ECHO Top1000 Niederösterreich 2016

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P.b.b. 02Z032987M, Retouren an: ECHO Zeitschriftenverlag,

Museumstraße 11, 6020 Innsbruck, 2 Jg., Dezember 2016, € 3,50

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top 1000 | Editorial

Bewegte Zeiten

Christa Maria Temper

IMPRESSUM: ECHO Wirtschaft Top1000 2016

Medieninhaber: ECHO Zeitschriften- und Verlags Ges.m.b.H.

Herausgeber: Christa Maria Temper

Redaktion: Christa Maria Temper, Sandra Mirosavljevic,

Josef Temper

Layout/Bildbearbeitung: Daniela Steixner-Winkler,

Verwaltungs adresse: ECHO Zeitschriften- und Verlags GmbH,

A-6020 Innsbruck, Museumstraße 11

Tel.: 0512/34 21 70; Fax: DW -20,

E-Mail: top1000@echonoe.at

Büro Niederösterreich:

Tel. 0681-10402010,

E-Mail: ch.temper@echonoe.at

Weitere Informationen zu § 25 Mediengesetz

unter: www.echoonline.at unter Impressum

Waren es im Vorjahr auf unserem Cover glühende Kohlen, die als Synonym für Geld

oder Umsatz – Kohle eben – standen, so lässt das Pulver am diesjährigen Cover

viel mehr Interpretationsspielraum zu. „Pulver“– ebenfalls ein Synonym für Geld,

Wohlstand und Reichtum – ist wesentlich sensibler in seiner Konstitution, es ist in Bewegung,

unkontrollierbarer, aber auch im positiven Sinn viel dynamischer.

So spiegelt unser Cover durchaus die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation

dieser Zeit wider. Alles ist im Umbruch. Während sich weltweit Verunsicherung und Ängste

breit machen, kann Niederösterreichs Wirtschaft (noch) diese positive Dynamik, herausragende

Ergebnisse und beeindruckende Entwicklungen vorweisen. Daten und Fakten im Ranking der

TOP 1000 Unternehmen sprechen eine klare Sprache. (Seite 78 bis 106)

Der nicht mehr wegzuleugnenden Krise der EU widmen wir eine Themenstrecke, die uns bis

nach Schottland führt. ECHO Wirtschaft war vor Ort, hat mit Unternehmern und Wirtschaftsvertretern

die noch nicht abzuschätzenden Auswirkungen des Brexit diskutiert und Stimmungen

eingefangen. Aber auch Vertreter von Niederösterreichs Wirtschaft kommen zu Wort, allen voran

IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. (Seite 6 bis 11)

WK-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl gelingt es in einem spannenden Interview, Antworten und

Lösungen auf brennende Fragen dieser Zeit zu präsentieren. (Sie finden das Interview auf den

Seiten 14 bis 16).

Ein Themenschwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich den heimischen Playern am Weltmarkt.

Wir haben unter anderem mit Johann Marihart, CEO des Weltmarktführers AGRANA, ausführlich

über Erfolgsstrategien gesprochen. Johann Marihart hat AGRANA zu dem gemacht, was es

heute ist, und es ist immer wieder ein Vergnügen, seinen Ausführungen zu folgen. Spannend!

(Seite 20 bis 29)

Brennende Themen wie Lehre, Bildung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Verkehr kommen

nicht zu kurz. Unseren Redaktionsmitarbeitern Sandra Mirosavljevic und Josef Temper gelang es,

eine Reihe von Meinungen und Statements von Unternehmern und Unternehmerinnen einzuholen.

Ein buntes Spektrum an Verbesserungsvorschlägen und Erwartungen an die Gesetzgeber

reflektiert die Stimmung im Land.

Über eine Strecke von acht Seiten präsentieren wir einen Bezirk, der niederösterreichweit die

niedrigste Arbeitslosigkeit hat. Einen Bezirk, wo sowohl Industrie wie auch Gewerbe und Tourismus

boomen. Einen Bezirk, in dem es großen Spaß macht zu arbeiten, spiegelt doch die Stimmung

der Menschen genau diese herausragende Dynamik wider. Einen Bezirk, wo an der Spitze der

WK-NÖ-Bezirksstelle eine ebenso dynamische Frau steht: Erika Pruckner ist mächtig stolz auf

SCHEIBBS, den „Vorzugsschüler“ unter den niederösterreichischen Bezirken, und dieses Selbstbewusstsein

bringt sie in ihrem Interview unmissverständlich zum Ausdruck. (Seite 67 bis 74)

Das Beste am Schluss: Ein Schwerpunktthema dieses Magazins und sicherlich aller weiteren

Ausgaben widmen wir Frauen an den Schaltstellen der niederösterreichischen Wirtschaft. Es

hat nicht nur großen Spaß gemacht, mit einer Frau wie Erika Pruckner zu diskutieren, da waren

unter anderen noch Katharina List-Nagl, die Frau an der Spitze von F/List, oder Beatrix

Pollak, Vorstandssprecherin von SHT Haustechnik, die Designerin und Künstlerin Vesna oder

die Bezirksstellenobfrau der WK NÖ Neunkirchen und Landesvorsitzende von „Frau in der

Wirtschaft“ Waltraud Rigler. (Seite 59 bis 65)

Ich gebe zu: Mir persönlich haben diese Gespräche am meisten Spaß gemacht und ich hätte

mir noch viel mehr Zeit gewünscht, um auch all jenen Frauen, die leider nicht immer im Vordergrund

stehen, die ihnen gebührende mediale Aufmerksamkeit zu geben. In diesem Sinne: Meine

Damen, es war mir ein Vergnügen!


Viel Spaß beim Lesen unseres Wirtschaftsmagazins.


Christa Temper, Herausgeberin

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

3


Fotos: Fotolia, Tanja Wagner, E. Kainerstorfer, Haubis, F/List

Inhalt

6 EU-Krise

Die Union taumelt von einer Krise in die

nächste, Ausgang ungewiss.

08 Brexit I

Schottland reagiert verstimmt auf das Brexit-Votum

und möchte in der EU bleiben.

10 Brexit II

Garry Clark von der Scottish Chamber of

Commerce zur Stimmung der Wirtschaft

im Land des Whisky und des Tweed.

14 „Wirtschaftsfeindliche

Arbeitszeiten“

WK-NÖ-Präsidentin Sonja

Zwazl über flexible Arbeitszeiten,

Digitalisierung und

innovative Unternehmen.

18 Traditionsunternehmen

Seit über 200 Jahren produziert die Familie

Salzer am Standort St. Pölten Papier.

20 Weltmarktführer

Mit Innovation und Know-how erobern

NÖ Unternehmen die globalen Märkte.

28 Expansionskurs

CEO Johann Marihart über den

Wandel von AGRANA vom lokalen

Player zum Weltkonzern.

30 Erfolgreich mit Kupfer

Innovative Produkte aus Kupfer und

Kupferlegierungen sind die Spezialität von

buntmetall Amstetten.

32 Dienstleister Maschinenring

Landes-GF Christian Wildeis über die

Entwicklung vom Selbsthilfeverein zum

Dienstleistungsbetrieb.

34 Das Brot-Universum

Im Haubiversum wird für

Groß und Klein alles rund ums

Brot erklärt.

36 Fitnessprogramm

Wie das Land NÖ tatkräftig

Unternehmen fördert, erklärt

Wirtschafts-LR Petra Bohuslav

im Interview.

38 Lehrjahre

Geeignete Kandidaten für Lehrstellen

zu finden, wird für niederösterreichische

Unternehmen immer schwieriger.

44 Automegastore

Familienunternehmen Czeczelits: Mit

Top-Marken und motivierten Mitarbeitern

zum Erfolg.

46 Fürs Leben lernen

Niederösterreichs Fachhochschulen bemühen

sich, die heimische Start-up-Szene

zu unterstützen.

50 Arbeitsmarkt

Starke Kontraste in NÖ: Rekordarbeitslosigkeit

und Beschäftigungsrekord.

52 Logistikdrehscheibe

Der Kremser Hafen profitiert von der Beteiligung

des Logistikdienstleisters Rhenus.

53 Wussten Sie, dass ...?

Wissenswertes über Unternehmen aus NÖ.

54 Unter Strom

Immer mehr Unternehmen setzen beim

Fuhrpark auf Elektroautos.

56 Infrastrukturlücken

Der Ausbau wichtiger Verkehrsverbindungen

lässt in NÖ oft auf sich warten.

59 Stille Reserve

Führungspositionen in Unternehmen sind

nach wie vor nur selten mit Frauen besetzt.

60 Vorzeigebetrieb

F/List-CEO Katherina List-

Nagl im Interview über die

bemerkenswerte Erfolgsgeschichte

ihres Unternehmens.

62 Grande Dame

Die Textildesignerin Vesna über die Krise

der Textilindustrie und wie eine Trendwende

zu schaffen wäre.

64 Vorbilder

Beatrix Pollak, Vorstandsprecherin der

SHT Haustechnik AG, über die Rolle von

Frauen in Top-Positionen.

66 Wirtshauskultur

Eine Gruppe Wirtschaftstreibender stellt

sich dem Wirtshaussterben in den Weg.

67 Vorzugsschüler

Glänzende Aussichten: Die Wirtschaftsdaten

des Bezirks Scheibbs können sich

sehen lassen.

68 Powerfrau

Die Scheibbser WK-Bezirksobfrau Erika

Pruckner im Interview über die rundum

positive Bilanz des Bezirks.

72 Qualitätsvolles Handwerk

Moser Wurst: Tradition und Innovation

als Grundlage des Unternehmenserfolgs.

75 Werbung 4.0

Digitalisierung und Social Media: Die

Kommunikationsbranche ist im Umbruch.

RANKING

78 Wirtschaftskraft

Die Bezirke Niederösterreichs

im Vergleich.

80 Top 50

Die 50 umsatzstärksten Unternehmen

Niederösterreichs.

84 51–1000

950 niederösterreichische Top-Unternehmen

im Überblick.

104 Firmen von A bis Z

Die Top 1000 Unternehmen in alpabetischer

Reihenfolge.


SHT | PROMOTION

SHT – der Nr. 1 Partner

Nr. 39

Mit mehr als 3.500 Kunden und einem Sortiment von 500.000 Artikeln ist die

SHT Haustechnik AG der führende Großhandelspartner für Installateure. 2015 erreichte

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AWARDED

AWARDED

AUSTRIA

2015-2016

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Ausbildungsbetrieb“ und ist Gewinner

des Österreichischen KnewLEDGE Staatspreises.

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Weg der SHT in der Lehrlingsausbildung und

spiegeln die gelebte Ambition der Mitarbeiter

wider, sich laufend weiter zu entwickeln.

Foto: SHT Haustechnik AG

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Paket. Das Leben ist kompliziert genug, da tut es gut, wenn man sich bei Bad und Heizung auf

Profi s verlassen kann.

Sanitär- und Heizungsgroßhändler stehen

heute vor der Herausforderung

ihren Kunden ein abgestimmtes Service

zu bieten. Der Grund liegt in der Komplexität

des Marktes. Die eine Anforderung

gibt es nicht mehr, unterschiedliche Kundengruppen

suchen nach unterschiedlichen

Lösungen. Hier kommt der Branchenleader

„Wir gestalten den

Markt aktiv mit und

überzeugen mit individuellen

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individuelle Ansprüche.“

Beatrix Pollak, Vorstand

SHT ins Spiel. SmartData, differenzierte

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SHT Haustechnik aus. Heute mehr denn je.

Der Markt- und Innovationsführer bietet seinen

Kunden ein Service, das begeistert:

Das größte Logistiknetzwerk Österreichs,

permanente Innovationen, ein umfassendes

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Logistik und Marke bestätigen diesen Weg

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LOGISTIKNETZWERK ÖSTERREICHS

Mit sechs Logistikzentren, mehr als 200

LKW, 43 Abholmärkten, 36.400 Lagerartikel

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laufenden Innovationen sorgt SHT für einen

Vorsprung der Kunden bei Schnelligkeit,

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BÄDERPARADIESE - ÖSTERREICHS

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Erlebnis werden, das begeistert.

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Traumbad aussehen wird. Dank Virtual

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neues Bad von allen Seiten betrachten kann,

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KONTAKT

SHT Haustechnik AG

Gurkgasse 7-9, 1140 Wien

T: +43 5 96 96- 0

E: info@sht-gruppe.at,

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top 1000 | iNterVieW

Quo vadis Europa?

Währungskrise, Flüchtlingswelle und Brexit. Die jüngste Geschichte der EU gleicht einer

Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Viele Bürger haben mittlerweile den Glauben an

die Lösungskompetenz der verantwortlichen Politiker verloren und stehen der Union

mit wachsender Skepsis gegenüber.

Es ist die Geschichte einer fortwährenden

Krise. Auf den Crash der

Finanzmärkte, bei dem eine europaweite

Banken-Pleitenwelle nur mit massiven

staatlichen Interventionen abgewendet werden

konnte, folgte die Währungskrise, die eine Reihe

von EU-Volkswirtschaften an den Rande

des Staatsbankrotts brachte. Die notdürftig stabilisierte

Union steuerte wenig später mit der

Ankunft von Millionen Flüchtlingen und dem

Volksentscheid der Briten, aus der EU auszutreten,

auf die nächsten massiven Krisen zu.

Noch nie, seit ihren Anfängen vor mehr

als 60 Jahren, befand sich die Europäische

„Ich bin optimistisch,

dass sich diese Krise

nicht in einen Flächenbrand

ausweitet.“

Thomas Salzer,

Unternehmer und IV-NÖ-Präsident

Union in einer derart labilen Situation, noch

nie war ein Scheitern des größten politischen

und wirtschaftlichen Einigungsprozesses der

jüngeren Geschichte so denkmöglich wie

jetzt. Auch in für die Gemeinschaft essenziellen

Fragen klaffen die Positionen der Mitgliedsstaaten

oft weit auseinander, der für die

Entscheidungsfindung in der Vergangenheit

so wichtige Konsens wird immer seltener gefunden.

Und die wichtigste Währung jedes

politischen Konstrukts, das Vertrauen der

Menschen in es und in seine Entscheidungsträger,

schwindet schneller denn je und verstärkt

die Zentrifugalkräfte. Jüngstes Beispiel

dafür: Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs,

nach über 40-jähriger Mitgliedschaft

den Klub des vereinten Europa zu verlassen.

Befeuert wurde der Volksentscheid durch eine

populistische, von Fakten beinahe vollständig

befreite Kampagne des „Vote Leave“-Lagers,

bestehend aus eingefleischten Nationalisten

und dem EU-kritischen Flügel der konservativen

Regierungspartei. Seit dieser für alle Beteiligten

ziemlich überraschenden Entscheidung

der Briten gilt der Brexit als Blaupause

für die Nationalisten Europas. Diese erhalten

stetig Zustrom und Zustimmung durch eine

zusehends verunsicherte Bevölkerung, die in

Zeiten der Krise der fatalen Tendenz nachgibt,

den wohlfeilen Einfachlösungen der Populisten

Glauben zu schenken.

Dass es einfache Lösungen nicht gibt, beweist

aber die Entwicklung im Vereinigten

Königreich seit dem möglicherweise verhängnisvollen

Volksentscheid. So büßte etwa das

britische Pfund innerhalb weniger Wochen

gut 15 Prozent an Wert gegenüber dem Euro

und dem US Dollar ein und befand sich zeitweise

im freien Fall. Weitere negative Effekte

für das Land sind zu befürchten, denn mit der

Wahrscheinlichkeit eines „harten Brexit“ steigt

auch die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen

wichtiger Wirtschaftszweige, wie etwa

des Bankensektors, die Insel verlassen und

Zuflucht im freien Markt Europas suchen.

Womit auch schon das wahrscheinlich wichtigste

Stichwort im Kampf der Argumente für

und gegen ein möglichst geeintes Europa benannt

ist. Denn nichts hat den Zusammenhalt

und die Entwicklung der EU-Mitgliedsstaaten

bisher so gefördert wie der freie Warenverkehr

innerhalb der Union. Die oft kritisierte Wirtschaftslastigkeit

der EU ist gleichzeitig deren

wichtigste Antriebskraft zur Entwicklung, wie

am Beispiel Österreich gut abzulesen ist. Die

Exportquote liegt bei knapp 54 Prozent des

BIP, 70 Prozent davon in EU-Länder. Jeder

Prozentpunkt bei der Exportquote sichert laut

WKO in etwa 10.000 Arbeitsplätze.

Regionale Wirtschaft

Bricht man die Eckdaten auf Niederösterreich

herunter, sieht man, welche Bedeutung der

freie Warenverkehr innerhalb der EU auch

für die regionale Wirtschaft hat. Sogar knapp

drei Viertel der Exporte niederösterreichischer

Betriebe gehen in Länder der EU. Der

bei Weitem wichtigste Handelspartner ist

wenig überraschend mit beinahe 30 Prozent

Deutschland, gefolgt von Tschechien, Italien

Foto: Delphotostock/fotolia, Temper

6

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


und Ungarn mit jeweils ca. fünf Prozent des

Exportvolumens. Erst dann folgen Länder

wie die Schweiz – immerhin auch ein Nachbarland

Österreichs – oder die USA.

Bruttoregionalprodukt

Insgesamt erwirtschaften niederösterreichische

Unternehmer mehr als 40 Prozent des Bruttoregionalprodukts

mit Warenexporten. Rechnet

man die Dienstleistungsexporte hinzu, werden

mehr als die Hälfte des Bruttoregionalprodukts

im Ausland generiert. Auch für die Beschäftigungslage

im Bundesland hat die hohe Exportquote

eine entscheidende Bedeutung. Pro Milliarde

Euro Exportumsatz werden rund 11.000

Arbeitsplätze in Nieder österreich gesichert, bei

einem Warenexport von aktuell 20,4 Milliarden

Euro sind das 224.000 Arbeitsplätze, die

von Exporterfolgen abhängig sind.

Wenig verwunderlich, dass angesichts dieser

Fakten so mancher Unternehmer die aktuellen

Entwicklungen, und dabei vor allem

den Austritt des Vereinigten Königreichs aus

der EU, kritisch beobachtet. Unternehmer wie

Thomas Salzer, Eigentümer der Salzer Papier

GmbH, deren Produkte zu 99 Prozent exportiert

werden. Hauptsächlich in Länder der EU,

aber auch der Export ins Vereinigte Königreich

spielt für das Unternehmen eine Rolle.

„Wir sind gerade dabei, ein neues Segment im

Bereich Lebensmittelverpackungspapiere aufzubauen

und da ist das Vereinigte Königreich

ein wichtiger Hoffnungsmarkt, weil in diesem

Markt das verpackte Produkt eine sehr große

Rolle spielt. Kurzfristig stellt uns das natürlich

durch den Währungsverlust des Pfunds vor

das Problem, dass wir um 20 Prozent höhere

Preise verlangen müssten, und langfristig stellt

sich die Frage, wie dieser Markt beliefert werden

kann. Gibt es Handelshemmnisse? Gibt

es Zusatzkosten? Wie muss ich mich aufstellen,

damit ich auf diesem Markt überhaupt

weiter tätig sein kann? Die Frage für uns ist:

Wie geht’s weiter“, erläutert Thomas Salzer, seit

dem Vorjahr auch Präsident der Industriellenvereinigung

NÖ, die Situation seines Betriebs.

Mit einer gewissen Skepsis beobachtet auch

Alfred Hintringer, kaufmännischer Geschäftsführer

der buntmetall amstetten GmbH, die

Entwicklung: „Die EU ist für buntmetall der

wichtigste Exportmarkt. Eine gemeinsame

Weiterentwicklung ist damit für uns mehr als

wichtig. Die Entscheidung Großbritanniens

zum Brexit sehen wir mit gemischten Gefühlen.

Die zu setzenden Rahmenbedingungen

der Politik werden darüber entscheiden, inwieweit

wir als Unternehmen betroffen sein werden.“

Buntmetall produziert in Amstetten mit

648 Mitarbeitern 35.000 Tonnen Halbzeug

aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Weiche Landung?

Als entscheidend für Unternehmer diesseits

und jenseits des Ärmelkanals kristallisiert

sich die Frage nach dem weiteren Prozedere

des Ausstiegs der Briten heraus. Die Chancen

für eine weiche Landung sind, folgt man den

Aussagen führender Politiker aus UK und

EU, in den vergangenen Wochen aber deutlich

geringer geworden. Wobei der Druck, ein

akzeptables Verhandlungsergebnis zustande

zu bringen, nach Ansicht vieler Experten eher

bei den Briten liegt. Zu groß sei die Abhängigkeit

der britischen Wirtschaft vom freien

Waren- und Kapitalverkehr der EU, als dass

eine Isolation auf die Dauer tragbar wäre. Eine

Einschätzung, die auch Johann Marihart,

CEO der Agrana Beteiligungs AG, teilt: „Der

Austritt von Großbritannien aus der Union

ist zwar eine Blamage für die EU, aber ich bin

überzeugt, das Verhandlungsergebnis wird auf

ein Freihandelsabkommen, das eine Zollfreiheit

beinhaltet, hinauslaufen.“ Ähnlich beurteilt

auch Franz Czeczelits, Geschäftsführer

des Czeczelits Automegastore in Wiener

Neustadt, der mit Jaguar und Landrover auch

britische Automarken im Portfolio hat, die Situation:

„Sollte es einen harten Brexit geben,

dann nehme ich an, dass die Autowerke, die

jetzt im Vereinigten Königreich sind, in die

EU verlagert werden. Aber ich gehe davon aus,

dass es auch in Zukunft keine Handelsschranken

zwischen UK und der EU geben wird.“

Unklar, neben dem konkreten Ausstiegsszenario

der Briten, ist auch, ob und wie sich

der Austritt der zweitgrößten Volkswirtschaft

aus der EU auf bestehende Separationistendenzen

in den anderen Mitgliedsstaaten

auswirken wird. „Ich bin optimistisch, dass

sich diese Krise nicht in einen Flächenbrand

ausweitet. Ich glaube, dass die europäischen

Nationen klug genug sind, den Nutzen der

EU zu erkennen und weiter daran festzuhalten“,

bleibt Thomas Salzer bei dieser Frage

zuversichtlich.

Josef Temper

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

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Smalltalk war gestern

Verstimmt. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU sorgt im

nördlichen Teil der Insel für Verstimmung, denn die Schotten fürchten um die

wirtschaftliche Prosperität ihrer Region. Ein Lagebericht.

Für ein hitziges Temperament sind

Schotten nicht unbedingt bekannt.

Kämpferisch ja, aber immer mit der

gebotenen britischen Gelassenheit und Coolness.

Trotzdem wurde in kaum einem anderen

Teil des Vereinigten Königreichs der Volksentscheid,

die EU zu verlassen, in den Medien und

von der Politik mit so viel Entrüstung kommentiert

wie in Schottland. Und auch wer in diesen

Tagen durch das Land des Whisky und des

Tweed reist, findet sich schnell in einer Runde

wieder, in der vor allem ein Thema diskutiert

wird: der Brexit und die Folgen für das Land.

Dabei wird immer wieder gern ein Fakt ins

Treffen geführt, der offenbar vielen Schotten

nach wie vor schwer im Magen liegt. Nämlich

das Unabhängigkeitsreferendum von 2014, bei

dem sich zwar keine überwältigende, aber eine

doch recht klare Mehrheit von 55 Prozent der

Wahlberechtigten für einen Verbleib beim Vereinigten

Königreich aussprachen. Unterstützt

wurde diese Position damals unter anderem

auch durch die Unsicherheit welche Zukunft

denn ein unabhängiges Schottland in der EU

hätte. Heute ist das alles anders, jetzt sind es die

Engländer, die rauswollen, allerdings aus der

EU, und es sind die Schotten, die dabeibleiben

möchten. Nicht unbedingt im Vereinigten Königreich,

aber in der Europäischen Union. Fast

zwei Drittel haben sich beim EU-Referendum

für die EU ausgesprochen. Und jetzt seien es

wieder einmal die Engländer, die Schwierigkeiten

machen, grollt manch national gesinnter

Schotte. Nicht wenige, darunter auch Schottlands

First Minister Nichola Sturgeon, sind

der Überzeugung, unter diesen Umständen

müsse wohl erneut über den Verbleib des Landes

beim Vereinigten Königreich abgestimmt

werden.

Bedenken

Die Stimmung in der Runde, die sich zum

traditionellen Friday Evening Dinner in dem

schmucken Landhaus in einer kleinen Ortschaft

nördlich von Berwick-upon-Tweed eingefunden

hat, ist der Lage entsprechend. Nach

kurzem Smalltalk ist man schnell bei der Causa

Prima angelangt: Wie geht es nach dem Brexit

weiter? Verletzter Nationalstolz oder ein neuerliches

Referendum spielen in dieser Gesellschaft

von Unternehmern und Akademikern

kaum eine Rolle, vielmehr handfeste Bedenken,

was die wirtschaftlichen Aussichten betrifft. Zu

viele Unternehmen hier im Borders County, einer

für schottische Verhältnisse wirtschaftlich

starken Region, wären sowohl von Exporten in

die EU wie auch von den billigen und arbeitswilligen

Personalressourcen des Kontinents abhängig.

Große Unternehmen, wie die Ahlstrom

Paper Mill in Chirnside oder Farne Salmon aus

dem benachbarten Duns, könnten, so wird in

der Runde gemutmaßt, mit einem harten Brexit

– also Zollschranken und eingeschränktem

Personenverkehr – ihre Probleme bekommen.

Dabei sind die an diesem Abend diskutierten

Szenarien noch bei Weitem nicht die pessimistischsten

Einschätzungen. Einige Tage später,

im idyllischen Tal der Whiteadder, wo der

Unternehmer Will Dobie Wälder besitzt und

Foto: istock - David Callan

8 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


ein Sägewerk betreibt. Auch Dobie beschäftigt

Arbeiter aus den EU-Staaten, heimische Kräfte

wären für diese Art Arbeit kaum zu bekommen.

Dazu kommt, dass die osteuropäischen Arbeiter

sehr motiviert an die Sache herangingen, so Dobie.

Seine Einschätzung für den Fall, dass keine

Arbeitskräfte aus der EU mehr beschäftigt werden

können, ist drastisch: „Dann bricht hier alles

zusammen“, ist er überzeugt. Dabei meint Will

Dobie gar nicht seinen Betrieb, sondern etwa

Bereiche wie das öffentliche Gesundheitswesen,

das in hohem Maße von zugezogenen Arbeitskräften

abhängig ist.

Zugeknöpft

Fragt man nach den Geschäftsaussichten angesichts

des Brexit bei einem der genannten Unternehmen

wie Farne Salmon oder Ahlstrom,

gibt man sich selbst für britische Verhältnisse

ausgesprochen zugeknöpft. Farne Salmon,

einer der größten europäischen Produzenten

für Räucherlachs, möchte weder zur Abhängigkeit

vom Exportmarkt EU noch zum Bedarf

an Arbeitskräften aus der EU etwas sagen.

Und das, obwohl klar ist, dass weder die stattlichen

Mengen an Lachs, die Farne Salmon im

Borders County produziert, am Heimmarkt

konsumiert werden, noch dass der Bedarf an

hunderten Saisonarbeitern vom lokalen Arbeitsmarkt

bedient werden kann. „No comment“,

verweigert der Konzernsprecher jede

Aussage. Ähnlich zugeknöpft gibt man sich bei

Ahlstrom Paper Mill, die zu einer internationalen

Konzernholding mit Zentrale in Helsinki

gehört. Am Standort im Südosten Schottlands

wird, unter anderem, hochtechnisches Gewebe

für die Lebensmittel- und Medizinindustrie

am europäischen Kontinent produziert, wie

von Kennern des Unternehmens zu erfahren

ist. Konzernsprecher Juho Erkheikki ist zwar

professionell genug, um sich auf ein Gespräch

einzulassen, aber über mögliche Konsequenzen

für sein Unternehmen im Zuge des Brexit oder

auch nur über den Exportanteil der Produktion

in Chirnside will auch er nichts sagen. Auch

wenn man sich hier wie dort bemüht, möglichst

wenig Einblick in die Situation zu geben,

etwas wird nach diesen Recherchen trotzdem

schnell klar: Gelassenheit sieht anders aus.

Abhängigkeit

Für die gibt es auch keinen Grund, denn die

Probleme, die auf Schottlands Exporteure

zukommen würden, sollte es, aus welchen

Gründen auch immer, zwischen UK und EU

zu keiner freihandelsähnlichen Vereinbarung

kommen, sind unbestritten groß. Zu umfangreich

ist mit 11,6 Milliarden Pfund der Exportanteil

der schottischen Wirtschaft in die EU, zu

sehr sind viele Unternehmen vom Zuzug von

Arbeitskräften abhängig. Zwar wiegelt Garry

Clark, Sprecher der Scottish Chamber of Commerce,

die drohenden Konsequenzen etwas ab,

was aber das zukünftige Verhältnis des UK mit

der Europäischen Union betrifft, ist seine Haltung

klar: Handelsbeschränkungen durch Zölle

wären das Worst-Case-Szenario und etwas, das

seine Interessensvertretung „in jedem Fall zu

verhindern versuchen“ würde. Josef Temper

Arbeitsplätze

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top 1000 | Brexit

„Wir wünschen Kontinuität

in den Beziehungen“

In Sorge. Garry Clark, Head of Policy & Research der Scottish Chambers of Commerce,

über die Stimmung und Erwartungen der schottischen Wirtschaft nach der

Brexit-Entscheidung und wie wichtig freier Zugang zum Markt und dem

Arbeitskräftepotenzial der EU für seine Mitgliedsbetriebe ist.

ECHO: Ihre Organisation vertritt

eine große Anzahl schottischer

Unternehmen. Wie viele sind das?

Garry Clark: Wir haben ungefähr

11.000 Mitgliedsbetriebe

verteilt über ganz Schottland.

ECHO: Wie kommen schottische

Unternehmen mit dem

bevorstehenden Austritt von UK

aus der EU zurecht? Wie ist die

Stimmung?

Clark: Offensichtlich war es für

viele Unternehmen eine Überraschung.

Wir haben uns schon in

den Monaten vor dem Referendum

unter unseren Mitgliedern

zu diesem Thema umgehört und

die Stimmung der Unternehmer

war so, dass der mögliche Austritt

als großer Unsicherheitsfaktor gesehen

wurde.

ECHO: Was erwarten die Unternehmen

als nächsten Schritt?

Clark: Es wird jetzt zunächst

einmal eine Klärung der Situation

erwartet, damit klar ist, in welche

Richtung es weitergeht. Unternehmen

wollen natürlich immer

eine möglichst geklärte Lage.

ECHO: Welche Rolle spielt der

EU-Markt für schottische Unternehmen?

Clark: Die jüngsten Exportzahlen

zeigen, dass die Exporte von

schottischen Unternehmen in die

EU um fast eine Milliarde Pfund

zurückgegangen sind, während

die Exporte in den Rest der Welt

zugenommen haben. Aber wenn

man mit Exporteuren spricht, sind

diese von der Vorstellung, die EU

zu verlassen, ziemlich besorgt. Es

ist immerhin der größte Exportmarkt

für Schottland außerhalb

UK mit einem Volumen von 11,6

Milliarden Pfund. Das sind 45

Prozent unserer internationalen

Exporte und deswegen ist das ein

großer und wichtiger Markt.

ECHO: Ein Markt allerdings,

zu dem es für schottische Unternehmen

in Zukunft nur mehr

viel schwieriger Zugang geben

könnte, wenn es kein liberales

Handelsübereinkommen gibt.

Wie könnte es weitergehen und

wie sind die Aussichten?

Clark: Offensichtlich gibt es,

was die zukünftigen Handelsübereinkommen

mit der EU

betrifft, eine Reihe von Optionen.

Im Moment ist das noch

schwer einzuschätzen, weil die

Verhandlungen noch nicht

begonnen haben. Vom Standpunkt

der Wirtschaft wünschen

wir uns natürlich so viel Kontinuität

in den Beziehungen wie

möglich. Auf der Basis von Nationalstaaten

betrachtet sind die

Niederlande und Deutschland

nach den USA unsere wichtigsten

internationalen Handelspartner.

Wir müssen sicherstellen,

dass es eine Kontinuität

in den Handelsbeziehungen mit

diesen Ländern gibt.

ECHO: Ist das Ihrer Meinung

nach zu erwarten?

Foto: Julie Tinton

10 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Clark: Es ist klar, wir bewegen

uns auf sich verändernde Zeiten

zu. Wir brauchen eine klare Strategie

unserer Regierung, wie es

weitergehen soll, aber auch klare

Signale von der EU. Eine der

Schwierigkeiten ist offensichtlich

der Interessenskonflikt beim freien

Warenverkehr und dem uneingeschränkten

Personenverkehr.

ECHO: Welche Rolle spielt der

freie Personenverkehr für die

schottische Wirtschaft?

Clark: Der Zugang zum Arbeitskräftepotenzial

der EU war für

schottische Unternehmen in der

ganzen Zeit sehr wichtig.

ECHO: Viele Unternehmen beschäftigen

Arbeitskräfte aus der

EU. Braucht die schottische Wirtschaft

diese Arbeitskräfte, um zu

funktionieren?

Clark: Wir haben das in den

vergangenen Jahren klar gesehen,

dass es diese Abhängigkeit von Arbeitskräften

aus anderen Ländern

gibt und das auf unterschiedlichen

Ebenen in den Unternehmen. Es

gibt die Beispiele aus der Lebensmittelindustrie,

die Saisonarbeiter

aus Osteuropa beschäftigt, die

Tourismusindustrie hat einen

hohen Anteil an Arbeitskräften

aus der EU, aber auch die Öl- und

Gasindustrie hat einen starke

Abhängigkeit von Beschäftigten

aus allen Teilen der Welt. Viele

schottische Unternehmen haben

Zweigstellen in Ländern der EU

und verlassen sich darauf, dass ihre

Mitarbeiter sich frei zwischen

den Ländern bewegen können.

ECHO: Haben Sie bis jetzt innerhalb

Ihrer Mitgliedsbetriebe

von Plänen gehört, Geschäft in

Länder zu verlagern, in denen

ein freier Zugang zum EU-Markt

auch in Zukunft gesichert ist?

Clark: Insgesamt lässt sich sagen,

dass die meisten Unternehmen

„Die meisten Unternehmen stehen

der Migration von qualifizierten Arbeitskräften

sehr positiv gegenüber.“

dafür bis jetzt keine Vorbereitungen

getroffen haben, weil die

Entwicklung überraschend kam.

Die Unternehmen stellen sich

der Situation zurzeit sehr pragmatisch,

aber die meisten, mit denen

ich gesprochen habe, sind nicht

optimistisch. Es mag immer wieder

Überlegungen geben, aber die

Unternehmen wollen Entscheidungen

auf der Basis von Fakten

treffen.

ECHO: Ich möchte nochmals

zum Thema des freien Personenverkehrs

zurückkommen.

Diesen zu limitieren, war eine der

wesentlichen Forderungen des

Brexit-Lagers und es ist sehr wahrscheinlich,

dass deren politische

Vertreter darauf bestehen. Was

würde das für die lokale Wirtschaft

bedeuten? Würden manche

Branchen kollabieren, wie

immer wieder behauptet wird?

Clark: Das könnte schon so sein,

weil manche sehr stark von Beschäftigen

aus der EU abhängig

sind und sich auf den freien Personenverkehr

verlassen müssen.

Das wird ein großes Problem für

viele Unternehmen werden.

ECHO: Wird Ihre Organisation

gegenüber der Politik darauf bestehen,

dass eine Vereinbarung

ausgehandelt wird, die diese

Notwendigkeiten entsprechend

berücksichtigt?

Clark: Ja, das ist eine der deutlichsten

Unstimmigkeiten zwischen

der Sicht der meisten

Unternehmen, mit denen wir

gesprochen haben, und den Befürwortern

des EU-Austritts. Die

„Vote to Leave the EU“-Kampagne

hat einen starken Fokus

auf das Migrationsthema gelegt,

aber die meisten Unternehmen

stehen der Migration von qualifizierten

Arbeitskräften sehr positiv

gegenüber. Im Fall, dass diese

qualifizierten Kräfte nicht mehr

kommen können oder das Land

verlassen müssen, wäre es sehr

schwierig, Ersatz zu finden, denn

die Ausbildung erfordert viel Zeit.

ECHO: Was wären aus Ihrer

Sicht das Best-Case- und das

Worst-Case-Szenario?

Clark: Die meisten Unternehmen,

speziell jene, die internationalen

Handel betreiben, hoffen

auf ein Szenario mit einem Handelsabkommen

mit der EU, das

möglichst dem ähnlich ist, das

wir im Moment innerhalb des gemeinsamen

Marktes haben. Aber

dafür muss es offenbar noch viele

Verhandlungen geben.

ECHO: Das Worst-Case-Szenario

wäre dann ein UK mit einem

Dritt-Land-Status gegenüber der

EU?

Clark: Ja, viele exportorientierte

Unternehmen sagen, wenn es zum

Beispiel zu Zollschranken käme,

könnte das sehr schwierig für sie

werden. Das ist etwas, das wir in jedem

Fall zu verhindern versuchen.

Interview: Josef Temper

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HARTL HAUS | PROMOTION

Seit 120 Jahren die beste

Entscheidung

HARTL HAUS fertigt am Unternehmensstandort Echsenbach im Waldviertel 280 Hauseinheiten

jährlich und zählt mit 250 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern der Region. Moderne Fertigungsmethoden

und das handwerkliche Können und Wissen der Mitarbeiter garantieren den

hohen Qualitätslevel von HARTL HAUS.

Das Waldviertler Traditionsunternehmen

ist der älteste Fertighaushersteller

Österreichs und

blickt auf eine knapp 120-jährige Erfolgsgeschichte

zurück. Darüber hinaus gilt das

uneingeschränkte Prädikat „Made in Austria“

für jedes HARTL HAUS mit hundertprozentig

österreichischer Produktion

in NÖ, im Waldviertel. Am Werksstandort

in Echsenbach sind rund 250 Mitarbeiter

beschäftigt und es werden jährlich ca. 280

Hauseinheiten gefertigt. Damit ist HARTL

HAUS einer der größten Arbeitgeber im

Bezirk Zwettl und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

in der Region. HARTL

HAUS verwendet ausschließlich Holz

aus der Region sowie natürliche, geprüfte

und gesunde Baustoffe. Zudem wird

auch bis zu 100 Prozent des Strombedarfs

aus erneuerbarer Energie gewonnen.

Ressourcenschonendes Bauen und damit

beste Energie- und Dämmwerte sind bei

HARTL HAUS kein Lippenbekenntnis,

sondern längst Standard. Auf das Thema

Ökologie möchte HARTL HAUS in Zukunft

noch mehr Augenmerk legen, denn

es ist ein Thema, das nicht nur dem Unternehmen

am Herzen liegt, sondern auch

den Kunden.

TRADITION UND INNOVATION

Das Traditionsunternehmen blickt auf

eine knapp 120-jährige Erfolgsgeschichte

zurück. Viele Meilensteine am Fertighausmarkt

sind auf Innovationen von HARTL

HAUS zurückzuführen. Trotz modernster

Technologien und Maschinen sowie höchsten

Automatisierungsgrads zählt nach wie

vor die gute alte Handwerkstradition und

das Wissen und Können jedes einzelnen

Mitarbeiters. Mit HARTL HAUS entscheidet

man sich für den Qualitätsführer

im Fertighausbau, denn kaum ein anderer

Anbieter legt so viel Wert auf hochwertige

Materialien, millimetergenaue Arbeit und

Perfektion in jedem Detail. Nicht umsonst

zählen HARTL-HAUS-Kunden zu den

zufriedensten Fertighauskunden Österreichs.

Die konstant hohe Kundenzufriedenheit

von 95 Prozent in den letzten 15

Jahren ist der beste Beweis dafür.

Fotos: Hartl Haus


Nr. 319

FLEXIBILITÄT UND INDIVIDUALITÄT

Aufgrund der zahlreichen Hausmodelle

und Musterhäuser kann man aus einer

Vielfalt bereits perfekt geplanter Häuser

wählen, die aber auf Wunsch natürlich

individuell verändert werden können –

abgestimmt auf die persönlichen Vorlieben

und Bedürfnisse. Diese sogenannten

„Typenhäuser“ sind somit keine Häuser

von der Stange, sondern basieren auf den

gängigen Kundenwünschen und Maßen

einer optimalen Planung. Natürlich sind

auch völlig individuelle Planungen nach

eigenen Skizzen und Plänen oder Plänen

eines Architekten möglich.

Der große Vorteil für den Konsumenten

ist allerdings, dass auf bestehende

Hauskonzepte in verschiedensten

Ausführungen und Varianten zurückgegriffen

werden kann und diese auf die

persönlichen Vorstellungen adaptiert

werden können. Viele wollen und können

sich mit einer aufwendigen Hausplanung

nicht auseinandersetzen und dies ist einer

der großen Vorteile des Fertighauses

– mit den damit verbundenen generellen

Vorteilen, wie der Kostensicherheit, der

Terminsicherheit, der kurzen Bauzeit

und dem geringeren Zeitaufwand, einen

Ansprechpartner, ein Rundumservice,

das zusätzliche mögliche Sparpotenzial

durch Eigenleistungen und den strengen

Qualitätsrichtlinien durch den Österreichischen

Fertighausverband. Natürlich

können die eigenen Wünsche nicht nur

bei der Hausplanung, sondern auch beim

Innenausbau eingebracht und bestimmte

Leistungen selbst organisiert werden.

KR DIR. ROLAND SUTER,

Geschäftsführender Gesellschafter, zu

ökologischen Baustoffen, Energieeffizienz

sowie Vorteilen eines Fertighauses.

ECHO: Wo sehen Sie den aktuellen Trend

im Fertighausbau? Ist gesundes Wohnen –

d. h. ökologische Baustoffe – ein Thema?

Roland Suter: Der Trend zeigt eine steigende

Tendenz des Bauens mit besonderem

Weitblick hinsichtlich Alterswohnsitzes,

denn immer mehr Kunden denken

auch an später und entscheiden sich für die

eingeschossige Bauweise. Die Wand- und

Deckenelemente des HARTL HAUSes

bestehen nur aus besten und vorwiegend

heimischen Hölzern und natürlich den

bewährten massiven Gipsfaserplatten von

HARTL HAUS. Diese vom Österreichischen

Institut für Baubiologie und -ökologie

geprüften Gipsfaserplatten wirken sich extrem

förderlich auf ein gesundes Raumklima

aus, weil sie Luftfeuchtigkeit aufnehmen

und wieder an den Wohnraum abgeben

können.

ECHO: Welche Rolle spielt Energieeffizienz?

Suter: Natürlich achten wir auch darauf, energiesparende

Häuser in Kombination mit

einer intelligenten Hausplanung zu bauen,

um auch die Kraft der Sonne zu nützen.

HARTL HAUS bietet aufgrund seiner optimierten

Wandtechnologie Niedrigstenergiehäuser

an, die den klima:aktiv-Richtlinien

entsprechen und hervorragende Energiewerte

erzielen.

ECHO: Wo liegen die konkreten Vorteile

eines Fertighauses?

Suter: Der Baustoff Holz als Tragelement

weist bessere Dämmeigenschaften gegenüber

anderen Materialien wie Ziegel und

Beton auf. Dadurch ist zum Beispiel eine

wärmebrückenreduzierte Planung leichter

zu realisieren. Zudem ermöglicht die

Fertigteilbauweise, die Dämmung in einer

Ebene mit der Tragkonstruktion aus Holz

herzustellen. Damit weisen diese Bauteile

bei gleicher Dicke bessere Dämmwerte auf

als zum Beispiel Ziegelmauerwerk. Dies ist

raumsparend und effizient.

ALLES AUS EIGENER HAND

HARTL HAUS ist auch das einzige Fertighausunternehmen,

das nicht nur alles

aus einer Hand, sondern sogar aus eigener

Hand bietet, von der Planung bis zur

Schlüsselübergabe, vom Aufbau bis zum

Ausbau – und zwar von den Türen bis zu

Holz-Alu-Fenstern, Stiegen, Balkonen

und Wintergärten bis hin zu Küchen und

Möbeln aus hauseigener Tischlerei. Somit

hat man nicht nur einen Ansprechpartner

während des gesamten Bauablaufs,

sondern bekommt auf Wunsch die

Einrichtung mitgeliefert, die natürlich im

Vorfeld perfekt auf das Haus abgestimmt

und parallel zum Haus gefertigt werden

kann – ohne lange Lieferzeiten oder Wartefristen.

Alles wird termingerecht koordiniert

und zu einem einheitlich hohen

Qualitätslevel.

2017 wird es zwei große Projekte in

der Hausentwicklung geben, mit denen

HARTL HAUS neue Maßstäbe setzen

möchte. Auch die Tischlereiprodukte

näher an den Kunden bringen. HARTL

HAUS betreibt eine Großtischlerei, in

der ca. 80 Mitarbeiter beschäftigt sind

und in der Produkte individuell an jeden

Kundenwunsch angepasst gefertigt werden.

KONTAKT

HARTL HAUS Holzindustrie GmbH

Haimschlag 30

3903 Echsenbach

Tel.: +43 2849 8332-0

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top 1000 | INTERVIEW

Die Arbeitszeiten sind

wirtschaftsfeindlich

„Flexible Arbeit ist sichere Arbeit“, meint die Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ,

KR Sonja Zwazl, und sieht sich damit durchaus auf einer Linie mit den

ArbeitnehmerInnen – eine von zehn Zukunftsfragen an die erste und bisher einzige Frau

an der Spitze einer Wirtschaftskammer in Österreich.

ECHO: Für die Maschinen- und Metallwarenindustrie

haben sich die Sozialpartner im

Juni dieses Jahres auf ein flexibles Arbeitszeitmodell

geeinigt. Damit sollen Betriebe

Auftragsschwankungen besser in den Griff

bekommen. Geht Ihnen dieses Modell weit

genug? Sehen Sie darin ein Bespiel auch für

andere Sparten und Branchen?

Sonja Zwazl: Das Modell der Maschinen-

und Metallwarenindustrie ist sicher ein

richtungsweisender Schritt. Nur lässt es sich

nicht so einfach auf alle Wirtschaftsbereiche

übertragen. Generell braucht es mehr Gestaltungsspielraum,

um Arbeitszeiten individueller

vereinbaren zu können. Der gegenwärtige

Arbeitszeitrahmen ist einfach zu starr,

„Beamte können sich

karenzieren lassen, aber

wir? Für uns Wirtschaftstreibende

ist und bleibt

das ein Handicap.“

nicht praxisgerecht und wirtschaftsfeindlich.

So setzt es bereits bei geringfügigen Arbeitszeitüberschreitungen

irrwitzig hohe Strafen

für die Betriebe.

ECHO: Wie stehen Sie zur (mittlerweile

schon stattfindenden) Zukunft der Arbeit:

Gleitzeit, Arbeit auf Vertrauensbasis, freie

Arbeitseinteilung, Führungskraft in Teilzeit,

Home Office, Jobsharing etc.?

Zwazl: Die Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten

kommt ja nicht nur von den

Arbeitgebern, sondern ebenso von den Arbeitnehmern.

Flexiblere Arbeitszeiten sorgen

für eine bessere Work Life Balance. Die Mitarbeiter

haben nichts davon, wenn sie nicht

arbeiten dürfen, obwohl es die Auftragslage

verlangen würde. Deshalb wollen wir praxisgerechte

Regelungen, wovon Arbeitgeber und

Arbeitnehmer profitieren. Deshalb sagen wir

als Wirtschaftskammer: Flexiblere Arbeit ist

sichere Arbeit.

ECHO: Digitalisierung und digitale Transformation

werden als DIE Zukunftsaufgaben

für das 21. Jahrhundert gesehen. Unter

dem Schlagwort Industrie 4.0 spricht man

schon von der nächsten industriellen Revolution

und meint, dass Computer und

Roboter immer mehr Arbeitsbereiche übernehmen.

Zwazl: Die Digitalisierung hat in unserem

Betrieben schon Einzug gehalten, teilweise

von uns im alltäglichen Leben unbemerkt,

obwohl wir sie schon benützen. Sich gegen

die Digitalisierung stellen heißt, den Fortschritt

aufhalten.

Fotos: Tanja Wagner

14

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


ECHO: Sind die niederösterreichischen Betriebe

für Big Data, 3D-Druck oder Megavernetzung

gerüstet?

Zwazl: Wir wissen aus Studien, dass Österreichs

Wirtschaft bei der Digitalisierung

generell noch Aufholbedarf hat. Niederösterreich

geht es da nicht anders. Praktisch

alle Wirtschaftsbereiche werden davon in der

einen oder anderen Form betroffen sein und

müssen sich rechtzeitig darauf einstellen. Hier

Bewusstseinsbildung zu betreiben, sehe ich

als eine der wichtigsten Aufgaben für uns als

Wirtschaftskammer an. Deswegen beteiligen

wir uns auch an einem 3D-Druckzentrum

in Wiener Neustadt, wo unsere Mitgliedsunternehmen

die Einsatzbereiche dieser neuen

Technologie für ihr Unternehmen testen können.

ECHO: Wo sehen Sie positive Entwicklungen

der Digitalisierung, wo Probleme?

Zwazl: Die Digitalisierung eröffnet riesige

Möglichkeiten für die Wirtschaft, wobei natürlich

nicht alles durch die rosarote Brille

zu sehen ist. Neue digitale Geschäftsmodelle

sind ja schon eine harte Konkurrenz für so

manche im analogen Bereich tätige Branche.

Hier setzen wir uns als Wirtschaftskammer

für Fair Play im Wettbewerb ein, nämlich dass

für alle Marktteilnehmer die gleichen Spielregeln

gelten, so etwa in steuerrechtlicher oder

gewerberechtlicher Hinsicht.

ECHO: Unterschiedliche Einflussfaktoren

bestimmen bereits die Gegenwart und viel

mehr noch die Zukunft von Gewerbe und

Handwerk: Innovationen und Forschung, demografischer

Wandel, die zunehmende Technologisierung

sowie die steigende Mobilität,

aber auch das verstärkte Umweltbewusstsein,

der Wunsch nach Komplettlösungen und eine

zunehmende Individualisierung. Gewerbe

und Handwerk stehen offenbar vor einem

grundlegenden Wandel?

Zwazl: Vieles von dem, was Sie da ansprechen,

sehe ich gerade für das Gewerbe und

Handwerk gar nicht so negativ. Komplettlösungen

und der Wunsch nach Individualisierung

müssen sich nicht ausschließen. Ganz im

Gegenteil: Handwerkskooperationen können

hervorragend auf die individuellsten Kundenwünsche

eingehen und auch die fortschreitende

Automatisierung und Digitalisierung stößt

„Der gegenwärtige

Arbeitszeitrahmen ist

einfach zu starr, nicht

praxisgerecht und wirtschaftsfeindlich.“

gerade bei handwerklichen Arbeiten an ihre

Grenzen. Die aufgrund der Digitalisierung

befürchtete Substitution, d. h. der gänzliche

Wegfall ganzer Branchen bzw. analoger Geschäftsmodelle,

wird woanders stattfinden.

Unsere Handwerksbetriebe haben es immer

hervorragend verstanden, sich auf neue Gegebenheiten

einzustellen und sind deshalb am

Puls der Zeit und des Geschmacks.

ECHO: Wie kann die WKO diese Entwicklung

begleiten?

Zwazl: Selbstverständlich gilt es, sich ständig

weiterzubilden und dazuzulernen, aber zu

diesem Zweck betreiben wir mit dem WIFI

das mit Abstand größte berufliche Weiterbildungsinstitut

in Niederösterreich. Und auf

unserer New Design University – kurz NDU

– arbeiten Meister und Master zusammen, wir

brauchen beide. Es ist an der Zeit, dass wir unseren

Meisterinnen und Meistern die nötige

Wertschätzung entgegenbringen.

ECHO: Kein Gespräch mit Wirtschaftstreibenden

ohne den Dauerbrenner Bürokratie:

Die WKO hat vor einigen Jahren mit „30 Vorschlägen

zum Bürokratieabbau“ aufhorchen

lassen. Welche dieser Vorschläge konnten bis

2016 verwirklicht werden?

Zwazl: Wir waren die Ersten, die dieses Thema

in die öffentliche Diskussion eingebracht haben.

Konkrete Erfolge konnten wir beim Eich- und

Maßwesen, bei der Lebensmittelkennzeichen-

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

15


top 1000 | INTERVIEW

Land der

GründerInnen

NÖ gilt als das Land der GründerInnen. Gemeinsam

mit Wien (23 Prozent) ist NÖ (18 Prozent)

dafür verantwortlich, dass sich mehr als 40 Prozent

aller Betriebe in Ostösterreich ansiedeln. Auf der

anderen Seite sind in NÖ die Insolvenzen von

2015 auf 2016 um zwölf Prozent zurückgegangen

(in Wien um 20 Prozent gestiegen). Dabei werden

bei Weitem nicht alle, die beim Gründerberatungsservice

der WKO landen, tatsächlich auch Firmenchef:

6.000 Unternehmensgründungen stehen

16.000 Beratungsgesprächen gegenüber.

WK-NÖ-Präsidentin

KR Sonja Zwazl über:

Gründerrekorde

„Es wäre unverantwortlich, jemand in die Selbstständigkeit

zu treiben, nur um dann Gründerrekorde

hinauszuposaunen. Deshalb wird im Gründerservice

schon mal von der Selbstständigkeit

abgeraten. Wir verzeichnen bundesweit einen der

höchsten Gründeranteile und eine der niedrigsten

Insolvenzfälle-Anzahl innerhalb der ersten drei

Jahre nach dem Unternehmensstart.“

Partner der

Innovation

„Innovativ zu sein, ist zwar gut, dabei aber einen

Partner zu haben, ist noch viel besser. Das gilt vor

allem für unsere KMUs, die im Bereich Forschung

& Entwicklung tätig sind. Seit vielen Jahren beraten

von Land und Wirtschaftskammer NÖ sowie von

der EU getragene Technologie- und Innovationspartner

(TIP) mittelständische Unternehmen

und eröffnen ihnen Zugänge zu Forschungs- und

Technologiekooperationen.“

DAs, was nicht

normal ist

Niederösterreichs Unternehmen sind sehr

innovativ und das auf breiter Front. Ich lege außerdem

Wert darauf, dass nicht nur F&E-Projekte

als ‚innovativ‘ angesehen werden. Innovativ ist für

mich jede Idee, jedes Produkt oder Dienstleistung,

die sich vom normalen Angebot abhebt. Ob das im

traditionellen Handwerk oder im Hightech-Bereich

passiert, spielt keine Rolle.“

verordnung oder bei der Vereinfachung von

Statistiken erzielen. Insgesamt sind bisher elf

von unseren 30 Vorschlägen umgesetzt worden

– 17 wurden von der Wirtschaftskammer

Österreich übernommen und werden weiterverfolgt.

Und das von uns propagierte Prinzip

„Beraten statt strafen“ hat sogar Eingang in das

Regierungsprogramm gefunden.

ECHO: Welche Vorschläge sollen im Mittelpunkt

des nächsten Jahres stehen?

Zwazl: Konkret wäre der Wegfall des Kumulierungsprinzips

im Verwaltungsstrafrecht ein

Riesenschritt in die richtige Richtung für die Betriebe.

Allgemein lassen sich die besten Erfolge

im direkten Gespräch mit den Beamten erzielen.

Deshalb lege ich so viel Wert auf einen guten

Kontakt mit den Behörden, mit der Sozialversicherung

genauso wie mit der Finanzpolizei und

dem Arbeitsinspektorat. Das nimmt natürlich

viel Zeit in Anspruch. Entbürokratisierung geht

nicht von heute auf morgen. Dranzubleiben

und nicht aufzugeben, ist das Wichtigste.

„Es ist an der Zeit, dass

wir unseren Meisterinnen

und Meistern die nötige

Wertschätzung entgegenbringen.“

ECHO: Österreich hat seit dem 17. Mai 2016

einen ÖBB-Manager als Bundeskanzler. Was

halten Sie generell von Managern, die aus der

Wirtschaft kommen und in die Politik einsteigen?

Zwazl: Aus der Wirtschaft kommende Menschen

können am besten beurteilen, ob Gesetze

und Verordnungen wirtschaftsfreundlich

oder wirtschaftsfeindlich sind. Betriebsinhaber

müssen aber Unternehmen und Funktion unter

einen Hut bringen. Das geht nicht so leicht,

schon gar nicht, wenn es ein Kleinbetrieb ist.

Beamte können sich karenzieren lassen, aber

wir? Für uns Wirtschaftstreibende ist und

bleibt das ein Handicap.


SCHWARZMANN| PROMOTION

Nr. 766

Full Power in Richtung Zukunft!

Foto: FK Austria Wien / Architekt DI Reinhardt Gallister, Visualisierungen: Andreas Perkmann Berger & Ateliermauch

Mit namhaften Projekten und einem anhaltenden Expansionskurs hat sich

SCHWARZMANN Elektrische Anlagen in Ostösterreich längst einen Namen gemacht.

Leitprojekt 2016-2017: Neubau GENERALI

Arena FK Austria Wien

Der Familienbetrieb aus Niederösterreich

ist seit Jahren auf sanftem

Expansionskurs. Bereits in der

dritten Generation geführt, zählt das Elektrounternehmen

mit Hauptsitz in Wiener

Neustadt dank anhaltend guter Auftragslage

bereits 120 MitarbeiterInnen.

Auch die umgesetzten Projekte können

sich sehen lassen. So zeichnet die Firma

SCHWARZMANN für die Elektrotechnik

bei der Neuerrichtung der Generali Arena

in Wien, die Opernfestspiele St. Margarethen

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Umsetzung, gepaart mit familiärem

Arbeitsklima und loyalem Umgang,

machen Elektro SCHWARZMANN auch

zum Top Arbeitgeber. Engagierten MitarbeiterInnen

stehen alle Möglichkeiten für

eine steile Karriere innerhalb des Betriebs

offen.

Dass Geschäftsführer Mag. Adolf

Schwarzmann auch etwas für KMU und

Start-Ups übrighat, beweist er mit seinem

neuesten Projekt, der WORKBASE. In

Wiener Neustadt entsteht ein moderner

Businesspark, bestehend aus Büro-, Lager

und Gewerbeeinheiten mit topmoderner

Infrastruktur und Verkehrsanbindung sowie

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Juni 2017 werden in der WORKBASE bis

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top 1000 | salzer

Tradition und Innovation

erfolgreich kombiniert

Kontinuität. Seit über 200 Jahren produziert die Familie Salzer am Standort St. Pölten

Papier. Frühzeitiges Erkennen von Trends und innovative Produkte sichern auch im

21. Jahrhundert die Position des Traditionsunternehmens.

Papierfabrikant Thomas Salzer: Mit der Entwicklung

von innovativen Produkten Abwärtsbewegungen

am Markt entgegengewirkt.

Die Papierindustrie Österreichs

musste in den vergangenen Jahrzehnten

mitunter turbulente

Zeiten durchleben. Behaupten konnten sich

in dieser Konsolidierungsphase vor allem

die großen Player. Oder eben auch jene Produzenten,

die früh genug die Zeichen der

Zeit erkannten und mit Spezialprodukten

ihre Nische am Markt fanden. Papierproduzenten

wie Salzer Papier, ein niederösterreichisches

Traditionsunternehmen, das mit

hochwertigen Buch- und Designpapieren,

aber auch mit modernen Verpackungspapieren

über 30 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Traditionsunternehmen ist eine Bezeichnung,

die für Salzer Papier ganz ohne Übertreibung

verwendet werden kann, denn am

Standort der heutigen Papierfabrik in St. Pölten

Stattersdorf wird bereits seit 1579 Papier

hergestellt. Ende des 18. Jahrhunderts kam

die Fabrik in den Besitz der Familie Salzer,

die heute in der mittlerweile achten Generation

in der Person von Thomas Salzer das

Unternehmen nach wie vor führt.

Kontinuität

Eine Kontinuität, die vor allem auch durch

frühzeitiges Erkennen und entsprechende

Anpassung an die Gegebenheiten der Märkte

erreicht wird, wie Thomas Salzer bestätigt.

„Die Sorge war schon groß, dass durch das E-

Book der Markt Buchdruckpapiere zurückgehen

wird“, gibt Papierfabrikant Salzer Einblick

in die Marktentwicklung der jüngsten

Vergangenheit. Reagiert hat das Unternehmen

darauf mit zwei Stoßrichtungen: zum

einen im Bereich der Verpackungspapiere,

einem sehr technisch anspruchsvollen Produktsegment,

und zum anderen im Bereich

Designpapiere, die der Nachfrage nach natürlicher

und hochwertiger Bildwiedergabe

beim Farbdruck Rechnung tragen. „Durch

die Entwicklung von solchen Produkten

konnten wir den Abwärtsbewegungen am

Buchmarkt entgegenwirken. Mittlerweile ist

der Trend bei E-Books wieder gegenläufig

und die Nachfrage für Buchdruckpapiere ist

wieder stärker“, erklärt Salzer.

99 Prozent Exportquote

Beliefert werden von Salzer Papier so gut

wie ausschließlich Abnehmer im Ausland,

die Exportquote beträgt 99 Prozent. Die

wichtigsten Absatzmärkte des niederösterreichischen

Unternehmens befinden sich

innerhalb der EU, mit Schwerpunkt auf

Frankreich, Deutschland und den Benelux-

Ländern. Im Segment der Werkdruckpapiere

erreicht Salzer Papier in Europa sogar einen

Marktanteil von 30 Prozent und ist damit

der europaweit führende Hersteller. Diese

Papiere, die sich durch ein hohes Volumen

bei niedrigem Gewicht auszeichnen und

hauptsächlich für hochwertige Bücher eingesetzt

werden, sind seit Jahrzehnten ein wichtiges

Standbein des Unternehmens. Jedes

dritte Hardcover-Buch in Europa wird mit

holzfreien Papieren von Salzer gemacht. Die

Chance, beim nächsten Besuch im Buchladen

ein Produkt in den Händen zu halten,

das auf Papier von Salzer gedruckt wurde, ist

also entsprechend groß.


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Wer seine Jobchancen optimal nutzen will, braucht die richtige

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top 1000 | weltmeister

Unsere Weltmeister

Die österreichische Wirtschaft bringt überdurchschnittlich viele Weltmarktführer hervor,

ein Gutteil kommt aus Niederösterreich: Diese – häufig wenig bekannten – Unternehmen

sind auf mehreren Kontinenten tätig, stehen gleichzeitig mit beiden Beinen

auf blau-gelbem Boden und warnen, dass das Land mehr Innovation, Forschung

und Bildung braucht, um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren.

Von den laut Wirtschaftsministerium

rund 325.000 Unternehmen

der marktorientierten Wirtschaft in

Österreich gehören 165 einem elitären Kreis

an: Sie sind in ihrer Branche Weltmarktführer.

„Das ist im internationalen Vergleich

ein hoher Wert“, heißt es in einer Studie der

deutschen Beraterfirma Simon-Kucher &

Partner, die im Herbst 2016 gemeinsam mit

der Wirtschaftsuniversität Wien aktuelle Untersuchungen

darüber veröffentlicht hat, wie

die österreichischen Weltmarktführer ticken,

was sie antreibt, wie sie sich von anderen Unternehmen

unterscheiden und ob sie in Zukunft

bestehen können.

Generell kann sich Österreich nicht über

einen Mangel an Weltmarktführern beschweren.

Simon-Kucher & Partner hat

nachgerechnet, dass in der Alpenrepublik auf

eine Million Einwohner 19 Weltmarktführer

kommen. In Deutschland sind es 16 und jeweils

14 in Luxemburg und der Schweiz. Ein

Vergleich aus Übersee: Die USA kommen

gerade mal auf 1,2 Weltmarktführer pro eine

Million Einwohner.

Das global tätige Beratungsunternehmen

weist vor allem auf die Bedeutung der sogenannten

Hidden Champions hin – Weltmarktführern

aus dem Mittelstand mit bis

zu 50 Millionen Jahresumsatz und max. 500

MitarbeiterInnen. Diese „versteckten Weltmeister“

sind im Unterschied zu den Großunternehmen

in der breiten Öffentlichkeit

relativ unbekannt, nicht börsennotiert und

meistens inhabergeführt. Es sind Familienunternehmen,

die sich erfolgreich in Nischen

gesetzt und einen hohen Exportanteil haben.

Foto: Fotolia

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top 1000 | weltmeister

„Weltmarktführer leben in ständiger

Veränderung. Daher gehen sie

anders mit den Megatrends um als

die durchschnittliche Industrie in

ihrer vermeintlich statischen Umgebung.“


Prof. Thomas Retterer,

Institutsvorstand am Department für Marketing der

WU Wien

NASA und FBI setzen auf

Technik aus dem Waldviertel

Nach Angaben der niederösterreichischen

Wirtschaftsagentur ecoplus sind gerade in

Niederösterreich überdurchschnittlich viele

der versteckten Weltmeister zu finden – wie

etwa die Firma Riegl aus dem niederösterreichischen

Horn, gegründet 1978 als Unternehmen

für zivile Lasermesstechnik. Heute

stellt die Firma, geführt von Mitgliedern der

Gründerfamilie, mit 170 MitarbeiterInnen

Laservermessungstechnik an der Weltspitze

her. Mit den 3D-Lasern und Spezialscannern

werden Gletscher in Grönland ebenso

vermessen wie ägyptische Pyramiden. Auch

bei der US-Weltraumbehörde NASA und bei

der US-Bundespolizei FBI sind die Hochleistungsscanner

aus dem Waldviertel gefragt.

STABILE GRÖSSE

Pollmann ist ein international agierendes Familienunternehmen im Automotive-Segment mit 125 Jahren Erfahrung. Es gibt kaum eine Automarke weltweit,

die nicht eine Mechatronik von Pollmann in ihren Fahrzeugen verbaut hat. So ist das Unternehmen inzwischen Marktführer bei Schiebedach-Kinematiken und

elektromechanischen Türschlössern. Pollmann International beschäftigt heute mehr als 1.500 Mitarbeiter an vier Standorten und erzielte 2015 einen Umsatz

von mehr als 140 Millionen Euro. Karlstein im Waldviertel ist die Zentrale.

DI (FH) Herbert Auer,

CEO Pollmann Gruppe

... über den Standort Niederösterreich

„Für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich

ist es wichtig, nachhaltig in Forschung,

Entwicklung und Innovation zu investieren.

Wir dürfen den internationalen Anschluss

nicht verlieren. Hier könnte mehr passieren.

Auch tun wir uns in Österreich – im Vergleich

zu Asien und den USA – teilweise

schwer, Netzwerke aufzubauen. Und letztendlich

muss es einen Zusammenschluss

zwischen Politik und Wirtschaft bei den

wesentlichen Zukunftsthemen geben. Auch

das könnte besser funktionieren.“

... über Wünsche an den Firmenstandort

„Die Infrastruktur im nördlichen Waldviertel

ist nicht die beste: von den Straßenverbindungen

über den Breitbandausbau, der weit

weg ist von den Leistungsqualitäten in den

Ballungszentren, bis zur Stromversorgung,

die hier in den Randgebieten gewisse Limitierungen

aufweist. Pollmann ist mit 600

MitarbeiterInnen einer der größten Arbeitgeber

der Region. Da ist es wichtig, dass die

Politik nicht auf die Randgebiete vergisst.“

...über die Weltspitze

„Wir haben in den vergangenen Jahren sehr

viel in die Internationalisierung investiert. Jetzt

müssen wir auf die Produktentwicklung setzen.

Derzeit befindet sich die Automobilindustrie

in einem starken Umschwung, geprägt durch

neue Technologien. Künftig wird es für uns

wichtig sein zu erkennen, welche Produkte

den Trend angeben werden und mit welchen

Innovationen wir in die Zukunft gehen.“

... und über die drei wichtigsten Maßnahmen,

um Weltmarktführer zu

bleiben

„An erster Stelle: Innovation – innovative,

gute Produkte sind die Basis und dass

man die Trends am Markt in den einzelnen

Regionen richtig erkennt. Wenn man

das nicht macht, kann man sehr schnell

auf die falsche Fahrbahn kommen. Platz

zwei geht an die Motivation und Begeisterung

der MitarbeiterInnen. Egal in welchen

Land, wenn Arbeit Freude macht,

dann gibt es gute Leistungen. Und letztendlich

zählen Qualität und Stabilität:

Null Fehler, das ist die Standardvoraussetzung.

Dann kommen noch weitere

Faktoren dazu: sichere Prozesse aufzubauen,

sich als langjähriger Ansprechpartner

zu positionieren und auf stabile

Geschätsbeziehungen Wert zu legen.

Egal auf welchem Kontinent, wenn man

eine stabile Größe in dem Land ist und

auch so wahrgenommen wird, dann ist

die nachhaltige Attraktivität für Kunden

sichergestellt.“

Fotos: Fotolia (2), Margarete Jarmer

22 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Mit Spezialprofil an

die Weltspitze

Zu den geheimen Champions gehört auch

die Böhler Profil GmbH, die mit mehr als

5.000 Spezialprofil-Formen einer der weltweit

erfahrensten Anbieter von Profilstahl ist.

Mit 122 Mitarbeitern erzielt das Unternehmen

mit Standort in Bruckbach (Ybbstal)

einen Umsatz von 21,5 Millionen Euro.

„Weltmarktführer haben

fünf Mal mehr Mitarbeiter

am Kunden dran als andere

Unternehmen und sie

geben das Doppelte für

Forschung und Entwicklung

aus.“


Dr. Thomas Haller,

Simon-Kucher & Partner

Es begann mit einer Wetterschutzplane

Ein versteckter Weltmeister ist auch die Walter

Mauser GmbH in Breitenau am Steinfeld. Sie

zählt mit ihren Fahrerkabinen für Golfbuggys,

Kleintraktoren, Transportern, Sonderfahrzeugen

und Baumaschinen zu den führenden

Unternehmen im Kabinenbau. Die Firmengeschichte

begann 1960, als der technisch

versierte Landwirt Walter Mauser mit 22

Jahren eine Wetterschutzplane rund um den

Führerstand seines Traktors baute, weil er es

leid war, bei der Arbeit Wind und Regen ausgesetzt

zu sein. Seit den 1980er Jahren führt

das Geschwisterpaar Charlotte und Martin

Mauser das Familienunternehmen in zweiter

Generation. 30 Millionen Euro werden pro

Jahr mit 220 MitarbeiterInnen erwirtschaftet.

Hochpräzision für die

Ölförderung ...

Bei den Firmen mit mehr als 50 Millionen

Euro Umsatz ist Schoeller-Bleckmann Oilfield

(SBO) aus Ternitz einer der niederösterreichischen

Weltmarktführer unter den

größeren Unternehmen. SBO ist international

führend bei Hochpräzisionsteilen für die

Oilfield-Service-Industrie und erzielte 2015

mit über 1.500 MitarbeiterInnen einen Umsatz

von mehr als 500 Millionen Euro.

... und Waffeln für alle

Ebenso zu den Weltmarktführern aus

Nieder österreich zählen die Haas-Waffelma-

Weltmarktführer und „Hidden Champions“ aus NÖ – ein Auszug:

• AGRANA Gruppe (Wien, Gmünd, Dürnkraut,

Pischelsdorf, Tulln, Leopoldsdorf, Kröllendorf) –

Zucker, Isoglukose, Stärkeprodukte und Bioethanol,

Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate.

www.agrana.com

• AIR LIQUIDE AUSTRIA GmbH (Schwechat)

– Gase, Technologien und Serviceleistungen für

Industrie und Gesundheit. www.airliquide.at

• ARDEX Baustoff GmbH (Loosdorf) – Spezialbaustoffe

für Fliesen, Fugen, Boden, Wand und

Baustoff. www.ardex.at

• ASTA Elektrodraht GmbH (Oed) – Kupferspezialdrähte

für die Energieerzeugung und Energieübertragung

im Hochenergiebereich. www.asta.at

• Berndorf AG (Berndorf) – Holding einer Gruppe

von global agierenden, mittelständischen Industriegesellschaften

in Nischenmärkten der metallverarbeitenden

Industrie. www.berndorf.at

• Berndorf Band GmbH (Berndorf) – Stahlbänder

und Stahlband-Systeme. www.berndorf-band.at

• Boeller Profil GmbH (Bruckbach) – Profilstahl.

www.bohler-profil.com

• Constantia Teich GmbH (Weinburg) – flexible

Verpackungsmaterialien. www.cflex.com/de/

• Doka Österreich GmbH (Ennsbach/Amstetten)

– Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von

Schalungstechnik für alle Bereiche am Bau.

www.doka.at

• ERBER Group (Getzersdorf) – Futter- und

Lebensmittelsicherheit, antibiotikafreie Futtermittelzusätze.

www.erber-group.net

• Geberit AG (Pottenbrunn) – hochwertige Sanitärprodukte

www.geberit.at

• GLS Tanks International GmbH (Heidenreichstein)

– Stahl-Email-Behälter und Silos.

www.glstanks.com/de

• Haas Food Equipment (Leobendorf) – Anlagen

zur Keks-, Waffel-, Eistüten- und Kuchenproduktion.

www.haas.com

• HTM Sport GmbH (Schwechat) – alpine Skibindungen.

www.tyrolia.com/de

• ISOVOLTA AG (Wiener Neudorf) – Elektroisoliermaterialien.

www.isovolta.com

• Jungbunzlauer Austria AG (Werk in Pernhofen)

– biologisch abbaubare, natürliche Inhaltsstoffe.

www.jungbunzlauer.at

• KBA-MÖDLING GmbH (Maria Enzersdorf) –

Banknotendruckmaschinen. www.kba.at

• LiSEC Austria GmbH (Seitenstetten) – Zuschnittund

Sortiersysteme für die Flachglasindustrie.

www.lisec.com

• MEWA Textil-Service GmbH (Schwechat-

Ranndersdorf) – Vermietung von Maschinenputztüchern.

www.mewa.at

• Pollmann Austria GmbH (Karlstein) – Entwicklung

und Serienproduktion von Mechatronic-

Baugruppen sowie -Produkten aus Kunststoff und

Metall. www.pollmann.at

• Rath AG (Krummnußbaum) – Spitzentechnologie

für Feuerfestlösungen. www.rath.at

• Riegl Laser Measurement Systems GmbH

(Horn) – Laservermessungstechnik.

www.riegl.co.at

• Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

(SBO) (Ternitz) – Hochpräzisionsteile und Oilfield

Equipment für die Oilfield-Service-Industrie.

www.sbo.at

• Semperit AG Holding (Wimpassing) – Produkte

für Medizin und Industrie (OP-Handschuhe).

semperitgroup.com

• SMC Pneumatik GmbH (Korneuburg) – pneumatische

und elektrische Automatisierungstechnik.

www.smc.at

• voestalpine Krems GmbH (Krems-Lerchenfeld)

– kaltgewalzte Stahlrohre und Stahlprofile.

www.voestalpine.com/krems/de

• Walter Mauser GmbH (Breitenau am Steinfeld) –

Kabinenbau. www.mauser-cabs.eu

• Welser Profile Austria GmbH (Ybbsitz) – Sonderprofile

und Sonderprofilrohre.

www.welser.com

• ZKW Group GmbH (Wieselburg) – Beleuchtungssysteme

für PKW, LKW und Zweiräder.

www.zkw-group.com

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

23


top 1000 | weltmeister

schinen in Leobendorf. Mittlerweile stammt

jede zweite Waffel, also Hohlhippe, Schnitten

oder Eisstanitzel, die irgendwo in der

Welt verputzt wird, aus einer Maschine des

niederösterreichischen Hightech-Betriebs.

Die derzeit in vierter Generation geführte

Haas-Gruppe beliefert mit ihren Anlagen

und Systemlösungen Kunden in mehr als

hundert Ländern. 2015 hat die Haas-Dachgesellschaft

mit 1.650 MitarbeiterInnen im

In- und Ausland, 600 davon in Österreich,

einen Umsatz von 303 Millionen Euro erwirtschaftet.

Fünf Mal so viele Patente

Dr. Thomas Haller von Simon-Kucher &

Partner hat den österreichischen Hidden

Champions in die Seele geschaut und in der

im Oktober 2016 erschienenen Studie festgestellt:

„Hidden Champions legen einen

starken Fokus auf Marktdynamik, Forschung

und Kooperationen“, meint Haller. „Sie probieren

insbesondere neue Ideen eher aus,

fördern ungewöhnliche Ideen etwa aus dem

MitarbeiterInnen-Kreis stärker und sie arbeiten

signifikant enger mit Universitäten und

externen Forschungseinrichtungen zusammen.“

Auch besitzen die Weltmeister unter

den Firmen pro Mitarbeiter fünf Mal so viele

Patente wie Großunternehmen. Und sie unterscheiden

sich in den Führungsstrukturen:

Während in Großunternehmen eine leitende

Persönlichkeit 6,5 Jahre tätig ist, kommen

bei den Champions die Chefs und Manager

meist jung an die Macht und verbleiben dort

im Schnitt 20 Jahre. Das sorgt für Kontinuität.

„Zu wenig Innovation“

Innovation, Forschung und die Ausbildungsqualität

der MitarbeiterInnen – das

sind die drei wichtigsten Zutaten, aus denen

Weltmarktführer gemacht werden, fasst die

Studie von Simon-Kucher & Partner zusammen.

Und genau bei diesem Themen

legt sich die Stirn so mancher championaler

Verantwortlicher in Falten. Ing. Mag Robert

Angel, Managing Director der SMC CEE

Group, deren Niederlassung in Korneuburg

das Headquarter für Zentral- und Osteuropa

ist, ortet gerade in diesen Bereichen einen

niederösterreichischen „Nachholbedarf “:

„Es gehen zu wenige Innovationen von Niederösterreich

in die Welt hinein. Innovation

steht in unmittelbarem Zusammenhang mit

Bildung. Da könnte in Niederösterreich mehr

geschehen.“

Wir wollen 50 Prozent

Die SMC Corporation ist der weltweit führende Experte für hochtechnologische Produkte und Lösungen

für die industrielle Automatisierung. Auf dem japanischen Aktienmarkt notiert, verfügt die Gesellschaft

über Tochterunternehmen in 81 Ländern mit Produktionsstätten in 29 Ländern und beschäftigt weltweit

rund 18.400 MitarbeiterInnen. SMC investiert jährlich mehr als 138 Millionen Euro in Forschung

und Entwicklung. Die österreichische SMC-Niederlassung in Korneuburg ist gleichzeitig das Headquarter

für 14 Länder in Zentral- und Osteuropa.

Ing. Mag. Robert Angel,

Managing Director SMC CEE Group

... über den Standort Niederösterreich

Niederösterreich ist im Vergleich zu den anderen

Bundesländern relativ gut aufgestellt.

Die geografische Lage hat gewisse Vorteile.

Bei den Autobahnanbindungen gibt es einen

Nachholbedarf, genauso wie bei den

Innovationen, hier geht zu wenig von Niederösterreich

in die Welt hinein. Innovation

steht in unmittelbarem Zusammenhang

mit Bildung. Da könnte in Niederösterreich

mehr geschehen.“

... über spielentscheidende Dinge

„Wir legen Wert auf den Bereich Bildung.

Unsere Mitarbeiter können sowohl interne

als auch externe Trainings besuchen. Zudem

unterhalten wir enge Kooperationen mit Bildungseinrichtungen

wie HTLs und Fachhochschulen.

Die Automatisierungstechnik

ist sehr komplex und breit aufgestellt – es

geht von der Automobil- und Electronics-

„Anschluss nicht verlieren“

In die gleiche Kerbe schlägt DI (FH) Herbert

Auer, CEO der Pollmann-Gruppe, die sich

im Automotive-Segment in den vergangenen

Jahrzehnten vom Waldviertler Karlstein

aus auf drei Kontinenten etabliert hat: „Für

den Wirtschaftsstandort Niederösterreich

ist es wichtig, nachhaltig in Forschung, Entwicklung

und Innovation zu investieren. Wir

dürfen den internationalen Anschluss nicht

verlieren.“

Sandra Mirosavljevic

über die Lebensmittelindustrie bis zur Medizintechnik.

Wir können für unsere Kunden

nur dann die optimalen Lösungen bieten,

wenn wir ihre Anwendungen verstehen.

Das geht nur mit laufender Weiterbildung

und Qualifizierung der MitarbeiterInnen.“

... und darüber, wie man Weltmarktführer

bleibt

„Wir haben aktuell einen globalen Weltmarktanteil

von mehr als 30 Prozent.

Unser Ziel ist ehrgeizig: Wir wollen 50

Prozent und zwar in den nächsten fünf

Jahren. Das ist mit entsprechenden Steigerungsraten

in den weltweiten Produktionsstätten

durchaus machbar. Wir bekennen

uns zum Standort Korneuburg. Die

Weichen für einen weiteren Ausbau sind

schon gestellt. Unsere MitarbeiterInnen

müssen hochqualifiziert sein – und sich

in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen. Hier

passiert bei uns einiges: von einer Kantine

mit einem ausgewogenen Speiseangebot,

dessen Zutaten teils vom Bio-Feld

auf unserem Firmengelände stammen,

bis zur Unterstützung sportlicher Aktivitäten.

Ein gutes Miteinander ist die Basis

von Motivation und diese wiederum die

Grundlage von Leistungsbereitschaft,

denn im Arbeitsalltag wird von jedem

und jeder Einzelnen viel gefordert. Wenn

wir Freude an der Arbeit haben und ein

bestmöglich gestaltetes Arbeitsumfeld geboten

wird, entsteht im Miteinander gute

Leistung.“

Foto: Wilke

24

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Bei uns liegt Backtradition

in der Familie. Seit 1902.

» Seit Generationen geben wir das Wissen

um die österreichische Backtradition weiter.

Dieses Wissen fängt bei den besten Zutaten an

und zeigt, wie sorgsam man mit ihnen umgehen

muss, um das beste Brot zu backen.«

Gutes aus Österreich

Anton Haubenberger

Besuchen Sie uns in unserer

Brot-Erlebniswelt „Haubiversum“:

für einen erlebnisreichen Rundgang,

einen Paneologiekurs oder

einfach ein ausgedehntes Frühstück.

Täglich für Sie geöffnet

www.haubiversum.at


SMC | PROMOTION

SMC: Individuelle Lösungen

für Innovationen von morgen

Innovative Produkte und kundenspezifi sche Lösungen in der Antriebs- und

Steuerungstechnik von pneumatischen und elektrischen Systemen haben SMC zum globalen

Marktführer gemacht. Mit dem Korneuburger SMC-Standort, der gleichzeitig das

Headquarter von 14 Ländern in Zentral- und Osteuropa ist, befi ndet sich der

Technologieexperte auch in Österreich auf Wachstumskurs.

Pneumatische Systeme ermöglichen

die gesamte industrielle

Automatisierung. Es gibt kaum

einen Bereich im täglichen Leben, der

nicht in irgendeiner Form einen automatisierten

Prozess durchlaufen hätte.

Weltmarktführer in der Antriebs- und

Steuerungstechnik von pneumatischen

und elektrischen Systemen ist SMC. Die

österreichische Niederlassung, zugleich

Headquarter der SMC CEE Group und

eingebettet in den globalen Hightech-

Konzern SMC Corporation, stellt Kunden

ein Produktportfolio mit mehr als

700.000 Varianten aus den weltweiten

Fertigungsstätten zur Verfügung. Zusätzlich

entwickeln die SMC-Ingenieure in

Österreich und CEE jährlich rund 2.000

individuelle Lösungen und ermöglichen

Technologien von morgen. Maßgeschneidert

auf den Kundenbedarf, sichern diese

leistungsstarken Systeme das optimale

Zusammenspiel von Pneumatik, Robotik,

Hydraulik und Elektronik. Egal,

ob für den Maschinenbau, Automotive,

Electronics, Food & Packaging oder

Life-Science-Industrien.

ONE-STOP-SHOP:

EIN ANSPRECHPARTNER –

EINE VIELZAHL AN LÖSUNGEN

„Am Standort Korneuburg bündeln wir

unsere Kompetenz entlang der gesamten

Wertschöpfungskette mit lokaler

Fertigung, Technology Center mit Design,

Prototypenbau, Testlabors und

technischem Trainingscenter sowie dem

großzügigen CEE-Zentrallager“, erzählt

Industrielle Automatisierung wird durch pneumatische und elektrische Systeme ermöglicht.

Innovationen von SMC sichern Technologieführerschaft und beste Voraussetzungen für Industrie 4.0.

Robert Angel, Managing Director SMC

CEE Group. Der Standort ist somit Drehscheibe

für den Know-how-Transfer und

Warenfluss in Zentral- und Osteuropa.

Zusätzlichen Mehrwert bieten Services

hinsichtlich Produktivitätssteigerung,

Energieeffizienz und Kostenreduktion

sowie Beratung zu Maschinensicherheit.

INDUSTRIE 4.0:

DIE ZUKUNFT GESTALTEN

Industrie 4.0 ist ein Thema, das SMC

intensiv beschäftigt: Kernthema ist die

Vernetzung von unterschiedlichen,

zwar bekannten, aber bis dato isoliert

betrachteten Disziplinen. Diese Vernetzung

erfolgt entlang der gesamten

Wertschöpfungskette – vom Design über

die Fertigung bis hin zur Logistik. Auf

Komponenten- bzw. Baugruppenebene

ist die Herausforderung eine sinnvolle

Verknüpfung dieser Disziplinen zur Gewährleistung

der erforderlichen Funktionsintegration.

Mit breitgefächertem

Know-how, einer intensiven Beschäftigung

mit den jeweiligen Industrien und

einer kontinuierlichen Anpassung des

Produkt- und Serviceportfolios ist SMC

Ansprechpartner, um den Herausforderungen

der Zukunft zu begegnen.

„Gemeinsam mit unseren Kunden

entwickeln wir innovative Individuallösungen,

welche explizite Mehrwerte

über den gesamten Lebenszyklus von

Fotos: SMC (2), Wilke (1)


Nr. 171

Know-how-Transfer ist für SMC

ein wesentlicher Aspekt

zur Qualifi zierung des Techniker-Nachwuchses.

„Durch den kürzlich erfolgten Zukauf

von 15.000 Quadratmetern Liegenschaft

schaffen wir räumliche Möglichkeiten zur

weiteren Expansion.“

Ing. Mag. Robert Angel,

Managing Director SMC CEE Group

Industrieanlagen bieten. Das startet in

der Planungsphase von Maschinen und

geht bis hin zu Optimierungsleistungen

und der Modernisierung von Anlagen“,

betont Angel. Letztendlich resultiert dies

in einer Senkung der Lebenszykluskosten

und der Betriebskosten sowie in der

Schaffung konkreter Wettbewerbsvorteile.

„Wir sehen Industrie 4.0 als eine

stetige Weiterentwicklung bestehender

Lösungen und Technologien. Bereits mit

kleinen Schritten gelingt es im industriellen

Alltag, positive Veränderungen in

Richtung Industrie 4.0 herbeizuführen“,

führt Angel fort.

WACHSTUM IN

NIEDERÖSTERREICH UND CEE

Seit Jahren verfolgt das Unternehmen einen

Wachstumskurs – nicht nur in Österreich,

sondern im gesamten CEE-Raum.

Der Umsatz in Österreich konnte im Geschäftsjahr

2015/16 auf 76,24 Millionen

Euro gesteigert werden, die Anzahl der

Mitarbeiter stieg zuletzt auf rund 220 an.

Auch für 2016/17 sind Personalaufnahmen

– sowohl im technischen als auch im

kaufmännischen Bereich – geplant.

Um den Expansionsplänen in Zukunft

auch in räumlicher Hinsicht nachzukommen,

wurde kürzlich das niederösterreichische

SMC Headquarter durch den Zukauf

der Nachbarliegenschaft von 22.000 auf

37.000 Quadratmeter vergrößert. Dies ist

der zweite Erweiterungsschritt in knapp

drei Jahren: Erst 2014 hat das Unternehmen

seinen Korneuburger Standort

durch einen Zubau vergrößert und dabei

die lokale Produktion und das CEE

Warehouse nahezu verdoppelt.

HIGHTECH FÜR TECHNIKER

VON MORGEN

Neben dem Standortinvestment sind Kooperationen

mit Bildungseinrichtungen

ganz weit oben auf der Agenda von SMC.

„Im Rahmen von Kooperationen haben

wir die Möglichkeit, einen wesentlichen

Beitrag zur Aus- und Weiterbildung

junger Techniker zu leisten und unser

Know-how mit der jungen Generation zu

teilen“, so Robert Angel. „Wir verstehen

die Zusammenarbeit als Investition in

die Zukunft. Studierende erhalten Zugang

zu top-modernem Equipment und

können bereits während ihres Studiums

unsere Produkte kennenlernen und relevante

Praxiserfahrung sammeln. Viele

der Studierenden von heute sind unsere

Mitarbeiter oder Kunden von morgen.“

Im Rahmen dieser Kooperationen stattet

SMC laufend Labors mit State-of-the-

Art-Equipment für Automatisierungstechnik

aus. Die Partnerschaften gehen

aber auch noch einen Schritt weiter:

Neben der Labor- und Werkstättenausstattung

wird das Lehrpersonal bei der

Erstellung von Unterrichtsmaterialien

sowie der Konzeption und Durchführung

von Schulungen bis hin zur Vergabe von

Diplomarbeiten und Praktikumsplätzen

unterstützt. „Wir sehen hier enorm viel

Potenzial für alle Beteiligten und bauen

unsere Partnerschaften kontinuierlich

aus“, so Angel abschließend.

KONTAKT

SMC Pneumatik GmbH

Girakstraße 8, 2100 Korneuburg

www.smc.at

Anzeige


top 1000 | INTERVIEW

Vom lokalen Player zum

internationalen Konzern

Expansiv: Die Agrana Beteiligungs AG zählt zum kleinen und exklusiven Kreis

österreichischer Weltmarktführer. CEO Johann Marihart im Interview über die

Entwicklung des Unternehmens vom lokalen Player zum internationalen Konzern mit

Standorten auf allen Kontinenten.

ECHO: Sie stehen an der Spitze der Agrana

Beteiligungs AG, eines Unternehmens, das

weltweit mit ca. 9000 Mitarbeitern einen

Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Wie ist der Konzern zu dem geworden,

was er heute ist, und welche Rollen haben Sie

dabei gespielt?

Johann Marihart: Diese Zahlen sind das

Ergebnis einer langjährigen Entwicklung. Ich

bin seit 1988 im Vorstand und seit 25 Jahren

CEO. Ich habe natürlich diese Entwicklung

mitgestaltet. Es war also kein Quereinstieg,

sondern eine organisches Wachstum. In dieser

Zeit ist auch unser Unternehmen gewachsen,

es ist unsere Organisation gewachsen und natürlich

bin auch ich mitgewachsen. Es war die

Zeit, in der die Ostgrenzen geöffnet wurden,

und wir haben diese Chancen wahrgenommen.

Diese Investitionen waren riskanter, als

man das heute annehmen würde. Es war ja

damals noch nicht mal Österreich in der EU,

geschweige denn, dass ein EU-Beitritt der osteuropäischen

Staaten absehbar gewesen wäre.

Insofern war das riskant, aber richtig.

„Es gibt Lieferanten und einen Handel, das

führt zu einer Wertschöpfungskette, die

weit über jene des eigentlichen Unternehmens

hinausgeht. Bei uns ist das wesentlich,

weil wir sehr rohstoffintensiv produzieren.“

ECHO: War das dieser erste Expansionsschritt

der Agrana in internationale Märkte,

von einem lokalen Player zu einem europäischen

Player?

Marihart: Ja, das waren die ersten Auslandsbeteiligungen.

Das führte natürlich zu

organisatorischen Veränderungen. Verhandlungen

mussten zum Beispiel in Englisch

oder überhaupt mit Dolmetschern geführt

werden.

Fotos: Kainerstorfer

28

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


ECHO: Mit mittlerweile 53 Produktionsstandorten

auf allen Kontinenten ist die

Agrana ein echter Global Player. Vor allem

in der jüngeren Vergangenheit wurde die

Geschäftsbasis stark erweitert. Gibt es weitere

Expansionspläne? Wie sehen diese aus?

Marihart: Wir bemühen uns derzeit um

eine Akquisition in Serbien im Zuckerbereich.

Da geht es um eine zusätzliche Menge

von 300.000 Tonnen. Diese Akquisition

wäre ein sehr großer Schritt für uns. Es gibt

natürlich auch im Fruchtbereich durchaus

Möglichkeiten. Nachdem wir in diesem Bereich

Weltmarktführer sind, werden immer

wieder Angebote herangetragen. Allerdings

haben wir in der Fruchtzubereitung in den

vergangenen zehn Jahren die Entwicklung

nur durch Eigenexpansion, also durch die

Errichtung von neuen Produktionsstätten,

vorangetrieben. Diesbezüglich gibt es auch

weitere Überlegungen wie etwa für China.

ECHO: Mit einem Weltmarktanteil von

30 Prozent bei Fruchtzubereitungen ist die

Agrana Weltmarktführer in diesem Segment.

Wie erreicht man diese Position und

wie kann man sie gegenüber dem starken

internationalen Wettbewerb halten?

Marihart: Wir sind mit der Übernahme von

Steirerobst in dieses Segment eingestiegen.

Dann ergab sich für uns der große Schritt mit

der französischen Fruchtzubereitungsfirma

Atys aus der Pernod-Ricard-Gruppe, die diesen

Teil abgeben wollte. Wir haben das Unternehmen

dann in drei Etappen übernommen

und damit einen sehr großen Sprung nach

vorne gemacht. Mit der Übernahme sind wir

mit einem Schlag weltweit präsent gewesen,

von Australien bis USA. Anschließend wurde

das Unternehmen weiterentwickelt mit Standorten

in China, USA, Russland und einigen

mehr. Wir waren damit aber auch mit einem

Schlag ein transkontinentaler Konzern mit

Managementteams aus vielen verschiedenen

Ländern. Da brauchte es natürlich einen Lernund

Entwicklungsprozess, angefangen bei

einfachen Dingen, wie der Berücksichtigung

der Zeitdifferenzen bei Telefonaten oder Videokonferenzen.

Das alles hat unsere Unternehmens-

und Managementkultur nachhaltig

beeinflusst und verändert.

ECHO: Die Agrana hat Anfang des Jahres

den „Ökonomischen Fußabdruck“ des Unternehmens

ermitteln lassen. Was ist darunter

zu verstehen?

Marihart: Wir sind immer wieder damit

konfrontiert, dass Industriebetriebe nur als

Produktionsstätten gesehen werden, die

Ressourcen verbrauchen oder die Umwelt

belasten. Da gilt es vonseiten der produzierenden

Industrie klarzustellen, es sind nicht

nur die Arbeitsplätze oder die Umsätze, die

erzielt werden. Es gibt Lieferanten und einen

Handel und das führt zu einer entsprechenden

Wertschöpfungskette, die weit über

„Nur wenn Unternehmer

bereit sind, Risiko

einzugehen, dann wird

expandiert, und nur so

können neue Arbeitsplätze

entstehen.“

jene des eigentlichen Unternehmens hinausgeht.

Bei uns ist das eine sehr umfangreiche

Wertschöpfungskette, weil wir sehr rohstoffintensiv

prozieren und damit die ganze

dahinterstehende Landwirtschaft in diese

Wertschöpfung eingerechnet werden muss.

Das ergibt in unserem Fall eine Unternehmenswertschöpfung

von 500 Miollionen-

Euro. Aber wenn man die dahinterstehende

Wertschöpfung miteinbezieht, kommt eine

weitere Milliarde Euro dazu. Bei den Arbeitsplätzen

ist dieser Hebel noch viel deutlicher:

Zu den 9000 Mitarbeitern, die bei Agrana

beschäftigt sind, kommen weitere 30.000

dazu, die etwa in der Landwirtschaft oder im

Handel beschäftigt sind.

ECHO: Österreichs Wirtschaft steht im

EU-Vergleich zwar noch immer gut da, hat

aber schon bessere Zeiten gesehen. Wie

kann das Ruder herumgerissen werden, um

wieder auf Erfolgskurs zu kommen?

Marihart: Das ist nicht ganz einfach zu

beantworten. Es ist wichtig, dass man einen

unternehmerischen Geist schafft. Nur wenn

Unternehmer bereit sind, Risiko einzugehen,

dann wird expandiert, und nur so können

neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Entrepreneurkultur

aufzubauen, ist allerdings eine

langfristige Aufgabe, damit muss man schon

in der Schule beginnen.

ECHO: Wird es Unternehmern in Österreich

schwer gemacht oder ist das eine Frage

der Mentalität?

Marihart: Wir sind ein kleines Land, damit

fängt es mal an. Ein österreichisches Unternehmen

muss, zum Beispiel im Vergleich

zu Deutschland, viel früher in den Export

gehen. Ein deutsches Unternehmen kann

schon im lokalen Markt wesentlich größere

Umsätze erzielen. Da gibt es strukturelle

Unterschiede, ich würde das nicht unbedingt

der Politik zuschreiben.


top 1000 | Buntmetall

Alles Kupfer oder was?

Champion. Wo immer buntmetall amstetten draufsteht, steckt Kupfer oder eine seiner

Legierungen drin. Mit „hidden products“ ist das Unternehmen mit Standorten in

Amstetten und Enzesfeld Europameister in dieser Nische.

Wichtige Investition

Im Mittelpunkt der derzeitigen Investitionen

steht am Standort Amstetten eine neue

Strangpresse für Kupfer und Kupferlegierungen

mit einer Presskraft von 5.000 Tonnen.

Diese Anlage ersetzt eine bestehende

2.500-Tonnen-Presse, mit der man bisher

am Weltmarkt sehr erfolgreich unterwegs

ist, mittlerweile allerdings im Produktbereich

oftmals an die Leistungsgrenzen stößt. Die

Strangpresse ist das Herzstück der Kupferproduktion

in Amstetten. Mit der Investition

in eine Anlage dieser Leistungsgröße ist man

zukünftig in der Lage, die Herstellung von

Speziallegierungen zu erweitern und dabei

die am Markt benötigten größeren Dimensionen

fertigen zu können. Rund 30 Millionen

Euro allein wird diese technologische Erweiterung

mit allen erforderlichen Umrüstaktionen

für die notwendigen Anschlussaggregate

kosten. Neben dieser Großinvestition

investiert das Unternehmen jährlich rund

fünf bis sechs Millionen Euro in die laufende

Modernisierung.

Rund 3.000 verschiedene Produkte werden am Standort Amstetten produziert.

Die buntmetall amstetten GmbH

ist europaweit einer der modernsten

Produzenten für Fertigteile,

vor allem aber für Halbzeug aus Kupfer und

Kupferlegierungen. 648 Mitarbeiter sorgen

für einen Jahresausstoß von 35.000 Tonnen.

Im Portfolio sind bedingt durch die Kombination

aus Werkstoffen, Dimensionen, Abmessungen

und Anforderungen der Kunden

allein am Standort Amstetten rund 3000 verschiedene

Produkte.

Auch wenn es nach außen nur nach

Rohren, Stangen und Profilen ausschaut, so

führt und entwickelt buntmetall doch eine

Unmenge an hochkomplexen Bauteilen. Innovation

ist Teil des täglichen Geschäfts. In

Nischen, wo andere sich einfach schwertun.

In Summe ein sehr breites Spielfeld, wo die

Mitarbeiter stets am Ball sein müssen und

wollen. Zur kundenspezifischen Werkstoffinnovation

gesellt sich als weiteres Feld die

Technologie.

Aus- und Weiterbildung

für Mitarbeiter

Großen Wert legt man bei buntmetall auch

auf die Aus- und Weiterbildung der insgesamt

648 Mitarbeiter, davon 387 in Amstetten

und 261 in Enzesfeld. Um auch für

die Zukunft entsprechend gerüstet zu sein,

werden derzeit in der eigenen Lehrwerkstätte

rund 30 Lehrlinge ausgebildet.

Das Unternehmen erzielte im Vorjahr

einen Umsatz von 250 Millionen Euro, die

weltweite Exportquote beträgt 90 Prozent.

Fast die Hälfte des Umsatzes wird mit Legierungsprodukten

in den Bereichen Maschinenbau

und Schiffbau, Elektrotechnik

und Luftfahrt erzielt.


STARK | PROMOTION

Ein starkes Team

Nr. 647

Schwierige Demontagearbeiten gehören zu den Spezialitäten des Waldviertler

Recycling-Unternehmens Stark. Mit viel Know-how und einem professionellen

Team werden auch kniffl ige Aufgaben erfolgreich bewältigt.

Foto: Manfred Weiss

Nur als winzige Figur zeichnet sich

die Gestalt auf der Hebebühne

gegen den Himmel ab. Über

und vor ihm thront mächtig eine schwarze

Stahlwand, in der sich der glühende Strahl

des Schneidbrenners langsam seinen Weg

bahnt. Als ein Stück in der Größe von

mehreren dutzenden Quadratmetern getrennt

ist, übernimmt der starke Arm des

Lastenkrans und lässt das tonnenschwere

Stück sachte zu Boden gleiten. Heizöltanks

so groß wie zwei Fußballfelder und

20 Meter hoch, Trocknertrommeln mit

300 Tonnen Eigengewicht, Demontagearbeiten

auf einem Funkturm in 150 Metern

Höhe oder der Rückbau einer Gleisanlage

auf einer 20 Kilometer langen Bahntrasse,

titanische Aufgaben gehören zum

Arbeitsalltag des Entsorgungsspezialisten

Stark GmbH mit Sitz in Irnfritz im nördlichen

Niederösterreich.

HERAUSFORDERUNGEN

Derzeit ist ein Team des Unternehmens im

Kraftwerk Korneuburg damit beschäftigt,

vier Lagerbehälter mit einem Fassungsvermögen

von jeweils 50.000 Kubikmetern abzubauen.

Jeder Stahlkoloss mit 52 Metern

Durchmesser und 23 Metern Höhe muss

zuerst vom Heizöl befreit, also sorgfältig gereinigt

und gasfrei gemacht werden. Danach

geht es an die Zerlegung der riesigen Stahlkonstruktionen.

Stück für Stück müssen die

Stahlplatten abgetragen werden, insgesamt

3.300 Tonnen Eisenschrott werden dadurch

der Verwertung zugeführt. Für solche Aufgaben

benötigt man das richtige Know-how

und eine Mannschaft, die Herausforderungen

liebt und lösungsorientiert denkt.

Und – nicht zuletzt – den oftmals zitierten

Hausverstand einsetzt und ihre einzelnen

Begabungen und Ausbildungen zu einem

Ganzen zusammenführt. Teamarbeit eben.

„Wir haben ähnlich wie ein Schweizer Taschenmesser

viele flexibel einsetzbare Werkzeuge

in einer Hand. Dadurch entfallen

Schnittstellen mit Subunternehmern oder

Große Aufgabe: Ein Stahlkoloss mit 52 Metern Durchmesser und 23 Metern Höhe wird zerlegt.

anderen Teilgewerken, wenn es darum geht,

dass eine Maschine, ein Bauwerk oder eine

Industrieanlage weggeschafft werden sollen.

Unsere Mitarbeiter haben Lehrabschlüsse

in den verschiedensten Handwerksberufen:

Spengler, Dachdecker, Zimmerer, Schlosser,

Maurer, ja sogar einen Bäcker haben wir im

Team! Und das ist gut so, denn dadurch

wird Querdenken zur obersten Disziplin“,

erklären die beiden Firmenchefs Gottfried

und Reinhard Stark die Qualitäten ihrer

Mitarbeiter.

Die Arbeitsbedingungen sind meist

schwierig. Hitze, Staub, mitten im Verkehrsgetümmel

einer Autobahn, im Tunnel,

in der Nacht oder bei laufendem Betrieb in

einer Produktionsstätte: „Standardaufträge

sind wichtig und unsere Basis, aber knifflige

und außergewöhnliche Arbeiten sind das

Reizvolle an diesem Geschäft“, gibt Gottfried

Stark Einblick. Die Stärke des Unternehmens

ist das vielseitige und komplette

Angebot, ergänzt Reinhard Stark: „Bei uns

bekommt der Kunde alles aus einer Hand.“

Bei Bedarf bietet Stark Schad- und Störstofferkundung,

wie sie seit heuer nach der Recycling-Baustoffverordnung

verpflichtend

ist, gut ausgebildete Demontagetrupps, die

auf alle Sicherheitsstandards geschult sind

(wie zum Beispiel Höhenarbeit) und das

komplette Entsorgungs-Know-how – auch

für gefährliche Abfälle. Außerdem gehört

die direkte Vermarktung von wertvollen

Sekundärrohstoffen und ein eigener Fuhrund

Maschinenpark sowie ausreichend

Container und Spezialbehälter zum Angebot

des eigentümergeführten Mittelbetriebs.

Handschlagqualität ist nach wie vor

eine wichtige Voraussetzung, um in diesem

Geschäftsfeld erfolgreich weiterempfohlen

zu werden. „Gerade bei schwierigen Rahmenbedingungen

oder unerwarteten Aufgabenstellungen

will der Kunde in erster

Linie nicht mit Problemen und Nachträgen

konfrontiert werden, sondern mit Lösungsvorschlägen“,

erklärt Gottfried Stark das

Erfolgsrezept des Unternehmens.

KONTAKT

Stark GmbH

Im Waldviertler Recyclingpark, Starkweg 1

3754 Irnfritz

Tel.: +43 (0)2986 6655

office@stark-gmbh.at

www.stark-gmbh.at

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top 1000 | maschinenring

Es zählt nicht nur der Preis

Nahezu die Hälfte (!) aller Top-1000-Unternehmen des Bundeslandes sind Kunden

des Maschinenring Niederösterreich. Wie geht das, Herr Landesgeschäftsführer?

ECHO: Was sind heute die Stärken des

Maschinenrings – im Unterschied zu früher?

Christian Wildeis: Ursprünglich wurde

der Maschinenring als Selbsthilfeverein

für die Landwirtschaft gegründet. Die Anforderungen

lagen damals vor allem in der

klassischen Maschinenvermittlung bzw. der

sozialen Betriebshilfe. In den vergangenen

zwei Jahrzehnten haben wir uns zu einem innovativen

Dienstleistungsbetrieb entwickelt.

Neben dem agrarischen Kernbereich wurden

die gewerblichen Dienstleistungen wie

Grünraum- und Baumpflege, Winterdienst,

Forst und Energie sowie Personal-Leasing

entwickelt. So ist der Maschinenring heute

mit seinen drei Unternehmensbereichen

breit aufgestellt und kann durch seine Mitgliederstruktur

auf regionales Personal aus

der Landwirtschaft und einen leistungsstarken

Fuhrpark zurückgreifen.

ECHO: Profitiert der Maschinenring davon,

dass Landwirte bei der Neuanschaffung

von Traktoren und anderen Maschinen derzeit

eher auf die Bremse steigen?

Wildeis: In gewisser Weise schon. Die Situation

in der Landwirtschaft ist schwierig,

in vielen Fällen ist ein eigenes Gerät nicht

kosteneffizient. Dazu braucht es den Maschinenring,

der mit schlagkräftiger Technik

im überbetrieblichen Einsatz zu einer Kostendegression

beitragen kann. Durch den

Entschluss zum Gemeinschaftsmanagement

erhalten wir neue landwirtschaftliche Mitglieder,

die selbst oder deren Kinder dann

bis zur Betriebsübernahme in den verschiedenen

Unternehmensbereichen attraktive

Arbeitsmöglichkeiten haben.

ECHO: Winterdienst und Grünraum – wie

sehen hier die Zukunftsperspektiven aus?

Spürt der Maschinenring die Auswirkungen

des Klimawandels?

Landesgeschäftsführer Christian Wildeis, MBA,

mit Baumexpertin DI Marion Kogler bei der

Baumbegutachtung.

Wildeis: Wir setzen verstärkt auf Modelle

mit mehreren Dienstleistungen – wie z. B. „4

Jahreszeiten – 1 Partner“ – und bieten dem

Kunden ein Rundum-Service, damit er sich

auf seine Kernkompetenzen konzentrieren

kann. Die Auswirkungen des Klimawandels

beschäftigen uns schon seit einiger Zeit. Die

Extrem-Ereignisse wie Hochwasser, Sturm und

Hitzeperioden werden immer häufiger bzw. ist

die Klimaerwärmung vor allem im Winter für

uns spürbar. Das heißt aber nicht, dass es in

Zukunft keinen Winterdienst mehr braucht,

sondern dass auch im Winter die Extreme stärker

werden. Dadurch hat sich der Maschinenring

des Themas Naturgefahrenmanagement

angenommen und ist sowohl präventiv, z. B. in

der Baumbegutachtung bzw. mit Wildbachbegehungen,

als auch in Akut-Situationen, z.

B. bei der Aufarbeitung von Sturmschäden,

Eisbrüchen und der gleichen, tätig.

ECHO: Wo positionieren Sie den Maschinenring

in einer globalisierten Welt mit

multinationalen Unternehmen, in der man

den Eindruck gewinnt, dass nur Größe den

entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt?

Wildeis: Der Maschinenring agiert als

überregionales Unternehmen, das durch die

regionale Ausrichtung mit 18 Standorten in

Niederösterreich flächendeckend präsent ist.

Damit haben wir kurze Anfahrtswege zu unseren

Kunden. Als Qualitätsanbieter aus dem

ländlichen Raum bieten wir maßgeschneiderte

Lösungen und Leistungspakete an.

Und gerade in der Dienstleistung zählt bei

unseren Kunden nicht nur der Preis, sondern

auch die technische Leistungsfähigkeit, die

Nachhaltigkeit und die Qualität, die wir mit

unseren zuverlässigen Mitarbeitern gewährleisten.

Wir freuen uns über einen ausgewogenen

Kundenmix, der sich aus Gewerbe-,

Industrie-, Privatkunden und öffentlichen

Auftraggebern zusammensetzt.


In allen Unternehmensphasen

gut aufgehoben

ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf

1.

- Geschäftsidee

2.

- 1. Büro im

Co-Working Space

- Gründung

- Finanzierungsunterstützung

3.

- eigene

Büroräumlichkeiten

- Wachstum

4.

- eigene

Standortvorstellungen

Wachstum


top 1000 | haubis

Unter professioneller Betreuung und Aufsicht werken die kleinen „Bäckermeister“ im Haubiversum.

Bäckereihandwerk hautnah

Aufschlussreich. Im 2008 eröffneten Haubiversum gibt die Traditionsbäckerei Haubis

den Besuchern Einblicke hinter die Kulissen des Bäckerhandwerks und die Möglichkeit,

eigenhändig Brot zu backen. Genussvolles Verspeisen anschließend inklusive!

Themenparks und Erlebniswelten

boomen. Weil sie Wissen über mitunter

sperrige Themen spielerisch

transportieren, weil sie Besucher in das Geschehen

einbinden und, last but not least,

weil sie für Groß und Klein viel Spaß bieten.

Das hat nicht nur die Freizeitindustrie erkannt

und ein dementsprechendes Angebot

geschaffen, sondern mittlerweile auch

Gewerbe und Industrie. Denn wie mit kaum

einem anderen Mittel können damit bestehende

oder aber auch potenzielle Kunden

an eine Marke emotional gebunden werden.

Ein Trend, den auch der niederösterreichische

Traditionsbetrieb Haubis erkannt

hat und seit 2008 Kunden und Besuchern

mit der Eröffnung des Haubiversums an die

Marke Haubis und deren Produkte heranführt.

Das Haubiversum boomt

Und das Konzept ist erfolgreich: 45.000

Besucher kommen jährlich allein in die

Brot-Erlebniswelt von Haubis, in der

man unter anderem Interessantes aus der

Haubis-Firmenhistorie erfährt oder die

Entstehungsgeschichte von verschiedenen

Brot- und Gebäckspezialitäten mitverfolgt

werden kann. Dabei schlüpfen Besucher

auch selber in die Rolle des Bäckermeisters

und produzieren ihr eigenes Stück Brot. Für

die Jüngsten unter den Besuchern gibt es

eine eigene Kinderbackstube. Unter professioneller

Betreuung und Aufsicht werken

die Bäckermeister ab vier Jahren in einer

Mini-Backstube mit richtigem Ofen. Und

natürlich selbstverständlich mit richtigem

Teig! Noch häufiger frequentiert werden

das dem Haubiversum angeschlossene Café

und der Backshop. Knapp 220.000 Besucher

pro Jahr finden sich zum kulinarischen

Zwischenstopp im verkehrsgünstig nahe der

A1 gelegenen Haubiversum ein und lassen

sich die Spezialitäten des Traditionsbäckers

schmecken.


Backtradition liegt seit

1902 in der Familie

Handschlagqualität. Mit ehrlichem Bäckerhandwerk und

qualitätsvollen Produkten überzeugt Haubis seit über

100 Jahren seine Kunden. Geschäftsführer Ing. Anton

Haubenberger im Interview.

Foto: Haubis

ECHO: Die Qualität von Lebensmitteln

hängt logischerweise maßgeblich von der

Qualität der verwendeten Rohstoffe ab. Welche

Zutaten setzt Haubis bei der Produktion

der Backwaren ein?

Anton Haubenberger: Das Mehl für

unsere Produkte, unser wichtigster Rohstoff,

kommt zu 100 Prozent aus Österreich und

dabei vorwiegend aus der nieder- und der

ober österreichischen Landwirtschaft. Als

zweite Komponente kommt reinstes Petzenkirchner

Quellwasser als belebtes Grander-

Wasser in unsere Backstube. Ein weiterer

wichtiger Rohstoff ist die Hefe. Wir geben

unseren Teigen ausreichend Zeit, um dank

Hefe ganz natürlich zu reifen. Zu Broten, die

wie früher schmecken. Neben feinem, unjodiertem

Speisesalz setzen wir bei ausgewählten

Gebäcksorten auf naturbelassenes Steinsalz.

Und was unsere Körnermischungen betrifft,

achten wir ganz besonders auf Frische

und Qualität. Ein kleines Detail, das aber ein

großes Aromaplus bringt.

ECHO: Haubis hält sich bei der Erzeugung

seiner Backprodukte an eine Art „Reinheitsgebot“.

Was ist darunter zu verstehen?

Haubenberger: Wir sind mit dem Wissen

groß geworden, was erstklassiges Brot und

Gebäck ausmacht: ehrliche Zutaten, solide Rezepturen

und traditionelles Handwerk. Seit Generationen

bringen wir besonderen Brotgenuss

aus der Familie in die Familie. Und darauf sind

wir stolz. Wir sind überzeugt, dass nur beste

Zutaten, traditionelles Handwerk und unsere

Top-Mitarbeiter die Produktion von Brot und

Gebäck ermöglichen, die dem hohen Qualitätsstandard

unseres Unternehmens gerecht

werden.

ECHO: Ihre Branche ist hart umkämpft,

Billiganbieter drängen in den Markt. Welche

Strategie verfolgt Haubis in diesem Umfeld?

Haubenberger: Qualität hat seinen Wert.

Wir verarbeiten hochwertigste Rohstoffe aus

Österreich in unserem Familienbetrieb in

Petzenkirchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis

unserer Produkte ist absolut fair.

ECHO: Haubis ist der Erfinder der vorgegarten

Tiefkühlteiglinge. Was bedeutet das genau?

Haubenberger: Die vorgegarten Tiefkühlteiglinge

werden zum Beispiel im österreichischen

Lebensmittelhandel frisch vor

„Uns ist wichtig, dem Konsumenten zu zeigen, wo

sein tägliches Brot und Gebäck erzeugt wird. Die

Menschen dahinter, die Rohstoffe und natürlich der

Produktionsablauf. Daher haben wir im Jahr 2008

unser Haubiversum eröffnet.“


Geschäftsführer Ing. Anton Haubenberger

Ort im Geschäft gebacken. Der vorgegarte

Tiefkühlteigling kann „just in time“ gebacken

werden. Somit kann der Supermarkt zu jeder

Tageszeit die benötigte Menge backen und

ist immer frisch in der Feinkosttheke oder im

Backshop.

ECHO: Haubis bietet mit dem Haubiversum

den Konsumenten die Möglichkeit, die Produktion

zu verfolgen und einen emotionalen

Zugang zum Endprodukt herzustellen. Wie

sind die Erfahrungen dieses Projekts?

Haubenberger: Uns ist seit Jahren wichtig,

dem Konsumenten zu zeigen, wo sein

tägliches Brot und Gebäck erzeugt wird. Die

Menschen dahinter, die Rohstoffe und natürlich

der Produktionsablauf. Daher haben wir

im Jahr 2008 unser Haubiversum eröffnet.

Der Konsument soll wissen, wie viele Schritte

und Menschen notwendig sind, bis das Frühstückssemmerl

auf seinem Tisch liegt. Mit

dem Haubiversum wollen wir vor allem bei

Kindern das Bewusstsein schaffen, dass Brot

ein wertvolles Lebensmittel ist und nicht einfach

ein Wegwerfprodukt. Jeder Besucher der

Brot-Erlebniswelt darf sein eigenes Gebäckstück

formen und nach der Führung ofenfrisch

genießen. Die größte Begeisterung zeigen übrigens

unsere kleinen und großen Gäste beim

Kneten und Formen des Teigs.

ECHO: Wie viele Besucher waren im Vorjahr

im Haubiversum?

Haubenberger: Die Anzahl ist seit Jahren

stabil. Ca. 45.000 Besucher zählen wir in der

Brot-Erlebniswelt. Inklusive Café und Backshop

beträgt die Gesamtfrequenz 220.000

Besucher.


top 1000 | INTERVIEW

Fit für den globalen

Wettbewerb

Standortentwicklung, Digitalisierung und Globalisierung: Wirtschaftslandesrätin

Petra Bohuslav im Interview zu den Herausforderungen für Niederösterreichs

Wirtschaftspolitik.

ECHO: Frau Landesrätin Bohuslav, ecoplus,

die Wirtschaftsagentur des Landes

Niederösterreich, bietet mit der Plattform

www.standort-noe.at Unterstützung für

Betriebe bei Ansiedlungs- oder Erweiterungsprojekten.

Wie sieht das konkret aus?

Petra Bohuslav: Die ecoplus Immobiliendatenbank

umfasst aktuell mehr als 320

Gewerbeobjekte in Niederösterreich, die

auch übersichtlich in einer Karte dargestellt

sind. Weiters bietet die kostenlose Plattform

einen übergreifenden Förderkompass durch

49 unterschiedliche Bundes- und Landesförderprogramme.

Das ist ein zusätzlicher

Service- und Zeit-Gewinn für die Betriebe,

die sich so schnell einen guten Überblick

verschaffen können.

ECHO: Mit technologieorientierter

Standortentwicklung, dem sogenannten

Technopol-Programm, wird Niederösterreichs

Entwicklung als innovativer Hightech-Standort

forciert. Wie sieht die Bilanz

dieses Programms aus und was ist für die

Zukunft geplant?

Bohuslav: Schon die Zahlen für unsere

Technopol-Standorte sind beeindruckend:

In Krems, Tulln, Wieselburg und Wiener

Neustadt arbeiten 1.347 ForscherInnen,

es wurden 2.993 Arbeitsplätze geschaffen

und 54 Betriebe konnten angesiedelt

werden. Auch die Kombination aus Wirtschaft,

Wissenschaft und Ausbildung

macht sich nachweislich bezahlt. Laut einer

Studie erzielen die Technopol-Standorte

in Niederösterreich 685 Millionen Euro an

Wertschöpfung pro Jahr – jeder 75. Euro,

„Unterstützung für

Unternehmen – egal ob

KMU oder Industriebetrieb

–, um fit für die

Herausforderungen von

Wirtschaft 4.0 zu sein.“

der in Niederösterreich erwirtschaftet wird,

entsteht also an einem der Technopol-

Standorte. Für die Zukunft ist es wichtig,

diesen Level nicht nur zu halten, sondern

weiter auszubauen.

ECHO: Eine der großen Herausforderungen

des nächsten Jahrzehnts ist die zunehmende

Digitalisierung fast aller Wirtschaftsbereiche.

Wie sieht die wirtschaftspolitische

Reaktion des Landes Niederösterreich auf

diese Entwicklung aus?

Bohuslav: Der globale Wettbewerb wird

immer härter und kleine Betriebe haben es

oft schwer, mitzuhalten. Die Digitalisierung

gibt ihnen das Rüstzeug dazu. Und das sichert

schlussendlich auch wieder Arbeitsplätze im

Land. Unsere Aufgabe ist es, unsere Unternehmen

– egal ob KMU oder Industriebetrieb

– dabei zu unterstützen, fit für die Herausforderungen

von Wirtschaft 4.0 zu sein,

um die damit verbundenen Chancen optimal

nutzen zu können.

ECHO: Fast drei Viertel der Exporte niederösterreichischer

Unternehmen geht in die

EU. Die Union ist für die heimische Wirtschaft

von essenzieller Bedeutung. Wie beurteilen

Sie die aktuelle Entwicklung – Stichwort

Brexit – der EU?

Bohuslav: Im kommenden Jahr ist mit

einem Rückgang der britischen Wirtschaftsleistung

zu rechnen. Trotzdem wäre es ein Fehler,

Großbritannien als Exportmarkt abzuschreiben.

England bleibt – auch nach dem Brexit-

Referendum – ein interessanter Exportmarkt.

Um Unsicherheiten entgegenzuwirken, wäre

es aber wichtig, möglichst rasch möglichst

klare Entscheidungen auf politischer und institutioneller

Ebene zu treffen.


KRALOWETZ | PROMOTION

Heikle Fracht

Insgesamt ist fast ein Drittel der Kralowetz-LKW-Flotte für den Lebensmitteltransport

im Einsatz. 50 LKW liefern europaweit oder aber auch darüber hinaus, wie etwa nach

Armenien, Georgien und in die Türkei.

Nr. 466

Foto: Kralowetz

Beim Transport von Schokolade muss diese konstant

zwischen 40 und 45 Grad gehalten werden.

Fast ein Drittel der Kralowetz-LKW-Flotte ist für den Lebensmitteltransport in der EU und Südosteuropa

im Einsatz.

Transportiert werden von dem niederösterreichischen

Traditionsunternehmen

alle flüssigen Lebensmittel,

vor allem aber Schokolade, Milch, Margarine,

Wein oder Cognac. Seit dem ersten Lebensmitteltransport,

den Kralowetz im Jahr

1974 durchführte, hat sich dieses Segment

der Transportbranche grundsätzlich geändert.

Denn im Gegensatz zu früher gibt es

jetzt in Österreich nur mehr eine Handvoll

Spediteure, die diese Nische bedienen, wie

Geschäftsführer Martin Kralowetz bestätigt:

„Früher waren es viel mehr. Es sind Transporte,

für die man spezielles Know-how haben

muss.“ Denn bei Lebensmitteltransporten

müssen strenge Vorschriften eingehalten

werden. Das geht von einer Reihe von Sicherheitsrichtlinien

bis zu strengen Hygienevorschriften

für das Personal. Deren Umfang

beinhaltet immer wieder, abhängig von den

belieferten Firmen, Einrichtungen wie Sterilitätsschleusen,

die nur mit entsprechenden

Schutzanzügen passiert werden dürfen. Eine

weitere Herausforderung in der Logistikkette

von Lebensmitteltransporten ist die Reinigung

der Tanks, in denen die Lebensmittel

transportiert werden. Denn der Tank muss

nach der Entladung vollständig gereinigt

und sterilisiert werden. Üblicherweise erfolgt

das durch eine 30-minütige Dämpfung

bei über 100 Grad. Nur so kann die geforderte

Geruchs- und Keimfreiheit des Tanks

sichergestellt werden. Dafür gibt es ein Netz

von zertifizierten Tankreinigungsstellen in

ganz Europa, die von den LKW-Lenkern

vor der Beladung mit einem Rücktransport

aufgesucht werden. Im konkreten Fall wird

so zum Beispiel flüssige Schokolade von

Holland nach Griechenland transportiert.

Dort wird der LKW nach der Entladung

vollständig gereinigt und danach verschlossen

und verplombt. Damit ist der LKW für

den Rücktransport, etwa von Orangensaft,

gerüstet. Die Quantitäten, die so über Europas

Straßen transportiert werden, können

sich sehen lassen: In einen LKW passen 24

Tonnen Schokolade, die zur Verarbeitung

in ein Werk von Rittersport, Bahlsen oder

Manner unterwegs ist.

Dazu kommt, dass Liefertermine peinlich

genau eingehalten werden müssen. „Man

fährt quer durch Europa und muss auf die

halbe Stunde genau anliefern“, erklärt Firmenchef

Kralowetz. Das erfordere eine entsprechend

genaue Planung und es müssten

ausreichend Zeitreserven einge plant werden.

„Und man muss natürlich hoffen, dass

unterwegs nicht zu viel passiert.“ Neben den

zu erwartenden Schwierigkeiten mit Kunden

kann durch allzu große Verzögerungen

auch die Fracht verderben. Um beim vorher

genannten Schokoladetransport zu bleiben:

Diese muss beim Transport konstant

zwischen 40 und 45 Grad gehalten werden.

Nicht wärmer und nicht kälter. Oder

Orangensaft: Dieser wird mit minus zwei

Grad geladen. Damit der Saft innerhalb der

Lieferzeit nicht verdirbt, müssen die Tankwagen

entsprechend gut isoliert sein. Selbst

im Hochsommer darf der Saft dann nur um

einen Grad pro Tag wärmer werden. Tritt

dann aber ein unvorhergesehenes Ereignis

ein, wie der Streik in Griechenland im Vorjahr,

als auch LKWs von Kralowetz festsaßen,

kann es um die Ladung geschehen sein.

Am Ende mussten die Milchladungen von

zwei Tankwagen entsorgt werden. Damit

aber, abgesehen von solchen nicht kalkulierbaren

Ereignissen, die Transporte möglichst

reibungslos ablaufen, geht die Spedition bei

den Fahrzeugen keine Kompromisse ein:

„Unsere LKWs sind maximal drei Jahre

alt, damit keine Probleme auf der Strecke

auftreten“, erklärt Geschäftsführer Martin

Kralowetz.

KONTAKT

Kralowetz GesmbH

Raiffeisenstr. 2, 3372 Blindenmarkt

Tel.: +43 (0)7473 2500

Fax: +43 (0)7473 2500-75

office@kralowetz.at

www.kralowetz.com

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top 1000 | lehre

Wünsche an die Lehre

Niederösterreich liegt mit der Zahl seiner Lehrlinge nach Oberösterreich bundesweit

auf Platz zwei. Jährlich werden im weiten Land knapp 17.000 Lehrlinge ausgebildet,

vor 20 Jahren waren es noch mehr als 23.000. Europaweit gilt unsere Lehre

als vorbildhaftes Ausbildungsmodell. In der Unternehmerpraxis hört man allerdings

immer mehr Stimmen, die meinen: „Das tun wir uns nicht mehr an.“ Wir haben in

die Wirtschaft hineingehört. Wie geht es den Ausbildern mit der Lehre?

Gastronom Franz Buchinger: Für

eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigung

im Gastgewerbe.

Lehrlinge sollten mehr

verdienen

Das Landgasthaus Buchinger

in Harmannsdorf bildet als einziges

Haubenlokal im Bezirk

Horn seit 26 Jahren Lehrlinge

aus. „Es wird immer schwerer,

geeignete Lehrlinge zu finden“,

weiß Seniorchef Franz Buchinger.

Viele sehen nur die Nachteile

der Gastronomie, wie die

Wochenendarbeit. „Dabei hat

unser Beruf so viele Vorteile,

man hat als Koch keine Arbeitsplatzsorgen,

kann die Welt mit

seinem Beruf bereisen, Karriere

machen und vieles mehr. Das

wird viel zu wenig kommuniziert.“

An der Lehrlingsausbildung

will er dennoch festhalten:

„Wir brauchen im Tourismus gut

ausgebildete Fachkräfte. Hätten

wir die nicht gehabt, würde der

österreichische Tourismus heute

nicht so dastehen. Nur mit

Hilfskräften wird es nicht gehen.“

Wünsche an die Lehre? „Unsere

Lehrlinge müssten mehr verdienen.

Jeder Schüler und Student

ist bis Mitte 20 bei den Eltern

mitversichert. Für die Lehrlinge

müssen allerdings wir Arbeitergeber

die Versicherung mit

den Lohnnebenkosten zahlen.

Wenn dieses Geld direkt an die

Lehrlinge ginge, wäre es leichter,

geeignete Auszubildende zu finden.“

Im Gastgewerbe ist die Entwicklung

der Lehrlingszahlen österreichweit

besonders schlecht, die Berufsgruppe

Tourismus/Gastgewerbe/Hotellerie

musste von 2010 bis 2015 die

stärksten Rückgänge verkraften: minus

3.860 Lehrlinge. Das bedeutet,

dass in der Gastronomie innerhalb

der vergangenen fünf Jahre die Zahl

der Lehrlinge bzw. der besetzten

Lehrstellen um fast ein Drittel (!)

gesunken ist.*

Einserpartie: Lehrlinge der Werbeagentur mediadesign – alle mit Matura:

Sabrina Ullreich, Susanne Koller, Jessica Zekar, Lisa Ableidinger.

Lehre mit und nach

Matura forcieren

Ausschließlich auf Lehre mit

und nach Matura setzt die Werbeagentur

mediadesign Podolsky

& Partner GmbH in Burgschleinitz.

Seit 2010 wird hier an der

Grenze zwischen Wald- und

Weinviertel ausgebildet. Die Erfolge

der Lehrlingsmädchen, die

entweder parallel zur Mediendesignerin-Ausbildung

die Matura

gemacht haben oder schon mit

der Reifeprüfung in den Betrieb

gekommen sind, können sich sehen

lassen: Zwei Lehrabschlussprüfungen

mit ausgezeichnetem

Erfolg kann der Betrieb mit seinen

insgesamt acht MitarbeiterInnen

vorweisen. Das dritte

Lehrlingsmädchen steht gerade

vor dem Abschluss, mit Jahreszeugnissen

aus der Berufsschule,

in denen nichts Schlechteres als

eine Eins zu sehen ist. Der vierte

Lehrling hat noch ein Jahr bis

zum Abschluss und pflastert den

Ausbildungsweg ebenfalls bisher

mit lauter Einsern. Lehrherr

Reinhard Podolsky, dessen vor

18 Jahren gegründete Agentur

regelmäßig Preise für ihre Arbeit

einfährt, ist von diesem Modell

überzeugt: „Wir haben als Fullservice-Agentur

ein sehr breites

Angebot. Unsere Lehrmädchen

sind daher umfassend ausgebildet.

Sie haben an kleinen und

großen Projekten mitgearbeitet,

können sowohl mit Kreativdruck

als auch mit Kunden umgehen

und bekommen aufgrund unserer

flachen Hierarchie sehr

gut mit, wie ein Kleinunternehmen

erfolgreich funktioniert.“

Wünsche an die Lehre? „Lehre

Foto: Martin Kalchhauser, Reinhard Podolsky | mediadesign

38 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


mit und vor allem nach Matura

ist zu wenig bekannt. Dabei ist

das ein ausgezeichnetes Modell

sowohl für den Betrieb als auch

für die Auszubildenden. Unsere

Lehrlinge haben mit 18 bzw. 21

Jahren eine umfassende Ausbildung,

jahrelange Praxis mit Kundenkontakt

und Matura. Das gibt

es sonst in keiner anderen Ausbildungsschiene.

Und wir haben

genau die MitarbeiterInnen, die

wir brauchen, um an einem eher

entlegenen Standort unsere hohe

Qualität zu halten.“

2008 wurde die Berufsreifeprüfung

in ihrer heutigen Form eingeführt.

Im Mai 2016 nahmen 10.366

Jugendliche – etwa sechs Prozent

aller Lehrlinge – am Projekt „Lehre

mit Matura“ teil. Nach Bundesländern

bringt Oberösterreich mit

2.237 TeilnehmerInnen die meisten

Absolventen dieses Ausbildungswegs

hervor. Niederösterreich liegt

mit 1.254 an fünfter Stelle.

Relativ gering ist in Österreich

traditionellerweise der Anteil von

LehranfängerInnen mit Matura/Studienberechtigung.

Gerade einmal

2,2 % der NeueinsteigerInnen an

den Berufsschulen verfügen über

die Reifeprüfung. Dieser Anteil liegt

etwa in Deutschland wesentlich

höher, wo 2014 (bei steigender

Tendenz) insgesamt bereits 26,2

% aller Auszubildenden über eine

Studienberechtigung verfügten

Lehrverträge leichter lösen

Im Autohaus Grünzweig in

Mödling hat Nadja Hahn eine

Lehrstelle als KFZ-Mechanikerin

gefunden, als eine von nur einer

Handvoll weiblichen Lehrlingen

in der Fahrzeugbranche. Firmenchef

Andreas Grünzweig, der

selbst als Lehrling in einer Autowerkstätte

begonnen hat, erinnert

sich gut, warum er sich für Nadja

entschieden hat: „Zum Bewerbungsgespräch

kam sie mit ihrem

eigenen Moped, an dem sie

auch selbst herumschraubt. Und

nach wenigen Minuten war klar,

dieses Mädchen will unbedingt

Mechanikerin werden, unbedingt!

Bei so viel Leidenschaft für

den Beruf kann man als Lehrherr

nichts falsch machen, wenn man

sie aufnimmt. Und außerdem

verbessert eine Frau schlagartig

das Betriebsklima in der Werkstatt.“

Wünsche an die Lehre? „Bei

allem Verständnis für den Schutz

der Jugendlichen müsste es doch

leichter sein, Lehrverträge zu lösen.

Wenn man als Verantwortlicher

im Laufe der Zeit ganz klar

sieht, dass der Jugendliche nicht

für den Beruf geeignet ist, müsste

es Möglichkeiten geben, das

schnell zu beenden, um für beide

Seiten neue Wege zu öffnen. Derzeit

ist das extrem aufwändig, eine

Tortur für alle Beteiligten und

sicher auch ein Grund, warum

so mancher Betrieb meint, die

Lehrlingsausbildung tut er sich

nicht an.“

Insgesamt liegt die Zahl der

Mädchen unter den Lehrlingen

österreich weit bei gesamt rund

34 Prozent, mit leicht sinkender

Tendenz. 2015 war der Anteil der

weiblichen Lehrlinge im Handel

am höchsten (63 Prozent), am

niedrigsten in Industrie (16 Prozent)

und Gewerbe/Handwerk (20

Prozent). Ende 2015 wurde fast

die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge

in nur drei Lehrberufen ausgebil-

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top 1000 | Lehre

„Zu viele junge Menschen

drängen auf die Unis“

Für die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer, KommR Sonja Zwazl, ist

die Lehre ein Ausweg aus bildungspolitischen Sackgassen.

ECHO: Österreich hat mit der

dualen Ausbildung ein weltweit

einzigartiges Facharbeiter-

Ausbildungssystem. Dennoch

kämpft die Wirtschaft mit Facharbeitermangel,

lernschwachen

Lehrlingen und dem schlechten

Ruf der Lehre.

Zwazl: Unsere Lehre genießt

international höchstes Ansehen.

Viele Länder beneiden uns

um unser Ausbildungssystem.

Bei Eltern und Lehrern ist die

Lehre aber noch immer mit

einem schlechten Image behaftet,

obwohl es gerade vor dem

Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktlage

viele gute Gründe

gibt, die für eine Lehre und

gegen ein Studium sprechen.

Leider drängen noch immer viel

zu viele junge Menschen auf die

Unis, obwohl sie als Fachkräfte in

unserer Wirtschaft hochbegehrt

sind.

ECHO: Wie lässt sich dieser

Knoten lösen? Die Wirtschaftskammer

investiert nicht unbeträchtliche

Energien in die Unterstützung

der Lehre.

Zwazl: Wir müssen überall ansetzen:

Nicht nur bei der Berufsund

Lehrstellenberatung. So

vergeben wir mit dem Landesschulrat

ein Berufsorientierungs-

Gütesiegel für Schulen und haben

mit dem Sozialpartner auf

der Pädagogischen Hochschule

in Baden einen eigenen Masterlehrgang

für Berufsorientierung

etabliert. Und mit dem Land

haben wir den NÖ Begabungskompass

ins Leben gerufen:

Hier erfahren Jugendliche im

Alter von 13 und 14 Jahren, was

ihre besonderen Talente sind, für

welche Berufs- und Ausbildungswege

sie sich eignen. In unserem

Bildungssystem wird ja noch immer

viel zu oft darauf geschaut,

was jemand nicht kann. Wir aber

wollen die jeweiligen Stärken

aufzeigen. Nicht nur für die Jugendlichen,

sondern ebenso für

ihre Eltern. Am Schluss findet ein

gemeinsames Beratungsgespräch

mit einem speziell geschulten

Psychologen statt. Der NÖ Begabungskompass

wird kostenlos

für alle Jugendlichen der 7. Schulstufe

– an AHS ebenso wie an

den Mittelschulen – angeboten.

Heuer sind das über 11.000 niederösterreichische

Schülerinnen

und Schüler. Wichtig ist uns auch

der Kontakt mit den Schulen,

dass Wirtschaftstreibende in den

Dialog mit den Schülerinnen

und Schülern treten und praxisnah

über das Geschehen in ihren

Betrieben informieren.

ECHO: Würde mehr Lehre mit

und nach Matura der Wirtschaft

gut tun?

Zwazl: Selbstverständlich ist

Lehre mit Matura eine gute

Sache, ebenso die Lehre nach

der Matura. Die Matura wird ja

immer mehr zur bildungspolitischen

Sackgasse. Zusammen

mit einer Lehrausbildung eröffnen

sich aber mit einem Schlag

ausgezeichnete Berufsperspektiven.

det: Einzelhandel, Bürokauffrau,

Friseurin. Der Anteil der Lehrlingsmädchen

in den Berufsgruppen

Maschinen, Fahrzeug, Metall liegt

bei niedrigen 6,4 Prozent.*

35 Prozent der Selbstständigen

in Österreich verfügen über

einen Lehrabschluss als höchste

abgeschlossene Ausbildung. Die

Lehre ist somit die mit großem

Abstand wichtigste Qualifikation

von selbstständig Erwerbstätigen in

Österreich und offensichtlich auch

ein gutes Sprungbrett zur Gründung

(oder Übernahme) eines eigenen

Unternehmens.*

Facharbeitermangel?

Eine Frage der Planung.

Pollmann als international agierendes

Familienunternehmen

im Automotive-Segment bildet

derzeit 35 Lehrlinge in sieben

Lehrberufen aus. Geschäftsführer

DI (FH) Herbert Auer, CEO der

Poll mann Gruppe, betont den

Stellenwert der Lehrlingsausbildung:

„Wir bilden unsere MitarbeiterInnen

zu einem erheblichen

Teil selbst aus. Daraus schöpfen

wir. Der Facharbeitermangel ist

Nadja Hahn wollte unbedingt in die

KFZ-Lehre – ein nach wie vor seltener

Berufsweg für ein Mädchen.

„Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage

gibt es viele gute Gründe, die für

eine Lehre und gegen ein Studium

sprechen.“ Sonja Zwazl, WKNÖ-Präsidentin KommR

natürlich ein heißes Thema in den

Medien, doch letztendlich ist es

eine Frage der Planung, dass ich

die richtigen MitarbeiterInnen

zum richtigen Zeitpunkt verfügbar

habe. Wenn man Spezialisten

sucht, muss man die Zeit für deren

Ausbildung einplanen oder den

Aktionsradius erweitern. Ich muss

wissen, welchen Personalbedarf

ich basierend auf der langfristigen

Unternehmensplanung habe.

Wenn ich heute draufkomme,

dass ich morgen zehn Leute mit

Pollmann bildet derzeit 35 Lehrlinge aus – die besten werden ins Auslang

geschickt.

Fotos: Pollmann, Nisa Maier

40 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


einer bestimmten Qualifikation

brauche, dann wird es schwierig.“

Lehrlinge erhalten bei Pollmann

umfassende Zusatzausbildungen.

Fachvorträge durch hausinterne

Experten, Mitarbeit bei Projekten

und Schulungen wie etwa Lean

Production, Qualitätssicherung im

Produktionsprozess, Sozialkompetenz

oder Englisch erweitern

das Ausbildungsprogramm. Das

Unternehmen setzt auch verstärkt

auf Internationalisierung. „Wir

schicken die besten Lehrlinge des

Jahrgangs ins Ausland. Wenn ein

18-Jähriger, der vielleicht noch gar

nicht viel auf der Welt unterwegs

war, zwei Wochen an unserem

Standort in China verbringt,

kommt er mit geöffneten Augen

zurück. Das ist für ihn und den

Betrieb wertvoll.“

In der Industrie hat es seit Ende

der 90er Jahre wieder eine leichte

Zunahme an Lehrlingen gegeben

(1996: 12 Prozent, 2015: 14

Prozent). Auffällig ist der starke

Rückgang im Bereich Gewerbe

und Handwerk seit Mitte der 90er

Jahre (1996: 57 Prozent, 2015: 43

Prozent). Anteilsmäßige Zugewinne

an Lehrlingen erzielten in den

vergangenen 20 Jahren vor allem

die Sonstigen Lehrberechtigen (u. a.

öffentliche Verwaltung, Apotheken,

Rechtsanwaltskanzleien etc.)*

* Alle statistischen Angaben stammen

aus der 2016 vom Institut für

Bildungsforschung der Wirtschaft

(ibw) herausgegebenen Studie

über die Lehrlingsausbildung

in Österreich („Strukturdaten,

Trend und Perspektiven“ von

Helmut Dornmayr und Sabine

Nowak, ibw-Forschungsbericht

Nr. 188). Die Studie wird jährlich

herausgegeben, sie enthält eine

für Österreich einzigartige und

umfassende Datensammlung über

die verschiedensten Aspekte der

Lehrlingsausbildung.

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Erfahre, was das Leben kann.

Entfalte, was Du kannst.

Erlerne, was nur ein Profi kann.

www.wko.at/noe/bildung


AUTOHAUS GRÜNZWEIG | PROMOTION

Der Mobilitätsanbieter

Nr. 733

Die Grünzweig Automobil GmbH

Andreas Grünzweig hat 2009, im

schlimmsten Wirtschaftsjahr, ein

strauchelndes Autohaus in Mödling

übernommen – und seither das Geschäft mit

den beiden Automarken Volvo und KIA sowie

einem sich rasant entwickelnden Dienstleistungsangebot

verdoppelt. Jährliche Kundenzuwächse

von fünf bis zehn Prozent in

einer Branche, die sich im Retourgang befindet,

wie das geht? „Wir müssen uns immer

ein Stück drehen – in die richtige Richtung.“

Wo‘s lang geht, war für den 54-jährigen Selfmade-Man,

der als Lehrling begonnen hat,

bald klar: „Wir verkaufen nicht nur Autos,

wir sind für die Mobilität unserer Kunden

zuständig. Und als Mobilitätsanbieter müssen

wir möglichst nahe an den Bedürfnissen

der Kunden dran sein.“ Im Familienunternehmen

Grünzweig, in dem auch Frau und

Sohn maßgeblich mitwirken, spielt sich das

auf mehreren Ebenen ab: „Wir verstehen

uns als Unternehmen mit kurzen Wegen,

flexibel, verbindlich und in freundschaftlicher

Verbundenheit mit unseren Kunden.

Das setzt Ehrlichkeit und eine transparente

Geschäftspolitik voraus. Wir sind kein

Großkonzern und können auf Herausforderungen

unserer Kunden rasch reagieren.“

MEILENSTEINE IM SERVICE

Niederschlag findet diese Philosophie u. a. in

der seit Jahren etablierten Kundenkarte, die

vom ersten Tag an Rabatt auf alle Leistungen

des Autohauses garantiert.

Auf die zeitlichen Bedürfnisse von Kunden

abgestimmte Service-Veranstaltungen

sind ebenfalls Meilensteine des Grünzweig-

Wegs. So finden bis zu drei Mal jährlich

„Räder-Events“ im Autohaus statt. An die

3.000 Räder stehen bereit, um für die Winter-

oder Sommerzeit umgesteckt zu werden.

Eine halbe Stunde hat der Kunde Zeit, mit

WLAN seine E-Mails zu checken und sich

mit einem Imbiss und Getränk zu erfrischen,

dann ist das Auto wieder auf der Straße.

Einen Riesenschritt in Richtung Kunde

hat Andreas Grünzweig heuer mit dem

neuen „Volvo Personal Service“-Konzept

gemacht, das darauf abzielt, das Leben des

Kunden im Fall eines Werkstattbesuchs so

einfach und angenehm wie möglich zu machen

(siehe Kasten).

KONTAKT

Grünzweig Automobil GmbH

Im Felberbrunn 10,

2340 Mödling

T: +43 2236 25380-0

F: +43 2236 25380-10

www.gruenzweig-auto.at

GRÜNZWEIG-FACTS

GRÜNZWEIG-SERVICE: ES GEHT UM VERTRAUEN

Foto: Nisa Maier, Volvo Österreich

> Volvo- & KIA-Vertragshändler und zertifi -

zierter Werkstattpartner für beide Automarken

> 30 Mitarbeiter, drei Lehrlingsburschen und

ein Lehrlingsmädchen

Leistungen

Ersatzteile und Zubehör, Reifenservice,

§ 57a Überprüfungen, Versicherungsabwicklung

bei Unfallschäden, sämtliche Serviceleistungen

(Jahres-, Klimaservice etc.),

Dellen-, Karosserie- und Lackreparaturen,

Steinschlag- und Windschutzscheiben-Reparatur

Das neue Werkstattkonzept „Volvo Personal Service“

hat Grünzweig vor wenigen Monaten als

eines von zwei Autohäusern österreichweit eingeführt.

Es geht um die Verkürzung der Wartezeit

für den Kunden beim Service – und es geht um

Vertrauen. Alle Ersatzteile sind vorbereitet, zwei

Techniker schrauben gleichzeitig am Auto, sodass

der Kunde nach einer Stunde das Autohaus wieder

verlassen kann. Einer der Techniker, der am

Auto arbeitet, erklärt dem Kunden neben den

Details zur Reparatur auch die Zusammensetzung

der Rechnung. Andreas Grünzweig: „Das garantiert

Transparenz für den Kunden und eine Kundenbindung,

die auf Vertrauen beruht.“

Volvo-Service-Manager Herbert Gruber

gratuliert Andreas Grünzweig (li) zur erfolgreichen

Zertifi zierung zum „Volvo Personal

Service“-Betrieb.

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top 1000 | Czeczelits

Vom Ein-Mann-Betrieb

zum Automegastore

Erfolgreich. Mit Topmarken und motivierten Mitarbeitern hat das Wiener Neustädter

Unternehmen Czeczelits eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Nächstes Jahr feiert der

Czeczelits Automegastore sein 50-Jahre-Jubiläum.

Es ist die Zeit des österreichischen

Wirtschaftswunders, wir schreiben

das Jahr 1967 und ein junger Mechanikergeselle

aus Wiener Neustadt beschließt

mehr aus seinem Leben zu machen. Es ist

die Geburtsstunde des Unternehmens, das

heute als Czeczelits Automegastore über die

Region hinaus bekannt ist. Firmengründer

Franz Czeczelits sen. hat heute den Betrieb

längst an seinen Sohn Franz Czeczelits jun.

übergeben, der seither die seit Jahrzehnten

anhaltende Erfolgsgeschichte nicht nur weiterführte,

sondern den Czeczelits Automegastore

um entscheidende Details erweiterte.

Zwischen dem Ein-Mann-Unternehmen des

Franz Czeczelits und dem Unternehmen,

Unternehmer-Ehepaar Petra und Franz Czeczelits und Geschäftsführer Helmut Edlinger (v. re.): mit

Topmarken und motivierten Mitarbeitern zum Erfolg.

das heute 100 Mitarbeiter beschäftigt, liegt

eine bewegte Geschichte mit entscheidenden

Etappen. Wie etwa der Markenvertretung für

Ford im Jahr 1977, der Etablierung der Marke

GOLDCAR für Gebrauchtwagen 1990

oder der Übernahme der Vertretung für die

Marken Jaguar, Land Rover, Fiat, Alfa Romeo,

Lancia und Renault ab 2004. Als der

heutige Firmenchef 2007 das Unternehmen

übernahm, war der Czeczelits Automegastore

schon ein Unternehmen in der heutigen

Größenordnung. Veränderungen und

Anpassungen durch den neuen Chef, der als

gelernter Mechaniker das Geschäft von der

Pike auf gelernt hatte, waren aber trotzdem

angesagt und notwendig. Denn das Unternehmen

war in den Jahrzehnten nicht nur im

Geschäftsumfang beträchtlich gewachsen,

sondern auch bei der Anzahl der Mitarbeiter,

die sich seit 1988 in etwa verdoppelt hatte.

Moderne

Unternehmenskultur

Gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer

des Betriebs, Helmut Edlinger, wurden

die Managementstruktur und die Personalführung

modernisiert. Ein gutes Betriebsklima,

der gegenseitige wertschätzende Umgang

und die Motivation der Mitarbeiter spielen in

der Unternehmensphilosophie des Czeczelits

Automegastore eine wichtige Rolle. „ Denn nur

zufriedene und motivierte Mitarbeiter machen

beim Kunden einen guten Job“, weiß Geschäftsführer

Edlinger und verweist auf die betriebsinternen

Workshops, die einmal im Monat

stattfinden. Bei diesen wird mit Unterstützung

externer Coaches unter anderem daran gearbeitet,

interne Probleme hintanzuhalten. Dass

funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen

im Familienbetrieb eine wichtige Rolle

spielen, erkennt man auch an den regelmäßig

stattfindenden Geburtstagsfeiern. Einmal im

Monat bittet die Geschäftsführung zum geselligen

Beisammensein, um die Jubilare des vergangenen

Monats hochleben zu lassen. Und

Firmenchefin Petra Czeczelits, im Unternehmen

ansonsten für das Controlling zuständig,

steuert dafür stets mindestens eine selbstgebackene

Geburtstagstorte bei! Bemühungen, die

geschätzt werden: „Viele unserer Mitarbeiter

sind schon seit Jahrzehnten bei uns beschäftigt.

Unser Werkstattmeister ist schon seit 1974 mit

im Team“, freut sich Firmenchef Czeczelits.


TEUFL | PROMOTION

Würste und Schinken der Fleischhauerei Teufl erringen Jahr für Jahr internationale

Auszeichnungen. Das Geheimnis des Erfolgs: qualitativ hochwertige Rohstoffe,

kulinarische Kreativität und das profunde Know-how eines Traditionsbetriebs.

Nr. 692

Österreichs „schärfste“ Fleischhauerei

Foto: Teufl

Unternehmerfamilie Teufl : Erfolgreich mit klassischem Fleischhauerhandwerk

und Liebe zur Tradition.

Die Fleischhauerei Teufl

in Ruprechtshofen

kann auf eine langjährige

Tradition zurückblicken.

Seit 1898 bestehen die Fleischhauerei

und das daran angeschlossene

Wirtshaus. 2011 hat

Josef Teufl den von seinem Urgroßvater

gegründeten Betrieb

übernommen und führt diesen

nun mit Sinn für die Familientradition

und behutsamen Modernisierungen.

Während andere in

der Branche auf Massenerzeugung

und Billigprodukte setzen,

verfolgen Josef Teufl und seine

Frau Isabella eine vollkommen

andere Strategie: „Wir wollen gar

kein Industriebetrieb, sondern

ein Handwerksbetrieb sein.“

Dass diese Strategie aufgeht,

zeigen die Erfolge: So wurden

Produkte aus dem Hause Teufl

auch heuer wieder bei diversen

Wettbewerben hoch prämiert.

Mit insgesamt 17 Goldmedaillen

wurden etwa Rohwürste, Brühwurstarten

oder Fleischwürste

des Ruprechtshofener Traditionsbetriebs

ausgezeichnet. Das

hat mit der besonderen Sorgfalt

zu tun, mit der die Wurst- und

Schinkensorten im Hause Teufl

hergestellt werden. Eindrucksvoll

zeigt sich das zum Beispiel

beim Schinken. Enthält der übliche

Schinken der fleischverarbeitenden

Industrie bis zu 80

Prozent Wasser, so sind es beim

Schinken der Fleischhauerei

Teufl nur 20 Prozent. Ganz klar,

welches Produkt in so einem

Fall mit dem reichhaltigeren

Geschmack aufwarten kann.

„Unsere Produkte zeichnet aus,

dass sie mit Liebe und Tradition

hergestellt werden. Wir praktizieren

klassisches Fleischhauerhandwerk“,

erklärt Firmenchef

Josef Teufl. Insgesamt werden

bei Teufl 70 bis 80 Wurst- und

Schinkensorten hergestellt, die

auch im firmeneigenen Geschäftslokal

verkauft werden.

Ein besonderer Verkaufsschlager

ist die Ruprechtshofner Blutwurst.

„Die hat schon sehr oft

Medaillen gewonnen“, freut sich

Josef Teufl. Beliefert werden mit

den Fleischereispezialitäten aus

Ruprechtshofen nur ausgesuchte

Gastronomiebetriebe und Heurige,

in den Verkaufsregalen der

großen Handelsketten sind die

Produkte, durchaus beabsichtigt,

nicht vertreten. Moderne

Vertriebswege nützt das Unternehmen

trotzdem, denn Teufls

Spezialitäten können über einen

Internetshop der Firmenwebsite

geordert werden. Wie etwa die

mit der Chilischote Habanero

hergestellte Habanossi: „Wir

dürfen zu Recht behaupten, dass

wir die schärfste Fleischhauerei

Österreichs sind“, erklärt Teufl

schmunzelnd, denn diese Spezialwurst

sei wirklich „extrem

scharf“.

SCHLACHTHOFBETRIEB

Eine wichtige Rolle im Unternehmen

Teufl nimmt nach wie

vor der Schlachthofbetrieb ein.

Die Quantitäten können sich

sehen lassen. So werden im

Jahr in etwa 100.000 Schweine

und zwischen 5.000 und 6.000

Rinder geschlachtet. Damit

wird zum einen der Bedarf an

hochwertigen Ausgangsstoffen

für die hauseigene Wurst- und

Schinkenproduktion gedeckt,

zum anderen werden Industrieund

Gastronomiebetriebe mit

Schweinehälften und Rindfleisch

beliefert. Dabei bedient die Ruprechtshofener

Fleischhauerei

nicht nur den heimischen Markt,

sondert beliefert mit substanziellen

Mengen auch EU-Märkte,

mit Schwerpunkten Slowenien,

Tschechien und Slowakei. Trotz

der großen Menge geht Teufl

auch im Schlachthofbetrieb keine

Kompromisse ein und setzt

auf die Qualität heimischer Erzeugung:

„Die Tiere werden alle

in der Region im Umkreis von 50

Kilometern gekauft.“ Etwas, das

Josef Teufl am heimischen Markt

schätzt: „Es gibt für unseren Betrieb

genug Rohstoffe und die

Transportwege sind kurz. Durch

die vielen mittelständischen Bauernhöfe

gibt es wenig Massenproduktion.“

MITARBEITER

Insgesamt 30 Mitarbeiter sind

in dem niederösterreichischen

Familienbetrieb beschäftigt und

pro Jahr werden bis zu zwei

Lehrlinge aufgenommen. „Die

bleiben dann meistens im Betrieb“,

erklärt Josef Teufl, der,

mit Unterstützung seiner Frau

Isabella und seiner Mutter, mit

der hohen Qualität seiner Produkte

der industriellen Massenware

Paroli bietet.

KONTAKT

Schlachthof Teufl

Hauptplatz 6

3244 Ruprechtshofen

T: +43 27 56 / 2301

F: +43 27 56 / 2301 6

E: isabella@schlachthof-teufl.at

I: www.schlachthof-teufl.at

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top 1000 | bildung

Gründer in Kinderschuhen

Frischefritzen, Symbolsocks & Bröselei – das ist nicht der Beginn eines modernen

Gedichts, eher der Start in ein unorthodoxes Unternehmertum: Niederösterreichs

Fachhochschulen bemühen sich, die zarte Start-up-Szene im Land zu unterstützen.

Kurt Prantner sitzt im neuen Studienlehrgang

der Fachhochschule

Wiener Neustadt, um Unternehmer

zu werden. Der frühere unselbstständige Finanzdienstleister

sucht nach dem Rüstzeug,

eine eigene Firma auf solide Beine zu stellen

– und er will andere Gründungswillige

kennenlernen: „Wenn ich etwas gut kann,

dann organisieren. Was ich nicht kann, ist

innovative Produkte und Dienstleistungen

entwickeln – ich will jemanden finden, der

andersherum tickt und sich selbstständig machen

möchte.“ Hermann Schneider besucht

den gleichen viersemestrigen Lehrgang. Der

22-Jährige übernimmt die Tischlerei seiner

Eltern in einem kleinen Städtchen südlich

von Wien. Er möchte wissen, wie man die

Wettbewerbsfähigkeit eines in die Jahre gekommen

traditionellen Handwerkbetriebs

schärft, Konkurrenz- und Niedrigpreisdruck

begegnet und neue Märkte erschließt.

Mit dem im September neu gestarteten

Masterstudiengang „Entrepreneurship & Applied

Management“ will die Fachhochschule

Wiener Neustadt mit ihren fünf Fakultäten

Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit

und Sport die in Niederösterreich noch zart

blühende Gründerszene unterstützen. Eigentlich

gepolt darauf, Absolventen als Angestellte

der mittelständischen Wirtschaft oder für

Konzerne auszubilden, bemühen sich die

niederösterreichischen Fachhochschulen

seit Kurzem, dem stetigen Drang nicht nur

junger Menschen in Richtung Selbstständigkeit

Rechnung zu tragen: 8.939 neue niederösterreichische

Unternehmen zählte 2015

die Gründeragentur RIZ – um 17,7 Prozent

mehr als noch im Jahr davor. Dennoch: „Bei

uns steckt die Gründerszene in den Kinderschuhen“,

weiß die Leiterin des neuen Studiengangs

der FH Wiener Neustadt, MMag.

Dr. Sarah Meisenberger (siehe Interview).

220 Millionen schweres

Vorbild

Vorbilder hat die niederösterreichische Startup-Szene

ja schon: Das wohl bekannteste Unternehmen,

dessen Wurzeln in einer Fachhochschule

liegen, ist runtastic. Gegründet 2009 von

Absolventen der oberösterreichischen FH Hagenberg,

ist die Fitness-App mit 140 Millionen

Downloads und knapp 70 Millionen registrierter

NutzerInnen weltweit längst den Kinderschuhen

entwachsen – und zwar so sehr, dass

2013 der Medienkonzern Axel Springer mit

50,1 Prozent einstieg und zwei Jahr später Adidas

die stattliche Summe von 220 Millionen

Euro für den Kauf des Unternehmens hinlegte.

Das wahr gewordene Aschenputtel-Märchen

aller Gründerinitiativen dient auch niederösterreichischen

Fachhochschulen als Ansporn,

Studierende zu unterstützen. Die Palette reicht

dabei von Working Places (Infrastruktur und

Räume), die den Studierenden zur Verfügung

gestellt werden, über neue Formate, in denen

ExpertInnen und erfahrene UnternehmerInnen

Gründerwillige unterstützen, bis zu eben

dem eigenen Entrepreneur-Studienlehrgang in

Wiener Neustadt.

„Zeichen auf Umbruch“

Die FH-Führung in Wiener Neustadt begründet

den neuen Studienlehrgang damit, dass

die „Zeichen auf Umbruch stehen“: „Kleine,

immer übersichtlicher strukturierte Unternehmen

brechen mit althergebrachten Marktstrukturen

und ziehen mittels unorthodoxer

Methoden einen Eroberungsfeldzug durch

neue, aber auch bereits bestehende Marktsegmente

und Branchen“, heißt es in der Vorstellung

des neuen Studienlehrgangs.

Fotos: FHWN, aichinger, Ablinger, fabshoot.me

46 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Frischefritzen &

gebrauter Tee

KMUs mit ungewöhnlichen Angeboten hat

die Fachhochschule Wiener Neustadt bereits

hervorgebracht, etwa die „Frischefritzen“: Julia

Ramsmaier, Alberto Nodale und Florian Bertich

planten ihr eigenes Unternehmen bereits

zu Beginn des Bachelorstudiums. Die eigentliche

Gründung erfolgte dann im Rahmen des

Masterstudiums. Die Frischefritzen lieferten

regionales und täglich frisches Bio-Müsli sowie

hochwertige Bio-Snack-Produkte an Unternehmen

und Schulen in und um Wieselburg. Nach

vier Jahren Aufbauarbeit sind die Frischefritzen-

Müslis nun über www.ritabringts.at erhältlich.

Lena Weichselbraun war Produktentwicklerin

bei einem der bedeutendsten Hersteller von

Fruchtsaftkonzentraten und Getränkegrundstoffen.

Auf der Suche nach einem Thema

für ihre Masterarbeit entwickelte sie die Idee

eines alkoholisch fermentierten Teegetränks.

Sie setzte ihr im Masterstudium erworbenes

Wissen und ihr praktisches Know-how ein

und begann, ein marktfähiges Produkt zu

entwickeln. Zwei Jahre nach Abschluss des

Masters in „Lebensmittelproduktentwicklung

& Ressourcenmanagement“ am Campus Wieselburg

der Fachhochschule Wiener Neustadt

hat sich Lena Weichselbum nun entschlossen,

den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen

und mit TeaMore ein eigenes Unternehmen

zu gründen: teamore-teabrew.jimdo.com

creative pre-incubator

Die FH St. Pölten, die Studiengänge in Medienbereichen,

Bahntechnologie, Gesundheit

und Soziales anbietet, startete vor zwei Jahren

den „creative pre-incubator“, ein Förderprogramm

für GründerInnen. Mehr als 100

Studierende haben sich für das Programm

beworben, bei dem ExpertInnen helfen, eine

Geschäftsidee zu entwickeln, das Unternehmen

zu gründen und es in die Start-up-Szene

einzuführen. Die Studierenden bekommen in

dem zweisemestrigen Programm einen Co-

Working Space (Infrastruktur und Räume)

zur Verfügung gestellt, nehmen an mindestens

vier Experten-Workshops teil und erhalten

zwei Mal pro Woche ein Coaching durch die

accent Gründerservice GmbH. Im Herbstsemester

2016 – der „creative pre-incubator“

geht damit in die dritte Runde – gibt es insgesamt

elf GründerInnen-Teams. Vier davon

haben schon Unternehmen gegründet, zwei

befinden sich in der Gründungsphase.

bröselei & physiobox

Die Diätologie-Absolventin der FH St. Pölten

Sabine Aichmann hat in Wien das glutenfreie

Backatelier bröselei gegründet. Hervorgegangen

aus einem Online-Shop betreibt Aichmann

ein Geschäft im 9. Bezirk, wo ausschließlich

handgemachte, glutenfreie und vegane

Speisen verkauft werden (www.broeselei.at).

Kacheata Eath, FH-Absolvent des Studiengangs

Physiotherapie und des interdisziplinären

Masterstudiengangs „Digital Healthcare“

in St. Pölten, hat die „physiobox“ mitentwickelt

– eine Software-App, mit der PhysiotherapeutInnen

PatientInnen verwalten, Fehlstellungen

analysieren, Fortschritte beobachten sowie individuelle

Trainingspläne erstellen und teilen

können, mobil und flexibel auf dem Tablet.

Besonderes Augenmerk gilt dabei der Verschlüsselung

von sensiblen Gesundheitsdaten

(www.physiobox.cc).

BootCamp der FH Krems

Die auf Wirtschafts- und Gesundheitswissenschaften

sowie Life Sciences spezialisierte IMC

FH Krems verweist beim Thema GründerInnen

auf ihr neues Kompetenzentwicklungsformat:

In einem 101 Tage dauernden „Boot-

Camp“ entwickeln Studierende Gründungsideen,

bilden Start-up-Teams und setzen erste

Umsetzungsschritte auf dem Weg zu einem

echten Unternehmen. Es werden Prototypen

entwickelt, Märkte und Zielgruppen befragt,

Geschäftsmodelle entworfen und verfeinert sowie

Präsentationen vor potenziellen Investoren

vorbereitet. Eine Jury wählt die Besten aus, die

dann in dreiwöchigen Innovations- und Startup-Programmen

im Ausland weiter trainiert

werden und mit internationalen Mentoren und

Experten an ihrem Unternehmen feilen. Aktuell

befinden sich zwei Teams aus dem im Sommer

2016 durchgeführten BootCamp in Gründung:

www.eventshare.io und stampowl.com.

Firstbird und nie wieder

Socken sortieren

Matthias Wolf ist der Gründer des B2B-Mitarbeiterempfehlungsprogramms

„firstbird“. Mit

dem 2013 ins Leben gerufenen Programm, das

über Empfehlungen Jobsuchende an Unternehmen

vermittelt, arbeiten derzeit 1500 Unternehmen

weltweit. Das Start-up beschäftigt heute 30

MitarbeiterInnen (www.firstbird.com).

Mit einer ebenso pfiffigen wie simplen

Idee wagte Helmut Ablinger den Sprung in

die Selbstständigkeit: Socken mit farbigen

Die Diätologie-Absolventin Sabine Aichmann in

ihrem glutenfreie Backatelier bröselei.

Hat sich mit einer pfiffigen Idee auf die Socken

gemacht: Helmut Ablinger.

Gründete das Mitarbeiterempfehlungsprogramm

„firstbird“: Matthias Wolf.

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

47


top 1000 | bildung

Selbstständigkeit

als sicherer Weg –

eine Wende

MMag. Dr. Sarah Meisenberger leitet seit September

2016 den neuen Masterstudiengang

„Entrepreneurship & Applied Management“

an der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Der neue Studiengang soll Gründungswilligen

das Rüstzeug für Unternehmertum

mitgeben. Wie geht es Ihnen damit?

Toll geht‘s uns damit. Wir arbeiten stark

interdisziplinär und die rund 25 Studierenden

kommen aus sehr unterschiedlichen

Bereichen – entsprechend stark ist die Dynamik,

die sich in diesem Studiengang entwickelt.

Die ersten Projekte werden schon

geschmiedet. Man kann sagen, dass wir mit

diesem Masterstudiengang sehr schnell aus

den Startlöchern gekommen sind.

Wie geht es generell Gründern in Österreich?

Unsere Gründungskultur steckt noch in den

Kinderschuhen, sie ist gerade erst so richtig

am Entstehen. Vor fünf bis zehn Jahren war

eben noch die Karriere in einem mittelständischen

Unternehmen oder in einem Großkonzern

der sichere Weg. Doch die Finanzkrise

hat auch die österreichische Wirtschaft

ordentlich durchgeschüttelt. Wer hätte noch

vor zehn Jahren gedacht, dass ein Job in der

Finanzwirtschaft nicht zu einer sicheren

Karriere führt? Im Gegenteil: Nicht wenige

glauben, dass sich selbstständig zu machen

der sicherere Weg ist – im Vergleich zu einer

beruflichen Existenz in einem Großkonzern,

der ständigen Veränderungsprozessen unterworfen

ist.

Ist das eine positive Entwicklung?

Definitiv. Die Klein- und Mittelbetriebe bilden

die österreichische Wirtschaft. Wenn

man diesen Bereich unterstützt, kann man

nur auf das richtige Pferd setzen.

Manchmal hat man allerdings den Eindruck,

für die Politik zählt nur Größe?

Wichtig ist, dass Klein- und Mittelbetriebe in

den Fokus der Politik und der Regierungsarbeit

gerückt werden, und das geschieht auch.

MMag. Dr. Sarah Meisenberger: „Unsere

Gründungskultur ist gerade erst so richtig am

Entstehen.“

Was bereitet den jungen Gründern am

meisten Probleme?

Bürokratie und Lohnnebenkosten. Das ist seit

Jahrzehnten unverändert. Doch in Sachen

Bürokratieabbau hat sich schon einiges getan.

Gründen ist definitiv leichter geworden. Auch

bekommen GründerInnen von den unterschiedlichsten

Stellen Unterstützung: von

der niederösterreichischen Gründeragentur

RIZ, dem Gründerservice akzent, von der

Wirtschaftskammer, in Fachhochschulen etc.

Ich sehe, dass es in die richtige Richtung geht.

Woran scheitern die meisten Klein- und

Mittelbetriebe?

An Managementfehlern. Wir lehren unserenStudierenden

von der ersten Sekunde an,

gute Führungskräfte zu sein. Wir statten sie

mit Fähigkeiten aus, die es ihnen ermöglichen

– egal unter welchen Rahmenbedingungen

– die Dinge zum Positiven zu wenden. Wir

müssen sie auf die Rahmenbedingungen

in Österreich vorbereiten (lacht) oder nach

Amerika gehen, wo doch ein anderer Wind

für Gründer weht. Hier in Österreich müssen

wir allerdings lernen, mit der herrschenden

traditionell konservativen Wirtschaftskultur

umzugehen.

In welchen Bereichen werden am häufigsten

Managementfehler gemacht?

Planung, Organisation, Marketing und Verkauf

und, ganz wichtig, Personalia. Letztendlich

steht und fällt alles mit der Qualität des

Teams und der Führungspersönlichkeiten.

Unsere GründerInnen müssen auch wissen,

dass sie mit dem in den vergangenen Jahrzehnten

durchaus üblichen strengen hierarchischen

Zugang ihrem Unternehmen die

Flexibilität nehmen und dann Gefahr laufen,

nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein.

Symbolen. Seine online vertriebenen

„Symbolsocks“ haben auf der Sohle farbige

Elemente (Kreise, Dreiecke etc.), die das

Sortieren nach dem Waschen erleichtern.

Damit hat er es als cooles Start-up schon in

TV-Talk-Shows geschafft. „Die Idee zu Symbolsocks

entstand eigentlich während eines

Beziehungsstreits. Ich wohnte mit meiner

Ex-Freundin zusammen und wir hatten nur

schwarze Socken. Einmal pro Woche gab

es einen riesigen Streit darüber, wer nach

dem Waschen die Socken sortieren muss.

Das ging mir derart auf die Nerven, dass ich

Symbolsocks erfand.“ (www.symbolsocks.at)


Sandra Mirosavljevic

Durch ein spezielles Brauverfahren veredelt

Lena Weichselbaum Tee zu einem alkoholischen

Getränk.

Julia Ramsmaier, Alberto Nodale und Florian

Bertich sind die „Frischefritzen“.

Entwickelten die „physiobox“: Matthias Perko,

Harald Reiweger, Christian Sokop, Kacheata

Eath, Johannes Adensamer, Clara Pundy.

Fotos: Marketing Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt, Felicitas Matern, Johann Adensamer

48 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


FH WIENER NEUSTADT | PROMOTION

Ausbildung am Puls der Zeit

Nr.406

NEUER MARKENAUFTRITT

Das neue, zeitgemäße

Wappen

der FH Wiener

Neustadt mit

dem Löwenkopf

erinnert an die

Befreiung von

König Richard

Löwenherz und

die Gründung Wiener Neustadts, das heute

die zweitgrößte Stadt in NÖ ist.

Der Markenauftritt aller Standorte und

Tochtergesellschaften wurde aufeinander

abgestimmt und zeigt die Verbundenheit

und Größe des Netzwerks der FH Wiener

Neustadt.

Foto: Jürgen Pletterbauer

Die Fachhochschule Wiener Neustadt

Als erste Fachhochschule Österreichs

hat die FH Wiener Neustadt den

tertiären Bildungssektor maßgeblich

mitgeprägt. Die Entwicklung aus einer eindrucksvollen

Geschichte in eine viel- und

erfolgversprechende Zukunft bildet die FH

nun in einem neuen Markenauftritt ab, der im

November 2016 vorgestellt wurde. Das bisherige

Logo, das die FH die vergangenen 16 Jahre

begleitet hatte, wurde abgelöst durch eine

neue visuelle Außenwirkung: Ein zeitgemäßes

Wappen vereint Tradition und Moderne –

beides sind gelebte Werte der Stadt Wiener

Neustadt wie auch ihrer Fachhochschule.

FORSCHUNG & KOOPERATIONEN

10.000 ABSOLVENTINNEN

Der neue Außenauftritt unterstreicht u. a.

die Bedeutung der FH Wiener Neustadt in

der österreichischen Bildungslandschaft:

Die 1994 gegründete FH Wiener Neustadt

ist die größte Niederösterreichs und darüber

hinaus mit mehr als 10.000 AbsolventInnen

eine der Top-FHs bundesweit. Das Studienangebot

an den fünf Standorten Wiener Neustadt,

Wieselburg, Tulln, dem Rudolfinerhaus

Wien und dem Studienzentrum Wien

ist breit gefächert: Rund 3.600 Studierende

aus mehr als 65 Nationen nutzen 2016/2017

die 33 Bachelor- und Masterstudiengänge

Die FH Wiener Neustadt verfügt über eine eigene Forschungstochter FOTEC und unterhält Kooperationen

mit namhaften Einrichtungen:

Studiengang Aerospace Engineering: Es wird u. a. untersucht, inwieweit komplexe metallische

Komponenten eines Flugzeugs mit 3D-Druck gefertigt werden können. Partner: Diamond Aircraft

Studiengang Training und Sport: Die Langzeitentwicklung der lokalen Sauerstoffaufnahme im Muskel

wird bei jugendlichen Ausdauerathleten und untrainierten Personen mittels „Near-Infrared Spectroscopy“

untersucht, um die positiven Effekte von Training darzustellen. Partner: Österreichischer

Radsportverband & BG Zehnergasse

Studiengang MedTech: Die Studierenden untersuchen, wie Krebsgeschwüre, die aufgrund der Eigenbewegung

des Körpers ihre Position verändern, dennoch präzise und sicher bestrahlt werden

können. Lungenkarzinome wandern z. B. durch die Atmung des Menschen. Partner: MedAustron

an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik,

Gesundheit, Sicherheit und Sport.

HOHE ZUFRIEDENHEIT

Das Zeugnis, das die Studierenden „ihrer“

FH ausstellen, kann sich durchaus sehen lassen:

80 Prozent sind (sehr) zufrieden – der

Österreich schnitt liegt hier bei 73 Prozent.

Und sogar 95 Prozent würden sich wieder für

die FH Wiener Neustadt entscheiden (Quelle:

Universum Talent Survey 2016). Externe Beurteilungen

sehen in der FH die Nr. 1 bei praxisnaher

Ausbildung. Wiener Neustadt wurde

in Österreich zur Fachhochschule mit der besten

„Employability“ – also der Fähigkeit, das

Erlernte direkt im Job anzuwenden – gewählt

(Quelle: Universum Talent Research 2015).

Die internationale Ausrichtung wird durch

rund 95 Partnerhochschulen weltweit gefördert.

Außerdem sorgen aktuell 1.300 externe

Referenten und 350 Mitarbeiter für einen hohen

Praxisbezug in Lehre und Forschung.

KONTAKT

Fachhochschule Wiener Neustadt GmbH

Johannes-Gutenberg-Straße 3,

2700 Wiener Neustadt

Tel.: +43(0)2622/89 084-0

E-Mail: office@fhwn.ac.at

www.fhwn.ac.at

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top 1000 | Arbeitsmarkt

Die Talsohle ist noch

nicht erreicht

Durststrecke. Eine Trendwende am Arbeitsmarkt zeichnet sich auch in Niederösterreich

nicht ab. In einigen Bereichen, wie bei älteren Arbeitslosen und Nichtösterreichern,

sind die Zuwächse sogar überdurchschnittlich hoch. Das liegt allerdings nur

zum Teil am schwachen Arbeitsmarkt, sondern ist auch systembedingt.

Rekordbeschäftigung und Rekordarbeitslosigkeit:

Niederösterreichs

Arbeitsmarkt ist von einem bemerkenswerten

Kontrast gekennzeichnet. 606.000

Beschäftigte standen im Oktober 2016 64.796

Arbeitssuchenden gegenüber. Der Anstieg

der Arbeitslosigkeit konnte zwar in den ersten

neun Monaten des heurigen Jahres mit

durchschnittlich 2,4 Prozent gegenüber dem

Jahr 2015 (9,2 Prozent) eingebremst werden,

das Faktum der Rekordarbeitslosigkeit bleibt

aber. Gleichzeitig öffnet sich am heimischen

Markt eine Beschäftigungsschere. Während

einerseits rund 20 Prozent der Beschäftigten

zum Teil deutlich mehr als 40 Wochenstunden

arbeiten, nimmt die Zahl der Teilzeitarbeiter

stetig zu. Bei Frauen liegt die Teilzeitquote

mittlerweile bei 45 Prozent. Was den eingangs

erwähnten Widerspruch von Höchstbeschäftigung

und Rekordarbeitslosigkeit zumindest

teilweise erklärt. Vor allem in der Gruppe der

Über-50-Jährigen hat es gegenüber dem vergangenen

Jahr starke Veränderungen gegeben.

Die Statistik weist eine Zunahme von über

„Wir schätzen das Knowhow

unserer älteren

Mitarbeiter“.


Margit Max, P.Max

zehn Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum

des Vorjahres aus. Mittlerweile ist beinahe

jeder dritte Arbeitslose Niederösterreichs

in dieser Altersgruppe zu finden, Tendenz steigend.

Die Ursache dafür sind nicht unbedingt

nur Unternehmen, die vermehrt ältere Mitarbeiter

kündigen, sondern ist auch zu einem

guten Teil den politisch motivierten Veränderungen

im Pensionssystem geschuldet.

Die jahrzehntelang geübte Praxis, ältere Arbeitslose

mit wenig Chance auf einen neuen

Arbeitsplatz in die Frühpension zu schicken,

ist durch die jüngsten Regulierungen des Pensionssystems

so gut wie zum Erliegen gekommen.

Der Impact auf die Arbeitslosenzahlen

ist unmittelbar und deutlich sichtbar. Dazu

kommt, dass Arbeitslose dieser Altersgruppe

länger arbeitslos bleiben als jüngere. Während

der Durchschnitt etwas mehr als 130 Tage auf

Arbeitssuche ist, sind es bei den 50- bis 54-Jährigen

über 170 Tage. Und mit steigendem Alter

deutlich mehr. Dass das Erreichen einer

bestimmten Altersgrenze nicht gleichzeitig

die Gefährdung des Arbeitsplatzes bedeutet,

wird in gar nicht so wenigen Betrieben Niederösterreichs

trotzdem immer wieder demons-

Foto: Fotolia

50 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


PETER MAX | PROMOTION

Nr. 242

Diese Möbel halten zu lange

Peter MAX: Kundenpartnerschaften über Jahrzehnte

Fotos P.MAX Maßmöbel

Vor Kurzem meinte ein Kunde, Peter-

MAX-Möbel hätten nur einen Fehler:

Sie halten zu lang.“ Geschäftsführer

Markus Max schmunzelt über die

Szene, die wieder einmal zeigt, dass das

Unternehmensziel erreicht wurde: Peter

MAX produziert Maßmöbel für alle

Wohnbereiche. Wohnserien sucht man

hier vergeblich. Peter-MAX-Maßmöbel

werden individuell und millimetergenau

nach Angaben des Kunden gefertigt, der

aus mehr als 100 Farb- und Holzdekoren,

Echtholzfurnieren oder Massivholz sowie

Unilackfarben und Hochglanzdesigns

wählen kann. Die Ausführung erfolgt in

bis zu 20 Frontarten.

LEBENSPARTNER NACH MASS

Die von einer Tischlermannschaft und

computergesteuerten Präzisionsmaschinen

gefertigten Maßmöbel werden ausschließlich

in der Werkszentrale in Stockerau

produziert. Täglich verlassen bis zu 10.000

vorbestellte Teile das Haus, das u. a. über

eine eigene UV-Lackieranlage verfügt. Die

Lieferzeiten sind extrem kurz: Wenn es

besonders schnell gehen soll, kann man

schon ab sieben Werktage nach der Bestellung

sein Wunschmöbel in den 32 Filialen

in ganz Österreich für die Selbstmontage

abholen. Auf Wunsch wird auch zugestellt

und montiert. Nachhaltigkeit und Regionalität

spielen für das Familienunternehmen,

ROT-WEISS-ROT

Peter MAX ist seit der Gründung 1963 ein

rein österreichisches Familienunternehmen

und produziert im eigenen Werk in Stockerau

aus heimischen Vormaterialien mit einer

hochkarätigen Tischlermannschaft: Mehr als

50 Jahre Erfahrung in der Einzelanfertigung

stellen sicher, dass die Wertschöpfung in

Österreich bleibt. 186 Peter-MAX-MitarbeiterInnen

arbeiten für den Maßmöbel-

Pionier, der heimische Arbeitsplätze sichert

und die Produktion unter Einhaltung der

strengen österreichischen Umweltaufl agen

garantiert.

das vom Selbstbaumöbel-Pionier und Firmengründer

Peter Max gemeinsam mit seinen

Söhnen geführt wird, eine große Rolle:

Sämtliche Vormaterialien stammen aus Österreich.

Die Holzplatten sind mit 19 Millimetern

wesentlich stärker als bei üblichen

Handelsmöbeln. Daher halten die Peter

MAX-Maßanfertigungen einiges aus, z. B.

mehrere Umzüge, und begleiten ihre Besitzer

durchs Leben.

IMMER ZEITGEISTIG

Dabei bieten die Maßmöbel die Möglichkeit,

sie immer wieder mit anderen

Fronten, Scharnieren und Farben

an den Zeitgeist anzupassen. Markus

Max: „Besonders gefreut haben wir

uns über eine Kundin, die ihre 1977 (!)

gekauften Möbel vor Kurzem mit neuen

Fronten ausgestattet hat.“ In Zeiten, in denen

geplanter Verschleiß die Lebensdauer

von Produkten kurz hält, setzt Peter MAX

hier einen deutlichen Kontrapunkt, den

Kunden zu schätzen wissen.

KONTAKT

Peter MAX Maßmöbel (Zentrale),

Hornerstraße 103, 2000 Stockerau

Mo bis Fr 9 – 18 Uhr, Sa 9 – 13 Uhr

T+43/2266/63900

offi ce@petermax.at, www.petermax.at

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top 1000 | Arbeitsmarkt

triert. Wie etwa in der Maßtischlerei P.Max,

die in Stockerau mit 186 Mitarbeitern Möbel

fertigt. Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter ist

über 50 Jahre alt, eine Betriebszugehörigkeit

von über 30 Jahren ist keine Seltenheit, wie

P.Max-Marketingchefin Margit Max erklärt.

Möglich gemacht wird das unter anderem

durch Jobrotation im Unternehmen. Ältere

Mitarbeiter wechseln auf Positionen, wo sie

weniger manuell schwere Arbeit verrichten.

Die Firma profitiere von der Erfahrung, weiß

Margit Max: „Wir schätzen das Know-how

unserer älteren Mitarbeiter.“

Übernahme

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die Tema

Electronic Service & Vertriebs GmbH.

2013 übernahm das Unternehmen nicht nur

den bekannten Namen und die Wortbildmarke

„Stöhr“ sowie Warenlager und Inventar,

sondern auch die Mitarbeiter des Betriebs.

Bei der Übernahme setzte der Fachhändler

für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte

auf personelle Kontinuität und

beschäftigte auch langjährige Mitarbeiter

weiter, die im Retail&Service-Bereich bereits

seit mehr als 25 Jahren erfolgreich zusammenarbeiteten.

Arbeitskräfte

Ebenfalls deutlich gestiegen ist auch die

Arbeitslosenquote von Personen mit nichtösterreichischer

Staatsbürgerschaft (+11,1

Prozent gegenüber dem Vorjahr). Ein in

Zeiten großer Migrationsbewegungen oft

emotional besetztes Thema, auch wenn Zahlen

und Fakten eigentlich ein anderes Bild

zeichnen. Denn der bei weitem größte Teil

ausländischer Arbeitskräfte in Niederösterreich

kommt nicht aus Syrien oder dem Irak,

sondern aus benachbarten EU-Staaten wie

Deutschland oder Ungarn. Das Thema Migration

und Integration in den Arbeitsmarkt

selbst gewinnt natürlich durch den Zustrom

an Asylwerbern nach Österreich massiv an

Bedeutung. Strategiepapiere und Symposien,

die diskutieren und Anleitung geben, wie mit

dieser Ausnahmesituation umzugehen wäre,

gibt es mittlerweile zuhauf. Die Einschätzungen,

welche Auswirkungen die Migrationsbewegungen

letztendlich haben werden,

fallen oft recht unterschiedlich aus. „Zuwanderung

wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt

aus“, argumentierte etwa Alessio Brown

von der United Nations University Maastricht

beim heurigen Sozialpartnerdialog des

ÖGB. Es komme zu keiner Verdrängung von

Einheimischen durch zugewanderte Arbeitskräfte

auf dem Arbeitsmarkt, so Brown. Viel

mehr steigen Produktivität, Löhne und Kaufkraft.

Dem hielt René Siegl (Austrian Business

Agency) entgegen, „dass die Flüchtlingswelle

des vergangenen Jahres in der rein ökonomischen

Bilanz für Österreich negativ ausfallen

wird“. Die beruflichen Qualifikationen der

Flüchtlinge seien zu niedrig.


top 1000 | wussten sie dass

Wussten Sie, dass ...

... die Hochkar Bergbahnen GmbH jedes Jahr

350.000 Gäste nur von Dezember bis April

befördert?

... die Moser Wurst GmbH in Wieselburg aus

der hauseigenen Großküche Kindergärten

und Schulen täglich mit frischen Speisen

versorgt, deren Zutaten ausschließlich aus

der Region Mostviertel stammen?

... die Erde im neuen Allianz Stadion des SK Rapid

von der Seyringer Umweltservice GmbH

in Wieselburg und die Tribünen von der Fa.

Oberndorfer in Gars am Kamp stammen?

…in der Formel 1 und für Le-Mans-Prototypen

Stahlbänder für automotive Testanwendungen

von Berndorf Band verwendet

werden?

…auch das nächste höchste Gebäude der

Welt, der Kingdom Tower in Saudi-Arabien,

mit Schalungstechnik der DOKA-Gruppe in

Amstetten errichtet werden soll? Auch im

Burj Khalifa in Dubai, dem aktuell höchsten

Gebäude der Welt, steckt DOKA-Technik

aus dem Mostviertel.

…sämtliche Straßenschilder von Wien, Graz,

Klagenfurt und Triest aus Ybbsitz kommen?

Und zwar von der Firma RIESS KELOmat,

die auch weltweit bekannt für ihr Email-

Kochgeschirr ist.

…das jüngste Großprojekt der Novomatic, die

Monticello Grand Casino & Entertainment

World in Chile, das größte Resort-Casino

Lateinamerikas ist?

…fast jede zweite Waffel weltweit aus einem

Waffeleisen der Haas Food Equipment

GmbH in Leobendorf stammt?

…jede dritte Skibindung, die weltweit designt,

entwickelt, produziert und verkauft wird,

aus Schwechat kommt? Seit 1949 fertigt die

Firma HTM Sport dort Skibindungen für die

Marke Tyrolia.

… igm Robotersysteme in Mödling das weltweit

größte Roboterschweißportal mit 25

Metern Spurweite, 85 Metern Fahrweg und

14 Metern Höhe geliefert haben?

…Viktor Kaplan, der Erfinder der Kaplanturbine,

als Konstrukteur bei der Leobersdorfer

Maschinenfabrik (LMF) arbeitete und dort

mit der Entwicklung seiner Turbine begann?

Auch Rudolf Diesel stellte bei LMF den

ersten Dieselmotor vor.

…die Sägemaschinen der Firma Prinz in

Loosdorf sogar Stahlbeton und Granit

schneiden?

…die Hochpräzisionsteile von Schoeller

Bleckmann in Ternitz für Ölbohrungen in bis

zu 10.000 Metern Tiefe verwendet werden

können?

…Sie in jedem dritten Milchprodukt der Welt

AGRANA-Fruchtzubereitungen finden?

…mit den jährlich von Wienerberger in Niederösterreich

produzierten Ziegeln sich rund

3.000 Einfamilienhäuser bauen lassen? Das

wäre eine Stadt so groß wie Neunkirchen.

…der neue BMW i8 mit einem revolutionären

Laser-Lichtsystem von Zizala Lichtsysteme

mit Sitz in Wieselburg ausgestattet ist?

…jede dritte Hardcover-Buch-Erscheinung

in Europa auf Salzer-Papier aus St. Pölten

gedruckt wird?

…bereits Kaiserin Sissi ein Bidet von Laufen

aus Herzogenburg verwendete?

… die Vetropack Austria GmbH weltweit neuartige

Flaschen aus Sicherheitsglas entwickelt

hat, die leichter und stabiler als herkömmliche

Mehrwegflaschen sind?

…der überwiegende Anteil aller Banknoten

weltweit auf Maschinen der KBA-Mödling

GmbH gedruckt wird?

… die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH das

sauberste Baustoffwerk Europas in Niederösterreich

betreibt, wo Zement, Kalk,

Trockenputze, Estriche und Fassadenputze

hergestellt werden?

… der Fertighausspezialist ELK ein weltweit

einzigartiges Loft im Fertighaus mit

beweglichen Decken- und Wandelementen

entwickelt hat?

…der österreichischer Marktführer bei

Email-Kochgeschirr und einzige heimische

Kochgeschirrhersteller, die RIESS KELOmat

GmbH, in Ybbsitz zu Hause ist?

…mit Mai 2016 1.254 Personen in Niederösterreich

in Ausbildung waren, die Lehre mit

Matura machen?

… an der Fachhochschule Wiener Neustadt

1.330 ReferentInnen unterrichten und dass

3.344 Personen im Studienjahr 2014/2015

ein Bachelor- oder Masterstudium an

einem der vier FH-Standorte abgeschlossen

haben?

?

… das Unternehmen Kiennast in Gars am

Kamp mehr als 300 Jahre tätig und somit

das älteste Handelshaus Österreichs ist?

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

53


top 1000 | e-mobilität

Fuhrpark unter Strom

Immer mehr Unternehmer stecken ihren Fuhrpark an die Steckdose. Neben dem

Anspruch, mit Elektroautos ein Stück der Welt zu retten, gibt es dafür noch einen

handfesten Grund: die Kosten.

Baumeister Ing. Erich Josef Lux hat vor

fünfeinhalb Jahren damit begonnen,

den Fuhrpark seines Bauunternehmens

in Hainfeld elektrisch zu „unterwandern“

– in erster Linie, um einen Beitrag für

eine nachhaltige Umwelt zu leisten. „Die

ökonomischen Überlegungen kamen dann

schließlich sehr schnell im zweiten Schritt,

als wir merkten, dass die Betriebs- und Wartungskosten

der E-Fahrzeuge weit unter jenen

von herkömmlichen Fahrzeugen liegen.“ Der

erste Stromer, ein Citroën C-Zero, hat heute

150.000 CO 2

-freie Kilometer hinter sich. „Er

gehört unserem Zimmermeister Andreas

Ranftl, der der Motor des Elektrisierung unseres

Fuhrparks war. Zuerst dachten wir, wir

werden bei einigen Baustellen-Fahrten sicher

auf ein Dieselfahrzeug umsteigen müssen, das

hat sich allerdings nicht bewahrheitet.“

Mittlerweile sind acht Fahrzeuge des Lux-

Fuhrparks elektrisch, sechs PKW und zwei

Transporter. „Unsere Distanzen zu den Baustellen

betragen zwischen 20 und 60 Kilometer,

die Idealstrecke für ein Elektrofahrzeug.“

Angesteckt wird an der Baustelle, wo ein geeigneter

Stromanschluss nahezu immer zu

finden ist. Selbst verfügt die Firma Lux über

drei Photovoltaikanlagen, mit denen die

Stromer aufgetankt werden. Bei den Kunden

kommen die Elektrofahrzeuge gut an, erzählt

Lux. „Wir fragen immer vor der Anfahrt, ob

es die Möglichkeit gibt, unsere Autos anzustecken.

Da hat noch keiner Nein gesagt. Im

Gegenteil, die Autos sind gut fürs Image.“

Steigende Nachfrage

Eine steigende Nachfrage nach Elektroautos

vor allem unter seinen Business-Kunden

registriert Erich Gstettner, Key Account bei

KIA Austria. 85 Prozent der heuer verkauften

rein elektrisch betriebenen KIA Soul EV

gehen an Unternehmen. Dieser hohe Anteil

kommt nicht unerwartet. Abgesehen von

der für Stromer respektablen Reichweite

von mehr als 200 Kilometern und seinem

SUV-artigen Look&Feel besticht der Soul

in der Kostenrechnung: Vorsteuerabzug,

Sachbezug, Förderungen – und vor allem

Wartung, die als laufender Kostenpunkt für

Unternehmen eine nicht unerhebliche Rolle

spielt. Gstettner: „Die Wartungskosten liegen

bei etwa einem Viertel von einem mit fossilen

Brennstoffen betriebenen Wagen.“ So hat

sich das E-Auto im Fuhrpark nach zwei bis

Information

Elektrofahrzeug-Förderung

für Unternehmen in Niederösterreich (Stand

November 2016)

Für reine Elektroautos BEV (Battery-Electric-Vehicle)

25 % (max. € 1.000) der Bundesförderung

als Anschlussförderung durch das Land

Niederösterreich

+ bis zu € 500 zusätzlich für:

• Ladestationen

• e-Car-Sharing Equipment

Für Pug-in-Hybrid, Range Extender

25 % (max. € 1.000) der Bundesförderung

als Anschlussförderung durch das Land

Niederösterreich

Weitere Informationen zur fördertechnischen

Abwicklung eines E-Fahrzeug-Kaufs

für Unternehmen:

• 1. Schritt (Bundesförderung-KPC):01

31631-747, www.umweltfoerderung.at

• 2. Schritt (Land Niederösterreich):Christian

Steinkogler, 02742 9005 16140,

christian.steinkogler@noel.gv.at

Fotos: Fotolia, Martin Milinovsky

54 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


drei Jahren rentiert. Nach fünf Jahren bringt

er mehr, als er kostet.

Neuzulassungen

Von Jänner bis September 2016 sind in

Österreich 266.890 PKW neu zugelassen

worden. Da machen die Elektrofahrzeuge

mit nicht einmal 0,3 Prozent (766 Stück)

einen verschwindenden Anteil aus. Experten

gehen jedoch davon aus, dass sich das

rasant ändern wird. Eine im Oktober 2016

veröffentlichte Analyse des Beratungsmultis

PricewaterhouseCoopers (PwC) kommt

zu dem Ergebnis, dass bis 2030 jeder dritte

Neuwagen in der EU ein Elektroauto sein

wird. Demnach könnten E-Fahrzeuge in

der EU 2028 einen Marktanteil von rund

30 Prozent erreichen und damit erstmals

vor Verbrennern (28 Prozent) liegen. Die

übrigen Modelle würden mit gut 40 Prozent

auf Hybride entfallen. Momentan werden

laut PwC im EU-Raum noch gut 97 Prozent

aller Neufahrzeuge als Verbrenner verkauft.

Bis 2020 soll der Anteil auf knapp 90 Prozent

sinken. 2025 werden es nicht einmal mehr 50

Pioniere des elektrischen Fuhrparks: Luxbau-Mitarbeiter mit ihren E-Fahrzeugen.

Prozent sein, 2030 nur mehr gut 15 Prozent.

Praktiker sind da skeptisch und verweisen auf

die schwache Infrastruktur für E-Autos. Kurt

Merkatz vom Mödlinger Autohaus Grünzweig,

in dem einige der ersten E-Autos Österreichs

verkauft wurden, sieht hier die Politik

gefordert, die notwendigen Schritte zu tun:

„Wenn ich mit einem Elektroauto von Wien

nach Graz die direkte Strecke auf der Autobahn

fahren und sichergehen will, dass ich bei

jeder Gelegenheit tanken kann, brauche ich

acht unterschiedliche Tankkarten. Solange

das so ist, findet die Zukunft der E-Autos als

massentaugliches Verkehrsmittel nicht statt.“

Autohaus-Chef Andreas Grünzweig setzt

nach: „Doch wenn da die richtigen Weichen

gestellt werden, steht unserer Branche in den

nächsten zehn Jahren vor massiven Veränderungen.

Darauf muss man sich vorbereiten.“


Sandra Mirosavljevic

INITIATIVE

KMU

KIA MOBILISIERT UNTERNEHMEN

Ganz schön grün! In allen Farben. kia.com

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Im Felberbrunn 10 • 2340 Mödling • Tel.: +43 (0)2236 - 25380

office@gruenzweigauto.at • www.gruenzweig-auto.at

CO 2

-Emission: 0 g/km 1) , 14,7 kWh/100km, Reichweite: bis zu 212km 1)

Symbolfoto, Satz und Druckfehler vorbehalten. 1) Nutzung von Strom aus 100% regenerativen Quellen vorausgesetzt. Gemessen am europäischen Verbrauchszyklus. Reichweite abhängig von Faktoren wie

z. B. Fahrstil, Streckenprofil, Temperatur, Heizung/Klimatisierung, Vortemperierung. Unverbindlicher nicht kartellierter Aktionspreis Soul EV AC, 0g/km CO 2 inkl. Mwst. und Nova. Aktion gültig bis auf Widerruf.


top 1000 | verkehr

Verkehrsanbindung: Mehr

Mut zum Lückenschluss

Aufholbedarf. Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist entscheidend für die wirtschaftliche

Entwicklung eines Wirtschaftsstandorts. Großprojekte werden in Niederösterreich

oft mit erheblichen Verzögerungen umgesetzt, wichtige Lückenschlüsse

nach Tschechien und der Slowakei fehlen nach wie vor.

Ausbau der Nordbahn Richtung Tschechien: Frühestens 2026 wird der City Shuttle mit 160 km/h auf dieser Strecke unterwegs sein.

Oft wird sie als die Lebensader der

Wirtschaft bezeichnet, als Grundbedingung

für die wirtschaftliche

Entwicklung einer Region angesehen, als

unabdingbar, wenn es um die Ansiedelung

von Betrieben geht. Die Rede ist von der

Verkehrsinfrastruktur des Bundeslandes. Ein

Blick auf die Landkarte und in die entsprechenden

Statistiken bestätigt diese Thesen: In

den Bezirken Niederösterreichs entlang der

wichtigen Verkehrsadern konzentriert sich

die wirtschaftliche Potenz des Bundeslandes.

Ob an der West- und Südautobahn, an der

Ost-West-Verbindung der Eisenbahn oder

aber auch entlang der Donau: Bezirke wie

Amstetten oder Baden weisen mitunter ein

Vielfaches der Wirtschaftsleistung von Regionen

auf, die an der verkehrstechnischen

Peripherie liegen. Natürlich hat dieses Defizit

seine Ursache nicht nur in einer unterentwickelten

Verkehrsinfrastruktur. Historische

Fotos: ÖBB/Kajetan Steiner, Manfred Weis

56 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Wir

beflügeln

Österreichs

Top 1

Und das weltweit.

Red Bull Street Style: London, UK Red bull crashed ice: Marseille, FRA · JYVÄSKYLÄ, FIN · Saint paul, USA · OTTAWA, CAN

Red Bull Cliff Diving: Texas, USA · Copenhagen, DEN · Sao Miguel, POR · LA Rochelle, FRA · PemBrokeshire, UK · SHIRAHAMA, JPN · Dubai, UAE

Red Bull XFighterS: Madrid, ESP Red Bull Paper Wings: 50 countries worldwide Red Bull Transsiberian Extreme: Moscow, RUS

Red Bull romaniacs: SIBIU, ROU Red Bull Aces: california, USA

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top 1000 | verkehr

Entwicklungen und geografische Faktoren

spielen genauso eine Rolle. Wie etwa in den

Grenzregionen des Wald- und Weinviertels

oder in den alpinen Regionen Niederösterreichs.

Weder Eiserner Vorhang noch tiefeingeschnittene

Gebirgstäler waren beziehungsweise

sind unveränderbare Bedingungen.

Weitgehend unbestritten ist aber auch, dass

eine verkehrsinfrastrukturelle Entwicklung

diesen Regionen einen vielleicht entscheidenden

wirtschaftlichen Schub geben würde.

Schwachstelle Ostanbindung

Dementsprechend gern wird dem Ausbau

von Straße und Bahn das Wort geredet und

die möglichst rasche Umsetzung gefordert.

Vor allem auch, wenn dadurch nicht nur

die jeweilige Region profitieren, sondern

dringend notwendige verkehrstechnische

Lückenschlüsse erfolgen würden. Wie zum

Beispiel Straßenbauprojekte wie jene an der

A5, S3 oder S8 in Richtung Tschechien und

der Slowakei. Bis Ende 2017 plant die ASFI-

NAG das bestehende Teilstück der A 5 um

weitere 25 Autobahnkilometer zu verlängern.

Immerhin ein Fortschritt, aber für viele nicht

schnell genug, wie etwa für den Frächter

Martin Kralowetz. Der Geschäftsführer eines

Speditionsbetriebs im Bezirk Amstetten ortet

Versäumnisse: „In Österreich sind wir bei den

Verkehrsanbindungen noch relativ schwach

aufgestellt. Speziell wenn man sich die Ostanbindungen

anschaut. Die Ostöffnung ist jetzt

27 Jahre her und eine durchgehende Autobahn

von Linz nach Prag oder von Wien nach

Prag gibt es noch immer nicht. Das behindert

natürlich. Die Lückenschlüsse sollten endlich

erfolgen.“

Auf dem Abstellgleis

Eine ähnlich wichtige Rolle wie eine gute

Straßenanbindung spielt für exponierte Regionen

die Eisenbahninfrastruktur. Ein Blick

auf die bloßen Zahlen lässt den Eindruck

entstehen, dass Niederösterreich zu den

überdurchschnittlich gut versorgten Bundesländern

in Österreich zählt. Mit rund 1,4

Meter Netzlänge pro Einwohner sind Niederösterreichs

Bürger doppelt so gut mit Eisenbahninfrastruktur

versorgt wie Österreichs

Durchschnitt. Fast 40 Prozent des gesamten

Schienennetzes der ÖBB liegen in Niederösterreich.

Allerdings – und das ist der Haken

daran – sind darunter viele Nebenbahnen,

mit mäßiger Kapazität und entsprechend

Waldviertler Unternehmer Gottfried Stark: „Geplante Maßnahmen wesentlich rascher umsetzen und

mit mehr Geldmitteln ausstatten.“

geringer wirtschaftlicher Bedeutung. Viele

dieser Bahnstrecken wurden in den vergangenen

Jahren überhaupt stillgelegt, weil ein

wirtschaftlicher Betrieb außerhalb jeder

Reichweite lag.

Realistische Forderungen

Ausbauprojekte aber, wie zum Beispiel die

Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen

Gänserndorf und der Staatsgrenze zur Slowakei,

ziehen sich in die Länge, von einem

Jahrhundertprojekt wie dem Semmering Basistunnel

ganz zu schweigen. Für den Ausbau

der Nordbahn von Wien in Richtung tschechischer

Grenze gab es kürzlich grünes Licht für

den Planungsstart. Die Strecke ist ein wichtiger

Lückenschluss der transkontinentalen Bahnverbindung

von Bologna bis Danzig. Bis die

ersten Züge dann auf dieser Strecke mit bis zu

160 km/h unterwegs sind, vergehen aber noch

mindestens zehn Jahre. Fehlende Finanzierung

oder hartnäckiger Widerstand von Anrainern

verzögern immer wieder dringend notwendige

Vorhaben. Dabei könnten auch vergleichsweise

moderate Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur

einen großen Unterschied machen,

findet Gottfried Stark, Geschäftsführer eines

Recycling-Unternehmens im oberen Waldviertel:

„Wir sollten keine Forderungen stellen,

die außer Greifweite sind. Eine Neutrassierung

der Franz-Josef-Bahn oder eine Waldviertel-

Autobahn sind aus meiner Sicht durch die

langwierigen Verfahren unrealistisch, da es

sich dabei um Langzeitprojekte handelt. Drastisch

gesprochen: Bis zu deren Umsetzung

ist das Waldviertel ausgestorben und diese

Verkehrsanbindungen nicht mehr nötig. Allerdings

müssen wir viel mehr darauf pochen,

dass die geplanten Maßnahmen wesentlich

rascher und mit mehr Geldmitteln ausgestattet

umgesetzt werden.“ So wäre zum Beispiel

ein zweigleisiger Ausbau der Franz-Josef-Bahn

unbedingt notwendig, weil damit auch eine

leistungsfähige Anbindung an Tschechien und

die Strecke Budweis-Pilsen-Prag gegeben wäre,

so der Waldviertler Unternehmer.

Wirtschaft auf Schiene

Stark weiß genau, wovon er redet, sein Betrieb

transportiert große Mengen Recycling-

Material auf der bestehenden Bahnlinie: „Ein

LKW darf maximal 25 Tonnen laden, ein

Eisenbahnwaggon mit gleichem Fassungsvermögen

über 60 Tonnen. Bei Eisenschrott

kann hier der Vorteil genutzt werden. Im Güterverkehr

hat die Bahn für mittlere Strecken

und Güter ohne spezielle Anforderungen

wie Verderblichkeit, Expresslieferung usw.

eine Berechtigung, vor allem bei schweren

Gütern kann die Bahn die wesentlich höhere

Beförderungslast als Vorteil ausspielen.“ Darüber

hinaus würde eine attraktive Bahnverbindung

auch beim Personenverkehr dementsprechend

besser ausgelastet werden. Viele

Menschen hätten wieder die Sehnsucht, aus

der Stadt aufs Land zu ziehen, Arbeitsplatz

oder zumindest eine rasche Verbindung zum

Arbeitsplatz in der Stadt vorausgesetzt. Neue

Betriebe würden aber nur in verkehrsgünstigen

Regionen entstehen, genauso wie Bevölkerungszuwachs,

glaubt Stark. Der Ausbau

der Verkehrsinfrastruktur ist aus Sicht von

Gottfried Stark entscheidend für die Region:

„Das Waldviertel hat langfristig nur eine

Chance, wenn die Verkehrsinfrastruktur in

den kommenden Jahren massiv ausgebaut

wird. Wir dürfen uns nicht mehr mit kleineren

Ausbaustufen und Modernisierungen zufriedengeben,

sonst ist der Zug im wahrsten

Sinne abgefahren.“


top 1000 | Frauen

„Ich habe nie vom Erfolg

nur geträumt ...“

Österreichs Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Dennoch kommt ein

erheblicher Anteil der 200 stärksten Unternehmen Österreichs sowohl in der

Geschäftsführung als auch im Vorstand ohne sie aus.

Ich habe nie vom Erfolg nur geträumt,

ich habe dafür gearbeitet!“ Dieser Satz

stammt von Estée Lauder, die 1946 mit

nur einem Produkt in den USA ein Unternehmen

gegründet hat, das zum Kosmetikimperium

werden sollte. Die Tochter einer österreichisch-ungarischen

Immigrantenfamilie steht

auch für ein neues Rollenbild der Frau – weg

vom Heimchen am Herd, hinein in Gesellschaft

und Beruf. Im Amerika der 40er Jahre

eine geradezu revolutionäre Idee.

„Ja, natürlich kann ich mich mit dieser Aussage

identifizieren.“ KommR Waltraud Rigler

ist Vorsitzende der niederösterreichischen Unternehmerinnenvertretung

„Frau in der Wirtschaft“.

Die WKO-Organisation vertritt mehr

als ein Drittel der Unternehmen im Bundesland.

Die Niederösterreicherinnen haben sich

vor allem bei den Themen Erhöhung des Wochengelds

für Unternehmerinnen, steuerliche

Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

sowie flexible Arbeitszeiten stark gemacht.

„Hier kommen unsere Erfolge nicht nur Unternehmerinnen,

sondern allen berufstätigen

Frauen zugute.“

KommR Waltraud Rigler, Landesvorsitzende

„Frau in der Wirtschaft“: „Wir müssen starke

Netzwerke bilden.“

Netzwerke

Dass der eigene Antrieb nicht ausreicht, um es

an die Spitze zu schaffen, weiß die Neunkirchner

Unternehmerin und richtet ihre Arbeit in

der Interessensvertretung danach aus. „Es ist

wichtig, Frauen in Führungspositionen zu

bringen, um ihnen die Möglichkeit zu geben,

starke Netzwerke zu schaffen.“ Denn eines

muss frau zugeben: „Im Netzwerken sind die

Männer einfach besser.“ Und damit ist auch

ihr Einfluss größer. Ob die Frauenquote da

ein geeignetes Instrument ist? Ein zweischneidiges

Schwert. „Manchmal wird es ohne nicht

gehen. Andererseits kommt dann sofort der

Vorwurf, die Bewerberin hätte den Job nur

bekommen, weil sie eine Frau ist und nicht

aufgrund der Qualifikation. Das ist nicht fair.“

Ungleicher Arbeitsmarkt

Nach der neuesten Studie der Arbeiterkammer

sind in den Geschäftsführungen der 200

stärksten Unternehmen des Landes etwa 13

Mal so viele Männer wie Frauen vertreten,

der Aufsichtsrat ist zu 82,3 Prozent von Männern

dominiert. Der ungleiche Arbeitsmarkt

der Geschlechter spitzt sich in der Verteilung

von Führungspositionen und damit in der

wirtschaftlichen Einflussnahme zu. Dabei

sind Frauen bestens ausgebildet und haben

etwa im Abschluss des Wirtschaftsstudiums

ihre Kollegen längst überholt. Doch um an

die Spitze zu gelangen, reicht Qualifikation

nicht aus: Je höher die Hierarchieebene, desto

intransparenter die Selektionskriterien und

der Auswahlprozess, heißt es in der Studie der

Arbeiterkammer Wien, die seit mehr als zehn

Jahren die Präsenz von Frauen in den Spitzengremien

der österreichischen Wirtschaft

untersucht.

Der Frauenanteil in den Top-Geschäftsführungen

liegt bei 7,2 Prozent (2015: 5,9 Prozent).

Zwar hat sich ihr Anteil seit 2006 verdoppelt,

ginge es allerdings in diesem Tempo

weiter, würde es mehrere Jahrzehnte dauern,

bis es zu einer ausgewogenen Verteilung käme.

In allen untersuchten Unternehmen sind

laut Firmenbuch und Internetauftritt insgesamt

nur fünf Frauen als Vorstandsvorsitzende

(CEO) bzw. alleinige Geschäftsführerin tätig:

Sabine Herlitschka (Infineon AG), Tatjana

Oppitz (IBM GmbH), Herta Stockbauer

(BKS Bank AG), Karin Trimmel (Gurktaler

AG) und seit 1. Jänner 2016 Elisabeth Stadler

bei der Vienna Insurance Group AG.

Im Aufsichtsrat sind Frauen traditionell

stärker vertreten als in der Geschäftsleitung.

Die Mehrheit haben Frauen jedoch nur in

zwei der 200 größten Unternehmen: Allianz

Elementar Versicherungs-AG (56 Prozent)

und Austrian Gaming Industries GmbH (60

Prozent). In zwei weiteren Gesellschaften (Boehringer

Ingelheim RCV GmbH, TMobile

Austria GmbH) liegen Männer und Frauen

im Gremium gleichauf. Damit haben in den

Aufsichtsratsgremien von 196 der 200 größten

Unternehmen mit (zum Teil überwiegender)

Mehrheit Männer die Entscheidungshoheit.


top 1000 | INTERVIEW

„Wir ruhen uns nie auf

unserem Erfolg aus“

Genial. Mit innovativen Produkten, solidem Know-how und mutigem Management

wurde F/List zu einem der weltweit führenden Anbieter für exklusive Innenausstattungen

von Business- und Privat-Jets sowie Luxusyachten. CEO Katharina List-Nagl

über Erfolge und Zukunftspläne von F/List und wie auch in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten ein Umsatzplus von 25 Prozent erzielt werden kann.

ECHO: Frau List-Nagl, Sie stehen an der

Spitze eines Unternehmens, das 2016 mit

rund 690 Mitarbeitern einen Umsatz von 76

Millionen Euro erwirtschaftet hat. Was sind

die wichtigsten Märkte für F/LIST?

Katharina List-Nagl: F/LIST beliefert in

erster Linie Flugzeughersteller, von denen die

meisten in Nord- und Südamerika beheimatet

sind. Diese Märkte sind für die seriennahe

Erstausstattung daher am Relevantesten, weswegen

im kommenden Jahr unsere Präsenz

auf diesen Märkten weiter ausgebaut wird.

Auch im Bereich der Ausstattung von gebrauchten

Flugzeugen sehen wir dort großes

Potenzial.

ECHO: Viele Unternehmen klagen über

erschwerte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

und nicht wenige sind froh, wenn

der Umsatz stabil bleibt. Bei F/LIST gibt es

gegenüber dem Vorjahr ein Plus von mehr

als 25 Prozent. Was sind die Gründe für dieses

außerordentliche Umsatzplus?

List-Nagl: Wir ruhen uns nie auf unserem

Erfolg aus, sondern versuchen stets innovativ

zu sein. Stetige Innovationen führen zu stetig

steigender Nachfrage seitens unserer Kunden,

was zu höheren Umsätzen führt.

ECHO: Welche Erwartungen haben Sie für

das Geschäftsjahr 2017?

List-Nagl: 2017 wird gezeichnet sein von

Diversifikation und Expansion. Neben der

Standorteröffnung in den USA, in Florida,

Fotos: Clemens Schneider, List

60

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


„Neue Wagnisse

einzugehen und nach

vorne zu denken, ohne

dabei den Boden unter

den Füßen zu verlieren.“

der Erweiterung des Standorts Kanada und

der damit verbundenen Stärkung des Aftermarket-Geschäfts

werden wir in die Ausstattung

der First-Class-Bereiche in der Commercial

Aviation einsteigen.

ECHO: Der wichtigste Exportmarkt für

österreichische Unternehmen ist die EU, die

mit Brexit und Flüchtlingskrise in ihrer wohl

schwersten Krise seit der Gründung ist. Wie

wichtig ist der freie Binnenmarkt für F/LIST

und befürchten Sie durch den Austritt des

vereinigten Königreichs aus der EU Nachteile

für das Unternehmen?

List-Nagl: Die EU und der europäische

Binnenmarkt sind für uns als europäisches

Unternehmen natürlich sehr wichtig. Nichtsdestotrotz

sind unsere Hauptkunden und -lieferanten

in erster Linie in Nord- und Südamerika

beheimatet, weswegen die Auswirkungen

des Brexit uns nicht unmittelbar betreffen.

ECHO: Mit welchen Produkten ist ihr Unternehmen

besonders erfolgreich?

List-Nagl: Einen besonderen Ruf haben wir

uns durch unsere einzigartigen Oberflächen

sowie unsere außergewöhnlichen Furniere erworben,

insbesondere auch das hauchdünne,

flexible Echtsteinfurnier. Im Aircraft-Bereich

muss alles so leicht wie möglich sein, und

damit können wir anspruchsvollen Kunden

trotzdem echten Steinboden und Arbeitsplatten

oder Waschtische aus Stein anbieten.

Auch unsere Holzfurniere sind etwas Besonderes:

F/LIST ist der einzige Hersteller in der

Branche, der 3D Furnierkanten anbietet. Außerdem

zeichnen wir uns durch unser hohes

Qualitätsniveau und unsere Verlässlichkeit

aus.

ECHO: Welche Produktinnovationen hat

F/LIST in der Pipeline?

List-Nagl: Anfang November präsentierten

wir auf der NBAA in Orlando unsere

beheizten Holz- und Steinböden, was ein

absolutes Novum im Aircraft-Bereich ist.

Unser Joint Venture INAIRVATION mit

der Lufthansa Technik AG hat außerdem mit

dem chair den ersten Flugzeugsitz gebaut,

der dreh- und kippbar ist und der Kunden

und Designern sehr viele Möglichkeiten der

Personalisierung bietet.

ECHO: Gibt es Pläne zur Expansion und

wo ist diese geplant?

List-Nagl: Zur Stärkung unserer Präsenz

und unseres Angebots in Nordamerika werden

im kommenden Jahr Produktionsanlagen

in Kanada und den USA eröffnet. Dadurch

können wir vor Ort produzieren und

auch Refurbishments vor Ort durchführen.

In Dubai eröffnen wir einen Showroom, wo

Kunden von Wartungsbetrieben, die mit uns

zusammenarbeiten, vor Ort die angebotenen

Materialien begutachten und bestellen können.

ECHO: Welche Rolle spielt Forschung und

Entwicklung im Unternehmen?

List-Nagl: Eine sehr große, da der Aircraft-

Bereich nach ständiger Weiterentwicklung

und Innovation von Materialien, Produkten

und Technologien verlangt – insbesondere

vom Vorreiter der Branche. Daher sind wir

stets bemüht, mit neuen Ideen auf den Markt

zu kommen.

ECHO: Was ist das Erfolgsrezept von

F/List?

List-Nagl: Neue Wagnisse einzugehen und

nach vorne zu denken, sowohl wirtschaftlich

als auch produktionstechnisch, ohne dabei

den Boden unter den Füßen zu verlieren.


top 1000 | INTERVIEW

„Wir stehen am Wendepunkt“

Traditionsbewusst: Die Textilkünstlerin VESNA hat mit ihren Mustern und Designs die

Textilkunst in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend mitgestaltet und

beeinflusst. In dieser Zeit wurde sie auch Zeugin des Untergangs der österreichischen Textilindustrie.

Im Interview hofft die Künstlerin und ehemalige Professorin der Akademie

der bildenden Künste auf eine Wiederbelebung von Handwerk und Kunst.

ECHO: Kaum eine andere Branche in Österreich

musste in den vergangenen Jahrzehnten

so gravierende Veränderungen hinnehmen wie

die Textilbranche. Mit Ihrer Arbeit haben Sie

ab den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts

die Textilkunst in Österreich wesentlich

mitgestaltet und nachhaltig beeinflusst. Muster

und Designs von VESNA gehören zu den

Klassikern textiler Kunst. Wie beurteilen Sie

die aktuelle Situation der Branche?

Vesna: Über Jahrhunderte stand das handwerkliche,

schöpferische Element im Mittelpunkt

der textilen Gestaltung und Produktion.

Heute droht durch vollautomatische

Hightech-Produktion und Massenware die

vollständige Verdrängung der künstlerischhandwerklichen

Kreation. Billigprodukte aus

den Schwellenländern drängen heimische

Produzenten in einen Wettbewerb, bei dem

für das Unikat, den künstlerischen Entwurf,

weder Zeit noch Geld übrig sind.

ECHO: Tatsache ist, dass ein Großteil der Textilindustrie

in Billiglohnländer abgewandert ist.

Welches Potenzial hat die Branche noch?

Vesna: Vor allem an kreativem Potential

mangelt es nicht. Zahlreiche österreichische

Textildesigner hoffen nach wie vor auf ihre

Chance. Allerdings ist die Bereitschaft von

Wirtschaft und Industrie, mit den schöpferischen

Talenten unseres Landes zusammenzuarbeiten,

denkbar gering.

Handwerk und Kunst in perfekter Symbiose: Vesna bei der Arbeit an einem Muster in ihrem Atelier im

Schloss Primmersdorf.

ECHO: Das kreative Potenzial ist also vorhanden.

Reicht das als Basis für eine Wiederbelebung

der Textilbranche?

Vesna: Die Textilbranche steht an einem

Wendepunkt. Die Fragen sind: Wird die tex-

Fotos: Temper

62

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


zur person

Vesna wurde 1935 in Wien unter dem

Namen Elfriede Sekirnjak geboren und

diplomierte 1957 an der Akademie für Angewandte

Kunst in Wien. Es folgten berufliche

Erfahrungen als Designerin bei Vossen in

Gütersloh, Marigi in Rom, Gallerie La Fayette

in Paris und bei der Nordiska Companie in

Stockholm. 1961 absolvierte sie die Akademie

Wien in der Meisterklasse Gobelinweberei.

1970 wurde die Werkstätte Vesna Design im

Federlhof der Wiener Innenstadt eröffnet und

es entstand eine Werkstatt für Handdruck und

Handweberei sowie Schmuck. Zahlreiche

internationale Modeschauen festigten Vesnas

Ruf als Österreichs führende Textildesignerin.

Ab 1974 unterrichtete Vesna Ornamentik und

Handdruck an der Akademie der bildenden

Künste in Wien. Nachdem das Wiener Atelier

aus Platzgründen aufgegeben werden musste,

übersiedelte die gesamte Werkstätte 1987 ins

Schloss Primmersdorf in Niederösterreich, wo

die Künstlerin noch heute lebt und arbeitet.

tile Kunst vollständig an den Rand gedrängt?

Gelingt es, die kreativen Kräfte für eine Zusammenarbeit

mit der Industrie zu nutzen? Oder

findet sie ihren eigenen Weg?

ECHO: Wie könnte dieser eigene Weg aussehen?

Vesna: Denkbar wäre etwa ein Nebeneinander

von Tradition und Moderne, wie es in Japan

praktiziert wird. Dort haben sowohl industriell

gefertigte Massenware wie auch hochwertiges

Handwerk ihren Stellenwert.

ECHO: Die japanische Gesellschaft ist bekanntlich

sehr traditionsbewusst. Wenig überraschend

also, dass auch traditionelles Handwerk

dort nach wie vor seinen Wert hat. Aber

wie könnte das konkret für unsere Verhältnisse

aussehen?

Vesna: Ein Ausweg für Österreichs Textilwirtschaft

könnte in der Produktion von handwerklich

gestalteten Qualitätsprodukten liegen. Ein

Weg zurück zum Unikat, exklusiv und individuell.

Stoffe wie Loden oder Leinen aus österreichischer

Produktion stehen noch immer für

Qualität und sind weltweit gefragt.

ECHO: Dieser Appell klingt gut und ist auch

nachvollziehbar. Aber welche konkreten Schritte

müssten denn Ihrer Meinung nach gesetzt

werden, um wieder Leben in die Textilindustrie

zu bringen?

Vesna: Zum einen durch die Produktion

von hochwertigen Qualitätsprodukten, die

nicht nur künstlerischen und handwerklichen

Ansprüchen gerecht werden, sondern auch

ökologischen und nachhaltigen Aspekten

Rechnung tragen. Was die Wirtschaftspolitik

betrifft, müsste es steuerliche Erleichterungen

für Investitionen in Kunsthandwerksbetriebe

geben, aber auch eine generelle Förderung von

Kleinunternehmen, vor allem in den Grenzregionen

Niederösterreichs. Auch im Bildungssektor

gibt es Änderungsbedarf in Richtung

„Heute glauben Künstler,

dass sie sich durch die

Technisierung das Erlernen

des Handwerks

ersparen können.“

kreativer und traditionsorientierter Ausbildung

in den Schulen.

ECHO: Früher bildeten Handwerk und Kunst

auch in der Ausbildung eine stärkere Einheit.

Wann und wie kam es zu dieser Trennung von

Handwerk und Kunst?

Vesna: Das ist die tragische Frage. Die Wiener

Werkstätte waren die Letzten, die sich bemüht

haben, dass der Künstler a priori als Handwerker

gesehen wird, der nur in seltenen Fällen

er aus seinem Handwerk heraus auch Kunst

gebiert. Das beruhte auf der Annahme, dass

jeder Künstler zuerst einmal Handwerker sein

muss und aus dem Handwerk heraus kann er

sich künstlerisch entwickeln. Ohne Handwerk

kann er nie Kunst machen. Das war das Credo

dieser Ära.

ECHO: Das klingt so, als wäre die Kreativität,

das Schöpferische, nachrangig?

Vesna: Nein, es wurde allerdings als unumgänglich

angesehen, dass ein Künstler das

Handwerk perfekt beherrscht. Ein Musiker

kann nicht am Klavier komponieren, wenn er

Klavierspielen nicht beherrscht!

ECHO: Solides Handwerk ist also aus Ihrer

Sicht eine Grundbedingung für künstlerische

Arbeit?

Vesna: Es ist logisch, dass jemand, der künstlerisch

produktiv ist, die Grundbegriffe beherrschen

muss. Aber der Bruch mit dieser Tradition

erfolgte eigentlich durch die Technik. Heute

glauben Künstler, dass sie sich durch die Technisierung

das Erlernen des Handwerks ersparen

können. Nehmen wir zum Beispiel Architekten,

die heute perspektivisches Zeichnen nicht mehr

beherrschen müssen, weil der Computer für sie

die korrekte Darstellung erledigt. Oder um ein

Beispiel aus meinem Bereich zu nehmen: Das

Vergrößern oder Verkleinern von Mustern kann

heute genauso von Computern erledigt werden.

Diese Dinge mussten früher mit einer gewissen

Hingabe und Ausdauer erlernt werden, heute

wird es einfach von der Technik erledigt.


top 1000 | INTERVIEW

Chefinnen sind Vorbilder

Beatrix Pollak ist seit vier Jahren Vorstandssprecherin der SHT Haustechnik AG

und leitet damit maßgeblich die Geschicke der Nr. 39 unter den 200 stärksten

Unternehmen Österreichs.

ECHO: Sie sind eine erfolgreiche Geschäftsfrau.

Haben Sie jemals die Tatsache,

dass Sie eine Frau sind, als Hindernis für

Ihren beruflichen Werdegang empfunden?

Beatrix Pollak: Nein. Im Bereich Großhandel

und bei der herstellenden Industrie

sind erfolgreiche Frauen ja keine Seltenheit.

Bei unseren Kunden, den Installateuren,

sieht das schon anders aus. Hier dominieren

noch immer die Männer das Bild. Aber wer

durch Leistung überzeugt, wird auch erfolgreich

sein. Egal, ob Frau oder Mann.

ECHO: Wenn Sie auf den Beginn Ihrer

Karriere zurückblicken und mit dem Heu-

zur person

Ausbildung:

1980 – 1989 Bundesrealgymnasium und

Handelsakademie der Wiener Wirtschaftskammer

Beruflicher Werdegang:

1989 – 1994 Reico HandelsgmbH,

Assistentin Key Account Management

1994 – 1996 Reico HandelsgmbH,

Leitung Telefonverkauf

1996 – 1999 Reico HandelsgmbH,

Vertriebsleitung

1999 – 2003 Reico HandelsgmbH,

Geschäftsleitung

2003 – 2004 SHT Haustechnik AG,

Verkaufsleitung Allibert

2004 – 2005 SHT Haustechnik AG,

Geschäftsleitung Reiberger Sanitär

2005 – 2006 SHT Haustechnik AG,

Produktmanagement Sanitär

2006 – 2008 SHT Haustechnik AG,

Vice President für Produktmanagement

seit 2009 SHT Haustechnik AG, Vorstand

seit 2013 Sprecherin des Vorstands SHT

Haustechnik AG

Fotos: SHT Haustechnik AG

64

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


te vergleichen – hat sich die Position von

Frauen im Wirtschaftsleben geändert?

Pollak: Die Anzahl der Frauen in Führungspositionen

in den unterschiedlichsten

Branchen hat sich sicher erhöht. Sie werden

zudem durch vermehrte Medienberichterstattung

besser sichtbar gemacht. Das erzeugt

eine Vorbildwirkung und immer mehr

Frauen werden ermutigt, eine Führungsrolle

einzunehmen.

ECHO: Gibt es Bereiche im Wirtschaftsleben,

wo man mehr für die Gleichstellung der

Geschlechter tun könnte?

Pollak: Man muss generell für Chancengleichheit

sorgen – unabhängig vom Sektor.

Das beginnt schon bei der Ausbildung

der jungen Menschen, geht über eine faire

Aufteilung der Familienarbeit und endet bei

gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Erst dann

werden wir eine Gleichstellung schaffen.

ECHO: Welchen Rat würden Sie Frauen

geben, die am Beginn Ihrer Karriere stehen?

Pollak: Mut, die eigenen Grenzen zu

übertreten, und Konsequenz sind neben

einer ausgeprägten Menschenkenntnis die

wichtigsten Eigenschaften, die man für eine

erfolgreiche Karriere mitbringen sollte. Bei

Entscheidungen sollte man zudem auch auf

sein Bauchgefühl hören.

ECHO: Würden Sei eine Bewerberin

einem Bewerber bei gleicher Qualifikation

vorziehen?

Pollak: Wir schauen bei der Besetzung

nicht darauf, ob uns eine Frau oder ein

Mann gegenübersitzt. Wichtig sind uns

vielmehr diese Punkte: Bringt die Person die

richtigen Qualifikation mit, passt die Einstellung,

sieht man Feuer und Leidenschaft für

den angestrebten Job, ist Neugierde und

Einsatzfreude bemerkbar und passt diese

Person gut in unser Team. Wir suchen Mitarbeiter,

die begeistern. Da ist es nicht wichtig,

ob Frau oder Mann. Am Ende wird uns

die eine Bewerberin oder der eine Bewerber

mit ihrem oder eben seinem Leistungsportfolio

überzeugt haben.

ECHO: Was halten Sie von Frauenquoten?

Pollak: Vorgegebene Quoten sind eine

Möglichkeit, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen

zu steigern. Persönlich finde

ich, man sollte nicht nur Frauen, sondern

Familien noch besser unterstützen, Kinderbetreuung,

Pflegeaufgaben, Weiterbildung

und den Wunsch nach einer erfolgreichen

Karriere besser unter einen Hut bringen zu

können. Auf diese Weise würde der Frauenanteil

in den Chefetagen sicher anwachsen.

Eine ganz wichtige Rolle nehmen auch die

heutigen Chefinnen ein. Sie sind ein Vorbild

für die jungen Mädchen, aber auch für die

Burschen. Denn sie zeigen, was alles möglich

ist.

ECHO: Estée Lauder hat gesagt: „Ich habe

niemals nur an den Erfolg geglaubt, ich

habe dafür gearbeitet.“ Können Sie sich mit

der Aussage identifizieren? Hat das in Ihrem

Leben eine Rolle gespielt, wenn ja, welche?

Pollak: Der Spruch stimmt für mich zu

100 Prozent. Seit Beginn meiner beruflichen

Laufbahn bei der Firma Reico 1989 habe ich

konsequent an meinem Erfolg gearbeitet.

Und jetzt bin ich Vorstand einer sehr renommierten

Firma. Wer nur abwartet wird zum

Zuschauer und dass sich auf diese Weise der

gewünschte Erfolg einstellt ist sehr unwahrscheinlich.

Ich bin lieber proaktiv und gestalte

die Zukunft mit. Das betrifft mein Leben

innerhalb und auch außerhalb der Firma.

ECHO: Wie geht es Ihnen damit, dass in

den USA der designierte Präsident Donald

Trump mit frauenfeindlichen Aussagen für

Aufsehen sorgt?

Pollak: Leider ist es auch in Europa

noch gang und gäbe, dass sich Männer

abfällig über Frauen äußern und es nicht

als das empfinden, was es in Wirklichkeit

ist: nämlich eine bewusste Herabsetzung.

Diese Männer fühlen sich scheinbar wohler,

wenn Frauen das ehemals klassische

Rollenbild „Kinder & Küche“ einnehmen.

Dass trotzdem so viele Frauen Trump ihre

Stimme gegeben haben, finde ich irritierend.

Er sollte sich seiner Vorbildfunktion

besser bewusst sein. Aber wenn wir ehrlich

sind, stehen viele Frauen den Männern um

nichts nach. Diese Gespräche finden dann

nicht in der Umkleidekabine im Fitnessclub

statt, sondern bei einer Prosecco-Runde in

einem Lokal oder bei einem Mädelsabend

zu Hause.


top 1000 | Tourismus

Mission Impossible

Eine Handvoll Wirtschaftstreibender stellte sich dem unvermeidlichen

Wirtshaussterben in den Weg. Was dabei herauskam? Mehr als ein Wirtshaus.

Wenn der Seher für immer zugesperrt

hätte, wäre ein Teil der Stadt

gestorben“. Winzer Rudolf Neuhold

nimmt einen Schluck von seiner Melange,

die er jeden Morgen seit der Pensionierung im

Landgasthaus Seher trinkt und blickt aus dem

Fenster auf den historischen Hauptplatz: Eggenburg

ist ein malerisches Mittelalterstädtchen

an der Grenze zwischen Wald- und Weinviertel

- von den 20 Wirtshäusern Ende der 70er Jahre

und den 160 Gewerbe- und Handwerksbetrieben

vor hundert Jahren ist heute in der 3.600

Seelen-Sanierungsgemeinde kaum etwas übrig:

Handwerker gibt es fast keine mehr, Gewerbebetriebe

gerade einmal eine Handvoll.

Die schöne Wirtsstube im Stadthotel hält seit

Jahrzehnten die Stellung im sozialen Miteinander.

Die Kaffeehäuser und Imbissläden des

schmucken Städtchens mit der begehbaren

mittelalterlichen Stadtmauer sind an einer

Hand abzuzählen. Nicht schlecht besucht ist

der Würstelstand „Seehaus-Resti“ am Löschteich

der Stadt – vermutlich weil er weit in die

Abendstunden hinein offen hat.

„Wir mussten etwas tun“

Und da war noch „Der Seher“ im 600 Jahre

alten Gebäude am Hauptplatz. Das Gasthaus

schloss 2014 nach 160 Jahren durchgehender

Wirtshaustradition seine Tore. Unternehmer

Richard Küttner: „Wir mussten etwas tun. Mit

dem Seher wäre wieder ein unwiederbringliches

Stück Infrastruktur in der Stadt verloren

gegangen“, sieht er die Situation ähnlich wie

Rudolf Neuhold – und beide packten an: Sie

mobilisierten andere Unternehmerkollegen der

Stadt, ein Verein wurde gegründet, jeder legte

Geld auf den Tisch. Küttner: „Das war nicht so

schwer, die Motivation war groß. Doch, was

dann kam, das war schwer.“ Ein Pächter wurde

gesucht. „Mehr als zwei Dutzend Bewerber haben

sich gemeldet – keiner passte.“

Doch dann hatten die Tüchtigen auch

Glück: Karl Lind, erfahrener Gastronom aus

Schafften das scheinbar Unmögliche: Richard Küttner, Karl Lind, Christiane Goller, Rudolf Neuhold.

Wien, folgte den Wurzeln seiner Eltern gemeinsam

mit Frau Christiane Goller, ehemalige

Ö1-Kulturchefin, und Tochter Anna nach Eggenburg.

Aus dem „Wir wollten es hier auf dem

Land jetzt ruhiger angehen“ wurde nichts: Seit

April vergangenen Jahres steht er gemeinsam

mit Christiane Goller an der Spitze des wiedergeöffneten

„Sehers“. Der Verein half dabei,

das Wirtshaus wieder betriebsfähig zu machen,

unterstützte bei der Renovierung der zu kleinen

Küche und der Gaststube und übernahm Behördenwege

bis zur Betriebsanlagengenehmigung.

„Alleine wäre das nicht zu schultern gewesen,

da hätte man zu viel investieren müssen“,

ist Karl Lind überzeugt.

Am Wochenende brummt‘s

Das „Landgasthaus Seher“ ist seit April 2015

wieder offen – und läuft gut: von Montag bis

Donnerstag mittags und Freitag bis Sonntag

den ganzen Tag. Am Wochenende brummt’s

so sehr, dass oft ohne Reservierung kein Platz

zu haben ist. Die Eggenburgerinnen und Eggenburger

kommen zum Seher zurück, auch

Zweitwohnsitzer und Ausflügler schätzen zunehmend

das Speisen- und Getränkeangebot,

das sehr bewusst regional und zum Teil bio ausgerichtet

ist. Das spricht sich herum: Im neuen

„A la Carte“-Führer wird das Gasthaus zum

Kreis der besten in Österreich gezählt.

Christiane Goller mit ihren Qualitäten als

Kommunikatorin und Netzwerkerin eröffnete

zwei Häuser weiter den Kulturverein „forum eggenburg“,

der sich gemeinsam mit dem Seher

und der ebenfalls jungen Initiative „manufactura

eggenburg“zum Ziel gesetzt hat, Eggenburg

nachhaltig zu beleben und u. a. kleine Handwerksbetriebe

in die Stadt zu holen. Der erste

Betrieb „Biergreisslerei.at“ ist bereits eingezogen.

Im „Seher“ sitzen nun am Stammtisch vor

dem Kücheneingang einige der Eggenburger

Unternehmer und schmieden Pläne, wie man

das Aufschwungslüftchen in der Stadt zu einem

anständigen Wind anwachsen lassen kann...

Foto: Reinhard Podolsky | mediadesign

66 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


top 1000 | Scheibbs Spezial

Der Vorzugsschüler

Erfolgskurs. Mit rundum positiven Wirtschaftsdaten kann der Bezirk Scheibbs

aufwarten. Sowohl Industrie als auch Gewerbe und Tourismus boomen.

Fotos: © Calauer (CC CreativCommons), Fotohaus Roschmann/Messe Wieselburg (2)

Genau 174 Betriebsneugründungen

im ersten Quartal 2016, eine Arbeitslosenquote

von 4,2 Prozent

und eine Landesausstellung mit 280.000

Besuchern: Es gibt kaum einen Bezirk in

Niederösterreich, der im vergangenen Jahr

eine ähnlich positive Bilanz vorweisen

konnte wie Scheibbs. Der Erfolg kommt

nicht von ungefähr. Begünstigt durch die

gute Verkehrsanbindung und die malerische

Landschaft der Voralpen konnten im Bezirk

Scheibbs die Weichen sowohl von Industrie,

Gewerbe und Tourismus in Richtung

Erfolgskurs gestellt werden. Auf den Erfolgen

möchte man sich allerdings keinesfalls

ausruhen, einen weiteren Aufschwung erhofft

man sich etwa vom Startschuss zur

Umfahrung Wieselburg, wie die Obfrau

der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Erika

Pruckner bestätigt: „Derzeit laufen die Ablöseverhandlungen

mit den Grundstückseigentümern.

Wir erwarten den Baubeginn

im kommenden Jahr und die Fertigstellung

2019.“ Impulse erwartet man auch von der

Breitbandinitiative. „Eine moderne und zukunftssichere

Breitbandversorgung ist für

die Unternehmen von größter Bedeutung“,

betont Pruckner. Weniger gut sieht es allerdings

mit dem Angebot an qualifizierten

Arbeitskräften im Bezirk aus. Betriebe haben

es schwer, für offene Stellen geeignete Fachkräfte

zu finden. Die Unternehmen sind bei

der Ausbildung von Facharbeitern durchaus

aktiv, denn in den 2.567 Scheibbser Betrieben

werden 580 Lehrlinge ausgebildet. Abhilfe

könnte da nur durch den Zuzug von

Arbeitskräften in den Bezirk geschaffen werden.

An der Attraktivität des Bezirks sollte

das nicht scheitern, denn neben dem guten

Angebot an Arbeitsplätzen gibt es auch ein

reges Kulturleben. Und last but not least,

eine Umwelt, die ihresgleichen sucht: „Wir

dürfen hier leben, wo andere Urlaub machen“,

freut sich WK-Bezirksobfrau Erika

Pruckner.


top 1000 | INTERVIEW

Stabiles Wachstum und

niedrige Arbeitslosigkeit

Starke Performance: Über die Entwicklung ihres Heimatbezirks Scheibbs kann Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau

Erika Pruckner nicht klagen. Einziger Wermutstropfen:

Es stehen viel weniger Facharbeitskräfte zur Verfügung, als gebraucht werden. Weshalb

Pruckner gerne anderen den Zuzug schmackhaft machen möchte: „Wir dürfen hier leben,

wo andere Urlaub machen!“

ECHO: Frau Pruckner, als Obfrau der

Wirtschaftskammer-Bezirksstelle und als

Unternehmerin kennen Sie Ihren Bezirk

Scheibbs mit allen Stärken und Schwächen.

Erika Pruckner: Die Stärke des Bezirks

ist eindeutig der gute Mix aus Industrie und

kleinen und mittleren Unternehmen. Scheibbs

ist auch jener Bezirk in Niederösterreich

mit der niedrigsten Arbeitslosenrate. Auch

daran lässt sich die wirtschaftliche Stärke

unserer Region erkennen. Neben Industrie

und Gewerbe haben wir aber auch eine wirklich

gut entwickelte Tourismuswirtschaft.

Scheibbs ist eine sehr gute Tourismusregion

und der Tourismus spielt eine große

Rolle. Vor allem im Hinterland des Bezirks.

Im Bezirk haben wir mit dem Hochkar das

schneesicherste Skigebiet in Niederösterreich.

Erfreulich ist auch, dass der Sommertourismus

boomt. Das hat mit neuen, zum

Teil wirklich spektakulären Einrichtungen

wie dem Sky View am Hochkar zu tun. Und

weitere Projekte sind in Aussicht. Im Bezirk

haben wir um die 150 Betriebsgründungen

im Jahr. Diese werden durch Förderungen

vom Land Niederösterreich und durch den

Gründerservice der Wirtschaftskammer vor

Ort unterstützt.

„Leider haben wir einen

großen Mangel an

qualifizierten Arbeitskräften

im Bezirk. Es ist

für unsere Betriebe sehr

schwierig, geeignete

Mitarbeiter zu finden.“

ECHO: Das klingt nach rundum guten

Nachrichten. Gibt’s keine Schwächen?

Pruckner: Doch. Leider haben wir einen

großen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften

im Bezirk. Es ist für unsere

Betriebe sehr schwierig, geeignete Mitarbeiter

zu finden. Wir erleben das auch in

unserem eigenen Unternehmen. Für die

Abteilung Ein- und Verkauf im Ersatzteillager

suchen wir seit zwei Jahren erfolglos

eine Fachkraft. Grund dafür ist schon auch

ein demografisches Problem. Wir bräuchten

Programme, um Menschen zum Zuzug

in unseren Bezirk zu bewegen. Anders als

zum Beispiel in den USA sind die Menschen

leider viel weniger bereit, dort hinzuziehen,

wo es Arbeit gibt.

Fotos: Temper

68

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


ECHO: Wie sehen denn die Konzepte zur

wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Bezirks

aus?

Pruckner: Diese findet aktuell vor allem

im Bereich Tourismus statt. Dabei ist es uns

wichtig, dass die Standards der touristischen

Betriebe und Einrichtungen weiterentwickelt

werden. Eines dieser neuen Projekte ist der

Bikepark Königsberg in Hollenstein, der sehr

erfolgreich ist. Aber auch im Kulturbereich

gibt es interessante Projekte, wie die Lunzer

Seebühne oder die Kulturschmiede Gresten.

Im Infrastrukturbereich ist es vor allem der

Ausbau des Breitbandinternets, den wir vorantreiben

möchten.

ECHO: Auf welchen Branchen basiert die

wirtschaftliche Stärke des Bezirks und welche

sind die Schlüsselindustrien?

Pruckner: Das waren schon immer zum einen

die eisenverarbeitende Industrie und zum

anderen die Holzindustrie. In den vergangenen

Jahren sind aber auch viele Betriebe im technischen

Bereich dazugekommen, sicher bedingt

auch durch das Technologiezentrum in

Wieselburg. Das Technologiezentrum bringt

in diese Industrien einen Schwung rein, weil

auch neue Mitarbeiter ausgebildet werden.

ECHO: Die Brexit-Krise der EU ist Gift für

eine Exportnation wie Österreich. Befürchten

Sie für Unternehmen aus Ihrem Bezirk negative

Auswirkungen?

Pruckner: Soweit mir bekannt, gibt es keine

große Exportverbindungen von Unternehmen

aus dem Bezirk nach UK. Ich gehe also davon

aus, dass durch den Brexit der Bezirk nicht sehr

betroffen ist.

ECHO: Durch die verstärkte Migration im

Zuge der Flüchtlingskrise sind auch viele junge

Menschen nach Österreich gekommen.

Könnte durch die Ausbildung dieser Menschen

dem Facharbeitermangel entgegengewirkt

werden?

Pruckner: Ich denke, dass die Lehrlingsausbildung

für Flüchtlinge noch kein Thema ist.

Zu groß sind leider oft noch die Sprachbarrieren.

Insgesamt ist das Flüchtlingsthema bei

uns im Bezirk nicht sehr präsent. Es sind zwar

Asylwerber untergebracht, aber man merkt davon

kaum etwas.

„Der Staat soll den

Unternehmer wieder

Unternehmer sein

lassen. Alles ist viel zu

sehr reguliert und

überverwaltet.“

ECHO: Wie sieht es mit Ausbildungseinrichtungen

im Bezirk aus?

Pruckner: Es gibt eine ganze Reihe von

höheren Schulen und natürlich auch das

Josephinum und die Fachhochschule in

Wieselburg. Das Gymnasium in Wieselburg

hat auch Klassen zur Förderung von hochbegabten

Schülern. Zusätzlich zu dem Angebot

im Bezirk gibt es aber auch viele Ausbildungsmöglichkeiten

in den Bezirken rundum.

ECHO: Wie sehen die Initiativen der lokalen

Wirtschaft aus?

Pruckner: Sehr aktiv ist die Grestner Wirtschaftsgemeinschaft,

die ein sehr starkes

Programm bezüglich Lehrausbildung hat.

Damit wird auch dem Fachkräftemangel entgegenwirkt.

In der Bezirkshauptstadt selbst

ist Scheibbs Impuls eine treibende Kraft.

Bemerkenswert ist auch die gemeinsame

Bildungsmeile von Amstetten und Scheibbs ,

bei der Schulabsolventen der Bezirke die

Möglichkeit haben, sich in den Betrieben

über Lehrausbildungsplätze zu informieren.

ECHO: Was zeichnet denn die Region

Scheibbs aus? Wie würden Sie jemandem

den Bezirk vorstellen?

Pruckner: Wir haben hier im Bezirk eine

tolle Lebensqualität. Ich sage immer: „Wir

dürfen hier leben, wo andere Urlaub machen“.

Wie vorher schon erwähnt, gibt es

bei uns ein Überangebot an Arbeitsplätzen.

Auch für junge Menschen ist der Bezirk

Scheibbs sehr attraktiv: Es gibt viele Ausbildungsplätze

und offene Lehrstellen. Und

nicht zu vergessen, ist gut auch das Kulturangebot

sehr gut, wenngleich es auch kein

Schwerpunkt im Bezirk ist. Sehr stolz sind

wir natürlich darauf, dass wir mit dem Maler

Josef Brammer einen Künstler haben, der

weit über die Region hinaus bekannt ist.

ECHO: Kommen wir noch zur Wirtschaftspolitik.

Gibt es dabei Themen, die

Ihnen als erfolgreiche Unternehmerin unter

den Nägeln brennen, oder ist alles bestens?

Pruckner: Nein, zufrieden kann man nie

sein! Leider ist in der öffentlichen Verwaltung

alles ziemlich schwerfällig. Unternehmer

haben es nicht leicht, denn es gibt zu

viele Steuern und Vorschriften, alles ist viel

zu stark überreguliert.

ECHO: Welche Erwartungshaltung haben

Sie diesbezüglich an politische Entscheidungsträger?

Pruckner: Der Staat soll den Unternehmer

wieder Unternehmer sein lassen. Alles ist,

wie schon gesagt, viel zu sehr reguliert und

überverwaltet.

ECHO: Was muss sich noch ändern?

Pruckner: Die Steuerbelastung, die ist eindeutig

zu hoch!


HOCHKAR | PROMOTION

Dauerbrenner Hochkar

Trotz schwierigerer Rahmenbedingungen kann sich die Wintersportregion am

Hochkar über stabile Besucherzahlen freuen. Das liegt zum einen an der bekannt

stabilen Schneelage am „Hausberg der Wiener“, zum anderen aber an innovativen Freizeitangeboten,

die die Destination auch abseits des Wintersports attraktiv machen.

Die schneearmen und vergleichsweise

warmen Winter der vergangenen

Jahre haben es dem heimischen

Wintertourismus nicht gerade leicht gemacht.

Vor allem Wintersportregionen in

tieferen Lagen hatten mit den geänderten

klimatischen Bedingungen ihre Not. Sichere

Schneelagen gab es oft erst deutlich über

1000 Metern Seehöhe, Abfahrten bis ins Tal

waren oft, wenn überhaupt, nur auf Kunstschneestreifen

möglich und Beschneiungsanlagen

sind mittlerweile zu einem Standardbetriebsmittel

für Liftbetreiber geworden.

Etwas, worauf man natürlich im Fall der Fälle

auch bei der Präparierung der insgesamt

19 Pistenkilometer im Wintersportgebiet

Hochkar zurückgreift.

SCHNEESICHER

Tatsächlich genießt aber Niederösterreichs

wichtigste Wintersportregion in puncto

Schneesicherheit einen hervorragenden Ruf,

der neben der relativen geografischen Nähe

mit ein Grund für die nachhaltige Wertschätzung

des Skigebiets bei vielen Wintersportbegeisterten

aus dem Großraum Wien

ist. Diese wiederum wirkt sich überaus positiv

auf die jährlichen Besucherzahlen des

Hochkars aus: Insgesamt 350.000 Gäste

wurden in der vergangenen Wintersaison

gezählt. Diese finden im Wintersportgebiet

umfangreiche und innovative Angebote, wie

Snowpark Hochkar, das Kinderland und die

Möglichkeit – eine moderne Flutlichtlage

macht es möglich – zum Nachtskilauf.

„Unser Sommerpublikum ist wesentlich jünger

geworden. Es gibt einen echten Trend

bei jüngerem Publikum, das in die Berg will.

Wir konnten bei dieser Besuchergruppe

in den vergangenen Jahren kontinuierliche

Zuwächse verzeichnen.“ Unterstützt wird

der Trend von innovativen Attraktionen wie

der im Vorjahr eröffneten Hochkar 360°

Skytour. Auf dem neuen, einen Kilometer

langen Rundweg in 1.750 Metern Höhe lässt

sich für die ganze Familie die herrliche hochalpine

Welt des Hochkars spektakulär erleben

und die Aussicht auf mehr als hundert

2000er genießen.

REGIONALE WERTSCHÖPFUNG

Die touristische Erfolgsgeschichte des

Hochkars ist natürlich auch ein wichtiger

wirtschaftlicher Faktor für die ganze Region.

Von durchschnittlich 100 Euro, die ein

Tagestourist bei seinem Besuch ausgibt, entfallen

nur etwa 20 Prozent auf die Liftkarte.

Der Rest wird in den Betrieben rund um das

Skigebiet investiert.

Foto: Rene Jagersberger

SPEKTAKULÄRE AUSSICHT

Auch bei der Besucherfrequenz während

der Sommermonate hat die Region Hochkar

kontinuierlich zugelegt. In der vergangenen

Sommersaison kamen insgesamt 100.000

Gäste in die Region. Gerade in diesem Kundensegment

gibt es einen erfreulichen Trend,

wie Rainer Hochegger, Geschäftsführer der

Hochkar Bergbahnen, zu berichten weiß:

KONTAKT

Hochkar Bergbahnen GmbH

Markt 46, 3345 Göstling-Hochkar

Tel.: +43 (0)7484 2122-0, Fax: +43 (0)7484 2122-30

E-Mail: info@hochkar.com, Web: http://www.hochkar.com

Seilbahn-, Liftbetrieb Hochkar Talstation: Tel.: +43 (0)7484 7214

Schneetelefon, Tonbanddienst: Tel.: +43 (0)7484 7222

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yellow.at

klingeling…

Schenken,

was Hans Moser

räuchert!

6 Wurst-Spezialitäten,

edel verpackt.

wurst im rauch.at

facebook.com/MoserWurst


top 1000 | Moser

Mit Qualität auf Erfolgskurs

Unverwechselbar. Mit innovativer Produktpolitik und solidem, qualitätsvollem

Handwerk schreibt das Unternehmen Moser Wurst in Wieselburg seine Erfolgsstory.

Seit 1903 und bereits in der vierten Unternehmergeneration

produziert die

Familie Moser am Firmenstandort

Wieselburg hochwertige Wurst und Fleischwaren.

Dort werden die letzten gemauerten

Paternoster-Selchen Österreichs auch heute

noch betrieben – gleichwertig neben den

modernen Anlagen im zertifizierten Betrieb.

Die Belegschaft besteht aktuell aus 95 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, darunter

vier Lehrlinge. Seit der Gründung 1903 hat

es in jeder Generation einen Nachfolger mit

dem Vornamen Hans für das Unternehmen

Moser gegeben. Seit 1996 lenkt Hans Moser

IV. zusammen mit seinem Bruder Michael

und seiner Frau Irmtraud die Geschicke der

Fleisch- und Wurstverarbeitung in Wieselburg.

So wie in den Generationen zuvor liegt

auch heute viel Leidenschaft und Erfindergeist

in den Würsten von Moser. Wie schon

bei Unternehmensgründer Hans Moser I.,

dem Urgroßvater von Hans und Michael Moser,

wird mit Ambition und Handwerkskunst

der eigene hohe Qualitätsanspruch erfüllt.

Ein Traditionsbewusstsein und ein Qualitätsanspruch,

den Firmenchef Hans Moser

prägnant zusammenfasst: „Vergiss nie, von

wo du herkommst.“

Unter dem Markendach „Moser-Wurst

im Rauch“ beliefert man nicht nur Niederösterreich,

die nördliche Steiermark und das

östliche Oberösterreich, sondern hat mit

ausgewählten Sorten auch national gut Fuß

gefasst: Schwarze Pute, Kasmugler, Pepphäuser,

Glockner, Feger und Scharfe Feger

finden sich in den Wurst-Theken der großen

Versorger in ganz Österreich. Laufend bringt

Moser auch neue Wurst-Kreationen auf den

Markt. So zum Beispiel die jüngst vorgestellte

Chiliput als scharfes Putenthema oder die

Luzifetzer für Grillfreunde. Die Erfolge des

Traditionsunternehmens sprechen für sich:

„Vergiss nie, von wo du

herkommst.“


Hans Moser

Erfolgreiche Unternehmer in der 4. Generation: Michael Moser, Irmtraud Moser, Ing. Hans Moser (v.l.).

Nicht nur werden so gut wie alle großen

Supermarktketten von Billa bis SPAR mit

Produkten aus dem Hause Moser beliefert,

sondern auch bei internationalen Wettwerben,

wie jüngst beim 20. Internationalen

Fachwettbewerb für Fleisch- und Wurstwaren

(IFFW) glänzt Moser mit seinen Erzeugnissen.

In diesem Fall sprichwörtlich, denn von

den 70 Produkt-Einreichungen wurden insgesamt

51 mit einer Goldmedaille prämiert.

Neben der richtigen Produktstrategie und

perfekten Fertigungsmethoden sind für Firmenchef

Hans Moser IV. die Erfolge seines

Unternehmens am Markt und in der Fachwelt

vor allem auch auf die besonderen Leistungen

seines Teams zurückzuführen. „Unsere Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen arbeiten mit uns

zusammen am Unternehmenserfolg. Wir alle

strengen uns täglich an, um unser gemeinsam

definiertes Moser-Ziel zu erreichen: das beste

Produkt und den besten Geschmack! Das

Ergebnis schätzen unsere Kunden. Und diese

Wertschätzung macht uns alle stolz auf die eigene

Leistung“, zollt Moser seinen Mitarbeitern

für deren Leistungen Anerkennung. Ein

Fotos: Moser Wurst

72 ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


persönliches Verhältnis zu und Wertschätzung

gegenüber seinen Mitarbeitern sind dem Unternehmer

wichtig: „Ich habe zu jedem Namen

eines meiner Mitarbeiter ein Gesicht.“

Um in einer zunehmend globalisierten Welt

mit hochwertigen heimischen Fleisch- und

Wurstprodukten stetig wachsen zu können,

braucht es auch eine besondere Philosophie

und Strategie. Für Moser stellt sich das „Regionale“

als zentraler Gedanke dar. Ziel ist,

dass Moser-Produkte aufgrund ihrer Qualität

unverwechselbar sind und sich gegenüber

der Massenware von Big Playern abgrenzen.

Ein wichtiger Faktor dabei: Die Zutaten für

die Produkte kommen ausschließlich aus der

Region. Wenn es um das Thema Produktentwicklung

geht, verfolgen Hans Moser und

sein Team eine klare Strategie: Obwohl das

Hauptaugenmerk selbstverständlich auf den

Geschmack des Produkts gelegt wird, werden

sowohl Aussehen als auch Name des Produkts

in der Entwicklungsphase stark berücksichtigt.

Moser fasst das gewohnt treffend zusammen:

„Fürs Auge geformt, fürs Ohr der Name!“

Für Hans Moser, der das Francisco Josephinum

in Wieselburg absolvierte, gibt es

neben dem Einsatz für sein Unternehmen

noch eine weitere große Leidenschaft: die

Musik. Als Sänger einer Jazzband ist er in der

Region wohlbekannt und eine eigene CD

wurde auch schon aufgenommen. Die Liebe

zur Musik kommt nicht von ungefähr, schon

seine Eltern hätten großen Wert auf eine musikalische

Ausbildung gelegt, erklärt Moser,

und fügt hinzu: „Musik ist ein toller Ausgleich

zur täglichen Arbeit.“


top 1000 | scheibbs

Foto: Johannes Thier / FJ

Starkes Zeichen für

den Standort

Brauerei Wieselburg:

Modernisierte Abfüllanlage und

Bierinnovation präsentiert.

Im Rahmen eines feierlichen Festakts im

Braumuseum Wieselburg wurde kürzlich

nach einer 5-Millionen-Investition eine

neue Abfüllung eröffnet, die dem neuesten

Stand der Technik entspricht und in der Lage

ist, bis zu 48.000 Flaschen pro Stunde zu

füllen. Aber auch der Genuss kam nicht zu

kurz – ein Highlight dabei war der Genuss des

neuen Wieselburger Schwarzbiers. Christian

Huber, der als Braumeister für die Wieselburger

Biere verantwortlich zeichnet, meint

dazu: „Feine Biere abseits des Durchschnittsgeschmacks

finden immer mehr Anhänger –

wie man auch am fast weltweiten Trend ‚Craft

Beer‘ sieht. Unser Wieselburger Schwarzbier

sehen wir als eine Bier-Spezialität, die leicht

trinkbar ist – man könnte sagen, das perfekte

Schwarzbier für Einsteiger: nicht bitter, sondern

voller angenehmer Malz- und Röstaromen.

Es wird bei Bierliebhabern für Genuss

und Abwechslung sorgen.“ Das Wieselburger

Schwarzbier präsentiert sich tiefdunkel mit

leicht kaffeegetöntem Schaum und sorgt mit

dezenten Röstmalzaromen und einer feinen

Hopfennote bei schlankem Körper für ein

außergewöhnliches Geschmackserlebnis.

Die weiche, gut eingebundene Kohlensäure

macht die Spezialität besonders leicht trinkbar.

Bei einer Stammwürze von 11,6 Grad und

einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent zeigen

sich für Kenner im Geschmack auch dezente

Kaffee- und Bitterschokoladennoten.


top 1000 | Kommunikation

Eine Branche im Umbruch

New Deal. Internet und Social Media haben die Werbebranche verändert.

Niederösterreichs Werber reagieren mit innovativen Konzepten auf die neuen

Herausforderungen, ohne dabei aber die klassischen Tugenden der Kommunikation

aus dem Auge zu verlieren.

Eine ganze Branche ist in Bewegung:

der Siegeszug des Internets und die

Allgegenwart sozialer Medien wie

Facebook, Instagram und Twitter haben die

Bedingungen und Maßstäbe in der Werbebranche

grundlegend verändert. Mit der Dominanz

dieser Medien im täglichen Leben

musste die Branche nicht nur mit der Etablierung

entsprechender Werbekanäle reagieren,

auch die Kommunikation mit den Adressaten

der Botschaften musste auf eine neue

Basis gestellt werden. Der unmittelbare Dialog

mit dem Kunden ist die neue Prämisse,

gefordert und ermöglicht durch die genannten

Medienkanäle. Dieser Veränderungen

ist sich auch Rainer Friedl, Agenturchef von

FRIEDL+partner in Tulln, bewusst: „Die

klassische Werbeagentur ist schon lange tot.

Wer heute erfolgreich kommunizieren will,

muss das auf vielen Kanälen tun. Nicht in der

Einbahn, sondern im Dialog.“ Das erfordert

neue Konzepte, nicht nur beim Schneidern

der Kampagnen, auch was die Zusammenarbeit

und Vernetzung innerhalb der Branche

betrifft sind neue Ansätze gefragt. Bei

FRIEDL+partner sieht das so aus: „Wir bauen

gerade ein Netzwerk von Menschen auf, die

diesen Dialog in verschiedensten Bereichen

besonders gut pflegen. Auf www.soul-twins.

at versammeln wir Verbündete, die das Besondere

suchen und wollen“, erklärt Rainer

Friedl.

Agenturchef Rainer Friedl: „Wir sind Dienstleister in Sachen Kommunikation.“

Digitalisierung

Die Digitalisierung der Werbebranche

brachte und bringt zum Teil vollkommen

neue Berufsbilder mit sich. Mehr denn je

werden Experten für die neu entstandenen

Werbekanäle gesucht: vom Social Media

Manager bis zum Experten für Suchmaschinenoptimierung.

Facebook und Co müssen

eben zielgruppengenau mit Botschaften

versorgt werden und Webseiten in der Fülle

der Suchergebnisse möglichst weit oben aufscheinen.

Dementsprechend groß ist mittlerweile

das Angebot an Ausbildungen und

Zusatzqualifizierungen für Fachkräfte. Sei es

in traditionellen Bildungseinrichtungen wie

Fachhochschulen oder direkt durch Werberiesen

wie Google selbst, der zum Beispiel die

Google-AdWords-Zertifizierung bietet. Diese

dient wiederum als Nachweis der Expertise,

wenn es um die Analyse von laufenden

Werbekampagnen auf Google und allfällige

Optimierungsmaßnahmen derselben geht.

Letztere gewinnen zunehmend an Bedeutung,

weil digitale Medien eine kurzfristige

Überprüfung der Maßnahmen und Adjustierung

erlauben. Während in Zeiten analoger

Werbung Entscheidungen immer wieder auf

Basis von Erfahrung und Standard annahmen

getroffen wurden, weil Möglichkeiten zur

Überprüfung zu kostenintensiv oder langwierig

gewesen wären, geben Tools wie Google

Analytics schnelle und profunde Auskunft

über eine ganze Reihe von Eckdaten zur Er-

Fotos: WKNÖ/Moser, FRIEDL+partner

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

75


top 1000 | kommunikation

folgskontrolle von Werbekampagnen. Neben

den sozusagen technischen Anpassungen, die

aus der Entwicklung der digitalen Medien resultieren,

hat sich auch der Ansatz der Kundenkommunikation

verändert. Denn eben

genau diese Medien machen es immer wichtiger,

Kunden ganz gezielt und individuell mit

für sie relevanten Inhalten anzusprechen. Von

Einträgen auf Facebook bis zu Artikeln für

E-Mail-Newsletter, die Tage austauschbarer

Werbebotschaften sind damit endgültig vorbei.

Contentmarketing heißt das neue Schlagwort

der Branche, das wahrscheinlich gar nicht

so neu ist. Denn ganz abseits von jeglichem

Glamour musste ein guter Werber schon immer

Kunde und Produkt gut verstehen, um

wirkungsvolle Botschaften formulieren zu

können, die Menschen erreichen. Ein Umstand,

der Rainer Friedl nur zu gut bekannt ist.

„Auch wenn sich manche als Wunderwuzzis

präsentieren: Wir sind Dienstleister in Sachen

Kommunikation. Und als solche sind wir Spezialisten

dafür, gute Geschichten zu erzählen.

Über Menschen, über Marken, über Produkte.

Das geht dann am besten, wenn die Wellenlänge

zwischen Kunden und Agentur stimmt.

Niederösterreich ist ein

guter Platz für ein dynamisches

und kreatives

Duo, wie wir es sind.“


Nisa Maier und Rhea Temper


blond.communications

Wechselseitiges Vertrauen ist uns besonders

wichtig“, gibt der Agenturchef Einblick in das

kommunikative Wechselspiel zwischen Werber

und Kunden.

Zweitstärkste Fachgruppe

Knapp 3.700 Unternehmen gibt es in Niederösterreich,

die im Bereich Werbung und

Marktkommunikation aktiv sind. Der überwiegende

Teil sind Ein-Personen-Unternehmen

sowie Klein- und Mittelbetriebe mit

WK-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: Werbewirtschaft als Wirtschaftsfaktor und Jobmotor für Niederösterreich.

ein bis drei Mitarbeitern, Tendenz steigend.

Laut Wirtschaftskammer die zweitstärkste

Fachgruppe Österreichs nach jener in Wien.

Die Nähe zur Großstadt Wien und dem

damit verbundenen Markt macht Niederösterreich,

neben dem Image als dynamischer

Wirtschaftsstandort, zusätzlich interessant.

Bei Firmenneugründungen ein gewichtiges

Argument. Wie etwa für das junge Agentur-

Start-up blond.communications, das vom

neubezogenen Büro in Purkersdorf aus Kunden

in Niederösterreich und Wien betreut.

„Die Nähe zum Zentralraum und zur Bundeshauptstadt

Wien ist der ideale Standort

für unser junges Unternehmen“, erklären die

beiden Jungunternehmerinnen Nisa Maier

und Rhea Temper. Darüber hinaus sehen die

beiden großes Potenzial durch die vielfältige

Unternehmenslandschaft und den Bedarf

an professionellen Kommunikationsdienstleistern.

Niederösterreich ist ein guter Platz

für ein dynamisches und kreatives Duo, wie

wir es sind. Wir fühlen uns in Niederösterreich

sehr wohl und beruflich angekommen“,

freut sich das blond-Team über erste Erfolge

am heimischen Markt. Auch Rainer Friedl ist

mit seinem Unternehmen hier wie dort aktiv:

„Wir haben Kunden in Wien und in Niederösterreich,

da gibt es keine Grenzen. Entscheidend

ist nicht, wo unsere Schreibtische stehen,

sondern welche Landkarte wir im Kopf

haben. Wir sind ein Team von neugierigen

Menschen, die sich freuen, mit spannenden

Kunden arbeiten zu dürfen. Und diese Arbeit

ist heute eine ganz andere als noch vor ein

paar Jahren. Das Projekt www.soul-twins.at

ist der beste Beweis dafür.“

Zweitstärkste Fachgruppe

Als „einen ungeheuren Wirtschaftsfaktor

und Jobmotor“ bezeichnete die Präsidentin

der Wirtschaftskammer Niederösterreich,

Sonja Zwazl, bei der diesjährigen Verleihung

des Niederösterreichischen Landeswerbepreises

„Goldener Hahn“ Niederösterreichs

Werbebranche. In insgesamt 13 Kategorien

wurde die Auszeichnung im Rahmen einer

Gala vergeben, bei der die heimische Werbebranche

sich und ihre Leistungen feierte.

„Die Kreativwirtschaft ist Wegbegleiter und

Antrieb von innovativen neuen Geschäftsfeldern

und somit wichtiger Bestandteil der

Wertschöpfungskette von Betrieben“, lobte

WK NÖ Präsidentin Zwazl die Werber.


BLOND. COMMUNICATION | PROMOTION

Wir sind blond.

Pfiffige Ideen, genaue Planung und effiziente Umsetzung: blond. communication ist

eine junge Agentur für kreatives und innovatives Kommunikationsmanagement, die

beweist, dass Professionalität und Spaß an der Sache keine Widersprüche sind.

Foto: www.anjagrundboeck.com

Die beiden Gründerinnen des jungen

Agentur-Startups, Nisa Maier und

Rhea Temper, sind schon länger ein

eigespieltes Team, denn kennen und schätzen

gelernt haben sich die Jungunternehmerinnen

aus Niederösterreich am Arbeitsplatz.

Aus Kollegen wurden ganz schnell Freundinnen

und heute sind sie Geschäftspartnerinnen

mit zusammen 15 Jahren Erfahrung

in der Kommunikationsbranche. „Im Team

ergänzen wir uns ausgezeichnet und wir

sind mit Herz und Verstand bei der Sache.

Zusammen sorgen wir für kreative Ideen,

perfekte Umsetzungen und hochwertige Ergebnisse.

Zusammen sind wir blond“, erklärt

Nisa Maier und verweist mit einem kleinen

Augenzwinkern auf den Firmennamen.

SPEZIALISTINNEN FÜR

EVENTORGANISATION

Die große berufliche Leidenschaft des

blond-Teams sind spannende Kommunikationsprojekte

und kreative Events. Business

und Employee Events werden mit höchster

Professionalität geplant und durchgeführt.

In die Konzeption von Messeauftritten und

Promotion-Events steckt das blond-Team all

seine Kreativität: „Auch die Umsetzung von

Konferenzen liegt in unserem Kerngebiet. Je

nach Anforderungen unterstützen wir von A

bis Z. Wir sind genau dort zur Stelle, wo wir

gebraucht werden. Wir begleiten von der ersten

Idee bis hin zur perfekten Umsetzung“,

fasst Rhea Temper das Leistungsangebot

der Agentur zusammen. Das bisherige professionelle

Erfahrungsspektrum des jungen

Teams ist breit gefächert: interkulturelle

Kongresse mit 1.500 TeilnehmerInnen aus

60 Ländern, Messen mit 150 Ausstellern

und 2.000 Besuchern sowie internationale

Mitarbeiter-Events. Im Leistungsangebot

von blond. communication finden sich aber

auch die Organisation und Durchführung

von Sommerfesten, Weihnachtsfeiern und

Galaabenden. Ein Angebot für Unternehmen,

die in diesem wichtigen Bereich nicht

auf professionelle Unterstützung verzichten

Agentur-Startup blond. communication: Dynamisches

Duo und Spezialistinnen für Eventorganisation

Rhea Temper und Nisa Maier.

möchten. „Wir wissen, dass Event nicht

gleich Event ist“, gibt Jungunternehmerin

Maier Einblick in die Herangehensweise.

Alle Projekte erhalten volle Aufmerksamkeit

und mit konsequentem Out-of-Box-Denken

werden passende kreative Ideen gefunden.

„Wir bleiben stets flexibel und haben ganz

nebenbei auch noch unverschämt viel Spaß

an der Sache“, freut sich Rhea Temper auf

zukünftige Herausforderungen. Darüber

hinaus legt blond. communication Wert darauf,

dass hinter jeder Umsetzung und Maßnahme

das Ziel einer langfristigen Wirkung

steht. Das bedeutet, dass Besucher und Veranstalter

den Event mit einer positiven Emotion

verlassen und dieses Gefühl mit nach

Hause nehmen und die positiven Eindrücke

noch lange nachwirken. „Nur wenn ich in

der Lage bin, den Gast auf emotionaler Ebene

zu erreichen, kann dieses Ziel erreicht

werden“, weiß Nisa Maier um die Wichtigkeit

dieses Aspekts.

PLATZ FÜR EIN DYNAMISCHES DUO

Geplant, organisiert und umgesetzt im Auftrag

der Kunden wird vom neu bezogenen

Büro im niederösterreichischen Purkersdorf

aus. Der Standort nahe des Zentralraums

und der Bundeshauptstadt Wien ist ideal für

das junge Unternehmen. Wie so viele Niederösterreicher

hat es auch die beiden Unternehmerinnen

in jungen Jahren zum Studium

und wegen des großen Arbeitsangebots in die

Großstadt gezogen. Die Herzen hätten aber

immer für Niederösterreich geschlagen, betonen

Maier und Temper. Darüber hinaus sehen

die Jungunternehmerinnen großes Potenzial

durch die vielfältige Unternehmenslandschaft

und Bedarf an professionellen Kommunikationsdienstleistern.

Niederösterreich ist ein

guter Platz für ein dynamisches und kreatives

Duo, wie wir es sind. Wir fühlen uns in Niederösterreich

sehr wohl und ‚beruflich angekommen‘“,

freut sich das blond-Team über

erste Erfolge am heimischen Markt. Pläne für

die weitere Entwicklung des Unternehmens

sind auch schon geschmiedet. So soll sich im

nächsten Jahr das Projektvolumen verdoppeln,

damit so bald wie möglich das Team

verstärkt und erste Arbeitsplätze geschaffen

werden können.

blond. communication GmbH

Kaiser Josef-Straße 21/9

3002 Purkersdorf

T +43 (0) 2231 21 956

M office@blond-communication.at

W www.blond-communication.at

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top 1000 | bezirksranking

Die Wirtschaftskraft

der Bezirke

bezirksumsätze

Betriebe Umsatz Betriebe

2014 2014 2015

Umsatz

2015

Umsatzsteigerung

Änderung

in %

Anteil

gesamt

Amstetten

Baden

Bruck a. d. Leitha

Gänserndorf

Gmünd

Hollabrunn

Horn

Korneuburg

Krems

Krems land

Lilienfeld

Melk

Mistelbach

Mödling

Neunkirchen

Scheibbs

St. Pölten

St. Pölten Land

Tulln

Waidhofen a. d. Thaya

Waidhofen a. d. Ybbs

Wien Umgebung

Wiener Neustadt

Wiener Neustadt Land

Zwettl

GESAMT

71

74

15

29

21

9

16

61

23

12

23

45

20

230

34

21

61

38

22

13

7

72

32

33

18

1.000

4.978.468.321

3.181.136.825

728.136.401

1.835.246.894

1.849.397.732

521.875.321

483.193.596

2.888.777.388

1.193.912.208

207.057.660

962.370.827

1.730.312.267

609.472.010

45.386.491.418

2.710.641.544

1.517.827.520

5.291.449.905

1.794.057.246

932.699.516

441.223.703

336.857.468

4.157.653.306

1.273.486.151

1.139.391.588

799.067.067

86.950.203.880

69

75

15

27

18

9

16

58

25

12

23

46

20

229

35

20

62

40

22

13

7

73

32

33

21

1.000

4.979.875.951

3.222.087.812

735.112.446

1.206.958.161

1.199.480.416

521.857.771

479.034.593

3.140.500.344

1.808.335.584

207.841.858

965.573.233

1.807.924.189

769.751.542

44.671.521.274

2.646.888.054

1.559.627.520

5.504.050.445

1.874.200.125

948.223.516

461.329.462

341.641.468

3.687.465.991

1.292.077.329

1.350.463.158

1.201.463.320

86.583.285.562

1.407.630

40.950.987

6.976.045

-628.288.733

-649.917.316

-17.550

-4.159.003

251.722.956

614.423.376

784.198

3.202.406

77.611.922

160.279.532

-714.970.144

-63.753.490

41.800.000

212.600.540

80.142.879

15.524.000

20.105.759

4.784.000

-470.187.315

18.591.178

211.071.570

402.396.253

-366.918.318

0,03 %

1,29 %

0,96 %

-34,23 %

-35,14 %

0,000 %

-0,86 %

8,71 %

51,46 %

0,38 %

0,33 %

4,49 %

26,30 %

-1,58 %

-2,35 %

2,75 %

4,02 %

4,47 %

1,66 %

4,56 %

1,42 %

-11,31 %

1,46 %

18,52 %

50,36 %

-0,42 %

5,75 %

3,72 %

0,85 %

1,39 %

1,39 %

0,60 %

0,55 %

3,63 %

2,09 %

0,24 %

1,12 %

2,09 %

0,89 %

51,59 %

3,06 %

1,80 %

6,36 %

2,16 %

1,10 %

0,53 %

0,39 %

4,26 %

1,49 %

1,56 %

1,39 %

100 %

78

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


Die 5 Umsatzkaiser der

6 wirtschaftlich stärksten Bezirke

1. Bezirk MödlinG ort Umsatz nr. *

REWE International AG Wr. Neudorf 12.540.000.000

1

Billa AG Wr. Neudorf 5.494.055.958

2

NOVOMatIC-Gruppe Gumpoldskirchen 3.900.000.000

3

LKW WaltER Internationale AG Wiener Neudorf 1.860.000.000

4

REWE Internat. Lager- u. Transport Wiener Neudorf 1.660.717.865

6

4. Bezirk Wien Umgebung Ort Umsatz nr. *

cargo-partner Group Holding AG fIschamend 540.000.000

22

Trenkwalder Personaldienste GmbH Schwadorf 260.720.437

45

Magna Interiors Ebergassing 220.000.000

55

Borealis Polyolefine GmbH SchWEChat 216.236.859

56

Österreichische Bundesforste AG purkersdorf 214.043.710

57

2. Bezirk St. Pölten ort Umsatz nr. *

NÖ Landeskliniken Holding St. Pölten 1.772.897.000

5

KIKA Möbel-Handels-gmbH st. Pölten 471.684.196

25

Rudolf Leiner Gmbh st. Pölten 391.488.211

29

SUNPOR Kunststoff GMBh st. Pölten 308.716.316

35

Niederösterr. Versicherung AG st. Pölten 292.800.000

40

5. Bezirk Baden ort Umsatz nr. *

NÖM AG Baden 321.300.000

33

Schaeffler Austria GmbH Berndorf 228.000.000

52

Rexam Beverage Can Enzesfeld GmbH Enzesfeld 204.067.252

59

Lohmann & Rauscher GmbH Schönau Triesting 119.481.796 111

Ing. W. P. Handler Bau-gmbH Bad Schönau 105.521.782 124

3. Bezirk amstetten ort Umsatz nr. *

UMdasCH AG aMstetten 1.215.072.000

8

CNH Industrial Österreich GmbH St. Valentin 587.344.354

18

Mondi Neusiedler GMBh ulmerfeld 289.920.467

41

Buntmetall Amstetten GmbH Amstetten 250.012.328

47

Welser Profile Austria GmbH Amstetten 222.816.878

53

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

6. Bezirk KorneuburG ort Umsatz nr. *

JAF-GruppE stockerau 648.000.000

16

Erzeugergemein. Gut Streitdorf streitdorf 222.343.825

54

CEMEX Austria GruppE langenzersdorf 182.726.000

66

HAVI Logistics GmbH korneuburg 172.670.597

71

FHW Franz Haas Waffelmaschinen lEobendorf 117.003.004 114

* Gibt die Platzierung im Gesamtranking wieder

79


top 1000 | ranking platz 1-25

Die 50 umsatzstärksten Unternehmen

2016 2015 +/–

1

2

3

1

2

3

-

-

-

Firmenname

REWE International AG (1)

Billa Aktiengesellschaft (3)

NOVOMATIC-Gruppe (1)

Ort

Wiener Neudorf

Wiener Neudorf

Gumpoldskirchen

MA 15

75.394

25000

24000

MA 14

76174

29000

3300

UMSATZ 15

12.540.000.000

5.494.055.958

3.900.000.000

EGT 15

46.428.105

786.000.000

Umsatz 14

13.020.000.000

5.910.396.097

3.800.000.000

EGT 14

363.300.000

4

4

-

LKW WALTER Internationale Transportorganisation AG (1)

Wiener Neudorf

1538

1506

1.860.000.000

1.710.000.000

5

6

7

8

9

8

6

5

10

9

3

-

-2

2-

NÖ Landeskliniken Holding (1)

REWE International Lager- und

Transportgesellschaft mbH (3)

Merkur Warenhandels-Aktiengesellschaft (3)

UMDASCH AG (1)

Media-Saturn Beteiligungs-gmbH (1)

St. Pölten

Wiener Neudorf

Wiener Neudorf

Amstetten

Vösendorf Süd

175

3532

9650

7329

2861

175

3532

10700

7297

2737

1.772.897.000

1.660.717.865

1.612.040.991

1.215.072.000

1.145.000.000

26.117.564

73.140.000

1.300.000.000

1.530.464.170

1.615.366.997

1.096.000.000

1.112.000.000

79.094.000

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

7

12

13

14

17

15

51

18

19

-3

1113-

35

11

19

BP Europa SE Zweigniederlassung BP Austria (1)

Semperit Technische Produkte Gmbh (1)

METRO Cash & Carry Österreich GmbH (3)

ZKW Group (1)

ElectronicPartner Austria GmbH (1)

BIPA Parfumerien GmbH (3)

JAF-Gruppe (1)

BML-REWE EinkAUFSGESEllschaft mbH (3)

CNH Industrial Österreich GmbH Standort St. Valentin (1)

VOESTAlpine Gruppe in NÖ (1)

Wiener Neudorf

Wimpassing

Vösendorf

Wieselburg Erlauf

Wiener Neudorf

Wiener Neudorf

Stockerau

Wiener Neudorf

St. Valentin

Krems

211

691

2300

6000

48

2473

2626

601

2240

254

689

2300

5100

44

3800

466

0

513

1.121.000.000

914.700.000

786.470.798

728.000.000

680.000.000

658.231.552

648.000.000

638.308.557

587.344.354

558.400.000

58.781.421

19.983.974

12.439.443

3.211.160

1.415.000.000

858.300.000

787.551.152

725.000.000

650.000.000

659.679.163

231.023.105

615.033.734

612.803.667

-

367.986.241

20

21

22

23

24

25

21

11

20

22

16

24

1

-10

-2

-1

-8

-1

IKEA MöbelVERTRIEB OHG (3)

OMV Austria ExplORATIOn & Production GmbH (3)

cargo-pARTner Group Holding AG (1)

Adeg Österreich Handelsaktiengesellschaft (3)

EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (3)

KIKA Möbel-Handelsgesellschaft mbH (3)

Vösendorf Süd

Gänserndorf

Fischamend

Wiener Neudorf

Maria Enzersdorf

St. Pölten

2365

680

2365

150

5

3050

2300

690

2420

140

5

3294

548.511.740

548.029.797

540.000.000

516.815.562

504.477.216

471.684.196

22.522.666

125.467.043

-3.681.756

63.910.465

4.955.126

547.119.776

745.991.509

579.000.000

509.930.967

533.345.885

500.072.708

Erklärungen siehe Seite 74; Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

Rainer Friedl

fotografiert und

konzipiert

Zwilli


Platz 1–25

plus i. % Umsatz/MA 15

0,96 166.326

0,93 219.762

1,03 162.500

1,09

1,36

1,09

1.209.363

10.130.840

470.192

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Holding REWE-Gruppe; In- und Ausland, Geschäftsjahr 2015

Lebensmittelhandel

Die Novomatic-Gruppe verfügt über Standorte in 50 Staaten und exportiert innovatives Glückspielequipment, Systemlösungen und Dienstleistungen in 80 Staaten;

Exportanteil: 98 %, Novomatic AG, Austrian Gaming Industries GmbH, Admiral Casinos & Enternainment GmbH, Admiral Sportwetten GmbH, HTM Hotel und Tourismus

Management GmbH, Greentube Internet Entertainment Solutions GmbH, I-New Unified Mobile Solution AG, weitere Beteiligungen

Das 1924 gegründete Privatunternehmen LKW WALTER ist die führende Transportorganisation für Komplett-Ladungstransporte in ganz Europa sowie von und nach Russland,

Zentralasien, dem Nahen Osten und Nordafrika und zählt zu den TOP 50 Unternehmen in Österreich; Geschäftsjahr von 1. 4. bis 31. 3., Walter Group

Klinik; Rechnungsabschluss 2014

Transportunternehmen; Bilanz: 31. 12. 2015

1,00

1,11

1,03

0,79

1,07

1,00

1,00

1,05

1,00

2,80

1,04

0,96

1,00

0,73

0,93

1,01

0,95

0,94

167.051

165.790

400.210

5.312.796

1.323.734

341.944

121.333

14.166.667

266.167

246.763

977.278

249.286

231.929

805.926

228.330

3.445.437

100.895.443

154.651

Einzelhandel mit Lebensmitteln; Bilanz: 2014

kons. Umsatz; Bauunternehmen; Geschäftsbericht; Exportanteil: 89 %

Media Markt ist seit 1990 – derzeit mit 34 Standorten und online unter www.mediamarkt.at – in Österreich vertreten. Das Sortiment erfüllt mit rund 60.000 Top-Markenartikeln

alle Wünsche rund um modernste Elektro- und Elektronikgeräte; Geschäftsjahr 2015: 1. 10. 2014 bis 30. 9. 2015; (Mitarbeiter gesamt Jahresdurchschnitt, Mitarbeiterangabe

per 30. 9. 2015 gemäß Konzernbericht), Media-Saturn Beteiligungs-GmbH

Vertrieb von Erdöl und Erdölprodukten

kons. Umsatz; Erzeugung technischer Kautschukprodukte; Exportanteil: 96 %, Semperit AG Holding

Großhandel mit Lebens- und Genussmitteln in Form von Cash&Carry-Verkaufsmärkten; Bilanz: 30. 9. 2015

Entwickelt und fertigt hochwertige Automobil-Lichtsysteme an insgesamt acht Standorten; Exportanteil: 99 %

Elektronikhandel; Angabe des geschätzten Außenumsatzes 2015 der 890 Kooperationsmitglieder (Standorte)

Parmümerie, Bilanz: 31. 12. 2015

kons. Umsatz; Handel mit Schnittholz, Furnieren und Holzwerkstoffen, 58 Niederlassungen, 747 MA in Österreich

Zentraleinkauf

Entwicklung, Erzeugung und Vertrieb von Traktoren, STEYR, CASE IH; Exportanteil: 80 %, CNH Industrial

kons. Umsatz; kaltgewalzte Stahlrohre und -profile inkl. Anarbeitung, Hochregal- und Systemregallager, Straßensicherheitssysteme, kaltgewalzter Präzisionsbandstahl,

Bimetallband, Spezialprofilformen, Stahlguss, Weichenbau, Gruppe: voestalpine Krems, Precision Strip, Finaltechnik, Traisen, Wörth, Böhler Profil

Möbelhandel

Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas

internationales Transport- und Logistikunternehmen

Lebensmittelhandel; Bilanz 31. 12. 2015

Energie

Möbelhandel; Bilanz 30. 3. 2015

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top 500 | ranking platz 26-50

Die 50 umsatzstärksten Unternehmen

2016 2015 +/– Firmenname

Ort

MA 15

26 28 2 EVN AG (1)

Maria Enzersdorf 649

49

50

63

53

14 Leyrer + Graf Baugesellschaft mbH (1)

Gmünd 1550

3 Semperit Reifen Gmbh (2)

Wiener Neudorf 104

27 26 -1 Netz Niederösterreich GmbH (3)

Maria Enzersdorf 1115

28 35 7 Knorr-Bremse GmbH (1)

Mödling 1655

29 27 -2 Rudolf Leiner Gmbh (3)

St. Pölten 2467

30 29 -1 cOnstantia Teich GmbH (3)

Weinburg 900

31 32 150 Eaton Industries (Austria) GmbH (3)

Schrems 1000

32 37

Vetropack Austria Holding Aktiengesellschaft (1)

Pöchlarn 679

33 33

NÖM AG (1)

Baden 480

34 25 -9 SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment AG (1)

Ternitz 1339

35 34 -1 SUNPOR Kunststoff Gmbh (1)

St. Pölten 185

36 41 5 Hornbach Baumarkt GmbH (3)

Wiener Neudorf 1058

37 110 73 AUSTROTherm Gruppe (1)

Waldegg Piesting 920

38 60 22 CONTAINEX Container-Handelsgesellschaft mbH (1)

Wiener Neudorf 274

39 40 1 SHT Haustechnik AG (1)

Perchtoldsdorf 797

40 38 -2 Niederösterreichische Versicherung AG (4)

St. Pölten 614

41 36 -5 Mondi Neusiedler GmbH (3)

Ulmerfeld 645

42 30 -12 Stora Enso Wood ProducTS GmbH (3)

Brand 713

43 43 0131 UniversitäTSklinikum St. Pölten-Lilienfeld (2)

St. Pölten 3000

44 45

ISOVOLTA AG (1)

Wiener Neudorf 1508

45 48

Trenkwalder Personaldienste GmbH (3)

Schwadorf 6266

46 47

LIBRO Handelsgesellschaft mbH (3)

Guntramsdorf 1400

47 44 -31 buntmetall amstetten Gmbh (1)

Amstetten 648

48 49

Brantner Gruppe (1)

Krems 2500

MA 14

675

1063

646

2561

900

1000

1801

476

1701

175

1500

261

266

827

614

764

790

3000

1478

7700

1440

659

2700

1460

104

UMSATZ 15

450.400.000

422.684.046

420.000.000

391.488.211

388.056.474

354.681.071

326.500.000

321.300.000

313.734.000

308.716.316

301.190.881

298.000.000

297.000.000

296.500.000

292.800.000

289.920.467

286.327.094

270.000.000

266.300.000

260.720.437

252.125.111

250.012.328

240.000.000

234.600.000

230.402.796

EGT 15

72.500.000

90.415.417

18.583.519

52.810.392

6.200.000

-20.032.000

2.145.206

-8.094.740

49.459.281

615.736

2.225.978

Umsatz 14

434.500.000

455.691.305

401.000.000

391.488.211

372.031.493

354.681.071

297.900.000

338.765.516

488.612.000

319.492.989

290.563.018

120.281.805

212.000.000

291.020.744

292.800.000

283.136.381

291.180.762

270.000.000

253.404.900

259.861.088

249.943.107

259.585.231

240.000.000

203.900.000

230.402.796

EGT 14

-68.900.000

50.576.300

7.700.000

80.011.000

Erklärungen siehe Seite 74; Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr


Platz 26–50

plus i. % Umsatz/MA 15

1,04 693.991

0,93 379.089

1,05 253.776

1,00

1,04

1,00

1,10

0,95

0,64

0,97

1,04

2,48

1,40

1,02

1,00

1,02

0,98

1,00

1,05

1,00

1,01

0,96

1,00

1,15

1,00

158.690

431.174

354.681

480.854

669.375

234.305

1.668.737

284.679

323.913

1.083.942

372.020

476.873

449.489

401.581

90.000

176.592

41.609

180.089

385.821

96.000

151.355

2.215.411

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Energieversorger

Stromnetzbetreiber; Bilanz: 30. 9. 2015

kons. Umsatz; Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Brems- und On-Board-Systemen für Schienenfahrzeuge ; Exportanteil: 70 %, Beteiligungen: Dr. techn. J.

Zelisko, Fabrik für Eletrotechnik & Maschinenbau GmbH, Möding AT, 100; Skach GmbH, AT, 100; IFE CR a.s. Brünn, CZ, 100; EKA d.o.o., MK, 75; IFE-Tebel Technologies B.V.,

NL, 100; Knorr-Bremse Systemy DLA Kolejowych Srodkow Lokomocji, PL

Möbelhandel; Bilanz 30. 6. 2015

Herstellung von flexiblen Verpackungen

Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Elektroschaltschutzgeräten

kons. Umsatz; Hersteller von Verpackungsglas; Exportanteil: 42 %, Vetropack-Gruppe

Be- und Verarbeitung sowie Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Milch und Milchprodukten; Geschäftsbericht 2015

kons. Umsatz; Fertigung von Hochpräzisionsteilen und Equipment für die Oilfield-Service-Industrie.; Umsatz und EGT lt. Konzernabschluss, SCHOELLER-BLECKMANN

Oilfield Equipment AG

Herstellung von Kunststoff und Kunststoffprodukten aller Art

Baumarkt; Bilanz: 28. 2. 2015

kons. Umsatz; Produktion und Vertrieb von Dämmstoffen ; Umsatz Austrotherm Gruppe in 11 Ländern mit 19 Produktionsstandorten, Schmid Industrieholding GmbH Gruppe

CONTAINEX – ein Unternehmen der WALTER GROUP – ist der führende Anbieter für Container und mobile Raumsysteme in ganz Europa. Den Kunden aus Industrie,

Handel, Gewerbe und dem kommunalen Bereich wird „Raum sofort“ – das heißt Raumlösungen mit Containern – geboten. Geschäftsjahr von 1. 4. bis 31. 3. Der Umsatz

des Geschäftsjahres 2015/2016 ist vorläufig. Walter Group

Großhandel mit Sanitär-, Heizungs- und allgemeinem Installationsmaterial

Versicherungslösungen für alle Lebensbereiche

Herstellung von Papierprodukten

Säge-, Hobel- und Zerspanerwerke

Gesundheits- und Sozialwesen

kons. Umsatz; Hersteller von Elektro-Isoliermaterialien, technischen Laminaten und Verbundwerkstoffen, Isovolta Group

Personaldienstleister

Handel mit Büchern und Schreibmaterial; Bilanz: 28. 2. 2015

Halbzeuge und Fertigteile aus Kupfer und Kupferlegierungen; 1. 10. 2014 bis 30. 9. 2015; Exportanteil: 90 %

Innovation aus Tradition. Mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (2015) zählt die von Familie BRANTNER 1936 gegründete BRANTNER Gruppe zu den

erfolgreichsten nationalen sowie internationalen Entsorgungs- und Logistikunternehmen. Brantner Gruppe

Hochbau und Tiefbau, General- und Totalunternehmeraufträge, MA Jahresdurchschnitt

Handel mit Fahrzeugbereifung


top 1000 | ranking platz 51–1000

gereiht nach Umsatz

75

2016

51

52

53

54

55

56

57

58

59

60

61

62

63

64

65

66

67

68

69

70

71

72

73

74

75

76

77

2015 +/– Firmenname

54

52

56

50

3

-

3

-4

W. Hamburger GmbH (2)

Schaeffler Austria GmbH (1)

Welser Profile Austria GmbH (2)

Erzeugergemein. Gut Streitdorf eGen (1)

58

59

57

64

62

61

121

65

66

67

68

69

55

71

74

73

70

440

77

75

72

80

76

3

3

-

6

3

1

Magna Interiors GmbH & Co OG (2)

Borealis Polyolefine GmbH (4)

Österreichische Bundesforste AG (1)

Kastner GroSShandels-gmbh für die

kastner GRUPPE (1)

Rexam Beverage Can Enzesfeld GmbH (2)

voestalpine Krems GmbH (1)

60 Voith Hydro GmbH & Co KG (1)

3 EvoBus Austria GmbH (4)

3 Bunge Austria GmbH (2)

3 C & C AbholgroSSmärkte GmbH (2)

3 FRANKSTAHL Rohr- u. StahlhandelsgmbH (2)

3 CEMEX Austria Gruppe (4)

-12 Müller-Guttenbrunn Gruppe (1)

3

5

Landesklinikum Wiener Neustadt (2)

Würth Handels-gmbh (1)

3 Vetropack Austria GmbH (4)

-1 havi Logistics GmbH (1)

4

1

-3

4

Powerlines Group GmbH (1)

DPD Direct Parcel Distribution Austria (1)

McDonald's Franchise GmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Hollabrunn-Horn (1)

voestalpine Precision Strip GmbH (1)

-1 ELK Fertighaus GmbH (4)

Ort

Pitten

Berndorf-St. Veit

Ybbsitz

Streitdorf

Ebergassing

Schwechat

Purkersdorf

Zwettl

Enzesfeld Lindabrunn

Krems a. d. Donau

St. Pölten

Wiener Neudorf

Bruck Leitha

Wiener Neudorf

Guntramsdorf

Langenzersdorf

Amstetten

Wiener Neustadt

Böheimkirchen

Pöchlarn

Korneuburg

Wolkersdorf

Leopoldsdorf

Brunn am Gebirge

Hollabrunn

Böhlerwerk

Schrems

Umsatz 15

228.336.031

228.000.000

222.816.878

222.343.825

220.000.000

216.236.859

214.043.710

206.270.000

204.067.252

199.700.000

196.897.788

193.851.414

193.000.000

191.300.190

188.970.881

182.726.000

180.000.000

180.000.000

177.900.000

173.530.803

172.670.597

170.000.000

169.900.000

168.923.000

168.364.030

167.900.000

167.394.199

Ma 15

317

550

1080

40

654

886

1096

821

310

629

273

183

72

507

299

500

907

2300

777

669

147

870

500

1300

528

757

722

Ums./MA 15

720.303

414.545

206.312

5.558.596

336.391

244.060

195.295

251.242

658.281

317.488

721.237

1.059.297

2.680.556

377.318

632.010

365.452

198.456

78.261

228.958

259.388

1.174.630

195.402

339.800

129.941

318.871

221.797

231.848

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Herstellung und Großhandel Wellenpappenrohpapier auf Altpapierbasis

Automobil- und Industriezulieferer; inkl. Aushilfen, Ruhende, Expats

Führung eines Kaltprofilierwerks

Vermarktung und Verkauf von Ferkeln, Schafen, Ziegen, Schweinen und Rindern, die von den

Mitgliedsbetrieben produziert werden

Erzeugung von Teppichbelägen, Innenverkleidungsteilen für Autos und andere Beförderungsmittel

Erzeugung von Kunststoffprodukten

kons. Umsatz; Holz- und Forstwirtschaft

kons. Umsatz; Einer für alles. Seit 1828. Österreichs Multifachgroßhändler Nr. 1, KASTNER Gruppe

Erzeugung und Vertrieb von Getränkedosen aus Aluminium

Mit einer der modernsten Rollformlinien Europas ist die voestalpine Krems europäischer Marktführer

in der Produktion von komplexen kaltgewalzten Stahlrohren und Profilen höchster Qualität und

bietet zahlreiche Anarbeitungsmöglichkeiten für maßgeschneiderte Lösungen.

Anlagenbau; Umsatz- & Ergebnisschwankungen aufgrund der Vorschriften des UGB zur Umsatzrealisierung

bei Fertigstellung von mehrjährigen Großprojekten; Exportanteil: 94 %, Voith

Vermietung, Reparatur und Handel mit Kraftfahrzeugen, insbesondere mit Autobussen

Produktion und Handel mit Speiseöl und tierischen Eiweiß-Futtermitteln

Lebensmittelhandel

Handel mit Stahl-, Edelstahl-, Aluminium-, Lang-, Flachprodukten sowie Armaturen und Rohrzubehör

Bauwirtschaft, CEMEX Austria Gruppe: konsolidierte Unternehmen: CEMEX Austria AG, Lieferbeton

GmbH, Kies-Union GmbH, Umwelttechnik und Service GmbH, CEMEX Erdbau GmbH, Lieferbeton

Wolfsberg GmbH, CEMEX Logistik GmbH, Baustofftechnik GmbH, Transmobil GmbH, Hollitzer Bau

Die Unternehmen der Müller-Guttenbrunn Gruppe sind spezialisiert in der Verwertung von Metallen

aus Alt-Autos, Elektro-Altgeräten und sonstigen langlebigen Produkten. Müller-Guttenbrunn

Gruppe: Müller-Guttenbrunn GmbH, Metall Recycling Mü-Gu GmbH, Metran Rohstoff-Aufbereitung

GmbH, Metran Rohstoff-Handel GmbH, MBA Polymers Austria GmbH, Müller-Guttenbrunn Schweiz

GmbH, Metfer s.r.o. (CZ), Mü-G

Gesundheits- und Sozialwesen

kons. Umsatz; Spezialist im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterialien für die professionelle

Anwendung, Produktpalette ca. 100.000 Artikel

Herstellung von Verpackungsglas, vornehmlich Flaschen für die Getränkeindustrie bzw. Konservengläsern;

in geringem Umfang ist auch der Handel mit Waren fremder Provenienz angeschlossen

Umsatzrückgang durch Abschichtung des Slowenien-Geschäfts (wird nunmehr durch das kroatische

Schwesterunternehmen beliefert) bedingt; Exportanteil: 1 %, HAVI Logistics

Gesamtanbieter für Bahnelektrifizierung, Elektrifizierung von Energie-Infrastruktur; Umsatzvergleich

nicht möglich, da 2015 der konsolidierte Umsatz bekanntgegeben wurde

Logistikunternehmen; + 1200 Fahrer (Subunternehmer); Exportanteil: 20 %

Vergabe von Sublizenzen

Lagerhaus; im Konzern befinden sich Lagerhaus Hollabrunn-Horn und Lapro GmbH

Herstellung von Bimetallband für Metallsägen, Schneid- und Sonderlinien für die Verpackungsindustrie

sowie Präzisionsbandstahl für Rasierklingen, Ventilen für verschiedenste Spezialanwendungen;

GJ 2014/15

kons. Umsatz; holzverarbeitende Industrie; Exportanteil: 25,32 %, ELK: ELK Fertighaus GmbH, ELK

Fertighaus AG, CH, ELK Marken GmbH, ELK s.r.o., CZ, ELK Building Systems GmbH, Zenker Hausbau

GmbH, WindowStar s.r.o., CZ, ELK Holding AG

ANmerkungen

Quellen:

Top 50

Die Zahlen wurden den Bilanzdaten der Firmen

entnommen. Bei den Unternehmen ohne Angaben

zum EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit)

war keine Bilanz einsicht möglich,

die Umsatzdaten wurden mit Eigenangaben der

Firmen ergänzt.

Top 51–500

Die Ausgangsdaten des Kreditschutzverbandes

(KSV) bzw. des Rankings von 2015 wurden allen

Unternehmen vorgelegt und von diesen überprüft.

Sofern die Unternehmen Rückmeldung erstatteten,

hat ECHO die von den Firmen an ge gebenen

Zahlen in das Ranking aufgenommen. Die Quelle

der Umsatzangabe ist jeweils den Anmerkungen

bzw. der Fußnote zu entnehmen.

Grundsätzliche Anmerkungen:

Alle Umsatzangaben verstehen sich als Netto-

Umsätze. Bei Firmengruppen wurde versucht,

die Einzelgesellschaften darzustellen. Wo dies

nicht möglich war, sind die angegebenen Daten

als konsolidierte Werte zu verstehen. Die Vergleichszahlen

der Platzierungen beziehen sich

auf das ECHO-Ranking des Vorjahrs (siehe ECHO

Top1000 2015). Sämtliche Angaben wurden mit

größter Sorgfalt recherchiert, dennoch sind Satzund

Druckfehler nicht auszuschließen.

Abkürzungen:

I/A: Inland/Ausland; Ö/G: Österreich/Gruppe;

(1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV

oder Creditreform; (3) Angaben lt. Firmenbuch; (4)

Angaben aus dem Vorjahr


Alle Angaben verstehen sich ohne Gewähr.

84

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


gereiht nach Umsatz

2016 2015

78 85

79

80

81

82

83

84

85

86

87

88

89

90

91

92

93

94

95

96

97

98

99

100

101

102

103

104

105

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108

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110

111

112

78

79

81

82

83

84

87

88

89

90

91

92

111

116

93

94

104

95

96

97

98

99

100

101

102

103

105

106

107

108

109

112

113

114

+/– Firmenname

7 Metadynea Austria GmbH (1)

-1

-1

-

-

-

-

2

2

2

2

2

2

20

24

Grandits GmbH (2)

Brucha GmbH (2)

transdanUBIA SpeditionsgmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Zwettl eGen (2)

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH (2)

Georg Fischer Automobilguss GmbH (2)

Wopfinger Baustoffindustrie GmbH (1)

Raiffeisen-Lagerhaus

Mostviertel Mitte eGen (2)

Schaufler GmbH (2)

Sixt GmbH (2)

LISEC Austria GmbH (2)

SCHOELLER-BLECKMANN

Edelstahlrohr GmbH (2)

Wittur Austria GmbH (1)

Pollmann International GmbH (1)

- Marian & Co GmbH (2)

-

9

-1

-1

-1

-1

-1

-1

-1

-1

-1

-

-

-

-

-

2

Beiselen GmbH (2)

igm Robotersysteme AG (1)

Neuman Aluminium Strangpresswerk GmbH (4)

evn Wärme GmbH (2)

Triumph International AG (2)

Garant Tiernahrung GmbH (2)

Kwizda Pharmadistribution GmbH (2)

Franz Eigl Gmbh (2)

Landesklinikum Mödling (2)

PagrO Handelsgesellschaft mbH (2)

Scania Österreich GmbH (2)

asta Elektrodraht GmbH (4)

Fleischwaren Berger Gmbh & Co KG (2)

Bio Oil Development GmbH (2)

Wittur GmbH (2)

Axalta Coating Systems Austria GmbH (2)

ZEUS Zentrale für Einkauf und Service

GmbH & Co KG Niederlassung Österreich (2)

lOhmann & Rauscher GmbH (2)

2

2 Holzindustrie Maresch GmbH (2)

Ort

Krems a. d. Donau

Kirchschlag

Michelhausen

Guntramsdorf

Zwettl

Bruck Leitha

Herzogenburg

Waldegg Piesting

Pöchlarn

Ybbs a. d. Donau

Vösendorf

Seitenstetten

Ternitz

Scheibbs

Karlstein a. d. Thaya

Wiener Neudorf

Ennsdorf

Wiener Neudorf

Marktl im Traisental

Maria Enzersdorf

Wiener Neustadt

Pöchlarn

Leopoldsdorf

Zwettl

Mödling

Guntramsdorf

Brunn am Gebirge

Oed

Sieghartskirchen

Markthof

Scheibbs

Guntramsdorf

Brunn am Gebirge

Schönau a. d. Triesting

Retz

Umsatz 15

167.000.000

160.000.000

157.047.209

155.000.000

153.707.358

152.775.183

151.992.235

149.859.762

147.013.400

146.000.000

145.806.929

145.393.664

142.000.000

140.000.000

138.000.000

136.900.000

135.993.690

135.644.700

135.422.727

135.000.000

132.164.105

131.893.869

131.436.061

130.980.344

130.000.000

127.480.557

125.624.043

122.945.395

122.372.000

121.900.000

120.695.000

120.316.999

120.000.000

119.481.796

118.500.000

MA 15

175

110

250

212

887

580

65

294

400

121

110

701

590

410

1500

67

22

95

200

100

1140

180

40

29

1709

645

423

322

300

25

k.A.

320

21

450

186

Ums./MA 15

954.286

1.454.545

628.189

731.132

173.289

263.405

2.338.342

509.727

367.533

1.206.612

1.325.518

207.409

240.678

341.463

92.000

2.043.284

6.181.531

1.427.839

677.114

1.350.000

115.933

732.744

3.285.902

4.516.564

76.068

197.644

296.984

381.818

407.907

4.876.000

-

375.991

5.714.286

265.515

637.097

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Hersteller von Kunstharzen und Leimen für die Holzwerkstoffindustrie sowie Spezialist für

Feinchemikalien, Polymerchemie und Flammschutzmittel

EU-Schlacht- und Zerlegebetrieb

Paneele – Isolierpaneele, Hallenbau, Kühlhausbau

Spedition

Lagerhaus

Lagerhaus

Holdinggesellschaft

Baustoffindustrie/Baustoffproduzent

Lagerhaus

Recycling von Eisen- und Metallschrott sowie Abfallmanagement und Logistik

Vermietung von Transportmitteln

Maschinen für Glasverarbeitung

Erzeugung und Vertrieb von nahtlosen Rohren aus rost-, säure- und hitzebeständigem Stahl

Erzeugung von Aufzugskomponenten

Automobilzulieferindustrie; Exportanteil: 97 %, konsolidierter Umsatz von Pollmann Austria

GmbH, Pollmann s.r.o., CZ, Pollmann North America Inc. und Pollmann Mechatronics (Kunshan)

Co., Ltd., 559 Mitarbeiter in Karlstein

Werbemittlung, das Versicherungsmaklergewerbe sowie die Abwicklung von Leasinggeschäften

für die gesamte REWE-Austria-Gruppe

Handel mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und landwirtschaftlichen Erzeugnissen

Maschinenbau; Global Welding Gruppe; Exportanteil: 90 %

Verarbeitung von Aluminium, Strangpressen u. Fertigung von Standard- und Sonderprofilen

Betrieb von Biomasse-Fernwärmeanlage, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf Biomassebasis

Herstellung und Vertrieb von Unterbekleidung und Bademode

Herstellung und Vertrieb von Mischfutter

Distributionsdienstleistungen für die Pharmaindustrie

Betrieb von Tankstellen, Handel mit Mineralöl, Mineralölprodukten und Holzpellets

Gesundheits- und Sozialwesen

Fachmarkt für Papier-, Büro- und Haushaltswaren

Finanzierungs- und Leasinggesellschaft für Kraftfahrzeuge

Erzeugung und erste Bearbeitung von Kupfer, Exportanteil: 75 %

Schlachthof, Fleischverarbeitung, Handel mit Fleisch- und Wurstwaren

Handel mit Biodiesel und Chemikalien

Beteiligungsgesellschaft

Verwaltung von Beteiligungen

Dienstleistungen

Entwicklung, Produktion, Vertrieb von Medizinprodukten, Konzepten und Dienstleistungen

Holzindurstrie

gereiht nach Umsatz

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

Erfolge feiern.

#goblond

www.blond-communication.at


top 1000 | ranking platz 51–1000

gereiht nach Umsatz

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150

2016 2015

113 115

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-

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151

+/– Firmenname

2 Constantia Patz Gmbh (2)

-

2

2

2

2

7

2

2

2

2

5

2

2

3

3

4

4

83

FHW Franz Haas Waffelmaschinen GmbH (3)

Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co KG (4)

REWE Austria tOUristik GmbH (2)

bene AG (2)

Prefa Aluminiumprodukte Gmbh (2)

Raiff.-Lagerhaus Weinviertel Mitte eGen (1)

PIPELIFE Austria GmbH & Co KG (1)

Volvo Car Austria GmbH (4)

daikin AIRCONDITIONING CENTRAL

EUROPE Handels-gmbH (2)

NIEDERÖSTERREICHISCHES HILFSWERK (4)

Ing. W. P. Handler Bau-gmbh (1)

Niederösterreichisches Pressehaus

Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (2)

Universitätsklinikum Krems (2)

Rewe Austria Fleischwaren GmbH (2)

Geberit Vertriebs-GmbH & Co KG (2)

ROTH-TECHNIK AUSTRIA Gmbh (2)

Lieferbeton GmbH (2)

Egger Getränkegruppe (1)

3 Air Liquide Austria GmbH (2)

3 Landesklinikum Waldviertel

Gmünd-Waidhofen/Thaya-Zwettl (2)

4 .A.S.A. Abfall Service AG (2)

4 Türk Telekom International AT AG (2)

-4 Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten eGen (1)

3

48

2

3

1

2

2

2

Wittmann Battenfeld GmbH (2)

Salvagnini Maschinenbau GmbH (1)

REWE International

Dienstleistungs-gmbh (2)

Georg Fischer Druckguss GmbH (2)

Modine Austria GmbH (2)

Angelini Pharma Österreich GmbH (1)

Neuman Aluminium Austria GmbH (2)

SCHWECHATER KABELWERKE Gmbh (2)

2 Landesklinikum Donauregion Tulln (2)

- Stora Enso WP Bad St. Leonhard GmbH (3)

2 cOdico GmbH (2)

2 Zitta GmbH & Co KG (2)

5 Zeppelin Österreich GmbH (1)

80 Anton Traunfellner Gmbh (1)

-3 Raiffeisen-Lagerhaus Wiener Becken (1)

4 Klenk & Meder Gmbh (1)

-2 REHAU Gmbh (2)

Ort

Loipersbach

Leobendorf

Korneuburg

Wiener Neudorf

Waidhofen a. d. Ybbs

Marktl im Traisental

Mistelbach

Wiener Neudorf

Schwechat

Brunn am Gebirge

St. Pölten

Bad Schönau

St. Pölten

Krems

Wiener Neudorf

Pottenbrunn

St. Aegyd am Neuwalde

Langenzersdorf

Unterradlberg

Schwechat

Gmünd

Himberg

Vösendorf

Amstetten

Kottingbrunn

Ennsdorf

Wiener Neudorf

Herzogenburg

Kottingbrunn

Bisamberg

Marktl im Traisental

Schwechat

Tulln

Brand

Perchtoldsdorf

Perchtoldsdorf

Fischamend

Scheibbs

Ebreichsdorf

St. Pölten

Guntramsdorf

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

118.365.429 325 364.201

117.003.004

116.334.000

116.000.000

115.521.131

115.288.871

114.957.624

114.695.628

109.445.733

108.000.000

107.430.000

105.521.782

105.099.716

105.000.000

101.411.530

99.610.803

99.429.302

98.816.526

98.500.000

96.861.732

95.000.000

94.303.837

94.197.050

93.788.578

93.765.026

93.700.000

92.200.000

92.000.000

92.000.000

91.406.489

90.905.345

90.719.697

90.000.000

89.898.158

88.500.160

87.306.978

86.100.000

86.000.000

85.417.750

85.400.000

85.399.693

430

145

25

754

219

300

262

45

68

2930

312

426

1100

350

56

k.A.

159

199

265

1000

522

48

364

417

365

730

277

440

166

93

52

927

228

93

231

247

380

254

700

228

272.100

802.303

4.640.000

153.211

526.433

383.192

437.770

2.432.127

1.588.235

36.666

338.211

246.713

95.455

289.747

1.778.764

-

621.488

494.975

365.516

95.000

180.659

1.962.439

257.661

224.856

256.712

126.301

332.130

209.091

550.641

977.477

1.744.610

97.087

394.290

951.615

377.952

348.583

226.316

336.290

122.000

374.560

153

154

155

156

152

153

157

-2 Schoeller-Bleckmann Nitec GmbH (4)

-2 aUstria Bau Niederösterreich/Wien (2)

1 aUtohaus Senker GmbH (1)

Ternitz

St. Pölten

Ulmerfeld Hausmening

85.355.164

85.000.000

84.241.173

160

15

280

533.470

5.666.667

300.861

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Fertigung von hochwertigen und innovativen Verpackungsmaterialien aus Aluminium oder im

Aluminiumverbund für die Pharma- und Dairy&Food-Industrie

Herstellung von Maschinen und Anlagen zur Produktion von Waffeln, Eistüten und Hohlhippen

Handel mit neuen und gebrauchten Landmaschinen und landwirtschaftlichen Geräten

Reisebüros und Reiseveranstalter

Büromöbel

industrielle Erzeugung von Dach- und Wandplatten

Lagerhaus

Produktion, Vertrieb von Kunststoffrohrsystemen für den Hoch- und Tiefbau; Exportanteil: 7 %

Autohandel

Großhandel mit Klimageräten

Hilfswerk

Baugesellschaft

Druck- und Verlags-GmbH

Gesundheits- und Sozialwesen

Erzeugung von Frischfleisch sowie Fleisch- und Wurstwaren

Großhandel und Service von sanitärtechnischen Spezialartikeln

Produktion und Vertrieb von Automobilzubehörtechnik

Produktion, Handel und Vertrieb von Transportbeton und Spezialbaustoffen

Herstellung, Abfüllung und Vertrieb von Getränken im Bier- und alkoholfreien Bereich; Exportanteil:

25 % Egger, 20 % Radlberger; Radlberger Getränke GmbH & Co OG und Privatbrauerei

Fritz Egger GmbH & Co KG (49,2 Mio. Egger u. 49,3 Mio. RB)

Produktion/Vertrieb von technischen und medizinischen Gasen, Gasgeräten, Schweißgeräten

Gesundheits- und Sozialwesen

Abfallwirtschaft

Dienstleistungen im Telekommunikationssektor

kons. Umsatz; Handels- und Dienstleistungsunternehmen; RAI-BAU Bau-GmbH, Leitner bht

Baustoff- und Holztechnik GmbH, RAI-Technik Service- und Vertriebs-GmbH; Exportanteil:

1,9 %, Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten eGenmbH Konzern

Herstellung von Präzisionsspritzgießmaschinen

spezialisiert auf Maschinen zur Feinblechbearbeitung, GF Mai 2015 bis April 2016; Exportanteil:

91 %

Erbringung von Dienstleistungen für den Konzern

Erzeugung und Handel mit Gusswaren

Herstellung von Wärmetauschern für PKW-Klimaanlagen und Ölkühler

Privatunternehmen in den Segmenten Gesundheit und Wohlbefinden

Aluminiumwerk, spezialisiert auf Aluminiumbutzen für Tuben und Dosen

Handel mit Leitungen, Kabeln und Drähten für die Energie-, Nachrichten- und Sicherheitstechnik

Gesundheits- und Sozialwesen

Vertrieb von Pappe, Papier, Karton und Zellstoff

Handelsgeschäfte über Waren aller Art

Handel mit KFZ und KFZ-Reparaturwerkstätte

Handel mit Baumaschinen und deren Zubehör

kons. Umsatz; Baugewerbe, Hoch- und Tiefbau

Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, Waren aller Art, Werkstättendienstleistungen

Elektrotechnik

Systemhersteller sowie System- und Technologieanbieter in den Bereichen Automotive, Bau

und Industrie

Herstellung von Apparaten für die Düngemittel- und petrochemische Industrie

Baugesellschaft

Handel mit KFZ und KFZ-Reparaturwerkstätte

86

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


gereiht nach Umsatz

2016 2014

157

158

159

160

161

162

163

164

165

166

167

168

169

170

171

172

173

174

175

176

177

178

179

180

181

182

183

184

185

186

187

188

189

190

191

192

193

194

195

196

197

198

199

200

201

202

203

155

158

159

160

161

162

163

164

165

166

227

168

167

282

219

175

170

171

174

172

296

209

173

191

195

31

176

177

178

179

180

181

182

183

185

187

189

190

192

193

188

194

255

196

86

198

197

+/– Firmenname

-2 Flaga GmbH (2)

- KBS Kleider-Bauer Betriebs-GmbH (2)

- Flaga Supply & Services GmbH (2)

- EHA Austria Energie-Handels-gmbH (2)

- Raiffeisen-Lagerhaus St. Pölten (2)

- Engineering Center Steyr GmbH & Co KG (2)

- Worthington Cylinders GmbH (2)

-

-

-

60

-

-2

112

48

Isoplus Fernwärmetechnik Gmbh (2)

HEROLD Business Data GmbH (2)

alcar Stahlräder GmbH (2)

F. List GmbH (1)

Doka Österreich GmbH (2)

DIMOCO Europe GmbH (2)

Mediashop Holding GmbH (1)

SMC Pneumatik GmbH (1)

Ort

Leobendorf

Perchtoldsdorf

Leobendorf

Wiener Neudorf

St. Pölten

St. Valentin

Kienberg bei Gaming

Hohenberg

Mödling

Hirtenberg

Edlitz

Amstetten

Brunn am Gebirge

Neunkirchen

Korneuburg

3

-3

-3

-1

-4

119

LIEBHERR-TRANSPORTATION SYSTEMS (1)

nagel AUSTRIA GmbH (2)

Johann Neumüller Gmbh (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Marchfeld (1)

Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd- Vitis eGen (2)

voestalpine Krems Finaltechnik GmbH (1)

Korneuburg

Traiskirchen

Ennsdorf

Obersiebenbrunn

Gmünd

Krems Lerchenfeld

31

-6

11

14

-151

-7

-7

-7

-7

-7

-7

-7

-7

-6

-5

-4

-4

-3

-3

-9

-4

56

-4

-115

Haubis Gruppe (1)

VEREG Gmbh (2)

FLOWSERVE (Austria) GmbH (1)

evn Abfallverwertung NÖ GmbH (1)

Voith Paper GmbH (3)

Traktionssysteme Austria GmbH (4)

LWM Austria GmbH (2)

lekkerland (2)

Hitachi Power tOOls Österreich GmbH (2)

Haas Elektro GmbH (2)

kOtanyi GmbH (2)

Parker Hannifin Gmbh (2)

HTM Sport GmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf (2)

Gabriel-Chemie Gmbh (4)

DHL Express (Austria) GmbH (2)

bmti-Baumaschinentechnik Internat. GmbH (2)

„Neue Heimat“ Gemeinnützige Wohnungsund

Siedlungs-gmbH(2)

timac AGRO Düngemittelproduktionsund

Handels-gmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Korneuburg

und Umgebung eGen (1)

Dachsberger & Söhne Gmbh (2)

SPL Tele GmbH & Co KG (1)

evn naturkraft Erzeugungs-gmbh (4)

KBA-MÖDLING GmbH (1)

HUYCK.WANGNER Austria GmbH (2)

aUstroDach Handels-GmbH (2)

Petzenkirchen

Gmünd

Brunn am Gebirge

Maria Enzersdorf

St. Pölten

Wiener Neudorf

Hollabrunn

Ternitz

Wiener Neudorf

Seyring

Wolkersdorf

Wiener Neustadt

Schwechat

Absdorf

Gumpoldskirchen

Guntramsdorf

Trumau

Wiener Neustadt

Zwentendorf a. d. Donau

Korneuburg

Eggenburg

Wolkersdorf

Maria Enzersdorf

Maria Enzersdorf

Gloggnitz

St. Valentin

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

83.227.494

82.000.000

81.500.000

80.616.372

80.309.098

80.116.285

80.000.000

79.711.688

79.708.647

79.360.607

79.013.000

78.000.000

78.000.000

76.270.941

76.237.000

76.108.978

76.000.000

75.294.437

75.220.776

75.179.543

75.000.000

75.000.000

74.835.576

74.603.758

74.301.823

74.196.755

74.187.000

74.000.000

73.943.090

73.921.964

73.889.110

73.800.000

73.724.033

73.352.077

72.339.000

71.913.784

71.225.027

71.174.618

71.000.000

70.300.000

70.058.966

70.000.000

70.000.000

69.600.000

69.464.807

69.000.000

69.000.000

115

574

k.A.

6

300

420

350

225

500

44

660

283

80

58

220

253

321

86

199

345

212

707

40

270

127

25

249

200

180

19

210

290

118

200

162

501

400

386

173

-4

-6

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

723.717

142.857

-

13.436.062

267.697

190.753

228.571

354.274

159.417

1.803.650

119.717

275.618

975.000

1.315.016

346.532

300.826

236.760

875.517

377.994

217.912

353.774

106.082

1.870.889

276.310

585.054

2.967.870

297.940

370.000

410.795

3.890.630

351.853

254.483

624.780

366.760

446.537

143.540

178.063

184.390

410.405

764.130

301.978

388.889

174.564

1.265.455

231.549

136.634

862.500

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

92

232

180

401

55

300

505

80

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Großhandel mit Flüssiggas

Einzelhandel mit Kleidung

Groß- und Einzelhandel mit Flüssiggas, technischen Gasen, Großhandel mit Geräten

Stromversorgung

Lagerhaus

Erzeugung und der Vertrieb von Fahrzeugen, Fahrzeugkomponenten, Maschinen und Geräten

Erzeugung von nahtlosen Stahlflaschen für Gase sowie Akkumulatoren und die Produktion von

Acethylenflaschen und Compositebehältern

Herstellung und Vertrieb von Fernwärmesystemen

Adressenverlage und Direktwerbeunternehmen

Großhandel mit Stahlscheibenrädern

entwickelt und produziert unübertreffliche Kabinenausstattungen für Business- und Privatjets

sowie maßgeschneiderte VVIP-Interieurs für Großraumflugzeuge, Mega-Yachten und Villen;

konsolidierter Umsatz mit Tochterfirmen F. LIST BRASIL INTERIORES DE AERONAVES LTDA,

HILITECH GmbH, GST GmbH, LIST smart results GmbH; Exportanteil: 23 %

Verkauf und Vermietung von Schalungsprodukten und Schalungssystemen

Dienstleistungen in der Telekommunikation, EDV-Dienstleistungen

Handel (Groß- und Einzelhandel), insbesondere im Teleshopping, Mediashop Konzern

Weltmarktführer in der Antriebs- und Steuerungstechnik von pneumatischen und elektrischen

Systemen; Exportanteil: 70 %

Entwicklung, Erzeugung, Vertrieb von verkehrstechnischen Anlagen; Exportanteil: 92 %

Lagerung und Distribution von temperaturgeführten Lebensmitteln

Stahl-, Schrott- und Metallhandel sowie der Hafenumschlag und ein Containerverleih

Lagerhaus

Lagerhaus

Unternehmen des voestalpine-Konzerns (Metal Forming Division), Spezialist für Hochregallager,

Systemregale und Straßensicherheit, vereint am Standort Krems

kons. Umsatz; Bäckerei und Konditiorei; Exportanteil: 5,5 %

Großhandel mit Laminat- und Parkettböden, Sanitärkeramik und Fliesen

Erzeugung von Spezialpumpen aller Art; Exportanteil: 99,9 %

Abfallverwertung, EVN AG

Erzeugung von Maschinen für die Papiererzeugung und Papierverarbeitungsmaschine

Produktion von Antriebssystemen für die Schienenfahrzeugindustrie; Exportanteil: 95 %

Produktion von tiefgekühlten Kartoffelprodukten

Großhandel mit Lebensmitteln und Non-Food-Produkten

Import und Großhandel mit Elektrowerkzeugen aller Art

Einzelhandel mit elektrischen Geräten

Bearbeitung, Verarbeitung und Vertrieb von Gewürzen

Vertrieb von Armaturen

Sport

Lagerhaus

kons. Umsatz; Masterbatch-Erzeuger für Veredelung und Einfärben von Kunststoffen

Logistikunternehmen

Herstellung, Reparatur und Vermietung von Baugeräten und -maschinen

Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft

Produktion und Vertrieb von Düngemitteln

Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren; Exportanteil: 0,1 %

Schlacht- und Zerlegebetrieb

kons. Umsatz; Gesamtanbieter für Telekom-Infrastruktur im Bereich mobile Netze und Festnetze

Energieerzeugung/-versorgung; Gruppenumsatz laut IFRS und EGT laut Gruppenergebnis IFRS

Erzeugung von und Handel mit Druckmaschinen und Druckereimaschinen

Herstellung von Bespannungen für Papiermaschinen

Handel mit Spengler-, Flachdach-, Steildach- und Zimmererprodukten

87


top 1000 | ranking platz 51–1000

gereiht nach Umsatz

225

2016 2015

204

205

206

207

208

209

210

211

212

213

214

215

216

217

218

219

220

221

222

223

224

225

226

227

228

229

230

231

232

233

234

235

236

237

238

239

240

241

242

199

200

184

201

210

203

204

205

206

207

169

208

211

212

215

213

217

202

218

334

220

221

225

222

849

223

245

224

216

228

229

232

231

233

234

235

236

426

+/–

-5

-5

-22

-6

2

-6

-6

-6

-6

-6

-45

-7

-5

-5

-3

-6

-3

-19

-4

111

-4

-4

-1

-5

-

-6

15

-7

-16

-5

-5

-3

-5

-

-5

-5

-5

-5

184

Firmenname

Mars South Central Europe GmbH (2)

Profi Reifen- und Autoservice GmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Tulln-Neulengbach (1)

„Wertheim“ Vertriebs-gmbh (2)

Berndorf Band GmbH (1)

Fetter Baumarkt Gmbh (2)

REHAU Polymer Industrie GmbH (2)

BASF Performance Products GmbH (2)

aUstro Diesel GmbH (2)

Leobersdorfer Maschinenfabrik GmbH (2)

Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft

„Alpenland“, reg.GenmBH (1)

Novaol Austria GmbH (2)

Kaba GmbH (4)

F. Lang u. K. Menhofer Bau-gmbH & Co KG (2)

MONDIAL gmbh & Co KG (4)

Honda Austria Branch of Honda Motor

Europe Ltd (2)

Prangl Gmbh (2)

MABA Fertigteilindustrie GmbH (1)

APS Austria Personalservice (2)

List General Contractor GmbH (1)

dynacast Österreich Gmbh (2)

Schukra Berndorf Gmbh (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen a. d.

Thaya eGen (1)

Bitumen Handels-gmbh & Co KG (2)

EBCONT personnel services GmbH (1)

Weichberger Gmbh (2)

Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-Aktiengesellschaft

(1)

cOnsot UnternehmensbeteiligungsgmbH (2)

Julius Kiennast LebensmittelgroSShandels-gmbh

(1)

AIBLER Fleisch- und Wurstwaren Produktions-GmbH

(2)

Mosser Leimholz gmbh (2)

Weintritt Gmbh (2)

Oldtimer Tankstellen-Betriebs-GmbH (2)

HTM Hotel und tOUrismus

Management GmbH (2)

Hirtenberger Automotive Safety (2)

Ferdinand Berger & Söhne GmbH (1)

B. Braun-Austria Gmbh (4)

Xylem Water Solutions Austria GmbH (2)

Peter Max Gruppe (1)

Bruck a. d. Leitha

Wiener Neudorf

Neulengbach

Guntramsdorf

Berndorf

Leobendorf

Neulengbach

Zwentendorf a. d. Donau

Schwechat

Leobersdorf

St. Pölten

Bruck a. d. Leitha

Herzogenburg

Wiener Neustadt

Baden

Wiener Neudorf

Brunn am Gebirge

Wöllersdorf

Wiener Neustadt

Bad Erlach

Wiener Neustadt

Berndorf

Waidhofen a. d. Thaya

Loosdorf

Neulengbach

Oberndorf a. d. Melk

Krems Donau

Guntramsdorf

Gars am Kamp

Oberwaltersdorf

Randegg

Baden

Prinzersdorf

Gumpoldskirchen

Hirtenberg

Horn

Maria Enzersdorf

Stockerau

Stockerau

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

68.875.692

68.682.229

68.400.000

68.234.000

67.980.000

67.324.398

67.119.216

66.495.781

66.494.688

66.128.000

66.000.000

65.600.000

65.052.291

65.017.943

65.000.000

65.000.000

64.490.344

64.438.000

63.849.834

63.443.595

63.005.562

62.912.803

62.719.587

62.533.234

62.300.000

62.000.000

61.928.582

61.900.007

60.700.000

60.130.509

60.075.000

60.000.000

60.000.000

59.850.000

59.000.000

59.000.000

58.111.692

58.107.222

58.066.000

24

362

285

90

237

303

186

73

60

357

103

18

439

83

145

91

510

394

1584

101

285

195

232

243

244

245

246

247

248

237

239

240

241

242

243

-6

-5

-5

-5

-5

-5

MEDIA MARKT tv-Hifi-Elektro Gmbh (2)

Husky-KTW GmbH (2)

Franz Hahn Nutzfahrzeuge GmbH (2)

cOvidien Austria GmbH (2)

Geberit Produktions GmbH & Co KG (2)

Lietz GmbH (2)

Vösendorf Süd

Waidhofen a. d. Thaya

Wiener Neudorf

Brunn am Gebirge

Pottenbrunn

Waidhofen a. d. Ybbs

58.006.436

57.729.558

57.166.000

57.048.481

57.006.321

57.000.000

138

250

k.A.

75

352

200

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

Ort

5

220

260

93

12

189

267

159

75

80

326

119

255

136

111

186

2.869.820

189.730

240.000

758.156

286.835

222.193

360.856

910.901

1.108.245

185.232

640.777

3.644.444

148.183

783.349

448.276

714.286

126.452

163.548

40.309

628.154

221.072

322.630

270.343

12.506.647

283.182

238.462

665.899

5.158.334

321.164

225.208

377.830

800.000

750.000

183.589

495.798

231.373

427.292

523.488

312.183

420.336

230.918

-

760.646

161.950

285.000

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Handelsgewerbe

Reifen- und Autoservice

Lagerhaus

Erzeugung und Vertrieb von Sicherheitssystemen

Erzeugung und dem Handel von Eisen- und Metallwaren; Exportanteil: 95 %

Baumarkt

Produktion von polymeren Produkten

Erzeugung und Vertrieb von Zusatzmitteln und Zusatzstoffen für Beton

Handel mit Landmaschinen

Herstellung von Verdichtern, Elektronik- und Steuerungsanlagen sowie Regelungs- und

Überwachungstechnik

Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft

Biokraftstoffindustrie

Herstellung von Schlössern aus unedlen Metallen, Großhandel mit Metall- und Kunststoffwaren

für Bauzwecke sowie Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung, Kaba Management AG

Baugewerbe

Reisebüros

Autohandel

Vermietung von Mobilkränen und Arbeitsbühnen

Fertigteilindustrie, Hofmann Holding GmbH

Personalvermittlung

Exquisites Interieur für Yachten und Hochbau; Exportanteil: 90 %

Herstellung von Präzisionsteilen aus Druckguss

Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Lordosenstützen für die Transportindustrie

Landwirtschaftliche Genossenschaft m.b.H.;Export nur im PKW-Verkauf; Exportanteil: 5 %

Baugewerbe

kons. Umsatz; Arbeitskräfteüberlassung; Personalvermittlung; (Platz 2015 nicht konsolidiert)

Handel mit KFZ-Reifen, KFZ-Zubehör und Fahrrädern

Siedlungs-Aktiengesellschaft

Produktion und Montage von Luxusleuchten

Lebensmittelgroßhandel

Fleisch- und Wurstwarenproduktion

Herstellung und Vertrieb von Leimholz und Leimholzprodukten

Einzelhandel sowie Reparatur von Kraftfahrzeugen

Tankstelle

Hotels

Produktion von Sicherheitstechnik für die Automobilindustrie

Digitaldruck, Bogen- und Rollenoffsetdruck, industrielle Buchbinderei; Exportanteil: 13 %

Handel mit Medical-Produkten, Bio- und Medizintechnik, Wundversorgung, Dialyse-Technik und

Organersatzmitteln

Import und Export von Pumpen, Armaturen und Maschinenanlagen

Möbelhandel und Produktion, Peter Max Vertriebsgesellschaft m.b.H., Peter Max Produktionsgesellschaft

m.b.H., Peter Max Großhandel GmbH, Peter Max GmbH

Elektronikhandel

Formenbau für Spritzgusswerkzeuge

Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen

Handel mit medizinisch-technischen Instrumenten und Geräten

Produktion von sanitärtechnischen Produkten

KFZ-Handel und KFZ-Reparaturwerkstätte

88

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


gereiht nach Umsatz

2016 2015

249 244

250

251

252

253

254

255

256

257

258

259

260

261

262

263

264

265

266

267

268

269

270

271

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277

278

279

280

281

282

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285

286

287

288

289

290

291

292

246

248

256

266

249

247

226

251

277

250

252

238

253

254

257

258

260

259

262

263

264

265

273

267

268

269

271

312

270

360

299

272

274

275

276

287

279

280

281

283

284

285

+/–

-5

Firmenname

Ultimate Europe Transportation Equipment

GmbH (4)

Alufix-Folienverarbeitungs-gmbH (2)

SWARCO FUTURIT Verkehrssignalsysteme (2)

-4

-3

4 Marzek Etiketten+Packaging Group (1)

13

-5

-8

-30

-6

19

-9

-8

-23

-9

-9

-7

-7

-6

-8

-6

-6

-6

-6

1

-6

-6

-6

-5

35

-8

81

19

-9

-8

-8

-8

-285

1

-8

-8

-8

-7

-7

-7

Rubner Holzbau GmbH (1)

Wiesbauer Gourmet Gastro GmbH (2)

Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel

Nordost eGen (1)

Eybl Austria GmbH (1)

Eduard und Johann Strobl Gmbh (2)

Croma-Pharma Gmbh (1)

Roland Spedition GmbH (2)

VFS Financial Services GmbH (2)

GEORG FISCHER FITTINGS GmbH (1)

Wopfinger Transportbeton Gmbh (2)

DIAMOND AIRCRAFT INDUSTRIES GmbH (2)

SCHILOWSKY, Baumarkt u. Baustoffhandel (2)

kabelplus GmbH (2)

H. Wilhelm Schaumann GmbH & Co KG (2)

Walter Leasing GmbH (4)

Mondi Korneuburg GmbH (2)

Georg Fischer Eisenguss GmbH (2)

CSA Herzogenburg GmbH (4)

Paul Hartmann Gmbh(2)

Messer Austria GmbH (1)

Doka GmbH (2)

G. Coreth, Kunststoffverarbeitung (2)

MUREXIN Aktiengesellschaft (2)

Landesklinikum Mostviertel Amstetten (2)

DS Smith Packaging Austria GmbH (1)

Smith & Nephew GmbH (2)

Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband

Niederösterreich (1)

Müller-Transporte Gmbh (1)

„Wohnungseigentümer“ Gemeinnützige

Wohnbaugesellschaft mbH (2)

TEST-FUCHS GmbH (4)

SABIC Innovative Plastics GmbH & Co KG (2)

„atmOSA“ Petrochemie GmbH (2)

BIOMIN Animal Nutrition GmbH (1)

Laufen Austria AG (1)

Heinzel Pulpsales GmbH (2)

Ardo Austria Frost GmbH (2)

SERVICE MENSCH GmbH (2)

VELUX Österreich GmbH (1)

Evva Schmiermittel-Fabrik (2)

hütte KLEIN-REICHENBACH Gmbh (2)

Ort

Amstetten

Wiener Neudorf

Perchtoldsdorf

Traiskirchen

Obergrafendorf

Reidling

Poysdorf

Krems a. d. Donau

Hollabrunn

Leobendorf

Schwechat

Tribuswinkel

Traisen

Oberwaltersdorf

Wiener Neustadt

Neunkirchen

Maria Enzersdorf

Brunn am Gebirge

Wiener Neudorf

Korneuburg

Herzogenburg

Herzogenburg

Wiener Neudorf

Gumpoldskirchen

Amstetten

Unterwaltersdorf

Wiener Neustadt

Amstetten

Margarethen am Moos

Schwechat

Tulln

Wiener Neudorf

Mödling

Groß-Siegharts

Wiener Neustadt

Schwechat

Getzersdorf

Wilhelmsburg a. d.

Traisen

Hinterbrühl

Großenzersdorf

Wiener Neustadt

Wolkersdorf

Margarethen am Moos

Schwarzenau

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

56.761.857 55 1.032.034

56.645.960

56.169.263

55.700.000

55.690.444

55.500.000

55.317.000

55.020.916

55.000.000

55.000.000

55.000.000

54.795.000

54.400.000

54.293.958

54.200.000

54.000.000

53.082.859

52.000.000

52.000.000

51.467.307

51.400.000

51.297.397

51.171.041

51.076.929

50.486.703

50.308.955

50.235.453

50.000.000

50.000.000

50.000.000

50.000.000

50.000.000

49.915.582

49.681.844

49.489.581

49.464.063

49.306.000

49.060.256

48.574.633

48.559.493

48.200.000

48.000.000

47.900.000

47.500.000

90

240

650

248

130

190

193

56

234

45

4

450

134

320

95

125

100

15

177

232

200

130

175

600

92

186

1000

164

50

962

240

149

312

84

43

60

394

293

294

286

288

-7

-6

Wewalka GmbH Nfg.kg (2)

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH (2)

Sollenau

Hennersdorf

47.000.000

46.737.422

340

225

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

k.A.

201

1430

55

22

42

629.400

234.039

85.692

224.558

426.923

291.142

285.082

982.143

235.043

1.222.222

13.698.750

120.889

405.179

169.375

568.421

424.663

520.000

3.466.667

290.776

221.552

256.487

393.623

291.868

84.145

546.836

270.083

50.000

304.878

1.000.000

51.975

208.333

335.004

159.237

589.162

1.150.327

821.767

124.518

-

241.590

33.706

872.727

2.177.273

1.130.952

138.235

207.722

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Entwicklung, Vertrieb und Service von Übergängen, automatischen Türsystemen und Innenausstattung

für Schienenfahrzeuge und Busse; Exportanteil: 92,42 %

Herstellung und Vertrieb von Aluminiumfolien

Entwicklung und Herstellung von optischen Systemen für die Verkehrstechnik

kons. Umsatz; Etiketten in Bogen+Rolle, Feinkartonage, Flexible Verpackung, Designagentur,

Etikettiertechnik, TT-Drucker; Exportanteil: 50 %, Marzek Etiketten GmbH, AT (= Headquarters);

Marzek Kner Packaging Kft, HU; M-FlexiLog, HU; Marzek-Pechatny Dvor LLC, UA, 183

MA in Österreich

Holzbau; Exportanteil: 43 %, Rubner

Produktion und Vertrieb von Fleisch und Fleischwaren

Raiffeisen-Lagerhaus

Textilerzeugung; Exportanteil: 95 %, Prevent Group

Großhandel mit Obst und Gemüse

Herstellung und Handel mit Arzneimitteln und Medizinprodukten

Spedition

Finanzierungs- und Leasinggesellschaft für Kraftfahrzeuge

Herstellung und Vertrieb von Rohrverbindungsteilen und Klemmverbindungen; Exportanteil: 90

%, Georg Fischer Piping Systems

Erzeugung von Transportbeton

Herstellung von Glas- und Carbonfaser-Composite-Flugzeugen und einmotorigen Flugzeugen

Baumarkt

Errichtung und Betrieb von Kabel-TV, Internet-Service

Futtermittelindustrie

bietet Transportunternehmen auf Leasing-Basis neue und gebrauchte Trailer und Zugmaschinen

Erzeugung und Verarbeitung von Dreirandbeuteln, Standbeuteln und Verpackungsmitteln

Produktion von Automobilgussteilen

Zulieferbetrieb von Aluminiumgusteilen in der Fahzeugindustrie; Exportanteil: 99 %

Import und Vertrieb von Hygieneprodukten

Herstellung, Verarbeitung und Handel mit Medizinprodukten; Exportanteil: 25 %

Export von kompletten Schalungssystemen

Herstellung von Polyethylenverpackungen, Kunststofffolien und Kunststoffverpackungsmaterial

Herstellung sowie Vertrieb von Klebstoffen, Bauchemikalien und Metallharzen

Gesundheits- und Sozialwesen

Verpackungslösungen; Exportanteil: 3 %

Herstellung von Gelenks-Endoprothesen

nationale und internationale Tätigkeit, menschliches Leid überall und jederzeit zu verhüten und

zu lindern; Umsatzerlöse im Rettungsdienst, Gesundheits- und soziale Dienste, Ausbildung

Logistikunternehmen; Exportanteil: 70 %

Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft

Testsysteme für Luft- und Raumfahrt; Bilanz: 30. 6. 2014

Produktion von Hohlkammerplatten

Herstellung von Phthalsäureanhydrid

Erzeugung von Mischfutter sowie Großhandel mit Futtermitteln und Futterzusatzstoffen

Erzeugung von Sanitärkeramik und Handel von Badewannen, Duschtassen, Armaturen, Möbeln

und Accessoires fürs Bad; Exportanteil: 47,4 %

Betrieb eines Papier- und Zellstoffhandelshauses

Produktion und Vertrieb von tiefgekühlten Nahrungs- und Genussmitteln

Erbringung mildtätiger und in untergeordnetem Ausmaß gemeinnützigen Leistungen

Vertrieb und Marketing von Dachfenstern in Österreich

Erforschung und Entwicklung von chemisch-technischen Produkten

Herstellung und Vertrieb von Desoxidationsaluminium und von Vorlegierungen für Stahl- und

Aluminiumerzeuger

Produktion und Vertrieb von Frischteigen und Frischbackwaren

Ziegelindustrie

89


top 1000 | ranking platz 51–1000

gereiht nach Umsatz

300

325

2016 2015

295 306

296

297

298

299

300

301

302

303

304

305

306

307

308

309

310

311

312

313

314

315

316

317

318

319

320

321

322

323

324

325

326

327

328

329

330

331

332

333

334

335

336

337

338

339

340

331

289

290

291

292

295

294

293

297

298

302

301

300

303

304

344

335

308

309

310

311

313

343

314

307

315

378

316

317

318

319

320

321

338

322

323

324

326

325

137

327

328

329

330

+/– Firmenname

11 Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik

GmbH (1)

35 Rosenberger Holding GmbH (1)

-8

-8

-8

-8

-6

-8

-10

-7

-7

-4

-6

-8

-6

-6

33

23

-5

-5

-5

-5

-4

25

-5

-13

-6

56

-7

-7

-7

-7

-7

-7

9

-8

-8

-8

-7

-9

-198

-9

-9

-9

-9

-

„BÜRORING“ Personalmanagement GmbH (2)

NEPTUN STAHLHANDEL GmbH (2)

Bauservice-Fuhs Gmbh (2)

PaperNet GmbH (2)

L & P Einkaufsgesellschaft mbH (2)

ESSmeister gmbh & Co KG (2)

Hochhauser, TankstellenbetriebsgmbH (2)

aca GmbH (2)

Baumit Beteiligungen GmbH (2)

Outokumpu Gmbh (2)

Assmannmühlen Gmbh (2)

Johann Gantner Gmbh (2)

Neupack Gmbh (2)

Karl Mertl Handels-gmbh (2)

Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft

Schönere Zukunft, GmbH (1)

Czeczelits GmbH (1)

Domoferm GmbH (2)

Grausam Handels-GmbH (2)

Hirtenberger Defense System (2)

INKU Jordan GmbH & Co KG (2)

WM Windisch-Graetz Mineralöl GmbH (2)

Sick GmbH (1)

Hartl Haus Holzindustrie Gmbh (1)

Kuchen-Peter Backwaren GmbH (1)

Forster Verkehrs- u. Werbetechnik GmbH (2)

KSR Group GmbH (1)

KIES-UNION GmbH (2)

Wein & Co Handels-gmbh (1)

voestalpine Giesserei Traisen GmbH (2)

Danfoss Gmbh (2)

Wiener Neustädter Stadtwerke und Kommunal

Service GmbH (2)

esarom gmbh (2)

Markas GmbH (1)

Preis & Co gmbh (2)

Stastnik Gmbh (2)

Lebenshilfe Niederösterreich (2)

MOSSER Holzindustrie Gmbh (2)

Landesklinikum Stockerau (2)

Biomin GmbH (1)

DE'LONGHI-KENWOOD GmbH (4)

Xylem Manufacturing Austria GmbH (2)

Lindner GmbH (2)

ertl GLAS Aktiengesellschaft (2)

GWT Besitz- und Beteiligungs-GmbH (1)

Ort

Weißenbach Triesting

Loosdorf

Guntramsdorf

Teesdorf

Bisamberg

Wiener Neudorf

Guntramsdorf

Kemmelbach

Neunkirchen

Wieselburg a. d. Erlauf

Waldegg Piesting

Brunn am Gebirge

Guntramsdorf

Hollabrunn

Reichenau a. d. Rax

Rannersdorf

St. Pölten

Wiener Neustadt

Gänserndorf

Klosterneuburg

Hirtenberg

Wiener Neudorf

Schwechat

Wiener Neudorf

Echsenbach

Hagenbrunn

Waidhofen a. d. Ybbs

Krems a. d. Donau

Langenzersdorf

Vösendorf Süd

Traisen

Guntramsdorf

Wiener Neustadt

Oberrohrbach

St. Pölten

Pernitz

Gerasdorf

Sollenau

Randegg

Stockerau

Herzogenburg

Wiener Neudorf

Stockerau

Baden

Amstetten

Leobersdorf

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

46.556.065 91 6 511.605

46.500.000

46.420.631

46.398.466

46.331.982

46.111.401

46.000.000

46.000.000

46.000.000

45.900.000

45.284.116

45.000.000

45.000.000

45.000.000

44.373.770

44.291.000

43.709.062

43.351.603

43.300.000

43.185.609

43.133.151

43.068.806

43.000.000

43.000.000

42.900.000

42.803.819

42.400.000

42.022.000

41.781.994

41.520.943

41.335.237

41.318.686

41.105.897

40.750.000

40.531.195

40.500.000

40.400.000

40.056.936

40.000.000

40.000.000

40.000.000

39.942.615

39.921.819

39.853.064

39.539.499

39.342.000

80

1470

25

198

82

k.A.

26

7

4

103

15

100

60

206

82

54

100

347

20

110

81

8

60

246

317

280

55

78

280

354

72

310

208

1524

45

125

702

55

330

95

30

98

341

342

332

333

-9

-9

Birngruber GmbH & Co KG (2)

Saint-Gobain Isover Austria GmbH (2)

Krems Donau

Stockerau

38.700.000

38.563.429

165

175

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

89

265

k.a.

68.382

31.579

1.855.939

234.000

562.334

-

1.769.231

6.571.429

11.475.000

439.652

3.000.000

450.000

750.000

215.407

540.134

809.427

433.516

124.784

2.159.280

392.120

531.714

5.375.000

716.667

174.390

135.028

151.429

764.036

535.667

148.289

116.766

573.871

132.600

195.913

26.595

900.000

323.200

57.061

727.273

121.212

421.053

1.331.420

407.365

447.787

149.206

-

234.545

220.362

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Herstellung, Planung und Montage von Biomassefeuerungsanlagen und Kraft-Wärme-

Kopplungen; Exportanteil: 95 %

Gastronomie, Rosenberger Holding GmbH, Rosenberger Restaurant GmbH, Rosenberger

Tankstellen GmbH, Rosenberger FUELS GmbH

Personalberatung, Arbeitsvermittlung, Personalmanagement

Stahlhandel

Großhandel für Stabstahl, Coils, Baustahlgitter, Fertigung von Bohrpfählen, Kupplungssystemen

Handel mit Medien

Großhandel mit Papier, Papierwaren, Schreibwaren und Bürobedarf

Handel mit Agrarprodukten und Brennstoffen

Tankstelle

Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen

Holdinggesellschaft

Import von und Großhandel mit Edelstahl

Walz-, Weizen- und Roggenmühlen

EU-Schlachthof

Herstellung von Faltschachteln und Faltschachtelzuschnitten

Handel mit Stahlrohren, Edelstahl-, Zylinder-, Hydraulik-, Kesselrohren, Kolbenstangen, Bogen

Wohn- und Siedlungsgesellschaft

KFZ-Handel und -Reparaturwerkstätte

Vertrieb und Produktion von Stahlprodukten

Großhandel mit Heimtextilien

Erzeugung und Vertrieb von Waffen und Munition

Großhandel mit Produkten der Raumausstattung

Großhandel mit Mineralölerzeugnissen

Großhandel mit Sensoren und Sensorlösungen für die Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation

Erzeugung von und Handel mit Fertigteilhäusern

Herstellung von Backwaren, Krapfen, Feingebäck und Konditoreiprodukten in Bio- und

konventioneller Qualität; Exportanteil: 10 %

Produktion von Verkehrszeichen und Schilderbrücken

Großhandel; GJ 1. 10. bis 30. 9.

Gewinnung von Sand-, Kies- und Brechsand, Transportbeton und Heizmischgut

Fachhandel mit Wein

Gießerei für Stahl- und Sphäroguss

Handel mit Produkten der Wärme-, Kälte- und Antriebstechnik sowie der Industrieautomation

Stadtwerk

Produktion von Essenzen und Aromen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung

Krankenhaushygiene, Desinfektionen und Hausdienste, Gebäudereinigung

Konstruktion, Produktion und Vertrieb von Transformatorenzubehör

Erzeugung und Handel mit Fleisch- und Wurstwaren

soziale Einrichung

Holzindustrie

Gesundheits- und Sozialwesen

Erzeugung von Mischfutter sowie Großhandel mit Futtermitteln und Futterzusatzstoffen

Import und Vertrieb von elektronischen Haushaltsgeräten

Erzeugung von Apparaten, Pumpenaggregaten, Pumpenanlagen, Maschinenteilen und Elektromotoren,

Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie sowie Elektroinstallationen

Innenausbau

Herstellung und Handel mit Glas und Glasprodukten

kons. Umsatz; Dienstleistungen für die operativen Firmen in der GWT Gruppe im Bereich Buchhaltung,

Finanzen, IT, Management, Qualitätssicherung, Personalmanagement und Controlling,

Verwaltung von Beteiligungen, Vermietung von Liegenschaften

Handel mit Kraftfahrzeugen

Produktion und Vertrieb von Dämmstoffen

90

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016


gereiht nach Umsatz

2016 2015

343

344

345

346

347

348

349

350

351

352

353

354

355

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358

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360

361

362

363

364

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371

372

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336

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441

345

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348

490

349

350

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371

353

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438

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463

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424

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365

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381

380

382

383

398

385

384

410

+/– Firmenname

-7 Mondi Release Liner Austria GmbH (2)

26 swisspor Österreich GmbH & Co KG (2)

-6 Weichenwerk Wörth GmbH (2)

-6 Müller Glas & Co Handels-gmbH (2)

-6 Landsteiner GMBH (2)

-6 Forster Metallbau Gmbh (2)

92 Wilhelm Grillo Handels-gmbh (1)

-5 karl SEIDL Bau GmbH (2)

-5 EGSTON System Electronics GmbH (2)

-5 Birngruber GmbH (2)

-5 GoodMills Österreich GmbH (2)

136 Salzer Gruppe (1)

-6

-6

-6

-6

12

-7

-7

-7

-7

-7

-7

72

-8

95

-7

-9

-8

-8

-7

-7

-7

-7

-5

46

-3

-5

-7

-17

-6

-5

-4

-6

-5

-5

9

-5

-7

Evonik Para-Chemie GmbH (2)

Grad Transportgesellschaft mbH (2)

NÖ BAWU – Beteiligungsgesellschaft für

Abfallwirtschaft und Umweltschutz (2)

STEINER BAU GmbH (2)

druck.at Druck- und Handels-gmbH (1)

MEWA Textil-Service GmbH (2)

IKEA Einrichtungen Handels-gmbH(2)

Chamottewaren- und Thonöfenfabrik

aUg. Rath jun. GmbH (2)

MEDIA MARKT tv-Hifi-Elektro GmbH (2)

International Jet Management GmbH (2)

PET Recycling Team GmbH (2)

GLORIT Bausysteme GmbH (1)

Neuman Aluminium FlieSSpresswerk (2)

Winninger Gmbh (1)

Schaumann Taufkirchen GmbH & Co KG (2)

FMW Industrieanalgenbau GmbH (2)

Allg. gemeinnützige Wohnungsgen. eingetragene

GenmbH in St. Pölten (2)

H. u. J. Steiner Gmbh (2)

AURA Wohnungseigentums-gmbH (2)

Gebös, Gemeinnützige Baugenossenschaft

österreichischer Siedler und Mieter (2)

EURAILPOOL GmbH (Österreich) (2)

emc elektromanagement&construction (2)

M. Berger Gmbh (2)

SONNENTOR Kräuterhandels-gmbh (1)

Fahrzeugbedarf Kotz & Co KG (2)

aUtohaus Waldviertel GmbH (2)

KBS West Bekleidungshandel GmbH (2)

staPPERT Fleischmann GmbH (1)

Josef Schuberth & Söhne KG (2)

Uhl Bau GmbH (2)

McDonald's Central Europe GmbH (2)

KLINGER Fluid Control GmbH (2)

kÖssler GmbH & Co KG (2)

Voith Paper Rolls GmbH & Co KG (2)

Robert Maurer GmbH (1)

aUtohaus Ebner GmbH (2)

RS Components Handels-gmbh (1)

18 Busatis GmbH (1)

Ort

Hilm-Kematen

Gleiß

St. Georgen am Steinfeld

Göttlesbrunn

Amstetten

Waidhofen a. d. Ybbs

Tattendorf

Brunn am Gebirge

Eggenburg

Tulln

Schwechat

St. Pölten

Gramatneusiedl

Guntramsdorf

St. Pölten

Heiligeneich

Leobersdorf

Schwechat Rannersdorf

Vösendorf

Krummnußbaum

Wiener Neustadt

Schwechat

Wöllersdorf

Großenzersdorf

Marktl im Traisental

Amstetten

Brunn am Gebirge

Kirchstetten

St. Pölten

Purgstall a. d. Erlauf

Leobersdorf

Trumau

Fischamend

Böheimkirchen

Baden

Zwettl

Guntramsdorf

Horn

Perchtoldsdorf

Teesdorf

Melk

Wiener Neustadt

Brunn am Gebirge

Gumpoldskirchen

St. Georgen am Steinfeld

Wimpassing/Schwarzatale

Vösendorf

Felixdorf

Gmünd

Purgstall a. d. Erlauf

Umsatz 15 MA 15 Ums./MA 15

38.100.000

38.000.000

37.800.000

37.610.000

37.600.000

37.590.611

37.200.000

37.078.681

37.000.000

36.800.000

36.750.000

36.660.000

36.624.200

36.524.565

36.286.052

36.000.000

35.935.000

35.910.874

35.609.834

35.572.360

35.493.282

35.482.121

35.200.000

35.136.893

35.119.780

35.000.000

35.000.000

35.000.000

34.982.000

34.848.090

34.732.931

34.275.000

34.100.000

34.005.531

33.500.000

33.228.000

33.000.000

33.000.000

33.000.000

33.000.000

32.869.115

32.631.463

32.500.000

32.500.000

32.440.707

32.418.487

32.200.000

32.000.000

32.000.000

32.000.000

100

60

120

75

231

245

24

137

115

127

120

120

170

111

3

130

250

225

k.A.

145

98

37

48

97

226

165

44

65

37

125

27

76

66

192

70

300

35

61

230

56

191

270

23

126

114

186

382

90

60

190

381.000

633.333

315.000

501.467

162.771

153.431

1.550.000

270.647

321.739

289.764

306.250

305.500

215.436

329.050

12.095.351

276.923

143.740

159.604

-

245.327

362.176

958.976

733.333

362.236

155.397

212.121

795.455

538.462

945.459

278.785

1.286.405

450.987

516.667

177.112

478.571

110.760

942.857

540.984

143.478

589.286

172.090

120.857

1.413.043

257.937

284.568

174.293

84.293

355.556

533.333

168.421

tätigkeitsbereiche / Anmerkungen

Beschichtung von Papieren, Produktion und Absatz von silikonisierten Papieren und Folien

Handel mit Bau-, Isolier- und Dämmsystemen

Erzeugung von Hochtechnologieweichen

Handel mit Glaswaren, Glasverpackungen

Installation elektrischer Starkstromanlagen

Metallbau

Handel mit Metallen, Metallrecycling

Wohn- und Straßenbau im regionalen Bereich

Entwicklung und Erzeugung von induktiven Bauelementen

Neu- und Gebrauchtwagenhandel

Betrieb von Getreidemühlen

kons. Umsatz; Papierherstellung (Buchpapier/Verpackungspapier), EPS-Formteile, technische

Services, Produktion und Großhandel von holzhältigem und holzfreiem Papier, Spezialpapier

Produktion von gegossenen Acrylplatten und Acrylglas

Logistikunternehmen

Abfallwirtschaft

Hoch- und Tiefbau

Druckerei, Cimpress

Großwäscherei

Möbelhandel

Produktion von und Handel mit Feuerfestprodukten

Elektronikhandel

Management von Luftfahrzeugen

Kunststoffrecycling

Bausysteme

Erzeugung von Press-, Stanz- und Ziehteilen

Sporthandel

Herstellung von sowie Handel mit Ernährung für landwirtschaftliche Nutztiere

Industrieanlagenbau

Wohnungsgenossenschaft

Handel mit Leitern, Gerüsten, Treppen, Zäunen und Geländern

Immobilien

Baugenossenschaft

Untergrundsanierung von Bahnstrecken

Elektroinstallationsgewerbe mit Schwerpunkt Anlagenbau

KFZ-Handel und Reparaturwerkstätte

Produktion und Handel mit biologischen Nahrungsmitteln; Exportanteil: 66 %

Großhandel mit Fahrzeugbedarfsartikeln

KFZ-Handel und Reparaturwerkstätte

Einzelhandel mit Bekleidung

Großhandel mit rostfreien Edelstahl

Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen

Hoch- und Tiefbau

Holding

Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und weltweiter Vertrieb von Industriearmaturen

Erzeugung und Handel mit Ausrüstungen für Wasserkraftwerke

Walzenbeschichtungen aus Gummi, Polyurethan, Kunststoff und Keramik sowie Servicearbeiten

Handel mit Friseurbedarf

KFZ-Handel und Reparaturwerkstätte

Handel mit elektrischen, elektronischen und mechanischen Komponenten, Instrumenten,

Werkzeugen und Zubehör; Electrocomponents plc.

Erzeugung von und Handel mit Mäh- und Schneidtechnik

Anmerkungen: (1) Angaben lt. Unternehmen; (2) Angaben lt. KSV (Kreditschutzverband) oder Creditreform; (3) Angaben laut Firmenbuch; (4) Angaben aus dem Vorjahr

ECHO TOP 1000 UNTERNEHMEN 2016

91


top 1000 | ranking platz 51–1000

gereiht nach Umsatz

400

425

2016 2015

393

394

395

396

397

398

399

400

401

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428

492

386

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391

392

393

394

396

397

414

399

554

400

403

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404

405

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474

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