Sie finden bei uns - Klimatec Luft

klimatec

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Montage- und

Klimazentralgeräte

KZG - WZG -HZG

... und das Klima stimmt

Stand 01/2007

Wartungsanleitung


© Klimatec GmbH

Betriebs- und Wartungsanleitung

Produkt: KZG-WZG-HZG

Status: current

Version: 2.0, deutsch

Stand: 2007-01

Inhalt Seite

1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1

1.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1

1.2 Sicherheitsbestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3

1.3 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3

2 Montage und Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5

2.1 Vor Beginn der Montage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5

2.2 Ventilatoreinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9

2.3 Erhitzereinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15

2.4 Kühlereinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17

2.5 Filtereinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19

2.6 Wärmerückgewinnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20

2.7 Jalousieklappen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23

2.8 Luftbefeuchtungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24

3 Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25

3.1 Ventilatoreinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25

3.2 Erhitzereinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27

3.3 Kühlereinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27

3.4 Filtereinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27

3.5 Wärmerückgewinnungseinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28

3.6 Schalldämpferelement. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

3.7 Jalousieklappen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

3.8 Luftbefeuchtungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

4 Messprotokoll für die Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31

5 Schaltbilder für den Motoranschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

6 Thermischer Motorschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35

7 Liste charakteristischer Störungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37

8 Demontage und Entsorgung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39

8.1 Demontage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39

8.2 Entsorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39

9 INDEX . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41

Im Sinne des Fortschritts behalten wir uns vor,

die Produkte zu verbessern.

ii


1 Allgemeines

1.1 Einleitung

1.1.1 Wir - Die Klimatec GmbH

In unserer Produktpalette ist für jedes Klima etwas dabei!

Unser Sortiment rund ums Klima umfasst neben den Klimazentralgeräten

für Innen- und Außenaufstellung auch Hygienezentralgeräte

und speziell auf Kundenwünsche ausgerichtete

Sonderkonstruktionen.

Zusätzlich bieten wir Seriengeräte wie Kombiluftheizer,

Deckenluftheizer, direktbefeuerte Lufterhitzer, Dachventilatoren

und Ventilatorkonvektoren an. Auch Flachgeräte, kompakte

Wärmerückgewinnungssysteme, Stauleistengitter und

Türluftschleier gehören zu unserer Produktpalette.

Planungsunterstützung

Wie schwierig Ihre Aufgabenstellung auch ist, unsere Spezialisten

vor Ort bemühen sich, Sie qualifiziert zu beraten. Dabei

berücksichtigen wir natürlich neben den räumlichen Vorgaben

auch die Geräteoptimierung im Hinblick auf Anschaffungskosten

und wirtschaftliche Betriebsweise.

Wir unterstützen Sie bei all´ Ihren Plänen!

Kontaktieren Sie uns unter der in Kapitel 1.1.4 “Name und

Adresse des Herstellers” auf Seite 2 genannten Adresse.

Planungssoftware

Wir gehen mit der Zeit und arbeiten mit unserem modernen

Computer-Auswahl-Programm Klimatec-CAP. Dieses stellen wir

Ihnen gerne zur Verfügung. Die professionelle Planungssoftware

für Raumlufttechnische Geräte (RLT-Geräte) erspart Ihnen

eine umfangreiche technische Dokumentation.

Unser neu entwickeltes Programm bietet Ihnen statt dessen

viele Erleichterungen:

Zusammenstellung individueller Geräte durch entsprechende

Anordnung der gewünschten Komponenten

schnelle und punktgenaue Gerätedimensionierung mit

Plausibilitätskontrolle

energieoptimierte Ventilatorauslegung

Ausgabe von Ausschreibungstexten in verschiedenen

Datenformaten und Sprachen

maßstabsgerechte Zeichnungen mit Maßen und Gewichten

in verschiedenen Formaten, die Sie in allen gängigen

Auto-CAD-Systemen weiterbearbeiten können.

Wegen der Systemvorraussetzungen fragen Sie uns. Wir helfen

gerne bei Einführung und Anwendung. Sie können sich dann

überzeugen, wie schnell und sicher Sie mit Klimatec problemlos

planen!

Montage- und Inbetriebnahme

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Montage und Inbetriebnahme

unserer RLT-Geräte. Qualifiziertes Fachpersonal wie

Montagehelfer, Montageinspektoren und Service-Techniker

sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

1.1.2 Vorwort

Diese Betriebsanleitung ist in der Absicht geschrieben, von den

Personen gelesen, verstanden und in allen Punkten beachtet zu

werden, die für das Klimagerät verantwortlich sind.

Sie beinhaltet grundlegende Hinweise und Anweisungen, die

bei Montage, Betrieb, Instandhaltung, Demontage und Entsorgung

des Gerätes zu beachten sind.

Daher ist diese Betriebsanleitung unbedingt vor Montage und

Inbetriebnahme von Monteuren, Inbetriebnehmern und Bedienungspersonal

sorgfältig zu lesen. Nur mit Kenntnis dieser

Betriebsanleitung können Fehler vermieden und ein störungsfreier

Betrieb erreicht werden.

Das Klimagerät ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten

sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können

bei unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer

Verwendung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers oder

Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Gerätes und anderer Sachwerte

entstehen.

Das Klimagerät darf nur in technisch einwandfreiem Zustand

sowie bestimmungsgemäß, sicherheits- und gefahrenbewusst

betrieben werden. Die Benutzung muss unter Beachtung der

dem Klimagerät bei Lieferung beigefügten Konformitätserklärung

erfolgen. Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen

können, müssen umgehend beseitigt werden.

Für künftige Verwendung ist die komplette technische Dokumentation

stets in der Nähe des Klimagerätes aufzubewahren!

1

1


1.1.3 Produktmarke und Typbezeichnung

Bei dem vorhandenen Klimagerät handelt es sich um ein Gerät

der Baureihe KZG, HZG, WZG

Bestimmungsgemäße Verwendung

Das vorliegende Klimagerät der Baureihe KZG, HZG, WZG ist

ausschließlich für die folgende Verwendung bestimmt:

Die Aufbereitung von Luft sowie die komponentenbezogene

Luftkonditionierung.

Der Betrieb des Klimagerätes ist nur im Rahmen der im Kapitel

1.3 “Technische Daten” auf Seite 3 angegebenen Auslegungsdaten

erlaubt.

Eine andere oder darüber hinaus gehende Verwendung gilt als

nicht bestimmungsgemäß!

Für hierraus resultierende Schäden übernimmt die Klimatec

Luft- und Klimatechnische Gerätebau GmbH keine Haftung!

Das Risiko trägt alleine der Betreiber!

Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch die ständige

Beachtung der vorliegenden Montage - und Wartungsanleitung!

1.1.4 Name und Adresse des Herstellers

Hersteller und Service

Gottbillstrasse 17

D-54294 Trier

Tel. 06 51 - 8 27 82- 0

Fax 06 51 - 8 27 82- 30

Internet: www.klimatec.de

E-Mail: info@klimatec.de

2

1.1.5 Rechtliche Aspekte

1.1.5.1 Haftungsbeschränkungen

Für Schäden, die durch

ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung,

eigenmächtige und fehlerhafte Montage oder Inbetriebsetzung

durch den Betreiber oder Dritte,

nachträgliche Änderungsarbeiten durch den Betreiber

oder Dritte,

natürliche Abnutzung,

nachlässige oder fehlerhafte Behandlung, Wartung oder

Instandhaltung,

Verstöße gegen die Betriebsanleitung

und ungeeignete Betriebsmittel entstehen,

übernimmt die Klimatec Luft- und Klimatechnische Gerätebau

GmbH keine Haftung.

1.1.5.2 Urheberschutz/Bestimmungen

Die Betriebsanleitung ist für Instandhaltungs-, Bedienungs- und

Überwachungspersonal bestimmt.

Die Betriebsanleitung enthält Vorschriften und Zeichnungen

technischer Art, die weder vollständig noch teilweise vervielfältigt,

verbreitet oder zu Zwecken des Wettbewerbs unbefugt

verwertet oder anderen mitgeteilt werden dürfen.

Die Anfertigung von Kopien - auch auszugsweise - ist dem

Betreiber des Klimagerätes ausdrücklich nur zur internen Verwendung

im Zusammenhang mit dem Betrieb des Gerätes

gestattet.


1.1.6 Zielgruppen

Die Montage- und Wartungsanleitung ist für folgende Zielgruppe

bestimmt:

Tab. 1: Zielgruppe - Aufgaben - Qualifikation

Zielgruppe Aufgaben

Installationspersonal Einrichten des Gerätes

Umrüsten des Gerätes

Gerät anfahren und

Abschalten

Kleine Störungen

beseitigen

Störungen und Sicherheitsproblemeerkennen

und

Funktionsablauf des

Gerätes gewährleisten

Instandhaltungspersonal Behebung von Störungen

Reparatur

Durchführen von

komplexen Instandhaltungsaufgaben

Vorbeugende Instandhaltung

Prüfen der Verschleißteile

1.1.7 Angewandte Symbole und deren

Verwendung

Tab. 2: Symbole für Gefährdung

Verwendung

Dieses Symbol bedeutet eine unmittelbare

Gefahr für die Gesundheit von Personen. Das

Nichtbeachten dieser Hinweise hat schwere

gesundheitliche Auswirkungen zur Folge, bis

hin zu lebensgefährlichen Verletzungen.

Dieses Symbol gibt wichtige Hinweise für den

sachgerechten und wirtschaftlichen Umgang

mit dem Gerät. Das Nichtbeachten dieser Hinweise

kann zu leichten Verletzungen und/oder

Gesundheitsbeeinträchtigungen sowie zu Störungen

an dem Gerät oder der Umgebung führen.

Unter diesem Symbol erhalten Sie Informationen

hinsichtlich der wirtschaftlichen Verwendung

des Gerätes.

Grad der

Gefahr

1.2 Sicherheitsbestimmungen

Das Klimagerät ist nach dem neusten Stand der Technik und

den annerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch

können bei unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer

Verwendung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers

oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Gerätes und anderer

Sachwerte entstehen.

Das Gerät darf nur in technisch einwandfreiem Zustand sowie

bestimmungsgemäß, sicherheits- und gefahrenbewußt betrieben

werden. Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen

können müssen, umgehend beseitigt werden.

Umbauten und/oder Änderungen am Gerät durch den Betreiber

dürfen nur nach Rüchsprache mit dem Lieferanten vorgenommen

werden. Für eigenmächtige Maßnahmen und sich

darus ergebende Schäden übernimmt der Lieferant keine Haftung.

1.3 Technische Daten

Die Technischen Daten entnehmen Sie bitte der beiligenden

Gerätekarte

3

1


2 Montage und Inbetriebnahme

2.1 Vor Beginn der Montage

2.1.1 Spezielle Sicherheitshinweise für die Montage

und Inbetriebnahme

Bei der Montage dürfen keine Bohrspäne in die Geräte fallen!

Bei vertikaler Luftführung muss oberhalb des Elektrolufterwärmers

ein zusätzlicher Sicherheitstemperaturbegrenzer eingebaut

werden!

Bei der Einstellung der Temperaturbegrenzer muss berücksichtigt

werden, dass der Temperaturwächter ca. 5K niedriger eingestellt

wird als der Sicherheitstemperaturbegrenzer!

Bei der Verwendung von Temperaturbegrenzern und Sicherheitstemperaturbegrenzern

ist zu beachten, dass auch die spätere

Zugänglichkeit gewährleistet sein muss!

Das zu erwärmende Medium darf keine brennbaren oder

explosiven Fluide enthalten, da die Geräte keinen Ex-Schutz

eingebaut haben!

Der Elektroanschluss darf nur von einem Elektro-Fachmann

ausgeführt werden. Hierbei gelten insbesondere die VDE 100/

DIN 57100!

Bei Erstanschluss und späterer Überprüfung müssen die

Anschlussschrauben der Elektroanschlüsse nachgezogen werden!

Spezielle Verordnungen, wie die Bauaufsichtliche Richtlinie über

Brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen,

sind zwingend vorgeschrieben und daher unbedingt zu beachten!

2.1.2 Anlieferung und Transport

Schläuche und Kabel müssen so verlegt sein, dass keine Stolperstellen

entstehen.

Alle Verbindungen, wie Schrauben, Befestigungen, Pneumatikleitungen

und elektrische Leitungen, sind vor dem Transport

des Gerätes zu lösen.

Einzelteile und größere Baugruppen sind beim Austausch sorgfältig

an Hebezeugen zu befestigen und zu sichern, so dass

hiervon keine Gefahr ausgehen kann. Es dürfen nur geeignete

und technisch einwandfreie Hebezeuge sowie Lastaufnahmemittel

mit ausreichender Tragkraft verwendet werden.

Nicht unter schwebenden Lasten aufhalten und/oder arbeiten!

Mit dem Transport von Lasten dürfen nur erfahrene Personen

beauftragt werden. Der Einweiser muss sich in Sichtweite des

Bedieners aufhalten oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.

Schläuche und Kabel müssen so verlegt sein, dass keine Stolperstellen

entstehen.

Alle Verbindungen, wie Schrauben, Befestigungen sowie elektrische

Leitungen, sind vor dem Transport des Gerätes zu lösen.

Lagerung

Es dürfen keine Flucht- und Rettungswege und keine Personen-

oder Fahrwege blockiert werden!

(siehe auch Kapitel 8 “Demontage und Entsorgung” auf

Seite 39)

Das Gerät, die Bauteile und Aggregate dürfen nicht im Gefahrenbereich

anderer Maschinen, Bauteile und Aggregate gelagert

werden.

Das Gerät, die Bauteile und Aggregate sind mit sicherem Stand

zu lagern.

Hierbei sind die folgenden Punkte zu überprüfen:

Beachten der spezifisch beschriebenen Lagerbedingungen,

wie:

Lagerung für den Notfall,

Größe,

Gewicht,

Abstand zu Nachbargeräten,

5

2


6

Temperatur,

Luftfeuchtigkeit,

was muss wie entsorgt werden?

Standfestigkeit der Bauteile und Aggregate,

zulässige Bodenbelastung der Fläche, auf der das Gerät,

die Bauteile und Aggregate abgestellt werden sollen.

Frei bewegliche Bauteile und Komponenten sind vor ungewollter

Bewegung zu sichern.

Die Geräte werden auf Paletten angeliefert.

Der Transport kann mit Gabelstaplern erfolgen.

Für den Krantransport können Transportösen mitgeliefert werden.

Diese sind dann werkseitig vormontiert und können nach

Gebrauch bauseits entfernt werden. Bei Kranabladung werden

keine Paletten mitgeliefert.

Bei sehr breiten Geräten sind im Gerätegrundrahmen Öffnungen

vorgesehen, die einen Transport mit Rohrtraversen ermöglichen:

Abbildung 1: Anschlagen bei breiten Geräten

Distanzprofil

Auf die Mindestlängen ist unbedingt zu achten.

Rohrtraverse

(bauseits)

Gerätegrundrahmen

Abbildung 2: Anschlagen - Vorderansicht

Ansaughaube

Großgeräte erhalten Montagehaken am Geräte-Grundrahmen:

Abbildung 3: Anschlagem - Seitenansicht

Damit während der Lagerung und Montage kein Schmutz in

die Geräte eindringen kann, sind die Geräteöffnungen zu verschließen

oder abzudecken. Dies gilt besonders für die Filter-

und Ventilatoreneinheit.

2.1.3 Fundament

L

min. L

Ringschraube

Distanzprofil

Montagehaken

Gerätegrundrahmen

Die Fundamentfläche muss eben und waagerecht sein. Die

Fundamenthöhe muss mindestens 100 mm betragen.

Hierbei ist besonders auf die Höhe des Syphons für den Kondensatablauf

zu achten. Die erforderliche Mindesthöhe können

Sie gemäß der Formel (siehe Abbildung 19 auf Seite 18)

errechnen.

Die Fundamentfläche sollte der Gerätegröße entsprechen.

Wird ein Streifenfundament verwendet, muss das Gerät auf

dem äußeren Geräterahmen durchgehend aufliegen.


Abbildung 4: Seitenansicht Streifenfundament

Kammerverbindungsstellen

Abbildung 5: Draufsicht Streifenfundament

Bei punktförmiger Aufstellung müssen die Auflagepunkte im

Bereich der Verbindungsstellen angebracht werden.

Abbildung 6: Auflagepunktbefestigung

Kammerverbindungsstellen

Fundament Auflagepunkte

Wo dies nicht möglich ist, muss das Gerät auf einem stabilen

Grundrahmen befestigt werden.

Abbildung 7: Grundrahmenbefestigung

Grundrahmen

Kammerverbindungsstellen

2.1.4 Aufstellung

Bei der Aufstellung des Gerätes ist unbedingt darauf zu achten,

dass ein genügend großer Arbeitsraum auf der Bedienungsseite

vorhanden ist. Dieser muss mindestens 1 x die

Gerätetiefe betragen.

Abbildung 8: Wartungsbereich

Wartungsbereich

(Bedienseite)

1 x Gerätetiefe

Es ist vorteilhaft, den Geräteanschluss auf der Geräterückseite

anzuordnen. Die Verrohrung der Register führt dann zu keinerlei

Behinderung auf der Bedienungsseite.

Die folgende Abbildung verdeutlicht die Fundamentausführung

bei Aussenaufstellung, wetterfest, mit Dachrahmen.

Abbildung 9: Maßskizze

dauerelast. Dichtmasse +

Dichtband auf Rahmen

Dachhaut

(bauseits)

Dachisolierung

(bauseits)

20

50

50

Gerätedeckel

Grundrahmen

0,6m

Grundrahmenisolierung

(bauseits)

Holzkeil

(bauseits)

Grundrahmenauflage

(PU- Gummistreifen,

Holz o.ä., bauseits)

Dachkonstruktion

Achten Sie darauf, dass der Dachrahmen isoliert wird, da Kondensat

entstehen kann!

Für die Montage ist auf der Geräterückseite ein Freiraum von

mindestens 0,6 m vorzusehen.

Das Gerät ist in der Waagerechten und Senkrechten genau

auszurichten.

250

7

2


Um bei unebener Fundamentfläche Verspannungen im Gerät

zu vermeiden, ist ein Distanzausgleich vorzusehen.

Wir empfehlen, die Geräte auf eine schwingungsdämpfende

Unterlage zu stellen, die der Belastung entsprechend ausgelegt

werden muss.

Schwingungsübertragung durch Rohrverbindung (z. B. bei

Wärmeaustauschern) sind durch entsprechend Rohraufhängungen

zu vermeiden.

2.1.5 Geräteverbindung

Die Gerätekombination können Sie der beigefügten Skizze der

Auftragsunterlagen entnehmen.

Vor dem Zusammenschrauben der Kammern muss an den

Geräterahmen der Kammerstirnseiten das mitgelieferte Dichtband

aufgeklebt werden.

Es ist daruf zu achten, dass die einzelnen Geräte/Bauelemente

vor dem Zusammenbau entsprechend auszurichten sind und

nicht über die Kammerverbindungen zusammengezogen werden

dürfen.

Bei wetterfesten Geräten sind die Verbindungsstellen der Baueinheiten

mit dauerelastischer Dichtmasse luft- und wasserdicht

zu versiegeln.

Der Dichtstoff muss bei Hygieneausführung desinfektionsmittelbeständig

sein und darf das Wachstum von Bakterien und

Pilzen nicht fördern.

Bei Foliendächern ist zusätzlich die mitgelieferte Montageanleitung

der Firma alwitra zu beachten.

8

Abbildung 10: Kammerverbindungen mit 60mm Profilstärke

2.1.6 Kanalanschluss

Der elastische Verbindungsstutzen darf beim Einbau nicht auf

maximale Länge gestreckt sein.

Wir empfehlen: Gestreckte Länge minus 10 mm.

Kantige Übergänge und direkt angeschlossene Bögen auf der

Druckseite sind zu vermeiden.

Wir empfehlen: Länge des geraden Kanalschlussstücks = mindestens

2 x lichtes Druckstutzenmaß.


2.1.7 Heiz- und Kühlmittelanschlüsse

Die Verlegung der Rohrleitungen muss so erfolgen, dass die

Bedienung und Wartung nicht beeinträchtigt werden (z. B. Ein-

und Ausbau von Wärmetauschern).

In den Rohrleitungen sind Absperreinrichtungen einzubauen,

um z. B. den Ein- und Ausbau von Wärmetauschern zu ermöglichen.

Eine Dichtheitsprüfung (Druckprüfung) der Leitungen bei angeschlossenen

Wärmetauschern ist zu empfehlen.

Ist das Gerät mit einer schwingungsgedämpften Unterlage versehen,

sind auch die Rohrleitungen mit in die Dämpfung einzubeziehen.

An den Geräten dürfen keine bauseitigen Rohre, elektrische

Leitungen o. ä. befestigt werden.

2.2 Ventilatoreinheit

2.2.1 Allgemeines

Die Ventilatoreinheit ist mit hochwertigen Ventilatoren und

Antriebsmotoren ausgestattet.

Die senkrechte Anordnung der Ventilatoren- und Motorwelle

ist nicht zulässig.

Der Ansaugstutzen darf nicht einseitig rechts oder links von der

Ansaugöffnung des Ventilators angeschlossen werden.

Die Standardmotoren und Standardventilatoren sind mit wartungsfreien,

geräuscharmen Kugellagern ausgerüstet. In Ausnahmefällen

werden nachschmierbare Kugellager eingesetzt.

Der Antrieb erfolgt über Keilriemen oder Direktantrieb.

Beim Einsatz von wartungsarmen Kugellagern ist die Wartungsanleitung

des jeweilgen Herstellers zu beachten!

2.2.2 Elektrischer Anschluss

Als Ventilatorantrieb werden Elektro-Motoren mit Thermokontakten

oder Kaltleiterfühlern als Motorschutz vorgesehen.

Wird auf vorgenannten Motorschutz verzichtet, ist unbedingt

ein Überstromauslöser mit Phasenausfallschutz zu verwenden.

Die von uns verwendeten Motoren unterliegen einer strengen

Herstellerkontrolle.

Zusätzlich werden die Motoren in eingebautem Zustand

gemeinsam mit dem Ventilator einer Funktionsprüfung unterzogen.

Hierüber wird ein Prüfprotokoll angefertigt, das wir der

Lieferung beigefügt haben.

Kabelführung durch doppelseitige Gehäusepaneele

Die Kabelführung kann wie folgt vorgenommen werden:

Abbildung 11: PG-Verschraubung

Kabelverschraubung

außen

innen

Einsteckstutzen

1. Paneele komplett durchbohren mit dem Durchmesser

der gewünschten Kabelverschraubung (abhängig vom

Kabelquerschnitt)

2. Aufbohren der Innenschale auf den Nenndurchmesser

des Einsteckstutzen (min. 1-2 Nenngrößen über dem

Durchmesser der Kabelverschraubung wählen)

3. Kabelverschraubung mit Gegenmuttern an der Außenschale

befestigen

4. Kabel durchführen und Innenschale mit Einsteckstutzen

verschließen

Die Verdrahtung sollte nur von Fachpersonal nach den gültigen

Richtlinien und Normen durchgeführt werden!

9

2


2.2.3 Inbetriebnahme

Hinweis zur Unfallvermeidung

Vor dem Öffnen der Türen muss der Ventilator abgeschaltet,

vom Stromnetz getrennt werden und zum Stillstand gekommen

sein (mindestens zwei Minuten Wartezeit).

Bei der Inbetriebnahme muss die Funktionsmessung nach VDI

2079 durchgeführt und ein Protokoll darüber erstellt werden!

Ein Formblatt, in dem die für den Betrieb wichtigsten Daten

erfasst werden, finden Sie in dieser Betriebsanleitung (Kapitel 4

“Messprotokoll für die Inbetriebnahme” auf Seite 31).

Für die elektrische Installation gelten die einschlägigen Bestimmungen

und örtlichen Vorschriften.

Vor der Inbetriebnahme der Ventilatoren müssen folgende

Bedingungen erfüllt sein:

10

1. Kanalnetz angeschlossen

2. Abluft- und Zulufteinrichtungen luftseitig offen

3. Sicherheitsabsperreinrichtungen (Feuerschutzklappen)

offen

4. Kanalnetz und Gerätekammern müssen frei von Fremdkörpern

und Verunreinigungen sein

5. Luftfilter im sauberen Zustand eingebaut

6. Das Lüfterrad ist von Hand auf freien Lauf zu prüfen

7. Die Transportsicherungen müssen entfernt bzw. gelöst

sein (siehe Abbildung 12 “Transportsicherungen

lösen”). Siehe hierzu Hinweisschild im Gerät

8. Die Drehrichtung des Ventilators ist durch kurzzeitiges

Einschalten zu prüfen. (Bei mehrstufigen Motoren ist

jede Stufe einzeln zu prüfen). Gegebenenfalls Motor

umklemmen und Drehrichtung korrigieren

9. Alle Revisionstüren müssen geschlossen sein.

Abbildung 12: Transportsicherungen lösen

Um eine Überlastung der Ventilatorantriebsmotore zu vermeiden,

muss in diesem Zustand des Gerätes die Stromaufnahme

gemessen und mit dem Motornennstrom verglichen werden.

Bei kombinierten Zu- und Abluftgeräten ist eine Druckdifferenz

bei Umluftbetrieb an der Umluftjalousieklappe durch Änderung

des Verstellwinkels der Umluftjalousieklappenlamellen

einzustellen.

Bei Überschreiten des Nennstromes Gerät sofort ausschalten!

In den meisten Fällen wird der Nennstrom überschritten, weil

die Luftleistung zu hoch ist, während der externe Druck geringer

ist, als angenommen. In diesem Fall Ventilatorendrehzahl

reduzieren.

Die maximale Motor-Umgebungstemperatur darf bei horizontaler

Luftführung 50°C und bei vertikaler Luftführung (von

unten nach oben) 40°C nicht überschreiten.


2.2.4 Keilriemen spannen

2.2.4.1 Normaler Riemen-Antrieb

Das Spannen des Keilriemens erfolgt mittels der Keilriemenspanneinrichtung:

Abbildung 13: Spanneinrichtung

Der Keilriemen darf nicht zu fest gespannt sein, da dies die

Lebensdauer der Motor- und Ventilatorlager vermindert.

Die Vorspannung des Keilriemens ist nach folgender Formel

vorzunehmen:

Abbildung 14: Vorspannung des Keilriemens

Durchbiegung f:

f = Achsabstand a x 0,016 in mm,

Achsabstand a in mm

Tab. 3: Spannkraft der Keilriemen

Verstellschrauben

Keilriemenprofil SPZ SPA SPB

Kraft F [N] 25 50 74

Nach Inbetriebnahme soll der Keilriemenantrieb unter Last einlaufen.

Nach ca. 30 - 60 Minuten muss die Spannvorrichtung

nachgestellt werden. Die Keilriemen haben sich dann den

Scheibenrillen angepasst und ihre Hauptdehnung erreicht.

Der Keilriemenantrieb muss öfter auf einwandfreie Funktion

überprüft werden.

2.2.4.2 Flachriemen-Antrieb

Bei der Montage bei Flachriemen-Antrieben ist darauf zu achten,

dass die Scheiben sauber sind, die Wellen parallel laufen

und die Scheitelpunkte der Scheibenbombierungen (Wölbungen)

genau fluchten müssen.

Abbildung 15: Riemenspannung durch Dehnung

Die Messmarke (ungespannt 500mm) soll je nach zu übertragender

Leistung eine Dehnung zwischen 1,5 bis 2,5% haben.

(Für die Übertragungsleistung siehe Gerätekarte auf dem

Gerät)

Im Flachriemen sind bereits Messmarken in einem Abstand von

500mm auf der Riemenoberseite integriert. Sind diese nicht

vorhanden, markieren Sie in einem Abstand von 500mm zwei

Messmarken im entspannten Zustand auf dem Riemen. Legen

Sie den Flachriemen auf und dehnen Sie diesen so lange, bis

sich der Abstand zwischen den Messmarken um die

gewünschte Dehnung vergrössert hat (z.B. um 2% von

500mm auf 510mm). Der Antrieb ist während des Spannens

von Hand durchzudrehen.

Nach richtigem Spannen nochmals die Seitenfluchtung überprüfen!

Kommt es zu falschem Ablauf, ist die Querjustierung am

Motorschlitten so zu verändern, dass es zu einem geraden

Ablauf des Riemens auf beiden Laufrädern kommt!

11

2


2.2.5 Ventilatoren mit freilaufenden Rädern

Abbildung 16: Freilauf-Ventilator

Bei freilaufenden Ventilatorrädern sind bei Montage und Inbetriebnahme

zusätzliche Punkte zu beachten:

Die Befestigungskonstruktion der Venilator-Motor-Einheit ist zu

überprüfen; das Laufrad muss ohne Widerstände gängig sein.

Die Überlappung (U) zwischen Laufrad und Einströmdüse muss

1 % des Laufraddurchmessers betragen (z. B. 5mm Abstand

bei einem Laufraddurchmesser von 500mm). Auf einen gleichmäßigen

Abstand des Luftspaltes "s" ist zu achten. Eine Nachjustierung

ist leicht möglich.

Die Nachjustierung des Freilaufrades kann in vertikaler Richtung

durch die Verschiebung der Düse erreicht werden. In horizontaler

Richtung kann über Langlöcher die

Motorbefestigungsplatte verschoben werden.

Bei der Inbetriebnahme ist darauf zu achten, dass die maximale

Drehzahl nicht überschritten wird. Die Frequenz können Sie

wie folgt einstellen:

Abbildung 17: Frequenz

12

nv nN mit:

x 50 = Frequenz (HZ)

n - v Betriebsdrehzahl

des Ventilators

n N - Motorendrehzahl

(aus technischer Gerätekarte)

O DN

U

S

Bei Frequenzumrichterbetrieb ist der Resonanzbereich zu ermitteln

und auszublenden. Werden diese Punkte nicht beachtet,

kann es zu erheblichen Schäden am Freirad und am Gerät

kommen.

Beachten Sie hier auch die spezielle Dokumentation des Herstellers!


2.2.6 Inbetriebnahme Volumentrommesseinrichtung

Abbildung 18: Volumenmesseinrichtung

Der Einsatz von modernen Frequenzumrichtern ermöglicht eine

vielfältige Betriebsweise einer Lüftungs- und Klimaanlage, bzw.

bietet für jede Aufgabenstellung der Betriebsweise eine entsprechende

Lösung. Dazu muss der Frequenzumrichter extern

Tab. 4: Beispiel 1

LR

in

out

über Klemmen oder über Differenzdrucktransmitter angesteuert

werden. Auch ein Betrieb ohne Ansteuerung als eine reine

Drehzahlsteuerung mit Festwerten ist möglich.

Für jede Betriebsweise müssen die entsprechenden Parameter

des Frequenzumrichters eingestellt werden.

Zu den häufigsten in der Lüftungstechnik vorkommenden

Betriebsweisen folgen zwei Beispiele.

Beispiel 1:

Variabler Volumenstrom über Gebäudeleittechnik (GLT) gesteuert.

Der Frequenzumrichter wird über ein externes Signal (0-10 V

oder 4-20 mA) der GLT auf Klemme 16 + 17 angesteuert.

Folgende Parameter sind einzustellen:

Parameter Bezeichnung Einstellung Anzeige

Sprache 001 Sprachauswahl Sprache einstellen

100 Konfiguration Drehzahlsteuerung einstellen

Motordaten 102 Motorleistung Typenschilddaten des Motors

105 Motorstrom Typenschilddaten des Motors

106 Motordrehzahl Typenschilddaten des Motors

Frequenzbereich 201 Min. Frequenz Min Ausgangsfrequenz in Hz 0 Hz

202 Max. Frequenz Max. Ausgangsfrequenz in Hz 50 Hz

205 Max. Sollwert Max. Sollwert in Hz 50 Hz

Rampen 207 Rampe Auf 1 Beschleunigungszeit in Sek. Abh vom Motor

208 Rampe Ab 1 Verzögerungszeit in Sek. Abh vom Motor

Motorschutz 117 Thermischer Motor Abschaltung Thermistor einst. THERMISTOR

308 Klemme 53 Motorkaltleiter einstellen MOTORKALTLEITER

Klemmen aktivieren 300 Klemme 16 Parametersatzanwahl Isb PARSATZ ANW LSB

301 Klemme 17 Parametersatzanwahl msb PARSATZ ANW MSB

13

2


Beispiel 2

2. Konstanter Volumenstrom mit Sollwertvorgabe. Bis zu vier

Parametersätze können mit Sollwerten versehen werden.

Gem. obigem Bild (siehe Abbildung 18 “Volumenmesseinrichtung”)

wird die Druckdifferenz des saugseitigen Druckes und

des Druckes im Düsenquerschnitt vom Drucktransmitter in ein

elektrisches Signal, i. d. R. 0 - 10 V umgewandelt und als Istwert

an den Frequenzumrichter weitergeleitet.

Frequenzumrichter der Baureihe VLT6000 können von einem

Transmitter mit linearem als auch radizierten Ausgangssignal

angesteuert werden. Die Radizierung wird benötigt um das

Drucksignal in eine Volumenstromanzeige umzuwandeln.

Beispiel:

gegeben:

Volumenstrom = 10.080 m³/h mit frei laufenden Ventilator

Gr. 560

Tab. 5: Beispiel 2

14

*allgemeine Standardwerte für Ventilatorbetrieb

Ermittlung der Werte:

Düsenkoeffizient des Ventilators Gr. 560: 381 (Herstellerangabe)

Düsenwirkdruck: Δpw = (V/k)² = (10080/381)² Pa = 700 Pa

Gewählter Drucktransmitter: 0 - 1000 Pa/0-10 V

Vmax( 10V)

k ⋅ ΔpwTrans, max

381 ⋅ 1000 12048 m3

= =

= -----h

Mit diesem Wert von 12048 (Parameter 414) wird der Messbereich

des Transmitters skaliert.

Sollwert ist der Volumenstrom von 10080 m³/h (Parameter

418). Da die Differenzdrucktransmitter i. d. R. eine Toleranz

von ± 2% haben, sollte Parameter 312 auf 0,2 anstatt 0,0 eingestellt

werden, um die Anzeige eines geringen Volumenstromes

bei Anlagenstillstand zu vermeiden.

Parameter Bezeichnung Einstellung Anzeige

001 Sprachauswahl Sprache einstellen Deutsch

006 Einheit Displayskala Einheit m³/h

007 Display Zeile 2 Anzeige Istwert Einheit

010 Display Zeile 1.3 Anzeige Hz

100 Konfiguration Prozessregelung Prozessregelung

102 Motorleistung Typenschild (Daten des Motors)

103 Motorspannung

105 Motorstrom

308 Klemme 53 Motorschutz Thermistor

312 Klemme 54 Skal-Min Ausgang Transmitter, min 0,2 V (Beispiel)

313 Eingang 54 Skal-Max Ausgang Transmitter, max 10 V

413 Min Istwert 0

414 Max Istwert 12048 (Beispiel)

415 Einheit Prozessregler m³/h

416 Istwert Konversion Radiziert

418 Sollwert 1 10080 (Beispiel)

423 P-Verstärkung PID-Regler 0,5*

424 Integrationszeit PID-Regler 25 sec*

427 Tiefpassfilter 1,0*


Wichtiger Hinweis:

Bei Anlagenbetrieb können in bestimmten Frequenzbereichen

konstruktionsbedingte Resonanzschwingungen auftreten.

Diese müssen bei Inbetriebnahme (Parameter 217 bis 220) ausgeblendet

werden, um Folgeschäden an Ventilator-Motoreinheit

vorzubeugen.

Bitte beachten Sie außerdem die Bedienungs- und Wartungsanweisung

des Frequenzumrichterherstellers.

2.3 Erhitzereinheit

2.3.1 Lufterhitzer (Luft/Flüssigkeit)

2.3.1.1 Allgemeines

Für die Wärmeübertragung werden Lufterhitzer aus Kupfer-

Aluminium oder aus Stahl verwendet:

Bis 110°C und Wasser als Heizmittel werden die Lufterhitzer

aus Kupfer-Aluminium eingesetzt, bis 150°C und Wasser oder

Dampf als Heizmittel werden Stahl-Lufterhitzer eingesetzt.

Die Luftführung kann horizontal oder vertikal erfolgen.

Bei Heizmittelvorlauftemperaturen über 100°C in Verbindung

mit Stahl-Wärmetauschern sind Drosselregelung und Heizmittelspreizung

über 40K zu vermeiden, da sonst unzulässig hohe

Wärmespannungen auftreten.

Die Anschlussstutzen sind an der höchsten und tiefsten Stelle

des Wärmetauschers angebracht, um ein Entleeren und Entlüften

über die Rohrleitung zu ermöglichen.

Maximale Betriebszustände:

Erhitzer aus Kupfer-Aluminium:

max. Temperatur 110°C

max. Druck 16 bar

Heizmittel Wasser

Erhitzer aus Stahl:

max. Temperatur 150°C

max. Druck 8 bar

Höhere Drücke und Temperaturen auf Anfrage.

Bei Temperaturen über 120°C und einem Druck-Liter-Produkt >

200 sind die Erhitzer TÜV-abnahmepflichtig.

2.3.1.2 Montage

Vor- und Rücklaufleitungen müssen so angeschlossen werden,

dass keine Schwingungsübertragungen und Wärmespannungen

auftreten können.

Die Anschlüsse sind gemäß der Bezeichnung "Vorlauf",

"Rücklauf" vorzunehmen.

Flansche, Anschlüsse und Absperrungen in Vor- und Rücklauf

sind so am Gerät anzuordnen, dass der Lufterhitzer ohne größere

Demontagearbeiten ausgetauscht oder gereinigt werden

kann.

Für eine einwandfreie Entlüftung und Entleerung der Lufterhitzer

und Rohrleitungen ist bauseits zu sorgen. (Siehe auch Kapitel

2.1.6 “Kanalanschluss” auf Seite 8)

Die Gewindeanschlussstutzen der Kupfer-Aluminium-Lufterhitzer

müssen beim Anschließen der Vor- und Rücklaufleitungen

durch Gegenhalten vor Verdrehen geschützt werden.

Um Schmutzablagerungen im Lufterhitzer zu vermeiden, empfehlen

wir den Einbau eines Schmutzfängers in die Vorlaufleitung.

Lufterhitzer, die im Außenluftbetrieb oder mit Lufttemperaturen

unter 0°C betrieben werden, müssen gegen Einfrieren ausreichend

geschützt werden.

Die Frostschutzeinrichtungen (Frostschutzmittel und Frostschutzthermostat)

müssen regelmäßig überprüft werden! Bei

Frostschäden entfällt der Garantieanspruch!

Zum Ein- und Ausbau des Lufterhitzers ist auf der Bedienungsseite

ein genügend großer Arbeitsraum von mindestens 1 x

Gerätetiefe frei zu lassen (siehe Abbildung 8 auf Seite 7).

15

2


2.3.1.3 Ein- bzw. Ausbau des Lufterhitzers

Einbau des Lufterhitzers:

16

1. Lufterhitzer auf die Gleitschienen stellen und in die hintere

Befestigung einschieben

Bei Kupfer-Aluminium-Lufterhitzer Lamellen nicht verbiegen!

2. Lufterhitzer ausrichten und festschrauben

3. Verkleidungsdeckel anschrauben

4. Gummi-Abdeckrosetten über Vor- und Rücklaufanschlüsse

schieben

5. Vor- und Rücklaufanschlüsse montieren. (Siehe auch

Kapitel 2.3.1.2 “Montage” auf Seite 15)

Ausbau des Lufterhitzers:

1. Heizmittel absperren

2. Lufterhitzer vollständig entleeren

3. Vor- und Rücklaufanschlüsse abnehmen

4. Verkleidungsdeckel abschrauben

5. Befestigungsschrauben für Lufterhitzer oben und unten

entfernen

6. Lufterhitzer seitlich herausziehen

2.3.2 Elektrolufterhitzer

2.3.2.1 Allgemeines

Für die Wärmeerzeugung werden Elektro-Niedertemperaturlufterhitzer

verwendet.

Die Luftführung kann horizontal oder vertikal erfolgen. Der

Temperaturwächter bzw. -begrenzer muss sich immer oben

befinden (Luftaustrittsseite)!

Für den Anschluss und die Verdrahtung sind die örtlichen Vorschriften

des EVUs, die DIN 57100 bzw. VDE 0100/420 sowie

die Herstellerangaben zu beachten.

2.3.2.2 Ein- bzw. Ausbau des Heizregisters

Ausbau des Heizregisters

1. Gerät stromlos machen!

2. Verkleidungsdeckel abschrauben

3. Anschlussleitungen an Klemmleiste (angebaut am Heizregister)

lösen

4. Befestigungsschrauben oben und unten entfernen

5. Halteblech abnehmen

6. Heizregister seitlich herausziehen

Einbau des Heizregisters

1. Heizregister auf die Gleitschiene stellen und einschieben

Das Heizregister muss so eingebaut sein, dass der Temperaturwächter

immer oben im Luftstrom an der Luftaustrittsseite

angeordnet ist!

2. Heizregister ausrichten, Halteblech einsetzen und festschrauben.

Dabei ist darauf zu achten, dass die Abkröpfung

des Halteblechs hinter den Heizregisterrahmen

greift.

3. Die Durchführungen für die Anschlussleitungen sind

bauseits zu erstellen.

4. Der elektrische Anschluss ist nach dem beiliegenden

Schaltplan und unter Beachtung der örtlichen Vorschriften

nur vom Elektro-Fachmann auszuführen.

5. Falls vorhanden, ist die Einschaltsperre am Temperaturbegrenzer

durch Knopfdruck zu entriegeln.

6. Verkleidungsdeckel anschrauben

2.3.2.3 Steuerung-Temperatur-Überwachung

Um einen störungsfreien und sicheren Einsatz zu gewährleisten,

sind bestimmte Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.

Geräteverriegelung

Elektro-Lufterhitzer müssen mit dem Ventilator elektrisch verriegelt

werden, damit der Lufterhitzer erst eingeschaltet werden

kann, wenn der Ventilator läuft. Durch diese Abhängigkeit

wird gleichzeitig gewährleistet, dass bei Ausfall des Ventilators

auch der Lufterhitzer abgeschaltet wird. Da diese elektrische

Sicherheitsschaltung bei einer mechanischen Störung, z. B. Reißen

der Keilriemen, unwirksam bleibt, sind weitere Sicherheitsmaßnahmen

- wie nachstehend beschrieben - vorzusehen.

Temperatur-Überwachung

Da Stauhitze häufig zu Schäden führen kann, ist grundsätzlich

ein Ventilatornachlauf vorzusehen, um einen zügigen Temperaturabbau

zu gewährleisten. Zudem muss bei hohen Oberflächentemperaturen

am Erhitzer gewährleistet sein, dass

benachbarte Bauteile keinen Schaden nehmen.

In Ergänzung der zuvor beschriebenen Maßnahme muss in

jedem Fall als weiterer Schutz vor möglichen Übertemperaturen

des Lufterhitzers, eine Temperaturüberwachung bzw. -

begrenzung vorgesehen werden.

Bei den Heizregistern ist ein Temperaturwächter eingebaut. Es

handelt sich hierbei um einen Bimetallregler, der auf eine

Abschalttemperatur von + 90°C fest eingestellt ist. Nach Unterschreiten

des eingestellten Wertes schaltet das Gerät selbsttätig

wieder ein.

Zusätzlich muss nach LAR-Richtlinien ein Temperaturbegrenzer

verwendet werden, der über eine Wiedereinschaltsperre ver-


fügt und durch Knopfdruck entriegelt werden kann. Durch

seine Einbaulage erfüllt er die Anforderungen, die an Sicherheitstemperaturbegrenzer

gestellt werden, wonach die Entriegelung

erst nach Entfernen einer Abdeckung mittels Werkzeug

erfolgen darf. Die Temperatur ist einstellbar von + 75°C bis

110°C.

Je nach örtlichen Vorschriften kann statt eines Temperaturbegrenzers

ein Strömungswächter vorgeschrieben sein.

Wir empfehlen generell einen druckseitigen Einbau des Elektro-

Lufterhitzers. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich eventuell

lösende Zunderteilchen nicht weiter getragen werden können.

Bei saugseitiger Anordnung des Elektroheizregisters vor dem

Ventilator ist die max. Motorumgebungstemperatur von +50°C

bei horizontaler Luftführung und 40°C bei vertikaler Luftführung

zu beachten.

Wir empfehlen, den Antriebsmotor mit Motorvollschutz auszustatten.

Siehe hierzu auch Kapitel 2.2.2 “Elektrischer

Anschluss” auf Seite 9

2.4 Kühlereinheit

2.4.1 Allgemeines

Für die Wärmeübertragung werden Luftkühler aus Kupfer-Aluminium

oder Stahl verwendet.

Die Kühlereinheit für horizontale Luftführung kann mit und

ohne Tropfenabscheider verwendet werden. (Tropfenabscheider

sind ab 2m/sec. Luftgeschwindigkeit bei Taupunktunterschreitung

zu verwenden).

Die Kühlereinheit für die horizontale Luftführung wird mit Kupfer-Aluminium-Luft-Kühler

und VA-Tropfenabscheiderrahmen

und PP-Lamellen ausgeführt.

2.4.2 Montage

Der Anschluss der Vor- und Rücklaufleitungen muss so vorgenommen

werden, dass keine Schwingungsübertragungen und

Spannungen auftreten können.

Die Anschlüsse sind entsprechend der Bezeichnung "Vorlauf",

"Rücklauf" vorzunehmen (siehe auch Kapitel 2.1.7 “Heiz- und

Kühlmittelanschlüsse” auf Seite 9). Die Absperrungen im Vor-

und Rücklauf sind so am Gerät anzuordnen, dass der Lufterhitzer

ohne größere Demontagearbeiten ausgetauscht oder gereinigt

werden kann.

Für eine einwandfreie Entlüftung und Entleerung der Luftkühler

und Rohrleitungen ist bauseits zu sorgen.

Die Gewindeanschlussstutzen der Kupfer-Aluminium-Lufterhitzer

müssen beim Anschließen der Vor- und Rücklaufleitungen

durch Gegenhalten vor Verdrehen geschützt werden.

Um Schmutzablagerungen im Luftkühler zu vermeiden, empfehlen

wir den Einbau eines Schmutzfängers in die Vorlaufleitung.

Luftkühler, die im Außenluftbereich oder mit Lufttemperaturen

unter 0°C betrieben werden, müssen gegen Einfrieren ausreichend

geschützt werden.

Frostschutzeinrichtungen (Frostschutzmittel und Frostschutzthermostat)

sind regelmäßig zu überprüfen!

Bei Frostschäden entfällt der Garantieanspruch!

Zum Ein- und Ausbau des Luftkühlers ist auf der Bedienungsseite

ein genügend großer Arbeitsraum von mindestens 1 x

Gerätetiefe frei zu lassen (siehe Abbildung 8 auf Seite 7).

Damit das Kondenswasser einwandfrei abfließen kann, ist beim

Anschluss der Kondenswasserleitung bauseits eine Wasservorlage

mit den angegebenen Mindestmaßen anzufertigen.

17

2


Abbildung 19: Mindestmaße bei Siphonhöhen

Beachten Sie hierbei:

18

Zwischen der Anordnung des Kondensatablaufs auf der

Saugseite (-) bzw. der Druckseite (+) muss unterschieden

werden.

Der Differenzdruck ist grundsätzlich als positiver Wert in

die Formel einzusetzen.

Es darf keine Reduzierung des Anschlussdurchmessers

vorgenommen werden.

Syphons von Zu- und Abluftseite dürfen nicht zusammen

geführt werden.

Vor der Inbetriebnahme und nach längeren Stillstandzeiten ist

die Vorlage mit Wasser zu füllen. Bei Geräten mit der Gütesicherung

für Raumlufttechnische Geräte RAL-GZ 652 sind

Kugelsyphons vorgeschrieben! Die Anschlussstutzen sind an

den höchsten und tiefsten Stellen des Wärmetauschers angebracht,

um ein Entleeren und Entlüften über die Rohrleitungen

zu ermöglichen.

Syphons an wetterfesten Geräten müssen gegen Einfrieren

ausreichend geschützt werden (Begleitheizung).

Maximale Betriebszustände:

Kühler aus Kupfer-Aluminium:

max. Druck 16 bar

Kühlmittel Wasser, Sole

max. Temperatur 110 °C

2.4.3 Ein- bzw. Ausbau des Luftkühlers und

Tropfenabscheiders

Einbau des Luftkühlers bei liegendem Gerät

1. Luftkühler auf die Wanne stellen und in die hintere

Befestigung einschieben

Bei Kupfer-Aluminium-Luftkühler Lamellen nicht verbiegen.

2. Luftkühler ausrichten, Befestigungsschrauben oben

und unten anbringen

3. Verkleidungsdeckel anschrauben

4. Gummi-Abdeckrosetten über Vor- und Rücklaufanschlüsse

sowie Kondensatablaufstutzen schieben

5. Vor- und Rücklaufanschlüsse montieren

6. Kondensatanschluss herstellen

Ausbau des Luftkühlers bei liegendem Gerät:

1. Kühlmittel absperren

2. Luftkühler vollständig entleeren

3. Vor- und Rücklaufanschlüsse abnehmen

4. Verkleidungsdeckel abschrauben

5. Befestigungsschrauben für Luftkühler oben und unten

entfernen

6. Luftkühler seitlich herausziehen

Einbau der Tropfenabscheiderkassette bei liegendem

Gerät:

1. Tropfenabscheiderkassette, mit Richtungspfeil in Luftrichtung,

auf die Auflage stellen und einschieben

2. Verkleidungsdeckel anschrauben

Ausbau der Tropfenabscheider bei liegendem Gerät:

Bei verschmutzter Kassette ist die Funktion des Tropfenabscheiders

und der Ablauf nicht mehr gewährleistet. Bei Geräten mit

RAL-GZ 652 können die TA komplett zerlegt werden.

1. Verkleidungsdeckel (neben dem Wärmetauscher-

Anschlussdeckel) abschrauben

2. Tropfenabscheiderkassette seitlich herausziehen

Reinigen der Tropfenabscheiderkassette bei liegendem

Gerät:

1. Kassette flach auflegen

2. Nur mit klarem Wasser ohne Zusätze ausspritzen

Reinigen der Kondensatwanne bei liegendem Gerät:

1. Auflage herausnehmen

2. Die großen Öffnungen unterhalb des Luftkühlers

ermöglichen ein Ausspritzen mit klarem Wasser ohne

Zusätze

3. Auflage einsetzen


2.5 Filtereinheit

2.5.1 Allgemeines

Die Filtereinheit dient zur Reinigung der Luft. Die ständige Kontrolle

und Reinigung der Filter ist von großer Wichtigkeit und

bedarf daher besonderer Beachtung, denn verschmutzte Filter

vermindern die Luftleistung.

Für die Wartung von ausziehbaren Filtern muss auf der Bedienungsseite

ein genügend großer Arbeitsraum von mindestens

1x Gerätetiefe vorhanden sein (siehe Abbildung 8 auf Seite 7).

Wir empfehlen den Einbau eines Schrägrohr bzw. U-Rohrmanometers,

um über den Differenzdruck den Filterverschmutzungsgrad

zu kontrollieren.

2.5.2 Herausziehbare Taschenfilter

Filterwechsel

1. Bedienungstür öffnen

2. Exzenterverschluß lösen

3. Filterkassette seitlich herausziehen

4. Komplette Taschenfiltereinsätze wechseln

5. Filterkassette seitlich einschieben

6. Exzenterverschluß schließen

7. Dichtsitz prüfen

Abbildung 20: Filterwechsel

Der Exzenterverschluß muss nach dem Wechsel wieder verschlossen

werden.

2.5.3 Taschenfilter/Kompaktfilter mit Standardrahmen

In die eingebauten Standard-Zellenrahmen 610 x 610, 305 x

305, 305 x 610 bzw. 508 x 610 können Taschenfilter oder

Kompaktfilter in verschiedenen Güteklassen eingebaut werden.

Die Standard-Zellenrahmen aus verzinktem Stahlblech

oder Kunststoff sind luftdicht gegen das Gerätegehäuse abgedichtet.

Über Schnellspanner (siehe Abbildung 21 “Schnellspannelement”)

werden die Filtereinsätze befestigt und mittels

dauerelastischer Dichtung abgedichtet. Durch die Art des Einbaus

werden die Filtereinsätze selbstdichtend in den Filterrahmen

gezogen. Taschenfilter werden in den Güteklassen G4

und F5 bis F9 verwendet und besitzen eine extrem lange Filterstandzeit.

Als Filtermedium wird hochwirksames Glasfaservlies,

temperaturbeständig bis 90°C, verwendet. Kompaktfilter werden

in den Güteklassen F5 bis F9 verwendet. Ihre Filterstandzeit

liegt trotz deutlich kürzerer Baulänge aufgrund der sehr

kompakten Bauform des Filtermediums noch über der Standzeit

der Taschenfilter. Als Filtermedium werden PP-Fasern verwendet,

temperaturbeständig bis 80°C und feuchtebeständig

bis 100%.

Die Abmaße der verschiedenen Güteklassen finden Sie in

Tabelle 7, “Taschenfilter,” auf Seite 28

2.5.3.1 Filterwechsel Taschen- und Kompaktfilter

Wechseln Sie den Filter bei Erreichen eines Differnzdruckes von

max.

G4 und F5 - F7: 200 Pa

F8 - F9: 300 Pa

Gehen Sie dabei wie folgt vor:

1. Bedienungsdeckel der Wartungskammer öffnen

2. Schnellspannelemente mit dem Daumen öffnen und

verbrauchten Filter-Einsatz herausziehen

3. Neuen Filter-Einsatz einsetzen und Schnellspannelemente

einrasten (siehe Abbildung 21

“Schnellspannelement”). Es ist darauf zu achten, dass

die Filterdichtung nicht beschädigt wird.

4. Bedienungsdeckel (der Wartungskammer) schließen

Abbildung 21: Schnellspannelement

Schnell-

Spannelement

19

2


2.5.4 Manometermontage

Durch den Einbau eines Schrägrohrs bzw. U-Rohr-Manometers

wird über den Differenzdruck die Filterverschmutzung überprüft.

Bei Erreichen des empfohlenen Enddruckes ist eine Reinigung

bzw. ein Auswechseln der Filter notwendig.

Bei mehrstufigen Geräten muss der Differenzdruck in der

höchsten Stufe abgelesen werden.

Wenn die Manometer nicht vormontiert sind, gehen Sie beim

Einbau wie folgt vor:

20

1. Manometer an der Gerätetür festschrauben

2. Manometerflüssigkeit bis zum Eichpunkt 0 einfüllen

3. Monometerschläuche mit den beigefügten Hülsen von

innen durch die zweischalige Gehäusewand schieben

(siehe Abbildung 22 “Manometer”). Die beiden freien

Schlauchenden - versehen mit einer Zugentlastung - auf

die Manometer-Anschlüsse schieben

4. Funktion durch Einschalten des Ventilators kontrollieren

Abbildung 22: Manometer

Hier die Schläuche einschieben

2.5.5 Differenzdrucksschalter

Bei der Montage des Differenzdruckschalters sind die Herstellerangaben

zu beachten!

2.6 Wärmerückgewinnung

2.6.1 Rotationswärmetauscher

Abbildung 23: Rotationswärmetauscher

Der Einbau von Rotationswärmetauschern muss immer gemäß

der gültigen Geräteskizze erfolgen. Zum einen muss auf die

entsprechende Ventilatoranordnung in Zu- und Abluft geachtet

werden, zum anderen auf die vorgegebene Lage des Rotors.

Die seitlichen Abdeckbleche sind abnehmbar und die Motorseite

ist durch Schnellverschlüsse leicht zugänglich. Die Motorposition

kann jederzeit problemlos geändert werden. Weil der

Motor auf einer Motorwippe montiert ist, müssen die Antriebsriemen

nicht nachgespannt werden.

Wenn Sie Rotoren mit Spülkammer einsetzen, achten SIe darauf,

dass die vorgegebenen Differenzdrücke zwischen Außenluft

und Fortluft eingehalten werden.

Der elektrische Anschluss des Motors hat nach den Bestimmungen

der örtlichen Energieversorgungsunternehmen und

den entsprechenden Herstellerangaben zu erfolgen.

2.6.2 Plattenwärmetauscher

Abbildung 24: Plattenwärmetauscher

Kommt ein Plattenwärmetauscher mit Bypass zum Einsatz, ist

der elektrische Anschluss der Verstelleinrichtung gemäß den

Bestimmungen der örtlichen EVU's und den Herstellerangaben

des Motorenherstellers durchzuführen.


Die Anordnung der Bypassklappe befindet sich standardmäßig

an der Außenluft-Eintrittsseite. Für den Einzelfall ist jeweils die

gültige Geräteskizze heranzuziehen.

Für Plattenwärmetauscher mit Tropfenabscheidern auf der

Fortluftseite ist ein Kondensatablauf vorzusehen. Die Dimensionierung

des Syphons muss gemäß Kapitel 2.4.2 “Montage” auf

Seite 17 erfolgen.

2.6.3 Wärmerohrtauscher

Abbildung 25: Wärmerohrtauscher

Um die Funktion eines rekuperativen Wärmerohrtauscher zu

gewährleisten, muss bei stehender Anordnung der warme

Luftstrom unterhalb des kalten Luftstromes geführt werden.

Bei liegendem Einbau ist eine Steigung von der warmen zur

kalten Austauscherseite hin unabdingbar.

Zu- und Abluftvolumenstrom sind grundsätzlich im Gegenstrom

über die Austauschflächen zu führen.

Wärmerohrtauscher werden standardmäßig in Kupfer-Aluminium-Ausführung

geliefert.

Wegen des Wärmerohrprinzips sind Frostschutzeinrichtungen

nicht notwendig.

Die Übertragungsleistung kann durch den Einbau einer außenluftseitigen

Umgehung mittels Bypassklappen geregelt werden.

Bei Geräten mit liegendem Tauscher kann die Übertragungsleistung

durch Veränderung der Neigung der Tauscherfläche

geregelt werden.

2.6.4 Kreislauf-Verbund-System (KV-System)

2.6.4.1 Allgemeines

Zur Wärmeübertragung im KV-System werden Wärmeaustauscher

aus Kupfer-Aluminium oder Stahl verwendet, die die

Temperaturdifferenz zwischen Fortluft- und Außenlufttemperatur

ausnutzen. Fortluft- und Außenluftwärmetauscher sind

zum Zwecke einer Wärmeübertragung durch ein Rohrleitungssystem

miteinander verbunden.

Abbildung 26: KV-System

Damit das Rohrleitungssystem nicht einfriert, ist es mit Sole

gefüllt.

Die Wärmetauscher sind im Gegenstromprinzip geschaltet.

Abbildung 27: Gegenstromprinzip

Die Anschlüsse sind entsprechend der Bezeichnung "Vorlauf"

und "Rücklauf" vorzunehmen.

Folgende Einbauarten der Geräte sind vorgesehen:

2.6.4.2 Kompaktgeräte

Bis zur Gerätegröße KZG 125.3 können die Wärmerückgewinnungseinheiten

komplett zusammengebaut, verrohrt und

gefüllt geliefert werden. Abtauthermostat, Dreiwegemischer

und Umwälzpumpe müssen bauseits verdrahtet werden. Die

Ansteuerung erfolgt über die bauseits zu erstellende Schalteinrichtung.

2.6.4.3 Splitgeräte ohne Verrohrung

Bei

getrennter Aufstellung von Zu- und Abluftgeräten und

Entfernungen von über 10 m und

nachträglichem Einbau in bestehende Anlagen

werden Splitgeräte ohne Verrohrung geliefert. Den entsprechender

Bausatz können Sie separat erhalten. Die Installation

der Verbindungsrohrleitungen, die Füllung mit Sole und die

komplette Verdrahtung nach Schaltplan erfolgen bauseits.

21

2


Montage von Splitgeräten

Der Anschluss der Vor- und Rücklaufleitungen muss so vorgenommen

werden, dass keine Schwingungsübertragungen und

Spannungen auftreten können.

Die Anschlüsse sind entsprechend den Hinweisschildern vorzunehmen

(Soleflussrichtung immer gegen die Luftrichtung).

Für eine einwandfreie Entlüftung und Entleerung der Wärmetauscher

und Rohrleitungen ist bauseits zu sorgen.

Die Gewindeanschlussstutzen der Kupfer-Aluminium- Wärmetauscher

müssen beim Anschluss der Vor- und Rücklaufleitungen

durch Gegenhalten vor Verdrehen geschützt werden.

Wärmetauscher, die bei Lufttemperaturen unter 0°C betrieben

werden, müssen gegen Einfrieren ausreichend geschützt werden.

Die werkseitig vorgesehene (fertig gemischte) Wärmeträgerflüssigkeit

Typ "ANW" ist für Temperaturen bis -20°C geeignet.

Die Sole können Sie selbst herstellen: Für Frostschutz bis -20°C

mischen Sie 66 Vol. % Trinkwasser mit 34 Vol. % Frostschutzmittel

Typ „AN“.

Wenn Sie andere Frostschutzmittel verwenden, müssen Sie darauf

achten, dass die Dichtungsmaterialien beständig gegen

dieses Mittel sind.

Das Mischen von Solen verschiedener Fabrikate ist nicht zulässig,

da Ausfällungsgefahr besteht.

Frostschutzeinrichtungen (Frostschutzmittel und Frostschutzthermostat)

sind regelmäßig zu überprüfen! Bei Frostschäden

entfällt der Garantieanspruch!

Zum Ein- und Ausbau der Wärmetauscher ist auf der Bedienungsseite

ein genügend großer Arbeitsraum von mindestens

1 x Gerätetiefe frei zu lassen (siehe Abbildung 8 auf Seite 7).

Die Verrohrung kann mit solebeständigen Rohren erfolgen. Bei

freiverlegten Rohren sind diese gegen Schwitzwasserbildung

dampfdicht zu isolieren.

Damit das Kondenswasser einwandfrei abfließen kann, muss

22

beim Anschluss der Kondenswasserleitung bauseits eine Wasservorlage

mit den angegebenen Mindestmaßen angefertigt

werden (Formel siehe Abbildung 19 auf Seite 18). Hierbei

muss zwischen der Anordnung des Kondenswasserlaufes auf

der Saugseite (-) bzw. der Druckseite (+) unterschieden werden.

Der Differenzdruck ist grundsätzlich als positiver Wert in die

Formel einzusetzen.

Es darf keine Reduzierung der Anschlussdurchmesser vorgenommen

werden.

Vor der Inbetriebnahme und nach längerer Ausserbetriebnahme

ist die Vorlage mit Wasser zu füllen (Kugelsyphon).

Bei Splitgeräten ohne Teilverrohrung ist zusätzlich noch folgendes

zu beachten:

Ausdehnungsgefäß

Wärmerückgewinnungsanlagen mit kreislaufverbundenen

Wärmetauschern werden als geschlossene Anlagen erstellt. Die

maximale Volumenänderungen der Sole liegt bei ca. 2 % bei

einer Temperaturänderung von 40K. Die Größe des Ausdehnungsgefäßes

- bei einem Enddruck von 3,5 bar und einem

Vordruck von 2 bar - kann nach der folgenden Formel überschlägig

berechnet werden: V AG (l) = Solevolumen x 0,06.

Bei Berechnung der Solemenge der gesamten Anlagen müssen

die Soleinhalte der Anschlussleitungen mitberechnet werden.

Das Ausdehnungsgefäß muss mindestens dem errechneten

Wert entsprechen. Eine genaue Berechnung entnehmen Sie den

Angaben des Lieferanten der Ausdehnungsgefäße.

Die Membrane des Ausdehnungsgefäßes müssen gegenüber

der verwendeten Sole beständig sein.

Solepumpe

Zur Umwälzung des Wärmeträgers sind Umwälzpumpen für

Soleförderung mit Wachsschutzfüllung zu verwenden.

Dreiwegemischer mit Stellmotor

Für das Abtauen des Fortluftkühlers empfehlen wir eine

Bypassleitung mit Dreiwegemischer. Die Messwerterfassung

erfolgt über einen im Vorlauf des Fortluftkühlers angebrachten

Abtautemperaturregler, der, je nach Betriebsbedingungen, auf

eine minimal zulässige Temperatur des Wärmeträgers fest eingestellt

wird. Durch Öffnen der Bypassleitung verhindert er ein

Bereifen des Fortluftkühlers.


2.6.4.4 Ein- bzw. Ausbau des Wärmetauschers und der

Tropfenabscheiderkassette

Der Ein- bzw. Ausbau erfolgt wie bei Luftkühlern (Kapitel 2.4.3

“Ein- bzw. Ausbau des Luftkühlers und Tropfenabscheiders”

auf Seite 18).

2.6.4.5 Elektrischer Anschluss und Regelung

Bei Teilverrohrung oder Kompaktanlagen ist der elektrische

Anschluss nach dem beiliegenden Schaltplan und unter Beachtung

der örtlichen Vorschriften nur vom Elektro-Fachmann auszuführen.

Regelung

Das Ansteuern und Schalten der Umwälzpumpe, des Abtautemperaturreglers

und Dreiwegemischers erfolgt über einen

bauseits zu erstellenden Schaltschrank. Zur Regelung der Wärmerückgewinnung

empfehlen wir folgende Lösungen:

1. Zweipunktregelung der Wärmerückgewinnung durch

Ein-Aus-Schaltung der Umwälzpumpe bei einfachen

und kleinen Anlagen. Abtauregelung über Abtauthermostat

und Dreiwegeventil.

2. Stetige Regelung der Wärmerückgewinnung über Dreiwegeventil

mit Vorrangschaltung für die Abtautemperaturregelung.

In der Endlage wird die Umwälzpumpe

abgeschaltet. Stetige Regelung mit zusätzlichen Fühlern

im Fortluft- und Außenluftstrom für Differenztemperaturmessung.

3. Regelung nach 1 und 2 mit zusätzlicher Ansteuerung

für den Sommerbetrieb.

2.6.4.6 Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme nehmen Sie wie folgt vor:

1. Vordruck am Manometer überprüfen. Mindestvordruck

bei Kompaktgeräten 1,0 bar, bei bauseitiger Verrohrung

je nach Höhendifferenz einstellen

2. Entlüftung überprüfen durch kurzzeitiges Öffnen des

Entlüftungsventils

3. Pumpe kurzzeitig laufen lassen und danach die Sole auf

Frostsicherung überprüfen

Empfohlener Wert -20°C oder je nach Temperaturbedingungen.

Zur Prüfung eignet sich ein Frostschutzprüfer

für Glycol (im Autozubehörhandel erhältlich) oder

ein optisches Testgerät. Temperatur der Frostsicherung

nie tiefer einstellen als unbedingt für die Betriebssicherheit

der Anlage erforderlich ist, da sonst die Rückgewinnungsleistung

erheblich reduziert wird. Beim

Nachfüllen mit Wasser ist jeweils die Frostsicherheit zu

überprüfen.

4. Funktion „Abtaueinrichtung“ überprüfen.

Im Normalfall ist das Dreiwegeventil auf Durchgang

geschaltet. Bei eingeschalteter Pumpe liegt die Soletemperatur

in etwa zwischen Fortluft und Außentemperatur.

Wir empfehlen, die Funktion mit einem

elektrischen Thermometer zu überprüfen. Die Funktion

des Abtautemperaturreglers kann durch Hochstellen

(Kontakt schließt) überprüft werden. Nach Überschrei-

ten des Schaltpunktes läuft der Mischer langsam auf

Stellung Bypass öffnen. Die Soletemperatur im

Fortluftwärmetauscher steigt dabei an.

Bei falschem Wirksinn ist zunächst der Anschluss Abtautemperaturregler

und danach der Anschluss Dreiwegeventil zu prüfen.

Der Wirksinn des Dreiwegeventil kann durch Umklemmen von

U1 und U2 geändert werden.

Der Abtautemperaturregler ist nach Überprüfung auf einen

Wert von -2°C oder den Anlagenbedingungen entsprechend

einzustellen.

5. Funktion Temperaturreglung überprüfen. Bauseitigen

Temperaturregler über Messtemperatur stellen. Pumpe

schaltet ein.

Bauseitigen Temperaturregler unter Messtemperatur

stellen. Pumpe schaltet aus.

6. Kondensatanschluss überprüfen.

2.7 Jalousieklappen

2.7.1 Montage Einzelantrieb über Klemmhebel

Der Klemmhebel wird auf Wunsch mitgeliefert und im Werk an

der Jalousieklappe montiert.

An den Klemmhebel kann ein Verbindungsgestänge oder ein

bauseitiger Stellmotor angebracht werden.

Zur Ermittlung der erforderlichen Stellmotorleistung sind die

nachstehenden Antriebsmotore bezogen auf eine Jalousieklappe

einzusetzen.

Tab. 6: Stellmotorleistung

KZG 040.4 063.4 090.4 125.4 160.4 250.4 315.4 400.4 450.4

M

[Nm]

4 6 7 11 11 12 14 18 30

Bei KZG 500.4 - 1400.4 auf Anfrage

Die Montage eines bauseitigen Stellmotors kann am Geräterahmen

vorgenommen werden.

Verkleidungsbleche dürfen nicht angebohrt werden und müssen

abnehmbar bleiben.

Bei der Montage des bauseitigen Stellmotors ist die Jalousieklappe

zu schließen.

Der Stellmotor ist so auszurichten, dass zwischen Klemmhebel

und Verbindungsgestänge ein Winkel von ca. 45° besteht.

Der Stellmotor ist nach Angaben des Herstellers zu montieren.

23

2


Die Stellung der Klappenlamellen wird durch die Kerbe in der

Antriebswelle angezeigt:

Kerbe senkrecht =

Lamellen senkrecht.

Kerbe Waagerecht =

Lamellen waagerecht.

Begrenzen Sie den Stellweg der Umluftklappe so, dass die Ventilatorenmotoren

nicht überlastet werden (siehe Kapitel 2.2.3

“Inbetriebnahme” auf Seite 10).

2.7.2 Montage Verbindungsgestänge

Die Jalousieklappen sind leichtgängig und wartungsfrei.

Die Jalousieklappen dürfen nicht geschmiert werden.

An den Klappenachsen werden Klemmhebel montiert.

Das Verbindungsgestänge kann auf der Bedienungsseite oder

auch auf der Rückseite angebracht werden.

Die Stellung der Jalousieklappen wird durch die Kerbe in der

Antriebswelle angezeigt:

Kerbe senkrecht =

Lamellen senkrecht.

Kerbe Waagerecht =

Lamellen waagerecht.

Jalousieklappen in Position bringen

Fortluft "ZU" oder "AUF"

Außenluft "ZU" oder "AUF"

Umluft "AUF" oder "ZU"

24

1. Klemmhebel zueinander fluchtend ausrichten

2. Achsenabstandsmaß ermitteln und einen M8 Gewindestab

auf das entsprechende Maß - 30 mm abschneiden

Bei Längen > 500 mm ist ein 3/8" Rohr mit entsprechender

Länge - 70 mm über dem Gewindestab zu stülpen

und entsprechend zu verschrauben

3. Kugelzapfen an den Gewindestab schrauben und mit

dem Klemmhebel verbinden

4. Klappenstellungen genau überprüfen

Die Stromaufnahme des Ventilatormotors ist zu messen, damit

der Motor nicht überlastet wird.

Gegebenenfalls den Stellweg der Umluftklappe so begrenzen,

dass die Ventilatorenmotoren nicht überlastet werden (siehe

Kapitel 2.2.3 “Inbetriebnahme” auf Seite 10).

2.8 Luftbefeuchtungssysteme

Wäscher

Dampfbefeuchter

Kontaktbefeuchter

Ultraschallbefeuchter

Hochdruckzerstäuber

Bitte die jeweilige Montage- und Inbetriebnahmeanleitung des

Herstellers beachten.


3 Wartung

Sicherheitshinweise

Vor dem Öffnen der Türen muss der Ventilator abgeschaltet

sowie vom Stromnetz getrennt werden und zum Stillstand

gekommen sein (mindestens zwei Minuten Wartezeit).

Die Wartungsarbeiten sämtlicher Komponenten raumlufttechnischer

Anlagen sollten stets gemäß VDMA 24186 (Lüftungsanlagen)

und VDMA 24176 (Heizungsanlagen) durchgeführt

werden.

Es sind grundsätzlich die Unfallverhütungsvorschriften zu

beachten!

Eine Funktionsprüfung der Sicherheitsmaßnahmen sollte regelmäßig

erfolgen, jedoch immer bei vorhandener Nennluftmenge!

Alle Gerätekammern sind halbjährlich folgenden Kontrollen zu

unterziehen.

Überprüfung auf Verschmutzung, Beschädigung und

Korrosion

Gegebenenfalls Reinigung der Kammern, Sichtkontrollen

der Isolierung auf äußere Beschädigung

Abläufe und Verschlüsse auf Gängigkeit und Dichtheit

prüfen

Dichtheitskontrolle der flexiblen Kanalanschlussverbindungen.

Schmieren der beweglichen Teile, falls nicht in den Folgeabschnitten

des Kapitels 3 untersagt.

Regelmäßige Funktionskontrollen und Wartungarbeiten dienen

der Sicherheit!

Wartungs-, Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten an dem in

Betrieb befindlichen Gerät sind nicht zulässig!

3.1 Ventilatoreinheit

3.1.1 Keilriemengetriebene Ventilatorräder

Ventilatoren sind mindestens vier Mal jährlich zu warten. Folgende

Arbeiten müssen durchgeführt werden:

Überprüfung auf Verschmutzung, Beschädigung, Korrosion

und Befestigung

Laufrad auf Unwucht prüfen

Lager auf Geräusche prüfen. Die eingesetzten Rillenkugellager

besitzen eine Lebensdauerschmierung für etwa

20.000 Betriebsstunden im oberen Kennlinienfeld. Nach

dieser Betriebszeit empfehlen wir, bei Ventilatoren mit

geschraubten Lagerhalterungen, einen Lageraustausch

auf der Antriebsseite vorzunehmen. Auf der antriebsabgewandten

Ventilatorseite empfehlen wir einen Lageraustausch

nach 30.000 Betriebsstunden.

Bei Ventilatoren mit nicht zerlegbaren Lagerhalterungen sollten

die Ventilatoren nach 20.000 Betriebsstunden ausgetauscht

werden.

Schutzgitter kontrollieren

Prüfung der Schwingungsdämpfer auf Funktion

Dichtheitskontrolle der flexiblen Verbindungen

Funktionsprüfung der Entwässerung (Ablaufstutzen Ventilator)

Im Bedarfsfall Reinigung

Die Elektromotoren sind mindestens halbjährlich zu warten.

Prüfung auf Verschmutzung, Beschädigung, Korrosion,

Befestigung und Drehrichtung

Lagerung auf Geräusch prüfen

Lagerung mit Nachschmiereinrichtung schmieren

Im Bedarfsfall reinigen

Die Überwachung der Riementanriebe hat mindestens monatlich

zu erfolgen.

Prüfung auf Verschmutzung, Beschädigung, Verschleiß,

Spannung und Fluchtung

Nachstellen falls erforderlich

Bei Bedarf Riemen auswechseln; die erforderliche Riemenbezeichnung

entnehmen Sie der technischen Gerätekarte.

Beim Austausch ist gemäß Kapitel 2.2

“Ventilatoreinheit” auf Seite 9 zu verfahren

Schutzeinrichtung auf Befestigung, Beschädigung und

Funktion prüfen

Reinigung, falls erforderlich

25

3


3.1.2 Wechsel des Keilriemens und der Keilriemenscheibe

Beim Austausch von Keilriemen in mehrrilligen Antrieben muss

immer der komplette Keilriemensatz ausgetauscht werden.

Keilriemenwechsel

26

1. Der neue Keilriemen soll ohne Gewaltanwendung von

Hand aufgelegt werden. Bei mehrrilligen Scheiben müssen

Keilriemen mit ausgesuchter Länge verwendet werden.

Ist ein Keilriemenschutz vorhanden, so ist dieser

vor dem Keilriemenwechsel abzunehmen.

2. Der Keilriemen wird zuerst auf die kleine Scheibe gelegt

und dann auf die große Scheibe aufgedreht.

3. Überprüfen Sie die Keilriemenspannung (Kapitel 2.2.4

“Keilriemen spannen” auf Seite 11).

Keilriemenscheibenwechsel/Scheibe abnehmen

1. Keilriemen entspannen und abnehmen.

2. Innen-Sechskantschrauben � und � herausdrehen.

Abbildung 28: Innensechskant-Schrauben

2

3

3. Eine davon als Abdrückschraube in das Loch � mit halbem

Gewinde in die Buchse einschrauben und anziehen.

1

Abbildung 29: Andruckschraube

1

Durch das Anziehen der Schraube � wird die Buchse gelöst.

4. Die lockeren Scheiben ohne Schlag mit der Hand von

der Welle abziehen.

Keilriemenscheibenwechsel/Aufsetzen der Scheibe

1. Alle blanken Oberflächen säubern und entfetten.

Scheibe und Buchse ineinandersetzen, Löcher auf

Deckung bringen und Innen-Sechskantschrauben lose

drehen. Scheibe und Buchse auf die Welle schieben und

ausrichten.

2. Dabei ist darauf zu achten, dass die Motor- und Ventilatorscheiben

genau fluchten.

3. Innen-Sechskantschrauben � und � gleichmäßig und

fest anziehen siehe Abbildung 28 “Innensechskant-

Schrauben”.

3.1.3 Ventilatorlager

Bei allen Standardventilatoren werden Rillenkugellager mit

Lebensdauerschmierung eingesetzt. Die theoretische Lagerlebensdauer

beträgt etwa 20.000 Betriebsstunden im oberen

Kennlinienfeld.

Bei Ventilatoren mit geschraubten Lagerhalterungen empfehlen

wir, nach Ablauf von 20.000 Betriebsstunden, einen Lageraustausch

auf der Antriebsseite vorzunehmen. Auf der

antriebsabgewandten Ventilatorseite empfehlen wir einen

Lageraustausch nach 30.000 Betriebsstunden. Bei Ventilatoren

mit nicht zerlegbaren Lagerhalterungen empfehlen wir den

Austausch der Ventilatoren nach 20.000 Betriebsstunden.

Bei Änderung des Keilriemenantriebes bzw. bei Frequenzumformer-Betrieb

ist darauf zu achten, dass die maximal zulässige

Ventilatordrehzahl nicht überschritten wird.


3.1.4 Freilaufende Ventilatorräder

Gummidämpfer unterliegen einer materialbedingten Alterung,

die durch ungünstige Betriebsbedingungen verstärkt werden

kann. Daher sollten Sie die Gummidämpfer mindestens einer

jährlichen Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen. Achten

Sie hierbei auf Rissbildung, Versprödung und Dämpfungsverhalten

. Im Bedarfsfall, jedoch spätestens nach fünf Jahren,

sind die Gummidämpfer auszutauschen.

3.2 Erhitzereinheit

3.2.1 Lufterhitzer (Luft/Flüssigkeit)

Lufterhitzer sind mindestens im halbjährlichen Rhythmus zu

warten.

Überprüfung auf luftseitige Verschmutzung

Regelmäßig entgegen der Luftrichtung reinigen, z. B.

unter Verwendung von Druckluft

Funktionskontrolle von Vor- und Rücklauf

Entlüften

Funktionskontrolle des Frostschutzthermotstaten

Durch die Regelung der raumlufttechnischen Anlage muss im

Winterfall sichergestellt sein, dass keine Forstschäden am Wärmetauscher

auftreten können.

3.2.2 Elektro-Lufterhitzer

Elektro-Lufterhitzer sind mindestens im monatlichen Abstand

zu kontrollieren.

Überprüfung auf Zunderansatz und Korrosion.

Funktionskontrolle

Sämtliche Sicherheitseinrichtungen auf Funktion testen

Im Bedarfsfall luftseitig reinigen

3.3 Kühlereinheit

Luftkühler, Direktverdampfer und Tropfenabscheider sind mindestens

in monatlichen Abständen zu überprüfen.

3.3.1 Luftkühler (Luft/Flüssigkeit)

Prüfung auf luftseitige Verschmutzung, Beschädigung

und Korrosion

Regelmäßig entgegen der Luftrichtung reinigen, z. B.

unter Verwendung von Druckluft

Funktionskontrolle von Vor- und Rücklauf

Wasserablauf und Geruchverschluss auf Funktion prüfen

Falls erforderlich, ist die Wasservorlage zu korrigieren

Entlüften

Reinigen

3.3.2 Verdampfer (Luft/Kältemittel)

Kontrolle auf luftseitige Verschmutzung, Beschädigung,

Korrosion und Vereisung

Funktionserhaltendes Reinigen

Wasserablauf und Geruchverschluss auf Funktion prüfen

Gegebenenfalls ist die Wasservorlage aufzufüllen

Reinigen

3.3.3 Tropfenabscheider

Auf Verschmutzung, Beschädigung und Korrosion prüfen

Im Bedarfsfall reinigen

Wasserablauf und Geruchsverschluss auf Funktion prüfen

Die Wasservorlage, falls notwendig, angleichen

Reinigen

3.4 Filtereinheit

Sämtliche Filterelemente einer raumlufttechnischen Anlage

sind mindestens in Monatsabständen zu kontrollieren.

Der Verschmutzungsgrad sollte ständig über ein Differenzdruck-Manometer

(z. B. Schrägrohr oder U-Rohrmanometer)

überwacht werden.

Filter auf Verschmutzung, Korrosion und Beschädigung

prüfen

Filterauflage und Filtereinsatz auf Dichtheit prüfen, Dichtung

eventuell austauschen

Druckdifferenz messen

Empfohlene Enddruckdifferenz für Taschenfilter oder

Kompaktfilter beachten

Filtereinsätze bei Bedarf auswechseln; Austauschtaschen

vor Beschädigung schützen

Die erforderlichen Austauschfilter können Sie für jeden

Filter- und Gerätetyp den folgenden Tabellen entnehmen

27

3


Tab. 7: Taschenfilter

(1) Achtung: Keine Viertelfilter bei Kompaktfiltereinsätzen

(2) Bei Schnellspannvorrichtung abweichend: 6x592x592 und 3x592x490

(3) Keine Schnellspannvorrichtung verfügbar

Beim Austausch der Filtereinsätze sind die Filterklasse und -

länge gemäß technischer Gerätekarte bzw Typenschild zu

beachten. Zudem muss der etwaige Einsatz von Sonderfiltern

wie z.B. Ex-Protect Filtern für den Ex-Schutzbereich oder biostatischen

Filtern bei extremen Luftfeuchten, beachtet werden.

Bei höherwertigen Filterklassen ≥ H 10, sind ergänzend zu den

o. g. Angaben die entsprechenden Anleitungen der Filterhersteller

zu beachten.

28

Filter

Gerätegröße

Taschenfiltereinsätze

G4 - F9

L = 360/600 mm

Kompaktfiltereinsätze

F5 - F9

L = 292 mm

Ausführung mit Standardfilterwand oder mit

Schnellspannvorrichtung

Stk. Maße B x H [mm] Maße B x H [mm]

040.4 1 592 x 490 592 x 490

063.4 1 592 x 592 592 x 592

090.4 1

1

125.4 1

1

1

1

160.4 2

2

592 x 592

287 x 592

592 x 592

592 x 287

287 x 592

287 x 287

592 x 592

592 x 287

592 x 592

287 x 592

592 x 592

592 x 287

287 x 592

(1)

592 x 592

592 x 287

250.4 4 592 x 592 592 x 592

315.4 4

2

400.4 4

2

2

1

450.4 6

3

592 x 592

287 x 592

592 x 592

592 x 287

287 x 592

287 x 287

592 x 592

592 x 287

592 x 592

287 x 592

592 x 592

592 x 287

287 x 592

(1)

592 x 592

592 x 287

500.4 (2) 9 592 x 592 592 x 592

710.4 (3) 12 592 x 592 592 x 592

900.4 (3) 16 592 x 592 592 x 592

1120.4 (3) 20 592 x 592 592 x 592

1250.4 (3) 24 592 x 592 592 x 592

1400.4 (3) 25 592 x 592 592 x 592

3.5 Wärmerückgewinnungseinheit

3.5.1 Rotationswärmetauscher

Rotationswärmetauscher sind mindestens 1/4-jährlich zu überprüfen.

Kontrolle der Rotationsflächen auf luftseitige Verschmutzung,

Korrosion und Beschädigung

Anwendungsbezogene Reinigung (z. B. unter Verwendung

von Druckluft oder fettlösenden Reinigungsmitteln)

Funktionsprüfung der Dichtelemente bei laufender Lüftungsanlage

Rotor Lagerspiel überprüfen

Kontrolle der Antriebselemente

Minimal- und Maximal Drehzahl überprüfen

Durchfahren des Regelbereiches

Drehrichtungskontrolle

Motorprüfung

Bei Gleichstrom-Motoren Kohlen überprüfen

Kollektor und Kohleschacht bei Gleichstrom-Motoren reinigen

Kontrolle der elektrischen Anschlüsse

Getriebedichtigkeit überprüfen

Keilriemenkontrolle

Kontrollanzeigenfunktion der Regelgeräte prüfen.

Funktion der anlagenspezifischen Regelung ist mindestens

zwei Mal pro Jahr zu testen

Reinigen

3.5.2 Plattenwärmetauscher

Plattenwärmetauscher sind mindestens 1/2-jährlich zu überprüfen.

Kontrolle auf luftseitige Verschmutzung, Korrosion und

Beschädigung

Anwendungsbezogene Reinigung (z. B. unter Verwendung

von Druckluft oder fettlösenden Reinigungsmitteln)

Falls vorhanden, Überprüfung der Bypasseinrichtung,

deren Klappenverbindung, Antrieb und Regelfunktionen

Überprüfung des Tropfenabscheiders auf Beschädigung,

Verschmutzung und Korrosion

Im Bedarfsfall, Reinigung des Tropfenabscheiders

Funktionskontrolle von Wasserablauf und Geruchsverschluss

Gegebenenfalls Auffüllen der Wasservorlage

Reinigen Syphon


3.5.3 Wärmerohr

Wärmerohre sind mindestens zwei Mal jährlich zu warten.

Überprüfung auf luftseitige Verschmutzung, Korrosion

und Beschädigung

Regelmäßige Reinigung entgegen der Luftrichtung (z. B.

unter Verwendung von Druckluft)

Überprüfen des Kondensatablaufs; gegebenenfalls korrigieren

der Wasservorlage

Antrieb und Regelungsfunktion der Kippregelung, falls

vorhanden, überprüfen

Klappenverbindung und Antrieb der Bypassausführung,

falls vorhanden, kontrollieren

Reinigen

3.5.4 Wärmerückgewinnung im KV-System

KV-Systeme sind analog zum Erhitzer ( siehe Kapitel “Lufterhitzer

(Luft/Flüssigkeit)” auf Seite 27) und Kühler ( siehe Kapitel

Luftkühler (Luft/Flüssigkeit)” auf Seite 27) zu warten.

Alle Einbauteile müssen für Frostschutzmitteleinsatz

geeignet sein

Beide Wärmetauscher sind (siehe Kapitel “Lufterhitzer

(Luft/Flüssigkeit)” ) für die Erhitzereinheit und siehe Kapitel

Luftkühler (Luft/Flüssigkeit)” für die Kühlereinheit zu

warten

Für den Tropfenabscheider, falls vorhanden,gilt das Kapitel

“Tropfenabscheider” auf Seite 27.

Zusätzlich sind am Zubehör folgende Arbeiten auszuführen:

3.5.4.1 Pumpen

Mindestens halbjährlich sind die eingesetzten Pumpen zu überprüfen.

Es dürfen nur vergossene Motoren verwendet werden.

Überprüfung auf Beschädigung, Korrosion, Befestigung

und Geräusch

Drehrichtungskontrolle und Funktionsprüfung

Dichtheitsprüfung der Wellendurchführung

Stopfbuchse nachstellen

Lagerung schmieren

3.5.4.2 Absperr- und Regelarmaturen

Eine Überprüfung ist mindestens zwei Mal pro Jahr durchzuführen.

Auf äußere Verschmutzung, Beschädigung, Korrosion

und Gängigkeit prüfen

Im Bedarfsfall äußerlich reinigen

Dichtheitsprüfung der Spindeldurchführung

Stopfbuchse nachstellen

3.5.4.3 Schmutzfänger

Eine Überprüfung ist mindestens zwei Mal pro Jahr durchzuführen.

Auf Verschmutzung prüfen

Im Bedarfsfall reinigen

3.5.4.4 Rohrleitungen und Ausdehnungsgefäße

Folgende Arbeiten sind mindestens halbjährlich auszuführen:

Überprüfung auf Beschädigung und Befestigung

Sichtprüfung der Isolierung auf Beschädigung

Überprüfung der Thermometer auf Beschädigung

Überprüfung der Manometer auf Beschädigung

Flüssigkeitsstand überprüfen

Im Bedarfsfall Flüssigkeit nachfüllen

Rohre mit Frostschutzmittel sind zusätzlich durchzuspindeln

Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen

Entlüften

3.6 Schalldämpferelement

Schalldämpfer sind weitestgehend wartungsfrei. Sie sollten

jedoch im Rahmen der Wartungsarbeiten einer optischen Kontrolle

unterzogen werden und können, wenn sie verschmutzt

sind, z. B. mit einem Staubsauger gereinigt werden.

3.7 Jalousieklappen

Jalousieklappen sind mindestens zwei Mal jährlich zu warten:

Überprüfung auf Funktion, Verschmutzung, Beschädigung

und Korrosion

Gestänge auf festen Sitz und Gängigkeit prüfen

Überprüfen der Klappenstellmotore auf richtigen Anbau

Drehrichtung und Endlage

Gegebenenfalls Korrektur der Einstellung

Falls erforderlich, Reingung der Klappen

3.8 Luftbefeuchtungssysteme

Wäscher

Dampfbefeuchter

Kontaktbefeuchter

Ultraschallbefeuchter

Hochdruckzerstäuber

Bitte die jeweilige Wartungsanleitung des Herstellers beachten.

29

3


4 Messprotokoll für die Inbetriebnahme

Lüftungsgerät KS-Nr

Komission LV-Position Anlage

Motor

Gleichstrom Drehstrom Wechselstrom

Fabrikat Typ Nr.

U N V cosϕ f:

N 1 : min -1 I n1 : A P 1

N 2 : min -1 I n2 : A P 2

N 3 : min -1 I n3 : A P 3

Bauform:

Schutzart:

Schaltung:

Durchgeführte Prüfarbeiten: Elektische Daten / Rechtsdrehfeld / TK/KL überprüft

Kaltleiter Ω Thermokontakte (Öffner/Schließer)

Funktionsprüfung

Bemerkungen:

Sichtprüfung (äußerliche Schäden von Gehäuse, Anschlussleitung einschl. Stecker und Anschlussklemmen)

Zugentlastung (Biege und Knickschutz)

F U I

Stufe Hz U1 U2 U3 I1 I2 I3 min -1

n

n1

n2

n3

Ventilator

Ventilator Zuluft Abluft

Fabrikat: Soll Ist

Nr.: Luftmenge: m³/h

Typ: Ventilator: U/min

(gem. TGK)

Inbetriebnahme durchgeführt

Ort/Datum Unterschrift

Hz

kW

kW

kW

31

4


5 Schaltbilder für den Motoranschluss

Drehstrom-Käferläufermotoren - Anschlussschemen

1.

Synchrondrehzahl

1500 U/min

2.

Synchrondrehzahl

750/1500 U/min

3.

Synchrondrehzahl

1000/1500 U/min

4.

Synchrondrehzahl

750/1000/1500 U/min

500/750/1000 U/min

5.

Synchrondrehzahl

500/10001500 U/min

Drehstrommotor

Schaltung für Spannung im Verhältnis

1:3

z. B. :

230/400V

(Sternschaltung)

400/690V

(Dreieckschaltung)

Drehstrommotor

polumschaltbar für quadratisch abnehmendes

Drehmoment

2 Drehzahlen

eine Wicklung in Dahlanderschaltung

Schaltung Y/YY

Drehzahlverhältnis = 1:2

4/2 polig 1500/3000 U/min

8/4 polig 750/1500 U/min

12/6 polig 500/1000 U/min

16/8 polig 375/750 U/min

Drehstrommotor

polumschaltbar für quadratisch abnehmendes

Drehmoment

2 Drehzahlen

2 getrennte Wicklungen

Schaltung Y/Y

Drehzahlverhältnis = 2:3

6/4 polig 1000/1500 U/min

8/6 polig 750/1000 U/min

12/8 polig 500/750 U/min

Drehstrommotor

polumschaltbar für quadratisch abnehmendes

Drehmoment

3 Drehzahlen

2 getrennte Wicklungen

niedrige und hohe Drehzahl in Y/YY Dahlanderschaltung

mittlere Drehzahl in Y- oder Δ-Schaltung

8/6/4 polig 750/1000/1500 U/min

8/4 polig 750/1500 U/min

12/8/6 polig 500/750/1000 U/min

Drehstrommotor

polumschaltbar für quadratisch abnehmendes

Drehmoment

3 Drehzahlen

2 getrennte Wicklungen

niedrige und mittlere Drehzahl in Y/YY

Dahlanderschaltung

hohe Drehzahl in Y-Schaltung

12/6/4 polig 500/1000/1500 U/min

33

5


6 Thermischer Motorschutz

Der thermische Schutz der Motoren muss nach den vorliegenden

Betriebsbedingungen erfolgen.

Die Motoren können durch stromabhängige Motorschutzschalter

bzw. Überstromrelais und durch temperaturabhängige

Halbleiter-Temperaturfühler mit Auslösegeräten geschützt werden.

Durch die temperaturabhängigen Schutzeinrichtungen wird

der Motor bei unzulässig hoher Wirkungserwärmung durch

Überlast, erhöhte Kühlmitteltemperatur, behinderte Kühlung,

Aussetzbetrieb, hohe Schalthäufigkeit und Phasenausfall ausreichend

geschützt.

Bei sehr lang dauerndem Anlauf und Gegenstrombremsen ist

der kombinierte Schutz zweckmäßig; bei läuferkritischen

Motoren (Käfigläufer-Motoren größerer Leistung) erforderlich.

Hier wird der Schutz bei blockiertem Läufer insbesondere durch

verzögerte Überstromauslöser wirksam.

Schaltungsbeispiele

Schutzmaßnahme Schutz vor

Motorschutzschalter mit thermischen und elektromagnetischem Überstromauslöser

Überlastung im Dauerbetrieb

festgebremsten Läufer

Schutz mit Überstromrelais, Thermistorschutz und Sicherung im Betrieb:

Überlastung im Dauerbetrieb

lange Anlauf- und Bremsvorgänge

hohe Schalthäufigkeit

Kaltleitertemperaturfühler, Klemmen im Motorkasten, Auslösegerät

bei Störungen:

Behinderung der Kühlung

erhöhte Kühltemperatur

Einphasenlauf

Frequenzschwankungen

Schaltung auf blockiertem Läufer

Tab. 8: Schaltungsbeispiele

35

6


7 Liste charakteristischer Störungen

lfd.Nr Fehler Ursache Störungssuche/Abhilfe

1 keine Luft mehr

2 zu wenig Luft

3 Motorstromaufnahme zu hoch

4

keine Heizung

(E-Heizung)

5 keine Heizung

6 keine Kühlung

Motor läuft nicht Hauptschalter einschalten

Netzspannung an allen Motorphasen prüfen

Motorschutzeinrichtungen überprüfen

Regelungen überprüfen

Frostschutz überprüfen

Motor läuft, Keilriemen gerissen neuen Satz Keilriemen aufziehen, siehe Kapitel “Wechsel

des Keilriemens und der Keilriemenscheibe” auf

Seite 26

Klappen sind nicht geöffnet sämtliche Klappen des Kanalnetzes überprüfen und öffnen

Filter verschmutzt

(Differenzdruckanzeige)

neuen Filter einsetzen

Riementrieb hat zu hohen Schlupf Riemen nachspannen, siehe Kapitel “Wechsel des Keilriemens

und der Keilriemenscheibe” auf Seite 26

bei vorhandenen Volumenstromreglern

prüfen, ob diese auf vollem

Volumenstrom stehen

Ventilator dreht in falsche Richtung

zu großer Luftvolumenstrom Volumenstrom einstellen

Hochleistungsventilator dreht in

die falsche Richtung

bei pneumatischen Motoren prüfen, ob Steuerdruck anliegt

bei elektrischen Motoren prüfen, ob Spannung anliegt

wenn Motor defekt, diesen austauschen

bei Drehstrommotoren Drehrichtungsänderungen durch

Phasenumtausch herbeiführen

bei Drehstrommotoren Drehrichtungsänderungen durch

Phasenumtausch herbeiführen

Riemenscheiben vertauscht Übersetzung überprüfen und Antrieb wechseln, siehe

Kapitel “Wechsel des Keilriemens und der Keilriemenscheibe”

auf Seite 26

keine Spannung am Heizregister Hauptschalter einschalten

Regelung prüfen

Übertemperaturschutzeinrichtung prüfen

Spannung am Heizstab, jedoch

keine Aufheizung

Widerstand des Heizelementes prüfen

kein Heizmedium Warmwassererzeugung prüfen

Förderpumpen prüfen

Ventile öffnen nicht Regelung prüfen

Gängigkeit des Ventils prüfen

Luft im Austauscher Austauscher entlüften

kein Kaltwasser Kaltwassererzeugung prüfen

Förderpumpe überprüfen

Ventile öffnen nicht Regelung prüfen

Gängigkeit des Ventils prüfen

Luft im Austauscher Austauscher entlüften

37

7


38

lfd.Nr Fehler Ursache Störungssuche/Abhilfe

7

8

Wasseraustritt aus dem Gerät im

Kühlerbereich

Wasseraustritt hinter dem Luftwäscher

9 keine Befeuchtung am Wäscher

10 keine Befeuchtung bei Dampfbefeuchtern

saugseitiger Kondensatablauf

ohne Siphon

Siphon nachrüsten

Siphonhöhe zu niedrig bemessen Siphonhöhe vergrößern

max. Druckverluste saugseitiger Filter beachten

kein Wasser im Siphon vor Eintritt der Kühlperiode Siphon mit Wasser füllen

saugseitige Klappen öffnen erst

nach Anlaufen des Ventilators;

dadurch wird das Wasser aus dem

Siphon gerissen

Regelung so ändern, dass Ventilator nur bei geöffneten

saugseitigen Klappen anläuft

Abscheider schlägt durch Abscheiderlamellen reinigen

Anströmrichtung prüfen, wenn falsch eingebaut, drehen

Tropfenabscheider schlägt durch Abscheider reinigen

Anströmrichtung prüfen, wenn falsch eingebaut, drehen

Düsen verschmutzt, sie sprühen

mit Wasserstrahl auf die Abscheider

Anströmgeschwindigkeit zu

gering

Wäscher befeuchtet bei kleinerer

Ventilatordrehzahl, dadurch zu

geringe Anströmgeschwindigkeit

Düsen reinigen

Luftvolumenstrom kontrollieren und richtig einstellen

Wäscherbetrieb nur bei Nennvolumenstrom, Regelung entsprechend

ändern

Pumpe läuft nicht Siehe hierzu lfd.Nr. 1 „Motor läuft nicht“

Pumpe läuft, es kommt kein oder

wenig Wasser

nach Angaben des jeweiligen

Herstellers

Düsen reinigen

Filtersieb reinigen

Wasserinhalt der Wanne prüfen

Maximalbegrenzung für die Feuchte überprüfen


8 Demontage und Entsorgung

8.1 Demontage

Die Demontage darf nur von dafür qualifiziertem Personal

durchgeführt werden.

Es müssen alle erforderlichen Notfallhilfen zur Verfügung stehen!

Für die Demontage und Zwischenlagerung des Klimagerätes ist

das Kapitel 2.1.2 “Anlieferung und Transport” auf Seite 5 zu

beachten.

8.2 Entsorgung

Es müssen alle erforderlichen Notfallhilfen zur Verfügung stehen!

Für die Entsorgung und Zwischenlagerung des Klimagerätes ist

das Kapitel 2.1.2 “Anlieferung und Transport” auf Seite 5 zu

beachten.

Vor der Entsorgung sind alle auftretenden Umweltrisiken zu

prüfen. Das Entsorgungspersonal ist fachgerecht hierüber zu

unterweisen.

Bei der Entsorgung der Betriebsmittel und Baugruppen müssen

die vom jeweiligen Gesetzgeber erlassenen Vorschriften und

die vom Hersteller der Maschine vorgeschriebenen Entsorgungsanweisungen

befolgt werden!

Alle Betriebsmittel (Fette, Batterien, Kunststoffe, Metalle) sind

nach aktuell geltenden Vorschriften zu entsorgen. Putzlappen

und andere Reinigungsmittel sind getrennt zu entsorgen.

39

8


9 INDEX

A

Ausdehnungsgefäß 22

B

Bestimmungsgemäße Verwendung 2

Bypassklappen 21

D

Dachrahmen 7

Demontagearbeiten 17

Dreiwegemischer mit Stellmotor 22

E

Einfrieren 15

Elektro-Niedertemperaturlufterhitzer 16

F

Frequenz

einstellen 12

Frequenzumrichter 13

Frostschutzeinrichtungen 15, 17

Fundamentausführung bei Aussenaufstellung 7

G

Geräteverriegelung 16

H

Heizregistern 16

Heizregisters 16

I

Inbetriebnahme

Ventilatoren 10

K

Käfigläufer-Motor 35

Klappenlamellen 24

Klimatec-CAP 1

Kondensatwanne 18

Kontrollen an Gerätekammer 25

Krantransport 6

L

LAR-Richtlinien 16

Lufterhitzer

aus Kupfer-Aluminium 15

aus Stahl 15

direktbefeuerte 1

Luftführung 16

M

Motorschutzschalter, stromabhängig 35

N

Nennstrom 10

P

Phasenausfall 35

R

Rechtliche Aspekte 2

S

Schmutzablagerungen

im Lufterhitzer 15

im Luftkühler 17

Schwingungsübertragung

durch Rohrverbindung 8

Seriengeräte 1

Sicherheitstemperaturbegrenzer

Verwenden von 5

Siphonhöhen 18

Sole

Herstellen von 22

Solepumpe 22

Streifenfundament 6

T

temperaturabhängige Halbleiter-Temperaturfühler 35

Temperaturbegrenzer 16

Verwenden von 5

Temperaturwächter 16

Transport

mit Gabelstabler 6

mit Kran 6

mit Rohrtraversen 6

Transportösen 6

Tropfenabscheider 17, 18

Tropfenabscheiderkassette 18

U

Überlastung der Ventilatorantriebsmotore 10

Überschreiten des Nennstromes 10

V

Verwendung von

Sicherheitstemperaturbegrenzer 5

Temperaturbegrenzer 5

W

Wiedereinschaltsperre 16

Z

Zielgruppen 3

41

INDEX


Sie finden bei uns:

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Gottbillstraße 17

D- 54294 Trier

Tel. 06 51- 8 27 82-0

Fax 06 51- 8 27 82-30

Internet http://www.klimatec.de

E-mail: info@klimatec.de

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