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Heft 4-2

Für Wärme im

Für Wärme im Stationshaus soll natürlich ebenfalls gesorgt werden. Unser Partner in Klosterbuch bei Leisnig, Andreas Riehtig, hatte die zündende Idee. Ein originales Ofenunikum unbekannter Herkunft hatte er noch im Bestand. Unser Mitglied Gerhard Helmecke (li.) und unser Interessent Peter Anker (re.) holen den Kanonenofen in Klosterbuch ab. Andreas übergibt ihn und die Fahrt beginnt zum Bahnhof Rauschenthal in Waldheim. Natürlich wird der Ofen einer Reko unterzogen um dann im Dienstzimmer unseres Stationshauses den Dienst aufzunehmen. Die „Besonderheit“ Esse mit Kopf wird mit speziellen Ziegeln von unserem Zimmermannmeister, der sich zugleich als wahres Bauwunder etabliert, gemauert. Danach erfolgt der strenge und prüfende Blick des Schornsteinfegers, Holz und Kohle noch dazu und er bollert unheimliche Wärme. Man stelle sich vor, der Bahnhof ist verschneit, es ist Ruhe im Rauschenthal, strenger Frost und aus der Esse qualmt ein Hauch von Rauch, der eine warme Stube verspricht. Der Traum wird Wirklichkeit. Ein Teil der Möblierung ist auch schon gesichert. Was noch fehlt ist ein Diensttelefon Schreibfedern und anderes bürokratisches Material aus der tiefen Vergangenheit. Wer diesbezüglich etwas spenden will, den bitten wir um ein Handzeichen. Als Schutz des Fensters im Dienstzimmer kommt noch ein originales Fenstergitter vom abgerissenen Bahnhofsgebäude in Waldheim. Mit spitzen Meißel und Hammer sowie einer Flex, ist im Dezember 2014 unter Absprache aller Beteiligten das Gitter aus seinem ursprünglichen Einbauort entfernt worden. Nun wird es auf die Größe des Stationshausfensters angepaßt und später montiert. Von 1893 an diente dieser Schutz im Bahnhofsgebäude und ist damit sogar noch älter als unser Stationshaus aus dem Jahre 1911. Alt ist allerdings beides und darauf kommt es an. Betrachtet man später das Bauwerk auf unserem Bahnhof, sieht man eigentlich zwei Teile der Eisenbahngeschichte, speziell der Zeit der Chemnitz-Riesaer Eisenbahn-Gesellschaft und der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen mit ihrer WG-Linie (Willsdruff-Gärtitz). Im Jahre 1881 beschritt übrigens die K. Sächs. Sts. E. B. Neuland mit dem Projekt schmalspurigen Secundäreisenbahn, das sind die Schmalspurbahnen. Seite 5 von 9

Da ist das Heizgerät und die Epoche seiner Nutzung damals ist uns nicht bekannt. Der Allgemeinzustand ist ganz gut, aufpoliert wird er auch jeden Fall. Interessant ist die aufgesetzte Schüssel, die auch ein Originalteil darstellt. Beim näheren betrachten könnte man sich das vorher beschriebene Winterwetter vorstellen, Wasser in die Schüssel und …, das weitere Denken wird dem geneigten Betrachter überlassen. Besonders zur Einweihung geeignet oder zu Vereinsversammlungen. Ein weiteres Teil für unser Stationsgebäude ist ein Schild, welches an die Innentür gehört. Auch die Innentür ist schon vorhanden, die noch einen passenden Rahmen erhält. Zu den Fenstern und der Eingangstür, welche sich zweiflüglig präsentieren wird, können wir ebenfalls auf Originalteile zurückgreifen. In Zöthein bei Lommatzsch steht noch ein verrottetes Haus der gleichen Bauart. In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt in Meißen und der Stadt Lommatzsch, können wir beim Abriß mithelfen und als Lohn dafür bekommen wir die uns bisher fehlende Eingangstür und alle drei Fenster. Diese befinden sich noch in einem respektablen Zustand, der Rest ist Bauschutt. Ausführungszeit ist die 48 Kalenderwoche 2016. Ein besonderes Detail können wir ebenfalls mitnehmen, da wir es nicht lassen können. Zu dem Stationshaus gehörte damals zu königlich-sächsischen Zeiten die Weisung, ein sogenannter Freiabtritt dazu zubauen. Zu gegebener Zeit wird auch das verladen und mit viel Liebe und Arbeit im Rauschenthaler Bahnhof erstehen. Mit der Abdankung des sächsischen Königs Friedrich August III im Jahre 1918 entfiel der Namenszusatz königlich bei den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen und der Freistaat wurde geboren. Die Weisung allerdings blieb. Wie dankte doch der König ab? … macht doch euren Dreck alleene... Genau, oller König, machen wir auch und befolgen deine Weisung, sogar ganz alleene baun mir‘s uff. Geborgen wird zunächst das wiederverwendbare Baumaterial auf dem Bahnhof Rauschenthal. Vom Boden weg und mit Planen bedeckt wird es warten, bis wir im Frühjahr 2017 die letzte Hand anlegen und das Thema Stationsgebäude beenden. Dann fügt es sich ein in die Eisenbahnlandschaft der Kleinbahn in Waldheim, die idyllisch an der Zschopau gelegen ist und im südlichen sowie nördlichen Blickwinkel eingerahmt wird von der Villa Goldene Höhe und der Burg Kriebstein. Seite 6 von 9

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