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Unser beste Seit'n Dezember 2016

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Weich wie ein Ei<br />

Oder stahlhart ? Auf<br />

die Temperatur<br />

kommts an, ob sich<br />

Eisen spröde zeigt oder<br />

sich formen lässt wie Plastilin.<br />

Christoph Küllinger<br />

formt es vielfältig – als<br />

Künstler, als Lehrer und<br />

als Hufschmied.<br />

Seite 2<br />

Blutzer überall<br />

Der Kürbis erobert<br />

das Land. Nicht<br />

nur zu Halloween:<br />

Achthundert Hektar Ölkürbisse<br />

haben Bauern in<br />

Oberösterreich heuer allein<br />

für die Innviertler Genossenschaft<br />

Pramoleum<br />

angebaut.<br />

Seite 5<br />

Vom Fuchtlmandl<br />

An Inn und Donau<br />

sollen sie unterwegs<br />

sein, die<br />

Fuchtlmandl. Märchenerzähler<br />

Helmut Wittmann<br />

hat eben von ihnen im<br />

Radio berichtet. Wir<br />

empfehlen drei KultiWirte<br />

in der Heimat der Mandl.<br />

Seite 8<br />

KultiWirt für die Maus<br />

www.KultiWirte.at<br />

P.b.b. · 03Z035409S<br />

Verein der KultiWirte, 4020 Linz, Hessenplatz 3<br />

unser<strong>beste</strong>Seit’n<br />

Kulinarische Botschafter<br />

Genuss und Kulinarik prägen<br />

unser Bundesland: Das Genießen<br />

regionaltypischer Speisen und<br />

Getränke gehört bei Urlaubsgästen,<br />

aber auch bei den Oberösterreicherinnen<br />

und Oberösterreichern zu<br />

den beliebtesten Aktivitäten. Die<br />

typisch oberösterreichische Wirtshauskultur<br />

ist damit ein wesentlicher<br />

Faktor für die hohe Lebensqualität<br />

in unserem Land.<br />

Ein wichtiger Garant für die<br />

bewährte oberösterreichische Gastlichkeit<br />

sind die 73 KultiWirte des<br />

Landes: Seit 14 Jahren leisten sie<br />

einen wichtigen Beitrag für den<br />

Erhalt des traditionellen Wirtshauses.<br />

Die KultiWirte sind damit kulinarische<br />

Botschafter Oberösterreichs,<br />

unserer heimischen Produkte<br />

und der landestypischen Speisen.<br />

Sie spiegeln die Vielfalt unseres<br />

Landes wieder, in dem jede Region<br />

ihre Eigenart bewahrt hat. Die<br />

KultiWirte repräsentieren oberösterreichische<br />

Gastlichkeit im<br />

Spannungsfeld von Tradition und<br />

moderner Gastronomie.<br />

Ich danke den KultiWirten für<br />

ihr Engagement und dafür, dass<br />

sie sich so kompromisslos der oberösterreichische<br />

Wirtshauskultur<br />

verschrieben haben. Sie bilden eine<br />

starke Marke und garantieren<br />

hohe Qualität, vor allem aber<br />

sorgen sie dafür, dass wir alle das<br />

wunderbare Flair vertrauter heimischer<br />

Gastlichkeit genießen können.<br />

Dr. Michael Strugl<br />

Wirtschafts-Landesrat<br />

Wirtshauszeitung der OÖ KultiWirte <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong> Ausgabe 45<br />

knapp<br />

am eck<br />

Gratisexemplar<br />

Im Steyrer Wehrgraben sind Oberösterreichs <strong>beste</strong> KultiWirte zu<br />

finden: Andrea und Jürgen Klement vom Gasthaus knapp am eck.<br />

wertungen der <strong>beste</strong>n KultiWirte<br />

liegen sehr eng beieinander:<br />

Die Steyrer Wirtsleut siegten mit<br />

einer Note von 1,15. Auf Platz<br />

Knapp ging auch die Entscheidung<br />

unserer Testesserinnen<br />

und Testesser,<br />

der Genuss-Spechte aus. Die Bezwei<br />

folgt Brigitte Böhm aus<br />

St. Georgen an der Gusen vom<br />

Gasthaus Marktstub’n mit einer<br />

Note von 1,18.<br />

Mehr zum KultiWirt<br />

des Jahres lesen Sie auf<br />

Seite 3. Die Sieger in<br />

den einzelnen oberösterreichischen<br />

Regionen stellen wir Ihnen<br />

auf Seite 4 vor.<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n<br />

www.kultiwirte.at


Eisenweich<br />

Christoph Küllinger ist gelernter Hufschmied. Doch er kennt viele<br />

andere Seiten des Schmiedehandwerks – als Kunstschmied, als<br />

Lehrer, als Künstler.<br />

Kalter Stahl ist ein sehr widerspenstiges<br />

Material.<br />

Doch wenns d’ es warm<br />

machst, kannst wie mit Plastilin<br />

spielen damit. Christoph Küllinger<br />

hat an der HTL in Steyr gelernt,<br />

mit Eisen zu spielen. Der wich ­<br />

tigste Grund dafür ist seine Liebe<br />

zu Pferden. Mit zwölf beginnts,<br />

mit sechzehn hat er sein erstes<br />

eigenes Pferd.<br />

Vierzehn Jahre ist er als Hufschmied<br />

selbstständig. „Ich hab<br />

die Arbeit gern gemacht, aber<br />

ich hab ein paar Jahre drei, vier<br />

Jobs ge habt.“ Mittlerweile unterrichtet<br />

er an jener Schule, an der<br />

er selbst gelernt hat. Die Arbeit<br />

als Hufschmied hat er aus familiären<br />

Gründen auf Eis gelegt.<br />

Platz für Pferde und<br />

fürs Schmiedefeuer<br />

Christoph, seine Frau Martina<br />

und die Kinder Laurenz und Lara<br />

leben heut auf einem alten Bauernhof<br />

im Urltal, bei St. Peter in<br />

der Au. Einer der fünf ältesten<br />

Höfe in der Gemeinde. Hier ist<br />

Platz für die Pferde, für Haustiere,<br />

für die Schmiedewerkstatt.<br />

Denn neben dem Unterricht in<br />

Steyr muss schon Zeit sein für<br />

eigene Arbeiten: „Ich mach eher<br />

kleine Aufträge, kleine Sachen –<br />

von Feuerschalen über Garderobenhaken<br />

bis zu Grabkreuzen –<br />

alles was ich allein tragen kann.“<br />

Bei unserem Besuch arbeitet er<br />

grad an einer Serie von Kerzenleuchtern<br />

– von der Funktion her<br />

so wie sie früher in jeder Wirtsstube<br />

gestanden sind. Nur ein<br />

wenig nüchterner von der Form<br />

her.<br />

Beim handwerklichen Schmieden<br />

ist die Technik seit Jahrtausenden<br />

unverändert, sagt Christoph<br />

Küllinger: „Aber gestalterisch<br />

musst weiter gehen – ein Schnörkelgitter<br />

nimmt dir heut keiner<br />

mehr ab.“<br />

Die Form, die Funktion – und<br />

dazu noch die Freude an der<br />

Handarbeit: Das alles ist im geschmiedeten<br />

Eisen zu sehen und<br />

zu spüren.<br />

Fünf Kilo Eisen nach<br />

fünfzig Stunden<br />

Kein Wunder, dass Schmiede<br />

sich auch dafür interessieren, wie<br />

ihre Vorfahren einmal gearbeitet<br />

haben: „Wenn die da mit der<br />

Hand ein Sechziger-Quadrateisen<br />

gelocht und ineinander gesteckt<br />

haben.“ Oder wie es wohl gewesen<br />

sein mag, als Schmiede sich ihren<br />

Rohstoff noch selbst herstellen<br />

mussten: Christoph Küllinger<br />

und seine Kollegen haben dafür<br />

einen eigenen Rennofen gebaut –<br />

einen einfachen Brennofen.<br />

Acht Stunden haben sie Eisenerz<br />

und Holzkohle zum Roheisen,<br />

zur Luppe gebrannt. Und viele<br />

Stunden haben sie dann die Luppe<br />

verdichtet und gehämmert, um<br />

ein paar Kilo schmiedbares Roheisen<br />

zu bekommen. „Wenn man<br />

fünfzig Stunden schmiedet und<br />

dann hältst du Eisen für fünfundsiebzig<br />

Cent in der Hand:<br />

Da kriegt man wieder Ehrfurcht<br />

vorm Material.“<br />

Und Hunger kriegt man: „Als<br />

Schmied verbrauchst du bis zu<br />

achttausend Kalorien pro Tag“,<br />

sagt Christoph Küllinger. Kein<br />

Wunder, dass er zuerst an Deftiges<br />

denkt, wenn man ihn nach<br />

seiner Lieblingsspeise im Wirtshaus<br />

fragt: „Zu an Schnitzel und<br />

an Schweinsbraten sag ich nie<br />

nein.“ Was es dann noch braucht<br />

im Wirtshaus ? „A urige Einrichtung,<br />

a freindlicher Wirt – und im<br />

Sommer an schen Gastgarten.“<br />

Mehr über den Schmied<br />

Chris toph Küllinger erfahren<br />

Sie auf seiner Homepage<br />

www.derschmied.at. Dort<br />

gibts auch Infos zu Workshops,<br />

die er anbietet – für<br />

Anfänger und für Erfahrene.<br />

Bei der Steyrer Schmiedeweihnacht<br />

von 10. bis 12. <strong>Dezember</strong> ist<br />

er mit seinen Schülern vorm<br />

Steyrer Rathaus zu Gast.<br />

Und wenn Sie jemanden<br />

kennen, der gern selbst Schmied<br />

lernen möchte: Am 20. Jänner<br />

nach mittags und am 21. Jänner<br />

vor mittags lädt die HTL Steyr<br />

zum Tag der Offenen Tür. Mehr<br />

dazu unter www.htl-steyr.ac.at/<br />

index.php/abteilung-ku. <br />

2 November <strong>2016</strong>


Es ist eine<br />

Lebensaufgabe.<br />

Andrea und Jürgen Klement sind KultiWirte des Jahres.<br />

Ein Spätherbsttag an der<br />

Steyr: Goldenes Laub, blauer<br />

Himmel, glitzerndes Wasser.<br />

Und ein paar Meter weiter – zwischen<br />

dem Steyrfluss und dem<br />

Wehrgraben – ein kleines Wirtshaus.<br />

Ein Wirtshaus, das es wohl<br />

schon vor hundertfünfzig Jahren<br />

hier gegeben hat.<br />

Neu erfunden aber hat es vor<br />

gut dreißig Jahren die Familie<br />

Klement. Und dann hat es nicht<br />

lang gedauert und das neue Wirtshaus<br />

ist abgesoffen. Nicht das erste<br />

Mal und nicht das letzte Mal –<br />

zehn Jahre später schwimmt das<br />

knapp am eck wieder und 2013<br />

noch einmal.<br />

Ein Wirtshaus und<br />

dreimal Hochwasser<br />

Leicht war es nicht, das immer<br />

wieder neu anfangen. Das Dreckwegputzen<br />

und das neu einrichten.<br />

„Wir sind immer gewachsen, haben<br />

uns weiterentwickelt“, sagt Jürgen<br />

Klement heute. Er ist der Sohn<br />

von Josi und Otto Klement, den<br />

Gründern des Wirtshauses.<br />

Er ist hier aufgewachsen. Und<br />

irgendwann ist er gefragt worden<br />

von seinen Eltern, wie es weiter<br />

gehen soll. Ob er weiter machen<br />

will ?<br />

Und er wollte. Das heißt – nicht<br />

allein. Das „wir“ gehört dazu –<br />

„das wird bei mir immer schon<br />

großgeschrieben“. Wir – das ist<br />

Jürgens Frau Andrea. Wir, das<br />

sind „wahnsinnig tolle Mitarbeiter“,<br />

die dem Haus, den Gästen<br />

und der Familie schon lang die<br />

Treue halten. Wir das sind auch<br />

Josi, die zwei-, dreimal in der<br />

Woche zu Mittag in der Küche<br />

hilft und Otto, der sich nach der<br />

Übergabe an die jungen Wirtsleut<br />

im Hintergrund hält.<br />

Wirt sein – ein Leben lang<br />

Doch allein schon das Gespräch<br />

mit den Stammgästen, der abendliche<br />

Gang durchs Lokal zeigt,<br />

was hier gewachsen ist – und<br />

weiter wächst: „Es is eine Lebensaufgab,<br />

nur so funktionierts für<br />

mich. So halberte Sachen san nix<br />

für uns“, sagt Jürgen.<br />

Was ihn und seine Frau Andrea<br />

besonders freut: „Anscheinend<br />

sprech ma viele an: Kinder,<br />

Pen sionisten, Geschäftsleute,<br />

Touristengruppen. Da wünscht<br />

sich einer einen Winzersekt, ein<br />

Vier-, Fünf-Gänge-Menü – und<br />

dekantier mir einen schönen<br />

Roten. Und der andere hätt gern<br />

ein Seidl Bier. Der kriegt das genauso<br />

gepflegt serviert.“<br />

Im Kochbuch „schmeck’n muaß“<br />

haben Josi, Jürgen und Otto<br />

Klement vor vier Jahren etliches<br />

an Wirtshausklassikern gesammelt<br />

– von der Brotsuppe über die<br />

Krautrouladen bis zu den Butterstangerln.<br />

Dass es im Wirtshaus knapp<br />

am eck noch deutlich vielfältiger<br />

und fantasievoller zugeht als im<br />

Kochbuch, das ist wohl kein<br />

Zufall. <br />

So schauen Sieger aus<br />

Das Urteil der Genuss-Spechte<br />

übers Wirtshaus knapp am<br />

eck ist bei der Siegerehrung<br />

so zusammengefasst worden:<br />

„Beim KultiWirt des Jahres<br />

<strong>2016</strong> fühlt man sich durch<br />

sein besonderes, gemütliches<br />

Ambiente sehr wohl. Den Genuss-Spechten<br />

zufolge überzeugt<br />

dieser Wirt mit einem<br />

idealen Mix aus Tradition und<br />

,Neuem‘. Die Speisekarte ist<br />

sehr übersichtlich gestaltet,<br />

zudem gibt eine eigene Landkarte<br />

Auskunft über die Herkunft<br />

der regionalen Produkte.<br />

Die freundlichen Servicemitar<br />

beiterinnen bringen die<br />

frisch gezauberten Speisen<br />

flott an den Tisch und haben<br />

für jeden Gast ein offenes<br />

Ohr. Die Genuss-Spechte<br />

waren sich einig: Man erkennt<br />

von Weitem, dass es sich hier<br />

um einen KultiWirt handelt,<br />

der die Philosophie der Kulti­<br />

Wirte voll lebt ! Mit einer<br />

Durchschnittsnote von 1,15<br />

holt sich den Sieg der Kulti­<br />

Wirt knapp am eck aus Steyr.“<br />

Wirtshaus knapp am eck<br />

Andrea & Jürgen Klement<br />

Wehrgrabengasse 15, 4400 Steyr<br />

T 0 72 52 / 762 69<br />

wirtshaus@knappameck.at<br />

www.knappameck.at<br />

RT So + Mo<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n www.kultiwirte.at 3


KultiWirt des Jahres <strong>2016</strong><br />

KultiWirt des Jahres <strong>2016</strong> knapp am eck, Steyr Note 1,15<br />

Von links nach rechts: KultiWirte-Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber, KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer,<br />

Andrea & Jürgen Klement (knapp am eck), Landesrat Max Hiegelsberger<br />

Sieger Region Mühlviertel West Note 1,38<br />

Regionssieger Wia z’Haus Dinghofer, Wartberg an der Aist<br />

÷ ÷ 2. Platz: Gasthof Süß, Oberkappel (Note 1,48)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Gasthaus Vis à Vis, Freistadt (Note 1,60)<br />

Von links nach rechts: KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer, Gerhard & Hermine<br />

Dinghofer (Wia z’Haus Dinghofer), Dietmar Doppelmair (Metro), KultiWirte- Geschäftsführerin<br />

Mag. Monika Kalkgruber<br />

Sieger Region Traunviertel Note 1,20<br />

Regionssieger Gasthaus Hohe Linde, Waldneukirchen<br />

÷ ÷ 2. Platz: Schupf’n, Rohr (Note 1,23)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Gasthaus Berger, Weyer (Note 1,40)<br />

Von links nach rechts: KultiWirte-Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber,<br />

KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer, Ottilie Tretter und Küchenchef Martin<br />

Mursch (Gasthaus Hohe Linde), Spartengeschäftsführer Dr. Peter-Paul Frömmel<br />

Sieger Region Hausruckviertel Note 1,30<br />

Regionssieger Landgasthof Spitzerwirt, St. Georgen im Attergau<br />

÷ ÷ 2. Platz: Aichingerwirt, Mondsee (Note 1,31)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Schrank’s Wirtshaus, Eschenau (Note 1,35)<br />

Von links nach rechts: KultiWirte-Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber,<br />

Gottfried & Karoline Spitzer (Landgasthof Spitzerwirt), Harald Kalcher<br />

( Chefredakteur OÖ Krone)<br />

Sieger Region Traunviertel/ Salzkammergut Note 1,25<br />

Regionssieger Gasthof Engelhof, Gmunden<br />

÷ ÷ 2. Platz: Schweizerhof, Altmünster (Note 1,255)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Seegasthof-Hotel Hois’n Wirt (Note 1,42)<br />

Von links nach rechts: Fachgruppenobmann Thomas Mayr-Stockinger, MBA,<br />

Christoph Bergthaler (Gasthof Engelhof), KultiWirte-Geschäftsführerin<br />

Mag. Monika Kalkgruber, KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer<br />

Sieger Region Mühlviertel Ost Note 1,18<br />

Regionssieger Gasthaus Marktstub’n, St. Georgen an der Gusen<br />

÷ ÷ 2. Platz: Restaurant Donauhof, Mauthausen (Note 1,36)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Wirthaus-Restaurant Stoabaun-Wirt, St. Georgen / Walde (1,38)<br />

Von links nach rechts: KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer, Brigitte Böhm<br />

( Gasthaus Marktstub’n), Klaus Solderer (Coca Cola Hellenic), KultiWirte-<br />

Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber<br />

Sieger Region Innviertel Note 1,20<br />

Regionssieger Gasthaus Hofer, Neukirchen<br />

÷ ÷ 2. Platz: Wirt z’Kraxenberg, Kirchheim (Note 1,37)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Gasthaus Bauer – Wirt in Steinbrunn, Schardenberg (Note 1,43)<br />

Foto von links nach rechts: KultiWirte-Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber,<br />

Josef Resch (Resch & Frisch), Gudrun & Franz Hofer (Gasthaus Hofer),<br />

KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer<br />

Sieger Region Zentralraum Note 1,40<br />

Regionssieger Gasthaus Hofwimmer, Wels<br />

÷ ÷ 2. Platz: Gasthof-Hotel Stockinger, Ansfelden (Note 1,65)<br />

÷ ÷ 3. Platz: Stefan Stubm, Linz (Note 1,69)<br />

Foto von links nach rechts: Josef Paukenhaider (BrauUnion), Karin und<br />

Christian Hofwimmer, KultiWirte-Geschäftsführerin Mag. Monika Kalkgruber,<br />

KultiWirte-Obmann Gottfried Spitzer<br />

4 November <strong>2016</strong>


Ein Land voll<br />

goldener Blutzer<br />

Kürbiskernöl – dafür war früher die Steiermark bekannt.<br />

Mittlerweile wachsen Ölkürbisse in Oberösterreich auf rund achthundert<br />

Hektar Acker. Verantwortlich sind dafür die Bauern von<br />

Pramoleum, einer Genossenschaft aus dem Innviertel. Die zeigen,<br />

dass sich aus den grünen Kernen viel mehr machen lässt als Öl.<br />

Alois Selker aus Sigharting<br />

ist auf der Suche nach<br />

einem guten Eiweiß­<br />

Futtermittel für seine Milchkühe.<br />

Und er kommt auf den Kürbis-<br />

Presskuchen. Vor sieben Jahren<br />

ist das, als er den Kurs zum<br />

Landwirtschaftsmeister besucht.<br />

Bleibt nur ein Problem – diese<br />

Presskuchen, die Reste vom Kernöl<br />

pressen, gibts nirgends zu kaufen.<br />

Ein Kurskollege baut damals<br />

mit viel Handarbeit ein paar tausend<br />

Quadratmeter Kürbis an.<br />

So kommt Selker zu seinen ersten<br />

Presskuchen. Und gleich drauf<br />

beginnt die Geschichte der Genossenschaft<br />

Pramoleum.<br />

Alois Selker und vier weitere<br />

Landwirte aus dem benachbarten<br />

Raabs tun sich zusammen. Was<br />

sie damals wissen: Von den in<br />

Österreich verarbeiteten Kürbiskernen<br />

kommen achtzig Prozent<br />

aus dem Ausland.<br />

So ist für die Bauern von<br />

Pramo leum eines von Anfang an<br />

klar: Es wird kein einziger Kürbiskern<br />

zugekauft. Die Produktion<br />

muss transparent und ehrlich den<br />

Kunden gegenüber ablaufen.<br />

Alle Bauern, die ihre Kürbiskerne<br />

an Pramoleum liefern,<br />

verpflichten sich zu einer vierjährigen<br />

Fruchtfolge und sie<br />

verzichten auf die Ausbringung<br />

von Klärschlamm: Das hält den<br />

Boden und den Kern gesund. So<br />

gibt es mittlerweile Ölkürbisse in<br />

ganz Oberösterreich und dem angrenzenden<br />

Bayern: viele Felder,<br />

meist zwei, drei Hektar groß.<br />

Das Jahr beginnt für den Ölkürbis<br />

mit der Saat Mitte April bis<br />

Mitte Mai. Drei Zentimeter tief<br />

liegen die Samen in der Erde. Die<br />

Bodentemperatur soll da schon<br />

bei zehn Grad liegen und möglichst<br />

weiter steigen. Die Kürbisse<br />

brauchen nicht viel Nährstoffe<br />

und vom Wetter her halten sie<br />

auch einiges aus.<br />

Zwei Monate dauerts dann, bis<br />

der Kürbis blüht. Und dann wärs<br />

fein, wenn viele Hummeln und<br />

Bienen vorbei schauen und die<br />

Blüten befruchten. Ende August<br />

bis Anfang September sind die<br />

Kürbisse reif. Zu sehen sind auf<br />

den Feldern dann nur mehr die<br />

goldgelben Blutzer. Ranken und<br />

Blätter sind da schon eingezogen.<br />

Ein Schwadpflug schiebt die<br />

Kürbisse auf den Feldern in lange<br />

Reihen zusammen. Die Erntemaschine<br />

sticht mit einer Stachelwalze<br />

die Kürbisse auf, zerdrückt<br />

sie in einer Trommel und separiert<br />

die Kerne – das Fruchtfleisch<br />

kommt gleich wieder zurück aufs<br />

Feld.<br />

Jetzt ists wichtig, dass die feuchten<br />

Kerne schnell weiterverarbeitet<br />

werden. Zuerst kommen sie in<br />

eine fünf Meter lange Trommel –<br />

sowas wie eine große Waschmaschine.<br />

Dann werden die Kerne<br />

schonend getrocknet: „Wir erhalten<br />

den Kern am Leben“, sagt<br />

Pramoleum-Geschäftsführer Alois<br />

Selker. Nach dem Trocknen<br />

werden die Kürbiskerne belüftet<br />

und dann gekühlt gelagert. So<br />

hält sich die Qualität übers Jahr –<br />

bis zur nächsten Ernte.<br />

Kernöl pressen die Leute von<br />

Pramoleum jeweils frisch nach<br />

Bedarf – alle drei bis sechs<br />

Wochen. Und der Bedarf steigt:<br />

Es hat sich herumgesprochen,<br />

dass das Kürbiskernöl aus dem<br />

Innviertel viel ergiebiger ist und<br />

intensiver schmeckt als manches<br />

Billigprodukt.<br />

Denn wirklich billig kann<br />

Kürbiskernöl nicht sein, sagt<br />

Alois Selker: „Ehrlich kalkuliert<br />

muss Kürbiskernöl 14 Euro pro<br />

halbem Liter kosten“. Günstiger<br />

wird es allerdings, wenn das Kernöl<br />

in größeren Gebinden geliefert<br />

wird – als Bag-in-Box. So kommt<br />

das Öl auch nicht mehr mit der<br />

Luft in Kontakt.<br />

Pramoleum presst im Jahr rund<br />

15.000 bis 20.000 Liter Kernöl.<br />

Den Großteil des Umsatzes –<br />

rund achtzig Prozent – erwirt­<br />

schaftet die Genossenschaft aber<br />

mit Kürbiskernen und mit Produkten<br />

daraus: Knabberkerne<br />

zum Beispiel, Kürbiskernpesto,<br />

Tagliatelle, kleine nussige Kekse ...<br />

Und es gibt auch Kürbiskern-Bier.<br />

Dafür werden die Presskuchen verwendet.<br />

Ihr Vorteil: Sie sind intensiv<br />

im Geschmack, enthalten<br />

aber kaum Öl. Denn damit haben<br />

die Brauer nicht viel Freude – da<br />

wär Schluss mit dem Foamhäuberl<br />

am Bier.<br />

Alois Selker verwendet den<br />

Kür bis-Presskuchen übrigens<br />

noch immer daheim am Bauernhof,<br />

mittlerweile für Stiere. Wie<br />

lang noch, das ist die Frage – denn<br />

er findet, dass der Presskuchen<br />

eigentlich zu schade ist als Tierfutter.<br />

Schließlich gibts schon<br />

Brot mit Presskuchen – und das<br />

schmeckt wunderbar.<br />

Wenn Sie mehr erfahren und<br />

mehr schmecken möchten zum<br />

Thema Kürbiskern und Kernöl:<br />

Im Schloss Sigharting nahe<br />

Andorf finden Sie die Leute von<br />

Pramoleum von Montag bis Freitag<br />

von 8 bis 13 Uhr. Die MitarbeiterInnen<br />

der Genossenschaft<br />

organisieren gern ein Besuchsprogramm<br />

– mit einer Dauer von<br />

einer halben Stunde bis zu einem<br />

Tag – einschließlich Hofbesuch<br />

und Verkostung. Am meisten zu<br />

sehen ist zum Thema Kürbis im<br />

Herbst und im Frühjahr. <br />

Unter www.pramoleum.at<br />

finden Sie auch Rezepte und<br />

einen Shop.<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n www.kultiwirte.at 5


anzeige<br />

Bauer & Wirt<br />

Den Sommer feiern<br />

Im Garten des Gasthofs Bauböck<br />

in Andorf luden die<br />

Wirtsleut zum „Sommersilvester“.<br />

Natürlich gabs da den<br />

Einakter „Dinner for one“ zu<br />

sehen. Und das live – mit Martina<br />

Bamberger als Miss Sofie und<br />

Johann Berghammer als Butler<br />

James. Dazu Live-Musik der<br />

Gruppe „Portwine“. Begleitet<br />

wurde dieser Abend von einer<br />

leichten sommerlichen Speisekarte,<br />

einer gut sortierten Weinauswahl<br />

und einer Cocktailkarte<br />

mit Eigenkreationen aus der<br />

jungen Kreativabteilung.<br />

Gasthof Bauböck<br />

Heidelinde Voglmayr<br />

G.-Schachinger-Weg 2<br />

4770 Andorf<br />

T 0 77 66 / 22 79 F DW 33<br />

gasthof@bauboeck.at<br />

www.bauboeck.at<br />

RT Mo<br />

Das AMA-Gastrosiegel kennzeichnet gelebte Partnerschaft und Regionalität.<br />

Die Zeiten, in denen ein<br />

Schnitzel einfach nur möglichst<br />

groß sein sollte, sind<br />

vorbei. Heute zählt, was auf den<br />

Teller kommt und woher es stammt.<br />

Schön, dass so viele oberösterreichische<br />

Wirte trans parent machen,<br />

wo sie ihre Zutaten einkaufen.<br />

Immer mehr Gäste wollen<br />

wissen, woher die Rohstoffe stammen.<br />

Das zeigt eine Motivanalyse<br />

der AMA-Marketing. Jeder zweite<br />

Gast möchte erfahren, wo der Wirt<br />

das verwendete Fleisch einkauft.<br />

Auch bei Eiern sowie Brot und<br />

Gebäck ist Regionalität wichtig.<br />

AMA-Gastrosiegel-Betriebe<br />

geben in der Speisekarte genau<br />

Auskunft, woher Fleisch, Milchprodukte,<br />

Eier, Obst und Gemüse<br />

sowie Wild oder Süßwasserfisch<br />

stammen. Noch tiefer greift die<br />

Auszeichnung der Regionalität<br />

mit den neuen, freiwilligen<br />

Kate gorien der regionstypischen<br />

Rohstoffe oder Speisen und der<br />

Verwendung von Leitprodukten<br />

aus den Genussregionen. Damit<br />

wird das AMA-Gastrosiegel<br />

noch regionaler und die Partnerschaft<br />

zwischen Bauer, Lebensmittelproduzent<br />

und Wirt noch<br />

intensiver.<br />

KultiWirte sind besonders<br />

regional.<br />

Die oberösterreichischen Kulti­<br />

Wirte gehen mit leuchtendem<br />

Beispiel voran. KultiWirte mit<br />

AMA-Gastrosiegel lassen die besonders<br />

tiefgreifende Regionalität<br />

freiwillig von externen Stellen<br />

kontrollieren. Sie tischen typische<br />

Speisen wie Knödl und Bratl auf<br />

und verwenden Produkte der oberösterreichischen<br />

Genussregionen.<br />

Allein schon deren Aufzählung<br />

lässt einem das Wasser im Mund<br />

zusammenlaufen:<br />

÷ ÷ Eferdinger Landl-Gemüse<br />

÷ ÷ Sauwald-Erdäpfel<br />

÷ ÷ Innviertler Surspeck<br />

÷ ÷ Mühlviertler Weidegans<br />

÷ ÷ Forelle aus dem Mattigtal<br />

÷ ÷ Bio-Rind aus dem Nationalpark<br />

Kalkalpen ...<br />

„Die regionale Qualität unserer<br />

bäuerlichen Produzenten wird<br />

von Gastronomen zu innovativen<br />

Gerichten verarbeitet, die Österreich<br />

an die Spitze internationaler<br />

Kulinarik-Nationen bringt“, so<br />

Landwirtschaftsminister Rupprechter.<br />

Die Wirte sehen die gelebte<br />

und geprüfte Regionalität als<br />

Alleinstellungsmerkmal. So profitieren<br />

Gastronom und Landwirt –<br />

und den Gästen schmeckts. <br />

Gratis-Abo!<br />

((<br />

Ja, ich will die „Beste Seit’n“ der<br />

KultiWirte gratis abonnieren.<br />

Name<br />

Adresse<br />

Telefon<br />

eMail<br />

Antwortkarte<br />

Verein der<br />

KultiWirte<br />

Hessenplatz 3<br />

4020 Linz<br />

Bitte<br />

frankieren !<br />

Wir suchen die <strong>beste</strong>n<br />

Wirte. Die KultiWirte<br />

möchten gern Oberöster<br />

reichs <strong>beste</strong><br />

Wirt Innen unter ihrem<br />

Dach versammeln.<br />

Wenn Sie einen Wirt<br />

wissen, der hier fehlt<br />

und bei dem Sie<br />

meinen, das wär doch<br />

auch ein<br />

richtiger<br />

Kulti Wirt,<br />

dann schlagen<br />

Sie uns den doch<br />

vor – hier auf der<br />

Karte.<br />

((<br />

Das wär doch auch ein KultiWirt:<br />

Name, Ort<br />

... oder per eMail: info@kultiwirte.at<br />

Ausschneiden,<br />

einsenden und<br />

gratis lesen !<br />

6<br />

November <strong>2016</strong>


z’sammtragn<br />

Am Traunsee ins Neue Jahr<br />

Zum Silvesterball im Landhotel<br />

Grünberg am See lädt<br />

die Familie Pernkopf am<br />

Samstag, 31. <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong> ab<br />

20 Uhr – mit Livemusik, Glücksbringer<br />

und 4-gängigem Menü.<br />

Musikalische Geschichten aus<br />

dem Wirtshaus Remasuri gibts am<br />

Samstag, 7. Jänner ab 20 Uhr zu<br />

hören.<br />

Zum Weinabend Österreich<br />

öffnet Weinakademiker Günther<br />

Bammer zehn Jahrgänge in<br />

Magnumflaschen weiß und rot:<br />

am Samstag, 14. Jänner ab 19 Uhr.<br />

Kochkurse in Ingrid Pernkopfs<br />

Genusskochschule gibts auch weiterhin:<br />

Im Sinn der verstorbenen<br />

Senior-Chefin vom Landhotel<br />

Grünberg am See kochen jetzt<br />

ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Zum Beispiel ein 5-gängiges<br />

Weihnachtsmenu, Weihnachtsbäckerei<br />

oder Klassiker aus der<br />

Österreichischen Küche.<br />

Vier Jubiläen und ein Sieg<br />

Im Gasthaus Hofwimmer in<br />

Wels, Oberthan gabs heuer<br />

viel Grund zur Freude: Zuerst<br />

feierten die Senior-Wirte Rosa<br />

und Herbert ihren 80er. Dann<br />

gabs ein 120-Jahre-Gasthaus-Hofwimmer-Fest,<br />

gleichzeitig auch<br />

das zwanzigjährige Betriebsjubiläum<br />

von Karin und Christian und<br />

die Eröffnungsfeier von neuem<br />

Eingangsbereich und Clubraum.<br />

Und jetzt ist das Wirtshaus auch<br />

Regionssieger bei der KultiWirte-<br />

Wahl für den oberösterreichischen<br />

Zentralraum.<br />

Gasthaus Hofwimmer<br />

Karin & Christian Hofwimmer<br />

Vogelweiderstraße 166<br />

4600 Wels<br />

T 0 72 42 / 466 97<br />

wirt@gasthaus-hofwimmer.at<br />

www.gasthaus-hofwimmer.at<br />

RT Mi + Do<br />

Zweimal Oscar – einmal echt<br />

Im Februar 2008 hat Stefan<br />

Ruzowitzky den Oscar erhalten<br />

für seinen Film „Die Fälscher“.<br />

Damals prämiert als <strong>beste</strong>r<br />

fremdsprachiger Film – und der<br />

erste Oscar für einen österreichischen<br />

Beitrag.<br />

Vor ein paar Jahren hat der<br />

österreichische Filmregisseur<br />

und Drehbuchautor vom „Hois’n“<br />

aus den Traunstein bestiegen.<br />

Bei seinem jüngsten Besuch am<br />

Traunsee haben ihm die Wirtsleut<br />

für diesen Schnappschuss ihren<br />

eigenen Oscar in die Hand gedrückt:<br />

Dieser „Tourismus-Oscar“<br />

wurde 1994 den Hois’n-Wirtsleuten<br />

Adelgunde und Johann<br />

Schallmeiner verliehen – den<br />

Großeltern von Johanna Schallmeiner.<br />

Mittlerweile gibts diesen<br />

und ähnliche Preise nicht mehr:<br />

Die Veranstalter der Academy<br />

Awards in Kalifornien klagen vor<br />

Gericht recht konsequent gegen<br />

jede Verwendung des Begriffs<br />

Oscar, die nicht mit ihnen abgesprochen<br />

ist.<br />

Mehr dazu was im echten<br />

Oscar steckt finden Sie unter<br />

www.oscars.org/oscars/<br />

statuette.<br />

Seegasthof-Hotel Hois’n Wirt<br />

Rosi, Hans & Johanna Schallmeiner<br />

Traunsteinstraße 277<br />

4810 Gmunden<br />

T 0 76 12 / 773 33 F DW 95<br />

reception@hoisnwirt.at<br />

www.hoisnwirt.at<br />

RT kein Ruhetag<br />

Landhotel Grünberg am See<br />

Franz & Michael Pernkopf<br />

Traunsteinstraße 109<br />

4810 Gmunden<br />

T 0 76 12 / 777 00 F DW 33<br />

hotel@gruenberg.at<br />

www.gruenberg.at<br />

RT kein Ruhetag<br />

Handwerks-Kunst genießen<br />

Kunst, Musik und dazu gut<br />

essen und trinken: Bei<br />

Johanna Landerl im Gasthof<br />

Jägerwirt in Au an der Donau<br />

Mühlviertler Kreativmarkt ist am<br />

Sonntag, 4. <strong>Dezember</strong> und am<br />

Donnerstag, 8. <strong>Dezember</strong>. Und<br />

wenn auch die Wildwochen fast<br />

überall vorbei sind – beim Jägerwirt<br />

gibts Spezialitäten von Reh<br />

und Fasan das ganze Jahr über.<br />

Gasthof Jägerwirt<br />

Johanna Landerl<br />

Oberer Markt 24<br />

4332 Au an der Donau<br />

T 0 72 62 / 585 14 F DW 9<br />

johanna.landerl@utanet.at<br />

www.tiscover.at/jaegerwirt-au<br />

RT Do (Wintermonate)<br />

anzeige<br />

Der hat immer ein Leiberl<br />

Gegen diesen Wirt hat keiner<br />

ein Leiberl – so haben wir<br />

vor etlichen Jahren – zur<br />

Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft<br />

Bestes Bier im Boigerstadl<br />

Eines von Oberösterreichs<br />

ge pflegtesten Bieren gibts<br />

in Garsten bei Steyr, bei<br />

Sandra Mayrhofer. Die sicherte<br />

sich beim Bewerb um den<br />

Golde nen Zapfhahn den dritten<br />

Platz.<br />

Siegerin wurde Magdalena<br />

Aigner vom Gasthaus Django in<br />

Ottnang, Silber ging an Rudolf<br />

Kastenhuber vom Gasthaus<br />

Kastenhuber in Desselbrunn.<br />

Damit ändert sich von den<br />

Wirtshäusern her gegenüber<br />

dem Vorjahr nichts – alle drei<br />

Wirts familien haben ihre Plätze<br />

verteidigt.<br />

Boigerstadl<br />

Sandra Mayerhofer<br />

Boigstraße 14<br />

4451 Garsten<br />

T 0 72 52 / 531 96<br />

boig@aon.at<br />

RT Mo (Di – Fr ab 15.30 Uhr,<br />

Sa ab 11 Uhr, So ab 9 Uhr geöffnet)<br />

2010 unsere KultiWirte­ Wahl<br />

beworben. Wahre Fans der Kulti­<br />

Wirte, wie Erwin aus Linz, tragen<br />

so ein Leiberl auch heut noch mit<br />

Stolz.<br />

Übrigens – ob mit oder ohne<br />

Leiberl: Jeden letzten Freitag im<br />

Monat gibts beim Spitzerwirt in<br />

St. Georgen einen Musikantenstammtisch.<br />

Landgasthof Spitzerwirt<br />

Gottfried Spitzer<br />

Kogl 17<br />

4880 St. Georgen im Attergau<br />

T 0 76 67 / 65 90 F DW 26<br />

info@spitzerwirt.at<br />

www.spitzerwirt.at<br />

RT Mo, November – März:<br />

Mo + Mi<br />

Junger Most<br />

im späten Herbst<br />

Ab Mitte November ist er<br />

erhältlich: Preisgekrönter<br />

Jungmost aus dem Jahrgang<br />

<strong>2016</strong>. Und wie’s ausschaut,<br />

waren die Voraussetzungen beim<br />

Wetter gut für das Mostobst:<br />

Genug Sonne und damit viel<br />

Zucker und genau das richtige<br />

Maß an Säure.<br />

Ähnlich wie beim Wein gibt es<br />

seit gut einem Jahr auch für Most<br />

ein Staatliches Qualitätssiegel:<br />

das Siegel „Österreichischer<br />

Qualitätsobstwein“ in Kombination<br />

mit der Prüfnummer auf<br />

einer Mostflasche garantiert<br />

geprüfte Qualität und Herkunft<br />

aus Österreich.<br />

Die <strong>beste</strong>n Jungmost-<br />

Betriebe finden Sie unter<br />

www.unsermost.at.<br />

Österreichs jüngster Biersommelier<br />

kommt aus<br />

Oberkappel – Dominik<br />

Süß ist siebzehn Jahre alt. Zusammen<br />

mit seiner Mutter Bettina<br />

hat er die Ausbildung und die<br />

Prüfung zum Biersommelier absolviert.<br />

Gasthof Süss<br />

Bettina & Johannes Süss<br />

Marktplatz 7, 4144 Oberkappel<br />

T 0 72 84 / 215 F 228 20<br />

info@gasthofsuess.com<br />

www.gasthofsuess.com<br />

RT Mo + Di bis 17 Uhr<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n<br />

www.kultiwirte.at<br />

7


Vergelts<br />

Gott<br />

Fuchtlmandl<br />

An Inn und Donau, und dort, wo es recht sumpfig oder moorig ist,<br />

dort waren früher die Fuchtlmandl zu sehen. Wir haben uns auf<br />

die Suche gemacht nach ihnen und ein paar Wirtshäuser haben<br />

wir auch gefunden am Weg.<br />

Kurz sind die Tage geworden<br />

und lang die<br />

Dämmerung und die<br />

Nacht. Wir merken ja heut nicht<br />

mehr gar so viel davon – bei<br />

elektrischem Licht im Haus und<br />

Scheinwerfern am Auto.<br />

Früher aber ist den Menschen<br />

in der Nacht allerhand aufgefallen.<br />

Die Fuchtlmandl oder<br />

Lichtln zum Beispiel. Im Volksglauben<br />

waren das arme Seelen,<br />

die erst erlöst werden müssen.<br />

Und zu erlösen waren sie leicht –<br />

mit einem Gebet meist, mit einem<br />

Vaterunser oder einem Vergelt’s<br />

Gott – dafür, dass sie den Menschen<br />

oft den richtigen Weg gezeigt<br />

haben.<br />

Wie sie ausgesehen haben ?<br />

„Sie waren groß und rund wie<br />

eine Saublase und leuchteten<br />

hell“, heißts zum Beispiel aus<br />

der Gegend um Naarn.<br />

Adalbert Depiny beschreibt<br />

vor bald hundert Jahren, was es<br />

mit den Fuchtlmandln auf sich<br />

hat – in seinem Buch über die<br />

Oberösterreichischen Sagen:<br />

„Die Fuchtlmandl waren hauptsächlich<br />

auf feuchten Wiesen zu<br />

sehen. War es finster und man<br />

verirrte sich, so rief man ,Fuchtlmandl<br />

! Fuchtlmandl, hilf mir !‘<br />

Dann leuchteten sie einem auf<br />

den richtigen Weg.“ Uns mag<br />

das heut naiv vorkommen – wir<br />

haben unsere Stirnlampe und<br />

vielleicht ein Smartphone, das<br />

uns nach Hause hilft.<br />

Eine Näherin in Kimpling ging<br />

spät abends von der Ster heim<br />

durch den Wald. Da sah sie ein<br />

Licht neben sich und das Licht<br />

hustete. „Helf Gott !“, rief die<br />

Näherin. „Gelts Gott ! Ich bin<br />

erlöst“, antwortete das Licht und<br />

verschwand.<br />

Ein Mehrnbacher Bursche ging<br />

in später Nacht heim und verirrte<br />

sich im großen Wald. Er<br />

fing zu beten an und betete für<br />

die arme Seele, an die niemand<br />

mehr dachte und die doch nur<br />

mehr wenig bedurfte, um in den<br />

Himmel einzugehen. Da sah er<br />

plötzlich ein helles Licht, es wies<br />

ihm den Weg aus dem Walde,<br />

dann stand es still. Als der Bursche<br />

voll Dankbarkeit „I dank dir<br />

schön, Lichtl !“ sagte, hörte er<br />

eine menschliche Stimme „Vergelts<br />

Gott, daß du mich erlöst<br />

hast !“ und das Lichtl war verschwunden.<br />

Es war die arme Seele,<br />

für die der Bursche gebetet hatte.<br />

Ein alter Handenberger Bauer<br />

fuhr von Burgkirchen heim. Im<br />

Walde überraschte ihn die Dunkelheit.<br />

Es wurde so finster, daß<br />

die Ochsen nicht mehr vorwärts<br />

konnten. Da dachte er sich:<br />

„Wenn doch ein Lichtl kam !“ Ein<br />

paar Schritte weiter scheuten die<br />

Ochsen. Ein Lichtl saß auf der<br />

Deichsel. Das Gespann beruhigte<br />

sich wieder und das Lichtl leuchtete<br />

dem Bauer bis zum Hof,<br />

dann entflog es über den Stall.<br />

„Vergelts Gott“ rief der Bauer nach<br />

und hörte noch eine Stimme:<br />

„Ich bin erlöst !“<br />

Auf die Spur der Fuchtlmandl<br />

geführt hat uns eine<br />

Radio­ Sendung von<br />

Märchenerzähler Helmut<br />

Wittmann.<br />

Mehr dazu unter<br />

www.maerchenerzaehler.at.<br />

Gschichten über Fuchtlmandl<br />

nachlesen können<br />

Sie in Adalbert Depinys<br />

Ober öster reichischem<br />

Sagenbuch. Digital zu finden<br />

unter www.sagen.at.<br />

Wenn auch Sie sich aufmachen<br />

möchten auf den Spuren der<br />

Fuchtlmandl – an Inn und Donau<br />

rund um Passau gibts etliche dieser<br />

Geschichten. Wir empfehlen<br />

die Umgebung der folgenden<br />

drei KultiWirte. Nach einer winterlichen<br />

Wanderung ist so eine<br />

warme helle Wirtsstube gleich<br />

noch einmal so schön: Rund um<br />

Oberkappel suchen sich zwei<br />

dutzend Bäche ihren Weg hinunter<br />

zur Ranna. Manchmal sind<br />

es weite Bachtäler mit feuchten<br />

Wiesen, dann wieder eng eingeschnittene<br />

Schluchten.<br />

Südlich der Donau gehts weiter<br />

mit einer ganz ähnlichen Landschaft:<br />

Im Sauwald – dem Wald<br />

der Passauer Bischöfe – gibts im<br />

Wald Reste kleiner Moore, dazu<br />

Hochebenen mit Wiesen und<br />

Äckern. Und je näher man dem<br />

Inn und der Donau kommt,<br />

umso mehr schauts nach Mühlviertel<br />

aus: Bäche, die zwischen<br />

moosigen Granitblöcken ihren<br />

engen Weg finden. Wer da von<br />

Schardenberg oder von Freinberg<br />

aus so einen Bach hinunter<br />

wandert, der landet auf einmal<br />

mitten in der Stadt Passau. <br />

Gasthof Süss<br />

Bettina & Johannes Süss<br />

Marktplatz 7, 4144 Oberkappel<br />

T 0 72 84 / 215 F 228 20<br />

info@gasthofsuess.com<br />

www.gasthofsuess.com<br />

RT Mo + Di bis 17 Uhr<br />

Wirth z’Hareth<br />

Hubert Wirth<br />

Hareth 15, 4785 Freinberg<br />

T 0 77 13 / 81 15<br />

wirth.hareth@aon.at<br />

www.hareth.com<br />

RT Mo + Di<br />

Gasthaus Bauer –<br />

Wirt in Steinbrunn<br />

Gabi & Josef Bauer<br />

Steinbrunn 2<br />

4784 Schardenberg<br />

T 0 77 13 / 67 44 F DW 4<br />

wirt-in-steinbrunn@aon.at<br />

www.wirt-in-steinbrunn.at<br />

RT Mi<br />

Die OÖ KultiWirte bedanken sich bei folgenden Organisationen und Unternehmen!<br />

Impressum Herausgeber & Medieninhaber Verein der KultiWirte, 4020 Linz, Hessenplatz 3, www.KultiWirte.at Redaktion & Text Franz Xaver Wimmer, Steinbach am Ziehberg, info@KultiWirte.at Layout Atteneder Grafik Design, Steyr Verlagspostamt Linz Die Zeitung erscheint dreimal jährlich mit einer Auflage von 30.000 Stück.<br />

8 November <strong>2016</strong>

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