2017 CUMINAIVEL #6

cuminaivel

Nr. 6 | Mittwoch, 18. Januar 2017

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2017

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 058 469 16 22 /// Mail: info@kapo.gr.ch

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TIERISCHER

SCHULTER­

SCHLUSS

Bild: jp


2 /// MITTWOCH, 18. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Sicherheit mit Biss

Bei Zutrittskontrollen und auf Patrouillen sind die Hunde der Schweizer Armee

auch am WEF unersetzlich. Jahrelange Ausbildung und intensive Arbeit zu zweit

lässt zwischen Tier und Mensch eine ganz besondere Beziehung entstehen.

Die Hunde kommen in der Regel aus auf

Hunde sport ausgerichteten Zuchtstätten

und werden anschliessend in der Armee

für den spezifischen Einsatz trainiert.

«Die Ausbildung ist sowohl für den Hundeführer

wie auch für sein Tier nie abgeschlossen»,

erklärt Wachtmeister Zurlinden.

Jährlich finden Tests statt, welche

die Diensttauglichkeit des Menschen

und des Tieres überprüfen. Hinzu kommen

Ernstfall-Einsätze wie hier am

WEF. Wachtmeister Zurlinden sagt: «In

vielen Fällen dient der Hund in erster

Linie als Abschreckung.» In echten Bedrohungssituationen

könnten die Tiere

aber auch als Waffe eingesetzt werden.

«Wenn Clico einmal zugebissen hat, lässt

er erst auf meinen Befehl wieder los»,

schmunzelt Wachtmeister Zurlinden.

Folgt aufs Wort: Der belgische Schäferhund Clico.

ac. Ein kurzes «Tack!» genügt, und die

scharfen Zähne von Clico verbeissen

sich innerhalb eines Wimpernschlags im

Baumwoll-Spielzeug und lassen es nicht

mehr los. Sofort wird die schiere Kraft

des belgischen Schäferhundes ersichtlich.

Auch wildes Schütteln und Reissen

bringen den Rüden nicht vom Objekt ab.

Erst das bestimmte «Aus!» von Wachtmeister

Reto Zurlinden bringt Clico

dazu, seine Schnauze zu öffnen und sich

vor seinem Herrchen hinzu setzen.

«Die Ausbildung ist nie abgeschlossen»

Wachtmeister Zurlinden und Clico sind

ein eingespieltes Team. 2011 machte der

Aargauer in der RS die Ausbildung zum

militärischen Hundeführer. Seit vier Jahren

ist der Malinois, eine Varietät des

bel gischen Schäferhundes, treuer Begleiter

und gleichzeitig wichtigstes Arbeitsgerät

für den 26-Jährigen: «Clico ist ein

«In erster Linie

ist der Hund eine

Abschreckung.»

Bild: jw.

Wm Reto Zurlinden

äusserst umgänglicher Hund und eignet

sich gut für die Anforderungen im Einsatz.»

Am WEF ist das Duo schon beinahe

Stammgast: «Wir sind dieses Jahr

zum vierten Mal hier oben.» Als militärischer

Hundeführer wird einem das Tier

während der Ausbildung zugewiesen.

Zwischenfälle gehören zum Risiko

Hundeführer der Armee bauen eine

ganz spezielle Beziehung zu ihrem Tier

auf. Es sei deshalb nur logisch, dass man

sich bei jedem Einsatz auch Sorgen

mache. «Der Hund wächst einem ans

Herz. Doch wir werden jeweils explizit

darauf hingewiesen, dass Zwischen fälle

mit dem Tier Teil des Risikos sind», sagt

Wachtmeister Zurlinden. Er hofft trotz

der Gefahren im Einsatz auf eine

möglichst lange Karriere mit Clico an

seiner Seite. Hundeführer sind bis zum

50. Lebens jahr in der Reserve der

Armee. Bei den Hunden ist das Dienstende

stark von der Gesundheit des

Tieres abhängig. «Danach bleibt mir

Clico hoffentlich noch als Familienhund

ein wenig erhalten.»

Das Video zum Thema unter

fb.com/cuminaivel


CUMINAIVEL MITTWOCH, 18. JANUAR 2017

/// 3

Zwischen Dekorationen

und Blumentöpfen

Hansjörg Sax und Sprengstoffspürhund Atos sind ein eingespieltes Team.

Cuminaivel begleitet die beiden zu einem Präventiveinsatz in einem

Viersternehotel an der Davoser Promenade.

as. Ein spezieller Abend für die Gäste

des eleganten Hotels steht an. Dafür

wurde extra Dekorationsmaterial aus

Indien angeliefert, «Indien» ist das Motto

des Abends. Holzkisten, Kartons, farbige

Tücher und Bilder stapeln sich in der

Tiefgarage des Hotels. Hansjörg Sax,

Chef der Hundeführer der Kantonspolizei

Graubünden, wird beauftragt, die

Garage und weitere Bereiche im Hotel

präventiv nach Sprengstoff abzusuchen.

Trittsicherheit und Spieltrieb

Lautes Gebell aus der Hundebox des

Polizeiautos. Atos freut sich auf seine

Arbeit. Hansjörg Sax nimmt ihn zwischen

die Beine, so hat er ihn am besten

Sprengstoffspürhund Atos stammt aus dem Prättigau.

«Ein Sprengstoffspürhund

muss

trittsicher sein.»

Hansjörg Sax

unter Kontrolle. Das gelbe Halsband ist

für den Hund der Schlüsselreiz, um nach

Sprengstoff zu suchen. Atos zittert – ein

Zeichen der freudigen Erregung. Atos ist

auch ein Schutzhund. Drei Jahre lang

dauerte seine Ausbildung. Von der Leine

losgelöst folgt er jetzt seinem Riechorgan.

Er weiss genau, in welche Ritzen

er seine Nase stecken muss, springt in

Schachteln hinein, balanciert über Holzkisten.

Spielerisch, trittsicher und konzentriert

geht er seiner Arbeit nach.

Im besten Alter

Gedränge beim Einchecken an der

Hotelréception. Hansjörg Sax nimmt

das 35 Kilogramm schwere Tier auf den

Arm, um es sicher durch die Menschenmenge

zu bringen. Sind die grossen

Blumentöpfe sicher? Atos findet nichts.

Atos hat Freude an der Arbeit.

Und so bekommt er für heute keine

Belohnung. Bei einer positiven Anzeige

auf Sprengstoff würde er Platz machen

und in Position verharren. Sax ist zufrieden

mit dem heutigen Einsatz, streichelt

Bilder: rm.

den Kopf seines Schützlings. «Mit fünf

Jahren ist Atos im besten Alter als

Sprengstoffspürhund», meint er. Das

Team wird noch einige Jahre im Bereich

Sprengstoffsuche tätig sein.


4 CUMINAIVEL /// MITTWOCH, MITTWOCH, 18. JANUAR 18. JANUAR 2017 2017 CUMINAIVEL /// 1

Dalla A alla Z: alla

scoperta del WEF 2017

Parole chiave, numeri e curiosità riguardanti il World Economic Forum (WEF)

in programma da ieri e sino al 20 gennaio a Davos.

A

come Account: I profili

social del WEF possono ben

dirsi milionari. La pagina

Facebook del Forum può contare su

2,9 milioni di like, mentre su Twitter i

follower sono 3 milioni.

C

come Cina: La punta di diamante

del WEF 2017 è il

presidente cinese Xi Jinping.

Ha aperto il Forum, dopo aver incontrato

le autorità federali nel week end.

D

come Donald Trump:

Se Xi Jinping rappresenta

la personalità più attesa

dell’edizione 2017, il neopresidente degli

Stati Uniti Donald Trump e il suo mandato

saranno con ogni probabilità la

più discussa. Il tycoon, che s’insedierà

ufficialmente alla Casa Bianca proprio il

20 gennaio, a Davos però non ci sarà.

E

come Esercito: L'esercito

fornisce appoggio al Can tone

dei Grigioni per le misure di

sicurezza in occasione del World Economic

Forum (WEF) nel quadro di un impiego

sussidiario di sicurezza.

F

come Freddo: Organizzato

nel cuore di gennaio, il WEF

deve convivere con temperature

alquanto rigide. A Davos in questi

giorni sono state registrate minime

anche di 20 gradi sotto lo zero.

G

come Grigioni: Nato nel

1971 su iniziativa dell’allora

professore di politica

aziendale Klaus Martin Schwab, il

WEF si svolge tradizionalmente a Davos.

Il motivo? La sede venne scelta per

l'amenità del paese alpino, quanto per

la sua tradizionale indipendenza: condizioni,

queste, ritenute favorevoli per la

riuscita del l'iniziativa.

H

come Hotel: «Il 100% delle

strutture sono prenotate». È

quanto segnala per Davos il

noto sito di prenotazioni online Booking

per il periodo 17–20 gennaio. Per trovare

l’alloggio e la camera per due persone

più vicini bisogna recarsi a Langwies,

a 9,8 chilometri da Davos.

I

come Investimento: Per garantire

la sicurezza al WEF il

Dipartimento federale della

difesa ha preventivato una spesa di

9 milioni di franchi, di cui 2 a carico

degli organizzatori e 7 di Confederazione,

Canton Grigioni e Comune di Davos.

L

come Leadership: «Responsive

and Responsible Leadership»:

è questo il tema scelto

per l’edizione 2017 del Forum econo mico.

M

come Mondiale: Sono

ben 99 i Paesi rappresentati

al WEF, per un

totale – sinora mai raggiunto – di circa

3000 partecipanti. E sul totale le donne

sono il 21%. La delegazione più nutrita

è quella americana, con 836 persone.

Quella svizzera ne conta 301, quella

britannica (283) e quella tedesca (136).

N

come Nusstorte: Tra i souvenir

più tipici che gli ospiti

del WEF potranno portare

a casa v’è indubbiamente la famosa

nusstorte grigionese. Fatta di pasta frolla,

i suoi ingredienti principali sono le noci,

il miele e la panna. In centro una torta da

750 grammi costa tra i 20 e i 25 franchi.

R

come Roger Federer: Sarà

un caso, ma l’edizione 2017

del WEF è coincisa con il

ritorno alle competizioni d’alto livello di

Roger Federer, impegnato all’Australian

Open. Due emblemi svizzeri che in

questi giorni stanno dimostrando tutte le

proprie qualità.

S

come Shakira: Alla cantante

Shakira, ospite al WEF 2017,

sarà assegnato il Crystal

Award. Assegnato per la 23. volta, il

premio va agli artisti che hanno fornito

un contributo per un mondo migliore.

T

come Trasferta: Solo in

un’occasione della sua storia

il WEF non ha avuto luogo

a Davos. Nel 2002, infatti, la sede

designata per ospitare il meeting internazionale

fu New York. E ciò in segno

di solidarietà dopo gli attacchi terroristici

dell’11 settembre 2001.

V

come Viabilità: Recarsi e

transitare a Davos durante il

Forum economico può risultare

anche un’impresa ardua. I veico li in

entrata e in uscita dalla località grigionese

vengono controllati, mentre in

paese sono diverse le strade chiuse. Il

tutto per il malumore dei tassisti, i cui

tempi di percorrenza vengono puntualmente

allungati.

Z

come Zoom: Sono circa 500

i giornalisti presenti a Davos

per approfondire e riferire

dei lavori del Forum economico. ms.


CUMINAIVEL MITTWOCH, 18. JANUAR 2017

/// 5

«Man müsste mehr

Respekt zeigen»

Seit dem ersten Januar ist Korpskommandant Philippe Rebord der neue

Chef der Armee. Cuminaivel konnte als erste Zeitung überhaupt den

59-jährigen Waadtländer zu einem kurzen Gespräch treffen.

Im Gespräch mit Korpskommandant Philippe Rebord.

Bild: jw.

Herr Korpskommandant, als neuer

Chef der Armee sind Sie erst wenige

Tage im Amt. Mit dem WEF wartet

sogleich der Ernstfall auf Sie und die

Truppen. Was für einen Eindruck

haben Sie bisher vom Einsatz der

Schweizer Armee an diesem Grossanlass

erhalten?

KKdt Philippe Rebord: Seit dem Jahr

2000 ist die Armee im Rahmen des

WEF in Davos engagiert. Ich durfte

auch in meinen vorgängigen Funktionen

mehrmals mit dabei sein. Ich habe den

Eindruck gewonnen, dass der Einsatz

auf allen Stufen immer professioneller

wird und sich das Dispositiv laufend optimiert.

Nicht wenige erhoffen sich von einem

neuen Kopf an der Spitze auch frischen

Schwung in der Armee. Was können

die AdA unter dem neuen Chef erwarten?

Machen Sie die Armee wieder attraktiver,

wie das oft gefordert wird?

Ich bin froh, dass ich mit fast 60 Jahren

noch für Schwung sorgen kann (lacht).

Im Ernst: Solche Sprüche, dass man die

Armee wieder attraktiver machen müsse,

höre ich immer wieder. Ich finde,

man müsste viel eher den Männern und

Frauen mehr Respekt zeigen, die jetzt bei

gefühlt fast -35 Grad Celsius im Einsatz

stehen. Das ist psychisch und physisch

hart.

Ihre Militär-Karriere haben Sie bei

der Infanterie begonnen. Was können

Sie aus dieser Zeit an die jungen

Männer und Frauen im Dienst weitergeben?

Auch jetzt steht wieder ein Aargauer Bataillon

der Infanterie hier am WEF im

Einsatz. Diese Soldaten sind gut ausgebildet

und es ist Verlass auf sie. Sie wissen,

dass die Schweizer Armee der Sicherheit

dient. Diesen erfahrenen Leuten muss ich

gar keinen Tipp geben.

Zum Schluss: Gibt es etwas, das Sie

speziell den AdA mitgeben wollen, die

während diesen Tagen rund um das

WEF im Einsatz stehen?

Meine Botschaft heisst vor allem «Dankeschön»!

Denn es ist eine Tatsache: Ohne

Armee gibt es kein WEF in Davos. Ohne

Armee gibt es zum Beispiel auch kein

Lauberhorn-Rennen. Darum sind solche

Einsätze wichtig für die Schweiz. Unser

Land muss solche internationalen Anlässe

professionell organisieren können.ac.


6 /// MITTWOCH, 18. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Die Botschaften

kamen an: aber sicher!

Nach einer Medienkonferenz wollen die Verantwortlichen wissen: Kamen die

Botschaften an? Wie setzten die Medienleute die gesetzten Schwerpunkte um?

Anita Senti, Kommunikationsleiterin der Kantonspolizei, ist zufrieden mit dem,

was sie in gedruckten Zeitungen und auf dem Bildschirm wiedergegeben findet.

Punkto Sicherheit: wohlwollende Berichterstattung der Medien

Foto: dok.

dok. Als Leiterin Kommunikation hat

Anita Senti einerseits sicherzustellen,

dass die Medienleute, die sich für die

Sicherheitsmassnahmen rund ums WEF

interessieren, zu ihren Informationen

kommen. Andererseits muss sie auch die

Sicherheitsleute, die Dispositive und die

strategischen Überlegungen schützen:

Sie dürfen nicht an die Öffentlichkeit

gelangen. Diese Gratwanderung ist ihr

gelungen. «Ich erlebte die Journalist innen

und Journalisten als kooperativ», so Senti

am Dienstagmorgen anlässlich eines Rapportes

mit den Führungskräften der Polizei.

Die Medienschaffenden kamen zu

ihren Informationen und zu guten Bildern

mit einer Auswahl an Einsatzfahrzeugen

von Polizei und Armee. «Sie haben aber

auch Verständnis dafür gezeigt, dass Zahlen,

Orte, Pläne und Ausrüstungen niemals

gezeigt werden», so Senti weiter.

Sowohl der Kommandant der Kantonspolizei,

Walter Schlegel, als auch Divisionär

Jean-Marc Halter standen Rede und

Antwort, wunschgemäss auch vor Mikrofon

und Kamera.

«Die Statements

wurden getreu

wiedergegeben.»

Anita Senti

Worte getreu wiedergegeben

Ein Blick in die Zeitungen und in die

elektronischen Medien zeigt: Die erteilten

Antworten und Statements wurden

getreu wiedergegeben. Wo aus sicherheitstaktischen

Gründen gewünschte

Aussagen nicht gemacht werden konnten,

wurden nicht Mutmassungen angestellt,

man verzichtete auf Spekulationen.

Die «Neue Zürcher Zeitung» legte den

Fokus auf die Sicherheitskosten und

konstatierte auf der Titelseite «Terrorgefahr

verteuert das WEF», was den

Tatsachen entspricht und erklärte die

Gründe der Verteuerung. «Davos steht

unter Schutz» schreibt die «Südostschweiz».

«The same procedure as last

year» titelt die einheimische «Davoser

Zeitung» augenzwinkernd. Für den

«Blick» waren die budgetierten neun

Millionen Sicherheitskosten die grossen

Lettern der Berichterstattung wert.

Enge Schranken für Reportagen

Berichterstattungen im Umfeld der

Polizei sind aus Sicherheitsgründen fast

nicht möglich. Sonst wird den Medienleuten

eine Begleitung zur Seite gestellt,

so dass sichergestellt ist, dass keine

klassifizierten Informationen in die

Medien und an die Öffentlichkeit gelangen.

«Das Interesse hält sich in Grenzen»,

so Senti. Die Masse der Anfragen

lasse sich gut bewältigen und mit den

Einsatzkräften vor Ort koordinieren.


CUMINAIVEL MITTWOCH, 18. 17. JANUAR 2017

/// 71

Ces applis font partie

de l'ordre en poche

Les journées peuvent être longues et rudes pour les militaires engagés dans

les alpes grisonnes. Cuminaivel présente une sélection d'applications pour

smartphone, capables de rendre la vie un peu plus agréable ou du moins de

faciliter le quotidien des militaires.

Kapo GR 4.3

iSwissTool 3.2

La Police cantonale des Grisons n'est pas un partenaire

de l'armée uniquement durant le WEF. Elle soutient

chaque soldat en engagement depuis son smartphone.

L'appli «Kapo GR» livre des informations sur l'état des

routes et sur le danger d'avalanche 24 heures sur 24. De

plus, l'appli donne des trucs et astuces contre le vol.

Le couteau suisse des applis! On y trouve un sonomètre,

un niveau à bulle, une lampe de poche, un

altimètre et même un outil de traduction. Grâce à ses

15 fonctions, l'appli «iSoldat» est aussi polyvalente que

le couteau de poche – indispensable pour tout soldat!

Swiss Map Mobile 3.7

iSoldat 3.3

Les applis standards comme Google Maps suffisent

pour les voyages jusqu'à la caserne ou jusqu'au prochain

poste de commandement. Quand il s'agit de

quitter la route et d'aller sur le terrain, ces dernières

atteignent rapidement leur limite. Heureusement, il

existe «Swiss Map Mobile». Cette appli contient toutes

les cartes de Suisse sous forme digitale et en format

de poche. Avec elle, lire une carte devient un jeu

d'enfants même pour les moins expérimentés.

Dès le premier CR, chaque soldat se rend compte à quel

point les souvenirs de l'ER commencent à devenir

flous. Grâce à l'appli «iSoldat», ceci n'est plus un

problème. Les symboles, les abréviations, les grades

mais aussi les règlements sont à la portée de vos doigts.

Pour tous ceux qui ne peuvent plus attendre leur

prochain service, les dates du prochain CR sont disponibles

en ligne.

PostCard Creator 3.9

Evidemment! Le bon vieux paquet envoyé par sa copine ne peut pas être remplacé par une appli mais pour envoyer un

petit message de remerciement, cette appli de la Poste est idéale. Il suffit de faire une photo avec le téléphone, la télécharger

et en quelques clics, la carte postale est créée et envoyée. Même l'annotation « service de poste de campagne» n'est

plus obligatoire car, via Postcard Creator, il est possible d’envoyer une carte toutes les 24 heures gratuitement.


8 ///

MITTWOCH, 18. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Ohne TAFLIR fliegt kein

Promi nach Davos

Das taktische Fliegerradar TAFLIR ist zwar etwas in die Jahre gekommen,

aber es leistet nach wie vor tapfer seinen Dienst. Eine Hand voll Übermittlungs-,

Radar- und Sicherungssoldaten sorgen dafür, dass das mobile Radarsystem am

WEF rund um die Uhr läuft.

Oblt Samuel Ochsner bei der Arbeit – das rote Licht bedeutet, dass das System in Betrieb ist.

mf. Es ist grün, macht sich durch ein

drehendes Rechteck bemerkbar und

brummt mit seinen Generatoren, wenn

man daneben steht. Ein TAFLIR-System

ist, zumindest für das einigermassen

geübte Auge, unverwechselbar. Die

Mobile Luftwaffen Radarkompanie 21,

bestehend aus den Komponenten Radar,

Übermittlung, Sicherung, Transport und

Kommando, stellt das System auf. Dafür

werden lediglich eine Handvoll Sol daten

benötigt. Auf der Stellung herrschen

auch am Tag Minustemperaturen.

Nichtsdestotrotz war der Stellungsbezug

auch dieses Mal innert weniger Stunden

vollzogen. Und wenn das TAFLIR eines

ist, dann vor allem schwer. Mehrere

Lastwagen transportieren das System.

Das TAFLIR steht nicht etwa neben

einer Autobahnauffahrt, sondern an

einem entlegenen, nicht einfach zugänglichen

Ort.

Blick in den Radarschatten

Wozu all der Aufwand? FLORAKO,

das statische Fliegerradar, kann nur die

oberen Luftschichten abdecken. Mit

Hilfe des TAFLIR wird der untere

Luftraum überwacht. Die Topografie

der Schweiz mit ihren zahlreichen

Bild: mw.

Tälern macht dies erforderlich – die

Topografie Graubündens ganz besonders.

Für das Luftlagebild sind die

Informationen, die das TAFLIR ans Air

Operations Center sendet, unverzichtbar.

Der Chef der Stellung, Oberleutnant

Samuel Ochsner, stellt klar: «Ohne

TAFLIR würde kein Helikopter ans

WEF fliegen.» Die Regierungschefs,

Wissenschaftler und Lenker von multinationalen

Konzernen, die sich am

Welttreffen in Davos versammeln,

müssten ohne TAFLIR allesamt auf der

Strasse verschieben. Am WEF läuft das

TAFLIR während etwa acht Tagen im

Vollbetrieb. Auch auf einen andern

Aspekt ist Oberleutnant Ochsner stolz:

«Letztes Jahr lief das TAFLIR ununterbrochen

– also ohne Ausfälle.» Die

Zuverlässigkeit des Systems ist trotz

seines fortgeschrittenen Alters nach wie

vor gewährleistet. Das System wurde

Mitte der 80-er-Jahre beschafft.

24-Stunden-Betrieb

Auf der Stellung herrscht 24-Stunden-Betrieb.

Die Mannschaft arbeitet

in Ablösungen. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll,

denn die «TAFLIRisten»

müssen das Radarbild mit dem

Gesamtluftlagebild abgleichen. Damit

gehen sie letztlich auch der Frage nach,

ob das eigene Radarbild allenfalls

gestört wird. Geschlafen wird in

Wohncontainern. Weil es auf der

Stellung keine Detachementsküche

gibt, wird die Truppe von aussen

mit Verpflegung beliefert. Mit Holzplatten

baut die Mannschaft zudem

zwei eigene, beheizbare Aufenthaltsräume.

Angesichts der Kälte ist es ganz

gut, dass es die beiden sogenannten

«Chalets» gibt!


CUMINAIVEL MITTWOCH, 18. JANUAR 2017

/// 9

An der Rettungswinde

durch den «Downwash»

Die Luftwaffe hilft mit ihren EC-635-Helis bei der Rettung von Personen.

Unser Journalist Marc Forster konnte hautnah erleben, wie eine Bergung

mit der Seilwinde abläuft.

Üben für den Ernstfall: Notarzt Jonas Beutler bereitet Cuminaivel-Redaktor Marc Forster für die Heli-Bergung vor.

Bild: mw.

mf. Bei Minustemperaturen alleine im

Schnee zu liegen, ist unangenehm. Das

Geräusch eines anfliegenden Helikopters

vermittelt mir aber die Gewissheit,

dass Hilfe naht. Als der Heli über

mir steht, ist der «Downwash» enorm;

Gemeint ist der starke Wind, den die

Rotoren des Helis in 50 Metern über

dem Boden verursachen, und der den

Schnee heftig aufwirbelt. Per Seilwinde

schwebt Notarzt Jonas Beutler aus dem

Helikopter zu mir herunter. Über mir

höre ich das flappende Geräusch des

Eurocopters, und durch den Downwash

hindurch sehe ich das Schweizerkreuz

auf seiner Unterseite. Inmitten der

eisigen Wolke packt mich der Notarzt

in ein Horizontalrettungsnetz, danach

sichert er mich und sich selbst am Trageseil.

Sicherheit dank Profis

Pilot Gregor Boner hält den Heli derweil

stabil in der Luft. An der offenen

Tür des Helis steht Karl Müller, der die

Rettungswinde bedient. Der 55-jährige

Berufs-Loadmaster aus Alpnach ist ein

«WEF-Urgestein», der das erste Mal

Mitte der 80-er-Jahre dabei war. Diesmal

ist er als Rettungsflugassistent im

Einsatz. Schnell und ohne zu ruckeln

lässt er mit der Seilwinde das «Päckli»

aus Rettungsopfer und Arzt zum

Heli hochziehen. Die Rotoren wirbeln

mir eiskalte Luft um die Ohren, aber

ich fühle mich in den Händen der drei

Profis – Pilot, Arzt und Rettungshelfer –

absolut sicher. Beim Heli angekommen,

ist das Rotorengeräusch nun ziemlich

laut. Hereingezogen in den EC 635 werde

ich nicht. Patienten werden normalerweise

erst bei einer Zwischenlandung ins

Innere der Helis gebracht. Also bleibe

ich – etwas angespannt, aber leicht

schaukelnd und mit einem wohltuenden

Gefühl der Leichtigkeit – für ein

paar Momente an der Aussenseite des

Helis, bis die Übung beendet ist und die

Seilwinde mich und den Arzt wieder

herunterlässt.

Mehrere Notfälle pro WEF-Einsatz

Mit dem Einsatz der Rettungscrew am

WEF stellt die Luftwaffe im Rahmen

der Luftrettung der Armee (LRA) einen

Heli zur Verfügung, der die gleiche Aufgabe

wie die Rettungsflugwacht Rega

übernimmt. Weil sich in Davos beim

WEF tausende Menschen mehr aufhalten

als zu normalen Zeiten, ist dieser zusätzliche

Dienst der Luftwaffe wichtig.


10 /// MITTWOCH, 18. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

«Senza l’esercito non

ci sarebbe alcun WEF»

Dal 1. gennaio il comandante di corpo Philippe Rebord è il nuovo capo dell’esercito.

Il Cuminaivel è il primo giornale che ha avuto l’opportunità d’incontrare il 59.enne

vodese per una breve chiacchierata.

A colloquio con il comandante di corpo Philippe Rebord.

Foto: jw.

Signor comandante di corpo, in qualità

di nuovo capo dell’esercito è in

carica da pochi giorni. Con il WEF

l’attende subito un impiego d’emergenza

con la sua truppa. Che impressione

ha avuto sinora dell’operato

dell’esercito durante questo grande

evento?

Cdt C Philippe Rebord: Dal 2000

l’eser cito è impiegato a Davos nell’ambito

del WEF. E pure io, nella mia funzione

precedente, vi ho preso parte più

volte. In merito ho avuto l’impressione

di un impiego sempre più professionale

e di un dispositivo migliorato di anno

in anno.

In molti sperano che una nuova guida

possa portare una ventata d’aria

fresca all’interno dell’esercito. Cosa

possono dunque aspettarsi i militi

dal nuovo comandante? Magari un

esercito ancor più attrattivo, come

spesso auspicato?

Sono felice che alla soglia dei 60 anni

possa apportare ulteriore brio (ride).

Scherzi a parte, la questione di un esercito

maggiormente attrattivo è un ritornello

che ho sentito più volte. Ritengo

però che occorra innanzitutto mostrare

più rispetto per gli uomini e le donne

oggi impiegati a temperature percepite

fino a -35 gradi. Un compito, questo,

arduo sia sul piano psicologico sia fisico.

La sua carriera militare è iniziata in

seno alla fanteria. Che cosa pensa di

poter trasmettere di quel periodo ai

giovani uomini e donne attualmente

in servizio?

Anche oggi è attivo al WEF un battaglione

argoviese della fanteria. Questi

soldati sono ben addestrati e su di

loro si può fare affidamento. Conoscono

in fatti il contributo dell’esercito

in termini di sicurezza. In tal senso a

queste persone d’esperienza non devo

dare alcun suggerimento.

In conclusione: c’è un particolare

messaggio che vuole trasmettere alle

truppe impiegate in questi giorni al

WEF?

Con il mio messaggio voglio innanzitutto

dire un «grande grazie»! Perché è

un dato di fatto: senza l’esercito non ci

sarebbe alcun WEF a Davos. Ma senza

l’esercito ad esempio non potrebbe

neppure svolgersi la discesa del Lauberhorn.

Pertanto questi impieghi risultano

cruciali per la Svizzera. Il nostro

paese deve in effetti essere in grado

di organizzare in modo professionale

questo genere di eventi internazionali.

ac./ms.


CUMINAIVEL MITTWOCH, 18. JANUAR 2017

/// 11

Sans le TAFLIR, aucune

VIP n'atterrit à Davos

Le radar tactique d'aviation (TAFLIR) a pris un coup de vieux mais il

accomplit toujours sa mission sans problème. Un petit groupe de soldats

de transmission, radar et sûreté veillent à ce que le système de radar

mobile fonctionne 24 heures sur 24.

Un regard dans l'ombre

Mais pourquoi se donner tant de peine?

Le système de radar FLORAKO ne

couvre que les les couches les plus hautes

de l'espace aérien. Les TAFLIR surveillent

les zones plus basses. La topographie

suisse nous y contraint, surtout

dans les Grisons. Pour établir l'«image

du ciel», les informations transmises par

les TAFLIR à l'Air Operations Center

(AOC) sont indispensables. Le chef

d'emplacement, le premier lieutenant

Samuel Ochsner, indique clairement que

«sans TAFLIR, aucun hélicoptère ne

pourrait voler jusqu'au WEF.» Les chefs

d'Etat, les scientifiques et les dirigeants

d'entreprises multinationales devraient

alors se déplacer en voitures. Pendant le

WEF, les TAFLIR fonctionnent à plein

régime pendant environ huit jours mais

ce n'est pas le seul aspect dont le

premier-lieutenant Ochsner est fier.

«L'année dernière, le TAFLIR a fonctionné

à chaque instant – c'est-à-dire sans

pannes.» Le système acquis dans les années

80 est encore fiable à ce jour.

Le sgt radar Aleksandar Dunjic prépare l'antenne.

mf./gv. Le radar tactique d'aviation

(TAFLIR) a pris un coup de vieux mais

il accomplit toujours sa mission sans

problème. Un petit groupe de soldats

de transmission, radar et sûreté veillent

à ce que le système de radar mobile

fonctionne 24 heures sur 24. Il est vert,

il a une antenne en forme de rectangle

qui tourne et il a des génératrices qui

bourdonnent. Quand on se tient à côté

du TAFLIR, on ne peut pas se tromper.

La compagnie de radar mobile 21 utilise

des soldats radar, transmission,

sûreté, transports et commandement et

Photo: mw.

elle monte le système. Ceci ne nécessite

qu'un petit groupe de soldats. Sur

l'emplacement, les températures

tombent en dessous de zéro même la

journée et, malgré cela, le système a

été monté en quelques heures seulement.

La caractéristique la plus marquante

du TAFLIR est son poids. Il est

tellement lourd qu'il a besoin de plusieurs

camions pour être transporté. Le

TAFLIR n'est pas simplement positionné

à côté d'une sortie d'autoroute

mais sur un emplacement éloigné et

difficile d'accès.

24 heures sur 24

Grâce à des relèves, l'équipe peut garantir

le fonctionnement du système

24heures sur 24. Dans le TAFLIR on travaille

par tranches. C'est une mission difficile,

les tafliristes doivent comparer

sans cesse les images du TAFLIR et les

images globales afin de s'assurer que

l'image radar n'est pas brouillée. L'équipe

dort dans des conteneurs aménagés.

Comme l'emplacement ne possède pas de

cuisine, la nourriture est livrée au fur et à

mesure. L'équipe s’est construit deux

salles communes avec des planches de

bois. Par ce froid, c'est un grand avantage

d'avoir ces «chalets».


12 /// MITTWOCH, 18. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Kopf des Tages:

Erich Niederer

Bild des Tages

Bild: dok.

dok. «Ja, dann lass ich gute Besserung

wünschen», sagt Erich Niederer

am Kontrollposten Landwasser und

lässt den Subaru mit dem Bündner

Kennzeichen weiter. Das Paar will

im Spital Davos jemanden besuchen.

«Sowohl Einheimische als auch Mitarbeitende

und WEF-Teilnehmende

haben Verständnis für unsere Kontrollen»,

erklärt Niederer, welcher

heuer nach einigen Jahren Unterbruch

wieder einmal am WEF im

Einsatz steht. Er mag die Abwechslung

zu seinem Job bei der Stadtpolizei

St. Gallen, wo er auch sicherheitsdienstliche

Aufgaben erfüllt. Er

ist Gruppenleiter und führt Polizisten

aus verschiedenen Korps. «Man

ist Polizist, spricht die gleiche Sprache,

hat die gleiche Ausbildung», da

brauche es keine langen Absprachen.

Die Kontrolltätigkeit entspricht dem,

was man am ehesten «polizeilicher

Instinkt» nennen kann. Niederer

kann nicht sagen, worauf er schaut,

wenn er ein Auto anhält und mit dem

Fahrer ein paar Worte spricht. Die

Erfahrung sagt ihm: «kontrollieren»

oder «weiterfahren».

Davos, 17.01.2017, 08:12

Alles parat!

Jetzt könns

wieder a biz

umaWEFla.

Bild: rm.

fb.com/cuminaivel

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