guter Skifahrer im freien alpinen Gelände,

auch bei schwierigen Schneeverhältnissen, sollte man

aber trotzdem auf jeden Fall sein.

DIE „HOCH TIROL“ hat sich als „österreichische Haute Route“

einen Namen gemacht. Sie führt vom Südtiroler Ahrntal

aus quer durch die Hohen Tauern, wobei mit dem Großvenediger,

dem Sonnblick und dem Großglockner auch einige der

schönsten und höchsten Gipfel unseres Landes erreicht werden.

Der Anspruch ist mindestens gleich hoch, wenn nicht sogar

noch etwas höher als bei der „originalen“ Haute Route.

ALLEIN IN ÖSTERREICH sind auch viele andere Skidurchquerungen

möglich, die man sich am besten je nach gewünschtem

Anspruchsniveau individuell zusammenstellt (oder zusammenstellen

lässt):

IN DEN ÖTZTALER ALPEN (T) sind tolle Durchschreitungsvarianten

möglich, wobei neben der Wildspitze auch andere

klingende Gipfelnamen wie der Similaun, die Finailspitzen,

die Weißkugel, die hintere Schwärze, der Hochvernagt, der

Schalfkogel und die Hohe Wilde als Gipfelziele zur Auswahl

stehen.

DIE SILVRETTA (V, T) bietet ebenfalls viele Möglichkeiten, wobei

der Große Biz Buin und die Dreiländersitze die bekanntesten

Gipfelziele sind.

DIE HOHEN TAUERN (K, S, T) ODER DIE STUBAIER ALPEN (T)

bieten ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für Skidurchschreitungen

bzw. mehrtägige Skihochtouren.

DIE ORTLERGRUPPE in Südtirol steht auch für rassige

Skihochtouren zur Verfügung.

Impressionen von

oben. Jede Skihochtour

lebt auch vom Gemeinschaftserlebnis.

Wenn

das Wetter passt, ist

das Gipfelerlebnis mit

Fernblick im Winter mit

nichts zu vergleichen.

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

109


SPORTaktiv UND LA SPORTIVA LADEN WIEDER ZUM EXKLUSIVEN SKITOUREN-ABENTEUER EIN:

GEH MIT UNS DIE

HAUTE ROUTE!

DAS

ANGEBOT:

Von Chamonix (F) bis Zermatt (CH) führt die „Mutter aller Skitouren“.

SPORTaktiv lädt nun zum zweiten Mal seine Leser/-innen zu diesem

siebentägigen Erlebnis ein. Termin: 1. bis 7. April 2017!

7 Tage auf der Haute

Route mit staatlich

geprüftem Berg- und

Ski führer sowie Top-

Leihausrüstung um

€ 750,–

Eine Woche lang im vergletscherten

Hochgebirge auf Tourenskiern

unterwegs sein – in einer eindrucksvollen

Hochgebirgslandschaft,

wie sie nur in den Westalpen zwischen

berühmten Gipfeln wie Mont Blanc

und Matterhorn zu finden ist.

Nicht umsonst gilt die „Haute Route“

zwischen Chamonix (F) und Zermatt

(CH) als eindrucksvollste

Skidurchquerung der Alpen. Und so

außergewöhnlich diese Tour ist, so exklusiv

ist es auch, sie tatsächlich einmal

begehen zu können. Es braucht

eine gewissenhafte Vorbereitung, viel

Können – und vor allem auch ein starkes

Team, das einen auf diesem Abenteuer

begleitet.

NUTZE DEINE CHANCE

SPORTaktiv ermöglicht im Frühling

2017 zwölf seiner Leserinnen und Leser

zum zweiten Mal, die Haute Route

tatsächlich zu begehen. Vom 1. bis zum

7. April findet wieder die unvergleichliche

Hochgebirgs-Skitour statt. Unter

dem bewährten Guiding von Berg- und

Skiführer Thomas Lippitsch und mit

zwei weiteren Bergführern von der Alpinschule

high life.

Neu an Bord vonseiten der Industrie

ist La Sportiva. Die Italiener stellen

diesmal das Top-Ski-, Bindungs- und

Schuhpaket auf Leihbasis für die Teilnehmer

bereit. Und von den Sponsoren

BCA, Bergans und Sixtus ist weitere

hochkarätige Ausrüstung auf Leihbasis

oder als Geschenk im Paketpreis inkludiert.

Unser Appell: Bewirb dich wirklich

nur, wenn du die körperlichen,

ski- und sicherungstechnischen Voraussetzungen

für die Tour erfüllst.

Welche das sind, steht neben weiteren

wichtigen Details auf der übernächsten

Seite im Kasten.

Wenn du dich den Anforderungen

gewachsen fühlst, dann bewirb dich

mit einem kurzen „Skitouren-Lebenslauf“

bis 31. Dezember per E-Mail an

office@highlife.co.at. Die zwölf, die

dann im März mit auf Tour dürfen,

werden von den Profi-Bergführern ausgewählt

und bis Ende Jänner 2017 verständigt.

110

SPORTaktiv


FOTOS: Hersteller, Thomas Lippitsch, Tomaz Druml;

So läuft das Projekt

„Haute Route“ ab

TERMIN: 1. BIS 7. APRIL 2017

DIE GEPLANTE TOUR IM DETAIL:

1. Tag: Individuelle Anreise nach Argentière (F);

Treffpunkt 13 Uhr bei der Seilbahnstation Grand Montets

in Argentière, Auffahrt auf 3.297 m, Abfahrt bzw. Querung

zur Argentière-Hütte (2.771 m)

2. Tag: Argentière-Hütte–Bourg St. Pierre.

Tages-Highlights: Col du Chardonnet (3.323 m),

Fenêtre de Saleina (3.261 m), Col des Ècandies (2.796 m),

Abfahrt nach Champex-Lac (1.477 m)

3. Tag: Anstieg zur Valsorey-Hütte (3.030 m)

4. Tag: Plateau du Couloir (3.664 m)– Chanrionhütte

(2.462 m). Tages-Highlights: Anstieg zum Col du Sonadon,

Abfahrt über den Mont-Durand-Gletscher

5. Tag: Pigne d’Arolla (3.796 m)–Vignettes- Hütte

(3.158 m). Tages-Highlights: Aufstieg über den

Brenay-Gletscher, Abfahrt zur Vignettes-Hütte

6. Tag: Vignetteshütte–Zermatt. Tages-Highlights:

Überquerung von drei Pässen – Col de l’Évêque (3.392 m),

Col du Brulé (3.213 m) und Col de Valpelline (3.562 m).

Im Zielort Zermatt wird im Hotel übernachtet

7. Tag: Rücktransfer nach Argentière,

individuelle Heimreise

DIE ZIELGRUPPE: erfahrene Skitourensportler mit sehr guter

Kondition – die Tagesetappen beinhalten bis ca. 1.400

Bergauf-Höhenmeter, tägliche Gehzeiten: bis 6 Stunden

DEIN PROFIL: Du beherrschst Parallelschwünge in allen

Schneearten; du kannst im Steilgelände sowie in Spaltenzonen

sicher schwingen; du besitzt (zusätzlich zum Ausrüstungs-Leihpaket,

siehe rechts) das Equipment für diese

7-tägige Skitour im hochalpinen Gelände wie Harsch eisen,

Klettergurt, diverses Anseil- und Sicherungsmaterial etc.

Und du beherrschst selbstverständlich den Umgang mit

dem gesamten Skitouren-Material.

TEILNEHMER: maximal 12

DER PREIS FÜR DIESE TOP-SKITOUR p. P.: € 750,–

IM PREIS INKLUDIERT:

• die Führung durch Thomas Lippitsch und zwei weitere

staatlich geprüfte Berg- und Skiführer von „high life“;

• das Top-Ausrüstungspaket auf Leihbasis, wie rechts zu

sehen

NICHT IM PREIS INKLUDIERT sind die Kosten für Übernachtungen

mit Halbpension, Transfers und Liftkarten (gesamt

ca. € 400,–)

DIE AN- UND RÜCKREISE nach/von Argentière erfolgt

individuell. Anreiseempfehlung: über Venedig–Mailand–

Aosta tal–Mt. Blanc-Tunnel–Chamonix–Argentière;

von Österreich in ca. 8 Stunden erreichbar.

ALLE INFOS: ALPINSCHULE HIGH LIFE

9020 Klagenfurt, Tel.: 0 463/59 51 89-0

E-Mail: office@highlife.co.at; WEB: highlife.co.at

BEWERBUNGEN BIS 31. DEZEMBER 2016 UNTER DEM

KENNWORT „SPORTAKTIV HAUTE ROUTE“ PER E-MAIL AN:

OFFICE@HIGHLIFE.CO.AT

Schick auch einen kurzen (und ehrlichen) „Skitouren-

Lebenslauf“ mit, denn der ist letztlich der Schlüssel, nach

dem von unseren Profi-Bergführern die zwölf Leser/-innen

ausgewählt – und im Jänner verständigt werden.

Diese Ausrüstung geht

mit auf die große Tour

DIESES TOP-LEIHMATERIAL IST IM PREIS INKLUDIERT:

La Sportiva Maestro LS-Ski, ein 915 g leichter Topski,

der sich für Aufstieg und Abfahrt ausgezeichnet eignet

(UVP: € 899,–)

La Sportiva Tourenskischuhe

Spectre 2.0 (Herren) bzw. Sparkle 2.0

(Damen); (UVP: € 529,–)

dazu eine zu den Skiern und Schuhen

passende La Sportiva-Tourenbindung

1 BCA-Sicherheitspaket, bestehend aus: Lawinenrucksack

Float 42 (UVP: € 799,95 inkl. Druckflasche); LVS-Gerät Tracker 3

(UVP: € 299,95); Schaufel B1-Extendable (UVP: € 49,95);

Sonde Stealth 270 (UVP: € 59,95)

ALS GESCHENK IM PREIS INKLUDIERT:

1 Bergans Storen-Skitourenjacke (UVP: € 480,–;

links das Herren-, rechts das Damenmodell);

Sixtus-Paket inkl. Startbalsam, Thermo Balsam und Duschgel

Der Berg- und Skiführer

THOMAS LIPPITSCH, staatl. geprüfter Berg- und Skiführer

von der Klagenfurter Alpinschule high life, begleitet mit zwei

weiteren Berg- und Skiführern die Gruppe.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

111


OUTDOOR

Zehn SPORTaktiv-Leserinnen

und Leser unterwegs

zwischen Chamonix

und Zermatt.

Abgesehen vom letzten

Tag, zeigte sich die

4.000er-Welt im Frühling

2016 von ihrer

allerschönsten Seite.

112

SPORTaktiv


DER KÖNIGIN FEHLTE

NUR DIE KRÖNUNG

DIE HAUTE ROUTE, zu der SPORTaktiv erstmalig im letzten Frühling geladen

hat, war für alle Teilnehmer ein traumhaftes Erlebnis in majestätischer

Bergwelt. Als Leser mit dabei war damals Tomaz Druml aus dem Nordischen

Kombinierer-Team des ÖSV. Für uns erinnert er sich an das Erlebnis zurück.

FOTOS: Tomaz Druml

Den Lohn hat es schon im Voraus

gegeben: Gleich am ersten

Abend der „Haute Route“,

dieser einwöchigen Skitour

von Chamonix bis Zermatt, bot sich

den Teilnehmern ein unvergleichliches

Bergpanorama.

„Der Sternenhimmel

und die Berge auf der

Argentiere-Hütte waren

sensationell“, sagt

Tomaz Druml, der als

„Spitzensportler auf

Abwegen“ mit SPORTaktiv

zum ersten Mal

die Haute Route erlebt

hat. „Am nächsten

Morgen sind wir dann

im Sonnenaufgang los

und hatten eine

traumhafte Powder-Abfahrt“. Von da

an konnte also fast schon kommen,

was wollte, so aufgegangen ist den

Teilnehmern das Skitouren-Herz.

Wobei: Spaziergang ist die Haute

Route auch bei perfekten Bedingungen

keine. „Eine Woche jeden Tag auf

Tourenskiern unterwegs zu sein, das

bist du von daheim ja nicht gewöhnt“,

sagt Druml. „Bei der Haute Route lebst

du aber eine Woche lang echt aus dem

Rucksack.“ Und das noch dazu auf

rund 3.000 Metern Seehöhe – ebenfalls

keine Kleinigkeit. „Da pumpert

das Herzerl schon ordentlich und du

schläfst schlechter“, sagt Druml.

Auch die Erholung leidet darunter.

Die meisten Teilnehmer sind ja die

extreme Höhenlage nicht gewohnt –

Druml schon: Als Weltcupathlet der

nordischen Kombinierer ist er immer

wieder auf Gletschern – „aber es hat

auch mich wirklich gefordert“, sagt er.

„Auf über 3.000

Metern pumpert

das Herzerl schon

ordentlich und du

schläfst schlechter.“

„HAUTE ROUTE“-TEILNEHMER

TOMAZ DRUML ÜBER DIE

EXTREME HÖHENLAGE

NUR GEMEINSAM GEHT’S

In Erinnerung wird ihm vieles bleiben.

Das Gruppenerlebnis zum Beispiel:

„Es waren total unterschiedliche

Leute dabei. Aber wir haben uns

schnell zusammengefunden und aufeinander

eingestellt.“

Zusammenwarten

war Pflicht und die Abseilpassagen

haben

ohnehin immer alle

gemeinsam absolviert.

Der dritte Tag: Im

Morgengrauen ging es

da zur Valsoreyhütte

auf knapp über 3.000

Meter hinauf. „Die ersten

600 Höhenmeter

waren gleich so steil,

dass wir die Passage

mit den Skischuhen bewältigen mussten.“

Ein Teilnehmer war da allerdings

schon nicht mehr dabei. „Er hat

nach dem ersten Tag gesehen, dass es

für ihn keinen Sinn hat, weil er kör-

Der Haute-Route-Geher

TOMAZ DRUML, 28 Jahre, wohnt in

Feistritz an der Gail; der Kärntner ist

Profiathlet im Weltcup-Team der nordischen

Kombinierer.

perlich nicht fit genug war“, erzählt

Druml, der im Dezember zuvor noch

selbst Probleme gehabt hatte: Wegen

Herzrhythmusstörungen musste er

die Saison bei den Kombinierern frühzeitig

beenden. Bei der „Haute Route“

mitzugehen, war dann aber kein Problem

– „die Ärzte haben mir sogar dazu

geraten“. In der Knochenmühle Spitzensport

wirkt eine aktive Auszeit oft

Wunder.

Zum tollen Gesamteindruck hat

auch beigetragen, dass es mit dem

Wetter gleich weitergegangen ist wie

zu Beginn der Woche. Jeden Tag also

verbanden sich Anstrengung und Genuss,

Herausforderung und Belohnung

zum einmaligen Erlebnis.

Brenzlige Situationen gab es keine

– bis zum Schlusstag. Ausgerechnet

die letzte Etappe nach Zermatt

musste die Gruppe streichen: „Wir

wären fünf Stunden im Schneesturm

unterwegs gewesen. Das wäre gefährlich

und sinnlos gewesen“, erinnert

sich Druml. Der „Königin der Skitouren“

fehlte damit zwar die Krönung,

getrübt hat das die Stimmung aber

nicht – weil eben die Erlebnisse an den

vergangenen Tagen so beeindruckend

waren. „Und weil auch das Leihmaterial,

unter anderem von Hagan, super

gepasst hat. Und die Bergführer hervorragende

Arbeit geleistet haben.“

Diesen Winter ist er zwar wieder

im Weltcup der Nordischen Kombinierer

voll im Einsatz – irgendwannwill

Tomaz Druml aber auch die letzte

Etappe der Haute Route nachholen:

von der Vignettes-Hütte über drei Pässe

nach Zermatt am Fuße des Matterhorns:

„Das steht jetzt unbedingt

noch auf meiner To-do-Liste!“

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

113


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Österreichische Staatsmeisterschaft

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Deutsche Meisterschaft

Individual

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Foto: Willi Seebacher


OUTDOOR

(AB)FAHR-

SCHULE

BESSER RUNTER KOMMEN. Die Skitourenabfahrt scheidet die

Geister: Für manche ist sie pure Lust, für andere gerade bei

schwierigen Verhältnissen eher eine Qual. Dabei kann jeder zum besseren

Geländeskifahrer werden. Bergprofi Thomas Lippitsch weiß, worauf

es bergab ankommt – und hat die passenden Tipps parat.

TEXT: Thomas Lippitsch

FOTOS: xxx

FOTO: La Sportiva

116

SPORTaktiv


Die eigene Spur durch die winterliche

Gebirgslandschaft zu

ziehen, das hat was. Darüber

sind sich die Skitourensportler

einig. Zumindest in eine Richtung

– nämlich bergauf. Denn bergwärts

sind die technischen Schwierigkeiten

überschaubar, und mit etwas Kondition

ist es für die meisten ein echtes Vergnügen,

sich langsam, aber stetig einen

verschneiten Berg bis zum Gipfel

hochzuarbeiten.

Das folgende Abfahren im freien

Gelände polarisiert aber: Während

für viele gute Skifahrer die Abfahrt

die Hauptmotivation ist, um aufzusteigen,

beginnt für einen Teil der

Tourengeher hier erst die große Herausforderung.

Während es bei Ersteren

um die beste Abfahrtslinie geht,

sind die Zweiteren froh, unbeschadet

wieder ins Tal zurückzukommen.

Sich über die Skitourenabfahrt

ein paar Gedanken zu machen, macht

freilich für alle Sinn – für die guten

Abfahrer genauso wie für die mit Defiziten.

Mit gewissenhafter Vorbereitung

und einem intelligenten Materialmix

kann jeder das Beste aus der

Abfahrt herausholen – jedenfalls im

Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten.

Acht Hauptkriterien sind

es, auf die es bei einer Skitourenabfahrt

ankommt, und bei denen sich

Nachjustieren lohnt. Schauen wir sie

uns im Folgenden an:

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

117


OUTDOOR

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Fotos © Gepa Pictures | Ted Ligety with LEKI Poles

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1.

DIE TECHNIK

Breite Freeride-Latten

hin oder her: Die Skitechnik

steht immer an erster

Stelle! Nur mit entsprechendem

Fahrkönnen

wird man als Skifahrer

abseits der präparierten

Pisten seinen Spaß haben. Auf der Piste

gibt es viele Möglichkeiten, um die

Fahrtrichtung der Ski zu ändern. Die

einfachste: Dreht man den Oberkörper

in die gewünschte Richtung, so werden

die Ski bei entsprechendem Kraftaufwand

irgendwann folgen. Der Nachteil

dieser simplen Technik (mit der viele unterwegs

sind): Mal funktioniert es tadellos

(wenn nämlich der Untergrund

entsprechend glatt ist) – und manchmal

leider weniger gut.Weist nämlich die

Piste nur ein paar Unebenheiten auf,

kommt das System schon ins Wanken

und Stürze sind vorprogrammiert.

Im Gelände kommt aber man mit so

einer Skitechnik sowieso nicht weit. Im

Tiefschnee und vor allem bei schlechten

Schneeverhältnissen wird die Abfahrt

zur Qual und jeder Schwung zur gefürchteten

Herausforderung.

Sobald wir uns im Gelände bewegen,

muss unsere Skitechnik einigermaßen

dem entsprechen, was die österreichische

Skischule lehrt: Nämlich,

dass der Schwung eingeleitet wird, indem

man das Gewicht richtig verlagert

und der Ski auf der gewünschten Kante

belastet wird. Die gute Nachricht: Hat

man diese Technik einmal richtig gelernt,

so funktioniert sie eigentlich immer,

(beinahe) unabhängig von den

Schneeverhältnissen.

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MEIN TIPP: Wer skitechnisch doch das

eine oder andere Defizit ortet, braucht

trotzdem nicht sein Leben lang auf den

Fahrspaß im Gelände zu verzichten.

Bloß ein wenig kritikfähig sollte man

sein – und einen Profi konsultieren. Das

Um und Auf beim Erlernen der Skitechnik

ist das Feedback und die Schulung

von einem geländeerfahrenen und gut

ausgebildeten Skilehrer!

Um als Tourengeher eine neue

Fahrtechnik zu erlernen, ist es freilich

auch unumgänglich, auf bzw. neben

der Piste zu üben, und dabei durchaus

die Hilfe des Lifts in Anspruch zu nehmen.

Auf einer Skitour ist man bei der

Abfahrt immer bereits vorermüdet, da

ist es unmöglich, eine neue Skitechnik

zu erlernen. Zudem fehlen so einfach

die Abfahrtsmeter.

Überhaupt sollten auch für Skitourenspotler

ganz am Beginn der Saison

jedes Jahr einige Tage freies Fahren in

einem Skigebiet auf dem Programm stehen

– am besten im Rahmen eines Tiefschneetrainings

unter professioneller

Anleitung.

Fotos © Gepa Pictures | Ted Ligety with LEKI Poles

Der Experte

MAG. THOMAS LIPPITSCH ist Psychologe

sowie staatlich geprüfter

Berg- und Skiführer, Geschäftsführer

der Alpinschule „high life“ und

Obmann des Verbands der Kärntner

Berg- und Skiführer.

Fotos © Gepa Pictures | Ted Ligety with LEKI Poles

KONTAKT: highlife.co.at

2.

DIE PSYCHE

Auf der Piste funktioniert alles

blendend, die Skitechnik scheint

im Großen und Ganzen zu stimmen –

und trotzdem: Sobald es in den Tiefschnee

geht, geht praktisch gar nichts

mehr. Auch dieses Phänomen beobachte

ich bei meinen Tiefschneetrainings,

die ich anbiete, sehr oft. Des Rätsels Lösung

liegt in der Psyche. Angst ist beim

Skifahren freilich ein schlechter Beifahrer,

denn dadurch neigen wir dazu, in

frühere Bewegungsmuster zurückzufallen

und neu Gelerntes ist plötzlich wieder

wie ausgelöscht.

Konkret besteht meist die Tendenz,

sich nach hinten zu lehnen, sobald der

Respekt vor einem Hang oder den Verhältnissen

das Ruder übernimmt. Die

Beine werden steif und Bewegungen

sind meist nur noch darauf ausgerichtet,

einen Sturz zu vermeiden. Je langsamer

und verkrampfter man allerdings

fährt, desto schwieriger ist es, die richtige

Technik auch bei anspruchsvollen

Schneebedingungen umzusetzen.

Eigentlich ist es ja klar: Je stärker man

den Ski aus der Falllinie bringt – also

quer fährt – desto mehr Dynamik und

Einsatz erfordert es, um den nächsten

Schwung einzuleiten.

Fotos © Gepa Pictures | Ted Ligety with LEKI Poles

MEIN TIPP: Wer den Ski frei gibt, sorgt

dafür, dass das Skifahren einfacher

wird. Der Haken an der Sache ist nur

der: Man wird dabei natürlich auch

schneller! Auch hier gibt es nur die

Möglichkeit, ein paar Tage in das Skifahren

zu investieren. Im ständigen

Wechsel zwischen Piste und Gelände

kann man sich an die Geschwindigkeit

gewöhnen und hemmende Ängste in

den Griff bekommen.

Dabei ist es wichtig, dass man sich

fordert, aber niemals überfordert. Motivation

und Techniktipps sollten immer

willkommen sein, doch sollte man sich

nicht von anderen drängen lassen. Nur

118

SPORTaktiv

FOTOS: Peter Plundrak, La Sportiva


man selbst bestimmt, wie viel man sich

zutrauen kann. Das Ziel sollte es sein,

sein gewohntes Fahrtempo langsam zu

steigern.

3.

DER SKI

„Wer gut Ski fahren kann, der

kann mit jedem Ski fahren“,

heißt eine klassische Halbwahrheit.

Das mag im Kern stimmen,

doch ein schlechter oder unpassender

Ski erlegt einem gleichzeitig unnötige

Grenzen auf. Leider kann die Wahl des

Skis gerade beim fortgeschrittenen Skifahrer

mitunter auch kompliziert werden:

Wer viel Ski fährt, hat konkrete

Vorstellungen davon, was er sich von

einem guten Ski erwartet. Und das kann

von Skifahrertyp zu Skifahrertyp durchaus

sehr unterschiedlich ausfallen.

Es gibt es zwei Möglichkeiten, um

zum richtigen Ski zu kommen: Entweder

man testet sich durch, was allerdings

nicht immer machbar ist, oder man konsultiert

einen guten Fachhändler, der

ein entsprechend gut vorselektiertes

Sortiment hat, seine Ski auch kennt und

in der Lage ist, kompetent zu beraten.

MEIN TIPP: Für Einsteiger und weniger

gute Skifahrer gestaltet sich die Suche

nach dem Ski zum Glück etwas einfacher.

Worauf diese Zielgruppe achten

sollte: Der Ski muss Fehler verzeihen,

und er sollte einen mittelgroßen Radius,

zwischen 16 und maximal 18 m, haben.

Die Länge sollte der Körpergröße entsprechen

bzw. etwas darunter liegen.

Im Schaufelbereich sollte der Ski weich

sein, damit er im Tiefschnee gut aufschwimmt.

Und aus demselben Grund

sollte die Breite des Skis unter der Bindung

auch nicht weniger als 80 mm aufweisen.

Wenn man dann etwas tiefer in

die Tasche greift, bekommt man auch

noch einen Ski, der die entsprechende

Torsionssteifigkeit hat, um auf hartem

Untergrund genügend Druck auf die

Kante zu bekommen.

4.

DER SKISCHUH

Mindestens genau so

wichtig wie der Ski ist

die Wahl des richtigen

Skischuhs. Eher ist diese

noch höher einzuschätzen.

Nahezu jeder

Hersteller hat zum Abfahren gute

und auch etwas weniger brauchbare

Skischuhe im Sortiment. Dabei unterscheidet

man grob zwischen abfahrtsund

aufstiegsorientierten Schuhen: Der

Unterschied liegt im Gewicht, in der

Kompaktheit und in der Härte (Flex)

des Schuhs. Für unsichere Skifahrer ist

es auf alle Fälle ratsam, in ein eher abfahrtsorientiertes

Modell zu investieren

und etwas Mehrgewicht im Aufstieg in

Kauf zu nehmen.

MEIN TIPP: Verschiedene Hersteller produzieren

nach unterschiedlichen Leisten.

Nicht jeder Schuh ist daher für jeden

Fuß geeignet. Bei der Wahl des

richtigen Skischuhs sollte man also

nicht auf eine bestimmte Marke oder

ein Produkt fokussiert sein, sich auch

nicht von der Optik beeinflussen lassen,

sondern wirklich auf die Passform wert

legen. Denn sie ist entscheidend dafür,

dass die eingesetzten Impulse gut

auf den Ski übertragen werden. Mit Anpassungs-Technologien

kann zwar bis

zu einem gewissen Grad nachjustiert –

aber kein Schuh, der nicht passt, passend

gemacht werden.

5.

DIE BINDUNG

Wo liegen die größten Unterschiede

bei den Tourenbindungen?

Prinzipiell sowohl

im Bereich der Sicherheit als auch im

Komfort. Fortgeschrittene Tourengeher

haben hier bereits ihre Vorlieben

entwickelt und setzen immer öfter auf

Pin-Bindungen: Sie sind leicht, haben

ideale Aufstiegseigenschaften und sind

mittlerweile auch als Sicherheitsbindung

erhältlich. Der Nachteil: Das Einsteigen

erfordert Übung – und das ist

vor allem bei Tiefschnee oder im steilen

Gelände nicht immer ganz einfach.

Rahmenbindungen sind einfach leichter

zu bedienen.

MEIN TIPP: Egal, ob man sich fürs Pinoder

fürs Rahmensystem entscheidet

– vor allem für Einsteiger und weniger

geübte Sportler, die nicht so oft unterwegs

sind, ist es wichtig, sich schon vor

den ersten Touren mit dem Produkt auseinander

zu setzen. Nichts ist öder, als

bei Wind, Minusgraden, Müdigkeit und

eventuell einem Sturz im steilen Hang

auch noch Probleme beim Anschnallen

der Ski zu haben. Das kostet Nerven,

die man fürs Abfahren (siehe Punkt 2)

ganz sicher gut brauchen kann.

6.

DER SCHNEE

Auch wenn alles andere

passt: Es gibt einfach

Schneeverhältnisse, bei denen

das Skifahren keinen Spaß macht.

Die traumhaften Pulverschneeverhältnisse,

die auf den Werbebildern zu sehen

sind, gibt es sowieso nur selten im

Jahr.

Das Extrembeispiel: Wind und Sonneneinstrahlung

bzw. die Erwärmung

können für den gefürchteten Harschdeckel

sorgen. Dabei entsteht eine

Schicht an der Schneeoberfläche, die

gerade so hart ist, dass sie den Skifahrer

nicht tragen kann – man bricht

in die nächst weichere Schicht durch.

Aber auch andere Schneeverhältnisse

können oft schwierig zu fahren sein

und den Tourenskitag vermiesen: Bei

Durchnässung der Schneedecke etwa,

dem sogenannten Sulzschnee, stoßen

ebenfalls viele Skifahrer bald einmal an

ihre Grenzen.

Mit der richtigen Technik und dem passenden Material macht Abfahren nicht

nur bei solchen Idealverhältnissen Spaß, wie sie im Bild zu sehen sind.

MEIN TIPP: Breite Ski können bei Bruchharsch

und Sulz oft sehr hilfreich sein.

Je schmäler der Ski, desto tiefer sinkt

man in die Schneedecke ein, und desto

schwieriger wird es, den Ski zu steuern.

Es bleibt dann noch die Möglichkeit,

den Ski möglichst in der Falllinie zu halten,

und die Schwünge an den Skiradius

anzupassen. Will man kürzer schwingen

als es der Radius des Skis vorgibt,

so braucht es noch mehr Dynamik und

Kraftaufwand.

Bei Sulzschnee ist es zusätzlich

auch unumgänglich, den Ski gut zu

präparieren. Der nasse Schnee bremst

sonst oft, was das kontrollierte Steuern

der Ski zusätzlich erschwert und anstrengender

macht.

Nr. 6; Dezember ’16 / Jänner ’17

119


OUTDOOR

Bei aller Konzentration auf eine sturzfreie und vor allem möglichst genussvolle Abfahrt:

Zwei Punkte gilt es, bei jeder Skitour auch im Bergab-Modus unbedingt zu beherzigen:

7.

DIE SICHERHEIT

Wann immer wir uns abfahrend

im Gelände bewegen, kommen

wir am Thema Lawinen einfach nicht

vorbei. Betrachtet man die dokumentierten

Vorfälle, so stellt man fest, dass

es meistens unter bestimmten Schneeund

Wetterverhältnissen zu einer Häufung

von Unfällen kommt. Selten ist der

Schneedeckenaufbau so ungünstig,

dass die Gefahr den gesamten Saisonverlauf

über gleichmäßig hoch bleibt.

Das bedeutet, dass es notwendig ist,

die besonders gefährlichen Phasen zu

erkennen und die Aktivitäten in diesen

Zeiträumen einzuschränken. Damit

reduziert man das persönliche Risiko

bereits relativ stark, trotzdem sind

noch weitere einschränkende Faktoren

zu beachten. Neben dem allgemeinen

Schneedeckenaufbau spielen Hangneigung,

Exposition und die Art der Belastung,

die auf die Schneedecke einwirkt,

eine Rolle.

8.

DIE GRUPPENDYNAMIK

Allein im winterlichen

Gebirge unterwegs zu sein ist

prinzipiell mit erhöhtem Risiko

behaftet. Nach einem Sturz auf der

Abfahrt womöglich eine Nacht im Freien

verbringen zu müssen, kann lebensgefährlich

sein. Daher ist das Skitourengehen

in Gesellschaft prinzipiell als sicherer

zu betrachten – wenn da nicht das

Problem der Gruppendynamik wäre! In

Gruppen besteht aufgrund des Sicherheitsgefühls

oftmals die Tendenz, dass

ein höheres Risiko eingegangen wird.

Was speziell bei den Abfahrten zum Tragen

kommt, weil jeder den „unberührten“

Hang, die unbeschadete Schneedecke

vor sich haben will – und darüber

oftmals die Vernunft auf der Strecke

bleibt. Aber auch Faktoren wie Selbstdarstellung

oder Gruppendruck stellen

eine nicht unbedeutende Rolle dar.

MEIN TIPP: Für Gruppen gilt, dass auch

vor der Abfahrt kommuniziert werden

muss. Bedenken sollten mitgeteilt, gehört

und ernsthaft diskutiert werden.

Im Idealfall wird die Gruppe durch einen

ausgebildeten und erfahrenen Führer

geführt, dadurch gibt es auch beim

Abfahren eine klare Verteilung der Verantwortung.

Und die Grundregeln beim

Abfahren sind einzuhalten: Der Erfahrenste

übernimmt die Führungsrolle;

unter 30 Grad Hangneigung kann,

wenn möglich, gemeinsam abgefahren

werden, in einem Abstand von 20, 30 m.

Auf steileren Hängen fährt man einzeln

ab, am besten auf Stockzeichen des

Führers. Und ganz wichtig: Bei aller Euphorie

über Traumabfahrtsverhältnisse

– das Tempo wird auf das schwächste

Glied in der Gruppe abgestimmt. Und

bei vorher bestimmten Sammelpunkten

wird zusammengewartet.

MEIN TIPP: Betrachtet man die Statistik

der Lawinenunfälle, so erkennt man,

dass bereits die Auswahl der Tour und

konkret der Abfahrtsroute eine entscheidende

Rolle spielt. Ist man von

Haus aus in der falschen Tour unterwegs,

so kann es mitunter schwierig

sein, unterwegs die Warnsignale zu erkennen.

Die meisten Fehler passieren

daher also schon vor der Tour, indem

der Lawinenlagebericht falsch interpretiert

wird und die Entscheidung für

die falsche Route getroffen wird. Abhilfe

schafft hier ein Skitourenkurs, in dem

man sich das wichtigste Grundwissen

aneignen kann: Schneedeckenaufbau,

Tourenplanung und Risikomanagement

sowie der Umgang mit der verpflichtend

mitzuführenden Notfallausrüstung.

Die Suche nach dem „unberührten“ Hang darf nicht zu Leichtsinn führen.


Die beste „Skischule“ für Skitourengeher:

Schau rein auf SPORTaktiv.com!

Bergprofi Thomas Lippitsch ist der exklusive

Videoratgeber für alle SPORTaktiv-Leser

Von Schneekunde über Material- und Tourentipps bis hin zum Tiefschneetraining,

also der idealen Fortsetzung dieser Geschichte:

Berg- und Skiführer Thomas Lippitsch coacht die SPORT aktiv-

Skitourengemeinde nun auch mit exklusiven Videos auf SPORT aktiv.com!

Im Wochenrhythmus erwartet euch jeweils ein neuer Beitrag des Kärntner

Bergprofis, ältere Beiträge bleiben im Archiv und können weiter angeschaut

werden – den ganzen Winter lang!

VIDEOS ANSEHEN:

sportaktiv.com/de/skitouren-videos

FOTOS: La Sportiva, Thomas Lippitsch, iPad

120

SPORTaktiv


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Wenn unser Pro Team Athlet Jérémie Heitz am Hohbärghorn die Schwerkraft auf die Probe stellt, ist er

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EINSTIEG IN DIE

SKITOURENWELT

Alle, die noch nie auf Tourenskiern gestanden sind, aber den sicheren

Einstieg in diese Sportart machen wollen, sind beim SPORTaktiv-Camp

im Kärntner Lesachtal herzlich willkommen!

Dich faszinieren unberührte Winterlandschaften,

du bist aber noch nie zuvor auf Tourenskiern

gestanden? Du möchtest die Wintersportart mit

den größten Wachstumsraten kennenlernen,

ohne gleich ins Material zu investieren? Und du

willst dich bei deinem (möglicherweise) allerersten

Ausflug ins freie, verschneite Gelände von

Bergprofis begleitet und angeleitet wissen: Wenn

all das auf dich zutrifft, dann bist du in unserem

Einsteiger-Skitourencamp genau richtig!

Dieses SPORTaktiv-Camp stellen wir gemeinsam

mit den Profis der Kärntner Region

Nassfeld-Lesachtal-Weissensee auf die Beine. Es

geht ins Lesachtal, das als naturbelassenes Skitourenparadies

bekannt ist. Von einer schneesicheren

Talhöhe von rund 1.000 m aus machen

sich Tourengeher hier Richtung Bergwelt auf,

um anschließend in unverspurten Tiefschneehängen

hinabzuschwingen.

Alles, was du in unser Camp mitbringen

musst: wintertaugliche Outdoor-Bekleidung, einen

Rucksack und (idealerweise) Teleskopstöcke

– das andere Material bekommst du zur Verfügung

gestellt. Du solltest halbwegs Ski fahren

können (also auch den einen oder anderen

Schwung im unverspurten Schnee schaffen) und

mit einer gewissen Grundfitness ausgestattet

sein. Aber Skitouren-Vorwissen ist keines nötig:

Staatlich geprüfte Bergführer zeigen dir den Umgang

mit der – ebenfalls im Camp zur Verfügung

gestellten – Sicherheitsausrüstung und begleiten

dich an allen drei Skitourentagen, an denen es in

kleinen Gruppen ins Gelände geht.

Wenn du dich angesprochen fühlst: Alle

Details zum neuen Camp stehen im Kasten

rechts. Rasch anmelden, dann sehen wir uns im

schönen Lesachtal!

FOTOS: xxx

FOTO: Tourismusverband Lesachtal/Birgit Christ


LADEN EIN:

DAS

ANGEBOT:

3 geführte Skitouren

und 3 Nächte mit

Halbpension im

3-Sterne-Hotel um

€ 405,–!

Das SPORTaktiv-

Einsteiger-Skitourencamp

TERMIN: 26.–29. Jänner 2017 (Do.–So.)

UNTERKUNFT: Alpenhotel zum Wanderniki

www.wanderniki.at

PROGRAMM:

Do.: Ankunft und Kennenlern-Abend;

Fr.: Einführung in Material- und Lawinenkunde,

optional Prolog auf der Piste (Preis für Skipass: € 36,–),

geführte Schnupperskitour in kleinen Gruppen mit

LVS-Suchtraining;

Sa.+So.: Einsteigertaugliche geführte Skitouren mit bis

zu 500 Höhenmetern in kleinen Gruppen

TEILNEHMER: max. 18 Personen

ZIELGRUPPE: Skitouren-Neulinge

Voraus setzungen: solide Grundfitness sowie

Grundkenntnisse in Tiefschnee-Skifahrtechnik

IM PREIS INKLUDIERTE LEISTUNGEN:

• drei Übernachtungen mit Halbpension im DZ

im „Alpenhotel zum Wanderniki“

• Leihausrüstung: SKITRAB-Tourenski mit Bindung und

Fellen, SCARPA-Tourenskischuhe, Sicherheitsausrüstung

von PIEPS (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde)

• Sicherheitseinführung und geführte Touren mit staatlich

geprüften Bergführern

• „SPORTaktiv-Campschutz powered by NÜRNBERGER“-

Versicherung für drei Tage

• BUFF-Haube „Mix & Match“ als Geschenk

SELBST MITZUNEHMEN:

• wintertaugliche Outdoor-Bekleidung

• Skistöcke oder idealerweise Teleskopstöcke

• Rucksack mit ca. 30 l Volumen

DER TOPPREIS FÜR SPORTaktiv-LESER: € 405,–

zzgl. Ortstaxe, zahlbar vor Ort; EZ-Zuschlag: € 43,–

KONTAKT & BUCHUNG:

Info & Servicecenter

9620 Hermagor

Tel.: +43 (0) 42 82/31 31

E-Mail: info@nlw.at

www.nlw.at

Unsere Unterkunft: „Alpenhotel zum Wanderniki“.

DAS GIBT’S ZUM TESTEN: SKITRAB-Tourenski und

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FOTOS: Falkensteiner Hotel Cristallo

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SPORTaktiv


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OUTDOOR

KLETTERSCHULE

3. TEIL

DRINNEN ODER

DRAUSSEN?

Als Kletterer überwintern – was darf es denn sein? Kletterhalle,

Boulderraum – oder doch lieber eine Skitour?

126

SPORTaktiv


FOTOS: Herbert Ranggetiner

JEDES JAHR, WENN ES KÄLTER WIRD,

steht man als Kletterer vor einem nicht

zu unterschätzenden Problem: Wie rette

ich die mühsam antrainierte Form über

die Wintermonate? Früher gab es für

unsereins zwei Varianten: Rein in den

VW-Bus und ab in wärmere Gefilde,

oder runter in den dunklen Boulderkeller.

Etwas blass und lichtscheu, aber mit

einem Kreuz, das um einen gefühlten

Meter breiter war, kroch man dann Monate

später wieder aus diesem Loch.

Aber auf die Frage: „Hast was trainiert

im Winter?“ kam dann von jedem dieselbe

Antwort: ,,Na, überhaupt nix, extrem

faul g’wes’n den Winter. Wenn’s hochkommt,

vielleicht fünf Klimmzüge“ ...

HEUTE STRÖMEN MASSEN von Menschen

in die Kletter- oder Boulderhallen, die

wie Pilze aus dem Boden schießen. Ein

Boom, der wohl noch lange nicht seinen

Höhepunkt erreicht hat. Statt monotonem

Gewichteheben geht man heute in

die vollklimatisierte Kletterhalle mit

Großbild-TV und Coffeeshop. Während

die einen noch ihren Cappuccino trinken,

tummelt sich vom Bürohengst über

das knackige Mädel bis hin zum Opa

und Kleinkind alles in der Welt der Plastikgriffe.

WEIL ICH ALS PROFIKLETTERER oft um

meine Meinung gefragt werde: Kann

man etwas Negatives über einen Ort

sagen, an dem Menschen etwas für ihren

Körper und ihre Gesundheit tun?

Ein Ort, an dem geklettert wird, schwer

oder leicht, im Toprope oder im Vorstieg,

und wo man auch noch seine Koordination

fördert? Nein, ich finde es

großartig, dass in einer Zeit, in der Themen

wie Mangel an Bewegung, Übergewicht

oder Verblödung vor dem Fernseher

mehr als präsent sind, die Menschen

in Kletterhallen gehen. Ich sage sogar:

Besteht örtlich die Gelegenheit, dann

sollten ganze Schulklassen die Kletterhalle

besuchen und mit Spiel und Spaß

an die Materie herangeführt werden.

Denn so wird Sport wieder cool – auch

für die Kinder, die nicht einmal mehr einen

Purzelbaum beherrschen.

Das Klettern in einer Halle hat sich

längst zu einer eigenen Sportart entwickelt

– die meisten Aktiven klettern ja

überhaupt nicht mehr am Fels. Die vielen

Vorteile liegen schließlich auf der

Hand: kein mühsamer Zustieg, wetterneutral,

kein Dreck oder Getier (wichtige

Info für die Frauen), klar geregelte

Öffnungszeiten – und ganz wichtig: der

„Sehen-und-gesehen-werden-Effekt“.

Trotzdem, ich persönlich bin selten in

der Kletterhalle. Ich gehöre eben noch

zur „old school-Generation“. Ich brauche

frische Luft und muss die Elemente

Der Kletterprofi

HERBERT RANGGETINER, 47, aus

Mühlbach im Pinzgau (S), ist Profikletterer

und einer der besten

Extremkletterer Europas. Mehr als

600 Lines europaweit wurden von

ihm als Erstem durchstiegen.

In SPORTaktiv gibt Herbert regelmäßig

einen Einblick in die faszinierende,

für viele aber auch unbegreifliche

Welt des Frei kletterns. Dabei

nimmt er sich in jeder Ausgabe eines

bestimmten Themas an, erklärt

Techniken und Abläufe – und lässt

den Leser dabei auch an seiner ganz

speziellen Lebensphilosophie teilhaben.

in all ihrer brachialen und herrlichen

Vielfalt spüren. Wind, Sonne, Kälte und

die Fähigkeit, sich auf diese Kräfte einzustellen,

geben mir erst das Gefühl, so

richtig zu leben.

AUCH BEI MINUSGRADEN und Schneefall

trifft man mich oft am Fels. Ein Lagerfeuer,

eine Tasse Kaffee, dazwischen

werden schnell einige Seillängen geklettert

– ist alles Einstellungssache!

Aber klar, es gibt auch die Tage, wo

man nicht mal seinen Hund vor die Tür

schickt, da zieht es mich in meinen eigenen

Boulderraum und hier geht es

ans Eingemachte. Hier arbeite ich an

meinen Schwächen, trainiere für geplante

Projekte und baue Schlüsselstellen

von Routen nach. Wie ihr am großen

Bild seht: Eine Kletterwand Marke Eigenbau,

gerade mal 2 Meter breit und

4,5 Meter hoch – aber 60 Grad steil ...

DIESES KLEINE UNIVERSUM beinhaltet so

ziemlich jede Art von Griffen, die es

auch am Fels gibt. Hier ist der kleine

Raum kein Problem: Mein Körper trainiert

bloß an einem aus einer Notlösung

geschaffenen Ort – geistig klettere ich

gerade draußen an einem warmen

Herbsttag eine geniale Route hoch. Das

Ausweichen in den Boulderraum wird

durch meine Ziele und Visionen gerechtfertigt.

Würde ich in Frankreich

oder Spanien leben, wäre ich wohl nur

am Fels zu finden.

ABER WINTER HEISST FÜR MICH auch

Pulverschnee, Skifahren – und vor allem:

mit den Tourenskiern durch einsame,

wunderschöne Bergwelten zu wandern.

Ein Traum für den Kopf – und

zugleich, auch für Klettersportler, ein

durchaus effektives Ausdauer- und Konditionstraining.

Bei dem du mit der Wahl

der Route ja selbst bestimmen kannst,

welche Intensität du reinlegst.

Aber ganz egal, ob du in die Kletterhalle

gehst, im eigenen Keller ackerst oder

durch den Tiefschnee stapfst – Hauptsache,

du spürst den ,,Positiv-Effekt‘‘.

Denn alles ist besser, als im Winter zu

Hause vor der Glotze zu sitzen und mit

Chips und Cola seinen Körper und Geist

auf eine fatale Talfahrt zu schicken.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

127


TRAVEL

10 TIPPS FÜR DIE HALLE

Stefan Kleinhappl vom City-Adventure-Center in Graz weiß,

wie ihr beim Klettern heil aus der (Hallen-)Wand raus kommt.

AUSBILDUNG. Klettern und Sichern

1. erfordert nicht nur Können, sondern

vor allem auch Wissen. Du hältst beim

Sichern ja nicht weniger als das Leben

deines Partners in der Hand. „Das verwendete

Sicherheitsgerät muss daher

zu 100 Prozent beherrscht werden“,

sagt Stefan Kleinhappl.

PARTNERCHECK. Vor jedem Start gilt

2. es auch in der Kletterhalle, immer

gegenseitig die Ausrüstung zu überprüfen.

„Ein standardisierter Sicherheits-Check

hilft euch dabei, Flüchtigkeits-

oder Routinefehler zu vermeiden.“

AUFMERKSAMKEIT. Einer der wichtigsten

Tipps des Hallenprofis:

3.

„Das Sichern erfordert deine volle Aufmerksamkeit

– du darfst keine Ablenkungen

zulassen, weder beim Sichern

noch beim Ablassen.“

NUR EIN SEIL. Hänge niemals ein

4. Seil in einen Karabiner, in dem

schon ein anderes Seil läuft. Die Reibungshitze

zerstört ein Seil in ganz kurzer

Zeit. Wichtig auch: Beim Top-Rope-

Klettern, bei dem das Seil oben in der

Wand eingehängt ist und der Kletterer

von unten gesichert wird, kommt es auf

die Umlenkungen an, in denen das Seil

läuft. „Da gilt es, immer nur genormte

Umlenkungen zu verwenden!“

PENDELGEFAHR. Beim Top-Rope-

5. Klettern im überhängenden Bereich

besteht Pendelgefahr. Daher immer nur

über die eingehängten Zwischensicherungen

klettern!

ABSTAND. Stau auf der Straße ist

6.

lähmend – Stau in der Kletterwand

gefährlich. „Lass genügend Abstand

zu anderen Kletterern, denn Stürze ins

Seil sind jederzeit möglich. Achte daher

auch darauf, dass du nicht mit Sturzraum

anderer kletterst.“

7.

PASSENDES GEWICHT. Die Kletterpartner

müssen nicht gleich schwer

sein – zu große Gewichtsunterschiede

sind aber problematisch. „Der Sicherer

könnte vom schwereren Kletterer hoch-

STEFAN KLEINHAPPL vom

www.c-a-c.at

gerissen werden. Da besteht Verletzungsgefahr.“

Daher gilt auch: Kinder

sichern keine Eltern!

KLETTERN STATT SPRINGEN. Auch

8. beim Bouldern passieren trotz relativ

geringer Höhe Unfälle. Also: Besser

abklettern statt in die Matte springen.

AUFSICHT. Kinder haben viel Spaß

9. an den bunten Griffen und am Klettern

allgemein. „Trotzdem soll man sie

nie unbeaufsichtigt lassen – eine Kletterhalle

ist kein Spielplatz.“

SCHÄDEN MELDEN. Jeder will sicher

klettern und heil wieder run-

10.

ter kommen. „Wem lockere Griffe und

Tritte auffallen – bitte sofort melden“,

sagt Stefan Kleinhappl, „bei hunderten

Kletterrouten und tausenden Griffen in

den Wänden sind Hallenbetreiber auf

die Hilfe der Kletterer angewiesen.“

Foto: Fotomontage sportograf, Martin Steinthaler

KLEINE ZEITUNG

WÖRTHERSEE-

HALBMARATHON

18.-20. August 2017 – 21 km Lauffreude

von Velden nach Klagenfurt.

Tausende Läufer und zahlreiche

Fans warten auf der idylischen

Laufstrecke am Ufer des

Wörthersees auf dich.

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Meine Kleine.

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AM RANDE WIENS

HÖHENLUFT SCHNUPPERN

Die Kletterhalle Marswiese in Neuwaldegg-

Wien macht Lust auf den Indoor-Klettersport.

VOR FÜNF JAHREN wurde das Sportzentrum Marswiese

um eine Kletterhalle reicher. Ob Seilklettern, Bouldern

oder Training für die Felswand – auf 2.220 m² Kletterfläche

und bis zu 16 m Höhe ist für jeden das Passende

dabei. Einsteiger, aufgepasst: Im Jänner 2017 beginnen

wieder die Trimesterkurse mit je 10 Einheiten für

jede Altersgruppe. Kinder (ab 4 Jahren), Jugendliche

und Erwachsene sind willkommen. Schnupperkurse gibt

es am 28., 29. und 30. Dezember, und individuelle Trainerstunden

sind ganzjährig flexibel buchbar.

INFOS/ANMELDUNG: www.climbonmars.at

128

SPORTaktiv

FOTOS: Kletterhalle Marswiese

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20 Kletterrouten bis 7,5 Meter Höhe in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 6 .

Boulderbereich mit rund 40 Bouldern im Schwierigkeitsgrad 3 bis 8.

Öffnungszeiten: Montag–Freitag: 7-21 Uhr, Samstag: 7-19 Uhr

Infos Kletterkurse: www.alpenverein.at/krems/klettern

Sporthalle Krems

Strandbadstraße 3, 3500 Krems

Telefon: 02732/801-635

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130

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BEIM TERRASONIC CLASSIC INTELLIGRIP

wurde eine Mischung aus Mohair und

Nylon in die Steigzone des Belags eingeklebt,

so dass dieser bei allen Schneeverhältnissen

über optimale Griffigkeit und

hervorragende Gleiteigenschaften verfügt.

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Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

131


Natürlicher Winter-

CHARME

Das Thema „Natürlichkeit“ zieht sich hier durch wie ein roter Faden:

Nicht nur, weil der Lambrechterhof direkt im Naturpark Zirbitzkogel-

Grebenzen liegt, auch im Hotel wird das Erlebnis „Natur“ spürbar – von

den verwendeten Materialien über die Küche bis zu den SPA-Behandlungen.

Praktisch vor der Haustür sorgen die insgesamt 23 Pistenkilometer im

Naturpark für sportliches Wintervergnügen. Ob Langlaufen, Skifahren

oder Rodeln, hier fühlen sich Groß und Klein wohl. Tipp: 4 Nächte inkl.

Skipass ab € 350,00 p. P. im DZ.

Web: lambrechterhof.at

Snow&Fun

Genieße lässige Urlaubstage! Du

suchst ein Skihotel mit entspannter

Atmosphäre und das direkt an der

Piste? Ein Besuch im „Home of

Lässig“ lohnt sich immer. Das

„Sonnleiten“ liegt inmitten des Skicircus

Saalbach mit Aussicht auf

das Glemmtal. Familie Gerns hat

in puncto Ski, Board, Skitouren und

Freeride das Know-how – und das

richtige Angebot dazu.

Web: sonnleiten.com

TRAVEL

REGIONEN / ANGEBOTE / REPORTAGEN

4=3 Midweek Special

132

TRAININGSLAGER

IN ISTRIEN!

DENKT MAN AN ISTRIEN, SPÜRT MAN DAS FEELING VON

SOMMER UND URLAUB. DIE SAISON FÜR BIKER BEGINNT

ABER VIEL FRÜHER – ZWISCHEN DEZEMBER UND MÄRZ

GIBT ES HIER SCHON AN DIE 10 BIS 15 GRAD. DIE HOTELS

SOL UMAG UND SOL GARDEN HABEN IHR ANGEBOT IDEAL

AN DIE BEDÜRFNISSE VON FREIZEIT- UND PROFIRADLERN

ANGEPASST. 12 MOUNTAINBIKE- UND 6 STRASSENRAD-

WEGE IN VERSCHIEDENSTEN SCHWIERIGKEITSSTUFEN

WARTEN AUF DICH. EIN TIPP: PLANE JETZT DEIN TRAINING

AM MEER – UND HOL DIR 25 % FRÜHBUCHERRABATT.

WEB: ISTRATURIST.COM

DAS GRIMMING-MASSIV zum Greifen

nahe, das Skigebiet Tauplitzalm und die

Langlaufloipen direkt vor der Tür! Das

familiär geführte Hotel DER HECHL lädt

zum Sporteln, aber auch zum Erholen

und Genießen ein. Mit der eigenen Skischule

im Haus, dem Grimming-Spa und

der Genussküche werden die Wintergäste

immer wieder aufs Neue verwöhnt.

Schon gewusst? Die Tauplitzalm ist eines

der schneesichersten Gebiete der Alpen.

Und das passende Almwinter-Angebot

dazu liefert „Der Hechl“:

4 Nächte Ski & Wellness und Hechl-

Inklusivleistungen zum Preis von 3.

Anreise jeweils Sonntag oder Montag.

Ab € 368,– pro Person – gültig von 8. 1. bis

4. 2. und von 13. 3. bis 31. 3. 2017

Infos, Buchung im Web: hotel-hechl.at

Alle Infos zu allen Angeboten: sportaktiv.com

FOTOS: TVB Saalbach, Istraturist, Hotel Der Hechl, Naturpakhotel Lamprechterhof, Fotolia/Lukas Gojda


HOTELIER

DER

STUNDE

VON DER ALM AUF DIE PISTE

Dein Skiurlaub soll unkompliziert sein – am liebsten lässt du das Auto einfach stehen?

Dann ist für dich das Almresort Gerlitzen in Kärnten richtig. Was dich dort noch

erwartet, verrät „SPORTaktiv-Hotelière der Stunde“ Maria Zernatto im Interview.

FOTOS: Almresort Gerlitzen Kanzelhöhe

Die Hotelière

MARIA ZERNATTO ist Resortleiterin

und leidenschaftliche

Gastgeberin des 3-Sterne-Sporthotels

Almresort

Gerlitzen.

WEB: almresort-gerlitzen.com

Frau Zernatto, wenn Sie aus dem

Fenster schauen, was tut sich gerade

im Skigebiet?

Die Pisten sind bestens hergerichtet.

Der frühe Schneefall kam uns heuer

natürlich entgegen. Die Gerlitzen

Bergbahnen investieren aber auch laufend,

um das Skigebiet für Groß und

Klein attraktiv zu gestalten. So wurde

es erst im letzten Jahr durch eine neue

Abfahrt mit Wörthersee-Blick und

dem modernen „Wörthersee 6er Family-Jet“

mit Sitzheizung und automatischer

Bügelschließung erweitert.

Für alle, die die Gerlitzen nicht

kennen: Was erwartet einen beim

(Ski-)Urlaub im Almresort hier?

Urlaub im Almresort heißt Urlaub

inmitten einer kraftvollen Naturlandschaft,

die zum Aktivsein an der frischen

Luft einlädt. Die Möglichkeiten

sind im Sommer wie Winter sehr vielseitig:

Skifahren, Snowboarden,

Langlaufen, Tourengehen, Wandern,

Biken, Laufen und Paragleiten. Auch

die Kids kommen bei uns auf der Kanzelhöhe

mit dem Snow- und Adventurepark

nicht zu kurz. Nach einem erlebnisreichen

Tag können unsere

Gäste in der Wellnessoase mit Finnischer

Sauna, Dampfbad, Schwimmbad

und Bio-Sauna mit Waldblickfenster

entspannen oder den Abend beim Kaminfeuer

in der neuen AlmBar ausklingen

lassen.

Welche Gästegruppen fühlen sich

von diesem Konzept in erster Linie

angesprochen?

Besonders wohl fühlen sich bei

uns aktive Familien und Pärchen und

auch das Naturerlebnis steht meist im

Mittelpunkt. Da wir sehr zentral gelegen

sind, unternehmen unsere Gäste

auch gerne Ausflüge in ganz Kärnten

und bis über die Grenzen nach Italien

und Slowenien.

Das Almresort hat drei Sterne – aber

versprochen ist ein Vier-Sterne-

Service: Was ist konkret darunter zu

verstehen?

Ich gehe Tag ein, Tag aus mit gutem

Vorbild voran und bemühe mich

gerne persönlich um unsere Gäste. Mit

Herzlichkeit und Fantasie versuchen

wir, alle Wünsche zu erfüllen und unsere

Serviceleistungen laufend zu verbessern

und erweitern. Obwohl wir

600 Betten haben, gehe ich mit meinem

gesamten Almresort-Team individuell

auf jeden Einzelnen ein.

Gehen sich an einem Arbeitstag auch

ein paar schnelle Abfahrten aus?

Während der Hauptsaison bin ich

natürlich mit Fleisch und Blut Gastgeberin.

Da gehen sich nur ein paar kurze

Runden mit unserem Haushund Louis

aus. In den Nebensaisonen nehme ich

mir aber gerne die Zeit, um eine ausgiebige

Wanderung zu den vielen urigen

Hütten auf der Gerlitzen zu unternehmen

oder ich packe die Skier aus und

dann heißt es: „Ab auf die Piste!“

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

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TRAVEL-HOTSPOT

FOTOS: xxx

134

SPORTaktiv


WINTERURLAUB MIT

ALMDORF-FLAIR

NUR DU UND DIE BERGE. Idyllisch und urig in einem Dorf wohnen,

die reine Almluft einatmen und einfach den Winterurlaub

genießen – direkt an der Brunnachalmbahn im Skigebiet Bad

Kleinkirchheim. Quasi vor der Haustür erwarten aktive Winterfans

über 100 Pistenkilometer, geführte Schneeschuhwanderungen,

die Römerloipe, Rodelbahnen und das Thermal-Römerbad mit

13 Saunen – dem sportlichen Genuss sind im Almdorf Kirchleitn

keine Grenzen gesetzt. Lass deinen Aktivtag in den Nockbergen

dann beim täglichen Après-Ski mit Glühwein & Co. in einer der 40

Hütten ausklingen oder genieße die urige Atmosphäre in den Alm-

Appartements.

WEB: kirchleitn.com

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

135

FOTOS: Tourismusverband Bad Kleinkirchheim / Johannes Puch


TRAVEL-TIPPS

DIE SKYLINE IM

POOL GENIESSEN

Tauern Spa Kaprun zum dritten

Mal in Folge ausgezeichnet.

SALZBURG. Spektakuläre moderne Architektur,

gepaart mit der einmaligen

Naturlandschaft am Fuße des Kitzsteinhorns,

und ein 4-Sterne-Superior-Resorthotel

mit dem Skyline-Pool als besonderes

Highlight. Das sind nur einige

Gründe, warum das Tauern Spa Zell am

See-Kaprun bereits zum 3. Mal in Folge

als „Europe’s Leading Lifestyle Resort“

ausgezeichnet wurde. In der „Wasserwelt“

gibt es auch einen separaten Kinderbereich

mit Wasserattraktionen, sowie

Kreativ- und Ruheräume.

WEB: tauernspakaprun.com

AUS DEN BERGEN

IN DIE BECKEN

18 Quellen versorgen die

Felsentherme in Bad Gastein.

SALZBURG. Mit kristallklarem, reinstem

Wasser verwöhnt die Felsentherme in

Bad Gastein ihre Gäste. Das Wasser

kommt dabei aus 18 Quellen von den

Bergen direkt in die Becken. Besonders

stimmungsvoll ist im Advent der große

Panorama-Wellness-Bereich auf 1.100

Meter Seehöhe. Freu dich auf Saunaaufgüsse

wie „Latschenkiefer“ oder

„Bratapfel“. Die schöne Zeit in der

Therme kann man auch verschenken:

mit Gutscheinen, die man online kaufen

und ausdrucken kann.

WEB: felsentherme.com

NEUER NAME,

ALTE QUALITÄT

„3 Zinnen Dolomites“ punktet

mit Pisten und Panorama.

SÜDTIROL. Neuer Name, neues Logo für

das Skigebiet in den Dolomiten: Statt

„Drei Zinnen Dolomiten“ heißt es jetzt

„3 Zinnen Dolomites“. Altbewährt ist die

Qualität der 90 bestens präparierten

Pistenkilometer im Dolomiten UNESCO

Welterbe, das 2015/16 beim Ski-Area-

Test zum Sieger gewählt wurde. Besondere

Erlebnisse im Gebiet für Groß und

Klein sind der Skirundgang „Giro delle

Cime“ sowie der „Drei Zinnen Mountain

Brunch“ im Helm-Restaurant ab €13,–,

traumhafte Aussicht inklusive.

WEB: dreizinnen.com

STEILE ACTION,

LANGER GENUSS

Mayrhofen kann mehr als nur

Action auf steilen Pisten.

TIROL. Ein Tal, zwei Berge, zwei Philosophien:

In Mayrhofen habt ihr die Wahl

– zwischen dem „Genießerberg“ Ahorn

auf der einen und dem „Actionberg“

Penken auf der anderen Talseite. Vom

Ahorn führt eine herausragende, 5,5

km lange Abfahrt auf teils schwarzen

Pisten ins Tal. Etwas erleben kann man

aber auch in aller Ruhe und ohne körperliche

Anstrengung: in der „White

Lounge“ nämlich, dem Original Iglu-Hotel

am Ahornplateau, das mit Sonnenstühlen

zum Verweilen einlädt.

WEB: mayrhofner-bergbahnen.com

WENN DIE STERNE

IN DEN SEE FALLEN

Im Advent wird eine Schifffahrt

auf dem Zeller See romantisch.

SALZBURG. Eine ganz besondere Stimmung

wartet in der Adventzeit auf dem

Zeller See. Eine Schifffahrt auf dem See

wird da nämlich noch romantischer:

Zahlreiche auf dem See schwimmende

Sterne und der Blick auf das verschneite

Bergpanorama sorgen für eine unvergleichliche

Atmosphäre. An Bord der

MS Schmittenhöhe stimmen Glühwein,

Punsch, süßes Gebäck und Weihnachtsmusik

auf Advent und Weihnachten ein.

Termine: 26. Nov., 3. Dez., 8.-11. Dez.,

17. Dez., 24.-26. Dez. 2016

WEB: schmitten.at

BESINNLICHES

AM ACHENSEE

Wo die „staade Zeit“ auch heute

noch wirklich eine stille Zeit ist.

TIROL. So richtig ursprünglich besinnlich

können sich Besucher am Achensee

bei fünf Veranstaltungen im Advent

auf Weihnachten einstimmen. Bei

der „AchenSee Weihnacht“ erleben sie

Tiroler Köstlichkeiten und Handwerkskunst.

Bei „Weihnachten wie friaga“

gleiten sie im Boot gemütlich über den

See, beim „Bergadvent“ wiederum tauchen

sie tief ins Brauchtum ein. Oder sie

erleben die Geschichte von der Geburt

Christi hautnah bei der „Tiroler Bergweihnacht“.

WEB: achensee.com/weihnacht

136

SPORTaktiv


GRATIS-SKIPASS

IM ADVENT

Kühtai lockt mit besonderem

Vorweihnachts-Angebot.

TIROL. Der Weihnachtsurlaub in den

Bergen ist sowieso der Klassiker. Wer

heuer aber schon im Advent, genau gesagt

zwischen 3. und 23. Dezember ins

Kühtai fährt, profitiert doppelt: Wer in

dieser Zeit in einem der teilnehmenden

Betriebe ein Zimmer für zumindest drei

Nächte bucht, bekommt den Skipass

gratis dazu! Das zahlt sich aus, weil das

Skigebiet nahe der Landeshauptstadt

Innsbruck auf 2.020 m Seehöhe liegt

und damit schon im Dezember beste

Pistenverhältnisse bieten kann.

WEB: kuehtai.info

VIER REGIONEN

FEIERN PREMIERE

Die „Cross Country Ski Holidays“

erweitern ihr Programm.

ALPENRAUM. Im Katalog für die

Langlauf-Saison 2016/17präsentieren

sich 17 Regionen und 30 Hotels.

Weil die Nachfrage nach Alternativen

zur Piste stetig steigt, haben sich diese

Regionen auf Langlaufen, Schneeschuhwandern,

Biathlon, Eissport und

Skitouren spezialisiert. Heuer sind vier

neue Gebiete aus drei Ländern mit an

Bord: Kaiserwinkl und die Olympiaregion

Seefeld, dazu Kandersteg in der

Schweiz sowie Scheidegg in Deutschland.

WEB: langlauf-urlaub.com

RUHE TRIFFT

ERLEBNIS

Die Alpentherme Gastein bietet

Erholung und Action zugleich.

SALZBURG. Sich treiben lassen im wohlig

warmen Wasser und mit einem Blick auf

die schneebedeckten Gipfel entspannen.

Oder Spaß haben bei der Action

auf der Wasserrutsche, im Strömungskanal

oder im Multimedia-Dom: In der Alpentherme

Gastein ist beides möglich.

Heißer Tipp: die Sauna-World! Tägliche

Spezialaufgüsse verwöhnen alle Sinne,

von Donnerstag bis Sonntag gibt‘s sogar

Show-Aufgüsse. Und Damen sind

beim Schwitzen in der „Ladies World“

ganz unter sich.

WEB: alpentherme.com

FOTOS: Tourismus

ERFRISCHEND EINFACH:

SKIURLAUB AN DER PISTE

Das Hotel „MyTirol“ in der Tiroler Zugspitz Arena

zählt zu den besten Seiten im Alpenwinter.

TIROL. Sie starten bei 1.000 Höhenmetern und reichen bis

knapp unter die Dreitausendergrenze: Die sieben Skigebiete

der Tiroler Zugspitz Arena, die grenzenlosen Winterspaß

sogar bis ins bayerische Garmisch-Partenkirchen drauf haben.

Und das junge, preisgünstige Boutiquehotel MyTirol in

Biberwier liefert dazu allen, die einen unkomplizierten Winterurlaub

suchen, den Skitag bis vor die Haustür. Skiausrüstung,

Liftkarten gibt’s im Haus – anschnallen und rein in die

Zugspitz Arena mit den148 km Pisten und 55 Bahnen. Und

danach geht’s von der Piste wieder direkt in die MyTirol-

Wellness-Area – Dampf machen für den nächsten Skitag.

WEB: mytirol.com

PRICKELNDE MISCHUNG AUS

SPORT UND ENTSPANNUNG

Für Gäste des Aktiv-Hotels Gaspingerhof in Gerlos

liegt die Zillertal Arena direkt vor der Haustür.

TIROL. Aber damit das gleich klar ist: Der Gaspingerhof ist

nicht bloß erste Adresse für Skifahrer, sondern für Gäste, die

einen Winterurlaub mit allen Facetten erleben wollen! Neben

ihren endlosen Pisten ist die Zillertal Arena nämlich auch

ein Paradies fürs Langlaufen, Skitourengehen, Schneeschuhwandern,

Rodeln und was der Winter sonst noch zu bieten

hat. Dass bei so viel Action der Gaspingerhof mit seiner

traumhaften Wellness- und Wasserwelt dann auch noch der

ideale Entspannungsplatz ist, rundet das Genuss-Gesamtpaket

genauso ab wie die kulinarische Begleitung vom Schlemmerfrühstück

bis zum Gourmet-Menü am Abend.

WEB: gaspingerhof.at

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

137


TRAVEL

WELTCUP-FLAIR

MIT BASS

UND BEATS

Die Silvretta Montafon ist von

15. bis 18. Dezember nicht nur eine

gewaltige Ski- und Snowboardcross-

Weltcup-Bühne – dank Sido und Co.

geht’s auch im Tal rund!

ALLE JAHRE WIEDER ist die Silvretta

Montafon Treffpunkt für Profiathleten,

Sport- und Musikbegeisterte. Von

15. bis 18. Dezember 2016 verwandelt

sich das Skigebiet aber nicht nur in

eine Weltcup-Arena, sondern auch in

ein riesiges Festival-Gelände: Tagsüber

duelliert sich die Elite der Ski- und

Snowboardcrosser in den Parcours und

garantiert spannende Heats – abends

sorgen erstklassige Show acts für den

richtigen Rhythmus im sportlichsten

Skigebiet Vorarlbergs.

Konkret: Am 17. Dezember geht

erst oben am Berg beim Weltcup die

Post ab, aber nach dem finalen Lauf

der Skicrosser wird die Location gewechselt

– vom Berg ins Tal. Dort sorgen

dann zwei angesagte Top-Acts für

coole Beats und bringen das Konzertgelände

in Schruns zum Beben. Das

Musikduo „SDP“ übernimmt den musikalischen

Auftakt: Die Jungs aus

Berlin sind mittlerweile eine fixe Größe

in der deutschen Musikszene und

schon mehrmals mit Sido im Studio

gestanden. Und genau dieser deutsche

Rap-Star übernimmt dann das Mikrofon

– als Headliner in der Silvretta

Montafon kommt nämlich SIDO auf

die Bühne!

UNSER TIPP: Bis 31. Oktober können

sich Musik- und Sportfans das „Early

Bird“-Ticket für nur € 25,– (statt € 34,–

an der Abendkasse) sichern. Und mit

dem Tagesskipass für € 39,– könnt ihr

euch davor auf 140 Pistenkilometern

richtig „einswingen“.

FOTO: Silvretta Montafon

SIDO

& SDP

17. DEZ 2016

Opening

Silvretta Montafon

03. DEZ

WELTCUP-MONTAFON.AT

#weltcupmontafon


FOTO: Vertical up

EVENTS

RUN / BIKE / TRIATHLON / BERGSPORT

Vertical

up!

5 ORTE, 3 LÄNDER, 4.500 HÖHENMETER, 85 PROZENT STEIGUNG:

Das ist der Steckbrief von „Tour Vertical up“, der spektakulären

Skitouren-Rennserie. Ziel bei jedem dieser fünf Events ist es, die

Strecke vertikal so schnell wie möglich zu bezwingen. Der „Clou“

daran sind die Regeln – es gibt nämlich keine! Das heißt: freie

Materialwahl, solange alles aus eigener Kraft angetrieben wird, sowie

freie Streckenwahl auf dem Weg nach oben.

Die fünf Strecken? Kennt man bestens aus dem Skiweltcup, denn bei

der „Tour Vertical up“ gilt es, jeweils in einem Nacht-Skitourenrennen

die Original-Weltcupstrecken in Hinterstoder (am 7. 1.), Gröden

(21. 1.), Madonna di Campiglio (28. 1.), Kitzbühel (25. 2.) und

Wengen (25. 3.) von unten nach oben zu bezwingen!

Wer dabei sein will: Die Anmeldung läuft bereits auf www.vertical-up.

com und auf https://www.facebook.com/VerticalUp.

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

139


EVENT

EDWIN, FRANZ &

9.000 SIEGER

FÜR DIE CHRONIK: Der Kenianer Edwin Kipchirchir Kemboi gewann den „Kleine Zeitung

Graz Marathon“ in 2:24,02 Stunden. Der Herbstklassiker in der steirischen Landeshauptstadt

schreibt aber vor allem auch viele Geschichten von den Triumphen der Hobbyläufer.

Edwin war schon im Ziel, da ist

es für den Franz erst so richtig

hart geworden. Nach 2:24,02

Stunden berührte Edwin Kipchirchir

Kemboi aus Kenia das Zielband

beim Kleine Zeitung Graz-Marathon

vor dem Opernhaus und feierte

damit nach 2011 seinen zweiten Sieg

beim Herbstklassiker.

Zu diesem Zeitpunkt ist Franz

aus Wien bei Kilometer 26. Die Strecke

führt da von der Wende im Grazer

Norden wieder zurück in die Innenstadt.

Ein psychologisch wichtiger Aspekt.

„Heute“, sagt sich Franz, „heute

kann ich Geschichte schreiben.“

Zahlreiche Marathons ist der 47-Jährige

schon gelaufen. Wien, Wachau,

Frankfurt, Luxemburg, München.

Immer um die vier Stunden, darunter

noch nie. In Graz aber stimmt

nach rund zwei Drittel der Distanz die

Marschtabelle für das Durchbrechen

dieser Schallmauer.

Mittlerweile sind auch die beiden

Steirer Vinzenz Kumpusch und

Stefan Schriebl auf den Rängen 2 und

3 mit Zeiten knapp über 2:32 im Ziel.

Der Großteil der Marathoni ist da

noch auf der Strecke. Über 9.000 haben

sich wieder in den Bewerben City-Run,

Viertel- und Halbmarathon

sowie über die klassische Distanz

von 42,195 km angemeldet. Und wurden

für die Entscheidung belohnt: mit

strahlendem Sonnenschein am Start,

buntem Herbstlaub auf den Bäumen

und in der zweiten Rennhälfte mit bewölktem

Himmel, damit keine Überhitzungsgefahr

droht. Dabei hatte die

Prognose nur dezente Plusgrade und

sogar Dauerregen vorhergesagt ...

FOTOS: Gepa Pictures/Graz-Marathon

TEXT: Klaus Molidor

140

SPORTaktiv


Ein Lauffest bei (meist) tollen

Bedingungen war einmal

mehr der Graz-Marathon,

und die SPORTaktiv-Pacemaker

konnten viele Läufer

zu ihrer persönlichen Bestzeit

ziehen. Kinder- und Jugendliche

waren diesmal

schon am Samstag dran.

Kilometer 30. Franz kann immer

noch deutlich unter seinem geplanten

Tempo laufen – und sich dabei auch

noch unterhalten. Erzählt von den

Krämpfen beim Auf und Ab in Luxemburg;

von der „marternd langen Geraden“

in der Prater Hauptallee bei seinem

Heimrennen in Wien; und er ruft

sogar seine Frau an: „Geht super, richt

mir bitte einen Riegel her“.

Beim Kunsthaus, knapp 9 km vor

dem Ziel, bekommt er dann den Doppelschub.

Mental durch seine Frau,

kulinarisch durch die versprochene

geballte, in Schokoriegelform gepresste

Sportlernahrung. Es regnet jetzt,

vielmehr: es schüttet! Zwei, drei, vier

Kilometer lang, dann erst hellt sich

der Himmel wieder auf.

Im Ziel bei der Grazer Oper

herrscht inzwischen Gelächter. Die

Siegerehrung beginnt, Edwin Kemboi

wird beglückwünscht, aber wo ist

der Zweite, Vinzenz Kumpusch? Dem

ist der Programmablauf zu schnell gegangen,

er steht noch unter der Dusche,

als er eigentlich schon auf der

Bühne sein sollte.

Franz dagegen kommt Schritt

für Schritt dem Ziel näher. Wie ein

„Wir haben sehr viele

positive Rückmeldungen

bekommen. Es war

richtig, die Kinderbewerbe

auf den Samstag

zu verlegen, weil die

Kids dort die Aufmerksamkeit

bekommen haben,

die ihnen zusteht.“

ROBERT HELBIG,

OK-CHEF GRAZ-MARATHON

Uhrwerk spult er auch die harten

Kilometer zwischen 35 und 39 ab.

Dann die Erleichterung, auf dem letzten

Zickzack zum Grazer Hauptplatz

erkennt er: Ja, es geht sich aus! „Und

den letzten Kilometer spürst du sowieso

nicht“, sagt schon eine alte Marathonweisheit.“

Im Ziel freut sich zu dieser

Zeit schon, um 13.45 Uhr, Marathon-OK-Chef

Robert Helbig von der

Kleinen Zeitung über eine Veranstaltung,

„die allen Beteiligten große

Freude bereitet hat, und wie sie

aus meiner Sicht besser nicht laufen

hätte können.“ Acht Minuten später

bestätigt das auch der Franz. Er hat

die 42 Kilometer hinter sich, 3:53,07

Stunden dafür gebraucht und wirklich

Geschichte geschrieben. Seine

persönliche. So wie die anderen 9.000

Laufbegeisterten beim Herbst-Klassiker

auch. Lust bekommen? Die nächste

Chance gibt es am 8. Oktober 2017.

Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17

141


EVENT

85 PROZENT UND

KEINE REGELN

Die „Tour Vertical Up“ macht in

fünf Orten und drei Ländern halt.

AB 7. JÄNNER. Hinauf auf eine Weltcup-Piste,

so schnell wie möglich: Darum

geht es bei der „Tour Vertical Up“.

Regeln? Gibt es keine. Das heißt: freie

Materialwahl, solange alles aus eigener

Kraft und ohne Motor angetrieben wird,

sowie freie Streckenwahl. Los geht es

am 7. 1. in Hinterstoder, es folgen die

Saslong in Gröden (21. 1.), Madonna di

Campiglio (28. 1.), die Streif in Kitzbühel

(25. 2.) und das Lauberhorn in

Wengen (25. 3.). Das macht in Summe

4.500 Höhenmeter und 85 Prozent

maximale Steigung.

Infos/Anmeldung: vertical-up.com

27.–29. Jänner 2017

Erleben Sie einen faszinierenden Wettkampf in

der grenzüberschreitenden Langlauf Region!

Freitag, 27. Jänner 2017: Von 10 bis 16 Uhr -

Nordic Winter Fitness Tag mit FISCHER SKI

16.30 Uhr - DSV Nachwuchsprojekt -

Technikparcours für Kinder und Schüler

Samstag, 28. Jänner 2017: 10 Uhr 33 km

klassische Technik 10.15 Uhr 13 km klassische

Technik 15 Uhr - MINI SKI-TRAIL 2 km und

4 km freie Technik 10 bis 16 Uhr Nordic Winter

Fitness Tag mit FISCHER SKI

Sonntag, 29. Jänner 2017

10 Uhr - 60 km Skating 10.15 Uhr - 36 km Skating

10.30 Uhr - 19 km Skating

Info: Ski-Trail, Riefweg 2, A-6682 Vils/Tirol

Tel.: +43 (0)676/7108249, Fax: +43(0)5677/8412

e-mail: skitrail@gmx.at • www.ski-trail.info

Foto: Traussnig

ANMELDUNG

GEÖFFNET

Die Anmeldung für Kärnten Läuft

vom 18.–20. August 2017

ist ab sofort möglich.

FRÜHBUCHER

LAUFEN GÜNSTIGER!

www.kaerntenlaeuft.at

Meine Kleine.

Meine Kleine.

Meine Kleine.

GEMEINSAM STATT EINSAM

INS NEUE JAHR RUTSCHEN

Stimmungsvoller Bergsilvester in Hopfgarten.

31. DEZEMBER. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“

steht das 5. Bergsilvester in Hopfgarten in der

sportlichen Tiroler Urlaubsregion Hohe Salve. Bei gutem

Essen und geselligem Beisammensein bieten die

Salvenalm und das Tenner Stadl eine besondere Atmosphäre

zum Jahreswechsel. Bergauf und bergab geht

es für 14 Euro von 19 bis 2 Uhr früh mit der Gondelbahn,

zwischen den Gasthäusern gibt es als besonderen

Service einen Skidoo-Transfer. Zehn Minuten nach

Mitternacht begrüßt ein spektakuläres Feuerwerk das

neue Jahr.

Alle Infos: hohe-salve.com

FOTOS: Veranstalter

142

SPORTaktiv


BLEIB FIT!

- mit SPORTaktiv, Österreichs

größtem Aktivsport-Magazin

ZUM 20. MAL MIT DEN

STARS INS NEUE JAHR

Ganz Peuerbach ist bereit für den Silvesterlauf.

31. DEZEMBER. Bozen, Madrid, Peuerbach: Das sind

laut Deutschem Leichtathletik-Verband die drei besten

Silvesterläufe Europas. Kein Wunder: Treffen sich doch

im oberösterreichischen Hausruckviertel Hobbyläufer

und Weltklasse-Athleten, um das alte Jahr zu verabschieden

– heuer bereits zum 20. Mal. Der Volksläuf ist

6,8 km lang, tausende Zuschauer machen auch die Teilnahme

am Kinder- oder Staffellauf zu einem echten Erlebnis.

Hier kommt jeder auf seine Kosten – und kann

sich durch den ebenfalls 6,8 km langen „Lauf der Asse“

sogar mit Stars aus dem In- und Ausland messen.

Infos und Anmeldung im WEB: silvesterlauf.at

Erhältlich bei Intersport, Sport 2000, Gigasport,

den Top100 Radshops,

in den SPORTaktiv Hotels, in der Trafik, im Abo.

Jetzt SPORTaktiv ABO bestellen!

€ 19,90 für sechs Ausgaben pro Jahr.

Abo-Bestellmöglichkeit:

www.magazinshop.at/sportaktiv, Tel.: 01/51414-800

www.sportaktiv.com

CHRISTOPH SUMANN,

siebenfacher Medaillen-

Gewinner im Biathlon

Foto: Martin Steinthaler

ABHEBEN, SCHWEBEN

UND GETAUFT WERDEN

Freiheit spüren bei den Ballontagen Achensee.

5.–12. MÄRZ. Einsteigen, abheben, sich frei fühlen,

über den Dingen schweben. Wer das einmal erleben

und hautnahen Einblick ins Ballonfahren haben möchte,

sollte sich die „2. Internationalen Ballontage Achensee

2017“ vormerken. Ab 6. März steigen die Ballone

in Achenkirch zweimal täglich zu Passagierfahrten in

den Himmel. Im Preis von 250 Euro sind neben der Fahrt

auch der Auf- und Abbau inkludiert, der Rück transport

zum Ausgangspunkt und die traditionelle „Taufzeremonie“.

Am 7. März steigen die Ballone beim „Nightglow“

auch bei Dunkelheit auf.

Infos und Buchung: achensee.com/ballontage

SONNE, BADESPASS

UND LAUFFREUDE!

Das sind die Zutaten für Ihren Lauf-Kurzurlaub

vom 18.–20. August 2017 am Wörthersee.

Die Urlaubsregion um den Wörthersee

bietet ein buntes Programm für

die ganze Familie. Pack die Laufschuhe

und die Badehose ein!

LAUFWOCHENENDPAKET 2017

2 Übernachtungen mit Frühstück

inkl. Startplatz für den Halbmarathon Meine Kleine.

ab € 140,– (Preis p. P. im DZ)

Infos unter www.kaerntenlaeuft.at

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Mein

Nr. 6; Dezember ‘16 / Jänner ‘17

143


EVENTS

IM DEZEMBER 2016 UND JÄNNER 2017

LAUF-, LANGLAUF- & SKITOURENEVENTS

Datum BL Läufe Distanzen Ort Infos und Web

LAUFEN

3.12. NÖ 31. Krampuslauf 0,6 bis 8,3 km Purgstall union-purgstall.at

3.12. V 47. Int. Crosslaufserie, 1. Lauf 3 bis 9 km Lustenau tslustenau.at

4.12. T Bezirksblätter Kolsass Bergrun 5,3 km (590 HD) Kolsass kolsassberg-run.at

8.12. NÖ 5. Ruppertsthaler Mammut Crosslauf 5,4 km Ruppertsthal-Jagdhütte mammutlauf.at

11.12. W LCC-Adventlauf 3 und 10 km Wien-Prater lcc-wien.at

11.12. NÖ 20. Klosterneuburger Adventlauf 5 und 10 km; Nachwuchsläufe Klosterneuburg ulc-klosterneuburg.at

11.12. B Adventlauf Neusiedl am See 1 bis 8 km Neusiedl/See adventlauf-neusiedl.at

17.12. V 47. Int. Crosslaufserie, 2. Lauf 2 und 4 km Lustenau tslustenau.at

18.12. NÖ 8. Adventlauf Grafenegg 2,5/5 und 10 km Grafenegg adventlauf-grafenegg.at

18.12. W Vienna Chrismas Run 1,6 km Wien gianmoena@eventery.com

30.12. ST Mürzer Bauernsilvesterlauf 1,5 bis 6 km Mürzzuschlag fun-sports.at

31.12. NÖ Silvesterlauf Gmünd 1,3 bis 6,5 km Gmünd ltgmuend.at

31.12. OÖ 11. Welser Sparkassen Silvesterlauf 0,3 bis 5 km; 3,4 km-Walk Wels welser-silvesterlauf.at

31.12. W Wiener Silvesterlauf 5,3 km Wien-Ringstraße lcc-wien.at

31.12. NÖ 36. Raiffeisenbank Silvesterlauf Krems 0,4 bis 10 km Krems silvesterlaufkrems.at

31.12. K Int. Silvesterlauf Greifenburg 7,4 km Greifenburg 0 47 12 / 82 216

31.12. OÖ Int. Raiffeisen Silvesterlauf 0,1 bis 6,8 km; 3x 850m-Staffel Peuerbach silvesterlauf.at

31.12. T 16. Innsbrucker Silvesterlauf 1,4 bis 5,6 km Innsbruck innsbrucklaeuft.com

31.12. NÖ Silvesterlauf Hirtenberg 3 km und 7 km Hirtenberg union-hirtenberg.at

31.12. K Silvesterlauf Klagenfurt 1,6 km/5 km/10 km Klagenfurt trispoat-events.at

31.12. OÖ Linzer Silvesterlauf 1,2 km/3 km /6 km Linz finisher.at/silvesterlauf

31.12. NÖ Grestner Silvesterlauf 1 km/2,8 km/5,7 km Gresten gresten.naturfreunde.at

31.12. K St. Pauler Silvesterlauf 3 km St. Paul lg-stpaul.at

31.12. St Silvesterlauf und Walk 1,3 bis 8,2 km St. Stefan ob Stainz www.silvester-lauf.at

31.12. NÖ Vösendorfer Silvesterlauf 5 km/10 km Vösendorf x-sportpowersilvesterlauf.at

31.12. NÖ Stetteldorfer Silvesterlauf 5 km/10 km Stetteldorf am Wagram silvesterlauf.stetteldorf-wagram.at

22.1. W Eisbärlauf des LCC Wien 21,1 km Wien/Prater lcc.wien.at

27./28. 1. B 24 Stunden Burgenland Extrem Tour 24 Stunden/120 km Oggau 24stundenburgenland.com

LANGLAUFRENNEN

13.–15. 1. St

17. Ramsauer Dachstein

Volkslanglauf & Tour de Ramsau

30 km/30 km Ramsau am Dachstein ramsausport.com

19.–22. 1. T 43. Int. Dolomitenlauf 25 km/40 km/60 km Lienz dolomitensport.at

27./28. 1. St 38. Int. Steirerlauf 11,5 bis 50 km Bad Mitterndorf steiralauf.at

27.–29. 1. T Ski Trail Tannheimer Tal 19/36/60 km; 13/33 km Bad Hindelang ski-trail.info

4./5. 2. S Skimarathon Saalfelden 21 km/42 km Saalfelden skimarathon.at

11./12. 2. T 45. Int. Koasalauf 28 km/50 km St. Johann in Tirol koasalauf.at

26. 2. T Achenseelauf 3-Täler-Lauf 0,5 bis 33 km Achenkirch am Achensee austrialoppet.at

4./5. 3. T 47. Ganghoferlauf 25 km/50 km Leutasch ganghoferlauf.at

SKITOURENRENNEN

10. 12. S Schönleiten Trophy/Österr. Meisterschaften Viehofen schoenleiten-trophy.at

16. 12. T Hecher Speed Up Schwaz ski.tu-schwaz.at

30. 12. OÖ Zwiesalm Aufstieg Gosau skimo.at

6. 1. T Laserz Lauf Lienz alpenraute.at

7. 1. S Hinterstoder Vertical up Hinterstoder vertical-up.com

13. 1. S Mountain Attack Saalbach-Hinterglemm/Leogang mountain-attack.at

15. 1. ST Stoderzinken Challenge Gröbming schiklub.net

21. 1. S Gaissau Hintersee Trophy Gaissau gaissauhintersee-trophy.at

25./26. 1. V Ramskull Trophy Gagellen ramskulltrophy.at

FOTO: Achenseelauf

144

SPORTaktiv


AUT - IT - SUI

PHOTO: MICHAEL WERLBERGER, VERTICALUP

3 LÄNDER

5 DESTINATIONEN

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STEIGUNG

07.01.2017

28.01.2017

25.03.2017

21.01.2017

25.02.2017

www.vertical-up.com

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IMPRESSUM

EIGENTÜMER/VERLEGER:

TOP TIMES Medien GmbH, 8010 Graz, Gadollaplatz 1

Tel.: 0 316/80 63-25 80

SPORTaktiv ist ein Titel der Styria Media Group

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sportaktiv.com/de/offenlegung

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Markus Gstöttner

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CHEFREDAKTION: Gerhard Polzer

Tel.: 0 699/123 90 2 88, 0 316/80 63-25 86

E-Mail: gerhard.polzer@styria.com

Mag. Christof Domenig (-25 89)

E-Mail: christof.domenig@styria.com

REDAKTION: Klaus Molidor (-25 93), Thomas Polzer (