2017 CUMINAIVEL #7

cuminaivel

Nr. 7 | Donnerstag, 19. Januar 2017

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2017

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 058 469 16 22 /// Mail: info@kapo.gr.ch

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Bild: rm.


2 ///

DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Bilder: rm.


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017

/// 31

10 Dinge, die du über die

WEA wissen musst

Viel wurde über die Weiterentwicklung der

Armee (WEA) auf höchsten Ebenen diskutiert.

Es scheint der richtige Schritt in die Zukunft

der Schweizer Armee zu sein. Flexibel einsatzbereit,

gut ausgebildet, vollständig ausgerüstet,

regional verankert. Oder: nötig, richtig,

modern, flexibel. Viele euphorische Aussagen

werden mit der WEA in Verbindung gebracht.

Doch was bedeutet dies nun konkret für den

einzelnen AdA? Gibt es weniger Dienst tage?

Muss man nun noch mehr Material zu Hause

lagern? Cuminaivel hat die zehn wichtigsten

Punkte für die Truppe recherchiert.

Du willst wissen, wie viele Diensttage du nach der

WEA noch zu leisten hast? Anfrage per Email an

personelles.FSTA@vtg.admin.ch

1. Ziele: Höhere Bereitschaft, effektivere Kaderausbildung,

vollständige Ausrüstung, regionale Verankerung

2. Diensttage der Soldaten werden von 260 auf 245 reduziert

3. Dies gilt auch für Soldaten, welche die RS in der Armee

XXI gemacht haben

4. Soldaten bleiben neu für 9 Jahre eingeteilt (auch wenn die

Diensttage absolviert sind)

5. Die RS wird von 21 auf 18 Wochen reduziert (mit wenigen

Ausnahmen wie z.B. die Grenadiere)

6. Die drei Wochen WK bleiben bestehen

7. Kader absolvieren wieder eine ganze RS als Rekrut und

verdienen ihren letzten Grad während einer ganzen RS ab

8. Die Kaderausbildung dauert für Einh Fw, Four und Zfhr

länger als heute, was auch mehr Diensttage bedeutet

9. Die Menge der persönlichen Ausrüstung zu Hause bleibt

gleich

10. Startschuss der WEA ist am 1. Januar 2018

Bild: jw.


4 /// DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Infusionen statt

Eishockey

Während des World Economic Forum (WEF) ist man in Davos auch auf

das «Worst-Case-Szenario» vorbereitet. Mitten im Bergort steht in diesen

Wochen eine provisorische Zeltstadt der Sanität. Sogar Notfall-Operationen

sind hier möglich.

ca. Wo sich sonst die Gegner des HC

Davos die Eishockeyausrüstungen überziehen

und letzte Anweisungen vor dem

Duell auf dem Eis erhalten, sind jetzt

mehrere militärgrüne Bahren installiert

und ein Tisch voller Arzneimittel vor

den Sitzbänken aufgebaut. Während die

«Das Schlimmste

war bisher ein

Knöchelbruch.»

Jörg Helge Junge

Tagungen des WEF den Rhythmus von

Davos bestimmen, geben im Eisstadion

die Sanitäter den Ton an. Dort ist in diesen

Tagen das Herz der medizinischen

Notfallversorgung durch die militärischen

Fachkräfte.

Ein OP-Container für Notfälle

Als «Modulares Sanitätsdienstliches

Element» – kurz: MSE – bezeichnet

man die kleine Zeltstadt, die dieser Tage

rund um die Uhr von den Sanitätern im

Kurort betrieben wird. «Von Patienten

mit leichten Grippesymptomen bis hin

zu Notfallbehandlungen bei akuten Notfällen

sind wir hier für alles gewappnet»,

erklärt Jörg Helge Junge. Der 53-jährige

Deutsche ist normalerweise stellvertretender

Chefarzt am Kantonsspital Graubünden

und Leiter der Rettung Chur.

Während des WEF ist aber auch sein

Fokus ganz auf Davos gerichtet. Während

rund einer Wochen leitet er die

Sanitätsdienststelle in Davos. Er öffnet

die Tür eines grossen Containers, der

unmittelbar vor dem Stadioneingang

platziert ist. Der Stahlkoloss entpuppt

sich kurzerhand als mobiler, vielseitig

einsetzbarer Operationssaal für

Noch ist es eine Übung: Einsatzkräfte im San-Zentrum legen eine Infusion.

die Truppen. Im Ernstfall bleiben Jörg

Helge Junge und seiner Belegschaft nur

etwa zwei bis drei Minuten, in denen sie

einen eingelieferten Patienten anhand

seiner Verletzungen an den richtigen Ort

der Sanitätshilfsstelle zuweisen müssen.

«Der OP-Container ist für Fälle da, in

denen ein unmittelbarer Eingriff erfolgen

muss», erklärt Chefarzt Junge. Erst

danach würden Patienten per Helikopter

in eines der umliegend Spitäler geflogen.

Bild: ph

«Das wäre das Worst-Case-Szenario»

Das Sanitäts-Team vor Ort besteht

aus Notärzten, Notfallsanitäter

und Sanitätssoldaten. Bisher blieben

die Einsatzkräfte von schweren

Zwischenfällen verschont. «Das

Schlimmste war ein Knöchelbruch

vor ein paar Jahren», schmunzelt

Junge. Trotzdem müsse man auf alles

gefasst sein: «Das Worst-Case-Szenario

ist ein Zwischenfall im Kongresszentrum.

Dann wäre mit vielen verletzten

Personen zu rechnen.»

In der Kabine des Gegners des HC Davos

kümmern sich mittlerweile eine

Ärztin und ein Sanitätssoldat um einen

Figuranten auf der Bahre. Diesem wird

eine Infusion gelegt. Man will im Sanitätszentrum

schliesslich jederzeit auf

alles vorbereitet sein.


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017

/// 5

Die Ruhe des Jägers

hilft dem Polizisten

Von Chefadjutant Gisler wandert der Stafettenstab zu Mario Filli von der

Kantonspolizei Graubünden. Die Frage an ihn: «Mich interessiert, was ein

engagierter Polizist in seiner Freizeit am liebsten macht.»

WEF – Stafette

eh. Fragt man Mario Filli, was denn

sein Hobby sei, holt er tief Luft, konzentriert

sich – und beginnt dann aufzuzählen,

nein vielmehr zu erzählen.

Von seiner Mitarbeit im Organisationskomitee

(OK) von Davos Nordic, dem

Langlauf-Weltcup-Anlass, wo er für das

Kinderprogramm mit 450 Teilnehmern

verantwortlich war, von einem weiteren,

früheren OK-Job im 24-Stunden-Mountainbike-Rennen

in Davos, und dass er,

der früher Langlaufwettkämpfe bestritt,

noch heute gerne Ski fährt.

Jodeln und Musik machen

Ja, Sport ist natürlich noch nicht alles,

auch Musik ist ein Thema. So ist Filli

seit zwölf Jahren als Jodler aktiv, und

seit kurzem spielt er Steirische Harmonika,

eine Art Handorgel. Ein grosser

Teil seiner Freizeit sei trotz all der anderen

Beschäftigungen schon noch der

Familie gewidmet.

Das Jagen quasi in der Erbsubstanz

Ein ganz wichtiger Teil in Fillis Leben,

neben seinem Job als stellvertretener

Chef des Kantonspolizei-Postens Davos,

bildet die Jagd. Durch seinen Vater

bekam er schon in seiner Kindheit immer

wieder mit, was unter waidmännischen

Aktivitäten zu verstehen sei, sodass

er heute sagt, «das hatte ich fast wie

im Blut». So ist Filli seit bald 30 Jahren

in grünen Kleidern unterwegs, unter

anderem jedes Jahr drei Wochen auf

Hochjagd im Bärental bei Davos Glaris.

Dabei ist er nicht nur auf der Pirsch

nach Rehen, Hirschen und Gämsen,

sondern darf nach strengen Vorgaben

auch Stein böcke schiessen – ein Privileg,

das man sich durch langjähriges jägerisches

Engagement verdienen muss.

Mario Filli: Bündner Kantonspolizist, Jäger, Sportler – und einiges mehr.

Das Wildbret wird vor allem in Fillis

Familie verwertet; wenn es zu viel ist,

ist ein Metzger-Kollege dankbarer Abnehmer.

«Tolerante Frau und toleranter Chef»

Hört man Mario Filli so erzählen, stellt

sich unweigerlich die Frage: wie geht

das alles mit diesen Hobbys, so neben

Job und Familie? «Ich habe eine sehr tolerante

Frau und einen toleranten Chef».

Bild: eh.

Eine Frau, eine Familie, ein Chef und

damit ein Arbeitgeber, die letztlich auch

gerade von seinem grossen Hobby Jagd

einen Nutzen hätten, denn «die Gelassenheit

und Ruhe», die es beim Pirschen

und Warten im Wald brauche, die könne

er dann auch in den Alltag übertragen.

Für die nächste Stafette möchte Marco

Filli wissen, wie es ist, mit einer verwandten

Person Militärdienst zu leisten.


6 /// DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

«Auch der Kadi

isst aus der Gamelle»

Die Luftwaffenübermittler stellen für den WEF-Einsatz die Kommunikationsnetze

sicher. Hauptmann Dario Rodi sagt, auf was es dabei ankommt, und wieso die

Art der Verpflegung bei der Truppe ein heisses Thema ist.

mf. Telefonleitungen, Computeranschlüsse,

Faxgeräte: Ohne diese Kommunikationsmittel

ist ein Standort im

WEF-Einsatz von der Umwelt abgeschnitten.

Dass Flab-Stellungen, das

PC-7 Detachement oder Heliports über

Funk- und Datenverbindungen verfügen,

ist Aufgabe der Luftwaffenübermittlungskompanie

52. Sie gehört zum

Lehrverband Führungsunterstützung 30

der Luftwaffe und ist Teil der Führungsunterstützung

der Armee.

Die Kompanie wird geführt von Hauptmann

Dario Rodi. Die Angehörigen

der Kompanie tragen dazu bei, dass

verschlüsselte Datenleitungen funktionieren,

die unabhängig vom zivilen

Kommunikationsnetz sind. «Wir unterstützen

das Air Operations Center und

stellen Verbindungen der Luftwaffe

sicher», sagt Dario Rodi.

Kompaniekommandant Dario Rodi führt die LW Uem Kp 52 seit letztem Jahr.

Ein Landschaftsarchitekt arbeitet mit

Dazu stellt die Truppe zum Beispiel

Richtstrahlantennen auf. Die Kompanie

sorgt zudem dafür, dass das Führungsund

Informationssystem der Luftwaffe

auf den Aussenstandorten angeschlossen

werden kann. Dieses dient dazu,

dass die Führung der Luftwaffe Informationen

austauschen kann. Schliesslich

bauen sie auch ein autonomes

Funknetz zwischen den Flugplätzen auf.

Logistik und Betrieb gehören ebenfalls

zur Kompanie. Bei einer solch grossen

Anzahl AdA, wie sie die Kompanie aufweist,

treffen verschiedene Kulturen und

verschiedene Berufsgattungen aufeinander.

«In einem Milizsystem ist es üblich

und wertvoll, mit Menschen aus den

unterschiedlichsten Branchen zusammenzuarbeiten»,

sagt Dario Rodi. Im zivilen

Leben sind seine Leute Elektriker,

arbeiten auf dem Bau oder als Informatiker.

Auch ein Landschaftsarchitekturstudent

leistet seinen Dienst auf einem

der Standorte, berichtet der Kommandant:

«Er ist ein absoluter Crack!»

«Wären schon früher bereit gewesen»

Der Echt-Einsatz am WEF motiviert

die Kompanie, sagt Hptm Dario Rodi.

In der Aufbauphase sei speditiv gearbeitet

worden: «Wir wären schon früher

bereit gewesen, die Standorte in

Betrieb zu nehmen», sagt der Kadi. Der

29-jährige St. Galler hat schon fünf Jahre

lang eine Kompanie geführt, ist aber

Bild: mw

das erste Mal mit der Luftwaffenübermittlungskompanie

52 für das WEF im

Einsatz. Gibt es auch Bereiche, wo seine

weitverzweigte Truppe bei all ihrem

Erfolg einmal murrt? Hptm Dario Rodi

schmunzelt: «Wir verpflegen uns aus der

Gamelle, aber die Leute essen nicht so

gern daraus. Sie tun es trotzdem, sagen

dann aber 'de Kadi het's halt befohle...'»

Aber dann kommt es nicht nur auf das

Gefäss an, sondern auch auf den Inhalt.

Hier kann der Kadi Entwarnung geben:

«Das Essen ist hervorragend», versichert

Dario Rodi. Dann sagt er noch: «Selbstverständlich

isst auch der Kadi aus der

Gamelle!»


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017

/// 7

«Das bat car 1 gehört

jetzt auch zur Familie»

Der Militärflugplatz dient während des WEF 2017 als Einsatzflugplatz des Einsatzverbandes

Luft (EVL). Um die Sicherheit des Flugplatzes zu gewährleisten, stehen

dieses Jahr neben dem Flugplatz Kommando 14 (Flpl Kdo 14) erstmalig auch AdA

des Schützenbataillons 1 (bat car 1) im Einsatz.

Oberst i Gst Pierre de Goumoëns, Kdt Flpl Kdo 14, instruiert AdA des bat car 1 über die Zutrittskontrollen.

Bilder: mw.

mf. Auf dem Militärflugplatz herrscht

emsiges Treiben an diesem verschneiten

und windigen Tag im Januar. Räumungsfahrzeuge

befreien die Wege von

Schnee, in der Truppenküche wird gekocht

und in regelmässigen Abständen

starten und landen F/A-18. Die AdA des

Flpl Kdo 14 stellen mit ihrem Einsatz

den Betrieb des Militärflug platzes

sicher. Zusätzlich ist im Rahmen des

subsi diären Sicherungseinsatz zu Gun s­

ten des WEF das bat car 1 dem Flpl Kdo

14 zur Unter stützung zugewiesen.

Der Situation angepassst

«Nachdem ich meine Bedrohungs ­

analyse durchgeführt hatte, sah ich die

Notwendigkeit, Verstärkung anzufordern»,

erklärt Oberst i Gst Pierre de

Goumoëns, Kdt Flpl Kdo 14. Der Militärflugplatz

wird sowohl militärisch wie

auch zivil genutzt. Die Regelung dieser

Kombination stellt eine grosse Herausforderung

dar und verlangt erhöhte Sicherheitsmassnahmen

im Ernstfall. In

diesem Zusammenhang leistet das bat

car 1 erstmalig Dienst auf dem Militärflugplatz.

Neuer Auftrag – Neuer Badge

Das Bataillon garantiert durch seinen

Einsatz die Sicherheit des Flpl Kdo 14,

indem es Zutrittskontrollen durchführt,

die Umgebung überwacht und die eigene

Truppe schützt. «Es ist für uns sehr interessant

hier zu sein und mit dem Flpl

Kdo 14 im Einsatz zu Gunsten des WEF

zu stehen», so der Tenor aus dem bat car

1. Auch der Kommandant des Flpl Kdo

14 freut sich über den gemeinsamen

Einsatz und hat eigens dafür einen einheitlichen

Badge kreiert: «Das bat car 1

gehört jetzt sozusagen zur Familie. Die

Zusammengehörigkeit wird mit dem

Badge auch nach aussen getragen.»

Der eigens kreierte Badge


8 /// DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Entlastung aus Chur

für die Fahrtenplanung

Staatsoberhäupter und Mininsterpräsidenten gelten als völkerrechtlich geschützte

Personen. Sie haben Anrecht auf polizeilichen Personenschutz. Reisen sie, werden

sie unverkennbar von der Polizei begleitet. Marco Lang organisiert diese Konvois

und erzählt über seine Arbeit.

Marco Lang vor der Planungswand.

Foto: rr.

rr. «Albula 133 verstanden, jawohl…13.10

Flughafen Kloten…drei

Fahrzeuge abholen und als Vorspann

mit diesen nach Davos zum Hotel zu

verschieben…Staatspräsident von Ghana…ok,

wir gehen uns kurz verpflegen…Auftrag

wird ausgeführt!». Soeben

hat die Patrouille Albula 133 einen

von Marco Lang, von der Leitstelle

Ressort Verkehr und Umfeld, per Funk

erhaltenen Auftrag quittiert. Seit fünf

Jahren wird der Vorspann für Konvois

von Chur aus koordiniert. Das ist eine

wichtige Entlastung für die Einsatzkräfte

in Davos. An den WEF-Spitzentagen

stösst die Zentrale in Davos sowohl personell

als auch materiell an die Grenzen.

Strikte Planung

Jeden Tag plant Marco Lang zehn bis

fünfzehn Fahrten von Chur nach Zürich

an den Flughafen und von dort nach

Davos. Für eine solche Fahrt wird jeweils

mit etwa fünf Stunden Fahrtzeit

gerechnet. «Grosse Reserven sind da

nicht drin», so Lang. Die Fahrten werden

grundsätzlich am Vortag geplant,

kleinere Anpassungen und kurzfristige

Einsätze gäbe es aber immer wieder. Sie

fordern sowohl von Lang als auch von

den Patrouillen einiges an Flexibilität.

«Da mussten Patrouillen auch schon auf

ihre Verpflegung verzichten», so Lang

weiter.

Entscheid NDB massgebend

Wer hat Anrecht auf einen Konvoi? Wer

entscheidet über die Schutzwürdigkeit

einer Person? Sitzt in jedem Fahrzeug

ein VIP? Das sind nur einige der Fragen,

die Marco Langs Arbeit aufwirft.

Für völkerrechtlich geschützte Personen

wird Vorspann und Begleitung mit

Personenschutz angeordnet. Der Nachrichtendienst

des Bundes NDB kann für

weitere VIP, Wirtschaftsführer oder untergeordnete

Regierungsmitglieder Vorspann

ohne Personenschutz an ordnen.

Sicherheitshalber ist nicht in jedem

Fahrzeug eines Konvois eine besonders

geschützte Person. Die Aufträge unterscheiden

sich nicht grundlegend von denen,

die vom Ressort Sipo zu Gunsten

einer geschützten Person erfüllt werden.

«Eine Differenz ist jedoch, dass in unseren

Konvois keine mit polizeilichen

Sicherheitsleuten besetzte Sonderfahrzeuge

fahren. Das Bindeglied der Personenschützer

fehlt somit», so Lang.

«Albula 133… bitte melden, wenn der

Auftrag ausgeführt ist. Bleibt dann

vorerst zwischen Klosters und Davos,

da könnte es für euch noch eine Rückfahrt

in Richtung Flughafen Altenrhein

geben», Lang koordiniert bereits die

nächste Fahrt.


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017

/// 9

Pizze da record al WEF

Gestito da una coppia ticinese, da ormai 5 anni il ristorante da Elio sa conquistare

i palati delle migliaia di partecipanti al WEF. E lo fa a suon di record. Negli scorsi

giorni il locale è stato in grado di sfornare 540 pizze in un solo giorno.

Giovanni Croci è convinto: Davos è stata un'ottima scelta. Foto: pw. Durante il WEF il ristorante da Elio si trova nell'area off-limits. Foto: zvg.

ms. Bastano due passi, e dall'entrata

ovest della blindatissima Promenade di

Davos è lì pronto ad accogliere i variegati

appetiti del WEF. Parliamo del ristorante

da Elio, che rappresenta una sorta

di biglietto da visita per il cuore pulsante

del WEF. Un biglietto, per la precisione,

scritto in dialetto ticinese. Sì perché da

5 anni il locale è gestito da Giovanni e

Katia Croci, leventinese lui, della Valle

di Blenio lei. E per loro quelli del Forum

«La pizza WEF?

Al prosciutto con

un uovo.»

Giovanni Croci

economico sono giorni di particolare

fermento. «Pensi che lunedì abbiamo

stabilito il nostro record» ci dice Giovanni,

prima di svelare un dato da capogiro:

«In un giorno abbiamo sfornato

540 pizze!». Non fatichiamo dunque a

credere al nostro interlocutore quando

parla «del periodo più intenso dell’anno,

con 800-1000 persone al giorno». Come

pure non ci sorprendiamo quando Giovanni

afferma: «Data la mia posizione

strategica, meglio lavorare all’interno di

un’area che per quanto off-limits è di perenne

transito».

Da Shinzo Abe a Ronaldo

Quasi affacciato sul Centro congressi,

il ristorante è legato a doppio filo con il

WEF. E in tal senso gli aneddoti di Giovanni

relativi alle personalità presenti

al meeting si sprecano. «Poco fa – fa

notare – hanno pranzato da noi uno dei

segretari personali di Obama e l’ambasciatore

tunisino, mentre in passato sono

passate celebrità come il primo ministro

giapponese Shinzo Abe o il calciatore

brasiliano Ronaldo». Per quanto famose,

queste figure «si mescolano comunque

tranquillamente con la normale clientela

e per loro il menù non cambia» sottolinea

Giovanni. Per un ristorante che

serve fra le migliori pizze di Davos una

domanda è però d’obbligo: quali ingredienti

dovrebbe presentare un’ipotetica

pizza WEF?» Non ci crederà – risponde

divertito Giovanni –, ma l’ho creata proprio

ieri e da domani dovrebbe figurare

sulla nostra carta. Si tratta di una semplice

pizza al prosciutto con sopra un

uovo. Il motivo? È un abbinamento che

ci viene chiesto di continuo!».

«Una scelta azzeccata»

Infine viene comunque da chiedersi perché

dei ticinesi doc abbiano scelto Davos

per il proprio progetto di vita. «In verità

un po’ per caso» risponde Giovanni:

«Lavoravamo a Olivone, volevamo cambiare

aria e si è aperta la possibilità del

Grigioni». Un’esperienza, questa, che

come detto ha già spento 5 candeline.

«E cinque sono anche i figli che abbiamo

deciso di crescere a Davos» racconta

Giovanni, che definisce la gestione del

ristorante da Elio «una buona scelta».

Visti i suoi numeri, non fatichiamo a

credergli.


10 /// DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Davos: non vola foglia

che TAFLIR non voglia

Il radar tattico aereo «TAFLIR», nonostante l’età avanzata, continua a

garantire il suo importante servizio. Durante il WEF i soldati trasmissione,

radar e sicurezza hanno infatti il compito di assicurare il funzionamento

del sistema mobile 24 ore su 24.

mf./ms. Il TAFLIR è riconoscibile ad un

occhio abbastanza esperto. È di colore

verde e si manifesta mediante un’antenna

rettangolare rotante; se ci si avvicina,

si possono sentire pure i suoi generatori

brontolare. Per quanto riguarda l’impiego

durante il WEF, la compagnia radar

21 delle Forze aeree, la quale conta al

proprio interno componenti radar, trasmissioni,

sicurezza, trasporto e comando,

si occupa del funzionamento del

sistema. Un compito che richiede una

piccola squadra di soldati. Durante il

posizionamento del dispositivo, le temperature

glaciali regnano sovrane, anche

durante la giornata. Ciononostante, la

preparazione viene eseguita anche questa

volta in poche ore. La caratteristica

principale del TAFLIR è il suo peso.

Esso è infatti talmente pesante che occorrono

molteplici camion per trasportarlo.

Il TAFLIR viene collocato in un

luogo non facilmente accessibile.

Occhio vigile sul nostro spazio aereo

Perché tutto questo sforzo? Semplice.

FLORAKO, il radar aereo statico, copre

solo gli spazi aerei superiori. Ed è qui

che entra in gioco il TAFLIR, che vigila

sugli spazi aerei inferiori, garantendo

quindi la copertura del nostro cielo. Un

sistema necessario in Svizzera, vista la

morfologia del territorio, con molte valli

e montagne. Un sistema essenziale soprattutto

in un Cantone come il Grigioni.

Per fotografare la situazione aerea, le

informazioni che il TAFLIR trasmette

all’Air Operations Center si rivelano

indispensabili. Il responsabile del posizionamento

del sistema, il primo tenente

Samuel Ochsner, parla chiaro: «Senza il

TAFLIR nessun elicottero volerebbe durante

il WEF.» Capi di governo, capitani

dell’economia e personalità di livello

mondiale sarebbero chiamati a spostarsi

utilizzando solo le vie stradali. Uno scenario

che modificherebbe radicalmente

la natura dell’evento. Durante il WEF il

TAFLIR funziona a pieno regime per

circa otto giorni. Il primo tenente Ochsner

tiene a rimarcare orgogliosamente

anche un altro aspetto rilevante: «L’anno

scorso il TAFLIR ha assicurato un funzionamento

al 100%, senza alcun errore».

L’affidabilità del sistema, acquistato

nella metà degli anni 80’, è quindi garantita

nonostante l’età avanzata.

Il Iten Samuel Ochsner nel TAFLIR – la luce rossa indica che il sistema funziona.

Foto: mw.

24 ore su 24

Il funzionamento del TAFLIR è assicurato

24 ore su 24 grazie a un lavoro a

rotazione all’interno della squadra. Nel

TAFLIR il lavoro è impegnativo, visto

che i «tafliralisti» devono allineare costantemente

l’immagine del radar con il

quadro generale dello spazio aereo, verificando

che essa non sia disturbata. I soldati

dormono nel container e, dato che

non è presente un distaccamento cucina,

la truppa viene rifornita puntualmente

dall’esterno. Utilizzando dei pannelli

di legno, la squadra ha costruito i propri

«Chalets» riscaldati. Una soluzione più

che opportuna visto il freddo pungente.

Un freddo che non ferma la truppa, e

neppure il buon vecchio TAFLIR.


CUMINAIVEL DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017

/// 11

Bild: jp.

Frage des Tages: Was vermissen Sie während dem Einsatz am meisten?

Karl Müller

Helikoptermechaniker/Fachlehrer

Ganz klar den Sport, weil die Einsätze

am WEF streng sind. Wir von

der Luftwaffe sind jeden Tag von

morgens 7 Uhr bis abends 18 Uhr im

Einsatz, oft bei eiserner Kälte. Da hat

man am Abend keine Energie mehr

für die persönliche Fitness. Zu Hause

habe ich es leichter, dort habe ich

ein eigenes kleines Fitnesscenter im

Keller.

Hans,

der Hund

Ganz besonders vermisse ich meine

Hundedame Bella. Sie ist mein

Ein und Alles. Und natürlich meine

Spielzeuge, die ich nicht ins Militär

mitnehmen darf. Nicht mal mein geliebtes

Latexhuhn. Ein Hund braucht

doch sein Hundeleben! Ich sage immer,

es ist der Mensch der den Hund

nicht versteht. Nie umgekehrt.

Bruno Stöckli

Führungsunterstützung IKKS

Es ist für alles gesorgt hier in Davos,

sodass ich wirklich nichts vermisse.

Dieses Jahr wohnen wir zwar ausserhalb

von Davos und müssen eine

Anfahrtszeit von einer guten halben

Stunde in Kauf nehmen. Was ich sicher

nicht vermisse, ist der Nebel.

Dieser verdeckt die Sonne an meinem

Wohnort im Kanton Luzern oft

genug.


12 2 /// /// DONNERSTAG, 19. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Bild des Tages

Etwas gesehen – etwas gehört?

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Rufen Sie uns an!

058 469 16 22

Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

Kantonspolizei Graubünden und der Schweizer Armee

Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA Infoline

Cuminaivel: 058 469 16 22

E-Mail: redaktion@cuminaivel.ch

Verantwortliche:

Senti Anita, C Komm Kapo GR

Oberst Regazzoni Graziano, C Komm EVB

Ausgaben: Erscheint vom 12.01. – 21.01.2017

Davos, 18.01.2017, 15:52

Bild: rm.

News im Web täglich auf:

www.cuminaivel.ch

Kopf des Tages: Lisa Stoll

mk. Vor 14 Jahren entdeckte Lisa Stoll

ihre Liebe zur Musik. Damals noch

die Blockflöte, heute ist die 20­Jährige

eine der bekanntesten Alphorn­Spielerinnen

der Schweiz. Nicht nur technisch

bringt sie neuen Wind in die traditionelle

Alphorn­Szene, man sagt auch, sie sei die

leidenschaftlichste Spielerin überhaupt.

Feld. Dabei könne sie am besten entspannen.

«Ich habe einfach

Freude zu spielen,

und das drückt wohl

durch.»

Musik von Lisa Stoll auf

fb.com/cuminaivel

Bild: jp.

Ihr Mentor ist kein geringerer als der

Ländler­König Carlo Brunner. Bereits

fünf Alben hat sie produziert und ein

Ende ist noch lange nicht in Sicht. Trotz

ihrem Erfolg ist der Alphorn­Star wortwörtlich

auf dem Boden geblieben.

Am liebsten fahre sie mit dem Traktor

oder mit dem Güllenwagen über das

Die Medien lieben sie und unser Steinbock

Gion auch. Wer sie einmal selbst

erleben möchte, hat Glück. Denn die

Schaffhauserin wollte unbedingt eine

Saison in den Bergen verbringen, und

arbeitet zurzeit als Serviceangestellte

im «Land huus» Davos Frauenkirch.

Auf jeden Fall einen Besuch wert!

Miar könd gera

amol zema

spiila, Lisa!

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