2017 CUMINAIVEL #1

cuminaivel

Nr. 1 | Donnerstag, 12. Januar 2017

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2017

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 058 469 16 22 /// Mail: info@kapo.gr.ch

Meteo

Min / Max

Donnerstag -5° / 2°

Davos Chur

Freitag -5° / 2°

Donnerstag -5° / 0°

Freitag -9° / -4°

AUFGESTELLT

FÜRS WEF

Bild: zvg.


2 /// DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

WEF-Startschuss

für die «56er»

Wenn in diesem Jahr in Davos das WEF über die Bühne geht, sorgen die Polizei und

das Militär im Hintergrund für die Sicherheit. Bei der Armee wurde dieses Mal das

Inf Bat 56 mit dieser besonderen Aufgabe betraut.

Fahnenübergabe in Chur: Die «56er» sind einsatzbereit

Bild: zvg.

ac. Fein säuberlich aufgereiht steht das

Infanterie Bataillon 56 auf dem verschneiten

Platz vor der Kaserne in Chur.

Ein WK Mitte Januar in Graubünden –

das bedeutet Ernstfall und besondere

Aufmerksamkeit von allen Beteiligten.

Sowohl die Soldaten wie auch die Kader

stehen in den kommenden Tagen bis

zum Ende des WEF unter besonderer

Beobachtung. Entsprechend wendet

sich Oberstlt i Gst Christoph Oberlin

bei der Fahnenübernahme mit klaren

Worten an seine «56er». Die Rede ist

von Selbständigkeit, seriösem Auftreten,

überlegtem Handeln und gegenseitigem

Vertrauen. Doch trotz aller Ernsthaftigkeit

im Einsatz tritt Oberlin

positiv an die bevorstehenden Herausforderungen

heran. «Man merkt, dass

sich die Leute bewusst sind, dass es sich

um einen Ernstfall handelt. Die psychische

Bereitschaft stimmt und ich habe

schon jetzt mehrere gute Feedbacks erhalten.»

Vom «Hamburger» bis zum Routinier

Das Engagement rund um das Weltwirtschaftsforum

ist für alle eine ungewohnte

Umstellung. So auch für Christopher

Bucher und Florian Vultier. Obwohl beide

mit den «56ern» eingerückt sind, könnten

ihre Vorzeichen für den Dienst nicht unterschiedlicher

sein. Während Bucher in

diesem Jahr seinen letzten WK absolviert,

ist der 19-jährige Vultier seit der Rekrutenschule

zum ersten Mal wieder im Tenü

Grün unterwegs. «Man merkt, dass es


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017

/// 3

Bi miar

isch a Fahna

standard!

Bilder: bw.

Während es für «Hamburger» Florian Vultier der erste WK ist...

...verbringt Koch Christopher Bucher seine letzten Diensttage am WEF

jetzt ernst gilt», sagt der für die Wache

eingeteilte Vultier. «Es gibt hier öfter und

genauere Kontrollen». Auf die Soldaten

warten bald 24-Stunden-Schichtbetrieb,

kalte Temperaturen und unvorhergesehene

Planänderungen rund um den

WEF-Einsatz. Bucher lässt sich auch von

solchen Szenarien nicht mehr aus der

Ruhe bringen. Der 27-jährige Koch dient

noch seine wenigen verbleibenden Tage

für das Militär ab und freut sich deshalb,

die Küche noch ein letztes Mal mit alten

Kollegen zu teilen. «Man kennt sich,

funktioniert gut zusammen und unterstützt

sich gegenseitig. Das passt!»

Davos im internationalen Fokus

Durch das WEF richten sich die Blicke

aus aller Welt während rund einer

Woche auf Davos. Auch der Sicherheitsauftrag

der Polizei und Armee werden

jetzt besonders genau beobachtet. Egal

ob sogenannter «Hamburger», WK-Routinier

oder hoher Berufsmilitär: Die

nächsten Tage markieren deshalb für

alle Beteiligten einen Einschnitt in den

Alltag, ungewohnte Anforderungen aber

auch aussergewöhnliche Erlebnisse und

Begegnungen. Obwohl die grossen Aufgaben

für die meisten im Einsatz stehenden

Truppen noch anstehen, ist Oberlin

die Zuversicht anzusehen: «Der erste

Eindruck der Einheiten ist schon mal

sehr gut. Ich freue mich auf spannende

Begegnungen am Truppenstandort und

draussen im Feld.»


4 /// DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Gemeinsam

für die Sicherheit

Das 47. World Economic Forum

WEF steht vor der Tür. Und Sie,

wir alle sind ein Teil davon. Als

Gesamteinsatzleiter für die Sicherheit

am WEF heisse ich Sie zum

Einsatz herzlich willkommen.

Vor welchen Herausforderungen

stehen wir Sicherheitskräfte am

WEF im 2017? Wie bereits im

Vorfeld des letzten WEF wurde

die Kontrollintensität durch Verkehrs- und Umfeldkontrollen,

Aufklärungsarbeit und Nachrichtenbeschaffung intensiviert.

Das, weil die weltpolitische Lage sich verändert und

die Bedrohungslage in den letzten zwei Jahren in der Schweiz

als erhöht gilt und damit eine neue Dimension angenommen

hat. Wir sind gut vorbereitet und können von den Erfahrungen

der Vorjahre profitieren. Das Gesamtdispositiv, das seit

9/11 im 2001 auf Terror ausgelegt und laufend den neuen

Bedrohungen angepasst worden ist und angepasst wird, hat

sich bewährt. Mit der sichtbaren aktiven und passiven Präsenz

und einem freundlichen und korrekten Auftreten aller

Einsatzkräfte tragen wir als Nebeneffekt bei zu einem guten

Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.

Viele von Ihnen sind WEF-erprobt und nicht zum ersten Mal

im Einsatz. Aber auch in diesem Jahr haben wir zahlreiche

Neue in unseren Reihen. Jedes WEF ist anders und so sorgen

wir immer wieder von Neuem und in anderer Zusammensetzung

gemeinsam für Ruhe und Ordnung und setzen uns für

die Sicherheit der Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer,

der Gäste und der Davoser Bevölkerung ein. Routine

hat in unserem Job keinen Platz. Es heisst, achtsam und

wachsam zu sein, Augen und Ohren offen zu halten und täglich

das Beste zu geben. Das trotz Kälte und Schnee.

Ich danke allen Korps in der ganzen Schweiz und dem Fürstentum

Liechtenstein für die Flexibilität und für die Unterstützung

für die Gewährleistung der Sicherheit an diesem Grossanlass.

Mein Dank gilt auch der Armee, die sich gemeinsam mit der

Polizei für die Sicherheit rund um das WEF einsetzt, sowie

dem Grenzwachtkorps und allen Partnerorganisationen. Ich

wünsche allen einen erfolgreichen und unfallfreien Einsatz.

Unter der Einsatzverantwortung

des Kantons Graubünden leistet

die Armee in diesen Tagen einmal

mehr einen wichtigen Beitrag

zu einem sicheren Jahrestreffen

des World Economic Forums

(WEF) in Davos. Gemeinsam

haben die Kantonspolizei Graubünden,

die Armee und weitere

Partner die Sicherheitsmassnahmen

vorbereitet. Die Zusammenarbeit

ist eingespielt, geprägt von gegenseitigem Respekt und

Verständnis – ein gutes Beispiel für den Sicherheitsverbund

Schweiz.

Es geht darum, die Schweiz als perfekte Gastgeberin und

sicheren Standort für internationale Konferenzen zu präsentieren.

Ohne Sie, die Milizangehörigen und das Berufspersonal

der Armee, könnte ein solcher Einsatz nicht in der

erforderlichen Qualität und Quantität erfolgen. Die Armee

ist auf Ihr berufliches Können, Ihr ziviles Wissen, auf Ihre

Lebenserfahrung und Ihr Engagement als Bürgerin und

Bürger in Uniform angewiesen. Wir wissen, wofür wir einstehen,

und tun dies mit Überzeugung und Hingabe. Das

trägt zur Sicherheit in unserem Land bei – einer Sicherheit,

welche letztlich die Grundlage für unseren Wohlstand ist.

Mit Ihrem persönlichen Einsatz leisten Sie einen wertvollen

Beitrag zur Erfüllung des Auftrages der Armee. Ihr

Auftreten und Ihr Verhalten sind die gut sichtbare Visitenkarte

der Armee gegenüber unseren Gästen, unserer Bevölkerung

und unseren Partnern. Ich bin überzeugt, dass Sie

sich dieser grossen Verantwortung bewusst sind. Deshalb

erwarte ich, dass Sie die Einsatz- und Verhaltensregeln

strikt befolgen und wo nötig konsequent durchsetzen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Einsatz. Setzen Sie

alles daran, Ihren Auftrag professionell und unfallfrei zu erfüllen.

Bleiben Sie jederzeit aufmerksam! Für Ihr Engagement

für unsere Armee und die Sicherheit unseres Landes

danke ich Ihnen.

Oberst Walter Schlegel

Kommandant Kantonspolizei Graubünden

Gesamteinsatzleiter Sicherheit WEF 2017

Divisionär Jean-Marc Halter

Chef Führungsstab der Armee und

Kommandant subsidiärer Sicherungseinsatz «ALPA ECO 17»


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017

/// 5

Der Chef über den

Heliport «Stilli»

Für das WEF wird ein eigenständiger Heliport in Davos Stilli aus dem Boden

gestampft. Der Stellvertretende Flugleiter erklärt.

«Beim Wetter müssen wir die Gegebenheiten

am Abflugort (z.B. Zürich), am

Walensee und hier in Davos beachten.

Die meisten Helis können nur auf Sicht

landen und in Davos gibt es keine Möglichkeit

auf eine Instrumentenlandung.»

In der Einsatzwoche werden bis zu 500

Helis erwartet, davon sind im Schnitt

etwa ein Drittel wegen des Wetters kritische

Flüge. Was passiert, wenn Helis

ausnahmsweise nicht landen können?

«Dann wird der Transport durch die

Bahn oder durch eine Limousine erledigt»,

weiss Rüegg. Seit zwölf Jahren ist

er Mitglied der als Miliz organisierten

Fliegenden Einsatzleiter (FEL): Er kennt

die Besonderheiten dieses Jobs sehr genau.

Jürgen Rüegg vor dem temporären Heliport «Stilli»

pd. «Unsere Aufgabe hier ist das Erstellen

eines Heliports für völkerrecht liche

und zivile Flüge», erläutert Jürgen

Rüegg, der während dem Jahr in Rothenbrunnen

LKWs auf ihre Fahrtüchtigkeit

kontrolliert. Rüegg ist Stellvertreter von

Guido Federspiel und ist sozusagen der

Chef des Heliports vor und während

dem WEF. Unter völkerrechtlichen Flügen

versteht man den Transport von

beispielsweise Staatschefs oder Ministern.

«Daneben wickeln wir hier auch die

zivilen Flüge ab, womit aber ausschliesslich

WEF Teilnehmer gemeint sind. Auf

Platz haben wir viele Partner, zum Beispiel

Skyguide, welche für uns die Helis

leiten», erklärt Rüegg.

Herausforderungen

Was sind die grössten Herausforderungen?

«Das sind das Wetter und die Kälte:

Bei Kälte gefriert alles und man friert.

Mir selbst macht das zwar mittlerweile

etwas weniger aus, weil ich schon

zum 10. Mal am WEF dabei bin», sagt

der in Davos Platz wohnhafte Rüegg.

«Helis landen wie an

einer Perlenschnur

gezogen»

Bilder: mc.

Jürgen Rüegg

Ankunft eines Staatsoberhauptes

Auf dem Heliport finden bis zu elf kleine

Helis oder acht grössere Platz. «Bei

Ankunft eines völkerrechtlichen Fluges

wird der Heliport komplett für zivile

Flüge gesperrt. Anschliessend kann es

etwas hektischer werden und die (zivilen)

Helis landen wie an einer Perlenschnur

gezogen», macht Rüegg deutlich.

Der Flugbetrieb für zivile Flüge ist zwischen

8 Uhr und 22 Uhr, für völkerrechtliche

Flüge kann der Heliport 24

Stunden angeflogen werden.

«Wir sind stark vom Wetter abhängig»


6 /// DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Medienmitteilung

WEF 2017:

Einsatzvorbereitung der Armee

hat begonnen

Am Montag sind die Armeeangehörigen zugunsten des Kantons

Grau bünden am Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) 2017

im Büdner Oberland eingerückt.

Diese Woche hat die Armee die Arbeiten zugunsten des Kantons Graubünden für die Sicherheit

des WEF­Jahrestreffens 2017 aufgenommen. Der Fokus liegt zurzeit auf der Vorbereitung und dem

Aufbau der Sicherheitsmassnahmen, der Logistik und der Führungsunterstützung.

Das Parlament hat für den Einsatz der Armee im Assistenzdienst vom 13. bis 23. Januar eine Obergrenze

von maximal 5000 Armeeangehörigen festgelegt. In Davos selbst gelangen während des

Jahrestreffens Berufssoldaten für Personenschutz und Zutrittskontrollen zum Einsatz. Milizangehörige

der Armee erfüllen hier unter anderem logistische Aufgaben wie zum Beispiel im Sanitätsdienst

und in der Verkehrsregelung. Ausserhalb von Davos schützt die Armee Infrastruktureinrichtungen

und erbringt Leistungen in der Logistik und in der Führungsunterstützung. Die Truppe

verfügt zur Erfüllung ihrer Aufgaben über Polizeibefugnisse gemäss der «Verordnung über die

Polizeibefugnisse der Armee».

Die Gewährleistung der Sicherheit im Luftraum ist eine Bundesaufgabe. Die Luftwaffe verstärkt

während der Dauer des WEF ihren Luftpolizeidienst. Sie sichert den Luftraum über Davos rund um

die Uhr und arbeitet dabei aufgrund der Grenznähe eng mit der Österreichischen Luftwaffe zusammen.

Die freie Benützung des Luftraums und der Flugplätze in der Region Davos wird von Montag,

16. Januar, 08.00 Uhr, bis spätestens am Samstag, 21. Januar, 17.00 Uhr, eingeschränkt. Zu Gunsten

des Kantons Graubünden führt die Luftwaffe zudem Lufttransporte und ­aufklärung durch.

WEF­Besucher mit dem Status «völkerrechtlich geschützt» werden ab dem Flughafen Zürich durch

die Schweizer Armee per Helikopter nach Davos geflogen. Weitere WEF-Besucher haben die Möglichkeit,

direkt in Dübendorf zu landen. Um dies zu ermöglichen, wird der Militärflugplatz Dübendorf

vorübergehend als Schengen Aussengrenze und als Zollflugplatz eingestuft. Der Weitertransport

dieser Personen nach Davos erfolgt auf privater Basis.

Der Einsatz der Armee erfolgt nach dem Subsidiaritätsprinzip, die Einsatzverantwortung liegt dabei

bei den zivilen Behörden. Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden,

Oberst Walter Schlegel. Der Chef des Führungsstabs der Armee, Divisionär Jean­Marc Halter,

führt den Einsatz der Armee als Kommandant Subsidiärer Sicherungseinsatz (KSSE).


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017

/// 7

Ein neues Gesicht an

der Spitze

Divisionär Lucas Caduff ist der neue Kommandant der Territorialregion 3 und folglich

auch des Einsatzverbandes Boden am WEF. Er ist der Nachfolger von Marco Cantieni,

welcher nach 6 WEF-Einsätzen nun die Pension angetreten hat. Für Caduff ist es

der erste subsidiäre Sicherungseinsatz zu Gunsten seines Heimatkantons.

WEF – Stafette

Übernimmt den Stab: Divisonär Lucas Caduff

WEF-Stafette

Im «Cuminaivel»­Staffellauf werden

Akteure von Seiten der Polizei sowie

der Armee in einem Portrait wechselweise

vorgestellt. Wer den Stafettenstab

abgibt, kann seinem Nachfolger

eine Frage mitgeben, die dieser in der

nächsten Ausgabe beantworten muss.

Bild: ph.

Aufgaben und Ehrung

gr. Stolz auf das eigene Land, mehrsprachig

und Befürworter des Föderalismus.

Der neue Kommandant der Ter Reg 3,

Divisionär Lucas Caduff ist Bündner,

wie sein Vorgänger Marco Cantieni.

Wie jeder romanisch Sprechende

trumpft er mit seiner Sprachbegabung,

spricht fliessend sämtliche Landesprachen

und verkörpert damit eine Minderheit.

Er schätzt alle Landessprachen

gleichermassen, auch wenn ihm

der Spruch: «Tgi che sa romontsch sa

dapli!» – «Wer romanisch spricht, weiss

mehr» – schon sehr gefällt.

Dabei fühlt er einen besonderen Stolz

nun Kommandant des subsidiären Sicherungseinsatzes

am WEF in seinem

Heimkanton zu sein. Nebst der Ehre für

diese Funktion ist sich Caduff der hohen

Erwartungen an ihn und seine Truppe bewusst,

auch weil die zu erfüllende Aufgabe

in Graubünden sehr ausschlaggebend

für das Image der Schweiz auf der ganzen

Welt ist. Dazu Caduff auf romanisch:

«Gie, jeu sun loschs mo ena cunsciends

dalla responsabladad da mia incarica.»

Ein gut geöltes Getriebe

Als ehemaliger Kommandant des Lehrverbandes

Infanterie ist ihm der Einsatz

am WEF sehr wohl bekannt und er hat

diesen stets mit grossem Interesse verfolgt.

«Der jährliche Einsatz zu Gunsten

des Kantons Graubünden ist eine gute

Gelegenheit das Niveau der Bataillone

und den Ausbildungsstand zu überprüfen»,

unterstreicht Caduff. Auf Bündner

Boden werden verschiedene Spezialisierungen

zusammenarbeiten. Die Infanterie

kann ihre Aufgabe am Boden nur

dank der Logistik, der Führungsunterstützung

und der Genietruppen erfüllen.

Caduff ergänzt zuversichtlich: «Von

meinem Vorgänger habe ich ein Fahrzeug

mit gut geöltem Getriebe geerbt.

Ich bin überzeugt, dass wir dank der guten

Vorbereitung und Motivation unsere

Aufgabe erfüllen werden.»

Das Orchester und seine Musikanten

Aber wie betrachtet der neue Kommandant

den Einsatz am WEF? Ähnlich

wie bei einem Orchester, bei dem

die verschiedenen Instrumente eine

gemeinschaftliche Darbietung wiedergeben,

geht es in Davos darum, dass

sich eine Mannschaft einstimmig entfalten

kann. «Unsere Armee», erklärt

Caduff, «verhält sich genau wie die Eidgenossenschaft:

Die Brigaden stellen

dem Kommando die spezifischen Kompetenzen

zur Verfügung, über welche

er in den eigenen direktunterstellten

Einheiten nicht verfügt, genauso wie

die Kantone sich kollegial gegenseitig

unterstützen.»

Die Frage

Die Tradition verlangt, dass wer den

Stab übergibt auch eine Frage an den

Nachfolger stellt. Divisionär Caduff

möchte wissen, wie die Arbeit auf der

Polizei­Hotline für die Bevölkerung

während dem WEF aussieht.


8 /// DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Communiqué de presse

WEF 2017:

La préparation à l’engagement

de l’armée a débuté

Ce lundi les militaires sont entrés en service dans le canton des Grisons.

Leur mission est de soutenir les autorités publiques au Forum économique

mondial (WEF) 2017 à Davos.

Cette semaine, l’armée a commencé son travail au profit du canton des Grisons afin de garantir la

sécurité du WEF 2017. Les militaires s’occupent actuellement des travaux de préparation et de mise

en place dans les domaines de la sécurité, de la logistique et de l’aide au commandement.

Le nombre maximal de militaires pouvant être engagés pour un service d’appui du 13 au 23 janvier

2017 a été limité à 5000 par le Parlement. A Davos même, durant la rencontre annuelle du WEF, des

soldats de carrière sont engagés en vue d’assurer la protection des personnes et les contrôles d’accès.

Les militaires de milice y assument entre autres des tâches logistiques, par exemple le service sanitaire

et la régulation du trafic. En dehors de Davos, l’armée protège des infrastructures et fournit des

prestations dans les domaines de la logistique et de l’aide au commandement. Pour accomplir ses

tâches de police, la troupe est investie de pouvoirs de police conformément à l’ordonnance concernant

les pouvoirs de police de l’armée.

Garantir la sécurité de l’espace aérien est une tâche de la Confédération. Durant le WEF, les Forces

aériennes renforcent le service de police aérienne. Elles assurent la sécurité de l’espace aérien

au­dessus de Davos 24 h sur 24. Compte tenu de la proximité de la frontière, elles collaborent

étroitement avec les Forces aériennes autrichiennes. La libre utilisation de l’espace aérien et des

aérodromes dans la région de Davos sera limitée du lundi 16 janvier, à partir de 8 h, jusqu’au samedi

21 janvier à 17 h au plus tard. En outre, les Forces aériennes effectueront des transports et des vols

de reconnaissance au profit du canton des Grisons.

Les visiteurs du WEF jouissant d’une protection internationale sont transportés directement de

l’aéroport de Zurich à Davos avec un hélicoptère de l’Armée suisse. D’autres visiteurs du WEF ont la

possibilité d’atterrir directement à Dübendorf. A cet effet, la Base aérienne de Dübendorf est considérée

provisoirement comme frontière extérieure de l’espace Schengen ainsi que comme aérodrome

douanier. Le transport de ces personnes jusqu’à Davos est effectué par des privés.

L’engagement de l’armée est fondé sur le principe de la subsidiarité. La responsabilité des engagements

incombe aux autorités civiles. Le responsable général de l’engagement est le commandant de

la Police cantonale des Grisons, le colonel Walter Schlegel. Le divisionnaire Jean­Marc Halter, chef

de l’Etat­major de conduite de l’armée, dirige l’engagement de l’armée en qualité de commandant de

l’engagement subsidiaire de sûreté (CESS).


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017

/// 9

Un nouveau visage au

commandement

Le Divisionnaire Lucas Caduff est le nouveau commandant de la Région territoriale 3 et par

conséquent de la formation de l'engagement au sol du WEF. Il est le successeur de Marco Cantieni

qui, après 6 engagements au WEF, a pris une retraite bien méritée. Pour le Divisionnaire

Caduff, il s’agit de son premier engagement subsidiaire en faveur de son canton d’origine.

gr./gv. Fier de sa patrie, multilingue et

défenseur du fédéralisme, le nouveau

commandant de la Région Territoriale

3 est originaire des Grisons tout comme

son prédécesseur Marco Cantieni.

Comme tous les locuteurs romanches,

il nous fascine avec ses bonnes connaissances

linguistiques. Il parle toutes les

langues nationales, ce dont seule une

minorité est capable. Il ne voue aucune

préférence, bien que la phrase: «Tgi che

sa romontsch sa dapli!» – «Qui sait le

romanche en sait plus!» – lui plaise

beaucoup.

Il ressent une fierté particulière à être

le commandant de l’engagement subsidiaire

de protection au WEF dans son

canton d’origine. Outre l’estime qu’il

porte à sa fonction, le nouveau commandant

est conscient des hautes attentes et

des responsabilités qui reposent sur lui

et ses troupes. Le WEF est une mission

très importante pour montrer l’image

de la Suisse dans le monde entier. À ce

propos, le Divisionnaire Caduff nous

affirme en romanche: «Gie, jeu sun

loschs mo ena cunsciends dalla responsabladad

da mia incarica.»

Un moteur bien huilé

En tant qu'ancien chef de la Formation

d'application de l'infanterie, il connait

bien le WEF l car il l'a toujours suivi

avec beaucoup d’intérêt auparavant.

«L'engagement annuel en faveur du canton

des Grisons est une bonne possibilité

de mesurer le niveau des bataillons»,

souligne-t-il. Les différents spécialistes

vont collaborer sur le sol des Grisons.

L'infanterie est en mesure d'accomplir

sa mission au sol grâce à la logistique,

l'aide au commandement et au génie

militaire. Le Divisionnaire ajoute avec

confiance: «J'ai hérité d'un véhicule avec

un moteur bien huilé de la part de mon

prédécesseur. Et je suis convaincu que

nous allons remplir notre mission grâce

à une longue préparation et une grande

motivation.»

Le Divisionnaire Lucas Caduff prend le commandement de la Région territorial 3

Photo: ph.

Un Orchestre et ses musiciens

Comment le nouveau commandant

considère-t-il l'engagement au WEF? Un

peu comme un orchestre dans lequel

plusieurs instruments différents créent

une mélodie en jouant tous ensemble. À

Davos, la troupe doit pouvoir travailler

à l'unisson. Le Divisionnaire Caduff

ajoute encore que «notre Armée fonctionne

comme la Confédération. Les

brigades livrent au commandement des

compétences dont il ne dispose pas

autrement, exactement comme les cantons

s'entraident de manière collégiale.»


10 /// DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Informazione per i media

WEF 2017:

iniziati i preparativi per

l'impiego dell'esercito

Lunedì sono entrate in servizio le truppe dell’esercito impiegate a favore del

Cantone Grigioni in occasione dell'incontro annuale del World Economic

Forum (WEF) 2017 a Davos.

Questa settimana l'esercito ha avviato i lavori a favore del Canton Grigioni per garantire la sicurezza

dell'incontro annuale del WEF 2017. Attualmente numerosi militari sono impegnati nei preparativi

e nella realizzazione delle misure di sicurezza, della logistica e dell'aiuto alla condotta.

Per l'impiego dell'esercito nell'ambito del servizio d'appoggio dal 13 al 23 gennaio, il Parlamento

ha fissato un limite massimo di 5000 militari. Nella località di Davos durante l'incontro annuale

vengono impiegati militari di professione per la protezione di persone e i controlli d'accesso. Militari

di milizia svolgono tra l'altro compiti logistici, come ad esempio nell'ambito del servizio sanitario

o nel disciplinamento del traffico. Al di fuori di Davos l'esercito protegge le infrastrutture e fornisce

prestazioni nell'ambito della logistica e dell'aiuto alla condotta. Per l'adempimento dei suoi compiti

la truppa dispone di poteri di polizia conformemente all'ordinanza concernente i poteri di polizia

dell'esercito.

La garanzia della sicurezza nello spazio aereo è di competenza della Confederazione. Per tutta la

durata del WEF le Forze aeree rafforzano il servizio di polizia aerea, assicurano lo spazio aereo

sopra Davos 24 ore su 24 e a seguito della vicinanza dei confini nazionali collaborano strettamente

con le Forze aeree austriache. Il libero uso dello spazio aereo e degli aerodromi della regione di

Davos verrà limitato dalle 08.00 di lunedì 16 gennaio al più tardi fino alle 17.00 di sabato 21 gennaio.

Le Forze aeree effettuano inoltre trasporti aerei e ricognizioni aeree a favore del Canton

Grigioni.

I visitatori del WEF con lo statuto di «persone protette in virtù del diritto internazionale» vengono

prelevati all'aeroporto di Zurigo da parte dell'Esercito svizzero e trasportati a Davos in elicottero.

Altri visitatori del WEF hanno la possibilità di atterrare direttamente a Dübendorf. A tale scopo,

l'aerodromo militare di Dübendorf viene classificato temporaneamente come confine esterno dello

spazio di Schengen e come aeroporto doganale. Il trasporto successivo di queste persone fino a

Davos viene effettuato privatamente.

L'impiego dell'esercito ha luogo secondo il principio della sussidiarietà e la relativa responsabilità

spetta alle autorità civili. Il capo generale dell'impiego è il comandante della Polizia cantonale

grigionese, colonnello Walter Schlegel. Il capo dello Stato maggiore di condotta dell'esercito,

divisionario Jean­Marc Halter, dirige l'impiego dell'esercito in qualità di comandante dell'impiego

sussidiario di sicurezza (CISS).


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017

/// 11

Da grigionese a

grigionese per il Grigioni

Il Divisionario Lucas Caduff è il nuovo comandante della regione territoriale 3 e,

quindi, dell’impiego terra al WEF. Succede a Marco Cantieni, passato al beneficio

della pensione dopo sei impieghi al WEF. Per Caduff è il primo impiego sussidiario

di sicurezza a favore del suo cantone durante il Forum.

Oneri e onori

gr. Fiero della propria terra, plurilingue

e sostenitore del federalismo. Il nuovo

comandante della regione territoriale 3,

Lucas Caduff è un grigionese, così come

il suo predecessore Marco Cantieni.

Come ogni romancio ha una predisposizione

per le lingue nazionali, che parla

fluidamente, anche se tiene a rimarcare

il valore aggiunto della propria lingua

d’origine: «Tgi che sa romontsch sa

dapli!» (Chi sa il romancio ne sa di più!).

Incarnando una realtà minoritaria,

Caduff sa inoltre cosa significhi pretendere

il rispetto dalle altre regioni della

Confederazione. Anche per questo motivo

essere il comandante dell’impiego

sussidiario di sicurezza al WEF, in terra

romancia, lo riempie di orgoglio. A fianco

degli onori vi sono però gli oneri, e

Caduff è conscio che le aspettative nei

suoi confronti e in quelli dei suoi uomini

sono alte: «Gie, jeu sun loschs mo ena

cunsciends dalla responsabladad da mia

incarica», afferma il nuovo comandante

della regione territoriale 3. Un compito,

quello da assolvere nei Grigioni, che

risulta cruciale, dato che dalla sua riuscita

dipende pure l’immagine della

Svizzera nel mondo.

oltre alla principale azione di terra, possono

svolgere il loro compito grazie alle

prestazioni della logistica, dell’aiuto alla

condotta o nelle opere del genio. In tal

senso Caduff è fiducioso: «Dal mio predecessore

eredito una macchina il cui ingranaggio

è ben oliato. Sono certo che

grazie alle preparazione e alla motivazione

di tutti, anche quest’anno assolveremo

il nostro compito».

L’orchestra e i suoi uomini

Ma come intende, il nuovo comandante,

l’impiego al WEF? Simile a un’orchestra,

i cui strumenti, assicurano

un’esibizione corale, anche a Davos si

tratta di far esprimere all’unisono una

squadra. «Il nostro esercito – spiega

Caduff – si comporta proprio come

la Confederazione: le brigate mettono

a disposizione le loro competenze specifiche

al comando che non le trova

nelle formazioni subordinate direttamente,

così come le regioni svizzere si

supportano prestandosi collegiale aiuto».

E tutto ciò rappresenta appieno il

modus vivendi di una regione territoriale.

Un ingranaggio ben oliato

Comandante della formazione di addestramento

della fanteria sino allo scorso

30 giugno, il Divisionario Caduff è tutto

fuorché estraneo al WEF, che ha sempre

seguito con interesse. «L’annuale impiego

a favore del Canton Grigioni rappresenta

l’occasione per verificare il livello

dei battaglioni e capire come migliorare

la rispettiva istruzione» sottolinea. Sì

perché in terra grigionese a convivere saranno

diverse specializzazioni. I fanti,

Con il Divisionario Caduff scatta la staffetta 2017 del Cuminaivel.

Foto: ph.


12 ///

DONNERSTAG, 12. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Bild des Tages

Kopf des Tages:

Horst Stecher,

Badgecontainer

Bild: pd.

Thusis, 09.01.2017, 17:04

Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

Kantonspolizei Graubünden und der Schweizer Armee

Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA

Infoline Cuminaivel: 058 469 16 22

E-Mail: info@kapo.gr.ch

Team: Oberst Regazzoni Graziano (gr.), Oblt Cannabona

Renzo (rc.), Maj Hilzinger Flavio (fh.), Fachof Forster

Marc (mf.), Fachof Kaufmann Mathias (mk.), Fachof Widmer

Christoph (cw.), Fachof Theus Fabio (ft.), Oblt Hueber

Sebastian (hs.), Lt Volet Guillaume (gv.), Four Kälin André

(ak.), Wm Flühmann Reto (rf.), Wm Pegoraro Jan (jp.), Wm

Widmer Bastian Bruno (bw.), Sdt Cattani Andrea (ac.), Sdt

Kempter Christian (ck.), Sdt Piattini Cristoforo (cp.), Sdt

Radice Damiano (dr.), Sdt Wyss Mark (mw.), Sdt Solari Massimo

(ms.), Sdt Gianini Elia (eg.), Sdt Henseler Pirmin (ph.),

Sdt Nageswarakurukkal Kabil (kn.), Senti Anita (as.), Hilfiker

Ernst (eh.), Kienast Dorothe (dk.), Meyer Raphaela (rm.),

Rüegg Roman (rr.), Deflorian Patric (pd.), Casanova Mauro

(mc.), Scholl Marc (ms.), Kind Thomas (tk.)

Verantwortliche: Senti Anita, C Komm Kapo GR

Oberst Regazzoni Graziano, C Komm EVB

Ausgaben: Erscheint vom 12.01. – 21.01.2017

Etwas gesehen – etwas gehört?

Keinen CUMINAIVEL erhalten?

Rufen Sie uns an!

058 469 16 22

fb.com/cuminaivel

News im Web täglich auf:

www.cuminaivel.ch

Bild: jp.

mc. Zahlreiche Badges und Autosticker

verteilen Horst Stecher

und seine Mitarbeiter während

dem WEF. Sein Arbeitsplatz während

diesen Tagen ist ein Container

in der Nähe der Vaillant Arena.

Bereits letztes Jahr hat er in dieser

Funktion hunderte Badges ausgegeben.

Vorher hat er während rund

18 Jahren als Hundeführer am WEF

gearbeitet. Seine Arbeit fürs WEF

hat bereits im November begonnen

und wird in diesen Tagen besonders

intensiv: Alle Einwohner der Sicherheitszonen

und alle Einsatzkräfte

müssen vor dem Betreten einer solchen

bei Horst Stecher und seinem

Team vorbeikommen, um ihren

Badge abzuholen. Je nach Funktionen

und Sicherheitszonen stellt er

verschiedenste Badges und Sticker

aus. Etwas komplizierter werde es,

wenn Feriengäste eine Wohnung in

einer Sicherheits zone gemietet haben.

Diese müssen sich nicht nur

mit einem Ausweis identifizieren,

sondern auch ihren Mietvertrag

vorlegen, damit sie einen Badge

bekommen. In seiner Freizeit widmet

sich Horst Stecher gerne dem

Gleitschirmfliegen.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine