Verfahrenstechnik 7-8/2016

verfahrenstechnik.de

Verfahrenstechnik 7u8/2016

19098

7-8

www.verfahrenstechnik.de

August 2016

Spezielle Geometrie

Drehkolbenpumpen fördern schonend

und mit hohem Wirkungsgrad

Jubiläums-Serie

Chemienormpumpen in die

digitale Zukunft überführen

Wärmeübertrager

Störungsfreier Dauereinsatz

bei der Biodiesel-Herstellung

Instandhaltung

Turnaround problemlos

gemeistert


EFFICIENCY IN

CONTAINMENT

FE55 CONTAINMENT

PACKAGE

+ Hermetically sealed and

lockable window flaps

+ Window Flaps with RTP

and gloveports

+ HEPA filter H13

+ Interface for OEB3 deduster

and IPC unit

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EDITORIAL

Still und leise vor sich

hinarbeiten ...

Welche technische Pumpe war die erste, mit der Sie bewusst zu tun

hatten? Die Luftpumpe vom Fahrrad? Die Pumpe der Munddusche?

Die Heizungspumpe im Keller? Ein Leben ohne Pumpen ist

unvorstellbar – sie sichern Wohlstand und Lebensqualität, indem sie

uns mit Wasser oder Luft versorgen. Kein Produktionsprozess

funktioniert ohne die Talentmaschine Pumpe, kein Anlagenbetreiber

sollte diese wichtige Komponente vernachlässigen – auch wenn sie

oft jahrelang still und leise vor sich hinarbeitet.

Wir widmen den Pumpen in dieser Ausgabe die Aufmerksamkeit, die

sie verdienen. Erfahren Sie in unserem Jubiläums-Beitrag auf Seite 8,

welche Rolle Pumpen seit vielen Jahrzehnten in der chemischen

Industrie spielen, und wie es gelingt, die traditionsreiche Chemienormpumpe

in die digitale Zukunft zu überführen – eine App

macht’s möglich. Wie die Förderung

Ein Leben ohne Pumpen

ist unvorstellbar

von sehr anspruchsvollen Medien

optimal funktioniert, können Sie in

unserem Beitrag auf Seite 20

nachlesen. Drehkolbenpumpen

sind gerade für hochviskose,

chemisch aggressive oder feststoffbeladene Medien ideal – und das

bei einem sehr guten Wirkungsgrad. Über weitere schwierige

Aufgaben für Pumpen berichten wir im Artikel auf Seite 22. Siedende

oder flüchtige Medien müssen hier gefördert werden, und das geht

wohl sehr gut mit vertikalen Spezialkreiselpumpen ohne Zusatzeinrichtungen.

Diesen Pumpen wurde das Saugen förmlich abgewöhnt,

was für ein einzigartiges Selbstregelverhalten sorgen soll.

Die Hersteller optimieren aber nicht nur die Pumpe,

sondern es geht zunehmend um das gesamte

Anlagensystem, um die Steuerung und Vernetzung

der Förderaggregate mit anderen Systemkomponenten.

Der Betreiber soll einfach jederzeit wissen,

was mit seinen Pumpen los ist – auch wenn sie

scheinbar still und leise vor sich hinarbeiten ...

Eva Linder

Chefredakteurin

e.linder@vfmz.de


INHALT

12

24

34

Effizient: Plattenwärmeübertrager bieten

hohe Wärmerückgewinnung für

Gegenstromanwendungen

Effektiv: Peristaltische Pumpen für das

aseptische Fördern von Flüssigkeiten

Elegant: Maßgeschneiderte Schaltschrankplattform

für die pneumatische Automatisierung

in der Textilchemie

AKTUELLES

5 Personen, Märkte, Unternehmen

7 Seminare, Tagungen, Kurse

8 Verfahrenstechnik und Chemienormpumpen haben sich in

den vergangenen 50 Jahren ähnlich entwickelt

VERFAHREN UND ANLAGEN

10 Interview: Kapselfüllmaschine für bis zu 400 000 Kapseln

pro Stunde

12 Grafit-Plattenwärmeübertrager in der Biodiesel-Herstellung

14 Produktinformationen

TOP-THEMA PUMPEN

20 TITEL Drehkolbenpumpen fördern schonend und mit

hohem Wirkungsgrad

22 Pumpen zur Kondensatförderung − ohne anfällige

Zusatzeinrichtungen

24 Dosiereinheiten ermöglichen Verarbeitung

flüssiger Vitamine

26 Produktinformationen

KOMPONENTEN UND SYSTEME

30 Sicherheitskupplungen in Zellenradschleusen

32 Produktinformationen

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

34 Schaltschranklösung erlaubt Wartung bei laufendem

Betrieb und unter Atex-Bedingungen

36 Simulatoren nutzen das Original-Leitsystem

38 Innovations-Scouts auf der Spur von Industrie 4.0

40 Produktinformationen

BETRIEBSTECHNIK

44 Wartung und Instandhaltung einer Chemieanlage

46 Interview: Die besten Fässer und Behälter für Pharma,

Chemie und Biotechnologie

47 Produktinformationen

RUBRIKEN

3 Editorial

48 Impressum

49 Inserentenverzeichnis

50 Verfahrenstechnik im Alltag

51 Vorschau

TOP-THEMA

Pumpen

Pumpentechnik sorgt u. a. für die

Bereitstellung von Wasser,

Umwälzung und Rückkühlung im

Prozess. Ob Förderung großer oder

kleiner Mengen, die Anlagenverfügbarkeit

sollte immer gewährleistet

sein. (Foto: Sulzer) 20

Bildhinweis Titelseite: Börger, Fotolia

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4 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


AKTUELLES

Bungartz

Meisterwerke

NEWSTICKER

Bei Bürkert USA in

Charlotte entsteht derzeit

auf einem Grundstück von

rund 400 000 m 2 Größe ein

neues Firmengebäude, die

Fertigstellung des Bürkert

Campus Huntersville ist für

das dritte Quartal 2016

geplant.

Funke-Serviceteam für

Wärmetauscher

Die Sartorius Mechatronics

T&H GmbH hat eine

Vereinbarung über die

Übernahme der französischen

Firmen AaZ Pesage

und Centre Pesage

abgeschlossen. Beide

Firmen werden vollständig

in das Unternehmen

integriert.

Ab sofort tritt Bayerns

größter Chemiepark mit

einem neuen Erscheinungsbild

auf: An die Stelle

des Namens „Industriepark

Werk Gendorf“ tritt

„Chemiepark Gendorf“.

„Mit der Umbenennung

wollen wir mehr Klarheit

schaffen“, erklärt Dr. Bernhard

Langhammer, der

Geschäftsleiter von

Infraserv Gendorf.

Vor kurzem eröffnete

Emerson sein neues

Verwaltungs- und Technologiezentrum

in Göteborg,

Schweden, das Anwender

von Radar-Füllstandmesstechnik

mit einem

verbesserten Angebot an

Serviceleistungen, Support

und Schulungen unterstützen

und die weltweite

Zentrale für Emersons

Radar-Füllstandmesstechnik

sein soll.

Der Sensorspezialist

Baumer investiert mit

einem Neubau im süddeutschen

Stockach am

Bodensee in seine Zukunft.

Dort wird neben einem

zentralen Logistikzentrum

für Europa ein Hightech-

Center für Forschung & Entwicklung

und Produktion

entstehen.

Seit mehr als vier Jahrzehnten entwickelt und fertigt

die Funke Wärmeaustauscher Apparatebau GmbH

qualitativ hochwertige Wärmetauscher für industrielle

Anwendungen. Das breite Produktsortiment umfasst

sowohl hocheffiziente Plattenwärmetauscher als auch

moderne Rohrbündelwärmetauscher für höchste

Qualitätsanforderungen. Mit einem erfahrenen Serviceteam

unterstreicht der Hersteller nun seine starke

Kundenorientierung und bietet umfassende Dienstleistungen

rund um die Wartung und Instandhaltung

von Wärmetauschern an. Im Bereich der Plattenwärmetauscher

reichen die Serviceleistungen von der allgemeinen

Inspektion über die gründliche Reinigung

bis zur Neubedichtung der Plattenpakete. Die Reinigung

kleinerer Apparate übernehmen die Experten vor

Ort beim Kunden.

www.funke.de

Rembe mit Fachtagungen zu

Ex-Schutz und Druckentlastung

In diesem Jahr werden die beiden Rembe-Fachtagungen

(Explosionsschutz und Druckentlastung/Prozesssicherheit)

am 28. und 29. September in Brilon erstmalig

parallel stattfinden. Themen sind u. a. die Betriebssicherheitsverordnung,

Berstscheiben und die sichere

Handhabung brennbarer Stäube. Außerdem wird es

wieder Live-Demonstrationen geben.

www.rembe.de

Die Macht

Des regelns

Vertreter der wegweisenden

Spezialkreiselpumpen

aus der Sammlung Bungartz,

Fertigung in Serie

Das hochkarätige Werk greift

auf meisterhafte Weise

die aktuelle Bewegung rein

autonomen Handelns auf.

Denn die trockenlaufsichere

Kreiselpumpe Van regelt

sich selbst, ohne fremdes Zutun.

Sie arbeitet kavitationsfrei,

was ihre Faszination erhöht.

Beim Kontakt mit toxischen

Medien entfaltet sie ihr ganzes

Potential.

Eine Zierde für so manche Firma!

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AKTUELLES

PERSONALIEN

Bei Flowchief in Fürth hat sich

eine Änderung in der Geschäftsführung

ergeben: Andreas Ziegler

und Volker Mend (v. l.) haben

vollständig die Geschäftsanteile

übernommen, Helmut Weißig

(rechts) ist in den Ruhestand gegangen.

Der Aufsichtsrat der Westfalen

AG hat Dr. Meike Schäffler

und Torsten Jagdt in den

Vorstand des Unternehmens

berufen. Dem Vorstand gehören

jetzt (v.l.) Reiner Ropohl,

Torsten Jagdt, Wolfgang Fritsch-

Albert, Dr. Meike Schäffler und der zum Jahresende ausscheidende

Dr. Carsten Wilken an.

Zum 1. Juni hat Peter Knapp die Position des

Chief Digital Officers beim mittelständischen

Maschinenbauer Samson übernommen.

In der neu geschaffenen Position wird

Knapp die digitale Infrastruktur für die

gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens

auf- und ausbauen.

In der Kategorie Unternehmensentwicklung

wurde Dr. Thomas Weisener, Geschäftsführer

HNP Mikrosysteme GmbH, als

Unternehmer des Jahres 2016 geehrt. „Ich

bin nur der Trainer einer Supermannschaft.

Die Auszeichnung geht natürlich an alle

Mitarbeiter“, kommentierte Weisener seine

Auszeichnung.

HMEL beauftragt Pörner mit

Bitumen-Anlage

Pörner erhielt von HPCL-Mittal Energy Limited (HMEL) Indien den

Auftrag über die Planung und Lieferung einer Biturox-Bitumen-Anlage.

Diese wird innerhalb der Guro Gobind Singh Raffinerie

(GGSR) in Bathinda im Nordwesten Indiens entstehen. GGSR ist

die fünft größte Raffinerie Indiens und verfolgt eine Null-Rückstands-Strategie.

In diese Strategie fügt sich die Biturox-Anlage sehr

gut ein, da sie harten Vakuumrückstand, geblendet mit HVGO und

HCGO, mit einer höheren Wertschöpfung zu Qualitätsbitumen verarbeitet.

Die Anlage wird 500 000 t Bitumen pro Jahr produzieren.

Pörner liefert für das Projekt die Lizenz, das Basic Engineering mit

Lieferung des Key Equipment, Baustellenüberwachung, Inbetriebnahmeunterstützung

sowie Schulung des Personals und Dokumentation.

Nur 15 Monate nach Vertragsunterschrift soll die mechanische

Fertigstellung erfolgen. Um den ehrgeizigen Zeitplan

einzuhalten, fand bereits Anfang Januar 2016 das Kick-off-Meeting

in der Raffinerie statt.

www.poerner.at

Pumpenexperten diskutierten Troubleshooting

auf der Praktikerkonferenz

Gefahrstofftage bei Denios

Auf den Denios-

Gefahrstofftagen

soll den Teilnehmern

und Teilnehmerinnen

ein

wichtiges Wissens-Update

rund

um die komplexen

Themen Umweltschutz

und

Sicherheit vermittelt

werden. In

diesem Jahr beginnt

die Veranstaltungsreihe

am 13.09. am Unternehmenssitz in Bad Oeynhausen.

Weiter geht es am 27.09. in Stuttgart und am 29.09. in Schwerin,

den Abschluss bildet das Seminar in Leipzig. In diesem Jahr werden

die Schwerpunkte auf vorbeugendem Brandschutz, dem Umweltschadens-

und -haftungsgesetz sowie auf Gefahrstofflagerung und

-management liegen. Dazu gehören auch Neuerungen in begleitender

Gesetzgebung, internationalen Verordnungen oder technischen

Regeln.

www.denios.de

„Es hat sich gezeigt, dass der Energieverbrauch von Pumpen für die

Betriebe bei weitem nicht die hohe Bedeutung hat, die man ihm in

der Regel zuschreibt. Die drei wichtigsten Kriterien sind Zuverlässigkeit,

Zuverlässigkeit und Zuverlässigkeit“, resümiert Helmut

Jaberg, seit 1996 Veranstalter und Leiter des Instituts für Hydraulische

Strömungsmaschinen, TU Graz, seine 20. Jubiliäumskonferenz.

In Europa – und hier besonders in dessen Mitte mit dem

deutschsprachigen Raum – spielt die Verfahrens-, Energie- und Abwassertechnik

die führende Rolle weltweit. Die renommierte Praktikerkonferenz

Graz hat einen festen Platz im Kontext von Erfahrungsaustausch

und Trends in der Pumpenbranche eingenommen,

sowohl bei den Bertreibern als auch bei den Herstellern. Die 21.

Praktikerkonferenz „Pumpen in der Verfahrens-, Abwasser- und

Kraftwerkstechnik“ findet vom 24. bis 26. April 2017 wieder an der

Technischen Universität Graz statt.

www.praktiker-konferenz.com

6 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


AKTUELLES

VDMA-Konferenz für Hersteller von Pumpen, Kompressoren und

Vakuumtechnik

Die „3 rd International Rotating Equipment Conference

− Pumps, Compressors and Vacuum

Technology“ des VDMA findet vom 14. bis

15. September im Düsseldorfer Kongresszentrum

statt. Die Konferenz vereint drei Foren unter

einem Dach − das internationale Pumpen-

Anwenderforum, das internationale Kompressoren-Anwenderforum

und die EFRC (European

Forum for Reciprocating Compressors)

Konferenz. „Unsere Konferenz bietet ein reichhaltiges

Leistungsbündel”, informiert Christoph

Singrün, Geschäftsführer von VDMA Pumpen

+ Systeme sowie Kompressoren, Druckluftund

Vakuumtechnik. „Sie ist ein exklusives Netzwerktreffen für Hersteller von Pumpen, Kompressoren und

Vakuumtechnik. Diese können ihre Ideen und ihr Wissen mit Experten aus der ganzen Welt austauschen.“

Infos und Anmeldung unter www.introequipcon.com

www.vdma.org

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung

PRAXISSCHULUNG Durchfluss 23./24.08.16,

Hannover

SEMINAR Lagerung von Gefahrstoffen 26.08.16,

Offenbach

AUSBILDUNG Explosionsschutzbeauftragte 30.08.–02.09.16,

Tim. Strand

KURS Fest-Flüssig-Trennung 19.–23.09.16,

Karlsruhe

FORTBILDUNG Qualitätssysteme GMP

und GLP, Überblick

20.09.16,

Frankfurt

SEMINAR Gasmesstechnik 20.09.16,

Freiburg

FORUM Arbeitsschutz 20./21.09.16,

Bad Nauheim

SEMINAR MAP (Modified Atmosphere

Packaging)

SCHLULUNG Optimaler Pulvereintrag in

Flüssigkeiten

20./21.09.16,

Hamburg

21.09.16,

Essen

MESSE MSR-Spezialmesse Südwest 28.09.16,

Ludwigshafen

Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,

www.de.endress.com

Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,

www.umweltinstitut.de

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,

www.hdt-essen.de

Institut für Mech. Verfahrenstechnik u. Mechanik,

Tel. 0721/608-2401, www.mvm.kit.edu

GDCh, Tel. 069/7917-485,

www.gdch.de/fortbildung

AMA Weiterbildung, Tel. 030/22190362-0,

www.ama-weiterbildung.de

Weka Akademie, Tel. 08233/234000,

www.weka-akademie.de

Linde, Tel. 089/7446-2028,

www.linde-gas.de

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,

www.hdt-essen.de

Meorga, Tel. 06838/8960035,

www.meorga.de

Keller mit Website

für Wasserindustrie

Die Keller AG entwickelt und

produziert u. a. Druckmesstechnik

für die Wasserindustrie.

Ein neuer, applikationsbasierter

Internetauftritt präsentiert

verschiedene Lösungsansätze

sowie deren erfolgreiche Umsetzung

mit Fernübertragungseinheiten,

Pegelsonden und

Datenloggern.

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Praktikertagung:

Pulver und Schüttgut

Für alle, die sich mit der Produktion

und Verarbeitung von

Pulvern, Granulaten oder stückigen

Lebensmitteln beschäftigen,

ist die 4. Fresenius Praktikertagung

„Pulver & Schüttgut“

am 27./28. September in Dortmund

gedacht. Hier treffen sich

Produktions- und Verfahrenstechnik-Verantwortliche

aus

der Lebensmittelindustrie und

diskutieren aktuelle Themen

rund um Sicherheit, Hygiene

und Qualität sowie viele Praxisberichte

zur Produktentwicklung

und Verfahrensoptimierung.

Das Besondere an dieser

Tagung ist laut Veranstalter die

Branchen-Fixierung auf „trockene“

Produkte, was wiederum

praxis- und realitätsnahe Vorträge

und Diskussionen gewährleisten

soll (Anmeldung: imueller@akademie-fresenius.de).

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Spiegelbild der Chemie

Verfahrenstechnik und Chemienormpumpen haben sich in den

vergangenen 50 Jahren ähnlich entwickelt

5J AHRE

Christoph P. Pauly

Die Entwicklung der Pumpen ist

ganz eng mit der Sicherheit in der

chemischen Industrie verbunden.

Vor rund 50 Jahren konstruierte

man beispielsweise die

Gleitringdichtung, mit der Prozesse

mit problematischen Medien besser

beherrschbar wurden. In den

folgenden Jahren konzentrierten

sich die Projekte vor allem auf eine

Steigerung der Lebenszeiten. Heute

richtet sich der Blick auf das

gesamte Anlagensystem sowie auf

die Steuerung und Vernetzung der

Förderaggregate mit anderen

Systemkomponenten.

Autor: Christoph P. Pauly, Pressereferent, KSB

Aktiengesellschaft, Frankenthal

Die 1960er-Jahre waren davon geprägt, die

Abläufe der Prozesse sicherer zu gestalten.

In diese Jahre fielen auch die Entwicklungen

der ersten Spaltrohrmotorpumpen

und der weitgehend leckagefreien Gleitringdichtung.

Ab Mitte der 1960er-Jahre stieg der

Bedarf an flexibel einsetzbaren Chemiepumpen.

Hintergrund war, dass die Raffinerien

und petrochemischen Betriebe damals

stark expandierten. Diese Branchen waren

gekennzeichnet von wöchentlich, arbeitstäglich

oder pro Schicht wechselnden Medien

unterschiedlicher Drücke, Temperaturen,

Feststoffanteile oder Kavitation, Viskosität

und chemischer Aggressivität. Dies war der

Anfang des Baukastenprinzips, um alle anlagenseitigen,

betriebsbedingten und wirtschaftlichen

Aspekte abzudecken. Damit

ging eine Vereinheitlichung einher, um den

Aufwand bei der Auswahl, Beschaffung, Lagerung

und Lieferung von Pumpen, Ersatzteilen

sowie Zubehör zu reduzieren.

Nicht nur die Pumpenbranche, auch die

chemischen und petrochemischen Unternehmen

befanden sich im Umbruch. Das

komplette Chemiepumpenprogramm von

KSB wurde überarbeitet. 1964 entstand die

legendäre CPK als Gemeinschaftsentwicklung

von KSB, führenden Chemie-Unternehmen

als Anwender sowie von Chemie-Anlagenbauern.

Es war auch die Geburtsstunde

einer neuen Norm, die bis heute Gültigkeit

hat. Seit November 1968 gilt die DIN 24256

deutschlandweit verbindlich. Sie bestimmt

die Typisierung von Abmessungen, Prozessbauweise

und Hydraulik. Die Inhalte und den

„Geist“ der DIN 24256 übertrugen die Techniker

1993 in die neue, europaweit gültige

ISO 2858. 1986 kamen für Chemienormpumpen

die Bestimmungen der ISO 5199 hinzu.

Fokus auf das Wesentliche

Die Vorteile einer solchen Norm merkten die

Pumpenbetreiber in Chemie- und Verfahrenstechnik

schnell, schließlich entlastete

diese von wenig produktiven Nebentätigkeiten.

Statt sich zum Beispiel vor einer anstehenden

Investition um passende Armaturen,

Antriebsaggregate und Anschlüsse kümmern

zu müssen, können sich die Anlagentechniker

auf Wirkungsgrad, Standzeit und vor allem

die LCC (Life Cycle Costs) konzentrieren.

Die CPK gilt heute als die Mutter aller

Chemienormpumpen und zählt sicher zu

den meist eingesetzten Chemienormpumpen

weltweit. Obwohl sich am äußeren Erscheinungsbild

einstufiger Chemienormpumpen

in den vergangenen Jahren kaum

etwas verändert hat, sehen diese im Detail

doch etwas anders aus. So ist die Werkstoffauswahl

und das Spektrum möglicher Dichtungsvarianten

stark erweitert worden.

Auch an der Hydraulik selbst führte man

konstruktive Veränderungen mit dem Fokus

auf einen verbesserten Wirkungsgrad

8 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


SERIE I 50 JAHRE VERFAHRENSTECHNIK

durch. Das Nachfolgemodell CPKN wurde

noch robuster konstruiert, um die Standzeiten

gegenüber der CPK zu erhöhen.

Steigerung des Wirkungsgrades

Seit Mitte 2012 gibt es die MegaCPK, bei der

man die hydraulischen Komponenten noch

einmal komplett überarbeitete. Es stehen unterschiedliche

Wellenabdichtungen und eine

große Anzahl an Werkstoffen zur Verfügung.

Insgesamt kann der Anwender zwischen

45 Baugrößen und 58 Hydrauliken wählen. Bei

bestehenden Anlagen mit einem großen Bestand

an Chemiepumpen steht in der Regel

die Ausrichtung an der Norm im Vordergrund.

Beim Neubau einer Anlage haben die Planer

und Betreiber aber auch die Möglichkeit,

die Pumpen hinsichtlich Prozess, Hydraulik

und Energieeffizienz optimiert auszuwählen.

Damit bietet man der Chemie nun einerseits

die Möglichkeit, die Priorität auf die

hydraulische Austauschbarkeit zu legen, und

andererseits kann der Betreiber auch auf den

Betriebspunkt hin optimieren. Der Betreiber

hat die Wahl, welche Priorität er setzt. Wie

bei allen Pumpen des Frankenthaler Herstellers

lässt sich bei der MegaCPK das Laufrad

kunden- beziehungsweise anlagenspezifisch

anpassen. Dafür wird der Außendurchmesser

des Laufrads so weit abgedreht, dass die

Förderleistung der MegaCPK exakt dem Bedarf

entspricht.

Herausforderungen wachsen

In den vergangenen Jahren haben sich die

äußeren Bedingungen in der Prozessindustrie

verändert, die auch Auswirkungen auf

die Pumpenentwicklung hatten. Um nur ein

paar Stichworte zu nennen: das Thema Energieeffizienz

steht ganz oben auf der Prioritätenliste

der Anwender, hier sind neue Kon-

02 Bei der aktuellen MegaCPK kann der

Anwender zwischen 45 Baugrößen und 58

Hydrauliken wählen

01 Die 1964 erschienene CPK gilt heute als

Mutter aller Chemienormpumpen

zepte gefragt. Prozesse werden heute viel

mehr in Grenzbereichen gefahren; dies stellt

Pumpen und deren Entwickler vor neue Herausforderungen.

Auch die Internationalisierung

ist extrem vorangeschritten. Chemiestandorte

sind weltweit vernetzt und deren

Betreiber fordern daher zunehmend standardisierte

Komponenten. Bei KSB vereinheitlichte

man deshalb die Prozesse und die

Standards an den Fertigungsstandorten in

Deutschland, Brasilien, China sowie Südafrika

und Indien. Heute erhält der Anwender

weltweit die gleiche MegaCPK und Ersatzteile,

die sich einfach an die lokalen Anforderungen

anpassen lassen.

Wie der Frankenthaler Pumpenhersteller

KSB die Pumpe in das Industrie-4.0-Zeitalter

überführt, zeigt die im vergangenen Jahr vorgestellte

App für Smartphones und Tablets.

Mit dem KSB Sonolyzer kann die Effizienz

von ungeregelten Pumpen in 20 s ermitteln

werden. Dazu muss man lediglich die Motornennleistung,

die Motornenndrehzahl sowie

die Förderhöhe und die Fördermenge der

Pumpe in das Handy tippen. Diese Daten

kann man dem Typenschild an jeder Pumpe

entnehmen. Die App „hört“ dem Lüfter des

Elektromotors zu und ermittelt daraus das

Drehmoment. Liegt zum Beispiel ein Teillastbetrieb

vor, bietet dies einen idealen Ansatz

für die Optimierung der Hydraulik oder der

Antriebstechnik. Dies ist nur Beispiel, wie es

gelingt, die traditionsreiche Chemienormpumpe

in die digitale Zukunft zu überführen.

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VERFAHRENSTECHNIK

06.07.16

7-8/2016

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VERFAHREN UND ANLAGEN I INTERVIEW

Der Traum eines jeden

Entwicklerteams

Kapselfüllmaschine für bis zu 400 000 Kapseln pro Stunde

Kapseln sind nach Tabletten die zweithäufigste Darreichungsform für

Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel. Pro Jahr werden weltweit mehr als

400 Mrd. Hartgelatinekapseln produziert, die Ausbringungsmenge der bisher

dafür eingesetzten Maschinen betrug ca. 200 000 Kapseln pro Stunde. Fette

Compacting hat jetzt eine Kapselfüllmaschine auf den Markt gebracht, die mit

einer Ausbringungsmenge von bis zu 400 000 Kapseln pro Stunde neue

Maßstäbe in der Kapselfüllung setzen soll. Wir sprachen mit Olaf J. Müller und

Jan-Eric Kruse über die Maschine und den „Weg“ dorthin.

Die Pharmaindustrie befindet sich in

einem Veränderungsprozess. Wo wird

Ihrer Meinung nach der Weg in den

nächsten zehn Jahren hingehen?

Olaf J. Müller: In den nächsten zehn Jahren

steht die Branche vor zahlreichen

Herausforde rungen, hat aber auch große

Chancen, weiter zu wachsen: Weltweit

bekommen immer mehr Menschen Zugang

zu medizinischer Grundversorgung.

Generell erreicht das Thema Gesundheit

einen höheren Stellenwert. Damit wächst

die Nachfrage nach hochwertigen Arzneimitteln

– und zwar nicht nur in den Industrienationen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen

an die Qualität ebenso wie an

die Effizienz. Die Stichworte hierzu

sind: Weltweit harmonisierte

Regulierungs auflagen und zunehmender

Kostendruck. Die Pharmaindustrie

reagiert darauf, in dem sie

Olaf J. Müller, CEO LMT Group

Division President Fette Compacting

gezielt in Flexibilisierung und Effizienzsteigerungen

investiert.

Welche Probleme werden Maschinenbauer

wie die Firma Fette Compacting in

Zukunft noch lösen bzw. beantworten

müssen?

Olaf J. Müller: Unsere Kunden suchen

nach Lösungen für die Produktion, mit

denen sie ihre Effizienz nachhaltig steigern

können. Hier bieten wir bereits heute Bestof-Class-Technologien.

Darüber hinaus

gewinnt das Thema Dienstleistungen an

Bedeutung. Gerade die großen Pharmahersteller

suchen nach Partnern, die

sicherstellen, dass in den globalen Produktionsnetzwerken

einheit liche Standards

etabliert und gelebt werden. Dazu gehört

neben Serviceangeboten seitens der

Hersteller vor allem die Qualifizierung der

Bediener. Aus technischer Sicht sind Containment

und Continuous Production zwei

Schlüsselthemen, die wir vorantreiben.

Welche Rolle spielt das Thema Nahrungsergänzungsmittel

für Fette Compacting

bzw. für die neue Kapselfüllmaschine?


Maximale Produktivität, minimaler Platzbedarf

Die Kapselfüllmaschine FEC40 soll mit

einer Ausbringungsmenge von bis zu

400 000 Kapseln pro Stunde neue

Maßstäbe in der Kapselfüllung setzen.

Durch die kompakte Bauweise bleibt der

Platzbedarf unverändert. Damit sinken

die Produktionskosten pro 1000 Kapseln

um bis zu 30 %. Möglich wird diese

Leistung durch das patentierte Duplex

Concept – hierbei wird der Kapselfüllprozess

zweifach in der Maschine angeordnet.

Dabei wurden die Erfahrungen aus

der Entwicklung von Doppelrundläufer-

Tablettenpressen auf die Kapselfüllung

übertragen und bisher getrennte

Prozessschritte bei der Kapselfüllung

zusammengelegt. Die daraus resultierenden

freien Stationen werden genutzt,

um den Kapselfüllprozess zweifach in

der Maschine anzuordnen und somit den Output zu verdoppeln. Die Maschine ist in

zwei Konfigurationen erhältlich. Anwender können zwischen zwei Stopfstempeloder

bis zu vier Pelletstationen wählen. Der Wechsel der Stopfstempelstationen

erfolgt mithilfe eines patentierten Ausbausystems. Dadurch ist es möglich, schnell zu

wechseln – sowohl zwischen verschiedenen Dosierverfahren als auch zwischen

verschiedenen Produkten oder Chargen. Dank des bedienerfreundlichen Ausbausystems

können die Stationen außerhalb der Maschine zerlegt und gereinigt werden.

Dadurch verkürzen sich die üblichen Umrüst- und Reinigungszeiten erheblich.

Jan-Eric Kruse, Managing

Director Fette Engineering

Olaf J. Müller: Wir sind mit unseren

Tablettenpressen bei Herstellern von

pharmazeutischen Produkten und

Nahrungs ergänzungsmitteln fest etabliert.

Insbesondere bei den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln

rechnen wir mit

einer steigenden Nachfrage nach effizienten

Kapselfüllanlagen. Der Grund ist, dass

Kapseln zahlreiche funktionale

Vorteile haben und die Verbraucher

sie als besonders

hochwertige Darreichungsform

ansehen. Die FEC40

ist hier das richtige Angebot

zur richtigen Zeit.

Was ist für Sie das Faszinierende an der

neuen Kapselfüllmaschine?

Jan-Eric Kruse: Erstmal ist es der Traum

eines jeden Entwicklerteams, eine Maschine

von Grund auf neu zu denken. Wenn sich

zeigt, dass bisherige Annahmen über das

technisch Mögliche widerlegt werden – und

dazu der Nutzer enorme Vorteile gewinnt, ist

die Faszination groß. Die maximale Produktionsleistung

der FEC40 von 400000 Kapseln

ist dabei genauso wichtig wie die Flexibilität

und die einfache Bedienung. (eli)

Fotos: Fette, Fotolia

www.fette-compacting.de

Schüttguttechnik

GmbH & Co. KG

Wir sind Optimierer für:

• Schüttgutförderung

• Lagerung und

• Dosierung

Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit

Verwiegung, Verdichtung

und integriertem Vakuumfördergerät

Unsere Kompetenzen:

• Dosieren von Pulvern,

Granulaten, Flüssigkeiten

• BIG-BAG-Entleerstation/

-Befüllstation

• Silo- und Fördertechnik

für Schüttgut

• Vakuum- bzw. Saugförderung

• pneum. Förderung als

Druckförderung

• Anlagenbau und

Engineering

• Automatisierung

• Mietanlagen

AGS-Schüttguttechnik

GmbH & Co. KG

Großer Kamp 10 –12 · 32791 Lage

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Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10

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www.ags-schuettguttechnik.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

Störungsfreier Dauereinsatz

Grafit-Plattenwärmeübertrager in der Biodiesel-Herstellung

Simone Bairlein

Plattenwärmeübertrager stellen kompakte und hoch

effi ziente Wärmeübertragungsapparate dar. Sie ersetzen in

zunehmendem Maß mehr und mehr traditionelle Typen wie

Block-, Ringnut- oder Rohrbündel-Wärmeübertrager.

Gefräste Platten aus kunstharzimprägniertem

Grafit Diabon NS1 oder NS2

Bei diesem Werkstoff handelt es sich um

einen kunstharzimprägnierten Feinkorngrafit

mit homogener Materialstruktur und

gleichmäßiger Porenverteilung. Die Poren

des Rohgrafits werden mit Kunstharz verschlossen,

wodurch sich ein gas- und flüssigkeitsdichter

Werkstoff ergibt. Der

impräg nierte Grafit kann für Anwendungen

bis 220 °C eingesetzt werden. Aufgrund der

hohen Temperaturwechselbeständigkeit

und der relativen Unempfindlichkeit gegen

Thermoschocks ist der Einsatz bei hohen

Temperaturdifferenzen möglich. Die gefrästen

Platten werden vorzugsweise mit einem

S-förmigen Freistromprofil versehen, das einen

niedrigen Druckverlust bei hoher Übertragungsleistung

aufweist.

Für hochkorrosive Medien wie zum Beispiel

Salzsäure, Flusssäure, Schwefelsäure

und viele andere Chemikalien hat die

SGL Group in Kooperation mit Alfa Laval

einen Plattenwärmeübertrager mit dem Einsatz

von Diabon-Grafit entwickelt und am

Markt etabliert. Dieser Wärmeübertrager

kombiniert die universelle Korrosionsbeständigkeit

von Grafit mit der hohen Effizienz

des Plattenwärmeübertragers. Er unterstützt

Autorin: Simone Bairlein, Market Development

Manager, SGL Carbon GmbH, Meitingen

damit sowohl die Langlebigkeit als auch die

Energieeffizienz der Produktionsanlagen, in

denen er eingesetzt wird.

Der Einsatz erfolgt dabei in immer neuen

industriellen Bereichen. Ein Beispiel hierfür

ist der Einsatz des Diabon-Plattenwärmeübertragers

in Produktionsanlagen zur Herstellung

von Biodiesel.

Designvarianten ...

Diabon Plattenwärmeübertrager

Typ P90 und P40

Den Plattenwärmeübertrager der SGL Group

gibt es in vier standardisierten Typen für

verschiedene Durchflussmengen und in

zwei verschiedenen Plattenausführungen:

Gepresste Platten aus fluorkunststoffgebundenem

Werkstoff Diabon F100

Hierbei handelt es sich um einen fluorkunststoffgebundenen,

porenfreien Feinkorngrafit

mit homogener Materialstruktur. Der

Kunststoff ist dabei fein zwischen den Grafitkörnern

verteilt. Dieser Werkstoff besitzt eine

antiadhäsive, porenfreie Oberfläche, die zusammen

mit dem hochturbulenten Kanalprofil

ein hocheffizientes Plattendesign mit

geringer Verschmutzungsneigung ergibt.

Platten aus dem Werkstoff Diabon F100 sind

für Anwendungen mit flüssigen Medien

bis 140 °C Betriebstemperatur einsetzbar.

… und Anwendungsbereiche

Plattenwärmeübertrager aus Diabon-Grafit

werden überwiegend in folgenden Medien

eingesetzt:

n Salzsäure, Phosphorsäure und HCl-Gas in

allen Konzen trationen

n Schwefelsäure bis 90 %

12 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


Prozessdaten Warme Seite Kalte Seite

Massenstrom [kg/h] 26 900 27 000

Eintrittstemperatur [°C] 135 110

Austrittstemperatur [°C] 120 125

Prozessdaten einer beispielhaften Praxisanwendung für Biodiesel

n Flusssäure bis 60 %

n Mischsäuren (z. B. HF/HNO 3

) bis 30 %

n sonstige organische und anorganische

Medien

Die Funktionen, die der Plattenwärmeübertrager

dabei übernehmen kann, reichen vom

Aufheizen/Kühlen eines Mediums über die

Kondensation bis hin zu Anwendungen zur

Wärmerückgewinnung. Das Medium kann

dabei sowohl im Gleich- als auch im Gegenstrom

geführt werden.

Erfolgreicher Einsatz

Im Folgenden wird die Anwendung des

Diabon-Plattenwärmeüber tragers anhand

eines konkreten Praxisbeispiels aus dem

Bereich der Herstellung von Biodiesel dargestellt.

Bei der Herstellung von Biodiesel

werden pflanzliche und tierische Fette sowie

Öle als Ausgangsmaterial verwendet.

Der Herstellungsprozess umfasst dabei

mehrere Prozessschritte.

Im Prozessschritt der Umesterung des

Biodiesels wird Methanol mit einem Katalysator,

der in Form einer Base oder einer

Säure vorliegen kann, vermischt. Das Gemisch

aus Katalysator und Methanol wird

mit Pflanzenöl in einen kontinuierlichen

Rührkessel gepumpt. Dieser Prozessschritt

läuft in zwei- oder mehrstufigen Reaktionsschritten

bei Normaldruck und Betriebstemperaturen

zwischen ca. 50 und 130 °C

ab. Diese Temperatur muss dabei für mehrere

Stunden konstant aufrechterhalten

werden. Um zwischen den einzelnen

Reaktions stufen den Rohbiodiesel auf die-

ser Betriebstemperatur zu halten, ist eine

kontinuierliche Erwärmung erforderlich.

Dieser Prozess findet in Form einer

rekuperativen Wärmerück gewinnung zwischen

bereits erwärmtem und dem zu erwärmenden

Rohbiodiesel statt. Die Tabelle

zeigt hierfür beispielhafte Prozessbedingen

einer Praxisanwendung mit typischen Massenströmen

und Temperaturbereichen.

Für die Erwärmung des Rohbiodiesels

wird in der Praxis häufig ein Edelstahl oder

Hastelloy-Plattenwärmeübertrager eingesetzt.

Aufgrund der korrosiven Bestand teile,

die sich während des Umesterungsprozesses

im Rohbiodiesel bilden, wie z. B.

Chlo ride und Salze, werden die dort eingesetzten

Wärmeübertrager stark angegriffen.

Dies führt meist zu einer kurzen Einsatzdauer

der konventionell verwendeten

Wärmeüber trager. In dem hier dargestellten

Praxisfall bedeutete dies einen erforderlichen

Ersatz des Plattenwärmeübertragers in

Abständen von ca. drei Monaten. Dieser

häufige Austausch implizierte für den Biodiesel-Produzenten

neben den anfallenden

Investitionskosten auch eine erhebliche Beeinträchtigung

der Produktion – verbunden

mit zeit- und kostspieligen Stillstandszeiten.

In dem hier zu Grunde gelegten Praxisbeispiel

konnte die SGL Group durch Einsatz eines

spezifisch auf die Prozessbedingungen

des Kunden zugeschnittenen Diabon Plattenwärmeübertragers

eine deutliche Verlängerung

der Lebensdauer für den Kunden erzielen.

Mittlerweile kann die SGL Group hier auf

einen fünfjährigen störungsfreien Dauereinsatz

verweisen. Dies versetzt den Biodiesel-

Die Vorteile des Diabon-

Plattenwärmeübertragers

n Effiziente und wirtschaftliche

Wärmeübertragertechnologie: je

nach Praxisanwendung 3- bis 5-fach

höhere Effizienz

n Höchste Wärmerückgewinnung für

Gegenstromanwendungen: enge

Temperaturgradienten sind möglich

n Hohe Anlagenverfügbarkeit: bis zu

50 % geringere Produktionsstillstände

für Instandhaltungen,

Reparaturen und Services

n Verlängerung der Standzeiten: im

Beispiel der Biodiesel-Produktion

Erweiterung der Standzeit von

drei Monaten auf > fünf Jahre

n Kompaktes Design: bis zu 75 %

geringerer Platzbedarf im Vergleich

zu konventionellen Wärmeübertragertypen

n Hohe Flexibilität: modulare

Erweiterbarkeit durch Anpassung

der Plattenanzahl

n Kurze Lieferzeiten: Standard-Lieferzeit

acht Wochen

Produzenten in die Lage, neben einer hohen

Prozesssicherheit auch eine signifikante Senkung

der Betriebskosten zu erzielen.

Die SGL Group ist in der Lage, sowohl für

den Bereich der Umesterung als auch für

andere korrosive Bereiche der Biodiesel-

Herstellung kundenindividuelle Lösungen

zu entwickeln und auf die vorhandenen Prozessbedingungen

spezifisch abzustimmen.

www.sglgroup.com

Vertrauen – garantiert!

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Komponenten und Baugruppen

Geräteprüfung und -zertifizierung nach:

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VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 13


VERFAHREN UND ANLAGEN

Vielseitiges

Plattenwärmetauscher-Portfolio

Kelvion präsentiert sein breites Portfolio aus dem Bereich Plattenwärmetauscher.

Für einen effizienten Wärmetransfer im gewerblichen

und industriellen Einsatz sorgen u. a. die gedichteten

Plattenwärmetauscher der NT-Serie. Ihr Plattendesign mit einer

optimierten Wellung führt zu einer idealen Beströmung über die

Plattenbreite hinweg. Für den Einsatz in der Kältetechnik hat der

Hersteller beispielsweise die LWC-Plattenwärmetauscher

entworfen. Diese Serie basiert auf der NT-Serie und profitiert

somit auch von dem Optiwave-Design für eine optimierte Beströmung

der Platten. Im Gegensatz zu den NT-Modellen handelt es

sich jedoch um lasergeschweißte Kassetten, sodass aggressive

Medien sicher darin fließen. Wo es um gasförmige, flüssige und

zweiphasige Medien geht, bietet sich der Einsatz der vollverschweißten

Plattenwärmetauscher Flex an. Mit Betriebstemperaturen

von –200 bis 900 °C und einer Druckfestigkeit bis 60 bar

eignen sie sich für viele Anwendungen.

www.kelvion.com

Neue Generation von

Reinstmediensystemen

Bosch Packaging Technology hat

eine neue Generation von Reinstmediensystemen

mit optimierter

Leistung und Energieeffizienz

entwickelt. Dazu gehören sowohl

Reinstdampferzeuger als auch

Destillationsanlagen für die Herstellung

von sterilem, pyrogenfreiem

Reinstdampf bzw. WFI (Wasser für

Injektionszwecke). Die neuen Destillationsanalagen

werden mit einem

Vorwärmer als Standardausstattung

ausgeliefert. Ab der zweiten Kolonne

kann der Vorwärmer den Reinstdampf

aus der vorherigen Kolonne

nutzen, um das Speisewasser

vorzuwärmen. Im Zuge der Neuentwicklung

wurden die Produktreihen

gestrafft. Die Anzahl der Reinstdampferzeuger

wurde von elf auf

sechs und die der Destillationsanlagen

von 14 auf zehn verschiedene Baugrößen reduziert. Die

Produktreihe deckt jetzt ein Leistungsspektrum von 100 bis

7500 kW/h ab. Um eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen,

kommen künftig bei allen Bautypen Speisewasserpumpen mit

Frequenzregelung zum Einsatz.

www.boschpackaging.com

Will & Hahnenstein GmbH

Spezialisten in Sachen Beheizung !

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Zur direkten Erwärmung flüssiger Stoffe

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Großanlagenbau

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thermische Verfahren in verschiedenen

Bereichen der Prozesstechnik. Wir bieten

innovative Lösungen elektrischer

Beheizungstechnologie zum thermischen

Verändern von Luft, Gasen und

Flüssigkeiten an. Insbesondere auch

unter Berücksichtigung explosionsgefährdeter

Bereiche. Projektierung,

Konstruktion und Fertigung aus

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Schniewindt GmbH & Co. KG

Schöntaler Weg 46

58809 Neuenrade

www.schniewindt.de

14 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016

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Heizpatronen für explosionsgefährdete

Umgebungen

Die Entwicklung von Heizgeräten

für explosionsgefährdete

Umgebungen ist das Kerngeschäft der

Elmess-Thermosystemtechnik GmbH & Co. KG.

Neben den gängigeren Modellen werden auch Hochleistungsheizpatronen

angeboten. Der Hersteller bietet neben der

konventionellen Lösung einer Heizpatrone mit Absicherung eines

Schutz-Temperatur-Begrenzers, eine Lösung in selbstbegrenzender

Ausführung als PTC an. Beide Varianten zeichnen sich

durch besonders hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit aus. Die

explosionsgeschützten Heizpatronen erfüllen die an die jeweilige

Umgebung geforderten Bedingungen. Die Einhaltung von Richtlinien,

nationalen und internationalen gesetzlichen Anforderungen

sind selbstverständlich und können u. a. mit Baumuster-Prüfbescheinigungen

und Einzelabnahmen belegt werden. Nach technischer

Klärung wird von der Heizpatrone eine CAD-Zeichnung

angefertigt, anhand derer dann nach Kundenfreigabe produziert

wird. Alle Produkte, die das Werk verlassen, werden vorher nach

firmeneigenen Qualitätsstandards sorgfältig auf Funktion und

Verarbeitung überprüft.

www.elmess.de

Vakuum-Dispergieren von Kleinchargen

Mit dem adaptierbaren Vakuumsystem CHS

erweitert VMA-Getzmann das Lieferspektrum an

Lösungen rund um das Dispergieren unter Vakuum

um ein flexibles System für größere Einwegbehälter.

In dem fahrbaren Vakuumsystem lassen sich u. a.

einwandige Blechbehälter und Hobbocks mit

wenigen Handgriffen fixieren. Dabei wird der

Behälter auf den fahrbaren Systemwagen gesetzt und

ein Fixierungsring aufgelegt und verschraubt. Der

Behälter ist absolut fest, verdreh- und beschädigungssicher

fixiert. Der passende Vakuumbehälter

des Systems wird anschließend über den fixierten

Einwegbehälter auf den Systemwagen gesetzt. Das Vakuumsystem

kann Hobbocks mit einem Volumen von 30 l aufnehmen, ist aber

auch für Behältergrößen bis 60 l lieferbar.

www.vma-getzmann.de

Kommunikation mittels Ethernet IP

Die beiden Maschinensteuerungen Easydos für Differenzialdosierwaagen

und die STP 61 für pneumatische Fördersysteme von

Gericke kommunizieren mittels Ethernet IP. Sie können also direkt

adressiert werden, was die Grundlage für die Vernetzung nach

Industrie 4.0 ermöglicht. Der Nutzen besteht in der genauen

Prozessführung mit effizienten Anfahr- und Abfahrvorgängen,

sowie in der lückenlosen Rückverfolgbarkeit

der Prozessparameter.

Daneben spart der Betreiber bares

Geld, da die vorkonfigurierten

Steuerungen keinen aufwändigen

Programmieraufwand mit Fehlerloops

bei der SPS-Installation nötig machen.

www.gericke.net

GEA Separation

Solutions &Systems

Unser Handeln folgt einem

einfachen Muster: Die Maschine

im Einklang mit Mensch und

Natur. Damit sichern wir Mehrwert

für unsere Kunden und

Nachhaltigkeit für die Umwelt.

Das bei der Entwicklung von über

3.000 verfahrenstechnischen

Anwendungen gewonnene Knowhow

macht GEA zu einem anerkannten

Partner in der zentrifugalen

Trenntechnik. Wir bieten

wertschöpfende Lösungen für die

Milchwirtschaft, Getränketechnik

und die Lebensmittelindustrie,

Chemie,Pharma und Biotechnologie,Öl-

und Gasindustrie,Energie-,

Transport- und Umwelttechnik.

GEA-GE-01-001


VERFAHREN UND ANLAGEN

Evolution des Membran-Bioreaktors

Das getauchte Bio-Cel MBR Modul von

Microdyn-Nadir soll die Technologie der

Wahl sein, wenn es um fortschrittliche

Abwasserbehandlung geht. Getauchte

Module haben sich als Stand der

Technik im Bereich der MBR-Prozesse

etabliert. Bis 2014 war das Modul mit 10,

50, 100 und 416 m² Membranfläche

erhältlich. Die weltweit steigende

Akzeptanz der MBR-Technologie

resultiert nicht nur in einem Wachstum

des Marktes, sondern auch in der

vermehrten Anzahl an Großprojekten

mit über 10 000 m³ Zulauf zur

MBR-Anlage pro Tag. Um diesen

Entwicklungen und der entsprechenden Nachfrage Rechnung zu

tragen, entwickelte der Hersteller das Modul mit 1920 m²

Membranfläche. Getreu dem Motto „never change a running

system“ wird der nächste Evolutionsschritt des Moduls folgen: der

Hersteller wird dort sein neues Bio-Cel L – den Nachfolger des

berühmten BC 416 – vorstellen. Das smarte Design wird dann

auch mit 480 m² Membranfläche pro Modul erhältlich sein. Ein

Edelstahlgehäuse mit maximaler Stabilität und einer um 20 %

höheren Packungsdichte.

www.microdyn-nadir.de

Angebot an mobilen

Gasversorgungsanlagen

Mobile Anlagen sind die Lösung, wenn temporär begrenzt eine

zuverlässige Versorgung mit technischen Gasen benötigt wird.

Europaweit verfügt Linde über die größte Flotte an mobilen

Gasversorgungsanlagen. Jetzt hat das Unternehmen sein Portfolio

noch einmal um eine Reihe sogenannter Flying Purger erweitert.

Unter dieser Bezeichnung bietet es Anlagen an, die besonders

flexibel hinsichtlich Einsatzbereich und -ort sind. Denn anders als

herkömmliche Anlagen haben diese Multitalente neben dem

Tank auch den Verdampfer und den Gasanwärmer an Bord. Die

Inbetriebnahme kann so in kürzester Zeit erfolgen. Die besonders

wirtschaftlichen Flying Purger sind mit Speicherbehältern ab

12 000 l Tankvolumen sowie Verdampferleistungen ab 1100 m³/h

verfügbar. Darüber hinaus bietet Linde eine Vielzahl weiterer

mobiler Anlagen für die verschiedensten Anwendungsfälle. Das

Portfolio umfasst Tankanlagen mit Fassungsvermögen von 3000

bis 44 000 l für gasförmige oder verflüssigte technische Gase sowie

abgestimmte Verdampfer.

www.linde-gas.de

Schnelles Sulfat-Veraschungssystem

Neben der laufenden Produktion ist eine schnelle Aschegehaltsbestimmung

auch bei Eingangskontrolle von Rohstoffen sowie in

der Forschung und Entwicklung von großer Bedeutung. Abhilfe

soll hier die Hightech-Muffelofensysteme von CEM, das Phönix

sowie das Phönix SAS, schaffen. Die Vorteile dieser Technik sind

eine drastische Zeitreduktion und ein „sauberes“ Arbeiten. Das

eingebaute Abluftsystem entfernt Rauch und Dämpfe selbstständig.

Was mit der konventionellen Technik früher Stunden

benötigte, wird mit der Phönix-Technik nun in Minuten erreicht.

Für die Anwendungen in der Pharmabranche wurde das Muffelofensystem

weiterentwickelt zum automatischen Sulfat-

Veraschungsgerät Phönix SAS. Neben einer drastischen Zeitverkürzung

sorgen ein Absaug- und Neutralisationssystem für

komfortableres Arbeiten. Die komplette Veraschung inkl. Vorveraschung

wird im Gerät durchgeführt. Die Veraschungsdauer

verkürzt sich deutlich auf ca. 90 min, außerdem können mehrere

Proben gleichzeitig verascht werden.

www.cem.de

Hohe Kühlleistungen mit minimalem

Platzbedarf

Pfannenberg hat sein Portfolio an Prozesskühlungslösungen

erweitert. Die Rückkühlanlage der Serie EB XT ist eine Neuentwicklung

für anspruchsvolle Anwendungen, die sich durch hohe

Energieeffizienz und Servicefreundlichkeit auszeichnet. Die Serie

erreicht in neun Gerätevarianten

und drei Baugrößen hohe

Kühlleistungen bis 150 kW. Der

Einsatz von Microchannel-

Wärmetauschern als Verflüssiger

führt zu einer besonders effizienten,

kompakten und korrosionsbeständigen

Lösung. Der

Verflüssiger benötigt 50 %

weniger Einbauraum als

vergleichbare Röhren- oder

Lamellen-Kondensatoren. Außerdem kommt er mit etwa der

Hälfte an Kühlflüssigkeit aus und ist um ca. 60 % leichter. Die

Rückkühlanlagen dieser Serie sind mit moderner Steuerungstechnik

und Sensorik ausgestattet. Über eine frontseitige digitale

Anzeige lassen sich Temperatur, Druck, Füllstand und Statuswerte

überwachen und regeln. Die Ausgabe von Informationen erfolgt

über eine Klartextausgabe am Controller.

www.pfannenberg.com

16 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


Dosieren schwerfließender Schüttgüter

Die konstruktive Gestaltung und Formgebung von Dosiergeräten

beeinflusst maßgeblich die Zuverlässigkeit, auch schwierige

Produkte zu dosieren. Gericke hat bei der Entwicklung des

Dosiergerätesortimentes Versuche mit unterschiedlichen

Stoffen gemacht und die Ausführung seiner Geräte darauf

ausgerichtet. Dabei werden Grundsätze verwendet, die das

physikalische

Verhalten der

Schüttgüter

berücksichtigen.

So wird beispielsweise

das brückenfreie

Nachfließen

innerhalb des

Dosiertrogs mit

einem übergroßen

Eintrittsquerschnitt

sichergestellt. Verschiedene Typen von Auflockerern

und Homogenisatoren sorgen für einen gleichmäßig hohen

Befüllungsgrad der Schnecke, selbst bei hohen Drehzahlen. Das

Fließverhalten im Dosiertrog kann sowohl mittels mechanischer

Einbauteile wie auch über Vibrationen oder ultraschallinduzierter

Bewegung verändert werden. Die Homogenisierwirkung

sorgt für eine uniforme Schüttdichte, eine unabdingbare

Voraussetzung für eine hohe volumetrische Genauigkeit. Die

Ausführung gestaltet Gericke nach branchen- und applikationsspezifischen

Bedürfnissen.

www.gericke.net

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Temperier-Pumpen für Anwendungen

mit hohem Druckverlust

Unistat-Pumpen von Huber sind konsequent so konstruiert,

dass eine hocheffiziente Wärmeübertragung an den Wärmetauschern

ermöglicht wird. Nur wenige Applikationen haben

konstruktionsbedingt enge Querschnitte und hohe Druckabfälle.

Sie erlauben deshalb

auch einen höheren

Pumpendruck. In diesen

Fällen machen Umwälzpumpen

mit hohem Förderdruck

einen Sinn. Für diese

Anwendungen hat der

Hersteller seine Baureihe

mit neuen Modellen

erweitert, die mit besonders

druckstarken Umwälzpumpen

ausgestattet sind.

Diese neuen Pumpen sind

mit dem Zusatz „P“ (für

Pressure) gekennzeichnet.

Die Kälteleistungsdaten sind

immer bei voller Pumpendrehzahl angegeben. Es gilt die

Kälteleistungsdaten genauer zu betrachten: Bei voller Pumpenleistung

müssen die Kältemaschinen mehr Motorwärme der

Pumpe kompensieren. Werden die Kälteleistungsdaten nicht

bei voller Pumpenleistung angegeben, stehen dadurch

zwischen 200 und 900 W Kälteleistung weniger für den

Temperierprozess zur Verfügung – auch die genannten Endtemperaturen

werden dann nicht mehr erreicht.

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VERFAHREN UND ANLAGEN

Kältetechnik stufenlos regelbar

Bei der Ecopro-Serie von L&R haben die Konstrukteure hoch

effiziente Komponenten über eine intelligente Steuerung

verknüpft, die eine bedarfsgerechte Betriebsweise der Anlage

ermöglicht. Diese Kälteanlagen sind mit der neuesten Generation

der drehzahlgeregelten, halbhermetischen Bitzer-Schraubenverdichter

ausgerüstet, die speziell für den Einsatz in der

Kältetechnik

entwickelt

wurden. Sie

sind stufenlos

regelbar im

Leistungsbereich

von 16 bis

100 % und

arbeiten daher

insbesondere

im Teillastbetrieb

mit

deutlich niedrigerem

Energieeinsatz.

Die

Kühlung der integrierten Umrichter erfolgt über das Kältemittel.

Die Pumpen der neuen Kälteanlagenserie sind ebenfalls

drehzahlgeregelt und mit den neuen „Supreme“-Antrieben von

KSB ausgerüstet. Die Kombination von Synchron-Reluktanzmotoren

und Frequenzumrichtern erlaubt vor allem im Teillastbetrieb

Energieeinsparungen bis 70 %.

www.lr-kaelte.de

Pflugschar-Chargenmischer mit manueller

Beschickung

Lödige stellt seinen Pflugschar-Chargenmischer FM 130 D mit

manueller Beschickung vor. Der Mischer eignet sich speziell für

den Einsatz in der Lebensmittelindustrie – insbesondere für

Kleinproduktionen und Pre-Mixes bei häufig veränderten

Rezepten. Kurze Mischzeiten, eine hohe Reproduzierbarkeit der

Chargen und ein

komfortables

Handling

zeichnen den

Mischer aus. Je

nach Anforderung

können verschiedene

Ausrüstungsoptionen

gewählt und die

Einsatzgebiete

des Mischers so

noch erweitert

werden. Der vielseitige Chargenmischer arbeitet nach dem

Verfahren des mechanisch erzeugten Wirbelbetts. In der horizontalen,

zylindrischen Trommel des Gerätes rotieren als Mischelemente

die auf einer Welle angeordneten Pflugschar-Schaufeln.

Auf diesem Weg werden die pulverförmigen, körnigen oder

faserigen Komponenten in eine dreidimensionale Bewegung

versetzt und unter ständiger Erfassung des gesamten Produkts

schnell und exakt vermischt. Dabei erfolgt die Produktbehandlung

dank der speziellen Form der Werkzeuge, die eine Zerstörung

der Partikel verhindert, besonders schonend.

www.loedige.de

Pelletpressen für unterschiedliche Medien

Kahl Pelletpressen eignen

sich hervorragend für die

Kompaktierung

unterschiedlichster

Produkte. Die Pelletierung

nachwachsender Rohstoffe

zur Energiegewinnung ist

für das Unternehmen seit

über 40 Jahren ein Thema,

das zum Beispiel auch durch Forschungsaufträge nach der

Energiekrise in den 70er-Jahren an es herangetragen wurde.

Stroh- und Holzpelletieranlagen gehören ebenfalls seit dieser Zeit

zum Lieferprogramm. Einsatzmöglichkeiten für die Pelletierung

oder Granulierung mit den Pressen sind unter anderem Altreifen,

Industriemüll, Biomasse, Altpapier, Klärschlamm und

Kunststoffabfälle.

www.akahl.de

Rohr-in-Rohr-Lösung hat definierte

Leckageräume

Die Sicherheitsrohre der

Produktreihe Gewa-Safe von

Wieland Thermal Solutions

kommen u. a. bei der Vorwärmung

von Brenngas für

Gasturbinen zum Einsatz, zum Schutz vor umweltschädlichen

und giftigen Stoffen oder etwa zur Isolierung von Thermoöl in

Sicherheitswärmeübertragern. Die Rohr-in-Rohr-Lösung mit

definierten Leckageräumen zwischen Innen- und Außenrohr

sorgt für eine zuverlässige Medientrennung ohne zusätzlichen

Kreislauf. So wird hohe Verfügbarkeit, Effizienz und Sicherheit der

Anlagen garantiert, da Beschädigungen von Innen- oder

Außenrohr und Leckagen sofort erkennbar sind.

www.wieland.de

Dispergier-Maschine ermöglicht

effiziente Pulververarbeitung

Kinematica stellt mit der Baureihe Megtron

MT-VPC/VPR eine effektive Pulver-Dispergier-

Maschine vor, die mit ihrem Benetzungssystem

und einer breiten Palette an Dispergier-Generatoren

spezifische Applikationen in

Chemie, Biotechnologie, Pharmazie, Kosmetik

und Nahrungsmittelindustrie ermöglicht. Die

patentierte Pulvereinzugsmaschinenserie soll

mit ihrem systembedingten hohen Vakuum

nahezu alle Probleme in der Pulververarbeitung

lösen. Die Baureihe ist für den kontinuierlichen Betrieb

konzipiert, wobei die Verarbeitung des Produktes in einem

Durchgang erfolgt. Die Rezeptur wird mittels Pulver- und Flüssigkeitsdosierung

festgelegt, das Verarbeitungsvolumen durch den

kontinuierlichen Betrieb nicht begrenzt. Die Baureihe umfasst

verschiedene Baugrößen mit Durchsatzleistungen von ca.

1000 – 80 000 l/h.

www.kinematica.ch

18 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


Schüttgut-Technikum auch für

externe Nutzer

Es ist in der Regel

sinnvoll, die wesentlichen

Anlagenteile einer

Schüttgutanlage bereits

während der Planungsphase

mit den tatsächlichen

Medien zu testen

und weiterhin die

Anlage auch energieeffizient

auszulegen. Für

solche Versuche hat die

Firma Kreisel bereits vor

drei Jahren ein

Schüttgut-Technikum in

Betrieb genommen. Das

Technikum war aber

nicht nur für den

internen Gebrauch

gedacht. Im Technikum

sind die Hauptkomponenten

pneumatischer

Förderanlagen mit Messeinrichtungen sowie weitere Anlagen zur

Förderung, Dosierung und Entstaubung vorhanden. Dabei sind

alle Komponenten für realistische Mengen und Größen ausgelegt,

wie sie auch in der Produktion vorkommen. Das Technikum steht

aber seit neuestem nicht nur für Anlagenbetreiber und -planer

zur Verfügung. Auch andere Hersteller können jetzt ihre

Komponenten im Technikum unter realistischen Bedingungen

testen.

Crédit photo : Yuka Photographie - © Estelle Perdu

www.kreisel.eu

Absaugung und Filtration brennbarer

Stäube

Mit dem Absaug- und Filtersystem

LAS 300.81-HFM054 stellt die ULT AG ein

Gerät vor, dass sowohl H- als auch

Atex-zertifiziert ist. Zum einen ist die Anlage

ein Entstauber der Klasse „H“ mit staubtechnischer

Bauartprüfung gemäß

DIN EN 60335-2-69. Sie eignet sich damit zur

Absaugung und Filtration trockener Stäube

mit MAK-Werten < 0,1 mg/m³ (Maximale

Arbeitsplatz-Konzentration) sowie krebserregender

Partikel entsprechend §15a und §35

GefStoffV und Staub mit Krankheitserregern.

Zum anderen handelt es sich um eine

Absaug- und Filteranlage für brennbare

Stäube der Staubexplosionsklasse St 1 bzw.

explosionsfähigen Staub-Luftgemischen, die

nicht selbstentzündlich oder pyrophor sind.

Das Ex-Gerät der Gruppe II, Kategorie 1D

entspricht der Atex-Richtlinie 94/9/EG. Das

Gerät der Produktserie LAS 300 wurde zur

Erfassung und Filtration trockener Stäube

entwickelt, die während Laserbearbeitungsprozessen

wie Laserschneiden, -gravieren

oder -strukturieren entstehen.

Hochleistung bei Hochtemperatur

www.staubli.com

Die neue HTI Baureihe

für den Einsatz bei hohen Temperaturen

Die HTI Schnellverschlusskupplung ist für Betriebstemperaturen

bis 300 °C geeignet und damit erste Wahl für Einsätze

an Spritzgießmaschinen, beim Aluminium-Druckgießen

und weiteren Hochtemperaturprozessen.

Die neu entwickelte Ventiltechnik macht Dichtungen

im Flüssigkeitsstrom überflüssig und die Baureihe

somit extrem wartungsfreundlich.

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TOP-THEMA I TITEL

Spezielle Geometrie

Drehkolbenpumpen fördern schonend

und mit hohem Wirkungsgrad

Mike Eiting

Im vergangenen Jahr wurde eine

neue Drehkolbenpumpe der

Öffentlichkeit vorgestellt. Die

Hightech-Pumpe wird vor allem zur

Förderung sehr anspruchsvoller

Medien eingesetzt. Die vom

Hersteller angekündigten hohen

Wirkungsgrade bei Drücken bis zu

16 bar haben sich in der Praxis

bestätigt.

Die Drehkolbenpumpen von Börger fördern

seit mehr als 25 Jahren hochvis kose,

chemisch aggressive oder feststoffbeladene

Medien. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise

werden die Pumpen stationär, mobil oder

getaucht eingesetzt. Auf der letztjährigen

Achema in Frankfurt präsentierte Börger der

Öffentlichkeit erstmals die neue Onixline

Drehkolbenpumpe.

Herzstück der Pumpe sind die Drehkolben,

die mithilfe modernster Strö mungs ­

simu la tionstechnik entwickelt wurde. Die

spe zielle Geometrie der Drehkolben mit exakt

kalkulierten Wendelungen sorgt für eine

schonende, nahezu pul sa tionsfreie Förderung

bei höch sten Wirkungsgraden. Um

die Vorteile der neuen Drehkolben vollends

nutzen zu können, wurde das Pum pen ­

gehäuse strömungsoptimiert an die Drehkolben

angepasst.

Ein sehr robustes Träger- und Gleichlaufgetriebe

ermöglicht kleinste Spaltmaße zwischen

Drehkolben und Pumpengehäuse. In

Kombination mit den passgenauen Drehkolben

im strömungsoptimierten Pumpengehäuse

werden hervorragende Wirkungsgrade

auch bei Drücken bis 16 bar erreicht.

Autor: Mike Eiting, Business Development

Manager, Börger GmbH, Borken-Weseke

Der große Dichtungsraum und die im Pumpengehäuse

integrierten Kanäle für ein

Dichtungs-Zirkulationssystem ermöglichen

die Verwendung der unterschiedlichsten

Dichtungssysteme.

Mit der Onixline-Pumpe haben sich die

Einsatzmöglichkeiten der Börger Drehkolbenpumpen

noch erweitert. Der Kunde

kann nun zwischen 25 Pumpengrößen

wählen mit Förderleistungen zwischen 1

und 1500 m³/h und einer Druckstabilität

von bis zu 16 bar. Im Baukastenprinzip werden

sämtliche Bestandteile der Drehkolbenpumpe

speziell für den jeweiligen Einsatzzweck

konfiguriert. Sämtliche Pumpen

können in Atex-konformer Bauweise und

gemäß den Anforderungen nach TA-Luft

gebaut werden. Die Drehkolbenpumpen

sind in der „Maintenance in Place“ (MIP)

Bauweise gefertigt, dadurch können sämtliche

Wartungsarbeiten in wenigen Minuten

durchführt werden – die Pumpen müssen

dazu nicht einmal ausgebaut werden.

Neben der Drehkolbenpumpe werden

auch die Komponenten des Pumpenaggregats

im Haus gefertigt. Etwaige Sonderlösungen

oder der Aufbau als Mobilaggregat

erfolgen aufeinander abgestimmt aus einer

Hand. Die Konstruktionsabteilung arbeitet

hierbei Hand-in-Hand mit dem Metallbau,

der Zerspanungsabteilung und der Abteilung

für Elektro- und Steuerungstechnik.

Produktivität erhöht

Ein norwegisches Chemieunternehmen,

das sich auf die Herstellung von Grundstoffen

für die Papierherstellung spezialisiert

hat, setzt seit einigen Monaten eine

Onix line-Drehkolbenpumpe zur Förderung

von feststoffbeladenen Produktionsabwässern

ein. Die Pumpe fördert das Medium

mit chemisch aggressiven Bestandteilen in

einen Vorwärmer, bevor es von da aus in

einen Eindampfer gelangt.

Das Fluid weist Viskositäten von bis zu

6000 mPas auf, es entstehen Drücke bis

14 bar. Der Wirkungsgrad der Onixline-

Drehkolbenpumpe bleibt dabei sehr gut. Im

Vergleich zu der zuvor eingesetzten Pumpe

konnten die Produktivität erhöht und die

Energieverbräuche reduziert werden.

Schonende Abfüllung

Ein Wasch- und Reinigungsmittelhersteller

setzt zur Förderung der fertigen Produkte

Börger Drehkolbenpumpen aus Duplex-

Edelstahl ein. Aus dem Herstellungsbereich

werden die Wasch- und Reinigungsprodukte

in verschiedene Lagerbehälter geleitet.

Von diesen Behältern fördern die Drehkolbenpumpen

die bis zu 3000 mPas viskosen

Endprodukte in die jeweiligen Abfülllinien.

Dabei ist eine schonende Förderung der

20 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


TITEL I TOP-THEMA

Wasch- und Reinigungsmitteln sehr wichtig,

da diese sonst aufschäumen und es

dadurch zu Problemen bei der Abfüllung

kommen könnte.

Für jede Abfüllanlage gibt es eine eigene

Beschickungspumpe. Bei einigen Abfüllanlagen

kann es zu plötzlichen Verlangsamungen

der Füllgeschwindigkeiten kommen.

Der Druck in der Pumpe steigt dann

sehr abrupt an. Um die Pumpen und die

gesamte Anlage vor Überdruck zu schützen,

sind die Pumpen mit einem Variodeckel

ausgestattet. Der Variodeckel wird anstelle

des üblichen Schnellschlussdeckels an die

Fördermediums von der Druck- zur Saugseite.

So kann ein Druckausgleich erfolgen.

Bei abnehmendem Förderdruck schließt

sich der Spalt des Variodeckels wieder. Die

Pumpe wird effektiv vor plötzlichem Überdruck

geschützt.

Mobil und Atex-konform

Im Technikum eines Chemieunternehmens

vertraut man auf eine Börger-Mobilpumpe.

Um seinen Kunden schon in der Planungsphase

einen visuellen Eindruck von den

angefragten Aggregaten zu geben, erstellt

wässrigen Lösungen über Lösungsmittel bis

hin zu Fettsäuremethylester. Auch Feststoffe

können im Medium enthalten sein. Die

Viskositäten der Fördermedien schwanken

zwischen 1 und 7500 mPas.

Die Börger Steuerungstechnik regelt und

überwacht das gesamte Mobilaggregat. Über

ein Bedienelement am Atex-konformen

Schaltschrank wird das Aggregat bedient.

Um die Mobilpumpe gemäß Atex-Richtlinien

im explosionsgefährdeten Bereich des

Technikums einsetzen zu können, kontrollieren

verschiedene Messeinstrumente diverse

Parameter an Pumpe und Antrieb.

„Wir sehen uns nicht mehr nur als reiner Pumpenhersteller,

sondern wir bieten unseren Kunden komplette Lösungen“

Anne Börger-Olthoff, Geschäftsführerin der Börger GmbH

Pumpe montiert. Im Variodeckel drückt

eine Feder mit einem vordefinierten Druck

von 3 bar gegen die Verschlussplatte des

Variodeckels.

Solange der Druck im Pumpenraum

unter 3 bar ist, bleibt die Platte in der die

Förderkammer abdichtenden Position.

Sobald der Druck im Pumpenraum über

3 bar steigt, verschiebt sich die Platte axial

und erlaubt damit ein Zurückströmen des

Börger Layout-Zeichnungen der geplanten

Aggregate. Anhand einer solchen CAD-

Zeichnung wurden auch mit dem Chemieunternehmen

letzte Details der Mobilpumpe

abgestimmt.

Die gesamte Mobileinheit wird samt Antrieb

über Staplerlaschen und Kranösen

mithilfe eines Hubwagens oder mit dem

Technikum-Kran zum jeweiligen Einsatzort

gebracht. Die Fördermedien reichen von

02 Um die Pumpen und die gesamte Anlage vor

Überdruck zu schützen, sind diese mit einem Variodeckel

ausgestattet, der anstelle des üblichen Schnellschlussdeckels

an die Pumpe montiert wird

01 Die Duplex-Edelstahlpumpe ist mit doppeltwirkenden

Gleitringdichtungen ausgestattet, die über

ein Thermosyphonsystem druckbeaufschlagt werden

Heiße Sache

Die Duplex-Edelstahlpumpe ist mit doppeltwirkenden

Gleitringdichtungen ausgestattet.

Die Dichtungen werden über ein Thermosyphonsystem

druckbeaufschlagt. Eine Zirkulationspumpe

fördert das Sperrmedium der

Dichtungen in den Thermo siphonbehälter.

Dort wird das Sperrmedium über die innenliegende

Kühlschlange gekühlt und die Temperatur

über einen Wärmetauscher abgeführt.

Die Dichtungen werden gekühlt.

Die bis zu 150 °C heißen Medien dürfen

während des Förderprozesses nicht abkühlen.

Aus diesem Grund ist die Drehkolbenpumpe

mit einem Dampfheizdeckel versehen,

der das Pumpengehäuse beheizt. So

hält das Medium während der Förderung

die gewünschte Temperatur. Angetrieben

wird die Pumpe von einem Atex-konformen

3,2 kW Verstellgetriebemotor. Über ein

Handrad kann die Drehzahl der Pumpe und

somit die Fördermenge stufenlos zwischen

0,7 und 5 m³/h variiert werden. So lässt sich

die Förderleistung dem jeweiligen Testverfahren

anpassen.

Vor jedem Wechsel des Fördermediums

muss die Pumpe gründlich gereinigt werden.

Durch den wartungsfreundichen Aufbau

der Pumpe ist ein Zugriff zu allen mediumberührten

Teilen durch den Schnellschlussdeckel

sehr einfach möglich. Börger

nennt dieses Konzept „Maintenance in

Place“ (MIP), da sämtliche Reinigungsoder

Wartungsarbeiten ohne eine Rohrleitungs-

und Antriebsdemontage am Standort

der Pumpen vorgenommen werden

können. So können die Börger-Pumpen innerhalb

weniger Minuten wieder in einen

Neuzustand versetzt werden.

www.boerger.de

VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 21


Anders als andere

Pumpen zur Kondensatförderung − ohne anfällige Zusatzeinrichtungen

Annette van Dorp

In industriellen Prozessen ist die

Förderung von siedenden Medien

wie Kondensaten oder flüchtigen

Medien wie Flüssiggasen eine der

anspruchsvollsten Aufgaben. Der

Einsatz von Standard-Kreiselpumpen

für diese Aufgabe birgt

Gefahren. Im Beitrag wird eine

Pumpe vorgestellt, die anders ist als

andere Pumpen.

Die Förderung von Kondensaten oder

Flüssiggasen mit Standard-Kreiselpumpen

kann Probleme wie Trockenlauf und –

besonders gefürchtet – Kavitation zur Folge

haben. Um die damit verbundenen Störungen

und sogar Zerstörungen zu vermeiden,

werden zahlreiche Ersatzmaßnahmen ergriffen.

Diese zusätzlichen Einrichtungen

sind in der Regel kostenintensiv. Bei der

richtigen Pumpenwahl und -auslegung

Autorin: Annette van Dorp, freie Journalistin,

Jüchen

kann auf diese Kostentreiber, die oft auch

noch eine eigenständige Überwachung

benötigen, verzichtet werden.

Die Fokussierung auf vertikale Spezialkreiselpumpen

ermöglicht den kompletten

Verzicht auf Zusatzeinrichtungen, schließt

im Vorfeld zu erwartende Fehlerquellen aus

und kann ganze Bauvorhaben einsparen.

Kavitation ausgeschlossen

Das Thema Kavitation wird in der Fachliteratur

ausführlich behandelt. Weniger bekannt

ist, dass es bei Kreiselpumpen einen bewährten

Pumpentypus gibt, der dieses Problem

durch seine Konstruktions- und Funktionsweise

ausschließt. Bei Standard-Kreiselpumpen

kann der hydro statische Druck der

Flüssigkeit genutzt werden, um der kavitationskritischen

Anwen dung einen genügend

hohen Systemdruck zur Verfügung zu stellen.

Der dafür erforderliche hohe Zulauf setzt eine

Grube für die Standard-Pumpe voraus.

Veränderungen an der Standard-Konstruktion,

z. B. die Vergrößerung des Laufradeintrittsdurchmessers,

können die Neigung zur

Kavitation positiv beeinflussen. Einfluss hat

auch die Betriebsweise: Langsam drehende

Pumpen sind weniger kavitativ als schnell

drehende. Mit fallender Drehzahl verschlechtert

sich jedoch der Wirkungsgrad.

Pumpen müssen dadurch größer dimensioniert

werden, ein höherer Stromverbrauch ist

unvermeidbar. Auch eine höherwertige

Werkstoffqualität kann notwendig werden.

Kosten durch Extras

Zusätzlich zu der Kavitationsproblematik

können weitere Störungen auftreten: Ausrichtungsfehler

(schädigende Schwingungen

und Vibrationen), Trombenzug oder verschlossene

Sperrsysteme erhöhen u. a. das

Ausfallrisiko. Um das zu minimieren, werden

zusätzliche Pumpen standby eingesetzt und

Ersatzteile vorgehalten. Im Zuge der Digitalisierung

haben zur Überwachung von Pumpen

ferngesteuerte, schützende und regelnde

Komponenten den Markt erobert. Der

Nachteil: Alle Extra-Einrichtungen verursachen

erst einmal höhere Kosten. Planungskosten

von EMSR-Systemen bspw. liegen bei

bis zu 10 000 EUR, außerdem bergen sie weiteres

Potential für Störungen und Ausfälle.

Die Spezialkreiselpumpen der Serie V-AN

kommen ohne Zusatzkomponenten aus.

Das AN im Namen steht für abnormal. Damit

wird das einzigartige Selbstregelverhalten

dieses Pumpentyps bezeichnet: Der

Hersteller spricht hier von „Sonderphysik“,

weil den Pumpen das Saugen förmlich

abgewöhnt wurde. Pumpen vom Typ V-AN

passen sich selbsttätig regelnd veränderlichen

Zulaufmengen an. Dazu wird weder

eine mechanische noch eine elektrische

Regeleinrichtung benötigt.

22 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


PUMPEN I TOP-THEMA

Die Pumpen vor der Auslieferung: Die Spezialkreiselpumpen

werden einzeln oder in Kleinserien hergestellt

Anders als bei Standard-Pumpen wird bei

der V-AN vor der Pumpe – zwischen dem

Eintritt am Laufrad und der Gasphase des

Förderguts im Zulaufbehälter – ein Druckausgleich

hergestellt. Drei Voraussetzungen

sind dazu notwendig. Einmal die vertikale

Bauweise und dann die hydro dynamische

Abdichtung der Pumpe (Entwicklung von

Paul Bungartz in den 1930er-Jahren). Diese

dichtet damals wie heute dauerhaft den

Übergang zwischen Pumpengehäuse und

rotierender Welle.

Als dritte Komponente ist zusätzlich zu den

normalen Anschlüssen bei den selbstregelnden

Pumpen eine sogenannte Gasausgleichsleitung

hinter dem Laufrad installiert.

Diese Leitung ist direkt mit der Gasphase des

Zulaufbehälters verbunden. Der Druck im

Zulaufbehälter wird direkt in das Pumpengehäuse

geführt; dies gilt für Vakuum, atmosphärischen

Druck oder Überdruck. Sobald

die Pumpe läuft, wird der Bereich hinter dem

Laufrad leer, es steht kein Fördergut mehr an.

Der Druck in der Gasphase des Zulaufbehälters

ist gleich dem Druck hinter dem

Laufrad. Wird dieser Druck noch auf die

Förderseite des Laufrades gebracht, ergibt

sich ein Gleichgewicht zwischen dem

Druck am Laufradeintritt und dem an der

Gasausgleichsleitung. Verfahrenstechnisch

hat das den Vorteil, dass diese Spezialkreiselpumpen

nur so viel Volumen fördern, wie

von selbst, in sie hineingedrückt wird. Die

grund legende Besonderheit der nicht saugenden

Pumpen besteht in der kavitationsfreien

Förderung der unterschiedlichsten

Medien in jedem Betriebszustand.

Störungsfrei und pulsationsarm

Die Vorteile der Spezialkreiselpumpe V-AN

zeigen sich bei der Förderung von Kondensaten.

Bei einer Konzerntochter eines

internationalen Unternehmens macht die

Standard-Pumpe mit produktgeschmierten

Gleit lagern schon lange Probleme. Durch

das vom Fördermedium umspülte Gleitlager

ist die Pumpe nicht trockenlaufsicher.

Kostenintensive Stillstände mit hohen Instandsetzungskosten

sind die Folge. Weitere

Schäden werden durch pulsierende

Druckstöße ausgelöst. Die Folgekosten sind

nicht länger tolerierbar. Für die Umrüstung

wird eine störungsfreie und pulsationsarme

Lösung gesucht, die zudem die enormen

Instandhaltungskosten reduzieren soll.

Gute Erfahrungen in anderen Bereichen

des Konzerns führen zur selbstregelnden

Vertikalpumpe V-AN. Ihr Vorteil: Diese

Pumpe dichtet während des Betriebs durch

reibungs- und verschleißfrei arbeitende

Rückenschaufeln hydrodynamisch ab. „Für

die Abdichtung im Stillstand reicht eine

einfache Grafitstopfbuchse. Ein Sperrsystem

ist nicht notwendig“, so der zuständige

Vertriebsingenieur Sadko Meusel. Durch die

selbstregelnde Physik der Pumpe entfallen

Zusatzeinrichtungen komplett. Die unmittelbare

Reaktion der Pumpe auf den Volumenstrom

bewirkt eine extrem pulsa tionsarme

Förderung. Ein Mindestvolumenstrom

ist nicht erforderlich. Die hohe Verfüg bar keit

verdankt die Pumpe ihren fettgeschmierten

Wälzlagern und dem Selbstentlüftungseffekt.

Aktuell läuft die beschriebene Pumpe

im siebten Jahr vollkommen wartungs- und

störungsfrei.

Fotos: Fotolia, Bungartz

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VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 23


TOP-THEMA I PUMPEN

Flexibilität an erster Stelle

Dosiereinheiten ermöglichen Verarbeitung flüssiger Vitamine

Christian Paschen

In einem Werk zur peristaltischen

Abfüllung flüssiger Vitamine als

Nahrungsergänzungsmittel werden

nach einem Umbau vier Dosiereinheiten

in Kombination mit einer

zentralen Steuereinheit genutzt.

Das Unternehmen Technikon Laboratories

blickt auf eine gut 60-jährige erfolgreiche

Historie als Vertragshersteller für die

pharma zeutische Industrie zurück. Heute

produzieren mehr als 200 Mitarbeiter auf

dem über 14 000 m 2 großen Werksgelände

für mehr als 40 verschiedene Kunden, darunter

zahlreiche multinationale Konzerne.

Das Unternehmen ist sowohl vom südafrikanischen

Medicine Control Council (MCC)

als auch vom South African Pharma ceutical

Council (SAPC) lizensiert.

Durch die Anfrage eines Kunden, der ein

Nahrungsergänzungsmittel in Portions beutel

in Stäbchenform, sogenannten Stickpacks,

anbieten wollte, sah sich Technikon unlängst

vor eine neue Herausforderung gestellt. „Unsere

Anlagen für die Befüllung dieser speziellen

Art von Verpackung konnten bislang nur

Pulver verarbeiten “, erläutert Robert Verseput,

Managing Director bei Technikon. „Für

diesen Auftrag mussten wir uns auf die Suche

nach Dosiereinheiten bzw. Pumpen machen,

mit denen wir unsere Anlage für die Abfüllung

von Flüssigkeiten umrüsten konnten.“

Abfüllprinzip mit Zukunft

Autor: Christian Paschen, Commercial Manager

Germany, Watson-Marlow Fluid Technology

Group, Rommerskirchen

Immer mehr Produkte in der pharmazeutischen Industrie werden mit peristaltischen

Pumpen abgefüllt. Die Gründe dafür liegen in der hohen Reinheit bei niedrigem

Risiko einer Kreuzkontamination. In einer peristaltisch arbeitenden Dosierpumpe

wird ein Schlauch einer sich vorwärts bewegenden Kompression ausgesetzt.

Das Medium wird in diesem Einwegschlauch zellschonend zwischen Rollen nach

vorne verdrängt, beim Ausdehnen des Schlauchs hinter den Rollen wird weitere

Flüssigkeit angesaugt. Dieses Prinzip eignet sich ausgezeichnet für das aseptische

Fördern von Flüssigkeiten, da das Medium im geschlossenen Schlauchsystem

gefördert wird. Im Gegensatz zu anderen Pumpenarten gibt es weder Dichtungen

oder Ventile noch bewegliche Teile im Förderbereich des Mediums, die zu Verunreinigungen

führen könnten.

24 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


PUMPEN I TOP-THEMA

Die Lösung für dieses Problem fand man

in den Dosiereinheiten von Flexicon Liquid

Filling. Das Unternehmen mit Sitz im dänischen

Ringstedt ist Teil der Watson-Marlow

Fluid Technology Group und bietet ein umfangreiches

Angebot für das sterile Abfüllen

von Flüssigkeiten. Das Flexicon-Sortiment

reicht von Tischgeräten zum manuellen

Abfüllen über halbautomatische Systeme

bis hin zu vollautomatischen Abfüll- und

Verschließmaschinen. Die Systeme von

Flexicon eignen sich für kleine bis mittlere

Losgrößen bei höchster Präzision, Effizienz

und Flexibilität.

Für die Erweiterung der Anlage bei Technikon

erwies sich die Dosiereinheit des

Typs PD12l in Kombination mit einer Steuereinheit

vom Typ Flexicon MC12 als

hervor ragend geeignet. Die Umrüstung erfolgte

im Oktober 2013, seitdem ist die Abfüllanlage

in der Lage, die Stickpacks auf

insgesamt acht Bahnen mit flüssigen Vitaminen

zu befüllen. Dafür sind lediglich vier

der peristaltischen Abfülleinheiten notwendig,

denn jeder Pumpenkopf versorgt zwei

Bahnen. Jeweils 10 ml flüssiger Vitamine

werden in der Regel parallel in die Stickpacks

abgefüllt, bevor diese durch die Anlage

versiegelt werden. Bedient wird die Abfüllung

über eine Flexicon MC12, die sich

für die Steuerung von bis zu 16 Pumpen an

einer Abfüllanlage eignet. Angesprochen

wird sie durch ein 4–20-mA-Signal.

Vielseitig und zuverlässig

Die Flexicon PD12I ist eine vielseitige peristaltische

Abfülleinheit für Fördermengen

von 0,1 bis 250 ml. Sie überzeugt durch eine

01 Bedient wird die Abfüllung über eine

Flexicon MC12, die sich für die Steuerung von

bis zu 16 Pumpen an einer Abfüllanlage

eignet

außergewöhnliche Füllgenauigkeit von ±1 %

bei Fördermengen von 0,1 bis 0,5 ml bzw.

± 0,5 % bei Fördermengen ab 0,5 ml. Änderungen

der Abfüllmenge lassen sich dabei

durch einen Schlauchwechsel innerhalb

von weniger als einer Minute realisieren.

Die PD12I garantiert ein absolut tropffreies

Abfüllen, was beim Befüllen von Portionsbeutel

von besonderer Bedeutung ist, da

Tropfen Probleme beim Versiegeln verursachen

können.

Ausgestattet ist sie mit einem Pumpenkopf

mit insgesamt zwölf Rollen, der einen besonders

schnellen Schlauchwechsel ermöglicht.

In der Regel werden zwei Schlauchelemente

mittels eines Y-Verbinders zu einem Förderstrom

vereinigt. Dadurch wird trotz einer

erhöhten Förderrate eine nahezu pulsationsfreie

Förderung erreicht. Falls gewünscht,

02 Die Flexicon PD12I ist eine vielseitige

peristaltische Abfülleinheit für Fördermengen

von 0,1 bis 250 ml

können – wie im Falle von Technikon – die

beiden Schläuche jedoch auch problemlos

unabhängig voneinander als getrennte Förderkanäle

verwendet werden. Jeder der vier

PD12I kann dadurch zwei Stickpacks parallel

befüllen, der Ausstoß wird so verdoppelt.

Durch geringfügige Modifikationen an den

Standardmodellen der PD12I konnte die

Leistung der Anlage von Technikon auf

400 Abfüllungen pro Minute gesteigert werden.

Dabei variieren die abgefüllten Mengen

zwischen 4 und 25 ml, eine durchschnittliche

Charge umfasst ungefähr 1000 l.

Die durch den Einsatz der Flexicon

Dosier einheiten modifizierte Anlage ist eine

von insg. zwei Produktionslinien für die

Pharmaindustrie nach GMP-Standard.

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TOP-THEMA I PUMPEN

Spezielle Pumpen-Bauform verringert

Wartung

Für Pumpsysteme hat Netzsch das „Full Service in Place“ (FSIP)

Konzept entwickelt. Damit werden Eingriffe in die Pumpentechnik

ohne einen Ausbau aus der Leitung ermöglicht. Herzstück der

Nemo-Exzenterschneckentechnologie ist die präzise Geometriepaarung

eines feststehenden Stators mit einem sich darin oszillierend

drehenden Rotor. Durch die exakte Abstimmung beider

Kompo nenten

ergeben sich bei

der Rotation

Förderkammern,

in denen das

Medium schonend

und pulsationsarm

von der Saug- zur

Druckseite bewegt

wird. Viskosität

und Konsistenz

des Stoffes sind dabei für die Pumpenleistung unerheblich. Zudem

gewährleistet die dichtende Linie zwischen Rotor und Stator, die

sich über deren ganze Länge zieht, dass die Kammern in sich

abgeschlossen sind. Auf diese Weise werden nicht nur

Druckschwankungen vermieden, gleichzeitig wird auch eine hohe

Dosiergenauigkeit von unter 3 % erreicht. Die transportierte

Menge an Fördergut lässt sich dadurch in Abhängigkeit von der

Drehzahl stufenlos regulieren, je nach Situation kann sogar direkt

aus der Pumpe dosiert werden.

www.netzsch.com

Hochverschleißfeste Pumpe fördert

abrasive Güter

Düchting hat das Programm

der einstufigen KBPL-Kreiselpumpen

von Habermann

übernommen. Die als

„Saugbaggerpumpe“ weltweit

bekannte Pumpenserie

wurde konstruktiv überarbeitet,

in einigen Punkten

optimiert und an den

anspruchsvollen Produktstandard

des Herstellers angepasst.

Sie steht jetzt als WRX-Serie

zur Verfügung. Die Bezeichnung

„Saugbaggerpumpe“ bringt

die Eigenschaften der WRX-Serie deutlich

zum Ausdruck, denn diese Pumpenbaureihe

wurde für härteste Beanspruchungen

und abrasives Fördergut entwickelt. Sie ist sehr widerstandsfähig

sowohl gegenüber Gleitverschleiß, als auch gegenüber starken

Schlagbeanspruchungen durch Grobkorn bzw. Festkörper. Zu den

konstruktiven Kennzeichen der einstufigen Kreiselpumpen

gehören großzügig dimensionierte Wandstärken sowie Schleißwände

auf der Saug- und Antriebsseite. Auch das geschlossene,

wahlweise zwei- oder dreischaufelige Laufrad ist von Grund auf

für raue Beanspruchungen konzipiert. Die Wellenabdichtung

erfolgt wahlweise über eine hydraulisch entlastete Stopfbuchse

oder eine Gleitringdichtung.

www.duechting.com

Größere Drehkolbenpumpen mit höherer

Leistung

Aufgrund der hohen

Nachfrage am Markt

stellt Vogelsang eine

größere Baureihe der

Drehkolbenpumpe

IQ-Serie vor. Diese

stärkere Reihe erreicht

Förderleistungen bis

154 m³/h und Drücke

bis 7 bar. Die Anzahl der wesentlichen Ersatzteile wurde bei der

neuen Baureihe auf die Hälfte reduziert, sodass sich der Zeitaufwand

für den Austausch von Verschleißteilen deutlich verringert.

Da sich die Pumpkammer mit wenigen Handgriffen demontieren

lässt, sind die Förderelemente für Service- und Wartungsarbeiten

leicht zu erreichen. Erstmals für die Abwasserbranche stellt

Vogelsang die Exzenterschneckenpumpe CC (CavityComfort) vor.

Im Vergleich zu konventionellen Exzenterschneckenpumpen lässt

sich der Platzbedarf und die benötigte Zeit für Service- oder

Wartungsarbeiten um bis zu 50 % reduzieren. Es müssen weder

die Rohrleitung demontiert, noch viele Teile einzeln ausgebaut

werden. Die gesamte rotierende Einheit oder auch nur Rotor und

Stator können komplett durch eine neue Einheit ausgewechselt

werden. Die Pumpen werden mit Förderleistungen bis zu

225 m³/h bei Spitzendrücken bis zu 12 bar angeboten.

www.vogelsang-gmbh.com

Pumpenzustand einfach online

überwachen

Grundfos hat ein pumpenspezifisches Remote Management GRM,

ein leistungsfähiges Internet-basiertes Tool zur Fernsteuerung und

Fernüberwachung von Pumpen und Systemen, entwickelt, um

den Fernzugriff zu ermöglichen. Dazu sind die Pumpen, Sensoren

und Regelungssysteme

mit einem

Datenlogger

verbunden, der

mehrfach am Tag

die gesammelten

Daten drahtlos per

Mobilfunk (GPRS

oder GSM) zu

einem zentralen

Server sendet – als

Ergebnis erhält der

Betreiber eine

Internetseite mit

einem vollständigen Überblick über den Zustand seiner installierten

Pumpen. Mit einem Smartphone, Tablet oder PC mit

Internet-Zugang können Anwender sich jederzeit und überall per

Internet auf die passwortgeschützte Bedienoberfläche des GRM

einwählen. Das Tool liefert eine Übersicht über alle Pumpen und

Installationen des angeschlossenen Systems. Dabei hat man

Zugriff auf Daten wie Betriebsstunden, Betriebspunkte, Sollwerte,

Sensorwerte, Berichte, Trends, Alarme, Warnungen etc. In

bestimmten Fällen kann auch per Fernüberwachung eingegriffen

werden, beispielsweise wenn der Motorschutz ausgelöst hat und

der Motor über die Remoteverbindung neu gestartet werden muss.

www.grundfos.de

26 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


PUMPEN I TOP-THEMA

Turbopumpen für

hohen Gasdurchsatz

www.ksb.com

Effiziente Hochdruckpumpe

Als Ergänzung des bestehenden vertikalen Hochdruckpumpen-Programms

bringt KSB die Movitec 125 auf den Markt. Dabei handelt es sich um mehrstufige

Kreiselpumpen zur Förderung von Flüssigkeiten. Bei der Konstruktion der

neuen Aggregate legten die Entwickler besonderen Wert auf einen sehr guten

hydraulischen Wirkungsgrad. Dieser liegt bei der Verwendung von vollen

Laufrädern bei über 80 %. Die maximale Fördermenge der Baureihe liegt bei

192 m³/h. Die Förderhöhe beträgt maximal 125 m. Die zulässige Fördermedientemperatur

sollte – 20 °C nicht unterschreiten und 120 °C nicht

überschreiten. Als Antriebe der neuen Aggregate kommen standardmäßig

zweipolige IE3-Motoren von 15 bis 45 kW zum Einsatz. Dank mediumgeschmierter

Gleitlager aus Wolframkarbid, gegossenen Sockeln und verwindungssteifen

Druckmänteln mit gekammerten O-Ring-Dichtungen sind die

Pumpen sehr robust und zuverlässig. Dazu tragen auch die korrosionsfesten

Hydraulikteile aus Edelstahl bei.

Mehr als nur Pumpen

Die ATH-M Turbopumpen von

Pfeiffer Vacuum erreichen

einen Gasdurchsatz von über

5000 sccm für Stickstoff bei

unbeheizten Anwendungen.

Darüber hinaus bieten sie mit

1500 sccm einen hohen

Durchsatz für Argon sowie

eine Pumpenbetriebstemperatur

von 65 °C bei korrosiven

Anwendungen. Die Pumpen

können mit hohen Temperaturen

von bis zu 85 °C für

höchst aggressive

Anwendungen und sensible

Prozesse eingesetzt werden,

bei denen Nebenproduktablagerungen

kritisch sind. Sie

sind mit integrierten Antriebselektroniken

ausgestattet und

verfügen dadurch über eine

kleine Aufstellfläche und eine

einfache Plug-and-Play-Installation.

Die Gesamthöhe des

Modells mit DN 320 Flansch

beträgt weniger als 400 mm.

Dank der neuen Elektronik

können die Pumpen innerhalb

von 8 min gestartet und

gestoppt werden. Die aktiven

Magnetlager sorgen für einen

verschleißfreien und durch

eine automatische Unwuchtkompensation

für einen

vibrationsarmen Lauf der

Pumpen. Sie sind wartungsfrei

und kommen ohne Schmiermittel

aus. Dadurch sind eine

kontinuierliche Stabilität des

Rotors und ein zuverlässiger

Betrieb gewährleistet. Für die

neuen ATH-M Pumpen sind

daneben ein niedriger Energieverbrauch

bei Nenndrehzahl

und der geringe Kühlwasserverbrauch

(1 l/min)

kennzeichnend.

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Damit nichts überläuft.

Die neuen FLUX Durchflussmesser FMO gewährleisten ein

exaktes Abfüllen dünnflüssiger bis hochviskoser reiner Medien

und sind z. B. mobil mit FLUX Fasspumpen einsetzbar oder

stationär in Rohrleitungen. Sie eignen sich für Durchflussmengen

von 0,09 -380 l/min und sind als Impulsausführung sowie mit

integrierter Auswerteelektronik FLUXTRONIC ® erhältlich.

Damit wissen Sie genau was läuft.

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TOP-THEMA I PUMPEN

Leistungsstarke und wartungsarme

Schlauchpumpen

Die Dosierpumpen-Reihe Qdos von

Watson-Marlow wurde um das Modell

Qdos 120 erweitert. Die Baureihe bietet

nun Fördermengen bis zu 120 l/h bei

einem Druck bis zu 7 bar. Die Pumpen

kommen ohne Zusatzgeräte wie Ventile

oder Pulsationsdämpfer aus. Einziges

Verschleißteil ist der Renu-Pumpenkopf,

der sich in wenigen Minuten austauschen

lässt. Dank der Fördergenauigkeit

von ±1 % und der Wiederholbarkeit von ±0 ,5 % wird der Chemikalienverbrauch

optimiert. Die Steuerung erfolgt über eine menügesteuerte,

intuitive Benutzeroberfläche mit 3,5"-TFT-Farbdisplay

mit gut sichtbaren Statusanzeigen.

www.watson-marlow.com

Schwefelsäure-resistente Pumpen aus

Hastelloy

CP Pumpen hat den Auftrag erhalten fünf ihrer magnetgekuppelten

MKP Pumpen an einen Kunden aus den Beneluxstaaten zu

liefern. Die Pumpen erbringen eine Leistung von 250 bis 500 m 3 /h

bei einer Förderhöhe von 17 – 31 m. Hergestellt aus reinem

Hastelloy, sind sie vorgesehen, eine der aggressivsten Flüssigkeiten

– 98,5 % Schwefelsäure mit einer Maximaltemperatur von

100 °C – zu fördern. Die Schwefelsäure-Pumpen müssen

zuverlässig und sicher arbeiten, um jeglichen Stillstand zu

vermeiden. Das Pumpendesign, basierend auf einem einzigartigen

Antriebsprinzip, ist besonders robust und zuverlässig.

www.cp-pumps.com

Wartungsfreundliche

Exzenterschneckenpumpe

Für die Förderung der im

Verlauf der Aufbereitungsstufen

anfallenden Schlämme

bietet die Pumpenfabrik

Wangen eine Vielzahl

unterschiedlicher Pumpenbaureihen

an. Mit der

Pumpenbaureihe Xpress

wurden die Anforderungen

der Schlammbehandlung vor

der Entwässerung jetzt optimiert. Diese Baureihe wurde speziell

entwickelt, um bei Serviceeinsätzen die Zeiten extrem zu verkürzen

und somit Kosten zu reduzieren. Die Pumpe schafft diese Herausforderung

selbst bei geringen Platzverhältnissen dank Service in

Place. Durch das neuartige X-Lift Schnellwechselsystem des

Herstellers verbleibt bei einem Wechsel der Verschleißteile das

Sauggehäuse an der Rohrleitung, ebenso bleiben die Rohrleitungen

an Ort und Stelle. Das erleichtert die Arbeit auch an weniger gut

zugänglichen Stellen und ermöglicht, die typischen Wartungsarbeiten

schnell, effektiv und direkt vor Ort durchzuführen.

www.wangen.com

Pumpe zum horizontalen Fördern

Die horizontal aufgestellte, äußerst

kompakte Containerpumpe Miniflux ist

ab sofort auch für den Einsatz im

Ex-Bereich (Zone 1) zugelassen. Sie

wurde zum Entleeren von IBCs über

deren Bodenauslauf entwickelt und ist

eine Alternative zu vertikalen Pumpen.

Wenn IBCs nicht oder nur mit viel

Aufwand von oben zugänglich sind,

ermöglicht dieses Gerät das Pumpen

direkt am Bodenauslauf. Sie eignet sich für Medien mit einer

Viskosität bis zu 1000 mPas. Im Vergleich zum Abfüllen über den

Auslaufhahn lässt sich durch den Einsatz der Containerpumpe

erheblich mehr Förderstrom und Förderhöhe erreichen. So

können – abhängig von Medium und Motor – bis zu 240 l/min

abgefüllt oder eine Förderhöhe von bis zu 13 mWs erzielt werden.

Durch die Konstruktion mit Gleitringdichtung wird der Mediumbereich

zum Antrieb der Pumpe hin abgedichtet. Die nur 136 mm

lange Pumpe wiegt gerade einmal 1,2 kg und ist daher äußerst

platzsparend und handlich.

www.flux-pumpen.de

Pumpenspektrum um Doppelschraubentechnik

ergänzt

Fristam ergänzt sein Spektrum hygienischer

Kreisel- und Verdrängerpumpen um Förderaggregate

mit Doppelschraubentechnik. Es sind

mehrere Baugrößen der neuen Baureihe

verfügbar. Basierend auf Erfahrungen aus

zahllosen Projekten und Feedback von Kunden,

legten die Ingenieure des Unternehmens bei der

Entwicklung der FDS Pumpen besonderen Wert

auf eine einfache, robuste und wartungsarme Konstruktion. Die

Verdrängerpumpe eignet sich zur Förderung hochviskoser Medien.

Gleichzeitig ist die Baureihe jedoch in der Lage, sehr hohe

Drehzahlen zu realisieren. Sie ist darüber hinaus sterilisierbar. Die

gesamte Baureihe besteht aus vier Baugrößen. Der maximale

Förderdruck liegt bei 25 bar, die maximale Fördermenge bei etwa

180 m 3 /h. Anschlüsse stehen bis DN 150 zur Verfügung. Die Pumpe

kann horizontal, vertikal oder seitlich montiert werden. Sie ist mit

einfach- und doppeltwirkenden Gleitringdichtungen erhältlich.

www.fristam.de

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Mit dem WOB-L Kolbenkompressor 2380 erweitert Thomas

das Portfolio seiner Alu-Kompaktkonstruktionen.

Die ölfreie Druck- und Vakuumpumpe verfügt

über einen hohen Durchfluss und ist vielfältig

einsetzbar. Die 2380 bietet einen max. Druck

von fast 7 bar mit einem Volumenstrom von

65 l/min. Die Pumpen sind belüftet und

verfügen über einen monolithischen, aus einem

Stück gegossenen, Pumpenkopf. Durch das

kompakte Design ist die Serie z. B. in der Verpackungsindustrie

und der Umwelttechnik einsetzbar.

www.gd-thomas.com

28 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


PUMPEN I TOP-THEMA

Schmierfreie Kunststoffe für die

Pumpentechnik

Hydraulische und pneumatische

Pumpen sorgen in

Maschinen und Anlagen für

die Bewegung. Entsprechend

hoch sind die Anforderungen

an die verbauten Maschinenelemente,

da ein Ausfall

dieser Komponenten den Stillstand einer ganzen Maschine

bedeuten kann. Igus bietet verschiedenste trockenlaufende und

wartungsfreie Produkte aus reibungsoptimierten Kunststoffen für

diese Anwendungen an und bietet Betreibern Planungssicherheit

durch berechenbare Lebensdauer der Produkte. Sie sind leicht,

verschleißfest, bieten eine hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit

und müssen nicht gewartet werden, dies sind

Eigenschaften, durch die sich die Kunststoffe für die Bewegung,

auszeichnen. Sie bieten sich somit für den Einsatz in verschiedensten

Arten von Pumpen an.

www.igus.de

Exzenterschneckenpumpen fördern

Schlämme

Mit einem umfassenden Produktprogramm

an Exzenterschneckenpumpen

ergänzt Sulzer sein Angebot für

Klärwerke. Die Pumpen sind für alle

Arten von Schlamm geeignet, die in

kommunalen oder industriellen Kläranlagen

anfallen. Zusammen mit den Exzenterschneckenpumpen

und Mazeratoren bietet Sulzer auch Ersatzteile für

Exzenterschneckenpumpen anderer Hersteller an. Die Pumpen

decken den gesamten Bereich der Schlammbehandlung ab (max.

Förderstrom 440 m 3 /h, max. Druck 72 bar). Der Hersteller kann

damit Komplettpakete für Kläranlagen anbieten, bei denen der

Betreiber nur noch einen Ansprechpartner hat. Dies reicht von

der Auslegung über die Installation und Inbetriebnahme bis hin

zur energiesparenden Optimierung und zur zustandsabhängigen,

planbaren Wartung. Auch Mazeratoren in Rohrleitungs- und

Kanalausführung sind jetzt erhältlich.

www.sulzer.com

Hochdruckanwendungen mit Membranpumpen

meistern

Almatec stellt zwei Druckluft-Membranpumpen-Baureihen

für sichere

Hochdruckanwendungen bis 15 bar vor:

AHD mit interner Druckübersetzung und

AHS ohne interne Druckerhöhung. Die

AHD-Pumpen sind in drei Baugrößen

mit maximalen Fördermengen von 4 bis 20 m³/h erhältlich. Sie

erzielen bei einem Antriebsdruck von max. 7 bar durch die innere

Druckübersetzung einen Förderdruck von 15 bar. Die zwei

Baugrößen der Baureihe AHS erzielen einen maximalen Antriebsund

Förderdruck von 15 bar.

www.almatec.de

Sonderpumpen in Food und Pharma

Die Qualitäts- und Hygieneanforderungen

verschärfen sich

in den Bereichen Food,

Beverage und Pharma ständig.

Das führt dazu, dass Standardprodukte

unter Umständen

nicht immer ausreichend sind.

Die Spezialisten der Innovative

Systems GmbH (ISG)

entwickeln passende Produkte für ihre Kunden. Die ISG behält

bei der Suche nach den individuellen System- oder Komponentenlösungen

auch wirtschaftliche und technische Gesichtspunkte

im Auge. Kunden profitieren vom umfassenden Expertenwissen.

www.xylemwatersolutions.com

SORTIMENT

ERWEITERT!

Jetzt mit Qdos 120

DIE präzisen und

vielseitigen Dosierpumpen

• Weniger Chemikalienkosten

durch hochpräzise Dosierung

• Direkter Einbau in die Anlage

ohne zusätzliches Zubehör

• Die neue Qdos 120 erweitert das

Sortiment: Fördermengen von 0,1

bis 2.000 ml/min bei bis zu 7 bar

R EVOLUTIONÄRE

Gekapselte Einzelkomponente,

werkzeugfreie War t ung

unter e i n e r M i n u te

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VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 29


KOMPONENTEN UND SYSTEME

Christopher Monka

Das Befüllen und Entladen

großer Speicher von

Schuttgütern ist komplexer als

es auf den ersten Blick erscheint.

Dabei ist es zunächst einmal

unerheblich, ob es sich um einen

Kohlebunker, einen Getreidesilo,

einen Speicher für alternative

Brennstoffe oder um

prozessaktivere Speicherumgebungen

handelt.

Keine Angst vor Blockaden

Sicherheitskupplungen in Zellenradschleusen

Die Herausforderungen, sowohl beim

Befüllen als auch beim Entladen von

Schüttgütern, sind unterschiedlich. Zunächst

einmal kommt es darauf an, das

Medium volumetrisch kontinuierlich fördern

zu können. Je größer der Speicher,

desto größer ist für gewöhnlich auch der

Druck, der am Auslass auf dem Speichermedium

lastet. Maßgeblich ist aber das

Fließverhalten, das, je nach Schüttgut, völlig

unterschiedlich sein kann. Anders als bei

Flüssigkeiten herrscht bei Schüttgütern keine

lineare Druckzunahme innerhalb des

Speichers. Die Kontrolle über den gewünschten

Ausflussvolumenstrom übernehmen an

dieser Stelle Zellenradschleusen. Diese werden

normalerweise am Ein- bzw. Austritt

des Materialspeichers angeflanscht und

verfügen ebenfalls über eine Ein- und Austrittseite.

Das Funktionsprinzip ist im Grunde sehr

einfach: ein in einem Käfig laufender Rotor

wird elektromechanisch angetrieben. Auf

dem Rotor sind in regelmäßigen Winkelabständen

parallel zur Drehrichtung Bleche

befestigt, die die Rotortaschen bilden. Das

Material fällt mittels Druck und Schwerkraft

Autor: Christopher Monka, Gebietsverkaufsleiter

Vertriebsbüro Nord-West, R+W Antriebselemente

GmbH, Klingenberg

vom Ausgang des Materialspeichers durch

die Eingangsseite der Schleuse in die Rotortasche.

Durch die Drehung des Rotors und

der dadurch resultierenden Fliehkraft wird

das Material auf der Schleusenausgangsseite

aus der Rotortasche wieder abgegeben.

Drehzahl und Taschengröße des Rotors

kontrollieren den Förderstrom eines Schüttguts

präzise. Für komplexere Anwendungen

bildet die Zellenradschleuse auch

gleichzeitig den Luftabschluss. Mühlenkammern

z. B. werden nicht selten im Unterdruck

betrieben. Damit so wenig

Falschluft wie möglich in den Mahlkörper

gelangt, übernimmt die Zellenradschleuse

auch diese Aufgabe.

Schutz vor Schäden

und Stillstandszeiten

Je nach zu transportierendem Material

kann es vorkommen, dass der Rotor blockiert.

Sei es durch verklumpen oder gar

durch eingebrachte Fremd- beziehungsweise

Störstoffe. Eine solche Blockade führt

zwangsläufig zu einem enormen Anstieg

des eingeleiteten Drehmoments, was nicht

selten ursächlich für Schäden am Getriebe

oder Schleusen rotor ist. Neben dem damit

verbundenen Produktionsausfall bedeutet

dies auch unnötige Kosten für den Austausch

defekter Antriebskomponenten.

Unnötig deshalb, weil der Klingenberger

Kupplungsspezialist R+W eben diesen

Fällen perfekt vorbeugen kann. Eine passende

Überlastkupplung für solche Einsatzzwecke

bietet sich zum Beispiel mit

dem Modell vom Typ Servomax ES2.

Die ES2 besteht im Wesentlichen aus den

zwei Naben einer klassischen Klauenkupplung.

Zwischen den Naben sitzt ein flexibles

Ausgleichselement aus hochwertigem

Kunst stoff. Dieses ist in unterschiedlichen

Shore-Härten erhältlich und in der Lage

,prozessbedingte Fluchtungstoleranzen

zwischen An- und Abtriebswelle ausgleichen

zu können. In einer der beiden Kupplungsnaben

ist jedoch zusätzlich noch die

Funktion der Sicherheitskupplung integriert.

Diese arbeitet spielfrei nach dem

feder vorgespannten Kugel-Rast-Prinzip.

Über spezielle Tellerfedern wird ein System

aus Stahlkugeln im Grundkörper der Kupplung

verspannt und liefert somit die Basis

für den Kraftfluss. Sobald das an dieser Stelle

anliegende Drehmoment einen voreingestellten

Wert erreicht, wird im Bereich weniger

Millisekunden der Kraftfluss zwischen

Motor und Getriebe auf rein mechanische

Weise vollständig und dauerhaft entkoppelt.

Das Trennmoment der Kupplung wird

nach Kundenvorgabe werksseitig voreingestellt

und kann auf Wunsch jederzeit mit

30 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


01

01 Die Überlastkupplung schützt

bei einer Blockade des Rotors das

Getriebe vor Schäden

02 Bei größeren Drehmomenten

dient die Kupplung vom Typ

Torqset ST2 als Not-Abschaltung

03 Das flexible Ausgleichselement

zwischen den Naben der

ES2-Kupplung ist in verschiedenen

Shore-Härten erhältlich

03

02

wenigen Handgriffen innerhalb eines

vorge gebenen Bereichs nachjustiert werden.

Die unterschiedlichen Baugrößen erlauben

eine flexible Anpassung an die jeweilige

Einbau situation.

Neben der beschriebenen „Freischaltfunktion“

zur vollständigen Entkopplung mit

manueller Wiederinbetriebnahme, existieren

für jede ES2-Baugröße darüber hinaus

noch weitere Funktionsprinzipien. So rastet

eine Kupplung mit „winkelsynchronem

Funktionsprinzip“ nach dem Auslösen

selbstständig wieder ein, sofern das zulässige

Drehmoment im Antriebsstrang wieder anliegt.

Das Wiedereinrasten erfolgt dabei automatisch

an nur einem Punkt bzw. nach exakt

einer 360 °-Drehung. Ebenso funktioniert

eine Kupplung mit „durchrastendem Funktionsprinzip“.

Nur rastet diese nicht erst nach

einer vollen Um drehung wieder ein, sondern

kann optional alle 30, 45, 60, 90 oder

120 ° ihren Betrieb automatisch wieder aufnehmen.

Mit der „gesperrten Version“ steht

zudem ein weiteres Funktionssystem zur

Verfügung, bei dem sich die An- und Abtriebsseite

im Überlastfall nur um einige

Winkelgrade verdrehen und somit eine Lastsicherung

garantiert wird.

Für größere Drehmomentbereiche empfiehlt

sich das Modell der Torqset ST2. Vom

Prinzip her ähnlich aufgebaut, bietet diese

Kupplung Auslösemomente von 200 bis

165 000 Nm. Wo in früheren Zeiten Brechoder

Scherbolzenkupplungen zum Einsatz

kamen, arbeitet dieses Modell heute zuverlässig

als kontrollierbare Not-Abschaltung.

Auch hier liegt der Vorteil in einem geringen

Wartungsaufwand sowie einer einfachen

Bedienung: Nach dem Auslösen im Crashfall

müssen lediglich beide Kupplungshälften

wieder auf ihre Markierung passend

zueinander gedreht werden. Mithilfe eines

Schlags mit dem Schonhammer auf die am

Umfang eingebauten Schaltelemente ist die

Kupplung dann im Handumdrehen wieder

betriebsbereit. Anders als bei herkömmlichen

Brechbolzen- oder Fluidkupplungen

ist zusätzliches Verbrauchsmaterial wie

Bolzen, Öl oder Spezialpumpen dabei nicht

erforderlich. Ein Reset bzw. Wiedereinsetzen

kann somit auch von Nicht-Fachpersonal

schnell und unkompliziert erfolgen.

Des Weiteren bietet sowohl die Servomax

ES2 als auch optional die Torqset ST2

die Möglichkeit einer Zustandsüberwachung.

Beim Auslösen der Kupplung erfolgt

die axiale Bewegung eines Bauteils.

Diese mechanisch erzeugte Zwangsbewegung

kann mithilfe eines externen Näherungsschalters

für den weiteren Steuerungsprozess

abgefragt werden. Trotz ihrer

kompakten Bauweise sind die Servomax

ES2 und die Torqset ST2 auch für raue

Umgebungen bestens geeignet. Optionale

Features wie Speziallager, zusätzliche Abdichtungen

oder Ausführungen in Edelstahl

oder für Atex-Umgebungen machen

diese Kupplungen zu einem Sicherheitselement

für nahezu jeden Antrieb in jeder

Umgebung.

www.rw-kupplungen.de

Vakuumfördertechnik und innovative

Lösungen für das Schüttguthandling

Produktaufgabestationen

Systeme

zum staubfreien Entleeren von

Säcken, Fässern, Big-Bags;

Produktabsendestationen;

Lösungen für das Containment

Lösungen

zum Absaugen, Entnehmen

und Zuführen von Schüttgütern

aller Art aus einer Hand:

• Vakuumförderer

• stationäre/mobile Hubsäulen

• Wiege- und Dosiersysteme

• Klumpenbrecher

• Schwerpunkte ATEX,

cGMP, HEPA ...

VOLKMANN GmbH,59494Soest/Germany, Tel.+49(0)292196040

www.Volkmann.eu

Starke Ideen fürs Schüttguthandling


KOMPONENTEN UND SYSTEME

Energieeffiziente Antriebslösungen für

die Wasserwirtschaft

Weg zeigte auf der Ifat eine große Bandbreite an energieeffizienten

Antriebslösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Wenn

sie richtig eingesetzt werden, können diese Unternehmen dabei

unterstützen,

den Energieverbrauch

ihrer

Anlagen und

damit die

Betriebskosten

zu reduzieren

sowie die

Produktivität

durch geringere

Ausfallzeiten zu

steigern. Ein

Highlight war das neu entwickelte Getriebemotoren-Programm

WG20, das Stirnrad-, Flach- und Kegelstirnradgetriebe mit

robusten Aluminiumdruckguss-Gehäusen für Nennmomente von

50 bis 600 Nm umfasst. Darüber hinaus zeigt der Antriebsspezialist

effiziente Niederspannungsmotoren der Baureihe W22 in den

Energieeffizienzklassen bis IE4, sowohl in explosionsgeschützter

als auch in Standard-Ausführung. Ergänzt wird das Portfolio durch

kompakte Standardindustriemotoren der Baureihe W50 für den

Leistungsbereich von 90 bis 1 280 kW, die sich besonders zum

Antrieb von Pumpen, Lüftern und Kompressoren eignen.

www.weg.net

Schraubenverdichter mit neuem

Antriebskonzept

Die Robuschi Robox energy

Schraubenverdichter von

Gardner Denver für den

Niederdruckbereich ermöglichen

erhebliche Energieeinsparungen

im Vergleich zu

den in Kläranlagen weit

verbreiteten Drehkolbengebläsen.

Der Direktantrieb

mit Permanentmagnetmotor

reduziert den Energieverbrauch

um bis zu 30 %.

Weitere 30 % Einsparpotenzial

können durch den

Einsatz der „Smart Process

Control“ Steuerung erschlossen werden. Diese Baureihe nutzt

erstmals konsequent die Möglichkeiten der getriebelosen,

direkten Antriebstechnik mit Permanentmagnetmotoren. Der

Vorteil dieser Synchronmotoren ist ihre sehr gute Regelbarkeit

innerhalb eines großen Drehzahlbereiches bei gleichbleibend

hohem Wirkungsgrad. Die neu entwickelte Baureihe startet mit

vier Baugrößen. Die Anlagen mit Motorleistungen von 34, 50, 84

und 135 kW erreichen ein Fördervolumen von 1030 bis 4250 m 3 /h

in einem Druckbereich von 250 bis 1000 mbar (g).

www.robuschi.de

Kugelhähne widerstehen harten

Betriebsbedingungen

sunderdiek.de

Problemlos durch

Extrem-

situat

tionen

… höchste Betriebssicherheit

…geeignet für Temperaturen

vonbis zu 550°C

DIAM 2016 - ZENITH Kulturhalle München

14.-15. September 2016

Stand B19

…widersteht

aggressiven Medien

…reinmetallische

Dichtsysteme

Hartmann Valves GmbH

+495085 9801-0

info@hartmann-valves.com

www.hartmann-valves.com

Maßgeschneiderte

Kugelhähne

für besondere

Anforderungen

AS-Schneider hat sein umfassendes Produktprogramm jetzt um

die KB- und KC-Kugelhahn-Baureihe mit Bohrungsdurchmessern

von 14 und 20 mm erweitert. Die Kugelhähne sind speziell für den

anspruchsvollen Einsatz in der Öl-, Gas- und Prozessindustrie

geeignet und erfüllen in der Standardausführung bereits alle

aktuellen Anforderungen bezüglich Dichtheit und Sicherheit. Die

beiden neuen Kugelhahn-Baureihen punkten vor allem durch

ihre robuste und durchdachte Bauweise: Eine schwimmend

gelagerte Kugel erlaubt auch bei schwierigen Betriebsbedingungen

eine niedrige Betätigungskraft. Damit es bei Temperaturschwankungen

oder Spannungsverlusten zu keinen undichten

Stellen kommt, sind die Armaturen mit einer vollmetallischen

Dichtung zwischen Gehäuse und Einschraubstück ausgestattet.

Sie halten einem Druck bis zu 420 bar und Temperaturen

zwischen – 30 und + 232 °C stand.

www.as-schneider.com

32 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016

Hartmann.indd 1 12.07.2016 13:39:56


KOMPONENTEN UND SYSTEME

Membranventil trotzt allen Einflüssen

In der Korrosionsprüfanlage „Kopra“ der TSE-Systeme gewährleistet

das neue Membranventil Typ 604/605 von

GF Piping Systems den sicheren Betrieb mit stark aggressiven

Medien. TSE-Systeme entwickelt, fertigt und vertreibt manuelle,

halb- und vollautomatische Anlagen für die Nassprozesstechnik,

Ver- und Entsorgungssysteme für Chemikalien sowie Laborausstattungen.

Die

Korrosionsprüfanlage

basiert auf einem

Prototypen, der in

Zusammenarbeit mit

der Hochschule

Konstanz entwickelt

wurde.

GF Piping Systems

leistet dazu einen

wichtigen Beitrag. Die

Auswahl der richtigen Werkstoffe und Membranen für eine solche

Anlage ist besonders wichtig, da korrosionsverstärkende

Chemikalien im Testprozess eingesetzt werden, die stark

schwefelhaltige und gering schwefelhaltige Kraftstoffe simulieren.

Die verwendeten Membranventile sowie die Verrohrung inklusive

Fittings bestehen zum größten Teil aus PVDF. Als Dichtungsmaterial

kommt FPM zum Einsatz. Die Wartung der Membranventile

wird auf ein Minimum reduziert, da bei dem Vollkunststoffgehäuse

kein Nachziehen von Schrauben notwendig ist.

www.gfps.com

Kleinstfilteranlage als All-in-one-Lösung

Anwender von Kleinstfilteranlagen, die auf teuren Behälterbau

verzichten wollen und stattdessen eine All-in-one-Lösung

bevorzugen, profitieren vor allem von den Flex-on-Filterreinigungssystemen

von IMI Precision Engineering. Neben der

größeren

Variante 85890 bietet

das Unternehmen

inzwischen auch eine

kleinere und kompaktere

Variante an, die

allen derzeit gültigen

Richtlinien entspricht

und sich bereits

vielfach in der Praxis

bewährt hat. Der wohl

größte Vorteil des

Systems liegt in seiner Flexibilität: Anwender erhalten alle Teile

des Systems aus einer Hand, so entfällt zum Beispiel der oftmals

teure und aufwändige Behälterbau in Eigenregie. Das Filterreinigungssystem

85880 wird modular an die individuellen Anforderungen

der Anwender und ihrer Anlagen angepasst und lässt sich

deshalb schnell und einfach in Filteranlagen integrieren. Die

Basis des Filterreinigungssystems 85880 ist ein maximal 2000 mm

langer und 75 mm breiter Tank aus Aluminiumprofil. Dank des

hochwertigen Werkstoffs ist der Tank besonders langlebig und

korrodiert nicht.

www.imi-precision.com


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Ohne Stillstand

Schaltschranklösung erlaubt Wartung bei laufendem Betrieb und unter Atex-Bedingungen

Heiko Kurtz

Im Auftrag eines internationalen

Textilchemie-Konzerns wurde eine

maßgeschneiderte Schaltschrankplattform

für die pneumatische

Automatisierung der prozesstechnischen

Anlagen konzipiert.

Am Huntsman-Standort in Langweid am

Lech arbeiten etwa 230 Mitarbeiter, die

auf 25 Produktionslinien über 300 verschiedene

Ausrüstungschemikalien für Bekleidung,

Heimtextilien, technische Textilien

und den digitalen Textildruck herstellen.

Eine Produktionsstätte dieser Größenordnung

erfordert natürlich umfassende und

regelmäßige Wartung. Vor allem die Sicherheitstechnik

steht dabei in der chemischen

Industrie im Mittelpunkt, wo viel mit entzündlichen

und explosionsgefährlichen

Stoffen gearbeitet wird.

Autor: Heiko Kurtz, Field Segment Manager

Atex-Solutions, Christian Bürkert GmbH & Co.

KG, Ingelfingen

Vor gut einem Jahr wurde am Standort eine

Anlage, auf der 30 verschiedene Produkte

hergestellt werden, modernisiert und mit

einem neuen emaillierten Kessel ausgestattet.

Dabei wurde auch veraltete Steuerungstechnik

ausgetauscht und ein neues Prozessleitsystem

eingeführt. Mit der Aufgabe

,eine dezentrale Lösung zur Ansteuerung

der Prozessventile zu konzipieren und die

alten Schützsteuerungen abzulösen, wurden

die Fluidik-Experten von Bürkert beauftragt.

Geringer Installationsaufwand

Für die pneumatische Modernisierung der

Kesselanlage kam eine komplett vormontierte,

anschlussfertige und Atex-zertifizierte

Schaltschrank-Systemlösung für die Feldautomation

zum Einsatz. Die Zulassung zur

Errichtung in Ex-Zone 1 und die direkte Anbindung

an den neuen Leitrechner über Profibus

waren wesentliche Voraussetzungen

für die Vergabe des Auftrages.

Der eingesetzte Schaltschranktyp 8616

hat eine eigene Systemzulassung für den

Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen

der Zone 1. Die Systemzulassung

PTB 13 Atex 1010 X für den Schaltschrank

entspricht der Schutzart Ex e (Gehäuse mit

Schutzart erhöhte Sicherheit). Sämtliche

notwendige Zertifizierungen und Baumusterprüfbescheinigungen

liefert Bürkert gleich

mit. Der Kesselraum der Produktions anlage

liegt in der Zone 1, der Rest der Batch-

Anlage in der Zone 2.

Im Schaltschrank wurde das Remote-

I/O-System ET200iSP von Siemens eingesetzt.

Es ist für den Einsatz in Zone 1 zugelassen

und hat eine wichtige Besonderheit:

Innerhalb einer Schaltschrankinstallation

ist die Inte gration von fehlersicheren und

eigensicheren Signalen möglich, die Baugruppen

können also auf einer Station gemischt

werden, was eine deutliche Ersparnis

an Platz und vor allem Installationsaufwand

bedeutet. Der Verkabelungsaufwand ist

denkbar gering, da nur die Stromversorgung

und Profibuskabel angeschlossen werden

müssen. Die Kompaktlösung schickt die

Signale von der Magnetventilansteuerung

über die Ventilinseln in Zone 1 mittels Profibusansteuerung

direkt ins Leitsystem.

Weitere steuerungstechnische Funktionen

können über eigensichere digitale und analoge

I/Os mithilfe der ET200iSP kompakt

und dezentral innerhalb eines einzigen

Schrankes im Ex-Bereich abgewickelt werden.

Durch die extrem hohe pneumatische

Kanaldichte im Schrank entsteht viel elektrische

Verlustleistung auf geringem Raum,

die zu einer hohen Eigenerwärmung im

Schaltschrank führt. Dieses Problem lösen

die Systemexperten von Bürkert durch geschickte

Auswahl und Anordnung aller

Komponenten.

Im Schaltschrank für Huntsman hat Bürkert

auf der oberen Zeile alle „normalen“

pneumatischen Signale zusammengefasst.

Zusätzlich finden sich ET200iSP Karten für

digitale und analoge Ein- und Ausgangssignale.

Unterschiedliche Ventilfunktionen,

zum Beispiel 3/2-Wege und 5/2-Wege, sind

auf einer Station gemischt. Alle Signale sind

eigensicher und ein Druckschalter überwacht

die Zuluft.

Auf der unteren Zeile wurden sechs

pneumatische Segmente gebildet, die alle

über jeweils ein Sicherheitsventil vom

Typ 6518 pneumatisch versorgt im Notfall

sicher abgeschaltet werden können. Der

Typ 6518 erfüllt die Anforderung für SIL 2.

Die Blöcke können somit über ein externes

24-V-Signal abgeschaltet werden. Gleichzeitig

wird die Luftversorgung des Ventilblocks

Typ 8640 mit den Sicherheitsventilen

und den nachgeschalteten Segmenten

auf der Ventilinsel Ty 8650 per Druckschalter

überwacht.


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

02 Das modulare elektropneumatische

Automatisierungssystem Airline Ex Typ 8650

ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten

Bereichen (Zone 1/ 21) geeignet

01 Auf der oberen Schaltschrankzeile sind alle

pneumatischen Standardsignale zusammengefasst;

auf der unteren Zeile wurden sechs

pneumatische Segmente gebildet, die über ein

separates Sicherheitsventil pneumatisch

versorgt werden

03 In den alten Schränken war aufgrund der

Baugröße der Ventile nur eine begrenzte Zahl an

pneumatischen Signalen möglich

Pneumatischer Hot-Swap

Alle Signalein- und -ausgänge der ET200iSP

und alle Ventile im Schaltschrank sind eigensicher

und erlauben dadurch die Durchführung

von Arbeiten und Wartungsmaßnahmen

bei laufendem Betrieb und unter

Atex-Bedingungen. Diese hohe Verfügbarkeit

wird durch die in den Ventilgrundblock

integrierte pneumatische P-Absperrung ergänzt.

Das bedeutet: Zusätzlich zum elektrischen

Hot-Swap kann auch ein pneumatischer

Hot-Swap durchgeführt werden.

Auf den beiden ET200iSP-Zeilen im

Schrank werden sämtliche eigensichere

und fehlersichere Signale aus den Pro duktions

prozessen überwacht, verarbeitet und

an das übergeordnete Prozessleitsystem

gemeldet. Mit dem Remote-I/O-System besteht

dann eine durchgängige Lösung bis

auf die Feldebene. Prozesssignale aus dem

Feld, wie die Überwachung der Steuerluftversorgung

in den Schränken, werden

über die ET200iSP abgefragt, ebenso die

Stellungsrückmeldungen der Prozessventile

sowie Schalter und Meldeleuchten für

den Handbetrieb von Prozessventilen. Die

Ventilinsel im Schaltschrank steuert Prozessantriebe,

Kugelhähne, Klappen, Dreiwege-

und Membranventile.

Flexibilität im Schaltschrank

Für die Steuerung der pneumatischen

Funktionen setzt Bürkert den ebenfalls

Atex- zer tifizierten Ventilblock Typ 8640 ein.

Der Typ 8640 ist durch den konsequent

modu la ren Aufbau seiner pneumatischen

und elektrischen Schnittstellen zur Lösung

komplexer Steuerungsaufgaben geeignet.

Durch Anreihung der Pneumatikmodule

mit unter schiedlicher Anzahl von Ventilen

sind Ventil funktionen von 2 bis 64 auf einer

Ventilinsel realisierbar. Die Gehäuse- und

Verbindungsmodule werden aus hochwertigen

Materialien gefertigt und sind durch die

integrierte Rasttechnik einfach zu verbinden

und zu lösen.

Der Ventilblock 8640 mit 32 mm breiten

Ventilen vom Typ 6518 dient als Sicherheitsventilblock

mit gemeinsamer P-Versorgung

und Drucküberwachung zur Abschaltung

der pneumatischen Segmente auf der unteren

Zeile der Ventilinsel Typ 8650 Airline Ex

integriert in das Remote I/O-System. Die

Ventile vom Typ 6518 sind hierbei gemäß

Kundenwunsch in der Zündschutzart Ex m

ausgeführt und werden über ein externes

Steuersignal angesteuert.

Durch eine feste Verrohrung der Zuluft

im Schaltschrank bis zu den Pilotventilen

können Leckagen dauerhaft vermieden

werden und Sicherheitsrisiken wie platzende

Schläuche werden minimiert.

Als zusätzliche Rückfallebene realisierte

Bürkert auf Kundenwunsch eine sicherheitstechnische

Umschaltung. Dazu wurden

pneumatische Schrittketten integriert, die

wie in den alten Schaltschränken rein pneumatisch

betrieben werden. Sie bestehen aus

Und-Gliedern, Oder-Gliedern, pneumatischen

Folgeventilen und Druckvergleichsventilen.

Sollten Druckluft und Strom einmal

ausfallen, wird automatisch auf einen

Druckspeicher umgeschaltet und die sicherheitsrelevanten

Antriebe in der Anlage können

per Handnotschalter bedient werden.

Fotos: Bürkert, Fotolia

www.buerkert.de

VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 35


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Dadurch, dass Anlagen mit Simulatoren

vorab erprobt werden und die Bediener ausführlich

üben können, lassen sich Anlagen

meist früher als geplant in Betrieb nehmen.

Der Simulator 800xA trug maßgeblich dazu

bei, dass die Produktion im Gasfeld Ormen

Lange, einem der größten Erdgasprojekte

Europas, im Jahr 2007 drei Wochen früher

als geplant anlaufen konnte. Von dem Gasfeld,

das etwa 3000 m unter dem Meeresboden

vor der norwegischen Küste liegt,

wird das gewonnene Gas durch zwei Mehrphasen-Pipelines

zu einer Onshore-Verarbeitungsanlage

ans Festland transportiert.

Dort wird es getrocknet und verdichtet. Die

Gasverarbeitungsanlage, die Anlagen unter

Wasser und der Gasfluss durch die Pipeline

werden von ABB-Prozessleit-, Sicherheitsund

Informationsmanagementsystemen

überwacht und gesteuert. Der Simulator

800xA sorgte für täuschend echte Bedingungen:

Er nutzte die Prozessgrafiken und die

Steuerlogik des Sicherheits- und Automatisierungssystems

(SAS) der Anlage, um eine

identische Bedienumgebung und Prozesssteuerung

bereitzustellen.

Ein weiterer Pluspunkt: Modifikationen

und Optimierungen lassen sich am Simulator

durchspielen, bevor an der Anlage

teure Installationen vorgenommen werden.

So spielt der Simulator 800xA eine wesentliche

Rolle bei der Weiterentwicklung der

Förderung im Feld Ormen Lange, da er das

Design, das Engineering, die Korrektur

und das Testen neuer Prozesse und Teilsysteme

vor der Integration in das Leitsystem

ermöglicht.

Individuelle Simulation

Täuschend echt trainieren

Simulatoren nutzen das Original-Leitsystem

Rainer Hofmann

Simulatoren werden immer

beliebter: Mitarbeiter können

damit eng an der Praxis orientierte

Erfahrungen sammeln – ohne

Risiken für den Produktionsbetrieb.

Was in der Luftfahrt lange Tradition hat

– der erste Flugsimulator wurde 1909

gebaut – hält in Industriebetrieben immer

mehr Einzug. Strenge Sicherheitsanforderungen

und komplexe Prozesse sind wesentliche

Gründe für diesen Trend. ABB bietet

mit dem Simulator 800xA eine Lösung, die

sich über den gesamten Lebenszyklus eines

Automatisierungssystems hinweg bewährt.

Der Simulator lässt sich problemlos den Veränderungen

der Anlage anpassen.

Simulatoren sind sowohl beim Engineering,

Design und Testen des Systems als

auch bei der Überprüfung und Modifikation

der Steuerlogik nützlich, bevor die Anlage in

Betrieb geht. Insbesondere eignen sie sich

für Schulungszwecke: Bediener können sich

mithilfe des Simulators an einer identischen

Autor: Rainer Hofmann, ABB AG,

Frankfurt

Leitsystem-Bedienoberfläche mit der Anlage

vertraut machen. Sie lernen etwa, das Sicherheitssystem

zu steuern oder auf Störungen

zu reagieren – und das in Echtzeit.

Drei Wochen früher in Betrieb

Die Vorteile, die Betrieben durch den Einsatz

des Simulators 800xA entstehen, stellen

sich auch bei komplexen Systemen unter

Einsatz von Freelance ein, wie das Beispiel

der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH

zeigt. Der größte Hersteller für Ammoniak

und Harnstoff in Deutschland mit Sitz in

der Lutherstadt Wittenberg nutzt das ABB-

Leitsystem 800xA mit Freelance-Controllern.

Von Operator Training Simulatoren

(OTS) wie dem Simulator 800xA ist SKW

Piesteritz überzeugt: „Aufgrund der positiven

Erfahrungen mit dem OTS in unseren

Ammoniakanlagen war dessen Einführung

für die Harnstoffanlagen ein logischer

Schritt“, sagt Eberhard Hinder, Zentralbereichsleiter

Personalwesen und Organisation

bei SKW Piesteritz.

Die Verantwortlichen schilderten ABB

auf der Hannover Messe im April 2013 ihre

Vorstellungen: Sie wünschten sich Simulationen,

die zwei Harnstoffanlagen sowie

deren Prozesswasseraufbereitung und die

sich anschließende Kristallisation exakt

abbilden würden. In beiden Anlagen übernehmen

Freelance-Controller die aktive

Automatisierung. Aufgrund der Komplexität

der Anlagen und der aus ihr resultierenden

hohen Anforderungen an die Bediener

ist hier die 800xA-Benutzeroberfläche im

Einsatz. Da die Harnstoffanlagen erhebliche

Unterschiede aufweisen, benötigte

SKW Piesteritz zwei separate Simulationsmodelle.

„Eine passende Lösung hatten

wir nicht in der Schublade“, erklärt Frank

Karliczek, Key Account Manager bei ABB.

„Doch wir sind auf die Kundenwünsche

eingegangen und haben mit dem Simulator

800xA und Freelance eine maßgeschneiderte

Lösung entwickelt, die alle Anforderungen

erfüllt.“ Die Messe markierte den

Beginn des Projekts; insgesamt dauerte die

Umsetzung zwei Jahre.

Know-how vertiefen

SKW Piesteritz will den Simulator 800xA

dazu nutzen, das Anlagenregime zu opti-

36 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


Der Simulator trug maßgeblich dazu bei, dass die Produktion im Gasfeld Ormen Lange drei

Wochen früher als geplant anlaufen konnte

mieren, da sich damit gefahrlos Anlagenzustände

testen lassen. Besonders wichtig

ist dem Unternehmen jedoch die Schulung

der Bediener, da in den nächsten Jahren

viele langjährige Mitarbeiter aus dem Unternehmen

ausscheiden werden. Mithilfe

der Simulatoren will SKW Piesteritz dem

Know-how-Verlust entgegenwirken und

neue Mitarbeiter so schnell wie möglich

einarbeiten. „Unser Ziel ist es, sowohl die

Messwartenfahrer auszubilden und zu

trainieren als auch die Kenntnisse von erfahrenen

Mitarbeitern zu vertiefen“, sagt

Eberhard Hinder.

Die Herausforderung bestehe nicht nur

darin, Anlagen ökonomisch zu fahren,

sondern auch darin, sie bei Störungen

schnellstmöglich wieder zum Laufen zu

bringen. Das lässt sich bei SKW Piesteritz

am besten an Simulatoren erlernen, da in

der realen Anlage Situationen wie An- und

Abfahren oder Emergency-Shut-downs

selten vorkommen, meist nur zu den planmäßig

ein bis zwei im Jahr stattfindenden

Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Um die Trainings zu beschleunigen,

würden die Simulatoren noch mit

einer Fast-forward-Funktion ausgestattet,

erzählt Volker Albert, Business Manager

Consult IT bei ABB: „Mit ihr ist es möglich,

Prozesse bis zu fünfmal schneller ablaufen

zu lassen als in einer realen Anlage.“ Mithilfe

der Simulatoren lässt sich die Ein­

arbeitungszeit für neue Mitarbeiter verkürzen.

„Das senkt letztendlich auch Kosten“,

sagt Eberhard Hinder.

Nah an der Realität

Um optimale Trainings zu gewährleisten,

entschied sich SKW Piesteritz dafür, die

Simulation mit dem in der realen Anlage verwendeten

ABB-Leitsystem umzusetzen. So

hat der Nutzer die Bedienoberfläche, die ihm

von der täglichen Arbeit her vertraut ist.

„Entscheidend für eine nahezu perfekte Simulation

des Leitsystems und der Prozessstationen

war, dass wir eine zu fast 100 % automatische

Übernahme der Daten aus dem

Produktionssystem in das Simu lationssystem

erreicht haben“, erläutert Volker Albert.

So sind zwei Simulatoren beteiligt: Die eigentliche

Prozesssimulation der Harnstoffproduktion,

gebaut vom niederländischen

OTS-Spezialisten Protomation, mit dem

SKW Piesteritz eine gute Zusammenarbeit

pflegt, und die Automatisierung mit der

ABB-Lösung 800xA mit Freelance-Controllern.

„Die Abbildung der realen Anlage ist

hervorragend umgesetzt worden und es ist

ein Instrument entstanden, mit dem wir

unser Ziel, so realitätsnah wie möglich ausbilden

und trainieren zu können, voll erreicht

haben“, sagt Eberhard Hinder.

www.abb.de

Füllstandmessung

digital: MBA800

mba-instruments.de


Innovation-Scouts auf der

Spur von Industrie 4.0

Sie werden sich fragen, was „SUMMER of ENGINEERING“ ist – ein Camp

für Ingenieure, die einen Sommer lang Entwicklungen vorantreiben?

Viel besser: Unsere Redaktion geht den brennenden Fragen im aktuell

wichtigsten Thema nach: Industrie 4.0. Kommen Sie also mit auf die Reise

in die Welt der vernetzten Produktion.

Die Digitalisierung hält immer weiter Einzug

in unsere Industrie. Das Zukunft s projekt

Industrie 4.0 verspricht eine optimierte und

individualisierte Produktion. Industrielle

Kommunikation, modulare Automation, ITund

funktionale Sicherheit sind wesentliche

Voraussetzungen zur Realisierung. Nur mit

einer intelligenten Vernetzung von Produktion

und IT werden Unternehmen auch in Zukunft

ihren Kunden einen möglichst großen Nutzen

bieten können und den Industrie standort

Deutschland sichern. Aber nicht nur Technologien

und neue Produkte spielen dabei

eine entscheidende Rolle, sondern auch der

Mitarbeiter in der Arbeitswelt 4.0. Industrie

4.0 und Smart Production sind somit die

Top-Themen im deutschen und mittlerweile

auch internationalen Maschinenbau.

Antworten auf spannende Fragen

Mit SUMMER of ENGINEERING veranstalten

die Redaktionen der Vereinigten Fachver lage

eine multimediale Roadshow, die die Aspekte

von Industrie 4.0 und vernetzter, zukunftsfähiger

Produktion, Entwicklung und Konstruktion

aufgreift. Im Sommer 2016 reisen

mehrere Redaktionsteams quer durch

Deutsch land, besuchen innovative Unter-

nehmen und nehmen diese unter die Lupe.

Die Teams recherchieren dabei für ihre

Reportagen, Portraits, Interviews und Videos

nicht nur zu technischen Highlights, sondern

die Faszination Technik und die Menschen

und Unternehmen, die dahinter stehen,

rücken in den Vordergrund.

SUMMER of ENGINEERING ist aber noch

viel mehr. In unserem Blog und in unseren

Social-Media-Kanälen sind wir ab sofort

regelmäßig für Sie unterwegs und berichten

über Ideen, Visionen und Umsetzungen in

Sachen Industrial Internet of Things. Was

sagen Experten? Welche Umsetzungen gibt

es bereits? Was verstehen verschiedene

Berufsgruppen unter diesem Thema? Wie

wird sich die Arbeitswelt verändern? Welche

konkreten Aufgaben sind zukünftig zu lösen?

Diese und viele andere Fragen werden wir

bis Ende 2016 ausführlich beantworten.

Als Leser immer entspannt dabei

Und Sie können immer live dabei sein, wenn

unsere Innovations-Scouts für Sie wertvolle

Informationen recherchieren oder vor Ort

Experten und Unternehmen in Sachen

Industrie 4.0 auf den Zahn fühlen. Seien Sie

immer entspannt, clever und gut informiert

„on the road“. Neben uns kommen dabei

auch viele spannende Meinungsführer aus

Deutschland zu Wort – vor allem in unserem

Blog. Gehen Sie doch gleich einmal online

und schauen sich die bereits eingestellten

Artikel und Videos an. Gerne dürfen Sie uns

einen Kommentar hinterlassen oder uns

einfach nur liken, posten und empfehlen.

Wenn Sie also in Sachen „Zukunftsstandort

Deutschland“ auf dem Laufenden

bleiben wollen, dann ist der SUMMER of

ENGINEERING genau das Richtige für Sie.

Der Sommer 2016 wird jedenfalls heiß!

Auf einen Blick

Weitere Informationen erhalten Sie

über unseren Blog oder unsere

Internetseiten:

n www.summer-of-engineering.de

n www.facebook.com/

summerofengineering

n www.twitter.com/summerofengine

38 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


Der volle Durchblick –

trotz Kondensat!

Mit 80 GHz in die Zukunft: Die neue Generation

in der Radar-Füllstandmessung

Für die neueste Generation von Radarsensoren ist Kondensat kein

Thema. Der VEGAPULS 64 erfasst präzise die Füllstände von

Flüssigkeiten, unbeeinflusst von Kondensat oder Anhaftungen an

der Antenne. Er verfügt über die kleinste Antenne seiner Art und

überzeugt durch seine einzigartige Fokussierung. Einfach Weltklasse!

www.vega.com/radar


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Standorte über lizenzfreie Funkbänder

verbinden

Die Funknetzwerklösung Sam-Lan von Samson bietet eine neue,

intelligente Lösung zur drahtlosen Kommunikation, indem es

Standorte über lizenzfreie Funkbänder miteinander verbindet.

Dank ausgeklügelter

Software bilden die

eingesetzten

RF-Gateways von selbst

ein dynamisches,

flexibles Funknetz,

ohne auf externe

Anbieter angewiesen

zu sein. Das

vermaschte Funknetzwerk

überzeugt durch

Selbstkonfiguration

und Selbstheilung.

Dadurch ist das

Netzwerk robust, zuverlässig und unabhängig von Details des

Netzwerks. Die RF-Gateways und die verwendeten Funkbänder

sind darauf optimiert, dass Sam-Lan weite Funkstrecken

problemlos überwindet und auch aus Hauskellern stabile

Kommunikationsnetze bilden kann. Außenantennen sind hierfür

nicht erforderlich. Das System ist mit wenig Aufwand und ohne

Fachkenntnisse zu installieren und neue RF-Gateways gliedern

sich automatisch in ein bereits existierendes Funknetzwerk ein.

www.samson.de

Das Ganze sehen.

Direkte und genaue Messung des

Füllstands im Bezugsgefäß

Mit dem Optiwave 1010 führt Krohne

ein Radar-Füllstand messgerät für

Bezugsgefäße und magnetische

Bypass-Füllstand anzeiger ein. Das

2-Leiter FMCW Radar-Füllstandmessgerät

ist eine kosteneffektive Lösung

für die kontinuierliche Füllstandmessung

von Flüssigkeiten in Bypass-Anwendungen in verschiedenen

Branchen, z. B. Chemie, Energie, Wasser und Abwasser oder in

der Automobilindustrie. Der Optiwave 1010 kann mit den

Krohne BM 26 Advanced Bezugsgefäßen und magnetischen

Füllstandanzeigern (MLI) kombiniert werden und erweitert die

mechanischen Geräte damit um einen 4–20-mA-Hart-Ausgang.

Alternativ hierzu lässt sich das Gerät an jedes beliebige Bezugsgefäß

mit Innendurchmesser 38–56 mm / 1,5–2,2" schweißen.

Damit ist es auch die ideale Lösung für andere MLI-Hersteller, die

ihr Produkt-Portfolio hiermit um eine Option für die Radar-

Füllstandmessung erweitern können.

www.krohne.com

Radarfüllstandmessung mit 80 GHz

Vor 18 Monaten wurde der Radarsensor

für Schüttgüter VEGAPULS 69 mit großem

Erfolg eingeführt. Dieser misst mit einer

Frequenz von 80 GHz. Nun folgt der

VEGAPULS 64 für Anwendungen im

Flüssigkeitsbereich, der durch seine

einzigartige Fokussierung ein Ausrufezeichen

in der Messtechnik setzt. Selbst bei

schwierigen Verhältnissen, wie Heizschlangen oder Rührwerken

in Behältern, wird nun eine zuverlässige Messung deutlich

einfacher. Die kleinste Antenne des Gerätes ist nicht größer als

eine 1-Euro-Münze. Dadurch ist das neue Messgerät prädestiniert

für den Einbau in kleinen Behältern.

www.vega.com/radar

Bewährte pH- und Redoxmessung jetzt

auch im hygienischen Bereich

Quelle: Burckhardt Compression AG

Seminar Schwingungen an

Maschinen und Anlagen

am 25. Oktober 2016

20. Workshop

Kolbenverdichter

Vorträge · Fachausstellung · Versuchsvorführungen

26. und 27. Oktober 2016

KCE-Akademie, Rheine

KÖTTER Consulting Engineers

workshop@koetter-consulting.com

Anmeldung unter: www.koetter-consulting.com

Die neue pH-Elektrode Jumo Tecline

HY ergänzt die bewährte Elektroden-

Familie und ist speziell für den Einsatz

im hygienischen Bereich wie z. B. in

CIP/SIP-Reinigungsanlagen konzipiert.

Die Elektrode ist dabei speziell

auf extreme Prozess bedingungen ausgerichtet.

Die besonders robusten Elektroden sind speziell für

professionelle Anwendungen in der Prozess- und Industriemesstechnik

konzipiert worden. Sie sind als kombinierte Einstabmessketten

ausgeführt und liefern selbst nach CIP-Reinigung und

in-situ Sterilisationsprozessen mit Temperaturen von bis zu 135 °C

und Drücken von bis zu 6 bar zuverlässige und stabile Messwerte.

Die Redox-Variante mit robuster Platin- oder Goldkuppe liefert

sichere Messwerte und erlaubt eine einfache Reinigung.

www.jumo.net

40 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016

Kötter.indd 1 30.06.2016 13:12:14


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Sauerstoffsensoren für den Bereich von

ppm bis 95 %

Die Sauerstoffsensorserie FCX von

Pewatron deckt vier Messbereiche

ab: 0 bis 1000 ppm, 0 bis 5 %, 0 bis

25 % und 0 bis 95 %. Die einzelnen

Zirkonium-basierten Sensoren

erfüllen in ihrem jeweiligen

Messbereich hohe Anforderungen

bezüglich Genauigkeit, Signalstabilität/Reproduzierbarkeit,

Reaktionszeit und Lebensdauer.

Das Ausgabesignal liegt im

µA-Bereich und verläuft mit zunehmendem Sauerstoff gehalt

logarithmisch. Das Heizelement und der Sauerstofffühler sind

verbunden und gewährleisten so eine optimale Temperaturübertragung

und einen minimalen Stromverbrauch am Arbeitspunkt.

Durch eine am Sauerstoffsensor anliegende Spannung wird der

Sauerstoff aus einer geschlossenen inneren Kammer herausgepumpt.

Bei konstantem Gasdruck entspricht die Menge des

herausgepumpten Sauerstoffs der Menge an Sauerstoff molekülen,

die durch eine kleine Kapillaröffnung hereinströmen. Diese ist

unabhängig von der zwischen den Elektroden in einem

bestimmten Bereich angelegten Spannung.

www.pewatron.com

Sensordaten optimal nutzen

Wie die Nutzung von Sensordaten

Flexibilität und Produktivität befördern

kann, zeigt Sick. Die Daten werden live

in einer Cloud aggregiert, und

verschiedene Web-Services bieten online die Möglichkeiten voll

integrierter Lösungen. Im Fokus steht außerdem die Sicherheit bei

der Mensch-Roboter-Kollaboration: der Roboter bemerkt durch

adaptive Schutzfeldüberwachung mit Laserscannern, wenn sich ein

Mensch nähert. Ein weiterer Aspekt ist die sichere Identifizierung von

Gütern im Produktionsprozess und der Supply Chain. Sie ermöglicht

die Selbststeuerung. Diese Optimierung wird erreicht durch

Qualitätskontrolle mit einem 3-D-Sensor und einem kamerabasierten

Codeleser. Außerdem wird es um Transparenz, also die

durchgängige Rückverfolgbarkeit von Produkten mit Identifikationsund

Lokationslösungen gehen.

www.sick.de

OEM-Druckmessumformer für mobile

Arbeitsmaschinen

Eine leistungsstärkere Elektronik

kennzeichnet Wikas neuen OEM-Druckmessumformer

für mobile Arbeitsmaschinen,

Typ MH-3. Der Nachfolger des Erfolgsmodells

MH-2 verfügt zusätzlich über die Möglichkeit

der Signalbegrenzung und hat eine Diagnosefunktion.

Mithilfe der Signalbegrenzung werden Druckspitzen, die

z. B. in Folge schnell schaltender Ventile entstehen, gekappt und so

Störungen in der Maschine verhindert. Die Diagnosefunktion lässt

anhand eines definierten Ausgangssignals Fehler erkennen. Der

neue MH-3 bietet das „Look and Feel“ seines Vorgängers und

dessen ausgeprägte Robustheit. Das Gerät mit hochbeständigem

PBT-Gehäuse widersteht Vibrationen, Druckspitzen (CDS-System)

und Temperaturschocks. Der Sensor der hermetisch verschweißten

Dünnfilmmesszelle ist für Messbereiche von 0–40 bar bis 0–600 bar

ausgelegt. Er misst langzeitstabil und lastwechselfest mit einer

Genauigkeit bis zu 1,0 % der Spanne.

www.wika.de

Turbinendurchflussmesser bis 65 l/min

Die im Markt sehr erfolgreichen

low-cost Turbinendurchflussmesser

der Vision Baureihe von

Badger Meter haben Zuwachs

erhalten. Nebst der Version 1000

mit einem Durchflussbereich

von 0,1 bis 2,5 l/min und der

Version 2000 mit 0,5 bis 35 l/

min, wird der Durchflussbereich

mit dem Vision 3000 auf 5 bis 65 l/min erweitert. Dieser

Durchflussmesser ist vollumfänglich aus Kunststoff gefertigt –

sehr kostengünstig, transparent und leicht. Verwendet werden

ausschließlich Kunststoffe mit einer Trinkwasserzulassung. Die

Kunststoffe sind sowohl ethanol- wie auch methanolbeständig

und deshalb auch für Treibstoffe, Tinte, Laugen (Alkalien) oder

schwache Säuren einsetzbar. Die Messgenauigkeit liegt bei ± 3 %

vom Messwert. Der Durchflussmesser wird in DN12 in G 3/4˝ und

NPT 3/4˝ angeboten. Neben der Standardausführung mit

DIN-Stecker sind auch unterschiedliche oder kundenspezifische

Kabelanschlüsse erhältlich.

www.badgermeter.de

VERFAHRENSTECHNIK | KUNSTSTOFFE | GLASFASER | GASQUALITÄT

Präzision

genial

einfach!

TAUPUNKT • RELATIVE FEUCHTE • SAUERSTOFF

Max-Planck-Str.14 ∙ 61381 Friedrichsdorf ∙ Tel. 06172 5917-0 ∙ ww

w w.michell.de


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Massedurchfluss-Messer mit optimierten

Spezifikationen

Yokogawa gibt die weltweite

Verkaufsfreigabe der neuen

Coriolis-Massedurchflussmesser

Plattform Rotamass Total Insight

(TI) bekannt: Bei diesem neuen

Produktportfolio an Vierleiter-

Massedurchflussmessern

handelt es sich um ein komplett

neues Konzept. Das Gerät soll

optimierte Spezifikationen unter

Prozessbedingungen bieten und

mehr und mehr Anwendungen

unterstützen. Das Produktportfolio

umfasst sechs neue Sensor-

Produktlinien und zwei neue

Messumformer, die sich gemäß

den spezifischer Anforderungen applikationsindividuell

konfi gurieren lassen. Das Herzstück dieses Designs ist das

Konzept: Es gewährt den lückenlosen Einblick in Prozesse und

Anlagenabläufe. Die neuen Sensor-Produktlinien wurden für

industrie spezifische Anwendungsanforderungen und Prozessbedingungen

entwickelt. Die neuen Universal-Messumformer

und High-End-Messumformer sind mit einem Universalnetzteil

AC/DC ausgestattet und sind somit noch flexibler für

verschiedenste Funktionen konfigurierbar.

www.yokogawa.com

DYNAInstruments

Messtechnik für Schüttgut Prozesse

• Massedurchsatzmessung

• Durchflussüberwachung

• Geschwindigkeitsmessung

• Staubmessung

Durchflussmessung ohne Einbauten im

Messrohr

Für die Ermittlung des

Durchflusses stießen die Fluidik-

Experten von Bürkert auf die

Surface Acoustic Wave-Technologie

(SAW), die auf der Ausbreitung

von Oberflächenwellen auf

dem Messrohr und im durchströmenden

Medium basiert.

Daraufhin entwickelte das

Unternehmen Flowave, ein

kompaktes Messgerät ohne Einbauten im Messrohr. Es funktioniert

unabhängig von der Leitfähigkeit der Flüssigkeit. Das ist bei

Medien wie Reinstwasser oder Water for Injection (WFI) wichtig.

Die einfache Konstruktionsweise ohne Einbauten im Messrohr

senkt den Reinigungs- und Sterilisationsaufwand beträchtlich und

schafft gute Voraussetzungen für den Einsatz in Hygieneanwendungen.

Ausgehend von der derzeit möglichen Messung von

Volumendurchfluss und Temperatur in CIP- und SIP-Prozessen

wird Flowave im nächsten Entwicklungsschritt um weitere

Messwerte wie Dichte und Massendurchfluss erweitert und für

alle flüssigen Medien validiert.

www.buerkert.de

Kompakter Messumformer

Präzise und stabile Messumformer für das Erfassen von Luftgeschwindigkeit

bietet die AF1-Serie von Rotronic. Neu ist bei ihnen

der Parameter Durchfluss als weitere Messgröße. Der kompakte

Messumformer ist speziell für

die Lüftungs- und

Klimatechnik ausgelegt. In

diesem Bereich überwacht er

die Funktionsfähigkeit von

Lüftungs- und Klima anlagen

und wertet sie aus. Er ist als

Wandgehäuse mit

abgesetztem Fühler oder als

Kanalversion erhältlich.

Ausgestattet ist er mit einem

kalorimetrischen Sensor und einem Dipschalter, mit dem sich

sowohl der Messbereich als auch das Ausgangssignal ohne zusätzliche

Software einstellen lassen.

www.rotronic.de

Durchflusswächter

DYNAguard

Volumenstromregler verzichten auf

Hilfsenergie

Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

DYNA Instruments

Instrumentation for Powder and Bulk Industries

Telefon 040 79 01 85-0 · www.dynainstruments.com

Die Miniatur-Proportional-Volumenstromregler der Serie PVK von

Aircom werden ohne Hilfsenergie nur mit dem Signal 0–10 V

angesteuert. Eine Ansteuerung 0 bis 5 V oder 0 bis 20 V ist optional

verfügbar. Als Medium sind Druckluft oder neutrale Gase geeignet.

Der max. Durchfluss beträgt 24 Nl/min, der max. Betriebsdruck

liegt bei 7 bar. Das Gehäuse besteht aus vernickeltem Messing,

verschiedene Elastomere wie NBR, EPDM oder FKM sind verfügbar.

Als Prozessanschlüsse sind M5 oder Flanschanschluss lieferbar.

www.aircom.net

42 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016

DYNA.indd 1 30.06.2016 12:01:43


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Ultraschallsensoren im Hygienebereich

Die Sensoren der

Baureihe UMB800 von

Pepperl+Fuchs sind hygienisch

verkapselt und ihre Gehäuse sind

vollständig aus V4A-Edelstahl

gefertigt. Durch die Oberflächenrauigkeit

von weniger als 0,8 μm

wird das mikro bielle Kontaminationsrisiko minimiert. Der Sensor

widersteht sowohl einer Dampfstrahlbehandlung als auch aggressiven

Reinigungsmitteln und verfügt über die Schutzarten

IP68/ IP69K sowie eine Ecolab-Zertifizierung. Beim Einbau

in bestehende Anlagen können alle Reinigungsprozesse unverändert

bleiben. Zudem ist der Sensor mit 18 mm Durchmesser und

55 mm Länge weltweit der kleinste Volledelstahl-Ultraschallsensor,

der den Richtlinien der European Hygienic Engineering

and Design Group (EHEDG) entspricht. Die verwendeten Materialien

sind durchweg FDA-konform. Typische Anwendungen sind

die Lebensmittel verpackung in Tiefziehschalen, die Füllstandmessung

in Vorlagebehältern, bei der Autoreifenproduktion oder

bei Prozessen in Galvanik- und Lackieranlagen, etwa um das Einund

Ausfahren von Teilen im Säurebad zu detektieren.

www.pepperl-fuchs.com

Digitales Manometer für

Druckspitzen-Analyse

Mit dem Typ Leo 5 stellt Keller für Druckmesstechnik

das erste hochauflösende Manometer einer neuen

Generation vor. Im Innern befindet sich präzise

Sensorik, schnelle, hochauflösende Signalverarbeitung,

Spitzenwerterfassung, Speicher mit Zeitstempel.

Von außen sind ein robustes Edelstahlgehäuse,

Sicherheitsglas, ein reinigungsfestes, 16 mm großes Display mit

Hintergrundbeleuchtung und kapazitive Touch-Tasten die

Vorteile des Gerätes. Wo immer hydraulische oder pneumatische

Komponenten im Einsatz sind, gehören unerkannte Druckspitzen

zu den Ursachen für frühzeitigen Verschleiß und ungeplanten

Stillstand. Dasselbe gilt für die Auslegung von Leitungen und

Ventilen, etwa in Frischwasser-Systemen. Hier schafft der

Manometer Abhilfe. In seinem speziellen Druckspitzen-Analysemodus

liegt die Abtastfrequenz bei 5 kHz und die Auflösung des

A/D-Wandlers bei 16 Bit. Das kleinste konfigurierbare Speicherintervall

ist eine Sekunde. Der Speicher der neuen Manometer

bietet Platz für über 50 000 Druckspitzen-Werte samt Temperatur

und Zeitstempel.

www.keller-druck.com

Flexible Messumformer sparen

Installationskosten

Endress+Hauser präsentiert mit

CM44x und CM44xR aus der Liquiline

Reihe eine Serie Messumformer, die

Installationskosten sparen soll. Die

wichtigsten Anwendungsbereiche der

Multiparameter-Transmitter finden

sich in der Überwachung und

Steuerung von Prozessen in Industrie

und Umwelt. Ihre schnelle benutzergeführte

Inbetriebnahme von

„Plug & Play“ Memosens-Sensoren überzeugt die Anwender. Rote

Displaybeleuchtung und Klartext-Anweisungen geben Sicherheit

im Prozess im Fehlerfall. Der Aufbau der Transmitter ist modular

gestaltet − so gewährleisten die Geräte eine schnelle Anpassung

an neue Messaufgaben oder zusätzliche Parameter. Gegenüber

der Kommunikation mit übergeordneten Systemen zeigen sich

die Liquiline Messumformer besonders flexibel: 4–20-mA-Hart-

Modbus, Ethernet sind ebenso wie Profibus DP kompatible

Kommunikationswege. Genauso flexibel ist die Installation der

Messumformer. Neben der klassischen Ausführung als Feldgerät

ist auch eine Schaltschrank-Version mit optionalem Display

erhältlich. Sie ist mit einem Klick montiert und minimiert den

Verkabelungsaufwand.

www.de.endress.com

Magnetisch-induktive

Durchfluss-Messgeräte

ABB bringt mit dem Processmaster FEP 610 und dem Hygienicmaster

HEP 610 eine Erweiterung ihrer Gerätefamilie der

magnetisch-induktiven Durchflussmesser mit einem günstigen

Preis-/Leistungsverhältnis auf den Markt. Neue Leistungsmerkmale

sind die Serviceintervall- und die Temperaturüberwachung

des Sensors sowie ein Erdungscheck.

Zu den Neuheiten der

Geräte zählt ein Service-Intervall-

Timer, mit dessen Hilfe sie auf

den Ablauf von Wartungsintervallen

hinweisen, ohne dass die

Messfunktion eingeschränkt wird.

Dies dient der Sicherheit und

auch der Erfüllung betriebsinterner

Qualitäts- und/oder

Auditvorgaben. Eine neuartige

Gehäuseinnentemperatur-

Überwachung hilft bei der Beurteilung der Lebensdauer des

Messumformers durch Erfassung der Temperaturunterschiede,

denen das Gerät im alltäglichen Betrieb ausgesetzt ist. Eine

weitere Neuerung stellt der Erdungscheck dar. Die neuen Geräte

zeichnen sich weiterhin durch eine umfangreiche Online-

Diagnose und eine kontinuierliche Selbstüberwachung aus.

www.abb.com


BETRIEBSTECHNIK

Turnaround

Wartung und Instandhaltung einer Chemieanlage

Hanno Kurzeja

Der planmäßige Turnaround einer

großen verfahrenstechnischen

Anlage ist immer eine

Herausforderung – so auch im

Dow-Chemiewerk in Böhlen. Als die

Anlage für Wartung und Inspektion

heruntergefahren wurde, waren

rund 25 000 einzelne Tätigkeiten zu

erledigen – und das bei

ausgesprochen engem Zeitplan.

Autor: Hanno Kurzeja, Abteilungsleiter

Marketing & Sales, Tüv Süd Chemie Service

GmbH, Leverkusen

In der Branche wird der Turnaround oft

auch als „Stillstand“ bezeichnet. „Doch

diesen Namen verdient das Großprojekt

eigentlich nicht“, sagt Jörg Friedrich, der bei

Dow als Leiter für den Betrieb des Naphtha-

Crackers verantwortlich war. Dieser ist zwar

außer Betrieb, ebenso Kompressoren, Pumpen,

Turbinen. Stattdessen arbeiten hier jedoch

viel mehr Menschen als sonst. Neben

den rund 900 Dow-Mitarbeitern und externen

Servicepartnern sind etwa 1200 weitere

Spezialisten von verschiedenen Firmen

nach Böhlen gekommen. Sie nehmen die

Anlage auf dem 320 ha großen Gelände

auseinander, prüfen akribisch jedes einzelne

Teil, reinigen es und tauschen es bei Bedarf

aus. Entlang der Straßen im Werk sind

ausrangierte Messgeräte, Sensoren und

Rohrleitungen abgelegt und warten auf Entsorgung.

Dutzende Schwerlastkrane ragen

zwischen den Gerüsten und Schornsteinen

in den Himmel, heben schwere Bauteile an,

positionieren sie neu. Für die Koordination

aller Aktivitäten hat Dow eigens einen neuen

Großparkplatz eingerichtet und ein Containerdorf

– 290 Container für Duschen und

Umkleiden, 63 Bürocontainer. Der Turnaround

ist eine Mammut-Aufgabe, die alle

drei bis fünf Jahre zu bewältigen ist.

Herzstück des Chemieverbundes

Normalerweise wird in Böhlen Rohbenzin

weiterverarbeitet. Das Chemiewerk in der

Nähe von Leipzig gehört zur Dow Olefinverbund

GmbH, einer Tochter der amerikanischen

The Dow Chemical Company. Über

eine 430 km lange Pipeline wird das Rohbenzin

direkt aus dem Hafen Rostock angeliefert.

Im Naphtha-Cracker wird es in 15

Brennöfen bei rund 800 °C in Kohlenwasserstoffverbindungen

wie Ethylen oder

Propylen aufgespalten, um dann in den

Dow-Werken in Schkopau und Leuna zu

hochwertigen Kunststoffen weiterverarbeitet

zu werden. Zusätzlich versorgt der

Naphtha-Cracker andere Anlagenteile in

Böhlen mit Prozessdampf. Er gilt wegen seiner

vielfältigen Funktionen als „Herzstück“

des Chemiewerks und des gesamten Olefinverbundes

von Dow in Mitteldeutschland.

Wenn diese Cracker-Anlage nicht arbeitet,

verursacht das hohe Kosten für das Unternehmen:

Im Betrieb macht das Werk pro Tag

einen Umsatz von einer Million Euro, die

jetzt wegfallen. Deshalb liegt allen daran,

den notwendigen Stillstand so kurz wie möglich

zu halten: Sechs Wochen sind eingeplant

für die 25 000 Arbeitsschritte – sechs Wochen,

die rund 30 Monate lang vorbereitet worden

und genauestens durchgeplant sind. Gleich

nach dem vergangenen Stillstand haben die

Verantwortlichen begonnen, eine neue „Todo-Liste“

zu erstellen, haben nach und nach

benötigte Ersatzteile bestellt und Hotels für

die externen Mitarbeiter gebucht, haben

sich um die Verpflegung gekümmert und

Sicherheitspersonal verpflichtet – und

schließlich minutiös eingeteilt, wann welche

Mitarbeiter wo eingesetzt werden.

Zehn Tage zum Herunterfahren

Begonnen hat der Turnaround mit dem

Herunterfahren der Anlage. „Allein um die

laufenden Produktionsprozesse kontrolliert

herunterzufahren, arbeite ich mit meinem

Team im Dreischichtbetrieb knapp zehn

Tage lang rund um die Uhr“, sagt Friedrich.

44 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


BETRIEBSTECHNIK

03

01

02

Zwar werden viele der Anlagen, die vom

Naphtha-Cracker abhängen, ebenfalls gewartet

und dafür außer Betrieb genommen,

aber nicht alle. Das wird zur besonderen

Herausforderung, vor allem in Bezug auf

die Sicherheit.

Olaf Fuchs und sein Team haben für die

Zeit des Stillstands ein Büro direkt auf dem

Werkgelände bezogen. Fuchs ist Sachverständiger

bei der Tüv Süd Chemie Service

GmbH und seit vielen Jahren bei den

Sicher heitsüberprüfungen von Dow dabei.

Ebenso sein Kollege Peter Goth – der arbeitet

schon seit knapp 35 Jahren direkt im

Werk und kennt den Cracker in- und auswendig.

Zwei andere Kollegen sind ebenfalls

ständig in der Anlage im Einsatz. Die

anderen Tüv-Süd-Mitarbeiter sind für die

Sicherheitsprüfungen aus den anderen

01 Jörg Friedrich (links) und Reiko Hass

beim Rundgang durch die Anlage; sie

koordinieren den Turnaround und prüfen

täglich, ob alles nach Plan läuft

02 Mit der Farbeindringprüfung und

weiteren Test schauen die Sachverständigen,

ob die Rohrleitung in Ordnung ist

03 „Probleme gibt es nicht – nur

Lösungen“ ist das Motto von Peter Goth;

die müssen schnell gefunden und

abgestimmt werden, damit der

Turnaround im Zeitplan bleibt

Chemieparks der Republik dazugekommen –

Frankfurt Höchst, Leverkusen und weiteren.

„Ein Team aus insgesamt 13 erfahrenen

Fachleuten ist nötig, um die vielen gesetzlich

vorgeschriebenen Prüfungen termingerecht

abzuwickeln“, erklärt Fuchs. „Als

Team können wir unserem Auftraggeber

alles bieten: Erfahrungen in Management,

Organisation und Logistik von Großprojekten

und zugleich genaue Kenntnis der Anlagen

vor Ort.“

Erfahrung zählt

Jetzt sind die Männer von Tüv Süd zuständig

etwa für die Prüfungen der vielen Druckbehälter

der Anlage. Sind sie dicht? Was ist

bei Mängeln oder Korrosionsschäden zu

tun – können die Behälter in den nächsten

Jahren sicher weiterbetrieben werden? „Um

das einschätzen zu können, ist langjährige

Praxis- und Berufserfahrung in der chemischen

Industrie eine notwendige Grundvoraussetzung“,

betont Fuchs. Es sei kein Zufall,

dass fast alle Mitarbeiter im Team über

40 Jahre alt sind – bei diesem Großprojekt

zählen fachliche Expertise und Erfahrung.

Das bestätigt auch Peter Goth am Beispiel

einer Schweißnaht, die er zeigt: „Sie mag auf

den ersten Blick etwas unsauber erscheinen,

doch die Naht ist hochwertige Handarbeit

und nach dutzenden Betriebsjahren noch

immer integer.“ Er weiß das aus Erfahrung –

wer nur die lupenreinen Schweißnähte der

modernen Schweißautomaten kenne, könne

das nicht richtig einschätzen.

Für Dow schließlich ist der Stillstand weit

mehr ist als eine gesetzlich vorgeschriebene

Sicherheitsüberprüfung. „Die Innovationszyklen

in diesem Hightech-Bereich werden

immer kürzer, gleichzeitig steigen die Anforderungen

an die funktionale Sicherheit“,

sagt Dow-Mitarbeiter und Stillstandsleiter

Reiko Hass. Deshalb wird die Zeit, in der die

Anlage ohnehin außer Betrieb ist, auch für

die Erneuerung von Anlagenteilen genutzt:

„Insgesamt investieren wir bei diesem Turnaround

rund 42 Mio. €.“ Und zwar zusätzlich

zu den Stillstandskosten von rund 50 Mio. €,

die durch die Umsatzeinbußen entstehen.

Ein hoher Einsatz, der aber notwendig ist

für einen sicheren Betrieb. Und während

die Anlage wieder angefahren wird, denken

die Verantwortlichen schon an den nächsten

Stillstand in einigen Jahren. Dann wird

es wieder viele tausend Aufgaben geben,

die dann genauestens koordiniert werden

müssen.

www.tuev-sued.de/chemieservice

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VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 45


BETRIEBSTECHNIK I INTERVIEW

Cornelius Mauch hat im

vergangenen Jahr die

Geschäftsführung des

Behälterbauers

Bolz Intec GmbH übernommen.

Wir haben mit ihm darüber

gesprochen, wie er es schafft,

die Stärken des Unternehmens

weiter auszubauen.

Hauptsache hygienisch

„Die besten Fässer und Behälter für Pharma, Chemie und Biotechnologie“

Herr Mauch, Sie haben die Geschäftsführung

der Firma Bolz Intec vor etwa

einem Jahr übernommen. Was sind die

Stärken des Unternehmens und was

fasziniert Sie an den Produkten?

Die Stärken von Bolz Intec sind zum einen

die Erfahrungen mit Anfor derungen an die

Oberfläche und zum anderen absolute

Präzision mit Rückverfolgbarkeit und

Dokumentation, wie von der Pharmaindustrie

gefordert und benötigt. Mich

faszinieren die Werkstoffe, mit denen wir

arbeiten: diese können direkt dem Recyclingprozess

zu geführt werden bzw. auch

wieder repariert und instandgesetzt werden

– und das bei gleichbleibender Qualität:

Wir bieten dünnwandigen Edelstahl

an, der ferritarm ist und elektropoliert mit

Rauhigkeiten bis 0,2 µm.

Welche technologischen Highlights können

die Anwender in der pharma zeutischen

und in der chemischen Industrie in nächster

Zeit von Bolz Intec erwarten?

Das Best-Cost-Edelstahlfass mit Bordierung

für Single-use-Anwendungen. Die

Idee war dabei, ein budget- und ressourcenschonendes

Fass zu produzieren, das für

die hygienesensiblen Branchen interessant

ist. Das Fass besteht aus dünnwandigem

Edelstahl (beispielsweise 1.4301), hat

einen Durchmesser von 560 mm und ein

Volumen von 200 l. Es ist transportsicher,

bruchfest und stabil. Der größte Vorteil ist

die Einsparung von Anschaffungs kosten

sowie der Aspekt, dass das Fass nach Gebrauch

dem Recyclingprozess direkt zugeführt

wird. Die Patentanmeldung ist im

Gange, die Gefahrgutzulassung ist beantragt.

Bitte beschreiben Sie – in maximal zwölf

Worten –, was Ihr Unternehmen

erfolgreich macht.

Cornelius Mauch, Geschäftsführer der

Bolz Intec GmbH

Produkte von Bolz Intec:

nDas emissionsfreie Pulver-Transport-

System (EPTS) für den geschlossenen

Transport von Feststoffen wie

Pulvern und Granulaten unter

Sterilbedingungen

nRührwerksbehälter zur Verarbeitung

von Chemikalien in pharmazeutischen

oder biotechnologischen

Prozessen für den stationären

Einbau oder als mobile Version

nDruckbehälter zur Lagerung von

hochwertigen sowie sensiblen

Stoffen in der pharmazeutischen

Industrie

Fokussierung, Standardisierung, Modularisierung,

Know-how-Konzentration, Mitarbeiterqualifikation,

Mitarbeitermotivation,

Lösungsorientiertheit, Hingabe, Offenheit,

langfristige Partnerschaft, Termintreue

Welche Visionen haben Sie für die

nächsten zehn Jahre?

Die besten Edelstahlfässer und Edelstahlbehälter

für die Pharmaindustrie, Chemie

und Biotechnologie herzustellen. (eli)

www.bolz-intec.com


BETRIEBSTECHNIK

Oberflächentemperatur auch in schwer

zugänglichen Bereichen messen

Mit den Flir IR-Punkt-Pyrometern TG54 und TG56 lassen sich

dank Infrarottechnik berührungslose Messungen der Oberflächentemperatur

auch in schwer zugänglichen oder entfernten

Bereichen schnell und einfach ausführen. Durch ihren Mess abstand

von bis zu 30:1

können

An wender mit

dem TG54 und

TG56 auch

kleinere Ziel ­

objekte aus

sicherer Entfernung

messen.

Mit den neuen

Modusoptionen

können die

beiden IR-Punkt-Pyrometer so eingestellt werden, dass sie neben

dem aktuellen Temperaturmesswert auch die beiden zuletzt

gemessenen Werte auf dem Display anzeigen. TG54 und TG56

verfügen über ein Farb-Display, über das Anwender einfach

navigieren, die gewünschten Einstellungen vornehmen,

Messwerte besser ablesen und die erweiterten Funktionen

effi zienter nutzen können. TG54 und TG56 sind kompakte und

benutzerfreundliche Messinstrumente, die sich für effiziente

Temperaturmessungen einfach überall mit hinnehmen lassen.

www.flir.de

Flexible Mikroskope für vielfältige

Anforderungen

Sie sind modular, äußerst flexibel einsetzbar und wurden speziell

nach den Anforderungen von Anwendern in der Industrie

entwickelt. Ob für tägliche Routineinspektionen in der industriellen

Materialprüfung oder anspruchsvolle Forschungsaufgaben:

Olympus präsentiert mit

seinen aufrechten

Mikroskopen der neuen

BX3M-Serie leistungsstarke

und dabei doch

intuitiv und bequem zu

handhabende Systeme,

die sich je nach

aktuellen Aufgaben,

späteren Herausforderungen

und Budget

anpassen lassen – und

die über zahlreiche

Neuerungen verfügen.

So können Anwender erstmals mehrere Kontrastverfahren gleichzeitig

nutzen und beispielsweise unterschiedliche Materialien in

einer Aufnahme darstellen. Hinzu kommen fortschrittliche

Beleuchtungsmodi für tiefgründige und effiziente Analysen. In

Verbindung mit der Micro-Imaging-Software Olympus Stream 2.1

wird der Nutzer durch das reibungslose Zusammenspiel von

Hard- und Software optimal durch seinen Workflow geführt.

www.olympus-ims.com

Modularer Lecksucher mit Helium oder

Wasserstoff

Der ASI 35 von Pfeiffer Vacuum ist für Maschinenbauer, Inte gratoren

und Endanwender eine gute Lösung. Er vereint hohe Leistungsfähigkeit,

Zuverlässigkeit und Wiederholgenauigkeit mit

maximaler Laufzeit. Er bietet mit Helium oder Wasserstoff als

Prüfgas eine sehr gute Performance bei integralen und lokalisierenden

Prüfverfahren bzw. bei Kombinationen aus beiden. Dank

der hohen

Flexibilität

eignet sich der

Lecksucher für

anspruchsvolle

Prüfaufgaben

mit kleinsten

Untergrundsignalen

und

gewährleistet

kurze Gesamtdurchlaufzeiten.

Der

modulare Aufbau eröffnet maximale Integrationsmöglichkeiten

auch unter beengten Platzverhältnissen. Der Lecksucher kann

vollständig über PC oder SPS gesteuert werden oder über die

optionale Benutzerschnittstelle. Für die Verbindung zwischen

Vakuummodul und elektronischem Modul werden lediglich zwei

Kabel benötigt, sodass das Gerät 35 einfach zu installieren ist. Des

Weiteren verfügt es über eine wartungsarme Turbopumpe für

hohes Heliumsaugvermögen, duale und unabhängig ausgelegte,

langlebige Heizfäden sowie eine moderne Elektronik.

www.pfeiffer-vacuum.com

Wir saugen

alles ...

… wirklich alles

RUWAC

Industriesauger GmbH

Westhoyeler Str.25

49328 Melle-Riemsloh

Telefon: 0 52 26 - 98 30-0

Telefax: 0 52 26 - 98 30-44

Web: www.ruwac.de

E-Mail: ruwac@ruwac.de

VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 47

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BETRIEBSTECHNIK

Ultraschallprüfgeräte in der

Instandhaltung

Sonotec präsentiert eine Vielzahl an

Ultraschallprüfgeräten für die vorbeugende

Instandhaltung und die zerstörungsfreie

Materialprüfung (ZfP). Die Geräte der

Sonaphone-Familie eignen sich besonders

für die punktgenaue Lecksuche an

Druckluft-, Gas- und Vakuumanlagen und

die Dichtheitsprüfung von drucklosen

Systemen. Allein die regelmäßige Beseitigung von Leckagen kann die

Energiekosten für Druckluft um durchschnittlich 35 % reduzieren.

Zudem können diese Ultraschallprüfgeräte für die Lagerzustandsüberwachung,

die Detektion von elektrischen Entladungen sowie die

Funktionskontrolle von Kondensatableitern und anderen Armaturen

in dampfdurchströmten Anlagen mit Temperaturen bis 800 °C

eingesetzt werden. Der Hersteller bietet insgesamt fünf verschiedene

Gerätetypen sowie durchdachtes Zubehör und damit für jeden

Anwendungsfall die passende Lösung an.

www.sonotec.de

Freifall-Metalldetektionssystem bietet

maximale Sicherheit

Sartorius erweitert sein Portfolio für die Fremdkörperdetektion

um das Freifall-Metalldetektionssystem

Vistus, das mit seiner zuverlässigen Leistungsvalidierung

neue Standards setzt. Das modular

aufgebaute System erhöht Produktqualität und

Sicherheit in Produktionslinien und wird gleichzeitig

individuellen Anforderungen gerecht. Es wurde

schwerpunktmäßig für die Lebensmittelindustrie entwickelt.

Der differenzierten Anwendung bei Pulvern oder Granulaten steht

daher ein individuelles Sortiment an Rohren und Ausschleussystemen

zur Verfügung, die sich in unterschiedliche Produktionsumfelder

integrieren lassen. So kann für jedes Unternehmen und die

jeweiligen Anforderungen ein optimales Metalldetektionssystem

zusammengestellt werden: von der Ausführung für den explosionsgefährdeten

Bereich bis zur platzsparenden Lösung mit reduzierter

metallfreier Zone. Für maßgeschneiderte Systeme bietet der

Hersteller dazu auch kundenindividuelles Engineering.

www.sartorius-intec.com

Kompaktes System zur Luft-Desinfektion

Jimco produziert Luftreinigungsanlagen auf UV-C-Basis zur Eliminierung von Geruchsemissionen. Das Jimco Flo-D-

Konzept ist eine neue, patentierte Technologie, die eine automatische und chemikalienfreie Desinfektion auf Oberflächen

und gesamten Produktionsbereichen in der Lebensmittelindustrie ermöglichen soll. Dieser Erfolg hat jetzt zu der

Entwicklung des Flo-D Mini geführt, der mobiler und geeigneter für Kühlräume und Kühlcontainer ist. Die kompakte

Größe des Systems vereinfacht den Transport der Geräte zwischen Produktion und Kühlbereichen. Mit den Geräten

wird die manuelle Desinfektion komplett automatisiert. Man erreicht effektivere Desinfektion und spart sogleich

Arbeitskräfte, Wasser, Chemikalien und Energie und vermeidet zudem den Abfluss von chloriertem Abwasser.

www.jimco.dk

IMPRESSUM

vereinigt mit BioTec

erscheint 2016 im 50. Jahrgang, ISSN 0175-5315

Redaktion

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)

Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redaktion: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf), Tel.: 06131/992-336,

Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Tel.: 06131/992-259,

Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as), Tel.: 06131/992-330

Redaktionsassistenz: Eva Helmstetter, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: e.helmstetter@vfmz.de, Gisela Kettenbach,

Melanie Lerch, Ulla Winter

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

Gestaltung

Doris Buchenau, Anette Fröder, Anna Schätzlein,

Sonja Schirmer, Mario Wüst

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Anzeigen

Oliver Jennen, Tel. 06131/992-262,

E-Mail: o.jennen@vfmz.de

Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung

Tel. 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de

Anzeigenpreisliste Nr. 49: gültig ab 1. Oktober 2015

www.vereinigte-fachverlage.info

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vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266

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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.

Verlag

Vereinigte Fachverlage GmbH

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz

Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100

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Ein Unternehmen der Cahensly Medien

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Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-148

Druck und Verarbeitung

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Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der

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Grafiken etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser Zeitschrift

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den Verlag über. Dies umfasst insbesondere das Recht zur

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Vervielfältigung und Verbreitung, das Recht

zur Bearbeitung, Umgestaltung und Übersetzung, das

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und Bearbeitung in elektronischen Systemen, zur Veröffentlichung

in Datennetzen sowie Datenträger jedweder

Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen von Internet- und

Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD und DVD und der

Datenbanknutzung und das Recht, die vorgenannten

Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen, d. h. Nachdruckrechte

einzuräumen. Eine Haftung für die Richtigkeit des

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durch die Redaktion nicht übernommen werden. Signierte

Beiträge stellen nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion

dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine

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veröffentlicht wurden.

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Mitglied der Informations-Gemeinschaft

zur Feststellung der Verbreitung von

Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.

48 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


BETRIEBSTECHNIK

Aktive Erdung mehrerer Objekte

Das neuen Earth-Rite Multipoint II von Newson Gale kann eine

aktive Erdung mehrerer Objekte mit der Nutzung einer Verriegelungseinrichtung

kosteneffektiver realisieren. Es ist ein Atex/

IECEx/CSA-zertifiziertes Erdungssystem, mit dem aktiv bis zu

acht eigenständige Anlagenteile oder Objekte, bei denen die

Gefahr einer elektrostatischen Funkenzündung in explosionsfähigen

Staubatmosphären besteht, überwacht werden können.

Das Erdungssystem besteht aus einer Überwachungs- und Steuereinheit

mit einem Anzeigefeld aus roten und grünen LEDs, über

die verifiziert werden kann, ob der Widerstand zwischen dem zu

erdenden Objekt und dem überprüften Erdungspunkt 10 Ohm

oder weniger beträgt. Neben den Anzeige-LEDs der Überwachungs-

und Steuereinheit können die Benutzer auch auf

unabhängige Fernanzeigestationen zurückgreifen, die in der

Prozessumgebung in größerer Entfernung zu den Gefahrenstellen

installiert werden können. Die Stromversorgungseinheit

beinhaltet acht potenzialfreie Kontakte.

www.newson-gale.de

Spezialmaschine im Reinraum

Auf Basis der Scheuersaugmaschine

von IP Gansow es möglich, ein

„maßgeschneidertes Sondermodell“

nach spezifischen Einsatz-Parametern

für die Fußbodenreinigung in

Reinräumen herzustellen. Die

Kennzeichnung RR = Reinraum steht

für die Einhaltung der Anforderungen

der geltenden Norm in Bezug auf die

Auswahl der verwendeten Materialien,

sowie der Filterung der Turbinenabluft. Die Verkleidungen,

Deckel, Schaltpult und der Tank sind aus Edelstahl hergestellt,

und somit elektrisch leitfähig; der Maschinen-Corpus ist durch

ein antistatisches Ableitband mit dem Fußboden verbunden.

www.gansow.de

Behälter aus Verbundwerkstoffen

Bei chemisch und thermisch hoch

beanspruchten Apparaten, Behältern und

Rohrleitungen stehen immer wieder

Werkstoff-Fragen im Mittelpunkt. Für

Bereiche, in denen Kunststoffkonstruktionen

bisher nicht zum Einsatz kommen

konnten, erweitert Steuler-KCH jetzt mit

speziellen Keraverin-Typen die Einsatzmöglichkeiten.

Dieser Verbundwerkstoff

aus chemisch resistentem Innenliner mit

Verstärkung aus GFK und/oder CFK bietet

in vielen Fällen eine technisch sichere und

wirtschaftlich vertretbare Lösung. Insbesondere Keraverin

PTFE-M kommt bei hoch beanspruchten Bauteilen in der

chemischen Prozessindustrie zum Einsatz. Größere Apparate-,

Behälter- und Rohrleitungskonstruktionen für Dauergebrauchstemperaturen

bis 160 °C und Betriebsdrücke bis zu 10 bar oder

auch volles Vakuum sind für diese Kunststoffkonstruktionen

machbar.

www.steuler.de

Dichtsitze mit Korrosionsschutz

In Fördermedien und Industrieanlagen wie Kraftwerken zählen

Dichtungen zu den besonders beanspruchten Bauteilen. Um sie

in aggressiven Medien dauerhaft vor Korrosionsangriffen zu

schützen, sind Verfahren gefragt, die max. Effektivität und

Haltbarkeit gewährleisten. Die Iclad-Innenbearbeitungsoptik von

Pallas erschließt hier Möglichkeiten des Laserauftragschweißens,

die bislang mit herkömmlichen Standardoptiken nicht leistbar

waren: Sie beschichtet Bauteile ab einem Innendurchmesser von

30 mm, darunter auch solche mit kompliziert geformten Innenflächen

in bis zu 500 mm Tiefe. Die schlanke Bauform der Iclad

ermöglicht diese Beschichtungen in einer Aufspannung. Das

erlaubt sogar dreidimensionale Innenbeschichtungen von

Dichtsitzen mit neuen, hochfesten Grundwerkstoffen, die auch

unter Temperaturbeanspruchung gute Resultate zeigen.

www.pallaskg.de

Leckanzeigegerät für doppelwandige

Behälter

Das Leckanzeigegerät Europress von

Afriso ist ein Überdruck-Leckanzeiger

der Klasse I nach DIN EN 13160-1, -2

und trägt ein C-E und ÜHP-Zeichen.

Er entspricht dem WHG und der

EU-BauPVO. Das Leckanzeigegerät

eignet sich zur sicheren Überwachung

von allen geeigneten doppelwandigen

Behältern zur drucklosen Lagerung

wassergefährdender Flüssigkeiten,

u. a. Adblue (Harnstofflösung 32,5 %). Eine flexible Spannungsversorgung

(AC 100–240 V) erlaubt den problemlosen Einsatz in

verschiedenen Ländern. Die neueste Generation dieses

Überdruck-Leckanzeigers ist, so wie alle Warngeräte und

-produkte des Herstellers mit EnOcean-ready Kennzeichnung, zur

nachträglichen, drahtlosen Einbindung in die Gebäudeautomation

geeignet. Dazu wird das optional erhältliche Funkmodul auf

die Geräteplatine aufgesteckt und über ein Lern-Telegramm mit

einer entsprechenden Zentrale verbunden. Im Alarmfall erhält

der Betreiber sofort eine Meldung auf sein Smartphone oder

Tablet, um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

www.afriso.de

Inserentenverzeichnis Heft 7-8/2016

AGS Schüttguttechnik, Lage 11

APE Engineering, Porta Westfalica 43

Bauermeister, Norderstedt 4

BOT Oberflächentechnik, Kulmbach 45

Bungartz, Düsseldorf 5

CD-adapco, Nürnberg 25

DYNA, Hamburg 42

Electrosuisse, CH-Fehraltorf 13

Fette Compacting,

Schwarzenbek 2. US

Flux, Maulbronn 27

Fristam, Hamburg 33

Funke, Gronau 7

Gather, Wülfrath 17

GEA Westfalia Separator Group,

Oelde 15

Hartmann Valves, Burgdorf 32

Kötter, Rheine 40

MBA, Quickborn 37

Michell, Friedrichsdorf 41

Pfeiffer Vacuum, Aßlar 23

Rippert, Herzebrock-Clarholz 3

Ruwac, Melle 47

Schniewindt, Neuenrade 14

Siemens, Nürnberg 4. US

Stäubli Tec-Systems, Bayreuth 19

VEGA Grieshaber, Schiltach 39

Vogelsang, Essen (Oldenburg) 9

Volkmann, Soest 31

Watson-Marlow, Rommerskirchen 29

Will & Hahnenstein, Herdorf 14

VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 49


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG

I SERIE

Federnder Fahrspaß

für coole Cruiser

Werkstoff für Rollen auch auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Christian Böhme

Schon klar, dass es in den meisten Fällen Jugendliche sind, die lässig mit

ihrem Longboard durch die Landschaft cruisen. Aber was spricht dagegen,

sich auch im fortgeschrittenen Alter an dieser klimaschonenden

Fortbewegungsart zu versuchen? Also Ellenbogen und Knie polstern, Helm

aufsetzen und langsam losrollen. Wenn das innere Gleichgewicht stimmt,

wird das mit dem äußeren schon klappen.

Autor: Christian Böhme, Media Relations,

BASF SE, Ludwigshafen

ten, die hier die scheinbar gegensätzlichen

Eigenschaften zusammenbringt. Als Hartsegment

im Kunststoff fungieren meist die

bei Polyurethanen verbreiteten MDI-Moleküle,

während als Weichsegment für diese

ambitionierte Anwendung PolyTHF von

BASF verwendet wird.

Bekannt ist dieses Polymer mit dem vollen

Namen Polytetrahydrofuran vor allem durch

seinen Einsatz in Spandex- und Elastanfasern,

die beispielsweise Sport- und Freizeitkleidung

bequem und elastisch machen.

Seine guten dynamisch-mechanischen

Eigenschaften selbst bei wechselnden

Temperaturen machen das Material zunehmend

auch für andere Anwendungen etwa

im Sportschuh oder Automobil interessant.

Breites Sortiment

Die Verarbeitung der hochwertigen Polyurethan-Gießelastomere

ist für den Nutzer

Mit einer Länge von etwa einem Meter

bieten die angesagten Longboards

auch für Nicht-Artisten genügend Platz und

Fahrstabilität. Die breiten Rollen aus elastischem

Kunststoff sorgen für Bodenhaftung

und absorbieren etwaige Stöße eines unebenen

Untergrunds. Wobei diese Rollen,

szenegerechter auch Wheels genannt, für

fortgeschrittene Longboarder zu einer eigenen

Wissenschaft werden können.

Hochwertige Longboard-Wheels bestehen

aus Polyurethan-Gießelastomeren. Diese

Kunststoffsysteme verbinden federnde Elastizität,

mechanische Belastbarkeit und hohe

Abriebfestigkeit auf nahezu ideale Weise.

Bei den vielseitigen Polyurethanen ist es die

Kombination aus ausgewählten Komponenrelativ

unkompliziert. Bei niedrigen Verarbeitungstemperaturen

von etwa 50 °C

werden die Rollen in Metallformen gegossen

und können nach dem Erkalten und

Aushärten direkt nachbearbeitet werden.

Das erleichtert es dem Hersteller natürlich

erheblich, ein breites Sortiment von unterschiedlich

großen, breiten und harten

Longboard-Rollen anzubieten.

Die perfekten Allroundrollen für jeden

Fahrzweck kann es folglich nicht geben.

Jeder Skateboarder muss den individuell

passenden Kompromiss zwischen gegensätzlichen

Eigenschaften wie etwa Griffigkeit

und Slide-Verhalten finden. Einsteiger,

die ihre Vorlieben erst austesten müssen,

nutzen dazu am besten ausgewogene Komplett-Boards,

deren Komponenten von erfahrenen

Experten aufeinander abgestimmt

wurden. Für ein wenig California-Feeling

vielleicht zunächst ein Pinntail, also ein

Longboard dessen Form noch an seine

Herkunft vom Surfbrett erinnert.

Durchaus passend zum ausbalancierten

Dahingleiten auf vier Rollen, stellt BASF als

weltweit führender Anbieter von PolyTHF

seit Beginn des Jahres 2015 das Material auch

auf Basis nachwachsender Rohstoffe bereit.

Dafür wird das Ausgangsprodukt 1,4-Butandiol

(BDO) mit einem vom kalifornischen

Unternehmen Genomatica lizensierten Fermentationsverfahren

aus Traubenzucker

(Dextrose) hergestellt.

www.basf.com

50 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 9/2016

ERSCHEINUNGSTERMIN: 16. 09. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 01. 09. 2016

02

01

03

04

01 Blick in ein typisches Filterhaus mit leistungsstarken und

wartungs armen Filterschläuchen

02 Eine neue Generation der Faltenbalg-Ventile für den variablen

Einsatz in Industrie und Chemie

03 Diese speziellen Absperrklappen verfügen über eine Klappenscheibe,

die kleiner als die dazu gehörende Dichtungsmanschette ist:

Bei geschlossener Klappe wird die Dichtung gleichmäßig mit Luft

aufgeblasen, was für eine sichere und schonende Absperrung mit

minimaler Reibung sorgt

04 Einsatz eines Nitritanalysators im Wasserwerk

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

Der direkte Weg

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VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2016 51


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