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Taxi Times München - Dezember 2016

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DEZEMBER <strong>2016</strong> 3,50 €<br />

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MÜNCHEN<br />

INKLUSION AM TAXISTAND<br />

WIE BARRIEREFREI<br />

IST MÜNCHEN?<br />

FISKALTAXAMETER<br />

Aus für veraltete Taxameter<br />

ISARFUNK<br />

Erfolgreicher Schiedsausschuss<br />

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INHALT<br />

LIEBE LESERINNEN UND LESER,<br />

enden wir in einem Europa der Konzerne? Zugegeben: Die<br />

Frage ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass es das <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />

betrifft – vor allem hier in <strong>München</strong>. Denn in kaum einer<br />

anderen Stadt in Deutschland sind Uber und mytaxi so aktiv<br />

wie hier. Glaubt man der Prognose eines besorgten Münchner<br />

<strong>Taxi</strong>fahrers am Ende dieser Ausgabe der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>, dann ist<br />

gegen Uber kein Kraut mehr gewachsen. Die Verhandlung<br />

vor dem Europäischen Gerichtshof könnte die letzte große<br />

juristische Auseinandersetzung mit dem US-Fahrdienst sein.<br />

Also aufgeben und warten, bis Newcomer, Autohersteller<br />

und Technologieanbieter den Markt unter sich aufgeteilt<br />

haben und den letzten <strong>Taxi</strong>fahrer durch einen Roboter ersetzt<br />

haben? So weit muss es nicht kommen. Denn bei aller Hysterie<br />

um selbstfahrende <strong>Taxi</strong>s, disruptiv agierende Mitbewerber<br />

und steigende fiskalische Anforderungen hat sich eines nicht<br />

geändert: Über Wohl und Weh des <strong>Taxi</strong>gewerbes entscheidet<br />

aus Verbrauchersicht mehr die konkret erbrachte Dienstleistung<br />

als das Logo der Bestell-App auf dem Smartphone.<br />

Ein Blick nach Dachau zeigt uns, dass die <strong>Taxi</strong>kunden dort<br />

bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren, wenn Freundlichkeit,<br />

Zuverlässigkeit und Dienstbereitschaft stimmen. Warum<br />

sollte das in <strong>München</strong> anders sein? Um im Wettbewerb mit<br />

Konzernen mithalten zu können, dürfen wir unser Angebot<br />

nicht über den Preis definieren, sondern über unsere Leistung.<br />

Das funktioniert aber nur dann, wenn wir selbst leistungsbereit<br />

sind beziehungsweise wenn Unternehmer bei der<br />

Wahl ihres Fahrpersonals genau hinsehen. Erst wenn Google<br />

den ersten Roboter erfindet, der einer Seniorin die Einkäufe<br />

freundlich in den dritten Stock trägt, den Rollstuhlfahrern<br />

behilflich ist und der darauf achtet, dass Schüler beim Aussteigen<br />

nicht einfach auf die Straße laufen, dann müssen wir<br />

uns ernsthaft Sorgen um unsere Zukunft machen.<br />

– die Redaktion –<br />

PERSONALIEN<br />

4 130 Jahre <strong>Taxi</strong> Much<br />

TITELTHEMA<br />

6 Barrierefreiheit in <strong>München</strong><br />

FISKALTAXAMETER<br />

10 Aus für veraltete Taxameter<br />

11 Antworten der Münchner Finanzbehörde<br />

ISARFUNK<br />

16 Der Schiedsausschuss, Schulungsvideo<br />

TAXIVERBAND MÜNCHEN<br />

18 Fehlende Ladestationen, Inklusion<br />

FLUGHAFEN<br />

20 Rund um den Flughafen<br />

RUBRIKEN<br />

12 Meldungen: Mittelbau bald wieder offen<br />

13 Umland: Tariferhöhung in Dachau<br />

22 Autotest: Ford Edge und Ford Kuga<br />

24 E-Mobility: Kommt der O-Bus?<br />

25 Taxlertipp: die Mercerie<br />

26 Leserbrief: Uber, Viktualienmarkt<br />

TITELFOTO: Fotolia/Atlantis<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

3


PERSONALIEN<br />

Der größte An- und Verkauf von<br />

gebrauchten <strong>Taxi</strong>fahrzeugen: das<br />

Autohaus Much in Bad Tölz.<br />

TAXI-ERFAHRUNG<br />

IN VIERTER GENERATION<br />

Die Unternehmensgeschichte der Firma Much in Bad Tölz<br />

ist einzigartig. Und sie spiegelt die Entwicklung des<br />

<strong>Taxi</strong>gewerbes wider – bis heute.<br />

Man schrieb das Jahr 1886, als Michael Much, der<br />

Ur großvater des heutigen Firmeninhabers, die erste<br />

Lohnkutscherei in Tölz gründete. 1908 erwirbt sein<br />

zweitgeborener Sohn Hans mit 16 Jahren den Kraftfahrzeugführerschein<br />

und fährt das erste Automobil in Bad Tölz: ein Gladiator<br />

mit 40 PS. Aus der Lohnkutscherei wird das Hans Much Verkehrsunternehmen.<br />

Hans älterer Bruder Michael sitzt im zweiten Auto der Stadt:<br />

einem Horch 10 mit 24 PS. Die Brüder befördern Fahrgäste jetzt mit<br />

Motorfahrzeugen und veranstalten Tagesfahrten nach Oberammergau<br />

zu den Passionsspielen. Die Arbeit war mühsam, denn die<br />

„kettengetriebenen Benzinkutschen“ mussten alle 50 Kilometer geölt<br />

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werden. Bergauf ging es nur<br />

im Rückwärtsgang oder<br />

Seit diesem Jahr<br />

Pferde mussten mitziehen.<br />

kann man <strong>Taxi</strong>fahrzeuge<br />

auch leihen.<br />

Hans Much war es auch,<br />

der das völlig zerstörte Familienunternehmen<br />

nach dem Krieg wiederaufbaute. den VW Caddy mit<br />

Wie zum Beispiel<br />

1928 steigt Much ins Omnibusgeschäft ein und wird Rollstuhlrampe.<br />

Betreiber des Tölzer Stadtbusses. Zu Beginn des<br />

Zweiten Weltkrieges befördert das Unternehmen mit zwölf Kraftwagen<br />

– davon sechs Omnibusse – Fahrgäste durch das bayerische Oberland,<br />

nach Italien, Österreich und in die Schweiz. Nach dem Krieg steht Hans<br />

Much wieder vor den Scherben seines Unternehmens. Doch er weiß:<br />

Wenn er die Firma einmal aufbauen konnte, so wird ihm das auch ein<br />

zweites Mal gelingen.<br />

Bereits 1953 hat der Fuhrpark wieder seine vorherige Größe,<br />

1958 kann er das 50-jährige Firmenjubiläum feiern. Neun Jahre<br />

später schafft sein Sohn Hans Much junior das erste Funktaxi an.<br />

Leider kann sein Vater diese Entwicklung im <strong>Taxi</strong>gewerbe nicht<br />

mehr miterleben. 1976 werden die ersten Mercedes W123 in den<br />

<strong>Taxi</strong>betrieb genommen. 20 Jahre später übernimmt Sohn Michael<br />

Much die Firma, die er bis heute in vierter Generation leitet.<br />

<strong>2016</strong> ist das Unternehmen Much eine moderne Firmengruppe<br />

mit zahlreichen Geschäftsfeldern. Neben dem <strong>Taxi</strong>unternehmen<br />

Much gibt es das Autohaus Much und eine Immobilienfirma. Das<br />

Autohaus ist das erste und größte Spezial-Autohaus für gebrauchte<br />

<strong>Taxi</strong>fahrzeuge. Der von Michael Much ins Leben gerufene <strong>Taxi</strong>treff,<br />

der im Wechsel mit der <strong>Taxi</strong>messe Köln veranstaltet wird, ist zur<br />

festen Institution geworden. Er fand letztes Jahr erstmalig nicht im<br />

heimischen Autohaus, sondern auf Mallorca statt.<br />

Auch im 130. Jahr entwickelt sich das Autohaus weiter. Im Frühjahr<br />

<strong>2016</strong> ergänzt Much das Angebot neben dem An- und Verkauf<br />

mit der Vermietung von <strong>Taxi</strong>fahrzeugen. Zusätzlich zu den klassischen<br />

Mercedes E-Klassen und T-Modellen<br />

wurde der Vermietpark um Vito-<strong>Taxi</strong>busse<br />

und VW Caddys mit Rollstuhlrampe erweitert.<br />

Der Clou: Alle gemieteten Fahrzeuge<br />

können jederzeit auch im <strong>Taxi</strong>leasing<br />

erworben werden. So führt Michael<br />

Much sein Unternehmen nach<br />

einer bewährten Firmentradition:<br />

immer unter den Ersten<br />

sein! <br />

tb<br />

FOTOS: <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>, Autohaus Much/muchmotion.com<br />

Michael Much, hier mit Frau<br />

Daniela und Sohn Leopold,<br />

leitet die Geschicke der Firma<br />

Much in vierter Generation.<br />

4 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


DIE TAXI TIMES APP<br />

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Neuigkeiten aus der <strong>Taxi</strong>welt. Wir versorgen Sie mit<br />

allem Wissenswerten und das topaktuell.<br />

Die Nachrichten sind in Deutsch, Englisch und Türkisch<br />

abrufbar. Die App gibt es zum kostenlosen Download<br />

für iOS und Android.


INKLUSIONSTAXI<br />

BARRIEREFREIHEIT<br />

IN MÜNCHEN<br />

Wie einfach ist es für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen,<br />

vom ÖPNV aufs <strong>Taxi</strong> umzusteigen? <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> schaut nach.<br />

Ministerpräsident Horst Seehofer<br />

hat das Ziel vorgegeben: Bayern<br />

soll bis 2023 im gesamten öffentlichen<br />

Raum und im gesamten öffentlichen<br />

Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei<br />

sein. Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen<br />

mit Behinderungen den ÖPNV ohne<br />

zusätzliche Hilfe nutzen können. Manche<br />

Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollatoren<br />

oder Krücken sind deshalb auf Lifte angewiesen,<br />

da ihnen die Benutzung einer Rolltreppe<br />

schwerfällt oder unmöglich ist. Barrierefreiheit<br />

im ÖPNV ist also dann gegeben, wenn<br />

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen<br />

von einem Verkehrsmittel in ein anderes<br />

umsteigen können, ohne dass sie von Treppen<br />

oder Rolltreppen gestoppt werden.<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>München</strong> hat sich an einigen<br />

Verkehrsknoten der Stadt einmal angesehen,<br />

wie leicht oder wie schwer dieser<br />

spezielle Kundenkreis in ein <strong>Taxi</strong> umsteigen<br />

könnte – mit unterschiedlichen Ergebnissen.<br />

Vielerorts hat die Stadt <strong>München</strong><br />

schon für eine gut nutzbare Infrastruktur<br />

gesorgt, an anderer Stelle hapert es noch.<br />

Allerdings haben Freistaat und Stadt ja<br />

noch sieben Jahre Zeit, um die Bedingungen<br />

zu perfektionieren – die EU will dieses<br />

ehrgeizige Ziel bereits drei Jahre früher<br />

umgesetzt sehen.<br />

BEISPIEL<br />

MÜNCHNER<br />

FREIHEIT<br />

Zum Einsteigen optimale Bedingungen: ein<br />

abgesenkter Bordstein und viel Platz. Dass<br />

der Kollege hier natürlich behilflich ist,<br />

sollte selbstverständlich sein. In einer<br />

immer älter werdenden Gesellschaft sind<br />

Senioren ein stetig wachsender Kundenkreis,<br />

der zum Teil auf das <strong>Taxi</strong> angewiesen<br />

ist.<br />

Vom U-Bahnsteig bis zur Oberfläche<br />

kann – mit einmal Umsteigen im Sperrengeschoss<br />

– ein Lift genutzt werden. Der<br />

Lift zur Oberfläche ist in unmittelbarer<br />

Nähe zum <strong>Taxi</strong>stand. Vom Lift aus können<br />

Fahrgäste den <strong>Taxi</strong>stand direkt sehen. Hier<br />

ist die Verbindung von U-Bahn und <strong>Taxi</strong><br />

gelungen.<br />

BEISPIEL SENDLINGER TOR<br />

Der Lift am Tram-Rondell liegt günstig zur Straßenbahn, ein zweiter führt Richtung Blumenstraße.<br />

Beide sind in etwa gleich weit vom <strong>Taxi</strong>stand entfernt und nicht in direkter<br />

Nähe. Immerhin: Man müsste jeweils nur eine Straße überqueren, um den <strong>Taxi</strong>stand zu<br />

erreichen. Schlecht hingegen ist, dass man zum Erreichen eines <strong>Taxi</strong>s Gleise queren<br />

muss. Vielleicht bringt ja der Umbau eine Verbesserung der Situation. So liegt das Sendlinger<br />

Tor für mobilitätseingeschränkte Umsteiger eher im Mittelfeld.<br />

FOTOS: Tom Buntrock<br />

6 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


INKLUSIONSTAXI<br />

BEISPIEL ISARTOR<br />

An diesem Stand dürfte der <strong>Taxi</strong>fahrer nur selten Besuch von<br />

Fahrgästen mit starken Mobilitätseinschränkungen bekommen.<br />

Der Grund: Dieser S-Bahnhof hat keinen Lift. Weder vom Bahnsteig<br />

zum Sperrengeschoss noch von dort zur Oberfläche.<br />

Selbst geübte Rollstuhlfahrer werden die sehr lange<br />

Rolltreppe ohne fremde Hilfe kaum benutzen können.<br />

Da wäre es schon einfacher, mit der S-Bahn weiter<br />

bis zum Rosenheimer Platz zu fahren. Hier gibt es seit<br />

ein paar Jahren schon einen Aufzug, mit dem man die<br />

Straßenbahn gut erreichen kann. Der <strong>Taxi</strong>stand ist<br />

dann nur ein paar Schritte weiter. In Anbetracht der<br />

Rahmenbedingungen hier vielleicht das Beste, was<br />

sich derzeit erreichen lässt.<br />

BEISPIEL HARRAS<br />

Der <strong>Taxi</strong>stand liegt gut erreichbar von den<br />

Lebens- und Einkaufsbereichen der Bürger<br />

und ist von der Bevölkerung gut angenommen.<br />

Will man von BOB, S-Bahn oder<br />

U-Bahn ins <strong>Taxi</strong> umsteigen, ist das schon<br />

etwas schwieriger. Der Lift zur Oberfläche<br />

geht ohne Zwischenhalt vom U-Bahnsteig<br />

aus. Nur ist er leider vom <strong>Taxi</strong>stand weit<br />

entfernt. Ein Lift vom Zwischengeschoss<br />

zur Oberfläche fehlt.<br />

BEISPIEL<br />

MARIENPLATZ<br />

Erst für viel Geld komplett renoviert, zum Umsteigen<br />

für Menschen mit Behinderungen kein<br />

Glanzlicht. Schon im Sperrengeschoss sind der<br />

Lift zu den Bahnsteigen und der einzige Lift zur<br />

Oberfläche am Marienplatz weit voneinander entfernt.<br />

Von hier hat man eine gute Sicht auf Rathaus<br />

und Glockenspiel. Ein <strong>Taxi</strong> hingegen ist weit<br />

und breit nicht verfügbar.<br />

Der Plan weist noch den aufgehobenen Beckstand<br />

aus. Alle anderen Standplätze sind weiter<br />

weg. Hier hat der Kunde die Qual der Wahl<br />

zwischen Rindermarkt, Tal und Dallmayr. Eine<br />

behindertenfreundliche Lösung sieht anders aus.<br />

Sich von einem <strong>Taxi</strong> abholen zu lassen, ist hier<br />

übrigens auch nicht möglich.<br />

• Verkehrsunfallabwicklung<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

7


INKLUSIONSTAXI<br />

BEISPIEL<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

Auf der Nordseite verbindet ein Aufzug<br />

Bahnhofshalle, Oberfläche und Sperrengeschoss.<br />

Zusätzlich führt eine Rampe in den<br />

Bahnhof. Der Aufzug öffnet sich direkt zum<br />

<strong>Taxi</strong>stand. Ein abgesenkter Bordstein sorgt<br />

zusätzlich dafür, dass mobilitätseingeschränkte<br />

Fahrgäste leichter einsteigen<br />

können. Diese Lösung ist optimal.<br />

Fast so gut ist das Umsteigen am Südausgang<br />

gelöst. Hier ist der Lift allerdings<br />

einige Meter weiter weg. Zusätzlich versperrt<br />

ein Imbiss die direkte Sicht vom Lift<br />

zum <strong>Taxi</strong>stand. Auch hier ist der Randstein<br />

abgesenkt. Zusätzlich haben <strong>Taxi</strong>s hier eine<br />

gute Rangiermöglichkeit, um Fahrgäste<br />

auch dort aufzunehmen, wo der Randstein<br />

Straßenniveau hat.<br />

Unbenutzbar hingegen ist der <strong>Taxi</strong>stand<br />

am Mittelbau. Was gerade nur der Baustelle<br />

geschuldet ist, könnte nach dem Willen<br />

einiger Planer aber bald Dauerzustand sein.<br />

Planungen sehen nicht nur vor, den Stand<br />

komplett zu streichen, auch die Durchfahrt<br />

für den Autoverkehr soll unterbunden werden.<br />

Gerade hier an der Schnittstelle zwischen<br />

Bus, Tram, U-Bahn und Zug ist ein<br />

<strong>Taxi</strong>stand aber unentbehrlich. Bliebe der<br />

Stand erhalten, so wäre er bequem über<br />

einen Aufzug zu erreichen.<br />

FAZIT<br />

IN BERLIN WIRD INKLUSION GEFÖRDERT<br />

Es gibt bereits sehr gute Umsteigemöglichkeiten,<br />

wie zum Beispiel an der Münchner Freiheit. Hier<br />

kann von der U-Bahn barrierefrei von der U-Bahn<br />

ins <strong>Taxi</strong> umgestiegen werden. Es gibt Bahnhöfe, wo<br />

das Umsteigen zwar barrierefrei möglich ist, wo<br />

aber vom Kunden weitere Wege in Kauf genommen<br />

werden müssen, wie am Sendlinger Tor oder – mit<br />

extrem langen Wegen – am Marienplatz. Und es<br />

gibt Stellen wie den Isartor-Platz, wo man, wenn<br />

man auf einen Aufzug angewiesen ist, besser gar<br />

nicht aussteigt.<br />

Sicherlich hat sich die Situation in den letzten<br />

Jahren verbessert. Auch wird daran gearbeitet, das<br />

Ziel termingerecht zu erreichen. Wichtig dabei ist,<br />

dass bei den Planungen das <strong>Taxi</strong> nicht vergessen<br />

wird. Denn wenn die Kunden das <strong>Taxi</strong> nicht erreichen<br />

können, dann kann es auch seinen Auftrag<br />

nicht erfüllen. Nämlich Menschen – auch die mit<br />

Mobilitätseinschränkungen – sicher bis an ihr Ziel<br />

zu bringen. <br />

tb<br />

Die im <strong>Dezember</strong> neu zusammengetretene Dreier-<br />

Koalition aus SPD, LINKE und GRÜNEN möchte den<br />

öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter barrierefrei<br />

ausstatten. Dabei soll auch das <strong>Taxi</strong> einbezogen<br />

werden. Das geht aus der Koalitionsvereinbarung<br />

hervor, die alle drei Parteien als Leitfaden für die<br />

kommende Regierungszeit festgelegt haben. Zehn<br />

Prozent der <strong>Taxi</strong>s sollen mittels „Investitionshilfen“<br />

barrierefrei und multifunktional werden. Das <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />

wird dazu bereitstehen, das betonte auch Hermann<br />

Waldner, Geschäftsführer von <strong>Taxi</strong> Berlin und<br />

von IsarFunk in einem Interview mit der<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> Berlin. Als Funkzentrale verfüge <strong>Taxi</strong> Berlin<br />

längst über ein geeignetes Bestell- und Abrechnungssystem.<br />

„Gäbe es die notwendige Anzahl<br />

behindertengerechter <strong>Taxi</strong>s bereits, könnte es heute<br />

losgehen.“ Da IsarFunk und <strong>Taxi</strong> Berlin das gleiche<br />

Vermittlungssystem verwenden, lässt sich diese Feststellung<br />

auch auf <strong>München</strong> übertragen. jh<br />

FOTOS: Tom Buntrock<br />

8 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


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FISKALTAXAMETER<br />

Betriebsprüfer Alexander<br />

Müller vom Finanzamt <strong>München</strong><br />

auf der IHK-Veranstaltung:<br />

Einzelfallaufzeichnung für alle<br />

Geschäftsvorfälle ist Pflicht.<br />

AUS FÜR VERALTETE<br />

TAXAMETER<br />

Auf einer IHK-Veranstaltung in <strong>München</strong> wurde noch einmal klar,<br />

dass ab 1. Januar 2017 alle Taxameter digital auslesbar sein müssen.<br />

Eine reine Endsummenerfassung reicht dann nicht mehr.<br />

Für manche <strong>Taxi</strong>unternehmer und<br />

Branchenvertreter scheinen die<br />

Änderungen, die zum Jahreswechsel<br />

auf das <strong>Taxi</strong>gewerbe zukommen, aus<br />

heiterem Himmel über sie hereinzubrechen.<br />

Für die Finanzbehörden ist diese<br />

Haltung unverständlich. Denn was da ab<br />

1. Januar 2017 greift, ist nichts Neues, sondern<br />

schon lange angekündigt.<br />

Zum einen muss jedes <strong>Taxi</strong>unternehmen<br />

eine Kasse haben und ein Kassenbuch<br />

führen. Ist eine Kasse vorhanden, die digitale<br />

Aufzeichnung macht, dann müssen diese<br />

Aufzeichnungen auch digital abgespeichert<br />

werden. Und in diesem Zusammenhang ist<br />

ein Taxameter eine Kasse – allen anders<br />

lautenden Gerüchten zum Trotz.<br />

Gleichzeitig müssen alle Geschäftsvorfälle<br />

einzeln abgespeichert werden. Taxameter,<br />

die nur Endsummen erfassen und<br />

abspeichern, dürfen nach dem 31. <strong>Dezember</strong><br />

<strong>2016</strong> nicht mehr betrieben werden. Die<br />

erlangten Daten müssen digital, unveränderbar,<br />

vollständig und für das Finanzamt<br />

digital auslesbar aufbewahrt werden. PC-<br />

Kassensysteme, die auf Access-, dBaseoder<br />

Exceldatenbanken fußen, sind dann<br />

nicht mehr zulässig.<br />

Ähnliches gilt für handschriftliche Aufzeichnungen.<br />

Die sind zwar weiter zulässig,<br />

aber nur solange kein Kassensystem<br />

eingesetzt wird. Gibt es ein Kassensystem,<br />

dann müssen auch diese Daten digital,<br />

unveränderbar, vollständig und für das<br />

Finanzamt auslesbar aufbewahrt werden.<br />

Noch einmal zur Klarstellung: Taxameter,<br />

die keine Einzelfallaufzeichnung zulassen,<br />

dürfen nicht mehr genutzt werden. Taxameter,<br />

die das können, werden digital ausgelesen.<br />

Schon alleine dadurch ergibt sich<br />

die Verpflichtung, diese Daten auch digital<br />

aufzubewahren!<br />

Das ist im Übrigen keine neue Regelung,<br />

sondern nur die konsequente Umsetzung<br />

der Kassenrichtlinie von 2010 und der<br />

BMF-Schreiben. Das bedeutet, dass nicht<br />

eine neue Regel eingeführt wurde, sondern<br />

dass lediglich eine großzügige Übergangsregelung<br />

zum Jahreswechsel ausläuft. Das<br />

war abzusehen. Wer jetzt auf den letzten<br />

Drücker noch umrüsten möchte, der sollte<br />

darauf achten, dass das neue Taxameter<br />

auch auf zukünftige Anforderungen – wie<br />

etwa INSIKA – erweiterbar ist. Zwar gibt es<br />

keine Garantie dafür, dass INSIKA oder ein<br />

ähnliches Verfahren verbindlich zum Einsatz<br />

kommt, wer aber in vier Jahren nicht<br />

schon wieder umrüsten möchte, der sollte<br />

ein ausbaufähiges Taxameter anschaffen.<br />

Berlin und Hamburg setzen den Einsatz<br />

von INSIKA verbindlich voraus. In Bayern<br />

gibt es eine solche Vorschrift nicht. Hierzulande<br />

kann also jeder Unternehmer selbst<br />

entscheiden, wie er seine Daten unveränderbar<br />

abspeichern möchte – solange sie<br />

der GoBD entsprechen (siehe Kasten).<br />

In Bayern zulässig wäre demnach auch<br />

die FMS-Fiskallösung zur digitalen Grundaufzeichnung<br />

im <strong>Taxi</strong>, wie sie neuerdings<br />

angeboten wird. Das österreichische Unternehmen<br />

bietet sie für derzeit zehn Euro<br />

pro Monat und Fahrzeug an. Die Daten<br />

werden dabei automatisch vom Taxameter<br />

übernommen. An IsarFunk angeschlossene<br />

Fahrzeuge haben hier einen klaren<br />

Vorteil, denn alle notwendige Hardware<br />

ist bei ihnen bereits verbaut. Ist auch das<br />

Taxameter kompatibel, könnte es praktisch<br />

sofort losgehen. Außerdem kann das FMS-<br />

System – sollte INSIKA oder ein ähnliches<br />

Zertifizierungsverfahren später verbindlich<br />

werden – aufgerüstet werden.<br />

Darüber hinaus sollte jedes Unternehmen<br />

über ein modernes und revisionssicheres<br />

Dokumentenmanagementsystem<br />

verfügen, dass Änderungen in der Buchhaltung<br />

erfasst und nachvollziehbar<br />

macht. Das ist schon alleine deshalb notwendig,<br />

damit die Daten später glaubhaft<br />

sind. <br />

tb<br />

FOTO: <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />

10 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


FISKALTAXAMETER<br />

ALLES GESAGT<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>München</strong> hat bei Finanzministerium und Finanzbehörde<br />

nachgefragt und Antworten bekommen. Die<br />

Antworten machen eines klar: Aus Sicht des Bayerischen<br />

Landesamtes für Steuern ist alles Wesentliche bereits<br />

gesagt – und zwar mit den BMF-Schreiben aus den<br />

Jahren 2010 und 2014. Hier die Antworten:<br />

Wie soll ein Münchner <strong>Taxi</strong>unternehmer ab dem<br />

1. Januar 2017 seine Buchführung vornehmen,<br />

um gesetzeskonform zu handeln? Welche<br />

Anforderungen stellen die Münchner Finanzämter<br />

dabei an die digitale Buchführung? Wie<br />

soll die Unveränderbarkeit gewährleistet<br />

werden?<br />

Die Anforderungen ergeben sich aus dem<br />

BMF-Schreiben vom 26. November 2010,<br />

„Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften“,<br />

sowie dem BMF-Schreiben vom 14.<br />

November 2014, „Grundsätze zur ordnungsmäßigen<br />

Führung und Aufbewahrung von<br />

Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen<br />

in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff<br />

(GoBD)“. Die allgemeinen Grundsätze<br />

ordnungsgemäßer Buchführung gelten weiterhin<br />

uneingeschränkt. Zur Frage der „Unveränderbarkeit“ wird<br />

auf die Rz. 107 der GoBD verwiesen. Ein konkretes Verfahren<br />

zur Herstellung der „Unveränderbarkeit“ i. S. d. § 146 Abs. 4<br />

Abgabenordung (AO) ist nicht vorgeschrieben.<br />

Können Unternehmer ihre Aufzeichnungen auch weiterhin<br />

handschriftlich führen? Sind die sogenannten Schichtzettel<br />

noch weiterhin zulässig? Oder wird vonseiten der Finanzämter<br />

auf eine digitale Buchhaltung bestanden?<br />

Im Bereich des <strong>Taxi</strong>gewerbes erfüllen die sogenannten<br />

Schichtzettel in Verbindung mit den Angaben, die sich auf<br />

dem Kilometerzähler und dem Taxameter des einzelnen <strong>Taxi</strong>s<br />

ablesen lassen, die aus der Einzelaufzeichnungspflicht<br />

sich ergebenden Mindestanforderungen; damit<br />

wird den branchenspezifischen Besonderheiten<br />

des Gewerbes ausreichend Rechnung getragen<br />

(BFH vom 26.2.2004 –XI R 25/2, BStBl 2004<br />

II S.599). Darüber hinaus ergeben sich konkretisierende<br />

Dokumentationspflichten aus dem<br />

BMF-Schreiben „Aufbewahrung digitaler Unterlagen<br />

bei Bargeschäften“ vom 26. November<br />

2010 (IV A 4-S 0316/08/10004-07) und aus<br />

den „Grundsätzen zur ordnungsmäßigen<br />

Führung und Aufbewahrung von Büchern,<br />

Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer<br />

Form sowie zum Datenzugriff“<br />

vom 14. November 2014 (GoBD; IV A 4-S<br />

0316/13/10003). Das genannte BMF-Schreiben<br />

vom 26. November 2010 stellt klar, dass auch<br />

Taxameter (neben elektronischen Registrierkassen)<br />

digitale Aufzeichnungsgeräte sind,<br />

für die grundsätzlich auch die Einzelaufzeichnungspflichten<br />

zur Anwendung kommen. Die im<br />

BMF-Schreiben genannten Daten müssen – sofern diese<br />

mit einem DV-System erstellt werden – einzeln, unveränderbar<br />

und digital auswertbar aufbewahrt werden.<br />

Sind Key-Systeme zum Auslesen der Schichtdaten weiterhin<br />

zulässig? Genügen die Auslese-Programme der Key-Systeme<br />

den Erfordernissen der Buchhaltung?<br />

Ja, sofern die Key-Systeme den GoBD entsprechen.<br />

FOTO: Fotolia / blende11.photo<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

11


UMLAND<br />

SCHNELLER<br />

ZUM MUC<br />

Regionalzüge könnten praktisch ab sofort und ohne bauliche<br />

Maßnahmen für eine bessere Verbindung zwischen Stadt und<br />

Flughafen sorgen.<br />

Mit der Bahn von der Innenstadt zum Flughafen in weniger als<br />

30 Minuten? Geht es nach FDP, HUT und Piraten, sollte das möglich sein.<br />

Eine schnellere Anbindung des Flughafens zur Münchner<br />

Innenstadt, das fordert die Münchner Stadtratsfraktion<br />

Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung. Hierzu<br />

sollen die Regionalzüge von und nach Freising einen zusätzlichen<br />

– technischen – Halt in Neufahrn einlegen. Für die<br />

Flughafenanbindung sollten von der FMG zusätzliche, koppelbare<br />

Züge angeschafft werden, die in Neufahrn an die Regionalzüge<br />

andocken beziehungsweise in Neufahrn vom Regionalzug geteilt<br />

werden, um zum Flughafen weiterzufahren.<br />

Nach Meinung der Fraktion ist die Anbindung des Münchner<br />

Flughafens mit öffentlichen Verkehrsmitteln unattraktiv und<br />

bedarf dringend einer Verbesserung. Eine Express-S-Bahn auf<br />

der S-Bahnstrecke der S 8 ist in weiter Ferne und vermutlich<br />

erst frühestens in 15 Jahren fahrbereit. Zusätzliche Züge auf der<br />

S-Bahnstrecke der S 1 sind weder politisch durchsetzbar noch<br />

wegen der schon heute langen Schrankenschließzeiten zumutbar.<br />

Daher verbleibt für eine Verbesserung kurzfristig nur, vorhandene<br />

Zugverbindungen zu nutzen. Die Regionalzüge nach Freising<br />

verkehren in der Rushhour morgens im 20-Minuten-Takt und<br />

tagsüber alle 30 Minuten. Durch einen kurzen technischen Halt<br />

in Neufahrn und ein An- oder Auskoppeln<br />

von Zügen vom und zum Flughafen<br />

würde eine Express-Verbindung für den<br />

Flughafen entstehen, die die Fahrtzeit<br />

zum Hauptbahnhof in <strong>München</strong> gegenüber<br />

der S-Bahn spürbar verringert.<br />

Die Fahrzeit zum Flughafen könnte<br />

dann unter 30 Minuten liegen, was eine<br />

Beschleunigung von rund 20 Minuten<br />

bedeuten würde. Außerdem könnten<br />

komfortablere Züge eingesetzt werden,<br />

die eine verbesserte Unterbringung<br />

von Gepäck gewährleisten könnten.<br />

Das „Flügeln“ von Regionalzügen ist<br />

im Rhein-Main-Gebiet bereits Wirklichkeit<br />

und keine Utopie. Fraktionschef Dr.<br />

Wenn es nach<br />

Dr. Michael Mattar geht,<br />

soll sich die Fahrtzeit<br />

mit der Bahn zum<br />

MUC um 20 Minuten<br />

verkürzen.<br />

Michael Mattar ergänzt: „Der Wachstumsdruck in der Region<br />

<strong>München</strong> macht gerade pragmatische Lösungen dringend erforderlich.<br />

Das Warten auf perfekte Lösungen bringt uns nicht weiter.“<br />

(Quelle: „Rathaus Umschau“) <br />

tb<br />

FOTOS: Deutsche Bahn, Dr. Michael Mattar<br />

Umweltschonend fahren und Geld sparen<br />

M / Erdgas<br />

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Besser für die Umwelt: Im Vergleich zu Diesel und Benzin verursacht M-Erdgas bis zu<br />

90 Prozent weniger Schadstoffe sowie praktisch keine Rußpartikel und Feinstaub-Emissionen.<br />

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UMLAND<br />

UNVERDIENTE TARIFERHÖHUNG<br />

In Dachau wurde der <strong>Taxi</strong>tarif jüngst angehoben. <strong>Taxi</strong>unternehmer<br />

Helmut Fricke-Radvanyi über Dienstleistungsbereitschaft und AST.<br />

FOTOS: Tom Buntrock<br />

Ich war gegen die Tariferhöhung – zumindest in dieser Form!“<br />

<strong>Taxi</strong>unternehmer Helmut Fricke-Radvanyi macht aus seiner<br />

Meinung kein Geheimnis. Allerdings stieß er auf taube Ohren:<br />

„Die <strong>Taxi</strong>genossenschaft hat den Antrag ohne wirtschaftliche Not<br />

gestellt, die IHK hat bestimmt eine Stellungnahme abgegeben und<br />

dann wurde er vom Landratsamt einfach durchgewunken. Ich bin<br />

ja eigentlich davon ausgegangen, dass das Landratsamt den Antrag<br />

ablehnt.“ Nur von einer Erhöhung des Wartezeittarifs wurde abgesehen.<br />

„Das wäre die einzige sinnvolle Erhöhung gewesen. Da<br />

liegen wir mit 20,50 Euro einfach zu niedrig.“<br />

Richtig ist, dass die letzte Anhebung 2011 schon lange zurückliegt.<br />

Danach wurde im nahen <strong>München</strong> bereits zweimal erhöht,<br />

der Preisunterschied zwischen Dachau und der Landeshauptstadt<br />

immer größer. „Für mich war das immer ein gutes Argument, Flughafenkunden<br />

auch die Rückfahrt zu verkaufen“, sagt Fricke-Radvanyi.<br />

Mit der teilweise recht großzügigen Erhöhung von 12,5 bis<br />

15 Prozent jetzt ist dieser Wettbewerbsvorteil dahin.<br />

Es sprechen aber noch andere Gründe gegen den neuen Tarif:<br />

„Momentan geht es den Dachauer <strong>Taxi</strong>fahrern einfach zu gut. Das<br />

erkenne ich daran, dass es sich einige Kollegen nachmittags ab<br />

vier offenbar leisten können, Fahrten nach <strong>München</strong> abzulehnen“,<br />

kritisiert Fricke-Radvanyi. Offenbar gibt es von Fahrerseite Vorbehalte<br />

gegenüber dem dichten Verkehr, wenn man bei der Rückfahrt<br />

in die Rushhour reinkommt. „Unsere Kunden sind bestimmt<br />

bereit, auch die neuen Preise zu bezahlen, allerdings sollte dann<br />

auch die Leistung entsprechend passen – und das sehe ich derzeit<br />

nicht!“<br />

Bestes Beispiel: der AST-Verkehr. Würden sich die 34 <strong>Taxi</strong>s die<br />

Bereitschaftszeiten für das Anruf-Sammel-<strong>Taxi</strong> teilen, dann wäre<br />

ein Service rund um die Uhr mit Leichtigkeit zu stellen. Momentan<br />

lastet der gesamte AST-Verkehr allerdings auf vier Paar Schultern,<br />

weshalb das Angebot jetzt auch verkürzt werden musste.<br />

„Die Kollegen zieren sich davor, Verpflichtungen einzugehen“,<br />

erklärt Fricke-Radvanyi. „Sie befürchten, dass sie gerade dann,<br />

wenn sie für AST unterwegs sind, einen vermeintlich besseren<br />

Auftrag verpassen.“ Außerdem passt das für Fricke-Radvanyi nicht<br />

zusammen, dass einerseits der Tarif erhöht werden muss, weil<br />

angeblich zu wenige Aufträge da sind, und andererseits die AST-<br />

Aufträge nicht angenommen werden.<br />

Auch sonst sei es mit der Dienstleistungsbereitschaft mancher<br />

Kollegen nicht weit her: „Das <strong>Taxi</strong> in Dachau ist derzeit weder<br />

zuverlässig noch dienstbereit, noch freundlich – aber jetzt teurer!<br />

So öffnen wir Mitbewerbern von Mietwagen bis Uber Tür und Tor!“<br />

Dabei sieht der selbst fahrende Unternehmer auch Chancen für<br />

das <strong>Taxi</strong>gewerbe in Dachau. „Wenn wir unsere Dienstleistung verbessern<br />

– zum Beispiel mit AST –, dann können wir die Lücken<br />

in der Abdeckung des ÖPNV für uns nutzen und gleichzeitig etwas<br />

zur Mobilität der Dachauer Bürger beitragen.“<br />

Ob nach der Tariferhöhung jetzt Dachauer auf das <strong>Taxi</strong> verzichten<br />

wollen, kann Fricke-Radvanyi nach der kurzen Zeit noch nicht<br />

erkennen. Allerdings hat er auch einen festen Kreis von Stammkunden,<br />

die er fährt. Er würde sich jedenfalls mehr Dienstleistungsund<br />

Servicebereitschaft von seinen Kollegen wünschen. „Genügend<br />

Nachfrage wäre da – wenn der Service stimmt. Solange das nicht<br />

der Fall ist, ist eine Tariferhöhung das falsche Signal.“ tb<br />

HALE Fiskaltaxameter<br />

Kein Interesse an Fahrten<br />

nach <strong>München</strong> zu Stoßzeiten:<br />

Viele Dachauer <strong>Taxi</strong>fahrer<br />

wollen Staufahrten<br />

gerne vermeiden.<br />

Findet die Tariferhöhung unverdient,<br />

solange die Servicebereitschafft<br />

fehlt: der selbst fahrende<br />

Unternehmer Helmut Fricke-<br />

Radvanyi.<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

13


GASTRO-TIPP<br />

TATORT KNEIPE<br />

Für viele ist der Krimi am Sonntagabend Kult und Pflichttermin.<br />

Wer lieber in Gesellschaft guckt, der findet in »Tatort«-Kneipen<br />

Gleichgesinnte. tb<br />

TATORT STADION<br />

Im Stadion an der Schleißheimer Straße – Hausnummer 82 – wird<br />

jeden Sonntag „Tatort“ oder „Polizeiruf“ gezeigt, obwohl es ansonsten<br />

eine reine Fußballkneipe ist. Als Special gibt es zum „Tatort“<br />

immer ab 19.30 Uhr Schnitzel-Time mit Schnitzel Wiener Art mit<br />

Pommes ab 7,50 Euro. „Wir zeigen sonntags mit dem ,Tatort‘ ein<br />

völliges Kontrastprogramm zu unseren üblichen Fußballübertragungen“,<br />

erzählt der Wirt. Ab 20.15 Uhr herrscht im wahrsten Sinne<br />

des Wortes Totenstille – trotz teilweise über 100 Gästen.<br />

TATORT INTERNET<br />

TATORT SELF<br />

Im Self kann man wählen, ob man den „Tatort“ an der Bar<br />

oder im Wohnzimmer verfolgen will. Der Schreiber dieser<br />

Zeilen hatte das Glück/Pech, ausgerechnet den ersten Nick-<br />

Tschiller-„Tatort“ hier sehen zu dürfen/müssen. Erste Einstellung:<br />

Til Schweigers nackter Hintern. Das spräche<br />

eindeutig für den Barbereich! Besonderer Clou: Im Self darf<br />

man sich die Drinks auch selber mixen! Das Self ist in der<br />

Schäftlarnstraße 62/Ecke Brüdermühlstraße.<br />

Auf der Suche nach „Tatort“-Kneipen hilft<br />

das Netz bei eigenen Ermittlungen. Zum Beispiel<br />

unter tatort-blog.de gibt es eine<br />

hilfreiche Auflistung. Doch auch auf<br />

dem Stadtportal muenchen.de<br />

gibt es in der Veranstaltungsrubrik<br />

Adressen von Public-<br />

Viewing-Möglichkeiten in<br />

Münchner Lokalen. Darunter<br />

zum Beispiel das Santo<br />

Anger in der<br />

Blumenstraße 25, das Bar<br />

Café <strong>München</strong> 72 in der Holzstraße<br />

16 oder das Edelweiß in<br />

der gleichnamigen Straße auf Hausnummer<br />

10. Für die Aktualität kann<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> allerdings keine Verantwortung<br />

übernehmen. Besser vorher anrufen.<br />

TATORT<br />

TAUSEND<br />

„<strong>Taxi</strong> nach Leipzig“ – so hieß schon der erste „Tatort“ aus<br />

dem Jahr 1970. Damals führte es den westdeutschen<br />

Kommissar Paul Trimmel in den Osten. Im neuen Fall „<strong>Taxi</strong><br />

nach Leipzig“ werden die Hannoveraner Kommissarin<br />

Charlotte Lindholm und der Kieler Kommissar Klaus<br />

Borowski mit einem <strong>Taxi</strong>fahrer und ehemaligen Elite-Soldaten<br />

konfrontiert, der sich nach seinem Einsatz in Afghanistan<br />

an seiner Ex-Freundin rächen will, bevor ihre Hochzeit<br />

mit einem Kameraden stattfindet. Borowski-Darsteller Axel<br />

Milberg zum Jubiläums-„Tatort“: „Man muss aufpassen, zu<br />

wem man ins <strong>Taxi</strong> steigt, das gilt noch immer, und im 1000.<br />

,Tatort‘ auch. Manchmal zahlt man dafür einen hohen Preis.“<br />

FOTOS: Stadion in der Schleißheimer Straße, NDR,<br />

14 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


TATORT MÜNCHEN<br />

Auch <strong>München</strong> hat sein Ermittlerteam. 9,12 Millionen<br />

Zuschauer sahen am 3. April <strong>2016</strong> den neuen Fall der<br />

Münchner Kommissare namens „Mia san jetzt da, wo’s<br />

wehtut“. Das entspricht einem Marktanteil von 25,8 Prozent,<br />

natürlich Platz eins bei den Fernsehzuschauern am Sonntag.<br />

Seit 25 Jahren ermitteln Ivo Batic und Franz Leitmayr<br />

mittlerweile in der bayerischen Landeshauptstadt. Ihr letzter<br />

Fall hatte den Titel „Die Wahrheit“ und lehnte sich an ein<br />

reales Verbrechen an: den sogenannten „Isarmord“ aus dem<br />

Jahr 2013. Nächster Ortstermin für die Münchner Ermittler:<br />

Am 26. <strong>Dezember</strong> <strong>2016</strong> kommt die Folge „Klingelingeling“.<br />

TATORT KLENZE 17<br />

Die Klenzestraße ohne das Klenze ist unvorstellbar, denn es ist<br />

eine tolle Münchner Boazn mit gutem Bier und deftiger Küche.<br />

Der Riesenvorteil für Nachteulen: Es gibt auch nach Mitternacht<br />

etwas zu essen. Ganz wichtig für den weiteren Verlauf des<br />

Nachtlebens. Zu Trinken gibt es das gute Augustiner Bier. Für<br />

den „Tatort“ gibt es sogar einen Nebenraum. Doch Vorsicht!<br />

Viele Gleichgesinnte könnten dieselbe Idee haben.<br />

TATORT BÜRGERHEIM<br />

Diese „Tatort“-Kneipe liegt mitten im Herzen des<br />

Westends. Die Traditionsgaststätte, die 2009<br />

wiedereröffnet wurde, vereint heute bajuwarisches<br />

Kulturgut mit moderner Weltoffenheit. Von seinen<br />

bunt gemischten Gästen wird es deshalb auch „das<br />

bayrische Wohnzimmer“ genannt. Für den sonntäglichen<br />

Fernsehgenuss gibt es einen Extraraum mit<br />

großer Leinwand. Zu finden ist das Bürgerheim in<br />

der Bergmannstraße 33 gegenüber vom Gollierpark.<br />

TATORT<br />

NIEDERLASSUNG<br />

FOTOS: BR, Tom Buntrock(3)<br />

An kalten Abenden ist es am gemütlichsten, dann knistert<br />

ein Feuer im offenen Kamin und die Kerzen lassen Schatten<br />

über Tische tanzen. Traditionsbewusst treffen sich Nostalgiker<br />

am Sonntagabend in der Niederlassung, um den<br />

„Tatort“ zu gucken. Kaum eine Kneipe in <strong>München</strong> hat so<br />

viel Wohnzimmercharakter wie die Niederlassung in der<br />

Buttermelcherstraße 6. Sollte das nahe gelegene Klenze 17<br />

am „Tatort“-Abend überfüllt sein, man könnte ja hier …<br />

TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

15


ISARFUNK<br />

Störungen beseitigen,<br />

Konflikte lösen: Kundenbetreuer<br />

Jürgen<br />

Dinter sieht im Isar-<br />

Funk-Schiedsausschuss<br />

eine Möglichkeit, mit<br />

Fahrern ins Gespräch<br />

zu kommen.<br />

Gespräch statt Verhör:<br />

Fahrervertreter Tom<br />

Buntrock führt den<br />

Vorsitz im Ausschuss.<br />

Entscheidungen<br />

gemeinsam treffen,<br />

Verantwortung teilen:<br />

IsarFunk-Geschäftsführer<br />

Christian Hess rief<br />

mit dem Schiedsausschuss<br />

ein Gremium ins<br />

Leben, das seit Jahren<br />

erfolgreich arbeitet.<br />

KLÄREN STATT STRAFEN<br />

Bei der Bearbeitung schwerer Reklamationen geht IsarFunk einen<br />

Sonderweg: Ein Schiedsausschuss versucht zu klären.<br />

Keine Vermittlungszentrale bleibt<br />

von Reklamationen verschont.<br />

Dabei reicht die Bandbreite von<br />

einfachen Missverständnissen bis zu gravierenden<br />

Vorkommnissen. Dann ist vor<br />

allem das Beschwerdemanagement gefordert.<br />

Zum einen geht es darum, den Kunden<br />

mit seiner Beschwerde ernst zu<br />

nehmen, möglichst rasch für Abhilfe zu<br />

sorgen und im Idealfall den Kunden weiterhin<br />

zu behalten. Zum anderen muss aufgeklärt<br />

werden, was zu dieser Reklamation<br />

geführt hat, um nachhaltig zu verhindern,<br />

dass sich eine solche Störung wiederholt.<br />

Ein wichtiges Mittel dabei ist der Isar-<br />

Funk-Schiedsausschuss. „Wann immer es<br />

zu einer gravierenden Störung in der<br />

Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Zentrale<br />

kommt, sehen wir das als Anlass dazu,<br />

sich zusammenzusetzen und zu reden“,<br />

erklärt Jürgen Dinter, Marketingleiter bei<br />

DAS AUTOHAUS FÜR TAXIFAHRZEUGE<br />

WEG MIT DER<br />

ALTEN KAROSSE<br />

Wir kaufen Ihr gebrauchtes <strong>Taxi</strong>. Sie bringen uns Ihre Taxe<br />

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IsarFunk und auch mit der Bearbeitung von<br />

Kundenreklamationen betraut. „Dabei steht<br />

für uns im Vordergrund zu erfahren, was<br />

zu dieser Störung geführt hat und wie wir<br />

den Konflikt zur Zufriedenheit aller Beteiligten<br />

lösen können.“<br />

»Wir haben uns<br />

dazu entschieden,<br />

Verantwortung zu<br />

teilen.«<br />

Christian Hess,<br />

Geschäftsführer von IsarFunk<br />

Zu diesem Zweck wurde von IsarFunk ein<br />

Schiedsausschuss ins Leben gerufen. Der<br />

Schiedsausschuss ist ein Gremium, das sich<br />

aus Vertretern der IsarFunk-<strong>Taxi</strong>zentrale,<br />

des Aufsichtsrates, der <strong>Taxi</strong>unternehmer<br />

und der <strong>Taxi</strong>fahrer zusammensetzt. Stimmberechtigt<br />

sind allerdings nur die Vertreter<br />

von Aufsichtsrat, Fahrerschaft und Unternehmerschaft<br />

mit jeweils einer Stimme. Das<br />

bedeutet, wenn zum Beispiel zwei oder<br />

mehr Fahrervertreter an einer Abstimmung<br />

teilnehmen, können sie trotzdem gemeinsam<br />

nur eine Stimme abgeben.<br />

„Wir haben uns mit der Gründung dieses<br />

Ausschusses dazu entschieden, etwas<br />

Verantwortung mit Fahrern, Unternehmern<br />

und dem Aufsichtsrat zu teilen“, erklärt<br />

Christian Hess, Geschäftsführer von Isar-<br />

Funk. „Damit wollen wir verhindern, dass<br />

Personalentscheidungen von großer Tragweite<br />

für den Betroffenen von einer Person<br />

alleine getroffen werden müssen.“ Auch<br />

wenn der Schiedsausschuss der Geschäftsleitung<br />

keine Vorschriften machen kann,<br />

sondern stets nur eine Empfehlung ausspricht,<br />

so wird in der überwiegenden Mehrzahl<br />

der Fälle entsprechend dieser<br />

Empfehlung auch gehandelt. Im Einzelfall<br />

kann es sich dabei um eine Ermahnung,<br />

Abmahnung oder auch um eine Kündigung<br />

der Zusammenarbeit mit dem Fahrer handeln.<br />

„Die Kündigung kann immer nur das<br />

allerletzte Mittel sein“, erklärt Jürgen Dinter.<br />

„Es kommt für uns erst dann infrage,<br />

wenn wir keine Grundlage mehr für eine<br />

fruchtbare Zusammenarbeit sehen.“ In den<br />

meisten Fällen hilft das klärende Gespräch<br />

im Ausschuss oder eine Nachschulung, bei<br />

der das aufgefrischt wird, was im Fahreralltag<br />

vergessen wurde. „In einigen Fällen<br />

kommen wir allerdings auch zu dem Ergebnis,<br />

dass ein Vorwurf gegen einen Fahrer<br />

FOTOS: Tom Buntrock (2), Friedrich Cubigsteltig/eastgood.de<br />

16 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


Ohne Schirm geht nichts!<br />

Wofür man den braucht, kann<br />

man unter www.tinyurl.com/<br />

gw5atgr erfahren.<br />

FOTO: Tom Buntrock<br />

oder eine Fahrerin unserer Auffassung<br />

nach zu Unrecht erhoben wurde. Wir haben<br />

oft erlebt, dass die betroffenen Fahrer dann<br />

am Ende dankbar darüber waren, dass wir<br />

uns so intensiv mit seinem Fall befasst<br />

haben und am Ende für eine Klärung der<br />

Situation und Entlastung des Betroffenen<br />

sorgen konnten.“<br />

Natürlich findet nicht jede Reklamation<br />

ihren Weg in den Schiedsausschuss. „Ist<br />

ein Vorgang allerdings strittig oder wird<br />

ein Fehlverhalten regelmäßig wiederholt,<br />

ist das eine Aufgabe, die es gemeinsam zu<br />

lösen gilt.“ Jürgen Dinter sieht gerade darin<br />

die große Chance des Schiedsausschusses:<br />

„Gerade wenn wir ein regelmäßiges Fehlverhalten<br />

erkennen, setzen wir alles daran,<br />

dieses Muster aufzubrechen. So ist es dem<br />

Ausschuss schon häufig gelungen, die Fahrer<br />

nicht nur dort abzuholen, wo sie gerade<br />

sind, sondern sogar wieder von einer positiveren<br />

Einstellung gegenüber der Zentrale<br />

zu überzeugen und letztlich für eine weitere,<br />

verbesserte Zusammenarbeit zu motivieren.<br />

So gewinnen alle Seiten!“<br />

Der Ausschuss tritt unregelmäßig und<br />

bei Bedarf zusammen. Zuerst werden die<br />

Ausschussmitglieder über den Bearbeitungsstand<br />

einer oder mehrerer Reklamationen<br />

informiert. Dann wird mit dem<br />

betroffenen Fahrer gesprochen. „Man darf<br />

sich das nicht als eine Art Verhör vorstellen“,<br />

erklärt Tom Buntrock, Fahrervertreter<br />

und Vorsitzender des Gremiums. „Wir<br />

suchen das Gespräch, stellen natürlich Fragen,<br />

wollen aber vor allem die Sicht des<br />

Fahrers hören.“ Nach der Anhörung wird<br />

noch einmal beraten. Erst danach wird dem<br />

Fahrer das Ergebnis mitgeteilt. „Ich habe<br />

oft erlebt, dass die Fahrer am Ende froh<br />

waren, dass wir eine Klärung herbeiführen<br />

konnten. In den meisten Fällen sind die<br />

Fahrer mit unserer Entscheidung auch einverstanden“,<br />

erzählt Buntrock.<br />

„Wir alle nehmen unsere Mitarbeit in<br />

diesem Gremium sehr wichtig“, ergänzt<br />

Jürgen Dinter. „Wir haben hier ein Mittel<br />

gefunden, die Zusammenarbeit zwischen<br />

Zentrale und Fahrern nachhaltig und spürbar<br />

zu verbessern. Oft erfahren wir während<br />

der Sitzungen auch, was wir als<br />

Zentrale in unserem Aufgabenbereich verbessern<br />

können. Das nehmen wir als Hausaufgabe<br />

gerne mit.“ Auch Christian Hess<br />

ist mit der Ausschussarbeit zufrieden: „Wir<br />

können auf das gemeinsam Erreichte zu<br />

Recht stolz sein. Ich glaube, dass ein so<br />

engagierter Ausschuss eher selten ist. Deshalb<br />

gilt der Dank der Geschäftsleitung<br />

allen Beteiligten.“ <br />

jh<br />

SCHULUNGSVIDEO<br />

Im Prinzip ist es ja gar nicht so schwer: freundlich sein, beim<br />

Kunden melden, das Gepäck versorgen, vorsichtig fahren und<br />

gerade Kunden mit Mobilitätseinschränkungen behilflich sein. So<br />

lassen sich die Qualitätsstandards von IsarFunk knapp zusammenfassen.<br />

Wie sich IsarFunk das konkret vorstellt – und wie die anspruchsvollen<br />

Kunden der <strong>Taxi</strong>zentrale das zu Recht erwarten –, veranschaulicht<br />

jetzt ein zehnminütiges Schulungsvideo. Robert Biegert,<br />

regelmäßigen Lesern der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>München</strong> auch als Autor<br />

bekannt, zeigt, wie es richtig geht. Der erfahrene <strong>Taxi</strong>unternehmer<br />

und Unternehmervertreter im IsarFunk-Schiedsausschuss Harry<br />

Moser übernimmt hier den Part des „bad guy“, des <strong>Taxi</strong>kollegen,<br />

der die Standards noch nicht verinnerlicht hat.<br />

In kurzen Szenen wird richtiges wie falsches Verhalten dargestellt.<br />

Denn nur die Einhaltung von Standards sorgt für zufriedene<br />

Kunden. So wird im Video gezeigt, wie man als professioneller<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer die Hohe Schule des <strong>Taxi</strong>fahrens zelebrieren kann, wie<br />

man mit Enttäuschungen umgeht, wenn der Kunde einmal schon<br />

weg ist, und wie wirkliche Hilfsbereitschaft gegenüber mobilitätseingeschränkten<br />

Fahrgästen aussieht. Das vermittelt der Lehrfilm<br />

jedenfalls perfekt. <br />

tb<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

TN-2015_v2.indd 1 24.06.15 09:54


Eine der wenigen ihrer Art: SWM-Ladesäule<br />

in der Leopoldstraße.<br />

Besser wäre es, wenn diese Ladesäule nicht für SWM-Kunden,<br />

Car2go, DriveNow und Stadtauto reserviert wäre.<br />

GROSSE WORTE –<br />

KEINE TATEN<br />

Mit großer Presseaktion hatte die Stadt <strong>München</strong> im Mai die<br />

Aufstellung von 100 öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos<br />

versprochen. Bisher steht nicht eine.<br />

Bis 2020 sollen 2 000 von den<br />

3 400 <strong>Taxi</strong>s in <strong>München</strong> elektrisch<br />

angetrieben werden“. Dieser tolle<br />

Slogan wurde vor einigen Jahren vom Planungsreferat<br />

der Stadt <strong>München</strong> ausgegeben,<br />

und der <strong>Taxi</strong>verband <strong>München</strong> hatte<br />

zugesagt, im Rahmen aller Möglichkeiten<br />

dieses Ziel zu fördern. Seit 2012 haben wir<br />

uns dann auch an einem Forschungsprogramm<br />

beteiligt, dessen Ziel unter anderem<br />

war, die notwendige Ladeinfrastruktur für<br />

eine möglichst große Flotte von elektrischen<br />

<strong>Taxi</strong>s zu ermitteln. Die Ergebnisse<br />

liegen seit einiger Zeit vor, wir könnten<br />

sehr schnell und unkompliziert aus den<br />

Venczel_02-<strong>2016</strong>.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite<br />

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für den Erwerb und die<br />

Verlängerung des P-Scheins<br />

Forschungsergebnissen die Anforderung<br />

formulieren. Nur irgendwie will es keiner<br />

wissen.<br />

Im Mai dieses Jahres hat die Stadt <strong>München</strong><br />

noch vor der Bundesregierung ein<br />

Förderprogramm für die Anschaffung von<br />

E-Autos sowohl für den Privat- als auch den<br />

Geschäftsbereich aufgelegt. Parallel dazu<br />

kam es zu der Absichtserklärung, bis zum<br />

Jahresende 100 Ladesäulen mit insgesamt<br />

200 Ladepunkten zu errichten. Bislang hat<br />

sich die Zahl der öffentlichen Ladesäulen<br />

jedoch nicht verändert, nur ein Wunder<br />

könnte noch über Nacht dieses Ziel ermöglichen.<br />

Den Glauben daran haben wir allerdings<br />

bereits aufgegeben.<br />

Spricht man mit Stadträten und Kommunalpolitikern<br />

aus allen Parteirichtungen,<br />

dann wird einem viel Wohlwollen<br />

entgegengebracht und alle mögliche Unterstützung<br />

zugesichert. Doch dabei bleibt es<br />

dann auch. Konkrete Planungen zur Umsetzung,<br />

heißt es, müssten aus der Verwaltung<br />

kommen. Nur weiß dort so recht ja keiner,<br />

wer da nun zuständig ist. Der <strong>Taxi</strong>verband<br />

<strong>München</strong> hatte vor Jahren einmal die Verschönerung<br />

der <strong>Taxi</strong>standplätze am Nordbad,<br />

Leonrodplatz und <strong>München</strong>er Freiheit<br />

beantragt. Aufgestellt werden sollten<br />

jeweils eine Sitzbank mit Papierkorb und<br />

Aschenbecher sowie ein Zeitungsständer.<br />

Die zuständigen Bezirksinspektionen<br />

wären grundsätzlich dazu bereit gewesen,<br />

gescheitert ist das Projekt letztlich daran,<br />

dass sich zur Umsetzung vier verschiedene<br />

Referate der Stadt <strong>München</strong> hätten koordinieren<br />

müssen. Ähnliches scheint jetzt bei<br />

der Auswahl von Standorten für Ladesäulen<br />

zu geschehen. Wo immer wir in der Stadt<br />

anfragen, werden wir auf die Zuständigkeit<br />

anderer verwiesen. So hat die Aufstellung<br />

der bisher einzigen Schnellladesäule von<br />

Beschluss bis Inbetriebnahme auch „nur“<br />

zwölf Monate gedauert.<br />

Hinzu kommt, dass die wenigen Ladesäulen,<br />

die es gibt, regelmäßig von Elektroautos<br />

zugeparkt sind. Egal zu welcher<br />

Tages- oder Nachtzeit, die Schnellladeplätze<br />

an der Englschalkinger Straße sind von<br />

Fahrzeugen der Firma DriveNow belegt. Die<br />

Verkehrsbeschilderung weist eine Stunde<br />

Parkdauer mittels Parkscheibe aus. Überprüft<br />

man die Ladezeiten an der Ladesäule,<br />

dann stehen diese Fahrzeug meist bereits<br />

mehrere Stunden dort, der Ladevorgang ist<br />

zwangsweise abgebrochen worden, manchmal<br />

wird ein Ladevorgang sogar nur simuliert.<br />

Die Polizei reagiert darauf mit dem<br />

Hinweis, dass man aufgrund der Beschilderung<br />

lediglich ein Ticket über fünf Euro<br />

ausstellen könne. In der Blumenstraße<br />

gegenüber von Tesla laden neben den<br />

FOTOS: Tom Buntrock<br />

18<br />

DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


TVM<br />

Florian Bachmann,<br />

geschäftsführender<br />

Vorstand des TVM.<br />

BARRIEREFREIHEIT –<br />

GESCHÄFTSFELD FÜR<br />

DAS TAXI<br />

Die drei von der Strom-Tankstelle:<br />

reserviert für Auflader.<br />

Teslas ebenfalls grundsätzlich die DriveNow-<br />

Fahrzeuge, und zwar gleich so, dass man<br />

unmöglich einen vielleicht noch freien<br />

Platz anfahren kann. In der Mühldorfstraße<br />

bei der Handwerkskammer teilen sich die<br />

DriveNow-Fahrzeuge die Zapfsäule mit<br />

einem Limousinenservice, der vier Teslas<br />

betreibt, von denen stets zwei an der Ladesäule<br />

stehen. Die Suche nach einer freien<br />

Ladesäule gestaltet sich teilweise sehr<br />

schwierig und aufwendig – und wird zu<br />

einem frustrierenden Zeitaufwand, zumal<br />

auch eine versprochene App, die die Befüllung<br />

der Plätze anzeigt, noch immer nicht<br />

verfügbar ist.<br />

Inzwischen steigt die Zahl der Elektrofahrzeuge<br />

ja doch langsam an und damit<br />

auch der Bedarf an Ladesäulen. Die Stadt<br />

hinkt trotz großer Ankündigungen hinter<br />

dieser Entwicklung her. In <strong>München</strong> sind<br />

mittlerweile fünf Elektrotaxis zugelassen,<br />

davon betreibt zwei der TVM als Leihtaxis,<br />

damit interessierte Kollegen Erfahrungen<br />

sammeln können. Von 2 000 Fahrzeugen<br />

bis zum Jahr 2020 sind wir also noch weit<br />

entfernt, und wenn sich die Rahmenbedingungen<br />

bei der Stadt <strong>München</strong> nicht<br />

ändern, wird diese Zahl auch nicht ansatzweise<br />

erreichbar sein. fb<br />

Seit Jahren übernehmen in <strong>München</strong><br />

Mietwagenfirmen die Behindertenfahrdienste.<br />

Warum eigentlich?<br />

Einen ganz großen und zuverlässigen Kundenstamm lässt<br />

das Münchner <strong>Taxi</strong>gewerbe seit Jahrzehnten fast unbeachtet<br />

liegen. In den ländlichen Bereichen sind rollstuhltaugliche<br />

<strong>Taxi</strong>s – oder Inklusionstaxis, wie sie nun gerne genannt werden –<br />

nicht wegzudenken und gehören zur selbstverständlichen Ausrüstung<br />

vieler <strong>Taxi</strong>unternehmen.<br />

In der Stadt allerdings hat sich das <strong>Taxi</strong>gewerbe viel zu lange<br />

ausschließlich auf den schnellen Kunden verlassen und damit<br />

einen großen Markt völlig außer Acht gelassen. Einige Unternehmer<br />

und Fahrer haben Rollstuhlfahrer schon seit Langem als<br />

Stammkunden in ihren täglichen Aufträgen. Mit entsprechender<br />

Verlässlichkeit und Pünktlichkeit, der Bereitschaft, Hilfestellungen<br />

zu leisten oder auch mal einen etwas größeren Zeitaufwand<br />

für einen Auftrag einzurechnen, hat man ein festes Auftragsvolumen<br />

sicher. Nur auch hier wurde bisher der Personenkreis an<br />

Behinderten ausgeschlossen, die sich nicht umsetzen können.<br />

Diese Fahrten haben sich bislang einige Behindertenfahrdienste<br />

in <strong>München</strong> aufgeteilt. Da wir <strong>Taxi</strong>fahrer an 365 Tagen<br />

im Jahr rund um die Uhr verfügbar sind und gleichzeitig noch<br />

genug freie Ressourcen haben, eigentlich verwunderlich. Zwar<br />

kostet die Ausrüstung eines Fahrzeuges zusätzlich Geld, aber bei<br />

entsprechendem Einsatz ist dies schnell amortisiert. Die Kunden<br />

wären schon immer da gewesen, denn wer will schon zwei bis<br />

drei Wochen vor einem Kinobesuch sich verbindlich einen Fahrdienst<br />

buchen? Wenn also zu den bisher drei oder vier in <strong>München</strong><br />

zugelassenen Inklusionstaxis noch einige hinzukommen, dann<br />

nehmen wir all den derzeitigen und künftigen Konkurrenten<br />

Fahrten ab, gewinnen gleichzeitig weitere Kunden und befördern<br />

künftig ein dankbares und freundliches Klientel. fb<br />

Betriebs- und Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum<br />

des BDF – Überbetrieblicher Dienst Dr. Hingerle GBR<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

19


FLUGHAFEN<br />

Gestiegene Kosten am MUC<br />

machen eine Anpassung der<br />

Gebühren notwendig. Ein<br />

Flughafenzuschlag könnte die<br />

Folgen für Fahrer und Unternehmer<br />

reduzieren.<br />

WAPPERL FÜR<br />

2017 AM MUC<br />

Erstmals seit 2012 müssen dabei die Preise angepasst werden.<br />

Ein Flughafenzuschlag könnte helfen.<br />

Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung mit der Flughafen<br />

<strong>München</strong> GmbH führt IsarFunk mindestens bis<br />

Ende 2020 das <strong>Taxi</strong>management am MUC fort. Bereits<br />

zum Jahreswechsel 2015/<strong>2016</strong> wurden mit den Fahrern und Unternehmern<br />

neue Verträge geschlossen. Eine Preiserhöhung der Flughafenplakette<br />

konnte damals vermieden werden. Somit blieb der<br />

Preis von 2012 an stabil. Zum 1. Januar 2017 allerdings machen<br />

die durch den Bavaria <strong>Taxi</strong>verein verursachten finanziellen Belastungen<br />

für Rechtsberatung und Prozesskosten eine Anpassung<br />

unabdingbar. Auch gestiegene Kosten für Infrastruktur und Personal<br />

sowie Investitionen in die Zukunft werden so finanziert. Das<br />

Jahreswapperl für die Nutzung der <strong>Taxi</strong>stellplätze am MUC kostet<br />

daher für 2017 291,55 Euro brutto und ist ab sofort erhältlich.<br />

Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, wieso es bei zwei<br />

Erhöhungen des <strong>Taxi</strong>tarifs versäumt wurde, einen Flughafen-<br />

Zuschlag in die <strong>Taxi</strong>tarifordnung aufzunehmen. Dieser wäre schon<br />

alleine durch die Aufstellgebühr gerechtfertigt, die ab Januar<br />

1,40 Euro brutto betragen wird. IsarFunk hat bereits angekündigt,<br />

sich weiter bei Behörden und Anhörstellen für einen Flughafen-<br />

Zuschlag einzusetzen. tb<br />

EIN STÜCK<br />

ZUKUNFT<br />

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen <strong>München</strong> GmbH (FMG)<br />

und Bayerische Finanzminister, Dr. Markus Söder (2. v. l.), und die<br />

FMG-Geschäftsführer, Dr. Michael Kerkloh (r.), Andrea Gebbeken und<br />

Thomas Weyer, stellten am Münchner Airport die Konzeption zur<br />

Erweiterung von Terminal 1 vor.<br />

Eine Erweiterung soll das<br />

Terminal 1 moderner und<br />

effizienter machen. Die Kosten<br />

dafür trägt die FMG selbst.<br />

Nicht nur am Terminal 2 wird renoviert – <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>München</strong><br />

berichtete –, auch das Terminal 1 am Flughafen<br />

<strong>München</strong> soll um einen zusätzlichen Flugsteig erweitert<br />

werden und einen zentralen Gebäudekomplex erhalten. So wird<br />

die Kapazität des Terminals 1 um zusätzlich sechs Millionen<br />

Passagiere erhöht. „Die geplante Erweiterung ist wie der Neubau<br />

eines ganzen Flughafens. Sie bringt das Terminal 1 auf den<br />

neuesten Stand“, sagte der Bayerische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende<br />

der Flughafen <strong>München</strong> GmbH, Dr. Markus<br />

Söder, als er zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung,<br />

Dr. Michael Kerkloh, die ersten Planungen für das Ausbauprojekt<br />

vorstellte.<br />

Der neue Flugsteig soll mit den heutigen Modulen A und B des<br />

Terminals 1 verbunden sein und mehr als 320 Meter in das westliche<br />

Vorfeld des Münchner Airports hineinreichen. An dem neuen<br />

Flugsteig könnten insgesamt bis zu zwölf Flugzeuge andocken,<br />

zwei der Positionen werden für Flugzeuge vom Typ Airbus A380<br />

ausgestattet. „Mit der Erweiterung von Terminal 1 betreiben wir ein<br />

wichtiges Stück Zukunftssicherung für unseren Flughafen“, sagte<br />

Flughafenchef Kerkloh bei der Vorstellung des Projekts. „Wir bieten<br />

den hier heute bereits engagierten Fluggesellschaften eine langfristige<br />

Entwicklungsperspektive und schaffen zugleich Raum für<br />

neue Airlines, die künftig von und nach <strong>München</strong> fliegen wollen.“<br />

Nach vertiefenden Planungen und einer Bauentscheidung durch<br />

die Aufsichtsgremien der FMG könnte 2018 mit den ersten Bauarbeiten<br />

am Vorfeld begonnen werden. Eine Inbetriebnahme des<br />

neuen Flugsteigs wird frühestens im Jahr 2022 erfolgen. Für das<br />

Ausbauvorhaben sind nach ersten Schätzungen Gesamtprojektkosten<br />

von rund 400 Millionen Euro veranschlagt, die die Flughafen<br />

<strong>München</strong> GmbH aus eigenen Mitteln aufbringen wird. tb/FMG<br />

FOTOS: Stephan Görlich/FMG, TVM<br />

20 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


Bis zum 30. <strong>Dezember</strong> wird das MAC wieder zum Weihnachtsmarkt.<br />

WEIHNACHTSMARKT UND LICHTERFAHRTEN<br />

Die überdachte Freiluftfläche zwischen den beiden Terminals<br />

bietet bis zum 30. <strong>Dezember</strong> die Kulisse für eine winterliche<br />

Zauberlandschaft und den Weihnachts- und Wintermarkt im<br />

Forum des <strong>München</strong> Airport Centers (MAC). Über 40 Stände<br />

rahmen auch in diesem Jahr das Herzstück des Marktes<br />

ein: die über 600 Quadratmeter große Eislauffläche mit Eisstockbahn.<br />

Das Eislaufen ist kostenfrei, Schlittschuhe können<br />

gegen eine geringe Gebühr vor Ort ausgeliehen werden.<br />

Darüber hinaus erwartet die Besucher täglich in der Zeit von<br />

11.00 Uhr bis 21.00 Uhr ein vielseitiges Bühnenprogramm.<br />

In diesem Jahr haben die Gastronomie-Stände freitags und<br />

samstags erstmals sogar bis 22.00 Uhr geöffnet. Lediglich an<br />

Heiligabend, dem 24. <strong>Dezember</strong>, sind alle Stände sowie die<br />

Geschäfte am Münchner Airport nur bis 17.00 Uhr geöffnet.<br />

Abwechslungsreiche musikalische Darbietungen jeweils von<br />

Dienstag bis Sonntag gibt es ab 18.00 Uhr auf der Bühne des<br />

Marktes. Live-Auftritte und Bühnenshows mit Jazz, Swing,<br />

Gospel oder Rock und Pop sorgen für gute Stimmung.<br />

Jeweils donnerstags kommen ab 18.00 Uhr Kufen-Fans bei<br />

der Eisdisco mit DJ auf ihre Kosten. Ein besonderes Kinderprogramm<br />

gibt es auch: So sind am 21. <strong>Dezember</strong> unterhaltsame<br />

Märchenaufführungen sowie am 7. und 28. <strong>Dezember</strong><br />

spannende Zaubershows geplant. Ein Highlight sind die<br />

Lichterfahrten. Sie starten täglich bis 30.12. jeweils um<br />

16.30 Uhr, 17.30 Uhr und 18.30 Uhr. Nur am 24.12. finden keine<br />

Fahrten statt. Für unsere kleinen Flughafenfans von fünf bis<br />

zwölf Jahren gibt es spezielle Kinderlichterfahrten, die jedes<br />

Wochenende und in den Weihnachtsferien um 15.30 Uhr<br />

stattfinden.<br />

Erstmals gibt es für alle Nachtschwärmer im gleichen Zeitraum<br />

jeweils um 19.30 Uhr eine Glühweinlichterfahrt. Alle<br />

Teilnehmer erhalten mit ihrem Ticket für diese Touren einen<br />

Glühwein- oder Kinderpunschgutschein. Alle Tickets gibt<br />

es in der Lichterfahrten-Hütte auf dem Weihnachts- und<br />

Wintermarkt im MAC. Sie kosten für Erwachsene neun Euro,<br />

ermäßigt sieben Euro und für Kinder von fünf bis 14 Jahren<br />

fünf Euro. Kleinkinder fahren kostenfrei. Für die Bustouren<br />

ist generell ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen.<br />

Besucher, die mit dem Auto anreisen, können ihren Wagen<br />

kostenlos für fünf Stunden im Parkhaus P20 abstellen.<br />

Entsprechende Gutzeitkarten sind auf dem Wintermarkt<br />

erhältlich. <br />

tb/FMG<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

21


FAHRBERICHT<br />

AUF DER SUCHE<br />

NACH TAXIMODELLEN<br />

Oft sehen wir Fahrzeuge, die wir<br />

uns gut als <strong>Taxi</strong> vorstellen können.<br />

Doch momentan macht uns der<br />

Gesetzgeber einen Strich<br />

durch die Rechnung.<br />

Schön, edel, luxuriös – und<br />

für ein <strong>Taxi</strong> einfach zu teuer:<br />

der neue Ford Edge.<br />

Fahrzeughersteller veranstalten häufig sogenannte Roadshows.<br />

So soll interessierten Journalisten die Möglichkeit<br />

geboten werden, an einem Tag so viel verschiedene Modelle<br />

zumindest anzutesten wie möglich. Für einen seriösen Fahrzeugtest<br />

ist das natürlich zu knapp, für einen kurzen Fahrbericht aber<br />

kann das durchaus reichen.<br />

So machte es auch Ford mit seiner Roadshow im Herbst. In der<br />

Nähe von Dachau haben sie mit einem ansehnlichen Fuhrpark<br />

Quartier bezogen. Dabei ist es eigentlich ganz passend, sich gerade<br />

jetzt mit Ford zu beschäftigen. Dieser Autohersteller könnte<br />

nämlich einer der Gewinner des Dieselskandals sein. Der Grund:<br />

Bisher wurden bei Fahrzeugen dieser Marke keine Auffälligkeiten<br />

bezüglich Abgasvertuschung bemerkt.<br />

AUFFÄLLIGE STILLE IM INNENRAUM<br />

Lange Gesichter allerdings bei der Frage nach einem taxigeeigneten<br />

Testfahrzeug. Nach kurzer Beratung des Roadshow-<br />

Teams wurden mir die Schlüssel des Ford Edge in die Hand<br />

gedrückt. Der Ford Edge ist das neue Flaggschiff der SUV-Modellpalette<br />

von Ford in Europa. Das große, oberhalb des kompakten<br />

Ford EcoSport und des mittelgroßen Ford Kuga angesiedelte Sport<br />

Utility Vehicle will durch besonders wertige Verarbeitung und<br />

innovative Technologie-Lösungen überzeugen. Ein Eindruck, der<br />

sich schon bei erster Betrachtung des SUV bestätigt.<br />

Das neue Vorzeigemodell der europäischen SUV-Palette von<br />

Ford ist mit zwei modernen Diesel-Triebwerken lieferbar. Beide<br />

Antriebe verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Mit<br />

einem Leistungsangebot von 134 kW beziehungsweise 154 kW<br />

bringt der Edge genügend Schub mit, um die nicht unerhebliche<br />

Masse auch auf der Autobahn mit komfortabler Reisegeschwindigkeit<br />

von bis zu 200 km/h zu bewegen.<br />

Auffällig ist die Stille im Innenraum des Fahrzeugs. Auch bei<br />

hohen Geschwindigkeiten bleiben Motor- und Fahrgeräusche eher<br />

unauffällig. Alle Edge-Varianten erreichen Euro 6 und sollen, so<br />

die Herstellerangabe, mit 5,8 Litern kombiniert auf 100 Kilometern<br />

Strecke auskommen. Geradezu traumhaft sind die bis zu<br />

800 Liter Stauraum.<br />

Der neue Ford Edge ist in vier Ausstattungsversionen verfügbar:<br />

Trend, Titanium, Sport sowie Vignale, der neuen Top-Ausstattungsversion.<br />

Der Einstiegspreis liegt bei 42 900 Euro, die<br />

Luxusausführung schlägt mit knapp 50 000 Euro zu Buche – und<br />

ist damit ein schönes Auto, für ein <strong>Taxi</strong> aber zu teuer.<br />

Dabei gäbe es Gründe, sich für Ford zu interessieren. Gerade nach<br />

dem Dieselgate haben das viele Käufer getan. Anfang November<br />

veröffentlichte der Automobilhersteller seine Verkaufszahlen für<br />

Oktober: 237 905 Zulassungen bei Pkw und Nutzfahrzeugen in den<br />

ersten zehn Monaten des Jahres entsprechen einer Steigerung um<br />

24 285 Fahrzeuge. Ford wächst damit um 11,4 Prozent und mehr als<br />

doppelt so stark wie die Zulassungen der Gesamtindustrie. Die Ford-<br />

Nutzfahrzeuge waren mit 3 685 Zulassungen – das sind 8 Prozent<br />

mehr als im Oktober 2015 – und einem Marktanteil von 13,7 Prozent<br />

maßgeblich am Oktobererfolg beteiligt. Dabei dürfte sich vor allem<br />

das gesteigerte Interesse an Flottenfahrzeugen bemerkbar gemacht<br />

haben. Gerade bei Bussen, die zum Beispiel für Schülerfahrten geeignet<br />

sind, konnte Ford Steigerungen verzeichnen.<br />

Es wäre also schade, die Veranstaltung zu verlassen, ohne<br />

ein taxigeeignetes Fahrzeug gefunden zu haben. Das Testfahrzeug<br />

für den Nachmittag war deshalb ein neuer Ford Kuga. Der<br />

ist natürlich etwas einfacher gestrickt wie sein großer Bruder,<br />

steht ihm aber im Fahrvergnügen in nichts nach, denn er hat<br />

alles, was man für eine entspannte Autofahrt braucht. Euro 6,<br />

PowerShift-Automatikgetriebe und es gibt ihn mit 88 bis 132 kW.<br />

Die Armaturen sind übersichtlich und funktional, die Streckenführung<br />

des Navigationsgerätes wird auch neben dem Tachodisplay<br />

angezeigt, sodass man während der Fahrt nicht unnötig<br />

abgelenkt wird.<br />

22<br />

DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


FAHRBERICHT<br />

Auch in der Innengestaltung<br />

ist der<br />

Ford Edge sehr<br />

geräumig, funktional<br />

und trotzdem chic.<br />

Trotzdem leider kein<br />

<strong>Taxi</strong>modell.<br />

Der Ford Kuga hat alles, was man braucht,<br />

bleibt dabei übersichtlich. Praktisch:<br />

Richtungsanzeigen des Navis kann der<br />

Fahrer auch neben dem Tacho ablesen.<br />

Der kleine Bruder Kuga<br />

kommt dem <strong>Taxi</strong> da schon<br />

bedeutend näher. Es wäre<br />

schade, sollte es ihn nicht<br />

mit <strong>Taxi</strong>paket geben.<br />

Der breite Radstand sorgt für eine gute Straßenlage. Dass der Kuga<br />

weniger voluminös und luxuriös ist, macht sich positiv beim deutlich<br />

leichteren Gewicht und damit einem dankbareren Handling<br />

bemerkbar. Trotzdem bietet der Kuga vorne wie hinten genügend<br />

Platz für Fahrer und alle Passagiere. Ein relativ hoher Einstig wird<br />

gerade bei Senioren positiv ankommen. Damit ist der Kuga taxitauglich.<br />

Nur im Preis unterscheidet er sich sehr deutlich vom<br />

großen Bruder Edge: Ab 23 300 Euro ist er zu haben.<br />

Wenn, ja wenn es nicht Fahrzeuge ohne werkseigenes <strong>Taxi</strong>paket<br />

derzeit überaus schwer haben, zum <strong>Taxi</strong> zu werden. Die Krux liegt<br />

im Taxametereinbau, der nach dem neuen Eichgesetz nur dann regelkonform<br />

durchgeführt werden kann, wenn ein werkseigenes <strong>Taxi</strong>paket<br />

– zum Beispiel vom Umrüster Intax oder ein <strong>Taxi</strong>paket ab Werk<br />

wie bei Mercedes – vorliegt. So wird es kaum neue Tesla-<strong>Taxi</strong>s geben,<br />

denn spätestens beim Eichamt ist die <strong>Taxi</strong>karriere schon wieder<br />

beendet: kein <strong>Taxi</strong>paket – kein regelkonformer Taxametereinbau.<br />

HALE hat die intelligente<br />

Erweiterung der Signier-/<br />

Modem-Box.<br />

System<br />

FOTOS: Tom Buntrock<br />

FORD KUGA ALS TAXI WÄRE EIN GEWINN<br />

Da die Entwicklung eines solchen <strong>Taxi</strong>pakets immer mit Kosten<br />

verbunden ist, scheuen manche Hersteller diese, bieten nur einige<br />

Modelle für den <strong>Taxi</strong>markt an oder haben – wie das bei Tesla zu<br />

vermuten ist – gar kein Interesse daran. Für den Ford Kuga gibt<br />

es bis jetzt kein <strong>Taxi</strong>paket, was schade ist, denn mit dem plausiblen<br />

Preis und der trotzdem hochwertigen Ausführung geht dem <strong>Taxi</strong>markt<br />

ein durchaus konkurrenzfähiges Modell verloren. Der Kuga<br />

wäre durchaus eine Alternative für Unternehmer, die von anderen,<br />

etablierten <strong>Taxi</strong>marken umsteigen wollen.<br />

Auf der <strong>Taxi</strong>messe in Köln wurde bekannt, dass die Ford-Unternehmensführung<br />

nun doch darüber nachdenken will, den Kuga<br />

als <strong>Taxi</strong> anzubieten. Für das Gewerbe wäre das ein Gewinn. Für<br />

die <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>München</strong> wäre das natürlich ein willkommener<br />

Anlass, das Fahrzeug noch einmal umfangreicher zu testen. Bis<br />

dahin bleibt der Ford Kuga eben nur ein schönes Auto. tb<br />

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TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

23


E-MOBILITY<br />

Stellvertretender<br />

CSU-Vorsitzender<br />

im Münchner<br />

Stadtrat:<br />

Richard Quaas.<br />

In manchen Städten – wie hier in Salzburg – gehören O-Busse fest zum Straßenbild.<br />

DIE RÜCKKEHR DES<br />

STANGERLBUSSES<br />

Kommt der Oberleitungsbus zurück nach <strong>München</strong>?<br />

Stadtrat Richard Quaas meint, man sollte das zumindest erwägen.<br />

Es gibt ja auch moderne Lösungen.<br />

Es gab ihn schon einmal in <strong>München</strong><br />

von 1948 bis 1966: den Oberleitungsbus,<br />

auch kurz O-Bus oder<br />

Stangerlbus genannt. Die Strecke ging vom<br />

Romanplatz über Laim, Waldfriedhof und<br />

Ratzingerplatz bis zur Wolfratshauser Straße.<br />

Einen Tag vor der geplanten Stilllegung<br />

beendete ein Blitzeinschlag in der Nähe der<br />

Laimer Unterführung den Betrieb vorzeitig.<br />

ALTERNATIVE ZUM DIESEL<br />

Geht es nach Stadtrat Richard Quaas, dann<br />

sollte die Stadt <strong>München</strong> einmal überprüfen,<br />

ob die Rückkehr des O-Busses sinnvoll<br />

wäre. In seiner Anfrage an den Oberbürgermeister<br />

schreibt Quaas: „Es wäre mehr<br />

als eine Frage wert, zu prüfen, ob sich nicht<br />

ein Einsatz auch in <strong>München</strong> wieder, unter<br />

verschiedenen Gesichtspunkten, rechnen<br />

würde und ob auch darauf aufbauende fortschrittliche<br />

Technologien, wie ein netz- und<br />

batteriebetriebenes Fahrzeug, eine gute<br />

Alternative zum Dieselbus auf bestimmten<br />

Strecken der Stadt wären.“<br />

Schließlich würden Oberleitungsbusse<br />

in vielen Städten in Europa und weltweit<br />

erfolgreich eingesetzt: „In einigen deutschen<br />

und auch europäischen Städten, wie<br />

Solingen, Esslingen, Salzburg, Linz, Zürich,<br />

Bern, Rom, Mailand, Lyon und Nancy, sowie<br />

im gesamten europäischen Osten gibt es<br />

bis heute ausgedehnte, gut funktionierende<br />

O-Busnetze, die die Städte vor zusätzlichen<br />

Dieselabgasen bewahren.“<br />

1966 wurde der Betrieb von O-Bussen<br />

aus Rentabilitätsgründen eingestellt,<br />

„weil der Treibstoff und die Fahrzeugbeschaffung<br />

bei Dieselfahrzeugen billiger<br />

waren, als ein eigenes elektrisches System<br />

zu betreiben“. Inzwischen wurde die<br />

Technik aber weiterentwickelt: „In Schweden<br />

und auch in Asien gibt es Überlegungen<br />

und auch schon eine Teststrecke, Lkw<br />

auf Fernstrecken mit Strom aus einer<br />

Oberleitung zu versorgen und damit<br />

einerseits die Transportkosten zu senken,<br />

andererseits die Umwelt zu entlasten.<br />

Besonders in unseren westeuropäischen<br />

Nachbarländern Österreich, Italien,<br />

Frankreich und Schweiz sowie in Schweden,<br />

den USA und Saudi-Arabien laufen<br />

technologisch ausgereifte Systeme auf<br />

dem neuesten Stand.“<br />

Unbestritten ist, dass Elektrobusse<br />

generell dazu beitragen können, Abgasbelastungen<br />

in Städten zu verringern. So<br />

gesehen drängt sich die Einführung von<br />

O-Bussen geradezu auf. Außerdem haben<br />

Untersuchungen in Deutschland und in der<br />

Schweiz ergeben, dass bei Fahrgästen Oberleitungsbusse<br />

beliebter sind als dieselbetriebene<br />

Busse. Haben sie die Wahl, dann<br />

geben sie der umweltfreundlicheren Alternative<br />

den Vorzug. In den betroffenen<br />

Straßen sorgen Elektrobusse durch ihre<br />

Geräusch- und Abgasarmut für eine bessere<br />

Wohn- und Lebensqualität.<br />

Allerdings haben Oberleitungsbusse<br />

auch zahlreiche Nachteile. Allen voran die<br />

hohen Wartungs- und Betriebskosten, die<br />

im Durchschnitt zehn bis 20 Prozent über<br />

denen vergleichbarer Dieselbusse liegen –<br />

die hohen Anschaffungskosten noch nicht<br />

eingerechnet. Außerdem müsste ein komplett<br />

neues Oberleitungsnetz errichtet werden,<br />

das überdies auch noch genauso<br />

wartungsintensiv wäre wie die dazugehörigen<br />

Fahrzeuge.<br />

BESSER OHNE OBERLEITUNG<br />

Moderne Systeme verzichten daher auf<br />

Oberleitungen. Vor allem in der Schweiz<br />

werden in mehreren Pilotprojekten Elektrobusse<br />

getestet, deren Batterien an Haltestellen<br />

drahtlos aufgeladen werden. Der<br />

kostspieligen Installation eines Oberleitungsnetzes<br />

könnte man so entgehen. Vielleicht<br />

lassen sich hier die niedrigeren<br />

Energiekosten den immer noch hohen<br />

Anschaffungs- und Wartungskosten gegenrechnen.<br />

Ein Beitrag zu sauberer Luft in<br />

der Münchner Innenstadt wären Elektrobusse<br />

allemal. tb<br />

FOTOS: Ralf Roletschek/wikipedia.de; Richard Quaas<br />

24 DEZEMBER / <strong>2016</strong> TAXI


TAXLERTIPP<br />

Strickcafé ohne Strickzwang: Bei Sabine<br />

Niebler sind alle willkommen.<br />

Eine Mischung aus Laden für Strickwaren und Café: die Mercerie in der Nymphenburger<br />

Straße 96.<br />

DIE MERCERIE<br />

Stricken – bald wieder ein Maschenphänomen?<br />

DIE MERCERIE<br />

Nymphenburger Straße 96<br />

80636 <strong>München</strong><br />

Öffnungszeiten<br />

Montag–Freitag, 10.00–18.30 Uhr<br />

Samstag, 10.00–14.00 Uhr<br />

FOTOS: Die Mercerie<br />

Es stimmt schon, was Sabine Niebler<br />

sagt, denn als ich zuletzt jemand<br />

öffentlich stricken sah, zogen Die<br />

Grünen erstmals in den Bundestag ein. Die<br />

Inhaberin der Mercerie in der Nymphenburger<br />

Straße bedauert, dass Stricken sich<br />

hierzulande ins Private zurückgezogen hat,<br />

andernorts aber, beispielsweise in den Staaten,<br />

ganz selbstverständlich Teil des sozialen<br />

Miteinanders ist und öffentlich<br />

zelebriert wird. In den USA hat Stricken als<br />

Kulturtechnik und Trend überdauert, während<br />

es bei uns, im Mutterland der „Strickliesel“,<br />

ein Schattendasein fristet, weil die<br />

Tradierungslinie irgendwo zwischen Oma,<br />

Mutter und Enkeltochter löchrig wurde und<br />

sich in losen Garnenden verlief.<br />

Die fehlende Notwendigkeit spielt dabei<br />

sicherlich die größte Rolle: In Zeiten von<br />

Textildiscountern muss niemand mehr selber<br />

stricken, es ist einfacher und billiger,<br />

das in anonymen Produktionsstätten der<br />

Dritten Welt erledigen zu lassen. Aber wie<br />

häufig, wenn die existenzielle Motivation<br />

wegfällt, entsteht Raum zur Kultivierung<br />

eines Hobbys. Stricken passt dabei perfekt<br />

in die romantische Hinwendung der Industriegesellschaften<br />

zu Handgemachtem,<br />

Individuellem, Besonderem.<br />

Diese Freude am Manufakturgedanken,<br />

sozusagen die Woll-Lust, fördert Sabine<br />

Niebler seit drei Jahren mit ihrem Strickcafé<br />

Die Mercerie unweit des Maillingerstandes.<br />

Als Unbeteiligter, der sich bislang<br />

höchstens in die Kurzwarenabteilung des<br />

Kaufhofs verirrt hat, überwältigt einen die<br />

Farbenpracht beim Betreten des schmalen,<br />

schlauchförmigen Ladens zunächst.<br />

Unglaublich, in wie vielen erlesenen Qualitäten<br />

und ausgefallenen Farben Wollknäuel<br />

auftreten können! Darüber hinaus bietet<br />

die Mercerie auch einen Rundum-Service,<br />

der weit über das bloße Garn hinausgeht:<br />

Überall hängen Ausstellungsstücke, deren<br />

Strickmuster man mit der Wolle erwirbt,<br />

um den großen Kassentresen sammelt sich<br />

mannigfaltiges Werkzeug hoher Güte, von<br />

geschmiedeten Schneiderscheren bis zu<br />

daumendicken Häkelnadeln, und wer mit<br />

all dem nichts anzufangen weiß, kann sogar<br />

einen Strickkurs für Anfänger belegen.<br />

Für rund 40 Euro bietet Sabine Niebler<br />

verschiedene Kurse auch für Fortgeschrittene<br />

und zu speziellen Themen an. Sie steht<br />

im regen Austausch mit einer weitmaschig<br />

Telefon: 089/12 00 33 16<br />

E-Mail: info@diemercerie.com<br />

www.diemercerie.com<br />

verwobenen internationalen Stricker-Szene,<br />

ist stets den neuesten Trends auf den<br />

Fersen und spürt die angesagtesten Strickmuster<br />

auf. Wer einmal in diese faszinierend<br />

verwobene Welt aus Farben und<br />

Stoffen eintauchen möchte, kann ganz<br />

unverbindlich auf einen Kaffee oder ein<br />

leckeres Stück Kuchen hineinschnuppern<br />

in die Mercerie. Keine Angst, es besteht<br />

kein Strickzwang, versichert mir Sabine<br />

Niebler gegen Ende meiner Stippvisite.<br />

Jeder ist willkommen. Dieser Einladung<br />

sollte man unbedingt nachkommen. hh<br />

TAXI DEZEMBER / <strong>2016</strong><br />

25


LESERBRIEF<br />

Beschäftigt die Münchner <strong>Taxi</strong>fahrer:<br />

die hinderliche Durchfahrtssperre am<br />

Viktualienmarkt.<br />

DAUERBRENNER-<br />

THEMEN<br />

Die Redaktion bekam eine interessante E-Mail<br />

von <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>-Leser Walter Hochmeier. Der<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer schreibt seine Meinung über Uber<br />

und die Viktualienmarkt-Durchfahrt.<br />

FOTO: iStockphoto/aprott<br />

Sehr geehrte Damen und Herren der<br />

<strong>Taxi</strong>genossenschaft und IsarFunk,<br />

ich habe die Zeitschrift <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />

vom Oktober <strong>2016</strong> gelesen und gebe folgenden<br />

Hinweise:<br />

1. Bundeswirtschaftsminister Gabriel will<br />

die Rückkehrpflicht und Ortskundeprüfung<br />

für Mietwagenunternehmer abschaffen.<br />

Ich sage Ihnen, er muss beides abschaffen,<br />

oder der EuGH wird diese Vorschriften<br />

mit einem Urteil wegfegen wie das Reinheitsgebot<br />

zur Bierherstellung. Weiterhin<br />

sage ich Ihnen, dass bereits jetzt das Rückkehrgebot<br />

von Uber-Fahrern nicht beachtet<br />

werden muss wegen des Vorrangs des Europarechtes.<br />

Denn sie sind im Schutzbereich<br />

des genannten Unternehmens über seine<br />

Dienstleistungsfreiheit einbezogen. Mietwagenunternehmer<br />

vor Ort erfüllen die<br />

Dienstleistung, welche aus dem europäischen<br />

Ausland von Uber hier vermittelt<br />

wird.<br />

Sie können es sich deshalb schon jetzt<br />

sparen, Uber-Fahrer bei der Stadt <strong>München</strong><br />

anzuzeigen, weil sie gegen das Rückkehrgebot<br />

verstoßen. Denn die entsprechende deutsche<br />

Vorschrift § 49 PBefG über das<br />

Rückkehrgebot muss nicht erst aufgehoben<br />

werden, sondern sie ist wegen dem Vorrang<br />

des europäischen Rechtes nicht anzuwenden.<br />

Das bedeutet, dass sich sämtliche Uber-<br />

Mietwagenunternehmer in <strong>München</strong> auf<br />

die Dienstleistungsfreiheit von Uber berufen<br />

können und sich im gesamten Stadtgebiet<br />

bereitstellen können, um Fahraufträge<br />

anzunehmen. Über das Handy-Display werden<br />

die Uber-Fahrer auch direkt für alle<br />

Kunden sichtbar sein.<br />

Gehen Sie mit absoluter Sicherheit<br />

davon aus, dass demnächst das Rückkehrgebot<br />

für Mietwagenunternehmer deshalb<br />

abgeschafft wird. Das haben wir sicherlich<br />

der Beschwerde von Uber bei der EU-Kommission<br />

zu verdanken. Vermutlich hat die<br />

EU-Kommission deshalb der deutschen<br />

Bundesregierung zu verstehen gegeben,<br />

dass die entsprechenden nationalen Regelungen<br />

des Personenbeförderungsgesetzes<br />

mit Europarecht nicht vereinbar sind. Deshalb<br />

will der deutsche Wirtschaftsminister<br />

einem Vertragsverletzungsverfahren vor<br />

dem EuGH zuvorkommen und die Vorschriften<br />

des Personenbeförderungsgesetzes<br />

nach den Wünschen von Uber anpassen.<br />

2. Durchfahrtssperre für <strong>Taxi</strong>s über den<br />

Viktualienmarkt:<br />

Wie ich sehe, glauben Sie nun auch,<br />

dass das <strong>Taxi</strong>gewerbe vom KVR an der Nase<br />

he rumgeführt wurde. Aber statt auf den<br />

Weihnachtsmann zu warten, der vielleicht<br />

ein Geschenk für alle <strong>Taxi</strong>fahrer mitbringt,<br />

habe ich einen besseren Vorschlag.<br />

Ich habe gehört, dass gegen die Aufhebung<br />

der Durchfahrt für <strong>Taxi</strong>s im Viktualienmarkt<br />

eine Klage beim VG <strong>München</strong><br />

eingereicht wurde. Zugleich wurde auch<br />

ein Eilantrag auf vorläufige Aufhebung des<br />

Verbotes gestellt. Dieser Antrag nach § 80<br />

Abs. 5 VwGO war leider erfolglos. Der<br />

Antrag wurde aber vor der Sperre des<br />

Marien platzes gestellt.<br />

Dass der Marienplatz jetzt gesperrt ist<br />

und der angebliche Grund für die Durchfahrtsperre,<br />

sprich die Kreisfahrten der<br />

<strong>Taxi</strong>s, nicht mehr möglich ist, stellt eine<br />

neue Tatsache dar, die es ermöglichen<br />

würde, diesen Eilantrag neu zu stellen. Wie<br />

ich erfahren habe, hat der Kläger und<br />

Antragsteller kein Geld, diesen Antrag neu<br />

zu stellen. Sie als Interessenvertreter des<br />

<strong>Taxi</strong>gewerbes können sich diesem Verfahren<br />

als Beteiligte anschließen und einen<br />

Eigenantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO aufgrund<br />

der neuen Tatsachen stellen.<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag<br />

taxi-times Verlags GmbH,<br />

Frankfurter Ring 193 a<br />

80807 <strong>München</strong>, Deutschland<br />

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 91<br />

Fax: +49 (0)89 / 215 48 30 79<br />

E-Mail: info@taxi-times.taxi<br />

Internet: www.taxi-times.taxi<br />

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann<br />

Bankverbindung<br />

Stadtsparkasse <strong>München</strong><br />

BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828<br />

IBAN: DE 8970 1500 0010 0317 3828<br />

BIC: SSKMDEMM<br />

UST-ID: DE293535109<br />

Handelsregister: Amtsgericht <strong>München</strong><br />

HRB 209524<br />

Chefredaktion und V. i. S. d. P.<br />

Tom Buntrock (tb)<br />

t.buntrock@taxi-times.taxi<br />

Redaktion<br />

Jürgen Hartmann (jh), Florian Osrainik (fo),<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Florian Bachmann (fb), Helmut Hack (hh)<br />

Grafik & Produktion<br />

Katja Stellert (Artdirektion),<br />

Martina Jacob, Bettina Knoop<br />

Raufeld Medien GmbH,<br />

Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin<br />

Telefon: +49 (0)30 695 66 50<br />

Anzeigenleitung, Online-Verkauf<br />

und Vertrieb<br />

Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.taxi<br />

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 92<br />

Fax: +49 (0)89 / 14 83 87 89<br />

Druck<br />

Chroma Druckerei, Przemysłowa 5,<br />

68-200 Żary, Polen<br />

Erscheinungsweise 6 x pro Jahr<br />

Heftpreis 3,50 €, ISSN-Nr.: 2367-3850<br />

Weitere <strong>Taxi</strong>magazine aus dem Verlag:<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> DACH<br />

<strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> Berlin<br />

26


LEXUS GS 300h –<br />

DAS VOLLHYBRID-TAXI<br />

AB SOFORT BESTELLBAR !<br />

In der GS 300h TAXI Edition reisen sowohl der Fahrer als auch seine Fahrgäste<br />

überaus komfortabel. Der innovative Vollhybridantrieb des Lexus GS 300h<br />

mit einer Systemleistung von 164 kW (223 PS) sichert eine kultivierte Performance<br />

bei niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen. So begnügt sich die Sportlimousine<br />

mit durchschnittlich nur 4,7 Litern Kraftstoff*auf 100 Kilometer und CO2-<br />

Emissionen von 109 g/km*.<br />

Auszug aus der umfangreichen Ausstattung:<br />

• TAXI-Paket „Intax“<br />

• Hybrid Drive mit stufenlosem Automatikgetriebe (E-CVT)<br />

• Geschwindigkeitsregelsystem „Cruise Control“<br />

• 8-Zoll-Multifunktionsdisplay<br />

• Heckkamera mit Einparkführung<br />

• Klimatisierungsautomatik<br />

• Ledersitze (mit Sitzheizung Fahrer/Beifahrer)<br />

• Sitzeinstellung Fahrer/Beifahrer (10 Wege, elektrisch); und vieles mehr!<br />

Hauspreis GS 300h TAXI Edition inkl. <strong>Taxi</strong>-Paket:<br />

1<br />

39.757 €<br />

inkl. MwSt.<br />

Finanzierungskonditionen 2<br />

Hauspreis 39.757,00 €<br />

Anzahlung 6.380,00 €<br />

Nettodarlehensbetrag 33.377,00 €<br />

Bearbeitungsgebühr 0,00 €<br />

Gesamtbetrag 35.940,00 €<br />

gebundener Sollzins 2,95%<br />

effektiver Jahreszins 2,99%<br />

Laufzeit<br />

60 Monate<br />

60 monatliche Raten á 599,00 €<br />

1) Barpreis-Angebot für <strong>Taxi</strong>unternehmen inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Überführungskosten; gültig bis 31.03.2015.<br />

2) Ein Angebot von Lexus Financial Services (eine Marke der Toyota Kreditbank GmbH, Toyota-Allee 5, 50858 Köln). Vertragslaufzeit 60 Monate. Nur gültig<br />

für Geschäftskunden. Gilt bei Anfrage und Genehmigung bis zum 31.03.2015, zuzüglich Überführungskosten. Das Finanzierungsangebot entspricht dem Beispiel<br />

nach §6a Abs. 3 PAngV. Unser Autohaus vermittelt ausschließlich Darlehensverträge der Toyota Kreditbank GmbH (Lexus Financial Services).<br />

*Benzintriebwerk, 133 kW (181 PS), und Elektromotor, 105 kW (143 PS), Systemleistung 164 kW (223 PS), Kraftstoffverbrauch GS 300h Business Edition in l/100<br />

km kombiniert 4,7 (innerorts 4,8/außerorts 4,5), CO 2 -Emissionen kombiniert 109 g/km nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren.<br />

Abb. zeigt GS 300h Business Edition mit Sonderausstattung.<br />

4x in <strong>München</strong><br />

<strong>Taxi</strong>-Kompetenz-Center:<br />

80687 <strong>München</strong> I Landsberger Str. 222<br />

<strong>Taxi</strong>-Service-Stützpunkte:<br />

80807 <strong>München</strong> I Frankfurter Ring 166<br />

81673 <strong>München</strong> I Neumarkter Str. 80<br />

Ihr <strong>Taxi</strong>-Ansprechpartner (Landsberger Straße):<br />

Peter Szitar<br />

Tel.: 089 / 547177-27<br />

peter.szitar@toyota-dit.de


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Thomas Eisenbeiss 0 89 12 06 13 24, Massimiliano Stagnitta 0 89 12 06 17 08; www.mercedes-benz-muenchen.de

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