BuV - Business und Vermarktung 2 u. 3 - 2016

tkiessling

Das neue BuV - in neuem Format - mit mehr Reichweite.

Gesamtausgabe Ulm/Neu-Ulm, Biberach, Memmingen,

Günzburg, Heidenheim, Reutlingen,

Göppingen, Schwarzwald-Baar-Kreis – 2,80 €

Business und Vermarktung

Mitarbeiter

finden und binden

Deutschlands erster

Personalkongress

für den Mittelstand

TITELGESCHICHTE

#2+3

DEZ 2016

Tendenz weiter positiv

Konjunktur in unserer Region

nach dem Brexit

01

4 148860 702804

Walleräng – ein E-Bike

Jetzt kommen die Schweden

Kultur entdecken:

Der Bibelschmugglerweg


- 3 -

Editorial

Viel Vergnügen mit der

Doppel-Ausgabe BuV 2+3-2016

Kennen Sie Knuffen? Knuffen ist so herzlich, so charmant,

der Gegenüber ist so nah, so vertraut. Mich hat

mal der Oettinger Günther so auf die Brust geknufft,

dass mir die Rippen noch tagelang wehgetan haben, ganz

jovial und kumpelhaft gegenüber Journalisten und so.

Ja, der war und ist halt ein Schlitzohr, und ich weiß nicht

mehr, ob er sich damals beim Knuffen seine Augen zugekniffen

hat, denn dann wäre es ja – im übertragenen Sinne

– schlitzaugen-esk gewesen. Vor denen solle man sich

ja hüten, sagte er letztens, die wöllten den Weltmarkt

gewissermaßen unter sich ausmachen.

Gibt’s wohl im Großen wie im Kleinen. Neulich haben

sich offenbar wieder zwei geknufft: eine Stadt südlich der

Donau auf bayerischer Seite und ein Bauunternehmen,

ganz real und mit gutem Grund. Ging um den Koloss

von Prora. Wie, kennen Sie nicht? Ist ja knuffig. Das ist

ein ziemlich langes Gebäude, bei dem alle paar zig Meter

ein Riegel herausragt. Liegt eigentlich auf Rügen und

hatte sich dort architektonisch schon Ende der 1930er

Jahre bewährt, oder war kurz davor, sich zu bewähren.

Es kam dann aber etwas Gravierendes dazwischen und

so wurde das Gebäude nie fertig. In Neu-Ulm, so der

Name des aktuellen Beispiels, kommt jetzt noch eine

Tiefgarage darunter. Waren sie Ende der 1930er noch

nicht draufgekommen, hatten offenbar zu wenig motorisierte

Vehikel, und wenn, hatten die zu lange Rohrausleger

für die Einfahrt. In Neu-Ulm kostet die Tiefgarage

unter dem kolossalen Gebäude so um die zwölf Millionen

Euro, also für den Teil der Tiefgarage, der öffentlich

ist. Die ist nötig, weil auf der anderen Straßenseite

für viel Geld das öffentliche Parkhaus wegfällt, weil das

eben nicht so robust ist, wie man zum Beispiel Ende der

1930er Jahre gebaut hat. So freut sich das Bauunternehmen,

dass es neben dem Zuschlag für das Grundstück

und die Baugenehmigung – beides übrigens auch schon

wie beim Jahnufer in NU – Zuschüsse für die Tiefgarage

bekommt. Der andere Teil der Finanzierung kommt

von der Pensionskasse des Chemiegiganten Bayer, wollen

Insider wissen. Finanziert soll aber nur das Gebäude

werden, hieß es. Das ist doch nun wirklich zum Knuffen.

BuVBusiness und Vermarktung wird mit der Doppelausgabe

2 u. 3-2016 größer und stärker. Zu den Gebieten

Ulm/Neu-Ulm, Biberach, Memmingen, Günzburg,

Heidenheim und Geislingen gesellen sich nun Göppingen,

Reutlingen und der Schwarz-Wald-Baar-Kreis dazu.

Viel Vergnügen mit der Doppel-Ausgabe BuV 2 u. 3-2016.

Herzlichst

Ihr Thomas Kießling

Das nächste BuVBusiness und Vermarktung

erscheint im März 2017. Die nächste Ausgabe in der

großen Region Ulm/Neu-Ulm/Biberach/Heidenheim/

Augsburg kommt im Juli als Doppelausgabe heraus und

dann nochmals eine Ausgabe im November, außerdem

zweimal in diesem Jahr in Göppingen, Reutlingen und

dem Schwarzwald-Baar-Kreis, so die Planung. Anregungen,

Mails und Anzeigen-Wünsche immer gerne:

Bitte an den K-media & PR-Verlag

Tel.: 0731 / 98 0 99 420

Mails: info@kmediaundpr.de

Auch auf Facebook, etc.:

BuVBusiness und Vermarktung

IMPRESSUM BuVBusiness und Vermarktung © Idee, Herausgeber und Verlag: Thomas Kießling, K-media & PR-Verlag, Am

Illerkanal 12, 89231 Neu-Ulm, Tel: 0731 / 98 0 99 420, Fax: 0731 / 98 0 99 422, thk@kmediaundpr.de Gestaltung: 'pyrus Werbeagentur

Ulm, www.pyruswerbeagentur.de Anzeigen und Media-Service: K-media & PR-Verlag (siehe oben) und Michael Kreutle,

Tel: 07393 / 59 87 296, Mobil: 0172 / 69 68 829, kreutle@kmediaundpr.de und Karl Michael Dittrich, Mobil: 0152 / 540 56 127,

dittrich@kmediaundpr.de Fotonachweis: Rainer Lang, Michael Dittrich, Rüdiger Gramsch, Thomas Kießling, press ´n`relations,

L-Bank / KD Busch, ADAC Württemberg, SchwabenPress/Günter Hofer, Fieselmann, Museum Krefeld, Corex GmbH, Uzin

Utz, Feha GmbH, Stauferkrone - Maitis Media, Welleräng E-Bikes AB Schweden Autoren: Rainer Lang, Karl Michael Dittrich,

Rüdiger Gramsch, Thomas Kießling (verantw.) Auflage: 30.050 Exemplare Nächste Print-Ausgabe: Freitag, 10. März 2017

Anzeigenschluss: Freitag, 17. Februar 2017


Impressionen AUS

deN RegionEN

Von Thomas Kießling

Wir schauen diesmal in mehrere Regionen, als erstes auf Fahnen,

nichts als Fahnen, und zwar auf die 650 zum 10. Donaufest in

Ulm und Neu-Ulm. Die Fahnen, diesmal gestaltet worden vom

Serben Dragan Matic, leuchteten weithin, schon vor der Eröffnung

beim Fackel-, pardon Fahnenlauf von der Messe hinauf

ins Ulmer Fischerviertel. Einige sagen, die Fahnen hatten mehr

Strahlkraft als das gesamte Fest, weil schon am Oberlauf der

Donau niemand mehr vom Fest der Donaustaaten Notiz nahm

(geschweige denn an der Iller). Diese Kritik ist aber wie üblich

kolossal übertrieben.

Wir schauen auf einen leeren Tisch und Stühle,

in eine Oase der Ruhe sozusagen, um es endlich

auch einmal pathetisch zu formulieren. Ort des

Geschehens, das ja gar nicht stattfindet, weil ja

Ruhe ist: die Aymühle in Stafflangen hinter Biberach

und Mittelbiberach (ja, das gibt es alles)

und auf dem Weg zum Federsee (die dortigen

Pfahlbauten gehören zum Unesco-Weltkulturerbe).

Die Aymühle, ein Ausflugsziel – da

könnte man glatt noch eine Stunde länger sitzen

bleiben als geplant.


- 5 -

Wir schauen etwas gezwängt – machen die Reutlinger offenbar

gern – in die schmalste Straße weltweit. Wer hier durchpasst,

muss nicht zwingend abnehmen, doch die Spreuerhofstraße, an

der engsten Stelle gerade einmal 31 Zentimeter breit, und deren

spektakulärer Hausdurchgang, der nur 3,80 Meter lang ist, diente

früher einmal wohl als Fluchtweg, wobei: Wieso flüchten? Die

weitere Stauferstadt ist einen Besuch wert und die Gasse sowieso.

Wir schauen hinunter vom Hohenstaufen

bei Göppingen, der Stammburg der Staufer,

auf das Land des Kaisers Barbarossa.

Eigentlich müsste jeder Deutsche – mit

Sachverstand für Geschichte – einmal hier

gewesen sein. Aber 50 Kilometer weiter weiß

schon fast niemand mehr um die Bedeutung.

Dabei haben die Macher von „Himmel &

Erde“ dort oben sogar ein Ausflugsziel mit

toller Einkehrmöglichkeit geschaffen. Wissen

jetzt wieder ein paar mehr.

Anregungen und Kritik an info@kmediaundpr.de und unter BuV auf Facebook.


Inhalt - 6 -

Was bisher

geschah

und noch

kommt?

Was bisher geschah: Dieses Jahr neigt sich also

dem Ende, das neue beginnt. Und dann? Gut, die

Partei „Alternative für Irgendwas“ setzt sich selber

schachmatt. In der Redaktion hätten wir erst in zwei

bis drei Jahren damit gerechnet. Aber wenn neue Parteien

entstehen, erkennen Politologen gleich: Hey, da

gibt es mindestens 55 Häutungsvorgänge, bis die Piraten

– pardon: die Partei – wieder implodiert oder sich

– wie die Grünen – etabliert. Verschwinden die Newcomer,

kommen die Vergessenen wieder zum Vorschein.

Beispiel FDP: Sie müsste eigentlich nicht viel machen,

außer nichts falsch und auf sich aufmerksam.

Von der Europameisterschaft, also der im Fußball,

sprach schon zwei Tage danach niemand mehr, von

den Olympischen Spielen – nicht Olympiade, das ist

die Zeitrechnung zwischen den Spielen – hat man

auch nicht lange gesprochen: Wer erinnert sich noch

an das Finish von Dieter Baumann 1992 bei Olympia

in Barcelona zum Olympiasieg über 5000 Meter? Phänomenal,

wir haben so geschrien, dass es der Dieter

noch rund 1200 Kilometer südlich gehört haben muss.

„Citius, fortius, altius“, „schneller, höher, weiter“, das

olympische Credo gilt auch für die Wirtschaft, aber

ab den nächsten Olympic Games halt nicht mehr für

die Öffentlich-Rechtlichen. Jetzt zur Wirtschaft: vor

Weihnachten muss alles noch schnell und hoch hinausgehen.

Machen wir natürlich mit. Und nach den

Feiertagen heißt es wie üblich: „weiderschaffa“, aber

bis dahin erst einmal ein schönes Fest und einen guten

Rutsch.

Und was kommt noch? Na klar, der Inhalt von BuV:

Inhalt der Print-Ausgabe

Titelthema: Controlling war gestern – und

dann fehlt Personal ist heute – Der erste

Personalkongress für den Mittelstand Seite 7

Tendenz weiterhin positiv? Die Konjunktur

in unseren Regionen nach dem Brexit Seite 10

Spezialthema Unternehmenspräsentation:

Uzin Utz AG in Ulm gründet ein eigenes

Unternehmen für die Fliesenmarke Seite 16

Die Stauferkorne – der Schlager kommt

zurück mit Eleganz und Dynamik Seite 18

Randbemerkung: Der Klimawandel –

von Rainer Lang Seite 21

Kultur entdecken: Auf den Spuren von

Hermann Hesse im Kreis Göppingen Seite 22

Der Bibelschmugglerweg: Von Ulm geht es

entlang der Donau zum Weg des Buches

quer durch Österreich – bestes Tourismusmarketing

Seite 24

Hoteltipps: Wohin nur? Zum Beispiel nur

für Kurztrips mit der Familie Seite 27

Walleräng, ein E-Bike – jetzt kommen die

Schweden Seite 28

Rubriken

Editorial und Impressum Seite 3

Impressionen aus den Regionen Seite 4

Inhalt – Was bisher geschah –

und noch kommt? Seite 6

News aus den Regionen Seite 16

Veranstaltungen Seite 30


- 7 -

Titelgeschichte

kurz und bündig:

Leistung des Menschen steht im Mittelpunkt,

nicht der Mensch an sich

Wertschätzung der Mitarbeiter

Leader bestimmen den Weg, Manager die Ausführung

8 Controller und ein ½ Personaler – umdrehen!

Silicon Valley Firmen-Chef – bis 80 % am Tag um Personal sorgen

nur A-Mitarbeiter einstellen, doch die muss man finden

Controlling war gestern,

heute ist Personal

Erfolgreiche Premiere: Erster Zukunfts-Kongress

Personal für den Mittelstand in Deutschland

von XING E-Recruiting und der tempus. GmbH.

Von Thomas Kießling

„Wir haben umgestellt: acht Controller und eine halbe Stelle für Personal, jetzt

ist es umgedreht“, ging Bodo Janssen, Bestsellerautor und Besitzer einer großen

Hotelkette, in die Vollen. Jetzt hat sich der Umsatz verdoppelt und die Mitarbeiterzahl

stark erhöht. Ach, so geht`s auch? Eine der Erkenntnisse, Anregungen und

Hilfestellungen auf dem ersten Personal-Kongress für den deutschen Mittelstand.

Über 700 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich waren dazu in eine

fast ausverkaufte FILharmonie nach Filderstadt gekommen.

„Die Rakete ist erfolgreich gestartet“,

freute sich Organisator Prof. Jörg Knoblauch

von der tempus. GmbH, „eine bis

auf wenige Plätze gefüllte Filharmonie

spricht Bände, nächstes Jahr werden es

1.300 Besucher, dann 1.800, denn das

Thema gutes Personal für den Mittelstand

wird immer wichtiger und muss bei

den Unternehmen dringend in den Fokus

rücken.“ Der Mitveranstalter XING

E-Recruiting stieß ins selbe Horn: „Wir

wissen: Personal ist die Stellschraube

für Erfolg. Um offene Stellen treffsicher

zu besetzen, haben wir hier neue Wege

aufgezeigt“, sagte Mit-Organisator Frank

Hassler, Geschäftsführer XING E-Recruiting

GmbH & Co. KG.

Insgesamt 13 Referenten aus der Praxis,

sehr gute Coaches, erfolgreiche Buchautoren

und ausgezeichnete Geschäftsführer

ihrer eignen, zum Teil visionären

Unternehmen, räumten mit veralteten

Leitbildern auf und gaben viele Anregungen

für gutes Personal-Recruiting im

Alltag der anwesenden Unternehmer und

Personaler aus dem Mittelstand, die auch

das umfangreiche Standangebot der Partnerfirmen

im Umfeld des Kongresses und

ein Angebot von zahlreichen Workshops

gerne wahrnahmen. Und dennoch, neben

einer Fülle an Informationen, kamen die

interessanten Vorträge immer mit einem

Schuss Humor von der Bühne in den Zuschauerraum,

und mit einer Menge Erkenntnisse.

Prof. Jörg Knoblauch, tempus.

GmbH, Ideengeber des

Kongresses und Veranstalter

(re.) sowie Mitorganisator

Frank Hassler, Geschäftsführer

XING E-Recruiting

GmbH & Co. KG


Titelgeschichte

- 8 -

Zum Beispiel von Klaus Kobjoll. Er warnte vor einem

veralteten Leitbild in vielen Unternehmen: „Nicht der

Mensch steht im Mittelpunkt des Unternehmens, sondern

die Leistung des Menschen“, sagte er. Aber es

gehe sehr wohl um die hohe Wertschätzung, die man

Mitarbeitern entgegenbringen muss. „Die Stimmung

im Unternehmen ist wichtiger als Know-how und Kapital“,

unterstrich der Nürnberger Unternehmensberater

und Besitzer eines Seminarhotels. Die Mitarbeiter

wollten und müssten wissen, wo ein Unternehmen hin

will, nicht nur das jährlich angepeilte Umsatzwachstum.

„Wir brauchen an der Spitze eines Unternehmens einen

Leader, keinen Manager. Der Leader gibt den Mitarbeitern

Orientierung und Perspektive für die Zukunft,

ein Manager setzt diese Visionen dann um“, sagte Karl

Pilsl aus Österreich, mehrfacher Unternehmensgründer

auch in den USA, „Wir haben in den Alpen schließlich

keine Bergmanager, sondern Bergführer.“ Die Touristen

folgten diesem freiwillig und mit Begeisterung. „Ich hab

noch keinen Bergführer gesehen, der einen Touristen

zum Aufstieg hätte zwingen müssen“, fügte Pilsl hinzu.

Mit großen Erwartungen war Bestsellerautor Bodo Janssen,

dessen Buch „Vision vom glücklichen Mitarbeiter“

immer noch ganz oben in den Verkaufslisten steht, in

Filderstadt erwartet worden. Der Besitzer einer großen

Hotel- und Ferienhauskette in Norddeutschland erzählte

von seinem facettenreichen Unternehmerleben. Er habe

immer geglaubt, er wäre der beste Chef, bis ein Berater

ihn und seine 500 Mitarbeiter getrennt voneinander

befragt hatte. „Das Resultat war, wir arbeiten offenbar

für zwei verschiedene Unternehmen. Und noch erschreckender,

dass fast alle Mitarbeiter sagten, sie hätten gern

einen anderen Chef als mich.“ Seitdem hat sich Janssens

Philosophie kolossal geändert. „Wir haben umgestellt:

Früher waren wir zahlengetrieben, hatten acht Controller

und eine halbe Kraft in der Personalabteilung, heute

ist das genau umgekehrt“, betonte Bodo Janssen. Und

das Resultat? „Die Mitarbeiter sind motiviert und zufrieden,

deren Zahl hat sich auf 650 erhöht und der Umsatz

verdoppelt“ sagte Janssen.

„Personal wurde in den Unternehmen bislang als

Randthema behandelt, bei Chefs von erfolgreichen US-

Firmen im Silicon Valley macht Personalplanung aber

bis zu 80 Prozent der täglichen Arbeit aus“, sagte Prof.

Jörg Knoblauch, der mit der tempus. GmbH selbst ein

vorbildlicher Chef für 39 Mitarbeiter in seinem Unter-

Gehen Sie`s gelassen an:

Ein Tag der Gelassenheit mit Top-Referenten

Mehr als 20 Workshops und Vorträge von Top-Referenten mit hunderten von Impulsen für den beruflichen und

privaten Erfolg bietet jährlich der Ulmer Tag der Gelassenheit am Samstag, 22. April 2017, im Maritim Hotel und

Congress Centrum Ulm – ebenfalls organisiert von der tempus. GmbH, darum kommen wir hier an der Stelle

auch darauf. Die besten Berater, Trainer und Coaches vermitteln das gesamte Know-how, um zum Beispiel besser

mit Problemkunden umzugehen, um den Alltag leichter bewältigen zu können, um strukturierter und zielgerichteter

zu arbeiten und dabei auch noch gesund und fit zu bleiben, einfach, um mehr Zeit für das Wesentliche zu

gewinnen. Alles informativ, aber auch höchst unterhaltsam. Allein der Tag an sich ist schon ein Erlebnis, so die

Erfahrungen der Teilnehmer der vergangenen Jahre.

BuV-Leser erhalten dazu einen vergünstigten Eintrittspreis: Durch den Link geht es auf die Homepage www.

tag-der-gelassenheit.de und mit dem Buchungscode „BuV“ erhält der Teilnehmer den Sonderpreis von 79,- Euro

anstatt 99,- Euro. Es gibt auch Gruppentarife und VIP-Packages.

www.tag-der-gelassenheit.de

Volle FILHarmonie: bei Bodo Janssen auf dem ersten Zukunfts-Kongress Personal für den Mittelstand.


- 9 -

Titelgeschichte

Angeregte Gespräche beim ersten Zukunfts-Kongress Personal

für den deutschen Mittelstand

nehmen tempus. GmbH in Giengen/Brenz ist, einer

Akademie und Unternehmensberatungsgesellschaft.

„Die Unternehmen müssen beim Personal ständig dranbleiben,

A-Mitarbeiter an Land ziehen, B-Mitarbeiter

verbessern und sich von C-Mitarbeitern, die kein Interesse

am Unternehmen haben und nur alles aufhalten oder

stören, notfalls trennen.“ Auch dies eine Erkenntnis des

ersten Zukunfts-Kongress Personal in Deutschland für

den Mittelstand. Und, um womöglich mit dem Eindruck

aufzuräumen, man bräuchte in den Betrieben kein Controlling.

Dem ist natürlich nicht so. Zum Beispiel beim

Aufbau von Niederlassungen ist das zu Beginn enorm

wichtig. Aber: Bodo Janssen könnte mit seiner Gewichtung

womöglich nicht ganz so verkehrt liegen.

www.zukunfts-kongress-personal.de


Konjunktur nach dem Brexit

- 10 -

Tendenz weiterhin positiv?

Die Konjunktur in unseren Regionen nach dem Brexit

Von Thomas Kießling

Kein Exit vom Brexit, sagt die englische Regierung

klipp und klar und entspricht damit dem Votum des

Volkes beim Volksbegehren, stürzt anderseits die auf

Export ausgerichtete Wirtschaft ins Ungewisse und

stößt EU-Bürokraten vor den Kopf. Letzteres, sagte

jüngst Bayerns Finanzminister Markus Söder, wäre

noch das geringste Übel, auch die Konjunktur laufe ja

noch gut, aber der Brexit sorge eben für einen weiteren

Unsicherheitsherd – oder wie es Obelix formuliert hätte:

die spinnen, die Briten.

So ganz war es auf den ersten Anschein nicht ersichtlich,

was dieser rote Ford Taunus am Rande dieser Landstraße

zu bedeuten hatte. Wurde hier die Geschwindigkeit

gemessen, oder war der Fahrer nur mal eben austreten,

oder hatte das Auto eine Panne? So ganz abwegig waren

Mitte der 1990er Jahre alle drei Vermutungen nicht, hier

auf der kleinen Regionalstraße 237 von Killea, im Norden

Irlands, nach Londonderry, in Nordirland. Erst als

wir fast auf Höhe des Wagens sind, sehen wir den Polizisten

in Uniform an seinem Auto (in zivil) gelehnt. Er

macht keinerlei Anstalten, unser Auto aufzuhalten, aber

er steht dennoch hier in der Wildnis und würde wohl,

wenn nötig, eingreifen. Hey, das ist also die Grenze zwischen

Großbritannien und der Republik Irland, fährt es

uns durch den Kopf. Echt, noch nie so eine komische

Grenze gesehen.

Später, mit dem Schengen-Abkommen, stand dort niemand

mehr, warum auch. Und jetzt? Kommt jetzt mit

dem Brexit der gute Polizeibeamte wieder an die frische

Luft, oder bekommt er gar vor sich noch einen Schlagbaum,

so dass die Durchfahrt verwehrt wird? Das ist ja

nur eine von tausend Fragen, die sich um den Brexit drehen,

für den Beamten eine ganz entscheidende. Für unsere

Wirtschaft wird eher entscheidend sein, wie künftig

die Export-Modalitäten zu handeln sind, wie das Bleiberecht

für EU-Ausländer geregelt wird und wie sich

der Bankensektor zwischen London und Frankfurt und

auch mit der EZB regeln lassen wird. „Irgendwo knirscht

es immer, ist aus den Firmenzentralen der heimischen

Exportwirtschaft zu hören, „da fällt Großbritannien

mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht anders ins Gewicht,

als Russland oder Indien, oder China, oder Brasilien.

Dafür funktionieren eben wieder andere Märkte.“

Die deutsche Wirtschaft, besonders unsere regionale, ist

eben breit aufgestellt, Industrie und Handwerk melden

weiterhin volle Auftragsbücher, die Arbeitslosenquote ist

auf Rekordtief. Das Münchner Ifo-Institut befürchtet für

die deutsche Konjunktur, wenn denn, dann höchstens

eine Delle, gerade noch in dem Ausmaß, dass bei uns

nicht die Erwartungen noch ins Kraut schießen. Aber:

Wenn die Unsicherheit aus dem Ausland auch zu uns hereinschwappe,

könnte die Summe aller Unwägbarkeiten

auch bei uns einmal die Vorzeichen ins Minus kehren.


- 11 -

Konjunktur nach dem Brexit

Die arme Unternehmensberatung,

baut auch noch in London

Ulkig war zur Brexit-Entscheidung der Radio-Korrespondent,

der als abschreckendes Beispiel für den drohenden

Brexit eine große Wirtschaft- und Unternehmensberatung

nannte, die ihren Hauptsitz gerade für 500

Millionen Euro nach London verlege. Das Geld wäre ja

dann futsch. Ach so? Die arme Unternehmensberatung –

baut auch noch in London. Ja, wo denn sonst?

Als ob sich das Gebäude nicht als Teil eines Immobilien-

Investmentfonds umwandeln ließe und mit teurer Miete

tolle Renditen erzielen ließen. Hallo, wir sprechen von

London, nicht von Berlin, wo alles zum Pillepalle-Preis

zu bekommen ist. Da kostet die Halbe Bier noch nicht

überall drei Euro. Dafür ist in London der Blick in einen

Pub hinein schon kostspieliger.

Rund 700.000! Menschen sollen in London im Finanzdistrikt

arbeiten, so viele wie Frankfurt nicht einmal Einwohner

hat. Der Brexit, so sagen Insider, habe bewirkt,

dass die Börsen nur knapp zwei Wochen nach unten gezockelt

sind, und sie haben längst wieder ihren Höchststand

erreicht.

Die Stabilität steht auf der Kippe?

Als nicht so gravierend sieht Bayerns Wirtschaftsminister

Markus Söder jüngst auf einer Veranstaltung des

Clubs der Industrie Ulm/Neu-Ulm den Brexit für die

bayerische Wirtschaft an. Wenn sich der erste Groll in

Brüssel über den EU-Ausstieg der Briten etwas gelegt

habe, werde man mit Sicherheit zu einem praktikablen

Umgang im Sinne der Wirtschaft übergehen. Mit Norwegen

und der Schweiz habe man Beispiele, wie es gut,

aber natürlich etwas bürokratischer, funktioniere.

Söder betonte, dass der EU-Ausstieg Großbritanniens

allerdings im Sinne einer stabilen Geldpolitik wenig

zuträglich sei. Jetzt müsse man aufpassen, Staaten, die

Schulden machten, dürften nicht vor denen Vorrang

erhalten, die aufrichtig sparen. „Wir haben jetzt leider

mehr Mittelmeer und weniger Nordsee in der EU, da

müssen wir – vor allem als Deutsche – bei der Stabilitätspolitik

sehr auf der Hut sein“, betonte er.

600.000 Fachkräfte raus aus England

Für den Arbeitsmarkt Großbritanniens kann der geplante

Brexit gravierende Folgen haben. Einer internationalen

Arbeitsmarktumfrage der Online-Jobbörse StepStone

zu Folge planen schon jetzt 600.000 Fachkräfte auf

der Insel, ihre berufliche Karriere in einem anderen EU-

Land fortzuführen. StepStone hat für die Studie 40.000

Arbeitnehmer aus Großbritannien, Irland und Deutschland

zum Brexit befragt. Besonders deutlich zeigt sich

die Wechselabsicht unter den so genannten Expatriates,

also deutschen Fachkräften, die in den letzten Jahren

für ihren Arbeitgeber in UK im Einsatz waren: Mehr

als die Hälfte von ihnen kann sich vorstellen, die Insel

zu verlassen und fast 40 Prozent organisierten bereits

ihren Jobwechsel. Ein Drittel der hochqualifizierten

Briten könne sich vorstellen, ihre berufliche Laufbahn

in einem anderen EU-Land fortzusetzen. 600.000 Briten

planten bereits konkret, den Job zu wechseln. Deutschland

sei mit Abstand das attraktivste Zielland. Damit

hätte der Brexit gar das Potenzial, den Fachkräftemangel

in Deutschland zu lindern, kommentierten Experten.

Wirtschaftlich gewinnt Deutschland eben derzeit immer,

immer noch.

Bayerns Wirtschaftsminister Markus Söder


News aus den Regionen

- 12 -

Nachhaltige Ökonomie

von Obamas

älterer Schwester

Sie ist die ältere Halb-Schwester des aktuellen US-

Präsidenten, und scharfe Rhetorik scheint in der Familie

zu liegen, denn Vehemenz und Verve zeigte Dr. Auma

Obama in ihrem Gastvortrag auf dem Wirtschaftsforum

Ostwürttemberg-Ulm. In ihrem Impulsreferat entwarf

die in Kenia lebende Journalistin und Autorin, die einige

Jahre in Deutschland studiert hat und deshalb exzellent

deutsch spricht, ein globales Bild über unternehmerisches

Nachhaltigkeitsmanagement und die Verbindung

von sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit. „Wir

müssen immer in den Dialog treten, nur dann wissen die

Leute um die Probleme und können schwerer wegschauen“,

sagte Obama, „das schafft Verantwortung mit Mitarbeit,

und wie heißt es doch: geteiltes Leid ist halbes Leid.“

Nachhaltige Ökonomie und die Frage, wie innovative

Projekte und Wachstumskonzepte gezielt gefördert werden

können, waren auch zwei der Schwerpunkte des

Wirtschaftsforums, das die L-Bank in Kooperation mit

der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg, der Handwerkskammer

Ulm sowie den Industrie- und Handelskammern

Ulm und Ostwürttemberg organisierte. Rund

400 Unternehmer und Berater aus der gesamten Region

kamen ins Ulmer Congress Centrum zu Vorträgen, Diskussionen,

Workshops und einer Fachmesse in komprimierter

Form. Tenor: Den Mittelstand gilt es weiter zu

fördern. Er ist das Rückgrat der regionalen wie bundesdeutschen

Wirtschaft.

www.l-bank.de

Dr. Auma Obama

Tolle Oldies vor dem Ulmer Münster

Oldtimer unter sich –

Publikum von Jung

bis Alt

Zieleinfahrt vor einer ganz besonderen Kulisse: Das

Ulmer Münster war das Ziel für die ADAC Württemberg

Historic, der traditionsreichen Oldtimer-Rallye

mit Autos von über 20 Herstellern und Fahrer aus neun

Ländern. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch ließ

es sich trotz unangenehmem Wetters – soll ja in diesem

Sommer öfters vorkommen – nicht nehmen, die 105

Teams bei ihrer Rückkehr auf dem Münsterplatz persönlich

zu begrüßen. Den Wettbewerb für Gleichmäßigkeitsfahrten

– die Teams müssen hierbei vorgegebene

Strecken in einem Schnitt von rund 40 km/h bewältigen

– gewann das Team Gerhard König/Erika König

(Salach) in einem BMW 323i aus dem Baujahr 1981. In

der touristischen Klasse siegten Andreas Haasis/Alessa

Wahrenberger (Balingen) in einem MG B (Baujahr 1963).

In dieser Wertung absolvieren die Starter unter anderem

Geschicklichkeitsübungen, mussten zudem Fragen zu

Land und Leuten beantworten. Der Radiosender Donau3FM

lieferte den passenden Rahmen für die zum Teil

sehr kostbaren Raritäten. Moderiert wurde die Zielankunft

von ratiopharm Ulm Basketball-Star Peer Günther,

seines Zeichens ausgewiesener Oldtimer-Fachmann.

www.adac.de/wuerttemberg


- 13 -

News aus den Regionen

Erfolg hat, wer Regeln bricht

Wir machen mehr aus

Ihrem Auftritt:

Cooles Motto von einem coolen Chef, der das einzige Fahrschulinternat in Deutschland

hat: „Erfolg hat, wer Regeln bricht“, unterstrich der mehrfach preisgekrönte Unternehmer

und Bestsellerautor Mike Fischer aus Gera im Rahmen des Unternehmer-

Freitags von der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen und SchmidtKolleg. Schauplatz war

das Brückenhaus der Sparkasse mit prominenter und begeisternder Referentenliste,

unter anderem mit Matthias Berg und Christoph Kuch. Im Mittelpunkt war zu Beginn

Mike Fischer: Der Anfang 50er ist als Multitalent zu bezeichnen. Überall, wo er tätig

ist, setzt der Unternehmer Standards. Die Fahrschulakademie mit einem „Marktanteil

von über 100 %“ in der Otto Dix-Geburtsstadt Gera hat er 2004 gegründet, im

Gebäude integriert ist außerdem eine der größten Pizzabäckereien Deutschlands

mit 150.000 Pizzen im Jahr! und eine Friseurkette, die von seiner Frau geleitet wird.

Fischers Motto: „Bewährte Tugenden und ein moderner Führungsstil sind die Garanten

für den Erfolg.“ Bei ihm kann jeder Mitarbeiter, der es will, in die Pflicht genommen

werden, um etwas Größeres aus sich zu machen. „Man muss nur das Brennen in

den Augen erkennen können, dann funktioniert es auch, ganz egal, in welchem Alter

sich der Mitarbeiter befindet“, sagt Mike Fischer.

www.fischer-academy.de

www.sparkasse-neu-ulm-illertissen.de

10.000 Veröffentlichungen

in knapp 4 Jahren

Seit 2013 nutzt Press’n’Relations die mit der PR-Software

PressFile integrierte Mediathek AMID PR zur Speicherung

von Presseveröffentlichungen, im Fachjargon auch

Clippings genannt. Nun, nach knappen vier Jahren der

Online-Dokumentation, wurde das 10.000ste Clipping in

AMID PR hochgeladen. Fungierte AMID PR zunächst als

reine Bildmanagement-Plattform, entwickelte der österreichische

Hersteller mediamid gemeinsam mit PressFile Europe

vor vier Jahren eine Lösung, um auch die Dokumentation

und Archivierung der Pressearbeit möglich zu machen. Dazu

wurde AMID PR an die PressFile Datenbank angebunden. Nun

können Clippings aus PressFile durch einen Mausklick mit AMID PR synchronisiert

werden. „Diese zusätzliche Funktion erleichtert unsere Arbeit enorm. Wir archivieren

Clippings nun schneller und effizienter und erreichen damit eine hohe Zeitersparnis.

Wir können die Daten von überall aufrufen und unsere Presseerfolge auf Knopfdruck

in Zahlen nachweisen“, so Uwe Pagel, Geschäftsführer der Press’n’Relations GmbH.

Das Unternehmen zählt jährlich rund 2.500 Veröffentlichungen für seine Kunden.

www.press-n-relations.com


News aus den Regionen - 14 -

Alles neu, alles gröSSer, alles schöner

Die Feha Bürotechnik zieht zum 30-jährigen Jubiläum am Standort Biberach ab dem

neuen Jahr neue Ausstellungsräume in Innenstadtnähe. Großzügige, lichtdurchflutete

Präsentationsflächen und ausreichend Parkmöglichkeiten waren die ausschlaggebenden

Faktoren für den Umzug in den Prinz-Eugen-Weg 24. Die Anschrift ist das einzige,

was sich ändert. Gleich bleibt der umfassender Service, die hohe Qualität und weiteren

Kontaktdaten.

Die Feha Bürotechnik versorgt seit mehr als 30 Jahren alle Bedürfnisse in den Bereichen

Kopiersysteme, IT-Lösungen und Büroeinrichtungen. Über 80 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen am Hauptsitz in Günzburg sowie den

Niederlassungen in Biberach, Dillingen und Eisleben. Seit ihrer Gründung 1985 gilt

das Familienunternehmen als Partner auf Augenhöhe mit den Kunden – mit umfassenden

und erstklassigen Serviceleistungen. Da sich das Systemhaus Nachhaltigkeit statt

kurzfristigen Erfolg auf die Fahnen geschrieben hat, steht hinter jeder Einrichtung ein

umfassendes Serviceprogramm: Techniker-Hotline, Ersatzteilversorgung über Nacht,

ein hauseigenes Schreinerteam sowie Vor-Ort-Service.

Neues Feha-Domizil in Biberach.

www.feha.de

Klug. Gebildet. Oberschwäbisch.

Wie Wieland.

So ist das mit den Stürmern und Drängern,

irgendwo müssen sie ja ihre Grundlage

herhaben. Bezogen sie sich in den

„Räubern“ und im „Götz von Berlichingen“

auf den kraftvoll-prometheischen,

den ausdruckstarken und hintersinnigen

Shakespeare, so musste man diesen erst

übersetzen, um seine Werke nutzbar zu

machen (oder sehr gut Englisch können).

Goethe und Schiller griffen dabei im

Wesentlichen auf die Übersetzungen des -

damals schon Weimarers, aber zu Beginn

seiner Jahre eben – Biberachers Christoph

Martin Wieland zurück. Er übersetzte

als erster ein Shakespeare-Drama

ins Deutsche, führte als damaliger Direktor

der Evangelischen Komödiantengesellschaft

Biberach erstmals ein Stück des

englischen Dramatikers in Deutschland

auf „Der Sturm“ (1762 in der Schlachtmetzig

in Biberach) und übersetzte hernach

22 von 38 Dramen des Dichters

– fast alles deutsche Erstübersetzungen.

Das alles war eine veritable Gelegenheit,

2016 das 400. Todesjahr Shakespeares

auch in Biberach zu begehen, mit einem

Zyklus an mitreißenden, tiefgründigen

und facettenreichen Veranstaltungen, organisiert

von der Stadt Biberach und der

Wieland-Stiftung und deren immer rührige

Geschäftsführerin Kerstin Buchwald,

die auch Leiterin des Wieland-Museums

ist. Neben einem ihrer eigenen Vorträge

zogen Wieland- und Shakespeare-Intimus

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma und

Übersetzer Frank Günther alle Register.

Dass Biberach im Herbst auch schwungvolle

Wieland-Tage begehen konnte, unter

anderem mit einem Spielenachmittag

und einem fulminanten Poetry Slam! zu

Wieland, lässt beide Ereignisse noch im

Nachhinein erstrahlen.

www.wieland-museum.de


- 15 -

News aus den Regionen

Medienforum besteht bereits seit 15 Jahren

Es ist ein Netzwerk, das im kommenden Jahr bereits

in das 15. Jahr seines Bestehens geht: das medienforum

Kreis Göppingen. Alle zwei Monate am jeweils dritten

Mittwoch geht es zu einem Unternehmen, einer Organisation

oder einer Agentur, wo die Teilnehmer Erfahrungen,

Strategien und Handlungsweisen der Ausrichter

kennenlernen und darüber hinaus auch kräftig Networking

betreiben können – und das bereits seit 84 Veranstaltungen

mit über 3.000 medienforum-Besuchern.

Bei der letzten Veranstaltung des nichtkommerziellen

Kreativen-Netzwerks in diesem Jahr, das weder Eintritt

noch Mitgliedsbeiträge verlangt, war das Göppinger Unternehmen

Kleemann Gastgeber. Seit dem Startpunkt

Bauma, der weltgrößten Baumaschinen-Messe der Welt

in diesem Frühjahr in München, hat sich der Konzern,

zu dem Kleemann gehört, eine neue Corporate Identity

gegeben. „Das war ein fast drei Jahre langer Prozess, bis

wir das neue Erscheinungsbild entwickelt haben“, sagte

Mark Hezinger, Leiter Marketing bei der Kleemann

GmbH, dem Hersteller von Brech- und Siebanlagen für

die Bauindustrie. Für die Dachmarke Wirtgen Group,

ein Familienunternehmen aus Rheinland-Pfalz, wie für

alle fünf Unternehmen galt es, ein gleichbedeutend schönes

wie einprägsames, aber ein genauso funktionales

und jeder Firma gerecht werdendes Logo zu verpassen,

ohne dass sich die weltweit über 55 eigenen Vertriebsund

Servicegesellschaften zurückgesetzt fühlten – und

das war die berühmte Quadratur des Kreises zu schaffen.

Laut vieler Bauma-Besucher und Kleemannkunden ist

dies mehr als gelungen.

www.kleemann.info

www.medienforum-gp.de

NEUER SCHWEDE

JETZT IN DEUTSCHLAND.

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Sonderthema Codex von Uzin Utz - 16 -

Uzin Utz AG in Ulm gründet ein eigenes

Unternehmen für die Fliesenmarke

Von Thomas Kießling

Die Uzin Utz AG gliedert den Bereich Verlegewerkstoffe für Fliesen und Naturstein aus und gründet die Codex GmbH & Co. KG. Außerdem

erhält die Codex eine neues Werk: Die Planung einer neuen Produktionsstätte mit einer Kapazitätserweiterung von ca. 60.000

Tonnen Pulverprodukte pro Jahr ist bereits beschlossene Sache. Zeichen dafür, dass die Uzin Utz AG mit der Entwicklung von Codex

hochzufrieden ist.

In unmittelbarer Nähe des aktuellen Hauptsitzes der

Uzin Utz AG wurde ein rund 10.000 qm großes Grundstück

gekauft. Auf dieser Fläche entstehen neben Produktion,

Lager und Verwaltungsbereich, ein eigenes

Forschungs- und Entwicklungscenter sowie Schulungsräumlichkeiten

für Kunden. „Mit dem neuen Standort

im Ulmer Donautal haben wir uns bewusst für den Ausbau

am Standort Ulm entschieden, der unsere regionale

Verbundenheit unterstreicht“, so Thomas Müllerschön,

Vorstandsvorsitzender der Uzin Utz AG.

Zukünftig werden im neuen Werk hauptsächlich Fliesenklebstoffe

produziert, die seit 2007 erfolgreich unter

der Marke Codex vertrieben und in rund zwölf Länder

exportiert werden. Mit der neuen Produktion stärkt Uzin

Utz seine Präsenz in Deutschland und ist zukünftig in

der Lage, flexibler auf sich verändernde Bedürfnisse

seiner Kunden einzugehen. In einem eigenen Entwicklungszentrum

werden zukünftig speziell für den Bereich

Fliese und Naturstein zugeschnittene Produkte entwickelt,

um gleichzeitig eine noch engere Verzahnung zwischen

Entwicklung und Produktion zu gewährleisten.

Pünktlich zum 1. Januar 2017 wird die Marke Codex

als eigenständige Gesellschaft, die Codex GmbH & Co.

KG, firmieren und die Geschäfte aufnehmen. „Die Planungen

für das neue Codex Werk laufen auf Hochtouren.

Wir wollen für die Bedürfnisse unserer Kunden das technisch

beste Produktionswerk bauen.“, so der neu ernannte

Geschäftsführer Mario Meuler.

Mit dieser Investition unterstreicht Uzin Utz seine

Wachstumsstrategie und sein langfristig ausgerichtetes

Engagement im Bereich der Verlegewerkstoffe für Fliese

und Naturstein. „Wir schaffen mit dem neuen Standort

weitere Kapazitäten und gleichzeitig die notwendige

Flexibilität, um schnell und zukunftsorientiert auf die

Anforderungen der Märkte reagieren zu können. Unser

Unternehmen stärkt damit seine Wettbewerbsfähigkeit“,

so Thomas Müllerschön, Vorstandsvorsitzender der

Uzin Utz AG.

„Der Produktionsstart ist auf Anfang 2018 geplant. Das

hochmoderne Produktionswerk, geringe Entfernungen

zum Hauptsitz sowie die verlässlichen Rohstofflieferanten

im heimischen Markt werden es uns darüber hinaus

ermöglichen, Produkte von höchsten Qualitätsniveau zu

fertigen“, unterstreicht Mario Meuler, Geschäftsführer

der Codex GmbH & Co. KG.

Das Planungsbüro

Das Planungsbüro Nething Generalplaner aus

Neu-Ulm, wurde von Uzin Utz für dieses Neubauprojekt

mit der Generalplanung für alle Planungsphasen

sowie der Bauleitung im vorgegebenen

Termin- und Budgetplan beauftragt.


www.uzin-utz.de und www.codex-x.de

Interview mit Mario

Meuler, Geschäftsführer

von Codex

Mit dem neuen Werk gründet die börsennotierte Uzin Utz AG

mit der Codex GmbH & Co. KG ein neues Unternehmen, stärkt

damit vehement den Ausbau des nationalen Produktionsnetzwerks.

Wir fragten nach bei Geschäftsführer Mario Meuler.

Herr Meuler, mit der Entscheidung für den Neubau im

Donautal drückt die Uzin Utz AG ihre Verbundenheit

mit der Region aus – warum ist das dem Unternehmen

so wichtig?

Meuler: Seit vielen Jahrzehnten sind wir der Region

sehr verbunden, und das soll auch so bleiben. Wir sind

in Ulm und Umgebung als vertrauensvoller uns sympathischer

Arbeitgeber bekannt. So stellen wir sicher auch

in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter für unser Unternehmen

zu finden. Außerdem werden wir in Zukunft einige

Dienstleistungen von unserer Muttergesellschaft beziehen,

um Synergien zu schaffen. Dies ist durch die örtliche

Nähe wesentlich einfacher.

Welche Vorteile bietet die Region der Uzin Utz AG?

Schließlich wachsen sie vor allem international.

Meuler: Die Uzin Utz AG arbeitet erfolgreich mit meh-


- 17 -

Codex-Geschäftsführer Mario Meuler.

reren Marken weltweit. Diese Marken befinden sich jedoch

in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Speziell

die Marke Codex, die nun zu einem eigenständigen Unternehmen

wird, ist relativ jung. Dies ist auch der Grund,

warum wir in diesem Unternehmen gerade in Deutschland

noch erhebliches Wachstumspotential sehen.

Eine Frage zu Codex: Was ist die besondere Herausforderung

an dieser Marke und warum sehen Sie gerade

hier so große Wachstumspotenziale?

Meuler: Wir haben erstklassige Produkte, das ist im

Markt durchaus bekannt. Trotzdem werden wir in Zukunft

einen Schwerpunkt auf noch mehr Produktinnovationen

legen. Dafür haben wir ein schlagkräftiges

Forschungs- und Entwicklungsteam geformt. Das Marketingkonzept

von Codex ist in der Branche einzigartig.

Unsere Kunden sind begeistert. Wir sind uns sicher,

noch viele neue Kunden mit unseren Produkten und

Leistungen erreichen zu können.

Sie sprechen von Flexibilität in der Herstellung, die

das neue Werk gewährleistet – auf was genau will Codex

flexibel reagieren können?

Meuler: Die Produktvielfalt nimmt in unserer Branche

zu. Außerdem verändern sich die Bedürfnisse unserer

Kunden ständig. Auf diese Veränderungen können wir

mit moderner, anbgestimmter Produktionstechnik extrem

schnell reagieren. Das bringt uns Flexibilität und

unseren Kunden Zufriedenheit.

Herzlichen Dank für das Interview.

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Stauferland. Überraschen Sie mit dem Stauferkischtle Freunde,

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DAS GESCHENK AUS

DER REGION


Standortmarketing – Schlager mit Dynamik und Eleganz - 18 -

Die Stauferkrone

der Schlager kommt zurück mit Eleganz und Dynamik

Von Rüdiger Gramsch

„Mach‘ die Augen zu“, sangen die „Fenders“ aus

Dänemark in erfrischendem Schlager-Pop, doch die

Schlager-Branche machte die Augen ganz weit auf.

Das lag nicht nur an dem eingängigen Lied der Skandinavier,

dessen Text aus der Feder des österreichischen

Erfolgskomponisten Walter Wessely stammt, sondern

vor allem an dem Forum, auf dem dieser, sowie weitere

17 deutschsprachige Titel aus fünf europäischen

Ländern präsentiert wurden: bei der „Stauferkrone“

im baden-württembergischen Göppingen. Der neue

bundesweite Schlagerwettbewerb ließ wegen seines

hohen Niveaus, sowie seiner perfekten Organisation

aufhorchen. Im März 2017 gibt es eine Fortsetzung.

Dem deutschsprachigen Schlager ein Forum bieten und

zugleich ein touristisches Angebot für den Landkreis

Göppingen stricken, das war das Ziel der Maitis-Media

Verlagsgesellschaft in Göppingen. Dem jungen Medienunternehmen,

das erst im Januar 2015 gegründet worden

Aus Oldenburg kam das Duo Twinrose zur Stauferkrone

Moderator Michael Branik mit Jurysprecher Edi Graf

war, ist beides auf Anhieb gelungen. Die Ausschreibung

des an Komponisten und Textdichter gerichteten Wettbewerbs

fand großen Widerhall und Teilnehmer mit Anhang

und Fans belegten am Veranstaltungswochenende

einige Hotels im Landkreis. Rund 900 Gästeübernachtungen

gab es nach Veranstalterangaben. Ein hoffnungsvoller

Anfang, findet auch der Hotel- und Gaststättenverband

im Landkreis.

Den Wettbewerb, bei dem die GEMA und der Deutsche

Komponistenverband als Kooperationspartner mit von

der Partie waren, gewann der in München lebende Erfolgskomponist

Christian Bruhn (u. a. „Marmor, Stein

und Eisen bricht“). Für die künstlerische Leitung der

Veranstaltung zeichnete Hans-Uli Pohl vom Musikverlag

Musekater in Heiningen (bei Göppingen) verantwortlich,

der zudem der organisierenden Medienagentur

mit fachlichem Rat zur Seite stand. „Das war ein gutes

Zusammenspiel“, so Projektleiter Rüdiger Gramsch von

Maitis-Media und freut sich, dass diese Kooperation

auch bei der Neuauflage im März 2017 Bestand hat.

Rund um den Wettbewerbsabend, durch den der Stuttgarter

Radiomoderator Michael Branik führte, hatte

Maitis-Media noch weitere Angebote für die Musikschaffenden

gemacht. So gab es am Vorabend ein Branchentreffen,

bei dem es zum einen um das Ansehen

des Schlagers in den Medien ging, aber auch Kontakte

geknüpft und Pläne geschmiedet werden konnten. Gut

140 Komponisten, Textdichter, Produzenten, Veranstalter

und Medienleute nutzten das Treffen, darunter auch

der populäre Fernsehmodertor, Musiker und Comedian

Hansy Vogt. Am Abend des Wettbewerbs öffnete zudem

ein Schlagermarkt, auf dem sich die teilnehmenden Interpreten

aber auch Musikverlage, Studios und Medien

präsentieren konnten.

Die „Stauferkrone“ schließt sich von Niveau und Organisation

an die legendären Schlagerfestspiele von Baden-Baden

an, so Branchenkenner. Der Wettbewerb in

der Kurstadt an der Oos war in den 1960er und 1970er

Jahren der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Schlagerwelt.

Maitis-Media will dieser Einschätzung gerecht

werden und die zweite Ausgabe der „Stauferkrone“ vom

Angebot noch toppen. Das Showprogramm des Wettbewerbs

2017 wird der Schlagersänger Andy Borg bestreiten,

der über viele Jahre hinweg den „Musikantenstadl“

in der ARD moderierte. Zudem hat sich „Deutschlands

bekannteste Landfrau“, Frau Wäber angesagt.

Schlagermarkt und Branchentreffen gehören ebenfalls

wieder zum Angebot der „Stauferkrone“. Zudem lädt

Maitis-Media die Musikbranche noch zur „Schlager-


- 19 -

Standortmarketing – Schlager mit Dynamik und Eleganz

Akademie“ ein, die am Vortag an der renommierten

evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet. Das Themenangebot

ist breit gefächert und für jeden Musikschaffenden

ein Muss. Es geht um Musikverwertung in den

digitalen Medien, um Trends im Veranstaltungsgeschäft,

um den Nutzen der GEMA und um Musik als Marketinginstrument

für Unternehmen. Zu den Referenten gehört

mit Professor Sami Sokkar einer der Top-Redner in

Deutschland, der zugleich auch an der Popakademie in

Mannheim doziert.

Dass die „Stauferkrone“ schon bei ihrer Premiere zu

einem gesellschaftlichen Ereignis wurde, unterstreicht

auch der Besuch von Bundes- und Landtagsabgeordneten,

Landrat und Oberbürgermeister, von Unternehmern,

Sportlern und Kulturschaffenden aus der Region. Für

die Neuauflage 2017 hat sich auch der Kreis der Kooperationspartner

erweitert. Neben GEMA und Deutschem

Komponistenverband sind jetzt auch der Deutsche Textdichterverband

und der Deutsche Musikverlegerverband

mit im Boot.

Maitis-Media finanziert die Gesamtveranstaltung

hauptsächlich durch Werbeeinnahmen. Bei der Erstauflage

waren vornehmlich lokale Unternehmen mit dabei,

nach dem Erfolg der Premiere hoffen die Verantwortlichen

nun auch auf Werbegelder überregionaler Firmen.

Begleitet wird die „Stauferkrone“ durch eine engagierte

Medienarbeit, die schon bei der Erstausgabe Früchte

trug. Mehr als 100 Printveröffentlichungen im deutschsprachigen

Raum, Radio- und Fernsehbeiträge, sowie

die Präsenz in diversen Online-Portalen zeugen von der

professionellen Öffentlichkeitsarbeit.

Die „Stauferkrone“ findet am Samstag, 25. März 2017,

19.30 Uhr, in der Stadthalle Göppingen statt. Tickets

unter www.easyticket.de. Die Schlager-Akademie beginnt

am Donnerstag, 23. März 207, 18 Uhr, mit einer

Podiumsdiskussion zum Thema „Musik – alles kostenlos?“

und endet am Freitag, 24. März um 17.30 Uhr. Anmeldungen

und Infos unter info@maitis-media.de Das

Branchentreffen ist am Freitag, 24. März 2017, 19 Uhr,

im Gemeindehaus Gammelshausen. Anmeldungen unter

info@maitis-media.de.

Saß in der Jury: Die Sängerin Brigitte Götz,

die zusammen mit ihrer Schwester Erika mit

„Hedi“ einen Welthit hatte.

www.stauferkrone.de

Im Showprogramm der Stauferkrone

war Schlagerstar

Laura Wilde dabei

Der Landesvorsitzende des Komponistenverbandes,

Peter Seiler (Mannheim) mit der Gewinnerin der Stauferkrone,

Bianca Spiegel (Stuttgart) und ihren Tänzern.

Die Fenders aus Dänemark.


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- 21 -

Randbemerkung

Der Klimawandel

Eine Betrachtung von Rainer Lang

Gelassen kann man da nicht mehr bleiben. Es war

erschreckend, was mir Freunde aus Göppingen erzählt

haben. Bei den schweren Unwettern haben sie mit Mühe

und Not verhindern können, dass ihr Keller überflutet

wird. Begonnen hatte es mit Hagel, der aber bei weitem

nicht so schwer war wie im Kreis Tuttlingen, wo die Hagelkörner

mit Schaufelladern beseitigt wurden.

Ein Freund aus Schwäbisch Gmünd wäre fast ertrunken.

Auch er steuerte sein Auto in eine Unterführung, wo er

mit knapper Not den Wassermassen entkam. In einer

anderen Unterführung in Schwäbisch Gmünd starben

dagegen zwei Menschen.

Es ist ein Schreckensszenario, was sich da entfaltet. Inzwischen

kennt man in ganz Deutschland die Bilder aus

dem verwüsteten Ort Braunsbach in Hohenlohe. Aber

auch andere Gebiete in der Region sind betroffen. Eine

Familie im unteren Kochertal zum Beispiel hat alles verloren,

weil Schlamm und Wasser ihr Haus völlig zerstörten.

Sie stehen vor einem Neubeginn.

Was ist da passiert in den vergangenen Monaten. Ich

sehe Bilder und höre Berichte von Menschen, die in

meiner Umgebung leben. Das kannte ich bislang nur

aus den ärmeren Regionen der Welt, aus denen ich von

Katastrophen berichtet hatte. Fluten in Pakistan, Überschwemmungen

in Myanmar, Dürren in Afrika. Solche

Naturereignisse lassen verzweifelte Menschen zurück.

Eines habe ich dabei aber auch gelernt. Es wird immer

unterschieden zwischen den von Menschen gemachten

Katastrophen, wie Kriegen und Bürgerkriegen, und den

von der Natur verursachten Katastrophen. Aber diese

Unterscheidung trifft so nicht zu. Überall dort, wo Menschen

aufgrund von Naturereignissen sterben, wurde

zuvor von Menschen extrem in die Umwelt eingegriffen.

Zum Beispiel wurden Wälder abgeholzt, die Schutz

gegen Überschwemmungen boten. Andernorts siedeln

Bevölkerungsgruppen aufgrund von Armut an Stellen,

wie an Flussufern, an denen eigentlich niemals gebaut

werden dürfte. Und eindeutig lässt sich feststellen, dass

sich die Klimamuster ändern. Regen fällt unregelmäßig,

aber dann in solchen Mengen, dass auf die Dürre sofort

eine Flut folgt.

Und was können wir bei uns vor der eigenen Haustüre

beobachten? Nun scheint der Klimawandel auch hierzulande

angekommen zu sein. Die Betroffenen sind hellhörig

geworden. Die Wetterkapriolen lassen sich nicht

mehr bequem vom Fernsehsessel aus verfolgen, der

Schrecken wird plötzlich real. Und auch die Erkenntnis

drängt sich auf, dass ein Weiterwursteln wie bisher nicht

mehr möglich ist.

Zugegeben, wir sind jetzt konfrontiert mit Krieg und

Bürgerkrieg und einem enormen Zustrom von Flüchtlingen,

Europa zeigt mit dem Brexit erschreckende Zerfallserscheinungen

– können wir uns da noch ums Klima

kümmern? Es war im vergangenen Jahr, als die Staatengemeinschaft

sich in Paris feierlich dazu verpflichtete

die Erderwärmung nicht über zwei Grad steigen zu

lassen. Aber Papier ist geduldig. Etwas mehr Ungeduld

wäre hier durchaus angebracht.

Es ist gut zu sehen, dass positive Signale aus der Wirtschaft

kommen. An die Verpflichtung der Unternehmen,

ethisch verantwortlich zu wirtschaften, hat erst jüngst

Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Vortrag erinnert.

Das bedeutet, Umweltzerstörung beim Abbau von Rohstoffen

und unmenschliche Arbeitsbedingungen auch in

der gesamten Lieferkette zu verhindern.

Baden-Württemberg ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt.

Hier ist der Mittelstand zu Hause, besonders auch in den

Regionen Ulm und Göppingen. Die Betriebe sind meist

in Familienbesitz.

Von manchem Modernisten wurden solche Modelle als

hausbacken und konservativ verlacht. Aber in dieser

Hinsicht haben sich schon viele getäuscht. Denn die

Chefs denken nicht nur eindimensional an maximale

Gewinnmaximierung, sondern az stehen druckwerk in einer 58x103,5_Layout langen 1 22.08.14

Tradition guter Betriebsführung. Auf diese sozusagen

„hauseigene“ Wertebasis

sollten wir viel stärker

zurückgreifen. Mit diesem

Pfund können wir in

Baden-Württemberg wuchern

und Beispiel geben

für andere Regionen. Das

sollten wir aber viel offensiver

tun und unseren Ruf

als Vorreiter auch auf dem

Gebiet der Moral bestätigen.

Denn Bescheidenheit

und Understatement sind

längst wieder Tugenden,

die im Trend liegen und

unsere Gesellschaft zukunftsfähig

machen. Dazu

trägt auch die Erkenntnis

bei, dass die Folgen ungezügelten

Wachstums auf

uns alle zurückschlagen,

ob wir nun im reichen Norden

oder im armen Süden

zu Hause sind. Nun trifft

es uns eben auch in der

Komfortzone.

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Kultur entdecken: Auf den Spuren von Hermann Hesse im Kreis Göppingen - 22 -

„Das ist einer von den

ganz Gescheiten…“

Von Thomas Kießling

Pfarrstraße 11, inmitten von Göppingen, hier war sie also, die sagenumwobene Lateinschule, in die der spätere Literaturpreisträger

Hermann Hesse ging. Heute ist sie nach kurzer Unterbrechung ein schönes Bistro, sinnigerweise mit dem Namen „Latinum“. Hier

bereitete sich Hesse damals auf das Landexamen vor, eine Prüfung für die landesbesten Schüler, die dann auf Staatskosten ins Kloster

Maulbronn für den späteren Staats- oder Kirchendienst gehen konnten. Diese Zeit rund um das Examen und einen späteren Kuraufenthalt

in Bad Boll hat Hesse in zahlreichen Werken verarbeitet. Kultur als bestes Standortmarketing.

„Was halten Sie von Giebenrath; er wird doch durchkommen?“,

sagte der Klassenlehrer einmal zum Rektor.

„Er wird, er wird“, jauchzte der Rektor. „Das ist einer

von den ganz Gescheiten; sehen Sie ihn nur an, er sieht

ja direkt vergeistigt aus.“ Das liest man in der Erzählung

„Unterm Rad“ (Schullektüre Gymnasium Ba-Wü,

9. Klasse), in der Hermann Hesse seine Calwer Jugend

und Teile seine Erlebnisse rund um die Lateinschule

Göppingen, dem Landexamen Baden-Württemberg und

schließlich der Klosterakademie Maulbronn verarbeitet

hat – wie auch in der Erzählung „Der Lateinschüler“

und später im Roman „Glasperlenspiel“, für den Hermann

Hesse 1946 den Goethepreis und schließlich den

Literaturnobelpreis erhielt. Man wollte mit letzterem

in der Königlich Schwedischen Akademie offenbar ein

Zeichen setzen. Von deutschem Boden gingen die sechs

Jahre zuvor nicht nur die schrecklichsten Ereignisse aus,

sondern weit davor auch viel Kultur im Volk der Dichter

und Denker.

Hesse verlebt zunächst glückliche Zeiten in Göppingen.

Im Februar 1890 kommt der zwölfjährige Hermann Hesse

zur Vorbereitung auf das Landexamen in Stuttgart

nach Göppingen in die dortige Lateinschule des Rektors

Otto Bauer (1830-1899). „Ich habe mit der Schule im allgemeinen

(sic!) nicht viel Glück gehabt, aber die einstige

Göppinger Lateinschule ist mir durch einen originellen

… Lehrer in genauer und teurer Erinnerung geblieben.

(Ohne ihn) … hätte meine Phantasie keinen Anlass gehabt,

sich mit der Konzeption einer Idealschule zu beschäftigen,

wie ich sie dann … im Glasperlenspiel beschrieben

habe.“ Hermann Hesse schafft es schließlich

auf die Landesakademie, aber dann geht es wie „Unterm

Rad“ beschrieben wird, mit ihm, mit Hans Giebenrath,

dahin, zerrieben von Pietismus, Pubertät, Lehrerehrgeiz,

übermäßige Strenge der Obrigkeit und übertriebenem

Ehrgeiz des Vaters. Er entwich aus dem Seminar, weil

er „entweder Dichter oder gar nichts“ werden wollte und

wurde erst einen Tag später auf freiem Feld wieder aufgegriffen.

HERMANN HESSE

1877 – 1962

Nach dem siebenmonatigen Aufenthalt in der Klosterschule

(1892) bringen ihn seine Eltern wieder in den

Kreis Göppingen, in die Kuranstalt von Bad Boll, herrlich

gelegen am Albtrauf. Sie erhoffen sich von Christoph

Blumhardt (1842-1919), dem berühmten Leiter des

religiösen Erweckungs- und Heilungszentrums, Hilfe

und das Herausfinden des „eigentlichen Grundes seiner

Missbildung“, das heißt, seines eigensinnigen Verhaltens,

das ihn zur Flucht aus dem Seminar in Maulbronn

bewogen hatte. Ein missglückter Selbstmordversuch des

14-jährigen setzt aber schon nach 14 Tagen dem Aufenthalt

in Bad Boll ein rasches Ende und Hermann Hesse

wird in der Heil- und Pflegeanstalt Stetten im Remstal

untergebracht. Hesse hat seine Auflehnung gegen alle

Autoritäten und schließlich den Aufenthalt in Bad Boll

in der Novelle „Heumond“ literarisch verewigt (unter

anderem im Blumhardt-Schauraum in der Villa Vopelius

der Evangelischen Akademie Bad Boll zu sehen).

Der weitere Lebenslauf von Hermann Hesse verläuft

schließlich erfolgreich – nach abgeschlossener Buchhändlerlehre

in Tübingen. Die erste hatte er abgebrochen,

dazwischen erscheinen bald erste Werke von ihm.

Der Autor von „Demian“, „Siddhartha“, „Steppenwolf“

und „Narziss und Goldmundund als Krönung „Glasperlenspiel“,

an dem Hesse übrigens von 1932 bis 1942

zehn Jahre lang gearbeitet hatte und das ein Jahr später

erscheinen wird, gilt als einer der erfolgreichsten Autoren

aller Zeiten: mit rund 150 Millionen verkauften Büchern,

die in unzählige Sprachen übersetzt und auf der

ganzen Welt verbreitet sind.


Hesse als Maler

präsentiert –

Rekord-Zulauf

der Ausstellung

in Ochsenhausen

Info

Hermann Hesse, geboren am 2. Juli 1877 in Calw,

Königreich Württemberg, gestorben am 9. August

1962 in Montagnola, Kanton Tessin, Schweiz, als

Sohn eines deutsch-baltischen Missionars, war

durch Geburt russischer Staatsangehöriger. Von

1883 bis 1890 und erneut ab 1924 war er schweizerischer

Staatsbürger, dazwischen besaß er das

württembergische Staatsbürgerrecht.

Die Stufen eines Lebens, ein Gedicht von Hermann Hesse,

nein, eins der schönsten Gedichte deutscher Sprache:

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

„…das Malen ist wunderschön. Man hat nicht wie beim

Schreiben schwarze Finger, sondern rote und blaue“,

sagte der Literatur-Nobelpreisträger Hermann Hesse,

der inmitten des 1. Weltkriegs mit dem Malen begann,

schon 40-jährig und sich in einer tiefen Schaffenskrise

befindend. Deshalb war es ein klasse Coup der Stadt

Ochsenhausen in diesem Sommer, nach 2003 Hermann

Hesse erneut als Maler zu präsentieren, diesmal mit neu

entdeckten Aquarellen aus seinem Nachlass. Bis Mitte

Oktober zeigte die Stadt in der Galerie im Fruchtkasten

oben im Kloster zahlreiche Hesse-Aquarelle und Fotos

seines Sohns Martin, der seinen Vater mit der Kamera

jahrelang liebevoll begleitete. Gezeigt wurden wundervolle

Eindrücke von Hesses Schaffenskraft in Bildern,

die vor allem in seiner Zeit in Gaienhofen am Bodensee

und Montagnola im Tessin entstanden sind. Auch die

Fotos seines jüngsten Sohnes Martin sind eindrücklich

und zeigen seinen Vater in vertrauten Situationen, etwa

in seinem Arbeitszimmer oder in seinem geliebten Garten.

Für Ochsenhausen war es eine der erfolgreichsten

Ausstellungen ever. Hinweise in der ganzen Stadt wiesen

den zahlreichen Touristen den Weg hoch zum Kloster,

wo sich auch die Landesakademie für die musizierende

Jugend befindet. In der sehr anrührenden Ausstellung

fehlte bei der begleitenden Literatur „Unterm Rad“.

Aber die Schüler haben es ohnehin, denn die 9. Klassen

der Gymnasien in Baden-Württemberg dürfen es lesen.

www.ochsenhausen.de

Hermann Hesse schrieb das Gedicht am 4. Mai 1941 nach langer Krankheit

Der Blumhardt-Schauraum in der Villa Vopelius

der Evangelische Akademie Bad Boll zu sehen.


Auf den Spuren der

Bibelschmuggler

Von Rainer Lang


- 25 -

Tourismusmarketing – Von Ulm die Donau entlang

Auf die Tradition legt Hotelchef Jakob Forstnig Wert.

An die Ursprünge des Trattlerhofs wird in der Zopfstube erinnert.

Jahrhundert in Zeiten der Gegenreformation in Österreich

als revolutionär.

Auf abenteuerlichen Wegen wurden Lutherbibeln, Gesang-

und Gebetsbücher vom Süden Deutschlands nach

Österreich auch in entlegene Bergtäler geschmuggelt.

2008 eröffnete die evangelische Kirche in Österreich

den „Weg des Buches“. Er führt auf den Spuren der Bibelschmuggler

und Geheimprotestanten von Schärding

an der bayerischen Grenze über die Kärntner Nockberge

bis an die slowenische Grenze.

Ein Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Weg des

Buches ist der Trattlerhof. Forstnigs Hotel wurde selbst

zur Pilgerherberge beim ökumenischen österreichischen

Pilgersymposion. Die Gäste kamen aus Österreich und

Deutschland, darunter auch etwa ein Dutzend Pfarrerinnen

und Pfarrer. Unter dem Motto „Pilgern – Gesundheit

für Körper und Seele“ wurde auch der „Weg

des Buches“ erkundet.

Jakob Forstnigs Freund Robert Graimann ist passionierter

Wanderer und hat ein Wanderbuch für Körper

und Seele mit dem Titel „Wandern fürs Gemüt“ verfasst.

Ulm darf sich „Reformationsstadt Europas“ nennen.

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

hat ihr den Titel anlässlich des 500. Reformationsjubiläums

im Jahr 2017 verliehen. Diesen Status teilt

die Stadt mit rund 60 weiteren Kommunen in Europa.

Dazu gehört auch Klagenfurt, die Landeshauptstadt

des österreichischen Bundesstaats Kärnten. Dort gibt

es den Weg des Buches, der während der Zeit des Geheimprotestantismus

zur Zeit der Gegenreformation

entstand.

Im Gegensatz zu Ulm mussten in Kärnten evangelische

Christen während der Gegenreformation abtauchen.

Sie praktizierten in abgelegenen Tälern ihren

Glauben im Geheimen. Versorgt wurden sie mit der Heiligen

Schrift aus Deutschland durch Bibelschmuggler.

Sie waren auf dem „Weg des Buches“ unterwegs, der in

Österreich ausgeschildert ist.

Von Ulm aus machen wir uns auf den Weg entlang der

Donau und stoßen bei Passau auf den Weg des Buches.

Für ihn Ansprechpartner in Österreich ist Robert Graimann,

der neue Routen ausfindig macht und mit dem

Hotelier Jakob Forstnig Wanderungen zum Weg des

Buches vom Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim als Ausgangspunkt

anbietet.

Neun Mal im Sommer nimmt der Hotelier seine Gäste

auf die Sonnenaufgangswanderung mit. Als ein „super

Erlebnis“ beschreibt Jakob Forstnig, der Chef des Trattlerhofs,

die Tour, denn neben der Erholung in der Natur

sollte nämlich auch die spirituelle Erfahrung nicht zu

kurz kommen. Zum Beispiel auf dem Weg des Buches.

Für den interessieren sich vor dem Reformationsjubiläum

2017 immer mehr Menschen. Dabei geht es um die

Bibel, die Martin Luther erstmals ins Deutsche übersetzt

hatte. Und dieses Buch selber zu lesen, das galt im 16.

Über der Katharinenquelle wurde eine Kirche erbaut in

Bad Kleinkirchheim, die Station am Hemmapilgerweg ist.

Eindrücke von der bäuerlichen Kultur in Kärnten.


Tourismusmarketing – Von Ulm die Donau entlang

- 26 -

Vom Reformationsjubiläum 2017 erwarten die beteiligten Städte und Regionen einen Besucherschub. Ein länderübergreifendes

EU-Projekt sind die Wege der Reformation. Lutherwege in Deutschland sollen mit anderen Routen, wie

dem Weg des Buches, zu einem Netz werden.

Bad Kleinkirchheim in Kärnten ist einer der bekanntesten Touristenorte in Österreich. Im Vergleich zum Sommer

2012 sind jedoch die Übernachtungen im Sommer 2014 um rund fünf Prozent von über 300.000 auf rund 286.000

zurückgegangen. Rund 75 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland.

Wandern und Pilgern ist ein Schwerpunkt im Tourismusangebot. Darauf setzt auch das Vier-Sterne-Hotel Trattlerhof

www.trattlerhof.at

Tourismus Marketing Bad Kleinkirchheim

www.badkleinkirchheim.at

Jakob Forstnig (links) und Robert Graimann

Eine Station auf den traditionellen Handelswegen

ist der Trattlerhof seit jeher.

Er hat eine fast 500-jährige Geschichte

als Unterkunft sowie als Pilgerherberge.

Vor mehr als 130 Jahren hat die Familie

Forstnig das einfache Wirtshaus „Trattlerkeusche“

übernommen und zu einem

Vier-Sterne-Hotel entwickelt. Das nächste

Pilgersymposium ist vom 27. bis 30.

Oktober 2016 im Trattlerhof.

In Bad Kleinkirchheim treffen sich einige

Wanderwege, wie der Alpe-Adria-Trail.

Direkt neben dem Trattlerhof führt zum

Beispiel der „Hemmapilgerweg“ vorbei.

An dessen Ende liegt das Grab der Heiligen

Hemma im 800 Kilometer entfernten

Wallfahrtszentrum Gurk. Eine Station

auf dem Weg ist die römisch-katholische

Filialkirche westlich von Bad Kleinkirchheim.

Sie wurde im 15. Jahrhundert über

einer Heilquelle errichtet – Bad Kleinkirchheim

verfügt über zwei Thermalbäder.

Die gotische Kirche gehört ebenso

zur Station auf dem Kulturwanderweg

und ist wie die evangelische Kirche Teil

von „nockart“, einem vom Tourismusverband

Bad Kleinkirchheim entwickelten

„wanderbaren Kunstprojekt“.

www.trattlerhof.at

www.wegdesbuches.at

www.spirituell-wandern.at

Durch diese Gegend führten die Wege der Bibelschmuggler in die abseits gelegenen Täler der Protestanten.


KRANKHEIT KOSTET VIEL GELD –

- 27 - Wohin nur? Zum Beispiel nur für Kurztripps mit der Familie.

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„Musike“ vor dem Goethehaus in Weimar,

fast neben dem Familienhotel

Weimarer Klassik,

ganz unklassisch

Der zweite Tipp kommt aus Weimar, ja genau dort,

wo einst Goethe und Schiller die Weimarer Klassik

zum Blühen brachten, der Biberacher Wieland diesen

vorbereitete (bekanntester Literat zu dieser Zeit) und

der Philosoph Herder das kongeniale Quartett komplettierte.

Weimar also und ganz besonders Goethe,

der in seinem weltberühmten Haus am Frauenplan

11 wohnte.

Nur fünf Häuser weiter in die kleine Seifengasse hinein,

gelangt der Gast zum Familienhotel Weimar,

mit Gretchens Restaurant & Café im Erdgeschoss

– toll. Auf vier Stockwerken schlängeln sich die Appartements

in die Höhe, und ganz oben gibt es einen

mega-schönen Dachgarten, wo sich lecker frühstücken

oder nach weitgelaufenem Weimar-Rundgang

die ein oder andere mitgebrachte Lektüre lesen lässt.

Wie ist das Haus eingerichtet? Wir sagen nur: Es ist

das erste ökologische Ferienwohnungs-Hotel aus

Holz, Lehm und Hanfstroh in Deutschland mit einem

super-angenehmen Raumklima. Viel Spaß.

www.familienhotel-weimar.de

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Spezialthema Walleräng, ein E-Bike

- 28 -

kurz und bündig:

das Walleräng E-Bike:

spritzig und witzig

komfortables reisen oder einfach zum Job

einfachst zu bedienen

Design neu, der Preis auch: 3599 bis 3799 €

Walleräng, ein E-Bike –

jetzt kommen die Schweden

Von Thomas Kießling

Ein Testbericht eines neuen E-Bikes aus dem hohen Norden

Alter Schwede, jetzt kommen die Nordländer mit einem

E-Bike auf den deutschen Markt. So einfach zu bedienen

wie…, so robust wie… – und wer dabei nun zwei

bekannte schwedische Unternehmen im Kopf hat, liegt

absolut richtig. Das Walleräng M.01 und M.02 überzeugt

überzeugen durch ihre Funktionalität und komfortable

Fahrweise. Ein Testbericht.

Draufsitzen, drei Sekunden aufs Display drücken, dreimal

in die Pedale treten und schon düst das Walleräng M.02

davon. Wow. Dass es sich bei dem M.02 um die Damen-

Version mit Niedereinstieg (Trapezrahmen) handelt, stört

mich als Mann keineswegs. „Die Version mit dem heruntergezogen

Rahmen wird in Deutschland der Hammer“,

hat mir vorhin ein Frankfurter Händler zugeraunt. Glaub

ich ihm. Die 25 km/h Geschwindigkeit hab ich mit dem

sechsten Pedaltritt erreicht. So schnell geht E-Bike-Fahren.

Das Shimano-STEPS-System mit einem Motor von 250

Watt (Batterie 418 Wh) ist nicht zu hören, die Shimano-

Alfine Di2-Schaltung legt die acht Gänge gefühlvoll über –

kann nichts passieren. Rechts am Lenker kann ich hochoder

runterschalten, oder einfach auf Automatik gehen,

sehr bequem. Und auf dem Display ist bequem zu ersehen,

wie weit ich mit der Batterieleistung noch komme, wenn

ich High Speed, Normal oder Eco fahre. 100 km Reichweite

sind übrigens kein Problem, im nächsten Café aufladen,

auch nicht. Ganz voll dauert rund vier Stunden. Damit

ließe sich doch eine schöne Rad-Wanderung unternehmen,

zum Beispiel auf dem Donau-, Elbe- oder Allgäuradwanderweg,

ganz egal, ob flach oder bergig – der Motor

packt`s. Oder ich fahr zum Kunden mit dem Walleräng?

Unterlagen und Laptop können locker mitgenommen wer-


- 29 -

Spezialthema Walleräng, ein E-Bike

den. An dem im Rahmen integrierten und sehr stabilen

Gepäckträger lässt sich eine schöne Reise-Satteltasche

hängen. Auf der Vordergabel ist ein Gepäckträger für die

Wertgegenstände, Karten und nützliche Gimmicks integriert

– auf Wunsch sogar mit extra Korb. Sehr stylisch.

Ähnlich begeistert hatten sich in diesem Jahr die Tester

des Fachmagazins Elektrorad geäußert und dem Walleräng

das Prädikat „überragend“ gegeben.

Bei der Kategorie Allrounder überzeugte das M.01 mit

den Pluspunkten: „Fahreigenschaften; Bremsen; Schaltung;

Modulares Konzept; Allround-Einsatz“. Auf der Minusseite

war dagegen eine Lücke. Die Bestnote Eins wurde

sogar auf 0,9 unterschritten.

Ein Jahr zuvor waren die Schweden auch auf der Eurobike,

der weltweit größten Bike-Messe in Friedrichshafen,

und bekamen dort als Newcomer den „Euro-Bike Award“

verliehen. Die Jury war von den Schweden ähnlich angetan

und lobte den Mehrwert und die Funktionalität des E-

Bikes: „Das M.01 ist der SUV unter den E-Bikes und damit

Teil einer noch jüngeren Kategorie im E-Bike-Segment.

Durch das modulare System ist es einfach, das E-Bike von

einem City- in ein Tourenrad zu verwandeln. Und selbst

mit einer großen Nutzlast braucht man keine Angst vor

langen Strecken zu haben“, so die Eurobike Award Jury.

Beindruckend.

Die Geschichte

Die Brüder Christian und Marin Walleräng sind keine

Neulinge im E-Bike-Business. Mit ihrer Firma EcoRide

AB vertreiben sie schon seit längerem E-Bikes, bereits

8.000 Einheiten wurden vor allem in den nördlichen Ländern

verkauft. Was lag also näher, als selbst als Hersteller

auf den Markt zu kommen? Doch die Walleräng-Brüder

wollten nicht nur ein normales Elektrorad entwerfen,

sondern eine wandelbares E-Bike für jeden Tag und jede

Anwendung. Sie engagierten ein Team von Experten und

heraus kam das M.01, ein Bike mit japanischer Technik,

deutschen Reifen und schwedischer Handarbeit montiert

in ihrer Fabrik in Göteborg. „Uns war klar, wenn unser

Bike hier im Norden bestehen kann, dann kommt es auch

in den anderen Teilen der Erde gut durch“, sagte Christian

Walleräng unlängst bei einem Termin in München. „Unser

Qualitätsstandard ist enorm hoch, das wird uns auch

auf dem deutschen Markt eminent helfen.“ Und in unseren

Breitengraden werden die „jungen Schweden“ in 2017

richtig angreifen, vielleicht sogar bald mit einem Mountainbike.

Da spitzen wir in Vorfreude schon mal die Elchohren.

Info

Das Walleräng ist jeweils in zwei Varianten zu haben,

als M.01 und als M.01x mit variabler Federgabel

(RockShox). Zwei Rahmenhöhen stehen zur

Verfügung. Bei den Damen gibt es das M.02 ebenfalls

mit fester oder variabler Federgabel.

Die E-Bikes können praktisch über jeden Händler

bezogen werden, unter anderem geht über

Jobrad.de auch Leasing.

Auf der Messe CMT in Stuttgart vom 14. bis 22.

Januar 2017 ist das Bike in Halle 1 (auf der Galerie)

auch zu erfahren.

www.wallerang.com


Veranstaltung

- 30 -

Und es gibt sie doch

Kein Scherz, oder doch? Es gibt Weihnachtsmärkte,

tatsächlich und überall: Reutlingen hat einen, Tübingen,

Heidenheim (Winterdorf), Memmingen, Biberach

(jeweils Christkindelsmarkt), Villingen und Schwenningen,

Ulm (1 Mio. Besucher pro Jahr) und Neu-Ulm (mittelalterlich,

der Markt, nicht die Stadt). Wir führen das

deshalb so umfangreich aus, weil es manche Geschäftsführer

und Entscheider bis zum Ende am 21. oder 22.

Dezember nicht auf einen dieser Märkte schaffen und

diese Ereignisse nur vom Hörensagen kennen, außer

vielleicht, sie müssen vom Schreibtisch aus schnell in einen

der Rotary- oder Lionsclub-Weihnachtsmarktstände

hasten, aber dann sehen sie den Markt ja auch nur aus

Budensicht. Und dann verkaufen sie keine Maschinen

oder Automotive-Teile, sondern Waffeln und Glühwein,

weiß, rot oder gemeinerweise als Punsch. „Was koscht

der?“, hört man die Frage und „plötzlich hatten wir mit

Bargeld zu tun“ - ein Relikt fast aus der Zeit, auf die

sich auch diese Tradition mit den Weihnachtsmärkten

bezieht. Wer will noch was?

Seit Mitte der 90er Jahre gibt es in Göppingen eine schöne

Einrichtung, die Waldweihnacht, und die geht gleich

bis zum 29. Dezember. Also, wer es bis dahin nicht

schafft, auch mal mit seiner Frau und den Kindern hinzugehen…

Ist ganz einfach zu finden. Nicht im nahen

Göppinger Oberholz, wo sich Jogger und Walker gegenseitig

die Hacken zeigen, sondern mitten in Göppingen

(Neue Mitte oder Marktplatz, halt ohne Wochenmarkt)

direkt vor dem Rathaus, wo man bei Gemeinderatssitzungen

schon geunkt hat: „Manchmal sehen wir den

Wald vor lauter Bäumen…“, aber das wiederum ist eine

Wortschöpfung von Wieland (vgl. Seite 15) und wieder

ein ganz anderes Thema.

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- 31 -

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