Aufrufe
vor 1 Jahr

Forschungskolleg 2016

31 Panel I Forschungs

31 Panel I Forschungs KOLLEgs in Deutschland – Entstehungskontexte und Profile Der Artikel gibt einen Überblick über den Verlauf der Paneldiskussion In der ersten Diskussionsrunde debattierten Bärbel Friedrich (Wissenschaftliche Direktorin des Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald), Wilhelm Krull (Generalsekretär der Volkswagen- Stiftung), Jörg Rüpke (Stellvertretender Direktor des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt und Mitglied des Wissenschaftsrates) und Thorsten Wilhelmy (Sekretär des Wissenschaftskollegs zu Berlin) über Entstehungskontexte und Profile von Forschungskollegs in Deutschland. Funktionsbestimmung der Forschungskollegs im deutschen Wissenschaftssystem In den vergangenen Jahren ist eine, auch im internationalen Vergleich hohe Anzahl von Forschungskollegs in Deutschland entstanden. Dabei unterscheiden sich die Profile der Institute zum Teil stark, was Förderformate, Dauer der Fellowships, Themenschwerpunkte etc. betrifft. Insbesondere die Unterscheidung zwischen außeruniversitären und universitätsbasierten Forschungskollegs ist wichtig für ein Verständnis der verschiedenen Funktionsweisen. Während sich die Förderoptionen bei beiden Institutsformen ähneln, sind die Ziele und Aufgaben dieser Kollegs teils unterschiedlich. Universitätsbasierte Forschungskollegs Universitätsbasierte Forschungskollegs bieten Alternativen zur üblichen Forschungsförderung und sind zum Teil als Antwort auf strukturelle Herausforderungen an Universitäten entstanden. Etablierten Professorinnen und Professoren bieten sie beispielsweise die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Zeit von der hohen Semesterwochenstundenzahl befreien zu lassen und sich über das übliche Freisemester hinaus auf ihre Forschungsarbeit zu konzentrieren. Zugleich stärken sie durch ihre Arbeit die internationale Sichtbarkeit ihrer jeweiligen Universität. Zudem dienen sie oft als Vermittler zwischen Universität und anderen außeruniversitären Forschungsinstituten. Viele universitätsbasierte Forschungskollegs liefern Impulse in die Universitäten hinein, ermöglichen Internationalität und schaffen Räume für einen akademischen interdisziplinären Austausch, der im universitären Alltag oft zu kurz kommt. Eine besondere Herausforderung für Forschungskollegs besteht gleichwohl darin, die am Institut generierten Inhalte auf sinnvolle Weise in den universitären Alltag zu tragen. Selbstverständlich kann es dabei zu Reibungen zwischen Forschungskollegs und Universitäten kommen, die sich aus den unterschiedlichen Funktionsbeschreibungen ergeben. Der alltägliche Spagat zwischen guter Lehre und Forschungsarbeit an deutschen Universitäten sorgt dafür, dass sich Forschungskollegs teils dem Verdacht ausgesetzt sehen, Professoren dem Lehrbetrieb zu entziehen. Zudem kommt es in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen zu gewissen Konkurrenzen zwischen Fakultäten, Instituten und Forschungskollegs. Vor dem Hintergrund der bekannten strukturellen Defizite des deutschen Wissenschaftsbetriebs lässt sich bei universitätsbasierten Instituten eine gewisse Kompensations- oder sogar Alibifunktion ausmachen. Zugleich haben Forschungskollegs aber auch eine visionäre Funktion und dienen als Impulsgeber in die universitäre Landschaft hinein. Das Budget der Universitäten hängt vorrangig von der Zahl ihrer Studierenden, ihre Reputation hingegen stark von ihrer Forschungsleistung ab. In diesem Spannungsfeld haben Forschungskollegs einen systemischen Ort und erlauben ihren Heimatuniversitäten eine gewisse Abkopplung von externer Forschungsfinanzierung. Sie ermöglichen die Finanzierung von sogenanntem „Blue Skies Research“, also Grundlagenforschung jenseits des wissenschaftlichen Mainstreams , steigern die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Universität und erhöhen die Zahl der Publikationen, die, wenn auch als Evaluationsinstrument umstritten, ebenfalls zur wissenschaftlichen Reputation beitragen. Durch die Förderung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses, beispielsweise durch gemeinsame Betreuungen von Doktoranden oder den Austausch von Postdoktoranden, ermöglichen sie Dr. Olivier Bouin (Director, Réseau Francais des Instiuts d’Études Avancées (RFIEA), Coordinator Network of European Institutes of Advanced Studies (NetIAS), Paris) »Institutes for Advanced Study have become more and more important in Europe over the last years, especially in France, the United Kingdom and Germany. While some institutes have been founded already in the 1960s and 1970s, the majority of them has emerged in the last fifteen years. All of these institutes have different programmes, research foci and different funding according to their national context. What unites them, however, is their expertise in nurturing cross-disciplinary and international dialogue in science, with a key role devoted to humanities and social sciences. This has already attracted the interest of the European Commission, which is funding the Marie S. Curie Fellowship programme for fellowships in 16 European Institutes for Advanced Study. This shows the strength of networks such as NetIAS, which, despite all national differences, combines our expertise in how to create space and time for interdisciplinary research involving scientists from all over the world. At the conference, it was inspiring for me to realise that the diversity of European research colleges allows for an interesting exchange of best practices, for example regarding evaluations or how to sustain a long term dialogue with researchers after their fellowship.«

erfolge im ausland - Institute for Advanced Studies
Flanke, Kopfball, Tor! - OPUS-Datenbank - Friedrich-Alexander ...
Neues Wissen schaffen - Frankfurt Institute for Advanced Studies ...
Buch WJ - Institute for Advanced Studies
PDF zum Download - WPK
PDF herunterladen - Helmholtz-Gemeinschaft
Der Nationalsozialismus, seine Ursachen und seine ... - FOKO-NS
MünchnerUni.Magazin - Ludwig-Maximilians-Universität München
PDF (3 MB) - Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Präsentation - Institut für bankhistorische Forschung e.V.
Bisher war es aufregend, jetzt wird es dramatisch« - MDC
Partituren für die frühe Morgenstunde - Goethe-Universität
Aufstieg mit Hindernissen - Universität Tübingen
JOGU - Goethe-Universität
Jahresbericht 2010 - Aufgaben und Ergebnisse - DFG
Jahresbericht 2010 - Aufgaben und Ergebnisse - DFG
ZEIT_Magazin_14_7_2011_1 - MDC
Download (PDF) - duz