Eulenspiegelbier – patentiert - Aktuelles aus dem Kreis

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Eulenspiegelbier – patentiert - Aktuelles aus dem Kreis

Mölln (ik) Das passiert den

Möllnern nicht wieder: per Markenschutz

wurde ihnen das Bier

genommen. Das ist die Kurzversion.

Die längere Kurzversion ist,

dass ein Ratzeburger(!) sich die

Möllner Lauke schützen ließ und

die Möllner Selbiges nun in Ratzeburg

kaufen müssten. Doch so gut

Eulenspiegelbier patentiert

So sieht das neue Logo aus.

Mölln (zrml) - In der Zeit des wirtschaftlichen

Wachstums kamen

besonders in den 1950er- und

1960er-Jahren Arbeitskräfte aus

den Ländern Südeuropas und vor

allem aus der Türkei nach

Deutschland. Auch in Mölln stellten

zahlreiche Firmen damals

»Gastarbeiter« ein, von denen viele

in Mölln geblieben sind, ihre

Familien zu sich geholt oder hier

eine Familie gegründet haben: Sie

sind Möllner geworden.

Die Migration hat das Leben dieser

Menschen, aber auch das Bild

Wilhelm Koch und Hans-Jürgen Pieper (Mölln Marketing) übergaben die Markenschutzurkunde an Bürgermeister

Wolfgang Engelmann. Fotos: Inga Kronfeld

schmeckt den Möllnern die Lauke

nun gar nicht mehr, und damit

solch eine Geschichte nicht wieder

passiert, hat Mölln Marketing

marketingmäßig reagiert. Es wurde

Kontakt zu einer Flensburger

Brauerei aufgenommen und

kurzerhand ein eigenes Bier entwickelt.

Das Eulenspiegel-Bier.

Dahinter steckt Flensburger

Mild. Warum gerade diese Geschmacksrichtung?

Auch hier

wurde nichts dem Zufall überlassen,

denn laut einer Umfra-

Ausstellung zu den Anfängen muslimischer Migration in Mölln

Zeitzeugen gesucht

unserer Stadt verändert. Allerdings

ist die Geschichte der Migration

in Mölln bislang kaum dokumentiert

worden. Im Stadtarchiv

gibt es nur wenige Unterlagen, die

zu diesem Thema Auskunft geben.

Dabei erscheint es als Voraussetzung

für ein besseres Zusammenleben

wichtig, die historischen Bedingungen

der Migration besser

zu verstehen und die Veränderungen

im Leben der Migranten näher

kennenzulernen - auch für die

nachfolgenden Generationen dieser

Migrantenfamilien.

ge trifft es zu 75 Prozent den Geschmack

aller Deutschen. Hans-

Joachim Pieper (Erster Vorsitzender

Mölln Marketing) scheute keinen

Schriftwechsel und ließ sich

diese Marke eintragen. Urkunde

Nummer 302009048532 sichert

nun den Möllnern die Rechte an

diesem Namen mit Logo und Farben.

Der rechtliche Inhaber ist

zwar Mölln Marketing, doch übergab

Pieper die Urkunde an Bürgermeister

Wolfgang Engelmann mit

der Begründung, dass dieses (Mar-

Seit Herbst 2007 erforscht ein Arbeitskreis

die Geschichte der Migration

in Mölln und hat Unterlagen

und Dokumente zu diesem

Aspekt Möllner Geschichte zusammentragen

und viele Gespräche

mit Betroffenen geführt.

Noch bis zum 20. Mai ist eine Ausstellung

zum Thema im Foyer des

Möllner Stadthauses am Wasserkrüger

Weg 16 zu sehen (montags,

dienstags, mittwochs und freitags

jeweils von 8 bis 12.30 Uhr, donnerstags

von 15 bis 18 Uhr).

Schwerpunkte sind die Anfänge

ken)Recht in die Hände der Stadt

Mölln gehört.

Das ist noch nicht alles, denn nun

soll es weitergehen. Pieper: »In

Zukunft wollen wir in dieser Richtung

noch professioneller werden.«

Das Eulenspiegel-Bier, das bereits

im Ratskeller ausgeschenkt wird,

soll auch den Weg in weitere Gastronomiebetriebe

finden und

natürlich in die Privathaushalte.

Bei Getränke Stapelfeld kann es

bereits erworben werden.

der Migration in den 1960er- und

1970er-Jahren sowie die Zuwanderung

aus der Türkei. Eine Erweiterung

auf Migranten aus anderen

Ländern ist denkbar.

Stadtarchivar Christian Lopau

sucht noch Zeitzeugen. Wer als

Gesprächspartner zur Verfügung

stehen möchte, Bilder und Dokumente

zur Verfügung stellen

kann oder Ergänzungen und Anregungen

zu dem Projekt hat,

melde sich im Stadtarchiv bei

Christian Lopau, Telefon 04542/

803251.

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