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aerokurier 02/2017

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Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 2/<strong>2017</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Howard DGA-15<br />

The Damned<br />

Good Airplane<br />

ASG 32 El<br />

Mit Strom<br />

nach Hause<br />

EXTRA<br />

24 Seiten<br />

Segelfliegen<br />

WELTREKORD<br />

ERSTES SOLO<br />

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[ EDITORIAL Februar ]<br />

Große Navigationsdisplays<br />

unterstützen das präzise<br />

Fliegen. In komplexen<br />

Strukturen ist es schwer,<br />

den Überblick zu behalten.<br />

SO SCHAFFT MAN KEINE SICHERHEIT!<br />

Nein, man befindet sich nicht auf einer gefakten Website, wenn man die<br />

Homepage des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung unter baf.bund.de<br />

aufruft! Auch wenn sich wie Satire liest, wie das Amt dort seine Aufgaben<br />

bezüglich der Ahndung von Luftraumverstößen beschreibt.<br />

Gerhard Marzinzik<br />

Stellvertretender Chefredakteur<br />

Mit der real vollzogenen Bußgeldpraxis der Behörde hat das nichts zu tun. Das BAF schreibt: „Das<br />

Verkehrsstrafrecht sowie das Recht der Verkehrsordnungswidrigkeiten dienen auch im Bereich des<br />

Luftverkehrs in erster Linie der Verkehrssicherheit.“ Und weiter: Der Ahndung rechtswidrigen<br />

Verhaltens komme bei der Unfallprävention eine herausragende Rolle zu. Die Bußgeldhöchstandrohungen<br />

von 50 000 Euro zeige, welch hohen Stellenwert und welch starke general- und spezialpräventive<br />

Wirkung der bußgeldrechtlichen Ahndung von Gesetzgeberseite zugemessen werde.<br />

Die Praxis sieht so aus: Die Deutsche Flugsicherung muss jeden noch so kleinen Verstoß, der ihr<br />

bekannt wird, dem BAF melden. Von dort erhält der Betroffene Post mit dem Inhalt, dass man<br />

gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleitet und dies eine Geldbuße von bis zu 50 000 Euro<br />

nach sich ziehen kann. Airline-Kapitäne dürfen dann zum Beispiel aufwendig darlegen, dass ein<br />

Gewitter verhindert hat, das Anflugverfahren exakt einzuhalten. Mit solch einer Erklärung kommt<br />

ein PPLer nicht weiter, der nur einmal kurz einen C-Raum berührt hat. Auch wenn er seinen Fehler<br />

sofort bemerkt und korrigiert, bekommt er für diesen Navigationsfehler vom BAF eine Rechnung<br />

über mehrere hundert Euro.<br />

Wird das künftig Navigations-Irrtümer vermeiden? Wohl kaum. Dass ein Kurs nahe an freigabepflichtigen<br />

Lufträumen entlangführt, lässt sich nicht immer vermeiden. Wichtig ist doch dann, eine<br />

mögliche Luftraumverletzung sofort zu korrigieren. Völlig der Sicherheit abträglich ist es dagegen,<br />

zur Vermeidung von Bußgeldern für solche Vergehen auf den Transponder zu verzichten, wo er nicht<br />

gefordert ist, um unerkannt zu bleiben. Mit ihrer starren Bußgeldpraxis fördert das BAF aber genau<br />

solch ein Verhalten.<br />

Zum Erhalt und zur Verbesserung der Sicherheit im Luftverkehr gehört mehr. An die Stelle rigider<br />

Bußgeldbescheide für noch so kleine Vergehen gehören Falluntersuchungen mit einer Einschätzung<br />

der tatsächlichen Gefährdung und eine angemessene Ahndung. Mit sturer Buchstabentreue im<br />

Verordnungswesen schafft man keine Sicherheit.<br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Fotos: Garmin, Müller<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 3


104<br />

Motorfliegen<br />

8 Howard DGA-15<br />

Der 74 Jahre alte Oldie macht<br />

seinem Namen alle Ehre:<br />

Die DGA-15 ist wahrlich ein<br />

„damned good airplane“<br />

Magazin<br />

18 Tipps für Trips<br />

Schloss Basthorst ist ein attraktives<br />

Flugziel für Fans von<br />

Wellness, Sport und Wandern<br />

26 Dübendorf<br />

Der legendäre Schweizer Flugplatz<br />

könnte bald zum UNESCO-<br />

Weltkulturerbe ernannt werden<br />

28 Flugzeug-Denkmal<br />

Eine Jugendbildungsstätte<br />

restauriert einen Kranich III<br />

Zwei Klassiker<br />

im Test<br />

21 Jubiläums-Serie<br />

In Teil zwei unseres Rückblicks<br />

in die <strong>aerokurier</strong>-Geschichte<br />

fnden Sie zwei Flugberichte.<br />

Aus dem Jahr 1965 stammt<br />

der Test der Piper Cherokee,<br />

das Segelflugzeug LS1 war<br />

1968 Thema im Heft.<br />

Inhalt Nr. 2 <br />

Februar <strong>2017</strong> I 61. Jahrgang<br />

36<br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es<br />

auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos:<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/<br />

epaper<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Flying<br />

36 16 auf einen Streich<br />

An seinem 16. Geburtstag fliegt<br />

Ross Brodie zum ersten Mal solo<br />

– auf 16 verschiedenen Mustern.<br />

Praxis<br />

67 Versicherungen<br />

Einblick in die wichtigsten<br />

Luftfahrtpolicen<br />

70 Do it yourself<br />

Wie einfach ist es, ein Funkgerät<br />

selbst einzubauen?<br />

72 Unfallanalyse<br />

Wie eine Platzrunde zur Inübunghaltung<br />

tragisch endete<br />

74 Expertentipp<br />

Was darf in der Bordausrüstung<br />

auf keinen Fall fehlen?<br />

UL/LSA<br />

76 Zlin Aviation Shock Cub<br />

Die moderne Interpretation des<br />

Klassikers hört auf den Namen<br />

Shock Cub und kommt aus dem<br />

sonnigen Italien<br />

83 Kolumne<br />

Dr. Spornrad nimmt das Phänomen<br />

Piper Cub unter die Lupe<br />

Business Aviation<br />

84 Jumbolino BAe 146<br />

WDL-Aviation gehört im Bereich<br />

Wet Lease zu den Who’s who. Teil<br />

des Erfolgsrezepts ist die BAe 146<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf S. 7 und im Extra S. 65<br />

Porträt<br />

104 Dominique Gisin<br />

Die Goldmedaillengewinnerin<br />

der Skiabfahrt fand im Fliegen<br />

eine neue Herausforderung<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

6 Leserforum<br />

16 News<br />

89 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

98 Jobbörse<br />

103 Termine<br />

103 Impressum<br />

106 Vorschau<br />

18<br />

Segelfliegen-Extra<br />

44 Segelflug-Fotografie<br />

Tobias Barth verbindet die<br />

Leidenschaft fürs Fliegen und<br />

die Lust am Fotografieren<br />

84<br />

Titelfotos: Ole-Steen Hansen, Manfred Münch, Philipp Prinzing, Tutima<br />

Fotos: Tobias Barth, Andre Holzer, Frank Martini, Heike Knauff-Oliver<br />

<strong>aerokurier</strong>-Leserwahl <strong>2017</strong><br />

Sie stimmen ab, wer in diesem<br />

Jahr den Innovation Award erhält<br />

und welche Firmen als „Beste<br />

Marken“ ausgezeichnet werden!<br />

Wir verlosen attraktive Preise!<br />

30<br />

51 Föhnflug auf 8000 Meter<br />

Gelingt Dominik Senner und Michael Hohenstein<br />

dieses ambitionierte Vorhaben?<br />

54 Interview<br />

Reiner Rose und der Erfolg des OLC<br />

56 Schleicher ASG 32 EL<br />

Mit einer Heimkehrhilfe für die ASG 32 EL steigt<br />

Schleicher nun in den Elektroflug ein<br />

62 WM-Bewerbung<br />

Stendal-Borstel kandidiert als Austragungsort<br />

für die nächste Weltmeisterschaft<br />

64 OLC-Glider Race<br />

Anspruchsvolles Segelfliegen vor Publikum<br />

65 Segelfliegen-News<br />

GP Gliders und Jonker mit neuen Modellen<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 5


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 01/<strong>2017</strong><br />

Kolumne: Rendite kontra Sicherheit<br />

Bestehende Gesetze<br />

werden eingehalten<br />

Seit mehr als 20 Jahren bin ich Privatflieger,<br />

fast genauso lange abonniere ich<br />

den <strong>aerokurier</strong>. Aber so eine unsachliche<br />

Abhandlung habe ich noch nie lesen müssen.<br />

Darüber hinaus bin ich seit über 25<br />

Jahren Inhaber eines Planungsbüros für<br />

Windparks und sehe mich gezwungen, zu<br />

der Kolumne Stellung zu nehmen.<br />

Schon der erste Satz „Schön und gut,<br />

wenn sich Verwaltungsbeamte bei der<br />

Genehmigung von Windkraftanlagen an<br />

Vorschriften halten… Was aber, wenn die<br />

Vorschriften mit der Realität wenig zu tun<br />

haben…“ ist eine Zumutung. An was sollen<br />

sich die Beamten denn bitte sonst halten,<br />

wenn nicht an das Baurecht sowie<br />

die Bestimmungen der Luftfahrt?<br />

Was soll das heißen, „Die Windbranche<br />

scheint besser zu funktionieren als die<br />

Mafia zu Zeiten Al Capones“? Damit will<br />

der „Kenner der Szene“ offenbar nahe legen,<br />

dass die Windbranche aus Gesetzesbrechern<br />

besteht. Der dann folgende<br />

Neidgesang über „weiche Kosten“,<br />

„Windmühlen-Millionäre“ und Preisabsprachen<br />

zwischen den Herstellern entbehrt<br />

jeglicher Grundlage. Wenn sich der<br />

Autor allerdings Gesetzesbrüchen auf der<br />

Spur wähnt, so ist es seine staatsbürgerliche<br />

Pflicht, Anzeige zu erstatten, anstatt<br />

Verunglimpfungen von sich zu geben.<br />

Tatsächlich heißt es in der NfL I 92/13<br />

Ziffer 6: „…Von einer Gefährdung des<br />

Flugplatzverkehrs in der Platzrunde ist<br />

grundsätzlich dann auszugehen, wenn relevante<br />

Bauwerke oder sonstige Anlagen<br />

einen Mindestabstand von 400 m zum Gegenanflug<br />

von Platzrunden und/oder 850<br />

m zu den anderen Teilen von Platzrunden<br />

(inkl. Kurventeilen) unterschreiten…“<br />

Wer diese Abstände nicht einhalten<br />

kann, dem empfehle ich, bei schlechter<br />

Sicht nicht zu fliegen, seinen Fliegerarzt<br />

zu konsultieren, um das räumliche Sehen<br />

zu überprüfen, einen Fluglehrer um einige<br />

Übungsstunden zu bitten oder die für<br />

ihn zuständigen Bundespolitiker zu bitten,<br />

Gesetzesänderungen vorzuschlagen.<br />

Es braucht keinen Mut, sich gegen die<br />

Windkraftlobby durchzusetzen, denn diese<br />

kann keine Gesetze und Verordnungen<br />

erlassen. Und nicht „die Mutti“ hat die<br />

Energiewende gewollt, sondern die gewählten<br />

Abgeordneten des deutschen<br />

Bundestages haben sie beschlossen. Das<br />

gilt auch für das Baurecht, und es bedarf<br />

gerade nicht dem Wirken von Verwaltungsfachleuten,<br />

die bereit sind, mal ein<br />

Vorhaben auf Wunsch von Dr. Spornrad<br />

mit absichtlicher Verletzung des geltenden<br />

Rechts abzulehnen. Aber genau ein<br />

solches absurdes Rechtsverständnis<br />

herrscht im Übrigen tatsächlich bei der<br />

Mafia und ist Dr. Spornrad offenbar deutlich<br />

näher als der Windkraftbranche, die<br />

sich zwingend an Gesetze halten muss<br />

und bei Rechtsverletzungen bestraft wird.<br />

Der Satz „Ich will nur fliegen“ reicht<br />

nicht aus. Als Pilot muss man immer die<br />

jeweils geltenden Regeln einhalten, und<br />

zwar auf der ganzen Welt.<br />

Uwe Thomas Carstensen, Hannover<br />

Postfaktische Kolportage<br />

von Vorurteilen<br />

Schreiben lohnt sich! Unter allen Leserbrief-Autoren<br />

hat die Redaktion das Buch „Faszination<br />

Ultraleichtfliegen“ von Hellmut Penner und Frank Herzog<br />

verlost. Es bietet umfassende Informationen über<br />

Dreiachser, Tragschrauber, Gleitflugzeuge und Trikes,<br />

beschreibt den Weg zum Schein, stellt die gängigsten<br />

UL-Typen und -Motoren vor und befasst sich mit den<br />

Regularien des UL-Fliegens. Als Gewinner wurde<br />

Paul Depprich aus Potsdam gezogen.<br />

Als leidenschaftlicher Flieger und Berufstätiger<br />

in der Windbranche kann ich<br />

den geradezu postfaktischen Artikel<br />

„Rendite kontra Sicherheit“ nicht unkommentiert<br />

lassen. Auch wenn es sich um<br />

eine Kolumne handelt: Glaubt der Autor<br />

tatsächlich, damit einen sinnvollen Beitrag<br />

zum Verhindern der Einschränkungen<br />

der Fliegerei durch die Windenergie<br />

abgeliefert zu haben? Hier werden Vorurteile<br />

kolportiert und dem Weltbild des Autors<br />

zuträgliche Zusammenhänge hergestellt.<br />

Wer sich umfassend und objektiv<br />

informiert, wird wissen, dass die Windenergie<br />

mittlerweile den größten Teil der<br />

erneuerbaren Energie darstellt. Die behaupteten<br />

Preisabsprachen entbehren jeder<br />

Grundlage, ganz im Gegenteil, wird<br />

ein erheblicher Preisdruck auf die Windindustrie<br />

ausgeübt und insbesondere an<br />

die Hersteller weitergegeben.<br />

Die Verträglichkeit von Windenergie<br />

und Luftfahrt wurde in der Vergangenheit<br />

bereits konstruktiv durch den DAeC, Vertreter<br />

der Windbranche und der Politik<br />

behandelt. Als Ergebnis ist herauszustellen,<br />

dass Flugplatzhalter sich über die<br />

Raumordnungspläne informieren und auf<br />

Planer der Windenergie und Flächenbesitzer<br />

zugehen sollten. Eine frühe Beteiligung<br />

am Planungsprozess hilft, die Belange<br />

der Luftfahrt zu berücksichtigen und<br />

Flugplätze und Windparks im Einklang zu<br />

betreiben. Die Luftfahrt- und Genehmigungsbehörden<br />

der Länder müssen natürlich<br />

ihren Teil dazu beitragen. Eine Blockadehaltung<br />

wie im Artikel wird den Dialog<br />

mit der Windkraftbranche aber eher<br />

erschweren.<br />

Marten Seifert, Busdorf<br />

Populismus ist<br />

nicht nötig<br />

Windräder gehören wie alle anderen<br />

hohen Bauwerke nicht in oder in die Nähe<br />

von Einflugsektoren und/oder Platzrunden.<br />

Insoweit werden sich alle Teilneh-<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen.<br />

Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Motorbuch Verlag<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


mer der GA wohl mit Dr. Spornrad einig<br />

sein. Er „will ja nur fliegen“, hier reduziert<br />

auf „sicher fliegen“. Soweit schreibt<br />

er das und denkt hoffentlich auch was er<br />

schreibt. Es obliegt Dr. Spornrad aber<br />

nicht, die Energiewende insgesamt zu<br />

kritisieren. Genau hier ist aber der Widerspruch<br />

in der Kolumne zu erkennen: Er<br />

vermischt die Themen Flugsicherheit und<br />

Energiewende und tut auf diese Weise<br />

genau das, was er vorgibt nicht tun zu<br />

wollen. Die populär-populistischen Ideen<br />

wie „Mutti will es so“ und „Landwirte<br />

mit wenig fruchtbarem Ackerland werden<br />

über Nacht zu Millionären“ tun ihr übriges.<br />

Schade, so wird die Kernbotschaft<br />

entkräftet. Es ist überhaupt nicht nötig,<br />

die Sicherheitsfragen nicht sachbezogen<br />

über das Ziel und die Kernaussage hinweg<br />

zu begründen.<br />

Gerhard Klink, Hofbieber<br />

<strong>aerokurier</strong> 12/2016<br />

Reisebericht Südfrankreich<br />

Komplexer Luftraum<br />

bedingt genaue Planung!<br />

„Wer hier durch möchte, sollte sich gar<br />

nicht erst die Mühe machen, jede einzelne<br />

LF-R eingehend zu analysieren.“ Diesen<br />

Satz muss man sich auf der Zunge<br />

zergehen lassen. Da raten sie VFR-Piloten,<br />

auf eine gründliche Flugplanung zu verzichten.<br />

Davon abgesehen, dass dies illegal<br />

ist, ist es auch noch dumm. Was<br />

macht der Hobbypilot, wenn er von FIS<br />

erfährt, dass z.B die R45N4 aktiv ist. FIS<br />

wird ihm da nicht weiterhelfen. Im französischen<br />

Text steht: „Contournement obligatoire<br />

pendant l`activité“, zu deutsch:<br />

„draußen bleiben“. Punkt. Aus.<br />

Da hilft es nicht, wenn der Autor<br />

schreibt „... dies wird nach übereinstimmenden<br />

Erfahrungen in den meisten Lufträumen<br />

problemlos gewährt“. Adverbien<br />

wie „meist“ oder „normalerweise“ haben<br />

in der Fliegerei nichts zu suchen. Es zählt<br />

allein die aktuelle Situation und die, die<br />

bis zur Landung auftreten kann. Auf keinen<br />

Fall (weder in Deutschland, noch in<br />

Frankreich) sollte man den FIS als Ersatz<br />

für fehlende Flugplanung missbrauchen.<br />

Der Artikel eignet sich, jeden Frankreichanfänger<br />

in die Falle zu locken. Man<br />

ruft nicht „meistens Reims Info“, sondern<br />

nimmt eine Karte und ruft die Frequenz,<br />

die in der Karte oder AIP steht zu dem<br />

Zweck, den man beabsichtigt.<br />

Was den Funk auf französisch an manchen<br />

Plätzen betrifft, so könnten Sie als<br />

„Magazin für Piloten“ ruhig mal bei Behörden<br />

anleiern, dass man das auch legal<br />

machen darf (auch ich mache das illegal),<br />

denn es gibt laut LBA in ganz Deutschland<br />

keinen Prüfer, der eine Prüfung für<br />

Französisch im Sprechfunk abnehmen<br />

und in ganz Frankreich keinen, der das in<br />

eine deutsche Lizenz eintragen darf.<br />

Paul Depprich, Potsdam<br />

Antwort des Autors David Kromka:<br />

Natürlich gehört eine ordentliche Flugvorbereitung dazu.<br />

Ich arbeite mich fast jeden Morgen durch fünf Seiten<br />

NOTAMs nur zu Frankfurt, obwohl das mein Heimatplatz<br />

ist. Es geht aber letztlich darum, dass die auf den ersten<br />

Blick komplexe Luftraumstruktur Frankreichs viele<br />

VFRler abschreckt. Und das völlig zu Unrecht. Denn<br />

meiner Erfahrung nach kann man nach Rücksprache mit<br />

den Lotsen durch die überwiegende Mehrzahl dieser<br />

Areas einfach „transiten“. Gerade nahe der Grenze ist<br />

die Struktur mitunter derart komplex, dass man nur mit<br />

FIS-Support durchkommt – und feststellt, dass der Bitte<br />

nach Unterstützung gerne entsprochen wird. Natürlich<br />

gibt es Fälle, wo Lufträume Beton sind. Dann muss man<br />

auch Umwege in Kauf nehmen, aber alles mit<br />

Radarvektoren angesagt und als Ausweichempfehlung.<br />

<strong>aerokurier</strong> 01/<strong>2017</strong><br />

Idaflieg-Sommertreffen<br />

Kreisflug-Messungen<br />

gab es schon früher<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

Als langjähriger <strong>aerokurier</strong>-Leser habe<br />

ich mit Interesse den Artikel von Tobias<br />

Schmid gelesen. Darin wird erwähnt,<br />

dass „erstmals“ ein Verfahren erprobt<br />

wurde, um Segelflugzeuge auch im Kreisflug<br />

vermessen zu können. Hierzu möchte<br />

ich bemerken, dass ich bereits im Jahr<br />

1961 im Rahmen einer Studienarbeit am<br />

Lehrstuhl für Luftfahrttechnik der TH<br />

Darmstadt Messungen zur Ermittlung der<br />

Kurvenflugpolaren von Segelflugzeugen<br />

vorgenommen habe. Die Messungen wurden<br />

nach der Methode der Höhenstufenflüge<br />

unter Einsatz eines „Phipsithetas“<br />

bei der Flugwissenschaftlichen Forschungsanstalt<br />

München durchgeführt,<br />

deren Leiter damals Hans Zacher war.<br />

Aus den gemessenen Kurvenflugpolaren<br />

bei unterschiedlichen Schräglagen konnte<br />

so die optimale Kurvenflugpolare als Hüllkurve<br />

für den jeweiligen Flugzeugtyp ermittelt<br />

werden.<br />

Dipl-Ing. Axel Homburg, Taunusstein<br />

<strong>aerokurier</strong> 11+12/2016<br />

Me 262, Cessna Bird Dog<br />

Man denkt, man fliegt<br />

die Schwalbe selbst!<br />

Nach meinem seinerzeit sehr kritischen<br />

Leserbrief zum T-Bird-Artikel (<strong>aerokurier</strong><br />

3/2016) dieses Mal ein Lob zu zwei<br />

Artikeln: Zunächst zum Flight Report Me<br />

262 von Herrn Czaia: Gratuliere, so soll er<br />

sein! Ein wahrer Mitflug, nein, man fliegt<br />

ihn förmlich selbst, den Vogel. Einfach<br />

herrlich. Und dann der Bericht zur Restaurierung<br />

der Bird Dog! Einfach toll. An Andrea<br />

Rossetto habe ich spontan folgende<br />

Mail geschrieben: „Glückwunsch zu Ihrem<br />

tollen Bericht über die Restaurierung<br />

der O-1, den ich soeben in der Novemberausgabe<br />

des <strong>aerokurier</strong>-Magazins gelesen<br />

und richtig genossen habe. Beeindruckt<br />

hat mich dabei nicht nur ihre schöne<br />

„Schreibe“, sondern auch und im Besonderen<br />

Ihre profunde Sachkenntnis, die professionelle<br />

Organisation des Projektablaufs<br />

und die kompromisslos präzise<br />

Durchführung – aber auch mit wie viel<br />

Respekt, Herz und Herzlichkeit Sie diesem<br />

Vogel und dem ehemaligen Kutscher<br />

dieses Typs begegnet sind.“<br />

Kurt H. Kroboth, Friedberg<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 7


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Howard DGA-15<br />

VERDAMMT<br />

GUT<br />

Fragt man nach großen Namen der<br />

Luftfahrt, wird kaum jemand an Ben O.<br />

Howard denken. In den 30er Jahren mit<br />

Rennflugzeugen erfolgreich, schuf er<br />

mit seinen DGAs Muster, deren Komfort<br />

und Leistung noch heute begeistern.<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


AUTOR: Thomas Schüttoff,<br />

Philipp Prinzing<br />

FOTOS: Philipp Prinzing<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Der mächtige Pratt &<br />

Whitney-R-985-Sternmotor<br />

läuft mit einem<br />

alternativen Treibstoff.<br />

Entspanntes Ehepaar:<br />

Rick und Trish Volker<br />

genießen die Flüge in<br />

ihrer Howard.<br />

Damn Good Airplane. Kurz:<br />

DGA. Ein Flugzeugkonstrukteur<br />

muss schon sehr<br />

von sich und seiner Arbeit<br />

überzeugt sein, um die eigenen<br />

Kreationen mit den Initialen dieser<br />

drei Wörter zu benennen. Doch<br />

Benjamin Odell „Benny“ Howard,<br />

Tüftler, Aviateur und Geschäftsmann,<br />

fand in diesem Kürzel die perfekte<br />

Abbildung seiner eigenen Ansprüche<br />

– wenngleich mit Schützenhilfe<br />

anderer Piloten.<br />

In der Epoche des „golden age<br />

of aviation“, von Anfang bis Ende<br />

der 1930er Jahre, gelangen Howard<br />

einige noch heute respektable Rekorde<br />

und Erfindungen. Das Fliegen hat<br />

er sich mehr oder weniger selbst<br />

beigebracht, und er überlebte die Zeit<br />

des „Barnstorming“, in der tollkühne<br />

Männer als eine Art fliegende Schausteller<br />

durch die Lande zogen und<br />

zeigten, was in ihren Flugzeugen<br />

steckte. Zu dieser Zeit hatte er seine<br />

eigenen, bereits betagten Fluggeräte<br />

schon so modifiziert, dass sie<br />

deutlich schneller als die Ursprungsversionen<br />

flogen.<br />

Beispielhaft ist eine alte Lincoln<br />

Standard, die nach Flächenkürzung<br />

und Rumpfumbau 56 km/h schneller<br />

war als alle anderen Maschinen gleichen<br />

Typs. Als der Doppeldecker<br />

später den Besitzer wechselte, betitelten<br />

die neuen Eigentümer ihn als<br />

„damned good airplane“. Fortan<br />

nannte Howard alle seine Konstruktionen<br />

DGA. Die DGA-1 und DGA-2<br />

waren noch Flugzeuge, die ohne<br />

jede Zulassung oder Zertifizierung<br />

flogen – es gab ja auch noch keine<br />

Luftfahrtbehörde.<br />

Nach vielen Zwischenfällen im<br />

privaten wie gewerblichen Bereich<br />

wurde 1926 die Aeronautics Branch<br />

des Commerce Department ins Leben<br />

gerufen. Durch die Einführung von<br />

Luftfahrtstandards in Form von Gesetzen<br />

erkannte Howard auch für sich<br />

Chancen und erwarb seine kommerzielle<br />

Lizenz als Berufspilot. Bei<br />

Robertson Airlines angestellt, flog er<br />

die Ford Tri-Motor und hatte erstmals<br />

in seinem Leben ein regelmäßiges<br />

Gehalt. Täglich von St. Louis nach<br />

Chicago und wieder zurück wurde<br />

ihm allerdings schnell langweilig, und<br />

so begann er in seiner Freizeit, sich<br />

wieder schnellen Flugzeugen zu<br />

widmen.<br />

Inzwischen nach St. Louis gezogen,<br />

lernte er den 18-jährigen Luftfahrtstudenten<br />

Gordon Israel kennen. In<br />

kurzer Zeit gelang es beiden, mit<br />

kleinem Budget die DGA-3 „Pete“,<br />

eine komplette Neukonstruktion, vom<br />

Reißbrett weg flügge werden zu lassen.<br />

Dieser kleine, weiße Tiefdecker<br />

mit offenem Cockpit und hängendem<br />

Reihenvierzylinder mit 90 PS Leistung<br />

sollte Bennys Einstieg in die Welt der<br />

Rennflugzeuge werden. Mit „Pete“<br />

nahm er an sieben Rennen teil und<br />

gewann zahlreiche Trophäen.<br />

Was konsequent folgte, waren die<br />

DGA-4 „Ike“ und DGA-5 „Mike“.<br />

Bennys Ambitionen galten aber auch<br />

der Entwicklung eines Executive-<br />

Reiseflugzeuges. Dazu benötigte er<br />

Kapital. Die Lösung sollte das Preisgeld<br />

der Transcontinental Bendix<br />

Race Trophy sein. Inspiriert vom<br />

Flugzeughersteller Monocoupe in St.<br />

Louis, begann er Ende 1933 mit der<br />

Konstruktion und dem Bau der<br />

Howard DGA-6 „Mr. Mulligan“. Als<br />

im Frühjahr 1934 der dafür vorgesehene,<br />

550 PS starke Pratt & Whitney<br />

Wasp noch nicht verfügbar war, wurde<br />

zunächst ein nur 450 PS starker<br />

Wasp probeweise eingebaut. Zum<br />

ersten Mal flog „Mr. Mulligan“ im<br />

Juli, und nach 15 Minuten in der Luft<br />

stieg Benny mit einem breiten Grinsen<br />

aus. Er wusste, dass ihm ein<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


90 Grad Schräglage<br />

machen dem Schulterdecker<br />

gar nichts aus.<br />

Der Pilot hat seinen<br />

Spaß dabei.<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Der Wählschalter für die verschiedenen Tanks wird nicht so oft bedient, denn die<br />

Maschine hat ausreichend Kraftstoff zur Verfügung, um ausgedehnte Flüge zu<br />

unternehmen. Nach einer Strecke von 1100 Meilen waren noch 30 Gallonen in den<br />

Tanks. [ 2 ] Es gibt unzählige Details an der Howard, die es lohnt, in Augenschein zu<br />

nehmen. Selbst die Lüftungsschlitze sind ein Hingucker.<br />

[ 2 ]<br />

toller Wurf gelungen war. Weitere<br />

Testflüge folgten, und im August<br />

bekam das Flugzeug den stärkeren<br />

Motor. Dank des Laders konnten auch<br />

größere Flughöhen erreicht werden.<br />

Nur wenige Tage vor den National<br />

Air Races erfuhr Benny, dass er<br />

selbst nicht teilnehmen durfte. Ein<br />

Passus in seinem Arbeitsvertrag als<br />

Flugkapitän bei United Airlines verbot<br />

ihm derartige Aktivitäten. Es<br />

musste also schnell ein Ersatzpilot<br />

her. Harold Neumann, ein Arbeitskollege<br />

Bennys, wurde als geeignet<br />

auserkoren. Allerdings hatte er auf<br />

der hochmotorisierten Maschine keinerlei<br />

Erfahrung, was sich bald als<br />

verhängnisvoll erweisen sollte. Die<br />

kurze Einweisung auf der DGA war<br />

anscheinend zu kurz ausgefallen.<br />

Nicht weniger als sechs Tanks ohne<br />

Tankanzeige galt es zu managen, und<br />

wenn der „Quirl“ bei einem Reiseflug<br />

erst einmal stand, blieb nur eine Notlandung.<br />

Im Ergebnis ohne Personen-,<br />

aber mit gehörigem Sachschaden.<br />

Um „Mr. Mulligan“ wieder in die<br />

Luft zu bringen, musste mit der „Mike“<br />

bei Flugrennen erst einmal das nötige<br />

Kleingeld erwirtschaftet werden.<br />

Das gelang Harold Neumann mit<br />

Bravour, und er konnte so seinen<br />

Beitrag zum Wiederaufbau leisten.<br />

Mit einer Ausnahmegenehmigung<br />

der United Airlines durfte er gemeinsam<br />

mit Gordon an den Bendix Air<br />

Races 1935 teilnehmen. Benny, Gordon<br />

und „Mr. Mulligan“ erreichten<br />

das Ziel, Cleveland, als Erste. Sie<br />

siegten mit 23,5 Sekunden Vorsprung.<br />

Ein Viersitzer mit zwei Personen,<br />

Zusatzbenzin und -öl an Bord hatte<br />

die überwiegend einsitzige Konkurrenz<br />

besiegt! Später folgte noch die<br />

Teilnahme an der Thompson Trophy,<br />

für die die DGA eigentlich denkbar<br />

ungeeignet war, doch sie gewann<br />

auch hier! Die DGA-6 hatte als einziges<br />

Flugzeug überhaupt die Thompson-<br />

und die Bendix-Trophy gewonnen!<br />

Mit diesem Erfolg war der<br />

Zündfunke übergesprungen und der<br />

NACH ÜBER 300 STUNDEN, KANN<br />

RICK SAGEN, DASS DIE DGA BESSER<br />

IST ALS VIELE MODERNE EINMOTS<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Die Howard DGA-15 in<br />

Oshkosh. Aus der<br />

Froschperspektive wirkt<br />

sie noch wuchtiger.<br />

Immer den Durchblick<br />

behalten – mit der DGA<br />

kein Problem.<br />

„self-selling factor“ für alle folgenden<br />

DGAs als Business-Reiseflugzeuge<br />

begründet – und das Startkapital für<br />

seine Howard Company verdient!<br />

Die Kombination von Komfort und<br />

guten Flugeigenschaften ist für Piloten<br />

noch immer attraktiv. Eine der<br />

550 gebauten DGA-15 gehört heute<br />

einem kanadischen Ehepaar. Patricia<br />

„Trish“ und Rick Volker wurden vor<br />

einigen Jahren in Oshkosh auf den<br />

schnellen Hochdecker aufmerksam<br />

und haben seitdem viele Stunden in<br />

ihrer Howard in der Luft verbracht.<br />

Begeistert berichten sie von ihrer<br />

ganz persönlichen DGA-Geschichte:<br />

Rick ist Vollblutpilot mit Kunstflugund<br />

Warbirderfahrung. Er bewegt<br />

regelmäßig Harvard, Spitfire und Bf<br />

109 in Kanada und den USA. Seine<br />

Frau Trish kam erst durch ihren Mann<br />

zur Fliegerei. Hin und wieder bringt<br />

sie ihn zur Arbeit. Aber nicht etwa<br />

mit dem Auto, sondern mit ihrer<br />

eigenen Howard. Für sie begann das<br />

Abenteuer DGA 2006 in Oshkosh:<br />

„Ich war gerade dabei, meinen PPL<br />

zu machen, als ich das erste Mal das<br />

Luftfahrtmekka in Wisconsin besuchte“,<br />

erzählt sie. „Mir war nicht klar,<br />

wie viel Einfluss dieses Erlebnis haben<br />

sollte. Wo sonst kann man die<br />

Besitzer und Piloten von mehr als<br />

10 000 Flugzeugen treffen und ihnen<br />

Fragen stellen?!“<br />

Eben das sei ihr passiert. Rick war<br />

mal wieder bei seinen Lieblings-<br />

Warbirds, und sie schlenderte durch<br />

die Reihen der Vintage Area. Bereits<br />

beim dritten Flieger blieb sie hängen<br />

– der großen DGA. Sie hatte das Glück,<br />

an den Vorstand der Howard Aircraft<br />

Foundation zu geraten. Presley Melton<br />

erzählte ihr alles über den Klassiker.<br />

Fünf Jahre und einige Spornraderfahrung<br />

später war es so weit:<br />

Mit Hilfe des großen Howard-Netzwerks<br />

aus Besitzern und Instandhaltern<br />

fand sich die N67722, eine GH-1<br />

mit der Seriennummer 560, ausgeliefert<br />

am 4. Juli 1942.<br />

An einem kühlen Herbsttag brachte<br />

Rick sie nach Hause – nach sechs<br />

Stunden, 1100 Meilen und noch mit<br />

mehr als 30 Gallonen Treibstoff in<br />

den Tanks. Trish war überrascht: „Die<br />

Howard ist groß und komfortabel.<br />

Noch nie hatte ich einen derart hohen<br />

Komfort in einem GA-Flugzeug erlebt“,<br />

erinnert sie sich. „Aus meiner Flugschulzeit<br />

hatte ich Flugzeuge der<br />

General Aviation immer als klein und<br />

einengend empfunden. Nicht so bei<br />

Swift Fuel – die Avgas-Alternative<br />

Swift Fuel ist eine Avgas-Alternative, die aus Biomasse<br />

gewonnen wird und mit normalem Treibstoff<br />

gemischt werden kann. Als Ausgangsmaterial ist jedes<br />

zucker- beziehungsweise zellulosehaltige Material<br />

geeignet, das durch Fermentierung mit Aceton<br />

die Bestandteile des Treibstoffs liefert. Es existieren<br />

zwei Swift-Fuel-Varianten: UL94 und 100+. Die<br />

erste eignet sich speziell für niedrig verdichtete Kolbenmotoren,<br />

die Treibstoff mit einer Oktanzahl von<br />

94 oder weniger benötigen. Außer der geringen Oktanzahl<br />

und der Tatsache, dass der Treibstoff bleifrei<br />

ist, bestehen keine weiteren Unterschiede zu Avgas.<br />

UL94 besitzt eine FAA-Zulassung. Swift Fuel 100+<br />

wird als echte 100LL-Alternative gehandelt, befindet<br />

sich aber zurzeit noch in der Zulassungsphase.<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


[ 1 ]<br />

[ 1 ] Ragtime Aero in Kalifornien übernahm vor vielen Jahren die<br />

hervorragende Restaurierung der DGA-15P des kanadischen<br />

Ehepaares. [ 2 ] Unvergleichlich: Das Design des geräumigen Cockpits<br />

erinnert stark an den Art-déco-Stil des letzten Jahrhunderts.<br />

Auch heute noch lässt es keine Wünsche offen.<br />

[ 2 ]<br />

der Howard. Ich hatte nicht damit<br />

gerechnet, in gut gepolsterten Sitzen<br />

nebeneinander Platz nehmen zu können<br />

und sich dann noch nicht einmal<br />

ständig zu berühren.“<br />

Trotz der Abmessungen des Flugzeugs<br />

sei die Sicht in der Luft beeindruckend,<br />

schwärmt sie. Das Starten<br />

des Pratt & Whitney 985, der bei<br />

diesem Oldie mit dem hochmodernen<br />

Biosprit Swift Fuel betrieben wird,<br />

empfindet sie heute als durchkomponierte<br />

Symphonie. Master auf „on“,<br />

pumpen, dreimal primen, Magnete<br />

an, Starter betätigen – der Motor erwacht<br />

zum Leben. Ein tiefer, kehliger<br />

Klang gibt zu erkennen, dass das<br />

Aggregat zeigen will, was es kann.<br />

Nimmt man das Steuer in die Hand,<br />

muss man Kraft aufbringen, da die<br />

Howard im Vergleich zu den üblichen<br />

Flugschulmaschinen schwer ist. Wenn<br />

man schnell an Höhe verlieren möchte<br />

– das Training im Fitnessstudio<br />

macht sich auch hier bezahlt –, muss<br />

man die Nase runterdrücken, die<br />

Leistung wegnehmen und das Flugzeug<br />

halten, bis man die gewünschte<br />

Höhe erreicht hat; dann nachtrimmen,<br />

und alles ist gut. Um saubere<br />

Landungen hinzubekommen, ist<br />

Spornradtraining essenziell. Auf 175<br />

km/h reduzieren, Klappen ganz öffnen,<br />

die Nase runter und 136 km/h halten,<br />

einen Punkt auf der Landebahn anvisieren<br />

und die Maschine so lange<br />

halten, bis die Landebahn vor einem<br />

verschwindet. Erst wenn das Hauptfahrwerk<br />

aufsetzt und die Maschine<br />

etwas an Fahrt verliert, vorsichtig<br />

zurückziehen, um das Heckrad aufzusetzen.<br />

Dann heißt es weitersteuern<br />

und mit schneller Fußarbeit das<br />

Flugzeug auf Linie halten. Die Bremsen<br />

so spät wie möglich, aber dann<br />

mit gleichmäßigem und konstantem<br />

Druck betätigen.<br />

Die Howard zu fliegen ist eine<br />

wirkliche Herausforderung, die aber<br />

mit viel Freude in der Luft belohnt<br />

wird. Und dazu kommt der Sympathiebonus,<br />

den der schöne, 74 Jahre<br />

Daten Howard DGA-15<br />

Hersteller: Howard Aircraft Company Zulassung: NC67722 Sitzplätze:<br />

4 Bauweise: Schulterdecker Verwendung: Reiseflugzeug<br />

Antrieb<br />

Hersteller Pratt & Whitney<br />

Art Neunzylinder-Sternmotor<br />

Typ<br />

R-985 Wasp Junior<br />

maximale Leistung<br />

bei 2300 rpm 450 PS/336 kW<br />

Propeller<br />

HerstellerHamilton<br />

Typ Standard 2D30 (Zweiblatt)<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

7,62 m<br />

Spannweite<br />

11,58 m<br />

Flügelfläche 19,5 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

Nutzlast<br />

Maximalmasse<br />

Tankinhalt<br />

1227 kg<br />

746 kg<br />

1973 kg<br />

572 l<br />

Flugleistungen<br />

Startrollstrecke<br />

275 m<br />

bestes Steigen über 1500 ft/min<br />

Reisegeschwindigkeit 151 KIAS<br />

V NE <br />

235 KIAS<br />

Überziehgeschwindigkeit mit voll ausgefahrenen<br />

Klappen 56 KIAS<br />

Reichweite 800 NM/ 1480 km<br />

Lastvielfache<br />

+4,3 g<br />

„DIE HOWARD IST GROSS, SCHNELL<br />

UND SEHR KOMFORTABEL. EINFACH<br />

PERFEKT FÜR MICH“, SAGT TRISH<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Die oft Kraft fordernden Steuereingaben<br />

an den großen Rudern erinnern<br />

einen daran, wozu Arme und Beine<br />

gemacht sind. [ 2 ] Rick kann aufgrund<br />

seiner großen Erfahrung die Howard<br />

auch entsprechend sportlich fliegen.<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 3 ] Die große Kabine<br />

bietet Platz für vier<br />

Personen. Die Fondpassagiere<br />

haben mehr<br />

Beinfreiheit als in einem<br />

modernen Airliner.<br />

[ 4 ] Schlank und sportlich<br />

ist der Rumpf. Das<br />

Platzangebot leidet nicht<br />

darunter.<br />

alte Oldie auf jedem Rollfeld einheimst.<br />

Nicht selten sticht die DGA jüngere<br />

Kontrahenten aus. Trishs Resümee<br />

ist entsprechend eindeutig: „Das ist<br />

nichts für gelegentliche Spornradpiloten,<br />

doch wie so viele Dinge im<br />

Leben, die dir positive Erfahrungen<br />

vermitteln, verlangt dir auch die Howard<br />

viel ab. Wenn man sein Bestes<br />

gibt, belohnt sie einen mit einem<br />

wundervollen Flug.“<br />

Rick ergänzt angesichts seiner<br />

Erfahrung: „Nach 300 Stunden mit<br />

der N67722 bekomme ich den Eindruck,<br />

dass dieses Flugzeug modernen<br />

Flugzeugen in Sachen Komfort,<br />

Sicht und Leistung überlegen ist“,<br />

sagt er. „Die Reisegeschwindigkeit<br />

DIE MASSIVEN HOLME UND STREBEN ERLAUBEN,<br />

NACH EINEM STURZFLUG MIT TEMPO 275<br />

IM ABFANGBOGEN MEHR ALS 4G ZU ZIEHEN!<br />

ist auf dem Niveau moderner, schneller<br />

Einmots mit starrem Fahrwerk.“<br />

Einzige Schwachpunkte in seinen<br />

Augen: das Landeverhalten und der<br />

hohe Kraftstoffverbrauch. Im Flug sei<br />

mit ihr vieles möglich. „Die Rollrate<br />

ist hoch, ohne dass man Angst vor<br />

einem Überschlag haben muss. Wenn<br />

man selbst einmal Dampf verspürt,<br />

ist sie jederzeit bereit für einen Tanz.<br />

Die massiven Holme und Streben<br />

erlauben, nach einem Sturzflug mit<br />

275 km/h im Abfangbogen mehr als<br />

4 g zu ziehen. Das würde so ziemlich<br />

jeder anderen GA-Einmot, außer vielleicht<br />

einer Extra 300, die Flügel abreißen“,<br />

sagt Rick mit breitem Grinsen.<br />

Man werde bei den Kraft fordernden<br />

Steuereingaben immerzu<br />

daran erinnert, wozu Beine und Arme<br />

da sind. Dafür ist die Steuerung direkt<br />

und reagiert schnell auf die Eingaben<br />

des Piloten.<br />

So zieht Rick denn auch ein begeistertes<br />

Fazit. „Landet man nach<br />

einem langen Nonstop-Flug, sind die<br />

Passagiere derart entspannt, dass<br />

sie am liebsten noch länger im Flugzeug<br />

blieben, um das Gefühl einer<br />

anderen Epoche zu genießen – einer,<br />

in der das Leben noch nicht so hektisch<br />

war wie heute.“ Und der Howard-Pilot?<br />

Der ergötzt sich, den Arm<br />

lässig aus dem Kurbelfenster gehängt,<br />

am tollen Anblick dieses Klassikers.<br />

Wer die beiden Kanadier kennenlernen<br />

möchte und Benny Howards Werk<br />

aus der Nähe sehen will, sollte beim<br />

nächsten Oshkosh-Besuch in der<br />

Vintage Area vorbeischauen. Trish<br />

und Rick Volker sind mit ihrem „Damn<br />

Good Airplane“ bestimmt dabei. ae<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Fliegende<br />

Legenden<br />

www.klassiker-der-luftfahrt.de<br />

Jetzt neu im Handel


[ NEWS ]<br />

Cirrus Vision Jet<br />

ERSTE SF50<br />

AUSGELIEFERT<br />

Im Rahmen einer großen Feier und im Beisammensein von 800 Gästen übergab der<br />

amerikanische Hersteller den ersten Vision Jet seinem neuen Besitzer. Die Feierlichkeiten<br />

fanden am Firmensitz in Duluth, Minnesota, statt. Der erste SF50-Jet ging an<br />

Joe Whisenhunt, Immobilienhändler aus Arkansas und Besitzer von zehn anderen<br />

Cirrus-Flugzeugen. „Es ist ein wichtiger Meilenstein, das erste Flugzeug auszuliefern“,<br />

verkündete CEO Dale Klapmeier stolz. „Dies ist ein großer Schritt nach vorn für unser<br />

Unternehmen.“ Laut Aussage von Cirrus sind bereits 600 Bestellungen für den Einstrahler<br />

sicher. Bei der Cirrus SF50 handelt es sich um einen Eindecker aus Verbundwerkstoff<br />

mit einem Turbofan-Triebwerk des Typs FJ33-5A von Williams International<br />

am Heck und mit V-Leitwerk. Die Entwicklungs- und Erprobungszeit des Jets betrug<br />

etwa zehn Jahre. Der Erstflug erfolgte bereits am 3. Juli 2008, die FAA-Zertifizierung<br />

ließ bis Oktober 2016 auf sich warten.<br />

Elektrohelikopter<br />

VOLTA SETZT NEUEN<br />

WELTREKORD<br />

Der französische Hersteller Volta Helicopter<br />

entwickelt einen Einsitzer mit Elektroantrieb<br />

namens Volta. Jüngst gelang ihm ein Flug von<br />

über 15 Minuten – Weltrekord laut Hersteller.<br />

Ein 70-kW-Enstroj-Elektromotor, der bei Bedarf,<br />

etwa in einer Gefahrensituation, auch 90 kW<br />

leistet, treibt den 520 kg schweren Einsitzer an.<br />

Der E-Heli besitzt einen Hauptrotor von sieben<br />

Metern Durchmesser und mit variabler Blattverstellung.<br />

Die Autorotationsfunktion ermöglicht<br />

eine sichere Landung bei Motorausfall. Der<br />

Elektro-Drehflügler dient als Technologieträger.<br />

Das eigentliche Ziel von Volta Helicopter ist der<br />

Bau eines Zweisitzers für den Flugschul-Einsatz<br />

mit einer Flugdauer von etwa 40 Minuten.<br />

Fotos: Aquinea, Cirrus Aircraft, Gulfstream<br />

AFIS in RMZ<br />

ZERTIFIZIERUNG SCHREITET VORAN<br />

Früher als geplant<br />

GULFSTREAM G600 HEBT AB<br />

Die Gulfstream G600 hat ihren Erstflug erfolgreich absolviert. Der dreistündige<br />

Flug fand am 17. Dezember vom Flugplatz Savannah/Hilton<br />

Head International Airport statt – und damit früher, als es der Zeitplan des<br />

Projekts vorsah. Die Testpiloten Scott Martin und Todd Abler steuerten die<br />

Maschine, Flugtestingenieur Nathaniel Rutland war für eventuelle technische<br />

Anfragen ebenfalls an Bord. Die G600 besitzt eine Reichweite von<br />

6200 NM (11 482 Kilometer) bei Mach 0.85. Die Höchstgeschwindig keit<br />

liegt bei Mach 0.925 und somit auf demselben Niveau wie beim Flaggschiff<br />

Gulfstream G650ER. „Mit diesem Erstflug sind wir der Zerti fizierung<br />

und Auslieferung einen großen Schritt näher gekommen“, sagte Mark<br />

Burns, Firmenchef von Gulfstream. Die Auslieferungen der ersten G600<br />

sollen 2018 beginnen.<br />

In Radio Mandatory Zones ist ständiger Funkkontakt mit dem Flugplatz<br />

vorgeschrieben. Inzwischen ist der dafür notwendige Aerodrome Flight<br />

Information Service (AFIS) an sieben deutschen Flugplätzen vom Bundesaufsichtsamt<br />

für Flugsicherheit (BAF) zertifiziert. Das BAF hat bereits von<br />

allen Diensteanbietern an Plätzen, für die eine RMZ eingerichtet wurde und<br />

bei denen der AFIS schon jetzt in der AIP eingetragen ist, einen Antrag auf<br />

Zertifizierung erhalten. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen wurde<br />

sieben Diensteanbietern ein Zeugnis durch das BAF erteilt. Die Nachfrage<br />

hält an, da die Richtlinie auch als grundlegende Information für Flugplatzbetreiber<br />

gilt, die beabsichtigen, einen zertifizierten AFIS-Dienst an ihrem<br />

Platz vorzuhalten. Sie gilt aber auch für das zu lizenzierende Personal. Zertifiziert<br />

sind inzwischen die Flugplatz GmbH Eggenfelden, die Flughafen<br />

Neubrandenburg Trollenhagen GmbH, die Ostseehafen Stralsund/Barth<br />

GmbH, die Flugplatz Giebelstadt GmbH, die Flugplatz Mengen-Hohentengen<br />

GmbH, die JadeWeserAirport GmbH und der Aero-Club Coburg e.V.<br />

Flugplätze mit RMZ zeichnen sich dadurch aus, dass dort gelegentlicher<br />

IFR-Verkehr und/oder wiederholt gewerblicher und internationaler Verkehr<br />

stattfindet, der auch nach Wechselflugplänen abgewickelt wird. AFIS muss<br />

aber auch an Flugplätzen vorgehalten werden, die zertifizierungspflichtige<br />

Flugsicherungsdienste anbieten, zum Beispiel durch navigatorische Unterstützung<br />

mit VDF (Peiler). Das BAF stellt die genaue Richtlinie online zur<br />

Verfügung.<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


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Nils Oberschelp (Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje,<br />

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Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />

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Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

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20457 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen<br />

von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die<br />

von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen,<br />

beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten<br />

dabei die mit meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung.<br />

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Pisten: 01/19, 800 x 40 m Gras;<br />

11/29, 500 x 40 m Gras<br />

Treibstoff: nein, Avgas 100LL in<br />

Schwerin-Parchim oder Wismar<br />

Betriebszeiten: PPR/Tag<br />

Telefon: +49 3860 215;<br />

PPR +49 163 1915310<br />

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Luftfahrzeuge bis 5,7 t, Helikopter,<br />

ULs, Segelflugzeuge, Ballone,<br />

Luftschiffe. WLAN verfügbar,<br />

Platzrunde 1000 ft, Überflüge der<br />

Orte Augustenhof, Gädebehn,<br />

Gneven, Godern und Pinnow<br />

möglichst vermeiden.<br />

Denn obschon das Schlosshotel<br />

nur unweit der Landeshauptstadt<br />

liegt, lässt<br />

es sich auch ohne Ausflüge ins<br />

nahe Schwerin dort und in der unmittelbaren<br />

Umgebung hervorragend<br />

aushalten. Dafür sorgen unter<br />

anderem eine moderne, riesige<br />

und bestens ausgestattete Poolund<br />

Wellnesslandschaft sowie der<br />

direkt an den Schlosspark angrenzende<br />

Wald, der zu ausgedehnten<br />

Wanderungen einlädt. Wer kürzere<br />

Spaziergänge bevorzugt, marschiert<br />

einfach durch den Park zum<br />

nur 500 Meter hinter dem Schloss<br />

gelegenen Glambecksee.<br />

Das mehr als 30 Hektar große<br />

Gewässer animiert mit seinem dort<br />

flach abfallenden Ufer und den<br />

rustikalen Bänken aber nicht nur<br />

Gekreuzte Grasbahnen inmitten einer<br />

Seenlandschaft: Der kleine Sonderlandeplatz<br />

in Pinnow ist kaum zu übersehen.<br />

zum Schwimmen oder Verweilen.<br />

Auch Angelinteressierte können<br />

hier auf ihre Kosten kommen, selbst<br />

wenn sie nicht über den obligatorischen<br />

Bundesfischereischein<br />

verfügen. Denn eine Sonderregelung<br />

des Landes Mecklenburg-<br />

Vorpommern ermöglicht einen<br />

Touristenfischereischein, der sich<br />

bei der örtlichen Ordnungsbehörde<br />

in Crivitz lösen lässt.<br />

Dem Örtchen ist das Schloss<br />

Basthorst postalisch zugeordnet,<br />

und mit dem Papier erhält man<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Schlösserrundflug: Von Pinnow aus überfliegt man in nordöstlicher Rich tung<br />

zunächst Basthorst. Kurz darauf kommt Schloss Wendorf in Sicht.<br />

im Angellädchen des ebenfalls<br />

nahen Leezen eine Fischereierlaubnis<br />

für den Glambecksee.<br />

Und auf der Allee zum Schloss<br />

selbst gibt es eine Angelkarten-<br />

Verkaufsstelle für den kleineren,<br />

ebenfalls gut zu erreichenden<br />

Augustenhof-See.<br />

Problemlose Anreise<br />

Mobilität im Umkreis des Schlosses<br />

ist bei Anreise mit dem Flugzeug<br />

überhaupt kein Problem. Der<br />

kleine Sonderlandeplatz Pinnow<br />

(EDBP) liegt nur drei Kilometer<br />

südwestlich des Hotels. Er verfügt<br />

über zwei gekreuzte Grasbahnen<br />

von 500 und 800 Metern Länge,<br />

das Schloss kann man bereits in<br />

der Platzrunde aus der Luft bewundern.<br />

Die PPR-Regelung erfordert<br />

zwar die vorherige telefonische<br />

Kontaktaufnahme, der Platz ist aber<br />

bei Segelflugwetter stets besetzt.<br />

Betrieben wird er vom örtlichen<br />

Fliegerclub, auch ein Helikopter<br />

der Luftrettung nebst Besatzung<br />

ist hier regelmäßig stationiert. Wer<br />

früh genug vor seinem geplanten<br />

Anflug anruft, hat gute Chancen,<br />

sich einen Shuttle zum Hotel über<br />

die örtlichen Fliegerkameraden zu<br />

organisieren oder auf deren Leihfahrräder<br />

zuzugreifen – über die<br />

Straße sind es nur wenige Minuten<br />

zum Schloss. Dort stehen den Hotelgästen<br />

auf Wunsch sogar E-Bikes<br />

zur Verfügung. Mit diesen Pedelecs<br />

wäre auch ein Ausflug ins gut 20<br />

Kilometer entfernte Schwerin mit<br />

seinem beeindruckenden Schloss<br />

und den weitläufigen Barockanlagen<br />

des Schlossgartens kein Problem.<br />

Das Hotel organisiert auf<br />

Wunsch auch gern ein Taxi aus<br />

dem benachbarten Örtchen Crivitz.<br />

Wer sportlich aktiv werden<br />

möchte, ist auf Verkehrsmittel nicht<br />

angewiesen. Nahe des Schlosses<br />

Basthorst kommen Golffreunde<br />

zum Beispiel auf der Golfanlage<br />

Bei Anruf Hilfe: Für auswärtige<br />

Piloten haben die Pinnower Fliegerkameraden<br />

stets ein offenes Ohr.<br />

Gneven zum Zug. Der weitläufige<br />

Platz mit dem internationalen<br />

Winston-Open oder dem Neun-<br />

Loch-Greenfee Winston-Kranich<br />

erfordert zwar die Platzreife, aber<br />

keine Mitgliedschaft und schließt<br />

sich nördlich an den Hofsee des<br />

benachbarten Augustenhofs an.<br />

Ebenfalls in unmittelbarer<br />

Nachbarschaft liegt das Gut Vorbeck,<br />

auf dem sich Reitfreunde<br />

Pferde leihen können – auch zu<br />

begleiteten Geländeausritten mit<br />

Reitlehrer. Wer die Umgebung<br />

lieber vom Wasser aus erkunden<br />

möchte, kann von dort auch mit<br />

einem Mietkanu die Warnow<br />

zwischen Schlosshotel und Flugplatz<br />

hinaufpaddeln. Die Herberge<br />

bietet also weit mehr Möglichkeiten,<br />

als sich während eines Kurztrips<br />

von wenigen Tagen ausschöpfen<br />

lassen.<br />

Aus dem Flugzeug lassen sich<br />

unweit des Schlosshotels noch<br />

weitere versteckte mecklenburgische<br />

Landgüter entdecken. Außerdem<br />

kommt man innerhalb weniger<br />

Flugminuten in südlicher<br />

Richtung nach Neustadt-Glewe<br />

(EDAN), das vor den Toren Ludwigslusts<br />

mit seinem auch als<br />

„Sanssouci des Nordens“ bezeichneten<br />

bedeutenden Barockschloss<br />

liegt. In entgegengesetzter Richtung<br />

kommt man in etwa der gleichen<br />

Zeit, die man für die Strecke von<br />

Pinnow nach Neustadt-Glewe benötigt,<br />

nach Wismar. Die Nähe des<br />

Platzes zum alten Hafen der Hansestadt<br />

bietet sich ebenfalls für<br />

einen Tages-Aus-Flug vom Schloss<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 19<br />

Fotos: Frank Martini


[ MAGAZIN ]<br />

Blick auf den Schlosspark und den<br />

Glambecksee, der nur wenige Fußminuten<br />

hinter dem Schloss liegt.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

Basthorst respektive von Pinnow<br />

aus an. Nach der Rückkehr zum<br />

Dinner aus der sehr empfehlenswerten<br />

Schlossküche kann man<br />

den Tag dann bei einem ausgedehnten<br />

Spa ausklingen lassen.<br />

Qual der Zimmerwahl<br />

Bei der Unterbringung haben<br />

Gäste die Qual der Wahl. Das 1823<br />

erbaute Schlossgebäude selbst wie<br />

auch das etwa 50 Jahre später links<br />

vor dem Herrenhaus als Verwaltungsgebäude<br />

errichtete Turmhaus<br />

verfügen über insgesamt 45 verschieden<br />

eingerichtete Zimmer<br />

und Suiten. Das Haupthaus wurde<br />

von dem Schweriner Regierungsrat<br />

Ernst Johann Wilhelm von<br />

Schack gebaut, der zu Beginn der<br />

1820er Jahre Gutsteile in Kladow<br />

und Samelow erworben hatte und<br />

das zwischen diesen Gemarkungen<br />

gelegene Dorf Basthorst nebst<br />

Gutshaus neu errichten ließ – in<br />

Wer den Glambecksee<br />

nicht nur vom Ufer aus<br />

erkunden will, kann ihn<br />

auf einer abwechslungs -<br />

reichen Floßfahrt erkunden.<br />

Anlehnung des Namens an seine<br />

lauenburgische Heimat.<br />

Das Ende des Guts als Familiensitz<br />

derer von Schack markiert<br />

das Jahr 1900, in dem es in bürgerliche<br />

Hände überging. Dr. Karl<br />

Tust ließ das Gutshaus zu einem<br />

Schloss ausbauen; aus dieser Zeit<br />

dürften auch die überall zu findenden<br />

Jugendstilelemente herrühren.<br />

Nach den beiden Weltkriegen<br />

dienten die Gebäude als Flüchtlingsquartier,<br />

Lehranstalt und<br />

Rückzugsort der allgegenwärtigen<br />

Stasi, ehe die Anlage 2003 von<br />

ihren heutigen niederländischen<br />

Eigentümern der aktuellen Verwendung<br />

zugeführt wurde.<br />

Familiäre Atmosphäre<br />

Zunächst bauten sie dazu ein<br />

dem Turmhaus vorgelagertes Gebäude<br />

zu einem Appartementhaus<br />

um und errichteten den unterhalb<br />

dem Schloss vorgelagerten Spa-<br />

Bereich. 2010 entstand zudem ein<br />

„Waldresidenz“ getauftes Hotelgebäude<br />

neu, das über weitere 47<br />

Zimmer und Suiten unterschiedlichen<br />

Zuschnitts verfügt. Sowohl<br />

vom Schloss als auch von der<br />

„Waldresidenz“ ist der Spa-Bereich<br />

überbaut zu erreichen, sodass man<br />

direkt aus dem Zimmer bequem<br />

im Bademantel dorthin gelangt.<br />

Der familiäre Charakter scheint<br />

bei den Gästen anzukommen. Im<br />

Schloss selbst, dessen Erdgeschoss<br />

neben den beiden Speisesälen<br />

„Lounge“ und „ De Blauwe Kroon“<br />

eine Bibliothek und einen gemütlichen<br />

Wintergarten mit Kamin<br />

sowie eine Bar beherbergt, kommt<br />

man schnell miteinander ins Gespräch.<br />

In der „Wilhelma Helena“<br />

im Erdgeschoss der „Waldresidenz“<br />

steht morgens ein fürstliches Frühstücksbüffet<br />

bereit, abends herrscht<br />

dort Restaurantbetrieb mit einer<br />

eigenen, vom Schloss unabhängigen<br />

ebenfalls vorzüglichen Küche.<br />

Kunstinteressierte sollten sich<br />

die Ausstellungen und das Programmangebot<br />

des Kunsthauses<br />

Basthorst anschauen. Es liegt unmittelbar<br />

vor dem Hotelensemble<br />

auf der Schlossallee. Die Schlossherren<br />

bieten zudem ganzjährig<br />

verschiedene Arrangements an<br />

– vom „Krimi-Dinner“ bis zu Open-<br />

Air-Konzerten in dem fünf Hektar<br />

großen Schlosspark.<br />

ae<br />

<br />

Frank Martini<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />

KLASSIKER IM TEST<br />

Ein Pilotenmagazin ohne Flugtestberichte? Undenkbar! Die Pilotund<br />

Flugzeugreports gehören seit jeher dazu und sollen den Lesern<br />

einen Einblick in Technik und Flugverhalten neuer Muster bieten.<br />

Der zweite Teil unserer Jubiläumsserie zeigt, wie die <strong>aerokurier</strong>-<br />

Redaktion seinerzeit das Motorflugzeug Piper Cherokee und den<br />

Segler LS1 – heute beides Klassiker – beurteilten.<br />

Seriennummer 2<br />

Jahrgang 1960 – 1969<br />

9. JAHRGANG<br />

DEZEMBER 1965<br />

HEFT 12<br />

Das Cover des<br />

<strong>aerokurier</strong> 12/1965 zeigt,<br />

dass es damals im<br />

Heft nicht nur um die<br />

Allgemeine Luftfahrt ging.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 21


[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />

9. JAHRGANG<br />

DEZEMBER 1965 . HEFT 12<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


9. JAHRGANG<br />

DEZEMBER 1965 . HEFT 12<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 23


12. JAHRGANG<br />

JANUAR 1968 • HEFT 1<br />

[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />

Grüße fürs<br />

Flugjahr 1968<br />

auf dem Cover<br />

des <strong>aerokurier</strong>-<br />

Januarheftes.<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


12. JAHRGANG<br />

JANUAR 1968 • HEFT 1<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 25


[ MAGAZIN ]<br />

Der „Historic Arc“ soll die ehemalige Swissair-Halle 10 (1), das<br />

Abfertigungsgebäude (2), die Gebäudekette von Halle 1 bis 5 (3), das<br />

Unterrichtsgebäude (4) und das Flieger-Flab-Museum (5) umfassen.<br />

Dübendorf<br />

Ein Flugplatz<br />

als Welterbe?<br />

Ziviler und militärischer Verkehr existierten in Dübendorf lange Zeit parallel<br />

nebeneinander. 2005 zog sich das Militär endgültig zurück.<br />

Der Flugplatz Dübendorf ist die Wiege<br />

der Schweizer Luftfahrt und einer der<br />

ältesten zivil gegründeten Flugplätze<br />

der Welt. Nun engagieren sich mehrere<br />

Akteure für eine Anerkennung als<br />

UNESCO-Weltkulturerbe.<br />

Die Aufnahmekriterien für<br />

die UNESCO-Welterbeliste<br />

sind klar definiert. Schützenswert,<br />

so besagen es die Richtlinien,<br />

ist beispielsweise ein<br />

Typus von Gebäuden, architektonischen<br />

und technologischen<br />

Ensembles, die bedeutsame Abschnitte<br />

der Menschheitsgeschichte<br />

versinnbildlichen. „Die Berninabahn<br />

wurde als Meisterleistung<br />

des Schweizer Bahnbaus in das<br />

Weltkulturerbe aufgenommen“,<br />

erklärte Architekt Pit Wyss in<br />

einem Interview, „was liegt da<br />

näher, als den Flugplatz Dübendorf,<br />

der bekanntlich die Wiege<br />

der schweizerischen Luftfahrt ist,<br />

ebenfalls aufzunehmen?“<br />

Der einstige Präsident der Stadtzürcherischen<br />

Vereinigung für<br />

Heimatschutz setzt sich seit geraumer<br />

Zeit für den Erhalt des<br />

Dübendorfer Flugplatzes ein. Um<br />

seinem Anliegen Nachdruck zu<br />

verleihen, reichte er beim Kanton<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Zürich eine Einzelinitiative ein:<br />

Der Erhalt des Flugplatzes soll<br />

künftig durch einen kantonalen<br />

Verfassungsartikel garantiert und<br />

die Aktivitäten zum Schutz des<br />

Areals als UNESCO-Weltkulturerbe<br />

aktiv gefördert werden.<br />

Ideelle Unterstützung erhielt er<br />

von Adolf Flüeli. Der Zürcher reichte<br />

beim schweizerischen Bundesamt<br />

für Kultur einen Antrag zur<br />

Aufnahme des Flugplatzes Dübendorf<br />

als UNESCO-Weltkulturerbe<br />

der Luftfahrt ein. Im Zentrum des<br />

Antrags steht das Argument, dass<br />

der Dübendorfer Flugplatz der<br />

vermutlich älteste zivil gegründete,<br />

nahezu vollständig erhaltene<br />

sowie permanent genutzte Flugplatz<br />

der Welt ist, der mit einer<br />

bogenförmigen Anordnung historisch<br />

wertvoller Gebäude die Gründungsepoche<br />

einzigartig repräsentiert.<br />

Der Flugplatz soll vollumfänglich<br />

erhalten und in seiner<br />

ganzen Vielfältigkeit weiter betrieben<br />

werden – im Gegensatz zum<br />

Berliner Flughafen Tempelhof, den<br />

die Bürger des Bezirks Tempelhof-<br />

Schöneberg zwar als UNESCO-<br />

Weltkulturerbe unter Schutz stellen<br />

wollten, der aber dennoch<br />

geschlossen wurde.<br />

Kritiker werfen ein, dass einzelne<br />

Gebäude auf dem Militärflugplatz<br />

bereits unter Denkmalschutz<br />

stehen und weitere Auflagen<br />

künftige Entwicklungen<br />

beeinträchtigen könnten. Flüeli<br />

sieht keinen Grund zur Sorge: „Der<br />

‚Historic Arc‘, der den westlichen<br />

Teil des Flugplatzes umfasst, würde<br />

als Ensemble geschützt und<br />

museal ausgestaltet. Der östliche<br />

Teil böte als ‚Future Space‘ ausreichend<br />

Raum für weitere Entwicklungen.“<br />

Der Zürcher Kantonsrat<br />

ließ sich davon nicht überzeugen<br />

und lehnte die Initiative von<br />

Pit Wyss ab. Inzwischen haben<br />

weitere Sympathisanten wie etwa<br />

der Fluglehrer Hans-Ulrich Binz<br />

das Wort ergriffen und setzen sich<br />

für die Gründung eines Vereins<br />

und die Lancierung einer Volksinitiative<br />

ein.<br />

Erster Flugplatz auf<br />

der Welterbeliste<br />

Eine Kommission des Bundesamts<br />

für Kultur klärt nun ab, ob<br />

die Faktenlage einen Antrag auf<br />

Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe<br />

rechtfertigt. Sollte es<br />

der Flugplatz auf die „Liste Indicative“<br />

schaffen, kann das Amt<br />

der UNESCO ein Dossier zur Prüfung<br />

vorlegen.<br />

Ob der Flugplatz Dübendorf<br />

Chancen hat, ins Weltkulturerbe<br />

aufgenommen zu werden, ist<br />

schwer absehbar. Angesichts der<br />

Tatsache, dass die Anerkennung<br />

von Industriedenkmälern gefördert<br />

wird und noch kein Flugplatz im<br />

UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet<br />

ist, geben sich die Initiatoren<br />

zuversichtlich und hoffen auf einen<br />

positiven Vorentscheid.<br />

Der Flugplatz Dübendorf wurde<br />

im Jahr 1910 gegründet. Ausschlaggebend<br />

ist damals die Austragung<br />

des Gordon-Bennett-Cups im Oktober<br />

1909, an dem auch der französische<br />

Motorflieger Reynold<br />

Jaboulin teilnimmt. Der Pilot ist<br />

von der Lage des Startgeländes in<br />

Dübendorf so begeistert, dass er<br />

beschließt, einen Platz für künftige<br />

Flugspektakel anzulegen. Bereits<br />

1910 organisiert er die ersten Flugtage<br />

und lockt damit über 100 000<br />

Besucher an den Flugplatz. Im<br />

Zuge des Ersten Weltkriegs wird<br />

Dübendorf Militärflugplatz und die<br />

erste Schweizerische Fliegertruppe<br />

unter der Leitung von Oskar<br />

Bider ins Leben gerufen.<br />

Nach dem Weltkrieg, 1919, startet<br />

der erste Militärpostflug ab<br />

Dübendorf und legt damit den<br />

Grundstein für den kommerziellen<br />

Luftpostverkehr in der Schweiz.<br />

1931 fusionieren die beiden Fluggesellschaften<br />

Ad Astra Aero und<br />

Balair zur Swissair – Schweizerische<br />

Luftverkehr AG. Mit 13 Maschinen<br />

werden nun ab Dübendorf<br />

Destinationen wie Amsterdam,<br />

Berlin, Paris, Prag und Wien angeflogen.<br />

Bis zum Ende des Zweiten<br />

Weltkriegs existieren Militär-<br />

und Zivilluftfahrt parallel. 1948<br />

zieht die Swissair nach Zürich-<br />

Kloten um, und das Militär<br />

übernimmt den Flugplatz. Die<br />

Infrastruktur wird kontinuierlich<br />

ausgebaut, und Dübendorf entwickelt<br />

sich zu einem der wichtigsten<br />

strategischen Standorte der<br />

Schweizer Luftwaffe. Nach dem<br />

Ende des Kalten Kriegs werden<br />

Sparmaßnahmen eingeleitet und<br />

das in Dübendorf ansässige Bundesamt<br />

für Militärflugplätze aufgelöst.<br />

Nach Spitzen von 46 000<br />

Flugbewegungen im Jahr 1985,<br />

31 000 davon durch Jets, wird der<br />

Jetflugbetrieb laufend reduziert<br />

und 2005 gänzlich eingestellt.<br />

2014 gibt die Regierung bekannt,<br />

den Flugplatz Dübendorf neu als<br />

ziviles Flugfeld mit Bundesbasis,<br />

als militärischen Heliport und als<br />

Standort für einen Innovationspark<br />

nutzen zu wollen. Aufgrund dieser<br />

Dreifachnutzung ist eine Pistenkürzung<br />

vorgesehen. Als künftige<br />

Betreiberin fungiert die Flugplatz<br />

Dübendorf AG, zu deren Aktionären<br />

unter anderem der Aero-Club<br />

der Schweiz, die AOPA Switzerland<br />

und die Luftrettungsorganisation<br />

Rega zählen.<br />

ae<br />

Tashi Dolma Hinz<br />

Bis zur Eröffnung von Zürich-Kloten war Dübendorf für die größte Stadt der Schweiz das aviatische Tor zur Welt.<br />

Fotos: ETH-Bibliothek Zürich (2), VBS<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 27


[ MAGAZIN ]<br />

Oldtimer<br />

Unter<br />

Denkmalschutz<br />

Im November erhielt die Flotte der in<br />

Deutschland als bewegliches technisches<br />

Denkmal registrierten Flugzeuge<br />

Zuwachs. In Ratzeburg bekam ein<br />

Kranich III diesen Status. Doch ging<br />

es bei der Auszeichnung um mehr als<br />

nur den Erhalt eines Flugzeugs.<br />

Selbst auf den modernen<br />

Segelflugpiloten, der stattliches<br />

Geflügel à la Duo Discus<br />

oder ASG 32 gewöhnt ist, macht<br />

ein Kranich Eindruck. Die Spannweite<br />

von 18,20 Meter wirkt durch<br />

die große Flügeltiefe viel wuchtiger<br />

als bei anderen Seglern, und<br />

auch der Rumpf ist gefühlt deutlich<br />

länger, als die 9,12 Meter vermuten<br />

lassen. Die einzige Nachkriegskonstruktion<br />

von Hans Jacobs,<br />

der bereits zu Zeiten der<br />

Deutschen Forschungsanstalt für<br />

Segelflug (DFS) mit Flugzeugen<br />

wie Habicht, Weihe und dem Lastensegler<br />

DFS 230 Meilensteine<br />

des Segel flugs konstruierte, ist nicht<br />

nur optisch interessant. Auch technisch<br />

und luftfahrthistorisch gebührt<br />

ihr ein besonderer Platz, leg­<br />

te Jacobs das Flugzeug doch explizit<br />

auf den Leistungsflug aus.<br />

„Der Kranich III kann als erster<br />

moderner Doppelsitzer der Nachkriegsära<br />

gelten“, sagt Alexander<br />

Willberg. Willberg ist Segelflieger,<br />

Fluglehrer und Geschäftsführer<br />

der Jugendbildungsstätte (JuBi)<br />

Ratzeburg, für die der rüstige<br />

Oldie heute auf dem Flugplatz<br />

Grambeker Heide fliegt. „Das Flugzeug<br />

war mit einer Gleitzahl von<br />

über 30 seiner Zeit um etliche<br />

Jahre voraus.“<br />

Die JuBi hat den Kranich 2015<br />

aus der Sammlung von Roland<br />

Strasser gekauft, berichtet Willberg.<br />

Der Kontakt zu dem Flugzeugenthusiasten<br />

war einige Jahre<br />

zuvor entstanden, als die Einrichtung<br />

für ihn eine Gö-4 restaurierte.<br />

Die hatte er – mit schwerem<br />

Landeschaden – in den Niederlanden<br />

erworben. Tatsächlich liegt<br />

der Schwerpunkt der Jugendbildungsstätte,<br />

die nach dem Vorbild<br />

dänischer Produktionsschulen<br />

Jugendliche und junge Erwachsene<br />

aus schwierigen Verhältnissen<br />

für eine Ausbildung qualifizieren<br />

soll, beim Flugzeugbau. „Immer<br />

wieder kommt dieselbe Frage auf:<br />

Jugendliche-Problemfälle und ein<br />

hochsensibles Thema wie Flugzeugwartung<br />

– wie passt das zusammen?“,<br />

bemerkt Willberg. „Das<br />

passt perfekt, weil wir unseren<br />

Teilnehmern Sorgfalt, Genauigkeit,<br />

Verantwortungsbewusstsein und<br />

Teamgeist vermitteln wollen. Und<br />

wenn den Jugendlichen bewusst<br />

wird, dass sie später gegebenenfalls<br />

selbst in dem Flugzeug sitzen,<br />

an dem sie gerade schrauben, dann<br />

stellt sich genau das erfahrungsgemäß<br />

ein.“<br />

Gleicher Anspruch<br />

wie ein LTB<br />

Der Kranich III<br />

beeindruckt mit<br />

seinen Dimensionen<br />

auch<br />

heute noch.<br />

Arbeit an den Flächen einer K 8 in der<br />

Werkstatt der JuBi.<br />

Tatsächlich stellt man beim Blick<br />

in die Werkstatt der JuBi fest, dass<br />

hier nicht viel anders gearbeitet<br />

wird als in einem LTB. Unter der<br />

Regie von Werkstattleiter Volker<br />

Tank ist das kein Wunder, kommt<br />

er doch aus der kommerziellen<br />

Luftfahrt-Maintenance. Gerade<br />

wird eine Ka 8 überholt, mehrere<br />

Jugendliche arbeiten am Rumpfskelett<br />

und an den Tragflächen.<br />

„Wir haben uns auf die Holz- und<br />

Gemischtbauweise spezialisiert,<br />

weil sie im Gegensatz zur Kunst­<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Die Werkstattarbeit, hier am Rumpf<br />

einer K 8, erfolgt unter Aufsicht<br />

erfahrener Flugzeugbau-Profis.<br />

Seit 2007 ist die Jugenbildungsstätte auf Flugzeugbau spezialisiert.<br />

Deshalb trägt sie auch ein Segelflugzeug in ihrem Logo.<br />

stoffbauweise keine Spezialkenntnisse<br />

erfordert“, erklärt Tank.<br />

Sägen, schleifen, bohren – das<br />

könne den Schülern leicht vermittelt<br />

werden, damit sei niemand<br />

überfordert. Die Überholung von<br />

Steuerelementen oder Neuanfertigung<br />

von Ersatzteilen sei Sache<br />

der JuBi-Metallwerkstatt. „Wir<br />

haben sogar einen Flugzeugschweißer<br />

in unserem Team, und die<br />

Abnahmen macht ein Bauprüfer<br />

des Landesluftsportverbandes.“<br />

Alexander Willberg verweist<br />

nicht ohne Stolz auf die ansehnliche<br />

Zahl von Flugzeugen, die die<br />

JuBi seit 2007 in neuem Glanz<br />

verlassen haben. „Mit einer Ka 2<br />

hat alles angefangen, dann waren<br />

bestimmt drei ASK 13 dabei, ein<br />

Bergfalke und sogar ein SF-25C-<br />

Motorsegler – alles in allem dürften<br />

bisher 15 Flugzeuge durch<br />

unsere Werkstatt gegangen sein.“<br />

Es gehe aber nicht allein um<br />

das Reparieren und Restaurieren<br />

an sich. „Das Wissen um den Holzflugzeugbau<br />

stirbt langsam aus.<br />

Da können wir mit unserem Engagement<br />

ein bisschen gegensteuern.“<br />

Und das nächste Projekt steht<br />

ja schon auf dem Hof: der nun<br />

denkmalgeschützte Kranich III.<br />

„Als wir ihn übernommen haben,<br />

ging es zunächst darum, wieder<br />

ein eigenes Flugzeug zu haben,<br />

das sich leicht fliegen lässt und<br />

einem Flugschüler schnell Erfolgserlebnisse<br />

bringt“, sagt Willberg.<br />

Denn das Fliegen gehört auch zur<br />

JuBi, die sogar ein Segelflugzeug<br />

in ihrem Emblem trägt. „Ein Tag<br />

in der Woche wird ab Mittag auf<br />

der Grambeker Heide geflogen.<br />

Wer von unseren Jugendlichen<br />

Interesse hat, der kann bei uns die<br />

Segelflugausbildung bis zum ersten<br />

Alleinflug absolvieren.“ Für<br />

mehr reiche es meist nicht, da die<br />

Teilnehmer meist ein knappes Jahr<br />

in der JuBi blieben.<br />

Dennoch ergänze die praktische<br />

Fliegerei die Arbeit in der Werkstatt<br />

perfekt. „Segelfliegen ist nichts<br />

anderes als Training von Schlüsselqualifikationen<br />

wie Teamgeist,<br />

Verantwortung und Umsicht“,<br />

macht Willberg deutlich. Allerdings<br />

sei von Anfang an klar gewesen,<br />

dass man am Kranich Hand anlegen<br />

müsse. „Die Flächen sind noch<br />

gut, aber der Rumpf braucht eine<br />

Komplettüberholung, die nun natürlich<br />

unter Beachtung von Denkmalschutzbelangen<br />

erfolgen muss.“<br />

Die notwendige Authentizität<br />

in Bezug auf Materialien und Farben<br />

betonte auch Anke Spoorendonk,<br />

Schleswig-Holsteins Ministerin<br />

für Justiz und Kultur, bei der<br />

Registrierung des Kranichs als<br />

technisches Denkmal. Doch ging<br />

es dem Ministerium um mehr. „Mit<br />

der Denkmalplakette soll nicht nur<br />

der Erhalt eines interessanten<br />

Flugzeuges unterstützt, sondern<br />

auch die Arbeit der JuBi und ihr<br />

Engagement für junge Menschen<br />

gewürdigt werden“, sagte Spoorendonk,<br />

deren Vater selbst Segelflieger<br />

war.<br />

ae<br />

Lars Reinhold<br />

Fotos: Lars Reinhold<br />

Denkmalflugzeuge in Deutschland<br />

In Deutschland sind nach Recherchen von Bernd Junker 25 Flugzeuge<br />

als bewegliches technisches Denkmal registriert. Das bekannteste<br />

davon dürfte die Ju 52 D-AQUI der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung<br />

sein. Außerdem gehören die Focke-Wulf Stieglitz von Claus Cordes<br />

und das einzige Exemplar des DDR-Sportflugzeugs EFS-100 Tourist,<br />

das im Besitz der Flugsportvereinigung Finsterwalde ist, dazu. Den<br />

Großteil der Denkmalflotte machen aber Segelflugzeuge aus, darunter<br />

die Muster SG 38, Ka 2, Gö 3 Minimoa, Gö 4, DFS Weihe, Grunau<br />

Baby, Mü 13D, Lommatzsch Lehrmeister, Favorit und Libelle, Doppelraab,<br />

Rhönbussard und die Akaflieg-Typen SB 5 und SB 10.<br />

Anke Spoorendonk (2. v. r.) überreicht die<br />

Denkmalplakette an Alexander Willberg (r.).<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 29


WÄHLEN UND<br />

Welche Neuheiten haben<br />

im vergangenen Jahr die<br />

GA vorangebracht?<br />

Welche neuen Typen<br />

haben in Zukunft das Zeug<br />

zu echten Überfliegern?<br />

Beim Innovation Award zählt<br />

die Meinung unserer Leser!<br />

N<br />

euheiten gibt es in der Allgemeinen<br />

Luftfahrt jedes Jahr. Oft sind es allerdings<br />

kaum mehr als dezente Upgrades,<br />

mit denen Hersteller ihre Klassiker aufhübschen.<br />

Echte Innovationen sind selten, auch weil die<br />

Entwicklungszyklen und Zulassungsverfahren<br />

in der Luftfahrt vergleichsweise lang sind. Dennoch<br />

hat sich gerade im Bereich UL, bei den<br />

Segelflugzeugen und im Antriebssektor – Stichwort<br />

Elektrofliegerei – einiges getan. Auch<br />

Vorschriften haben sich geändert, die UL-Helis<br />

kommen, und so sind sie dieses Jahr auch<br />

erstmalig bei der Wahl dabei.<br />

Die <strong>aerokurier</strong>-Redaktion hat in den 2016er<br />

Ausgaben geblättert, hat sich Messeberichte<br />

und Presseinformationen der Hersteller noch<br />

einmal genau angeschaut. In den Kategorien<br />

Motorflugzeug, Jet/Turboprop, UL/LSA, Tragschrauber/UL-Hubschrauber,<br />

Antrieb, Segelflugzeug/UL-Segler<br />

und Avionik haben wir<br />

jene Neuheiten ausgewählt, die aus unserer<br />

Sicht das Potenzial haben, in Zukunft die Allgemeine<br />

Luftfahrt mitzubestimmen. Die neue<br />

Kategorie „Innovation des Jahres“ soll jenen<br />

Ideen Platz bieten, die nicht in die klassische<br />

Aufteilung fallen.<br />

Jetzt sind Sie, liebe Leser, dran! Wählen Sie<br />

ihre Favoriten und gewinnen Sie tolle Preise.<br />

Den <strong>aerokurier</strong> Innovation Award verleihen wir<br />

wie jedes Jahr am ersten Messetag auf der<br />

AERO in Friedrichshafen.<br />

2. und 3. Preis<br />

Warengutschein von<br />

Siebert Luftfahrtbedarf<br />

Wert: je 500 €<br />

1. Preis<br />

Grand Flieger Airport<br />

Chronograph, zertifizierter<br />

Chronometer,<br />

mit Edelstahlband von<br />

Tutima Glashütte<br />

Wert: 4 200 €<br />

Fotos: Hersteller, Katrin Sdun (1)<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


GEWINNEN<br />

4. Preis<br />

Cockpit Bag von Hohenstein Aviation<br />

5. und 6. Preis<br />

Fortis-<br />

Maschinist-Uhr<br />

im Koffer mit<br />

zwei Wechselarmbändern<br />

Wert: je 298 €<br />

Die Cockpit Bag aus Leder<br />

besticht durch anspruchsvoll<br />

gestaltete Details wie<br />

der Fronttasche für das<br />

Navigationsbesteck, einer<br />

Seitentasche speziell für<br />

das Headset wie auch<br />

durch das klare Design.<br />

Wert: 349 €<br />

9. Preis<br />

Einstündiger Schnupperflug<br />

für eine Person mit Fluglehrer in der Flugschule Tannheim –<br />

plus weltmeisterlichem Autogramm von Matthias Dolderer<br />

Wert: 250 €<br />

10. Preis<br />

Gutschein für ein Crosswind-<br />

Sicherheitstraining<br />

im Xwind Training Center Germany auf dem Flugplatz Itzehoe –<br />

dem europaweit einzigen Trainingscenter für Crosswind-Landungen<br />

mit dem Simulator Xwind200. Der Gutschein beinhaltet<br />

folgende Leistung: eine Stunde Videobriefing plus eine Stunde<br />

Training auf dem Crosswind-Simulator mit Fluglehrer des<br />

Xwind-Teams. Wert: 200 €<br />

7. und 8. Preis<br />

Warengutschein von Friebe<br />

Luftfahrt-Bedarf<br />

Wert: je 250 €<br />

11. – 20. Preis<br />

AirShampoo<br />

Lande-Gutscheinheft <strong>2017</strong><br />

Insgesamt können<br />

Sie mit dem<br />

AirShampoo<br />

Lande-Gutscheinheft<br />

240-mal landen,<br />

ohne Landegebühren<br />

zahlen zu<br />

müssen.<br />

Wert: je 74,90<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 31


KATEGORIE A: MOTORFLUGZEUG<br />

Cobalt Co50 Valkyrie<br />

Game Composites GB1<br />

So wird gewählt<br />

Mit der Valkyrie lässt Cobald die<br />

Canard-Bauweise wieder aufleben.<br />

A-01<br />

Die Game Bird ist ein Tandemsitzer<br />

aus CFK mit 315-PS-Motor.<br />

A-<strong>02</strong><br />

Wählen Sie für jede der acht Kategorien<br />

Ihren Favoriten – bitte nur einen pro<br />

Kategorie – unter Angabe des Kennbuchstabens<br />

und der darauffolgenden Zahl.<br />

Die Teilnahmekarten finden Sie hier im<br />

Heft. Alternativ haben Sie die Möglichkeit,<br />

im Internet unter www.leserumfragen.<br />

de/<strong>aerokurier</strong> teilzunehmen.<br />

Mooney M10<br />

Mooney Acclaim Ultra M20V<br />

Bei der online-Teilnahme bitte den<br />

Teilnehmer-Code von der beigehefteten<br />

Postkarte verwenden.<br />

Bei Teilnahme per Postkarte unbedingt<br />

auf ausreichende Frankierung und<br />

vollständige Absenderadresse achten.<br />

Die Gewinner werden unter allen<br />

Teilnehmern durch das Los ermittelt.<br />

Teilnahmeschluss ist der<br />

29.03.<strong>2017</strong>. Eine Barauszahlung der<br />

Preise ist nicht möglich. Mitarbeiter der<br />

Motor Presse Stuttgart sowie deren<br />

Angehörige dürfen nicht teilnehmen.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Die M10 ist ein Dreisitzer mit<br />

Sidestick und Dieselmotor.<br />

Sonaca 200<br />

A-03<br />

Mooney bleibt sich auch bei seinem<br />

jüngsten Acclaim-Spross treu.<br />

Tecnam P2012 Traveller<br />

A-04<br />

Veranstalter:<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG,<br />

Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart<br />

Die Sonaca 200 kann als echtes<br />

Allround-Talent überzeugen.<br />

A-05<br />

Die große Twin von Tecnam nimmt<br />

bis zu elf Passagiere auf.<br />

KATEGORIE B: JET UND TURBOPROP<br />

Cirrus SF50 Vision<br />

Daher TBM 930<br />

A-06<br />

Fotos: Hersteller, Flughafen Stuttgart, Toni Ganzmann, Frank Herzog,<br />

Frank Martini, Gerhard Marzinzik, Messe Friedrichshafen,<br />

Die Auslieferung der Cirrus SF50<br />

begann im Dezember 2016.<br />

B-07<br />

Die neue TBM 930 besitzt eine<br />

Reichweite von 1730 NM.<br />

B-08<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE B: JET UND TURBOPROP<br />

Dassault Falcon 8X<br />

Honda HA-420 HondaJet<br />

Pilatus PC-24<br />

Die Falcon 8X ist auf eine große<br />

Reichweite optimiert.<br />

B-09<br />

Die Indienststellung des HondaJets<br />

fand Anfang 2016 statt.<br />

B-10<br />

Die PC-24 soll auch von unbefestigten<br />

Pisten aus operieren können.<br />

KATEGORIE C: UL UND LSA<br />

B-11<br />

Piper M-600<br />

Stratos 714<br />

ATOL AT 650 LSA<br />

Die M600 erhielt im Juni 2016 das<br />

Type Certificate durch die FAA.<br />

B-12<br />

Der Very Light Jet richtet sich auch<br />

an Kunden, die selbst fliegen wollen.<br />

B-13<br />

Four Seasons – Three Elements<br />

– One Aircraft heißt es bei ATOL.<br />

C-14<br />

Breezer B600<br />

Bücker und Funk BF 139<br />

Hamilton aEro Electric Twister<br />

Die B600 erhielt 2016 das Type<br />

Certificate als LSA von der EASA.<br />

C-15<br />

Bei der BF 139 trifft klassisches<br />

Design auf modernste Technik.<br />

C-16<br />

Die wendige aEro Electric Twister<br />

ist für den Kunstflug ausgelegt.<br />

C-17<br />

Remos GXiS<br />

TAF3 Flamingo<br />

TL Ultralight Stream<br />

Die Remos GXiS nimmt dem<br />

Piloten viel Arbeit ab.<br />

C-18<br />

Die Flamingo kommt aus Slowenien<br />

und besitzt einen 130-PS-Motor.<br />

C-19<br />

Mit der Stream will TL Ultralight<br />

die Shark angreifen.<br />

C-20<br />

Stimmen Sie bis zum 29. März <strong>2017</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab,<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 33


KATEGORIE C: UL UND LSA<br />

Zlin Aviation Shock Cub<br />

KATEGORIE D: TRAGSCHRAUBER UND UL-HELIKOPTER<br />

Celier Aviation C-44<br />

Dynali H3<br />

Die Shock Cub debütierte auf der<br />

AERO 2016 in Friedrichshafen.<br />

C-21<br />

Mit der C-44 will Celier kommerzielle<br />

Einsatzspektren abdecken.<br />

D-22<br />

Nur 285 Kilogramm Leergewicht<br />

bringt die H3 auf die Waage.<br />

D-23<br />

KATEGORIE E: ANTRIEB<br />

edm aerotec CoAX 2D<br />

Trixy Aviation Spirit<br />

Axter Aerospace AX-40S<br />

Die Auslieferung des UL-Helis aus<br />

Thüringen hat 2016 begonnen.<br />

D-24<br />

Der Spirit ermöglicht Side-by-side-<br />

Fliegen im offenen Cockpit.<br />

D-25<br />

Der Hybridantrieb bietet Reserven<br />

beim Start oder bei Motorausfall.<br />

E-26<br />

LZ Design Front Electric Sustainer<br />

Rotax 915 iS<br />

Siemens SP260D<br />

Das FES-System hat sich im<br />

Einsatz bestens bewährt.<br />

E-27<br />

Der 915 iS ist ein turbogeladener<br />

Vierzylinder mit Ladeluftkühlung.<br />

E-28<br />

Der Elektroantrieb ist das Herzstück<br />

der Rekord-Extra 330LE.<br />

E-29<br />

KATEGORIE F: SEGELFLUGZEUG UND UL-SEGLER<br />

Alisport Silent 2 Electro<br />

GP Glider GP 14 SE Velo<br />

Jonker Sailplanes JS3<br />

Mit dem FES ist die Silent 2 Electro<br />

von Alisport eigenstartfähig.<br />

F-30<br />

Der Erstflug des neuen ULs von GP<br />

Glider fand im November 2016 statt.<br />

F-31<br />

Mit der JS3 will Jonkers die<br />

15-Meter-Klasse aufmischen.<br />

F-32<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE F: SEGELFLUGZEUG UND UL-SEGLER<br />

Schempp-Hirth Ventus 3<br />

Schleicher ASG 32 EL<br />

Stemme S12<br />

Der neue Ventus ist mit Turbo, FES<br />

oder als Eigenstarter zu haben.<br />

KATEGORIE G: AVIONIK<br />

AIR Avionics AIR Traffic Display<br />

F-33<br />

Mit der ASG 32 EL steigt Schleicher<br />

in den Elektroflug ein.<br />

Avidyne IFD540<br />

F-34<br />

Die S12 bietet mit mehr Spannweite<br />

noch mehr Gleitleistung.<br />

Dynon Avionics SkyView HDX<br />

F-35<br />

Das Air Traffic Display ist mit vielen<br />

Kollisionswarngeräten kompatibel.<br />

Garmin G5<br />

G-36<br />

Im Juni 2016 erfolgte die<br />

Zulassung des FMS in Europa.<br />

G-37<br />

KATEGORIE H: INNOVATION DES JAHRES<br />

AeroPS GmbH<br />

DLR HY4<br />

Das Dynon SkyView HDX ist in der<br />

7“- und 10“-Version erhältlich.<br />

G-38<br />

Das G5 ist als digitales Backup<br />

für den Uhrenladen interessant.<br />

G-39<br />

Das AeroPS-Konzept: einmal<br />

checken – deutschlandweit chartern<br />

H-40<br />

Die HY4 bezieht ihre Energie aus<br />

einer Brennstoffzelle.<br />

H-41<br />

e-volo Volocopter VC200<br />

Mitflugzentralen<br />

Villinger Deicing<br />

Insgesamt 18 Propeller bringen<br />

den Volocopter in die Luft.<br />

H-42<br />

Klicken, gemeinsam abheben und<br />

dabei auch noch Geld sparen.<br />

H-43<br />

Die neue Technik setzt auf Speziallacke<br />

und braucht keine Klebepads.<br />

H-44<br />

Stimmen Sie bis zum 29. März <strong>2017</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab,<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 35


[ FLYING ]<br />

Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />

Wer die Wahl hat, hat die Qual:<br />

Dieser Redensart wollte sich<br />

Ross einfach nicht fügen.<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


SWEET16<br />

Weltrekord beim ersten Solo<br />

Am 2. Januar 2016 wird der Neuseeländer<br />

Ross Brodie 16 Jahre alt. Doch angesichts<br />

des Weltrekords, den er an diesem Tag aufstellt,<br />

verblasst sein Alter komplett. Denn es ist<br />

der Tag, an dem er zum ersten Mal solo fliegt.<br />

Aber nicht nur auf einem Muster. Nicht weniger<br />

als 16 Typen bringt er in die Luft!<br />

AUTOR: Heike Knauff-Oliver<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 37


[ FLYING ]<br />

Die CFM Shadow war das sechste<br />

Flugzeug, mit dem Ross an seinem<br />

16. die Erde unter sich ließ.<br />

Wenn man sich all das,<br />

was der junge Luftfahrtenthusiast<br />

Ross<br />

Brodie innerhalb eines<br />

Jahres erreicht hat, auf der fliegerischen<br />

Zunge zergehen lässt, kann<br />

man ihm nur staunend Anerkennung<br />

prüfung mit Bravour. Damit ist er Neuseelands<br />

Solo-Champion und jüngster<br />

Fluglehrer – und mit großer Wahrscheinlichkeit<br />

auch weltweit die Nummer<br />

eins. Knapp ein Jahr nach seinem<br />

Coup hat er auch noch das Fliegen<br />

ohne Motor für sich entdeckt und be-<br />

aus Neuseeland, praktizieren im idyllischen<br />

Hochland Segelflug im Rahmen<br />

eines Fliegercamps.<br />

Unter den etwa 40 Junioren ist<br />

auch Neuseelands Nachwuchspilot<br />

Nummer eins, Ross Brodie. Schon<br />

2014, mit 14 Jahren, schaffte er hier<br />

DAS FLIEGEN LIEGT FÖRMLICH IN SEINEN<br />

GENEN. BEI DREI GENERATIONEN PILOTEN<br />

VOR IHM NICHT WIRKLICH EIN WUNDER<br />

Ross und die stolze<br />

Familie. Nur wenige<br />

wussten vom Rekordversuch<br />

am 2. Januar 2016.<br />

zollen. An seinem 16. Geburtstag, am<br />

2. Januar 2016, fliegt er zum ersten<br />

Mal solo, und das gleich 16-mal auf<br />

unterschiedlichen Flugzeugtypen! Im<br />

März desselben Jahres ergattert er<br />

den ersten Platz im Kunstflugwettbewerb<br />

in Neuseeland, drei Monate<br />

später macht er seine UL-Fluglehrer-<br />

reitet sich – mit professioneller Hilfe<br />

– auf den lautlosen Flug mit seiner<br />

eigenen K7 vor.<br />

In Omarama, einem bekannten<br />

Flugplatz im Süden Neuseelands,<br />

erhält Ende 2016 auch die 15-jährige<br />

Kölnerin Karolina Briefs echte Expertenschulung<br />

in Sachen Segelflug. In<br />

den nächsten zehn Tagen erhofft sich<br />

die junge Deutsche viele interessante<br />

Flüge über der Landschaft, die<br />

durch die Filmreihe „Der Herr der<br />

Ringe“ weltbekannt geworden ist.<br />

Vielleicht geht es auch mal zum Mount<br />

Cook, möglicherweise schafft sie hier<br />

sogar ihren ersten Alleinflug. Jungflieger<br />

aus aller Welt, überwiegend<br />

nach acht Übungsflügen mit dem<br />

Lehrer auf einem Twin-Astir-Segler<br />

seinen ersten Alleinflug. In den folgenden<br />

zwei Jahren bleibt ihm nur<br />

wenig Zeit für das Segelfliegen. Nun<br />

bereitet er sich hier im Camp wieder<br />

auf den ersten Alleinflug vor, dieses<br />

Mal mit seiner eigenen K 7. „Ich kann<br />

es kaum erwarten, in die Luft zu kommen.<br />

Segelfliegen in den Bergen ist<br />

so wunderschön, und wir haben immer<br />

eine tolle Zeit miteinander hier“,<br />

schwärmt er.<br />

Fliegen ist seit jeher seine Passion.<br />

Etwa 260 Flugstunden auf 25<br />

unterschiedlichen Flugzeugmustern<br />

und -typen hat der Jungpilot inzwi-<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Konzentriert über der Mündung des<br />

Rangitata River: Ross unterwegs nicht<br />

weit von seinem Heimatflugplatz.<br />

Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />

schen im Flugbuch stehen. Doch trotz<br />

seiner beispiellosen Fliegerkarriere<br />

ist Ross bodenständig geblieben, ein<br />

aufgeschlossener und höflicher, doch<br />

eher ruhiger und bescheidener junger<br />

Mann, weder überheblich noch eitel.<br />

Der Erfolg ist ihm nicht zu Kopf<br />

gestiegen.<br />

Fliegen liegt dem jungen Neuseeländer<br />

im Blut. Es liegt förmlich<br />

in seinen Genen, waren doch schon<br />

drei Generationen vor ihm fliegerisch<br />

aktiv. Ross wächst im Rangitata-<br />

Gebiet auf, einer vom gleichnamigen<br />

Fluss geprägten, fruchtbaren Landschaft<br />

gut 100 Kilometer südwestlich<br />

von Christchurch. Hier bewirtschaften<br />

Ross` Eltern Russel und Linda<br />

eine Farm mit rund 200 Hektar Ackerland<br />

und hunderten Schafen. Doch<br />

die Landwirtschaft ist nur die zweite<br />

Leidenschaft von Brodie senior.<br />

Seine erste gilt der Fliegerei, er ist<br />

passionierter Pilot, Fluglehrer und<br />

Besitzer der Flugschule Rangitata<br />

Island Aerodrome. Auf die Frage, was<br />

Russel auf der Farm züchtet, antwortet<br />

er gerne: „Schafe und Flugzeuge“.<br />

Russel hat seinem Sohn die Leidenschaft<br />

für die Lüfte in die Wiege<br />

gelegt und ihn schon recht früh an<br />

die Technik herangeführt. „Am liebsten<br />

hätte er Ross schon zwei Tage<br />

nach seiner Geburt mit zum Fliegen<br />

genommen, wenn ihn die Hebamme<br />

nicht gestoppt hätte“, sagt Linda und<br />

lacht. „Er musste noch ganze zehn<br />

Tage warten.“<br />

Linda fliegt selbst nicht, akzeptiert<br />

und unterstützt jedoch die Passion<br />

ihrer Männer. „Sie sind flugverrückt,<br />

und alles hier auf unserer Farm dreht<br />

sich überwiegend ums Fliegen. Das<br />

ist aber okay, denn es bringt viele<br />

interessante Besucher und Abwechslung<br />

in unser abgelegenes Landleben“,<br />

erklärt sie fröhlich.<br />

Besucher fühlen sich schnell herzlich<br />

willkommen auf dem mehr als<br />

hundert Jahre alten Familienbesitz.<br />

Überall im Haus künden Bilder<br />

und Trophäen von der aviatischen<br />

Geschichte der Familie. Schon Urgroßvater<br />

Ross Brodie – nach dem der<br />

Junior benannt wurde – erlernte 1917<br />

das Fliegen und wurde Pilot der Royal<br />

Air Force. Großvater Struan und<br />

Großmutter Anne flogen in den 60er<br />

und 70er Jahren verschiedene Typen<br />

Tiger Moth. „Meine Mutter war deutscher<br />

Abstammung, eine geborene<br />

Ruddenklau“, erzählt Russel Brodie.<br />

Auf die deutsche Linie in seiner<br />

Abstammung ist der Kiwi stolz. So<br />

stolz, dass er für deutsche Gäste auch<br />

schon mal feixend die schwarz-rotgoldene<br />

Fahne hisst.<br />

Wenn er gerade nicht auf dem Feld<br />

unterwegs oder in der Luft ist, nutzt<br />

er die verbleibende Zeit, um in der<br />

Scheune ein Fliegermuseum mit<br />

Erinnerungen an vergangene Zeiten<br />

aufzubauen. Auf der ganzen Farm<br />

verstreut sind Teile alter Flugzeuge<br />

zu finden, und natürlich hilft Ross bei<br />

der Restauration der Stücke tatkräftig<br />

mit. Und als wäre mit Farm, Flugschule<br />

und Museum nicht schon<br />

genug zu tun, kümmert sich Russel<br />

auch noch um den Vertrieb von Rans-<br />

Flugzeugen in Neuseeland. Zwei Rans<br />

S-6 betreibt Russell mit seinem langjährigen<br />

Fliegerfreund Paul Elliott in<br />

einer Haltergemeinschaft.<br />

Der Star der Flotte des Rangitata<br />

Island Aerodrome ist jedoch die Tiger<br />

Moth, die liebevoll „Tiger Lilly“ genannt<br />

wird. Das Schmuckstück ganz<br />

in Gelb ist 74 Jahre alt. „Sie gehört<br />

zur Familie und weiß viele Geschichten<br />

zu erzählen“, sagt Russel. Das<br />

die Brodies ein Faible für den klassischen<br />

Trainer von de Havilland haben,<br />

Paul Elliott gehören fünf<br />

der Flugzeuge, die Ross<br />

an seinem großen Tag<br />

fliegen durfte.<br />

Kevin Collins reparierte<br />

schnell seine Zenair 701,<br />

um sie Ross zur Verfügung<br />

zu stellen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 39


[ FLYING ]<br />

Daumen hoch und klar zum Start:<br />

Inzwischen hat Ross auch seine Lizenz<br />

als UL-Fluglehrer in der Tasche.<br />

kommt vielfach zum Ausdruck. So ist<br />

beispielsweise die ans Flugfeld grenzende<br />

Fliegerunterkunft „Moth Manor<br />

Cottage“ benannt. Sie wird von<br />

Linda bewirtschaftet und bietet Fluggästen<br />

aus aller Welt ein gemütliches<br />

Ambiente. Nicht zuletzt war der Start<br />

te freifliegen können“, ergänzt Papa<br />

Russel und muss lachen. „Doch nach<br />

dem neuseeländischen Luftfahrtrecht<br />

ist das erst mit 16 Jahren möglich“,<br />

erklärt er weiter. Doch ein einzelner<br />

Soloflug am 16. Geburtstag ist für<br />

solch einen fliegerisch begabten<br />

Die meisten Schulungsstarts machte<br />

Ross mit seinem Vater, aber auch<br />

befreundete Fluglehrer des Geraldine-Aeroclubs<br />

in Toronga schulten<br />

ihn gerne. „Ich war immer vom fliegerischen<br />

Können meines Sohnes<br />

überzeugt, aber ich hätte niemals aus<br />

In Ross` Flugbuch sind<br />

alle Typen, die er an<br />

seinem 16. Geburtstag<br />

flog, vermerkt. Eine<br />

Fokker D.VII vor Moth<br />

Minor Cottage, der<br />

kleinen Fliegerpension,<br />

die Ross’ Mutter<br />

betreibt.<br />

mit der Tiger Moth der Höhepunkt<br />

beim großen Solofliegen von Ross an<br />

seinem 16. Geburtstag.<br />

„Ich wollte schon immer viele verschiedene<br />

Flugzeuge fliegen“, meint<br />

Ross Brodie. „Er hat so früh mit der<br />

Schulung begonnen, dass er sich eigentlich<br />

schon mit zehn Jahren hät-<br />

Teenager keine wirkliche Herausforderung.<br />

So entsteht die Idee, zum 16. Geburtstag<br />

am 2. Januar 2016 gleich<br />

16-mal auf 16 unterschiedlichen Flugzeugtypen<br />

zu fliegen. Ein Vorhaben,<br />

das viel professionelle Vorbereitung<br />

verlangte.<br />

blindem Ehrgeiz zugelassen, dass<br />

sein Leben aufs Spiel gesetzt wird“,<br />

blickt Vater Russel ernst auf die Zeit<br />

vor dem großen Tag zurück. Aber bei<br />

allem, was Russel über Ross sagt,<br />

schwingt auch immer Stolz mit. Aufgeregt<br />

dürften damals alle gewesen<br />

sein. Neben Ross und seiner Familie<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Der Flugplatz Rangitata Island Aerodrome.<br />

Hier ist Ross aufgewachsen, und hier hat er<br />

seinen Rekord der 16 Solos aufgestellt.<br />

Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />

gab es ja noch weitere Beteiligte: die<br />

Halter der anderen Flugzeuge.<br />

Doch auch die kennen Ross lange<br />

genug, kennen seinen Vater als versierten<br />

Lehrer und vertrauen dem<br />

jungen Piloten ohne Bedenken ihre<br />

Flugzeuge an. Um den Leistungsdruck<br />

für Ross nicht unnötig zu erhöhen<br />

und ihn in Gefahr zu bringen, sind<br />

nur wenige über das große Geburtstagsereignis<br />

informiert und dazu<br />

eingeladen. Die Presse bleibt außen<br />

vor, öffentlich äußert man sich nicht.<br />

Nur engste Familienmitglieder und<br />

die Flugzeughalter, die dazu beigetragen<br />

haben, dass 16 unterschiedliche<br />

Flugzeugtypen geflogen werden<br />

können, sind dabei.<br />

„Ich kenne Ross, seit er ein kleiner<br />

Junge war“, sagt Paul W. Eliott. „Er<br />

war schon immer sehr klug und<br />

talentiert und flog schon, als er noch<br />

kaum richtig die Ruder erreichen<br />

konnte. Gerne habe ich ihm fünf meiner<br />

Flugzeuge für sein Vorhaben zur<br />

Verfügung gestellt, denn ich weiß,<br />

dass er sehr verantwortungsvoll und<br />

kompetent damit umgeht.“ Vier Weitere<br />

Flugzeuge betreibt der Großunternehmer<br />

gemeinsam mit Russel<br />

Brodie, das macht insgesamt schon<br />

neun.<br />

Auch die anderen Flugzeughalter<br />

haben keinerlei Bedenken, dem 16-Jährigen<br />

ihre fliegenden Schätze anzuvertrauen.<br />

„Er ist ein besserer Pilot<br />

ROSS FLOG SCHON, ALS ER KNÜPPEL<br />

UND PEDALE IM COCKPIT NOCH GAR<br />

NICHT RICHTIG ERREICHEN KONNTE<br />

als ich“, erklärt Kevin Collins. „Es war<br />

so eine Aktion von der Art ‚Eine Hand<br />

wäscht die andere’. Als ich von dem<br />

Vorhaben hörte, habe ich mich beeilt,<br />

meinen Flieger, mit dem ich einige<br />

Monate vorher einen kleinen Taxiunfall<br />

hatte, zu reparieren“, berichtet<br />

der Besitzer der zehn Jahre alten<br />

Zenair CH 701, der auch ein leidenschaftliche<br />

Schrauber ist. „Im Gegenzug<br />

schult mich Ross jetzt auf Rans<br />

S-6“, sagt der Pilot mit mehr als 20<br />

Jahren Flugerfahrung. „Doch es war<br />

sicher sehr anstrengend für Ross. Nach<br />

dem neunten Flug brauchte er eine<br />

Pause. Er hat aber alles gut geschafft.<br />

Ich freue mich über seinen Erfolg.“<br />

Schließlich ist es so weit. Der<br />

2. Januar 2016 geht als ganz besonderer<br />

Tag in die Fliegergeschichte<br />

der Familie Brodie ein. „Mit Sonnenaufgang<br />

um sieben Uhr morgens<br />

habe ich die ersten Flüge mit den<br />

beiden Rans-S6 gemacht, danach<br />

folgten Flüge auf Rans S-6 TD, Zenith<br />

701, Bantam B22, CFM Shadow, Jabiru,<br />

Pioneer 200, Tiger Moth, Tecnam,<br />

AESL Airtourer, Airedale, Cessna 152,<br />

Rans S-7, Turbulent und Quicksilver.<br />

Mutter Linda und Schwester Rhiannon<br />

drücken derweil die Daumen,<br />

bibbern mit und führen auf einem<br />

weißen Bord die absolvierten Flüge<br />

in Folge auf. „Es war sehr aufregend,<br />

und als alles vorbei war, war ich sehr<br />

stolz auf meinen kleinen Bruder!“,<br />

erzählt Rhiannon. Auch die Großväter<br />

sind zufrieden mit dem Sprössling<br />

und freuen sich, dieses Ereignis<br />

noch miterleben zu dürfen.<br />

Als Ross kurz vor Sonnenuntergang<br />

die letzte Landung mit der Quicksilver<br />

erfolgreich absolviert hat, kann<br />

Mutter Linda und<br />

Schwester Rhiannon mit<br />

der Tafel, auf der jedes<br />

Flugzeug notiert wurde.<br />

Im Privatmuseum: Ross`<br />

Vater Russel zeigt Stücke<br />

aus der Luftfahrthistorie<br />

der Familie Brodie.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 41


[ FLYING ]<br />

Familienerbstück: Die<br />

Tiger Moth „Lilly“, davor<br />

Ross mit der Urkunde<br />

für seinen Rekord. Der<br />

Neuseeländische<br />

Luftsportverband hat<br />

sie ihm verliehen.<br />

Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />

EIN START BEIM RED BULL AIR RACE IST ROSS’ GROSSER TRAUM.<br />

DIE VORAUSSETZUNGEN DAFÜR HAT ER SICHER.<br />

Neue Herausforderung:<br />

Fliegen ohne Motor.<br />

Familiengeschichte:<br />

Opa Ross als Militärpilot.<br />

endlich die Geburtstagsparty steigen.<br />

„Ich war glücklich, aber viel zu müde<br />

zum Feiern“, erinnert sich Ross.<br />

Als der Rekord aufgestellt ist,<br />

kommen wieder ganz irdische Aufgaben<br />

auf den jungen Neuseeländer<br />

zu. Die Schule will absolviert, ein Plan<br />

für die Zukunft geschmiedet werden.<br />

Ersteres hat er mit Auszeichnung<br />

gemeistert. Und was die Zukunftspläne<br />

angeht, ist der Weg ziemlich<br />

klar: In der Luft sollen sie liegen. Auch<br />

die Jagd nach Flugrekorden ist noch<br />

nicht zu Ende. Jüngst hat ein großes<br />

kommerzielles Flugunternehmen Ross<br />

einen Ausbildungsplatz angeboten.<br />

Doch der Jungpilot hat noch viele<br />

Fliegerträume. Gerne möchte er einmal<br />

beim Red Bull Air Race mitfliegen.<br />

Die notwendigen Voraussetzungen<br />

dafür bringt er sicher mit.<br />

Gerade jetzt, in diesem Moment,<br />

im Jugendflieger-Camp Omarama,<br />

stehen aber erst einmal Spaß und<br />

Erholung im Vordergrund.<br />

Und natürlich der Alleinflug<br />

auf der K 7 an. Jungfliegern<br />

wie Karolina aus Deutschland<br />

bietet er gerne seine<br />

Hilfe an. „Ich unterstütze<br />

andere gerne dabei, meine<br />

Rekorde zu brechen“, sagt<br />

er schmunzelnd. Und es<br />

klingt ehrlich gemeint.<br />

Am 2. Januar <strong>2017</strong> erhält<br />

Ross offiziell seine<br />

Privatpilotenlizenz. Jetzt<br />

darf er auch Passagiere<br />

mitnehmen. Und im September<br />

steht ein Jubiläum<br />

an: 100 Jahre Fluggeschichte der<br />

Familie Brodie – das muss natürlich<br />

gefeiert werden! Mit einem Spross<br />

wie Ross ist die Wahrscheinlichkeit<br />

sehr hoch, dass die Saga der fliegenden<br />

Brodies auch in fünfter Generation<br />

auf Rangitata Island weitergeht.<br />

Denn auch Ross ist so ein Kandidat<br />

wie sein Vater, der sein Kind nach<br />

der Geburt am liebsten direkt mit ins<br />

Cockpit nehmen würde. Doch die<br />

Familienplanung steht noch aus. ae<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Extra<br />

Segelfliegen<br />

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ASG 32 EL<br />

Schleichers erster<br />

Elektro-Segler<br />

Fotografie<br />

Auf Motivjagd mit<br />

Tobias Barth<br />

Höhenflug<br />

Im Föhnsturm auf<br />

über 8000 Meter<br />

Schutzgebühr € 2,60<br />

Kooperation<br />

<strong>aerokurier</strong> sponsert<br />

U25-Liga des OLC


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

DIE ELEGANZ<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Segelflug-Fotografie<br />

IM FOKUS<br />

Fotos: Tobias Barth<br />

Wenn Tobias Barth ins Flugzeug steigt, ist die Kamera<br />

immer dabei. Seit einigen Jahren verbinden sich bei ihm<br />

die Leidenschaft fürs Fliegen und die Lust am Fotografieren<br />

geradezu symbiotisch. Dabei entstehen Bilder, in denen sich<br />

die ganze Anmut des Segelfliegens konzentriert.<br />

Autor: Lars Reinhold<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 45


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Die charakteristische<br />

Form von Segelflugzeugen<br />

bedingt ungewöhnliche<br />

Perspektiven und Formate.<br />

Zwar stehen die Flugzeuge<br />

im Fokus, aber Tobias<br />

hat auch einen Blick<br />

für Motive am Rande.<br />

KEINS DER BILDER IST EIN SCHNAPPSCHUSS. MOTIV, MANÖVER,<br />

Das Foto mit der Stemme<br />

über dem Wattenmeer ist<br />

so ein Bild, das – Stammtischparolen<br />

folgend – theoretisch<br />

jeder Pilot hätte machen<br />

können. Fenster auf, Kamera raus,<br />

abgedrückt. Die Vollautomatik wird’s<br />

schon richten. Theorie und Praxis sind<br />

aber gerade in der Fotografie zwei<br />

sehr unterschiedliche Paar Schuhe.<br />

„Mehr als ein Jahr Vorbereitungszeit<br />

hat mich das Bild gekostet“, erinnert<br />

sich Tobias. „Zunächst musste ich<br />

die Idee mit der FH Aachen, die die<br />

Stemme betreibt, absprechen. Dann<br />

galt es, den richtigen Ort für das Foto<br />

zu finden und den Tidenkalender<br />

zu studieren. Und das Licht erst ...<br />

Es musste alles stimmen: Hintergrund,<br />

Wasserstand, Position des ,Fotomo-<br />

dells‘ und das Licht. Am 17. August<br />

2016 war es dann so weit. Mit einer<br />

Dimona ging es raus auf die Nordsee,<br />

die Stemme flog rechts querab. Trotz<br />

eines intensiven Briefings vor dem<br />

Start passten erst nach über einer<br />

Stunde Flugzeit alle Randbedingungen<br />

zusammen. Dann drückte ich auf<br />

den Auslöser. Es war der perfekte<br />

Moment!“<br />

Wer den Fotokalender Segelfliegen<br />

<strong>2017</strong> durchblättert, erlebt die Ergebnisse<br />

vieler solcher perfekter Momente.<br />

Momente, die sich nicht zufällig<br />

ergeben wie bei manch tollem<br />

Schnappschuss, der jedem Segelflieger<br />

schon gelungen ist. Vielmehr sind<br />

es Momente, die durch Planung, Erfahrung<br />

und auch ein Quäntchen Glück<br />

zu solch perfekten wurden.<br />

„Kein einziges meiner Bilder ist<br />

ein Schnappschuss“, sagt Tobias.<br />

„Einfach alles ist mit Bedacht gewählt,<br />

angefangen vom Fluggebiet, in dem<br />

das Shooting stattfindet, über die<br />

Manöver, die der Pilot des anderen<br />

Flugzeuges fliegt, bis hin zu den<br />

Kameraeinstellungen.“<br />

Auch wenn sich das nach der<br />

Arbeitsphilosophie eines professionellen<br />

Fotografen anhört, ist Tobias<br />

eher ambitionierter Laie – der aber<br />

inzwischen einen immensen Erfahrungsschatz<br />

hat, wenn es um die<br />

Kombination seiner zwei Leidenschaften<br />

geht. „Für das Fliegen habe ich<br />

schon immer gebrannt“, blickt er<br />

zurück. „Ich habe mit acht Jahren mit<br />

dem Flugmodellbau angefangen. Als<br />

sehr lebhaftes Kind hatte ich zum<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Fotos: Tobias Barth, Lars Reinhold<br />

HINTERGRUND – ALLES IST BEWUSST IN SZENE GESETZT<br />

ersten Mal in meinem Leben ein Hobby,<br />

bei dem ich mich konzentrieren<br />

und ruhig arbeiten musste. Und tatsächlich<br />

gelang mir das auch.“<br />

Der Leiter der Modellflieger baute<br />

kurz nach der Wende den Fliegerclub<br />

Wolf Hirth in Pritzwalk mit auf, und<br />

seine Einladung „Willste nicht mal<br />

mitkommen?“ verfehlte ihre Wirkung<br />

nicht. Dem ersten Segelflugstart mit<br />

zwölf Jahren als Fluggast folgt die<br />

Ausbildung im Fliegerclub Wittstock.<br />

Nach der Bundeswehr lernt Tobias<br />

Leichtflugzeugbauer bei Aeroconcept<br />

am Flugplatz Aachen-Merzbrück. „Da<br />

ich Abitur hatte, konnte ich mich hin<br />

und wieder für Weiterbildungen von<br />

der Berufsschule freistellen lassen.<br />

Das passierte natürlich an Tagen mit<br />

bestem Wetter, und auf den Zetteln,<br />

die ich dann in der Schule abgeben<br />

musste, stand als Grund ,fliegerische<br />

Weiterbildung‘“, sagt er grinsend.<br />

Schon als Lehrling wird er Mitglied<br />

der Flugwissenschaftlichen Vereinigung<br />

Aachen; hier fängt er sich auch<br />

den Spitznamen ein, unter dem man<br />

ihn in der Segelflugszene kennt: Stift.<br />

Nach seiner Ausbildung schreibt<br />

er sich zum Studium der Luft- und<br />

Raumfahrt ein. „Nebenbei habe ich<br />

Brüche repariert und mir so das Studium<br />

finanziert.“ Seit seiner Diplomarbeit<br />

2008 beim CTC Stade ist Tobias<br />

als Luftfahrtingenieur bei der<br />

Airbus-Tochter tätig.<br />

In guten Jahren ist er seinerzeit<br />

bis zu 300 Stunden in der Luft, dabei<br />

gilt sein Interesse zunächst ausschließ-<br />

Tobias’ Hornet mit<br />

Smartphone-Halterung<br />

samt Sonnenblende und<br />

modifizierter Haube.<br />

Jaxida Allwetter Bezüge schützen empfindliche<br />

Oberflächen vor allen äußeren Einflüssen wie z.B.<br />

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Oberfläche trocken. Sie werden aus mehreren<br />

Schichten Stoff hergestellt: Oberstoff zum Schutz<br />

vor äußeren Einflüssen sowie einem inneren<br />

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[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Ob Lichtstimmung oder<br />

Bildwinkel: Alles folgt<br />

systematischer Planung,<br />

nichts dem Zufall.<br />

Nicht immer müssen sich<br />

die „Models“ bewegen.<br />

Formationsflug über<br />

Norddeutschland.<br />

DIE HERAUSFORDERUNG: SICH AUF DAS MOTIV KONZENTRIEREN<br />

lich der Fliegerei. „Das mit der Fotografie<br />

hat vor vier Jahren bei einem<br />

gemeinsamen Urlaub in Afrika angefangen,<br />

weil meine Lebensgefährtin<br />

sehr gerne fotografiert“, sagt Tobias.<br />

Zwar habe er selbst schon zu Studienzeiten<br />

viel mit Photoshop ’rumprobiert,<br />

für eine ordentliche Kameraausrüstung<br />

war aber nie Geld da.<br />

„Das ging ja alles ins Fliegen!“ Selbst<br />

als er 2007 den legendären Claus-<br />

Dieter Zink in Frankreich „bei einem<br />

Bier in einer Runde mit Klaus Ohlmann“<br />

kennen lernt, spielt die Fotografie<br />

noch keine große Rolle.<br />

„Richtig los ging das bei mir so<br />

um 2012. Ich habe zunächst viel vom<br />

Boden aus fotografiert, und als die<br />

ersten guten Air-to-air-Fotos entstanden,<br />

habe ich mir einen Flickr-Account<br />

zugelegt und die Bilder hochgeladen.<br />

Die Resonanz war von Anfang an gut,<br />

und mir wurde klar, ich mache das<br />

nicht nur für mich, es interessiert auch<br />

andere.“<br />

Von da an beginnt Tobias, sich<br />

intensiv mit den Möglichkeiten der<br />

Fotografie aus dem Segelflugzeug<br />

heraus auseinanderzusetzen. Die<br />

Fotos macht er anfangs direkt durch<br />

die Plexiglashaube, was aber die<br />

Qualität zu sehr beeinträchtigt. Als<br />

Alternative entwickelt er Rumpfhalterungen<br />

für seine Kameras und probiert<br />

verschiedene Bodys und Objektive<br />

aus. Er wechselt von einem<br />

namhaften Kamerahersteller zum<br />

nächsten, um das für seine ausgefallenen<br />

Fotoideen optimale Setup zu<br />

finden.<br />

„Das Kernproblem ist und bleibt<br />

der Konflikt, sich zum einen auf das<br />

zu konzentrieren, was die Kamera<br />

gerade sieht, und zum anderen das<br />

eigene Flugzeug weiter sicher zu<br />

fliegen“, erklärt Tobias die Herausforderung.<br />

Auch aus dem Doppelsitzer<br />

heraus habe er es probiert, aber<br />

das funktionierte nicht wirklich. „Bis<br />

der Pilot das Steuerkommando von<br />

mir umgesetzt hat, vergeht zu viel<br />

Zeit, und ob er dann genau richtig<br />

steuert, ist auch nicht sicher.“ So<br />

kristallisierte sich die One-Man-Show<br />

als Mittel der Wahl heraus.<br />

Die hat Tobias optimiert bis ins<br />

Detail. Es beginnt schon damit, dass<br />

er einen speziellen Kamerahalter hat,<br />

den er ans Gurtzeug klippt. „Eine im<br />

Cockpit herumfliegende Kamera ist<br />

48 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Fotos: Tobias Barth<br />

UND DABEI DAS EIGENE FLUGZEUG SICHER FLIEGEN<br />

ein No-Go, weniger der teuren Technik<br />

wegen, sondern eher aus Gründen den Schirm holen kann. „Das war<br />

das Kamerabild jederzeit direkt auf<br />

der Flugsicherheit.“ Auch sein Flugzeug,<br />

eine Glasflügel Mosquito b, hat die miteinander vernünftig kompati-<br />

auch nicht einfach, Geräte zu finden,<br />

er für die Fotofliegerei optimiert. Am bel sind. Aber so kann ich die<br />

auffälligsten ist die modifizierte Haube,<br />

zudem hat er eine Smartphone- und sehe genau, was die Linse auch<br />

Kamera aus dem Fenster halten<br />

Halterung mit Sonnenblende konstruiert.<br />

8528381-8-1.QXD_Layout Auf diese Weise kann 1 er 22.11.16 sich drehen.“ 09:57 Seite<br />

sieht, ohne mir den Kopf zu ver-<br />

1<br />

Doch selbst wenn die Technik<br />

optimiert ist, bleiben die Nuancen,<br />

die den Hobbyknipser vom Fotografen<br />

unterscheiden: das Gefühl für<br />

Komposition, für Farben und Kontraste.<br />

Auch die Bildwinkel spielen<br />

angesichts der großen Spannweiten<br />

der „Models“ eine entscheidende<br />

Rolle. „Es dauert höchstens zwei<br />

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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 49


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Fotos: Tobias Barth, Lars Reinhold<br />

Oft entsteht die<br />

Spannung aus dem<br />

Kontrast der Flugzeuge<br />

und der Hintergründe.<br />

Tobias als Tüftler: Kamerahalterung<br />

Marke Eigenbau,<br />

beim Nachbearbeiten der<br />

Fotos am Computer.<br />

Minuten, dann weiß ich, ob eine<br />

Motividee funktioniert oder nicht.<br />

Dann heißt es, entweder das Foto<br />

machen oder umdisponieren. Denn<br />

an Tagen ohne Thermik ist die Zeit,<br />

die man zum Fotografieren hat, stark<br />

begrenzt. Für langwieriges Rumprobieren<br />

reicht es meist nicht.“<br />

Aber auch bei besten Bedingungen<br />

gelingen die Bilder nicht immer. Das<br />

Problem liegt dann aber weniger bei<br />

der Technik oder dem Wetter als vielmehr<br />

bei den Piloten. „Es gibt genug<br />

Leute, die gerne mit mir einen Fotoflug<br />

machen wollen, aber nur ,mal<br />

eben schnell für `ne Viertelstunde‘.<br />

Und das funktioniert nicht. Hektik ist<br />

da völlig fehl am Platz, denn für die<br />

Fotos muss man recht eng und<br />

präzise in Formation fliegen. Der<br />

Pilot des anderen Flugzeugs muss<br />

mir sehr genau folgen können. Das<br />

verlangt Konzentration und geht nicht<br />

zwischen Tür und Angel.“ Und egal,<br />

wie gut eine Fotosession auch vorbereitet<br />

ist – der Ausschuss bleibt<br />

dennoch hoch.<br />

Zurück am heimischen Rechner,<br />

werden die Fotos sanft aufbereitet.<br />

Die klassischen Dunkelkammertechniken<br />

wie Tonwert- und Belichtungskorrektur<br />

– wenngleich heute in<br />

Lightroom umgesetzt – reichen<br />

Tobias. „Eine starke Nachbearbeitung<br />

sieht schnell unnatürlich aus. Und<br />

das mag ich selber nicht.“<br />

Bereits 2013 keimt die Idee, selbst<br />

einen Kalender zu gestalten. „Der<br />

Fotokalender Segelfliegen von Claus-<br />

Dieter Zink war immer eine Institution,<br />

denn Zink war der erste, der<br />

die Ästhetik des motorlosen Fliegens<br />

so richtig im Bild eingefangen hat“,<br />

zollt Tobias seinen Respekt. „2015<br />

hatte ich dann zwölf tolle Motive<br />

zusammen, aber mir fehlte das passende<br />

Titelbild.<br />

Wie es der Zufall will, kommt in<br />

jenem Jahr ein Kontakt zwischen<br />

Tobias und Annette Siegle zustande.<br />

Ihr Mann Marek hatte nach Zinks Tod<br />

2010 die Rechte an dessen Fotoarchiv<br />

erworben und sorgt dafür, dass der<br />

Fotokalender Segelfliegen jedes Jahr<br />

aufs Neue erscheint. „So konnte ich<br />

einige Aufnahmen für die Ausgabe<br />

2016 beisteuern. Die Rückmeldungen<br />

waren so gut, dass die Siegles mir<br />

eine dauerhafte Kooperation anboten.“<br />

Auch die <strong>2017</strong>er-Ausgabe des<br />

Fotokalenders Segelfliegen zieren<br />

etliche Motive von Tobias und zeigen<br />

die Anmut des Segelfliegens in<br />

ähnlicher Intensität wie einst die<br />

Aufnahmen des Fotokünstlers Claus-<br />

Dieter Zink.<br />

Und es dürften sicher noch viele<br />

beeindruckende Bilder hinzukommen.<br />

„Also von den Typen her interessieren<br />

mich schon die neuen Muster,<br />

der neue Ventus und die JS3 zum<br />

Beispiel, aber auch Schleichers ASG<br />

32 oder, ganz weit vorn, der US-amerikanische<br />

15-Meter-Segler Duck Hawk,<br />

der technisch in dieser Klasse Maßstäbe<br />

setzt“, sagt Tobias. Was die<br />

Landschaft als Kulisse für seine Motive<br />

angeht, hat er auch einen Traum:<br />

„Ein Fotoshooting über den Fjorden<br />

Norwegens. Ich glaube, das wäre für<br />

mich der absolute Höhepunkt.“ ae<br />

50 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Im Föhnsturm auf 8000 Meter<br />

Höhenrausch<br />

[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Für Dominik Senner und Michael Hohenstein sollte der 20. November der Tag werden,<br />

an dem sie ihren persönlichen Höhenrekord brechen. Am Ende ging – trotz manchen<br />

Problems - alles auf, und es wurde ein lehrreicher Föhnflug. Mit ihren Erfahrungen hoffen<br />

sie jetzt, bei der nächsten Gelegenheit gar auf 9000 oder 10 000 Meter zu kommen.<br />

Fotos: Dominik Senner<br />

Grandiose Aussicht<br />

aus 8000 Metern<br />

übers Rheintal.<br />

Der 20. November beginnt<br />

um 5.30 Uhr nach einer<br />

unruhigen Nacht. Wir hatten<br />

unsere Flugzeuge am Tag<br />

zuvor vom Übersberg zum Flugplatz<br />

Mengen-Hohentengen als ersten<br />

Etappenort gebracht, um am anderen<br />

Morgen nach einer kurzen<br />

Fahrt nach Hohenems dort die<br />

guten Einstiegsmöglichkeiten in<br />

die Welle nutzen zu können. Diese<br />

Absicht hatten auch Primin Schneider<br />

mit seiner Kestrel (PS) und<br />

Christoph Schelb mit der DG-400<br />

(iX). Michael und ich hatten den<br />

Duo Discus (A2) von der Akaflieg<br />

Tübingen bekommen.<br />

Die Halle von Martin Wezel<br />

Flugzeugtechnik, die uns für die<br />

Nacht zur Verfügung stand, sah<br />

wild aus. Überall war das Equipment<br />

dreier Flugzeuge für den<br />

bevorstehenden Flug im Föhnsturm<br />

verteilt, Batterien wurden geladen,<br />

Sauerstoffsysteme vorbereitet und<br />

überprüft.<br />

Michael und ich hatten fest vor,<br />

auf 8000 Meter Höhe zu steigen.<br />

Es gab aber noch zwei Probleme<br />

zu lösen. Die für die Höhe benötigten<br />

Sauerstoffmasken bekamen<br />

wir letztlich gegen eine Spende<br />

bei der Einsatzzentrale des Deutschen<br />

Roten Kreuzes in Mengen.<br />

Wir wollten uns zudem mit einem<br />

redundanten Sauerstoffsystem<br />

absichern, dafür fehlte uns aber<br />

noch ein Druckminderer. In Mengen<br />

konnten wir leider von niemandem<br />

einen ausleihen, und für<br />

die Bestellung von O_pur-Notsauerstoffdosen<br />

zur Einmalbenutzung<br />

in einem Luftfahrt-Shop war es<br />

leider schon zu spät.<br />

Unser Unterfangen, auf 8000<br />

Meter zu steigen, war also erst<br />

einmal auf Eis gelegt, was unsere<br />

Freude und unseren Enthusiasmus<br />

aber nicht im Geringsten bremste.<br />

Dann fliegen wir halt Strecke und<br />

verschieben vorerst unseren schon<br />

Eishauch: vom<br />

Atem vereiste<br />

Cockpithaube.<br />

lange gärenden Plan, die 8000<br />

Meter zu knacken.<br />

Nach der relativ kurzen Nacht<br />

starten wir nach einem ausgiebigen<br />

Frühstück mit einer beeindruckenden<br />

Autofahrt nach Hohenems<br />

in den Tag. Der Föhn lässt die<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 51


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

uns die ersten Turbulenzen. Wie<br />

meist nimmt der Gegenwind auch<br />

jetzt ab dem Kummenberg – das<br />

ist der kleine, exponierte Berg inmitten<br />

des Rheintals bei Mäder<br />

– erheblich zu. Er weht hier schon<br />

mit 60 bis 70 km/h aus Südwest.<br />

Die perfekte Windrichtung, um am<br />

Hohen Kasten im dynamischen<br />

Aufwind zu steigen.<br />

In rund 1000 Meter Höhe klinken<br />

wir aus und steigen mit 4 bis<br />

5 m/s bei mäßigen bis starken<br />

Turbulenzen im Hangwind auf 2400<br />

Meter MSL. Den Aufstieg am Hohen<br />

Kasten habe ich schon deutlich<br />

schlimmer erlebt.<br />

Geht es überhaupt<br />

schnell genug aufwärts?<br />

Fotos: Dominik Senner<br />

Gratwanderung:<br />

Ohne zugelassene<br />

Sauerstoffanlage<br />

auf Höhenflug.<br />

Alpen zum Greifen nahe und in<br />

einer unglaublichen Klarheit und<br />

Detailgenauigkeit erscheinen. Im<br />

Morgenrot sieht man im Osten<br />

schon schöne Wellenstrukturen,<br />

die ersten Föhnfische hängen in<br />

zartem Rosa am Himmel und scheinen<br />

nur darauf zu warten, von<br />

uns geangelt zu werden.<br />

Im Westen lässt der<br />

Föhn auf sich warten<br />

Richtung Hohenems und westlich<br />

davon sieht es allerdings noch<br />

ziemlich trüb aus. Im Rheintal und<br />

im Bodensee-Bereich löst sich erst<br />

langsam der Nebel auf. Offensichtlich<br />

hat der Föhn – es ist schon<br />

acht Uhr – hier noch nicht durchgeschlagen.<br />

Vorausgesagt ist ein<br />

Druckunterschied zwischen der<br />

Süd- und der Nordseite der Alpen<br />

von zwölf Hektopascal, das sollte<br />

gegen Mittag einen kräftigen Südföhn<br />

erzeugen.<br />

Gegen neun Uhr kommen wir<br />

mit unseren drei Gespannen in<br />

Hohenems an und stellen uns direkt<br />

aufs Vorfeld. Bis auf einen<br />

Segelflieger, der gerade sein Flugzeug<br />

montiert, ist der Flugplatz<br />

noch verwaist. Auch zeigt sich im<br />

Bereich des Bodensees noch Nebel.<br />

Doch voller Zuversicht, dass der<br />

vorhergesagte Föhnsturm bald<br />

heraufzieht, sichern wir unsere<br />

Anhänger an den auf dem Vorfeld<br />

vorbereiteten Anhängerkupplungen<br />

und machen uns daran, die<br />

Flugzeuge aufzurüsten.<br />

Nach einer Weile lassen sich<br />

dann südwestlich von Vaduz und<br />

etwas später auch am Hohen Kasten<br />

erste Rotorwolken ausmachen.<br />

Und auf einmal ändert sich auch<br />

das Treiben auf dem Flugplatz.<br />

Zwei Schleppmaschinen werden<br />

ausgehallt, mehrere hier stationierte<br />

Segelflugzeuge aufgerüstet.<br />

Der Vorstand der Hohenemser<br />

begrüßt uns herzlich. Sein Anliegen<br />

ist es, bis 12.30 Uhr, dem Beginn<br />

der Mittagspause in Hohenems,<br />

alle Maschinen in der Luft zu haben.<br />

Gegen 10.30 Uhr gehen die ersten<br />

F-Schlepps raus.<br />

Wir aber sind noch weit von der<br />

Abflugbereitschaft entfernt. Nichts<br />

ist fertig, es wird stressig. Bei der<br />

DG-400 sind die Starterbatterien<br />

leer, das Spornrad platt, am Duo<br />

muss noch das Sauerstoffsystem<br />

eingebaut werden. Schlussendlich<br />

müssen wir in Vorbereitung auf<br />

den Aufstieg noch etliche Lagen<br />

an Kleidung anziehen und die<br />

Flugzeuge an den Start bekommen.<br />

Und dann haben wir noch unglaubliches<br />

Glück: Unser Höhenziel<br />

„8000 Meter“ rückt wieder<br />

greifbar nahe. Sascha Kaiser hat<br />

einen Druckminderer für unser<br />

Redundanzsystem. Nun sind wir<br />

voll ausgerüstet. An Bord sind<br />

eine Vier- und eine Ein-Liter-Flasche.<br />

Michael hat einen pneumatischen<br />

Hahn installiert, sodass<br />

wir zügig auf die kleine Literflasche<br />

umschalten können. Alles ist gerichtet<br />

und bereit.<br />

Um 11.36 Uhr geht unser Start<br />

in Richtung Lindau / Bregenz raus.<br />

Eine Jodel schleppt uns von der<br />

Startbahn 05, denn der Föhn hat<br />

noch nicht bis Hohenems durchgeschlagen.<br />

Bereits nach wenigen<br />

Minuten mit Kurs Süd wird es lebendig.<br />

Noch bodennah schütteln<br />

8200 Meter<br />

zeigt die<br />

Höhenuhr<br />

am Ende.<br />

Für den Einstieg in die Welle<br />

fliegen wir dann gegen den Wind<br />

vor, unser Vorhaben fest auf dem<br />

Plan. Wir müssen uns beeilen,<br />

denn um 17 Uhr wird es bereits<br />

dunkel sein. Also haben wir nicht<br />

besonders viel Zeit, die Lage zu<br />

sondieren. Auf Kurs zum Gamsberg,<br />

dem nächstgelegenen Berg,<br />

stoßen wir auf ein paar schwache<br />

Wellen.<br />

Das mäßige Steigen stellt uns<br />

alles andere als zufrieden. Also<br />

suchen wir das Rheintal zwischen<br />

Sargans und Bad Ragaz nach stärkeren<br />

Wellen ab, doch dort ist das<br />

Steigen noch schlechter. Bei Bad<br />

Ragaz haben wir nach Antesten<br />

mehrerer Wellen schließlich eine<br />

Flughöhe von 3800 Meter MSL<br />

erreicht und beschließen, es noch<br />

einmal im Lee des Gamsberges zu<br />

versuchen. Der Berg steht besser<br />

im Wind, der in der Höhe mehr auf<br />

Südwest dreht. Wir hoffen dort<br />

eine Welle zu erwischen, die hochträgt.<br />

Außerdem hat uns auch<br />

52 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


eine Dreiviertelstunde zuvor Pirmin<br />

Bescheid gegeben, dass er über<br />

dem Güterbahnhof von Buchs eine<br />

Welle mit fünf Meter Steigen<br />

gefunden hat. Wir finden dann bei<br />

Vaduz einen Zweimeterbart und<br />

geben uns damit zufrieden. Wir<br />

schauen ständig nach oben in der<br />

Hoffnung, Pirmin zu erspähen, doch<br />

er ist nirgends zu sehen. In der<br />

Welle krallen wir uns fest und steigen<br />

und steigen.<br />

Dann ist es Zeit, bei Zürich Radar<br />

für den Luftraum Charlie um<br />

eine Freigabe zu bitten. Der freundliche<br />

Lotse erteilt sie auf Anhieb<br />

bis FL 200, also 6000 Meter. In 5000<br />

Metern stellen wir von der Sauerstoffbrille<br />

um auf die Sauerstoffmaske<br />

und steigen weiter. Die<br />

Welle geht zwischen 0,5 und 2,0<br />

m/s, mit zunehmender Höhe wird<br />

sie besser. Der Wind dreht mehr<br />

auf Westsüdwest und nimmt zu.<br />

Bei 7000 Metern angelangt,<br />

schlägt sich unsere Atemfeuchte<br />

als Eis auf der Haube nieder. Wieder<br />

und wieder müssen wir jetzt<br />

das Eis von der Scheibe putzen.<br />

Im Cockpit herrschen mittlerweile<br />

minus 30 Grad Celsius.<br />

Der Lotse gibt<br />

uns frei bis FL 300<br />

Ohne Fußsohlenheizung ist so<br />

was eigentlich nicht auszuhalten<br />

– und ich habe keine! Meine Zehen<br />

kann ich schon seit Längerem nicht<br />

mehr spüren. Das Wunschziel 8000<br />

Meter verblasst dagegen völlig,<br />

sodass ich schließlich für den sofortigen<br />

Abbruch des Fluges plädiere.<br />

Michael ist damit aber<br />

absolut nicht einverstanden. Für<br />

ihn gibt es keinen Weg vorbei an<br />

den 8000 Metern. Aber er hat halt<br />

auch eine Fußsohlenheizung. Ich<br />

versuche, meine Zehen unablässig<br />

zu bewegen und mich ansonsten<br />

völlig auf die Welle zu konzentrieren.<br />

Nebenher erweitern wir immer<br />

wieder unsere Höhenfreigaben bei<br />

Zürich Radar. Als letzte Freigabe<br />

erhalten wir Flugfläche 300 bis<br />

9000 Meter!<br />

Die Aussicht ist fantastisch!<br />

Überall sehen wir Schneefahnen<br />

über den Gipfeln. Die Schwäbische<br />

Alb und die Vogesen rücken ins<br />

Blickfeld. Der Mont Blanc ragt aus<br />

Wolken heraus, im Osten erahnen<br />

wir die Ausläufer der Alpen, und<br />

der Bodensee erscheint uns geradezu<br />

winzig.<br />

Nur – die Kälte hat uns fest im<br />

Griff. Als das GPS die 8000 Meter<br />

anzeigt, kann ich den Gedanken<br />

an den Zustand meiner Fußzehen<br />

kaum noch unterdrücken. Immer<br />

wieder müssen wir nun auch Sauerstoffduschen<br />

nehmen. Bei 8004<br />

Meter herrschen laut GPS im Cockpit<br />

minus 39 Grad, und das Eis an<br />

der Haube wird immer mehr zu<br />

einem richtigen Problem.<br />

Für den Abstieg fahre ich zuerst<br />

das Fahrwerk aus und danach die<br />

nun äußerst schwergängigen<br />

Bremsklappen. Hierbei rutscht mir<br />

die Sauerstoffmaske herunter. Die<br />

körperliche Anstrengung, um die<br />

Bremsklappen herauszubekommen,<br />

war doch zu viel. Ich merke sofort,<br />

dass ich schnell eine Sauerstoffdusche,<br />

also einen Durchfluss von<br />

rund 15 Litern Sauerstoff pro Minute<br />

direkt auf die Atemmaske,<br />

brauche und informiere meinen<br />

Copiloten. Es dauert rund 15 Sekunden,<br />

bis das Gas bei mir ankommt<br />

– eine Zeitspanne, die mir<br />

unendlich lang vorkommt. Ich bin<br />

nahe an der Panik, denn meine<br />

Arme und Beine beginnen von der<br />

Anstrengung bereits zu kribbeln.<br />

Erst mit der Sauerstoffdusche und<br />

ein paar schnellen und kräftigen<br />

Atemzügen geht es mir wieder<br />

besser.<br />

Im Anschluss an diese grenzwertige<br />

Situation sinken wir mit<br />

maximaler Geschwindigkeit und<br />

ausgefahrenen Bremsklappen unter<br />

6000 Meter MSL, um aus der<br />

Gefahrenzone herauszukommen.<br />

Um bei dem Schnellabstieg nicht<br />

Gefahr zu laufen, die in der Höhe<br />

geltenden niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten<br />

zu überschreiten,<br />

hatten wir bereits Tage vorher<br />

Tabellen mit den Maximalgeschwindigkeiten<br />

angelegt. Das macht sich<br />

jetzt bezahlt.<br />

Meine Zehen zwingen uns,<br />

schnell weiter unter 6000 Meter<br />

zu gehen. Den Sinkflug verlangsamen<br />

wir allerdings, um den Duo<br />

nicht zu arg zu strapazieren. Kältestress<br />

schadet schließlich dem<br />

Gelcoat. Erst in 4500 Metern beginnen<br />

meine Zehen aufzutauen.<br />

Ich habe solche Schmerzen, dass<br />

ich schreien muss. Die nächsten<br />

zwanzig Minuten sind die reinste<br />

Hölle für mich. Erst als sich meine<br />

Zehen heiß und wie glühend anfühlen,<br />

lässt der Schmerz langsam<br />

nach. Zu dieser Zeit befinden wir<br />

uns 300 Meter über dem Hohen<br />

Kasten und schon wieder in deutlich<br />

wärmeren Luftschichten.<br />

Auf 8000 Meter, aber<br />

mit lädierten Zehen<br />

Nachdem meine große Sorge<br />

um meine Zehen verflogen ist, fliegt<br />

Michael noch eine Weile am Hohen<br />

Kasten auf und ab, und wir gönnen<br />

uns heißen Tee. Dann entschließen<br />

wir uns zur Landung und gleiten<br />

die restliche Höhe bis nach Hohenems<br />

ab. Nach einer Schlaufe über<br />

Lindau und Bregenz landen wir<br />

um 16.17 Uhr auf unserem Startplatz<br />

Hohenems.<br />

Bis wir alles abgebaut haben,<br />

ist es längst dunkel geworden. Als<br />

dann der letzte Anhänger angehängt<br />

ist, sind wir alle fix und<br />

fertig, aber überglücklich. Die<br />

Aussicht aus 8000 Metern war<br />

atemberaubend. Und für unsere<br />

nächsten Föhnflüge – vielleicht<br />

auf 10 000 Meter – haben wir viel<br />

gelernt.<br />

ae<br />

Dominik Senner<br />

Aufrüsten in<br />

Hohenems. Die<br />

Hänger werden an<br />

die Kette gelegt.


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Online Contest<br />

Eine Idee geht um die Welt<br />

Reiner Rose hat mit seiner Vision, GPS-Flugdaten online zu sammeln und<br />

aufzubereiten, den Segelflugsport revolutioniert. Heute ermöglicht der OLC<br />

Flugvergleiche zeitnah und weltweit. Im Interview blickt Rose zurück auf die Anfänge<br />

der Plattform und erklärt, was sie für die Zukunft des Segelfluges leisten kann.<br />

Fotos: Lars Reinhold, Brian Jackson | Fotolia, Bernd Weber<br />

Reiner, 1998 bist du mit der verwegenen<br />

Idee gestartet, GPS-<br />

Daten und Internet zusammenzubringen.<br />

Konntest du mit dem<br />

Erfolg, den der OLC bis heute hat,<br />

rechnen?<br />

Das war überhaupt nicht abzusehen!<br />

Es wäre auch vermessen<br />

gewesen, mit solch einem Erfolg<br />

zu kalkulieren. Für den ersten<br />

Schritt – eine Plattform zu schaffen,<br />

für die Flüge via Mail gemeldet<br />

werden können – haben wir uns<br />

ein paar hundert Teilnehmer ausgerechnet,<br />

und das auch nur für<br />

Deutschland.<br />

Das muss dir heute sehr bescheiden<br />

vorkommen.<br />

In der Tat. In der Saison 2016<br />

wurden von 14 631 Teilnehmern<br />

116 510 Flüge mit 31,1 Millionen<br />

Kilometern gemeldet. Die Website<br />

hatte in dieser Zeit rund 111<br />

Millionen Klicks! Wir sind inzwischen<br />

eine weltumspannende Kommunikationsplattform<br />

für Streckenflüge.<br />

Übrigens: Der <strong>aerokurier</strong> hat<br />

daran auch seinen Anteil, hat er<br />

uns doch von Anfang an begleitet<br />

und bekannt gemacht.<br />

Worauf basiert aus deiner Sicht<br />

der Erfolg des OLC?<br />

Die dezentralen Segelflugwettbewerbe<br />

haben daran gekrankt, dass<br />

man seine Flüge aufwendig dokumentieren<br />

und per Post einreichen<br />

musste. Man wusste im Endeffekt<br />

immer erst am Saisonende, wie man<br />

abgeschnitten hatte. Für ein Reporting<br />

über eine Sportart ist das<br />

ein absolutes No-Go. Der Pilot will<br />

am liebsten am selben Tag wissen,<br />

wie gut er sich geschlagen hat. Uns<br />

ist es gelungen, ein Kommunika-<br />

54 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Reiner Rose ist Mastermind hinter dem Online Contest.<br />

tionssystem einzuführen, das diese<br />

Aktualität ermöglicht.<br />

Die richtige Idee zur richtigen<br />

Zeit? Das Internet war ja gerade<br />

dabei, auch Privathaushalte zu<br />

erobern.<br />

Genau. Wir haben ja nichts anderes<br />

gemacht, als GPS-Daten via Internet<br />

zu sammeln und die Auswertung<br />

online zu publizieren. Allerdings<br />

muss man dazu sagen, dass wir<br />

uns auch viele Gedanken über die<br />

Form des Wettbewerbs gemacht<br />

haben. Wir wollten weg von dicken<br />

Regelwerken wie dem der DMSt<br />

hin zu einem einfachen, transparenten<br />

Wertungsmodus: ein Punkt<br />

pro Kilometer, keine Bevorzugung<br />

von angemeldeten Flügen, Verzicht<br />

auf Sportzeugen und Berücksichtigung<br />

der Leistungsfähigkeit des<br />

Flugzeugs durch den Index.<br />

Der Index ist ja inzwischen mitunter<br />

ein Reizthema.<br />

Ein Index kann nie gerecht sein,<br />

das ist eine Utopie. Er kann bei<br />

einem dezentralen Wettbewerb<br />

auch keine Chancengleichheit herbeirechnen,<br />

dafür sind andere Faktoren<br />

wie die Wetterbedingungen,<br />

Flächenbelastungen etc., die wir<br />

nicht kontrollieren können, viel<br />

ausschlaggebender. Der Index ist<br />

nur ein kleiner Baustein, um unterschiedliche<br />

Flugzeugtypen einigermaßen<br />

vergleichbar zu machen.<br />

Du sprichst die Form der Wettbewerbe<br />

an. Die Segelflug-Bundesliga<br />

ist auch eine Erfindung<br />

von dir. Wie kam es dazu?<br />

Wir haben im Segelflug das Problem,<br />

dass es im Breitensport keinen<br />

wirklichen Anforderungsdruck gibt.<br />

Der Anpfiff wie im Fußball fehlt.<br />

Aber nur mit diesem Druck gibt es<br />

Spannung im Wettbewerb. So entstand<br />

die Idee, einen Ligabetrieb<br />

mit 19 oder 20 Wochenendrunden<br />

auszuschreiben. Dabei bekommt<br />

der Sieger immer gleich viele Punkte,<br />

unabhängig von den Bedingungen.<br />

Wer hier erfolgreich sein will,<br />

muss die ganze Saison aktiv sein,<br />

dadurch hält die Spannung bis zum<br />

Schluss an. Außerdem sind drei<br />

oder vier Stunden Flugzeit am<br />

Wochenende für jeden drin, da man<br />

nicht den ganzen Tag verplanen<br />

muss.<br />

Immer wieder hast du kritisiert,<br />

dass in Deutschland eine allein<br />

auf den Scheinerwerb ausgerichtete<br />

Ausbildung vorherrscht. Mit<br />

der U25-Liga will der OLC junge<br />

Piloten zum sportlichen Fliegen<br />

animieren. Geht der Plan auf?<br />

Ich denke schon. Zunächst muss<br />

man sich vergegenwärtigen, dass<br />

die Leute, die erfolgreich Bundesliga<br />

fliegen, alte Hasen sind. Die<br />

Junioren eines Vereins haben da<br />

kaum eine Chance, in die erste<br />

Mannschaft zu kommen. Das ist<br />

natürlich nicht motivierend. In der<br />

U25-Liga hingegen treten junge<br />

Piloten gegen gleichaltrige an, so<br />

wird ein fairer Vergleich möglich.<br />

2016 haben immerhin 286 Vereine<br />

für die U25-Liga Flüge gemeldet.<br />

Aber reicht eine Liga, um<br />

Defizite in der Jugendarbeit der<br />

Vereine auszugleichen?<br />

Nein, davon bin ich überzeugt. Das<br />

Umdenken muss in den Vereinen<br />

stattfinden. Ich weiß aus Erfahrung,<br />

wie das in vielen Clubs läuft: Bis<br />

zur Lizenz wird man durch die<br />

Fluglehrer ständig motiviert, sich<br />

weiterzuentwickeln, doch mit dem<br />

Lappen ist plötzlich Schluss. Es fehlt<br />

einfach an alten Hasen, die die<br />

Jungpiloten an die Hand nehmen<br />

und ihnen zeigen, wie es weitergehen<br />

kann. Die U25-Liga ist da<br />

nur ein Angebot, das Vereine nutzen<br />

können, um ihre Schützlinge<br />

zu motivieren. Gemeinsam fliegen<br />

und sich mit Gleichaltrigen messen<br />

– das ist Ansporn!<br />

Und nicht zuletzt gibt es ja auch<br />

etwas zu gewinnen ...<br />

Ja, aber das halte ich nicht für entscheidend.<br />

Am Ende wird ein Siegerteam<br />

gekürt, und die jungen<br />

Piloten sind stolz auf ihre Leistung.<br />

Aber gewinnen können auch andere<br />

Vereine: indem sie die erfolgreichen<br />

Clubs als Vorbild nehmen<br />

und sich fragen, was machen die<br />

anders? Und ich freue mich, dass<br />

der <strong>aerokurier</strong> in der U25-Liga als<br />

Sponsor aktiv wird, denn so bekommt<br />

das Ganze in der Szene mehr<br />

Gewicht und Aufmerksamkeit.<br />

Redet man über die Jugend, ist<br />

das immer eine Diskussion über<br />

die Zukunft des Segelfliegens.<br />

Wie siehst du die Zukunft?<br />

Wir müssen unheimlich aufpassen,<br />

dass wir unsere gewachsenen<br />

Strukturen bewahren. Vereine, die<br />

Flugplätze betreiben und ein Hort<br />

sind, in dem junge Piloten heranwachsen<br />

können, das ist die Basis,<br />

die aber durch den demografischen<br />

Wandel in Gefahr gerät. Diese Gefahr<br />

muss erkannt und angegangen<br />

werden. Vereine brauchen engagierte<br />

Mitglieder, die andere – vor<br />

allem jüngere – für das Fliegen<br />

begeistern können.<br />

Und die Zukunft des OLC?<br />

Die hängt freilich von der Zukunft<br />

des Segelfliegens ab. Da wollen wir<br />

– wie all die Jahre – ein zuverlässiger<br />

Partner sein.<br />

ae<br />

Lars Reinhold<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 55


E-<br />

[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />

FOTOS: Manfred Münch<br />

56 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Schleicher ASG 32 EL<br />

MOBIL<br />

Die ASG 32 hat bei Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />

in vielem eine Vorreiterrolle übernommen.<br />

Die elektrische Heimkehrhilfe ist ein weiteres Novum,<br />

mit ihr steigt der Hersteller in den Elektroflug ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 57


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

[ 1 ] Heimkehrhilfe mit<br />

mächtigem Propeller. Der<br />

Motor wird durch den<br />

Fahrtwind gekühlt.<br />

[ 2 ] Bedieneinheit mit<br />

einem Hebel für den<br />

Klappmechanismus und<br />

die Leistungseinstellung.<br />

[ 3 ] Übersichtliche Motorund<br />

Akkuüberwachung.<br />

Geflogen ist die ASG 32<br />

zuerst als eigenstartfähiges<br />

Segelflugzeug. Die Segelflugversion<br />

hat davon<br />

ordentlich profitiert, auch sie kann<br />

mit einem maximalen Abfluggewicht<br />

von 850 Kilogramm geflogen werden,<br />

während die meisten reinen Segelflugzeuge<br />

auf 750 Kilogramm beschränkt<br />

sind. Damit steht die ASG<br />

32 in guten Wetterbedingungen bei<br />

der Flächenbelastung gegenüber dem<br />

Motorsegler nicht zurück.<br />

Struktur und Werkstoffe hat Konstrukteur<br />

Michael Greiner zudem so<br />

gewählt, dass die ASG 32 nicht nur<br />

weiß, sondern auch in auffälligen<br />

Signalfarben lackiert werden kann.<br />

Ein wichtiger Beitrag zur Kollisionsvermeidung.<br />

Und damit der Eigenstarter mit<br />

der großen Spannweite auch am Boden<br />

gut zu handhaben ist, wurde er<br />

mit einem großen, lenkbaren Heckrad<br />

ausgestattet. Im Flug hängt es nicht<br />

widerstandsträchtig im Wind, es wird<br />

mit dem großen Hauptrad kombiniert<br />

eingezogen und abgedeckt.<br />

Auf diese aufwendige Konstruktion<br />

kann bei den nicht-eigenstartfähigen<br />

Varianten verzichtet werden.<br />

So hat auch die ASG 32 El mit der<br />

elektrischen Heimkehrhilfe ein einfaches<br />

Heckrad. Mitte November geht<br />

es mit ihr bei strahlendem Sonnenschein<br />

vom Werksflugplatz Huhnrain<br />

aus zu einem ersten Kennenlernen<br />

in die Luft. Mit dabei ist Dipl.-Ing.<br />

Paul Anklam, der für die Gesamtkonzeption<br />

und Integration des Elektroantriebs<br />

verantwortlich zeichnete.<br />

Die Leermasse der El liegt leicht über<br />

der des Eigenstarters mit vollem<br />

Rumpftank. Bei Start und Steigflug<br />

ist davon wenig zu spüren. Im kräftigen<br />

Anzug der Firmen-Remorqueur<br />

ist das Querruder nahezu sofort wirksam,<br />

der Schleppzug schnell frei und<br />

aus dem engen Tal der Lütter herausgestiegen.<br />

Auf Sicherheitshöhe<br />

über den Hügeln vor der Wasserkuppe<br />

klinke ich aus und kann mich gleich<br />

von der einfachen Bedienung des<br />

Elektroantriebs überzeugen.<br />

Der sichere, mühelose Wechsel<br />

vom Segel- zum Motorbetrieb und<br />

zurück, der mit einem elektrischen<br />

Antrieb möglich ist, war bei Schleicher<br />

eines der Hauptargumente, die ASG<br />

32 nicht mit einen Verbrennermotor<br />

als Heimkehrhilfe auszustatten, sondern<br />

sich stattdessen auf ein ganz<br />

neues Konzept einzulassen. Die meisten<br />

Turbos (ohne Anlasser) müssen<br />

ja angestürzt werden, um den Motor<br />

über den Windmühleneffekt in Gang<br />

zu setzen, was zwangsläufig mit<br />

einem erheblichen Höhenverlust<br />

verbunden ist.<br />

Ganz anders bei der ASG 32 El:<br />

Im Instrumentensockel mit der<br />

Bedieneinheit reicht es, den einzigen<br />

Hebel, den Leistungssteller und zugleich<br />

Bedienhebel für den Klappmechanismus,<br />

nach oben umzulegen,<br />

damit innerhalb von acht Sekunden<br />

der Propellerturm mit dem luftgekühlten<br />

E-Motor ausschwenkt. Aus Sicherheitsgründen<br />

läuft der Propeller<br />

bei Erreichen der Endposition des<br />

Turms nicht gleich los – am Boden<br />

könnte das zu Komplikationen führen.<br />

Nach Drücken des Freigabeknopfs<br />

58 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


[ 4 ] Der Elektroantrieb lässt die ASG 32 bei Maximalleistung mit<br />

rund 1,3 m/s steigen. Das Überwachungsinstrument zeigt die<br />

Propellerdrehzahl, die Leistung und die verbleibende Motorzeit bei<br />

dieser Einstellung. Darunter befinden sich die Kontrollanzeigen<br />

für die Temperaturen. [ 5 ] Der grazile Aufbau des Propellerturms<br />

verursacht wenig Widerstand.<br />

[ 4 ]<br />

neben dem Leistungssteller schnurrt<br />

der Antrieb, und es steht sofort die<br />

volle Leistung zur Verfügung. Der<br />

Höhenverlust ist bei diesem Konfigurationswechsel<br />

minimal. Die Daten<br />

zum Antriebssystem liefert das<br />

Schleicher-eigene Instrument digital<br />

und schnell erfassbar grafisch. Im<br />

Betrieb werden die Drehzahl, die<br />

Leistung und die Batteriekapazität<br />

entsprechend der abgerufenen Leistung<br />

in verbleibenden Minuten und<br />

dazu die Temperaturen der Batterie,<br />

des Motors und des Umrichters angezeigt.<br />

Im Lee der Wasserkuppe geht es<br />

bei kräftigem Südostwind leicht turbulent<br />

zu, die Angabe des besten<br />

Steigens von 1,3 m/s lässt sich nachvollziehen.<br />

Mal sinkt die Varioanzeige<br />

darunter, mal schnellt sie deutlich<br />

darüber, wo sich leichtes Wellensteigen<br />

bemerkbar macht. Später kann<br />

ich den Wellenaufwind im Segelflug<br />

auskosten, während der Wind auf der<br />

mit dem ersten Schnee gepuderten<br />

Kuppe die bunten Segel der Snowkiter<br />

kräftig bläht.<br />

Das Segelflugsteigen vom vorherigen<br />

Steigwert abgezogen, führt<br />

[ 5 ]<br />

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[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

[ 1 ] Im Kraftflug. 1,3 m/s<br />

Steigen sind bei voller<br />

Batterie für 20 Minuten<br />

möglich. [ 2 ] Geräumiges<br />

Cockpit. Gibt es nur bei<br />

der El-Version: Not-Ausschalter<br />

am hinteren<br />

Instrumentenpilz.<br />

[ 3 ] Röntgenblick in den<br />

Motorraum: Akku (rot) und<br />

Strom richter (blau).<br />

zu den 1,3 m/s und das bei einer Flächenbelastung<br />

von rund 50 kg/m 2 .<br />

Für den Motorbetrieb wie den<br />

Segelflug ist die 50er Flächenbelastung<br />

unproblematisch. Dass die ASG 32<br />

El damit in der Thermik noch gut<br />

steigt und sich wendig in die Aufwindkerne<br />

dirigieren lässt, hatte sie<br />

bereits zwei Jahre zuvor bei dem<br />

Testflug mit der Mi-Version bewiesen.<br />

Einkreisen, ein wenig nachzentrieren,<br />

und schon kurbelte der Doppelsitzer<br />

bei diesem Flug in sommerlicher<br />

Thermik sich selbst überlassen der<br />

Basis entgegen. Die ASG 32 teilte<br />

dabei auch sehr gut mit, wo es raufging.<br />

Die Ruder sind gut aufeinander<br />

abgestimmt, sodass sich der Doppelsitzer<br />

auch mit den Wölbklappen in<br />

Kurbelstellung und bei Langsamfahrt<br />

für bestes Steigen exakt und behände<br />

manövrieren lässt. Allerdings<br />

braucht man wie für alle größeren<br />

Flugzeuge etwas mehr Seiten- als<br />

Querruder, stellte ich schon bei diesem<br />

ersten Probeflug fest, wobei die<br />

aufzubringenden Kräfte als schleichertypisch<br />

angemessen zu bewerten<br />

sind. In der Kurbelkonfiguration<br />

steht viel Querruderwirkung zur<br />

Verfügung.<br />

Schon die Mi zeigte sich im Langsamflug<br />

unproblematisch. Bei neutraler<br />

wie positiver Stellung der<br />

Wölbklappen ließ sie sich noch mit<br />

durchgezogenem Knüppel und vorsichtigen<br />

Seitenruder- und Querruderausschlägen<br />

dirigieren. Im Kurvenflug<br />

geriet sie bei durchgezogenem<br />

Knüppel nur ein wenig ins Taumeln.<br />

Schütteln und hochgereckter Bug<br />

ließen dabei keinen Zweifel am überzogenen<br />

Flugzustand.<br />

Bei dem Wintertest stand der<br />

Elektroantrieb im Mittelpunkt des<br />

Interesses. Von den frostigen Tem-<br />

Daten Schleicher ASG 32 El<br />

Hersteller: Alexander Schleicher Segelflugzeugbau,<br />

Poppenhausen (Wasserkuppe)<br />

Bauweise: Faserverbund Besatzung: 1+1<br />

Einsatz: Wettbewerb, Training<br />

Antrieb<br />

Triebwerk<br />

E-Synchronmotor<br />

Leistung<br />

25 kW/34 PS<br />

bei Propellerdrehzahl<br />

2500/min<br />

Batteriekapazität<br />

26 Ah<br />

Kapazität bei max. Leistung 20 min<br />

Propeller<br />

AS-Zweiblatt<br />

Durchmesser<br />

1,55 m<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

20 m<br />

Flügelfläche 15,7 m²<br />

Streckung 25,47<br />

Rumpflänge<br />

9,07 m<br />

Cockpitbreite<br />

0,73 m<br />

Rumpfhöhe<br />

0,99 m<br />

Winglethöhe<br />

0,50 m<br />

Höhe am Leitwerk<br />

1,70 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

615 kg<br />

Maximalmasse<br />

850 kg<br />

Zuladung im Cockpit<br />

2 x 120 kg<br />

min. Flächenbelastung 41,7 kg/m 2<br />

max. Flächenbelastung 54,1 kg/m 2<br />

max. Wasserballast<br />

125 l<br />

Flugleistungen<br />

Höchstgeschwindigkeit<br />

geringstes Sinken<br />

Motorsteigen<br />

Reichweite im Sägezahn<br />

270 km/h<br />

0,6 m/s<br />

1,3 m/s<br />

100 km/h<br />

60 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


peraturen zeigte sich die Batterie<br />

unbeeindruckt. Wer nach einem längeren<br />

Flug in Temperaturen deutlich<br />

unter Null auf die Heimkehrhilfe zurückgreifen<br />

muss, kann auf sie vertrauen.<br />

Auch während der Testflüge<br />

bei hohen Temperaturen blieben die<br />

Wärmewerte von Motor, Batterie und<br />

Stromrichter im grünen Bereich, erklärte<br />

Paul Anklam.<br />

Dass sich der Elektromotor an dem<br />

kalten Novembertag von der starken<br />

Seite zeigte, ist nicht einmal mit der<br />

geringen Dichtehöhe zu erklären. Der<br />

Motor bringt seine volle Leistung<br />

unabhängig von der Flughöhe, einzig<br />

der Wirkungsgrad des Propellers<br />

nimmt in geringerer Luftdichte etwas<br />

ab. So können im Gebirge auch höhere<br />

Pässe im Motorflug genommen<br />

werden. Leise ist der E-Antrieb obendrein.<br />

Auch bei Motorbetrieb unterhalten<br />

wir uns, ohne besonders laut<br />

werden zu müssen.<br />

Überraschend angenehm ist auch<br />

das Vibrationsniveau. Manche Heimkehrhilfe<br />

mit Verbrennermotor vermittelt<br />

ja schnell den Eindruck, auf<br />

einem Küchenmixer zu sitzen. Dagegen<br />

läuft der Elektromotor der ASG<br />

32 El ruhig und – wichtig für eine<br />

lange Lebensdauer und geringes<br />

Wartungsaufkommen – ohne Verschleiß.<br />

Besonderes Augenmerk bei der<br />

Umsetzung des Elektroantriebs für<br />

die ASG 32 galt bei Schleicher der<br />

Sicherheit. Die Batterie wurde deshalb<br />

im Rumpf im Motorraum untergebracht.<br />

Das Flugzeug kann montiert<br />

und abgerüstet werden, ohne dass<br />

Kabelverbindungen von Hochstromleitungen<br />

getrennt werden müssen.<br />

Die Batterie setzt sich aus vielen<br />

Zellen zusammen, die so miteinander<br />

verbunden sind, dass im Fall des<br />

Versagens einer Zelle diese aus dem<br />

Verbund herausfällt und die anderen<br />

nicht beeinflusst werden. Ein möglicher<br />

Kurzschluss einer Zelle bleibt<br />

damit lokal begrenzt. Das für Lithium-<br />

Ionen-Akkus wichtige Batteriemanagementsystem<br />

(BMS) überwacht<br />

Spannungen, Temperaturen und<br />

Ströme in der Batterie und schaltet<br />

sie bei Über- oder Unterschreitung<br />

von Grenzwerten ab. Was einen Akku<br />

zerstören kann, beispielsweise<br />

Tiefentladen, Überladen oder Überhitzen,<br />

wird vom BMS verhindert.<br />

Damit am Boden gefahrlos Wartungsarbeiten<br />

am Antriebssystem<br />

durchgeführt werden können, gibt<br />

es am Akku noch eine Hauptsicherung,<br />

mit der die Batterie auch nach außen<br />

stromlos geschaltet werden kann.<br />

Für die Entwicklung des Antriebs<br />

hat Schleicher viel Know-how eingeholt.<br />

Die Universität Kassel, Fachgebiet<br />

„Elektrische Maschinen und<br />

Antriebe“, war bei Simulation, Tests<br />

und Optimierung beteiligt. Unterstützung<br />

kam von der Dualen Hochschule<br />

Baden-Württemberg sowie von<br />

Schicke electronic und MH Aero Tools<br />

mit Dr. Martin Hepperle für die Auslegung<br />

des Propellers. Schleicher<br />

selbst war für die strukturelle und<br />

elektrische Integration zuständig, und<br />

die Aufgabe der Zulassung hatte Paul<br />

Anklam übernommen.<br />

Im Pflichtenheft stand eine Heimkehrhilfe<br />

für 100 Kilometer Reichweite.<br />

Dazu versorgt der Akku den Motor<br />

für 20 Minuten Betrieb bei einer<br />

Propellerdrehzahl von 2500 U/min.<br />

Der luftgekühlte, nominell stärkere<br />

Motor wurde auf 25 Kilowatt Leistung<br />

beschränkt, damit er auch bei einem<br />

Dauerbetrieb von 20 Minuten nicht<br />

an seine Temperaturgrenzen kommt.<br />

Der zugekaufte Stromrichter wurde<br />

ebenfalls auf Luftkühlung umgestellt<br />

und erhielt für den Einsatz im Flugzeug<br />

ein leichteres Gehäuse. Mit dem<br />

Wirkungsgrad von Stromrichter und<br />

Motor (90 Prozent) kommt kein Verbrennungsmotor<br />

mit.<br />

Mit der Reichweite von rund 100<br />

Kilometern bewegt sich die ASG 32<br />

El im üblichen Einsatzspektrum einer<br />

Heimkehrhilfe. Die geradezu simple<br />

Bedienung des Elektroantriebs bietet<br />

dazu einen enormen Sicherheitsgewinn.<br />

Einen Hebel umzulegen und<br />

den Freigabeknopf zu drücken, reicht,<br />

um mit Motorkraft zu steigen. Der<br />

Wechsel in den Segelflug erfolgt durch<br />

einfaches Zurücklegen des Leistungsstellers;<br />

das Senkrechtstellen des<br />

Propellers und das Einklappen erfolgen<br />

automatisch. Pilotenfehler beim<br />

Anlassen werden minimiert.<br />

Die ASG 32 El hat sich beim Testflug<br />

als ausgereiftes, auch für den<br />

Vereinsbetrieb geeignetes Elektroflugzeug<br />

gezeigt – mit einem Antriebssystem,<br />

das auch Wenigflieger<br />

jederzeit ohne Übung beherrschen<br />

werden.<br />

ae<br />

In Signalrot lackiert,<br />

steckt der Akkupack<br />

im Motorraum. Weiter<br />

hinten befindet sich<br />

der Stromrichter.


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Segelflug-WM 2<strong>02</strong>0<br />

Einladung an die<br />

Welt-Elite<br />

Gibt es in drei Jahren wieder eine<br />

Segelflug-WM in Deutschland?<br />

Stendal-Borstel hat sich jetzt beworben.<br />

Der Flugplatz könnte bis zu 130<br />

Teilnehmer-Flugzeuge aufnehmen.<br />

Fotos: Gerhad Marzinzik, AC Stendal<br />

Stendal, wo liegt das? Das wird<br />

heute kaum mehr jemand<br />

fragen. Der große, aus den<br />

1930er Jahren stammende Flugplatz,<br />

etwas mehr als 100 Kilo meter<br />

westlich von Berlin in der Altmark<br />

gelegen, war bereits mehrfach<br />

Austragungsort für Qua li fikations -<br />

meisterschaften. 2015 flogen hier<br />

Offene und 18-m-Klasse die Deutschen<br />

Meisterschaften aus. Die<br />

Holländer wählten Stendal-Borstel<br />

wiederholt als Austragungsort für<br />

ihre Staatsmeisterschaften. 2008<br />

trainierten hier eine Reihe WM-<br />

Teilnehmer für die Titelkämpfe in<br />

Lüsse.<br />

Im Frühjahr entscheidet die<br />

Internationale Segelflugkommission<br />

über die Bewerbung des<br />

Deutschen Aero Clubs für die Welt-<br />

1800 x 100 m / Graspiste<br />

meisterschaften 2<strong>02</strong>0 in Offener,<br />

18-m-Klasse und Renn- beziehungsweise<br />

20-m-Doppelsitzerklasse.<br />

Für die Organisation vor Ort stehen<br />

der DAeC-Landesverband Sachsen-<br />

Anhalt und der Aero-Club Stendal<br />

hinter der Bewerbung. Henning<br />

Schulte, Präsident des Luftsportverbandes<br />

Sachsen-Anhalt, hält<br />

sich als Direktor der Weltmeisterschaft<br />

bereit. Erfahrung bringt<br />

Schulte, der 1981 zum Segelflug<br />

kam, als Leiter von elf Segelflug-<br />

Wettbewerben mit, darunter vier<br />

Qualifikationsmeisterschaften und<br />

die DM 2015.<br />

Das sportliche Kernteam um<br />

Henning Schulte wollen als Sportleiter<br />

Dennis Krull und als Auswerter<br />

Jan Braune bilden. Die<br />

Zusammenarbeit haben die drei<br />

700 x 40 m / Gras<br />

500 x 40 m / Gras<br />

bereits sechs Mal beim Elbe-Saale-Pokal<br />

auf dem Flugplatz Schönebeck<br />

geübt. Stendal-Borstel kann<br />

mit gleich drei wichtigen Voraussetzungen<br />

für Segelflug-Weltmeisterschaften<br />

punkten. Da ist einmal<br />

das riesige Flugplatzareal, das<br />

sogar 130 Teilnehmerflugzeuge<br />

locker aufnehmen kann; ferner die<br />

offene Luftraumsituation, die Abflüge<br />

in alle Richtungen erlaubt,<br />

und die thermikgünstige Umgebung.<br />

Stendal-Borstel:<br />

Das riesige<br />

Flugplatzareal<br />

kann leicht eine<br />

Weltmeisterschaft<br />

mit 130 Teilnehmer-Flugzeugen<br />

aufnehmen. Das<br />

Campinggelände<br />

bietet 200<br />

Stellplätze.<br />

Stendal in der Altmark liegt in<br />

dem Sandgürtel, der sich im Nordwesten<br />

bis Hamburg und im Osten<br />

bis nach Polen hinein erstreckt.<br />

Der sandige Boden dieses flachen<br />

Geländes begünstigt die Thermik<br />

und eine schnelle Erholung des<br />

Wetters nach Frontdurchgängen<br />

und Regenfällen. Von der Elbe mit<br />

weniger gutem Einfluss auf die<br />

Thermik liegt der Flugplatz rund<br />

zehn Kilometer entfernt. Die Nähe<br />

zu dem Strom bewirkt einen etwas<br />

späteren Thermikbeginn als im<br />

rund 80 Kilometer südöstlich<br />

gelegenen Lüsse. Ansonsten dürften<br />

die Piloten in Stendal ganz<br />

ähnliche Bedingungen vorfinden<br />

wie zu den Weltmeisterschaften<br />

2008 dort.<br />

Schnelle Flüge<br />

im Hochsommer<br />

Wetterbestimmend sind konkurrierend<br />

maritime Luftmassen<br />

und kontinentale Hochdruckbedingungen,<br />

wobei Fronten nach<br />

der Überwindung von Harz und<br />

Thüringer Wald bereits geschwächt<br />

über die Altmark wegziehen. Auch<br />

1997 x 52 m / Hauptbahn 08/26


machen. Nach Norden kann über<br />

die Mecklenburger Seenplatte bis<br />

zur Ostsee geflogen werden.<br />

Auch bei einem sehr großen<br />

Teilnehmerfeld sollten im vorgesehen<br />

Zeitraum von Ende Juli bis<br />

Anfang August Aufgaben in der<br />

Größenordnung bis 700 Kilometer<br />

geflogen werden können.<br />

Nach allen Seiten<br />

freier Luftraum<br />

Startaufstellung<br />

bei der DM 2015.<br />

Die Eigenstarter<br />

nutzen die<br />

Betonbahn.<br />

die Lüneburger Heide bekommt<br />

bei Schlechtwetter mehr Regen ab<br />

als die Altmark.<br />

Nach einem Frontdurchgang<br />

stellen sich mit Hochdruckeinfluss<br />

meist mehrere Tage mit guten<br />

Streckenflugbedingungen ein. Die<br />

Arbeitshöhe steigt mit der Temperatur.<br />

Die Tage sind im Hochsommer,<br />

wenn die WM ausgetragen<br />

wird, schon wieder deutlich<br />

kürzer, sie erlauben aber schnelle<br />

Flüge.<br />

Bei der DM 2015 beispielsweise<br />

flog Tagessieger Matthias Sturm<br />

bei einer Basis in 2300 Metern die<br />

406 Kilometer der letzten Tagesaufgabe<br />

der 18-m-Klasse mit einer<br />

Schnittgeschwindigkeit von 138<br />

km/h. Kein Teilnehmer blieb unter<br />

100 km/h. In der Offenen Klasse<br />

mit einer 417-km-Aufgabe gewann<br />

Stefan Langer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit<br />

von 139,5<br />

km/h. Es wird weitgehend ein<br />

Wettbewerb im Flachland werden.<br />

Im Randbereich des Wettbewerbsgebietes<br />

dürften die WM-Piloten<br />

aber Bekanntschaft mit den Mittelgebirgen<br />

Weserbergland, Harz,<br />

Thüringer Wald und Erzgebirge<br />

Beschränkungsgebiete dürften<br />

keine Hindernisse darstellen. Was<br />

die wenigen ED-Rs betrifft, hofft<br />

man, dass sie für den Zeitraum der<br />

WM inaktiv bleiben. Beschränkungen<br />

bedingt durch den neuen<br />

Berliner Flughafen, sollte er denn<br />

bis 2<strong>02</strong>0 eröffnet sein, erwartet<br />

man für den weiteren Bereich um<br />

Stendal nicht.<br />

Auf dem Flugplatz selbst geht<br />

es mehr als großzügig zu. Die<br />

Betonbahn (08/26) ist 2000 Meter<br />

lang und 52 Meter breit, daneben<br />

erstreckt sich über 1800 mal 100<br />

Meter die Grasbahn für den Segelflug.<br />

Eine kleinere von 700 mal<br />

40 Meter ergänzt sie. Außerdem<br />

gibt es großräumige Parkflächen<br />

für die Flugzeuge.<br />

Das Briefing kann im Hangar<br />

aus dem Jahre 1934 stattfinden.<br />

4000 Quadratmeter stehen hier zur<br />

Verfügung. Der angrenzende Campingplatz<br />

besitzt 200 Stellplätze.<br />

Weitere Unterkünfte bietet die<br />

38000 Einwohner zählende Stadt<br />

Stendal in drei Kilometern Entfernung.<br />

Ein Restaurant gibt es gleich<br />

am Platz.<br />

Mit seiner inzwischen größtenteils<br />

erneuerten Infrastruktur ist<br />

Stendal-Borstel nicht nur für<br />

Segelflugwettbewerbe mit mehr<br />

als 100 Teilnehmern beliebt. Hubschraubermeisterschaften,<br />

Motorkunstflug-Meisterschaften<br />

und<br />

große Sommerferienlager niederländischer<br />

Segelflugvereine haben<br />

die Gastfreundschaft der Stendaler<br />

schon genossen. Die AOPA führt<br />

hier Trainingscamps durch. Die<br />

C42-Piloten kommen in Stendal zu<br />

ihrem großen jährlichen Treffen<br />

zusammen, und für 2018 hat der<br />

Vintage Glider Club seine traditionelle<br />

Rallye in Stendal geplant.<br />

Für eine Segelflug-Weltmeisterschaft<br />

erfüllt Stendal-Borstel alle<br />

Voraussetzungen.<br />

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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 63


[ SEGELFLIEGEN EXTRA ]<br />

Bei der Organisation<br />

steht die Flugschule<br />

Wasserkuppe hinter<br />

dem OLC Glider Race.<br />

OLC Glider Race<br />

DIE HERAUSFORDERUNG<br />

Fotos: Jonker Sailplanes, Marzinzik, Peszke<br />

Glider Race? Mancher altgediente Wettbewerbsrecke kneift da<br />

lieber. Regattastart und dazu die gnadenlose, nicht relativierende<br />

Zehn-Punkte-Wertung fordern das volle Können, einfach nur<br />

mitschwimmen funktioniert bei diesen Rennen nicht.<br />

Aber es gibt Piloten, die<br />

ihren Biss noch nicht verloren<br />

haben, die sich der<br />

Herausforderung stellen, den knallharten,<br />

direkten Vergleich im<br />

Glider Race nicht scheuen. Es ist<br />

bereits der vierte Wettbewerb, der<br />

im Sommer nach Grand-Prix-Regeln<br />

für maximal 20 Piloten auf der<br />

Wasserkuppe ausgeflogen wird.<br />

Denn das Wettbewerbsformat<br />

bietet nicht nur die Möglichkeit<br />

zu versagen, wenn man mit der<br />

taktischen Einstellung konventioneller<br />

Wettbewerbe antritt und<br />

es am Ende trotz großer Anstrengung<br />

nicht einen Punkt gibt. Das<br />

Format bietet auch die Chance,<br />

viel dazuzulernen und den eigenen<br />

Leistungsstand im ungeschminkten<br />

Vergleich zu erkennen. Schonungslos<br />

werden Schwächen<br />

aufgedeckt. Wer das akzeptiert,<br />

weiß, woran er arbeiten muss.<br />

Der Abflug im Regattastart<br />

verschärft den unmittelbaren<br />

Vergleich, der Abflugpoker als<br />

Einflussgröße entfällt. Und trotzdem<br />

spielt die meteorologische Navigation<br />

eine wichtige Rolle. In den<br />

allerwenigsten Fällen kam es bislang<br />

dazu, dass sich ein Pulk über<br />

den Kurs wälzte. Wer am Ende<br />

vorn sein will, muss als Erster über<br />

die Ziellinie. Wer hier auf Mitschwimmen<br />

setzt und dann möglicherweise<br />

sogar ganz dicht, mit<br />

nur Sekunden Abstand zum Führenden<br />

ins Ziel kommt, aber eben<br />

erst als Zehnter, geht punktlos aus.<br />

Im konventionellen Wettbewerb<br />

mag solch ein Ergebnis einen<br />

Punktabstand zum Tagessieger im<br />

Promillebereich bedeuten, im Glider<br />

Race wird die Leistung mit null<br />

Punkten abgestraft.<br />

Da sind Ideen gefragt, das<br />

Erkennen und mutige Umsetzen<br />

meteorologischer Chancen, um<br />

Vorteile herauszufliegen. Gut dran<br />

ist dann der, der sich im Übermut<br />

eines gelungenen Coups nicht<br />

verrennt, die Disziplin und Coolness<br />

aufbringt, den Vorsprung bis zum<br />

Endanflug zu konservieren. Um im<br />

letzten Bart der Oberste zu sein<br />

und den Erfolg in diesem entscheidenden<br />

Sprint in einen Tagessieg<br />

umzumünzen. Wer beim Glider<br />

Race gewinnen oder zumindest zu<br />

den Besten gehören will, der muss<br />

kreativ fliegen. Den Schritt dahin<br />

erleichtert wiederum die Zehn-<br />

Punkte-Wertung nach dem Vorbild<br />

der Formel 1. Wird der Bogen<br />

überspannt, führt ein eigener Weg<br />

am Ende nicht an die Spitze des<br />

Feldes, sondern an das Ende – der<br />

Tag ist verloren. Aber schon das<br />

nächste Rennen bietet die Möglichkeit,<br />

sich mit zehn Punkten<br />

deutlich von der Konkurrenz<br />

abzusetzen. Im konventionellen<br />

Wettbewerb ist ein verlorener Tag,<br />

eine frühe Außenlandung kaum<br />

mehr aufzuholen.<br />

Segelflug vor<br />

großem Publikum<br />

Vom 29. Juli bis 5. August steht<br />

die Wasserkuppe wieder ganz im<br />

Zeichen dieses Luftrennens.<br />

Gestartet wird auf diesem von<br />

Touristen geradezu überlaufenen<br />

Berg vor großem Publikum. Auch<br />

die Ehrung der Tagessieger findet<br />

im großen Kreis statt. Das OLC<br />

Glider Race wird damit fast schon<br />

zur Stadion-Sportart.<br />

Mitmachen können Piloten mit<br />

Standard- und Rennklasse-Flugzeugen.<br />

Chancengleichheit stellt<br />

eine Begrenzung der maximalen<br />

Flächenbelastung auf 40 kg/m 2 her.<br />

Die Deutschen Meisterschaften<br />

in Erbach 2015, wo wegen des<br />

durchfeuchteten Flugplatzes auch<br />

diese Beschränkung zum Einsatz<br />

kam, haben gezeigt, dass solch<br />

eine Festlegung die Unterschie -<br />

de zwischen den Klassen aufheben<br />

kann. Rennklasse-Flugzeuge<br />

mit Turbo müssten allerdings<br />

ohne ihren Motor fliegen. Auch<br />

wenn es dann zu Außenlandungen<br />

kommen sollte, große Rückholstrecken<br />

wird es nicht geben. Die<br />

Aufgaben sind in der Regel Doppelschleifen,<br />

die wieder über die<br />

Kuppe führen, sodass die Flüge<br />

nicht allzu weit von der Wasserkuppe<br />

wegführen.<br />

Am Abend sind alle Teilnehmer<br />

wieder zusammen. Für Entspannung<br />

sorgt jeden Tag ein anderes<br />

Programm. Wer dabei sein will,<br />

meldet sich bei http://gliderrace.<br />

onlinecontest.org/ an.<br />

ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

64 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


GP Glilder<br />

ERSTFLUG DER GP 14 SE VELO<br />

Der Elektrosegler<br />

GP 14 von GP Glider<br />

in Krosno fliegt.<br />

Am 24. November<br />

2016 absolvierte<br />

das UL mit Klapptriebwerk<br />

erfolgreich<br />

den Erstflug. Die GP 14 SE Velo ist das Spitzenflugzeug der GP-<br />

Reihe für die 13,5-m-Klasse. Wegen des besseren Wirkungsgrades<br />

verfügt die GP 14 über einen großen Propeller, der auf einem Pylon<br />

aus dem Rumpf geklappt wird. Ein 25-kW-Elektromotor setzt den<br />

Propeller in Bewegung. Das beste Gleiten der GP 14 SE Velo gibt<br />

der Hersteller mit 45 bei rund 100 km/h an, die Mindestgeschwindigkeit<br />

mit 65 km/h und die Höchstgeschwindigkeit mit 270 km/h.<br />

Der nur 7 m 2 große Flügel soll bei einer Leermasse der GP 14 von<br />

170 kg Flächenbelastungen von 32 bis 60 kg/m 2 ermöglichen.<br />

Piloten landen hier<br />

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Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp<br />

(Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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Jonker Sailplanes JS3 Rapture<br />

DER NEUE RENNER FLIEGT<br />

Die kleine JS mit 15 Metern Spannweite für die Rennklasse<br />

tritt sehr schlank auf, streckt den Flügel Schempp-Hirth-mäßig<br />

mehrfach nach hinten gepfeilt und biegt im Außenteil nach oben<br />

zu den Winglets auf. Besonders fällt der markante Flügel-Rumpf-<br />

Übergang auf. Wie in der Delfter Profilschmiede für die Mü 31<br />

der Akaflieg München ausgetestet, verwirklichte Jonker auch hier<br />

eine Schulterdeckeranordnung. Dieser optimierte Flügel-Rumpf-<br />

Übergang soll in Verbindung mit dem innen gekürzten Flügel der<br />

JS1 aus der 18-m-Klasse, dem neuen, sehr schlanken Rumpf<br />

und dem kleinen Leitwerk ein deutliches Leistungsplus bringen.<br />

Das Heckrad der JS3 ist einziehbar.<br />

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Name, Vorname Geburtsdatum<br />

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PLZ Wohnort<br />

E-Mail<br />

Telefon<br />

Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />

mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />

kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich bezahle per Bankeinzug.<br />

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SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />

DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />

70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

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Februar <strong>2017</strong><br />

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Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Bei Bodenberührung muss<br />

der Propeller meist ersetzt<br />

werden und ein Shockloading<br />

des Motors erfolgen.<br />

Foto: Motorflugschule BWLV<br />

Luftfahrtversicherungen, Teil 1<br />

Auf der sicheren Seite<br />

Das Fliegen birgt trotz hoher Standards mehr Risiken als andere<br />

Hobbys. Damit Piloten im Ernstfall richtig abgesichert sind, geben<br />

wir in einer kleinen Serie einen Einblick in die wichtigsten Policen.<br />

Los geht es mit ans Flugzeug gebundenen Versicherungen.<br />

Die meisten Piloten beschäftigen sich<br />

mit Luftfahrtversicherungen nur, weil<br />

der Gesetzgeber die Haftpflichtversicherung<br />

als Pflichtversicherung vorschreibt<br />

oder in einem Schadenfall, wenn die Versicherung<br />

benötigt wird. Das Thema ist aber<br />

so wichtig, dass es in Grundzügen in der PPL-<br />

Ausbildung zum prüfungsrelevanten Stoff<br />

gehört. Im Schadenfall ist es manchmal zu<br />

spät, sich erstmals mit der Frage der richtigen<br />

Versicherung auseinanderzusetzen.<br />

Um ein Flugzeug in Deutschland zum Verkehr<br />

zulassen zu können, muss es haftpflichtversichert<br />

sein. Diese Police ist an das jeweilige<br />

Luftfahrzeug gebunden. Die Halter-Haftpflichtversicherung<br />

gewährt Deckung, wenn ein<br />

Dritter außerhalb des Flugzeugs einen Schaden<br />

erleidet. Dritter kann beispielsweise der<br />

Hallennachbar sein, dessen Flugzeug man<br />

beim Rangieren beschädigt, oder der Landwirt,<br />

auf dessen Feld der Segelflieger außenlandet.<br />

Über die Halter-Haftpflichtversicherung werden<br />

auch Schäden reguliert, die Unbeteiligte<br />

am Boden, etwa beim Absturz eines Luftfahrzeugs,<br />

erleiden.<br />

Die Mindestdeckungssumme für ein Flugzeug<br />

richtet sich nach dem maximal zulässigen<br />

Abfluggewicht. In Höhe dieser Summe haften<br />

der Halter und der Pilot des Flugzeugs<br />

verschuldensunabhängig. Das heißt, dass der<br />

Geschädigte nur seinen Schaden darlegen<br />

muss, ohne dem Halter oder Piloten ein Verschulden<br />

nachweisen zu müssen.<br />

Die Deckungssummen liegen für von Privatpiloten<br />

üblicherweise geflogene Flugzeuge<br />

bei:<br />

• 750 000 SZR (ca. 960 000 Euro) unter 500 kg<br />

MTOW<br />

• 1 500 000 SZR (ca. 1 920 000 Euro) unter 1000<br />

kg MTOW<br />

• 3 000 000 SZR (ca. 3 840 000 Euro) unter 2700<br />

kg MTOW<br />

SZR steht für Sonderziehungsrecht und ist<br />

eine fiktive Währungseinheit bzw. Recheneinheit<br />

des Internationalen Währungsfonds.<br />

Die gesetzlichen Haftungssummen werden<br />

üblicherweise in SZR ausgedrückt. Der Umrechnungskurs<br />

zu den vier wichtigsten Weltwährungen<br />

(US-Dollar, Euro, Yen und Britisches<br />

Pfund) wird daher auch täglich neu festgelegt.<br />

Hat der Pilot oder Halter einen Schaden schuldhaft<br />

verursacht – hier genügt leichte Fahrlässigkeit<br />

wie ein einfacher Flugfehler –,<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 67


[ PRAXIS Februar <strong>2017</strong> ]<br />

Fotos: Frank Herzog, Leipziger Volkszeitung (1), Lars Reinhold (2)<br />

haftet er unbegrenzt mit seinem heutigen und<br />

künftigen Vermögen. Es ist also ratsam, zu<br />

überlegen, ob in der Haftpflichtversicherung<br />

die Absicherung durch die Mindestdeckungssumme<br />

ausreicht. Da spielt es keine Rolle, ob<br />

man nur Platzrunden oder lange Überlandstrecken<br />

fliegt.<br />

Es kommt auch auf das individuelle Umfeld<br />

an, in dem sich der Pilot mit seinem Flugzeug<br />

bewegt. Ist er mit seinem Segelflugzeug auf<br />

Plätzen wie Innsbruck oder Samedan unterwegs,<br />

oder fliegt er regelmäßig Verkehrsflughäfen<br />

wie Stuttgart oder Nürnberg an? Wegen<br />

des großen Schadenpotenzials wäre eine<br />

höhere Deckungssumme zu empfehlen. Ein<br />

Beispiel: Bei einer Kollision zwischen einem<br />

Super-Puma-Helikopter und einer Katana in<br />

Österreich kamen acht Personen ums Leben,<br />

sieben davon an Bord des Hubschraubers. Mit<br />

der gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssumme<br />

von 1500 000 SZR (ca. 1920 000 Euro)<br />

der Katana wären Pilot und Halter bei einem<br />

Mitverschulden von 50 Prozent hoffnungslos<br />

unterversichert gewesen.<br />

Nimmt ein Pilot Gäste mit, ist eine Passagier-<br />

Haftpflichtversicherung (auch Frachtführer-<br />

Haftpflichtversicherung) vorgeschrieben.<br />

Diese leistet, wenn Flugzeugpassagiere oder<br />

deren Gepäck zu Schaden kommen. Eine Enthaftungserklärung,<br />

wie sie früher verwendet<br />

wurde, ist inzwischen unwirksam. Auch der<br />

Luftfrachtführer haftet, ohne dass ihm Verschulden<br />

nachgewiesen werden muss: pro<br />

Fluggast mit 250 000 SZR (ca. 320 000 Euro).<br />

Bei Verschulden – etwa durch einen zu langsamen<br />

Anflug oder wegen vergessener Landeklappen<br />

– haftet er sogar unbegrenzt.<br />

Die in der Passagier-Haftpflichtversicherung<br />

vereinbarten Deckungssummen von 600 000<br />

Euro je Fluggast reichen bei heute anfallenden<br />

Schadenersatzforderungen – wie für eine<br />

Rentenzahlung – oft nicht aus. Es ist also<br />

sinnvoll, eine sogenannte CSL-Deckung (engl.:<br />

Combined Single Limit) zu wählen, die eine<br />

Halter- und Passagier-Haftpflichtversicherung<br />

mit einer gemeinsamen Deckungssumme<br />

vereint. Das hat den großen Vorteil, dass die<br />

Deckungssumme da zur Verfügung steht, wo<br />

sie gebraucht wird, und das sind bei den<br />

meisten Flugunfällen die Personenschäden<br />

der Fluggäste. Für Behandlungskosten, Verdienstausfall<br />

und eine eventuelle spätere<br />

Rente sind schnell einige 100 000 Euro pro<br />

Person an Schadenersatzleistung fällig. Hatte<br />

der Halter keine Passagier-Haftpflichtversicherung<br />

abgeschlossen oder war die Deckungssumme<br />

nicht ausreichend, haften der<br />

Pilot oder im schlimmsten Fall seine Erben<br />

mit ihrem Privatvermögen für den gesamten<br />

Schaden. Auch hier sollte man sich Gedanken<br />

über die Höhe der Deckungssumme machen.<br />

Eine Kaskoversicherung deckt unter anderem Schäden durch Feuer und Elementarereignisse ab,<br />

die auch im ruhenden Zustand des Flugzeugs in der Halle oder im Freien entstanden sein können.<br />

Bei einer Landung auf einem Acker gilt, dass bei Flurschaden die Haftpflicht dafür aufkommt,<br />

bei einem Schaden am Flieger die Kasko und bei einer Pilotenverletzung die Unfallversicherung.<br />

In engen Hallen entstehen beim Rangieren oft Schäden an Tragflächen oder Propellern, die hohe<br />

Folgekosten mit sich bringen können. Hier greift die Haftpflichtversicherung und ersetzt den Schaden.<br />

68 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Nimmt ein Pilot andere mit, ist eine Passagier-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.<br />

Wichtig: Eine Enthaftungserklärung, wie sie früher gern benutzt wurde, ist heute unwirksam.<br />

Kaskoversicherung<br />

Schäden am Luftfahrzeug deckt eine Kaskoversicherung<br />

ab. Dabei spielen der Wert des<br />

Flugzeugs, der Einsatzzweck sowie die Anzahl<br />

und Erfahrung der Piloten eine Rolle. Unerheblich<br />

ist, ob der Schaden in ruhendem Zustand,<br />

sei es in der Halle oder im Freien, oder<br />

beim Rollen oder Fliegen eintritt. Steht das<br />

Flugzeug, sind Schäden durch Feuer, Elementarereignisse,<br />

Diebstahl oder Vandalismus<br />

abgedeckt. Beim Rollen und im Flug ist jegliche<br />

Art von Beschädigung durch äußere<br />

Einflüsse versichert. Für innere Betriebsschäden,<br />

etwa am Motor, gilt diese Abdeckung<br />

jedoch nicht.<br />

Je nach Ausmaß des Schadens unterscheiden<br />

Versicherer zwischen Teil- und Totalschäden.<br />

Letzteres liegt vor, wenn eine Reparatur des<br />

Flugzeugs aus wirtschaftlichen oder konstruktiven<br />

Gründen nicht mehr möglich beziehungsweise<br />

sinnvoll ist. Die Entschädigungsleistung<br />

besteht in aller Regel aus der<br />

Versicherungssumme abzüglich des Restwertes<br />

und der Selbstbeteiligung.<br />

Wenn ein Pilot beim Aushallen sein eigenes<br />

oder ein Flugzeug seines Vereins beschädigt,<br />

ist das ein Fall für die Kaskoversicherung.<br />

Solche vermeintlich kleinen Schäden übersteigen<br />

häufig die Selbstbeteiligung. Auch Defekte<br />

durch eine harte Landung fallen darunter.<br />

Bei einer Bodenberührung mit dem Propeller<br />

muss man diesen oft erneuern und den<br />

Motor einem Shockloading unterziehen. Die<br />

Schadenssumme beträgt dann mehrere 10 000<br />

Euro. Bei grober Fahrlässigkeit ist der Versicherungsschutz<br />

indes ausgeschlossen. Dazu<br />

zählen: Einflug in Schlechtwetter als VFR-<br />

Pilot, Spritmangel sowie Alkoholisierung des<br />

Piloten.<br />

Sitzplatz-Unfallversicherung<br />

Für Luftfahrzeuge, die in der Schulung verwendet<br />

werden, ist in Deutschland die Sitzplatz-<br />

Unfallversicherung vorgeschrieben. Diese<br />

reguliert bei Tod oder Invalidität ohne Prüfung<br />

auf Verschulden. Die Entschädigung aus der<br />

Invaliditätssumme richtet sich nach der Schwere<br />

der bleibenden Verletzungen. Oft sind in<br />

so einer Police bis zu einer vereinbarten Summe<br />

auch die Bergungskosten enthalten, die<br />

bei der Rettung von Insassen nach einem<br />

Flugunfall anfallen. Nachdem die vorgeschriebenen<br />

Summen für die Schulung relativ niedrig<br />

sind, lohnt es sich für jeden Piloten, auch<br />

über den Abschluss einer persönlichen Luftfahrt-Unfallversicherung<br />

nachzudenken.<br />

[ Autor Martin Peschke<br />

Der Autor ist Volljurist und<br />

arbeitet als Versicherungsmakler<br />

in dritter Generation<br />

im Familienunternehmen.<br />

Geschäftlich<br />

fliegt er Piper Saratoga, in<br />

seiner Freizeit fliegt er<br />

Strecke im Segelflugzeug<br />

oder als Schlepppilot im Verein.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Wer haftet für Personen- oder<br />

Sachschäden, die an Bord eines<br />

Luftfahrzeuges entstehen?<br />

a) Der Halter des Luftfahrzeuges<br />

b) Der Eigentümer des Luftfahrzeuges<br />

c) Der Luftfahrzeugführer<br />

d) Der Luftfrachtführer<br />

Verpflichtet zum Abschluss einer<br />

Haftpflichtversicherung für Fluggäste<br />

sind alle<br />

a) Luftfahrzeugführer<br />

b) Halter von Luftfahrzeugen<br />

c) Luftfrachtführer<br />

d) Vereine mit einer Erlaubnis zur Ausbildung<br />

von Luftfahrern<br />

Die Halter-Haftpflichtversicherung<br />

dient zur Deckung von Schadensersatzforderungen<br />

aus der Haftung<br />

a) für Personen und Sachen, die im<br />

Luftfahrzeug befördert werden<br />

b) für Personen und Sachen, die im<br />

Luftfahrzeug zu Schaden kommen<br />

c) für Personen und Sachen, die nicht<br />

im Luftfahrzeug befördert werden<br />

d) nur für Personen, die nicht im<br />

Luftfahrzeug befördert werden<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 1<strong>02</strong>.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 69


[ PRAXIS Februar <strong>2017</strong> ]<br />

Do it yourself: Funkgerät einbauen<br />

8,33-kHz-Upgrade – einfach?<br />

Ab 1. Januar 2018 ist ein 8,33-kHz-Funkgerät für alle Pflicht. Ein knappes Jahr bleibt also<br />

zum Umrüsten. Im Rahmen eines Minor Change kann mancher Flugzeughalter den Tausch<br />

in Eigenregie erledigen. Aber wie schwierig ist es tatsächlich, den Umbau zu machen?<br />

Während eines USA-Aufenthaltes<br />

hole ich bei Aircraft Spruce in<br />

Corona mein neues Funkgerät ab:<br />

ein Dynon SkyView SV-COM-X83H. Der Entschluss<br />

fiel nach längerem Zögern. Als in<br />

einer Liste der OUV eben dieses Modell als<br />

zugelassen auftauchte, wurde bestellt. Das<br />

Herzstück des SkyView ist ein Trig TY91L,<br />

das als Remote-Transceiver-Modul verbaut<br />

wird. Dynon hatte vor zwei Jahren auf Anfrage<br />

nach einer Zulassung im EASA-Raum noch<br />

herumgedruckst. Super, dass diese nun doch<br />

geklappt hat, denn das Funkgerät kann mit<br />

meinem SkyView-System kommunizieren und<br />

übernimmt über ein Bus-Kabel automatisch<br />

die Frequenzen des Zielflugplatzes aus meinem<br />

EFIS in sein Control Panel.<br />

Der Einbau der beiden Gerätchen, Bedienteil<br />

und Funkbox, unterliegt einem „Minor Change“<br />

und scheint zunächst recht einfach zu sein.<br />

Aber da hat man nicht mit meiner zweifach<br />

preisgekrönten Kitfox gerechnet. Um das<br />

alte Becker AR2008 aus der bordeigenen, selbst<br />

entwickelten Aufschaltanlage mit Intercom<br />

ausbauen zu können, muss der Flieger vorne<br />

halb zerlegt werden. Überraschung: Kurz vor<br />

Fertigstellung der Geräteinstallation fällt mir<br />

auf, dass die BNC-Buchse des alten Antennenkabels<br />

nicht auf das neue Funkgerät passt.<br />

Von Dynon hatte ich ein Blatt mit sämtlichen<br />

Maßen, auf dem leider ein BNC-Stecker<br />

abgebildet war. Das gelieferte Gerät hatte<br />

jedoch einen zum Verwechseln ähnlichen<br />

TNC-Stecker. Die dazu passende TNC-Buchse<br />

gibt es natürlich auch nicht bei den<br />

bekannteren Elektronikriesen zu kaufen. Erst<br />

der Gang zum kleinen Elektronikladen lieferte<br />

die Lösung des Verbindungsdilemmas. Da<br />

das Löten am eingebauten Antennenkabel<br />

schweißtreibende Präzisionsarbeit ist, brauchte<br />

ich eine Stunde, bis alles passte.<br />

Nach dem Einbau folgt das<br />

Setup des neuen Funkgerätes<br />

Zum Test muss sich das Bedienteil zunächst<br />

mit dem SkyView EFIS im System-Setup bekannt<br />

machen. Das EFIS zeigt dann in der<br />

oberen Zeile die Funkfrequenzen an, das Display<br />

des Funkgeräte-Bedienteiles empfängt<br />

diese sowie die ICAO-Kennung. Bei Eingabe<br />

eines Zielflugplatzes sendet das EFIS dem<br />

Funkgerät automatisch dessen Frequenzen.<br />

Zuerst höre ich vorsichtig ein paar Frequenzen<br />

ab und teste die Kopfhörer mit und ohne<br />

Intercom. Alles im grünen Bereich. Dann sende<br />

ich mit der Handquetsche auf 123.45, was<br />

ebenfalls tadellos funktioniert. Auch das neue<br />

Gerät sendet an die Handquetsche ohne aufsteigende<br />

Rauchwölkchen. Als Nächstes darf<br />

Würzburg Info ran: „D-EQCT, position in the<br />

garage, radio check, how do you read?“, frage<br />

ich. „Read you five“, kommt es zurück. Das<br />

funktioniert sogar aus dem Keller heraus in<br />

meinem Haus, 60 Meter unterhalb der Airfield-<br />

Ebene tadellos! Nichts rauscht mehr wie<br />

früher, alles kommt glasklar rüber! Die ganze<br />

Arbeit hat sich gelohnt. Auch die Tests in der<br />

Luft attestieren dem System eine hervorragende<br />

Funktion, die bei einer Sendeleistung<br />

von sechs Watt viel besser ausfällt als mit den<br />

drei Watt des alten Becker-Gerätes (das mir<br />

immerhin mehr als 1000 Stunden gedient hat).<br />

Dem Ganzen folgen noch eine Eintragung in<br />

die elektronische Ausrüstungsliste, ein Prüfbericht<br />

und eine neue Urkunde der Regulierungsbehörde.<br />

Der SkyView Pilot’s User Guide fasst auf zwölf<br />

Seiten die Funktionalität zusammen. Man gibt<br />

das Ziel in die SkyView Map ein, erhält wegen<br />

der ICAO-Kennung die Funkfrequenzen und<br />

überträgt diese per Knopfdruck in das Control<br />

Panel. ATIS, Tower und Ground sind somit<br />

durch je einen Knopfdruck aktiv. Sogar „dual<br />

watch“ ist möglich, bei dem man beispielsweise<br />

ATIS abhören und auf der Towerfrequenz<br />

bleiben kann. Die elektrische Bilanz ist durch<br />

den Umbau übrigens unverändert. Die 1,33<br />

Kilogramm des alten Geräts wurden durch<br />

0,6 Kilogramm der neuen Anlage schwerpunktneutral<br />

ersetzt. Zu den reinen Gerätekosten<br />

von 1900 Euro plus Einfuhrumsatzsteuer addieren<br />

sich et liche Arbeitsstunden, die bei<br />

privaten Haltern und bei Vereinen zu Buche<br />

schlagen. In aller Regel muss nämlich ein LTB<br />

den Umbau des Funkgerätes erledigen.<br />

Die Verzollung bei der Einfuhr im Reisegepäck<br />

war ein Witz. Die Herren Zöllner hatten damit<br />

wohl erstmalig zu tun. Fazit: zwei Stunden<br />

Zeitverlust, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll<br />

bezahlt, weil ich das EASA Form 1 nicht zur<br />

Hand hatte. Zollgebühren wurden per Widerspruch<br />

zurückgefordert, mehrere Schriftwechsel<br />

führten schließlich zur Erstattung.<br />

Peter Schneider<br />

Fotos: Peter Schneider<br />

Die 22 Jahre alte Kitfox Vixen (Eigenbau) im<br />

Abflug mit neuem Funk.<br />

Hinten steht das alte Becker AR2008/25, vorne<br />

liegen die Teile des neuen Gerätes.<br />

Durchblick ist beim Übertragen des alten Schaltplans<br />

zur Herstellung des neuen Kabelbaums nötig.<br />

70 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Wenn nach dem Einbau des neuen Funkgerätes bereits beim ersten Einschalten alles funktioniert und tadellos miteinander kommuniziert, stellt sich<br />

auch beim Hobbyschrauber Wohlbefinden ein. Das Upgrade war ein voller Erfolg, die 8,33 kHz können kommen!<br />

Die Umbauschritte<br />

• Ausbau beider Flugzeug-Schwingtüren,<br />

um die Schrauben der Frontscheibe<br />

zu erreichen<br />

• Ausbau der Frontscheibe<br />

• Ausbau der Instrumentenbrettabdeckung<br />

• Ausbau des Trays des Becker-Gerätes,<br />

Anfertigung eines neuen Halterahmens<br />

• Abbau des alten Kabelbaums, Anfertigung<br />

eines neuen Kabelbaums, Steckerstifte gelötet,<br />

nicht gecrimpt<br />

• Anfertigung einer Blende im Panel mit<br />

schwarz-matter Pulverbeschichtung für<br />

das Bedienteil<br />

• Kontrolle aller elektrischen Kabel, Testen<br />

der Anlage vor dem Zusammenbau<br />

• Aufräumen der gesamten Verkabelung<br />

hinter dem Panel anlässlich dieser<br />

Gelegenheit<br />

Die Panelrückseite nach Einbau des TY91L und dem dringend empfohlenen Aufräumen der<br />

unzähligen Kabel, die so gut es geht mittels Kabelbinder geordnet werden sollten.<br />

• Zusammenbau aller abgebauten Flugzeugteile,<br />

Abdichten der Scheibe<br />

Gesamter Zeitaufwand: 18 Stunden<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 71


[ PRAXIS Februar <strong>2017</strong> ]<br />

Sicherheit: Unfallanalyse<br />

Überfordert<br />

Die Platzrunde sollte der Inübunghaltung dienen. Es fehlte letztlich aber am Überblick über<br />

die Lage und am Handlungsrepertoire für einen Ausfall des Antriebs. Der Flug endete tödlich.<br />

Ende einer Platzrunde zur Inübunghaltung. Für das<br />

Training fehlte es bereits an ausreichender Übung.<br />

Der Pilot war mehr als drei Monate nicht<br />

mehr geflogen, als er am frühen Nachmittag<br />

des 3. Januar 2016 mit der HK36<br />

R Super Dimona auf die Piste 25 des Flugplatzes<br />

Kamp-Lintfort aufrollte, um mehrere<br />

Platzrunden zu fliegen.<br />

Gut drei Jahre hatte der 52-Jährige zu dem<br />

Zeitpunkt schon seinen PPL(A) mit der Klassenberechtigung<br />

für Reisemotorsegler (TMG)<br />

und verfügte über eine Gesamtflugerfahrung<br />

von 110 Stunden und 580 Starts. Allerdings<br />

entfielen 90 Stunden und 500 Starts auf die<br />

Ausbildung, die er drei Jahre vor dem Scheinerwerb<br />

begonnen hatte. Die Flugerfahrung<br />

auf der HK36 R betrug rund 67 Stunden und<br />

240 Starts. Im Jahr vor dem Unfall hatte der<br />

Pilot 9 Stunden und 24 Starts – überwiegend<br />

als Platzflüge und Platzrunden – absolviert.<br />

Den letzten Flug vor dem Unfalltag hatte er<br />

Ende September unternommen. Der Übungsflug<br />

mit Fluglehrer lag da rund vier Monate<br />

zurück. Der Fluglehrer bestätigte später, dass<br />

dabei auch der Anflug von Notlandefeldern<br />

geübt worden sei – eine Praxis, die ihm bei<br />

seiner letzten Platzrunde sehr hätte helfen<br />

können.<br />

Vom Wetter her gab es an jenem 3. Januar<br />

keine Einschränkungen. Laut den METARs<br />

der umliegenden Verkehrsflughäfen kam der<br />

Bodenwind mit fünf bis zehn Knoten aus Südost,<br />

die Sicht betrug mehr als zehn Kilometer.<br />

Die erste Platzrunde schloss der Dimona-Pilot<br />

mit einem Touch-and-Go ab. Für die folgende<br />

Platzrunde hob er nach dem Aufsetzen rund<br />

100 Meter vor der Halbbahnmarkierung wieder<br />

ab. Im anschließenden Anfangssteigflug<br />

meldete der Pilot dann Probleme mit dem<br />

Triebwerk und drehte rund 150 Meter nach<br />

Überfliegen der westlichen Flugplatzgrenze<br />

nach Norden ab. Der Flugleiter, der den Funkspruch<br />

aufgenommen hatte, gab dem Piloten<br />

daraufhin die Info „Gleitfluglage herstellen“.<br />

In der Gefahrensituation<br />

das Fliegen vergessen<br />

Zeugen berichteten, dass der Motorsegler<br />

nach dem Abdrehen noch mehrere 100 Meter<br />

ohne Höhengewinn geradeaus flog und dabei<br />

sehr langsam war. Die letzten per Kollisionswarngerät<br />

FLARM dokumentierten GPS-<br />

Positionen belegen eine Höhe von rund 70<br />

Meter über Grund. Nach rund 500 Metern<br />

Flugweg kippte die Dimona über die rechte<br />

Tragfläche ab und prallte mit dem Bug voraus<br />

auf den Boden. Der Motorseglerpilot wurde<br />

tödlich verletzt, das Luftfahrzeug zerstört.<br />

Das Wrack lag rund 500 Meter nordwestlich<br />

des Flugplatzes auf einer Viehweide. Die linke<br />

Tragfläche war im äußeren Drittel über das<br />

gesamte Profil gebrochen und nur noch mit<br />

dem Holm mit dem übrigen Tragflächensegment<br />

verbunden. Die optisch unversehrte<br />

rechte Tragfläche ragte zu drei Vierteln ihrer<br />

Länge aus einer Ackerfläche, die durch einen<br />

Zaun von der Viehweide abgetrennt war. Das<br />

Fahrwerk war eingeknickt. An der oberhalb<br />

des Wracks von Ost nach West verlaufenden<br />

Stromtrasse war ein Draht heruntergerissen.<br />

Der optisch unbeschädigte Propeller befand<br />

sich bodenparallel in Segelstellung mit einem<br />

Propellerblatt unterhalb der Grasnarbe. Der<br />

elektrische Propellerregler im Cockpit war bis<br />

zum rechten Anschlag (Startmodus) gedreht,<br />

der Kippschalter stand allerdings auf Segelstellung!<br />

Wahrscheinlich hatte der Pilot bei der ersten<br />

Platzrunde alles richtig gemacht, hatte während<br />

des Anfluges zum Touch-and-Go den<br />

Motorsegler im Endanflug für den erneuten<br />

Start vorbereitet, also mittels Drehknopf die<br />

elektrische Propellerverstellung wieder für<br />

die volle Leistung hochgeregelt. Vermutlich<br />

hat er dabei aber unbeabsichtigt den Schalter<br />

auf der Bedienkonsole für die Wahl der grundsätzlichen<br />

Propellerverstellung von der Stellung<br />

„Auto“ auf „Segelstellung“ umgelegt.<br />

Der Kippschalter war, wie sich bei der Untersuchung<br />

und nach Pilotenaussagen später<br />

herausstellte, schon seit Längerem defekt<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Der Kippschalter zur<br />

Anwahl der Segelstellung<br />

des Propellers<br />

(rechts am Wrack)<br />

konnte bei der<br />

Drehzahlvorwahl<br />

irrtümlich verstellt<br />

werden (links). Der<br />

Defekt war wohl<br />

bekannt, wurde aber<br />

vor dem Unglücksflug<br />

nicht behoben.<br />

Zum Sicherheitsbriefing vor dem Start gehört die Überlegung, wie auf einen Motorausfall im Anfangssteigflug zu<br />

reagieren ist. Für eine Notlandung bieten sich in Kamp-Lintfort bei der Startrichtung 25 große Felder an.<br />

gewesen. Das eigentlich als Sicherung gegen<br />

unabsichtliches Verstellen notwendige Herausziehen<br />

vor der Anwahl einer neuen Stellung<br />

war nicht mehr erforderlich. Der Schalter konnte<br />

durch bloßes Berühren verstellt werden.<br />

Offensichtlich hatte der Unfallpilot die unbeabsichtigte<br />

Wahl der Segelstellung nicht bemerkt,<br />

sondern nur den Leistungsverlust. Je<br />

weiter sich der Propeller im Steigflug Richtung<br />

Segelstellung bewegte, desto weniger Leistung<br />

stand zur Verfügung. Der Pilot meldete den<br />

Leistungsverlust der Flugleitung und drehte<br />

Super Dimona mit elektrischem Verstellpropeller,<br />

für den motorlosen Flug gibt es die Segelstellung.<br />

Fotos: BFU/Fuchs<br />

vorzeitig nach rechts in einen vorgezogenen<br />

Querabflug, vermutlich, um eine verkürzte<br />

Platzrunde zu fliegen.<br />

Das Erkennen der Ursache für den Leistungsverlust<br />

und die schnelle Korrektur wären eine<br />

Sache gewesen, die ihn wahrscheinlich hätten<br />

retten können. Die andere Sache wäre gewesen,<br />

über diese Störung nicht das Fliegen zu<br />

vergessen und sich bei dem Leistungsverlust<br />

auf eine Notlandung auf einem geeigneten<br />

Gelände voraus vorzubereiten. Dass die Dimona<br />

immer langsamer wurde und schließlich<br />

abkippte, zeigt, dass das manuelle Fliegen,<br />

das Beibehalten der Geschwindigkeit, vernachlässigt<br />

wurde. Der Dimona-Pilot hat sich<br />

vermutlich von der Gefahrensituation nicht<br />

nur überraschen, sondern erschrecken lassen.<br />

Damit waren seine Wahrnehmung und seine<br />

Handlungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.<br />

So war er der Situation nicht mehr gewachsen.<br />

Nach Feststellung des Motorproblems wäre<br />

die Aufrechterhaltung der Kontrolle über das<br />

Flugzeug und das unverzügliche Ansteuern<br />

eines Notlandefeldes in Startrichtung die einzig<br />

sinnvolle Option gewesen. Im Abflugsektor<br />

waren mehrere Notlandefelder vorhanden,<br />

die im Gleitflug erreichbar waren.<br />

Die Unfalluntersucher ziehen daraus den<br />

Schluss: Mit dem Defizit bei der Inübunghaltung<br />

und der insgesamt geringen Flugzeit als<br />

verantwortlicher Pilot wäre es nach der dreimonatigen<br />

Flugpause zur Wiedereingewöhnung<br />

sinnvoll gewesen, erst einmal wieder mit<br />

einem Fluglehrer zu fliegen.<br />

Am Anfang der Fehlerkette, die schließlich<br />

zum tödlichen Unfall führte, stand der defekte<br />

Kippschalter für die Stellungswahl des<br />

Propellers. Hier hätte der Flugzeughalter für<br />

ein funktionierendes Meldungswesen sorgen<br />

müssen, sodass die sicherheitsrelevante Störung<br />

beim Betrieb der Dimona sofort bekannt<br />

geworden wären.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 73


[ PRAXIS Februar <strong>2017</strong> ]<br />

Je nach Einstufung des Flugzeugs gibt es eine Liste<br />

mit Arbeiten, die man auch selbst durchführen darf.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Bordwerkzeug<br />

Torsten Matz<br />

Unsere Flugzeuge sind mehr oder weniger<br />

technisch komplexe Systeme. Die<br />

Bandbreite in der General Aviation bis<br />

5,7 Tonnen MTOW reicht zum Beispiel von<br />

der Piper PA-18 über die Beechcraft King Air<br />

bis zu den Cessna-Citation-Jets. Und je umfangreicher<br />

die Technik ist, desto mehr Aufmerksamkeit<br />

ist bei der Wartung erforderlich<br />

– frei nach dem Motto: Je mehr dran ist, desto<br />

mehr kann auch kaputtgehen. Es ist daher<br />

nicht einfach, allgemein gültige Empfehlungen<br />

bezüglich des Bordwerkzeugs zu geben.<br />

In den meisten Gepäckräumen befinden sich<br />

schon Erdanker und Seile zum Befestigen des<br />

Flugzeugs beim Parken. Als Aufbewahrungsbox<br />

dafür eignet sich eine stabile Tasche oder<br />

Kiste, die man festzurren kann. Wer sein Flugzeug<br />

gern sauber sieht und selbst Hand anlegt,<br />

sollte eine kleine Plastikbox mit Reinigungsmittel<br />

im Kofferraum mitführen. Als Inhalt<br />

haben sich eine Sprühflasche mit mildem<br />

Glasreiniger, ein Mikrofasertuch, eine Rolle<br />

Küchenpapier, ein paar Wegwerflappen und<br />

Einmalhandschuhe bewährt. So kann man<br />

Überreste von Fliegen an den Nasenkanten<br />

der Tragflächen, Leitwerke und Streben im<br />

Handumdrehen gleich nach dem Flug entfernen.<br />

Das Papier ist auch zum Reinigen des<br />

Ölpeilstabs oder zum Entfernen von Ölspuren<br />

an den Fahrwerken oder der Cowling geeignet.<br />

Für das Verstauen verschmutzter Lappen<br />

bieten sich wiederverschließbare Plastikbeutel<br />

an.<br />

Ein bis drei Dosen passendes Motoröl gehören<br />

ebenfalls in den Behälter, abhängig freilich<br />

vom Ölverbrauch und der geplanten Flugstrecke.<br />

Das Gleiche gilt für Kraftstoffzusätze, wie<br />

sie etwa bei Flugzeugen, die mit Jet Fuel<br />

betrieben werden, zum Einsatz kommen.<br />

Beim Ölnachfüllen leistet ein Trichter gute<br />

Dienste. Zur Not kann man solch einen leicht<br />

aus einer – sauberen! – Kunststoffflasche<br />

basteln: die passende Größe auswählen, Boden<br />

abschneiden – fertig.<br />

Universell nutzbar zum Trinken, Reinigen oder<br />

zum Kühlen von Insektenstichen sind zwei<br />

14<br />

Ordnung ist das halbe Leben: Eine vernünftige<br />

Bordausrüstung sollte die wichtigsten Werkzeuge<br />

und Flüssigkeiten beinhalten und aus<br />

Sicherheitsgründen ordentlich verstaut sein.<br />

bis drei kleine Flaschen mit Wasser ohne Kohlensäure,<br />

die man am besten immer an Bord<br />

haben sollte.<br />

Eine kleine Auswahl an Werkzeugen sollte<br />

für den Fall der Fälle stets mitgeführt werden.<br />

Hierbei ist zu beachten, dass die Möglichkeiten,<br />

selbst Hand anzulegen, begrenzt sind –<br />

einerseits durch die handwerklichen Fähigkeiten<br />

des Ausführenden, andererseits durch<br />

die bestehende Gesetzgebung.<br />

Nicht alle Arbeiten sind erlaubt<br />

Als Nachschlagewerk dient hier das genehmigte<br />

Instandhaltungsprogramm des Flugzeugs.<br />

Je nach Einstufung der Maschine in ELA-1,<br />

ELA-2, Annex-II oder Ähnliches gibt es eine<br />

Liste der Arbeiten, die der Pilot oder Halter<br />

selbst durchführen darf. Details finden sich<br />

unter EASA Part M, M.A.803, Anlage „Pilot<br />

Owner Authorization“.<br />

Zum Equipment: Bewährt hat sich ein Multifunktionswerkzeug<br />

(Leatherman). Damit bekommt<br />

man schon mal einen Schnellverschluss<br />

oder eine Schraube festgezogen. Besser noch,<br />

wenn auch nicht so kompakt, sind natürlich<br />

zwei Kreuzschlitz- und zwei Schlitzschraubendreher<br />

in passender Größe, eine kleine<br />

Wasserpumpenzange, eine Spitzzange und<br />

ein Seitenschneider. Für bestimmte Reifentypen<br />

benötigt man eine geeignete Ventilverlängerung.<br />

Am besten sind die Exemplare aus<br />

Metall. Um zu verhindern, dass man mal irgendwo<br />

steht und kein Außenbordstecker<br />

verfügbar ist, sollte ein hochwertiges Außenbordkabel<br />

samt Stecker und Klemmen mitgeführt<br />

werden. Absolutes Must-have ist eine<br />

kleine Taschenlampe. Es gibt Ausführungen<br />

zum Aufladen durch Kurbeln. Leere Batterien<br />

gehören damit der Vergangenheit an, und man<br />

hat stets eine funktionierende Taschenlampe<br />

zur Hand.<br />

Eine oder zwei im Kofferraum verstaute leichte<br />

Fleecedecken für Passagiere helfen, wenn<br />

mal wieder die Heizung streikt oder überfordert<br />

ist – oder sorgen für Wohlgefühl bei einem<br />

Picknick am Flugzeug. Keinen Stauraum nimmt<br />

die Visitenkarte der Werft des Vertrauens ein.<br />

Eingeklebt im Bordwerkzeug kann sie aber<br />

bei Bedarf Gold wert sein.<br />

Natürlich hat jeder Flieger bereits eigene Erfahrungen<br />

gemacht und wird demnach sein<br />

Bordwerkzeug für genau sein Flugzeug am<br />

besten zusammenstellen können. Dazu soll<br />

das oben Aufgeführte eine gutgemeinte<br />

Anregung sein. So kann man vielleicht etwas<br />

ergänzen, was nicht bedacht wurde.<br />

Piloten, die mit jedem Kilogramm Gewicht<br />

rechnen müssen, werden wahrscheinlich auf<br />

das meiste verzichten müssen.<br />

[ Autor Torsten Matz<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service<br />

in Porta Westfalica.<br />

Er hat jahrelange Erfahrung<br />

in der Wartung<br />

von Flugzeugen der<br />

Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert von<br />

der EASA (B1) und der amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />

FAA als A&P.<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

Fotos: Torsten Matz, Porta Air Service


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[ UL/LSA Firmenporträt ]<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Zlin Aviation<br />

RÜCKKEHR<br />

EINES TRAUMS<br />

Die Piper Cub gilt vielen als Inbegriff des<br />

Motorflugzeugs. Ein italienischer Tüftler bringt<br />

diesen Klassiker seit 20 Jahren als UL und LSA<br />

auf den Markt. Auch sein jüngster Coup, die<br />

Shock Cub, soll uns daran erinnern, warum wir<br />

eigentlich fliegen: aus Spaß!<br />

AUTOR: Ole Steen Hansen<br />

ÜBERSETZUNG: Tashi Dolma Hinz<br />

Fotos: Zlin Aviation<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 77


[ UL/LSA Firmenporträt ]<br />

[ 1 ]<br />

Eine Bobber in der Werkhalle<br />

im italienischen Verona.<br />

Majestätisch steht sie vor<br />

dem Hangar des Aeroclubs<br />

Verona in der<br />

Abendsonne. Es ist einer<br />

von diesen Plätzen, an denen man<br />

sich sofort wie zu Hause fühlt und<br />

auf Gleichgesinnte trifft. Auf dem<br />

Vorfeld tummeln sich die üblichen<br />

Verdächtigen: Pipers, Cessnas und<br />

ein paar Ultraleichtflugzeuge. Nur ein<br />

Flugzeug zieht die Aufmerksamkeit<br />

auf sich. Es ist die neuste Schöpfung<br />

von Zlin Aviation: die Shock Cub.<br />

Die Oberfläche ist makellos und<br />

der Duft des neuen Leders im Cockpit<br />

verführerisch. Das stattliche Erscheinungsbild<br />

täuscht darüber<br />

hinweg, dass es sich bei der Shock<br />

Cub um ein Leichtflugzeug handelt,<br />

das für die Zulassung als Ultraleichtflugzeug<br />

nur ein kleines bisschen zu<br />

schwer ist. „Wir könnten ein paar<br />

charakteristische Merkmale entfernen:<br />

die übergroßen Räder und Auftriebshilfen<br />

wie Vorflügel und doppelte<br />

Spaltklappen“, erklärt Konstrukteur<br />

und Geschäftsführer Pasquale Russo,<br />

„aber dann wäre sie nicht mehr die<br />

Shock Cub. Wir hoffen auf ein generelles<br />

Gewichtslimit von 350 Kilogramm<br />

Leergewicht für Ultraleichtflugzeuge<br />

– das wäre in der Luftfahrt,<br />

wie wir sie heute betreiben, deutlich<br />

sinnvoller.“<br />

Die Shock Cub ist ein Ergebnis<br />

langjähriger Erfahrung, die Zlin Aviation<br />

bei der Konstruktion und dem<br />

Bau von Leichtflugzeugen im Stil der<br />

Piper Cub gesammelt hat. „Alles, was<br />

wir in dieser Zeit gelernt haben, steckt<br />

in diesem Flugzeug. Es ist unsere<br />

Doktorarbeit“, schwärmt Pasquale.<br />

Die Shock Cub hat in der Tat das<br />

Potenzial, unsere Vorstellung von<br />

Ultraleicht- und Leichtflugzeugen neu<br />

zu definieren. Um die Shock und die<br />

anderen Savage Cubs zu verstehen,<br />

muss man wissen, dass bei der Entwicklung<br />

dieser Flugzeuge zwei<br />

Dinge entscheidend waren: Handwerkskunst<br />

und Leidenschaft. Diese<br />

haben in Verona schon architektonisch<br />

betrachtet Tradition. Hier spielte sich<br />

auch die Geschichte von Romeo und<br />

Julia ab – die glühende Hingabe ist<br />

charakteristisch für Verona. Luftfahrtenthusiasten<br />

dürften diese Eigenschaften<br />

auch in der industriellen<br />

Vorstadt vorfinden, in der Zlin Aviation<br />

ihren Firmensitz hat.<br />

Pasquale Russo, der in Verona<br />

aufgewachsen ist, gründete das Unternehmen<br />

und führt es bis heute.<br />

Als Sohn eines Starfighterpiloten ist<br />

die Luftfahrt seit der Kindheit wesentlicher<br />

Bestandteil seines Lebens.<br />

Als junger Mann fliegt Russo mit dem<br />

Hubschrauber Rettungseinsätze.<br />

Alsbald erwirbt er auch die Privatpilotenlizenz;<br />

fliegt, unterrichtet und<br />

beginnt, aus einem amerikanischen<br />

Bausatz ein eigenes Flugzeug zu<br />

bauen. Dabei fallen ihm immer wieder<br />

Einzelheiten auf, die verbessert<br />

werden könnten, bis er schließlich<br />

zur Überzeugung kommt, dass er es<br />

selbst besser kann – obwohl seine<br />

anfängliche Aussage „Ich denke, ich<br />

werde mein eigenes Flugzeug bauen“<br />

eher scherzhaft gemeint war.<br />

Das Resultat ist die erste Savage<br />

Cub – „savage“ steht für wild, da das<br />

Flugzeug auf einer wilden Leidenschaft<br />

für die Luftfahrt basiert, und „Cub“,<br />

da es kein Geheimnis ist, dass die<br />

Piper Pate stand und mit der gelben<br />

Lackierung und dem schwarzen Blitz<br />

auf dem Rumpf gewürdigt wird.<br />

Die Leute beginnen zu fragen, wo<br />

er das Flugzeug gekauft habe, und<br />

schlagen ihm vor, eine eigene Produktion<br />

zu lancieren. Ein solches<br />

Projekt geht jedoch weit über die<br />

ursprüngliche Idee hinaus, und Pasquale<br />

fehlen die finanziellen Mittel.<br />

Außerdem warnen ihn manche davor,<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Bei aller Reduktion auf das Wesentliche: Im Cockpit der Shock Cub darf es<br />

durchaus edel zugehen, wie das schicke Leder beweist. [ 2 ] Das Panel in Carbon-<br />

Optik trägt die Basisinstrumente als klassische Uhren. Die Triebwerksüberwachung<br />

ist – wie heute bei vielen ULs üblich – über ein EFIS organisiert. [ 3 ] Gemacht für<br />

grobe Untergründe: Die Ballonreifen der Shock Cub lassen keinen Zweifel daran,<br />

wo Zlin Aviation die wahre Bestimmung ihrer jüngsten Konstruktion sieht.<br />

[ 3 ]<br />

Fotos: Ole Steen Hansen, Zlin Aviation<br />

dass künftig nur schnell zu verarbeitende<br />

Faserverbundwerkstoffe verbaut<br />

werden. Sie fragen ihn verständnislos,<br />

weshalb er mit Stahlrohren und<br />

Bespannung der Vergangenheit nachtrauern<br />

will. Er wagt es trotzdem, da<br />

er fest daran glaubt, dass leistungsstarke<br />

und leicht zu fliegende Spornradflugzeuge<br />

ein essenzielles Element<br />

der Luftfahrt verkörpern – den Spaß<br />

an der Fliegerei!<br />

Für die Produktion der ersten fünf<br />

Flugzeuge reist er nach Polen und<br />

Rumänien, wird aber<br />

erst in Zlín, einer<br />

Stadt in Tschechien,<br />

fündig. Dort ist auch<br />

das Unternehmen<br />

DIE ANSAGE, EIN EIGENES FLUG-<br />

ZEUG ZU BAUEN, WAR SEINERZEIT<br />

WOHL EHER SCHERZHAFT GEMEINT<br />

Moravan ansässig –<br />

ein Betrieb, der einst<br />

den Namen Zlínská letecká spolecnost<br />

trug, nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten<br />

jedoch in Zlín Aircraft umbenannt<br />

worden ist. Die renommierten<br />

Zlín-Trainer wurden dort gefertigt,<br />

allerdings hat das Unternehmen nichts<br />

mit Russos Zlin Aviation zu tun, das<br />

nach der Stadt benannt wurde. Zlin<br />

Aviation ist eine italienische Firma<br />

mit Produktionsstätte in Tschechien.<br />

Ausschlaggebend, sich in Zlín<br />

niederzulassen, sind die handwerklich<br />

erfahrenen und zuverlässigen<br />

Arbeiter.<br />

Über die Jahre vergrößert sich<br />

auch das Angebot, und Pasquale<br />

Russo verlagert die Endfertigung in<br />

einen Vorort von Verona. Von nun<br />

an werden Motoren, Instrumente und<br />

Bedienelemente in Italien montiert.<br />

Auch der Prototyp der Shock Cub<br />

entsteht in Verona. Eine große Halle<br />

beherbergt das Rohmaterial und die<br />

Werkzeuge, die benötigt werden, um<br />

ein Flugzeug zu bauen. Flugzeugzellen<br />

in unterschiedlichen Baustadien<br />

stehen überall. Zlin Aviation produziert<br />

keine „white tails“ – so nennen<br />

sich unverkaufte Maschinen im Branchenjargon<br />

–, sondern nur auf Bestellung.<br />

Auf einem Zwischenboden werden<br />

die Flügel gebaut und beplankt. Eine<br />

Savage Bobber bekommt gerade den<br />

letzten Feinschliff vor der Auslieferung;<br />

eine Savage Cruiser ist in einem<br />

sehr frühen Fertigungsstadium, und<br />

eine zweite Shock Cub wird beplankt.<br />

Das Unternehmen verdeutlicht auf<br />

eindrucksvolle Weise, dass die Luftfahrt<br />

eine Liebhaberei ist. Zwischen<br />

all den Stahlrohren, Aluminiumplatten<br />

und Kohlenstofffasergeweben,<br />

zwischen Klebstoffen, Muttern, Bolzen<br />

und Oratex-Bespannstoff – die<br />

neueste Entdeckung im allgegenwärtigen<br />

Kampf zur Minimierung des<br />

Gewichts – sticht ein Modellflugzeug<br />

heraus. Neben Pasquales Arbeitsplatz<br />

steht ein Schaukasten, in dem eine<br />

Super Cub im Maßstab<br />

1:32 über einer<br />

kanadischen Seenlandschaft<br />

schwebt.<br />

In einer anderen Ecke<br />

sind Kunst- und Segelflugzeuge<br />

in allen<br />

Größen zu bestaunen. Einige Mitarbeiter<br />

sind freiberufliche Modellbauer<br />

und frönen nach Feierabend ihrer<br />

Leidenschaft. Wo sonst findet man<br />

ein Flugzeugwerk, in dessen Produktionshalle<br />

eine stattliche, mehrheitlich<br />

ferngesteuerte Modellflugzeugflotte<br />

stationiert ist?<br />

Ein paar Modellflugzeuge gehören<br />

dem Unternehmen. Zlin Aviation verkauft<br />

maßstabsgetreue Modelle der<br />

Savage Bobber, die je rund 20 Kilo-<br />

Pasquale Russo ist der<br />

Kopf hinter Zlin Aviation.<br />

Die Unzufriedenheit mit<br />

fremden Flugzeugen<br />

animierte ihn, selbst eins<br />

zu konstruieren.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 79


[ UL/LSA Firmenporträt ]<br />

In Verona erfolgt die<br />

Endmontage der Flugzeuge.<br />

Wie im Flugzeugbau üblich,<br />

ist vieles Handarbeit.<br />

Lackieren, schweißen,<br />

beplanken – Alltag in der<br />

Flugzeugproduktion bei<br />

Zlin Aviation.<br />

Beim Bespannstoff<br />

setzt Zlin Aviation mit<br />

Oratex auf geringstmögliches<br />

Gewicht.<br />

Mit Titan-Motoren aus dem Hause<br />

Continental ist für die Zlin-Cubs Power auch<br />

weit jenseits der Rotax-Klasse verfügbar.<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


„Pisten sind optional“ –<br />

unter diesem Motto will<br />

Russo einen Teil seiner<br />

Muster vermarkten.<br />

Fotos: Ole Steen Hansen, Zlin Aviation<br />

gramm wiegen und aus dem gleichen<br />

Material wie das Original bestehen<br />

– Meisterstücke, keine billigen Styroporflieger,<br />

sondern funktionelle<br />

Miniaturflugzeuge. Obwohl der Modellbau<br />

nicht zum Kerngeschäft gehört,<br />

passt er in die Firmenphilosophie von<br />

Zlin Aviation: „Gleiche Leidenschaft,<br />

anderer Maßstab!“<br />

Seit dem Erstflug der Savage im<br />

Jahr 1997 wurden die Konstruktionen<br />

immer weiter verbessert. Pasquale<br />

Russo lässt seiner Kreativität freien<br />

Lauf und kommt dabei stets auf neue<br />

Ideen. Bei der Konzeption helfen ihm<br />

Flugzeugingenieure, von denen einer<br />

beispielsweise für Alitalia und Boeing<br />

gearbeitet hat, ehe er zu Zlin Aviation<br />

stieß. Viele Modifikationen erfolgen<br />

im Detail – kleine Anpassungen im<br />

Flügelprofil, die Senkung des Sitzes<br />

oder die Stärkung eines strukturgebenden<br />

Elements – und verbessern<br />

die Konstruktionen kontinuierlich.<br />

Die Savage Cub unterscheidet sich<br />

in vielerlei Aspekten von der Piper<br />

Cub. Abgesehen vom Cockpit ist sie<br />

zierlicher. Die Rippen und die innere<br />

Flügelstruktur unterscheiden sich von<br />

Modell zu Modell. Die Flügel der Bobber<br />

sind von einfacher Bauart, während<br />

sie bei der Shock Cub deutlich<br />

fortschrittlicher ausfallen. Die Holme<br />

bestehen aus Aluminiumrohren:<br />

Einer befindet sich in der Eintrittskante,<br />

der andere im hinteren Bereich<br />

der Tragfläche vor dem Querruder.<br />

Daher ist die Shock Cub im Vergleich<br />

zur Piper Cub auf der Tragfläche breiter<br />

verstrebt, wodurch auch die Türen<br />

größer ausfallen und der Einstieg<br />

erleichtert werden konnte. Russo<br />

entschied sich gegen eine zweite Tür<br />

auf der linken Seite, um die Struktur<br />

so belastbar wie möglich zu machen.<br />

Da Leistung im Verhältnis zur<br />

Masse steht, kommt dem hochwertigen<br />

und leichten 4130er-Stahl eine<br />

entscheidende Bedeutung zu. Die<br />

alte Piper Cub war stets ein sicheres<br />

und leistungsfähiges Flugzeug, und<br />

die Savage Cubs sind nur aufgrund<br />

einer verbesserten, leichteren Struktur<br />

noch leistungsstärker. Die Savage<br />

Bobber wurde auf mehr als 6 g getestet<br />

und die Shock Cub sogar auf<br />

mehr als 8 g – ansehnliche Werte für<br />

ein Leichtflugzeug! Konstruktionen<br />

wie die Bobber und die Agilis mit<br />

dem offenen Rumpf mögen extrem<br />

erscheinen, und der Konstrukteur war<br />

sich zu Beginn der Entwicklung nicht<br />

sicher, ob sie auf dem Markt eine<br />

Chance haben. Sie gehören nicht zum<br />

Mainstream, sondern ziehen die Blicke<br />

auf sich. Doch die Nachfrage war<br />

und ist da. „Es gibt auf dieser Erde<br />

genug verrückte Leute für jede noch<br />

so verrückte Idee“, sagt Pasquale.<br />

DIE UNTERSCHIEDE ZUM ORIGINAL LIEGEN IM DETAIL.<br />

NACH AUSSEN IST UND BLEIBT ES EINE CUB.<br />

Das Ziel all dieser Projekte ist es,<br />

den Spaß am Fliegen zu fördern. „Die<br />

Leute sollen ruhig von A nach B fliegen<br />

– das ist in Ordnung. Allerdings<br />

sollten sie dabei hier und dort Zwischenstopps<br />

einlegen, um die Welt<br />

zu entdecken“, erklärt Pasquale Russo,<br />

während er einer imaginären<br />

Flugroute folgt und auf verschiedene<br />

Orte auf dem Hallenboden deutet, als<br />

wäre er eine große Landkarte. „Mit<br />

einem schnittigen Composite-Flugzeug<br />

fliegt es sich schnell. Ich möchte aber,<br />

dass du langsam fliegst und dabei<br />

den Himmel über und die Landschaft<br />

unter dir erkundest. Lande unterwegs<br />

zehn Mal! Lass die Eindrücke wirken.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 81


[ UL/LSA Firmenporträt ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 1 + 2 ] Die Cub S entstand aus der Savage Cub. Dabei sollten die Anforderungen<br />

von Buschpiloten mehr Berücksichtigung finden. [ 3 + 4 ] Bobber (links)<br />

und Agilis sind Fluggeräte, bei denen kompromisslos der Spaß im Fokus steht.<br />

Bespannung? Braucht kein Mensch! Wer diese Muster fliegt, will den Wind im<br />

Gesicht spüren.<br />

[ 4 ]<br />

Fotos: Ole Steen Hansen, Zlin Aviation<br />

Fluglehrer Mirko Vacchi<br />

und Shock-Testpilot Fabio<br />

Guerra machen nach dem<br />

Fotoflug zufriedene<br />

Gesichter.<br />

Genieße den Flug! Die Geschwindigkeit<br />

spielt dabei keine Rolle.“<br />

Die Shock Cub ist die bis jetzt fortschrittlichste<br />

Savage und soll das<br />

langsamste und leichteste Buschflugzeug<br />

werden. Bisher lag die Performance<br />

über den ursprünglichen Erwartungen.<br />

Pasquale Russo nahm<br />

alle wichtigen Flugzeuge mit Kurzstart-<br />

und -landeeigenschaften unter<br />

die Lupe und übernahm Einzelheiten.<br />

Im Gegensatz zu seinen früheren<br />

Konstruktionen besitzt die Shock Cub<br />

einen längeren Rumpf, der die Maschine<br />

auch bei geringer Geschwindigkeit<br />

gut kontrollierbar macht.<br />

Die Landestrecke beträgt nach<br />

jetzigem Stand 30 Meter, doch Pasquale<br />

und Testpilot Fabio Guerra<br />

gehen davon aus, dass sie halbiert<br />

werden kann. Die Startstrecke ist<br />

ebenfalls sehr kurz. Ein Vollkreis mit<br />

einem Durchmesser von 60 Metern<br />

und einer Querlage von 70 Grad wird<br />

in nur acht Sekunden geflogen – mit<br />

einem 100-PS-Rotaxmotor! Fabio<br />

Guerra fliegt den Vollkreis mit der<br />

Shock Cub auch ohne Querlage – im<br />

Seitengleitflug. Während des Formationsflugs<br />

für die Fotoaufnahmen<br />

demonstriert Fabio die eindrückliche<br />

Manövrierbarkeit.<br />

20 Shock Cubs wurden bereits<br />

verkauft, und das noch ehe sie fertiggestellt<br />

wurden. Aber das ist erst<br />

der Anfang. Die Shock soll künftig<br />

mit einem deutlich stärkeren Motor<br />

ausgerüstet werden und unter dem<br />

Motto „Pisten sind optional“ vermarktet<br />

werden. Eine Shock Bobber – eine<br />

Version mit offenem Rumpf – ist<br />

ebenfalls geplant.<br />

Bislang wurden weltweit 350<br />

Savage-Flugzeuge verkauft. Der Stückpreis<br />

liegt zwischen 33 500 Euro für<br />

eine Agilis und 73 900 Euro für eine<br />

Shock Cub. Die Preise gelten ab Werk,<br />

dass heißt, die Umsatzsteuer kommt<br />

noch dazu. Es ist zudem möglich, das<br />

Flugzeug als Bausatz zu erwerben,<br />

400 bis 500 Arbeitsstunden zu investieren<br />

und damit Geld zu sparen. Die<br />

Preisliste ist sechs Seiten lang und<br />

offeriert alle Optionen hinsichtlich<br />

der Sonderausstattung, Radgrößen,<br />

Lackierungen, Motoren und Propeller.<br />

Die Savage Cubs eignen sich sowohl<br />

für den privaten Gebrauch als<br />

auch für Vereine. Sie sind in der Lage,<br />

Segelflugzeuge zu schleppen und<br />

somit ideal für Segelfluggruppen.<br />

Viele Segelfluggruppen verwenden<br />

derzeit Motorsegler wie die Dimona<br />

als Schlepp- und Reiseflugzeug, dabei<br />

könnte die Savage Cub diese Funktion<br />

bei günstigerem Preis genauso<br />

gut übernehmen.<br />

Die Savage Cubs passen in eine<br />

Zeit, in der die Allgemeine Luftfahrt<br />

sich neu erfindet. In ganz Europa klagt<br />

man darüber, dass junge Leute sich<br />

nicht mehr für die Luftfahrt interessieren.<br />

Auch scheinen viele Menschen<br />

heutzutage nicht mehr zu verstehen,<br />

dass Fliegen eine Leidenschaft ist,<br />

wie viel Spass es macht und dass es<br />

Erlebnisse und Perspektiven ermöglicht,<br />

die ein Fußgänger niemals erlangen<br />

wird.<br />

Diese Botschaft muss der Öffentlichkeit<br />

vermittelt werden, um den<br />

Fortbestand der Allgemeinen Luftfahrt<br />

langfristig zu sichern. In den allermeisten<br />

Fällen fliegt man als Privatpilot<br />

nicht, weil das Flugzeug ein<br />

besonders sinnvolles Transportmittel<br />

ist, sondern weil man einzigartige<br />

Erfahrungen macht. Die Savage-Serie<br />

ist exakt auf diese Art der Fliegerei<br />

zugeschnitten. Die Shock Cub und<br />

ihre Savage-Geschwister sind da, um<br />

Menschen, die Himmel und Erde erkunden<br />

wollen, genau dabei zu helfen.<br />

Mit Langsamkeit und Feeling.<br />

Dieses Ziel hat Pasquale definitiv<br />

erreicht.<br />

ae<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Die Piper, die gar keine ist<br />

Dass heutzutage viele Firmen die Piper Cub kopieren, wundert unseren Kolumnisten<br />

nicht. Im Gegenteil: Seiner Meinung nach passt das sogar vortrefflich zur Geschichte<br />

des Klassikers, der wie kaum ein anderes Muster die Motorfliegerei geprägt hat.<br />

Zlin Cub? Extreme-Cub? Shock Cub? Carbon<br />

Cub? Was haben die alles aus der<br />

legendären Cub des alten Herrn Piper<br />

gemacht? Aber Moment mal, die Piper Cub<br />

war ja an sich gar keine echte Piper, sondern<br />

nur ein, ich nenne es mal: Plagiat der<br />

Ur-Cub.<br />

Etwas Geschichte: Das Ende einer Männerfreundschaft<br />

hatte dazu geführt, dass William<br />

T. Piper, der einst nur kaufmännisch beteiligte<br />

Kopf der Firma, sämtliche Rechte an<br />

der Ur-Cub übernahm und das Muster mit<br />

neuer Farbe versah – nämlich gelb. Dem Endkunden<br />

wurde so klargemacht, dass das jetzt<br />

die Piper-Cub sei. Der ehemalige Partner und<br />

Vater der Cub war ein genialer Konstrukteur<br />

von Kleinflugzeugen namens Gilbert Taylor,<br />

gebürtig in England und Anfang des letzten<br />

Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert.<br />

Wenn heute vor der Cub also Firmennamen<br />

wie CubCrafters, Legend, Zlin oder was auch<br />

immer steht, so passt das wunderbar in die<br />

Geschichte des einst von einem französischen<br />

Neunzylinder-Sternmotor angetriebenen Zweisitzers<br />

mit dem ursprünglichen Namen „Taylor<br />

Cub“. Man könnte also getrost auch sagen,<br />

dass die uramerikanische Ikone ihre Wurzeln<br />

in Europa hatte – schmunzel.<br />

Aber der Wurf des Konstrukteurs Taylor war<br />

nicht nur genial, sondern ist auch bis heute<br />

ein Garant für hohe Verkaufszahlen, weil der<br />

Spaß und Wohlfühlfaktor in dem handlichen<br />

Zweisitzer einfach unerreicht sind. Man kann<br />

die Cub also durchaus als zeitlosen Klassiker<br />

bezeichnen.<br />

Auf was hast du mal das<br />

Fliegen erlernt? Auf einem<br />

gelben Flugzeug! Das war<br />

die Standardantwort, die<br />

viele Flugkapitäne weltweit in<br />

den 1970er und 1980er Jahren auf<br />

diese Frage gaben. Gemeint war<br />

die Piper Cub. Cub steht übrigens<br />

für junges Bärchen – das Kuscheltier,<br />

das die Seitenflosse fast jeder<br />

Maschine ziert.<br />

Die niedrigen Betriebskosten und vor<br />

allem die genialen Flugeigenschaften prädestinierten<br />

die Maschine als idealen Basistrainer<br />

für jeden Eleven der Lüfte. Du musst „Stickand-Rudder-Man“<br />

sein, um sie zu bändigen.<br />

Wenn du einmal das Gefühl zur Koordination<br />

aller drei Achsen bei Start und Landung verinnerlicht<br />

hast, fliegst du auch jedes andere<br />

Flugzeug anders als zuvor. Erst die bösen<br />

Bugräder machten dem Flugzeug den Garaus.<br />

Aber für immer? Mitnichten – der Mythos Cub<br />

ist bis heute nicht erloschen und flammt gerade<br />

mit UL, LSA und ELA1 weltweit so richtig<br />

wieder auf. Weg mit dem Standard-<br />

0815-Kunstharzklumpen, hin zu einem Flugzeug,<br />

das richtig Spaß macht! Unabhängig von der<br />

Stärke des Antriebs – die Agilität macht die<br />

Cub zu einem zeitlosen Spaßvogel für jede<br />

Tages- und Jahreszeit!<br />

Piper fliegen – da fallen mir viele sensationelle<br />

Erlebnisse ein. Mein Liebling ist die<br />

PA-18 mit einem Conti C-90, nur einem Tank<br />

und ohne Generator und Anlasser. Etwas über<br />

400 Kilogramm Leergewicht und eine echte<br />

Zuladung von knapp 350 Kilogramm machen<br />

diese Piper zu einer eierlegenden Wollmilchsau.<br />

Auf Skiern, Schwimmern oder Rädern – im<br />

Busch, im Verein oder in Privathand – sie ist<br />

ein robustes Universalgerät.<br />

Ein alter amerikanischer Fluglehrer sagte<br />

mir mal, dass unabhängig von einer Überladung<br />

für die Cub Folgendes gilt: Wenn sie abhebt,<br />

dann fliegt sie auch! Aber nein – eine Überladung<br />

der Cub ist nahezu unmöglich, es sei denn,<br />

ich hänge noch fleißig Kanus, tote Elche und<br />

Ölfässer an die Streben unter<br />

den Flächen.<br />

„Low and slow – with the door open“ –<br />

stand lange auf meinem T-Shirt. In der Realität<br />

hieß das: mit 70 bis 80 Meilen pro Stunde<br />

entlang der Atlantikküste Frankreichs, natürlich<br />

bei 30 Grad im August. Mehr geht nicht!<br />

Oder wie war das noch mit den Kurzstarteigenschaften?<br />

Muss es immer die Piste sein,<br />

oder darf man nicht auch schon mal vom<br />

Zuroller aus abheben? Lausbubenstreiche<br />

eines jungen Spornradfliegers können heute<br />

ruhig publiziert werden, da längst verjährt für<br />

Ordnungswidrigkeitsverfahren. Tausende von<br />

F-Schlepps machten mich happy. Erst als die<br />

elektrische Seiltrommel für die Einzugsvorrichtung<br />

in unsere Vereins-Super-Cub Einzug hielt,<br />

verlor sich meine Leidenschaft etwas. Die<br />

Bodenakrobatik beim Seilabwurf war mir schon<br />

sehr ans Herz gewachsen.<br />

Aber wenn man mich nach meinem schönsten<br />

Piper-Erlebnis fragt, muss ich immer an<br />

einen Sommertag in Frankreich denken: Ich<br />

fliege entlang einer schier nicht enden wollenden<br />

Straße. Unter mir ein rotes Cabriolet<br />

mit einem Pärchen an Bord. So bewegen wir<br />

uns eine ganze Weile in Formation, bis die<br />

Dame plötzlich aufsteht, sich ins Auto stellt<br />

und sich ihres Oberteils entledigt. Mit diesem<br />

Stück Stoff winkt sie mir dann zu. Das erlebst<br />

du nur mit einer Piper, die du low & slow with<br />

the door open betreibst. Die Cub wird uns alle<br />

überleben, und vielleicht gibt es sie ja auch<br />

bald als Elektro- oder Wasserstoff-Cub. ae<br />

Illustrationen: Harald Hornig<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 83


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Der „kleine Jumbo“: Rund 400 Exemplare<br />

des vierstrahligen Musters wurden von den<br />

frühen 1980er Jahren bis 2003 gebaut.<br />

25 Jahre WDL-Aviation<br />

Erfolgsrezept<br />

„kleiner Elefant“<br />

Business Aviation ist ein schwieriges Geschäft. Das gilt erst recht im Bereich Wet-Lease.<br />

Die Firma WDL-Aviation bewegt sich seit einem Vierteljahrhundert erfolgreich in diesem<br />

Segment. Teil ihres Erfolgsrezepts ist die BAe 146, genannt „Jumbolino“.<br />

Die Verniedlichung rührt<br />

von dem damaligen Maßstab<br />

für alle vierstrahligen<br />

Verkehrsflugzeuge<br />

her, dem „Jumbo-Jet“ Boeing 747.<br />

Denn der „Jumbolino“ ist, anders<br />

als alle anderen je gebauten Verkehrsflieger<br />

mit vier Strahltriebwerken,<br />

das einzige kleinere für<br />

Kurz- und Mittelstrecken ausgelegte<br />

Muster. Bereits seit 1998 setzt<br />

die WDL-Aviation die BAe 146 ein<br />

und ist heute das bundesweit einzige<br />

Luftfahrtunternehmen, das<br />

noch drei Flugzeuge dieses Typs<br />

betreibt. Homebase der Firma ist<br />

der Flughafen Köln/Bonn, an dem<br />

sie 1991 neu gegründet wurde.<br />

Außerdem haben ihre „Jumbolinos“<br />

noch einen Platz am Airport<br />

Düsseldorf, von dem aus viele von<br />

der WDL-Aviation durchgeführten<br />

Flüge starten. Aber auch jeder andere<br />

Flughafen wird international<br />

auf Kundenanfrage von den Maschinen<br />

bedient.<br />

Angefangen hatten die Köln/<br />

Bonner mit drei Fokker F-27, zu<br />

denen später noch ein Metroliner<br />

und zwei Learjet LR 55 hinzukamen.<br />

Aber für Walter Böhnke, Geschäftsführer<br />

des traditionsreichen Betriebs,<br />

ist der „Jumbolino“ das mit<br />

Abstand schönste Muster, das er<br />

je in seiner Flotte hatte. Der Jurist<br />

und Verkehrspilot muss es wissen,<br />

er war von Anfang an dabei. In<br />

den Jahren seiner Tätigkeit für die<br />

WDL-Aviation hat er nicht nur alle<br />

unterschiedlichen Muster seines<br />

Arbeitgebers geflogen, sondern<br />

auch mehr als 30 Flugzeuge für<br />

ihn angeschafft. Bis zu fünf BAe<br />

146 zugleich hat er in der Unternehmensflotte<br />

erlebt.<br />

BAe 146 statt ATR 72<br />

Begonnen hatte Böhnke seine<br />

Karriere als Pilot 1982 noch vor der<br />

Neugründung. Die ist heute Teil<br />

der WDL-Gruppe, die auf das fliegerische<br />

Urgestein Theodor Wüllenkemper<br />

zurückgeht. Der Mülheimer<br />

Unternehmer war an der<br />

Ruhr bereits 1955 mit einer Tiger<br />

Moth in der kommerziellen Luftwerbung<br />

angetreten – aus dieser<br />

Zeit rührt auch das Kürzel WDL<br />

für „Westdeutsche Luftwerbung“<br />

her. Die betreibt die Firmengruppe<br />

an ihrem Standort in Essen/<br />

Mülheim noch heute in Verbindung<br />

mit Passagierflügen mit einem<br />

Prallluftschiff. Kurz nach der Gründung<br />

stand dort schon eine ganze<br />

Flotte Piper PA-18 für Werbeflüge<br />

bereit, später wurden auch Inselflüge<br />

angeboten. Das Unternehmen<br />

wuchs und wuchs, ehe Walter<br />

Böhnke dort anheuerte. Schnell<br />

stieg er in dem aufstrebenden Un-<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Blick hinter die „Kulissen“: Der<br />

C-Check bietet Gelegenheit,<br />

alle Systeme des Flugzeugs<br />

genau zu inspizieren.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

Interne Schulungen im Crew-<br />

Resource-Management gehören<br />

beim Wet-Lease ebenso<br />

dazu wie die interne Wartung.<br />

ternehmen am neuen Standort auf,<br />

zunächst vom Piloten zum Flugbetriebsleiter,<br />

nur drei Jahre nach<br />

seinem Dienstantritt schließlich<br />

zum Geschäftsführer. Seither lenkt<br />

er fast durchgehend die Geschicke<br />

der Firma.<br />

Die Anschaffung des ersten<br />

„Jumbolinos“ vor 18 Jahren ist auf<br />

sein Betreiben zurückzuführen und<br />

stellt für ihn einen Meilenstein im<br />

Erfolg des Wet-Lease-Anbieters<br />

dar. Zur Wahl stand 1991 entweder<br />

der Kauf einer gebrauchten ATR-<br />

72 oder eben einer BAe 146-100.<br />

Die bot zum gleichen Preis von<br />

damals 14 Millionen D-Mark gegenüber<br />

der französisch-italienischen<br />

Turboprop mehrere für<br />

Böhnke entscheidende Vorteile:<br />

Sie konnte mit den Kurzstart- und<br />

-landeeigenschaften der Turboprops<br />

mithalten, war aber deutlich schneller<br />

und leiser als diese. Außerdem<br />

gab es bei dem mit dem offiziellen<br />

Beinamen „Whisperjet“ versehenen<br />

Flugzeug fürs gleiche Geld 75<br />

Passagierplätze, die aber auf eine<br />

Maximalbestuhlung von 82 Sitzen<br />

ausbaufähig waren. Böhnke schlug<br />

zu und sicherte sich für den neuen<br />

Flieger auch gleich ein Callsign<br />

mit angehängtem Unternehmenskürzel:<br />

D-AWDL.<br />

Trumpfkarte „Flüsterjet“<br />

Bereits vier Monate später folgte<br />

ein weiterer „Jumbolino“, diesmal<br />

eine BAe 146-200. Zuvor gehörte<br />

die 90-sitzige Präsidentenmaschine<br />

dem indonesischen<br />

Diktator Suharto. Und erneut<br />

hatte Böhnke nicht nur beim Kauf<br />

ein glückliches Händchen, sondern<br />

auch beim Luftfahrt-Bundesamt:<br />

Die Neuerwerbung erhielt das mit<br />

dem Namenskürzel des Unternehmensgründers<br />

versehene Callsign<br />

D-AWUE. Für den jungen Geschäftsführer<br />

war das ein gutes Omen für<br />

den Flottenausbau und die weitere<br />

Geschäftsentwicklung. Ende<br />

der 1990er Jahre hatte die Lärmdiskussion<br />

längst auch die gewerbliche<br />

Fliegerei erreicht. Da kamen<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 85


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Schwermetall: Blick auf die Mechanik<br />

der linken Landeklappe mit ihrer<br />

massiven Antriebsspindel.<br />

„Großbaustelle“ C-Check: Das Flugzeug hängt<br />

aufgebockt an der externen Stromversorgung.<br />

Das Seitenleitwerk ist komplett eingerüstet, alle<br />

Systeme für die Wartung freigelegt. Etwa drei<br />

Wochen bleibt die BAe 146 dafür am Boden.<br />

die schnellen und leisen Jets mit<br />

420 Knoten Reisetempo und dreieinhalb<br />

Stunden Reichweite gerade<br />

recht, weil sich mit ihr auch<br />

problemlos City-Airports anfliegen<br />

ließen. „Die Nachfrage war damals<br />

riesig“, erinnert sich Böhnke heute,<br />

„nicht nur bei privaten Charterern,<br />

sondern auch bei den Zubringerverbindungen<br />

für die großen<br />

Airlines.“<br />

Von den damals 70 Beschäftigten<br />

der WDL-Aviation gehörten 35<br />

Mitarbeiter zum fliegenden Personal.<br />

Diese Zahl auf bis zu 50 aufzustocken,<br />

hielt Böhnke nachfragebedingt<br />

für problemlos tragfähig.<br />

Natürlich wären dann aber noch<br />

zwei weitere dieser Flugzeuge<br />

vonnöten gewesen, um die Nachfrage<br />

bedienen zu können. Fünf<br />

BAe 146 kamen stattdessen noch<br />

hinzu, die letzten beiden wurden<br />

indes nicht mehr eingesetzt.<br />

Erfolg im Nischenmarkt<br />

Damit markierten insgesamt<br />

fünf „Jumbolinos“ den Höchststand<br />

der aktiven Flotte dieses Musters<br />

im Köln/Bonner Flugzeugpark.<br />

Hinzu kamen in der Historie des<br />

Unternehmens noch zwei Learjets<br />

LR 55 und 16 Fokker F-27. Mit drei<br />

der Propellerflugzeuge flog die<br />

WDL-Aviation noch bis vor sechs<br />

Eindrucksvolles Format:<br />

eine der Treibstoffpumpen<br />

des BAe 146 „Jumbolino“.<br />

Jahren Transporte für diverse<br />

Frachtunternehmen. Während sich<br />

mit den kleinen Bombardiers der<br />

Jetset gut bedienen ließ – in der<br />

Kundenliste der WDL-Aviation<br />

finden sich so schillernde Namen<br />

wie Naomi Campbell oder Pelé –,<br />

bot der „Jumbolino“ für größere<br />

Passagierzahlen gegenüber den<br />

ATR-Flugzeugen handfeste wirtschaftliche<br />

Vorteile.<br />

Die letzten beiden Maschinen<br />

dieses Typs, die Böhnke angeschafft<br />

hat, waren BAe 146-300. Deren<br />

Maximalbestuhlung wollte er jedoch<br />

nicht ausschöpfen, weil das die<br />

Vorteile den ATR gegenüber relativiert<br />

hätte: „Man muss je begonnene<br />

50 Passagierplätze einen<br />

Flugbegleiter bereithalten“, erklärt<br />

der ATPL-Inhaber, „da ist ein Limit<br />

von 72 oder 74 Fluggästen natürlich<br />

ebenso unökonomisch wie<br />

jeder Sitz über den hundertsten<br />

hinaus, weil dann eben sofort ein<br />

dritter Flugbegleiter fällig wird.“<br />

Bis zu 100 Sitze haben sich in seinen<br />

Augen als das Optimum in der<br />

Nische des Wet-Lease erwiesen,<br />

einem Geschäftsfeld, in dem sich<br />

nur wenige Unternehmen behaupten<br />

können. Im Osten Nordrhein-<br />

Westfalens etwa gibt es noch die<br />

Avanti Air, die mit zwei Fokker 100<br />

das gleiche Business-Aviation-<br />

Segment bedient. Der bundesweit<br />

Frei schwebend: Für den<br />

C-Check ist die BAe 146<br />

komplett aufgebockt.<br />

größte Anbieter war sicher die<br />

Fluggesellschaft Germania, die im<br />

Wet-Lease ebenfalls auf dieses bis<br />

1997 gebaute Muster setzte.<br />

Favorit für Kurzstrecken<br />

Die Fokker 100 war aufgrund<br />

der Auflösung eines Großteils der<br />

US-Airways-Flotte in den 1990er<br />

Jahren gebraucht sehr gut verfügbar.<br />

Allerdings waren von ihr etwa<br />

100 Exemplare weniger gebaut<br />

worden als von der bis 2003 gefertigten<br />

BAe 146. Die lief von 1993<br />

an in einer zweiten Serie unter der<br />

Bezeichnung Avro Regional Jet<br />

vom Band. Das niederländische<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Besprechen schon mal<br />

die neue Einsatzplanung<br />

ihrer „Jumbolino“-Flotte:<br />

Achim Theissen (links)<br />

und Chef Walter Böhnke.<br />

Muster hat zwar eine spürbar<br />

größere Reichweite als der<br />

„Jumbolino“, der benötigt dafür<br />

aber nur deutlich kürzere<br />

Rollstrecken. Ein Vorteil, der<br />

die BAe 146 gerade in Verbindung<br />

mit ihren leisen Triebwerken<br />

auch gegenüber anderen<br />

Jets für den Intercity-Verkehr<br />

prädestiniert.<br />

So ist sich Böhnke sicher,<br />

dass sein Lieblingsmuster maßgeblichen<br />

Anteil am Geschäftserfolg<br />

der WDL-Aviation hat,<br />

auch weil dessen besondere<br />

Eigenschaften und das äußere<br />

Erscheinungsbild bei den Kunden<br />

Eindruck hinterlassen. Denn<br />

auch jedem Laien ist auf den<br />

ersten Blick sofort klar: Fällt<br />

mal ein Triebwerk aus, ist bei<br />

dieser Maschine eben nur ein<br />

Viertel und nicht gleich die<br />

Hälfte der Schubkraft weg. Hohe<br />

Sicherheit und Komfort in<br />

Verbindung mit der guten Operabilität<br />

für den Regionalverkehr<br />

auch zu kleineren Plätzen haben<br />

eine Menge Kunden auf Böhnkes<br />

Angebot setzen lassen, nicht<br />

nur bei Airlines.<br />

Die drei bundesweit letzten<br />

BAe 146 hat er heute regelmäßig<br />

für Air France/Hop! und<br />

Brussels Airlines im Einsatz.<br />

Auch im Airbus-Werksverkehr<br />

Fotos: Frank Martini


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Eine von aktuell drei BAe 146<br />

der WDL-Flotte beim Abflug über dem<br />

Tower des Köln/Bonner Airports.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

„Knock down“ auch in der Kabine: Alle<br />

Verkleidungen einschließlich der Bodenpaneele<br />

werden zur Kontrolle demontiert.<br />

zwischen Hamburg, Bristol und<br />

Toulouse sind seine Kunden in den<br />

„Jumbolinos“ geflogen – ebenso<br />

wie das Personal deutscher Premium-Autobauer<br />

oder Teile der<br />

europäischen Fußballelite. Borussia<br />

Dortmund und Schalke, Arsenal<br />

London und die U21 des Deutschen<br />

Fußballbundes, sie alle haben die<br />

BAe 146 der WDL-Aviation schon<br />

gebucht.<br />

Um im Geschäftsfeld „Aircraft,<br />

Crew, Maintenance and Insurance“<br />

(ACMI) – wie die für den Kunden<br />

Rundum-Sorglos-Dienstleistung<br />

Wet-Lease korrekt heißt – wirtschaftlich<br />

bestehen zu können,<br />

wird in den Unternehmen auch die<br />

Instandhaltung selbst betrieben.<br />

So verfügt auch die WDL-Aviation<br />

in Hangar 6 des Flughafens Köln<br />

Bonn über eine eigene nach EASA<br />

Part-145 zugelassene Werft. Beim<br />

Besuch des <strong>aerokurier</strong>s rollt gerade<br />

eine Maschine zum Start nach<br />

Düsseldorf aus der Halle, um von<br />

dort am nächsten Morgen mit Passagieren<br />

abzuheben. Auch bei ihr<br />

fällt – wie beim „Jumbo“ – sofort<br />

der „Elefantenbuckel“ in der Silhouette<br />

auf, der sich an den Flächenwurzeln<br />

des freitragenden<br />

Schulterdeckers erhebt. Ein weiterer<br />

WDL-“Jumbolino“ ist bereits<br />

unterwegs, der dritte steht gerade<br />

zum C-Check in der Halle und bietet<br />

somit tiefe Einblicke in die<br />

Struktur dieses interessanten Flugzeugs.<br />

Sämtliche Sitze und ein<br />

Alles muss raus: Die komplette Bestuhlung<br />

der WDL-Maschine ist zur Wartung neben<br />

dem Flugzeug aufgereiht.<br />

Großteil der Verkleidungen sind<br />

ausgebaut, gigantische Stützen<br />

unter Flächen und Rumpf halten<br />

die Maschine über dem Boden. Das<br />

Leitwerk ist komplett eingerüstet,<br />

demontierte Verkleidungen gewähren<br />

Einblick in die Antriebsstrukturen<br />

der Klappen, auch die<br />

Triebwerke sind teilweise freigelegt.<br />

Überall liegen Teile und Aggregate<br />

auf Werkstattwagen.<br />

Lohnender Einsatz<br />

Trotz des enormen Aufwands,<br />

den ein solcher Major Check mit<br />

sich bringt, geht es erstaunlich<br />

ruhig und beschaulich in der Halle<br />

zu – überall sind die Mitarbeiter<br />

in ihre jeweiligen Baustellen vertieft.<br />

Eine junge Dame ist mit der<br />

Aufarbeitung der Lederpolster<br />

beschäftigt, ihr Kollege checkt die<br />

Klapptische in den Rückenlehnen.<br />

Dabei wird nicht einmal allein die<br />

Liste aller vorgeschriebenen Punkte<br />

in den Wartungshandbüchern<br />

abgearbeitet. Arbeiten, die noch<br />

Zeit hätten, werden bei solchen<br />

Gelegenheiten vorgezogen, um<br />

das Flugzeug nach einer solchen<br />

Inspektion nicht bald erneut aus<br />

dem Flugbetrieb nehmen zu müssen.<br />

Dem bloßen Augenschein nach<br />

dürfte das kaum drohen – im Gegenteil.<br />

Denn nach dem rein äußeren<br />

Zustand der Bauteile und<br />

Systeme, die sich in dieser Zerlegungsstufe<br />

genauer betrachten<br />

lassen, macht alles an dem Flugzeug<br />

einen extrem gepflegten Eindruck.<br />

Man sieht dem „Jumbolino“ förmlich<br />

an, dass nicht nur der Chef<br />

ihn besonders mag. Und weil gut<br />

gewartete und gepflegte Maschinen<br />

ein hohes Einsatzalter erreichen,<br />

dürften die letzten drei<br />

„Jumbolinos“ Deutschlands noch<br />

eine Weile vom Flughafen Köln<br />

Bonn aus in die Luft gehen. ae<br />

<br />

Frank Martini<br />

88 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

89


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neu 06/2015, Avionik: IFR 2x VHF-<br />

S/E 1 King 155/VHF-NAV, King KX<br />

155/Marker/ADF KR 87, Encoder/<br />

Alt 5032P2-P37, TXP Trig TT 31<br />

Transponder Mod S FLID, DME<br />

King KN 62 A-01, GPS Stauff Sy6<br />

stec Flymap L VFR, Autopilot 4AP<br />

Kap 150, PowerFlarm aufgeschal6<br />

tet auf GPS Flymap, ELT Kannad<br />

406AF Comp., sehr gepfl. Zustand,<br />

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und 100 h-Kontr.<br />

Nov. 2016 / 746 h seit Grundüberholung<br />

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Mooney M20R Ovation II,<br />

Standort LSZR (St. Gallen), Bj.<br />

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Rockwell Commander 114, Standort<br />

LSPN, Bj. 1976, 4 Sitzpl., Preis<br />

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Rockwell Commander 114/1976.<br />

Full IFR, in Top-Zustand, immer<br />

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(Avidiyne TAS 660), Sandel EHSI,<br />

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Piper Turbo Arrow III, Standort<br />

EDEG, Bj. 1977, TT 2970 Std., 4<br />

Sitzpl., 88.000,– € VB. voll IFR,<br />

total time only 2970 h, Mot. u.<br />

Prop. 170 h, 4-place Intercom, 2<br />

x GPS, Garmin GNS 530,<br />

KX155A m. GS, 2 x HSI 1 x King<br />

KCS-55A (slaved elektr. an<br />

GNS530), 1 x NSD 360 (slaved<br />

pneum. an KX155A), GTX 330 ,<br />

S-TEC 60-2 autopilot m. altitute<br />

hold, pre sel. a. VS; digital fuel<br />

flow indicator, WX500 Stormscope;<br />

Radar Altim. TRA 3000,<br />

KN62A DME, KR-87 ADF, ELT<br />

Kannad 406AF, sehr schnell d.<br />

Speedmods s. guter Zust.<br />

Tel. 0151/15625872,<br />

be-schubert@t-online.de<br />

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Robin / APEX HR200 / 120B,<br />

Standort EDGM Süddeutschland,<br />

Bj. 1993, TT 1110 Std., 2 Sitzpl.,<br />

48.000,– €. TBO 2.400, Motor<br />

O-235: GNS 430 (COM 8,33 kHz,<br />

NAV, GPS), KX 155, TXP TT31<br />

Mode S, ELT, Intercom, 2 Besitzer,<br />

nie in Schulung oder Charter ein8<br />

gesetzt, immer hangariert, von<br />

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Broussard MH1521 1/5 share D-<br />

FMCA, Standort EDFM Mannheim,<br />

Bj. 1959, TT 4400 Std., 6 Sitzpl.,<br />

9900,– € VB. Tel. +49-172-7194823<br />

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Cirrus SR20, Standort EDRZ, Bj.<br />

20<strong>02</strong>, TT 740 Std., 4 Sitzpl.,<br />

115.000,– € VB. Prop. 3 Bl., Lederausst.,<br />

GNS 430, GNS 420,<br />

MFD ersetzt durch Garmin 395,<br />

Jahresnachprüfung 3/<strong>2017</strong>, ständig<br />

hangariert, sehr guter Zustand.<br />

Tel. 0681/5848832<br />

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Commander Aircraft 114 Turbo<br />

Normalized, Standort LSZG (Grenchen<br />

CH), Bj. 1978, TT 2500 Std.,<br />

4 Sitzpl., 185.000,– €. IFR Zulassung,<br />

max. FL240, Dual Garmin<br />

430 W, Turbo Normalizer.<br />

markus.staub@bluewin.ch<br />

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Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

LIDB, Bj. 1957, TT 3853 Std.,<br />

2 Sitzpl., 75.000,– €. Wunderschönes<br />

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Segelflg Hornberg, Bj. 1967,<br />

TT 1461 Std., 1 Sitzpl. Gü 2009<br />

Std seit GÜ 79:15 Motor Rectimo4AR1200<br />

Werknr.131Std.gesamt422<br />

Propeller MT133L70-1B<br />

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833 Kollisionswarngerät Red<br />

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Jodel D 1190 S Student, Standort<br />

LOLG, Bj. 1966, TT 1955 Std.,<br />

2 Sitzpl., 22.000,– € VB. Motor:<br />

Rolls Royce (Conti) C90-14F 95<br />

PS, max. Reisegeschw. 100 kt<br />

TAS, Reichweite 1100 km, Verbrauch<br />

19-22 Lt/h, Grundüberholung<br />

1997 (Bespannung in<br />

Ceconite 101), stets hangariert,<br />

ausgezeichneter Gesamtzustand.<br />

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Yak 50, Standort 66954 Pirmasens,<br />

Bj. 1978, TT 273 Std., 1 Sitzpl.<br />

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Fuselage: TT 273 h TSO 161 h,<br />

Engine: TSO 138 h, Prop: MTV-K-<br />

C/CL/250-27 (3 blade) s/n 160192<br />

TT since new: 3 h, Reg.Nr. F-AZYM<br />

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volker.erndt@freenet.de<br />

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Sportavia Pützer RS180, Standort<br />

EDLE, Bj. 1981, TT 3261 Std.,<br />

Preis VS. Motor O360, noch 730<br />

h, King Nav/Com, hangariert.<br />

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Glastar, Standort EDBA, Bj. 2003,<br />

TT 600 Std., 2 Sitzpl., 69.000,– €.<br />

Motor O-320 150 PS, Propeller<br />

MTV-12, Lärmschutzzeugnis, immer<br />

hangariert, JNP 12/17.<br />

Tel. 0160/8224565, Steffen.Bienek@<br />

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EDMJ, Bj. 1968, TT 3688 Std., 3<br />

Sitzpl., Preis VS, alle LTAs, Motor<br />

ca. 540 h, JNP 06/17, 2 COM, 1<br />

NAV, Mode S, ELT, werftgewartet,<br />

gegen Gebot. Tel. 0173/4589692<br />

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Bj. 1977, TT 4000 Std.,<br />

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1977. Nicht-funktionales Flugzeuge<br />

befindet sich am Flughafen<br />

in Augsburg, wohin es vor einigen<br />

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von der Firma Augsburg Air Service<br />

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demontiert, Flugzeug-Dokumentation<br />

ist unvollständig. Kontakt:<br />

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Ostrava, Tschechien, E-Mail: tetera@<br />

tiscali.cz<br />

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Helikopter<br />

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Ausgabe 4/17.....01.03.<strong>2017</strong><br />

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BANJO, Standort Schülldorf S/H,<br />

Bj. 2007, TT 238 Std., 1 Sitzpl.,<br />

8000,– €. UL-Segelflugzeug mit<br />

gebremstem Anhänger. Beides im<br />

1a Zustand. Rettungsgerät Ma.<br />

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Schwerpunktkupplung. An.<br />

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sung. Versicherung 100,00 € p.A.<br />

Tel. 04331/92419<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676865<br />

DG-400 Eigenstarter, Standort<br />

EDRX, Bj. 1987, TT 3495 Std., 1<br />

Sitzpl., 52.000,– €. Super Angebot<br />

inkl. Transponder und Cobra-<br />

Anhänger. Tel. 0151-75006757,<br />

armin.sutter@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672011<br />

Rolladen-Schneider, Bj. 2000, TT<br />

684 Std., 1 Sitzpl., 130.000,– €.<br />

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TüK 16.06.2016, 47:31h MotorLZ,<br />

Anschau Hänger. Tel. 0511/5478795<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672109<br />

94 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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nicht unbedingt notwendig. Fachmännisch<br />

reparierter Bruch kein<br />

Problem. Tel. 0170/7348153<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677389<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675633<br />

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Band 2. u.efr@arcor.de oder Tel.<br />

0172/4490777<br />

Cessna 182 gesucht. Suche<br />

Cessna 182, gerne auch N-registriert.<br />

Tel. 07046/93<strong>02</strong>36, johannes.<br />

wendnagel@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673081<br />

Cessna T303 Crusader IFR, ab<br />

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info@d-ibis.de., www.d-ibis.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676291<br />

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gepflegte 210 (205) mit festem<br />

Fahrwerk VFR-NVFR-CVFR-ILS-<br />

GPS-Kollisionswarner. 6-sitzig,<br />

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5,5 hrs non stop. Auch als Ab1<br />

setzmaschine zugelassen. Wei1<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672326<br />

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25.<strong>02</strong>.<strong>2017</strong> CandleLightNight der<br />

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03.06.<strong>2017</strong> Pilots meets Weißwur2<br />

st, 07.07.<strong>2017</strong> Londontour. Infos:<br />

www.INflight-charter.de<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680360<br />

Cirrus SR22T ab EDJA, Cirrus<br />

SR22T Bj. 2010, N-reg, Full IFR,<br />

Fiki, an erfahrene Piloten zu verchartern.<br />

Tel. 0171/4101671<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675019<br />

DA40 TDI G1000 IFR ab EDAZ<br />

(Schönhagen), 209,- € Nass inkl.<br />

MwSt., Garmin G1000 PFD/<br />

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0179/7611875, paolo@marcolini.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672293<br />

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mit Sicherheitspilot zu vermieten.<br />

Standort des Flugzeuges ist EDSB.<br />

Auf Wunsch kann es auf jeden anderen<br />

Flugplatz gebracht werden.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677303<br />

Cirrus SR20 G3 IFR<br />

ab Schönhagen EDAZ<br />

Preis auf Anfrage<br />

www.schwertfeger-flugzeugcharter.de<br />

Tel. 030/411 90 420 o. 0172/86 27 541<br />

Chiffre<br />

-Markt<br />

Zuschriften<br />

auf Chiffreanzeigen<br />

richten Sie bitte an:<br />

Motor Presse Stuttgart<br />

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<strong>aerokurier</strong>markt,<br />

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info@skybavaria.de,<br />

www.skybavaria.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680371<br />

Mooney 201 Charter - 239 Euro<br />

nass. EDAZ, VFR/IFR Reiseflugzeug<br />

mit Enteisung!! 150 TAS bei<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680067<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

95


-Markt<br />

Chartergesuche<br />

Cirrus SR20/22 zu chartern gesucht.<br />

CPL/IFR (A) Pilot mit 400TT<br />

sucht eine Cirrus SR20/22 im<br />

Raum EDTD, EDTS, EDTM, EDDS<br />

für ca. 20-30h/Jahr zu chartern.<br />

E-Mail: f.mauersb@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678536<br />

Haltergemeinschaften<br />

Haltergemeinschaft Cirrus SR<br />

22T. Suche 1 bis 2 Piloten für eine<br />

zu gründende Haltergemeinschaft<br />

an einer Cirrus SR 22T.<br />

Raum EDME oder EDML. Gerne<br />

auch Einstieg in eine bestehende<br />

Haltergemeinschaft oder Charter.<br />

Tel. 0170/1864640,<br />

jp-blauwal@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673419<br />

PA46 Malibu Mirage, Biete Beteiligung/Haltergemeinschaft<br />

an Piper<br />

Malibu Mirage BJ. 1986. Standort<br />

EDSB. 0151/53209950<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678570<br />

Seneca III 220T Haltergemeinschaft.<br />

Biete HG an D-reg. Seneca<br />

III, Bj. 83, sehr gut erhalten,<br />

full IFR, neue Motoren, longrange<br />

Tanks, nur privat geflogen, nie<br />

Schulung, Raum München.<br />

Tel. 0177-7115555,<br />

www.flyseneca.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674480<br />

1/2 Mooney EDMA, M20E, N-<br />

Reg., EDMA (inkl. Hangar), IFR,<br />

S-TEC30, EDM700, GTX330,<br />

Trimble2000, KX155/KI204CDI,<br />

KY197A, Narco 122, Stormscope<br />

- kostengünstiges, schnel1<br />

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denissenmail@yahoo.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672954<br />

Suche Haltergemeinschaft oder<br />

Partner für Kauf und Betrieb Flugzeug<br />

der E-Klasse, z.B. Piper PA28<br />

Arrow o.ä., stationiert bis 50 km um<br />

Ulm. hgechoulm@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 68<strong>02</strong><strong>02</strong><br />

Avionik<br />

Jeden Monat neu am Kiosk!<br />

1/2 Anteil an Cirrus SR20 zu<br />

verkaufen, geplanter Standort<br />

Raum Dresden/Leipzig/Bautzen.<br />

Maschine soll in 2016 angeschaft<br />

werden. Anteil EUR 50.000,-<br />

(auch in Raten) Weitere Infos<br />

unter Tel. 0170/4885228, info@<br />

modernphone.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673614<br />

Haltergemeinschaft "Rentnerjet".<br />

1-2 Partner gesucht zur<br />

Gründung einer Haltergemeinschaft<br />

für einen Piccolo (K-<br />

Klasse oder UL), Raum Freiburg<br />

im Breisgau. clfam@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677005<br />

Haltergemeinschaft Raum Köln-<br />

Bonn. Suche gute funktionierende<br />

Haltergemeinschaft für Motorflugzeug<br />

oder Touring Motorsegler bis<br />

ca. 15.000,- Euro Anteilsshare im<br />

Raum Köln-Bonn. bernd.pilot@<br />

gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675640<br />

Suche für Haltergemeinschaft<br />

am Standort Neubrandenburg<br />

EDBN 1 bis 2 Miteigentümer für<br />

eine sehr gepflegte TB20, Bj. 1982,<br />

TT 2140 Std., Major Inspektion<br />

2013, Lufttüchtigkeit neu 10/2016,<br />

Triebwerk Lycoming 250 HP over1<br />

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Prop, Power Flarm und Flymap,<br />

IFR ausgerüstet, sehr gepflegter<br />

Zustand, ich bin der zweite Besit1<br />

zer seit 2000. Mehr Infos unter: Tel.<br />

0172/8721444, karl.witt@icloud.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676<strong>02</strong>7<br />

1/4 Anteil an IFR TB20 in Bonn-<br />

Hangelar, Socata TB 20 Trinidad,<br />

F-Reg, Baujahr 1987, Lycoming<br />

IO-540-C4C5D, TSOH 550h Hartzell<br />

Prop, TSOH 180h Full IFR/Autopilot/WAAS/Traffic<br />

Warning/Fuel<br />

Totalizer, Hangar, sehr guter Zustand,<br />

sehr hohe Zuladung, langjährige<br />

und gut funktionierende<br />

Haltergemeinschaft, 1/4 Anteil =<br />

€ 28.500,-. tb20@online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674291<br />

HG Piper Seneca III o.ä. Tel.<br />

01520/5666664, mfgmdt@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676310<br />

Jodel D 140 Mousquetaire III, 1/5<br />

Teil Haltergemeinschaft Jodel D<br />

140 in Mainz Finthen, VB 13.000,-.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680554<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678749<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671577<br />

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96 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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gut erhalten, Bj. 2005, VB 1250,- €.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673910<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673429<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678678<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678170<br />

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Faible für Reisen und Kultur<br />

sucht sportlichen und dynamischen<br />

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Bestenfalls sattelfest und<br />

mit Spanischkenntnissen für<br />

Abenteuer bei den Gauchos. Mail<br />

an matchmypersonality@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674276<br />

Privatpilot in Berlin, 59 Jahre,<br />

guterhalten, präsentabel und<br />

agil, interessiert an der Welt und<br />

am Entdecken neuer Flugziele.<br />

Welche "Sie" mag mitfliegen und<br />

miterleben? Interessiert? Dann<br />

maile an Matthias unter<br />

Hargmatt2@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673693<br />

Copilotin gesucht, Berufs-/u.<br />

Hobbypilot, 48, m. eig. flottem<br />

Flieger sucht junggebliebene, flugbegeisterte<br />

Sie für gemeinsame<br />

Flüge durch das Leben u gerne<br />

auch ins Glück... BmB ich schicke<br />

dann ein Bild von meinem Flugzeug!<br />

NRW, wolkenreiter@ok.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678553<br />

Fliegerbraut. Flugbegeisterte PPL<br />

Inhaberin (48) in gutem Wartungs-<br />

und Pflegezustand, stets<br />

hangariert sucht männliches<br />

Pendant für gemeinsame Unternehmungen,<br />

Reisen und vielleicht<br />

auch mehr. Gerne im norddeutschen<br />

Raum, ist aber kein<br />

Muss. pilotin@ich.ms<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674849<br />

Reise/<br />

Veranstaltungen<br />

Namibia - Swakopmund! Privatpilot<br />

für Rundflüge, Fotoflüge, Safaris<br />

mit eigener Cessna 182 oder<br />

Pkw. Keine Charter, nicht gewerblich.<br />

info@clouddancer-namibia.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674448<br />

Immobilien<br />

Flughafen Heringsdorf<br />

(Usedom). Neue Ferienwohnungen<br />

ab 84-105 m², Preise ab<br />

226.000,- €, 5 km bis zum Golfplatz,<br />

10 km bis zum Strand.<br />

domicilia-buchung@gmx.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675825<br />

Hallenplatz in Verden zu mieten.<br />

Sympathische Flieger zwischen<br />

Bremen und Hannover haben auf<br />

dem Verkehrslandeplatz Verden-<br />

Scharnhorst (EDWV) 2 Hallenplätze<br />

für UL oder E-Klasse frei. Ab 129,-<br />

Euro monatlich. Aktives Vereinsleben<br />

m. ausgewogener Altersstruktur<br />

von 14 bis 79 Jahren und<br />

Clubheim inklusive. Nähere Informationen<br />

bei Vorstandsmitglied<br />

Maren Dellinger, 0176/42038900,<br />

vorstand@flugplatz-verden.de<br />

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Hodenhagen (EDVH) zu verkaufen.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 674324<br />

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m², Grundstück 656 m², Garage,<br />

Geräteschuppen, Gartenteich, im<br />

Sondergebiet Flugplatz Hodenhagen,<br />

zu verkaufen. Tel. 0163/77<strong>02</strong>918<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678085<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

97


JOBBÖRSE<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

Flugleiter / BfL. Langjähriger<br />

Flugleiter, 62, AZF, Erfahrungen<br />

mit RMZ und Betriebsführung<br />

eines VLP, sucht 2 bis 3-Jahresvertrag,<br />

befristet, ggf. längerfristige<br />

Urlaubs- und Krankheitsvertretung.<br />

me.atc@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676057<br />

Kreativer Kopf, (48) sucht Herausforderung<br />

in der Luftfahrt.<br />

Selbstständigkeit, Flexibilität, Empathie,<br />

Motivation und meine<br />

Profession Industriedesign zeichnen<br />

mich aus. Meine Leidenschaft<br />

zur Luftfahrt gibt es seit<br />

frühster Jugend (Segelflug, Fallschirmspringen).<br />

Wünschenswert<br />

wäre eine Tätigkeit im Produktmanagement,<br />

als Luftbildfotograf<br />

oder auch im Bereich<br />

Maintenance. Feedback bitte an<br />

creative7forheaven@mail.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680354<br />

Sammlungsauflösung: Verkaufe:<br />

35 Baupläne, meist mit Lizenzen,<br />

von Selbstbau-Flugzeugen, Holz-<br />

Gemischtbau- u. GFK/CFK-Bauw.,<br />

weltweite Typen! Sowie viele Typenblätter,<br />

haupts. Amateurbau u.<br />

leichte Flugzeuge mit Historie. Beschreib.,<br />

Fotos, Drucksach. usw.<br />

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in Donzdorf frei. Der Sonderlandeplatz<br />

Donzdorf-Messelberg<br />

(EDPM) liegt in herrlicher Lage an<br />

der Albkante auf 2272 ft MSL,<br />

bietet eine 600 x 10 m Asphaltpiste<br />

sowie eine gemütliche Fliegerkneipe.<br />

Näheres bei Dennis<br />

Sanner, 1. Vorsitzender unter<br />

0171/6952260 oder vorstand@<br />

fliegergruppe-donzdorf.de<br />

www.fliegergruppe-donzdorf.de<br />

F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676204<br />

Quereinstieg in die Luftfahrtbranche.<br />

Motivierter und dynamischer<br />

Unternehmensberater (28 J.)<br />

mit PPL-A, GPL und UL-Schein<br />

sucht Quereinstieg in die Luftfahrtbranche.<br />

Bringe Erfahrung im Vertrieb,<br />

als Projektleiter und Werkstattleitererfahrung<br />

(Luftsportverein)<br />

mit. Bin auf der Suche nach<br />

einer Herausforderung, in der ich<br />

meine Begeisterung für die Luftfahrt<br />

voll und ganz ausleben kann.<br />

Flexibilität, Zuverlässigkeit und<br />

Selbstständigkeit in hohem Maße<br />

vorhanden. Wünschenswert wäre<br />

eine Tätigkeit im Vertrieb, Produktmanagement,<br />

Marketing o. ä.<br />

jobs4aviator@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673367<br />

Pilot auf Pilatus PC12NG (EASA/<br />

FAA) sucht Einsatzmöglichkeit,<br />

gerne weltweit.Tel. 0151-58532232<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677119<br />

Neubezüge Flugzeugsitze / Interior,<br />

Neubezug von Sitzen in Kunstleder,<br />

Leder und edlen Stoffen<br />

(FAR/CS 25.953 Prüfnachweis/<br />

Änderung durch Standard Change<br />

möglich!) ab 850,- €. 0178/1651905<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677675<br />

Fluglager <strong>2017</strong> - freie Plätze!<br />

Unser Fluggelände liegt in Unterfranken<br />

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Thüringer Wald ideale Voraussetzungen<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677017<br />

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Mitflieger mit Abenteuerlust<br />

für Deutschlandrundflug.<br />

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Kapitän 560XLS+ > 8600 Stunden<br />

gesamt, davon > 1000<br />

Stunden on Type. CE 525CJ Rating<br />

ebenfalls vorhanden mit ca.<br />

1200 Stunden Erfahrung on<br />

Type. Meine Berufserfahrung<br />

sind 26 Jahre in der Branche u.<br />

a. auch auf D-A...Flugzeugen.<br />

Chiffre 3624796<br />

Verschiedenes<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675712<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675259<br />

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Email: p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 679828<br />

Kapitän Citation Jet C525, EASA-<br />

ATPL, 8000 Stunden Jet mit Werkverkehr-,<br />

Businesscharter- und Linienerfahrung<br />

B737. Biete sichere<br />

und professionelle Flüge. Als Freelancer<br />

oder in Festanstellung sofort<br />

verfügbar (auch single hand). Tel.<br />

0177/3<strong>02</strong>0444, jetflieger@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678541<br />

FLUGLEHRER/IN GESUCHT<br />

Wo: Flugplatz Augsburg (München)<br />

Für unsere Flugausbildung suchen wir ab sofort nette(n) Fluglehrer/in für den<br />

Flugplatz Augsburg. Die Stelle ist freelance oder TZ (bei Übernahme zusätzlicher<br />

Aufgaben auch VZ möglich). Mindestqualifikation ist eine FI(A) / FI(A) rp mit der<br />

Ausbildungsberechtigung für PPL(A). Weitere Berechtigungen können an unserer<br />

Flugschule erworben werden. Bewerbungen an: info@mfa.aero<br />

MFA Munich Flight Academy – www.mfa.aero – Tel: 0821/7472460<br />

Segelflugzeug Hebekran. Biete<br />

Schwenkkran für seitliche Montage<br />

an einen Hallenträger. Konstruiert<br />

für eine DG800C (ca. 350<br />

kg), kann jeder Einsitzer gehoben<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675784<br />

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700.-.Tel. 0173 656 8655<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678561<br />

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98 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 673589<br />

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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

99


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Kompaktkurse Theorie: PPL + UL 10.03. – 20.03.17, 19.05. – 29.05.17 • BZF-Kurs: 24.03. – 26.03.17<br />

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88459 Tannheim-Flugplatz • www.flugplatz-tannheim.de • e-mail: info@edmt.de<br />

Flugplatz Burg Feuerstein • 91320 Ebermannstadt<br />

Tel. 09194 – 79 75 75 • E-Mail: info@edqe.de<br />

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14959 Schönhagen<br />

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Fax: 00 49 (0) 40/3 78 45 -9 36 00, E-Mail: fachhandel@dpv.de<br />

100 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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• Fluglehrerlehrgang inkl. Prüfungen 06.<strong>02</strong>. - 12.03.<strong>2017</strong><br />

• FI-Fortbildung 18.-19.<strong>02</strong>.<strong>2017</strong> • Nahunt. CB-IR/EIR 25.-26.<strong>02</strong>.<strong>2017</strong><br />

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Mobil:0171/9542846<br />

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Fax: 0711/182-1<strong>02</strong>7<br />

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Ob PPL(A), IFR, CPL oder ATPL(A) - Jede Ausbildung wird für Sie persönlich geplant<br />

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✈ Zielstrebige, durchgängige Ausbildung aus einer Hand bis zum ATPL<br />

✈ Screeningvorbereitungen für alle Airlines<br />

✈ Lizenzerneuerungen ✈ Umschreibungen ausländischer Lizenzen<br />

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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong><br />

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Motor Presse Stuttgart<br />

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<strong>aerokurier</strong>markt,<br />

Chiffre-Nr. ...,<br />

70162 Stuttgart<br />

Eurofly Aviation GmbH<br />

Rosenheimer Straße 145 e-f<br />

81671 München<br />

Tel: +49 (0) 89-606 089 460<br />

info@eurofly-aviation.de<br />

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& Robinson 44<br />

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Lösungen von Seite 69<br />

„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />

Die Flugschule für<br />

Hubschrauberführer<br />

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ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />

TRI(H), NFQ(H)<br />

Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />

Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO105,<br />

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Autorisierter ROBINSON-Händler<br />

Kontaktieren Sie uns unter schulung@airlloyd.de oder<br />

AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />

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Flugplatz Halle-Oppin<br />

53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />

Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)34604/309-14<br />

Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)34604/309-15<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

Frage 1: d)<br />

Der Luftfrachtführer.<br />

Frage 2: c)<br />

Luftfrachtführer.<br />

Frage 3: c)<br />

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im Luftfahrzeug befördert werden.<br />

1<strong>02</strong> <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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Zollstraße 46, 56349 Kaub,<br />

Ansprechpartner: Sabine Theis,<br />

Tel. +49 6772 2437,<br />

E-Mail: frauen@lsvrp.de,<br />

www.hexentreffen<strong>2017</strong>.de<br />

OO<br />

18. Februar<br />

Sprechfunk-Refresher AZF,<br />

Egelsbach<br />

AOPA-Germany, Außerhalb 27,<br />

63329 Egelsbach-Flugplatz,<br />

Anmeldeschluss: 18. Januar,<br />

www.aopa.de/ueber-uns/termine<br />

✘✘<br />

5. - 8. April<br />

AERO, Friedrichshafen<br />

Messe Friedrichshafen, Neue<br />

Messe 1, 88046 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 708404,<br />

E-Mail: info@messe-fn.de,<br />

www.aero-expo.com<br />

OO<br />

25. - 28. April<br />

AOPA-Flugsicherheitstraining,<br />

Fritzlar<br />

Heeresflugplatz, 34560 Fritzlar,<br />

Veranstalter: AOPA-Germany,<br />

Anmeldeschluss: 8. April,<br />

www.aopa.de/ueber-uns/termine<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Tag der offenen Tür, Flugplatz<br />

Bohmte-Bad Essen<br />

LSV Wittlage e. V., Am Flugplatz 3,<br />

49163 Bohmte, Ansprechpartner:<br />

Friedrich Lüke, Tel. +49 5472 1300,<br />

E-Mail: info@friedrich-lueke.de,<br />

www.lsv-wittlage.de<br />

OO<br />

1. Mai<br />

UL-Fly-in, Jesenwang<br />

Am Flugplatz, 82287 Jesenwang,<br />

Tel. +49 8146-95003<br />

www.proluftfahrt-jesenwang.de<br />

OO<br />

20. - 21. Mai<br />

Flugtage, Gera-Leumnitz<br />

Ronneburger Str. 74, 07546 Gera,<br />

www.grossflugtage.com/<br />

flugtage-gera<br />

OO<br />

12. - 13. Mai<br />

Lehrgang Sea Survival, Elsfleth<br />

Maritimes Kompetenzzentrum<br />

Elsfleth, An der Weinkaje 1, 26931<br />

Elsfleth, Veranstalter: AOPA-Germany,<br />

Anmeldeschluss: 12. April,<br />

www.aopa.de/ueber-uns/termine<br />

OO<br />

20. - 21. Mai<br />

Flugplatzfest, Schmoldow<br />

Sportfliegerclub Greifswald e.V.,<br />

Dorfstraße 8, 17506 Schmoldow,<br />

E-Mail: info@sfc-greifswald.de,<br />

www.sfc-greifswald.de<br />

✘✘<br />

22. - 24. Mai<br />

17. EBACE, Genf, Schweiz<br />

European Business Aviation Association,<br />

Avenue de Tervuren 13 a-b/<br />

Box 5, 1040 Brüssel, Belgien,<br />

Tel.: +32 2 7660070, E-Mail: infoeu@ebace.aero,<br />

www.ebace.aero<br />

OO<br />

25. Mai<br />

Schwäbisch Haller Fliegerfest<br />

Luftsportverband Schwäbisch Hall<br />

e.V., Flugplatz Weckrieden,<br />

74523 Schwäbisch Hall, E-Mail:<br />

info@lsv-sha.de, www.lsv-sha.de<br />

OO<br />

25. - 28. Mai<br />

Deutsche UL-Meisterschaft,<br />

Goch<br />

Am Segelflugplatz 11, 47574 Goch,<br />

Ansprechpartner: Michael Kania, E-<br />

Mail: kania.michael@tutanota.com,<br />

www.lsv-goch.de<br />

OO<br />

26. - 28. Mai<br />

Rallye zwischen den Meeren,<br />

St. Michaelisdonn<br />

Flugplatz Michaelisdonn, 25693<br />

St. Michaelisdonn, Veranstalter:<br />

Luftsportverband Schleswig-Holstein,<br />

E-Mail: info@luftsport-sh.de,<br />

www.luftsport-sh.de<br />

OO<br />

3. - 19. Juni<br />

16-Day Self-fly Safari,<br />

Südafrika<br />

De Zanden 103, 7395 PG Teuge,<br />

Niederlande, Ansprechpartner:<br />

Sjoerd Jan ter Welle,<br />

E-Mail: info@aeroplusaviation.com,<br />

http://www.aeroplusaviation.com<br />

OO<br />

9. - 11. Juni<br />

Flugplatzkerb, Gelnhausen<br />

Aero-Club Gelnhausen,<br />

Am Flugplatz 1, 63571 Gelnhausen,<br />

Tel.: +49 6051 92170, E-Mail:<br />

buero@aeroclub-gelnhausen.de,<br />

www.flugplatzkerb-gelnhausen.de<br />

✘✘<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de. Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für<br />

den Termin-Service an redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

OO<br />

19. - 25. Juni<br />

International Paris Air Show,<br />

Paris-Le Bourget, Frankreich<br />

www.siae.fr/en/<br />

OO<br />

30. Juni – 2. Juli<br />

Stearman & Friends,<br />

Paulinenaue<br />

Quax – Verein zur Förderung von<br />

historischem Luftfahrtgerät,<br />

Flugplatz Bienenfarm, Lindholzfarm<br />

1, 14641 Paulinenaue OT Selbe lang,<br />

E-Mail: info@quax-flieger.de, www.<br />

quax-flieger.de<br />

OO<br />

1. - 2. Juli<br />

Coburg Airshow<br />

Zur Brandensteinsebene,<br />

96450 Coburg,<br />

E-Mail: info@aeroclub-coburg.de,<br />

www.aeroclub-coburg.de/airshow<br />

OO<br />

2. Juli<br />

Flugtag, Flensburg<br />

Flugsportverein Flensburg e.V.,<br />

Lecker Chaussee 129, 24941<br />

Flensburg, Tel. +49 4612 9415,<br />

Ansprechpartner: Thomas Liebelt,<br />

E-Mail: joss-flensburg@foni.de,<br />

www.luftsportverein-flensburg.de<br />

OO<br />

7. - 9. Juli<br />

4. Internationales<br />

Cessna-Treffen, Schöngleina<br />

Am Flugplatz 1, 07646 Schöngleina,<br />

Tel. +49 36428 40669, E-Mail: info@<br />

flugplatz-jena.com, www.edbj.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />

(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />

Marzinzik Redaktion: Alexandros Mitropoulos Produktionsleitung:<br />

Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta Clever Grafische<br />

Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout: MOTORRAD-Grafik,<br />

Ralf Athen, Harald Hornig, Katrin Sdun Repro: MOTORRAD-<br />

Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine Pröschild<br />

(i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat: Iris Schaber<br />

Ständige freie Mitarbeiter: Jörg Adam, Bernd Fischer, Toni Ganzmann,<br />

Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini, Egon-Manfred<br />

Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />

Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814, E-<br />

Mail: rwittstamm@motorpresse.de Verantwortlich für den Anzeigenteil:<br />

Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1<strong>02</strong>7, E-Mail:<br />

jruprecht@motorpresse.de Vertrieb/Einzelverkauf: DPV Deutscher<br />

Pressevertrieb Herstellung: Rainer Jüttner<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />

Printed in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />

Motor-Presse International, Tel.: +49 711 182-01<br />

ABO-SERVICE, 70138 Stuttgart<br />

Telefon +49 711 320 688 99, Telefax +49 711 182-25 50<br />

E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

ANSCHRIFTEN: Verlag: Motor Presse Stuttg art GmbH & Co. KG,<br />

Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Postfach, 70162 Stuttgart, Telefon:<br />

+49 711 182-01, Fax: +49 711 182-1349 Ideeller Herausgeber:<br />

Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28, 38108<br />

Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />

Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />

ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />

Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, 12901 S.W. 64th Court, Miami,<br />

FL 33156, Tel.: 001 305-666-2055, E-Mail: ed.hirsch@iamgrp.<br />

com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />

Tel.: 001 786-223-1852, E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com<br />

Frankreich: Defense & Communication, Fabio Lancellotti, 48 Boulevard<br />

Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />

earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />

Via Reno 2c, I-00198 Rom, Tel.: +39 06 8554126, E-Mail:<br />

pommerschein@tin.it Polen: Wojciech Luczak, Agencja Lotnicza<br />

Altair, ul. Fabry czna 16-22/23, PL-00-446 Warschau, Tel.: +48 22<br />

6283073, E-Mail: wojciechluczak@wp.pl Tschechien: Ing. Zdenek<br />

Burian, Ke kurtum 379/11, CZ-14200 Prag 4, Tel.: +420 261<br />

911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />

BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />

€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />

72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />

der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

Mitgliederbezugspreises.<br />

Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2017</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnungen und Datenträger wird keine<br />

Haftung übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 103


[ PORTRÄT ]<br />

Botschafterin<br />

der Leidenschaft<br />

Das Interview führte<br />

Tashi Dolma Hinz<br />

Dominique, startest du jetzt<br />

als Berufspilotin durch?<br />

Zurzeit studiere ich Physik<br />

und mache in meiner Freizeit<br />

die Berufspilotenlizenz. Es ist<br />

schwer zu sagen, wohin die Zukunft<br />

führt, aber ich könnte mir durchaus<br />

vorstellen, später als Berufspilotin<br />

oder Fluglehrerin zu arbeiten.<br />

Wie bist du denn zum Fliegen<br />

gekommen?<br />

Nach den ersten größeren Erfolgen<br />

im Skisport riss ich mir bei einem Sturz<br />

das Kreuzband. Die Verletzung zog<br />

ernste Komplikationen nach sich, und<br />

es war mir in den darauffolgenden<br />

Jahren nicht möglich, bei weiteren<br />

Skirennen zu starten. Es war eine Zeit<br />

voller Rückschläge, und die Fliegerische<br />

Vorschule, die mir von einem<br />

Freund empfohlen wurde, bot eine<br />

willkommene Abwechslung. Dabei<br />

entdeckte ich die Leidenschaft fürs<br />

Fliegen und absolvierte die beiden<br />

Kurse so erfolgreich, dass ich in die<br />

Selektion der Militärpilotenanwärter<br />

aufgenommen wurde. Letztlich entschied<br />

ich mich aber für den Skisport<br />

und flog ab 2011 nur noch privat.<br />

Helfen dir die Erfahrungen aus<br />

dem Skisport im Cockpit?<br />

Ich bin es gewohnt, umsichtig zu<br />

planen und zielstrebig zu handeln,<br />

was mir jetzt als Pilotin natürlich<br />

zugutekommt. Außerdem hatte ich<br />

durch Kontakte aus dem Skisport, wie<br />

beispielsweise zu meinem Sponsor<br />

Breitling, einen leichteren Zugang<br />

zur Luftfahrt.<br />

Dank der Verbindung zu Breitling<br />

bist du zu Beginn deiner Pilotenlaufbahn<br />

sogar in den Genuss<br />

gekommen, in einer Aero L-39C<br />

Albatros abzuheben ...<br />

Der Formationsflug mit dem Breitling<br />

Jet Team war ein eindrückliches<br />

Erlebnis. Was die Piloten im Cockpit<br />

leisten, ist Präzisionsarbeit in Vollendung.<br />

Von Nigel Lamb erhielt ich<br />

ein Jahr danach eine Kunstflug-Einführung<br />

auf der MX2, wodurch ich<br />

viel über das Verhalten des Flugzeugs<br />

in Extremsituationen gelernt habe.<br />

Wirbelst du auch privat durch die<br />

Luft?<br />

Die Rundflüge, die ich ins Engelbergertal<br />

unternehme, sind eher<br />

ruhiger Natur, interessieren würde<br />

mich eine Kunstflugausbildung aber<br />

auf jeden Fall!<br />

Was reizt dich am Fliegen?<br />

Ich liebe es, meine Heimat aus der<br />

Vogelperspektive zu entdecken. Diese<br />

Lichter, diese Farben: Es ist so<br />

104 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


Mit der Goldmedaille<br />

in der Abfahrt 2014<br />

erfüllt sich Skifahrerin<br />

Dominique Gisin<br />

einen Lebenstraum.<br />

Nach dem Ende ihrer<br />

Karriere sucht sie<br />

nun in der Luft die<br />

Herausforderung.<br />

schön hier, da erübrigen sich Ferien<br />

im Ausland. Die Freiheit, abzuheben<br />

und die Welt aus einem anderen<br />

Blickwinkel zu betrachten, ist für mich<br />

ein riesiges Privileg und ein wunderbarer<br />

Ausgleich.<br />

Fragen sind noch zu klären, doch<br />

angesichts der breiten Unterstützung<br />

und der guten Zusammenarbeit mit<br />

dem Bundesamt für Zivilluftfahrt bin<br />

ich zuversichtlich, dass es uns gelingt,<br />

den ehemaligen Militärflugplatz in<br />

ein ziviles Flugfeld umzuwandeln.<br />

Als Botschafterin für die Leichtaviatik<br />

möchte ich die Faszination für die<br />

Luftfahrt nach außen tragen und damit<br />

die Akzeptanz in der Öffentlichkeit<br />

fördern.<br />

Ein zentrales Argument der<br />

Abstimmung war, dass der<br />

Erhalt des Flugplatzes Kägiswil<br />

als Ausbildungsstätte insbesondere<br />

im Interesse der Jugend<br />

liegt. Wie finden Flugschulen und<br />

Vereine den Draht zum Nachwuchs?<br />

Gezielte Aktionen, wie etwa Erlebnistage<br />

auf dem Flugplatz, vermitteln<br />

die Freude am Fliegen. Jugendliche<br />

und junge Erwachsene lernen den<br />

Ausbildungsbetrieb auf unverbindliche<br />

Art kennen und finden Anschluss<br />

in den Vereinen. Außerdem sollten<br />

für Studenten Kurse in den Semesterferien<br />

angeboten werden. Das<br />

Interesse an einer Ausbildung ist<br />

aufgrund der hohen Kosten aber bestimmt<br />

auch konjunkturabhängig.<br />

Soziale Verantwortung nimmst<br />

du wahr, indem du dich in die<br />

Stiftung „Live Your Dream“ von<br />

Pilot und Weltumrunder Carlo<br />

Schmid einbringst und jungen<br />

Menschen bei der Verwirklichung<br />

ihres Traums hilfst. Nach welchen<br />

Kriterien wählt ihr die Projekte<br />

aus?<br />

Bei uns haben innovative Ideen aus<br />

allen Bereichen eine Chance. Wir<br />

beraten die Teilnehmer bei der Pla-<br />

nung, stellen unser Netzwerk zur<br />

Verfügung und helfen ihnen bei der<br />

Mittelbeschaffung. Bei der Auswahl<br />

legen wir Wert darauf, dass die Projekte<br />

realisierbar sind und die Teilnehmer<br />

eine Alternative haben, sofern<br />

das Vorhaben scheitern sollte. Obwohl<br />

die Stiftung noch in ihren Kinderschuhen<br />

steckt, sind bereits mehrere<br />

vielversprechende Entwürfe, darunter<br />

auch eines aus dem aviatischen<br />

Bereich, eingegangen. Es macht Spaß,<br />

die jungen Visionäre kennenzulernen<br />

und sie auf ihrem Weg zu begleiten.<br />

Mit Studium, CPL-Ausbildung und<br />

den ehrenamtlichen Aufgaben<br />

steht dir eine arbeitsintensive<br />

Zeit bevor. Wie bringst du alles<br />

unter einen Hut, ohne dabei die<br />

Motivation zu verlieren?<br />

Die Koordination ist nicht immer einfach,<br />

aber mit vorausschauender<br />

Planung gelingt es gut, sämtliche<br />

Projekte zu vereinbaren. Ich achte<br />

darauf, in vielen kleinen Einheiten zu<br />

planen und den Fortschritt zu dokumentieren.<br />

Außerdem halte ich mir<br />

Energiefenster offen, die es mir erlauben,<br />

meinen Leidenschaften zu frönen<br />

und auf die Pisten zu gehen. ae<br />

Noch heute kann<br />

Dominique Gisin die<br />

Bretter nicht ganz im<br />

Schrank lassen. Allerdings<br />

fokussiert sich ihre<br />

Leidenschaft jetzt mehr<br />

auf das Cockpit.<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

Fotos: Andre Holzer | Engelberg-Titlis Tourismus, M. Smelter, Breitling<br />

Der Schweizer Aeroclub ernannte<br />

dich vergangenes Frühjahr zum<br />

Ehrenmitglied und zur offiziellen<br />

Botschafterin der Leichtaviatik.<br />

Inwiefern engagierst du dich<br />

persönlich für die Luftfahrt?<br />

Als Vorsitzende des Vereins Pro Flugplatz<br />

Kägiswil setze ich mich für den<br />

Erhalt des Flugplatzes Sarnen-Kägiswil<br />

ein. Der Kanton wollte den Flugplatz<br />

per Ende 2014 schließen, doch<br />

mit vereinten Kräften konnten wir die<br />

Obwaldner Stimmbevölkerung vom<br />

Gegenteil überzeugen, sodass der für<br />

den Kauf notwendige Kredit abgelehnt<br />

wurde. Zahlreiche administrative<br />

Making It Happen!<br />

Als Kind entdeckt Dominique Gisin die Leidenschaft fürs Skifahren<br />

und fährt mit sieben Jahren ihr erstes Rennen. Nach dem<br />

Sieg im Ovo-Grand-Prix-Finale steht ihr Entschluss fest, im Spitzensport<br />

Karriere zu machen. Doch auf dem Weg zum Erfolg<br />

muss Gisin viele verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen<br />

und schafft den Wiedereinstieg nur durch eiserne Disziplin. Ab<br />

2006 startet sie im Ski-Weltcup, bei den Winterspielen 2010<br />

stürzt sie beim Zielsprung schwer und erleidet eine Gehirnerschütterung.<br />

Gisin überdenkt ihre Strategie und wagt vier Jahre<br />

später einen erneuten Versuch: Dieses Mal gewinnt sie das ersehnte<br />

Gold in der Abfahrtsdisziplin. Zwei Jahre später veröffentlicht<br />

sie „Making It Happen“, ein Motivationsbuch, mit dem sie<br />

andere inspirieren will, hart für die eigenen Träume zu kämpfen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong> 105


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im März<br />

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Heft<br />

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UL-Reise<br />

Ultraleichte Nordatlantik-Tour<br />

Wolfgang Lankes wagt mit seiner FK14 den ganz großen<br />

Sprung. In die USA soll es gehen, zu seiner Schwester Hanni.<br />

Gemeinsam mit einem Freund bricht er zu dieser Mammuttour<br />

auf, sie überfliegen England, Schottland und Island. Doch dann<br />

gibt es technische Probleme. Ist das das Ende eines Traums?<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Uwe Glaser, Sebastian Kawa, Wolfgang Lankes, Textron Aviation<br />

Multi-Engine Rating<br />

Doppelter Spaß<br />

Mit einer Einmot fangen alle an. Was aber,<br />

wenn es irgendwann mehr werden soll?<br />

Dann hilft ein Multi-Engine Rating. Ein<br />

Ratgeber auf dem Weg zur Mehrmot.<br />

Segelflug-WM Down Under<br />

Das große Rennen<br />

Wie wird man Weltmeister? Wie schlägt sich<br />

der Ventus 3 in der 18-m-Klasse, die JS3<br />

Rapture in der Rennklasse? Und wie besteht<br />

die neue EB29R gegen die JS1-C?<br />

Eigenbau<br />

Mein Kamerad, die Klemm<br />

Nach mehreren modernen Kitflugzeugen<br />

darf es mal was Klassisches sein, dachte<br />

sich Detlef Oberbach. Ein Jahr dauerte es,<br />

bis seine Klemm 25 in die Luft ging.<br />

106 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>


SPECIAL <strong>2017</strong><br />

5.– 8. April <strong>2017</strong><br />

Das Heft im Heft bietet<br />

folgende Themen:<br />

■ Jubiläum 25. AERO<br />

Ein Blick in die Historie<br />

der wichtigsten<br />

deutschen Messe für<br />

die General Aviation<br />

Foto: Messe Friedrichshafen/Kästle<br />

■ Neuheiten<br />

Wir verraten, mit welchen<br />

Innovationen die großen<br />

und kleinen Hersteller an<br />

den Bodensee kommen.<br />

■ Besucherservice<br />

Geländeplan und<br />

Ausstellerverzeichnis<br />

April-Ausgabe<br />

Anzeigenschluss<br />

22. Februar <strong>2017</strong><br />

Verkauf am Kiosk<br />

ab 29. März <strong>2017</strong><br />

Information<br />

Reinhard Wittstamm<br />

Telefon: +49 711 182 2814<br />

rwittstamm@motorpresse.de<br />

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© Alle Rechte vorbehalten. Eine Verwertung oder Nachahmung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Zuwiderhandlungen werden zivil-<br />

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Der Rechts weg ist aus ge schlos sen. Ihre An ga ben sind frei wil lig. Bit te ge ben Sie Ihre Adres se an (in Druc kbuch sta ben), wenn Sie an der Ver lo sung der Ge win ne teil neh men möch ten. Selbst ver ständ lich be han deln wir Ihre<br />

Anga ben ver trau lich! Mit Ih ren Da ten ge hen wir äu ßerst sorg fäl tig um - Ihre Adres se wird nicht zu sam men mit Ih ren Ant wor ten ge spei chert. Die Fra gen wer den aus schließ lich an onym sta tis tisch aus ge wer tet. Wir be hal ten uns<br />

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Ant wort kar te<br />

Bitte<br />

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Re dak ti on<br />

Post fach<br />

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