2017 CUMINAIVEL #9

cuminaivel

Nr. 9 | Samstag, 21. Januar 2017

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2017

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 058 469 16 22 /// Mail: info@kapo.gr.ch

Meteo

Min / Max

Samstag -13° / 0°

Davos Chur

Sonntag -9° / -1°

Samstag -8° / 4°

Sonntag -5° / 6°

ENDSPURT

AM WEF

Bild: jw.


2 /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Ein Tag mit dem

Kommandanten

Für den Kommandanten der Kantonspolizei Graubünden und Gesamteinsatzleiter

Walter Schlegel sind die WEF-Tage voll mit Terminen, dennoch nimmt er sich Zeit

für Gäste. Cuminaivel heftete sich ihm am Donnerstag an die Fersen –

Impressionen von vier Stationen, stellvertretend für X Begegnungen.

/// 8.30 Uhr

/// 7.30 Uhr

Nach dem Morgenessen wird der

Kommandant von seinem Fahrer zu

einem der bekanntesten Hotels in

Davos gebracht. Mit wenig Verspätung

beginnt dort eine halbstündige

Besprechung, unter anderem mit

Regierungsrat Christian Rathgeb

und Bundesrat Guy Parmelin. Dann

geht die Türe auf – mitten durch die

zahlreichen Kameras, die über einen

Empfang einer ukrainischen Delegation

berichten, eilen die Beteiligten

an den nächsten Termin.

Tages-Rapport der Gesamteinsatzleitung.

Die Themen: einerseits fixe

Traktanden wie die Sicherheitslage,

andererseits aktuelle Fragen von

bewilligten Kundgebungen bis zur

Regelung der Überzeitkompensation

der Einsatzkräfte.

/// 9.30 Uhr

Walter Schlegel empfängt in einem

Hotel rund 50 Vertreterinnen und

Vertreter aus Politik und Sicherheitsbehörden

aus der ganzen Schweiz. Er

erläutert, wie Polizei und Armee am

WEF zusammenarbeiten und stellt

sein Team vor. Anschliessend werden

die Besucher mit Bussen zu verschiedenen

Einsatzorten geführt. Schlegel

begleitet den Tross, bis er, zurück

im Kommandoposten, weitere Gäste

empfängt.

/// 15.45 Uhr

Ortstermin der Sicherheitspolitischen

Kommission von National- und

Ständerat. Walter Schlegel referiert,

beantwortet Fragen. Dann reisen die

Gäste ab. Für Schlegel geht der

Arbeitstag nun noch bis in den Abend

hinein weiter.

dok./eh.

Bilder: rm./eh./jp.


CUMINAIVEL SAMSTAG, 21. JANUAR 2017

/// 3

«Die Meinung der

Truppe war spannend»

Der subsidäre Einsatz der Armee beim WEF neigt sich dem Ende zu. Bundesrat und

VBS-Chef Guy Parmelin liess sich aber nicht nehmen, nochmals persönlich bei der

Truppe vorbeizukommen. Dort hörte er sich die Eindrücke und Sorgen der Einsatzkräfte

an und erinnerte sich gleichzeitig an seine eigene Zeit bei der Gebirgsinfanterie.

Sie selbst waren Korporal. Welche Erinnerungen

über Ihren Militärdienst

können Sie mit uns teilen? Haben Sie

auch wie die Soldaten heute bei so tiefen

Temperaturen Dienst geleistet?

Ich war bei der Gebirgsinfanterie und

auch wir haben in der Kälte Dienst geleistet.

Ich habe eine gute Erinnerung an

das Material, ausser vielleicht bei den

Schuhen – an den Füssen hatten wir oft

kalt. Ich bin sicher, dass sich das seither

stark verbessert hat. In meinem Dienst

hatten wir aber auch nie so tiefe Temperaturen,

wie die Soldaten, die heute bei

fast -30 Grad draussen sind. Wir waren

hingegen auch nicht nur im Winter im

Einsatz.

Ein strahlender Bundesrat Parmelin am WEF in Davos!

Herr Bundesrat: als Chef des VBS,

welche Eindrücke möchten Sie von

der Armee hier am WEF sehen?

Guy Parmelin: Ich habe die ersten

Eindrücke bereits am Eingang bekommen,

die Kontrollen sind sehr streng

(lacht). Aber lieber so als umgekehrt..

Bei meinem Besuch ging es vor allem

darum mit dem Kanton Graubünden

Gespräche zu führen. Einerseits weil

dieser ein Leistungsbezüger für den

subsidiären Einsatz am WEF ist, andererseits

auch, weil es kürzlich Brände in

der Leven tina und im Misox gab. Es ist

eine gute Möglichkeit um das Zusammenspiel

der Polizei, dem Führungsstab

und der Armee zu sehen. Ebenfalls

haben wir die Gelegenheit genutzt ein

modulares sanitätsdienstliches Element

anzuschauen und auch mit der Truppe

zu diskutieren. Ich wollte schauen, ob

Bild: jp.

sie motiviert sind oder wo es allenfalls

Probleme gibt.

Was haben Sie für ein Feedback erhalten?

Es war sehr spannend die Meinung

der Truppe zu hören. Gesamtheitlich

kann ich sagen, dass der Einsatz

der Armee gut ist und die Behörden

zufrieden sind. Es gibt noch kleinere

Probleme, die es in den Folgejahren

zu korrigieren gilt. Zum Beispiel

die Kälte – das Material, das hier zur

Verfügung gestellt wurde, bietet offensichtlich

nicht genug Schutz gegen die

Kälte. Dieses Problem muss angepackt

werden. Es ist an der Armeeführung,

dieses Problem zu lösen. Falls es auf

dieser Ebene nicht funktioniert, muss

es vom Departement selbst angepackt

werden.

Zum Abschluss: Was ist ihre Botschaft

für die aktuell im Dienst stehenden

AdA?

Ich möchte mich als erstes bei der Truppe

bedanken und die AdA dafür loben,

dass sie ihren WK in solch einer speziellen

Situation, mit solchen Sicherheitsmassnahmen

und den tiefen Temperaturen

leisten, das ist grossartig. Für die

einen gab es schon einen Einsatz kurz

vor Jahresende. Jetzt sind es nochmals

drei Wochen – das ist eine lange Zeit.

Ich habe gesehen, dass die meisten AdA

sehr motiviert sind, auch wenn es im

Moment keine Krise zu bewältigen gibt.

Es war sehr interessant zu sehen, was es

alles braucht, um eine Sporthalle zu

einem Nothilfecenter umzubauen. Wir

konnten uns einen Eindruck davon

machen, wie es aussehen würde, wenn

es einen Notfall mit Schwerverletzten

gäbe oder eine Grippeepidemie in der

Truppe ausbrechen würde. Unsere Rolle

ist es, all das zu verbessern, was noch

nicht optimal läuft.

ms./gv.


4 /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

«Polizei und Militär

sind überall präsent»

Davos ist die Heimat des WEF – und des HCD. Der Betrieb beim Schweizer

Eishockey-Rekordmeister muss trotz der ausserordentlichen Umstände im Bergort

weitergehen. Cuminaivel sprach mit Center Samuel Walser (24) über Trainingsbetrieb,

einen längeren Arbeitsweg und die Sportler-RS in Magglingen.

Coach Arno del Curto hat soeben das

Training beendet. Wie sieht so ein

Vormittag als Spieler beim HC Davos

aus?

Samuel Walser: Man trifft sich in der

Regel so um 8 Uhr im Stadion, redet etwas

miteinander und macht sein Material

bereit. Dann steht meist eine Einheit

Krafttraining an, bevor es bis am Mittag

aufs Eis geht. Das Training am Nachmittag

ist dann meist individuell und oft

auch abhängig von der gezeigten Leistung

in den Spielen.

Momentan herrscht in Davos Ausnahmezustand.

Hat das Auswirkungen

für euch Spieler?

Normalerweise habe ich fünf Minuten

zum Stadion. Jetzt dauert der Weg dreimal

so lange. Es kommt zudem mal vor,

dass wir eine Einheit verlegen mussten,

weil ein Teil des Stadions von Auswärtigen

gebraucht wurde. Aber sonst ist

alles wie üblich. Das Eisfeld ist auch

während des Anlasses immer frei.

Inwiefern verändert sich der Ort

durch das WEF?

Es hat viel mehr Autos hier oben. Und

dann sind natürlich Polizei und Militär

überall präsent. Davos ist momentan der

wohl sicherste Ort der Schweiz.

Cuminaivel Journalist Hans A. Cattani im Gespräch mit Samuel Walser.

Welchen Bezug hast du persönlich

zum Militär?

Ich habe vor zwei Jahren die Sport-RS

in Magglingen absolviert und muss

auch alle Jahre wieder in den WK. Im

Team hat es noch andere Spieler wie

Dino Wieser, die ebenfalls Dienst leisten.

Ohne Eishockey-Karriere hätte ich

mir auch einen Einsatz hier am WEF

vorstellen können, der ist schliesslich

schon etwas Spezielles. Aber ich wäre

dann froh um genügend warme Kleider

gewesen (lacht).

ac.

An ihm kommen die Gegner nicht leicht vorbei: HCD Center Samuel Walser.

Bilder: ph.

Samuel Walser

Samuel Walser spielt seine vierte

Saison beim HC Davos. 2015 absolvierte

der Solothurner die Sport-

RS der Schweizer Armee. Diese

soll die Wehrpflicht besser mit

einer Profisport-Karriere vereinbar

machen. Die RS ist in eine fünfwöchige

Grund- und eine 13-wöchige

Funktionsausbildung unterteilt. Die

militärische Ausbildung wird ergänzt

durch tägliche Trainings und

Sportausbildungen.


CUMINAIVEL SAMSTAG, 21. JANUAR 2017

/// 5

«Kameraden, ihr

macht es gut!»

Die letzte Stafette geht an den Chef EVB. Der Berufsoffizier Oberst i Gst Piffaretti

ist nun seit zehn Jahren im Einsatz am WEF und hat so einiges erlebt. Was sich

am WEF für ihn verändert hat und wieso ein Ernsteinsatz auch mit einer

Milizarmee gut funktioniert, hat er uns im Interview erzählt.

WEF – Stafette

Was hat sich am WEF in den letzten

zehn Jahren verändert?

Oberst i Gst Piffaretti: Sehr vieles

wurde optimiert. Zum Beispiel wurde

der Bestand der Führungsgruppe

sukzessive auf den heutigen Bestand

von zehn Personen reduziert. Und wie

überall kommen und gehen die Leute,

mit denen man zu tun hat. In meiner Zeit

am WEF arbeitete ich zusammen mit

drei verschiedenen Divisionären, Regierungsräten,

Bundesräten und Kommandanten

der Kantonspolizei. Alles

hervorragende Personen, jeder mit seinem

eigenen Stil, Schwerpunkten und

Charakterzügen. Da ist es eine grosse

Herausforderung, jeder Führungsperson

und gleichzeitig dem Auftrag gerecht zu

werden.

Was ist die grösste Herausforderung

in der Führung der Armee?

Wir haben in jeglicher Struktur drei

Phasen, bevor ein Auftrag erfüllt wird:

Forming, Storming, Performing. In der

Armee können wir uns das Storming

nicht erlauben. Wir müssen also direkt

vom Forming ins Performing kommen.

Dazu braucht es eine gute Planung und

Führung. Besonders wichtig ist zudem

der nahe Kontakt zu den Leuten und die

Fähigkeit, diese zu motivieren, und zwar

in Form der Sinngebung. D.h., der Soldat,

der bei -24 Grad Wache steht, muss wissen,

dass ohne ihn das WEF nicht stattfindet.

Und ohne den Truppenkoch kann

der Soldat keine Wache stehen. Also findet

auch ohne ihn kein WEF statt. Das

WEF findet nur statt, weil unsere knapp

5'000 Leute an ihren Auftrag glauben.

Spürt man den Unterschied zwischen

Übung und Ernstfall?

Oberst i Gst Franco Piffaretti erhielt als Letzter den Stafettenstab.

Für mich ist es, bis auf wenige Ausnahmen,

immer Ernstfall. Ich bin nicht

nur verantwortlich fürs WEF, sondern

zum Beispiel auch für die Ski-WM in

St. Moritz. Auch wenn dies nicht ein

subsidiärer Sicherungseinsatz, sondern

ein Unterstützungseinsatz ist, bleibt dies

trotzdem ein Ernstfall. Die Soldaten

müssen Erfolg haben. Forming, Performing,

kein Storming.

Bild: jw.

Und das funktioniert in einer Milizarmee?

Auf jeden Fall. Die Armee kann nur

profi tieren von den Spezialisten der zivilen

Bevölkerung. Man spricht von sogenannten

operativen Soldaten. Zum Beispiel

muss ein Soldat innerhalb von zwei

Tagen die Zutrittskontrolle so beherrschen,

dass er Freund von Gegenseite unterscheiden

kann. Aufgrund der top ausgebildeten

Leute in der Schweiz ist dies

auch mit Miliz-Soldaten möglich. Sogar

die US Botschafterin hat bei ihrer letzten

Rede gesagt, sie wünsche sich in Amerika

ein Ausbildungssystem wie in der

Schweiz.

Was möchten Sie der Truppe mitgeben?

Kameraden, ihr macht es gut! Haltet noch

diese drei Tage durch und seid aufmerksam

beim Abbau. Ich will keine Verletzungen,

die Sicherheit geht vor. ak.


61 /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

/Hier steht der Titel/

mk. Nein, im Titel ist uns kein Fehler

unterlaufen. Ohne unser Team aber würde

jede Seite so aussehen. Unsere Spezialisten

aus dem Kommunikationsbereich

legen jedes Jahr für zwei Wochen

ihren Beruf auf die Seite und kommen

ans WEF, um den «Cuminaivel» zu produzieren.

Während in Davos die Polizei

und die Armee für die Sicherheit des

Grossanlasses sorgen, wird bei uns

recherchiert, fotografiert, geschrieben,

gelayoutet und es werden immer wieder

neue Ideen für das Magazin gesucht.

Ganz nach dem Grundsatz des romanischen

Namens der Zeitung – «Cuminaivel»

– arbeiten hier Polizisten und Soldaten,

Deutschschweizer, Westschweizer

und Tessiner gemeinsam, um die Sicherheitskräfte

in der Kälte Graubündens mit

Informationen zu versorgen. Von den

frühen Morgenstunden um die Zeitung zu

verteilen, bis in die letzten oft stressigen

Minuten vor Redaktionsschluss, sind wir

für euch im Einsatz. Wer sich jetzt fragt,

wer hinter diesem Magazin steht, findet

hier die Antwort in Bildern.

Betrieb Kantonspolizei Graubünden

Anita Senti

Oberst Graziano Regazzoni

Roman Rüegg

Raphaela Meyer

Oblt Renzo Cannabona

Fachof Fabio Theus

Dorothe Kienast

Ernst Hilfiker

Maj Flavio Hilzinger

Sdt Cristoforo Piattini

Internet

Fachof Christoph Widmer

Wm Andrea Leimgruber

Sdt Damiano Radice


Fachof Dario Schellenberg

Four André Kälin

Redaktion

Fachof Mathias Kaufmann

Sdt Andrea Cattani

Sdt Massimo Solari

Wm Jan Pegoraro

Wm Bastian Widmer

Sdt Joel Wullschleger

Sdt Kabil Nageswarakurukkal

Foto/Film

Sdt Elia Gianini

Sdt Pirmin Henseler

Layout

Wm Reto Flühmann

Sdt Christian Kempter

Übersetzung

Lt Guillaume Volet

Luftwaffe

Fachof Marc Forster

Oblt Sebastian Hueber

Sdt Mark Wyss

Zivilschutz

Marc Scholl Mauro Casanova Patric Deflorian Thomas Kind


8 /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

«Buona parte della

truppa è motivata»

Parola di Guy Parmelin. Il consigliere federale e capo del Dipartimento federale

della difesa ha visitato le truppe impegnate al WEF. Il Cuminaivel l’ha incontrato

e gli ha posto alcune domande sull’esercito ma anche sulla personale esperienza

in grigioverde.

fare i conti con il freddo. Ricordo che

l’equipaggiamento era piuttosto buono,

eccezion fatta forse per gli scarponi che

puntualmente non ci proteggevano dal

gelo. Ammetto tuttavia di non essere mai

stato in servizio a 30 gradi sotto lo zero,

come avviene in questi giorni, nella convinzione

comunque che in questi anni il

materiale a disposizione dei soldati sia

migliorato. Per quanto mi concerne ad

ogni modo porto in serbo un ricordo positivo

della lotta al freddo durante i corsi

di ripetizioni, che va detto fortunatamente

non si tenevano solo in inverno.

Il consigliere federale Guy Parmelin ha osservato attentamente l'operato della truppa.

Signor consigliere federale, in qualità

di capo del Dipartimento federale

della difesa quale genere di risposte

riesce a ottenere dall’impiego al WEF

dell’esercito, il vostro esercito?

Guy Parmelin: Una prima risposta l’ho

provata sulla mia pelle all’entrata dello

stabilimento. I controlli sono molto

stretti, e preferisco sia così piuttosto che

il contrario! (ride) Scherzi a parte, se mi

trovo a Davos è anche per discutere con

il Canton Grigioni, in quanto autorità

che richiede l’impiego sussidiario dell’-

esercito ma anche alla luce delle recenti

operazioni congiunte per gli incendi in

Leventina e a Mesocco. Si è trattato di

tracciare un bilancio per capire se l’arruolamento

dell’esercito insieme alla polizia

e allo stato maggiore funziona. Ma

ne ho pure approfittato per toccare con

mano il posto di soccorso sanitario allestito

dai militari a Davos e confrontarmi

direttamente con la truppa al fine di

comprendere se l’impiego è stimolante o

presenta degli eventuali problemi.

Foto: jp.

E quale feedback ha ottenuto?

Devo dire che è stato tutto molto interessante,

soprattutto vivere in presa diretta

il lavoro di chi è chiamato a dirigere e

operare sul campo. Da un punto di vista

globale si può affermare che l’impiego

dell’esercito è buono, le autorità sono a

loro volta soddisfatte, anche se vi sono

alcuni punti problematici che in prospettiva

vanno migliorati e necessitano di

una soluzione. Penso ad esempio al freddo,

con l’equipaggiamento delle truppe

che – risulta evidente – non è sufficientemente

adatto a delle condizioni climatiche

rigide come quelle di Davos. Questo

aspetto andrà coretto.

Lei era anche caporale. Quali sono i

suoi ricordi legati al servizio militare?

A sua volta, come i soldati attualmente

impegnati a Davos a -25 gradi, ha

magari vissuto dei corsi di ripetizione

«ostili»?

Anche il sottoscritto era incorporato nella

fanteria di montagna e, sì, ha dovuto

In conclusione: c’è un messaggio che

le piacerebbe trasmettere ai militari

che in questi giorni garantiscono la sicurezza

al Forum economico?

Li voglio prima di tutto ringraziare per

essersi messi a disposizione e complimentarmi

con loro per il lavoro svolto

in condizioni non facili e a temperature

proibitive. Credo sia il minimo. Incontrandoli

ho potuto rendermi conto che la

maggior parte di loro è ben motivata, anche

perché ritengo che un servizio come

quello al WEF rappresenti un’interessante

opportunità di formazione. E questo,

fortunatamente, nonostante per ora non

si sia confrontati con una crisi che rende

necessario un impiego concreto. Ma il

fatto di poter osservare una volta «live»

cosa implica ad esempio organizzare una

palestra in un centro di primo soccorso

o immaginare cosa accadrebbe se vi

fossero dei feriti gravi o un’epidemia di

influenza, fornisce già parecchia materia

sulla quale riflettere. Il nostro ruolo,

a livello politico, è invece quello di fare

in modo che quello che funziona meno

bene possa essere migliorato. ms.


CUMINAIVEL SAMSTAG, 21. JANUAR 2017

/// 9

«Merci à la troupe»

«La majorité des soldats est motivée». Ce sont les mots du conseiller fédéral

Guy Parmelin qui a pu visiter la troupe employée au WEF à Davos. Cuminaivel

l’a rencontrée pour une intéressante interview.

Monsieur le Conseiller fédéral, qu’attendez-vous

comme réponse de l’engagement

de l’armée pour le WEF?

Guy Parmelin: La première réponse

que j’ai obtenue à mon arrivée a été: «les

contrôles sont très stricts». C’est juste, et je

préfère ça que le contraire ! (rires) Plaisanterie

mise à part, si je suis venu, c’est pour

mener des discussions avec le canton des

Grisons, puisqu’il est partie prenante de cet

engagement subsidiaire de l’armée alors

que l’on a eu encore dernièrement un autre

engagement suite aux incendies en Leventine

et à Mesocco. Donc c’était aussi l’occasion

de faire un bilan sur l’engagement de

l’armée aux cotés de la police, de manière

à comprendre si celui-ci fonctionne. Et puis

nous avons également profité de l’occasion

pour aller voir le poste de secours sanitaire

et pour discuter avec la troupe, afin

de comprendre si elle était motivée ou s'il

y avait des points pouvant être améliorés.

Vous étiez aussi Caporal. Quels sont

vos souvenirs par rapport au service

militaire ? Tout comme les soldats qui

aujourd’hui sont mobilisés à Davos avec

des températures qui avoisinent les -25

degrés, avez vous vécu des cours de répétition

dans des conditions «hostiles»?

Oui j’étais justement aussi dans l’infanterie

de montagne, et nous avons aussi servi

dans le froid. Je me rappelle que l’équipement

était plutôt bon à l’époque sauf peutêtre

les chaussures. On avait régulièrement

froid aux pieds. Mais je suis sûr que le matériel

a évolué au niveau de la protection

contre les gelures. On n'a jamais eu des

températures de -30 comme c’est le cas actuellement

mais je garde un souvenir assez

positif de la lutte contre le froid. A part ça,

heureusement que l’on n'était pas toujours

engagés en hiver…

Pour conclure : quel est le message que

vous aimeriez transmettre aux militaires,

qui pendant ces jours, garantissent

la sécurité au WEF?

Je crois déjà qu’il faut les remercier pour

leur disponibilité et féliciter celles et ceux

qui font leur cours de répétition dans des

conditions qui ne sont pas faciles, avec des

mesures de sécurités spéciales et les températures

actuelles qui règnent sur la région.

Ça c’est la moindre des choses! J’ai

pu me rendre compte que la majorité est

motivée même s'il n’y a pas de crise qui

nécessite un engagement concret. C’est très

intéressant de voir une fois en direct tout

ce que ça implique d’organiser une halle

de gym en centre de secours, d’imaginer

ce qu’il se passerait s’il y avait des blessés

graves ou pour compliquer ça, s’il y avait

en plus une épidémie de grippe au sein de

la troupe. Notre rôle à nous est d’améliorer

tout ce qui va moins bien. ms./gv.

Frage des Tages: Was werden Sie tun, um sich vom Einsatz zu erholen?

Hermann Hassler

Stellvertreter des Chefs

Kontrollposten und Logistik

Ich schnitze Uhren, Reliefs und andere

Gegenstände mit Steinböcken, Hirschen

oder Adlern. Um das Schnitzen

zu erlernen, habe ich einige Kurse im

Tirol besucht. An meinem Haus habe

ich extra eine kleine Werkstatt angebaut,

die mit Fräsen und Werkzeug

zum Schnitzen ausgerüstet ist.

Soldat Michael Amstutz

Wachsoldat

Als Erstes gehe ich natürlich meine

Freundin besuchen. Wir sind schon

seit sechs Jahren ein Paar und kochen

sehr gerne zusammen. Also, ab in die

Migros einkaufen gehen und dann die

Lasagne in den Ofen schieben. Ich

freue mich auf mein Lieblingsessen

und ein romantisches Dinner. Was

danach passiert, geht euch nichts an!

Gfr Hans Marantelli – Wachsoldat

Velofahren! Der Sport auf zwei Rädern

ist meine grösste Leidenschaft.

Da ich von Kaiseraugst komme, gehe

ich meistens mit dem Rennvelo in den

Schwarzwald. Am liebsten fahre ich

jedoch über den Flüelapass. Wenn es

am Wochenende zu kalt ist, trainiere

ich zu Hause auf dem Rollentrainer,

denn ich muss in Form bleiben für die

«Jedermannrennen».


10 /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL


CUMINAIVEL SAMSTAG, 21. JANUAR 2017

/// 11

Zeichnung: gs.


12 2 /// /// SAMSTAG, 21. JANUAR 2017 CUMINAIVEL

Bild des Tages

Davos, 19.01.2017, 13:50

Bild: jp.

Mi verrumens

jetz au wider.

Tschau zäma!

fb.com/cuminaivel

Alle Ausgaben finden

Sie im Web unter

www.cuminaivel.ch

Kopf des Tages: Wm Daniel Lindegger

ak. Seit zwei Wochen im Einsatz, ist

Wachtmeister Daniel Lindegger zuständig

für einen Teil der Wache in

Thusis. In einem Ernsteinsatz wie am

WEF ist dies eine grosse Verantwortung,

die der 25-jährige gerne wahrnimmt.

«Wachtkommandant ist eine

spannende Aufgabe, die ich freiwillig

übernommen habe.» Im zivilen Leben

Bild: jw.

ist Lindegger als Baumeister tätig, ein

Job mit vielen Facetten: Architekten

vertreten, Termine planen, Finanzen

kontrollieren, Leute ausbilden und führen.

Die Führungserfahrung die er dort

braucht, hat er im Militär erlernt. «Das

Militär ist die einzige Organisation, wo

man schon in jungen Jahren üben kann,

vor Leute zu stehen, Gruppen zu führen

und sich durch zusetzen. Eigenschaften,

die mir nun auch im Zivilen helfen».

Am Samstag wird der Wachtmeister

wieder ins Berufsleben nach Gränichen

entlassen. Dann begibt sich der begeisterte

Bergsportler mit seiner Freundin

in ein neues Abenteuer: Eisklettern!

Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

Kantonspolizei Graubünden und der Schweizer Armee

Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA

Infoline Cuminaivel: 058 469 16 22

E-Mail: info@kapo.gr.ch

Team: Oberst Regazzoni Graziano (gr.), Oblt Cannabona

Renzo (rc.), Maj Hilzinger Flavio (fh.), Fachof Forster Marc

(mf.), Fachof Kaufmann Mathias (mk.), Fachof Widmer

Christoph (cw.), Fachof Theus Fabio (ft.), Oblt Hueber Sebastian

(hs.), Lt Volet Guillaume (gv.), Four Kälin André (ak.),

Wm Flühmann Reto (rf.), Wm Pegoraro Jan (jp.), Wm Widmer

Bastian Bruno (bw.), Sdt Cattani Andrea (ac.), Sdt Kempter

Christian (ck.), Sdt Piattini Cristoforo (cp.), Sdt Radice Damiano

(dr.), Sdt Wyss Mark (mw.), Sdt Solari Massimo (ms.), Sdt

Gianini Elia (eg.), Sdt Henseler Pirmin (ph.), Sdt Nageswarakurukkal

Kabil (kn.), Senti Anita (as.), Hilfiker Ernst (eh.),

Kienast Dorothe (dk.), Meyer Raphaela (rm.), Rüegg Roman

(rr.), Deflorian Patric (pd.), Casanova Mauro (mc.), Scholl

Marc (ms.), Kind Thomas (tk.) Guillaume Stark (gs.)

Verantwortliche: Senti Anita, C Komm Kapo GR

Oberst Regazzoni Graziano, C Komm EVB

Ausgaben: Erscheint vom 12.01. – 21.01.2017

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