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03/2012

Schneckenpost

Leichte Sprache

im Landtag

10 Jahre Schneckenpost

Aufstieg der

Thonberg Kickers


Impressum

Schneckenpost: Infoblatt der Werkstattmitarbeiter der Diakonie am Thonberg

Ausgabe 03/2012

Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 15.10.2012

Herausgeber: Redaktion der Schneckenpost

Diakonie am Thonberg, Eichlerstraße 2, 04317 Leipzig,

Tel.: 0341 - 26 77 061

Redaktion: Katja Mieder (AB manuelle Gestaltung)

Karsten Schaal (AB PC / Büro)

Tilman Zschirpe (AB PC / Büro)

Marko Altstädt (Außenarbeit Messeprojekt)

André Busse (Außenarbeit Altenpflegeheim „Emmaus“)

Ivonn Waliczek (Außenarbeit Evangelisches Schulzentrum)

Agnes Gebler (AB Büro / Rezeption)

Steffen Hegenbarth (AB Bürodienstleistungen)

Sebastian Fischer (AB Druck)

Kevin Radny (AB Mediengestaltung)

Christian Wetendorf (AB Mediengestaltung)

René Weißmüller (BBB-G)

Dorothea Deunert (Außenarbeit Evangelisches Schulzentrum)

Karen Kohlmann (Referatsleitung Berufliche Bildung)

Vera Kreipe (Ehrenamt)

Layout: Mediengestaltung der Diakonie am Thonberg

Anzeigenleitung: Karen Kohlmann

kohlmann.karen@dat-leipzig.de

Druck: Druckbereich der Diakonie am Thonberg

Auflage: 300

Post für uns könnt Ihr an der Rezeption abgeben, als Datei in Z:\ABLAGEallg\Schneckenpost speichern oder

uns in die Hand drücken.

Für nicht namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt die gesamte Redaktion die Verantwortung.

2


Inhaltsverzeichnis

Politik muss für alle verständlich sein .................................................................................. 4

Aufstieg der Thonberg- Kickers ............................................................................................ 5

10 Jahre Schneckenpost ........................................................................................................ 6

Vom Artikel zur Ausgabe ........................................................................................................ 6

Die Schneckenpost ist für den Agenda Preis nominiert .................................................. 8

Die Straßenzeitung DIE KIPPE ............................................................................................... 8

Wir arbeiten außerhalb ............................................................................................................ 9

Aufgaben der Ämter der Stadt Leipzig? ............................................................................ 10

Sommerfest im K-Bereich .................................................................................................... 13

Unsere Werte liegen nicht in Tresoren ............................................................................... 14

Graffiti, BMX und mehr .......................................................................................................... 16

Mein neues Leben .................................................................................................................. 18

Der Werkstattrat informiert... ................................................................................................ 21

Länderspiel in Leipzig ............................................................................................................22

Gottes Wort in unserem Leben ...........................................................................................23

Für Hund und Katze ist auch noch Platz ........................................................................... 24

Was macht eigentlich Marco Uhlmann? ............................................................................25

Wohnen heißt leben! ..............................................................................................................26

Die „10 Gebote“ .......................................................................................................................28

Die elfte Posaune ....................................................................................................................29

Projektvorstellung: „Barrieren überwinden“ .....................................................................30

Der Behindertenverband rief wieder zur Kundgebung ..................................................30

Hinweis: Leider haben wir für diese Ausgabe kein Rätsel. Dafür möchten wir

uns entschuldigen. In der nächsten Ausgabe wird es aber wieder ein

Rätsel geben.

Die Redaktion

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Schneckenpost

Seite


Schneckenpost

Politik muss für alle verständlich sein

Politik in Leichter Sprache - Workshop im Sächsischen Landtag

„Können wir nicht einmal einen Vortrag im Landtag

halten und den Abgeordneten die Leichte

Sprache näher bringen? Was meinen Sie?“. So

lautete die Frage von Marko Altstädt an Horst

Wehner, den zweiten Vizepräsidenten des Sächsischen

Landtags. „Klar, das kann ich mir sehr

gut vorstellen.“, so die Antwort.

Am 17. April 2012 waren die Redakteure Marko

Altstädt und André Busse im Sächsischen Landtag.

Die LINKE hatte Abgeordnete aller Parteien,

mit Ausnahme der NPD, und Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen des Landtags zu einem Workshop

eingeladen. In dem Workshop ging es um

das Thema „Politik leicht gemacht oder Politik in

Leichter Sprache“.

Herr Altstädt und Herr Busse erzählten, wie

wichtig eine einfache Sprache ist. Kritisch diskutiert,

wurden die Regeln der so genannten

Leichten Sprache. Sie sorgen dafür, dass Texte

leicht verständlich sind. Aber die Leichte Sprache

ist keine schöne und stilvolle Sprache.

Herr Altstädt selbst liest zum Beispiel leidenschaftlich

gern Bücher und erkennt die Schreibstile

der Autoren. Das geht durch die Leichte

Sprache nicht. Für die Schneckenpost soll jeder

Redakteur seine eigene Sprache verwenden.

Bei der Übersetzung von Gesetzen und rechtlichen

Angelegenheiten kann die Leichte Sprache

aber sehr sinnvoll sein. Eine Alternative zu den

strengen Regeln des Netzwerk People First bieten

die „Europäischen Richtlinien für die Erstellung

von leicht lesbaren Informationen für Menschen

mit geistiger Behinderung“ der ILSMH.

Dann waren die Politiker und Politikerinnen an

der Reihe. Politik muss für alle Menschen verständlich

sein. Also, bitten erklären sie uns doch

einmal den Begriff „Haushaltskonsolidierung“!

Was ist ein „Untersuchungsausschuss“? Und

wer bitte ist denn ein „Rehabilitationsträger“ und

wie kann man Rehabilitation überhaupt tragen?

Die Workshopteilnehmer(innen) waren nun gefordert

und gaben sich große Mühe, uns Politik

und deren Begriffe näher zu bringen.

Und plötzlich stand nicht mehr nur die Leichte

Sprache im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern

allen wurde bewusst, dass es eine neue Haltung

in der Politik braucht.

Politiker(innen) werden von den Bürgern und

Bürgerinnen gewählt. Sie sollen Gesetze machen

und Entscheidungen treffen, die allen zu

Gute kommen.

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Einige Gesetze scheinen aber bewusst so geschrieben

zu sein, dass viele Leute sie nicht

verstehen können. Das darf natürlich nicht sein.

Politik in Leichter Sprache heißt Politik für alle

Menschen verstehbar machen. Politik verstehen,

bedeutet für jeden Bürger und für jede Bürgerin

mündig zu werden und sich mit Entscheidungen

auseinandersetzen zu können.

Aufstieg der Thonberg- Kickers in die

Regionalgruppe Nord der Special Olympics

Zwei Siege und ein Unentschieden haben gereicht:

Überglücklich nahmen die Thonberg-Kickers

ihre Urkunden und den Pokal als Staffelsieger

entgegen und dürfen im nächsten Jahr in der

Leistungsklasse B der Regionalgruppe Nord der

Special Olympics Sachsen mitspielen.

Einmal in der Woche darf das Team der Diakonie

am Thonberg, Werkstatt für Menschen mit

Behinderung, auf dem Rasen des SSV Stötteritz

trainieren.

Zweimal im Jahr entscheidet ein Turnier über Auf-

und Abstieg. Gespielt wird nach dem Regelwerk

der Special Olympics mit 6 Feldspielern und einem

Torwart 2 x 15 Minuten auf dem Kleinfeld.

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Es war eine sehr schöne, entspannte und wunderbare

Diskussion und wir werden schauen,

was sich im Landtag demnächst im Hinblick auf

die Leichte Sprache verändert.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Wehner

und der Faktion „Die Linke“ für die Einladung

und die hervorragende Organisation und Unterstützung!

„Hier geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern

dass jeder im Rahmen seines Leistungsvermögens

sein Bestes gibt“, so Teamchef Siegfried

Munkelt, der die Fußballmannschaft 2004 als begleitendes

Angebot für Menschen mit geistiger

Behinderung in der Diakonie am Thonberg aufgebaut

hat.

2006 wurde das Team in den Regionalverband

Nordwest der Special Olympics Sachsen aufgenommen

und wurde 2008 bereits Zweiter bei der

sächsischen Meisterschaft.

Maike Hillenbach

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Schneckenpost

Karen Kohlmann


Schneckenpost

10 Jahre Schneckenpost

Die Werkstattzeitung feiert ihr Jubiläum

Im Januar 2002 erschien die erste Ausgabe der

Werkstattzeitung der Diakonie am Thonberg. Damals

hieß sie noch „Allgemeine Werkstattzeitung“.

Die erste Redaktion bestand damals aus: Karsten

Schaal, André Busse, Marko Altstädt, Juliane

Jokisch, Sindy Geyer, Ivonn Waliczek und Dana

Hannig. Einige der Redakteure sind noch heute in

der Redaktion der Schneckenpost! Die Zeitung erschien

damals aller 2 Monate!

Vom Artikel zur Ausgabe

Wie entsteht eine Schneckenpost?

Die Schneckenpost ist die Werkstattzeitung der

Diakonie am Thonberg. Das wissen die meisten.

Aber nur Wenige wissen, wie viele Abteilungen

eigentlich an der Erarbeitung und der Verteilung

der Schneckenpost beteiligt sind.

Damals waren die Themen der Allgemeinen Werkstattzeitung

noch ein wenig anders. Und auch die

Arbeitsweise der Redaktion war anders. Einige Artikel

wurden selbst verfasst. Manche interessante

Artikel wurden aus der LVZ oder anderen Zeitungen

kopiert, damit alle sie lesen konnten.

Ab der Ausgabe Oktober – Dezember 2005 wurde

aus der Allgemeinen Werkstattzeitung die

Schneckenpost. Der Name wurde durch die Redaktion

ausgesucht. Unsere Zeitung heißt aber

nicht Schneckenpost, weil wir so langsam sind.

Der Name erinnert an das Logo der Diakonie am

Thonberg, also die Schnecke. Damit soll klar sein,

dass die Schneckenpost unsere Zeitung ist.

Die erste Schneckenpost 2005 hatte 8 Seiten und

wurde damals einfach mit einer Heftklammer geheftet.

Die Ausgabe 2/06 April – Juni hatte dann schon

ein neues Layout für die Titelseite. Im Jahr 2007

kam dann mit der Jubiläumsausgabe „10 Jahre

Diakonie am Thonberg“ endgültig das bekannte

Schneckenpost-Design.

Mit der Ausgabe 03/2010 kam dann eine letzte Änderung

des Designs. Nun ist unsere Schneckenpost

im Cooperate Design unterwegs!

Heute haben wir 14 feste Redakteure im Team

und die letzte Ausgabe umfasst 28 Seiten! Diese

Ausgabe ist die 46. Ausgabe der Werkstattzeitung!

Darauf sind wir stolz!

Vom Artikel zur fertigen Ausgabe ist es ein langer

Weg durch die DaT!

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Schritt 1: Ideensammlung in der Redaktion

In den Redaktionssitzungen werden Ideen für

die Ausgabe gesammelt:

- Welche Veranstaltungen gab es in der DaT?

- Was ist alles sonst noch in der DaT passiert?

- Gibt es Vorschläge von Werkstattmitarbeitern

oder Gruppenleitern?

- Gibt es weitere Themen, die interessant

sein können?

Es werden die Themen festgelegt, welche in die

nächste Ausgabe genommen werden sollen.

Es wird besprochen, wer für welchen Artikel zuständig

ist.

Schritt 2: Die Artikel werden geschrieben

Die Redakteure recherchieren für ihre Artikel. Die

Redakteure schreiben die Artikel. Einige Artikel

werden auch von anderen Personen eingereicht.

Zum Beispiel von Werkstattmitarbeitern oder

Gruppenleitern der DaT. Manche Artikel werden

von Hand geschrieben eingereicht. Diese werden

dann von dem Berufsbildungsbereich des K-

Bereiches abgeschrieben, damit sie im Computer

erfasst sind.

Schritt 3: Korrektur lesen

Alle Artikel werden von der Redaktionsleitung

und einem weiteren Korrekturleser auf Fehler

überprüft. Sogar Herr Schnabel, der Werkstattleiter,

unterstützt die Redaktion. Er korrigiert die

Artikel der Reihe „Gottes Wort in unserem Leben“.

Schritt 4: Die Reihenfolge festlegen

In der Redaktion wird festgelegt, in welcher Reihenfolge

die Artikel erscheinen sollen. Es wird

besprochen, welche Artikel die wichtigsten sind.

(Blattplanung)

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Schritt 5: Übergabe der Daten an die Medienabteilung

Die Redaktionsleitung gibt alle Artikel und Bilder

für die neue Ausgabe an die Medienabteilung.

Schritt 6: Gestaltung der nächsten Ausgabe

Die Artikel und die Bilder werden von einem Werkstattmitarbeiter

in der Medienabteilung in eine

Datei eingearbeitet. Die Ausgabe entsteht.

Schritt 7: Korrektur der Ausgabe

Die von der Medienabteilung gesetzte Ausgabe

bekommt die Redaktionsleitung zur Korrektur.

Es wird geschaut, ob alle Artikel eingearbeitet wurden,

ob die Bilder passend sind. Die Textanordnung

wird noch einmal angepasst.

Schritt 8: Fertigstellung der Datei

Die gewünschten Korrekturen werden von der

Medienabteilung eingearbeitet. Die Ausgabe ist

druckfertig. Von der Redaktionsleitung erfolgt

der Druckauftrag. Sie wird an die Druckerei weitergeleitet.

Schritt 9: Drucken und Heften der Ausgabe

Die Ausgabe wird in der Druckerei der DaT gedruckt

und geheftet.

Schritt 10: Verteilung der neuen Ausgabe

Ein Redaktionsmitglied verteilt die Ausgabe in

den Arbeitsbereichen der DaT und der BBW Gruppe.

Die Ausgabe wird an Institutionen und Personen

außerhalb der DaT geschickt.

Die Schneckenpost ist also nicht nur ein Werk der

Redaktion, sondern der gesamten Werkstatt!

Schneckenpost


Schneckenpost

Die Schneckenpost ist für den Agenda Preis nominiert

Ein großes Dankeschön an die Bereichsleitung und die Geschäftsführer

Am Dienstag den 22.05.2012 war die Preisverleihung

des Agenda Preises 2011. Auch die Schneckenpost

war nominiert. Der Leipziger Agenda

Preis wird einmal im Jahr verliehen. Damit wird

besonderes Engagement gewürdigt.

Es gab fünf Kategorien. Zum Beispiel: „Ehrenamtliches

Engagement“ und „Klimabewusst

mobil in Leipzig“.

Unsere Schneckenpost war in der Kategorie

„Initiative und Unternehmen“ normiert. In dieser

Kategorie wird das jahrelange Engagement für

eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Leipzig

gewürdigt.

Die Schneckenpost schaffte es bis unter die

letzten drei in dieser Kategorie.

Die Straßenzeitung DIE KIPPE

zu Gast in der Diakonie am Thonberg

Am Donnerstag, den 05.07.2012 um 14 Uhr

waren zwei Redakteure der Leipziger Straßenzeitung

DIE KIPPE zu Gast in der Diakonie am

Thonberg. Die KIPPE befasst sich gerade mit

dem Thema Menschen mit Behinderung. Die

Redakteure möchten über eine Behinderten-

Einrichtung schreiben. Darum waren sie bei uns

in der Diakonie am Thonberg. Sie wollten sich

die Werkstatt anschauen.

Die Redakteure der KIPPE Redaktion durften

der Schneckenpost-Redaktion verschiedene

Fragen stellen.

Was zeigt, dass auch von den Juroren erkannt

wurde, welchen wertvollen Beitrag die Diakonie

am Thonberg über die Schneckenpost leistet,

damit sich die Situation von Menschen mit Behinderung

in Leipzig verbessert. Leider haben

wir den Preis letztendlich nicht gewonnen. Den

ersten Platz belegte das Mütterzentrum Leipzig

e.V..

Wir möchten uns aber an dieser Stelle ganz

herzlich bei der Bereichsleitung der Werkstatt

und der Geschäftsführung für die jahrelange Unterstützung

der Schneckenpost bedanken. Nur

durch ihr Engagement und ihre Rückendeckung

ist es möglich, dass die Schneckenpost mittlerweile

diesen Wert erlangt hat und als wichtiges

Medium wahrgenommen wird. Vielen herzlichen

Dank!

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Katja Mieder

Zum Beispiel: In welchem Rhythmus die Schneckenpost

erscheint und was für Themen in einer

Ausgabe besprochen werden. Zum Abschluss

des Gespräches beschlossen beide Redaktionen

auch einmal etwas zusammen zu machen.

Danach führte der Werkstattleiter Herr Schnabel

die beiden Redakteure der KIPPE durch die

Werkstatt und erklärte ihnen die Arbeit in der Diakonie

am Thonberg.

Katja Mieder


Wir arbeiten außerhalb

Die Außenarbeitsgruppen der Diakonie am Thonberg

Ausgabe 3:

Das Technische Rathaus

Wir arbeiten im Technischen Rathaus. Dort leeren

wir die Papierkörbe. Manchmal finden wir

in den Papierkörben Bananenschalen, Kugelschreiber

oder auch Plastemüll. Das müssen wir

dann aussortieren.

Die Papierkörbe müssen vor der Tür abgestellt

werden. Das wissen die Leute. Manchmal vergessen

es die Leute aber. Dann müssen wir

an der Tür klopfen und fragen. Auf der Etage 3

ist das schlimm. Dort vergessen die Leute das

ständig und dann müssen wir manchmal an jeder

Tür einzeln klopfen und fragen. Das ärgert

mich schon.

Die Leute in den Büros sind aber alle sehr

freundlich, wenn wir dort anklopfen und an die

Papierkörbe erinnern.

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Heute haben wir 3 Etagen gemacht. Das ist aber

manchmal unterschiedlich. Manchmal machen

wir auch nur 2 Etagen.

Wir sind von 9.30 Uhr bis 12 Uhr in der Regel

dort. Wenn wir drei Etagen machen müssen sind

wir bis 13.30 Uhr im Technischen Rathaus unterwegs.

Wir sind 6 Leute im Technischen Rathaus. Wir

gehen nicht jeden Tag alle hin. Es gibt einen

Dienstplan. Wir arbeiten immer zu zweit dort.

Die Arbeit macht mir Spaß.

Christian Ehms

Technisches Rathaus

Bereich für Menschen mit geistiger Behinderung

Schneckenpost


Schneckenpost

Welche Aufgaben haben eigentlich die Ämter der Stadt Leipzig?

Sonderausgabe: Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH erbringen

mit ihren Straßenbahn- und Buslinien

etwa 90% des öffentlichen Nahverkehrs in der

Stadt Leipzig. Damit übernehmen sie eine große

Verantwortung.

Seit vielen Jahren setzen sich die LVB für einen

behindertengerechten öffentlichen Nahverkehr

ein. Herr Juhrs, Technischer Geschäftsführer der

LVB, zählt mit einigem Stolz bisherige Erfolge auf:

Über die Hälfte der Straßenbahn-Haltestellen in

Leipzig sind mittlerweile behindertengerecht.

Weitere Umbauten sind bereits im Bau und in

Planung. Fast alle Straßenbahnen und Busse der

LVB haben einen Niederfluranteil. Die letzten 125

Tatrawagen sollen in den kommenden Jahren aus

dem Dienst genommen werden.Es geht voran!

Diese Verbesserungen spüren Menschen mit

Behinderung, die mit der Straßenbahn und dem

Bus unterwegs sind. Aber natürlich gibt es auch

noch viele Baustellen.

Für diese Ausgabe haben wir mit Herrn Juhrs

ein Interview geführt. Das Interview führten Herr

Altstädt und Herr Weißmüller von der Redaktion

der Schneckenpost, der Werkstattzeitung der

Diakonie am Thonberg.

Welche Aufgaben haben die Leipziger Verkehrsbetriebe?

Wir sind der Mobilitätsdienstleister in der Stadt

Leipzig. Wir organisieren den Nahverkehr der

Stadt und führen diesen durch.

Welche Aufgaben haben Sie bei den LVB?

Ich bin als Geschäftsführer für die Funktionsbereiche

Technik und Betrieb verantwortlich

und damit für Anliegen und Themen, wie z. B.

Investitionen in die Infrastruktur, die Fahrzeugbeschaffung,

die Instandhaltung und viele organisatorische

Aspekte zuständig.

Mein Schwerpunktprojekt ist momentan der

Neubau der Hauptwerkstatt in Heiterblick.

In Leipzig ist gerade erst eine Straßenbahn

entgleist, was war denn da los?

Ja, das hat für erhebliches Aufsehen gesorgt.

Zum Glück gab es nur Blechschaden und solche

Vorkommnisse sind die Ausnahme. Wir haben in

Leipzig ein Gleisnetz von etwa 300 km Länge.

Davon befindet sich ein Großteil in öffentlichem

Verkehrsraum. Da kommt es natürlich zu Störungen.

Zum Beispiel, wenn zwei Autos auf den

Gleisen verunfallen oder ein Auto die Straßenbahn

übersieht. Das Entgleisen von Straßenbahnen

ist aber die absolute Ausnahme.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Das breite Spektrum und die große Öffentlichwirksamkeit

unserer Arbeit finde ich gut. Ich

persönlich habe es mit vielen unterschiedlichen

Menschen zu tun und muss auch

verschiedene Interessen zusammenbringen.

Man kann Strategien für die Zukunft des Nahverkehrs

entwickeln. Dann sieht man, wie sich

dies nach und nach erfüllt, was man geplant hat.

Meine Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß.

Ich komme wirklich jeden Tag gern auf Arbeit.

Natürlich wird man auch immer wieder geerdet.

Gerade in der Zusammenarbeit mit dem Behindertenausschuss

wird mir das oft deutlich. Man

merkt in den Diskussionen, was alles beachtet

werden muss. Es stellen sich unterschiedliche

Probleme, die man gemeinsam lösen muss.

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Die Zusammenarbeit ist aber wirklich großartig,

weil man merkt, dass es voran geht und dann

auch positives Feedback und Anerkennung

bekommt. Gerade die behinderten Menschen

nehmen sehr bewusst wahr, dass wir ihre Anregungen

und Hinweise ernst nehmen und auch

umsetzen. Das macht Freude!

Aktuell hat mir gerade die Diskussion um die

Gestaltung der Karl-Liebknecht-Straße gefallen.

Das war ein herausfordernder und spannender

Prozess. Insbesondere durch die hohe Bürgerbeteiligung,

die stattfand.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei den LVB?

Die LVB sind eine große Unternehmensgruppe.

Dazu gehören verschiedene Tochterunternehmen,

zum Beispiel für die Fahrzeuginstandhaltung,

Servicedienste u.a. In der gesamten

Unternehmensgruppe arbeiten insgesamt ca.

2.400 Mitarbeiter.

Arbeiten bei den LVB auch Menschen mit einer

Behinderung?

Wir sind ein sozial orientiertes Unternehmen.

Hier in der Hauptgeschäftsstelle arbeiten fünf

Menschen mit Behinderung. Zwei davon haben

zum Beispiel eine Sehbehinderung und auch

zwei Rollstuhlfahrer arbeiten bei uns. Deswegen

haben wir hier in den Räumen alles barrierefrei.

Aber auch darüber hinaus ist uns soziale Verantwortung

wichtig. Im Lehrlingsbereich stellen wir

zum Beispiel viele Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss

ein. Diese Jugendliche haben es

in der Regel schwer auf dem Arbeitsmarkt Fuß

zu fassen, weil vielerorts höhere Bildungsabschlüsse

gefordert werden. Auch für Tätigkeiten,

die dies eigentlich nicht verlangen. Die Jugendlichen

brauchen in der Ausbildung mehr Zeit, um

zu reifen, aber wenn wir diese Zeit bewältigt haben,

dann haben wir in ihnen zufriedene Mitarbeiter

gefunden, die sich mit dem Unternehmen

gut identifizieren und uns die Treue halten.

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Beim Mobilitätsservice und Begleitservice arbeiten

wir mit Langzeitarbeitslosen und geben diesen

die Möglichkeit wieder in das Arbeitsleben

einzusteigen. Einige dieser Mitarbeiter konnten

wir bereits in ein reguläres Arbeitsverhältnis

übernehmen.

Sehr gut finden wir den Mobilitätsservice

der LVB. Die Mitarbeiter haben bei uns in der

Werkstatt für behinderte Menschen Schulungen

durchgeführt und uns erklärt, wofür zum

Beispiel der Druckknopf mit dem Rollstuhlfahrersymbol

an der Straßenbahn ist. Sie haben

Fragen und Hinweise aufgenommen und

wir haben dann auch Rückmeldung bekommen.

Das finden wir großartig! Der Begleitservice

wird von vielen genutzt und wertgeschätzt.

Viele herzliche Grüße auch an Herrn

Dietze, der bei uns schon zum Interview war

und Fragen zur Barrierefreiheit beantwortet

hat.

Den Mobilitätsservice und den Begleitservice

gibt es nun schon seit vielen Jahren. Beide werden

intensiv auch durch Fördermittel unterstützt.

Der Begleitservice ist uns ein großes Anliegen.

Den wollen wir unbedingt beibehalten, auch

wenn die Fördermittel auslaufen sollten.

Ich freue mich, dass unsere Mitarbeiter so positiv

wahrgenommen werden. Der Kontakt und die

Anliegen gerade der Menschen mit Behinderung

sind uns wichtig. Wir brauchen da immer wieder

die Hinweise und Anregungen.

Herr Dietze, den Sie benannten, ist unser Fachmann,

insbesondere wenn es um den Ausbau

von behindertengerechten Haltestellen geht.

Auf ihn kann ich mich da immer verlassen.

Der Kundenservice ist uns generell ein sehr großes

Anliegen. Das Jahr 2010 hat uns mit dem

Blitzeis und Schneefall eine große Herausforderung

beschert und uns gezeigt, wo die Grenzen

sind. Damals ist der Straßenbahnverkehr so gut

wie zusammengebrochen. Die Fahrgäste hatten

im Grunde Verständnis dafür, dass Straßenbahnen

ausfielen, aber sie bekamen an den Haltestellen

keine Information.

Schneckenpost


Schneckenpost

Wir haben danach sehr viel umgestellt und erneuert.

Mittlerweile nutzen wir zahlreiche Medien,

um auf Störungen oder Baustellen hinzuweisen.

Auf der Internetseite sind alle Störungen

immer aktuell abrufbar und man kann sich auch

über SMS informieren lassen. Fahrgäste können

sich nun immer aktuell über die Verkehrslage informieren.

Gibt es eine Begegnung mit einem Menschen

mit Behinderung, die Sie und Ihren Umgang

mit Menschen mit Behinderung besonders

beeinflusst hat?

Es gab vor ein paar Jahren einen Unfall mit einem

Rollstuhlfahrer auf der Linie 15. Der Rollstuhlfahrer

wurde damals in einer Tür eingeklemmt

und mit der Bahn mitgeschliffen. Das

war ein schwerer Unfall, der Rollstuhlfahrer

wurde schwer verletzt. Ich hatte damals gerade

erst die Geschäftsführung übernommen und der

Vorfall hat mich tief bewegt. Danach haben wir

uns sofort zusammengesetzt und nach einer Lösung

gesucht, wie wir dafür sorgen, dass solche

Unfälle nie wieder passieren können. Wir haben

dann an allen Straßenbahnen eine Anfahrtssperre

installiert, die dafür sorgt, dass die Bahnen

nicht anfahren können, wenn eine Tür noch nicht

geschlossen ist.

Was mich an diesem Fall besonders nachhaltig

beeindruckt hat, war der Rollstuhlfahrer selbst!

Wir hatten dann etwas später den Behindertenausschuss

gegründet, um über die Belange

von Menschen mit Behinderung im Nahverkehr

diskutieren zu können und da kam eben dieser

Rollstuhlfahrer hinzu ohne nachtragend zu sein

und Schuld sprechen zu wollen. Er suchte einfach

als Teilnehmer mit nach geeigneten Lösungen,

um solche Situationen in Zukunft zu verhindern.

Sein Auftreten hat mich sehr beeindruckt!

Was möchten Sie gern verbessern?

Vieles natürlich. Unser Netz soll weiter kontinuierlich

und konsequent behindertengerecht ausgebaut

werden. Demnächst steht der Umbau

der Haltestelle Georg-Schwarz-Straße/Diakonissenkrankenhaus

an. Das Konzept steht. Nun

muss es nur noch losgehen.

Dann ist ein wichtiger Meilenstein die Ablösung

der Tatrabahnen. Dies soll in den nächsten fünf

bis sechs Jahren erfolgen. Dann werden wir

100% Niederflurigkeit bei unseren Straßenbahnen

haben.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen

haben! Wir wünschen den LVB weiterhin

viel Erfolg bei den geplanten Vorhaben!

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Sommerfest im K-Bereich

Rund um den Garten

Am 20.06.2012 fand das Sommerfest statt. Es

begann mit einem gemeinsamen Frühstück im

Nexöheim im Hof. Dort wurden dann Programmzettel

verteilt.

Im Audimax trat T(h)onkunst auf. Die hießen früher

Singing Rollis. Danach kam ein Auftritt der

Tanzenden Rollis. Das ist die Tanzgruppe des K-

Bereiches. Schließlich spielte die Theatergruppe

Holpersteine ihr bekanntes Stück „Die Geschichte

um die Mohrrübe“. Vor diesem Auftritt

las Herr Dr. Stein einen Text vor, in dem es rund

um den Garten ging.

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Neben dem Kulturprogramm gab es viele Stände

und Angebote. Es gab ein Quiz mit Gewinnen,

einen Golfstand, einen Rasenmäherparcours,

verschiedene Geschicklichkeitsspiele und eine

Kräuterecke.

Dann gab es Mittagessen. Ab 13 Uhr gab es

dann Musik zu hören und die Siegerehrung und

schließlich ging das Sommerfest zu Ende.

Ich habe mich besonders gefreut wieder viele

Leute zu treffen, die ich kenne und mich zu

unterhalten. Seit ich im Sozialamt arbeite, sehe

ich viele Kollegen nur noch sehr selten. Da muss

man natürlich die Chance nutzen, die Leute mal

zu treffen.

Schneckenpost

Steffen Hegenbarth


Schneckenpost

Unsere Werte liegen nicht in Tresoren

Tag der offenen Tür in der Diakonie am Thonberg

Am 1.Juni 2012 war es wieder so weit. Die Diakonie

am Thonberg öffnete die Türen für Besucher.

Bei den Führungen durch die Werkstatt konnten

die Besucher viele interessante Einblicke in die

Arbeitsbereiche der Diakonie am Thonberg bekommen.

Die Wäschereigruppe von Frau Marggraf

erklärte zum Beispiel den Interessierten, was

bei der Wäsche zu beachten ist und für wen die

Gruppe alles die Wäsche wäscht. Viele kamen

nach der Führung zu den Ständen und äußerten

ihre Begeisterung über die Professionalität, mit

welcher gearbeitet wird und dem Umfang an Arbeitsmöglichkeiten

und Branchen.

Zusätzlich zu den Werkstattführungen gab es ein

reichhaltiges Informationsangebot im Foyer. Dort

stellten sich die Außenarbeitsplätze vor, das Nikolaieck

bot wunderbare Produkte an und auch

weitere Projekte und Vorhaben der Diakonie am

Thonberg wurden präsentiert.

T(h)onkunst, ehemals die Singing Rollis, sorgten

für das musikalische Rahmenprogramm. Auch

hier zeigten sich die Gäste beeindruckt über den

hohen künstlerischen Anspruch der T(h)onkunst

Sänger und Sängerinnen. Die Thonbergkrähen

schmetterten ihre Melodien und die bekannten

Lieder sorgten bei so manchem Zuschauer dafür,

dass der Fuß sich rhythmisch mit bewegte und

auch der eine oder andere Text wurde leise mitgesprochen.

Für die Kunstliebhaber gab es ein weiteres Highlight.

Im Foyer wurde eine neue Ausstellung mit

so genannten Kaffeehaus-Bildern eröffnet.

Um 13 Uhr wurde der Schneckenpostpreis verliehen.

In diesem Jahr wurde Herr Munkelt für

seinen ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt. Herr

Munkelt betreut als Trainer seit vielen Jahren die

Thonberg-Kickers, die Fußballmannschaft der Diakonie

am Thonberg.

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In diesem Jahr haben es die Jungs dank seiner

Unterstützung geschafft, in die Regionalgruppe

Nord Leistungsklasse B der Special Olympics

aufzusteigen. Für seinen jahrelangen und unermüdlichen

Einsatz danken wir Herrn Munkelt

sehr!

Frau Laue und das Küchenteam trotzten dem Regen

und sorgten dafür, dass Steaks, Bratwurst,

ein großes Glas Fassbrause oder auch ein Kaffee

jeder Zeit zur Verfügung standen.

Die UWos, das Team des Unterstützten Wohnens,

scheuten keinen Aufwand, um wieder die

leckeren und mittlerweile traditionellen Waffeln

anzubieten.

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Neben den vielen Auftraggebern, Kooperationspartnern,

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen anderer

Träger, kamen auch viele Angehörige, um

sich bei uns umzuschauen. Das sorgte für große

Freude vor allem auch bei den Mitarbeitern und

Mitarbeiterinnen. Voller Stolz wurde der eigene

Arbeitsplatz vorgestellt und von dem selbst verdienten

Geld wurden die Eltern auch schon einmal

zu einem Kaffee eingeladen.

Es war wieder ein wunderschöner und interessanter

Tag und die 300 Gäste verließen die DaT

mit vielen wertvollen neuen Eindrücken und sicher

gibt es mit dem einen oder anderen bald ein

Wiedersehen, denn viele Visitenkarten wurden

ausgetauscht!

Schneckenpost

Karen Kohlmann


Schneckenpost

Graffiti, BMX und mehr

Das Sommerfest des G-Bereiches

Bericht von Dorothea Deunert

und Ivonn Waliczek

Das Wetter war bombig. Wir hatten Spaß. Es waren

Ponys da und es gab viele Leckereien. Auch

der Eismann war da. Die Polizei war da. Es gab

viele Stände, wo wir uns betätigen konnten. Es gab

viel Musik. Das Fußballspiel war auch sehr schön.

Vor allem fanden wir die Auszeichnung klasse. Wir

waren alle zufrieden.

Das war ein schöner Tag!

Bericht von Jan Sachsenröder

Freitag 22. Juni, 6.45 Uhr, Schulgelände der Samuel

Heinicke Schule:

Gespannte Blicke in den Himmel, Wetterbericht für

diesen Tag: wolkig mit viel Sonnenschein, 23 °C.

Vor Ort: graue Wolken, bedeckt. Noch bleibt es trocken.

Ungefähr 15 Helfer warten auf Herrn Leistner

und den LKW.

7.15 Uhr. Herr Leistner fährt vor. Es kann losgehen.

Fleißige Hände überall. Abladen, Aufbauen und

Organisieren. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

8.30 Uhr. Die Sonne scheint. Endlich!

Alle WerkstattmitarbeiterInnen, GruppenleiterInnen,

PraktikantInnen, FSJlerInnen, BuFDi´s, Ehrenamtliche

und Gäste sind gekommen, um an

diesem Tag gemeinsam das Sommerfest 2012 zu

feiern.

Herr Schnabel und Frau Peisker begrüßen alle Anwesenden

und laden zu den vielen Angeboten ein.

Sascha vom Graffitiverein e.V. begeistert im Graffitiworkshop

die Teilnehmer mit seiner Sprühkunst.

Schablonen werden entworfen, ausgeschnitten

und auf Holzplatten geklebt. Unter Anleitung und

mit verschiedenen Sprühtechniken lassen die Teilnehmer

einige selbstgestaltete Kunstwerke entstehen,

die nun die eigenen Wohnungen, Zimmer und

bald auch unser Foyer in der Eichlerstraße zieren

werden.

Frau Greulich vom Reiterhof Brandis ist da und

führt ihre Pferde vor. Die Schlange ist lang, denn

die Leidenschaft fürs Reiten teilen viele.

Kathrin vom Fotostudio Konvex Dresden setzt alle

professionell in Szene. Und so mancher entdeckt

seine Modellqualitäten.

Frau Steinert als Maskenbildnerin sorgt vorab für

das passende Make-up. Auch hier reger Andrang,

Freude und gute Laune.

Aber Vorsicht! Polizei! – Im Trabant-Cabrio? Ja!

Herr Kühne klärt die Interessierten über die Arbeit

der Polizei auf und wer möchte, darf sich im guten

alten Polizeidienstwagen fotografieren lassen.

Passend zum späteren Spiel der „Thonberg – Kickers“

konnte man an einem Stand Fußballrasseln

herstellen. Auch die DaT war im EM-Rausch!

16


Ob in Aktion im Karaokezelt, beim Gummistiefelweitwurf,

am Glücksrad, am Brettspielstand oder

beim Plausch bei einer Fassbrause und Bratwurst,

das Sommerfest war wieder eine Begegnung der

besonderen Art.

13.00 Uhr. Unser Überraschungsgast Wolfgang

kommt. Der BMX-Künstler und mehrfache Deutsche

Meister zeigt beeindruckende Kunststücke

mit seinem BMX –Rad. Ungefähr 200 begeisterte

Zuschauer verfolgen neugierig seine Live-Show.

Nachdem der lang anhaltende, tosende Applaus

verhallt ist, geht es gleich sportlich weiter.

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Unsere Fußballmannschaft, die „Thonberg-Kickers“

treten an, gegen eine Star-Auswahl des

DaT-Personals. Unter den donnernden Anfeuerungsrufen

des gut besetzten DaT-Fanblocks, unterliegen

die „Thonberg-Kickers“ knapp mit 4:7.

Am Nachmittag ist es wieder Zeit, die Jubilare zu

ehren. Insgesamt 57 WerkstattmitarbeiterInnen

sind es, denen durch die Werkstattleitung und

den Werkstattrat in diesem Jahr zum 5-, 10- oder

15-jährigen Dienstjubiläum gratuliert wird.

Wir sagen an dieser Stelle nochmals danke an

alle, die bei der Vorbereitung, Durchführung und

Nachbereitung des Sommerfestes 2012 mitgeholfen

und unterstützt haben. Wir freuen uns auf das

Sommerfest 2013!

Jan Sachsenröder

Begleitender Dienst

Bereich für Menschen mit geistiger Behinderung

im Namen des Vorbereitungsteams: Susanne

Peisker, Anne Burkhardt, Annett Laue, Stefan Albert,

Juliane Jokisch

Schneckenpost


Schneckenpost

Mein neues Leben

Anette Winkler hat ihre eigene Wohnung

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name

ist Anette Winkler. Ich bin 45 Jahre alt und sitze

im E-Rollstuhl. Ich bin Spastikerin mit Athetosen.

Das bedeutet, dass ich meine Bewegungen zum

großen Teil nicht selbst beeinflussen kann. Die

Spastik drückt sich in der Verkrampfung meiner

Muskulatur aus, die Athetosen sind ausfahrende,

unkontrollierbare Bewegungen meiner Gliedmaßen.

Ich brauche fast überall Hilfe im Alltag.

Wenn ich jetzt früh aufwache, werde ich meistens

von der Sonne geweckt, und ich höre leise

Geräusche vom Flur meiner Wohnung. Ich weiß,

dass mir noch ein bisschen Zeit bleibt, bis ich

ganz behutsam geweckt werde. Im Halbschlaf

träume ich noch vor mich hin. Irgendwann klopft

es an meine Schlafzimmertür.

Das ist das erste Zeichen für mich, dass ich

langsam wach werden muss. Durch ein leises

„Guten Morgen“ werde ich endgültig aus meinen

Träumen geweckt.

Meine Assistentin beginnt nun mit meiner Morgentoilette.

Nachdem ich fertig bin und im E-

Rollstuhl sitze, kommt mein Frühstück in Sicht.

Ich nehme mir Zeit, um meinen Cappuccino zu

trinken und eine Kleinigkeit zu essen, entweder

einen Joghurt oder etwas Obst.

Ich genieße es sehr, so ohne Stress in den neuen

Tag zu starten.

Das war nicht immer so, aber es geschehen

noch Zeichen und Wunder! Ich musste erst 43

Jahre alt werden, um endlich in meine eigene

Wohnung ziehen zu können.

Vom Wohnheim zur eigenen Wohnung – ein

mühsamer Weg

Bis vor 10 Jahren lebte ich bei meinen Eltern in

Markkleeberg. Mein Vater hat unser Einfamilienhaus

im Erdgeschoss extra für mich behindertengerecht

umgebaut. Ich fühle mich dort sehr

wohl. Trotzdem möchte ich selbständig und unabhängig

leben wie andere Erwachsene auch.

Gedanken an meine Zukunft beschäftigten mich

schon eine Weile, deshalb entschloss ich mich

nach längerer Überlegung 2001, mich von meinem

Elternhaus zu lösen und wagte den Einzug

in ein neuerbautes Wohnheim für körperbehinderte

Erwachsene.

Von Montag bis Freitag ging ich damals schon

täglich 7 Stunden in die Werkstatt am Thonberg.

Leider wurde ich im Wohnheim oft bereits

17 Uhr, kurz nach dem Kaffeetrinken, bettfertig

gemacht, und von Selbstbestimmung konnte

ich nur träumen. Freizeitgestaltung war sehr

schwierig, besondere Aktivitäten mussten lange

vorher angemeldet werden. Am Wochenende

war es durch knappe Personalbesetzung noch

komplizierter.

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Die Lebens- und Freizeitgestaltung, wie ich sie

vom Wohnen bei meinen Eltern kannte, war

kaum realisierbar.

Also verbrachte ich wieder fast jedes Wochenende

bei meinen Eltern, die mich bei meinen

Freizeitaktivitäten voll und ganz unterstützten.

Das war allerdings nicht die angestrebte zukunftsträchtige

Lösung.

Im Laufe der Jahre wurde es auch im Wohnheim

schwieriger, den Pflegestandard beizubehalten.

Schließlich wurden meine 2 Duschtage auf 1 reduziert.

Etliche Zimmernachbarn und leichter behinderte

Mitbewohner zogen in ein „Ambulant Betreutes

Wohnen“. Dafür kamen mehr schwerst pflegebedürftige

Menschen in das Wohnheim, was die

Lage nicht besserte und den Zeitdruck bei den

Betreuern erhöhte.

Also trug ich mich schon länger mit dem Gedanken,

aus dem Wohnhaus auszuziehen.

Ich wollte mein Leben in die eigenen Hände nehmen,

aber so einfach war es nicht.

Ich überlegte, wie ich selbständig und selbstbestimmt

wohnen und leben könnte. Kurzzeitig

dachte ich an „Ambulant Betreutes Wohnen“,

aber für meinen Hilfebedarf rund um die Uhr

schien es nicht geeignet. Was also dann?

Inzwischen bekam ich Informationen, dass es

eine andere Leistungsform, nämlich das „Persönliche

Budget“, gab. Im August 2009 stellte

ich einen Antrag auf ein Trägerübergreifendes

Persönliches Budget für eine 24-Stunden-Assistenz.

Das klingt zwar leicht und einfach, erwies

sich aber als schwieriger Weg, wie ich heute

weiß.

Schon vor der Antragstellung hatte ich nach einer

geeigneten Wohnung Ausschau gehalten.

Nach längerer Suche gemeinsam mit meinen Eltern

hatten wir geeigneten behindertengerechten

Wohnraum in ruhiger Lage aber ganz nahe

an der Innenstadt gefunden. Sehr froh war ich,

dass diese Wohnung befürwortet wurde.

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Die erste Hürde schien genommen, aber der

Tiefschlag kam im November 2009. Die Stadt

Leipzig lehnte meinen Antrag rundum ab!

Natürlich ging ich in Widerspruch und suchte

auch anwaltliche Hilfe. Meine Familie unterstützte

mich, wo sie nur konnte. Nach monatelangem,

zähem und aufreibendem Kampf gelang

es, auch Leistungen der Pflegekasse und Krankenkasse

ins Boot zu holen.

Aber das Sozialamt wollte mir das Budget in der

notwendigen Höhe immer noch nicht genehmigen.

Im Sommer 2010, immer noch im Widerspruchsverfahren,

erklärte sich das Sozialamt bereit, ein

vorläufiges Budget in Höhe der Bezahlung meines

Wohnheimplatzes zu gewähren.

Eine schwierige, risikoreiche Entscheidung war

zu fällen, denn es war klar, dass die Gelder, einschließlich

Pflege- und Krankenkassenleistungen

nicht für eine 24-Stunden-Assistenz ausreichen

würden. Meine Eltern sagten: „Du hast

unsere volle Unterstützung!“

Also wagte ich den Sprung ins kalte Wasser, zog

am 31.07.2010 aus dem Wohnheim aus und am

01.08.2010 in meine eigene Wohnung. Natürlich

ging es am Anfang nur mit Kompromissen: Jedes

Wochenende war ich nicht in meiner Wohnung,

sondern bei meinen Eltern. Darüber hinaus

musste mein Vater etliche „Nachtwachen“

bei mir in der Wohnung übernehmen. Aber ich

kam zurecht!

Anfang September 2010 wurde ich zur Budgetkonferenz

eingeladen. Mein 24-Stunden-Hilfebedarf

wurde anerkannt, aber keine Entscheidung

gefällt.

Am 01. Oktober 2010 war es endlich soweit, ich

bekam die Zusage für das Trägerübergreifende

Persönliche Budget.

Auch wenn es ein Jahr und zwei Monate gedauert

hat, es hat sich für mich gelohnt.

Schneckenpost


Schneckenpost

Ich genieße meine Freiheit, gestalte meinen Alltag

selbst und übernehme Verantwortung für

mich.

Jetzt kann ich meinen Alltag selbstbestimmt

gestalten

Gegen 8.00 Uhr werde ich vom Fahrdienst abgeholt

und in die Werkstatt gefahren. Ich arbeite

hier am Computer und schreibe unter anderem

an meiner Autobiografie und gestalte für meine

Arbeitskollegen Glückwunschkarten.

Wenn mein Arbeitstag in der Werkstatt vorüber

ist, werde ich vom Fahrdienst wieder nach Hause

gebracht. Hier erwartet mich schon eine Assistentin,

die mich weiter betreut.

Am Nachmittag trinke ich in meiner Wohnung oft

ganz gemütlich eine Tasse Kakao und entspanne

mich dabei. Wenn das Wetter schön ist, gehe

ich sehr gern im Rosenthal spazieren oder mache

einen Bummel durch die Innenstadt.

Meine Assistentinnen sind immer für mich da.

Sie helfen mir, wo ich Hilfe brauche, sowohl bei

der Pflege als auch beim Essenreichen, natürlich

auch beim Wäschewaschen oder im Haushalt.

Es gibt einen guten Vergleich: Ich bin der

Kopf und die Assistentinnen sind meine Arme

und Beine.

Ich freue mich über die „Freiheit“ in meiner eigenen

Wohnung. Jetzt kann ich Freunde einladen

oder spontan etwas unternehmen, lege die

Duschtage fest, wie ich sie brauche.

Ich kann ein „ganz normales“ Leben führen!

Ich habe ein Mitspracherecht bei der Auswahl

der Assistentinnen

Ich habe im Rahmen meines Persönlichen Budgets

nicht das Arbeitgebermodell gewählt, sondern

einen Vertrag mit einem Pflege-Assistenzdienst

abgeschlossen. Dieser ist für die Wahl

meiner Assistentinnen zuständig und sichert

den Einsatz ab. Ich habe aber ein Mitspracherecht.

Im Moment stehen mir drei Assistentinnen

zur Verfügung, die sich im Dienst abwechseln.

In der Zielvereinbarung zu meinem Trägerübergreifenden

Persönlichen Budget ist zwischen

der Stadt Leipzig und mir ist festgelegt, dass ich

ein selbstbestimmtes Leben in eigener Verantwortung

führen und im eigenen Wohnraum leben

kann.

Mein Leben hat sich um 180 Grad zum Positiven

gedreht

Der zähe und harte Kampf um meine Selbständigkeit

hat sich für mich gelohnt, zum Glück

standen meine Eltern immer hinter mir, so dass

ich heute sagen kann:

Mein Leben hat sich um 180 Grad zum Positiven

gedreht!

Ich bin sehr froh, dass ich jetzt die geeignete Lebensform

für mich gefunden habe.

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Annette Winkler

Manuelle Gestaltung

Bereich für Menschen mit Körperbehinderung


Der Werkstattrat informiert...

Wir möchten gern von unserer aktuellen Arbeit berichten:

Diesmal möchten wir von der vergangenen Weiterbildung

des Werkstattrates berichten. Diese

fand vom 26. bis 28. März 2012 diesen Jahres

statt.

Auf dem Foto ist zu sehen, dass wir noch 2 Gäste

hatten. Dabei handelt es sich um den Werkstattrat

vom Christlichen Sozialwerk Sachsen, einer

Werkstatt aus der Prager Straße 390 in Leipzig.

In dem Seminar ging es darum, wie der Werkstattrat

die Mitarbeiter optimal vertreten kann

und wo unsere Rechte und Pflichten gesetzlich

geregelt sind.

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Nämlich in der Werkstättenmitwirkungsverordnung

der Diakonie. Es ging auch um Mitwirkung

und Mitbestimmung bei allen Dingen, die in der

Werkstatt passieren.

Anhand eines Experiments haben wir Teamarbeit

gelernt. Wir sollten versuchen, ein verknotetes

Seil zu entknoten. Dabei durfte das Seil aber

nicht losgelassen werden. Dadurch sollten wir in

der Lage sein, eventuelle Probleme gemeinsam

zu lösen.

Eine andere Frage war auch: Wie ist der Umgang

zwischen Werkstattleiter und Werkstattrat.

Schneckenpost

Karsten Schaal


Schneckenpost

Länderspiel in Leipzig

Deutschland gegen Israel – Wir waren dabei!

Die lange Wartezeit hatte ein Ende. Am 31.05.2012

war es endlich so weit, unsere Gruppenleiter luden

zum Fußball ins Leipziger Zentralstadion ein. Das

hatten wir uns redlich verdient, schließlich haben

wir das ganze Jahr fleißig gearbeitet.

Als Treffpunkt diente der Schwanenteich hinter der

Oper zu Leipzig. Pünktlich 18.30 Uhr waren alle da.

Natürlich im kompletten Deutschland Outfit! Die

Zeit bis zum Spiel verkürzten wir uns mit Currywurst

und Pommes!

Mit der Bahn ging es anschließend weiter in Richtung

Stadion. Schon hier merkten wir, dass es voll

werden würde. Am Fanartikelstand vor den Toren

kauften wir uns noch einige Fanutensilien.

Dem schlechten Wetter trotzend, reihten wir uns in

die Warteschlange ein. Leider dauerte es sehr lange

bis wir den Sicherheitscheck passierten. Keine

gute Organisation des DFB, aber der einzige Mangel

des Tages.

Die Treppen in den Innenraum waren nur noch ein

kleines Hindernis auf dem Weg zu unseren Plätzen.

Wir erblickten eine tolle Kulisse, mit sehr vielen

Menschen und einem schwarz-rot-goldenem Fahnenmeer.

Unsere Gruppenleiter waren bei der Sitzplatzsuche

behilflich, welche sich direkt unter der

Anzeigetafel, in „unserem“ LOK Block befanden.

Kaum das wir saßen, durften wir auch schon wieder

aufstehen und gemeinsam die deutsche Nationalhymne

singen. Gänsehaut pur! Anpfiff zur

ersten Halbzeit.

Noch beeindruckt von den vielen Menschen im

Stadion, schauten wir gespannt zu. Trotz hoher

Überlegenheit unseres Teams gelang das vielumjubelte

Führungstor erst in der 40. Minute. Während

des Spieles gab es immer wieder Laola-Wellen,

die zur Stimmung beitrugen. In der Halbzeitpause

sorgte Roger Cicero für das musikalische Highlight.

Das deutsche Team erhöhte in der zweiten Halbzeit

den Druck und kam durch Schürrle zum verdienten

zweiten Tor. Sein Traumtor sorgte gleichzeitig

für den Endstand des Spieles.

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Ein verdienter Sieg, der auch höher hätte ausfallen

können.

Kurz vor Schluss der Partie wurde die Zuschauerzahl

bekannt gegeben. Weit über 40.000 Menschen

hatten den Weg ins Stadion gefunden!

Gottes Wort in unserem Leben

Ausgabe 13: „Leben ohne Stress“

Starke äußere Reize erzeugen

beim Menschen körperliche

und geistige Belastung

= Stress. Für viele

Menschen ist es immer

öfter eine Überlastung.

Bei der Arbeit werden Rekordleistungen

verlangt, im

Straßenverkehr will jeder

ganz schnell ans Ziel, beim

Einkauf soll das Beste für

wenig Geld sofort gefunden

werden, Anträge an

Behörden werden immer

komplizierter, Fernsehen und Internet überfluten

uns mit Informationen.

Wie viele Minuten pro Tag sind sie innerlich und

äußerlich wirklich ganz ruhig? Benötigen sie für

den Nachtschlaf Beruhigungsmittel und zur Verrichtung

der täglichen Aufgaben Aufputschmittel?

Versuchen sie durch Yoga oder rituelle Selbstbefreiung

ihre Ruhe zu finden? Oder wollen sie mit

Drogen, Alkohol und Tabletten den Stress bewältigen?

Damit wird es nicht besser und die Ursache

nicht beseitigt.

Die Bibel zeigt uns klar, wo die Ursache liegt: Eure

Sünden halten den Segen von Euch fern [Bibel,

Jeremia, Kapitel 5, Verse 22-25].

23

Nach dem Spiel begann der lange Heimweg. Es

goss immer noch wie aus Eimern. Die Straßen waren

voll mit Menschen. Eine Bahn zu bekommen,

erforderte viel Geduld. Gegen Mitternacht aber

hatte jeder von uns den Weg nach Hause gefunden.

Müde, erschöpft, nass aber glücklich, schliefen

wir ein. Schließlich hatten wir versprochen, am

nächsten Tag wieder pünktlich an unserem Arbeitsplatz

zu sein.

Vielen Dank für dieses tolle Erlebnis sagen Patrick

Kunze, Alexander Köhler, Stefan Poltrock, Marco

Lörsch, Thomas Müller und Michel Sander!

Den meisten Stress machen wir uns selbst: wir

wollen immer mehr erleben, wir wollen alles haben,

wir machen uns Sorgen, wir wollen alles sofort

erledigen ... .

Um zur Ruhe zu kommen, muss der Mensch von

seinen persönlichen Sünden befreit werden. Dafür

hat Jesus Christus, der Sohn Gottes, am Kreuz

sein Leben gelassen und ist auferstanden. Bekennen

sie alle ihre Sünden im Gebet dem Herrn Jesus

Christus. Die Bibel ermahnt uns: „Darum lasst

uns alles daransetzen, zu dieser Ruhe Gottes zu

gelangen, damit niemand durch Ungehorsam das

Ziel verfehlt.“ [Bibel, Hebräer, Kapitel 4, Verse 1-11].

Unser Ungehorsam gegenüber dem lebendigen

Gott ist die Ursache aller Unruhe. Lernen sie den

Willen Gottes kennen, in dem sie täglich in der Bibel

das Wort Gottes lesen und auch danach leben.

Sie werden erfahren, wie unser allmächtiger Gott

ihnen Ruhe schenkt.

Als Gebet können sie sprechen: „Herr Jesus Christus,

ich will frei werden. Vergib mir meine Sünden

und meine Schuld. Schenke mir deinen Frieden

und Ruhe. Amen.“

Thema der nächsten Ausgabe:

„Wollen Sie reich werden?“

Schneckenpost

Andreas Klein


Schneckenpost

Für Hund und Katze ist auch noch Platz

Auftritte der Theatergruppe Holpersteine

Die Theatergruppe Holpersteine hatte von Mitte

Mai bis Mitte Juni insgesamt 6 erfolgreiche Auftritte

mit großem Beifall, tollen Publikumsreaktionen

und über 320 Gästen. Auch Redakteure der

Schneckenpost waren bei einem Auftritt dabei.

Das Theaterstück ist ein tierisches und zauberhaftes

Vergnügen für Groß und Klein. Ich finde es

ist ein gelungenes Theaterstück und man kann

es dem Leipziger Publikum sehr empfehlen, die

Holpersteine einmal in der Werkstatt besuchen zu

kommen. Wir würden uns sehr freuen!

Ich möchte Euch mit einem Interview auf das Theaterstück

neugierig machen. Frau Sela, eine der

Schauspielerinnen, beantwortete unsere Fragen.

Seit wann gibt es die Theatergruppe schon?

Frau Sela: Die Theatergruppe Holpersteine besteht

schon seit Anfang 2006. Ich bin seit Mitte Dezember

2010 dabei. Und es macht mir sehr viel Spaß

Theater zu spielen.

Wie lange wurde für das Theaterstück geprobt?

Frau Sela: Wir haben ein halbes Jahr für dieses

Theaterstück geprobt.

Was macht Ihr, wenn ein Schauspieler ausfällt?

Frau Sela: Wenn ein Schauspieler ausfällt, dann

muss ein anderer Schauspieler die Rolle übernehmen

oder es muss jemand aus der Regie einspringen.

Sind auch außerhalb der Werkstatt Auftritte

geplant?

Frau Sela: Nein das Publikum besucht uns in der

Werkstatt, um sich das Theaterstück anzuschauen.

Ist ein neues Theaterstück geplant?

Frau Sela: Es ist noch kein neues Theaterstück

geplant, aber wir überlegen gerade welches Theaterstück

das nächste sein wird. Ein neues Theaterstück

wird erst nach unserer Sommerpause

ausgesucht.

Wer macht alles bei den Holpersteinen mit?

Schauspieler sind:

Annabell Feinen Die Hexe

Falk Brömmel Der Hund

Carolin Müller Der Vogel

Ingo Lämmel Der Frosch

Claus- Dieter Brendel Der Drache

Benny Münch Der Preisverleiher

Patrick Reimers Der Erzähler

Steven Walner Der Puppenspieler

Beatrix Sela Die Katze

Die Kostüme und das Bühnenbild hat Ulrike Zeiler

entworfen. Die Regie haben Matthias Troeger und

Carola Landgraf geführt.

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Katja Mieder


Was macht eigentlich Marco Uhlmann?

Wir fragen nach

Marco Uhlmann arbeitet seit dem 1. Mai 2012

nun als festangestellter Mitarbeiter im A&O Hotel.

Wir wollten wissen, wie es ihm geht und ob

ihm sein neuer Arbeitsplatz noch immer gefällt.

Marco Uhlmann begann am 4. Oktober 2011 ein

Praktikum im A&O Hotel. Sein Ziel war es damals

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten.

Er wollte schon immer gern im Bereich

Catering arbeiten, wie seine Eltern auch.

Frau Nemcikova, die Küchen- und Serviceleiterin

im A&O Hotel war von Anfang an begeistert

von Marco Uhlmann und schnell wurde er auch

in das Team integriert. Er lernte sehr schnell und

nach und nach konnten ihm immer mehr Aufgaben

selbständig übertragen werden. Frau Kittler

besuchte Herrn Uhlmann vor Ort regelmäßig

und schaute, wie sich die Zusammenarbeit

entwickelt. Das A&O Hotel bot Herrn Uhlmann

schließlich eine Stelle als Küchen- und Servicemitarbeiter

an.

Bis der Vertrag zustande kam, vergingen aber

noch einige Wochen. Marco Uhlmann musste

selbst eine Entscheidung treffen, ob er diesen

großen Schritt, heraus aus der Werkstatt, wagen

möchte. Er selbst war dabei immer motiviert und

fest entschlossen.

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Die Eltern begleiteten diesen Weg von Beginn an

aber die Entscheidung für den allgemeinen Arbeitsmarkt

wollte doch genau durchdacht sein.

Mit Hilfe vieler Gespräche aller Beteiligten konnte

dann die Entscheidung für den Weg auf den

allgemeinen Arbeitsmarkt getroffen werden.

In diesen Wochen der Klärung war Herr Uhlmann

immer früh im Hotel und anschließend

kam er in die Werkstatt und arbeitete in der Wäschereigruppe.

Das war für alle eine sehr herausfordernde

Zeit. Für Herrn Uhlmann war es

in der Werkstatt schwer sich dann noch einmal

zu konzentrieren, weil die Arbeit im Hotel schon

anstrengend war und die Wäscherei-Gruppe

musste mit einem fleißigen Mitarbeiter weniger

am Tag auskommen. Doch Dank der Offenheit

und Geduld insbesondere von Frau Marggraf,

der Gruppenleiterin, konnte diese Zeit gemeistert

werden.

Schließlich war es am 1.Mai 2012 dann aber so

weit und Marco Uhlmann wurde fest im Hotel

angestellt. Wir haben ihn besucht und wollten

wissen, ob ihm die Arbeit dort immer noch so

viel Spaß macht.

Marco Uhlmann ist noch immer mit ganzem Herzen

dabei: „Mir gefällt das Belegen der Platten,

das Brötchen backen, die Tische abwischen, die

große Spülmaschine bedienen.“ Alle Aufgaben

machen ihm Spaß.

Auch Frau Nemcikova bereut es auf keinen Fall

einen so motivierten und zuverlässigen Mitarbeiter

zu haben: „Seine Arbeitsweise ist unverändert.

Er ist zuverlässig, umsichtig und ordentlich.

Es gibt keine Probleme.“

Auf die alles entscheidende Frage: „Macht Ihnen

denn die Arbeit im A&O Hotel noch Spaß.“ antwortet

Herr Uhlmann: „Ja.“

Schneckenpost

Karen Kohlmann


Schneckenpost

Wohnen heißt leben!

Die Wohnstätte Katharina von Bora der Diakonie Leipzig

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen die Wohnstätte

Katharina von Bora der Diakonie Leipzig

vor. Sie befindet sich in Markkleeberg in der

Freiburger Allee. Wir haben mit Frau Lübcke gesprochen,

die seit zwei Jahren die Wohnstätte

leitet.

Seit wann gibt es die Katharina von Bora

Wohnstätte?

In diesem Gebäude befindet sich die Wohnstätte

seit sechs Jahren. Wir hatten gerade am 1.

Juni Jahrestag. Dieses Gebäude ist ein Ersatzneubau.

Früher befand sich die Wohnstätte in

Störmthal. Sie war aber sehr klein und es haben

nur Frauen dort gewohnt. Dann sind wir hierher

umgezogen, hier wohnen Frauen und Männer

gemeinsam.

Für welche Zielgruppe ist die Wohnstätte?

Bei uns wohnen Menschen, bei denen eine

geistige Behinderung vorliegt. Außerdem müssen

die Bewohner mindestens 18 Jahre alt sein.

Sonst gibt es aber keine bestimmten Kriterien.

Wir haben viele ältere Bewohner, einige sind um

die 80 Jahre alt. Aber es wohnen auch viele junge

Leute hier, die zu einem großen Teil in der

Werkstatt arbeiten.

Wie viele Plätze bietet die Wohnstätte?

Hier im Gebäude leben 48 Menschen. Seit dem

1. Januar haben wir aber auch einen Außenwohnbereich.

Er besteht aus zwei angemieteten

Wohnungen, in denen insgesamt sechs Menschen

wohnen. Außerdem gibt es noch eine ambulante

Betreuung für drei ehemalige Bewohner.

Sie haben sich jetzt eigenständig eine Wohnung

gesucht und werden dort unterstützt.

Gibt es Einzelzimmer oder Doppelzimmer?

Bei uns gibt es nur Einzelzimmer. Jeder Mensch

sollte eine Privatsphäre haben und die Möglichkeit,

sich auch mal zurückzuziehen!

Hat jeder Bewohner ein eigenes Bad?

Nein, bei uns haben immer zwei Zimmer einen

gemeinsamen Duschbereich. Jeder hat dort

sein eigenes Waschbecken. Toilette und Dusche

werden aber gemeinsam genutzt.

Markkleeberg liegt ja ein Stück außerhalb

von Leipzig. Stellt das manchmal ein Problem

dar?

Eigentlich gar nicht! Die Anbindung ist sehr gut,

direkt vor der Tür ist die Bushaltestelle und im

Moment fährt hier auch noch die Straßenbahn.

Wir haben ein Auto und bald auch noch einen

großen Bus. So kann man die Stadt gut erreichen.

Außerdem gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten

und auch Ärzte ganz in der Nähe.

Und die Umgebung ist sehr nett. Wir liegen hier

ja ziemlich dicht an den umliegenden Häusern,

sozusagen Zaun an Zaun. Aber wir haben ein

wirklich angenehmes Verhältnis zu den Nachbarn

und laden uns zum Beispiel gegenseitig zu

Sommerfesten ein.

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Was bieten Sie den Bewohnern?

Wir haben hier viele individuelle Angebote. Es

gibt also keinen festen Tages- oder Wochenrhythmus,

sondern wir arbeiten mit Projekten.

Mitarbeiter, die ein Hobby haben, oder bestimmte

Interessen, können dazu ein Projekt anbieten.

Da gibt es zum Beispiel Fahrrad- und Inlinertouren

um den See. Es gibt Angebote zum Basteln,

zum Körbe flechten und auch zum Tanzen. Das

ist immer etwas unterschiedlich.

Außerdem machen wir ab und zu Ausflüge, zum

Beispiel besuchen wir Konzerte.

Es gibt auch immer wieder kleinere Urlaubsfahrten

für die Bewohner. Die sind ganz unterschiedlich,

die Älteren mögen es meistens ruhig

und die Jüngeren ziehen zum Beispiel mit dem

Rucksack los.

Was ist Ihnen bei der Betreuung der Bewohner

mit Behinderung wichtig?

Für mich steht im Vordergrund das Miteinander,

das gute Zusammenleben und die gegenseitige

Wertschätzung. Wir sehen uns hier als ein großes

Team.

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Es ist mir wichtig, dass wir uns alle auf Augenhöhe

begegnen, Mitarbeiter und Bewohner. Es gibt

auch eine Hausordnung, die selbstverständlich

für alle gilt.

Worauf achten Sie bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter?

Ich bin erst seit zwei Jahren hier und seitdem

sind wir ein festes Team. Wichtig sind natürlich

die Gespräche am Anfang, also der erste Eindruck.

Die Mitarbeiter müssen sich als Teil dieses

Teams sehen und sollen ein angenehmes

wertschätzendes Zusammenleben mitgestalten.

Bitte vervollständigen Sie den folgenden

Satz: Wohnen heißt...

...leben! Wir leben hier alle gemeinsam. Deshalb

nennen wir uns auch nicht mehr „Heim“. Im

Moment ist die Bezeichnung „Wohnstätte“ aber

vielleicht wird es in „Wohnverbund“ geändert.

Schließlich haben wir jetzt ja auch den Außenwohnbereich,

das würde mit diesem Begriff berücksichtigt

werden.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen

und unsere Fragen beantwortet haben!

Schneckenpost


Schneckenpost

Die „10 Gebote“

Ein Pop-Oratorium der besonderen Art

Am 29.04.2012 bin ich gegen 07:00 Uhr vom

Hauptbahnhof nach Braunschweig gefahren, um

nach dem Kirchentag letzten Jahres ein 2. Mal in

einem großen Chor ein Teil des Pop-Oratoriums

„10 Gebote“ zu sein.

Gegen 13:00 Uhr fing die Generalprobe an. Die

verlief, bis auf Kleinigkeiten, ganz gut. Da das

Oratorium mindestens 2 Stunden geht, hatte ich

zwischendurch eine halbe Stunde Pause.

Kurz vor 19:00 Uhr fing in der vollen „Volkswagen

Halle Braunschweig“ die (letzte) Aufführung

der „10 Gebote“ an.

In den „10 Gebote“ geht es darum, wie die 10

Gebote der Bibel entstanden sind. Es ist schwierig,

die Geschichte in Kurzform zu erzählen.

Wer aber gerne mehr über den Inhalt der Geschichte

wissen möchte, kann sich bei mir melden.

Ich habe ein Programmheft, wo die Geschichte

beschrieben ist.

Den Text zu den „10 Geboten“ schrieb Michael

Kunze und die Musik dazu schrieb Dieter Falk.

Dieter Falk ist 52 Jahre alt. Er ist verheiratet und

hat 2 Kinder. Einige kennen ihn vielleicht von

der Casting-Show „Popstars“. Er ist mehrfacher

„Keyboarder des Jahres“. Als Produzent wurde

er fünfmal für den „ECHO“ nominiert und ist studierter

Schul- und Kirchenmusiker.

Für mich war der 2. Auftritt bei dem Pop-Oratorium

„10 Gebote“ aufregender und auch emotionaler

als mein erster beim Kirchentag letzten

Jahres. Ich bin sehr glücklich und stolz, das ich

noch einmal dabei sein durfte. Ich hoffe, dass

ich mir eines Tages eine Aufführung anschauen

kann. Denn es ist schon etwas anderes ob du

mitsingst oder es dir anschaust. Aber wie gesagt,

ich bin stolz, dass ich dabei war.

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Agnes Gebler


Die elfte Posaune

Drittes Theaterstück der SÜDSTAATLER

Es sieht einfach aus. Menschen laufen über die

Bühne, machen scheinbar nichts Besonderes.

Sie unterhalten sich, musizieren, und manchmal

wird’s lustig. Vor fünf Jahren begann mit viel Spaß

die Theaterarbeit der Schauspieler und Schauspielerinnen

der Gruppe SÜDSTAATLER. Doch

mit jedem Jahr, mit jeder Produktion wurde die

Sache ernster.

Einmal pro Woche wird sich für 2 bis 3 Stunden

zum Proben getroffen. Ein halbes Jahr vor der

Premiere müssen alle Schauspieler auch samstags

sechs Stunden ran. Und am Ende steht jeden

Tag das Proben auf dem Programm. Insgesamt

arbeiten wir etwa 1½ bis 2 Monate an einem

Stück. Zusätzlich zur Arbeit in der Werkstatt.

An einem professionellen Theaterhaus, wie zum

Beispiel dem Centraltheater Leipzig oder der

Oper, proben die Künstler auch mindestens solange

an ihren Werken. Wer will diese Arbeit nur

als Freizeitspaß am Nachmittag bezeichnen?

In der Probe sind die Spieler auch von Anfang an

gefordert. Es müssen sich Texte und Bewegungen

gemerkt werden. Von jedem wird erwartet,

dass er oder sie auf ihre Aussprache in Lautstärke

und Deutlichkeit achtet. Wem das noch nicht

reicht: Es müssen in jeder Probe die Schauspieler

zeigen, wie viel Phantasie sie haben. Ist dann mal

Schluss, und der Regisseur hat sich für die Arbeit

bedankt, sind alle ordentlich geschafft wie nach

einem ganzen Arbeitstag.

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Die Gruppe wird vom Schauspieler und Regisseur

Sebastian Mandla geleitet. Zu seinem Team

gehören neben der Assistentin und Graphikerin

Laura Därr auch der Bühnenbildner Sven

Nahrstedt, außerdem Techniker, Musiker und

Modedesigner. Dieses große Team arbeitet, damit

Menschen mit Behinderung ihre Kunst auf der

Bühne zeigen und ihre Stücke selbst und nicht

nach Vorlage erarbeiten können.

Für dieses Jahr sagte ein historischer Mayakalender

den angeblichen Weltuntergang voraus. Das

nahm die Gruppe zum Anlass, ein neues Stück

daraus werden zu lassen. 2012 – geht sie nun unter

oder nicht? Die Welt. Hatte Wolfgang Petersen

recht oder die SÜDSTAATLER? Vielleicht ist es

keine gute Nachricht, aber wir müssen sie ankündigen.

Helft euren Nachbarn, die gehbehindert

sind und versucht keine Autos zu benutzen.

Premiere: 01. September um 20.00 Uhr in der

naTo (Karl-Liebknecht-Straße 46)

Weitere Vorstellungen:

03. & 04. 09. jeweils 11.00 & 17.30 Uhr

02. 12. um 20.00 Uhr

03. & 04.12. jeweils 11.00 & 17.30 Uhr

Schneckenpost

Sebastian Mandla

Künstlerischer Leiter


Schneckenpost

Projektvorstellung: „Barrieren überwinden “

Barriere ist ein anderes Wort für Hindernisse.

Das Projekt hilft Menschen mit Behinderung, ein

Ehrenamt zu finden. Das Ehrenamt ist freiwillig

und unentgeltlich. Sie suchen sich das Ehrenamt

selbst aus. Ein Ehrenamt findet in der Freizeit

statt. Zum Beispiel nach der Arbeit oder am

Wochenende. Es ist für Menschen, die in ihrer

Freizeit gerne anderen Menschen helfen wollen

und für Menschen, die in ihrer Freizeit etwas machen

und bewegen wollen.

Das Projekt findet in Dresden, Leipzig und

Chemnitz statt. Die Dauer des Projekts beträgt

drei Jahre.

Am Samstag, den 5. Mai 2012 fand auf dem Willy-Brandt-Platz,

gegenüber vom Hauptbahnhof,

wieder der Aktionstag statt. Herr Jähnig begrüßte

die Demoteilnehmer und die Stadtabgeordneten

von Leipzig.

Dann liefen wir im strömenden Regen mit Saxofonklängen

in Richtung der Nikolaikirche.

Es arbeiten drei Mitarbeiterinnen (Projektkoordinatorinnen)

in dem Projekt.

In Dresden ist es Sandra Haaf

In Chemnitz ist es Anja Voigt

In Leipzig ist es Shoovdor Sieler

Geleitet wird das Projekt von Kati Simmank. Sie

hat den Überblick über alles.

Die Mitarbeiterinnen helfen den Menschen mit

Behinderung, ein Ehrenamt zu finden. Sie suchen

gemeinsam eine Einrichtung und sie kümmern

sich um einen guten Anfang und begleiten

sie dabei.

Sie können gerne Kontakt mit uns aufnehmen,

wenn Sie Fragen haben oder ehrenamtlich tätig

werden möchten.

Sie können sich auch in Ihren Werkstätten bei

dem Begleitenden Dienst melden/bewerben.

Ich freue mich auf Ihr Interesse.

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Shoovdor Sieler

Projektkoordinatorin

AWO Werkstätten Sachsen-West

Der Behindertenverband rief wieder zur Kundgebung

20. Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Um 17 Uhr ging es in die Nikolaikirche mit Orgelmusik

und einem Saxofonisten. Mit Gebärdensprachpoesie

ließ man den Abend ausklingen.

So dies war wieder einmal ein kleiner Einblick

von diesem Jahr.

Katja Mieder


31

Schneckenpost

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