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SchlossMagazin Fuenfseenland Dezember 2016

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Nr. 12 / <strong>2016</strong> I <strong>Dezember</strong> I fünfseenland I Schutzgebühr 3,90 Euro<br />

www.schlossmagazin.com<br />

fünfseenland<br />

Glamour<br />

and Glow<br />

Festliche Inspirationen<br />

zum Jahresausklang<br />

Geschmacks-Booster<br />

Kochen mit Spirituosen<br />

Wohlige Reize<br />

Sole und Infrarotlicht<br />

Treffpunkt Herd<br />

Wohnküchen im Trend


Zuhause<br />

ist einfach.<br />

Wenn man einen Immobilienpartner<br />

hat, der für jedes<br />

Bedürfnis das passende<br />

Angebot findet.<br />

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M


| Editorial | 3<br />

Zum neuen Jahr<br />

„Man sagt, heute sei Neujahr.<br />

Punkt 24:00 Uhr sei die Grenze<br />

zwischen dem alten und dem neuen Jahr.<br />

Aber so einfach ist das nicht.<br />

Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender,<br />

nicht an der Uhr. Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns.<br />

Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen<br />

zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen,<br />

ob wir neu anfangen zu leben.“<br />

Johann Wilhelm Wilms<br />

deutscher Komponist und Musiklehrer (1772 – 1847)<br />

Dieser Gedanke ist rund 200 Jahre alt,<br />

doch er hat nichts an Bedeutung verloren.<br />

In diesem Sinne… und auf Wiedersehen im neuen Jahr!<br />

Das Team des <strong>SchlossMagazin</strong>s<br />

Hannelore Eberhardt-Arntzen,<br />

Chefredakteurin


4 | inhaltsverzeichnis<br />

Inhalt<br />

Besuchen Sie das <strong>SchlossMagazin</strong><br />

auch auf der Website<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Titelfoto<br />

tecvolution<br />

22<br />

32<br />

46<br />

region aktuell<br />

5 Das Neueste<br />

aus dem fünfseenland<br />

Interessantes in Kürze<br />

9 Lückenlatein<br />

Christoph Poppen<br />

10 Weitersagen<br />

Ausgewählte Veranstaltungstermine<br />

12 Frieden und Reformation<br />

Zum Start ins Reformationsjahr 2017<br />

14 Leidenschaft für Schuhe<br />

Heinrich Pflanz‘ Schuhmuseum<br />

in Landsberg<br />

16 Was sagt uns das<br />

antike Lachen?<br />

Werner Kroeners großes Antikenfest<br />

18 Jazz – aber richtig!<br />

All that Jazz @ Starnberg 2017<br />

menschen – orte – leidenschaften<br />

20 Bild des Monats<br />

Santa Claus is Coming to Town<br />

22 Geschmacks-Booster<br />

Kochen mit Spirituosen<br />

24 Plätzchen, frei von…<br />

aber super-lecker<br />

Backen bei Lebensmittelunverträglichkeit<br />

26 Zeit statt Zeug<br />

Fünf Ideen für originelle<br />

und nachhaltige Weihnachtsgeschenke<br />

28 Titelthema:<br />

Glamour and Glow<br />

Festliche Looks zum Träumen<br />

32 Wohlige Reize<br />

Salzgrotten und Sole-Inhalation<br />

36 Infrarotlicht<br />

und Dampfsauna<br />

Wärme auf gesunde Art<br />

14<br />

38 Mehr als nur die richtige<br />

Kleidung<br />

Lauftipps bei Kälte und Nässe<br />

40 Pisten-SOS<br />

Wichtige Tipps für Wintersportler<br />

42 Voller Genuss<br />

ohne Verdruss<br />

Ohne schlechtes Gewissen<br />

schlemmen<br />

44 Lesenswert!<br />

Buchtipps, quer durch den Garten<br />

der Literatur<br />

46 Marzipan der armen Leute<br />

Martin Schönlebens Springerle<br />

48 Küche als Lebens(t)raum<br />

Trend Wohnküche<br />

52 Hightech-Haute-Cuisine<br />

Die smarte Küche<br />

54 Kuschelfaktor²<br />

Einrichten im Chalet-Stil<br />

56 Beton-Bowls<br />

Basteln im Beton-Look<br />

57 Jimmy Choo<br />

Serie Who is Who der Modewelt<br />

Teil 18<br />

58 Vorschau + Impressum


| aktuell | 5<br />

Region aktuell<br />

das neueste aus dem fünfseenland<br />

Mutig, witzig, weise –<br />

und über 100<br />

Im Kino-Dokumentarfilm „Ü100“ von Dagmar<br />

Wagner aus Berg am Starnberger See sprechen<br />

acht über Hundertjährige über ihre aktuelle Lebenswelt<br />

– auf wohltuend heitere Weise. Bundesweiter<br />

Kinostart ist am 6. April 2017, pünktlich<br />

zum „Internationalen Tag der Älteren Generation“. Die acht Protagonisten<br />

in Ü100 von Bayerischer-Filmpreis-Gewinnerin Dagmar Wagner strahlen eine<br />

große Gelassenheit und innere Freiheit aus. Das gelebte Leben ist längst angenommen,<br />

nichts wird mehr auf Effizienz, Perfektion und Selbstdarstellung<br />

getrimmt. Sie können Beispiel und Orientierung sein für die Jüngeren einer<br />

immer schneller werdenden Gesellschaft. Jenseits allen Unterhaltungswerts<br />

gewährt Ü100 außerdem einen Blick in die Zukunft: Die Hälfte aller Deutschen<br />

mit Geburtsjahr 2000 oder später hat eine gute Chance, 100 Jahre alt<br />

zu werden – bereits 2060 werden mehr als zehn Mal so viele Hundertjährige<br />

leben wie heute. Rentnerberg und Seniorenwelle? So what! Ü100 wirft endlich<br />

einen positiven und ermutigenden Ausblick auf unsere spätere Lebensphase<br />

und stellt jenseits von Schönfärberei und Zweckoptimismus unter Beweis:<br />

Altwerden ist kein Mangel! Die 83 Filmminuten wirken wie ein Tag<br />

Urlaub, eine Reise in ein unbekanntes Land mit großem Erholungseffekt.<br />

Informationen www.älterwerden.net<br />

Bundespräsident Gauck<br />

besucht Evangelische<br />

Akademie Tutzing<br />

Er ist der erste Festredner eines Jahresempfangs<br />

der Evangelischen Akademie Tutzing, der in diesem<br />

Rahmen zum zweiten Mal den Hauptvortrag halten<br />

wird: 2011 sprach Joachim Gauck über Freiheit, im<br />

Januar 2017 wird er erneut vor mehr als 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft,<br />

Kultur, Medien und Kirche auftreten – diesmal als Bundespräsident.<br />

„Wir sind dankbar, dass Bundespräsident Gauck unsere Einladung angenommen<br />

hat“, freut sich Akademiedirektor Udo Hahn über die Zusage. Sein Plädoyer für<br />

Freiheit habe damals eine weit reichende Wirkung entfaltet – auch dank ihrer<br />

Veröffentlichung im Kösel Verlag. Der Band führte monatelang die Bestsellerliste<br />

Sachbuch des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ an. „Der Jahresempfang 2017<br />

steht auch unter dem Vorzeichen des Beginns der Arbeit der Evangelischen Akademie<br />

Tutzing vor nunmehr siebzig Jahren“, so Hahn.<br />

Informationen www.ev-akademie-tutzing.de


6 | aktuell | neues aus dem fünfseenland<br />

Jexhof:<br />

Hilfe für die Heiden<br />

Eine neue Sonderausstellung im<br />

Bauernhofmuseum Jexhof versucht,<br />

die Afrika-Mission St. Ottiliens,<br />

die Lebenswelt der Missionare,<br />

die Unterstützung durch<br />

die Heimat und das vielfach<br />

transportierte Bild von Afrika<br />

schlaglichtartig zu beleuchten.<br />

Sie ist vom 2. <strong>Dezember</strong> bis 29.<br />

Januar geöffnet. Neben der Afrika-Mission<br />

war es ja gerade um<br />

die Wende ins 20. Jahrhundert<br />

das Interesse des „zivilisierten“<br />

Europas an den exotischen „Unzivilisierten“, das zu den herrschenden<br />

Vorstellungen von den angeblich „primitiven“ Fremden<br />

beitrug. In Völkerschauen, aber auch in Kinderbüchern<br />

und Schulwandtafeln nahm das Klischee von Afrika Gestalt<br />

an, das zwischen rassistischer Diskriminierung und romantischer<br />

Sehnsucht schwankte. „Nickneger” – so hießen die<br />

Missionssammelfiguren, die früher in fast jeder Kirche an der<br />

Weihnachtskrippe standen. Artig nickten sie mit dem Kopf,<br />

sobald man eine Münze eingeworfen hatte. Erst mit dem<br />

Rückzug der europäischen Kolonialmächte vom afrikanischen<br />

Kontinent und der Neuorientierung der Mission nach dem<br />

Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er Jahren verschwand<br />

nach und nach auch der kleine Spendensammler. Der Wandel<br />

der Missionssammeldosen zeigt damit auch den Wandel des<br />

Missionsverständnisses. Man spricht inzwischen von der Solidarpartnerschaft<br />

mit den Entwicklungsländern.<br />

Informationen www.jexhof.de<br />

Im bild (o.) P. Johannes Häflinger, über den Fluss getragen von Kindern,<br />

1909/16, Missionsmuseum St. Ottilien,<br />

(u.) Missionssammelfigur, sog. Nickneger, nach 1928, hergestellt von der<br />

Firma Maolin, Thüringen, Johann Pfister<br />

Gilchinger<br />

Weihnachtsmarkt<br />

Von Freitag, 9. <strong>Dezember</strong>, bis Sonntag 11. <strong>Dezember</strong>, findet<br />

wieder der alljährliche Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz<br />

im Gilchinger Ortszentrum statt. Am Freitag um 17:00 Uhr<br />

wird der 1. Bürgermeister Manfred Walter den Weihnachtsmarkt<br />

eröffnen. Danach kommt der Nikolaus und die Blaskapelle<br />

Gilching sorgt für weihnachtliche Stimmung. Täglich um<br />

18:00 Uhr können die Kinder im Märchenwagen weihnachtliche<br />

Geschichten hören; das Kinderkarussell kann während<br />

des gesamten Weihnachtsmarkts kostenlos genutzt werden.<br />

Informationen www.gilching.de<br />

Robo-Sapiens, die Zweite<br />

Das neue Jahr startet in der Region<br />

mit zwei Terminen der komplett<br />

überarbeiteten Bühnenfassung von<br />

Robo-Sapiens: „Robo Sapiens – Verrückt<br />

aus der Zukunft”, Frank Astors<br />

kabarettistische Trend- und Zukunftsshow.<br />

In ihr bündelt der Protagonist seine Erfahrungen als<br />

Entertainer mit seinem Wissen über zukunftsweisende Trends.<br />

Mit Michi Marchner hat er einen versierten Texter ins Boot geholt,<br />

der mit seinem Programm „Nach uns die Zukunft“ das Thema<br />

schon pointenreich untersucht hat. Die Termine: 14. Januar 2017,<br />

20:00 Uhr, Andechser Hof Herrsching (Karten unter Tel. 08152-<br />

96810 und an der Abendkasse); 21. Januar 2017, 20:00 Uhr, Veranstaltungsforum<br />

Fürstenfeld (Karten über www.muenchenticket.<br />

de und an der Abendkasse) · Informationen www.robo-sapiens.de<br />

Foto Reiner Wagenbreth<br />

Hörgenuss der Extraklasse<br />

Weihnachtskonzert mal anders: Am 22. <strong>Dezember</strong> tritt einer der<br />

besten Chöre Europas bei All that Jazz @ Starnberg auf. Der<br />

24-köpfige Jazzchor „VoicesInTime”, Gewinner des deutschen<br />

und des internationalen Chorwettbewerbs, singt und swingt unter<br />

der Leitung von Stefan Kalmer a-cappella um 20:00 Uhr berühmte<br />

Rocksongs und weihnachtliche Lieder in der Schlossberghalle<br />

Starnberg. Seit 20 Jahren bringt „VoicesInTime“<br />

Arrangements bekannter Welthits zum Klingen und prägte als<br />

einer der ersten Chöre die Genremischung aus Rock, Pop, Jazz<br />

und Crossover. Heute zählt „VoicesInTime“ in seinem Metier zu<br />

den besten Ensembles in Deutschland und Europa. Konzertreisen<br />

führten den Chor u. a. nach China, Südkorea, Kuba, Albanien,<br />

Dänemark und Luxemburg. Die Bandbreite des Repertoires ist<br />

enorm: Popsongs von Pharrell Williams, Taylor Swift oder Adele<br />

wechseln sich ab mit originell und anspruchsvoll arrangierten<br />

Rockhymnen von Meat Loaf, Toto, Alice Cooper oder Rammstein.<br />

Gleichzeitig beweist „VoicesInTime“ mit berühmten Jazz-Standards<br />

und überraschenden Interpretationen von Klassikern wie<br />

Franz Schuberts „Erlkönig” seine Vielseitigkeit.<br />

Am Vorabend, den 21. <strong>Dezember</strong>, ist der Chor übrigens bei der<br />

Partnerkonzertreihe All that Jazz @ Gröbenzell im „Stockwerk“<br />

zu hören. Tickets hierfür unter www.kultur-ticketshop.de<br />

Informationen www.all-that-jazz-starnberg.de


| aktuell | 7<br />

Erfolgreiches Kinder- und Jugendfilmfest<br />

Das 3. Fünf Seen Kinder- und Jugendfilmfest war mit über<br />

2.000 Besuchern wieder ein großer Erfolg. Mit der Auswahl<br />

von internationalen Filmen und der regionalen Ausrichtung<br />

traf es den Geschmack des jungen Publikums. Insgesamt wurden<br />

um die 20 deutsche und internationale Produktionen unter<br />

dem Motto „An Wunder glauben – Wunder erleben“ gezeigt,<br />

darunter drei Kinderfilme des diesjährigen Ehrengasts<br />

Norbert Lechner. · Informationen www.fsff.de<br />

Hundertwasser im<br />

Buchheim Museum<br />

Hundertwasser. Schön & Gut: Die<br />

aktuelle Ausstellung des Buchheim<br />

Museums, die noch bis zum<br />

5. März 2017 zu sehen ist, zeigt<br />

den „ganzen Hundertwasser“.<br />

Ohne die dankenswerte Unterstützung von „Die Hundertwasser<br />

Gemeinnützige Privatstiftung“ in Wien wäre dies nicht<br />

möglich gewesen. Von 22 Leihgebern sind 125 originale Werke<br />

von Hundertwasser aus allen Gattungen zusammengekommen:<br />

Malerei, Druckgrafik, Tapisserien, Architekturmodelle<br />

sowie eine Pflanzenkläranlage und eine Humustoilette. Die<br />

breite Auswahl repräsentiert die gesamten Spannbreite seines<br />

Schaffens in den Jahren von 1951 bis 2000. Nicht nur der<br />

Künstler, sondern auch der Kunsttheoretiker, der politische<br />

Aktivist und der Philosoph Hundertwasser kommt hier in seinen<br />

tiefsten Beweggründen zur Geltung. Vor uns steht ein<br />

Mensch, der die existenziellen Fragen des Lebens ernst nimmt<br />

und der in seiner künstlerischen Arbeit unermüdlich um Lösungsansätze<br />

ringt. Wie kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts<br />

trat Hundertwasser für die Bewahrung der Erde und<br />

der Menschheit vor dem Untergang ein. Durch die sinnliche<br />

Kraft seiner Werke ist es ihm gelungen, die Menschen auf der<br />

ganzen Welt für seine Ideen zu begeistern. Diesem Impuls<br />

möchte das Buchheim Museum neue Geltung verschaffen.<br />

Im Bild Friedensreich Hundertwasser, 605, Landschaft am Silberfluss<br />

(Ausschnitt), 1964, Aquarell, Privatsammlung · © <strong>2016</strong> Namida AG,<br />

Glarus, Schweiz · Informationen www.buchheimmuseum.de<br />

Mitternachtssauna in der AmperOase<br />

Jeden ersten Freitag im Monat findet von 19:00 bis 24:00 Uhr in<br />

der AmperOase Fürstenfeldbruck die beliebte Mitternachtssauna<br />

statt. Fun-Aufgüsse mit Früchten oder Honig, spezielle<br />

Klangschalen- oder Klangstabaufgüsse, FKK-Schwimmen ab<br />

22:00 Uhr im Hallenbad sind nur einige der Annehmlichkeiten<br />

für die Besucher dieser besonderen Freitagabende.<br />

Informationen www.stadtwerke-ffb.de<br />

Candle-light Schwimmen<br />

Winter <strong>2016</strong>/2017<br />

Dienstag, 06. <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong><br />

Dienstag, 10. Januar 2017<br />

Dienstag, 07. Februar 2017<br />

Dienstag, 07. März 2017<br />

19 - 22 Uhr<br />

Wohlfühlen in romantischer<br />

Atmosphäre<br />

Information Wellenbad Penzberg 08856/813-440<br />

www.wellenbad-penzberg.de<br />

Erlebnis Bauernhofmuseum Jexhof<br />

„Hilfe für die Heiden.<br />

Übersee-Mission, Heimat und das Bild von Afrika.“<br />

Sonderausstellung bis 29. Januar 2017<br />

Di – Sa 13 – 17 Uhr, sonn- und feiertags 11 – 18 Uhr<br />

montags Ruhetag<br />

Infos unter:<br />

Tel. 08141 - 519 - 205 oder 08153 - 93250<br />

info@jexhof.de | www.jexhof.de<br />

Bauernhofmuseum Jexhof<br />

82296 Schöngeising<br />

Eine Einrichtung des Landkreises Fürstenfeldbruck


8 | aktuell | neues aus dem fünfseenland<br />

Faszination<br />

Miniaturwelten –<br />

Spieleisenbahnen und<br />

Puppenstuben<br />

Den Anstoß für die neue Winterausstellung<br />

im Museum Starnberger See<br />

vom 3. <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong> bis 5. März 2017<br />

gab die Initiative eines ehrenamtlichen<br />

Mitarbeiters des Seniorentreffs,<br />

Hans-Peter Stoehrel, der nicht nur das<br />

dort angesiedelte Repair-Café initiierte<br />

und leitet, sondern auch eine<br />

Spieleisenbahner-Gruppe ins Leben<br />

gerufen hat. In der Ausstellung soll<br />

eine Auswahl der Sammlungen der „Eisenbahner“ des Seniorentreffs<br />

gezeigt werden. Darunter sind großformatige Außen-<br />

und Innenbahnen aus jüngerer Zeit ebenso wie historische<br />

Preziosen verschiedener Spurweiten, Hersteller und<br />

Vorbildern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sehen.<br />

Im Zentrum der Ausstellung steht der Spielcharakter der<br />

Sammlungen. Es ist geplant, die gezeigten Spiel- und Modelleisenbahnen<br />

so oft wie möglich in der Ausstellung fahren zu<br />

lassen. Hierfür werden Schienenlandschaften für die unterschiedlichen<br />

Spurweiten gelegt, die an festgelegten Tagen<br />

öffentlich bespielt werden. Darüber hinaus beleuchtet die<br />

Ausstellung die verschiedensten Facetten des Spiel- und Modelleisenbahnwesens<br />

und versucht Antworten darauf zu geben,<br />

was das eigentlich Faszinierende daran ist und was die<br />

Beweggründe für die einzelnen Sammler sind, sich damit auseinanderzusetzen.<br />

So kann es die Begeisterung für detailgetreue<br />

Abbildung besonderer historischer Züge sein. Andere<br />

sind fasziniert von den technischen Lösungen und Weiterentwicklungen,<br />

die sich die Konstrukteure haben einfallen lassen,<br />

um die Wirklichkeit en miniature in die Kinderzimmer zu holen<br />

– und von deren handwerklichem Geschick.<br />

Von ebenso großer Faszination wie Spieleisenbahnen sind<br />

Puppenstuben. Sie bilden in der Beliebtheitsskala bei Frauen<br />

das Äquivalent zu den Spiel- und Modelleisenbahnen bei Männern.<br />

Daher werden in der Ausstellung Beispiele aus der Puppenstubensammlung<br />

der Starnbergerin Renate Heid gezeigt.<br />

Als studierte Architektin baute sie ihre Sammlung vor allem<br />

unter dem Aspekt der architektonischen Stilentwicklung im<br />

20. Jh. auf. Mit der Architektur untrennbar verbunden sind die<br />

Inneneinrichtungen der Puppenstuben im Stile der verschiedenen<br />

Zeiten. Dementsprechend ist die Auswahl der Exponate<br />

in erster Linie unter stilgeschichtlichen Gesichtspunkten<br />

erfolgt.<br />

Informationen über Vorführungen und Begleitprogramm<br />

www.museum-starnberger-see.de<br />

Tutzinger Medien-Dialog: Die (un-)<br />

heimliche Macht der Datenkraken<br />

Die Digitalisierung hat nahezu alle Lebensbereiche erfasst.<br />

Eine neue Debatte steht uns bevor über die Frage, was alles an<br />

Informationen über die Menschen in den Datennetzen der Welt<br />

gespeichert ist und wie Wirtschaft und Staat diese nutzen. Die<br />

schöne neue digitale Welt hat ihren Preis, den wir mit der täglichen<br />

Weitergabe persönlicher Daten bezahlen. Ob online einkaufen,<br />

chatten, skypen, e-mailen oder surfen – alles, was wir<br />

unseren Smartphones und Laptops anvertrauen, erzählen sie<br />

weiter. An den Handel, die Industrie, die Banken, den Staat und<br />

die Geheimdienste. Internationale und nationale Unternehmen<br />

schließen aus Adresse, Alter, Beruf und Geschlecht auf Person<br />

und Charakter und vergeben Kredite, Verträge, Arbeitsplätze –<br />

oder eben nicht. Droht der Verlust der Privatsphäre, der Würde<br />

und der Freiheit des Menschen? Brauchen wir neue Gesetze<br />

zum Schutz unserer Privatsphäre? Brauchen wir eine Ethik der<br />

Algorithmen und eine gesellschaftliche Debatte darüber, was<br />

der Mensch in Zukunft sein will? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt<br />

des diesjährigen Tutzinger Medien-Dialogs, den die<br />

Evangelische Akademie Tutzing und die Akademie für Politische<br />

Bildung am 12. und 13. <strong>Dezember</strong> organisieren.<br />

Informationen und Programm<br />

www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/die-un-heimliche-machtder-datenkraken-tutzinger-medien-dialog/<br />

Weihnachtsoratorium<br />

Tutzing<br />

Mit dem verheißungsvollen Ruf<br />

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset<br />

die Tage“ beginnt das Weihnachtsoratorium<br />

von Johann Sebastian<br />

Bach. Am 18. <strong>Dezember</strong>, dem 4.<br />

Adventssonntag, um 19:00 Uhr ist es in der Pfarrkirche St.<br />

Joseph in Tutzing zu hören. Die Leitung hat Helene von Rechenberg,<br />

die Kirchenmusikerin der Pfarrei. Zur Begleitung ihres<br />

Kirchenchors St. Joseph hat sie ein Ensemble engagiert, das auf<br />

his torischen Instrumenten spielt. Zum ersten Mal wurde das<br />

Weihnachtsoratorium in Leipzig aufgeführt. Der Thomanerchor<br />

sang die einzelnen sechs Teile in jeweils einem Gottesdienst zwischen<br />

Weihnachten 1734 und dem Epiphaniasfest 1735. Im Tutzinger<br />

Konzert erklingen die Kantaten I bis III, die die Ereignisse um<br />

Christi Geburt am ersten, zweiten und dritten Weihnachtstag<br />

zum Inhalt haben. Solisten in Tutzing sind die ortsansässige Sopranistin<br />

Mechthild Kiendl, die Mezzosopranistin Daniela Treffner,<br />

der Tenor Alfons Brandl und der Bassist Peter Cismarescu.<br />

Karten sind im Vorverkauf erhältlich im Pfarrbüro St. Joseph, Tutzing,<br />

Kirchenstr. 10, Tel. 08158-99 33 33, in der Buchhandlung Held, Tutzing,<br />

Hauptstr. 70, Tel. 08158-83 88 oder im Tourismusbüro Tutzing, Leidlstr. 1,<br />

Tel. 08158-258 850. · Im Bild Helene v. Rechenberg


| aktuell | 9<br />

Extra-Buchtipps<br />

Fitzgerald Kusz und Anton G. Leitner (Hrsg.)<br />

DAS GEDICHT Bd. 24<br />

Der Heimat auf den Versen<br />

Die Herausgeber präsentieren ihre druckfrische Anthologie mit<br />

neuen Gedichten zur Heimat. Sie treten gemeinsam mit 25 weiteren<br />

Lyrikerinnen und Lyrikern aus München und Oberbayern sowie<br />

aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Esslingen, Fürth, Hamburg und Zürich<br />

auf, um den Begriff „Heimatdichtung“ neu zu interpretieren<br />

und ihn von Kitsch und Klischees zu befreien.<br />

160 Seiten · 12,50 Euro · ISBN 978-3-929433-81-4<br />

himmlisch<br />

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... und einfach gut leben!<br />

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Zusammen mit unserem ganz<br />

persönlichen Service bieten<br />

wir ein unschlagbares<br />

Gesamtpaket!<br />

Anna Münkel<br />

Namen – Kurzgeschichten und Gedichte<br />

Dem Titel folgend geht die 15-jährige Anna, die mit ihrer<br />

Familie am Ammersee wohnt, mit viel Wortwitz und<br />

Phantasie alle möglichen Mädchen- und Jungennamen<br />

durch, greift aber auch Alltagsweisheiten, Reiseerlebnisse<br />

und sehr Persönliches auf. In ihrem zweiten Lyrikband<br />

„Namen" haben ihre Gedichte die Liebe, die Natur, ihre Tiere und viel Alltagserleben<br />

zum Thema. Da beschreibt sie aber auch den Streit zweier Nachbarn um einen Apfel, ein<br />

zutiefst deutsches Thema. Ergänzt werden die Gedichte mit Kurzgeschichten.<br />

52 Seiten · 9.- Euro · ISBN 978-3-95551-088-6<br />

Bauer Verlag · www.verlag-bauer.de<br />

Dr. Albrecht von Schrader, Natalie Knapp<br />

Vieps – die tollkühnen Abenteuer<br />

der Wörthseemaus<br />

Die kleine Wörthseemaus Vieps lebt zusammen mit ihren<br />

Eltern und vielen anderen Mäusen auf einer Insel im<br />

Wörthsee. Eines Tages stürzt sie mit ihrem bunten Blätterdrachen<br />

auf dem Festland ab und begegnet dem<br />

Hauskater Ferdinand. Das ist der Beginn einer Reihe von Abenteuern, von denen Vieps immer<br />

träumte. Der Märchenband, der vom Rotary Club Wörthsee herausgegeben wurde,<br />

greift in seinen Episoden auch Geschichten und Legenden der Region auf und ist als Lesebuch<br />

von Erwachsenen für Kinder gedacht. Der Erlös kommt dem weiteren Ausbau des<br />

Wörthsee-Wanderweges für Kinder zugute. Die Patenschaft für die kleine Wörthseemaus<br />

Vieps hat der Schauspieler und Hörbuchsprecher Johannes Steck übernommen.<br />

64 Seiten · 9.- Euro · ISBN-Nr. 978-3-95551-092-3<br />

Bauer-Verlag · www.verlag-bauer.de<br />

Informationen www.rotary-woerthsee.de<br />

Katja Sebald<br />

Unbekanntes Fünfseenland<br />

Von Fürsten, Fischern und Fantasten: Wer weiß schon, dass<br />

Edda Mussolini sich im Kriegsherbst 1943 jeden Tag ein feudales<br />

Essen aus dem Münchner Hotel „Vier Jahreszeiten" an den<br />

Starnberger See kommen ließ? Und wer weiß, wo das berüchtigte<br />

„Warnamt X" stand, von dem aus man die Welt nach dem<br />

atomaren Supergau regieren wollte? Wer kennt das kleine<br />

Kirchlein im Herzen des Fünfseenlands, das kein geringerer als<br />

der berühmte Barock-Baumeister Johann Michael Fischer bauen<br />

ließ? Und wer weiß, dass Auguste Renoir einen Sommer lang am Weßlinger See, dem<br />

kleinsten der fünf Seen, malte? Die Kunsthistorikerin und Journalistin Katja Sebald erzählt<br />

nicht nur von den illustren Bewohnern in Vergangenheit und Gegenwart, sondern<br />

auch von der facettenreichen Geschichte, von lebendigen Bräuchen und von atemberaubend<br />

schönen und stillen Orten inmitten der Natur.<br />

200 Seiten · 17,90 Euro · ISBN 978-3-86222-210-0<br />

Volk Verlag · www.volkverlag.de<br />

Frohe Weihnachten!<br />

Danke sagen wir all<br />

unseren Kunden für ihre<br />

Treue, wünschen einen<br />

schönen Advent, frohe<br />

Weihnachtsfeiertage<br />

und ein glückliches<br />

neues Jahr 2017!<br />

Ihr Adolf Franke<br />

Geschäftsführer<br />

Ihr Experte für Küche<br />

und Wohnen<br />

himmlisch wohnen<br />

Max-Planck-Str. 2<br />

86899 Landsberg am Lech<br />

fon 08191 94045-0<br />

www.himmlisch-wohnen.de<br />

Weitere Filialen finden Sie in Aichach, Bäumenheim,<br />

Dillingen, Donauwörth und Neuburg.


10 | termine | veranstaltungstipps<br />

Weitersagen: Veranstaltungstipps<br />

# Ausstellung # Theater & Kabarett # Musik & Tanz # Sonstiges<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Anspruch auf Vollständigkeit<br />

Starnberg<br />

3. Dez. <strong>2016</strong> – 5. März 2017<br />

Faszination Miniaturwelten<br />

Ausstellung Spieleisenbahnen und<br />

Puppenstuben,<br />

Museum Starnberger See<br />

www.museum-starnberger-see.de<br />

10. Dez. <strong>2016</strong> – 3. Februar 2017<br />

The Rhyme of Ruins<br />

Ausstellung mit Werken der<br />

iranischen Künstlerin Mahboubeh<br />

Zadehahmadi, Haleh Gallery, Berg<br />

www.haleh-gallery.com<br />

Bis 12. <strong>Dezember</strong><br />

Sehgewohnheiten<br />

Ausstellung Fotografie und Malerei<br />

der Künstlergruppe KulturArt am<br />

See mit Werken von 25 Künstlern<br />

aus Tutzing, Landratsamt<br />

Starnberg<br />

www.kulturartamsee.de<br />

21. Dez., 19:00 Uhr<br />

Virtuose Barockmusik<br />

Das Duo Sunhee Lee und Sven<br />

Ahnsjö spielt Werke von Bach,<br />

Vivaldi, Marcello u. a.,<br />

Klinikum Oßwaldstr.<br />

www.klinikum-starnberg.de<br />

22. Dez., 20:00 Uhr<br />

Voices in Time<br />

Weihnachtskonzert mit dem<br />

preisgekrönten Münchner<br />

Rock&Jazz-Chor in der Schlossberghalle,<br />

Großer Saal, aus der<br />

Reihe All that Jazz @ Starnberg<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de<br />

Tutzing<br />

4. Dez., 19:30 Uhr<br />

Katona Twins<br />

Peter und Zoltan Katona aus<br />

London spielen Werke für zwei<br />

Gitarren von Bach, Händel, Vivaldi u. a.<br />

Schloss Tutzing, Musiksaal<br />

www.musik-freunde-tutzing.info<br />

6. Dez., 20:00 Uhr<br />

Lausbubengeschichten<br />

von Ludwig Thoma,<br />

Lesung mit Hansi Kraus<br />

Buttlerhof Traubing<br />

www.buttlerhof-traubing.de<br />

11. Dez., 18:00 Uhr<br />

GinzelDuo in Concert<br />

Advents-Benefizkonzert mit Werken<br />

von Telemann, Bach. Mozart, Chopin<br />

u. a., Christuskirche, Eintritt frei<br />

12. Dez., 19:00 Uhr<br />

Musik schafft Heimat<br />

Weihnachtskonzert der Bayerischen<br />

Philharmonie, Evangelische<br />

Kirche Hörmannstr. 8, Eintritt frei<br />

www.musikschafftheimat.de<br />

www.bayerische-philharmonie.de<br />

18. Dez., 19:00 Uhr<br />

Weihnachtsoratorium<br />

von Johann Sebastian Bach,<br />

Jahreskonzert des Kirchenchors St.<br />

Joseph, Pfarrkirche St. Joseph,<br />

Kirchenstr. 10; Karten Buchhandlung<br />

Held, Tel. 08158-8388<br />

Seefeld<br />

9. Dez., 20:00 Uhr<br />

Woodsidejumpers<br />

Boogie Woogie der Extraklasse,<br />

Club Räsonanz Alte Fabrik Hechendorf<br />

www.raesonanz-seefeld.de<br />

11. Dez., 18:00 Uhr<br />

Trio dreimal „K“, Duo zweimal „K“<br />

Klassik-Konzert im Sudhaus<br />

www.muenchenticket.de<br />

Feldafing<br />

9. Dez., 18:00 Uhr<br />

Konzert mit dem Bayerischen<br />

Staatsorchester<br />

4. Klavierkonzert von Beethoven<br />

und die Haffner-Sinfonie von<br />

Mozart · Heilig-Kreuz-Kirche<br />

Tel. 08157-7325<br />

17. Dez., 20:00 Uhr<br />

Uli Singers<br />

Weihnachtliches Gospelkonzert,<br />

Rathaus Bürgersaal<br />

www.jazzamsee.de<br />

Gilching<br />

8. Dez., 20:00 Uhr<br />

Philipp Weber<br />

Kabarett: Come In & Try Out +<br />

Best-Of! Monis Brettl, Oberer Wirt<br />

www.kulturmoni.de<br />

9. Dez., 19:30 Uhr<br />

Klarinettissimo!<br />

Andreas Schablas (Klarinette),<br />

Lea-Ann Dunbar (Sopran) und<br />

Elizabeth Hopkins (Klavier und<br />

Moderation) präsentieren Werke<br />

von Schubert und Brahms<br />

Aula des Christoph-Probst-<br />

Gymnasiums<br />

Abendkasse oder Tel. 08105-222 10<br />

12. Dez., 20:00 Uhr<br />

Simone Solga<br />

Polit-Kabarett:<br />

Im Auftrag Ihrer Kanzlerin<br />

Monis Brettl, Oberer Wirt<br />

www.kulturmoni.de<br />

15. Dez., 20:00 Uhr<br />

Götz Frittrang<br />

Stand-up Kabarett: Götzseidank!<br />

Monis Brettl, Oberer Wirt<br />

www.kulturmoni.de<br />

20. Dez., 20:00 Uhr<br />

Mathias Tretter<br />

Polit-Kabarett: NachgeTRETTERt –<br />

Die Jahresrevanche <strong>2016</strong><br />

Monis Brettl, Oberer Wirt<br />

www.kulturmoni.de<br />

Gauting<br />

bosco – www.bosco-gauting.de<br />

9. Dez., 20:00 Uhr<br />

Quatuor Ebène<br />

Werke von Beethoven<br />

und Doutilleux<br />

10. Dez., 20:00 Uhr<br />

Tujia Komi Quartett<br />

Nordischer Weihnachtszauber und<br />

tanzende Rentiere<br />

14. Dez., 20:00 Uhr<br />

Alles ist Leben<br />

Bettina Mittendorfer liest Texte<br />

von Milena Jesenská<br />

15. Dez., 20:00 Uhr<br />

Grüezi, Deutschland<br />

Kabarett mit Lisa Catena<br />

Germering<br />

www.stadthalle-germering.de<br />

10. Dez., 19:30 Uhr<br />

Pasión de Buena Vista<br />

Kubanische Show mit Musik und<br />

Tanz, Orlandosaal<br />

22. Dez., 19:30 Uhr<br />

Michael und Gudrun<br />

Mittermeier: Heimspiel<br />

Konzert und Lesung, Premiere<br />

28. Dez., 19:30 Uhr<br />

Django Asül: Rückspiegel <strong>2016</strong><br />

Kabarett mit satirischem Rückblick,<br />

Orlandosaal<br />

31. Dez., 15:30 + 19:30 Uhr<br />

Wiener Blut<br />

Operette von Johann Strauß,<br />

Ballett und Orchester der<br />

Staatsoper Stettin, Solisten des<br />

Thalia-Theaters Wien, Orlandosaal<br />

Gröbenzell<br />

21. Dez., 20:00 Uhr<br />

Voices in Time<br />

Weihnachtskonzert mit dem<br />

preisgekrönten Münchner<br />

Rock&Jazz-Chor im Stockwerk, aus<br />

der Reihe All that Jazz @<br />

Gröbenzell<br />

www.kultur-ticketshop.de<br />

Puchheim<br />

Béla Bartók-Saal<br />

www.puc-puchheim.de<br />

8. Dez., 20:00 Uhr<br />

Flüsterzweieck<br />

Wortwitz und Situationskomik mit<br />

Ulrike Haidacher und Antonia<br />

Stabinger<br />

9. Dez., 20:00 Uhr<br />

Martin O.<br />

Konzert mit dem „Stimmentänzer“<br />

und Träger des Deutschen<br />

Kleinkunstpreises 2012<br />

11. Dez., 17:00 Uhr<br />

Streicherakademie im PJKO<br />

Konzert mit Preisträgern von<br />

„Jugend musiziert“ in unterschiedlichen<br />

Formaten; Eintritt frei<br />

15. Dez., 20:00 Uhr<br />

Pulsar Trio<br />

Außergewöhnliches Jazz-, World<br />

Music- und Indie-Konzert mit drei<br />

preisgekrönten Musikern aus<br />

Potsdam, 3. Jazz Around the World


| termine | 11<br />

17. Dez., 20:00 Uhr<br />

Tango Transit und<br />

Bluestrings<br />

Tangomusik mit modernem<br />

Sound<br />

19. Dez., 20:00 Uhr<br />

Quintessenz<br />

Klarinettenquintett<br />

von Max Reger<br />

3. Kammermusik in Puchheim<br />

Inning<br />

8. Dez., 20:00 Uhr<br />

The Red Hot Serenaders<br />

Blues, Jazz und Chansons aus<br />

den 20er und 30er Jahren<br />

Spectacel<br />

www.kultcafebauernbaeck.de<br />

Herrsching<br />

16. Dez., 20:00 Uhr<br />

Thomas Kraft: Jukebox<br />

Lesung und Gespräch mit<br />

dem Radio-DJ Jürgen<br />

Herrmann (BR), Musik<br />

Johannes Öllinger<br />

Kurparkschlösschen<br />

www.kulturvereinherrsching.de<br />

DieSSen<br />

11. Dez., 17:00 Uhr<br />

Weihnachtskonzert<br />

des Kammerorchesters<br />

Dießen, Augustinum<br />

www.augustinum.de<br />

21. Dez., 19:30 Uhr<br />

Klangfarben<br />

des Barock<br />

Festliches Weihnachtskonzert<br />

mit dem Clemente Trio<br />

Theatersaal Augustinum<br />

www.augustinum.de<br />

Utting<br />

18. Dez., 19:00 Uhr<br />

Heilige Nacht von<br />

Ludwig Thoma<br />

Lesung mit Musik,<br />

Kulturforum, Kirche St.<br />

Ulrich Holzhausen,<br />

Eintritt frei<br />

Andechs<br />

29. Dez., 20:00 Uhr<br />

Die CubaBoarischen<br />

Feliz Navidad + Prosit<br />

Neujahr mit den Grassauer<br />

Bläsern und Traudi<br />

Siferlinger<br />

Florian-Stadl<br />

www.andechs.de<br />

Grafrath<br />

9. Dez., 18:00 Uhr<br />

Sagenhaftes und<br />

Verzupftes<br />

aus Bayern!<br />

Erzählprojekt mit<br />

Gitarrenmusik mit den<br />

„Sprechwerkern“<br />

bella martha café<br />

www.die-sprechwerker.de<br />

www.verzupft.de<br />

Kaltenberg<br />

3. + 4. Adventswochenende<br />

Weihnachtsmarkt –<br />

Grimms Märchen<br />

Ein Weihnachtsmärchen auf<br />

dem Schlossgelände<br />

www.schloss-kaltenbergweihnachtsmarkt.de<br />

Pürgen/Stoffen<br />

Bis 8. Januar 2017<br />

Drei Farben: Gold<br />

Ausstellung im Kunstraum<br />

Stoffen, dritter Teil der<br />

Trilogie, Stadler Str. 2<br />

www.kunstraum-stoffen.com<br />

Landsberg<br />

www.landsberg.de<br />

Bis 22. <strong>Dezember</strong><br />

Christkindlmarkt<br />

Innenstadt<br />

www.christkindlmarktlandsberg.de<br />

10. + 17. Dez., 17:00 Uhr<br />

Goldregen<br />

Das Christkind lässt aus<br />

einem Rathausfenster<br />

Goldtaler regnen – aus<br />

Schokolade bzw. mit dem<br />

BDS Symbol zum Einlösen<br />

gegen Gutscheine für<br />

örtliche Geschäfte<br />

10. Dez., 20:00 Uhr<br />

Wildes Holz<br />

„Weihnachts-Rock“ mit<br />

Konzertgitarre, Kontrabass<br />

und Blockflöte<br />

Stadttheater<br />

11. Dez., 11:00 Uhr<br />

Richard Deacon –<br />

In Between<br />

Filmvorführung über den<br />

Künstler, Filmforum im<br />

Stadttheater<br />

18. Dez., 19:30 Uhr<br />

Weihnachtsbrettl mit<br />

den Raithschwestern<br />

s’Maximilianeum,<br />

Stadttheater Foyer<br />

31. Dez., 22:00 Uhr<br />

Silvesterkonzert<br />

Johannes Skudlik spielt<br />

festliche Orgelmusik zum<br />

Jahresende, Stadtpfarrkirche<br />

Mariä Himmelfahrt<br />

Fürstenfeldbruck<br />

Veranstaltungsforum<br />

www.fuerstenfeld.de<br />

7. Dez., 20:00 Uhr<br />

Younee<br />

Klavierkonzert mit der<br />

preisgekrönten Pianistin,<br />

Komponistin und<br />

Singer-Songwriterin aus<br />

Südkorea<br />

Kleiner Saal<br />

8. Dez., 20:00 Uhr<br />

3 Männer<br />

nur mit Gitarre<br />

Musik-Kabarett mit Keller<br />

Steff, Roland Hefter und<br />

Michi Dietmayr<br />

Kleiner Saal<br />

10. Dez., 19:00 Uhr<br />

Schwanensee<br />

Klassisches Ballett in zwei<br />

Akten mit dem Russischen<br />

Staatsballett<br />

Stadtsaal<br />

14. Dez., 20:00 Uhr<br />

Der Gott hinter<br />

dem Fenster.<br />

Michael Krüger<br />

liest Geschichten<br />

und erzählt<br />

aus seinem<br />

Verlegerleben,<br />

Literatur<br />

in Fürstenfeld<br />

Stadtbibliothek<br />

in der Aumühle<br />

16. Dez., 20:00 Uhr<br />

Wellküren & Monika<br />

Baumgartner<br />

Heilige Nacht –<br />

Eine Weihnachtslegende<br />

nach Ludwig Thoma;<br />

Lesung mit Musik<br />

Stadtsaal<br />

17. Dez., 20:00 Uhr<br />

The Best of<br />

Black Gospel<br />

Gospelsongs<br />

aus den USA mit<br />

Gänsehautfeeling,<br />

Stadtsaal<br />

23. Dez. <strong>2016</strong> –<br />

8. Jan. 2017<br />

Palast der Pferde<br />

Fantastische<br />

Show mit Pferden:<br />

Der Fluch der Eisprinzessin<br />

Beheizter Zeltpalast<br />

auf der Amperwiese<br />

26. Dez., 17:00 Uhr<br />

Weihnachtsoratorium<br />

von J. S. Bach mit dem<br />

Philharmonischen<br />

Chor Fürstenfeld<br />

Stadtsaal


12 | region | Start ins Reformationsjahr<br />

Zum Start ins Reformationsjahr 2017<br />

Frieden und Reformation<br />

schmuckbild wikipedia / Gemälde von Lucas Cranach d.Ä.<br />

„Es begann mit Hammerschlägen“ – so ungefähr ließe sich unser heutiges Bild vom Beginn<br />

der Reformation skizzieren. Tatsächlich ist die Reformation jedoch ein komplexer,<br />

jahrzehntelanger Prozess, deren Ursachen weiter in die Geschichte zurückreichen und<br />

die mehr als nur das geistliche Leben beeinflusste. Wenige historische Ereignisse haben<br />

nachhaltig so viel verändert wie die Reformation. Sie hatte tiefgreifende Auswirkungen<br />

auf sehr viele Bereiche des Lebens und hinterließ weltweit Spuren, die auch 500 Jahre<br />

danach noch sichtbar sind.<br />

Ursachen der<br />

Reformation<br />

Mit „Reformation“ (lat.: Erneuerung, Wiederherstellung)<br />

wird heute eine Erneuerungsbewegung<br />

im frühen 16. Jahrhundert<br />

bezeichnet, die in Deutschland überwiegend von Martin<br />

Luther angestoßen wurde. Der Beginn der Reformation wird<br />

allgemein auf den 31. Oktober 1517 datiert, den Tag, an dem der<br />

Mönch Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des<br />

Ablasses an die Kirchentür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen<br />

haben soll. Ihre Ursachen und Vorläufer reichen aber<br />

wesentlich weiter zurück. Die zunehmende Verweltlichung und<br />

der oft wenig vorbildhafte Lebenswandel hoher und niedriger<br />

Geistlicher sowie die Käuflichkeit kirchlicher Ämter verschärften<br />

den Unmut in der Bevölkerung. Der Ablasshandel, mit dessen<br />

Einnahmen der Petersdom in Rom erneuert werden sollte, gab<br />

schließlich den Anstoß zur Reformation.<br />

Die 95 Thesen<br />

Die Praxis der Kirche, den Menschen gegen<br />

Geld die Sünden zu erlassen, widerstrebte<br />

Martin Luther. Er sah im Ablasshandel einen Missbrauch<br />

und forderte stattdessen eine Rückbesinnung auf die biblischen


| region | 13<br />

Grundlagen des Evangeliums. Seiner Überzeugung nach sollten<br />

Christen alleine durch den Glauben an Gott von der Strafe nach<br />

dem Tod befreit werden. In seinen 95 Thesen legte Luther deshalb<br />

seine Auffassungen über die Rolle der Kirche dar und wandte<br />

sich gegen den kirchlichen Ablasshandel. Durch die technische<br />

Neuerung des Buchdrucks konnten diese Texte vervielfältigt und<br />

massenhaft verteilt werden, womit sie eine große Leserschaft<br />

erreichten.<br />

Machtkampf<br />

zwischen Kaiser<br />

und Fürsten<br />

Martin Luthers Forderung nach Reformen<br />

in der Kirche trafen den Nerv der Zeit.<br />

Selbst Fürsten und Städte standen hinter<br />

ihm und seinen Thesen. Sie setzten seine<br />

Forderungen in ihren Herrschaftsgebieten um – und entzogen<br />

sich damit der Macht des Kaisers und des Papstes. Nachdem immer<br />

mehr Reichsstände die lutherische Reformation annahmen,<br />

drohte das Reich in zwei konfessionelle Lager zu zerfallen. Auf<br />

dem Augsburger Reichstag von 1530 wurden die unterschiedlichen<br />

Positionen ausgetauscht. Die Protestanten bemühten<br />

sich um eine friedliche Beilegung des Konflikts und legten Kaiser<br />

Karl V. die „Confessio Augustana“ (Augsburger Bekenntnis) vor,<br />

in der sie die religiöse Unabhängigkeit vom Papst einforderten.<br />

Karl V. lehnte diese Forderung jedoch ab. Die protestantischen<br />

Fürsten gründeten daraufhin im Folgejahr den „Schmalkaldischen<br />

Bund“ als Schutzbündnis. Dieser Bund wurde im „Schmalkaldischen<br />

Krieg" 1547 bei der Schlacht am Mühlberg von den<br />

kaiserlichen Truppen zerschlagen. Doch erst der Augsburger<br />

Reichs- und Religionsfrieden von 1555 brachte vorübergehend<br />

Frieden zwischen dem Kaiser und den Reichsständen. Er berechtigte<br />

jeden Fürsten dazu, die Konfession für sein Herrschaftsgebiet<br />

selbst zu wählen.<br />

Folgen der<br />

Reformation<br />

In Augsburg wurde de facto die eigene<br />

Lehre und Bekenntnisform der Lutheraner<br />

anerkannt und damit auch die gescheiterte<br />

Reintegration der Protestanten in die katholische Kirche.<br />

Die Reformbewegung wiederum spaltete sich aufgrund unterschiedlicher<br />

Lehren in verschiedene protestantische Konfessionen<br />

auf, von denen die Lutheraner nur eine waren. Die Reformation,<br />

ursprünglich von Luther als innere Veränderung der Kirche<br />

gedacht, um zahlreiche Missstände abzubauen, führte letztendlich<br />

zu einer von Luther nicht beabsichtigten Spaltung der Kirche,<br />

aber auch einer Spaltung der deutschen Gebiete in katholische<br />

und protestantische. Die Reformation revolutionierte nicht nur<br />

Kirche und Theologie, sie setzte auch eine umfangreiche gesellschaftspolitische<br />

Entwicklung in Gang: Musik und Kunst, Wirtschaft<br />

und Soziales, Sprache sowie Recht und Politik – kaum ein<br />

Lebensbereich blieb von der Reformation unberührt. #<br />

Quelle luther2017.de<br />

Luther im Fünfseenland<br />

Auch das Fünfseenland und seine Umgebung haben sich mit vielen<br />

Veranstaltungen dem Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ verschrieben.<br />

Hier ausgewählte Highlights zum Jahresbeginn 2017<br />

Tutzing<br />

Im Tutzinger Kurtheater läuft am 30. Januar um 20:15 Uhr das mehrfach<br />

ausgezeichnete Historienepos „Luther“ von Eric Till aus dem<br />

Jahr 2003 mit anschließendem Filmgespräch. Anlässlich des Reformationsjahres<br />

präsentiert die A-Cappella Band Viva Voce am 12. Februar<br />

um 18:00 Uhr in St. Joseph in Tutzing ihr neues Kirchenprogramm<br />

„Ein Stück des Weges“, das zu einer Reise durch musikalische<br />

Genres und Epochen einlädt. Geistlich und weltlich sind hier keine<br />

Gegensätze.<br />

Informationen www.ebw-weilheim.de<br />

Gauting<br />

Im Kulturhaus bosco führt die Christuskirche Gauting am 18. Januar<br />

um 19:00 Uhr das Theaterstück „Katharina Lutherin zu Wittenberg“<br />

auf. Dargestellt wird das ungewöhnliche Schicksal der Katharina von<br />

Bora, die als Luthers Frau in die Weltgeschichte einging.<br />

Informationen www.bosco-gauting.de<br />

Utting<br />

Am 17. Januar um 20:00 Uhr zeigt die Evang.-Luth. Kirchengemeinde<br />

Ammersee-West im Gemeindehaus Utting das mehrfach ausgezeichnete<br />

Historienepos „Luther“ von Eric Till aus dem Jahr 2003, das auch<br />

am 30. Januar in Tutzing läuft.<br />

Informationen www.evangelisch-am-ammersee.de<br />

Fürstenfeldbruck<br />

Das Brucker Forum lässt am 25. Januar um 20:00 Uhr im Gemeindezentrum<br />

den Journalisten Tilmann Kleinjung zu Wort kommen, der<br />

unter dem Titel „Franziskus: Papst der Reformen?“ seine persönlichen<br />

Eindrücke aus dem Vatikan schildert.<br />

Am 29. März um 20:00 Uhr referiert Prof. Dr. Bertram Stubenrauch<br />

von der kath.-theolog. Fakultät der LMU zum Thema „Was haben wir<br />

voneinander gelernt – und was haben wir noch zu lernen?“ und zieht<br />

eine ökumenische Bilanz im Reformationsjahr. Ort: Gemeindezentrum<br />

Gnadenkirche<br />

Informationen www.brucker-forum.de<br />

München<br />

Pop-Oratorium München: Ein Mensch mit Ängsten, Zweifeln, Gewissenskonflikten<br />

und festen Überzeugungen, aber auch Theologieprofessor,<br />

Ablassgegner, Bibelübersetzer und aus der Kirche ausgestoßener<br />

Gläubiger – all das war Martin Luther. Dies haben Michael<br />

Kunze (Text) und Dieter Falk (Musik) in einem großen musikalischen<br />

Bühnenstück zum Pop-Oratorium Luther – das Projekt der tausend<br />

Stimmen zusammengefügt. Im Reformationsjahr 2017 wird das Bühnenstück<br />

in acht deutschen Städten aufgeführt, am 18. März um<br />

19:00 Uhr in der Olympiahalle München. Sehens- und hörenswert ist<br />

die Aufführung wegen des spektakulären Formats: Ein Chor aus jeweils<br />

1.500 bis 2.500 Sängerinnen und Sängern, Musical-Darsteller,<br />

ein Symphonie-Orchester und eine Band stehen gemeinsam in Arenen<br />

und sorgen beim Zuhörer für anhaltendes Gänsehautfeeling und<br />

ein Musikerlebnis mit Nachklang. Im Mittelpunkt der Handlung steht<br />

Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert<br />

ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden<br />

und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop-<br />

Oratorium von Luthers Ringen um die biblische Wahrheit und von<br />

seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – eine spannende Geschichte<br />

über Politik und Religion ebenso wie über die Person Martin<br />

Luther. Informationen www.eventim.de


14 | region | Schuhmuseum Landsberg<br />

fotos <strong>SchlossMagazin</strong><br />

Leidenschaft für Schuhe<br />

Geballtes Wissen über Schuhe und ihre Geschichte(n) hat ein Landsberger Urgestein parat:<br />

Der Schuhmacher und Kaufmann Heinrich Pflanz stellt in seinem privaten Schuhmuseum<br />

in Landsberg über 2.000 Paar historische und zeitgenössische Schuhe aus acht<br />

Jahrhunderten und aller Herren Länder aus. Besonders hörenswert sind auch die Geschichten,<br />

die er über die Exponate zu erzählen weiß.<br />

Text Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />

Stiefeletten der Kaiserin Sisi, bestickte<br />

Schnabelschuhe aus Indien<br />

oder signierte Schuhe von Sportlegenden:<br />

Einige der Schuhe sind so begehrenswert,<br />

dass schon andere Museen nach<br />

die billigen „Wegwerfschuhe“ unserer Tage<br />

auch im übertragenen Sinn quasi mit Füßen<br />

getreten werden. Deshalb entschloss<br />

sich Heinrich Pflanz, Schuhe zu sammeln<br />

und sie und ihre Geschichte(n) der Allge­<br />

ihnen angefragt haben. Doch Heinrich<br />

Pflanz gibt sie nicht her. Schließlich<br />

sammelte er über 45 Jahre lang das Material<br />

für sein Museum inmitten der Altstadt,<br />

rekordhalter: die Pflanz’sche Schuhlöffelsammlung<br />

steht seit 1996 im Guinness Buch.<br />

meinheit näher zu bringen.<br />

Die Vielfalt der Exponate in den Vitrinen<br />

ist überwältigend. Die Schuhe stammen<br />

aus aller Welt und wurden oft von Prominenten<br />

das er 1995 eröffnete, ganz in der Nähe seines<br />

wie Schauspielern, Musikern,<br />

Schuhhauses, das sich seit 1625 im Familienbesitz befindet. Angefangen<br />

hatte alles damit, dass er in den fünfziger Jahren in der<br />

Werkstatt seines Vaters zufällig einen Karton mit alten Schuhen<br />

fand und diese nicht wegschmeißen wollte. Selbst in seiner alteingesessenen<br />

Schuhmacherfamilie sei früher alles Mögliche aufgehoben<br />

worden, nur keine Schuhe, erinnert er sich. Dabei ist laut Pflanz<br />

der Schuh das wichtigste Bekleidungsstück des Menschen: „Es ist<br />

ein Stück Lebensqualität“, sagt er und kann nicht verstehen, dass<br />

Sportlern, Politikern oder sogar Königen und Königinnen getragen.<br />

Zu den Highlights zählen Schuhe, die für Papst Benedikt XVI.<br />

in Handarbeit von Adriano Stefanelli, einem Schuhmacher aus<br />

Novara, gefertigt wurden – in Feuerrot. Der Kontakt war über<br />

den italienischen Schuhmacher zustande gekommen, so dass<br />

Heinrich Pflanz schließlich das Schuhpaar in Größe 42 für einen<br />

günstigen Preis erstehen konnte. Die roten Schuhe sind übrigens<br />

nicht die einzigen von sakralen Würdenträgern: In der gleichen


| region | 15<br />

Heinrich Pflanz mit einem Arbeitsschuh aus Frankreich um 1850,<br />

mit dem Esskastanien für die Schweinemast zertreten wurden<br />

Hier hält Pflanz einen traditionellen Kinderstiefel aus Bhutan in<br />

Händen.<br />

Vitrine stehen auch die Pontifikalschuhe des Erzbischofs von<br />

Bamberg. Die Mehrzahl seiner Ausstellungsstücke (und noch etliche<br />

Modelle, die aus Platzgründen der Öffentlichkeit momentan<br />

gar nicht präsentiert werden können) hat Heinrich Pflanz über<br />

Bekannte, Freunde und Mundpropaganda erhalten oder von Reisen<br />

mitgebracht.<br />

Viele bekannte und teils schon verstorbene Schauspieler haben<br />

dem Landsberger Schuhmachermeister ein Paar vermacht, darunter<br />

Blacky Fuchsberger, Johannes Heesters und seine Frau Simone<br />

Rethel oder Pierre Brice. Politiker sind dabei, z. B. Helmut Kohl und<br />

Helmut Schmidt und auch Fürsten und Könige wie König Ludwig II.<br />

von Bayern. Auch schiere Größe gibt es zu bestaunen in Form eines<br />

Schuhs des größten Mannes der Welt oder der handsignierten<br />

Riesen-Sportschuhe des berühmten Basketball-Profis Dirk Nowitzki.<br />

Daneben sind Tennisschuhe von Steffi Graf vertreten oder<br />

Fußballschuhe von Lothar Matthäus. Jedes Paar, das er bekommt,<br />

richtet Heinrich Pflanz selbst fachgerecht wieder her, bevor er es<br />

in seine Sammlung integriert. Oft wird auch nur ein Schuh ausgestellt,<br />

selbst wenn das Paar vollständig ist. Besonders viel Raum<br />

gibt Heinrich Pflanz Schuhen aus anderen Ländern: darunter silbernen<br />

Hochzeitsschuhen aus Afghanistan, goldbestickten Schnabelschuhen<br />

aus dem Orient, chinesischen Gin-Lien Schuhen für<br />

geschnürte Damenfüße aus China, aber auch japanischen Sandalen<br />

mit schwindelerregenden Plateaus für „hochgestellte“ Persönlichkeiten<br />

oder argentinischen Rodeoschuhen. Dass Schuhe nicht nur<br />

aus Leder und Stoff, sondern aus allen möglichen Materialien gefertigt<br />

wurden und werden, beweisen Modelle aus Holz, Seegras,<br />

Schilf, Stroh, Birkenrinde, ja sogar aus Autoreifen usw.<br />

Neben den Schuhen sammelt Heinrich Pflanz auch Schuhlöffel<br />

aller Art. Mit seinen über 1.000 Exemplaren steht er sogar im<br />

Guinness Buch der Rekorde. Damit den Menschen der Wert des<br />

Schuhs wieder bewusster wird, hat Heinrich Pflanz 20 Jahre<br />

lang akribische Recherchen betrieben und 2012 ein Buch über<br />

den „Schuh und seine Bedeutung“ herausgebracht, dessen Inhalt<br />

lehrreich und amüsant zugleich ist. Kaum zu glauben, wo<br />

der Schuh demnach überall eine Rolle spielt – und da nicht ohne<br />

tieferen Sinn: in Märchen wie dem Gestiefelten Kater, im<br />

Brauchtum („Nikolausstiefel“), in Sprichwörtern („Wo drückt<br />

der Schuh?“), im Aberglauben und in Liedern und Gedichten.<br />

Viele Fotos und Illustrationen, Zeitungsausschnitte und andere<br />

„Fundstücke“ machen das Buch besonders lesenswert.<br />

Wer das Museum besichtigen und die interessanten Geschichten<br />

rund ums Schuhwerk hören möchte, muss sich anmelden,<br />

denn das Landsberger Schuhmuseum, Vorderer Anger 274, ist<br />

nur nach telefonischer Vereinbarung zu besichtigen: Tel. 08191-<br />

42296. Die Restauflage des 136-seitigen Buches kann im Schuhhaus<br />

für 10.- € erworben werden. #<br />

Ein Reiterstiefel der englischen Leibgarde von 1966<br />

Informationen www.schuhhaus-pflanz.de


16 | region | Antikenfest<br />

Text Maren Martell<br />

Werner Kroeners großes Antikenfest<br />

Was sagt uns<br />

das antike Lachen?<br />

Ein Rippenbogen, ein<br />

vollendet geformter Fuß, das<br />

archaische Lächeln.<br />

Was sagen uns die antiken<br />

Schönheiten heute noch? Mit<br />

seinem Antikenfest „Time<br />

Codes. Die Macht der Schönheit“<br />

in der Münchner Glyp tothek<br />

geht es dem Ammerseemaler<br />

Werner Kroener um ein<br />

Zwiegespräch von Geschichte<br />

und Gesellschaft.<br />

Lieder von Liebe und Tod: Ricardo Volkert aus Herrsching (Spanische Gitarre), Jost-H. Hecker<br />

(Cello), Jürgen Schneider (Percussion) · Foto Peter Braun


| region | 17<br />

Die Ideen, Gestalten, Ereignisse, Mythen und Kunst<br />

der griechischen und römischen Antike werden mit<br />

den ästhetischen Mitteln virtueller Bildsprache in<br />

die Gegenwart gerückt. Kroener belässt es dabei nicht nur<br />

bei seiner Rezeption. Er hat auch andere Künste dazu eingeladen,<br />

so den Tanz, die Musik, den Film und die Literatur. Außerdem<br />

ist zu dem Festival eine völlig neue Museums-App<br />

entstanden. Im Allgäuer Kunstverlag Josef Fink erscheint ein<br />

Antiken-Lesebuch. Der von Ulrike Müller herausgegebene<br />

Text- und Bildband will durch seine Gestaltung und die Verflechtung<br />

antiker Kunstwerke mit Literatur aus drei Jahrzehnten<br />

ein mediales Experiment wagen.<br />

In der Glyptothek präsentiert der im Norden des Ammersees lebende<br />

und wirkende Kroener seine Malerei-Adaptionen von 29<br />

Skulpturen antiker Bildhauer. Gezeigt werden sie als eindrucksvoll<br />

selbstleuchtende Bildflächen in gleicher Größe neben den<br />

Originalen. „Time Codes. Die Macht der Schönheit“ ist der zweite<br />

Teil der Trilogie „Time Codes“, die Kroener dem Thema „Bildsprachen“<br />

gewidmet hat. Im ersten Teil, „Time Codes. Die Macht<br />

der Bilder“ setzte sich der Künstler im vergangenen Jahr in einer<br />

großen Ausstellung im Mittelrhein Museum in Koblenz mit dem<br />

Verhältnis von Pressefotografie zu Malerei auseinander. Zwei<br />

Jahre lang interpretierte er dazu in digitaler Malerei die Pressefotos<br />

einer großen deutschen Tageszeitung. Der für 2018 geplante<br />

dritte Teil „Time Codes. Die Macht des Blicks“ ist dem<br />

Thema Porträt gewidmet.<br />

Der Antes-Schüler Kroener hat schon früh historische und<br />

politische Ereignisse zum Thema gemacht. Er arbeitete für<br />

Schauspiel, Oper und multimediale Installationen. Als „visuellen<br />

Biographen“ titelte ihn das Verlagshaus Random House,<br />

das 2005 u. a. seine Porträts von den deutschen Kanzlern<br />

veröffentlichte. Der Kunstprofessor für Gestaltungslehre,<br />

visuelle Kommunikation und Bildsprache zählte in den 1980er<br />

Jahren zu den „Neuen Wilden“. Seine Werke befinden sich in<br />

zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen, so auch<br />

im Münchner Lenbachhaus und im Diözesanmuseum München-Freising.<br />

Für seine Ausstellung in der Glyptothek wählte<br />

Kroener Skulpturen nach ihrer kunsthistorischen Prominenz<br />

und ihrer zentralen Aussage über das antike Denken<br />

aus. Farbige Spiegelungen so berühmter Plastiken wie der<br />

des Apoll von Tenea oder der Knidischen Aphrodite, aber<br />

auch anmutiger namenloser Jünglinge oder des „Schwänzchen<br />

haschenden Satyrs“ laden dazu ein, durch einen Wechsel<br />

der Perspektiven dem antiken Denken näherzukommen,<br />

so dem antiken Lachen oder dem vollendet schönen Körper.<br />

Mit diesen Themen setzen sich in dem drei Monate laufenden<br />

Ausstellungsprojekt auch die anderen Künste auseinander.<br />

So präsentiert der Herrschinger Liedermacher Ricardo Volkert<br />

an seiner spanischen Gitarre „Canciones de guerra y<br />

amor“ (Gesänge von Liebe und Krieg). Volkert wird mit seinem<br />

musikalischen Werk den Trojanischen Krieg durch die<br />

Beziehung zum spanischen Bürgerkrieg aktualisieren. Begleitet<br />

wird er von Jost-H. Hecker am Cello und Jürgen<br />

Schneider an der Percussion. Außerdem stehen Sprachpassagen<br />

durch 3.000 Jahre Literatur mit dem Salon der Musen aus<br />

Weimar sowie Butoh-Aufführungen des Münchner Tänzers<br />

Stefan Maria Marb auf dem Programm.<br />

In einem 40-minütigen Film zur Ausstellung komponierte der<br />

Filmemacher Jürgen Schnier in einer experimentellen Filmchoreographie<br />

Malerei, Skulpturen und Musik zu einem faszinierenden<br />

Rundgang durch das berühmte Museum. Die Musik dazu<br />

schrieb Hanjo Gäbler. Entstanden ist auch eine neue Museums-<br />

App, die von der KIAG in Köln realisiert wurde und kostenlos heruntergeladen<br />

werden kann. Ganz ohne Belehrung gelingt es<br />

dem neuartigen Museumsführer, einen faszinierenden medialen<br />

Eindruck der Glyptothek zu vermitteln. #<br />

8. <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong> bis 12. März 2017<br />

Glyptothek<br />

Königsplatz 3 · 80333 München<br />

Informationen<br />

www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de<br />

www.kroenerkunst.de<br />

www.ricardo-volkert.de<br />

werner kroener, Kunstprofessor für Gestaltungslehre, visuelle<br />

Kommunikation und Bildsprache<br />

Filme auf youtube zur Ausstellung:<br />

https://www.youtube.com/watch?v=HCM4e62rLis;<br />

https://www.youtube.com/watch?v=7zaFNZ3H4kY


18 | region | All that Jazz @ Starnberg<br />

Die Konzertreihe „All that<br />

Jazz @ Starnberg“ geht<br />

2017 in die Vollen und<br />

bringt neun Konzerte mit<br />

den spannendsten Musikern,<br />

die Europa derzeit<br />

zu bieten hat, auf die<br />

Bühne der Schlossberghalle.<br />

Erstmals finden auch auf<br />

der MS Starnberg Konzerte<br />

statt – mit Klaus Doldinger<br />

und Konstantin Wecker. Höchste Qualität garantieren<br />

im dritten Jahr der Reihe wieder die Veranstalter Dr.<br />

Manfred Frei und Irina Frühwirth.<br />

Jazz – aber richtig!<br />

19. Januar<br />

Den Auftakt des Programms von All that Jazz<br />

@ Starnberg 2017 machen am 19. Januar<br />

zwei junge europäische Spitzenmusiker: N i l s<br />

Wogram (Posaune) ist „eine der großen Hoffnungen<br />

des europäischen Jazz“ („Die Zeit“), Bojan<br />

Z (Klavier) „ein Meister des solistischen<br />

Spiels, einer der kreativsten Musiker Europas“<br />

(Jazz-Echo).<br />

16. Februar<br />

Mit ihrem „Klassik trifft HipHop”-Mix und purer<br />

Spielfreude überzeugen die neun klassisch ausgebildeten<br />

Musiker von EINSHOCH6 seit ihrer<br />

Gründung 2003. Immer wieder steht die Band<br />

weltweit gemeinsam mit Symphonieorchestern<br />

auf den Bühnen der klassischen Konzertsäle,<br />

zuletzt mit den Münchner Symphonikern.<br />

Geleitet wird die Band von Carl Amadeus Hiller,<br />

dem Sohn des Komponisten Wilfried Hiller.<br />

30. März<br />

Chopin goes Jazz mit Leonid Chizhik (Klavier)<br />

und Florian Trübsbach (Saxophon). Leonid<br />

Chizhik ist wohl der beste Jazzpianist, den die<br />

ehemalige Sowjetunion hervorgebracht hat.<br />

Ihm zur Seite steht der kongeniale, vielseitige<br />

Jazzsaxophonist Florian Trübsbach. Dabei bieten<br />

Chopins „Préludes“ und „Nocturnes“ eine<br />

unerschöpfliche Quelle der Inspiration für die<br />

Improvisationen der beiden Musiker.<br />

7. Mai<br />

„Doldingers Träume“: Auf der MS Starnberg spielt<br />

der wohl berühmteste deutsche Jazzer Klaus<br />

Doldinger zusammen mit dem Orchester der<br />

Kammeroper München und Musikern von „Passport“<br />

Ausschnitte aus von ihm komponierten Filmmusiken<br />

wie z. B. für „Das Boot“ oder „Tatort“.<br />

18. Mai<br />

Drei starke, international präsente Musikerpersönlichkeiten<br />

vereinen sich im Austrian String<br />

Trio: Der gefeierte Geigen-Solist Benjamin<br />

Schmid, der seit frühester Kindheit neben der<br />

klassischen Musik auch die Improvisation und den<br />

Jazz pflegt, der Cellist Florian Eggner, Mitglied im<br />

Eggner Trio, eines der weltweit renommiertesten<br />

Klaviertrios, und schließlich Wolfgang Muthspiel,<br />

Ausnahme-Jazzgitarrist und Komponist. Hier<br />

werden die Tugenden der jazzigen Kammermusik<br />

und der Improvisation verbunden, aber auch dem<br />

aufregenden Puls gehuldigt.<br />

29. September<br />

Konstantin Wecker auf der MS Starnberg bei<br />

einer Umrundung des abendlichen Starnberger<br />

Sees – ein herausragendes Highlight im bayerischen<br />

Kulturkalender 2017! Konstantin Wecker<br />

gehört zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten<br />

im deutschsprachigen Raum.<br />

Sein künstlerisches Fundament bilden eine<br />

klassische Musikausbildung und die Begeisterung<br />

für Lyrik.<br />

18. Oktober<br />

Max Frankl’s Cargo – zwischen Starnberg und<br />

New York: Mit gerade einmal 34 Jahren ist<br />

„Echo Jazz“-Gewinner Max Frankl, ein gebürtiger<br />

Starnberger, auf dem besten Weg, sich in<br />

die oberste Liga der europäischen Jazz-Gitarristen<br />

zu katapultieren. Die neue Trio-Besetzung<br />

„Cargo“ mit den beiden nicht nur in der<br />

Schweiz gefeierten Künstlern Reto Suhner<br />

(Altsaxophon und Altklarinette) und Lionel<br />

Friedli (Schlagzeug) verschafft ihm großen<br />

kreativen Spielraum.<br />

30. November<br />

Zwei faszinierende Gruppen in einem Konzert:<br />

Mit „T icho“ stellt der Berliner Pianist und<br />

Komponist Marc Schmolling zusammen mit<br />

dem britischen Top-Trompeter Tom Arthurs<br />

und der Sängerin und Stimmkünstlerin Almut<br />

Kühne ein außergewöhnliches Programm vor.<br />

„Ein faszinierendes Stück filigraner Kammermusik,”<br />

so schreibt das Jazz Podium über Kathrin<br />

Pechlof, eine der wenigen Harfe nis tinnen der<br />

deutschen Jazzszene. In Starnberg spielt sie<br />

mit dem renommierten Berliner Saxofonisten<br />

Christian Weidner und dem Kölner Kontrabassisten<br />

Robert Landfermann.<br />

14. <strong>Dezember</strong><br />

Paul Gulda Trio „Tannur” mit arabischen Elementen:<br />

Den Kammermusiker, Improvisator ,<br />

Solisten, Ensembleleiter und Komponisten<br />

Paul Gulda verbindet eine lange Zusammenarbeit<br />

mit Oud-Spieler und Sänger Marwan<br />

Abado (Beirut). Im Verein mit Guldas Cembalo<br />

und der Percussion von Peter Rossmanith<br />

wachsen Harmonien und Formen des Abendlandes<br />

hinzu. (kf) #<br />

Informationen<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de


Desperate<br />

Housewives?<br />

Künstlerinnen<br />

räumen auf<br />

17.12.<strong>2016</strong> – 12.03.2017<br />

www.timbayern.de<br />

Maria Ezcurra, Guardapolvo, 2008 (aus der Serie The Perfect Housewife’s Wardrobe)


20 | bild des monats<br />

Santa Claus<br />

Is Coming to Town<br />

Songtext<br />

You better watch out, you better not cry<br />

You better not pout, I’m telling you why<br />

Santa Claus is coming to town<br />

He’s making a list and checking it twice<br />

He’s gonna find out who’s naughty and nice<br />

Santa Claus is coming to town<br />

He sees you when you’re sleeping<br />

He knows when you’re awake<br />

He knows if you’ve been bad or good<br />

So be good for goodness’ sake<br />

Oh, you better watch out, you better not cry<br />

Better not pout, I’m telling you why<br />

Santa Claus is coming to town<br />

See, you better watch out, you better not cry<br />

You better not pout, I’m telling you why<br />

Santa Claus is coming to town<br />

He’s making a list and he’s checking it twice<br />

He’s gonna find out who’s been naughty and nice<br />

Santa Claus is coming to town<br />

He sees you when you’re sleeping<br />

He knows when you’re awake<br />

He knows if you’ve been bad or good<br />

So be good for goodness’ sake<br />

Oh, you better watch out, you better not cry<br />

Better not pout, I’m telling you why<br />

Santa Claus is coming to town


| bild des monats | 21<br />

Das berühmte Weihnachtslied<br />

Santa Claus Is Coming to Town<br />

(Der Weihnachtsmann kommt heute in die Stadt)<br />

wurde 1932 von John Frederick Coots zu einem Text<br />

von Haven Gillespie geschrieben. Seither hatte der<br />

beschwingte Song viele Interpreten, unter ihnen die<br />

Andrew Sisters, Frank Sinatra, The Jackson Five, Bing<br />

Crosby, Bruce Springsteen, Mariah Carey & Walter<br />

Afanasieff, Michael Bublé oder Justin Bieber.<br />

foto fotolia.com / olly


22 | genuss | Kochen mit Spirituosen<br />

Alkohol ist nicht nur ein vorzüglicher Geschmacksträger.<br />

Er begeistert darüber hinaus auch durch die Komplexität<br />

und Geschmacksvielfalt, die hochwertige Spirituosen<br />

beim Kochen entwickeln. Alleine schon die Verwendung diverser<br />

Sherrys und Portweine anstelle von Weißwein und<br />

Rotwein verleiht Saucen und Fonds ganz neue Tiefe. Gin, Rum,<br />

Whiskey, Obstbrände und Co. können, an der richtigen Stelle<br />

eingesetzt, zu raffinierten Würzern und überraschenden Aromaten<br />

werden. Welche Spirituosen welche Gerichte am besten<br />

veredeln – wir verraten die besten Kombinationen.<br />

Wermut + Fisch<br />

Trockener Wermut soll Kennern zufolge besser<br />

zu den meisten Fischgerichten passen als<br />

Weißwein. Ganz gleich, ob in der Sauce, Marinade oder in der<br />

Gemüsebeilage – Wermut und Fisch, vor allem Seeteufel oder<br />

Dorade, sind wie füreinander geschaffen. Wer den französischen<br />

Wermut Noilly Prat verwendet, sollte damit sparsam<br />

umgehen: Er hat ein intensives Aroma.<br />

rinderbraten in whiskey-sauce mit spitzkohl<br />

s a l at, Rezept rechte Seite<br />

Geschmacks-<br />

Booster<br />

Kochen mit Spirituosen<br />

Fotos Caroline Martin<br />

Foodstyling Daniel Petri<br />

Der letzte Kick so mancher Speise<br />

entspringt dem „spirituellen“ Bereich.<br />

Gemeint sind Alkoholika, die einer<br />

Sauce, Marinade, aber auch Gemüse<br />

oder Obstsalat das gewisse Etwas<br />

verleihen. Und die Möglichkeiten<br />

reichen weit über die Verwendung<br />

von Wein hinaus.<br />

Whiskey +<br />

Braten<br />

Fleisch und Whiskey sind ein unzertrennliches<br />

Paar. Grillmaster-Chiefs kennen das Geheimnis:<br />

stundenlang das Fleisch – egal welches Stück – marinieren<br />

und dann ab in den Smoker damit. Auch ein Bratrohr erfüllt seinen<br />

Zweck. Ab und zu mit Whiskey oder whiskeyhaltiger Marinade<br />

übergießen und der Braten ist hinterher mega-zart.<br />

Kräuterlikör +<br />

Vinaigrette<br />

Gin + Lachs<br />

So ein Schuss Kräuterlikör (Chartreuse) verleiht<br />

nicht nur einem Obstsalat mehr Tiefe, sondern<br />

macht auch eine simple Vinaigrette unvergesslich.<br />

Gin verleiht dem Lachs ein zitronig-gurkiges<br />

Aroma – die perfekte Spirituose zum Beizen.<br />

Gin veredelt übrigens auch Gemüsesuppen wie Tomaten- oder<br />

Zucchinisuppe. Und Pastasaucen mit Tomaten und Parmesan!<br />

Rum + Huhn<br />

Dunkles Bier +<br />

Steaks<br />

Karibisches Feeling kommt auf, wenn man ein<br />

Hühnercurry mit weißem Rum verfeinert.<br />

Dazu Reis mit Kurkuma – delikat!<br />

Da bei Spirituosen, die zum Kochen verwendet<br />

werden, der Geschmack nicht zwingend<br />

vom Alkoholgehalt bestimmt wird, zählen wir<br />

auch mal dunkles Bier zu den „geistigen“ Getränken“.<br />

Denn was wäre ein saftiges Rib-Eye-Steak ohne eine<br />

kräftige Biersauce? Wer das Kurzbratgut nicht schon vorher mit<br />

Bier marinieren will, kann die Sauce separat damit verfeinern.<br />

Im Bratensatz Zwiebelstücke anrösten und gut mit Bier ablöschen.<br />

Alles einreduzieren und dann durch ein Sieb passieren.<br />

Guten Appetit! #


| genuss | 23<br />

Hochprozentige Genüsse<br />

Diese drei Rezepte hat der Münchner Food-Blogger<br />

Thomas Vonier zur Verfügung gestellt.<br />

Lachstatar mit Gin Für 4 Personen<br />

Zutaten<br />

400 g frischer Wildlachs (alternativ Bio Lachs) + 3 EL Gin + Schale einer Zitrone (Bio) + 50 g<br />

Crème fraîche + etwas Limettensaft (1/2 Limette) + 1 TL mittelscharfer Senf + 1 EL Olivenöl +<br />

3 TL gehackter Dill + Salz, Pfeffer<br />

Zubereitung<br />

# Lachs mit Gin und Zitronenschale in einen Plastikbeutel geben,<br />

gut verschließen und für ca. 2 Stunden im Kühlschrank marinieren.<br />

Die Zitronenschale danach entfernen. Den Gin aufbewahren, er<br />

wird weiterverwendet.<br />

# Den Lachs sehr fein würfeln und dann mit den restlichen Zutaten<br />

und dem Gin aus dem Beutel vermischen. Alles mit Salz und<br />

Limettensaft abschmecken.<br />

# Dazu passen ein geröstetes Weißbrot und Gurkensalat.<br />

Zubereitungszeit 10 Minuten<br />

Wartezeit 120 Minuten<br />

Rinderbraten in Whiskey-Sauce<br />

mit Spitzkohlsalat Für 4 Personen<br />

Zutaten<br />

Für den Braten<br />

600 g Bürgermeisterstück vom Rind (auf eine feine<br />

Marmorierung achten) + Salz + 1 EL Butterschmalz<br />

+ 2 TL Senf (mittelscharf) + 4 EL kräftiger<br />

Whisky + 2 TL Honig + 1 TL Sojasauce + 3<br />

EL Olivenöl + 2 Zweige frischer Thymian + 1 EL<br />

eiskalte Butter<br />

Für den Spitzkohlsalat<br />

1 Spitzkohl + 1 EL Zucker + ½ TL Kreuzkümmel<br />

+ 1 EL Salz + 2 EL Öl + 2 EL Apfelessig + 2 EL<br />

getrocknete Goji Beeren<br />

Zubereitung<br />

# Den Ofen auf 120°C Umluft vorheizen. Das<br />

Fleisch trockentupfen und kräftig von allen Seiten<br />

salzen.<br />

# Für die Marinade Senf, Honig, Whisky, Öl und<br />

Sojasauce verrühren.<br />

# Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten<br />

kurz aber kräftig bei hoher Temperatur in Butterschmalz<br />

anbraten (jeweils ca. 30 – 60 Sekunden).<br />

Die Pfanne vom Herd nehmen und das<br />

Fleisch von allen Seiten mit der Marinade einstreichen.<br />

Solange wiederholen bis die gesamte<br />

Marinade aufgebraucht ist.<br />

# Die Thymianzweige auf das Fleisch legen.<br />

Das Fleisch in der Pfanne für ca. 90 Minuten in<br />

den warmen Ofen geben (Kerntemperatur: 56°C).<br />

Danach das Fleisch aus dem Ofen und der Pfanne<br />

nehmen und zum Ruhen beiseite stellen.<br />

# Während das Fleisch im Ofen ist, den Spitzkohlsalat<br />

zubereiten: Goji Beeren für ca. ½<br />

Stunde in Wasser einweichen. Spitzkohl fein<br />

schneiden und mit Zucker, Salz und Kreuzkümmel<br />

vermischen, dabei kräftig den Spitzkohl<br />

drücken, damit die Struktur aufgebrochen<br />

wird. Das Kraut ein paar Minuten ziehen lassen.<br />

Mit Öl und Apfelessig anmachen und Goji Beeren<br />

untermischen.<br />

# Den Bratensatz mit etwas Wasser aufkochen<br />

und abschmecken. Die Sauce mit 1 EL eiskalter<br />

Butter binden.<br />

# Das Fleisch quer zur Faser aufschneiden und<br />

sofort mit der Sauce und dem vorbereiteten<br />

Spitzkohlsalat servieren.<br />

Vorbereitungszeit Braten 10 Minuten<br />

Wartezeit Braten 90 Minuten<br />

Pflaumen-Crumble mit<br />

Walnuss-Streuseln<br />

Für 4 Personen<br />

Zutaten<br />

6 rote Pflaumen + 2 säuerliche Äpfel + 4 EL<br />

Rum (alternativ Whiskey) + 2 EL brauner<br />

Zucker + 2 Messerspitzen Piment (gemahlen)<br />

+ 150 g Mehl + 75 g Zucker + 75 g kalte<br />

Butter + 1 Eigelb + 80 g gehackte Walnüsse<br />

Zubereitung<br />

# Pflaumen und Äpfel in mundgerechte<br />

Stücke schneiden und in eine Auflaufform<br />

geben. Rum über die Früchte verteilen.<br />

# Zucker mit Piment mischen und über die<br />

Früchte verteilen.<br />

Die Früchte mit der Zuckermischung einmal<br />

gut durchmengen und für einige Minuten<br />

marinieren lassen.<br />

# Für die Streusel Mehl, Zucker, Butter und<br />

das Eigelb in eine Schüssel geben. Mit einer<br />

Gabel oder den Händen zügig zu einem trockenen<br />

bröseligen Teig verkneten.<br />

# Die gehackten Walnüsse zur Streuselmasse<br />

dazugeben und untermengen.<br />

# Die Streusel locker über das Obst geben<br />

und bei 200°C (Ober- und Unterhitze) für ca.<br />

20 Minuten backen. Der Crumble ist fertig,<br />

wenn die Streusel goldbraun sind.<br />

# Den Crumble lauwarm mit einer Kugel<br />

Vanilleeis oder Sahne servieren.<br />

Vorbereitungszeit 15 Minuten<br />

Backzeit 20 – 30 Minuten


24 | genuss | Plätzchen, frei von….<br />

Die Weihnachtsbackstuben haben wieder geöffnet. Doch längst stehen nicht nur Omas<br />

Klassiker auf dem Programm. Angesichts der Vielzahl an unterschiedlichen Ernährungsund<br />

Lifestyle-Trends und immer mehr Lebensmittelunverträglichkeiten haben kreative<br />

Küchenmeister die weihnachtlichen Leckereien angepasst und wohlschmeckende Alternativen<br />

entwickelt. Wir stellen drei Rezepte vor, die frei sind von…, aber garantiert voll<br />

im Geschmack.<br />

Plätzchen, frei von…<br />

aber super-lecker<br />

schmuckfoto fotolia.com / annabell2012<br />

Vegane<br />

Gewürzplätzchen<br />

Statt Zucker sorgt Agavendicksaft für<br />

den süßen Geschmack, Butter wird<br />

durch Margarine ersetzt und statt Kuhmilch<br />

verwenden Veganer auch hier<br />

eine pflanzliche Alternative wie etwa<br />

Mandelmilch.<br />

Zutaten<br />

250 g Weizenmehl + ½ EL Kakaopulver<br />

+ 1 EL Instant-Kaffeepulver + 2 EL Agavendicksaft<br />

+ 220 g Zucker + 1 ½ TL<br />

Backpulver + 2 EL Lebkuchengewürz +<br />

1 EL Traubenkernöl + 1 EL Leinsamen (in<br />

3 EL lauwarmem Wasser eingeweicht) +<br />

50 ml Mandelmilch<br />

Zubereitung<br />

# In einer großen Rührschüssel Mehl, Kakao,<br />

Kaffeepulver und Agavendicksaft mit<br />

einem Löffel vermischen. Zucker, Backpulver,<br />

Lebkuchengewürz hinzufügen, unterkneten<br />

und etwas ruhen lassen.<br />

# Nach etwa 10 Minuten das Traubenkernöl und die eingeweichten Leinsamen dazugeben<br />

und den Teig mit den Händen gut durchkneten. Abschließend nach und nach<br />

die Mandelmilch hinzugeben, bis der Teig eine geschmeidigere Konsistenz annimmt<br />

und sich mühelos von der Schüsselwand löst.<br />

# Nun den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche<br />

mit dem Nudelholz etwa 1 cm dick ausrollen und Plätzchenformen ausstechen.<br />

# Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 12 –<br />

15 min backen, bis die sie goldbraun werden. Nach dem Abkühlen halten sich die<br />

Gewürzplätzchen ca. eine Woche.


| genuss | 25<br />

Glutenfreie<br />

Schoko-Walnusstaler<br />

Zutaten<br />

200 g gemahlene Walnüsse + 50 g gemahlene Mandeln + 100 g fein gehackte<br />

Zartbitterschokolade + 200 g Puderzucker + ½ TL Zimt + ½ TL gemahlene<br />

Nelken + 2 Eiweiße + 1 EL Kirschwasser + 2 – 3 EL brauner Zucker + ganze<br />

Walnüsse zum Verzieren<br />

Gluten- und laktosefreie<br />

Knusperknäuschen<br />

Zutaten<br />

60 g Eiweiß (2 Eier) + 100 g Puderzucker,<br />

gesiebt + 110 g gehackte geröstete Haselnüsse<br />

+ 2 g geriebener Kardamom +<br />

130 g geröstete gehobelte Mandeln<br />

Zubereitung<br />

# Zunächst die gemahlenen Walnüsse und Mandeln mit der fein gehackten Schokolade,<br />

dem Puderzucker und den Gewürzen vermengen.<br />

# Anschließend das Eiweiß cremig schlagen und unter die Schokoladen-Nuss-Mischung<br />

heben. Kirschwasser hinzufügen und daraus einen Teig herstellen.<br />

# Aus dem Teig drei gleichgroße Rollen von etwa 3 cm Durchmesser auf einer mit<br />

dem Zucker bestreuten Arbeitsfläche formen und die Rollen für etwa 3 Stunden<br />

kalt stellen.<br />

# Anschließend den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Rollen in ca. 1 cm dicke<br />

Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.<br />

Nach Belieben jeweils eine Walnusshälfte auf die Taler geben und diese ca.<br />

8 – 10 min backen. In braunem Zucker wälzen.<br />

Quelle livingpress<br />

Zubereitung<br />

# Zuerst Haselnüsse und Mandeln rösten.<br />

Abkühlen lassen, Haselnüsse grob hacken.<br />

Dann Eiweiß mit der Hälfte des Puderzuckers<br />

zu einem steifen Schnee schlagen.<br />

Restlichen Puderzucker nach und nach<br />

unterrühren. Anschließend Haselnüsse<br />

und Kardamom unterrühren.<br />

# Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen in<br />

die gehobelten Mandeln setzten. Dann<br />

mit den gehobelten Mandeln kleine Kugeln<br />

formen.<br />

# Auf ein mit Backpapier ausgelegtes<br />

Blech setzten. Im vorgeheizten Backofen<br />

bei ca. 120 °C ca. 30 – 40 Minuten backen.<br />

Rezept + Foto Knusperknäuschen von<br />

Martin Schönleben, Puchheim


26 | x-mas special | Nachhaltig schenken<br />

Das Dschungelbuch<br />

Ein Musical für die ganze Familie<br />

Dienstag, 27.12.16, 16 Uhr<br />

Mit den „Global Players“, Christoph Hartmann (Oboe),<br />

Nathalie Schmalhofer (Violine), Leitung Wilhelm F. Walz<br />

Sonntag, 08.01.17, 11 Uhr<br />

Sissi Perlinger<br />

Kabarett „Ich bleib dann mal jung“<br />

Freitag, 28.04.2017, 20 Uhr<br />

„Wunderbar - es ist ja so!“<br />

Comedy mit Ingo Oschmann<br />

Sonntag, 26.03.2017, 20 Uhr<br />

K a r t e n v o r v e r k a u f<br />

Kulturamt Stadt Bobingen Tel.: 08234 8002 -36<br />

oder online: www.bobingen.de www.reservix.de<br />

sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen<br />

Zeit statt Zeug<br />

fotos fotolia.com / HillLander, yurakp<br />

Fünf Ideen für originelle<br />

und nachhaltige Weihnachtsgeschenke<br />

context NEU Anzeige 210x98_Layout 1 30.11.16 14:03 Seite 1<br />

Zeit zu<br />

1. verschenken<br />

Geschenke müssen nicht teuer sein.<br />

Im Gegenteil: Wer besondere Erlebnisse<br />

verschenkt, investiert „nur“<br />

Zeit und kein Geld. Außerdem können die Schenkenden<br />

so mit dem Beschenkten schöne Momente teilen. Wie<br />

wäre es also mit einem Gutschein für eine Wanderung<br />

im Wald, eine selbst inszenierte Lesung, einen köstlichen<br />

Kochabend oder einen Brett- oder Kartenspiel-<br />

Nachmittag? Kosten: keine<br />

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»Augsburg erlesen<br />

Technik, Architektur und Kunst aus 500 Jahren:<br />

AUGSBURGS HISTORISCHE WASSERWIRTSCHAFT.<br />

DER WEG ZUM UNESCO-WELTERBE<br />

Geschichte und Denkmäler der Trinkwasserversorgung,<br />

der Wasserkraftnutzung und der Brunnenkunst in<br />

Augsburg, die 2019 UNESCO-Welterbe werden könnten.<br />

Martin Kluger, 432 S., 553 Abb., 39,90 Euro<br />

Vom Glaubensstreit über Schlachten bis zur „Luthersau“:<br />

GLAUBE. HOFFNUNG. HASS.<br />

Von Martin Luther in Augsburg (1518)<br />

über den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)<br />

bis zur „Sau aus Eisleben“ (1762)<br />

Die Geschichte und Denkmäler der Reformation<br />

und der Gegenreformation in und um Augsburg.<br />

Martin Kluger, 336 S., 241 Abb., EUR 18,90<br />

Mehr Informationen unter: www.context-mv.de context verlag Augsburg


| x-mas special | 27<br />

Reise in die<br />

2. Region<br />

Warum in die Ferne reisen,<br />

wenn das Gute liegt so nah?<br />

Ausflüge und Kurzreisen in die<br />

umliegende Natur stecken voller Überraschungen.<br />

Planen Sie einen gemeinsamen Trip und stellen Sie<br />

einen individuellen Reiseguide zusammen: Von der<br />

Anreise (mit Rad oder Bahn) über Restaurants mit<br />

leckerem Essen bis hin zu besonderen Orten. Das<br />

kann eine Quelle sein, ein uralter Baum oder eine<br />

Wiese mit besonderen Blumen. Kosten: gering; evtl.<br />

für Infomaterial wie z. B. lokale Reiseführer<br />

3. Veranstaltungen<br />

in der Region<br />

Schenken Sie Gutscheine oder<br />

Tickets für den gemeinsamen<br />

Besuch von Veranstaltungen<br />

in der Region. Das können Ausstellungen oder Märkte<br />

sein, aber auch Theateraufführungen, Konzerte,<br />

Kinoabende oder andere Events nach dem Geschmack<br />

des Beschenkten. Kosten: überschaubar<br />

4. Upcycling –<br />

aus alt<br />

mach neu<br />

Zeit investieren für eine Bastelarbeit:<br />

Aus einer leeren Flasche<br />

wird eine stylishe Vase,<br />

aus einem ausgedienten Wollpulli<br />

ein kuscheliges Kissen. Alten Dingen wieder Leben<br />

einzuhauchen ist keine neue Idee – aber immer<br />

aufs Neue spannend. Denn so entstehen individuelle<br />

Geschenke, die nachhaltiger kaum sein können.<br />

Nutzlos gewordene Sachen erhalten ihre zweite<br />

Chance und landen auf dem Sofa – nicht im Müll! Anregungen<br />

und Ideen gibt es in zahlreichen Büchern<br />

und Blogs, zum Beispiel auf http://upcyclingideen.eu.<br />

Kosten: oftmals keine, variieren je nach Aufwand<br />

5. Hübsches<br />

aus Holz<br />

Geschenke aus Holz haben einen<br />

besonderen Wert: Sie bringen<br />

Leben und Natur ins Haus –<br />

und kommen auch zu Weihnachten gut an. Schöne<br />

und nachhaltige Produkte aus Holz gibt es u.a. in<br />

grünen Online-Shops wie zum Beispiel<br />

www.naturehome.com. #


28 | beauty + wellness | Festliche Looks zum Träumen<br />

Glamour<br />

and Glow<br />

Festliche Looks<br />

zum Träumen<br />

fotos Hersteller/Anbieter<br />

FlieSSende Seide in<br />

unwiderstehlichem Rot: ein<br />

Haute-Couture-Traum des<br />

französischen Designers<br />

Julien Fournié<br />

Goldfarbenes Collier im<br />

Korallendesign von Marianne<br />

Halcour über QVC


| beauty + wellness | 29<br />

Extravagantes schwarz-weiSSes Kleid mit<br />

kunstvoll drapiertem Oberteil von Giorgio<br />

Armani Privé.<br />

Abendtasche aus gestepptem Leder mit<br />

modischer Tassel und vergoldeter Kette<br />

von Pippa & Jean<br />

Eleganter Hosenanzug aus vanillegelber Seide mit schmeichelnden<br />

Drapés von Julien Fournié.<br />

Schlichter, doch stilvoller, an Goldbarren erinnernder Ring<br />

aus vergoldetem Metall von Pippa & Jean<br />

Glitzernder Crystal Nail Lacquer und Glam Vintage<br />

Shimmer Cream von Artdeco<br />

Lidschattenbox und Rouge in Trendfarben,<br />

Crystal Beauty Dust, beides von Artdeco<br />


30 | beauty + wellness | Festliche Looks zum Träumen<br />

Pure Raffinesse und vollkommene Schneiderkunst mit sich öffnenden<br />

Partien von Atelier Versace. Silberfarbener Armreif von P i l g r i m<br />

über QVC<br />

FlieSSende Creation<br />

mit wellenförmigen<br />

Drapierungen aus<br />

glänzendem Duchesse-<br />

Satin von Atelier<br />

Versace.<br />

Auffallend schöner<br />

Ohrschmuck aus<br />

Swarovski-<br />

Kristallen<br />

von Pippa & Jean<br />

„Most Wanted“-Lidschattenpaletten in angesagten Nude- und<br />

Metallictönen von Artdeco


| beauty + wellness | 31<br />

Pastellfarbenes<br />

Couturekleid in aufregender<br />

Materialkombination von A l e x i s<br />

Mabille. Dreiteiliges Ring-Set aus 925<br />

Sterlingsilber von Pippa & Jean<br />

Vom Frack inspiriert, für Ladies geschaffen:<br />

edler Hosenanzug von Julien Fournié.<br />

Vergoldete Vogelbrosche mit vielen<br />

schimmernden Glaskristallen, Armband mit Edelsteinen<br />

und Glaskristallen in modischem Beerenrot von Pippa & Jean<br />

Für glamouröse Nägel: Effekt gel magic<br />

von Catherine mit holographischen<br />

Pigmenten<br />

Lidschattenpalette in Nude-Tönen von Bobbi Brown, 5-couleurs splendor Schimmer-<br />

Lidschatten von Dior, Architectonic-Lidschattenpalette in Metallictönen von Chanel


32 | beauty + wellness | Salzgrotten<br />

Wohlige Reize<br />

Salzgrotten, Sole-Inhalation<br />

und Infrarotlicht<br />

fotos Anbieter / privat<br />

Seit Jahrhunderten werden Haut- und Lungenkranke sowie Erholungsbedürftige zur Kur ans<br />

Meer geschickt, um vom dortigen Reizklima zu profitieren. Die Idee, salzige Luft für die<br />

Gesundheit zu nutzen, ist also nicht neu. Jetzt gibt es vielerorts die Möglichkeit, im Klima<br />

künstlicher Salzräume tief durchzuatmen und damit Körper und Seele Gutes zu tun.<br />

Salzgrotten sind Räume, deren Wände mit Salz verkleidet<br />

sind. Sie dienen der Halotherapie, indem das Mikroklima<br />

einer natürlichen Salzhöhle geschaffen wird.<br />

Deutschlandweit gibt es mehr als 300 Salzgrotten. Die Idee,<br />

eine Salzkammer therapeutisch zu nutzen, kommt ursprünglich<br />

aus Osteuropa. Im 19. Jahrhundert machte man die Beobachtung,<br />

dass Arbeiter in polnischen Salzbergwerken seltener<br />

an Erkrankungen der oberen Atemwege litten als<br />

Angehörige anderer Berufsstände. Der polnische Arzt Feliks<br />

Boczkowski dokumentierte dieses Phänomen erstmals 1843,<br />

woraufhin die ersten Kuranlagen vor Ort entstanden. In den­<br />

jenigen osteuropäischen Regionen, wo es sowohl natürliche<br />

Karsthöhlen als auch zahlreiche Salzstollen und Salzbergwerke<br />

gibt, entstanden seit den 1950er Jahren Therapiezentren<br />

für Asthmatiker, außer in Polen insbesondere auch in der<br />

Slowakei sowie in der Ukraine. Im deutschsprachigen Raum<br />

hatte zwar um 1950 der Arzt Karl-Hermann Spannagel bereits<br />

eine gesundheitsfördernde Wirkung der Kluterthöhle auf seine<br />

Patienten bemerkt, in welche sich die Bevölkerung im<br />

Zweiten Weltkrieg zum Schutz vor Bombenangriffen zurückgezogen<br />

hatte. Doch erst seit der Jahrtausendwende verbreitet<br />

sich die Halotherapie in Kurbädern, Thermen und Well­


| beauty + wellness | 33<br />

ness-Anlagen aller Art; daneben gibt es auch Grotten privater Betreiber.<br />

Anders als in Osteuropa werden in Deutschland mangels natürlicher geologischer<br />

Formationen, die sich zu Therapiezwecken eignen würden, artifizielle<br />

Salzgrotten gebaut.<br />

Salzgrotten werden aus vielen Tonnen Stein- oder Meersalz errichtet. Einige<br />

verwenden Salz aus dem Toten Meer, andere so genanntes regionales Steinsalz,<br />

welches direkt auf Wände und Boden aufgebracht wird (Saltero-Methode).<br />

Einige Grotten erinnern an Tropfsteinhöhlen mit Stalaktiten von der Decke;<br />

farbige Illuminationen von Salzlampen und sanfte Musik können den<br />

Aufenthalt begleiten. In der Grotte wird die Temperatur meist auf rund 20 bis<br />

22 Grad und die Luftfeuchtigkeit auf rund 40 bis 50 % gehalten. Das Salzklima<br />

wird mittels Wasserläufen oder Soleverneblern geschaffen, oder es werden<br />

Salzgeneratoren eingesetzt, die das Salz zermahlen und in kleinste Partikel in<br />

den Raum blasen (trockene Salzaerosole). Die Grotte wird in Straßenkleidung,<br />

jedoch ohne Schuhe (stattdessen mit Plastik-Überziehern oder weißen Socken)<br />

betreten, um den Salzboden rein zu halten; ca. 45 Minuten Aufenthalt im Liegestuhl,<br />

in eine Decke eingehüllt, sind in der Regel vorgesehen.<br />

Quelle wikipedia<br />

→<br />

Mit Himalaya-Salz fit<br />

und gesund durch den Winter!<br />

Gönnen Sie sich einen Besuch<br />

in unserer Salzgrotte oder in<br />

unserer Salzsauna und lassen Sie<br />

einfach mal die Seele baumeln.<br />

Oder genießen Sie eines unserer<br />

zahlreichen Angebote im Gesundheitszentrum,<br />

wie zum Beispiel<br />

eine Klangschalen sitzung, Yoga<br />

oder eine beruhigende Meditation.<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

MEHR AUF<br />

www.salzgrotte.bayerischer-wirt.de<br />

ÖFFNUNGSZEITEN<br />

Montag – Samstag: 10.00 – 20.45 Uhr<br />

Sonntag: 10.00 – 11.45 Uhr<br />

BIOHOTEL BAYERISCHER WIRT<br />

Neuburger Str. 122<br />

86167 Augsburg<br />

Tel.: 0821 79 09 75-0<br />

Email: info@bayerischer-wirt.de


15<br />

Jahre<br />

34 | beauty + wellness | Salzgrotten<br />

15<br />

Jahre<br />

Verwöhnen Sie<br />

Ihre Lieben zu<br />

Weihnachten mit<br />

einem Wellnessgutschein!<br />

..das Bade-, Sauna- & We lnessparadies<br />

in der SaarLorLux-Region<br />

Gutschein<br />

Wellness<br />

Unsere Öffnungszeiten<br />

Weihnachten & Neujahr:<br />

24.12.<strong>2016</strong>: 9:30 - 13:00 Uhr<br />

nur Gutscheinverkauf<br />

(kein Bade- und Saunabetrieb)<br />

25.12.<strong>2016</strong>: 14:00 - 23:00 Uhr<br />

26.12.<strong>2016</strong>: 9:30 - 23:00 Uhr<br />

31.12.<strong>2016</strong>: 9:30 - 18:00 Uhr<br />

01.01.2017: 14:00 - 23:00 Uhr<br />

Titania Neusäß<br />

Birkenallee 1 • D-86356 Neusäß<br />

Tel. 0821.650 603-0<br />

www.titania-neusaess.de<br />

Sole-Inhalation<br />

Im Winter verbringen die Menschen wieder mehr Zeit in beheizten Innenräumen und<br />

somit weniger Zeit an der frischen Luft. Die trockene Raumluft stellt allerdings einen<br />

großen Stressfaktor für die Atemwege dar; zusätzlich kommt es im Winter häufiger zu<br />

Atemwegserkrankungen. Jetzt leisten unsere Schleimhäute Schwerstarbeit bei der Bekämpfung<br />

von Bakterien und der Virenabwehr. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, möglichst<br />

häufig Sole (Salzlösung) und somit auch die enthaltenen Mineralien und Spurenelemente<br />

wie Jod, Kalzium, Magnesium und Brom zu inhalieren. Das ist die bewährteste<br />

und einfachste Möglichkeit, den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege zu fördern.<br />

Fremdstoffe und Krankheitserreger werden effektiver aus den Atemwegen befördert.<br />

Gleichzeitig löst sich der Schleim besser, was das Abhusten erleichtert. Ebenso<br />

werden die Atemwege auf milde Weise befeuchtet. Die Therapie wird auch bei chronischen<br />

Infekten der Atemwege und Allergien sowie bei Psoriasis empfohlen.<br />

Per aktivem Ultraschall wird ein Salznebel aus sterilem Tiefsee-Meerwasser oder<br />

Himalayasalz erzeugt, der die Sole-Lösung in feinste Tröpfchen zerstäubt. Nur<br />

durch bewusstes, tiefes Einatmen gelangen die feinen Nebel in die Tiefe der Bronchien,<br />

wo sie ihre Wirkung entfalten können. Das schafft kein herkömmliches Wasserbad.<br />

Wenn nun noch entspannende Musik hinzukommt, steht einer 30- minütigen<br />

Auszeit vom Tagesstress nichts mehr im Wege. Denn mehr Zeit wird für eine Inhalations-Sitzung<br />

nicht benötigt.


| beauty + wellness | 35<br />

Eine Salzgrotte bietet z. B. auch das RosAn Naturkosmetikstudio in Aichach, Koppoldstr.1.<br />

Bis 31. <strong>Dezember</strong> gibt es 10 % Rabatt auf Sole-Inhalation. www.rosan-aichach.de<br />

Im Gesundheitszentrum des Bio Hotels<br />

Bayerischer Wirt in Augsburg fördern eine Salzgrotte und eine<br />

warme Salzsauna mit Infrarot und ultrafeinem Solenebel das<br />

Wohlbefinden. www.salzgrotte.bayerischer-wirt.de<br />

Im 400 qm großen Wellnessbereich von Hotel Schloss Leitheim kann der Gast saunieren<br />

und entspannen. Zur Wahl stehen klassische Sauna, Sanarium oder Dampfbad, Kneippanwendungen<br />

oder Abreibungen mit Schnee aus dem Eisbrunnen. Die herrliche Aussicht<br />

übers Donautal ist inklusive. www.schloss-leitheim.de<br />


36 | beauty + wellness | Salzgrotten<br />

Ankommen, entschleunigen<br />

unD sich mit leiDenschAft<br />

veRwöhnen lAssen<br />

RunDum<br />

entspAnnen<br />

Dem AlltAg<br />

entfliehen<br />

• 46 groSSzügige Dz<br />

unD zwei luxuS-Suiten<br />

400m 2 gRosseR<br />

spA-beReich<br />

• ayurveda- und kosmetikanwendungen<br />

• r egionale gourmetküche<br />

im w eingärtnerhaus<br />

• saisonal kulinarische<br />

highlightS<br />

• t agungsräume mit<br />

komplett-ausstattung<br />

• a ttraktive hotel-/golf-/<br />

Beauty-a rrangements<br />

Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit im<br />

gepflegten Ambiente des neu gebauten<br />

Hotels Schloss Leitheim. Genießen Sie<br />

mit allen Sinnen die inspirierende Umgebung<br />

für Geist und Seele mit einzigartigem<br />

Blick auf die Donau.<br />

ReseRvieRungen & AnfRAgen<br />

SchloSS leitheim<br />

Schlossstraße 1 · d - 86687 Kaisheim<br />

Tel. +49(0)9097-485 98-0<br />

info@schloss-leitheim.de<br />

www.schloss-leitheim.de<br />

Hydrosoft® Private Spa Kabinen sind bei Markus Stosick Bad und Fliesenstudio in<br />

München, Kleiberweg 4, erhältlich. Das Vorjahresmodell „Family Duo“ für zwei Personen gibt es übrigens<br />

jetzt im Sonderangebot zum halben Preis! Wer die Kabinen testen möchte, kann gerne zum „Probeschwitzen“<br />

nach Terminvereinbarung in den Showroom kommen. Zusätzlich neu im Angebot: ein Infrarot-Panel<br />

zum Einbau in eine Dusche mit integriertem Sitz. www.stosick-bad.de<br />

Dampfsauna und Infrarotkabine<br />

Die Dampfsauna ist eine spezielle Variante der klassischen Sauna mit niedrigerer<br />

Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit. Gegenüber einer herkömmlichen Sauna<br />

ist eine Dampfsauna sehr mild und verträglich, so dass sie sich besonders gut für<br />

Einsteiger eignet. Die klassische Dampfsauna liegt bei Temperaturen zwischen 45<br />

bis 60 Grad Celsius. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung ist mit der der klassischen<br />

Sauna vergleichbar, doch man schwitzt vergleichsweise weniger: Die Wärme fördert<br />

die Durchblutung und lindert unter anderem Muskel- oder Gelenkbeschwerden.<br />

Auch die Haut profitiert nachhaltig. Durch den Schweißausstoß findet eine Art<br />

natürliche Entschlackung statt, bei der die Gifte aus dem Körper im wahrsten Sinne<br />

des Wortes herausgeschwitzt werden. Langfristig unterstreichen Forscher und<br />

Ärzte eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden sowie die innere<br />

Ruhe. Menschen mit Einschlafproblemen oder Depressionen, aber auch generell unruhige<br />

Zeitgenossen können bei einem Dampfsauna-Besuch hervorragend abschalten<br />

und Kraft für neue Taten schöpfen.<br />

Eine Alternative zur Sauna stellen sog. Infrarotkabinen dar. Heute zählt das Infrarotlicht<br />

zu den bekanntesten Heilmethoden durch Wärme und Farbe. Rotlicht gehört zu<br />

den natürlichen Bestandteilen des Sonnenlichts. Es bewirkt aufgrund physikalischer<br />

Zusammenhänge, dass dieses vom menschlichen Organismus als Wärme empfunden


| beauty + wellness | 37<br />

wird. Bei Verspannungen der Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich sowie<br />

der Regionen von Brust- und Lendenwirbelsäulen fördert Rotlicht die Durchblutung,<br />

indem die Blutgefäße durch die Wärmeentwicklung erweitert werden. Erkältungssymptome<br />

wie Schnupfen, Kopf- oder Halsschmerzen und Husten klingen<br />

mit einer Behandlung durch Infrarotlicht schneller ab. Schleim löst sich und Entzündungen<br />

heilen zügiger. Vor allem bei Nebenhöhlenentzündungen zeigt die Behandlung<br />

mit einer Infrarotlampe spürbare Ergebnisse durch schnelles Abklingen<br />

der Symptome. Und rotes Licht wirkt grundsätzlich entspannend. Insofern sind die<br />

Anwendungsgebiete denen der Sole-Inhalation ähnlich. Infrarotkabinen erwärmen<br />

den Körper nicht über heiße Raumluft, wie z. B. bei einer Dampfsauna. Der<br />

weitaus meiste auf den Körper treffende Teil der von den Infrarotstrahlern ausgehenden<br />

Strahlen wird erst beim Auftreffen auf den Körper (also nicht bereits in der<br />

Raumluft) in Wärme umgewandelt und teilweise absorbiert. wodurch ein wohliges<br />

Wärmegefühl (Tiefenwärme) entsteht.<br />

In vielen Wellnessoasen oder Thermen können Infrarotkabinen genutzt werden.<br />

So steht z. B. im Freizeitbereich des Obergeschosses in der Amperoase in Fürstenfeldbruck<br />

oder auf der Galerie im Obergeschoss des Titania Neusäß eine solche<br />

Kabine zur Verfügung.<br />

Tropische Insel Am besten entspannen lässt es sich in einem feuchtwarmen<br />

für Zuhause Klima, z. B. auf einer tropischen Insel. So ein Inselfeeling<br />

bietet eine Hydrosoft® Private SPA Kabine, die die Vorzüge<br />

einer Dampfsauna mit denen einer Infrarotkabine verbindet – und das sogar im<br />

eigenen Zuhause. Angenehme Temperaturen um 30 Grad und eine relative Luftfeuchtigkeit<br />

von ca. 80 % schaffen ein Luftbad wie in den Tropen. Man schwitzt<br />

schneller, leichter und gesünder. Dabei ist die Kabine nach nur 10 Minuten Aufwärmzeit<br />

einsatzbereit für stressfreie und hygienische „Multi-Wellness“, ganz<br />

nach persönlichen Wünschen und mit individueller Ausstattung. Die gezielte Beckenbedampfung<br />

bewirkt eine sanfte Körpererwärmung von 1 bis 2 Grad in 20 bis<br />

40 min. Dadurch werden Rückenmuskulatur, Bauch- und Beckenorgane entspannt<br />

und in ihrer Funktion angeregt. Für die Installation auf kleinsten Raum (bereits<br />

ab 0,86 m²) ist kein Wasseranschluss nötig. Der Stromverbrauch ist äußerst gering.<br />

Im Jahr 2012 wurde das Hydrosoft® Private SPA übrigens wegen seiner einzigartigen<br />

Technik mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.<br />

Informationen www.hydrosoft-wellness.com<br />

die infrarotheizung steckt im Wandbild.<br />

Heizen<br />

mit Infrarot<br />

Wer auf der Suche nach einer kostengünstigen<br />

Wärmequelle ist, die sich<br />

leicht installieren lässt und zuverlässig<br />

für wohlige Wärme sorgt, sollte eine Infrarotheizung<br />

in Erwägung ziehen. Dezente<br />

Wand- und Deckenpaneele geben<br />

Infrarotstrahlung an den Raum ab und<br />

heizen damit wohltuend, ohne Staubaufkommen<br />

oder trockene Luft. Je nach<br />

Modell verschwindet die Infrarotheizung<br />

einfach in einem Spiegel oder<br />

einem Bild. #


38 | sport + spass | Lauftipps im Winter<br />

Mehr als<br />

nur die richtige<br />

Kleidung<br />

Lauftipps bei Kälte und Nässe<br />

Fürs Joggen bei Schmuddelwetter<br />

ist einiges zu beachten, damit Sie<br />

gesund und sicher durch den Herbst<br />

und Winter laufen. Hier die sieben<br />

wichtigsten Tipps<br />

fotos fotolia.com / dbunn, familylifestyle<br />

Besonders im Herbst und Winter fällt es den meisten<br />

schwerer, sich zum Lauftraining zu motivieren. Doch<br />

gerade jetzt ist es wichtig, dran zu bleiben und auch in<br />

den Wintermonaten weiter zu trainieren. Regelmäßiges Training<br />

an der frischen Luft schafft nämlich nicht nur eine gute<br />

Basis, um im Frühjahr richtig durchzustarten, sondern stärkt<br />

auch die Gesundheit und das Immunsystem. Außerdem steuert<br />

der Körper der Kälte mit einem erhöhten Pulsschlag entgegen,<br />

was den Energieverbrauch in die Höhe treibt und das<br />

Training so noch effizienter macht.<br />

1 <br />

Richtig<br />

anziehen<br />

Dass warme Kleidung dazugehört, sollte<br />

eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch<br />

werden die Temperaturen oft unterschätzt<br />

– gerade wenn im Herbst noch Wind dazu kommt.<br />

Setzen Sie hier auf das altbekannte „Zwiebelprinzip“. Demnach<br />

beginnen Sie mit einem Funktionsshirt, ziehen dann ein Longsleeve-Shirt<br />

darüber und schließen mit einer winddichten<br />

Laufjacke ab. Sollte Ihnen dann tatsächlich zu warm werden,<br />

können Sie sich immer noch überflüssiger Kleidung entledigen.


| sport + spass | 39<br />

Achten Sie außerdem darauf, Ihre Füße, Hände<br />

und den Kopf einzupacken, da über diese<br />

Körperteile relativ viel Wärme verloren<br />

geht. Grundsätzlich gilt: Sie sollten zu Beginn<br />

Ihrer Laufrunde etwas frösteln. Sobald<br />

sich Ihr Körper beim Laufen erwärmt, haben<br />

Sie die ideale Körpertemperatur.<br />

2 <br />

Auf sich<br />

aufmerksam<br />

machen<br />

In der kalten Jahreszeit<br />

müssen Läufer nicht<br />

nur der Kälte trotzen,<br />

sondern auch mit<br />

schlechter Sicht kämpfen. Achten Sie beim Laufoutfit deshalb<br />

auf reflektierende Streifen und Flächen an der Kleidung<br />

und den Schuhen. Außerdem gibt es Reflektoren-<br />

Bänder mit kleinen Sicherheitsleuchten, die Sie am<br />

Handgelenk oder an der Kleidung anbringen können.<br />

Wer bei absoluter Dunkelheit (Wald) läuft und das<br />

Licht zum Erkennen des Weges benötigt, sollte<br />

eine leichte Stirnlampe tragen.<br />

3 <br />

Mehr Zeit<br />

ins Warm-Up<br />

investieren<br />

Ähnlich wie ein Auto<br />

braucht auch der Körper<br />

jetzt länger, um warm zu<br />

werden. Die Muskulatur<br />

ist bei niedrigen Temperaturen außerdem besonders<br />

empfindlich. Legen Sie daher extra viel<br />

Wert auf ein gutes Warm-Up. Ihren Körper können<br />

Sie bereits zu Hause in Schwung bringen – absolvieren<br />

Sie hierfür ein kleines Programm, das Kreislauf und<br />

Muskeln gleichermaßen beansprucht. Übungen wie Hüpfen<br />

und Gehen auf der Stelle und kurze Stretchings über einen<br />

Zeitraum von 5 bis 10 Minuten reichen schon völlig aus und<br />

Sie sind bereit für Ihren Lauf.<br />

Auf die Atmung<br />

4 achten<br />

Je kälter die Luft, umso mehr nimmt der<br />

Reiz auf Bronchien, Lungen und Schleimhäute<br />

zu. Im besten Fall atmen Sie so<br />

viel wie möglich durch die Nase ein und<br />

durch den Mund aus. So hat die Luft einen längeren Weg, um<br />

bis in die Lunge zu gelangen, wird dabei erwärmt und von der<br />

Nasenschleimhaut angefeuchtet, während auf dem Rückweg<br />

die Atemwege, die mit dem Mund verbunden sind, erwärmt<br />

werden. Die Umstellung der Atmung bedeutet allerdings für<br />

manche Läufer Stress. Die Folge: Seitenstechen und Atemnot.<br />

Versuchen Sie in dem Fall, die Belastungsintensität locker zu<br />

gestalten. So reicht meist schon eine flache Atmung aus, um<br />

Sie mit Sauerstoff zu versorgen. Zusätzlich hilft oft ein Halstuch<br />

vor Mund und Nase, um die Atemluft zusätzlich leicht<br />

zu erwärmen. Für Asthmatiker gelten – egal<br />

bei welchen Temperaturen – individuelle<br />

Sonderregeln, weshalb diese immer zuerst<br />

ihren Arzt konsultieren sollten.<br />

5 <br />

Trinken,<br />

trinken und<br />

nochmals<br />

trinken<br />

Auch wenn Sie im Herbst<br />

und Winter weniger<br />

Durst haben, verbraucht<br />

der Körper beim Laufen<br />

viel Wasser. Gerade bei<br />

längeren Läufen sollten Sie auf eine regelmäßige<br />

Flüssigkeitszufuhr achten. Probieren Sie<br />

es mit einem kleinen Trinkrucksack oder verstauen Sie an einer<br />

geschickten Stelle eine Trinkflasche. Auch nach dem Training<br />

hat Trinken oberste Priorität. Ein warmer Tee oder frisch gepresste<br />

Säfte tun Körper und Geist gleichermaßen gut.<br />

6 <br />

Schnell<br />

ins Warme<br />

Ebenso wichtig wie die richtige Vorbereitung<br />

ist auch der Abschluss des Trainings.<br />

Sie sollten ein paar Minuten auslaufen<br />

und sich dann schnell ins Warme begeben und dehnen.<br />

In der kalten Jahreszeit kühlt die Muskulatur sehr schnell ab,<br />

so dass sich eventuelle Kontraktionsrückstände nicht rechtzeitig<br />

lösen können. Die Folge sind schmerzhafte Muskelverspannungen.<br />

Besonders fatal ist das, wenn Sie gegen Ende<br />

des Trainings noch einmal alles aus sich herausholen und direkt<br />

nach dieser hohen Belastung das Training beenden.<br />

Viel Obst und<br />

7 Gemüse essen<br />

Unterstützen Sie Ihr Immunsystem<br />

mit einer ausgewogenen, vitamin-<br />

und mineralstoffreichen Ernährung.<br />

Obst und Gemüse sollten gerade jetzt im Mittelpunkt stehen.<br />

Jegliche Form von Wurzelgemüse, alle Kohlsorten und<br />

Wintersalate wie Feldsalat, Chicorée oder Radicchio sollten<br />

regelmäßig auf dem Teller landen. Winterobst wie Mandarinen,<br />

Granatapfel und Ganzjahressorten wie Birnen und<br />

Äpfel versorgen Sie mit einer Extra-Portion an Vitaminen<br />

und machen Sie stark gegen die Kälte.<br />

Im Allgemeinen gilt: Ihre Gesundheit steht immer an erster<br />

Stelle! Sollten Sie Schmerzen beim Atmen haben, frieren oder<br />

starken Husten bekommen, brechen Sie das Training ab und<br />

begeben Sie sich ins Warme. Kleiner Extra-Tipp: Informieren<br />

Sie sich nicht nur über die Temperaturen, sondern auch über<br />

andere Wetterbedingungen, die Ihnen das Training erschweren<br />

können und bereiten sich darauf vor. Beispielsweise sind<br />

Schuhe mit einem guten Profil empfehlenswert, um gegen<br />

Glatt- und Blitzeis gewappnet zu sein. #<br />

Quelle Freeletics Running


40 | sport + spass | Pisten-SOS<br />

Pisten-SOS<br />

illustrationen fotolia.com / Danomyte, fotohansel<br />

Damit der Skisport die Gesundheit fördert und nicht gefährdet, gibt es einige Dinge zu beachten,<br />

sowohl in der Vorbereitung auf den Winterurlaub als auch vor Ort im Skigebiet.<br />

Vorbeugendes Training für Muskulatur und Kondition<br />

verringert das Risiko von Knochenbrüchen, Kreuzbandrissen,<br />

Schulterverletzungen oder Schädeltraumata.<br />

Nur wer fit ist, sollte auf die Piste. Die gute alte Skigymnastik<br />

hat ihr angestaubtes Image längst abgeschüttelt. Auch Jugendliche<br />

wissen inzwischen, wie wichtig ein gutes Training<br />

vor dem Skiurlaub ist, um den Körper fit für den anstrengenden<br />

Sport zu machen. Dazu gehören ein leichtes Kardiotraining<br />

ebenso wie gezielte Übungen für besonders beanspruchte<br />

Muskelpartien und Gelenke. Als optimales<br />

Ganzkörpertraining eignen sich Inline Skating und Nordic Walking,<br />

da sie dieselben Muskelgruppen beanspruchen und ähnliche<br />

Bewegungsabläufe haben wie das alpine Skifahren bzw.<br />

Langlaufen. Auch Walken, Joggen oder Fahrrad fahren sorgen<br />

für eine gute Ausdauer, während Fußball, Tennis oder Handball<br />

die Kraft und Koordinationsfähigkeit verbessern.<br />

Die richtige Ausrüstung<br />

Neben der körperlichen Konstitution ist auch eine intakte<br />

Ausrüstung wichtig, um das Unfallrisiko zu verringern. Sportgeräte<br />

sollten vor dem Urlaub noch einmal von Fachleuten<br />

überprüft und gegebenenfalls gewartet, die Bindungen neu<br />

eingestellt werden; gerade bei Kindern, die schnell wachsen<br />

und an Gewicht zulegen, ist eine falsch eingestellt Bindung<br />

ein großes Sicherheitsrisiko. Ein intakter, gut sitzender<br />

Helm und eine hochwertige Ski- bzw. Sonnenbrille<br />

dürfen natürlich bei keinem Wintersport-Outfit fehlen.<br />

Um auch die Ohren vor Wind und Kälte zu schützen, gibt es<br />

praktische Kombinationen aus Schal und Mütze, die man<br />

unter den Helm ziehen kann.<br />

Wer friert oder zu viel schwitzt, schwächt seine Abwehr, wird<br />

kraftlos und im Skiurlaub schneller krank. Vorbeugen kann


| sport + spass | 41<br />

man mit moderner, atmungsaktiver Wintersportbekleidung<br />

oder dem von Langläufern favorisierten Zwiebelschalen-Look<br />

mit mehreren Lagen Funktionswäsche, die bei Bedarf einfach<br />

ausgezogen werden.<br />

Die optimale Ski-Reiseapotheke<br />

Um die nicht mehr benötigten Wärmelagen gut zu verstauen,<br />

empfiehlt sich ein Sportrucksack oder mobile Reiseapotheke,<br />

die auch Platz für andere nützliche Dinge bietet: Sonnencreme<br />

und gegebenenfalls auch Kältecreme gehören dazu,<br />

denn selbst im Winter kann man sich in den Alpen einen gefährlichen<br />

Sonnenbrand holen. Auch die Lippen gehören extra<br />

gepflegt; am besten eignet sich hierfür ein reichhaltiger<br />

Pflegestift mit Lichtschutzfaktor. Um Kinder vor extremer<br />

Kälte zu schützen, gibt es praktische Skimasken, die nur Augen,<br />

Nase und Mund frei lassen. Auch Getränke und Vitamin-<br />

C-reiche Nahrungsmittel gehören in den Tagesrucksack, um<br />

die Energiespeicher wieder aufzufüllen, wenn der Weg zur<br />

nächsten Hütte noch weit ist.<br />

Ein guter Start für langes Pistenvergnügen<br />

Ein gutes Frühstück sorgt für den perfekten Start in einen<br />

langen Skitag. Wer mag, kann das Immunsystem noch mit<br />

Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen unterstützen,<br />

denn der Pistentag wird meistens lang und kalt. Direkt vor<br />

der ersten Abfahrt sollten die Muskeln noch einmal gedehnt<br />

werden, um Zerrungen zu vermeiden. Kleine Pausen<br />

sind wichtig, denn Wintersport ist kraftraubend und anstrengend.<br />

Zum Mittagessen darf es denn gern mal etwas<br />

Kohlehydratreiches sein, wie zum Beispiel Nudeln oder ein<br />

Germknödel – nur der Alkohol gehört nicht auf die Hütte!<br />

Schon ein Bier zum Mittagessen verringert die Reaktionsfähigkeit<br />

und führt zu Selbstüberschätzung! Auch wer am<br />

Vorabend zu tief ins Jagertee-Glas geschaut hat, sollte am<br />

nächsten Tag lieber pausieren. Restalkohol gefährdet nicht<br />

nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen<br />

Schneefreunde.<br />

Pistenregeln beachten<br />

Das oberste Pistengebot lautet Rücksichtnahme: Der Sportler<br />

soll seine Fahrweise dem eigenen Können anpassen, die<br />

Geschwindigkeit nicht unterschätzen und auf andere Pistenbewohner<br />

Acht geben. Vor allem beim Überholen langsamerer<br />

Skifahrer oder Snowboarder ist Umsicht besonders wichtig.<br />

Eine Übersicht über die Verhaltensregeln auf der Piste des<br />

Internationalen Skiverbandes FIS finden Sie hier:<br />

http://www.fis-ski.com/mm/Document/documentlibrary/Ad<br />

ministrative/02/04/32/10FISRulesofConduct-German-A4_<br />

Neutral.pdf<br />

Notruf<br />

In Europa hat jedes Land<br />

eine andere, direkte Notrufnummer<br />

für die Bergrettung:<br />

Deutschland 112<br />

Österreich 140<br />

Schweiz 144<br />

Frankreich 15<br />

Italien und Südtirol 118<br />

Darüber hinaus kann im Notfall<br />

immer und in jedem Land<br />

der in Europa geltende Euronotruf<br />

112 gewählt werden.<br />

Am besten speichert man zu<br />

Beginn des Winterurlaubs die direkte Nummer der entsprechenden<br />

Bergwacht gleich im Handy ab. Bis der Rettungsdienst<br />

eintrifft, muss der Verletzte beruhigt werden.<br />

Im Idealfall hat man eine wärmende Rettungsdecke<br />

im Rucksack.<br />

Alternativen zum Après Ski in der Kneipe<br />

Zum Ende des Skitages entlasten kurze Dehnübungen die<br />

Muskulatur und machen fit für den nächsten Tag. Besser als<br />

ein Einkehrschwung in einer Kneipe ist ein gemütlicher Besuch<br />

im Schwimmbad zur Lockerung der Muskeln. Danach<br />

noch kurz in die Sauna – und der regenerierte Körper freut<br />

sich schon auf den nächsten, ausgiebigen Pistentag! Der<br />

deutsche Ski-Verein rät Wintersportlern dazu, auf ausreichend<br />

Schlaf achten, damit der Körper sich von den täglichen<br />

Belastungen erholen kann.<br />

Was tun, wenn doch etwas passiert ist?<br />

Räumen Sie Gefahrenstellen auf der Piste möglichst schnell,<br />

damit nicht noch mehr Personen gefährdet werden oder es<br />

zu einem Massen-Skiunfall kommt. Auch auf der Piste ist<br />

sofortige Erste Hilfe Pflicht, doch zuerst muss die Unfallstelle<br />

gesichert werden: Dazu die Skier oder Stöcke etwa<br />

fünf Meter hangaufwärts gekreuzt in den Schnee stecken.<br />

An schlecht einsehbaren Pistenstellen Hilfe holen, die Passanten<br />

auf die Unfallstelle aufmerksam macht. Achtung:<br />

Ein Verletzter, der Schmerzen oder Wunden an Kopf, Nacken<br />

oder Wirbelsäule hat oder Körperteile nicht mehr<br />

spürt, darf nicht bewegt werden! Auch auf Einrenkversuche<br />

sollte verzichtet werden. Bevor man die Bergrettung ruft,<br />

muss sofort nach dem Absichern mit der Ersten Hilfe begonnen<br />

werden: Die Verletzten in eine bequeme Lage bringen,<br />

vor Unterkühlung schützen und dann erst den Notruf<br />

absetzen. #<br />

Quelle medicalpress.de


42 | Gesundheit | Genuss ohne Verdruss<br />

Voller Genuss ohne Verdruss<br />

fotoS fotolia.com / Rozmarina, karepa<br />

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit, in der alle Jahre wieder fleißig konsumiert wird: Der<br />

rührselige Hollywood-Schinken als Teil des üppigen Festtagsprogramms im Fernsehen,<br />

der saftig geräucherte Backschinken in geselliger Runde auf dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.<br />

Der eine Genuss bleibt als leichte Kost im Gedächtnis hängen, der andere<br />

als Kalorienbombe auf der digitalen Anzeige der Körperwaage. Gefangen in der Kilo-Falle!<br />

Das <strong>SchlossMagazin</strong> zeigt, wie man ohne schlechtes Gewissen durch die Zeit der kulinarischen<br />

Verlockungen kommt, damit es zum Schluss des Jahres kein „dickes Ende“ gibt.<br />

Extra für dich ...<br />

„Schatz, das habe ich extra für dich gebacken“,<br />

tönt es verheißungsvoll aus<br />

der Küche und aus dem Backofen strömt verführerischer<br />

Duft. Wer könnte da wohl widerstehen? Doch allein der Gedanke,<br />

dass ein einziger Zimtstern mit rund 129 kcal, ein<br />

Glühwein gar mit 250 kcal zu Buche schlägt, liegt schon<br />

schwer im Magen. Als unterstützende Maßnahme gegen<br />

Bauchkrämpfe und Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden<br />

haben sich von jeher Kräuter und Heilpflanzen<br />

wie Salbei, Schafgarbe, Pfefferminzblätter, Fenchel und<br />

Frauenmantelkraut erwiesen, die in Form von Arzneitee<br />

schnell und wirkungsvoll Abhilfe schaffen. Auch ein spezieller<br />

Magen- und Darmtee beruhigt den Intestinaltrakt und wirkt<br />

zudem noch antibakteriell.


Kümmel kann’s<br />

| Gesundheit | 43<br />

Während sich verdauungsfördernde<br />

Gewürze wie Nelken, Anis, Zimt oder<br />

Kardamom als klassische Geschmacksgeber im Weihnachtsgebäck<br />

allgemeiner Beliebtheit erfreuen, wird der<br />

Kümmel eher „inkognito“ verwendet. Dabei schafft auch<br />

dieser Spezialist für gesunde Verdauung, <strong>2016</strong> zur Arzneipflanze<br />

des Jahres gekürt, Abhilfe bei Blähungen, Völlegefühl,<br />

krampfartigen Magen- und Darmstörungen sowie<br />

nervösen Magenbeschwerden. Er findet als Gewürz in der<br />

Küche unseres Kulturkreises Verwendung, aber auch als<br />

Bestandteil von Pulver und Kapseln im Arzneimittelbereich<br />

zur Harmonisierung von Stoffwechselprozessen. Als sanfte<br />

Therapie zur Normalisierung einer überlasteten oder gestörten<br />

Verdauungsfunktion hat sich Heilerde, ein reines<br />

Naturprodukt aus eiszeitlichem Löss, erwiesen, das bequem<br />

als Pulver oder Granulat einzunehmen ist und so seine<br />

therapeutische Wirksamkeit entfaltet.<br />

Die richtige<br />

Balance macht’s<br />

Selbst wer seinen Körper auch in der<br />

Advents- und Weihnachtszeit konsequent<br />

in Balance halten will, darf sich<br />

in Maßen Produkte mit tierischem Eiweiß, Brot- und Teigwaren<br />

sowie Süßigkeiten gönnen. Auf die richtige Balance<br />

kommt es an und die ist für einen ausgewogenen Säure-<br />

Basen-Haushalt des Körpers wichtig. Das wissen und schätzen<br />

auch ranke und schlanke Stars wie Victoria Beckham,<br />

Gwyneth Paltrow oder Kate Moss, die nicht ohne Grund in<br />

der Hauptsache auf basische Ernährung abseits von Punsch<br />

& Co. setzen. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Zink,<br />

Calcium und Magnesium unterstützen das Gleichgewicht<br />

des Säure-Basen-Haushalts.<br />

Same procedure<br />

as every year ...<br />

Damit der Wunsch abzunehmen nicht<br />

aus träger Gewohnheit heraus automatisch<br />

an erster Stelle der Neujahrsvorsätze<br />

steht, muss jeder seinen Weg zum individuellen<br />

Lebensbewusstsein finden. „Detox your life“ heißt ein junger<br />

Trend, der eigentlich nichts anderes als ein Großreinemachen,<br />

eine Entgiftung auf körperlicher, mentaler und<br />

seelischer Ebene bedeutet, sei es durch bewussten Verzicht,<br />

kontrollierten Genuss oder das Stoppen ungesunder Gewohnheiten.<br />

So wird der Körper am Ende des alten Jahres<br />

von Überflüssigem befreit und am Anfang des neuen Jahres<br />

zu frischer Energie und Leichtigkeit geführt. #<br />

Quelle medicalpress.de<br />

So viel<br />

Schönes<br />

erwartet Sie …<br />

… im Parktheater im Kurhaus Göggingen:<br />

Musik, Kabarett & Comedy, Shows & Tanz,<br />

Oper & Operette, Schauspiel & Textbühne –<br />

rund 190 mal im Jahr beste Unterhaltung<br />

und genussvolle Stunden in einem<br />

einzigartigen Ambiente!<br />

Unsere Geschenkidee für Sie:<br />

Theater- oder Gastro-Gutscheine<br />

des Parktheaters<br />

Auch für Ihre Familienfeier oder<br />

Ihr Firmen-Event bietet das<br />

»Märchenschloss aus Gold, Glas<br />

und Licht« einen stilvollen Rahmen<br />

mit feiner Gastronomie vor der<br />

Veranstaltung.<br />

Kostenlose Programmbestellung,<br />

Tickets und Gutscheine<br />

Tel. 0821 / 906 22 22<br />

Ticketservice<br />

Mo – Fr: 9.00 – 18.00 Uhr · Sa: 9.00 – 13.00 Uhr<br />

Klausenberg 6 · 86199 Augsburg<br />

www.facebook.com/kurhaustheater<br />

www.parktheater.de<br />

parktheater im Kurhaus Göggingen<br />

© nik schölzel


44 | kunst + kultur | Buchtipps<br />

Lesenswert!<br />

Quer durch den Garten der Literatur<br />

Eckart von Hirschhausen<br />

Wunder wirken Wunder<br />

Wie Medizin und Magie uns heilen<br />

Ein heilsamer Blick auf die Wunderwelt<br />

der Heilkunst.<br />

Die Wissenschaft hat die Magie aus der Medizin vertrieben,<br />

aber nicht aus uns Menschen. Welche Kraft<br />

haben positive und negative Gedanken? Wieso täuschen wir uns so gerne?<br />

Und warum macht uns eine richtige Operation manchmal nicht gesünder als<br />

eine vorgetäuschte? Der Placeboeffekt ist mächtig! Und wenn wir so viele<br />

Möglichkeiten haben, den Körper mit dem Geist zu beeinflussen – warum<br />

tun wir es so selten gezielt? Mit viel Humor zeigt Eckart von Hirschhausen,<br />

wie Sie bessere Entscheidungen für Ihre eigene Gesundheit treffen, was jeder<br />

für sich tun und auch lassen kann. Klartext statt Beipackzettel. Ein versöhnliches<br />

Buch, das Orientierung gibt.<br />

19,95 Euro · ISBN 978 3 498 09187 3 · Rowohlt Verlag GmbH · www.rowohlt.de<br />

Nele Neuhaus<br />

Im Wald<br />

Kriminalroman: Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine<br />

alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Kommissar<br />

Bodensteins persönlichster Fall. Mitten in der Nacht<br />

geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen<br />

auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen.<br />

Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst<br />

wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine<br />

todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er<br />

kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig<br />

Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester<br />

Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand –<br />

und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht<br />

rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?<br />

512 Seiten · 22.- Euro · ISBN 978-3-55008-055-5 · Ullstein Verlag<br />

www.ullsteinbuchverlage.de<br />

Hinnerk Polenski, Frank Oehler<br />

Die Zen-Gebote des Kochens<br />

Meditationen aus der Sterne-Küche<br />

Frank Oehler war einer der ersten „jungen, wilden Köche“,<br />

ist heute Sternekoch, Fernsehkoch und beschäftigt<br />

sich intensiv mit seinem spirituellen Weg. Dabei<br />

traf er vor Jahren auf den Zenmeister und Abt des<br />

Daishin Zen-Klosters in Buchenberg im Allgäu, Hinnerk Polenski. Die beiden werden<br />

Freunde und schreiben gemeinsam ein Buch über das Kochen, das überraschenderweise<br />

kein Kochbuch ist. Im Mittelpunkt steht der respektvolle und<br />

bewusste Umgang mit Lebensmitteln, von der Ernte im Garten, der Zubereitung<br />

in der Küche, bis zum Genuss beim Essen. „Die Zen Gebote des Kochens“ ist ein<br />

wunderbares Buch für jeden, der nicht zwangsläufig Rezepte und Anleitungen<br />

erwartet, sondern der bereit ist, achtsam mit dem umzugehen, was uns überhaupt<br />

erst leben lässt: unsere Nahrungsmittel.<br />

24,99 Euro · 144 Seiten · ISBN 978-3466371563 · Kösel-Verlag · www.koesel.de<br />

Schlemmer- und<br />

Schlummer-Atlas<br />

Als verlässlichen Führer durch die<br />

Gastronomielandschaft<br />

präsentiert<br />

das Verlagshaus Busche die 43. Auflage<br />

des Schlemmer Atlas 2017. Von ambitionierter<br />

bis zur besten Küche aus Deutschland, Österreich und Südtirol<br />

findet der Leser hier über 3.000 bewertete Restaurants auf 656 Seiten.Der<br />

Schlummer Atlas ist ein Wegweiser zu rund 4.000 Hotels in Deutschland, Belgien,<br />

Elsass, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Südtirol und der Schweiz.<br />

Qualität und gehobener Standard der Hotels gelten als unumstößliche Voraussetzung<br />

für die Aufnahme in den Schlummer Atlas. Bewertungsgrundlage ist<br />

das anerkannte „Schlummer Atlas“ Sternesystem.<br />

Bernd WiSSner<br />

Radrunde Allgäu –<br />

Bayerisch-Schwaben<br />

Auf den Spuren der Reformation. Romantische<br />

Städte, prächtige Kirchen, großartige Landschaften. Bayerisch-<br />

Schwaben und das Allgäu sind für Radler attraktiv. Fünf namhafte Fernradwege<br />

durchqueren das Land: Via Claudia, Iller-Radweg, Romantische Straße,<br />

Bodensee-Königssee-Radweg und die Allgäurunde. Mit diesem 140-seitigen<br />

Führer werden all diese schönen Wege kombiniert zu einem Feuerwerk der<br />

Impressionen.<br />

Ferdinand von Luckner, Stefanie Syren<br />

Lifestyle Gärten<br />

Der neue Bildband für den erlesenen Geschmack:<br />

zehn exklusive private Gärten, die jeweils einen besonderen<br />

Lifestyle repräsentieren. Noch nie gesehene<br />

Bilder und stylishes Layout. Vom sinnlichen<br />

Deichgarten in Nordfriesland über den coolen Poolgarten auf Mallorca bis<br />

zum wilden Macchia-Naturgarten in Südfrankreich.<br />

192 Seiten · 50.- Euro · ISBN 978-3-8354-1601-7 · BLV Buchverlag · www.blvverlag.de<br />

14,80 Euro · ISBN 978-3-95786-093-4 · Wißner Verlag · www.wissner.com<br />

Mit Karl Ploberger<br />

Gartenkalender 2017<br />

Für intelligente Faule<br />

Schneiden, Düngen, Pflanzen – rund ums Gartenjahr fallen<br />

verschiedene Aufgaben an. Um nicht den Überblick zu verlieren<br />

und den unterschiedlichen Ansprüchen der Pflanzen gerecht<br />

zu werden, empfiehlt es sich, einen Gartenkalender anzulegen. Eine Grundlage<br />

mit vielen Tipps bietet der „Gartenkalender 2017 für intelligente Faule“ mit<br />

Karl Ploberger – bekannt aus der ORF-Sendung „Natur im Garten“. Praktisch sind<br />

die monatlichen Checklisten mit den wichtigsten Arbeiten, die zu dieser Jahreszeit<br />

zu tun sind. Bei der Planung kann man sich zudem an dem Echtzeit-Mondkalendarium<br />

und an dem Phänologischen-Kalender orientieren, der das Gartenjahr anhand<br />

charakteristischer Entwicklungsstadien der Pflanzen in zehn Abschnitte<br />

unterteilt. Bereits in den Kalender eingetragen sind zahlreiche Gartenmessen und<br />

-veranstaltungen. Biogärtner Ploberger beantwortet häufig gestellte Gartenfragen,<br />

empfiehlt Pflanzen, Nützlinge und gibt Gartengestaltungsideen. Jeder Monat<br />

hält saisonale Kochrezepte mit Zutaten aus dem eigenen Garten bereit.<br />

29,90 Euro · 224 Seiten · ISBN 978-3-8001-7522-2<br />

avBuch im Cadmos Verlag · www.cadmos.de<br />

Je 29,95 Euro · ISBN 978-3-89764-381-9 bzw. ISBN 978-3-89764-382-6<br />

Verlagshaus Busche · www.schlemmer-atlas.de · www.schlummer-atlas.de


| kunst + kultur | 45<br />

Hrsg. Peter Graf<br />

Bayrisches Lesebuch<br />

Eine Auslese aus 200 Jahren bayerischen Schrifttums.<br />

Das „Bayrische Lesebuch“ bietet wortreichen Hochgenuss<br />

aus zwei Jahrhunderten. Der Band versammelt<br />

mehr als 80 Beiträge von Schriftstellern wie<br />

Ödön von Horváth, Franz Wedekind, Christian<br />

Morgenstern oder Sigi Sommer. Es geht um Kitsch und um Weltliteratur, um<br />

Erzählungen vom Dorf und Großstadtromane, um Klischees und das typisch<br />

Bayerische. Die ausgewählten Texte haben mit Bayern zu tun, spielen dort<br />

oder beschäftigen sich mit Bayern im engeren Sinne.<br />

504 Seiten · 29,90 Euro · ISBN 978-3-86497-353-6<br />

Edition Süddeutsche Zeitung · www.sueddeutscher-verlag.de<br />

Dorothée Baganz, Michael Imhof<br />

Die schönsten<br />

Schlossrestaurants<br />

Glanzvolle Architektur, glorreiche Geschichte, ausgewählte<br />

Rezepte: Schlösser und Burgen sind eindrucksvolle<br />

Zeugnisse der Geschichte. Viele dieser<br />

Bauwerke sind Besuchern heute nicht nur als Museen zugänglich, sondern<br />

beherbergen Hotels und Restaurants. Sie bieten Kulturinteressierten damit<br />

unter anderem die Möglichkeit, erlesene Speisen in einem einzigartigen historischen<br />

Ambiente zu genießen. Die Autoren – renommierte Kunsthistoriker<br />

– führen durch die 50 schönsten Restaurants in deutschen Schlössern<br />

und Burgen: lehrreich und kurzweilig, veranschaulicht durch eine Vielzahl<br />

eindrucksvoller Fotos und ergänzt durch ausgewählte Rezepte aus der<br />

Schlossküche, empfohlen von namhaften Küchenchefs!<br />

265 Seiten · 29,95 Euro · ISBN 978-3-7319-0276-8 · Michael Imhof Verlag<br />

www.imhof-verlag.de<br />

Sebastian Fitzek<br />

Das Paket<br />

Psychothriller: Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in<br />

einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das<br />

Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen,<br />

den die Presse den „Friseur“ nennt – weil er den<br />

misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma,<br />

die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der „Friseur“ könnte sie erneut<br />

heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia<br />

glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den<br />

Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus fühlt sie sich noch<br />

sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn<br />

anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie<br />

gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt…<br />

368 Seiten · 19,99 Euro · ISBN 978-3-426-19920-6 · Droemer HC<br />

www.droemer-knaur.de<br />

Peter Angelo Simon<br />

Muhammad Ali<br />

Fighter’s Heaven 1974<br />

Diese einzigartige Fotodokumentation zeigt den Menschen<br />

Ali abseits vom Schein der Medien in seinem<br />

Rückzugsort in Pennsylvania. Nur wenigen Fotografen<br />

gelang es, dem Boxer hinter der eigentlichen Legende so nah zu sein. Dieses außergewöhnliche<br />

Buch zeigt die Vorbereitungen für einen bahnbrechenden Moment<br />

in der kulturellen und politischen Historie.<br />

176 Seiten · 49.- Euro · ISBN 978-3-03876-103-7 · Midas Verlag · www.midas.ch<br />

Burt Glinn<br />

Kuba 1959 Szenen einer Revolution<br />

Seiner unvergleichlichen Leidenschaft als Fotoreporter<br />

verdankt es Burt Glinn, dass er die Revolution<br />

auf Kuba dort dokumentieren konnte, wo sie sich<br />

tatsächlich abspielte – er war mittendrin. Dieses<br />

Buch enthält Glinns ikonenhafte Kuba-Fotos und einige<br />

unveröffentlichte Aufnahmen in Schwarzweiß und in Farbe. Wir sehen<br />

Schießereien, Chaos auf den Straßen, wie Batistas Geheimpolizei zusammengetrieben<br />

wird, wir sind dabei, wenn sich Menschen spontan umarmen, wenn<br />

Revolutionäre zu ihren Müttern nach Hause zurückkehren und erleben Fidel<br />

Castros triumphalen Einmarsch in Havanna.<br />

192 Seiten · 59.- Euro · ISBN 978-3-907100-59-2 · Midas Verlag www.midas.ch<br />

Lauren Imparato<br />

RETOX – Dein Leben<br />

in Balance!<br />

Yoga, Ernährung, Spirit: Detox war gestern, Retox ist<br />

heute! Endlich ist es da: Das allumfassende Yoga- und<br />

Ernährungsbuch, das sich mit seinen praktischen Tipps<br />

und Anleitungen wunderbar in unseren Alltag einfügt. Denn wer hat schon die<br />

Zeit, lebenslang strikte Diätpläne einzuhalten und stundenlang zu meditieren?<br />

Diese Methoden funktionieren nicht – zumindest nicht lange. Trotzdem sind ein<br />

gesunder Körper und ein wacher Geist nicht unerreichbar. Oft genügt eine Yogaposition,<br />

die man schnell am Schreibtisch machen kann oder das richtige Essen,<br />

um sich wieder fit zu fühlen. In Retox muss man nicht jeglichem Genuss entsagen<br />

oder seine Welt auf den Kopf stellen. Nein, es geht um die optimale, wissenschaftlich<br />

fundierte Gesundheitslösung für den Einzelnen. Dazu gibt die Expertin<br />

Imparato praktische Yoga-Tipps, Ernährungsanleitungen und Kochrezepte, die<br />

gut in den Alltag integrierbar sind.<br />

384 Seiten · 19,99 Euro · ISBN: 978-3-8338-5791-1 · Gräfe und Unzer · www.gu.de<br />

Gabor Steingart<br />

Weltbeben<br />

Leben im Zeitalter der Überforderung<br />

Das neue Buch von ‚Handelsblatt‘-Herausgeber Gabor<br />

Steingart zeigt: Die Zukunft findet statt – nur anders als die<br />

etablierten Mächte aus Wirtschaft und Politik sie erwarten.<br />

Konflikte und Komplexität überfordern unsere Institutionen und Politiker. Ein<br />

aggressiver Finanzkapitalismus zehrt die Wirtschaft aus. Die tragende Mitte<br />

unserer Gesellschaft wird immer weiter ausgehöhlt. Warum wir trotzdem nicht<br />

verzweifeln müssen und wie wir im Zeitalter der Überforderung gut leben können.<br />

Das neue Buch von Gabor Steingart bietet beides: schonungslose Analyse<br />

und Hoffnung auf eine Zukunft, die wieder Zuversicht verdient.<br />

16,99 Euro · ISBN: 978-3-8135-0519-1 · Knaus Verlag · www.randomhouse.de<br />

Lyndal Roper<br />

Der Mensch Martin Luther<br />

Die Biographie<br />

Die renommierte Oxford-Historikerin Lyndal Roper,<br />

eine der wichtigsten Expertinnen für die deutsche Geschichte<br />

des 16. Jahrhunderts, präsentiert in ‚Der Mensch<br />

Martin Luther‘ ein neues Bild des berühmten Theologen,<br />

eine tiefgehende und einfühlsame Biographie, die uns Luther<br />

so nahe bringt wie nie zuvor. Sie zeigt, wer Luther wirklich war und warum<br />

gerade er zum großen Reformator wurde, der die Welt aus den Angeln hob. Aus<br />

dem Englischen von Holger Fock und Sabine Müller<br />

28.- Euro · ISBN 978-3-10-066088-6 · S. Fischer · www.fischerverlage.de


46 | kunst + kultur | Weihnachtsgebäck Springerle<br />

Marzipan<br />

der armen Leute<br />

Martin Schönlebens Springerle<br />

Konditor Martin Schönleben hat eine Leidenschaft<br />

für Plätzchen. Rund 60 Sorten backt er<br />

jedes Jahr zu Weihnachten. Ein Gebäck darf<br />

auf keinen Fall fehlen: Springerle.<br />

Text und Fotos Miriam Anton<br />

Ein Engel mit kunstvoll geschwungen Flügeln, ein Nikolaus<br />

mit Tannenbaum im Gepäck, eine feine Dame im<br />

Dirndl: Bäckermeister Martin Schönleben liebt traditionelles<br />

Festtagsgebäck; besonders die filigranen Formen des<br />

Springerle haben es ihm angetan. In seiner Bäckerei in Puchheim<br />

backt der Plätzchenliebhaber sie jedes Jahr zu Weihnachten<br />

und beglückt damit vor allem seine älteren Kunden, die die<br />

Springerle noch von Kindheitstagen kennen. „Auch für mich<br />

gehören sie an Weihnachten einfach dazu.“ In Schönlebens Bäckerei,<br />

die sich an den Laden anschließt, warten auf den Blechen<br />

knusprige Brezen, die hier noch per Hand gefertigt werden.<br />

Neben den Öfen stehen zwei Rührmaschinen, eine Knetmaschine<br />

und eine Ausrollmaschine, das ist alles an moderner<br />

Technik. „Mittlerweile sind wir die letzte richtige Bäckerei vor<br />

Ort, aber es gibt fünf Filialen von Großbäckereien und drei Discountbäcker“,<br />

erklärt Schönleben, der die Backstube 1999 von<br />

seinem Vater übernahm und heute 12 Mitarbeiter beschäftigt.<br />

Der Konditor rührt den Teig für die Springerle an: mit Mehl,<br />

Puderzucker und Eiern. Anschließend rollt er den Teig einen<br />

halben Zentimeter dick aus. „Die Zutaten sind schlicht, daher<br />

wurde das Gebäck auch ‚Marzipan der armen Leute‘ genannt.“<br />

Geschickt schneidet er die Teigstücke passend zur jeweiligen<br />

Größe der Prägeform. Dann sucht er sich einen Reiter aus und<br />

drückt ihn mit aller Kraft auf den Teig, damit sich die Form aus<br />

Birnenholz sauber einprägt. Einige der handgeschnitzten Figuren<br />

hat der 54-Jährige noch von seinem Vater. Gerhard


| kunst + kultur | 47<br />

schmack ist aber eher langweilig“, stellt<br />

er fest. Ganz im Gegensatz zu den 60<br />

weiteren Sorten Gebäck, die er zur<br />

Weihnachtszeit zubereitet. „Ich habe die<br />

größte Plätzchenauswahl diesseits des<br />

Äquators“, vermutet er.<br />

Die Rezepte stellt Schönleben in seinem<br />

eigenen Internet-Blog vor. Geholfen hat<br />

ihm dabei sein Sohn, der kein Bäckerhandwerk<br />

gelernt hat, sondern als Journalist<br />

in Berlin arbeitet. Auch seine<br />

Tochter konnte er nicht fürs Backen gewinnen,<br />

sie ist in der Kosmetik-Branche<br />

beschäftigt. „Schade ist es schon, aber<br />

es ist gut, dass sie ihren eigen Weg gehen“,<br />

so Schönleben. „Es gehört viel Leidenschaft<br />

dazu, eine Bäckerei zu übernehmen.“<br />

Schönleben liebt es, mit<br />

vielen verschiedenen Gewürzen zu experimentieren<br />

und sich ausgefallene<br />

Namen für seine Plätzchen auszudenken.<br />

„Mein Lieblingsgewürz ist im Moment<br />

die Tonkabohne“, schwärmt er.<br />

Den süßlichen, leicht bitteren, der Vanille<br />

ähnlichen Geschmack verwendet er<br />

für seine „Traumstücke“. Kardamom ist<br />

ebenfalls einer seiner Favoriten. Eines<br />

seiner Lieblingsplätzchen sind die „Australischen<br />

Hausfreunde“, die mit Butterteig,<br />

Nougat und belgischem Zartbitter<br />

zubereitet werden. Und die<br />

genießt er genauso wie die „Puchheimer<br />

Taler“ am liebsten zum nachmittäglichen<br />

Kaffee.<br />

Weitere Plätzchenrezepte gibt es auf<br />

der Internetseite<br />

www.cafeschoenleben.de.<br />

Martin Schönleben bietet zudem jedes<br />

Jahr im Oktober Plätzchenkurse an. #<br />

Schönleben war ebenfalls Bäckermeister<br />

und zog 1971 nach Puchheim, um die Bäckerei<br />

und Konditorei zu eröffnen. Seine<br />

Ausbildung zum Konditor absolvierte er<br />

in den 50er Jahren in der Schweiz. Dort<br />

heißen die Springerle Anisbrötli und haben<br />

ebenfalls eine lange Tradition. Seine<br />

Vorliebe für das Brauchtum hat Schönleben<br />

in den 80er Jahren entdeckt. Seitdem<br />

backt er nicht nur Springerle, sondern<br />

auch Seelen, Striezel oder Hasenöhrl. „Jeder<br />

christliche Feiertag hatte in der Vergangenheit<br />

sein eigenes Gebäck.“ An den<br />

Springerle fasziniert ihn besonders die<br />

Schnitzkunst und dass die Modeln ein<br />

Stück Zeitgeschichte erzählen: „Das ist<br />

zum Beispiel ein Schaf, das Kontrabass<br />

spielt oder der Jahreskreislauf der Traube.<br />

Heute wäre ein zeitgenössisches Motiv<br />

eine Person am Handy oder Computer.”<br />

Schönleben löst den Teig aus der Form,<br />

schneidet ihn sorgfältig zurecht und legt<br />

ihn mit den weiteren Figuren auf ein mit<br />

Anissamen bedecktes Blech. Jetzt müssen<br />

die rohen Springerle mindestens vier<br />

bis fünf Stunden an einem warmen Ort<br />

ruhen, damit das Bild auf der Teigoberfläche<br />

antrocknet. „Wichtig ist, dass sie<br />

oben eine schöne Haut haben und unten<br />

noch feucht sind“, erklärt Schönleben,<br />

die zeitaufwendige Prozedur. Die bereits<br />

getrockneten Teigstücke werden dann<br />

zehn Minuten lang bei 180 Grad gebacken.<br />

Das Ergebnis von Schönleben kann<br />

sich sehen lassen: Der Teig wölbt sich<br />

goldgelb, Tannenbäume, Sterne und Engel<br />

zeichnen sich akkurat ab und auf der<br />

Rückseite ist ein Sockel. Der Bäcker beißt<br />

in ein noch weiches Plätzchen: „Der Gespringerle<br />

ist ein traditionelles Festtagsgebäck aus Mehl,<br />

Zucker, Ei und Anis. Der Name Springer kommt<br />

vermutlich von dem beliebten Motiv des Reiters<br />

(Springer) oder auch vom Aufspringen<br />

(Aufgehen) beim Backen. Die ersten Springerle-Motive<br />

waren kirchlichen Ursprungs; dargestellt<br />

wurden biblische Geschichten oder<br />

christliche Symbole, besonders weihnachtliche<br />

und österliche Motive waren sehr beliebt. Im 17.<br />

und 18. Jahrhundert setzten sich mehr und mehr<br />

weltliche Schnitzereien durch. Modisch gekleidete<br />

Damen, prächtig geschmückte Reiter, Liebeskutschen,<br />

Fruchtbarkeits- und Liebessymbole<br />

sind in alten Modeln erhalten geblieben. Die<br />

Formen sind häufig in Birnenholz geschnitzt.<br />

Das Biedermeier (1815 bis 1848) war die Blütezeit<br />

der Springerle. Als Christbaumschmuck waren<br />

sie damals in jedem Haushalt zu finden. Das<br />

Springerle-Backen ist jedoch nicht ausgestorben;<br />

auf der Webseite www.springerle.com gibt<br />

es über 900 verschiedene Model.<br />

Martin Schönlebens<br />

Springerle-Rezept<br />

Zutaten<br />

500 g Weizenmehl + 4 Eier + 500 g Puderzucker<br />

+ Vanille, geriebene Zitrone + Weizenstärke<br />

+ Anis<br />

Zubereitung<br />

# Vollei, Puderzucker, Vanille und geriebene Zitrone<br />

auf ca. 50 Grad im Wasserbad unter ständigem<br />

Rühren erwärmen. Anschließend gut<br />

schaumig schlagen. Mehl sieben und unterkneten.<br />

Teig in Folie einwickeln und über Nacht<br />

kalt stellen.<br />

# Am nächsten Tag den Teig etwa fingerdick<br />

ausrollen (zum Ausrollen Weizenstärke nehmen)<br />

und dann in die Springerle-Formen drücken.<br />

Den Teig, damit er nicht klebt, ein bisschen<br />

mit Weizenstärke bestäuben.<br />

# Nun die Plätzchen aus der Form klopfen und<br />

schön zurechtschneiden. Auf ein Backblech mit<br />

Backpapier etwas Anis streuen und darauf die<br />

Springerle legen.<br />

# Über Nacht an einem warmen Ort trocknen<br />

lassen. Am nächsten Tag bei ca. 155 Grad ca. 10 –<br />

15 Minuten backen.


48 | zuhause | Wohnküchen<br />

Wohnküche von Leicht mit Kochinsel<br />

und jalousieartigen Schrankfronten<br />

Adolf Franke, Geschäftsführer von Himmlisch Wohnen, weiß, worauf es bei der Planung von Wohnküchen ankommt: „Wenn Kochen und Essen<br />

verschmelzen und der Koch- in den Wohnbereich direkt übergeht, ist Gespür und Geschmack für ein Gesamtkonzept erforderlich und das bieten wir bei<br />

jeder Beratung und Planung.“ Abgebildete Küche von NEXT · www.himmlisch-wohnen.de


| zuhause | 49<br />

Heinz Dallmaier, Geschäftsführer von Küche + Wohnkultur, hat<br />

das passende Wohnküchen-Angebot: „In unseren Ergoline Essküchen ist<br />

ein wichtiger Verbinder zwischen Kochen und Essen zu finden – eine<br />

Theke aus Massivholz. Das Kochfeld mit integriertem Muldendunstabzug<br />

garantiert einen freien Blick; bequem gepolsterte Sitzmöbel laden zum<br />

Verweilen ein.“ · www.kueche-wohnkultur.de<br />

Küche als<br />

Lebens(t)raum<br />

Viele Menschen wünschen sich eine neue<br />

Wohnküche, die ihrem Lebensstil entspricht.<br />

Am besten „customized“ – maßgeschneidert<br />

und so einzigartig wie ihre Besitzer.<br />

Beim Küchenspezialisten nehmen diese<br />

Lebens(t)räume Gestalt an.<br />

fotos Hersteller / Anbieter<br />

Steffen Kreischer von Küchen-Quelle empfiehlt eine Wohnküche<br />

speziell gerade dann, wenn wenig Platz zur Verfügung steht. In<br />

diesem Fall sollten Koch- und Wohnbereich besonders harmonisch<br />

und ergonomisch geplant werden. · www.kuechen-quelle.de<br />

Heute findet ganz vieles, oft auch gleichzeitig, in der<br />

Küche statt – im Gegensatz zu früher, als sie rein auf<br />

die Zubereitung der Mahlzeiten reduziert war. Die Küche<br />

des 21. Jahrhunderts ist ein universaler Lebensraum, der<br />

viele Bedürfnisse abdeckt. Ein neues Symbol für Leben und<br />

Wohnen in seiner schönsten und individuellsten Ausprägung.<br />

Kochen, Essen und Wohnen verschmelzen in der heutigen<br />

Raumplanung miteinander. Daher sollte die Küche sich optisch<br />

zurücknehmen und eher den Eindruck von Wohn- als Küchenambiente<br />

hinterlassen. Vor allem schlichte Möbel mit einer klaren<br />

Formensprache können hier gestalterisch sehr gut als<br />

Übergang zwischen den einzelnen Wohnbereichen eingesetzt<br />

und kombiniert werden. Koch- und Arbeitsinseln sind von allen<br />

Seiten begehbar und bilden eine formschöne Abgrenzung zum<br />

Essbereich hin. Wem eine Kochinsel zu viel Platz einnimmt,<br />

kann sich auch für eine Esstheke entscheiden.<br />


50 | zuhause | Wohnküchen<br />

Cleane Küche in<br />

trendigem Weiß von<br />

Bulthaup<br />

Familiengerechte Küche von Nolte<br />

Vielseitig kombinierbare Küchenelemente von PLANA<br />

Bei der Wahl der Küchengeräte sollte vor allem auf besonders leise<br />

Geräte zurückgegriffen werden, damit kein lautes Summen<br />

des Geschirrspülers den verdienten Fernsehabend auf dem Sofa<br />

stört. Auch die Dunstabzugshaube verdient in einer Wohnküche<br />

mehr Beachtung. Aufgrund des offenen Raumes muss sie ausreichend<br />

stark geplant werden, um zuverlässig alle unangenehmen<br />

Gerüche von Ess- und Wohnbereich fernzuhalten. Die Möbel der<br />

unterschiedlichen Bereiche sollten formal harmonieren, etwa<br />

durch die Farbwahl oder die einheitlich gewählte Holzart. Gerade<br />

Naturholz-Modelle haben sich hier bewährt: Die warme, natürliche<br />

Ausstrahlung von Holz schafft eine angenehme Atmosphäre.<br />

Die Gemütlichkeit, die durch die Anmutung des Holzes ausgestrahlt<br />

wird, kann im Essbereich durch loungeartige Stühle und<br />

Bänke noch erhöht werden. Außerdem schaffen diese Möbel Flexibilität:<br />

Kommen einmal ein paar Gäste mehr, kann man sie<br />

leicht neben das Sofa rücken und neue, bequeme Sitzmöglichkeiten<br />

schaffen. Als Beleuchtung eignen sich zum Beispiel LED-<br />

Spots in der Decke. Eine zusätzliche Leselampe neben dem Sofa,<br />

Lichtleisten unter den Hängeschränken oder beleuchtete Vitrinen<br />

rücken den Raum garantiert ins rechte Licht. Beim Fußboden<br />

wirkt ein einheitlicher Bodenbelag genauso gut wie unterschiedliche<br />

Materialien, die die einzelnen Bereiche abgrenzen oder auch<br />

miteinander verbinden können. #<br />

Quelle AMK / tdx


| zuhause | 51<br />

Poggenpohl-Küche steht die Holzmaserung der<br />

braunen Tischplatte in reizvollem Kontrast zu den<br />

Fronten in Grautönen.<br />

Entspannt zum neuen Bad!<br />

Seit über 40 Jahren begleiten wir Sie von der Planung<br />

über die Ausführung bis hin zur stilvoll abgestimmten<br />

Deko zu Ihrer neuen Wohlfühloase.<br />

Unser bereits in der dritten Generation geführtes<br />

Familienunternehmen ist besonders auf Bad- und<br />

Küchensanierungen spezialisiert.<br />

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Trends und Möglichkeiten der Bad- und Wohnraumgestaltung.<br />

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wir gemeinsam Ihr persönliches Raumkonzept, so<br />

detailgetreu wie möglich. Mit ausgesuchten, langjährigen<br />

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52 | zuhause | Wohnküchen<br />

Ein Beispiel für smarte Hausgeräte ist der<br />

intelligente Kühlschrank aus der L G<br />

Signature Serie: Er erkennt mit Hilfe intelligenter<br />

Sensor-Technologie, wie sein Besitzer<br />

das Gerät typischerweise nutzt. Sensoren messen<br />

etwa die Temperaturen innerhalb und außerhalb<br />

des Geräts und analysieren den Feuchtigkeitsgehalt<br />

im Innern oder wie oft die Tür<br />

geöffnet und wieder geschlossen wird. So stellt<br />

sich die Kühlleistung auf Basis des Temperatursensors<br />

automatisch darauf ein, wenn z. B.<br />

warme oder gar heiße Speisen in den Kühlschrank<br />

gestellt werden. Die Anpassung der Kühlleistung<br />

geschieht hierbei um 30 Prozent schneller als bei<br />

herkömmlichen Geräten. Der LG Signature Kühlschrank<br />

ist innen mit einer 2.0 Megapixel Extrem-<br />

Weitwinkel-Kamera ausgestattet, die Bilder des<br />

Innenlebens aus unterschiedlichsten Blickwinkeln<br />

aufnehmen kann – diese kann der Kühlschrankbesitzer<br />

dann z. B. direkt beim Einkaufen<br />

auf seinem Smartphone durchscrollen.<br />

Hightech-Haute-Cuisine<br />

Die smarte Küche<br />

fotos Hersteller / Anbieter<br />

Die Begriffe „Smart“ und „Vernetzung“ sind in aller Munde – auch bei Küchen geräten.<br />

Kühlschränke mit Kameras oder Touchscreen, intelligente selbstregulierende<br />

Dunstabzugshauben, Kochfelder oder Herde – all diese Wunderwerke gibt es<br />

schon am Markt.<br />

Dank Home Connect von Bosch verbinden sich Kochfeld<br />

und Dunstabzugshaube miteinander und sorgen für optimale<br />

Lüftung. So verschwinden Dampf und Gerüche automatisch,<br />

sobald sie entstehen. Sie können per App noch<br />

komfortabler alle Einstellungen der Dunstabzugshaube<br />

vornehmen – etwa wie lange sie nachlaufen soll.<br />

Voreingestellte Programme – vom Schinkenbraten mit<br />

Kruste bis zum Gemüseeintopf – machen den Ofen<br />

„HEB78D721“ von Bosch zur idealen Küchenhilfe. Einfach<br />

Gargut einlegen, über das Display Gewicht und Lebensmittelart<br />

angeben und eines der 85 Programme auswählen.<br />

Den Rest – sprich: die ideale Hitzesteuerung<br />

und Dauer – übernimmt der Herd. Und damit danach<br />

alles wieder schön sauber ist, ist der Ofen auch mit<br />

einem Pyrolyse-Reinigungsprogramm ausgestattet.


| zuhause | 53<br />

Der AEG ProCombi Plus Multi-Dampfgarer<br />

beherrscht neben klassischen Backofen-<br />

Funktionen sowohl reines Dampfgaren als<br />

auch Kombinationen aus Heißluft und Dampf.<br />

Spezielle Dampfprogramme für das Garen in<br />

einem vakuumversiegelten Beutel bei niedriger<br />

Temperatur (Sous-Vide-Verfahren) sorgen für<br />

höchsten Genuss. Dabei werden alle Zutaten<br />

und Gewürze vakuumiert, damit die Aromen<br />

sich zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis<br />

vereinen können.<br />

Im Mittelpunkt des Familien-Interesses steht der Kühlschrank.<br />

Neu sind Kameras im Innenraum, die bei jedem<br />

Schließen ein Bild vom Inhalt machen, das sich im Supermarkt<br />

aufs Smartphone holen lässt. So lässt sich von<br />

überall her checken, was noch vorrätig ist und was nicht.<br />

Und es gibt Kühlschränke mit großem Touchscreen, auf<br />

dem sich nicht nur Notizen und Einkaufslisten festhalten<br />

lassen, sondern mit dem sich gleich die Musik in der Küche<br />

steuern oder die Lieblings-Serie streamen lässt.<br />

Gegen lästigen Dunst und Geruch beim Kochen arbeitet der<br />

Dunstabzug. Intelligente Versionen können die Lüfterdrehzahl<br />

entsprechend der eingeschalteten Kochstufe regeln.<br />

Eine zusätzliche Sensorik prüft, ob die eingestellte Leistung<br />

noch zum real existierenden Küchensmog passt. Bei<br />

ins Kochfeld integrierten Abzugsanlagen steigen die<br />

Schwaden gar nicht erst auf. Und noch ein Gadget, durch<br />

das Rezeptbücher überflüssig werden: Immer öfter kennen<br />

Herd und Kochfeld erprobte Rezepte, die man direkt von<br />

der Induktionsplatte ablesen kann bzw. bei denen sich die<br />

entsprechende Hitze von selbst einregelt.<br />

Besonders anspruchsvollen Hobbyköchen stehen Hightech-<br />

Dampfgarer zur Seite. Sie backen, dampfgaren, schmoren<br />

und braten nicht nur, sondern können auch Gerichte vorgaren<br />

und auf den Punkt fertigstellen. Eine kurze Angabe,<br />

welches Gericht sich im Dampfgarer befindet, ein Druck auf<br />

Start und schon wählt das intelligente Gerät selbst die passende<br />

Ofenfunktion, Temperatur und Garzeit aus. #<br />

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54 | leben + design | Kuschelfaktor<br />

Kunstfell, Wurzelholz und schlichte weiSSe Raumtextilien<br />

sind die prägenden Stilelemente dieses gemütlichen Schlafzimmers.<br />

Interieur: Westwing<br />

So kuschelig wie die Felldecke oben<br />

sind diese Fell-Puschel auf den<br />

Deko-Objekten (Westwing)<br />

Nichts schafft mehr<br />

Romantikfeeling als<br />

stimmungsvolles<br />

Kerzenlicht.<br />

Das zünftige „GeiSSenpeter-<br />

Kissen“ aus Strick und Plüsch<br />

ist von labella amara.


| leben + design | 55<br />

Kuschelfaktor<br />

²<br />

Einrichten im Chalet-Stil<br />

Stürmisch kühle Herbst- und Winterabende<br />

verbringen wir am liebsten im gemütlichen Komfort<br />

der eigenen vier Wände. Wie das besonders<br />

schön wird, verrät das <strong>SchlossMagazin</strong>. fotos Hersteller / Anbieter<br />

Alle Kissen, Lampen<br />

und die Zeitschriftenbox<br />

auf dieser Seite sind<br />

von KSL Living<br />

Kuschelige<br />

Textilien<br />

Flauschige Decken und Kissen, langflorige Teppiche und Felle<br />

sind die beste Wohlfühlgarantie. Mit ihnen wird auch das schlichteste<br />

Sofa zum absoluten Lieblingsplatz, auf dem man es sich an<br />

dunklen Abenden und nach Spaziergängen durchs unwirtliche Draußen gemütlich<br />

macht. Ein farblich passender Teppich rundet den neuen Wohnzimmer-Look nicht nur<br />

ab, sondern verhindert ganz nebenbei auch kalte Füße in der frostigen Jahreszeit.<br />

Der Charme<br />

des Holzes<br />

Holz gilt als eines der beliebtesten natürlichen Materialien<br />

schlechthin. Möbel und Dekoelemente aus Holz sind zeitlos,<br />

warm und einladend. Egal in welcher Form oder Art es verwendet<br />

wird – kein anderes Material verleiht Wohnräumen mehr ästhetischen Komfort.<br />

Unter den Holzarten ist die Auswahl so groß, dass praktisch jeder das Holz findet, das<br />

seinem Geschmack und den individuellen Anforderungen entspricht.<br />

Lichtspiele<br />

Vor allem an den dunkleren Tagen trägt die Beleuchtung einen<br />

wesentlichen Anteil zum persönlichen Wohlbefinden bei.<br />

Während hartes kaltes Licht die Augen schnell ermüdet, ist warmes Licht aus verschiedenen<br />

Quellen die bessere Lösung. Mit mehreren Lichtquellen wirkt der Raum<br />

sofort gemütlicher. An kalten Herbst- und Winterabenden sorgen auch Kerzen mit<br />

ihrem romantischen Licht für „Erhellung“. #<br />

quelle livingpress.de


56 | LEBEN + design | Basteln mit Beton<br />

Beton-Look ist angesagt! Nicht nur an den<br />

Wänden, sondern auch bei Accessoires.<br />

Basteln Sie doch mal mit Knetbeton eine<br />

Schale oder verleihen Sie Baumkugeln<br />

eine trendige Beton-Optik.<br />

Beton-Bowls<br />

Sternen-Schale<br />

Sie brauchen<br />

(alles von Viva Decor)<br />

· ca. 750 g Beton zum Kneten in Pulverform<br />

· Halbkugel aus Acryl, ca. 15,5 cm ø<br />

· Keramik Effekt Farbe Art. 1185 100 48<br />

· Maya Gold Farbe Art. 1232 902 34<br />

· Pinsel flach Gr. 10 und Pinsel spitz Gr. 2<br />

· Holzsterne in verschiedenen Größen<br />

· Schleifpapier Körnung 150<br />

· etwas Öl, Gummihandschuhe<br />

So wird’s gemacht<br />

# Das Betonpulver wie in der Packungsbeilage<br />

angegeben mit Wasser zu einem Teig verkneten.<br />

# Das Äußere der Acrylhalbkugel einölen.<br />

# Den „Betonteig“ zu einer knapp 1 cm dicken<br />

Scheibe formen, diese über die Halbkugel legen<br />

und gleichmäßig andrücken. Die Ränder<br />

sollen unregelmäßig sein.<br />

# Mit den Holzsternen nach Belieben Abdrücke<br />

machen.<br />

# Ca. 2 Stunden trocknen lassen; Acrylhalbkugel<br />

abnehmen.<br />

# Das Schaleninnere goldfarben ausmalen.<br />

# Die Außenseite der Schale und die Oberkante<br />

zweimal mit Keramik Effekt Farbe bemalen.<br />

# Nach dem Trocknen die Außenseite anschleifen<br />

und die Sternabdrücke mit Goldfarbe ausmalen.<br />

Fotos Viva Decor<br />

Kugeln im Beton-Look<br />

Sie brauchen<br />

· Beton Effekt Paste<br />

· Beton Lasur hell und dunkel<br />

· Schwämmchen<br />

· Schleifschwamm (alles von<br />

Viva Decor)<br />

· evtl. Quarzsand<br />

· Styroporkugeln<br />

· Holzkugeln mit Bohrung<br />

· Holzlasur in Braun<br />

· Kugelhütchen mit Federspange<br />

(z. B. von Dawanda)<br />

· Spachtel, Pinsel, Bleistift<br />

· Tassen/Gläser mit versch.<br />

Durchmesser<br />

So wird’s gemacht<br />

# Styroporkugeln mit Beton Effekt Paste bespachteln, für eine gröbere<br />

Optik nach Wunsch etwas Quarzsand beimischen. Mit einem Schwämmchen<br />

die Oberfläche glätten.<br />

# Nach dem Trocknen zuerst etwas anschleifen, dann mit einem Schwamm<br />

die dunkle Lasur und später die helle Lasur auftupfen. Trocknen lassen.<br />

# Holzkugeln lasieren. Nach dem Trocknen Kugeln in verschieden große<br />

Tassen bzw. Gläser legen und am Tassenrand entlang Markierungslinien<br />

auf die Kugeln malen. Die Bereiche zwischen den Markierungslinien nach<br />

Wunsch bespachteln oder frei lassen und wie oben beschrieben bearbeiten.<br />

Kugelhütchen anbringen.<br />

Fotos Der Schlüssel zum Glück


| LEBEN + design | 57<br />

„Ich liebe Couture und die Tatsache, dass sie den Schwerpunkt auf die<br />

Kreation selbst legt. In diesem Bereich – im Design – habe ich mir einen<br />

Namen gemacht. Und dort will ich auch bleiben.“<br />

Jimmy<br />

Choo<br />

Das Who is Who<br />

der Modewelt<br />

Quelle fashionpress.de<br />

Fotos BMCL / Shutterstock.com<br />

Der Schuhdesigner Jimmy Choo, eigentlich<br />

Jimmy Chow, wurde 1961 in<br />

Malaysia geboren. Auch sein Vater<br />

war Schuhmacher und zeigte ihm schon früh<br />

das Handwerk. Bereits mit elf Jahren entwarf<br />

der junge Jimmy seinen ersten Schuh.<br />

Jimmy Choo besuchte von 1982 bis 1984 das<br />

Londoner Cordwainers Technical College, wo<br />

er auch Kurse im Schuhdesign belegte. Anschließend<br />

arbeitete er für eine Schweizer<br />

Schuhfirma, bis er 1986 seinen ersten eigenen<br />

Laden in London eröffnete, der rasch<br />

erfolgreich wurde. Für seine hochwertigen<br />

und hochpreisigen Modelle verwendet er<br />

nicht nur Leder, sondern experimentiert z. B.<br />

auch mit Python- und Fischhaut. Die Schuhe<br />

zeichnen sich durch elegante Linienführung<br />

und modernes Design aus.<br />

Auch Tamara Mellon, die damalige Accessoires-Redakteurin<br />

der britischen Vogue,<br />

wurde Ende der 1980er Jahre auf Jimmy<br />

Choo aufmerksam. Sie stellte seine Kreationen<br />

1988 in einem achtseitigen Vogue-<br />

Special vor und beauftragte den Designer,<br />

der bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin nur<br />

wenige Schuhe pro Woche von Hand herstellte,<br />

mehrmals mit der Anfertigung von<br />

Modellen für ihre Shootings. 1996 konnte<br />

Mellon Choo überreden, mit ihr ein Unternehmen<br />

für Ready-to-wear-Schuhe zu<br />

gründen: die Jimmy Choo Ltd. Sie selbst<br />

wurde Geschäftsführerin, Choo zeichnete<br />

als Schuhdesigner verantwortlich und<br />

Sandra Choi, die Nichte seiner Frau, als<br />

Creative Director. 2001 trat Choo aufgrund<br />

von Uneinigkeiten seine Anteile am erfolgreichen<br />

Unternehmen an Equinox Luxury<br />

ab, deren CEO neue Boutiquen eröffnete<br />

und das Sortiment um Lederaccessoires<br />

und Handtaschen erweiterte. Jimmy Choo<br />

selbst konzentrierte sich fortan auf die<br />

Couture und designte maßgefertigte Damenschuhe<br />

für die Jimmy Choo Ltd.<br />

Die luxuriösen Schuhe werden regelmäßig<br />

von Stilikonen wie Victoria Beckham<br />

und Jennifer Lopez getragen; auch Prinzessin<br />

Diana setzte schon auf seine Modelle.<br />

Einem breiten Publikum wurde er<br />

durch die TV-Serie „Sex and the City“ bekannt;<br />

auch in Songs, Filmen und weiteren<br />

Serien wird die Marke namentlich<br />

erwähnt und steht inzwischen synonym<br />

für hochwertige Schuhmode. Sowohl in<br />

England als auch Malaysia wurde Choo<br />

für seine Dienste ausgezeichnet. Jimmy<br />

Choo lebt mit seiner Frau und Tochter in<br />

London und arbeitet dort wieder in<br />

einem kleinen Laden. Hier bildet er auch<br />

ausgewählte Schüler in der Kunst des<br />

High-End-Schuhdesigns aus und fertigt<br />

weiterhin handgemachte Modelle an. #


58 | Vorschau & impressum<br />

Vorschau<br />

Wir verströmen im Januar Licht und Wärme:<br />

mit gemütlichen Öfen, charmanten Beleuchtungsideen<br />

und dem Highlight Fasching. Fürs Business:<br />

die besten Seminarlocations<br />

Lichtspender mit Charme<br />

Rund ums Heizen<br />

Funny Fasching<br />

Die besten Tagungsplätze<br />

Impressum<br />

Fotos<br />

Cera Design, Hülsta, Picture Alliance,<br />

fotolia.com / mariakraynova<br />

Das regionale Lifestylemagazin für Bayerisch-<br />

Schwaben und das Fünfseenland<br />

2. Jahrgang<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Maren Martell<br />

MedienFusion<br />

Verlag<br />

Verlag:<br />

MedienFusion Verlag Arntzen e. K.<br />

Inhaber: Raimund T. Arntzen<br />

Am Aichberg 3 · D - 86573 Obergriesbach<br />

Tel. 08251 -<br />

MedienFusion<br />

8 88 08 - 52 · Fax 08251 - 8 88 08 - 53<br />

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www.medienfusion-online.de<br />

MedienFusion<br />

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Verlags- und Anzeigenleitung:<br />

Raimund T. Arntzen<br />

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Weitere Mitarbeiter dieser ausgabe:<br />

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Vera Schäfer · Tel. 08251 - 8 88 08 - 45<br />

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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2,<br />

gültig seit 1. Januar <strong>2016</strong><br />

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Martina Vodermayer<br />

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90411 Nürnberg<br />

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Das <strong>SchlossMagazin</strong> erscheint monatlich jeweils<br />

zum Monatswechsel in den Regionen Bayerisch-<br />

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Copyright © <strong>2016</strong> für alle Beiträge bei Medien­<br />

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fallen insbesondere der Nachdruck und die<br />

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Das Team des<br />

s<br />

wünscht allen<br />

Kunden und Lesern<br />

Frohe<br />

Festtage und<br />

einen guten<br />

Rutsch!<br />

Danke für die vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit!<br />

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