MAGAZIN FÜR INTERMODALEN TRANSPORT und Logistik

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MAGAZIN FÜR INTERMODALEN TRANSPORT und Logistik

www.schiffahrtundtechnik.eu | 8,50 € | 27. JAHRGANG | AUGUST 2008 | 3993

5 | 2008

MAGAZIN FÜR INTERMODALEN TRANSPORT UND LOGISTIK

Kohletransport Rückgrat

der Schifffahrt

40 Jahre Container

im Hafen Hamburg

Schiffstaufe

FUTURA / MATURA

| Bild: Wirtz


HHXXLA

WIR SCHAFFEN PLATZ FÜR 12 MILLIONEN CONTAINER.

Die HHLA macht das Tor zur Welt weiter auf: Schon heute bewältigen

die drei HHLA Container Terminals im Hamburger Hafen

knapp sieben Millionen Stahlboxen pro Jahr. Doch der Boom

von Welthandel und deutscher Exportwirtschaft hält an. Deshalb

steigert die HHLA die Kapazität ihrer Terminals Altenwerder,

Burchardkai und Tollerort noch einmal ganz erheblich. Bis zum

Jahr 2012 schaffen wir hier Platz für zwölf Millionen Container.

Investitionsvolumen: weit über eine Milliarde Euro. www.hhla.de

DIE WELT WÄCHST ZUSAMMEN.


Güter-Tsunami und

Mauterhöhung

Trotz schwächelnder Konjunktur in Europa und Nordamerika stehen im

Container- und Güterverkehr die Zeichen weiter auf Wachstum. Osteuropa,

Indien und Ostasien bestimmen mehr und mehr das weltwirtschaftliche

Geschehen und geben dank ihrer enormen Aufholpotenziale

zu den wirtschaftlichen Standards des Westens immer stärker den Takt

im Wachstumsszenario an. In den Seehäfen der Nordrange von Le Havre

bis Hamburg macht sich diese Entwicklung am stetigen Wachstum der

Transitcontainer bemerkbar, die per Feederschiff, Bahn oder Binnenschiff

Richtung Osteuropa gehen. So hat die für Russland bestimmte Containermenge,

die über baltische Häfen abgewickelt wird, im Jahre 2007 um

18% auf 2,4 Mio. TEU zugenommen. Während die Containermengen

in den westlichen Mittelmeerhäfen im vergangenen Jahr um 9% auf

10,1 Mio. TEU gewachsen sind, haben die im östlichen Mittelmeer und

Schwarzmeer angesiedelten Terminals ein Wachstum von 23,1% auf

8,8 Mio. TEU verzeichnet. Alleine für Russland, das derzeit noch am Anfang

einer fl ächendeckenden Containerisierung steht, rechnen Experten

bis 2015 mit einem Transportvolumen von 25 Mio. TEU jährlich.

Entgegen den Erwartungen der deutschen Verkehrspolitik wird die

Infrastruktur dieses Landes einen wesentlichen Teil des Container-

Tsunamis Richtung Osteuropa verkraften müssen. Trotz ideologisch

geprägter Wunschvorstelllungen im jetzt vom Bundeskabinett verabschiedeten

’Masterplan Güterverkehr und Logistik’, den Transitverkehr

reduzieren zu wollen, ist Deutschland als wichtigstes Transitland Zentraleuropas

auf diese Aufgabe keinesfalls vorbereitet. So wurde zwar

in den vergangenen 25 Jahren zulasten der Verkehrsträger Straße

und Wasserstraße überproportional in den Ausbau der Schieneninfrastruktur

investiert, um Güter- und Personenverkehr auf die Schiene

zu verlagern. Verwendet wurden diese Mittel hingegen ausschließlich

zur Schaffung eines Hochgeschwindigkeitsnetzes für den Personenfernverkehr,

ohne das die gewünschten Effekte eingetreten sind. Die

jahrzehntelange Schlamperei bei Pfl ege und Ausbau des Schienennetzes

für den Güterverkehr hat dabei trotz Bahnreform und Privatisierung

kein Ende, erkennbar an der nach wie vor länger werdenden

Liste von Langsamfahrstrecken und der erneuten zeitlichen Streckung

von Bahnbaustellen und Einsparung von Reparaturmitteln zur Aufpolierung

der Bahnbilanz vor dem Börsengang im Herbst dieses Jahres.

Mittlerweile dürfte sich herumgesprochen haben, dass die grün gefärbten

‚Fortschritte’ in sieben Jahren rot-grüner Koalition zu einer

realitätsfernen, ideologisch geprägten Energie- und Verkehrspolitik

geführt haben, an der die jetzige Koalition festhält. Nicht nur die immer

grotesker werdende Energiedebatte zeigt, dass dieser Weg in ein

Desaster führt. Im Namen des Klimaschutzes hat die Politik systematisch

die Strom- und Energiekosten verteuert - über die Ökosteuer,

die Subvention erneuerbarer Energien, den Emissionshandel und den

Atomausstieg. Der gegenwärtige politische Streit über den künftigen

Energiemix und der öffentliche Widerstand gegen neue Kraftwerksbauten

lässt Investitionen in die deutsche Stromerzeugung zum

Glücksspiel werden. Weil Investoren abwarten, entstehen keine neuen

Kraftwerkskapazitäten und das Risiko einer Stromlücke wächst.

Die Erwartung, dass die Verteuerung der Treibstoff- und Energiekosten

und Einführung einer LKW-Maut auf Autobahnen zu einer Güterver-

5|2008

EDITORIAL

kehrsverlagerung zugunsten der

Schiene führe, hat sich ebenfalls

als Illusion herausgestellt.

Verkehrsverlagerungen lassen

sich nämlich nicht ‚par ordre du mufti’ erreichen, sondern bedürfen

des Ausbaus von Infrastrukturkapazitäten, und genau dies wurde von

der Politik in den vergangenen Jahrzehnten versäumt. Im Gesetz zur

Einführung der LKW-Maut wurde vom Deutschen Bundestag festgeschrieben,

dass das Mautaufkommen zusätzlich für die Verbesserung

der Verkehrsinfrastruktur verwendet wird. Tatsächlich wurden stattdessen

die Investitionsbudgets entsprechend gekürzt und trotz Infl ation

und rapide wachsender Verkehrsbelastung die Investitionsausgaben

insgesamt nicht adäquat erhöht. So stiegen die Verkehrsinvestitionen

seit Einführung der Maut im Jahre 2005 von 9,25 Mrd. EUR auf

9,42 Mrd. EUR 2008, ein Plus von 170 Mio. EUR. Die Mauteinnahmen

stiegen von 2,86 Mrd. EUR in 2005 auf über 3.3 Mrd. EUR in

2008, so dass nicht einmal die Mehreinnahmen von 430 Mio. EUR dem

Investitionsetat zugeschlagen wurden.

Dass die für Januar 2009 geplante Mauterhöhung trotz des Versprechens

des Bundesverkehrsministers, die zusätzlichen Mittelzufl

üsse für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur auszugeben,

ein ähnliches Schicksal wie in der Vergangenheit erleiden wird, lässt

sich bereits jetzt an den Haushaltsplanungen des Bundes für 2009 ablesen:

Bundesfi nanzminister Steinbrück beansprucht den Großteil der

Mehreinnahmen für sich, Bundesverkehrsminister Tiefensee muss sich

wieder mit ‚Peanuts’ zufrieden geben. Zu Recht kommen daher den

Landesverkehrsministern Zweifel, ob sie der Mauterhöhung überhaupt

zustimmen sollen. So sieht NRW Verkehrsminister Oliver Wittke wichtige

Infrastrukturprojekte in seinem Bundesland gefährdet.

Aus einem einmal gemachten Fehler sollten auch Politiker endlich lernen.

Man kann den Landesverkehrsministern nur empfehlen, die Zustimmung

zur Mauterhöhung im Bundesrat an konkrete, justiziable Bedingungen

zu knüpfen: 1. Die Mauterhöhung muss vollständig in eine

Aufstockung des Investitionsetats des Bundesverkehrsministeriums

zum Infrastrukturausbau fl ießen. 2. Die zur Einführung der Maut 2003

zugesagte Aufstockung des Investitionsetats aus der LKW-Maut muss

in drei Schritten von jeweils 1 Mrd. EUR in den nächsten drei Jahren

nachgeholt werden. An Projekten - ob Y-Trasse und Beseitigung der

Langsamfahrstrecken bei der Bahn, ob Küstenautobahn, Nord-Ostsee

Kanalvertiefung, oder der Ausbau von Elbe, Mosel, Neckar und Donau

- mangelt es nicht, allein es mangelt an Geld. Und dies könnten die

Landesverkehrsminister mit einem mutigen Schritt besorgen. Wenn es

jetzt nicht gelingt, durch vorgezogene Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur

Deutschland für die erkennbaren Mengenzuwächse zu

rüsten, wird der auf uns zuschwappende Güter-Tsunami die deutsche

Wirtschaft in Zukunft mit verstopften Straßen, Schienen, Wasserstraßen

und Häfen daran hindern, die Weltmärkte zu erreichen.

| 3


INHALT

Impressum

27. Jahrgang ISSN 0936-8396

Postzeitungs-Nr.: 3993

Herausgeber SUT SCHIFFAHRT UND TECHNIK

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53757 Sankt Augustin

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Offi zielles Organ: Germanischer Lloyd AG, Hamburg

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volontär: c.grohmann@schiffahrtundtechnik.de

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Fritz Heinrich, Wolfgang Krause, Sabine Lange M. A., Sebastian

Mainzer, Dipl.-Ing. Peter Pospiech, Dipl. Kfm. Karl-Michael Probst,

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Sigrun Tausche, Dr. oec. habil. Günter Teßmann

Internationale Wilfried Veldhuijzen, BeNeLux

Korrespondenten: Hannu Salonoja, Finnland/Schweden

Ralf Klingsieck, Frankreich

Prof. Dr. David Hilling, Groß Britannien

Kapitän Otto Steindl, Österreich-Donau

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Wilf Seifert, Schweiz

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47652 Weeze, E-Mail: duisburg@modalistics.com

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September, November, Dezember 2008

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Erfüllungsort und Gerichtsstand: Amtsgericht Siegburg HRB 8248

EDITORIAL

Gütertsunami und Mauterhöhung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 3

MARKT & MELDUNGEN

Persönliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 6

Ardelt, Kirow und Kocks bilden Kranunion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 9

Tognum und Hug entwickeln gemeinsamen Abgasfi lter . . . . . . . . | 9

GL legt Grundstein für neue Unternehmenszentrale . . . . . . . . . . . | 9

VERKEHRSPOLITIK

Binnenschifffahrt im Verkehrsetat 2009 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 10

Masterplan: Tiefensee will Schifffahrt stärken . . . . . . . . . . . . . . . | 11

BÖB-Jahrestagung 2008: Spannungsfeld Hafen, Stadt, Umwelt . . . | 12

MESSEN & KONGRESSE

Offi zielles Mitteilungsorgan

des Germanischen Lloyd AG für

die Binnenschifffahrt Europas

SMM 2008 stellt neue Rekorde auf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . | 13

Multiradar erweitert RADARpilot720° . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 15

SCHIFFFAHRT & PRAXIS

Kohletransport: Rückrat der Trockenschifffahrt . . . . . . . . . . . . . . | 16

VCI überarbeitet Leitfaden für Binnenschiffstransporte . . . . . . . | 16

Internationale Binnenschifffahrts-Gefahrgut-Tage . . . . . . . . . . . | 17

Gefahrgut-Experten tagen in Siegburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 17

ISGINTT: Neue Richtlinien für den Gefahrgutumschlag . . . . . . . . | 17

3. Österreichischer Wasserstraßentag: Die Donau verbindet . . . | 18

Neuer TWIN CITY LINER im Wiener Donaukanal getauft . . . . . . | 19

TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND

SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Mississippi-Flair auf der Darß-Zingster Boddenkette . . . . . . . . | 21

EUROGATE integriert See- und Binnenterminals . . . . . . . . . . . . . | 24

SEAT PKW Promotion per Binnenschiff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 26

Neue Güterpotenziale in Brandenburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 28

3. Nordhafenkonferenz prognostiziert Effi zienzerhöhungen . . . . | 29

AC Bärliner fährt auf Berliner Wasserstraßen . . . . . . . . . . . . . . . | 30

Oder-Colloquium: Berliner und Brandenburger Häfen im Aufwind . | 32

Werft Malz modernisiert Polizeiboot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 34

Internationaler Workshop in Decin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 36

Barthel baut Messschiff für WSA Minden . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 38

4 | 5|2008


Druckaufl age

IV. Quartal 2007

ø 6.250 Exemplare

HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

+++ CONTAINERTICKER +++ | 40-44

Nord-Ostsee-Kanal wird komplett ausgebaut . . . . . . . . . . . . . . | 40

Marketing-Forum „Seaports of Germany“ gegründet . . . . . . . . . | 40

EUROGATE Tanger fertigt erstes Feederschiff ab . . . . . . . . . . . . . | 40

Interesse am Rotterdamer Container Transferium . . . . . . . . . . . | 40

Westerscheldevertiefung für Antwerpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 41

25-m-Lkw schränken Wachstum für Binnenschiff und Bahn ein . | 41

Container-Liniendienst Amsterdam-Basel . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 41

Straddle Carrier von Kalmar als Hybridversion . . . . . . . . . . . . . . | 42

Gottwald Hafenmobilkrane für La Spezia und Augusta . . . . . . . . | 42

Dritter Hamburg-Nürnberg-Zug bei der TriCon . . . . . . . . . . . . . . | 44

Aschaffenburg verlagert Container auf die Bahn . . . . . . . . . . . . . | 44

POLZUG erneuert Bahnterminal in Breslau . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 45

Effi zienter Güterumschlag mit Mobilkränen . . . . . . . . . . . . . . . | 46

Siegeszug der Boxen: 40 Jahre Container im Hafen Hamburg . | 47

RAM Spreaders: Container verladen ist nicht genug . . . . . . . . . | 48

50 Jahre Hafen Stuttgart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 50

Festakt im Hafen Plochingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 52

20 Jahre Saarhafen Saarlouis/Dillingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 54

Neuer bayernhafen Passau eröffnet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 57

TECHNIK & SCHIFFFAHRT

PREMICON QUEEN auf Flusskreuzfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 58

Koppelverband FUTURA/MATURA fährt 4.400 t in die Mosel . . . | 62

NAVIGARE I und II: Mit Schubleichter zum Koppelverband . . . | 66

Reederei Jaegers nimmt EILTANK 6+26 in Betrieb . . . . . . . . . . . . | 68

DEUTZ-Motoren erreichen ZKR II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 74

MARKTPLATZ | BÜCHERMARKT

Marktplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 20, 56

Einstieg in das Gefahrgut-Grundwissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 73

Neues Reisekostenrecht 2008 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 73

Stellenmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 7, 36, 74

Schiffsbörse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 75, 76

Einkaufsbörse | Buyer‘s Guide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . | 77 - 83

5|2008

INHALT

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| 5


PERSÖNLICHES

Matthias von Randow

neuer Koordinator für

Güterverkehr und Logistik

Die Bundesregierung hat Ende Juli den

Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium,

Matthias von Randow (SPD), zum

„Koordinator der Regierung für Güterverkehr

und Logistik“ ernannt. Die Ernennung

erfolgte kurz nach der Verabschie- | MATTHIAS VON RANDOW

dung des „Masterplan Güterverkehr und

Logistik“ durch das Bundeskabinett, der die Besetzung einer solchen

Positionen vorsieht. Von Randow soll künftig Ansprechpartner für

die Logistikbranche sein und die 35 Einzelmaßnahmen des Masterplans

zwischen den beteiligten Ministerien koordinieren. Er hat angekündigt,

in einem ersten Schritt den Personen- und Güterverkehr

auf den Autobahnen und Schienen stärker „entmischen“ zu wollen.

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur müsse unter ökologischen

und ökonomischen Gesichtspunkten erfolgen, ansonsten drohe der

stark von der internationalen Arbeitsteilung abhängigen deutschen

Volkswirtschaft nach dem Verkehrs- auch der Wirtschafts-Infarkt.

Von Randow bringt für die schwierige Aufgabe das notwendige

Durchsetzungsvermögen mit: Als die Maut-Einführung an technischen

Problemen zu scheitern drohte, machte ihn Manfred Stolpe

für das Projekt verantwortlich. Mit Erfolg, denn das System funktioniert

seit 2005 reibungslos. ■ Hans-Wilhelm Dünner

INTERNATIONALER BEFRACHTUNGSBETRIEB UND TRANSPORTüBERNAHME

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Seit 1961 Ihr Partner

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und zu allen europäischen Häfen

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auf dem

Wasser

Bild: BMVBS

| THOMAS SCHULZ | KARL-HEINZ BELLMER

Imperial Reederei-Gruppe erweitert

Führungscrew in der Binnenschifffahrt

Die Imperial Reederei GmbH, eine der bedeutendsten Binnenschifffahrtsreedereien

Westeuropas, hat ihr Management ergänzt.

Um die Führungsgesellschaft der Reederei-Gruppe auf die zukünftig erweiterten

Aufgaben personell vorzubereiten, werden die Ressortleiter der

Bereiche Schifffahrt, Tankschifffahrt und Befrachtung in die Geschäftsführung

der Imperial Reederei GmbH berufen. Insgesamt besteht die Besetzung

aus

Karl-Heinz Bellmer, Chief Executive Offi cer (CEO)

Thomas Schulz, Chief Financial Offi cer (CFO)

Dr. Roland Pütz, Bereich Schifffahrt

Norbert Meixner, Bereich Tankschifffahrt

Jürgen Helten, Bereich Befrachtung

Karl Heinz Bellmer und Thomas Schulz sind auch Mitglieder der Geschäftsführung

der Muttergesellschaft Imperial Logistics International

GmbH, Duisburg. ■ Dü

| DR. ROLAND PÜTZ | NORBERT MEIXNER | JÜRGEN HELTEN

Kuzey Esener folgt

Tobias Metten als

duisport-Sprecher

Kuzey Alexander Esener verantwortet seit

Anfang August den Bereich Unternehmensentwicklung

und Kommunikation der

Duisburger Hafen AG und ist Sprecher von

duisport. Zuvor war Esener bei der Deut-

| KUZEY ESENER

schen Post World

Net in Bonn beschäftigt. Im Bereich DHL

Exel Supply Chain verantwortete er die

Kommunikation für die Regionen Europa,

Mittlerer Osten und Afrika. Esener folgt

auf Tobias Metten, der das Unternehmen

auf eigenen Wunsch verlassen hat und als

Leiter Marketing in den elterlichen Betrieb,

die Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG

in Finnentrop, gewechselt ist. ■ Dü

| TOBIAS METTEN

6 | 5|2008


Dr. Sebastian Jürgens

neues Mitglied des HHLA-Vorstands

Der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat Dr.

Sebastian Jürgens mit Wirkung zum 1.1.2009 zum neuen Vorstandsmitglied

der HHLA bestellt. Der 44-Jährige Jurist wird bei der HHLA für

die Segmente Intermodal und Logistik zuständig sein. Damit stellt die

HHLA bereits heute die Weichen für eine Nachfolgeregelung des bisherigen

Verantwortlichen für das Segment Intermodal Gerd Drossel,

der zum Jahresende 2008 in den Ruhestand geht. Außerdem wechselt

mit der Bestellung von Dr. Sebastian Jürgens die Zuständigkeit für das

Unternehmenssegment Logistik vom Vorstandsvorsitzenden Klaus-

Dieter Peters auf das neue Vorstandsmitglied. „Wir freuen uns, mit

Dr. Sebastian Jürgens einen sehr erfahrenen Fachmann für die HHLA

gewonnen zu haben, der unser Team hervorragend

ergänzen wird“, sagt Klaus-Dieter

Peters, Vorstandsvorsitzender der HHLA. Dr.

Sebastian Jürgens hat als bisheriger Leiter

des Geschäftsfelds Intermodal der Deutschen

Bahn bereits mehrere Jahre eng mit

der HHLA zusammengearbeitet. Als Mitglied

der Aufsichtsräte der gemeinsamen Tochtergesellschaften

TFG Transfracht, Metrans und

POLZUG erlangte er auch Einblicke in das Ge-

| DR. SEBASTIAN JÜRGENS schäftsmodell der HHLA. ■ Dü

| PETER JEDLICKA

Imperial verstärkt

Donaupräsenz

Zum 1. Juli hat die Imperial Austria GmbH

75% der Anteile an der MULTINAUT Donaulogistik

GmbH, Wien, übernommen. Der bisherige

alleinige Eigentümer, Peter Jedlicka, bleibt

weiterhin geschäftsführender Gesellschafter.

MULTINAUT wird operativ in die konzeptionelle

Ausrichtung der Imperial Reederei-

Gruppe eingebunden. Diese strategische Allianz bildet für die MULTI-

NAUT Donaulogistik GmbH die Grundlage für den geplanten Ausbau

sowie für die Weiterentwicklung der stark wachsenden Donauaktivitäten.

Für die Imperial Reederei-Gruppe bedeutet diese Integration des

Wiener Befrachtungs-unternehmens eine wesentliche Stärkung ihrer

Donaupräsenz, die in Zukunft schwer-punktmäßig von der MULTINAUT

koordiniert werden wird. ■ Dü

5|2008

Hans-Georg Werner

leitet DB Intermodal

Nachfolger von Dr. Sebastian Jürgens (44),

der zum 30. September 2008 als Leiter

des Geschäftsfeldes Intermodal und Mitglied

des Vorstands der Railion Deutschland

AG auf eigenen Wunsch auscheidet,

wird Hans-Georg Werner (49), der bei DB

Schenker zurzeit als Marktbereichsleiter | HANS-GEORG WERNER

Chemie, Mineralöl, Düngemittel sowie als

Sprecher der Geschäftsführung der DB Schenker-Tochter BTT Bahn-

Tank Transport GmbH tätig ist. Der diplomierte Verwaltungsbetriebswirt

ist bereits seit rund 20 Jahren in verschiedenen leitenden

Positionen in der Chemielogistik, unter anderem bei der Deutschen

Bahn AG sowie zuvor bei der Deutschen Bundesbahn tätig. ■ Dü

| BRAUTPAAR

CHRISTIAN STEINDL UND

DR. KATHARINA NEUMAYR

Christian Steindl

im Hafen der Ehe

Vor zehn Jahren funkte es zwischen Ennshafenchef

Mag. Christian Steindl und Dr.

Katharina Neumayr, Richterin am Landesgericht

Linz. Am 8. August wurde dieser Funke

im Standesamt Alkoven und am 9. August

im Stift Wilhering mit dem Jawort in den

Ehestand umgesetzt. Danach feierten 130

geladene Gäste standesgemäß an Bord des

Galaschiffes REGINA DANUBIA der Passauer

Reederei Wurm+Köck. Daß die Schifffahrt ab Linz auch in den Hafen

Enns führte, war Pfl icht. Beide Jungvermählten sind berufl ich in

die Fußstapfen ihrer Väter getreten. Christians Vater Kapitän Otto

Steindl ist seit Jahrzehnten mit der Donau verbunden und heute als

Journalist und Konsulent für die Schifffahrt tätig. Katharinas Vater Dr.

Heinrich Neumayr ist Rechtsanwalt in Linz. Das frisch vermählte Paar

verabschiedete sich in die Flitterwochen auf die Malediven. ■ eB

Die Imperial Reederei-Gruppe gehört zu den führenden Binnenschiffahrtsunternehmen

in Westeuropa. Mit unserer breiten Palette an logistischen

Systemdienstleistungen bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen

für den Transport von Haus zu Haus. Jährlich transportieren wir rund

50 Millionen Tonnen trockene und fl üssige Massengüter sowie Container.

Wir suchen für die Betreuung unserer Flotte und zur Verstärkung unserer

schifffahrtstechnischen Abteilung eine(n)

Schiffsinspektor (m/w)

Sie verfügen Idealerweise über eine abgeschlossene Ausbildung in der Binnen-

oder Seeschiffahrt oder in einem technischen Beruf, mit einer entsprechenden

mehrjährigen Berufserfahrung. Ein nautisches oder technisches

Patent ist von Vorteil.

Sie besitzen Kenntnisse in der Reparatur und Wartung von Maschinen- und

Elektroanlagen sowie in der Stahlbaukonstruktion. Ihr Aufgabengebiet umfasst

die Planung und Überwachung von Reparaturen und Wartungsintervallen.

Hierzu gehören zum Beispiel die Vergabe von Aufträgen an externe

Dienstleister und im Zusammenhang damit, die Prüfung der korrekten Ausführung

und Berechnung der durchgeführten Arbeiten.

Sie werden sowohl im Büro als auch im Außendienst – teilweise im Ausland

– tätig sein. Die Ableistung von regelmäßigen Wochenenddiensten (Bereitschaft)

ist für Sie selbstverständlich.

Gute Kenntnisse in den gängigen MS-Offi ce Produkten setzen wir voraus.

Neben dem vorgenannten fachlichen Anforderungsprofi l, gehören zu Ihren

persönlichen Stärken Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität

und Kostenbewusstsein.

Wir bieten Ihnen eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem

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| 7


PERSÖNLICHES

JWP-Geschäftsführer

Helmut Werner

verabschiedet

Wirtschaftsminister Walter Hirche

hat am 11. Juli den Geschäftsführer

der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft,

Helmut Werner,

in Hannover zum Ende Juli in den

Ruhestand verabschiedet. Hir- | HELMUT WERNER

che dankte Werner für seine seit

April 2003 als Geschäftsführer geleistete Arbeit: „Sie haben mit

außerordentlich hoher Energie und Engagement an der Planung

und Realisierung dieses einmaligen norddeutschen Hafenprojektes

gearbeitet und maßgeblich dazu beigetragen, dass nunmehr mit

dem Bau des Tiefwasserhafens begonnen werden konnte.“ Hirche

würdigte insbesondere die Vergabe der Betreiberkonzession an Eurogate.

Der Vertrag sei eine großartige kaufmännische Leistung und

beispielhaft dafür, wie für das Land Beiträge zur Refi nanzierung

öffentlicher Hafeninfrastruktur erzielt werden könnten. Als weiteren

Erfolg Werners bewertete er das Planfeststellungsverfahren.

Trotz 2700 Einwendungen sei es nur zu zwei Eilklagen gekommen,

die Anfang 2008 zurückgewiesen wurden. Dankbar sei er auch für

Werners Geschick beim Generieren von EU-Fördermitteln. Werner,

in der entscheidenden Phase des Vergabeverfahrens selbst schwer

erkrankt, hat sich stets als Angestellter des Landes Niedersachsen

verstanden und war der Landesregierung insofern stets ein verlässlicher

Partner – auch wenn er dabei mehrfach bei Vertretern

Ernst Ludwig Seibert | 13.08.1935 - 08.08.2008

Der letzte der Pioniere der Container-Rheinschifffahrt,

Ernst Ludwig Seibert, ist am Freitag, dem 8. August 2008 nach

langer Krankheit fünf Tage vor seinem 73. Geburtstag sanft eingeschlafen.

Ernst Ludwig Seibert baute das elterliche Familienunternehmen

Karl Seibert mit Sitz in Neckargemünd in seiner familiären Art mit

einem kleinen Team im Büro und einsatzbereiten Mitarbeitern

an Bord zu einem bedeutenden Partner im Baustoffhandel und

der Containerschifffahrt auf. Ernst Ludwig Seibert gehörte zu den

ersten, die an den Siegeszug der Containerschifffahrt glaubten

und systematisch eine moderne, leistungsfähige Flotte für die

Linienschifffahrt zwischen den ARA-Häfen und dem Untermain und

Oberrheinstationen in Dienst stellte. Heute sind sieben Containerbinnenschiffe

für die Firmen Karl Seibert, Ernst Ludwig Seibert und

Estra AG mit Erfolg tätig.

Seinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern wird Ernst Ludwig

Seibert stets als guter, innovativer und sozialer Chef in Erinnerung

bleiben.

Wir werden Ihn sehr vermissen.

Unser herzliches Beileid gilt seiner Familie

Geschäftsführung und Mitarbeiter

der Firmen Karl Seibert GmbH und

Ernst Ludwig Seibert GmbH,

Neckargemünd und Estra AG, Basel

Bild: Arndt

anderer Institutionen aneckte. Hirche erinnerte daran, dass es bei

Werners Amtsantritt Stimmen gab, die sagten: ,Jetzt wird das Projekt

JadeWeserPort etwas.‘ Die Stimmen hatten Recht. Insofern hat

Helmut Werner sein Ziel erreicht. ■ Hans-Wilhelm Dünner

Beförderungen in der Imperial Gruppe

Die CTS Container-Terminal GmbH, Köln, erteilte Dipl.-Kauffrau

Christiane Pawlik, verantwortlich für Finanzwesen und Controlling

mit Wirkung zum 1.7.2008 Prokura. Die Rhein-Ruhr Terminal Gesellschaft

für Container und Güterumschlag mbH, Duisburg, erteilte

Thomas Waldmüller mit Wirkung zum 1.7.2008 Prokura. Verkehrsfachwirt

Kevin Gründer, Operation Manager und Olaf Jahn, Betriebsleiter,

wurde Handlungsvollmacht erteilt. Die DCH Düsseldorfer Container

Hafen GmbH, Düsseldorf, erteilte Dirk Meyer, Speditionsleiter,

mit Wirkung zum 1.7.2008 Prokura. ■ Dü

Dr. Wilhelm Doni verstorben

Im Alter von 78 Jahren ist am 14. Juli der

frühere Wirtschaftsreferent der Stadt

Nürnberg und langjährige Vorsitzende

des Deutschen Wasserstraßen- und

Schiffahrtsvereins (DWSV), Dr. Wilhelm

Doni, verstorben. Doni hatte sich insbesondere

um die Entwicklung der Verkehrsanbindung

Nürnbergs verdient

gemacht. So war der Wirtschaftswissenschaftler

an den städtischen Planungen

Bild: DWSV

| DR. WILHLEM DONI

zu Güterverkehrszentrum, Hafen, Flughafen, Messe und Fremdenverkehrspolitik

maßgeblich beteiligt. Als ausgewiesener Binnenschifffahrts-Experte

förderte Doni ebenfalls den Bau des Main-Donau-Kanals.

Für sein politisches, kulturelles und soziales Engagement erhielt

Dr. Doni 1994 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Am 1. Juni 1930 wurde Doni als Sohn einer drei Jahrhunderte alten

Schifferfamilie in Würzburg geboren und wuchs auf dem elterlichen

Binnenschiff auf. Nach abgeschlossenem Studium an der Universität

Münster promovierte Doni mit einer Grundsatzarbeit zum Thema

„Die Binnenschiffahrt in der europäischen Integration“ am Institut

für Verkehrswissenschaft zum Dr. rer. pol. 1953 begann er seinen

Berufsweg standesgemäß bei der Rhein-Schifffahrts-Spedition in

Mannheim. Über mehrere Stationen, darunter die Geschäftsführung

des Weserbunds, gelangte er in die Politik. Doni gehörte von1968

bis 1992 dem Nürnberger Stadtrat an. Seit 1969 wirkte Doni im Vorstand

des DWSV mit, den er von 1992 bis 2001 mit großem Engagement

als Vorsitzender führte, danach war er Ehrenvorsitzender. Seine

umfassenden wirtschaftlichen und technischen Kenntnisse der

europäischen Binnenschifffahrt und der Main-Donau-Wasserstraße,

sein strategisch-unternehmerisches Denken, seine Fähigkeiten Infrastrukturmaßnahmen

zu konzipieren, verbunden mit seiner langjährigen

Erfahrung in der politischen Umsetzung solcher Konzepte waren

für den DWSV in einer Zeit der Umstrukturierung entscheidend und

haben Doni, wie auch dem DWSV, zu hohem Ansehen verholfen. Sein

Interesse für die Arbeit und die Ziele des DWSV war auch als Ehrenvorsitzender

ungebrochen, sein Rat und seine Unterstützung bis zuletzt sehr

gefragt und geschätzt. Der DWSV aber auch das deutsche Binnenschifffahrtsgewerbe

verliert mit Dr. Wilhelm Doni eine seine profi liertesten

Persönlichkeiten und Mitstreiter. Der DWSV ist ihm dankbar für die vielen

Jahre seines engagierten Wirkens und wird ihm stets ein ehrendes

Andenken bewahren. ■ Hans-Wilhelm Dünner | DWSV

8 | 5|2008


Ardelt, Kirow und Kocks bilden Kranunion

Doppellenkkran Kondor der Firma

Ardelt | Bild: Kranunion

5|2008

Die Kranhersteller Kirow, Kocks

und Ardelt (vormals Kranbau

Eberswalde) haben sich Anfang

Juli unter dem gemeinsamen Dach

der Kranunion GmbH & Co. KG zusammengeschlossen.

Mit diesem

Schritt wurde die Finanzholding-

Gesellschaft der Kirow Gruppe in

eine Managementholding umgewandelt.

„Durch die grundlegende

Namensänderung wollen wir den

Bezug der Gesellschaft auf die

Geschäftstätigkeiten der drei Mitgliedsfi

rmen herstellen“, so Heinz

Lindecke, Vorstandsmitglied bei

Ardelt. Als eine erste Maßnahme entwickelte die Kranunion ein durchgängiges

Konzept der Produktnamen für die drei Betriebe. Produktentwicklung

und operatives Geschäft sollen bei den Standorten verbleiben.

Unter der Geschäftsführung von Ludwig Koehne übernimmt die Kranunion

Kontrolle und Bündelung der Tätigkeiten auf übergeordneter Ebene.

Auch die Bezeichnungen der beteiligten Firmen ändern sich. So wird

die Kocks Krane International GmbH nun Kocks Krane GmbH heißen.

Die Kirow Leipzig KE Kranbau Eberswalde AG fi rmiert ab sofort unter

der Bezeichnung Kirow Ardelt AG. Hinter dem Firmennamen Ardelt

steckt die umbenannte Kranbau Eberswalde AG, die zuvor schon einmal

den Namen Ardelt trug – benannt nach dem Ingenieur Robert Ardelt,

der das Unternehmen 1902 gegründet hatte. Nach eigenen Angaben

sind alle drei beteiligten Firmen Weltmarktführer in ihrem jeweiligen

Spezialgebiet: Ardelt bei Doppellenkkranen, Kirow bei Eisenbahnkranen

und Kocks bei Goliath-Kranen. Weitere Konstruktionen wie Containerbrücken

für See- und Binnenhäfen gehören ebenfalls zum Leistungsumfang

der Kranunion. ■ CG

Tognum und Hug entwickeln

gemeinsamen Abgasfi lter

Die Tognum-Gruppe hat mit der Schweizer Firma Hug Engineering

AG ein Joint Venture zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Abgasnachbehandlung

vereinbart. Am 1. Oktober soll die Firma mit

Sitz in der Schweiz gegründet werden, teilte das Unternehmen am

11. August in Friedrichshafen mit. Ziel ist die Konstruktion von

Abgasnachbehandlungssystemen, mit denen die MTU-Großdieselmotoren

der Baureihen 2000, 4000 und 8000 künftig serienmäßig

MARKT & MELDUNGEN

ausgerüstet werden können. Die Optimierung von Kosten, Bauraum

und Gewicht spiele dabei eine große Rolle. Für die Serienfertigung

plant Hug bis 2011 den Aufbau der notwendigen Kapazitäten.

Geschäftsführer wird Friedrich Köskemeier von der MTU Friedrichshafen.

Die Gesellschaft will in den nächsten Jahren bis zu 6 Mio.

EUR investieren. Mit SCR-Systemen zur selektiven katalytischen Reduktion

von Stickoxiden arbeiten beide Unternehmen schon länger

in verschiedenen Stadien. Hug hatte in den letzten Jahren bereits

rund 1.000 SCR-Systeme verkauft. ■ CG

GL legt Grundstein für neue

Unternehmenszentrale

Den Grundstein für das neue Quartier des Germanische Lloyds (GL)

haben am 29. Mai Vertreter von GL, Stadt und beteiligten Firmen gelegt.

Mit der feierlichen Grundsteinlegung beginnt der Bau auf drei

Baufeldern. Insgesamt will der GL dort 40.000 qm Mietfl äche nutzen

und Platz für ca. 2.000 Arbeitsplätze vorhalten. Wegen der stark

wachsenden Sparten Industriedienste und Maritime Dienstleistungen

plant der GL eine Aufstockung der Mitarbeiterzahlen. Noch in diesem

Jahr werden allein für den Standort Hamburg 150 Mitarbeiter für

technische Prüftätigkeiten gesucht. Im Frühjahr 2010 sollen die heute

1.300 Mitarbeiter in das neue Gebäude umziehen. Bislang teilen sich

die GL-Büroräume auf acht Standorte in der Stadt auf. ■ Dü | CG

Mauern Grundstein

und Zeitkapsel in

das Fundament ein:

GL-Vorstandsmitglied

Pekka Paasivaara,

Architekt Prof. Volkwin

Marg, Bürgermeister

Ole von Beust;

GL-Vorstandsmitglied

Dr. Joachim Segatz,;

GL-Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Wolfgang

Peiner, Aufsichtsratsvorsitzender

des GL;

und Hanno Schrecker

von der Morgan Stanley

Bank AG (v.l.n.r.).

Anzeigenschluss

für die SMM-

Ausgabe:

05. September 08

| 9


VERKEHRSPOLITIK

Binnenschifffahrt schneidet überproportional gut ab

Verkehrsetat 2009 wächst

Der Bund will im nächsten Jahr 900 Mio. EUR und somit zusätzlich 100 Mio. EUR in die Binnenschifffahrtwege investieren. Das

geht aus dem Entwurf des Bundeshaushalts 2009 für das Bundesverkehrsministerium hervor. Die Ausgaben in diesem Bereich

werden insgesamt sogar um mehr als 10% oder 200 Mio. auf 1,86 Mrd. EUR steigen. Damit erhält die Binnenschifffahrt die

prozentual höchsten Aufschläge.

Mit rund 30% aufgestockt werden die Mittel für Um-, Aus- und

Neubaumaßnahmen an Bundeswasserstraßen und zwar auf

215 Mio. EUR. Damit hat sich dieser Etatposten in nur zwei Jahren

mehr als verdoppelt. Welche Projekte damit verstärkt vorangetrieben

werden, geht aus der Finanzplanung nicht hervor. Die aufgestockten

Investitionsmittel sollen auch für die Jahre 2010 bis 2012 weitgehend

erhalten bleiben. Im Einzelnen werden die Beihilfen zur Ausbildungsförderung

für die Branche um rund 8% auf 2,5 Mio. EUR steigen. Demgegenüber

wird in die Modernisierung der deutschen Binnenschifffahrtsfl

otte mit ebenfalls 2,5 Mio. EUR gut 15% weniger gesteckt.

Deutlich aufgestockt werden die Mittel für den Kombinierten Verkehr

(KLV) und zwar von 110 Mio. EUR auf 152 Mio. EUR im nächsten

Jahr. Darlehen werden künftig deutlich reduziert, dafür gibt es mehr

Zuschüsse. Für den Bau neuer Umschlaganlagen werden 114 Mio.

EUR als Baukostenzuschüsse zur Verfügung gestellt. 2008 waren es

52 Mio. EUR. Demgegenüber werden die Mittel zur Förderung von

Neuverkehren von 15 Mio. EUR auf knapp 5 Mio. EUR zurückgenommen.

Das Gleisanschlussprogramm bleibt mit 32 Mio. EUR unverändert

bezuschusst.

Bundesfi nanzminister Peer Steinbrück macht wie immer zu einzelnen

Privatisierungsvorhaben keine Erlösangaben. Für die anstehende Teilprivatisierung

der Bahn legt er „großen Wert auf die kapitalmarktgerechte

Ausgestaltung der Privatisierungsmaßnahmen“ des Bundes. Der

Minister beziffert erstmals Einnahmen aus Kapitalvermögen, für die im

laufenden Haushaltsjahr 10,7 Mrd. EUR und im nächsten Jahr 4,3 Mrd.

EUR veranschlagt werden.

Der Einzelplan 12 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

sieht im nächsten Jahr Gesamtausgaben von 25,6 Mrd. EUR

vor, das sind rund 5% mehr als 2008. Auf den Verkehrsbereich entfallen

22,3 Mrd. EUR. Dem Ausgabenzuwachs stehen Mehreinnahmen „vor

allem aus der Erhöhung und stärkeren ökologischen Steuerung der Lkw-

Maut gegenüber, die verursachungsgerecht schweren Lkw für die Nutzung

der Autobahnen auferlegt werden“, betonte der Finanzminister. Er

verspricht, dass diese zusätzlichen Mittel „in voller Höhe“ dem Verkehrsbereich

zugute kommen und die Investitionen stärken.

Den Verkehrsträgern Schiene, Straße und Wasserstraße einschließlich

kombinierter Verkehr stehen im kommenden Jahr 10,2 Mrd. EUR

Investitionsmittel zur Verfügung, rund 1 Mrd. EUR mehr als bisher,

ein Zuwachs um 7%. Ein Blick in das Zahlenwerk zeigt jedoch, dass

lediglich zwei Drittel der mutmaßlichen Maut-Mehreinnahmen von

rund 1,6 Mrd. EUR reinvestiert werden. Die Union hat bereits angekündigt,

während der Parlamentsberatungen weitere Investitionsausgaben

bei der Verkehrsinfrastruktur durchzusetzen.

Innerhalb des Investitionsrahmens setzt der Etat, so Steinbrück weiter,

„Akzente“ und zwar im Straßenbau und bei der Bahn. Die Mittel für das

Schienenprogramm zur Verbesserung des Seehafenhinterlandverkehrs

werden auf 50 Mio. EUR verdoppelt. Zudem schafft Steinbrück die

Voraussetzung für einen Infrastrukturbeitrag des Bundes im Bahnbereich,

wofür jährlich 2,5 Mrd. EUR veranschlagt werden. Der gesamte

Finanzaufwand für die Eisenbahnen des Bundes steigt deutlich

von 9,2 Mrd. EUR auf 9,9 Mrd. EUR. Die Investitionen legen

allerdings nur gut 200 Mio. EUR auf 3,9 Mrd. EUR zu.

Die Ausgaben für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der

Gemeinden, die so genannten GVFG-Mittel, betragen unverändert

1,67 Mrd. EUR. Der vom Bundesverkehrsministerium entwickelte

„Masterplan Güterverkehr und Logistik“ wird im nächsten Jahr weitere

800.000 EUR verschlingen und dann insgesamt 2,5 Mio. EUR

gekostet haben.

Der Verkehrsetat mit seinen Investitionserhöhungen könnte allerdings

dann zur Makulatur werden, wenn die Lkw-Maut nicht in dem geplanten

Ausmaß angehoben werden sollte. Im Etat besteht eine förmliche Haushaltssperre

in einer Größenordnung von 1,08 Mrd. EUR. Über die neuen

Mautsätze soll der Bundesrat im September entscheiden. Schon regt

sich Widerstand. Das private Transportgewerbe fühlt sich auf Grund der

hohen Treibstoffpreise nicht in der Lage, zusätzlich eine Mauterhöhung

um fast die Hälfte von 3,45 Mrd. EUR auf 5,07 Mrd. EUR zu schultern.

Gerade eine hohe Maut zum Abbau der Wettbewerbsverzerrungen zwischen

den Verkehrsträgern hat erst kürzlich Dr. Rolf Bender in seiner

Eigenschaft als Vizepräsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen

(VDV) in Berlin gefordert. Er referierte über Chancen und Möglichkeiten

sowie über Probleme der Eisenbahnverkehrsunternehmen

auf den Bahnmärkten vor der Verkehrskommission der Mittelstands-

und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. Dem hielten Vertreter des

privaten Straßentransportgewerbes entgegen, dass der Lkw über die Mineralölsteuer

mehr als die Wegekosten bezahlt. „Das müssen wir auch

mit unseren Dieselloks und obendrein noch die Trassenentgelte zahlen“,

konterte Dr. Bender, der außerdem Präsident des Bundesverbands

Öffentlicher Binnenhäfen und Vorstandsvorsitzender der Häfen und

Güterverkehr Köln AG ist. ■ Dieter Dattelzweig

Die Mittel für den Wasserstraßenausbau werden 2009 um 30% aufgestockt

10 | 5|2008

| Bild: Domarin


BDB-Präsident Dr. Gunter Jaegers (l.) konnte Bundesverkehrsminister Wolfgang

Tiefensee von Änderungen am Masterplan zugunsten der Binnenschifffahrt

überzeugen | Bild: Götze-Rohen

Masterplan Güterverkehr und Logistik:

Tiefensee will Schifffahrt stärken

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will den

inländischen Gütertransport optimieren sowie effi zient gestalten

und ihn in internationale Verkehrsströme einbinden.

Dabei soll die Binnenschifffahrt künftig eine ähnliche Priorität erlangen

wie die Bahn. Das kündigte er am 15. Juli 2008 einen Tag

vor der verkehrspolitischen Beschlussfassung des „Masterplans Güterverkehr

und Logistik“ im Bundeskabinett an. Nach der harschen

Kritik der Wirtschaft am ursprünglichen Entwurfspapier (siehe SUT

Nr. 2/2008) im vergangenen Frühjahr wurden grundlegende Korrekturen

vorgenommen.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer prognostizierten

rund 70-prozentigen Transportnachfragesteigerung bis zum Jahr

2025 will Tiefensee die Potenziale der Binnenwasserstraßen stärken

und hierfür Anpassungsstrategien entwickeln. Dabei wird

auch auf den internationalen Bereich gesetzt. Der Verkehrsträger

Binnenschifffahrt ist daher im europäischen Konsens voranzubringen,

wird in dem Beschlusspapier hervorgehoben. Außerdem soll

der deutsche Masterplan den im vergangenen Herbst von der EU

vorgelegten Aktionsplan zur Güterverkehrslogistik ergänzen und

daran nahtlos anbinden. Dazu ist vorgesehen, ausgewählte Wasserwege

für den mehrlagigen Containertransport per Binnenschiff

auszubauen. Zudem werden kapazitätssteigernde Technologien im

Bereich des Wasserstraßenverkehrsträgers angekündigt.

Im Rahmen einer nationalen Hafenkonzeption wird die Binnenschifffahrt

eine wichtige Rolle spielen. Die Seehafenanbindung an

das Hinterland über Flüsse und Kanäle wird vorangetrieben. Dabei

werden verschiedene Formen der Kooperation der Seehäfen untereinander

und mit den Binnenhäfen empfohlen.

Im Übrigen kommt der verkehrspolitische Ordnungsrahmen auf den

Prüfstand. Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Verkehrsträgern

werden aufgedeckt und abgestellt, so das Ministerium. Dazu

will es ein Gutachten in Auftrag geben. Dies ist einer von mehreren

Aufträgen an Gutachter und Experten, die das Ministerium im Rahmen

des Masterplans vergeben will.

Gegenüber dem ursprünglichen Entwurfspapier wurden einige verkehrspolitische

Zielsetzungen aufgegeben. Unter anderem wird nicht

mehr angestrebt, der Bahn im Schienengüterverkehr die Stromsteuer

zu erlassen und die Lkw-Maut progressiv zu staffeln. Gleichwohl

wird an einer „höheren und stärkeren ökologisch ausgerichteten“

Abgabenstaffel festgehalten. ■ Dieter Dattelzweig

5|2008

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VERKEHRSPOLITIK

Mitgliederversammlung 2008 des Bundesverbandes

Öffentlicher Binnenhäfen in Mülheim an der Ruhr

Spannungsfeld

Hafen-Stadt–Umwelt

Anlässlich seiner diesjährigen Mitgliederversammlung am 25. und 26. September in Mülheim/Ruhr befasst sich

der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Vorträgen und

Diskussionsforen mit dem Generalthema ‚Binnenhäfen im Spannungsfeld zwischen Hafen, Stadt und Umwelt’. Mit

Neuwahlen des Präsidiums stellt der Verband die Weichen für die Zukunft.

Der öffentliche Teil der BÖB Mitgliederversammlung ist auch Teil

des diesjährigen Binnenhafenkongresses im Haus der Technik,

Essen und fi ndet am 25. September von 10 bis 13 Uhr im Siemens

Tower Mülheim/Ruhr statt. Experten des BÖB, aus Wirtschaft

und Politik diskutieren entscheidende Fragen der aktuellen Verkehrs-

und Umweltpolitik und ihren Einfl uss auf das System Wasserstraße.

Dabei werden die Herausforderungen der aktuellen und zukünftigen

Umwelt-, Lärm- und Emissionsgesetzgebung auf die Logistik im allgemeinen,

die stadtnahe Logistik im speziellen und mit Blick auf die

weiteren Aktivitäten der Binnenhäfen als geborene Güterverkehrs-

zentren in Städten herausgearbeitet und Lösungen präsentiert. Nach

der Begrüßung durch BÖB Präsident Dr. Rolf Bender berichtet Horst

Schmoll von der Siemens AG, Werk Mülheim, über den Standortfaktor

Hafen und Wasserstraße im Ruhrgebiet. Der NRW-Minister für Umwelt,

Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Eckhard

Uhlenberg, beschäftigt sich anschließend in einem Vortrag mit den

umweltpolitischen Anforderungen aus der EU und deren Umsetzung

in NRW. Dr. Mathias Dobner, Geschäftsführer Gottwald Port Technology

GmbH, Düsseldorf, schließt den Vortragsteil mit praxisorientiert

dargestellten umweltpolitischen Fragestellungen für Binnenhäfen.

Nach einer Kaffeepause schließt der öffentliche Teil der BÖB Jahrestagung

mit einem Podiumsgespräch zum Thema ‚Binnenhäfen im

Spannungsfeld zwischen Hafen, Stadt und Umwelt’. Unter der Leitung

des WDR-Journalisten Bernd Müller diskutieren BÖB-Präsident Dr. Rolf

Bender, Dr. Mathias Dobner, der verkehrspolitische Sprecher der IHK Essen,

Gerhard Hammer, und der Staatssekretär im Ministerium für Bauen

und Verkehr NRW, Günter Kozlowski. Anlass für die Auswahl des Tagungsortes

ist auch das 200-jährige Jubiläum der Stadt Mülheim. Die

traditionsreiche Stahl- und Bergbaustadt an der Ruhr war von alters her

Hafenstandort, der seit 1927 offi ziell als „Rhein-Ruhr-Hafen“ bezeichnet

wird. Damals erfolgte die Anbindung zum Rhein über die Schleuse Raffelberg

und einen Schifffahrtkanal nach Duisburg, der mit 2,80 m Tauchtiefe

und 6,50 m Brückendurchfahrtshöhe auch der Fluss-Seeschifffahrt

das ein- und auslaufen in den Mülleimer Hafen ermöglicht. 340 Betriebe

mit 6500 hafenaffi nen Arbeitsplätzen sind im Gewerbegebiet Rhein-

Ruhr-Hafen Mühlheim angesiedelt und nutzen die Umschlagsanlagen

des Hafens mit 25 Verladebrücken mit bis zu 600 t Tragfähigkeit, 11 Mobilkräne

und Löscheinrichtungen für Getreide und Mineralöl sowie die

großzügigen Lagermöglichkeiten.

Anmeldungen zum öffentlichen Teil der BÖB Jahrestagung über die

BÖB Geschäftsstelle Berlin, Anja Fuchs, Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit,

Tel. +49 30 39802870, Fax +49 30 340608553, E-Mail

as-boeb@binnenhafen.de, Straße des 17. Juni 114, 10623 Berlin.

■ Hans-Wilhelm Dünner

Der Siemens Tower in Mülheim/Ruhr

12 | 5|2008


23. Internationale Schiffbaufachmesse

vom 23. bis 26. September in Hamburg

SMM 2008

stellt neue

Rekorde auf

MESSEN & KONGRESSE

Auf dem Gelände der Hamburg Messe startet am 23. September die „23. shipbuilding, machinery & marine technology

international trade fair“. Eröffnet wird die SMM bereits am Vortag durch Bundeswirtschaftsminister Michael

Glos. Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz gehören wie schon vor zwei Jahren zu den Schlüsselthemen der viertägigen

Schiffstechnikmesse.

Erstmals zur SMM 2008 steht das neue Hamburger Messegelände

mit allen elf, davon sieben komplett neuen Hallen vollständig

zur Verfügung. Da die Hamburger Messe das Bauvorhaben

beschleunigt und den Fertigstellungstermin um ein halbes

Jahr vorgezogen hatte, können die Aussteller auch die Halle B7

beziehen. Insgesamt steht den mehr als 1.800 zur SMM erwarteten

Ausstellern aus über 50 Nationen rund 87.000 qm Hallenfl äche zur

Verfügung. Das sind rund rund 10.000 qm mehr als bei der Vorveranstaltung.

Zur SMM 2008 erwartet der Veranstalter mehr als

45.000 Fachbesucher aus aller Welt.

Etwa 250 Unternehmen wollen sich erstmals auf der größten Leistungsschau

des Weltschiffbaus präsentieren, darunter zahlreiche

Werften und Verbände wie zum ersten Mal auch KOSHIPA, der

Schiffbauverband des führenden Schiffbaulandes Korea. Ausge-

5|2008

buchte Hallenkapazitäten, Anfragen nach größeren Ständen und

eine lange Aussteller-Warteliste zeugen von der Bedeutung der

SMM als Bühne für fortschrittliche maritime Produkte und Technologien.

Zusätzlich werden die Aussteller auch von der großen Zahl

der Vertragsabschlüsse auf der letzten Messe angezogen.

Die Angebotsbereiche der SMM 2008 konnte die Hamburg Messe

dank der verfügbaren Hallenkapazität übersichtlich anordnen. Damit

sollen die Besucher ihren Messeaufenthalt effi zienter gestalten

können. Parallel zur Ausstellung fi nden zahlreiche Kongresse und

Workshops auf dem Messegelände und im Congress Zentrum statt.

Dazu zählen etwa der Umwelt-Workshop vom Bundeswirtschaftsministerium

und dem Europäischen Schiffbau-Verband CESA, das

Ship Finance Forum und die Marine Coatings Conference.

www.smm2008.de ■ Christian Grohmann

| 13


MESSEN & KONGRESSE

ELNA zeigt Radar-Neuheiten

Auf über 175 qm präsentiert die ELNA Elektro-Navigation und Industrie

GmbH aktuelle Geräte ihrer Vertragspartner aus den Bereichen

Navigation, Kommunikation und Automation. Neu auf

dem ELNA-Stand ist die Multiradar-Erweiterung für den RADARpilot720°.

Gemeinsam mit dem Flussradarsystem ELNA 3407TFT bildet

der RADARpilot720° das zentrale Element im Produktbereich Binnenschifffahrt.

| Halle B6, Stand 321, 420

KTR stellt Wellenkupplungen und

Überlastsysteme vor

ROTEX-Kupplungen zur Dämpfung von Stößen und Schwingungen

für Bugstrahlruder und Azimuth-Antriebe wird die KTR Kupplungstechnik

GmbH vorstellen. Für die elektromotorisch angetriebene

Drehbewegung der Propellereinheit fertigt KTR die ROTEX-Kupplungen

als Baueinheit mit einem KTR-SI Überlastsystem.

Wellenkupplungen von KTR kommen darüber hinaus in unterschiedlichsten

Antrieben der Schiffstechnik zum Einsatz – zum Beispiel

in Förder- und Bilgenpumpen, Winden und Kränen. Zu den neuen

Produkten von KTR gehört auch die drehstarre RADEX MK-Stahlmembrankupplung.

Sie wurde für einen Hersteller von kleineren

Schiffsdieselmotoren entwickelt, um Motor mit Antriebswelle zu

verbinden. | Halle Hall lle A3 A3, St Stand 23 231

ROTEX Klauenkupplung | Bild: KTR

MAN präsentiert Mittelschnelläufer,

Steuerelektronik und Turbolader

Den neuen Mittelschnellläufer vom Typ 28/33 D wird MAN einführen.

Der Motor dreht mit 900 bis 1000/min und wird in Leistungsstufen

von 4.860 bis 9000 kW erhältlich sein. Zu den Neuentwicklungen

der Augsburger zählen auch ein neuer axialer Turbolader,

dessen Leistung sich mittels Variable Turbine Area (VTA) an den Verbrennungsluftbedarf

des Motors anpassen lässt. Ebenfalls auf dem

MAN-Stand vertreten ist das neue Sicherheits- und Steuerungssystem

SaCoSone, das nicht mehr im Schaltschrank sondern unmittelbar

am Motor installiert werden kann.

Halle A3, Stand 200 / Freigelände 02 bei Halle A4

Zertifiziert nach DIN ISO 9001

2000-12

(BVQI)

MTU überarbeitet Baureihe 4000

Mit gesteigerter Leistung und höherer Wirtschaftlichkeit schickt das

Tognum-Unternehmen MTU den Arbeitsschiffmotor aus der Baureihe

4000 ins Rennen. Der 2.200 kW starke Motor soll eine höhere

Lebensdauer, einen geringeren spezifi schen Verbrauch und längere

Wartungsintervalle bieten. Zudem garantiert MTU die Erfüllung der

Emissionsrichtlinien EPA Tier 2, ZKR II und EU Stufe 3a.

Halle A3, Stand 220

M+E Motoren optimiert Verschleißteile

Ein Messeschwerpunkt der M+E Motoren- und Energietechnik

GmbH ist die Instandsetzung von Ventilsitzringen durch Laserschweißen.

Der Einsatz eines robotergesteuerten Hochleistungslaserstrahls

zur Oberfl ächenveredelung soll einem Produkt lokal

optimale Eigenschaften ermöglichen. Diese neue und zertifi zierte

Methode soll einen materialschonenden und haltbareren Aufarbeitungsprozess

garantieren. | Halle A4, Stand 100

Ubifrance: Gemeinschaftsstand

für Französische Schiffstechnologie

Gemeinsam stellt sich die französische Schiffbau- und Technologiebranche

auf dem Ubifrance-Stand vor. Zu den Ausstellern gehören

SODENA SAS (Navigationssysteme/Geographische Informationssysteme),

DOCSEA (Flottenmanagement-Software), EUTELSAT

(Breitbandlösungen) ENAG (Energiewandler), NOVASEP (Ultra-, Mikro-

und Nanomembranenfi ltration), SITINDUSTRIE MARINE (korrosionsbeständige

Schläuche), MASSON MARINE (Schiffsgetriebe)

SERVI LOIRE MARINE (mobile oder montagefertige Ausstattungen

zur Reinigung von Fenstern und Luken), ECOVIA (Energiesparsysteme

für Schiffsmotoren), MAPAC PANEL (Zwischenplatten), DL

SERVICES (professionelle Küchen) und ACS PRODUCTION (Verbundtextilienstrukturen).

| Halle B4, Stand 250 ■ CG

Konstruktion und Fertigung von vibrationsarmen Propellern mit besten Wirkungsgraden sowie

kompletten Wellenanlagen ·Reparaturen · Leistungsanpassungen · Allgemeiner Maschinenbau

Die treibende Kraft:

SMM: Halle A3 Stand A3.132

SCHAFFRAN

SCHAFFRAN Propeller + Service GmbH: Bei der Gasanstalt 6-8, D-23560 Lübeck, � (0451) 58323-0, Fax (0451) 58323-23

Niederlassung Hamburg: Kamerunweg 10, D-20457 Hamburg, � (040) 78 62 75, Fax (040) 78 54 40

E-mail: schaffran-propeller@t-online.de ·Internet: www.schaffran-propeller.de

14 | 5|2008


in-innovative navigation GmbH kombiniert Radarbilder für RADARpilot720°

Multiradar verbessert

Radarübersicht

Bei schlechten Wetterbedingungen wird das Radar zum

Auge des Schiffers. Damit dieser nicht ständig zwei

Monitore beobachten muss, hat in-innovative navigation

GmbH aus Kornwestheim ein System zur gemeinsamen

Darstellung von Front- und Heckradar auf einem

Bildschirm entwickelt.

Im Multiradarsystem kombiniert RADARpilot720° beide Radarbilder

und eliminiert Fehlechos sowie durch Abschattung entstandene

tote Zonen bestmöglich. Damit wird die Navigationssituation

rund um das eigene Schiff deutlich übersichtlicher als

bisher dargestellt. Schiffsführer sollen es so leichter haben, das

angezeigte Radarbild schnell und sicher zu interpretieren.

Das Multiradar benötigt je einen Radarscanner an Bug und Heck. Da

diese Kombination bei modernen Schiffen bereits häufi g eingesetzt

wird, um Radarschatten einer hohen Eigenladung, Refl ektionen aus

dem geöffneten Laderaum oder den eigenen Aufbauten mit einem

zweiten Radarbild auszugleichen,

lässt sich die Multiradaranzeige

leicht installieren. In Kombination

mit dem in der Praxis bewährten

Navigationssystem RADARpilot720°

lassen sich nun elektronische Karte,

Automatic Identifi cation System

(AIS) und kombiniertes Radarbild

auf einem Bildschirm darstellen. Die

technische Umsetzung der Multiradar-Darstellung

erfolgt über zwei

5|2008

Der Overlay-Modus entlarvt

Fehlechos durch eine matte

Darstellung

MESSEN & KONGRESSE

Der Split-Modus bietet die übersichtlichste Rundumsicht

Rechner, die jeweils das Radarbild eines Scanners erfassen, verarbeiten

und über eine Netzwerkverbindung austauschen.

Für die kombinierte Darstellung stehen die Modi Overlay und Split

zur Verfügung. Mit einer Aufteilung in der Bildmitte ermöglicht der

Split-Modus die beste Übersicht: Im oberen Bereich des Bildschirms

wird das Bugradar dargestellt, im unteren das Heckradar. Der Overlay-Modus

stellt beide Radarbilder in reduzierter Helligkeit komplett

dar. Wo sich die Echos beider Scanner überlagern, erscheint

das doppelt erkannte Hindernis in gewohnt starker Leuchtkraft. Die

matten Fehlechos eines einzelnen Scanners werden auf diese Wei-

Zum Vergleich das einzelne

Heckradarbild in der gleichen

Situation | Bilder: in

A new generation of commercial Vessels

in carbon fibre sandwich technology

Lightweight | Substantial fuel savings

Lower maintenance cost | Lower operational overheads

Environment-friendly | Efficient rescue systems

BRØDRENE AA

se leicht identifi zierbar. Mit einem

Mausklick kann sich der Schiffsführer

auch ausschließlich Bugradar

oder Heckradar anzeigen lassen.

Das komplette System ist neu ab

14.000 EUR erhältlich. Bestehende

Systeme lassen sich um die Multiradar-Zusatzfunktion

aufrüsten.

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| 15


SCHIFFFAHRT & PRAXIS

Schwarzes Gold

als stabiles Rückrat

Das CO2 aus der Kohleverstromung soll zukünftig umweltschonend abgeschieden und gelagert werden.

Umweltschonend transportiert wird Kohle schon heute

Allein 2007 musste Deutschland 47,5 Mio. t Kohle und damit 1

Mio. t mehr als im Vorjahr importieren. Rund 22 Mio. t und damit

nahezu die Hälfte der Importkohle stammte aus den ARA-

Häfen und wurde per Binnenschiff ins deutsche Hinterland gebracht.

Die Seehäfen Bremen, Hamburg und Wilhelmshaven schlugen rund 14

Mio. t um. Etwa 11 Mio. t Kohle kamen auf dem Schienenweg ins Land.

Hauptabnehmer der Importkohle waren mit 30,5 Mio. t die Kraftwerke

und mit 14,2 Mio. t die Eisen- und Stahlindustrie. Während der Bedarf

an Kraftwerkskohle stabil blieb, benötigte die Metallindustrie rund 1 Mio.

t – überwiegend Kokskohle – mehr. Der steigende Trend hält bereits seit

1990 an. Damals wurden lediglich 11,7 Mio. t importiert. Da die inländische

Kohleförderung weiter zurück geht, prognostiziert der VDKI auch

für die Zukunft einen Anstieg der benötigten Importmenge.

Häfen und Schifffahrtstreibende müssen sich dafür zum Teil noch wappnen,

fi ndet Joachim Holstein, der sich als Bereichsleiter Logistik und Verkauf

Nord bei der Duisburger Häfen und Transport AG (HTAG) auch mit

der Kohlelogistik beschäftigt. „Oft sind Kraftwerke noch in der Nähe von

RAG Zechen angesiedelt. Hier gilt es, Umschlagskapazitäten vernünftig

zu planen und sich gute Konzepte für den gebrochenen Verkehr mit der

Bahn zu überlegen“, so Holstein. Für Kraftwerksstandorte auf der Rheinschiene

stehe dank starker Neubautätigkeit besonders in den Niederlanden

genügend Schiffsraum zur Verfügung. Dementsprechend sieht

Holstein auf dem Rhein nur moderat steigende Frachtraten für Kohle.

„Von den unrentablen Frachtraten vergangener Jahre haben wir uns

aber ordentlich entfernt“, entwarnt Holstein. Momentan werde für den

Kohletransport auf großen Rheinschiffen etwa 3,25 EUR/t auf der Relation

Rotterdam – Duisburg gezahlt. Interessant für den Kohletransport

sieht Holstein die Situation auf Nebenfl üssen und Kanälen. „Bedarf an

kanalgängigen Trockenfrachtern gibt es hier nach wie vor.“ Zu Engpässen

wie in der Seeschifffahrt werde es in absehbarer Zeit dennoch nicht

kommen: Dort wurde für die Relation Kolumbien oder Südafrika zu den

ARA-Häfen im Januar etwa 30 USD/t und aus Australien rund 50 USD/t

gezahlt. Zu Spitzenzeiten waren es in der zweiten Jahreshälfte 2007 einmal

knapp 50 bzw. 75 USD/t gewesen, so der VDKI. Noch Anfang 2002

notierten die Frachtraten auf allen Relationen zwischen 5 und 10 USD/t.

Ursachen für die Entwicklung der Seefrachten sind Kapazitätsengpässe

in den Seehäfen Australiens und Brasiliens sowie die rapide wachsenden

Transportmengen im Seeverkehr. Diese hatten sich bei Kohle in den letzten

sieben Jahren um 258 Mio. t auf 778 Mio. t und bei Eisenerz um 340

Mio. t auf 788 Mio. t gesteigert.

Die Risikofaktoren für Kohle als Ladung schätzt der VDKI ebenfalls

Kohleimporte

erreichen Höchststand

von 47,5 Mio. t

Mit den Worten „Von all time

high zu all time high“ beschreibt

Dr. Erich Schmitz, Vorstandsvorsitzender

des Vereins

der Kohleimporteure (VDKI)

den weltweit anhaltenden

Trend in der Steinkohleförderung.

Wachsende Importe

stellen auch hierzulande ein

solides Standbein für die Trockenschifffahrt

dar.

als gering ein. Dank der geopolitisch günstig verteilten Lagerstätten

und ausreichendem Angebot gebe es eine langfristige Versorgungssicherheit,

regionale Schwankungen auf dem Weltmarkt konnten

auch im letzten Jahr ausgeglichen werden. So verstärkten etwa Kolumbien,

Russland und die USA ihre Exporte, während die erwartete

Steigerung aus Australien, Indonesien und Vietnam ausblieb und der

Export aus Südafrika, Polen und Venezuela schwächelte. Insgesamt

sei die Bezugsstruktur aber besser gefächert als je zuvor. Mit 15

im Bau befi ndlichen Kohlekraftwerken, acht Anlagen im Genehmigungsverfahren

und sieben weiteren in unterschiedlichen Planungsstadien

scheint auch der Bedarf an Kraftwerkskohle in Deutschland

stabil zu bleiben. Die im Bau befi ndlichen Kraftwerke stellen jedoch

keine zusätzlichen Abnehmer dar, sondern sind als effi zienterer Ersatz

für alte Anlagen gedacht. Für Transport und Lagerung kommt

begünstigend hinzu, dass Kohle ein geringeres Gefahrenpotenzial als

andere Energieträger hat. ■ Christian Grohmann

VCI überarbeitet Leitfaden für Binnenschiffstransporte

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat sein „Anforderungsprofi

l für Binnenschiffstransporte“ aktualisiert und an die

geänderten ADN(R)-Vorschriften angepasst. Der Leitfaden für

den nationalen und internationalen Binnenschiffsverkehr soll

Chemieunternehmen bei der Auswahl geeigneter Logistikdienstleister

helfen. Schifffahrtstreibenden bietet er die Möglichkeit,

sich leichter auf Kundenanforderungen der chemischen Industrie

einzustellen. Soweit möglich, hat der VCI auch das ADN(R)

2009 berücksichtigt. Danach muss der Schiffsführer zum Beispiel

keine individuellen Unfallmerkblätter mehr mitführen; sie

werden durch einheitliche schriftliche Weisungen ersetzt. Neu

im Anforderungsprofi l sind auch zwei Formulare zur Meldung

von Ereignissen wie Grundberührungen oder Kollisionen. Sie betreffen

besondere Vorkommnisse und Zwischenfälle beziehungsweise

Unfälle. Mit diesen neuen einheitlichen Standards sollen

Auftraggeber, Behörden und Einsatzkräfte schnell mit den für

sie notwendigen Informationen versorgt werden können. Der 19

Seiten starke Leitfaden kann auf www.vci.de unter dem Stichwort

„Anforderungsprofi le an Logistikdienstleister“ heruntergeladen

werden. ■ CG

16 | 5|2008


Internationale

Binnenschifffahrts- Gefahrgut-Tage

in Maastricht

Am 23. und 24. Oktober fi nden in Maastricht

die 19. Internationalen Binnenschifffahrts-

Gefahrgut-Tage statt. Themen sind die geplante

Europäische Richtlinie für den Gefahrguttransport

auf Binnengewässern, das

Projekt ISGINTT, Abfalltransport und Entsorgung

sowie die Beförderung wasserverunreinigender

Stoffe in Doppelhüllenschiffen des

Typs N. Dazu wird Norbert Spitzer von der

BASF AG in Ludwigshafen über Änderungen

des ADNR/ADN zum 1. Januar 2009 berichten.

Zudem wird Erwin Spitzer vom BDB über das

2009 in Kraft tretende Abfallübereinkommen

referieren. Dem wird sich ein Vortrag über

Praxis und Zukunft der Abfallentsorgung

von Gerrit Bedet, Binnenschifffahrtsberater

aus den Niederlanden, anschließen. Über

den aktuellen Stand des ISGINTT-Programms

wird Kurt Pöttmann berichten. Die Leitung

der vom Management Information Center

veranstalteten Tagung liegt bei Klaus Ridder,

der über ein Jahrzehnt Chairman der internationalen

Arbeitsgruppen für die Beförderung

gefährlicher Güter bei der ZKR sowie

bei der Wirtschaftskommission für Europa

(ECE/WP.15) war. www.m-i-c.de

■ CG

Gefahrgut-Experten tagen

in Siegburg

Vom 20. bis zum 22. Oktober veranstaltet das

Management Information Center unter der

Leitung von Jörg Holzhäuser und Klaus Ridder

in Siegburg die Gefahrgut-Experten-Tage. Die

Themen der diesjährigen Seminare lauten:

■ Praktische Abwicklung von

Gefahrguttransporten

■ Rechtliche Neuerungen in 2009

■ Neuerungen bei der Beförderung

von Explosivstoffen

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung

liegt je nach Anzahl der besuchten Seminare

zwischen 550 und 1.050 EUR (zzgl. MwSt.). Die

ausgestellte Teilnahmebescheinigung kann

als Weiterbildungsnachweis für beauftragte

Personen nach § 6 der Gefahrgutbeauftragtenverordnung

gelten. www.m-i-c.de ■ CG

5|2008

Ölhafen Karlsruhe | Bild: Dünner

ISGINTT: Neue Richtlinien für den Gefahrgutumschlag

Die meisten Gefahrgutunfälle ereignen sich beim Umschlag. Aus diesem Grund haben

die Zentralkommission für die Rheinschiffahrt (ZKR) und das OCIMF (Oil Companies

International Marine Forum) im Januar 2006 das Projekt ISGINTT auf den Weg gebracht,

an dem sich sämtliche mit Transport und Umschlag von Gefahrgut befassten

Industrie- und Schifffahrtsverbände angeschlossen haben. Aktuelle Rechtsvorschriften

wollen die beteiligten Verbände nicht ersetzen oder ändern, sondern lediglich zusätzliche

Empfehlungen, insbesondere „Best-Practise“-Beispiele zur Verfügung stellen. Als

„International Safety Guide for Inland Navigation, Tankbarges and Terminals“ soll IS-

GINTT die Sicherheit des Gefahrgutumschlags zwischen Binnentankschiffen und anderen

Fahrzeugen oder Landumschlagstellen verbessern und die Verordnung über die

Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein (ADNR) ergänzen. Der ADNR hatte sich

in Teil 7 zwar bereits mit betrieblichen Vorschriften für Schiffsführer und Mannschaft

befasst, aber nur Schutzziele festgeschrieben.

Die ISGINNT-Sicherheitsrichtlinien sollen mit den Regelwerken „International Safety

Guide for Oil Tankers and Terminals“ (ISGOTT) und „Liquifi ed Gas Handling Principles

on Ships and in Terminals” aus der Seeschifffahrt kompatibel ausfallen. Große Teile der

Sicherheitsrichtlinien sind bereits erarbeitet. Die Kapitel für gasförmige Produkte und Sicherheitschecklisten

werden die Experten dieses Jahr abschließen. Am 16. Mai stellte der

Lenkungsausschuss des Projektes in Duisburg ein wachsendes Interesse an dem Projekt

fest. Er sieht dies als Anzeichen für die Anerkennung von ISGINTT als innovatives und

wertvolles Werkzeug zur Verbesserung der Sicherheit in der Binnenschifffahrt. Die englische

Version des ISGINTT soll im nächsten Jahr veröffentlicht werden. Die Übersetzung

in die ZKR-Arbeitssprachen Deutsch, Französisch und Niederländisch soll die möglichst

breite Anwendung sicherstellen. Vorsitzender der ISGINTT-Arbeitsgruppen ist Kurt Pöttmann

von der Reederei Stolt aus Rotterdam, der im Rahmen der 19. Binnenschifffahrts-

Gefahrgut-Tagen in Maastricht über das Projekt referieren wird.

■ Klaus Ridder

| 17


SCHIFFFAHRT & PRAXIS

3. Österreichischer Wasserstraßentag

Wien stand am 16. Mai voll im Zeichen der Schifffahrt.

Im Donaukanal wurde vormittags der zweite

TWIN CITY LINER in Betrieb genommen. Neben einer

Festveranstaltung zum „819. Hamburger Hafengeburtstag“

fand im Wiener Hafen die Mitgliederversammlung

des Österreichischen Wasserstraßen- und

Schifffahrts-Vereines statt.

Stahlumschlag in Wien-Albern | Bild: Dünner

Präsident Dr. Sigmar Hanser konnte dabei einen eher kleinen

Kreis von Mitgliedern begrüßen. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung

wurde an Bord des Galaschiffes REGINA

DANUBIA der Passauer Donaureederei Wurm + Köck mit 80 Vertretern

der Häfen, Schifffahrt, Logistik, Behörden und Mitgliedern der

3. Österreichische Wasserstraßentag ausgerichtet.

Nach dem Ablegen im Hafen Freudenau ließ der Wiener Hafenchef

Mag. Walter Edinger eine positive Bilanz Revue passieren. Der Containerumschlag

habe sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

2007 wurden 323.400 TEU umgeschlagen. 90 % aller Überseecontainer

liefen über den Wiener Hafen. Neben dem im Hafen liegenden

zentralen Streusalzlager der Stadt Wien präsentierte Edinger

das PKW Terminal und das Kühlhaus, in dem Lagergut bei Temperaturen

bis -18 °C gelagert werden können. Aber auch die Wiener

Häfen Albern, in dem hauptsächlich Getreide-, Schüttgut- und Zementumschlag

stattfi ndet sowie der Ölhafen Lobau zeigten positive

Zahlen. Mit dem Ende 2009 fertig gestellten Hafentor sei der Hafen

Freudenau nunmehr hochwassersicher.

Festredner an Bord waren Dr. Johannes Eigner vom Bundesministerium

für Europäische und Internationale Angelegenheiten und die

rumänische Botschafterin in Wien Adriana Stanescu, die zum Thema

„Brauchen wir noch die Donau-Kooperation?“ referierte. Wien

sei der Ort, wo nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Donau-

Kooperation wieder mit Leben gefüllt wurde. Im Juni 2002 riefen in

Wien die österreichische Außenministerin Ferrero-Waldner gemeinsam

mit dem rumänischen Premierminister Adrian Nåstase und mit

Unterstützung der Europäischen Kommission den Donau-Koopera-

Die Donau

Tagungsort REGINA DANUBIA | Bilder: Steindl

tions-Prozess ins Leben. Sie konzipierten eine politische Plattform

für die Länder des Donauraums, um gemeinsame Projekte in den

Bereichen Wirtschaft, Verkehr, Kultur, Umwelt, Tourismus zu erstellen,

und das Potential der Donau für eine erfolgreiche Integration

und Entwicklung der Region zu nutzen.

Mit der EU-Erweiterung vom 1. Januar 2007 sind die Länder der

Donauregion zum Großteil Mitglieder der Europäischen Union geworden,

wodurch die Donau zu einem EU-Binnenfl uss wurde. Angesichts

steigender Treibstoffpreise und zunehmender Umweltverschmutzung

wachse das Interesse an der Nutzung der Donau als

europäische Wasserstraße. So seien die rumänischen Häfen Constantza,

Sulina, Tulcea, Braila und Galatz gemeinsam mit den Häfen

Österreichs Drehscheiben zwischen See- und Flussstraßen und anderen

Verkehrswegen. Dabei bewiesen multifunktionale Donauhäfen

wie Wien, Enns oder Krems die Effi zienz der Verknüpfung von

Binnenschiff mit Bahn und LKW-Verkehr, um Entlastungen der verstopften

Schnellstraßen zu bewirken. Die Erhaltung und der Ausbau

des Wasserwegs Donau seien daher von hoher Bedeutung nicht nur

für die Anrainerstaaten, sondern auch für alle Länder des Donaubassins

und Gesamteuropa, befand die rumänische Botschafterin.

In diesem Sinne seien konkrete Projekte zur Sicherung der Flusstiefe

oder zur Beseitigung der Engpässe an der Donau beabsichtigt, die

mit EU- und anderen Fonds fi nanziert werden können. Nur durch

die weitere Vertiefung der Donaukooperation werde es möglich sein,

eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, die Steigerung des

Lebensniveaus und die Förderung der einzigartigen Landschaften

des Donaubeckens zu erreichen, so Stanescu abschließend.

Hanser appellierte an die rumänische Regierung, die extrem hohen

Gebühren zur Befahrung des 64,4 km langen Cernavoda Kanals

von Cernavoda nach Constantza nach unten zu korrigieren.

Eigner bezeichnete die Donau als Fluss des wiedervereinigten Europas.

Heute lägen sowohl die Quelllüsse als auch die Mündung

der Donau in der Europäischen Union. Experten sagten ein Anwachsen

des Transittransports auf der Donau um 35 bis 40 % bis

2015 voraus. So habe sich der wasserseitige Umschlag der österreichischen

Donauhäfen im Jahr 2007 um über 14 % auf 9,5 Mio.

t erhöht. Eine weitere Ausdehnung der Binnenschifffahrtsnetze,

wie die Verbindung der Donau mit dem Schwarzmeerraum und

der Ostsee über Donau-Elbe-Oder, sei in Planung. Neue Förder-

und Anreizprogramme der Europäischen Kommission, wie MAR-

CO POLO oder NAIADES, kämen der Binnenschifffahrt zugute und

sollten zugleich den wirtschafts- und umweltpolitischen Wert des

Verkehrsträgers in der politischen Diskussion bewusster machen,

so Eigner abschließend. ■ Otto Steindl

18 | 5|2008


verbindet

Neuer TWIN CITY LINER im Wiener

Donaukanal getauft

Staatstragenden Charakter hattet die Jungfernfahrt des zweiten TWIN

CITY LINERs am 16. Mai von Wien nach Bratislava. An Bord war auch

der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer. Zuvor taufte seine

Gattin Margit Fischer das neue Schiff an der Anlegestelle am Donaukanal,

Dompfarrer Toni Faber sprach prach die Segnung aus. Fischer nutzte die

Jungfernfahrt nach Bratislava va für einen offi ziellen Staatsbesuch bei

seinem slowakischen Amtskollegen ollegen Ivan Gasparovic. „Der Ausbau des

Twin-City-Liner-Projekts ist wichtig, weil es der engen Beziehung zwischen

Österreich und der Slowakei owakei Rechnu Rechnung nung ng tträ

trägt“, rägt gt g “, bet bbetonte

eton onte te Fis Fischer. isch cher er. .

Mit an Bord war auch Wiens Bürgerm Bürgermeister rmei eist st ster er Mic M MMichael

ic icha ha hael el HHäu

Häupl, äu äupl pl pl, ,

der von einem weiteren Mosaikstein aikstein in für ffür

ür ü dden

den en

Ausbau der länderübergreifenen- den Verkehrsinfrastruktur

sprach. Wie gut die seit

Juni 2006 bestehende

Städteschnellverbindung

zwischen Wien und

Bratislava angenommen

5|2008

Die Referenten des 3. Österreichischen Wasserstraßentages: Dr. Johannes Eigner,

Botschafterin Stanescu, Moderaterin Kummer und Dr. Hanser

wird, zeigt die Passagierfrequenz: Zum Saisonbeginn 2008 waren es

bereits 200.000 Passagiere. Nun bedienen zwei fast typengleiche Fahrzeuge

die beiden Donaumetropolen. 126 Plätze gibt es auf dem neuen

Schiff, etwas mehr als im ersten TWIN CITY LINER. Neu sind eine eigene

VIP Kabine und Plätze am Sonnendeck. Die Schnellkatamarane mit

Aluminium-Rumpf sind vollklimatisiert, verfügen über eine Firstclass-

Bestuhlung, Info- Flatscreens, Panoramafenster und ein Panoramadeck.

Herzstück des TWIN CITY LINERs sind zwei MTU Diesel-Motoren mit je

736 kW und Hamilton Waterjets, die das Schiff auf bis zu 70 km/h beschleunigen

und ihm eine außergewöhnliche Manövrierfähigkeit verleihen.

Für einen angemessen Energieeinsatz und eine leise Fahrt beträgt

die Reisegeschwindigkeit

60 km/h. Schiffdaten TWIN CITY LINER

■ Otto Steindl

Länge | Breite 32,80 m x 8,50 m

Tiefgang | Fixpunkt max. 0,85 m x 6,50 m

Antrieb 2x MTU 8V 2000 M72

mit je 736 kW

Passagiere 126

Bauwerft Båtservice Mandal (No)

| 19


MARKTPLATZ

Anzeigenschluss für die nächste

Ausgabe: 05. September 08

20 | 5|2008


MARKTPLATZ TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER | TITELTHEMA

Kiebitzberg-Schiffswerft liefert Nostalgie-Schiff an Reederei Poschke ab

Mississippi-Flair auf der

Darß-Zingster Boddenkette

Dem geschäftsführenden Prokuristen der Kiebitzberg Schiffswerft,

Andreas Lewerken, galt das Fahrgastschiff mit der

Werft-Baunummer KSK 051 von Anfang an als eine Herausforderung

der besonderen Art. „Einen Schaufelraddampfer haben

wir bisher noch nicht gebaut. In den nächsten sechs Monaten

kommt viel Arbeit auf uns zu“, hatte er schon zur Kiellegung am 27.

November 2007 offenbart. Nun haben Lewerken und seine Mannschaft

es geschafft. „Innerhalb des Terminplans ist ein qualitativ

hochwertiges Fahrgastschiff entstanden“, so Lewerken, sichtlich

stolz auf seine rund 70 Mitarbeiter und die schwimmende Kombination

aus technischer Finesse und zeitloser Kunst.

Bei der Konstruktion und Einrichtung des Schiffes hatten sich das

Konstruktionsbüro DesCon aus Falkensee, Lewerken und Projektleiter

Matthias Luttner optisch streng an alten amerikanischen Vorbildern

orientiert. Doch unter dem gelungenen historischen Kleid

schlummert hochmoderne Technik auf allen Decks. Das fängt schon

bei den Materialien an: Aus Gründen der Stabilität wurden die Aufbauten

aus Aluminium hergestellt. Die anschließend durchgeführten

Krängungstests bestätigten die Unterschreitung der Sollwerte.

Ebenso wie bei den historischen Mississippi-Steamboats scheint der

Antrieb durch ein Schaufelrad am Heck zu erfolgen. Der „Paddlewheeler“

wird jedoch über ein TwinDisc-Getriebe und einen fünffl ügeligen

Festpropeller der Firma Thiess angetrieben. Die notwendige

5|2008

Die BALTIC STAR auf dem Zingster Strom | Bild: Guddat

Am 20. Juni hat die Kiebitzberg Schiffswerft GmbH & Co. KG aus Havelberg einen Fahrgastschiffsneubau an die

Fahrgastschifffahrt Poschke GmbH per Stapelhub übergeben. In seinem Heimathafen Zingst will Poschke das im

Stil eines Mississippi-Dampfers gebaute Schiff auf den Namen BALTIC STAR taufen.

Antriebsleistung erzeugt ein 6-Zylinder Reihenmotor vom Typ IVECO

Cursor 550 mit einer Leistung von 294 kW und einem Gesamt-Hubvolumen

von 7,8 l. Zwei Ein- und Auslassventile sowie Aufl adung

und Ladeluftkühlung in Verbindung mit elektronisch geregelten

Einzel-Einspritzpumpen, so genannten „Unit-Injectors“, verhelfen

dem Motor zu dem ZKR-II-Zertifi kat. Der Bordgenerator vom Typ

DEUTZ BF4M1013EC, gekoppelt mit einem MeccAlte-Generator,

| 21


Elegant und hochwertig: Interieur und Exterieur des neuen Fahrgastschiffes der Reederei Poschke tragen die Handschrift des Innenausbau-Fachmanns

Andreas Poschke freut sich über den neuen „Stern“ der Reedereifl otte. Die

Kiebitzberg-Werftchefs Andreas und Renate Lewerken genießen gemeinsam

mit ihrem Projekteiter Matthias Lutter einen Tag der Entspannung an Bord

(v.l.n.r.) | Bild: Guddat

Reling, Handläufe, Tische und Bänke auf den Sonnendecks der BALTICSTAR

wurden vom Team der Kiebitzberg Schiffswerft entworfen und gefertigt

leistet 85 kVA. An das Aggregat ist ein Hydraulikmotor gekoppelt,

der das Schaufelrad betätigt. Dadurch rotiert es proportional zur

Geschwindigkeit des Schiffes. Für Manövrierbarkeit sorgen zwei

Querstrahler von Kalkmann aus den Niederlanden. Die gesamten

nautischen Geräte lieferte ELNA. Die Bordelektrik installierte das in

Roßdorf ansässige Unternehmen Industrie-Elektronik und Automation

(IEA).

Bis zu 220 Passagiere fi nden auf dem 26,20 x 6,40 m messenden

Schiff Platz. Die beiden Oberdecks bieten freien Ausblick auf das

Fahrtgebiet der BALTIC STAR: Barther, Bodstedter und Saaler Bodden.

Das Hauptdeck wurde ebenfalls im Stil der „Ol’ Man River“-Vorfahren

des Schiffes eingerichtet und mit Bar und Küche für warme

Gerichte ausgestattet. Serviert wird unter anderem Fisch, der in

Räucheröfen an Bord frisch gegart wird. Die Öfen befi nden sich in

den beiden Schornsteinen, die neben den Funktionen für Gastronomie

und Ambiente keine weiteren Aufgaben wahrnehmen. Damit

trotz Räucherbetrieb an Bord nichts in Brand gerät, bestimmen

entsprechend der Vorschrift schwer entfl ammbare Materialien das

hochwertige Interieur der BALTIC STAR. An der gesamten Vertäfelung

ist zudem keine einzige Schraube zu sehen. ■ Peter Pospiech

22 | 5|2008


Andreas Lewerken | Bilder: Kiebitzberg-Schiffswerft

Kiebitzberg-Schiffswerft plant neue

Schiffbauhalle

„Schönes schaffen, mit zeitlos bleibendem Wert – das ist unser Ideal,

und es ist unsere Handlungsmaxime. Unsere Produkte sollen erkennbar

sein – man soll die Handschrift der Kiebitzberg-Werft erkennen

können“, so Andreas Lewerken. „Wir sind stolz darauf, Aufträge zu

realisieren, die sich mit unserem ästhetischen Anspruch und mit unserer

Vorstellung von vollendeter Qualität vereinen lassen. Und das

ist genau das, was uns bekannt gemacht hat und was uns Akzeptanz

und Erfolg verschafft hat.“ So lieferte Lewerken mit seinen Mitarbeitern

Einbaumöbel im sanitären Bereich für die AIDA-Klubschiffe

BELLA, DIVA und LUNA. Aus der anfänglich kleinen Werft ist heute

ein stattliches Unternehmen im Verbund der Kiebitzerg Gruppe geworden.

Die Werft hat zurzeit eine sehr hohe Auslastung: Bis 2009

müssen drei weitere Schiffsneubauten abgeliefert werden. Die Hallen

sind bereits zu klein geworden und die Kiebitzberg Werft investiert

derzeit rund 1 Mio. EUR in eine neue Schiffbauhalle mit angeschlossener

Tischlerei und hochmodernen CNC-Anlagen. Hier sollen Motoryachten,

kleinere Fahrgast- und Arbeitsschiffe bis zu einer Länge von

rund 26 m gebaut werden. Schon heute ist die Kiebitzberg Gruppe

einer der größten Arbeitgeber in der Region um Havelberg. ■ PP

5|2008

Schiffsdaten FGS BALTIC STAR

Der 294 kW starke IVECO-Hauptantriebsmotor aus der Cursor-Baureihe

Eine Welt der Werte

SCHIFF- & YACHTBAU MÖBELWERKSTÄTTEN MINERALSTOFF-DESIGN

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Länge / Breite / Tiefgang 26,20 x 6,40 x 1,20 m

Passagiere gesamt 220

Hauptantrieb 1 x IVECO Cursor 550 (ZKR II)

Leistung 294 kW bei 2.600/min

Getriebe TwinDisc MG 5075IV

Propeller Thiess, 5-fl ügeliger Festpropeller

Bugstrahlruder 2 x Kalkmann

Bordstromaggregat 1 x DEUTZ BF4M 1013EC

Leistung 102 kW bei 1.500/min

Generator MeccAlte, 85 kVA

| 23


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Mit dem ‚Containertsunami’ kommt auf die Betreiber von

Hafen- und Umschlaganlagen eine gewaltige Aufgabe zu.

Denn die Boxen müssen nicht nur physisch umgeschlagen

werden. Dafür bauen die Terminalbetreiber mit Hochdruck ihre Umschlageinrichtungen

aus. Doch es gibt noch mehr Aufgaben: die Lösung

des „Zwischenlagerproblems“ für die Container in den Häfen

sowie die Organisation der Hinterland Vor- und Nachläufe.

Für Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung,

ist klar: „Wir brauchen dringend Lösungen.“ Sein Unternehmen

ist in Deutschland mit Containerterminals in Hamburg und

Bremerhaven präsent. Mit dem JadeWeserPort (JWP) entsteht in

Wilhelmshaven das dritte Containerterminal für das Unternehmen,

das darüber hinaus auch am Atlantik und im Mittelmeerraum mit

eigenen Terminals vertreten ist. Für die Hafenstandorte Hamburg

und Bremerhaven wird bis 2025 mit einer Vervielfachung des Container-umschlags

gerechnet. Die vom Bundesverkehrsministerium

in Berlin 2007 veröffentlichte „Seeverkehrsprognose“ stellt für Bremerhaven

2025 einen Containerumschlag von 12,4 Mio. TEU in Aus-

Auf Containerterminals wie Eurogate in Hamburg ist Stellfl äche extrem knapp

Hinterlandkonzept verteilt Lasten des Containerumschlags auf mehrere Schultern

EUROGATE integriert

See- und Binnenterminals

Der globale Containerverkehr wächst ungebrochen. Nach Einschätzung des Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik

(ISL) in Bremen, werden bis 2020 eine Milliarde TEU umgeschlagen, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr

(532 Mio. TEU). Bei der Bewältigung dieses Wachstums setzt die Eurogate-Gruppe auf einen engen Schulterschluss

mit ausgesuchten Inland-Terminal-Standorten.

Elf Freunde sollt ihr sein (v.l.) Hans-Peter Ziera (Remain, Hamburg), Torsten

Schütte und Peter Grage (Container Terminal Dortmund), Hans Jürgen

Hansch (Hafen Minden), Velimir Krušlin (GUT Gernsheim), Josef B. Gill

(Auto-Terminal Wiesau), Helmut Frank (Acos-Gruppe, Bremen), Emanuel

Schiffer (Eurogate), Klaus Pöhland (Pöhland Spedition, Döhlau), Karl-Heinz

Ehrhardt (Hafen Magdeburg) und Andreas Wellbrock ( BLG Logistics Group,

Bremen) | Bilder: Arndt

24 | 5|2008


sicht, gegenüber 4,9 Mio. TEU in 2007. Für Hamburg werden bis 2025

sogar 28 Mio. TEU erwartet, nach 9,9 Mio. TEU im vergangenen Jahr.

Vor- und Nachlauf beschleunigen

Ein heißes Thema ist die Zwischenlagerung der Container auf den

Terminals in den Seehäfen. Die Zeiten, da der See-Terminal für die

Verlader als günstiger Ladungs-Parkplatz genutzt werden konnte,

sind aus Sicht von Schiffer vorbei. Denn dafür steht der Platz angesichts

von jährlichen Container-Umschlagzuwachsraten im zweistelligen

Prozentbereich einfach nicht mehr zur Verfügung. Zwar

werden die beladenen Container inzwischen höher gestapelt als noch

in den 1990er Jahren, doch auch die Veränderung von Stapelhöhen

von zwei auf drei ist nur eine Zwischenlösung. Der Hafenfachmann

Schiffer: „Die Verweildauer eines Containers auf unseren Seehafenterminals

liegt im Schnitt bei sechs Tagen. Wenn wir diesen Wert nur um

zwei Tage verringern könnten, dann hätten wir bereits viel erreicht.“

Ein Weg, um diese Zwischenlagerzeit zu verkürzen, besteht für Eurogate

jetzt darin, die Boxen im Hinterland-Verkehr an feste Stationen

gebündelt an- und abzuführen. Im neuen Hinterland-Konzept sollen

Export-Container in den Hinterland-Terminals gebündelt, zwischengelagert

und konzentriert zu den Eurogate-Seehafen-Terminals befördert

werden. Umgekehrt werden in Zukunft Import-Container nach

Empfängerregionen im Hinterland des Seehafens gebündelt und von

den dortigen Partnerstationen verteilt. Dabei soll es aber den Terminal-

Kunden überlassen bleiben, mit welchem Verkehrsträger der Vor- oder

Nachlauf durchgeführt wird. Angesichts steigender Treibstoffkosten

und der höheren Maut zeichnet sich allerdings für Schiffer schon ein

Trend hin zu Bahn oder Binnenschiff ab. Das neue Hinterland-Konzept,

das in dem Hafenunternehmen unter dem Arbeitstitel „Extended Gate“

geführt wird, setzt auch voraus, dass der Datenaustausch zwischen

den an der Transportkette Beteiligten auf einem sehr anspruchsvollen

Niveau erfolgt. Das zieht entsprechende Investitionen in IT nach sich.

Hinterland-Partner haben Fläche satt

Eurogate hat sich daher in den vergangenen Monaten nach geeigneten

Hinterland-Partnern umgesehen und diese auch gefunden. Die

Gespräche mündeten in die Gründung eines „Inland-Container-Netzwerkes“,

dem in der Startphase sechs Hafenstandorte im Binnenland

angehören. Mit diesen schloss Eurogate Kooperationsverträge. Die Partner

der ersten Stunde sind die Mindener Hafen GmbH, die Magdeburger

Hafen GmbH, die Container Terminal Dortmund GmbH, die Auto-

Terminal Wiesau GmbH/Pöhland Spedition, Döhlau, die GUT Gernsheim

sowie die BLG Logistics für den Standort „Neustädter Hafen“ in Bremen.

Schon jetzt steht fest: Aus der reinen Zusammenarbeit kann im Einzelfall

auch eine fi nanzielle Beteiligung werden, betont Schiffer. Und: Bei

den sechs Standorten muss es nicht bleiben, es könnten im Laufe der

Zeit noch andere Standorte hinzukommen. Schiffer: „Ich meine aber,

dass wir mit diesen Partnern schon jetzt eine sehr gute Abdeckung

The fast link: www.mainport-hamburg.de

CONTAINER VIA PORT OF HAMBURG

5|2008

Das neue Hanse-Containerterminal im Magdeburger Hafen.

im Hinterland erzielen.“ Zudem sollen in den Inland-Terminals auch

Dienstleistungen rund um den Container, wie Reparaturen, verstärkt

angeboten werden. So unterschiedlich die sechs Inland-Standorte

hinsichtlich ihres Umschlagaufkommens oder ihrer technischen Ausrüstung

auch sind, alle haben auf Jahre hinaus ausreichend Fläche, um

sich erweitern zu können, wenn es wachsende Gütermengen erfordern.

Darüber hinaus haben alle Standorte in den zurückliegenden Jahren

erheblich in den Ausbau ihrer Hafenanlagen investiert.

Einer, der sich viel von dem neuen Hinterland-Konzept der Eurogate-Gruppe

verspricht, ist Karl-Heinz Ehrhardt, Geschäftsführer

der Häfen Magdeburg und Schönebeck. Der Elbe-Hafen hat in den

zurückliegenden 18 Jahren nicht nur sein Erscheinungsbild nachhaltig

verändert, sondern auch sein Leistungsportfolio umfassend

erweitert. Das derzeitige Umschlagvolumen der Magdeburger Häfen

beträgt rund 3 Mio. t jährlich. Tendenz: steigend. Zu den herausragenden

Neuerungen im Elbe-Hafen Magdeburg gehört das gut 40

Hektar große Gebiet „Hansehafen“. Es ist vor allem für die Ansiedlung

von Logistikunternehmen und Industrieunternehmen bestimmt, die

einen direkten Wasseranschluss für ihre Logistik brauchen. Bislang

wurden in den Hansehafen rund 34,5 Mio. EUR verbaut. Es grenzt

direkt an den KV-/Container-Terminal „Hanse-Terminal“. Der 50 t

Portalkran erlaubt neben dem Containerumschlag auch das Handling

von Schwergut- und Projektladung. Ehrhardt sieht in Eurogate

einen Wunschpartner, der „einen strategischen Ansatz hat“. Auch

eine fi nanzielle Beteiligung durch das Unternehmen hält Ehrhardt

für sinnvoll: „Eine Kommune wie die Stadt Magdeburg muss nicht

auf die Dauer 95% an seinem Hafen halten.“

Für Eurogate-Top-Mann Schiffer beginnt in den kommenden Monaten

die große Aufklärungs- und Informationsarbeit. „Wir werden

mit diesem Konzept jetzt an unsere Kunden, die Reedereien und

Logistik-Unternehmen herantreten. Wir sind davon überzeugt, dass

das neue Konzept ein Erfolg wird.“ ■ Eckhard-Herbert Arndt

Port of Hamburg

| 25


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Berliner mitschiffs Werft baute DBR Schubleichter zu Event-Schiff um

SEAT Pkw-Promotion

per Binnenschiff

Zur Produkteinführung des neuen Ibiza-Modells ist der spanische Automobilhersteller SEAT mit einem Eventschiff

auf Deutschlandtour gegangen. Konzipiert und realisiert wurde das am 12. Juni in Frankfurt am Main auf den Namen

SEAT IBIZA ISLAND getaufte Schiff von der Global Sunshine Entertainment GmbH mit Sitz in Berlin.

Um eine schwimmende Ausstellungsfl äche von 460 qm zu

schaffen, wurden zwei Schubleichter der Berliner Deutschen

Binnenreederei AG zu einem Event-Schiff umgerüstet. Dieser

Umbau wurde von der mitschiffs Werft Berlin in weniger als zwei

Monaten durchgeführt. Bei dem Umbau wurden die beiden Schubleichter

mit jeweils 32,50 m Länge und 8,20 m Breite gekoppelt, das

Deck geschlossen und die Seiten verkleidet. Insgesamt wurden 50 t

Stahl und 10 t Holz verbaut.

SEAT IBIZA PR-Leichter mit ED LINE Schubboot PAULA

auf dem Rhein bei Bonn |Bild: Guddat

Es wurde ein holzbeplanktes Oberdeck mit Pool, überdachter Lounge

und Bar eingezogen. Der Pool mit Filteranlage unter Deck ist eine eigens

für die SEAT IBIZA ISLAND konstruierte Stahlwanne mit gebrandetem

Grund. Für echtes Urlaubsfeeling während der auf vier

Monate angesetzten Deutschlandtour der SEAT IBIZA ISLAND sorgen

dekorative Elemente wie Palmen, Lounge-Musik im Stil des

legendären Café del Mar und Kulinarisches von der Bar: Cocktails

und Fingerfood. Von Juni bis September dieses Jahres macht das

Tourdaten von

SEAT IBIZA ISLAND

Potsdam 22.08. - 24.08.08

Wolfsburg 29.08. - 31.08.08

Dresden 05.09. - 07.09.08

Magdeburg Magdeb e ur urg 12 12.09.

9 - 14. 14.09.08 4 09 09.0 .08

Berlin 19.09. - 21.09.08

Berlin MTV 26. 26.09. 6 09. - 28.09.08

26 | 5|2008


exklusive Schiff unter anderem in Mannheim, Schweinfurt, Düsseldorf,

Dortmund, Bremen, Hamburg, Dresden und Berlin Station. Wegen des

großen Anklangs des innovativen Ausstellungskonzeptes bei seinen

Kunden plant SEAT aktuell die Verlängerung der Tour um einen Monat.

Für die Fahrt der Schubeinheit setzt die Deutsche Binnenreederei je

nach Fahrtgebiet geeignete Schubboote ein, so die Schubschiffe DA-

GOBERT oder PAULA von DBR-Hauspartikulieren.

SEAT nutzt das Eventschiff zur Präsentation des neuen SEAT Ibiza und

um direkte Kontakte zu lokalen Händlern, Kunden und allgemein Interessierten

aufzubauen, zu intensivieren oder zu festigen. „Mit der SEAT

Präsentation des neuen Ibiza auf der SEAT IBIZA ISLAND

| Bild: mitschiffs-Werft

IBIZA ISLAND haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass wir

sowohl über das Know-how als auch die notwendigen Erfahrungswerte

verfügen, um unseren Kunden auch bei hochkomplexen Projekten

einen Service aus einer Hand anbieten zu können“, freut sich

Global Sunshine Entertainment-Geschäftsführer Matthias Maurer

über den gelungenen Umbau. Einen besonderen Vorteil in den neu

geschaffenen Räumen auf dem Wasser sehe er in der Möglichkeit, innovative

und unkonventionelle Tour- und Eventkonzepte umzusetzen.

5|2008

Für die traditionsreiche mitschiffs Werft in Berlin-Köpenick stellte der

Umbau eine besondere Herausforderung an das Auftragsmanagement

dar. Der Auftraggeber hatte ein Live-Monitoring mit einer Videokamera

zur Verfolgung des Arbeitsfortschritts und der Baudokumentation eingerichtet.

„Wir sind eine Full-Service-Werft. Für uns gilt der Leitspruch

‚Nichts ist unmöglich!’“, sagte Astrid Metzner, Geschäftsführerin der

mitschiffs Service mss GmbH anlässlich der pünktlichen Übergabe des

fertigen Event-Schiffs an den Auftraggeber Global Sunshine Entertainment

GmbH am 1. Juni in Berlin. Die mitschiffs Werft beschäftigt

derzeit 20 Schiff- und Bootsbauer, Schweißer, Mechaniker und

Astrid Metzner, Geschäftsführerin, und Marian Roß, Projektleiter,

der mitschiffs Service mss GmbH | Bild: Teßmann

Installateure. Zu den Produkten gehören neben Schiffsumbauten und

Reparaturen vor allem die Entwicklung und Fertigung von GS- und

BG-geprüften und zertifi zierten Beibooten aus seewasserbeständigem

Aluminium und Stahl in den verschiedensten Ausführungen.m Nach

Abschluss der Präsentationstour wird die SEAT IBIZA ISLAND in der

mitschiffs Werft zurückgebaut und die beiden Schubleichter werden

wieder ihrer eigentlichen Zweckbestimmung bei der Deutschen Binnenreederei

AG übergeben. ■ Dr. Günter Teßmann

Die beiden Schubleichter vor dem Umbau zum Eventschiff in der

mitschiffs-Werft

|27


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Industrie fordert leistungsfähige Binnenschifffahrt und Ausbau der Wasserstraßen

Neue Güterpotenziale in

Brandenburg

Sowohl am Oder-Havel-Kanal als auch am Oder-Spree-Kanal gibt es neue Industrieansiedlungen mit großen

Inputs für die Binnenschifffahrt. Um an den Neuverkehren zu partizipieren bedarf es des weiteren Ausbaus der

Wasserstraßen.

Im Hafen Eberswalde hat ein neues Holzpelletierwerk seine Produktion

aufgenommen. Ab 2009 sollen jährlich 35.000 t Pellets

hergestellt werden. Weltweit werden aktuell 14 Mio. t Pellets p.a.

produziert. Herstellung und Verbrauch von Heizpellets stecken in

Berlin/Brandenburg noch in den Kinderschuhen. Deshalb ging der

Investor für ein Holzpelletierwerk in der Hauptstadtregion an einen

Standort wo er nicht nur den Rohstoff fi ndet, sondern wo er auch

zukünftig die kostengünstige und umweltfreundliche Binnenschifffahrt

einsetzen kann und die Infrastrukturanbindungen stimmen. Als

optimaler Standort wurde der Hafen Eberswalde auserkoren. Im Mai

2007 ging bereits im Hafen ein Holzkraftwerk mit 20 MW Leistung in

Betrieb. Ein Jahr später folgte unmittelbar neben dem Kraftwerk als

Multiplikatoreneffekt der Neubau eines Holzpelletierwerkes. Die Abwärme

vom Kraftwerk wird vor Ort als Koppelprodukt für die Trocknung

der Holzspäne, die als Rohstoff eingesetzt werden, genutzt. In

der Pelletieranlage wird das Material mit großem Druck durch eine

Stahlmatrize gepresst, wobei es sich ohne Zugabe von Bindemitteln

durch das holzeigene Lignin verbindet. Die Holzstränge werden

dann durch Abstreifmesser auf die gewünschte Länge geschnitten.

Holzpellets, auch Presslinge genannt, haben einen Durchmesser von

5-6 mm und eine Schüttdichte von 650 kg/cbm. Die Ware ist damit

besonders für Transportmittel mit großem Laderaum, wie sie nun

mal ein jedes Binnenschiff hat, geeignet. Nach Aufbau der entsprechenden

Vertriebsstrukturen, soll ein Großteil der Holzpellets mit dem

Binnenschiff versendet werden. Wenn ca. 50 % der Jahresproduktion

auf dem Wasserweg abtransportiert werden, kann jede Woche ein

700 t Motorgüterschiff beladen werden. Der Geschäftsführer des Hafens

Eberswalde, Horst Schäfer, freut sich. Das Konzept der Hafenentwicklung

nach der Eröffnung im Jahr 2000 ist aufgegangen. Die

in Voruntersuchungen prognostizierten Gütermengen sind übertroffen

worden und alle Ansiedelungsfl ächen vermarktet. Der Hafenchef

denkt seit geraumer Zeit über eine Hafenerweiterung nach. Eberswalde

ist somit ein Musterbeispiel in der deutschen Hafenlandschaft.

Im September 2007 erfolgte der Startschuss für Planung und Bau

einer neuen Wellpappenfabrik am Oder-Spree Kanal in Eisenhüttenstadt.

Die Progroup AG aus Offenbach wird ab 2010 jährlich 650.000 t

Wellpappenrohpapier an diesem Standort herstellen. Der Prozess der

Wellpappenherstellung basiert zu 100 % auf Altpapiereinsatz. Jähr-

Holzpelletwerk im Hafen Eberswalde | Bild: Hafen Eberswalde

lich werden ca. 850.000 t Altpapier benötigt. Zu den Papiertransporten

kommen auch noch ca. 200.000 t feste Brennstoffe für das

werkseigene Kraftwerk. Damit induziert die neue Wellpappefabrik

nach dem Endausbau ein Transportvolumen von fast 2 Mio. t.

Die Produktion der Wellpappe erfolgt auf einer der modernsten Maschinen

der Welt. Sie hat eine Arbeitsbreite von 10,1 m und einen

täglichen Ausstoß von 2.100 t. Geliefert wird die hochmoderne ca.

200 Mio. EUR teure Maschine einschließlich der weltweit größten

Altpapier-Aufbereitungstrommel von der Metso Paper aus Finnland.

Metso Paper entstand 1999 durch die Fusion der Unternehmen

Valmet und Rauma. Entscheidend für die Standortwahl war die

Nähe zum stark wachsenden osteuropäischen Wirtschaftsraum. Der

Wertstoff Altpapier wird nicht nur aus dem Raum Berlin/Brandenburg

kommen sondern vor allem aus Osteuropa und via Seehäfen.

Bei Importen via Hamburg und Stettin bietet sich für den Nachlauf

die Binnenschifffahrt an. Wenn es gelingt 10 % der Wareneingänge

für den Schiffstransport zu akquirieren, so sind dies fast 300 Schiffe

p.a. oder ein 700 t Motorgüterschiff pro Arbeitstag.

Ein fi rmeneigener Internetmarktplatz und ein GPS gestütztes Logistiknetzwerk

sorgen bei der Progroup AG für gesicherte Prozessabläufe

in der Wertschöpfungskette. Da sind eine hohe Zuverlässigkeit

der Verkehrsträger und eine leistungsfähige Infrastruktur gefragt.

Der weitere Ausbau des Wasserweges nach Eisenhüttenstadt wurde

in diesem Zusammenhang angemahnt.

■ Dr. Armin Gewiese | Ulrike Dömeland

Hafen Eisenhüttenstadt – bald auch Zentrum des Papierumschlags?

| Bild: Hafen Eisenhüttenstadt

28 | 5|2008


5|2008

Wollen die Hinterlandlogistik im Containerverkehr

optimieren (v.l.n.r): Dr. Stefan

Behn (HHLA), Dr. Sebastian Jürgens

(DB-Intermodal), Prof. Frank Straube (TU

Berlin) und Detthold Aden (ZDS)

| Bild: Teßmann

Gemeinsame Prognosen und Effi zienzerhöhung der Transportkette

3. Nordhafenkonferenz

Die Entscheidungsträger der norddeutschen Häfen haben sich Anfang Juli in Potsdam zum dritten Mal zur Nordhafenkonferenz

getroffen. Ziel der beteiligten Seeterminals, Reedereien, Speditionen, Operateure und Verlader ist es, den Datenfl uss untereinander

zu verbessern und durch abgestimmte Prognosen die Ressourceneffi zienz entlang der Transportkette zu erhöhen.

Wir haben das Forum der Hafenkonferenz 2006 gemeinsam

mit der TU Berlin geschaffen, um mit Entscheidungsträgern

in der Hafenwirtschaft zu interdisziplinären Lösungen

zu kommen“, sagte Dr. Sebastian Jürgens, Leiter des Geschäftsfeldes

Intermodal der Deutschen Bahn. Hintergrund sei die Erkenntnis gewesen,

dass es in der Vergangenheit bei Problemen zwischen den verschiedenen

am Hinterlandtransport beteiligten Akteuren teilweise zu

gegenseitigen Schuldzuweisungen gekommen wäre, weil es an einem

engen und regelmäßigen Austausch zu den übergreifenden Problemen

der Branche gefehlt habe.

Alle großen Seehäfen werden ihre Kapazitäten bis 2015 stark ausweiten,

wobei die Kapazitäten und Prozesse im Hinterland eine entscheidende

Rolle bei der Wachstumsbewältigung spielen. „Hierfür

ist neben der Ausweitung der Kapazitäten und Ressourcen, wie dem

Ausbau der Infrastruktur, besonders die Optimierung der Prozesse

entlang der gesamten Transportkette erforderlich“, hob Detthold

Aden, Vorsitzender des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe

(ZDS), hervor. Die Leistungsfähigkeit der Hinterlandanbindung

würde zunehmend zur Wachstumsgrenze in den Häfen. Bei dem Ziel,

die Transportkette aus und zu den Häfen noch effi zienter zu machen,

spielt frühzeitige Information unter den Beteiligten eine wichtige

Rolle. Dr. Stefan Behn, Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik

AG, betonte: „Wir haben in einem Pilotprojekt zeigen können, dass

durch übergreifende Prozessverbesserungen zwischen den Akteuren

die Zuverlässigkeit und Effi zienz deutlich gesteigert werden konnte.“

Dabei sei darauf geachtet worden, dass unter den namhaften am Pilot

beteiligten Unternehmen, alle Glieder der Transportkette vertreten

waren, so Dr. Behn. Wichtig ist zudem eine zwischen den Partnern der

Transportkette abgestimmte Prognoseplanung. Wenn nur ein Glied in

der Kette seine Kapazitäten nicht rechtzeitig anpasst, entsteht hier

ein Flaschenhals, der den Fluss der gesamten Transportkette bremst.

Dazu werden von der TU Berlin die verfügbaren Studien und die einzelnen

Planungen der beteiligten Akteure analysiert und im Rahmen

des gemeinsamen Projektes die anonymisierte Weiterverarbeitung der

entsprechenden Daten sichergestellt. „Eine valide Prognose muss sich

immer auch auf eine breite Basis von Know-how-Trägern stützen. Wir

geben durch unsere Arbeitsgruppe Prognose den einzelnen Playern

bei ihrer Kapazitäts- und Investitionsplanung eine zuverlässige und

neutrale Orientierung und helfen so, Engpässe im Transportnetzwerk

durch unterschiedliche Einschätzungen der Marktteilnehmer zu verhindern“,

erläuterte Prof. Frank Straube, Leiter des Bereichs Logistik

an der TU Berlin.

Die Teilnehmer der Nordhafenkonferenz sehen weiteren gemeinsamen

Handlungsbedarf vor allem in der Implementierung einer hafenweiten

Kommunikationsplattform für Importverkehre, um frühzeitig

Informationen an die Akteure der Transportkette weiterleiten zu können.

Damit die Optimierung der Transportkette im Containerverkehr

greift, müssen die Transportsteuerer sich rechtzeitig auf Verkehrsmittel

und Destination der Container festlegen, so dass die nachgelagerten

Akteure der Transportkette frühzeitig informiert sind und ihren

Ressourceneinsatz planen können. DB Intermodal wird die Hafenkonferenzen

als Forum von Entscheidungsträgern der Hafenwirtschaft

weiterführen. Ziel sei es, unter Wahrung der Neutralität als oberstes

Gebot mit weiteren Lösungsansätzen zu Prozessverbesserungen zu

kommen, die für alle Beteiligten zu einer Win-Win-Situation führen,

so Dr. Jürgens. ■ Dr. Günter Teßmann

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TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Schiffstaufe zum 10. Jubiläum der Berliner Wassersport- und Service GmbH

AC BÄRLINER fährt auf

Berliner Wasserstraßen

Am 11. Juli feierte die Berliner Wassersport- und Service GmbH (BWSG) ihr 10. Firmenjubiläum. Neben Einblicken in die

Firmengeschichte gab es viel Neues von der Geschäftsführung. Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Berlin Treptow-Köpenick

war mit vor Ort, um das neuste AquaCabrio BÄRLINER der Schiffswerft Bolle GmbH Derben zu begrüßen.

Zehn Jahre der jungen Firmengeschichte der BWSG zeigen nicht

nur schwere Zeiten wie die Regelung der ungeklärten Eigentumsverhältnisse

mit der Treuhandgesellschaft, sondern auch

viele Erfolge. So gibt es Investitionen in Anlagen und Schiffe, neue

Partnerschaften zu Touristikunternehmen wie Wörlitz Tourist GmbH

Berlin sowie stetige Erweiterungen im Dienstleistungsangebot. Im

zehnten Geschäftsjahr kommt der Neubau des AquaCabrios BÄRLI-

NER hinzu. Seit Juni 2008 ist der renommierte Berliner Schifffahrts-

und Tourismusexperte Frank Westphal dritter Geschäftsführer und

verantwortlich für die Bereiche Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und

Vertrieb. Zusammen mit den Firmengründern und Eigentümern Angela

Schreier und Thomas Strauß leitet er die BWSG.

AquaCabrio BÄRLINER in Dienst gestellt

Nach langen Überlegungen, ersten Erfahrungen mit gebrauchten

Schiffen und mit Blick auf steigende Tourismuszahlen im innerstäd-

tischen Linienverkehr hat sich die BWSG entschlossen, in diesem

Markt mit einem innovativen Schiffsneubau mitzumischen. Am 11.

Juli wurde das von der Schiffswerft Bolle in Derben gebaute Aqua-

Cabrio BÄRLINER offi ziell in Dienst gestellt. Die 18 Personen Crew

der BWSG ist stolz und begeistert über das neue Schiff.

Frank Ringwelski, technischer Leiter der Schiffswerft Bolle GmbH

Derben, zeigt mit dem zehnten Neubau des AquaCabrios, wie individuell

der Ausbau des gut im Markt eingeschlagenen Fahrgastschiffkonzeptes

gestaltet werden kann. Im Fahrgastraum dominieren edle

Hölzer und die in blau und grau gehaltenen Polsterstühle mit einem

besonders wasserabweisendem Bezugsstoff. Der sich auf Achtern

befi ndende WC- und Küchentrakt wurde so gebaut, dass auch im

Maschinenraum optimale Platzverhältnisse entstanden sind. 100

Fahrgäste können an den manuell verschiebbaren Tischelementen

zu jeweils 6 Personen Platz nehmen. Der sich am Bug des 26,70 m

langen und 5,10 m breiten Schiffes befi ndende Fahrstand ist offen

30 | 5|2008


Brachten das neue BWSG Schiff BÄRLINER in Fahrt (v.l.n.r): BSW-Geschäftsführer

Thomas Strauß und Angela Schreier, Bezirksbürgermeisterin Gabi Schoettler

und BSW-Geschäftsführer Frank Westphal | Bilder: Herms-Ricken Der ‚Flüsterdiesel’ von IVECO bringt den BÄRLINER mit 132 kW zügig in Fahrt

gehalten und ermöglicht Einblicke in die Steuerung des BÄRLINERS.

Gabi Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Berlin Treptow-Köpenick

würdigt das neue Schiff mit seinen sanften Fahreigenschaften und

den fl üsternden Motorengeräuschen der IVECO-Hauptmaschine

vom Typ N67MNTM28.31 mit 132 kW. Das Manövrieren erfolgt

durch eine elektro-hydraulische Ruderanlage, die ein Staukeilruder

betätigt. Weiterhin befi ndet sich im Vorschiff ein elektrisch angetriebenes

Bugstrahlruder. Soviel Technik begeistert auch die Taufpatin

Margarete Bock. Mit einer erfolgreich am Rumpf zerschellten

Flasche Sekt und in Begleitung des Berliner „Seefahrtliedes“, stach

der BÄRLINER als fast echter Berliner in die Dahme.

10 Jahre BWSG in Berlin-Wendenschloß

Thomas Strauß beschrieb treffend die Neuinvestition:„Drei Schiffe

sind schön, doch vier sind besser“. Nach der Wende war durch die

Verwaltung der Treuhand die Zukunft des Traditionsstandortes

Wendenschloß ungewiss. Mit viel Mut und Überzeugungskraft

begannen Angela Schreier und Thomas Strauß mit dem Kauf der

Fahrgastschiffe MS BABELSBERG und MS CASINO im Charterverkehr.

Die erste Fahrt fand im Gründungsmonat Juli 1998 statt. Dank

des Familienrückhalts, der Taufpatin Margarete Bock und der wachsenden

Nachfrage im Berliner Tourismusmarkt, wurden beide weiter

in ihrem Handeln bestärkt. Es kam der Kauf der Steganlage im

Heimathafen hinzu und 2001 die Anmietung eines 100 Jahre alten

Dampfschiffes, mit dem das Dienstleistungsangebot im innerstädtischen

Linienverkehr erweitert wurde. Das Dampfschiff wurde nach

5|2008

der dritten unrentablen Saison kurzerhand wieder abgeschafft. Als

Ersatz wurde die MS BELVEDERE von der Weißen Flotte Potsdam

gekauft, die nunmehr seit 4 Jahren von der Station „Alte Börse“ im

täglichen Linieneinsatz unterwegs ist. Neben der Anlegestelle Alte

Börse gibt es seit diesem Jahr auch am Berliner Dom die Möglichkeit

mit einem der Salonschiffe oder dem BÄRLINER zu fahren. Im

Frühjahr 2007 erwarb die BWSG das Restaurant Yachtklause. Zum

10 jährigen Jubiläum erstrahlt nicht nur ein neues Schiff, sondern

auch das Hafenrestaurant in neuem Glanz.

■ Stephanie Herms-Ricken | Dü

Der offene Steuerstand

Schiffsdaten AQUA CABRIO BÄRLINER

Länge / Breite / Tiefgang 26,70 x 5,10 x 0,80 m

Hauptantrieb IVECO N67MNTM28.31

Leistung 132 kW/2500 U/min

Fahrgäste 105

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TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

12. Internationales Oder-Colloquium am 24. Juni in Fürstenwalde

Berliner und Brandenburger

Häfen im Aufwind

Aktuelle Entwicklungen in den Binnenhäfen und bei den Wasserstraßen in Berlin und Brandenburg standen im

Mittelpunkt des 12. Internationalen Oder-Colloquiums des Oderstromvereins am 24. Juni im ostbrandenburgischen

Fürstenwalde.

Das Land Brandenburg hatte mit Beschluss der Landesregierung

vom 25. Juni 1996 ein Hafenentwicklungsprogramm

aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms wurden

Ausbaumaßnahmen für die bestehenden Häfen Eisenhüttenstadt,

Königs Wusterhausen, Rathenow/Havel, Rüdersdorf und Velten

sowie der Bau der neuen Häfen Brandenburg, Eberswalde-Finow,

Fürstenwalde/Spree, Mühlberg, Schwedt/Oder, Wittenberge und

Wustermark gefördert. „Insgesamt wurden von 1996 bis 2007 ca.

60 Mio. EUR aus GA-Mitteln, d. h. etwa 80 % der Gesamtinvestitionen

für die Hafenentwicklung, durch das Land fi nanziert“, berichtete

Ulrich Mehlmann, Abteilungsleiter Verkehrpolitik im brandenburgischen

Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung.

In seinem Vortrag „Ausbau der Wasserstraßen als Voraussetzung für die

Entwicklung von Schifffahrt und Häfen im Osten Deutschlands“ nahm

Rolf Dietrich, Leiter des Neubauamtes Berlin, grundsätzlich zur Entwicklung

des Verkehrsträgers Binnenschifffahrt in der Region Stellung.

Bemerkenswert war seine Feststellung,

dass entgegen den Aussagen des jüngsten

Gutachtens „Prognose der deutschlandweiten

Verkehrsverfl echtungen 2025“

des Bundesministeriums für Verkehr, Bau

und Stadtentwicklung vom November

2007 das Ladungsaufkommen der Binnenschifffahrt

in den Jahren von 2004

bis 2007 nicht gesunken, sondern erheblich

gestiegen sei, und zwar in Berlin mit

einem Umschlagszuwachs von 30 % und

in Brandenburg mit einem Umschlagszuwachs

von 14 %. Insgesamt wurden im

Containerumschlag im Berliner Westhafen | Bild: Dünner

Jahr 2007 rd. 8,3 Mio. t Ladung über die Kaikanten in Berlin und Brandenburg

umgeschlagen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2008

gab es ein Wachstum von 8,1 % in Berlin und von 3,6 % in Brandenburg.

Am Beispiel der Verkehrsentwicklung an der Schleuse Wusterwitz,

der Eingangsschleuse nach Brandenburg am Elbe-Havel-Kanal, führte

Dietrich den Nachweis, dass verbesserte Infrastrukturangebote von der

Binnenschifffahrt sofort angenommen werden. Seit Zulassung einer

Abladetiefe von mehr als 2,0 m im Jahr 2004 wurden an der Schleuse

Wusterwitz jeweils rd. 1.000 Güterfahrzeuge pro Jahr mit größeren

Eintauchtiefen abgefertigt. Innerhalb dieser Gruppe war ein deutlicher

Trend zu 2,40 m und 2,50 m Abladetiefe zu erkennen. Die durchschnittliche

Auslastung aller Güterschiffe an der Schleuse Wusterwitz ist von

2002 zu 2007 von 46 % auf 53 % angestiegen.

Zu dem sehr aktuellen Thema „Möglichkeiten der Entwicklung

Brandenburgs als Hub im Seehafenhinterlandverkehr – Chancen für

die Binnenschifffahrt?“ sprach Rüdiger Hage, Geschäftsführer, IPG

Ulrich Mehlmann (Verkehrsministerium Brandenburg), Rüdiger Hage (IPG), Reinhold Schuster (LUTRA)

und Peter Stäblein (BEHALA) | Bilder: Teßmann

32 | 5|2008


Kiesumschlag über die Waggon-Kippanlage im Hafen Königs Wusterhausen

Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft Potsdam. Auf

Grund des bisher geringen Binnenschiffsanteils am Seehafenhinterlandverkehr

forderte er die Marketingaktivitäten von Brandenburger

Seite vor Ort in den Seehäfen zu verstärken. Weiterhin empfahl er,

dass sich die Häfen Wittenberge und Wustermark aktiv in überregionale

Kooperationen zum Aufbau von Binnenschiffscontainerlinien

einbringen sollten.

Die ▲ Binnenhäfen in Berlin und Brandenburg ▲ verzeichnen

eine differenzierte, aber insgesamt sehr positive Entwicklung.

Im ▲ Hafen Königs Wusterhausen ▲ wurden seit 1990 über

60 ha Ansiedlungsfl äche geschaffen, weitere 70 ha sind in der Planung,

berichtete Reinhold Schuster, Geschäftsführer der LUTRA

GmbH. Gegenwärtig werden jährlich ca. 2,1 Mio. t Massengut, davon

1,3 Mio. t Braunkohle, umgeschlagen.

Der im April 2000 in Betrieb gegangene neue ▲ Hafen Eberswalde ▲

profi tiert von den in den letzten Jahren realisierten neuen Industrieansiedlungen.

Dazu gehören nach Aussagen von Horst Schaefer,

Geschäftsführer der Technische Werke Eberswalde GmbH, vor

allem die Getreidelagerhalle mit 70.000 t Lagerkapazität und entsprechender

Fördertechnik, das Holzkraftwerk mit einem Holzbedarf

von ca. 120.000 t pro Jahr und das Holzpelletierwerk mit einer Jahresproduktion

von ca. 35.000 t in der 1. Ausbaustufe. Im Jahre 2007

wurden ca. 673.000 t umgeschlagen.

Den neuen ▲ Hafen Wustermark ▲ am Havelkanal, dessen Bau

noch im Jahr 2008 abgeschlossen werden soll, präsentierte Bernd

Drees, Bürgermeister der Gemeinde Wustermark. Zeitgleich wird

der Havelkanal ausgebaut. Der Havelkanal gehört von der Mündung

in den Sacrow-Paretzer-Kanal bis zum neuen Hafen des Güterverkehrszentrums

(GVZ) Wustermark zum Projekt 17 der Verkehrsprojekte

Deutsche Einheit. Damit soll die Wasserstraße bis zum GVZ

an den westeuropäischen Ausbaustandard angepasst werden. Der

Hafen wird eine Spundwandlänge von 390 m und eine Liegelänge

für drei Großmotorgüterschiffe von 345 m Länge sowie eine Hafenbetriebsfl

äche von 18.200 qm haben.

Über die gestiegenen Umschlagszahlen nach der Inbetriebnahme

des neuen ▲ Hafens Schwedt ▲ im Jahre 2001 berichtete Jürgen

Polzehl, Bürgermeister der Stadt Schwedt. Die Umschlagsmengen sind

von 70.000 t im Jahr 2002 auf 273.000 t im Jahr 2007 angewachsen.

Der ▲ Berliner Westhafen ▲ ist seit März 2008 Ausgangspunkt

regelmäßiger Containerverkehre in die Region Jelenia Gora in Polen.

Seit fünf Jahren bestehen Zugverbindungen mit täglichen Containerganzzügen

in den Relationen von und nach Unna / Bönen (Westfalen)

und Hamburg / Bremerhaven im Seehafen-Hinterlandverkehr. Im

City-GVZ Westhafen stehen für den Containerumschlag Gleise von

zweimal 350 m Länge, Flächen von 17.000 qm und eine Stellkapazität

für 1.300 TEU zur Verfügung, so Peter Stäblein, Geschäftsführer der

BEHALA Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH.

Das Colloquium stand unter der bewährten wissenschaftlichen Leitung

von em. Prof. Horst Linde, Vorsitzender des Vereins zur Förderung

des Oderstromgebietes e. V., und Eberhard Theurer, Mitglied

des Vorstandes des Vereins zur Förderung des Oderstromgebietes e. V.,

die mehr als 70 Teilnehmer begrüßen konnten.

■ Dr. Günter Teßmann

5|2008

| 33


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Polizei-Oberkommissar Frank Müllercke erkennt sein Boot nach

dem Umbau kaum wieder. „Manövrierbarkeit, Fahrgefühl,

Einrichtung, die kaum zu spürenden Vibrationen und der erstaunlich

niedrige Geräuschpegel machen den Dienst zur Freude“,

schwärmt Müllercke. Der 46-jährige Schiffsführer tut schon seit

1993 Dienst an Bord von WSP 1.

Nach der Entkernung auf der Werft war erst einmal nur das leere

Kasko übrig geblieben. Erster Schritt des Modernisierungsprogramms

war der Einbau eines neuen Antriebsstrangs, der dem 24,95

x 5,09 m messenden Schiff zu einer Geschwindigkeit von 17,5 km/h

verhilft. Den 5-fl ügeligenFestpropeller

und die Wellenanlage

lieferte die

Firma Thiess, dahinter

arbeitet ein

TwinDisc-V-Wendeuntersetzungsgetriebe.

Herzstück

des Schiffes ist ein

für gewöhnlich

258 kW starker

6-Zylinder-Hauptmotor

von IVECO

FPT, dessen Betriebspunkt

die liefernde

Neues Mehrzweckschiff für

die Brandenburgische Wasserschutzpolizei

Werft Malz modernisiert

Polizeiboot

Anfang des Jahres hat der Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg das fünfzehn Jahre alte Streifenboot

WSP 1 auf der Werft Malz in Oranienburg vollständig überholen lassen. Mit neuer Schiffs- und Kommunikationstechnik

verfügt das Flaggschiff der Wasserschutzpolizei Brandenburg nun über ein vergrößertes Einsatzspektrum.

Firma Sauer & Sohn auf 165 kW bei 2.100/min. an die Erfordernisse

des Streifenbootes angepasst hat. Mit 4-Ventiltechnik, Common

Rail Einspritzsystem der zweiten Generation und elektronischem

Motormanagement (ECU) unterschreitet der Motor vom Typ N67

ENT M50 die ZKR-II-Partikelgrenzwerte um 30 %. Kastenkühler und

Schalldämpfer lieferte die Firma Weihe.

Die Bordstromversorgung wird durch einen 45 kVA starken Aggregatsatz

sichergestellt. Dieser besteht aus einem IVECO FPT Motor

und einem MeccAlte-Generator und wurde ebenso wie das schallgedämpfte

Hafenaggregat von Sauer & Sohn geliefert. Letzteres lie-

Die komplette Nautik lieferte Engel & Meier

Das neue Flaggschiff des Landes Brandenburg: WSP 1

34 | 5|2008

| Bilder: Pospiech


Bis zu 18 Personen fi nden im Besprechungsraum Platz

fert 6,5 kW und setzt sich aus einem 3-Zylinder Yanmar Motor und

einem Mase-Generator zusammen.

Die hydraulisch betätigte Ruderanlage wird über eine Hydraulikpumpe

aktiviert. Diese wird vom Hauptmotor über einen Keilriemen

angetrieben. Zur besseren Manövrierbarkeit wurde ein Rheinstrom-

Querstrahlruder eingesetzt. Tests zeigten, dass mit diesen Einrichtungen

das Schiff „auf dem Teller“ drehen kann. Die gesamte Ruderhydraulik

lieferte die Firma Schröder aus Duisburg. Die komplette

Nautik des Einmann-Steuerhauses, inklusive Radar 2005 RHRC TFT

mit RADARpilot720° und Wendeanzeige Sigma 300 wurde durch

die Firma Engel & Meier geliefert und eingebaut.

WSP 1 wurde als Mehrzweckschiff zum Einsatz im ganzen Land

Brandenburg konzipiert. Es fungiert als Einsatzleitstelle, Aus- und

Fortbildungsstätte und führt Streifendienste auf der Havel und den

umliegenden Seen durch. Für diese vielfältigen Aufgaben wurde

großer Wert auf die Kommunikationseinrichtungen gelegt. So wurde

ein großer, klimatisierter Besprechungsraum mit 18 Sitzplätzen

im Vorschiff eingebaut. Als erstes Schiff im Land Brandenburg verfügt

WSP 1 über ein Bewegbildübertragungssystem. Damit können

Übertragungen aus dem Polizei-Hubschrauber direkt auf mehreren

Monitoren an Bord gezeigt werden, damit Einsatzleiter oder Besatzung

entsprechende Schritte einleiten können. Ein über Davit aus-

5|2008

Schiffsdaten WSP 1

Länge / Breite / Tiefgang 24,95 x 5,09 x 0,85 m

Hauptmotor 1x IVECO FPT N67 ENT M50

Leistung 165 kW bei 2.100/min

Propeller / Düse 5 Flügel, fest

Getriebe TwinDisc MG 5062V

Geschwindigkeit 17,5 km/h

Bugstrahlruder Rheinstrom, hydraulisch

Stromaggregat 1x IVECO FPT N45 AM 1A

Leistung 41 kW bei 1.500/min

Generator 1x Mecc Alte 45 kVA, 400/230V

Hafendiesel 1x Yanmar 3TNE 74A (6,5 kW)

Generator 1x Mase

Besatzung 2

gesetztes Schlauchboot mit Außenbordmotor ermöglicht zudem

das Vordringen in besonders fl ache Gewässer.

Die Zwei-Mann Besatzung wohnt in geräumig ausgestatteten

Einzelkabinen, die vom werfteigenen Personal ausgebaut wurden.

Große Alux-Fenster unterstreichen die helle und freundliche Inneneinrichtung.

Eine moderne Pantryküche unterstützt die Besatzung

bei den „essentiellen“ Dingen. „Für uns war dieser Auftrag eine

besondere Herausforderung hinsichtlich des hohen Qualitätsanspruchs

durch den Auftraggeber“, so Betriebsleiter Ralf Loerke, der

seit rund 30 Jahren auf der Werft Malz tätig ist. „Was wir geschaffen

haben, kann sich sehen lassen!“ ■ Peter Pospiech

| 35


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

ETS-Schubverband mit Holz und Containern im Schlepp in Dresden

Als inhabergeführte Reederei transportieren

wir Güter mit eigenem sowie angemieteten

Schiffsraum. Für unser neues Büro im Emsland

suchen wir einen

Schifffahrtskaufmann (m/w)

der sich in der dynamisch wachsenden Schifffahrtsbranche

wohlfühlt und sich durch Kontaktfreudigkeit

auszeichnet.

Zu den eigenverantwortlichen Aufgaben dieser

Position zählen sowohl die Betreuung unseres

bestehenden Kundenstammes, die Akquisition

und Auftragsannahme sowie die Organisation

von Gütertransporten.

Idealerweise bringen Sie eine erfolgreich abgeschlossene

Ausbildung sowie erste Berufserfahrungen

in der Kundenbetreuung bzw. Auftragsbearbeitung

im Schifffahrtsbereich mit.

Bei Interesse freuen wir uns über eine

Bewerbung unter Chiffre-Nr. 5081 an:

SUT Verlags GmbH | z. H. Frau Sylvia Guddat

Oststraße 8-14 | 53173 Bonn

EU fördert Binnenschifffahrtslinie zwischen

Tschechien und Deutschland

Internationaler

Workshop in

Decin

Seit 2003 veranstaltet der Sächsische Hafen- und Verkehrsverein

e.V. (SHV) jährlich einen Workshop in Tschechien.

Hauptthema des 6. Treffens im Rahmen der Europawoche

2008 Anfang Mai, zum dem 65 Teilnehmer den Festsaal

des geschichtsträchtigen Deciner Schlosses füllten, war der

im Aufbau befi ndliche Schiffslinienverkehr ETS zwischen

Lovosice (CZ), Riesa (D) und Hamburg (D), der von der EU

unterstützt wird.

Europäische Verkehrspolitik ist zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

der Wirtschaft in Mitteldeutschland und Böhmen generell

darauf gerichtet, energiesparende und umweltschonende

Lösungen zur Bewältigung der künftig enorm anschwellenden Güterströme

zu fördern. Die Erhöhung des Anteiles der Binnenschifffahrt

am Gesamtverkehrsvolumen ist dabei aus der Sicht von Brüssel

auch für die Qualifi zierung der Gesamtlogistik zwischen Tschechien

und Mitteldeutschland sowie den Seehäfen im Rahmen des Marco

Polo Programms außerordentlich förderwürdig. Für Tschechien ist

36 | 5|2008


der Wasserweg zu den Seehäfen seit Jahrhunderten von besonderer

Bedeutung, denn eine bessere Verbindung als die Elbe zum europäischen

Wasserstraßennetz und zu den Weltmeeren gibt es nicht.

Neben hochrangigen Vertretern der tschechischen Politik waren besonders

zahlreich Vertreter der verladenden und transportierenden

Wirtschaft anwesend, die ein besonderes Interesse an der Nutzung

der europäischen Wasserstraße Elbe/Labe haben. In seinem Statement

zu Beginn des Workshops unterstrich der Dresdner Generalkonsul der

Tschechischen Republik, Tomas Podivinský , dass die Wasserstraße Elbe/

Labe in Zukunft wesentlich stärker zur Bewältigung wachsender Güterströme

genutzt und dafür auch ausgebaut werden muss. Podivinský ist

überzeugt, dass ähnlich wie seinerzeit bei der Planung der Autobahn A

17/D8 über das Erzgebirge auch bei Errichtung des Stauwehres unterhalb

Decins die Bedenken gegen das Projekt überwunden werden. Unisono

betonten auch die Vertreter des Regierungsbezirkes Usti und der Stadt

Decin, dass die Wiederherstellung einer lebendigen Elbe-Schifffahrt unverzichtbar

für den weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Region

sei und seitens der nordböhmischen Politik vollste Unterstützung für

alle dazu notwendigen Flussbaumaßnahmen gewährt werde. Zurzeit ist

die Fahrrinnentiefe der Elbe/Labe zwischen der deutsch-tschechischen

Grenze und Usti ca. 20 cm geringer als auf deutscher Seite bis Magdeburg.

Das bedeutet 120 t weniger Ladung pro Schubverband bzw.

120.000 t, die pro Jahr bei 1000 Schiffsbewegungen mit über 7.000 LKWs

zusätzlich die Landstraßen belasten! Dass die Sächsischen Binnenhäfen

Oberelbe GmbH (SBO) und die Cesko-Saské pristavy s.r.o. (CSP) als Organisator

kompletter Transportketten mit dem Betrieb eines neuen Binnenschifffahrts-Liniendienstes

zwischen Tschechien, Mitteldeutschland

und den Nordseehäfen umweltschonende Gesamtverkehre realisieren,

verdeutlichten Stefan Kunze (SBO) und Zdenek Stol (CSP) in ihrem praxisbezogenen

Fachvortrag. Der „Ecological Transport Service“ (ETS-Elbe)

wird im Rahmen des Marco Polo Programms der Europäischen Kommission

gefördert. Für den Linienverkehr wurde durch die Häfen der SBO-

Gruppe bereits im Dezember 2006 das Motorschiff DIANA, Tragfähigkeit

800 t, gechartert. Es folgte ein Schubverband der CSPL mit Schubboot

TR 37 und zwei Schubleichtern. Diese fl achgehende Schiffstechnik wird

im Pendelverkehr zwischen Magdeburg und den Oberelbehäfen eingesetzt,

der zu einem fahrplanmäßigen Liniendienst ausgebaut wird. Die

Risikoabsicherung für die daraus resultierenden Anlaufverluste erfolgt

durch das Förderprogramm. Projektpartner sind z. Z. neben der SBO/

CSP-Gruppe die Reedereien Tschechoslowakische Elbschifffahrts AG

5|2008

(CSPL) und Deutsche Binnenreederei AG (DBR) sowie die Häfen Rosslau

und Magdeburg. Der Hafen Magdeburg übernimmt die Aufgabe einer

zentralen Umschlagstelle für die Binnenschiffe in die Tiefwasserbereiche

des Mittelland- bzw. Elbe/Havelkanals. Riesa ist Knotenpunkt aller drei

Verkehrsträger, insbesondere für die Containertransporte. Ab August

2008 stellt die DBR ein weiteres Schubboot mit sechs Leichtern für ETS.

Die zahlreich anwesende tschechische Verladerschaft äußerte mit dem

Willen, das Binnenschiff künftig wesentlich stärker in die Gesamttransportkette

einzubeziehen, sehr deutlich ihre Erwartungen an die trimodalen

Häfen und die Zuverlässigkeit der Elbe-Schifffahrt. So verdeutlichte

Generaldirektor Ing. Zdenek Machala, dass die vom tschechischen Anlagenbauer

FEROX a.s. nach Norwegen exportierten 35 m langen und 150

t schweren Flüssiggasbehälter das Binnenschiff zum Seehafen zwingend

benötigen. Ing. Martin Kolár, Chef von ZZN a.s., unterstrich, dass er seine

kürzlich getätigte 160 Mio. CZK teure Investition in eine 70.000 t Silobatterie

im Hafen Lovosice ausschließlich im Vertrauen auf das Funktionieren

aller drei Verkehrsträger an diesem Standort getätigt habe. Die

Steigerung des Schiffsanteiles am Gesamttransportvolumen sei für seine

Agrargüter nicht zuletzt durch steigende Treibstoffpreise unabdingbar

geworden. Immerhin schlägt ZZN zwischen 250.000 und 400.000 t. p.a.

zwischen Tschechien und Deutschland um, wobei die Transportkosten

für 1 t Raps zwischen Lovosice und Hamburg per LKW 700 CZK, aber

per Binnenschiff nur rund 400 CZK betragen. Die Siemens AG, Werk Görlitz,

wickelt den Transport ihrer bis zu 300 t schweren Industriedampfturbinen

über die Ro-Ro-Anlage in Dresden oder den tschechischen

Hafen Melnik ab. „Nur der Wasserweg ist kostengünstig für den Transport

unserer Schwerkolli via Hamburg nach Übersee“, so Dr. Markus

Tacke, Leiter des Geschäftszweiges Görlitz. Auf Grund der weltweit gestiegenen

Nachfrage nach diesen Produkten wurde im Juni 2008 der

Grundstein für eine neue 8 Mio. EUR teure Montagehalle in Görlitz gelegt.

Für 2009 liegen bereits Bestellungen für 78 Turbinen vor, während

2007 noch 49 Turbinen zur Auslieferung kamen.

Kpt. Detlef Bütow, der als Vorsitzender des SHV gewohnt locker den

Workshop moderierte, forderte als Resümee die politischen Entscheidungsträger

in beiden Ländern auf, die noch vorhandenen Schwachstellen

der Wasserstraße Elbe/Labe unverzüglich zu beseitigen und

entsprechend den Leitlinien der Europäischen Union in der Wirtschaftsregion

Elbe/Labe vor allem die Schifffahrt und die Güterbahn

deutlich in der Leistungsfähigkeit zu stärken. www.ets-elbe.de

■ Prof. Dr. Fritz Heinrich | Dr. Siegfried Seibt | Dü

| 37


TITELTHEMA | TRANSPORT, UMSCHLAG UND SCHIFFBAU ZWISCHEN ELBE, OSTSEE & ODER

Schiffswerft Barthel

konstruiert ersten

eigenen

Katamaran

WSA Minden nimmt Messschiff

VISURGIS in Betrieb

Am 14. August hat das WSA Minden das neue Messschiff VISURGIS in Betrieb genommen. Damit hat das Amt bereits

das sechste Schiff von der Schiffswerft Hermann Barthel GmbH aus Derben an der Elbe erhalten.

Mit der VISURGIS hat die Barthel Werft ihren ersten Katamaran

abgeliefert. Das Schiff ist eine komplette Neukonstruktion,

die auf der Werft entworfen, konstruiert und gefertigt

wurde. Hohe Stabilität bei möglichst geringen Baukosten standen

im Vordergrund der Entwicklungsarbeit des Teams um Werft-Eigner

Hermann Barthel. Die Stabilität und damit auch die ruhigere

Lage im Wasser sind für Vermessungsschiffe besonders wichtig. Ein

weiterer Vorteil der Katamaranbauweise ist außerdem die geringe

Tauchtiefe von 0,80 m. Damit ist die VISURGIS in der Lage, auch bei

niedrigen Wasserständen die Oberweser zu befahren. Zudem sei der

Energieverbrauch geringer, so dass unterm Strich die Mehrkosten

der Katamaran-Bauweise begründbar seien, erklärte Henning Buch-

38 | 5|2008

| Bilder: Tausche


Gerrit Clausen, Hans-Peter Krönert (WSA Minden), Jörg Schuster, Peter Schulze,

Hermann Barthel, Anja Gratz, Andreas Plancke (IEA) und Henning Buchholz (v.l.n.r.)

holz, Amtsleiter des WSA Minden. Angetrieben wird die VISURGIS

von einem Schottel Navigator 110. Die nötige Leis-tung erzeugt

ein Volvo 4-Zylinder-Diesel mit 182 kW. Über eine Hydraulikpumpe

versorgt dieser auch zwei hydraulische Bugstrahlruder der niederländischen

Firma ABS Hydromarine mit je 23 kW. Die hohe Manövrierfähigkeit

dieser Antriebs- und Ruderkombination demonstrierte

Schiffsführer Jörg Schuster eindrucksvoll bei einer Testfahrt.

Schuster und Matrose Peter Schulze sind bereits auf dem Vorgänger-Schiff

HERSTELLE im Einsatz gewesen. Der um 1900 auf Kiel

gelegte und mehrfach umgebaute Katamaran HERSTELLE war für

nicht mehr sanierungswürdig befunden worden. Beispielsweise

entsprach das Schiff laut Buchholz nicht mehr dem Kojenerlass, der

Mindestbestimmungen für Schlaf- und Kochgelegenheiten für die

Besatzung festlegt.

Das neue Schiff verfügt nun über zwei Ein-Mann-Kabinen, eine zentrale

Klimaanlage und einen Aufenthaltsraum für sechs Personen.

Damit bietet die VISURGIS genug Platz für zwei Mann Besatzung,

Peilleiter, Peilgehilfe, den zuständigen Außenbeamten und gegebenenfalls

einen Auszubildenden. Für 60 kVA Bordstromleistung

sorgte die Firma Wernz mit einem wassergekühlten Deutz-Aggregat

aus der 2012er-Baureihe.

Das neue Messschiff wird auf den insgesamt 850 km Wasserstraßen

des WSA Minden zum Einsatz kommen. Dazu gehören 318

km Mittellandkanal, 352 km Weser, 13 km Stichkanal Osnabrück,

116 km Elbe-Seitenkanal und weitere Stichkanäle. Insgesamt hat

die Derbener Werft bereits über 100 Schiffe für die Wasser- und

Schifffahrtsverwaltung des Bundes abgeliefert. Davon 23 an die

WSD Mitte. Das sei einzigartig, betonte Buchholz, und habe gute

Schiffsdaten Messschiff VISURGIS

Länge / Breite / Tiefgang 25,60 x 7,58 x 0,80 m

Hauptmotor Volvo D7C-TA 4-Zylinder

Leistung 182 kW bei 2.100/min

Antrieb Schottel Navigator 110

Geschwindigkeit 15 km/h

Bugstrahlruder 2x TH20 (23 KW, hydraulisch)

Stromaggregat Deutz BF4M2012/Mecc Alte

Generator

Leistung 60 kVA bei 1,500/min

Besatzung 2 + 4

5|2008

WSA-Leiter Henning Buchholz nimmt probeweise am Steuer der

VISURGIS Platz

In den achteren Decksaufbauten sind Schottel-Antrieb und

Volvo-Hauptmaschine untergebracht

Gründe: Handwerklich hochwertige Arbeit bei vernünftigen Preisen

sei das Erfolgsrezept. Der Schiffsname sei vom lateinischen Wort

für „Weser“ abgeleitet, begründete Buchholz die Namenswahl. Als

Taufpatin hatte er Bauingenieurin Anja Gratz mitgebracht.

■ Sigrun Tausche | CG

| 39


O ONTAINERTICKER C

ONTAINERTICKER

+++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++

Seehäfen

Land | Hafen

| Amsterdam

| Antwerpen

(alle Terminals)

| Bremerhaven

(EUROGATE)

| Constantza

| Cuxport

| Dünkirchen

| Gdingen

Gdynia

| Göteborg

| Hamburg

(EUROGATE)

| Hamburg

(HHLA)

Jahr LKW

%

2004

2006

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

2000

2005

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

2005

2006

2007

2005

2006

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-6|2008

60,0

54,0

50,0



60,6

59,9

59,8




39,6

36,8

34,3


56,0

64,8


96,2

95,4

90,0

94,0


82

88











69,2

68,8

68,1

Nord-Ostsee-Kanal wird

komplett ausgebaut

Der Bund will den Nord-Ostsee-Kanal auf

seiner kompletten Länge von 100 km für

Schiffe mit 280 m Länge und 33 m Breite

ausbauen. Die gesamte Fahrrinne solle um

1 m auf 10,50 m vertieft werden. Die Vertiefung

der 20 km langen Oststrecke ab Kiel

wird bereits vorbereitet und kostet 140 Mio.

EUR. Für den Vollausbau kommen 280 Mio.

EUR hinzu. Pro Jahr werden auf dem Nord-

Ostsee-Kanal etwa 100 Mio. t Güter transportiert.

Das Aufkommen hat sich damit seit

1999 mehr als verdoppelt. Der Ausbau des

Ostabschnitts ist für 2014 vorgesehen, die

Fertigstellung des gesamten Kanals könnte

im Jahr 2018 erfolgen. ■ Dü

Marketing-Forum „Seaports

of Germany“ gegründet

Am 1. Juli hat sich im Rahmen einer Konferenz

beim Zentralverband der deutschen

Seehafenbetriebe e.V. (ZDS) das Marketing-

Forum „Seaports of Germany“ konstituiert.

Das Forum soll gemeinsame Messeauftritte

der deutschen Seehäfen im Ausland vorbe-






Bahn

%

5,0

3,0

7,0



10,1

8,0

8,0




56,3

58,8

62,9


44,0

34,9


3,8

1,5

2,0

2,5


14

8

8










28,0

29,1

29,7






Binnenschiff

%

35,0

43,0

43,0



29,3

32,1

32,2




4,1

4,4

2,8



0,3


0

3,1

8,0

3,5


4

4

4










2,8

2,1

2,2






Seeschiff

TEU

52.000

305.722

386.236

209.928

1.549.113

4.082.334

6.488.029

8.000.000

4.343.400

1.660.000

2.712.694

3.735.574

4.892.239

3.183.944

28.457

105.981

768.099

1.417.000

24.353

45.000

65.713

30.896

70.446

148.531

204.562

197.811

400.165

461.170

614.373

787.705

820.494

840.550

114.000

491.448

1.338.060

2.642.728

2.916.271

1.589.838

1.199.000

2.762.000

5.274.251

6.700.000

3.737.000

Seehäfen

Land | Hafen

| Hamburg

(alle Terminals)

| Helsinki

| Kopenhagen

| Kotka

| Le Havre

| Lübeck (LHG)

(inkl. Travemünde)

| Lübeck

(CTL | HHLA)

| Marseilles-Fos

| Rotterdam

| Rouen

| St. Petersburg

| Stettin

(Szczecin)

| Zeebrugge

reiten und durchführen, wenn die eigenständige

Präsentation einzelner Häfen nicht

zielführend ist. Das Bundesverkehrsministerium

beabsichtigt, gemeinsame Messeauftritte

der deutschen Seehäfen fi nanziell zu

unterstützen. ■ ZDS | CG

EUROGATE Tanger fertigt

erstes Feederschiff ab

Am 11. Juli hat das erste Feederschiff das

EUROGATE Containerterminal im marokkanischen

Tanger angelaufen. Insgesamt 70

Container löschten die sich noch in der Ausbildungsphase

befi ndlichen Brückenfahrer

von der CMA CGM TOBRUK. Die Abfertigung

des 1.000-TEU-Schiffs beschreibt EUROGATE

als problemlos. Von August bzw. September

an sollen wöchentlich zwei Feederschiffe

in Tanger abgefertigt werden. Ab Oktober

sollen Hauptschiffe folgen. Das Terminal

verfügt derzeit über 300 m Kai und fünf

Containerbrücken. Bis Februar 2009 sollen

800 m Kailänge und drei weitere Brücken

zur Verfügung stehen. ■ Dü

| Bild: EUROGATE

Jahr LKW

%

1990

2000

2005

2007

1-6|2008

2005

2006

2007

2005

2006

2007

2005

2006

2007

1995

2000

2005

2007

1-3|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

2005

2006

2007

2000

2005

2007

1-3|2008

1990

2000

2005

2007

1-6|2008

2005

2006

2007

2005

2006

2007

2000

2005

2007

1-4|2008

1990

2000

2005

2007

61,7

70,0

67,4

65,8











82,5

85,1

86,8

84,0


71,0

62,0

49,0

49,0

50,0




82,7

82,0

––

65,0

48,0

60,0

59,0








90

94

93

94

70,5

79,8

62,0

54,7

Bahn

%

38,0

28,7

30,5

32,5











16,9

12,2

5,1

7,0


29,0

38,0

51,0

51,0

50,0




16,9

12,0

––

10,0

13,0

9,0

11,0








10

666

26,9

17,7

36,6

44,7

Binnenschiff

%

0,3

1,3

2,1

1,7











0,6

2,7

8,1

9,0










0,4

6,0

––

25,0

39,0

31,0

30,0










1


2,6

2,5

1,4

0,6

Seeschiff

TEU

1.969.986

4.248.247

8.087.545

9.889.792

4.982.000

459.744

416.667

432.406

155.000

164.300

192.000

366.667

452.401

570.881

888.979

1.464.901

2.118.509

2.220.000

682.000

80.500

90.000

151.000

140.000

88.300

61.267

110.207

66.000


Grohmann Christian

722.000 Zusammenstellung: |

905.687

1.002.879

260.484

3.700.000

Augustin

6.274.000

9.286.757 Sankt

10.790.604

5.428.910

GmbH,

161.382

165.179

158.552

1.119.346 VERLAGS

1.449.958

1.664.539

2.865 TECHNIK

36.453

56.276 UND

15.063

334.382

965.345

1.407.933

2.020.723

SCHIFFAHRT ©

| Bild: Port of Rotterdam

Interesse an Rotterdamer

Container Transferium

Eine Absichtserklärung zur möglichen Beteiligung

am geplanten Container Transferium

haben am 4. Juli zwölf Rotterdamer

Unternehmen sowie der Hafenbetreiber als

Initiativnehmer unterzeichnet. Das Container

Transferium ist ein Logistikkonzept, mit dem

die Erreichbarkeit des Hafens langfristig gewährt

werden soll. Zu den Unterzeichnenden

Firmen gehören die Terminalbetreiber APMT,

BCTN, ECT und RWG, die Reedereien Hapag-

Lloyd, Evergreen, Maersk Line, MOL und APL

sowie die Stauerei Kloosterboer, das Leercontainerdepot

UCT und die Spedition DHL Global

Forwarding. Die Investitionssumme soll

sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag

40 | 5|2008


CONTAINERTICKER

CO C

CONTAINERTICKER

+++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++

belaufen. in Alblasserdam, fast 50 km von der

Maasvlakte entfernt, könnte das Transferium

auf 17 ha am Ufer der Noord entstehen. Dort

sollen Lkw an dem geplanten Transferium

Container abladen und aufnehmen, um die

A15 Richtung Maasvlakte zu entlasten. Binnenschiffe

sollen dann die Containerterminals

auf der Westseite des Rotterdamer Hafens

bedienen. Im und um das Umschlagzentrum

entstehe Platz für Dienstleistungsbetriebe, Zoll

und andere Behörden. Die elektronische Kommunikation

soll das „Port Community System“

von Port infolink übernehmen. ■ CG

Westerscheldevertiefung

bringt Großcontainerschiffe

nach Antwerpen

Am 8. Juli gab die Erste Kammer des Niederländischen

Parlaments grünes Licht für die

erneute Fahrrinnenanpassung der Westerschelde.

Damit kann eines der wichtigsten

Projekte für den belgischen Seehafen Antwerpen

beginnen. Mit Abschluss der Vertiefung

können Großcontainerschiffe den

Seehafen tidenunabhängig voll abgeladen

ansteuern. ■ Dü

5|2008

25-m-Lkw schränken

Wachstum für Binnenschiff

und Bahn ein

Der Einsatz von EuroCombi-Lkw habe grundsätzlich

positive Auswirkungen für die europäische

Wirtschaft, so das Ergebnis einer

EU-Studie über die Anpassung von Gewichten

und Maßen im internationalen Verkehr

(Richtlinie 96/53/EC). Bei einer EU-weiten

Zulassung werde allerdings die Verkehrsleistung

von Bahn und Binnenschifffahrt langsamer

steigen. So dürfte das Wachstum bis

zum Jahr 2020 auf der Schiene um bis zu

3,8 % und auf der Wasserstraße um bis zu

2,9 % geringer ausfallen als bisher prognostiziert.

Die Studie empfi ehlt eine schrittweise

Einführung größerer LKW-Abmessungen

nach EU-Minimumstandards, über welche die

Mitgliedstaaten aber hinausgehen könnten.

Zudem befürwortet die Studie den Transport

von 45‘-Containern. Anhand dieser Ergebnisse

will die Kommission in den kommenden

Monaten über den künftigen Einsatz von

25-m-Lkw mit einem Gesamtgewicht von bis

zu 60 t in der EU entscheiden. ■ Dü

Neuer Container-Liniendienst

Amsterdam - Basel

Mit einer Schiffscontainerlinie verknüpft

Contargo seit dem 30. Juni die eigenen Terminals

in Amsterdam mit denen an Rhein

und Main. Der zum Firmennetzwerk gehörende

Binnenschiff-Operateur Contargo

B.V. fährt auf dieser Route die Terminals

Emmerich, Duisburg DIT, Koblenz, Frankfurt

FIT, Aschaffenburg, Ludwigshafen, Wörth,

Strasbourg, Ottmarsheim und Basel BMT an.

Das Rhein-Waal-Terminal in Emmerich dient

dabei als Hub für Überhangmengen. Sowohl

in Export- als auch in Import-Richtung gibt

es zwei Abfahrten pro Woche. Als Ausgangshafen

bietet Amsterdam deutlich geringere

Congestion für Binnenschiffe als die Seehäfen

Rotterdam und Antwerpen. ■ CG

| 41


O ONTAINERTICKER C

ONTAINERTICKER

+++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Aken

| Andernach

(Terminalbetrieb seit

Februar 2000)

| Aschaffenburg

(Terminalbetr. Wasser/

Straße seit Herbst 99)

| Basel

1 LKW und Bahnverkehre

werden nicht erfasst

| Berlin

(BEHALA)

1 Terminalbetrieb seit 2001

| Bonn

Privatisiert seit 2004

| Braunschweig

1 Terminalbetr. seit 1999. Bis

3|2005 nur Schiffsabfertigung

| Brunsbüttel

| Brüssel

| Deggendorf

| Dörpen

| Dortmund

Jahr LKW

TEU

2000

2005

2007

1-6|2008

2000

2005

2007

1-7|2008

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-5|2008

2004

2005

2007

1-6|2008

2004

2005

2007

2000

2005

2007

1-6|2008

2000

2005

2007

1-7|2008

2006

2007

1-5|2008

2000

2005

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-6|2008


6.161

8.375

6.253

1.000

19.048







1

1

1

1

1

861

5.664

18.826

9.189




1

1.285

1.653

1.128

1.274

4.121

5.426

2.770



7.800

1.835

2.493

5.950

2.631

Straddle Carrier von

Kalmar als Hybridversion






Bahn

TEU


3.371

5.022

3.401


57






3.196

1

1

1

1

1

0

23.171

52.531

27.481




1

3.853

16.442

9.393

0

0

0

0




1.380

575

2.234

1.100

14.500

55.700

39.700

36.999

21.852

Bis zu 30 % Kraftstoffeinsparung sollen

Straddle Carrier der 7. Generation von

Kalmar mit dem neuen Pro Future Hybridsystem

erreichen. „Dank zyklischer

Arbeitsabläufe ist die Wirkung unseres

Hybrid-Systems besonders hoch“, erklärt

Ilkka Annala, Vizepräsidentin der Straddle-

Carrier-Fertigung. Über 50 t CO2 könne das

System pro Fahrzeug und Jahr einsparen.

Das entspricht knapp 19.000 l Diesel. Mit

Hochleistungskondensatoren speichert der

voll ausgestattete Hybridcarrier sowohl

Bremsenergie als auch den durch das Abstellen

eines Containers generierten Strom

aus den Windenmotoren. Die gespeicherte

Energie verwendet das System, um bei hoher

Leistungsnachfrage den Dieselmotor

zu entlasten. Dadurch werden nicht nur

weniger Schadstoffe, sondern auch we-











Schiff

TEU


3.361

2.874

2.751

9.158

30.830



3.727

7.155

8.791

4.172

22.194

74.188

84.931

104.366

41.210

282

78

0

0




7.722

46.517

41.461

21.234

6.819

18.120

11.793

4.045

12.200

17.000

7.800

455

934

0

0


7.700

14.900

23.221

11.484






Gesamt

TEU

3.840

12.893

16.271

12.405

10.158

49.935

55.678

40.722

3.727

7.155

8.791

7.368

22.194

74.188

84.931

104.366

41.210

1.143

28.913

71.357

36.669

130.809

153.873

195.281

7.722

51.655

59.556

31.755

8.093

22.241

17.219

6.815

12.200

17.000

15.600

3.670

4.002

8.184

3.731

14.500

63.400

54.600

60.220

33.336

17.000

84.000

122.000

200.700

112.000

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Dresden, Riesa,

Torgau, Roßlau,

Decin, Lovosice

Unternehmensgruppe SBO

| Duisburg

1 LKW-Verkehre wurden

nicht erfasst

| Emmerich

RWT

| Enns

1 Terminal-Betrieb seit

08|04

| Frankfurt/Main

1 Anzahl Container, keine

TEU-Basis. 2 Bahnanteil in

Stück Container

| Gelsenkirchen

Stadt

| Germersheim

LKW, Bahn und Schiff

| Gernsheim

Terminalbetrieb seit 1993,

2 LKW und Bahnverkehre

werden nicht erfasst

| Glückstadt

| Halle/Saale

1 Terminalbetrieb Bahn/

LKW seit April 2004

niger Geräusche produziert. Das bei Neufahrzeugen

optionale Hybridsystem lässt

sich vollständig oder auch teilweise in bestehende

Fahrzeuge nachrüsten. ■ CG

Gottwald liefert zwei

Hafenmobilkrane nach

La Spezia und Augusta

Die Gottwald Port Technology GmbH hat

im Juli je einen Hafenmobilkran vom Typ

G HMK 6407 in den italienischen Häfen La

Spezia und Augusta in Dienst gestellt. Die

Jahr LKW

TEU

2004

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-6|2008

2000

2005

2007

1-6|2008

1 2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

2004

2006

2007

1-6|2008

2003

2005

2007

2000

2005

2007

1-6|2008

2002

2005

2007

1-7|2008

2004

2005

2007

1-7/2008

3.728

1.540

1.377

3.385

1

1

1

893.000

437.000





0

58.931

93.793

65.144













2

2

2

2

23

280

3

0

650

5.707

12.317

9.133

Bahn

TEU

2.422

11.279

25.053

16.400

40.000

130.000

362.000

531.000

326.000





0

70.089

84.425

55.606

1 2.135

1 65

736

3.800

13.049








2

2

2

2




0

4.962

10.799

23.824

17.108

Schiff

TEU

4.448

2.487

6.829

3.848

70.000

220.000

350.000

370.000

192.000




38.173

722

0

996

1.690

15.024

29.418

37.612

35.964

17.769

820

525

822

1.200




25.035

50.075

46.038

24.107

1.808

3.162

425

210

0

0

0

0

Gesamt

TEU

10.598

15.306

33.259

23.633

110.000

350.000

712.000

1.794.000

955.000

58.080

45.854

65.641

38.173

722

129.020

179.214

122.440

17.159

29.483

38.348

39.764

30.818

820

525

822

1.200

155.000

202.000

226.256

25.035

50.075

46.038

24.107

1.831

3.442

428

210

5.612

16.506

36.141

26.241

© SCHIFFAHRT UND TECHNIK VERLAGS GmbH, Sankt Augustin | Zusammenstellung: Christian Grohmann ■

Krane mit einer maximalen

Traglast von

100 t sollen die TerminalbetreiberCompagnia

Lavoratori Portuali

La Spezia (CLP) und

International Terminal

Service Augusta (ITSA)

bei der Bewältigung

des wachsenden Containeraufkommens

unterstützen. Beide

Häfen hatten bereits

positive Erfahrungen

mit Hafenmobilkranen

von Gottwald ge- Hafenmobilkran G HMK

sammelt: In La Spezia 6407 im Stückgut- und

Containerumschlag

waren bereits zwei in an einem Schiff der

Betrieb, in Augusta Panamax-Klasse

wurde im letzten Jahr | Bild: Gottwald

der erste Kran in Betrieb

genommen. ■ Dü

42 | 5|2008


CONTAINERTICKER

CO C

CONTAINERTICKER

+++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Hannover

1 im „Rail-Terminal“ wird jegliche Art

von Ladeeinheiten umgeschlagen ,

2 einschl. Ladeeinheiten

| Herne

| Karlsruhe

1 für LKW u. Bahn-Verkehr liegen

bis 2004 keine Zahlen vor

| Kehl

| Kehlheim/

Donau

1 nicht erfasst

| Koblenz

1 2000 wurde der LKW-Umschlag

noch nicht erfasst

| Köln

| Krefeld

Umschl. eingestellt von 2003

bis 2006 u. ab 7|2007, 1LKW- Verkehre werden nicht erfasst

| Krems/Donau

1LKW- und Bahnverkehre

werden gemeinsam erfasst

ÖKOLOGISTISCH

5|2008

Jahr LKW

TEU

2000

0

2005 1.324

2007 1.622

1-5|2008 937

7-12|2002

2005

2006

1-6|2007

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

2000

2005

2007

1-7|2008

2000

2005

2007

1-6|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

2002

2003

2006

2007

2000

2005

2007

1-7|2008

HAMBURG

BREMERHAVEN

ROTTERDAM





1

12.226

55.179

31.892

75

1.140

1.128

3.040

892

3.285

2.624

1

1

1

28.958

33.993

18.461






1

1

1

1

1 37.988

1 39.694

1 41.622

1 24.165

Bahn

TEU

1 12.306

1 17.240

1 23.366

1 12.382

10.038

31.843

60.532

40.610

1

0

0

0

75

1.151

2.321

2.953

1.736

0

832

1.739

285

228

109

503

102






10

460

150

204

1 37.988

1 39.694

1 41.622


Schiff

TEU

490

13.621

20.362

9.423





35.857

44.518

38.464

14.413

600

9.100

8.720

10.302

6.031

3.285

3.656

2.470

831

36.166

46.015

51.009

25.748






18.500

9.500

0

0

5.975

142

872

1.420

Gesamt

TEU

2 12.796

2 32.185

2 45.350

2 22.742

10.038

31.843

60.532

40.610

35.857

56.784

93.643

26.937

750

11.391

12.169

16.295

8.659

6.570

7.112

4.209

1.116

36.394

75.082

85.505

38.690

70.154

254.051

428.702

573.475

326.972

18.510

9.960

150

204

43.963

39.836

42.494

25.585

POLZUG Intermodal GmbH

Container Terminal Burchardkai, Hamburg

Tel.: + 49 40 - 74 11 45-0

E-Mail: hamburg@polzug.de

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Lille

| Linz/Donau

1 LKW- und Bahnverkehre

gemeinsam erfasst

| Ludwigshafen

1 Container-LKW-Verkehr nicht

erfasst, 2 Erfassung erst 2005

| Lüttich

| Lyon

| Magdeburg

| Mainz

| Mannheim

1 Daten wurden nicht

erfasst

| Minden

Eröffnung Mai 2002, bis 2004

wurden keine LKW-TEU erfasst.

| Mulhouse-

Ottmarsheim

Jahr LKW

TEU

1992

2005

2007

1-6|2008

22.579

45.507

39.273

16.385

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

133.605 60.799

79.303

102.199

68.460

2002

1

2005

1

2007

1

1-7|2008

1

2006

2007

1994

2000

2006

2007

1-5|2008

2003

2005

2007

1-5|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

1990

2000

2005

2007

1-7|2008

2002

2005

2007

1-7|2008

1990

2005

2007

1-7|2008

44

201

33.549

91.061

140.550

68.687

26.343

Bahn

TEU

0

0 –

655

1 33.605

68.888

86.028

112.646

65.560

2

14.251

18.709

10.189

4.415

4.145

2.682

26.090

7.292

18.391

15.394

Schiff

TEU

4.889

39.769

43.898

25.676

635

2.216

2.739

2.879

789

42.780

57.401

60.292

39.469

18.478

17.138

1.177

2.176

55.440

57.567

13.704

POLEN

ESTLAND

LETTLAND

LITAUEN

RUSSISCHE FÖDERATION

WEISSRUSSLAND

UKRAINE

MOLDAWIEN

MONGOLEI

GEORGIEN

ARMENIEN

KASACHSTAN

USBEKISTAN

KIRGISIEN

TURKMENISTAN

TADSCHIKISTAN

AFGHANISTAN

ASERBAIDSCHAN

POLZUG Intermodal POLSKA Sp. z o.o.

ul.Wilcza 46,Warszawa

Tel.: + 48 22 - 336 34 00

E-Mail: warszawa.info@polzug.pl www.polzug.de










1

1

1

1

1



13.490

10.254

8.824

69.128

50.597

31.592










1

1

1

44.247

34.299



5.780

5.168

1.317

26.914

15.028

12.011










44.233

87.212

133.694

108.066

73.896

2.022

16.210

9.736

7.743

9.019

84.818

53.893

31.630

Gesamt

TEU

27.468

85.276

83.171

42.716

34.240

131.903

168.070

217.724

134.809

42.780

71.652

79.001

49.658

22.937

21.484

37.408

119.327

203.282

144.645

55.441

7.000

9.980

9.840

4.050

49.799

101.749

124.101

112.793

69.887

44.233

87.212

133.694

152.313

108.195

2.022

16.210

29.006

23.165

19.160

180.860

119.518

75.233

| 43

© SCHIFFAHRT UND TECHNIK VERLAGS GmbH, Sankt Augustin | Zusammenstellung: Christian Grohmann ■


ONTAINERTICKER

ONTAINERTICKER

+++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++ CONTAINERTICKER +++

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Neuss-

Düsseldorf

Hafen besteht in fusionierter

Form seit 2003

| Strasbourg

1 1990 wurden LKW und

Bahn gemeinsam erfasst

| Stuttgart SCT

1 Daten wurden nicht

erfasst

Jahr LKW Bahn

TEU TEU

1990 79.542 39.126

2000 200.806 33.868

2005 297.072 132.907

2007 399.134 192.148

1-6|2008 127.522 70.242

| Nürnberg 2002

2005


77.346


34.794

2007 127.732 115.950

1-7|2008 55.637 79.052

| Paris

1994

2000





2005



2007 197.800 2.200

1-5|2008 79.564 2.345

| Regensburg 1990

2005


0

0

0

2007 39.515 39.515

1-4|2008 11.419 11.419

1990

1 12.189

1 12.189

2000 74.541 256

2005 107.850 4.656

2007 153.038 26.185

1-5|2008 67.024 15.863

2000

1

0

2005

1 19.316

2007

1 24.293

1-7|2008

1 17.544

| Tilburg Barge

Terminal

1998

2000

2005

2.308

4.973

28.611

0

0

24.523

2007 43.000 47.000

Schiff

TEU

Dritter Hamburg-Nürnberg-Zug

bei der TriCon

25.609

89.192

193.473

147.718

61.618


210

0

0




90.000

33.782

246

354

338

134

7.213

66.468

70.905

79.836

30.437

23.318

29.533

32.204

21.459

11.084

26.801

42.929

51.000

Gesamt

TEU

144.277

323.866

623.452

739.000

259.382

89.000

112.350

243.682

134.690

13.808

95.330

267.959

290.000

115.691

246

354

79.368

22.972

19.402

141.265

183.420

259.059

113.324

23.318

48.849

56.497

39.003

13.392

31.774

96.063

141.000

Seit dem 2. Juli verbindet die IGS Intermodal Container Logistics

GmbH das TriCon-Terminal im GVZ bayernhafen Nürnberg mit dem

Containerhafen Hamburg per Bahn. Der neue Zug verkehrt drei Mal

pro Woche zwischen der KV-Umschlagsanlage der TriCon und den

Containerterminals Tollerort, Eurokombi, Altenwerder und Burchard-

Binnenhäfen

Land | Hafen

| Trier

| Waalwijk ROC

| Weil am Rhein

1Regulärer Terminalbetrieb

seit 1999

| Wielsbeke

River Terminal

1 LKW u. Bahn gemeinsam erfasst

| Wien

1 LKW und Bahn werden

gemeinsam erfasst

| Wörth

1 LKW-Verkehr wird nicht

erfasst

Jahr LKW

TEU

2000


2005


2007


1-7|2008


2002 1.316

2005 1.841

2007 2.062

1-5|2008

1990

500

2000 3.212

2005 3.866

2007 5.166

1-6|2008 3.038

2004

398

2005 1.439

2007 3.621

2000

1130.094 2005

1223.963 2007

1322.881 1-7|2008 1194.141 2000

1

2005

1

2007

1

Bahn

TEU





0

0

0

0

55

180

11

1

0

0

0

1130.094 1223.963 1322.881 1194.141 14.340

3.466


Schiff

TEU

6.408

3.383

849

486

6.192

14.084

21.543

8.500

19.593

20.463

22.195

10.996

10.439

18.858

15.134

586

778

543

470

112.118

179.787

176.733

Aschaffenburg verlagert Container

auf die Bahn

Gesamt

TEU

6.408

3.383

849

486

7.508

15.925

23.604

9.000

1 2.911

22.860

24.509

Augustin

27.372

14.035 Sankt

10.837

GmbH,

20.197

18.755

VERLAGS

130.680

224.751

TECHNIK

323.424

194.611

UND

126.458

183.253

SCHIFFAHRT

176.733 ©

kai. Zusätzlich werden sowohl Bremerhaven als auch Regensburg

über Antennenverbindungen mit bedient. Der neue Hamburg-Nürnberg-Shuttle

ist die dritte Zugverbindung des TriCon-Terminals zu

den deutschen Seehäfen. Zwei Züge von und nach Hamburg und

Bremerhaven existieren bereits seit Juni 2006. ■ CG

Eine Containerzugverbindung zwischen dem Bayernhafen Aschaffenburg

und den Seehäfen Amsterdam und Rotterdam hat die Containerreederei

NYK Line Anfang August in Betrieb genommen. Mit

wöchentlich vier Abfahrten soll das beauftragte Bahnunternehmen

ITL Benelux jährlich rund 30.000 TEU befördern. Ab dem Hauptbahnhof

Aschaffenburg übernimmt der Bayernhafen die Züge mit

eigenem Equipment und Personal. Die Terminalleistung erbringt der

Containerlogistik-Dienstleister Contargo in Zusammenarbeit mit

dem Kran- und Umschlagsservice des Hafens. Ein LKW-Shuttledienst

bindet das Logistikzentrum von NYK Logistics in Alzenau an

das Containerterminal an. ■ CG

44 | 5|2008

Zusammenstellung: Christian Grohmann ■


Umschlagskapazität auf 400 TEU pro Tag gesteigert

POLZUG

Bahnterminal in

Breslau erneuert

Am 19. Juni hat die POLZUG Intermodal GmbH ihr Bahnterminal im polnischen Breslau (Wroclaw) wiedereröffnet. Das modernisierte

Terminal soll der expandierenden Nachfrage nach Containertransporten in Im- und Export der Region Schlesien

gerecht werden.

Das intermodale Terminal in Wroclaw erstreckt sich nun über

45.000 qm und verfügt über eine viergleisige Bahnanlage zur

Abfertigung von Ganzzügen. Mit vier Reachstackern und zwei

Kränen sorgen 18 Mitarbeiter für eine tägliche Umschlagskapazität von

maximal 400 TEU. Es können alle Containergrößen zwischen 20´und

45´umgeschlagen werden. Die Lagerkapazität des Terminals beträgt

2.200 TEU. Es besteht ein tägliches Transportangebot von und zu den

Häfen in Hamburg, Bremerhaven und Rotterdam. Weiterhin bietet das

Terminal Möglichkeiten zu Zollabfertigung, Zollagentur, Lagerung von

beladenen und leeren Containern, Containerreinigung, Stromanschlüsse

für Kühlcontainer sowie Containerreparaturen. Auf Anfrage kann POL-

ZUG außerdem die Bewachung für den Transport von hochwertigen

Gütern, das Anbringen bzw. die Entfernung von Gefahrgutlabeln sowie

die Verplombung von Containern anbieten. Das Qualitätsmanagement

des Terminals hat der Germanische Lloyd den ISO-Normen 9001 und

14001 entsprechend zertifi ziert. Unter den Gästen der Eröffnungsfeier

befanden sich neben Reedern und Verladern Ehrengäste wie Staatsse-

5|2008

kretär Juliusz Engelhardt, stellvertretender Minister für Infrastruktur in

Polen; Wojciech Balczun, Vorstandsvorsitzender des POLZUG-Gesellschafters

PKP Cargo S.A. sowie POLZUG-Repräsentanten aus Europa,

Asien und den USA. Zu den am Standort ansässigen Verladern gehören

unter anderem die Hersteller Electrolux, LG (Phillips), Toshiba, Toyota und

Whirlpool, die Produktionsstätten im Wirtschaftsraum der fünftgrößten

Stadt Polens ausgeweitet oder neu angesiedelt hatten. „Unsere Terminalinfrastruktur

in Polen ist ein Schlüsselelement der Erfolgsgeschichte

von POLZUG“, erläutert Geschäftsführer Walter Schulze-Fryberg. „Sie

ermöglicht uns, die Transportkette leistungsfähig vom Ausgangshafen

zum Bestimmungsort zu überwachen.“ Das Terminal in Wroclaw ist

nun die modernste Anlage dieses Systems. POLZUG Intermodal wurde

im Jahr 1991 gegründet, um intermodale Transporte zwischen den niederländischen

und deutschen Nordseehäfen sowie Polen und Osteuropa

anzubieten. Das Unternehmen, an dem DB Mobility Logistics AG, HHLA

und PKP Cargo S.A. beteiligt sind, gehört zu den führenden Bahnoperateuren

auf dieser Relation. ■ Christian Grohmann

| 45


HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

Die neue MHL380 von Terex Fuchs

beim Umschlag von Röhren in ein

Fluss-See-Schiff im Hafen von

Kings Lynn/England

Anders als konventionelle Geräte wie Kabel- oder Portalkrane

sind mobile Lademaschinen ohne großen Aufwand einsatzfähig

und können sich schnell am Einsatzort hin und her bewegen.

Mit dem leistungsfähigen, präzise reagierenden Hydrauliksystem

etwa der Umschlagsgeräte von Terex Fuchs können Lasten punktgenau

von einem LKW in einen Ladebunker im Hafen, in den Frachtraum

eines Schiffes oder in einen Eisenbahnwaggon entladen werden. Dank

feinfühliger Steuerung ermöglicht die Hydraulik zudem das schnelle

und sichere Bewegen und Stauen der Ladung. Eine Schwenkbewegung

kann dosiert abgebremst werden, um ungewolltes Ausschwingen

der Ladung zu vermeiden. Die Maschinen erreichen durch ihre

großen Reichweiten und die konstruktive Gestaltung der Anbauwerkzeuge

den gesamten Schiffsladeraum; selbst Ladungen auf der

gegenüberliegenden Seite des Schiffes können gelöscht werden. Mit

schnellen Ladespielen und hohen Tragfähigkeiten über den gesamten

Arbeitsbereich erzielen Terex Fuchs Lademaschinen herausragende

Umschlagleistungen. Dank der hydraulisch hochfahrbaren Kabine hat

der Bediener einen ausgezeichneten Einblick in seinen Arbeitsbereich.

Die Maschinen sind sehr benutzerfreundlich, ihre Bedienung ist leicht

zu erlernen. Die äußerst robuste Konstruktion der Lademaschinen von

Terex Fuchs sorgt für lange Lebensdauer und zuverlässigen Einsatz

auch unter erschwerten Arbeitsbedingungen. Mit einer großen Auswahl

an Arbeitswerkzeugen kann das Einsatzspektrum erweitert und

eine optimale Auslastung erreicht werden.

Kürzere Umschlagzeiten

Die Modernisierung von Häfen als Reaktion auf den zunehmenden

Güterumschlag am Kai hat kürzere Umschlagszeiten beim Be- und

Entladen von Schüttgut notwendig gemacht. Für diese Aufgabe liefert

Hydrex, britischer Vertriebspartner von Terex Fuchs, die passenden Lösungen

für die anspruchsvolle Kundschaft in den Häfen der Insel. Vor

fünf Jahren hat das Unternehmen Associated British Ports seine ersten

Maschinen von Terex Fuchs in Betrieb genommen. Das Modell MHL380

wurde als Standard eingeführt. Inzwischen arbeiten fünf Maschinen in

Kings Lynn, Ipswich, Garsten und Teignmouth. Die mobile Umschlagmaschine

MHL380 beeindruckt mit ihren 66 t Betriebsgewicht, 337 PS

und 21 m maximaler Reichweite. Zur Standardausführung gehört eine

geräumige Kabine, die aufwärts und vorwärts bewegt werden kann,

um optimalen Einblick in den Arbeitsbereich zu erzielen. Peter Beckett,

Immer me mehr Häfen setzen auf mobile Lademaschinen

Effi zienter

Güterumschlag

Die herkömmlichen Häfen an Binnengewässern und Küsten verändern sich rasch von einfachen Anlegestellen für Schiffe zu

Zentren für logistische Dienstleistungen. Deshalb ist es für den Betrieb eines Hafens wichtiger als je zuvor, kurzfristig auf unterschiedlichste

Anforderungen reagieren zu können. Mobile Lademaschinen bieten für diese Aufgabe eine hohe Flexibilität.

Regional Engineering Manager in Ipswich, meint: „Die Investition in

die Terex Fuchs-Maschine hat neue Maßstäbe in der Produktivität

gesetzt und die traditionellen Schienen-Portalkrane mit Seilgreifern

praktisch ersetzt. Kein Zweifel, es gibt ausreichend Bedarf für einen

gleichzeitigen Einsatz beider Maschinen. Doch das Produkt von Terex

Fuchs ist erwiesenermaßen äußerst manövrierfähig und gleichzeitig

sehr zuverlässig”. Beim Be- und Entladen großer Mengen Schüttgut

wie Getreide, Aluminium oder Ton haben die Terex Fuchs-Maschinen

gegenüber den „traditionellen“ Anlagen erhebliche Steigerungen bei

Kapazität und Reichweite erzielt. Außerdem ist die Steuerung der Maschinen

ähnlich wie bei einem Hydraulikbagger, so dass die Bediener

keine besondere Schulung für ihren Einsatz benötigen.

Neue MHL380 D in Vorbereitung

„Noch stärker, schneller und produktiver“, beschreibt Georg Dobler,

Marketing-Direktor von Terex Fuchs, die neue Generation der Materialumschlagmaschinen.

„Unsere Ingenieure haben das Schwenkmoment

gegenüber dem Vorgängermodell um 50 % erhöht. Die

neue Kabine hat ein großes Platzangebot und bietet eine intuitiv

erfassbare Steuerung. Damit kann die leistungsfähige Maschine

komfortabel, effi zient und sicher bedient werden.” So wie alle Maschinen

von Terex Fuchs echte Branchen-Spezialisten sind, ist auch

die MHL380 D speziell für Materialumschlag und Hafenumschlag

entwickelt worden. Die Produktpalette von Terex Fuchs umfasst

Materialumschlagmaschinen von 19 bis 77,5 t Betriebsgewicht.

www.terex-fuchs.com | www.terex.com ■ Dü

Schrottumschlag im Hafen Hanau

| Bilder: Terex Fuchs

46 | 5|2008


Vor 40 Jahren begann im Hamburger Hafen das Containerzeitalter

Siegeszug der Boxen

Die Amerikaner brachten sie nach Deutschland: Am 5. Mai 1966 landete die Nachschubversorgung der US-Army die

ersten Container in Bremen an. Im Hamburger Hafen begann im Mai 1968 ein neues Zeitalter. Die Ankunft der AMERI-

CAN LANCER läutete den Siegeszug zum größten deutschen Containerhafen mit heute 10 Mio. TEU Jahresumschlag ein.

Die ersten Container erreichten 1966 Hamburg wenig beachtet

als zusätzliche Decksladung und wurden mit konventionellen

Schwerlastkränen von Stückgut- oder Ro-Ro-Schiffen gehievt.

1967 musste Wirtschafssenator Helmuth Kern bei Bürgermeister,

Senat und Teilen der Hafenwirtschaft erst einmal Überzeugungsarbeit

für die Errichtung einer speziellen Containerumschlagsanlage

leisten. Einmal von dem Leistungspotenzial des neuen Transportbehältnisses

überzeugt, ließen die Taten der Hamburger nicht lange auf

sich warten: Im Mai des folgenden Jahres wurde ein Multi-Purpose-

Terminal auf dem Burchardkai mit den ersten auf dem Markt erhältlichen

Containerbrücken ausgerüstet und auch bald genutzt: Am 31.

Mai 1968 lief die 213 m lange AMERICAN LANCER als erstes Vollcontainerschiff

den Hafen Hamburg an. Die Kräne am Burchardkai, dem

heutigen HHLA Container Terminal Buchardkai (CTB), erreichten damals

eine Umschlagsleistung von 12 bis 18 Containern pro Stunde.

Die Anlage auf dem ehemaligen Gelände einer Autoverladeanlage

war zu dieser Zeit noch nicht durch die Köhlbrandbrücke mit dem

Rest des Hafens verbunden. Im Herbst 1968 kamen bereits vier bis

fünf Vollcontainerschiffe pro Woche zum Burchardkai. 1972 standen

sechs Containerbrücken an sechs Liegeplätzen zur Verfügung, die

Containerschiffe mit einer Kapazität von bis zu 2.600 TEU zu jeder

DAMALS: Das erste Vollcontainerschiff die 213 m lange AMERICAN LAN-

CER wird am 31. Mai 1968 mit neuen Containerbrücken am Hamburger

Burchardkai gelöscht | Bilder: HHLA

5|2008

Am Liegeplatz 1 des HHLA Container

Terminal Burchardkai liegt die PARSIFAL

der französischen Reederei CMA CGM. Das

335 m lange Schiff fasst 8.533 Standardcontainer,

etwa zehnmal so viel wie die

ersten Vollcontainerschiffe

Malcolm McLean (1914 –

2001) gehörte in den fünfziger

Jahren die zweitgrößte LKW-

Spedition in den USA.

Der Erfi nder des Containertransports

und Gründer der

Reederei Sea-Land – heute

MAERSK – hat den weltweiten

Siegeszug seiner Idee erlebt.

| Bild: Maersk

Tageszeit abgefertigten. Vorreiter bei den Reedereien waren neben

der United States Line die deutsche Hapag-Lloyd und die dänische

Maersk Line. Regelmäßiger Warenaustausch fand mit Afrika, Australien,

Nordamerika und Ostasien statt.

Um mit dem sich exponentiell entwickelnden Umschlag Schritt

zu halten, wurde das HHLA-Terminal fortwährend ausgebaut und

erweitert. Doch sowohl elbabwärts des Kernhafens in Steinwerder

sowie am Eurokai, dem heutigen EUROGATE-Terminal, entstanden

neue Containerumschlagsanlagen. Dort fertigte im Mai 1969 Curt

Eckelmann, der schon an der Standardisierung der Containermaße

1954 bis 1960 beteiligt war, mit der MS WERNER SEELENBINDER

das erste Vollcontainerschiff ab. Mitte der 80er Jahre wurden in

Hamburg zum ersten Mal mehr als 1 Mio. Container bewegt, Anfang

der 90er schon mehr als 2 Mio. Seitdem werden jährlich neue

Rekordmarken aufgestellt 2007 waren es 9,9 Mio. TEU. Damit liegt

Hamburg auf Platz zwei in Europa und ist der mit Abstand größte

Containerhafen Deutschlands. Allein die drei HHLA Container Terminals

schlagen an der Elbe heute fast 7 Mio. Boxen jährlich um.

Zwischen 2008 und 2012 will die HHLA rund 1,5 Mrd. EUR investieren,

um die Kapazitäten ihrer drei Hamburger Containerterminals

auf über 12 Mio. TEU mehr als zu verdoppeln. Um die künftige

Generation Containerschiffe mit 10.000 bis 14.000 Stellplätzen in

Hamburg abfertigen zu können, ist eine weitere Vertiefung der Elbe

unerlässlich. ■ Christian Grohmann | Dü

| 47


HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

Im CTD-Containerterminal Dortmund haben sich RAM Spreader seit vielen Jahren bewährt | Bild: Dünner

RAM-Spreaders präsentiert Lösung zum automatischen Twistlock-Handling

Container verladen ist

nicht genug

Container sind aus dem See-Transport nicht mehr wegzudenken, ebenso wenig die Sicherung mit Twist-Locks. Allerdings

blieb deren Entfernen bei der Entladung beziehungsweise Einsetzen bei der Beladung bislang eine nicht immer ungefährliche

Handarbeit. Im Rahmen der TOC 2008 in Amsterdam stellte das britische Unternehmen RAM-Spreaders nun eine Lösung vor,

die diese Arbeiten automatisiert.

PinSmart ist zunächst eine robuste Stahlkonstruktion, welche

alle gängigen Containertypen von 20 bis 45 Fuß sowie

20-Fuß-Paare aufnehmen kann. Das Zentrieren übernehmen

stabile Führungen mit Elastomerdämpfern zur Reduzierung der

Belastungen des Containers. Beim Entladen vom Seeschiff werden

die Container auf den PinSmart aufgesetzt. Der erkennt automatisch

die Größe und robotergesteuert werden die Twistlocks

entfernt. Der oder die Container können danach wieder abgehoben

und umgesetzt werden. Beim Beladen erfolgen die Vorgänge

analog.

Die Einstellung des PinSmart auf den Typ der benutzten Twistlocks

erfolgt über entsprechend robuste Anzeigen (Touchscreen). Über

die Vorgaben zum Containertyp und Art der Twistlocks wird die

Maschine selbsttätig eingerichtet. Der Bediener kann die Maschi-

ne zudem über ein kleines transportables Steuergerät bedienen.

Der Informationsaustausch mit dem Kran erfolgt mittels grüner

und roter LED, welche dem Kranführer den Status signalisieren

und so die Freigabe für das Absetzen oder Aufnehmen der Container

erteilen. Zum Umsetzen des PinSmart genügt ein Teleskop-

Spreader für 20-Fuß-Container.

Die Bedeutung der neuen Konstruktion für die Sicherheit in den

Häfen unterstreicht RAM Spreaders’ Projektmanager Cameron

Hay: „Jeder Lade- und Entladevorgang im Hafen ist verbunden mit

dem Lösen und Befestigen der Twistlocks. Weltweit werden in Häfen

deshalb jährlich über eine Milliarde Twistlocks per Hand ein-

bzw. ausgebaut. Diese Arbeit ist langsam, mühsam und kostenintensiv.

Sie kann gefährlich sein und führt oft zu Verletzungen bei

den Stauern, welche auch fatal enden können.“

48 | 5|2008


Der prinzipielle Aufbau des PinSmart lässt sich gut

erkennen, vor allem die stabilen Führungen für die

sichere Aufnahme der Container

RAM – ein Unternehmen mit Tradition

Das britische Unternehmen RAM Spreaders, bekannt als einer der

führenden Hersteller von Spreadern für Container- und Hafenkrane

sowie Reachstackern, wurde 1972 von Robert A. Mills gegründet,

dessen Initialen den Namen bilden. Die Produkte, feste und Teleskop-Spreader,

gewannen mit Flexibilität und Vielseitigkeit sowie

Langlebigkeit sehr schnell die Akzeptanz vieler Häfen in Großbritannien,

den USA und Asien. 1992 wurde das Unternehmen von

NSL Engeneering übernommen und ist heute ein wichtiger Teil der

NatSteel-Gruppe, welche in den Bereichen Maschinenbau, Chemie,

Technologien und Investment aktiv ist. Als Executive Director

spielt Robert A. Mills weiter eine aktive Rolle bei der technischen

und kommerziellen Entwicklung von RAM Spreaders. Die fi nanzielle

Leistungsfähigkeit und Unterstützung der NatSteel-Gruppe sowie

die Unabhängigkeit von der Industrie nutzte das Unternehmen, um

gute Beziehungen zu zahlreichen Kranherstellern und Häfen aufzubauen.

Und dies weltweit durchaus erfolgreich.

Konstruktion, Entwicklung und Herstellung der Spreader erfolgen am

Stammsitz in Großbritannien sowie in Singapur, wo heute die Firmenzentrale

und Hauptfertigungsstandort ist. Damit kann das Unternehmen

mit geringeren Kosten produzieren und schneller auf die

Anforderungen des Marktes reagieren. Beide Unternehmensstandorte

verfügen über gemeinsame Produktions- und Entwicklungsmöglichkeiten,

um möglichst nah am Anspruch der Kunden zu arbeiten. Dies

gilt natürlich auch für den Bereich der Wartung der verkauften Anlagen.

Neben Servicekräften aus beiden Werken unterhält RAM Spreaders

in den USA, Südkorea, Belgien und China Service-Zentren, die

zusätzlich mit einem weltweiten Netz an Agenten kooperieren.

5|2008

Handling eines 40-Fuß-Containers zur automatischen

Montage der Twistlocks

Auch 20-Fuß-Container können paarweise

auf dem PinSmart behandelt werden

| Bilder: RAM Spreaders

Mit Innovationen wachsen

Besonderes Augenmerk verdient das preisgekrönte ShockAbsorbTM–

System. Dessen Technik reduziert die mechanischen Belastungen am

Container sowie die Geräusche beim Betrieb des Spreaders. Zudem

entwickelte das Unternehmen erfolgreich Spreader für die Parallelverladung

von zwei 20-Fuß-Containern.

In den letzten Jahren belieferte RAM Spreaders unter anderem

die Häfen Thessaloniki, Piräus, Damietta. Für weiter anhaltendes

Wachstum im Mittleren Osten sicherte sich das Unternehmen im

ersten Quartal 2008 einen Großauftrag aus Ägypten.

Auch Gottwald, bekannter Hersteller von Hafenkränen, bestellte

Ende 2007 für einen Hafenkran in Antwerpen einen 41-t-Spreader

für 20- oder 40-Fuß-Container. Der kann mit allen Typen der dortigen

Gottwald-Hafenkräne eingesetzt werden. Die neuen Teleskop-

Spreader für mobile Hafenkräne nutzen eine gewichtssparende

Bauweise für maximale Hub- und Tragkräfte. Damit können auch

schwerere Container sicher verladen werden. In Deutschland sind

RAM Spreader seit einigen Jahren bei EUROGATE in Hamburg und

bei CTD im Hafen Dortmund im Einsatz. Dank guter Erfahrungen hat

CTD auch für die demnächst in Dienst gehende neue Liebherr Containerbrücke

einen RAM Piggy Back und einen RAM Spreader neuester

Bauart geordert. Auch weitere deutsche Binnenhäfen haben sich inzwischen

für das innovative Produkt aus Großbritannien interessiert.

Der wachsende Markt in Deutschland ist für RAM-Executive Director

Robert A. Mills Anlass, ab September mit einer neuen Vertretung vor

Ort präsent zu sein: „Wir wollen die Anwender im deutschsprachigen

Raum künftig bei Verkauf und Service effi zienter betreuen“.

■ Michael Kratzsch-Leichsenring | Hans-Wilhelm Dünner

Ob Spreader mit festen oder fl exiblen Rahmen, ob elektrisch oder hydraulisch verstellbar – RAM liefert für alle Anwendungsbereiche vom Reachstacker über den

Hafenmobilkran bis zur Seehafenbrücke das richtige Produkt | Bilder: RAM Spreaders

| 15


HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

Rund 60.000 Besucher kamen zum Stuttgarter Hafenfest, das am 19. und 20. Juli Information und Unterhaltung rund um Hafen und Neckar bot | Bild: Stoppel

50 Jahre Hafen Stuttgart: Erreichtes feiern, Zukünftiges planen

„Wilde Ehe“ für das

„Tor zur Welt“

Zum Auftakt des Hafenfestes zum 50. Jubiläum veranstaltete die Hafen Stuttgart GmbH am 18. Juli einen exklusiven Empfang.

Zu den Ehrengästen gehörten Größen aus Bundes- und Landesspolitik wie die Staatssekretäre Karin Roth (SPD) und

Rudolf Köberle (CDU), deren Engagement für den Neckarschleusenausbau als fruchtbare „Wilde Ehe“ auf politischer Ebene

honoriert wurde.

Auch wenn die 200 Festgäste an Bord des Fahrgastschiffes

WILHELMA eng zusammenrücken mussten, lässt es sich im

Schwabenland sowohl mit Humor als auch mit ein wenig

Spott gut umgehen. Weit kritischeren Spott mussten schon die

Gründungsväter des Hafens ertragen, erinnerte Michael Föll, Erster

Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender

der Hafengesellschaft. „Nie sollst Du mich befragen,

wird sich der Hafen tragen“, habe seinerzeit unter einer Karikatur

gestanden, die den damals amtierenden Oberbürgermeister Arnulf

Klett als Lohengrin auf dem stolzen Schwan dargestellt hatte.

50 Jahre später wäre Schwanengesang völlig fehl am Platze. Rund

50 Unternehmen mit fast 3.000 Arbeitsplätzen sind im Stuttgarter

Hafen angesiedelt. Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass der

Hafen als bedeutender Umschlagplatz „Tor zur Welt“ eines umwelt-

schonenden Verkehrsträgers für die Region und „eine Perle der Beteiligungsgesellschaften

der Stadt“ sei. „Seit seinem Bestehen wirft

der Hafen jährlich schöne Gewinne für die Stadt ab“, freute sich

Föll.

Neckarausbau sichert Zukunft

Zu den Gratulanten gehörte auch die Parlamentarische Staatssekretärin

im Bundesverkehrsministerium Karin Roth, die Föll kurzer

Hand zur „Mutter der Neckarschleusenverlängerung“ erklärte. Roth,

die den Bundestagswahlkreis Esslingen am Neckar vertritt, stellte

die Bedeutung von Wasserstraßen und Häfen für die Bewältigung

des prognostizierten Verkehrsanstiegs heraus und warnte vor einem

Kollaps, sollten die Wasserstraßen nicht fi t für die Zukunft gemacht

werden. Dank sprach Roth auch den Lokalpolitikern aus, deren Mut

50 | 5|2008


Feierlaune vor der Kulisse des Stuttgarter Containerterminals (v.l.n.r.): Bernd

Schopf, Klaus Neuer, Michael Föll, Wolfgang Schuster, Karin Roth, Rudolf

Köberle und Thomas S. Bopp

zur Entscheidung helfe, den Neckarausbau nicht unnötig hinaus zu

zögern. „Wenn in 15 bis 20 Jahren Schleusenausbau und -Verlängerung

abgeschlossen sind, sollen die Menschen auf das Entscheidungsjahr

2008 zurückblicken können“, verkündete Roth.

Insgesamt werde der Bund 650 Mio. EUR in den Neckarausbau

und die Sanierung der Schleusen und Wehre investieren, darunter

165 Mio. EUR für Schleusenverlängerungen für 135-m-Schiffe und

ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Rund ein Drittel der Planungskräfte

für den Neckarausbau stellt das Land Baden-Württemberg zur

Verfügung. Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ernannte

den Staatssekretär des Innenministeriums Baden-Württemberg Rudolf

Köberle zum „Vater der Schleusenverlängerung“ und gratulierte den

geistigen Eltern zu „dem schönen Kind aus wilder Ehe“. Dem stimmte

auch Klaus Neuer, Hafenbeiratsvorsitzender und Leiter der Daimler-

Transportlogistik, zu. „Der Hafen Stuttgart bietet uns greifbare Wettbewerbsvorteile,

auch wenn die Gründer den Containerverkehr nicht

eingeplant hatten. Die Kombination Bahn-Wasser-Straße war und

wird weiterhin der Schlüssel zum Erfolg des Hafens sein“, so Neuer.

Entwicklungsbedingte Probleme

Um die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen, ist der Hafen Stuttgart

laut Schopf bereits dabei, die zum Teil 50 Jahre alte Bahninfrastruktur

ebenso wie die Kaimauern auf Vordermann zu bringen. „Fit für

die nächsten 50 Jahre“, benennt Schopf das Ziel. Insgesamt bereitet

die Verkehrsinfrastruktur dem Hafengeschäftsführer wenig Sorgen.

Schopf ist überzeugt, dass einer der Pläne der Gegner des Bahnprojekts

Stuttgart 21, deren Alternativtrasse den Betrieb der Hafenbahn

unmöglich mache, abgewehrt werden könne.

„100 % der verfügbaren Hafenfl ächen sind vermietet oder verpachtet.

Einerseits freut uns das natürlich. Andererseits haben wir Anfragen vorliegen,

die wir abweisen müssen“, erläutert Schopf. „Für die Entwicklung

ist das ein Problem.“ In Spitzenzeiten hätten Schrottumschlagsbetriebe

5|2008

Hafenhandbuch

Stuttgart

zum 50. Jahrestag

Von Januar bis Juli 2008 hat das Stuttgarter Container Terminal (SCT) knapp 40.000 TEU umgeschlagen

Karin Roth mit dem Präsidenten der WSD-Südwest, Heinz-Josef Joeris (l.)

und dem Leiter des WSA Stuttgart, Walter Braun

| Bilder: Guddat

bereits angemietete Leichter als Lagerfl äche nutzen müssen. Sämtliche

Möglichkeiten – von der Teilauffüllung eines Hafenbeckens bis zur

Arrondierung umliegender Flächen – seien bereits ausgeschöpft. Nahe

Flächen „auf der grünen Wiese“ gebe es ebenfalls nicht.

Deshalb müssten in Zusammenarbeit mit den Hafenunternehmen

alle Möglichkeiten zu einer noch besseren Ausnutzung der Hafengrundstücke

untersucht und wo es möglich ist etwas zusammengerückt

werden. Zur Jubiläumsfeier an Bord der WILHELMA funktionierte

das nämlich schon ganz gut. ■ Christian Grohmann

Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen

hat die Hafen Stuttgart

GmbH ein Hafenhandbuch im

Format 15 x 21 cm herausgegeben.

Die gebundene Festschrift stellt auf 116 Seiten den Hafen

und seine Anlieger vor, gibt Auskunft über die Bedeutung des

Hafens und bietet Einblicke in Leben und Technik an Bord sowie

in den Berufsalltag eines Binnenschiffers. Die Geschichte von

Hafen und Wasserstraße, von der Eröffnung des Hafens durch

den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss bis hin zur Inbetriebnahme

des Daimler-Logistikzentrums, rollt Autorin Heike

Waiblinger verständlich und reichhaltig illustriert auf. Erhältlich

ist das Hafenhandbuch bei der Hafen Stuttgart GmbH, Am Westkai

9A, 70327 Stuttgart zum Preis von 7,50 EUR einschl. Mwst.

■ CG

| 15


HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

Schrottverladung am Umschlagplatz der Firma M. Kaatsch im

Hafen Plochingen am Nordseekai | Bild: Dünner

Doppeljubiläum: 60 Jahre Firma Kaatsch

und 40 Jahre Neckarhafen

Festakt

im Hafen

Plochingen

Anlässlich des 60jährigen Firmenjubiläums der Firma Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH und des 40jährigen

Jubiläums des Neckarhafens Plochingen ließ es sich der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg,

Günther Oettinger, nicht nehmen, persönlich zu gratulieren.

Der Landrat des Landkreises Esslingen und Vorsitzende des Vereins

Neckarhafen Plochingen e.V., Heinz Einiger, konnte zum

Festakt am Nachmittag des 20. Juni in der neuen Metallhalle

der Firma Kaatsch im Plochinger Hafen mehr als 350 Festgäste begrüßen.

Darunter Abgeordnete des Bundes- und des Landtages, die

Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, MdB Karin Roth,

Staatssekretär Klaus Köberle vom Innenministerium Baden-Württemberg

sowie Vertreter anderer Häfen und Behörden.

„Verkehrswege sind die Lebensadern der Wirtschaft“, betonte der

Landrat. Im Landkreis gebe es für den Transport sowohl Wasser,

Schiene, Autobahn und Flughäfen, was für die Wirtschaftskraft und

die Beschäftigung im Kreis von großer Bedeutung sei. Die kühnen

Pläne und der Wagemut der Herren, die einst für den Neckarausbau

bis Plochingen eintraten, machten sich für den Wirtschaftsstandort

bezahlt. Im Hafen sind heute 16 Firmen angesiedelt, wobei das

ursprüngliche Ziel einer Firmenvielfalt erreicht wurde. Der Hafenbetrieb

sichert nicht nur 600 Menschen Lohn und Brot, sondern

sorgt noch für rund 2500 Arbeitsplätze im unmittelbaren Umfeld.

Für den Hafen sei es sehr wichtig, dass der Neckarausbau für das

135-m-Schiff bis Plochingen durchgeführt werde, was besonders

Karin Roth zu verdanken sei, die sich in besonderem Maße für die

Binnenschifffahrt engagiere.

Landrat Einiger bedankte sich bei dem Geschäftsführenden Gesellschafter

der Firma Kaatsch, Hermann Wager, für die Standorttreue

mit heute 210 Arbeitsplätzen und wünschte der Firma weiterhin

Glück und wirtschaftlichen Erfolg. Seine Gratulation galt auch

Plochingens Bürgermeister Frank Buß und Hafendirektor Eberhard

Weiss zum 40jährigen Jubiläum des Hafens und sein Dank und Respekt

der Trägerschaft, die heute noch auf 60 Schultern ruht. Als

Geburtstagsgeschenk wünschte er den Jubilaren, dass die Schleusenverlängerung

am Neckar möglichst rasch erfolge.

Hermann Wager erläuterte die Geschichte der Firma Kaatsch, die

sich vom kleinen Händler zum modernen Aufbereitungsbetrieb mit

eigenen Hafenanlagen entwickelte. 1948 gründete Margarethe

Kaatsch ein Schrott- und Metalllager am Güterbahnhof Plochingen,

das bis 2007 in Betrieb war. Mit Eröffnung des Plochinger Hafens

im Jahr 1968 errichtete die 1952 in Schrott- und Metallhandel

M. Kaatsch GmbH umbenannte Firma am Nordseekai ein Schrott-

lager- und Umschlagsplatz. 1988 gingen die Firmenanteile an die

heutigen Gesellschafter Hermann Wager und Scholz AG, Essingen.

2004 wurde am gegenüberliegenden Rheinkai ein Holzlager- und

Umschlagplatz übernommen und damit auch Dienstleistungen

rund um den Hafenumschlag. 2005 kam am Nordseekai/Hechtkopf

ein weiterer Umschlagplatz hinzu.

Mit 500.000 t Umschlag jährlich ist die Firma Kaatsch heute der

größte Anrainer am Neckarhafen Plochingen. Sie verfügt über sechs

Betriebsstätten die sich auf 68.000 qm rund um den Hafen Plochingen

verteilen, wo weitere 200.000 t Material umgeschlagen werden.

Die Geschäftsbereiche umfassen Stahlschrotthandel, NE-Metallhandel,

Altholzverwertung und Nutzeisenhandel. Zum Fuhrpark gehören

40 eigene Fahrzeuge und mehr als 1.500 Transportbehälter.

Für den Umschlag stehen mobile Umschlaggeräte mit Reichweiten

Kaatsch Geschäftsführer Hermann Wager (r.) überreichte Landrat Heinz Einiger

52 | 5|2008


is 26 m und zwei Kranbrücken zur Verfügung. Der Materialeingang

erfolgt überwiegend mit Lkw, davon 2/3 mit eigenem Fuhrpark. Der

Materialausgang geschieht zu 2/3 auf Binnenschiffen und 1/3 per

Bahn. Mit den recycelten Produkten werden Stahlwerke und Gießereien

in Deutschland und Europa bedient. Zur Kaatsch-Gruppe

gehören heute an zwölf Standorten acht aktive Beteiligungen. Im

Recycling-Bereich gilt es, Werte zu managen, dass sie unter ökologischen

und ökonomischen Aspekten neu zusammengeführt werden.

Die Firma Kaatsch bietet das gesamte Spektrum zuverlässiger

Entsorgung und damit einen umfassenden Beitrag zur Schonung

der Ressourcen und Entlastung der Umwelt. Das Recycling von

Altstoffen ist eine Wachstumsbranche für die viel Raum benötigt

wird. Der Firmenchef hofft hierfür auf die weitere Unterstützung

von Stadt, Kreis und Land. Ministerpräsident Günther Oettinger

gratulierte in seiner Laudatio den Jubilaren und hob die Bedeutung

der Wasserstraßen und Häfen für die industrielle Entwicklung des

Landes Baden-Württemberg hervor. Weltfi rmen wie Daimler, Bosch,

Schuler und andere hätten davon profi tiert.

Auch die Firma Kaatsch habe sich sicher nicht wegen des Hundertwasser-Hauses

in Plochingen angesiedelt und vergrößert, sondern

wegen der günstigen Verkehrsinfrastruktur und dem Hafen.

Die Behandlung von Abfällen sei ursprünglich aus der Not geboren

weil es keine Rohstoffe gab und heute seien diese sehr teuer.

Wenn es die Recyclingbranche noch nicht gebe, müsste sie jetzt

erfunden werden. Deutschland sei hierbei mit seinem technischen

Niveau führend, dank mittelständischer Unternehmen wie der

Firma Kaatsch. Dank seiner Arbeitsplätze sei Baden-Württemberg

heute Zuwanderungsland für den Norden und Osten. Günther Oettinger

dankte Staatssekretärin Karin Roth für ihr Engagement, den

Neckar europatauglich zu machen. Das Land habe für die Planungsarbeiten

ein Drittel der Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, um die

Arbeiten möglichst rasch voranzubringen. Baden-Württemberg sei

angewiesen auf den Export und dürfe sich deshalb bei der Anpassung

der Verkehrsinfrastruktur nicht abhängen lassen. Zum Schluss

wünschte der Ministerpräsident dem 40jährigen Hafen Plochingen

und der 60jährigen Firma Kaatsch weiterhin erfolgreiche Arbeit.

einen Briefbeschwerer aus Recyclingmaterial

5|2008

| Bild: Betz

Staatssekretärin Karin Roth bezeichnete die Jubiläen als besonderen

Tag, nicht nur für Plochingen, sondern für ganz Deutschland.

Ohne See- und Binnenhäfen gebe es die bedeutende Industrie in

Deutschland nicht und ohne Neckar und seine Häfen nicht die wirtschaftsstarke

Regionen Stuttgart und Esslingen und auch nicht das

Wachstum der Firma Kaatsch. In den Seehäfen sei mit einer weiteren

enormen Zunahme der Umschlagsmengen zu rechnen. Eine

wichtige Hinterlandanbindung hierfür seien die Binnenwasserstraßen.

„Binnenschiffe als umweltfreundlichste Verkehrsträger, leise

und mit wenig Energieverbrauch, sind zukunftsträchtig, deshalb die

Investitionen des Bundes“, so Roth. Der Neckarausbau stand ursprünglich

nicht im Bundesverkehrswegeplan. Ihr Dank galt deshalb

Wirtschaft und Fachbehörden, die ihre Initiative zum Bau ggrößerer

Schleusen sen unterstützt hätten. Wasserstraßenausbau,

der er Bau von Schleusen und Stauwehren,

erforderten rten einen großen Planungsaufwand.

Ein gleichzeitiger ichzeitiger Bau aller Neckarschleusen

sei deshalb halb nicht möglich, so Roth. Der Bund

investiere ere auch in die Neckarhäfen, zuletzt

mit Fördermitteln dermitteln für Containerterminals Containerterminals in

den Häfen äfen Mannheim und Heilbronn.

Roth bedankte edankte sich abschließend für

die Zusage sage der Neckarhäfen jugendlichehe

Arbeitslose ohne ausausreichendenden Bildungsabschluss zu

fördern und bei der Arbeitssuche zu unterstützen.zen.

■ Helmut Betz

Ministerpräsident Günther Oettinger bei seiner Laudatio

in Plochingen | Bild: Betz

| 53


HAFEN & TRANSPORT INTERMODAL

Zum Auftakt des Hafenfestes am 28. und 29. Juli schneidet das Ehepaar Bonberg den Geburtstagskuchen des Saarhafens an | Bild: Guddat

WSV-Präsident Joeris: Saar-Engpass bei Völklingen wird beseitigt

20 Jahre Saarhafen

Saarlouis/Dillingen

Zwischen den Hafenjubiläen in Plochingen und Stuttgart feierte auch der Saarhafen Saarlouis/Dillingen einen runden

Geburtstag. Zwar ist er erst halb so lange in Betrieb wie die beiden württembergischen Häfen, konnte sich aber ebenfalls

etablieren. Doch während sich der Neckarausbau über 20 Jahre hinziehen wird, braucht die Saarschifffahrt nicht mehr lange

auf die Beseitigung der letzten Engpässe zu warten.

Wie Heinz-Josef Joeris, Präsident der WSD Südwest in seiner

Rede zum 20. Hafenjubiläum verkündete, werde die

letzte einschiffi ge Engstelle im Völklinger Stadtgebiet bis

Ende des Jahres beseitigt. Damit werde die Saar erstmals seit ihrer

Eröffnung als Bundeswasserstraße durchgängig ohne Begegnungsverbot

befahrbar. „Dieser letzte Akt des Saarausbaus kommt angesichts

des zunehmenden Importkohle-Bedarfs im Saarland sicher

zur rechten Zeit“, befand Joeris und zeigte sich froh, dem Saarhafen

54 | 5|2008


Dillingen ist nicht nur für 135-m-Schiffe, sondern auch für Schubverbände mit bis zu 175 m Länge erreichbar

zum Geburtstag eine gute Nachricht überbringen zu können. Bislang

sei der Restausbau der zur Kategorie Vb gehörenden Wasserstraße

im Kurvenbereich der Völklinger „Banane“ nicht möglich gewesen,

da es Unstimmigkeiten bei Finanzierung, Sicherstellung von

BÖB-Vertreter feiern im Saarhafen: Lothar Weis, Franz Josef Reindl, Karl

Michael Probst und Wolfgang Bonberg | Bild: Guddat

umweltgerechten Baggerarbeiten sowie Entsorgung der belasteten

Bodenmassen gegeben hatte. Nun seien alle Probleme gemeinsam

mit den saarländischen Behörden und der Stadt Völklingen gelöst

worden. An der Finanzierung werden sich nun Rheinland-Pfalz und

das Saarland beteiligen. In Kürze könne das WSA Saarbrücken deshalb

die Bauleistung ausschreiben.

Joeris lobte die politischen Entscheidungsträger in der Region, auch

über die Grenzen hinaus. Die klare Positionierung des Saarlandes für

eine Beschleunigung des Neubaus zweiter Moselschleusenkammern

gemeinsam mit Lothringen, Luxemburg und Rheinland-Pfalz zeige

sich beispielhaft für eine übergreifende Verkehrspolitik des Bundes.

„Doch auch die beste Wasserstraße nützt wenig, wenn nicht engagierte

Häfen Waren auf das Schiff bringen“, mahnte Joeris. Mit

20 % des Transportaufkommens auf der Mosel liege der Saarhafen

allerdings gut im Geschäft und steigere die Umschlagszahlen

auf der Saar fast explosionsartig: Allein 2007 betrug der Jahresumschlag

am Standort Dillingen/Saarlouis 3,7 Mio. t.

Lothar Weis, Geschäftsführer des Trierer Hafens und Mitglied des

BÖB-Präsidiums, betonte die herausragende Bedeutung der Verlader,

ohne die ein öffentlicher Binnenhafen nicht funktionieren könne.

Das System Binnenwasserstraße sei auf zuverlässige Partner wie

die von Beginn an am Saarhafen vertretenen Unternehmen Dillinger

Hütte, Dillinger Hafen Umschlags Gesellschaft (DHUG) und Theo

Steil GmbH angewiesen. Die Dillinger Hütte transportiere 50 % ihrer

benötigten Rohstoffe und fertigen Produkte mit dem Binnenschiff,

so der Vorstandsvorsitzende Dr. Paul Belche.

Im Namen des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB)

sprach Weis dem Hafengeschäftsführer Dr. Wolfgang Bonberg, dessen

Amtsvorgänger Günter Dorn sowie dem gesamten Saarhafenteam

seine Anerkennung für die vertrauensvolle und menschliche

Zusammenarbeit aus. Bonberg und Dorn hatten sich laut Weis trotz

aller Belastung im Tagesgeschäft ehrenamtlich im BÖB engagiert

und ihr Know-How in die Verbandsarbeit eingebracht.

Dank starken Verladern sowie qualifi ziertem und engagiertem Team

sei der Saarhafen im Ranking des Bundesverbandes konstant unter

den Top Ten platziert. Mit neuem Gewerbegebiet und geplantem

Containerterminal soll das nach dem Willen der Hafenbetriebe Saar-

5|2008

Neben leistungsfähigem Umschlagsgerät verfügt der Hafen Dillingen auch über

eine RoRo-Rampe und einen Schwergutkai für den Umschlag von ‚dicken Brocken’

land GmbH auch so bleiben. Der zum Herbst projektierte Bau eines

Tanklagers für 12.000 cbm Grundöle des Mineralölwerks MÉGUIN

auf dem Hafengelände leistet dazu ebenfalls einen Beitrag.

■ Christian Grohmann

| 55

| Bild: Saarhafen

| Bild: Satrans


MARKTPLATZ

56 | 5|2008


Neuer bayernhafen Passau eröffnet

Mit einem symbolischen ersten Umschlag übergab Bayerns

Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann im Beisein

von mehr als 120 Gästen am 27. Juni den neuen Hafen

Passau seiner Bestimmung. Dabei stellte der Staatssekretär vor

allem den überregionalen Nutzen der zur trimodalen Schnittstelle

ausgebauten Anlage heraus. Bisher konnten in Passau nur Güter

zwischen Binnenschiff und Lkw verladen werden. Künftig ist auch

ein Umschlag auf die Bahn möglich. „Diese trimodale Verknüpfung

stärkt die Rolle des Hafens Passau als Logistikdrehscheibe zwischen

West- und Südosteuropa und schafft die Basis für weiteres Wachstum“,

so bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann.

12 Mio. EUR investiert die bayernhafen Gruppe in den Ausbau. Der

erste Abschnitt des insgesamt 450 m langen Kais ist fertig gestellt.

Auf 275 m wurden zwei parallel verlaufende Gleise verlegt. Die restlichen

175 m des neuen Kais werden bis Oktober fertig gestellt und

asphaltiert. Die Trimodalität ist durch die direkte Anbindung des

Kais an das Schienen- und Straßennetz gewährleistet.

Mit dem Ausbau trägt der Hafen Passau dem zunehmenden Güterverkehr

Rechnung. In den vergangenen zehn Jahren stieg der

Schiffsgüterumschlag um rund 57%. Einen großen Anteil daran hat

das Schwergut. Deshalb ist der Bau einer Halle zur Montage und

zum Umschlag von schweren und übergroßen Maschinen und Anlagen

geplant. Sie soll im Oktober fertig gestellt sein. Darüber hinaus

sollen im östlichen Teil der Hafenanlage Flächen für den Umschlag

und die Lagerung landwirtschaftlicher Produkte entstehen. Zu den

ersten Ansiedlern nach dem Ausbau gehört die Donau-Transport-

und Umschlagsgesellschaft mbH. Auch alle anderen Grundstücke

sind bereits vergeben und werden derzeit überplant.

Bisher verteilten sich die Aktivitäten des bayernhafens Passau auf

die beiden Standorte Racklau und Schalding. Da in Racklau eine

leistungsfähige Anbindung an das Straßen- und Schienennetz fehlt

und Hochwasser regelmäßig die Verladearbeiten behindert, soll sich

der Umschlag künftig auf Schalding konzentrieren. Ein bisher in

Racklau stationierter Hafenmobilkran wurde im Juni bereits umgesetzt.

■ Dü

5|2008

(v.l.n.r.) bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann,

MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Staatssekretär Markus Sackmann,

Landrat Franz Meyer, und Gerhard Thiele, Präsident IHK Passau

eröffneten den neuen Hafen Passau | Bild: bayernhafen

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| 57


TECHNIK & SCHIFFFAHRT

PREMICON QUEEN: Ausgefeilte Technik und elegante Ausstattung

Mit fünf Sternen auf

Flusskreuzfahrt

Mit der PREMICON QUEEN lieferte die zur Papenburger

Meyer Werft-Gruppe gehörende Neptun-Werft

aus Rostock Ende Mai 2008 das sechste Schiff des

TwinCruiser-Typs an die Münchener Premicon AG

ab. Es ist bereits das zwölfte Flusskreuzfahrtschiff,

das seit 2002 auf der Neptun-Werft in Warnemünde

gebaut wurde.

Der Luxusliner gehört zu den modernsten Flusskreuzfahrtschiffen

der Welt. Schiffbautechnisch ist die PREMICON

QUEEN eine Weiterentwicklung der von Premicon initiierten

TwinCruiser-Baureihe, bei der Antriebs- und Passagierteil voneinander

getrennt sind. Damit wird eine besonders vibrations- und

geräuscharme Fortbewegung erzielt, die Flussreisen auf höchstem

Niveau ermöglichen soll. Gegenüber den Vorgängerversionen

Am 21. Juni passierte die PREMICON QUEEN auf ihrer Jungfernreise

die Kölner Hohenzollern-Brücke | Bild: Pospiech

wurde die Raumaufteilung der PREMICON QUEEN zugunsten des

Passagierteils nochmals optimiert und mit der Verlagerung des

Steuerhauses vom hinteren Schiffsbereich nach vorne eine bessere

Übersichtlichkeit für die Schiffsführung erreicht.

Unerreichtes Ambiente

Wer an Bord der PREMICON QUEEN kommt, fi ndet als erstes eine

geräumige Eingangshalle mit Glasdom und einem Glaslift vor. Im

hinteren Teil des Schiffes ist auf der Antriebseinheit das großzügige

Restaurant untergebracht, daran schließen sich nach vorn Dampfschiffsalon

und Club als weitere Gastronomiebereiche an. Im vorderen

Bereich des Schiffes ist das Theatron mit Bar und Tanzfl äche

beziehungsweise Bühne angeordnet. Der Boden ist nach vorn hin

abgestuft, um den Gästen einen ungestörten Blick auf die Bühne

zu ermöglichen. Die Rundum-Verglasung der Lounge gewährt freie

Aussicht auf die vorbei ziehende Landschaft. Unterhalb der Lounge

befi ndet sich der Wellness- und Fitnessbereich mit Sauna, Whirl-

58 | 5|2008


Wohnbereich und Balkon einer Queen-Suite In den Deluxe-Suiten lassen sich die Panorama-Schiebetüren zum

französischen Balkon hin öffnen | Bilder: HGS

pool, Duschtempel, Kneipp-Fußbad sowie Fitnessgerät. Hier werden

auch unterschiedliche Anwendungen und Massagen angeboten.

Im vorderen Bereich des mit Teak belegten Sonnendecks bietet ein

gläsernes Windschott eine großzügige Sicht. Große Sonnenschirme

schützen die Sitz- und Liegeplätze. Auf dem hinteren Teil des Decks

befi nden sich Freizeit- und Spielmöglichkeiten wie Putting Green,

Shuffl e Board, Schachbrett und eine Tai Chi-Fläche.

Gehobene Ausstattung in jeder Klasse

Die von der Firma HGS Object-TECHNIK GmbH geplanten und

schlüsselfertig ausgebauten Kabinen sind mit Doppelbett, zwei

Sesseln, Duschbad und zimmerweise regelbarer Klimaanlage ausgestattet.

Wand- und Deckenvertäfelungen sind ebenso wie das Mobiliar

aus Rosenholz gefertigt. Alle 52 Gäste-Suiten verfügen über

ein Infotainment-System, über das sowohl Filme als auch Musik „on

demand“ auf dem HD-Flachbildschirm und der integrierten Musikanlage

wiedergegeben werden können. „Gewöhnliches“ Satelliten-

TV, Mini-Bar, Tresor, Telefon und WLAN-Anschlussmöglichkeit gehören

ebenfalls zur Grundausstattung.

Die 30 Junior-Suiten mit je 18 qm und die 16 Deluxe-Suiten verfügen

zudem über Panoramatüren und eine Loggia mit französischem

Balkon. Eine Glasschiebetür trennt das mit Marmor ausgekleidete

Bad vom Kabinenbereich. In den Deluxe-Suiten mit 22 qm Grundfl

äche sind die Betten schräg im Raum angeordnet, die Sitzgruppe

wird durch ein Sofa ergänzt, im Bad sind Waschbereich und Dusche

größer dimensioniert. Die vier Queen-Suiten verfügen auf 32 qm

5|2008

Stilvolles Ambiente herrscht auch in den öffentlichen Räumen vor | Bild: Pospiech

über einen separaten Wohn- und Schlafbereich, einen Balkon mit

einer Grundfl äche von ca. 3 qm mit Sitzgelegenheit, ein Bad mit

Wanne und Dusche, in dem auch das WC mit einer Glastür abgetrennt

ist. Neben zwei Flachbildschirmen in Wohn- und Schlafbereich

ist ein dritter Bildschirm im Badspiegel integriert. Eine weitere

Kabine ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet.

Zudem gibt es zwei Mini-Suiten auf dem unteren Deck. Den Ausbau

von Büro, Mannschaftsräumen, Korridoren und Treppen leitete HGS

Object-TECHNIK wie bei den fünf TwinCruiser-Vorbauten ebenfalls.

| 59


TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Motor und Propulsion

Die PREMICON QUEEN wird von zwei MTU-Dieselmotoren des Typs 8V

4000 M60 mit je einer Leistung von je 800 kW angetrieben. Mit dem

elektronischen Motormanagement-System MDEC (MTU Diesel Engine

Control) erfüllen die Motoren die Abgasemissionswerte nach ZKR

II. MDEC beinhaltet ein Selbstdiagnose- und Überwachungssystem,

wozu auch die Steuerung der CommonRail-Einspritzung gehört.

Als Propulsionsanlagen dienen zwei vierfl ügelige gegenläufi g rotierende

Ruderpropeller des Fabrikats Veth vom Typ VZ-800A-CR. Bei

diesem System werden zwei Propeller auf einem Unterwassergetriebe

montiert. Der zweite Propeller eliminiert die vom ersten Propeller

verursachte, drehende Bewegung des Wassers. Da die Leistung

auf zwei Propeller verteilt ist, wird eine größere Leistung auf einen

kleineren Propellerdurchmesser transferiert und somit eine Leistungsverbesserung

erzielt. Da die Drehzahl der Propeller geringer

gehalten werden kann, wird eine geringere Belastung der Propellerfl

ügel erzielt. Das Resultat ist ein sehr niedriges Geräusch- und Vibrationsniveau.

Zum

Manövrieren ist im

Vorschiff ein Schottel

Pump-Jet vom Typ

82 RD untergebracht.

Dieser wird von einem

DEUTZ-Motor des

Typs BF8M 1015MC

mit 440 kW über ein

TwinDisc-Getriebe,

Typ MG 5114 SC, angetrieben.

Des Weiteren

ist im Vorschiff

ein Not- bzw. Hafendiesel

von DEUTZ, Typ

BF6M1013MC mit

139 kW eingebaut.

Der große Strombedarf

auf dem Luxusschiff

erfordert

auch entsprechende

Stromerzeuger: Im

Whirlpool und Kneipp-Fußbad im Wellnessbereich

achterlichen Haupt-Maschinenraum sind drei elastisch gelagerte

Drehstromaggregate mit je ca. 331 kVA, 400/230V, eingebaut. Sie

bestehen aus je einem 6-Zylinder DEUTZ-Diselmotor des Typs BF6M

1015MC in V-Konfi guration mit angefl anschtem MeccAlte-Generator.

Alle DEUTZ-Motoren wurden von dem Krefelder Unternehmen

Henkelhausen geliefert.

Ausstattung und Details

Die gesamte Elektroinstallation wurde von STN Schiffselektrik aus

Elmenhorst, einem Tochterunternehmen der SAM Electronics GmbH,

durchgeführt. Hervorzuheben ist auch die von der Martin Systems

AG aus Sonnenberg konzipierte und eingebaute Abwasseranlage

der PREMICON QUEEN. Deren Abwässer werden in einer biologisch

arbeitenden Kläranlage aufbereitet und dann von einer Vakuumanlage

entsorgt. Das ausgeschiedene Filtrat erfüllt die Qualitätsanforderungen

für Badegewässer entsprechend der europäischen Richtlinie

75/160/EC. Die Anlage ist durch die See-Berufsgenossenschaft

typengeprüft und hat auch die Zulassung von Schiffsausrüstungen

gemäß der Richtlinie 96/98/EC. Die Küchenabfälle werden durch

eine Flotationsanlage der Firma Martin Systems getrennt. Flotation

ist ein chemisch-physikalisches Verfahren zur Abtrennung von im

Wasser schwebenden Teilchen durch Anlagerung von Gasbläschen,

welche mit den Schwebstoffen an die Oberfl äche aufsteigen, wo sie

mit einer Räumeinrichtung entfernt werden.

Das ganze Schiff ist vollklimatisiert. Die Klimaanlage in den öffentlichen

Bereichen wird zentral gesteuert, in den Kabinen erfolgt

eine individuelle Regelung. Die Klimatechnik der Firma W.Sick folgt

der Architektur: Das Klimasystem mit Rainfall-Technik in Theatron,

Lounges und Restaurants ermöglicht raumsparende und separate

60 | 5|2008


800 kW leisten die MTU-Hauptmaschinen aus der Serie 4000 Im vorderen Maschinenraum treibt ein DEUTZ-Motor mit 440 kW den

Schottel Pump-Jet an | Bilder: Pospiech

Klimaregelung für alle Räume. Für Sicherheit an Bord sorgt eine

Feuerlöschanlage der Firma Tyco Marine. Das eingesetzte Löschmittel

NOVEC 1230 arbeitet mittels chemischer Reaktion und entzieht

den Menschen in den betroffenen Räumen keine Atemluft. Die

PREMICON QUEEN ist das erste Schiff der Flotte, das über ein

Schiffsdaten PREMICON QUEEN

Länge / Breite 135 x 11,40 m

Max. Tiefgang / Fixpunkthöhe 1,60 / 7,60 m (über Basis)

Geschwindigkeit 22 km/h

Hauptantrieb 2x MTU 8V 4000 M60

Leistung 800 kW bei 1.800/min

Propeller 2x Veth Ruderpropeller VZ-800A-

CR, gegenläufi g

Bugstrahlruder Schottel, SPJ 82 RD

Bugstrahlantrieb 1x DEUTZ BF8M 1015MC

Leistung 440 kW bei 2.100/min

Notstromaggregat DEUTZ BF6M1013MC mit

MeccAlte-Generator

Leistung 139 kW bei 1.500/min

Stromerzeuger/Generatoren 3x DEUTZ BF6M 1015MC, 3x

MeccAlte Drehstromgeneratoren

Leistung je 331 kVA und 400/230V

Brennstofftanks 2x 50 cbm

Trinkwassertanks 2x 100 cbm

Besatzung naut./tech. 7

Personal Hotelbetrieb 60

Passagiere 106 Pers. /52 Suiten/1 Kabine

HGS LEISTUNGEN UND

KOMPETENZBEREICHE:

• Projektierung und Gestaltung

• Planung und Konstruktion

• 3D Visualisierung

• Erstellung von Ausschreibungsunterlagen

• Technische Dokumentation

• Lieferung und Montage von

kompletten Inneneinrichtungen

• vorfabrizierte, schlüsselfertige Kabinensysteme

• Projektmanagement

• Bauleitung

5|2008

PLANUNG

LIEFERUNG

UND MONTAGE

VON MODULAREN

INNENAUSBAUSYSTEMEN

PREMICON QUEEN

5-Sterne Flusskreuzfahrtschiff

KOMPLETTE PLANUNG,LIEFERUNG UND

MONTAGE DURCH HGS:

4 Queen Suiten

16 DeLuxe-Suiten

31 Junior-Suiten

2 Mini-Suiten

1 Office

versenkbares Stulpsteuerhaus auf dem Sonnendeck im vorderen

Bereich des Schiffes verfügt. Im Steuerstand sind das Einmann-

Steuerpult, die beiden Flussradargeräte, die Funkanlagen sowie alle

relevanten Steuer- und Kontrollelemente etc. angeordnet. Die nautische

Anlage lieferte Naval marine. Auch der Windschutz im vorderen

Decksbereich sowie die Reling lassen sich für Brückenfahrten

und Hochwasser umklappen.

„Die QUEEN ist ein erheblicher Unterschied im Vergleich zu den

bisherigen Schiffen, die ich gefahren habe“, so Kapitän Theo Derksen,

der sich in seinem Steuerhaus sichtlich wohl fühlt. Und Chief

Reinhard Fischer fügt hinzu: „Wir haben hier nicht nur das luxuriöseste

Schiff auf den uropäischen Wasserstraßen, sondern auch

noch die entsprechend modernste Technik.“ Der 54-jährige Fischer

ist seit 1977 bei der Köln-Düsseldorfer und seit 1980 Chief. „Leitender

wurde ich auf der WAPPEN VON KÖLN. Mit der heutigen

Technik der QUEEN war das absolut nicht zu vergleichen.“

■ Peter Pospiech

1 Mannschaftsmesse

32 Mannschaftskabinen

Korridore & Treppen

HGS Object-TECHNIK GmbH

Dreyer Str. 57

D 28844 Weyhe

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| 61


TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Neues DTG-Flaggschiff der Familie Detlef Wirtz in Druten/Niederlande getauft

KV FUTURA-MATURA fährt

4.400 t in die Mosel FUTURA-MATURA

Am 3. Juli übergab die Schiffswerft De Gerlien – Van

Tiem BV den Koppelverband FUTURA-MATURA an den

Eigner Detlef Wirtz. Konstruiert wurden Schiff und

Leichter in Litauen, gebaut in Polen, fertig gestellt und

übergeben im niederländischen Druten. Neuer Heimathafen

wird Konz an der Mosel sein.

Zusammen mit der Deutschen Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt

eG (DTG) lud die Schifferfamilie Wirtz zur Einweihung

nach Druten, Niederlande, ein. Pünktlich um 17 Uhr taufte

die Mutter des Schiffseigners Helga Wirtz den Neubau. Während der

Feierlichkeiten auf dem Fahrgastschiff RHEINKÖNIGIN fanden sich

Vertreter der Werftbetriebe und deren Zulieferer, der Stadt Konz, befrachtender

Industrie, Genossenschaft, Banken und Versicherer, die

Familie Wirtz sowie Freunde und Bekannte ein. „Wir freuen uns, dass

Ute und Detlef Wirtz die Tradition des Hauses Wirtz fortsetzen und als

erste Partikuliere in Deutschland die Vision eines Neubau-Koppelverbands

in der Trockenfahrt in die Realität umsetzen“, beglückwünschte

DTG-Vorstand Hans Egon Schwarz den Schiffseigner.

20 Prozent weniger Stahl

Die Kaskos wurden bei der polnischen Mülhan-Werft in Stettin

gebaut und danach zur Bauwerft nach Druten in die Niederlande

Allzeit gute Fahrt

für KV FUTURA-MATURA

Wir lieferten das Ruderhausoberteil, Alutreppen pp

und un und -tür -türen üren en uund

und nd dden

den en Rad Radarmast. adarmast st.

Tischlerei und Alubau Wessels GmbH | Industriestr. 10 | 49733 Haren/Ems

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auf dem Rhein bei

Bad Godesberg | Bild: Guddat

Das Aluminium-Oberteil des Steuerhauses sowie den Radarmast lieferte die Firma

Wessels aus Haren/Ems. Die Inneneinrichtung übernahm die Firma Willemsen

gebracht. „Die De Gerlien – van Tiem-Werft hat das Schiff nach GL-

Vorschriften komplett nach meinen individuellen Wünschen ausgebaut“,

erklärte Detlef Wirtz. Den Innenausbau von Wohnung und

Steuerhaus übernahm anschließend die Firma Willemsen, die sanitäre

Installation stammt von J. de Jong Scheeppservice Installatie

aus Nijmegen. Die Elektrik installierte Elektro van Tiem aus Wamel.

Mit dem Doppelhüllen-Koppelverband FUTURA-MATURA ist auch

das Konstruktionsbüro Laivy Projektai Ltd aus Litauen neue Wege

gegangen. „Entscheidend und neu ist bei dieser Konstruktion das

verwendete Material“, erläutert Geschäftsführer und Konstrukteur

Huib van Dijke. Für die strömungsoptimierten Kaskos kam ein hochfester

Stahl zum Einsatz, der dünnere Wandstärken ermöglichte. Mit

rund 20 % weniger Stahl ist das Schiff leichter und kann mehr Ladung

aufnehmen. „Letztendlich bedeutet das auch kürzere Umlauf-

62 | 5|2008


Detlef und Ute Wirtz an Bord der RHEINKÖNIGIN. Im Hintergrund:

Ron Neleman von der Werft de Gerlien - van Tiem | Bild: Guddat

zeiten“, so van Dijke. Als weitere Besonderheit befi nden sich neben

den zwei OMEGA Bugstrahlruder von Jan Verhar zwei unabhängig

voneinander zu bedienende Kopfruderanlagen mittschiffs. Auf diese

Weise kann Wirtz das Schiff wesentlich besser manövrieren.

Starkes Schiff

Als Hauptantrieb entschied sich Wirtz für zwei aufgeladene und ladeluftgekühlte

16-Zylinder Viertakt-Cummins-Motoren mit je 1.193 kW.

Die CommonRail-Motoren erfüllen die Abgasemissionsvorschriften

der ZKR II bei 50 %iger Unterschreitung der Partikelemission. Das

elektronische Überwachungssystem Electronic Information System

(EIS) von Cummins ist verbunden mit dem elektronischen Regelsystem

des Motors. Dieses „Electronic Control Modul“ (ECM) überwacht

permanent alle wichtigen Motorparameter und vergleicht sie mit den

zugelassenen Werten. Die Motoren wirken über je ein Masson-Wende-

Untersetzungsgetriebe vom Typ MMW 730 auf je einen vierfl ügeligen

Tip-Rake Festpropeller von Wärtsilä, die in Wärtsilä HR-Düsen laufen.

Die Stromversorgung erfolgt über drei Bordaggregate, die jeweils aus

einem Cummins Motor und einem Stamford-Generator mit 63 kVA

bestehen. Die gesamte nautische und elektrische Ausrüstung wurde

von Radio Holland geliefert und eingebaut. Dazu gehören unter anderem

ein Radarpilot720° von in-innovative navigation und ein Tresco-

Kartensystem. Für problemlose Schleusenfahrten gibt es ein Kamerasystem.

Die hydraulische Ruderanlage wird über einen Nebenausgang

(PTO) des Getriebes angetrieben. Beim Manövrieren wirken zwei Cummins-Motoren

mit je 465 kW auf die beiden Bugstrahler.

Bei Gesamtmaßen von 172 x 11,45 m und einem Tiefgang von 3,0 m

kann der Koppelverband, 4.400 t laden. Genau wie die VIGILIA, das

im März eingeweihte Schiff von Wirtz‘ Bruder Ralf, fährt die FUTURA-

MATURA hauptsächlich für die Dillinger Hüttenwerke. So füllen auf

dem Weg von den Rheinmündungshäfen zum Saarhafen Dillingen Erz

und Kohle die Laderäume, zu Tal sind es fertige Stahlprodukte. Alter-

Allzeit Gute Fahrt mit dem Koppelverband

FUTURA-MATURA

Wir wünschen Ute und

Detlef Wirtz immer eine

Handbreit Wasser unter

dem Kiel.

5|2008

In der luxuriös ausgestatteten Eignerwohnung an Bord der FUTURA ist es bei

Schallwerten unter 50 dB(A) auch im Fahrbetrieb gemütlich | Bilder: Pospiech

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TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Die 1.193 kW starken Cummins-Diesel wirken in der Wohnung oberhalb

des Maschinenraums leiser als mancher Geschirrspüler | Bild: Pospiech

nativ könnten fünf Lagen Container transportiert werden, in Summe

etwa 420 TEU. Mit zwei Schiffsführern, einem Steuermann und zwei

Matrosen ist das bei der esa versicherte Schiff für den 24-Stunden-

Betrieb besetzt. Während die Matrosen ihre Wohnräume im Vorschiff

haben, wohnt das Ehepaar Wirtz im Achterschiff. „Wir leben hier 365

Tage im Jahr, das ist unser Zuhause“, sagt Ute Wirtz. Deshalb ließ die

Eignerfamilie die Wohnung mit einigen Annehmlichkeiten ausstatten,

die einen Vergleich mit einem Einfamilienhaus an Land nicht scheuen

müssen. Mit der Unterschreitung von 50 dB(A) in der Bergfahrt bleibt

es in der Wohnung auch angenehm ruhig. ■ Peter Pospiech

Kritik an der Verkehrspolitik

„Leider ist für die Medien in Deutschland die Binnenschifffahrt

immer noch eine mehr oder weniger unbekannte Größe und

mit ihr werden allenfalls Ferienerlebnisse verbunden“, klagt

DTG-Vorstand Hans-Egon Schwarz. „Es ist schon lange nicht

mehr vermittelbar, wie Umweltromantiker in Deutschland sich

die Hände reiben und darüber freuen, wenn es wieder einmal

gelungen ist, ein fl orierendes Wirtschaftsunternehmen auszubremsen

und die Fundamentalisten einer bestimmten Partei

Gewässer offenkundig nur noch in Form von Badeplätzen und

Ententeichen akzeptieren und den Ausbau von Wasserstraßen

be- und verhindern. Offenbar begreifen diese Leute nicht, dass

sie die beste Lobbyarbeit betreiben für Ziele, die sie eigentlich

bekämpfen“, zeigt sich Schwarz enttäuscht: „Und die Politik

schaut zu. Schlimmer noch: Sie vermittelt den Eindruck einer

absolut einseitigen Präferenz innerhalb der Verkehrsträger in

Deutschland. Wie sonst lässt sich erklären, dass ein vom Verkehrsministerium

in Auftrag gegebenes Gutachten monatelang

unter Verschluss gehalten wird, weil die Ergebnisse nicht

dem entsprechen, was man erwartete. Das Verhalten der Ver-

Schiffsdaten KV FUTURA-MATURA

Länge / Breite / Tiefgang 172 x 11,45 x 3,0 m

Einzell. FUTURA / MATURA 95,50 / 76,40 m

Tragfähigkeit 4.400 t bei 3 m Tauchtiefe

Hauptantrieb 2x Cummins QSK50

Leistung je 1.193 kW bei 1.800/min

Getriebe Masson MMW 730

Propeller 2x Wärtsilä Tip-Rake Ø: 1,85 m

Düse 2x Wärtsilä HR-Düse

Bugstrahlruder 2x Verhaar OMEGA 31120/130-4k

Bugstrahlantrieb 2x Cummins QSX15 C

Leistung je 420 kW bei 1.800/min

Bordaggregate 3x Cummins Typ 4 BT3.9-G4, mit

Stamford-Generator

Leistung 63 kVA 400/230 V bei 50 Hz

Hans-Egon Schwarz

| Bild: Guddat

antwortlichen im Verkehrsministerium

ist

ein Skandal, der jedoch

leider ohne Folgen

bleibt“, rügt Schwarz.

Auch Adolf Wirtz, ältestes

Familienmitglied

der Schifferfamilie, hat

das Verkehrsministerium

besonders in ‚sein

Herz’ geschlossen:

„Über die Verkehrspolitik

der Bundesregierung

will ich nicht

viele Worte verlieren,

denn dann benötige

ich einen zweiten

Herzschrittmacher“.

■ PP

64 | 5|2008


Dipl. Kfm. Heiner Dettmer

Geschäftsführer der

Reederei Dettmer

Bremen

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TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Der 172 m messende Koppelverband NAVIGARE I + II

bei Rheinkilometer 658 | Bild: Grohmann

Am 12. Juli feierte die Schiffswerft Josef Braun GmbH

& Co KG in Speyer die Übergabe eines neuen Schubleichters

mit Schwalbenschwanz-Heckform an den

Partikulier Martin Bell aus Neckargerach. Mit dem auf

den Namen NAVIGARE II getauften Leichter blicken

der Schiffseigner der NAVIGARE und seine Familie nun

zuversichtlich nach vorn.

Schiffswerft Braun baut Leichter für Schifferfamilie Bell

80 Prozent mehr Ladung

mit NAVIGARE II

Das eigene Familienunternehmen mit mehr Ladungskapazität fi t

für die Zukunft zu machen, stand für Martin Bell im Vordergrund

der Investition. Mit steigenden Kraftstoffpreisen und anstehendem

Klimawandel vor Augen fi el Bells Entscheidung zugunsten eines

Schubleichters aus. „Wenn man bei Niedrigwasser die gleiche Zuladung

aufnehmen möchte und nicht in die Tiefe gehen kann, muss man halt

in die Länge wachsen“, erläutert der Schiffseigner der NAVIGARE die

Konsequenz. „Mit einem Schubleichter können wir bei guten Fahrwasserverhältnissen

außerdem bis zu 80 % mehr Ladung aufnehmen.“

2.020 t fasst nun der inklusive achterer Strömungsverkleidung

73,87 x 11 m messende Leichter, den Bell nach sechs Monaten Bauzeit

von der Schiffswerft Braun erhalten hat. Die Form der Schwal-

Die komplette Elektrik installierte die

Schiffswerft Braun mit eigenem Personal

Die Schwalbenschwanz-Kupplung ist speziell auf den Bug

der NAVIGARE zugeschnitten

benschwanz-Kupplung hat die Werft dabei genau nach dem Bug

der NAVIGARE geplant: Deren Schubhörner werden in der Kupplung

seitlich fi xiert, alle Koppelkontaktfl ächen sind durch maßgeschneiderte

Gummistahlplatten gedämpft, die von der Firma Gumeta

vulkanisiert und geliefert wurden. „Eine anderweitige Verwendung

des Leichters ist theoretisch zwar möglich, aber nicht vorgesehen“,

so der technische Werftleiter Jürgen Michaelis. „Dafür konnten wir

durch die hohe Passgenauigkeit eine höchstmögliche Strömungsoptimierung

im Bereich der Kupplung umsetzen.“

Wie schon bei den Schiffen CONDOR, BANDOLINO, BENO und Leichter

THB setzte die Werft am Vorschiff auf einen selbst entwickelten

und von der Schiffbauversuchsanstalt Duisburg optimierten Schiffsbug,

der mit speziell konstruierten Ankertaschen und optimierter

Linienführung Wellenbildung und Fahrwiderstand verringert.

Um den durchgängigen Laderaum mit Wallgangschotten herum befi

ndet sich nicht nur eine Menge Stahl, geliefert von ThyssenKrupp

Duisburg, sondern auch die nötige Schiffstechnik. So lässt sich der

Laderaum durch das Lukendachsystem „Friesche Kapp“ von Blommaert

verschließen, das über einen absenkbaren Lukenwagen verfügt.

Auch den Teleskopmast vom Typ Delta lieferte das belgische

Unternehmen. An Bord von NAVIGARE II sorgt eine bei der Firma

Wernz aus Lampertheim georderte Kombination aus Mecc-Alte-

Der Scania DI 16 gibt 478 kW an das Bugstrahlruder

ab | Bilder: Schiffswerft Braun

14 | 5|2008


Generator und John-Deere-Aggregat für eine elektrische Maximalleistung

von 50 kVA. Zu den Stromabnehmern gehört etwa eine

Bugankerwinde mit Frequenzumrichtersteuerung zur stufenlosen

Drehzahlverstellung, die ebenso wie die vier Koppelwinden von der

Firma Steger und Windhagen geliefert wurden.

Alle Rohrleitungs-, Installations- und Elektro-Arbeiten führte das Personal

der Schiffswerft Braun durch. Dazu zählten auch die Elektroinstallationen

inklusive Touchscreen Datenbus und Kameraanlagen auf

dem Mutterschiff NAVIGARE. Unterhalb der Wasserlinie verbirgt sich

auf NAVIGARE II außerdem ein Vierkanal-Bugstrahlruder der Firma

Jan Verhaar, das von einem Scania DI 16 mit 478 kW Leistung angetrieben

wird und vom Mutterschiff oder mittels Fernbedienungspaneel

von Deck aus steuerbar ist. Obwohl NAVIGARE II nicht als ausgewachsener

Selbstfahrer konzipiert wurde, verfügt der Leichter über

eine achtere Wohnung, die von der Firma Burkard aus Speyer ausgebaut

wurde. Die Räumlichkeiten umfassen zwei Schlafkammern, eine

Wohnküche sowie nötige sanitäre und technische Einrichtungen. „Wir

sind in der Regel zu viert unterwegs“, erläutert Bell den zusätzlichen

Wohnungsbau. „Und wenn mein zweiter Sohn auch in das Unternehmen

eintritt, brauchen wir einfach ein wenig mehr Platz.“

Weitere Bauprojekte der

Schiffswerft Braun

Bereits im Dezember 2007 hatte die Schiffswerft Braun die Erneuerung

von Vor- und Mittelschiff der MS CONDOR fertig gestellt. Schiffseigner

C.J.M. de Vette aus Schiedam, Niederlande, konnte sein Schiff pünktlich

nach Zeitplan wieder in Betrieb nehmen. Mit 3.050 t ist die Ladekapazität

des nun 110 x 11,40 m messenden Schiffes um rund 150 t höher als

bei vergleichbaren Containerschiffen. Dies gelang Michaelis und seinem

Team durch die bewährte kombinierte Querlängsspantbauweise, die auch

einen durchgängigen Laderaum mit Wallgangschotten ohne Querrohr

zulässt. Beladen liegt die CONDOR bis zu 3,37 m im Wasser, der Leertiefgang

beträgt 0,71 m. Auch die beiden Wohnungen samt technischen

Einrichtungen des vorher 86 x 11 m großen Schiffes hat die Schiffswerft

Braun komplett ausgebaut. Als nächstes steht ein Schubleichter für die

DESTINY auf dem Programm. ■ CG

5|2008

Schiffsdaten SL NAVIGARE II

Länge (Rumpf) / Breite / Tiefgang 73,87 (66,65) x 11 x 3,46 m

Tonnage 2.020 t

Aggregat John Deere

Generator Mecc Alte, 50 kVA

Bugstrahlruder Verhaar, 4-Kanal, Propeller Ø 1,2 m

Bugstrahlmotor Scania DI 16 43 M (478 kW)

Rund 1,5 Mio. EUR hat Bell in den Leichterneubau investiert. Mit der

Ausführung durch die Werft und dem Zeitplan zeigt sich Bell sehr zufrieden.

„Über den geringen Geschwindigkeitsverlust waren wir sehr

überrascht“, freut sich Bell. „Strömungstechnisch ist das sehr günstig

gemacht.“ Bei gleicher Maschinenleistung fährt Bell nun mit 3.700 t mit

7,8 km/h zu Berg im Bereich Duisburg, oberhalb Mainz wurden sogar

9,8 km/h erreicht; ohne Leichter kommt das 883 kW starke Mutterschiff

NAVIGARE mit 2.000 t ebenfalls auf 9,8 km/h. Motorschiff und Leichter

haben ADNR-Klasse und sind für den 4-lagigen Containerverkehr

zugelassen. ■ Christian Grohmann

Auch bei CONDOR kam der speziell konstruierte Kopf der Schiffswerft zum

Einsatz | Bild: Braun Schiffswerft

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TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Zur Taufe sind EILTANK 6 und EILTANK 26 voll befl

aggt. Befrachtet werden die beiden Jaegers-Schiffe

Doppelhüllentanker EILTANK 6 und EILTANK 26 getauft später von Verladern wie Basell, BASF, BP, Esso,

Evonik, Shell oder Total

Flottennachwuchs bei Jaegers

Im Einsatz war EILTANK 6 bereits seit Ende Mai.

Die Fertigstellung des Schwesterschiffs EILTANK 26

nahm die Reederei Jaegers nun zum Anlass, die beiden

Schiffe am 24. Juli in Duisburg-Ruhrort feierlich

in Dienst zu stellen. Die beiden Täufl inge gehören zu

einer sechs Schiffe umfassenden Serie von Doppelhüllentankern

(DHT) des Typs C.

Vier weitere Schiffe gleicher Bauart sollen innerhalb dieses Jahres

auf die beiden eingeweihten Eiltanker folgen. Mit Inves-

titionen von rund 5 Mio. EUR pro Schiff sehen die Reederei

Jaegers Geschäftsführer Klaus Valentin und Dr. Gunther Jaegers in

der C-Serie einen beträchtlichen Schritt in die Zukunft der eigenen

Tankerfl otte. „Wenn Doppelhüllentankschiffe ab 2018 für alle Gefahrgüter

verpfl ichtend sind, können wir nicht erst 2017 anfangen

zu bauen. Dann sind alle Werftplätze belegt“, erklärte Valentin vor

rund 250 Festgästen an Bord der RHEINKÖNIGIN. Schon heute gebe

es bei einzelnen Zulieferern Wartezeiten von bis zu zwei Jahren für

Motoren oder nautische Geräte.

68 | 5|2008


Kaskoausbau: Besonderes in Serie

Lieferprobleme hatte es bei den Schiffskaskos nicht gegeben. Die

Groningen Shipyard hatte EILTANK 6 ebenso termingerecht zum

Ausbau an die Neue Ruhrorter Schiffswerft abgeliefert wie die

Neue Triton-Schiffswerft das EILTANK-26-Kasko. Letztere lieferte

das Kasko bereits mit fertig montiertem Lade-Lösch-System ab.

Als Vorlage diente in beiden Fällen ein Konstruktionsplan, den die

technische Abteilung der Reederei gemeinsam mit dem niederländisch

geführten Ingenieurbüro Laivu Projektai aus Litauen entwickelt

hatte. Es galt, trotz Doppelhülle, kanalgängiger Abmessungen

und zu beachtender Gefahrgut-Vorschriften das maximale Tankvolumen

für spezifi sch leichte Produkte aus der Konstruktion heraus

5|2008

Verlängerung für die richtige Trimmung sorgen. Dabei ist im Bugraum

trotz Doppelhülle noch genügend Raumreserve für die Nachrüstung

eines Heizkessels. Dieser würde auch den Transport von schwerem

Heizöl oder ähnlich hochviskosen Produkten erlauben.

Mit an Bord ist auch je eine Panama-Klüse vorn und achtern, mit

der sich die Schiffe deutlich leichter zum Laden und Löschen an Seeschiffen

festmachen lassen, ohne das die Leinen nach oben herausrutschen

können. „Dafür haben sich die Schiffe bereits den Spitznamen

‚Zyklop‘ eingehandelt“, verrät Diplom-Schiffbauingenieur

Norbert Kuhlmann, der die Jaegers-Flotte technisch betreut.

Für ein Binnenschiff ungewöhnlich plante das Konstruktionsteam

auch die hinteren Aufbauten. Um die nutzbare Wohnfl äche zu ver-

Die großzügige Wohnung bietet der vierköpfi gen Besatzung einen Wohnbereich mit leicht abgesetzter Küche/Messe, zwei Bäder sowie ein zusätzliches WC im

Eingangsbereich. Von den vier Kammern sind zwei als Doppelkabinen für die Schiffsführer ausgelegt. Geheizt und gekühlt wird mit einer umkehrbaren Wärmepumpe

und zusätzlicher elektrischer Fußbodenheizung | Bilder: Grohmann

zu kitzeln. Mit erreichten 1.880 cbm bei 100 % soll sich die Tonnage

von 1.677 t nun auch sinnvoll nutzen lassen. Der Plan teilt den 86 x

9,60 m großen Schiffsrumpf in fünf Tanksektionen mit jeweils 12 m

Länge ein. Mit zwei weiteren Segmenten ließen sich EILTANK 6 und

26 leicht zu 110-m-Schiffen verlängern, sobald der Schleusenausbau

im Kanalgebiet abgeschlossen wird. Ballastwassertanks von 100 t

Fassungsvermögen im Heck und 75 t im Bug sollten auch nach einer

größern, erstreckt sich der Aufbau fast über die gesamte Schiffsbreite.

Zu beiden Seiten der Wohnung befi ndet sich nun lediglich

ein Notlaufsteg. Begehbar ist die Wohnung sowohl vom Hauptdeck

als auch von Achtern. „Gelegentlich muss man sich über althergebrachte

Bauformen hinweg setzen und Neues ausprobieren“, fi ndet

Kuhlmann. „Funktion geht bei uns vor Tradition.“ Die großzügigen

Platzverhältnisse ermöglichten auch den Bau eines Maschinen-

| 69


TECHNIK & SCHIFFFAHRT

„Auf einen Schlag packt man das nicht.“ – Dr. Gunther Jaegers (l.) erläutert

Pressevertretern die Notwendigkeit zum DHT-Umstieg | Bilder: Grohmann

Doppelhüllentanker: Sicherheit und

Umweltschutz auch für Partikuliere

„Nach und nach müssen wir noch 50 eigene Einhüllentanker ersetzen“,

berichtet Dr. Gunther Jaegers über den Stand der Flottenumstellung der

Reederei Jaegers auf Doppelhülle. „Insgesamt wollen wir ein Investitionsprogramm

von einer Viertel Milliarde EUR stemmen.“ Mit Neubauten,

Zukäufen sowie der Umrüstung von Tankschubleichtern hatte die zu

den wettbewerbsstärksten Unternehmen in der Binnentankschifffahrt

gehörende Reederei ihren DHT-Bestand für Chemie, schweres Heizöl

und Bitumen im letzten Jahr auf knapp 50 Fahrzeuge erweitert. Bis Ende

2008 sollen es 60 sein, mittelfristig etwa 80 bis 90. Fünf Neubauten mit

Abmessungen von 110 x 11,45 m seien bei einer Duisburger Werft bereits

in Auftrag gegeben. Auch im Tochterunternehmen Chemgas B.V. läuft

die Modernisierung: In 2007 wurden zwei Binnengastanker und ein Gas-

Küstenmotorschiff in Fahrt genommen. Drei weitere Gas-Kümos seien

für 2009, 2010 und 2011 bestellt, zwei davon auf der Groningen Shipyard.

Für 2009 werden außerdem zwei große Binnen-Gastankleichter

bei der Werft „De Kaap“ in Meppel gebaut. Neben dem eigenen Unternehmen

hat BDB-Präsident Jaegers auch die Zukunft der Partikuliertankschifffahrt

im Blick: Oft seien die Finanzierungsmöglichkeiten

für den Umstieg auf DHT nicht ausreichend. Jaegers forderte deshalb

ein Eigenkapitalhilfeprogramm der Bundesregierung nach niederländischem

Vorbild. „Ohne staatliche Unterstützung werden sich viele

Partikuliere aus dem Tankschifffahrts-Geschäft verabschieden“, warnte

Jaegers. Zwar gebe es im Kanalgebiet und auf Nebenfl üssen noch wenig

Nachfrage nach kleineren DHT, doch für 2016 erwartet Jaegers einen

Umschwung, auf den sich die Branche vorbereiten müsse. „In den letzten

Jahren waren Tankschiffsmarkt und Neubautätigkeit eingebrochen.

Jetzt ist rechtzeitige Investition gefragt – auf einen Schlag packt man

das nicht“, schlussfolgerte Jaegers. Die Nachfrage nach DHT auf den

großen europäischen Flüssen sei bereits vorhanden. ■ CG

schachts sowie genügend Raum, um das Wessels-Steuerhaus komplett

in den Aufbauten versenken zu können. Der dafür nötige Hubsockel

samt Hydraulik stammt ebenfalls von Wessels aus Haren.

Eine elastische Lagerung ließ die Bauart der Wohnung allerdings

nicht zu. Um die Einhaltung der Lärmgrenzwerte von 60 dB(A) innerhalb

der von der Firma Peters aus Duisburg ausgebauten Wohnungen

sicherzustellen, spürte das auf Schalltechnik im Schiffbau

spezialisierte Ingenieurbüro Malte von Kolzenberg Lärmquellen auf

und nahm Anpassungen vor, die nicht immer direkt auf der Hand

70 | 5|2008


Alle vier Besatzungsmitglieder könnten an Tisch, Fahrstand und Computerarbeitsplatz

im Wessels-Steuerhaus Platz fi nden. Die nautischen Geräte lieferte Matronik

lagen. „Herr von Kolzenberg hat weit mehr erfolgreiche Maßnahmen

zur Verbesserung der Schallwerte eingebracht als die Verlegung von

Dämmplatten“, zeigte sich Kuhlmann begeistert. Zu Recht, denn

laut Kuhlmann konnten bei der Abnahme von EILTANK 6 in drei

Kammern Werte von 56 dB(A) gemessen werden. Lediglich eine der

Kammern war nicht unter 58 dB(A) zu bekommen. Für EILTANK 26

erwartet die technische Abteilung der Reederei ähnlich gute Werte.

Wirtschaftlichkeit vor Subvention

Mit einem Kraftstoffverbrauch zu Berg von 140 l/h sichere die Antriebsanlage

ein wirtschaftliches Fortkommen der beiden Eiltanker

bei ordentlichen Geschwindigkeiten. Herzstück der Anlagen ist je

ein 940 kW starker Mitsubishi-Diesel. Dieser verfügt über ein ZKR-

II-Zertifi kat, für eine Förderung durch die Bundesregierung reichte

Die Panama-Klüse auf dem Bug erinnert an das Auge eines Zyklopen

5|2008

Mit seitlicher Türe sind die Wessels-Steuerhäuser auch im eingefahrenen

Zustand komfortabel zu erreichen

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TECHNIK & SCHIFFFAHRT

In den Maschinenräumen befi nden sich Schalttafeln der Firma Kadlec & Brödlin (l.), der Mitsubishi-Hauptmotor (m.) sowie einer der John-Deere-Generatoren

(r.). Für Brandschutz ohne Erstickungsgefahr sorgen Tyco-Löschsysteme mit dem Löschmittel Novec 1230 | Bilder: Grohmann

Allzeit gute Fahrt

für EILTANK 6+26

Wir lieferten die kompletten ompletten Ruderhäuser

mit Hubschacht, Radarmasten, adarmasten, Alutrep Alutreppen eppe pen

und Innenausbau.

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die Unterschreitung der Emissionsgrenzwerte jedoch nicht aus. „Wirtschaftlichkeit

war uns wichtiger als die Möglichkeit, eine staatliche

Förderung in Anspruch nehmen zu können“, begründet Kuhlmann die

getroffene Motorenwahl. „Zudem ist die Auswahl an förderfähigen

Motoren recht begrenzt.“ Für die Nachrüstung eines Partikelfi lters

sei bei Bedarf noch genügend freier Raum im Maschinenschacht, in

dem sich auch die von der Firma Prantl isolierte Abgasanlage befi ndet.

Seine Wirkung entfaltet der vom niederländischen Mitsubishi-

Vertragshändler Koedood Diesel Service eingebaute Hauptmotor über

ein Reintjes-Getriebe auf einen 5-fl ügeligen Propeller. Beide Komponenten

sowie die Propellerdüse lieferte Promarin. Für das Manövrieren

ist eine Ruderanlage von FS Schiffstechnik mit Ruderblättern von

der Heinrich Harbisch Schiffswerft, sowie ein Bugstrahlruder aus dem

Hause Jan Verhaar zuständig. Weitere Stromabnehmer versorgen drei

Jaegers-Geschäftsführer Klaus Valentin überreichte einer der beiden

Taufpatinnen Carmen Schwarz ein kleines Dankeschön

72 | 5|2008


Schiffsdaten TMS EILTANK 6+ 26

Länge / Breite / Fixpunkt 86 x 9,60 x 4,20 m

Zuladung 1.677 t

Hauptantrieb Mitsubishi S12R-C2MPTK

Leistung 940 kW bei 1.600/min

Propeller Promarin, Ø1,75 m, 5-fl ügelig

Getriebe Reintjes, WAF763L

Bugstrahlruder Jan Verhaar, 3100, OMEGA Jet

Leistung 282 kW bei 1.780/min

Aggregate 3x John Deere: 6125AFM

(520 kVA), 6068HFU (193 kVA),

4045HFU (97 kVA)

Autokran Büter, 2 t auf 18 m Radius

von der niederländischen Firma Doldermann gelieferten Aggregate

des Herstellers John Deere mit insgesamt 810 kVA. Dazu gehören

etwa die Ankerwinde von Steger & Windhagen, der Büter-Autokran,

die Windex-Tankventilationsanlage und die elektrische Fußbodenheizung

der Wohnung. Die gesamte Elektroinstallation, inklusive der von

Kadlec & Brödlin vorgefertigten Schalttafeln, führte die Firma Schroer

aus. Größter Stromabnehmer dürfte indes das für die Einpartienfahrt

ausgelegte Lade- und Löschsystem sein: Aus Redundanzgründen verfügen

beide Eiltanker je über zwei Pumpen, die zusammen 700 cbm/h

Pumpleistung erzielen. Zinksilikatcoating für die Ladetanks, Einzeltankabsicherung,

beheizte Gaspendelleitung und Heizschlangen gehören

ebenso zur Ausstattung des Tanksystems. Für die Ballasttanks ist eine

separate Pumpe mit 375 cbm/h installiert.

Ohne Pause

Nach der Schiffstaufe ging es für EILTANK 6 und seine Crew unter

Kapitän Wilhelm Backers zügig weiter zum nächsten Auftrag.

Kapitän Wieslaw Marcinkowsky und seine Mannschaft hatten auf

EILTANK 26 unterdessen noch letzte Feinarbeiten zu bewältigen.

„Bisher sind mir aber keine Reklamationen bekannt“, so Kuhlmann,

der sich mit den Leistungen aller am Bau der Schiffe Beteiligten

zufrieden gibt. Viel Zeit zum Verschnaufen ist dem technischen Leiter

der Reederei nicht gegönnt: Drei Schwesterschiffe sind bereits

in der Fertigung: EILTANK 40 befi ndet sich in Groningen bereits im

Bau, EILTANK 27 durchläuft gerade die Anstricharbeiten und EIL-

TANK 7 soll gegen Ende September klar zum Einsatz sein.

■ Christian Grohmann

„Wer 1999 über komplette Neubauten in Duisburg gesprochen hätte, wäre

für verrückt erklärt worden“, erinnerte der Duisburger Hafenchef Erich Staake

5|2008

Einstieg in das Gefahrgut-Grundwissen

Verständliche und kompakte

Antworten auf die Fragen von

Gefahrgut-Neulingen nach

geltenden Vorschriften, Ausnahmen,

Kennzeichen oder

Verpackungen bietet das Gefahrgut-Grundwissen

auf 24

Seiten im DIN A4 Format. Als

Sonderheft der Fachzeitschrift

„Der Gefahrgutbeauftragte“

wird es in der innerbetrieblichen

Weiterbildung sowie

von Trainern und Ausbildern

zur Grundlagenvermittlung

des Gefahrgut-Geschäfts eingesetzt.

Orientiert an praktischen Abläufen informieren die Autoren

Joachim Boenisch, Uta Fuchs und Hans-Jürgen Niegel in

Text, Bild und Grafi k. Praxis-Tipps stellen den Bezug zwischen

Vorschrift und Unternehmensalltag dar. Ein Gefahrgut-ABC

hilft auch Anfängern, Fachbegriffe und Abkürzungen zu verstehen.

Das Gefahrgut-Grundwissen 2008/2009 ist beim Hamburger

Storck Verlag zum Einzelpreis von 10,50 EUR (incl. Mwst. zzgl.

Versand) bestellbar. Darüber hinaus steht begleitendes Lehrmaterial

zur Verfügung. www.storck-verlag.de ■ Dü

Neues Reisekostenrecht 2008

BÜCHERMARKT

Mit den Lohnsteuer-Richtlinien 2008 wird das Reisekostenrecht

komplett neu geregelt. Es ändern sich nicht nur die Regelungen

zur regelmäßigen Arbeitsstätte, Fahrtkosten und Übernachtungskosten,

vielmehr ist auch der Begriff der Auswärtstätigkeit

völlig neu anzuwenden!

Arbeitgeber müssen alle Neuerungen

ab sofort in ihrer Abrechnungspraxis

umsetzen. Das neue

Praxishandbuch „Das neue Reisekosten-

und Bewirtungsrecht

2008 – Handlungsanweisungen

und Tipps für Ihre rechtssichere

Abrechnung“ aus dem Forum

Verlag Herkert ist die Grundlage,

um steuerliche Haftungsrisiken

zu vermeiden! Es enthält

einen kompletten Überblick über

die zahlreichen Gesetzesänderungen.

Leicht verständliche

Erläuterungen und Handlungsempfehlungen zeigen, wie die

Neuerungen sicher angewendet werden. Praktische Formulare,

Checklisten und Berechnungsbeispiele helfen, die gesetzlichen

Vorschriften schnell und vorteilhaft für das Unternehmen und

die Mitarbeiter zu nutzen.

Das Praxishandbuch kann direkt beim Forum Verlag mit der

Best.-Nr. 1355 zum Preis von EUR 88,- inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

bezogen werden. www.forum-verlag.com/477

■ Dü

| 73


TECHNIK & SCHIFFFAHRT

Die Kölner DEUTZ AG hat ihre Binnenschiffahrtsmotoren

an die Forderungen der Zentralkommission für

die Rheinschifffahrt (ZKR) angepasst. Entsprechend

Kapitel 8a der Rheinschifffsuntersuchungsordnung

(RheinSchUO) und der EG-Richtlinien erreichen die

DEUTZ-Motoren nun die Emissionsgrenzwerte für

Dieselmotoren nach Stufe II (ZKR II).

Wir bieten unverbindlich zum Verkauf an:

MOTORGÜTERSCHIFFE

DEUTZ AG: Mi Mit Zertifi kat in die Binnenschifffahrt zurückgemeldet

NR. 6105: 2704 t, Bj. 2002, 109,98 x 11,45 x 3,50 m, 3500 cbm 1520 PS CAT

NR. 6165: 2498 t, Bj. 1970, 100 x 9,50 x 3,50 m, 2x 640 PS, Boden und Eisenstrau NEU Bj. 2002

NR. 6320: 2250 t, Bj. 1999, 110 x 10,50 x 3,00 m , 3250 cbm 1524 PS CAT

NR. 5230: 1297 t, Bj. 1957, 80 x 9,50 x 2,69 m, 2 x 650 PS VOLVO NEU Bj. 2008

Wir suchen Motorgüterschiffe für französische Kunden

für die Seine und Rhone sowie für Ostblock-Staaten

NEUBAU FRACHTSCHIFFE

135 x 11,45 x 4,25 m Typ NARVIK, China, lieferbar Oktober 2009

Komplett, 2x 1500 PS ABC, 2 x Veth Bugstrahler, Ankerstelzen, Luken

135 x 11,45 x 4,25 m Typ INNUENDO, China, lieferbar Dezember 2008

Komplett 2x 1300 PS CUMMINS, 2 x Veth Bugstrahler, Ankerstelzen, Luken

135 x 11,45 x 4,25 m Typ NARVIK, Türkei, lieferbar Oktober 2008, Komplett

2 x 1278 PS MITSUBISHI, 2 x Kalkman Bugstrahler, Ankerstelzen, Luken

Kasko 135 x 11,45 x 3,20 m, NEUES MODEL, China, lieferbar Januar 2010

Kasko 86 x 10,00 x 4,25 m, Typ ASPASIA, China, lieferbar Januar 2010

DEUTZ-Motoren

erreichen ZKR II

DEUTZ-Motor der Baureihe 1013M mit Rohwasserrückkühler | Bild: DEUTZ

Die zertifi zierten Motoren lassen sich auf verschiedensten

Wasserfahrzeugen als Hauptantriebs- sowie als Bordaggregatsmotoren

einsetzen. Wie DEUTZ mitteilt, sind folgende

Motoren aus den Baureihen 1013M und 1015M in aufgeladenen

und ladeluftgekühlten Versionen verfügbar:

■ BF4M 1013MC: 80 - 118 kW bei 1.500 - 2.300/min

■ BF6M 1013MC: 148 - 200 kW bei 1.500 - 2.300/min

■ BF6M 1015MC: 228 – 300 kW bei 1.500 – 2.100/min

■ BF8M 1015MC: 304 – 450 kW bei 1.500 – 2.100/min

Beide Baureihen unterschreiten darüber hinaus die in ZKR II geforderten

Partikelemissionsgrenzwerte um 30 % und gelten damit

als förderungswürdig. Mit auf die Motoren angepassten

DEUTZ-Partikelfi ltern lassen sich Reduzierungen bis zu 98 % erreichen.

Bei der Baureihe 1013M handelt es sich um Vier- und

Sechs-Zylinder Reihenmotoren mit einem Hubraum von 4,8 bzw.

7,2 l. Sie arbeiten mit Hochdruckeinspritzung und sind mit Einzeleinspritzpumpen

ausgerüstet, die direkt von der Nockenwelle angetrieben

werden. Serienmäßig sind sie mechanischem Regler ausgestattet.

Für den Antrieb von Bordaggregaten mit 92 bis 155 kW

bei 1.500 bzw. 1.800/min ist eine elektronische Regelung optional

erhältlich. Dies gilt auch für die Baureihe 1015M, die mit Leistungen

von 210 bis 413 kW bei 1.500 bzw 1.800/min ebenfalls Bordaggregate

antreiben kann. Diese kompakten Maschinen in V-Anordnung

arbeiten ebenfalls mit Hochdruckeinspritzung und verfügen mit

sechs oder acht Zylindern über einen Hubraum von 11,9 bzw. 15,9 l.

Serienmäßig sind sie mit mechanischem Regler ausgestattet.

Abgassammelrohre und Abgas-Turbolader sind bei beiden Baureihen

wassergekühlt. Die Einspritzleitungen sind doppelwandig.

Die Ladeluft wird im Motorkühlkreislauf gekühlt. Als Besonderheit

weisen die Baureihen 1013M und 1015M zusätzliche Kraftabnahmemöglichkeiten

auf, die etwa zum Anbau von in der Schifffahrt

häufi g verwendeten Hydraulikpumpen genutzt werden können.

■ Peter Pospiech

Schiffsführer, Rheinpatent bis Mannheim, ADNR

für kanalgängigen Doppelhüllentanker ab sofort

Netto 2.600 EUR plus, 21/14

Tel.: +49 172 911 42 90 | navio@gmx.de

74 | 5|2008

GESUCHT


SCHIFFSBÖRSE MARKTPLATZ

5|2008

Wir empfehlen uns mit unseren umfassenden Dienstleistungen.

Zum Verkauf werden folgende Motorgüterschiffe angeboten:

GÜTERMOTORSCHIFFE U.A.

774 ton Bj. ’12 67 x 7,67 x 2,30m. Nr. 684

839 ton Bj. ’56 62 x 7,20 x 2,72 m. Nr. 598

840 ton Bj. ’56 70 x 7,05 x 2,52 m. Nr. 703

1036 ton Bj. ’30 73 x 8,20 x 2,54 m. Nr. 607

1144 ton Bj. ’62 80 x 8,20 x 2,62 m. Nr. 602

1160 ton Bj. ’65 80 x 8,20 x 2,71 m. Nr. 675

1324 ton Bj. ’62 85 x 8,20 x 2,75 m. Nr. 701

1373 ton Bj. ’49 80 x 9,54 x 2,82 m. Nr. 685

1459 ton Bj. ’63 86 x 9,50 x 2,60 m. Nr. 496

1520 ton Bj. ’49 - ’02 85 x 9,50 x 2,86 m. Nr. 700

1563 ton Bj. ’77 85 x 9,57 x 2,81 m. Nr. 654

1789 ton Bj. ’62 - ’07 86 x 10,50 x 2,94 m. Nr. 450

1805 ton Bj. ’64 100 x 9,50 x 2,82 m. Nr. 580

1810 ton Bj. ’55 105 x 9,50 x 2,78 m. Nr. 692

2507 ton Bj. ’90 110 x 10,50 x 3,20 m. Nr. 676

2507 ton Bj. ’59 - ’80 110 x 11,07 x 3,12 m. Nr. 689

2512 ton Bj. ’81 108 x 10,05 x 3,22 m. Nr. 677

2628 ton Bj. ’81 103 x 11,40 x 3,37 m. Nr. 688

2800 ton Bj. ’02 110 x 11,45 x 3,31 m. Nr. 641

2987 ton Bj. ’03 135 x 11,45 x 3,00 m. Nr. 683

3864 ton Bj. ’73-’02 135 x 11,45 x 3,58 m. Nr. 699

Auf diverse Schiffe ist Eintausch möglich.

Rufen Sie an für mehr Infos! + 31 183 - 50 08 62

INTERNET: WWW.HUIZINGA-SNIJDER.NL

ZUM VERKAUF

Motorschiff 3.000 t, Baujahr 2003, Abmessungen 110 x 11,40 x 3,50 m, Motor: Caterpillar

1500 PS, 1 Laderaum, doppelwandig, 260 TEU, Kajüten, vorn und hinten

Motorschiff 3.000 t, Baujahr 1982, Abmessungen 110 x 11,40 x 3,50 m, Motor: MAK 1200

PS, 1 Laderaum, Doppelboden, Wallgänge, 204 Container

Motorschiff 2500 t, Baujahr 1990, Abmessungen 110 x 10,50 x 3,20 m, Motor: ABC 1500

PS, 1 Laderaum, Schiebeluken, Stahlstrau, Wallgänge,

Motorschiff 2460 t, Baujahr 1980, Abmessungen 105 x 10,50 x 3,20 m, Motor: Deutz 1300

PS, 1 Laderaume, Eisenstrau, Wallgänge, Schiebeluken,

Motorschiff 2300 t, Baujahr 1980, Abmessungen 105 x 9,50 x 3,20 m, Motor: Mitsubishi

1300 PS, Bj. 2008, 2 Laderäume, Stahlstrau, Aluluken,

Motorschiff 2000 t, Baujahr 1960, Abmessungen 105 x 9,50 x 2,70 m, Motor: Cummins

1800 PS, Baujahr 2007, 2 Laderäume, Eisenstrau, Wallgänge, Lukendach, 1990 neuer Boden

und Doppelboden, sehr viel erneuert

Motorschiff 2.050 t, Baujahr 1972, Abmessungen 100 x 9,50 x 3,00 m, Motor: MTU 1300

PS, 1 Laderaum, 2100 cbm, Aluluken, neuer Boden,

Motorschiff 1800 t, Baujahr 1958, Abmessungen 105 x 9,50 x 2,70 m, Motor: Deutz 2 x

1000 PS, 2 Laderäume, Wallgänge, 2500 cbm, Aluluken mit Lukenwagen

Motorschiff 1600 t, Baujahr 1987, Abmessungen 85 x 9,50 x 3,20 m, Motor: Mitsubishi

1100 PS, Bj. 2002, 1 Laderaum, 2100 cbm, Eisenstrau, Wallgänge, Alu-Schiebeluken

Motorschiff 1800 t, Baujahr 1961, Abmessungen 100 x 9,50 x 2,90 m, Motor: Caterpillar

1500 PS, Bj. 2007, 1 Laderaum, 2500 cbm, Eisenstrau, Trimmbleche

Koppelverband-Motorschiff 1700 t, Baujahr 1969/90, Abmessungen 85 x 9,50 m, Motor:

Caterpillar 2000 PS, Bj. 2006, 1 Laderaum, Eisenstrau, Wallgänge, Schiebeluken, Containersteuerhaus,

Schubleichter 1500 t, Baujahr 1974, Abmessungen 74 x 9,50 m, 1 Laderaum,

Wallgänge, Doppelboden, Bugstrahlruder

Motorschiff 1500 t, Baujahr 1998/58, Abmessungen 85 x 9,50 x 3,10 m, Motor: Caterpillar

900 PS, Bj. 1996, 1 Laderaum, Eisenstrau, Wallgänge, 90 TEU

Motorschiff 1300 t, Baujahr 1962, Abmessungen 85 x 8,20 x 2,70 m, Motor: MWM 800 PS,

2 Laderäume, Schiebeluken, Eisenstrau, Trimmbleche, neuer Boden,

Motorschiff 1450 t, Baujahr 1961, Abmessungen 85 x 9,50 x 2,70 m, Motor: MWM 950 PS,

neues Containersteuerhaus, neue Wohnungen, Boden neu, 1 Laderaum

Motortanker 1500 t, Baujahr 1986, Abmessungen 80 x 9,50 x 3,00 m, Motor: Cummins

1200 PS, neue Klasse bis 2013

Neubau Motortanker 1600 t, Baujahr 2009, Abmessungen 86 x 9,50 m, Motor: Mitsobishi

1200 PS, Typ C. Tankcoating, Deepwellpumpen oder Bornemann, Lieferung III. Quartal 2009

Neubau Kaskos Motortanker/Motorgüterschiffe, Abmessungen nach Wunsch, Lieferung 2009

möglich, auf Wunsch auch mit komplettem Abbau

Fahrgastschiff 300 Personen, Baujahr 2008, Abmessungen 38 x 8,70 x 1,20 m

Fahrgastschiff 140 Personen, Baujahr 2007, Abmessungen 24 x 5,60 x 1,00 m

Fahrgastschiff 100 Personen, Baujahr 1961, Abmessungen 21 x 4,74 x 0,85 m

Kabinenschiff mit 12 Kabinenplätzen, Baujahr 1998, Abmessungen 29 x 5,00 x 0,90 m

Ferner haben wir noch andere Schiffsgrößen, Koppelverbände zum Verkauf, die wir Ihnen gerne

anbieten sowie auch PONTON, SCHUBBOOTE von 200-2000 PS usw.

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MARKTPLATZ SCHIFFSBÖRSE

Anzeigenschluss für die nächste

Ausgabe: 05. September 08

>>>ZU VERKAUFEN> Telefon 0171-3129455 oder 0171-4180492


SUT EINKAUFSBÖRSE

Die

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oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

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SUT EINKAUFSBÖRSE | SUT BUYER‘S GUIDE

Die Einkaufsbörse dient als Marktübersicht und Bezugsquellenverzeichnis. Übersichtlich nach Stichworten geordnet, fi nden Sie in

den folgenden 23 Rubriken die Angebote der Internationalen Schiffbau- und Zulieferindustrie.

1 | Werften

2 | Antriebsanlagen

3 | Schiffsausrüstung

4 | Korrosionsschutz

5 | Hydraulik und Pneumatik

6 | Navigations- und Kommunikationstechnik

7 | Bordnetze

8 | Konstruktion und Consulting

9 | Bunkerbetriebe

10 | Schiffsmakler

11 | Schiffsfi nanzierung

12 | Schiffsversicherung

13 | Personal-Dienstleistungen, Lotsendienste

5|2008

1 | Werften

Bodanstraße - D-88079 Kressbronn

Tel. 07543 607-0 - Fax 07543 607-50

info@bodanwerft.com - www.bodanwerft.com

Ebert & Söhne - Schiffswerft

69239 Neckarsteinach bei Heidelberg

Tel. 0 62 29 - 9 20 90 Fax 0 62 29 - 92 09 30

Erlenbacher Schiffswerft

Maschinen- und Stahlbau GmbH

Klingenberger Str. 42 - 63906 Erlenbach/Main

Tel. 0 93 72 - 7 02 - 0, Fax 0 93 72 - 7 02 - 26

Heinrich Harbisch Schiffswerft GmbH

Werftstraße 47 - 47053 Duisburg, Tel. 0203-6102425

www.ha-du.de - E-Mail: Harbisch@ha-du.de

Hitzler Werft GmbH

Tel. 0 41 53-58 80 - Fax 0 41 53-58 81 00

www.hitzler-werft.de - E-Mail: info@hitzler-werft.de

Josef Braun GmbH & Co KG Schiffswerft

Am Neuen Rheinhafen 14 67346 Speyer

Tel. 0 62 32 - 13 09 - 0 www.schiffswerft-braun.de

Lux-Werft GmbH

Moselstraße 10

53859 Niederkassel-Mondorf b. Bonn

Tel. 02 28-9 71 28-0

Fax: 02 28-9 71 28-25

www.lux-werft.de

Kiebitzberg Schiffswerft GmbH & Co. KG

Rathenower Straße 6 39539 Havelberg

Tel. 03 93 87 - 7 25 40 Fax 03 93 87 - 7 25 41

www.kiebitzberg.de a.lewerken@kiebitzberg.de

Kölner Schiffswerft Deutz

Auenweg 173 51063 Köln

Im Hafen Köln Mülheim

Tel. +49 (0)221 - 9 810 88-0, Fax: +49 (0)221 - 9 810 88-6

E-Mail: info@ksd-koeln.de / www.ksd-koeln.de

Helling 110 m, Steven Dock 350 t

Spundwand mit Kran 6 t, Propeller-Reparatur

Tankerliegeplatz im Hafen!

Meidericher Schiffswerft GmbH & Co. KG

Schlickstraße 21 / Hafenbecken A - 47138 Duisburg

Tel. 02 03-4 49 06-0, Fax 02 03-4 49 06-50

www.meidericherschiffswerft.de

Schiffswerft Bolle GmbH Derben

Schiffswerft 5 - 39317 Neuderben, Tel. 03 93 49-2 80

E-Mail: info@schiffswerft-bolle.de

Schiffswerft Hans Boost

Maschinen- und Stahlbau GmbH & Co. KG

Zurmaienerstr. 176 - 54292 Trier/Mosel

Tel: 06 51-14 45-0, Fax 06 51-14 45-135

www.schiffswerft-boost.de

14 | Ausbildung und Schulung

15 | Messen und Ausstellungen

16 | Reedereien

17 | Schiffsverwaltungen

18 | Elektronische Frachtenbörsen

19 | Häfen und Umschlagbetriebe

20 | Bahnunternehmen

21 | Umschlagtechnik

22 | Container

23 | Hafen- und Wasserbau

MARKTPLATZ

Bonner Straße 6 - 53424 Remagen

Tel.: 0 22 28 - 91 10 13

Fax: 0 22 28 - 91 10 15

www.werftzentrum-mittelrhein.com

info@werftzentrum-mittelrhein.com

Werft und Servicezentrum

Mittelrhein GmbH

Die Anzeigenpreise und eventuelle Rabatte entnehmen

Sie bitte der aktuellen Anzeigenpreisliste Nr. 19.

Rufen Sie uns gerne an: 02 28 / 53 88 - 653!

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MARKTPLATZ

GRONINGEN SHIPYARD BV

Waterhuizen 8 - NL-9600 AH Hoogezand

Tel. +31.50.369.2100 – Fax +31.50.369.2101

Schiffswerft Hermann Barthel GmbH

www.barthelwerft.de - barthelwerft@t-online.de

TeamCo Shipyard BV

Bakkersdam Ia, 5256 PK HEUSDEN

Tel.: +31(0) 416-66 55 00, Fax. +31(0) 416 66 55 05

www.teamcoshipyard.nl, info@teamcoshipyard.nl

| Arbeits- und Beiboote

Tel.: (00 31) (0) 4 81-43 45 48 - www.riwaboating.nl

2 | Antriebsanlagen

CCUMMINS

DIESEL

DEUTSCHLAND GmbH

Odenwaldstr. O 23 - 64521 Groß-Gerau

Tel. T 06152-174-0, Fax 06152-1741-141

www.cummins.de

DEUTZ AG

VERTRIEB KOMMERZIELLE SCHIFFFAHRT

Herr Michael Berrier

Hollweghstr. 22-26 - 51103 Köln

Telefon: 0171 766 0087

E-Mail: berrier.m@deutz.com

www.deutz.com

Dolderman bv

Tel.: +31(0)78-6 13 82 77

Fax: +31(0)78-6 14 48 87

www.dolderman.nl

Motoren Steffens GmbH

Geefacker 63 - 47533 Kleve

Tel. 0 28 21-7 11 37-0 - Fax 0 28 21-7 11 37-20

Internet: www.motoren-steffens.de

E-Mail: info@motoren-steffens.de

Jastram GmbH & Co. KG

Billwerder Billdeich 603 - 21033 Hamburg

Tel. 040 / 725 601 - 0, Fax 040 / 725 601 - 28

www.jastram-group.com - E-Mail: info@jastram.net

Motoren für die

Binnenschifffahrt

Mobil: 0176-17900965

holger.mader@mtu-online.com

MAN Truck & Bus

Deutschland GmbH

Vertrieb & Service

Marinemotoren Deutschland

Werftstraße 24, D – 24939 Flensburg

Tel.: 0461-481-10, Fax: -90 - Email: Dirk.Hansen@man.eu

www.man-mn.com/engines und www.hamburg.man-mn.de

M+E Motoren- und Energietechnik GmbH

Industriestraße 7, 49716 Meppen

Tel +49 (0) 59 31-98 44-0, Fax +49 (0) 59 31-98 44-55

E-Mail: info@me-meppen.de / www.me-meppen.de

Meppen - Duisburg

Ludwigshafen - Dessau

Pols Aggregaten BV

Ambachtstraat 18

NL 2861 EX BERGAMBACHT

Tel. 0031 1 82 35 46 66 - Fax 0031 1 82 35 46 47

E-Mail: pols.aggregaten@wxs.nl - www.pols-aggregaten.nl

Deutz - Hatz - Perkins - Iveco - Yammar - John Deere auf Lager

SCHIFFSDIESELTECHNIK KIEL GmbH

Tel. 0 43 31 - 44 71-0

E-Mail: starke@sdt-kiel.de

SCHOTTEL GmbH

Mainzer Str. 99 - 56322 Spay/Rhein

Tel. 0 26 28-6 10, Fax 0 26 28-6 13 00

Internet: www.schottel.de

E-Mail: info@schottel.de

WILHELM NOLDEN & SÖHNE

Wilhelmallee 12 - 47198 Duisburg

Tel. 0 20 66-83 08 u. 83 19, Fax 0 20 66-81 25

Mobil: 01 72-2 61 68 56 - www.nolden-soehne.de

Ständig am Lager: Stromaggregate: Hatz und John Deere –

sowie Luftkompressoren: Sauer & Sohn WP 33

| Abgas-Reinigung

Alt Fermersleben 36 – D - 39122 Magdeburg

Tel.: +49 (0) 391 555 44 0 – Fax: +49 (0) 391 555 44 44

E-mail: magdeburg@hug-eng.de – www.hug-eng.ch

Rußfi lter und SCR-Katalysatoren

für Schiffe, Lokomotiven und Baumaschinen

| Abgas-Schalldämpfer

Weihe GmbH

Schalldämpfersysteme + Schiffskühler

Teichkoppel 63 - D-24161 Altenholz

Tel. +49-431-329130, Fax +49-431-321022

Internet: www.weihe-gmbh.de

E-Mail: info@weihe-gmbh.de

| Bugstrahlanlagen

Jastram GmbH & Co. KG

Billwerder Billdeich 603 - 21033 Hamburg

Tel. 040 / 725 601 - 0, Fax 040 / 725 601 - 28

www.jastram-group.com - E-Mail: info@jastram.net

VETH Motoren BV Papendrecht

Internet: www.veth-motoren.com

E-Mail: info@veth-motoren.com

SCHOTTEL GmbH

Mainzer Str. 99 - 56322 Spay/Rhein

Tel. 0 26 28-6 10, Fax 0 26 28-6 13 00

Internet: www.schottel.de

E-Mail: info@schottel.de

TILSE Industrie und Schiffstechnik GmbH

Projektierung - Planung - Technische Vertretungen

Sottorfallee 12 - 22529 Hamburg

Tel. +49(0) 40 56 10 14 - Fax +49(0) 40 56 34 17

E-Mail: tilse@tilse.com

| Elektromotoren/-Service

NAVAL marine GmbH

Duisburg | Hamburg | Ludwigshafen

Neumarkt 2 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 26 50-8 50 54, Fax 02 03-8 16 26

Uwe E. Zoller GmbH Elektrotechnik

Otto-Hahn-Straße 9 - 25337 Elmshorn

Tel. 0 41 21-79 07-0 - Fax 0 41 21-79 07-77

www.zoller-elektrotechnik.de

| Getriebe/-Service

Allgemeine Schiffs-Service GmbH

Motoren Getriebe Pneumatik KBB Turboservice

IVECO ABC Diesel REINTJES Parker-Sempress

Am Hühnerort 29 - 47198 Duisburg

Tel. 028 41-1 73 31 17 - 0 28 41- 1 73 33 38

E-Mail: info@ass-duisburg.de

Otto Piening GmbH

Am Altendeich 83

D-25348 Glückstadt

Tel.: 0 41 24 / 91 68 12

Wir bieten:

komplette Antriebslösungen

für die Berufsschifffahrt

Fax: 0 41 24 / 91 68 52 www.piening-propeller.de

| Kühler

esco Eugen Schmidt und Co

Schiffsgetriebe und

Steuerungssysteme

Tel. +49(0)2241-4807-0 | Fax -10

info@esco-antriebstechnik.de

www.esco-antriebstechnik.de

SUT EINKAUFSBÖRSE

SCHIFFSDIESELTECHNIK KIEL GmbH

Tel. 0 43 31 - 44 71-0

E-Mail: starke@sdt-kiel.de

BLOKLAND non ferro b.v.

Lelystraat 106 - NL-3364 AJ Sliedrecht

Tel. +31-184-41 37 89, Fax +31-184-419379

Vetretung in Deutschland:

Weihe GmbH

Teichkoppel 63 - D-24161 Altenholz

Tel. +49-431-329130, Fax +49-431-321022

Internet: www.weihe-gmbh.de

E-Mail: info@weihe-gmbh.de

78 | 5|2008


SUT BUYER‘S GUIDE

| Motoren- und Aggregatetechnik

| Motor-/Getriebesteuerungen

Otto Piening GmbH

Am Altendeich 83

D-25348 Glückstadt

Tel.: 0 41 24 / 91 68 12

Wir bieten:

komplette Antriebslösungen

für die Berufsschifffahrt

Fax: 0 41 24 / 91 68 52 www.piening-propeller.de

| Motoren-Service

Allgemeine Schiffs-Service GmbH

Motoren Getriebe Pneumatik KBB Turboservice

IVECO ABC Diesel REINTJES Parker-Sempress

Am Hühnerort 29 - 47198 Duisburg

Tel. 028 41-1 73 31 17 - 0 28 41- 1 73 33 38

E-Mail: info@ass-duisburg.de

Henkelhausen GmbH & Co. KG

Antriebstechnik, Schiff- und Gasmotoren

D-47809 Krefeld - Hafenstraße 51

Tel. 0 21 51-5 74-0, Fax 0 21 51-5 74-112

Internet: www.henkelhausen.de

Gebr. Klene - 49733 Haren/Ems

Tel. 0 59 32-24 00 - Fax 0 59 32-56 91

E-Mail: gebr.klene@t-online.de

Klein & Weiler

Schönbornsluster Straße 1 - 56070 Koblenz

Tel. 02 61-80 10 28 - Notdienst 01 71-9 90 39 52

Internet: www.kleinundweiler.de

Schiffsdiesel-Service

Am Kiel-Kanal

MWA-Augustin GmbH

Tel. 0431 - 39 31 01

5|2008

SCHIFFSDIESELTECHNIK KIEL GmbH

Tel. 0 43 31 - 44 71-0

E-Mail: starke@sdt-kiel.de

Sauer & Sohn KG

sauer motive systems

Groß-Zimmerner-Str. 51

D-64807 Dieburg

Telefon: 0 60 71 - 2 06 - 0

Telefax: 0 60 71 - 2 06 - 300

www.sauerundsohn.de

info@sauerundsohn.de

SCHIFFSDIESELTECHNIK KIEL GmbH

Tel. 0 43 31 - 44 71-0

E-Mail: starke@sdt-kiel.de

August Storm GmbH & Co. KG

Technologie u. Service für Motoren u. Antriebe

August-Storm-Str. 6 - 48480 Spelle

Tel. +49(0)5977 73-172 - Fax +49(0)5977 73-188

Duisburg, Berlin, Hamburg, Kiel, Spelle, Speyer

www.a-storm.com - E-Mail: info@a-storm.com

Nocken und Nockenwellen

Reparaturbetrieb

- Reparaturschleifen, Einzelanfertigung nach Muster

und Zeichnung (auch Umsteuernocken)

- Reparaturschweißen, Instandsetzung von

Rollenstössel

- alle Motoren u. Pumpentypen

Motoren Küpers

Tel. 0 20 64/8 10 80, Fax: 0 20 64/8 10 90

E-Mail: motoren-kuepers@gmx.de

M+E Motoren- und Energietechnik GmbH

Industriestraße 7, 49716 Meppen

Tel +49 (0) 59 31-98 44-0, Fax +49 (0) 59 31-98 44-55

E-Mail: info@me-meppen.de / www.me-meppen.de

Meppen - Duisburg - Ludwigshafen - Dessau

Otto-Porath-Platz 2-3 - 15831 Groß Kienitz b. Berlin

Tel. 03 37 08 - 541-0 - Fax 03 37 08 - 541-99

Internet: www.w-schmidt.de

E-Mail: info@w-schmidt.de

Walter Schramm GmbH

Industriestraße 17 - 69239 Neckarsteinach

Tel. 0 62 29-4 75 oder 0172-6 27 77 28

WILHELM NOLDEN & SÖHNE

siehe Eintrag unter Antriebsanlagen

| Propeller / Propellerdüsen

Kölner Schiffswerft Deutz

Auenweg 173 51063 Köln

Im Hafen Köln Mülheim

Tel. +49 (0)221 - 9 810 88-0, Fax: +49 (0)221 - 9 810 88-6

E-Mail: info@ksd-koeln.de / www.ksd-koeln.de

Helling 110 m, Steven Dock 350 t

Spundwand mit Kran 6 t, Propeller-Reparatur

Tankerliegeplatz im Hafen!

Wärtsilä Deutschland GmbH

Mannheim:

Rheinmühlenstraße 7 - D-68159 Mannheim

Tel. +49 (621) 10 20 04, Fax +49 (621) 10 21 44

jorg.dittrich@wartsila.com, www.wartsila.com/germany

Duisburg:

Werftstraße 6 - D-47053 Duisburg

Tel. +49 (203) 66 76 52, Fax +49 (203) 7 29 74 68

Propeller-Reparaturen/Verkauf von Propellern u. Düsen

Otto Piening GmbH

Am Altendeich 83

D-25348 Glückstadt

Tel.: 0 41 24 / 91 68 12

Wir bieten:

komplette Antriebslösungen

für die Berufsschifffahrt

Fax: 0 41 24 / 91 68 52 www.piening-propeller.de

Siemensstraße 33 - 50374 Erftstadt

Tel. 0 22 35-79 93-0, Fax 0 22 35-79 93-33

www.promarin.de - E-Mail: info@promarin.de

Schlickstraße 21 - 47138 Duisburg

(Meidericher Schiffswerft GmbH)

Tel. 02 03-4 49 51 94 - Fax 02 03-4 49 60 85

Neu-Propeller und Propeller-Reparaturen

Kremper Rhin 13 Tel. 0 41 24-14 67

25348 Glückstadt Fax 0 41 24-70 46

www.rathjens-propeller.de

E-Mail: rathjens-propeller@t-online.de

www.schiffahrtundtechnik.de

| Ruder / Ruderanlagen

SERVICE, BERATUNG, KOMPETENZ

Ruderanlagen

Schiffselektrik

Tankmanagement

MARKTPLATZ

Ruderhydraulik, Hydraulik

Engineering für Neu-/Umbau

Werfstraße 25 - 47053 Duisburg

www.fs-schiffstechnik.de - info@fs-schiffstechnik.de

Tel.: +49 203 60 96 7-0 - Fax: +49 203 60 96 7-16

PROMAC B.V.

Van Voordenpark 14 - P.O. Box 22

5300 AA Zaltbommel - Niederlande

Tel. +31(0)418-683333 - Fax +31(0)418-683355

www.promac.nl - info@promac.nl

P.O. Box 2061 - NL - 2930 AB Krimpen a/d Lek

Tel. +31(0)1 80 51 15 77

www.vandervelden-marinesystems.com

| Turbolader

Jastram GmbH & Co. KG

Billwerder Billdeich 603 - 21033 Hamburg

Tel. 040 / 725 601 - 0, Fax 040 / 725 601 - 28

www.jastram-group.com - E-Mail: info@jastram.net

| 79


MARKTPLATZ

| Wärmetauscher

BLOKLAND non ferro b.v.

Lelystraat 106 - NL-3364 AJ Sliedrecht

Tel. +31-184-41 37 89, Fax +31-184-419379

Vetretung in Deutschland:

Weihe GmbH

Teichkoppel 63 - D-24161 Altenholz

Tel. +49-431-329130, Fax +49-431-321022

Internet: www.weihe-gmbh.de

E-Mail: info@weihe-gmbh.de

| Wellen und Wellenlager

Gumeta H. Maes GmbH

Südstraße 9 - 66780 Rehlingen/Siersburg

Tel. 0 68 35-30 94, Fax 0 68 35-6 70 57

www.gumeta.de - E-Mail: info@gumeta.de

Gummiwellenlager/Propellerwellenlager

3 | Schiffsausrüstung

Litzke GmbH

Trierer Str. 125 - 56072 Koblenz, Tel. 02 61-2 30 44

Schiffs- u. Industriebedarf H. Lohmann

Zeppelinstraße 3-6 - 49733 Haren (Ems)

Tel.: 0 59 32/73 47-0, Fax: 0 59 32/73 47-30

E-Mail: info@lohmann-haren.de

van Rens GmbH

Amtsgerichtsstraße 15, 47119 Duisburg

Tel. 02 03-81 72-0, Fax 02 03-81 72-9

KABOLA - SPECK - VICTRON

| Isolierung

Prantl GmbH

Nordring 46 - 47495 Rheinberg

Tel. 0 28 43-97 40-0 - Fax 0 28 43-97 40-11

E-Mail: info@prantl-gmbh.de

Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz

| Klima und Lüftung

Klima und Lüftung

WINDEX ENGINEERING BV

Houtschelf 5 - 3371 KB Hardinxfeld-Giessendam

Tel. +31(0)184 611 322, Fax +31(0)184 611 403

E-Mail: info@windex.net

| Messsysteme

Standdaarbuiten (NL)

Tel: +31 165 852 722

www.CUMARINE.de

| Möbel und Inneneinrichtung

Arnold e.K. Schreinerei

Langäckerstr. 4 - 97904 Dorfprozelten/Main

Tel: 0 93 92 – 78 40 - Fax: 0 93 92 – 70 23

E-Mail: schreinerei.arnold@freenet.de

Kiebitzberg Möbelwerkstätten

Andreas Lewerken

39539 Havelberg - Rathenower Str. 6

Tel: 03 93 87-7 25 40, Fax: 03 93 87-7 25 41

www.kiebitzberg.de

SCHIFFSAUSBAUTEN

Schreinerei ML Markus Leder

Mainstraße 5 - 63906 Erlenbach

Tel.: 0 93 72 / 9 44-383, Fax: -381

www.SchreinereiML.de

Tischlerei und Alubau Wessels

49733 Haren/Ems - Internet: www.wessels.com

E-Mail: info@wessels.com - Tel. 05932-9977-0

| Sanitärausrüstung

HOMA Pompen B.V. Nederland

NL-4205 ND Gorinchem

Tel. 0031-(0)183-62 22 12, Fax 0031-(0)183-6 20 193

| Schiffsfenster

RAFA-Schiffsfenster

Ambachtweg 28 - NL-3831 KB Leudsen

Tel. 0031 (0) 33-4945040 - Fax 0031 (0) 33-4950574

Alux Luxar GmbH & Co. KG

Robert-Bosch-Str. 6 - D-41352 Korschenbroich

Tel. +49 2161 97 85-0 - Fax +49 2161 97 85 49

E-Mail: info@alux.de - www.alux.de

Schiffsfenster aus Leichtmetall

- auch mit thermischer Trennung

oder Glaswechselsystem

TILSE Industrie und Schiffstechnik GmbH

Projektierung - Planung - Technische Vertretungen

Sottorfallee 12 - 22529 Hamburg

Tel. +49(0) 40 56 10 14 - Fax +49(0) 40 56 34 17

E-Mail: tilse@tilse.com

| Steuerstühle

PÖRTNER SITZE GmbH

Internet: www.poertner-sitze.de

E-Mail: info@poertner-sitze.de

| Tankmessanlagen

TILSE Industrie und Schiffstechnik GmbH

Projektierung - Planung - Technische Vertretungen

Sottorfallee 12 - 22529 Hamburg

Tel. +49(0) 40 56 10 14 - Fax +49(0) 40 56 34 17

E-Mail: tilse@tilse.com

| Tanküberwachungsanlagen

FS Schiffstechnik GmbH & Co. KG

siehe Eintrag unter Elektroinstallation

5 | Hydraulik und Pneumatik

Gerhard Ruppel Hydraulik

Ringstraße 14A - 31848 Bad Münder (Ot.: Bakede)

Tel. 0 50 42-93 22-0, Fax 0 50 42-93 22-93

Internet: www.ruppel-hydraulik.de

| Pumpen

SUT EINKAUFSBÖRSE

3.1 | Decksausrüstung

| Winden

Maschinenbau Siebert

Tel. 03 3 64-7 10 53

Ankerwinden/Koppelwinden/Verholwinden

Schlickstraße 15 - 47138 Duisburg

Tel.: 02 03 – 44 99 97-0, Fax: 02 03 – 44 99 97-44

Internet: www.windenbau.de

E-Mail: stegerwindhagen@aol.com

FS Schiffstechnik GmbH & Co. KG

siehe Eintrag unter Ruder / Ruderanlagen

P.O. Box 2061 - NL - 2930 AB Krimpen a/d Lek

Tel. +31(0)1 80 51 15 77

www.vandervelden-marinesystems.com

| Kompressoren

J.P. Sauer & Sohn

Maschinenbau GmbH & Co

Brauner Berg 15 - 24159 Kiel

Tel. 04 31-39 40-0, Fax 04 31-39 40-24

Internet: www.sauersohn.de

E-Mail: info@sauersohn.de

WILHELM NOLDEN & SÖHNE

siehe Eintrag unter Antriebsanlagen

HOMA Pompen B.V. Nederland

NL-4205 ND Gorinchem

Tel. 0031-(0)183-62 22 12, Fax 0031-(0)183-6 20 193

WILHELM NOLDEN & SÖHNE

siehe Eintrag unter Antriebsanlagen

ZWETS WERKENDAM B.V.

Vierlinghstraat 22, NL-4251 Werkendam

Tel. 00 31-(0)183-50 17 44, Fax 00 31-(0)183-50 20 11

80 | 5|2008


SUT BUYER‘S GUIDE

6 |

Navigations- und

Kommunikationstechnik

Alewijnse Marine Systems

Van der giessenweg 51, P.O. Box 16, 2920 AA

Krimpen a/d IJssel, Phone +31 180 514 244,

Fax +31 180 511 871, amr@alewijnse.nl

EBF Elektronik + Mechanik

Hinter dem Rathaus 4 - 56238 Halsenbach

Tel. 0 67 47-17 63 - Fax 0 67 47-50 64

Krausstraße 21 | 47119 Duisburg

Tel. 02 03-47995-0

Fax 02 03-47995-10

E-Mail: info@kadlec-broedlin.de

Jentson Nachrichtentechnik

www.jentson.de - info@jentson.de

Mobil: 01 72-4 10 97 69

NAVAL marine GmbH

Duisburg | Hamburg | Ludwigshafen

Neumarkt 2 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 26 50-8 50 54, Fax 02 03-8 16 26

Engel & Meier

Schiffselektronik Duisburg GmbH

Internet: www.schiffselektrik.com

E-Mail: em-schiffselektronik@t-online.de

SatFlower

Satelliten Verfolgungssysteme

Speziell entwickelt für Binnenschifffahrt

Äußerst preiswert!

Tel. +31 33 2863013, Fax +31 33 2866890

MOHRS+HOPPE GmbH

Internet: www.schiffselektronik.de

E-Mail: info@schiffselektronik.de

7 | Bordnetze

Alewijnse Marine Systems

Van der giessenweg 51, P.O. Box 16, 2920 AA

Krimpen a/d IJssel, Phone +31 180 514 244,

Fax +31 180 511 871, amr@alewijnse.nl

Engel & Meier

Schiffselektronik Duisburg GmbH

Internet: www.schiffselektrik.com

E-Mail: em-schiffselektronik@t-online.de

FS Schiffstechnik GmbH & Co. KG

siehe Eintrag unter Elektroinstallation

5|2008

IEA Industrie-Elektronik

und Automation GmbH

Thomas-Müntzer-Str. 40a

39307 Roßdorf/Genthin

Internet: www.iea-rossdorf.de

E-Mail: info@iea-rossdorf.de

NAVAL marine GmbH

Duisburg | Hamburg | Ludwigshafen

Neumarkt 2 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 26 50-8 50 54, Fax 02 03-8 16 26

| Bordaggregate

Krausstraße 21 | 47119 Duisburg

Tel. 02 03-47995-0

Fax 02 03-47995-10

E-Mail: info@kadlec-broedlin.de

Doldermann bv - siehe unter Antriebsanlagen

WILHELM NOLDEN & SÖHNE

siehe Eintrag unter Antriebsanlagen

| Elektroinstallation

Langestraße 35/44 - 49733 Haren

Tel. 05932 - 2446 - Fax 05932 - 6482

E-Mail: info@elektro-jansen.de

Krausstraße 21 | 47119 Duisburg

Tel. 02 03-47995-0

Fax 02 03-47995-10

E-Mail: info@kadlec-broedlin.de

Elektro Lampe GmbH

Kanalstraße 17 - 49716 Meppen

Tel.: 05931-1002 - Fax 05931-89380

www.kl-lampe.de - Mail: info@kl-lampe.de

SERVICE, BERATUNG, KOMPETENZ

Ruderanlagen

Schiffselektrik

Tankmanagement

Ruderhydraulik, Hydraulik

Engineering für Neu-/Umbau

Werfstraße 25 - 47053 Duisburg

www.fs-schiffstechnik.de - info@fs-schiffstechnik.de

Tel.: +49 203 60 96 7-0 - Fax: +49 203 60 96 7-16

Engel & Meier

Schiffselektronik Duisburg GmbH

Internet: www.schiffselektrik.com

E-Mail: em-schiffselektronik@t-online.de

Reystar-Elektrotechnik

Liebigstraße 17 B - 47608 Geldern

Tel. 0 28 31-35 99+3196

Fax 0 28 31-8 66 05

NAVAL marine GmbH

Duisburg | Hamburg | Ludwigshafen

Neumarkt 2 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 26 50-8 50 54, Fax 02 03-8 16 26

| Schalttafeln und Steuerpulte

Engel & Meier

Schiffselektronik Duisburg GmbH

Internet: www.schiffselektrik.com

E-Mail: em-schiffselektronik@t-online.de

FS Schiffstechnik GmbH & Co. KG

siehe Eintrag unter Elektroinstallation

Krausstraße 21 | 47119 Duisburg

Tel. 02 03-47995-0

Fax 02 03-47995-10

E-Mail: info@kadlec-broedlin.de

Reystar-Elektrotechnik

siehe Eintrag unter Elektroinstallation

Uwe E. Zoller GmbH Elektrotechnik

Otto-Hahn-Straße 9 - 25337 Elmshorn

Tel. 0 41 21-79 07-0 - Fax 0 41 21-79 07-77

www.zoller-elektrotechnik.de

NAVAL marine GmbH

Duisburg | Hamburg | Ludwigshafen

Neumarkt 2 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 26 50-8 50 54, Fax 02 03-8 16 26

8 | Konstruktion

und Consulting

| Ingenieurbüros

Schiffstechnik Buchloh

GmbH & Co. KG

Tel. +49(0) 22 24-57 35

Fax +49(0) 22 24-7 63 49

Internet: www.schiffstechnik-buchloh.de

9 | Bunkerbetriebe

MARKTPLATZ

Bei den hier eingetragenen Bunkerbetrieben erhalten

Sie SCHIFFFAHRT UND TECHNIK druckfrisch

und kostenfrei solange der Vorrat reicht!

Bunkerbetriebe Büchting GmbH

Baumstraße 31 - 47198 Duisburg

Tel. 0 20 66-20 91 13 - Fax 0 20 66-20 91 93

E-Mail: otto.uschtrin@bunkerbetriebe-buechting.de

| 81


MARKTPLATZ SUT EINKAUFSBÖRSE

MARKTPLATZ

Bunker-Service

Schumacher-Gützloe GmbH

Datteln - Hafen - Tel. 0 23 63-5 43 74

Fax 0 23 63-81 14, www.schumacher-guetzloe.de

Bunkerstation Reinplus

Vanwoerden GmbH

Werfthallenstr. 45 - 68159 Mannheim

Tel. 06 21-1 78 90 40 - Fax 06 21-2 71 64

Bunkerstation u. Schiffsbedarf

Göttert GmbH

Rheinuferstraße 20 - 67061 Ludwigshafen

Tel. 0621-59 10 60 - Fax 0621-59 10 619

Deutsche Castrol Vertriebsges. mbH

Inland Marine

56626 Andernach, Tel. 0 26 32-9 63 80 - Fax -13 82

ESSO Bunker-Service

MaierlKorduletsch

Haitzinger Str. 67 - 94036 Passau

Tel. 08 51-95 63 2-0 - Fax 08 51-95 63 2-32

Bunkerboot: 01 71-7 20 96 48

GRAUE GmbH & Co. Mineralölvertrieb

Bunkerservice Tankschifffahrt

Hafen Ehrang Ostkai 54293 Trier

Tel. (06 51) 8 69 75 - Fax (06 51) 8 24 20 06

www.grauegmbh.de

Bunkerstation NOWAG GmbH

Friesenheimer Insel - 68169 Mannheim

Tel. 06 21-31 10 01-02

HBS Hamburg Bunker Service GmbH

Johannisbollwerk-Ponton - 20459 Hamburg

Tel. 040-31 13 71 - Fax 040-31 13 74

info@h-bs.eu - www.h-bs.eu

MOL Austria Handels GmbH

Bunkerboot „STAVO“ – Wien

Tel: +43 1 515991105 | Fax: +43 1 515991190

RHEINTANK GmbH Bunkerdienst

August-Hirsch-Straße 3 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-80 09-455 - Fax 02 03-80 09-448

Shell-Bunkerstation I. Gersbeck

Spandauer Burgwall 23 - 13581 Berlin-Spandau

Tel. 0 30-3 31 50 17 - Fax 0 30-3 32 53 33

Internet: www.schiffsservice.de

Bunkerservice Rutjes

Ennshafenstrasse 59– A-4470 Enns

Tel. 0043 – 65 05 54 47 22

www.bunkerservice-rutjes.com

Vasco Bunker GmbH

Bremerstraße - 40221 Düsseldorfer Hafen

Tel. 01 79-5 46 23 88 - Fax 02 11-3 02 17 28

10 | Schiffsmakler

Arntz-Reederei

Lortzingstraße 20 - 47239 Duisburg (Rumeln)

Tel. 0 21 51-40 63 63, Fax 0 21 51-94 05 25

G. Lömker KG

Roonstraße 24 - 32105 Bad Salzufl en

Tel. 0 52 22-80 32 10, Fax 0 52 22-80 31 41

Duvenstedter Damm 24-26 - 22397 Hamburg

Büro Hamburg:

Büro Haren:

Tel. +49 (40) 525 60 56-0 Tel. +49 (5932) 73 58-20

www.dht-schiffsmakler.de - info@dht-schiffsmakler.de

L. Kluth & Co. GmbH

Moorhof 2e - 22399 Hamburg

Tel. 040-6 00 46 60, Fax 040-6 00 46 633

Huizinga & Snijder BV

Beatrixhaven 2a - NL-4250 DA Werkendam

Tel. +31-0-183-50 08 62, Fax +31-0-183-50 07 39

Internet: www.huizinga-snijder.nl

E-Mail: h-s@planet.nl

SCHIFFSVERMITTLUNG „SEESTERN“

Gabriele Schramm - 53489 Sinzig

www.schiffsvermittlung-seestern.de / Tel. 02642-5779

11 | Schiffsfi nanzierung

Bank für Schiffahrt (BfS)

Filiale der Ostfriesischen Volksbank eG

Hindenburgstraße 5 - 30175 Hannover

Tel. 0511 / 28049-0, Fax 0511 / 28049-94

www.bank-fuer-schiffahrt.de

Universal Leasing GmbH

Geschäftsstelle Hannover

Podbielskistr. 166 - 30177 Hannover

Tel. 05 11-65 65 96-60, Mobil 01 74-9 21 12 77

E-Mail: helge.berger@ulg.com

LN Leasing Nordbaden GmbH

Amselstrasse 5 - 68307 Mannheim

Tel.: 0621/ 777 366 -0, Fax: 0621/ 777 366 -10

Mail: verena.koch@leasing-nordbaden.de

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12 | Schiffsversicherung

Allianz Global Corporate & Specialty AG

Der Spezialversicherer für Schiffs- und

Warenversicherungen

Hamburg Tel. 040 - 3617 4477/2909

Duisburg Tel. 0203 - 4680 970

www.agcs.allianz.com

esa Schiffs- und

Yachtversicherungen mbH & Co. KG

Friedrichplatz 2 - 74177 Bad Friedrichshall

Tel. 07136-9513313

info@esa-marine.de - www.esa-marine.de

Gesellschaft für Service

Management GmbH

Augusta Anlage 66 - 68165 Mannheim

Tel. 06 21-4 57 47 14 - Fax 06 21-4 57 48 18

Lauenburg-Alslebener Schiffsversicherung

Elbestr. 52 - 21470 Lauenburg/Elbe - Tel. 0 41 53-5 84 70

Gotenstrasse 17, 20097 Hamburg

Telefon: 040 23 506 0

e-mail: underwriting@marine-assekuranz.de

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Tel. 0203-80896-11 - Fax 0203-88993

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Hannover 0511 280 90 0

Wörth a. Main 09372 94 31 42

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E-Mail: fra@wiass.com - www.wiass.com

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Tel. 01 51-14 62 21 51/150

13 | Personal-Dienstleistungen

Lotsendienste

| Lotsendienste

Lotsengemeinschaft Rhein-Main

Tel. 0 61 34-6 34 23

Internet: www.Lotsengemeinschaft.de

RMD Rhein-Main-Donau Schiffahrtsagentur

GmbH

Lotsen und Ablöser - Tel. 0 61 34-6 34 23

E-Mail: rhein-main-donau@t-online.de

14 | Ausbildung

und Schulung

| ADNR-Kurse

AdB-Arbeitgeberverband

der deutschen Binnenschifffahrt e.V.

Schulschiff RHEIN in Duisburg-Homberg

u.a. Gefahrgutbeauftragte, Sprechfunk

Tel. 0 20 66-22 88-0, Fax 0 20 66-22 88-22

www.schulschiff-rhein.de - info@schulschiff-rhein.de

ATLAS Schiffahrt und Verlag GmbH

Vinckeweg 19 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-87 30 54, Fax 02 03-81 61 0

Internet: www.atlas-schiffahrt.de

E-Mail: Atlas-Duisburg@t-online.de

| Patent-Kurse

AdB-Schulschiff RHEIN (Rhein+Donau)

ATLAS Schiffahrt und Verlag GmbH

Vinckeweg 19 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-87 30 54, Fax 02 03-81 61 0

Internet: www.atlas-schiffahrt.de

E-Mail: Atlas-Duisburg@t-online.de

| Radar-Kurse

AdB-Schulschiff RHEIN (Rhein+Donau)

ATLAS Schiffahrt und Verlag GmbH

Vinckeweg 19 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-87 30 54, Fax 02 03-81 61 0

Internet: www.atlas-schiffahrt.de

E-Mail: Atlas-Duisburg@t-online.de

5|2008

Messen und

Ausstellungen

Ausstellungsschiff MS JENNY

Tel. 01 71-3 12 90 97, Fax: 0 72 11-51 24 98 30

www.scheubner.de - E-Mail: info@scheubner.de

16 | Schiffsbefrachter

| Elektronische Frachtenbörse

15 |

Bargelink GmbH

Fischerstr. 4A - 46509 Xanten

Tel. 0 28 01-98 47 30, Fax 0 28 01-98 47 40

Internet: www.bargelink.com

| Frachtschifffahrt

B. Dettmer Reederei GmbH & Co.

Bremen, Internet: www.dettmer-reederei.de

E. J. Gerhardt

Schiffahrt und Verwaltung GmbH

Minden: Tel. 05 71 - 4 27 64

Internet: www.gerhardt-schiffahrt.de

HTAG Häfen und Transport AG

Baumstraße 31 - 47198 Duisburg

Tel. 0 20 66 - 2 09-0, Fax 0 20 66 - 2 09-192

Internet: www.htag-duisburg.de

| Genossenschaften

DTG Deutsche Transport-Genossenschaft

Binnenschiffahrt eG.

Fürst-Bismarck-Str. 21 - 47119 Duisburg

Tel. 02 03-8 00 04-0, Fax 02 03-8 00 04 43

MSG Mainschiffahrts-Genossenschaft eG

Südl. Hafenstraße 15 - 97080 Würzburg

Tel. 09 31-90 81 - 0, Fax 09 31-95 02 61

Internet: www.MSGeG.de

| Befrachter

Dubbelman Shipping

Tel. 0031 653-21 21 26

E-Mail: dubbelman.shipping@vaart.net

| Schuten und Pontons

BAARS CHARTER

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BAARS CONFLOAT B.V.

für Container Koppelpontons mit Stelzen

Postfach 70 - NL-3360 AB Sliedrecht

Tel. +31 (0)184 41 55 66 Fax +31 (0)184 41 12 27

Email: info@baarsbv.com - Internet: www.baarsbv.com

17 | Schiffsverwaltungen

www.JOSA-Schiffsverwaltung.de

Tel. 0 93 72-94 97 83, Fax 0 93 72-94 97 85

| Partikulierbetreuung

BVG mbH Binnschiffahrts-

Verwaltungsgesellschaft

Mainkai - 97828 Marktheidenfeld

Tel. 0 93 91-60 06-0, Fax 0 93 91-60 06-10

RHEIN-MOSEL SCHIFFAHRTSAGENTUR

& SERVICECENTER Alfred Rock

66706 Perl/Mosel, Tel. 0 68 67-9 33 66

20 | Umschlagtechnik

| Krane

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www.kran24.de - Das Fachportal

| Mobilkrane

TEREX | Fuchs GmbH

76669 Bad Schönborn

Tel. 0 72 53 - 84-0, Fax 0 72 53 - 8 41 11

www.fuchs-terex.de

SENNEBOGEN Maschinenfabrik GmbH

Hebbelstr. 30 - 94315 Straubing

Tel. 0 94 21 - 5 40 - 144, Fax 0 94 21 - 4 38 82

www.sennebogen.de

22 | Hafen- und Wasserbau

| Hafenplanung und Consulting

INROS LACKNER AG

Tel. 0331-7067-17, Fax 0331-719075

| Tauchunternehmen

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von Binnenschiffen und Kümos

Mühlenstraße 9 – 26931 Elsfl eth

Tel. 0 44 04 – 98 95 50-0, Fax: 0 44 04 – 98 9550-30

| Bauunternehmen

BUM Bauunternehmung Maas GmbH & Co. KG

Kampstraße 2 - 47445 Moers

Tel. +49(0)2841-9 40-0 - Fax +49(0)2841-9 40-128

Internet: www.maas-tiefbau.de

Tauchunternehmen Kesberg GmbH

Wasserwerkstr. 240 - 68309 Mannheim

Tel. 06 21-73 34 15, Mobil: 01 71-7 74 23 96

Krietemeier - Tauchen & Bergen

Am Kanal 44 - 32479 Hille - Tel. 0 57 03-24 57

Schreiber Tauchunternehmen

Stempelstr. 13 - 47167 Duisburg

Tel. 02 03-34 35 11, Fax 02 03-3 44 32 71

| 83


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Tel.: +49 (0) 751/50 04 0 Fax: +49 (0) 751/ 50 04 60

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