Marsberg: „Krankenhaus zum Anfassen“ - Barmherzige Brüder Trier e. V.

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Marsberg: „Krankenhaus zum Anfassen“ - Barmherzige Brüder Trier e. V.

Bonn:

125 Jahre „St. Petrus-

Krankenhaus“

19

Pflege tut gut-Kampagne:

Postkartenaktion erfolgreich

beendet

6, 48

Das Magazin der BBT-Gruppe

2/11

Marsberg:

„Krankenhaus

zum Anfassen“

32

Bad Mergentheim:

Mutter-Kind-Zentrum

eröffnet

13

21. Jahrgang | ISSN 1863-4230 | G 2502


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 1. Juli dieses Jahres geht das neue Katholische Klinikum

Koblenz · Montabaur ans Versorgungsnetz. Durch die Fusion

der beiden BBT-Krankenhäuser in Koblenz und Montabaur

entsteht in der Region Westerwald/Mittelrhein das mit insgesamt

655 Planbetten und rund 1.600 Mitarbeitenden fünftgrößte

Krankenhaus in Rheinland-Pfalz. Damit ist nicht nur

die flächendeckende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung

auch in ländlichen Bereichen gesichert, sondern es können

außerdem neue Versorgungsangebote entwickelt und bestehende

erweitert werden. Dass diese Fusion möglich war, ist

auch Verdienst eines intensiven Dialogs zwischen Krankenhausträger

und den Verantwortlichen auf allen Ebenen der

Politik und Gesellschaft – an den beiden Standorten und auf

Landesebene.

Wie wichtig dieser Dialog für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung

ist, erlebt die BBT-Gruppe auch im Main-

Tauber-Kreis. Hier haben sich Politik und Krankenhausträger

zusammengetan, um ein neues, nachhaltiges Modell für die

Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu

entwickeln. So werden „Dialog und Kooperation“ zu einem

Zukunftskonzept, das von Initiative und Innovation getragen,

vom Sachverstand und Veränderungswillen aller Beteiligten

lebt und so unser Gesundheitssystem aktiv gestaltet. Dass diese

Form der Zusammenarbeit typisch für das professionelle Management

eines konfessionellen, ordensgeführten Trägers ist,

beschreiben BBT-Vorstandsvorsitzender Bruder Peter Berg und

Dr. Philipp Schwegel in ihrem Beitrag „Im Wandel der Zeit“

ab Seite 8. Und was alles dabei herauskommen kann, darüber

können Sie ebenfalls in diesem FORUM-Magazin lesen.

Ihnen eine abwechslungsreiche Lektüre und eine erholsame

Sommer- und Ferienzeit wünscht im Namen von Herausgeber

und Redaktion

Ihr

Martin Fuchs, Chefredakteur

2 FORUM 2-11

Im Dialog auch auf facebook:

www.facebook.com/bbtgruppe.de.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Im Wandel der Zeit:

Professionelles Management

von Ordenskrankenhäusern

8

Grundstein gelegt:

OP- und Küchen-

neubau in Trier

49

Redaktion

FORUM

Kardinal-Krementz-Straße 1-5

56073 Koblenz

Telefon: 0261/496-64 64

Fax: 0261/496-64 70

E-Mail: forum@bb-trier.de

Die nächste Ausgabe von FORUM

erhalten Sie im September 2011.

Titelbild: © St.-Marien-Hospital, Marsberg


Let’s dance:

Tanzprojekt auf dem

Schönfelderhof

46

Mahnmal:

Barmherzige Brüder Saffig

gedenken Nazi-Opfer

44

Rubriken

Inhalt

BBT-Gruppe

News & Facts 4–12, 55

Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim 13

„Verantwortung für das Leben in all seinen Phasen“ ■ Hohe medizinische

Kompetenz bestätigt

Gemeinschaftskrankenhaus Bonn 18

Diabetes-Zentrum für die Region ■ 125 Jahre „St. Petrus-Krankenhaus“ ■

Das Rheuma-Café – eine Selbsthilfegruppe im Krankenhaus ■ Ohne OP zur

neuen Herzklappe

Katholisches Klinikum Koblenz 22

Ein Erfolgsmodell feiert Jubiläum

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Montabaur 24

Kindergesundheitstag ■ Zehn Jahre Intensivstation ■ Stärkung des Standorts

Montabaur ■ Kraftquelle ■ Gemeinsam für die Menschen in der Region Westerwald

St.-Marien-Hospital Marsberg 30

Im Notfall ins Krankenhaus ■ Wirbelsäulenerkrankungen unter dem Mikroskop ■

Ein Krankenhaus zum Anfassen ■ Entdecken, was verbindet!

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn 35

Gemeinsam ans Ziel ■ Wozu Ethikberatung im Krankenhaus? ■ Krankenpflegeschüler

helfen Kollegen im Kongo ■ Neuer Standort für die Paderborner Notfallambulanz ■

Neues Parkhaus eröffnet

Barmherzige Brüder Rilchingen 40

Milieugestaltung ■ Ausgezeichnete Lebensqualität ■ Wechsel in der Seelsorge

Barmherzige Brüder Saffig 42

Kunst aus Schwemmholz und Metall ■ Gedenkstein soll erinnern und mahnen

Barmherzige Brüder Schönfelderhof 45

Weg in eine inklusive Gesellschaft ■ Let’s dance!

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier 48

Demografische Entwicklung und professionelle Pflege ■ Grundsteinlegung für

OP-Erneuerung und Küchenneubau ■ Einsegnung der neuen Bettenstation ■

Krankenhaus wird Pilgeroase

Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier 53

Gemeinsame Projekte von Alt und Jung

Rätsel 56

Impressum 5

3


News & Facts

„Zusammenarbeit macht

große Fortschritte“

Entscheidung über Gesundheitsholding für den Main-Tauber-Kreis fällt im Herbst

Seit einem guten halben Jahr verfügen das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und die Krankenhaus

und Heime Main-Tauber GmbH (KHMT) nun über eine gemeinsame Geschäftsführung durch den

Barmherzige Brüder Trier e.V. (BBT). Laut Landrat Reinhard Frank und Bruder Alfons Maria Michels

befindet sich die Zusammenarbeit auf einem guten Weg.

„In der geplanten Holding sollen die

beiden Krankenhäuser die bestehende

Zusammenarbeit im medizinischen, pflegerischen

und wirtschaftlichen Bereich

weiter intensivieren und ihre Angebote

eng miteinander abstimmen“, erklärt

Landrat Reinhard Frank. So könnten zusätzliche

Ressourcen für die Verbesserung

des medizinischen Leistungsangebots genutzt

und der Gesundheitsmarkt optimal

bedient werden. Bei diesem Vorschlag

bliebe die Eigenständigkeit der beiden

Krankenhäuser wie durch den Landeskrankenhausplan

festgelegt in vollem Umfang

erhalten. „Im Rahmen der Holding sollen

neue Leistungsangebote profiliert, die

bestehenden Versorgungsangebote unter

Einbeziehung der vorhandenen Kompetenzen

standortübergreifend genutzt

4 FORUM 2-11

und der Aufbau von Parallelangeboten

vermieden werden“, fügt Bruder Alfons

Maria Michels zur möglichen Ausgestaltung

der geplanten Gesundheitsholding

Main-Tauber hinzu.

„Ausbau bestehender

Strukturen“

Bei diesem Vorschlag gehe es vor allem um

den schrittweisen und kontinuierlichen

Ausbau bestehender Strukturen, um neue

Potenziale für die Gesundheitsversorgung

der Bevölkerung im Main-Tauber Kreis zu

erschließen, unterstreicht Bruder Alfons

Maria Michels als Sprecher der Geschäftsführung

beider Krankenhäuser. „Die Gründung

einer gemeinsamen Holding, die von

Anfang an als Zukunftsidee den ‚Fahrplan

Gesundheit’ charakterisiert hat, nimmt

nun Gestalt an“, so Michels weiter. Die

Holding sei eine Chance, Neues zu schaffen,

um die Ziele der Verbesserung der

Gesundheitsversorgung, die Sicherung

von Arbeitsplätzen und die Stärkung des

Wirtschaftsstandortes zu erreichen.

Weg für Entscheidung ebnen

Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats

signalisierten im Rahmen einer außerordentlichen

Sitzung am 13. April 2011

ihre Zustimmung zu den Plänen der

Steuerungsgruppe für eine Holding.

Eine abschließende Entscheidung steht

im Herbst 2011 an. Dann soll dem Landkreis

als Eigentümer der KHMT im Rahmen

der Aufsichtsratssitzung auf Basis

der bisherigen Ergebnisse eine fundierte

Entscheidungsgrundlage vorliegen. ■

Das Kreiskrankenhaus in Tauberbischofsheim.

Die Seniorenwohnanlage „Haus Heimberg“

gehört ebenfalls zur KHMT. Fotos: KHMT


„Nein“ zu

Pflege noten

Experten starten Moratorium gegen Bewertungsverfahren

Seit 2009 werden von den Medizinischen Diensten der Krankenkassen

(MDK) Pflegenoten verteilt. Das von dem Professor für öffentliches

Recht und Verwaltungswissenschaft Thomas Klie zusammen

mit Franz J. Stoffer, Geschäftsführer der CBT - Caritas-Betriebsführungs-

und Trägergesellschaft, ins Leben gerufene Moratorium

plädiert für eine Aussetzung des Verfahrens. Der Grund: fachliche

und juristische Schwächen des Benotungssystems.

Zahlreiche Vertreter aus Altenhilfe, Verbraucherschutz

und Wissenschaft haben

das 10-Punkte-Papier bereits unterzeichnet,

das sich gegen

das Verfahren des

MDK und eine Reduzierung

des komplexen

Geschehens der

Pflege auf Schulnoten

ausspricht. Auch

Günter Mosen, BBT-

Geschäftsführer für

den Bereich Berufliche

und Soziale Rehabilitation,

Psychiatrie

und Altenhilfe ist von

den Aussagen des

Moratoriums überzeugt.

„Die Benotungen

reduzieren

komplexe Vorgänge

auf Schulnoten und

degradieren die Pflege

als reine Dienstleistung“,

erklärt Mosen

ein zentrales Problem.

„Hinzu kommt, dass

innovative Lebensformen – wie zum

Beispiel wohngruppenorientierte Angebote,

wie sie auch in BBT-Einrichtungen

umgesetzt werden – keine Berücksich-

Informieren Sie sich …

„Ich unterstütze das Moratorium aus

voller Überzeugung“ – Günter Mosen,

Geschäftsführer der BBT-Gruppe für den

Bereich Berufliche und soziale Rehabilitation,

Psychiatrie und Altenhilfe.

… über das „Moratorium Pflegenoten“ im Internet und geben

Sie Ihre Stimme ab: www.moratorium-pflegenoten.de

tigung finden.“ Die Konsequenz seien

schlechtere Noten, konzeptionelle Vielfalt

werde bestraft statt gefördert. Ein

weiterer Kritikpunkt

des Papiers bezieht

sich auf die Verhältnismäßigkeit

des zeitlichen

Aufwands der

Prüfungen für das

Pfle gepersonal. „Die

Auseinandersetzung

mit den Prüfinstanzen

bindet Zeit und mindert

die Zuwendung

für den Menschen, um

den es geht“ heißt

es in dem Papier.

Mit Blick auf die zukünftige

Entwicklung

des Pflegebedarfs in

Deutschlang stellt

Mosen heraus: „In

Zukunft ist es enorm

wichtig, die Attraktivität

des Pflegeberufes

herauszustellen.

Eine Bewertung der

Leistungen von Pflegekräften nach Katalog

ist sicherlich nicht der geeignete

Weg, um Menschen für diesen Beruf zu

begeistern.“ ■

Impressum

Herausgeber: Barmherzige Brüder Trier

(BBT) e.V., Trier

Redaktion: Yvonne Antoine (Marsberg),

Anne Britten (Trier), Ute

Emig-Lange (Bad Mergentheim), Martin Fuchs

(Chefredakteur, verantwortlich), Stefanie

Kilian (Sekretariat), Otmar Lohner (Saffig),

Frank Mertes (Saffig), Peter Mossem (Schönfelderhof),

Katharina Müller-Stromberg

(Bonn), Lena Schmitz (Volontärin), Doris

Schwaben (Rilchingen), Renate Sillich (Montabaur),

Dr. Harald Stotz (Koblenz), Gerd Vieler

(Paderborn)

Redaktion FORUM,

Kardinal-Krementz-Str. 1-5, 56073 Koblenz,

Telefon: 0261/496-6464, Fax: 0261/496-6470,

E-Mail: forum@bb-trier.de

Artdirektion: Christoph de Haar,

Mathias Klüver – PR-Beratung, Rosastr. 58,

45130 Essen

Layout: Christoph de Haar, Köln

Verlag: Barmherzige Brüder Trier e.V.,

Kardinal-Krementz-Str. 1-5, 56073 Koblenz,

Telefon: 0261/496-6464, Fax: 0261/496-6470,

E-Mail: forum@bb-trier.de

Erscheinungsweise: vier Mal jährlich

Redaktionsschluss: 6. Juni 2011

Bestellungen, Zahlungen, Adressänderungen:

FORUM ■ wird kostenfrei in den Einrichtungen

der BBT-Gruppe ausgelegt. Auf Wunsch

senden wir FORUM auch per Post zu. Für

Bestellungen und Adressänderungen wenden

Sie sich bitte direkt an den Verlag.

Preis: FORUM ist für Mitarbeitende, Patienten

und Bewohner der Einrichtungen und der

BBT-Gruppe kostenfrei. Für den Postversand

erbitten wir eine Spende an die Ordensgemeinschaft

der Barmherzigen Brüder von

Maria-Hilf, Spendenkonto 100 3821 bei der

Sparkasse Trier (BLZ 585 501 30). Vielen Dank!

Anzeigen: Barmherzige Brüder Trier e. V.,

Kardinal-Krementz-Str. 1-5, 56073 Koblenz;

Telefon: 0261/496-6464, Fax: 0261/496-6470,

E-Mail: forum@bb-trier.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2006 vom

01.01.2006

Druck: Rautenberg Media & Print Verlag KG,

Troisdorf

Gerichtsstand: Koblenz

Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen

nicht die Meinung der Redaktion und des

Herausgebers wiedergeben. Anregungen,

Ideen und Vorschläge für Beiträge sind

willkommen! Bitte wenden Sie sich direkt

an die Redaktion Ihrer Einrichtung oder die

Gesamtredaktion in Koblenz.

ISSN 1863-4230

5

Zentrale der

BBT-Gruppe


News & Facts

Andreas Latz, Vorstandsmitglied des

KKVD und BBT-Geschäftsführer.

Damit konkretisieren die Verbände ihre

Forderungen einer Modernisierung der

Pflegeausbildung aus dem vergangenen

Jahr (FORUM berichtete). Angesichts des

wachsenden Aufgabenspektrums und des

Fachkräftemangels sei es erforderlich,

die Berufsfelder des Gesundheits- und

Pflegearbeitsmarktes für den Nachwuchs

attraktiver zu gestalten, heißt es in dem

aktuell veröffentlichten Papier. So müsse

allen Ausbildungsabsolventen künftig

ein direkter beruflicher Einstieg in die

verschiedenen Tätigkeitsfelder ermöglicht

werden. Um die vorhandenen Bildungswege

als aufeinander bezogenes

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Postkartenaktion erfolgreich beendet

Mit der Postkartenaktion „1.000 gute Gründe“ startete die „Pflege

tut gut-Kampagne“ im vergangenen Jahr, um auf die Notwendigkeit

besserer Rahmenbedingungen in der Pflege aufmerksam zu

machen. Mit dem Ende der Aktion rückt nun ein neues Thema in

den Mittelpunkt.

1.000 ausgefüllte Karten konnten die

Einrichtungen der BBT-Gruppe dank der

tatkräftigen Unterstützung von Mitarbeitenden,

Patienten, Bewohnern und

Gästen im Laufe eines Jahres sammeln.

Auch externe Pflegeeinrichtungen und

-schulen schlossen sich der BBT-Aktion

an, die E-Card-Aktion im Internet fand

ebenfalls regen Zulauf. Am 12. Mai

2011 – dem internationalen Tag der

Pflege – endete die Aktion, nun sollen

die ausgefüllten Karten an das Bun-

6 FORUM 2-11

Reform der

Pflege ausbildung

Verbände konkretisieren Forderungen

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland verdeutlichen gemeinsam

mit dem Deutschen Caritasverband, dem Diakonischen Werk der

Evangelischen Kirche in Deutschland und den Bundesverbänden der

Altenhilfe in einem gemeinsamen Papier die Notwendigkeit einer

grundlegenden Neukonzeption von Berufs- und Bildungswegen der

Pflege und Assistenz und fordern eine bundesgesetzlich verankerte

generalistische Ausbildung mit einheitlichem Abschluss.

Bildungskonzept im Sinne des lebenslangen

Lernens weiterzuentwickeln,

empfehlen die Verbände die akademische

Weiterentwicklung des Berufes in

Form eines dualen Studiums. Andreas

Latz, Geschäftsführer der BBT-Gruppe

für den Bereich Leistungsplanung, Finanzen

und Logistik Krankenhäuser, ist

Mitglied im Vorstand des Katholischen

Krankenhaus Verbands Deutschland

(KKVD) und plädiert darüber hinaus

für eine stabile Finanzierungsstruktur.

„Generell ist eine Orientierung an den

Krankenhausfinanzierungsgesetzen

sicherlich sinnvoll. Diese Struktur hat

Ort, PLZ

„Pflege tut gut“

Eine Kampagne der BBT-Gruppe

Kardinal-Krementz-Straße 1-5

56073 Koblenz

desgesundheitsministerium überreicht

werden. Damit will die BBT-Gruppe auf

die schlechten Rahmenbedingungen in

der Pflege aufmerksam machen und an

die zuständigen Politiker appellieren,

etwas zu ändern. Im Jahr 2011 rückt das

Straße, Nr.

Antwort

Name

Vorname

Bitte

freimachen

falls Marke

zur Hand.

Thema „Ausbildung und Beruf“ ins Zentrum

der Kampagne. Unter dem Motto

„Mehr Apps als du denkst“ sollen junge

Menschen über die Pflegeberufe und

ihre Vielfalt informiert und für deren

Attraktivität sensibilisiert werden. ■

Absender:

sich für die Krankenhäuser bewährt

und ich denke, eine ähnliche gesetzliche

Regelung im Bereich der stationären

und ambulanten Pflege kann dazu

beitragen, Ausbildungsplätze künftig in

ausreichender Anzahl sicherzustellen“,

erklärt Latz. Im Zentrum stehe vor allem

die Qualität der Ausbildung. Latz:„Durch

eine einheitliche Finanzierung wäre den

Trägern zukünftig ausreichend Raum

für die Ausgestaltung und Entwicklung

der Ausbildung gegeben. So kann

eine einheitliche und vor allem gute

Qualität der Ausbildung sichergestellt

werden.“ ■

1.000 gute Gründe für

bessere Rahmenbedingungen

in der Pflege

Eine Kampagne der BBT-Gruppe

www.pflegetutgut.de

Die bei der Leitaktion gesammelten Gründe

für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege

sollen bald an die Politik übergeben werden.


Projektchor sucht Unterstützung

Auftritt bei Heilig-Rock-Wallfahrt

Der Projektchor beim Mitarbeiterfest zum Peter Friedhofen Jahr 2010. Foto: BBT e. V.

Anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt soll der Projektchor der BBT-

Gruppe, der sich zum Peter Friedhofen Jahr 2010 gegründet hat, am

25. April 2012 in Trier wieder zum Einsatz kommen.

Jeder, der gerne singt, ist herzlich dazu eingeladen,

Teil des Projektchors zu werden

und bei der musikalischen Gestaltung der

Eucharistiefeier am 25. April 2012 in Trier

mitzuwirken. Wie im vergangenen Jahr

wird die Chorleitung wieder von Kirchen-

Direktorium ernannt

musikdirektor Professor Matthias Kreuels

übernommen. Ein erstes Probewochenende

ist für den 24./25. März 2012 angesetzt.

Eine Anmeldung kann spätestens bis zum

29. Februar 2012 über das Generalat in

Trier erfolgen. ■

Katholisches Klinikum Koblenz · Montabaur ab 1. Juli unter

bewährter Führung

Im Rahmen der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am

29. April 2011 wurde die Besetzung des Direktoriums für das Katholische

Klinikum Koblenz-Montabaur beschlossen.

Ab dem 1. Juli 2011 werden Renate Brest

als Hausoberin, Alfred Ruppel als Kaufmännischer

Direktor, Prof. Dr. Jan Maurer

als Ärztlicher Direktor sowie Pflegedirektor

Thomas Geltenpoth das Direktorium

des Katholischen Klinikums Koblenz ·

Montabaur bilden. Damit bestätigte die

Gesellschafterversammlung die von der

Geschäftsführung der BBT-Gruppe vorgesehene

Besetzung. Um das Direktorium bei

der Gestaltung der anstehenden Veränderungsprozesse

zu begleiten, hat die BBT-

Geschäftsführung beschlossen, die Position

eines Projektmanagers einzurichten. Drei

Jahre lang soll diese Person das Direktorium

bei der Steuerung und Umsetzung

des Fusionsprozesses vom Katholischen

Klinikum Koblenz und dem Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder Montabaur unterstützen.

Startschuss für das Katholische

Klinikum Koblenz · Montabaur ist der 1.

Juli 2011. Mit insgesamt 655 Planbetten

und rund 1.600 Mitarbeitenden an drei

Standorten wird das neue Klinikum dann

das fünftgrößte Krankenhaus in Rheinland-

Pfalz sein. ■

Neues aus

der Zentrale

Einrichtung Stabsstelle

Finanzmanagement

Die Geschäftsführung hat die Schaffung

einer Stabsstelle Finanzmanagement mit

einem Beschäftigungsumfang von 100%

zum 1. September 2011 beschlossen.

Schwerpunkte bilden unter anderem die

Aufgabenfelder Geldanlagenstrategien,

Due Diligence Prüfung und Risikomanagement.

Die Ausschreibung der neuen

Stelle läuft seit Mai 2011.

Neue Mitarbeiterin in der

Unternehmensentwicklung

Seit dem 1. Mai 2011 unterstützt Kirstin

Groß die Stabsstelle Unternehmensentwicklung

der BBT-Gruppe mit den

Schwerpunkten „Qualitäts- und Prozessmanagement“.

Die ausgebildete

Bankkauffrau war nach erfolgreichem

Abschluss ihres BWL-Studiums zunächst

für die Sparkasse Koblenz und seit 2005

in verschiedenen Funktionen für das

Gemeinschaftsklinikum Kemperhof –

St. Elisabeth tätig. Herzlich willkommen

in der BBT-Gruppe!

Ein eingespieltes Team (v.l.): Prof. Dr. Jan

Maurer, Alfred Ruppel, Renate Brest und

Thomas Geltenpoth. Foto: Katholisches Klinikum Koblenz

7

Zentrale der

BBT-Gruppe


Hintergrund

Im Wandel der Zeit

Professionelles Management von Ordenskrankenhäusern

Mit 243 Einrichtungen stellen Ordenskrankenhäuser 11,6 Prozent

aller Krankenhäuser in Deutschland (Zahlen für 2007). Ihre Rolle

kann in einem zunehmend von Kostendämpfung und Reglementierung

geprägten Gesundheitswesen nicht hoch genug eingeschätzt

werden. Doch auch Ordenskrankenhäuser können sich den allgemeinen

Anforderungen, die an moderne Kliniken gestellt werden,

nicht entziehen.

Ein Aufsatz von Bruder Peter Berg und Dr. Philipp Schwegel

Die aktuellen Entwicklungen in der Gesundheits-

und Sozialwirtschaft machen

auch vor den Einrichtungen der Ordensgemeinschaften

nicht halt. Der steigende

wirtschaftliche Druck hält die Einrichtung

an, professionelle und nachhaltige Managementstrukturen

und -instrumente

zu etablieren. Dies erfolgt häufig durch

die Gründung von Kapitalgesellschaften,

die eine Trennung von Management und

Eigentümern vorsehen. Darüber hinaus

8 FORUM 2-11

wird dadurch auch das Ordensvermögen

geschützt. Sollte die Leistungserbringung

der Einrichtungen zu Defiziten führen,

müssen diese nicht zwingend von den Eigentümern

übernommen werden. Damit

sind zumindest die Ordensvermögen sowie

die Altersbezüge der Ordensmitglieder

vor dem Risiko eines Missmanagements

gesichert. Bei näherer Betrachtung der

Ordensgemeinschaften, die als Träger

von Krankenhäusern auftreten, zeigt

Das Mutterhaus der Barmherzigen Brüder von

Maria-Hilf in Trier ist Sitz des Vorstandes des

BBT e.V. Angeschlossen ist das Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder Trier. Fotos: BBT e.V.

sich im Rahmen einer eigenen Erhebung

aus dem Jahr 2009, dass 75 Prozent der

Ordenskrankenhäuser in der Rechtsform

der GmbH geführt werden. Lediglich 25

Prozent werden noch in Form der Stiftung,

des Vereins oder der Körperschaft

des öffentlichen Rechts betrieben. Damit

gewinnen auch die Fragen nach der strategischen

und operativen Ausrichtung

an Bedeutung.

Geist der Ordensgründer

weitertragen

Hierbei lassen viele Ordensgemeinschaften

ihr Management weitgehend autark

handeln und beschränken ihre Einflussnahme

auf die Aufsichtsgremien. Dane-


en existiert aber auch eine Vielzahl an

Ordensgemeinschaften, die eigene Vertreter

in die Geschäftsführung entsenden

oder sich im Rahmen der Krankenpflege

selbst engagieren. Als Beispiel sei hier auf

das Klinikum des Dritten Ordens in München

oder auf die Barmherzigen Brüder

in Trier verwiesen. In diesen Fällen gestalten

die Ordensvertreter die strategische

Ausrichtung der Krankenhäuser direkt

mit. Neben wirtschaftlichen Gründen

steht dabei auch der Ordensauftrag im

Mittelpunkt. Wie kann der „Geist“ des

Ordensgründers weitergetragen werden?

Welche organisatorischen Veränderungen

sind notwendig, damit die Ordenswerte

auch einen organisatorischen Raum innerhalb

des Krankenhauses einnehmen

können? Wie kann der Ordensauftrag

auch glaubwürdig von Nicht-Ordensmitgliedern

gelebt werden? Welche

Herausforderungen sind bei der Übertragung

von Krankenhäusern zwischen

zwei Orden zu beachten? Diese Fragen

stellen nur einen kleinen Ausschnitt der

organisatorischen Veränderungsprozesse

innerhalb deutscher Ordenskrankenhäuser

dar, die mit 243 Einrichtungen immerhin

11,6 Prozent aller Krankenhäuser im Jahr

2007 vereinnahmten. Hiervon entfallen

77 Prozent auf katholische Orden und 23

Prozent auf evangelische Diakonissen-,

Schwestern- und Bruderschaften, die

den Ordensgemeinschaften zugerechnet

werden.

Historische Entwicklung

Am deutlichsten zeigen sich die Strukturveränderungen

bei der Verbundgröße.

Im Durchschnitt betreiben die Ordensgemeinschaften

vier Krankenhäuser, was

deutlich über dem Marktdurchschnitt

kirchlicher Krankenhausträger (zwei

Krankenhäuser) je Verbund liegt. Diese

historisch bedingte Entwicklung verdeutlicht,

dass die Ordensgemeinschaften auf

große Strukturen setzen, innerhalb derer

sie Wettbewerbsvorteile generieren

können. Als Stichwort sei hierbei auf die

Realisierung von Synergien hingewiesen,

die sowohl zwischen den Krankenhäusern,

als auch im Zusammenspiel mit den anderen

Einrichtungen im Ordensverbund

realisiert werden können. In aufeinander

abgestimmten Versorgungsprozessen u.a.

zwischen Krankenhaus, Reha-Einrichtung,

Pflegeheim, Medizinischem Versorgungszentrum

und Sozialstation entsteht damit

eine umfassende Patientenversorgung,

die die Gesundheitswertschöpfungskette

weitestgehend abdeckt. Dieser Ansatz

des „Vollversorgers“ zeigt sich auch an

der hohen Anzahl an Wirtschaftszweigen,

in denen Ordensgemeinschaften

als Träger tätig sind. Im Durchschnitt

betreiben Ordensgemeinschaften Einrichtungen

in sieben verschiedenen

Wirtschaftszweigen. Hierzu zählen u.a.

die Bereiche Gesundheitswesen, Heime,

Sozialwesen, Erziehung und Unterricht

sowie Beherbergung. Aufgrund dieser

Vielfalt steht bei manchen Ordensgemeinschaften

der Krankenhausbereich nicht

im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit.

Die Spezialisierung liegt dann z. B. auf

dem Betrieb von Pflegeeinrichtungen.

Das Beispiel des Deutschen Ordens oder

der Rummelsberger Anstalten zeigt, dass

man sich sogar bewusst von den Krankenhäusern

getrennt hat. Dies hat auch

immer etwas mit dem eigentlichen Unternehmensauftrag

zu tun, der neben

einer kritischen Auseinandersetzung auch

zu einer bewussten Differenzierung im

Wettbewerb beitragen soll. Damit und

auch durch die krankenhauspolitischen

Entwicklungen lässt es sich erklären, dass

(auf Basis einer eigenen Befragung von

37 Ordenskrankenhäusern aus dem Jahr

2009) 72 Prozent eine Wachstumsstrategie

verfolgen. Der Großteil der Ordenskran-

kenhäuser setzt dabei auf die Etablierung

neuer Leistungen, wie beispielsweise

Fachbereiche, die Steigerung der

Fallzahl oder auch die Übernahme von

Wettbewerbern. Die restlichen 28 Prozent

konzentrieren sich auf die Sicherung des

Status quo (26 Prozent) oder fahren im

Rahmen einer Defensivstrategie bewusst

ihr Krankenhausengagement zurück (zwei

Prozent). Verfolgen die Ordenskrankenhäuser

eine Wachstumsstrategie, dann

liegt der Schwerpunkt auf der Integration

ambulanter Leistungsbereiche, wie

beispielsweise die Beteiligung an MVZs,

die Gründung von Teleportal-Kliniken

oder die Etablierung von Rettungs- und

Transportdiensten. Diese Maßnahmen

treffen für 86 Prozent der wachstumsorientierten

Ordenskrankenhäuser zu.

Diese Einschätzungen überraschen nicht,

sondern lassen sich in der aktuellen Presse

täglich nachverfolgen.

Welche Konsequenzen lassen sich nun

aus diesen allgemeinen Beobachtungen

für das Ordensmanagement ableiten?

Worin liegen die Schwerpunkte eines professionellen,

ordensorientierten Krankenhausmanagements?

Und: Welche Risiken

sind mit dem Ordensfokus gegebenenfalls

auch verbunden?

Schwerpunkte des

Ordensmanagements

Die Verbindung von christlichem Glauben

mit den Methoden des modernen

Managements ist unabdingbare Voraus-

Führungskräfteworkshops sind ein fester Bestandteil des Managements der BBT-Gruppe.

9

Zentrale der

BBT-Gruppe


Hintergrund

setzung für die Fortführung der Ordensaufträge.

Dies belegt nicht zuletzt die

Vielzahl an Fachliteratur mit Buchtiteln

wie: „Benedikt für Manager“, „Dienen

statt Herrschen“, „Das Paulusprinzip“,

oder „Wüstenväter für Manager“. Damit

müssen sich Ordensgründer und

Ordensregeln nicht hinter modernen

Managementtheorien verstecken. Im

Gegenteil haben schon in den 70er- und

80er-Jahren viele weltliche Führungskräfte

das Wissen und die Kompetenz

der Orden für die komplexen Anforderungen

des heutigen Managements zu

nutzen verstanden, als umgekehrt viele

konfessionellen Manager ihr Glück in den

modernen Managementtheorien der Betriebswirtschaft

und der Organisationslehre

suchten. Insofern unterscheiden sich

die verschiedenen Managementtheorien

– ob konfessionell oder säkular geprägt

– gar nicht so sehr in ihren Methoden,

als vielmehr in ihren Grundhaltungen.

So bildet bis heute der originäre Ordensauftrag

als „mission statement“ den normativen

Ausgangspunkt für sämtliche

Entscheidungen des strategischen wie

operativen Managements. Die Prinzipien

der Katholischen Soziallehre – auch sie

übrigens ein nicht zu unterschätzender

Fundus für Führungskräfte aller Couleur

– bieten hierbei genauso wichtige

Hilfestellungen, wie das in langjähriger

Tradition der Ordensgemeinschaften erworbene

Erfahrungswissen. Schließlich

10 FORUM 2-11

waren Ordensgründer schon immer als

Unternehmer des christlichen Auftrags

gefordert, für ihren Auftrag zu werben,

Menschen zu begeistern und nicht zuletzt

auch Investoren zu gewinnen. Gleichsam

wie in einem Familienunternehmen sind

die „Eigentümer“, also die Träger des

jeweiligen Ordensauftrags, selbst mit

engagiert und verkörpern somit direkt

diesen Auftrag.

Verwirklichung des

Ordensauftrags

In dem, was die Orden in ihren caritativen

Einrichtungen tun, unterscheiden sie

sich sicherlich kaum – wenn überhaupt

– von dem, was auch in caritativen Einrichtungen

anderer Träger, wie z.B. privater

Anbieter, getan wird. Gerade heute

muss man sich die Frage stellen, ob das so

bleibt. Ob nicht der zunehmende Ressourcenmangel

auch dazu führen muss, dass

gerade Ordensgemeinschaften hier eine

besondere Verpflichtung haben, „mehr“

zu bieten, als es das jeweilige Sozial- und

Gesundheitssystem vorschreibt, doch noch

charakterisiert die Frage „Was machen

Orden anders?“ nicht die eigentliche Alleinstellung

ordensgeführter Unternehmen.

Anders sieht es aus, wenn man die

Frage nach dem „Wie arbeiten Orden?“

und dem „Warum sind Orden als Träger

aktiv?“ stellt. Denn entsprechend ihrem

Auftrag, ihrem „mission statement“, müssen

Ordensgemeinschaften die Frage be-

antworten „Wie wird der Ordensauftrag

erleb- und erfahrbar?“ und „Warum tun

wir das, was wir tun?“. Es geht letztlich

immer um die Frage der Motivation und

der Realisation der christlichen Teilhabe

konkret. Und diese Frage kennt nicht nur

eine Antwort – und stellt sich zudem jeden

Tag neu. Ordensmanagement bedeutet

in diesem Sinne, das Christliche strukturell

wie prozessual im Unternehmen

abzubilden und zu gestalten.

Organisatorische Umsetzung

Damit eine Umsetzung dieses Anspruchs

möglich ist, braucht es Menschen, die

sich dieser Umsetzung annehmen und in

modernes Management zu übersetzen

verstehen. Hier sind aus der Tradition

heraus natürlich die Mitglieder einer

Ordensgemeinschaft in der Trägerrolle

gefragt. Vor Jahren war dies kein Problem,

als noch zahlreiche Ordensbrüder

und -schwestern vor Ort selber in den

Einrichtungen aktiv waren und durch

ihre Präsenz und ihren Dienst dem Ordensauftrag

in unterschiedlichen Aufgaben

„ihr Gesicht“ gegeben haben.

Doch schon seit vielen Jahren werden

sie hierbei durch zahlreiche Mitarbeitende

unterstützt, die sich diesem Auftrag

ebenfalls verbunden fühlen und diesen

kompetent sowie professionell umsetzen.

Ohne diese Mitarbeiter könnten die Ordensgemeinschaften

schon lange nicht

mehr ihren originären Auftrag erfüllen.

Die Mitarbeitenden der Einrichtungen sind das größte Potenzial. Sie führen den Ordensauftrag „Mit Kompetenz und Nächstenliebe im Dienst für die

Menschen“ heute weiter. Fotos: BBT e.V.


So ist es also notwendig, Menschen in

unserer sich verändernden Zeit zu befähigen,

im Sinne dieses Auftrags zu wirken.

Wo dieses Selbstverständnis nicht mehr

durch die Präsenz von Ordensmitgliedern

möglich ist, gilt es, Mitarbeitende zu befähigen,

auch diese Aufgabe an Stelle

eines Ordensmitgliedes zu übernehmen.

In den Einrichtungen der Barmherzige-

Brüder-Trier-Gruppe, unter deren Dach die

Ordensgemeinschaft der Barmherzigen

Brüder von Maria-Hilf ihre verschiedenen

Einrichtungen und Rechtsträger führt,

geschieht dies auf unterschiedlichen Wegen.

Zunächst haben die Barmherzigen

Brüder von Maria-Hilf als Gemeinschaft

ihr Selbstverständnis im Hinblick auf den

christlichen Auftrag formuliert und erarbeitet.

Sie haben ihre Führungsstrukturen,

angefangen beim Vorstand, über die

Geschäftsführung bis in die Direktorien

bewusst teamorientiert aufgestellt und

auf allen Ebenen Gewährsleute – in der

Regel übrigens keine Ordensmitglieder

– für diesen Auftrag benannt. So arbeitet

in der Leitungsverantwortlichkeit der

Einrichtung vor Ort – im Direktorium –

ein Mitarbeitender als Hausoberer oder

Hausoberin mit entsprechenden Fähigkeiten

und Kompetenzen als gleichberechtigtes

Mitglied im Management. Er bzw.

sie gilt auch als Vertreter/-in des Ordens

in der jeweiligen Einrichtung. Im Rahmen

der Führungskräfteentwicklung spielen

der Ordensauftrag und die persönliche

Auseinandersetzung mit den damit verbundenen

Werten inhaltlich wie zeitlich

eine zentrale Rolle. Denn gerade in dieser

Phase bilden sich eigenständige Haltungen

zu einem „Eigentümer“-Auftrag, der

in dem Handeln aller Führungskräfte als

Grundlage erwartet und für die Umsetzung

des Ordensauftrags unerlässlich ist.

Im Rahmen der Strategieentwicklung

wird der christliche Auftrag nach dem

Modell der Balanced Scorecard auf allen

Unternehmensebenen als feste und

überprüfbare Zielgröße für die Strategie-

und Maßnahmenplanung festgelegt. Der

Vorstand, der derzeit noch ausschließlich

von Ordensbrüdern besetzt ist, wird unterstützt

durch unterschiedliche Fachlichkeiten

in einem Beirat und setzt über

seine strategischen Entscheidungen immer

wieder auch Impulse für die Umsetzung

des Unternehmensauftrags.

Aktuelle Herausforderungen

Der kontinuierliche Wandel im Bereich

der Gesundheits- und Sozialpolitik stellt

die Ordensträger von sozial-caritativen

Einrichtungen vor schwierige Aufgaben.

Nicht zuletzt die zunehmende Dominanz

von Finanzierungsfragen, aber

auch ethische Fragestellungen, die mit

dem medizinischen Fortschritt und der

Wissenschaft einhergehen, stellen alle

Träger von Einrichtungen im Gesundheits-

und Sozialwesen vor oftmals unlösbare

Aufgaben. Für die Ordensträger kann die

Auch heute arbeiten noch Brüder in den Einrichtungen der BBT-Gruppe: Bruder Clemens-Maria ist

Assistent der Hausoberin im Katholischen Klinikum Koblenz.

Die Autoren

Bruder Peter Berg ist Vorstandsvorsitzender

des Barmherzige

Brüder Trier e.V. und Generaloberer

der Ordensgemeinschaft

der Barmherzigen Brüder von

Maria-Hilf.

Dr. Philipp Schwegel arbeitet als

freier Mitarbeiter am Institut für

Sozialstrategie/Fachbereich Gesundheit

& Soziales in Berlin.

Orientierung an ihrem Ordensauftrag eine

Hilfestellung bieten, die sicherlich auch

eine Stärke darstellen. Doch die damit

verbundene zusätzliche Verpflichtung für

das „Wie gestalten wir?“ und „Warum

genau so?“ macht das Management nicht

einfacher. Denn allein die Art und Weise,

wie wir uns diesen Fragen stellen und wo

wir Schwerpunkte setzen, ist entscheidend

für eine erfolgreiche Umsetzung

und Fortführung unseres Ordensauftrags

in der Zukunft. In einer Zeit, in der der

Stellenwert von Glaube und Religion

einen gesellschaftlichen Wandel erlebt,

in der eine religiöse Sozialisation schon

lange nicht mehr selbstverständlich ist

und wir zudem in den vergangenen zwei

Jahren in besonders erschreckender Form

den Glaubwürdigkeitsverlust von Kirche

und ihren Institutionen erfahren mussten,

ist die Gewinnung von Mitstreiterinnen

und Mitstreitern für die Fortführung des

Ordensauftrags eine zusätzlich zentrale

Aufgabe, der sich die Orden stellen

müssen. Auch hier: Nicht, dass es nicht

ohnehin schon an Fachkräften fehle – wir

als Orden brauchen zusätzlich Menschen,

die nicht nur ob ihrer Fachkompetenz,

sondern auch ob ihrer Bereitschaft, sich

in ihrem Engagement in diesen Auftrag

wiederzufinden, in unseren Einrichtungen

arbeiten wollen. Im Letzten geht es nicht

um die Fortführung irgendeiner Ordensidee,

sondern um eine konkrete Form der

Umsetzung des christlichen Auftrags der

Gottes- und Nächstenliebe – ein Auftrag

jedes Christen. ■

11

Zentrale der

BBT-Gruppe


Hintergrund

Wer prüft die Prüfer?

Ein kritischer Blick auf die Qualitätskontrolle in Altenheimen

Hut ab vor jedem, der bei den zahlreichen Prüfungen in deutschen

Einrichtungen für Senioren noch den Überblick behält. Besuche von

MDK, Heimaufsicht und Gesundheitsamt paaren sich mit zahlreichen

Terminen für freiwillige Audits. Ruth Klein, Leiterin der Stabsstelle

Altenhilfe der BBT-Gruppe, kennt die Problematik nur zu gut

– und plädiert für mehr Abstimmung im Sinne aller Beteiligten.

Beim Aufschlagen der Tageszeitung ist

nach der Katastrophe in Japan die Sicherheit

unserer Atomkraftwerke eines

der zentralen Themen. Reichen die Sicherheitsstandards?

Brauchen wir mehr

Überprüfung? Wie häufig kommt es zu

Unfällen? – Fragen, die wir uns berechtigterweise

stellen. Denn der Eindruck

entsteht, dass im Hinblick auf sicher-

heitstechnische Aspekte noch nicht alle

Möglichkeiten ausgeschöpft sind: Es ist

noch viel zu tun.

864 Seiten Regelwerk

Da lobe ich mir doch die deutschen Altenheime!

Hier hat der Gesetzgeber ganze

Arbeit geleistet und gesetzlich und

prüfrechtlich nichts mehr ungeordnet

gelassen. Ein aktuelles Regelwerk für

stationäre Altenhilfeeinrichtungen, erschienen

2010, beschreibt beispielsweise

auf 864 Seiten detailliert von A wie Abgabeordnung

bis Z wie Zulassung von

12 FORUM 2-11

Trägern alles, was ein guter Träger- und

Heimleiter wissen muss.

Von der Pflicht …

Damit auch alles nach Recht und Gesetz

vonstatten geht, werden die Heime zudem

sorgfältigen Prüfungen unterzogen.

Neben unangemeldeten Prüfungen durch

die Heimaufsicht – mindestens einmal im

Auch die Seniorenzentren der BBT-Gruppe, wie das Seniorenzentrum St. Josef in Münstermaifeld,

müssen sich regelmäßigen Prüfungen unterziehen. Foto: BBT-Gruppe

Jahr – kommt jährlich der Medizinische

Dienst der Krankenkassen (MDK) ins Haus.

Je nach Größe wird eine Einrichtung bis zu

drei Tage lang von bis zu sechs Prüfern auf

Herz und Nieren untersucht. Regelmäßige

Prüfungen durch das Gesundheitsamt

sind zudem die Regel.

… bis zur Kür

Im Rahmen der Selbstverpflichtung und

zur Sicherstellung der Pflegequalität unterziehen

sich die BBT-Einrichtungen noch

weiteren freiwilligen Prüfungen. Dazu

gehören beispielsweise externe Audits

Ruth Klein leitet die Stabsstelle Altenhilfe

der BBT-Gruppe. Foto: Axel Kohlhaas

durch eine Zertifizierungsgesellschaft oder

Prüfungen durch eine Interessensvertretung

für Heimbewohner. Daneben gibt

es noch Gütesiegel, die von den Ländern

ausgegeben werden – beispielsweise das

Saarländische Gütesiegel oder das Saarländische

Plus.

Koordination ist gefordert

Sicherlich haben vorgeschriebene wie

freiwillige Überprüfungen ihre Daseinsberechtigung.

Doch bei dieser Kontroll-

Flut stellt sich die Frage: Ließe sich das

nicht besser koordinieren? So würde es

die Arbeit aller Beteiligten sicherlich

erleichtern, wären externe Prüfungen

aufeinander abgestimmt und würden

Prüfungen unterschiedlicher Instanzen

gegenseitig anerkannt. Doppel- oder

Dreifachprüfungen könnten somit vermieden

werden. Eine wichtige Prüfung

fehlt also noch: Die Prüfung der Prüfer!

Ein ernst gemeinter Vorschlag, der hoffentlich

Gehör findet. Vielleicht auch

über die Grenzen der Pflegequalität

hinaus. ■ Ruth Klein


„Verantwortung für das Leben

in all seinen Phasen“

Eröffnung des Mutter-Kind-Zentrums am Caritas-Krankenhaus

Passend zum Muttertag, am 8. Mai 2011, öffnete das Mutter-Kind-

Zentrum erstmals seine Türen. Mehrere tausend Menschen kamen,

um den Neubau zu besichtigen.

Der Vorplatz vor dem Haupteingang des

Caritas-Krankenhauses verwandelte sich

zu einem bunten Spielplatz: Kinder auf

Stelzen, mit Bällen, Hüpfseilen oder auf

Walzen balancierend, daneben ein Rollstuhlparcours,

um das Gefühl auf zwei

Rädern auszuprobieren, und ein Stand mit

bunten Luftballons. Im „Bärenhospital“

des DRK durften die Kinder einen verletzten

Bären verarzten und bis ins Hospital

begleiten. In der Eingangshalle konnten

sie dann einen Gesundheitspass erwerben

oder sich einen Gips anlegen lassen.

Großes Interesse zeigten die Kinder beim

Ultraschall: der Blick in den eigenen Bauch

war ungewöhnlich und spannend. Eine

Malwerkstatt, eine Kletterwand, Kinderschminken,

Herzchenausschneiden, Steinemalen

– in der ganzen Klinik spielten

Kinder an diesem Tag die Hauptrolle. Auch

beim Blaskonzert mit „Just Brass“, das

mit Gartenschlauch, Tröte und Alphorn

bekannte Melodien für Kinder spielte,

standen die Kleinen im Mittelpunkt. Da

war selbst Clown Batschu beeindruckt und

ließ seine Besen im Takt mittanzen.

Großzügige Spielflächen

und familiäre Kreißsäle

Den ganzen Tag über zog ein Strom von

Menschen durch das neue Klinikgebäude:

Die Familien waren begeistert von den

großzügigen Spielflächen und den schönen

Patientenzimmern auf der Station für

Kinder- und Jugendliche mit Tiermotiven

an den Wänden. Die Kleineren nahmen

sofort das Holzbaumhaus in Beschlag. Viele

Schwangere interessierten sich für die

neuen Kreißsäle, die in warmen Farben

gehalten ganz auf die Bedürfnisse der

Frauen abgestimmt sind. Beeindruckt

waren die Besucher auch vom

Terrassencafé, in das sich

die jungen Mütter und

ihre Familien zurückziehen

und den

13

Bad

Mergentheim


Blick über Bad Mergentheim genießen

können. Die Räume der Kinderphysiotherapie

verwandelten sich komplett zum

Riesenspielzimmer mit Krabbelparcours

und Kinderschminken. Ärzte, Pflegende

und Hebammen beantworteten während

des ganzen Tages die Fragen der Besucher.

Dank für staatliche

Förderung

„Wir sind stolz auf das, was geworden

ist und bedanken uns bei allen, die uns

unterstützt haben“, betonte der Kaufmännische

Direktor Thomas Weber in

seiner Ansprache beim Festakt. Ausdrücklich

bedankte er sich bei Minister Prof.

Dr. Wolfgang Reinhart für den Mut, das

Krankenhausprojekt in Zeiten der Wirtschaftskrise

mit staatlichen Zuschüssen

von insgesamt 10,4 Millionen Euro zu

fördern und so eines der modernsten

Krankenhäuser in der Bundesrepublik

entstehen zu lassen.

Caritas-Krankenhaus wichtiger

Wirtschaftsfaktor

„Das Caritas-Krankenhaus

und die medizinische

Versorgung

14 FORUM 2-11

im Main-Tauber-Kreis sind für mich

als Abgeordneter und Minister immer

eine Herzensangelegenheit gewesen“,

erwiderte Reinhart und bezeichnete

die Krankenhauslandschaft im Kreis als

gut. Der scheidende Minister, der selbst

vor 55 Jahren in Bad Mergentheim geboren

wurde, verwies darauf, dass „in

den letzten 20 Jahren rund 114 Millionen

Euro an Förderung allein in das Caritas-

Krankenhaus geflossen sind“. Das Haus

sei jedoch nicht nur ein Kosten-, sondern

auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

für die Region. Und: „Was kann es

Schöneres geben, als am Muttertag das

Mutter-Kind-Zentrum einzuweihen?“ Er

freue sich, dass mit den vor fünf Jahren

gefundenen Gesellschaftern der christliche

Geist des Hauses erhalten bleibe,

so Reinhart weiter.

Investition in die Zukunft

Für die drei Gesellschafter – den Barmherzige

Brüder Trier e.V., die Vinzentinerinnen

von Untermarchtal und den

Caritas-Verband Rottenburg-Stuttgart

– ergriff Bruder Peter Berg das Wort. „Mit

dem Neubau

haben wir in

die Zukunft

investiert“, erklärte

der Generalobere

der

Barmherzigen Brüder. „Wir haben damit

die Rahmenbedingungen geschaffen,

um den kirchlichen Auftrag zu erfüllen,

den Menschen in den Mittelpunkt

des Handelns zu stellen.“ Es gehöre zum

Selbstverständnis der Gesellschafter, die

bestmögliche Versorgung der kleinen Patienten

zu garantieren, auch wenn dies im

DRG-System nicht entsprechend vergütet

werde. „Wir wollen uns positionieren und

handeln, Verantwortung übernehmen

für alle Phasen des Lebens“, so Bruder

Peter Berg.

Krankenhaus als

praktizierte Caritas

Damit knüpfte er an die Predigt von

Bischof Dr. Gebhard Fürst an, der am

Morgen ein feierliches Pontifikalamt

zelebriert hatte. „Die Träger übernehmen

hier Verantwortung für das Leben

in allen seinen Phasen: von der Begleitung

Schwangerer über die kompetente

Begleitung des Geburtsprozesses, über

die Behandlung von Babys, Kindern und

Jugendlichen bis hin zur palliativen Begleitung

auch schwerstkranker Kinder und

Erwachsener“, so der Bischof der Diözese

Rottenburg-Stuttgart. Er wünsche sich,

dass das Caritas-Krankenhaus mit seinem

neuen Mutter-Kind-Zentrum nicht nur als

professioneller und spezialisierter Dienst,

sondern auch als Teil des Lebens- und


Bischof Dr. Gebhard Fürst segnete die Räume

im neuen Mutter-Kind-Zentrum unterstützt

von Deutsch-Ordensschwester Marie-Luise

Hitschfeld.

Tätigkeitsraums christlicher Gemeinde

verstanden und erlebt werde. „Die Sorge

um kranke Menschen gehört untrennbar

zu einer praktizierten Caritas.“ Bei seinem

Rundgang durch das Mutter-Kind-

Zentrum segnete er anschließend die

neuen Räume.

Perinatologisches Symposium

Schon am Vortag hatte die feierliche Einweihung

mit einem perinatologischen

Fachsymposium für Gynäkologen, Pädiater

und Hebammen begonnen. An Beispielen

aus der Praxis präsentierten Ärzte und

Pflegende der Geburtshilfe und Frühchenintensivstation

eine perinatologische

Fallkonferenz. Themen waren zudem die

Folgen der Schwangerschaftskomplikation

Chorioamnionitis für Mutter und Kind

sowie der Umgang mit Mehrlingsschwangerschaften.

Außerdem wurde Aktuelles

zur Diagnose und Therapie von ADHS bei

Kindern und Jugendlichen diskutiert. In

mehreren Workshops konnten die Teilnehmer

ihr Wissen zur Reanimation von

Frühchen, Kleinkindern und Schulkindern

auffrischen. ■ Ute Emig-Lange

Gesellschafter, Geschäftsführung, Direktorium und

Chefärzte des Caritas-Krankenhauses freuen sich

gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Prof.

Dr. Wolfgang Reinhart und Bischof Dr. Gebhard

Fürst über die Einweihung.

Zahlen, Daten und Fakten

Bei dem Gesamtkonzept eines auf künftige Generationen ausgerichteten Neubaus

wurde großer Wert auf die Nachhaltigkeit gelegt. Wo immer möglich werden

regenerative Energien eingesetzt: Eine Photovoltaikanlage sorgt für Stromgewinnung,

eine Solaranlage mit einer Kollektorenfläche von 85 m² liefert Energie für

die Warmwasserversorgung. Ergänzt durch hocheffiziente Wärmepumpen und

Raumlufttechnik wird nahezu die gesamte Wärmeenergie für das Gebäude selbst

erzeugt. Hinzu kommt das derzeit modernste Hygienesystem für Trinkwasser,

um das zum Beispiel für Babynahrung verwendete Wasser vor Verkeimung zu

schützen. Ergänzt wird der Hygienestandard durch Keim abweisende Materialien

an Tür- und Fenstergriffen sowie an den Lichtschaltern.

Baukosten rund 19 Millionen Euro (Knapp die Hälfte

davon finanziert das Caritas-Krankenhaus aus

Eigenmitteln, das Land Baden-Württemberg

und der Bund fördern das Projekt über das

Konjunkturpaket II mit 10,4 Millionen Euro)

Raumlufttechnik 35.000 m³/h Luftvolumenstrom

Wärmebedarf 440 kW

Luft-/Wasser-Wärmepumpe 150 kW

Photovoltaik-Anlage 31,6 kWp (geschätzter Ertrag: 900 kWh pro Jahr)

Das Mutter-Kind-Zentrum verfügt über fünf Stockwerke, in denen sich die Bereiche

wie folgt verteilen:

Keller Technische Zentralen

Sockelgeschoss Direktorium mit Pflegedienstleitung und

Personalabteilung sowie ein Konferenz- und

Veranstaltungsraum für 150 bis 200 Personen

Erdgeschoss Ambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

sowie der Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe (Brustzentrum)

1. OG (Baumhaus) Station der Kinder- und Jugendmedizin mit

Neuropädiatrie

Kinderphysiotherapie und -ergotherapie

2. OG Entbindung und Geburtshilfe mit drei Kreißsälen

und OP für Kaiserschnitte, Terrassencafé

für Wöchnerinnen und ihre Familien

3. OG (Spatzennest) Frühchenintensiv, Intensivstation für Kinder-

und Jugendliche

15

Bad

Mergentheim


Hohe medizinische

Kompetenz bestätigt Fotos:

Caritas-Krankenhaus legt IQM-Zahlen zur medizinischen

Behandlungsqualität offen

Erstmals veröffentlicht das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

in diesem Jahr seine Daten zur medizinischen Behandlungsqualität

bei zahlreichen Erkrankungen nach den Vorgaben der Initiative

Qualitätsmedizin (IQM). Alle Patienten, Mitarbeiter, Ärzte und

Interessierte können darin nachlesen, wie gut das Caritas-Krankenhaus

im Verhältnis zum Durchschnitt von mehr als 130 Kliniken in

Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zu einem errechneten

Erwartungswert abschneidet.

In der Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

haben sich seit 2008 führende Krankenhausträger

aus Deutschland, der Schweiz

und Österreich zusammengeschlossen.

Ziel ist es, die medizinische Behandlungsqualität

für alle Patienten in den beteiligten

Krankenhäusern zu verbessern. Das

Caritas-Krankenhaus ist seit 2009 IQM-

Mitglied und damit Vorreiter innerhalb

der BBT-Gruppe. Künftig werden sich

auch alle anderen Krankenhäuser der

BBT-Gruppe an der IQM-Auswertung

beteiligen.

16 FORUM 2-11

Verbesserungen und aktives

Fehlermanagement

IQM hat sich zum Ziel gesetzt, bestehendes

Verbesserungspotenzial hinsichtlich

der Versorgungsqualität für alle in der

Patientenversorgung Tätigen sichtbar

zu machen und zum Wohle der Patienten

durch aktives Fehlermanagement

zu heben. Dafür stellt IQM den medizinischen

Fachexperten aus den teilnehmenden

Krankenhäusern innovative und

anwenderfreundliche Instrumente zur

Verfügung, die auf einer offenen Feh-

CKBM

lerkultur und kollegialer Unterstützung

beruhen. Gemeinsam mit Kollegen der

anderen Häuser werden eventuell auftretende

Probleme im Behandlungsprozess

diskutiert und verbessert. IQM ist also

keine Krankenhaussuchmaschine oder

ein Patientenportal zur Auswahl eines

geeigneten Krankenhauses. IQM bietet

Krankenhäusern Hilfe zur Selbsthilfe und

die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

auf dem Weg zu weiteren medizinischen

Qualitätsverbesserungen.

„Ergebnis motiviert uns“

Das Caritas-Krankenhaus stellt dafür regelmäßig

seine Routinedaten zur Auswertung

zur Verfügung. Hieran lässt sich ablesen,

wie erfolgreich Patienten bei wichtigen

Krankheiten, etwa beim Schlaganfall oder

beim Herzinfarkt behandelt werden. Insgesamt

umfasst der IQM-Indikatorensatz

183 Qualitätskennzahlen für 48 relevante

Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren.

„Für uns ist es wichtig, kritische

Behandlungsabläufe und Entscheidungen


in Einzelfällen zu entdecken und daraus

Konsequenzen für künftige Therapieabläufe

abzuleiten“, erläutert Prof. Dr.

Christoph Eingartner, Ärztlicher Direktor

des Caritas-Krankenhauses. „Daher beteiligen

wir uns an dieser externen Qualitätssicherung

und legen unsere Zahlen

offen.“ Jeder Interessierte könne nun die

Daten einsehen. „Die erfreulich guten

Ergebnisse aus den vergangenen beiden

Jahren sind für unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter natürlich eine tolle Bestätigung

und motivieren uns, unsere

medizinische Kompetenz zum Wohle

unserer Patienten weiter auszubauen“,

betont Prof. Eingartner.

Gutes Ergebnis für das Caritas

So verzeichneten die IQM-Krankenhäuser

insgesamt etwa bei der Hauptdiagnose

Herzinfarkt im Schnitt 9 % Todesfälle;

angesichts der Altersstruktur im Einzugsbereich

des Caritas-Krankenhauses wäre

sogar eine Quote von 11,8 % an Todesfällen

zu erwarten. Tatsächlich unterschreitet

die Kardiologie im Caritas-Krankenhaus

diesen Wert deutlich: Im Jahr 2009 waren

nur in 8,7 % Todesfälle zu beklagen, im

Jahr 2010 sogar nur in 7,8 %.

Auch bei der Therapie von Schlaganfällen

liegt die Klinik für Neurologie im

Caritas-Krankenhaus mit zuletzt 8,3 %

Todesfällen sowohl unter dem Durchschnittswert

aller IQM-Kliniken wie unter

dem Erwartungswert. Ähnlich gute Zahlen

verzeichnet das Caritas-Krankenhaus zudem

bei der Behandlung von Lungenentzündungen

oder bei Darmoperationen:

So liegt bei Dickdarmentfernungen die

Zahl der Todesfälle im Schnitt bei 4,5 %,

in der Chirurgie im Caritas jedoch nur

bei 2,2 %. Zu keinerlei Todesfälle kam es

erfreulicherweise in der Urologie des Caritas-Krankenhauses

bei radikalen Prostataentfernungen.

Alle weiteren Zahlen und

Einzelergebnisse sind auf der Homepage

des Caritas-Krankenhauses nachzulesen

unter: http://www.ckbm.de/ck_badmergentheim/service/medizinische_ergebnisqualitaet.php

■ Ute Emig-Lange

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQ M )

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Führende Krankenhausträger haben sich 2008

zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammengeschlossen.

Die trägerübergreifende

Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle

Krankenhäuser aus Deutschland, der Schweiz

und Österreich. Die Mitglieder der Initiative verpflichten

sich, drei Grundsätze anzuwenden:

• Qualitätsmessung mit Routinedaten

• Veröffentlichung der Ergebnisse

• und die Durchführung von Peer Review Verfahren.

In derzeit 132 Krankenhäusern aus Deutschland

und der Schweiz versorgen die IQM-Mitglieder

jährlich rund 2,25 Mio. Patienten stationär. In

Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären

Versorgung bei über 11%.

Redaktion Bad Mergentheim:

Ute Emig-Lange (verantwortlich)

Kontakt: Caritas-Krankenhaus

Bad Mergentheim, Uhlandstraße 7,

97980 Bad Mergentheim, www.ckbm.de,

Telefon: 07931/58-2009, Fax: 07931/58-2090,

E-Mail: ute.emig-lange@ckbm.de

Jubilare

25

30

Jahre

Gabriele Glaser

Karin Rudelgaß

Jelena Vasic

Georg Weiß

Michaela Zeller

Jahre

Margit Ament

Walter Frank

Irma Gleiter

Matthias Haag

Heidrun Rombold

17

Bad

Mergentheim


18 FORUM 2-11

Gemeinschaftskrankenhaus Bonn

St. Elisabeth · St. Petrus · St. Johannes gGmbH

Diabetes-Zentrum

für die Region

Kooperation von Kliniken im Gebiet Rhein-Ahr-Sieg

Die Stoffwechselentgleisung Diabetes mellitus hat sich zu einer

Volkskrankheit entwickelt, an der in Deutschland zehn Millionen

Menschen leiden. Um in einem möglichst großen und qualifizierten

Team die gesamte Breite an diabetischen Erkrankungen behandeln

zu können, hat das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn mit dem

Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler und dem St. Franziskus-

Krankenhaus Eitorf das trägerübergreifende Diabetes-Zentrum

Rhein-Ahr-Sieg gegründet.

Mit dem Eintritt des Diabetologen und

Endokrinologen Dr. Markus Menzen als

zweitem Chefarzt in die Innere Abteilung

hat das Gemeinschaftskrankenhaus als

einzige regionale Klinik, die durch die

Deutsche Diabetesgesellschaft als Behandlungseinrichtung

für Typ-1- und Typ-2-

Diabetiker zertifiziert ist, die Initiative

ergriffen. „Wir wollen uns in größeren

Strukturen weiterentwickeln und ein

breiteres Leistungsangebot stellen“, erklärt

Geschäftsführer Prof. Dr. Christof

Schenkel-Häger. Dazu haben wir drei

Schwerpunkte gesetzt: die Verbesserung

der Stoffwechseleinstellung, der Umgang

mit der Erkrankung im Lebensalltag und

die Vermeidung bzw. Behandlung von

Folgeerkrankungen.

Gebündelte fachliche

Kompetenz

Dr. Menzen ist Ärztlicher Leiter des

Zentrums und an allen drei Standorten

präsent. In den Evangelischen Kliniken

Bonn etablierte er die größte Diabetische

Fußambulanz zwischen Düsseldorf

und Koblenz und kooperierte bereits

seit 2005 mit dem Gefäßzentrum des

Gemeinschaftskrankenhauses, indem

er Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom,

bei denen arterielle Verschlüsse im

Unterschenkel oder Fuß mittels Kathetertechnik

oder Bypass behoben wurden, zur

Wundbehandlung weiter betreute. Hier

liegt neben der Behandlung von Nervenfunktionsstörungen

sowie der seelischen

Komponente des Diabetes – Oberarzt Dr.

Claus Fürderer ist als Diplom-Psychologe

und Facharzt für Innere Medizin darauf

besonders spezialisiert – die große fachliche

Kompetenz der Diabetologie des

Gemeinschaftskrankenhauses. Hinzu kom-

men die Spezialisierungen der beiden

weiteren Häuser: Im St. Franziskus

Krankenhaus Eitorf ist die strukturierte

Schulung sowohl für Typ-1- als auch

Patientinnen besuchen

die Diabetes-Beratung im

Gemeinschaftskrankenhaus

Bonn.

Fotos: Gemeinschaftskrankenhaus Bonn.

Dr. Menzen, Ärztlicher

Leiter des neuen

Diabetes-Zentrums.

Typ-2-Diabetiker während der normalen

Behandlung der Begleiterkrankungen zu

nennen. Das Marienhausklinikum in Bad

Neuenahr-Ahrweiler ist spezialisiert auf

die Psychosomatik sowie auf Patienten

mit Essstörungen und Adipositas.

Interdisziplinäre Zusammen-

arbeit und individuelle

Behandlung

Die Therapie des Diabetischen Fußsyndroms

wird nun ein neuer Schwerpunkt

der Inneren Abteilung des Gemeinschaftskrankenhauses.

Die Patientenschulungen

werden weiter ausgebaut. Innerhalb des

Hauses arbeitet Dr. Menzen mit dem Herz-

und Gefäßzentrum sowie den Abteilungen

für Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie

(Stichwort Schwangerschaftsdiabetes)

eng zusammen und betreut konsiliarisch

die Patienten mit. Besonders wichtig ist

Dr. Menzen, dass die Therapie jedes Patienten

zu dessen Lebensalltag passt.

Denn er kennt die besonderen Tücken

der chronischen Erkrankung: „Man muss

sich heute motivieren, um in 20 Jahren

Erfolg zu haben.“ ■ Brigitte Linden


Das Haus St. Petrus im Jahr 1932. Bilder: Gemeinschaftskrankenhaus Bonn.

125 Jahre

„St. Petrus-

Krankenhaus“

Von der Unfallklinik zum Gemeinschaftskrankenhaus

Das Brüder-Krankenhaus in Bonn, seit

1889 am Bonner Talweg angesiedelt,

verpflichtete sich zwei Jahre später gegenüber

den Berufsgenossenschaften,

100 Betten für Unfallverletzte zur Verfügung

zu stellen. Damit war der Weg zur

Unfallklinik vorgezeichnet. Die medizinische

Kompetenz kam von der Universitätsklinik:

Mit Prof. Oskar Witzel, dem

Leiter der chirurgischen Poliklinik, der

die Witzelsche Fistel – einen künstlichen

Ernährungskanal für Patienten mit großen

Magen-Tumoren – entwickelte und

bereits die Äther-Tropfnarkose einsetzte,

sowie dem Neurologen Prof. Friedrich

Fuchs, wurden entsprechende Abkommen

geschlossen.

Spezialkrankenhaus für

Unfallverletzte

Nach dem 1. Weltkrieg und entbehrungsreichen

Jahren stieg 1926 die Patientenzahl

mit 267 auf Rekordniveau.

1928 erklärten die Vereinigten Rheinischen

Berufsgenossenschaften das

Brüderkrankenhaus zum Spezialkrankenhaus

für Unfallverletzte. Dadurch

wurden alle Betriebsunfälle bis zur Ahr

dorthin überwiesen. Unter der Diktatur

der Nationalsozialisten kam es 1937

zur direkten Konfrontation: Die Partei

beabsichtigte, das Brüderkrankenhaus

zu schließen. Die Brüder nutzten aber

ihre Kontakte zu den Franziskanerinnen

von Waldbreitbach im benachbarten St.

Putzkolonne im Haus St. Petrus.

Mit fünf Brüdern eröffnete Bruder Fidelis 1886 die Bonner Filiale der Barmherzigen Brüder, um – gemäß

der von Ordensgründer Peter Friedhofen bestimmten Aufgabe – Kranke und Alte zu pflegen. Am

2. Juli 2011 wird das Jubiläum „St. Petrus Krankenhaus – 125 Jahre im Dienst am Menschen“ mit einem

feierlichen Gottesdienst im Bonner Münster, einem Festakt und einem Fest der Begegnung gefeiert.

Elisabeth-Krankenhaus, die dann auch

im Brüderkrankenhaus die Krankenpflege

übernahmen, und das Haus wurde

in St. Petrus-Krankenhaus umbenannt.

Tatsächlich arbeiteten die Brüder in Zivilkleidern

weiter mit.

Medizinische Weiterentwicklung

nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die

unmittelbare Nachkriegszeit ganz im

Zeichen umfassender Wiederaufbauarbeiten.

Seit 1952 erhielt das St. Petrus-

Krankenhaus Schritt für Schritt seine

heutige äußere Gestalt und entwickelte

seine medizinischen Fachabteilungen.

Ein prägender Kopf der Orthopädie war

19

Bonn


20 FORUM 2-11

Gemeinschaftskrankenhaus Bonn

St. Elisabeth · St. Petrus · St. Johannes gGmbH

Dr. Rolf Dederich, Spezialist für Stumpfkorrekturen

bei Amputierten und für

Gelenkchirurgie, der die Abteilung von

1956 bis 1987 als Chefarzt leitete und

die „Orthopädie und Unfallchirurgie“

als eine der tragenden Säulen des St.

Petrus-Krankenhauses etablierte. Chirurgie

und Innere Medizin trugen ebenfalls

zum hohen Ansehen bei. Der Internist Dr.

Walter Russell führte seine Abteilung ab

1965 über zwei Jahrzehnte erfolgreich,

in der Chirurgie erwarb sich Dr. Wolfram

Bell, seit 1992 Chefarzt, Verdienste bei

der Einführung minimalinvasiver Operationstechniken.

Dabei spielte auch die

Weiterentwicklung von Anästhesie und

Intensivmedizin eine gewichtige Rolle.

Unter der Führung von Chefarzt Dr. Hilmar

Hüneburg, zugleich fast 22 Jahre Ärztlicher

Direktor des Hauses, gelang zudem

der Aufbau einer Schmerzambulanz.

Kompetenzzentren und

neue Standorte

Mit der Fusion des St. Petrus-Krankenhauses

mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus

zum Bonner Gemeinschaftskrankenhaus

1996 gewann die Entwicklung eine neue

Dynamik. Das Zentrum für Orthopädie

und Unfallchirurgie – inzwischen geleitet

von Dr. Holger Haas und Dr. Jochen

Müller-Stromberg – ist nach wie vor die

größte Abteilung und genießt mit 145

Planbetten, 24 Ärzten und rund 5.300

Behandlungsfällen im Jahr mit den

Schwerpunkten Gelenkersatz, arthroskopische

Eingriffe und Unfallchirurgie

weit über die Stadtgrenzen hinaus höchste

Anerkennung. Im Jahr 2000 wurde

die Abteilung Kardiologie mit PD Dr.

Luciano Pizzulli als Chefarzt neu eingerichtet.

Nach der Schließung der Betten

des St. Johannes-Hospitals, das sich 2002

dem Gemeinschaftskrankenhaus angeschlossen

hatte, hielten Ende des Jahres

2004 die Gefäßchirurgie unter Dr. Jürgen

Remig und die Radiologie unter PD Dr.

Jochen Textor Einzug ins Haus St. Petrus.

Sie kooperieren seit 2006 als „Herz- und

Gefäßzentrum“ und haben inzwischen

am Marienhausklinikum in Bad Neuenahr

einen zweiten Standort.

Programm für Samstag,

den 2. Juli 2011

10:00 Uhr Festgottesdienst

im Bonner Münster:

• Hauptzelebrant:

Weihbischof Dr. Heiner Koch

ab 13:30 Uhr Fest der Begegnung

am „St. Petrus Krankenhaus”:

• Besichtigungen

• Untersuchungen

• Gäste u.a. Haus der Springmaus,

Carnivale di Vinecia

18:00 Uhr Abendgebet

Das Rheuma-Café –

eine Selbsthilfegruppe im Krankenhaus

Einladung zum Erfahrungsaustausch

Der Christlichkeit verpflichtet

Die letzten Ordensbrüder haben das

Haus St. Petrus 2002 verlassen. Seitdem

obliegt die Sicherung des christlichen

Profils des Gemeinschaftskrankenhauses

– der Mensch im Mittelpunkt

– dem Krankenhausoberen Christoph

Bremekamp. ■ Brigitte Linden

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, Erkrankungen innerer Organe – Rheuma hat viele Facetten

und fast immer tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Gerade Neuerkrankte

sind daher oft ratlos und haben viele Fragen und Ängste.

Ein frühzeitiger Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe kann

dann hilfreich sein, denn hier findet man Verständnis, Unterstützung,

Informationsmaterial und Experten-Tipps. Das

Bonner Gemeinschaftskrankenhaus ist mit seinem großen

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie eine wichtige

Anlaufstelle für Rheuma-Patienten und arbeitet gut mit der

Deutschen Rheuma-Liga AG Bonn zusammen. Jetzt bietet diese

Selbsthilfe-Organisation jeden ersten und dritten Dienstag

im Monat von 14 bis 16 Uhr im Haus St. Petrus Betroffenen

und Angehörigen ein offenes Rheuma-Café zum zwanglosen

Erfahrungsaustausch an.

Betreut wird es ehrenamtlich durch Barbara Nothaft-Karow

und Dorothea Voß. Kontakt: Tel.: 0228/5081-380. ■

(v.l.): Christoph Bremekamp, Hausoberer des Gemeinschaftskrankenhauses,

zusammen mit Dorothea Voß, Barbara Nothaft-Karow und

Dr. Holger Haas vom Rheuma-Café. Foto: Katharina Müller-Stromberg


Ohne OP zur

neuen Herzklappe

Im Gemeinschaftskrankenhaus wird Herzklappenersatz per

Katheter eingesetzt

Die Aortenklappenstenose ist die häufigste Erkrankung der Herzklappen.

Sie tritt verstärkt im hohen Lebensalter auf und führt zu

starken Beschwerden. Oft besteht ein hohes Risiko für die Ausbildung

einer irreversiblen Herzschwäche, die oft zum Tode führt. Der

neue Chefarzt für Kardiologie am Bonner Gemeinschaftskrankenhaus,

Dr. Ulrich Gerckens, kann diesen Patienten ohne Operation

am offenen Herzen helfen: Er arbeitet mit PD Dr. Luciano Pizzulli

im Kollegialsystem und setzt die Klappenprothese über einen

Katheter ein.

PD Dr. Luciano Pizzulli und Dr. Ulrich Gerckens arbeiten im Herz- und Gefäßzentrum Rhein-Ahr

Hand in Hand. Foto: Gemeinschaftskrankenhaus Bonn

Dieses Verfahren entwickelte Dr. Gerckens

zusammen mit Prof. Dr. Eberhard

Grube am Helios-Klinikum in Siegburg

und führte es seit 2005 bei mehr als 600

Patienten durch. „Das ist weit weniger

eingreifend und daher für ältere Patienten

schonender“, beschreibt Dr. Gerckens

die Vorteile. Da die Patienten meist unter

ausgeprägten Begleiterkrankungen litten,

wäre ein konservativer chirurgischer

Klappenersatz mit Anschluss an die Herz-

Lungen-Maschine und Brustkorberöffnung

ein zu hohes Risiko. Dr. Gerckens führt

dagegen beim wachen Patienten unter

örtlicher Betäubung über die Leistengefäße

eine auf einem Metallgerüst montierte

Klappe ein, die auf Katheterdurchmesser

zusammengefaltet ist, schiebt sie unter

Durchleuchtung in die defekte Herzklappe

und entfaltet sie dort.

Neuer Hybrid-Operationssaal

Zur Schaffung der organisatorisch-logistischen

Voraussetzungen wird im Haus St.

Redaktion Bonn:

Katharina Müller-Stromberg (verantwortlich)

Kontakt: Gemeinschaftskrankenhaus Bonn,

Haus St. Petrus, Bonner Talweg 4-6,

53113 Bonn, Haus St. Elisabeth, Prinz-Albert-

Straße 40, 53113 Bonn, www.gk-bonn.de,

Telefon: 0228/506-0, Fax: 0228/506-2150,

E-Mail: kms@kms-bonn.de

Petrus des Gemeinschaftskrankenhauses

ein Hybrid-Operationssaal eingerichtet,

eine Verbindung von kardiologischem

Herzkatheterlabor und herzchirurgischem

OP, so dass im seltenen Notfall auch offen

operiert werden kann. Deshalb ist

bei jedem minimalinvasiven Eingriff ein

herzchirurgisches Team vor Ort.

Steigende Patientenzahl

Mit dem Wechsel von Dr. Gerckens an das

Gemeinschaftskrankenhaus wird auch der

Ausweitung der Patientenzahl Rechnung

getragen: Seit Herbst 2009 betreut die renommierte

Abteilung Kardiologie, seit elf

Jahren geleitet von Dr. Pizzulli, im Rahmen

des „Herz- und Gefäßzentrum Rhein-Ahr“

auch die Herzpatienten im Krankenhaus

Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler, so

dass eine der größten kardiologischen

Abteilungen der Region entstanden ist: Zu

den jährlich 3.000 Herzkatheteruntersuchungen

in Bonn sind schon im ersten Jahr

1.000 in Bad Neuenahr hinzugekommen,

die Gesamtzahl der Patienten ist auf über

6.000 im Jahr gestiegen.

Große Flexibilität und

Chefarztgarantie

Für die Patienten ist jetzt an beiden

Standorten sichergestellt, dass immer

ein Chefarzt im Haus ist. Außerdem

profitieren sie vom Kollegialsystem. Dr.

Gerckens: „Wir behandeln alle Patienten

gemeinsam und stimmen das Konzept

eng miteinander ab.“ In Abwesenheiten

springen die leitenden Oberärzte Dr. Peter

Müller und Dr. Christian Degenhart

ein. Insgesamt umfasst das Zentrum nun

neben den Chefärzten fünf Oberärzte

und elf Assistenzärzte in Bonn sowie drei

Oberärzte und sechs Assistenzärzte in Bad

Neuenahr. Dr. Pizzulli: „So haben wir bei

unserem hohen medizinischen Standard

eine große Flexibilität.“ ■ Brigitte Linden

21

Bonn


Ein Erfolgsmodell

feiert Jubiläum

Zehn Jahre Katholisches Klinikum Koblenz

„Zehn Jahre Katholisches Klinikum – eine erfolgreiche Fusion!“

– Das ist das Motto der Festlichkeiten rund ums Jubiläum des

Katholischen Klinikums. 2001 führten die Träger des Marienhofs,

die Schwestern vom Heiligen Geist, und die des Brüderkrankenhauses

St. Josef, der Barmherzige Brüder Trier e.V., ihre Häuser in die

gemeinsame gGmbH ein. Was am Anfang naturgemäß mit Skepsis

betrachtet wurde, hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt.

Die Festlichkeiten begannen mit einem

Gottesdienst unter der Leitung des Vorsitzenden

des Diözesancaritasverbands Trier,

Prälat Gebert, in der Mutterhauskirche

im Marienhof.

Positive Bilanz

Im Rahmen des Festaktes im großen

Festzelt am Marienhof zog Hausoberin

Renate Brest Bilanz. Die Zahl der

Mitarbeiter stieg von 1.100 auf über

1.400, die der stationär behandelten

Patienten von 17.000 auf über 20.000.

Die Hausoberin Renate Brest bei ihrer

Ansprache im Festzelt.

22 FORUM 2-11

Beeindruckend auch die Zahlen zur Investition

in bauliche Maßnahmen: 56

Millionen Euro wurden in den zehn Jahren

investiert, davon 24 Millionen von

den Trägern. Renate Brest dankte den

Ordensgemeinschaften und dem Land

Rheinland-Pfalz, das sich mit 32 Millionen

Euro beteiligt hat, für Engagement

und Vertrauen. Sie ließ die zehn Jahre

Revue passieren, erinnerte an Umzüge

und Umstrukturierungen, an Bau und

Inbetriebnahme der Kindertagesstätte

Marienkäfer und an manch gemeinsa-

Bruder Clemens-Maria, Prälat Gerber und Pfarrer Saurbier

in der Festmesse zum Jubiläum.

mes Fest. „Der Schwerpunkt lag von

Anfang an auf Wachstum, Investition

und Ausbau der Einrichtung und nicht

auf Reduzierung und Abbau. Entgegen

dem allgemeinen Trend stehen wir für

Insourcing statt Outsourcing.“ So gab

es damals auch keine fusionsbedingte

Kündigung.

Rückblick der Ordensgemeinschaften

In zwei launigen Podiumsrunden, moderiert

von Sabine Schmidt, TV-Moderatorin

und Schauspielerin, kamen dann Gesichter

des Klinikums zu Wort. Die erste Runde

stand unter dem Thema „Rückblick“. Sr.

Hildegard, Generalrätin der Schwestern

vom Heiligen Geist, und Br. Alfons Maria,

einer der Geschäftsführer des Klinikums,

schilderten die gemeinsamen Wurzeln

der Orden in der Koblenzer Altstadt. Sie

beschrieben die Motivation der Ordensgemeinschaften,

ihre alteingesessenen

Krankenhäuser 2001 zum Katholischen

Klinikum zu fusionieren. Hierbei spielten

wirtschaftliche Aspekte, aber auch die

Altersstrukturen der Orden eine gewichtige

Rolle. Beide zeigten sich erfreut über

das Erreichte.


Kulturen des Miteinanders

erleben

Thomas Geltenpoth, damals wie heute

Pflegedirektor, präsentierte die Erfolge

beim Wettbewerb „Great Place To

Work“, bei dem das Klinikum 2007 und

2011 Spitzenplätze belegte. Fusion aus

Sicht der Mitarbeiter war das Thema für

den Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung

(MAV), Walter Minning, der auch

2001 als MAV´ler dabei war. Er lobte die

bis heute gute Zusammenarbeit mit den

Verantwortlichen. Eine Mitarbeiterin mit

doppelter Migrationsgeschichte ist Eva

Thielmann, Pflegedienstleitung des Lungenzentrums.

Marienhof, Brüderhaus,

Marienhof – sie hatte die Gelegenheit,

die Kulturen des Miteinanders in den

beiden Häusern kennenzulernen. Ihr

Fazit: Kulturunterschiede gab es – aber

viel wichtiger waren und sind freundliche

Kollegen, die das Eingewöhnen einfach

machen.

Der Blick in die Zukunft

„Das Jetzt und die Zukunft“ – so hieß

das Thema der zweiten Podiumsrunde.

Alfred Ruppel, Kaufmännischer Direktor

des Klinikums seit 2003, und der Ärztliche

Etwas Süßes zum Jubiläum

Gut besucht: Mitarbeiterfest im großen

Festzelt.

Direktor, Prof. Jan Maurer, schilderten

die Entwicklung im medizinischen Bereich.

Seit 2010 ist das Klinikum Akademisches

Lehrkrankenhaus der Uni Mainz,

ein wichtiger Aspekt in Zeiten der Suche

nach kompetenten Medizinern. Die Erweiterung

zum Katholischen Klinikum

Koblenz·Montabaur stand zudem im Mittelpunkt.

Optimistisch zeigten sich die

Vorsitzenden der MAVen, Monika Neuroth

und Walter Minning, im Hinblick auf

die anstehende Fusion. Dem konnten sich

auch Br. Peter, Generaloberer der Barmherzigen

Brüder von Maria-Hilf, und Sr.

Gregoria, Generaloberin der Schwestern

vom Heiligen Geist, anschließen. Sie gaben

zum Abschluss einen kurzen Überblick

über die Aktivitäten der beiden Orden

in der Mission.

Gemeinsames Mitarbeiterfest

Angeheizt von der Rock ’n’ Roll-Band

Bobbin’ Baboons konnten die Mitarbeitenden

beim großen Mitarbeiterfest gemeinsam

feiern – und taten es auch, quer

durch alle Hierarchieebenen. Begeistert

empfangen wurden auch die weit über

100 Mitarbeiter aus Montabaur, die sich

sichtbar wohlfühlten. ■ Dr. Harald Stotz

Redaktion Koblenz:

Dr. Harald Stotz, Eva Thielmann

(verantwortlich)

Kontakt: Katholisches Klinikum Koblenz,

Marienhof, Rudolf-Virchow-Straße 7,

56073 Koblenz, Brüderhaus, Kardinal-

Krementz-Straße 1-5, 56073 Koblenz,

www.kk-koblenz.de, Telefon: 0261/496-3145

(Dr. Stotz), -4035 (Thielmann),

Fax: 0261/406-3149 (Dr. Stotz), E-Mail: h.stotz@

kk-koblenz.de, e.thielmann@kk-koblenz.de

Podiumsdiskussion im Festzelt. Fotos: Harald Stotz

23

Koblenz


8. Kindergesundheitstag im

Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Montabaur

Spiel, Spaß und Infos rund um die Gesundheit

Unter der Schirmherrschaft von Gabi Wieland (MdL) fand am

Sonntag, den 5. Juni 2011, im Brüderkrankenhaus Montabaur

der 8. Kindergesundheitstag statt.

Viele Menschen waren zum Gottesdienst auf das Krankenhausgelände gekommen. Fotos: Christine Daichendt

Bei strahlender Sonne und blauem Himmel

begann der Tag traditionell mit einem Familiengottesdienst,

den Pfarrer Heinz-Walter

Barthenheier auf dem Außengelände des

Krankenhauses zelebrierte. Mit einem

bunten Programm wurde nicht nur an die

kleinen Besucher, sondern auch an deren

Familien gedacht. Themenorientiert und

kindgerecht gab es aus den verschiedensten

Fachabteilungen viele Informationen

und praktische Vorführungen. So fanden

sich viele Besucher an den Ständen der

Inneren Medizin, der Unfallchirurgie, der

Ernährungsberatung, des Labors, der Mund-

Kiefer-Gesichtschirurgie, der HNO und Anästhesie

ein. Die kleinen Besucher konnten

sich jeweils mit entsprechenden Geräten an

einer Übungspuppe als Doktor versuchen

und sich mit einem Schlauch in den Bauch

einer Puppe vortasten. Andere ließen sich

zum Spaß den Arm eingipsen.

24 FORUM 2-11

Kinderschminken, Klettern und

Kinderolympiade

Der Erlebniswelt der Kinder waren nur

wenige Grenzen gesetzt. Kinderschminken,

Klettern am Kletterturm und die Kinderolympiade

sorgten dafür, dass sich die

Kinder ausreichend bewegen konnten. Für

die leibliche Verpflegung sorgten unter

anderem das Küchenteam, die ÖKH und

die Schüler der Logopädie-, Massage- und

Physiotherapieschule des Katholischen

Klinikums Koblenz Montabaur. Trotz der

zwischenzeitlichen heftigen Gewitter- und

Regenschauer konnte das Unterhaltungsprogramm

zeitversetzt gestaltet werden.

So spielte das Jugendorchester „Musikalische

Löwen“ Nentershausen auf, die

Kindertanzgruppe Bannberscheid tanzte

im Haus und die Schlossgarde Montabaur

teilte ihren Auftritt in vor und nach dem

großen Regen.

Viel Spaß hatten die Kleinen beim Spielen mit

dem Wasser …

Tombola lockte mit

Hauptgewinnen

Die diesjährig erstmals stattfindende Tombola

war mit drei sehr attraktiven Hauptpreisen

ein Magnet am Ende des Festes.

So gab es jeweils einen Rundflug mit dem

Hubschrauber oder Segelflugzeug oder

Eintrittskarten zur Multivisionsshow von

Reiner Meutsch, dem Weltumrunder, im

Rahmen des Flugfestes des Luftsportclubs

Westerwald e.V. zu gewinnen. Trotz der

Wetterwidrigkeiten fanden Gäste und

Beteiligte, dass es ein herrliches Fest war.

Ein großer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen

Helfern, die sowohl im Vorfeld,

während und auch hinterher dafür sorgten,

dass die Organisation des Festes so

reibungslos funktionierte. ■ Renate Sillich

… beim Röntgenpuzzle …

… und bei der Eisenbahn – ob mit oder ohne

eingegipstem Arm.


Zehn Jahre Intensivstation

Jubiläum im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Montabaur

Vor der Gründung der Intensivstation erfolgte die Überwachung und Therapie von vital

gefährdeten Patienten auf einer internistischen Überwachungseinheit. Um den Versorgungsstandard

der Patienten dem medizinischen Fortschritt anzupassen, wurde im Jahr

2000 mit umfangreichen Umbaumaßnahmen für den Bau einer Intensivstation begonnen.

Unter der pflegerischen Leitung von Uwe Grab startete der Stationsbetrieb mit zehn fachlich

qualifizierten Pflegekräften am 1. April 2001.

Die heutige Intensivstation mit sechs

Betten und der Möglichkeit von drei

invasiven und zwei nichtinvasiven Beatmungsplätzen

nach dem aktuellen

Stand der Medizintechnik steht unter der

ärztlichen Leitung von Prof. Dr. Malte

Silomon, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin.

Die internistischen Patienten,

werden von den Chefärzten der Inneren

Abteilung, Dr. Markus Reuter und

Dr. Harald Faust, betreut und therapiert.

Intensivbetreuung erfahren Patienten,

die aufgrund der Schwere des vorgenommenen

Eingriffs oder wegen schwerer

Vorerkrankungen planmäßig nach der

Operation auf diese Behandlungseinheit

übernommen werden. Weiterhin werden

Patienten betreut, die aufgrund medizinisch

schwerer Notfälle von extern und

intern ins Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Montabaur verlegt werden.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die Betreuung auf den Intensivstationen

erfolgt durch ein hochqualifiziertes anästhesiologisch

und intensivmedizinisch

geschultes Ärzte- und Pflegeteam, in Ko-

operation mit den Ärzten aller anderen

Abteilungen. Täglich werden auf der Station

zwei Visiten von den Anästhesisten

und Internisten bei den Patienten abgehalten.

Die kontinuierliche Überwachung

der lebensnotwendigen Körperfunktionen

des Patienten ermöglicht im Krisenfall ein

sofortiges Eingreifen. Bei der Betreuung

der Patienten ist es im Sinne des christlichen

Auftrags ein besonderes Anliegen,

dass sich der Patient auch im Rahmen

der lebenserhaltenden Gerätemedizin

im Intensivbereich als Mensch akzeptiert

fühlt, ohne dass für ihn der Eindruck

einer „Technikwerkstatt“ entsteht. Im

Mittelpunkt steht immer die menschliche

Zuwendung durch die Intensivschwestern,

-pfleger und Ärzte. Zudem wird

darauf geachtet, dass die Angehörigen

von schwerstkranken Patienten diese in

kritischen Phasen begleiten und so auf

deren Heilungsprozess positiv einwirken

können. ■ Christine Daichendt

Die menschliche Zuwendung

steht im Zentrum.

Foto: BBT e.V.

Das Intensivpflegeteam

mit seinem neuen

pflegerischen Leiter

Michael Haumappel

(mitte).

Foto: Uwe Grab

Das Ärzte-Team der Internisten und Anästhesisten auf

der Intensivstation. Foto: Marese Lohr

25

Montabaur


Dr. Petro Preßler, drei Mitarbeiterinnen im MVZ und Dipl.

med. Helmar Riemert. Foto: Marese Lohr

Dipl. med. Helmar Riemert als Facharzt für

Urologie und Dr. Petro Preßler als Facharzt

für Physikalische und Rehabilitative

Medizin und Facharzt Neurologie sind aus

ihrer bisherigen niedergelassenen Tätigkeit

nahtlos in das MVZ gewechselt. Beide

freuen sich auf die enge Zusammenarbeit

mit dem künftigen Verbundkrankenhaus

und sehen hierin einen nachhaltigen

Schritt zur umfassenden Versorgung der

Patienten ausgerichtet an einem einheitlichen

medizinischen Konzept.

Kraftquelle

Oasentag für Ehrenamtliche

Die Möglichkeiten des Engagements in Gesundheitseinrichtungen

sind vielfältig und für die

Einrichtungen in Zukunft unverzichtbar. Auch im

Brüderkrankenhaus Montabaur engagieren sich

viele Frauen und Männer ehrenamtlich: im Bücherdienst,

als Kommunionhelfer und in der Ökumenischen

Krankenhaushilfe.

Einen Tag sollten sich die Ehrenamtlichen

fühlen wie in einer Oase. Foto: ?

[Bild wird voraussichtlich noch ausgetauscht]

26 FORUM 2-11

Stärkung des Standorts

Montabaur

MVZ im Verbund des Katholischen Klinikums Koblenz/Montabaur

Seit dem 1. April 2011 wird das stationäre Leistungsspektrum des

Krankenhauses durch das neu gegründete „Medizinische Versorgungszentrum

am Brüderkrankenhaus Montabaur“ (MVZ) ergänzt.

Vielfältiges Behandlungsspektrum

So werden in der ambulanten Sprechstunde

der Urologie zum einen die Behandlung

der klassischen Krankheitsbilder

des Fachbereichs wie beispielsweise

Harndiagnostik, Inkontinenzbehandlung,

Harnsteintherapie, Prostata-Gewebsentnahmen,

ungewollte Kinderlosigkeit

sowie Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen,

zum anderen findet hier die

Versorgung von Kindern in den Bereichen

Phimosen, Leistenhoden und Hydrocelen

statt. Dr. Preßler wird als Facharzt für

Die Ehrenämtler nehmen sich Zeit für

Gespräche, erledigen kleinere Besorgungen

oder Hilfsleistungen und ergänzen so

die ärztliche, pflegerische, therapeutische

und seelsorgerische Arbeit auf der rein

zwischenmenschlichen Ebene. Menschlicher

Kontakt, etwas Zeit und Zuwendung

werden gebraucht und geschätzt.

Eigene Kraft wieder aufspüren

Das europäische Jahr des Ehrenamts nahm

das Direktorium zum Anlass, einen Oasen-

Physikalische und Rehabilitative Medizin

und Neurologie sämtliche Erkrankungen

des Stütz- und Bewegungsapparates,

auch unter Berücksichtigung von Aspekten

der osteopathischen Medizin,

behandeln.

Sicherstellung der Versorgung

Durch die räumliche und organisatorische

Nähe zum Krankenhaus wird eine vernetzte

Versorgung der Patienten auf hohem

Niveau, über die sektoralen Grenzen der

ambulanten und stationären Behandlung

hinaus, gewährleistet. ■ Renate Sillich

tag für die ehrenamtlichen Mitarbeiter

der BBT-Gruppe in der Einrichtung der

Barmherzigen Brüder in Saffig anzubieten.

Am diesem Tag gab es Gelegenheit

zur Meditation, zum Gebet, zum Schriftgespräch

und Glaubensaustausch. Die positiven

Rückmeldungen der Teilnehmer

zeigen, wie wichtig Oasentage für die

ehrenamtlichen Mitarbeiter sind, um

eigene Kraftquellen für ihre Aufgaben

wieder aufzuspüren. ■ Marese Lohr


Redaktion Montabaur:

Renate Sillich (verantwortlich)

Kontakt: Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Montabaur, Koblenzer Straße 11-13,

56410 Montabaur, www.bk-montabaur.de,

Telefon: 02602/122-701, Fax: 02602/122-737,

E-Mail: info@bk-montabaur.de

Gemeinsam für die Menschen

in der Region Westerwald

Darmkrebstag im Krankenhaus Montabaur

Zahlreiche Besucher waren am Samstag, den 19. März 2011, der

Einladung der Selbsthilfegruppe Deutsche ILCO e.V. und des

Krankenhauses der Barmherzigen Brüder gefolgt, um sich rund um

die Themen Darmkrebsvorsorge, Diagnosemöglichkeiten, zum

operativen Spektrum sowie zu den onkologischen Behandlungsformen

bei Darmkrebs zu informieren.

In seiner Begrüßungsrede stellte Franz-

Georg Kaiser, Regionalsprecher der Selbsthilfegruppe

Deutsche ILCO e.V., die Ziele

der ILCO für Menschen mit Darmkrebs

heraus: das Streben nach hochwertiger,

professioneller Versorgung. Achim

Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises

und Schirmherr dieser Veranstaltung,

betonte die Bedeutung der Selbsthilfegruppe,

in denen Betroffenen ihre Erfahrungen

austauschen, aber auch Rat und

Unterstützung erfahren. So arbeitet die

Deutsche ILCO eng mit Fachleuten aus

Medizin, Pflege und psychosozialer Unterstützung

sowie mit Behörden, Herstellern

und Leistungserbringern zusammen.

Spezialthemen

Im Anschluss hatten die Besucher die

Möglichkeit, sich im Rahmen der Fachvorträge

ausführlich über medizinische

Themen zu informieren. Dr. med. Harald

Faust, Chefarzt der Inneren Medizin

Montabaur, hielt einen Vortrag über

die Möglichkeiten der „Prävention und

Diagnostik“ bei Darmkrebs. PD Dr. med.

Thomas Neuhaus, Chefarzt der internistischen

Onkologie Limburg, referierte über

die „Onkologischen Behandlungsfelder“

und Dr. med. Angela Seidel, Oberärztin

der Viszeralchirurgie Montabaur, zu den

„Operativen Möglichkeiten“.

Podiumsdiskussion und

begehbares Darmmodell

Nach einer Pause startete die zweite Runde

der Vorträge mit Birgit Werminski zur

„Psychoonkologie und Darmkrebs“. Die

gesunde Ernährung bei Darmkrebs wurde

von Marlise Korte, Ernährungsberaterin

im Krankenhaus Montabaur, ausführlich

dargestellt. Abschließend zeigte Heidi

Luther, Deutsche ILCO, „Unterstützungsangebote

der Selbsthilfegruppe ILCO für

(v.l.): Alfred Ruppel, Kaufmännischer Direktor,

Achim Schwickert, Landrat des Westerwald-

kreises, PD. Dr. med. Thomas Neuhaus, Chefarzt

Internistische Onkologie Limburg, Dr. med.

Angela Seidel, Oberärztin Viszeralchirurgie,

Dr. Harald Faust, Chefarzt der Inneren Medizin

am Krankenhaus Montabaur, Dr. med. Michael

Düsseldorf, Chefarzt der Viszeralchirurgie, und

Franz-Georg Kaiser, Regionalsprecher der Deutschen

ILCO Westerwald, vor dem begehbaren

Darmmodell. Foto: Marese Lohr

Foto: Christine Daichardt

Betroffene“ auf. Neben diesen interessanten

Vorträgen und der anschließenden

Podiumsdiskussion konnte man sich bei

einer Führung durch ein begehbares Darmmodell

sehr anschaulich informieren. Dabei

nutzten viele Besucher die Gelegenheit,

den Ärzten ihre Fragen zu stellen. ■

Marese Lohr

27

Montabaur


Momentmal

Wir kommen nicht daran vorbei

Hungrige speisen

Durstige tränken

Fremde beherbergen

Nackte kleiden

Kranke pflegen

Gefangene besuchen

Tote bestatten

Sieben Werke der Barmherzigkeit

einfach

klar

verständlich

konkret

unmittelbar

kein Wort zu viel

aktuell

Wir kommen nicht daran vorbei

nicht notwendig, zu deuten

nicht notwendig, darüber zu diskutieren,

was damit gemeint sein könnte

nicht notwendig, zu versuchen,

sie „im übertragenen Sinne“ zu verstehen

nicht notwendig, sie neu ins Heute zu übersetzen

allein notwendig, sie ins Heute zu tun.

Es gibt sie noch

die Hungrigen,

die Durstigen,

die Fremden,

die Nackten,

die Kranken,

die Gefangenen,

die Toten

Gebet

Herr unser Gott,

schenke uns Deinen Geist, dass wir sehend werden für die Nöte

der Menschen und die Kraft und den Mut aufbringen, die nötigen

Schritte zu tun. AMEN.

M. Leineweber


Die Notfallpraxis im St.-Marien-Hospital ist

rund um die Uhr besetzt. Foto: Gerd Vieler

Im Notfall ins Krankenhaus

Notfallpraxis als Anlaufpunkt bei allen Beschwerden

Die Notfallpraxis der kassenärztlichen Vereinigung zieht ins

St.-Marien-Hospital Marsberg ein und beweist, dass ambulant und

stationär unter einem Dach prächtig harmonieren können.

Es ist Sonntagmorgen und die Bauchschmerzen

nehmen kein Ende. Ein Arzt

muss her. Wer in diesen oder ähnlichen

Situationen im Raum Marsberg bisher

den ärztlichen Notdienst angerufen hat,

um zu erfahren, welcher Arzt gerade

Bereitschaft hat, kann sich nun direkt auf

den Weg machen: Die Notfallpraxis der

niedergelassenen Hausärzte ist ins St.-

Marien-Hospital Marsberg eingezogen.

Direkt neben der Informationszentrale

hat das Krankenhaus für die niedergelassenen

Kollegen neue Praxisräume

geschaffen und die Versorgung für

Notfallpatienten organisiert. „Wer nun

außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten

gesundheitliche Beschwerden hat,

kommt zu uns ins Krankenhaus und wird

von den Informationsmitarbeitern an

die richtige Stelle geleitet“, erläutert

30 FORUM 2-11

Hausoberer Heinrich Lake. „So können

wir sicherstellen, dass Patienten mit einer

Fraktur in der chirurgischen Ambulanz

und Patienten mit einer hartnäckigen

Grippe in der Notfallpraxis behandelt

werden.“

Was lange währt …

Bis sich dieses sinnvolle und vor allem

patientenfreundliche Modell durchgesetzt

hatte, galt es jedoch, einige Steine

aus dem Weg zu räumen. Die Planungen

der kassenärztlichen Vereinigung hatten

ursprünglich so große Bezirke vorgesehen,

dass Marsberger Bürgerinnen und

Bürger bei akuten Beschwerden in eine

der zentralen Notfallpraxen östlich oder

westlich von Marsberg hätten fahren

müssen – mit Fahrtzeiten von 30 bis 50

Minuten.

… wird endlich gut!

Gemeinsam mit dem St.-Marien-Hospital

konnte mit den Praxisräumen im Krankenhaus

eine pragmatische Lösung gefunden

werden, die auch Vertretungsregelungen

mit einschließt. Denn die Assistenzärzte

des St.-Marien-Hospitals unterstützen die

Hausärzte bei der Übernahme von Diensten.

„Das ist ein weiteres Zeichen dafür,

wie gut die Zusammenarbeit zwischen

Niedergelassenen und Krankenhausärzten

hier in Marsberg funktioniert“,

zeigt sich der ärztliche Direktor, Dr. Ulrich

Pannewick, erfreut. „Ich bin fest davon

überzeugt, dass wir diese Kooperation

auch in Zukunft weiter ausbauen und den

Weg, Arztpraxen mit ihren spezifischen

Kompetenzen am Krankenhaus zu unterstützen,

fortsetzen werden.“ ■

Yvonne Antoine


Wirbelsäulenerkrankungen

unter dem Mikroskop

Neueste Medizintechnik am St.-Marien-Hospital Marsberg

55.000 Euro hat das St.-Marien-Hospital in ein neues Operationsmikroskop

investiert und verbessert so die wirbelsäulenchirurgische

Versorgung im Hochsauerland.

Was sonst großen Spezialkliniken vorbehalten

bleibt, bietet das St.-Marien-Hospital

Marsberg seit drei Jahren: Die beiden

Neurochirurgen Dr. Gregory Köppen und

Dr. Carsten Schneekloth behandeln mikrochirurgisch

Wirbelsäulenerkrankungen

und erhielten dabei jüngst technische

Unterstützung der neuesten Generation.

Das neue Operationsmikroskop ermöglicht

dank eines komplexen Linsensystems

eine bis zu 30-fache Vergrößerung. So

können die beiden Chefärzte der Wirbelsäulenchirurgie

durch kleine Schnit-

te anatomische Strukturen vergrößert

darstellen und behandeln.

Weniger Schmerzen und

schnellere Genesung

„Wo früher noch lange Hautschnitte und

langwierige Rehabilitation nötig waren,

geht der Patient heute schon nach wenigen

Tagen und mit unauffälligen kleinen

Narben nach Hause“, so Köppen. Die so

minimierten Wundflächen sorgen für

geringeren Blutverlust, ein reduziertes

Infektionsrisiko, weniger Schmerzen und

Die beiden Chefärzte der Wirbelsäulenchirurgie im St.-Marien-Hospital Marsberg, Dr. Gregory Köppen

und Dr. Carsten Schneekloth, operieren dank neuem Mikroskop selbst durch kleinste Zugänge.

Foto: Jan Braun

letztlich für die schnellere Genesung. Anwendung

findet das Operationsmikroskop

vor allem bei Bandscheibenvorfällen,

Erweiterungen verengter Lendenwirbelkanäle

und der Entfernung von Tumoren

im Wirbelkanal. „Wir sind froh, dass wir

mit der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie

eine deutliche Verbesserung der

neurochirurgischen Versorgung im Hochsauerlandkreis

erreichen konnten. Die

Investition in das neue Hightech-Gerät

trägt nun dieser Entwicklung Rechnung“,

erläutert Siegfried Rörig, Kaufmännischer

Direktor des Krankenhauses, die

Entscheidung. Patienten werden durch

die Investition von einer verkürzten

postoperativen Erholungsphase und einer

schnelleren Rückkehr in den Alltag

profitieren. ■ Yvonne Antoine

31

Marsberg


Ein Krankenhaus zum Anfassen

Gesundheitswoche im St.-Marien-Hospital Marsberg

Seit 150 Jahren ist das St.-Marien-Hospital in Marsberg Anlaufstelle

für Fragen rund um die Gesundheit. Anlässlich des Jubiläumsjahres

2011 informierten die Mitarbeitenden eine Woche lang interessierte

Bürgerinnen und Bürger zu spezifischen Themen der Gesunderhaltung.

Ein Höhepunkt der Gesundheitswoche,

die das St.-Marien-Hospital für die Bevölkerung

für Marsberg und Umgebung

veranstaltet hatte, war sicherlich der

Stand auf dem Marsberger Marktplatz:

Zwischen Obst und Gemüse, Blumen,

Brot und Fleisch informierten Mitarbeitende

des Krankenhauses über gesunde

Ernährung, schonende Bewegung und

Fitness und gaben Tipps zur allgemeinen

Gesunderhaltung. „Meistens behandeln

wir im Krankenhaus natürlich Patienten,

die bereits ein Leiden haben. Aber mit

einer bewussten Lebensweise kann man

zahleichen Erkrankungen vorbeugen“,

erläuterte Gerlinde Fischer, die als Leiterin

des Gesundheitszentrums interessierten

Marktbesuchern Bewegungsübungen

zeigte. „Auch das ist Aufgabe eines

Krankenhauses: Die Menschen darüber zu

informieren, wie sie gesund bleiben!“

Nordic Walking mit dem Chefarzt

Diese Aufgabe hatte das Krankenhaus

eine Woche lang besonders ernst genommen

und jeden Tag dazu eingeladen,

sich über vielfältige Möglichkeiten der

Gesunderhaltung zu informieren. Den

Anfang machten Grundschulkinder

mit einer Supermarktrallye. Unter der

Leitung von Ernährungsberaterin Irmgard

Lammers flitzten sie durch einen

Supermarkt, erforschten den Inhalt ihrer

Lieblingslebensmittel und lernten so spielerisch,

wie man schon beim Einkauf auf

gesunde Ernährung achten kann. Tags

darauf stand Nordic Walking mit dem

Chefarzt auf dem Programm. Nach einer

Einführung in die richtige Technik und

den positiven Nutzen der Bewegung für

den Herz-Kreislauf-Apparat führte der

Weg mitten durch die Innenstadt und

machte auch den Passanten Lust auf den

Marsch mit den Stöckern. Es folgten Informationen

zur Prävention von häuslichen

32 FORUM 2-11

Unfällen bei Kindern und Frakturen bei

älteren Patienten sowie die Gelegenheit

einer Arbeitsplatzberatung, damit Verspannungen

und Rückenschmerzen nach

einem langen Tag am Schreibtisch der

Vergangenheit angehören.

Visite auf dem Wochenmarkt

Alle Informationen aus der Gesundheitswoche

präsentierten die Mitarbeiter des

St.-Marien-Hospitals zum Abschluss auf

dem samstäglichen Wochenmarkt. Bei

strahlendem Sonnenschein unterbrachen

über 300 Marktbesucher ihren Einkaufsbummel

und kamen mit den Krankenhausmitarbeitern

ins Gespräch, ließen

sich den Blutdruck und den Blutzucker

messen oder testeten ihr Gesundheitswissen

bei einem Quiz. „Eine tolle Idee“,

fand auch Standbesucherin Heidi Mühlenbein.

„Ein Krankenhaus, das zu den

Menschen kommt? So was gibt´s wohl

nur in Marsberg.“

Tag der offenen Tür 2011

Ein Blick hinter die Kulissen des Krankenhausalltags

bietet sich für Interessierte

am 11. September 2011. Dann müssen

die Besucher beim Tag der offenen Tür

allerdings den Weg den Berg hinauf selbst

antreten. ■ Yvonne Antoine

Früh übt sich, wer lange gesund sein will.

Nordic Walking bringt das Herz-Kreislaufsystem

in Schwung und macht in der

Gruppe doppelt Spaß.


Infos am Morgen. Erst lernen …

dann schlemmen.

Ein starkes Team für

die Gesundheit.

Redaktion Marsberg:

Yvonne Antoine (verantwortlich)

Kontakt: St.-Marien-Hospital Marsberg,

Marienstraße 2, 34431 Marsberg,

www.bk-marsberg.de, Telefon: 02992/605605,

E-Mail: y.antoine@bk-marsberg.de

Links: Stehen schon

bald auf eigenen Beinen

und müssen sich selbst

versorgen: Ernährungsberaterin

Irmgard Lammers

zeigte den Hauptschülern,

worauf es ankommt.

Rechts: Grundschulkinder

lernten bei der Supermarktrallye,

dass gesunde

Ernährung im Supermarkt

beginnt.

Angebote wie

Blutdruck- und Blutzuckermessung

...

… lockten zahl reiche

Besucher an den

ungewöhnlichen

Marktstand.

Jubilare

30

Jahre

Gabriele Prior

33

Marsberg


Entdecken,

was verbindet!

Pilgern von Marsberg nach Paderborn

Die via regia ist ein mittelalterlicher Handelsweg, der u.a. auch die

Städte Marsberg und Paderborn verband. Anlässlich des 150-jährigen

Jubiläums des St.-Marien-Hospitals Marsberg waren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aus beiden Krankenhäusern eingeladen,

sich als Pilger auf diese gut 40 km lange Wegstrecke zu begeben.

Nach einer kurzen Statio in der Krankenhauskapelle

des St. Marien-Hospitals

brachen schließlich 35 Pilgerinnen und

Pilger in Marsberg auf, um unter dem

Motto „Entdecken, was verbindet!“ in

34 FORUM 2-11

zwei Tagen nach Paderborn zu laufen.

Geistliche Impulse der Krankenhausseelsorgerin

Gabi Lüttig bildeten den

religiösen Rahmen des Pilgerweges, der

darüber hinaus viel Gelegenheit zum

Redaktion Marsberg:

Simone Yousef (verantwortlich)

Kontakt: St.-Marien-Hospital Marsberg,

Marienstraße 2, 34431 Marsberg, www.bkmarsberg.de,

Telefon: 05251/702-22 55,

E-Mail: s.yousef@bk-paderborn.de

Redaktion Paderborn:

Simone Yousef (verantwortlich)

Gerd Vieler

Kontakt: Brüderkrankenhaus St. Josef

Paderborn, Husener Straße 46,

33098 Paderborn, www.bk-paderborn.de,

Telefon: 05251/702-2255, E-Mail: s.yousef@

bk-paderborn.de

Austausch und persönlichen Gespräch

bot. Die gemeinsamen Wegerfahrungen

flossen in einen Abschlussgottesdienst

ein, den die Teilnehmenden in

der Paderborner Krankenhauskapelle

feierten. Bei der zünftigen Abschlussfeier

im Café/Restaurant Ambiente des

Krankenhauses wurden schon neue Pläne

für eine Wiederholung im nächsten Jahr

geschmiedet. ■

Elmar Marx


Gemeinsam ans Ziel

Neues Einarbeitungskonzept für Mitarbeiter

Seit Dezember 2010 erfolgt die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn mit

einem neuen Konzept, das aus zwei wesentlichen Säulen besteht.

Die Teilnehmer am Einführungstag für die

neuen Mitarbeitenden am Brüderkrankenhaus.

Elmar Marx, stellv. Hausoberer, (Mitte)

begleitet durch den Tag. Foto: Gerd Vieler

Die eine Säule unterstützt die Einarbeitung

durch einen allgemeinen Einarbeitungsplan,

der neben einer Einweisung in administrativ

organisatorische Aufgaben und

dem Notfalleinsatzplan die drei Auswertungsgespräche

der Probezeit terminiert

und strukturiert. Für die neuen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Pflege und des

ärztlichen Dienstes gibt es darüber hinaus

jeweils einen funktionsbezogenen Einarbeitungsplan,

in dem beispielsweise die

Informationen für den 1. Arbeitstag sowie

administrativ organisatorische und patientenbezogene

Aufgaben definiert sind. Zur

Einarbeitung wird vom Vorgesetzten ein

Mentor bestimmt, der die Einweisung in

die einzelnen Aufgaben und Themenbereiche

vornimmt und im Plan dokumentiert.

Am Ende der Probezeit gehen die Pläne

an die Personalabteilung zurück, die die

Dokumentation überprüft.

Dienstgemeinschaft konkret

erleben

Eine weitere Säule der Einarbeitung stellt

der Einführungstag für neue Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter dar, der aus einer

zweitägigen Veranstaltung besteht, deren

Teilnahme für die Mitarbeitenden verpflichtend

ist. Am ersten Tagesprogramm

nehmen die neuen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter aller Berufsgruppen teil, um

durch das gemeinsame Tun an diesem

Tag die Dienstgemeinschaft ganz konkret

zu erleben. Nach einer ausführlichen

Kennenlernrunde stellt das Direktorium

sich und seine Aufgabe im Haus vor. Es

folgen Informationseinheiten zum Orden

und zu den Grundsätzen & Leitlinien, zur

EDV-Sicherheit, zum Personalwesen und

Datenschutz.

Einblick in alle Bereiche

Einen besonderen Schwerpunkt bildet

ein mehrstündiger Rundgang durch

das gesamte Haus, der u.a. ins Gesundheitszentrum

und zur Apotheke, zur Mitarbeitervertretung

und Stabsstelle Unternehmensentwicklung,

zum Sozialdienst

und dem Büro der Ehrenamtlichen führt.

Vor Ort berichten Mitarbeiter jeweils kurz

über ihren Bereich oder ihre Aufgabe.

Der Tag endet mit einem spirituellen Impuls

in der Kapelle. Besonderer Wert wird

darauf gelegt, dass die Mahlzeiten am

Tag gemeinsam eingenommen werden.

Der zweite Einführungstag richtet sich

speziell an neue Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter aus der Pflege, dem ärztlichen

Dienst, den Funktionsdiensten und dem

Gesundheitszentrum. Inhalte dieses Vormittagsprogramms

– das bewusst einen

Seminarcharakter hat – stellen ethische

Aspekte im Krankenhausalltag, die Zusammenarbeit

mit dem Seelsorgeteam

und dem psychologischen Fachdienst, das

Medizinproduktegesetz, Hygieneregeln

und die praktische Einführung ins KIS-

Programm dar. ■ Elmar Marx

35

Paderborn


36 FORUM 2-11

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Wozu Ethikberatung

im Krankenhaus?

Prof. Dr. Claudia Wiesemann zu Gast im Brüderkrankenhaus

Wie soll ein schwerkranker Patient weiter behandelt werden? Soll

er überhaupt? Bei solchen Fragen gibt es Entscheidungsspielräume,

die von unterschiedlichen Personen auch unterschiedlich beantwortet

werden. Wenn Mitarbeiter auf der Intensivstation abwarten, bis

ein bestimmter Arzt Dienst hat, weil sie von ihm zum Beispiel eine

bestimmte Entscheidung erwarten, ist das nicht nur eine Anfrage

an die Kommunikationsstruktur der Station – sondern auch ein

ethisches Problem.

Mit diesem Praxisbeispiel eröffnete Prof.

Claudia Wiesemann ihren Vortrag vor

Ärzten des Brüderkrankenhauses St. Josef

Paderborn und deren niedergelassenen

Kollegen zum Thema: „Wer die Therapie

verantwortet, entscheidet! Wozu Ethikberatung

im Krankenhaus?“ Die Direktorin

des Instituts für Ethik und Geschichte der

Medizin an der Universität Göttingen und

Präsidentin der Wissenschaftlichen Gesellschaft

für Ethik in der Medizin referierte

über die Aufgabe der Medizinethik und

die Rolle von Ethikkomitees sowie Ethik-

beratung in Krankenhäusern. Am Beispiel

des hippokratischen Eides und der Genfer

Deklaration des Weltärztebundes zeigte

sie, dass Wertvorstellungen immer in einem

bestimmten historischen und sozialen

Kontext zu sehen sind und im Laufe der

Zeit ihre Bedeutung behalten, verändern

oder auch verlieren können.

Neue Herausforderungen

Die Wertevielfalt in demokratischen und

pluralistisch geprägten Gesellschaften und

die daraus resultierenden unterschied-

Dr. Horst Leber, Ärztlicher Direktor des Brüderkrankenhauses,

begrüßte rund 50 Gäste beim

Ehtikvortrag. Fotos: Gerd Vieler

lichen Vorstellungen beispielsweise von

einem guten und sinnerfüllten Leben

stellten heute eine weitere Herausforderung

dar. „Wie kommt man angesichts

der Wertepluralität zu ethisch verantwortbaren

Entscheidungen?“ Mit dieser

Frage sähen sich Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in Kliniken nicht zuletzt vor

dem Hintergrund einer rasanten medizinischen

und medizintechnischen Entwicklung

immer häufiger konfrontiert.

Prof. Wiesemann machte deutlich, dass

Medizinethik für sich nicht in Anspruch

nehme, auf alle ungeklärten Fragen eine

Antwort zu wissen. Sie ziele vielmehr

darauf ab, unter Beachtung der Prinzipien

des Selbstbestimmungsrechts des

Patienten, des Nicht-Schaden-Wollens,

der Fürsorge und Gerechtigkeit, unterschiedliche

oder widerstreitende Positionen

miteinander in den Dialog zu

bringen und im gemeinsamen Diskurs


zu Entscheidungen zu gelangen. Dabei

verwies sie auf neueste Erkenntnisse der

Kommunikationsforschung. Sie zeigten

einerseits, dass Entscheidungen, die unter

Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven

und Sichtweisen getroffen würden, unter

den Beteiligten eine höhere Akzeptanz

fänden. Andererseits steige die Trefferquote

etwa bei einer Frage nach richtig

oder falsch, wenn sie nicht von einzelnen,

sondern von mehreren gemeinsam

beantwortet würde.

Dialogische Entscheidungsfindung

fördern

Diese Erkenntnisse sind insofern von

Bedeutung, als dass im Krankenhaus

heute fast ausschließlich in Teams zusammengearbeitet

wird, eine Kultur der

dialogischen Entscheidungsfindung aber

häufig noch schwach ausgebildet ist. Die

Gründung von Ethikkomitees und der

Aufbau von Strukturen in Klinken und

Krankenhäusern, die die Beratung ethi-

Krankenpflegeschüler

helfen Kollegen im Kongo

Zehn Jahre Patenschaft der Krankenpflegeschule am

Brüderkrankenhaus

Prof. Dr. Claudia Wiesemann bei ihrem Vortrag im Paderborner Brüderkrankenhaus.

scher Fragestellungen ermöglichen und

fördern, seien wertvolle Schritte auf dem

Weg einer solchen Kulturentwicklung.

Sie unterstützen und entlasten Ärzte in

schwierigen Entscheidungssituationen und

Seit zehn Jahren unterhält die Krankenpflegeschule des Brüderkrankenhaus

St. Josef Paderborn eine Patenschaft zur den Missionsschwestern

im kongolesischen Boteka. Schülerinnen und Schüler

überreichten Sr. Notburga von den Neuenbekener Missionsschwestern

einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro.

tragen durch die Bearbeitung ethischer

Konflikte sowohl zur Verbesserung der

Mitarbeiterzufriedenheit als auch der Behandlungsqualität

von Patienten bei. ■

Elmar Marx

Partnerschaft seit zehn Jahren: Schülerinnen

und Schüler der Krankenpflegeschule am

Brüderkrankenhaus St. Josef überreichen Sr.

Notburga den Scheck. Mit dabei: Schulleiter

Matthias Hansjürgen mit den Klassenlehrerinnen

Stefanie Wrenger und Silvia Blazejewski

(links im Bild). Foto: Gerd Vieler

Die Ordensfrau, selbst Absolventin der

Paderborner Schule, leitet in Afrika eine

Gesundheitsstation. Mit der Hilfe der Paderborner

kann sie die Ausbildung einheimischer

Pflegekräfte fördern und ihnen

kleine Stipendien ermöglichen. Damit

können die Stipendiaten dann im weit

entfernten Kinshasa ihre Ausbildung finanzieren.

Eine staatliche Finanzierung

gibt es nicht. „Das ist für uns eine große

Hilfe, wenn wir auf gut ausgebildete,

einheimische Pflegekräfte zurückgreifen

können“, so die Missionarin bei ihrem

Besuch in der Heimat. Mit nur 50 Cent pro

Tag könne im Kongo der Ausbildungsplatz

eines afrikanischen Krankenpflegers finanziert

werden. Gesammelt wurde das

Geld von den Schülerinnen und Schülern

des ersten und zweiten Ausbildungsjahrs

durch zahlreiche Aktionen. Die Schule

bietet eine dreijährige Ausbildung an

und hat zurzeit rund 125 Schüler. ■

37

Paderborn


38 FORUM 2-11

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Neuer Standort für die

Paderborner Notfallambulanz

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn wird neuer Kooperationspartner

für die ambulante medizinische Notfallversorgung im Großraum Paderborn

Die Suche nach einem neuen Standort für die Paderborner Notfallambulanz hat

ein Ende: Der jährlich von rund 40.000 Notfallpatienten nachgefragte ambulante

ärztliche Notfalldienst in der Rathenaustraße wird ab Mai auf dem Gelände des

Brüderkrankenhauses zu erreichen sein.

Die 65 Allgemeinmediziner, Internisten,

Kinder- und Jugendärzte und insbesondere

Dr. Bernhard Becker, seit der

Gründung im Jahr 1996 geschäftsführender

Gesellschafter der durch private

Initiative betriebenen Notfallambulanz

Paderborn GbR und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft

der Notfallambulanzen in

Westfalen-Lippe, sind froh, für die Kinder-

und Erwachsenen-Ambulanz einen

neuen Standort gefunden zu haben. Nach

der Kündigung der jetzigen Räume in

der Rathenaustraße ist die zukünftige

räumliche Nähe zum Brüderkrankenhaus

St. Josef und zur St. Vincenz Frauen- und

Kinderklinik von besonderem Vorteil. So

wird zukünftig die Akutversorgung der

Notfallpatienten auch nach 22 Uhr an

einem zentralen Standort mit kompetenter

ambulanter und stationärer Notfallversorgung

in den beiden benachbarten

Krankenhäusern gewährleistet sein.

Denn nach einer landesweiten Richtlinie

ist ein Betrieb bis 24 Uhr, wie er bisher

üblich war, nicht mehr möglich. Für das

Brüderkrankenhaus bedeutet die unmit-

Stellen die neue Patenschaft

zwischen Notfallambulanz

und Brüderkrankenhaus

vor: (v.l.) Dr. Gerd

Müller, Leiter Bezirksstelle

Paderborn der Kassenärztlichen

Vereinigung

Westfalen-Lippe, Dr. Horst

Leber, Ärztlicher Direktor

des Brüderkrankenhaus

St. Josef, Siegfried Rörig,

Kaufmännischer Direktor,

Markus Jordan, Technischer

Laiter sowie Bernhard

Becker, Geschäftsführer der

Notfallambulanz Paderborn

GbR. Foto: Gerd Vieler

telbare Nachbarschaft des ambulanten

ärztlichen Notfalldienstes auch eine Entlastung

der eigenen, häufig überfüllten

Krankenhausambulanz, freuen sich Dr.

Horst Leber, Ärztlicher Direktor, und Siegfried

Rörig, Kaufmännischer Direktor des

Brüderkrankenhauses.

Seit 15 Jahren im Notfall da

Am 1. Oktober 1996 war die Paderborner

Notfallambulanz GbR auf Initiative von

acht Paderborner Ärzten gegründet und

zuletzt von 65 Ärztinnen und Ärzten


privat finanziert und betrieben worden,

um Notfallpatienten auch außerhalb der

üblichen Praxisöffnungszeiten immer am

gleichen Ort täglich bis Mitternacht versorgen

zu können. Mit der landesweiten

Neuorganisation des Notdienstes hat die

Kassenärztliche Vereinigung (KV) am

1. Februar 2011 auch die bislang privat

geführte Notfallambulanz übernommen,

in der jetzt etwa 400 Ärzte aus

der Region wechselweise zum Dienst

verpflichtet sind und sie hat landesweit

62 weitere Notfallpraxen eingerichtet,

die nach dem Paderborner Prinzip unter

anderem in Büren, Warburg und Brakel

betrieben werden.

Standort im Schnellverfahren

Im Oktober vergangenen Jahres erfuhren

die Ambulanzärzte, dass sie ihre bisherigen

Betriebsräume zum 1. Mai 2011

räumen müssten. „Wir haben unsere Bitte

um die Bereitstellung von Räumen zum

Weiterbetrieb der Notfallambulanz an

Neues Parkhaus eröffnet

Tankstelle für Elektroautos

Nach weniger als sechs Monaten Bauzeit ist jetzt das neue Park-

haus am Brüderkrankenhaus St. Josef durch den Hausobereren,

Bruder Rainer Hellinger, seiner Bestimmung übergeben worden.

Ab sofort stehen somit direkt am Brüderkrankenhaus

rund 200 neue Stellplätze

allein für PKWs zur Verfügung. Die bislang

äußerst beengte Parksituation für

Patienten und Besucher des Hauses hat

damit ein Ende.

Vom ADAC zertifiziert

Vom Parkhaus bis zum Klinikeingang sind

es ebenerdig nur 30 Meter, so dass auch

Menschen mit Behinderungen, für die

sechs Parkboxen speziell reserviert sind,

die Klinik leicht erreichen können. Für

Besucher, die es sportlicher mögen, gibt

es 30 Zweirad-Parkplätze. Das Haus ist

nach ADAC-Standard gebaut und geht in

der Breite der Parkboxen sogar um zehn

Zentimeter über das geforderte Maß von

2,40 Metern hinaus, um das Einparken

leichter zu ermöglichen. Dazu trägt auch

die Tragbaukonstruktion bei, die ohne

alle drei Paderborner Krankenhäuser gerichtet

und 21 mögliche Standorte auf

unsere Anforderungen hin überprüft.

Dazu gehörten leichte Erreichbarkeit,

Parkmöglichkeiten, Anschluss an den

öffentlichen Personennahverkehr und

eine ebenerdige Betriebsfläche von

mindestens 240 Quadratmetern sowie

die Nähe zu einem Krankenhaus“, so

Notfallambulanz-Geschäftsführer Dr.

Bernhard Becker. Während die anderen

Krankenhäuser keine Möglichkeit sahen,

konnte durch die kurzfristige Zusage und

Bereitschaft des Brüderkrankenhauses,

entsprechende Flächen im Schnellverfahren

zur Verfügung zu stellen, die Fortführung

der Notfallambulanz an einem

zentralen und attraktiven Standort auf

Dauer gesichert werden. Die Notfallambulanz

ist seit dem 5. Mai in Betrieb. Bis zur

Fertigstellung des endgültigen Gebäudes

wird der Notdienst, der von Patienten

aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern

aufgesucht wird, vorübergehend in

störende Pfeiler in den Parkbereichen

auskommt und die sieben Parkdecks in

einer ganzen Fläche erschließen lässt. Die

einzelnen Parkdecks sind farblich markiert.

Eine ausreichende Beleuchtung und die

Glasfassade des Treppenhauses sorgen

für ein sicheres Gefühl auch zur dunklen

Tageszeit. Die Fahrgassen sind sechs Meter

breit. Eine 50 Meter lange Zufahrt sorgt

dafür, dass es nicht zum Rückstau auf die

Zufahrtstraße kommt. Die Parkgebühren

entsprechen dem ortsüblichen Rahmen.

Haupteingang wird begrünt

Mit der Inbetriebnahme des neuen Parkhauses

stehen die bisherigen Parkplätze

nicht mehr zur Verfügung. Der Parkplatz

vor dem Haupteingang wird für den Verkehr

gesperrt und soll demnächst in eine

Grünanlage zurückgebaut werden. Die

Zufahrt zum Haupteingang für Ein- und

Redaktion Paderborn:

Gerd Vieler (verantwortlich)

Kontakt: Brüderkrankenhaus St. Josef

Paderborn, Husener Straße 46,

33098 Paderborn, www.bk-paderborn.de,

Telefon: 05251/702-2255,

E-Mail: g.vieler@bk-paderborn.de

einem noch zu errichtenden eingeschossigen

Ambulanzgebäude untergebracht

werden. Dr. Gerd Müller, Vorsitzender

der Bezirksstelle Paderborn der kassenärztlichen

Vereinigung Westfalen-Lippe,

dankte dem Brüderkrankenhaus St. Josef

Paderborn ausdrücklich für die Bereitschaft

und großzügige Unterstützung,

den Umzug der Paderborner Notfallambulanz

an einen attraktiven Standort im

Mai 2011 zu ermöglichen. ■ Gerd Vieler

Testen das neue Parkhaus: Markus Jordan,

Technischer Leiter des Krankenhauses, kutschiert

den Kaufmännischen Direktor Siegfried

Rörig in seinem Oldtimer durch die Einfahrt.

Mit dabei: Krankenhausseelsorger Pater Reinhard

Schobernd (li.) und Hausoberer Bruder

Rainer Hellinger.

Aussteiger steht bis auf Weiteres wie

gewohnt zur Verfügung. Besitzer von

Elektroautos können in Kürze kostenfrei

während der Parkzeit eine E-Tankstelle

im Parkhaus nutzen und so ihren Aktionsradius

wieder erweitern. ■

39

Paderborn


Milieugestaltung

Ein wegweisendes Konzept zur Betreuung demenzkranker

Menschen

Der Mensch benötigt Umweltkompetenz, um sich in seiner Umgebung

orientieren zu können. Gleichzeitig stellt die Umwelt gewisse

Anforderungen an den Menschen, der sich in ihr zurechtfinden

muss. Im Normalfall bilden Umweltkompetenz und Umweltanforderungen

ein Gleichgewicht, so dass der Mensch über ein hohes

Maß an Selbstständigkeit verfügt und mit dem Leben zufrieden ist.

Erkrankt ein Mensch an Demenz, so ist dieses Gleichgewicht gestört.

Seine Umweltkompetenz nimmt laufend ab und die Umweltanforderungen

machen es dem demenzkranken Menschen zunehmend

schwerer, sich in seiner Umwelt zurechtzufinden. Das Konzept der

Milieugestaltung greift diese Problematik auf und findet Lösungen.

Alte Fotos erinnern an vergangene Zeiten und

halten die Erinnerung wach.

Fotos: Barmherzige Brüder Rilchingen

Bei der Milieugestaltung werden materielle

und soziale Umwelt an die veränderte

Wahrnehmung, Empfindung und die Kompetenzen

von demenzkranken Menschen

angepasst. Diese Anpassung geschieht

über den Abbau von Überforderungsquellen,

dem Einbringen von Orientierungshilfen

und der klaren Orientierung des

Alltags an der Biographie. Dies alles ist

eingebettet in ein Klima der Wertschätzung,

Akzeptanz und Echtheit im Umgang

40 FORUM 2-11

mit dem demenzkranken Menschen. Drei

Kernelemente kennzeichnen dabei die

Milieugestaltung:

Soziale Umgebung

Die Beziehung der Pflegenden zum Bewohner

steht im Mittelpunkt. Hierzu sollte

der Pflegende dem demenzkranken

Menschen wie jedem anderen Menschen

auch mit Respekt, Akzeptanz, Bestätigung

und Partnerschaftlichkeit begegnen.

Anerkennung, Zugehörigkeit und

Sicherheit können so vermittelt, Gefühle

geäußert, zugelassen und geteilt werden.

Es ist Profession der Pflegenden, zu verstehen,

nach Möglichkeiten zu suchen

und miteinander zu kommunizieren – mit

Worten, Gesten, Blickkontakt und Berührungen.

Das frühere soziale Umfeld des

oder der Betroffenen wird mit in den Umgang

einbezogen, um keinen Bruch zum

früheren Leben hervorzurufen. Um den

Pflegenden diese Arbeit zu erleichtern,

bezieht das Konzept der Milieugestaltung

auch das Arbeitsklima mit ein. Die

Devise lautet, die Arbeitszufriedenheit

zu erhöhen und damit den Pflegenden

das Pflegen zu erleichtern.

Tagesstrukturierung

Aufgrund gestörter zeitlicher, situativer

und örtlicher Orientierung wird bei demenzkranken

Menschen auf einen fest

strukturierten Tagesablauf geachtet, der

sich an den individuellen Gewohnheiten,

Bedürfnissen und Fähigkeiten der

Bewohner orientiert. So können Sicherheit

vermittelt, Wahrnehmung erleichtert

Redaktion Rilchingen:

Doris Schwaben (verantwortlich)

Kontakt: Barmherzige Brüder Rilchingen,

Peter-Friedhofen-Straße 1, 66271 Kleinblittersdorf/Rilchingen,

www.bb-rilchingen.de,

Telefon: 06805/960-1132, Fax: 06805/960-1132,

E-Mail: d.schwaben @bb-rilchingen.de

und Orientierungsfähigkeit unterstützt

werden. Die Zeit der Pflege wird zudem

zur Aktivierung und Beziehungsgestaltung

genutzt. So werden die Mahlzeiten

– wann immer möglich – ausgedehnt und

ausgiebig genossen. Phasen der Aktivität

und Ruhe wechseln sich idealerweise im

Tagesablauf ab. Um dem Gefühl sozialer

Isolation vorzubeugen, werden Beschäftigungsangebote

zumeist in einer Gruppe

absolviert. Diese Angebote lehnen sich

unbedingt an die Biographie und den

Alltag der Bewohner an. Zudem gibt es

Raum und Zeit für Eigenaktivitäten und

die Pflegenden motivieren zur Kooperation,

erzwingen aber nichts – schließlich

sollen die Angebote Wohlbefinden

herstellen.

Räumliche Umgebung

Primär sollte die räumliche Umgebung

die Funktion von Schutz und Aktivierung

erfüllen. Dies geschieht über offene und

überschaubare Räumlichkeiten, die den

25 Jahre

Jubilare

Ilka Maria Jungblut


Das Haus St. Hedwig der Barmherzigen Brüder

Rilchingen setzt das Konzept der Milieugestaltung

konsequent um. Die individuelle Betreuung

der Bewohner steht dabei im Mittelpunkt.

zwischenmenschlichen Kontakt fördern.

Die offenen Räume tragen dem hohen

Bewegungsdrang von demenzkranken

Menschen Rechnung und setzen ihnen

keine Grenzen. So sind Rundgänge oder

Endlosflure für den Bewegungsdrang ideal.

Barrierefreie Zugänge zu geschützten

Außenbereichen ermöglichen das selbstständige

Aufsuchen von Gärten.

Um demenzkranken Menschen ein

Gefühl von „zu Hause sein“ zu vermitteln,

wird bei der Einrichtung des

Bewohnerzimmers nach dem Konzept

der Milieugestaltung darauf geachtet,

dass dieses so weit wie möglich der altbekannten

Wohnsituation entspricht.

Vertraute Möbel oder Bilder vermitteln

Vertrautheit und Geborgenheit. Durch

offene und frei zugängliche Regale, Tische,

Schränke und Gebrauchsgegenstände

wird den Bewohnern die Freiheit

zugesichert, sich selbst zu beschäftigen

und ihre eigene Aktivität zu fördern.

Orientierungshilfen – wie Namens- oder

Hinweisschilder, Uhren, Kalender und

Orientierungstafeln – sollten jedoch in

jedem Fall vorhanden sein. ■

Eleonore Grahn

Ausgezeichnete Lebensqualität

Barmherzige Brüder Rilchingen erhalten „Grünen Haken“

Nach einer freiwilligen Begutachtung wird den Einrichtungen

der Seniorendienste der BBT-Einrichtung im Saarland hohe Lebensqualität

attestiert.

Die Urkunde

mit dem grünen

Haken bescheinigt

die hohe

Lebensqualität in

den Senioreneinrichtungen

der

Barmherzigen

Brüder Rilchingen.

Geprüft wurden 121 Kriterien, die die Kategorien Autonomie,

Teilhabe und Menschenwürde umfassen. Das Begutachtungsverfahren

wurde unter Berücksichtigung der Charta der

Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen von Experten

des Instituts für Soziale Infrastruktur (ISIS) entwickelt. Dabei

geht es vorrangig um die Erhaltung der Eigenständigkeit der

Bewohnerinnen und Bewohner, um die Achtung ihrer Privatsphäre,

um ihre Selbstbestimmung sowie den freundlichen

und respektvollen Umgang mit ihnen.

Ergebnisse im Internet abrufbar

Die Detailergebnisse der Begutachtung findet jeder Interessierte

im Internet unter www.heimverzeichnis.de. Für Angehörige, die ein

Heim für ihre pflegebedürftigen Eltern suchen, ist diese Datenbank

eine wichtige erste Informationsquelle. Das Heimverzeichnis wurde

von BIVA und ISIS entwickelt, ist aber das gemeinsame Werk aller an

der stationären Pflege beteiligten Akteure. Das gesamte Konzept ist

mit den Bundesorganisationen der Trägerverbände, der Heimaufsicht,

den Pflegekassen, den Medizinischen Diensten der Krankenkassen

und Verbraucherorganisationen sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft

der Landesseniorenvertretungen oder Bundesarbeitsgemeinschaft

der Senioren-Organisationen abgestimmt. ■ Doris Schwaben

Wechsel in

der Seelsorge

Neue Seelsorgerin bei

den Barmherzigen Brüder

Rilchingen

Die Pastoralreferentin Beatrix

Michalak hat ihre Tätigkeit als

neue Seelsorgerin in der Einrichtung

für Seniorendienste

und Soziale Dienste der Barmherzigen

Brüder Rilchingen

aufgenommen.

Freut sich auf neue Aufgaben bei

den Barmherzigen Brüdern Rilchingen:

Beatrix Michalak.

Nach langjähriger Gemeindetätigkeit

in der Seelsorgeeinheit Rilchingen-

Hanweiler, Auersmacher und Sitterswald

übernahm Beatrix Michalak am

1. März 2011 die Tätigkeit der neuen

Seelsorgerin bei den Barmherzigen Brüder

Rilchingen. Damit folgt sie Pater

Engelbert Degünther nach, der nach

achtjähriger Seelsorgetätigkeit in der

Einrichtung im Alter von 72 Jahren in

den wohlverdienten Ruhestand gegangen

ist.

Neues Aufgabenfeld

In einer kleinen Feierstunde begrüßte

Hausoberer und Heimleiter Alfred Klopries

die neue Seelsorgerin und dankte

Pater Engelbert Degünther für sein Engagement

in der Einrichtung der Barmherzigen

Brüder in Rilchingen. Pfarrer

Sens bedankte sich in seinen Grußworten

bei Beatrix Michalak für ihre langjährige

Tätigkeit in der Gemeinde und wünschte

ihr für ihr neues Aufgabengebiet und

die Zukunft alles Gute. ■

41

Rilchingen


Kunst aus Schwemmholz

und Metall

Ein Skulpturenpark für die Barmherzigen Brüder Saffig entsteht

Das Kunst-Werkstatt-Atelier der Barmherzigen Brüder Saffig beteiligt sich an einem bundesweiten

Kunstprojekt der Caritas – mit vielfältigen Ergebnissen.

„Kunst ist bunt und vielfältig wie die

Menschen. Kunst bringt Menschen

zusammen. Kunst schafft Dialog“ – so

beschreibt die Caritas ihr bundesweites

Projekt. Bei der „b-Kunst – Begegnung

im künstlerischen Dialog“ begegnen sich

Künstler mit und ohne Behinderung und

schaffen gemeinsam Neues.

42 FORUM 2-11

Professionell angeleiteter

Workshop

Im Rahmen dieses Projekts fand im April

im Kunst-Werkstatt-Atelier der Barmherzigen

Brüder Saffig ein Holzskulpturenworkshop

statt. Unter Anleitung der Objektkünstlerin

Doris Büma kreierten 14

Teilnehmer aus der Einrichtung und von

außerhalb Kunstwerke aus den Werkstoffen

Holz und Metall. Die Ergebnisse

werden als Skulpturenpark dauerhaft im

Garten des Ateliers präsentiert. ■

Otmar Lohner

Weitere Infos zum Projekt …

www.b-kunst.de

… und zum Kunst-

Werkstatt-Atelier

http://atelier.bb-saffig.de


Jubilare

25 Jahre

Elke Dötsch, Soziales Zentrum

Hannelore Krumscheid, Soziales Zentrum

Sabine Erfurt, Physikalische Therapie

Renate Nickenig, Soziales Zentrum

Edith Zerwas, Soziales Zentrum

Redaktion Saffig:

Otmar Lohner (verantwortlich), Frank Mertes

Kontakt: Barmherzige Brüder Saffig, Pösch-

straße 18, 56648 Saffig, www.bb-saffig.de,

Telefon: 02625/31-124, Fax: 02625/31-100,

E-Mail: o.lohner@bb-saffig.de

30 Jahre

Konrad Geilen, Fachklinik

Helmut Elz, Hauptküche

43

Saffig


Barmherzige Brüder Saffig gedenken Nazi-Opfer

In einer Feierstunde gedachten die

Barmherzigen Brüder Saffig Anfang April

des ermordeten Ludwig Otto Brück.

Im Anschluss segneten Dr. Jürgen Ries,

Vorsitzender und Kantor der jüdischen

Gemeinde Neuwied-Mittelrhein, Hans

Rith, Pfarrer der katholischen Pfarreiengemeinschaft

Plaidt-Miesenheim-

Saffig, und die Diakonin Jutta Schultz

von Dratzig von der evangelischen Kirchengemeinde

Plaidt gemeinsam einen

Gedenkstein. Jürgen Ries verlieh der

Feierstunde mit Musikbeiträgen einen

würdigen Rahmen.

Mahnmal für die Zukunft

„Der Gedenkstein soll an die Gräuel des

Nazi-Regimes erinnern und zugleich

mahnen, dass solche Verbrechen nie

wieder passieren“, sagte der Saffiger

Hausobere Frank Mertes. „Deshalb hat

der Stein auch einen würdigen und für

alle Besucher gut einzusehenden Platz

am Eingangsbereich zu unserem Gelände

erhalten.“ Der Kaufmännische Direktor,

Werner Mayer, begrüßte eine große

Anzahl von Gästen aus Kirche, Politik

44 FORUM 2-11

Dr. Jürgen Ries, Vorsitzender und Kantor der

jüdischen Gemeinde Neuwied-Mittelrhein,

beim Gebet vor dem Gedenkstein.

Gedenkstein soll erinnern

und mahnen

Im Februar 1941 wurde Ludwig Otto Brück in Hadamar von den Nationalsozialisten

ermordet. Der ehemalige Heimbewohner jüdischen Glaubens war das einzige Opfer

aus der Saffiger Einrichtung, wie ausgiebige Recherchen ergeben haben.

und von den Barmherzigen Brüdern mit

dem Sinnspruch von Ignatz Bubis: „Was

geschehen ist, darf man nicht vergessen,

um für die Zukunft dagegen gefeit zu

sein.“ Im Anschluss brachte der Hausobere

Frank Mertes den Anwesenden die

Vita Ludwig Otto Brücks näher. „Mit

dem Gedenkstein möchten wir des Ermordeten

gedenken und zugleich vergegenwärtigen,

dass kein Mensch das

Recht hat, sich über einen anderen zu

erheben“, erklärte Mertes. Der Stein ist

graviert mit Angaben zu Ludwig Otto

Brück, dem Spruch „Seine Seele sei eingebunden

in den Bund des Lebens“ aus

dem ersten Buch Samuel in hebräischen

Zeichen und dem Davidsstern. Er wurde

aus heimischem Basalt vom Mendiger

Bildhauer Dieter Heuft geschaffen.

Die Gräuel des NS-Regimes

Geschäftsführer Günter Mosen machte in

seiner Rede „Das menschenverachtende

NS-Euthanasieprogramm“ die Gräueltaten

des NS-Regimes deutlich, die auf den

Evolutionstheorien Charles Darwins von

1859 fundierten: 1905 gründete der Arzt

Jutta Schultz von Dratzig, Diakonin der

evangelischen Kirchengemeinde, legte eine

Rose nieder.

Der Gedenkstein für Ludwig Otto Brück vor

der Einrichtung der Barmherzigen Brüder

Saffig. Fotos: Pascal Nachtsheim

Alfred Ploetz das „Deutsche Institut für

Menschenhygiene“. 1920 plädierten

Reichsgerichtspräsident Karl Binding und

Hochschulprofessor Alfred Hoche in einer

Publikation unter dem Titel „Die Freigabe

der Tötung lebensunwerten Lebens“

gegen die Existenzberechtigung von Menschen

mit geistigen Beeinträchtigungen.

1933 wurde das Gesetz zur Verhütung

erbkranken Nachwuchses erlassen. Dieser

schrecklichen Entwicklung sind im Dritten

Reich rund 400.000 Menschen zum Opfer

gefallen. Hinzu kamen 6,3 Millionen

Ermordete jüdischen Glaubens.

„Jüdisches Leben in Saffig“ lautete der

Vortrag von Martin Roggatz, Vorsitzender

des Förderkreises Synagoge Saffig

e.V., in dem er sich mit den jüdischen

Mitbürgern in der Gemeinde Saffig seit

1585 befasste. Die Letzten wurden 1942

deportiert. Zeugnis gibt heute die 1991

nach Renovierung wiedereröffnete Synagoge.

■ Otmar Lohner


Weg in eine inklusive Gesellschaft

Gestaltungsperspektiven von Menschen mit Psychiatrieerfahrung in der Region Trier

Im Mai fand durch die Caritas-Werkstätten und den Caritasverband Trier die Fachtagung unter dem

Titel „Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“ statt.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch

die Caritasdirektorin Sandra Bartmann

und Margret Moravec, Vorsitzende des

Werkstattrats der Caritaswerkstätten Trier

sowie Landesvorsitzende der Werkstatträte

in Rheinland-Pfalz, wurde das Thema

der Tagung den Teilnehmenden durch die

Theatergruppe „Projekt 9“ vorgestellt:

„Inklusion ist ein Grund- und Menschenrecht.

Ziel ist es, in einer Gesellschaft

ein gleichberechtigtes Miteinander zu

erreichen, damit auch Menschen mit Behinderung

selbst entscheiden können,

wo und wie sie leben oder arbeiten

möchten.“

Fachvorträge und Podiumsdiskussion

Es folgten Fachvorträge zum Thema

„Inklusion von Menschen mit Behinderung“

durch den Landesbeauftragten

für die Belange behinderter Menschen

in Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul,

und durch Günter Mosen, Vorsitzender

Workshop-Teilnehmer in einer Lagerhalle der

Caritas Werkstätten Trier.

der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten

für behinderte Menschen und

Geschäftsführer der BBT-Gruppe für den

Bereich soziale und berufliche Rehabilitation,

Psychiatrie und Altenhilfe. Im

Anschluss an die Fachvorträge fanden

drei parallel stattfindende Workshops

zu den Themen „Arbeit – wertfrei und

wertvoll“, „Gesundheit – Wege aus der

Für die Barmherzigen Brüder nahmen auch Mitglieder

des Werkstattrats, Albert Mandler als

Leiter der Gemeindepsychiatrischen Angebote

und Bruno Wallenborn vom Integrationsmanagement

an der Fachtagung teil.

Depression“ und „Wohnen – wie alle

anderen auch“ statt. Zum Abschluss der

Veranstaltung erfolgte die Zusammenfassung

der Ergebnisse aus den einzelnen

Workshops und Dieter Lintz, Leitender

Redakteur des Trierischen Volksfreund,

moderierte eine Podiumsdiskussion unter

der Beteiligung des Plenums. ■

Rainer Dittmann, Peter Mossem

Podiumsdiskussion: Günter Mosen (dritter v.r.), Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen und Geschäftsführer

Ressort IV der BBT-Gruppe. Fotos: Schönfelderhof

45

Schönfelderhof


Let’s dance!

Tanzend am Leben teilhaben

Der Gedanke, mit Klienten eine Tanzschule zu besuchen, ließ Ulrike Lehnert – Azubi der Heilerziehungspflege

– nicht mehr los. Es sollte das Highlight zum Abschluss ihrer Ausbildung werden, ein Beispiel

für eine gelungene und vor allem für eine nachhaltig gelebte Integration.

An einem Sommertag des letzten Jahres

trafen sich Klienten und Mitarbeiter der

Wohnangebote Fidei, um gemeinsam

ihr Sommerfest zu feiern. Hinter dem

Haus tummelten sich auf der frisch gemähten

Wiese, farbenfroh, mal mehr

oder weniger bekleidete Menschen, die

sich mal leiser oder mal lauter über alles

Mögliche unterhielten. Die Glut knisterte

unter dem schweren Grillrost und das

Fleisch verströmte einen angenehmen

Duft. Durch das Stimmengewirr von fe-

„Das ist mein erster Tanzkurs

und es klappt schon mit den

Tanzschritten.“

(Beate Pitsch)

mininen und maskulinen Tönen dröhnte

Deep Purple mit ihrem „Smoke on the

Water“. Nach und nach tanzten immer

mehr Menschen, alleine oder auch zu

zweit. Eine schweißtreibende Angele-

Verena Ernst: „Durch das Tanzen treten meine aktuellen Probleme

eine kurze Zeit in den Hintergrund.“ Phillip Hermann war schon mit

19 Jahren in einer Tanzschule und frischt das Tanzen wieder auf.

46 FORUM 2-11

„Das Endziel sollte sein, dass

sich unsere Klienten selbstständig

beim Tanzkurs anmelden.“

(Silke Stenglein)

genheit, dennoch war die Motivation

ungebrochen.

Die zündende Idee

„Da könnte ich etwas draus machen“,

dachte sich Ulrike, schnappte sich Thorsten,

den Leiter

der Wohnangebote

und bat

ihn zum Tanz.

Während sie so

dahin schwoften,unterhielten

sich beide

über Ulrikes

„verwegenen“

Gedanken: den

Besuch eines

Tanzkurses mit Klienten. Thorsten, der

selbst in Kollegenkreisen als ein begnadeter

Tänzer gilt, war natürlich sofort

begeistert und nutzte seine Kontakte zur

ADTV-Tanzschule „Tanztreff Eifel-Mosel“.

Nach einer kurzen Zeit der internen Vor-

„Teilhabe am Leben, Integration

und Inklusion werden hier

beispielhaft umgesetzt.“

(Thorsten Deutsch)

„Das Tanzen hier in Bitburg macht mir Freude“, erklärt Hermann Müller. Und

auch die Auszubildende Ulrike Lehnert findet das Tanzen eine tolle Erfahrung:

„Alle sind mit Spaß, Freude und Motivation bei der Sache und haben

Fortschritte gemacht!“


Mit (einander) Tanzen

„Darf ich bitten … ?“

Von der Idee, tanzen zu gehen

Im Rahmen meines Abschlussprojekts

der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin

organisierte ich innerhalb der Gemeindepsychiatrischen

Angebote Fidei

einen mehrwöchigen Tanzkurs. Die Idee

war gemeinsam mit einigen Klienten im

Rahmen einer kleinen Feier im vorigen

Sommer entstanden.

Die Beweggründe und Motivation der

Klienten zur Teilnahme am Tanzkurs waren

ganz unterschiedlicher Art. „Einfach

mal auffrischen, was man irgendwann

mal gelernt hat ...“, „Die Lebensgefährtin

überraschen“, „Vom Alltag abschalten“

und „… auf Festen und Partys mittanzen

können“ – diese und weitere Reaktionen

konnte ich einfangen, als die Idee For-

bereitung im offenen Treff des Schönfelderhofes

und nach einer erfolgreichen

Paarzusammenstellung hieß es dann für

fünf Paare: Let’s dance!

Wiederholungsgefahr!

Nun ging es raus. Raus aus dem bekannten

und beschützenden System. Es ging

men annahm. Aber eines war natürlich

allen gemein: der Spaß und die große

Freude am Tanzen.

Das Projekt konnte also losgehen

mit dem gemeinsam erklärten Ziel,

das künftig alle „mittanzen“ können

– sei es auf Festen, Partys oder anderen

Gelegenheiten. Die ersten Tanzschritte

wurden zunächst auf dem Schönfelderhof

erprobt. Durch die tatkräftige Unterstützung

von Tanzlehrer Heinz Georg

Exler stand schließlich der Teilnahme an

einem professionellen Tanzkurs nichts

mehr im Wege. Von den vielen erlernten

Schritten, Tanzfolgen und Figuren werden

wir sicherlich noch lange zehren!

Ulrike Lehnert

nach Bitburg. „Ich bin aktiv und ich nehme

am Leben teil, das ist einfach toll“,

fasst ein Klient die neue Lebenserfahrung

„Sich mit Musik bewegen zu

können, ist einfach schön.“

(Helmut Borsch)

Die Klienten und Ulrike Lehnert (erste v.l.) bedankten sich nach der letzten Tanzstunde

bei Heinz Georg Exler (dritter v.r.).

Redaktion Schönfelderhof:

Peter Mossem (verantwortlich)

Kontakt: Barmherzige Brüder Schönfelderhof,

54313 Zemmer, www.bb-schoenfelderhof.de,

Telefon: 06580/912-117, Fax: 06580/912-111,

E-Mail: p.mossem@bb-schoenfelderhof.de

„Eine tolle Erfahrung und

eine Bereicherung für mich,

psychisch erkrankte Menschen

durch einen Tanzkurs zu

führen.“

(Heinz Georg Exler)

zusammen. Der Inhaber der Tanzschule

und Tanzlehrer Heinz Georg Exler führte

alle professionell durch ein gemeinsam

ausgearbeitetes Tanzprogramm. Auch

wenn Jörg Beate einmal auf die Füße

trat oder wenn Hermann Ulrike falsch

herumwirbelte, waren doch alle begeistert

bei der Sache und sagten nach

der letzten Tanzstunde: „Wir kommen

wieder.“ ■ Peter Mossem

Gemeinsames Tanzen auf dem Parkett.

47

Schönfelderhof


Krankenhaus der

Barmherzigen Brüder Tr ier

Demografische Entwicklung

und professionelle Pflege

Pflegekongress am Brüderkrankenhaus

Die Herausforderungen, die eine alternde Gesellschaft an professionelle Pflegekräfte stellt, waren

Thema des Pflegekongresses, der am 12. Mai 2011 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

stattgefunden hat. Den über 200 Kongressteilnehmern wurden Fachvorträge und Intensivseminare

rund um das Themengebiet angeboten – ein Beitrag zum Internationalen Tag der Pflege.

Laut Statistischem Bundesamt wird es

im Jahr 2030 etwa 3,4 Millionen pflegebedürftige

Menschen geben. Fast zwei

Drittel von ihnen werden mindestens 80

Jahre alt sein. Für 2050 wird sogar mit 4,5

Millionen Pflegebedürftigen gerechnet.

Der Grund ist die höhere Lebenserwartung.

„Was dies an Herausforderungen

an professionelle Pflege bedeutet, möchten

wir mit unserem Pflegekongress beleuchten“,

so Aloys Adler, Pflegedirektor

48 FORUM 2-11

am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Trier. Die kontinuierliche Zunahme

von alten und hochbetagten Menschen

mache eine Anpassung der bisherigen

pflegerischen Versorgungsangebote

notwendig.

„Megaherausforderung der

Zukunft“

Peter Bechtel, Vorsitzender des Verbands

Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender

Pflegepersonen (BALK) sprach von einer

„Megaherausforderung“ für die Zukunft

der Pflege: neben der demografischen

Entwicklung auf der Patientenseite, gehe

es darum, ausreichend Nachwuchskräfte

zu finden.

Vielfältiges Themenspektrum

Zu den Hauptreferenten des Kongresses

zählten namhafte Experten: Prof. Dr. rer.

pol. Sabine Bartholomeyczik (Professorin

An der Postkartenaktion „1.000 gute Gründe für eine bessere Pflege“ beteiligten sich auch zahlreiche Kongressteilnehmer. Foto: Wolfgang Claus


und Lehrstuhlinhaberin an der Universität

Witten/Herdecke für Epidemiologie

und Pflegewissenschaft) informierte über

aktuelle Entwicklungen und Trends bei

Demenzkranken. Die medizinische Perspektive

des alten Menschen im Krankenhaus

zeichnete Prof. Dr. med. Matthias

Maschke, Chefarzt der Neurologie am

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Trier, auf. Die Diplom-Soziologin und

Beraterin im Gesundheitswesen, Maria

Mischo-Kelling, beantwortete die Frage,

welche Veränderungen in der Krankenversorgung

durch Primary-Nursing (Bezugspersonenpflege)

möglich sind.

Intensivseminare und Posterwettbewerb

Ergänzt wurden die Fachvorträge

durch Intensivseminare, in denen die

Teilnehmer zusammen mit Experten

unterschiedlichste Themen rund um

„Pflege des alten Menschen“ bearbeiteten.

Zum Pflegekongress gehörte auch

ein Posterwettbewerb: Einzelpersonen,

Schülergruppen und Teams aus dem

pflegerischen Bereich waren dazu aufgerufen,

sich mit dem Kongressthema

auseinanderzusetzen und die Inhalte

professioneller Pflege auf Postern für

Kollegen darzustellen.

„Pflege tut gut“

Der Pflegekongress des Krankenhauses

der Barmherzigen Brüder Trier ist ein

Beitrag zu der im letzten Jahr gestarteten

Kampagne „Pflege tut gut“ der

BBT-Gruppe, die das Bewusstsein für die

wachsenden Aufgaben, Anforderungen

und Ansprüche an „Pflege“ schärfen will.

Zur Kampagne gehört auch die Postkartenaktion

„1.000 gute Gründe“, mit

der um Unterstützung beim Einsatz für

bessere Rahmenbedingungen in der Alten-

und Gesundheitspflege geworben

wird. Die Zuschriften sollen dem Bundesgesundheitsministerium

überreicht

werden. ■ Eva Hommes

Hintergrund: „Tag der Pflege 2011“

Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich

am 12. Mai begangen, dem Geburtstag von Florence

Nightingale (1820-1910), der Begründerin

der modernen Krankenpflege. Nightingale

gelang es, den Pflegeberuf zu einem allgemein

anerkannten Beruf für Frauen zu machen und

neue Standards in der Pflege zu definieren. Sie

gilt auch als Vorreiterin bei der Anwendung

statistischer Hilfsmittel in der Epidemiologie

und als Pionierin in der visuellen Darstellung

mathematisch-statistischer Zusammenhänge.

Ihre Erfahrungen und ihr Wissen dokumentierte

sie in den „Notes on Hospitals“ und in den

„Notes on Nursing“, die bis heute in der Praxis

der Krankenpflege lebendig sind.

Grundsteinlegung für OP-

Erneuerung und Küchenneubau

Zehn neue OP-Säle mit Nebenraumprogramm bis 2015

Am 18. März 2011 wurde gemeinsam mit Gesundheitsministerin Malu Dreyer der Grundstein für die Erneuerung

der zentralen OP-Abteilung und den Neubau der Küche im Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Trier gelegt.

Bis voraussichtlich 2015 werden neben

dem kompletten Neubau der Küche zehn

neue OP-Säle mit Nebenraumprogramm

entstehen. Insgesamt wird die Baumaßnahme

rund 40 Millionen Euro kosten.

Das Land Rheinland-Pfalz wird die Baumaßnahme

mit einem Festbetrag in Höhe

von knapp 28,5 Millionen Euro fördern.

Die Differenz zum Festbetrag finanziert

das Krankenhaus aus Eigenmitteln.

„Krankenhaus weiter stärken“

„Das Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder in Trier genießt hohes Ansehen

und große Akzeptanz in der Region. Mit

den jetzt anstehenden Baumaßnahmen

wird das Krankenhaus mit Unterstüt-

zung des Landes weiter gestärkt.“ Das

unterstrich Gesundheitsministerin Malu

Dreyer in Trier anlässlich der Grundsteinlegung

für die Erneuerung der zentralen

OP-Abteilung und den Neubau der

Küche am Krankenhaus und erklärte:

„Ich freue mich, dass damit den Bürgerinnen

und Bürgern der Region in

absehbarer Zeit ein Krankenhaus mit

modernsten Operationskapazitäten

für eine medizinische Versorgung auf

hohem Niveau zur Verfügung steht.“

Die Ministerin überreichte einen weiteren

Bewilligungsbescheid in Höhe von

zwei Millionen Euro. Damit sind für die

Maßnahme bislang sechs Millionen Euro

des vereinbarten Festbetrags in Höhe

von insgesamt rund 28,5 Millionen Euro

bewilligt.

Verbesserte Patientenversorgung

Andreas Latz, Geschäftsführer der BBT-

Gruppe dankte Gesundheitsministerin

Dreyer für die Förderung der Baumaßnahmen

und bekräftigte, dass der OP- und

Küchenneubau, den das Krankenhaus mit

einem Eigenanteil von rund 12 Millionen

Euro finanziert, ohne die Unterstützung

seitens des Ministeriums für Arbeit, Soziales,

Gesundheit, Familie und Frauen und

des Landes Rheinland-Pfalz nicht hätte

realisiert werden können. „Durch diese

baulichen Maßnahmen können wir die

49

Trier


Krankenhaus der

Barmherzigen Brüder Tr ier

Der Grundstein für die Erneuerung der zentralen

OP-Abteilung und den Neubau der Küche

wurde gemeinsam mit Gesundheitsministerin

Malu Dreyer gelegt. Foto: Willy Speicher

50 FORUM 2-11

Patientenversorgung wie auch die Infrastruktur

des Krankenhauses verbessern

und unsere operativen Schwerpunkte

zukunftsorientiert weiterentwickeln“,

erklärte Christian Weiskopf, Kaufmännischer

Direktor des Krankenhauses

der Barmherzigen Brüder Trier. Markus

Leineweber, Hausoberer am Krankenhaus,

erläuterte in seiner Ansprache

die Gesamtinvestition mit den Worten:

„Sicherlich ist es viel Geld, das hier von

Land und Krankenhaus investiert wird.

Das Bewusstsein, dass jeder Euro in den

Dienst am kranken Menschen gestellt

wird, macht für uns eine solche Investition

aus ethischer Sicht nicht nur vertretbar,

sondern notwendig.“

Umfassendes Neubauprogramm

Aufgrund der wachsenden Leistungszahlen

im operativen Bereich war eine

Erweiterung der derzeitigen OP-Kapazitäten

und des Nebenraumprogramms

erforderlich. Der Neu- und Erweiterungsbau

umfasst zehn neue OP-Säle, die Erweiterung

des Aufwachbereichs sowie

das gesamte Nebenraumprogramm, zu

dem beispielsweise der Narkoseeinleitungsbereich

oder Geräteräume gehören.

Im Hinblick auf die wachsenden

Patientenzahlen muss auch die Krankenhausküche

erweitert werden. Sie wird

im geplanten Neubau im Erdgeschoss

eingerichtet, der neue OP-Trakt ist im

Stockwerk darüber vorgesehen. Nach der

für Ende 2012/Anfang 2013 geplanten

Inbetriebnahme der neuen OP-Räume

werden auch die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

im bestehenden

OP-Bereich beginnen. Die Fertigstellung

des gesamten OP-Traktes soll im Jahr

2015 erfolgen. ■ Anne Britten


Einsegnung der neuen

Bettenstation

59 neue Betten für Patienten der Kardiologie, Pneumologie sowie Herz- und Thoraxchirurgie

Am 11. Februar 2011 hat Krankenhauspfarrer Hans Edmund Kieren-Ehses nach rund neunmonatiger

Bauzeit die neue Bettenstation im E-Gebäude feierlich eingesegnet. Eine Woche später, am 18. Februar

2011, erfolgte die Inbetriebnahme.

Nasszelle eines neuen Patientenzimmers.

Fotos: Willy Speicher

„Diese Baumaßnahmen zur Erweiterung

der Bettenkapazitäten wurden einerseits

dringend erforderlich, um den Anstieg

der Belegungstage zu kompensieren und

damit den an das Krankenhaus gestellten

Versorgungsauftrag auch weiterhin umfänglich

zu erfüllen. Andererseits wird eine

Ausweichstation benötigt, um notwendige

Renovierungsarbeiten an verschiedenen

Stationen im Krankenhaus durchzuführen“,

erklärt Markus Leineweber, Hausoberer

und Vorsitzender des Direktoriums im Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder Trier.

Die Baumaßnahmen wurden größtenteils

durch Firmen aus der Region durchgeführt.

Der Ausbau des zweiten Obergeschosses

ist für 2011 mit Fertigstellung Anfang 2012

geplant. Pro Geschoss entstehen durch

diese Erweiterungsmaßnahmen jeweils

59 Patientenbetten. Die Kosten für die

Gesamtbaumaßnahmen belaufen sich auf

rund 13 Millionen Euro.

Krankenhauspfarrer Hans Edmund Kieren-Ehses segnet die neue Station des Brüderkrankenhauses

Trier ein.

Kooperative Zusammenarbeit

Im Rahmen der Einsegnungsfeier dankte

Christian Weiskopf, Kaufmännischer

Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen

Brüder Trier, allen am Bau der

neuen Bettenstation beteiligten verantwortlichen

Mitarbeitern und Abteilungen

im Hause sowie allen weiteren beteiligten

Personen, Firmen und Institutionen,

insbesondere dem Straßenverkehrsamt,

der Bauaufsicht der Stadt Trier und der

Polizeiinspektion Trier für die gute und

kooperative Zusammenarbeit bei der

Umsetzung dieses Bauprojektes.

Hunderte Tonnen Stahl

und Beton

Mit den Baumaßnahmen für eine weitere

Bettenstation über dem E-Gebäude

(Zentrum für Notaufnahme) des Krankenhauses

der Barmherzigen Brüder

Trier wurde im Mai 2010 begonnen. Für

die Zimmer des dritten Obergeschosses

wurden in der dritten Oktoberwoche 29

vorgefertigte Module installiert, die per

Schwerlasttransport vom Hersteller aus

Thüringen nach Trier befördert wurden.

Mit einem 500-Tonnen-Schwerlastkran

wurden die einzelnen Module auf die

dafür vorgesehene Stahlkonstruktion

aufgesetzt und bis Ende Januar 2011 zur

Bettenstation ausgebaut. Mitte Februar

erfolgte die Inbetriebnahme der Station,

auf der Patienten der Kardiologie, Pneumologie

sowie Herz- und Thoraxchirurgie

untergebracht werden. Für den Bau

der Station mit einer Bruttogrundfläche

von rund 1.830 Quadratmetern wurden

etwa 550 Quadratmeter Betonwände

und 225 Tonnen Stahl zur Ausbildung

des 2. Obergeschosses und Unterkonstruktion

für das dritte Obergeschoss

verwendet. ■ Anne Britten

51

Trier


Krankenhaus der

Barmherzigen Brüder Tr ier

Krankenhaus

wird Pilgeroase

Anlaufstelle für Pilger bei Heilig-Rock-Wallfahrt 2012

Anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt vom 13. April bis 13. Mai 2012

wird das Krankenhaus- und Klostergelände der Barmherzigen Brüder

Trier zur Oase für Fuß- und Radpilgergruppen sowie

Einzelpilger und -pilgerinnen. Als kirchliche

Einrichtung der Bistumsstadt

wird das Krankenhaus

der Barmherzigen

Brüder Trier so

auf unterschiedliche

Weise Teil

dieses Großereignisses.

Die Pilgeroase auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses

soll Ort des Ankommens und

der Begrüßung sein, die Möglichkeit zur Erfrischung,

zum Kurzaufenthalt oder zur Regeneration

bieten. Hier werden auch Pilgerstempel

und Pilgerurkunde erhältlich sein. „Wir freuen

uns, neben den Pilgerinnen und Pilgern aus

aller Welt auch wieder viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aus den Einrichtungen der BBT-

Gruppe begrüßen zu dürfen“, so Hausoberer

Markus Leineweber. ■ Anne Britten

500 Jahre Heilig-Rock-Wallfahrt

Anlass für die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 ist ein historisches Datum: 1512 weilte

Kaiser Maximilian I. zu einem Reichstag in Trier. Auf sein Drängen hin wurde

der Heilige Rock aus dem Hochaltar des Domes entnommen. Als die Menschen

davon hörten, wollten auch sie ihn sehen und erstritten in einer „Bewegung

von unten“ die erste öffentliche Zurschaustellung. Seit dieser ersten Heilig-

Rock-Wallfahrt vor 500 Jahren sind Millionen von Menschen aus aller Welt zum

Heiligen Rock gepilgert. Glaubende, Suchende und Neugierige: Sie alle wurden

angezogen und bewegt von der Tunika Christi. Die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012

steht in dieser Tradition mit allen Höhen und Tiefen. Sie entwickelt sich weiter,

um sich den Fragen, Trennungen, Hoffnungen und der Zerrissenheit unserer

Zeit zu stellen.

Verweis auf Jesus Christus

Für Christinnen und Christen steht nicht die Reliquie, nicht das Gewand im

Mittelpunkt. Für gläubige Menschen verweist der Heilige Rock auf den, der ihn

getragen hat: Jesus Christus, das Licht der Welt und den Erlöser aller Menschen.

Darum ist jede Heilig-Rock-Wallfahrt eine Christuswallfahrt.

52 FORUM 2-11

Redaktion Krankenhaus der

Barmherzigen Brüder Trier:

Anne Britten (verantwortlich)

Kontakt: Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Trier, Nordallee 1, 54292 Trier,

www.bk-trier.de, Telefon: 0651/208-2105,

Fax: 0651/208-1176,

E-Mail: a.britten@bk-trier.de

Jubilare

25

30

40

Jahre

Ute Benz

Hans-Josef Berg

Sabine Dellinger

Andrea Esser

Michaela Noll

Wolfgang Schmitt

Jahre

Guenter-Alois Becker

Inge Jakobs

Marlies Marx

Alexa Stuelp

Jahre

Michael Ernsdorf

Heinrich Geisler


Gemeinsame Projekte

von Alt und Jung

Seniorenzentrum kooperiert mit Schulen Schüler der Meulenwaldschule mit Bewohnern

des Wohnbereichs St. Maria. Foto: Annegret Kaltenborn-Reiter

Das Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier bietet seinen

Bewohnern eine Vielzahl regelmäßiger Aktivitäten an. Hierzu

gehören auch Projekte, die in Zusammenarbeit mit Schulen und

Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

stattfinden.

So werden die Bewohner des Wohnbereichs

St. Maria jeden Freitag von Schülern

der 9. Klasse der Meulenwaldschule

Schweich, einer Förderschule mit den

Schwerpunkten Sprache und Lernen,

besucht. Einmal im Monat kochen und

essen Schüler und Bewohner gemeinsam.

Ansonsten wird die Zeit gerne für

Brettspiele oder Bastelarbeiten genutzt.

Die Schüler haben meist eine Person, um

die sie sich besonders kümmern und zu

der sie einen intensiveren persönlichen

Kontakt herstellen können. Annegret

Kaltenborn-Reiter, Lehrerin an der Meulenwaldschule

betreut das Projekt mit

dem Seniorenzentrum. Sie erklärt, welchen

Vorteil die Schüler aus dem Projekt

ziehen: „Die Bewohner freuen sich über

die Besuche und loben unsere Schüler für

ihr Engagement, was eine sehr positive

Erfahrung für unsere Schüler bedeutet.

Sie lernen außerdem Dinge wie Fürsorglichkeit,

Verlässlichkeit und Höflichkeit.“

Darüber hinaus werden die Schüler in

verschiedenen Themenbereichen geschult,

beispielsweise Handhygiene, Umgang mit

einem Rollstuhl oder Erkrankungen alter

Menschen wie beispielsweise Demenz.

Lesestücke im Café Klatsch

Ähnlich geartet ist die seit 2007 bestehende

Kooperation mit der Porta Nigra

Schule Trier, einer Förderschule für ganzheitliche

Entwicklung: Die Schüler kochen

und essen ebenfalls gemeinsam mit Bewohnern

des Wohnbereichs St. Johannes

und kaufen häufig auch die Zutaten

für die Mahlzeiten zusammen ein. Diese

Termine finden zweimal im Monat statt.

Schüler der Porta Nigra Schule führen

außerdem regelmäßig Lesestücke im

Café Klatsch auf, zu denen alle Bewohner

des Seniorenzentrums eingeladen sind.

Derzeit in Planung ist das Projekt „Alte

Trierer Fotos“. Schüler und Bewohner

vergleichen anhand von gesammelten

und selbst gemachten Fotos, wie Trier

heute im Vergleich zu früheren Jahren

aussieht. Im Juni sollen die Fotos in der

Porta Nigra Schule gezeigt werden, im

Juli im Seniorenzentrum.

Angebote in Verbindung mit

der Ausbildung

Für Auszubildende im Seniorenzentrum

gibt es ein spezielles Angebot: Haben sie

Probleme oder Schwierigkeiten mit oder

während ihrer Ausbildung, steht ihnen

ein sogenannter Azubi-Coach zur Seite.

Diesen hat das Seniorenzentrum im Rahmen

eines Kooperationsvertrags mit der

Berufshilfe Palais e.V. in der Einrichtung

etabliert. Die Arbeit des Azubi-Coachs soll

vor allem dabei helfen, Ausbildungsabbrüche

zu vermeiden. Die Gestaltung der

Hilfe kann dabei unterschiedlich aussehen:

von der Unterstützung im Rahmen der

Arbeit im Betrieb, im sozialen und familiären

Kontext, über vermittelnde Gespräche

53

Trier


is hin zu Hilfen im schulischen Bereich.

Kooperationspartner des Seniorenzentrums

ist zudem das Berufsbildungszentrum

„Haus Elisabeth“ in Mehring,

einer Einrichtung des Caritasverbands

Trier e.V. Lernbehinderten und sozial benachteiligten

Jugendlichen und jungen

Erwachsenen wird eine Ausbildung zum

Hauswirtschaftshelfer ermöglicht, indem

sie im Seniorenzentrum den praktischen

Teil ihrer Ausbildung absolvieren.

Neue Qualifizierungsmaßnahme

Für September 2011 ist der Start der

Qualifizierungsmaßnahme „Servicekraft

in der Alten- und Behindertenhilfe“ in

Zusammenarbeit mit den St. Bernhards-

Werkstätten Schönfelderhof geplant.

Jungen Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

soll eine Perspektive zur

Entwicklung der Persönlichkeit und der

beruflichen Selbstverwirklichung im Rahmen

der Teilhabe am Arbeitsleben angeboten

werden. Über einen Zeitraum von

zwölf Monaten erwerben die Teilnehmer

54 FORUM 2-11

Schüler der Porta Nigra Schule führen ein

Lesestück auf.

dieser Maßnahme Grundkenntnisse in der

Arbeit mit alten Menschen, ausgenommen

sind pflegerische und fachtherapeutische

Tätigkeiten. Vielmehr geht es darum, sich

um die sozialen Bedürfnisse der Bewohner

zu kümmern, beispielsweise Zuhören,

Vorlesen, Spazierengehen oder gemeinsam

Einkaufen, und die Lebensqualität

zu erhöhen. Außerdem unterstützen regelmäßig

junge Menschen im Rahmen

ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ)

das Seniorenzentrum. ■ Eva Hommes

Redaktion Seniorenzentrum der

Barmherzigen Brüder Trier:

Anne Britten (verantwortlich)

Kontakt: Seniorenzentrum der Barmherzigen

Brüder Trier, Nordallee 1, 54292 Trier,

www.bk-trier.de, Telefon: 0651/208-2105,

Fax: 0651/208-1176,

E-Mail: a.britten@bk-trier.de

Gemeinsames Kochen auf dem Wohnbereich St. Johannes. Fotos: Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier


Felsenfest und wandelweise

Kirche auf der BUGA

Am 15. April startete die Bundesgartenschau in Koblenz. Gemeinsam

laden die evangelische Kirche im Rheinland und das

Bistum Trier unter dem Motto „Felsenfest und wandelweise“

dazu ein, Kirche auf der BUGA 2011 zu erleben.

Die Festungskirche Ehrenbreitstein in

Koblenz bildet den zentralen Ort der

kirchlichen Aktivitäten auf der Bundesgartenschau.

Täglich ist sie von 9 bis 18

Uhr geöffnet und mit einem ehrenamtlichen

Besucherdienst besetzt. Verschiedene

kirchliche Organisationen bieten ein

vielfältiges Programm. So veranstaltete

unter anderem das Katholische Klinikum

unter der Leitung von Krankenhausseelsorger

Pfarrer Martin Saurbier einen Gottesdienst

in der Festungskirche. Auch in

zahlreichen anderen Kirchen und auf

Weitere Informationen

Das ausführliche Programm von „Kirche auf

der BUGA“ finden Sie auf der Homepage

unter www.kirche-buga2011.de.

Schlichter Komfort

Neue Gästezimmer im Tagungs- und Gästehaus

News & Facts

Das Tagungs- und Gästehaus der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in Trier hat seine Kapazitäten

erweitert und verfügt nun über 51 Zimmer in ruhiger Atmosphäre im alten Klostergebäude.

Nach großzügigen Umbaumaßnahmen

des ersten Stockwerks stehen im

Tagungs- und Gästehaus weitere 14 vollausgestattete

Zimmer zur Verfügung.

Die neuen Zimmer verfügen alle über ein

TV-Gerät, einen Internetanschluss sowie

eine Minibar. Die Nasszellen der Zimmer

sind nahezu vollständig barrierefrei zu-

den Bühnen des BUGA-Geländes gibt

es immer wieder Veranstaltungen, die

die Begegnung mit Gott ermöglichen.

Konzerte, Vorlesungen und Vernissagen

laden ein, neue Erfahrungen mit dem

christlichen Glauben zu machen. ■

gänglich. Ein Aufenthaltsraum/Lounge

mit kleiner Teeküche sowie Zugang zum

Balkon befinden sich in unmittelbarer

Nähe. Insgesamt verfügt das Gästehaus

über drei Etagen mit 20 Einzel-,

24 Doppel- sowie 7 Dreibettzimmern.

Neben Übernachtungsmöglichkeiten für

Gäste, die in einem der hauseigenen

6 Tagungsräume für 10 bis 110 Personen

tagen, stehen die Gästezimmer

selbstverständlich auch Besuchern der

Stadt Trier oder des Krankenhauses zur

Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auf der

Homepage: www.bb-gaestehaus.de

55


der

ppe

BIOSYS

Telefon: 0 68 31 · 8 09 12 · Biosys@t-online.de

Vogel

Partner von:

Rätsel

Lösungswort:

56 FORUM 2-11

Messer

und …

● medizin-technische Planung

● Software - Entwicklung

● Sonographie - Service

GE Healthcare

Kari Mahn aus Koblenz wusste das richtige

Lösungswort des letzten FORUM-Rätsels

„Afrikaaufstand“. Herzlichen Glückwunsch

zu einem Cloer Barbecue Grill! Und auch

auf die Rätselfreunde dieser Ausgabe war-

Vorrat

Futterpflanze

Brat-

gefäß

alberner

Streich

im Mittelpunkt

Kopfbedeckung

Sehn-

sucht

2

13

Ältesten-

rat

nicht

dick

Augen-

blick

12

Vor-

fahren

Zwie-

gesang

15

Barmherzige Brüder Trier e.V. · Kardinal-Krementz-Str.1-5 · 56073 Koblenz · G 25203

Mono -

junger Fecht- engl.: Betäu-

Wert-

Rand Baustein

gamie

Mensch waffe oder bung

papier

Zeitungsanzeige

Männerbekleidung

Pfleger

Tier-

höhle

Fischerei

erblicken

Erdteilbewohner

zeit-

gemäß

16 11

Ver-

tiefung

Heil-

mittel

Vertiefung

3 9

Frosch-

eier

Blüten-

stand

tet wieder ein attraktiver Preis. Zu gewinnen

gibt es diesmal eine Digitalkamera

Samsung ES30. Das Mitmachen ist ganz

einfach: Senden Sie das richtige Lösungswort

bis zum 29. Juli 2011 per Postkarte,

7

Bodenvertiefung

Reiter-

volk

falscher

Weg

Signal der

Sirene

Weltorganisation

Geldschrank

Tierfüße

Mz.

Leicht-

metall

4

Handels-

gut

Mittellosigkeit

störr.

Tier

FORUM-Redaktion

Postfach 30 03 23

56027 Koblenz

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

1

10

Heizstoff

5

Filmberühmtheit

Riese

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– dann nehmen Sie an der Verlosung teil.

Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Postanschrift

und Telefonnummer anzugeben. Wir wünschen

viel Glück! ■

Zuruf

beim

Trinken

Religion

Abk.

Tapferkeit

6

Abk. für unbekanntes

Flugobjekt

8

Abk. für

einen

Bibelteil

In der

Tiefe

14

Fax: 0261/496-6470

E-Mail: forum@bb-trier.de

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