Krisenmanagement - Nassau Versicherungen

nassauversicherungen

Krisenmanagement - Nassau Versicherungen

NASSAU MAKLERINFO Dezember 09

Wissen,

was den Markt

bewegt.

Der Spezialist für Haftpflicht und Krisenmanagement


Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Zwanzig Jahre

nach der Wiedervereinigung hat Deutschland die schwerste

Rezession seit Gründung der Bundesrepublik hinter sich.

Erfreulicherweise wuchs im dritten Quartal des Jahres die

Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent – und damit so stark

wie seit Beginn 2008 nicht mehr. Es scheint, als läge das

Schlimmste hinter uns. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.

Nassau Versicherungen blickt optimistisch in die Zukunft

und vertraut darauf, dass sich die Wirtschaft Stück für Stück

erholen wird. Neben der Entwicklung neuer Versicherungs-

konzepte trägt besonders die Eröffnung des Regionalbüro Nord

im November zu positivem Denken bei.

In dieser letzen Nassau Maklerinfo des Jahres 2009 erfahren

Sie zunächst Interessantes über das Worldwide Advisory

Intelligence Service System, das Reiseinformationen und

Wissenswertes über nahezu alle Länder der Welt enthält.

Die Haftpflichtabteilung berichtet in ihrem Artikel

„Der Insolvenzverwalter und sein Haftpflichtrisiko“ über

ein aktuelles Thema, das gerade in Zeiten der Finanz- und

Wirtschaftskrise auf Interesse stößt.

Weiterhin hat die Schadenabteilung in dem Artikel „Der

Pflichtenkreis des Versicherungsmaklers bei der Schaden-

regulierung“ Neuigkeiten im Bereich Maklerrecht und Maklerhaftung

für Sie zusammengefasst.

Zu guter Letzt lesen Sie mehr über die Corporate Social

Responsibilty Aktivitäten der Nassau Versicherungen in der

Weihnachtszeit und die aktuellen Termine im Januar.

Wir bedanken uns bei Ihnen für die vertrauensvolle Zusammen-

arbeit im Jahr 2009 und wünschen Ihnen frohe Weihnachtstage

und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr

Arnold A. Pit

Hauptbevollmächtigter

Dezember 09

NASSAU MAKLERINFO

Themen der 5. Ausgabe

Krisenmanagement SEITE 3 - 4

Risiken messbar machen - WAIS

Jörg Grotelüschen

Dipl.-Kaufmann

Underwriter

Krisenmanagement

Haftpflicht SEITE 5 - 6

Der Insolvenzverwalter

und sein Risiko

Holger Witthaus

Senior Underwriter Haftpflicht

Regionalbüro Nord

Schadenmanagement SEITE 7

Der Pflichtenkreis des

Versicherungsmaklers bei

der Schadenregulierung

Achim Ansel, LL.M.

Rechtsanwalt

Abteilungsleiter

Schadenmanagement

Regionalbüro Nord SEITE 8

Auf zu neuen Ufern

Thomas Pache

Dipl.-Ing./Dipl.-Wirtschaftsing.

Leiter

Regionalbüro Nord

Corporate Social Responsibility SEITE 9

Nassau Versicherungen engagiert

sich für wünschdirwas e.V.

ursula Heidbrink

Abteilungsleiterin

Account Management & Marketing

Termine SEITE 10

Impressum SEITE 11


Krisenmanagement

„WAIS bewertet die Risikosituation und

das Umfeld von mehr als 150 Staaten.“

Jörg Grotelüschen

Dipl. Kaufmann

underwriter

Krisenmanagement

Risiken messbar machen – Der Worldwide Advisory & Information Service

Wie gefährlich ist eine Geschäftsreise in den Sudan? Müssen besondere Vorkehrungen für einen Aufenthalt in

Israel getroffen werden? Wie hoch ist das Entführungsrisiko in Südafrika?

Diese und viele weitere Fragen müssen sich Entscheidungsträger und Personalverantwortliche

von Unternehmen, die Mitarbeiter in Risikogebiete entsenden, in letzter Zeit häufiger stellen.

Um Antworten zu bekommen, steht angeschlossenen Unternehmen der Worldwide Advisory &

Information Service (WAIS) zur Verfügung. Entwickelt vom internationalen Krisenberaternetzwerk

Corporate Risk International (CRI), stellt WAIS ein geeignetes Tool für die Planung von Geschäftsreisen

und Auslandsprojekten dar. Das Informationssystem beruht auf den Beiträgen von lokalen

Sicherheitsberatern und Analysten der CRI, die über ein globales Netzwerk eng miteinander verbunden sind.

Über das nach Kundenwünschen angefertigte Informationssystem können bereits im Vorfeld relevante

Informationen zum Sicherheitsstatus des Reiseziels eingeholt werden. Analysiert werden dabei

Risikofaktoren, wie die Anzahl der Verbrechen, Entführungen und Terrorismusaktionen sowie das

Mitwirken in internationalen Konflikten. Anhand dieser Merkmale und ihrer Ausprägung wird für jedes

Land und jede größere Stadt ein Rating erstellt, das Risiken für das Krisenmanagement

messbar macht. Die Ratings werden in fünf unterschiedliche Gefährlichkeitsstufen von

unbedenklich bis sehr hoch eingeteilt. Neuseeland verfügt beispielsweise mit einem Rating von 0,83

über ein sehr niedriges Risiko, während das Rating für Mexiko 3,06 beträgt und damit ein mittleres

Risiko darstellt (Stand 11/2009). Insgesamt bewertet WAIS die Risikosituation und das Umfeld von mehr als

150 Staaten und 230 Städten.

Das Potenzial des Worldwide Advisory & Information Service umfasst unter anderem folgende Meldungen,

Analysen und tagesaktuelle Risikoanweisungen:

Daily Risk Briefing:

Gründliche Zusammenfassung von kürzlich stattgefundenen Ereignissen wie Terrorakten, Entführungen,

Bürgerunruhen und anderen relevanten Geschehnissen

Country-/City-Report:

Detaillierte Analyse der Risikosituation von mehr als 150 Ländern

Alerts and Warnings:

Neueste öffentliche Bekanntmachungen und Risikowarnungen

Monthly Updates:

Vorausschau auf neue potenzielle Risikogebiete

Die Leistungen des WAIS können auf den jeweiligen Anwender bzw. das jeweilige Unternehmen persönlich

zugeschnitten und je nach Bedarf erweitert werden, so dass die Sicherheitsverantwortlichen jederzeit

zusätzliche, spezifische Informationen erhalten.

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Krisenmanagement

Diese präventiven Maßnahmen sind ein entscheidender Schlüssel für die Unternehmenssicherheit.

Der Bereich Krisenmanagement umfasst darum sämtliche schadensbegrenzenden Maßnahmen, nicht nur für

Ausnahmesituationen wie Entführungen, sondern insbesondere auch zur Analyse der Situation vor einer

Reise oder einem geplanten längeren Auslandsaufenthalt. Das Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser

Art von Absicherungen fehlt jedoch noch besonders in vielen mittelständischen Unternehmen in

Deutschland. In Skandinavien ist es bereits selbstverständlich, Mitarbeiter mittels entsprechender

Versicherungslösungen zu schützen.

Über das internationale Krisenberaternetzwerk Corporate Risk International (CRI), das einen festen

Bestandteil unserer Versicherungslösungen darstellt, können wir unseren Kunden verschiedenste

Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Neben dem jederzeit und weltweit möglichen Zugriff (24/7-Hotline) auf

einen Krisenberater, dienen diese Dienstleistungen dazu, bereits in „Friedenszeiten“ eine funktionierende

Risikostruktur aufzubauen, um für plötzlich eintretende Ausnahmesituationen gewappnet zu sein.

Nassau Versicherungen bietet über das Joint Venture mit Professional Indemnity Agency (PIA), NY,

Versicherungsnehmern mit einer Spezialrisikopolice die Möglichkeit eines kostenlosen Zugangs zu WAIS.

Der Worldwide Advisory & Information Service (WAIS) sollte somit fortan als fester Baustein eines innovativen

und auf Prävention ausgerichteten Schutzkonzeptes gesehen werden.

Wenn Sie Interesse an unseren Produkten einschließlich WAIS haben, sprechen Sie uns bitte an, wir beraten Sie

gerne.

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Haftpflicht

„Gläubiger, die ihre Befriedigungsmöglichkeiten

verkürzt sehen, versuchen den Verwalter

persönlich in Anspruch zu nehmen.“

Der Insolvenzverwalter und sein Haftpflichtrisiko

Holger Witthaus

Senior Underwriter Haftpflicht

Regionalbüro Nord

ARCANDOR, ESCADA, WOOLWORTH - sicherlich haben auch Sie in letzter Zeit häufig das Thema Insolvenz

in den Medien vernommen. Die Berichterstattungen über Insolvenzen sind dabei immer verbunden mit den

Begriffen Zerschlagung, Sanierung und/oder Gefährdung von Arbeitsplätzen.

Seit dem 1.1.1999 existiert in der Bundesrepublik Deutschland ein neues und nunmehr einheitliches

Insolvenzrecht. Das Ziel der seit 1999 geltenden Insolvenzordnung (InsO) ist es nach wie vor,

vorrangig die Gläubiger zu befriedigen, erweitert aber die gestalterischen Möglichkeiten in der Insolvenz,

z.B. durch Unternehmensfortführungen. „Herzstück“ der neuen Insolvenzordnung ist die Möglichkeit

der Liquidation des Schuldnervermögens durch übertragende Sanierung (vergleichbar mit dem Verkauf)

auf der Grundlage eines Insolvenzplanes. Hieraus ergibt sich für den Insolvenzverwalter ein

nicht unerhebliches Haftungsrisiko.

Eine Insolvenz ist z.B. nach § 64 GmbHG zu beantragen, wenn die Gesellschaft überschuldet oder

zahlungsunfähig ist. Das Insolvenzverfahren soll dann dazu dienen, einen gerechten Ausgleich zwischen

überschuldeten und zahlungsunfähigen Schuldnern und ihren Gläubigern zu schaffen.

Für das Insolvenzverfahren wird vom zuständigen Amtsgericht ein Insolvenzverwalter bestellt.

Dieser soll eine für den jeweiligen Einzelfall geeignete geschäftskundige und von den Gläubigern

und dem Schuldner unabhängige Person sein. Über 90 % der Insolvenzverwalter sind nach

Schätzung der Munich Re Rechtsanwälte. Die restlichen Prozente verteilen sich u.a. auf Steuerberater

und Betriebswirte. Einige Insolvenzverwalter betreuen dabei deutlich über 100 Verfahren im Jahr.

Gemäß § 60 (1) InsO ist der Insolvenzverwalter allen Beteiligten zum Schadensersatz verpflichtet, wenn

er schuldhaft die Pflichten verletzt, die ihm nach diesem Gesetz obliegen. Er hat für die Sorgfalt eines

ordentlichen und gewissenhaften Insolvenzverwalters einzustehen.

Die verkammerten Berufe (wie Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer) haben im Rahmen

der Allgemeinen Versicherungsbedingungen auch Versicherungsschutz für Tätigkeiten als Insolvenz-

verwalter, jedoch nur, sofern die Tätigkeit nicht überwiegend ausgeübt wird. Nicht versichert im Rahmen

dieser Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind u.a. öffentliche Ansprüche und Ansprüche im

Zusammenhang mit kaufmännischen Risiken.

Um unsere Kunden auch bei derartigen Haftpflichtrisiken zu begleiten, können über eine separate

Deckung als Objektversicherung folgende, im Rahmen der herkömmlichen Berufshaftpflichtversicherung

nicht versicherte Risiken, abgedeckt werden.

Diese sind u.a. Haftpflichtansprüche aus einer Kalkulations- oder Organisationstätigkeit; Haftpflichtansprüche

wegen Schäden, die daraus resultieren, dass der Betrieb des Schuldners ganz oder teilweise

fortgeführt wird; Ansprüche aus §§ 34, 69 Abgabenordnung und vergleichbarer Fälle öffentlich

rechtlicher Ansprüche; Haftpflichtansprüche welche darauf beruhen, dass Versicherungsverträge nicht

oder nicht ordnungsgemäß abgeschlossen, erfüllt oder fortgeführt werden, es sei denn, es wurde

bewusst davon abgesehen; Haftpflichtansprüche wegen Fehl- oder Doppelüberweisungen sowie Fehlern

bei der Auszahlung der Insolvenzquote und der Abrechnung des Insolvenzgeldes.

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Haftpflicht

Neben diesen Deckungserweiterungen hat eine separate Objektversicherung weitere Vorteile:

Ein eventueller Schadenfall belastet nicht die Berufshaftpflicht-Grunddeckung des Berufsträgers.

Die Versicherungssumme kann individuell an das Volumen des betreuten Insolvenzverfahrens

angepasst werden. Es wird kein Selbstbehalt vereinbart. Die Prämie für die Objektversicherung wird

in der Regel als Kosten im Rahmen des Verfahrens befriedigt.

Laut Euler Hermes Kreditversicherung wird für das Jahr 2009 in Deutschland mit 33.800

Unternehmensinsolvenzen gerechnet. In 2010 könnte die Zahl weiter auf 36.900 Unternehmensinsolvenzen

steigen. Statistisch gesehen sind dies bei einer 5-Tage-Woche durchschnittlich 142 Unter-

nehmensinsolvenzen pro Arbeitstag. Es wird davon ausgegangen, dass hieraus resultierend jährlich

ca. 100.000 bis 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen und ca. EUR 10 Milliarden materielle

Schäden infolge „schlechter“ Insolvenzverwaltung entstehen.

Gläubiger, die ihre Befriedigungsmöglichkeiten durch Handlungen des Insolvenzverwalters verkürzt sehen,

versuchen, den Verwalter persönlich in Anspruch zu nehmen.

Beispiel: Der Insolvenzverwalter führt das Unternehmen fort und teilt Lieferanten mit „Die Zahlung aller

Lieferanten ist gesichert…“. Danach bestellt der Insolvenzverwalter Waren, die er in der Folge eines

Zahlungsausfalls jedoch nicht mehr befriedigen kann. Er zeigt daraufhin die Masseunzulänglichkeit an.

Der Lieferant fordert daraufhin vom Verwalter persönlich Schadensersatz. Der Anspruch wird nach

§ 61 InsO gegen den Insolvenzverwalter geltend gemacht. Der Insolvenzverwalter kann sich entlasten,

wenn er zum Zeitpunkt der Begründung der Masseverbindlichkeit einen aus damaliger Sicht,

auf zutreffenden Anknüpfungstatsachen beruhenden und sorgfältig erwogenen Liquiditätsplan erstellt hat,

der eine Erfüllung der fälligen Masseverbindlichkeiten erwarten ließ. Hat er dies nicht, haftet er.

Neben dem Insolvenzverwalter kann auch der in dem jeweiligen Verfahren gem. § 67 InsO eingesetzte

Gläubigerausschuss für Vermögensschäden haftbar gemacht werden. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn der

Insolvenzverwalter mangelhaft überwacht, Kontrollpflichten auf ungeeignete Personen übertragen oder die

Genehmigung einer Verteilung pflichtwidrig verweigert wird.

Fordern Sie bei uns den Fragebogen für Insolvenzrisiken an. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein

entsprechendes Angebot für die erweiterten Risiken des Insolvenzverwalters und/oder Gläubigerausschusses

auf Basis einer separaten Objektversicherung. Im Gegensatz zu einer Reihe von Mitbewerbern sind wir

bereit, auch Objektversicherungen für Insolvenzen zu zeichnen, wenn die jeweilige Grundversicherung des

bestellten Insolvenzverwalters nicht bei Nassau Versicherungen besteht.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. Haben Sie ergänzende Wünsche,

Vorstellungen oder Vorschläge, suchen Sie mit uns den Dialog, denn vieles was wir wissen, lernen wir durch

unsere Kunden.

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Schadenmanagement

„Mit dieser Entscheidung lässt sich die besondere

Bedeutung des Maklermandats für die Mitwirkung

bei der Schadenbearbeitung unterstreichen.“

Achim Ansel, LL.M.

Rechtsanwalt

Abteilungsleiter

Schadenmanagement

Der Pflichtenkreis des Versicherungsmaklers bei der Schadenregulierung

Ein aktuelles Urteil des BGH (III ZR 21/09 vom 16.07.09) befasst sich mit dem Pflichtenkreis des

Versicherungmaklers bei der Mitwirkung und Unterstützung der Schadenregulierung, auf Seiten des

Versicherungsnehmers, gegenüber dem Versicherer.

In dem zu Grunde liegenden Fall vermittelte der Versicherungsmakler seinem Kunden u.a. eine

Unfallversicherung. Der Kunde erlitt einen folgenschweren Motorradunfall und wurde durch den

Versicherungsmakler bei der Geltendmachung seiner Ansprüche gegen die verschiedenen Versicherer

unterstützend tätig. So füllte dieser auch die „Unfall-Schaden-Anzeige“ aus und verschickte sie an den

Kunden zur Unterschrift und Weiterleitung an den Unfallversicherer. Nachdem der Unfallversicherer

die Anzeige erhalten hatte, sandte er sie in Kopie an den verunfallten Kunden zurück und forderte zur

Vervollständigung an den farbig markierten Stellen auf. Von diesem Schreiben erfuhr der

Versicherungsmakler erst ca. 20 Monate später. Ungefähr 2 Jahre nach dem Ausfüllen der Schadenanzeige

schaltete sich der Versicherungsmakler in die Schadenabwicklung ein und wandte sich an die

Unfallversicherung. Diese lehnte eine Zahlung unter Hinweis auf die Ausschlussfrist nach § 7 Abs. 1 S.1 der

Allgemeinen Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB 1994) ab. Die genannte Vorschrift sieht als

Voraussetzung für die Invaliditätsleistung vor, dass die Invalidität innerhalb eines Jahres nach

dem Unfall eingetreten ist sowie spätestens vor Ablauf einer Frist von weiteren drei Monaten

ärztlich festgestellt und geltendgemacht wird. Daraufhin nahm der Kunde den Versicherungsmakler auf

Schadensersatz, in Höhe der entgangenen Versicherungsleistung, in Anspruch.

In der Urteilsbegründung wird ein vertraglicher Schadensersatzanspruch bejaht, denn es hätte für den

Versicherungsmakler die Verpflichtung bestanden auf die Ausschlussfrist hinzuweisen.

Weiterführend wird auf die treuhänderische Sachwalterfunktion des Versicherungsmaklers hingewiesen,

aus der sich sein umfangreicher Pflichtenkreis erschließt. Dazu zähle eben auch die Hilfestellung bei der

Regulierung eines Versicherungsschadens, insbesondere die Erstellung einer sachgerechten Schadenanzeige

(s.a. OLG Hamm NJW-RR 2001,602,603).

Konkret führt die Entscheidung aus, dass der Kunde einen Hinweis des Versicherungsmaklers bei der

Schadenregulierung erwarten darf, wenn durch die Nichtbeachtung geläufiger Formalitäten die Gefahr

besteht den Versicherungsschutz zu verlieren. Eine tatsächliche Belehrungsbedürftigkeit entsteht darüber

hinaus dann, wenn für den Versicherungsmakler erkennbar ist, dass Ansprüche wegen Invalidität gegen die

Unfallversicherung ernsthaft in Betracht kommen.

Davon war bei der gegebenen Sachverhaltskonstellation auszugehen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,

dass das Gericht ein hälftiges Mitverschulden des Kunden berücksichtigte, weil dieser über den Fortgang der

Schadenbearbeitung nicht unterrichtete und diese Verzögerungen nicht zu Lasten des Versicherungsmaklers

gehen dürfen.

Mit dieser Entscheidung lässt sich die besondere Bedeutung des Maklermandats für die Mitwirkung bei

der Schadenbearbeitung unterstreichen. Der Versicherungsmakler wird unter Bestätigung der bisherigen

Rechtsprechung zu den Pflichtenanforderungen des Beratungsumfanges, mit den sonstigen beratenden Berufen

verglichen, und er hat insbesondere im Hinblick auf seine Sachkunde zu den Versicherungsbedingungen, eine

Belehrungsbedürftigkeit seiner Kunden zu erkennen und darauf zu reagieren.

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Regionalbüro Nord

„Wir sind sehr erfreut ab sofort eine

intensivere Betreuung unserer Vetriebspartner

gewährleisten zu können.“

Auf zu neuen Ufern

Am 02.11.2009 eröffnete unser neues Regionalbüro Nord in der Hamburger Altstadt. Nach dem erfolgreichen

Start des Regionalbüro Süd in München sind wir sehr erfreut, ab sofort auch eine intensivere Betreuung unserer

Vertriebspartner im Norddeutschen Raum gewährleisten zu können.

Mit Thomas Pache, dem Leiter des Regionalbüro Nord, sowie dem Senior Underwriter Haftpflicht

Holger Witthaus stehen Ihnen ab sofort zwei weitere kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Thomas Pache ist seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Fach- und Führungspositionen des Gerling Konzern

und bei Marsh tätig gewesen. Seine Stärken liegen dabei in den Bereichen Produktschutz und IT-Haftpflicht.

Holger Witthaus war als Underwriter Industriehaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht sowie D&O im

Gerling Konzern tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung wird er das Regionalbüro Nord beim Aufbau und der

Etablierung unterstützen.

Thomas Pache und Holger Witthaus freuen sich darauf, Sie persönlich kennen zu lernen.

Das Regionalbüro Nord ist sehr zentral gelegen, direkt gegenüber der Speicherstadt:

Nassau Versicherungen

Regionalbüro Nord

Mattentwiete 5

20457 Hamburg

T + 49 (0)40 432 18 80-0

F + 49 (0)40 432 18 80-10

E info-de@nassau.eu

Thomas Pache

Dipl. Ing./Dipl.- wirtschaftsing.

Leiter

Regionalbüro Nord

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Corporate Social Responsibility

„Insgesamt konnte der Verein wünschdirwas e.V.

seit 1989 bereits 5.000 Wünsche erfüllen.“

Nassau Versicherungen engagiert sich für wünschdirwas e.V.

Ursula heidbrink

Abteilungsleiterin

Account Management & Marketing

Seit Sommer diesen Jahres ist Nassau Versicherungen Fördermitglied des Vereins wünschdirwas e.V., der

schwerkranken Kindern und Jugendlichen bundesweit Herzenswünsche erfüllt.

Um neue Energien in den zumeist lebensbedrohlich erkrankten Kindern zu mobilisieren, werden mit

Einverständnis der Therapeuten und mit der finanziellen Unterstützung von Sponsoren lang ersehnte

Wünsche erfüllt. Die Wünsche reichen dabei von einem Treffen mit dem Idol bis hin zu einer Spazierfahrt mit einem

amerikanischen Cadillac. So verbrachte Robin einen Tag mit dem Tennisspieler Fernando Verdasco; Natascha

lernte ihre Lieblingsband Monrose kennen und Marius fuhr mit einem Zeppelin. Insgesamt konnte der Verein

wünschdirwas e.V. seit 1989 bereits 5.000 Wünsche erfüllen.

Um den gemeinnützigen Verein zu unterstützen, hat sich Nassau Versicherungen eine besondere

Aktion ausgedacht: In der Vorweihnachtszeit wird im Foyer ein mit goldenen und silbernen Sternen geschmückter

Weihnachtsbaum aufgestellt. Die selbstgebastelten Sterne sind mit den Wünschen und Namen der Kinder

versehen. Unsere Mitarbeiter bekommen nun die Möglichkeit, den Wunsch eines Kindes finanziell zu

unterstützen. Dabei wird ein selbst bestimmter Betrag unter Angabe von Namen und Wunsch des Kindes an den

Verein wünschdirwas e.V. überwiesen. Nachdem der Wunsch realisiert wurde, bekommen die Mitarbeiter eine

Dokumentation der Erfüllung zugesandt.

In diesem Jahr versenden wir keine gedruckten Weihnachtskarten. Stattdessen folgen wir dem bereits von

unserer Muttergesellschaft eingeschlagenen Weg - wie schon im Jahresbericht 2008 unter Corporate Social

Responsibility beschrieben - und spenden den eingesparten Betrag an den Verein wünschdirwas e.V., damit auch

mit dieser Spende den schwer kranken Kindern Herzenswünsche erfüllt werden können.

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Termine

Martina Swienty

B.A. Kulturwirt

Account Management & Marketing

EUROFORUM-Jahrestagung „Haftpflicht“ 2010 in Hamburg

Nassau Versicherungen ist am 21. und 22. Januar 2010 als Aussteller auf der EUROFORUM-Jahrestagung

„Haftpflicht“ im Hotel Sofitel Alter Wall in der Hansestadt vertreten.

Das bedeutendste Treffen der Haftpflichtmakler findet in 2010 bereits zum 12. Mal statt. Erneut werden

hochkarätige Experten der Branche mit rund 200 Teilnehmern über die zukünftigen Strategien und

Entwicklungen des Marktes diskutieren.

Das Tagungsprogramm ist als PDF auf unserer Homepage hinterlegt.

Weitere Informationen zur Jahrestagung „Haftpflicht“ finden Sie auf der Internetseite des EUROFORUM unter:

www.euroforum.de

Vortrag der Nassau Versicherungen beim Forum Sicherheit und Reisen:

„Die Entführungs- und Lösegeldversicherung – Ein Eckpfeiler bei der Planung von Geschäftsreisen“

Marco Henrique, Abteilungsleiter Krisenmanagement, ist am 19. Januar 2010 mit seinem Vortrag über die

Entführungs- und Lösegeldversicherung beim Forum Sicherheit und Reisen im Internationalen Congresscenter

der Messe Stuttgart (ICS) vertreten.

Der Spezialist im Bereich Krisenmanagement wird dabei erläutern, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auf

Geschäftsreisen in gefährliche Gebiete sinnvoll gegen Entführung und Erpressung absichern können.

Neben Marco Henrique diskutieren Experten aus den Bereichen Luftfahrt, Versicherung, Forschung und Justiz

über aktuelle Anforderungen an die Sicherheit auf Reisen.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Forum Sicherheit und Reisen:

www.securityshow.de

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Impressum

IMPRESSUM

Niederlassung Deutschland

der Nassau Verzekering Maatschappij N.V.

Rotterdam, Niederlande

Im MediaPark

50670 Köln 5

T +49 (0) 221 167 95-0

F +49 (0) 221 167 95-10

E info-de@nassau.eu

www.nassauversicherungen.de

Redaktion/Konzeption

Ursula Heidbrink

Abteilungsleiterin

Account Management & Marketing

Martina Swienty

Account Management & Marketing

Katharina Janke

Account Management & Marketing

Für den Inhalt dieses Newsletters ist

Nassau Versicherungen, Köln verantwortlich.

Hauptbevollmächtigter für Deutschland:

Arnold A. Pit

Sie erhalten diesen Newsletter als Geschäftspartner

der Nassau Versicherungen. Wenn Sie eine weitere

Zustellung nicht wünschen, können Sie sich unter der

folgenden Adresse aus dem Verteiler abmelden:

makler-info@nassau.eu

Unter dieser E-Mail-Adresse nehmen wir auch gern

Ihre Wünsche und Anregungen entgegen.

Hinweis

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keine Garantie für die Richtigkeit übernommen

werden. Sämtliche Informationen daher ohne Gewähr.

Nachdruck

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aller Artikel ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung

nicht gestattet.

Der Spezialist für Haftpflicht und Krisenmanagement

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