Auf dem Lahnwanderweg - Die Watzmänner aus Wehr

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Auf dem Lahnwanderweg - Die Watzmänner aus Wehr

Auf dem Lahnwanderweg

von Obernhof nach Bad Ems, insgesamt 18 Km

Nicht nur für Kanuten und Radsportler, sondern auch

für ambitionierte Wanderer ist das Lahntal zwischen

Obernhof und Bad Ems ein Geheimtipp. Der neue

Lahnwanderweg verbindet die alten Lahnhöhenwege

auf Westerwald- und Taunusseite zu einer herrlichen

Streckenwanderung mit traumhaften Panoramablicken

ins Lahntal. Allerdings sollte man eine gute Kondition

mitbringen, wenn man die zweite Etappe dieses Premiumwanderweges

erwandert, sind doch fünf stramme

Aufstiege mit insgesamt mehr als 700 Höhenmetern zu

bewältigen.

Die Lahn bei Obernhof

Wir starten die Tour am Bahnhof in Obernhof, überschreiten

die Lahn und wandern ausgangs der Ortslage

in den Steilhang hinein. Bald nimmt uns ein schmaler

Pfad auf, der recht steil bergan führt. Kurz darauf

erreichen die Bergkameraden einen Aussichtspunkt,

von dem aus jenseits des Tales Kloster Arnstein auf

einem Felsensporn bewundert werden kann. Der felsige

Pfad schlängelt sich jetzt höhengleich an der Hangkante

entlang. Während rechter Hand Schieferwände

aufragen, fällt das Gelände zur linken Seite lotrecht ab.

Ein Eisengeländer schützt vor Stürzen ins Bodenlose.

Die Watzmänner im Lahnwanderweg

Schließlich führt der Weg in Serpentinen in das Gelbachtal

hinein. Die Watzmänner erreichen Weinähr, überschreiten

den Gelbach und wandern auf der anderen

Seite des Tales in den lichten Forst hinein. Auch hier

steigt das Gelände steil an. In endlosen Schleifen führt

uns die Wegmarkierung zur Hohen Lay hinauf. Über

Treppenstufen erklimmen wir den herrlichen Aussichtsfelsen

hoch über dem Lahntal. Hier wird ausgiebig Rast

gehalten um die traumhaften Aussichten auf Nassau

und zurückblickend auf das Kloster Arnstein zu genießen.

Erneut geht es jetzt zu Tal. Ein schmaler Saumpfad

geleitet die fünfköpfi ge Wandergruppe nach Nassau.

Hier fällt besonders der imposante Fachwerkbau des

historischen Rathauses aus dem 17. Jahrhundet und

der geschmackvoll gestaltete Vorplatz ins Auge.

Historisches Rathaus von Nassau

Auch die alte Kettenbrücke, auf der wir kurze Zeit später

die Lahn überschreiten, beeindruckt die Wanderer sehr.

Erneut steigt der Lahnwanderweg in den Hang hinein.

Vorbei am Denkmal des Frh. von Stein, einem Sohn der

Stadt Nassau, geht es zum Burgberg hinauf. Hier locken

die Einkehr im Burgrestaurant und eine Besichtigung

der Burg Nassau. Die stolze Anlage stammt aus dem

Jahre 1093 und ist der Stammsitz des Hauses Nassau.

Wir lassen das mittelalterliche Gemäuer links vom Lahnwanderweg

liegen und wandern vom Burgberg in das

idyllische Mühlbachtal hinein. Nach dem Durchschreiten

der sattgrünen, schon frühlingshaften Talaue führt ein

schmaler Steg über den Mühlbach und sodann, wie kann

es anders sein, erneut steil bergan.


Auf dem Lahnwanderweg

von Obernhof nach Bad Ems, insgesamt 18 Km

Im zweiten Teil der Strecke werden beim Aufstieg nach

Misselberg breite Waldwege beschritten. Zwischen dem

Geäst bewundern die Bergkameraden jenseits des Mühlbachtales

den Bergfried der Burg Nassau, der die Baumkronen

des Burgberges überragt. Kurz vor Misselberg

zweigt der Lahnwanderweg nach rechts ab, überquert

ein kleines Rinnsal auf einem hölzernen Steg und führt

dann auf eine Freifl äche hinaus. Eine Weile wandern die

Watzmänner an einer Obstplantage entlang, um dann

der Streckenführung nach rechts, auf einem schmalen

Steiglein steil bergan, zur Kuxlay zu folgen.

Lahntalblick von der Kuxlay auf Dausenau

Von diesem famosen Aussichtspunkt fällt der Blick eindrucksvoll

hinab ins Lahntal. Weit voraus ist Dausenau

zu sehen und von rechts grüßt Nassau herüber. Hier wird

noch einmal eine Wanderpause eingelegt, bevor wir an

der Hangkante entlang wandern und noch mehrere Male

Gelegenheit haben, die Lahn aus der Vogelperspektive

zu betrachten. Aus dem Wald heraustretend, führen uns

breite Wiesenwege dann hinab nach Dausenau. Auch

hier wird die Lahn überquert um diesmal auf der Westerwaldseite

dem Lahnwanderweg zu folgen. Von der

Lahnbrücke weiß die mittelalterliche Ortsansicht von

Dausenau sehr zu gefallen.

Historische Ortsansicht von Dausenau

Teile der alten Stadtmauer und ein hoch aufragendes

Stadttor sind noch erhalten. Auch der schiefe Turm von

Dausenau ist am Ortsende auszumachen. Wir streifen

den Ort an seiner westlichen Seite und wandern an der

historischen Stadtbefestigung vorbei in den Hang hinein.

Schrebergärten und eine schöne Aussicht auf das

Ortsbild von Dausenau begleiten uns beim letzten steilen

Anstieg hinauf zu den Lahnhöhen. Nach weiteren

zwei Kilometern erreichen die Wanderer den Concordiaturm,

der sich hoch über Bad Ems erhebt. Ein traumhafter

Panoramablick von der Plattform des Turmes auf

das Kurzentrum der Bäderstadt Bad Ems erwartet die

Watzmänner. Hier könnte man stundenlang verweilen

um diese herrliche Aussicht zu genießen.

Blick vom Concordiaturm auf Bad Ems

Aber die Zeit drängt. So machen wir uns alsbald an den

Abstieg. Die Streckenführung überrascht jetzt mit einem

rustikalen Felsensteig, der sich in Serpentinen hinab ins

Lahntal schlängelt. Immer wieder führen Abzweige zu

Aussichtspunkten auf Bad Ems. Letzter Höhepunkt auf

diesem Teilabschnitt bilden die kleinen Heinzelmännchenhöhlen.

Es handelt sich dabei um Aushöhlungen im

Karstgestein, die aus der Zeit des Unterdevons stammen.

Zum Schluss dieser Etappe auf dem Lahnwanderweg

durchschreiten wir, oh Wunder, noch ein Parkhaus

und kehren dann auf ein gutes Stück Kuchen und einen

köstlichen Eisbecher im Kurviertel von Bad Ems ein.

Hier endet ein traumhafter Wandertag, den man guten

Gewissens weiterempfehlen kann.

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