Tassilo, Ausgabe Januar/Februar 2017 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Ausgabe 10

Januar / Februar 2017

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Stadt Penzberg

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Voller Körpereinsatz

American Football in Starnberg

Auf der Roten Couch

Wilfried Knorr im Gespräch


Voll Schwung ins neue Jahr

Nicht mal zwei Jahre ist es her, dass die Idee zu einem

Regionalmagazin für die gesamte Region Weilheim

/ Peißenberg / Starnberg zu voller Reife gelangt

war. Die Realisierung von „tassilo“, dessen Namensfindung

allein schon ein Abenteuer darstellte, sollte

mit der Ausgabe Juli / August 2015 starten. Heute

blicken Sie bereits in die zehnte Ausgabe unseres

Magazins. Wir hoffen doch sehr, dass Sie an „tassilo“

immer noch die gleiche Freude haben, wie wir,

wenn wir uns von der ersten Themenbesprechung

über die Recherchen, Interviews, Fototermine und

die Anzeigenberatung bis zur Zusammenstellung

des Magazins durch die Wochen

arbeiten. Und es hat sich wahrlich viel

getan während dieser zehn Ausgaben:

Aufgrund des großen Erfolges sowohl

bei Ihnen, unseren Leserinnen

und Lesern, als auch

bei unseren Anzeigenkunden,

konnten wir schon im April

2016 die gesamte Region

um Murnau, Riegsee und

Aidling zum Verteilgebiet

hinzunehmen. Der nächste

Schritt wird mit dieser

Ausgabe vollzogen. Ab

sofort wird „tassilo“ auch

im gesamten Gebiet von

Penzberg alle zwei Monate

verteilt, so dass

jetzt vom Murnauer

Moos im Süden

bis hinter

Starnberg im

Norden, von Wessobrunn im Westen bis zur Loisach

im Osten über 62 000 Haushalte von unseren Trägern

direkt beliefert werden. Und für das kommende Jahr

haben wir schon spannende Dinge in Vorbereitung,

die es auch künftig wert sind, auf Ihren „tassilo“ zum

Ende jedes geraden Monats zu warten.

Geschichten über Land und Leute, über Dinge aus

der Region, die neben den tagesaktuellen Themen

oft ein bisschen durchs Raster fallen, verbunden mit

Informationen über die heimischen Firmen und einem

umfassenden Veranstaltungskalender, der von

uns detailliert für Sie recherchiert wird — all das

macht vielleicht den positiven Schwung aus, den Sie,

liebe Leser, uns durch Ihre Rückmeldungen mit ins

neue Jahr geben und uns dadurch weiter motivieren.

Unser Titelbild vom „Eismärchen“ in Penzberg

möchten wir gerne als kleine Hommage an die Bergwerksstadt

Penzberg verstanden wissen, die sich in

den vergangenen Jahrzehnten so sehr entwickelt

hat. Wir freuen uns, wenn wir unseren Lesern Einblick

in bisher ungekanntes Geschehen anderer Orte

der Region geben dürfen. Dazu gehört eben einer

der letzten Metzger in Penzberg ebenso wie auch

ein Sprengmeister aus Peißenberg, der Züchter von

Hochlandrindern in Huglfing ebenso wie das Winterbier

aus Andechs. Das Engagement von Ehrenamtlichen

bei der Weilheimer Tafel gleichermaßen wie

ein Jazzfestival in Starnberg oder ein herausragendes

Bildungsportal der Landkreise Weilheim-Schongau

und Bad Tölz-Wolfratshausen. Kurzum, wir möchten

auch im neuen Jahr „Ihr Regionalmagzin“ sein und

als treuer Begleiter gerne in Ihrer Wohnung einen

schönen Platz finden, von dem Sie uns immer wieder

mal zur Hand nehmen. Bleiben Sie uns treu,

Ihr Peter Ostenrieder

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Die Pyrotechniker der

Peißenberger Firma

„Humming Effects“

Seite 9

Wilfried Knorr und die Idee

vom Gemeinwohl: im Interview

auf der Roten Couch

Seite 18

Eine besondere Spezialität —

und eigentlich uralt: Dunkles

Bier zum Fest des Lichts

Seite 21

Zu Besuch bei den

ehrenamtlichen Helfern der

Weilheimer Tafel

Seite 22

Musikalisch ins neue

Jahr 2017: Allerlei aus

dem Tassiloland

Seite 32

Willkommen bei den

Argonauts: Ammerican Football

in Starnberg

Seite 35

Frank Astor — Firmen-

Entertainer und Zukunfts-

Kabarettist

Seite 40

Neujahrs-Vorsätze der anderen

Art: Der Schweinehund in der

Welpenschule

Seite 48

Der Fasching steht in den

Startlöchern. Zu Gast beim

„Frohsinn 2000“

Seite 52

„Bitte nicht stören ...“

Besondere Reiseziele für

Frischvermählte

Seite 55

Schwing die Kufe!

Natureislaufen im

Tassiloland

Seite 57

Hallo Penzberg! Beim

Heimaträsel geht es diesmal

um den Bergbau

Seite 59

Ein Rückblick auf das

1. Weilheimer Lichtkunst-

Festival

Seite 63

Neues Jahr, neues Glück?

Veranstaltungs-Tipps für

Januar/Februar

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Entdecken Sie die

neuen Wohntrends!

Peißenberger Firma — Experten unter den Pyrotechnikern

Der kluge Kopf hinter

dem Knalleffekt

Massivholz- und Polstermöbel

aus den Kollektionen

Peißenberg I Wer auf seinem

Grundstück ein kostenloses Feuerwerk

im Wert von 10 000 Euro

abgebrannt haben möchte, sollte

sich an Ingo Hummig wenden.

Der Peißenberger sucht jedes Jahr

ein Gelände, auf dem seine Lehrgangsteilnehmer

ihr Abschlussprüfungsfeuerwerk

zum staatlich

geprüften Großfeuerwerker zünden

können. Einzige Voraussetzung:

Das Grundstück muss groß

genug sein. „Wir brauchen einen

Radius von ungefähr 100 Metern.

Die Prüfung läuft im Juni, Juli —

wir freuen uns immer, wenn wir

was angeboten bekommen“, sagt

Hummig mit unverkennbar sächsischem

Zungenschlag.

Der 71-Jährige ist die Koryphäe in

Deutschland, wenn etwas in die

Luft fliegen soll, um Explosionen

zu inszenieren, Feuer auf Opern-

und Theaterbühnen zu zünden —

und wieder erlöschen zu lassen.

Oder, wie Anfang der 1990er-Jahre,

Weltstars zu beschneien: Für eine

Inszenierung von Richard Wagners

„Ring des Nibelungen“ an der

Wiener Staatsoper baute Hummig

die weltweit einzige geräuschlose

Schneemaschine. Wert: 40 000

Euro. „Bei einer Probe stand Placido

Domingo zwei Stunden im

Schneegestöber“, erinnert sich der

Fachmann für Spezialeffekte und

lacht. Später stöberte die Maschine

im „Disneyland“ in Anaheim bei

Los Angeles.

„Anzünden kann jeder“,

weiß der Pyrotechniker

Der jüngste Großauftrag für „Hummig

Effects“, wie die Firma in Peißenberg

heißt, kam 2016 von der

Metropolitan Opera in New York.

Für die Verdi-Oper „Nabucco“ fertigte

Hummig mit seinen sieben

Mitarbeitern, darunter Tochter,

Sohn und Frau, 48 pneumatisch

betätigte, ferngesteuerte Fackeln

für den Palast. Das Kunststück dabei:

Die Fackeln dürfen nicht rußen

oder rauchen aus Rücksicht auf

die Sänger. Und — sie müssen auf

Knopfdruck wieder ausgehen. „Anzünden

kann jeder“, sagt Hummig

schmunzelnd.

Insgesamt hat „Hummig Effects“

zwei Geschäftsbereiche: Einmal

das Ersinnen, Entwickeln und Bauen

der mechanischen Spezialeffekte,

zum anderen die Lehrtätigkeit.

In Peißenberg kann die Ausbildung

zu drei verschiedenen Pyrotechnikerscheinen

absolviert werden —

für die Bühne in Theater und

Oper, für Film und Fernsehen und

Flasche Sekt gratis!

Anzeige ausschneiden, mitbringen und eine

große Flache Palmberger-Sekt erhalten

28 2 7

(nur solange Vorrat reicht, gültig bis 30.06.2015).

Fly, Trabbi, fly! Ursprünglich sollte

der Trabant bei einer Feier zum

Mauerfall in Berlin über den ehemaligen

Grenzstreifen geschossen

werden. Aus Pietätsgründen nahmen

die Hummigs von der Idee

aber Abstand.

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4 | tassilo


fürs eingangs erwähnte Feuerwerk.

Außerdem gibt es einen

Lehrgang für mechanische Spezialeffekte

rund um Wind, Wasser, Nebel,

Regen, Schnee und Feuer.

Die Cobra-11-Leute

üben in Peißenberg

Hummig hat viele Lehrbücher

über sein Metier geschrieben, die

er selber druckt, „weil sich immer

wieder mal was ändert, dann kann

ich’s gleich umschreiben“. An der

FH Rosenheim unterrichtete er

Szenografen und Requisiteure,

die Hochschule für Fernsehen und

Ingo Hummig (r.) beobachtet

einen Lehrgangsteilnehmer

beim Abfeuern einer Panzerfaust

auf einen Van.

Film lädt ihn für Vorlesungen nach

München ein.

Prominente Kundschaft schaut

auch vorbei, um neue Tricks kennenzulernen

und sich inspirieren

zu lassen: „Action Concept schickt

seit 15 Jahren ihre Leute zu uns“,

erzählt Hummig. Die Produktionsfirma

in Hürth bei Köln ist unter

anderem für die Spezialeffekte der

RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ zuständig.

In Peißenberg proben die

Filmleute neue Ideen oder absolvieren

Übungsaufgaben, die Hummig

ihnen stellt.

Die Karriere des Hochexplosiven

begann unspektakulär — als Zauberer

in der DDR. Weil ihm die

Tricks irgendwann zu einfach wurden,

baute Hummig über Jahre hinweg

eine Illusionsschau auf. Doch

weil er von etwas leben musste,

arbeitete er als Beleuchter an der

Semperoper in Dresden. Allerdings

waren Scheinwerfer in der DDR

Mangelware. Er begann, selbst

welche zu entwickeln und machte

sich mit dem Scheinwerferbau

schließlich selbstständig. Ziel blieb

indes, die Illusionsschau zu finanzieren.

Bis ihn die Amtsstelle, die

über eine Zulassung als Künstler

entschied, desillusionierte: „Solche

Sensationen wollen wir nicht“, lautete

die Antwort auf seine entsprechende

Anfrage. Das war 1973 —

und es kam noch schlimmer: Die

Staatsorgane untersagten ihm,

Angestellte zu beschäftigen. „Drei

Monate vor Wolf Biermann sind wir

raus aus der DDR“, erinnert sich

Hummig.

Auf Deutschlandtournee

mit Legende Johnny Cash

Was er mitnehmen konnte, war das

Knowhow im Schweinwerferbau.

Er konzipierte eine neue Beleuchtungsanlage,

die er der Münchner

Konzertagentur „Lippmann +

Rau“ anbot, mit Erfolg: Hummig

beleuchtete mit seinem ersten Auftrag

im „Westen“ die Deutschland-

Tournee von Johnny Cash, die in der

Münchner Olympiahalle begann.

Es folgten Tourneen mit Howard

Carpendale und Katja Ebstein. Bis

die DDR noch einmal in sein Leben

trat: Hummig musste öfter nach

Berlin. An der Transitautobahn traf

er frühere Freunde und steckte ihnen

Waren zu, die er schmuggelte.

Bis ihn die Volkspolizei schnappte

und er und seine Frau wegen Zollvergehen

zu fünf Jahren Gefängnis

verurteilt wurde. Nach drei Jahren

kamen sie 1987 frei im Zuge einer

Amnestie.

Wirtschaftlich schwere Jahre folgten,

bis 1991 aus Amsterdam der

Großauftrag für eine Feuerwand

kam für eine Inszenierung der

„Heimkehr des Odysseus“. Die

Oper von Claudio Monteverdi ging

anschließend fast acht Jahre auf

Welt-Tournee, samt Feuerwand.

„Anhand der Brennstoffbestellungen

wussten wir immer, wo die

Produktion grade war — wir haben

bis nach Sydney geliefert“, erinnert

sich Hummig. Den endgültigen

Durchbruch schaffte er, als die Wiener

Staatsoper einen Vulkanausbruch

bestellte: „Von da an ging’s

ins Plus.“

Von Berufsmüdigkeit ist beim

Anfangs-Siebziger keine Spur:

„So Gott will, mache ich das auch

noch mit 90“, scherzt Hummig.

Zwar habe er mittelfristig das Ziel,

„dass ich mittags um 13 Uhr fertig

bin“. Doch noch ist seine Kreativität

unabdingbar, „weil das Arbeitsgebiet

so umfangreich ist, dass

man schwer jemanden einlernen

kann“. Von einem Spezialeffekt hat

„Hummig Effects“ allerdings Abschied

genommen: Explosion eines

Sprengstoffgürtels am Mann. „Seit

den Selbstmordattentaten machen

wir das nicht mehr“, sagt Hummig.

Und ist diesmal ganz ernst. ts

Die Explosion in einer Kiesgrube

wird von Tontechnikern mit Richtmikrofonen

aufgenommen — auch

für akustische Effekte ist Hummig

zuständig.

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Schottische Hochlandrinder weiden in Huglfing

Eine beeindruckende

Erscheinung

deutlich länger und weit ausladend

nach oben gebogen sind.

Ein Abstecher

nach Huglfing

Heutzutage wird die Rasse in

vielen Ländern gezüchtet, nach

Deutschland wurde sie erstmals

in den Siebzigerjahren eingeführt.

Wer also ein schottisches Hochlandrind

sehen möchte, braucht

nicht mehr extra nach Großbritannien

zu reisen — ein kurzer Abstecher

nach Huglfing reicht. Genauer

gesagt auf den Thomas Hof am

südöstlichen Ortsrand, wo rund

zehn der beeindruckenden Tiere

Huglfing I Das schottische Hochlandrind

zählt zu den ältesten registrierten

Rinderrassen und war

ursprünglich nur in Schottland

und auf den Hebriden, einer Inselgruppe

vor der Nordwestküste

Schottlands, verbreitet. Mit den

beeindruckenden Hörnern, die

bis zu 1,60 Meter erreichen können,

und dem langen Haar, sind

sie eine ganz besondere optische

Erscheinung. Durch das lange Fell

sind die Tiere winterfest, können

Regen und Wind nicht durch

den Naturpelz dringen und bleibt

selbst Schnee auf dem isolierten

Haarkleid liegen. Die langen und

möglichst symmetrischen Hörner

sind zumeist je nach

Geschlecht

cht

geformt. Bei

Bullen len haben sie idealerweise

eine

kräftige, waagerecht

nach

vorne gebogene ene Form,

während sie bei den Kühen meist

ihr Zuhause use haben. „Früher hat-

ten wir bis zu 60 Hochlandrinder“,

nder

verrät Thomas Buch-

ner,

Namensgeber eberer und

Besitzer des Hofes. Seit über 25

Jahren züchtet und vermarktet

der Landwirt die Tiere. Angefangen

hatte er „selbstverständlich,

um etwas zu verdienen“, spricht

Buchner die rund sechs- bis achttausend

D-Mark an, die man einst

allein für ein Kalb bekommen

hat. Neben dem Erscheinungsbild

gilt das cholesterinarme, dunkle

Fleisch als besonders beliebt. „Vom

Charakter geht es fast ein wenig ins

Wild“, erklärt Buchner. Ein Grund

für den besonderen Geschmack ist

die Tatsache, dass die Tiere rund

drei bis vier Jahre auf der Weide

leben, ehe sie geschlachtet werden.

Wesentlich länger also als

die meisten in Bayern verbreiteten

reit

eten

en

Rinderrassen, rass

en

und dennoch errei-

re

chen

die

schottischen tische

hen Hochlandrinder

nicht deren en Größe und

Gewicht.

Nach rund drei Jahren

wiegen en sie

bis

zu 6000

Kilogramm.


Etwa 300 bis 400 Kilogramm können

dann ausgeschlachtet werden.

Mittlerweile schlachtet Thomas

Buchner bei weitem nicht mehr so

viel wie früher, aber wenn, „dann

reißen sie mir das Fleisch aus den

Händen“.

Eine gutmütige und

gelassene Tierart

Durch natürliche Selektion haben

die Hochlandrinder seit Jahrhunderten

ihre typischen Eigenschaften

entwickelt: relativ klein

und leicht, robust, langlebig und

gutmütig. Genau das ist es auch,

was dem Huglfinger Landwirt an

seinen Tieren gefällt: „Ich mag

einfach die behäbige Art. Es ist

ein sehr ruhiges Volk“, beschreibt

Thomas Buchner, wenngleich er

sich erinnert, dass ihn einst eine

Mutterkuh mit ihren mächtigen

Hörnern über den Zaun jagte,

nachdem er ihr Kalb aus einer

Schlammmulde bringen wollte.

Obwohl der zeitliche Aspekt beim

Halten von schottischen Hochlandrindern

mehr ins Gewicht fällt,

sind die

Tiere äußerst pflegeleicht:

Im Gegensatz ens zu den in Deutsch-

land

ansässigen Rindern leben sie

das ganze Jahr im Freien. Durch ihr

langes und

dichtes Fell benötigen

sie auch

im Winter keinen Stall,

der sie vor Kälte schützt. Vielmehr

Die Hühnerschweine der Rasse „Bergsträsser Knirps“

müsse man im Sommer dafür sorgen,

dass ausreichend Schatten

vorhanden ist. Zudem können die

Hochlandrinder auf einem Boden

leben, der für schwere Rinder eigentlich

ungeeignet ist — Huffäule

beispielsweise gibt es nicht. Eine

besondere Stärke der Tiere findet

sich beim Kalben auf der Weide,

das auch ohne menschliche Hilfe

funktioniert. Die Kälber sind sehr

widerstandsfähig und können

bereits nach zwei Stunden eigenständig

stehen.

Allerlei Besonderheiten

auf dem Thomas Hof

Rein wegen des finanziellen Aspekts

hält Thomas Buchner seine

schottischen Hochlandrinder

längst nicht mehr. Unter anderem

bedingt durch die BSE-Problematik

in den Neunzigerjahren lohnt

sich eine Zucht in größerem Maße

ohnehin nicht mehr, da nicht mehr

so viel gezahlt wird. Das Hauptgeschäft

auf dem Thomas Hof ist

mittlerweile das Einstellen von

Pferden. Ganze 16 Rösser haben

hier ihre Unterkunft gefunden.

Für die Einsteller werden in regelmäßigen

Abständen verschiedene

Veranstaltungen wie etwa

ein Westernreitkurs angeboten.

„Einen lebendigen Stall zu betreiben“,

so lautet das wichtigste Ziel.

Lebendig sind auch die Hühnerschweine

der Rasse „Bergsträsser

Knirps“, die ebenfalls auf der idyllischen

Anhöhe in Huglfing leben.

Sie sorgen dafür, dass kein Fuchs

oder anderes für das Federvieh

gefährliche Getier dem Hühnerstall

zu nahe kommt. Und wem

all die Tiere nicht lebendig genug

sind, kann gerne dem fünfjährigen

Luis — jüngster Sprössling von

Thomas Buchner — zusehen, wie

er ganz selbstverständlich auf seinem

Quad Runden auf dem

Gelände dreht.

tis











MARIELA SARTORIUS

Öffnungszeiten:

Mi-Fr 15-18 Uhr

Sa 11-15 Uhr

GEHEIME

ZEICHEN DER

NATUR

Neueste Bilder

10. bis 25.2.2017

Vernissage

10. Februar 2017, 19 Uhr

Kunstverein Murnau e.V.

Galerie am

Gabriele-Münter-Platz

Burggraben 4

82418 Murnau

www.kunstverein-murnau.de


Das lange Haar und die

Hörner sind typisch für das

schottische Hochlandrind.

januar / februar 2017 | 7


291 m

99 m

10 nm

2962 m

Gipfelstürmern bieten wir

in Penzberg die beste Basis.

Roche in Penzberg ist aktiver Teil der

Life-Science-Region Greater Munich.

Als Powerhouse für Antikörper haben

wir hohe Ziele. Mit Mut zu neuen Ideen,

dem Willen zur Lösung drängender

Gesundheitsfragen und gelebter

kultureller Vielfalt arbeiten wir global

vernetzt an den Gesundheitslösungen

von morgen.

From Science to Patients.


Auf der Roten Couch

Wilfried Knorr

und die Idee

vom Gemeinwohl

„Es ist kein dünnes Brett, das wir bohren“, sagt Wilfried Knorr zur

ersten Gemeinwohlbilanz, die er für die Wirtschaftsbetriebe von

Herzogsägmühle 2017 vorlegen wird. So auch für die Schreinerei, wo

man sich mit Brettern auskennt und die „Rote Couch“ zu Gast war.

Foto: Johann Jilka

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Herzogsägmühle | Es sei „kein dünnes

Brett, das wir bohren“, sagt Direktor

Wilfried Knorr über die Jahresbilanz

von Herzogsägmühle, die

2017 erstmals den Titel „Gemeinwohl-Bilanz“

tragen wird. Dahinter

verbirgt sich eine Jahresrechnung,

die nicht nur Gewinne und Verluste

ausweist, sondern auch „weiche“

Faktoren berücksichtigt wie ökologische

Nachhaltigkeit, Transparenz

oder demokratische Mitbestimmung.

Mit Spannung blickt Knorr

der Zertifizierung seines Projektes

entgegen, die im ersten Quartal

2017 erfolgen soll. Im Interview

auf der „Roten Couch“ erklärt

der 57-Jährige die Grundzüge der

„Gemeinwohl-Ökonomie“, wie er

auf die Idee aufmerksam wurde,

wie er sie im Diakoniedorf umsetzt

und warum er für das Modell sogar

vor Bundestagsabgeordneten in

Berlin wirbt. Und auch, dass zwar

das Wirtschaftsmodell und seine

Begrifflichkeiten neu sind, die Idee

dahinter aber schon von den Autoren

der Bayerischen Landesverfassung

formuliert wurde: Sie schrieben

1946, dass „alles Wirtschaften

dem Gemeinwohl“ dienen möge.

Wilfried Knorr, Herzogsägmühle

dürfte vielen „tassilo“-Lesern eher

als Ortsname bekannt sein. Können

Sie kurz zusammenfassen, was im

Diakoniedorf alles passiert bzw. ansässig

ist?

Herzogsägmühle ist ein Ort zum

Leben für Menschen mit Benachteiligungen,

Behinderungen, seelischen

Erkrankungen oder mit

besonderen erzieherischen und

Ausbildungsbedürfnissen, die an

anderen Orten aufgrund ihrer

spezifischen Lebenssituation nicht

wohnen und leben können. Neben

Wohn- und Beratungsangeboten

gibt es bei uns drei Schulen, es

wird in 41 Berufen ausgebildet, es

gibt Werkstätten für Menschen mit

Behinderung. Zudem verfügen wir

über eine Vielzahl attraktiver Freizeitangebote,

das Café und Wirtshaus

„Herzog“ bietet leckere Speisen,

unser „MühlenMarkt“ ist ein

Einkaufsparadies.

Sie haben „Außenstellen“ im Tassiloland,

vor allem in Weilheim

welche Einrichtungen konkret?

Wir sind in acht Landkreisen rund

um Herzogsägmühle herum tätig,

mit Tagesstätten für psychisch

Kranke, Beratungsangeboten,

Wohnplätzen für ehemals Wohnungslose,

mit Läden und Begegnungsstätten

wie zum Beispiel

dem „Café Verweilheim“ in der

Herzog-Christoph-Straße. Dazu haben

wir mit dem Tochterunternehmen

„Kinderhilfe Oberland“ Kitas,

Horte, Frühförderung und Mittagsbetreuung

an Schulen.

Herzogsägmühle ist der zweitgrößte

Arbeitgeber im Landkreis Weilheim-

Schongau mit inzwischen nahezu

1 800 Mitarbeitern. Wohin geht die

Tendenz?

Immer — mit Augenmaß — moderat

nach oben. Die Bedürfnisse der

Menschen zu decken, ist uns Verpflichtung

und Auftrag — und bisher

erforderte steigender Bedarf

auch steigende Mitarbeiterzahlen.

Sie beschäftigen sich seit geraumer

Zeit mit dem Wirtschaftsmodell

der „Gemeinwohl-Ökonomie“, 2017

wird das konkret in der Herzogsägmühler

Wirtschaftsbilanz aufscheinen.

Was ist der Leitgedanke, das

Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie?

Ich muss etwas vorausschicken:

Ausgangspunkt ist die Tatsache,

dass weltweit Bürger mit unserem

aktuellen Wirtschaftssystem unzufrieden

sind. Umfragen haben

gezeigt, dass es bei 85 Prozent der

Bevölkerung auf Ablehnung stößt,

weil die Menschen es nicht für gerecht

halten. In Deutschland sind

es laut einer Bertelsmann-Studie

sogar 88 Prozent, das heißt, neun

von zehn Menschen lehnen das gegenwärtige

Wirtschaftssystem ab.

Können Sie ein paar Kritikpunkte

nennen?

Ganz allgemein formuliert erstens

der ökologische Fußabdruck, den

wir auf der Erde hinterlassen —

Wilfried Knorr und „tassilo“-Redakteur Tobias Schumacher im Mühlenmarkt,

der laut des Direktors mit dazu beiträgt, dass Herzogsägmühle

zum „normalen“ Dorf wird.

Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch,

Raubbau, usw.

Zweitens die weltweite Unfähigkeit,

die Einkommen gerecht zu

verteilen. Es ist absurd, dass 62

Individuen die Hälfte sämtlichen

Geldes besitzen; die Schere zwischen

Arm und Reich geht auch

in Deutschland immer weiter auf.

In den westeuropäischen Ländern

kommt drittens die Unzufriedenheit

mit den Bildungschancen dazu —

bildungsferne Eltern haben bildungsferne

Kinder. Viertens macht

unsere Arbeitswelt die Menschen

krank. Das ist keine Randgeschichte!

Jeder vierte Mensch wird in

seinem Leben wegen seiner Arbeit

krank. All das sind Symptome unseres

Wirtschaftssystems. Trotzdem

bedeutet es heute einen Wettbewerbsnachteil,

wenn ich als Unternehmer

ethisch handle.

Wie ist das Wirtschaftsmodell der

Gemeinwohl-Ökonomie entstanden?

Christian Felber hat das Modell

in seinem gleichnamigen Buch

2010 vorgestellt. Er kommt aus der

„Attac-Bewegung“. Seine Idee ist,

unser heutiges System umzudrehen

und neben der Finanzbilanz

den ethischen Erfolg eines Unternehmens

zu messen. Felber hatte

sich vor 2010 mit 25 österreichischen

Unternehmern zu einem

Think-Tank zusammengesetzt. Dort

wurden fünf zentrale Werte ermittelt:

Menschenwürde, Solidarität,

ökologische Nachhaltigkeit, soziale

Gerechtigkeit sowie demokratische

Mitbestimmung und Transparenz.

Diese Werte stellten sie in einer

„Gemeinwohl-Matrix“, die sie 2013

veröffentlichten, einer „Berührungsgruppe“

in den Unternehmen

gegenüber: Lieferanten, Geldgeber,

Mitarbeiter und Eigentümer, Kunden,

Produkte, Dienstleistungen,

Mitunternehmen, gesellschaftliches

Umfeld. Dort, wo Unternehmen die

fünf zentralen Werte erfüllen, gibt

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10 | tassilo


es Pluspunkte — etwa für die Reduktion

ökologischer Auswirkungen,

für Beiträge zum Gemeinwesen, die

Gleichstellung von Mann und Frau,

qualitativ gute Arbeitsplätze, usw. —

insgesamt sind dies 15 Rubriken.

Was bringen diese Pluspunkte?

Sie werden zum Ergebnis der Gemeinwohlbilanz,

nachdem sie gegebenenfalls

verrechnet wurden

mit Negativkriterien: Steuerhinterziehung,

feindliche Übernahmen,

Kooperationen mit Firmen, die die

Menschenwürde verletzen — nur

ein Stichwort ist Kinderarbeit bei

der Gewinnung von Seltenen Erden

für die Handyproduktion; oder Arbeitsplatzabbau

oder Standortverlagerung

zur Gewinnmaximierung,

Steuerhinterziehung, Verhinderung

von Betriebsräten. Das Ergebnis

der Gemeinwohlbilanz entscheidet

später über den Zugang zum Kapitalmarkt,

die Besteuerung eines

Unternehmens und soll die Steuerung

von Subventionen regeln.

Demnächst soll übrigens eine neue

„Matrix 5.0“ veröffentlicht werden,

auf die ich sehr gespannt bin.

Wie kamen Sie selbst mit der Gemeinwohl-Ökonomie

in Berührung?

Es war ein Aha-Erlebnis: Ich saß

2013 im Urlaub auf einem Steg an

einem See in Schweden und habe

Felbers Buch gelesen und mir

selbst zugerufen: Das ist es! Das

brauchen wir in Herzogsägmühle!

Wir sind eines der ersten Unternehmen

aus der freien Wohlfahrtspflege,

das sich mit dem Thema

beschäftigt.

Mit welchen konkreten Erfahrungen?

Mit überwiegend sehr guten, weil

wir alle Prozesse auf Nachhaltigkeit

ernsthaft prüfen können. Wir stellen

aber auch fest, dass uns manches

nicht betrifft: Wir haben zum

Beispiel eine andere Systematik

der Preisfindung bei Produkten, die

wir herstellen, und wie wir Erträge

erwirtschaften. Beides wird festgelegt

in Verhandlungen mit unseren

Kostenträgern — Bezirk, Jugendämter,

Jugendhilfe, Renten- und

Krankenversicherung, Agentur für

Arbeit. Diese Aushandlungsprozesse

lassen sich mit der Matrix nicht

abbilden.

Im Gegensatz zur freien Wirtschaft?

Richtig. Die Ausgaben von Konzernen

werden bestimmt von Investitionen,

Dividenden, Boni für die Vorstände,

Prämien für die Mitarbeiter.

Wir in Herzogsägmühle stecken die

Überschüsse, die unsere Betriebe

erwirtschaften, in Bereiche, in denen

wir uns fragen: Wie können

wir die Lebensbedingungen von

Menschen verbessern? Unser Gewinn

dient dem Gemeinwohl, es

bleibt in einem gemeinnützigen

Kreislauf. Das schreibt unsere Satzung

übrigens zwingend vor.

Noch einmal zurück zur freien Wirtschaft:

Was hat ein Unternehmen

von der Gemeinwohl-Ökonomie?

Ich kann es am Beispiel von Südtirol

erklären: Dort wurde in der Verfassung

verankert, dass öffentliche

Aufträge nur noch an Unternehmen

vergeben werden dürfen, die nach

dem Prinzip der Gemeinwohl-

Ökonomie handeln. Andere Firmen

scheiden aus — so einfach kann es

gehen. Die Europäische Kommission

für Wirtschaft und Soziales hat

auf Anregung von Herrn Felber

dieses Jahr mit überwältigender

Mehrheit beschlossen, den nationalen

Regierungen die Übernahme

der Gemeinwohlprinzipien zu

empfehlen. Interessant war, dass

Bundeswirtschaftsminister Sigmar

Gabriel 2016 seine Ministererlaubnis

zur Tengelmann-Übernahme

durch Edeka mit dem Gemeinwohl

begründet hat. Das Modell muss in

die Politik. Ich selbst konnte diesen

Herbst in Berlin einen Vortrag vor

rund 20 CDU-Bundestagsabgeordneten

und ihren Mitarbeitenden

aus dem Arbeitnehmerflügel

halten. Mit ein wenig Phantasie

könnte ich mir vorstellen, dass die

Parteien die Idee in ihr Parteiprogramm

aufnehmen. In der Folge

könnte der Staat dem Modell über

die Steuergesetzgebung zum Erfolg

verhelfen.

Wie sähe das aus?

Nehmen wir ein Beispiel aus dem

Schongauer Land: Ein großer Automobilzulieferer

vergibt Aufträge

an die Herzogsägmühler Werkstätten.

Nach Felbers Modell gäbe dies

Pluspunkte in der Gemeinwohlbilanz

des Konzerns, die bei der Besteuerung

berücksichtigt würden.

Im Moment hat das Unternehmen

noch keine monetären Vorteile.

Die CDU-Abgeordneten haben

das als vernünftige Übersetzung

dessen eingesehen, was mit sozialer

Marktwirtschaft gemeint ist.

Übrigens steht in der Bayerischen

Verfassung von 1946 in Paragraf

151: „Alles Wirtschaften dient dem

Gemeinwohl.“ Der Grundfehler des

heutigen Wirtschaftssystems ist die

MEHR RAUMNUTZUNG INDIVIDUELLE

KLEIDERSCHRANKIDEEN NACH MASS

Liberalisierung. Sie treibt die wildesten

Blüten!

Ein Beispiel, was Sie damit meinen?

In Traunstein hat beispielsweise

eine Köchin jeden Tag 450 Schulessen

gekocht, ihre Küche war 500

Meter von der Schule entfernt.

Dann musste die Verköstigung öffentlich

ausgeschrieben werden.

Den Zuschlag bekam ein Groß-

Caterer aus Baden-Württemberg,

weil er der billigste Bieter war. Mit

dem konnte die Köchin unmöglich

mithalten. Jetzt werden die Essen

380 Kilometer weit gefahren! Allein

der Spritverbrauch! Und auch

noch in Alu verpackt! Die Stadt

Traunstein spart im Jahr 130 Euro …

Absurd!

Trotzdem wird es praktiziert…

Die Gemeinwohl-Idee überzeugt

immer mehr Menschen, auch in

konservativen Kreisen. In Baden-

Württemberg steht sie im Koalitionsvertrag

der Grün-Schwarzen

einrichtung

schuster

Angelika Weber

Augsburgerstr.1

Ecke Pöltnerstraße

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AUSSTELLUNG · BERATUNG · PLANUNG · INNENARCHITEKTUR

januar / februar 2017 | 11


Landesregierung als zwingend für

öffentliche Unternehmen. Stuttgart

hat im städtischen Haushalt 80 000

Euro für die Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz

eingestellt. Es

ist kein dünnes Brett, das wir bohren,

und es gibt noch eine Reihe

heikler Punkte. Ich halte es zum

Beispiel für unsinnig, die Höhe

von privat vererbbarem Vermögen

zu begrenzen. Die von Felber angeregte

„Produktampel“, also die

Kennzeichnung von Erzeugnissen

gemäß der Gemeinwohl-Idee, ist

nicht einfach — Ziel ist hier, dass

ein ökologisches Produkt am Markt

einen Vorteil haben soll. Generell

darf man sich nicht als „Felber-

Jünger“ verteufeln lassen, sondern

muss für ein vernünftiges Wirtschaftssystem

werben. Aber es gibt

auch nur wenige ernstzunehmende

Kritiker. Manche haben das Grundprinzip

noch nicht verstanden, aber

immer mehr leuchtet ein, dass die

Produzenten Probleme bekommen,

wenn unser Sozialsystem nicht

mehr erhalten werden kann. Nicht

umsonst hat der Papst gesagt:

„Diese Wirtschaft tötet.“

Warum nun Gemeinwohl-Ökonomie

in Herzogsägmühle?

Interessant ist die Wirkung auf die

Mitarbeiter nach innen. Obwohl

nicht alle der 1 800 Mitarbeiter

kirchlich geprägt sind, kann sich

jeder mit den fünf zentralen ethischen

Werten identifizieren. Sie

binden vor allem die mittleren

Gruppenbild mit Direktor: Mitarbeiter der Schreinerei scharen sich um

ihren Chef Wilfried Knorr auf der „Roten Couch“.

Führungskräfte ans Unternehmen.

Das ist auch ein wichtiger Aspekt.

Wie wird das Modell konkret eingeführt?

Wir werden 2017 die Geschäftsbereiche

von Herzogsägmühle zur

Zertifizierung anmelden gemäß

den Kriterien einer Gemeinwohl-

Bilanz. Das machen wir mit einem

Erstbericht, der zunächst einmal

nur die Behauptung ist, dass wir

nach der Gemeinwohl-Ökonomie

wirtschaften. In drei Konferenzen

haben wir alle Bereiche durchgearbeitet

und eine Liste erstellt, die

wir mit der Gemeinwohl-Matrix

abgeglichen haben. Diesen Erstbericht

habe ich im Herbst nach Wien

gemeldet. Dort sitzt der Verein für

Gemeinwohl-Ökonomie, in dem

wir Mitglied sind. Er schickt im ersten

Quartal 2017 einen Auditor, der

überprüft, ob unsere Bewertungen

plausibel sind. Er macht im Prinzip

das gleiche wie ein Wirtschaftsprüfer.

Er schaut sich alle Bereiche

an: Landwirtschaft, Einkauf,

die Produktionsprozesse, die Verdienstsituation

der Mitarbeiter, innerbetriebliche

Transparenz, usw.

Anhand seiner Erkenntnisse und

Beobachtungen zertifiziert er dann

unsere Gemeinwohl-Bilanz, die

wiederum öffentlich einsehbar sein

wird. Das ist ein zentraler Punkt

von Felbers Idee — alles wird offengelegt,

jeder kann nachschauen,

an welchen Punkten es funktioniert

oder wo noch Handlungsbedarf

herrscht.

Wagen Sie eine Prognose, wie es

ausgehen wird?

Im Moment könnte ich nur spekulieren,

wir machen die Erfahrung

der Zertifizierung ja erst noch.

Wie stark ist die Gemeinwohl-Bewegung

überhaupt?

Zum Verein in Wien gehören inzwischen

rund 350 zertifizierte

Unternehmen mit Bilanz, darunter

die Sparda-Bank, der Sportartikelhersteller

Vaude, die Tageszeitung

„taz“ und die Demeter-Bäckerei

„Märkisches Landbrot“ in Berlin,

mehrere Hotels in Österreich oder

die Rathauspassagen der Diakonie

in Hamburg. Herzogsägmühle ist

das erste Unternehmen im Landkreis

Weilheim-Schongau und in

der Diakonie Bayerns überhaupt.

Die findet unser Vorhaben sehr

spannend. Wenn wir Erfolg haben,

wird die Empfehlung der Bundes-

Diakonie zur Nachahmung noch

mehr Gewicht bekommen. Sonst

gibt es in unserer Region nur Bestrebungen

oder Überlegungen.

Aber jedem, der Felbers Buch liest,

kann ich wie gesagt ein großes

Aha-Erlebnis versprechen.

Und noch etwas: Die Ideen der Gemeinwohl-Ökonomie

sind in viele

Richtungen anschlussfähig. Nehmen

wir die Suffizienz-Forschung:

Sie untersucht, wann ein materieller

Anreiz für Menschen nicht mehr

gegeben ist. Man hat zum Beispiel

herausgefunden, dass es für Menschen,

die über 70 000 Euro im

Jahr verdienen, keinen Anreiz mehr

gibt, sich für mehr Gehalt anzustrengen.

Ein Lösungsansatz wären

Anstrengungen bei der Abkehr von

Wachstum und Ressourcenverbrauch.

Das wiederum bringt uns

zur Glücksforschung …

die gibt es tatsächlich?

Ja, sie befasst sich mit dem Glücklich-Sein,

das wir beispielsweise

empfinden, wenn wir uns zu einer

größeren Gruppe zugehörig

fühlen, und das uns fehlt, wenn

wir uns etwa an Ausbeutung beteiligen.

Dies wiederum lässt sich

einbringen und aufgreifen in der

Unternehmensführung, bei der

Vermittlung von christlichen Werten,

in Forschung und Entwicklung,

in der Wissenschaft …

und in Herzogsägmühle.

Genau. Ich habe die Gemeinwohl-

Idee in eine Leiter-Konferenz

eingebracht und fand die Resonanz

sehr spannend. Das Modell

müssen immerhin rund 100

Kostenstellen-Leiter umsetzen. Die

Mitarbeiter waren überwiegend

sehr angetan. Und wie gesagt, vor

allem in der mittleren Führungsebene

wird die Gemeinwohl-Ökonomie

inzwischen als Beitrag dazu

gesehen und verstanden, dass wir

ein attraktiver Arbeitgeber sind.

Wie weit hat das Modell die Belegschaft

schon erreicht?

Da erlebe ich immer wieder große

Überraschungen. Einmal kam eine

Mitarbeiterin zu mir und hat mich


darauf hingewiesen, dass wir Eier

aus Legebatterien kaufen. Sie hatte

eine sehr feine Antenne dafür, wie

glaubwürdig wir als Unternehmen

Herzogsägmühle sein sollten. Heute

zahlen wir pro Jahr 3 700 Euro

mehr für unsere Eier, weil sie jetzt

aus Bodenhaltung kommen.

Vermutlich lassen sich weitere Beispiele

fi nden…

Natürlich, und wo man Dinge ändern

kann, ist es die Anstrengung

wert. Umgekehrt sind unsere Möglichkeiten

aber auch begrenzt. Eine

große Problematik liegt in der Beschaffung,

da werden wir noch lange

Minuspunkte verbuchen, weil

wir nicht nur regional einkaufen

können. Wenn wir ernsthaft durchs

Unternehmen gehen, finden sich

viele weitere Punkte. Stichwort

Mobilität: Wir haben ermittelt, dass

unsere Mitarbeiter pro Jahr 4,2 Millionen

Kilometer zurücklegen, um

zur Arbeit und wieder nach Hause

zu kommen — negativ für unsere

Bilanz allein wegen Spritverbrauch

und Emissionen. Hinzu kommen

Arztfahrten, die Hausmeister, und,

und, und. Wir befassen uns intensiv

mit der Anschaffung von Elektroautos

oder mit der Organisation

von Car-Sharing. Unser Ziel lässt

sich so zusammenfassen: Wir setzen

um, was machbar ist und für

alles andere suchen wir eine ökologisch

sinnvolle Variante.

2017 ist auch ein spannendes Jahr,

weil 500 Jahre Reformation begangen

werden. Was plant das Diakoniedorf

Herzogsägmühle?

Bei uns wird ein Vortrag aus einer

Vortragsreihe des Evangelischen

Bildungswerks stattfinden, dazu

vier Abende eines Glaubenskurses

im Zeichen des Bekenntnisses von

Luther. Aber ganz ehrlich: Ich mag

Reformationsjubiläumsfeiern nur

dann, wenn auch gefragt wird, was

denn heute an der Kirche zu reformieren

sei. Sonst erscheint mir das

etwas selbstgerecht und einfältig.

Ende Oktober hatte „Gottes

Gesinde(l)“ Premiere, das fünfte

Theaterstück aus Ihrer Feder. Kurz

zusammengefasst springen Mose,

Pilatus, Luther und David samt ihrer

Frauen in die Bresche, als Gott

einen „Burnout“ erleidet. Wie entstand

die Idee? Gibt es gar autobiografi

sche Bezüge?

Ideen entstehen durch den Kuss

der Muse. Es ist nichts autobiographisches,

die genannten Personen

sind ja auch schon ziemlich tot und

ich lebe noch (lacht). Aber tatsächlich

beschäftigte mich die Frage, ob

der Mensch gut beraten ist wenn er

meint, seines Glückes Schmied zu

sein und Gott nicht zu brauchen.

Sind Sie zufrieden mit den Aufführungen

und den Publikumsreaktionen?

Es waren drei wunderbare Abende,

rauschende Feste für meine Seele.

Die Menschen, mit denen ich sprechen

konnte, waren gerührt und

begeistert. Dass die Rezension in

der Presse etwas unterkühlter war,

kann ich gut aushalten.

Es heißt, das Stück und die Mitwirkenden

— Laiendarsteller und Menschen

mit seelischen oder körperlichen

Beeinträchtigungen — sollen

auch auswärts gastieren, gibt es

schon konkrete Anfragen oder Einladungen?

Es gibt eine Planung für eine Aufführung

in Weilheim im Zusammenhang

mit den Feiern rund um

das Reformationsjubiläum, aber

das ist noch nicht fix. Auch aus dem

Allgäu haben wir eine Anfrage, die

wir prüfen. Es ist gar nicht so leicht,

bei 16 Darstellern plus Technik, Requisite

etc. immer Termine zu finden,

wo allele da sind


ts

87.

Tutzinger

Patientenforum

DIE REVISION BEI

KOMPLIKATIONEN IN DER

HÜFT- UND KNIEPROTHETIK

25. Januar 2017 um 19.00 Uhr

> > > ZUR PERSON

Wilfried Knorr, Jahrgang 1958, wuchs im Rheinland

auf und machte 1977 das Abitur in Bonn. Dann arbeitete

er zwölf Jahre lang als Berufsoffizier bei der

Luftwaffe, engagierte sich im „Arbeitskreis christlicher

Offiziere“, und war zuletzt in Penzing und Kaufbeuren

für die Ausbildung von Soldaten zuständig,

bevor er 1989 nach Herzogsägmühle kam. Während

seiner Zeit bei der Bundeswehr hatte er dreieinviertel

Jahre Diplom-Pädagogik studiert und interessierte

sich eigentlich für eine berufliche Aufgabe

in der evangelischen Erwachsenenbildung. Doch es

kam anders: Im Diakoniedorf bei Peiting übernahm

er die Zuständigkeit für die Jugendhilfe, die bei seinen

Anfängen 44 junge Menschen betreute, 15 Jahre

später waren es 150. Als Nachfolger von Erwin

Dürr wurde Knorr dann 2004 zum Direktor von

Herzogsägmühle berufen,

wo — samt den

Tochterunternehmen —

heute

1800 Menschen beschäftigt sind.

Mit seiner Frau Christiane, die aus

München stammt und als Grundschullehrerin beitet, wohnt Wilfried Knorr in Frankenhofen, ei-

arnem

kleinen Dorf im Ostallgäu, das zur Gemeinde

Markt Kaltental gehört. Das Ehepaar hat drei erwachsene

Söhne. Große Leidenschaften von Wilfried

Knorr sind die Kleinkunst und das Theater. In

den vergangenen Jahren hat er selbst fünf abendfüllende

Stücke geschrieben, die Mitarbeiter und

Bewohner von Herzogsägmühle aufgeführt haben.

Beruflich wie privat engagiert er sich zudem in der

evangelischen Kirche und der Diakonie in Bayern. ts

REFERENT

Priv.-Doz. Dr. Jan Zöllner

Chefarzt Orthopädie & Endoprothetik

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bahnhofstraße 5

82327 Tutzing

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-102.

januar / februar 2017 | 13


Der „Zwergerlkoch“ in Oderding



Lecker, frisch & regional






Oderding | Es herrscht Hochbetrieb

auf dem „Albrechthof“ in Oderding

an diesem Montagvormittag.

Genauer gesagt im vor rund 150

Jahren gebauten Bauernhaus: In

dem ehemaligen, an das Bauernhaus

angrenzenden Kuhstall, der

mittlerweile zu einer Küche umgebaut

ist, werden insgesamt 2 000

Portionen zum Wochenstart in der

Großküche vorbereitet. Anschließend

werden diese an verschieden

Schulen und Kindergärten in

der Region geliefert. 2010 hatte

Diplom-Ökotrophologin Lena Albrecht

das Catering-Unternehmen

auf dem „Albrechthof“ gegründet

und sich dabei von Anfang an auf

die Zubereitung von gesundheitsförderlichen

Mittagsmenüs für

Kinder spezialisiert.

Einen Bedarf in der Region hatte

sie längst ausgemacht, nachdem

gerade für Kindergarten- und

Schulkinder kaum altersgerechte

Mittagsverpflegung angeboten

wird. „Oftmals haben Altenheime

und Schulen den gleichen Caterer,

bekommen also das gleiche

Essen“, erklärt Lena Albrecht und

ergänzt: „Dabei ist das ein totaler

Gegensatz, alleine vom Würzen

her.“ Während es für ältere Menschen

oftmals intensiver gewürzt

wird, bevorzugen Kinder mildere

Speisen. „Auch möchten Kinder

die Zutaten immer getrennt auf

dem Teller angerichtet haben.

Daher sind beispielsweise Aufläufe,

in denen viel vermischt ist,

schwierig bei Kindern“, berichtet

Martin Albrecht von einer weiteren

Besonderheit. Der Molkereitechnologe

unterstützt seine Frau

Lena bereits seit der Gründung.

An den Bedürfnissen der

Kinder ausgerichtet

Das Catering speziell für Kindergärten

oder Kindertagesstätten

trägt auf dem „Albrechthof“ den

Namen „Zwergerlkoch“. Der Zwergerlkoch

soll Erzieher und Eltern

im bayerischen Oberland durch

fundierte Kenntnisse unterstützen,

die Kinder natürlich und gesund

zu ernähren — so das Konzept.

Durch die täglich frische Zubereitung

der Mahlzeiten erhalten die

Kinder ein abwechslungsreiches

und ausgewogenes Mittagsmenü.

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14 | tassilo


Diplom-Ökotrophologin Lena Albrecht (Mitte) und Ehemann Martin

(oben) mit einem Teil des Teams ihres Catering-Unternehmens.

„Wir nutzen die kindliche Neugier

und auch den positiven Effekt

des ‚Außer-Haus-Essens'. In der

Gemeinschaft sind Kinder oft experimentierfreudiger“,

sagt Lena

Albrecht. Wichtig sei zudem, die

Kinder systematisch an das richtige

Essen heranzuführen. Falsche

Essgewohnheiten, die im Kindesalter

angewöhnt wurden, werden

leicht im Erwachsenenalter beibehalten,

was zu den immer häufiger

werdenden Zivilisationskrankheiten

wie Diabetes oder

Übergewicht führen

kann. Umso wichtiger

sei es daher,

bereits frühzeitig

auf eine gesunde

und ausgewogene

Ernährung

Der an das 150 Jahre alte

Bauernhaus angrenzende Kuhstall

wurde zu einer Küche umgebaut.

zu achten. Daher geht es beim

Zwergerlkoch auch nicht darum,

Süßes komplett zu verbieten.

Vielmehr kommt es auf die Ausgewogenheit

der einzelnen Nährstoffe

an — sinnvoll kombiniert

und frisch zubereitet. Fleisch und

Fisch gibt es maximal zwei- bis

dreimal die Woche. Stehen Süßspeisen

wie etwa Kaiserschmarrn

oder Beeren-Tiramisu auf dem

Speiseplan, wird darauf geachtet,

dass zuvor etwas Gesundes und

Nahrhaftes wie „Brokkolicremesuppe

mit Graupen“ serviert wird.

„Süßes, beispielsweise Pudding,

gibt es besonders dann, wenn die

Hauptspeisen für die Kinder neu

sind und von daher ein bisschen

kritisch beäugt werden. Dann

haben die Erzieher etwas Verhandlungsspielraum“,

merkt Lena

Albrecht an. Den meisten Eltern

dürfte dies vom heimischen Esstisch

durchaus bekannt sein.

Alles drin

in einer Woche

Das System des Zwergerlkochs

und auch beim Schulcatering ist

besonders darauf ausgelegt, dass

in einer Woche möglichst alle

wichtigen Komponenten vorkommen.

Die Lebensmittel-Vielfalt soll

sich auch innerhalb des Speiseangebots

widerspiegeln. So gibt

es daher nicht immer nur Hackfleisch,

Schinken oder Wiener-

Würstchen, sondern auch andere

Fleischerzeugnisse aus Geflügel,

Rind, Schwein und Wild. „Die

Kinder sollen die Vielfalt kennenlernen.

Damit sie erkennen, dass

Zutaten in verschiedensten Konstellationen

schmecken“, sagt Lena

Albrecht, die selbst Mutter von

vier Kindern ist. Alle sechs bis acht

Wochen können sich die Gerichte

wiederholen. Erfahrungsgemäß

sei dies ein guter Rhythmus, da

die Speisen dann einerseits nicht

langweilen, die Kinder sich andererseits

aber noch an die Gerichte

erinnern können. Die Rückmeldung

der Einrichtungen ist dem

Unternehmer-Ehepaar besonders

wichtig, wie Martin Albrecht

bestätigt: „Es bringt ja nichts,

wenn die Kunden unzufrieden

sind.“ Daher haben sie eigens ein

Feedback-Formular entwickelt,

welches ihre Kunden regelmäßig

ausfüllen. Portionsgröße und

Serviertemperatur werden dabei

abgefragt und natürlich das wichtigste:

hat es geschmeckt? Um Eltern

hinsichtlich einer gesunden,

ausgewogenen Ernährung zu sensibilisieren

und das Konzept des

Hofs zu erläutern, besuchen Lena

und Martin Albrecht Elternabende

in den Schulen und Kindergärten,

die sie beliefern.

Der Versuch,

gesund zu wachsen

„Mit Motivation, ein paar glücklichen

Zufällen, die zusammentrafen,

starteten wir 2010 in einem

kleinen Raum am Hof, den wir als

Küche umgebaut hatten“, blickt

Lena Albrecht auf die Anfänge zurück.

„2013 mussten wir uns dann

entscheiden: weiter wachsen oder

in den bisherigen Räumlichkeiten

bleiben. Wir entschieden uns, den

ehemaligen Kuhstall umzubauen

und auch als Küche zu nutzen“,

erinnert sich Martin Albrecht.

Mittlerweile werden rund 25

Mitarbeiter beschäftigt, darunter

sechs Fahrer, die um die 50

Einrichtungen beliefern. Die einzelnen

Routen sind dabei bis ins

Detail geplant, schließlich möchten

etwa Kindertagesstätten das

Essen meist früher als Schulen. Die

Lieferanten kommen überwiegend

aus der Region. Ziel sei es zudem,

im kommenden Jahr komplett auf

Bio-Produkte umzusteigen. Die

Qualität soll trotz des Wachstums

nicht verloren gehen. Ganz im Gegenteil,

wie Lena Albrecht erklärt:

„Jetzt können wir uns direkt an unsere

Lieferanten wenden, die dann

Produkte extra an unsere Bedürfnisse

anpassen.“ Alles im Sinne

des durchdachten, ausgewogenen

und gesunden Konzepts.

tis

Täglich frisch

werden die

Gerichte auf dem

„Albrechthof“

zubereitet. Die

Dimensionen mit

2 000 Portionen

sind natürlich

ganz andere als

in der heimischen

Küche.

januar / februar 2017 | 15


Premium-Beratung bei der Sparkasse

Nah am Leben

Weiheim | Egal ob Kontoeröffnung,

Kredit oder Beratung — über

50000 Kunden können sich auf

die Mitarbeiter der Vereinigten

Sparkasse im Landkreis Weilheim

i. OB. verlassen. Denn gerade das

Thema Beratung ist Vertrauenssache:

Je mehr das Vermögen eines

Kunden wächst, umso vielschichtiger

ist die Aufgabe, diesen Wertzuwachs

zu managen. Spezialwissen

und Erfahrung sind dabei das

A und O. Dazu müssen Strategien

gleichermaßen kurz-, mittel- und

langfristig sowie verschieden Szenarien

aufgezeigt und Risiken mit

einbezogen werden. Auch steuerliche

Aspekte und Absicherungsmöglichkeiten

spielen eine immer

größere Rolle. Da im Oberland

eine Vielzahl an vermögenden

Privatleuten und Unternehmern

ansässig ist, hat die Sparkasse

eine Spezial-Abteilung für hohe

Vermögenswerte eingerichtet: die

Premium-Beratung. Während

diese bei anderen Banken oft

als „Private Banking“ bezeichnet

wird, hat man als Sparkasse

mit Sitz in Bayern bewusst eine

deutsche Begrifflichkeit gewählt.

Mit dieser Form der Beratung hat

die Sparkasse in der Region ein

Alleinstellungsmerkmal kreiert,

wie Georg Summerer, Leiter Premium-Beratung,

verrät: „Verlässt

man München und fährt Richtung

Garmisch, sind wir auf dem Weg

die einzige Bank, die solch eine

Premium-Beratung vor Ort anbietet.“

An die Bedürfnisse der

Kunden angepasst

2008 ging die Premium-Beratung

mit zwei Beratern an den Start.

Zuvor wurde „das

Haus auf den

Fachkompetenz in der Premium-Beratung: Leiter Georg Summerer mit Manfred Suttner und Josef Jochner (v.l.)

Kopf gestellt“, wie

Georg Summerer

zurückblickt. Ziel

war es, den Beratungsprozess,

aber

auch dieumlichkeiten

gezielt

an die Bedürfnisse

vermögender Kunden

anzupassen.

„Diese Kunden setzen sich häufig

schon länger detailliert mit ihren

Finanzen auseinander“, erklärt

Manfred Suttner, der bereits seit

35 Jahren zum Team der Sparkasse

gehört, was durchaus als

Besonderheit angesehen werden

darf. Er ist einer von fünf Beratern,

die sich um die mittlerweile

rund 500 Kunden kümmern. Eine

» Engagierte Mitarbeiter, die Spaß an

ihrer Arbeit haben, sind für mich die

beste Grundlage für eine langjährige,

vertrauensvolle Zusammenarbeit mit

unseren Kunden.

(Georg Summerer, Leiter Premium-Beratung)

Premium-Beratung ist ab einem

Vermögen von einer halben Millionen

Euro möglich, wobei hier

nur das liquide Vermögen eingerechnet

wird, zu dem Immobilien

nicht gehören.

Weil bei vermögenden

Kunden häufig Unternehmen

im Hintergrund

stehen, wurde die private

Firmenkunden-Beratung

in die Premium-Beratung

integriert. Hier spielt das

sogenannte „Generationsmanagement“

eine wichtige

Rolle. Es gehört neben

der „Vermögensoptimierung“,

der „Altersvorsorge“,

der „Absicherung der

Lebenskrisen“ und dem

„Immobilienmanagement“ zu den

fünf Kernleistungen, auf die sich

die Premium-Beratung fokussiert.

„Allerdings sind die einzelnen

Strategien stets individuell an die

Bedürfnisse der

Kunden angepasst

und nie standardisiert“,

versichert

Manfred Suttner.

„Am Anfang steht

immer eine ausführliche

Ist-Analyse“,

erklärt Josef

Jochner, ebenfalls

Premium-Berater.

Eine firmeneigene

Finanzplanungssoftware hilft

dabei, Entwicklungen zu simulieren,

um den Kunden so bestimmte

Szenarien aufzuzeigen. In einem

Strategiegespräch werden zunächst

die Ziele des Kunden ermittelt.

„Ein Vorteil der Beratung

ist die offene Produktmatrix, die

wir anbieten“, so Jochner, der damit

die zahlreichen Produkte anspricht,

aus denen ein Kunde das

für sich Beste auswählen kann.

Um die beste Strategie auszuloten,

werden bei der Sparkasse Experten

aus einem ganzen Netzwerk

hinzugezogen. Egal ob Steuerberater,

Notar, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer

oder Rechtsanwalt

— „wenn es nötig ist, besorgen

wir auch einen Hausmeister“, beschreibt

Jochner den „Full Service“

der Sparkasse. Daher sei es auch

keine Seltenheit, dass die Berater

ihre Kunden — oftmals ganze Familien

— seit zehn Jahren und länger

kennen und betreuen.

Kompetent, erfahren

und vertrauenswürdig

Georg Summerer, Leiter Premium-Beratung,

bezeichnet seine

Premium-Berater als „absolute

Top-Leute“. Weit über 110 Jahre

Erfahrung am Kunden hat er für

das Team zusammengerechnet.

„Als Premium-Berater braucht

es die Kombination aus Einfühlungsvermögen,

professionellem

Wissen in der Finanzwelt und der

Fähigkeit, schnelle analytische

Schlüsse ziehen zu können und

natürlich Erfahrung“, beschreibt

Summerer.

Die Kunden scheinen zufrieden zu

sein: Eine repräsentative Umfrage

hat ergeben, dass das Beratungs-

Team zu 100 Prozent als vertrauenswürdig

eingestuft wurde. Die

Fachkompetenz erhielt 99 Prozent

und bei 96 Prozent lag die Weiterempfehlungsbereitschaft

der

Premium-Kunden. „Diese Spitzenwerte

zu halten, ist das Ziel“, sagt

Summerer, der damit lieber ein

qualitatives als ein quantitatives

Ziel ausgibt.

tis

16 | tassilo


FIS Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen

64. Kandahar Rennen

Garmisch-Partenkirchen | Sie gilt

als eine der anspruchsvollsten

und legendärsten Rennstrecken

im Alpinen Ski-Weltcup: die Kandahar-Abfahrt

Garmisch. Ihren

Namen erhielt die Abfahrt als einer

der fünf Austragungsorte des

Arlberg-Kandahar-Rennens, das

wiederum nach Frederick Roberts,

dem „Earl of Kandahar“, benannt

ist. Ab 1954 war Garmisch-Partenkirchen

Veranstaltungsort der

traditionellen Arlberg-Kandahar-

Rennen.

Die Kandahar —

ein echter Mythos

Seit 1970 finden hier jährliche Ski-

Weltcuprennen statt. Im Februar

2011 wurden die Ski-Weltmeisterschaften

„Festspiele im Schnee“

mit großem Erfolg durchgeführt.

Adrenalin und Begeisterung, Jubel

und Tränen, Sieger und Verlierer

— der Veranstaltungsklassiker in

Garmisch ist stets die ganz große

Bühne. Vom 21. bis 29. Januar trifft

sich die Weltspitze des alpinen Ski-

Zirkus’ nun wieder in Garmisch-

Partenkirchen. Der „Freie Fall“ mit

einem Gefälle von 92 Prozent ist

der steilste Streckenabschnitt im

gesamten Ski-Weltcup. 2017 sind

die Rennen an der Kandahar aber

vor allem auch eins: die Generalprobe

für die FIS Alpine Ski WM in

St. Moritz. Nur eine Woche nach

den Herren-Rennen in Garmisch

startet in St. Moritz die Jagd nach

den Weltmeisterschafts-Medaillen.

Als Zuschauer

ganz nah dran

Auch Zuschauer dürfen sich wieder

freuen, insbesondere Autogrammjäger.

Die Ski-Stars geben

sich nämlich auf dem sogenannten

„Catwalk“ die Ehre und können

hautnah erlebt werden. Die

Stars zum anfassen — im Ski-Weltcup

einzigartig. Erstmals beim

2017er Weltcup ist die König-Ludwig-Hütte

im Zielgelände. Ausgelassene

Stimmung, bayerische

Lebensfreude, fetzige Musik vom

Bayern Eins-DJ und kulinarische

Schmankerl sollen eine „Hütt’n-

Gaudi“ in rustikaler Atmosphäre

rund um die Weltcup-Rennen garantieren.

Die Abfahrt der Damen

ist — natürlich vorausgesetzt, das

Wetter spielt mit — am Samstag,

21. Januar. Einen Tag später folgt

der „Super G“ der Damen. Eine

Woche später, Samstag, 28. Januar,

steigt die Abfahrt der Herren,

ehe der Herren-Riesenslalom

am Sonntag, 29. Januar, den Abschluss

der Garmischer „Ski-Feiertage“

bildet.

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januar / februar 2017 | 17


Eine besondere Spezialität — und eigentlich uralt

Dunkles Bier zum Fest des Lichts

Andechs | Vor allem im Sommer

ist das Kloster Andechs ein beliebtes

Ausflugsziel mit kulturellen

wie kulinarischen Reizen.

Doch auch im Winter ist der Heilige

Berg Bayerns einen Besuch

wert. Erstens lässt sich der älteste

Wallfahrtsort Bayerns dann weitgehend

ohne Besucherströme

genießen, und zweitens wartet

im Bräustüberl der Klosterbrauerei

eine Bier-Spezialität, die

weithin ihresgleichen sucht. Mit

dem „Andechser Winterbier“ haben

die klösterlichen Braumeister

die ursprünglichste Biersorte des

Münchner Umlands zu neuem Leben

erweckt: Es gibt sie nur in der

Zeit von 11. November bis 19. März

im Bräustüberl — das kellertrübe

Dunkle.

Das Winterbier perlt mit schwarzrötlicher

Farbe und weißem

Schaum im Krug. Anders als bei

üblichen dunklen Bieren, deren

Färbung eher ins Nussbraune

geht, ist seine Farbe beinahe lichtschluckend

dunkel — mit einem

Rotstich da, wo das Licht durchleuchtet.

Wessen Gaumen sich

jetzt aber auf bitteres Schwarzbier

einstellt, der wird überrascht sein:

Spritzig, ein bisschen wie Honig,

ist der erste Eindruck. Später stellt

sich ein runder, malziger Nachgeschmack

ein. Mit einem Wort:

süffig schmeckt es, das Andechser

Winterbier, und ein bisschen

fragt man sich ja schon, wieso

man nichts Anständiges gelernt

hat. Bierbrauer zum Beispiel, ein

Beruf, der offensichtlich große

Vorzüge hat.

Zum Beispiel den, dass man das

ganze Jahr über an derartige

Spezialitäten kommen könnte.

Denn das Andechser Winterbier

ist ein „Zwickelbier“, wie Manuel

Rößle erklärt. Als einer von drei

Braumeistern hätten eigentlich

nur er, seine beiden Kollegen

und die Bierbrauer das Privileg,

dieses Bier in seiner unfiltrierten

und somit natürlichsten Art zu

trinken: „Der Zwickel ist eine Art

Adapter mit Zapfhahn, der auf

die Großtanks passt“, erklärt der

Braumeister aus Peiting. Normalerweise

wird das fertig gereifte,

aber noch unfiltrierte Bier von

dort aus mit Schläuchen zum Filtern

gepumpt. „Der Begriff Zwickelbier

kommt aus alter Tradition.

Der Brauer kann sich mit Hilfe

eines Adapters aus den Großtanks

eine Geschmacksprobe entnehmen

und diese auf ihre Qualität

hin überprüfen. Den Vorgang,

diese Probe zu entnehmen, nennt

man unter Brauern zwickeln.“

Einmal im Jahr frisches,

unfiltriertes Bier

Es ist also irgendwie auch ein

Weihnachtsgeschenk der Andechser

Braumeister an die treuen

Gäste der Klosterbrauerei, einmal

im Jahr in den Genuss ihrer

Privilegien zu kommen und den

Geschmack von wirklich frischem

und unfiltriertem Bier erleben

zu dürfen. Während draußen

die winterliche Kälte anfängt zu

beißen, erschließt sich in der

Schwemme, in den Stüberln und

im Wappensaal der Pilgergaststätte

die Wärme benediktinischer

Gastfreundschaft. Wie im Sommer

draußen im Biergarten werden

Neuankömmlinge schon mal an

einen der groben Holztische gebeten

— gemeinsam schmeckt es

schließlich besser. Und über eine

Halbe Winterbier sei ein Blick auf

die Geschichte des Bieres geworfen.

Braumeister Rößle erklärt, dass

nicht das „Helle“, das man eigentlich

mit München in Verbindung

bringt, typisch ist für Oberbayern.

Es sind vielmehr die dunklen

Sorten, die die Gegend hervorgebracht

hatte. Genauer gesagt

ist dies das Verdienst des bayerischen

Brauwassers. Es beeinflusst

nämlich maßgeblich die Farbe

des Bieres. So ist das Wasser im

Alpenvorland sehr kalkhaltig.

„Daher ist das Bier in München

seit jeher bernsteinfarben gewesen“,

erklärt Rößle. In der Tschechischen

Republik, speziell in der

Gegend um Pilsen herum, ist das

Wasser sehr weich — ideale Voraussetzung

für helle Biere.

Natürlich ist Wasserenthärtung

heute kein Problem. In früheren

Zeiten versuchte man allerdings,

mit verschiedensten Gewürzen

und Pflanzen dem Bier eine besondere

Geschmacksnote zu geben.

In den Chroniken finden sich

teilweise haarsträubende Rezepte

dafür: Fliegenpilze oder Ruß

wurden beispielsweise zugegeben,

um dem Bier „besondere“

Würze oder Farbe angedeihen

zu lassen. Seit der Wittelsbacher

Herzog Wilhelm IV. 1516 mit dem

Bayerischen Reinheitsgebot einen

Qualitätsstandard begründet hat,

kommen gottlob nur noch Wasser,

Gerstenmalz und Hopfen ins

Bier. Hergestellt im altbayerischen

Zweimaischverfahren entsteht so

am Fuß des Heiligen Berges Jahr

für Jahr ein besonderes Bier, wie

es vor der Erfindung der Bierfiltration

gegen Ende des 19. Jahrhunderts

üblich war.

Auch der Zeitraum, in dem das Ur-

Bier angeboten wird, ist ein Verweis

auf alte Zeiten. Vor der Erfindung

der künstlichen Kühlung

mussten die Brauer auf die Kühle

des Herbstes warten. Frühestens

im Oktober war es möglich, Temperaturen

zu garantieren, die untergärige

Biere richtig reifen lässt:

zwischen 5 und 12 Grad Celsius.

Zwar wussten die alten Bierbrauer

jede Menge Tricks, um so lang wie

möglich brauen zu können — aber

spätestens im April, Mai

war Schluss.

Manche Traditionen entstehen

schnell. Als die Andechser Braumeister

am Fuße des Heiligen

Berges auf die Idee kamen, ein so

ursprüngliches wie typisches Bier

zu brauen, ahnten sie nicht, dass

sie damit eine Art Brauchtum begründen

würden, das Bierfans aus

allen Ecken des Landes von 11. November

bis 19. März nach Andechs

pilgern lässt. uc

18 | tassilo


Das heimatkundliche Jahrbuch 2017 ist erschienen

Über die Schönheit

zwischen Lech und Isar

Tassiloland | Wie jedes Jahr erschien

im November die aktuelle

Auflage des heimatkundlichen

Jahrbuches „Lech-Isar-Land“ und

bietet den an der Heimat interessierten

Lesern wieder eine bunte

Palette von Aufsätzen aus den Bereichen

Kunst, Geschichte, Technik

und Musik. Unter der Schriftleitung

von Kreisheimatpfleger Klaus Gast

verfassten erneut verschiedene

Autoren Beiträge aus der Region

zwischen Lech und Isar. Den Umschlag

ziert diesmal eine Ansicht

Iffeldorfs an den Osterseen mit einer

vertrauten Bergkulisse im Hintergrund.

Fotografiert von Renate

Dodell, die ebenso die aktuellen

Bilder zum zweiten Teil über die

restaurierte Weilheimer Stadtmauer

lieferte, welcher das diesjährige

Jahrbuch eröffnet.

Iffeldorf, Osterseen

und Zimmermann

Iffeldorf und die Osterseenlandschaft

sind zudem Thema eines

umfangreichen Beitrags in der

aktuellen Ausgabe. Das Jubiläumsjahr

zu Dominikus Zimmermanns

250. Todesjahr findet Widerhall im

> > > JAHRBUCH-VERLOSUNG

Aufsatz über den Zimmer-

mermann-Altar

in Birkland

bei Peiting. Weitere e

Beiträge beschäftigen

sich mit dem Tutzinger

Kustermann-Park, der

Isar-Flößerei als immaterielles

Kulturerbe, der uralten

Wallfahrt von Dießen nach

Andechs, den amischen

Menoniten, die nach der Säkularisation

von 1803 im Pfaffen-

ffen

winkel ein halbes Jahrhundert hu

die

Geschicke mancher ehemaligen

emal

en

Klosteranlage bestimmten. Das

150-jährige Bestehen des Soiernhauses

im Karwendel war Anlass,

sich in einem Beitrag mit König

Ludwig II. Berghäusern auf dem

Herzogstand, dem Soiern und dem

Schachen zu befassen. Moderne

Vorstellungen über gesundheitliches

Bauen bewies ein heuer vorgestelltes

Buch von 1908, das der

Unterhauser Pfarrer Martin Raith

seinerzeit publiziert hat. Über

Frauenfreundlichkeit im Hochmittelalter

und die Planungen zu

einem großen „Admiral Hipper

Denkmal“ im Weilheim der NS-

Zeit informieren weitere Aufsätze

dieses Jahrbuches. Daneben gibt

Wir verlosen fünf Exemplare des neu erschienenen heimatkundlichen

Jahrbuches 2017. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail

an info@tassilo.de. Das Stichwort lautet „Lech-Isar-Land“. Einsendeschluss

ist der 15. Januar. Die Gewinner werden per Los ermittelt,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

es eine kleine Vorstellung des Römermuseums

in Epfach und den

Schlussteil der Geschichte des

Schongauer Welfen-Gymnasiums.

Musikbeiträge zum

Wessobrunner Gebet

Musikbeiträge behandeln das

1200-jährige Bestehen des Wessobrunner

Gebetes und eine Vorstellung

des Dießener Klosterkomponisten

Rathard Mayr. Die letzten

40 Seiten des insgesamt 326 Seiten

zählenden Jahrbuches füllt

der erste Teil einer interessanten

Vorstellung der Planung und des

Baus des Walchenseekraftwerkes,

einer technischen Meisterleistung

vor rund 100 Jahren. Das vielseitige

Jahrbuch ist wie jedes Jahr bei

den einschlägigen Buchhandlungen

im Lech-Isar-Land für 15 Euro

zu erwerben. Es wurde wieder von

Schriftleitung und Autoren auf

rein ehrenamtlicher Basis erstellt.

Herausgeber ist der 1924 gegründete

Heimatverband Lech-Isar-

Land.

tis

20 | tassilo


Zu Besuch bei den Helfern der Weilheimer Tafel

Vielfältiger Einsatz für Bedürftige

Weilheim I In der Kreisstadt gibt

es aktuell rund 480 bedürftige

Personen, die einmal pro Woche

für den symbolischen Preis von einem

Euro Lebensmittel einkaufen

können. Für sie ist die Weilheimer

Tafel im evangelisch-lutherischen

Gemeindehaus an der Krumpperstraße

jeden Donnerstagnachmittag

ab 13.30 Uhr geöffnet. Doch

schon um 7 Uhr morgens machen

sich derzeit 20 ehrenamtliche

Fahrer auf den Weg, um bei den

Spendern die Waren einzusammeln

und abzuholen. Supermärkte,

Molkereien, Landwirtschaftsbetriebe,

Bäckereien und im Moment

sieben Metzger sowie Einzelpersonen

spenden Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum

kurz vor

dem Ablaufen steht, Lebensmittel

aus Überproduktion, die nicht

mehr verkauft werden können,

oder schlicht Geld.

Insgesamt engagieren sich im

Team der Weilheimer Tafel fast 70

Ehrenamtliche. Zehn von ihnen

sind allein unterwegs, um alle 14

Tage Lebensmittel aus dem Sortiment

zu kranken oder gehbehinderten

Menschen und Senioren

nach Hause zu bringen, erläutert

Die Damen der Weilheimer Tafel sortieren jeden Donnerstag fast fünf

Stunden lang die gespendeten Lebensmittel, Eva-Maria Muche (rechts)

kümmert sich außerdem um die Öffentlichkeitsarbeit.

Eva-Maria Muche. Sie ist für die

Außendarstellung der Weilheimer

Tafel in der Öffentlichkeit zuständig.

Die große Zahl an Mithelfenden

erklärt sie anhand der mannigfaltigen

Aufgaben, die Woche

für Woche zu erledigen sind: Lagerhaltung,

Akquise von Spendern,

Personaleinteilung, Fahrdienst,

Prüfung der Bedürftigkeit

in Zusammenarbeit mit dem Job-

Center der Arbeitsagentur. Wobei

bei letzterem auch berücksichtigt

wird, wie viele Menschen in einem

Haushalt zusammen leben.

Ärgerlich, wenn Krempel

vor der Tür entsorgt wird

Und auch schlichtes Aufräumen

oder Wegwerfen ist manchmal

vonnöten: „Neulich hatten wir

über Nacht zehn Kartons vor der

Türe stehen — es ist unglaublich

ärgerlich, wenn vermeintliche Gutmenschen

einfach ihren Krempel

bei uns entsorgen“, ärgert sich

Muche. Kurzerhand musste ein

Flohmarkt aufgebaut werden, um

noch verwertbare Dinge abgeben

zu können. Dann sind Helfer willkommen,

die kurzfristig einspringen.

Etwa jene drei Asylbewerber,

die sich momentan bei der Tafel

einbringen. Eine von ihnen, eine

Syrerin, kennt Muche aus früheren

und friedlicheren Zeiten. Die

Weilheimerin hatte einst eine Patenschaft

für christliche Kinder in

Syrien übernommen. In Folge des

Bürgerkriegs kam nun deren Mutter

nach Weilheim, „über viele Umwege“,

lässt Muche durchblicken.

Gruppen-System soll

Futterneid vorbeugen

Eine organisatorische Herausforderung

ist außerdem der wöchentliche

Ablauf des Lebensmittelverkaufs

im knapp über 50

Quadratmeter großen Laden der

Tafel. Angefangen beim Auspacken

und Sortieren, das schon

um 10 Uhr vormittags beginnt.

Und endend beim Bemühen darum,

dass der Lebensmittelverkauf

möglichst friedlich verläuft. Unter

den Bedürftigen herrsche „großer

Futterneid“, räumt Muche ein. Die

Berechtigten seien deshalb in vier

Gruppen von A bis D eingeteilt, die

je zu einer bestimmten Zeit einkaufen

können. Da nicht alle lesen

können, hängen die Buchstaben

mit den entsprechenden Öffnungszeiten

in unterschiedlichen Farben

im Fenster. Innerhalb der Gruppen

gibt es außerdem ein rollierendes

Nummernsystem, damit jeder einmal

als erster seine Lebensmittel

aussuchen kann.

„Die Weilheimer Tafel will eine

Brücke sein zwischen Bedürftigkeit

und gesichertem Lebensstandard“,

erläutert das Info-Blatt, auf dem

die Weilheimer Tafel ihre Intention

zusammengefasst hat. Das

Angebot könne staatliche Sozialleistungen

nicht ersetzen, jedoch

ergänzen, indem Menschen, die

Hilfe benötigen und ihre Bedürftigkeit

nachweisen, mit der wöchentlichen

Lebensmittelausgabe

bedacht werden. Und die wiederum

können Betriebe, Geschäfte

und Privatpersonen mit Geld- und

Sachspenden unterstützen, neue

Spender seien stets willkommen,

erklärt Muche abschließend. ts


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Musikalisch ins neue Jahr 2017

„Musical Moments“ in der Stadthalle

Tutzing | Die A-cappella-Band „Viva Voce“ nimmt das Reformationsjubiläum

2017 zum Anlass, das erfolgreiche Kirchenprogramm

„Neue Songs in alten Mauern“ komplett zu überarbeiten und neu

zu konzipieren. Der Schwerpunkt liegt auf den Begegnungen von

Mensch, Raum und Musik. Das Programm lädt den Zuhörer auf eine

Reise durch musikalische Genres und Epochen ein. Leicht und nachdenklich,

heiter und gehaltvoll, geistlich und weltlich sind hier keine

Gegensätze. Songs der Beatles finden ebenso ihren Platz wie Gospels

und Spirituals aus dem afro-amerikanischen Kulturraum. Die

Spielorte sind weiterhin Kirchen wie auch historische Denkmäler,

die seit jeher mit spirituellen Erfahrungen verknüpft sind und durch

eine besondere Akustik bestechen. Der Konzertsaal wird so zum

„Klang-Raum“, der für die sorgfältig ausgewählten Musikstücke den

entsprechenden Rahmen darstellt. So wie die Kirche St. Joseph, in

welche die evangelische und katholische Kirchengemeinde Tutzing

„Viva Voce“ am Sonntag, 12. Februar, eingeladen haben. Beginn ist

ab 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in den Pfarrbüros der Kirchengemeinden

sowie in der Buchhandlung Held.

Zudem verlost „tassilo“ 2 x 2 Karten für das Konzert. Wer diese gewinnen

möchte, schickt eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de — Stich-

wort: „Viva Voce“. Einsendeschluss ist der 15. Januar. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet. tis

Weilheim | Das beste aus über 20 Erfolgsmusicals

an einem Abend präsentiert die Show „Musical Moments“,

die am 5. Januar das Flair vom New Yorker

Broadway in die Stadthalle Weilheim bringt. Das Ensemble

um Espen Nowacki begeistert dabei mit beeindruckenden

Stimmen und weltbekannten Melodien.

In der dreistündigen Show werden Highlights aus

den beliebtesten Musicals von bekannten Darstellern

der Musical-Szene in Solo-, Duett- und Ensemblenummern

präsentiert. „Musical Moments“ will die

Zuschauer in die Welt der Musicals eintauchen lassen:

Dramatische Momente beim „Tanz der Vampire“,

rockige Töne aus „We Will Rock You“, Stimmungshits

aus ABBAs „Mamma Mia“ bis hin zu den populären

Balladen aus „Cats“ und „Phantom der Oper“. Die

Karten für die Musical-Gala

sind im Vorverkauf unter

anderem beim Kreisboten

Ticketservice in Weilheim

oder online bei Eventim erhältlich.

„Musical Moments“

beginnt am Donnerstag, 5.

Januar, um 19.30 Uhr in der

Weilheimer Stadthalle.

Einlass ist

ab 19 Uhr.

tis






Jazzig schöne Gewinne

Tassiloland | Ein Musikerlebnis der Extraklasse

beim Jazzchor „Voices in Time“ sowie

mit dem Jazz-Star Georg Ringswandl erlebten

Katrin Kobialka aus Riegsee, Edith Jung

aus Oberhausen, Rita Enzinger und Henny

Stange aus Feldafing, Hubert Lauter aus

Weilheim sowie Thomas Stöckelhuber aus

Murnau. Sie alle gewannen je zwei Karten

für die Reihe „All that Jazz“ in der Starnberger

Schlossberghalle. Neuen Wandschmuck

in Form eines Kalenders von „Part of

Nature“-Fotograf Florian Warnecke bekamen

Elisabeth Hoyer aus Murnau, Antonia

Schwarz aus Obersöchering und die Peißenbergerin

Susanne Mark. Im neuen Jahr

hingegen dürfen Herbert Habsch aus Weilheim

und Georgia Guggemoos aus Murnau

das Theaterstück „Da Weltverdruss“ von

der Volksbühne am Staffelsee genießen.

Die Resonanz auf unsere Gewinnspiele

war erneut enorm, worüber wir uns ganz

besonders freuen. Ein Hinweis noch in eigerner

Sache: Sollten Sie teilnehmen, egal

ob per Mail oder Postkarte, bitte

immer die vollständige Adresse

angeben!

tis







„Ein Stück des Weges“ mit Viva Voce

Eine atemberaubend-witzige Percussion-Show

Weilheim | Die vier Profischlagzeuger Benni Pfeifer, Jakob Ehrlich,

Flo Pfeifer und Bernhard Pricha begeistern als „Drum Stars“ ihr

Publikum europaweit. Mit einer Mischung aus Trommelkunst, Unterhaltung

und Lichteffekten präsentieren sie ihre Percussion-Show.

Laute, kraftvolle Stücke auf leuchtenden LED-Trommeln, Wassertrommeln

aber auch auf Alltagsgegenständen wechseln sich ab mit unterhaltsamen

Bodypercussion-Einlagen oder ruhigen, melodiösen

Stücken auf dem Marimba oder Hang. Die Drum-Stars überzeugen

mit Schnelligkeit und Perfektion. Am Mittwoch, 8. Februar, um 19.30

Uhr in der Weilheimer Stadthalle dürfen die Zuschauer bei dem abwechslungsreichen

Konzerterlebnis nicht

nur zusehen, sondern auch mitmachen.

Karten gibt es im Vorverkauf ab 28 Euro unter

anderem bei Eventim (online) oder beim

Kreisboten-Ticketservice in Weilheim. tis

22 | tassilo


Opern auf Bayrisch zum dritten Mal in Weilheim

Weilheim | Auf Einladung des „Vereins der Freunde

des Weilheimer Theaters“ kommen die Schauspieler

Conny Glogger und Gert Anthoff sowie

Nockherberg-Autor Michael Lerchenberg mit ihren

„Opern auf Bayrisch“ am 18. Februar um 20 Uhr in

die Stadthalle Weilheim.

Basierend auf Texten von Paul Schallweg und

Kompositionen und Arrangements von Friedrich

Meyer, die seit 1995 ein fester Bestandteil in

den Spielplänen des Münchner Staatstheaters

am Gärtnerplatz sind — bei meist ausverkauftem

Haus — erwartet das Publikum ein vergnüglicher,

kurzweiliger, humorvoller, frecher und charmanter

Opernabend der etwas anderen Art. Nach 2013

und 2015 ist es das dritte Gastspiel der Produktion

in Weilheim, für das Schallweg drei Opern in originelle

Mundartverse gefasst hat: „Der Freischütz

— oder: Wia a Jager auf net ganz saubere Weis zu

seim Wei kemma is“, „Tannhäuser — oder: De Venus

in der Kampenwand“ und „Turandot — oder:

Wia a chinesische Prinzessin à la tatar kloakriagt

wordn ist“. Dirigent ist Andreas Kowalewitz mit

seinem Ensemble, die unterstützt werden von Percussionist

Werner Hofmeister. Karten gibt es im

Veranstaltungsbüro der Stadt Weilheim (Telefon

0881 / 682-532 oder -533) und beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse Weilheim (Telefon

0881 / 68611 oder-12). ts

Die Solisten

in den „Opern

auf Bayrisch“,

die Schauspieler

Michael

Lerchenberg,

Conny Glogger

und Gerd

Anthoff (v.l.).


Die Klinik für Innere Medizin Schongau

Wohnortnahe, vollumfängliche

Versorgung

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Die Klinik für Innere

Medizin Schongau ist bereits breit

aufgestellt. Arbeitsschwerpunkte

sind die Therapie von Erkrankungen

des Verdauungstrakts (Gastroenterologie)

und der Leber, des

Kreislaufsystems (Kardiologie) sowie

die Behandlung und Betreuung

von Schlaganfallpatienten in

der Schlaganfalleinheit. Lebensbedrohlich

Erkrankte betreut das

Team unter der Leitung von Chefarzt

Dr. Wilhelm Fischer gemeinsam

mit den Anästhesisten auf der

mit modernster Technik ausgestatteten

Intensivstation. Kooperationen

mit den Nachbardisziplinen,

wie etwa der Neurologie bei der

Betreuung von Schlaganfallpatienten

im TESAURUS-Projekt oder

der Gefäßmedizin, runden das

Spektrum ab. Schon jetzt liefert die

Krankenhaus GmbH eine Vollversorgung

der umliegenden Bevölkerung

bei Diagnostik und Therapie.

Sei es elektiv auf Überweisung

vom Hausarzt oder auch bei Notfällen.

Und das soll auch so bleiben,

darf man den klaren Worten

von Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher

Direktor am Krankenhaus Schongau,

Glauben schenken: „Gerade

die Krankenhäuser auf dem Land

sind enorm wichtig“, sagt Fischer

und hält nichts von den Diskussionen

rund um größere medizinische

Zentren. „Gerade bei Schlaganfällen

heißt es immer ‚time is

brain‘“, ergänzt er. Und gibt zudem

zu bedenken, wie problematisch

es wäre, wenn man erst noch

eine Stunde in eine Klinik fahren

müsste. Auch fernab der medizinischen

Aspekte hält Fischer es für

schwierig, würden Krankenhäuser

mit unter 400 Betten konsequent

schließen: „Gerade bei älteren Patienten

trägt der Besuch und damit

die soziale Komponente enorm zur

Genesung bei.“

Konsequente Erweiterung

des Leistungsspektrums

Im Rahmen der konsequenten Erweiterung

des Leistungsspektrums

bei der Krankenhaus GmbH ist mit

der Pneumologie im vergangenen

Jahr eine weitere Spezialisierung

hinzugekommen. Dies zum Vorteil

der Patienten, denn das ambulante

und stationäre Versorgungsnetz

von Lungenkrankheiten war in

Weilheim-Schongau und umgebenen

Landkreisen bisher nicht

so eng verknüpft. Zum 1. März

2016 hat Internist und Pneumologe

Christian Sturm die Funktion

des Leitenden Oberarztes in der

Inneren Medizin übernommen.

Geschäftsführer Thomas Lippmann

sieht den Standort Schongau

durch den neuen Oberarzt

weiter gestärkt: „Gesundheitsversorger

2020 ist die Devise der

Krankenhaus GmbH. Wir bieten

den Patienten eine wohnortnahe,

vollumfängliche Versorgung. Mit

der Pneumologie ist ein weiterer

wichtiger Baustein und medizinischer

Leuchtturm hinzugekommen.

Wir sind froh, dass wir

Christian Sturm für unser Haus

gewinnen konnten.“

Im Gespräch mit „tassilo“ sprechen

Dr. Wilhelm Fischer und Christian

Dr. Wilhelm Fischer

Sturm über ihre Ziele für die

Krankenhaus GmbH, wo es noch

Nachholbedarf gibt und über die

Pneumologie im Detail.

Dr. Fischer, Sie sind seit Oktober

2015 Ärztlicher Direktor in Schongau.

Seit 1. Januar 2016 Chefarzt der

Inneren Medizin. Was hat sich seitdem

verändert?

Dr. Fischer: Wir konnten unser

gesamtes Leistungsspektrum erweitern,

insbesondere auch den

Bereich der Pneumologie. Das DMP

für COPD-Patienten — also ein Behandlungsprogramm

für eine bestimmte

Lungenerkrankung — ist

ein Meilenstein in der Region. Zudem

konnten wir in diesem Bereich

mit Dr. Margit Sturm eine gesonderte

Betreuung

der Intensiv-Patienten

einführen.

Generell wurde

das komplette

medizinische Angebot

aus Peißenberg

mit dem aus

Schongau sozusagen

fusioniert.

Ein Beispiel ist

Christian Sturm

auch die Gastroenterologie mit Dr.

Andreas Eder, wo wir ein breites

Anwendungsspektrum anbieten.

Außerdem wurde die Geriatrie

ausgebaut. Derzeit läuft die Zertifizierung

des Hauses als „Diabetiker

geeignet“.

Wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Dr. Fischer: Wir sind derzeit dabei,

das Notaufnahmesystem umzubauen

und zu optimieren, so dass

wir weitere Möglichkeiten haben.

Die vier Intensivplätze und auch

die Telemedizin aus Peißenberg

möchten wir hier in Schongau

integrieren. Allgemein wird es

wichtig sein, zukünftig mehr Intensivplätze

zu haben. Der Umbau


in der Notaufnahme wird in

den nächsten Monaten abgeschlossen.

Sie haben das Peißenberger

Krankenhaus angesprochen.

Wie zufrieden sind Sie mit der

Eingliederung?

Dr. Fischer: Ich bin sehr zufrieden.

Durch die Fusion

können wir ein breites Spektrum

mit einer hohen Qualität

anbieten. Also sowohl die

breite Versorgung sicherstellen, als

auch Spezialfälle behandeln.

Herr Sturm, können Sie uns den

Bereich der Pneumologie kurz erklären?

Sturm: Pneumologie befasst sich

mit den Erkrankungen der Lunge

und des gesamten Atemapparates.

Es ist ein Querschnittsfach,

weswegen es eine gesonderte

Pneumologie-Abteilung, wie wir

sie in Schongau haben, nicht allzu

häufig gibt. Meist ist diese in andere

Bereiche integriert, wie etwa

die Behandlung des Lungenkrebs

in der Onkologie oder die Beatmungstherapie

in der Anästhesie/

Intensivmedizin. Diese vielen Berührungspunkte

mit anderen Teilbereichen

machen das Fach aber

auch so interessant.

Was sind typische Krankheitsbilder?

Sturm: Die häufigste Erkrankung

der Lunge ist die Pneumonie, also

Lungenentzündung. Diejenige

Infektionskrankheit, die in Westeuropa

immer noch die meisten

Todesopfer fordert. Eine weitere,

sehr häufige Erkrankung ist die

chronisch obstruktive Lungenerkrankung

(COPD), die gemeinhin

auch als „Raucherasthma“ oder

„Altersasthma“ bezeichnet wird.

Eine der wenigen Krankheiten, bei

der die Erkrankungsrate immer

noch zunimmt.

Gibt es typische Symptome, mit denen

man einen Pneumologen aufsuchen

sollte?

Sturm: Die häufigsten Symptome,

die den lungenkranken Patienten

den Arzt aufsuchen lassen, sind

Atemnot und / oder Husten, ob akut

oder chronisch. Oftmals liegen, insbesondere

bei zusätzlichem Fieber,

Infekte zugrunde. In den meisten

Fällen kann die Behandlung ambulant

über den Hausarzt erfolgen.

Manchmal können allerdings auch

eine Verengung der Bronchien,

chronisch-rheumatische Entzündungen

des Lungengewebes oder

Tumorerkrankungen die Ursache

sein. Zur weiteren Abklärung sind

dann neben laborchemischen und

bildgebenden Spezialuntersuchungen

auch endoskopische Verfahren

sowie lungenfunktionelle Untersuchungen

erforderlich, welche nun

hier im stationären Bereich angeboten

werden können. Eine pneumologische

Ambulanz betreiben

wir nicht.

Wie lauten weitere Bereiche aus

dem Leistungsspektrum der Pneumologie

bei der Krankenhaus

GmbH?

Sturm: Wir sind etwa in der

Schlafmedizin tätig. Hier bieten

wir unter anderem das „Schlaf-

Apnoe-Screening“ an. Neu ist nun

die Möglichkeit, in Narkose unter

Monitorbedingungen Ultraschalluntersuchungen

der Lunge vom

Bronchialsystem aus durchzuführen.

Dabei können Gewebeproben

aus Lymphknoten und der Lunge

entnommen werden, die dann

vom Pathologen unter dem Mikroskop

weiter begutachtet werden.

Insgesamt können

wir mittlerweile das

gleiche Spektrum

anbieten wie Spezialpraxen

oder gar

Lungen-Zentren.

Was sind Besonderheiten

in der Pneumologie?

Sturm: Besonders

sind ganz klar die

nun angebotenen

interventionellen Verfahren in der

Endoskopie, die etwa eine genaue

Bestimmung des Ausbreitungsstadiums

einer Tumorerkrankung

zulassen. Im Klinikverbund findet

jede Woche eine Tumorkonferenz

statt, in der entsprechende Patienten

vorgestellt und im Team aus

Onkologen, Strahlentherapeuten,

Chirurgen und den jeweiligen Organspezialisten

besprochen werden.

Das ist mittlerweile Standard

und entspricht den aktuellen Leitlinien

der Fachgesellschaften.

Welche Ziele haben Sie für die

Pneumologie?

Sturm: Mittelfristig möchten wir

eine Selbsthilfegruppe anbieten.

Auch den palliativmedizinischen

Bereich wollen wir weiter ausbauen,

was neben den Tumor-Patienten

insbesondere den schwerkranken

Lungen-Patienten eine

adäquate häusliche Versorgung ermöglichen

soll. Eine

separate Abteilung

für Intensiv- und

Beatmungsmedizin

wäre ein zukunftsfähiges

Modell, insbesondere

da wir

bereits jetzt schon in

der glücklichen Lage

sind, neben einer

Fachärztin für Internistische

Intensivmedizin

auch noch

eine ausgebildete

Atemtherapeutin in

unserem Team zu

haben.

Dr. Fischer: Wie Herr Sturm schon

sagt, möchten wir die Palliativmedizin

ausbauen. Hier sind wir

vertraglich bereits mit dem Hospiz

verbunden und wollen versuchen,

auch weiterhin zu helfen.

Dr. Fischer, was für Ziele und Wünsche

haben Sie für die Klinik Schongau?

Dr. Fischer: Die gute Zusammenarbeit

mit Weilheim soll weiter

aufrecht gehalten werden, so dass

wir auch zukünftig Spezialitäten

anbieten können. Einige Chefärzte

meistern den Spagat zwischen

Weilheim und Schongau bereits

hervorragend. Ich wünsche mir

weiterhin die politische Unterstützung

und die der Presse, was hier

in der Region wirklich einmalig ist.

Das erleichtert uns die Arbeit mit

den Patienten gerade hinsichtlich

der Akzeptanz enorm. Die Qualität

bei der Krankenhaus GmbH soll

auch zukünftig über das „normale

Maß“ hinausgehen. Auch auf dem

Land möchten wir Tag und Nacht

für unsere Patienten da sein ...

... und ein spezieller Wunsch?

Dr. Fischer: Eine Zughaltestelle

wäre natürlich ein riesen Vorteil.

Gerade für ältere Menschen wäre

das eine enorme Erleichterung.

Aber wir müssen noch Geduld haben,

auch wenn ein paar Zeichen

dafür sprechen.

tis

> > >LEISTUNGEN & KONTAKT

Leistungsspektrum Pneumologie

• Diagnostische und interventionelle

Bronchoskopie inkl. endobronchialer

Ultraschall, BAL und Argonbeamer

• Lungenfunktionsdiagnostik inkl. Bodyplethysmographie

und Diffusionsmessung

• Screening von nächtlichen Atemstörungen

Kontakt Innere Medizin

Telefon: 08861 / 215 - 454

Telefax: 08861 / 215 - 138

E-Mail: in-sek-sg@kh-gmbh-ws.de

januar / februar 2017 | 25


Zentrum für Altersmedizin wird ausgebaut — in Schongau und Weilheim

Eine medizinische Antwort

auf den demografischen Wandel

Weilheim / Schongau | Altersmedizin

überschreitet — anders als

in anderen Fachrichtungen — die

organmedizinischen Grenzen. Es

braucht daher immer ein multidisziplinäres

Team, um den alternden

Sonderveröffentlichung der

Patienten in seinen normalen Lebensalltag

zurückzuführen. Warum?

Das hat die Union Geriatric

Medicine Society 2008 für alle Mitgliedstaaten

definiert: „Geriatrische

Medizin ist eine medizinische

Spezialdisziplin, die sich mit den

körperlichen, mentalen, funktionellen

und sozialen Bedingungen

der akuten, chronischen, rehabilitativen,

präventiven Behandlung

und Pflege — auch am Lebensende

— befasst. Die Gruppe der

Patienten wird mit einem hohen

Grad von Gebrechlichkeit und aktiven

Mehrfach-Erkrankungen assoziiert,

die einen ganzheitlichen

Behandlungsansatz erfordern.“

Die relativ am stärksten wachsende

Bevölkerungsgruppe, auch im

Landkreis Weilheim-Schongau,

sind die Menschen im Alter zwischen

80 und 90 Jahren. Für sie

gilt es, adäquate und wohnortnahe

medizinische Versorgungskonzepte

zu schaffen. Das Zentrum

für Altersmedizin ist die Antwort

der Krankenhaus GmbH auf den

demografischen Wandel. Unter

einem Dach befinden sich die Geriatrische

Rehabilitation mit derzeit

noch 29 Betten und die Akutgeriatrie

mit 24 Betten.

Medizin soll dorthin,

wo die Patienten sind

Es ist immer schön, wenn Ziele

erreicht werden. Werden diese

dann auch noch übertroffen, ist

es umso schöner. So ähnlich stellt

sich derzeit die Situation beim

Zentrum für Altersmedizin bei der

Krankenhaus GmbH dar. Obwohl

der Bereich der Akutgeriatrie erst

im April 2015 eingeführt worden

war, wird bereits nach rund anderthalb

Jahren ausgebaut. „Es

war schneller als gedacht“, spricht

Der neue Chefarzt der Akutgeriatrie, Sebastian Mühle, mit einem Teil

seines Teams bei der Visite im Schongauer Krankenhaus.

Geschäftsführer Thomas Lippmann

die Erweiterung an. Er sieht es als

„gutes Zeichen, dass das Krankenhaus

Schongau derzeit einen

regelrechten Aufschwung erlebt“,

und ergänzt rückblickend: „Jetzt

gehen die Pflänzchen auf, die wir

vor zwei, drei Jahren gesät haben“.

Deshalb auch der Beschluss, das

Zentrum für Altersmedizin sowohl

medizinisch als auch personell auf

breitere Schultern zu stellen. Chefarzt

Dr. Hans-Christian Sänger, der

sich zukünftig auf den Bereich der

Geriatrischen Rehabilitation konzentriert,

wird mit Sebastian Mühle,

bisher Leitender Oberarzt, ein

Chefarzt explizit für den Bereich

der Akutgeriatrie zur Seite gestellt.

Mühle hat den klaren Auftrag, das

Angebot für die Patienten und Angehörige

zu erweitern. Es sollen

mehr Gruppen-Therapien für Patienten

geschaffen, das Angebot für

Angehörige in Form von Informations-

und Bildungsveranstaltungen

ausgeweitet und mehr Orientierungshilfe

für demenzerkrankte

Personen geschaffen werden. Neben

der Leitung der Akutgeriatrie

in Schongau soll Sebastian Mühle

zudem im Krankenhaus Weilheim

eine Akutgeriatrie aufbauen und

dort 20 akutgeriatrische Betten installieren.

„Die Altersmedizin endet

nun mal nicht in Schongau“,


Auch am Standort Weilheim soll zukünftig eine Akutgeriatrie angeboten

werden, um eine wohnortnahe Versorgung zu garantieren.

sagt Thomas Lippmann und führt

weiter aus: „Wir möchten die Medizin

dorthin bringen, wo die Patienten

sind.“

Eine Akutgeriatrie in

Weilheim macht Sinn

Der Ärztliche Direktor am Standort

Schongau, Dr. Wilhelm Fischer,

bestätigt die Worte von Lippmann:

„Eine Akutgeriatrie in Weilheim

macht absolut Sinn. Insbesondere

dann, wenn beispielsweise ein Patient

aus Pähl extra nach Schongau

gebracht werden müsste.“ Gerade

bei älteren Patienten sei das psychosoziale

Umfeld enorm wichtig.

Besuch wäre oftmals schwieriger,

wenn dafür extra weite Strecken in

Kauf genommen werden müssten.

„Unser Auftrag ist es, die Landbevölkerung

zu versorgen“, sagt Fischer,

der als Chefarzt der Inneren

Medizin dankbar über die Erweiterung

ist. Schließlich arbeiten beide

Bereiche äußerst eng verknüpft

miteinander.

Der neue Chefarzt Sebastian

Mühle gibt indes zu, nicht daran

gedacht zu haben, dass die Akutgeriatrie

derart gut angenommen

wird. „Das war von Null auf Hundert“,

beschreibt er und bedankt

sich explizit bei seinen Mitarbeitern:

„Sie standen immer mit Rat

und Tat zur Seite. Auch deshalb

haben wir eine so hohe Nachfrage,

dass wir bereits jetzt expandieren.“

Anfängliche Überlegungen,

die Akutgeriatrie komplett

in Schongau zu belassen, wurden

relativ schnell beiseite gelegt, wie

Mühle bestätigt: „Der Weg für ältere

Patienten ist manchmal unüberbrückbar.

Und außerdem ist

ein vertrautes Gesicht meist besser

als jedes Medikament.“ Durch die

Einführung der Akutgeriatrie in

Weilheim kann man für die Menschen

im gesamten Landkreise

zukünftig wohnortnahe Altersmedizin

anbieten.

Auch die Geriatrische

Reha wird erweitert

Gleichzeitig zum Ausbau der

Akutgeriatrie soll Chefarzt Dr.

Hans-Christian Sänger,

der bereits mehr als

20 Jahre Erfahrung in

der geriatrischen Medizin

hat, die Geriatrische

Rehabilitation am

Standort Schongau weiter

ausbauen. Die Auslastung

liegt über das

Jahr hinweg bei rund

97 Prozent. Damit zählt

das Zentrum für Altersmedizin

zu den am

meisten ausgelasteten

Kliniken im Krankenhausverbund.

Das Problem ist unser

guter Ruf“, schmunzelt Sänger.

„Derzeit haben wir 29 Betten in

der Rehabilitation, könnten aber

locker 55 belegen. Wir müssten

eigentlich Stockbetten aufstellen“,

ergänzt er. Nach dem Ausbau und

der Erweiterung soll es in der

Akutgeriatrie jeweils 20 Betten in

Schongau und Weilheim geben.

In der Geriatrischen Rehabilitation,

die sich noch auf Schongau

konzentriert, werden es dann 40

Betten sein. Und auch beim Personal

sind Erweiterungen geplant.

Während derzeit im Zentrum für

Altersmedizin am Standort Schongau

55 Personen beschäftigt sind,

kommen durch die Einführung der

Akutgeriatrie in Weilheim 20 Mitarbeiter

hinzu. Durch die Erweiterung

in der Geriatrischen Reha

werde das Personal, innerhalb der

nächsten zwei Jahre, im gesamten

Zentrum für Altersmedizin in

Schongau und dann auch Weilheim,

auf „80 plus x Mitarbeiter

wachsen“, wie Thomas Lippmann

bestätigt.

Krankenhaus auf

Wachstumskurs

„Wir werden weiter investieren

und die Medizin im Landkreis stärken“,

betont Thomas Lippmann.

„Die Patienten haben sich für unser

Angebot entschieden — das ist

eine große Verantwortung, der wir

uns stellen.“

tis

> > >KONTAKT

Akutgeriatrie

Telefon: 08861 / 215-434

Telefax: 08861 / 215-335

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de

Geriatrische Rehabilitation

Telefon: 08861 / 215-339 (Sekretariat)

Telefax: 08861 / 215-335

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de

Gemeinsam stark im Zentrum für Altersmedizin: Dr. Hans-Christian

Sänger (li.), Chefarzt der Geriatrischen Reha, mit Sebastian Mühle,

neuer Chefarzt der Akutgeriatrie.

januar / februar 2017 | 27


Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Weilheim

Höchste Qualitätsstandards in

Behandlung und Ausbildung

Sonderveröffentlichung der

Weilheim | Die Klinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie im

Krankenhaus Weilheim wird seit

drei Jahren von Chefarzt Privat-

Dozent Dr. Reinhold Lang geleitet

und kontinuierlich optimiert. Die

Patienten werden auf höchstem

Qualitätsstandard behandelt.

Das Spektrum der Allgemein- und

Viszeralchirurgischen Klinik ist

groß, dabei fängt die Chirurgie

am Hals (Schilddrüse) an und

hört am Ausgang (Anus) auf. In

den letzten drei Jahren wurde

die minimal-invasive Chirurgie

(Schlüssellochtechnik) weiter ausgebaut.

Geräte und Instrumente

im Hause sind auf dem allerneuesten

Stand und so kann diese

Methode bei sehr vielen Eingriffen

standardmäßig angewandt

werden. So wird

insbesondere die Entfernung

der Gallenblase, des

Blinddarms oder bei Leistenbrüchen

minimal-invasiv

operiert. Bei Magen- oder

Darmerkrankungen wird

zwischen minimal-invasiver

und konventionell

offener Technik abgewogen.

Dabei kommt

es besonders auf Voroperationen,

Vorerkrankungen

und nicht zuletzt

auf den Patientenwunsch

an. Die minimal-invasiven

Verfahren sind für den Patienten

weniger belastend, weniger

schmerzhaft und ermöglichen

somit eine schnellere Heilung.

Dank minimaler Schnitte in Haut

und Weichteile wird das Gewebe

> > > UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM:

• Gallenblasenchirurgie

• Leisten-, Schenkel-, Nabel- und Narbenbruch-Operationen

• Mageneingriffe (gut- und bösartige Erkrankungen)

• Refluxchirurgie (Sodbrennen)

• Adipositaschirurgie (Eingriffe bei sehr starkem Übergewicht)

• Darmeingriffe (Blinddarm, Divertikel, gut- und bösartige Tumore)

• Schilddrüsenchirurgie

• Analerkrankungen (Proktologie wie z.B. Hämorrhoiden)

geschont und es kommt zu kaum

sichtbaren Narben. Deshalb liegt

der Klinik auch so viel an der

konsequenten Weiterentwicklung

und dem Ausbau der Methode.

Außerdem legt PD Dr. Reinhold

Lang sehr viel Wert auf die regelmäßige

Weiterbildung seines

Teams. Die Klinik Weilheim ist

bei den Assistenzärzten und den

Studenten (Praktisches Jahr) deshalb

sehr beliebt, da dort wichtige

Weiterbildungsabschnitte in

der Chirurgie und Inneren Medizin

absolviert werden können.

Mit Georgien besteht ein Partnerschaftsprogramm,

so dass auch

von dort Medizinstudenten das

Priv.-Doz. Dr. Reinhold Lang

ganze Jahr zur Ausbildung an der

Klinik tätig sind.

Maßstäbe setzen in der

chirurgischen Ausbildung

Die Aus- und Weiterbildung junger

Kolleginnen und Kollegen

deutschlandweit (z.B. Aescu-


Das Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Weilheim:

Hier wird viel Wert auf kontinuierliche Weiterbildung gelegt.

lapium in Tuttlingen, eine der

renommiertesten Ausbildungsstätten,

wo Dr. Lang als chirurgischer

Lehrer tätig ist) liegt dem

Chefarzt sehr am Herzen. Aus diesem

Grund trainiert er mit ihnen

auch regelmäßig im Bereich der

minimal-invasiven Chirurgie, da

nur durch eine gute und fundierte

Ausbildung die Prognose des Patienten

entscheidend beeinflusst

werden kann.

Erkrankungen der

Verdauungsorgane

Bei der Behandlung von Erkrankungen

der Verdauungsorgane

stehen den Patienten in Weilheim

gastroenterologische und chirurgische

Teams als Ansprechpartner

zur Verfügung. Dabei setzen die

Beteiligten auf eine enge interdisziplinäre

Zusammenarbeit, bei

der sowohl Chirurgen als auch

Internisten Patienten mit akuten

Erkrankungen — grundsätzlich von

der Aufnahme an — gemeinsam

untersuchen und betreuen. Plötzlich

auftretende Erkrankungen wie

Koliken, ein Darmverschluss, eine

Bauchfellentzündung oder eine

Bauchspeicheldrüsenentzündung

(Pankreatitis) können so rasch medizinisch

umfassend versorgt werden.

Denn durch die enge Kooperation

wird unnötiger Zeitverlust

bei der Diagnose und Behandlung

schwerer Erkrankungen des

Bauchraumes vermieden und eine

Optimierung der Behandlungsqualität

erreicht. Ein identisches

Vorgehen findet übrigens in der

Schwesterklinik Schongau statt.

Am Standort Weilheim kann

Patienten bei Tumorerkrankungen

des Gastrointestinaltraktes

und aller anderen Lokalisationen

in Zusammenarbeit mit der onkologischen

Gemeinschaftspraxis

Priv. Doz. Dr. Sandherr und Dr.

Perker und der Praxis für Strahlentherapie

Dr. Panzer, Dr. Pachmann

und Dr. Riepel eine wohnortnahe

onkologische Behandlung der

kurzen Wege geboten werden.

Beim regelmäßig stattfindenden

Tumorboard werden aktuelle Patientenschicksale

gemeinsam diskutiert

und die optimale Behandlungsmöglichkeit

erörtert.

Adipositas — ein

erhebliches Problem

Die steigende Zahl an Patienten

mit krankhaftem Übergewicht ist

ein erhebliches gesundheitliches

und gesellschaftliches Problem.

Extremes Übergewicht vermindert

die Lebenserwartung und schränkt

die Lebensqualität massiv ein.

Speziell bei Adipositas-Patienten

gewinnt die chirurgische Therapie

daher zunehmend an Bedeutung.

Mit PD Dr. Reinhold Lang verfügt

die Krankenhaus GmbH über einen

erfahrenen Mediziner in der Behandlung

des krankhaften Übergewichts.

Er hat unter anderem lange

Jahre die Adipositaschirurgie der

LMU Großhadern geleitet.

Zu den weltweit üblichsten Operationsmethoden

gehören die Magenbandanlage,

die Schlauchmagenoperation

und die sogenannte

Bypassoperation.

Das Krankenhaus Weilheim verfügt

diesbezüglich über sämtliche

notwendigen, speziellen Pflegeutensilien

und Schwerlastbetten.

Die weitere Betreuung wird durch

den kompetenten Einsatz speziell

weitergebildeter Mitarbeiter, etwa

Adipositas-geschulter Diätberatung,

sichergestellt.

Schilddrüse — wichtig

im Stoffwechsel

Die Schilddrüse nimmt eine wichtige

Aufgabe im Stoffwechsel wahr.

Sie produziert die Hormone und

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

Telefon: Weilheim 0881 / 188-0, Schongau 08861 / 215-0

> > > KONTAKT WEILHEIM

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Johann-Baur-Straße 4

82362 Weilheim

Telefon: 0881 / 188-580 (Sekretariat und Terminvereinbarung)

0881 / 188-585 (Ernährungsberatung)

Telefax: 0881 / 188-579

Thyroxin sowie Kalzitonin. Produziert

die Schilddrüse zu wenig

Hormone, spricht man von einer

Unterfunktion. Produziert sie zu

viele, spricht man von einer Überfunktion.

Damit die Schilddrüse

genügend Hormone produzieren

kann, benötigt sie das Spurenelement

Jod. Dieses nehmen wir normalerweise

über die Nahrung in

ausreichender Menge zu uns. Bei

zu wenig Jod vergrößert sich die

Schilddrüse und es bildet sich ein

„Kropf“. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung

lassen sich Form und

> > > VERANSTALTUNGS-TIPPS

9. Januar 2017, 19.00 bis 20.00 Uhr:

www.gesundheitsversorger2020.de

Informationsabend für werdende Eltern

Größe der Schilddrüse bestimmen

und eventuelle Knotenbildungen

feststellen. Eine weitere Untersuchungsmethode

ist die Szintigrafie.

Diese abklärenden Untersuchungen

werden in enger Kooperation

mit dem Radiologischen Zentrum

Weilheim durchgeführt.

Bei den Operationen kommt modernes

Equipment zur maximalen

Schonung von Stimmbandnerven

und Nebenschilddrüsen routinemäßig

zum Einsatz. In Weilheim

findet immer donnerstags die

Schilddrüsensprechstunde statt.

im Krankenhaus Weilheim, Casino (ab 9. Januar jeden Montag)

25. Januar 2017, 18.30 Uhr:

Vortrag „Rückenschmerzen —

nicht einfach nur die Bandscheibe“

mit Dr. Eva Mareen Bakemeier, Leitende Ärztin der Tagesklinik für

Schmerztherapie im Krankenhaus Schongau DU 09/10

18. Februar 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr:

Tag der offenen Tür in der Klinik

für Gynäkologie und Geburtshilfe

im Krankenhaus Weilheim (Station 2)

7. März 2017, 19.00 Uhr:

2. Adipositastag

von PD Dr. Reinhold Lang, Krankenhaus Weilheim

im Krankenhaus Weilheim, Casino

25. März 2017, 10.00 bis 18.00 Uhr:

Tag der Gesundheit

in der Stadthalle in Weilheim

januar / februar 2017 | 29


Auftakt zur Konzertreihe 2017

Paul Gulda (r.) und der libanesische Oud-Spieler

Marwan Abado.

Jazz aber richtig!

Starnberg | „All that Jazz Starnberg“

geht 2017 in die Vollen

— mit sieben Konzerten in der

Schlossberghalle und — das ist

neu — zwei exklusiven Konzerten

auf dem Ausflugskatamaran „MS

Starnberg“: Dort interpretiert

Klaus Doldinger am 6. Mai seine

Filmmusik, etwa aus „Tatort“ oder

Das Boot“, mit dem Orchester

der Kammeroper München und

Kollegen seiner Band „Passport“.

Konstantin Wecker wird am 29.

September mit seiner Stimme und

Klavierharmonien die Musikfreunde

über den abendlichen Starnberger

See geleiten. Veranstalter

der Konzertreihe sind Dr. Manfred

Frei, mit seiner Agentur „Loft Music“

unter anderem Gründer des

„Münchner Klaviersommers“, und

Irina Frühwirth von „Klangwort

Entertainment“.

„All that Jazz Starnberg“ hat sich

in nur zwei Jahren zum Tummelplatz

für Spitzenmusiker entwickelt,

die für Jazz und Weltmusik

von höchster Qualität stehen.

Den Anfang machen am 19. Januar

Posaunist Nils Wogram, den

Die Band Einshoch6 verschmilzt Klassik mit HipHop.

„Die Zeit“ als „eine der großen

Hoffnungen des europäischen

Jazz“ ausgemacht hat, und Bojan

Z(ulfikarpasic) aus Paris am

Klavier, den das Fachblatt „Jazz-

Echo“ als „einen der kreativsten

Musiker Europas“ würdigte.

Am 16. Februar verschmilzt

die Band „Einshoch6“ Klassik

mit HipHop, getrieben von

Band-Leader Carl Amadeus Hiller.

Die neun klassisch ausgebildeten

Musiker standen seit 2003

bei über 400 Konzerten auch mit

Symphonieorchestern, darunter

die Münchner Symphoniker, gemeinsam

auf den Bühnen klassischer

Konzertsäle. Seit 2013

begeistert die Band als „Musikbotschafter

der deutschen Kultur“

junge Menschen in Asien, Afrika,

Europa und Südamerika.

„Chopin goes Jazz“ heißt es

am 30. März, wenn sich Leonid

Chizhik ans Klavier setzt,

begleitet von Florian Trübsbach

auf dem Saxophon. „Chizhik steht

jenseits der Synthese, er zitiert

nicht Vorbilder, sondern schöpft

mit technischer Brillanz aus der

Geschichte h des Klangs“, urteilte

ter „Ticho“ stecken

die „Süddeutsche Zeitung“. Vor der Berliner Pianist

dem Fall des Eisernen Vorhangs

und Komponist

galt er als bester Jazzpianist der

Sowjetunion. Chopins „Préludes“

und „Nocturnes“, von Trübsbach

kongenial begleitet, bieten ihm

eine unerschöpfliche Quelle der

Improvisation.

Drei Musikerpersönlichkeiten vereinen

sich im „Austria String Trio“,

das am 18. Mai in die Schlossberghalle

kommt: der gefeierte

Geigen-Solist Benjamin Schmid,

Cellist Florian Eggner, Mitglied

im „Eggner Trio“, einem erfolgreichen

Klaviertrio, und Ausnahme-Jazzgitarrist

und Komponist

Wolfgang Muthspiel. Sie

vereinen Jazz, Kammermusik und

Improvisation mit aufregendem

Puls.

Tatsächlich zwischen Starnberg

und New York pendelt „Max

Frankl‘s Cargo“ am 19. Oktober:

Der 34-jährige „Echo Jazz“-Gewinner

Marc Schmolling,

Frankl ist gebürtiger

Starnberger und auf dem Weg in

die oberste Liga der europäischen

Jazz-Gitarristen. Seine Trio-Besetzung

„Cargo“ mit den beiden

Schweizern Reto Suhner (Altsaxophon

und Altklarinette) und

Lionel Friedli (Schlagzeug) gibt

ihm kreative Spielräume in einer

Klangwelt aus verzerrten Gitarrensounds,

Hall-Effekten, bandmaschinenartigen

Delays und

Loops.

Den Abend des 30. Novembers

bestreiten zwei junge Gruppen

in einem Doppel-Konzert: Hin-

> > > KARTEN-VERLOSUNG

Klaus Doldinger interpretiert von ihm komponierte

Filmmusik auf der "MS Starnberg"

der britische Trompeter

Tom Arthurs

und die Sängerin

und Stimmkünstlerin

Almut Kühne mit intimer,

bunter, freudiger

und verspielter

Kammermusik. Danach steht mit

Kathrin Pechlof eine der wenigen

Harfenistinnen der deutschen

Jazzszene auf der Bühne, sie wird

begleitet vom Berliner Saxofonisten

Christian Weidner und dem

Kölner Kontrabassisten Robert

Landfermann.

Die Konzertreihe beschließt am 14.

Dezember Paul Gulda am Cembalo

mit seinem Trio „Tannur“, zu

dem der Oud-Spieler und Sänger

Marwan Abado aus Beirut und

Percussionist Peter Rossmanith

gehören. Guldas Harmonien des

Abendlandes, inspiriert von Bach,

Scarlatti oder Couperin, verbinden

sich mit Rhythmen und Melodien

der klassisch-arabischen Tradition

zu virtuosen Instrumentalstücken. ts

Für die Konzerte am 19. Januar und 16. Februar verlost „tassilo“

3 x 2 Eintrittskarten. Wer sie gewinnen will, schickt eine Postkarte

an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting, oder eine E-Mail (info@

tassilo.de) mit dem Kennwort „Jazz 2017“. Absender nicht vergessen,

die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Einsendeschluss

ist der 11. Januar. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Tickets für die Schlossberghalle kosten 19 und 25 Euro, Schüler und

Studenten bezahlen 10 Euro. Die Konzerte auf der „MS Starnberg“

kosten 120 Euro inklusive Essen (ohne Getränke). Für alle Konzerte

gibt es auch ein Abonnement (133 Euro 1. Kategorie, 112 Euro 2.

Kategorie, 20 Prozent Ermäßigung für die Schiffs-Konzerte). Kartenvorverkauf:

Verwaltung Schlossberghalle, Tel. 08151 / 772-136,

772-170 oder 772-250, Tourismusverband Starnberger Fünfseenland,

Tel. 08151 / 90600, München Ticket: www.muenchenticket.de.

Weitere Infos im Internet (www.all-that-jazz-starnberg.de). ts

30 | tassilo


Fotoausstellung in der Weilheimer Stadtpfarrkirche

Eine/r von Vielen

im Ehrenamt

Dachau · Fürstenfeldbruck · Herrsching · Weilheim · Farchant

Füssen · Kaufbeuren

Weilheim I Mit einer Fotoausstellung

in der Weilheimer Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt

macht der Caritasverband Weilheim-Schongau

auf den großen

Wert von ehrenamtlich engagierten

Menschen aufmerksam. Eröffnet

wird die Bilderschau am 17.

Januar um 18 Uhr von Weilheims

Bürgermeister Markus Loth, der

als Schirmherr geladene Gäste

begrüßen wird. Vor allem aber die

Ehrenamtlichen, die der Penzberger

Fotograf Ralf Gerard in Szene

gesetzt hat. Die Ausstellung läuft

bis Ende Februar. An der Konzeption

hat auch die Freiwilligenagentur

„Anpacken mit Herz“ in

Person von Gabi Königbauer mitgearbeitet.

Auf den Fotos sind Weilheimer

Bürgerinnen und Bürger zu sehen,

die sich für das Miteinander

und Füreinander in der Stadt einbringen

und damit aktiv zum sozialen

Frieden in der Stadt beitragen

— egal, ob einheimisch oder

aus einem anderen Herkunftsland

stammend“, erklärt Caritas-Geschäftsführerin

Monika Funk. Die

Portraitierten stünden stellvertretend

für die über 40

Prozent jener Menschen, die sich

in Deutschland engagieren. „Die

Ausstellung gibt dem Ehrenamt

ein Gesicht — oder besser gesagt,

viele Gesichter — und zeigt auch

die verschiedenen Tätigkeitsfelder

in ihrer Vielfalt“, ergänzt Königbauer.

So erklärt sich auch der Titel

der Schau: „Eine/r von Vielen“.

Als „sympathische Botschafter“

ins rechte Licht gerückt hat Gerard

Sprach-Paten und Schüler-Coaches,

Freiwillige aus dem Jugendrotkreuz,

dem Weilheimer Familien-

und Mütterzentrum sowie aus

den Bereichen Sport, Kirche und

Umwelt, darunter viele Menschen,

die ihr Engagement eher im Hintergrund

betreiben und wenig

in der Öffentlichkeit stehen. Dies

spiegelt sich in Gerards Bildkompositionen

wider: Nicht immer ist

auf den ersten Blick zu erkennen,

um welche Person es ihm letztlich

geht. Der Fotograf hat sie bildlich

eingebettet in ihren Alltag

oder ihre persönliche Lebensumgebung.

Finanziert wird die Ausstellung

durch Eigen- oder Projektmittel

der Caritas und durch Spenden.

Beteiligt haben sich die Stadt

Weilheim und deren Stadtwerke,

Unternehmen wie die Weilheimer

Filiale der Sparda Bank München,

die Vereinigten Sparkassen im

Landkreis Weilheim, Volks- und

Raiffeisenbank Werdenfels, die

Bavaria Hausverwaltung und die

Winfried und Centa Böhm Stiftung.

Die Ausstellung ist Teil und Abschluss

des ersten Projektjahres

von „Miteinander leben — Ehrenamt

verbindet“. Dieses Projekt hat

zum Ziel, das freiwillige Engagement

auch von Menschen mit

Migrationshintergrund zu fördern

und sichtbar zu machen. Es wird

gefördert vom Bayerischen Staatsministerium

für Arbeit und Soziales,

Familie und Integration über

die Landesarbeitsgemeinschaft

der Freiwilligenagenturen (lagfa

Bayern e.V.). Eine weitere Aktion

innerhalb dieses Projekts ist die

Ausbildung zum „Kulturdolmetscher“

für Menschen mit Migrationshintergrund

und sehr guten

Deutschkenntnissen. Kulturdolmetscher

vermitteln ehrenamtlich

zwischen Zuwanderern und Behörden

oder der Arbeitsagentur. ts

Autohaus Widmann + Winterholler GmbH

www.widmann-winterholler.de

januar / februar 2017 | 31


American Football in Starnberg

Willkommen in

der Argonauten-Familie

Starnberg | Die Argonautensage

kommt ursprünglich aus der griechischen

Mythologie. Ganz so antik

sind sie nicht, die American

Footballer der Starnberg Argonauts,

auch wenn deren Geschichte

bereits über 35 Jahre alt ist. Der

„Sage“ nach begann der American

Football — die Sportart mit dem

Leder-Ei und den vielen kräftigen

Jungs — in Starnberg an einem

warmen Spätsommernachmittag

des Jahres 1980 an den Badeplätzen

in Possenhofen am Starnberger

See. Sechs junge Männer

warfen sich damals einen Football

zu und bekamen ein Angebot der

„Munich Cowboys“, welches sie

jedoch ablehnten. Verstärkt durch

elf Amerikaner aus der Bad Tölzer

Kaserne, die auch die Trainerarbeit

übernahmen, gründeten sie

selbst einen Verein: die Starnberg

Argonauts.

Fasziniert von der taktisch

geprägten Sportart

„Die Spielzüge dauern vielleicht

drei bis 20 Sekunden

— aber hier passiert

alles“, beschreibt

Thomas Goepfert

die Faszination der

wohl am meisten

von der Taktik

geprägten Mannschaftssportart

der

Welt. Der 27-jährige

Medienmanager ist

neben seiner Rolle

als Spieler auch

in der kürzlich

gewählten neuen

Vorstandschaft

für die Bereiche

Marketing, Presse

und Sponsoring

verantwortlich.

„American

Football hat in

Deutschland ein

gesellschaftliches Problem“, bedauert

Goepfert undumt sogleich

mit einem Vorurteil auf.

„Viele meinen, es verkloppen

sich zwei Mannschaften. Dabei ist

Football von Disziplin geprägt.“

Obwohl die Sportart in den letzten

Jahren immer mehr Platz in der

deutschen Fernsehlandschaft findet,

sei die Akquise von Sponsoren

immens schwer. „Dabei ist Football

ein Sport für Jedermann“, erklärt

Thomas Goepfert. Und tatsächlich

scheint diese Tatsache beim

American Football weitaus mehr

zuzutreffen als bei vielen anderen

Sportarten. Wo etwa beim Fußball

athletische Grenzen nicht wegzudiskutieren

sind, gibt es beim

Football derart viele verschiedene

Positionen mit ganz unterschiedlichen

Anforderungen. Während

— vereinfacht ausgedrückt — die

kleineren, wendigen Spieler eher

für das Ballfangen und Laufen

zuständig sind, benötigt es beim

Blocken der Gegenspieler „die

schweren Jungs“, wie es Goepfert

nennt: „Man ist ständig auf der

Suche nach kräftigen Spielern.

Schließlich schiebt man 120 oder

150 Kilo nicht so einfach zur Seite.“

Auf einen Aspekt sind sie in

der Vorstandschaft der Argonauts

besonders stolz: „Wir haben ein

breitgefächertes Team. Vom Schüler,

über den Metzgerlehrling bis

zum Rechtsanwalt und sogar Richter

spielt bei uns eigentlich alles.

Egal welcher Beruf, egal welche

Gesellschaftsschicht, egal welche

Nationalität“, so Vorstandsmitglied

Thomas Goepfert. Es kommt

32 | tassilo


Das gestaltet sich nicht immer

leicht, denn die Spieler im American

Football können im Gegensatz

zu manch anderer Sportart auch

in den höheren Amateurbereichen

nicht mit Aufwandentschädigungen

rechnen. Selbst in der ersten

Bundesliga ist ein finanziell lukratives

Gehalt die absolute Ausnahme.

Die gedachte, sogenannte „Line of Scrimmage“ trennt die Offensive

der einen Mannschaft von der Defensive des Gegners.

also nicht von ungefähr, dass sich

die Starnberger Footballer gerne

als „große Argonauten-Familie“

bezeichnen. Obwohl die knapp

50 Spieler der Herrenmannschaft

aus rund 25 unterschiedlichen Gemeinden

stammen.

Personeller Umbruch —

neues Konzept

Die Starnberg Argonauts sind

einer der ältesten American-

Football-Vereine in Deutschland.

In Folge eines personellen Umbruchs

treten sie in der kommenden

Saison in der fünftklassigen

Landesliga an, 2013 waren sie

noch in die zweite Bundesliga

aufgestiegen. Doch zahlreiche,

häufig studienbedingte Abgänge

von Leistungsträgern führten zu

einem freiwilligen Rückzug in

eine tiefere Spielklasse. Mittlerweile

haben einige der ehemaligen

Akteure ihr Studium

beendet und sind zurückgekehrt.

„Wir haben heuer zehn

Spieler, die in der vergangenen

Saison noch erste oder zweite

Liga gespielt haben“, freut sich

Thomas Goepfert darüber, den

Aufstieg als Ziel ausgeben zu

können. Er selbst war einige

Zeit in Österreich und zuletzt in

Hildesheim höherklassig aktiv.

Um den Verein zu entwickeln,

sind weitere Schritte notwendig.

Mit dem Amerikaner Matt

Le Fever konnte ein Trainer und

Quaterback, die wichtigste Position

im American Football, in

Personalunion gewonnen werden.

Er ist hauptamtlich angestellt,

übernimmt die Ausbildung

der heimischen „Coaches“, leitet

diverse Jugendprogramme und

baut die Basis auf. „Ich denke, für

eine fünfte Liga ist das ziemlich

einmalig“, sagt Goepfert. Am 9.

März 2017 macht sich ein Tross mit

35 Spielern, sieben Trainern und

Betreuern auf zum „International

Football Camp in Iceland“. Solche

Projekte wie dieses Trainingslager

und der kulturelle Austausch in

Island sollen auch zukünftig keine

Seltenheit bleiben. Die Hälfte der

Reisekosten wird von Sponsoren

übernommen, für den Rest kommen

die Teilnehmer selbst auf.

Selbst für den

Nachwuchs sorgen

Zwei Jugendmannschaften jagen

bei den Argonauts dem „Ei“ hinterher.

In den jüngeren Altersklassen

wird oftmals eine abgespeckte

Variante gespielt. Statt wie bei den

Erwachsenen mit jeweils elf Spielern,

tritt man hier nur mit neun

an. Derzeit versuchen die Argonauts

eine Jugendmannschaft für

das sogenannte „Flag Football“

aufzubauen. Eine Variante, die

weitestgehend ohne „Tackling“,

also Körperkontakt, auskommt.

„Man merkt im Umfeld, dass sich

etwas bewegt“, beschreibt Thomas

Goepfert, auch wenn er weiß,

dass die besten Zweitliga-Zeiten,

in denen durchaus 800 bis 1000

Zuschauer zu den Spielen kamen,

zumindest vorübergehend vorbei

sind. Trotzdem haben die Heimspiele

auch heute noch Eventcharakter.

Die Cheerleader-Formation

„Silver Stars“ sorgt für Stimmung

und Goepfert verspricht „den Besten

Burger, den es gibt“. Am 5.

Februar 2017 steht wieder der

größte Feiertag für Football-

Fans rund um den Globus an:

der Super Bowl. Das Finale der

amerikanischen Profiliga „NFL“

gilt als das größte Einzelsportereignis

der Welt. Rund 800

Millionen Zuschauer weltweit

werden sich dann wieder vor

den TV-Geräten tummeln. Natürlich

auch die Starnberg Argonauts.

Ein Zusammenkommen

von Fans und Spielern,

wie im vergangenen Jahr im

Breitwand-Kino, ist auch diesmal

geplant.

tis

januar / februar 2017 | 33


Ausstellung der spätberufenen Malerin Mariela Sartorius

Die Hundenase und

andere Landschaften

Murnau | Im Kunstverein

Murnau, Burggraben 4, sind

ab 10. Februar 2017 Gemälde

von Mariela Sartorius zu

sehen. Die Einzelausstellung

unter dem Titel „Geheime

Zeichen der Natur“ läuft bis

25. Februar. Einem größeren

Publikum ist die heute

74-jährige Münchnerin als

Schriftstellerin, Journalistin

und Poetin bekannt. Zu den

erfolgreichsten Büchern ihrer

über 50-jährigen Karriere zählen

„Der weibliche EQ“, „Die hohe

Schule der Einsamkeit“ oder „Die

hohe Kunst der Melancholie“. Ihre

Bü cher wurden in viele Sprachen

übersetzt, darunter Koreanisch und

Chinesisch. Reportagen, Portraits,

Essays und Gedichte von Sartorius

publizierten anerkannte Medien in

Deutschland.

Und nun die Malerei: Hier ist Sartorius

eine Spätberufene, ihre Leidenschaft

machte sie erst vor vier

Jahren zum zweiten Beruf. Als ihr

Verlag kurz vor ihrem 70. Geburtstag

den nächsten Bestseller mit

ihr plante, wollte sie nicht mehr

schreiben, trotz des Erfolgs. Und

weil sie keine halben Sachen mag,

war nur folgerichtig, dass sie — im

Gegensatz zu vielen anderen Hobbymalern,

die im Alter Pinsel und

Leinwand als Zeitvertreib entdecken

— ihre neue Passion kurzerhand

zum Beruf erhob. In diesem

arbeitet sie mit großer Disziplin,

entwickelt ständig Techniken und

malerische Fä higkeiten weiter und

nimmt Unterricht bei den bildenden

Künstlern Nicola Klemz und

34 | tassilo

Tomas Nittner; obwohl sie sich als

„Einzelgängerin aus Überzeugung“

bezeichnet.

Mit dem Porträt der Nase ihres

Hundes wurde Sartorius 2016 im

Münchner Kunstverein als beste

Künstlerin der Ausstellung „Hayward

& Tamayo“ ausgezeichnet.

Ihre Malerei durchziehen Neugier,

Erfindungsreichtum, Fantasie, Mut

zum Ausprobieren, ja geradezu

Tollkü hnheit, mit der sie sich in

neue Themen und Motive stü rzt.

Das Ergebnis sind großflä chige,

monochrome Bilder, gemalt mit

breitem Strich, in denen sich

weite Ausblicke mit kleinteiligen

Strukturen abwechseln. Die Palette

spiegelt die Farben der Natur

wieder: Erdige Tö ne stehen im

Wechselspiel zu eisblauen Gletscher-Impressionen,

schwarze

Nacht kontrastiert mit dem

saftigen Grü n frü hlingshafter

Gebilde. Doch sind dies keine

Landschaftsabbildungen

im herkö mmlichen Sinne,

die Malerin abstrahiert

Landschaften, zu denen sie

die Oberfläche des Mondes

ebenso zählt wie die Nase

ihres Hundes. Seit 2015 waren

Sartorius‘ Bilder in London,

Madrid, Santa Fé (New Mexico/

USA) und München zu sehen, jetzt

kommt sie in den Kunstverein Murnau.

Vernissage ist am Freitag, 10.

Februar 2017, um 19 Uhr, geöffnet

ist die Ausstellung Mittwoch bis

Freitag von 15 bis 18 Uhr und samstags

von 11 bis 15 Uhr.

ts

Zwei Werke von Mariela

Sartorius: Vernissage zur Ausstellung

ist am 10. Februar.


Firmen-Entertainer und Zukunfts-Kabarettist Frank Astor

Verrückt aus der Zukunft

Dießen / Herrsching | Wer intellektuell

anspruchsvolle Unterhaltung

schätzt und zugleich von Herzen

lachen möchte, sollte sich den 14.

Januar 2017 im Kalender anstreichen:

An diesem Samstagabend

präsentiert Frank Astor im „Andechser

Hof“ in Herrsching seine

Zukunfts-Show „Robo Sapiens —

Verrückt aus der Zukunft“. Der

Coach, Entertainer, Schauspieler

und Kabarettist, der in Dießen lebt,

hat aus führenden Trendagenturen

und Zukunftsforschern hochaktuelle

Themen herausgekitzelt

und die „Trends der Zukunft“ —

Robotik, digitale Transformation,

künstliche Intelligenz (KI) —

zu einem abendfüllend-atemberaubenden

Programm verdichtet.

Der Auftritt in Herrsching ist der

einzige öffentliche vor „Bezahl-

Publikum“ in der Region. Sonst ist

Astor mit „Robo Sapiens“ zu Gast

bei Firmen-Events, Kongressen,

Mitarbeiter-Seminaren oder Schulungen

für Führungskräfte.

Zwanzig Methoden, sein

Leben zu verplempern

Dieses erlesene, weil zahlungskräftige

Publikum, hat sich der

57-Jährige erarbeitet, nachdem er

vor 35 Jahren seine „Ochsentour“

begonnen hatte: In Deutschland,

Österreich und der Schweiz absolvierte

er über 3 000 Vorstellungen

auf Kleinkunstbühnen, bis er vor

etwa 15 Jahren in die „Midlife Crisis“

stürzte. Damals entstand das

Programm „20 Methoden, sein

Leben zu verplempern“, das er

rückblickend als „Selbst-Therapie“

bezeichnet. Eines Abends saß eine

Führungskraft aus einem Unternehmen

im Publikum, die ihm

hernach zum „gelungenen Coaching

mit kabarettistischen Mitteln“

gratuliert habe, erzählt Astor.

Er wurde in die Firma eingeladen

und die neue „Geschäftsidee“ war

geboren, denn: „Firmen bezahlen

mir für eine Stunde so viel, wie ich

in einem Monat mit Kabarett verdient

habe“, räumt der Dießener

unumwunden ein.

Speziell auf Firmen zugeschnitten

folgten Programme mit Titeln wie

„Acht Wege, seine Arbeit aufzuschieben“

oder „Projekte in den

Sand zu setzen — leicht gemacht!“.

Ein Dauerbrenner sei das gründlich

recherchierte und sehr pointenreiche

Finanzkabarett „Geld.

Macht.Glücklich.“. Dabei sei er

weder Komiker noch komödiantisches

Naturtalent, sondern müsse

sich die Programme und ihre Inhalte

jedes Mal hart erarbeiten:

„Manche Programme spiele ich

500 Mal aufwärts. Ich bin ständig

am Basteln und Gucken: Wie bleibe

ich aktuell, frisch, spritzig? Wobei

auch die Zuschauer oft guten

Input geben.“

Drohnenflug in der

Seniorenresidenz

„Robo Sapiens“ entwickelte er

zusammen mit Michi Marchner

aus Pähl, im Tassiloland ebenfalls

kein Unbekannter. „Der hatte mit

seinem Programm ‚Nach uns die

Zukunft‘ das Thema schon gut

vorgearbeitet, lief aber jetzt in der

Frank Astor, in Dießen

lebender Zukunfts-Humorist,

Entertainer, Schauspieler,

Coach und Kabarettist.

Zusammenarbeit zur Höchstform

auf und entwickelt immer noch

weiter und aktualisiert“, erzählt

Astor. Für die Proben konnte das

Duo den Theatersaal der Dießener

Seniorenresidenz Augustinum

nutzen. Viele Bewohner verfolgten

mehrere Test-Aufführungen, was

half, Textpassagen zu verdichten,

Pointen besser zu setzen und

überhaupt die Wirkung und Verständlichkeit

der Zukunftsshow

zu testen. „Die Senioren waren

begeistert“, freut sich Astor. Kein

Wunder: Durch den Augustinum-

Saal flogen Drohnen, auf einem

Tisch tanzte ein kleiner Roboter

und Astor schwebte souverän mit

einem Hoverboard über die große

Bühne.

Astor spielt „einen Typ aus der

Zukunft“, eine Verbindung aus

Mensch und Maschine, der eine

„positive Zukunftsvision der künstlichen

Intelligenz“ übermittelt.

Nicht zurück in die Zukunft, sondern

verrückt aus der Zukunft.

Dreh- und Angelpunkt sind all

jene Erkenntnisse, die er bei den

Agenturen und Forschern gesammelt

hat — Ideen, die bereits gedacht

werden, Prototypen, die es

heute schon gibt. Größte Inspirationsquelle

sei das Buch „Unsere

Welt in 100 Jahren“ von Michio

Kaku gewesen, der als BBC-Journalist

Zugang zu Zukunftslaboren

hat und die dort gemachten Erfindungen

visionär hochrechnete.

Naheliegend, dass Astor und

Marchner eine Radio- und eine

Fernsehsendung vorbereiten: „Das

Thema ist unerschöpflich und wird

es auch in den nächsten Jahrzehnten

bleiben.“

Die Programmteile von „Robo Sapiens“

umfassen inzwischen ein

Skript von rund 800 Seiten, wovon

Astor pro Firmen-Auftritt gerade

einmal 20 nutzt. „Das reicht für

eine Stunde Programm“, erklärt

der Autor, der noch einen Verlag

sucht, der das Buch veröffentlichen

möchte. Aus dem Fundus

stellt Astor seine Themen zusammen

und adaptiert sie jeweils

neu für die ihn engagierende

Firma. Ganz gleich, ob es sich

um einen Versicherungskonzern,

einen Software-Riesen, eine Lebensmittelkette,

einen Autobauer

oder den Arbeitgeberverband Oldenburg

handelt. „Für die hohen

geladenen Gäste muss ich jedes

Mal pointenstark, unterhaltsam,

seriös, niveauvoll, pfiffig, komödiantisch

sein — schließlich muss

ich sie alle kriegen“, sagt Astor. Ob

und wie gut ihm das gelingt, lässt

sich im Januar in Herrsching bestens

nachprüfen (Infos unter www.

robo-sapiens.de).

ts

januar / februar 2017 | 35


Ideal für Sportler jeden Alters

Trendsport Eisstockschießen

Tassiloland | „Eisstockschießen

erlebt derzeit einen richtigen

Boom“, stellt der Präsident

des Deutschen Eisstockverbandes

Christian Lindner fest. Zwar hat

diese Sportart auch mit dem Problem

der schwindenden Winter

und den damit fehlenden Eisflächen

im Freien zu kämpfen. Die

sportlich Ambitionierten weichen

da in die Eishalle aus, für Hobbyspieler

werden Kunststoffbahnen

als Ersatz angelegt. In Weilheim

ist erstmals am Kirchplatz eine

solche Kunststoffplatte zu finden,

auf der man noch bis Sonntag, 8.

Januar, in geselliger Runde Eisstöcke

schieben kann.

Eisstockschießen ist ein sehr traditionsreicher

Sport. Alfred Krenmayr

aus Rott erinnert sich noch

an Zeiten, als der Engelsrieder

See über Wochen zugefroren war

und sich dort täglich mehrere

Mannschaften zum Eisstockschießen

trafen. „Damals hatten die

Bauarbeiter noch Schlechtwetter

und sind den ganzen Winter zum

Schießen gekommen“, erzählt

Krenmayr.

Auch wenn sich das Klima verändert

hat, ist der Eisstocksport ein

Breitensport geblieben. In vielen

Gemeinden gehört die Sparte

„Eisstock“ zum Sportverein; es

gibt Asphalt- oder Pflaster-Bahnen,

auf denen mittlerweile ganzjährig

geschoben wird.

Aktive Sportler trainieren

in der Eishalle

Der bayerische Eisstockverband ist

in sechs Bezirke aufgeteilt, wobei

sich im Tassiloland die Bezirke

Schwaben-Ammersee und Oberbayern

überschneiden. „Die aktiven

Eisstockschützen trainieren

alle in der Eishalle“, weiß Robert

Pabst, Vorsitzender des Bezirks

Schwaben-Ammersee. Der Starnberger

betont, dass der Stocksport

ein Leistungssport sei, der bei

Wettkämpfen mit sechs bis sieben

36 | tassilo


Stunden Dauer höchste Anforderungen

an die Sportler stellt. Erst

kürzlich fand in Peiting der Europapokal

für Damen und Herren

statt, den der Bundesvorsitzende

Christian Lindner in seine Heimatgemeinde

holen konnte. „Das ist

vergleichbar mit der Champions-

League im Fußball“, betont Lindner

die Tragweite dieses Wettkampfes,

an dem Mannschaften

aus ganz Europa teilnahmen und

die Peitinger Männer am Ende auf

dem dritten Podestplatz landeten.

Er weiß auch, dass es in Deutschland

rund 50 000 aktive Eisstockspieler

gibt. „Die Dunkelziffer an

Spielern, die zweimal im Jahr auf

ein zugefrorenes Altwasser oder

Ähnliches geht, liegt bestimmt bei

300 000 Leuten“, tippt Lindner.





Baumpflege

Baumfällungen








Perfekt für alle

Generationen

Derzeit ist ein Aufschwung für

diesen Hobby-Trend durchaus zu

erkennen. Die meisten steigen

erst im Alter zwischen 30 und

40 Jahren ein, wenn die aktive

Fußballzeit oder ein anderer Leistungssport

nicht mehr möglich

sind. Es gibt sogar Spieler, die

mit 80 Jahren noch zum Eisstockschießen

gehen, weshalb er auch

als „Mehrgenerationensport“ bezeichnet

wird. Seit ein paar Jahren

gibt es in München am Chinesischen

Turm oder im Augustiner-

Biergarten Kunststoff-Eisbahnen,

auf denen man in geselliger Runde

spielen kann. Diese Idee haben

nun auch einige Organisatoren

zur Belebung des Weilheimer

Kirchplatzes aufgegriffen. Gegen

einen Unkostenbeitrag kann man

sich dort Eisstöcke ausleihen und

auf der Kunststoffbahn mit bis zu

sechs Personen spielen. Es gibt

auch Kinderstöcke, so dass diese

Eisstockbahn ein wunderbarer

Ausflugstipp für Familien ist.

Bis zum Ferienende Sonntag, 8.

Januar, ist die Bahn noch aufgebaut.

rg

januar / februar 2017 | 37


Der Pollinger Pyrotechniker und ein besonderer Ruhetag

Feuerwerk ist

wie ein Boxkampf

Polling | Silvester steht vor der Tür,

die bunteste Nacht des Jahres —

Feuerwerkzeit. Mit knalligen Werbeprospekten

preisen Super- und

Baumärkte ihr Sammelsurium an

Krachern und Raketen an, überwiegend

Massenware aus Fernost.

Wer indes den nächtlichen Himmel

wirklich mit Profi-Material illuminieren

möchte in der Gewissheit,

Neuheiten zu zünden, die der

Nachbar nicht hat, der kann sich

bei Martin Hellmuths „Pillar of

Fire“, der Feuer-Säule in Polling

eindecken.

Der staatlich geprüfte Großfeuerwerker

bezieht viele Kracher,

Raketen oder Kugelblitze aus Italien.

„Dort gibt es die teuersten

Effekte“, weiß der 39-Jährige.

Mindestens einmal im Jahr fährt

er gen Süden, um sich inspirieren

zu lassen: „Man bekommt dort

Dinge, die man selten sieht.“ Etwa

in der Ortschaft Recco südlich von

Genua in Ligurien, wo einmal im

Jahr an zwei Tagen insgesamt

sieben Großfeuerwerke gezündet

werden. Außerdem hat er einen

Kollegen, der im Besitz des Herstellungsscheins

ist, also Feuerwerkskörper

selbst anfertigen

darf. Exklusive Knalleffekte.

„Kirche und Feuerwerk

liegen nah beinander“

Doch warum ausgerechnet Italien?

„Die Tradition des Feuerwerks

ist dort religiös hinterlegt“, weiß

Hellmuth. Viele Orte haben einen

Schutzpatron, „Kirche und Feuerwerk

liegen nah beieinander“.

Was dort während oder nach Prozessionen

anlässlich der Namenstage

abgebrannt wird, bekäme in

Deutschland niemand genehmigt.

Der Pollinger hat schon einmal einen

Ort besucht, in dem auf einer

Fläche von vier Fußballfeldern ein

Tagesfeuerwerk gezündet wurde.

„Ich habe mich gewundert, warum

die Einheimischen alle mit

Campingstühlen angerückt sind —

später habe ich es verstanden: Das

Feuerwerk dauerte drei Stunden.“

Selbst ist er nicht so lange aktiv:

„Nach etwa 13 Minuten tritt eine

AUTORISIERTER SERVICEPARTNER

Der staatlich geprüfte Großfeuerwerker

Martin Hellmuth

38 | tassilo


gewisse Sättigung ein“, hat er

beobachtet, wenngleich Zuschauer

die Zeitspanne oft doppelt so

lang einschätzten. Abhängig vom

Budget dauern Hellmuths Feuerwerke

zwischen fünf und eben jenen

13 Minuten. Er feuert bei Geburtstagen

und Hochzeiten, beim

Volksfest in Weilheim, zündet das

Seefeuerwerk in Herrsching am

Ammersee, am Tegernsee, beim

Schrobenhausener Volksfest. Zwischen

20 und 25 Mal pro Jahr ist er

im Einsatz zwischen Boden- und

Chiemsee, Mittenwald und Ingolstadt,

weiterempfohlen durch

Mundpropaganda. Los geht’s im

April, danach ist er fast jedes Wochenende

unterwegs.

Und er ersinnt jedes Mal eine neue

Choreographie, entsprechend dem

Charakter seiner Auftraggeber.

„Man muss den Typ Mensch einschätzen,

für den man das Feuerwerk

macht, und es soll eine

Geschichte sein, die sich aufbaut —

Einleitung, Hauptteil, Innehalten,

Finale.“ Preislich beginnt das Vergnügen

bei 1 000 Euro, „nach oben

sind keine Grenzen gesetzt“, in der

Hochzeitssaison würden zwischen

1 800 und 3 000 Euro ausgegeben,

erklärt Hellmuth. Es sei die Investition

in eine bleibende Erinnerung,

Hochzeitsgäste erinnerten

sich länger ans Feuerwerk als daran,

was es zu essen gab. Und: „Ein

Feuerwerk ist wie ein Boxkampf“,

zieht er den Vergleich. Fernsehzuschauer

gingen zufriedener ins

Bett nach einem Ko-Schlag, als

wenn „Klitschko in zwölf Runden

nach Punkten gewinnt“. Auf den

Knalleffekt kommt es an.

Drei verschiedene

Feuerwerk-Arten

Generell gebe es drei Arten von

Feuerwerk: Das Barockfeuerwerk

mit Dreh- und Sprüheffekten,

angelehnt an das, was einst im

Schlosspark von Versailles abgebrannt

wurde; das Höhenfeuerwerk

mit Kugelbomben, Raketen

und Bombetten, das „ein Bouquet

an den Himmel malt“; und das

Musik-Synchron-Feuerwerk, das

heute per Computer gezündet

wird, damit der Lichtblitz, bildlich

gesprochen, verzögert vor dem

Paukenschlag über den Himmel

zuckt. Hier geht es um Zehntelsekunden.

„Die Schussfolge und die

Verzögerung sind der Pinsel, mit

dem man ein Feuerwerk malt“,

vergleicht Hellmuth.

Schulungsfeuerwerk

als Gegengeschäft

Sein Handwerk, das er nebenberuflich

ausübt, hat er vor 15

Jahren bei „Hummig Effects“ in

Peißenberg erlernt (siehe Bericht

Seite 4). „Aus Jux und Dollerei“,

erinnert er sich. Und als Gegengeschäft,

weil er mit einem Hummig-Sohn

in dieselbe Klasse ging,

dem er später für ein halbes Jahr

Unterkunft gewährte. Ob er, statt

Miete und Nebenkosten, einmal

mit auf ein Schulungsfeuerwerk

kommen könne, habe er damals

gefragt. Er konnte, und aus einem

wurden 26, wonach Ingo Hummig,

der Firmenchef, ihn darauf hingewiesen

habe, dass er die erforderliche

Feuerwerkszahl für den Pyrotechniker-Schein

erreicht habe,

den er dann „begeistert abgelegt

und bestanden“ habe.

Als er ihn vom staatlichen Prüfer

überreicht bekam und gefragt

wurde, wie denn seine Firma

heiße — weil Großfeuerwerker

kleingewerblich tätig sein müssen

— habe er sich an eine englische

Bibel erinnert, die er in

London gelesen hatte. Konkret an

die Episode, in der Moses vor der

Feuersäule steht, der „Pillar of

fire“. Der Name war gefunden, die

Firma gegründet, sie hat aber einen

besonderen Ruhetag: „An Silvester

lasse ich allen anderen den

Vortritt, in der Nacht, in der jeder

darf, muss ich nicht mitmischen“,

sagt Martin Hellmuth. Gelegenheiten

hat er sonst genug. ts

januar / februar 2017 | 39


Neujahrs-Vorsätze der etwas anderen Art

Der Schweinehund

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Tassiloland | Es wäre nicht schwer,

das Neue Jahr mit einer großen

Portion schlechtes Gewissen zu beginnen.

Man müsste so viel ändern,

an sich selbst, am Leben und überhaupt.

Zu schwer sind wir, zu träge,

dazu richten wir den Fokus zumeist

auf Aktivitäten und Begebenheiten,

die eher nicht gesundheitsförderlich

sind. Keine Illustrierte,

kein Frauenmagazin, das in dieser

Zeit nicht mit Superdiäten, Super-

Sportprogrammen und Super-

Optimierungstipps aufwartet. Auch

„tassilo“ springt mit auf diesen

Zug, allerdings mit Vorschlägen,

die vielleicht erst auf den zweiten

Blick ihre Wirkung entfalten. Dennoch

— es gilt auch hier, den inneren

Schweinehund zu zähmen. Allerdings

nicht mit eisernem Willen,

sondern moderater. Kleine Veränderungen

können Großes bewirken

und aus dem Scheitern immer

wieder Neues entstehen. Deshalb,

keine Angst vor guten Vorsätzen!

Tipp 1 — Es einfach mal

einfach machen

40 | tassilo

Man möchte gut aussehen, dem

gesunden Aspekt zum Trotz. Dennoch

gibt es kein Gesetz, dass einem

verbietet, sich in bequemer

Alltagsbekleidung auf den Weg ins

Freie zu machen. Hauptsache, man

fängt einfach an. Wer mit moderaten

Runden, Schritt für Schritt, auf

ein bis zwei Bewegungseinheiten

pro Woche kommt, wird bald den

Gewöhnungseffekt spüren und

Lust auf mehr bekommen. Und

dann darf es auch professionelle

Funktionskleidung sein. Ein kleiner

Tipp im Tipp: Es kann unglaublich

befreiend sein, sich einmal ganz

„ungeschminkt“ der Umwelt zu

zeigen. Zu laufen, wenn man das

Bedürfnis hat, zu hüpfen oder beim

Gehen zu singen. Alles ist erlaubt,

wenn es nicht zum Schaden anderer

ist.

Tipp 2 — Analog

ist das neue Bio

Natürlich sorgt durchdachte hte Outdoorbekleidung

orbe

ei

du

schon für

eine Pri-

se Motivation ion vorneweg.

eg.

Mit Tipp 2 steht Diät auf dem Programm

und zwar digital! Bei

sehr

vielen Menschen ruft die Vorstellung,

lung

nicht in irgendeiner iner

Wei-

se erreichbar ei

zu sein, erst einmal

das Gegenteil eil von

Entspannung

nu

ng

hervor. Dennoch liegt auch im Digitalverzicht

auf Zeit ein unermesslicher

Mehrwert. Handy, Computer,

Tablet und selbst den Fernseher

einfach einmal aus- oder wegzulassen,

wenn auch nur für eine

gesetzte Zeitspanne, konfrontiert

zunächst mit Unruhe. Der Kopf ist

voller wirrer Töne, die Hände suchen

zumeist Beschäftigung, der

Körper ist angespannt. Doch wer

jemals dem Genuss einiger wenigen

Sekunden Ruhe im eigenen

Denken ausgesetzt war, wird auch

hier mehr wollen. Die gute Nachricht:

Man muss nicht gleich zu

Buddha werden, doch wer Gefallen

an dieser Auszeit findet, sie vertiefen

möchte, dem sei ein sanfter

Kurs in Sachen Meditation angeraten.

Gerade die Volkshochschulen

bieten ideale Einstiegsbedingungen

für Laien.

Tipp 3 — Königsdisziplin

„Nichts tun“

Langeweile ist verpönt in unse-

rer Welt. Doch auch hier gilt die

Sichtweise darauf. Langeweile

kann auch Muße sein, dann ist sie

alles les andere als lang und weilig.

Tatsächlich können in diesem freiwillig

ig zugelassenen Raum wunderbare

Dinge geschehen, wenn

man sich mutig darauf einlässt.

Idealerweise sucht man sich dafür

ein ruhiges Plätzchen, an dem

Störungen (auch in digitaler Form!)

ausgeschlossen sind. Achtsam hört

man dann in sich hinein, jedoch

ohne Druck. Wer möchte, kann es

sich gemütlich machen, vielleicht


Mit dem Fotoapparat „bewaffnet“ kann es

losgehen auf Entdeckungstour: Wer sich Zeit

und Muße nimmt, seine Umwelt zu erkunden,

findet viele schöne Motive.

sogar für einige Minuten hinaus,

in eine Decke gekuschelt, auf die

winterkalte Terrasse oder Balkon

wandern. Tatsächlich einmal nichts

zu tun, fällt vielen Menschen sehr

schwer. Doch lohnt es sich. Viele

geistreiche Ideen und Erfindungen

entsprangen einer aktionslosen

Zeit.

Tipp 4 — Die eigene

Komfortzone verlassen

Für kein Geld der Welt würden

manche einen Bungee-Sprung

wagen, auf den wilden Wellen des

Atlantiks reiten, sich mittels eines

Gleitschirms aus der Höhe stürzen.

Tipp 4 ist kein Aufruf zum Abenteuer.

Denn wer keinen Adrenalinkick

braucht, wird sich auch jetzt nicht

zu ungestümen Taten hinreißen

lassen. Der Zauber liegt bereits in

den kleinen Dingen, die nicht zu

unseren Alltäglichkeiten zählen

und für die wir keine Fertigkeit

besitzen. Sich einmal auf den Rücken

eines Pferdes zu

setzen, obwohl man

keine Affinität zum

Reitsport hat, sich zu

einem Bohrmaschinen-Workshop

im

Baumarkt anzumelden,

an einem Speed-

Dating oder Poetry-

Slam teilzunehmen,

ist eigentlich egal.

Hauptsache, man verlässt

dabei die eigene

Komfortzone und probiert

etwas völlig Neues

für sich aus. Der

Effekt ist verblüffend,

das Selbstbewusstsein

schlägt Purzelbäume.

Dieser Exkurs in Sachen

Entfaltung hilft

ebenso dabei, sich für

den Alltag besser gerüstet

zu fühlen. Man

wird belastbarer und

resistenter gegen Enttäuschungen

und

kann bisweilen ein Talent

an sich entdecken, dass vorher

unsichtbar gewesen war.

Tipp 5 — Das Leben will

zelebriert werden!

Der Alltag wird von vielen Menschen

als Hindernis auf dem Weg

zum Wochenende wahrgenommen.

Zumeist wird durch diese

Tage gehetzt, unregelmäßig gegessen,

werden viele Aufgaben

gleichzeitig erledigt. Abends sinkt

man dann müde auf die Couch,

lässt sich vom Fernseher berieseln.

Welche Kraft in der Konzentration

liegen kann, zeigt sich an

Dingen, die man gerne tut. Wer

eine Aufgabe erledigt, an der das

Herzblut hängt, empfindet kaum

noch Gefühl für Zeit und Raum

und geht obendrein noch gestärkt

daraus hervor. Kaum zu

glauben, aber selbst alltägliche

Verrichtungen, die in Konzentration

getan werden, belohnen mit

einem Energie-Kick. Ein Beispiel?

Wer sich eine halbe Stunde Auszeit

schenkt, nachdem er von der

Arbeit nach Hause kommt, kann

Abstand in beide Welten bringen.

Man entspannt sich an einem dafür

hergerichteten Lieblingsplatz,

kommt langsam an, erlaubt sich,

für eine kleine Zeit loszulassen.

Erst danach führt der Gang in

die Küche, um das Abendessen

vorzubereiten. Und hier geht es

weiter: Wer die Lebensmittel bewusst

wahrnimmt (Geschmack,

Aussehen, Geruch, Haptik), sie

bewusst verarbeitet und bewusst

isst, der hat verstanden, worum

es geht. Ein schön gedeckter Tisch

unterstützt dieses Zelebrieren des

eigenen Lebens.

Tipp 6 — Eins nach dem

anderen tun

Frauen sagt man nach, sie wären

multitaskingfähig; blickt man

sich auf der Straße, in Lokalen

oder im Alltag um, verstärkt sich

der Eindruck, gerade auch junge

Menschen sind es. Stöpsel im

Ohr sorgen für Musikberieselung,

gleichzeitig sorgt das Handy in

der Hand für Unterhaltung und

Gespräch. Auch beim Sport fühlen

sich viele Menschen wohler, wenn

sie den Fokus nicht auf die „Schinderei“

legen, sondern sich mit

Musik, auf dem Crosstrainer sogar

via Fernseher oder Illustrierter ablenken

lassen. Dabei kann so viel

Schönes im Augenblick zu finden

sein. Sich selbst atmen hören, den

Muskelbewegungen nachspüren,

bringt einen schnell in Einklang

mit sich selbst. Sehenden Auges

durch die Straßen zu gehen, zu hören,

zu riechen, zu sehen, belohnt

mit bunten Eindrücken. Oft bemerken

Menschen gar nicht, was

und wer sie umgibt. Da kann das

Fremde plötzlich anmutig wirken,

können Dinge, die man bewusst

wahrnimmt, die eigene Kreativität

beflügeln. „Augen auf im Straßenverkehr“,

darf zu Recht verlangt

werden.

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januar / februar 2017 | 41


Bildungsportal

Oberland

Bildungsportal Oberland seit Juli online

Das Wissen zweier

Landkreise vereint

lernen?

logisch!

Oberland | Anfang Juli 2016 starteten

die beiden Landkreise Weilheim-Schongau

und Bad Tölz-

Wolfratshausen gemeinsam das

Bildungsportal Oberland. Auf dieser

Internetseite präsentieren sie

seitdem ihr vielfältiges Bildungsangebot.

„Die Menschen hören ja

nicht an einer Landkreisgrenze auf

zu denken“, spricht Justina Eibl von

der Wirtschaftförderung und Kreisentwicklung

Weilheim-Schongau

die „kooperative Zusammenarbeit“,

wie sie es nennt,

an. Gemeinsam mit ihrem Kollegen

Andreas Roß aus dem Nachbarlandkreis

rief sie das Projekt

„Bildungsportal Oberland“ ins

Leben. Überlegungen dazu gab

es bereits Winter 2012/2013 im

Zuge der Landkreis-Initiative

„Lernen mit Perspektive“.

Bis zur Fertigstellung des Portals

sollte jedoch noch ein langer Weg

beschritten werden. Die beiden Initiatoren

holten sich mit Christiane

Manthey von der Agentur „Dirk

Rutz Bildungslösungen GmbH“

eine ausgewiesene Expertin mit

ins Boot. Schließlich hatte sie bereits

einige solcher Portale, zuletzt

im Allgäu, auf die Beine gestellt.

Manthey war von Anfang an dabei,

fungierte als Projektleiterin,

Beraterin und war für den Datentransfer

verantwortlich. Ihre weitreichenden

Kontakte konnte man

sich zudem zu Nutzen machen.

„Sie kennt derartige Projekte aus

dem Effeff“, sagt Justina Eibl über

die erfahrenen Projektmanagerin.

Der Hauptteil der Arbeit konzentrierte

sich schließlich auf die Zeit

» „Es gibt nur eins,

was auf Dauer teurer

ist als Bildung,

... keine Bildung!“

zwischen Frühjahr und Anfang Juli.

Hier wurde das Portal erstmals der

Öffentlichkeit vorgestellt — beim

ersten Bildungsgipfel in der Weilheimer

Stadthalle. „Ein absoluter

Meilenstein“, so Eibl über diesen

Teilerfolg.

Auch der Nachbarlandkreis Bad

Tölz-Wolfratshausen spielte bereits

seit längerem mit der Idee eines

eigenen Bildungsportals. Nachdem

die Signale aus Weilheim-

Schongau kamen, wurde ein neuer

Anlauf genommen. Seither trafen

sich die Verantwortlichen regelmäßig

abwechselnd in Bad Tölz

und Weilheim, diskutierten den

Fortschritt und verfeinerten die

Idee. Mit dem Schulterschluss der

beiden Landkreise sei indes bei

weitem noch kein Ende erreicht.

Überlegungen zu einer Erweiterung

gibt es bereits, auch wenn

bisher noch nichts spruchreif ist.

Eine Vielzahl

an Angeboten

(J. F. Kennedy)

Das Portal soll sowohl für den

Bereich „Arbeit und Beruf“, als

auch für das Thema „Freizeit“ eine

breite Palette an Optionen bieten.

Regionale Angebote werden darauf

zusammengeführt und sind für

jeden jederzeit abrufbar, wie von

Projektleiterin Christiane Manthey

auf dem ersten Bildungsgipfel im

Juli präsentiert wurde. Die Zielgruppe

beschreibt Justina Eibl als

„äußerst lebendig“, schließlich

haben etwa Schüler verständlicherweise

ganz andere Präferenzen

als Senioren.

In übersichtlicher Anordnung

und Struktur bietet das Bildungsportal

Oberland Informationen

zu Veranstaltung, Ort,

Gebühren und Anmeldemodalitäten.

Zudem können Fakten zu

allen Veranstaltern abgerufen

werden. Zum Start des Projekts

wurden zunächst zahlreiche Anbieter

angeschrieben. Die beiden

Wirtschaftsförderer Justina

Eibl und Andreas Roß zeigten auf,

welche Einrichtungen von Anfang

an dabei sein sollten. „Es gab keinerlei

Absagen“, blickt Eibl erfreut

zurück.

Mittlerweile können interessierte

Einrichtungen sich selbst beim

Landratsamt melden — etwa 90

Anbieter sind auf der Internetseite

bereits registriert. Fahrschulen,

Tanzakademien oder Berufszentren

sind nur einige Beispiele

aus dem vielfältigen Angebot. In

einem Gespräch wird anfangs

ermittelt, ob die Kunden auch

auf das Bildungsportal Oberland

passen — einige Kriterien müssen

erfüllt sein. Nach eingehender

Prüfung werden sie dann

freigeschaltet. Ab dann können

die Kunden ihre Kurse, Seminare

42 | tassilo


Brachten gemeinsam das Bildungsportal Oberland auf den Weg: Justina

Eibl, Christiane Manthey und Andreas Ross (v.r.)

oder Fortbildungen bequem über

ein Online-Formular melden, die

Veranstaltungen werden anschließend

automatisch eingepflegt. „Es

ist ein Medium, das ständig in Bewegung

ist“, freut sich Justina Eibl

über die bisher zahlreich gemeldeten

Veranstaltungen. Die Aufgabe,

das Portal stets aktuell zu halten,

sei „zwar aufwendig, macht

aber sehr viel Spaß“, so Eibl. Für

den Einstieg ist man in beiden

Landratsämtern mit der erreichten

Zahl durchaus zufrieden, die Entwicklung

solle aber in jedem Fall

weiter vorangetrieben werden.

Die Teilnahme für die Anbieter ist

komplett kostenlos.

Keine spezielle

Zielgruppe

Das Bildungsangebot ist weitreichend,

die Auswahl enorm groß,

wie etwa Sprachkurse, EDV-Seminare

oder diverse Fortbildungen

beweisen. Dabei richten sich die

Angebote nicht an eine spezielle

Zielgruppe: Berufstätige, Existenzgründer,

Wiedereinsteigerinnen,

Betriebe, Schüler, Familien oder

Senioren — es ist für jeden etwas

dabei. Neben den einzelnen Kursen

hält eine Infothek Wissenswertes

für Bildungsinteressierte,

Unternehmen, Einrichtungen und

Honorarkräfte bereit. Träger des

Portals sind die beiden Landkreise

in ihrer Funktion als Bildungsregion

bzw. Bildungsstandort. Das

System ist überschaubar, leicht zu

bedienen und bietet Anwendern

auf kurzem Weg einen Überblick

zu regionalen wie auch überregionalen

Bildungsangeboten in Bayern.

Neben den einschlägig bekannten

Schularten werden auch

Lernorte wie Museen, Klöster,

Kirchen und Forschungseinrichtungen

aufgelistet. Das Bildungsportal

soll Nutzern wie Anbietern

gleichermaßen Komfort und die

oftmals geforderte Transparenz

bieten. Die Angebote können dadurch

noch passgenauer konzipiert

werden. Ganz davon abgesehen,

dass das komplette Portfolio

zweier Landkreise vereint wird.

Die Nutzer sollen sich

gut beraten fühlen

> > > KONTAKT

Ein quantitatives Ziel zu benennen

sei äußerst schwierig, wie

Justina Eibl verrät. „Unser Ziel ist

dann erreicht, wenn man sich als

Nutzer gut beraten fühlt.“ In den

nächsten Monaten kommt eine

Menge Arbeit auf die Verantwortlichen

zu, da sind sie sich einig.

„Einfach nur etwas zu haben, ist

zu wenig“, heißt es aus dem Landratsamt

Weilheim-Schongau. Daher

wird man zukünftig weiterhin

auf den regionalen Jobmessen

präsent sein, um das Bildungsportal

noch bekannter zu machen.

Im Laufe des Jahres 2017 ist zudem

eine erste große Feedbackrunde

geplant. Wo gibt es Handlungsbedarf?

Was gilt es zu optimieren?

All das soll in sogenannten

Workshops direkt mit den Kunden

geklärt werden. Ein Aspekt, bei

dem schon jetzt Verbesserungspotenzial

ausgemacht wurde, ist der

„Ausbildungs-Button“. Dieser soll

ausgebaut und die Verknüpfung

zwischen Betrieb und Auszubildenden

vertieft werden.

„Wir wollen nicht in Scheuklappen

denken, sondern auch mal links

und rechts schauen“, spricht Eibl

an, dass etwa weitere Lernorte definiert

werden, die anfänglich gar

nicht als solche wahrgenommen

werden, wie etwa Sternwarten.

Wissen, Know-how und

Werte. Kurz: Bildung

Demographischer Wandel und

Fachkräftemangel, Globalisierung,

Digitalisierung, Inklusion, Integration

und Teilhabe haben unmittelbaren

Einfluss auf Gesellschaft,

Wirtschaft und soziale Netze. Um

die damit verbundenen Herausforderungen

zu bestehen, braucht

es laut Aussage der Initiatoren des

Portals Wissen, Know-how und

Werte. Zusammengefasst: Bildung.

Die Internetseite sei in diesem

Zusammenhang ein wichtiger

Schritt in Richtung Überarbeitung

der Bildungsstrukturen, -inhalte

und Angebote.

tis

Justina Eibl, LRA Weilheim-Schongau, Tel. 0881 / 681-1276

Andreas Ross, LRA Bad Tölz-Wolfratshausen. Tel. 08041 / 505-288

janu

ar

/ februar 2017 | 43

Willkommen auf dem

Bildungsportal

Ein Projekt

der Landkreise

Bildungsregion

Bad Tölz-Wolfratshausen

Bildungsstandort

Weilheim-Schongau

Oberland

Obe a d

Hier finden Sie Informationen zu:

Kurssuche

❚ aktuelle Bildungs- und

Weiterbildungsangebote

Anbieter

❚ Bildungs- und

Weiterbildungseinrichtungen

Beratung

❚ Beratungsstellen und Ansprechpartner

❚ Bildungswege, Voraussetzungen,

Übergänge und Umschulung

❚ Abschlüsse, Finanzierung,

Förderungen und Beratung

Lernorte

❚ Schulen, Kindertagesbetreuung,

Büchereien und Museen

www.oberland.bildungsportal-bayern.info


Weilheim und Schongau gehen künftig gemeinsame Wege

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Tassiloland | Schon im vergangenen

Jahr wehte der Fusionswind

durch den Landkreis, als die Vereinigten

Sparkassen Weilheim,

die Kreissparkasse Schongau und

die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen

darüber diskutierten

und verhandelten, ob sie gemeinsam

in die Zukunft gehen wollen.

Durch die Ablehnung des Verwaltungsrates

der Kreissparkasse

Garmisch im Jahr 2015 hatte sich

dieses Dreier-Konglomerat zerschlagen.

Angesichts der immer

weiter zunehmenden Regularien,

Vorschriften und Anforderungen

durch die Deutsche und Europäische

Bankenaufsicht haben jedoch

die beiden Häuser im Landkreis

Weilheim-Schongau, die Vereinigten

Sparkassen Weilheim und die

Kreissparkasse Schongau, im Juli

2016 die Gespräche wieder aufgenommen.

Bereits bei den Gesprächen

2015 hatte man festgestellt,

dass man auf Augenhöhe mit einer

guten gemeinsamen Basis miteinander

sprechen konnte. Im Laufe

der vergangenen Monate wurden

in vielen, intensiven Gesprächs-,

Informations- und Verhandlungsrunden

der Verantwortlichen die

Details einer möglichen Fusion der

beiden Sparkassen vereinbart und

in einem Fusionsvertrag festgeschrieben,

der im Laufe der letzten

Dezemberwochen 2016 von allen

zuständigen Gremien positiv verabschiedet

wurde. Bisher ist der

Landkreis Weilheim-Schongau Träger

der Kreissparkasse Schongau,

die noch aus der Zeit vor der Landkreisreform

beim Landkreis verblieben

war. Der Kreistag hat nun

in seiner Sitzung am 9. Dezember

mit großer Mehrheit die Ansicht

des Verwaltungsrates geteilt, dass

man in einer gemeinsamen Zukunft

wohl stabiler bestehen könne,

und hat somit der Fusion in

öffentlicher, namentlicher Abstimmung

zugestimmt. Damit war der

erste politische Meilenstein gelegt

und die Zweckverbandsversammlung

der Vereinigten Sparkassen

Weilheim konnte in ihrer Sitzung

am 14. Dezember ebenfalls der

Fusion zustimmen. Daraufhin nun

wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet

und die neue „Sparkasse

Oberland“ kann zum 1. April 2017

(mit interner Rückwirkung zum 1.

Januar 2017) rechtswirksam werden.

Damit wird das größte Kreditinstitut

in der Region aus der Taufe

gehoben, womit auch künftig die

Finanzierungskraft für die regionale

Wirtschaft für die Zukunft sichergestellt

werden kann. In der Realität

wird die Verschmelzung sicher

noch etwas dauern, viele Details

des täglichen Ablaufs dürften noch

zu klären und zu organisieren

sein. Ein wichtiger Punkt

war allen Beteiligten jedoch

immer die Aussage, dass es

für Mitarbeiter keinerlei fusionsbedingte

Kündigungen

geben wird, sondern überzählige

Stellen nur über die

natürliche Fluktuation, z.B. durch

Ruhestand von Mitarbeitern, abgebaut

werden sollen. „Alle Arbeitsplätze

sollen proportional, quantitativ

und qualitativ auf die beiden

Standorte Schongau und Weilheim

verteilt werden“, bekräftigte nochmals

der Schongauer Vorstandsvorsitzende

Alexander Schmitz.

Vorstandskollege Michael Lautenbacher

betonte ganz besonders die

wertvollen Kunden-Berater-Beziehungen,

selbstverständlich auch

in einer neuen Sparkasse Oberland

erhalten und gepflegt werden sollen.

„Eine Säule des Geschäfts der

Sparkassen ist die Kundennähe

mit dem persönlichen Gespräch

von Mensch zu Mensch — das wird

auch künftig so bleiben. Hier gilt

es, die vertrauensvolle und oftmals

langjährige Beziehung zu erhalten

und zu festigen.“ Landrätin Andrea

Jochner-Weiß brachte die Diskussionen

auf den Punkt und wies darauf

hin, dass man „keinen Standort

schließt, sondern mit der Fusion

beide Häuser stärker mache für die

Zukunft“.

op

44 | tassilo


Neuer Bildband über den Ammersee, Land & Leute

Hommage an die Region

88.

Tutzinger

Patientenforum

>>> BUCH-VERLOSUNG

Ammersee-Region | „Wer hier lebt,

will nicht weg und wer weg muss,

bekommt schnell Heimweh“. Die

Rede ist vom Ammersee und seiner

wunderbaren Voralpen-Region

zwischen München und Allgäu.

Christoph Barth muss es wissen,

schließlich wuchs der Herrschinger

einst in der Region auf und

kehrte nach 50 Jahren wieder zurück

in die Heimat. Nun schenkt

der Fotograf und Grafiker seiner

„beseelten“ Heimat eine besondere

Liebeserklärung mit dem

Bildband „AMMERSEElen“. Mit

Landschafts-Panorama-Fotos portraitiert

Barth die Geschichten von

Menschen, die am Ammersee ihre

„Seelenheimat“ gefunden haben,

und die verschiedenen Orte. Die

teils dramatischen Aufnahmen der

verschiedenen Stimmungen am

Ammersee, zu jeder Jahres- und

Tageszeit in anderen Farben, haben

schon die Landschaftmaler

im vergangenen Jahrhundert fasziniert.

Aber auch Einheimische

imisch

finden in dem Bildband im Breitformat

sicherlich Vertrautes, aber

auch Neues und sogar Plätze, die

auch für sie als Geheimtipp gelten.

Gäste und Touristen können sich

derweil detailliert auf ihren Besuch

vorbereiten, um gezielte Touren zu

planen.

Verbindung von Tradition

und neuen Medien

„tassilo“ verlost drei Exemplare des Bildbandes „AMMERSEElen“ von

Christoph Barth. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine Postkarte

mit dem Stichwort „Ammersee“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Einsendeschluss ist der 15.

Januar 2017. Bitte die vollständige Absenderadresse nicht vergessen,

da die Bücher ihre neuen Besitzer auf postalischem Weg erreichen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.

Das Buch „AMMERSEElen“ gibt

einen tiefen heimatkundlichen Einblick

in Geschichte, Land und Leute.

Aus dem Auge des Fotografen, Grafikers

und Autors Christoph Barth

erlebt man die Ortschaften rund

um den See. Man spürt, dass Barth

selbst die Plätze liebt, die er in seinem

Buch portraitiert und welche

dem Band seinen Namen geben.

Dass der Ammersee auch innovativ

ist, im Münchner Umland gelegen

und wirtschaftlich der verlänger-

te Arm zur

„Weltstadt t mit Herz“,

zeigt eine weitere Besonderheit

des Buches. Alle Geschichten sind

mit der App „regional.tips“ online

verbunden. Hier können sich die

Leser weiterführende Informationen

auf ihr Smartphone laden.

Auf der App sind neben aktuellen

Veranstaltungs-Tipps aus der Ammersee-Region,

Handel und Handwerk,

auch alle Wander- und Radl-

Touren genau beschrieben. Ein

kleines Symbol im Buch braucht

nur eingescannt werden, schon

gelangt man über den Bereich

Treffpunkt an alle im Bildband beschriebenen

Plätze. Zudem gibt

es in der App noch weitere Landschaftsfotos,

sowie für Ausflügler

viele Gastronomie-Empfehlungen

rund um den See. So können etwa

ein Tisch reserviert oder Konzert-

Karten bestellt werden.

Autor Christoph Barth hat weitere

Ausgaben geplant, um das Lebensgefühl

der Region zu transportieren.

Teil zwei wird „Vom Ammer-

Ursprung bis zum Ammersee“

lauten, der dritte „Vom Ammersee

über die Amper bis zur Donau“.

Auch weitere Ausgaben über den

Ammersee selber, mit immer neuen

Geschichten, soll es geben. Seit

November gibt es „AMMERSEElen“

im Buchhandel.

tis

GEWITTER IM KOPF:

Wenn der Schädel zu platzen droht

22. Februar 2017 um 19.00 Uhr

REFERENT

Dr. Jens Knauer

Oberarzt Schmerztherapie

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing

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Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-710.

januar / februar 2017 | 45


Die Penzberger Traditionsmetzgerei Norbert Schmid

Metzger mit Leib & Seele

Penzberg | Weißwurst, Aufschnitt

oder Schweinebraten — Artikel, die

ein Großteil unserer Bevölkerung

mittlerweile beim Supermarkt-

Großeinkauf schnell an der Theke

mitnimmt. Im Laufe der letzten

Jahrzehnte hat sich dieser Trend

immer mehr verfestigt. Lebensmittel

müssen gut und günstig sein,

wobei das „gut“ oftmals für den

Verbraucher nicht mehr nachvollziehbar

ist. Was waren das noch

für Zeiten, als man wöchentlich

zum örtlichen Metzger ging, der

sich mit seinem Namen und seinem

von der Pike auf erlernten

Handwerkskönnen für die Qualität

der Ware verbürgte. Über die

letzten Jahre sind jedoch unzählige

Metzger der Billigwut und zugleich

den Regularien und Bestimmungen

für die eigene Schlachtung

zum Opfer gefallen.

Eine der wenigen

Ausnahmen

Eine der wenigen Ausnahmen ist

der Penzberger Traditionsmetzger

Norbert Schmid, der sich eben

genau jene Vorgaben zu Nutze

gemacht hat. „Wir schlachten

nicht selbst, sondern legen beim

Bezug unseres Fleisches höchsten

Norbert Schmid und seine Gattin

stehen jeden Tag im Laden.

Wert auf Top-Qualität“, erklärt der

Metzger, der tagtäglich mit seiner

Frau und seinem Team im eigenen

Laden steht. Seine Schweine und

Rinder bezieht er direkt von bäuerlichen

Erzeugergemeinschaften,

die die Tiere kontrolliert aufziehen

und vor Ort tierschutzgerecht

schlachten. Schmids Rindfleisch

stammt etwa von ausgewählten

„Qualivo“-Landwirten aus dem

Chiemgau, die Schweine von der

bekannten „Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall“.

„Die Verarbeitung erfolgt dann natürlich

bei uns in Penzberg. Aber

so wird nicht das Tier transportiert,

sondern nur das hochwertige

Fleisch“, beschreibt Norbert

Schmid einen Vorteil. Im Gespräch

mit dem Metzger in dritter Generation

wird schnell klar, wie sehr

er hinter seinem Handwerk steht.

Täglich frisch werden im hinteren

Bereich des Gebäudes Fleischstücke

zerlegt, Wurst gebrüht,

Schinken gereift und „Brotzeitstückerl“

geräuchert. Mehr noch:

Donnerstag ist Weißwursttag, „da

gibt’s vormittags immer frische

Weißwürst‘ bei uns — auch zum

Abholen“. Freitags ab halb elf duftet

es in der Metzgerei dann nach

knusprig frischem Rollbraten und

Schweinshaxn. „Gelegentlich hab’

ich den Eindruck, viele Leute wissen

gar nicht mehr, dass es noch

Metzger gibt, die wirklich täglich

frisch ihre Ware zubereiten“, weist

Norbert Schmid darauf hin, nur

noch einer von zwei Metzgern zu

sein, die vor Ort produzieren.

Live-dabei beim

Weißwurst-machen

„tassilo“ hat den Entstehungsprozess

der Weißwürste live miterlebt:

vom Mischen der Gewürze, dem

Einbringen von frischer Petersilie

Die Schweine der bekannten

„Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall“.

46 | tassilo


Weißwurst-machen live:

„tassilo“ blickte dem Metzger bei der Herstellung über die Schultern.

in den Fleischkutter, bis zum Füllen

der Naturdärme mit der frischen

Wurstmasse. Hier wird alles noch

selbst gemacht — echtes Handwerk

eben. Bereits 1910 begann Xaver

Strauss, Urgroßvater von Norbert

Schmid, in der damals gepachteten

Gaststätte und Metzgerei „Berggeist“

mit dem Traditionsbetrieb.

1936 zog die Familie in das neu

erworbenen Gasthaus „Zur schönen

Aussicht“, auch hier wieder

mit eigener Metzgerei. Enkel Josef

übernahm den Betrieb schließlich

1969 und errichtete 1995 ein neues

Metzgerei-Ladengeschäft neben

dem Gasthaus. Seit 1999 teilen sich

die beiden Söhne von Josef Schmid

den Gasthaus- und Metzgereibetrieb.

Seither hat Nobert Schmid

das Thema Qualität in seiner

Metzgerei hochgehalten. Zudem

hat er das Sortiment mit anderen

hochwertigen Lebensmitteln aus

regionaler Produktion erweitert.

„Unsere Kunden schätzen dieses

breite regionale Lebensmittelangebot

durchaus“, freut sich der

Metzgermeister. Nudeln aus der

„Offmühle“ in Sindelsdorf, Käse

aus der Naturkäserei „Tegernseer

Land“ oder selbst ausgewählte

Weine — all das findet man in der

Metzgerei, die direkt an der Bushaltestelle

„Reindl“ liegt.

Metzgermeister

und Musikant

Norbert Schmid ist nicht nur als

Obermeister der Metzgerinnung

Oberland, sondern auch als Vorstand

der Stadtkapelle und Kassier

bei „de Huadara“ über die Grenzen

Penzbergs bekannt. Vielleicht

ist es genau diese Verwurzelung

in seiner Heimatstadt, die dazu

führte, dass er Penzberg bis heute

die Treue als produzierender Metzgermeister

gehalten hat. Qualität

war und ist sein oberstes Gebot.

Das lässt sich Norbert Schmid nicht

nehmen — weder in der Musik,

noch in der Metzgerei. Zum Glück

für alle Penzberger.

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januar / februar 2017 | 47


Frohsinn 2000 steht in den Startlöchern

Auf geht’s in die fünfte Jahreszeit

Peißenberg | „Wir haben 230 Mitglieder

und das bedeutet auch

230 aktive Mitglieder!“, lobt der

Vorsitzende Thomas Rößle seinen

Verein. Der Peißenberger „Frohsinn

2000“ startet in den Fasching

2017 mit zwei Prinzenpaaren, vier

Garden und bester Stimmung.

Zahlreiche Auftritte stehen in der

Saison an, daneben lädt der Verein

zum Schwarz-Weiß-Ball, zum

Gardetreffen und zum großen Faschingsumzug

ein, der den Höhepunkt

bildet. Peißenberg war schon

in den 1950er und 1960er Jahren

eine Faschingshochburg, von den

rauschenden Bällen in der Bräuwastlhalle

oder der Tenne erzählt

man sich heute noch.

Über 60 Tänzer

und Tänzerinnen

Es gab auch immer wieder einen

Faschingszug, der in den 1990er-

Jahren Größenordnungen annahm,

die von den privaten Organisatoren

nicht mehr zu stemmen waren.

Acht namhafte, erfahrene Peißenberger

und zwei Frauen gründeten

deshalb im Jahr 2000 den

Faschingsverein. Den Gründungsvorsitz

teilten sich Franz Fischer

und sein Stellvertreter Heinrich

Christl, daneben gehörten Rudi

Klattig, Josef Lindauer, Hans Schuster,

Stefan Barnsteiner sen., Harald

Valenta, Albert Scheibe, Claudia

Dopfer und Anke Duscheck mit zum

Team. Zwei lose Tanzgruppen, die

es damals in der Marktgemeinde

bereits gab, schlossen sich „Frohsinn

2000“ an.

Heute sind

die

vier starken Gar-

den der ganze Stolz des Vereins.

Ein großer Faschingszug schlängelt sich alle drei Jahre durch Peißenberg.

Auch zahlreiche Narren am Straßenrand werden 2017 wieder erwartet.

Bei den „Mini-Dancers“ sorgen 24

Mädchen und ein Junge für Begeisterung

beim Publikum, und

das nicht nur beim Kinderfasching,

sondern auch bei zahlreichen Veranstaltungen

für die Erwachsenen.

Die „Teenie-Dancers“ bestehen aus

18 Mädchen im Alter von zehn bis

15 Jahren, die ebenso wie die „Prinzengarde“

mit 17 Tänzerinnen ab 16

Jahren die Faschingsbälle unsicher

machen und während des ganzen

Jahres auch bei Geburtstagsfeiern

oder Firmenjubiläen auftreten.

Vor drei Jahren gründete sich dann

noch eine „Männergarde“, deren

15 „g’standene“ Burschen das absolut

nicht als Klamauk betrachten,

sondern mit intensivem Training

einen erstklassigen und dennoch

amüsanten Männer-Showtanz abliefern.

Sechs Trainerinnen kümmern

sich seit Mai um die Auftrittsvorbereitungen

ei

en der

Gardemärsche

rsch

und Showtänze. Viel Arbeit haben

auch die Schneiderinnen Martha

Lindauer, Maria Achleitner, Karin

Abel, Katharina Schwaller und Karin

Goth, bis die über 60 Akteure

jedes Jahr aufs Neue mit Kostümen

ausgestattet sind.

Zwei Prinzenpaare in

der Marktgemeinde

Das Prinzenpaar wird in Peißenberg

nur alle drei Jahre gekürt,

wenn auch der große Faschingszug

durch den Ort stattfindet. Prinzessin

Sara I. ihre Lieblichkeit des

Sports (Sara Castan) und Prinz Sebastian

I. seine Kuhlität vom Berghof

(Sebastian Lindner) haben am

11.11. schon den Rathausschlüssel

von Bürgermeisterin Manuela Vanni

übernommen. Mit Prinzessin

Anna I. aus der Bachstraße (Anna

Kerkenbusch) und Prinz Christoph

I. aus

der

Iblherstraße (Christoph

Mayer) gibt es

heuer er sogar ein

Prinzenpaar für die Minis. Der Prinz

muss sich seinen Anzug selber

kaufen, der dann von den Schneiderinnen

entsprechend ausstaffiert

wird. Das rauschende Kostüm der

Prinzessin wird individuell angefertigt

und die Kosten dafür vom

Verein getragen. Der Vorsitzende

Thomas Rößle war selbst einmal

Prinz, allerdings bereits 1998, als

es noch keinen offiziellen Verein

gab. Mit einer tollen Inthronisationsparty

am 11. November vor dem

Rathaus konnten nun zum fünften

Mal Prinzenpaare beim „Frohsinn

2000“ eingeführt werden.

Jetzt geht es dann Schlag auf

Schlag in die fünfte Jahreszeit: Am

Samstag, 14. Januar, findet der

Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle

statt. Die Bigband der

Peißenberger Knappschaftskapelle,

ein Vier-Gänge-Menü und natürlich

die Auftritte aller vier Garden

lassen den Abend zu einer rauschenden

Ballnacht werden. Am

Samstag, 4. Februar, wird zum dritten

Peißenberger Gardetreffen eingeladen.

Zwölf bis 15 Kinder- und

Jugendgarden werden dafür am

Vormittag erwartet, und ab 19 Uhr

präsentieren sich etwa ebenso viele

Erwachsenen-Garden. „Das ist immer

eine tolle Veranstaltung. Die

Garden messen sich untereinander

und tauschen sich auch freundschaftlich

aus“, erzählt Organisatorin

Christine Schmid. Sie freut sich

auf diesen „Mammut-Tag“, der

trotz des großen Programms immer

viel Abwechslung ganz im Sinne

des „Frohsinns“ bietet. Die Bewirtung

wird bei diesem

Gardetreffen komplett

vom Verein gestemmt,

und auch beim großen

Das Erwachsenenpaar

Prinzessin Sara I. ihre

Lieblichkeit des Sports

(Sara Castan) und Prinz

Sebastian I. seine Kuhlität

vom Berghof (Sebastian

Lindner) und das

Kinderpaar Prinzessin

Anna I. aus der Bachstraße

(Anna Kerkenbusch)

und Prinz Christoph I.

aus der Iblherstraße

raße

(Christoph Mayer).

48 | tassilo

silo


Nach dem Faschingszug zeigen die Peißenberger Garden

ihr Können auf dem Volksfestplatz.

Faschingszug am Sonntag, 26. Februar,

kann sich der Vorsitzende

Thomas Rößle auf seine Mitglieder

verlassen. „Das ist das Schöne am

Frohsinn, jeder mag mitarbeiten“,

fasst Rößle zusammen. Dass er

damit Recht hat, lässt sich schnell

beweisen, denn angefangen vom

Zeltaufbau, der Bewirtung in den

Buden und der 30 Meter langen

Bar bis hin zum Wagenbau sind die

Aufgaben für den Faschingssonntag

schon verteilt.

Faschingszug mit vielen

lokalen Themen

Dass den rund 10 000 erwarteten

Zuschauern beim Faschingszug

> > > INFORMATIONEN

genug Themen präsentiert werden

können, dabei ist sich Christine

Schmid sicher. „Mini-Kreisel,

Rigi-Rutsch’n und so weiter, unser

Gemeinderat liefert genügend

Material“, lacht sie. Mit mehr

als 20 Wagen und ebenso vielen

Fußgruppen wurden beim letzten

Gaudiwurm die eigenen Gedanken

über Lokalpolitik, Zeiterscheinungen

und Gesellschaftliches

sichtbar gemacht.

Trotz des mittlerweile großen Genehmigungsaufwands

freut sich

Thomas Rößle auf den Faschingszug:

„Wenn 3000 Leute auf dem

Volksfestplatz sind und Spaß haben,

dann hat sich unser Einsatz

rentiert“.

rg

Die Veranstaltungen vom „Frohsinn 2000“

Samstag, 14. Januar, Tiefstollenhalle, Peißenberg

20.00 Uhr Schwarz-Weiß-Ball

Samstag, 4. Februar, Tiefstollenhalle, Peißenberg

ab 10.00 Uhr Gardetreffen der Kinder- und Jugendgarden

ab 19.00 Uhr Gardetreffen der erwachsenen Garden

Sonntag, 26. Februar

14.00 Uhr großer Faschingszug durch Peißenberg,

anschließend Faschingstreiben am Volksfestplatz

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Die kleine „tassilo“-Jahresvorschau

Ganz schön was los 2017

Tassiloland | Als Jahr der Messen

und Ausstellungen, so könnte man

2017 für die Kreisstadt Weilheim

titulieren. Den Auftakt macht die

Hochzeits- und Eventmesse am 21.

und 22. Januar, es folgt die Jobmesse

am 16. März. Rund anderthalb

Wochen später, Samstag 25.

März, findet an gleichem Platz der

Weilheimer Tag der Gesundheit

statt. Mit der großen Gesundheitsmesse

möchten die Organisatoren

vom „Arbeitskreis Gesundheit“ der

Weilheimer CSU in enger Kooperation

mit der Krankenhaus GmbH

der breiten Bevölkerung das umfassende

medizinische Angebot

der Stadt in anschaulicher Weise

präsentieren. Wesentlich lauter

geht es hingegen am Wochenende

darauf (1. und 2. April), bei der

42. Auto- und Motorradausstellung

zu. Die Bildungsmesse wird

voraussichtlich im Juni zentraler

Treffpunkt für alle Bildungsinteressierten,

während vom 23. bis 25.

Juni die Stadthalle im Zeichen der

Kunstmesse steht. Die zweite Auflage

soll erneut das Interesse an

der zeitgenössischen Kunst stärken

und als Produzentenmesse den

Künstlern eine Möglichkeit

bieten, sich einem breiten

Publikum zu präsentieren,

Kontakte zu knüpfen und

neue Käufer anzusprechen.

Und natürlich wirft die 21.

Oberland-Ausstellung bereits

ihren Schatten voraus.

Vom 29. September bis 3.

Oktober gibt es dann unter

anderem wieder leckere

Kaffeespezialitäten im „Café

tassilo“. Auch kulturell wird

2017 wieder einiges geboten

sein in Weilheim: Sei

es bei der 11. Weilheimer

Kult(uhr)nacht am 25. März in

der Innenstadt, beim traditionellen

Volksfest im Mai oder bei der

Französischen und Italienischen

Woche. Ein großes Highlight in

der Region wird sicherlich das

23. Bezirksmusikfest Werdenfels,

welches passenderweise

mit dem 110-jährigen Jubiläum

der Musikkapelle Spatzenhausen

zusammentrifft und deshalb

auch vom 24. bis 28. Mai in der

Gemeinde zwischen Staffel- und

Riegsee gefeiert wird. Nicht weniger

musikalisch geht es vom 8.

bis 11. Juni in Uffing zu, wenn der

Trachtenverein „d’Sunnastoana“

ihren 110. Geburtstag, und die

Oberländler Trachtenvereinigung

ihr 72. Gaufest feiern — zum Auftakt

kommt „LaBrassBanda“. Während

Peißenberg Mitte Juli zum

Knappentrunk einlädt und Ende

Oktober zahlreiche Pferde bei der

Leonhardifahrt durch den Ort ziehen,

öffnet in Dießen der Töpfermarkt

in den Seeanlagen vom 25.

bis 28. Mai. Nicht zu vergessen:

die 6. Dießener Musiknacht am

14. Oktober. In Starnberg werden

vom 27. Juli bis 6. August beim

Fünf Seen Film Festival über 120

herausragende und auf den Festivals

der Welt ausgezeichnete

Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme

gezeigt. Und auch beim

3. Fünf Seen Kinder und Jugend

Filmfest im November stehen die

bewegten Bilder im Vordergrund.

Das Tollhub-Festival auf Gut Hub

in Penzberg vom 26. bis 28. Mai

wartet heuer unter anderem mit

Comedian Ingo Appelt auf. Ende

August / Anfang September füllen

sich Festzelt und Fahrgeschäfte auf

dem Volksfest Penzberg; ebenso

wie in Murnau vom 7. bis 16. Juli.

Der 34. Töpfermarkt im Kultur-

Park lockt sicherlich wieder zahlreiche

Besucher an. Haunshofen

schmückt sich vom 25. August bis

3. September zum Burschenfest

2017: Schaumparty, „Da Huawa,

da Meier und I“, das traditionelle

Ochsenrennen, blauer Montag

mit Oldtimertreffen und politischem

Abend sowie die „Troglauer

Buam“. Die Iffeldorfer Meisterkonzerte

starten in eine neue

Runde, ebenso wie die Tutzinger

Schloss-Konzerte und die zahlreichen

musikalischen Höhepunkte

im Pollinger Bibliotheksaal.

Wem dieser kleine — keineswegs

vollständige — Überblick

nicht genügt, kann sich

stets aktuelle Tipps über die

zahlreichen Veranstaltungen

des Tassilolandes in unserem

Onlinekalender holen

(www.tassilo.de).

Auch 2017 freuen wir uns

wieder auf nette Gäste und

interessante Gespräche

am „tassilo“-Stand auf

der Weilheimer Oberland-

Ausstellung.

tis

Alle Angaben ohne Gewähr — Änderungen und Fehler vorbehalten!

50 | tassilo


Besondere Reiseziele für Frischvermählte

„Bitte nicht stören ...“

Rathausplatz 16

Rathausplatz 16

82362 Weilheim

TELEFON 0881/ 26 86

www.juwelier-weilheim.de

Tassiloland | Wer nach seiner

Traumhochzeit auch noch Traumflitterwochen

verbringen möchte,

muss dazu nicht zwangsläufig

ins Ausland reisen. Bedenkt man

jedoch den Aufwand, den es

braucht, dorthin zu kommen, kann

über eine zeitlich idealere (und

auch kostengünstigere) Alternative

durchaus nachgedacht werden.

Selbst innerhalb Deutschlands und

den angrenzenden Nachbarländern

finden sich reizvolle Ziele für

Hochzeitsreisende, die es durchaus

mit den Zielen in aller Welt

aufnehmen können. Und das liegt

nicht an der Exklusivität, sondern

vielmehr am Außergewöhnlichen,

das einen bisweilen erwartet.

„tassilo“ stellt vier „Honeymoon“-

Tipps der besonderen Art vor.

Fass(ungslos) glücklich

im Holzfass

Der erste Tipp führt mitten in den

Schwarzwald — hinein in die Urlaubsregion

Sachbachwalden. Am

Fuße der Hornisgrinde, einem der

höchsten Berge im Nordschwarzwald,

liegt auf etwa 350 Höhenmetern

der Hof der Familie Wild.

Inmitten der Weinberge haben

die Wirtsleute rund 8 000 Liter

große Weinfässer zu komfortablen

Schlaf-, Wohn- und Sanitärfässern

umgebaut. Mitten in den

Reben können Frischvermählte so

auf abgegrenzter, intimer Fläche

ihre Flitterwochennächte verbringen

und dabei den Blick über

die atemberaubende Landschaft

der Rheinebene bis hinein in die

Vogesen genießen. Selbst im Winter

steht diesem Schlafvergnügen

nichts im Wege, denn die Fässer

sind beheizt. Tagsüber locken

nahegelegene Ausflugsziele ins

Elsaß, den Europapark Rust oder

zu den Triberger Wasserfällen.

Städtetouren nach Baden-Baden,

Straßburg, Karlsruhe oder Freiburg

bieten sich ebenfalls an.

Auf dem Baum(haus)

der Glückseligen

Bei Tipp zwei geht es hoch hinaus

und zwar auf den Gipfel eines

Baumes. „Baumpalast“ nennt sich

Feiern sie bei uns!

· Saal mit bis zu 250 Personen

•· Nebenzimmer Saal mit bis zu bis 25040 Personen - 120 Personen

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ein Anbieter des

mittlerweile umfangreichen

Angebots

dieser Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Anlage liegt direkt

am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg,

am Rande eines Kiefernmischwaldes.

Sieben idyllische

Baumhäuser, beheizbar und mit

Strom versorgt, sorgen für eine

urbane Aufenthaltsqualität. Für

frische Leckereien am Morgen

sorgt die ortsansässige Bäckerei,

die alle Baumhausbewohner auf

Wunsch beliefert. Als weiteres

Highlight bietet der Betreiber rund

zweistündige Huskywanderungen

an; das primäre Ziel ist es jedoch,

ein unvergessliches Übernachtungserlebnis

inmitten der Natur

zu verbringen, fernab vom Alltagsstress.

Die nähere Umgebung

rundet mit Möglichkeiten zum

Wandern, Biken, Baden ab.

Lass' mich dein

Leuchtturmwärter sein ...

Noch einmal hoch hinaus geht

es bei Tipp drei, und der führt zu

einer Nacht im Leuchtturm Harlingen

in den Niederlanden. Drei

Etagen stehen darin für exklusive

Nächte zur Verfügung: Hier lassen

einen das Geräusch der Brandung

und die Gesänge der Möven in

den Schlaf sinken — und nach dem

Erwachen fällt der Blick auf die

grandiose Aussicht. Eine Rundumverglasung

macht dies möglich.

Alle Räume des Leuchtturmes

sind rund — selbst die Dusche. Ein

Highlight ist sicherlich der auf 20

Meter Höhe gelegene, gesicherte

Rundumgang, der den Blick ungehindert

in die Ferne schweifen

lässt. Auch hier kann auf einen leckeren

Frühstücksservice zugegriffen

werden: die Verwalterin bringt

ofenfrische Semmeln.

Heiße Gefühle

in eisigem Ambiente

Wer an Schnee und Eis denkt,

denkt nicht sofort an Komfort

und Romantik. Dass es sich auch

in diesem Element wunderbar

ausgefallen wohnen und schlafen

lässt, beweist das Unternehmen

„Iglu-Lodge“. Dahinter verbirgt

sich die exklusive Möglichkeit, in

einem Iglu zu übernachten. Das

schöne Allgäu rund um Oberstdorf

bildet den Rahmen für dieses Vergnügen

der besonderen Art. Verschiedene

Möglichkeiten sorgen

für das richtige Umfeld zum richtigen

Anlass. Selbst Whirlpool und

Prosecco stehen zur Verfügung

— inklusive Betreuung durch das

Iglupersonal. Und gegen den leeren

Magen der Frischvermählten

wird auch Abhilfe geschaffen: Ein

leckeres Käsefondue steht auf der

Speisekarte des Iglu-Restaurants

hoch oben nahe dem Bergrestaurant

Höfatsblick.

rp

52 | tassilo


Hochzeits- und Eventmesse in der Weilheimer Stadthalle

Seit 25 Jahren im Zeichen

des „schönsten Tages“

Neues Jahr, neuer Standort und

noch mehr Möglichkeiten für Ihre Ideen!

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wünscht ein besinnliches

Weihnachtsfest und

einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Weilheim | „Ja, ich will!“ Drei

Worte, die häufig den Auftakt für

einen wahren Organisations-Marathon

darstellen. Paare, die sich

trauen wollen, müssen zahlreiche

Entscheidungen treffen, bis alles

für den großen Tag geregelt und

vorbereitet ist. Seit mittlerweile

einem Vierteljahrhundert hilft dabei

die Weilheimer Hochzeits- und

Eventmesse. Über 50 Aussteller —

von Brautmode über Floristik bis

zur Musik — präsentieren sich auch

heuer am 21. und 22. Januar in der

Weilheimer Stadthalle. Wie und

wo man etwa für Ringe, Brautkleid

oder Location den richtigen

Ansprechpartner findet, darauf

hat Thomas Dormeyer, Veranstalter

der Messe, eine klare Antwort:

„Der kürzeste Weg ist der Besuch

der Hochzeitsmesse. Hier können

sich Brautleute zusammen mit

Familien oder Freunden über die

verschiedensten Angebote informieren

und beraten lassen. Ganz

ohne langes Rumtelefonieren oder

wunde Füße.“

Seit drei Jahren steht die Veranstaltung

unter der Regie von Eventmanager

Thomas Dormeyer, der die

Messe seit 2014 mit neuem Konzept

organisiert. „Die Hochzeits- und

Eventmesse richtet sich nicht allein

an Brautleute, sondern an alle, die

feiern wollen, egal ob Geburtstag,

Jubiläum oder Firmenfeier“, beschreibt

Dormeyer die Erweiterung

der Messe. Samstag (21. Januar)

von 13 bis 17 Uhr und Sonntag (22.

Januar) von 10 bis 17 Uhr stehen

die Aussteller den Besuchern für

ausführliche Beratungsgespräche

zur Verfügung. Und bieten zudem

tolle Rabatte an, so dass mit dem

Messebesuch nicht nur Zeit und

Weg, sondern auch Geld gespart

werden kann. Abgerundet wird

das Wochenende von einem vielfältigen

Unterhaltungsprogramm

für die ganze Familie.

Attraktive Preise,

ansprechendes Programm

Mehrmals täglich können sich

zukünftige Bräute und alle anderen

Interessierten bei den Braut-

Modeschauen inspirieren lassen.

Die anschließende Verlosung fällt

im Jubiläumsjahr besonders üppig

aus. Attraktive Preise der teilnehmenden

Aussteller im Gesamtwert

von über 3000 Euro winken für

die Teilnehmer. Hauptpreis ist eine

Urlaubsreise für zwei Personen. 25

Jahre Hochzeits- und Eventmesse

Weilheim werden außerdem am

Samstag ab 17.30 Uhr gebührend

mit einer Feuershow und Feuerwerk

vor der Stadthalle gefeiert.

Zu den weiteren Programm-Höhepunkten

tragen unter anderem

die zahlreichen Musiker mit Live-

Unterhaltung bei. Teilnehmende

Catering-Unternehmen laden zudem

zu Kostproben ein, so dass

Häppchen, Hochzeitstorten oder

Kaffee-Spezialitäten probiert werden

können. Damit sich Eltern

ganz entspannt und in Ruhe umsehen

und informieren können, wartet

auf die Kleinen ab drei Jahren

ein kostenloses Kinderbetreuungsprogramm,

das selbstverständlich

auch für die eigene Hochzeitsfeier

gebucht werden kann. Der Eintritt

zur Messe beträgt acht Euro.

Im Vorverkauf beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

Weilheim und beim Tagblatt sowie

im Reisebüro Vivell in Landsberg,

kosten die Karten sechs Euro. tis


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januar / februar 2017 | 53


Natureislaufen auf Seen & Co. im Tassiloland

Schwing die Kufe!

Tassiloland | Der Himmel zeigt

sich in einem klaren Blaugrau und

lässt den Betrachter erahnen, wie

kalt es an diesem Tag ist. Eingerahmt

von einer dörflichen Szene,

verschneiten Dächern, aus deren

Schloten dichter, weißer Rauch

steigt, tummeln sich warm eingepackte

Menschen auf einer spiegelglatten

Fläche. Schlittschuhe

an ihren Füßen sorgen dafür, dass

sie in lustigen, teils bizarren Verrenkungen

über das Eis schlittern.

Was so bemerkenswert an dieser

Szene ist? Sie stammt aus dem

Jahre 1565 und wurde von keinem

Geringeren als Pieter Bruegel d.

Ältere (1525 - 1569) in meisterhafter

Art auf Leinwand festgehalten.

Eislaufen, und damit das Gleiten

auf Kufen über eine gefrorene

Fläche, war schon damals eine

beliebte Freizeitbeschäftigung,

die nicht nur Vermögenden vorbehalten

blieb. In unserer so

seenreichen Region können sich

sicher viele Erwachsene noch an

Kindheitstage erinnern, die man

— starr vor Kälte, aber voller Eifer

— auf dem Eis eines zugefrorenen

Weihers oder Sees verbracht hatte.

Was für ein Glücksgefühl, sollte

man im Rucksack eine Thermoskanne

voll köstlichem, heißen Tee

vorfinden, den die Mama in weiser

Voraussicht mit auf den Weg

gegeben hat. Herz, was willst du

mehr ...

Es mag der subjektiven Erinnerung

geschuldet sein, die einen glauben

lässt, in der Vergangenheit

hätte der Winter wesentlich zuverlässiger

Einzug gehalten und wäre

das Zufrieren der Seeoberfläche

eine Art Naturgesetz gewesen.

Heute lässt er bisweilen deutlich

auf sich warten und frieren in der

Regel die Seen nur noch alle sieben

Jahre tragfähig zu. So gilt für

alle Fälle: Nicht jede Eisdecke, die

dick genug erscheint, ist wirklich

geeignet, um darauf Schlittschuh

zu laufen. Mindestens 15 Zentimeter

sollten Eisdecken auf stehenden

Gewässern haben, was auch

gleich die zweite Regel einläutet:

Auf fließenden Gewässern sollte

prinzipiell nicht gelaufen werden.

Schließlich dürfte Regel Nummer

drei wohl die angenehmste

sein: Am besten nicht alleine gehen.

Sollte etwas passieren, kann

die Begleitperson lebensrettend

sein. Wer sich also in bester Gesellschaft

zum Schlittschuhlaufen

trifft, das Eis unter den Kufen weder

knackt noch knistert und dazu

noch die Sonne scheint — dem ist

ein wunderbarer Tag beschert.

Welche Möglichkeiten man dafür

im Tassiloland hat, verrät der Infokasten.

Viel Vergnügen!

rp

Eislaufen im Tassiloland l ...

ANTDORF — Gleich zwei Möglichkeiten finden Schlittschuhläufer

im Bereich der Gemeinde Antdorf: Gelaufen werden kann im Dümpelfeld

(zwischen Antdorf und Iffeldorf) und auch auf dem Weiher

unterhalb von Obersiffelhofen.

HABACH — Die Natureisbahn am Koppenbergweiher ist ein beliebter

Treffpunkt für alle Winterfreunde.

IFFELDORF — Auch im Gebiet der Osterseen finden sich Natureisbahnen.

Eislaufen in der Penzberger Innenstadt

PENZBERG — Aller guten Dinge sind drei: Hubersee, Zwinkweiher

und Eitzenbergweiher sorgen im Raum Penzberg für Eislauffreuden.

Ein Eislaufvergnügen der besonderen Art verbirgt sich hinter „Hannis

Eismärchen“. Bis einschließlich 8. Januar 2017 steht dazu eine

Eislauffläche in der Penzberger Innenstadt zur Verfügung. Ein Unterhaltungsprogramm,

das auch Kulinarik beinhaltet, schließt sich an.

Selbst Silvester kann auf dem Eis verbracht werden.

STARNBERG — Unter dem Motto „Starnberger Eiszauber“ verwandelt

sich auch der Starnberger Kirchplatz von 13. Januar bis 5. Februar

2017 in eine Eislauffläche. Täglich steht sie Schlittschuhläufern

in der Zeit von 10 bis 21.30 Uhr zur Verfügung. Für diejenigen, die

nicht aufs Eis möchten oder eine Pause brauchen, steht ein Gastrozelt

bereit. Ein buntes Rahmenprogramm rundet den Eiszauber ab.

WEILHEIM — Auch im Winter steht der Dietlhofer See seinen

Besuchern zur Verfügung; dann eben zum Schlittschuhlaufen auf

Natureis.

januar / februar 2017 | 55


M. HASEITL


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Jede Menge Kohle für Penzberg

Zirbenholzbett

+ ProNatura Schlafsysteme

Schlafen mit Wohlgefühl

Penzberg | Zum allerersten Mal

wird der „tassilo“ mit dieser Januar

/ Februar 2017-Ausgabe in

Penzberg verteilt. Klar, dass sich

da auch das aktuelle Heimaträtsel

um die ehemalige Bergwerkstadt

dreht: Neben denen in Peißenberg,

Peiting und Hausham war

das Bergwerk Penzberg einst eines

der vier Pechkohlebergwerke

in den bayerischen Voralpen.

Zwischen 1796 und 1966 wurde

hier Kohle gefördert, die Stadt

war ursprünglich allein wegen

des Kohlebergbaus entstanden.

Fast 170 Jahre lang sollte die Kohle

die Geschichte Penzbergs maßgeblich

prägen, den gravierenden

Strukturwandel der bäuerlichen

Gemeinde einleiten und in ihrem

Zentrum eine stattliche Siedlung

entstehen lassen. Da die Penzberger

Kohle nicht mehr verkauft werden

konnte, mittlerweile waren

andere Energiequellen wie etwa

Erdöl zu einer starken Konkurrenz

geworden, musste das Bergwerk

am 30. September 1966 geschlossen

werden. Durch die Stilllegung

stand Penzberg vor einem kompletten

Neuanfang, insbesondere

für die 1 300 arbeitslos gewordenen

Bergarbeiter mussten neue

Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mit Hilfe des Freistaates konnten

aber schon sehr bald einige größere

Betriebe an der nördlichen

Stadtgrenze angesiedelt werden.

Die Frage, die wir diesmal gerne

von unseren „tassilo“-Lesern

beantwortet haben möchten, hat

etwas mit dem Penzberger Bergwerk

zu tun: Wir möchten nämlich

wissen, wie viel Millionen Tonnen

Kohle in den 170 Jahren, von 1796

bis 1966, in Penzberg gefördert

wurden.

Damit auch Leser außerhalb Penzbergs

am Heimaträtsel teilnehmen

können, geben wir Ihnen diesmal

drei Antwort-Möglichkeiten

vor: Waren es 8 Millionen Tonnen,

25 Millionen Tonnen oder

95 Millionen Tonnen Kohle?

Ihre Antwort schicken Sie per Postkarte

mit dem Stichwort „Heimaträtsel“

an „tassilo“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an

info@tassilo.de. Bitte geben Sie

auch hier Ihre vollständige Adresse

an, da die Karten auf postalischem

Weg versendet werden. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen, das

Los entscheidet.

Wissen über die Penzberger Geschichte

belohnen wir auch diesmal

mit fünf Badewelt-Familienkarten

für das „Plantsch — Badespaß und

Saunaland“. Wir wünschen allen

Teilnehmern viel Glück.

tis

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Dezember 2016.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 64000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen

Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion:

Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Christoph Ulrich

Anzeigenverkauf:

Wolfgang Stuhler, Andreas Jennerwein, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid, Jonas Desche

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice:

KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe März/April 2017: Freitag, 24. Februar 2017 (Anzeigenschluss: 6. Februar 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

In der letzten Ausgabe des „tassilo“ fragten wir nach fünf Wappen

aus dem Tassiloland, die zahlreiche Leser den richtigen Ortschaften

zuordnen konnten. Die richtige Lösung lautet: Wappen A — Eberfing,

B — Andechs, C — Dießen, D — Feldafing, E — Iffeldorf. Unter anderem

Angela Folzwinkler aus Tutzing, Ute Forstner aus Peißenberg, Marc

Kemmer aus Bernried, Centa Ortlieb aus Murnau, sowie Manuela

Terlecki aus Eberfing sendeten uns die richtigen Antworten. Sie alle

dürfen sich über je eine Familienkarte für das „Plantsch“ freuen.

Fotos: Stadt Penzberg, Johann Jilka, Susanne Ernst / Starnberg Argonauts,

Tobias Schumacher, Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Regine

Pätz, Rosi Geiger, Tim Schmid, Humming Effects, ALBRECHTHOF Catering

& Menü, OK Ski-Weltcup, Klosterbrauerei Andechs/Martin Glaab,

Wacky Productions/Espen Nowacki, Viva Voce / T. Wingenfelder, Verein

der Freunde des Weilheimer Theaters, Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau (Emanuel Gronau), Jim Rakete, tba, Shirin Kasraeian, Rolf

Gerard, Mariela Sartorius, Reiner Wagenbreth, Pillar of Fire c/o Martin

Hellmuth, Christiane Manthey, Landratsamt Weilheim-Schongau (Grafik

Pusteblume: volyk — Fotolia.com; Foto: Monkey Business — Fotolia.

com; Idee und Design: so-eine-marke.de; DR-B GmbH © (L. Klauser)

— Fotolia.com), Christoph Barth, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch-Hall, Frohsinn 2000, Vuurtoren Harlingen, Baumpalast.

de, Event D/Thomas Dormeyer, Tourismusverband Pfaffenwinkel,

Gerard-Foto, Wikipedia, Pressestelle Landratsamt Starnberg, Lichtkunst

Weilheim e.V., Sabine Jakobs (www.fotografie-jakobs.de) c/o VG Bild-

Kunst, VK, Fotolia

januar / februar 2017 | 57

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Kulturpreis des Landkreises Starnberg 2016 verliehen

Filmfreunde machen das Rennen

Starnberg | Matthias Helwig, der

Besitzer der „Breitwand-Kinos“ im

Fünfseen-Land, dazu Gründer und

seit zehn Jahren Organisator des

„Fünf Seen Filmfestivals“, ist mit

dem Kulturpreis des Landkreises

Starnberg ausgezeichnet worden.

Landrat Karl Roth verlieh die mit

4 000 Euro dotierte Auszeichnung

Anfang November im Rahmen eines

Festaktes im Sitzungssaal des

Landratsamtes in Starnberg. Er

würdigte Helwigs vielfältige Aktivitäten

rund um das Thema Film,

mit denen er „lebendige Visitenkarten

des Landkreises geschaffen“

habe, zitierte Roth aus dem

Urteil der Jury.

Landrat Karl Roth und Kulturreferentin Barbara Beck überreichen die

Geschenke an Matthias Helwig, Johanna Schlüter und Christopher Bodenstein

(v.r.).

Der Landrat unterstrich den hohen

Stellenwert von Kunst und

Kultur im täglichen Leben. „Gerade

die Künstler sind es, die mit

ihren Werken Brücken zwischen

verschiedenen Kulturen bauen“,

sagte Roth. Ein reiches Kunst- und

Kulturleben sei für den Landkreis

Starnberg und andere Regionen

wichtig. Die Verleihung des Kulturpreises

unterstreiche die Wertschätzung

und mache sichtbar,

„wie vielfältig und kostbar unsere

Kulturlandschaft ist.“

Neues Programmkino mit

800 Plätzen in Gauting

Matthias Helwig habe seit 30 Jahren

Prägendes für die Kino-Kultur

im Landkreis Starnberg geleistet,

ausgehend von seinem Heimatort

Gilching und später in Starnberg,

Seefeld und Herrsching. Seit Oktober

2016 hat er sein nächstes

Standbein in Gauting hinzugefügt,

wo er ein „Arthouse“-Kino

mit 800 Sitzplätzen in mehreren

Sälen eröffnet hat. Der rührige

Kinobetreiber hofft, mit seiner Investition

und Programmauswahl

auch viele Kino- und Filmfreunde

aus dem Tassiloland anzulocken.

Landrat Roth sagte in diesem

Kontext, Helwig habe „jeweils

dauerhafte Standorte für herausragend

gutes Kino-Programm

etabliert“.

Außerdem sei sein Name untrennbar

verbunden mit dem

„Fünf Seen Filmfestival“, das

diesen Sommer zum zehnten

Mal über die Bühne ging. Helwig

habe „ein inzwischen weit über

die Region hinaus bekanntes, unverwechselbares

Kulturereignis

von internationalem Rang und

doch heimatlichem Touch geschaffen“.

Hierbei sei sein „ganzjähriges,

vernetztes Wirken“ von

entscheidender Bedeutung, durch

das es gelinge, „ausgehend vom

Medium Film Brücken zu anderen

Kunstformen wie Musik, Literatur

und Theater zu schlagen“. Helwig

lädt über das Leinwandgeschehen

hinaus immer wieder

zu Diskussionsforen über gesellschaftlich

aktuelle, politische und

geschichtliche Themen in seine

Kinosäle, dazu zu Filmgesprächen

und integrativen Filmreihen in

Originalsprache. Hier arbeitet er

zusammen mit Kulturvereinen,

den örtlichen Akademien, Schulen

und „Agenda“-Gruppen.

Auf die Schönheiten

aufmerksam machen

Helwig bespielt mit seinem Filmfestival

verschiedenste Schauplätze,

auch mit Open-Air-Veranstaltungen,

etwa im Wörthseer

Augustiner oder im Strandbad

Starnberg. Durch das sommerliche

Filmfestival und den Alltagsbetrieb

in den Kinos würden auch solche

Besucher auf die Schönheiten des

Landkreises aufmerksam, denen

sonst etwa das Schloss Seefeld

nicht bekannt wäre. Und die alljährliche,

abendliche Dampferfahrt

während des Festivals sei das

Aushängeschild und eine Attraktion

des Starnberger Sees schlechthin,

sagte Landrat Roth.

Die studierte Fotodesignerin Johanna

Schlüter (24) aus Starnberg

und der 19-jährige Christopher

Bodenstein, der an der Bayerischen

Akademie für Fernsehen

Kameramann studiert, erhielten

Kulturförderpreise des Landkreises,

die mit je 3000 Euro dotiert

sind.

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58 | tassilo


Rückblick aufs „1. Weilheimer Lichtkunst-Festival“

Explosiv-utopischer Raum

Weilheim | Es ist ziemlich genau

20 Jahre her, seit Philipp Geist mit

seiner Lichtkunst die internationale

Bühne betreten hat. Vielmehr,

seit er mit einem vergänglichen,

temporären und ebenso jungen

Genre für Aufsehen sorgte und

seinen Aufstieg zum gefeierten

Star antrat, den Rio de Janeiro mit

ebenso offenen Armen empfängt

wie die iranische Hauptstadt Teheran.

Damals, 1996, nutzte er eine

alte Scheune als Projektionsfläche

für eine seiner allerersten Ausstellungen.

Nun, im vergangenen

Oktober, wurde die gesamte Altstadt

und genauer der Marienplatz

zur Bühne für seinen Sound- und

Lichtertanz, zur Spielwiese seines

Farbenzaubers. Der Kreis hat sich

geschlossen.

Die Begeisterung der vielen Tausend

Zuschauer im historischen

Weilheimer Stadtzentrum war

an den beiden Tagen des mittleren

Oktoberwochenendes ebenso

groß wie das überregionale

Medien-Echo: Das Internet-Portal

„BerlinArtLink“ berichtete ebenso

begeistert aus Weilheim wie die

Süddeutsche Zeitung und das Bayerische

Fernsehen. Bürgermeister

Markus Loth berichtete im Stadtrat,

er sei sogar in München auf

das 1. Weilheimer Lichtkunstfestival

angesprochen worden; weshalb

er sich bei Ragnhild Thieler,

Kulturreferentin und Vorsitzende

des veranstaltenden „Lichtkunst-

Vereins“ mit einem Blumenstrauß

bedankte — stellvertretend für alle

Mitwirkenden.

Der überwältigende Erfolg des Festivals

hatte seine Ursache nämlich

nicht nur im „skeptischen Optimismus“

der Vereins-Engagierten

um Gabriele Zelisko und Nikolaus

Eisenblätter und den Sponsoren,

die sie gewinnen konnten, sondern

neben den Installationen von

Kurator Philipp Geist auch in den

Werken der Kollegen, die er eingeladen

hatte: Fausto Morales mit

einem katalonischen Künstlerkollektiv

„Slidemedia“ aus Barcelona,

das klanglich umspielt wurde vom

Soundvirtuosen Jorge Ramirez-

Escudero. Sie bespielten die

Fassade der Weilheimer Musikschule;

und ebenso Robert Seidel,

der die Stadtmauer als Leinwand

auserkoren hatte. Geist selbst

setzte beim Heimspiel auf musikalische

Unterstützung von Martin

Gretschmann, Mit-Weilheimer und

szenebekannter Klangbastler.

„BerlinArtLink“ schwärmte angesichts

des Sinnen-Spektakels,

Weilheim sei in einen „explosiven,

utopischen Raum“ transformiert

worden. Der Kreisbote schrieb hernach

von „flüchtiger Kunst in Vollendung“.

Das Weilheimer Tagblatt

schwang sich auf die Metaebene,

indem es betonte, wie wichtig die

„Bilder im Kopf“ der Zuschauer gewesen

seien. Und die Süddeutsche

Zeitung schrieb süffisant: „Langweilheim?

Von wegen.“ Deshalb

will auch unser „tassilo“ das Erlebnis

nicht unbeleuchtet verstreichen

lassen: Entgegen der Gepflogenheit,

keine Nachberichterstattung

zu betreiben, ist auf dieser Seite

daher noch einmal ein bildlicher

Eindruck von einer großartigen

Veranstaltung zu sehen.

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januar / februar 2017 | 59

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Überblick Ersthelfer-Ausbildung: Vier Anlaufstellen im Tassiloland

Tageskurs für Hilfsbereitschaft

Tassiloland | Wer den Führerschein

möchte, kommt an einem

Erste-Hilfe-Kurs nicht vorbei. Und

es gibt weitere Personenkreise,

die beim Bayerischen Roten

Kreuz (BRK), den Maltesern oder

Johannitern mit lebensrettenden

Maßnahmen vertraut gemacht

werden: Menschen, die eine Ausbildung

zum Betriebshelfer absolvieren

oder Jugendtrainer in

Sportvereinen. ei

n. Im Fußball etwa

ist der Erste-Hilfe-Kurs e für

einen

en

Trainerschein rsch

ein verpflichtend.

end.

„Im Jahr

haben wir

circa ca 3500

Teilnehmer er — Tendenz nz steigend“,

end“

sagt

der

Weilheimer eime

BRK-Kreis-

Kr

geschäftsführer sf

Hans

Eberl. Das

Gros

seien en angehende en

Betriebs-

ebshelfer.

er. Wenn

geeignete Räume

vorhanden sind, kommen die

Kursleiter auch in Unternehmen:

„Manche buchen bis zu zehn

Termine“, weiß Eberl. Kosten

übernehmen die Berufsgenossenschaften.

Sonstige Teilnehmer

bezahlen für ein Ganztagesseminar

35 Euro. Es umfasst

inzwischen überall neun Unterrichtseinheiten

à 45 Minuten und

wird im BRK-Haus in Weilheim

angeboten. n. Pro

Jahr kommt das

BRK auf 250 Grundlehrgänge. rgän

ge. Je

nach

Firma sind Schwerpunk-

te möglich, bei Elektrikern ern etwa

Maßnahmen ahme

nach

Unfällen len mit

elektrischem ektr

em Strom. Auch gibt es

Kurse für Erste Hilfe bei Kindern

und Säuglingen. Die Termine e 2017

sind

im Internet et

unter der

Adresse

se

www.kvweilheim-schongau.brk.

de zu finden.

Kindernotfälle sind auch ein

Schwerpunkt bei den Maltesern

in Weilheim und Starnberg, sagt

Jutta Zuber, die für die Kurse zuständig

ist — neben jenen für

Führerschein-Neulinge oder Betriebshelfer.

Sie ergänzt, dass es

außerdem „Crashkurse gibt, wo

die Teilnehmer an einem Abend

das Wichtigste te in Kürze erfahren“,

eine

Bescheinigung eini

ng gibt es

hier allerdings nicht. Interessen-

esse

se

n-

ten seien zum Beispiel el Golfclubs.

lubs

Die Kurse laufen entweder in der

Geschäftsstelle sste

tell

e in Weilheim eim oder

extern in Betrieben und Pflegeeinrichtungen.

icht

n. Termine sind auf

der Website zu finden (www.mal-

ww.m

teser-weilheim.de). Aktuell haben

die Malteser acht Ausbilder. „Die

nächsten fünf werden 2017 qualifiziert“,

blickt Zuber voraus. Kursleiter

würden immer gesucht, sie

werden für ihre Schulungstätigkeit

bezahlt. Die Höhe des Entgelts

richtet sich nach dem Steuerfreibetrag

für Zuverdienste pro Jahr.

Der BRK-Kreisverband Starnberg

bietet im kommenden Jahr 40

Erste-Hilfe-Kurse e-Ku

rse an: im Klini-

kum und in der

BRK-Bereitschaft

Starnberg sowie im BRK-Heim in

Herrsching. Hinzu kommen sechs

Ausbildungskurse skur

urse

für Bildungsund

Betreuungseinrichtungen euunun

ei

für

Kinder, präzisiert iert

der Starnberger

Abteilungsleiter leit

iter

Bildung, Karsten

Meumann. n.

Die

Termine sind zu

finden unter www.brk-starnberg.

de, auch die Anmeldung ist via

Internet möglich.

Noch ein Anbieter von Erste-

Hilfe-Kurse sind die Johanniter.

Sie bringen schon Kindern spielerisch

die Grundlagen bei, etwa

einen Notruf abzusetzen, zu trösten

oder Wunden zu versorgen.

Hilfsbereitschaft soll früh gefördert

werden. Das Angebot für Erwachsene

reicht von Kursen zum

Führerschein, für Jugendbetreuer,

Sportler, Erste Hilfe am Kind bis

hin zu Senioren. Schulungen in

Betrieben werden um spezielle

Einsatzübungen ergänzt. Ausführliche

Infos gibt es ebenfalls

im Internet (www.johanniteroberbayern-west.de).

ts

60 | tassilo


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH ...

Die Werkstatt wird zum Fotostudio

„Hier sind wir richtig“, waren sich Fotografenmeister Hans Jilka und Direktor Wilfried Knorr einig (Foto links). In der Schreinerei von

Herzogsägmühle werden Paletten, Lagerkisten und ähnliches hergestellt, die Mitarbeiter arbeiteten beim Foto-Shooting als Statisten

mit — und hatten mächtig Spaß an der „Roten Couch“ (rechts).

AUTOHAUS NAU Penzberg

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62 | tassilo

/


Veranstaltungskalender

1. Januar bis 28. Februar 2017

PENZBERG

SO 01.01.

Neujahr

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

IFFELDORF

11.00 Uhr

Neujahrsanblasen der Musikkapelle

am Kriegerdenkmal

PEISSENBERG

MO 02.01.

19.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

WEILHEIM

DI 03.01.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

STARNBERG

20.00 Uhr

Musikferien 2017 — Eröffnungskonzert

mit Julia Fischer in

der Schlossberghalle. Karten:

38 € / 32 € (ermäßigt). VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

und im Tourismusverband

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

MURNAU

17.00 Uhr

Fackelwanderung zur Lourdes-

Grotte. Anmeldung bei der Touristinfo

unter 08841 / 61410

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für

Kinder und Jugendliche ab 10

Jahren. Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

WEILHEIM

MI 04.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für

Kinder und Jugendliche ab 10

Jahren. Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

WEILHEIM

DO 05.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

20.00 Uhr

Musical „Musical Moments“ in

der Stadthalle. Siehe Seite 22 und

Seite 64

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).

Weitere Infos und VVK unter www.

volksbuehne-am-staffelsee.de

WIELENBACH

20.00 Uhr

Eiszapfenfest des Burschenvereins

am Bergknappweiher in

Bauerbach

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Harakiri Big Band“ auf

der Stroblbühne

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für

Kinder und Jugendliche ab 10

Jahren. Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

WEILHEIM

FR 06.01.

Hl. Drei Könige

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

20.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“,

ein Lustspiel von Marianne Santl

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:

11 €. VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

FORST

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthof zum

Eibenwald

WEILHEIM

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

SA 07.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

15.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“, ein

Lustspiel von Marianne Santl in 3

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.

VVK beim Ticketservice der Sparkasse

19.30 Uhr

Trommelshow „The Power!

Percussion! Drum Crew!“ in der

Stadthalle. VVK beim Ticketservice

der Sparkasse

STARNBERG

15.00 Uhr

Musical „Aschenputtel“ in der

Schlossberghalle. Karten: 15—22 €.

Für Kinder ab vier Jahren

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

MURNAU

20.30 Uhr

Jazzkonzert „but it’s art?“ mit

dem Schlagzeuger Florian

Oppenrieder in der Westtorhalle.

Karten: 14 € / 9 € (ermäßigt). Einlass

ab 20 Uhr

Do, 12. Januar 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 13. Januar 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Mo, 23. Januar 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Josef-Zerhoch-Mittelschule

Do, 9. Februar 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 10. Februar 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

januar / februar 2017 | 63


PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

EBERFING

19.00 Uhr

Führung zum Thema „Mond

mit seinen Meeren, Kratern und

Bergen. Verdeutlichung der

Entstehung“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

17.00 bis 19.00 Uhr

Modernes Weihnachtsoratorium

in der Kirche St. Joseph. Eintritt

frei

WEILHEIM

SO 08.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

15.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“, ein

Lustspiel von Marianne Santl in 3

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.

VVK beim Ticketservice der Sparkasse

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Irischer Frühschoppen in der

Tiefstollenhalle. Eintritt: 8 €

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz

auf dem Stadtplatz

MURNAU

18.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V. im

Kultur- und Tagungszentrum. Karten:

10 € / 8 € (ermäßigt). VVK unter

www.volksbuehne-am-staffelsee.de

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Musik & Kabarett „Oberbayern

trifft Niederbayern“ mit Sepp

Müller und Florian Kopp auf der

Stroblbühne. Einlass ab 17.15 Uhr.

Karten: 15 €

POLLING

20.00 Uhr

Gemeinsames Singen mit den

Oberstadtler Sängerinnen aus

Weilheim, dem Klosterdorf Zwoagsang

aus Bernried und

Herrschaft’s Saitn aus Iffeldorf im

Kloster

WEILHEIM

MO 09.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

MURNAU

19.00 Uhr

Neujahrsempfang des Marktes im

Kultur- und Tagungszentrum

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner im Bahnhof. Infos unter

08802 / 8588

DI 10.01.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Die Schneekönigin“

in der Stadtbücherei. Für Kinder

ab 4 Jahren. Eintritt frei

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Geselliger Nachmittag der AWO

im Caritas Seniorenzentrum

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

WEILHEIM

DO 12.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

WEILHEIM

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

PENZBERG

19.00 bis 22.00 Uhr

Candle-light Schwimmen im

Wellenbad

14.30 Uhr

Seniorennachmittag zum Thema

„Dreikönigsfest“ mit Kaffee und

Kuchen im Pfarrheim St. Barbara

DIESSEN

14.00 Uhr

Frauenbund Café im Vorraum des

Traidtcasten

19.00 Uhr

Zwonnerstag mit Live Musik im

Craft Bräu

WEILHEIM

MI 11.01.

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

WIELENBACH

15.00 Uhr

Kaffeekranzl der Nachbarschaftshilfe

im Gasthaus Guggemoos

/

64 | tassilo


ANTDORF

20.00 Uhr

„Zusammhock’n — Musizieren

— Lustig sein“ mit dem ASV im

Sportheim

WEILHEIM

FR 13.01.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“, ein

Lustspiel von Marianne Santl in 3

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.

VVK beim Ticketservice der Sparkasse

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).

Weitere Infos und VVK unter www.

volksbuehne-am-staffelsee.de

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Musik & Kabarett „Die Wellküren“

auf der Stroblbühne. Einlass ab

18.15 Uhr. Karten: 24,50 €. VVK

beim Stroblwirt, Ticketservice der

Sparkasse Weilheim, Buchhandlung

Rolles Penzberg, Buch am

Bach Peiting, Abfüllbar Murnau

und Peissenbuch Peißenberg

WEILHEIM

SA 14.01.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7

Uhr möglich. Anmeldung unter

0881 / 4179225

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum

20.00 Uhr

Konzert der Soul und Funk Band

„Hot House“ in der Stadthalle.

Karten: 18 € / 9 € (ermäßigt). Weitere

Infos unter www.hot-house.de

20.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“,

ein Lustspiel von Marianne Santl

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:

11 €. VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle.

Siehe Seite 48

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).

Weitere Infos und VVK unter www.

volksbuehne-am-staffelsee.de

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Unplugged-Konzert mit den

„Bananafishbones“ auf der

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.

Karten: 22,50 €

FELDAFING

20.30 Uhr

Jazz am See mit den „Smart

Metal Hornets“ im Bürgersaal

des Rathauses. Infos unter www.

jazzamsee.de. VVK beim Salon

Spöttl, in den Büchereien Pöcking

und Tutzing sowie im Starnberger

Touristenbüro

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

16.30 bis 18.30 Uhr

Textstube — Kreativer Schreibworkshop

für Erwachsene

und Jugendliche. Ab 17 Jahren.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

20.00 Uhr

Konzert „Roland Hefter & Markus

Langer — Ois echt“ im Dorfstadl

des Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.

Karten: 18 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg und

Friseursalon Spöttl Feldafing

WEILHEIM

SO 15.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „Erik Liebermann

— Schneemannzipation“ im

Stadtmuseum. Letzter Tag

20.00 Uhr

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof

oder Charlys Bankraub“,

ein Lustspiel von Marianne Santl

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:

11 €. VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

MURNAU

18.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).

Weitere Infos und VVK unter www.

volksbuehne-am-staffelsee.de

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Musik & Kabarett „De Stianghausratschn“

auf der Stroblbühne.

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten: 15 €

TUTZING

11.30 Uhr

Vernissage mit Bildern von Christa

Dickmann und Julia Reich im Roncallihaus.

Begrüßung durch Pfarrer

Peter Brummer. Ausstellung bis 5.2.

17.00 Uhr

Konzert „epiphánia — Kunstunterricht

wie er sein sollte“ mit der

Heuwinklband in der Pfarrkirche

St. Joseph. Weitere Infos unter

www.heuwinklband.de. Eintritt frei

HERRSCHING

19.00 Uhr

Neujahrskonzert des Salonorchesters

„Die Rosenkavaliere“ im Haus

der bayrischen Landwirtschaft

WEILHEIM

MO 16.01.

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

WEILHEIM

DI 17.01.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

18.00 Uhr

Eröffnung der Bilderschau des Caritasverbandes

Weilheim-Schongau

in der Stadtpfarrkirche Mariae

Himmelfahrt. Siehe Seite 31

STARNBERG

17.30 Uhr

Buchvorstellung „Fremdenzimmer“

und Gespräch mit Wilhelm

Ch. Warning in der Bücherjolle

januar / februar 2017 | 65

Frohe

Weihnachten

und einen

guten Rutsch ins

neue Jahr wünscht

Euch das Team vom

Schlossbrauhaus

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


19.30 Uhr

Filmvorführung Hans Eder „Von

Oslo nach Bergen“ und „Mit

Hurtigruten von Bergen nach

Kirkenes“ in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

PEITING

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3

Stunden!“ mit Peter Phillip Koss

im Sparkassensaal. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige Seite 69

MURNAU

MI 18.01.

20.00 Uhr

Sprachenkino auf französisch im

Originalton in der Westtorhalle.

Einlass ab 19.45 Uhr

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss

im Sparkassensaal. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige Seite 69

PEISSENBERG

DO 19.01.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

STARNBERG

20.00 Uhr

All that Jazz — Konzert von Nils

Wogram (Posaune) und Bojan Z

(Piano) in der Schlossberghalle.

Karten: 10 € — 23 €. VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

und beim Tourismusverband. Siehe

Seite 30

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

WEILHEIM

FR 20.01.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Mongolei“ von Günter

Appel im DAV-Heim

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Dinnershow „Zefix! Der Wolpertinger

& Freunde“ mit Joe Heinrich

auf der Stroblbühne. Einlass

ab 19 Uhr. Karten: 38 €

WEILHEIM

SA 21.01.

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 53

PEISSENBERG

9.00 bis 18.00 Uhr

33. Schiri-Hallenfußballmeisterschaft

in der Glückauf-Halle

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino „Alles steht Kopf“ im

SOS-Kinderdorf

STARNBERG

19.00 Uhr

Konzert von Barock bis zur Gegenwart

der Lehrer der Musikschule

in der Schlossberghalle.

Eintritt frei

MURNAU

17.30 Uhr

Watt-Turnier „Watt’s up #3“ in

der Westtorhalle. Anmeldung und

Infos unter claus@westtor.de

SEEHAUSEN

20.00 Uhr

Dorf- und Schützenball mit der

Blaskapelle im Gasthof Stern

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

20.00 Uhr

Fiction-Faschingsball im Pfarrund

Gemeindezentrum

WIELENBACH

20.00 Uhr

Schützenball beim Dorfwirt in

Haunshofen

EBERFING

20.00 Uhr

Führung zum Thema „offene

Sternhaufen, der Kindergarten

der Sterne“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

HABACH

18.30 Uhr

Rockkonzert der Band „Sober“

aus Weilheim im Trödler

IFFELDORF

9.00 bis 15.30 Uhr

Erstehilfekurs für jedermann im

Feuerwehrhaus

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Schützenball mit „Zwoaralloa“

und der „Schwabsoier Prinzengarde“

im Stroblwirt

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

10.00 bis 17.00 Uhr

Bau- und Immobilienmesse in der

Würmseehalle. Eintritt: 3 €

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

10.15 Uhr

64. Kandahar-Rennen — Abfahrt

der Damen. Siehe Seite 17

WEILHEIM

SO 22.01.

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 53

18.00 Uhr

Kabarett „Brauchts des?“ mit

Gerhard Polt im Stadttheater

IFFELDORF

11.00 Uhr

10 Jahre Pfarrzentrum — Stehempfang

im Pfarrzentrum

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Musik & Kabarett „Wenn nicht

wer Du“ auf der Stroblbühne.

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten: 17,50 €

TUTZING

10.00 bis 17.00 Uhr

Bau- und Immobilienmesse in der

Würmseehalle. Eintritt: 3 €

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

12.00 Uhr

64. Kandahar-Rennen — Super G

der Damen. Siehe Seite 17

WEILHEIM

MO 23.01.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

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Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. +49(0 )88 62-98 77-50 · golf@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

66 | tassilo

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(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün

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Golfen mit besten Aussichten ...

/


19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

PEISSENBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

WEILHEIM

DI 24.01.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

POLLING

19.30 Uhr

Konzert „Doric String Quartett“ im

Bibliotheksaal. Karten: 26 € — 39 €

MURNAU

MI 25.01.

20.00 Uhr

Musik — Kabarett — Comedy

„Schluss mit lustig“ mit Chris

Böttcher im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 24,50 €. Einlass:

18.30 Uhr

20.00 Uhr

Theater „Ich, Feuerbach“ mit

Wilhelm Manske und Benjamin

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab

19.30 Uhr

BERNRIED

16.30 bis 18.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé mit Mittwochskino

in der Torbogenhalle

TUTZING

19.00 Uhr

87. Tutzinger Patientenforum

— Vortrag „Die Revision bei

Komplikationen in der Hüft- und

Knieprothetik“ mit Priv.-Doz.

Dr. Jan Zöllner im Benedictus

Krankenhaus. Anmeldung unter

08158 / 23102. Siehe Anzeige

Seite 13

SCHONGAU

18.30 Uhr

Vortrag „Rückenschmerzen —

nicht einfach nur die Bandscheibe“

mit Dr. Eva Mareen Bakemeier,

Leitende Ärztin der Tagesklinik

für Schmerztherapie im Krankenhaus

Schongau, Raum DU 09/10

PEISSENBERG

DO 26.01.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Käpt’n Säbelzahn

und der Schatz von Lama Rama“

in der Grundschule

WEILHEIM

FR 27.01.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

PENZBERG

18.30 bis 21.00 Uhr

Familienkonzert der Musikschule

in der Aula der Bürgermeister-

Prandl-Grundschule

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Ich, Feuerbach“ mit

Wilhelm Manske und Benjamin

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab

19.30 Uhr

PÄHL

20.00 Uhr

Kino und Vino im Pfarr- und

Gemeindezentrum

HABACH

18.30 Uhr

Wuide Woid — Das musikbetriebene

Raumschiff im Trödler

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Gsindl“ und „Serious

Six“ auf der Stroblbühne. Einlass

ab 18.15 Uhr. Karten: 16 €

TUTZING

20.00 Uhr

Kabarett „Matuschik & Rohrer —

wir müssen reden“ im Dorfstadl

des Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.

Karten: 18 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg und

Friseursalon Spöttl Feldafing

WEILHEIM

SA 28.01.

20.00 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ des

Chiemgauer Volkstheaters in der

Stadthalle. Karten: 19,70 € — 29,70 €.

VVK beim Ticketservice der Sparkasse

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Kindertheater „Kasperl und der

Zwackilutschku“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 13 € / 11 € (Kinder)

STARNBERG

20.00 Uhr

Starnberger Redoute — Ball anno

dazumal. Rauschende Ballnacht

für begeisterte Tänzer mit dem

Salonorchester von Karl Edelmann

in der Schlossberghalle. Karten:

23 € / 15 € (ermäßigt). VVK in der

Vewrwaltung der Schlossberghalle

und beim Tourismusverband

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Ich, Feuerbach“ mit

Wilhelm Manske und Benjamin

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab

19.30 Uhr

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

HABACH

18.30 Uhr

Rockkonzert der Band „Rocktools“

im Trödler

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Des bin I“ mit Michael

Fitz auf der Stroblbühne. Einlass

ab 18.15 Uhr. Karten: 21 €

ODERDING

20.00 Uhr

Schützenball im Dorfgemeinschaftshaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

12.00 Uhr

64. Kandahar-Rennen — Abfahrt

der Herren. Siehe Seite 17

PENZBERG

SO 29.01.

9.00 bis 16.00 Uhr

Schnuppertag bei der Freiwilligen

Feuerwehr. Anmeldung unter mitmachen@feuerwehr-penzberg.de

PÄHL

11.00 Uhr

Neujahrsempfang der CSU im

Pfarr- und Gemeindezentrum

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Comedy „Dichterverkehr“ von

Ludwig W. Müller auf der Stroblbühne.

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten:

16,50 €

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

12.00 Uhr

64. Kandahar-Rennen — Riesenslalom

der Herren. Siehe Seite 17

WEILHEIM

MO 30.01.

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

WEILHEIM

DI 31.01.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Live-Multivisionsshow „Irland —

Inselperle im Atlantik“ von Sandra

Butscheike und Steffen Mender

in der Schlossberghalle. Karten:

12 € / 10 € (ermäßigt). VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

und beim Tourismusverband

19.30 Uhr

Vortrag „Die Komplexitäts-

Verweigerer — der Aufstieg der

Populisten in Europa und der

Welt“ von Stefan Kornelius im

Hotel Bayerischer Hof.

STARNBERG

MI 01.02.

19.15 Uhr

Vortrag „Das große und besondere

Potential des Gehirns ab dem

50. Lebensjahr“ in der Schlossjanuar

/ februar 2017 | 67


erghalle. Karten: 12 €. VVK im Kulturamt

und im Tourismusverband

PEISSENBERG

DO 02.02.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Altmodisch“ von Pam

Pam Ida auf der Stroblbühne. Einlass

ab 18.15 Uhr. Karten: 16,50 €.

VVK beim Stroblwirt, Ticketservice

der Sparkasse Weilheim, Buchhandlung

Rolles Penzberg, Buch

am Bach Peiting, Abfüllbar Murnau

und Peissenbuch Peißenberg

WEILHEIM

FR 03.02.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Karnischer Höhenweg

und Saniero Roma“ von Herrn

Dirschowski im DAV-Heim

PENZBERG

19.00 Uhr

Jugend-Hoagart mit Musikantentreffen

für Jugendliche im

Barbarasaal des Pfarrzentrums

OBERHAUSEN

14.00 Uhr

Zwergerlfasching im Stroblwirt

PEISSENBERG

SA 04.02.

10.00 Uhr

Gardetreffen für Kinder- und

Jugendgarden in der Tiefstollenhalle.

Siehe Seite 48

13.00 Uhr

8. Peißenberger Bouldernacht in

der Kletterhalle. Anmeldung in der

Kletterhalle

19.00 Uhr

Gardetreffen für erwachsene

Garden in der Tiefstollenhalle.

Siehe Seite 48

MURNAU

20.00 Uhr

Konzert „Les Millionaires“ in der

Westtorhalle

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

WIELENBACH

20.00 Uhr

Schützenball der Schützenvereine

Wielenbach und Wilzhofen im

Gasthaus Schöpf

20.00 Uhr

Burschenball des Burschenvereins

beim Dorfwirt in Haunshofen

EBERFING

19.00 Uhr

Führung zum Thema „Mond, bei

erstem Viertel sind die Einzelheiten

besonders gut zu beobachten“ in

der Sternwarte, Escherstraße 12.

www.sternwarte-eberfing.de

OBERHAUSEN

14.00 Uhr

Zwergerlfasching im Stroblwirt

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

STARNBERG

SO 05.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

1. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Einlass ab

13.30 Uhr. Eintritt: 4 € / 2 € (Kinder).

Kartenreservierung unter kartenbestellung@perchalla.de

BERNRIED

19.00 Uhr

Konzert der Pianistin Natalie Ehwald

im Barocksaal des Klosters

WIELENBACH

14.00 Uhr

Kaffeekranzl des Soldaten- und

Veteranenvereins im Gasthaus

Guggemoos

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Konzert „Sächsmaschin und süßer

Senf“ von Stelzner & Bauer auf

der Stroblbühne. Einlass ab 17.15

Uhr. Karten: 15 €

TUTZING

19.30 Uhr

3. Schloss-Konzert „Bremer

Klarinetten-Quartett“ im Schloss.

Karten: ab 17 €. VVK bei der Buchhandlung

Held. Abendkasse ab

18.45 Uhr

WEILHEIM

MO 06.02.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner im Bahnhof. Infos unter

08802 / 8588

WEILHEIM

DI 07.02.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Live-Reportage „Indien-Mystik,

Menschen, Maharadschas“ von

Pascal Violo in der Tiefstollenhalle.

Karten: 16 € (AK)/ 13,95 € (VVK)

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung „ein Abend

mitgebrachter Filme“ in der

Schlossberghalle. Eintritt frei,

Gäste willkommen

WEILHEIM

MI 08.02.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Aschenputtel“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder ab 4

Jahren. Eintritt frei

20.00 Uhr

Konzert der „Drum-Stars“ im

Stadttheater. Siehe Seite 22

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

POLLING

19.30 Uhr

Klavierkonzert „Sophie Pacini“ im

Bibliotheksaal. Karten: 26 € — 39 €

PEISSENBERG

DO 09.02.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem

Thema „Der Fasching gehört

dazu“ mit Kaffee und Kuchen im

Pfarrheim St. Barbara

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

WIELENBACH

15.00 Uhr

Kaffeekranzl der Nachbarschaftshilfe

im Gasthaus Guggemoos

ANTDORF

20.00 Uhr

„Zusammhock’n — Musizieren

— Lustig sein“ mit dem ASV im

Sportheim

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Kabarett „Da Meier — Ausgewogen“

auf der Stroblbühne. Einlass

ab 18.15 Uhr. Karten: 19,80 €

ANDECHS

20.00 Uhr

Kabarett „Das Rauschen in den

umen“ von Andreas Giebel im

Florian Stadl. Einlass ab 18.30 Uhr.

VVK an der Klosterpforte

WEILHEIM

FR 10.02.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

/

68 | tassilo


PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Ehrlich“ mit Helmut

Schleich in der Tiefstollenhalle.

Karten: 27 € (AK) / 24,95 € (VVK)

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Vortrag „Die Sprachen der Alpen

und ihre Wurzeln“ im evang.

Gemeindezentrum. Eintritt: 3 €

MURNAU

19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Geheime Zeichen der Natur“ von

Mariela Sartorius beim Kunstverein.

Ausstellung bis 25.2. Siehe

Seite 34

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Kabarett „Michael Altinger —

Hell“ auf der Stroblbühne. Einlass

ab 18.15 Uhr. Karten: 19,80 €

WEILHEIM

SA 11.02.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7

Uhr möglich. Anmeldung unter

0881 / 4179225

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

WIELENBACH

20.00 Uhr

Trommlerfasching im Gasthaus

Schöpf

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Wally & Ami Warning“

auf der Stroblbühne. Einlass ab

18.15 Uhr. Karten: 18 €

FELDAFING

20.30 Uhr

Jazz am See mit „Magnus Östrum

— Parachute“ im Bürgersaal

des Rathaus. Infos unter www.

jazzamsee.de. VVK beim Salon

Spöttl, in den Büchereien Pöcking

und Tutzing sowie im Starnberger

Toruistenbüro

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

16.30 bis 18.30 Uhr

Textstube — Kreativer Schreibworkshop

für Erwachsene

und Jugendliche. Ab 17 Jahren.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

20.00 Uhr

Kabarett von Franziska Wanninger

im Dorfstadl des Buttlerhofs.

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 15 €. VVK

im Buttlerhof, Tourismusverband

Starnberg und Friseursalon Spöttl

Feldafing

WEILHEIM

SO 12.02.

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle, siehe www.vdrvkweilheim.de

PÄHL

10.30 bis 13.30 Uhr

Frühjahrsspaziergang „Abenteuer

Ammermündung“. Anmeldung

bis 11.2. unter 01577 / 1915939 oder

n.boll@gmx.de

TUTZING

18.00 Uhr

Konzert der A-capella-Band „Viva

Voce“ in der Kirche St. Joseph.

Weitere Infos auf Seite 22

WEILHEIM

MO 13.02.

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

WEILHEIM

DI 14.02.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Anm. unter www.hypnoactive.com

oder 08841 / 6082599.

Siehe Anzeige rechts

WEILHEIM

MI 15.02.

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss

in der Stadthalle. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige rechts

PEISSENBERG

DO 16.02.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

STARNBERG

20.00 Uhr

All that Jazz — Klassik trifft

Hip-Hop mit „EINSHOCH6“ in

der Schlossberghalle. Karten:

21 € — 25 € / 10 € (ermäßigt). VVK in

der Verwaltung der Schlossberghalle

und beim Tourismusverband.

Siehe Seite 30

januar / februar 2017 | 69


PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

18.00 Uhr

Faschingskonzert der Musikschule

in der Aula der Bgm.-Prandl-

Grundschule

WEILHEIM

FR 17.02.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PÄHL

17.00 Uhr

Schulfasching im Pfarr- und

Gemeindezentrum

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „The Heimatdamisch“ auf

der Stroblbühne. Einlass ab 18.15

Uhr. Karten: 18,80 €

WEILHEIM

SA 18.02.

12.00 bis 16.00 Uhr

Buntes Faschingsturnen für Kinder

mit Hüpfburgland, Riesentrampolin,

Bierkistenklettern, uvm. in der

Jahnhalle

14.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Klinik

für Gynäkologie und Geburtshilfe

im Krankenhaus (Station 2)

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

20.00 Uhr

Opern auf Bayrisch in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 23

PEISSENBERG

14.00 Uhr

Faschingskranzl des Frauenbundes

St. Barbara im Pfarrheim

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino „Die Monster Uni“ im

SOS-Kinderdorf

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

14.00 Uhr

Kinderfasching im Pfarr- und

Gemeindezentrum

WIELENBACH

20.00 Uhr

Sportlerball beim Dorfwirt in

Haunshofen

EBERFING

20.00 Uhr

Führung zum Thema „Gasnebel,

Geburtsorte neuer Sterne“ in der

Sternwarte, Escherstraße 12. Weitere

Infos unter www.sternwarteeberfing.de

oder 08802 / 8389

HUGLFING

20.00 Uhr

Trachtenkranzl im Trachtenheim

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 57.

IFFELDORF

14.00 Uhr

Seniorennachmittag in der Mehrzweckhalle

19.00 Uhr

Dorffasching der Ortsvereine in

der Mehrzweckhalle

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Knedl & Kraut“ auf der

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.

Karten: 23 €. VVK beim Stroblwirt,

Ticketservice der Sparkasse WM,

Buchhandlung Rolles Penzberg,

Buch am Bach Peiting, Abfüllbar

Murnau, Peissenbuch Peißenberg

POLLING

20.00 Uhr

Faschingsgungl des Trachtenvereins

im Trachtenheim

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

20.00 Uhr

Kabarett „Lisa Fitz — Weltmeisterinnen,

gewonnen im Kopf“

im Dorfstadl des Buttlerhofs.

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 23 €. VVK

im Buttlerhof, Tourismusverband

Starnberg und Friseursalon Spöttl

Feldafing

PEISSENBERG

SO 19.02.

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

STARNBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

2. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Einlass ab

13.30 Uhr. Eintritt: 4 € / 2 € (Kinder).

Kartenreservierung unter kartenbestellung@perchalla.de

BERNRIED

15.00 bis 18.00 Uhr

Spiele-Nachmittag für Kinder und

Jugendliche im Trachtenheim

WEILHEIM

MO 20.02.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

WEILHEIM

DI 21.02.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung Viktor Brunschlik

„Unterwegs an der Cote d'Azur“,

„Zitronenfest in Minton“ und

„Karneval in Venedig“ in der

Schlossberghalle. Eintritt frei,

BERNRIED

MI 22.02.

16.30 bis 18.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé mit Mittwochskino

in der Torbogenhalle

POLLING

19.30 Uhr

Konzert „Trio Barenboim/Steckel/

Bashkirova“ im Bibliotheksaal.

Karten: 26 € — 39 €

TUTZING

19.00 Uhr

88. Tutzinger Patientenforum

Vortrag „Gewitter im Kopf: Wenn

der Schädel zu platzen droht“ mit

Dr. Jens Knauer im Benedictus

Krankenhaus. Anmeldung unter

08158 / 23710. Siehe Anzeige Seite 45

PEISSENBERG

DO 23.02.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

20.00 Uhr

Weiberfasching im Foyer der

Tiefstollenhalle

STARNBERG

18.00 Uhr

Weiberfasching der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V. in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

18.00 Uhr

Gemeinschaftskonzert des Gymnasiums

und der Musikschule in

der Mensa des Gymnasiums

WIELENBACH

13.30 Uhr

Seniorenfasching im Gasthaus

Guggemoos

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Die Vorstadtkrokodile“

in der Grundschule

WEILHEIM

FR 24.02.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Kabarettistisches Konzertvergnügen

„Eine kleine Lachmusik“ im

Stadttheater

/

70 | tassilo


STARNBERG

20.00 Uhr

Faschingstheater „Kälberbrüten“

nach Hans Sachs in der Schlossberghalle.

Karten: 29 €. VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

PÄHL

20.00 Uhr

Sportlerball im Pfarr- und Gemeindezentrum

WIELENBACH

20.00 Uhr

Maschkeraball des Trachtenvereins

Haunshofen beim Dorfwirt in

Haunshofen

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert „Die drei Haxn“ auf der

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.

Karten: 17,50 €

POLLING

19.30 Uhr

Kameradschaftsabend im Neuwirt

PEISSENBERG

SA 25.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

Großer Kinderfaschingsball in der

Tiefstollenhalle. Einlass: 13 Uhr.

Karten: 3 €

MURNAU

11.00 bis 15.00 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung

„Geheime Zeichen der Natur“ von

Mariela Sartorius beim Kunstverein.

Siehe Seite 34

BERNRIED

14.00 Uhr

Faschingskränzchen der Landfrauen

im Gasthaus Drei Rosen. Es

spiel „da Willi“

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Kreiz und Quer-Ball der Oberhausener

Musikanten im Stroblwirt

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 26.02.

18.00 Uhr

Faschingstheater „Kälberbrüten“

nach Hans Sachs im Stadttheater.

VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

PEISSENBERG

14.00 Uhr

Faschingsumzug durch Peißenberg.

Anschließend Faschingstreiben

am Volksfestplatz. Siehe

Seite 48

MURNAU

14.00 Uhr

Buntes Faschingstreiben durch

die Fußgängerzone

PÄHL

20.00 Uhr

Bauernball im Pfarr- und Gemeindezentrum

WEILHEIM

MO 27.02.

Rosenmontag

19.00 bis 20.00 Uhr

Informationsabend für werdende

Eltern der Krankenhaus GmbH im

Krankenhaus Casino

DIESSEN

20.00 Uhr

Rosenmontagsball in der Mehrzweckhalle

STARNBERG

18.00 Uhr

9. Garderevue der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V. in der

Schlossberghalle. Einlass ab 17.30

Uhr. Kartenreservierung unter

kartenbestellung@perchalla.de

WIELENBACH

20.00 Uhr

Rosenmontagsball der FFW beim

Dorfwirt in Haunshofen

OBERHAUSEN

15.00 Uhr

Mitmachkonzert mit dem Donikkl-

Trio beim Stroblwirt. Karten: 9 €.

Einlass ab 13 Uhr

WEILHEIM

DI 28.02.

Faschingsdienstag

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

STARNBERG

17.00 Uhr

Großer Kehraus mit der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Eintritt

frei

HUGLFING

14.11 Uhr

Faschingstreiben in der Gemeinde

Änderungen und Fehler vorbehalten

januar / februar 2017 | 71


72 | tassilo

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