Wirtschaftszeitung_05122016

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Branchen &Betriebe: Experte

für große Füße Seite 12/13

Geld &Geschäft: Die ganz private

Kreditwelt Seite 20/21

Leben &Wissen: Zu Gast

beim Buchbinder Seite 25/26

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Ausgabe 6/2016

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NRW-Unternehmer sind

Ankündigungen leid

Wirtschaftliche Entwicklung wird ein zentrales Thema im nächsten Landtagswahlkampf.

DieOpposition hat es sich fest vorgenommen.

Nicht anders klingt esbei

den Wirtschaftsverbänden: Die wirtschaftliche

Entwicklung am StandortNRW

soll eines der zentralen Themen

im beginnenden Wahlkampf

werden.Sowohl die nordrhein-westfälische

Industrie-und Handelskammer

als auch der Arbeitgeberverband

Unternehmer NRW haben gut

fünf Monate vordem Wahltermin am

14. Mai nächsten Jahres ihre Forderungen

abgesteckt. „Die Zeit der Ankündigungen

muss vorbei sein, wir

wollen Machen, Tunund Handeln sehen“,

sagt Unternehmer-Präsident

Arndt Kirchhoff.

Für IHK NRW-Präsident Ralf

Kersting gehört zu den entscheidenden

Weichenstellungen

ein Leitbild, ein Masterplan:

„Wenn wir eine echte,

von oben greifende Strategie für Wachstum,

Innovation und Beschäftigung hätten,

würden sich alle fragen, wie kommen

wir dahin.“

Der Impuls kommt letztendlich aus den

Regionen, dasind sich alle einig. Das

Münsterland, Südwestfalen und Ostwestfalen-Lippe

gelten ebenso wie die

Rheinschiene als Wachstumstreiber, das

Ruhrgebiet als problembelastet. Daran

zeigt sich für Kersting ein typisch nordrhein-westfälisches

Problem: „Es gibt

kaum ein Bundesland, wo die einzelnen

Regionen so unterschiedliche Bedürfnisse

haben. Wir schaffen es nicht, von den

Stärken der anderen Regionen zu profitieren.“

►Fortsetzung auf Seite 2 Wer hat hier künftig das Sagen? Blick in den Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf. Foto: dpa

OFFEN GESAGT

Herzflimmern

in der Region

Null. Diese Zahl klettet an

Ministerpräsidentin Hannelore

Kraft, an ihrem Wirtschaftsminister

Garrelt Duin,

an Rot-Grün. Für die Unternehmerverbände

symbolisiert

sie, was ihnen in der Wirtschaftspolitik

des Landes schon

lange gegen den Strich ging:

Dass die Landesregierung mit

Klimaschutz, begrenztem Flächenverbrauch

und Tariftreuegesetz

ausgesprochen strenge

Rahmenvorgaben setzt, hat die

Spannungen zwischen ihr und

den Unternehmern drastisch

verschärft.

Zur Wahrheit gehört natürlich,

dass das Nullwachstum in

Nordrhein-Westfalen nicht unmaßgeblich

durch Trends auf

dem Weltmarkt mit empfindlichen

Folgen für die Industrie

und die Umbrüche der Energiewende

beeinfl

usst ist.

Nordrhein-Westfalen, das noch

immer als industrielles Herz

der Republik gilt, bezieht seine

wirtschaftliche Kraft aber

längst aus den Regionen. Die

Herzkammern liegen in Ostwestfalen-Lippe,

in Südwestfalen

und eben imMünsterland,

wo mittelständische Unternehmen

den Ausschlag geben.

Wenn einzelne von ihnen an

Grenzen stoßen, weil Rahmenvorgaben

überhaupt nicht

mehr passen, weil die Infrastruktur

–die digitale zumal –

nicht reicht, mögen viele dieser

Fälle kaum über die politische

Aufmerksamkeitsschwelle kommen.

In der Summe aber wirken

sie sich eben doch aus:

Herzfl

immern ist die Folge.

hir

Plus beim Umsatz

Das Handwerk hat inden vergangenen fünf Jahren deutlich zugelegt.

DerBestand an Handwerksbetrieben

im Münsterland und in der

Emscher-Lippe-Region ist in den

vergangenen fünf Jahren umvier

Prozent gestiegen: Am 30. September

beschäftigten 28329

Handwerksbetriebe rund 192000

Menschen und erwirtschafteten

24 Milliarden Euro Umsatz.

Hans Hund, Präsident

der Handwerkskammer

Münster, sprach

kürzlich von noch

deutlich größeren

Steigerungsraten beim Umsatz (plus

4 198869 002009

2 0 0 4 9

49 Prozent) und bei der Beschäftigung

(plus 34 Prozent). Hund: „Das

Wachstum erklärt den hohen Fachkräftebedarf

imHandwerk.“

Die Wirtschaftskraft der heimischen

Betriebe liegt laut Kammer teilweise

deutlich über dem Bundes- und Landesdurchschnitt.

Jedes Handwerksunternehmen

im Münsterland und in

der Emscher-Lippe-Region erwirtschaftet

statistisch pro Jahr 850 200

Euro Umsatz (Bund: 543 800 Euro,

NRW: 616500 Euro).

Die Wirtschaftsgruppe braucht laut

Kammer jährlich über 2500 junge

Handwerker, die den Schritt in die

Selbstständigkeit tun, um den Betriebsbestand

im Kammerbezirk

Münster zu halten, entweder durch

Übernahmen oder Neugründungen.

Hans Hund wies auf den regen, im

Jahresvergleich aber etwas schwächeren

Gründergeist hin. Seit dem 1.

Januar hätten Existenzgründer 1810

neue Betriebe aufgebaut. 111 bestehende

Betriebe hätten neue Inhaber

gefunden. Von den neuen Betrieben

wurden 30 Prozent von Frauen

gegründet.

Nur19Prozent der Gründer haben die

Meisterprüfung abgelegt oder eine

vergleichbare Qualifikation erlangt.

„Die berufsspezifische Qualifikation

ist für die Verweildauer eines Handwerksbetriebs

am Markt relevant“, erklärte

Dr. Thomas Ostendorf, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer.

Erlegte den jungen Gründern

Weiterbildung nahe. Hund: „Ein vitaler

Gründergeist junger Handwerker

ist für die Zukunft der Wirtschaftsgruppe

unbedingt erforderlich.“

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2 MACHER &MÄRKTE

Wirtschaftliche Stagnation

in 2015 hat alle alarmiert

Die Verbände in Nordrhein-Westfalen haben ihre Wahlprüfsteine formuliert. IHK NRW setzt auf einen

Masterplan –Unternehmer NRW will eine Querschnittsstrategie ohne „Ressort-Egoismus“.

IMPRESSUM

DIE WIRTSCHAFT Münster /Münsterland

Verlag und Herausgeber:

Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG, Geschäftsbereich:

Media &Sales, Soester Str. 13,

48155 Münster, Telefon: 0251 690-0,

Telefax: 0251 690-804801

Redaktion: Claudia Bakker (verantw.)

Anzeigen:

Anzeigenleitung: Herbert Eick,

E-Mail: anzeigen@die-wirtschaft-muensterland.de

Objektkoordination: Jochen Gerling,

Telefon: 0251 690-4948, Telefax: 0251 690-804801

Gestaltung/Layout: Lisa Stetzkamp

„Die Unternehmen brauchen Luft,

benötigen Spielräume zur Entwicklung

ihrer Ideen und Märkte, nicht

jedoch weitere Belastungen.“

IHK-NRW-Präsident Ralf Kersting

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG, Ander

Hansalinie 1. 48163 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax:

0251 690-215; Auflage: 17.000 Exemplare

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Aber auch in der Summe hat

es 2015 nicht gereicht. Dass

die wirtschaftliche Entwicklung

nicht mehr aus der

Atagnation S geholt werden

konnte, hat alle alarmiert. Inzwischen

geht es wieder aufw

ärts, aber die Unternehmer-Verbände

haben ihre Wahlprüfsteine

festgelegt. „Wir brauchen ein

Grundempfinden für die Wirtschaft“,

sagt Kirchhoff. Er hat einen Katalog von

130 Einzelpunkten

vorgelegt, die

IHK konzentriert

sich auf große

Überschriften.

Deutlich wird dabei,

es gibt ein

großes Maß an

Spannungen zwischen

Wirtschaft

und Landesregierung.

►Masterplan nennt es die IHK, Unternehmer

NRW will ihn als Querschnittsaufgabealler

Ministerien verstanden wissen

und fordert eine abgestimmteStrategie

statt eines vorherrschenden „Ressort-

Egoismus“ einzelner Minister.Das Naturschutzgesetz,

die restriktiven Flächenvorgaben

im Landesentwicklungsplan,

die Festlegungen zum Klimaschutz –die

Unternehmer sehen sich dadurch beeinträchtigt

statt unterstützt.

►Infrastrukturist die buchstäblich größte

Baustelle im Land. Dass NRW mitVerabschiedung

des Bundesverkehrswegeplans

2030 vor mindestens einem Jahrzehnt

der Baustellen steht, könne man

nicht verurteilen, betont Kersting. „Wir

brauchen einen überparteilichen Konsens

dafür, dass man Baustellen wieder

sexy findet.“ Die Sorge derUnternehmen

ist es, dass die Planungen zu langsam vorankommen.

Die erste Antwort der Landesregierung

ist zwar das „Bündnis für

Infrastruktur“, dem viele Unternehmen

beigetreten sind. „Die Infrastruktur muss

verbessert werden für heutigeStoff-Ströme“,

sagt Kirchhoff –und meint damit

insbesondere die Zulassung der umstrittenen

Gigaliner, Lastwagen von 25Metern

Länge.

► Digitalisierung ist ein weiteres Schlagwort,

bei dem die Unternehmen Dampf

machen. Zwar hat Rot-Grün zugesagt, bis

2018 alle Gewerbegebiete mit Glasfaser-

Anschlüssen zu versorgen. Lobgibt es dafür

vonder IHK. AusSicht vonUnternehmer

NRW investiert die Landesregierung

nicht genug und nicht schnell genug, um

gerade in den ländlichen Regionen beim

Breitbandausbau voranzukommen.

Kirchhoff spricht von 80Prozent unversorgten

Gewerbegebieten. Das Wirtschaftsministerium

verweist auf eine aktuelle

Erhebung vonBreitband NRW,wonach

52,4 Prozent der Gewerbegebiete

zumindest mit 50 Mbit/s versorgt seien.

Tatsache ist, dass die Digitalisierung die

Firmen vorganz andereHerausforderungen

stellt: Automobil-Zulieferer Kirchhoff

nennt drei- bis viermal schnellere

Datenleitungen als Vorgabe.

►Dass der Flächenverbrauch gesenkt

werden soll, hat sich mit dem Landesentwicklungsplan

zu einem dominanten

Konfl

iktthema insbesondereinden ländlichen

Regionen entwickelt. Dort gibt es

–anders als im Ruhrgebiet –keine großen

Brachfl

ächen für Ansiedlungen. Erste

Beispiele wie die eines Herforder Küchenherstellers,

dem mit Verweis auf den

LEP weitereFlächen für eine notwendige

Expansion verwehrt worden seien, sorgen

für Unruhe. Weil dann weitere Firmen

in benachbarte Bundesländer ausweichen.

Kersting sieht eine atmosphärische

Störung: „Die Unternehmen brauchen

Luft, benötigen Spielräumezur Entwicklung

ihrer Ideen und Märkte, nicht

jedoch weitere Belastungen.“ Zudem beanspruche

das Gewerbe nur zwei Prozent

der Landesfl

äche.

►Ausbildung und Fachkräftenachwuchs

–das ist eines der großen Sorgenthemen

der Unternehmen insbesondere inden

ländlichen Regionen. „Während die

Die wachsende Digitalisierung sorgt auch in NRW-Betrieben für erhebliche Veränderungen. Hier werden Betriebsdaten

von vernetzten Maschinen am Tablet abgelesen.

Foto: dpa/Daniel Maurer

Hochschulen vielerorts über Platznot klagen,

sorgensich unsereUnternehmenzunehmend

um ihren Fachkräftenachwuchs“,

mahnt Kersting. Er fordertdeutlich

höhere Investitionen in die duale

Ausbildung.

►Zuwanderung nennt die IHK als

Schlüssel dafür, dass die Unternehmen

ihren Bedarfanqualifizierten Arbeitnehmern

decken können. Es gehe um

Sprachbildung und eine umfassende

Grundbildung. Für Flüchtlingemüsse die

Schulpfl

icht deshalb mindestens bis zum

21.Lebensjahr,möglicherweise sogar bis

zum 25. verlängert werden.

►Schulen müssen nach Ansicht von

Unternehmer NRW wieder stärker die

mathematischen und naturwissenschaftlichen

Fähigkeiten ins Blickfeld nehmen.

NRW-Schüler hätten hier im Bundesvergleich

deutlich schlechtere Kompetenzen,

kritisiert Kirchhoff. Er fordert eine

bessere Schüler-Lehrer-Relation. Und

spricht sich gegen die Anschaffung des

Turbo-Abiturs aus. „Es ist Fakt, dass wir

im Vergleich ziemlich langeAusbildungszeiten

haben.“Die Lehrpläne an Schulen

und Hochschulen müssten entschlackt

werden.

► Die Gewerbesteuern und ebenso die

Grundsteuern in den NRW-Kommunen

sind im Vergleich mit den anderen Flächenländern

auf Rekordniveau. „Das

Land gefährdet seine Standortattraktivität“,

beklagt Unternehmer NRW und fordert

eine Reform der Gemeindefinanzierung

durch das Land. Am Ende müsse die

systematische Absenkung der Gewerbesteuersätze

stehen.

►Entbürokratisierung lautet eine andere

Forderung der Wirtschaftsverbände:

Mit dem Klimaschutzgesetz, dem Tariftreuegesetz

und dem Naturschutzgesetz

gehe NRW weit über die bundes- und

europaweit geltenden Standards hinaus.

Auf Unternehmer wirke das eher beeinträchtigend

als ermutigend.

Und die Parteien? Viele Forderungen der

Wirtschaftsverbände haben sich CDU

und FDP zu eigen gemacht, werden sie in

ihren Wahlkampfk

ampagnen aufgreifen.

Die Grünen bemühen sich um eine sachliche

Debatte, gehen in einigen Punkten

auf die Unternehmer zu, wohl wissend,

dass sich deren Ärger zuvorderst auf die

Grünen kapriziert. Die SPD reagiert nervös,

schmiedet ohne die Grünen ein

Bündnis für Infrastruktur und müht sich

auch sonst um Distanz. Ministerpräsidentin

Hannelore Kraft hat ihre Haltung

beim Unternehmertag klargemacht: Man

habe unterschiedliche Rollen, die Landesregierung

müsse neben den Anliegen

der Wirtschaft etwa die Bewahrung der

Schöpfung im Blick behalten.

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MACHER &MÄRKTE 3

Über 1,3 Millionen Tagungsgäste

Eine Marktstudie der IHK Nord Westfalen unterstreicht die Bedeutung des Kongress- und Tagungsgeschäfts

für den Wirtschaftsstandort Münster. Der Umsatz lag imJahr 2015 bei 109 Millionen Euro.

Kongresse und Tagungen entwickeln

sich für Münster zu einem immer

bedeutenderen Wirtschaftsfaktor.

Mehr als 13 000 Veranstaltungen mit

1,36 Millionen Teilnehmern brachten

imvergangenen Jahr einen Umsatz

von 109 Millionen Euro.

Dies geht aus einer von der

Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nord Westfalen

in Auftraggegebenen

Marktstudie hervor, deren

Ergebnisse kürzlich veröffentlicht wurden.

IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-

Friedrich Schulte-Uebbing spricht von

„beeindruckenden Zahlen“, die den Beitrag

der Branche zur Wirtschaftskraft der

Stadt nachdrücklich belegen würden. Die

Leiterin des Münster-Marketings, BernadetteSpinnen,

betont: „Wir sind offenbar

auf dem richtigen Weg.“

Für die Studie waren 53Veranstaltungsstätten,

Tagungs- und Eventlocation sowie

Hotels angeschrieben worden. Bei

rund zwei Dritteln der Tagungen und

Kongresse, die 2015 in Münster stattfanden,

handelte essich umgeschäftliche

Veranstaltungen. Ebenfalls zwei Drittel

fanden in Tagungshotels statt. Jede dritte

Veranstaltung ging über zwei oder mehr

Tage und beinhaltete damit mindestens

eine Übernachtung.

Und diese positiveEntwicklung wirdsich

fortsetzen, glauben die Teilnehmer der

Studie. Fast 72 Prozent der münsterischen

Anbieter gehen davon aus, dass

Schöner Tagen in Münster: Das geht zweifellos, wie man hier beim Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforum im Erbdrostenhof mit

BDI-Präsident Ulrich Grillo sieht.

Foto: Jürgen Peperhowe

sich der örtliche Veranstaltungsmarkt in

den kommenden Jahren weiter positiv

entwickeln wird. AufBundesebene ist davonnur

jeder zweiteAnbieter überzeugt.

Damit das Kongressgeschäftauch weiterhin

boomt, seien gute Kontakte zuden

Branchenführern vor Ort wichtig. „Die

Anbieter in Münster haben dies erkannt

und ihre Akquisitionsstrategie entsprechend

ausgerichtet“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer

Schulte-Uebbing.

Ungeachtet der guten Zahlen gebe es allerdings

auchnoch viel zu tun, stellt Bernadette

Spinnen klar. Somüsse die Erreichbarkeit

Münsters vor allem auf der

Schiene verbessert werden. Positiv bewertet

sie, dass der münsterische Hotelmarkt

bis 2018 um mehr als 500 Betten

wachsen werde. So werdeeskünftig noch

einfacher,Anbietern vonKongressen und

Tagungen mit mehr als 100Teilnehmern

schnell zuzusagen, ist Spinnen überzeugt.

Drei Akteure, die sich besonders um den

Kongressstandort Münster verdient gemacht

haben, wurden im November mit

dem Kongresspreis 2016 der Kongressinitiative

Münster ausgezeichnet. Geehrt

wurden der Dekan des Fachbereichs Chemie

und Pharmazie der Westfälischen

Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Uwe

Karst, der Geschäftsführer der Service

GmbH des Verbands Deutscher Eisenbahn-Ingenieure

(VDEI), Dr.-Ing. Siegfried

Krause, und der kürzlich emeritierte

Direktor der Klinik für Anästhesiologie,

operativeIntensivmedizin und Schmerztherapie

am Universitätsklinikum, Prof.

Dr.med. Hugo VanAken. Alle drei haben

besondere Tagungen und Kongresse

nach Münster geholt und sich so als Botschafter

der Stadt verdient gemacht, hieß

es jeweils in der Begründung für die Auszeichnung.

Martin Kalitschke

KONGRESS-STADT

Die Erfolgsgeschichte der Kongressstadt

Münster begann vor mehr als

350 Jahren. Von 1644 bis 1648 war

Münster vier Jahre lang Schauplatz

der Friedensverhandlungen zur Beendigung

des Dreißigjährigen Krieges.

Tausende Delegierte hielten

sich in der Stadt auf –und verließen

sie mit einem Vertrag, der

Weltgeschichte schreiben sollte.

„Heute ist die Westfalenmetropole

innovativer und starker Wirtschaftsstandort,

pulsierendes Zentrum studentischen

Lebens, moderne Großstadt

mit einem einmaligen Einkaufsangebot.

Kurz –grüne, gesunde

und besonders lebenswerte

Stadt“, betont die Kongressinitiative

MS. Ihr Ziel ist es, mit verschiedenen

Akteuren die lange und erfolgreiche

Tradition Münsters und des

Münsterlandes als Kongressstandort

weiter auszubauen. Förderer der

Kongressinitiative MSsind der Deutsche

Hotel- und Gaststättenverband

(Dehoga) Westfalen, die Fachhochschule

Münster, der Flughafen

Münster Osnabrück, das Messe und

Congress Centrum Halle Münsterland,

die IHK Nord Westfalen, die

Stadtwerke Münster, die Westfälische

Wilhelms-Universität Münster

und die Wirtschaftsförderung Münster.

kal

„Münster ist

bestens vernetzt“

Bernadette Spinnen zum Erfolg auf dem Kongressmarkt

Was macht den Kongress-Standort

Münster

aus?Dazu äußerte

sich Bernadette Spinnen,

Leiterin von

Münster-Marketing und Sprecherin der

Kongressinitiative Münster, imGespräch

mit Martin Kalitschke.

Frau Spinnen, der münsterische

Kongressmarkt boomt. Wird sich

der Trend der letzten Jahre auch

weiterhin fortsetzen?

Bernadette Spinnen

Foto: Koehler-fotodesign.de

Erbrecht |Nachfolge |Vermögen

Dr.Ansgar Beckervordersandfort LL.M., EMBA

Rechtsanwalt und Notar, Mediator,

Fachanwalt für Erbrecht,

Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

Bernadette Spinnen: In Münster haben

wir vor allem als Wissenschaftsstadt

dank der vielen Hochschulen gute Voraussetzungen,

das Kongress- und Tagungsgeschäft

weiter zu befördern und

auszubauen. Für Wissenschaftler, aber

auch für die Wirtschaft sind Tagungen

und Kongresse eine der wichtigsten analogen

„Plattformen“ für den fachlichen

Austausch und die Diskussion zukünftiger

Entwicklungen. Das ist unsere Chance.

Wasmacht Münster so attraktiv für

Kongressveranstalter?

Spinnen: Münster punktet bei Kongressveranstaltern

mit einer bestens vernetzten

Kongressdestination. Bei uns arbeiten

alle Partner im Kongress-Segment

engstens zusammen. Der Kongress

braucht ja nicht nur die Tagungsräumlichkeiten,

in die die Stadt mit dem MCC

Halle Münsterland und die Hotels sowie

andere Veranstalter kräftig investieren,

um sie konkurrenzfähig zu machen. Der

Kongress braucht eine gut ausgestattete

Hotellandschaft mit ausreichend und

auch preislich attraktiven Übernachtungskapazitäten,

eine interessante

Stadt, die ein gutes Rahmenprogramm

bereitstellen kann, kurze Wege und eine

gute Begleitung durch ortskundige Profis.

Gibt es Weichenstellungen, die Sie

sich für diekommenden Jahrewünschen,

damit diese Attraktivität

noch weiter steigt?

Spinnen: Ich wünsche mir sehr,dass wir

unsere Erreichbarkeit mit Bahn und auch

mit dem Flugzeug ausbauen können. Das

liegt allerdings nicht im Entscheidungsbereich

der Stadt oder der Region allein.

Ich glaube auch, dass uns eine Entspannung

auf dem Hotelmarkt guttun wird –

das gilt besonders für große Kongresse.

Am meisten wünsche ich mir, dass wir

unseren erfolgreichen Weg des kooperativen

Kongressmarketings fortsetzen

können. Inzwischen werben wir mit über

100 Partnern aus den verschiedensten

Dienstleistungsbereichen für die Kongressstadt

Münster und bringen gemeinsamdas

dazu nötigeBudget auf. In dieser

Gemeinschaft können wir auch künftig

erfolgreich sein.

Klaus Weiduschat

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Alles andere als eine Schnapside

Das Familienunternehmen Dwersteg in Steinfurt hat früh die langfristigen Entwicklungen im Spirituosenmarkt

identifiziert. Auch deshalb werden bei Zutatenqualität und Frische keinerlei Kompromisse gemacht.

Die Orangenschalen werden mit Alkohol aufgegossen. Im Mazerationsverfahren entzieht dieser den

Schalen das ätherische Öl –soentsteht Orangen-Essenz.

Foto: Dwersteg

Was in der Destillerie Dwersteg in

die Flasche kommt, kann reiner

nicht sein. Und ist mittlerweile zum

Lifestyle-Produkt avanciert. Vollkommen

kompromisslos ist Ludger

Teriete in der Auswahl seiner Zutaten.

Nicht nur 100 Prozent bio, sondern

von erlesener Qualität und Frische

müssen sie sein.

Nach traditioneller Handwerkskunst

in kleinen

Chargen und mit viel

Herzblut kreiert seine

Frau Monika, von Haus

aus Destillateurin, Liköre und Spirituosen.

Der nach ihr benannte „MoGin“ in

der klaren trendigen Apothekerfl

asche ist

die Antwort des Familienunternehmens

auf den derzeitigen Wacholderschnaps-

Hype –nur dass das Münsterland-Fabrikat

sich auch noch das international eingeführte

Attribut „organic“ verdient hat.

Die leicht florale Note vonOrangen- und

Lavendelblüten trägt die eindeutige

Handschrift der Destillateurin. Doch das

Familienunternehmen erstürmt den

Markt und vor allem die junge, kulinarisch

affine Generation nicht nur mit eher

hochpreisigen Luxusspirituosen in hippen

Cocktailbars. JungeCraft-Beer-Label

kommen auf Terietezu, um mitseiner Erfahrung

Privatlabel-Gin zu kreieren und

herzustellen. Und ein ganz neuer Trend:

Die handgemachten Essenzen aus Rosenholz,

Zitronengras oder Ingwer erobern

die Küchen der Spitzenköche. Rosen-

Wo Dwersteg drin ist, muss nicht unbedingt

Dwersteg draufstehen: Die Destillerie

produziert auch für kleine Privatlabel –auf

dem Rückenetikett verrät sich der Steinfurter

Hersteller dann doch. Foto: Maike Harhues

holz-Toppings auffrischen Früchten oder

Espresso, Mango-Kokosschaumsuppe

und Gurken-Joghurt-Espuma sind Rezepte

aus der Feder von Reiner Gronau-

Leipold, Leiter der deutschen Rezeptentwicklung

des Österreichischen

Siphon-Herstellers

Isi exklusiv für

Dwersteg-Essenzen.

Kreativ vermarktet

Teriete

seine neuen Produkteper

Rezept-

Ludger Teriete

heftchen zum

Nachkochen. Keine

ganz neue Idee in der Gourmetbranche,

besonders auf Facebook und Co.

Eine Sphäre, mit der Dwersteg noch ein

wenig fremdelt: „Unser Potenzial in Social

Media ist noch nicht ganz ausgeschöpft,

das gebe ich zu“, gesteht

der 62-Jährige. Obwohl ein Marketingmann,

wie er im Buche steht,

und ein Meister des Storytelling,

liegt der Vermarktungsschwerpunkt

momentan eher im Printbereich.

Besonders viel Leidenschaft haben

die Terietes in das Outdoor-Kochbuchprojekt

„wild things“ des Kölner

Bio-Kochs Georg Weißkircher gesteckt.

Monika Teriete heuerte zum

Gimlet-Mixen auf dem Katamaran „Largyalo“

an. Im Gepäck hatte sie nicht nur

ihren MoGin, sondern ihre Essenzen:

Während die kulinarisch ambitionierte

Destillateurin mit Weißkirchner und

Crew durch die griechische Ägäis

schipperte und in einsamen Buchten

vorAnker ging, kochten die Steinfurterin

und der Kölner Menüs am Strand

oder in der Kombüse. Sie unterzogen die

Dwersteg-Essenzen einem Eignungstest

für gehobene Gaumenansprüche –alles

mit stimmungsvollen Fotosund Rezepten

zum Nachkochen in einem großformatigen

Kochbuch festgehalten.

Zur Herstellung der Essenzen für die

Spitzengastronomie werden allein Wasser,

Bio-Alkohol von Euro-Alkohol aus

Lüdinghausen und die entsprechende

Grundzutat verwendet. „Die Essenzen

sind Profis gewidmet –Menschen, die

ihrer Arbeit mit Leidenschaft nachgehen

und genauwissen wollen, wasinden Zutaten

steckt“, erklärt Teriete. Und die

Kalt-Extraktion ist Handarbeit: „Die tradierte

und eigene Erfahrung ist in der

Kunst der Mazeration entscheidend“,

weiß Teriete über den Job von Ehefrau

und den fünf ständigen Mitarbeitern. DerenZahlsaisonal

–wenn Berge vonOrangen,

Zitronen und Bergamotten von

Hand geschält werden –durch Hilfskräfte

deutlich aufgestockt wird.

In den Produktionsräumen h

tenGutshaus, das die Firmen

herbergt, werden unter and

kusblüten, Orangen- und Z

len,

nilles

Mada

Ficht

trahie

Produ

Betri

ren a

zen

Rohr

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guay, der Vollrohrzucker vo

pinen – sowie deren pers

schichten Teriete alle kennt

wichtig, die Beziehungen m

ranten auf Langfristigkeit

um dauerhaft gute Qualitä

men“, erläutert der Un

chef.

Ein Weltenbumm

nicht nur von B

Der Vater dr

sener Söh

schaft

got

k

„Es ist sehr wichtig, die Beziehungen

mit den Lieferanten auf Langfristigkeit

auszulegen, um dauerhaft

gute Qualität zubekommen.“

Monika Teriete imLabor: Hie

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von einer Reise aus Buenos Aires zurück,

woermit seiner Frau die Tanzbars

der argentinischen Hauptstadt erobert

hat.

Wieder im Büro, kann Teriete nicht nur

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zurückblicken, sondern auch darauf,

dass er vorgut 20 Jahren als weltweit ersterSpirituosenhersteller

auf „Bio“ setzte:

Im ersten Schritt wurden einigeProdukte

wie der Eierlikör umgestellt, im zweiten

Schritt, der 2009 erfolgte, dann die gesamte

Produktion, die heute bei 50 000

Flaschen proJahr liegt. „Dafür wurde ich

damals von vielen in der Branche und

auch in der Region eher belächelt“, erinnert

sich der 62-Jährige. „Zu einer Zeit,

als Bio noch nicht Lifestyle war, sondern

eher einen Öko-Latschen-Ruf

hatte.“ Mittlerweile sind

seine Produkte weltweit

angesagt: „In

China ist besonders

unser Friedensreiter

gefragt,

weil die

Chinesen sich

nicht nur für gute

Qualität, sondern

für Produkte

mit einerbesonderen

Geschichte interessieren“, erläutert Teriete.

Doch dem Unternehmer selbst

reicht es nicht, mit dieser historischen Figur

alleiniger Markenbotschafter des

Münsterlandes in Regionen Chinas zu

sein. Als Gründungsmitglied der „Aktion

Münsterland“ –der heutigeMünsterland

e.V. –ist Teriete das regionale „Wir-Gefühl“

der Unternehmen längst nicht stark

genug ausgeprägt.

Er fühlt sich selbst als konstruktiver Protestierer:

„Wir können vonden genossenschaftlichen

Strukturen der südeuropäischen

Länder und dem Bundesland Bayern

–nach außen Bayern und nach innen

Oberfranken, Unterfranken, Allgäu und

so weiter –viel lernen: Ähnlich wie die

Region Toskana für authentischen kulinarischen

Genuss wahrgenommen

wird, soll allein schon

der Begriff Münsterland

als Synonym

stehen für herausragende

Qualität –nicht

nur in der Lebensmittelbranche.“

Maike Harhues

Edles Glas für den Zitronenlikör: Der Limoncello wird in Bordeaux-Futura-Flaschen gefüllt.

„In China ist besonders unser Friedensreiter

gefragt.“

Ludger Teriete

Foto: Dwersteg

Keine Kompromisse bei den Zutaten:

Was inder Destillerie Dwersteg in

die Flasche kommt, extrahiert Ludger

Teriete inkleinen Chargen.

Echte Handarbeit: Die Orangen werden

für die weitere Verarbeitung geschält.

Fotos: Maike Harhues, Dwersteg

rwird der Alkoholgehalt des Eierlikörs geprüft.

Foto: Sabine Bungert/Dwersteg

Wir reagieren auf Trends“

al-Geschäftsführer Dr. Strotmann zu Herausforderungen des Alkoholmarkts

Die eal Euro-Alkohol

GmbH in Lüdinghausen

ist einer der größten

deutschen Trinkalkoholhersteller

und

-vermarkter. Unsere Autorin Maike

Harhues sprach mit Geschäftsführer

Dr. Bernhard Strotmann.

Was zeichnet Lüdinghausen als

Produktionsstandort aus?

Strotmann: Der klare Standortvorteil

in Lüdinghausen ist unsere Anbindung

an den Dortmund-Ems-Kanal

und die Schiene. Die Rohstoffe,

sprich das Getreide, beziehen wir

nicht nur aus dem Münsterland, sondern

auch aus der weiteren Region.

UnsereDestillateliefern wir an Kunden

sowohl innerhalb Deutschlands

als auch in die Nachbarländer.

Ist Alkohol für Spirituosen mit

dem Bio-Label schwierig zu brennen?

Strotmann: Die Destillate stellen

wir in einer separaten Produktionskette

her, sie sind von „Naturland“

zertifiziert. Wirhaben viel Erfahrung

und stellen das Öko-Destillat seit Bau

der Brennerei vor zwölf Jahren her.

Trotzdem sprechen wir hier von

einem Nischenprodukt.

Spüren Sie als Alkohollieferant

neue Trends? Verlangen neue Getränke-Moden

andere Produktionsabläufe?

Strotmann: Demografisch bedingt

geht der Trend im Spirituosen-Bereichweg

vomtraditionellen aromatischen

Korn zum geschmacksneu

tralen Wodka. Wirreagieren darauf,

indem wir beim Brennen des Weizens

die Getreidearomen herausdestillieren.

Wir verwenden Futterweizen,

weil es beim Alkoholbrennen

sehr auf den Stärkegehalt ankommt.


6 MACHER &MÄRKTE

Auf Deck weht meist

ein frischer Geist

Katrin Behrsing ist in ihrem maritim gestylten Coworking-Space

„Harbourside“ in Münster viel mehr als eine Vermieterin.

Husaren mit Hafenblick: Die Medienmanager Martin Kleinberns und Max Lohmann

der Emsdettener Werbeagentur Husare arbeiten an einer Social-Media-Kampagne für

die Deutschlandniederlassung des Lkw-Bauers DAF Trucks.

Fotos: Maike Harhues

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Die frische Brise der Nordsee hat die

Eventmanagerin aus Sankt Peter-Ording

auf jeden Fall befl

ügelt, als sie

am Kreativkai in Münsters Hafen vor

Anker ging, um Arbeit von Grund auf

umzukrempeln: Katrin Behrsing ist

in ihrem maritim gestylten Coworking-Space

„Harbourside“ viel mehr

als Vermieterin: Die 42-Jährige lässt

Großunternehmen auf mittelständische

Firmen und Start-ups prallen.

Mit dem Ergebnis, dass

alle Firmen nicht nur

von der Strahlkraft der

Location auf ihrem

Briefk

opf profitieren,

sondern über den Tellerrand hinausschauen

und Synergieeffekte nutzen.

„,Harbourside‘ nutzen zwar viele Gründer,

aber Coworking ist längst auch bei

großen Unternehmen angekommen“,

kann Behrsing seit der Eröffnung im

März beobachten: So etwa inder Unfallabteilung

des LVM, die zum kreativen

Brainstorming für einen Tag„out of the

box“ geht und den Firmentower gegen

ein junges Umfeld tauscht.

Da ist weniger oft mehr, imArbeitsumfeld

wie im Ergebnis: „Wir wollen die

Unfallversicherungsangebote wieder

ganz nah am Kunden schnüren. Letzterer

will keine Zusatzleistungen, die er

im Schadensfall nicht mal theoretisch

nutzt. Und unser Team entwickelt

manchmal die kreativeren Ideen, wenn

die Umgebung erfrischender und aufs

Wesentliche reduzierter ist als die eigenen

Konferenzräume“, erläutert Ralph

Kruse, Leiter der Unfallverkaufsförderung

beim LVM.

Ganz anders die Emsdettener Werbeagentur

Husare, die „Habourside“ und

auch einen Coworking-Space in der Hafenmetropole

Hamburg nicht nur für

einen Tag, sondern als weitere Firmenstandorte

nutzt.

Diese Unternehmen und viele Gründer

am Hafenweg eint, dass sie Behrsings

Mieter sind, zeitlich ganz fl

exibel und

preislich abgestimmt ein eigenes Büro

mit Blick aufs Hafenbecken oder nur

einen Schreibtisch auf „Deck“, dem Großraumbüro

mit Empfangsdame, nutzen.

Oder für Workshops eben die Konferenzräume

beziehen und zum Arbeiten meist

nur Laptop, Handy, das Highspeed-

WLAN und den gemieteten Schreibtisch

brauchen, ganz frei von Zettelwirtschaft

und Aktenordnern.

Dass die Idee in Münster nicht neu ist,

weiß die Coworking-Space-Chefin Behrsing:

„Ich glaube, wir können hier durch

Location und Lifestyle-Atmosphäre

punkten und dadurch, dass ich zusätzlich

sehr individuelleEvents schnüren kann.“

IhreFreelancer,Firmeninhaber und -mitarbeiter

profitieren auch, wenn sie beim

traditionell gemeinsamen Mittagessen

über Antipasti, Pizza und gegrillter Dorade

gebeugt nicht nur Wissen, sondern

Aufträge austauschen. Die Erstberatung

unter den Quasi-Kollegen aus Marketingund

Wirtschaftsinformatik-Branche ist

zwar kollegial und kostenlos. „Aber für

echte Aufträge fl fießt auch echtes Geld“,

erläutert Jannik Weichert. Der Geschäftsführer

von „Hochzehn“, einem Wirtschaftsinformatik-Start-up,

ist allerdings

nicht unbedingt auf diese Synergieeffekte

angewiesen, hat der 24-Jährige doch

gerade zusammen mit seinem Firmenpartner

in Köln vomSchreibtisch am Hafenweg-Deck

eine preisgekrönte App für

ein deutsches Logistikunternehmen entwickelt.

Und das, wo er –frei nach der

Szene-Bibel „Die Vier-Stunden-Woche“

von Timothy Ferriss –nur zwei Tage die

„Wir Prozess-Nerds können

eigentlich überall arbeiten, im

Sommer auch gern am Pool

meiner Schwiegereltern.“

Jannik Weichert

Woche an Deck ist, für sechs intensive

Arbeitsstunden pro Tag –die er an Tagund

Stundenzahl fl

exibel aufstocken

kann, wenn Platz ist: „Bisher habe ich

hier noch immer einen Schreibtisch gefunden.“

Da Weichert viele Kundentermine

in deren Firmen wahrnimmt, braucht

er kein permanentes Büro. Am Laptop

kreativ sein kann er überall –mit absoluter

Transparenz für die Kunden. Abgerechnet

wird imMinutentakt genau die

Zeit, die Weichert in das Projekt des jeweiligen

Kunden steckt. „Wir Prozess-

Nerds können eigentlich überall arbeiten,

im Sommer auch gern amPool meiner

Schwiegereltern“, verrät Weichert

Details über sein „Sunny Office“. Der

Freelancer hatte schon mit 19 Jahren

während des Studiums seine eigene Firma

und hat sich jetzt einen finanziellen

Puffer erarbeitet: „Mittlerweile müssen

wir nicht mehr jeden Auftrag annehmen

und können schauen,wer zur Firmenphilosophie

mit Schwerpunkt auf Transparenz,

Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit

passt und wer nicht.“

Eher aus der Notwendigkeit heraus, für

Synergieeffekte inder Küche: Vom gemeinsamen Kaffeetrinken kehrt manch einer mit einem neuen Auftrag an

den Schreibtisch zurück.

Am Kreativkai vor Anker gegangen: Sandra

Behrsing ist in ihrem Coworking-Space

mehr als nur Vermieterin.

ein paar Monate einen Bürostandort zu

haben, hat sich ein Textilunternehmen in

der „Kajüte“ neben das Hausherrin und

Kapitänin Behrsing eingemietet, um von

dort aus die Schließung einer Filiale in

Münsters Arkaden abzuwickeln. Tür an

Tür mit einem National Account Manager

von Vodafone.

Schräg gegenüber lässt Michaela

Wernsmann ihre Finger über die Tastatur

fl

itzen. Mit ihrem Unternehmen für

Bürodienstleistungen „Management

Support“ genießt sie zusammen mit

einer Mitarbeiterin einmal die Woche

und anfl fexibel zubuchbaren Terminen

die „professionelle Atmosphäre“ am

Hafenweg. „Es ist ein Weg heraus aus

der Isolation des Homeoffice“, sagt die

50-Jährige. So veranstaltet die gelernte

Rechtsanwaltsfachangestellte jetzt auch

ihre Software-Schulungen in den Konferenzräumen

des Coworking-Spaces statt

in denBüroräumen zu Hause in Altenberge.

Und Daniel Wöste lässt im Konferenzraum

„Hafen 1“ seine neuen Matrosen direkt

von der Uni anheuern: Der Senior

Recruiter der Zeitarbeitsfirma „Studitemps“

entfl

ieht seinerkleineren Bürokajüte

und führt hier seine Bewerbungsgespräche.

Nicht nur, wenn tagsüber kreative Bürobetriebsamkeit

herrscht, integriert

Space-Betreiberin Behrsing größere

Workshops und Führungskräfte-

Coachings in die Konferenzräume und

auf das Deck, wo eigentlich Mieter sitzen.

Die werden dann kostenlos upgegradet

und dürfen ineins der schicken Büros

umziehen. Erst nach Dienstschluss ihrer

Mieter –„eigentlich habe ich das Gefühl,

zurzeit arbeite ich mit 150 Prozent meiner

Kraft für ‚Harbourside‘, praktisch 24

Stunden am Tag“ –stürzt sich Behrsing so

richtig in ihren eigentlichen Job für ihre

Agentur „Seaside Events“: „Am Wochenende

waren die Räumlichkeiten Filmkulisse

für einen Werbefilm über neue

Sportkurse, abends wird die Location

auch oft für Firmenfeierlichkeiten gebucht.“Diese

klein und fein fürbis zu 150

Personen am Hafen zu organisieren, ist

für Eventprofi Behrsing „back to the

roots“. Denn eigentlich ist die Wahlmünsteranerin

es gewohnt, für Privatsender

wie Kabel Eins und Pro7 Shows wie „11

Weltrekorde an 11 Orten“ und Firmenevents

für Jeverund Lufthansa zu planen

–dawächst ihr Team dann schnell mal

von zwei auf 50 Mitarbeiter.

„Habourside“ selbst soll immer Arbeitsplatz

und Veranstaltungsfl

äche in einem

sein. So unterstreicht Behrsing: „Work-

Life-Balance ist schön und gut, aber wir

bieten hier direkt Events zu unterschiedlichen

Mottos und Anlässen an, damit

sich unsere Coworker austauschen können

–auch nach der Arbeit in lockerer Atmosphäre.“

Maike Harhues


MACHER &MÄRKTE 7

Sieg der Querdenker

Coworking kann Ideen beflügeln und geballte Kreativität freisetzen, sagt Thomas Baaken vom

„Science-to-Business Marketing Research Centre“ der Fachhochschule Münster.

Bloße Bürogemeinschaft oder

ein Inkubator für Innovationen

– Coworking bedeutet

mehr, als dass Räume und

Ausstattung geteilt und Kosten

verringert werden. Denn wenn sich

dabei die richtigen Persönlichkeiten mit

ihren Projekten und Professionen treffen,

kann das Ideen befl

ügeln und geballte

Kreativität freisetzen, betont Prof. Dr.

Thomas Baaken, Leiter des „Science-to-

Business Marketing Research Centre“

der Fachhochschule Münster, im Gespräch

mit unserer Autorin Maike Harhues.

Ist Coworking ein punktuelles Phänomen

oder zeichnet sich schon ein

Trend ab?

Prof. Dr. Thomas Baaken: Grundsätzlich

gibt es ähnliche Konzepte schon seit

Längerem. Bürogemeinschaften, Inkubatoren,

Gründerzentren …Das neue am

Konzept „Coworking“ vereint die Megatrends

Shared Economy, New Work

(Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft),

Konnektivität (Organisation

der Menschheit in Netzwerken),

Wissenskultur, Globalisierung und Individualisierung.

Und sie ist Ausdruck dessen.

„Hochzehn“ ist an Deck: Wirtschaftsinformatiker und Geschäftsführer der Firma

„Hochzehn“, Jannik Weichert, erläutert Sandra Behrsing im Coworking-Space, wie

Apps konfiguriert werden.

Foto: Maike Harhues

Für welche Branchen und Betriebe

bietet sich Coworking besonders

an?

Baaken: Ich weiß nicht, ob man das an

Branchen und Betrieben festmachen

kann. Vielleicht kann man sagen, dass

eher wissensbasierte Arbeiten und Internet-getriebene

Geschäftsfelder geeignet

sind:Dagibt es zunächst einmal die Kernzielgruppe

für diese neuen Konzepte: IT-

Nomaden, Reisende, Start-ups. Ich selbst

habe einen hoch qualifizierten Mitarbeiter

imTeam, der seit fünf Jahren keine

eigene Wohnung hat, weil er sehr viel auf

Reisen ist, mal in Spanien, mal in Süd

afrika, mal in Amsterdam, mal in Finnland

arbeitet. Weil wir projektorientiert

sind und diese Form der Arbeit den Projekten

sehr dienlich ist. Er nutzt Hostels,

Sonderangebote inHotels, Freunde und

Bekannte und deren Netzwerk, Couchsurfing

und Airbnb oder auch unser eigenes

Gästezimmer.Erist häufig –wenn er

nicht an seinem Arbeitsplatz bei uns in

der Hochschule arbeitet –stunden- oder

tageweiseGast in Coworking-Spacesund

berichtetsehrpositiv vonder Atmosphäre

und der Möglichkeit, mit anderen zusammenzutreffen,

von deren Ideen und

Lösungen zu profitieren. Querdenker

und Unkonventionelle siegen heute häufig

über Mitarbeiter in

starren tradierten Arbeitsformen.

Aber sehr interessant

ist das auch für Leute,

die vorübergehend eine

professionelle moderne,

positiveArbeitsumgebung

suchen, selbst aber im Moment

nicht über diese

Möglichkeit verfügen.

Erleichtert Coworking

die Start-up-Phase eines

Unternehmens?

Baaken: Ja, kann es: wie

gesagt. Die Vorteile sind

Zusammenarbeit, professionelle

Umgebung, die

Möglichkeit des Austausches

und des Erhalts von

Feedback, das Einbringen

neuer Ideen durch andere.

Bei gleichzeitig cooler Atmosphäre

und geringen

Prof. Dr. Thomas Baaken

Kosten. Es ist nicht mehr die Garage, in

der ein neues Unternehmen gegründet

wird, das geschieht heuteinsolchen neuen

Umgebungen und virtuell.

Im Coworking-Space „Harbourside“

sind beispielsweise auch etablierte

Unternehmen vertreten. Welche

Erwartungen verknüpfen große

Betriebe damit, sich in das Coworking-Umfeld

zubegeben?

Baaken: Der Sinn dieser Konzepte liegt

ja darin, dass sich Kompetenzen aus

unterschiedlichen Bereichen und Feldern

hier kreuzen. Und kreuzen ist hier durchaus

im Sinne Mendels gemeint: sich

gegenseitig befruchten. Daher profitieren

die, die offen sind. Offen für Ideen

und Lösungen anderer, aber auch offen,

eigene Ideen in andere Arbeiten einzubringen.

Ob kleine oder große Unternehmen.

Und es gibt ja bereits einige Coworking-Spaces

in Münster und Umgebung.

Manchmal auch so genannt wie

das pi28 oder das GRIPS in Steinfurt,

manchmal auch anders genannt wie offene

Bürogemeinschaft Am Mittelhafen 10.

Inwieweit steht Coworking für den

Wandel in der Arbeitswelt, der die

Strukturen bei Arbeitsplatz und

Arbeitszeiten ergriffen hat?

Baaken: Die Frage ist wohl eher rhetorisch

gemeint. Ja, das sind eindeutig

Trends; die sich jedoch nicht auf ganzer

Breitewerden durchsetzen können. Aber

diese und andere innovative und unkonventionelle

Konzeptesinddie Zukunft. Es

wird immer schwieriger, gute Leute zu

gewinnen, wenn mansie in Korsetts und

Zellen stecken will …

Gehört zu diesem Wandel, dass Mitarbeiter

mit besonderen Skills weniger

in Unternehmen anheuern,

sondern begabte Köpfe imBereich

Wirtschaftsinformatik und digitale

Dienstleistungen ihre Perspektiven

in der Selbstständigkeit sehen?

Baaken: Ja, das ist sicher so. Man kann

und darf hier aber auch nicht polarisieren.

Das eine oder das andere. Auch

Unternehmen, die wach sind und mit der

Zeit gehen, ändern ihre Arbeitsumgebung

und richten Fyling Desks, Creative

Lounges, Agile Gruppen und Venture

Teams ein und kommen den Coworking-

Konzepten damit auch sehr nahe.Ich war

gerade heute bei der d.velop AG in Gescher.Die

haben just ein neues Zentralgebäude

eingeweiht, das für die Unternehmen

im Wissenscampus Coworking-Space

und Lounges anbieten. Sehr toll! Da

würde ich auch gerne arbeiten.

OFFEN GESAGT

Der Umbruch wird sichtbar

Die Revolution kommt auf leisen Sohlen. Kein Umsturz,

mehr schleichende Umkehrung der Vorzeichen. Gleichwohl

fällt der Machtwechsel radikal aus. Denn im Zeitalter

der Wissensgesellschaft gründet Macht auf Wissen. Und wer

persönlich über Wissenswerkzeuge verfügt, kann auch selbst

entscheiden, wann, wie und für wen ersie einsetzt.

Freiheit und Flexibilität –diese Begriffe haben sich jene auf

die Fahnen geschrieben, die den Wandel aus starren Zeiten,

Orten und Hierarchien forcieren. Selbstdisziplin vorausgesetzt,

gehen sie aller Wahrscheinlichkeit nach als Gewinner

aus dem Umbau hervor, der einige Branche erfassen wird.

Coworking begleitet und fördert diese Entwicklung und gilt

als ein Symptom dafür, dass die Transformation der Arbeitswelt

längst auf vielen Ebenen läuft.

Eine Büro-Gemeinschaft, die Ideen fördern und Kreativität

entfalten hilft, braucht aber mindestens zweierlei: die Offenheit

ihrer Mitglieder, sich dem Austausch über Projekte

und Prozesse zu widmen, und eine stimulierende Mischung

von Menschen und ihren Metiers. Sonst bleibt das Risiko,

dass die gewerbliche WG zu kaum mehr gerät als gemeinschaftlichem

Nießbrauch von Flipchart, Kopierer und Kaffeevollautomat.

Maike Harhues

Stolze –Dr. Diers –Beermann GmbH

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Mit derzeit 16 Berufsträgern (davon 4Wirtschaftsprüfer, 2Rechtsanwälte und

16 Steuerberater) und insgesamt 50 Mitarbeitern sind wir eine der führenden

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Konzernabschlussprüfung. Weiterhin beraten wir in Fragen des Steuerrechts

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Steuerrechts und der Unternehmensnachfolge. Zu unserem Dienstleistungsspektrum

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Timmermanufer 142

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Telefon (0 59 71) 80822-6

Telefax (0 59 71) 80822-75

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Geschäftsführer:

Prof. Dr. Fritz-Ulrich Diers

Dr. Philipp Diers

Dr. Marie-Theres Stolze

Heinz Stolze

Wilfried Beermann

Johannes Fink

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8 MACHER &MÄRKTE

Mühsamer Start nur

noch eine Erinnerung

Prof. Gregor Luthe –vom Sonderschüler zum Firmenchef

Im Wintergarten steht ein Kinderbett,

gebaut wie ein Wikingerschiff–

Segel, Steuerrad und Pferdekopf.

Selbst gebaut. Im Büro glänzt ein Mahagonitisch,

dunkelbraun und lang

genug für 20 Personen. Selbst restauriert.

Vom Büro zweigt ein Labor

ab, in dem Wissenschaftler mit Glaskolben

und Rührmaschinen hantieren.

Selbst finanziert. Gregor Luthe

war eines dieserKinder, deren erstes

Wort „selber“ heißt.

Heute ist der 46-jährige

ehemalige Sonderschüler

Chef von „Nanobay“ und

hat dafür vieles aufgegeben,

wassich andereWissenschaftler

wünschen würden: Er war

Humboldt Fellow, also besonders geförderter

Student, weil er sich als extrem begabt

entpuppt hat. Er war Universitätsprofessor

in Berkeley, Iowa und Hawaii.

Die Erfahrungen will er nicht missen. In

Berkeley gefiel es ihm jedoch nicht. „Zu

elitär.Dortist die Frage, ob der Vatereine

Bibliothek oder ein Labor gestiftet hat,

wichtiger als die Leistung der Studenten.“

Deshalb bat er die Humboldt-Gesellschaft,

wechseln zu dürfen, und landete

inIowa, wo er sich auf Toxikologie

spezialisierte. „Dort habe ich auchimmer

noch eine Gastprofessur.“ Über Hawaii

berichtet er: „Wir hatten sechseckige, offene,

mit Bananenblättern gedeckteRäume

für die Seminareund Labors. Mit Ausblick

aufs Meer.“ Dennoch kehrte er nach

Europa zurück. Sein Vater wurde so

krank, dass er in dessen Nähe sein wollte.

Das fehlende Gesundheitssystem in den

USA und der Zwang, dort selbst immer

wieder Forschungsmittel heranschaffen

zu müssen, warenzusätzliche Punkte, die

ihm die Entscheidung für eine Rückkehr

erleichterten.

Darum konzentrierte ersich auf seinen

Job bei der Enscheder Fachhochschule

Saxion,gründetedort die Nanotechnologie

und wurde zum beliebtesten Professor

der Niederlande gewählt. Deshalb

war erunter anderem eingeladen, einen

Vortrag für das vomamerikanischen Präsidenten

ins Leben gerufene „Obama-

Summit“inAmsterdam zu halten. Andere

Redner warender niederländische Ministerpräsident,

der Bildungsminister,

der Astronaut André Kuipers –„und eben

der kleine Gregor“. Keine Karriere, die

man vom Sohn eines Maurers und einer

Fabrikarbeiterin erwarten würde.

Dabeiwar sein Start in die Welt des Wissens

mühsam. Weil er als Kind stotterte,

kamervon der Grundschule in eine Sonderschule,

dann zur Hauptschule. Dort

hangeltesich Luthe voneinem Schuljahr

zum nächsten. Bis ihn ein Lehrer unter

seine Fittiche nahm, ihm einen Weg an

dieHand gab, richtigzusprechen. Vonda

an hatte ernur noch Spaß in der Schule.

Bei den Franziskanern in Bardel machte

er sein Abitur –als Jahrgangsbester.

Trotzdem hat er sich entschieden, seine

akademische Karriere hintanzustellen.

„Ich möchte für menschliche Probleme

Gregor Luthe: Der einstige Stotterer und Sonderschüler ist heute Forscher, der lieber in Gronau arbeitet, als in

Berkeley oder auf Hawaii Professor zu sein.

Foto: Jürgen Peperhowe

technische Lösungen finden“, sagt Luthe

heute. „Einfach mal probieren“, lautet

sein Motto. „Es ging nicht, bis jemand es

machte, der nicht wusste, dass es nicht

funktionierte –und es funktionierte.“

Im Mittelpunkt steht die Nano-Technologie.

Für die ist Gronau der perfekte

Standort: „Jeder kennt Silicon-Valley als

den Ort für die Chip-Industrie“, erzählt

er.„Aber kaum einer weiß,dass Enschede

mittlerweile dieselbe Funktion für die

Nano-Technologie hat. Hier ist das Nano-

Valley.“ Und nur 40 Minuten entfernt

liegt Münster mit seinen Nano-Instituten.

Eines seiner Projekte: MRSA-Keime. „Die

werden 2040 die zweithäufigsteTodesursache

in Deutschland sein“, meint er.

Antibiotika können ihnen nichts anhaben.

Darum bringen sie vorallem PatienteninGefahr,die

häufig im Krankenhaus

behandelt werden müssen.

Luthes Erfindung: eine antibakterielle

Lösung, die den Erreger dauerhaft killen

werde. Der Professor beschreibt den Effekt

seiner Erfindung so: „Die sitzen auf

einer Art elektrischen Herdplatte und

werden geröstet“. Das hat kein Bakterium

gerne. Die Lösung kann in Farbe für

Krankenhauswände gemischt werden

oder der Reinigung medizinischer Geräte

dienen. Das Interesse ist groß. Luthe

plant eine Aktiengesellschaft. Privatleute

und Unternehmen würden nach Investitionsmöglichkeiten

fragen „und sehen

die Chance, hier regional ein Blockbuster-Produkt

zu bauen“, sagt der Chemiker

und Toxikologe. So experimentiert er

weiter, denn gibt noch genug menschliche

Probleme, für die technische Lösungen

fehlen.

Stefan Werding

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Schumacher Packaging plant

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für weitere80Arbeitsplätze auf dem über

100.000 m² großen Grundstück.

Dream Tec feiert Richtfest

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BRANCHEN &BETRIEBE 9

Jeder Auftrag ein Projekt

Das Ahauser Unternehmen Wenker hat über den Anlagen-, Blech- und Stahlbau hinaus längst neue

Aufgabengebiete entdeckt: Kabinen für die AIDA, Wohnmodule für die Städte.

„Qualität, technische Innovation,

gesellschaftliche Verantwortung

und Umweltbewusstsein sowie

außergewöhnliche Zuverlässigkeit“.

Mit diesenAttributen zeichnete jetzt

die Oskar-Patzelt-Stiftung das

Ahauser Unternehmen Wenker

GmbH &Co. KG als „Finalist NRW“

beim „Großen Preis des Mittelstandes“

aus. Vor allem die Hervorhebung

der „außergewöhnlichen Zuverlässigkeit“

macht Matthias Leers,

gemeinsammit Vater Franz und Bruder

Stefan Geschäftsführer des

Unternehmens, ein wenig verlegen:

„Zuverlässigkeit ist für uns eigentlich

selbstverständlich“, betont der

33-Jährige: „Wir sehen jeden Auftrag

als Projekt an, das individuell

ausgearbeitet und betreut wird.“Ein

Kriterium, das sich auch in der positiven

Firmenentwicklung widerspiegelt.Auf

fünf Standbeinen fußt die

Angebotspalette: Neben

dem Anlagenbau, dem

Blech- und Stahlbau finden

Aich s auch Paneelsysteme,

der Gebäude- und Innenausbau sowie –

ganz aktuell –die Bereiche Applikationssysteme

und Aftersales im Unternehmensportfolio.

Im Anlagenbau konzentriert

sich Wenker vornehmlich auf die

Automobilindustrie.

Für Marken wie Rolls Royce, BMW, Audi

oder Porsche werden beispielsweise Lackieranlagen

entwickelt. „In diesem Bereichhaben

wir auch eigene Patenteund

Marken“, betont der Geschäftsführer.Ein

Vorzeigeobjekt ist da der Ergo-Lux-Tunnel,

der – mit

LED-Lampen ausgestattet

und variablen

Lamellen

versehen – eine

„Bei allen Projekten, die wir

entwickeln, zeigt die Erfahrung,

dass es sich lohnt, über den

Tellerrand hinauszuschauen. Mitunter

ergibt sich aus dem einen

Bereich eine Lösung für eine andere

Sparte.“

Matthias Leers

besonders optimale

Kontrolle

des Lackes zulässt.

„Manchmal

sieht man da

mehr als man

will“, lacht Matthias

Leers.

Die Automobilindustrie

als Kunde

ist auch Grund für die jüngsteFirmen-

Expansion: Neben Niederlassungen in

Bad Hersfeld (Applikationssysteme, Service

& Aftersales) sowie in Dortmund

(Dokumentation und Vertrieb) gründete

Wenker zum Jahresanfang einen weiteren

Standort: die Wenker Inc. in North

Carolina, USA.

„Unsere Montageteams sind weltweit

unterwegs, aber es war speziell im Bereichder

Automobilindustrie Wunsch der

Kunden, näher vor Ort präsent zu sein“,

erklärt Matthias Leers.

Vom Firmensitz Ahaus aus werden auf

PREIS DES MITTELSTANDES

Drei Unternehmen aus dem Kreis Borken wurden beim „Großen

Preis des Mittelstandes“ jetzt als Preisträger und Finalisten geehrt.

Neben der Fa. Wenker GmbH &Co. KG erhielt noch die BOMA Maschinenbau

GmbH aus Borken die Finalisten-Trophäe.

Als Preisträger konnte in diesem Jahr die Firma Ruthmann GmbH

&Co. KG aus Gescher-Hochmoor punkten. Ruthmann zählt zu den

Weltmarktführern bei Hubarbeitsbühnen auf Lkw. Imvergangenen

Jahr war das Unternehmen als Finalist ausgezeichnet worden. Seinerzeit

hatte Geschäftsführer Rolf Kulawik erklärt: „Erfolg ist uns

nicht fremd, und wir haben uns auch eine gewisse Siegermentalität

zu eigen gemacht. Ich würde aber beim Großen Preis des Mittelstandes

gerne ganz oben auf dem Treppchen stehen. Wenn ich

mir dazu unsere Zahlen für das letzte sowie für dieses Jahr ansehe,

könnte es klappen.“ Er hat Recht behalten.

Auf einer Fertigungsfläche von über 30000 Quadratmetern wird inAhaus bei der Wenker GmbH &Co. KG produziert und auch vormontiert.

einer Fertigungsfl

äche von inzwischen

30 000 Quadratmetern –ausgestattet mit

einem modernen Maschinenpark –beispielsweise

Paneelsysteme für den

Schiffsbau entwickelt und gefertigt.

Matthias Leers: „Da sind wir sehr breit

aufgestellt.“

Unter anderem schwimmt das Kreuzfahrtschiffe

AIDA mit Kabinen aus der

westfälischen Manufaktur über die Weltmeere.

Und der Schiffsbau war esauch,

der die Entwickler in dem Unternehmen

auf eine weitereIdeebrachten. Wenn sich

Schiffskabinen aus Metall-Modulen bauen

lassen, müsste sich das auch auf den

Gebäudebau an Land übertragen lassen,

überlegten die Experten.

Hauseigene Architekten machten sich

ans Werk, hier individuelle Lösungen zu

entwerfen. Ein Kindergarten sowie eine

Flüchtlingsunterkunft in Ahaus sind in

diesem Bereich inzwischen entstanden.

Matthias Leers: „Wir bieten hier Wohnmodule,

keine Container an. Der Stahlbau

kann da im Vergleich zum konventionellen

Bau durchaus mithalten. Nasszellen,

Ausstattung mit Parkett- und Laminatboden

–all das ist auchhier kein Problem.“

Schnelle Einsatzmöglichkeiten sieht der

Geschäftsführer des Ahauser Unternehmens

vor allem in Großstädten: „Dies

könnte dort eine Antwort auf verknappende

Flächen sein. Der Aufb

au erfolgt

innerhalb vonwenigen Tagen. DerVorteil

ist, dass die Module bis zu 90 Prozent

schon vorab in unserem Werk zusammengebaut

wurden. Interessant sind diese

Projekte vor allem auch im Bereich

Wohnheim für Studenten oder –wie in

Ahaus –für gefl

üchteteMenschen, für die

kurzfristig Wohnraum geschaffen werden

muss.“

Bis zu sechs Stockwerkehoch lassen sich

die Module einsetzen. Matthias Leers:

„Bei allen Projekten, die wir entwickeln,

zeigt die Erfahrung, dass es sich lohnt,

über den Tellerrand hinauszuschauen.

Mitunter ergibt sich aus dem einen Bereicheine

Lösung für eine andereSparte.

Wichtig ist dabei die ständigeWeiterentwicklung.“

Susanne Menzel

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10 BRANCHEN &BETRIEBE

WENKER GMBH &CO. KG

Gegründet wurde das Unternehmen 1961 von Josef Wenker zunächst mit Sitz in Langenfeld

bei Leverkusen. Produziert wurden hier Luftkanäle und Zubehör für die Klima- und Lüftungstechnik.

1963 wurde die Produktion nach Epe verlegt. Franz Leers (heute 63) trat 1987 als Geschäftsführer

und Gesellschafter in die Firma ein, seine Söhne Stefan (35) und Matthias (33)

folgten 2011 als weitere Geschäftsführer.

Die Umsatzentwicklung der Wenker GmbH und Co. KG zeigt seit zehn Jahren einen steilen Anstieg

nach oben: von 1,7 Millionen Euro in 1987 bis zu 60 Millionen Euro in 2016. Für 2017

werden 62 Millionen Euro angepeilt.

Während 1987 noch rund 40 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig waren, ist ihre Zahl bis zu

diesem Jahr auf rund 190 angewachsen. Die 200er-Marke soll im nächsten Jahr „geknackt“

werden. „Wir stehen zu unserem Standort in Westfalen und wollen hier auch weiter expandieren“,

betont Matthias Leers. In vier Bereichen bildet Wenker aus, zurzeit sind 16 Lehrlinge beschäftigt.

Erstmals in diesem Jahr wurde auch die Möglichkeit des Dualen Studienganges aufgenommen.

Sie soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Geschäftsführer Leers: „Eine Weiterbildung

unserer Mitarbeiter ist für uns ein wesentlicher Faktor. Sogeschieht es auch nicht selten,

dass jemand aus der Fertigung heraus noch seinen Meister drauflegt. Die Mitarbeiter sind

das wichtigste Kapital der Firma.“

Drei Geschäftsführer –eine Familie: Franz Leers (Mitte) mit seinen

Söhnen Matthias (li.) und Stefan.

Foto: Wenker

Wohnmodule inmoderner Form –aber nicht in konventioneller

Bauweise, sondern aus Stahl –hat Wenker konzipiert.

Diesen Lichttunnel hat die Wenker GmbH &Co.KG für die Automobilindustrie entwickelt und sich patentieren lassen. Die LED-Ausleuchtung

lässt auch kleinste Unebenheiten im Lack erkennen.

Fotos: Wenker

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unter einem Dach

Bleker setzt in über 60 Jahren immer neue Meilensteine.

45 Millionen Euro hat die Unternehmensgruppe

Bleker in den vergangenen

25Jahren investiert. Der neueste

Meilenstein wurde vor wenigen

Wochen gesetzt: ein Autohaus mit

sechs Marken unter einem Dach. Eröffnet

wurde es in Ahaus, wo 1975

die erste Citroën-Filiale der Einzelfirma

Josef Bleker in einer ausgedienten

Tankstelle in der Ahauser Innenstadt

eröffnet wurde.

Für den Neubau des „Bleker

AutoforumAhaus“ erfolgteim

April 2016 der erste Spatenstich.

Ende Oktober kamen

zum Eröffnungswochenende

über 5000 Besucher. Die geschäftsführenden

Gesellschafter Bernd und Hermann

Bleker dankten den Kunden aus

dem Raum Ahaus für die 40-jährige

Treue und natürlich den Mitarbeitern

und Bauunternehmen.

Am heutigen Standort an der Von-Braun-

Straße löste1983 ein neues Gebäude das

Ursprungsdomizil ab. Er folgten zahlreiche

Erweiterungen, bis das Firmengelände

im Jahr 2004 auf 18 500Quadratmetererweitert

wurde. Dieser Schritt machte

die Eröffnung eines Nutzfahrzeug-

Zentrums möglich.

Über 4,5 Millionen Euro investierten die

Gebrüder Bleker jetzt in das Autoforum

Der Fahrzeugvertrieb der bisher erhältlichen

Marken Citroën, DS Automobiles

(Autohaus Bleker GmbH) und Peugeot

(Löwen Centrum Autohaus GmbH) wird

um die FabrikateRenault, Daciaund Nissan

(Autohaus Twent GmbH) ergänzt.

„Wir haben uns bewusst für diese Mehrmarkenstrategie

entschieden. Dieses

Konzept hat sich für uns bereits am

Standort Münster bewährt, an dem wir

2013 unser erstes Mehrmarkenautohaus

mit sieben Fahrzeugmarken unter einem

Dach eröffnet haben. Unsere Erwartungenandiese

Strategie wurden hier sogar

übertroffen, so dass wir weiter in diese investiert

haben und der Vertrieb am

Standort Münster bis Anfang 2017 bereits

neun Fahrzeugmarken umfassen wird“,

erläutert Bernd Bleker.

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Foto: Bleker


BRANCHEN &BETRIEBE 11

So präsentiert sich LECO aus der Luft. Auf dem 20000 Quadratmeter großen Grundstück entstand ein Gebäude, das so groß ist wie zwei Fußballfelder.

LECO-WERKE

Die LECO-Werke inEmsdetten

verstehen sich als ein modernes

mittelständisches Textilunternehmen

mit Tradition. Gegründet

wurde das Unternehmen 1900 als

mechanische Weberei durch Carl

Lechtreck und Gerhard Hatke

unter dem Firmennamen „Lechtreck

&Co“. Mit viel Engagement

wurde die inzwischen über 100-

jährige Unternehmensentwicklung

gestaltet. Investitionen und der

Einsatz der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter trugen zueinem internationalen

Unternehmenserfolg

bei. Strategisch haben sich die

LECO-Werke auf die drei Marktsegmente

„Technische Textilien“,

„Wandbekleidung“ sowie „Garten

&Freizeit“ ausgerichtet. Partner

ist die Industrie. Als Hersteller

und Lieferant von technischen Geweben

ist LECO für die Papierund

Verpackungsindustrie, Bauindustrie,

Automobilindustrie,

Filtrations- und Siebtechnik sowie

den Garten- und Landschaftsbau

tätig.

www.leco-werke.de

Wachsen im Münsterland

Die LECO-Werke inEmsdetten haben 15 000 Quadratmeter neue Produktions- und Lagerfläche in

Betrieb genommen –und damit das Unternehmen an einem Standort zusammengeführt.

Großes entsteht nicht selten imKleinen.

Es ist, wieesder amerikanische

Schriftsteller Napoleon Hill gesagt

hat:„Ideensind der Anfang aller Vermögen.“

Im Fall der Gründer Carl

Lechtreck und Gerhard Hatke ist aus

der1900 aufgebauten mechanischen

Weberei „Lechtreck &Co.“ am Emsdettener

Sandufer ein beachtliches

Lebenswerk entstanden. Das Unternehmen

hat sich kontinuierlich zu

einem international agierenden mittelständischen

Unternehmen mit

170 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz

von 45 Millionen Euro entwickelt.

Mit dem Bau der neuen

Weberei und dem Wegzug

nach63Jahren von

der Lange Straße im

Zentrumder Stadt geht

LECO nach eigenen Angaben einen weiteren

Schritt in Richtung Zukunft. Alle

Betriebsgebäude und die Verwaltung

sind nun an der Hollefeldstraße vereint.

„LECO ist mit dem Münsterland fest verwurzelt

und steht zu dem Standort Emsdetten.

Diese Investition spiegelt unsere

Überzeugung wider, auch in Zukunft als

Textilunternehmen erfolgreich in

Deutschland produzieren zu können“,

begründet Geschäftsführer Stefan Kreft

die Investitionsentscheidung in den Hallenneubau

und in neue Produktionsmaschinen.

In den vergangenen neun Monaten entstanden

fast 15 000 Quadratmeter neue

Produktions- und Lagerfl

äche, was eine

Flächensteigerung von4000 Quadratmetern

gegenüber dem alten Standort bedeutet.

„Mit dem Generalunternehmen

HOFF und Partner GmbH hatten wir

einen Partner anunserer Seite, den ich

als Schweizer Unternehmen des Münsterlandes

bezeichne: hohe Präzision und

Einhalten des Budget- und Zeitplans –

ganz wie der Schweizer Ausbau des Gotthardtunnels“,

lobteKreft jetzt die Zusammenarbeit.

Die Verlagerung bietet LECO neue Perspektiven

und Möglichkeiten in puncto

Organisation, Warenfl

uss, Logistik und

neuer Technologien. Mit dieser bedeutenden

Investition will das Unternehmen

auch weiterhin den Anforderungen und

Wünschen seinerKunden in gewohnt hohem

Maße gerecht werden.

„Wir bauen nicht vier Wände, wir bauen

Leidenschaft. Es geht um Wertschöpfungsketten,

Ästhetik, Technik, Wirtschaftlichkeit

und auch Nachhaltigkeit“,

hob Geschäftsführer Ingo Hoff vonHOFF

und Partner hervor. „Wir haben dieses

Bauvorhaben nicht alleine geschafft, sondern

mit Hilfe vieler Unternehmen hier

vor Ort.“

Im Neubau werden auch zukünftig leis-

Schlüsselübergabe im Werk (v.l.): Ingo Hoff (Geschäftsführer HOFF und Partner GmbH),

Bürgermeister Georg Moenikes, LECO-Geschäftsführer Stefan Kreft (hinten), Fertigungsleiter

Wilfried Schiemann, Betriebsleiter Christoph Seiger, LECO-Geschäftsführer Stefan

Beinker, Elmar Leuermann (Vertreter des Bürgermeisters), LECO-Beiratsvorsitzender Manfred

Dewein, Rolf Mackowiak (Betriebs- und Projektmanagement LECO) Foto: Thomas Shajek

tungsfähige technische Textilien für beispielsweise

die Bau-, Verpackungs-, Filtrations-

und Automobilindustrie gefertigt.

LECOzeichnet sich dabei nach eigenen

Angaben insbesonderedurch die Fähigkeit

aus, die individuellen Anforderungen

der Kunden lösungsorientiert,

schnell und zuverlässig zuerfüllen.

„Emsdetten ist ein großer Industriestandort

in der Region, der den Strukturwandel

von der sogenannten Jute-Stadt zum

Standort vieler Hidden Champions bewältigt

hat. LECO ist ein gutes Beispiel

für erfolgreichen Wandel mitinnovativen

Produkten von Welt“, betonte Bürgermeister

Georg Moenikes bei der Schlüsselübergabe.

Der Umzug des letzten Textilers aus dem

Innenstadtbereich stelle zudem auch

eine Chance für Emsdettens Stadtentwicklung

dar.ImBereichder alten Webereiander

LangeStraße beginnen der Mitteilung

zufolge nun die Planungen für

eine Wohnbebauung.

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12 BRANCHEN

„Die me

Die Gebrüder Wessels aus Vred

aller Herren Länder, umsich

Drei Dinge braucht ein erfolgreicher

Geschäftsmann: Ein qualitativhochwertiges

Produkt, eine gute Marketingstrategie

– und das nötige

QuäntchenGlück. Georg Wessels hat

gleich alle drei Voraussetzungen

mehr als erfüllt. Und es damit vielleicht

durch die Spezialisierung als

Schuhhaus für Übergrößen zur schillerndsten

Figur der Schuhmacher-

Zunft gebracht.

Riesengroße Bilder von imposanten Begegnungen, die Georg Wessels bereits hatte, hängen als Erinnerung in den neuen Geschäftsräumen. Die linke Fotografie

zeigt Sultan Kösen, den mit 251 Zentimetern Körperlänge größten lebenden Menschen der Welt.

Fotos: Susanne Menzel

Wobei Wessels selbst

von Beruf gar kein

Handwerker ist: „Wir

sind zwar der drittälteste

Betrieb in Vreden,

unsereFamilie betreibt das Geschäft

seit 1745, aber ich selbst habe nichts gelernt“,

so Wessels zu seiner Vita. Nicht,

weil er nicht wollte, sondern weil er

durch den Toddes Vaters sein Studium

abbrechen und in den Betrieb einsteigen

musste. „Ich bin ins kalte Wasser gesprungen“,

sagt der Geschäftsführer der

Wessels GmbH. „Ich bin zwar in der

Werkstatt bei meinem Vater und Großvateraufgewachsen

–habe aber halt nur

zugeschaut, nie selbst gefertigt.“

Und so einigtesich GeorgWessels mit seinem

Bruder Peter auf Arbeitsteilung:

Georgwar für Ein- und Verkauf sowie die

Buchhaltung zuständig, Peter als Schuhmacher-

und Orthopädiemeister für die

handwerkliche Seite. Der eine im Vorder-,

der andere imHintergrund.

Eine klare Rollenverteilung, die jeder

Vom Fu

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Bruder

Und di

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„Die Ü

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nächst

dann

men.“

Bevor

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Ausbac

Eintrag ins „Guinness-Buch der

Rekorde“ ist Jahr für Jahr ein Ziel

Der anfängliche PR-Gag ist für Georg Wessels längst zu einer Lebensaufgabe geworden.

Eigentlich ist meine Lebensgeschichte–

und damit verbunden

die Geschichteder Firma

in den letzten Jahrzehnten –

aufgebaut auf einer Reihe

von Zufällen. Gerade in unserer elften

Generation hat sich stets Neues ergeben“,

spricht Georg Wessels gerne von einer

„Fügung des Schicksals“.

Der Vaterhabe schon 1952 ersteKontakte

zum damaligen „Riesen vonAmsterdam“

geknüpft: „Er hat ihn zum Vredener

Stadtfest eingeladen. Da hat ein Riese

erstmals Schuhe vonuns bekommen. Wir

warenseinerzeit noch eine kleine Manufaktur.

Es gab vielleicht sechs Modelle

Herrenschuhe, zehn mehr bei den Damen.

In normalen Größen. Das war’s.“

Schuhmaße ganz anderer Dimensionen

habe er selbst dann als kleiner Junge in

Obersdorf kennengelernt, erinnert sich

der Vredener: „Ich wardorthingeschickt

worden, weil ich klein und unterernährt

war. Ich solltebei den Nonnen drei Monate

lang aufgepäppelt werden. Mit Milch

Für sein Schuhmuseum hat Georg Wessels auch eine Abteilung

„Kitsch und Kurioses“ zusammengetragen.

Relikte aus der Vergangenheit: Solche Werkzeuge und Maschinen waren früher in der

Manufaktur im Einsatz.

und Lebertran. Die Schwestern haben

mich eines Tages mit in ein Museum genommen.

Dort warenSchuhe so groß wie

ein VW

Golf ausgestellt. Das hat mich

nachhaltig beeindruckt.“

Einige Jahre später habe ihn der Vater

dann mitgenommen in die Niederlande:

„Er hatte erneut Schuhe für den Riesen

hergestellt. Wir haben uns auf halbem

Wege mit ihm getroffen. Als ich diesen

großwüchsigen Menschen sah, war das

noch einmal wie ein besonderer Wink.“

Immer wieder sei er in den nächsten Jahren

dann auf die ein oder andere Art mit

Riesen konfrontiert gewesen. Mal wares

eine persönliche Begegnung, mal eine

Ausstellung, die er besuchte. Irgendwann

hätte es „richtig klick“ gemacht: „Ich

dachte, warum soll ich mich nicht auf

Übergrößen spezialisieren. Anfangs hatte

ich zudem als zweites Standbein noch

Untergrößen im Kopf. Aber das habe ich

schnell drangegeben. Groß- und kleinwüchsige

Menschen hier zusammen im

Geschäft –die Leute hätten sich an den

Schaufenstern die Nasen platt gedrückt

vor Neugierde. Dem wollte ich meine

Kunden nicht aussetzen“, meint Wessels

im Rückblick.

Wasdann kam, sei „eine Aktion gewesen,

die schon fast einem russischen Roulette

glich: Ich habe Übergrößen produziert

ohne zu wissen, wo ichdie Kunden dafür

alle herbekommen sollte. Es hatten ja

nicht auf einmal alle Vredener hier Riesenfüße.“

Und wieder half ihm der Zufall

weiter: „1981 hatte ich das Glück, dass

Schmitz Cargobull einenGroßauftrag für

Persien hier bauen sollte. Die persischen

Lkw-Fahrer kamen nach Vreden gereist,

um in die Technik eingewiesen zu werden.

Und diese Männer zogen mit Taschen

voller Geld durch die Stadt und

kauften alles, was günstig war. Ich habe

auf einen Schlag alle meine Schuhvorräte

an sie veräußern können –und hattedamit

genug Bares als Startkapital für die

Übergrößen.“

Ehemalige Geschäftsfreunde seines Vaters

aus der Deutschen Schuhindustrie

bekräftigten ihn in seinem Vorhaben:

„Sie haben mir immer zur Seite gestanden.“

Etwa, als Wessels versuchte, werbewirksam

die Harlem Globetrotters mit T-

Shirts zu unterstützen: „Die dachten, ich

käme mit vielen US-Dollar, nicht mit

Shirts und Schuhen. Natürlich wurde

mein Wunsch abgelehnt. Ich bin wie ein

begossener Pudel wieder nach Hause gefahren.“

Heinz Neuen vom Deutschen

Schuhinstitut sprach ihm Mut zu, einen

anderen Wegeinzuschlagen: „Er empfahl

mir einen Blick ins Guinness-Buch der

Rekorde. Und gabmir die Anregung, dem

größten Menschen der Welt ein paar

Schuhe anzufertigen und zu schenken.“

1984 kamGeorgWessels damit selber ins

Guinness-Buch. „Beinahe wäre auch daraus

nichts geworden. Der Bürgermeister

oder der Stadtdirektor vonVredensollten

bescheinigen, dass die Schuhe hier angefertigt

worden waren. Diese Unterschrift

wollten sie mir aber nicht geben“, grollt

der Westfaleheutenoch. Gut, dass Heinz

Neuen auch hier wieder väterlich zur

Stelle war. Der Bucheintrag klappte. Und

wirdbis heutevon dem Vredener Jahr für

Jahr neu „erschustert“.

Susanne Menzel

Nachfolgerin: Georg W


&BETRIEBE

13

isten begleite ich ein Leben lang“

en gehören mit ihren Schuhen in Übergrößen zu den bekanntesten Vertretern ihrer Branche. Kunden kommen inzwischen aus

elfen zu lassen. Danksagungen von riesenwüchsigen Menschen füllen längst mehrere Gästebücher.

ßabdruck bis zum fertigen Paar Schuhe hat Georg Wessels viele Informationen

ine große Kundschaft dokumentiert.

für sich individuell ausgebaut hat.

eauchinder nächsten Generation

ührt werden soll. Georg Wessels:

bergabe ist schon vorbereitet. Meihter

José wirdquasi an meine Steln,

mein Neffe Adrian besucht ab

es Jahr die Meisterschule und wird

den Part seines Vaters übernehdie

Gebrüder Wessels allerdings

epter weitergeben, wurde das

ehmen zunächst noch einmal

ich „überholt“: Vom alten Sitz an

ustraße zog der Betrieb mit seinen

itarbeiterinnen und Mitarbeitern

teinem Jahr in den Neubau an der

hstraße um. Über 500 Quadratmeter

erstreckt sich hier jetzt die Verkaufsflf

äche, auf der sich nicht nur eine

große Auswahl an Sport- und Alltagsschuhen,

Pantoffeln oder Gummistiefeln

findet, sondern in vielen Vitrinen sowie

an den Wänden auch das Markenzeichen

der Wessels GmbH: Schuhe für riesenwüchsige

Menschen.

„Ab Größe 47 für Männer, abGröße 43

für Frauen geht‘s bei uns los. Die Grenze

nach oben ist offen. Schuhgröße 69 war

beispielsweise schon dabei“, erinnert sich

der 65-Jährige. Extremmaße, die der Firma

seit 1985 regelmäßige Einträgeindas

„Guiness-Buch der Rekorde“ einbringen.

Die zehn größten Menschen der Welt

(Wessels: „Manchmal sind es auch

mehr.“) erhalten ihr Schuhwerk „Made in

Vreden“ kostenlos. Jedes Jahr ein neues

Paar.

„Es ist mir ein Anliegen, diesen Menschen

zu helfen“, betont der Geschäftsmann.

„Viele vonihnen leiden nicht nur körperlich

und psychisch unter ihren Krankheiten,

sondern haben auch gesellschaftlich

oft ein jahrelanges Martyrium hinter

sich.“ So erinnert er sich an den grausamen

Lebensweg der Chinesin YaoDefen,

die mit 13 Jahren als Riesin vonihren Eltern

an einen Zirkus verkauft wurde, um

dort als siebtes Weltwunder aufzutreten.

Wessels: „Der verrückte Zirkusdirektor

meinte, man könne Riesen züchten, und

hat ihr deshalb jahrelang Männer besorgt.

Er wusste nicht, dass der Riesenwuchs

in den meisten Fällen unfruchtbar

macht.“ Im Alter von27Jahren sind Mediziner

auf Yao Defen aufmerksam geworden

und haben den Zirkusdirektor

mit leichtem Zwang überreden

können, die junge Frau

wieder nach Hause zu

schicken. Rund 15 Jahre

hat die Chinesin noch bei

ihrer Mutter und ihrem Bruder

gelebt,bis sie vorfünfJahren verstarb.

Und egal, wie sie heißen, ob Matthew

McGrory, Big Charly oder Sultan Kösen,

ob sie aus den USA, Surinam, China,

Russland oder der Türkei stammen –der

Vredener kennt sie mit Namen, kennt

ihren Lebensweg.

„Ich habe zu all diesen Menschen eine

sehr persönliche Beziehung aufgebaut“,

sagt er: „Die meisten von ihnen begleite

ich fastein Leben lang.“ Einmal im Monat

gibt es mit vielen vonihnen ein Telefonat,

bei einem Riesen war erTrauzeuge. Die

meisten besucht er, wenn er ihnen die

Schuhe persönlich vorbeibringt. Auf

eigene Kosten. „Flug, Unterkunft und

auch die Schuhanfertigung zahle ich aus

eigener Tasche.“

Klar, die PR zahlt sich auf der anderen

Seitefür ihn natürlich aus: Menschen mit

Übergrößen, die allerdings kein Riesen-

Format haben, kommen aufgrund seines

Bekanntheitsgrades aus aller Herren

Länder zu ihm gereist. Denn: „Bestellung

übers Internet gibt‘s

bei mir nicht. Die Schuhe

müssen passen. Ob maßangefertigt

oder

nicht.

Sie müssen anprobiert werden“, beharrt

er auf seinen Standpunkt.

Die Kundschaft folgt ihm in dieser Haltung,

reist für ein paar neue Schuhe auch

schon mal rund um den Erdball. Oder mit

dem Wohnmobil an. Einkauf mit eigenem

Hotel auf Rädern. Auch das hat der

Geschäftsmann vorausschauend am neuen

Sitz mit eingeplant –und gleich mit

drei Wohnmobil-Stellplätzen entsprechend

vorgesorgt. Susanne Menzel

Kundenfotos und Dankesbekundungen –wie hier von George Bell –füllen mehr als fünf Alben.

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14 BRANCHEN &BETRIEBE

„Die meisten möchten am liebsten

sofort aufsteigen und losfahren.“

Jörg Schröder

Ein Laufband auf Rädern

Das „Lopifit“ aus den Niederlanden hat das Münsterland erreicht. Bruin Bergmester aus dem

niederländischen Dörfchen Valthe kam im Fitnessraum die Idee.

Auf einem Fahrrad gehen oder mit

einem Laufb

and fahren? Das klingt

verrückt. Und wie mag das erst in

einer koordinierten Bewegung funktionieren?

Manchmal wird das Rad

eben doch neu erfunden. Und dann

werden Dinge möglich, von denen

man zuvor vielleicht nicht einmal geträumthat.

Genaudarum geht es bei

einem „Lopifit“ –frei aus dem Niederländischen

übersetzt würde es

„Lauf dich fit“ heißen. Inzwischen

hat es das Münsterland erreicht.

Hinter diesem niedlichen

Namen verbirgt sich ein

Gefährt, das seit einigen

Monaten mit dem Stichwort

„Weltneuheit“ auf

sich aufmerksam macht. Genauer gesagt

handelt es sich um eine Kombination aus

einem Laufb

and und einem E-Bike, die

optisch eher an einen überdimensionalen

Kinderroller erinnert. Ein ganz neues Gefühl

der Fortbewegung vermittelt ein „Lopifit“,

verbunden mit einem äußerst gelenkschonenden

Bewegungsablauf. Seit

Frühjahr 2016 erobert es auch den deutschen

Markt.

Leichte Skepsis macht sich unterschwellig

schon breit vor dem ersten Start mit

einem Lopifit: Soll man jetzt lieber doch

nur mit einem Bein rollern oder gleich

auf dem Laufb

and losmarschieren? Und

läuft das „Lopifit“ an –wie wird esdann

wieder abgebremst oder rollt es garnoch

weiter? Und dann geht es doch schneller

los als eigentlich kalkuliert: Haben die

Füße erst einmal ihren Weg auf dem

Laufb

and gefunden,

dann setzen

sie es zugleich mit

den ersten ziehenden

Gehschritten

in Gang.

Jetzt einfach immer

weitergehen

und geradeausschauen.

Ganz wichtig, sonst geht es

schief. Und es läuft. Das Laufb

and setzt

sich in Bewegung; jetzt registriert ein

Sensor die Laufb

andbewegung, der Motorwirdaktiviert

und unterstützt das ohnehin

schon leichte Gehen.

So könnteessich anfühlen, über das Wasser

zu gehen oder garauf Wolken. Die Geschwindigkeit

der Fortbewegung gepaart

mit der Leichtigkeit des Gehens hat ihren

Reiz. Einfach schweben –wenige Zentimeterüber

dem Boden. Mit seinerSechs-

Gang-Schaltung kommt das „Lopifit“auf

eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu

25 Stundenkilometer, und dabei lässt

sich auf dem Gepäckträger obendrein so

manches verstauen. Sollte esaber doch

mal zu schnell gehen mit dem „Lopifit“,

beispielsweise wenn ein Weg bergab

führt, dann ist die Freilauffunktion einschaltbar

–einfach absteigen ist dabei

Fahren und gehen: Dilek Schröder bewegt sich wie auf einem Laufband, wenn sie mit dem „Lopifit“ unterwegs ist.

kein Problem. Und das lässt sich auch

ganz einfach umsetzen: Mit einem

Bremshebel am Lenkrad wird das Laufband

gestoppt und das „Lopifit“ rollt nur

noch. Das kompletteGefährt samt Motor

lässt sich ebenfalls mit einem Lenkrad-

Bremshebel anhalten.

Die Frage, warum ausgerechnet ein Laufband

aufs Fahrrad sollte, die wird Bruin

Bergmester aus dem niederländischen

Dörfchen Valthe, nahe der Stadt Emmen,

immer wieder mal gestellt. Er gilt nämlich

als „Erfinder“-Vater des „Lopifit“ und

beschreibt es selbst als „Laufb

and auf Rädern“.

„Als ich zu Hause auf meinem

Laufb

and in meinem Fitness-Raum lief,

dachteich mir,warum kann ichdas Laufband

nicht nach draußen verlegen“, erzählt

der Niederländer.

Vier Jahrehat er zunächst getüftelt, dann

Ausfahrt mit dem „Lopifit“: (v.l.) Dilek Schröder, Olga Redekop und Tamara Hannemann wissen, wie es geht.

baute erdas erste „Lopifit“ im heimischen

Wohnzimmer zusammen, abends

nach der Arbeit und am Wochenende.

Das erste„Lopifit“wurde im August 2015

verkauft,sogibt die „Lopifit“-Zentrale im

niederländischen Utrecht auf Nachfrage

Auskunft. Vondort wurden „Lopifit“-Verkaufs-Stützpunkte

bereits in Spanien,

USA, Frankreich, Ungarn, Italien und

eben Deutschland gegründet. Die Verhandlungen

für weitereNiederlassungen

laufen aktuell. Großes Interesse an den

„Lopifits“ komme aber nicht nur in Europa

auf, sondern insbesondere auch in

Asien sowie Nord- und Süd-Amerika.

Natalia Rose und ihr Mann Gerhard haben

einen Distributoren-Stützpunkt begründet

und bauen von Bremen aus das

„Lopifit“-Netzwerk in Deutschland mit

auf. Rose hatte durch Zufall von dem

neuen „Bewegungstrend“ aus den Niederlanden

gehört und war begeistert.

„Ich bin sofort in die Niederlande gefahren,

um mich für einen Distributoren-

Stützpunkt in Deutschland zu bewerben“,

erzählt Gerhard Rose und ergänzt:

„Mein ältester Kunde ist 80 Jahre. Ich bin

nach Hamburggefahren und habe ihn in

die Technik eingewiesen. In knapp fünf

Minuten hatte erden Dreh raus.“

Interessenten aus Essen,Hilden, Syltoder

Stralsund, kurz aus ganz Deutschland, reisen

seitdem nach Bremen, um eine Testfahrtmit

einem„Lopifit“zuunternehmen

Fotos: Monika Vornhusen

LOPIFIT

-Geschwindigkeit: bis zu 25 km/h

-Gewicht: 45 Kilogramm

-Länge: ca 2,5 Meter

-Akkuleistung: Lithium-Ionen-Akku

mit einer Reichweite bis zu 55 Kilometern

-Gangschaltung: sechs Gänge

-Preis: in Deutschland derzeit circa

1900 Euro

oder vielleicht selber eine gebietsgeschützte

„Lopifit-Agentur“ zu gründen.

Einer vonihnenwar vorwenigen Wochen

Jörg Schröder aus Freckenhorst, er hat

den „Lopifit-Gebietsschutz“ für das Münsterland

übernommen und verkauft und

vermietet diese Erfindung aus den Niederlanden

nun in den Kreisen Borken, Steinfurt,

Coesfeld und Warendorfsowie in der

Stadt Münster. Erste Kontakte mit Städten,

Campingplätzen und Fahrradstationen

sind bereits geknüpft, umdas „Lopifit“

bekannt zumachen. „Wenn wir per

‚Lopifit‘ unterwegs sind, dann stehen

schnell mal 50 Leute umuns herum, um

zu sehen, wie dieseNeuheit dennfunktioniert“,

berichtet Schröder. Die Versuchung

ist, so Schröders bisherige Erfahrung,

groß: „Die meisten möchten am

liebsten sofort aufsteigen und losfahren.“

Eine kurze Einweisung für eine sichere

Bedienungdes „Lopifit“ ist nach Meinung

von Jörg Schröder allerdings ratsam.

„Viele setzen die Anweisungen sofort um

und starten einfach, und die anderen

brauchen halt fünf Minuten, bis es klick

macht.“ Dann aber sei der Spaßfaktor

groß –obfür einige Stunden, einen Tag

oder ein ganzes Wochenende –die „Lopifits“

sind mietbar.Und werdabei so richtig

auf den Geschmack kommt, der muss

sich am Ende nur noch zwischen Blau,

Rot, Schwarz, Orange, Silber oder Weiß

entscheiden, bevor erein „Lopifit“ kauft

unddamit in Zukunft gehend übers Land

fährt. ww

w w.lopifit-muensterland.de

Monika Vornhusen


BRANCHEN &BETRIEBE 15

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Die Glasscheibe hat die Dachterrasse erreicht. Mit dem Bau-Mini-Lift wurde das schwere

Element nach oben transportiert.

„Das geht böse

auf den Rücken“

Telgter Tischler war das Schleppen leid: Mini-Lift

erfunden

Die Aussicht ist schön, aber es zieht

mächtig durch dasgroße Außenfenster

inder oberen Etage des Mehrfamilienhauses.

Ein Spannungsriss

machte das Fenster unbrauchbar. Es

muss ausgetauscht werden. Und das

im fünften Stock. Die neue Scheibe

wird bestellt und auch angeliefert.

So weit so gut. Doch sie wiegt 95 Kilogramm

und, was noch schlimmer

ist: Das schwere Glaselement passt

nicht durch das enge Treppenhaus.

Jetzt ist es Zeit für „Flipper“.

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Alexander Richter vor seinem patentierten

kleinen Bau-Lift.

Fotos: Peter Sauer

Tischlermeister Alexander

Richter aus Telgte taufte seinen

Bau-Mini-Lift auf diesen

Namen, weil seine patentierte

Erfindung die Arbeit zahlreicher

Handwerker erleichtert. Der Impuls

dazu kamihm aus eigener leidvoller

Erfahrungen. „Ich hatte genug davon,

schwereFenster und Türen mehrereEtagen

hochzuschleppen. Das geht böse auf

den Rücken.“ Und die Variante, gleich

einen Baukran aufzustellen, ist aufw

endig

und teuer.„Es muss einfach eine kräftesparende

und preisgünstige Variante

des vertikalen Transports geben“, sagte

sich der Tischlermeister. Herkömmliche

mobile Kräne, so stellte Alexander Richter

fest, waren nur bedingt geeignet: Die

Bauteile können beim Hieven über die

Brüstung leicht beschädigt werden.

Der Tischlermeister entwickelte einen

eigenen Bau-Mini-Lift und meldete ihn

zum Patent an: „Er zieht die schweren

Elemente außen am Gebäude hoch.“ Innerhalb

von fünf Minuten kann er aufund

abgebaut werden. So könne er einfach

auf eine Fensterbrüstung, ein tragfähiges

Balkongeländer oder Flachdach in

bis zu 20 Metern Höhe aufgelegt werden.

Der Vorteil: Er muss nicht mit dem Baukörper

befestigt werden, benötigt kein

Gerüst und ist so schnell einsatzbereit.

Der Lift hat zwei Motoren, die jeweils ein

Zugseil ziehen. „Das verhindert, dass sich

die Bauteile beim Hochziehen verdrehen

und an der Hauswand entlangschleifen“,

sagt Alexander Richter und drückt den

Knopf der Fernbedienung. So wird das

Hebegut nach oben befördert. Sobald es

an der Brüstung ankommt, klappt die

Tragevorrichtung zusammen mit dem

Bauteil um. Es wird vorsichtig über die

Brüstung hereingezogen und abgestellt.

Von dort können Fenster oder Türen mit

herkömmlichenTragehilfen zum Einbauort

weitertransportiert werden.

Der 60 Kilogramm schwere Mini-Lift aus

Metall lässt sich in fünf Minuten zusammenklappen,

auf 1800 mal 660 Millimeter,

und passt in einen Kombi.

Alexander Richter hat seinen „Flipper“

nach eigenen Skizzen und einem Holzmodell

mit Hilfe eines Metallbauers gefertigt.

Durch die Bauweise wird auf der

Heckseite durch das Eigengewicht der

Seilwinden und längere Hebelkraft große

Standfestigkeit erzeugt. Richter versichert:

„Mit zusätzlichem Gegengewicht

können Sie Bauteile von bis 150 Kilogrammhoch

ziehen.“ Ein Sensor schaltet

die Seilwinden bei Überlastung sofort ab.

„So verliert der Bau-Mini-Lift nie seine

Standfestigkeit.“ Nach seinen guten Erfahrungen

will der Tischler den Bau-Mini-Lift

(mit Dekra-Prüfsiegel und CE-

Kennzeichen)nun auch fürKollegenbauen.

Die neue Fensterscheibe, die nicht durch

die Haustür passte, warper Bau-Mini-Lift

in wenigen Augenblicken oben im 5.

Stock und die gerissene Vorgängerscheibe

unten. „Inklusive Auf- und Abbau des

Flippers braucht man nur 20 Minuten“,

sagt Richter.

Bei schmalen Öffnungen, etwaeiner Loggia,

zeigt sich die Stärke von „Flipper“.

Die Loggia warsoschmal, dass die Türen

hochkant gezogen werden mussten.

„Flipper“ zeigte sich fl

exibel und zog 32

Röhrenspanntüren à65Kilogramm in

zwei Stunden nach oben. Die Handwerker

sparten Fußweg und Treppenhaus.

Und auch bei einem hohen Mehrfamilienhaus,

wo auf einen Schlag 71 Wohnungen

mit insgesamt 280 neuen Türen

bestückt werden sollten, kam „Flipper“

zum Einsatz.

Da der Mini-Lift nicht nur Ressourcen

schont, sondern auch das Leben ein bisschen

leichter macht, erhielt Richter bereits

den Innovationspreis Münsterland

in der Sonderkategorie „Klein und pfiffig“.

Aufträge kommen mittlerweile aus

ganz NRW.

Der Lift ist nicht die erste Erfindung des

zweifachen Familienvaters. Vor einigen

Jahren hat er eine Rollladen-Bürste entwickelt,

die gleichzeitig abdichtet und

reinigt. Das Tüftel-Gen hat er vonseinem

Opa: „Ich habe oft in seiner Werkstatt

mitgeholfen, von klein auf. So habe ich

eine Klimaanlageerfunden –mit elf Jahren.

Die Anlage war aber nicht wirklich

marktreif, weil der Schlauch vom Kühlschrank

ins Zimmer ragte“, schmunzelt

Alexander Richter.

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16 BRANCHEN &BETRIEBE

Die Zukunft beginnt in45Minuten

Als Hersteller von Fußballtoren und Sportgeräten ist die Firma Schäper aus Münster weltweit bekannt. Ebenso

bekannt ist aber auch der DeLorean, den Geschäftsführer Dr. Josef Hesse aus Spaß umgebaut hat.

Der Besucher spürt nach wenigen

Minuten dieBegeisterung,die Dr.Josef

Hesse für sein besonderes Hobby

empfindet. Der Geschäftsführer des

Sportgeräte-Herstellers Schäper in

Münster hat im Jahr 2015 einen De-

Lorean gekauft und den Sportwagen

mit jenen Requisiten ausgestattet,

die das Fahrzeug weltweit bekannt

gemacht haben.

Zurück in die Zukunft – so

heißt die dreiteilige Science-

Fiction-Filmkomödie, in der

ein DeLorean eine wesentliche

Rolle spielt. Die Handlung:

In den Wagen, der im Film mitPlutonium

betrieben wird, hat der Wissenschaftler

Dr.Emmett Browneine Zeitmaschine

eingebaut. Und so ganz versehentlich

gerät der Schüler Marty McFly damit

in das Jahr 1955 und verändert dort die

Vergangenheit seiner Eltern.

Der Film begeisterteauch den jungen Josef

Hesse–vor allem der Sportwagen mit

den Zukunftsattributen. „Ich wollte so

ein Auto haben“, das wussteder 41-Jährige

schon ganz früh.Dann kamen aber zunächst

Abitur, Studium mit Promotion

und Beruf. Der Diplom-Kaufmann leitet

mit seiner Frau Cornelia (Diplom-Kauffrau),

die er während des Studiums kennenlernte,

und deren Bruder Ulrich Schäper

(Feinwerkmechanikermeister und

Techniker im Maschinenbau) in zweiter

Generation den handwerklichen Familienbetrieb

Schäper in Münster.

Das Unternehmen hat sich weltweit

einen Namen mit der Herstellung von

Sportgeräten gemacht. Das Kerngeschäft

sind Ballsporttore („nicht nur Fußball“)

und Gerätefür die Leichtathletik –„alles,

wasaus Aluminiumbesteht und auf dem

Platz steht“, schmunzelt Josef Hesse.

Den Grundstein

legte Firmengründer

Klemens

Schäper im Jahr

1962. Der Tisch-

„Wir freuen uns, dass unsere Tore

auf den Plätzen von Bundesliga-

Vereinen stehen und ebenso beim

Kreisklasse-Team in der Nachbargemeinde“

lermeister baute

zunächst Fenster

und Möbel. Irgendwann

fragte

ihn der Sportwart Josef Hesse

des örtlichen Fußballvereins,

ob er

auch Tore reparieren könne. Auch das

konnte der Handwerksmeister –und er

baute gleich ein neues Tor. Das war der

Beginneiner ErfolgsgeschichteimSportgerätebau.

Tore,die schon seit vielen Jahren

aus Aluminium gefertigt werden,

sind das Aushängeschild. Und hochwertige

handwerkliche Arbeit ist das Markenzeichen

des Unternehmens.

An zwei Standorten sorgen70Fachkräfte

dafür, dass die Kunden zufrieden sind.

„Wir freuen uns, dass unsereToreauf den

„Zurück in die Zukunft“: Dr. Josef Hesse hat den berühmten DeLorean-Sportwagen mit Liebe zum Detail nachgebaut.

Plätzen von Bundesliga-Vereinen stehen

und ebenso beim Kreisklasse-Team in der

Nachbargemeinde“, skizziert Hesse den

großen Kundenkreis. Er unterstreicht damit

den Anspruch des Unternehmens,

sich um alle Kunden gleichermaßen intensiv

zu kümmern.

Die Firma Schäper

ist stolz darauf,

ein Handwerksbetrieb

zu

sein. „Und deshalb

stimmt bei

uns auch der Service“,

erläutert

der Geschäftsführer.

Dienstleistung

werde immer

wichtiger. So

fahren Schäper-Mitarbeiter mit mobilen

Schweißgeräten zu den Sportplätzen und

Hallen, wenn zum Beispiel ein Torrasch

repariert werden muss –auch außerhalb

der regulären Arbeitszeit.

Zurück zum DeLorean: Der promovierte

Kaufmann Hessehat zwar kein Handwerk

gelernt, aber eine ausgeprägte Begabung

für handwerkliche Arbeit. Und deshalb

ließ ihn auch der Gedanke nicht los, ein

Auto zu bauen, das soaussieht wie der

Sportw

agen im Film. Mit dem Kauf des

An das Cockpit eines Testwagens erinnert das Innere des DeLorean nach den Ein- und Umbauten. Dr. Hermann

Hesse kann jetzt dort Platz nehmen, wo im Film Dr. Emmett Brown durch die Zeit flitzt.

Erfolgreich mit Toren und anderen Sportgeräten: Dr. Josef und Claudia Hesse und Ulrich Schäper (v.l.)

Fahrzeugs warder ersteSchritt getan. Immer

wieder schaute sich Hesse den Film

an, machte Zeichnungen, arbeitete mit

Restmaterial aus der Sportgeräte-Herstellung,

hämmerteund schweißte, kaufte die

futuristischaussehenden Lüfter, denKühlkörper

(aus den USA) und den „Flux-Kondensator“,

der im Film Zeitreisen ermöglicht.

Er kümmerte sich um noch so kleine

Details, die für die Ausstattung desSportwagens

zum Zukunftsauto wichtig sind:

Lämpchen und Lichtketten, eine Nebelmaschine,

die ty

pischen Zischlaute beim

Schließen der Flügeltüren, das mehr als

kompliziert aussehende Armaturenbrett.

Inzwischen sitzen alle Handgriffe, um innerhalb

von 45Minuten aus dem „einfachen“

Sportwagen den DeLorean zu machen,

der Filmgeschichtegeschrieben hat

–und umgekehrt funktioniert das auch.

Das Fahrzeug ist zwar alsSportwagen für

den Straßenverkehr zugelassen, nicht

aber mit den Auf- und Umbauten.

Nun ja, für ein paar Kilometer wäre das

wohl möglich, aber eben nicht für längere

Strecken. Und deshalb wird schon mal

schnell umgebaut. Immer mit der Gewissheit:

In 45 Minuten kann bei Schäper

in Münster die Zukunft beginnen.

Hubertus Kost

SCHÄPER SPORTGERÄTE

Seit über 50Jahren produziert die

Firma Schäper innovative und hochwertige

Sportgeräte. Es begann mit

Torbalken für Fußball und Handball.

Nach und nach wurde die Produktpalette

erweitert. Balken für

Kugelstoßen und Weitsprung bedeuteten

den Einstieg in die Leichtathletik.

Ein Meilenstein für das Unternehmen

war das Jahr 1971: Beim

Bundesliga-Spiel Borussia Mönchengladbach

gegen Werder Bremen

fiel der Gladbacher Mittelstürmer

Herbert Laumen in der 88. Minute

ins Bremer Tornetz. Einer der

hölzernen Torpfosten knickte um

und brach. Dieses Ereignis war das

Ende für Fußballtore aus Holz. Für

den Familienbetrieb Schäper, der

Erfahrungen im Metallbau hatte,,

war esder Einstieg in den Bau von

Aluminiumtoren. Tore aus Münster

stehen heute inStadien rund um

den Globus. Ebenso bekannt sind

Schäper-Sportgeräte für die Leichtathletik.

hko

Fotos: Hubertus Kost


GELD &GESCHÄFT 17

Mit Bier auf Platz eins

Im Gronauer Rock‘n‘Popmuseum wurde erstmals der Gründerstein-Award an Unternehmer verliehen.

Die Finalisten mussten sich vor der Jury und einem fachkundigen Publikum präsentieren.

Abraham Maslow hätte seine Freude

gehabt: Die Gewinner des Gründerstein-Award,

der jetzt erstmalig im

Rock‘n‘Popmuseum in Gronau verliehen

wurde, überzeugten mit der

Befriedigung der wichtigsten Bedürfnisse

nach der in Wirtschaftsschulen

oft zitierten Maslowschen

Bedürfnispyramide: mit Bier,mit Käse

und mit dem Thema Sicherheit

Den ersten Preis holten Florian

Böckermann und

Frank Sibbing von der

Münsteraner Finne-Brauerei

vor Christoph Flucht

und Jaron Heskamp mit ihrer „Feuerwehr-Cloud“,

einer Smartphone-App für

Rettungseinsätze,sowie Ann-Paulin Söbbekevon

der Hafenkäserei Münster.Den

vierten Platz teilen sich Arnold Bolwerks

Konzept für einen Indoor-Mountainbike-

Erlebnispark und die Plattform „Nanobay“

des Gronauer Forscherteams um Silke

Schäfers und Professor Gregor Luthe,

was den in der Pyramide weiter oben

platzierten Wünschen

nach

Selbstverwirklichung

und Er-

„Man hat soviel gelernt und so

viel mitgenommen.“

kenntnis entspricht.

Einen

Preisträgerin Ann-Paulin Söbbeke

Sonderpreis gab

es für Lena Peters

„Geheimtipp

Wunderschön“ aus Vreden mit Kosmetikbehandlungen

für Krebspatienten.

In einer letzten Runde konnten sich die

fünf Finalisten einer dreiköpfigen Jury

präsentieren. Auch das mit Fachleuten

aus Wirtschaft, Finanzen und Unternehmertum

aus der Region besetzte Publikum

stimmte per App live mit ab. In der

Gunst der Zuschauer lag die Feuerwehr-

Cloud vorn.

„Wir haben überlegt, wo wir selbst Geld

investieren würden“, erklärte Dr. Lambert

Scheer vom Coppenrath-Verlag die

Entscheidung der Jury. Er war mit Edward

Niemeijer von der Agentur Lime-

Square als externes Mitglied in die Jury

berufen worden, der auch Ingo Hoff von

Hoff und Partner angehörte.

Hoff hattegemeinsam mit den Unternehmern

Patrick Bröckers (Opwoco), Benjamin

Beloch (P17), Nikolai Brinkmöller

und Jan Hejbowicz (Inceniofilm) sowie

Claudia Eilers und Han Hilderink (Whisky

& Cigar Salon) den mit insgesamt

10 000 Euro dotierten Gründerstein-

Award ins Leben gerufen. Ziel: Junge

Unternehmen (miteinander) ins Gespräch

zu bringen. 24 Bewerber aus allen

Branchen mit Sitz im Dreieck Lingen-Bocholt-Münster

sowie den Niederlanden

hatten über knapp vier Monate hinweg

an Workshops und einem Bootcamp teilgenommen,

um in immer engeren Zeitfenstern

ihre Idee zu präsentieren. „Die

Region Münsterland, Emsland und

Die Preisträger umrahmt von der Jury (v. l.): Ingo Hoff, Eward Niemeijer, Patrick Bröckers, Jaron Heskamp, Christoph Flucht, Florian Bröckermann, Frank Sibbin,

Ann-Paulin Söbbeke, Dr. Lambert Scheer.

Fotos: Christiane Nitsche

Twente wird wirtschaftlich oft als

schwach gesehen, obwohl es hier viele

tolle Ideen gibt“, erklärte Beloch. „Das

wollen wir zeigen.“

Gesagt, getan: Fünf Minuten hatten die

Finalisten auf der Bühne im Rock‘n‘Popmuseum

Zeit, bevorihnen Licht und Ton

abgedreht wurden. Besonders das Team

vonNanobaytat sich schwer mit der Zeitvorgabe

–zukomplex die Thematik, obschon

Prof. Luthe sogar eineneigens mittels

Nanotechnik produzierten „Gründerstein“

im Koffer hatte, um ihn den Initiatoren

zuüberreichen.

Gleichwohl werteten alle Beteiligten den

Wettbewerb als Erfolg. „Ich denke, das

wird sich etablieren“, sagte Andreas

Lienesch von „Liewei Design“, die in der

Vorrunde ausgeschieden waren. Für ihn

habe es „augenöffnende Momente“ gegeben.

„Eine lohnenswerte Initiative“, befand

auch Ulrich Helmich. Der Gronauer Wirtschaftsförderer

lobtevor allem die Auseinandersetzung

mit dem Wettbewerb, die

der Awardden Teilnehmern böte. „Schade,

dass es vorbei ist“, sagte Ann-Paulin

Söbbekenachder Preisverleihung. „Man

hat so viel gelernt und so viel mitgenommen

hier.“ Das sahen die Gewinner ähnlich:

„Der Input warsehr fordernd“, sagte

Florian Böckermann von Finne. „Jetzt

heißt es dranbleiben.“

Christiane Nitsche

Stephan Dröge,

Freiberuflerbetreuer,

Sparkasse Münsterland Ost.

Dr. med. Jens Quakernack,

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Operative Gynäkologie,

Münster.

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wieesnur Spezialisten haben.

Wissen isteinfach wertvoll.

Wenn’s um Geld geht

Die Juroren: Edward Niemeijer von der Unternehmensberatungsagentur „LimeSquare“,

Ingo Hoff und Dr. Lambert Scheer vom Coppenrath-Verlag.

sparkasse-mslo.de


18 GELD &GESCHÄFT

Ein teurer Streit ums Erbe

lässt sich vermeiden

Dr. Ansgar Beckervordersandfort hat ein Buch herausgegeben, in dem sich alles um den Erhalt des

Familienvermögens dreht, und er verrät, warum eine Poolbildung nützlich sein kann.

„Da sieht zum Beispiel der

16-Jährige mit eigenen Augen, wie

der Onkel eine Gesellschafterversammlung

leitet.“

Dr. Ansgar Beckervordersandfort

Erbfall im Unternehmen. Anstatt

noch offene Nachlassfragen klug zu

beantworten, stürzen sich die Nachkommen

in ein Gefecht um Geld und

Macht. Das von Generationen aufgebaute

Vermögen nimmt inder langwierigen

Auseinandersetzung derart

Schaden, dass am Ende das Lebenswerk

zusammenstürzt. Dr. Ansgar

Beckervordersandfort, Notar und

Fachanwalt für Erbrecht in Münster,

ist fest davon überzeugt: „Wer das

Familienvermögen erhalten will,

braucht schon langevorher klare Regeln

und muss vor allem eines vermeiden:

Streitigkeiten innerhalb der

Familie.“

Die Risiken, die mit einem

Streit verbunden sind,

werden von Vermögensexperten

inzwischen so hoch

eingeschätzt wie die Gefahren,die

vonEntwicklungen an den volatilen

Finanzmärkten oder nicht zu kalkulierenden

Steueränderungen ausgehen.

Konfl

iktesind nicht per se schädlich,

aber die Art und Weise, wie sie ausgetragenwerden,

entscheidet wesentlich über

die Ergebnisqualität.

Dr.Ansgar Beckervordersandfort hat mit

Unterstützung mehrerer Anwaltskollegen,

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

ein Buch herausgegeben, das praxis-und

lebensnah aufzeigt, welche Leitplanken

man setzen kann, um langevor dem Erboder

Schenkungsfall das Vermögen sicher

und auf einer

langfristig tragfähigen

Bahn indie

Zukunft zu führen.

Das nicht nur

für den intimen

Kenner der Materie

gedachte

Fachbuch „Gestaltungen

zum

Erhalt des Familienvermögens“

hat nach positiven Rezensionen

bereits ein so starkes Echo gefunden,

dass der Verlag sich zu einem

Nachdruck entschieden hat. Basis für die

ausführlichen Kapitel auf über 300 Seiten

sind in vielen Fällen Fachvorträge, die die

Autorenals Referenten erarbeitet haben.

Sie geben hier ihr Spezialwissen in

gedruckter Form weiter.

In Deutschland, so Beckervordersandfort,

werden in den nächsten zehn Jahren

voraussichtlich 3,1 Billionen Euro vererbt

oder verschenkt –„so viel wie nie zuvor“.

„Es sind große komplexe Familienvermögen

entstanden, für die spezielle

Nachfolgekonzepteerforderlich sind, um

das Vermögen zu sichern und Streitigkeiteninnerhalb

der Familiezuvermeiden.“

„Früh zum neutralen Notar gehen“,

Die Medici führten zweifellos ein illustres Leben. Aber die Familie schaffte esauch, über mehr als dreieinhalb Jahrhunderte hinweg Päpste und Könige zu stellen.

Und sie förderte Künstler wie Michelangelo.

lautet eine natürlich nicht ganz ohne

Eigennutz formulierte Empfehlung des

Herausgebers und Autors. Tatsächlich

gibt es inzwischen so viele Gestaltungsmöglichkeiten,

dass dem Laien allemal

die Gesamtübersicht fehlt.

Der Kulturwandel in Unternehmen und

Familien zeigt sich auch hier. Denn zu

den Werkzeugen gehört heute u.a. die

Bildung eines sogenannten Familienpools.

„Ein Pool bietet die große Chance,

die nachfolgenden Generationen schon

früh mit dem Unternehmen und den Familiengepfl

ogenheiten vertraut zu machen“,

erläutert Beckervordersandfort,

dessen Berufsweg mit einer Kaufmannsausbildung

in einem mittelständischen

Familienunternehmen begann. Die Jüngeren,

so der Anwalt, können in einem

solchen Pool als Gesellschafter beteiligt

werden, wobei Stimm- und Gewinnbezugsrechte

noch überproportional bei

den „Senioren“ verbleiben: „Gesellschafterversammlungen

bekommen dadurch

einen ganz neuen Charakter.Bei den jüngeren

Mitgliedern einer Familie entwickelt

sich früh ein Bezug zum Unternehmen.

Sie werden informiert und sind eingebunden.

Da sieht zum Beispiel der 16-

Jährige mit eigenen Augen, wie der On-

Mit Nachfolgethemen setzt sich Dr. Ansgar Beckervordersandfort in seiner täglichen

Arbeit immer wieder auseinander.

Foto: Erik Hinz

kel eine Gesellschafterversammlung leitet.“

Diefrühe Prägung über eine Poolbildung

trägt mit dazu bei, eine spätere Zersplitterung

des Vermögens zu vermeiden.

Kultur und Grundsätze eines Unternehmens

werden unmittelbar weitergegeben.

Beckervordersandfort widmet dem

Familienpool in seinem Fachbuch zahlreiche

Seiten und bietet viele Informationen

–bis hin zu einem Mustervertrag.

Eine passende Ergänzung bietet das direkt

folgende Kapitel der Steuerberater

und Wirtschaftsprüfer Friederike Korn

und Andreas Rose. Denn sie beleuchten,

welche steuerlichen Aspekte die Wahl

dieser Rechtsform hat.

Wohlhabende Familien gehen laut Beckervordersandfort

inzwischen auch dazu

über, mit Unterstützung eine Familienstrategie

beziehungsweise -charta zu

erstellen. Diese bieten die Möglichkeit,

die Frageder Über- undWeitergabe eines

Vermögens mit selbst erarbeiteten

Grundsätzen zu verknüpfen. „Eine Familie

kann sich beispielsweise darauf verständigen,

dauerhaft zum wirtschaftlichen

und gesellschaftlichen Wohl einer

Region beizutragen.“ Diese Verabredung

gehe über den Vermögenserhalt und die

vertraglich vereinbarte Vermögenssicherung

weit hinaus. Hier werde eine Haltung

entwickelt und gleichzeitig bewahrt.

Sie kann dabei helfen, Probleme zu lösen

und Einigungen zu erzielen. Denn Unternehmerfamilien,

so heißt es im Buch, haben

heutzutageoft drei charakteristische

Herausforderungen zu bewältigen: fehlende

Unterscheidung von Funktion und

Person, ungeeignete Entscheidungsmechanismen

sowie Entfremdung. Da ist es

angezeigt, eine gemeinsame und tragfähige

Basis zu entwickeln, die eines verhindert:

den ungeregelten Streit zulasten

des Familienvermögens.

„Gestaltungen zum Erhalt des Familienvermögens“,

Ansgar Beckervordersandfort

(Hrsg.), zerb Verlag,326 Seiten, broschiert,

49 Euro

wk

IM ZENTRUM STEHT DIE FAMILIE

„Für Familien mit gemeinsamem Vermögen ist Kooperation

Voraussetzung für den Vermögenserhalt. Besonders

deutlich wird dies am Beispiel von Unternehmerfamilien.

Denn ohne Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit wird

ihr Einfluss kaum positive Kraft im Unternehmen entfalten.

Streit gefährdet Kooperation und damit die Handlungs-

und Entscheidungsfähigkeit. Er ist häufige, aber

keine zwangsläufige Folge von Konflikten. Es lohnt vielmehr,

Streit vorzubeugen.

Kooperation braucht Vertrauen und profitiert von einem

sachlichen Umgang mit Konflikten und einem Weniger an

Konfliktpotenzial. Die Familienstrategie ist besonders geeignet,

gerade den charakteristischen Streitursachen von

Familien mit gemeinsamem Vermögen vorzubeugen und

das Miteinander zu entlasten, indem sie das Fundament

der Familie festigt, die Perspektive für Unternehmen,

Vermögen und Familie klärt, die Verantwortlichkeiten

ordnet und die Ergebnisse ineiner Familiencharta dokumentiert

(...). Im Zentrum steht die Familie –nicht steuerliche

Optimierung, nicht rechtliche Beziehungen oder

Ansprüche, sondern das gemeinsame Interesse.

Die steuerliche Optimierung und die rechtliche Ausgestaltung

der erforderlichen Gesellschaftsverträge, Testamente,

Eheverträge, Verzichtsverträge, Vollmachten etc. erfolgen

idealerweise im Anschluss. Die rechtssichere Umsetzung

leistet ebenfalls einen erheblichen Beitrag zur

Streitvermeidung. Sie ist ein wichtiger Pfeiler für Systemvertrauen.

Eine Familienstrategie im Vorfeld erleichtert,

dass die juristischen Regelungen aufeinander abgestimmt

und in ein tragfähiges Gesamtkonzept eingebettet sind,

das das gemeinsame Interesse der Familie widerspiegelt.

Denn selbst unmissverständlich und mit Weitblick formulierte

Verträge und notarielle Urkunden beugen Streitigkeiten

meist nur dann vor, wenn die Beteiligten/Betroffenen

angemessen einbezogen wurden. Ein anschauliches

Beispiel, wie wohlüberlegte Regelungen ins Leere laufen

können, ist das Testament, das bei den Unternehmenserben

Überraschung auslöst und ihnen damit die erforderliche

Kooperation erschwert.

Ist Streit eskaliert, braucht es Verfahren zur Streitbeilegung.

Einer Konfrontation vor Gericht mag eine Familie

ein Mediationsverfahren vorziehen, das neben der Lösung

des punktuellen Streites bewusst auch den Schutz der

familiären Beziehungen im Blick behält (...).“

Quelle: „Gestaltungen zum Erhalt des Familienvermögens“


GELD &GESCHÄFT 19

Weiterbildung unter Palmen

Zu einem Führungsseminar nach Fuerteventura? Das klingt nach einem Synonym für Urlaub und Erholung.

So ist es nicht –aber trotzdem ist die Reise für die Teilnehmer durchaus entspannend.

Vor 20 Jahren bot die Pluspunkt

Unternehmensentwicklung GmbH

zum ersten Mal ein Führungsseminar

auf Fuerteventuraan. EinExperiment,

das aber schnell über dieses

Stadium hinauskam. Bis zu drei Mal

jährlich führt die Firma aus Ascheberg

solche Seminare auf der Kanareninsel

durch.Viele Teilnehmer waren

bereits mehrfach dabei.

Warum sollte man weit

verreisen, um neue

Erkenntnisse über

den eigenen betrieblichen

Alltag zu erhalten?

„Natürlich wird diese Frage immer

mal wieder gestellt,“ schmunzelt Ralf Lohe.

Der Pluspunkt-Geschäftsführer gibt

zu, dass „wir in der Anfangsphase sehr

viel argumentieren mussten, um Teilnehmer

zu gewinnen.“ Das änderte sich

schnell, denn es sprach sich herum, dass

das sechstägige Seminar auf der Insel

wirklich kein Synonym für Urlaub war.

Lohe zitiert zum Beispiel Tobias Reutter,

Leiter Entwicklung der Reventa GmbH,

der sagt: „Grundsätzlich stehe ich solchen

Trainings eher skeptisch gegenüber.

Doch das Führungsseminar auf Fuerteventura

hat mich wirklich begeistert.“

Das Seminar findet „weit weg vom betrieblichen

Alltag in einer angenehmen

Umgebung statt“, so skizziert Lohe den

besonderen Reiz des Angebots. Allein das

schaffeeine entspannteAtmosphäreund

steigere Motivation und Konzentration.

Man könne abends nicht mal eben nach

Hause fahren, um im Betrieb noch ein

paar Dinge zuerledigen –und es habe

sich auch noch kein Teilnehmer nach

zwei oder drei Tagenwieder ins Flugzeug

gesetzt. „Wir sind sechs Tage zusammen

–auch das ist ein Lernprozess,“ sagt Lohe.

Er weiß auch, dass der Insel-Aufenthalt

den Kopf frei macht, „das sagen alle Teilnehmer.“

Und so gehört zum „persönlichen

Seminarplan“ auch schon mal der

Spaziergang am Strand am frühen Morgenoderdas

Training im Fitness-Bereich

der Hotelanlageals Start in den Seminartag.

Motivation steht bei Pluspunkt ganz

vorn. Ralf Lohe und Manfred Rumi (als

weiterer Geschäftsführer) sehen sich

nicht als Unternehmensberater, die zum

Beispiel Marketingprobleme lösen oder

Finanzierungsfragen beantworten. Ihre

Beratung hat einen anderen Ansatz: Der

Unternehmer soll seine eigenen Werteerkennen

und sein Unternehmen danach

ausrichten. Offenheit, Vertrauen, Verantwortung

– „das steckt in den Betriebsinhabern

drin“ wissen Lohe und Rumi aus

langjähriger Erfahrung als Trainer für

Führungskräfte. Viele wüssten dieses

Potenzial jedoch nicht alleine zu entfalten,

„und deshalb entwickeln wir es und

setzen damit einen Prozess in Gang, der

positive Ergebnisse bringt.“

Pluspunkt-Kunden sind mittelständische

Entspannungsübungen am Strand stimmen auf den Tagein –auch das gehört zur Weiterbildung auf Fuerteventura.

Unternehmer aus ganz unterschiedlichen

Branchen – inhabergeführte Betriebe,

„denn um die geht es“, sagt Lohe. Dortalso,

wo der Chef die Beschäftigten persönlich

kennt und die persönliche Verantwortung

hat. Chef und Mitarbeiter sind

das zentrale Thema der Seminare: Probleme

beim Miteinander und deren Lösungen.

Die Umsetzung von Visionen

und neuen Erkenntnissen und die Einführung

neuer Prozesse –also Veränderungen

im Betrieb -seien nur mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern möglich.

Diese Erkenntnis –sowissen Lohe und

Rumi aus langjähriger Beobachtung –

„hat sich noch nicht überall durchgesetzt.“

Den Unternehmern wird deshalb

vermittelt, ergebnisorientiertstatt aufgabenorientiert

zu führen, also zum Beispiel

selbstständiges Arbeiten der Beschäftigten

zu fördern. Lohe: „Wenn es

im Betrieb laufen soll, dann müssen zwei

Gruppen zufrieden sein: die Kunden und

die Mitarbeiter.“

Ein Ziel der Seminare sei es deshalb, die

Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer

zu stärken. Durch Diskussionen während

der Veranstaltung, aber auch beim

gemeinsamen Jogging am Strand und bei

Gesprächen am Abend bei einem Glas

Wein. Unter Palmen und weit weg vom

Alltag.

Hubertus Kost

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Kommunikation fördern: Manfred Rumi (l.) und Ralf Lohe zeigen, wie es geht.

Fotos: privat


20 GELD &

Ganz private Kreditgeschäft

Wer Geld für seine Konsumausgaben benötigt, geht in der Regel zuseiner Bank. Doch im Internet gibt

es jetzt Alternativen. Über Plattformen bieten Anleger ihr Erspartes an.

Kreditbörsen im Netz –sind sie eine

kostengünstige Alternative zum Verbraucherkredit

bei der Bank? Oder

sind sie für Menschen interessant,

die ansonsten keinen Kredit bekommen?Wer

Geld benötigt –egal

ob fürs Eigenheim, für

ein Auto oder für die

Urlaubsreise, geht in

aller Regel zuseiner

Bank und lässt sich ein passendes Kreditangebot

unterbreiten. Allerdings haben

die Finanzkrise und in ihrer Folge die

schärferen Kreditvergabe-Vorschriften

für Banken es kleinen Unternehmer und

vielen Verbrauchern schwer gemacht,

Kredite zubekommen. Doch ein neuer

Trend bietet nun eine Alternative –und

der kommt aus dem Internet: Kreditbörsen.

Einen ersten Boom erreichten diese

Portale, auch P2P-Kreditportale (person

to person) genannt, schon vor einigen

Jahren durch das angekratzte Image

deutscher Kreditinstitute.

Über Online-Kreditplattformen können

sich Privatleute gegenseitig Geld leihen.

Vor allem für Kreditsuchende mit unregelmäßigem

Einkommen oder kuriosen

Finanzierungswünschen sind diese Plattformen

eine Geldbeschaffungsmöglichkeit.

Die zwei bedeutendsten Kredit-Plattformen

in Deutschland heißen derzeit

„Smava“ und „Auxmoney“.

Hier ein Beispiel aus der Geldleih-Praxis

im Netz: Bei einemAutokredit etwamuss

der Kreditnehmer sich zuallererst mit seiner

E-Mail-Adresse und einemBenutzernamen

auf der Internet-Seite registrieren.

Nächster Schritt: Er wählt das gewünschte

Automodell aus, das er finanzieren

möchte–auchalleDetails, vonder

Motorleistung über alle Extras bis zum

Tag der Erstzulassung. Daraufh

in folgt

die Angabe des Kaufpreises, der eigenen

Anzahlung und der Kreditlaufzeit –ebenso

des erwünschten Zinssatzes.Auf Basis

dieser Daten werden die monatliche Rate

Eine starke Kombination für

einenstarken Wirtschaftsraum

179.000 Exemplare

Gesamtauflage

SCHLESWIG-

HOLSTEIN

Puttgarden

und der Effektivzins berechnet, der

neben den Gebühren standardmäßig

auch eine Restschuldversicherung enthält.

Stefanie Laag, Kreditexpertin bei der Verbraucherzentrale

Nordrhein-Westfalen

in Düsseldorf,

rät zur Vorsicht:

„Die Konditionen

der Zinsgestaltung

sind

„Die Konditionen der Zinsgestaltung

sind meist unklar.“

Stefanie Laag, Kreditexpertin der

Verbraucherzentrale NRW

Kreditbörsen gibt es viele. Zwei große Anbieter

sind Auxmoney und Smava. Auf solchen

Plattformen wird der Kontakt zwischen

Investoren und Kreditnehmern vermittelt.

Fotos: Screenshot

meist unklar.“

Zumindest müsse

der Kunde sehr

genauhinschauen, rät Laag. In vielen Fällen

würden über die Plattform der sogenannten

Kreditbörsen aber letztlich auch

Bankkredite vergeben. Grund ist die

RechtslageinDeutschland: Aufgrund gesetzlicher

Bestimmungen müssen Kreditmarktplätze

wie Smava und Auxmoney

in der Bundesrepublik für eine rechtssichere

Abwicklung des jeweiligen Kreditgeschäfts

auf echte Geldinstitute mit

einer Vollbank-Lizenz

zurückgreifen.

So heißt es etwa

bei Smava als

einem der Marktführer

in den Geschäftsbedingungen:

„Um die Vermittlung

von Krediten

zuermöglichen,

arbeitet Smava mit der Fidor Bank

AG undfür Bestandskunden auch mit der

biw Bank für Investments und Wertpapiere

zusammen. Die Banken vergeben die

an die Kreditnehmer vergebenen Kredite

und verkaufen diese ohne P

an die Anleger weiter.“ Des

ten weder Anleger noch K

eine Banklizenz,heißt es do

dem unterlägen die Daten

und Kreditnehmer bei den

Bankgeheimnis. Ebenso se

Banken eingezahlteund nic

Anleger-Guthaben von der

Einlagensicherung abgesi

„Dennoch rate ich vor a

unerfahrenen Kunden,

vorsichtig zu sein.“

Stefanie Laag, Kreditexpertin

bei der Verbraucherzentrale NRW

Laag haben deshalb Mensc

ihrer Bank nicht kreditwürd

über Kreditbörsen wohl k

günstig anGeld zukomme

Fall ist das bislang kein groß

lativiert die Verbrauchersc

Bedeutung der Kreditbörse

Doch nicht nur Verbrauch

auf den Kreditmarktplätzen

Glück, auch mittelständisch

men steht dieserWeg offen,

perten zufolge kaum genut

„Ich rate vor allem unerfa

den, vorsichtig zu sein“, em

nie Laag, Kreditexpertin bei

cherzentrale NRW.

Für Investoren ist entscheide

die Kreditausfallquote bei d

leihen via Internet ist. Smav

Anteil jüngst mit relativ ko

Prozent an. Um die Ausfallg

Anleger zu minimieren, w

Pools eingerichtet, in denen

die gleiche Bonitätsklasse

Denn im Gegensatz zu den r

ditinstituten gibt es bei den

sen keine Einlagensicherun

Für die Geldgeber scheine

börsen ein lukratives Geschä

Jahresbeginn verbreitete

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direktem WegzuIhrer Zielgruppe

in Nordwestdeutschland

Ohne Streuverluste ·Überregional ·Vorteilhafte Konditionen

Geld können Kreditnehmer auch über das Internet ausleihen. Kreditbörsen sind aber nicht immer eine sin


GESCHÄFT

21

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Online-Börg.

ndie Kreditft

zu sein. Zu

Smava eine

volle Alternative zur Bank.

Um einen Kredit zu bekommen, braucht man nicht unbedingt eine klassische Bank.

Foto: dpa

über alle Anlageklassen gemittelteRendite

von rund sechs Prozent –angesichts

des Null-Zins-Niveau bei vielen Sparformen

ein glänzender Wert.

Doch nicht immer führen die Kreditbörsen

eine Schufa-Bonitätsprüfung vor, Experten

von „Finanztest“ haben deshalb

mehrfachfür einigeAnbietervor erheblichen

Risiken gewarnt.

Und die Kreditnehmer sollten bei den Online-Angeboten

nicht nur aufdie Zinslast

achten. Es gibt meist vielfältige Gebühren,

vor allem dann, wenn die Bonität

tendenziell schlecht ist. Für Investoren

können Kreditnehmer mit begrenzter,

Bonität interessant sein: HöhereRisiken

bringen schließlich in der Regel höhere

Renditen. Daran kann sich für Verbraucher

und Investoren eine Win-win-Situation

ergeben: Die einen machen kräftig

Gewinn, die anderen bekommen überhaupt

einen Kredit.

Doch Verbraucherzentralen warnen:

„Genau hinschauen“, heißt es da. Niels

Nauhauser von der Verbraucherzentrale

Baden-Württemberg wies allerdings im

„Manager Magazin“ kürzlich auch auf die

große Chance hin, günstiger an Geld zu

kommen. „Als Alternative zueinem herkömmlichen

Bankkredit kann ein Angebot

über ein Kreditportal interessant

sein“, so Nauhauser.Dies geltebesonders

für Kunden mit Einträgen imSchufa-Register.Oft

bietedie klassische Bank in diesen

Fällen nur sehr kostspieligeKonditionen.

Jürgen Stilling

KREDITVERGABERICHTLINIE

Mit der Kreditvergaberichtlinie werden

das Procedere und der organisatorische

Ablauf der Kreditvergabe an

Privatpersonen sowie an Firmen,

Selbstständige, Unternehmen und

Gewerbetreibende geregelt. Mit seiner

Kreditvergabe geht der Kreditgeber

ein Kreditausfallrisiko ein. Es ist

das latente Risiko, dass der Kredit

nicht, nur teilweise oder auch nicht

termingerecht zurückgezahlt wird.

Mit Kredit sind immer die Kreditsumme

sowie die vereinbarten Zinsen gemeint.

Um dieses Risiko möglichst realistisch

einzuschätzen, gibt es Kreditvergaberichtlinien,

die vom Gesetzgeber

in regelmäßigen Abständen verändert

und modifiziert werden.

Der Kreditnehmer muss kreditwürdig

sein, heißt: Er muss die notwendige

Bonität haben. Damit ist gemeint,

dass er von seinem laufenden Einkommen

und seiner Vermögenssituation

her in der Lage sein muss, den

erhaltenen Kredit vertragsgemäß zurückzuzahlen.

Einerseits wird dazu

die Bonität bewertet, andererseits

werden einzelne Kreditformen besichert.

Beim Autokredit ist die Besicherung

der hinterlegte Kfz-Brief.

Immobiliendarlehen werden durch

eine Grundschuldeintragung im

Grundbuch besichert.

jst

OFFEN GESAGT

Eine enge Marktnische

Das Angebot klingt attraktiv: Statt

komplizierter Bankberatung geht

es einfach mit wenigen Mausklicks

zum preisgünstigen Kredit. Doch Vorsicht:

Nicht alles, was preisgünstig und

komfortabel erscheint, ist risikolos. Vor

allem: Wer die Hoffnung hat, im Internet

problemlos ohne üppige Bonitätsprüfung

an frisches Geld zu kommen,

irrt. Auch die Kreditbörsen schauen genau

hin, wer das Geld der Investoren

bekommt. Wenn man indie schlechteste

Bonitätsklasse eingestuft wird, wird

der Zinssatz entsprechend hoch angesetzt.

Hinzu kommen vor allem bei

schwacher Bonität meist hohe Gebühren.

Klar ist aber auch: Wenn es gut läuft,

profitieren beim Kredit per Internet sowohl

Geldnachfrager als auch private

Investoren: Schuldner bekommen

einen bezahlbaren Kredit. Für Anleger,

die die Mini-Zinsen auf Tagesgeld- und

Festgeldkonten satt haben, gibt es

einen Zugang zu einer neuen Anlageklasse

mit üppigeren Zinsen –aber

gleichzeitig auch einem höheren Risiko.

Insgesamt sind Kreditbörsen bis heute

noch eine enge Marktnische. Dass sich

das grundlegend ändert, ist kurz- und

mittelfristig nicht zu erwarten. Denn

auf der Anleger- und auf der Kreditnehmer-Seite

muss der Mut vorhanden

sein, den besonderen Weg zugehen.

Das aktuelle Niedrigzins-Niveau an den

globalen Finanzmärkten dürfte derzeit

jedoch ein solches Investment für manchen

Anleger attraktiv erscheinen lassen.

Bei Kreditportalen gilt allerdings das,

was auch auf Aktien- und Anleihemärkte

zutrifft: Wer mehr Rendite erzielen

will, muss ein höheres Risiko

eingehen. Wenn sich Investoren dieser

Gefahr bewusst sind, kann die Vergabe

eines Privatkredits durchaus lohnend

sein. Allerdings ist auch ein Totalverlust

nicht ausgeschlossen.

Jürgen Stilling

Foto: colourbox.de

Ein Team. Ein Ziel. Eine Mission.

MitErfahrung,Fachwissen und der stetigen

Motivation zur Verbesserung der

eigenen Leistungsstärke erfüllen wirindividuelle

Planungs- und Bauaufgaben.

Seit 50 Jahren. Undauch in Zukunft. Wir

sindCharaktereaus der Region, die mit

grundsätzlichem Kostenbewusstsein,

einfallsreichem Umgang mit Ressourcen

und spezialisiertemKnow-howoptimale

Ergebnisse garantierenund den

Immobililen-Lebenszyklus effektiv verlängern.Bundesweit

aktiv,jedochstets

der Heimatregion Gronau verbunden,

übernehmen wir auch abseits unserer

Kerntätigkeiten Verantwortung -denn

unser Familienunternehmen steht für

MEHR ALS ENTWICKELN, PLANEN

UND BAUEN.


HANDELSREGISTER

STADT MÜNSTER

NEUEINTRAGUNGEN

HR B16369 Alegris Holding GmbH, Lechtenbergweg 29, 48165 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Erwerb,die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen und Immobilien, soweit diese nicht genehmigungspflichtig

sind, sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen im eigenen Vermögen, einschließlich

der zukünftigen Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung von Handelsgesellschaften.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Erk Schuchhardt, Münster. 24. 11. 2016

HR B16336 Alliance Automotive Service GmbH, Albersloher Weg275, 48155 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Erbringung von Serviceleistungen fürandere Unternehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Julius Fabian Roberg, Münster. 4.11. 2016

HR A10229 AS Anlegergemeinschaft XV GmbH &Co. KG, Hansestr. 51–53, 48165 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist die Entwicklung von Bauprojekten und -vorhaben sowie die Vermittlung von

Bauaufträgen jeder Art, insbesondere die Entwicklung von Wohn- und Gewerbebauten, die Erstellung, die

Verwaltung und Veräußerung von Wohn- und Gewerberbauten. Haft. Ges.: terraplan GmbH, Seehausen (Altmark).

2. 3. 2016

HR B16366 ASM-Audit Service Münster GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hülsebrockstr. 8,

48165 Münster. Gegenstand des Unternehmens sind die fürWirtschaftsprüfungsgesellschaften gesetzlich und

berufsrechtlich zulässigen Tätigkeiten gemäߧ2inVerbindung mit §43aAbs.4WPO,insbesondere 1. betriebswirtschaftliche

Prüfungen, insbesondere solche von Jahresabschlüssen wirtschaftlicher Unternehmen durchzuführen,

2. Beratung der Auftraggeber in steuerlichen Angelegenheiten, 3. Wirtschafts- und Unternehmensberatung,

4. Gutachter- und Sachverständigentätigkeiten, Handels- und Bankgeschäfte sind ausgeschlossen. Die

Gesellschaft ist berechtigt, sich an Gesellschaften ähnlicher Art zu beteiligen oder gleichartige Unternehmen zu

erwerben. Sie darf Zweigniederlassungen errichten, soweit die berufsrechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt

sind (§ 47 WPO) Stammkapital: 30.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Frank Niemer, Hörstel; Geschäftsf.

befreit v. §181: Arno Ruffer, Rechtsanwalt, Münster; Geschäftsf. befreit v. §181: Martin Schulz König,

Münster. 22. 11. 2016

HR A10331 Bad Oeynhausener Tankstellenentwicklung und Vermietung GmbH &Co. KG, Parkallee

15, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf sowie der Vertrieb von Grundstücken

und Immobilien insbesondere auf dem Gebiet der Stadt Bad Oeynhausen gelegene Tankstellen, sowie

die Konzeptionierung und das Betreiben von Fremd- und Eigen- immobilien, das Halten und Betreuen der vorstehend

genannten Vermögensgegenstände,ihre Verwaltung, Vermietung, Verpachtung sowie die Veräußerung

oder Verwertung in sonstiger Weise,sowie alle Tätigkeiten, die geeignet erscheinen, unmittelbar oder mittelbar

den vorgenannten Gesellschaftszweck zu fördern. Haft. Ges.: Bad Oeynhausener Tankstellenentwicklung und

Vermietung Beteiligungs GmbH, Münster. 31. 10. 2016

HR B16372 Barhoum Vermögensverwaltung GmbH, Münstermannweg 14, 48153 Münster. Gegenstand

des Unternehmens sind der Erwerb, die Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Firas Barhoum, Münster. 25. 11. 2016

HR B16347 Bodybutler GmbH, Königsberger Str.132, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Errichtung und der Betrieb eines Personal Training Fitnessclub sowie die Erbringung und Vermittlung von

Dienstleistungen im Bereich Gesundheit, Ernährung und Gastronomie.Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf.

befreit v. §181: Joël Krause,Münster. 10. 11. 2016

HR B16331 Büge GmbH, Albersloher Weg 275, 48155 Münster. Der Gegenstand des Unternehmens ist die

Übernahme und Verwaltung von Geschäftsanteilen und Vermögenswerten der Unternehmensgruppe Büge in

Lübeck und Flensburg. Stammkapital: 26.000,– EUR. Geschäftsführer: Julius Fabian Roberg, Münster.

2. 11. 2016

HR B16338 Bürgerbad Handorf gGmbH, Heriburgstr. 17, 48157 Münster. Gegenstand der Gesellschaft

sind die Errichtung und der Betrieb eines Hallenbades in Münster-Handorf zur Förderung der körperlichen

Ertüchtigung und Gesundheitsvorsorge. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ralf Ernst Thaleiser,

Münster. 8.11. 2016

HR B16332 Cluepanda UG (haftungsbeschränkt), Hafenstr.64Haus I, 48153 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Beratung, Entwicklung sowie der Betrieb von Softwaresystemen. Stammkapital: 2.500,–

EUR. Geschäftsführer: Sebastian Glasmeyer,Münster; Geschäftsführer: Ruwen Wichelhaus,Münster.

2. 11. 2016

HR B16359 Cruisecon GmbH, An der Alten Ziegelei 36b, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Durchführung von Beratungs- und Managementleistungen jeglicher Art, insbesondere in technischen,

kaufmännischen, prozessualen und organisatorischen Bereichen, zur Steigerung der Effizienz für Kreuzfahrtschiffe

und/oder Personenbeförderungsschiffe jeglicher Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Franz Beckmann, Münster. 16. 11. 2016

HR B16367 db Versicherungsmakler UG (haftungsbeschränkt), Harkortstr. 13, 48163 Münster. Die

Vermittlung von Versicherungen und Finanzierungen durch die Gesellschaft. Stammkapital: 300,– EUR.

Geschäftsführer: Ksenia Korolkov,Emsdetten. 23. 11. 2016

HR B16324 Demcon Systems Engineering GmbH, Mendelstr. 11, 48149 Münster. Das Entwerfen von

mechatronischen Produkten und Produktmitteln, die Erstellung von Prototypen, Nullserien und ersten Anlaufserien

sowie die Beratung und Erarbeitung von technischen Lösungen im Auftrag Dritter. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Denis Alexander Schipper,PDEnschede (NL). 27. 10. 2016

HR B16362 FB Beteiligungs GmbH, Kinderhauser Str.110, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften sowie die Entwicklung

und das Halten von Patenten und sonstigen Schutzrechten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Johannes Brück jun., Münster; Geschäftsführer: Johannes Brück sen., Münster. 17. 11. 2016

HR A10335 freiStil eK, Bahnhofstr. 9,48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Personenbetreuung,

insbesondere die Beaufsichtigung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere die Jugendhilfe.

Inhaber: Michael Herbert Amenda, Havixbeck. 21. 11. 2016

HR B16364 Hengst Holding AG, Nienkamp 55–85, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die

Beteiligung an anderen Unternehmungen der Hengst-Gruppe, die ihrerseits die Entwicklung, Herstellung und

den Vertrieb von Filtersystemen und Motorenkomponenten jeder Art sowie die Herstellung und den Vertrieb von

Werkzeugen und Maschinen für deren Produktion betreiben. Grundkapital: 10.620.000,– EUR. Vorstandsmitglied:

Dr.Robert Stößer,München; Vorstandsmitglied: Christopher Heine,Münster. 18. 11. 2016

HR B16333 HK2 GmbH, Hafenweg 46–48, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb

sowie das Halten und Verwalten von eigenem Vermögen, insbesondere von eigenen Beteiligungen an anderen

Unternehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Peter Wilhelm Bensmann, Münster. 2.11. 2016

HR B16370 das HörConcept Verwaltungs GmbH, Aegidiimarkt 6, 48143 Münster. Die Übernahme der

Komplementärstellung, insbesondere in der HörConcept GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsf.befreit v. §181:Friederike Engelhardt, Stuttgart. 24. 11. 2016

HR B16303 West-Immo-Pro GmbH, Gievenbecker Weg 210, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Handel mit und die Projektentwicklung von Immobililen aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Günter Franz Ferdinand Schiffers,Münster. 14. 10. 2016

HR A10332 Jenabzadeh e.K., Hägerstr. 244, 48161 Münster. Betrieb eines Lebensmittelmarktes und alle

damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Inhaber: Seyed Fakhroddin Jenabzadeh, Münster.

10. 11. 2016

HR B16346 Jump and Play GmbH, Robert-Bosch-Str.16, 48153 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Betrieb von Freizeit- und Lifestyleanlagen inklusive der dazu gehörenden Gastronomie sowie die Durchführung

und Planung von Veranstaltungen aller Art. Stammkapital: 27.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas

Heinrich Ahlemeyer,Münster. 10. 11. 2016

HR B16349 von Ketteler Property KM GmbH, Alter Steinweg 47, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Erwerb,die Veräußerung, das Halten und Verwalten und die Vermietung und Verpachtung von

Grundbesitz. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Friedrich-Carl Freiherr von Ketteler-Harkotten,

Sassenberg; Geschäftsführer: Franz Gemmeke, Laer. 11. 11. 2016

HR B16330 Keusgen Beteiligungs GmbH, Von-Vincke-Str. 5–7, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Beratung von Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Restrukturierung und Sanierung

(keine Rechtsberatung). Stammkapital: 25.200,– EUR. Geschäftsführer: Michael Josef Keusgen, Münster.

2. 11. 2016

HR B16322 KINETIC+ GmbH, Vörnste Esch 11, 48167 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die

bundesweite Durchführung sowie Vermittlung aller Bestandteile und Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

und der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Gegenstand erstreckt sich auf alle Hilfsund

Nebengeschäfte, die mit dem Hauptzweck in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Stammkapital:

25.200,– EUR. Geschäftsführer: Nicole Tomas, Münster; Geschäftsführer: Markus Hildebrandt, Schermbeck;

Geschäftsführer: Burkhard Westermann, Schermbeck. 27. 10. 2016

HR B16341 König Sushi Bar UG (haftungsbeschränkt), Neubrückenstr.73, 48143 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist der Betrieb eines Restaurants.Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Sonja Drolma

Herrmann, Frankfurt am Main. 10. 11. 2016

HR B16308 Kopfwerk.me UG (haftungsbeschränkt), Wolbecker Str.16a, 48155 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist der Betrieb eines Friseurgeschäfts und einer Galerie für zeitgenössische Kunst. Stammkapital:

500,– EUR. Geschäftsführer: Steven Averbeck, Münster. 20. 10. 2016

HR B16315 L&S UG (haftungsbeschränkt), Auf der Horst 44, 48147 Münster. Der Handel mit Textilprodukten,

das Trendscouting und die Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Erwerb und die Verwaltung

von Immobilien. Die Gesellschaft kann in diesem Rahmen alle Geschäfte durchführen, die zur Erreichung des

Zwecks notwendig und nützlich erscheinen. Stammkapital: 5.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Riccardo

Coico,Münster. 21. 10. 2016

HR B16361 LANDMARKEN Münster GmbH, Hafenplatz 4, 48155 Münster. Die Vorbereitung, Planung und

Durchführung von Immobilienprojekten, der Erwerb und die Veräußerung von Grundstückseigentum, Wohnungs-

und Teileigentum sowie grundstücksgleicher Rechte,die Verwaltung eigenen und fremden Grundbesitzes

sowie die Erbringung von Beraterleistungen. EineTätigkeit gemäß §34c Gewerbeordnung ist ausgeschlossen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Norbert Hermanns, Aachen; Geschäftsführer: Jens Peter

Kreiterling, Aachen. 17. 11. 2016

HR B16351 Lebenskreise Libelle GmbH, Saarbrücker Str.110, 48151 Münster. Die Beratung, Betreuung

und Fort- bzw.Weiterbildung vonqualifizierten Projekt- und Pflegestellen,Wohngruppen fürKinder und Jugendliche

mit und ohne Behinderung in der stationären, teilstationären und ambulanten Hilfe für Kinder, Jugendliche,junge

Erwachsene und deren Familien sowie die Obacht über die Einhaltung des Kinderschutzes.Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Hedda Claashen, Münster. 14. 11. 2016

HR B 16343 Little Buddha GmbH, Verspoel 21–22, 48143 Münster. Der Betrieb einer Gaststätte bzw. eines

Restaurants, indem nepalesische Speisen angeboten und verkauft werden. Ferner hat die Gesellschaft die

Beteiligung an anderen Unternehmen mit einem verwandten Unternehmenszweck sowie deren Geschäftsführung

unter Übernahme der unbeschränkten Haftung zum Gegenstand. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Tanka Lamsal, Münster; Geschäftsführer: Surya Prasad Tiwari, Münster. 10. 11. 2016

HR B16368 Lutter-Günther Verwaltungs-GmbH, Soetenkamp 9a, 48149 Münster. Die Übernahme der

Geschäftsführung als persönlich haftende Gesellschafterin der Lutter-Günther GmbH &Co. KG mit dem Sitz in

Münster (nachfolgend Kommanditgesellschaft genannt), die Vornahme aller damit im Zusammenhang stehenden

Geschäfte sowie die Förderung des Unternehmenszwecks der vorgenannten Kommanditgesellschaft innerhalb

ihres Unternehmensgegenstandes. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Rolf Lutter-Günther,

Münster; Geschäftsführer: Dr.Ute Lutter-Günther,Münster. 23. 11. 2016

HR B16325 Nalingo Haustechnik und IT-Service UG (haftungsbeschränkt), Delstrup 10, 48167 Münster.

Hausdienstleistungen und Dienstleistungen im IT-Bereich sowie der Handel mit IT-Produkten. Stammkapital:

300,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Danesh Hedjazi, Münster. 28. 10. 2016

HR A10330 N-SB Natursteine –Sonderbaustoffe GmbH &Co. KG, Köstendeel 17, 48157 Münster.

Vertrieb von Natursteinen und Sonderbaustoffen sowie der Garten- und Landschaftsbau und die Vermittlung

von Pflasterarbeiten an Dritte.Haft. Ges.: N-SB Verwaltungs GmbH, Münster. 31. 10. 2016

HR B16334 Nephrocare Münster GmbH, Hohenzollernring 68, 48145 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Gründung und der Betrieb eines medizinischen Versorgungszentrums im Sinne des §95SGB V

in Münster und aller hiermit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten sowie die Bildung von Kooperationen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dr.Sebastian Knoll, Frankfurt am Main; Geschäftsführer: Michael

Mareth, Fernwald. 3. 11. 2016

HR B16371 D.O.T.S.S. Prime Verwaltungs GmbH, Rothenburg 14–16, 48143 Münster. Die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung bei Handelsgesellschaften, insbesondere

die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der D.O.T.S.S. Prime GmbH &Co. KG mit Sitz in

Münster. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Philip Duffner, Münster; Geschäftsführer: Thomas

Schult, Münster. 25. 11. 2016

HR B16313 SchaltPlan Programmierung UG (haftungsbeschränkt), Steinbrede 62, 48163 Münster.

Gegenstand des Unternehmens sind die Planung, Projektierung und Inbetriebnahme von haustechnischen

sowie industriellen Anlagen jeglicher Art, ferner die wirtschaftliche Beratung und Betreuung von Energieverwendern

bei der Energiewahl. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Jan Bölting,

Münster. 21. 10. 2016

HR B16323 sharebiz GmbH, Rothenburg 14–16, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die

Entwicklung, Weiterentwicklung und Betrieb von Systemen, Onlineplattformen, die Entwicklung und Weiterentwicklung

und Generierung von Datenbanken und Vermarktung von Informationen, der Kauf und Verkauf

von Onlineplattformen und Systemen, die Vergabe von Lizenzen zu Systemen, Technologien, Plattformen und

Daten sowie der Kauf- und Verkauf von Unternehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Joachim

Schaper,Dortmund; Geschäftsführer: Thomas Schult, Münster. 27. 10. 2016

HR B16365 ST-Verwaltungs-GmbH, 48200 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als

persönlich haftende Gesellschafterin und die Übernahme der Geschäftsführung an der Sluka-Taatz Immobilien

GmbH &Co. KG.Der Gesellschaft ist jede Betätigung gestattet, die geeignet ist, mittelbar oder unmittelbar den

Zweck des Unternehmens zu fördern. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Monica Sluka-Taatz,

Münster. 21. 11. 2016

HR B 16354 Strahlentherapie am Clemenshospital, MVZ GmbH, Am Kleibach 16a, 48153 Münster.

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines medizinischen Versorgungszentrums und die Durchführung

von Untersuchungen und Heilkundeleistungen insbesondere im Bereich fachärztlicher,strahlentherapeutischer

Leistungen. Die ärztlichen Leistungen werden von Fachärzten erbracht. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Arnt-René Fischedick, Münster. 15. 11. 2016

HR B16355 trans-acta Datenschutz GmbH, Egbert-Snoek-Str.1,48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Erbringung von Datenschutzdienstleistungen. Stammkapital: 30.000,– EUR. Geschäftsführer:

Carsten van Straelen, Münster. 16. 11. 2016

HR A10338 Die Werse KG, Schifffahrter Damm 87, 48145 Münster. Verwaltung eigenen Vermögens. Pers.

Haft. Ges.: Andreas Albers,Münster. 23. 11. 2016

HR B16337 WestfalenTreuhand UG (haftungsbeschränkt), Lippstädter Str.42, 48155 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist das treuhänderische Halten und Verwalten von Gesellschaftsanteilen und Unternehmensbeteiligungen.

Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Guido Bleckmann, Münster.

8. 11. 2016

HR G449 WMO Wohnungsbaugenossenschaft Münster-Osnabrück eG, Scheibenstr.117, 48153 Münster.

1) Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute,sichere,sozial

und ökologisch verwantwortbare Wohnungsversorgung in der Wirtschaftsregion Münster und Osnabrück. Sie

entzieht dadurch die Gebäude sowie Grund und Boden dauerhaft jeglicher spekulativen Verwertung. Die

Genossenschaft unterstützt Wohnprojekte bei Aufbau inner- und außerhalb der Genossenschaft. Hierzu bietet

die Genossenschaft ihren Mitgliedern Dienstleistungen zum Wohnen und Leben in gemeinschaftlich verwalteten

Wohnformen bzw.Wohnanlagen an. 2) Gegenstand des Unternehmens ist u.a. a) die Übernahme aller im

Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben

insbesondere Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe,soziale,

wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und wohnbegleitende Zusatzleistungen (betreuende, pflegerische

und/oder hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Informations- und Kommunikationsdienste); b) die Unterstützung,

bei der Suche und/oder Bereitstellung von Grundstückenund Gebäuden; c) die Übernahme aller anfallenden

Aufgaben des technischen Gebäudemanagements wie z. B. Betrieb der gebäudetechnischen Anlagen,

Instandhaltung des Gebäudes und der technischen Anlagen, Versorgung des Gebäudes bzw.seiner Nutzer mit

Gas, Wasser, Wärme und Strom usw., Entsorgung von Abfällen und Abwässern etc.; d) die Übernahme aller

anfallenden Aufgaben des wirtschaftlichen Gebäudemanagements wie z. B. die Verwaltung und das Management

von Verträgen (Miet- bzw.Nutzungsverträgen, Verträge mit Versicherungen, Wartungsfirmen, Energieversorgern),

die Objektbuchhaltung, die Erstellung von Jahresabschlüssen, das Kosten- und Liquiditätsmanagement

(Planung, Abrechnung, Kontrolle und Berichtswesen), Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen

etc.; e) die eigenständige technische und/oder wirtschaftliche Entwicklung einzelner Wohnprojekte bis zum

Übergang in eine eigenständige Wirtschafts- und Rechtsform oder im Verbleib des Eigentums der Genossenschaft;

f) die Vorbereitung, Planung und Durchführung von Neubau-, Übernahme- und Sanierungsmaßnahmen

inklusive der Erarbeitung und Realisierung von Finanzierungs- und Fördermittelkonzepten. (3) Die Genossenschaft

kann Zweigniederlassungen errichten. (4) Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder

ist zugelassen. Der Vorstand beschließt mit Zustimmung der Generalversammlung über die Voraussetzungen

(28 Buchst. x). (5) Die Genossenschaft ist berechtigt sich im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit an anderen

Unternehmen zu beteiligen. Vorstandsmitglied: Andreas van der Meulen, Münster. 24. 11. 2016

HR B16327 WWU.Campus.GmbH, Steinfurter Str.13, 48149 Münster. Die Vermarktung vorhandener Raumund

Flächenressourcen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (nachfolgend: WWU), soweit sie nicht

fürForschung und Lehre benötigt werden, das zentrale Tagungs- und Kongressmanagement zur Entlastung und

Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen sowie die Entwicklung

und Organisation von Veranstaltungspaketen und -formaten für Dritte. Die Gesellschaft dient einer unternehmerischen

Hochschultätigkeit gemäß §5Abs. 7S. 2des Hochschulgesetzes NRW für sonstige Zwecke im

Umfeld der Aufgaben nach §3des Hochschulgesetzes NRW. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Ninja Schmiedgen, Münster. 31. 10. 2016

HR B16321 your project UG (haftungsbeschränkt), In der Au 42, 48159 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Betreuung von Start-Ups und Projekten sowie die Beschaffung von Finanzierungsmitteln.

Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Dmitrij Dubatovka, Münster. 26. 10. 2016

HR B16307 Zaps Beteiligungsgesellschaft mbH, Tannenhofallee 10, 48155 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist der Erwerb,das Halten und die Verwaltung von Vermögen, wie etwa den Anteilen an Unternehmen

und Gesellschaften, insbesondere von Geschäftsanteilen an der qantr GmbH mit Sitz in Berlin. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dietrich Zaps,Münster. 20. 10. 2016

HR B16320 Zwanzig20 UG (haftungsbeschränkt), Hammer Str. 30, 48153 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Führung und das Betreiben gastronomischer Betriebe und aller Nebengeschäfte, sowie

das Abschließen der hierzu erforderlichen Miet- und Pachtverträge. Stammkapital: 4.000,– EUR. Geschäftsführer:

Melani Surla, Münster; Geschäftsführer: Mani Ramezani, Münster. 26. 10. 2016

INSOLVENZEN

Blue MareYachting Verwaltungs-GmbH, 48165 Münster. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 7. 10.

2016 –73IN30/16). Gemäß §65Absatz 1Satz 3GmbHG von Amts wegen eingetragen. 10. 11. 2016

Blue Mare Marine GmbH &Co. KG, 48165 Münster. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 21. 10. 2016 –

73 IN 24/16). Gemäߧ143 Absatz 1Satz 3, §161 Absatz 2HGB von Amts wegen eingetragen. 15. 11. 2016

Croliba GmbH, 48165 Münster. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 82 IN 1/14) vom 20. 10.

2016 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 24. 11. 2016

Informations Service Center Münster eingetragene Genossenschaft (ISC Münster eG), 48147

Münster. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 34/16) vom 1. 11. 2016 ist über das Vermögen der

Genossenschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Genossenschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 21. 11. 2016

KREIS BORKEN

NEUEINTRAGUNGEN

HR G218 Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden eG, Hoher Weg2,48683 Ahaus. Die Errichtung

und Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, insbesondere Windkraftanlagen; der

Absatz der gewonnenen Energie in Form von Strom und/oder Wärme; die Unterstützung und Beratung in

Fragen der regenerativen Energiegewinnung einschließlich einer Information von Mitgliedern und Dritten,

sowie einer Öffentlichkeitsarbeit; gemeinsamer Einkauf von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien für

Mitglieder und Dritte. Vorstandsmitglied: Heinz Bendfeld, Heek; Vorstandsmitglied: Gregor Ahler, Ahaus;

Vorstandsmitglied: Karl-Heinz Siekhaus,Coesfeld. 8. 9. 2016

HR B16523 Limes 8GmbH, Juttastr.15, 48683 Ahaus. Die Vermarktung von Markenrechten, insbesondere

der Marke Limes 8inallen Geschäftsbereichen sowie die Vergabe von Lizenzen für das vorgenannte Produkt.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Andreas Langa, Ahaus. 3.11. 2016

HR A8193 A&FGrundbesitz Kaufbeuren GmbH &Co. KG, Dinxperloer Str.18–22, 46399 Bocholt. Die

Entwicklung und Verwaltung des Immobilienprojekts „Forettle“ in Kaufbeuren. /HR4.4.12 Haft. Ges.: TBP

Gewerbebau Komplementär GmbH, Bocholt. 22. 11. 2016

HR B16524 Bochina Ceres Vermögensverwaltungs-GmbH, Ennepestr. 1,46395 Bocholt. Verwaltung

eigenen Vermögens.Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christina Peters,Kleve. 4.11. 2016

HR A8192 ITB München Rappenweg B.V. &Co. KG, Dinxperloer Str.18, 46399 Bocholt. Der Erwerb,die

Verwaltung, langfristige Vermietung und Verpachtung eigener Gewerbeobjekte, Verwaltungsgebäude sowie

Wohn- bzw. Geschäftshäuser soweit sich diese Objekte in München bzw. inder näheren Umgebung von

München befinden. Persönl. haft. Gesellschaft (Firma): ITB Management Süd B.V., Varsseveld. 21. 11. 2016

HR A8185 One Family-Records e.K., Nordstr. 29, 46399 Bocholt. Das Betreiben eines Musiklabels zum

Vertrieb von eigen produzierter Musik. Inhaber: Simon Tepasse,Bocholt. 31. 10. 2016

HR A8197 Vitcos GmbH &Co. KG, Leopoldstr.2A, 46397 Bocholt. Die Vermittlung und Betreuung von Versicherungen

aller Art sowie die Vermittlung von Bausparverträgen und Immobilienfinanzierungen (Versicherungs-

und Finanzmaklertätigkeit), soweit dafür keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist.).

Haft. Ges.: FinanzPoint Verwaltungs-GmbH, Bocholt. 28. 11. 2016

HR A8189 Deutsche Glasfaser Asset IV GmbH &Co. KG, Ostlandstr. 5,46325 Borken. Erwerb, sowie

das Halten und Verwalten von Vermögensgegenständen aller Art, insbesondere der Erwerb,das Halten und Verwalten

und die Verpachtung oder anderweitige entgeltliche Gebrauchsüberlassung von Glasfasernetzen, sowie

sämtliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit deren Ausbau, Betrieb und Veräußerung, sowie alle damit im

Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Haft. Ges.: Deutsche Glasfaser Asset IGmbH, Gronau (Westf.).

11. 11. 2016

HR A8171 Montageteam Westmünsterland GmbH &Co. Kommanditgesellschaft, Engelradingstr.

49, 46325 Borken. Verlegung von Elektrokabeln und Leitungen, EDV-Verkabelung, strukturierte Verkabelungen,

Montage und Anschluss von Lichtbändern,Kabeltrassenbau, Montage von Kabeltragsysteme, allgemeine

Montagearbeiten sowie Handel mit Leuchten, Verlegesystemen, Kabeln und Leitungen. Haft. Ges.: Montageteam

Westmünsterland Verwaltungsgesellschaft mbH, Borken. 28. 9. 2016

HR B16487 mwtex GmbH, Hohe Oststr. 75, 46325 Borken. Handel und die Pflege von Berufskleidung,

Schmutzfangmatten, Waschraumhygienebedarfsartikeln und Reinigungsartikeln aller Art, einschließlich deren

Vermietung, sowie der Betrieb von Wäschereien. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jan Böing,

Düsseldorf. 6.10. 2016

HR B16520 Peter Kramer Fahrzeugbau GmbH, Schuckertstr. 8,48712 Gescher. Die Herstellung, der

Handel, die Vermietung von Fahrzeugen aller Art insbesondere: LKW, Trailer und Anhänger, Nutzfahrzeuge,

Baufahrzeuge, Landmaschinen, Forstmaschinen und Luxuskraftfahrzeugen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Peter Kramer,Gescher. 31. 10. 2016

HR B16526 Al Arabia Business Service Center, Kleine Brookstr. 18A,48599 Gronau (Westf.). Unternehmensberatung

und Vermögensberatung aller Art sowie der Import und Export von PKW und PKW-Teilen

Stammkapital: 30.000,– EUR. Geschäftsführer: Ümit Uslu, Gronau (Westf.). 4. 11. 2016

HR B16536 Eurobana GmbH, Mondstr.8,48599 Gronau (Westf.). Im- und Export von Obst und Gemüse.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Martinus Pit, Gronau (Westf.). 15. 11. 2016

HR B16541 NELOWatches Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Buterlandstr. 89, 48599

Gronau (Westf.). Onlinehandel mit Uhren. Stammkapital: 750,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Marijke

Kamp,AWEnschede. 22. 11. 2016

HR B16534 Maschinenhandel Münsterland UG (haftungsbeschränkt), Buchenstr.27, 46359 Heiden.

Handel mit technischen Geräten sowie deren An- und Vermietung. Stammkapital: 1,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Leo Dohmen, Heiden. 11. 11. 2016

HR B16510 Primero Europe GmbH, Industriestr. 2,48739 Legden. Aufbau und die Entwicklung von

Pferdeanhängern und Pferdetransportern, sowie der Verkauf von Pferdeanhängern und Pferdetransportern an

die Händler in Deutschland/Europa. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dennis Petersen, Brilon.

21. 10. 2016

HR A8195 Schulze Beikel Bullenmast KG, Beikelort 39, 48739 Legden. Bullenmast und Ackerbau. Pers.

Haft. Ges.: Norbert Schulze Beikel, Legden. 25. 11. 2016

HR A8186 Immobilien Brömmel GmbH &Co. KG, Ährenfeld 7, 46348 Raesfeld. Hausverwaltung,

Maklertätigkeiten und Baubetreuung sowie Bauträgertätigkeiten. Haft. Ges.: Brömmel Verwaltungs GmbH,

Raesfeld. 4. 11. 2016

HR B16519 Pascha Kebap Rhede UG (haftungsbeschränkt), Hohe Str. 15, 46414 Rhede. Der Betrieb

eines Imbissrestaurants. Stammkapital: 10.000,– EUR. Geschäftsführer: Ragda Coban, Rhede. 26. 10. 2016

HR B16503 Welling Verwaltungs-GmbH, Butenpaß 25, 46414 Rhede. Der Erwerb und die Verwaltung von

Beteiligungen sowie die Übernahme der Stellung als pesönlich haftende Gesellschafterin und der Geschäftsführung

von Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin der

noch zu gründenden Jörg Welling Immobilien GmbH &Co. KG mit dem Sitz in Rhede.Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Jörg Welling, Rhede. 14. 10. 2016

HR A8191 Klein &Tewes OHG, Amtsstr.18, 48624 Schöppingen. Die Versicherungsberatung, -vermittlung

und der -vertrieb im Rahmen einer Provinzial-Geschäftsstelle.Pers. Haft. Ges.: Gabriele Klein, Schöppingen; Pers.

Haft. Ges.: JanTewes,Metelen. 17. 11. 2016

HR B16506 DTD GmbH, Ramsdorfer Str. 112, 46342 Velen. Der Betrieb einer Zimmerei, Durchführung von

Dachsanierungen, Erstellung von Dächern, Handel und Vertrieb von dachspezifischem Baumaterial. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Stefan Dowe,Gescher. 18. 10. 2016

HR B16533 Landsberg-Velen Verwaltungs-GmbH, Landsbergallee 2, 46342 Velen. Beteiligung als persönlich

haftende Gesellschafterin und die Übernahme der Geschäftsführung an der Landsberg-Velen Beteiligungs

GmbH &Co. KG. Gegenstand der Landsberg-Velen Beteiligungs GmbH &Co. KG ist der Ankauf von

Grundstücken jeder Art, die Erschließung und Baureifmachung eigener Grundstücke, der Bau und Betrieb von

eigenen Immobilien und die Verwaltung eigener und fremder Immobilien. Die Gesellschaft kann sich an anderen

Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen, solche erwerben oder sich mit solchen vereinigen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: JakobGeorg Dietrich Ferdinand Reichsherr von Landsberg-Velen,

Velen; Geschäftsführer: Ralf Groß-Holtick, Coesfeld. 11. 11. 2016

HR B16335 Montatec GmbH, Heckebree 15, 48691 Vreden. Der Handel mit Fertigteilen für Lüftungsanlagen

sowie deren Montage.Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jürgen Kemper,Vreden. 28. 6. 2016

HR A8181 WENO GmbH &Co. KG, Ostendarper Str.104, 48691 Vreden. Gegenstand des Unternehmens ist

der Betrieb eines Dachdeckergeschäfts.Die Gesellschaft ist auf alle,dem Zweck des Unternehmens dienenden

Tätigkeiten gerichtet. Es können Filialen gegründet werden. Haft. Ges.: Wenzel GmbH, Vreden. 20. 10. 2016

INSOLVENZEN

KL Consulting UG (haftungsbeschränkt), 48683 Ahaus. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster

(75 IN 64/16) vom 21. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die

Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 28. 11. 2016

ESTA Verwaltungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, 46399 Bocholt. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (78 IN 15/10) vom 11. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. VonAmts wegen eingetragen

nach §32HBG. 16. 11. 2016

F. Eichmann -A.Bönning GmbH, 48712 Gescher. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 75 IN

23/07) vom 5. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. Von Amts wegen eingetragen nach §32

HGB. 21. 11. 2016

Hermann Tubes, 48712 Gescher. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 33/11)

vom 5. 8. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. VonAmts wegen eingetragen nach §32HGB.

8. 11. 2016

A.S.Vertriebsgesellschaft mbH, 48599 Gronau (Westf.). Schmeing Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, 48599 Gronau (Westf.). Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 47/16) vom 10. 10.

2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (70 IN 47/16) vom 1. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren

eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 7. 11. 2016

Windowsupply UG (haftungsbeschränkt), 48599 Gronau (Westf.). Durch rechtskräftigen Beschluss des

Amtsgerichts Münster (87 IN 30/16) vom 12. 10. 2016 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das

Vermögen der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen

nach §65Absatz 1Satz 3GmbHG. 14. 11. 2016

digitalpremiere Vermögensverwaltung GmbH &Co. KG, 46359 Heiden. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (85 IN 67/09) vom 6. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. Von Amts wegen

eingetragen nach §32HGB. 8.11. 2016

Keine amtlichen Mitteilungen –Angaben ohne Gewähr


HANDELSREGISTER

Neomedia Verlagsgesellschaft mbH, 48734 Reken. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (77 IN 28/08) vom 6. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 11. 11. 2016

a+wAlbers &Wagener Stahlhandel und Stahlbearbeitung GmbH, 46414 Rhede. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Münster (73 IN 51/16) vom 1. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren

eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 7. 11. 2016

Hüls Bauprojekte GmbH &Co. KG, 46414 Rhede. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Bocholt (Az. 9N35/98) vom 5. 1. 2011 ist das Konkursverfahren aufgehoben. 21. 11. 2016

Bergerbusch GmbH, 48703 Stadtlohn. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (75 IN 73/16) vom 9. 11.

2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 17. 11. 2016

KREIS COESFELD

NEUEINTRAGUNGEN

HR A8190 Angelkort Immobilien KG, Lindenstr. 16, 59387 Ascheberg. Der Erwerb, das Halten, die Verwaltung

und die Vermietung von Immobilien aller Art. Pers.Haft. Ges.: Berthold Angelkort, Ascheberg.

14. 11. 2016

HR B16522 GET WAXED GmbH, Brabenderweg 11, 59387 Ascheberg. Der Aufbau und der Betrieb von

Waxing Studios (Haarentfernungsstudios) jeder Art sowie der Vertrieb von Kosmetikprodukten, Erbringung von

Dienstleistungen im Kosmetikbereich und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Sandra Dörrbecker,Ascheberg. 3. 11. 2016

HR B16529 JOPA Handels GmbH, von-Büren-Str. 27, 59387 Ascheberg. Der Einzel- und Großhandel mit

Modeartikeln, Accessoires und damit verwandten Gegenständen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Jeannette Pappenheim, Ascheberg. 8. 11. 2016

HR B16547 S+RSchützenstrasse GmbH, Südstr. 43, 59387 Ascheberg. Der Handel mit bebauten und

unbebauten Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten in Düsseldorf sowie die Erbringung von Bauund

Bauträgerleistungen in Düsseldorf ohne eigenes Personal. Stammkapital: 25.002,– EUR. Geschäftsführer:

Dr.Josef Rick, Ratingen. 24. 11. 2016

HR B16530 Fuhrparkservice GmbH, Münsterstr. 60, 48727 Billerbeck. Der Handel mit Fahrzeugen aller

Art sowie sonstige damit verbundene Geschäfte. Stammkapital: 27.000,- EUR. Geschäftsführer: Reinhard

Wiens,Billerbeck; Geschäftsführer: Wolfgang Wiens,Billerbeck; Geschäftsführer: Christian Wiens,Billerbeck.

9. 11. 2016

HR B16514 Skaters Art UG (haftungsbeschränkt), An der Welle 26, 48727 Billerbeck. Die Homepage-

Gestaltung und die Darstellung einer Internetplattform. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Kai Sundorf,Rosendahl. 25. 10. 2016

HR B16532 Orawski Transporte GmbH, Am Haus Lette 3, 48653 Coesfeld. Spedition und die Durchführung

von Transporten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Adrian Orawski, Coesfeld;

Geschäftsf.befreit v. §181:Werner Kempers,Coesfeld. 10. 11. 2016

HR B16518 Parador GmbH, Millenkamp 7–8, 48653 Coesfeld. Die Herstellung von Bodenbelägen jeglicher

Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Hendrik Voss, Coesfeld; Geschäftsführer: Lubert

Winnecken, Münster. 25. 10. 2016

HR A8184 Steens Windkraft GmbH &Co. KG, Letter Bruch 5, 48653 Coesfeld. Errichtung und der Betrieb

von Energieanlagen, insbesondere Windenergieanlagen, und aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten

inklusive der Berechtigung Zweigniederlassungen zu gründen. Haft. Ges.: Steens Windkraft Verwaltungs

GmbH, Coesfeld. 25. 10. 2016

HR B16489 WN-Beteiligungs-GmbH, Alte Münsterstr.20–22, 48653 Coesfeld. Der Gegenstand des Unternehmens

besteht in dem Erwerb und Besitz ausschließlich eigenen Vermögens (z. B. Immobilien, Geld, Wertpapiere,Mobilien,

Gesellschaftsbeteiligungen) und in der Verwaltung dieses Eigenvermögens ausschließlich im

eigenen Namen und für eigene Rechnung. Stammkapital: 35.000,– EUR. Geschäftsführer: Arnold Overmeier,

Coesfeld. 7. 10. 2016

HR B16531 STF ITech GmbH, Wierlings Esch 14, 48249 Dülmen. Das Erbringen von Beratungsleistungen

und informationstechnischen Dienst- und Werksleistungen für Unternehmen, Kommunen und Behörden.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Stefan Feldmann, Nottuln; Geschäftsführer: Jutta Müller-Weiske,

Dülmen. 9. 11. 2016

HR B16540 Werdener Beratungskontor UG (haftungsbeschränkt), Dernekamp 86, 48249 Dülmen.

Die Beratung, das Coaching und die Supervision. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Werner

Klaus Neumann, Dülmen. 22. 11. 2016

HR A8187 Pernhorst KG, Aldenhövel 33, 59348 Lüdinghausen. Der Betrieb eines land- und forstwirtschaftlichen

Betriebes im Rahmen einer Tierhaltungskooperation (§ 51a BewG) zum Zweckeder Erzielung landwirtschaftlicher

Einkünfte gemäß §13EStG.Pers.Haft. Ges.: Dirk Pernhorst, Lüdinghausen. 4. 11. 2016

HR A8188 Stegemann &Rath OHG, Carl-Benz-Str.9,59348 Lüdinghausen. Vermietung und Verpachtung

von Grundstücken, Gebäuden und Gebäudeteilen, der Betrieb von Photovoltaikanlagen sowie damit in

Zusammenhang stehende Dienstleistungen aller Art. Pers. Haft. Ges.: Frank Stegemann, Senden; Pers. Haft.

Ges.: Jürgen Rath, Lüdinghausen. 9. 11. 2016

HR B16525 Partner der Wissenschaft UG (haftungsbeschränkt), Aldenhövel 41, 59348 Lüdinghausen.

Die Vermittlung von Studierenden an Unternehmen durch wissenschaftliche und akademische Abschlussarbeiten

(Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten). Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Leonhard Näsemann, Berlin. 4. 11. 2016

HR B16542 West Personalservice GmbH, Schürkamp 5, 48720 Rosendahl. Beschäftigung von Mitarbeitern

bei Schlachtereien für Fleischzerlegung Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: János Hunyadi,

Rosendahl; Geschäftsführer: Katalin Erdelyi, Rosendahl. 22. 11. 2016

HR B16528 FRAO Collection GmbH, Wienkamp 43, 48308 Senden. Die Fertigung von und der Handel mit

Oberbekleidung aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Alexander Otto,Senden. 8. 11. 2016

HR B16538 REFEX UG (haftungsbeschränkt), Schloßfeld 160, 48308 Senden. Erbringen von Dienstleistungen

im Bereich der Schiedsrichtervermittlung und Turniermanagement und alle hiermit im Zusammenhang

stehenden Tätigkeiten. Stammkapital: 1.050,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Jörg Volker Irle, Senden.

16. 11. 2016

INSOLVENZEN

LAC Autohandel GmbH, 48653 Coesfeld. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (73 IN 40/16) vom

20. 10. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist

aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 2. 11. 2016

Outdoorhandel Guido Hintzen GmbH &Co. KG, 48653 Coesfeld. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (73 IN 46/16) vom 1. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 7. 11. 2016

CT-Express Vertriebs GmbH, 48249 Dülmen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (80 IN 53/16) vom

11. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist

aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 23. 11. 2016

KREIS STEINFURT

NEUEINTRAGUNGEN

HR B11393 beiro Verwaltungs GmbH, Konenhoek 17 b, 48282 Emsdetten. ·Verkauf von Lizenzen ·

Verkauf und Vertrieb von Folien und Pflegeprodukten ·Alle artverwandten Geschäfte, falls sie für den Unternehmenszweck

förderlich sind. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ralf Antonius Beike,

Emsdetten. 2. 11. 2016

HR B11413 baans Geschäftsführungs GmbH, Emsdettener Landstr. 54, 48268 Greven. Beteiligung an

anderen Unternehmen, der Erwerb von anderen Unternehmen sowie die Verwaltung der erworbenen Unternehmen

und Beteiligungen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christoph Baans,Greven; Geschäftsführer:

Karin Baans,Greven. 28. 11. 2016

HR B11395 IB Projekt MS UG (haftungsbeschränkt), Kirchstr.1,48268 Greven. Erwerb,Errichtung von

Gebäuden im Wege der Vergabe, Vermietung und Verkauf von Immobilien. Stammkapital: 1.200,– EUR.

Geschäftsführer: Christian Stockmann, Rheine. 2.11. 2016

HR B11396 IB Venture UG(haftungsbeschränkt), Kirchstr.1,48268 Greven. Erwerb,Halten, Verwalten

und Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie die Verwaltung sonstigen eigenen

Vermögens.Stammkapital: 1.200,– EUR. Geschäftsführer: Christian Stockmann, Rheine. 2.11. 2016

HR B11403 Inprotex UG(haftungsbeschränkt), Am Fiskediek 14, 48268 Greven. Handel mit Arbeitskleidung

sowie artverwandte Tätigkeiten Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Edress Zahad, Köln.

4. 11. 2016

HR B11389 UBW Unternehmensberatung Christian Wendel GmbH, Meinhardingstr. 68, 48268 Greven.

Erbringung sämtlicher Beratungsund sonstiger Dienstleistungen, die zur Planung und Realisierung von

Immobilienprojekten erforderlich sind. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christian Wendel,

Greven. 27. 10. 2016

HR B11402 Philipp Weishaupt Handelsgesellschaft mbH, Prozessionsweg 51b,48477 Hörstel. Handel

mit Pferden und Artikel rund ums Pferd, Vermietung und Verkauf von eigenen Grundstücken sowie alle sonstigen

Geschäfte und Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Philipp Weishaupt, Hörstel. 14. 11. 2016

HR B11397 Theiselmann Bestatterbedarf UG (haftungsbeschränkt), Westfalenstr.44, 48477 Hörstel.

Kauf von Sarggroßhändlern und Sargfabriken und Verkauf von Särgen und Sargzubehör sowie alle sonstigen

Geschäfte und Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsführer:

Tobias Theiselmann, Hörstel; Geschäftsführer: Thomas Theiselmann, Hörstel. 8. 11. 2016

HR A7094 ra.services GmbH &Co. KG, Münsterstr.13, 48612 Horstmar. Beratung von und die Werbung

für Unternehmen im Bereich des Anwaltsmarktes, insbesondere von Rechtsanwälten, Rechtsanwaltskanzleien

und Rechtsanwalts-Organisationen, auch die Ausführung und Vermittlung von Marketingaufträgen für Rechtsanwälte,Rechtsanwaltskanzleien

und Rechtsanwalt-Organisationen sowie die Präsentation von Informationen

über Rechtsanwälte und deren Dienstleistungen im In- und Ausland. Das Betreiben von Onlineplattformen,

sowie die Vermittlung von Rechtsgeschäften. Haft. Ges.: KraJus Verwaltungs-GmbH, Horstmar. 3.11. 2016

HR B10858 Galabau Möritz GmbH, Oberster Esch 17, 49479 Ibbenbüren. Garten- und Wegebau,

Zaunbau, Teichbau, alle verwandten Tätigkeiten im Galabau, Haus und Gartenservice im In- und Ausland.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Katrin Möritz, Ibbenbüren. 2. 6. 2015

HR G189 agritura Raiffeisen eG, Kattenvenner Str. 9,49549 Ladbergen. Der gemeinschaftliche Einkauf

von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln und Erzeugnissen, der gemeinschaftliche Verkauf von landwirtschaftlichen

Erzeugnissen, die Unterhaltung und der Betrieb von Hilfs- und Nebenbetrieben, das landwirtschaftliche

Dienstleistungsgeschäft, der Betrieb von Haus- und Gartenmärkten, der Verkauf von Lebensmitteln und anderen

Gebrauchsgütern des täglichen Bedarfs, der Betrieb öffentlicher Tankstellen, die gewerbliche Tierhaltung

und die Übernahme von Beteiligungen im Sinne §1Abs.2Genossenschaftsgesetz. Vorstandsmitglied: Wilhelm

Helmut Hörtemöller-Lefeld, Glandorf; Vorstandsmitglied: Klaus Strothmann, Borgholzhausen; Vorstandsmitglied:

Hubertus Stalfort, Tecklenburg; Vorstandsmitglied: Ulrich Bohle, Versmold; Vorstandsmitglied: Heinrich

Lambrecht-Speller,Hopsten; Vorstandsmitglied: Willi Pries,Sassenberg. 27. 9. 2016

HR B11412 Akzentum Personal GmbH, Lienener Str. 11, 49525 Lengerich. Die Verwaltung eigenen

Vermögens, die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung sowie die Personalvermittlung. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Alexandru Liviu Ciupitu, Osnabrück. 24. 11. 2016

HR B11398 Radius Holding GmbH, Lienener Str. 11, 49525 Lengerich. Erwerb und die Verwaltung von

Beteiligungen und zwar insbesondere an mittleren und kleinen Unternehmen im Lebensmittelbereich und damit

angeschlossener Gewerbe.Zum Gesellschaftszweck gehören ferner Treuhandgeschäfte im Zusammenhang mit

der Verwaltung von Beteiligungen, soweit diese nicht Bankgeschäfte nach §1des Gesetzes über das Kreditwesen

sind. Zur Förderung des Gesellschaftszwecks kann die Gesellschaft füreinen bestimmten Kreis möglicher

Beteiligungsunternehmen Sondervermögen bilden. Eine Beteiligung weiterer Unternehmen an diesem Sondervermögen

ist auch dann zulässig, wenn diese nicht zum Gesellschaftskreis gehören. Aus gleichem Grund kann

sich die Gesellschaft auch an anderen Unternehmen beteiligen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Radu-Florin Cermeu, Lengerich. 9. 11. 2016

HR B11405 InHand Networks GmbH, Kirchplatz 1, 49536 Lienen. Produktentwicklung, Fertigung, Marketing

und Verkauf; Technologieentwicklung und Lizenzierung; Beratung und Dienstleistung, Ingenieurwesen;

Ausbildung, Internationaler Handel, Finanzierung und Investment. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Li Ming, Chantilly/Virginia. 16. 11. 2016

HR A7095 Tischlerei Günther Barkmann e.K., Zum Holz 1, 49536 Lienen. Tischlerei Inhaber: Günther

Barkmann, Lienen. 8. 11. 2016

HR A7100 Amalia Immobilien GmbH &Co. KG, Hansaring 1, 49504 Lotte. Erwerb und Halten von Grundbesitz

zum Zwecke der Vermietung und Verpachtung. Haft. Ges.: Amalia Beteiligungs GmbH, Lotte.

28. 11. 2016

HR B11410 Amalia Beteiligungs GmbH, Hansaring 1, 49504 Lotte. Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen

sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Amalia Immobilien GmbH &Co.

KG.Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Hans-Günter Bayer,Dipl.- Ing., Hasbergen. 24. 11. 2016

HR B11408 Huber-Electro GmbH, Bulks Kamp 22, 49504 Lotte. Die Vermarktung und das Consulting von

Elektroartikeln, insbesondere Steckdosen und Leuchten. Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige oder ähnliche

Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen, deren persönliche Haftung und Vertretung zu übernehmen,

Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten sowie alle Geschäfte zu betreiben, die geeignet

sind, die Unternehmungen der Gesellschaft zu fördern. Stammkapital: 40.000,– EUR. Geschäftsführer:

Andreas Papies,Lotte. 23. 11. 2016

HR B11400 Huber-Electronic GmbH, Bulks Kamp 22, 49504 Lotte. Der Verkauf von Elektronik- und Elektroartikeln

aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Eva Papies, Lotte; Geschäftsführer: Andreas

Papies,Lotte. 9.11. 2016

HR B11401 Berlemann Verwaltungs GmbH, Ulmenstr.3,48485 Neuenkirchen. Beteiligung der Gesellschaft

an Kapital- und Personengesellschaften, insbesondere die Übernahme der Stellung als persönlich haftende

Gesellschafterin der Firma Berlemann GmbH &Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Sam Berlemann, Neuenkirchen; Geschäftsführer: Nikolaus Berlemann, Rheine; Geschäftsführer: Klaus

Berlemann, Rheine. 10. 11. 2016

HR A7096 Berlemann GmbH &Co. KG, Ulmenstr. 3,48485 Neuenkirchen. Das Halten, die Verwaltung,

die Vermietung und die Anschaffung von Immobilien, Maschinen, Einrichtungsgegenständen etc., die dem vorstehenden

Gesellschaftszweck dienen. Haft. Ges.: Berlemann Verwaltungs GmbH, Neuenkirchen. 11. 11. 2016

HR B 11409 ADLER Machinery Verwaltungs-GmbH, An den Bahngleisen 28, 48356 Nordwalde.

Geschäftsführung und Vertretung der ADLER Machinery GmbH &Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Thomas Schmiemann, Hörstel; Geschäftsführer: Rainer Hackenfort, Rosendahl. 23. 11. 2016

HR B11404 B. Eilert Immobilien Verwaltungs GmbH, Weiner 115, 48607 Ochtrup. Beteiligung an anderen

Unternehmen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen

Unternehmen, insbesondere bei Kommanditgesellschaften. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Brigitte Eilert, Ochtrup. 14. 11. 2016

HR A7097 B. Eilert Immobilien GmbH &CoKG, Weiner 115, 48607 Ochtrup. Vermietung und Verpachtung

von gewerblichen Objekten. Haft. Ges.: B. Eilert Immobilien Verwaltungs GmbH, Ochtrup. 15. 11. 2016

HR A7099 Ostkotte KG, Oster 122, 48607 Ochtrup. Schweinehaltungsbetrieb im Rahmen einer Tierhaltungskooperation

(§ 51 aBewG). Pers.Haft. Ges.: Michael Ostkotte,Ochtrup. 23. 11. 2016

HR B11392 Restaurant Il Mio UG (haftungsbeschränkt), Hopstener Str.4,49509 Recke. Betreiben von

Gaststätten. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181:Armend Xhafa, Ibbenbüren. 2. 11. 2016

HR B11394 AnDo Wohndesign GmbH, Nielandstr. 88a, 48432 Rheine. Herstellung und der Vertrieb von

Wohnaccessoires sowie der Handel mit Malerbedarf. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: André

Arndt, Rheine; Geschäftsführer: Dominik Exler,Rheine. 2.11. 2016

HR B11407 FRB GmbH, Schleusenstr. 33a, 48429 Rheine. Erwerb und die Verwaltung eigenen Grundbesitzes.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Henrik Karl Halstrick, Rheine; Geschäftsf. befreit

v. §181: Uwe Heckhuis,Rheine. 16. 11. 2016

HR A7091 Münster Planen und Bauen GmbH &Co. KG, Mühlenstr.4,48431 Rheine. Schlüsselfertiges

Bauen auf fremden Grund auch in Münster. Haft. Ges.: Münster Planen und Bauen Verwaltungs GmbH,

Rheine. 26. 10. 2016

HR B11390 Nordstern Restaurant-Verwaltungs GmbH, Poststr. 32, 48431 Rheine. Verwaltung von

Restaurationsbetrieben und Hotelanlagen. Die Beteiligung an und die Geschäftsführung von Gesellschaften,

deren Unternehmensgegenstand insbesondere der Betrieb des Restaurationsgewerbes und des Hotelgewerbes

ist, insbesondere die Übernahme der Stellung einer Komplementärin bei der Nordstern Restaurant Gesellschaft

mbH &Co. KG.Stammkapital: 25.564,59 EUR. Geschäftsführer: Gerhard Wiesch, Rheine. 27. 10. 2016

HR A7101 Windpark Knippen GmbH &Co. KG, Max-Born-Str. 1,48431 Rheine. Errichtung und der

Betrieb von Windenergieanlagen in Form eines Windparks Auf dem Knippen. Haft. Ges.: Windpark Krusemark

Verwaltungs GmbH, Rheine. 29. 11. 2016

HR B11388 DNLcomputer UG (haftungsbeschränkt), Bahnhofstr.35, 48565 Steinfurt. Vertrieb und Einbau

von Computerprodukten und die weiteren damit verbundenen Tätigkeiten. Stammkapital: 10,– EUR.

Geschäftsf.befreit v. §181:Sebastian Fuchs,Münster.27. 10. 2016

HR B11406 Feldmann Immobilien GmbH, Carl-Benz-Str. 5,48565 Steinfurt. Beteiligung an anderen

Unternehmen und die Übernahme der Geschäftsführung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Rainer

Feldmann, Gescher. 16. 11. 2016

HR A7098 Feldmann Immobilien GmbH &Co. KG, Carl-Benz-Str.5,48565 Steinfurt. Erwerb von Grundstücken

sowie die Planung und Bebauung von Grundstücken, der Verkauf von bebauten Grundstücken sowie

Vermietung und Verwaltung von bebauten Grundstücken, weiterhin alle artverwandten Geschäfte, die der

Gesellschaft dienlich sind. Haft. Ges.: Feldmann Immobilien GmbH, Steinfurt. 17. 11. 2016

HR B11391 Re-Trans GmbH, Leerer Str.79, 48565 Steinfurt. Transportservice,Kurierdienst und Briefdienstleistungen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Sabine Retzlaff,Steinfurt. 31. 10. 2016

HR B11399 Nothdurft Personalservice GmbH, Sandstr. 6,49492 Westerkappeln. Arbeitnehmerüberlassung

im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, die Beratung bei der Organisation und Führung von Unternehmen,

die betriebswirtschaftliche Beratung von Unternehmen, die organisatorische Beratung von Unternehmen,

die Personal- und Stellenvermittlung, die Personalanwerbung, die Personalmanagementberatung, die

Überlassung von Zeitarbeitskräften, die Vermittlung von Arbeitskräften. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Daniel Nothdurft, Dissen am Teutoburger Wald. 9. 11. 2016

HR A7063 Zimmerei und Dachdeckerei Engels GmbH &Co. KG, Industrieweg 6, 48493 Wettringen.

Erbringung von Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten und allen damit verbundenen Bauleistungen. Haft. Ges.:

Stefan Engels Verwaltungs GmbH, Wettringen. 30. 7. 2016

INSOLVENZEN

Wesselmann Wohnen GmbH, 49477 Ibbenbüren. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (85 IN 18/09) vom 10. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 9. 11. 2016

Hullmann Automotive GmbH, 49536 Lienen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (77 IN 48/16)

vom 25. 10. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen

der Gesellschaft über Gegenstände ihres Vermögens nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters

wirksam sind. 2. 11. 2016

Hullmann Modellbau GmbH, 49536 Lienen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (77 IN 50/16) vom

25. 10. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der

Gesellschaft über Gegenstände ihres Vermögens nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters

wirksam sind. 28. 10. 2016

Fenko GmbH, 48432 Rheine. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (72 IN 74/14)

vom 23. 9. 2016 ist das Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft mangels Masse ohne

Schlussverteilung aufgehoben. 11. 11. 2016

Ivans Kantinenbetrieb UG (haftungsbeschränkt), 48432 Rheine. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (87 IN 66/12) vom 7. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 4. 11. 2016

Autohaus Schillinger &Wengel GmbH &Co. KG, 48429 Rheine. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (84 IN 48/16) vom 16. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist aufgelöst. VonAmts wegen eingetragen. 22. 11. 2016

Wengel Verwaltungs GmbH, 48431 Rheine. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (84 IN 50/16) vom

16. 11. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

VonAmts wegen eingetragen. 22. 11. 2016

KREIS WARENDORF

NEUEINTRAGUNGEN

HR B16329 DK Entertainment UG (haftungsbeschränkt), Klostergasse 10, 59227 Ahlen. Die Planung

und Durchführung von Veranstaltungen (Event Management) sowie jede damit im Zusammenhang stehende

Tätigkeit. Stammkapital: 400,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Kevin Krüger,Ahlen. 2. 11. 2016

HR A10334 Kaldewei Sales GmbH &Co. KG, Beckumer Str.33–35, 59229 Ahlen. Erbringung von Dienstleistungen,

insbesondere in den Bereichen Controlling, Buchhaltung und IT-Dienstleistungen. Die Gesellschaft

kann sich auch an der Kaldewei Sales Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Ahlen

beteiligen. Haft. Ges.: Kaldewei Beteiligungs OHG,Ahlen; Haft. Ges.: Kaldewei Sales Verwaltungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung, Ahlen. 17. 11. 2016

HR B16358 Kaldewei Schweiz GmbH, Beckumer Str.33–35, 59229 Ahlen. Gegenstand des Unternehmens

ist der Vertrieb von Artikeln für die Sanitär-, Heizungs- und Elektrobranche, insbesondere von Produkten der

Firma Franz Kaldewei GmbH &Co. KG und mit ihr i.S.von §15ff. AktG verbundener Unternehmen, insbesondere

in der Schweiz. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Franz Kaldewei, Münster. 16. 11. 2016

HR B16356 Kaldewei Sales Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Beckumer Str.

33–35, 59229 Ahlen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin

an der Kommanditgesellschaft unter der Firma Kaldewei Sales GmbH &Co. KG mit Sitz in Ahlen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Franz Kaldewei, Münster. 6.11. 2016

HR A10339 Pöling KG, Roland 1, 59269 Beckum. Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb mit Schweinemast

im Rahmen einer Tierkooperation (§ 51 aBewG). Pers.Haft. Ges.: Benedikt Sprenker,Beckum. 28. 11. 2016

HR B15728 Messtechnik Montage Rogoll UG (haftungsbeschränkt), Auf Sonnenschein 12, 59269

Beckum. Die Montage von Verbrauchsmesstechnik für Wasser- und Heizkostenabrechnung. Stammkapital:

300,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Thorsten Rogoll, Beckum. 29. 9. 2015

HR B16360 Scherello UG (haftungsbeschränkt), Ostenfelder Str. 22, 48361 Beelen. Gegenstand des

Unternehmens ist Kommunikationsdesign, der Handel mit Druck- und Werbeartikeln sowie die Beteiligung

an Unternehmen aller Art und die Verwaltung eigenen Vermögens.Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf.befreit

v. §181: Elisabeth Scherello,Beelen. 16. 11. 2016

HR B16344 MWA Solutions GmbH, Luisenstr. 10, 59320 Ennigerloh. Die Entwicklung, der Vertrieb, der

Verleih und die Vermietung von Software, Mobilapplikationen, zugekaufter Software, sowie der Vertrieb von

Beratungsdienstleistungen. Ebenso ist Gegenstand des Unternehmens das Zu- oder Verkaufen, Vermieten oder

Verleihen von Hardware-Produkten sowie Service-Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und

Ausland Zweigniederlassungen zu errichten und Tochtergesellschaften zu gründen und sich an gleichartigen

oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen sowie die Geschäftsführung derartige Un-ternehmen zu übernehmen.

Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweck

unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Reinhard Josef Lemke,

Ennigerloh; Geschäftsführer: Nikolaus Syty,Dortmund. 10. 11. 2016

HR B16375 Weplace UG (haftungsbeschränkt), Bürgermeister-Grundkötter-Weg 1, 59320 Ennigerloh.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Betrieb einer webbasierten Einzelhandelplattform

für gewerbliche Veräußerer. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Carsten Cronen,

Ennigerloh. 25. 11. 2016

HR B16339 GREYSTONE Invest GmbH, Heinrich-Hertz-Str.2,59302 Oelde. Gegenstand der Gesellschaft ist

der Erwerb und die Bebauung von Grundstücken, die Renovierung und Erweiterung von bestehenden Gebäuden

und der An- und Verkauf sowie die Verwaltung von Immobilien. Geschäfte, die nach §34c GewO erlaubnispflichtig

sind, sind nicht Gegenstand der Gesellschaft. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Stefan

Leewe,Herzebrock-Clarholz; Geschäftsführer: Andreas Knöbel, Bad Laer. 9.11. 2016

HR B16326 SK Assekuranz GmbH, Käthe-Kollwitz-Str. 38, 59302 Oelde. Gegenstand des Unternehmens

sind die Vermittlung und der Abschluss von Verträgen aus dem Bereich der Versicherungen, Finanzen und Immobilien.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Sabrina Kohlmann, Oelde. 28. 10. 2016

HR A10340 Bredewärme GmbH &Co. KG, Lehmbrock 21, 48346 Ostbevern. Errichtung eines Wärmenetzes

und die Versorgung angeschlossener Wärmekunden mit Fernwärme.Haft. Ges.: Bredegas Verwaltungs-

GmbH, Ostbevern. 29. 11. 2016

HR B16352 BVO Verwaltungs GmbH, Loheide 38, 48346 Ostbevern. Gegenstand des Unternehmens ist

die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der BWO Beteiligungs GmbH

&Co. KG mit Sitz in Ostbevern, die ihrerseits die Bewirtschaftung, die Verwaltung und die Verwertung eigenen

Vermögens zum Gegenstand hat. Die Gesellschaft kann auch die Komplementär-Stellung in weiteren Gesellschaften

übernehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Reinhold Börger, Dipl.- Ing., Ostbevern;

Geschäftsführer: Timo Börger,Münster. 14. 11. 2016

HR A10318 Manfred Stricker GmbH &Co. KG, Graf-Zeppelin-Ring 15, 48346 Ostbevern. Die Metallverarbeitung

und die CNC Zerspanung. Haft. Ges.: Stricker Verwaltungs GmbH, Ostbevern. 9. 9. 2016

HR B16319 GetYourCar-GmbH, Alfred-Krupp-Str. 5,48291 Telgte. Gegenstand des Unternehmens ist die

kundenspezifische Autosuche. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Justin Philipp Heinrich Herman

Borghoff,Münster; Geschäftsführer: Kevin Thünenkötter,Münster. 26. 10. 2016

HR A10333 J. Schmidt Vermietung UG (haftungsbeschränkt) &Co. KG, Alfred-Krupp-Str. 9,48291

Telgte. Erwerb,Vermietung und Verpachtung von Immobilien aller Art. Haft. Ges.: J. Schmidt Verwaltung UG

(haftungsbeschränkt), Telgte. 5.11. 2016

HR B16328 VIDANOVA GmbH, Johann-Sebastian-Bach-Str. 53, 48291 Telgte. Gegenstand des Unternehmens

ist die Unternehmensberatung mit dem Ziel der Umsatz- sowie Effizienzsteigerung. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsf.befreit v. §181: Stefan Sauer,Münster. 31. 10. 2016

HR B16244 Glücklicht GmbH, Dettmarstr. 13, 59329 Wadersloh. Gegenstand des Unternehmens ist die

Innenraumgestaltung, Lieferung und Installation von Licht- und Designelementen, Handel mit derartigen

Artikeln sowie Organisation und Planung von Innenraumkonzepten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Alexander Krabus,Wadersloh; Geschäftsführer: Ingo Drüke, Wadersloh. 29. 8. 2016

HR A10337 Karsten Urban e.K., Stromberger Str. 39, 59329 Wadersloh. Gegenstand des Unternehmens

ist der Handel und die Vermietung von Sanitärsystemen. Inhaber: Karsten Urban, Wadersloh. 22. 11. 2016

HR A9895 Hammer Caravan Service UG (haftungsbeschränkt) &Co. KG, Gänsestr.3,48231 Warendorf.

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Servicewerkstätten fürWohnwagen und Wohnmobile

und der Handel mit Ersatzteilen sowie die Erbringung von Geschäftsführungsaufgaben. Haft. Ges.: Pelster Verwaltungs-UG

(haftungsbeschränkt), Warendorf. 2.9.2014

HR B16353 Kronenberg UG(haftungsbeschränkt), Kirchstr. 1,48231 Warendorf. Gegenstand des

Unternehmens ist Kommunikationsdesign und angewandte Kunst in Beratung, Entwurf und Ausführung, Handel

mit Mediengestaltung fürPrint- und digitale Medien, Druck- und Werbeartikeln sowie die Beteiligung an Unternehmen

aller Art und die Verwaltung eigenen Vermögens. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v.

§181: Ursula Gabriele Lucie Kronenberg, Warendorf. 14. 11. 2016

INSOLVENZEN

Ahlener Maschinen- &Anlagenbau A. Köttendorf e.K., 59227 Ahlen. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (Az. 84 IN 8/10) vom 5. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 17. 11. 2016

Leos Bau Verwaltungs GmbH, 59269 Beckum. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 7. 11. 2016 –84IN57/15). Gemäß

§65Absatz 1Satz 3GmbHG von Amts wegen eingetragen. 14. 11. 2016

Rollerbörse Wienecke GmbH, 59269 Beckum. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (81 IN 88/11)

vom 5. 10. 2016 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 10. 11. 2016

bi Mo-industriemontagen GmbH, 59320 Ennigerloh. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 24. 11. 2016 –72IN

56/16). Gemäß §65Absatz 1Satz 3GmbHG von Amts wegen eingetragen. 29. 11. 2016

H2 Objekt +Projekt GmbH, 59320 Ennigerloh. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 17. 10. 2016 –87IN39/16).

Gemäß §65 Absatz 1Satz 3GmbHG von Amts wegen eingetragen. 21. 10. 2016

Scheino Holding GmbH, 48231 Warendorf. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 19. 10. 2016 –87IN

24/16). Gemäß §65Absatz 1Satz 3GmbHG von Amts wegen eingetragen. 29. 11. 2016

Keine amtlichen Mitteilungen –Angaben ohne Gewähr


24 GELD &GESCHÄFT

Am Anfang steht die Vision

13 Gründungswillige entwickeln ab sofort im gemeinschaftlichen Ideen-Büro auf dem

d.velop-Campus in Gescher ihren Traum vom eigenen Unternehmen.

„Die Resonanz auf unseren Aufruf

für die erste Gründerschmiede im

Kreis Borken war sehr groß“, freut

sich Andrea Severiens. Sie betreut

als Projekt-Koordinatorin bei der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

für den KreisBorken (WFG) gemeinsammit

WFG-Beraterin Ulrike Wegener

eine Gründerschmiede. 13

potenzielle Unternehmerinnen und

Unternehmer konnten ihre Standorte

auf dem Gelände des d.velop-

Campus in Gescher in Augenschein

nehmen. An alles wurde gedacht:

Schreibtische zum Arbeiten, Tische

fürs Networking, Sitzgelegenheiten,

um Ideen sacken zu lassen.

Für Ulrike Wegener sind auch

die weiteren Rahmenbedingungen

auf dem Campus für

Gründer ideal.Esgibtanmietbare

Konferenzräume und Zugang

zum Catering.

Ausgestattet mit jeweils eigenem Schlüssel,

können sich die 13 Teilnehmer, die

langjährigeBerufserfahrungenund Qualifikationen

zum Teil aus Führungspositionen

mitbringen, in den nächsten sechs

Monaten in der Gründerschmiede treffen,

um die eigene Visionen voneiner Tätigkeit

in Selbstständigkeit auszuarbeiten

–imIdealfall bis zum Businessplan.

Dabei werden sie nicht alleingelassen.

Begleitende regionale Workshop-Angebote

finden bereits in den kommenden

Wochen statt. Projektkoordinatorin Andrea

Severiens und Experten aus der Praxis

begleiten die Gründer.

Zum Start begrüßten WFG-Geschäftsführer

Dr. Heiner Kleinschneider und Christoph

Pliete, Vorstand der d.velop AG,die

Teilnehmer. Pliete blickte auf seinen berufl

ichen Werdegang und die Entwicklung

von d.velop zurück und motivierte

die Gründungswilligen, stets an die eigene

Idee zu glauben. Welche Faktoren

über Erfolg oder Nichterfolg einer Gründung

entscheiden, verriet Ulrike Wegener

in ihrem Impulsvortrag. Neben der

Überzeugung von der eigenen Idee zählen

Beharrlichkeit und Ausdauer, Offenheit

und Lernfähigkeit, Kreativität und

Einfallsreichtum ebenso wie Risikobereitschaft,

Teamgeist, Vertriebsorientierung

und vorallem auch Empathie zu den

Faktoren, die Erfolg bescheren.

Erwartungshaltung und Beweggründe

der Teilnehmer sind unterschiedlich.

„Seit Jahren interessiere ich mich für die

Start-up-Szene. Ich mussteimmer wieder

beobachten, wie viele meiner Ideen, die

ich teilweise schon einige Jahre zuvor

hatte, vonanderen tatsächlich umgesetzt

wurden. Durch das Projekt erhoffe ich

mir eine persönliche Weiterentwicklung“,

begründet Mohamed Ramadan

seine Teilnahme an der Gründerschmiede.

„Es geht schließlich nicht nur um Ideen

oder Businesspläne, sondern um die Seele

des Unternehmertums. Was macht

einen Unternehmer aus? Bin ich das?“ –

Antworten auf diese Fragen erhofft sich

Startschuss: Andrea Severiens (r.), Projektkoordinatorin der Gründerschmiede, und WFG-Gründungsberaterin Ulrike

Wegener (l.) übergaben die Gründerschmiede auf dem d.velop-Campus an Gründungsinteressierte, die hier

Ideen entwickeln und Know-how für eine selbstständige Tätigkeit erwerben können.

innerhalb der nächsten sechs Monate

Thomas Nünning.

Finanziell wird die Gründerschmiede im

Rahmen des Projektes Gründergeist@Münsterland

aus Mitteln des Europäischen

Fonds für regionale Entwicklung

(EFRE) gefördert. So ist die WFG

eine von sechs Partnern des Förderprojekts,

das unter Federführung des Münsterland

e.V. mit einem Gesamtvolumen

von800 000Euroumgesetzt wird. Herzstück

des Projektes sind fünf miteinander

vernetzte Gründerschmieden in den vier

Kreisen des Münsterlandes und der Stadt

Münster.

ww

w w.gruendergeist-muensterland.de

+++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE +++

6. Dezember 2016: Die Finanzen der Stadt Bocholt, Infoabend der Wirtschaftsförderung

Bocholt und der IHK Nord Westfalen, 19Uhr, IHK-Geschäftsstelle,

Willy-Brandt-Straße 3, Bocholt

7. Dezember 2016: MINT-Rallye, 8-13Uhr, Schule amBagno, Liedekerker Str.

64, Steinfurt

7./8. Dezember 2016: 7. NRW-Nano-Konferenz, ab 8.30 Uhr, Messe- und Congresszentrum

Halle Münsterland, Münster

8. Dezember 2016: Innovationsforum Münsterland „digital take-off“, ab 9.30

Uhr, Flughafen Münster-Osnabrück, Gate A

15. Dezember 2016: Die Zukunft der Volksrepublik China am Beispiel der aufstrebenden

Nordost-Provinzen, Wirtschaftsförderung Bocholt, 19 Uhr, Hotel Residenz,

Kaiser-Wilhelm-Straße 32, Bocholt

9. Januar 2017: Start up! –Ideen- und Selbstmarketing-Coaching für deine

Gründung, 17.30 -19.30 Uhr, Gründerschmiede Beckum im Kreis Warendorf,

Hansaring 11, Beckum (Berufskolleg)

21./22. Januar 2017: DogLive Hundemesse &Event, 10 -18Uhr, Messe- und

Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

25. Januar 2017: BLOO:CON 2017, Online-Marketing-Strategie-Tag, 9-17Uhr,

Hotel Mövenpick, Münster

28./29. Januar 2017: Hochzeitsmesse, 11 -18Uhr, Messe- und Congresszentrum

Halle Münsterland, Münster

28. Januar 2017: 28. Münsteraner Symposium ICM, „Neue Materialien in der

Zahnmedizin“, Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

1. Februar 2017: Digitalisierungscamp –Arbeitswelt und Produktionsprozesse,

9.30 -16Uhr, Zeche Westfalen 1, Ahlen

7. -10. Februar 2017: Agrar-Unternehmertage 2017, 13 -22Uhr, Messe- und

Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

14./15. Februar 2017: Münsteraner Abfallwirtschaftstage, Di. 10 -19Uhr, Mi. 9-

17 Uhr, Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

16. Februar 2017: Digitalisierung: Förderprogramme für KMU, Gesellschaft für

Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbh (gfw), 17.30 -19Uhr, Vorhelmer

Straße 81, Beckum

18./19. Februar 2017: Bildungsmesse Horizon, 10 -16Uhr, Messe- und Congresszentrum

Halle Münsterland, Münster


LEBEN &WISSEN 25

Die Hüter der Seiten

Ein Familienunternehmen in Münster vereint beide Zweige der Buchbinderei –die handwerkliche und

die industrielle. Ein Wahlspruch lautet: Das Unmögliche möglich machen.

Vater und Sohn Rohling in der Industriehalle. Die beiden haben sich in ihrem Betrieb auf die industrielle Buchbinderei spezialisiert. Ihre Kunden liefern das bedruckte Papier, den Rest erledigt das Team der Buchbinderei.

Fassbare Geschichte? Lässt sich finden

–und zwar in Münsters Kuhviertel

und dort in einem Hinterhof mit

einem Kastanienbaum, unter dem

sich eine Hortensie duckt. Gleich dahinter

führt eine schmale Stiege in

den ersten Stock einer Buchbinderei,

die sich dort seit dem Jahr 1864 befindet

und exakt das Duftgemenge

ausströmt, das sich für dieses Handwerk

gehört –eine Mixtur aus süßlich

riechendem Leim undStaub, der

Romane erzählt über die Bücher, die

in diesem Raum restauriert und gebunden

worden sind.

André Rendler, der Geselle,

der gerade seine Chefin Elke

Rohling-Brockmeier vertritt,

fühlt sich manchmal

Aie w ein Geschichtsgänger,

wie ein Mensch, der zufällig in die Biografien

der Kunden gerät. Vor ein paar

Tagen hat er die Briefe eines Auftraggebersgebunden.

„Feldpostbriefe“, um diesen

Titel hat der Mann gebeten. Briefe,

die seine Eltern einander in der Zeit des

Zweiten Weltkrieges geschrieben haben,

in den Jahren, in denen sich der Mann an

der Front befand, zuerst in Frankreich

und später in Russland. „Tagebuchaufzeichnungen

letztendlich“, sagt der

Mann. Jede einzelne hat er abgeschrieben

und in drei Bänden binden lassen.

Ein ganz persönliches Geschichtsbuch.

Ein paar Kilometer weiter, inder Nähe

Leim ist eines der wichtigsten Hilfsmittel für einen Buchbinder.

des Schifffahrter Damms, befindet sich

die zweiteNiederlassung des Familienbetriebs

Rahe-Rohling, der stolz ist, dass er

dem Verdrängungswettbewerb die Stirn

bietet. „Vor 30 Jahren“ –Heinz-Dieter

Rohling muss die Stimme heben,umden

Lärm, den Falz- und Schneidemaschine,

Bohrvorrichtung und Einschweißeinlage

erzeugen, zu übertönen –„gabeshier 15

Buchbindereien. Heute sind es noch

vier.“

Dass die Firma, die er gemeinsam mit seiner

Schwester betreibt, heute noch besteht,

liegt wahrscheinlich an der Zweiteilung.

Elke Rohling-Brockmeier pfl

egt

das Handwerk und ihr Bruder die industrielle

Variante eines Metiers, das so alt

wie der Buchdruck ist.

Heinz-Dieter Rohling ist kein Nostalgiker.

Vor ein paar Jahren konnte sich der

56-Jährige noch sehr gut vorstellen, den

Betrieb an einen Mitarbeiter zu verkaufenund

sich alldem zuzuwenden, für das

er in den vergangenen Jahren viel zu wenigZeit

hatte. Seinen Kindern hat er vielfach

mit Worten wie diesen gedroht:

„Wenn ihr den Betrieb übernehmen

wollt, enterbe ich euch.“ Seine Kinder

werden verstanden haben, was ihr Vater

ihnen eigentlich sagen wollte: 15-Stunden-Arbeitstage

rauben auf Dauer die

letzten Kraftreserven.

Felix, seinen mit 22 Jahren jüngsten

Sohn, hat das nicht abgeschreckt. Die

Ausbildung zum Buchbinder hat er beendet.

Ihn reizt, wie er sagt, „das Unmögliche

möglich zu machen“.

So wie gerade jetzt, als die Firma Tausende

von Katalogen für einen Kunden bindet,

der darauf bestanden hat, sein Angebot

mit einer Softtouchfolie einzufassen.

„Sehen Sie sich das mal an“ –Felix Rohling

fährt mit einem Fingernagel über

den matt glänzenden Einband und hinterlässt

darauf einen Streifen –, „das sieht

man sofort. Und das darf natürlich nicht

sein.“Umdas Material zu schützen, wird

es während des Bindens beidseitig von

Papierbögen umfasst –solche Aufträge

sind nach dem Geschmack des künftigen

Chefs des Familienbetriebs.

► Fortsetzung auf Seite 26

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Umfeld.

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26 LEBEN &WISSEN

Fertig: Selbst Online-Händler schicken ihren Kunden heute Kataloge, um sie zu inspirieren.

Fotos: Wilfried Gerharz

Da ist noch etwas zu retten

Die Werkstatt der Buchbinderei ist spezialisiert auf Aufträge, die viel handwerkliches Geschick und

Erfahrung erfordern. Deshalb heißt ein „Hardcover“ auch weiterhin „Festeinband“.

Eine Sammlung alter Briefe: Auch solche wertvollen privaten Erinnerungsstücke

erreichen die Buchbinderei und werden, wenn es

geht, gebunden.

Felix Rohling liebt es, Fragenden

die Maschinen in der definitiv

maximal ausgenutzten

Halle zu zeigen. Er zwängt

sich von der Falzmaschine, in

der die von den Kunden geschickten

Papierbögen gefaltet werden, zu den

Schneidegeräten und später zu den Maschinen,

in denen der Leim das Papier mit

einem satten Schmatzen mit dem Einband

verbindet und danach etliche Meter

über ein Förderband gleitet, um bestmöglich

zu trocknen.

Der 22-Jährige beantwortet Fragen ausführlich

und gern. Eine allerdings kontert

er seit einiger Zeit eher spröde: „Druckt

ihr denn auch? Das ist fast immer die erste

Frage, die einem gestellt wird, wenn

man sagt, dass man Buchbinder ist. Ich

sagedann einfach nur,dass sich das Wort

Buchbinder von selbst erklärt.“

Solche Gespräche führt André Rendler

eher selten – jedenfalls nicht mit den

Menschen, die ihn und seine Chefin in

der Werkstatt besuchen.Die Kunden, die

ihm zusehen, fragen ihn eher, obBuchbinder

schon vor200 Jahren so wie er gearbeitet

haben. „Im Prinzip schon“, sagt

er dann. Mit einigen Unterschieden freilich.

Frühere Buchbinder wären sicherlich

glücklich gewesen, wenn ihnen eine

moderne Schneidemaschine zur Verfügung

gestanden hätte und nicht der Hobel,mit

dem sie wie ein Tischler über das

eingepresste Papier fahren mussten.

Die Werkstatt ist spezialisiert auf das,

was individuelles Handwerk erfordert.

Mitarbeitervon Bibliotheken bringen Bücher

mit ramponierten Einbänden. Archive

schicken sämtliche Datensätze, um

Zeitungen verschiedener Jahrgänge binden

zulassen.

Und immer wieder kommen auch Privatkunden.

So wie die ältereFrau, die Rendlerentzückte,weil

sie ihm die Fotosihres

in die Jahre gekommenen Familienalbums

zeigte. Bilder ihrer Eltern und

Großeltern mit steif gestärkten Krägen

und schwarzen Sonntagsgewändern. Der

Rücken des Albums mit reich dekorierter

Schließe ist vielleicht noch zu retten.

Rendler wird ihn mit Leder neu fassen

und, wenn möglich, den alten

Rücken darauf befestigen.

Sollte das nicht funktionieren,

wird erdas Leder

so prägen, dass

es exakt über die

Struktur verfügt,

die Vorder- und

Rückseite ausmachen.

Wenn der Geselle den Lederfundus

der Werkstatt

zeigt, muss er seine Kunden

nicht ansehen, um zu wissen,

dass sie ihn gerade verblüfftmustern.

Denn erfahrene Buchbinder

wie er sind in der Lage, anhand eines

Lederstücks die Lebensbedingungen

des Tieres zu erkennen. Das narbenreiche

Ziegenleder vor ihm lässt beispielsweise

Rückschlüsse auf ein bewegtes

Weidenleben zu. „Das“ –Rendler zeigt

auf eine Unebenheit –„ist bei einer Berührung

mit einem Zaun entstanden.“

Das Rind, dessen Leder danebenliegt, hat

ein ruhigeres Leben geführt. „Immer im

Stall.“ Ohne Blessuren, ohne Narben.

Die Studentin, die über die Stiege indie

Werkstatt gelangt ist, interessieren diese

Betrachtungen im Moment eher nicht.

Sie studiert Design und muss in wenigen

Tagen ihre Bachelor-Arbeit abgeben. Ein

Buch über Achtsamkeit, das sie in zwei

Teilen so gestaltet hat, dass sich das Buch

umdrehen und von jeder Seite aus komplett

neu lesen lässt.All das mit Faltblättern

und –esgeht schließlich um Achtsamkeit

–auch mal mit leeren Blättern.

Sie hat die Werkstatt schon einige Male

besucht und sich mittlerweile daran gewöhnt,

dass der Geselle Begriffeverwendet,

die so nostalgisch charmant erscheinen

wie die Werkstatt, in der er arbeitet.

Hardcover –dieses Wort hört ein Kunde

niemals. Einen „Festeinband“ –natürlich,

den kann er auf jeden Fall anfertigen.

Annegret Schwegmann

Buchbinder André Rendler mit einer Bibel, deren Rücken er restauriert hat.

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LEBEN &WISSEN 27

Kaderschmiede der Täter

Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang zehn Jahre nach Beginn der zivilen Nutzung:

Neues Dokumentationszentrum erinnert unter anderem an die Verbrechen der früheren Schüler.

Vogelsang liegt im einzigen Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Der Blick führt vorbei an einem der Ordensburg-Hauptgebäude über die früheren Kameradschaftshäuser in die Eifel.

Fotos: Traub

In gewaltigen Dimensionen erstreckt

sich diese Anlage auf einem

Bergsporn. Auf künstlich angelegten

Terrassen liegen langgestreckte Gebäudekomplexeübereinander.Überragt

wird das monumentale, aus Natursteinen

errichtete Ensemble von

einem Bergfried –sowie es sich für

eine Burg gehört. Aber das mittelalterliche

Erscheinungsbild ist Täuschung

und Inszenierung.

Fast wie im Louvre: Ein Neubau im alten Adlerhof ist Anlaufstelle

für Besucher und ermöglicht den Zugang zu den Ausstellungen.

Diese vermeintliche Burg ist

ein „Ort der Beeindruckung“,

so formuliert es

Stefan Wunsch. Der Historiker

ist wissenschaftlicher

Leiter der NS-Dokumentation Vogelsang,

die auf der ehemaligen, heute denkmalgeschützten

Ordensburg Vogelsang in

der Nord-Eifel dafürSorge trägt, dass die

Geschichte dieses Ortes nicht in Vergessenheit

gerät. Seit vor zehn Jahren die

belgische Armee, die das Areal seit 1950

genutzt hatte, ihre Soldaten abgezogen

hat, wirddaran gearbeitet, neue Nutzungen

für dieses kolossale Gelände zu finden.

Erhalt und Dokumentation haben

sich gegenPläne, die Anlagedem Erdboden

gleichzumachen, durchgesetzt.

Jetzt wurde auf Vogelsang das neue Dokumentationszentrum

mit der Dauerausstellung

„Bestimmung: Herrenmensch“

eröffnet. Sie verdeutlicht, washinter den

Mauern der Ordensburg geschah. „Hier

sollten zukünftige Parteiführer der

NSDAP ausgebildet werden“, informiert

Stefan Wunsch. Der Bedarf sei groß gewesen.

„Wir wollten deshalb auch keine

ortsgeschichtliche Ausstellung zeigen,

sondern den Fokus auf die handelnden

Menschen legen.“ So verfolgt die Schau

in mehreren thematisch gebündelten Kapiteln

die Entwicklung vermeintlich normaler

junger Männer zu Tätern. „Denn

die Ordensburgen waren Täterorte“, resümiert

Historiker Wunsch.

Es gab drei dieser für den Zweck, Führungsnachwuchs

auszubilden, aus dem

Boden gestampften Kaderschmieden.

Die beiden anderen liegen in Sonthofen

und in Krössinsee im heutigen Polen. Beide

werden als Kasernen genutzt. Somit

ist die 1936 noch als Baustelle eröffnete

Ordensburg Vogelsang der einzige Ort,

der an dieses Kapitel deutscher Geschichte

und seine verhängnisvollen Folgen erinnert.

„Die Gesamtanlage, sozusagen unser

größtes Exponat, symbolisiert den Aufstieg,

der hier im Sinne der nationalsozialistischen

Idee möglich sein sollte“, erklärt

Wunsch. Die körperliche Ertüchtigung,

die auf den unten liegenden Sportstätten

betrieben wurde, war Ausgangsund

Mittelpunkt des Lehrbetriebs. Darüber

befanden sich auf neu angelegten

Terrassenstufen die „Kameradschaftshäuser“

mit Aufenthalts- und Schlafsälen.

In den oben liegenden Gebäuden

fand die Lehre statt. Zur perfekt durchdachten

Inszenierung gehörte vor allem

die „Ehrenhalle“ im Turm. Dort dominierte,

wie in einer Apsis stehend, die

überlebensgroße Holzstatue „Der deutsche

Mensch“ einen Hörsaal.

Das geplante „Haus des Wissens“ wurde

dagegen nicht mehr realisiert. Die Ordensburg-Geschichte

blieb eine unvollendete.

Keiner der so genannten Ordensjunker

konnte sein Schulungspensum

komplett absolvieren. Der Einsatz an der

Front war wichtiger. Allerdings verdankte

sich die Ausbildung ohnehin weniger

konkretenLehrplänen als der Improvisation.

GeeigneteLehrerwaren Mangelware.Erziehung

und Drill hießendie Hauptfächer.Essollten

„fanatische Prediger der

nationalsozialistischen Weltanschauung“

geschult werden, hatte Robert Ley

gefordert, der zuständige NSDAP-Funktionär.

Im neuen Dokumentationszentrum wird

auch an die Verbrechen erinnert, die frühere

Schüler der Ordensburgen begangen

haben –etwa die Durchführung von

Vertreibungen, die Ghettoisierung der jüdischen

Bevölkerung und die Vorbereitung

von Massenermordungen. Noch bis

in die 90er Jahrepfl fegten die Überlebenden

ein Netzwerk und besuchten getarnt

unter phantasievollen Vereinsnamen ihre

frühereAusbildungsstätte. „Kaum ein Ordensjunker

ist wirklich in der Demokratie

angekommen“, kommentiert Vogelsang-

Historiker Wunsch.

Die Sorgen, dass der Komplexinder Eifel

zu einer Anlaufstelle für Neo-Nazis werden

könnte, hat bei den Planungen für

eine neue Nutzung der Ordensburg stets

eine große Rolle gespielt. „Bildungs- und

Vermittlungsarbeit ist ein wichtiger Pfeiler

unserer Tätigkeit.“ Sie findet unter

dem Dach der Akademie Vogelsang IP

statt. Die beiden Buchstaben stehen für

Internationaler Platz, wasdie Bedeutung

des Ortes über Deutschland hinaus anzeigt.

Wunsch: „Ziel aller Anstrengungen

und Projekte ist es, auf Vogelsang einen

Ortder Begegnung entstehen zu lassen.“

Zehn Jahre nach Beginn der zivilen Nutzung

haben rund 70 Prozent der 50 000

Quadratmeter großen Fläche inden Gebäuden

der ehemaligen Ordensburgeine

neueNutzung erfahren. Das Zentrum des

2004 gegründeten Nationalparks Eifel, in

dem Vogelsang liegt, hat hier seinen Sitz

gefunden. Daher ist im neuen Gebäude

im zentralen Adlerhof, das mit verhaltenem

Dekonstruktivismus Abstand zur Ordensburg-Architektur

sucht,

„Kaum ein Ordensjunker ist

wirklich in der Demokratie

angekommen.“

Stefan Wunsch

nicht nur die

Schau über die

Ordensburgen zu

sehen, sondern

auch eine Dauerausstellung

über

den Nationalpark.

In den „Kameradschaftshäusern“ ist ein

Rot-Kreuz-Museum eingezogen. Es gibt

dort eine Seelsorge-Stelle des Bistums

Aachen, die verschiedene Angebote bereithält,

und ein Gästehausfür Wanderer.

Auch das Hallenbad der ehemaligen Ordensburg

steht wieder offen.

Bundes-, Landes- und EU-Mittel sowie

Gelder der Gesellschafter der gemeinnützigen

Vogelsang-GmbH, zu der vier

Landkreise, der Landschaftsverband

Rheinland und die deutschsprachige Gemeinschaft

Belgiens gehören, haben Umbau

und Sanierung der Gebäude sowie

dem Aufb

au der NS-Dokumentation den

Weg geebnet. Es ist ein Ort der Aufk

lärung

und Bildung entstanden. So lässt

sich die Tatsache, dass mit 45 Millionen

Euro rund zehn Millionen mehr aufgebracht

werden mussten als geplant, einigermaßen

verschmerzen. Ulrich Traub


28 LEBEN &

Monumental und meisterhaf

Das Westfälische Landesmuseum würdigt das Lebenswerk von Henry Moore. 64 Leihgaben kommen aus London.

Es ist so etwas wie eine Heimkehr.

Der britische Bildhauer HenryMoore

(1898-1986) knüpfte als schon betagter

Mann in den 1970er Jahren eine

enge Beziehung zu Münster und seinem

Westfälischen Landesmuseum

unter Prof. Paul Pieper. Besonders

die monumentalen Skulpturen Heinrich

Brabenders (1467-1537) mit

dem Einzug Jesu in Jerusalem hatten

es dem Briten damals angetan.

Umsosinnfälliger ist es, dass

der erste von sechs Sälen

mit der Werkausstellung

zum Lebenswerk Moores

im zweiten Obergeschoss

den Blicköffnet zur „Hammerspitze“ des

Landesmuseums, wo eben jene Monumentalskulpturen

Brabenders zu sehen

sind. Monumental ist auch das, wasHenry

Mooregeschaffen hat. Sowohl, wasdie

Zahl und Vielfalt seiner Werke, als auch,

was die schiere Größe seiner zwischen

Abstraktion und Figuration schwebenden

Skulpturen anbetrifft. Der Bogenschütze

auf dem Museumsplatz an der

Rothenburg, und das ist die erstespektakuläre

Nachricht der Moore-Schau, wird

voraussichtlich länger in Münster bleiben.

Das LWL-Museum verhandelt noch

mit der zurzeit im Umbau befindlichen

Neuen Nationalgalerie in Berlin. Museumsdirektor

Dr. Hermann Arnhold

zeigt sich zuversichtlich, dass die Skulptur

vielleicht „zwei, drei Jahre“ länger

bleiben und den Vorplatz desLandesmuseums

schmücken wird.

Ein weiteres monumentales Teil, die

Szenen aus dem Weltkrieg: Eine Museumsbesucherin schaut sich hier die Bilder „Woman

Seated inthe Underground/Frau, in der U-Bahn sitzend“ und „Shelter Scene: Bunks and

Sleepers/Bunkerszene: Etagenbetten und Schlafende“ (r.).

Foto: Gunnar A. Pier

Skulptur „Two Piece Reclining FigureNo.

5“ aus den Jahren 1963/64, Leihgabe der

Kunsthalle Recklinghausen, schmückt

die Domplatzseite des Landesmuseums.

„Man kann gar nicht anders, als Moore

draußen und drinnen zu zeigen“, unterstreicht

Hermann Arnhold. Was drinnen

ist, ist vielleicht weniger voluminös, aber

nicht weniger monumental und meisterhaft.

Die von Dr. Tanja Pirsig-Marshall und

ihrem Kollegen Dr. Chris Stephens von

der Tate London kuratierte Schau besticht

schon im ersten Saal durch Vielfalt,

Übersichtlichkeit und kluge Beschriftung.

Hier sind „Liegende“ zu sehen. Diese

warenein beliebtes MotivMoores. KuratorStephens,

der64Werkeaus London

Richtung Münster schicken ließ, skizziert

in feinem Englisch Moores zentrales Interesse

für die „menschliche Figur“. Zugleich

erläutert er den biografisch-historischen

Hintergrund des Bildhauers, den

zwei Weltkriege nachhaltig in seiner

Wahrnehmung der Welt prägten. So sind

auf den an den Wänden hängenden Grafiken

und Kohlezeichnungen Bunkerszenen

aus London und Knochen-Studienzu

sehen, die den Schrecken von Krieg und

Todaufgreifen.

Das Balancieren zwischen Abstraktion

und Figuration ist auch an den „Liegenden“

im zweiten Raum zu entdecken.

Raum drei geht dann sozusagen ins Detail

und präsentiert „Masken, Köpfe und

Helme“, die zuweilen an antikeKämpfer-

Profile erinnern. Welche Wechselwirkungen

die Künstler inder ersten Hälfte des

20. Jahrhunderts aufeinander ausübten,

ist bereits hier,dann aber vorallem in den

drei weiteren Räumen mit „Figuren“ und

„Abstraktionen“ zu sehen. Hier darf der

Besucher Zeichnungen und Skulpturen

von Hans Arp bis Alberto Giacometti mit

Henry Moores Werken vergleichen, Parallelen

und Unterschiede entdecken.

Hans Arps „Die drei Grazien“ von 1961

markieren hier so etwas wie die Reinform

der Abstraktion, denn es handelt sich

eigentlich nur um schlangenförmig in die

Höhe strebende Metallstücke. Auch Arps

„Mythischer Weinschlauch“ (1952) ist in

seinem sanften Wechselspiel vonStumpf

und Spitze Abstraktion in Reinform. Erinnert

Henry Moores „Standing Woman“

von 1924 noch von ferne an archaische

Skulptur-Vorbilder der griechischen Antike,soist

sein kleines Modell des „Bogenschützen“

(1964), dessen großer Bruder

draußen steht, dann auch derart reduziert,

dass beim besten Willen weder Bogen

noch Schütze erkennbar sind. Aber

die Form ist ästhetisch, ausgewogen und

deshalb schön. Johannes Loy

Henry Moore. Impuls fü

rEuropa. 11.

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ehrt das Museum das Wer

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Plastiken, Skulpturen und

veranschaulichen auf rund

metern die gegenseitigen

vertretenen Künstler: Neb

Moores zeigt die Ausstellu

rem Arbeiten von Theo Ba

meister, Joseph Beuys und

Auch Kunstwerke von Kün

inspirierten und mit denen

tauschte, sind zu sehen: H

Giacometti, Barbara Hepw

rens und Pablo Picasso. In

seit 1977 Moores große Br

ße Wirbel“ am Aasee.

Zur Ausstellung erscheint

bebilderter Katalog imHir

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sondere Führungen und Fo

geboten.

Die Ausstellung wird amh

tag um 20 Uhr eröffnet. D

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Kunstmuseum Pablo Picasso lässt Henri Matisse „Die Ha

Regelmäßige Besucher des Picasso-

Museums sind bei jeder neuen Ausstellung

neugierig: Welchen Blickfang

werden die Experten wohl für

den großen Raum im ersten Stockwerk

ausgewählt haben: ein spektakuläres

Gemälde vielleicht oder, im

Falle von Henri Matisse, die große

blaue Tapisserie mit den stilisierten

weißen Vögeln?

Nein, es sind: Kostüme. Denn der 1869

geborene französische Künstler schuf,

wie schon sein spanischer Rivale Pablo

Picasso, für die berühmten „Balletts Russes“

in Paris eine Ausstattung: Er entwarf

„Von den beiden Großen des 20.

Jahrhunderts ist Matisse vielleicht

der sympathischere gewesen.“

Prof. Dr. Markus Müller

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Gewänder und Bühnenbildmotive für

das Strawinsky-Stück „Le chant du Rossignol“.

Farbenprächtige orientalische

Mäntel und Kopfb

edeckungen füllen

einen großen Teil des Museums-Raums,

sie wurden nach den Vorbildern des Jahres

1920 rekonstruiert und für die neue

Schau aus Monte Carlo ausgeliehen. Ein

ungewöhnlicher Blickfang imKunstmuseum,

das ursprünglich Grafikmuseum

hieß.

Die Grafik des Henri Matisse ist ja auch

Ausgangspunkt der Ausstellung –verfügt

das Museum doch seit vergangenem Jahr

über die Dauerleihgabe von121 Werken.

Die wollte man jetzt aber nicht einfach

chronologisch gereiht an die Wände hängen,

erzählen Museumsdirektor Markus

Farbenprächtige Kostüme entwarf Henri Matisse (kl.

Müller und Kuratorin Ann-Katrin Hahn.

Stattdessen haben sie aussagekräftige

Leihgaben zu 70 ausgewählten Blättern

der Sammlung hinzugesellt, um die Geschichte

eines Künstlers zu erzählen.

„Der einzige, den Picasso als Konkurrenten

ern

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von de

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Schau,


WISSEN

29

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Blick in den ersten Raum der Ausstellung: Hier ist Henry Moores Skulptur „Three Piece Reclining Figure No. 2: Bridge Prop/Dreiteilige liegende Figur Nr. 2: Brückenstütze“ im Vordergrund zu sehen.

Im Hintergrund eine der vielen „Liegenden“, ein beliebtes Motiv des Briten Gunnar A. Pier

cher Rivale

nd zum Singen bringen“.

Bild) für ein Ballett in Paris.

st nahm, war Matisse“, sagt Marller

und ergänzt, der Franzose sei

nbeiden Giganten des 20. Jahrrts

„vielleicht der sympathischere“

n. Tatsächlich, so zeigt er in der

ist Matisse selbst in jenen Fällen

deutlich anders, in denen er sich auf Picasso-Terrain

begibt: Sein Minotaurus-

Bild trägt menschliche Züge.

Die Freundlichkeit des Picasso-Rivalen

war noch nicht offenkundig, als er 1905

an jener Ausstellung teilnahm, die für

Foto: Wilfried Gerharz

einen Skandal und das Etikett „Fauves“

(Wilde Tiere) sorgte. Sie wird hier mit

kleinen Skulpturen beleuchtet, doch

schon im Durchgangsraum zu den Tanz-

Kostümen erscheint Matisse als „Maler

des Glücks“. Denn die Haremsdamen,

die in einer Fülle von Grafiken und auf

einem Gemälde zu bewundern sind,

strahlen orientalischen Reiz aus. „Matisse

sagte, er male und zeichne solche

Odalisken, um Aktbilder schaffen zu

können“, erzählt Ann-Katrin Hahn, „obwohl

sich im 20. Jahrhundert kein Künstler

mehr für Aktbilder rechtfertigen

musste.“

Matisse, der seit 1916 in Nizza lebte,

schöpfte Inspiration aus Orient-Reisen.

Im Jahr 1930 führteihn eine große Reise

bis nach Tahiti,dem legendären Paradies

Paul Gauguins. Das Picasso-Museum

widmet dieser Phase einen eigenen

Raum, in dem der blauweiße Wandteppich

„Polynesien. Der Himmel“ die

Hauptattraktion zu bilden scheint. Darüber

sollte man aber nicht die kleinen

Blätter aus der Grafik-Sammlung aus

dem Blick verlieren: Sie zeigen den Blick

und die sichereHand jenes Künstlers, der

nach Auskunft Markus Müllers das tägliche

Training vonBalletttänzern oder Akrobaten

zum Vorbild nahm, um als

Künstler „seine Hand zum Singen zu

bringen“. Dieser Formulierung verdankt

Münsters Schau ihren Titel.

Dass die Ausstellungsmacher nicht aus

einer Fülle von Gemälden schöpfen

konnten, schadet der „Farbigkeit“ ihrer

Schau keineswegs. Denn zu den heiter

anmutenden Scherenschnitten gesellen

sich im oberen Stockwerk die Blätter aus

dem Künstlerbuch „Jazz“: Sie tanzen

munter über eine Wand, enthüllen aber

bei genauerem Blick ernste Themen wie

einen Werwolf oder den „Tod des Pierrot“.

Matisse, dem nach einer schweren

Krebsoperation noch ein „zweites Leben“

geschenkt wurde, krönte sein Werk mit

der Gestaltung der Rosenkranzkapelle in

Vence: Sie ist eindrucksvoll mit Fotos,

Grafiken und einem Modell dokumentiert.

Harald Suerland

„Der einzige, den Picasso als

Konkurrenten ernst nahm, war

Matisse.“

Prof. Dr. Markus Müller

MATISSE UND PICASSO

Die Ausstellung „Matisse. Die Hand

zum Singen bringen“ im Kunstmuseum

Pablo Picasso, ergänzt durch

„Klingende Bilder –Picasso und die

Musik“, wird andiesem Samstag um

13 Uhr eröffnet und ist bis zum 29.

Januar zu sehen. Geöffnet täglich

von 10bis 18 Uhr, freitags bis 20

Uhr. Infos und Führungen unter

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30 LEBEN &WISSEN

Über zwei Stockwerke verfügt das Baumhaus Solling. Es steht seit dem Jahr 2010 bei einem Forstgehöft in Schönhagen bei Uslar.

Foto: Markus Bollen

BAUMHÄUSER

Eine Übersicht über seine Arbeit bietet Andreas Wenning in dem großformatigen

Buch „Baumhäuser“. Hier hat er nicht nur Informationen und zahlreiche

Fotos zu40seiner Projekte zusammengetragen, die er in Europa und den USA

als private Rückzugsorte, aber auch als Baumhaus-Hotels realisiert hat. Das

Buch umfasst einen Blick in die Geschichte und den kulturellen Hintergrund

von Baumhäusern ebenso wie die fachliche Auseinandersetzung mit der Konstruktion

und der Baumstatik. Andreas Wenning: Baumhäuser. Neue Architektur

in den Bäumen. 3. Auflage 2015, Dom-Publishers, 304 Seiten, 58Euro.

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Grüner

Wohnen im

Baumhaus

Bremer Architekt designt Refugien in luftiger Höhe

Ein paar Bretter und ein Seil oder

eine Leiter zum Hochklettern. Fertig

ist das gewöhnliche Baumhaus. Bei

denen von Andreas Wenning ist es

ganz anders. Der Bremer Architekt

designt Baumhäuser. Erbeschreitet

damit neue Dimensionen und manchem

Erwachsenen erfüllt er dessen

Kindheitstraum.

Duschen in luftiger Höhe?

Oder kochen? In manchen

Baumhäusern vonAndreas

Wenning ist das möglich.

„Ein Badezimmer oder

eine Küche einzubauen, ist machbar,

hängt aber von den Möglichkeiten ab,

Frischwasser und Abwasser auf dem

Grundstück bis zum Baumhaus zu führen“,

sagt Wenning über seine Objekte.

Einige von ihnen stehen in der weiteren

Region, beispielsweise in Bad Rothenfelde

und Oldenburg. Seine Aufträgehaben

ihn aber auch schon bis nach Italien, Argentinien

und Florida geführt.

Manche der Häuser haben nur wenige

Quadratmeter Grundfl

äche, andere hingegensind

an die 50 Quadratmeter groß

und von einer geräumigen Terrasse umgeben,

wie das Haus in Bad Zwischenahn,

das aus zwei Zimmern, Flur und Bad

besteht.

Das klingt eher nach einer Baumvilla.

Aber solcheBezeichnungen hört der ausgebildeteTischler

nicht gern.Erfasst den

Begriff Baumhaus weit. Auch Häuser,die

komplett auf Stelzen stehen, gehören für

ihn in diese Kategorie: „Wenn einer meiner

Kunden das als Baumhaus bezeichnet,

dann kann ichdem doch nicht widersprechen“,

erklärt Wenning.

Wann ist denn ein Baumhaus ein Baumhaus?

Eskomme auf die Motivation an,

die dahintersteckt, meint der Konstrukteur.

Wichtig sei auch der Dialog zwischen

dem Haus und dem Ort. Für ihn

persönlich sei ein Baumhaus ein Refugium,

ein kleiner Ort, der mit der Umgebung

korrespondiert, ein Rückzugsort in

Andreas Wenning, Architekt aus Bremen,

hat sich auf die Gestaltung von Baumhäusern

spezialisiert. Foto: Marie-Luise Braun

luftiger Höhe, intim, zählt Wenning auf.

Vor allem solle die Freiheit nicht durch

die Technik eingekürzt werden.

Vonseinem BremerBüroaus guckt er auf

so ein Exemplar. Essteht in seinem Garten.

Fast drei Meter hoch führt die Leiter

hinein in einen etwa zweieinhalb mal

zwei Meter kleinen Raum, der fast komplett

voneinem Podest mit Matratze ausgefüllt

ist. Bei aller Engegibt es einigeAblagemöglichkeiten,

alles hat seinen gut

überlegten Platz. Licht kommt durch

zwei Fensterund eine gläserne Dachluke.

Auf die Vorhänge ist er besonders stolz.

„Selbstgenäht“, sagt Andreas Wenning

und zieht die beiden mit Ästen und Blüten

bestickten Stoffbf ahnen beiseite. So

wird der Blick freigegeben auf eine

herbstlich verfärbte Birke. Mit der allerdings

ist das Baumhaus nicht verbunden.

Es steht auf Stelzen.

Genutzt wirdesnicht nur vonseinen beiden

Söhnen, um unbeobachtet zu spielen.

Auch er selbst ist gern hier.Dieses besondere

Gefühl, in Baumhöhe zusein,

der Rest der Welt weit weg–legt sich das

nicht mit der Gewohnheit? Andreas Wenning

schüttelt kurz den Kopf: „Es ist immer

anders als in anderen Häusern, auch

wenn das Gefühl bekannter wird.“

► Fortsetzung auf Seite 31


LEBEN &WISSEN 31

Auf engem Raum muss jeder Zentimeter genutzt werden –entsprechend hat der Architekt

die Innenausstattung der Baumhäuser eingepasst.

Fotos: Alasdair Jardine

Zwischen eine Eiche und eine Erle hat Andreas Wenning dieses Baumhaus in Bad

Rothenfelde im Jahr 2006 eingepasst.

Gesunder Stamm ist das Fundament

Andreas Wenning: „Man kreiert etwas in der Zeit und weist zugleich darüber hinaus.“

Das liegt nicht nur an der

Höhe, sondern auch daran,

dass ein Baumhaus

viel kompakter eingerichtet

ist als ein Wohnhaus.

Dann ergänzt er: „Es ist eng, es ist intim.

Und auch wenn manmit anderen zusammen

ist, ist es intensiv.“ Man gehe dorthin,

um es sich gut gehenzulassen, meint

der Architekt, der sein erstes Baumhaus

auf dem Grundstück vonFreundeninder

Nähe von Bremen errichtet hat. Als Erwachsener.ImJahr2003ist

das gewesen.

Mit seinen etwa acht Quadratmetern Innenfl

äche und der gut fünf Quadratmeter

großen Terrasse scheint sein Erstlingswerk

auf den Ästen von zwei Buchen zu

liegen. Bei genauerer Betrachtung zeigt

sich, dass es mit Gurten an den Baumstämmen

befestigt ist. Eine andere Möglichkeit

wärees, die Konstruktion mit den

tragenden Bäumen zu verschrauben. Ihm

sei es wichtig, den Baum nicht zu beschädigen,

betont Andreas Wenning. So greift

er zu Gurten, die zudem die Möglichkeit

bieten, die Bewegungen der tragenden

Bäume auszugleichen.

Die meisten seiner Baumhäuser haben

Holzfassaden. Manchen aber verpasst er

eine spiegelnde Oberfl

äche aus Metall,

wie auch dem kleinen Exemplar in seinem

Garten. Je nach Perspektivespiegeln

sich darin die Wolken, die Nachbarhäuser

oder die Bäume. Dann scheint es mit

der Umgebung zu verschmelzen. Die metallene

Oberfl

äche sei eine futuristische

Geste, meint Wenning, der sich als ambitionierten

Architekten sieht: „Man kreiert

etwas in der Zeit und weist zugleich darüber

hinaus.“

Für die Auswahl sei es wichtig, dass der

Baum stabil und gesund sei, betont Wenning:

„Er darf nicht zu jung und nicht zu

alt sein. Ab 15 Zentimetern Stammdicke

kann man Bäume inein Baumhaus einbinden

–ein gesunder, kräftiger Stamm

kann Tonnen tragen. Gut geeignet sind

beispielsweise Eichen und viel andere

Baumarten“. Er freue sich, wenn es weder

Pappeln noch Weiden sind, da sie sehr

fl

exibel seien und schnell wüchsen. Aber

das Besondere sei nun mal, dass Baumhäuser

in eine lebende, unregelmäßige

Struktur gebautwerden.„Das ist wasanderes

als ein Betonfundament.“

Das sei oft der Grund, warum er mit dem

Bau vonBaumhäusern beauftragt werde,

sagt Wenning: „Kinder sind da unbedarfter.“

Die hauten ein Brett mit Nägeln in

den Baum und kraxelten hoch. Zu haben

sind seine Baumhäuser ab 15 000 Euro

aufw

ärts: „Mein größtes gebautes Haus

war 50Quadratmeter groß, das kostete

160 000 Euro.“ Marie-Luise Braun

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32 WISSEN &LEBEN

Schauspielerin Friederike Kempter aus dem Münster-“Tatort“ bestand

den Masematte-Vokabeltest

Foto: Tom Heyken

Beim Quizzen hatten Steffi Stephan (l., Mitbegründer Panikorchester, „Jovel“-Gründer) und

Singer und Songwriter Johannes Oerding (r.) jede Menge Spaß. Foto: Thomas Büdenbender

Bislang größter Stunt in der Show: Clair Howells vom Theater Titanick

fliegt in einer Badewanne übers Publikum. Foto: Tom Heyken

Ein Geistesblitz wird zehn

Seit einer Dekade läuft im Theater imPumpenhaus die „Adam Riese Show“. Das Talk-Konzept

vertraut dabei ganz dem nicht wiederholbaren Zauber des Augenblicks.

Wenn eine Unterhaltungsshow zehn

Jahre überdauert hat, gilt sie im

schnelllebigen TV-Geschäft schon

fast als Dinosaurier. Und wenn es

eine noch länger durchhält, muss

dasPublikum oft den Verfalldes Zaubers

wie auch das Ergrauen des

Showmasters mitansehen. So erging

es den Fans der kultigen Harald-

Schmidt-Show. Tempi passati.

„Ich kann meine Gäste ausreden

lassen.“

Adam Riese

Doch in Münster ticken die

Uhren wie so oft anders.

Im „Theater im Pumpenhaus“,

einer traditionell

Experimente-freudigen

Bühne, läuft die „Adam RieseShow“ nun

seit einer Dekade wie geschnitten Brot.

Und auchdie grauen Haaredes 50-jährigen

Moderators halten sich bislang in

Grenzen. Obwohl –nein, gerade weil hier

keine Kameras auf die Talk-Gästegerichtetsind

und das Konzept ganz dem nicht

wiederholbaren Zauber des Augenblicks

vertraut. Im lockeren Wechsel von Talk,

Musiknummer und ironischen Ratespielen

rund umMünster-Themen heißt das

Motto hier meist Gemütlichkeit. „Da wir

nicht im Fernsehen sind, haben wir keine

so strenge Zeittaktung. Das heißt, ich

kann meine Gästeausreden lassen“, sagt

Riese, der am 5. Februar 2017 seine Jubiläumsshow

moderieren wird (für die es

noch Karten gibt).

Seine Gäste konnten sich immer sehen

lassen. Ob es nun der Kabarettist Henning

Venske war (einst Münchner Lachund

Schießgesellschaft) oder Roland

Jankowsky (der Kommissar Overbeck

aus „Wilsberg“) –einen Münster-Bezug

sollte jeder Promi auf dem Show-Sofa

schon mitbringen.

Venske zum

Beispiel drückte

einst auf dem

Schiller-Gymnasium

beim selben

Lateinlehrer die

Schulbank wie

knapp 30 Jahre

später Riese. Da kullerten die Pennäler-

Anekdoten nur so unterm Schnurrbart

des Kabarettisten hervor –dem das katholische

Münster als Teenager nicht so

ans Herz wuchs wie all jenen, die lebenslang

hier verweilen. Da also Münster

Motto und Fixstern der Show ist, war es

beinahe „Pfl

icht“,dass Götz Alsmann bei

der Pumpenhaus-Premiere auf dem Sofa

Platz nahm. Der ist –wie Riese auch –

quasi Berufsmünsteraner und kennt den

Showman schon aus dessen Flegeljahren.

Adam Riese, dieser stets adrette Krawatten-Mann

–ein Flegel? Ein kleines bisschen

schon. In den wilden Achtzigern trafen

Riese und der neun Jahre ältere Alsmann

im legendären „Odeon“ aufeinander.Abiturient

und Punksänger der eine,

frisch promovierter Musikwissenschaftler

der andere. Sie gründeten damals die

„Fidelen Schwager“, eine Band, die Punk

und Schlager auf einen kultigen Nenner

Showgast Friedrich Liechtenstein (vorne) zeigt Adam Riese 2015 die angesagten Moves und bringt Talkmaster und Publikum in Schwung. Markus Paßlick (l.)

schlug vor zehn Jahren Adam Riese vor, eine Talkshow mit Lokalbezug zu starten.

Foto: Thomas Hölscher

brachte. Das zu erwähnen ist wichtig,

denn ohne die zahllosen Kontakte, Weggefährten

und Münster-Originale, die

Adam Rieses Weg gekreuzt haben, wäre

die Shownicht, wassie ist. Jene spezielle

Münster-Nostalgie, die die Fans jedes Mal

begierig aufsaugen, gehört zum Kult dazu.

Und der begann im Jahr 2006 mit einem

Geistesblitz vonMarkus Paßlick. Der Musiker

und Autor spielte inder Götz-Alsmann-Band

Percussion und war zeitgleichGag-Schreiber

für Harald Schmidt.

Als er seinem alten Freund Riese die

Kreation und Moderation einer Showmit

lokalem Bezug vorschlug, schloss sich

wahrlich ein Kreis. Bei einem Test-Ballon

im Jazzklub „Schöne Aussichten“ an der

Werse firmiert das alles noch unter dem

Namen „Münster Late Night“ –die Fans

sollen aber damals schon „Adam Riese

Show“ gesagt haben. Da die Wege in

Münster kürzer als anderswo sind, hatte

man im Nu dienötigen Mitstreiter gefunden.

Paßlick formiert mit zwei Kollegen

die Showband „Original Pumpernickel“,

die mit den Gästen die jeweiligen Song-

Nummern einstudiert (für Riese stets so

magisch, dass er sich meist unerkannt in

die Proben schleicht). Das Team vom

Pumpenhaus-Theater stemmt die Technik

–„ob eine Schauspielerin in einer Badewanne

ins Pumpenhaus schweben will

oder die 6-Zylinder das Kufsteinlied von

einem Indoor-Feuerwerk begleitet haben

wollen“, schwärmt Riese. Und seine

Show-Assistentin Isabelle erinnert ebenso

charmant an alte„Dalli Dalli“-Momente

wie die Ratespiele, die Riese für jede

Ausgabe ersinnt.

Damit der Talk lebendig rüberkommt,

muss Redakteur Peter Sauer viel Vorarbeit

leisten. Er berät nicht nur in puncto

Gäste-Auswahl und kümmert sich um die

Akquise, sondern führt auch Interviews

und erstellt über jeden Gast ein Dossier.

Riese selbst fragt erst im Abend der Show.

Das ist für die Live-Momente wichtig,

denn: „Man fragt so immer interessierter,

als wenn mandieselbe Fragezuvor schon

einmal gestellt hätte“, ist sich der Moderator

sicher.

Vonden vielen, vielen Gästen haben sich

manche natürlich besonders in Herz und

Gedächtnis geschrieben. Allen voran die

„Zucchini Sistaz“, eine dreiköpfige Frauen-Band,

die in stilechter Kostümierung

die Swing-Ära humorig aufl

eben lässt;

mit falschen Wimpern und echtem Können.

Heute ist das Trio in ganz Deutschland

erfolgreich unterwegs –inder Riese-

ShowhatteesimMai 2012 seinenersten

großen Auftritt. Die Swing-Ladies eroberten

seinerzeit das Publikum im

Sturm und sitzen heute bei fastjeder Ausgabe

als engeRiese-Freundinnen im Publikum.

Während zehn Jahren hat sich ein Paradiesvogel

wie Friedrich Liechtenstein

(mit dem Youtube-Hit „Supergeil“) auf

demShow-Sofa ebenso die Ehregegeben

wie ein Vertreter des Klerus –Pater Rudolf

BrankoHein. Der hattesich über den

Kleidungsstil Papst Bendikts XV

I. habilitiert

und legte mit einer Dame sogar

einen fl

otten „LindyHop“auf die Bretter.

Aber was inMünster Rang und Namen

hat, durfte natürlich nicht fehlen: Ex-

Oberbürgermeisterin Marion Tüns plauderteaus

dem Rathaus –Türmerin Martje

Saljé aus dem Turm-Kästchen. „Wilsberg“-Erfinder

Jürgen Kehrer erzählte

aus linksbewegten Studentenzeiten, Designer

Dieter Sieger vonmillionenschweren

Design-Projekten. Sie alle hat Charmeur

Riese lächelnd aus der Reserve gelockt

–und geduzt. Eine Show-Sitte, der

sich bislang nur die damaligeUni-Rektorin

Prof. Ursula Nelles verweigerte.

Der Showmaster zeigt bislang keine Ermüdungserscheinungen

und hat auchgelegentlichen

TV-Verlockungen widerstanden.

„Es muss auch noch Momente

geben, die vorbei sind, wenn man sie erlebt

hat.“ Finanziell kann sich Riese diesen

Luxus leisten. Er ist –nomen est omen

–studierter Mathematiker und arbeitet

als Führungskraft bei Fiducia & GAD,

einem führenden IT-Dienstleister für

Banken. Für ihn und die übrigen Beteiligten

ist die Show weniger ein Riesen- als

ein Zuschuss-Geschäft. Alle sind mit

Herzblut dabei, sagt er. Und was geht

einem Showman durch den Kopf, wenn

er angekündigt wird und hinaus vor die

Scheinwerfertritt? „Warum klatschen die

so laut? Ich habe doch noch garnichts gesagt.“

Arndt Zinkant


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Der Hafen

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2 MÜNSTERS BUSINESS –DER HAFEN

Rasant

entwickelt

In Münsters Hafen bestimmen heute Bürohäuser,

Kunst, Kultur, Restaurants und Szeneclubs statt

Speichern und Fabriken das Bild. Und es gibt

noch einiges Potenzial.

An die ehemaligen Osmo-Hallen soll ein öffentlich zugänglicher Komplex im von den LVMVersicherungen am

Hafenweg 34bis 44 geplanten Konzept erinnern.

Zeichnung: LVM

Klöcker

Knippenberg

PartnermbB

Steuerberater

Rechtsanwalte

Wirtschaftsprüfer

Einst wurden hier Kohlen und Holz

von Bord zahlreicher Schiffe gelöscht

und landwirtschaftliche Produkte

umgeschlagen. In vielen Firmen

wurde körperlich hart gearbeitet.

Doch nachdem das Nordufer des

einstigen münsterischen Stadthafens

Mitte der 90er-Jahre zum „Kreativkai“

ausgerufen wurde, hat sich

das gesamte Umfeld rasant entwickelt.

Statt Speicher und Fabriken

bestimmen heute Bürohäuser,

Kunst, Kultur, Restaurants

und Szeneclubs das

Quartier. Und diese Entwicklung

ist noch lange nicht abgeschlossen.

Denn mit dem ehemaligen Osmo-Gelände

und vielen Flächen auf dem Gelände

an der südlichen Hafenkante steht noch

einiges Potenzialfür neue Möglichkeiten

zur Verfügung.

Möglich wurde dies durch die Folgen des

Strukturwandels. Der ließ den Umschlag

in Münsters Stadthafen vonnoch1,3 Millionen

Tonnen im Jahr 1962 auf 65000

Tonnen 2008 zurückgehen. Da Anfang

der 90er-Jahrebereits zahlreiche Gebäude

leer standen oder nur noch teilweise

genutzt wurden, wurde über eine neue

Nutzung des Hafengeländes nachgedacht.

Den planerischen Anfang machte

der Städtebauliche Rahmenplan 1992,

ausdem später auch das Leitbild Kreativkai

entwickelt wurde. Sichtbares Zeichen:

Die optische Öffnung des einst ausschließlich

gewerblich genutzten und abgeschlossenen

Hafengeländes durch den

Hafenplatz und die spätereNeu- und Umgestaltung

der Hafenkante zur attraktiven

Flaniermeile.

Wirtschaftlich, so Christian Schowe, Leiter

des Amtes für Stadtentwicklung,

Stadtplanung, Verkehrsplanung, ist

Münsters Stadthafen in seiner einstigen

Funktion heute ohne Bedeutung. Waren

werden hier nur noch sehr selten gelöscht.

Und als Alternativen stehen auf

münsterischem Stadtgebiet der Öl-Hafen

in Gelmer,der Agrar-Hafen sowie der Industrie-Hafen

bei Amelsbürenzur Verfügung.

Entsprechend hat sich in den vergangenen

Jahren das Umfeld am Stadthafen 1

stark gewandelt –hin zu einer gelungenen

Mischung aus Einzelhandel, Bürofl

ä-

chen und Gastronomie. Dabei lassen sich

rund die Hälfte der am Kreativkai ansässigen

Unternehmen und Einrichtungen

der Kreativw

irtschaft zuordnen. Und der

Wandel wird auch in den kommenden

Jahren noch weitergehen. Basis dafür ist

der Masterplan Hafen, in dem die Gestaltungsmöglichkeiten

für das gesamte

Quartier bis hin zur Kulturszene Hawerkamp

hinter dem Stadthafen 2konzipiert

sind.

Der sieht für den südlichen Hafenbereich

eine andereEntwicklungvor als auf dem

Kreativkai. „Gegenüber soll das Arbeiten

im Mittelpunkt stehen“, erläutert Andreas

Leifk

en von der Fachstelle Stadterneuerung

der Stadt Münster, die Planungen.

Auch produzierende Betriebe

sind dort willkommen. Wie etwa die Hafenkäserei,

die ihren Neubau bereits bezogen

hat und in Kürze auch Einblickein

die Herstellung gewähren wird. Gastronomie

dagegen darf indiesem Bereich

des Hafens nur eine „Nebenrolle“ spielen.

Fort

setzung aufgegenüberli

egenderSeite

Am Mittelhafen10

48155Münster

Telefon025126509 -0

www.k-k-partner.de

Reger Ladebetrieb in Münsters Stadthafen. Der erlebte inden 60er-Jahren seine Blütezeit, verlor während des

Strukturwandels aber rasant an Bedeutung.

Foto: LWL-Medienzentrum


MÜNSTERS BUSINESS –DER HAFEN 3

Arbeiten und Wohnen bilden die Schwerpunkte des geplanten Projektes „Hafentor“. Drei solitäre Baukörper mit unterschiedlicher Nutzung sollen hier neben dem bereits bestehenden Speicher neu errichtet werden. Aktuell laufen

Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt und den beteiligten Akteuren, um eine strukturierte Gesamtentwicklung des gesamten Quartiers zu gewährleisten.

Zeichnung: Kleihues &Kleihues

Wie esetwa das Café des Wolfgang Borchert

Theaters im historischen Flechtheimspeicher

bereits tut.

Als Abschlusszum Hafenbecken soll auch

auf dieser Hafenseite ein Fuß- und Radweg

geschaffen werden, der an der Einmündung

in den Dortmund-Ems-Kanal

in einer Parkanlage endet. Vieles wird

sich hier in den kommenden Jahren noch

tun.

Genauso wie auf dem Nordufer des Hafens.

Denn auch dort steht mit dem ehemaligen

Osmo-Gelände noch eine große

Fläche für neue Entwicklungen zur Verfügung.

Nach der Ordnung der Besitzverhältnisse

und dem Abschluss von Architektur-

und Investorenwettbewerben für

das Areal zeichnen sich bereits konkrete

Pläne für die Neugestaltung ab. Dafür

muss vonseiten der Stadt noch entsprechendes

Baurecht geschaffen werden.

Denn die ehemals gewerbliche Nutzung

soll auf weiten Teilen einer Wohnbebauung,

teilweise einer Mischung aus Büround

Wohnnutzung weichen.

Rund 600 Wohnungen sollen im gesamten

heute ungenutzten Bereich entstehen.

Derzeit laufen Abstimmungsgespräche

zwischen den Investoren und der

Stadt Münster. Ziel, so Stadtplanungs-

Chef Christian Schowe, ist „eine strukturierte

Gesamtentwicklung für alle drei

Akteure“.

Daran wird aktuell gefeilt, doch Schowe

hofft darauf, nächstes Jahr einen Schritt

voranzukommen. Ein „breites und vielfältiges

Angebot für verschiedene Zielgruppen“,

so der Amtsleiter, steht dabei

im Mittelpunkt.

Baurecht besteht bereits für das ehemalige

Postgelände in der Nähe des Hansarings.

Dort werden derzeit bereits Vorbereitungen

getroffen, um ein multifunktionales

Zentrum mit Einzelhandel für

den täglichen Bedarf, Büros und einigen

Wohnungen sowie einem Quartiersparkhaus

mit 220 öffentlichen Stellplätzen zu

realisieren.

So hat sich die Bedeutung des Stadthafens

für Münster in den vergangenen

Jahrzehnten zwar deutlich gewandelt.

Wichtig geblieben ist er für die Stadt jedoch

zweifelsfrei. Denn auch als Bürostandort

und Vergnügungsmeile bietet er

noch immer großes Beschäftigungspotenzial.

Mehr als 3000 Arbeitsplätze

gibt es dort heute bereits wieder –Tendenz

steigend. Peter Imkamp

Das WBT-Team zeigt sich voller Elan zu Beginn der aktuellen Spielzeit am Flechtheimspeicher. Mit dem Umbau

des Gebäudes begann zugleich die Neugestaltung der Bebauung auf der Südseite des münsterischen Hafenbeckens.

Foto: WBT

Wie viel Energie verbraucht das

Messe und Congress Centrum Halle Münsterland?

Stadtwerke Münster unterstützen ihren Nachbarn beim Energieaudit

Bühnenstrahler, Video- und Tontechnik und

umfangreiche Klima- und Kühltechnik –auf über

30.000 qm Fläche bietet das Messe und Congress

Centrum Halle Münsterland alles, was das

Aussteller- und Besucherherz begehrt. In diesem

Jahr hat das Messe und Congress Centrum seine

Energieeffizienz auf den Prüfstand gestellt und

wurde im sogenannten Energieaudit erfolgreich

nach DIN EN 16247-1 zertifiziert. Unterstützt

wurde es dabei von seinen Nachbarn, den Stadtwerken

Münster.

„Wirtschaftlicher Erfolg ist eine Frage der Effizienz.

Wer inZeiten der Energiewende und eines

steigenden Umweltbewusstseins effizient sein

will, der darf den Faktor ,Energie‘ in seinem

Unternehmen nicht aus den Augen verlieren“,

erklärt Energieexperte Andreas Lilienbecker von

den Stadtwerken.

Das Energieaudit lief in mehreren Schritten ab:

Zunächst sammelten die Stadtwerke im MCC

Halle Münsterland alle wichtigen Daten und

verschafften sich einen Überblick, wie viel Energie

die verschiedenen Anlagen verbrauchen und wo

Lastspitzen oder energetischen Schwachstellen

liegen. Auch die Größe, Nutzung und Energieeffizienz

der einzelnen Hallen und Kongress-Säle

spielten eine große Rolle. Mit diesen Daten konnten

die Stadtwerke gemeinsam mit der technischen

Abteilung des Messe und Congress Centrums

wirkungsvolle Energiesparmaßnahmen

einleiten, um die Energiekosten und CO 2 -Emissionen

zu senken. Martin Kupka, Leiter Technik

im MCC Halle Münsterland ist sehr zufrieden:

„Das primäre Ziel war es, mögliche Energieeinsparpotenziale

in unseren Gebäuden und Anlagen

zu finden, um durch effiziente Technologien

und einen optimierten Betrieb Kosten einzusparen

und exakter den einzelnen Kostenträgern

zuzuordnen. Das Energieaudit beweist, dass wir

unseren Stromverbrauch nachweislich um mehr

als die Hälfte und somit auch den CO 2 -Ausstoß

gesenkt haben. Zukünftig können wir durch

permanentes Monitoring sehen, wie sich weitere

Investitionen im Umweltbereich auszahlen.“

Seit dem 5. Dezember 2015 ist diese energetische

Bewertung für alle Unternehmen mit mehr

als 250 Mitarbeitern oder einem Umsatz über

50 Millionen Euro verpflichtend. Ihre persönlichen

Ansprechpartner bei den Stadtwerken sind

Kai Flesch, Andreas Lilienbecker sowie Darius

Nowicki. Sie beantworten alle Fragen rund um

Energiedienstleistungen für Geschäftskunden

und erstellen gern ein individuelles Angebot.

•Kai Flesch

Telefon 0251 |694-2327

k.flesch@stadtwerke-muenster.de

•Andreas Lilienbecker

Telefon 0251 |694-3986

a.lilienbecker@stadtwerke-muenster.de

•Darius Nowicki

Telefon 0251 |694-3984

d.nowicki@stadtwerke-muenster.de

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Für das Energieaudit haben die Energieexperten der

Stadtwerke den Verbrauch aller elektronischen Geräte

im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland

gemessen.


4 MÜNSTERS BUSINESS –DER HAFEN

Arbeiten am Hafenbecken

Von Hafenkäserei

bis Holz-Hybrid-Haus

Der Stadthafen ist nicht nur Münsters

angesagte Ausgehmeile, sondern

hat sich auch zu einem beliebten

Firmen- und Bürostandort entwickelt.

Im Komplex am Hafenplatz 10

–ehemals Wolfgang Borchert Theater

–und Hafenweg 8sind neue Flächen

entstanden und auch an der

Südseite des Hafenbecken ist einiges

in Bewegung gekommen.

Die optimale Lösung für alle Beteiligten.

Warum wir anders sind als andere

und es sich lohnt zum Verfürth-Team

zu gehören: Die Firma

Verfürth Zeitarbeit ist ein inhabergeführtes

Familienunternehmen

mit langjähriger Erfahrung in der

Personaldienstleistung.

Unsere Mitarbeiter profitieren

von einem sehr guten Betriebsklima,

selbstverständlich einer guten

und individuellen Betreuung, einer

kollegialen Zusammenarbeit

und einem respektvollem Umgang

miteinander.

Wir arbeiten regional mit Kunden

in der Industrie, im Handwerk,

in vielen kaufmännischen

Bereichen sowie im Gesundheitsund

Sozialwesen.

Die Personaldienstleistungen

sind für jedes Unternehmen eine

sinnvolle Alternative bei kurzfristig

starker Auftragslage,

Personalausfällen oder der Vermeidung

teurer Überstunden. Unser

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wir für alle Beteiligten

eine gewinnbringende Situation.

Der geeignete Bewerber wird

als Mitarbeiter in unserer Firma

fest angestellt, mit einem Arbeitsvertrag

und definiertem Lohn

oder Gehalt. Seinen fachgerechten

Arbeitsplatz bezieht

er durch unsere

kundenorientierte

Vermittlung in unterschiedliche

Unternehmen aus der

Region.

Wir setzen auf unsere

Mitarbeiter, deren

Qualifikation, Motivation

und deren Fähigkeiten

im Interesse

unserer Kunden. Verfürth

Zeitarbeit sorgt

durch Flexibilität in

der Mitarbeitervermittlung

für eine attraktive

Anstellung

sowie betriebliche

und personelle Dynamik

in den Unternehmen und beteiligt

sich damit aktiv am Abbau

der Arbeitslosigkeit.

Unser Grundsatz: Die Ausrichtung

an den Bedürfnissen aller Beteiligten.

Nur eine zuverlässige

und effiziente Arbeitsweise sorgt

für die Zufriedenheit unserer Kunden

und Mitarbeiter. Unsere Mitarbeiter

entwickeln durch die Berücksichtigung

Ihrer Fähigkeiten

und Neigungen Freude an der Arbeit

und erbringen entsprechende

Leistungen.

Unser firmeninternes

Assessment-Management prüft

gewissenhaft die Eignung des Bewerbers

zu künftigen Aufgaben

Noch im Bau ist das Dock 14 zwischen dem Wolfgang Borchert Theater mit Hafenkran und dem Gebäude H7. Bild: Dock 14

Als produzierendes Gewerbe

hat bereits die Hafenkäserei

am Kai angelegt. Hier, Am

Mittelhafen 20, ist bereits

Ande E 2015 der erste Gouda

über die Thekegegangen. Wiedieser Käse

und viele weitere Sorten in Bio-Qualität

gemacht werden, können Besucher

mit Blick auf die Produktion bei Führungen

erfahren. Und im Bistro kann natürlich

ausgiebig probiert werden, wie die

Kreationen des Teams um Geschäftsführerin

Ann-Paulin Söbbeke schmecken,

vom „milden Maat mit Bockshornklee

über den fröhlichen Fähnrich mit Bier-

Rotschmierebis hin zum bärtigen Barbier

mit Whisky und Rosmarin“, wie es auf der

Homepage heißt.

Direkt neben der Käserei wurde das H7

realisiert, ein Gebäude in Holz-Hybrid-

Bauweise. Das Hsteht für das Baumaterial

Holz, das hier mit Beton, Stahl, Terrakotta

(für die Fassade) und Glas kombiniertwurde.

Die Sieben steht für die Zahl

der Stockwerke (plus Tiefgarage), die

insgesamt rund 4500 Quadratmeter Bürofl

ächen bieten und jedesüber eine Terrasse

verfügt. Mit dem H7steht an dieser

Stelle das größte Gebäude dieser Art in

Nordrhein-Westfalen und es gilt als

Leuchtturmprojektfür ökologisches Bauen.

Anzeige

bei der Firma Verfürth. Dabei analysiert

es auch seinen bisherigen

Werdegang und den Umfang an

Berufserfahrung.

Mitentscheidend und am wichtigsten

ist natürlich das persönlich

geführte Bewerbungsgespräch.

Das Mitarbeiter-Entwicklungskonzept

ist ein wichtiger Bestandteil

des Einsatzes des neuen Mitarbeiters

–dieses basiert u.a. auf

Flexibilität, sozialer Kompetenz,

Belastbarkeit, fachlicher Eignung,

Motivation und vielen anderen –

sogenannten harten und weichen

Faktoren.

Wir haben durch jahrzehntelange

Erfahrung bei Kunden und

Mitarbeitern Vertrauen geschaffen.

Verfürth Zeitarbeit garantiert

mit flexiblen Personallösungen für

Mitarbeiter und Bewerber solide

Chancen am Arbeitsmarkt.

Lernen Sie uns kennen!

Wir laden Sie herzlich ein.

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung“,

sagte beim ersten Spatenstich im März

2015 mit Blick auf die hohen baubiologischen

Standards Michael Radau, Geschäftsführer

der SuperBioMarkt AG,die

alsAnkermieter mit ihrer Zentrale inzwischen

eingezogen ist. Ebenfalls bereits

die neue Adresse Am Mittelhafen 16 habendie

XIMEA GmbH und das für die Objektplanungdes

H7zuständigeArchitektenbüro

Andreas Heupel.

Aktuell noch im Bau ist zwischen dem

Wolfgang Borchert Theater und dem H7

das Dock 14 (Am Mittelhafen 14). Bauherr

dieser 25-Millionen-Euro-Investition

ist die münsterische Cronos Unternehmensberatung

GmbH, deren neuer

Stammsitz im Herbst 2017 fertig sein soll.

Mit diesem Umzug vom bisherigen Sitz

an der Weseler Straße hat sich das Unternehmen

für den Verbleib in Münster und

gegeneinen Wechselinden Medienhafen

in Düsseldorf entschieden.

Das barrierefreie, siebengeschossige Gebäude

mit Betonkern-Temperierung und

186 Tiefgaragenstellplätzen wird über

insgesamt rund 10 000 Quadratmeter Bürofl

äche verfügen. Ein Drittel wird Cronos

für rund 150 Mitarbeiter selbst nutzen.

Die Nachfrage nach einem solchen

Standort, der mit einer „einzigartigen Atmosphäre

in Wasserlage“ und „hoher

Aufenthaltsqualität“ auch außerhalb der

Büroarbeitszeit wirbt, hat dazu geführt,

dass rund ein Jahr vor Fertigstellung

schon 40 Prozent der Flächen vergeben

sind.

www.hafenkaeserei.de

http://h7-münster.de

http://dock14.org

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stehen wir für den persönlichen Kontakt

und garantieren effiziente und zuverlässige Personaldienstleistungen.

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Die Identifikation aller unserer Mitarbeiter mit

unserem Unternehmen und für den jeweiligen

Kunden wird durch eine faire, vertrauensvolle Zusammenarbeit

erreicht und wirkt sich so unmittelbar

im Arbeitsalltag aus.

Das Gebäude H7 ist in Holz-Hybrid-Bauweise entstanden und das größte seiner Art inNRW. Die SuperBioMarkt

AG mit ihrem Hauptsitz ist schon eingezogen.

Foto: Andreas Heupel Architekten


MÜNSTERS BUSINESS –DER HAFEN 5

„B-Side“ fürKultur

und Kreativität

Projekt imHill-Speicher /

Ratsentscheid

KulturelleFreiräume und nachhaltig

bezahlbare Arbeitsräume für Kreative

jeder Art sind die Anliegen des

nicht kommerziellen und gemeinwohlorientierten

Projekts „B-Side“,

das imHill-Speicher an der Südseite

des Hafens beheimatet ist.

Im Jahr 2003 mieteten imwasserseitigen

Teil des ungenutzten Gebäudes

(Am Mittelhafen 42-44)

KreativegünstigeArbeitsräume an

und bauten sie schrittweise aus.

2011 wurdeimErdgeschoss erstmalseine

Ausstellung eröffnet –die Geburtsstunde

der „B-Side“. Die Resonanz wargut, weitere

kulturelle Aktivitäten folgten, es entstand

„ein Freiraum für Kultur, Kunst,

Musik, Theater,Performance, Begegnungen

und Austausch“, wie es der inzwischen

ngegründeteB-Sidee.V.auf seiner

Homepageschreibt. Undweiter heißt es:

„Der Mix an Kunstformen und der raue,

unfertige Charme des Speichergebäudes

mit seinen verwinkelten Kühlräumen im

Erdgeschoss erlaubten Kunst zum Erfahrenund

Erleben,nicht nur zum Anschauen.“

Der Hill-Speicher wurde in den 1920er-

Jahren errichtet und im Gegensatz zu

vielen anderen Teilen des Hafens im

Zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Das

Haus mit dem Backsteindoppelgiebel

wurde in den 50er-Jahren erweitert. Derzeit

haben die Stadtwerke Münster das

Gebäude als Lager an das Handelsunternehmen

Rewe verpachtet. Rewe wiederum

nutzt es nicht und vermietet die Flächen

weiter.Endedieses Jahres nun läuft

der Erbpachtvertrag aus und somit endet

dann auch die bisherige Zwischennutzung.

Im Februar dieses Jahresstellte eine Ausstellung

ein Konzept für die weitere Nutzung

des Speichersvor.AnfangNovember

ließen die B-Side-Initiatoren ein grundlegendes

Raumprogramm folgen. Danach

soll in die unteren Räume des Komplexes

der Ruderv

erein Münster von 1882 einziehen,

der derzeit noch unter beengten

Verhältnissen ander Bennostraße beheimatet

ist und eine neue Bleibe sucht. Der

größte Teil der weiteren Flächen (ca.

1300 Quadratmeter) soll für Ateliers, Studios

und Büros zur Verfügung stehen, 250

Quadratmeter sind für Ausstellungen und

Veranstaltungen vorgesehen und zum

Beispiel im hinterenTeilsollunter der Bezeichnung

„Fablab“ ein Ort entstehen, um

mit modernen Produktionsmöglichkeiten

Ideen zu verwirklichen. Insgesamt

Eine Herzensangelegenheit ist den Initiatoren und Unterstützern der B-Side, Freiräume und bezahlbare Arbeitsräume für Kreative zuschaffen. Foto: Günter Bennig

Platz genug für rund60bis 80 Mieter aus

dem Kreativbereich.

Ideen und das Konzept sind vorhanden.

Das Ganze will nun nicht zuletzt finanziell

gestemmt werden. Darum kümmert sich

die B-Side GmbH. Sie „begründet Teileigentum

am Gebäude,zahlt die anfallende

Sanierung und wird Erbpachtnehmerin

ihrer Grundstücksanteile“, heißt es im

Konzept. Die GmbH vermietetdie Arbeitsräumlichkeiten

an die Mieter,die öffentlichen

Räumlichkeiten an den gemeinnützigen

B-Side Kultur e.V. Alle Mieter sind

Mitglied im Mieterv

erein B-Side e.V.Und

die Mieternachfrage ist bereits groß.

Nach einer Kampagne zur Geldbeschaffung

konnte nach rund anderthalb Monaten

die Summe von 200000 Euro genannt

werden, die Münsteraner schon für

die B-Side als Direktkredite zugesagt haben

(als Renditewerden 1,5Prozent versprochen).

Dieses Geld aus der Bürgerschaft

–500 000 Eurosind anvisiert –bilden

den Grundstein der Finanzierung,

das Stammkapital. Dies ist die Voraussetzung

für eine weitergehende Finanzierung

durch Banken. Entsprechende Gespräche

laufen bereits.

Details zu den Direktkrediten und anderes

können Interessierte beim nächsten

Info-Abend erfahren, der am Dienstag,

13. Dezember, um 19 Uhr im Bohème

Boulette, Hansaring 26, stattfindet.

Die B-Side ist auch am Mittwoch, 14.Dezember,

ein Thema im Rat der Stadt

Münster, woüber die weitere Zukunft

entschieden wird. Um sich vorab ein Bild

vor Ort zu machen, kam kürzlich Oberbürgermeister

Markus Lewe zum Mittelhafen.

Er warbei seinem Besuch offenbar

so begeistert, dass er die B-Sidesogar mit

einer Geldanlage aus eigener Tasche

unterstützen möchte. „Ich glaube, das

wirdmein neuer Lieblings-Ort“, so Lewe.

„Wir hoffen sehr,“, so die Projektbetreiber,

„dass sich die Fraktionen im Rat

ebenfalls so überzeugt wie die Bürgerinnen

und Bürgerund der Oberbürgermeister

zeigen.“

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Markus Lewe, Melanie Kroll und Shubangei Yogendra (Vorstand des B-Side Kultur e.V.), sowie Tobias

Stroppel und Tim Többe vom Vorstand des Mietervereins B-Side e.V.

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Ausgabe 5/16

Es geht nach oben

Münster entwickelt sich mehr und mehr zu einem führenden Standort der

Nano- und der Nanobiotechnologie – und die Wirtschaft profitiert davon.

Wo steht der Hubschrauber? – Den

könntemannämlichinzwischengut

gebrauchen, um von hoch oben zu

sehen, welcheVisioninMünsterim-

mermehrWirklichkeitwird. Im WissenschaftsparkliegendasZentrum

für Nanotechnologie (CeNTech), das

Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ),

das Max-Planck-InstitutfürMoleku-

lare Biomedizin, das EuropeanInsti-

tute for MolekularImaging (EIMI),

Technologiehof, physikalische, chemische,

medizinischeundpharma-

zeutische Institute der Universität,

Uni-Klinik und das Batterieforschungszentrum

(MEET) fast Tür an

Tür.Es wundert kaum noch, dass

sich Münster nicht zuletzt

zum Vorteil der regionalen

wirtschaftlichen Entwicklung

in diesem Umfeld zu

einemführendeneuropäischenStandort

der Nano- und der Nanobiotechnologie

gemauserthat. „Die Rechnungistaufge-

gangen“, stellten heute die Beteiligten

unisonofest. Auf der einen Seite finden

WissenschaftlerinMünsterspannende

ForschungsfelderzumBeispielzuFragen

derNanosicherheit. AufderanderenSei-

te stehen Unternehmen, die für die Anwendung

geeignete Produkte oder Lösungenverwirklichen.

KennerderSzene

wie Dr. ThomasRobbers, Geschäftsführer

der WirtschaftsförderungMünster

und auch GeschäftsführerderCeNTech

GmbH, sprechenbeiderNanotechnolo-

gieregion Münsterland von rund 30

Unternehmenmitrund1000Arbeitsplät-

zen. Tendenz: steigend.

► FortsetzungaufSeite2

Zuversicht ist groß

Wirtschaft bleibt dank robuster Binnenkonjunktur auf Wachstumskurs

GetragenvondergutenKaufl

aune

der privatenVerbraucherund

vollen AuftragsbüchernimBau-

gewerbebleibtdieWirtschaftim

MünsterlandundinderEmscher-

Lippe-Regionaufihremmodera-

ten Wachstumskurs.

Die Konjunktur produziere

weiter gute Nachrichten,

resümierte

Karl-Friedrich Schulte-

Uebbing, Hauptgeschäftsführer

der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nord Westfalen,

kürzlich bei der Vorstellung des Konjunkturberichts.

Die gute Stimmung

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werde aber von handfesten Sorgen

getrübt. „Die Suche nach Fachkräften

wird immer schwieriger und die

Unternehmen sind bei den Exportaussichten

nur verhalten zuversichtlich.“

500 Unternehmen aus dem Münsterland

und der Emscher-Lippe-Region

mit 78 000 Beschäftigen hatte die IHK

im Spätsommer dem Stimmungstest

unterzogen. Der Konjunkturklima-Indikator,

der Geschäftslage und Erwartungen

in einem Wert zusammenfasst,

ist demnach leicht um drei

Punkte auf 123 gefallen. Der Wert

liegt aber noch deutlich über dem

langjährigen Mittel von 115.

97 Prozent der Unternehmen beurteilen

ihre Lage als gut oder befriedigend.

„So wenige Unternehmen, die

ihre aktuelle Situationals schlecht bewerten,

hatten wir noch nie“, freute

sich Schulte-Uebbing über ein historisches

Tief. Vor allem die nach wie vor

robuste Binnenkonjunktur sorge für

gute Geschäfte. Ein starker Wachstumstreiber

bleibe der fl

orierende

Wohnungsbau.

Doch längst nicht in allen Branchen

laufen die Geschäfte so gut. Verschlechtert

habe sich die Situation für

die Finanz- und Versicherungsdienstleister.

Vor allem die großen Unternehmen

der Branche mitüber 500 Beschäftigten

stünden unter Druck. „Die

Niedrigzinspolitik, aber auch regulatorische

Aufl

agen bringen sie mehr

und mehr in Bedrängnis“, so Schulte-

Uebbing.

Die Zuversicht der Wirtschaft für die

nächsten Monate bleibt aber groß. 92

Prozent der Unternehmen erwarten,

dass die wirtschaftliche Entwicklung

in den nächsten Monaten gleich gut

oder besser verlaufen wird.

NÄCHSTE AUSGABE

21.2.2017

Der

Anzeigenschluss

istam3.2.2017

ww

OFFEN GESAGT

Chance erkannt

S

o

lange ist es gar nicht her:

Erst 1993 fassten die Nanowissenschaften

in Münster

Fuß. Man hatte – animiert

durch die Entwicklungen in

der Physik – erkannt, dass man

in der Welt der kaum noch

vorstellbar kleinen Teile Großes

leisten kann. Der Aufstieg

begann und er bekam mit der

Gründung des CeNTech eine

packende Dynamik. Das außeruniversitäre

Zentrum für Nanotechnologie,

von Universität,

Stadt und Land gemeinsam aus

der Taufe gehoben, gilt heute

als Keimzelle.

Ohne CeNTech hätten es Treiber

dieser Entwicklung schwer

gehabt. Heute können Hightech-Strategen

wie Dr. Klaus-

Michael Weltring, unter anderem

Leiter des Nano-Bioanalytik-Zentrums

Münster, oder

Prof. Dr. Harald Fuchs, Direktor

des CeNTech, mit Stolz darauf

verweisen, dass Münster

in der global aufgestellten Nanotechnologie

an einigen Positionen

eine Schlüsselrolle innehat.

In Münster hat man früh

erkannt, dass in „Nano“ fächerübergreifende

Fragestellungen

und Chancen stecken. Heute

spricht man längst von einer

Querschnittstechnologie.

Dass die Wirtschaft in der Region

davon nicht abgekoppelt

wurde, ist sehr erfreulich.

Unternehmen in der Region

mit zukunftsweisenden Arbeitsplätzen

sind Teil des Clusters.

Grund genug für die Region,

Konkurrenten wie Grenoble

oder Barcelona im Blick zu

halten und die Stärken in der

Nanowelt zu nutzen. wk

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