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Wirtschaftszeitung_05122016

Branchen &Betriebe: Experte für große Füße Seite 12/13 Geld &Geschäft: Die ganz private Kreditwelt Seite 20/21 Leben &Wissen: Zu Gast beim Buchbinder Seite 25/26 Heute mit Sonderbeilage INNOVATIVEIT-TECHNOLOGIEN UND BÜROMANAGEMENT DIEWIRTSCHAFT Münster |Münsterland Stolze –Dr. Diers – Beermann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft 2× im Münsterland CW&S Cooperation von Wirtschaftsprüfern &Steuerberatern Aschendorf f Verlag GmbH &Co. KG Soester Straße 13, 48155 Münster ZKZ 88690 PVST www.cw-s.de Mitglied im Verbund der agn International Ausgabe 6/2016 www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 2,00 Euro NRW-Unternehmer sind Ankündigungen leid Wirtschaftliche Entwicklung wird ein zentrales Thema im nächsten Landtagswahlkampf. DieOpposition hat es sich fest vorgenommen. Nicht anders klingt esbei den Wirtschaftsverbänden: Die wirtschaftliche Entwicklung am StandortNRW soll eines der zentralen Themen im beginnenden Wahlkampf werden.Sowohl die nordrhein-westfälische Industrie-und Handelskammer als auch der Arbeitgeberverband Unternehmer NRW haben gut fünf Monate vordem Wahltermin am 14. Mai nächsten Jahres ihre Forderungen abgesteckt. „Die Zeit der Ankündigungen muss vorbei sein, wir wollen Machen, Tunund Handeln sehen“, sagt Unternehmer-Präsident Arndt Kirchhoff. Für IHK NRW-Präsident Ralf Kersting gehört zu den entscheidenden Weichenstellungen ein Leitbild, ein Masterplan: „Wenn wir eine echte, von oben greifende Strategie für Wachstum, Innovation und Beschäftigung hätten, würden sich alle fragen, wie kommen wir dahin.“ Der Impuls kommt letztendlich aus den Regionen, dasind sich alle einig. Das Münsterland, Südwestfalen und Ostwestfalen-Lippe gelten ebenso wie die Rheinschiene als Wachstumstreiber, das Ruhrgebiet als problembelastet. Daran zeigt sich für Kersting ein typisch nordrhein-westfälisches Problem: „Es gibt kaum ein Bundesland, wo die einzelnen Regionen so unterschiedliche Bedürfnisse haben. Wir schaffen es nicht, von den Stärken der anderen Regionen zu profitieren.“ ►Fortsetzung auf Seite 2 Wer hat hier künftig das Sagen? Blick in den Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf. Foto: dpa OFFEN GESAGT Herzflimmern in der Region Null. Diese Zahl klettet an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, an ihrem Wirtschaftsminister Garrelt Duin, an Rot-Grün. Für die Unternehmerverbände symbolisiert sie, was ihnen in der Wirtschaftspolitik des Landes schon lange gegen den Strich ging: Dass die Landesregierung mit Klimaschutz, begrenztem Flächenverbrauch und Tariftreuegesetz ausgesprochen strenge Rahmenvorgaben setzt, hat die Spannungen zwischen ihr und den Unternehmern drastisch verschärft. Zur Wahrheit gehört natürlich, dass das Nullwachstum in Nordrhein-Westfalen nicht unmaßgeblich durch Trends auf dem Weltmarkt mit empfindlichen Folgen für die Industrie und die Umbrüche der Energiewende beeinfl usst ist. Nordrhein-Westfalen, das noch immer als industrielles Herz der Republik gilt, bezieht seine wirtschaftliche Kraft aber längst aus den Regionen. Die Herzkammern liegen in Ostwestfalen-Lippe, in Südwestfalen und eben imMünsterland, wo mittelständische Unternehmen den Ausschlag geben. Wenn einzelne von ihnen an Grenzen stoßen, weil Rahmenvorgaben überhaupt nicht mehr passen, weil die Infrastruktur –die digitale zumal – nicht reicht, mögen viele dieser Fälle kaum über die politische Aufmerksamkeitsschwelle kommen. In der Summe aber wirken sie sich eben doch aus: Herzfl immern ist die Folge. hir Plus beim Umsatz Das Handwerk hat inden vergangenen fünf Jahren deutlich zugelegt. DerBestand an Handwerksbetrieben im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ist in den vergangenen fünf Jahren umvier Prozent gestiegen: Am 30. September beschäftigten 28329 Handwerksbetriebe rund 192000 Menschen und erwirtschafteten 24 Milliarden Euro Umsatz. Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, sprach kürzlich von noch deutlich größeren Steigerungsraten beim Umsatz (plus 4 198869 002009 2 0 0 4 9 49 Prozent) und bei der Beschäftigung (plus 34 Prozent). Hund: „Das Wachstum erklärt den hohen Fachkräftebedarf imHandwerk.“ Die Wirtschaftskraft der heimischen Betriebe liegt laut Kammer teilweise deutlich über dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Jedes Handwerksunternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region erwirtschaftet statistisch pro Jahr 850 200 Euro Umsatz (Bund: 543 800 Euro, NRW: 616500 Euro). Die Wirtschaftsgruppe braucht laut Kammer jährlich über 2500 junge Handwerker, die den Schritt in die Selbstständigkeit tun, um den Betriebsbestand im Kammerbezirk Münster zu halten, entweder durch Übernahmen oder Neugründungen. Hans Hund wies auf den regen, im Jahresvergleich aber etwas schwächeren Gründergeist hin. Seit dem 1. Januar hätten Existenzgründer 1810 neue Betriebe aufgebaut. 111 bestehende Betriebe hätten neue Inhaber gefunden. Von den neuen Betrieben wurden 30 Prozent von Frauen gegründet. Nur19Prozent der Gründer haben die Meisterprüfung abgelegt oder eine vergleichbare Qualifikation erlangt. „Die berufsspezifische Qualifikation ist für die Verweildauer eines Handwerksbetriebs am Markt relevant“, erklärte Dr. Thomas Ostendorf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Erlegte den jungen Gründern Weiterbildung nahe. Hund: „Ein vitaler Gründergeist junger Handwerker ist für die Zukunft der Wirtschaftsgruppe unbedingt erforderlich.“ Unsere Handschrift. Ihr Erfolg. 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