Altlandkreis Ausgabe Januar/Februar 2017 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Winfried Knorr auf der Roten Couch - Bayerns schnellste Rennrodel kommen aus Burggen - Neujahranblasen im Schongauer Land - die Peißenberger Pyrotechnik-Experten - Exklusives Cocktail-Rezept für den "altlandkreis" und seine Leser - Neujahrsvorsätze der guten Art - der Faschingsclub Schwabsoien zwischen Mega-Event und Gemütlichkeit - Natureislaufen im Altlandkreis - Magnus Stückl, ein Urgestein und Schuhplattler - Böbing, das Dorf mit Zukunft - Veranstaltungskalender für Januar und Februar 2017.

Ausgabe 39 | Januar / Februar 2017

.de

Eine Produktion von

Titelbild: traveldia, Fotolia

Bad Bayersoien

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Auf der Roten Couch

Wilfried Knorr im Gespräch

Design trifft Tempo

Rennrodel aus Burggen


Fotografie: Johann Jilka, Gestaltung: Werner Böglmüller

Autohaus Köhler Schwabbruck feiert Jubiläum

50 JAHRE GUTE FAHRT...

1965 gründete Josef Köhler mit seiner Frau Anneliese eine Kfz.-

Werkstätte in der Garage seiner Eltern in der Altenstädter

Straße in Schwabbruck. Ein Jahr zuvor hatte Josef Köhler die

Meisterprüfung im Kraftfahrzeughandwerk in Augsburg abgelegt.

Bereits 1966 erhielt der heute 78-jährige Seniorchef einen

Vertrag als Ford-Partner.

Da sich der vorhandene Raum als zu klein erwies, entschlossen

sich Josef und Anneliese Köhler einen neuen Betrieb in der

Burggener Straße zu bauen. 1967 konnte das Ehepaar mit Ihren

Mitarbeitern in die neu gebaute Kfz-Werkstätte mit Büro -

gebäude einziehen. Um die Ford Modelle in einem schönen

Ambiente darzustellen, eröffnete das Autohaus Köhler 1988 die

neu gebaute Ausstellungshalle und entwickelte sich somit zu

einem modernen Autohaus.

Mit unternehmerischem Weitblick, großer Tatkraft und Energie

legten Josef und Anneliese Köhler somit den Grundstein zum

heutigen Unternehmen.

Im Jahr 1990 trat Schwiegersohn Manfred Zwick in das Unternehmen

ein und wurde neun Jahre später zum Geschäftsführer

des Autohaus Köhler ernannt.

Der Familienbetrieb wird von Tochter Ingrid und Ihrem Mann

Manfred geführt. Nach wie vor unterstützen die Senioren Josef

und Anneliese ihre Tochter und ihren Schwiegersohn.

Sohn Ulrich, Kfz-Technikermeister und Betriebswirt (HWK)

arbeitet seit sechs Jahren im elterlichen Betrieb als kompetenter

Ansprechpartner für die Kunden. Auch Tochter Kerstin ist seit

2015 dabei. Gemeinsam mit Ihrem Vater Manfred Zwick ist Sie

im Verkauf tätig. Zurzeit absolviert Sie eine Zertifizierung zur

geprüften Ford Automobilverkäuferin.

Das Autohaus Josef Köhler GmbH wurde mehrmals von den

Ford Werken für hervorragende Leistungen in der Kundenzufriedenheit

mit dem Chairman s Award ausgezeichnet. Diese

Auszeichnung erhalten nur wenige ausgewählte Ford-Händler

in Deutschland.

Die Familien Köhler und Zwick bedanken sich bei ihrem Mitarbeiterteam

im Service und Büro, das sich durch ihr tägliches

Engagement, Fleiß, Zusammenarbeit und Freundlichkeit auszeichnet.

Drei Generationen: v.l. Kerstin Zwick, Manfred Zwick,

Anneliese Köhler, Josef Köhler, Ingrid Zwick, Ulrich Zwick

• Verkauf von Neu-, Jahres-,

Gebrauchtwagen und

Nutzfahrzeugen

• Service und Reparaturen,

Direktannahmestelle

• Unfallinstandsetzung

• Computer-Achsvermessung

• Klimaanlagen-Service

• Mietwagen

• Abschlepphilfe

• Ersatzteile

• TÜV- u. Dekra-Annahmestelle

• Finanzierungen und Leasing für

alle Pkw und Nutzfahrzeuge möglich

Besonders freuen sich die Inhaber über die Kunden, die seit

50 Jahren mit der Marke Ford und dem Autohaus Köhler verbunden

sind.

Das Autohaus Köhler bedankt sich herzlich bei all seinen

Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die Treue in

den vergangenen Jahren

und wünscht für die Zukunft

alles Gute, Gesundheit und

weiterhin allzeit gute Fahrt.

Ihre Familie

Manfred und Ingrid Zwick

sowie

Josef und Anneliese Köhler

Langjährige Betriebstreue

Michael Schuster (rechts) ist bereits

46 Jahre im Autohaus als Karosserie-

Mechaniker beschäftigt.

Andreas Schropp (links) war 45 Jahre

als Lagerist für das Autohaus Köhler

tätig, bevor er 2015 in den wohlverdienten

Ruhestand verabschiedet

wurde.

Eine große Familie stehend v.l.: Michael Schuster, Petra Leichter, Stephan Lohbrunner, Josef Köhler,

Anneliese Köhler, Ingrid Zwick, Manfred Zwick, Oswald Bair, Theresia Pfatischer, Reinhold Rieger,

vorne sitzend v.l.: Andrea Sporer, Matthias Hahn, Anna-Maria Kreutzer, Ulrich Zwick, Kerstin Zwick,

Andreas Karg, Laura Köhler, Jürgen Welz.

Josef Köhler GmbH

Burggener Straße 20

86986 Schwabbruck

Tel. 0 88 68-2 74 und 18 10-0

Fax 08868-181020

autohaus.koehler@schwabbruck.de

www.autohaus-koehler.com


Abwechslung

Liebegewordene egewor

Gewohnheiten

zu pflegen, en, sich

althergebrachter

Bräuche zu

entsinnen, Einkehr

zu halten, wenn draußen

die Flocken wirbeln und der

Wind

pfeift, dafür ist die nun

kommende Winterzeit wie geschaffen.

Ruhe, Gemütlichkeit,

ein knisternder Kaminofen, n, ein

warmer Tee und die

restlichen en

Plätzchen begleiten en uns

durch die nächsten

Wochen. Aufgeschreckt f werden wir vielleicht,

wenn die Blaskapellen vor der Haustür ein Ständchen

anstimmen — es ist erstaunlich, in wie vielen

Gemeinden im Schongauer Land nach wie vor das

Neujahranblasen gepflegt wird. Wir haben „rundum“

gefragt, wo überall. Und dabei stellte sich auch

heraus, dass die musikalischen Züge durchs Dorf

nicht mehr in die wilden „Schnapslereien“ früherer

Jahre ausarten, sondern im Kalender der Musikvereine

ein wichtiges Datum darstellen: Die Spenden

finanzieren mit die Jugendarbeit. Wir wünschen

daher allen einen möglichst offenen Beutel und ein

gesegnetes 2017.

Ebenfalls schon sehr lange ist’s den Menschen im

Winter wohl und sie gehen aufs Eis. Doch nicht wie

der sprichwörtliche Esel fangen sie dort zu tanzen an

und brechen sich das Bein. Nein, weise wie sie sind,

schnallen sie sich Kufen unter die Sohlen, ziehen ihre

Bahnen, drehen Pirouetten, jagen den Puck. Oder

holen mächtig aus, um die Eisstöcke zu beschleunigen.

Wo dies im Altlandkreis möglich ist, auch danach

haben wir uns erkundigt. Genauestens in unserem

Veranstaltungskalender kundig machen sollten

sich bis Ende Februar die Narren. Eine fast unübersichtliche

Vielzahl an Bällen, Kinderfaschings-Partys

oder Umzügen buhlt um Besucher. Die Wahl, wo es

hingehen soll, dürfte schwerfallen.

Wie 2017 überhaupt jede Menge ansteht — das zeigt

unsere große Jahresvorschau. Wir wollen keine Gemeinde

bevorzugen, doch ein paar Höhepunkte seien

hier genannt: Der Fohlenhof in Steingaden wird

im Sommer zum riesigen Freiluft-Theater, in dem ein

mächtiges Historienspektakel, „Die Anstifter“ gegeben

wird. Weiter westlich, in Rettenbach, laden die

Schützen zum Feiermarathon; und die Fuhrwerker,

die alle fünf Jahre ihr Treffen abhalten. Beim letzten

Mal zog es Tausende an den Auerberg. Einige Nummern

kleiner, aber nicht minder interessant dürfte

das erste Steinbildhauer-Symposium in Bad Bayersoien

ausfallen, das dem Kurort eine Seeschlange

bescheren wird. Und im Norden reichen Denklingen,

Apfeldorf und Reichling den Brauchtumsfeier-Staffelstab

fast nahtlos einander weiter.

Noch eine „Übergabe“ steht an (ein paar persönliche

Zeilen seien gestattet): Zum Jahreswechsel beende

ich meine journalistische Tätigkeit für den „altlandkreis“,

um im Westallgäu, wo ich aufgewachsen

bin, neue berufliche Aufgaben anzugehen. So sehr

mich die Herausforderung reizt, so sehr schmerzt

der berufliche Abschied vom Schongauer Land und

den Menschen, die ich hier schätzen gelernt habe.

Allen Interview- und Gesprächspartnern, Tippgebern

und Geschichtenerzählern von Herzen ein „Vergelt’s

Gott“ für ihr Vertrauen. Bleiben Sie, liebe Leserin,

lieber Leser, dem „altlandkreis“-Team gewogen, dem

ich viel Glück bei der Auswahl meiner Nachfolgerin,

meines Nachfolgers wünsche; dem ich vor allem

aber Dank sagen darf für vier Jahre wunderbarer Zusammenarbeit.

Tobias Schumacher

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Eine Peißenberger Firma

als Experten unter den

Pyrotechnikern

Seite 9

Wilfried Knorr und das

Gemeinwohl: Interview

auf der Roten Couch

Seite 14

Design trifft Tempo:

Bayerns schnellste Rennrodel

kommen aus Burggen

Seite 18

Ein fröhliches neues Jahr!

Neujahranblasen

im Schongauer Land

Seite 20

Ein exklusives

Cocktailrezept für den

„altlandkreis“ — Prost!

Seite 22

Im Schnee und auf

der Bühne: Allerlei im

Schongauer Land

Seite 30

Schweinehund in der

Welpenschule: Neujahrs-

Vorsätze der anderen Art

Seite 36

Nachnamen nach der Hochzeit:

Wenn aus Müller Meier oder

Müller-Meier wird

Seite 46

Der Faschingsclub Schwabsoien

zwischen Mega-Event und

Gemütlichkeit

Seite 50

Schwing die Kufe!

Natureislaufen auf Seen & Co.

im Altlandkreis

Seite 52

Magnus Stückl, ein echtes

Urgestein, Skifahrer und

Schuhplattler

Seite 58

Böbing — das Dorf mit

Zukunft. Eine echte Perle

im Pfaffenwinkel

Seite 63

Gemeinsam zum Baden?

Das erste Heimaträtsel

im Jahr 2017

Seite 75

Neues Jahr, neues Glück?

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januar / februar 2017 | 3


Peißenberger Firma — Experten unter den Pyrotechnikern

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Grundstück ein kostenloses Feuerwerk

im Wert von 10 000 Euro

abgebrannt haben möchte, sollte

sich an Ingo Hummig wenden.

Der Peißenberger sucht jedes Jahr

ein Gelände, auf dem seine Lehrgangsteilnehmer

ihr Abschlussprüfungsfeuerwerk

zum staatlich

geprüften Großfeuerwerker zünden

können. Einzige Voraussetzung:

Das Grundstück muss groß

genug sein. „Wir brauchen einen

Radius von ungefähr 100 Metern.

Die Prüfung läuft im Juni / Juli —

wir freuen uns immer, wenn wir

was angeboten bekommen“, sagt

Hummig mit unverkennbar sächsischem

Zungenschlag.

Der 71-Jährige ist die Koryphäe in

Deutschland, wenn etwas in die

Luft fliegen soll, um Explosionen

zu inszenieren, Feuer auf Opern-

und Theaterbühnen zu zünden

und wieder erlöschen zu lassen.

Oder, wie Anfang der 1990er-Jahre,

Weltstars zu beschneien: Für eine

Inszenierung von Richard Wagners

„Ring des Nibelungen“ an der

Wiener Staatsoper baute Hummig

die weltweit einzige geräuschlose

Schneemaschine. Wert: 40 000

Euro. „Bei einer Probe stand Placido

Domingo zwei Stunden im

Schneegestöber“, erinnert sich der

Fachmann für Spezialeffekte und

lacht. Später stöberte die Maschine

im „Disneyland“ in Anaheim bei

Los Angeles.

„Anzünden kann jeder“,

weiß der Pyrotechniker

Der jüngste Großauftrag für „Hummig

Effects“, wie die Firma in Peißenberg

heißt, kam 2016 von der

Metropolitan Opera in New York.

Für die Verdi-Oper „Nabucco“ fertigte

Hummig mit seinen sieben

Mitarbeitern, darunter Tochter,

Sohn und Frau, 48 pneumatisch

betätigte, ferngesteuerte Fackeln

für den Palast. Das Kunststück dabei:

Die Fackeln dürfen nicht rußen

oder rauchen aus Rücksicht auf

die Sänger. Und — sie müssen auf

Knopfdruck wieder ausgehen. „Anzünden

kann jeder“, sagt Hummig

schmunzelnd.

Insgesamt hat „Hummig Effects“

zwei Geschäftsbereiche: Einmal

das Ersinnen, Entwickeln und Bauen

der mechanischen Spezialeffekte,

zum anderen die Lehrtätigkeit.

In Peißenberg kann die Ausbildung

zu drei verschiedenen Pyrotechnikerscheinen

absolviert werden

für die Bühne in Theater und

Oper, für Film und Fernsehen und

Fly, Trabbi, fly! Ursprünglich sollte

der Trabant bei einer Feier zum

Mauerfall in Berlin über den ehemaligen

Grenzstreifen geschossen

werden. Aus Pietätsgründen nahmen

die Hummigs von der Idee

aber Abstand.

4 | der altlandkreis


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

fürs eingangs erwähnte Feuerwerk.

Außerdem gibt es einen

Lehrgang für mechanische Spezialeffekte

rund um Wind, Wasser, Nebel,

Regen, Schnee und Feuer.

Die Cobra-11-Leute

üben in Peißenberg

Hummig hat viele Lehrbücher

über sein Metier geschrieben, die

er selber druckt, „weil sich immer

wieder mal was ändert, dann kann

ich’s gleich umschreiben“. An der

FH Rosenheim unterrichtete er

Szenografen und Requisiteure,

die Hochschule für Fernsehen und

Ingo Hummig (r.) beobachtet

einen Lehrgangsteilnehmer

beim Abfeuern einer Panzerfaust

auf einen Van.

Film lädt ihn für Vorlesungen nach

München ein.

Prominente Kundschaft schaut

auch vorbei, um neue Tricks kennenzulernen

und sich inspirieren

zu lassen: „Action Concept schickt

seit 15 Jahren ihre Leute zu uns“,

erzählt Hummig. Die Produktionsfirma

in Hürth bei Köln ist unter

anderem für die Spezialeffekte der

RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ zuständig.

In Peißenberg proben die

Filmleute neue Ideen oder absolvieren

Übungsaufgaben, die Hummig

ihnen stellt.

Die Karriere des Hochexplosiven

begann unspektakulär — als Zauberer

in der DDR. Weil ihm die

Tricks irgendwann zu einfach wurden,

baute Hummig über Jahre hinweg

eine Illusionsschau auf. Doch

weil er von etwas leben musste,

arbeitete er als Beleuchter an der

Semperoper in Dresden. Allerdings

waren Scheinwerfer in der DDR

Mangelware. Er begann, selbst

welche zu entwickeln und machte

sich mit dem Scheinwerferbau

schließlich selbstständig. Ziel blieb

indes, die Illusionsschau zu finanzieren.

Bis ihn die Amtsstelle, die

über eine Zulassung als Künstler

entschied, desillusionierte: „Solche

Sensationen wollen wir nicht“, lautete

die Antwort auf seine entsprechende

Anfrage. Das war 1973 —

und es kam noch schlimmer: Die

Staatsorgane untersagten ihm,

Angestellte zu beschäftigen. „Drei

Monate vor Wolf Biermann sind wir

raus aus der DDR“, erinnert sich

Hummig.

Auf Deutschlandtournee

mit Legende Johnny Cash

Was er mitnehmen konnte, war das

Knowhow im Schweinwerferbau.

Er konzipierte eine neue Beleuchtungsanlage,

die er der Münchner

Konzertagentur „Lippmann +

Rau“ anbot, mit Erfolg: Hummig

beleuchtete mit seinem ersten Auftrag

im „Westen“ die Deutschland-

Tournee von Johnny Cash, die in der

Münchner Olympiahalle begann.

Es folgten Tourneen mit Howard

Carpendale und Katja Ebstein. Bis

die DDR noch einmal in sein Leben

trat: Hummig musste öfter nach

Berlin. An der Transitautobahn traf

er frühere Freunde und steckte ihnen

Waren zu, die er schmuggelte.

Bis ihn die Volkspolizei schnappte

und er und seine Frau wegen Zollvergehen

zu fünf Jahren Gefängnis

verurteilt wurde. Nach drei Jahren

kamen sie 1987 frei im Zuge einer

Amnestie.

Wirtschaftlich schwere Jahre folgten,

bis 1991 aus Amsterdam der

Großauftrag für eine Feuerwand

kam für eine Inszenierung der

„Heimkehr des Odysseus“. Die

Oper von Claudio Monteverdi ging

anschließend fast acht Jahre auf

Welt-Tournee, samt Feuerwand.

„Anhand der Brennstoffbestellungen

wussten wir immer, wo die

Produktion grade war — wir haben

bis nach Sydney geliefert“, erinnert

sich Hummig. Den endgültigen

Durchbruch schaffte er, als die Wiener

Staatsoper einen Vulkanausbruch

bestellte: „Von da an ging’s

ins Plus.“

Von Berufsmüdigkeit ist beim

Anfangs-Siebziger keine Spur:

„So Gott will, mache ich das auch

noch mit 90“, scherzt Hummig.

Zwar habe er mittelfristig das Ziel,

„dass ich mittags um 13 Uhr fertig

bin“. Doch noch ist seine Kreativität

unabdingbar, „weil das Arbeitsgebiet

so umfangreich ist, dass

man schwer jemanden einlernen

kann“. Von einem Spezialeffekt hat

„Hummig Effects“ allerdings Abschied

genommen: Explosion eines

Sprengstoffgürtels am Mann. „Seit

den Selbstmordattentaten machen

wir das nicht mehr“, sagt Hummig.

Und ist diesmal ganz ernst. ts

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Hermann Floritz und das bäuerliche Leben anno 1950

„Erinnerungen

an meine Kindheit“

Apfeldorf | Mähmaschin, Brechmiehla,

Hoaza-Schlegel oder

Koara-Segas — das sind Begriffe,

die heute schon fast niemand

mehr kennt. Sie stammen aus

der Landwirtschaft etwa um die

Nachkriegszeit 1950 und gehören

zur Erinnerung von Apfeldorfs

Altbürgermeister Hermann

Floritz. Im Maßstab eins zu zwei

hat der 77-Jährige dieses bäuerliche

Leben nachgebaut und es

als ständige Ausstellung in seiner

ehemaligen Gewerbehalle untergebracht.

Arbeiten mit Holz war schon immer

sein liebstes Hobby, obwohl

Hermann Floritz Jahrzehnte eine

Baufirma betrieben und auch

zwölf Jahre die Geschicke der Gemeinde

als Bürgermeister geleitet

hatte. Für seine drei Enkel etwa

baute der Opa Spielgeräte wie

Bulldog, Ladewagen oder Bagger

aus Holz. Als der selbstgebaute

Eselskarren samt Blumendekoration

im Garten zu verfaulen

begann, wünschte sich die Gattin

Helga Ersatz. Also baute der Bastler

einen neuen Heuwagen mit

originalgetreuen Speichenrädern,

Metallbeschlägen und schrägen

Bordwänden.

Das Hof-Leben

nachempfunden

Während er in seiner Werkstatt

arbeitete, kamen ihm immer wieder

Kindheitserinnerungen vom

bäuerlichen Leben auf dem Apfeldorfer

Hof „beim Drucker“ in den

Sinn. Und so wurde das Fuhrwerk

mit Rechen, Gabel, Dreschflegel

oder Säge ergänzt, dann folgten

die Geräte der Milchwirtschaft,

obendrein Schubkarren zum

Misthaufen samt „Scheißhäuserl“.

Auf seinem Hof wurden

damals neben Kühen auch Ochsen

gehalten, also schnitzte er

ein Ochsengespann mit einem

Odelfass aus Holz, wie es früher

im Einsatz gewesen war. Schließlich

baute er einen Lanz-Bulldog

dazu und setzte einen Fahrer darauf,

der sogar irgendwie seinem

Großvater ähnlich sieht.

Das Fuhrwerk war mir dann aber

zu schade, um es wieder verfaulen

zu lassen“, erinnert sich Hermann

Floritz. Spätestens jetzt war die

Zeit gekommen, seine Exponate

irgendwo sicher aufzustellen. Ein

gut 40 Quadratmeter großer Raum

in seiner ehemaligen Gewerbehalle

wurde im Januar 2014 zum

Ausstellungsraum umfunktioniert.

Von der Heugabel

bis zum Odelfass

In diesem Raum plante er eine

zweite Ebene, um neben den Geräten

der Milchwirtschaft auch

Themen wie Torfstechen, Waldarbeit

oder eine Holzwerkstatt in

Miniaturform darzustellen. „Auf

unserem ganzen Anwesen hatten

wir einen einzigen Motor“, erzählt

Hermann Floritz, der auch diesen

Der Heuwagen war das erste Ausstellungsstück,

dazu kam dann der Lanz-Bulldog samt Fahrer.

Originalgetreu im Maßstab 1:2 ist auch die Brechmühle,

die man mit einer Kurbel bedienen kann.

6 | der altlandkreis


kleinen Motor so originalgetreu

aus Holz nachgebaut hat, dass

man meint, da steht ein echter.

Angeschlossen an eine Transmission

mit Riemen, Wellen und

verschieden großen Rädern hat er

auch dessen Arbeitsweisen nachempfunden.

Als Werkstoff verarbeitet

er Fichten-, Birken- oder

Eichenholz, nur manchmal sind

Beschläge tatsächlich aus Metall.

Selbst die Reifen des Lanz-Bulldogs

sind aus Holz, die aufgrund

der schwarzen Farbe täuschend

echt aussehen.

Zwei Räume mit

rund 70 Quadratmetern

Das Leben auf dem Bauernhof in den 1940er-Jahren hat Hermann

Floritz nachgebaut. Dabei unterstützt haben ihn Gattin Helga und Enkel

Benedikt Linder.

Im Juli 2014 kam dann ein zweiter

Raum hinzu, in dem eine Küche,

ein Hühner- und Taubenschlag

und das erste NSU-Motorrad bestaunt

werden können. Mit eingespannt

ist natürlich Ehefrau Helga,

die sich um die Dekoration oder

die Einkleidung der Figuren kümmert.

Auch der Enkel Benedikt

Linder hat viele Stunden mit dem

Opa in der Werkstatt verbracht und

hauptsächlich bei den Maschinen

mitgeholfen. Zum Nachbau der

Mähmaschine, des Lanz-Bulldogs,

der Brechmühle oder des

Pflugs hat er Originale

von Landwirten

und Sammlern aus dem Dorf

ausgeliehen. Sogar bei der Beleuchtung

der Ausstellungsräume

wurde darauf geachtet, dass sie

zum Stil der damaligen Zeit passt.

Vor wenigen Wochen ist ein weiterer

Bereich hinzu gekommen,

unter anderem mit den Spielzeug-Fahrzeugen

der Enkel, die

inzwischen „herausgewachsen“

Am Eingang steht

ein Wachmann, der

auf Zug den Hut hebt.

sind. Hier kann sich so mancher

Papa oder Opa Anregungen holen,

wenn er selbst auch so etwas basteln

möchte.

Ein Gästebuch belegt, dass inzwischen

gut 240 Besucher die

Ausstellung in Augenschein genommen

haben. Hermann Floritz

freut sich immer über Interessenten.

„Am liebsten ist es mir, wenn

Gruppen von sechs bis acht Leuten

kommen“, empfiehlt der agile

Rentner, denn dann kann man

sich gut in den Räumen bewegen.

Ausstellung jederzeit

zu besichtigen

Das wäre jetzt auch ein schöner

Ausflugstipp für Familien

in den Weihnachtsferien. Für

die Besichtigungen bittet

er um Anmeldung unter

08869 / 410. Natürlich

blickt der Maurermeister,

der inzwischen

eher zum „Holzwurm“

wurde, auch in die

Zukunft. „Viel Platz

hab ich nicht mehr, aber

ein paar Artikel werden

schon noch dazu kommen“,

verrät er.

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januar / februar 2017 | 7


Auf der Roten Couch

Wilfried Knorr

und die Idee

vom Gemeinwohl

„Es ist kein dünnes Brett, das wir bohren“, sagt Wilfried Knorr zur

ersten Gemeinwohlbilanz, die er für die Wirtschaftsbetriebe von

Herzogsägmühle 2017 vorlegen wird. So auch für die Schreinerei, wo

man sich mit Brettern auskennt und die „Rote Couch“ zu Gast war.

januar / februar 2017 | 9


Herzogsägmühle | Es sei „kein

dünnes Brett, das wir bohren“,

sagt Direktor Wilfried Knorr über

die Jahresbilanz von Herzogsägmühle,

die 2017 erstmals den Titel

„Gemeinwohl-Bilanz“ tragen

wird. Dahinter verbirgt sich eine

Jahresrechnung, die nicht nur

Gewinne und Verluste ausweist,

sondern auch „weiche“ Faktoren

berücksichtigt wie ökologische

Nachhaltigkeit, Transparenz oder

demokratische Mitbestimmung.

Mit Spannung blickt Knorr der

Zertifizierung seines Projektes entgegen,

die im ersten Quartal 2017

erfolgen soll. Im Interview auf der

„Roten Couch“ erklärt der 57-Jährige

die Grundzüge der „Gemeinwohl-Ökonomie“,

wie er auf die

Idee aufmerksam wurde, wie er

sie im Diakoniedorf umsetzt und

warum er für das Modell sogar

vor Bundestagsabgeordneten in

Berlin wirbt. Und auch, dass zwar

das Wirtschaftsmodell und seine

Begrifflichkeiten neu sind, die Idee

dahinter aber schon von den Autoren

der Bayerischen Landesverfassung

formuliert wurde: Sie schrieben

1946, dass „alles Wirtschaften

dem Gemeinwohl“ dienen möge.

Wilfried Knorr, was ist der Leitgedanke,

das Ziel der Gemeinwohl-

Ökonomie?

Ich muss etwas vorausschicken:

Ausgangspunkt ist die Tatsache,

dass weltweit Bürger mit unserem

aktuellen Wirtschaftssystem unzufrieden

sind. Umfragen haben

gezeigt, dass es bei 85 Prozent der

Bevölkerung auf Ablehnung stößt,

weil die Menschen es nicht für gerecht

halten. In Deutschland sind

es laut einer Bertelsmann-Studie

sogar 88 Prozent, das heißt, neun

von zehn Menschen lehnen das

gegenwärtige Wirtschaftssystem

ab.

Können Sie ein paar Kritikpunkte

nennen?

Ganz allgemein formuliert erstens

der ökologische Fußabdruck,

den wir auf der Erde hinterlassen

— Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch,

Raubbau, usw.

Zweitens die weltweite Unfähigkeit,

die Einkommen gerecht zu

verteilen. Es ist absurd, dass 62

Individuen die Hälfte sämtlichen

Geldes besitzen; die Schere zwischen

Arm und Reich geht auch

in Deutschland immer weiter auf.

In den westeuropäischen Ländern

kommt drittens die Unzufriedenheit

mit den Bildungschancen

dazu — bildungsferne Eltern haben

bildungsferne Kinder. Viertens

macht unsere Arbeitswelt die Menschen

krank. Das ist keine Randgeschichte!

Jeder vierte Mensch wird

in seinem Leben wegen seiner

Arbeit krank. All das sind Symptome

unseres Wirtschaftssystems.

Trotzdem bedeutet es heute einen

Wettbewerbsnachteil, wenn ich als

Unternehmer ethisch handle.

Wie ist das Wirtschaftsmodell der

Gemeinwohl-Ökonomie entstanden?

Christian Felber hat das Modell

in seinem gleichnamigen Buch

2010 vorgestellt. Er kommt aus

der „Attac-Bewegung“. Seine

Idee ist, unser heutiges System

umzudrehen und neben der Finanzbilanz

den ethischen Erfolg

eines Unternehmens zu messen.

Felber hatte sich vor 2010 mit 25

österreichischen Unternehmern

zu einem Think-Tank zusammengesetzt.

Dort wurden fünf zentrale

Werte ermittelt: Menschenwürde,

Solidarität, ökologische

Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit

sowie demokratische Mitbestimmung

und Transparenz.

Diese Werte stellten sie in einer

„Gemeinwohl-Matrix“, die sie

2013 veröffentlichten, einer „Berührungsgruppe“

in den Unternehmen

gegenüber: Lieferanten,

Geldgeber, Mitarbeiter und Eigentümer,

Kunden, Produkte, Dienstleistungen,

Mitunternehmen, gesellschaftliches

Umfeld. Dort, wo

Unternehmen die fünf zentralen

Werte erfüllen, gibt es Pluspunkte —

Wilfried Knorr und „altlandkreis“-Redakteur Tobias Schumacher im

Mühlenmarkt, der laut des Direktors mit dazu beiträgt, dass Herzogsägmühle

zum „normalen“ Dorf wird.

etwa für die Reduktion ökologischer

Auswirkungen, für Beiträge

zum Gemeinwesen, die Gleichstellung

von Mann und Frau, qualitativ

gute Arbeitsplätze, usw. —

insgesamt sind dies 15 Rubriken.

Was bringen diese Pluspunkte?

Sie werden zum Ergebnis der

Gemeinwohl-Bilanz, nachdem sie

gegebenenfalls verrechnet wurden

mit Negativkriterien: Steuerhinterziehung,

feindliche Übernahmen,

Kooperationen mit Firmen, die

die Menschenwürde verletzen —

nur ein Stichwort ist Kinderarbeit

bei der Gewinnung von Seltenen

Erden für die Handyproduktion;

oder Arbeitsplatzabbau oder

Standortverlagerung zur Gewinnmaximierung,

Verhinderung von

Betriebsräten. Das Ergebnis der

Gemeinwohl-Bilanz entscheidet

später über den Zugang zum Kapitalmarkt,

die Besteuerung eines

Unternehmens und soll die Steuerung

von Subventionen regeln.

Demnächst soll übrigens eine neue

„Matrix 5.0“ veröffentlicht werden,

auf die ich sehr gespannt bin.

Wie kamen Sie selbst mit der Gemeinwohl-Ökonomie

in Berührung?

Es war ein Aha-Erlebnis: Ich saß

2013 im Urlaub auf einem Steg

an einem See in Schweden und

habe Felbers Buch gelesen und

mir selbst zugerufen: Das ist es!

Das brauchen wir in Herzogsägmühle!

Wir sind eines der ersten

Unternehmen aus der freien Wohlfahrtspflege,

die sich mit dem Thema

beschäftigt.

Mit welchen konkreten Erfahrungen?

Mit überwiegend sehr guten, weil

wir alle Prozesse auf Nachhaltigkeit

ernsthaft prüfen können.

Wir stellen aber auch fest, dass

uns manches nicht betrifft: Wir

haben zum Beispiel eine andere

Systematik der Preisfindung

bei Produkten, die wir herstellen,

und wie wir Erträge erwirtschaften.

Beides wird festgelegt

in Verhandlungen mit unseren

Kostenträgern — Bezirk, Jugendämter,

Jugendhilfe, Renten- und

Krankenversicherung, Agentur für

Arbeit. Diese Aushandlungsprozesse

lassen sich mit der Matrix

nicht abbilden.

Im Gegensatz zur freien Wirtschaft?

Richtig. Die Ausgaben von Konzernen

werden bestimmt von Investitionen,

Dividenden, Boni für

die Vorstände, Prämien für die

Mitarbeiter. Wir in Herzogsägmühle

stecken die Überschüsse,

10 | der altlandkreis


die unsere Betriebe erwirtschaften,

in Bereiche, in denen wir uns

fragen: Wie können wir die Lebensbedingungen

von Menschen

verbessern? Unser Gewinn dient

dem Gemeinwohl, er bleibt in

einem gemeinnützigen Kreislauf.

Das schreibt unsere Satzung übrigens

zwingend vor.

Noch einmal zurück zur freien Wirtschaft:

Was hat ein Unternehmen

von der Gemeinwohl-Ökonomie?

Ich kann es am Beispiel von Südtirol

erklären: Dort wurde in der

Verfassung verankert, dass öffentliche

Aufträge nur noch an

Unternehmen vergeben werden

dürfen, die nach dem Prinzip

der Gemeinwohl-Ökonomie handeln.

Andere Firmen scheiden

aus — so einfach kann es gehen.

Die Europäische Kommission

für Wirtschaft und Soziales hat

auf Anregung von Herrn Felber

dieses Jahr mit überwältigender

Mehrheit beschlossen, den nationalen

Regierungen die Übernahme

der Gemeinwohlprinzipien

zu empfehlen. Interessant war,

dass Bundeswirtschaftsminister

Sigmar Gabriel 2016 seine Ministererlaubnis

zur Tengelmann-

Übernahme durch Edeka mit dem

Gemeinwohl begründet hat. Das

Modell muss in die Politik. Ich

selbst konnte diesen Herbst in

Berlin einen Vortrag vor rund 20

CDU-Bundestagsabgeordneten

und ihren Mitarbeitenden aus

dem Arbeitnehmerflügel halten.

Mit ein wenig Phantasie könnte

ich mir vorstellen, dass die Parteien

die Idee in ihr Parteiprogramm

aufnehmen. In der Folge könnte

der Staat dem Modell über die

Steuergesetzgebung zum Erfolg

verhelfen.

Wie sähe das aus?

Nehmen wir ein Beispiel aus dem

Schongauer Land: Ein großer Automobilzulieferer

vergibt Aufträge

an die Herzogsägmühler Werkstätten.

Nach Felbers Modell gäbe

dies Pluspunkte in der Gemeinwohl-Bilanz

des Konzerns, die bei

der Besteuerung berücksichtigt

würden. Im Moment hat das Unternehmen

noch keine monetären

Vorteile. Die CDU-Abgeordneten

haben das als vernünftige Übersetzung

dessen eingesehen, was

mit sozialer Marktwirtschaft gemeint

ist. Übrigens steht in der

Bayerischen Verfassung von 1946

in Paragraf 151: „Alles Wirtschaften

dient dem Gemeinwohl.“ Der

Grundfehler des heutigen Wirtschaftssystems

ist die Liberalisierung.

Sie treibt die wildesten

Blüten!

Ein Beispiel, was Sie damit meinen?

In Traunstein hat beispielsweise

eine Köchin jeden Tag 450 Schulessen

gekocht, ihre Küche war

500 Meter von der Schule entfernt.

Dann musste die Verköstigung

öffentlich ausgeschrieben

werden. Den Zuschlag bekam

ein Groß-Caterer aus Baden-

Württemberg, weil er der billigste

Bieter war. Mit dem konnte die

Köchin unmöglich mithalten. Jetzt

werden die Essen 380 Kilometer

weit gefahren! Allein der Spritverbrauch!

Und auch noch in Alu

verpackt! Die Stadt Traunstein

spart im Jahr 130 Euro … Absurd!

Trotzdem wird es praktiziert …

Die Gemeinwohl-Idee überzeugt

immer mehr Menschen, auch in

konservativen Kreisen. In Baden-

Württemberg steht sie im Koalitionsvertrag

der Grün-Schwarzen

Landesregierung als zwingend für

öffentliche Unternehmen. Stuttgart

hat im städtischen Haushalt

80000 Euro für die Erstellung

einer Gemeinwohl-Bilanz eingestellt.

Es ist kein dünnes Brett, das

wir bohren, und es gibt noch eine

Reihe heikler Punkte. Ich halte

es zum Beispiel für unsinnig, die

Höhe von privat vererbbarem

Vermögen zu begrenzen. Die von

Felber angeregte „Produktampel“,

also die Kennzeichnung von

Erzeugnissen gemäß der Gemeinwohl-Idee,

ist nicht einfach — Ziel

ist hier, dass ein ökologisches

Produkt am Markt einen Vorteil

haben soll. Generell darf man sich

nicht als „Felber-Jünger“ verteufeln

lassen, sondern muss für ein

vernünftiges Wirtschaftssystem

werben. Aber es gibt auch nur

wenige ernstzunehmende Kritiker.

Manche haben das Grundprinzip

noch nicht verstanden, aber immer

mehr leuchtet ein, dass die

Produzenten Probleme bekommen,

wenn unser Sozialsystem

nicht mehr erhalten werden kann.

Nicht umsonst hat der Papst gesagt:

„Diese Wirtschaft tötet.“

Warum nun Gemeinwohl-Ökonomie

in Herzogsägmühle?

Interessant ist die Wirkung auf die

Mitarbeiter nach innen. Obwohl

nicht alle der 1 800 Mitarbeiter

kirchlich geprägt sind, kann sich

jeder mit den fünf zentralen ethischen

Werten identifizieren. Sie

binden vor allem die mittleren

Führungskräfte ans Unternehmen.

Das ist auch ein wichtiger Aspekt.

Wie wird das Modell konkret eingeführt?

Wir werden 2017 die Geschäftsbereiche

von Herzogsägmühle zur

Zertifizierung anmelden gemäß

den Kriterien einer Gemeinwohl-

Bilanz. Das machen wir mit einem

Erstbericht, der zunächst einmal

nur die Behauptung ist, dass wir

nach der Gemeinwohl-Ökonomie

wirtschaften. In drei Konferenzen

haben wir alle Bereiche durchgearbeitet

und eine Liste erstellt, die

wir mit der Gemeinwohl-Matrix

abgeglichen haben. Diesen Erstbericht

habe ich im Herbst nach

Wien gemeldet. Dort sitzt der Verein

für Gemeinwohl-Ökonomie, in

dem wir Mitglied sind. Er schickt

im ersten Quartal 2017 einen

januar / februar 2017 | 11


Auditor, der überprüft, ob unsere

Bewertungen plausibel sind. Er

macht im Prinzip das gleiche wie

ein Wirtschaftsprüfer. Er schaut

sich alle Bereiche an: Landwirtschaft,

Einkauf, die Produktionsprozesse,

die Verdienstsituation

der Mitarbeiter, innerbetriebliche

Transparenz, usw. Anhand seiner

Erkenntnisse und Beobachtungen

zertifiziert er dann unsere Gemeinwohl-Bilanz,

die wiederum

öffentlich einsehbar sein wird. Das

ist ein zentraler Punkt von Felbers

Idee — alles wird offengelegt, jeder

kann nachschauen, an welchen

Punkten es funktioniert oder wo

noch Handlungsbedarf herrscht.

Wagen Sie eine Prognose, wie es

ausgehen wird?

Im Moment könnte ich nur spekulieren,

wir machen die Erfahrung

der Zertifizierung ja erst noch.

Gruppenbild mit Direktor: Mitarbeiter der Schreinerei scharen

sich um ihren Chef Wilfried Knorr auf der „Roten Couch“.









Wie stark ist die Gemeinwohl-Bewegung

überhaupt?

Zum Verein in Wien gehören inzwischen

rund 350 zertifizierte

Unternehmen mit Bilanz, darunter

die Sparda-Bank, der Sportartikelhersteller

Vaude, die Tageszeitung

„taz“ und die Demeter-Bäckerei

„Märkisches Landbrot“ in Berlin,

mehrere Hotels in Österreich oder

die Rathauspassagen der Diakonie

in Hamburg. Herzogsägmühle ist

das erste Unternehmen im Landkreis

Weilheim-Schongau und in

der Diakonie Bayerns überhaupt.

Die findet unser Vorhaben sehr

spannend. Wenn wir Erfolg haben,

wird die Empfehlung der Bundes-

Diakonie zur Nachahmung noch

mehr Gewicht bekommen. Sonst

gibt es in unserer Region nur Bestrebungen

oder Überlegungen.

Aber jedem, der Felbers Buch

liest, kann ich wie gesagt ein großes

Aha-Erlebnis versprechen.

Und noch etwas: Die Ideen der

Gemeinwohl-Ökonomie sind in

viele Richtungen anschlussfähig.

Nehmen wir die Suffizienz-Forschung:

Sie untersucht, wann ein

12 | der altlandkreis

materieller Anreiz für Menschen

nicht mehr gegeben ist. Man hat

zum Beispiel herausgefunden,

dass es für Menschen, die über

70 000 Euro im Jahr verdienen,

keinen Anreiz mehr gibt, sich für

mehr Gehalt anzustrengen. Ein

Lösungsansatz wären Anstrengungen

bei der Abkehr von Wachstum

und Ressourcenverbrauch. Das

wiederum bringt uns zur Glücksforschung


… die gibt es tatsächlich?

Ja, sie befasst sich mit dem Glücklich-Sein,

das wir beispielsweise

empfinden, wenn wir uns zu einer

größeren Gruppe zugehörig

fühlen, und das uns fehlt, wenn

wir uns etwa an Ausbeutung beteiligen.

Dies wiederum lässt sich

einbringen und aufgreifen in der

Unternehmensführung, bei der

Vermittlung von christlichen Werten,

in Forschung und Entwicklung,

in der Wissenschaft.

… und in Herzogsägmühle.

Genau. Ich habe die Gemeinwohl-Idee

in eine Leiter-Konferenz

eingebracht und fand die

Resonanz sehr spannend. Das

Modell müssen immerhin rund

100 Kostenstellen-Leiter umsetzen.

Die Mitarbeiter waren überwiegend

sehr angetan. Und wie

gesagt, vor allem in der mittleren

Führungsebene wird die Gemeinwohl-Ökonomie

inzwischen als

Beitrag dazu gesehen und verstanden,

dass wir ein attraktiver

Arbeitgeber sind.

Wie weit hat das Modell die Belegschaft

schon erreicht?

Da erlebe ich immer wieder große

Überraschungen. Einmal kam

eine Mitarbeiterin zu mir und

hat mich darauf hingewiesen,

dass wir Eier aus Legebatterien

kaufen. Sie hatte eine sehr feine

Antenne dafür, wie glaubwürdig

wir als Unternehmen Herzogsägmühle

sein sollten. Heute zahlen

wir pro Jahr 3 700 Euro mehr für

unsere Eier, weil sie jetzt aus Bodenhaltung

kommen.

Vermutlich lassen sich weitere

Beispiele fi nden

Natürlich, und wo man Dinge

ändern kann, ist es die Anstrengung

wert. Umgekehrt sind unsere

Möglichkeiten aber auch

begrenzt. Eine große Problematik

liegt in der Beschaffung, da

werden wir noch lange Minuspunkte

verbuchen, weil wir nicht

nur regional einkaufen können.

Wenn wir ernsthaft durchs Unternehmen

gehen, finden sich

viele weitere Punkte. Stichwort

Mobilität: Wir haben ermittelt,

dass unsere Mitarbeiter pro Jahr

4,2 Millionen Kilometer zurücklegen,

um zur Arbeit und wieder

nach Hause zu kommen — negativ

für unsere Bilanz allein wegen

Spritverbrauch und Emissionen.

Hinzu kommen Arztfahrten, die

Hausmeister, und, und, und. Wir

befassen uns intensiv mit der Anschaffung

von Elektroautos oder

mit der Organisation von Car-

Sharing.

Unser Ziel lässt sich so zusammenfassen:

Wir setzen um, was

machbar ist und für alles andere

suchen wir eine ökologisch sinnvolle

Variante.


Als Sie im Sommer 2012 das erste

Mal auf unserer „Roten Couch“

saßen, äußerten Sie den Wunsch,

Herzogsägmühle möge immer

mehr zu einem „normalen Ort“

werden. Was hat sich inzwischen

getan, was wurde erreicht? Welchen

Anteil hat die politische Gemeinde

Peiting an den Fortschritten?

Der größte Meilenstein wurde

jetzt mit dem Beschluss des Peitinger

Gemeinderates gesetzt, für

den nördlichen Teilbereich unseres

Ortes, am Roten Berg, die

Beschränkung des Bebauungsplans

auf soziale Zwecke aufzugeben

und damit die Ansiedlung

Dritter auf Erbpacht zu ermöglichen.

Damit wird unser Ort auch

baurechtlich zu einem ganz normalen

Ortsteil, in dem Inklusion

gelebt werden kann.

Sie äußerten sich damals zurückhaltend,

was die Entwicklung der

Mitarbeiterzahl angeht — 2012

waren es 1 500 Beschäftigte, heute

sind es nahezu 1800, und Herzogsägmühle

ist der zweitgrößte

Arbeitgeber im Landkreis Weilheim-Schongau.

Geht die Tendenz

weiter nach oben?

In der Tat haben wir bemerkenswerte

Wachstumszahlen zu verzeichnen;

nach wie vor bin ich

aber zurückhaltend in der Bewertung

der Zukunft.

Zum einen spricht die demographische

Entwicklung nicht für

einen immerwährenden Boom in

den Zahlen junger Menschen, die

sich für einen sozialen Beruf

interessieren.

Zum anderen haben wir

uns bewusst auf die Region

der acht Landkreise um

Herzogsägmühle herum beschränkt

und setzen hier eher

auf Qualitätssteigerung denn

auf reines Wachstum.

Was ist aktuell der Stand bei

den zahlreichen Bauvorhaben

im Dorf?

Die Wohnanlage Lindenhof ist zu

zwei Dritteln abgeschlossen, der

dritte Bauabschnitt wird derzeit

realisiert. Im Industriegebiet

Peiting erbauen wir eine Montagehalle,

in der die „i+s Pfaffenwinkel

GmbH“ mit den Herzogsägmühler

Werkstätten einen

großen industriellen Auftrag abarbeitet.

Und für unsere dringend

benötigte neue Gemeinschaftsküche

können wir im nächsten

Jahr den Spatenstich vornehmen.

Zudem haben wir uns mit der

Erweiterung des Baus der Sozialräume

an der Gärtnerei um 24

Appartements dem Thema „Sozialer

Wohnungsbau“ gewidmet;

hier können zunächst anerkannte

Asylbewerber und später alle

Zielgruppen unserer Arbeit eine

Wohnung finden.

Ende Oktober hatte „Gottes

Gesinde(l)“ Premiere, das fünfte

Theaterstück aus Ihrer Feder.

Kurz zusammengefasst springen

Mose, Pilatus, Luther und David

samt ihrer Frauen in die Bresche,

als Gott einen „Burnout“ erleidet.

Wie entstand die Idee? Gibt es gar

autobiografi sche Bezüge?

Ideen entstehen durch den Kuss

der Muse. Es ist nichts autobiographisches,

die genannten Personen

sind ja auch schon ziemlich

tot und ich lebe noch (lacht). Aber

tatsächlich beschäftigte mich die

Frage, ob der Mensch gut

raten ist wenn

er meint, seines

be-

Glückes Schmied zu sein und Gott

nicht zu brauchen.

Sind Sie zufrieden mit den Aufführungen

und den Publikumsreaktionen?

Es waren drei wunderbare Abende,

rauschende Feste für meine

Seele. Die Menschen, mit denen

ich sprechen konnte, waren gerührt

und begeistert. Dass die

Rezension in der Presse etwas

unterkühlter war, kann ich gut

aushalten.

Es heißt, das Stück und die Mitwirkenden

— Laiendarsteller und

Menschen mit seelischen oder

körperlichen Beeinträchtigungen

— sollen auch auswärts gastieren,

gibt es schon konkrete Anfragen

oder Einladungen?

Es gibt eine Planung für eine Aufführung

in Weilheim im Zusammenhang

mit den Feiern rund

um das Reformationsjubiläum,

aber das ist noch nicht fi x. Auch

aus dem Allgäu haben wir eine

Anfrage, die wir prüfen. Es ist gar

nicht so leicht, bei 16 Darstellern

plus Technik, Requisite etc. immer

Termine zu finden, wo alle

da sind …

2017 werden 500 Jahre Reformation

begangen. Was plant das Diakoniedorf

Herzogsägmühle hierzu?

Bei uns wird ein Vortrag aus ei-

ner Vortragsreihe rags

reih

des Evangelischen

Bildungswerks stattfinden,

dazu

vier Abende eines Glaubenskurses

ses

im Zeichen des

Bekenntnisses

von

Luther.

Aber ganz ehrlich:

Ich mag Reformationsjubiläumsfei-

ern nur dann, wenn

auch

gefragt wird,

was denn

heute an

der Kirche zu reformieren

en sei. Sonst

erscheint mir das

etwas selbstgerecht

und einfältig.

ts






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Bayerns schnellste Rennrodel kommen aus Burggen

Design trifft Tempo

Burggen | Das „Geschwindigkeits-

Gen“ brach bei Werner Friedl

schon als Kind hervor: „Wir konnten

nicht normal Ski fahren, schon

damals haben wir mit Haselruten

Slaloms gesteckt und die Zeit gestoppt“,

erinnert sich der 59-Jährige.

Go-Carts wurden umgebaut,

um sie zu beschleunigen, später

Seifenkisten konstruiert und alte

Rodel getunt. Bis den Fachlehrer

für Schreiner an der Berufsschule

in Füssen im Jahr 2001 endgültig

der „Rodel-Virus“ infizierte. Am

Pürschling beobachtete er die zu

Tale Flitzenden, entdeckte „das

Kind im Manne“, trat dem Rodelverein

in Unterammergau bei und

begann, professionell zu trainieren.

„Bahnwart Sepp Spindler hat

jeden Abend das Licht angestellt,

damit ich fahren kann“, n“

erzählt er,

heute e noch

dankbar. ar. Das tägliche

Training zahlte sich aus, der Burggener

wurde 2010 Bayerischer

Meister.

Sitze werden nach

Kundenwunsch bedruckt

Da hatte er längst begonnen,

selbst Rennrodel zu bauen in der

Werkstatt im Keller seines Einfamilienhauses,

wo er die Sportgeräte

auch verkauft, im Handel gibt es

sie nicht. Sie kosten ab 200 Euro

aufwärts, je nach Design, denn

„Spezialität ist, dass wir die Planen

für die Sitze nach Kundenwunsch

bedrucken“. Sei es mit dem FC

Bayern- oder einem „Löwen“-

Logo, dem Alpenvereins-Edelweiß

oder dem Logo des Traktorenherstellers

Fendt. Letztere Rennrodel

sind dann auch

im entsprechen-

ec

n-

den „Marken-Grün“ lackiert.

Diese Aufgabe übernimmt Friedls

Ehefrau Marlene, Sohn Max ist für

Montage und Fertigung zuständig.

Der Chef der Nebenerwerbs-Manufaktur

kümmert sich um Design,

Konstruktion und optische wie

technische Verbesserungen: „Man

tüftelt immer daran, wo man noch

Zeit rausholen kann, und sei es ein

Zehntel — da bin ich wie der Hackl

Schorsch“, zieht Werner Friedl den

Vergleich zum legendären Rodler

aus Berchtesgaden. Und wie dieser

seine Tüfteleien auf die Rennrodel

der Nationalmannschaft

überträgt, fließen Friedls Innovationen

in seine Serienfertigung ein:

Das ist bei mir nicht anders als in

der Autoindustrie.“

Denn von Serienproduktion ist

in Burggen „Im Eschle 6“ heute

durchaus us zu sprechen: en

„Insgesamt

samt

habe

ich

bestimmt t schon 200

000

Werner Friedl im Werkstatt-Keller

seines Hauses, die er zu einer

Renn-Rodel-Manufaktur ausgebaut

hat.

14 | der altlandkreis


Rennrodel gebaut“, schätzt Friedl.

Bis ein Sportgerät fertig ist, vergehe

eine „Netto-Arbeitszeit von

etwa vier Stunden“. Wobei er inzwischen

schneller geworden sei

Dank „guter Schablonen“, nach

denen er im Sommer die Füße

aus Buchenholz für eine komplette

Jahresproduktion verleimt. Für

ein optisch ansprechendes Design

gibt es auch Rodel mit zwischengeleimten

Mahagoni-Schichten.

Der Onlineshop ist unter www.

rodelbau-friedl.de zu finden.

Bestes Testergebnis im

Bayerischen Fernsehen

So gewann der Burggener „namhafte

Kunden wie Cube oder

Thyssen-Krupp“, die seine Rodel

„zur Weihnachtszeit ihren Kunden

schenken“. Immer wieder

wollen Autohäuser einen Rodel

bei Gewinnspielen verlosen. Der

Sitzplanen-Aufdruck macht sie

dann zu Mercedes- oder Audi-

Rodeln. Vor einiger Zeit testete

das Bayerische Fernsehen acht

verschiedene Marken, die Burggener

Sportgeräte schnitten mit

ihrer bequemen Handhabung und

leichten Lenkung am besten ab.

Obwohl namhafte Hersteller zur

Konkurrenz gehörten: Gasser, Kathrein,

Torggeler, Schiefer. „Wir

Rodelbauer kennen uns alle persönlich,

bei Rennen sind auch die

renommierten immer vor Ort, man

hilft zusammen“, schildert Friedl

die familiäre Atmosphäre. So hätten

andere beispielsweise die von

ihm entwickelte Lenkung mit einem

robusten Stahlseil adaptiert.

Unverwechselbar ist dagegen

Friedls Design, an das er höchste

Ansprüche stellt, weil es die

Kauf-Entscheidung bei Sportgeräten

beeinflusst: „Hinten sind

meine Rodel flacher, das wirkt

schnittiger, nicht umsonst sind

auch Sportwagen breit und flach.“

Worauf es alles ankommen kann

oder muss, hat der Fachlehrer an

der Meisterschule in Garmisch-

Partenkirchen im Fach Gestaltung

und Design einst selbst erlernt.

Als „Rodel-Mekka im Schongauer

Raum“ bezeichnet der Burggener

die Drehhütte bei Schwangau.

Dort hatte seine Karriere ihren

Anfang genommen, in jeder Hinsicht:

Mit seinem ersten Eigenbau

war er in den Flachstücken der

dortigen Rodelstrecke an allen

vorbeigesaust, die ihre „Billig-Rodel“

bis zum nächsten Gefälle hinter

sich her zogen. „Danach riefen

sie an und wollten einen Rodel

von mir“, erinnert sich Friedl. Aus

vier Freunden wurden ein Dutzend,

die Mundpropaganda half

ebenso wie die Tatsache, dass ein

Friedl-Rodel zwischen anderen

anmutet wie ein Ferrari auf einem

Parkplatz mit Rostlauben.

Für den Aufschwung der Rodelei

an der Drehhütte sorgt außerdem

der neue Wirt. Mit Unimog und

Walze präpariert er die Strecke

immer wieder, außerdem

hat er einen Wanderpokal

fürs Drehhüttenrennen

gestiftet:

„Um den zu gewinnen,

benehmen sich

Männer wie kleine

Kinder, jeder ist brutal

stolz drauf“, schildert

Friedl. Er selbst

siegte Anfang 2016.

Inzwischen verabreden

sich die Rodler

auf WhatsApp, für

kommenden Winter

planen sie eine

„Challenge“ mit drei

Rennen an einem Tag

am Breitenberg bei

Pfronten und an den

Krinnen-Liften in Nesselwängle

im Tannheimer

Tal. „Alter schützt

vor Torheit nicht“, sagt

Rodelbauer Friedl und

lacht.

ts

januar / februar 2017 | 15


Das heimatkundliche Jahrbuch 2017 ist erschienen

Über die Schönheit

zwischen Lech und Isar




16 | der altlandkreis









Altlandkreis | Wie jedes Jahr erschien

im November die aktuelle

Auflage des heimatkundlichen

Jahrbuches „Lech-Isar-Land“ und

bietet den an der Heimat interessierten

Lesern wieder eine bunte

Palette von Aufsätzen aus den Bereichen

Kunst, Geschichte, Technik

und Musik. Unter der Schriftleitung

von Kreisheimatpfleger Klaus Gast,

verfassten erneut verschiedene

Autoren Beiträge aus der Region

zwischen Lech und Isar. Den Umschlag

ziert diesmal eine Ansicht

Iffeldorfs an den Osterseen mit einer

vertrauten Bergkulisse im Hintergrund.

Fotografiert von Renate

Dodell, die ebenso die aktuellen

Bilder zum zweiten Teil über die

restaurierte Weilheimer Stadtmauer

lieferte, welcher das diesjährige

Jahrbuch eröffnet.

Iffeldorf, Osterseen

und Zimmermann

Iffeldorf und die Osterseenlandschaft

sind zudem Thema eines

umfangreichen Beitrags in der

aktuellen Ausgabe. Das Jubiläumsjahr

zu Dominikus Zimmermanns

250. Todesjahr findet Widerhall im

> > > JAHRBUCH-VERLOSUNG

Aufsatz über den Zimmer-

mermann-Altar

in Birkland

bei Peiting. Weitere e

Beiträge beschäftigen

sich mit dem Tutzinger

Kustermann-Park, der

Isar-Flößerei als immaterielles

Kulturerbe, der uralten

Wallfahrt von Dießen nach

Andechs, den amischen

Mennoniten, die nach der

kularisation von 1803 im Pfaffen-

ffen

winkel ein halbes Jahrhundert hu

die

Geschicke mancher ehemaligen

emal

en

Sä-

Klosteranlage bestimmten. Das

150-jährige Bestehen des Soiernhauses

im Karwendel war Anlass,

sich in einem Beitrag mit König

Ludwig II. Berghäusern auf dem

Herzogstand, dem Soiern und dem

Schachen zu befassen. Moderne

Vorstellungen über gesundheitliches

Bauen bewies ein heuer vorgestelltes

Buch von 1908, das der

Unterhauser Pfarrer Martin Raith

seinerzeit publiziert hat. Über

Frauenfreundlichkeit im Hochmittelalter

und die Planungen zu

einem großen „Admiral Hipper

Denkmal“ im Weilheim der NS-

Zeit informieren weitere Aufsätze

dieses Jahrbuches. Daneben gibt

Wir verlosen fünf Exemplare des neu erschienenen heimatkundlichen

Jahrbuches 2017. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte an „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@altlandkreis.de. Das Stichwort lautet „Lech-Isar-

Land“. Einsendeschluss ist der 15. Januar. Die Gewinner werden per

Los ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

es eine kleine Vorstellung des Römermuseums

in Epfach und den

Schlussteil der Geschichte des

Schongauer Welfen-Gymnasiums.

Musikbeiträge zum

Wessobrunner Gebet

Musikbeiträge behandeln das

1200-jährige Bestehen des Wessobrunner

Gebetes und eine Vorstellung

des Dießener Klosterkomponisten

Rathard Mayr. Die letzten

40 Seiten des insgesamt 326 Seiten

zählenden Jahrbuches füllt

der erste Teil einer interessanten

Vorstellung der Planung und des

Baus des Walchenseekraftwerkes,

einer technischen Meisterleistung

vor rund 100 Jahren. Das vielseitige

Jahrbuch ist wie jedes Jahr bei

den einschlägigen Buchhandlungen

im Lech-Isar-Land für 15 Euro

zu erwerben. Es wurde wieder von

Schriftleitung und Autoren auf

rein ehrenamtlicher Basis erstellt.

Herausgeber ist der 1924 gegründete

Heimatverband Lech-Isar-

Land.

tis


Überblick Ersthelfer-Ausbildung: Vier Anlaufstellen

Tageskurs für

Hilfsbereitschaft

Bezirksverband

Oberbayern e.V.

Altlandkreis | Wer den Führerschein

möchte, kommt an einem

Erste-Hilfe-Kurs nicht vorbei. Und

es gibt weitere Personenkreise,

die beim Bayerischen Roten Kreuz

(BRK), den Maltesern oder Johannitern

mit lebensrettenden Maßnahmen

vertraut gemacht werden:

Menschen, die eine Ausbildung

zum Betriebshelfer absolvieren

oder Jugendtrainer in Sportvereinen.

Im Fußball etwa ist der Erste-

Hilfe-Kurs für einen Trainerschein

verpflichtend.

„Im Jahr haben wir circa 3500 Teilnehmer

— Tendenz steigend“, sagt

Hans Eberl, Kreisgeschäftsführer

beim BRK in Weilheim. Das Gros

seien angehende Betriebshelfer.

Wenn geeignete Räume vorhanden

sind, kommen die Kursleiter

auch in Unternehmen: „Manche

buchen bis

zu zehn

Termine“,

weiß Eberl. Kosten übernehmen

ehme

die Berufsgenossenschaften. ssen

scha

ften

en. Sons-

tige

Absolventen bezahlen für

ein Ganztagesseminar emin

ar 35 Euro.

Es

umfasst st inzwischen i

einheit-

eit-

lich neun Unterrichtseinheiten

à 45 Minuten und wird auch im

BRK-Haus in Schongau angeboten.

Pro Jahr kommt das BRK auf

250 Grundlehrgänge. Je nach Firma

sind Schwerpunkte möglich,

bei Elektrikern etwa Maßnahmen

nach Unfällen mit elektrischem

Strom, erläutert Eberl. Auch gibt

es Kurse für Erste Hilfe bei Kindern

und Säuglingen. Die Termine 2017

sind im Internet zu finden (www.

kvweilheim-schongau.brk.de).

Kindernotfälle sind auch ein

Schwerpunkt bei den Maltesern

in Weilheim, sagt Jutta Zuber, die

für die Kurse zuständig ist — neben

jenen für Führerschein-Neulinge

oder Betriebshelfer. Sie ergänzt,

dass es außerdem „Crashkurse

gibt, wo die Teilnehmer an einem

Abend das Wichtigste in Kürze erfahren“,

eine Bescheinigung igun

gibt

es hier allerdings lerd

nicht. Interes-

es

senten e

seien en zum

Beispiel clubs. Die Kurse

laufen entweder

eder

er

in der

Geschäftsstelle st

el

le in Weilheim

im

oder

extern ern in Betrieben eben

en

und

Pfle-

Golf-

geeinrichtungen. Termine sind auf

der Website zu finden (www.malteser-weilheim.de).

Aktuell haben

die Malteser acht Ausbilder. „Die

nächsten fünf werden 2017 qualifiziert“,

blickt Zuber voraus. Kursleiter

würden immer gesucht, sie

werden für ihre Schulungstätigkeit

bezahlt. Die Höhe des Entgelts

richtet sich nach dem Steuerfreibetrag

für Zuverdienste pro Jahr.

Ein weiterer Anbieter von Erste-

Hilfe-Kursen sind die Johanniter.

Sie bringen schon Kindern spielerisch

die Grundlagen bei, etwa

einen Notruf abzusetzen, zu trösten

oder Wunden zu versorgen.

Hilfsbereitschaft soll früh gefördert

werden. Das Angebot für Erwachsene

reicht von Kursen zum

Führerschein, für Jugendbetreuer,

Sportler, Erste Hilfe am Kind bis

hin

zu Senioren. Schulungen in

Betrieben werden um spezielle

Einsatzübungen ergänzt.

Ausführliche Infos gibt es ebenfalls

im Internet (www.johanniteroberbayern-west.de).

ts

Das AWO Seniorenzentrum Peiting bietet

stationäre,- Kurzzeit- und Tagesppflege

sowie Mittagessen für Senioren an.

AWO Oberbayern. Wir freuen uns auf Sie.

www.awo-obb-senioren.de

Weitere Informationen:

AWO Seniorenzentrum

Bahnhofstraße 24

86971 Peiting

08861 25 000

info@sz-pei.awo-obb.de

januar / februar 2017 | 17


Neujahranblasen im Schongauer Land

„A glückselig’s neis Johr“

Altlandkreis | Fast in jeder Ortschaft

des Schongauer Landes

wird der Brauch des Neujahranblasens

praktiziert. Die Blaskapellen

ziehen dann von Donnerstag,

29. Dezember, bis Sonntag,

1. Januar, durch die Straßen und

überbringen musikalische Neujahrsgrüße.

Die Bevölkerung hat

dabei die Gelegenheit, sich bei der

Musikkapelle für deren zahlreiche

Einsätze während des ganzen Jahres

mit einer kleinen Spende zu

bedanken.

Ob Faschingsbälle, Sommerfeste,

Fronleichnam, Volkstrauertag

oder Beerdigung — was wären all

diese Anlässe ohne musikalische

Untermalung? In den Ortschaften

des Altlandkreises genießen die

Musikvereine einen hohen Stellenwert;

sie leisten eine sehr gute

Jugendarbeit und damit einen

wichtigen Kulturbeitrag, da Schulen

heute eigentlich nur noch musikalische

Grundkenntnisse vermitteln.

Wie soll ein Kirchenchor,

eine Hausmusik, eine Jugendband

oder auch eine Blaskapelle in 30

Jahren noch existieren, wenn der

Nachwuchs nicht entsprechend

ausgebildet wird? Hier leisten die

Musikvereine einen unschätzbaren

Wert für den Erhalt des kulturellen

Dorflebens, indem sie

Früherziehung, Musikunterricht

vor Ort oder Jugendblasorchester

anbieten. Deshalb lassen eigentlich

alle Blaskapellen den Erlös

aus dem Neujahranblasen in die

Jugendarbeit fließen.

1938 — erster Eintrag

zum Neujahranblasen

Herbert Humpl, Vorsitzender

der Peitinger Knappschafts- und

Trachtenkapelle, hat in den Protokollbüchern

nachgeschlagen und

bereits 1938 den ersten Eintrag

zum Neujahranblasen gefunden.

Die Peitinger Musik zieht heuer

an Silvester durch die innerörtlichen

Straßen und besucht dann

am Neujahrstag die Riedschaften

rund um die Marktgemeinde. „Wir

haben einen hohen Stellenwert

bei den Bürgern und werden auch

Auf diesem Traktorgespann fahren die Birkländer Musikanten zwei

Tage lang von Haus zu Haus.

Diese Aufnahme des Neujahranblasens in Peiting entstand vor etwa 35

Jahren.

gut unterstützt“, verrät Herbert

Humpl. Die Knappschafts- und

Trachtenkapelle bestreitet pro Jahr

über 40 Auftritte, doch das Neujahranblasen

ist die wichtigste

Einnahmequelle für den Verein. Er

hat schon konkrete Pläne, wie der

diesjährige Erlös verwendet werden

soll: So werden kostspielige

Bergwerks-Jacken für die neuen

Spieler im Klangkörper benötigt,

fällt im Probenheim das eine oder

andere an, müssen Noten und Instrumente

angeschafft werden.

In Burggen machen sich die Musikanten

am Samstag, 30. Dezember,

auf den Weg. Abwechselnd

werden am darauffolgenden Tag

der Gemeindeteil Tannenberg

oder die Aussiedlerhöfe besucht

— heuer sind die Aussiedler dran.

Die Kapelle spielt auf der Straße

einen Marsch und anschließend

wird paarweise von Haus zu Haus

gegangen und Neujahrswünsche

überbracht. „Früher ist man viel

mehr in den Häusern eingekehrt“,

weiß der noch recht junge Vorstand

Nico Möst. Dennoch ist es in

Burggen ein festen Ritual, dass der

Altbürgermeister Hans Selzle (der

früher selbst mitspielte) mit einer

Brotzeit aufwartet. Ein wenig

Aufwärmen tut den Musikanten

auch immer gut, denn bei winterlichen

Temperaturen im Freien zu

musizieren, da werden die Finger

besonders bei den Holzbläsern

ziemlich steif. Nico Möst mag das

Neujahranblasen trotzdem, weil

man den ganzen Tag in der gesel-

Musikanten-

ligen

gemeinschaft

unterwegs ist

und viele Bürger

sich richtig

über die Ständchen

freuen.

Auch wenn der

Erlös für die Jugendarbeit

ist, darf

der Nachwuchs erst

ab 18 Jahren beim

Neujahranblasen

mitwirken, denn in

so manchem Haus

18 | der altlandkreis


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Die Kinsauer Neujahranbläser an Silvester 2004.

wird auch ein Schnaps zum Aufwärmen

angeboten.

Hoch auf dem

grünen Wagen

Eine ganz außergewöhnliche Art

des Neujahranblasens gibt es alljährlich

in Birkland. Die „Birkländer

Musikanten“ sitzen in voller

Besetzung auf einem Wagen und

fahren als Traktorgespann von

Haus zu Haus. „Bei uns wird vor

jedem Haus ein Marsch gespielt“,

erzählt Vorstand Martin Deininger,

„deshalb sind wir auch zwei Tage

lang unterwegs. Einen Tag alle

Weiler, und am zweiten alle Häuser

im Hauptort.“ Wie in den anderen

Vereinen, wird auch in Birkland

der Erlös für die Vereins- und

Jugendarbeit verwendet. Der Wagen

wird zuvor von den Musikanten

entsprechend hergerichtet, mit

Nadelbäumen, einer umlaufenden

Bank und einem Windschutz

versehen. Und wenn es richtig kalt

ist, findet man auch einen Gasbrenner

auf dem Wagen. rg

> > > ZUM THEMA

Neujahranblasen

im Altlandkreis in ...

Altenstadt

Bad Bayersoien

Bernbeurenn

Birkland

Burggen

Denklingen

Hohenfurch

Hohenpeißenbergenberg

Ingenried

Kinsau

Peiting

Reichling

Rottenbuch

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Infoabend am:

Donnerstag,

16.02.2017

um 19:00 Uhr







januar / februar 2017 | 19


Cocktailrezept exklusiv für den „altlandkreis“

Ein Prosit auf das neue Jahr 2017!

Das Altlandkreis-Cocktailrezept

aus dem Le Florida, München

Zutatenliste:

- 2 cl Cognac

- 2 cl Orangensaft

(frisch gepresst)

- 2 cl Apricot Brandy

- wahlweise mit Prosecco,

Champagner oder

Cremant aufgießen

Prosit, Neujahr!

Schongau/München I Sie heißen

Tequila Sunrise, Caipirinha, Mojito

oder sogar Sex on the Beach. Dahinter

verbergen sich nicht etwa

Fernsehserien, mexikanische Großstädte

oder Aktivitäten am Strand,

sondern Cocktails, die wohl jeder

halbwegs kundige Barbesucher

mittlerweile kennen dürfte. Kaum

etwas verspricht so schnelles Abtauchen

aus dem Alltag wie diese

raffinierten Mixgetränke — und damit

ist nicht etwa die zu erwartende

Wirkung gemeint! Nein, vielmehr

sorgt allein schon die Präsentation

eines Cocktails dafür, ausgestat-

stat

at-

tet mit Zuckerrand am Glas, bunten

Schirmchen oder frischem Obst,

dass man sich spontan kosmopolitisch

fühlen darf.

In der Regel sind Cocktails außerhalb

der sogenannten „Happy

Hour“ kein Schnäppchen. Dennoch

sollte man daran denken, dass zum

einen eine Vielzahl an Ingredienzien

dazu vonnöten sind, und andererseits

diese Wunderwerke mit

Verstand und Genuss getrunken

werden sollten — und das bedeutet:

mit Muße! Wer sich im eigenen

Zuhause mit Cocktails verwöhnen

möchte, für den hat

Philipp ip Schlick ein paar

Vorschläge im Gepäck.

Schon mit neun Jahren

hat er seine Heimat

Schongau

verlassen,

auf in Richtung Landeshauptstadt.

Nach

einem

abgeschlossenen

BWL-Studium

sollte er alsbald erste

Fußstapfen im gastronomischen

Bereich

setzen. So eröffnete er

gemeinsam mit seiner

Mutter im Jahre

2014 ein erstes Restaurant

in der Au, das La Sophia.

Wenige Monate später kam das

Le Florida in Schwabing dazu, zu

dessen Team auch Niklas Hacker,

Marcel Thumann und mit Markus

Wohlhaupter ein weiterer Schongauer

zählen. Statt klassischer

Küche à La Sophia, stellt das Le

Florida einen belebten Treffpunkt

im Barbereich dar, eben mit einer

großen Auswahl an Cocktails.

Direkte, allgemeingültige Regeln

für die Cocktailbar im heimischen

Wohnzimmer kann und will Philipp

Schlick eigentlich nicht geben.

Denn: „Es kommt einfach

darauf an, welche Cocktails man

bevorzugt“, fasst er zusammen.

Wer Drinks mit ausschließlich alkoholischem

Inhalt mag, etwa

Negroni, braucht dazu eben nur

Alkoholisches. Da halte sich die

nötige Ausstattung in Grenzen, so

Schlick. Sollten Liköre, Säfte und

Sirup hinzukommen, kann es sich

sehr schnell um eine sehr lange

Zutatenliste handeln. Wer sich auf

die eingangs erwähnten Klassiker

einpendelt, hat gute Aussicht auf

einen finanziell überschaubaren,

aber inhaltlich abwechslungsreichen

Rahmen. Denn für Mojito &

Co. reichen wenige verschiedene

Dinge aus. „Mehr Augenmerk würde

ich auf die Qualität der Zutaten

legen“, erklärt Philipp Schlick,

der auch als Geschäftsführer seiner

den fungiert. „Hochwertige

Spirituosen, frisch gepresste Säfte

und — ganz wichtig — Mischen im

richtigen Verhältnis sind für mich

die relevanten Punkte.“ Ein sogenannter

„Jigger“, ein Messbecher

mit cl-Einteilung, sollte deshalb

auf jeden Fall zur privaten Ausstattung

gehören.

Dass Philipp Schlick ein Routinier

auf diesem Parkett geworden

ist, steht außer Frage.

Ein erfolgreicher noch dazu:

Bereits Januar 2017 eröffnen

er und Niklas Hacker zusätzlich

einen kleinen Frühstücksladen in

der Maxvorstadt; mit „Amistad“

wird im Februar im selben Stadtteil

schließlich eine Tapas- und

Weinbar folgen. Für unsere Leser

haben sich Philipp und Niklas

einen exklusiven, weihnachtlichfestlichen

Cocktail ausgedacht.

Der „altlandkreis“ wünscht allen

Hobby-Barkeepern viel Spaß beim

Ausprobieren des Rezeptes aus

den Händen der Profis.

rp

Barkeeper Niklas Hacker präsentiert

den Cocktail für die Leser des

„altlandkreis“.

Foto: Le Florida

> > > INFORMATIONEN

Zutatenliste für das exklusive

Cocktailrezept aus dem Le Florida

(Georgenstr. 48, München, www.leflorida.de)

- 2 cl Cognac

- 2 cl Orangensaft (frisch gepresst)

- 2 cl Apricot Brandy

- wahlweise mit Prosecco, Champagner oder Cremant aufgießen

20 | der altlandkreis


Bücherei im Fohlenhof feiert mit den Leseratten

An der langen Leseleine

Entdecken Sie die

neuen Wohntrends!

Steingaden | Noch bis Juni 2017

heißt es „Steingaden liest …“: Mit

mehreren Veranstaltungen werden

„zehn Jahre Bücherei im Fohlenhof“

gefeiert, wobei beachtlich ist,

was sich in dieser Zeit getan hat.

Los ging es einst in einem winzigen

Raum mit 2 000 Büchern und

150 fest angemeldeten Lesern.

Heute umfasst das Angebot 7 500

Medien, der Leserkreis hat sich auf

aktuell 1 364 erweitert, die 2016

insgesamt fast 17 000 Entleihungen

getätigt haben. Diese Zahlen

hat Sylvia Hindelang für den „altlandkreis“

ermittelt. Sie ist eine

von 22 ehrenamtlichen Bücherei-

Engagierten im Alter von 13 bis

70 Jahren und findet „erstaunlich,

dass zum Team auch drei Männer

gehören — das hat man in Büchereien

eigentlich nicht.“

Seit 2015 die „On-Leihe“ eingerichtet

wurde, mit der auch E-

Books ausgeliehen werden können,

haben laut Hindelang die

Anmeldungen deutlich zugelegt.

Waren es 2015 noch 71 Neulinge,

so verzeichnet sie für dieses Jahr

schon 166. Erfreulich sei außerdem,

dass neben dem Gros der

Leser aus Steingaden das Angebot

auch von Menschen in den umliegenden

Gemeinden geschätzt wird

— in Lechbruck, Prem, Buching,

Halblech, Bernbeuren, Burggen.

Und sogar Bücherfreunde in Altenstadt,

Augsburg, Kempten,

Landsberg, München und Murnau

haben sich angemeldet.

„Unser Angebot ist wirklich attraktiv“,

betont Hindelang mit Blick

auf die Jahresgebühr: Erwachsene

bezahlen 10 Euro, Familien

12 und Kinder 5 Euro: „Dafür

kann man ausleihen, soviel man

will.“ Teurer wird es nur, wenn

eine Versäumnisgebühr für eine

verspätete Rückgabe fällig wird.

Vergangenen Herbst hatte Ortshistoriker

Max Zwißler in einem Vortrag

launig den Bogen geschlagen

von der einst bedeutenden Klosterbibliothek

in Steingaden zum

heutigen Angebot. „Das Team hat

schon stolz gemacht, in welchen

Fußstapfen wir uns bewegen“, erinnert

sich Hindelang.

Dieser Abend war Auftakt zum

Festprogramm, das am 18. Januar

um 14 Uhr mit „Schmankerl

im Literatur-Café“ im Pfarrheim

fortgesetzt wird. Frauenbund und

Bücherei-Team laden ein zu Einblicken

in lesenswerte Bücher, einer

Lesung mit Beate Speck-Kafkoulas

und Kaffee und Kuchen. Zweite

Aktion ist am 24. April das „Recht

der ersten Nacht“: Ab 18.30 Uhr

können Freunde der Bücherei neu

angeschaffte Bücher oder Neuerscheinungen

ausleihen, bevor sie

mit Bücherei-Etikett und Folieneinband

versehen werden.

Ebenfalls bis Juni läuft für Kinder

und Jugendliche die „verrückte Leserei“:

Sie sind eingeladen, Buchbesprechungen

zu verfassen und

in der Bücherei abzugeben. Von

dort spannt sich seit Herbst eine

210 Meter lange „Leseleine“ durchs

Pfarrheim bis zur Grundschule und

zurück, an die die Besprechungen

angeheftet werden. „Ziel ist, dass

wir die Leine bis Juni vollkriegen“,

blickt Hindelang voraus. Um den

Fleiß der Kinder anzustacheln,

gibt es für jedes gelesene und beschriebene

Buch ein „Leseband“

ums Handgelenk.

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Sylvia Hindelang und zwei kleine Leseratten an der langen „Leseleine“, die von der Bücherei bis zur Grundschule

und zurück gespannt ist. An sie werden Buchbesprechungen der Kinder geheftet.

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januar / februar 2017 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Im Schnee und auf der Bühne

Nachtfaschingszug in Hohenfurch

Skivereine warten auf den Winter

Hohenfurch | Alle zwei Jahre gibt es in

der Faschingshochburg Hohenfurch einen

großen Nachtfaschingszug, und für

dieses Ereignis am Samstag, 18. Februar

ist der Faschingsclub schon intensiv am

vorbereiten. Los geht es bereits ab 15 Uhr

mit einem „Warm up“ im Zelt hinter dem

Gasthaus Negele. Einige Mini-Garden

aus der Umgebung werden dabei für

Stimmung sorgen. Um 18 Uhr wird sich

dann der große Gaudiwurm durch die

Schönachgemeinde in Bewegung setzen

und sicherlich wieder lokale oder gesellschaftliche

Themen auf närrische

Weise anbringen. Danach versammeln

sich alle Akteure und Faschingsfreunde

im Zelt, wo die großen Garden aus

Schongau, Schwabsoien und natürlich

Hohenfurch mit ihren tollen Showprogrammen

aufwarten. Lustige Maskeraden,

eine mitreißende Musik und

ausgelassene Partystimmung

sind im Faschingsrzelt

vorprogrammiert. Weilheim-Schongau | Der Winter steht

vor der Tür — die Skisportler im Landkreis

warten sehnsüchtig auf den ersten

richtigen Schnee. Der Skisport hat im

Oberland eine große Tradition und kann

auf viele sportliche Erfolge sowohl auf

regionaler als auch auf überregionaler

Ebene verweisen. Mit 5 914 gemeldeten

Mitgliedern — nach der aktuellen Statistik

des Bayerischen Landes-Sportverbandes

von 2016 — ist der Skisport trotz

eines Rückgangs von in Summe 273 Mitgliedern

nach Turnen und Fußball der

drittgrößte Fachverband im Landkreis

Weilheim-Schongau. Obwohl sich auch

beim Skisport die demografische Entwicklung

deutlich bemerkbar macht, ist

der Anteil

junger Mitglieder

noch im-

mer hoch, wenn auch leicht rückläufig.

Größter Skiverein im Landkreis ist der

DAV Peißenberg, gefolgt vom Skiclub des

TSV Peiting.

Auch im Winter 2016/17 finden wieder

vier Kreiscup-Rennen für Kinder, Schüler

und Jugendliche statt: Am Samstag,

21. Januar Slalom (SC Hohenfurch), am

Samstag, 28. Januar Riesenslalom (WSV

Peiting-Ramsau), am Sonntag, 5. Februar

Riesenslalom (SC Penzberg) und

am Sonntag, 19. Februar senslalom (TSV Weilheim) —

Rie-

so das Wetter mitspielt. tis

Wolfgang Krebs in der Schloßberghalle

Peiting | Am Freitag, 27. Januar um 20 Uhr,

kommt der Meister der Stimmen und Perücken,

Wolfgang Krebs mit seinem neuen

Programm „Die Watschenbaum-Gala“ in

die Schloßberghalle nach Peiting. Einlass

ist ab 19 Uhr. Der Preis, den keiner haben

will: der „Watschenbaum“ in Bronze, Silber

oder Gold. Wer schießt den größten

Bock, verzapft den aberwitzigsten Unsinn,

redet das dümmste Zeug? An diesem

Abend werden verschiedene

Kandidaten

gesammelt

und präsentiert

— wie bei einer

Oscar-Verleihung

in festlichem Rahmen.

Nachdem

alle Kandidaten

hinreichend geschmäht

wurden, stimmt das Publikum

ab, und der Ministerpräsident des ehemaligen

Bayern schreitet zur Anti-Laudatio

und Überreichung in (geistiger) Abwesenheit.

Wolfgang Krebs wächst diesmal

über sich selbst hinaus: Er verdoppelt die

Anzahl der Stimmen aus dem vorhergehenden

Programm und spricht nun mit 20

verschiedenen Zungen. Selbstverständlich

kommen die gewohnten Figuren aus dem

Krebs’schen Universum zu Wort: Seehofer,

Stoiber, Söder, der Schorsch Scheberl und

der Meggy Montana. Aber darüber hinaus

bereichern den Abend weitere Figuren —

bekannte und unbekannte, seriöse und

unseriöse, reife und unreife. Tickets gibt

es im Vorverkauf für 23,80 Euro bei der

Tourist-Info in Peiting, sowie

unter www.schlossberghalletipeiting.de.

Theaterverein spielt „Malefiz Donnerblitz“

Denklingen | Der Theaterverein

Denklingen lädt Anfang

des neuen Jahres zu fünf

Theaterabenden ein. „Malefiz

Donnerblitz“ heißt es vom 2.

bis 6. Januar in der Denklinger

Turnhalle jeweils ab 20

Uhr. In dem abendfüllenden,

heiteren Stück in drei Akten

von Ralph Wallner geht es um

„Blitz-Burgl“ und „Sonnen-

Res“, wie laut einer alten Erzählung

zwei Wetterhexen heißen sollen.

Der arme Schneider Zwirn überlegt, wie

es wohl wäre, wenn er tatsächlich das

Wetter beeinflussen könnte. Dann würde

er wohl mit einem heftigen Regenschauer

die Verlobung seiner Tochter mit dem

ungeliebten Hochzeiter sprichwörtlich ins

Wasser fallen lassen. Unerwartet tauchen

die Wetterfeen leibhaftig auf, und in seinem

Leben blitzt und donnert es gewaltig.

Wird er die Geister, die er rief, wieder

los? Karten gibt es im Vorverkauf beim

„Blumen und Geschenkestüberl“ Sabine

Braunegger. Auch eine Reservierung

bei Familie Frieß (17 bis 19 Uhr) unter

08243 / 1072 ist möglich. Die

Tickets sind zu 8 Euro erhälttilich.

22 | der altlandkreis


Kanapee-Schlittenrennen 2017

Peiting | Das alljährliche Faschings-Kanapee-

Schlittenrennen hat in Peiting längst Tradition.

Wie immer freuen sich die Veranstalter von der

Peitinger Landjugend auf die ausgefallenen Ideen

der Teilnehmer. Getreu dem Motto: je origineller,

desto besser! Am Sonntag, 5. Februar, starten die

Schlitten ab 13.30 Uhr am Bühlach, unterhalb vom

Windrad. Alle „Hobby-Kanapee-Rodler“ sollten auf

die Lenk- und Bremsbarkeit der Schlitten sowie auf

Umweltpreis für Hans Schütz

Peiting | Der Landkreis Weilheim-Schongau hat

den alle drei Jahre ausgelobten Umweltpreis im

Jahr 2016 an den Peitinger Autor Hans Schütz verliehen.

Dazu erfolgte ein einstimmiger Beschluss

des zuständigen Umweltausschusses.

Begründet wurde

die Auszeichnung für den seit

Jahrzehnten vielfach in den

Bereichen Natur- und Umweltschutz

und als Umweltfachberater

tätigen Kreisrat

mit seinem „Engagement im

Bereich der Umweltbildung

und Umweltpädagogik“ und

eine maximale Höhe

von drei Metern achten.

Außerdem besteht Helmpflicht. Die Teilnahmegebühr

beträgt 10 Euro. Die Schlitten können

bei Melanie Erhard unter 0177 / 3073872 angemeldet

werden. Bis 12.30 Uhr — also eine Stunde vor

Start — sollten alle Schlitten angeliefert

sein. Ausweichtermine sind der 12. bruar und der 19. Februar.

Fetis

seinem Wirken „als Literat“. Die offizielle Verleihung

des Preises erfolgte im Rahmen einer Kreistagssitzung.

Hervorzuheben ist dabei die Würdigung

des Preisträgers als Autor. Schütz hat es vor

allem mit seinen Büchern „Lechliebe“ und „Lyrisches

Menü“, aber auch mit zahlreichen Lesungen

und Kleinkunstauftritten verstanden, auf seine eigene,

künstlerische Art Umwelt- und Naturschutz,

einem breiten Publikum nahezubringen. Ganz aktuell

erschien die Zweitauflage des Romans „Ludwig

zum Zweiten“, in dem der Autor eindrücklich

die durch die 68er-Generation verursachdeten

gesellschaftlichen Umbrüche in Allgäuer Provinz schildert.

tis

Feuerwehr-Kalender und Freikarten

Altlandkreis | Zahlreiche Leser suchten womöglich noch nach einem

passenden Weihnachtsgeschenk, oder wollten einfach nur

einen neuen Wandschmuck. In jedem Fall war die Resonanz auf

unser Feuerwehr-Kalender-Gewinnspiel enorm. Fünf Exemplare

dieses Stückes haben wir verlost. Die Gewinner: Barbara Deschler,

Diana Meltretter und Benedikt Wieland aus Schongau, Hannelore

Schmelzer aus Wildsteig und Julian Wörznhofer aus Peiting. Flink

mussten die Leser hingegen beim traditionellen Gewinnspiel zum

Endspurt des Kulturherbstes 2016 sein. Am 13. November gastierte

im Schwabbrucker Kuhstall bereits Josef Brustmann, Träger des

„Deutschen Kabarettpreises 2015“. Ingrid Haasmann aus Altenstadt,

Elisabeth Schmölz aus Bernbeuren und Doris Unger aus Peiting

folgten dem Aufruf und durften deshalb — und weil die Glücksfee

es gut meinte — einen unterhaltsamen Abend verbringen. Ebenso

wie Renate Zwerger aus Rottenbuch, Ingrid Schröckei aus Schwabbruck

und Wilhelm Wotke aus Altenstadt, die wir mit je

zwei Freikarten für den Banjospieler Rüdiger Helbig und

seinen „Huckleberry Five“, belohnen konnten.

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januar / februar 2017 | 23


Die Klinik für Innere Medizin Schongau

Wohnortnahe, vollumfängliche

Versorgung

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Die Klinik für Innere

Medizin Schongau ist bereits breit

aufgestellt. Arbeitsschwerpunkte

sind die Therapie von Erkrankungen

des Verdauungstrakts (Gastroenterologie)

und der Leber, des

Kreislaufsystems (Kardiologie) sowie

die Behandlung und Betreuung

von Schlaganfallpatienten in

der Schlaganfalleinheit. Lebensbedrohlich

Erkrankte betreut das

Team unter der Leitung von Chefarzt

Dr. Wilhelm Fischer gemeinsam

mit den Anästhesisten auf der

mit modernster Technik ausgestatteten

Intensivstation. Kooperationen

mit den Nachbardisziplinen,

wie etwa der Neurologie bei der

Betreuung von Schlaganfallpatienten

im TESAURUS-Projekt oder

der Gefäßmedizin, runden das

Spektrum ab. Schon jetzt liefert die

Krankenhaus GmbH eine Vollversorgung

der umliegenden Bevölkerung

bei Diagnostik und Therapie.

Sei es elektiv auf Überweisung

vom Hausarzt oder auch bei Notfällen.

Und das soll auch so bleiben,

darf man den klaren Worten

von Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher

Direktor am Krankenhaus Schongau,

Glauben schenken: „Gerade

die Krankenhäuser auf dem Land

sind enorm wichtig“, sagt Fischer

und hält nichts von den Diskussionen

rund um größere medizinische

Zentren. „Gerade bei Schlaganfällen

heißt es immer ‚time is

brain‘“, ergänzt er. Und gibt zudem

zu bedenken, wie problematisch

es wäre, wenn man erst noch

eine Stunde in eine Klinik fahren

müsste. Auch fernab der medizinischen

Aspekte hält Fischer es für

schwierig, würden Krankenhäuser

mit unter 400 Betten konsequent

schließen: „Gerade bei älteren Patienten

trägt der Besuch und damit

die soziale Komponente enorm zur

Genesung bei.“

Konsequente Erweiterung

des Leistungsspektrums

Im Rahmen der konsequenten Erweiterung

des Leistungsspektrums

bei der Krankenhaus GmbH ist mit

der Pneumologie im vergangenen

Jahr eine weitere Spezialisierung

hinzugekommen. Dies zum Vorteil

der Patienten, denn das ambulante

und stationäre Versorgungsnetz

von Lungenkrankheiten war in

Weilheim-Schongau und umgebenen

Landkreisen bisher nicht

so eng verknüpft. Zum 1. März

2016 hat Internist und Pneumologe

Christian Sturm die Funktion

des Leitenden Oberarztes in der

Inneren Medizin übernommen.

Geschäftsführer Thomas Lippmann

sieht den Standort Schongau

durch den neuen Oberarzt

weiter gestärkt: „Gesundheitsversorger

2020 ist die Devise der

Krankenhaus GmbH. Wir bieten

den Patienten eine wohnortnahe,

vollumfängliche Versorgung. Mit

der Pneumologie ist ein weiterer

wichtiger Baustein und medizinischer

Leuchtturm hinzugekommen.

Wir sind froh, dass wir

Christian Sturm für unser Haus

gewinnen konnten.“

Im Gespräch mit dem „altlandkreis“

sprechen Dr. Wilhelm Fischer

Dr. Wilhelm Fischer

und Christian Sturm über ihre Ziele

für dieKrankenhaus GmbH, wo es

noch Nachholbedarf gibt und über

die Pneumologie im Detail.

Dr. Fischer, Sie sind seit Oktober

2015 Ärztlicher Direktor in Schongau.

Seit 1. Januar 2016 Chefarzt der

Inneren Medizin. Was hat sich seitdem

verändert?

Dr. Fischer: Wir konnten unser

gesamtes Leistungsspektrum erweitern,

insbesondere auch den

Bereich der Pneumologie. Das DMP

für COPD-Patienten — also ein Behandlungsprogramm

für eine bestimmte

Lungenerkrankung — ist

ein Meilenstein in der Region. Zudem

konnten wir in diesem Bereich

mit Dr. Margit Sturm eine gesonderte

Betreuung

der Intensiv-Patienten

einführen.

Generell wurde

das komplette

medizinische Angebot

aus Peißenberg

mit dem aus

Schongau sozusagen

fusioniert.

Ein Beispiel ist

Christian Sturm

auch die Gastroenterologie mit Dr.

Andreas Eder, wo wir ein breites

Anwendungsspektrum anbieten.

Außerdem wurde die Geriatrie

ausgebaut. Derzeit läuft die Zertifizierung

des Hauses als „Diabetiker

geeignet“.

Wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Dr. Fischer: Wir sind derzeit dabei,

das Notaufnahmesystem umzubauen

und zu optimieren, so dass

wir weitere Möglichkeiten haben.

Die vier Intensivplätze und auch

die Telemedizin aus Peißenberg

möchten wir hier in Schongau

integrieren. Allgemein wird es

wichtig sein, zukünftig mehr Intensivplätze

zu haben. Der Umbau


in der Notaufnahme wird in

den nächsten Monaten abgeschlossen.

Sie haben das Peißenberger

Krankenhaus angesprochen.

Wie zufrieden sind Sie mit der

Eingliederung?

Dr. Fischer: Ich bin sehr zufrieden.

Durch die Fusion

können wir ein breites Spektrum

mit einer hohen Qualität

anbieten. Also sowohl die

breite Versorgung sicherstellen, als

auch Spezialfälle behandeln.

Herr Sturm, können Sie uns den

Bereich der Pneumologie kurz erklären?

Sturm: Pneumologie befasst sich

mit den Erkrankungen der Lunge

und des gesamten Atemapparates.

Es ist ein Querschnittsfach,

weswegen es eine gesonderte

Pneumologie-Abteilung, wie wir

sie in Schongau haben, nicht allzu

häufig gibt. Meist ist diese in andere

Bereiche integriert, wie etwa

die Behandlung des Lungenkrebs

in der Onkologie oder die Beatmungstherapie

in der Anästhesie/

Intensivmedizin. Diese vielen Berührungspunkte

mit anderen Teilbereichen

machen das Fach aber

auch so interessant.

Was sind typische Krankheitsbilder?

Sturm: Die häufigste Erkrankung

der Lunge ist die Pneumonie, also

Lungenentzündung. Diejenige

Infektionskrankheit, die in Westeuropa

immer noch die meisten

Todesopfer fordert. Eine weitere,

sehr häufige Erkrankung ist die

chronisch obstruktive Lungenerkrankung

(COPD), die gemeinhin

auch als „Raucherasthma“ oder

„Altersasthma“ bezeichnet wird.

Eine der wenigen Krankheiten, bei

der die Erkrankungsrate immer

noch zunimmt.

Gibt es typische Symptome, mit denen

man einen Pneumologen aufsuchen

sollte?

Sturm: Die häufigsten Symptome,

die den lungenkranken Patienten

den Arzt aufsuchen lassen, sind

Atemnot und / oder Husten, ob akut

oder chronisch. Oftmals liegen, insbesondere

bei zusätzlichem Fieber,

Infekte zugrunde. In den meisten

Fällen kann die Behandlung ambulant

über den Hausarzt erfolgen.

Manchmal können allerdings auch

eine Verengung der Bronchien,

chronisch-rheumatische Entzündungen

des Lungengewebes oder

Tumorerkrankungen die Ursache

sein. Zur weiteren Abklärung sind

dann neben laborchemischen und

bildgebenden Spezialuntersuchungen

auch endoskopische Verfahren

sowie lungenfunktionelle Untersuchungen

erforderlich, welche nun

hier im stationären Bereich angeboten

werden können. Eine pneumologische

Ambulanz betreiben

wir nicht.

Wie lauten weitere Bereiche aus

dem Leistungsspektrum der Pneumologie

bei der Krankenhaus

GmbH?

Sturm: Wir sind etwa in der

Schlafmedizin tätig. Hier bieten

wir unter anderem das „Schlaf-

Apnoe-Screening“ an. Neu ist nun

die Möglichkeit, in Narkose unter

Monitorbedingungen Ultraschalluntersuchungen

der Lunge vom

Bronchialsystem aus durchzuführen.

Dabei können Gewebeproben

aus Lymphknoten und der Lunge

entnommen werden, die dann

vom Pathologen unter dem Mikroskop

weiter begutachtet werden.

Insgesamt können

wir mittlerweile das

gleiche Spektrum

anbieten wie Spezialpraxen

oder gar

Lungen-Zentren.

Was sind Besonderheiten

in der Pneumologie?

Sturm: Besonders

sind ganz klar die

nun angebotenen

interventionellen Verfahren in der

Endoskopie, die etwa eine genaue

Bestimmung des Ausbreitungsstadiums

einer Tumorerkrankung

zulassen. Im Klinikverbund findet

jede Woche eine Tumorkonferenz

statt, in der entsprechende Patienten

vorgestellt und im Team aus

Onkologen, Strahlentherapeuten,

Chirurgen und den jeweiligen Organspezialisten

besprochen werden.

Das ist mittlerweile Standard

und entspricht den aktuellen Leitlinien

der Fachgesellschaften.

Welche Ziele haben Sie für die

Pneumologie?

Sturm: Mittelfristig möchten wir

eine Selbsthilfegruppe anbieten.

Auch den palliativmedizinischen

Bereich wollen wir weiter ausbauen,

was neben den Tumor-Patienten

insbesondere den schwerkranken

Lungen-Patienten eine

adäquate häusliche Versorgung ermöglichen

soll. Eine

separate Abteilung

für Intensiv- und

Beatmungsmedizin

wäre ein zukunftsfähiges

Modell, insbesondere

da wir

bereits jetzt schon in

der glücklichen Lage

sind, neben einer

Fachärztin für Internistische

Intensivmedizin

auch noch

eine ausgebildete

Atemtherapeutin in

unserem Team zu

haben.

Dr. Fischer: Wie Herr Sturm schon

sagt, möchten wir die Palliativmedizin

ausbauen. Hier sind wir

vertraglich bereits mit dem Hospiz

verbunden und wollen versuchen,

auch weiterhin zu helfen.

Dr. Fischer, was für Ziele und Wünsche

haben Sie für die Klinik Schongau?

Dr. Fischer: Die gute Zusammenarbeit

mit Weilheim soll weiter

aufrecht gehalten werden, so dass

wir auch zukünftig Spezialitäten

anbieten können. Einige Chefärzte

meistern den Spagat zwischen

Weilheim und Schongau bereits

hervorragend. Ich wünsche mir

weiterhin die politische Unterstützung

und die der Presse, was hier

in der Region wirklich einmalig ist.

Das erleichtert uns die Arbeit mit

den Patienten gerade hinsichtlich

der Akzeptanz enorm. Die Qualität

bei der Krankenhaus GmbH soll

auch zukünftig über das „normale

Maß“ hinausgehen. Auch auf dem

Land möchten wir Tag und Nacht

für unsere Patienten da sein ...

... und ein spezieller Wunsch?

Dr. Fischer: Eine Zughaltestelle

wäre natürlich ein riesen Vorteil.

Gerade für ältere Menschen wäre

das eine enorme Erleichterung.

Aber wir müssen noch Geduld haben,

auch wenn ein paar Zeichen

dafür sprechen.

tis

> > >LEISTUNGEN & KONTAKT

Leistungsspektrum Pneumologie

• Diagnostische und interventionelle

Bronchoskopie inkl. endobronchialer

Ultraschall, BAL und Argonbeamer

• Lungenfunktionsdiagnostik inkl. Bodyplethysmographie

und Diffusionsmessung

• Screening von nächtlichen Atemstörungen

Kontakt Innere Medizin

Telefon: 08861 / 215 - 454

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januar / februar 2017 | 25


Zentrum für Altersmedizin wird ausgebaut — in Schongau und Weilheim

Eine medizinische Antwort

auf den demografischen Wandel

Weilheim / Schongau | Altersmedizin

überschreitet — anders als

in anderen Fachrichtungen — die

organmedizinischen Grenzen. Es

braucht daher immer ein multidisziplinäres

Team, um den alternden

Sonderveröffentlichung der

Patienten in seinen normalen Lebensalltag

zurückzuführen. Warum?

Das hat die Union Geriatric

Medicine Society 2008 für alle Mitgliedstaaten

definiert: „Geriatrische

Medizin ist eine medizinische

Spezialdisziplin, die sich mit den

körperlichen, mentalen, funktionellen

und sozialen Bedingungen

der akuten, chronischen, rehabilitativen,

präventiven Behandlung

und Pflege — auch am Lebensende

— befasst. Die Gruppe der

Patienten wird mit einem hohen

Grad von Gebrechlichkeit und aktiven

Mehrfach-Erkrankungen assoziiert,

die einen ganzheitlichen

Behandlungsansatz erfordern.“

Die relativ am stärksten wachsende

Bevölkerungsgruppe, auch im

Landkreis Weilheim-Schongau,

sind die Menschen im Alter zwischen

80 und 90 Jahren. Für sie

gilt es, adäquate und wohnortnahe

medizinische Versorgungskonzepte

zu schaffen. Das Zentrum

für Altersmedizin ist die Antwort

der Krankenhaus GmbH auf den

demografischen Wandel. Unter

einem Dach befinden sich die Geriatrische

Rehabilitation mit derzeit

noch 29 Betten und die Akutgeriatrie

mit 24 Betten.

Medizin soll dorthin,

wo die Patienten sind

Es ist immer schön, wenn Ziele

erreicht werden. Werden diese

dann auch noch übertroffen, ist

es umso schöner. So ähnlich stellt

sich derzeit die Situation beim

Zentrum für Altersmedizin bei der

Krankenhaus GmbH dar. Obwohl

der Bereich der Akutgeriatrie erst

im April 2015 eingeführt worden

war, wird bereits nach rund anderthalb

Jahren ausgebaut. „Es

war schneller als gedacht“, spricht

Der neue Chefarzt der Akutgeriatrie, Sebastian Mühle, mit einem Teil

seines Teams bei der Visite im Schongauer Krankenhaus.

Geschäftsführer Thomas Lippmann

die Erweiterung an. Er sieht es als

„gutes Zeichen, dass das Krankenhaus

Schongau derzeit einen

regelrechten Aufschwung erlebt“,

und ergänzt rückblickend: „Jetzt

gehen die Pflänzchen auf, die wir

vor zwei, drei Jahren gesät haben“.

Deshalb auch der Beschluss, das

Zentrum für Altersmedizin sowohl

medizinisch als auch personell auf

breitere Schultern zu stellen. Chefarzt

Dr. Hans-Christian Sänger, der

sich zukünftig auf den Bereich der

Geriatrischen Rehabilitation konzentriert,

wird mit Sebastian Mühle,

bisher Leitender Oberarzt, ein

Chefarzt explizit für den Bereich

der Akutgeriatrie zur Seite gestellt.

Mühle hat den klaren Auftrag, das

Angebot für die Patienten und Angehörige

zu erweitern. Es sollen

mehr Gruppen-Therapien für Patienten

geschaffen, das Angebot für

Angehörige in Form von Informations-

und Bildungsveranstaltungen

ausgeweitet und mehr Orientierungshilfe

für demenzerkrankte

Personen geschaffen werden. Neben

der Leitung der Akutgeriatrie

in Schongau soll Sebastian Mühle

zudem im Krankenhaus Weilheim

eine Akutgeriatrie aufbauen und

dort 20 akutgeriatrische Betten installieren.

„Die Altersmedizin endet

nun mal nicht in Schongau“,


Auch am Standort Weilheim soll zukünftig eine Akutgeriatrie angeboten

werden, um eine wohnortnahe Versorgung zu garantieren.

sagt Thomas Lippmann und führt

weiter aus: „Wir möchten die Medizin

dorthin bringen, wo die Patienten

sind.“

Eine Akutgeriatrie in

Weilheim macht Sinn

Der Ärztliche Direktor am Standort

Schongau, Dr. Wilhelm Fischer,

bestätigt die Worte von Lippmann:

„Eine Akutgeriatrie in Weilheim

macht absolut Sinn. Insbesondere

dann, wenn beispielsweise ein Patient

aus Pähl extra nach Schongau

gebracht werden müsste.“ Gerade

bei älteren Patienten sei das psychosoziale

Umfeld enorm wichtig.

Besuch wäre oftmals schwieriger,

wenn dafür extra weite Strecken in

Kauf genommen werden müssten.

„Unser Auftrag ist es, die Landbevölkerung

zu versorgen“, sagt Fischer,

der als Chefarzt der Inneren

Medizin dankbar über die Erweiterung

ist. Schließlich arbeiten beide

Bereiche äußerst eng verknüpft

miteinander.

Der neue Chefarzt Sebastian

Mühle gibt indes zu, nicht daran

gedacht zu haben, dass die Akutgeriatrie

derart gut angenommen

wird. „Das war von Null auf Hundert“,

beschreibt er und bedankt

sich explizit bei seinen Mitarbeitern:

„Sie standen immer mit Rat

und Tat zur Seite. Auch deshalb

haben wir eine so hohe Nachfrage,

dass wir bereits jetzt expandieren.“

Anfängliche Überlegungen,

die Akutgeriatrie komplett

in Schongau zu belassen, wurden

relativ schnell beiseite gelegt, wie

Mühle bestätigt: „Der Weg für ältere

Patienten ist manchmal unüberbrückbar.

Und außerdem ist

ein vertrautes Gesicht meist besser

als jedes Medikament.“ Durch die

Einführung der Akutgeriatrie in

Weilheim kann man für die Menschen

im gesamten Landkreise

zukünftig wohnortnahe Altersmedizin

anbieten.

Auch die Geriatrische

Reha wird erweitert

Gleichzeitig zum Ausbau der

Akutgeriatrie soll Chefarzt Dr.

Hans-Christian Sänger,

der bereits mehr als

20 Jahre Erfahrung in

der geriatrischen Medizin

hat, die Geriatrische

Rehabilitation am

Standort Schongau weiter

ausbauen. Die Auslastung

liegt über das

Jahr hinweg bei rund

97 Prozent. Damit zählt

das Zentrum für Altersmedizin

zu den am

meisten ausgelasteten

Kliniken im Krankenhausverbund.

Das Problem ist unser

guter Ruf“, schmunzelt Sänger.

„Derzeit haben wir 29 Betten in

der Rehabilitation, könnten aber

locker 55 belegen. Wir müssten

eigentlich Stockbetten aufstellen“,

ergänzt er. Nach dem Ausbau und

der Erweiterung soll es in der

Akutgeriatrie jeweils 20 Betten in

Schongau und Weilheim geben.

In der Geriatrischen Rehabilitation,

die sich noch auf Schongau

konzentriert, werden es dann 40

Betten sein. Und auch beim Personal

sind Erweiterungen geplant.

Während derzeit im Zentrum für

Altersmedizin am Standort Schongau

55 Personen beschäftigt sind,

kommen durch die Einführung der

Akutgeriatrie in Weilheim 20 Mitarbeiter

hinzu. Durch die Erweiterung

in der Geriatrischen Reha

werde das Personal, innerhalb der

nächsten zwei Jahre, im gesamten

Zentrum für Altersmedizin in

Schongau und dann auch Weilheim,

auf „80 plus x Mitarbeiter

wachsen“, wie Thomas Lippmann

bestätigt.

Krankenhaus auf

Wachstumskurs

„Wir werden weiter investieren

und die Medizin im Landkreis stärken“,

betont Thomas Lippmann.

„Die Patienten haben sich für unser

Angebot entschieden — das ist

eine große Verantwortung, der wir

uns stellen.“

tis

> > >KONTAKT

Akutgeriatrie

Telefon: 08861 / 215-434

Telefax: 08861 / 215-335

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de

Geriatrische Rehabilitation

Telefon: 08861 / 215-339 (Sekretariat)

Telefax: 08861 / 215-335

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de

Gemeinsam stark im Zentrum für Altersmedizin: Dr. Hans-Christian

Sänger (li.), Chefarzt der Geriatrischen Reha, mit Sebastian Mühle,

neuer Chefarzt der Akutgeriatrie.

januar / februar 2017 | 27


Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Weilheim

Höchste Qualitätsstandards in

Behandlung und Ausbildung

Sonderveröffentlichung der

Weilheim | Die Klinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie im

Krankenhaus Weilheim wird seit

drei Jahren von Chefarzt Privat-

Dozent Dr. Reinhold Lang geleitet

und kontinuierlich optimiert. Die

Patienten werden auf höchstem

Qualitätsstandard behandelt.

Das Spektrum der Allgemein- und

Viszeralchirurgischen Klinik ist

groß, dabei fängt die Chirurgie

am Hals (Schilddrüse) an und

hört am Ausgang (Anus) auf. In

den letzten drei Jahren wurde

die minimal-invasive Chirurgie

(Schlüssellochtechnik) weiter ausgebaut.

Geräte und Instrumente

im Hause sind auf dem allerneuesten

Stand und so kann diese

Methode bei sehr vielen Eingriffen

standardmäßig angewandt

werden. So wird

insbesondere die Entfernung

der Gallenblase, des

Blinddarms oder bei Leistenbrüchen

minimal-invasiv

operiert. Bei Magen- oder

Darmerkrankungen wird

zwischen minimal-invasiver

und konventionell

offener Technik abgewogen.

Dabei kommt

es besonders auf Voroperationen,

Vorerkrankungen

und nicht zuletzt

auf den Patientenwunsch

an. Die minimal-invasiven

Verfahren sind für den Patienten

weniger belastend, weniger

schmerzhaft und ermöglichen

somit eine schnellere Heilung.

Dank minimaler Schnitte in Haut

und Weichteile wird das Gewebe

> > > UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM:

• Gallenblasenchirurgie

• Leisten-, Schenkel-, Nabel- und Narbenbruch-Operationen

• Mageneingriffe (gut- und bösartige Erkrankungen)

• Refluxchirurgie (Sodbrennen)

• Adipositaschirurgie (Eingriffe bei sehr starkem Übergewicht)

• Darmeingriffe (Blinddarm, Divertikel, gut- und bösartige Tumore)

• Schilddrüsenchirurgie

• Analerkrankungen (Proktologie wie z.B. Hämorrhoiden)

geschont und es kommt zu kaum

sichtbaren Narben. Deshalb liegt

der Klinik auch so viel an der

konsequenten Weiterentwicklung

und dem Ausbau der Methode.

Außerdem legt PD Dr. Reinhold

Lang sehr viel Wert auf die regelmäßige

Weiterbildung seines

Teams. Die Klinik Weilheim ist

bei den Assistenzärzten und den

Studenten (Praktisches Jahr) deshalb

sehr beliebt, da dort wichtige

Weiterbildungsabschnitte in

der Chirurgie und Inneren Medizin

absolviert werden können.

Mit Georgien besteht ein Partnerschaftsprogramm,

so dass auch

von dort Medizinstudenten das

Priv.-Doz. Dr. Reinhold Lang

ganze Jahr zur Ausbildung an der

Klinik tätig sind.

Maßstäbe setzen in der

chirurgischen Ausbildung

Die Aus- und Weiterbildung junger

Kolleginnen und Kollegen

deutschlandweit (z.B. Aescu-


Das Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Weilheim:

Hier wird viel Wert auf kontinuierliche Weiterbildung gelegt.

lapium in Tuttlingen, eine der

renommiertesten Ausbildungsstätten,

wo Dr. Lang als chirurgischer

Lehrer tätig ist) liegt dem

Chefarzt sehr am Herzen. Aus diesem

Grund trainiert er mit ihnen

auch regelmäßig im Bereich der

minimal-invasiven Chirurgie, da

nur durch eine gute und fundierte

Ausbildung die Prognose des Patienten

entscheidend beeinflusst

werden kann.

Erkrankungen der

Verdauungsorgane

Bei der Behandlung von Erkrankungen

der Verdauungsorgane

stehen den Patienten in Weilheim

gastroenterologische und chirurgische

Teams als Ansprechpartner

zur Verfügung. Dabei setzen die

Beteiligten auf eine enge interdisziplinäre

Zusammenarbeit, bei

der sowohl Chirurgen als auch

Internisten Patienten mit akuten

Erkrankungen — grundsätzlich von

der Aufnahme an — gemeinsam

untersuchen und betreuen. Plötzlich

auftretende Erkrankungen wie

Koliken, ein Darmverschluss, eine

Bauchfellentzündung oder eine

Bauchspeicheldrüsenentzündung

(Pankreatitis) können so rasch medizinisch

umfassend versorgt werden.

Denn durch die enge Kooperation

wird unnötiger Zeitverlust

bei der Diagnose und Behandlung

schwerer Erkrankungen des

Bauchraumes vermieden und eine

Optimierung der Behandlungsqualität

erreicht. Ein identisches

Vorgehen findet übrigens in der

Schwesterklinik Schongau statt.

Am Standort Weilheim kann

Patienten bei Tumorerkrankungen

des Gastrointestinaltraktes

und aller anderen Lokalisationen

in Zusammenarbeit mit der onkologischen

Gemeinschaftspraxis

Priv. Doz. Dr. Sandherr und Dr.

Perker und der Praxis für Strahlentherapie

Dr. Panzer, Dr. Pachmann

und Dr. Riepel eine wohnortnahe

onkologische Behandlung der

kurzen Wege geboten werden.

Beim regelmäßig stattfindenden

Tumorboard werden aktuelle Patientenschicksale

gemeinsam diskutiert

und die optimale Behandlungsmöglichkeit

erörtert.

Adipositas — ein

erhebliches Problem

Die steigende Zahl an Patienten

mit krankhaftem Übergewicht ist

ein erhebliches gesundheitliches

und gesellschaftliches Problem.

Extremes Übergewicht vermindert

die Lebenserwartung und schränkt

die Lebensqualität massiv ein.

Speziell bei Adipositas-Patienten

gewinnt die chirurgische Therapie

daher zunehmend an Bedeutung.

Mit PD Dr. Reinhold Lang verfügt

die Krankenhaus GmbH über einen

erfahrenen Mediziner in der Behandlung

des krankhaften Übergewichts.

Er hat unter anderem lange

Jahre die Adipositaschirurgie der

LMU Großhadern geleitet.

Zu den weltweit üblichsten Operationsmethoden

gehören die Magenbandanlage,

die Schlauchmagenoperation

und die sogenannte

Bypassoperation.

Das Krankenhaus Weilheim verfügt

diesbezüglich über sämtliche

notwendigen, speziellen Pflegeutensilien

und Schwerlastbetten.

Die weitere Betreuung wird durch

den kompetenten Einsatz speziell

weitergebildeter Mitarbeiter, etwa

Adipositas-geschulter Diätberatung,

sichergestellt.

Schilddrüse — wichtig

im Stoffwechsel

Die Schilddrüse nimmt eine wichtige

Aufgabe im Stoffwechsel wahr.

Sie produziert die Hormone und

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

Telefon: Weilheim 0881 / 188-0, Schongau 08861 / 215-0

> > > KONTAKT WEILHEIM

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Johann-Baur-Straße 4

82362 Weilheim

Telefon: 0881 / 188-580 (Sekretariat und Terminvereinbarung)

0881 / 188-585 (Ernährungsberatung)

Telefax: 0881 / 188-579

Thyroxin sowie Kalzitonin. Produziert

die Schilddrüse zu wenig

Hormone, spricht man von einer

Unterfunktion. Produziert sie zu

viele, spricht man von einer Überfunktion.

Damit die Schilddrüse

genügend Hormone produzieren

kann, benötigt sie das Spurenelement

Jod. Dieses nehmen wir normalerweise

über die Nahrung in

ausreichender Menge zu uns. Bei

zu wenig Jod vergrößert sich die

Schilddrüse und es bildet sich ein

„Kropf“. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung

lassen sich Form und

> > > VERANSTALTUNGS-TIPPS

9. Januar 2017, 19.00 bis 20.00 Uhr:

www.gesundheitsversorger2020.de

Informationsabend für werdende Eltern

Größe der Schilddrüse bestimmen

und eventuelle Knotenbildungen

feststellen. Eine weitere Untersuchungsmethode

ist die Szintigrafie.

Diese abklärenden Untersuchungen

werden in enger Kooperation

mit dem Radiologischen Zentrum

Weilheim durchgeführt.

Bei den Operationen kommt modernes

Equipment zur maximalen

Schonung von Stimmbandnerven

und Nebenschilddrüsen routinemäßig

zum Einsatz. In Weilheim

findet immer donnerstags die

Schilddrüsensprechstunde statt.

im Krankenhaus Weilheim, Casino (ab 9. Januar jeden Montag)

25. Januar 2017, 18.30 Uhr:

Vortrag „Rückenschmerzen —

nicht einfach nur die Bandscheibe“

mit Dr. Eva Mareen Bakemeier, Leitende Ärztin der Tagesklinik für

Schmerztherapie im Krankenhaus Schongau DU 09/10

18. Februar 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr:

Tag der offenen Tür in der Klinik

für Gynäkologie und Geburtshilfe

im Krankenhaus Weilheim (Station 2)

7. März 2017, 19.00 Uhr:

2. Adipositastag

von PD Dr. Reinhold Lang, Krankenhaus Weilheim

im Krankenhaus Weilheim, Casino

25. März 2017, 10.00 bis 18.00 Uhr:

Tag der Gesundheit

in der Stadthalle in Weilheim

januar / februar 2017 | 29


Neujahrs-Vorsätze der etwas anderen Art

Der Schweinehund

in der Welpenschule

Plantagines + C

Lässt Ihr Pferd frei atmen

statt verkrampft husten.

Stärken Sie mit Plantagines + C

gezielt die Abwehrkräfte des

Immunsystems Ihres Pferdes in

der infektionsreichen, nassen

und kalten Jahreszeit.

Plantagines + C hilft sowohl bei

akuten als auch bei chronischen

Erkrankungen der Atemwege und

kann auch vorbeugend in der kalten

Jahreszeit zur Stärkung der

körpereigenen Abwehrkräfte

gefüttert werden.

Hartnäckiger, festgesetzter Husten

hat durch die stark schleimlösende

Wirkung keine Chancen mehr.

iWEST ® Tier-Ernährung Dr. Meyer & Co. KG

Hinterschwaig 46, D-82383 Hohenpeißenberg

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Illustration: Jan Künster, Bonn

Altlandkreis | Es wäre nicht schwer,

das neue Jahr mit einer großen

Portion schlechtes Gewissen zu

beginnen. Man müsste so viel ändern,

an sich selbst, am Leben und

überhaupt. Zu schwer sind wir, zu

träge, dazu richten wir den Fokus

zumeist auf Aktivitäten und Begebenheiten,

die eher nicht gesundheitsförderlich

sind. Keine Illustrierte,

kein Frauenmagazin, das in

dieser Zeit nicht mit Superdiäten,

Super-Sportprogrammen und Super-Optimierungstipps

aufwartet.

Auch der „altlandkreis“ springt

mit auf diesen Zug, allerdings mit

Vorschlägen, die vielleicht erst auf

den zweiten Blick ihre Wirkung entfalten.

Dennoch — es gilt auch hier,

den inneren Schweinehund zu zähmen.

Allerdings nicht mit eisernem

Willen, sondern moderater. Kleine

Veränderungen können Großes

bewirken — und aus dem Scheitern

kann immer wieder Neues entstehen.

Deshalb, keine Angst vor guten

Vorsätzen!

Tipp 1 — Es einfach mal

einfach machen

Man möchte gut aussehen, dem

gesunden Aspekt zum Trotz. Dennoch

gibt es kein Gesetz, das einem

verbietet, sich in bequemer

Alltagsbekleidung auf den Weg ins

Freie zu machen. Hauptsache, man

fängt einfach an. Wer mit moderaten

Runden, Schritt für Schritt, auf

ein bis zwei Bewegungseinheiten

pro Woche kommt, wird bald den

Gewöhnungseffekt spüren und

Lust auf mehr bekommen. Und

dann darf es auch professionelle

Funktionskleidung sein. Ein kleiner

Tipp im Tipp: Es kann unglaublich

befreiend sein, sich einmal ganz

„ungeschminkt“ der Umwelt zu

zeigen. Zu laufen, wenn man das

Bedürfnis hat, zu hüpfen oder beim

Gehen zu singen. Alles ist erlaubt,

wenn es nicht zum Schaden anderer

ist.

Tipp 2 — Analog

ist das neue Bio

Natürlich sorgt durchdachte hte Outdoorbekleidung

orbe

eidu

dung

schon für

eine Pri-

se Motivation ion vorneweg.

eg.

Mit Tipp 2 steht Diät auf dem Programm

— und zwar digital! Bei

sehr vielen Menschen ruft die Vorstellung,

lung

nicht in irgendeiner iner

Wei-

se erreichbar ei

zu

sein, erst einmal

das Gegenteil ei

von

Entspannung

nung

ng

hervor. Dennoch liegt auch im Digitalverzicht

auf Zeit ein unermesslicher

Mehrwert. Handy, Computer,

Tablet und selbst den Fernseher

einfach einmal aus- oder wegzulassen,

wenn auch nur für eine

gesetzte Zeitspanne, konfrontiert

zunächst mit Unruhe. Der Kopf ist

voller wirrer Töne, die Hände suchen

zumeist Beschäftigung, der

Körper ist angespannt. Doch wer

jemals dem Genuss einiger weniger

Sekunden Ruhe im eigenen

Denken ausgesetzt war, wird auch

hier mehr wollen. Die gute Nachricht:

Man muss nicht gleich zu

Buddha werden, doch wer Gefallen

an dieser Auszeit findet, sie vertiefen

möchte, dem sei ein sanfter

Kurs in Sachen Meditation angeraten.

Gerade die Volkshochschulen

bieten ideale Einstiegsbedingungen

für Laien.

Tipp 3 — Königsdisziplin

„Nichts tun“

Langeweile ist verpönt in unserer

Welt. Doch auch hier gilt die

Sichtweise darauf. Langeweile

kann

auch Muße sein, dann ist sie

alles le

andere als lang und weilig.

Tatsächlich können in diesem freiwillig

ig zugelassenen Raum wunderbare

Dinge geschehen, wenn

man sich mutig darauf einlässt.

Idealerweise sucht man sich da-

für ein

ruhiges Plätzchen, an dem

Störungen (auch in digitaler Form!)

ausgeschlossen sind. Achtsam hört

man dann in sich hinein, jedoch

ohne Druck. Wer möchte, kann es

sich gemütlich machen, vielleicht

30 | der altlandkreis


Mit dem Fotoapparat „bewaffnet“ kann es

losgehen auf Entdeckungstour: Wer sich Zeit

und Muße nimmt, seine Umwelt zu erkunden,

findet viele schöne Motive.

sogar für einige Minuten hinaus,

in eine Decke gekuschelt, auf die

winterkalte Terrasse oder Balkon

wandern. Tatsächlich einmal nichts

zu tun fällt vielen Menschen sehr

schwer. Doch lohnt es sich. Viele

geistreiche Ideen und Erfindungen

entsprangen einer aktionslosen

Zeit.

Tipp 4 — Die eigene

Komfortzone verlassen

Für kein Geld der Welt würden

manche einen Bungee-Sprung

wagen, auf den wilden Wellen des

Atlantiks reiten, sich mittels eines

Gleitschirms aus der Höhe stürzen.

Tipp 4 ist kein Aufruf zum Abenteuer.

Denn wer keinen Adrenalinkick

braucht, wird sich auch jetzt nicht

zu ungestümen Taten hinreißen

lassen. Der Zauber liegt bereits in

den kleinen Dingen, die nicht zu

unseren Alltäglichkeiten zählen

und für die wir keine Fertigkeit

besitzen. Sich einmal auf den Rücken

eines Pferdes zu

setzen, obwohl man

keine Affinität zum

Reitsport hat, sich zu

einem Bohrmaschinen-Workshop

im

Baumarkt anzumelden,

an einem Speed-

Dating oder Poetry-

Slam teilzunehmen,

ist eigentlich egal.

Hauptsache, man verlässt

dabei die eigene

Komfortzone und probiert

etwas völlig Neues

für sich aus. Der

Effekt ist verblüffend,

das Selbstbewusstsein

schlägt Purzelbäume.

Dieser Exkurs in Sachen

Entfaltung hilft

ebenso dabei, sich für

den Alltag besser gerüstet

zu fühlen. Man

wird belastbarer und

resistenter gegen Enttäuschungen

— und

kann bisweilen ein Talent

an sich entdecken, dass vorher

unsichtbar gewesen war.

Tipp 5 — Das Leben will

zelebriert werden!

Der Alltag wird von vielen Menschen

als Hindernis auf dem Weg

zum Wochenende wahrgenommen.

Zumeist wird durch diese

Tage gehetzt, unregelmäßig gegessen,

werden viele Aufgaben

gleichzeitig erledigt. Abends sinkt

man dann müde auf die Couch,

lässt sich vom Fernseher berieseln.

Welche Kraft in der Konzentration

liegen kann, zeigt sich an

Dingen, die man gerne tut. Wer

eine Aufgabe erledigt, an der das

Herzblut hängt, empfindet kaum

noch Gefühl für Zeit und Raum

— und geht obendrein noch gestärkt

daraus hervor. Kaum zu

glauben, aber selbst alltägliche

Verrichtungen, die in Konzentration

getan werden, belohnen mit

einem Energie-Kick. Ein Beispiel?

Wer sich eine halbe Stunde Auszeit

schenkt, nachdem er von der

Arbeit nach Hause kommt, kann

Abstand in beide Welten bringen.

Man entspannt sich an einem dafür

hergerichteten Lieblingsplatz,

kommt langsam an, erlaubt sich,

für eine kleine Zeit loszulassen.

Erst danach führt der Gang in

die Küche, um das Abendessen

vorzubereiten. Und hier geht es

weiter: Wer die Lebensmittel bewusst

wahrnimmt (Geschmack,

Aussehen, Geruch, Haptik), sie

bewusst verarbeitet und bewusst

isst, der hat verstanden, worum

es geht. Ein schön gedeckter Tisch

unterstützt dieses Zelebrieren des

eigenen Lebens.

Tipp 6 — Eins nach dem

anderen tun

Frauen sagt man nach, sie wären

multitaskingfähig; blickt man

sich auf der Straße, in Lokalen

oder im Alltag um, verstärkt sich

der Eindruck, gerade auch junge

Menschen sind es. Stöpsel im

Ohr sorgen für Musikberieselung,

gleichzeitig sorgt das Handy in

der Hand für Unterhaltung und

Gespräch. Auch beim Sport fühlen

sich viele Menschen wohler, wenn

sie den Fokus nicht auf die „Schinderei“

legen, sondern sich mit

Musik, auf dem Crosstrainer sogar

via Fernseher oder Illustrierter ablenken

lassen. Dabei kann so viel

Schönes im Augenblick zu finden

sein. Sich selbst atmen hören, den

Muskelbewegungen nachspüren,

bringt einen schnell in Einklang

mit sich selbst. Sehenden Auges

durch die Straßen zu gehen, zu hören,

zu riechen, zu sehen, belohnt

mit bunten Eindrücken. Oft bemerken

Menschen gar nicht, was

und wer sie umgibt. Da kann das

Fremde plötzlich anmutig wirken,

können Dinge, die man bewusst

wahrnimmt, die eigene Kreativität

beflügeln. „Augen auf im Straßenverkehr“

darf zu Recht verlangt

werden.

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Wir wünschen allen unseren

Kunden ein gutes neues Jahr 2017!

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januar / februar 2017 | 31


Weilheim und Schongau gehen künftig gemeinsame Wege

Die Sparkasse

Oberland kommt

32 | der altlandkreis

Altlandkreis | Schon im vergangenen

Jahr wehte der Fusionswind

durch den Landkreis, als die Vereinigten

Sparkassen Weilheim,

die Kreissparkasse Schongau und

die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen

darüber diskutierten

und verhandelten, ob sie gemeinsam

in die Zukunft gehen wollen.

Durch die Ablehnung des Verwaltungsrates

der Kreissparkasse

Garmisch im Jahr 2015 hatte sich

dieses Dreier-Konglomerat zerschlagen.

Angesichts der immer

weiter zunehmenden Regularien,

Vorschriften und Anforderungen

durch die Deutsche und Europäische

Bankenaufsicht haben jedoch

die beiden Häuser im Landkreis

Weilheim-Schongau, die Vereinigten

Sparkassen Weilheim und die

Kreissparkasse Schongau, im Juli

2016 die Gespräche wieder aufgenommen.

Bereits bei den Gesprächen

2015 hatte man festgestellt,

dass man auf Augenhöhe mit einer

guten gemeinsamen Basis miteinander

sprechen konnte. Im Laufe

der vergangenen Monate wurden

in vielen, intensiven Gesprächs-,

Informations- und Verhandlungsrunden

der Verantwortlichen die

Details einer möglichen Fusion der

beiden Sparkassen vereinbart und

in einem Fusionsvertrag festgeschrieben,

der im Laufe der letzten

Dezemberwochen 2016 von allen

zuständigen Gremien positiv verabschiedet

wurde. Bisher ist der

Landkreis Weilheim-Schongau Träger

der Kreissparkasse Schongau,

die noch aus der Zeit vor der Landkreisreform

beim Landkreis verblieben

war. Der Kreistag hat nun

in seiner Sitzung am 9. Dezember

mit großer Mehrheit die Ansicht

des Verwaltungsrates geteilt, dass

man in einer gemeinsamen Zukunft

wohl stabiler bestehen könne,

und hat somit der Fusion in

öffentlicher, namentlicher Abstimmung

zugestimmt. Damit war der

erste politische Meilenstein gelegt

und die Zweckverbandsversammlung

der Vereinigten Sparkassen

Weilheim konnte in ihrer Sitzung

am 14. Dezember ebenfalls der

Fusion zustimmen. Daraufhin nun

wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet

und die neue „Sparkasse

Oberland“ kann zum 1. April 2017

(mit interner Rückwirkung zum 1.

Januar 2017) rechtswirksam werden.

Damit wird das größte Kreditinstitut

in der Region aus der Taufe

gehoben, womit auch künftig die

Finanzierungskraft für die regionale

Wirtschaft für die Zukunft sichergestellt

werden kann. In der Realität

wird die Verschmelzung sicher

noch etwas dauern, viele Details

des täglichen Ablaufs dürften noch

zu klären und zu organisieren

sein. Ein wichtiger Punkt

war allen Beteiligten jedoch

immer die Aussage, dass es

für Mitarbeiter keinerlei fusionsbedingte

Kündigungen

geben wird, sondern überzählige

Stellen nur über die

natürliche Fluktuation, z.B. durch

Ruhestand von Mitarbeitern, abgebaut

werden sollen. „Alle Arbeitsplätze

sollen proportional, quantitativ

und qualitativ auf die beiden

Standorte Schongau und Weilheim

verteilt werden“, bekräftigte nochmals

der Schongauer Vorstandsvorsitzende

Alexander Schmitz.

Vorstandskollege Michael Lautenbacher

betonte ganz besonders

die wertvollen Kunden-Berater-

Beziehungen, die selbstverständlich

auch in einer neuen Sparkasse

Oberland erhalten und gepflegt

werden sollen. „Eine Säule des

Geschäfts der Sparkassen ist die

Kundennähe mit dem persönlichen

Gespräch von Mensch zu Mensch —

das wird auch künftig so bleiben.

Hier gilt es, die vertrauensvolle

und oftmals langjährige Beziehung

zu erhalten und zu festigen.“ Landrätin

Andrea Jochner-Weiß brachte

die Diskussionen auf den Punkt und

wies darauf hin, dass man „keinen

Standort schließt, sondern mit der

Fusion beide Häuser stärker macht

für die Zukunft“.

op


Neuer Bildband über den Ammersee, Land & Leute

Hommage an die Region

Ammersee-Region | „Wer hier lebt,

will nicht weg und wer weg muss,

bekommt schnell Heimweh“. Die

Rede ist vom Ammersee und seiner

wunderbaren Voralpen-Region

zwischen München und Allgäu.

Christoph Barth muss es wissen,

schließlich wuchs der Herrschinger

einst in der Region auf und

kehrte nach 50 Jahren wieder zurück

in die Heimat. Nun schenkt

der Fotograf und Grafiker seiner

„beseelten“ Heimat eine besondere

Liebeserklärung mit dem

Bildband „AMMERSEElen“. Mit

Landschafts-Panorama-Fotos portraitiert

Barth die Geschichten von

Menschen, die am Ammersee ihre

„Seelenheimat“ gefunden haben,

und die verschiedenen Orte. Die

teils dramatischen Aufnahmen der

verschiedenen Stimmungen am

Ammersee, zu jeder Jahres- und

Tageszeit in anderen Farben, haben

schon die Landschaftmaler

im vergangenen Jahrhundert fas-

>>> BUCH-VERLOSUNG

Der „altlandkreis“ verlost drei Exemplare des Bildbandes „AMMER-

SEElen“ von Christoph Barth. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte mit dem Stichwort „Ammersee“ an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Einsendeschluss

ist der 15. Januar 2017. Bitte die vollständige Absenderadresse

nicht vergessen, da die Bücher ihre neuen Besitzer auf postalischem

Weg erreichen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.

ziniert. Aber auch Einheimische

imisch

te Arm zur

„Weltstadt t mit Herz“,

finden in dem Bildband im Breitformat

sicherlich Vertrautes, aber des Buches. Alle Geschichten sind

zeigt eine weitere Besonderheit

auch Neues und sogar Plätze, die mit der App „regional.tips“ online

auch für sie als Geheimtipp gelten. verbunden. Hier können sich die

Gäste und Touristen können sich Leser weiterführende Informationen

auf ihr Smartphone laden.

derweil detailliert auf ihren Besuch

vorbereiten, um gezielte Touren zu Auf der App sind neben aktuellen

planen.

Veranstaltungs-Tipps aus der Ammersee-Region,

Handel und Handwerk,

auch alle Wander- und Radl-

Verbindung von Tradition

Touren genau beschrieben. Ein

und neuen Medien

kleines Symbol im Buch braucht

Das Buch „AMMERSEElen“ gibt nur eingescannt werden, schon

einen tiefen heimatkundlichen Einblick

in Geschichte, Land und Leute. Treffpunkt an alle im Bildband be-

gelangt man über den Bereich

Aus dem Auge des Fotografen, Grafikers

und Autors Christoph Barth es in der App noch weitere Landschriebenen

Plätze. Zudem gibt

erlebt man die Ortschaften rund schaftsfotos, sowie für Ausflügler

um den See. Man spürt, dass Barth viele Gastronomie-Empfehlungen

selbst die Plätze liebt, die er in seinem

Buch portraitiert und welche ein Tisch reserviert oder Konzert-

rund um den See. So können etwa

dem Band seinen Namen geben. karten bestellt werden.

Dass der Ammersee auch innovativ Autor Christoph Barth hat weitere

ist, im Münchner Umland gelegen Ausgaben geplant, um das Lebensgefühl

der Region zu transportie-

und wirtschaftlich der verlängerren.

Teil zwei wird „Vom Ammer-

Ursprung bis zum Ammersee“

lauten, der dritte „Vom Ammersee

über die Amper bis zur Donau“.

Auch weitere Ausgaben über den

Ammersee selber, mit immer neuen

Geschichten, soll es geben. Seit

November gibt es „AMMERSEElen“

im Buchhandel.

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Unsere kommenden

Veranstaltungen:

21.01.17:

Kabarett mit Alexandra

Stiglmeier (KVV im Café)

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januar / februar 2017 | 33


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Ideal für Sportler jeden Alters

Trendsport

Eisstockschießen

Altlandkreis | „Eisstockschießen

erlebt derzeit einen richtigen

Boom“, stellt der Präsident des

Deutschen Eisstockverbandes

Christian Lindner fest. Zwar hat

die Sportart auch das Problem

mit den schwindenden Wintern

und damit fehlenden Eisflächen

im Freien. Die sportlich Ambitionierten

gehen deshalb in die

Eishalle, und für die Hobbyspieler

gibt es fast in jeder Ortschaft Asphaltbahnen,

wo man ganzjährig

spielen kann.

Eisstockschießen ist ein sehr traditionsreicher

Sport. Alfred Krenmayr

aus Rott erinnert sich noch

an Zeiten, als der Engelsrieder

See über Wochen zugefroren war

und sich täglich mehrere Mannschaften

zum Eisstockschießen

trafen. „Damals hatten die Bauarbeiter

noch schlecht Wetter

und sind den ganzen Winter zum

Schießen gekommen“, erzählt

Krenmayr. Auch Matthias Floritz,

Spartenleiter Eisstock beim

Apfeldorfer Sportverein, besitzt

noch einen Eisstock, der vor

mehr als 80 Jahren von den dörflichen

Handwerkern mit einem

Eisenring und einer Holzplatte

angefertigt wurde. Obwohl sich

das Klima verändert hat, ist der

Eisstocksport ein Breitensport

geblieben. In vielen Gemeinden

gehört eine Sparte Eisstock zum

Sportverein, es gibt Asphalt- oder

Pflaster-Bahnen, auf denen mittlerweile

ganzjährig geschoben

wird.

Aktive Sportler trainieren

in der Eishalle

Der bayerische Eisstockverband

ist in sechs Bezirke aufgeteilt,

wobei sich im Einzugsgebiet

des „altlandkreis“ die Bezirke

Schwaben-Ammersee und Oberbayern

überschneiden. „Die ak-

34 | der altlandkreis


tiven Eisstockschützen trainieren

alle in der Eishalle“ weiß Robert

Pabst, der Vorsitzende des Bezirks

Schwaben-Ammersee. Der

Starnberger betont, dass der

Stocksport ein Leistungssport

ist, der bei Wettkämpfen mit

sechs bis sieben Stunden Dauer

höchste Anforderungen stellt.

Erst kürzlich fand in Peiting der

Europapokal für Damen und Herren

statt, den der Bundesvorsitzende

Christian Lindner in seine

Heimatgemeinde holen konnte.

Das ist vergleichbar mit der

Champions-League im Fußball“,

betont Lindner die Tragweite

dieses Wettkampfes, an dem

Mannschaften aus ganz Europa

teilnahmen und bei dem die Peitinger

Männer am Ende auf dem

dritten Podestplatz landeten.

Er weiß auch, dass es in Deutschland

rund 50 000 aktive Eisstockspieler

gibt. „Die Dunkelziffer an

Spielern, die zweimal im Jahr auf

ein zugefrorenes Altwasser oder

ähnliches geht, liegt bestimmt bei

300 000 Leuten“, ergänzt Lindner.

Derzeit ist ein Aufschwung für

diesen Hobby-Trend durchaus zu

erkennen.

Perfekt für alle

Generationen

Die meisten steigen in den Sport

erst im Alter zwischen 30 und

40 Jahren ein, wenn die aktive

Fußballzeit oder ein anderer

Leistungssport nicht mehr möglich

sind. Es gibt sogar Spieler,

die mit 80 Jahren noch zum Eisstockschießen

gehen, deshalb

wird er auch als „Mehrgenerationensport“

bezeichnet. Seit ein

paar Jahren gibt es in München

am chinesischen Turm oder im

Augustiner-Biergarten Kunststoff-Eisbahnen,

auf denen man

in geselliger Runde spielen kann.

Diese Idee wurde nun auch am

Weilheimer imer

Kirchplatz t

aufgegrifffen,

wo bis Sonntag, 8. Januar

ar

eine Kunsteisbahn sbah

aufgebaut aut ist.

Peitings ings

Eisstockschützen st

ch

spielen

im Sommer me

auf der Asphaltbahn

ahn

bei der Zechenschenke ensc

henk

nke und im

Winter in der Eishalle. le. „Wenn es

mal einigermaßen en kalt ist,

möchten

wir auf unseren Bahnen Eis

drauf machen“, lädt Christian

ian

Lindner ne

alle

le

Hobby-Eisstockler

by

stoc

ockl

oder solche, die

es ausprobieren

en

möchten, dann n zu

einem em

gesel-

el

ligen Sporttag bei

der

Zechenschenke

ein.

rg

januar / februar 2017 | 35


Namensführung nach der Hochzeit

Wenn aus Müller Meier

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von Mo 9.1. bis Do 26.1.17

Schongau I „Drum prüfe, wer sich

ewig bindet ...“, heißt es in einem

Zitat aus der Feder von Wilhelm

Busch. Eigentlich von Berufs wegen

Humorist, rät Busch darin mit

eher nüchternen Worten, lieber

einen genauen Blick auf den Auserwählten

zu werfen, bevor man

den Rest seines Lebens miteinander

verbringt. Im Idealfall geht es

natürlich um eine Liebeshochzeit

— und die wird, neben dem Ring,

auch durch die geänderte Namensgebung

sichtbar. Wäre das

Paar um 1958 zur Trauung gegangen,

wäre eine einfache Regel

zum Tragen gekommen: Die Frau

erhält den Familiennamen des

Mannes. Punkt.

Noch bis 30. Juni 1976 sollte dies so

bleiben, dann folgte für Frauen im

Zuge des Gleichberechtigungsgesetzes

die Möglichkeit, den Mädchennamen

an den Ehenamen zu

koppeln — der aber immer noch

vom Geburtsnamen des Mannes

ausging. Die Chronologie des

deutschen Ehenamensrechts sieht

über die Jahre noch weitere Anpassungen

vor, so konnte bereits

ab Juli 1976 der Geburtsname sowohl

der Frau als auch des Mannes

als Ehename gewählt werden.

Gleichzeitig konnte der „unterlegene“

Ehegatte seinen Geburtsnamen

(oder zum Zeitpunkt der

Eheschließung geführten Namen)

dem Ehenamen voranstellen: der

Doppelname war geboren.

Im Moment so viele

Möglichkeiten wie nie

Selbst getrennte Namensführung

sollte ab 29. März 1991 möglich

sein, dennoch musste spätestens

ab 1. April 1994 „Farbe bekannt“

werden: eine Fünf-Jahresfrist

regelte diese Bestimmungsmöglichkeit.

Dann änderte sich auch

das. Heute nun geht — mit wenigen

Ausnahmen — so gut wie al-

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les, wenn es um die Namensführung

geht. Ehegatten können als

Ehenamen den Geburtsnamen

der Frau und des Mannes, und

können den zur Zeit der Bestimmung

des Ehenamens geführten

Namen der Frau oder des Mannes

wählen. Das gilt dann übrigens

auch für Regelungen des

Lebenspartnerschaftsrechts.

Namensführung

via Münzorakel

Dass eine Namensführung nicht

immer zu klaren Ergebnissen

führt, kann Reinhold Jaser, Leiter

des Standesamtes der Stadt

Schongau bestätigen. So kann er

sich an den Fall eines Paares aus

Berlin erinnern, die zur Eheschließung

nach Schongau unterwegs

waren. „Im Vorfeld hatten beide

bei der Anmeldung im Standesamt

vermerkt, den Geburtsnamen

des Mannes wählen zu wollen“,

erzählt der Standesbeamte. Doch

während der Fahrt kamen beide

in Zweifel darüber. Es wurde diskutiert,

debattiert. Im Schongauer

Standesamt angekommen, sollten

beide immer noch zu keiner Einigung

gekommen sein. Dann kam

der Bräutigam auf eine kuriose

Idee. „Ich wurde darum gebeten,

zu würfeln oder eine Münze zu

werfen“, erinnert sich Reinhold

Jaser schmunzelnd. So unüblich

diese Bitte in den Amtsstuben bis

dato war, tat der Standesbeamte

dem Paar diesen Gefallen und

warf eine Münze — und hatte wohl

das Schicksal auf seiner Seite:

Zur Erleichterung Jasers sollte es

beim Geburtsnamen des Mannes

bleiben. „Ich hätte ja alle Papiere

noch einmal ändern müssen“, erklärt

er rückblickend.

Ein Blick ins

Eheregister der Stadt

Wäre nun die Münze anders gefallen,

wäre der Geburtsname der

Frau als Ehename zum Tragen gekommen.

Ein Blick in die Auswertung

des Eheregisters der Stadt

Schongau des Jahres 2016 zeigt,

dass tatsächlich sieben Paare diese

Möglichkeit gewählt hatten.

Der Mann trägt nun den Namen

seiner Frau. Bemerkenswert mag

da noch die Zahl derer sein, die

keinen gemeinsamen Ehenamen

wählten: 13 Paare nutzten diese

Option. In der Regel wird im

Schongauer Standesamt auf klassische

Art geheiratet, nimmt die

Dame den Namen ihres Bräutigams

an. Schon aus romantischen

Gründen, darf vermutet werden.

61 Paare taten genau das.

Apropos Romantik: Zwar kann in

Schongau derzeit nur in den dafür

gewidmeten Amtsräumen geheiratet

werden und nicht, wie etwa

in Bad Kohlgrub oder Lechbruck,

Trauungen auf dem Floß oder

Hörnle anbieten. Dennoch gilt

gerade die Ratsstube mit ihrer

geschichtsträchtigen Vergangenheit

und dem mittelalterlichen

Ambiente als Highlight bei den

Hochzeitspaaren. Sie alle zeigen

sich begeistert von der Atmosphäre

dieser Stube — und auch

vom Routinier Reinhold Jaser.

Denn der weiß, was er tut: Seit

1996 führt der Standesbeamte in

Schongau Trauungen durch. rp

januar / februar 2017 | 37


Reiseziele für Frischvermählte

„Bitte nicht stören ...“

Altlandkreis | Wer nach seiner

Traumhochzeit auch noch Traumflitterwochen

verbringen möchte,

muss dazu nicht zwangsläufig ins

Ausland reisen. Bedenkt man den

Aufwand, den es braucht, dorthin

zu kommen, kann über eine

zeitlich idealere (und auch kostengünstigere)

Alternative durchaus

nachgedacht werden. Selbst

innerhalb Deutschlands und den

angrenzenden Nachbarländern

finden sich reizvolle Ziele für Hochzeitsreisende,

die es durchaus mit

den Zielen in aller Welt aufnehmen

können. Und das liegt nicht an der

Exklusivität, sondern vielmehr am

Außergewöhnlichen, das einen

bisweilen erwartet. Der „altlandkreis“

stellt vier „Honeymoon“-

Tipps der besonderen Art vor.

Fass(ungslos) glücklich

im Holzfass

Der erste Tipp führt mitten in den

Schwarzwald — hinein in die Urlaubsregion

Sachbachwalden. Am

Fuße der Hornisgrinde, einem der

höchsten Berge im Nordschwarzwald,

liegt auf etwa 350 Höhenmetern

der Hof der Familie Wild.

Inmitten der Weinberge haben

die Wirtsleute rund 8 000 Liter

große Weinfässer zu komfortablen

Schlaf-, Wohn- und Sanitärfässern

umgebaut. Mitten in den Reben

können Frischvermählte so auf abgegrenzter,

intimer Fläche ihre Flitterwochennächte

verbringen — und

dabei den Blick über die atemberaubende

Landschaft der Rheinebene

bis hinein in die Vogesen

genießen. Selbst im Winter steht

diesem Schlafvergnügen nichts

im Wege, denn die Fässer sind

beheizt. Tagsüber locken nahegelegene

Ausflugsziele ins Elsaß,

den Europapark Rust oder zu den

Triberger Wasserfällen. Städtetouren

nach Baden-Baden, Straßburg,

Karlsruhe oder Freiburg bieten sich

ebenfalls an.

Auf dem Baum(haus)

der Glückseligen

Bei Tipp zwei geht es hoch hinaus

— und zwar auf den Gipfel eines

Baumes. „Baumpalast“ nennt sich

ein Anbieter des mittlerweile umfangreichen

Angebots dieser Über-

nachtungsmöglich-

keiten. Die Anlage

liegt direkt am Fränkisch-Schwäbischen

Jakobsweg, am

Rande eines Kiefernmischwaldes.

Sieben

idyllische Baumhäuser,

beheizbar und

mit Strom versorgt,

sorgen für eine urbane

Aufenthaltsqualität.

Für frische Leckereien am

Morgen sorgt die ortsansässige

Bäckerei, die alle Baumhausbewohner

auf Wunsch beliefert. Als

weiteres Highlight bietet der Betreiber

rund zweistündige Huskywanderungen

an; das primäre Ziel

ist es jedoch, ein unvergessliches

Übernachtungserlebnis inmitten

der Natur zu verbringen, fernab

vom Alltagsstress. Die nähere Umgebung

rundet mit Möglichkeiten

zum Wandern, Biken, Baden ab.

Lass’ mich dein

Leuchtturmwärter sein ...

Noch einmal hoch hinaus geht es

bei Tipp drei, und der führt zu einer

Nacht im Leuchtturm

Harlingen in den

Niederlanden. Drei

Etagen stehen darin

für exklusive Nächte

zur Verfügung: Hier

lassen einen das Geräusch der

Brandung und die Gesänge der

Möven in den Schlaf sinken — und

nach dem Erwachen fällt der Blick

auf die grandiose Aussicht. Eine

Rundumverglasung macht dies

möglich. Alle Räume des Leuchtturmes

sind rund — selbst die Dusche.

Ein Highlight ist sicherlich

der auf 20 Metern Höhe gelegene,

gesicherte Rundumgang, der den

Blick ungehindert in die Ferne

schweifen lässt. Auch hier kann auf

einen leckeren Frühstücksservice

zugegriffen werden: Die Verwalterin

bringt ofenfrische Semmeln.

Wer an Schnee und Eis denkt,

denkt nicht sofort an Komfort und

Romantik. Dass es sich auch in

diesem Element wunderbar ausgefallen

wohnen und schlafen lässt,

beweist das Unternehmen „Iglu-

Lodge“. Dahinter verbirgt sich die

exklusive Möglichkeit, in einem

Iglu zu übernachten.

Heiße Gefühle

in eisigem Ambiente

Das schöne Allgäu rund um Oberstdorf

bildet den Rahmen für dieses

Vergnügen der besonderen Art.

Verschiedene Möglichkeiten sorgen

für das richtige Umfeld zum

richtigen Anlass. Selbst Whirlpool

und Prosecco stehen zur Verfügung

— inklusive Betreuung durch das

Iglupersonal. Und gegen den leeren

Magen der Frischvermählten

wird auch Abhilfe geschaffen: Ein

leckeres Käsefondue steht auf der

Speisekarte des Iglu-Restaurants

hoch oben nahe dem Bergrestaurant

Höfatsblick.

rp

38 | der altlandkreis


Hochzeits- und Eventmesse in der Weilheimer Stadthalle

Seit 25 Jahren im Zeichen

des „schönsten Tages“

Weilheim | „Ja, ich will!“ Drei

Worte, die häufig den Auftakt für

einen wahren Organisations-Marathon

darstellen. Paare, die sich

trauen wollen, müssen zahlreiche

Entscheidungen treffen, bis alles

für den großen Tag geregelt und

vorbereitet ist. Seit mittlerweile

einem Vierteljahrhundert hilft dabei

die Weilheimer Hochzeits- und

Eventmesse. Über 50 Aussteller —

von Brautmode über Floristik bis

zur Musik — präsentieren sich auch

heuer am 21. und 22. Januar in der

Weilheimer Stadthalle. Wie und

wo man etwa für Ringe, Brautkleid

oder Location den richtigen

Ansprechpartner findet, darauf

hat Thomas Dormeyer, Veranstalter

der Messe, eine klare Antwort:

„Der kürzeste Weg ist der Besuch

der Hochzeitsmesse. Hier können

sich Brautleute zusammen mit

Familien oder Freunden über die

verschiedensten Angebote informieren

und beraten lassen. Ganz

ohne langes Rumtelefonieren oder

wunde Füße.“

Seit drei Jahren steht die Veranstaltung

unter der Regie von Eventmanager

Thomas Dormeyer, der die

Messe seit 2014 mit neuem Konzept

organisiert. „Die Hochzeits- und

Eventmesse richtet sich nicht allein

an Brautleute, sondern an alle, die

feiern wollen, egal ob Geburtstag,

Jubiläum oder Firmenfeier“, beschreibt

Dormeyer die Erweiterung

der Messe. Samstag (21. Januar)

von 13 bis 17 Uhr und Sonntag (22.

Januar) von 10 bis 17 Uhr stehen die

Aussteller den Besuchern für ausführliche

Beratungsgespräche zur

Verfügung. Und bieten zudem tolle

Rabatte an, so dass mit dem Messebesuch

nicht nur Zeit und Weg,

sondern auch Geld gespart werden

kann. Abgerundet wird das Wochenende

von einem vielfältigen

Unterhaltungsprogramm für die

ganze Familie.

Attraktive Preise,

ansprechendes Programm

Mehrmals täglich können sich zukünftige

Bräute und alle anderen

Interessierten bei den Braut-Modeschauen

inspirieren lassen. Die

anschließende Verlosung fällt im

Jubiläumsjahr besonders üppig

aus. Attraktive Preise der teilnehmenden

Aussteller im Gesamtwert

von über 3000 Euro winken für

die Besucher. Hauptpreis ist eine

Urlaubsreise für zwei Personen. 25

Jahre Hochzeits- und Eventmesse

Weilheim werden außerdem am

Samstag ab 17.30 Uhr gebührend

mit einer Feuershow und Feuerwerk

vor der Stadthalle gefeiert.

Zu den weiteren Programm-Höhepunkten

tragen unter anderem

die zahlreichen Musiker mit Live-

Unterhaltung bei. Teilnehmende

Catering-Unternehmen laden zudem

zu Kostproben ein, so dass

Häppchen, Hochzeitstorten oder

Kaffee-Spezialitäten probiert werden

können. Damit sich Eltern ganz

entspannt und in Ruhe umsehen

und informieren können, wartet

auf die Kleinen ab drei Jahren ein

kostenloses Kinderbetreuungsprogramm,

das selbstverständlich

auch für die eigene Hochzeitsfeier

gebucht werden kann. Der Eintritt

zur Messe beträgt 8 Euro. Im Vorverkauf

beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim

und beim Tagblatt sowie im Reisebüro

Vivell in Landsberg, kosten

die Karten 6 Euro.

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januar / februar 2017 | 39


American Football in Starnberg

Willkommen in der

Argonauten-Familie

Starnberg | Die Argonautensage

kommt ursprünglich aus der griechischen

Mythologie. Ganz so antik

sind sie nicht, die American

Footballer der Starnberg Argonauts,

auch wenn deren Geschichte

bereits über 35 Jahre alt ist. Der

„Sage“ nach begann der American

Football — die Sportart mit dem

Leder-Ei und den vielen kräftigen

Jungs — in Starnberg an

einem warmen Spätsommernachmittag

des

Jahres 1980 an den

Badeplätzen in Possenhofen

am Starnberger

See. Sechs junge

Männer warfen sich

damals einen Football

zu und bekamen ein

Angebot der „Munich

Cowboys“, welches

sie jedoch ablehnten.

Verstärkt durch elf

Amerikaner aus der

Bad Tölzer Kaserne,

die auch die Trainerarbeit

übernahmen,

gründeten sie selbst einen Verein:

die Starnberg Argonauts.

Fasziniert von der

taktischen Sportart

„Die Spielzüge dauern vielleicht

drei bis 20 Sekunden

aber hier passiert alles“, beschreibt

Thomas Goepfert die Faszination

der wohl am meisten von

der Taktik geprägten Mannschaftssportart

der Welt. Der 27-jährige

Medienmanager ist neben seiner

Rolle als Spieler auch in der kürzlich

gewählten neuen Vorstandschaft

für die Bereiche Marketing,

Presse und Sponsoring verantwortlich.

„American Football hat

in Deutschland ein gesellschaftliches

Problem“, bedauert Goepfert

und räumt sogleich mit einem

Vorurteil auf. „Viele meinen, es

verkloppen sich zwei Mannschaften.

Dabei ist Football von Disziplin

geprägt.“ Obwohl die Sportart

in den letzten Jahren immer mehr

Platz in der deutschen Fernsehlandschaft

findet, sei die Akquise

von Sponsoren immens schwer.

„Dabei ist Football ein Sport für

Jedermann“, erklärt Thomas

Goepfert. Und tatsächlich scheint

diese Tatsache beim American

Football weitaus mehr zuzutreffen

als bei vielen anderen Sportarten.

Wo etwa beim Fußball athletische

Grenzen nicht wegzudiskutieren

sind, gibt es beim Football derart

viele verschiedene Positionen mit

ganz unterschiedlichen Anforderungen.

Während — vereinfacht

ausgedrückt — die kleineren, wendigen

Spieler eher für das Ballfangen

und Laufen zuständig sind,

benötigt es beim Blocken der Gegenspieler

„die schweren Jungs“,

wie es Goepfert nennt: „Man ist

ständig auf der Suche nach kräftigen

Spielern. Schließlich schiebt

man 120 oder 150 Kilo nicht so einfach

zur Seite.“ Auf einen Aspekt

sind sie in der Vorstandschaft der

Argonauts besonders stolz: „Wir

haben ein breitgefächertes Team.

Vom Schüler, über den Metzger-

Unsere Marken:

lip-Flop und Hausschuh nach Ma

40 | der altlandkreis









inlagen nach Ma


Die gedachte, sogenannte „Line of Scrimmage“ trennt die Offensive

der einen Mannschaft von der Defensive des Gegners.

lehrling bis zum Rechtsanwalt und

sogar Richter spielt bei uns eigentlich

alles. Egal welcher Beruf,

egal welche Gesellschaftsschicht,

egal welche Nationalität“, so Vorstandsmitglied

Thomas Goepfert.

Es kommt also nicht von ungefähr,

dass sich die Starnberger Footballer

gerne als „große Argonauten-

Familie“ bezeichnen. Obwohl die

knapp 50 Spieler der Herrenmannschaft

aus rund 25 unterschiedlichen

Gemeinden — auch aus dem

Altlandkreis — stammen.

Personeller Umbruch —

neues Konzept

Die Starnberg Argonauts sind einer

der ältesten American-Football-Vereine

in Deutschland. In

Folge eines personellen Umbruchs

treten sie in der kommenden Saison

in der fünftklassigen Landesliga

an, 2013 waren sie noch in die

zweite Bundesliga aufgestiegen.

Doch zahlreiche, häufig studienbedingte

Abgänge von Leistungsträgern

führten zu einem

freiwilligen Rückzug in eine

tiefere Spielklasse. Mittlerweile

haben einige der ehemaligen

Akteure ihr Studium beendet

und sind zurückgekehrt. „Wir

haben heuer zehn Spieler, die

in der vergangenen Saison noch

erste oder zweite Liga gespielt

haben“, freut sich Thomas

Goepfert darüber, den Aufstieg

als Ziel ausgeben zu können.

Er selbst war einige Zeit in Österreich

und zuletzt in Hildesheim

höherklassig aktiv. Um den Verein

zu entwickeln, sind weitere Schritte

notwendig. Mit dem Amerikaner

Matt Le Fever konnte ein Trainer

und Quarterback, die wichtigste

Position im American Football, in

Personalunion gewonnen werden.

Er ist hauptamtlich angestellt,

übernimmt die Ausbildung

der heimischen „Coaches“, leitet

diverse Jugendprogramme und

baut die Basis auf. „Ich denke, für

eine fünfte Liga ist das ziemlich

einmalig“, sagt Goepfert. Am 9.

März 2017 macht sich ein Tross mit

35 Spielern, sieben Trainern und

Betreuern auf zum „International

Football Camp in Iceland“. Solche

Projekte wie dieses Trainingslager

und der kulturelle Austausch in

Island sollen auch zukünftig keine

Seltenheit bleiben. Die Hälfte der

Reisekosten wird von Sponsoren

übernommen, für den Rest kommen

die Teilnehmer selbst auf.

Das gestaltet sich nicht immer

leicht, denn die Spieler im American

Football können im Gegensatz

zu manch anderer Sportart auch

in den höheren Amateurbereichen

nicht mit Aufwandentschädigungen

rechnen. Selbst in der ersten

Bundesliga ist ein finanziell lukratives

Gehalt die absolute Ausnahme.

Selbst für den

Nachwuchs sorgen

Zwei Jugendmannschaften jagen

bei den Argonauts dem „Ei“ hinterher.

In den jüngeren Altersklassen

wird oftmals eine abgespeckte

Variante gespielt. Statt wie bei den

Erwachsenen mit jeweils elf Spielern,

tritt man hier nur mit neun

an. Derzeit versuchen die Argonauts

eine Jugendmannschaft für

das sogenannte „Flag Football“

aufzubauen. Eine Variante, die

weitestgehend ohne „Tackling“,

also Körperkontakt, auskommt.

„Man merkt im Umfeld, dass sich

etwas bewegt“, beschreibt Thomas

Goepfert, auch wenn er weiß,

dass die besten Zweitliga-Zeiten,

in denen durchaus 800 bis 1000

Zuschauer zu den Spielen kamen,

zumindest vorübergehend vorbei

sind. Trotzdem haben die Heimspiele

auch heute noch Eventcharakter.

Die Cheerleader-Formation

„Silver Stars“ sorgt für Stimmung

und Goepfert verspricht „den Besten

Burger, den es gibt“. Am 5.

Februar 2017 steht wieder der

größte Feiertag für Football-

Fans rund um den Globus an:

der Super Bowl. Das Finale der

amerikanischen Profiliga „NFL“

gilt als das größte Einzelsportereignis

der Welt. Rund 800 Millionen

Zuschauer weltweit werden

sich dann wieder vor den

TV-Geräten tummeln. Natürlich

auch die Starnberg Argonauts.

Ein Zusammenkommen von Fans

und Spielern, wie im vergangenen

Jahr im Breitwand-Kino, ist

auch diesmal geplant.

tis

januar / februar 2017 | 41


Bildungsportal

Oberland

Bildungsportal Oberland seit Juli online

Das Wissen zweier

Landkreise vereint

lernen?

logisch!

Oberland | Anfang Juli 2016 starteten

die beiden Landkreise Weilheim-Schongau

und Bad Tölz-

Wolfratshausen gemeinsam das

Bildungsportal Oberland. Auf dieser

Internetseite präsentieren sie

seitdem ihr vielfältiges Bildungsangebot.

„Die Menschen hören ja

nicht an einer Landkreisgrenze auf

zu denken“, spricht Justina Eibl von

der Wirtschaftförderung und Kreisentwicklung

Weilheim-Schongau

die „kooperative Zusammenarbeit“,

wie sie es nennt,

an. Gemeinsam mit ihrem Kollegen

Andreas Roß aus dem Nachbarlandkreis

rief sie das Projekt

„Bildungsportal Oberland“ ins

Leben. Überlegungen dazu gab

es bereits Winter 2012/2013 im

Zuge der Landkreis-Initiative

„Lernen mit Perspektive“.

Bis zur Fertigstellung des Portals

sollte jedoch noch ein langer Weg

beschritten werden. Die beiden Initiatoren

holten sich mit Christiane

Manthey von der Agentur „Dirk

Rutz Bildungslösungen GmbH“

eine ausgewiesene Expertin mit

ins Boot. Schließlich hatte sie bereits

einige solcher Portale, zuletzt

im Allgäu, auf die Beine gestellt.

Manthey war von Anfang an dabei,

fungierte als Projektleiterin,

Beraterin und war für den Datentransfer

verantwortlich. Ihre weitreichenden

Kontakte konnte man

sich zudem zu Nutzen machen.

„Sie kennt derartige Projekte aus

dem Effeff“, sagt Justina Eibl über

die erfahrenen Projektmanagerin.

Der Hauptteil der Arbeit konzentrierte

sich schließlich auf die Zeit

» „Es gibt nur eins,

was auf Dauer teurer

ist als Bildung,

... keine Bildung!“

zwischen Frühjahr und Anfang Juli.

Hier wurde das Portal erstmals der

Öffentlichkeit vorgestellt — beim

ersten Bildungsgipfel in der Weilheimer

Stadthalle. „Ein absoluter

Meilenstein“, so Eibl über diesen

Teilerfolg.

Auch der Nachbarlandkreis Bad

Tölz-Wolfratshausen spielte bereits

seit längerem mit der Idee eines

eigenen Bildungsportals. Nachdem

die Signale aus Weilheim-

Schongau kamen, wurde ein neuer

Anlauf genommen. Seither trafen

sich die Verantwortlichen regelmäßig

abwechselnd in Bad Tölz

und Weilheim, diskutierten den

Fortschritt und verfeinerten die

Idee. Mit dem Schulterschluss der

beiden Landkreise sei indes bei

weitem noch kein Ende erreicht.

Überlegungen zu einer Erweiterung

gibt es bereits, auch wenn

bisher noch nichts spruchreif ist.

Eine Vielzahl

an Angeboten

(J. F. Kennedy)

Das Portal soll sowohl für den

Bereich „Arbeit und Beruf“, als

auch für das Thema „Freizeit“ eine

breite Palette an Optionen bieten.

Regionale Angebote werden darauf

zusammengeführt und sind für

jeden jederzeit abrufbar, wie von

Projektleiterin Christiane Manthey

auf dem ersten Bildungsgipfel im

Juli präsentiert wurde. Die Zielgruppe

beschreibt Justina Eibl als

„äußerst lebendig“, schließlich

haben etwa Schüler verständlicherweise

ganz andere Präferenzen

als Senioren.

In übersichtlicher Anordnung

und Struktur bietet das Bildungsportal

Oberland Informationen

zu Veranstaltung, Ort,

Gebühren und Anmeldemodalitäten.

Zudem können Fakten zu

allen Veranstaltern abgerufen

werden. Zum Start des Projekts

wurden zunächst zahlreiche Anbieter

angeschrieben. Die beiden

Wirtschaftsförderer Justina

Eibl und Andreas Roß zeigten auf,

welche Einrichtungen von Anfang

an dabei sein sollten. „Es gab keinerlei

Absagen“, blickt Eibl erfreut

zurück.

Mittlerweile können interessierte

Einrichtungen sich selbst beim

Landratsamt melden — etwa 90

Anbieter sind auf der Internetseite

bereits registriert. Fahrschulen,

Tanzakademien oder Berufszentren

sind nur einige Beispiele

aus dem vielfältigen Angebot. In

einem Gespräch wird anfangs

ermittelt, ob die Kunden auch

auf das Bildungsportal Oberland

passen — einige Kriterien müssen

erfüllt sein. Nach eingehender

Prüfung werden sie dann

freigeschaltet. Ab dann können

die Kunden ihre Kurse, Seminare

42 | der altlandkreis


Brachten gemeinsam das Bildungsportal Oberland auf den Weg: Justina

Eibl, Christiane Manthey und Andreas Ross (v.r.)

oder Fortbildungen bequem über

ein Online-Formular melden, die

Veranstaltungen werden anschließend

automatisch eingepflegt. „Es

ist ein Medium, das ständig in Bewegung

ist“, freut sich Justina Eibl

über die bisher zahlreich gemeldeten

Veranstaltungen. Die Aufgabe,

das Portal stets aktuell zu halten,

sei „zwar aufwendig, macht

aber sehr viel Spaß“, so Eibl. Für

den Einstieg ist man in beiden

Landratsämtern mit der erreichten

Zahl durchaus zufrieden, die Entwicklung

solle aber in jedem Fall

weiter vorangetrieben werden.

Die Teilnahme für die Anbieter ist

komplett kostenlos.

Keine spezielle

Zielgruppe

Das Bildungsangebot ist weitreichend,

die Auswahl enorm groß,

wie etwa Sprachkurse, EDV-Seminare

oder diverse Fortbildungen

beweisen. Dabei richten sich die

Angebote nicht an eine spezielle

Zielgruppe: Berufstätige, Existenzgründer,

Wiedereinsteigerinnen,

Betriebe, Schüler, Familien oder

Senioren — es ist für jeden etwas

dabei. Neben den einzelnen Kursen

hält eine Infothek Wissenswertes

für Bildungsinteressierte,

Unternehmen, Einrichtungen und

Honorarkräfte bereit. Träger des

Portals sind die beiden Landkreise

in ihrer Funktion als Bildungsregion

bzw. Bildungsstandort. Das

System ist überschaubar, leicht zu

bedienen und bietet Anwendern

auf kurzem Weg einen Überblick

zu regionalen wie auch überregionalen

Bildungsangeboten in Bayern.

Neben den einschlägig bekannten

Schularten werden auch

Lernorte wie Museen, Klöster,

Kirchen und Forschungseinrichtungen

aufgelistet. Das Bildungsportal

soll Nutzern wie Anbietern

gleichermaßen Komfort und die

oftmals geforderte Transparenz

bieten. Die Angebote können dadurch

noch passgenauer konzipiert

werden. Ganz davon abgesehen,

dass das komplette Portfolio

zweier Landkreise vereint wird.

Die Nutzer sollen sich

gut beraten fühlen

> > > KONTAKT

Ein quantitatives Ziel zu benennen

sei äußerst schwierig, wie

Justina Eibl verrät. „Unser Ziel ist

dann erreicht, wenn man sich als

Nutzer gut beraten fühlt.“ In den

nächsten Monaten kommt eine

Menge Arbeit auf die Verantwortlichen

zu, da sind sie sich einig.

„Einfach nur etwas zu haben, ist

zu wenig“, heißt es aus dem Landratsamt

Weilheim-Schongau. Daher

wird man zukünftig weiterhin

auf den regionalen Jobmessen

präsent sein, um das Bildungsportal

noch bekannter zu machen.

Im Laufe des Jahres 2017 ist zudem

eine erste große Feedbackrunde

geplant. Wo gibt es Handlungsbedarf?

Was gilt es zu optimieren?

All das soll in sogenannten

Workshops direkt mit den Kunden

geklärt werden. Ein Aspekt, bei

dem schon jetzt Verbesserungspotenzial

ausgemacht wurde, ist der

„Ausbildungs-Button“. Dieser soll

ausgebaut und die Verknüpfung

zwischen Betrieb und Auszubildenden

vertieft werden.

„Wir wollen nicht in Scheuklappen

denken, sondern auch mal links

und rechts schauen“, spricht Eibl

an, dass etwa weitere Lernorte definiert

werden, die anfänglich gar

nicht als solche wahrgenommen

wurden, wie etwa Sternwarten.

Wissen, Know-how und

Werte. Kurz: Bildung

Demographischer Wandel und

Fachkräftemangel, Globalisierung,

Digitalisierung, Inklusion, Integration

und Teilhabe haben unmittelbaren

Einfluss auf Gesellschaft,

Wirtschaft und soziale Netze. Um

die damit verbundenen Herausforderungen

zu bestehen, braucht

es laut Aussage der Initiatoren des

Portals Wissen, Know-how und

Werte. Zusammengefasst: Bildung.

Die Internetseite sei in diesem

Zusammenhang ein wichtiger

Schritt in Richtung Überarbeitung

der Bildungsstrukturen, -inhalte

und -angebote.

tis

Justina Eibl, LRA Weilheim-Schongau, Tel. 0881 / 681-1276

Andreas Ross, LRA Bad Tölz-Wolfratshausen. Tel. 08041 / 505-288

janu

ar

/ februar 2017 | 43

Willkommen auf dem

Bildungsportal

Ein Projekt

der Landkreise

Bildungsregion

Bad Tölz-Wolfratshausen

Bildungsstandort

Weilheim-Schongau

Oberland

Obe a d

Hier finden Sie Informationen zu:

Kurssuche

❚ aktuelle Bildungs- und

Weiterbildungsangebote

Anbieter

❚ Bildungs- und

Weiterbildungseinrichtungen

Beratung

❚ Beratungsstellen und Ansprechpartner

❚ Bildungswege, Voraussetzungen,

Übergänge und Umschulung

❚ Abschlüsse, Finanzierung,

Förderungen und Beratung

Lernorte

❚ Schulen, Kindertagesbetreuung,

Büchereien und Museen

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44 | der altlandkreis


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Schwabsoien I Wo geht man am

Faschingssamstag hin? Natürlich

nach Schwabsoien! Der Faschingszug

mit anschließender Party im

großen Festzelt hat sich zum größten

Faschingsevent im Schongauer

Land entwickelt. Dahinter steckt

ein rühriger Faschingsclub, der

mittlerweile die Unterstützung der

ganzen Dorfgemeinschaft benötigt,

um dem Ansturm der Partygäste

gerecht zu werden. „Wir wollen etwas

für Alt und Jung machen“, erklärt

der Vorsitzende Stephan Jahl,

der den Schwabsoier Fasching

trotz der Größe wieder mehr in

Richtung Gemütlichkeit steuern

möchte.

Schwabsoien genießt den Vorteil,

dass es in engem Kontakt zu den

Faschingshochburgen Schongau

und Hohenfurch steht und auch in

Richtung Allgäu Freundschaften zu

den Narren in Stöttwang, Osterzell

oder Frankenhofen pflegt. Der

Gaudiwurm schlängelte sich früher

am Faschingsdienstag durch

das Dorf, im Jahr 1998 wurde er

dann vorverlegt auf Faschingssamstag.

Eine gute Entscheidung,

denn die Anzahl der teilnehmenden

Gruppen und Wagen konnte

sich dadurch verdoppeln. Durch

den regen Austausch der Schwabsoier

mit den Faschingsvereinen

im Schongauer Land und dem

Allgäu hatten sich beim letzten

Faschingszug über 35 Wagen und

Fußgruppen beteiligt.

Beste Gruppen

werden prämiert

„Durch unseren Wettbewerb ist die

Qualität wieder besser geworden“,

stellt der Vorsitzende Stephan Jahl

fest, denn in Schwabsoien wird

Wert auf gute Themen und eine

ansprechende Umsetzung gelegt.

Dazu werden an die Zuschauer

Bewertungsbögen ausgeteilt, deren

Auswertung gleich im Laufe

des Nachmittags die Prämierung

der besten Fußgruppe und des

schönsten Wagens bestimmt.

Für die Faschingsfreunde, die es

etwas gemütlicher haben möchten,

wurde im letzten Jahr erstmals

am Dorfplatz eine Bühne

samt Verpflegungsständen aufgebaut.

Hier tanzen die Garden nach

dem Umzug und der Faschingssamstag

kann gesellig ausklingen.

Das Zelt für die Party-Gänger

stand früher immer am Sportplatz,

doch aus sicherheitstechnischen

Gründen musste 2016 auch hier

eine Veränderung vorgenommen

werden. Erstmals wurde auf freier

Wiese ein doppelt so großes

Zelt aufgebaut und mit den beiden

Livebands „Bloody Chicken

Heads“ sowie „Allgäu Feager“

für Stimmung mit Niveau gesorgt.

6 500 Gäste konnten letztes

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46 | der altlandkreis


Im Moment sind es 14 Damen, die im Fasching 2017 wieder die

Bälle unsicher machen möchten.

Jahr in Schwabsoien verzeichnet

werden, was ohne professionelle

Unterstützung durch Security und

Bewirtung nicht mehr zu bewerkstelligen

wäre.

Fasching für

Alt und Jung

„Der Faschingssamstag wurde

den zeitgemäßen Entwicklungen

angepasst“, erklärt der 28-jährige

Vorsitzende, „alle weiteren Faschingsveranstaltungen

möchten

wir ursprünglich halten“. Deshalb

wird jedes Jahr zum Faschingsbeginn

ein Tanzkurs angeboten

und gleich am Samstag, 7. Januar,

ein nobler Schwarz-Weiß-Ball in

der Gemeindehalle veranstaltet,

in dessen Rahmen Marsch und

Showtanz der Garde Premiere

haben. Außerdem gibt es einen

„Gaudiball“ am Samstag, 28. Januar,

ausgerichtet von den Schwabsoier

Vereinen. Hier sorgt die örtliche

Blaskapelle für Stimmung.

Fasching hat in Schwabsoien eine

lange Tradition. In den Nachkriegsjahren

gab es bis 1957 einen

Faschingsclub, dann fiel er in eine

Art „Dornröschenschlaf“. Einige

junge Schwabsoier wollten dies

wieder ändern und riefen im Mai

1992 zu einer Gründungsversammlung

auf. Den ursprünglichen

Schlachtruf „Schönau“ von 1957

hatten mittlerweile die Hohenfurcher

übernommen, statt dessen

ruft man nun „Soien Alaaf“. Zehn

junge Damen trainierten alsbald

für die „FCS-Garde“ und hatten im

Fasching 1993 ihren ersten Einsatz.

Seit 1992 ist der

FCS sehr aktiv

Heute gehören 14 Tänzerinnen zur

Garde, die immer noch das Aushängeschild

des Vereins ist. Von

Schöffelding bis Schwangau oder

von Unterthingau bis Oberhausen

ist die Garde unterwegs und wird

von Julia Grohnert für den Marsch

sowie Elli Sinn für den Showteil

trainiert. Der letzte Faschingsprinz

aus dem Jahr 1957 war Ekkehard

Starker, der dann im Jahr 2003 das

Zepter wieder an ein Prinzenpaar

überreichen konnte. Marlene und

> > > INFORMATIONEN

Andreas Fries regierten zum elfjährigen

des Faschingsclubs und

auch zum 22-Jährigen wurde 2014

mit Melanie und Alexander Sulzenbacher

wieder ein Prinzenpaar

inthronisiert.

Der FCS ist aber nicht nur im Fasching

aktiv, er engagiert sich

auch beim Mühlentag am Pfingstmontag,

lädt zum Sommerfest

oder macht einen Ausflug mit

allen Akteuren. Von den gut 200

Mitgliedern kann Stephan Jahl auf

rund 70 Aktive bauen, die sich jetzt

zur fünften Jahreszeit natürlich

einbringen. Einen „g’miatlichen

Fasching“ möchten die Schwabsoier

ihren Gästen bieten, egal ob

man als Jugendlicher im Partyzelt

feiert oder als gesetzter Faschingsfreund

die närrische Stimmung

am Dorfplatz genießen möchte. rg

Die Veranstaltungen vom Faschingsclub Schwabsoien

Samstag, 7. Januar, 20 Uhr, Gemeindehalle

Schwarz-Weiß-Ball mit der Band „Dreisam“

Samstag, 28. Januar, 20 Uhr, Gemeindehalle

Gaudiball der Schwabsoier Vereine mit der Blaskapelle

Faschingssamstag, 25. Februar

14 Uhr, großer Faschingszug durch das Dorf

anschließend Auftritte der Garden am Dorfplatz

und Faschingsparty im großen Festzelt

mit den „Bloody Chicken Heads’“ und „Allgäu Feager“

januar / februar 2017 | 47

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48 | der altlandkreis

M. HASEITL


Technikerschule Mindelheim bietet perfekte Ergänzung an

In Teilzeit zum

Bildungsziel Techniker

Mindelheim I Erst im Juli diesen

Jahres sollte die Genehmigung des

Kultusministeriums wie auch der

Regierung von Schwaben ins Haus

geflattert sein, und dennoch gelang

es dem Team um Rektor Peter

Fischer, bis zum Schuljahresbeginn

im September zwölf Schülerinnen

und Schüler für das Teilzeitangebot

der Technikerschule Mindelheim rekrutieren

zu können. Ein Erfolg vor

dem Erfolg, sozusagen.

Kontakt zu zukünftigen

Fachkräften halten

Dass es sich bei diesem Teilzeitangebot

an der Technikerschule um

eine perfekte Ergänzung handelt,

konnte sich der Schulleiter auch

> > > VERANSTALTUNGSHINWEIS

von prominenter Seite bestätigen

lassen. Zur Vorstellung des Konzeptes,

mit dessen Hilfe man sich

berufsbegleitend zum Techniker

schulen lassen kann, waren auch

der Landrat des Landkreises Unterallgäu,

Hans Joachim Weirather,

und auch Wirtschaftsstaatssekretär

Franz Josef Pschierer unter den

Gästen und zeigten sich beeindruckt

von dieser Bildungsoffensive.

Dass das Angebot weiterhin

gut angenommen werden wird,

da ist sich Peter Fischer sicher.

„Sowohl Unternehmer als auch

die Schüler selbst haben Vorteile

dadurch. Denn der Teilzeit-Zweig

vereint Verdienst mit der Möglichkeit

auf Weiterbildung. So können

auch erfahrene Facharbeiter oder

Infoabend in der Technikerschule Mindelheim

am 16. Februar 2017, 19 Uhr, Westernacher Str. 5, 87719 Mindelheim

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beispielsweise Familienväter diese

Ausbildung absolvieren,“ so Fischer.

„Auch ihren Arbeitsplatz behalten

die Teilnehmer, ebenso wie

sie im Betrieb am Ball bleiben.“

Für die zukünftigen Jahre sollen 31

Plätze zur Verfügung gestellt werden.

Eine weitere Stärke sieht Fischer

darin, dass Unternehmer den Kontakt

zu ihren zukünftigen Fachkräften

aufgrund der Teilzeitausbildung

nicht verlieren. Das neue Angebot

der Technikerschule Mindelheim

ermöglicht eine betriebliche und

schulische Höherqualifizierung in

drei, anstatt in vier Jahren.

Auch junge Frauen

gehören zu den Schülern

Die Gewerkschaft IG Metall hat

mit einigen dafür ausgefochtenen

Kämpfen an diesem Ergebnis

mitgewirkt. Dadurch können nun

Teilnehmer in den Genuss der

50-50-Regelung kommen, also

eine Absolvierung im Betrieb und

in der Schule. Langwieriger Unterricht

am Abend und am Wochenende

neben der regulären Arbeitszeit

fällt aus.

In Mindelheim findet der Unterricht

immer donnerstags und freitags

den ganzen Tag, sowie am Mittwochabend

statt. Nicht nur Schüler,

sondern auch Schülerinnen nutzen

bereits das Teilzeitprogramm der

Technikerschule. Jessica Renner ist

eine von ihnen, sie startete im September

— und zeigt sich begeistert:

„Eigentlich hatte ich mich für eine

Vollzeitausbildung angemeldet, bin

aber jetzt sehr froh, sie in Teilzeit

ablegen und so noch Geld verdienen

zu können.“

Viele weitere Informationen findet

man im Internet unter: www.

tsmn.de. Anmeldungen für das

kommende Schuljahr 2017/2018

werden ab sofort bis 31. März angenommen.

rp

Vorstellung des neuen Zweigs „Techniker in Teilzeit“: Da „drücken“

selbst Landrat Hans Joachim Weirather (3.v.r.) und Wirtschaftsstaatssekretär

Franz Josef Pschierer (r.) noch einmal die Schulbank.

januar / februar 2017 | 49


Natureislaufen auf Seen und Co. im Altlandkreis

Schwing die Kufe!
















Altlandkreis | Der Himmel zeigt

sich in einem klaren Blaugrau und

lässt den Betrachter erahnen, wie

kalt es an diesem Tag ist. Eingerahmt

von einer dörflichen Szene,

verschneiten Dächern, aus deren

Schloten dichter, weißer Rauch

steigt, tummeln sich warm eingepackte

Menschen auf einer spiegelglatten

Fläche. Schlittschuhe an

ihren Füßen sorgen dafür, dass sie

in lustigen, teils bizarren Verrenkungen

über das Eis schlittern.

Was so bemerkenswert an dieser

Szene ist? Sie stammt aus dem

Jahre 1565 und wurde von keinem

Geringeren als Pieter Bruegel der

Ältere (1525 - 1569) in meisterhafter

Art auf Leinwand festgehalten. Eislaufen,

und damit das Gleiten auf

Kufen über eine gefrorene Fläche,

war schon damals eine beliebte

Freizeitbeschäftigung, die nicht

nur Vermögenden vorbehalten

blieb. In unserer so seenreichen

Region können sich sicher viele

Erwachsene noch an Kindheitstage

erinnern, die man — starr vor Kälte,

aber voller Eifer — auf dem Eis

eines zugefrorenen Weihers oder

Sees verbracht hatte. Was für ein

Glücksgefühl, sollte man im Rucksack

eine Thermoskanne voll köstlichem,

heißen Tee vorfinden, den

die Mama in weiser Voraussicht

mit auf den Weg gegeben hat.

Herz, was willst du mehr ...

Eislaufen niemals ohne

Begleitperson

Es mag der subjektiven Erinnerung

geschuldet sein, die einen glauben

lässt, in der Vergangenheit hätte

der Winter wesentlich zuverlässiger

Einzug gehalten und wäre das

Zufrieren der Seeoberfläche eine

Art Naturgesetz gewesen. Heute

lässt er bisweilen deutlich auf sich

warten und frieren in der Regel die

Seen nur noch alle sieben Jahre

tragfähig zu. So gilt für alle Fälle:

Nicht jede Eisdecke, die dick genug

erscheint, ist wirklich geeignet, um

darauf Schlittschuh zu laufen. Mindestens

15 Zentimeter sollten Eisdecken

auf stehenden Gewässern

haben, was auch gleich die zweite

Regel einläutet: Auf fließenden

Gewässern sollte prinzipiell nicht

gelaufen werden. Schließlich

dürfte Regel Nummer drei wohl

die angenehmste sein: Am besten

nicht alleine gehen. Sollte etwas

passieren, kann die Begleitperson

lebensrettend sein.

Wer sich also in bester Gesellschaft

zum Schlittschuhlaufen trifft, das

Eis unter den Kufen weder knackt

noch knistert und dazu noch die

Sonne scheint — dem ist ein wunderbarer

Tag beschert. Welche

Möglichkeiten man dafür in der Region

des Altlandkreises hat, verrät

der Infokasten. Viel Vergnügen! rp

50 | der altlandkreis


Eislaufen im Altlandkreis

...

BAD BAYERSOIEN — Der Soier See lädt an frostigen Tagen in

ausgewiesenen Bereichen zum Schlittschuhlaufen ein.

BERNBEUREN — Die Natureisbahn am Haslacher See ist ein beliebter

Treffpunkt für alle Winterfreunde.

BÖBING — Statt mit Eis am Stiel versorgt der Kiosk am Lugenauer See in

der Winterzeit alle Schlittschuhläufer auf dem Natureis mit heißen Getränken

und Glühwein.

PREM — Mitten im Dorf kann auf einer Natureisbahn dem Eislaufvergnügen

nachgegangen werden — sogar mit Beleuchtung!

ROTTENBUCH — Gleich zwei Gewässer laden in Rottenbuch zum

Eislaufen ein; der Schwaigsee und auch der Ölbergweiher stehen

bei Minusgraden zur Verfügung.

„Nichts kann den

Menschen mehr stärken,

als das Vertrauen,

das man ihm entgegenbringt.“

Paul Claudel

Die Feiertage bieten Anlass, Dank zu sagen für die gute,

vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Für das neue Jahr 2017 wünschen wir Ihnen Glück,

Gesundheit und Erfolg.

Ihre Steuerkanzlei Schierghofer

STEINGADEN — Eine Natureisbahn ist am Bismarckweiher zu finden.

WILDSTEIG — Wie die Rottenbucher greifen auch die Wildsteiger auf den

Schwaigsee zu, wenn es ums Eislaufen geht.

januar / februar 2017 | 51

Richard Schierghofer

Steuerberater, vereid. Buchprüfer

Bahnhofstr. 22 86956 Schongau

Telefon: 0 88 61 / 23 28 - 0

info@schierghofer.de


URGESTEINE IM ALTLANDKREIS

Magnus Stückl:

Skifahrer & Schuhplattler

Rottenbuch | Er wurde als Ski-

Rennfahrer dreimal Deutscher

Meister und nahm mehrmals an

Weltmeisterschaften teil. Er war

27 Jahre lang Vorstand des Rottenbucher

Trachtenvereins und machte

bei über 50 Wertungsplatteln

mit. Er verhalf dem Fohlenmarkt

in Rottenbuch zur heutigen Größe

und steht noch jedes Jahr in der

Schänke. Und er war 1985 der erste

Bio-Landwirt von Rottenbuch.

Die Rede ist von Magnus Stückl,

der auch mit 81 Jahren noch Bergsteigen

und Skifahren zu seinen

Hobbys zählt und im Vereinsleben

aktiv ist.

Das Rottenbucher Urgestein ist

mit zwei Brüdern auf einem

landwirtschaftlichen Anwesen in

Solder aufgewachsen. Der eine

starb im Kindesalter, der andere

fiel im Zweiten Weltkrieg, so dass

Magnus Stückl als jüngster den

Bauernhof übernahm. „Als Täfala-

Bua hob i beim Trachtenverein

o’gfangt“, erinnert er sich an das

erste Gaufest nach dem Krieg 1948

in Landsberg.

Ein Trachtler

durch und durch

Viele Jahre fungierte er als Vorplattler

im Rottenbucher Verein,

und es wird wohl im ganzen

Lechgau niemanden geben, der

bei über 50 Wertungsplatteln mitgemacht

hat. Doch der Magnus

war nicht nur sehr gut darin, er

fungierte auch über 40 Jahre als

Preisrichter „in und außer Gau“,

37 Jahre war er in der Vorstandschaft

des Rottenbucher

Vereins und

darüber hinaus auch

lange Zeit im Gauausschuss.

Als der Pferdezuchtverband

1984 den

Fohlenmarkt in die

Weilheimer Hochlandhalle

verlegen

wollte, organisierte

Magnus Stückl als

Vorstand des Trachtenvereins

zusammen

mit der Musikkapelle

die Aufstellung eines

Zeltes. Dadurch wurde der Verbleib

des traditionsreichen Marktes

in Rottenbuch gesichert und

hat sich zu einem großartigen Fest

für alle Pferdefreunde entwickelt.

Der Rottenbucher Leonhardiritt

wurde 1947 angefangen. Damals

nahm der junge Bauernsohn als

Reiter teil, später spielte er Tenorhorn

in der Blaskapelle und seit

35 Jahren kümmert er sich um die

Zugaufstellung.

Der erste Biobauer

von Rottenbuch

Die Landwirtschaft betrieb Stückl

als Vollerwerb, und schon 1985

vollzog er den Wechsel zum Biobetrieb.

„Da hot’s g’hoaßen, der

Rottenbucher Trachtenvorstand is

zu de Griana gangen“, erinnert

sich Magnus an seine damalige

Pionierarbeit. Seine Frau Hilde

und er waren der festen Überzeugung,

dass es für die Natur und

die Zukunft der richtige Weg sei,

Schon als Kind war Magnus Stückl (2.v.r.)

mit seinem Vater 1942 auf dem Fohlenmarkt.

auch wenn sie viele Jahre die einzige

Bio-Landwirtschaft in Rottenbuch

waren. Drei Kinder und fünf

Enkel gehören mittlerweile zur

Familie, die sich überwiegend um

ihn herum am Solder niedergelassen

haben.

Skifahrer aus

Leidenschaft

Im Sommer war er Landwirt und

Trachtler, im Winter lebte er seine

Passion zum Skifahren aus. 55

Jahre fuhr er bei Skirennen mit,

wurde dreimal Deutscher Meister

in seiner Altersklasse, hätte die

Qualifikation zur Weltmeisterschaft

oftmals gehabt, nahm aber

nur teil, wenn sie in der Nähe war.

Um die Begeisterung für den Sport

auch weiterzugeben, fungierte er

27 Jahre als Vorsitzender des Ski-

Clubs und trainierte zugleich die

Jugend. „Das war immer eine Hetzerei

nach dem Stall zum Jugendtraining“,

erinnert sich der heutige

Rentner an frühere, stressige

52 | der altlandkreis


Als Täfala-Bua hat

Magnus Stückl beim

Trachtenverein angefangen, hier bei

einem Fest in Peiting.

Lauter sportliche Rottenbucher er Burschen beim

Skifahren

1960 auf der Zugspitze (4.v.r.).

Zeiten. Darüber hinaus engagierte

er sich auch als zweiter Vorsitzender

beim Ski-Gau Werdenfels,

dem 60 Vereine angehören. Als

1978 die Weltmeisterschaft in Garmisch

stattfand, kümmerte sich

Stückl als Streckenchef um eine

optimale Piste für die Rennläufer.

Nach dem erfolgreichen Verlauf

dieser Weltmeisterschaft holte

man ihn dafür zu sechs weiteren

großen Ski-Ereignissen auf der

Kandahar-Abfahrt.

Die Berge ließen ihn aber auch im

Sommer nie ganz los, wann immer

es die Zeit erlaubte, ging er bergsteigen.

„Mein höchster Gipfel war

das Matterhorn“, erinnert sich der

hagere, große Mann. Diese Tour,

zusammen mit Michl Dacher und

Sigi Edenhofer, war ein Geschenk

von seiner Frau, die immer hinter

seinen Aktivitäten stand.

Auf ihrem Hof bauten die Stückls

auch die erste Ferienwohnung in

Auch in der Seniorenklasse enkl

se fuhr Magnus Stückl noch

Skirennen, hier bei

einem internationalen Rennen 1997 in Sölden.

Rottenbuch aus, was zur Folge

hatte, dass Stückl sieben Jahre

den Vorsitz im Verkehrsverein

inne hatte. „Da gehört auch die

Wegegruppe dazu, mit der wir

Wanderwege, Ruhebänke und

Brücken gebaut haben“, erzählt er

von vielen intensiven, ehrenamtlichen

Arbeitseinsätzen. Intensiv

deshalb, weil zur Rottenbucher

Flur auch die Ammerschlucht dazugehört.

40 Jahre aktiver Feuerwehrler, 25

Jahre bei der Musikkapelle und

sechs Jahre im Gemeinderat — als

der Rottenbucher seine ganzen

Ehrenämter aufzählt, meint er

selbstkritisch, „wenn die Leute

das lesen, dann sagen sie bestimmt,

der hot an Vogel g'habt“.

Als Feldgeschworener fungiert er

immer noch, beim Fohlenmarkt

und Leonhardiritt ist er auch mit

81 Jahren noch tatkräftig dabei,

und selbstverständlich war er

diesen Winter auch schon mehrmals

auf der Skipiste.

rg

In seinem Wohnzimmer hat er

eine ganze Sammlung an Pokalen

und Medaillen.



















Manfred Filser

Dipl.Ing. für Bauwesen

Innen- und Außenputz

Wärmedämmsysteme

Planung und Projektierung

Bautrocknung

Gerüstarbeiten

86971 Peiting, 08861-5673

januar / februar 2017 | 53


Zu Besuch bei der „Schongauer Tafel“

Gemeinsam mit

Ihnen in die Zukunft.

Unsere Vorstände: Michael Lautenbacher, Thomas Orbig, Alexander Schmitz,

Josef Koch, Markus Lanz

Info-Telefon: 0881 641-555, 08861 216-888

Ausgleich zwischen

Überfluss und Mangel

Schongau | Zwischen 90 und 100

Haushalte unterstützt die „Schongauer

Tafel“ jede Woche. Im Laden

an der Dominikus-Zimmermann-

Staße in der Altstadt können bedürftige

Menschen einwandfreie

Lebensmittel zum symbolischen

Preis von einem Euro kaufen. „In

diesen einkommensschwachen

Haushalten leben rund 100 Kinder“,

weiß Christian Meier außerdem.

Der Diplom-Sozialpädagoge

arbeitet in der Abteilungsleitung

„Ambulante Dienste für Menschen

in besonderen Lebenslagen“ von

Herzogsägmühle. Das Diakonie-

Dorf ist mit der Evangelisch-Lutherischen

Kirchengemeinde in

Schongau seit 2005 Träger der

„Schongauer Tafel“.

Abholen, Putzen,

Sortieren, Abpacken

„Unser Grundsatz lautet: Es gibt

Lebensmittel im Überfluss und es

gibt Leute, die zu wenig haben

— die Tafel sorgt für einen Ausgleich“,

erklärt Meier. Mit Blick

auf die Kinder ermögliche eine

günstige Lebensmittelversorgung

den Familien, auch einmal Geld

für einen Kino-Besuch oder für

neue Fußballschuhe beiseite legen

zu können. „Soziale Teilhabe,

also am gesellschaftlichen Leben

teilnehmen zu können, in den Zoo

zu gehen, Vereinsbeiträge zu bezahlen

— das alles kostet Geld“,

listet Meier Punkte auf, in denen

das Tafel-Angebot eher indirekt

unterstützt.

Aktuell gewährleisten 45 Ehrenamtliche

den Betrieb mit 100 Arbeitsstunden

pro Woche. Die Aufgaben

reichen vom Abholen der

Lebensmittel über Putzen von Obst

und Gemüse bis zum Sortieren der

Waren und dem Abpacken von Lebensmittelpaketen

entsprechend

des Angebots. Die Ware soll möglichst

gerecht verteilt werden und

zugleich abwechseln. Die Tafel

wird von den Kommunen Schon-

Christian Meier sowie die ehrenamtlichen

„Tafel-Damen“ Heidi Merklein und

Monika Wunderer (v.l.) beim

Sortieren der gespendeten

Lebensmittel.

Wir, die Sparkassen Schongau und Weilheim,

schließen uns zum 1. April 2017 zusammen.

Als Sparkasse Oberland bleiben wir Ihre

verlässliche und vertraute Sparkasse.

Auch in Zukunft.

ab 1. April 2017

Sparkasse

Oberland

54 | der altlandkreis


gau, Peiting und Altenstadt mit

Zuschüssen unterstützt. Trotzdem

sind Geldspenden unabdingbar:

„Wir brauchen mit Miete, Strom,

Entsorgungskosten oder für Neuanschaffungen

wie Schürzen oder

mal einen Tisch pro Jahr etwa

13 000 Euro“, rechnet Meier vor.

Auf Sachspenden

angewiesen

Neben dem Geld ist die Tafel auf

Sachspender angewiesen. Im Moment

geben alle großen Supermärkte

in Schongau und Peiting,

Bäckereien und — vor allem — türkische

Gemüsehändler Lebensmittel

weiter, fasst Meier zusammen.

Metzgereien sind derzeit nicht

dabei. Grund: „Hier können wir

die Kühlkette nicht kontrollieren.“

Die Spender geben Lebensmittel

ab, die sie selbst nicht mehr verkaufen

können, weil entweder das

Mindesthaltbarkeitsdatum (fast)

abgelaufen oder Gemüse und Obst

nicht mehr ansehnlich genug für

den Laden ist. „Wir bieten die Lebensmittel

auf eigene Verantwortung

der Käufer an“, betont Meier.

Die Bedürftigen sind in zwei

Gruppen aufgeteilt, die alle sechs

Monate wechseln. Über den Zeitpunkt,

wann jemand im Tafel-Laden

einkaufen kann, entscheidet

das Los. Für den symbolischen

Euro gibt es jeden Donnerstag

von 14 bis 15.30 Uhr Lebensmittel

im Warenwert zwischen 20 und

30 Euro, aber auch Hygieneartikel

wie Zahnpasta oder Duschgel und,

wie Meier formuliert, „etwas für

die Seele“, etwa Süßigkeiten oder

mal einen Blumenstrauß.

Um eine Bedürftigkeit festzustellen,

prüfen Sozialarbeiter die Einkommenssituation

der Haushalte:

Sind sie auf „Hartz IV“-Gelder

angewiesen? Beziehen sie Arbeitslosengeld?

Generell liege die

Berechnungsgrenze bei „allen Sozialleistungen

plus 50 Euro mehr“,

schildert Meier. Gleichzeitig fasst

er den Personenkreis weiter, weil

es durchaus eine „Schamgrenze“

zu überschreiten gelte, um das Tafel-Angebot

zu nutzen: „Wer sich

zwei Stunden in der Tafel anstellt,

ist berechtigt“, sagt Meier.

Fingerspitzengefühl entwickle sich

hier angesichts der Tatsache, dass

weitere Anlaufstellen für Bedürftige

an der Dominikus-Zimmermann-Straße

ansässig sind: die

Schuldner- und Insolvenzberatung,

die Wärmestube für sozial

benachteiligte Menschen mit wenig

Geld, ohne Arbeitsstelle oder

soziale Netzwerke, die Beratungsstelle

für von Obdachlosigkeit Bedrohte.

In dieser „niederschwelligen“

Atmosphäre, in der auch

„Vier-Augen-Gespräche zwischen

Tür und Angel“ möglich seien, gelingt

seit elf Jahren eine hilfreiche

Balance, der wirksame Ausgleich

zwischen Überfluss und Mangel. ts


Anfang Januar ist wieder „Stunde der Wintervögel“

Füttern und Beobachten

als Winter-Hobby

Altlandkreis | Im letzten „altlandkreis“

haben wir über Zugvögel

berichtet — solche, die aus unseren

Breitengraden wegfliegen,

und auch jene, die aus nördlichen

Gefilden zu uns kommen, um hier

zu überwintern. Aber natürlich

gibt es auch Vögel, die das ganze

Jahr über hier bleiben, in ihren

Brutgebieten. Sie werden Standvögel

genannt und müssen und

können mit den Widrigkeiten der

kalten Jahreszeit zurechtkommen.

Einzelne Arten haben dafür ganz

spezielle Strategien entwickelt:

Der Eichelhäher etwa legt, ähnlich

wie das Eichhörnchen, Futterdepots

an, in denen er Eicheln,

Bucheckern oder Haselnüsse als

Wintervorrat versteckt.

Ausreichend Nahrung,

wenn Gewässer frei sind

Auch Wasservögel finden ausreichend

Nahrung, wenn die Gewässer

frei von Eis sind. Menschen

müssen — und sollten — sie auch

gar nicht füttern! Das üblicherweise

ins Wasser geworfene Brot ist

alles andere als artgerecht, denn

die Vögel fressen natürlicherweise

Wasserpflanzen, Muscheln

und andere im Wasser lebende

Kleintiere. Franz Wimmer, stellvertretender

Gebietsbetreuer der

Vogelschutzgebiete am Ammersee

erklärt, dass es den Tieren eher

schadet, wenn sie in großer Zahl

zu Fütterungsstellen am Seeufer

oder an Stege gelockt werden.

Das führt zu starken Verkotungen

und fördert die Gefahr von

Krankheiten.“ Das Auftreten der

Vogelgrippe im November hat das

verdeutlicht.

Singvogelarten, die im Winter hier

bleiben, ernähren sich von Baum-,

Strauch- und Gräsersamen, Samen

von krautigen Pflanzen, von

Beeren, Knospen oder Insekten

und deren Larven, die sie zum

Beispiel unter Baumrindenschuppen

finden. Die bekanntesten Arten

wie Haussperling, Dompfaff,

Grünfink und Amsel sind auch

häufige Gäste an Futterstellen

im Garten oder auf dem Balkon.

Sind sie mit geeignetem Futter

bestückt — Sonnenblumenkerne

eignen sich für fast alle Vogelarten

— herrscht vor allem

an frostigen Tagen und bei

geschlossener Schneedecke

reges Treiben. Meist können

dann mehrere Vogelarten beobachtet

werden.

Heimische Vogelarten an

das Klima angepasst

In dieser Möglichkeit, die Vögel

zu beobachten und sich mit ihnen

als Teil der heimischen Natur zu

beschäftigen, liegt der eigentliche

Wert der Futterstationen. Notwendig

sind sie nicht unbedingt: Die

Vogelwelt ist an die hiesigen Verhältnisse

auch in kalten, schneereichen

Wintern perfekt angepasst

und kommt auch ohne Hilfe des

Menschen über die Runden. Zudem

gehören die allermeisten Vögel,

die Futterstellen annehmen,

zu Arten, die nicht in ihrem Bestand

gefährdet sind.

Wer Freude an der Vogelbeobachtung

hat oder sie bei Kindern

fördern möchte, kann bei der Aktion

„Stunde der Wintervögel“ vom

Landesbund für Vogelschutz (LBV)

mitmachen. Aufgabe ist, zwischen

dem 6. und 8. Januar 2017 eine

Stunde lang eifrig Vögel zu zählen.

Ein Zeitpunkt ist nicht vorgegeben

und könnte so gewählt werden,

wenn eine Futterstelle gut besucht

ist. Von jeder Art ist die Höchstzahl

gleichzeitig gesichteter Individuen

zu melden. Wie das genau geht,

wird auf der LBV-Website (www.

lbv.de) ausführlich erklärt, die

Zählergebnisse können dort online

gemeldet werden.

Über Jahre werden

Tendenzen erfasst

Die „Stunde der Wintervögel“ ist

zwar keine wissenschaftliche Studie

mit genau definierten Rahmenbedingungen

und Methoden,

doch die Ergebnisse erlauben

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Wir schaffen Freiräume

56 | der altlandkreis


trotzdem, dank der riesigen Zahl

gemeldeter Vögel, über mehrere

Jahre Entwicklungstendenzen zu

erfassen.

Fleißige Vogelzähler

werden belohnt

Zu gewinnen gibt es für fleißige

Vogelzähler auch etwas: Vogelbestimmungsbücher,

ein Fernglas

und eine Kamera. Und Onlinebestimmungshilfen

— sowohl auf der

LBV-Website als auch auf www.

nabu.de sind Portraits der wichtigsten

Arten zu finden, die bei

uns im Winter beobachtet werden

können. Schließlich gilt: „Man

schützt nur, was man kennt“. ts/cr

> > > ZUM THEMA

Vorsicht mit dem Vogelfutter

Wer Vögel an einer Futterstelle beobachten möchte, sollte ein paar

einfache Regeln beherzigen:

Das Futter muss stets trocken sein, damit es nicht verpilzt oder

gefriert. Es darf kein Vogelkot ins Futter geraten, da sich sonst

Krankheiten schnell verbreiten können. Am besten gewährleisten

dies Futtersilosysteme. Das klassische Vogelhäuschen sollte täglich

mit heißem Wasser gereinigt werden, um Krankheitskeimen keine

Chance zu geben. Speziell für Meisen sind die Meisenknödel ein

geeignetes Futter, das gerne angenommen wird. Hier sollte das

Futter aber nicht in Plastiknetzen verpackt sein (was leider noch

meist der Fall ist), da sich die Vögel mit den Beinen in den Plastiknetzen

verheddern und schwer verletzen können. Bauanleitungen

für Futtersilos und Futterglocken gibt es für alle, die gerne werkeln

und basteln, im Internet auf www.lbv.de und www.nabu.de

• Die Umgebung der Futterstelle sollte für die Vögel gut einsehbar

sein, damit sie Katzen rechtzeitig bemerken.

• Glasscheiben in der Nähe der Futterstelle sind für die gefiederten

Freunde gefährlich, da die Vögel sie nicht wahrnehmen und dagegen

fliegen. Deshalb sollten Glasscheiben für die Vögel kenntlich

gemacht werden. Eine Möglichkeit im Winter ist, sie mit Weihnachtssternen

zu bekleben.

Das Futter sollte frei von Ambrosia-Samen sein. Sie sind eine häufige

Verunreinigung im Vogelfutter, mittlerweile gibt es aber zertifiziertes,

ambrosiafreies Futter. Die Ambrosia-Samen werden von

den Vögeln nicht gefressen, schaden diesen also nicht. Jedoch ruft

die Ambrosiapflanze beim Menschen starke allergische Reaktionen

hervor. Eine Weiterverbreitung der Pflanze, etwa durch mit Ambrosia

verunreinigtes Vogelfutter, sollte deshalb vermieden werden.

• Salzhaltige Lebensmittel wie Brot, Wurst oder Käse dürfen auf keinen

Fall verfüttert werden. ts/cr

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januar / februar 2017 | 57


Böbing — das Dorf mit Zukunft

Eine Perle im Pfaffenwinkel

Böbing | Nach Böbing kommt

man nicht zufällig, nicht einfach

so. Nach Böbing gelangt man nur,

wenn man auch dorthin möchte.

Fast ist es so, als reise man in ein

anderes Land — dabei ist man eigentlich

nur auf dem Weg in eines

der schönsten Dörfer der Republik:

Eingebettet liegt Böbing zwischen

der Schnalz im Nordwesten und

dem Kirnberg im Südosten. Im

Norden und Westen begrenzt hingegen

die Ammer das malerische

Gemeindegebiet. Während sich

am Kirnberg entlang, Grünland

und Weidenflächen mit bewaldeten

Gräben abwechseln, gibt es in

den Bereichen südöstlich von Böbing,

entlang der Eyach, unterhalb

Granerhof und Sprengelsbach

mehrere größere und kleinere

Moore. Ortsprägend ist sicherlich

die Pfarrkirche St. Georg mit der

Lourdesgrotte aus heimischem

Tuffstein. Auch der Hausberg, die

„Schnalz“, lädt zu einem Ausflug

ein. Obwohl nur 901 Meter hoch,

erwartet einen am Gipfelkreuz ein

traumhafter Ausblick. Da erstrahlt

der Ort, umgeben von geschwungenen

Molasse-Erhebungen der

letzten Eiszeit, inmitten des saftigen

Grüns der Wiesen. Wenn dann

bei Sonnenschein noch die Alpenkette

mit schneebedeckten Gipfeln

im Süden leuchtet, mag dies für so

manchen fast kitschig wirken.

Erste Erwähnung

im Jahr 935

Der Name Böbing stammt ursprünglich

von der Sippe eines

„Babo“ oder „Bebe“. Erste urkundliche

Erwähnung, mit dem

Ortsnamen „Bebingoe“, war im

Jahr 935. Als Geschenk von Welf IV.

ging der Ort später an das nahegelegene

Kloster Rottenbuch, was

» Selbst unter Anwendung modernster

Technik ist es uns nicht möglich, den

gesamten Flair unseres Dorfes, die

herrliche Aussicht in das Voralpenland,

die Ruhe, die Beschaulichkeit und nicht

zuletzt die gute Luft zu Ihnen zu bringen.

Peter Erhard, 1. Bürgermeister

mit einer Urkunde vom 27. Dezember

1074 belegt ist. Böbing gehörte

somit noch im Kurfürstentum Bayern

zum Kloster Rottenbuch und

war damit Teil der geschlossenen

Hofmark Rottenbuch. Im Zuge der

Verwaltungsreformen im Königreich

Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt

von 1818 die heutige

Gemeinde. Aus den vornehmlich

landwirtschaftlichen Strukturen

entstanden mehr und mehr handwerkliche

Betriebe im Dorf. Der

Schulsprengel mit dem nun eigenen

Pfarrbezirk wurde ebenfalls

frühzeitig nach Böbing gelegt.

Gewachsen ist das Dorf dann vor

allem in den Fünfzigerjahren, da

durch die Ansiedlung von Einheimischen,

aber auch von Heimatvertriebenen

nach dem Zweiten

Weltkrieg, neue Siedlungen um

den alten Ortskern entstanden.

Seit der Gemeindegebietsreform

1978 bildet Böbing eine Verwaltungsgemeinschaft

mit Rottenbuch,

wodurch die politische Eigenständigkeit

erhalten blieb.

Einheit in

der Vielfalt

Das moderne Böbing ist derart

vielschichtig aufgestellt, dass Entwicklungen

bewusst moderat

ausfallen. Man weiß,

Spezialisierung

bedeutet auch

immer An-

58 | der altlandkreis


Ein Dorf mit Zukunft: Daher wird viel für den Nachwuchs getan.

fälligkeit in schwierigen Zeiten.

Wirtschaftliche und demografische

Ausgewogenheit ist seit jeher

ein großes Ziel, weswegen

maßvolles Fördern und Gestalten

auch in Zeiten knapper finanzieller

Mittel zu einem gesunden Wachstum

führen soll. Der Fokus liegt

daher auf einer breitgefächerten

Zukunft: Einerseits möchte man

Kindern eine lebenswerte Heimat

bieten, weswegen auch Ausbau

und Erhalt von Kinderbetreuung,

Schule und Jugendarbeit enorm

gefördert werden. Mit einem speziellen

Vergabemodell wird etwa

dafür gesorgt, dass Familien zu

erschwinglichen Preisen bevorzugt

Bauland erwerben können,

damit auch speziell die jüngere

Generation am Ort gehalten wird.

Auf der anderen Seite soll auch

für Neubürger ein attraktiver Lebens-

und Arbeitsmittelpunkt geschaffen

werden. Das spiegelt sich

beispielsweise in den Projekten

zur Ausweitung von bezahlbaren

Bauplätzen für private Vorhaben

und Gewerbebetriebe wieder. Das

soziale Miteinander in der Dorfgemeinschaft

wirkt sich positiv

auf Jung und Alt aus — 22 Vereine

und zahlreiche Gruppen bereichern

das soziale Leben in Böbing.

Auch hier ist sich die Gemeinde

ihrer Verantwortung bewusst und

investierte insbesondere in die

Unterbringung der Vereine. Wie

etwa in den Neubau, Umbau oder

Renovierung von Turnhalle, Scheiberhaus,

Feuerwehrhaus und

Sportheim. Im Gegenzug gehen

die Ortsvereine die Verpflichtung

ein, die Dorfjugend zu fördern und

in die Gemeinschaft einzubinden,

sowie das Brauchtum und den Zusammenhalt

im Dorf zu erhalten

und zu pflegen.

Der Bürgermeister

als gutes Beispiel

Peter Erhard, seit 2002 Bürgermeister,

geht hier als gutes Beispiel

voran: Neben seiner Aufgabe

als Kommandant der Feuerwehr,

ist er unter anderem Vorstandsvorsitzender

der Elektrizitätsvereinigung

Böbing (EVB). Diese

wurde 1921 als wirtschaftliche Vereinigung

gegründet, um Böbing

ans Stromnetz anzuschließen.

Seit über 90 Jahren sorgt die EVB

als eigener Energieweiterverteiler

mit betriebseigenem Niederspannungsnetz

im Gemeindegebiet

von Böbing für eine sichere

Stromversorgung. Aber damit

nicht genug: Beim katholischen

Frauenbund, 1921 gegründet,

zählt er zu den über 150 Mitgliedern

— und ist dabei das einzig

männliche. Egal ob Alpenverein,

Sport-Club oder Veteranen und

Reservistenverein. Das Angebot

VORSORGE-BONUS

160 € on top! Wenn Sie

Sicherheit und Schutz

mit Gesundheit kombinieren.

Sie entscheiden sich, etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Dann erhalten

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Familienmitglied weitere 50 € für Ihren Generali Vertrag (Krankenzusatz-,

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Planung und Ausführung

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januar / februar 2017 | 59


in Böbing ist äußerst vielfältig. Die

„ChoroPax“ etwa, gegründet 2001,

bestehen aus rund 20 Sängerinnen

und Sängern. Nicht zu vergessen:

„D’Schnalzberger“, die seit

1913 die Schnalzberger Volkstänze

und Schuhplattler, Gesang und

Volksmusik, Laienspiel, Mundart

und Trachtengewand pflegen

und bewahren. Viele weitere

Vereine, Verbände, Jugend- und

Seniorengruppen komplettieren

das Böbinger Vereinsregister, das

sich ebenso seiner sozialen Pflicht

stellt. Die Blaskapelle konnte erst

im November bei einem fulminanten

Vorweihnachts-Konzert in der

Pfarrkirche St. Georg knapp 2000

Euro für krebskranke Kinder sammeln.

„In Böbing lebt’s sich gern!“ Ein

Satz, der die vielen nüchternen

Beweggründe für ein Leben in der

Gemeinde und ihrer Umgebung

Peter Erhard, 1. Bürgermeister

der Gemeinde Böbing

in charmanter Weise wiederspiegeln

soll. Als Knotenpunkt liegt

Böbing an der Zusammenführung

der Straßen Richtung Rottenbuch,

Peißenberg, Schönberg

und Schöffau. Kindergarten und

Schule, verschiedenste Geschäfte

und Gastronomie sowie all

die Landwirte und Gewerbetreibenden

vor Ort fördern das Dorf

als Wohn- und Lebensraum von

überschaubarer Größe. In Böbing

zu leben, bedeutet bewusst einen

Lebensmittelpunkt in einem funktionierenden

dörflichen Gefüge zu

wählen.

Eine abwechslungsreiche

Gewerbestruktur

Die abwechslungsreiche und lebhafte

Gewerbestruktur ist sicherlich

besonders für ein Dorf dieser

Größe — schließlich wohnen

„nur“ 1864 Einwohner in Böbing.

Dennoch gibt es vom Ein-

Mann-Betrieb bis zum

Mittelstandsbetrieb mit

60 Mitarbeitern eine

große Spanne im örtlichen

Gewerbe. 161 Gewerbetreibende

im Handel, Handwerk und

sonstigen Gewerbe ermöglichen

Wertschöpfung und nicht zuletzt

Arbeitsplätze vor Ort. Die Ausweisung

von Gewerbeflächen im dorfnahen

Osten von Pischlach bereits

vor 15 Jahren, stellte sich rückblickend

als zukunftsweisend heraus.

So findet auch die Jugend hier

heutzutage etliche Ausbildungsplätze.

Zahlreiche Innungssieger

aus den verschiedenen Bereichen

bestätigen die gute Ausbildungssituation

vor Ort. Mit zwei Metzgereien,

einer Bäckerei und einem

Lebensmittelladen ist Böbing auch

in der Nahversorgung gut ausgestattet.

Filialen der Raiffeisenbank

Steingaden, sowie der Kreissparkasse

Schongau gibt es ebenfalls.

Das Raiffeisenlagerhaus bietet ein

breites Sortiment an Bauwaren,

Lebensmitteln, Futtermitteln und

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60 | der altlandkreis


Gebrauchsgegenständen. Eine Allgemeinarztpraxis

sichert die gesundheitliche

Versorgung im Ort.

Gastronomische Vielfalt ist durch

mehrere Gastwirtschaften sowie

ein Café gegeben.

Silbermedaille beim

Dorfwettbewerb

Seit knapp drei Jahren hat Böbing

sein Zukunftspotential auch schriftlich:

Auf Bundesebene gewann

die Gemeinde die Silbermedaille

beim Wettbewerb „Unser Dorf hat

Zukunft — unser Dorf soll schöner

werden!“. Durch einen langen und

arbeitsreichen Weg, über Kreis-,

Bezirks-, Landes- und Bundesentscheid

ist das Dorf gewachsen

und näher zusammengerückt. Aus

2 600 Dörfern und Orten unter

die letzten 24, das kann sich sehen

lassen. Neun Orte gewannen

Gold, acht Teilnehmer erhielten

die Silbermedaille und deren sieben

die Bronzemedaille. Böbings

Bürgermeister Peter Erhard bezeichnete

die Silbermedaille nicht

als zweiten Platz, sondern „als großen

Gewinn für den ganzen Ort“.

Im Rahmen der Grünen Woche in

Berlin fand die Siegerehrung des

Dorfwettbewerbs statt — bei einem

Empfang im Schloss Bellevue

wurden die Sieger von Bundespräsident

Joachim Gauck persönlich

beglückwünscht.

Die Zukunft

gestalten

Mit dem Leitspruch „Die Vergangenheit

bewahren, in der Gegenwart

leben, die Zukunft gestalten“

stellen sich die Böbinger Bürger

und Bürgerinnen aktiv ihrer großen

Verantwortung um ihre Heimat.

Staatliche Förderprogramme

und auch der Dorfwettbewerb

können dabei nur Etappenziele

bei ihrem Einsatz für die Weiterentwicklung

ihres Dorfs sein —

Freude über das Erreichte ergibt

in Böbing nämlich stets Schwung

für das Nächste!

tis

Polit-Prominenz im Pfaffenwinkel: Im Zuge des Dorfwettbewerbs besuchten

unter anderem Ilse Aigner und Alexander Dobrindt Böbing.

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frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr 2017.

Vielen Dank für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen

im vergangenen Jahr!




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januar / februar 2017 | 61


Größeres Familien-Becken im „Plantsch“

Wettpumpen

am Melonenkipper

Schongau | Nach den umfangreichen

Investitionen in den Sauna-

und Wellnessbereich hat das

Schongauer „Plantsch“ im Herbst

etwas für Kinder und Familien

getan. Wichtigste Maßnahme war

laut Plantsch-Vorstand Andreas

Kosian der Neubau und die Vergrößerung

des ehemaligen Mutter-Kind-Beckens

zu einem Familienbecken

mit vielen Spiel- und

Spaßattraktionen. Es ist etwa um

ein Viertel größer als das bisherige

Becken.

Neben einer Kleinkinderrutsche

befindet sich nun ein Wasser-

Spieltischpark mit dreh- und

schwenkbarer Wasserkanone,

Wasserrädern, und -schiebern,

Pumpen und Schleusen.

Aus einem Papagei und

einer Riesenschlange

spritzen viele Wasserstrahlen

ins Becken. An

einem „Melonenkipper“

können Kinder gegeneinander

oder gegen ihre

Eltern um die Wette

pumpen: Wer schneller

ist, bringt seine Melone

zuerst zum Kippen und

das Wasser ergießt sich

in den Wasserspieltisch,

62 | der altlandkreis

wo es in verschiedene Bahnen

gelenkt werden kann, indem man

Stöpsel und Schieber betätigt. Die

Wasserräder drehen sich, Bambusrohre

kippen und verteilen

das Wasser in immer neue Becken

oder Auffangbehälter.

Rings herum sind Sitznischen

ausgeformt, in denen Kinder und

Eltern dem Treiben im Becken bequem

zuschauen können, mit den

Füßen im warmen Wasser. Dessen

Temperatur wurde mit der Inbetriebnahme

angehoben und liegt

künftig bei 34 bis 35 Grad Celsius.

Außerdem wurden Ende November

im Bereich der Umkleiden

zwei große, geschlossene Familienkabinen

neu eröffnet. Für Familien

mit besonders viel Platzbedarf,

etwa mit Kinderwagen oder

Rollstuhl, gibt es außerdem eine

neue kombinierte Familien-Sauna-Großraum-Umkleide

mit zusätzlich

nochmals zwei geschlossene

Kabinen zur Wahrung der

Privatsphäre. Neu sind außerdem

zwei Wickelablagen mit geruchsdichten

Windeleimern. Ein Wickeltisch

ist im Umkleidebereich bei

den Haartrocknern zu finden, der

zweite direkt in der Großraum-

Sammelumkleide.

Das geplante Budget in Höhe

von 70000 Euro kann trotz einiger

während des Baus unerwartet

aufgetretener Problem

eingehalten werden“, berichtete

Andreas Kosian nach

Abschluss der Arbeiten.

Allerdings hatte

sich die Bauzeit unerwartet

verlängert, weil

die beim Abdichten des

Beckens auftretenden

Dämpfe und Gerüche

Badegästen nicht hätten

zugemutet werden

können. Der Badebetrieb

musste deshalb

für drei Tage ungeplant

eingestellt werden. ts


DAS HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

Gemeinsam zum Baden?

Altlandkreis | Die Schönheit

unserer Region rund um das

Schongauer Land ist hinreichend

bekannt. Jede Ortschaft hat ihre

Eigenheit, etwas Individuelles.

Diese Vielschichtigkeit macht den

Altlandkreis aus. Aber trotz aller

Individualität, aller Einzigartigkeit,

verbindet Orte oftmals etwas ganz

besonderes. Sei es, dass verschieden

Städte, Dörfer oder Gemeinden

zum gleichen Landkreis gehören

oder etwa zum Verteilgebiet

Ihres Regionalmagazins „der altlandkreis“.

Nicht selten haben verschiedene

Orte auch eine gemeinsame

historische Vergangenheit.

Das erste Heimaträtsel im Jahr

2017 dreht sich also um eine ganz

spezielle Gemeinsamkeit, welche

die aufgezählten Orte miteinander

„verbindet“.

Zugegeben, für die Frage lassen

wir den Blick etwas über die Grenzen

des Altlandkreises schweifen

und schicken sogleich vorweg,

dass die Liste keineswegs vollständig

ist.

Was haben also folgende Ortschaften

gemeinsam?

Mertingen — Landsberg am Lech —

Epfach — Kinsau — Burggen — Ehrwald

— Altinum (Italien)

Sollte Ihnen die Gemeinsamkeit

bekannt sein, dann schicken Sie

eine Postkarte mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ an „der altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail — bitte ebenfalls

mit vollständiger Absenderadresse

an info@altlandkreis.de.

Einsendeschluss schl

ist der 15. Janu-

ar 2017. Das

Los

entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zu

gewinnen gibt es fünf Badewelt-

Familienkarten für das „Plantsch —

Badespaß und Saunaland“. tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wo rastet der Gallier? So lautete das Heimaträtsel aus der vergangenen

„altlandkreis“-Ausgabe. Mitten im Altlandkreis liegt der hölzerne

Obelix, der Comicheld mit den schweren Knochen. Und zwar

direkt vor dem Rathaus in Hohenpeißenberg.

Die Gewinner mussten zwar keine Abenteuer bestehen, wie es

Obelix in der Vergangenheit schon so zahlreich tat, sondern lediglich

eine E-Mail oder Postkarte versenden. Fortuna meinte es

diesmal gut mit Margarete Böck aus Thalhofen, Cornelia Knauer-

Blank aus Birkland, Martin Muck aus Peiting, Michael Schön aus

Schongau sowie Regina Weßels aus Hohenpeißenberg. Alle fünf

durften sich über je ein Familienkarte für das „Plantsch“ freuen.

Wir gratulieren herzlichen und wünschen allen Teilnehmern viel

Erfolg beim aktuellen Rätsel.

> > > IMPRESSUM

„der altlandkreis“

„der altlandkreis“ ist ein Medium von

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Dezember 2016.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 27000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite www.altlandkreis.de.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion:

Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Caroline Rappold

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Christian Lechner, Jonas Desche, Jutta Kopf,

Tim Schmid

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice:

KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe März/April 2017:

Freitag, 24. Februar 2017 (Anzeigenschluss: 6. Februar 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Fotos: traveldia/fotolia, Johann Jilka, Tobias Schumacher, Peter Ostenrieder,

Rosi Geiger, Regine Pätz, Tim Schmid, Kurt Zarbock, Humming Effects,

Christine Pröbstl, Herbert Humpl, Le Florida, Sylvia Hindelang, Gregor

Wiebe & Carsten Brunnemann, Familie Schütz, Landjugend Peiting,

Andreas Braunegger, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau (Emanuel

Gronau), Christoph Barth, Vuurtoren Harlingen, Baumpalast.de, Event D/

Thomas Dormeyer, Susanne Ernst/Starnberg Argonauts, Christiane Manthey,

Landratsamt Weilheim-Schongau (Grafik Pusteblume: volyk — Fotolia.com;

Foto: Monkey Business — Fotolia.com; Idee und Design: so-eine-marke.

de; DR-B GmbH © (L. Klauser) — Fotolia.com), Fotoclub Altenstadt/Helmut

Bernhardt, Faschingsclub Schwabsoien, Tourismusverband Pfaffenwinkel,

Magnus Stückl, Gemeinde Böbing, Paul Hofacker, Peter Erhard, Bayerische

Akademie Ländlicher Raum e.V., Andreas Kosian/Plantsch, Anja Halbmeyer,

Tobias Fuhrmann, Schönegger Käse-Alm GmbH, Winfried Kalbitzer, Werner

Böglmüller, Alois Mühlegger/Pfaffenwinkel Classics, OK Ski-Weltcup, Pillar

of Fire c/o Martin Hellmuth, Frohsinn 2000, Klosterbrauerei Andechs/Martin

Glaab, ALBRECHTHOF Catering & Menü, fotolia

januar / februar 2017 | 63


Über den Künstler Paul Ressl

Alte Techniken in

moderner Kunst

Altenstadt | Das Bewahren alter

Techniken liegt dem Kirchenmaler

und Vergolder Paul Ressl am

Herzen. Als Künstler setzt er dieses

Können auch in seiner Malerei ein

und verleiht durch die Weiterentwicklung

des alten Handwerks

seinen Werken ganz besondere

Akzente. Wir haben den Altenstadter

in seinem Atelier besucht

und ihm bei der Entstehung moderner

Kunstwerke unter Einsatz

von traditionellen Techniken über

die Schulter geschaut.

Als Kirchenmaler hat man in der

heutigen Zeit eigentlich nie Gelegenheit,

an einem neuen Sakralbau

sein Können zu beweisen. Dafür

ist man als Restaurator gefragt

und gerade hier im Pfaffenwinkel

ist das Einsatzspektrum groß.

„Meine Arbeit soll mich überleben

und für den nächsten Restaurator

soll alles reversibel sein“, nennt

Paul Ressl seine Intention. Deshalb

verwendet er nur historische

und natürliche Materialien, mischt

seine Farben selbst oder greift auf

Techniken zurück, die schon die alten

Ägypter beherrschten.

Künstlerische Ader

schon als Kind

Als Paul Ressl mit gerade mal

sechs Jahren einen Malwettbewerb

gewann, war für den Buben klar,

er möchte einmal etwas Künstlerisches

machen. Er besuchte die

Fachoberschule für Gestaltung

in Augsburg und absolvierte anschließend

eine Ausbildung zum

Kirchenmaler und Vergolder in

Ampfing bei Mühldorf. Als Restaurator

arbeitet er nun seit 29 Jahren

im Ein-Mann-Betrieb selbständig

und sieht sich als Schlüsselstelle

hier im Pfaffenwinkel. „Den besonderen

Ruf unserer Region in

Kunst und Kultur gilt es zu bewahren

und zu erneuern“, meint Paul

Ressl. Als er damals als Restaurator

und Vergolder angefangen hatte,

wurde er oft belächelt wegen

dieser altbackenen Interessen.

Mittlerweile ist er einer der wenigen,

die noch ein Fresko (Malerei

auf feuchten Putz) beherrschen

oder auch eine Vergoldung auf

Putz mit handwerklichem Können

Im künstlerischen Bereich

arbeitet Paul Ressl sehr gerne mit Gold.

64 | der altlandkreis


ausführen. Bei seinen Einsätzen

als Restaurator, beispielsweise in

der Marienkapelle Altenstadt, St.

Magnus in Dienhausen, oder erst

kürzlich in der Haldenkapelle Apfeldorf

ist er darauf bedacht, alles

im Ist-Zustand zu belassen und so

nachhaltig zu sanieren, dass es

sein eigenes Leben überdauert.

„Ich brauche nie meine Handschrift

hinterlassen“, legt der

Altenstadter keinen Wert darauf,

seine eigene Note in einem historischen

Kirchenbau einzubringen.

17 Schichten

bis zum Blattgold

Besonders gern arbeitet er mit

Gold, und das erkennt man auch in

seinem künstlerischen Schaffen.

Es bedarf 17 Untergrundschichten,

bis man Blattgold auf Holz

auftragen kann. „Die Qualität von

Blattgold bringt man anderweitig

nicht zustande — zum Glück“,

weiß Ressl von modernen Ersatzmaterialien,

die aber alle nicht so

schön glänzen wie echtes Gold.

Der Einsatz von alten Handwerkstechniken

ist deshalb auch sein

Markenzeichen in der modernen

Malerei. Der 55-Jährige wirkt auch

nicht wie ein chaotischer, verplanter

Künstler, sondern eher wie ein

bodenständiger Handwerker, der

aber dann mit seinen ganz eigenen

Interpretationen der „Farben

des Lechs“ oder einer „Welfentrilogie“

überrascht. Gerne setzt er

Ausstellungseröffnung im Apfeldorfer Pfarrhof mit dem Laudator Hartfried

Neunzert (v.l.), Paul Ressl und Bürgermeister Georg Epple.

das leuchtende Blau des Lapislazuli

ein, das ist ein Halbedelstein

aus Afghanistan, der schon seit

über 1 000 Jahren nach Europa

importiert wird. Oder auch ein

Malachit aus Brasilien kommt mit

Techniken, die schon fast verloren

gegangen sind, in den Bildern von

Paul Ressl zum Strahlen.

Regionales

Kunst-Schaffen

Seine Werke hängen im Rathaus

von Wiggensbach, im Fendt-

Forum Marktoberdorf oder im

Kunstmuseum Sindelfingen. Auch

regional sind seine Arbeiten in den

Rathäusern von Hohenfurch oder

Schwabsoien sowie in den Schulen

von Altenstadt oder Wielenbach zu

sehen. Zum Weihnachtsmarkt in

seinem Heimatdorf organisierte er

eine Ausstellung mit 14 Künstlern

aus Altenstadt und Schwabniederhofen,

darunter auch seine beiden

Söhne Paul Ressl jun. und Frederik

Ressl. Das ist auch seine Intention

für die weitere Zukunft: nicht mehr

so viel in den kalten Kirchenmauern

arbeiten, dafür mehr in der

freien Kunst schaffen.

rg

januar / februar 2017 | 65


Wissenswertes aus der Geschäftswelt

AWO SENIORENZENTRUM BIETET NUN AUCH TAGESPFLEGE AN

Das Angebot für Demenzkranke erweitert

AUTOHAUS BECHER IN NEUE GESCHÄFTSRÄUME UMGEZOGEN

Neue Anschrift — bewährte Qualität

Schongau | Nach 55 Jahren in der Augsburger Straße

ist das Autohaus Becher Ende November in die

neuen Räumlichkeiten am Lerchenfeld 7 umgezogen.

Ein besondere Vorteil ist die nun bessere

Verkehrsanbindung über die Umgehungsstraße.

Mit einer Werkstatt, die nach Herstellervorgaben

von VW und Audi technisch auf dem neuesten

Stand ist, begrüßen die 20 Mitarbeiter

und sieben Auszubildenden

fortan ihre Kunden. Zu

den Service-Leistungen beim

Autohaus Becher gehört unter

anderem die Durchführung al-

Peiting | Seit Anfang Oktober bietet das AWO-Seniorenzentrum

Peiting eine Tagespflege für demenzerkrankte

Personen an. Direkt im Seniorenzentrum

hat die AWO hierfür Räume geschaffen und den

Bedarf speziell an demenziell-erkrankte Menschen

angepasst. Die Tagespflege ist Montag bis Freitag

von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet und bietet 15 Gästen die

Möglichkeit, an verschiedensten Beschäftigungsprogrammen

und tagesstrukturierenden Angeboten

teilzunehmen. Der Alltag der Gäste soll weitestgehend

erhalten bleiben. Wer sich Ruhe und Entspannung

wünscht, kann dies durch die großzügige

Raumgestaltung und dem „Garten der Sinne“ erleben.

„Die Tagespflege bietet eine Möglichkeit, dass

Demenzkranke noch länger in der Familie und ihrer

häuslichen Umgebung bleiben können“, so Einrichtungsleiter

Dominik Spring. Neben der Leiterin der

Tagespflege, Anja Halbmeyer, kümmern sich fünf

weitere Pflege- und Fachkräfte um das Wohlbefinden

der Gäste. Ein Fahrdienst kann zudem in Anspruch

genommen werden. Angehörige werden entlastet,

während Gästen eine kurzweilige Zeit inklusive

Unterhaltung und netten Bekanntschaften geboten

wird. Weitere Informationen erhalten Interessierte

im AWO Seniorenzentrum unter Tel. 08861 / 2500-0.

Ein Beratungs- und Besichtigungstermin kann vereinbart

werden.

tis

ler Gewährleistungsarbeiten

für VW und Audi — egal wo das

Auto gekauft wurde. Den Kunden

stehen über 15 000 Ersatzteilpositionen

zur Verfügung.

Und natürlich können sich Kunden

auf eine faire und gründliche Beratung beim

Fahrzeugankauf und -verkauf verlassen: egal ob

Gebrauchtwagen, Jahreswagen, EU-Neuwagen,

Leasing, Finanzierung, Versicherung oder Zulassungsservice.

Die verschiedenen Öffnungszeiten

finden sich auf der Internetseite vom Autohaus

Becher (www.becher-gmbh.de).

tis

SPENDENÜBERGABE BEI DER KREISSPARKASSE

Ehrenamtliches

Engagement gewürdigt

Schongau | Anfang Dezember durfte sich Landrätin Andrea Jochner-

Weiß über einen der „schönsten Termine, die es gibt“, freuen. Die

Kreissparkasse Schongau hatte erneut zur Jahresspendenübergabe

eingeladen. Mit insgesamt 13 000 Euro bedankten sich stellvertretend

Vorstandsvorsitzende Alexander Schmitz und Vorstandsmitglied

Michael Lautenbacher bei insgesamt 18 Vereinen und Einrichtungen

für ihr ehrenamtliches Engagement. Die Landrätin lobte: „Ihr seid

diejenigen, die der sozialen Eiszeit entgegenwirken.“

18 Vereine und Einrichtungen aus den Bereichen Kunst und Kultur,

Heimatpflege, Kirche und Religion, Soziales und Karitatives, Sport,

Schule und Kinder, Erwachsenenbildung sowie Tierschutz bekamen

eine Spende in Form eines Umschlags überreicht. Bei der Sparkasse

ist das längst Tradition, regionales und kommunales Engagement

zu würdigen. Wie etwa den Förderverein „Freunde der Romanischen

Basilika St. Michael Altenstadt e.V.“, deren Orgel passend zum

25-jährigen Jubiläums des Vereins renoviert werden soll. Oder der

Heimat- und Trachtenverein „D’Wurzelbergler“ Reichling, die die

Spende zur Finanzierung des Gau-Trachtenfestes im Juli 2017 verwenden.

Während die Krebsselbsthilfegruppe Schongau das Geld

für gesellige Veranstaltungen verwenden möchte, plant die Primus-

Koch-Grundschule in Hohenpeißenberg die Anschaffung eines speziellen

Klettergerüsts für den Pausenhof.

In jedem Fall wussten die Verantwortlichen der Sparkasse die Spenden

bei den Empfängern in guten Händen, von denen alle 18 ihre

Projekte bei der Übergabe kurz präsentierten.

tis

66 | der altlandkreis


ERFOLGREICHES KONZERT DER SCHÖNEGGER ALMMUSIKANTEN

Spende an Regens Wagner Stiftung

Rottenbuch | Im Oktober veranstalteten die Schönegger

Almmusikanten ein Konzert mit über 350 Gästen

im Fohlenhofsaal der Regens Wagner Stiftung

in Rottenbuch. Um diese Lokalität nutzen zu dürfen,

brauchte es nicht viel für den Gründer der Schönegger

Almmusikanten, Sepp Krönauer. Seiner Anfrage

bei der Stiftung trat Gesamtleiter Achim Gerbig

sofort positiv entgegen. Im Anschluss eines unterhaltsamen

Konzertabends wurden Spenden in Höhe

von rund 1500 Euro gesammelt. Im Gegenzug für die

gute Kooperation rundete Sepp Krönauer den Betrag

auf 2000 Euro auf. „Die wundervolle Zusammenarbeit

mit den verschiedenen Vereinen, Organisationen

und Firmen in der Region, wie am Beispiel Sepp

Krönauer zu sehen ist, ist einzigartig und etwas sehr

wertvolles“, bedankte sich Achim Gerbig.

Bei Regens Wagner in Rottenbuch werden mehr als

100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit

einer geistigen Behinderung in vielfacher Art und

Weise begleitet, unterstützt und gefördert. Sie können

dort zur Schule gehen, werden nachmittags in

einer Heilpädagogischen Tagesstätte betreut und

können in dem Wohnbereich wohnen. Für Eltern,

Kinder und Jugendliche bietet Regens Wagner weitere

ambulante Hilfen wie zum Beispiel eine kurzzeitige

Unterstützungsmöglichkeit an.

tis

AM 26. APRIL IN DER SCHONGAUER LECHSPORTHALLE

Ausbildungsmesse voll belegt

Schongau | Wie groß der Wunsch nach einer Ausbildungsmesse

im Raum Schongau war, zeigt, dass schon wenige Wochen nach

Bekanntgabe eines Termins (26. April 2017) die Messe mit über 70

Firmen komplett ausgebucht ist.

Helmut Pößniker und Anton Eirenschmalz, die im Namen des Informationskreises

der Wirtschaft als Mitorganisatoren auftreten,

zeigen sich begeistert über den guten Branchenmix, der auf der

Messe vertreten sein wird. Sowohl Handwerk wie auch Industrie

und Handel aus der Region werden ihre Unternehmen und die

entsprechenden Ausbildungsberufe umfassend präsentieren.

Schon jetzt sollte sich jeder, der sich für Ausbildung oder Umschulung

interessiert, den 26. April 2017 vormerken, um in der

LechSportHalle bei der „Schongauer Ausbildungsesse“ vorbeischauen.

Initiator der Messe war der Informationskreis der Wirtschaft im

Bereich Schongau, eine Runde aus etwa 50 Unternehmen aus

der Region. Der Infokreis ist parteipolitisch unabhängig und steht

als Gesprächspartner zu Fragen aktueller Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik

der Öffentlichkeit zur Verfügung. Der „altlandkreis“

wird in einer der nächsten Ausgaben den Informationskreis der

Wirtschaft ausführlich vorstellen.

op

januar / februar 2017 | 67


Zimmerei und Holzhäuser

Die große Jahresvorschau für das Schongauer Land

Das alles steht 2017 an

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Altlandkreis | Für die Bevölkerung

im Lechrain steht 2017 ein anstrengender

Festsommer mit vielen

Zeltveranstaltungen bevor: Angefangen

mit dem Bezirksmusikfest

in Denklingen geht es nahtlos

weiter mit dem Gauschützenfest

in Apfeldorf und dem Lechgau-

Trachtenfest in Reichling. Die Organisatoren

haben sich im Vorfeld

offensichtlich abgestimmt, es gibt

keine gravierenden Überschneidungen.

Ebenso wartet auf die

Menschen im Altlandkreis Schongau

ein abwechslungsreiches

Jahr. Wir haben in den Gemeinden

nachgefragt, was rund um

Kultur, Sport, Freizeit, Kunst oder

Brauchtum geplant ist und eine

Auswahl zusammengestellt als

Planungsservice für unsere Leser.

Alle Angaben basieren auf Auskünften

der Gemeinden — ohne

Anspruch auf Vollständigkeit oder

Richtigkeit.

mit Chris Boettcher angekündigt,

am Freitag heizt Partysängerin Mia

Julia der Jugend ein unter dem Motto

„Mallorca — da bin i Dahoam“.

Der Samstag steht im Zeichen des

„Spiels ohne Grenzen“ und gipfelt

mit Stimmungsmusik der Allgäuer

Formation „Muckasäck“. Das Treffen

endet am Sonntag traditionell

mit Gottesdienst, Festzug und Ausklang

im Festzelt. Für den 15. Juli

ist im Schwimmbad Altenstadt das

zweite „Esconova Open Air“ geplant,

Ausweichtermin ist der 29.

Juli. Besinnlicher geht es an den

folgenden vier Sonntagen in der

Basilika zu, wo jeweils um 11 Uhr

eine Orgelmatinee beginnt. Ebenfalls

in der Basilika singt am 23.

September um 19 Uhr der „Tölzer

Knabenchor“ anlässlich 25 Jahren

„Förderverein Freunde der romanischen

Basilika St. Michael“. Der

Chor „The Gregorian Voices“ gastiert

am 28. Oktober in der Basilika.

Party pur“: Am 30. Juni kommt

„Waidigel“, am 1. Juli hat der Apfeldorfer

Trommlerzug das Festzelt

gepachtet, um mit einigen

Trommlergruppen und Blaskapellen

das Zehnjährige zu feiern. In

einem Sternmarsch wird zum Zelt

getrommelt, nach einem Standkonzert

werden die Blaskapellen

für Unterhaltung sorgen. Der Festsonntag,

2. Juli, soll traditionell

mit Feldgottesdienst und großem

Schützenumzug ablaufen.

Bad Bayersoien

Vom 15. bis 17. Juni ist Bad Bayersoien

erstmals Gastgeber eines

Steinbildhauersymposiums. Zehn

Bildhauer und Bildhauerinnen

fertigen aus Anröchter Dolomit, einer

Sandsteinart, eine Seeschlange,

die am 18. Juni am Bayersoier

See feierlich enthüllt werden soll.

Altenstadt

Apfeldorf

Die Gemeinde ist vom 29. Juni bis

2. Juli Gastgeber des „Bezirkslandjugendtages“.

Für den Auftakt am

Donnerstag ist ein Kabarettabend

Über 1 000 Schützen werden zum

Gauschießen des Schützengaues

Schongau erwartet. Das Festzelt

wird vom 15. bis 25. Juni mit

zahlreichen Schießständen ausgestattet.

Die Apfeldorfer Stammschützen

feiern ihr 150-jähriges

Bestehen und laden während der

Schießtage zum geselligen Verweilen

ins Festzelt ein. Spannend

wird es beim Finalschießen am

7. Juni: Nur wer sich qualifizieren

kann, darf teilnehmen und

der aufmerksamen Beobachtung

der Zuschauer Stand halten. Zur

Preisverleihung versammeln sich

die Schützen am 29. Juni im Festzelt.

Sie ist Auftakt des Festwochenendes

mit „Blasmusik und

Dazu läuft rund um den Dorfstadl

ein Rahmenprogramm. Des Weiteren

soll auch 2017 wieder „Bad

Bayersoien in Flammen“ stehen,

geplant ist der 4. August, Ausweichtermin

sind die zwei Folgetage.

Bernbeuren

Zum 25. Mal treffen sich alle Josefs,

Josefinen und Josefas beim

„Josefi-Treffen“ am 19. März auf

68 | der altlandkreis


dem Auerberg, das mit einer Heiligen

Messe um 10.15 Uhr eingeläutet

wird. Am 8. April gibt die

Musikkapelle ihr Frühjahrskonzert

in der Auerberghalle, zwei Wochen

später, am 23. April, ist der

Georgiritt auf dem Auerberg. Der

„Automobil- und Motorsportclub

Auerberg-Bernbeuren“ richtet am

25. Juli die Südbayerische Kart-

Meisterschaft aus. Fischerfest am

Haslacher See ist am 8. und 9.

Juli. Die Katholische Landjugendbewegung

veranstaltet ihre Theaterabende

in der Auerberghalle

am 22., 28., 30. und 31. Oktober

sowie am 3. und 4. November, jeweils

um 20 Uhr. Am 10. Dezember

gibt die Musikkapelle Bernbeuren

in der Pfarrkirche St. Nikolaus um

20 Uhr ein Kirchenkonzert.

Denklingen

„Do spielt d’Musik“ heißt es schon

ab Mitte Mai. Mit einem Festabend

in der Mehrzweckhalle feiert der

Musikverein am Freitag, 19. Mai

sein 60-jähriges Bestehen. Am

Samstag und Sonntag werden

die Wertungsspiele ausgetragen,

bei denen sich Blaskapellen

aus mehreren Bezirken messen.

Im Festzelt legen am 15. Juni die

Blasmusik-Giganten los: Mit den

„Brauhaus-Musikanten“ aus dem

Kaltental, „Viera Blech“ aus Südtirol

und Anton Gälles „Scherzachtaler

Musikanten“ spielen gleich

drei erstklassige Kapellen an einem

Abend. Am 22. Juni spielen

verschiedene Kapellen der umliegenden

Gemeinden zunächst

einen Sternmarsch und sorgen

anschließend beim „Musikantenkarussell“

im Zelt für Stimmung.

Am 23. Juni geben die „Schürzenjäger“

ein Gastspiel und am

24. Juni die „Schwindligen 15“.

Der Festsonntag, 25. Juni, dürfte

Dimensionen erreichen, die

Denklingen noch nie gesehen hat:

Als Mitglied des Musikbundes

von Ober- und Niederbayern ist

Denklingen auch oft Grenzgänger

zum Allgäu-Schwäbischen Musikbund.

So werden Blaskapellen aus

der weiten Umgebung zu Festgottesdienst,

Gemeinschaftschor und

Festzug erwartet.

Hohenfurch

Die Schönachgemeinde dürfte

am 18. Februar wieder zum Ziel

aller Narren im Schongauer Land

werden, wenn der Faschingsclub

Hohenfurch zum Nachtfaschingsumzug

ruft.

Hohenpeißenberg

Mit Frauenbundkranzl (4. Februar),

Kinderfasching (11. Februar),

Faschingsball des Trachtenvereins

(18. Februar) und Faschingsgaudi

zwischen Rathaus und

Schächen (25. Februar)

startet die Rigi-Gemeinde

in die närrische Zeit.

Es folgen die Josefi-Feier

der Knappschaftskapelle

(25. März), das Maibaumaufstellen

(1.Mai)

sowie drei Theaterabende

im Haus der Vereine

(6., 13. und 20. Mai).

Am 8. April kommt Kabarettist

Roland Hefter, bekannt

aus „München 7“ und „Der Kaiser

von Schexing“, mit seinem Programm

„Des werd scho no“ nach

Hohenpeißenberg, der Vorverkauf

läuft. Lukullisch geht es am 2.

Juni beim „5. Hohenpeißenberger

Schmankerlabend“ und am 4.

Juni beim Weinfest zu. Fronleichnam

wird am 15. Juni mit einem

Dorffest begangen, am Tag darauf

gastiert der Rock- und Pop-Chor

„Tonart“ aus Hochstadt in der Südpfalz

im Ort. Das Wochenende 24.

und 25. Juli steht im Zeichen der

„41. Internationalen Wandertage“,

am 6. August veranstaltet der

„MSC Bayerischer Rigi Hohenpeißenberg“

ein Oldtimertreffen. Die

Sektion des Alpenvereins feiert

am 7. Oktober ihr 70-Jähriges, der

Theaterverein am 21. Oktober sein

25-jähriges Bestehen. Das Jahreskonzert

der Knappschaftskapelle

ist für den 4. November angesetzt,

die „Joyful People“ stimmen am

25. November auf den Advent ein.

Lechbruck

Am 28. Februar wälzt sich ein

Gaudi-Wurm von Prem nach

Lechbruck, ab 13 Uhr ist buntes

Faschingstreiben vor Rathaus und

Feuerwehrhaus im Flößerdorf, der

Zug wird gegen 14 Uhr erwartet.

Im Flößermuseum sind für das

erste Halbjahr 2017 mehrere feine

Konzerte angekündigt, meist

bei freiem Eintritt: Am 7. Januar

gastieren Fabian Eglhofer, Ulrich

Linder und Daniel Schmid alias

„Dreieckmusi“ (Foto) mit alpenjanuar

/ februar 2017 | 69


ländischer Volksmusik auf der

Bühne im Stadel. „Alle Zeit der

Welt“ ist am 24. März das Konzert

mit Harald Oberle überschrieben,

der Austro-Pop à la STS und Reinhard

Fendrich mitbringt. Tickets

für das Konzert der „Vivid Curls“

am 7. April gibt es in der Tourist-

Information (Tel. 08862 / 987830),

wogegen das Damenensemble

„Saitensprung“ wieder bei freiem

Eintritt auftritt. Das letzte Konzert

im ersten Halbjahr geben am 3.

Juni Dascha von Waberer, Titus

Waldenfels, Konstanze Kraus und

Michael Reiserer, ihre musikalische

Hommage an Frida Kahlo ist mit

„Viva la vida“ übertitelt (Karten in

der Tourist-Information). Theater

mit dem Stück „Freibier“ wird am

16., 17., 21., 22. und 23. April jeweils

ab 20 Uhr in der Lechhalle geboten,

wo die Musikkapelle am 20.

Mai ihr Jahreskonzert gibt. Mächtig

laut wird es vom 26. bis 28. Mai

beim „13. Schwäbischen Böllerschützentreffen“,

mit dem der VSG

Lechbruck sein 140-jähriges Bestehen

feiert. Am Freitag ist Festauftakt

mit Bieranstich, Einmarsch mit

Böllerschießen und Stimmungsabend

mit „Blech und Schwefel“.

Am Samstag verspricht „Herz-Ass“

Party-Spaß. Ausklang ist am Sonntag

traditionell mit Kirchenzug,

Festgottesdienst in der Pfarrkirche,

Frühschoppen, Festzug durchs Dorf

und großem Platzschießen.

Peiting

Kabarett mit Wolfgang Krebs gibt

es am 27. Januar in der Schloßberghalle,

am Abend darauf gastiert

dort die A-Cappella-Gruppe

„in-Voice“. Am 10. März feiert der

„Förderverein Villa Rustica e.V.“

im Sparkassensaal seinen 25. Geburtstag,

am 24. März ist Peitinger

Museumsnacht.

Großer Beliebtheit erfreuen sich

seit 2011 die Bürgerreisen, an der

viele Peitinger und auch Menschen

aus der Umgebung teilnahmen.

Nach Augsburg, München,

Starnberger See, Linderhof und

Ettal führt die vierte Reise heuer

am 29. April nach Schwangau und

Füssen (Info: Tourist-Information

Peiting, Tel. 08861 / 6535). Die „7.

Peitinger Musiknacht“ steigt am

20. Mai, vom 14. bis 18. Juni laden

die Peitinger Wirte zum Schmankerlfest

an den Hauptplatz ein,

wobei am Sonntag ganztags Sommermarkt

in der Bachstraße abgehalten

wird.

Die Serenade am Gumpen mit

Peitinger Alphornbläsern, Knappschafts-

und Trachtenkapelle Peiting,

Männerchor und „Eggbichl-

Musi“ ist für den 24. Juni ab 19 Uhr

geplant.

Birkland feiert vom 14. bis 16. Juli

Dorffest samt Rahmenprogramm

mit der Fußballabteilung. Start

und Ziel der „34. Pfaffenwinkelradrundfahrt“

ist am 16. Juli an der

Eissporthalle. Vom 19. bis 23. Juli

steigt das Bürgerfest, am 5. und

6. August das Fischerfest am Deutensee.

Am 1. Oktober ist in der Bachstraße

Herbstmarkt und vom 1. bis 3. Dezember

Weihnachtsmarkt vor dem

Rathaus. Die Dreifachturnhalle ist

am 2. Dezember Schauplatz der

Süddeutschen Judo-Meisterschaft

für Männer und Frauen.

Reichling

Das Treiben rund ums Lechgau-

Trachtenfest leitet am 6. Juli ein

politischer Abend ein, Bayerns

Finanzminister Markus Söder wird

im Festzelt erwartet. Die „Bloody

Chicken Heads“ sollen am 7. Juli

das Festzelt unsicher machen, am

8. Juli gibt es einen Stimmungsabend

mit der „Radler Band“.

Zum 8. Südbayerischen Böllerschützentreffen

werden am 9. Juli

mehrere hundert Schützen erwartet.

Kabarettist Chris Boettcher

sorgt am 12. Juli für Abwechslung,

bevor die „Dreieckmusi“, drei junge

Burschen aus Reichling, Apfeldorf

und Epfach, am 14. Juli zum

boarischen Tanzabend aufspielen.

Auftakt zum 94. Lechgau-Trachtenfest

ist am 15. Juli ein Heimatabend

mit Plattlergruppen aus den Lechgauvereinen.

Am Festsonntag, 16.

Juli, werden über 3 000 Trachtler

erwartet, die mit Gottesdienst,

Frühschoppen, Festzug, Ehrentänzen

und Festausklang ihren Jahrtag

„treu dem guten alten Brauch“

begehen möchten.

Rettenbach

am Auerberg

Das Sonnendorf kommt im

Frühsommer aus dem Feiern nicht

heraus: Vom 24. Mai bis 4. Juni

richten die Rettenbacher das Gauschießen

im Schützengau Kaufbeuren-Marktoberdorf

aus. Und

weil das Festzelt schon mal steht,

ist auch sonst einiges geboten: am

3. Juni das Pfingstkonzert der Rettenbacher

Blasmusik

mit der Gastkapelle

aus Surheim, am 14.

Juni ein Partyabend

mit den „Isartaler Hexen“

und am 16. Juni

„Die Nacht der Tracht“

mit den „Lederrebellen“.

Dann nutzen die

Fuhrwerker den logistischen

Aufwand: Am

17. Juni startet ab 18

Uhr deren Rundfahrt,

anschließend trifft

man sich beim Fuhrwerkerabend

im Festzelt mit den „Blechbätschern“.

Zum Fuhrwerkertreffen

am 18. Juni werden tausende

Schaulustige erwartet, die die

Vorführungen mit modernen und

historischen Traktoren und Geräten

verfolgen.

Bevor die Schützen in die zweite

Runde starten: am 23. Juni mit

Gaukönigsehrung samt Königszug

und Party-Power mit „Dreisam

Live“. Zur Partynacht im Festzelt

spielen am 24. Juni „The Mercuries“.

Vermeintlich ruhiger wird es

erst wieder am 25. Juni, dem Festsonntag

mit großem Festumzug

der rund 3000 Schützen aus dem

Schützengau.

Rottenbuch

Im Klosterdorf wird 2017 ein neuer

Maibaum aufgestellt mit entsprechenden

Festivitäten, der Fohlenmarkt

ist für den 1. September terminiert,

der Leonhardiritt für den

5. November.

Schongau

Der Schongauer Faschingszug

zieht am 26. Februar durch die Altstadt,

am 15. Juni ist Stadtfest auf

dem Bürgermeister-Schaegger-

Platz, zwei Wochen später, vom

28. Juni bis 2. Juli die Schmankerltage

auf dem Marienplatz.

Am 1. und 2. Juli startet bzw. endet

die Oldtimer-Rallye „Pfaffenwinkel

Classics“ in Schongau.

Der Historische Markt am Volksfestplatz

ist für die Zeit vom 4. bis

15. August terminiert, die dritte

Neuauflage des Volksfests vom 7.

bis 11. September.

Der traditionelle Leonhardiritt

zieht dann am 4. November durch

die Altstadt.

70 | der altlandkreis


Schwabbruck

Schon jetzt hat Stephan Kögl das

Programm für den „Kulturfrühling

2017“ im Kuhstall des Schäferwirts

festgezurrt. Den Anfang macht am

21. April „Bluatschink“, die Singer-/Songwriterin

Karin Rabhansl

kommt am 28. April, Michael Fitz

am 5., „Hundling“ am 12., das

Albtraumpaar am 21. sowie „Knedl

und Kraut“ am 26. Mai. Viel Spaß!

Der TSV 67 Schwabbruck feiert vom

14. bis 16. Juli 2017 sein 50-jähriges

Bestehen mit entsprechendem

Festprogramm.

Steingaden

Der Fohlenhof wird 2017 wieder

zum Freiluft-Theater, die Welfen-

Bühne und weitere Mitwirkende

aus dem Ort geben „Die Anstifter“,

ein Stück aus der Feder von

Karl Müller-Hindelang und Christian

Schönfelder. Worum geht es?

Der Adlige Norbert von Xanten

soll Fürstbischof von Magdeburg

werden, doch schon sein Einzug in

die Stadt gerät zum Skandal — zum

ersten von vielen, denn Norbert ist

ein streitbarer Zeitgenosse. Aber

was haben seine dramatische Bekehrung,

sein skurriler Streit mit

einem „Guru“ oder die Ordensgründung

im französischen Sumpf

mit dem Hier und Heute zu tun?

Mit überraschenden Wendungen

geben die Steingadener „Theater-

Anstifter“ eine Antwort.

Nach „Welfs Erbe“ und

„Wunder Wies“ ist es das

dritte Steingadener Freilichtspiel,

das sich mit

der Historie und ihren

Konsequenzen beschäftigt.

Rund 300 Mitwirkende

verwandeln den

Fohlenhof zur Bühne, auf

der mit Einzel- und Massenszenen,

Musik und

Gesang, Fuhrwerken und

Reiterei, Feuer und Licht

nicht nur Geschichte lebendig

wird. Premiere ist am 15.

Juli um 20.30 Uhr, weitere Aufführungstermine

sind am 20., 21., 22.

und 27., 28., 29. Juli sowie am 3.,

4. und 5. August. Der Kartenvorverkauf

in der Tourist Info Steingaden

(Tel. 08862 / 200) hat bereits

begonnen.

Schon am 6. Januar werden ab

10 Uhr auf dem MSC-Gelände die

Skijoering-Wettfahrten um den

Allgäu-Alpen-Pokal ausgetragen,

am 22. Januar steht dort ein internationales

Eisspeedway-Rennen

an. Beide Veranstaltungen sind

witterungsabhängig. Am Pfingstmontag,

5. Juni, lädt der Obere

Lechgauverband ein zur Trachtenwallfahrt

in der Wies, bevor am 10.

und 11. Juni Gartenfreunde auf ihre

Kosten kommen bei den 6. Steingadener

Blütentagen. Vom 14. bis

18. Juni feiern die Urspringer Böllerschützen

ihren 20. Geburtstag

mit Baustellenfete, Oldtimertreffen

und Festabend. Am 9. Juli trifft

sich das Dorf beim Sankt-Ulrichsritt

zum Kreuzberg.

Wildsteig

Höhepunkte im Dorfleben von

Wildsteig im Jahr 2017 sind das

Pfingstsingen am 4. Juni um 20

Uhr in der Gemeindehalle, der Leonhardiritt

am Sonntag 22. Oktober

um 10.30 Uhr und das Konzert

der Musikkapelle am 2. Dezember

um 20 Uhr, wiederum in der Gemeindehalle.

ts/rg

januar / februar 2017 | 71


FIS Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen

64. Kandahar Rennen

Garmisch-Partenkirchen | Sie gilt

als eine der anspruchsvollsten

und legendärsten Rennstrecken

im Alpinen Ski-Weltcup: die Kandahar-Abfahrt

Garmisch. Ihren

Namen erhielt die Abfahrt als einer

der fünf Austragungsorte des

Arlberg-Kandahar-Rennens, das

wiederum nach Frederick Roberts,

dem „Earl of Kandahar“, benannt

ist. Ab 1954 war Garmisch-Partenkirchen

Veranstaltungsort der

traditionellen Arlberg-Kandahar-

Rennen.

Die Kandahar —

ein echter Mythos

Seit 1970 finden hier jährliche Ski-

Weltcuprennen statt. Im Februar

2011 wurden die Ski-Weltmeisterschaften

„Festspiele im Schnee“

mit großem Erfolg durchgeführt.

Adrenalin und Begeisterung, Jubel

und Tränen, Sieger und Verlierer

— der Veranstaltungsklassiker in

Garmisch ist stets die ganz große

Bühne. Vom 21. bis 29. Januar trifft

sich die Weltspitze des alpinen Ski-

Zirkus’ nun wieder in Garmisch-

Partenkirchen. Der „Freie Fall“ mit

einem Gefälle von 92 Prozent ist

der steilste Streckenabschnitt im

gesamten Ski-Weltcup. 2017 sind

die Rennen an der Kandahar aber

vor allem auch eins: die Generalprobe

für die FIS Alpine Ski WM in

St. Moritz. Nur eine Woche nach

den Herren-Rennen in Garmisch

startet in St. Moritz die Jagd nach

den Weltmeisterschafts-Medaillen.

Als Zuschauer

ganz nah dran

Auch Zuschauer dürfen sich wieder

freuen, insbesondere Autogrammjäger.

Die Ski-Stars geben

sich nämlich auf dem sogenannten

„Catwalk“ die Ehre und können

hautnah erlebt werden. Die

Stars zum Anfassen — im Ski-Weltcup

einzigartig. Erstmals beim

2017er Weltcup ist die König-Ludwig-Hütte

im Zielgelände. Ausgelassene

Stimmung, bayerische

Lebensfreude, fetzige Musik vom

Bayern-Eins-DJ und kulinarische

Schmankerl sollen eine „Hütt’n-

Gaudi“ in rustikaler Atmosphäre

rund um die Weltcup-Rennen garantieren.

Die Abfahrt der Damen

ist — natürlich vorausgesetzt, das

Wetter spielt mit — am Samstag,

21. Januar. Einen Tag später folgt

der „Super G“ der Damen. Eine

Woche später, Samstag, 28. Januar,

steigt die Abfahrt der Herren,

ehe der Herren-Riesenslalom

am Sonntag, 29. Januar, den Abschluss

der Garmischer „Ski-Feiertage“

bildet.

tis

72 | der altlandkreis


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH ...

Die Schreinerwerkstatt wird

zum Fotostudio

„Hier sind wir richtig“, waren sich Fotografenmeister Hans Jilka und

Direktor Wilfried Knorr einig (Foto links). In der Schreinerei von Herzogsägmühle

werden Paletten, Lagerkisten und ähnliches hergestellt, die

Mitarbeiter arbeiteten beim Foto-Shooting als Statisten mit — und hatten

mächtig Spaß an der „Roten Couch“ (unten).

januar / februar 2017 | 73


74 | der altlandkreis

/


Veranstaltungskalender

1. Januar bis 28. Februar 2017

PEITING

SO 01.01.

Neujahr

8.00 Uhr

Neujahranblasen der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

den Ortsrandbereichen

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Neujahrs“-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 27,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

REICHLING

11.00 Uhr

Neujahranblasen des Musikvereins

im Ort

DENKLINGEN

MO 02.01.

20.00 Uhr

Theater „Malefiz Donnerblitz“ in

der Mehrzweckhalle. Reservierung

unter 08243 / 1072. Siehe Seite 22

HOHENFURCH

DI 03.01.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 17.00 Uhr

Geführte Wanderung in der

Region Ammergauer Alpen.

Anmeldung und weitere Infos

zu Strecke und Treffpunkt unter

08845 / 7030620

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Malefiz Donnerblitz“ in

der Mehrzweckhalle. Reservierung

unter 08243 / 1072. Siehe Seite 22

PEITING

MI 04.01.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Malefiz Donnerblitz“ in

der Mehrzweckhalle. Reservierung

unter 08243 / 1072. Siehe Seite 22

ALTENSTADT

DO 05.01.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

WILDSTEIG

21.00 Uhr

Eisbären-Party des Sportvereins

im Sportheim

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 16.00 Uhr

Geführte Wanderung in der Region

Ammergauer Alpen. Anmeldung

unter 08845 / 7030620

LUDENHAUSEN

19.30 Uhr

Preiswatten im Feuerwehrhaus

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Malefiz Donnerblitz“ in

der Mehrzweckhalle. Reservierung

unter 08243 / 1072. Siehe Seite 22

KINSAU

20.00 Uhr

Preisschafkopfen des CSU-Ortsverbandes

in der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

FR 06.01.

Heilige Drei Könige

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STEINGADEN

10.00 Uhr

Allgäu-Alpen-Pokal im Skijöring

auf dem MSC-Gelände

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß, anschl. von 15 bis 17 Uhr

Kaffeehausmusi. Reservierung

unter 08845 / 74020. Siehe Anzeige

Seite 38

20.00 Uhr

Neujahrskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl

REICHLING

20.00 Uhr

Theater „Endlich san d’Weiber

furt“ oder „Reichlinger Männerabend“

in der Mehrzweckhalle.

Reservierung unter 08194 / 998755

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Malefiz Donnerblitz“ in

der Mehrzweckhalle. Reservierung

unter 08243 / 1072. Siehe Seite 22

SCHONGAU

SA 07.01.

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Schwarz-Weiß-Ball mit „Dreisam“

in der Gemeindehalle. Siehe S. 46

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

19.30 Uhr

Konzert der „Dreiecksmusi“ im

Flößermuseum. Eintritt frei

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Fr, 17. Februar 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Mo, 20. Februar 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Fr, 24. Februar 16.00 bis 20.00 Uhr Peiting, Lentner-Grundschule

januar / februar 2017 | 75


REICHLING

20.00 Uhr

Theater „Endlich san d’Weiber

furt“ oder „Reichlinger Männerabend“

in der Mehrzweckhalle.

Reservierung unter 08194 / 998755

SCHONGAU

SO 08.01.

17.00 Uhr

Neujahrkonzert „Das ist mein

ganzes Herz“ im Ballenhaussaal.

Karten: 19 € bis 25 €. VVK bei den

Schongauer Nachrichten und bei

der Süßen Hanni

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule des ECP für Kinder

ab vier Jahren. Kosten: 2,50 €.

Keine Anmeldung nötig. Weitere

Infos unter 0152 / 54063805

LECHBRUCK

ROTTENBUCH

15.00 Uhr

Spielenachmittag im Schloss der

Don-Bosco-Schwestern

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 16.00 Uhr

Geführte Wanderung in der

Region Ammergauer Alpen.

Anmeldung, Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Seniorennachmittag zum gemütlichen

Beisammensein im

Pfarrheim

PEITING

MI 11.01.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

LECHBRUCK

DO 12.01.

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

SCHONGAU

FR 13.01.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

16.00 Uhr

Kinderkino in der Lechhalle

SA 14.01.

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

PEITING

MO 09.01.

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Pfarrbücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

HOHENFURCH

DI 10.01.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

ROTTENBUCH

15.00 Uhr

Kinderkino „Käpt’n Säbelzahn

und der Schatz von Lama Rama“

in der Grundschule. Kosten: 1 €.

Für Kinder ab sechs Jahren

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

18.00 bis 21.00 Uhr

Discoeislauf am Sportplatz

SCHONGAU

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

PEITING

19.30 Uhr

Landjugend- und Bauernball mit

der Band „Knitter“ im Gasthaus

Keppeler

20.00 Uhr

Inthroball des Faschingsclubs Hohenfurch

in der Schloßberghalle

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

/

76 | der altlandkreis


WILDSTEIG

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthof zum

Strauß

REICHLING

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthaus Mitschke

PEITING

SO 15.01.

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule des ECP für Kinder

ab vier Jahren. Kosten: 2,50 €.

Keine Anmeldung nötig. Weitere

Infos unter 0152 / 54063805

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

PEITING

DI 17.01.

18.30 Uhr

3 Stunden-Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss im

Sparkassensaal. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige links

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

15.00 Uhr

Figurentheater „Räuber Hotzenplotz“

in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 16.00 Uhr

Geführte Wanderung in der

Region Ammergauer Alpen. Anmeldung

und Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

SCHONGAU

MI 18.01.

19.30 Uhr

Vortrag „Dominica & Guadeloupe

— zwei karibische Perlen“ mit

Harald Mielke im Ballenhaussaal.

Eintritt: 7 €

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss

im Sparkassensaal. Anmeldung

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Anzeige links

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

STEINGADEN

14.00 Uhr

Steingaden liest — 10 Jahre Bücherei

mit einer Lesung von Beate

Speck-Kafkoulas im Literatur Café

des Pfarrheims. Eintritt frei. Siehe

Seite 21

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

LECHBRUCK

DO 19.01.

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 17.30 Uhr

Geführte Wanderung in der

Region Ammergauer Alpen.

Anmeldung, Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

SCHONGAU

FR 20.01.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEITING

19.30 Uhr

Preisschafkopfen der KAB im

Pfarrsaal

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

SCHONGAU

SA 21.01.

10.00 bis 13.00 Uhr

Secondhand-Faschingskleidermarkt

der Aktion Hoffnung und

des kath. Frauenbunds im Jakob-

Pfeiffer-Haus

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

BURGGEN

20.00 Uhr

Schwarz-Weiß-Ball des TSV in der

Turnhalle

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Kabarett „Dahoam“ von Alexandra

Stiglmeier im Kunstcafé am Tor

BÖBING

20.00 Uhr

Veteranenball im Gasthof Haslacher

EPFACH

14.30 Uhr

Kaffeekränzl im Haus der Vereine

WEILHEIM

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 39

LECHBRUCK

SO 22.01.

11.00 bis 14.00 Uhr

„Winterzauber“-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

januar / februar 2017 | 77

Frohe

Weihnachten

und einen

guten Rutsch ins

neue Jahr wünscht

Euch das Team vom

Schlossbrauhaus

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

STEINGADEN

10.00 Uhr

Internationales Eisspeedway-

Rennen am Gelände des MSC

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 39

HOHENFURCH

DI 24.01.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 16.30 Uhr

Geführte Wanderung in der Region

Ammergauer Alpen. Anmeldung,

weitere Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

PEITING

MI 25.01.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

18.00 bis 21.00 Uhr

Discoeislauf am Sportplatz

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

LECHBRUCK

DO 26.01.

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

18.00 bis 20.00 Uhr

Geführte Wanderung in der Region

Ammergauer Alpen. Anmeldung,

weitere Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

SCHONGAU

FR 27.01.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

19.00 Uhr

Offener Singabend „Sing mit!“

für Jung und Alt im Pfarrzentrum

Verklärung Christi

PEITING

20.00 Uhr

Kabarett „Die Watschenbaumgala“

von Wolfgang Krebs in der

Schloßberghalle. Einlass ab 19 Uhr.

Karten: 23,80 €. VVK in der Touristinfo

und unter www.schlossberghalle-peiting.de.

Siehe Seite 22

BURGGEN

20.00 Uhr

Preiswatten der Abt. Fußball im

Sportheim

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

STEINGADEN

20.00 Uhr

Sportlerball des TSV im Zimmerstadel

ROTT

20.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reservierung unter

08869 / 1468

SCHONGAU

SA 28.01.

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt

19.00 Uhr

Klassik-Komödie „Don Giovanni’s

Liebesbriefe“ mit bekannten

Melodien von Mozart bis Rossini,

gesungen und gespielt von jungen

SängerInnen des Mozarteums

Salzburg im Ballenhaus. Karten: 15

bis 19 €, AK 21 €, VVK im Frauenzimmer

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

PEITING

20.00 Uhr

Konzert „in-Voice“ in der Schloßberghalle.

Einlass ab 19 Uhr.

Karten: 18 €. VVK in der Touristinfo,

Süßen Hanni Schongau und unter

www.schlossberghalle-peiting.de

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Maskierter Jugendvolkstanz des

Lechgau-Trachtenverbands im

Haus der Vereine

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Gaudiball der Vereine in der

Gemeindehalle. Siehe Seite 46

INGENRIED

20.00 Uhr

Sportlerball in der Mehrzweckhalle

BURGGEN

14.00 Uhr

Faschingskränzchen des kath.

Landvolks im Gemeindehaus

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

REICHLING

20.00 Uhr

Feuerwehrball im Gasthaus

Mitschke

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Sambagruppe im Happerger

ROTT

20.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reservierung unter

08869 / 1468

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Kaffeekränzl des Frauenbunds in

der Mehrzweckhalle

EPFACH

20.00 Uhr

Schützenball im Haus der Vereine

PEITING

SO 29.01.

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule des ECP für Kinder

ab vier Jahren. Kosten: 2,50 €.

Keine Anmeldung nötig. Weitere

Infos unter 0152 / 54063805

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Fasching für Jung und Alt des

Frauenvereins im Gasthaus

Negele

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

ROTTENBUCH

13.00 Uhr

Kreativ mit Eis und Schnee — Bauen

von Skulpturen aus Schnee und

Eis an der Ammermühle. Anmeldung

bis 28.1. unter 0152 / 01946520.

Bei jeder Witterung. Bei ausbleibendem

Schnee wird mit Totholz und

anderen Naturmaterialien gebaut

/

78 | der altlandkreis


14.00 Uhr

Kinderball mit der Musikkapelle

in der Gemeindehalle

20.00 Uhr

Instrumentalkonzert der „Colégio

Teutônia“ aus Brasilien im Fohlenhofsaal.

Einlass ab 19.30 Uhr

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß, anschl. von 15 bis 17 Uhr

Kaffeehausmusi. Reservierung

unter 08845 / 74020. Siehe Anzeige

Seite 38

ROTT

19.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reservierung unter

08869 / 1468

APFELDORF

14.00 Uhr

Seniorenfasching im Pfarrhof

DI 31.01.

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Workshop des Gospelchors „Joyful

People“ im Feuerwehrhaus

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

www.boeglmueller.com

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 16.30 Uhr

Geführte Wanderung in der

Region Ammergauer Alpen.

Anmeldung, Infos zu Strecke und

Treffpunkt unter 08845 / 7030620

PEITING

MI 01.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

ALTENSTADT

DO 02.02.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

SCHONGAU

FR 03.02.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Konzert von David Blair im Kunstcafé

am Tor

ROTT

20.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reserv. unter 08869 / 1468

KINSAU

20.00 Uhr

Ball der Vereine in der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

SA 04.02.

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

PEITING

14.00 Uhr

Seniorenfasching der KAB im

Pfarrsaal

PEITING

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthof Keppeler

HOHENFURCH

20.00 Uhr

Trachtenball des Faschingsclubs

im Gasthof Negele

BURGGEN

20.00 Uhr

Reservistenball des Veteranenvereins

in der Turnhalle

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

19.30 Uhr

Kabarett „Schiach is sche gnua“

von Alexandra Stiglmeier im

Gasthof zum Weißen Roß

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthaus

Mitschke

ROTT

20.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reservierung unter

08869 / 1468

EPFACH

20.00 Uhr

Sportlerball im Haus der Vereine

PEITING

SO 05.02.

13.30 Uhr

Kanapee-Schlittenrennen am

Bühlach unterhalb des Windrads.

Schlittenanlieferung bis 12.30 Uhr.

Teilnahmegebühr: 10 €. Anmeldung

unter 0177 / 3073872. Ausweichtermine:

12.2. oder 19.2. Siehe Seite 23

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Schlemmer“-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@landhaus-gsteig.de · www.landhaus-gsteig.de

januar / februar 2017 | 79


ROTT

19.00 Uhr

Theater „Natur pur“ im Pfarrheim.

Reservierung unter

08869 / 1468

PEITING

MO 06.02.

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Pfarrbücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

SCHONGAU

DI 07.02.

14.00 Uhr

Faschingskränzchen „Die goldenen

20er“ des kath. Frauenbunds

und Mütterkreis im Jakob-Pfeiffer-

Haus

19.00 Uhr

Vortrag „Schongauer Einzelhandelskonzept

— Erste Ergebnisse“

im Ballenhaussaal

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

PEITING

MI 08.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

18.00 bis 21.00 Uhr

Discoeislauf am Sportplatz

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

LECHBRUCK

DO 09.02.

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

SCHONGAU

FR 10.02.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

9. Nacht-Faschingsumzug

am 18.02.2017

in Hohenfurch

15:00 Uhr Warm up für Jung und Alt

im Gasthaus Negele

mit den Minigarden

18:00 Uhr Beginn des Umzugs mit

anschließender Faschingsparty im

beheizten Zelt hinterm Gasthaus Negele

Auftritt der

Garden aus

Schongau,

Schwabsoien &

Hohenfurch

Der Faschingsclub Hohenfurch freut sich auf Euer Kommen

www.faschingsclub-hohenfurch.de

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Lesung „Die Henkerstochter und

das Spiel des Todes“ von Oliver

Pötzsch im Pfarrstadel. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo, Bücherei,

bei Buch am Lech in Lechbruck und

Buch am Bach in Peiting

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

SCHONGAU

SA 11.02.

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

20.00 Uhr

Faschingsball unter dem Motto

„Stars und Sternchen“ mit DJ Pit

im Jakob-Pfeiffer-Haus

BERNBEUREN

15.00 Uhr

Weiberkränzle in der Auerberghalle

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

17.30 Uhr

4-Gänge „Valentinsmenü“ im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

STEINGADEN

20.00 Uhr

Musiker- und Trachtenball im

Gasthof Graf

REICHLING

14.00 Uhr

Kaffeekränzchen im Sportheim

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Schwarz-Weiß-Ball in der Mehrzweckhalle

APFELDORF

20.00 Uhr

Faschingsball des Sportvereins in

der Mehrzweckhalle

PEITING

SO 12.02.

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule des ECP für Kinder

ab vier Jahren. Kosten: 2,50 €.

Keine Anmeldung nötig. Weitere

Infos unter 0152 / 54063805

BURGGEN

13.00 Uhr

Kinderfasching des TSV in der

Turnhalle

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

17.30 Uhr

4-Gänge „Valentinsmenü“ im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

LECHBRUCK

MO 13.02.

16.00 Uhr

Kinderkino in der Lechhalle

17.30 Uhr

4-Gänge „Valentinsmenü“ im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

HOHENFURCH

DI 14.02.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

17.30 Uhr

4-Gänge „Valentinsmenü“ im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

WEILHEIM

18.30 Uhr

3 Stunden-Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Anm. unter www.hypnoactive.com

oder 08841 / 6082599.

Siehe Anzeige Seite 76

PEITING

MI 15.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

KINSAU

20.00 Uhr

Vortrag zum Thema „Bienen“ mit

Imkervorstand Robert Frühholz in

der Mehrzweckhalle

/

80 | der altlandkreis


WEILHEIM

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss

in der Stadthalle. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige Seite 76

SCHONGAU

DO 16.02.

14.30 Uhr

Kinderfasching mit Musik, Kinderschminken

und vielem mehr

im großen Saal des Pfarrheims

Verklärung Christi. Eintritt: 2,50 €.

VVK am 10.2. von 17 bis 18 Uhr im

Teezimmer des Pfarrheims Verklärung

Christi

14.30 Uhr

Kinderfasching mit Musik, Kinderschminken

und vielem mehr

im Jakob-Pfeiffer-Haus. Eintritt:

2,50 €. VVK am 10.2. von 17 bis

18 Uhr im Kindergarten Mariae

Himmelfahrt

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

MINDELHEIM

19.00 Uhr

Infoabend zur Aufnahme in die

Technikerschule für das kommende

Schuljahr 2017/2018 in der

Technikerschule, Westernacher

Str. 5. Siehe Seite 49

SCHONGAU

FR 17.02.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Faschingskränzle des Frauenbunds

in der Lechhalle

KINSAU

14.00 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

SA 18.02.

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

HOHENFURCH

18.00 Uhr

Nachtfaschingsumzug des Faschingsclubs

am Gasthof Negele.

Siehe Seite 22

SCHWABSOIEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderkränzle in der Grundschulhalle

INGENRIED

14.00 Uhr

Frauenkränzle in der Mehrzweckhalle

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Ball der Vereine in der Auerberghalle

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

REICHLING

20.00 Uhr

Sportlerball im Gasthaus Mitschke

APFELDORF

20.00 Uhr

Faschingsball der Feuerwehr in

der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

SO 19.02.

14.00 bis 18.00 Uhr

Familienfasching der Pfarrgemeinschaft

im Jakob-Pfeiffer-Haus

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Genießer-Brunch“ im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 27,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß, anschl. von 15 bis 17 Uhr

Kaffeehausmusi. Reservierung

unter 08845 / 74020. Siehe Anzeige

Seite 38

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Kinderfasching des VfL in der

Mehrzweckhalle

SCHONGAU

MO 20.02.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

HOHENFURCH

DI 21.02.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

PEITING

MI 22.02.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

18.00 bis 21.00 Uhr

Discoeislauf am Sportplatz

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

BERNBEUREN

DO 23.02.

20.00 Uhr

Walzerabend in der Auerberghalle

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

LUDENHAUSEN

10.00 Uhr

Lumpiger Donnerstag im Schützenheim

SCHONGAU

FR 24.02.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

PEITING

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lentner-

Grundschule

HOHENFURCH

14.30 Uhr

Kinderfasching mit dem Thema

„Zirkus“ im Pfarrheim

INGENRIED

20.00 Uhr

Musikerkränzle im Gasthaus

Sonne

januar / februar 2017 | 81


82 | der altlandkreis

BURGGEN

14.00 Uhr

Ü-40 Party im Gemeindehaus

BERNBEUREN

15.00 Uhr

Kinderfasching in der Auerberghalle

RETTENBACH

15.00 Uhr

Handarbeits-Treffen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Faschingsball der Vereine mit

„Timeless“ im Happerger

ROTT

20.00 Uhr

Jugenddisco der Pfarrgemeinde

im Pfarrheim

EPFACH

14.30 Uhr

Kinderfasching im Haus der

Vereine

KINSAU

20.00 Uhr

Fuchsbau-Ball in der Mehrzweckhalle

WEILHEIM

20.00 Uhr

Kabarettistisches Konzertvergnügen

„Eine kleine Lachmusik“ im

Stadttheater. Siehe Anzeige links

SCHONGAU

SA 25.02.

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt

19.30 bis 20.50 Uhr

EAS-Discolauf mit DJ Goldberg im

Eissportzentrum

BIRKLAND

20.00 Uhr

Musikerball im Gasthof Neuwirt

SCHWABSOIEN

14.00 Uhr

Faschingszug durchs Dorf, anschl.

Auftritte am Dorfplatz und Party

mit „Bloody Chicken Heads“ und

„Allgäu Feager“ im Zelt. Siehe S. 46

BURGGEN

20.00 Uhr

Schützenball im Schützenheim

RETTENBACH

14.00 Uhr

Kaffee und Kuchen in Heike’s

Stick- und Handarbeitsstüble,

Seestall 3. Siehe Anzeige Seite 33

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

der altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 63.

20.00 Uhr

Ball der Vereine vom Trachtenverein

in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Schützenball im Schützenhaus

SCHONGAU

SO 26.02.

14.00 Uhr

Faschingsumzug durch die Altstadt.

Aufstellung ab 12 Uhr

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule des ECP für Kinder

ab vier Jahren. Kosten: 2,50 €.

Keine Anmeldung nötig. Weitere

Infos unter 0152 / 54063805

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

20.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

INGENRIED

MO 27.02. 2.

Rosenmontag

14.00 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

/


STEINGADEN

20.00 Uhr

Rosenmontagsball der Kulturgemeinschaft

im Gasthof Moser

ROTT

14.00 Uhr

Kaffeekränzl der Pfarrgemeinde

im Pfarrheim

HOHENFURCH

DI 28.02. .

Faschingsdienstagag

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

19.00 Uhr

Kehraus des Faschingsclubs im

Gasthof Negele

BURGGEN

14.00 Uhr

Faschingstreiben im Schützenheim

LECHBRUCK

13.00 Uhr

Faschingsumzug und buntes Faschingstreiben

vor dem Rathaus.

Ab ca. 19 Uhr Kehraus in der

Lechhalle

14.00 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion

ROTTENBUCH

16.00 Uhr

Bäurinnenkränzle im Kunstcafé

am Tor

KINSAU

10.00 Uhr

Weißwurstessen im Sportheim

Änderungen und Fehler vorbehalten

januar / februar 2017 | 83


84 | der altlandkreis

/

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