24.01.2017 Aufrufe

guckmal nach Hohenlohe und Schwäbisch Hall 2017

Entdecken. Erleben. Entspannen. Unter diesem Motto präsentiert das Freizeit- und Gästemagazin "guck mal" - nach Hohenlohe und Schwäbisch Hall einen bunten Strauß an Ideen für schöne Ausflüge in das Hohenloher Land. Einige der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten stellen wir Ihnen in der Ausgabe 2017 vor, so zum Beispiel das Rätsel von Unterregenbach. Im Fokus sind auch Ziele, die besonders für Familien geeignet sind. Bei gutem Wetter lohnt sich beispielsweise ein Besuch des Wildparks in Bad Mergentheim, an Regentagen ein Puppenstück bei Gerhards Marionettentheater in Schwäbisch Hall. In der Rubrik "Hohenlohe aktiv erleben" finden Sie Tipps zum Wandern, Radfahren oder einen Aufenthalt mit dem Wohnmobil. Bei den "Kulturellen Highlights" stellen wir Ihnen unter anderem den neuen Intendanten der Freilichtspiele Schwäbisch Hall vor. Und eines darf nicht fehlen: Köstlichkeiten, die in der Genießerregion Hohenlohe gedeihen und verarbeitet werden. Mit einer ausführlichen Anleitung zum Blootz backen für Sie zu Hause. Nach einem Ausflug in die Heimat der spannenden Arbeitgeber und dem Veranstaltungskalender der Region ist wieder Schluss mit dem Lesevergnügen. Aber nur bis zur Ausgabe 2018!

Entdecken. Erleben. Entspannen. Unter diesem Motto präsentiert das Freizeit- und Gästemagazin "guck mal" - nach Hohenlohe und Schwäbisch Hall einen bunten Strauß an Ideen für schöne Ausflüge in das Hohenloher Land.

Einige der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten stellen wir Ihnen in der Ausgabe 2017 vor, so zum Beispiel das Rätsel von Unterregenbach. Im Fokus sind auch Ziele, die besonders für Familien geeignet sind. Bei gutem Wetter lohnt sich beispielsweise ein Besuch des Wildparks in Bad Mergentheim, an Regentagen ein Puppenstück bei Gerhards Marionettentheater in Schwäbisch Hall. In der Rubrik "Hohenlohe aktiv erleben" finden Sie Tipps zum Wandern, Radfahren oder einen Aufenthalt mit dem Wohnmobil. Bei den "Kulturellen Highlights" stellen wir Ihnen unter anderem den neuen Intendanten der Freilichtspiele Schwäbisch Hall vor. Und eines darf nicht fehlen: Köstlichkeiten, die in der Genießerregion Hohenlohe gedeihen und verarbeitet werden. Mit einer ausführlichen Anleitung zum Blootz backen für Sie zu Hause. Nach einem Ausflug in die Heimat der spannenden Arbeitgeber und dem Veranstaltungskalender der Region ist wieder Schluss mit dem Lesevergnügen. Aber nur bis zur Ausgabe 2018!

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www.guck-mal.info AUSGABE <strong>2017</strong><br />

NACH HOHENLOHE UND SCHWÄBISCH HALL<br />

Wanderparadies<br />

Kulinarische Besonderheiten<br />

Sehenswürdigkeiten<br />

Kulturelle Highlights<br />

Entdecken.<br />

Erleben. Entspannen.


Verstehen<br />

ist einfach.<br />

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Wenn man einen<br />

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der die Region <strong>und</strong><br />

ihre Menschen kennt.<br />

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EDITORIAL<br />

Liebe Leserinnen <strong>und</strong> Leser,<br />

„Idyllisch, voll Poesie, eine besonders zärtlich ausgeformte Handvoll Deutschland“,<br />

so beschreibt der schwäbische Dichter Eduard Mörike im 19. Jahrh<strong>und</strong>ert <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Wie recht er damit auch noch im 21. Jahrh<strong>und</strong>ert haben soll, kann Mörike zu<br />

dieser Zeit nicht ahnen.<br />

Es ist in der Tat so, dass das <strong>Hohenlohe</strong>r Land ein besonders liebreizender Landstrich<br />

im schönen Baden-Württemberg ist. Tiefe Täler, sanfte Hügel, kulinarische<br />

Köstlichkeiten, kulturelle Höhepunkte noch <strong>und</strong> nöcher sowie herzliche Menschen<br />

machen den Norden des Landes zu einer einzigartigen Region.<br />

Am besten wäre es wohl, Sie überzeugen sich selbst davon <strong>und</strong> verbringen in<br />

<strong>Hohenlohe</strong> einige schöne Tage. Wir sind uns sicher, dass Sie diese so schnell<br />

nicht wieder vergessen werden, sondern, dass sie lange in guter Erinnerung<br />

bleiben werden.<br />

Bis es soweit ist, können Sie sich die Wartezeit mit unserem <strong>guckmal</strong> vertreiben. Bei<br />

der Lektüre lernen Sie nicht nur <strong>Hohenlohe</strong> bereits im Vorfeld ein bisschen kennen;<br />

die Vorfreude, <strong>Hohenlohe</strong> selbst bald live zu erleben, wächst obendrein <strong>und</strong> steigert<br />

sich ständig.<br />

Um Ihnen die Suche <strong>nach</strong> der passenden Freizeitaktivität einfacher zu machen,<br />

haben wir die <strong>nach</strong>folgenden 160 Seiten thematisch gegliedert. So finden Sie sich<br />

inhaltlich gut zurecht <strong>und</strong> können <strong>nach</strong> Ihren eigenen Vorlieben schnell das richtige<br />

Angebot finden.<br />

Achten Sie dabei auf die <strong>nach</strong>folgenden Zeichen, die Ihnen im gesamten Heft immer<br />

wieder begegnen werden.<br />

Dieser Hinweis zeigt Ihnen, dass hier Familien<br />

besonders gut aufgehoben sind.<br />

Unter dem Info-Symbol finden Sie interessante<br />

Hintergr<strong>und</strong>informationen zu den Texten.<br />

Dieses Zeichen verweist auf zugehörige<br />

Internet-Links.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen,<br />

Entdecken <strong>und</strong> Kennenlernen.<br />

Titelfoto: Olga Hörner<br />

Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Redaktionsleitung<br />

lydia.hilpert@pro-vs.de<br />

<strong>2017</strong><br />

3


Inhalt<br />

LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

10 Märchenhaftes <strong>Hohenlohe</strong><br />

8 Die Region aus Sicht der Landräte<br />

Das Kloster Großcomburg ist außergewöhnlich gut erhalten. Foto: Andreas Scholz<br />

12 Von Märchenschlössern <strong>und</strong> Adeligen<br />

• Ein Streifzug durch die Schlösser<strong>und</strong><br />

Burgenlandschaft <strong>Hohenlohe</strong>s<br />

18 Hohe Mauern mit langer Geschichte<br />

• Die Klöster der Region im Porträt<br />

21 Blühendes <strong>Hohenlohe</strong><br />

• Neues Projekt „Park- <strong>und</strong> Gartenparadies<br />

<strong>Hohenlohe</strong>“ ist gestartet<br />

24 Als der Regen kam<br />

• Rückblick: Die Flutkatastrophe 2016<br />

26 Wer rastet, der betet<br />

• Die Christopheruskapelle an der A6<br />

28 Die Vergangenheit retten<br />

• In Niedernhall werden historische<br />

Scheunen zu Wohnhäusern<br />

30 Ewige Laga-Stadt<br />

• Öhringen <strong>nach</strong> der Gartenschau<br />

DIE UNGEWÖHNLICHSTEN<br />

SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

32 Ein Landstrich voller Besonderheiten<br />

34 In der Ruine daheim<br />

• Die Burg in Krautheim wird<br />

noch immer bewohnt<br />

36 Dem Rätsel auf der Spur<br />

• Unterregenbach im Jagsttal hat<br />

eine mysteriöse Vergangenheit<br />

38 Wo Erinnerung lebendig wird<br />

• Die Burgruine Limpurg <strong>und</strong> ihre<br />

Rolle in der <strong>Hall</strong>er Stadtgeschichte<br />

40 Die Mauer, die Geschichte erzählt<br />

• Eine einsame Steinwand im Feld:<br />

Die Anhäuser Mauer verblüfft<br />

<strong>Hohenlohe</strong> + <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Tourismus e. V.<br />

Touristikgemeinschaft<br />

<strong>Hohenlohe</strong> e. V.<br />

Ein Koloss mitten im Nichts:<br />

die Anhäuser Mauer. Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

4 <strong>2017</strong>


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

42 Familie im Fokus<br />

44 Ein Zuhause für Fabelwesen<br />

• In Gerhards Marionettentheater in<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> tanzen die Puppen<br />

46 Mit Straußen <strong>und</strong> Lamas<br />

auf Tuchfühlung<br />

• Auf der Jagsttalranch gibt es<br />

exotische Tiere zu bestaunen<br />

48 Wo der Wolf heult<br />

• Im Wildpark Bad Mergentheim<br />

kann man Tiere hautnah erleben<br />

50 Hoch hinaus mit der ganzen Familie<br />

• Selbstversuch im Waldkletterpark<br />

Langenburg<br />

Die Tiere im Wildpark Bad Mergentheim sind neugierig. Foto: Wildpark Bad Mergentheim<br />

HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

52 Sportschuhe an – es lohnt sich<br />

Foto: fotolia/MP2<br />

54 Am Zwilling entlang<br />

• Kathleen Lumma vom ADFC<br />

über den Kocher-Jagst-Radweg<br />

56 Alle Jahre wieder<br />

• Der Kocher-Jagst-Radweg<br />

ist bei Radlern sehr beliebt<br />

58 Ein großes Herz für Radler<br />

• Das Hotel Sölch in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

hat häufig Radfahrer zu Gast<br />

60 Über sieben Brücken<br />

musst du fahren<br />

• Der Ohrntalradweg ist neu in der<br />

Radlerregion <strong>Hohenlohe</strong><br />

62 Über Stock <strong>und</strong> Stein<br />

• Der Kocher-Jagst-Trail<br />

lädt zum Wandern ein<br />

65 Ein Pfad gegen das Vergessen<br />

• Auf den Spuren von Hans <strong>und</strong><br />

Sophie Scholl in Forchtenberg<br />

66 Zu sich finden<br />

• Die Pfade der Stille laden zum<br />

ruhigen Genießen ein<br />

67 Kompetent unterhalten<br />

• Führungen in der Region<br />

68 Im Tal der Mühlen<br />

• Der romantische Mühlen- <strong>und</strong><br />

Seeweg im <strong>Schwäbisch</strong>en Wald<br />

70 Artenvielfalt am Fluss<br />

• Tiere an Kocher <strong>und</strong> Jagst<br />

72 Professionelle Individualisten<br />

• Urlaub im Wohnmobil<br />

74 Geht nicht? Gibt‘s nicht!<br />

• Das Öhringer Unternehmen HRZ<br />

ist auf Reisemobile spezialisiert<br />

75 Ausblick: Neuer Stellplatz<br />

• Niederstetten bietet neuen Raum<br />

für Wohnmobile in <strong>Hohenlohe</strong><br />

76 Der Wind weist den Weg<br />

• Einzigartige Ausblicke im Ballon<br />

78 Öhringen neu erleben<br />

• GPS-Spiel <strong>und</strong> Lauschtour in<br />

Öhringen<br />

80 Auf die Plätze, fertig ...!<br />

• Sportevents in der Region<br />

81 Auf Asphalt durch die Natur<br />

• Die Idyllische Straße wird 50<br />

<strong>2017</strong><br />

5


Inhalt<br />

KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

82 Wo Kultur Kult ist<br />

84 Dolls Kosmos<br />

• Christian Doll ist neuer Intendant<br />

der Freilichtspiele <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

86 Immer wieder Götz<br />

• Das Programm der Burgfestspiele<br />

Jagsthausen hat eine Konstante<br />

88 „Ich spiele gerne böse Charaktere“<br />

• Nadja Hrubesch im Interview<br />

90 Klein, aber oho<br />

• <strong>Hohenlohe</strong>s Open-Air-Bühnen<br />

92 Von Schubert bis Cro<br />

• Musik-Events in der Region<br />

94 Wie Phönix aus der Asche<br />

• Die <strong>Hohenlohe</strong>r Kultband Annâweech<br />

96 500 Jahre auf 40 Hektar<br />

• Ein R<strong>und</strong>gang durch das Freilandmuseum<br />

Wackershofen<br />

98 Jeans <strong>und</strong> andere Kunst<br />

• Ein Streifzug durch die Museen<br />

der Region<br />

100 Ein „Schwätzle“ muss sein<br />

• Fünfte Jahreszeit auf der Muswiese<br />

in Rot am See<br />

102 Tage zum Feiern<br />

• Die großen Feste in <strong>Hohenlohe</strong><br />

104 So reingerutscht<br />

• „Max <strong>und</strong> Moritz“ gibt es jetzt auf<br />

Hohenlohisch<br />

106 Jenisch lebt<br />

• Teile der Sprache sind heute noch<br />

präsent<br />

107 Reformator, Rebellin, Raumfahrer<br />

• Berühmte Persönlichkeiten aus<br />

<strong>Hohenlohe</strong><br />

Der Fackeltanz am Kuchen- <strong>und</strong> Brunnenfest<br />

in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>. Foto: Ufuk Arslan<br />

GENUSS PLUS<br />

108 Kleiner Leckerbissen, großer Geschmack<br />

110 Biowein in edlem Ambiente<br />

• Das Weingut Fürst von <strong>Hohenlohe</strong><br />

hat eine Menge Tradition<br />

112 So macht man Wein in <strong>Hohenlohe</strong><br />

• Alles r<strong>und</strong> um die edlen Tropfen<br />

aus der Region<br />

114 „Ich bin von hier –<br />

<strong>und</strong> hier gehöre ich hin!“<br />

• Die <strong>Hohenlohe</strong>r Weinkönigin<br />

im Porträt<br />

116 Wenn der Beruf Berufung ist<br />

• Die regionalen Weinbauern<br />

lieben ihren Job<br />

118 Einen ganzen Tag<br />

in den Weinbergen<br />

• Die Kochertaler Genießertour –<br />

Ein Erfahrungsbericht<br />

120 Männer der edlen Tropfen<br />

• <strong>Hohenlohe</strong>r Unternehmen<br />

stellen ihren eigenen Wein her<br />

122 Die Geschichte<br />

vom königlichen Schweine<br />

• Das <strong>Schwäbisch</strong>-Hällische Landschwein<br />

ist ein Symbol der Region<br />

124 Rindviecher der besonderen Art<br />

• „Boeuf de <strong>Hohenlohe</strong>“ <strong>und</strong> andere<br />

Kühe fühlen sich hier Zuhause<br />

126 Vom Baum ins Glas<br />

• Most ist das heimliche<br />

Nationalgetränk der <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

128 Einfach macht Laune<br />

• Genuss in Besenwirtschaften<br />

130 Backe, backe Kuchen<br />

• Schritt für Schritt zum Blooz<br />

134 Kulinarische Grüße in die Heimat<br />

• Spitzenköche aus <strong>Hohenlohe</strong><br />

136 Leckeres zu essen <strong>und</strong> zu kaufen<br />

• Die regionale Vinothek „Sonne“<br />

eröffnet<br />

Die <strong>Hohenlohe</strong>r Weinhoheiten lassen es<br />

sich schmecken. Foto: Elke Lehnert, Criesbach<br />

6 <strong>2017</strong>


HEIMAT FÜR SPANNENDE ARBEITGEBER<br />

140 <strong>Hohenlohe</strong>: ein Wirtschaftsriese<br />

142 Die Genese einer Erfolgsgeschichte<br />

• In <strong>Hohenlohe</strong> sitzen zahlreiche<br />

Unternehmen in kleinen Dörfern<br />

144 Wirtschaftsfaktor Tourismus<br />

• Warum Besucher so wichtig sind<br />

146 Neues Zuhause: <strong>Hohenlohe</strong><br />

• Professorin Gertraud Peinel über<br />

ihre Erfahrungen als Zugezogene<br />

147 Mehr Platz für Kultur<br />

• Das Carmen-Würth-Forum<br />

entsteht<br />

148 Mode aus <strong>Hohenlohe</strong><br />

• An diesen Labels kommt man<br />

nicht vorbei<br />

Ziehl-Abegg ist einer der größten Arbeitgeber in <strong>Hohenlohe</strong>. Foto: Ziehl-Abegg<br />

Verpassen Sie nicht unser großes<br />

Gewinnspiel. Mehr Informationen dazu<br />

finden Sie auf Seite 158.<br />

SERVICE<br />

150 Wo der K<strong>und</strong>e König ist<br />

•Shopping-Highlights <br />

in <strong>Hohenlohe</strong><br />

152 Nachbarn mit Charme<br />

• Umliegende Städte <strong>und</strong> Regionen<br />

156 Messetermine<br />

• Wichtige Messen der Region<br />

158 <strong>guckmal</strong>-Gewinnspiel<br />

• Mitmachen <strong>und</strong> Gewinnen<br />

160 Veranstaltungen<br />

• Da müssen Sie <strong>2017</strong> dabei sein<br />

Auch in <strong>Hohenlohe</strong>s Nachbarregionen, wie hier in Rothenburg ob der Tauber, gibt es<br />

einiges zu entdecken. Foto: Rothenburg Tourismus Service<br />

162 Impressum <strong>und</strong> Kontaktdaten<br />

• Ansprechpartner aller Art<br />

<strong>2017</strong><br />

7


DIE REGION AUS SICHT DER LANDRÄTE<br />

DER SCHWÄBISCH HALLER<br />

Den Landkreis <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> habe ich, seit ich hier wohne, immer als den schönsten<br />

Landkreis Deutschlands bezeichnet. Das ist nicht nur eine Floskel. Diese Schönheit endet<br />

aber nicht an der Kreisgrenze, nein das gesamte <strong>Hohenlohe</strong>r Land ist ein so schöner<br />

Flecken Erde, dass ich in dieser Region sicherlich ab <strong>und</strong> zu Urlaub machen würde, wenn<br />

ich nicht schon das Glück hätte, hier wohnen zu dürfen.<br />

Als passionierter Jogger <strong>und</strong> Radfahrer ist es ein tolles Gefühl, in kürzester Zeit mitten in der<br />

Natur zu sein. Entweder laufe oder fahre ich direkt zu Hause los oder aber ich fahre an die<br />

idyllischen Orte an Kocher, Jagst oder Bühler, um mich sportlich zu betätigen oder auch nur,<br />

um ein wenig zu entspannen.<br />

Aber nicht nur die Schönheit der Landschaft mit ihren zahlreichen Burgen <strong>und</strong> Schlössern<br />

ist sehenswert, auch kulturell ist dieser Landstrich mit seinen w<strong>und</strong>erschönen Dörfern <strong>und</strong><br />

Städten immer eine Reise wert.<br />

Die Gastronomie bei uns in <strong>Hohenlohe</strong> lässt keine Wünsche offen <strong>und</strong> ist bekannt für ihre<br />

hervorragende regionale Küche. Außer dem weit über <strong>Hohenlohe</strong> hinaus bekannten<br />

<strong>Schwäbisch</strong>-Hällischen Landschwein <strong>und</strong> dem Boeuf de <strong>Hohenlohe</strong> ist auch das Limpurger<br />

Rind sehr beliebt. Zahlreiche Direktvermarkter bieten regionale Produkte an, sei es Käse aus<br />

den örtlichen Käsereien, Saft aus den vielen Streuobstwiesen oder auch Bier aus hiesigen<br />

Brauereien.<br />

Auch die Infrastruktur unserer Region ist hervorragend.<br />

Zahlreiche Weltmarktführer sind hier in <strong>Hohenlohe</strong><br />

ansässig. Selbst die medizinische Versorgung ist mit<br />

dem Diakonieklinikum in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> <strong>und</strong> dem<br />

neuen Crailsheimer Kreiskrankenhaus gut aufgestellt.<br />

Ganz besonders sind aber die Menschen in unserer Gegend.<br />

Hier auf dem Land gibt es zahlreiche Vereine <strong>und</strong><br />

noch mehr Ehrenamtliche, die unsere Gesellschaft mit<br />

ihrem großartigen Engagement bereichern. Die Menschen<br />

hier in <strong>Hohenlohe</strong> zeichnen sich vor allem<br />

durch ihre liebenswerte <strong>und</strong> zupackende Art aus.<br />

Kurz gesagt: <strong>Hohenlohe</strong> ist ein so besonderer<br />

Landstrich, den man selbst erleben muss!<br />

Gerhard Bauer (58)<br />

Landrat im Landkreis <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Fotos: <strong>Hohenlohe</strong> + <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> Tourismus e.V./Rüdinger, Archiv/Ufuk Arslan


DER HOHENLOHER<br />

Hohâloher Land, môr muâß ôôfach sehn,<br />

Hohâloher Land, `s will kôôner meh gehn,<br />

Hohâloher Land, bloß dô mecht ih sei,<br />

Bei Reechâ <strong>und</strong> Wind un bei Sunnâschei`.<br />

So besingt die M<strong>und</strong>Art-Band Annâweech unsere Heimat – das schöne <strong>Hohenlohe</strong>r Land.<br />

Als Landrat des <strong>Hohenlohe</strong>kreises kann ich dem natürlich nur zustimmen.<br />

<strong>Hohenlohe</strong> hat einiges zu bieten, die Vielfältigkeit unserer Raumschaft im Herzen des<br />

Südens lädt Gäste aus Nah <strong>und</strong> Fern zum Entdecken <strong>und</strong> Staunen ein. Kultur, Tradition<br />

<strong>und</strong> Gastfre<strong>und</strong>schaft machen die Gegend zu etwas Besonderem. Obwohl aus unserer<br />

ursprünglich ländlich geprägten Gegend ein innovativer, dynamischer <strong>und</strong> zukunftsfähiger<br />

Wirtschaftsraum geworden ist, ist uns unberührte Natur <strong>und</strong> eine w<strong>und</strong>erschöne<br />

Landschaft erhalten geblieben. Egal, ob im Urlaub, im Rahmen eines Ausflugs oder<br />

<strong>nach</strong> Feierabend – das <strong>Hohenlohe</strong>r Land lädt zum Wandern, Radfahren <strong>und</strong> Erholen ein.<br />

Wir alle leben in einem Naturparadies: zwischen Kocher <strong>und</strong> Jagst, vorbei an Burgen<br />

<strong>und</strong> Schlössern, entlang dem Limes oder in den Weinbergen. Auch aus kulinarischer<br />

Sicht verwöhnt die Genießerregion <strong>und</strong> lässt Besuchern <strong>und</strong> Einwohnern keinen<br />

Wunsch offen.<br />

Darüber hinaus bietet die Region der Weltmarktführer auch eine Vielzahl<br />

an attraktiven Ausbildungs- <strong>und</strong> Arbeitsplätzen in unterschiedlichen<br />

Bereichen. Unzählige Vereine sorgen für eine aktive Gemeinschaft<br />

<strong>und</strong> Freizeitangebote, sodass es sich in der Region hervorragend<br />

leben <strong>und</strong> arbeiten lässt.<br />

Ich freue mich, dass die Attraktivität unserer Region in<br />

dieser Zeitschrift beleuchtet wird. Und ich freue mich über<br />

die Gäste von Nah <strong>und</strong> Fern, die den Weg in unser schönes<br />

<strong>Hohenlohe</strong> finden <strong>und</strong> ich bin überzeugt – „`s will kôôner<br />

meh gehn.“<br />

Dr. Matthias Neth (37)<br />

Landrat im <strong>Hohenlohe</strong>kreis


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

<strong>Hohenlohe</strong> ist bekannt für seine Vielzahl<br />

an Burgen, Schlössern <strong>und</strong> Klöstern. Kloster<br />

Schöntal ist eines der zahlreichen Prachtbauten,<br />

die man hier entdecken kann.<br />

Foto: Gemeinde Schöntal


MÄRCHENHAFTES<br />

HOHENLOHE<br />

Im <strong>Hohenlohe</strong>r Land thronen in fast jeder Gemeinde eine<br />

Burg, ein Schloss, ein Kloster – oder zumindest eine Ruine der<br />

beeindruckenden Gebäude. Sie alle sind einen Besuch wert <strong>und</strong><br />

versetzen die Gäste in vergangene Zeiten – <strong>und</strong> ins Staunen.


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

Schloss Neuenstein gehört zu den wohl schönsten Schlössern <strong>Hohenlohe</strong>s. Es ist auch heute noch bewohnt. Foto: Dittmar Dirks<br />

VON MÄRCHENSCHLÖSSERN<br />

UND ADELIGEN<br />

<strong>Hohenlohe</strong> ist ein Eldorado für Schloss- <strong>und</strong> Burgliebhaber. Sowohl im<br />

<strong>Hohenlohe</strong>kreis als auch im Landkreis <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> befinden sich<br />

herrschaftliche Häuser aus vergangenen Zeiten, die einen Besuch wert<br />

sind. Manche von ihnen sind auch noch bewohnt.<br />

Ein besonderes Prachtexemplar<br />

ist Schloss Langenburg in der<br />

gleichnamigen Stadt. Es wurde<br />

in der Blüte der Renaissance erbaut.<br />

Hier wohnt heute Fürst Philipp zu<br />

<strong>Hohenlohe</strong>-Langenburg mit seiner<br />

Frau <strong>und</strong> seinen drei Kindern. Er selbst<br />

ist in dem Schloss, das schon damals<br />

Touristen willkommen hieß, aufgewachsen.<br />

Und so führt er es auch weiter:<br />

„Langenburg soll für die Leute ein<br />

schönes Ausflugsziel sein, das sich<br />

lohnt, anzufahren“, sagt er. Deswegen<br />

öffnet er das Schlosstor auch gerne für<br />

Besucher. Dass es heute noch so gut<br />

erhalten ist, ist erstaunlich. Denn ein<br />

Teil des prachtvollen Anwesens ist<br />

im Jahr 1963 einem Feuer zum Opfer<br />

gefallen. Dabei sind der gesamte Ost<strong>und</strong><br />

teilweise auch der Nordflügel abgebrannt.<br />

Ein schadhafter Kamin ver-<br />

12 <strong>2017</strong>


ursachte dieses Feuer, das im tiefsten<br />

Winter bei minus 20 Grad Celsius nur<br />

schwer zu löschen war. Der Wiederaufbau<br />

dauerte bis in den Sommer 1968.<br />

Trotzdem zeigen weite Teile des Anwesens<br />

die Historie des Adels <strong>und</strong><br />

geben Einblicke in die damalige Lebensweise.<br />

Bei Führungen wirkt der<br />

Innenhof immer wieder beeindruckend<br />

auf Besucher. Denn mit seiner<br />

berühmten Akustik gehört dieser<br />

zu den bedeutendsten Schlosshöfen<br />

Deutschlands. Desweiteren können<br />

die Schlosskapelle <strong>und</strong> weitere sieben<br />

Räume besichtigt werden. Ein<br />

weiteres Highlight ist der ehemalige<br />

Marstall, in dem früher die Pferde des<br />

Fürsten untergebracht waren. Mit<br />

vielen Säulen <strong>und</strong> einer beidseitigen<br />

Fensterreihe bietet er ein besonderes<br />

Ambiente für Feierlichkeiten. Gleichzeitig<br />

ist er der Zugang zur großen<br />

<strong>Hall</strong>e des Deutschen Automuseums.<br />

SCHLOSS NEUENSTEIN<br />

Das Schloss Neuenstein befindet sich<br />

im <strong>Hohenlohe</strong>kreis. Schon von außen<br />

ist es ein ganz besonderer Hingucker.<br />

Denn es handelt sich dabei um eine<br />

Wasserburg. Diese wurde in staufischer<br />

Zeit auf einem Sandsteinfelsen<br />

in einem Sumpfgebiet<br />

erbaut <strong>und</strong> gelangte<br />

um 1300 in den Besitz der Grafen<br />

von <strong>Hohenlohe</strong>. Graf Ludwig<br />

Casimir hat es im 16. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

zur Residenz im Stil der<br />

Renaissance ausgebaut. Das<br />

heutige Museum gibt einen<br />

Einblick in die gesamte<br />

Geschichte <strong>Hohenlohe</strong>s.<br />

Hier ist Inventar aus mehreren<br />

Adelshäusern zusammengetragen<br />

worden. Im<br />

Schloss befindet sich das<br />

Archiv des Hauses <strong>Hohenlohe</strong>,<br />

außerdem wohnt Kraft Fürst<br />

Aufmerksame Besucher<br />

finden auch verspielte<br />

Details am Schloss in<br />

Neuenstein – etwa den<br />

goldenen Hirschen.<br />

Foto: Dittmar Dirks<br />

QUALITÄT UND SERVICE<br />

Komfort Design Langlebigkeit Nachhaltigkeit<br />

Das Beste unter den Stahlrohrmöbeln<br />

www.richard-henkel.de<br />

74670 Forchtenberg-Ernsbach<br />

Tel.: +49 (0) 7947–91800


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

zu <strong>Hohenlohe</strong>-Oehringen hier. Die<br />

alte Küche des Schlosses ist außergewöhnlich.<br />

Sie stammt noch aus spätmittelalterlichen<br />

Zeiten, ist nahezu<br />

im Originalzustand erhalten <strong>und</strong> dennoch<br />

voll funktionsfähig. Aber auch<br />

der Rittersaal ist einen Besuch wert:<br />

Mit prachtvollen Decken- <strong>und</strong> Wandgemälden<br />

beeindruckt der 41 Meter<br />

lange <strong>und</strong> zehn Meter breite Raum.<br />

SCHLOSS WEIKERSHEIM<br />

Mit einer w<strong>und</strong>erschönen <strong>und</strong> farbenfrohen<br />

Gartenanlage trumpft das<br />

Schloss Weikersheim auf. Graf Carl<br />

Ludwig von <strong>Hohenlohe</strong>-Weikersheim<br />

ließ den formenreichen Barockgarten<br />

auf der Südseite seines Schlosses in<br />

der ersten Hälfte des 18. Jahrh<strong>und</strong>erts<br />

anlegen. Wer durch den Garten<br />

spaziert, erkennt schnell, dass die<br />

Ausstattung sehr vielfältig ist. Viele<br />

Skulpturen bevölkern den Garten. Berühmt<br />

ist die „Zwergengalerie“, eine<br />

Gruppe von steinernen Zwergenfiguren.<br />

Im Schlossgarten befindet sich<br />

die Orangerie. Mit ihren beiden Flügeln<br />

erstreckt sie sich auf etwa 100<br />

Meter Länge. Aber auch das Innere<br />

des Schlosses lässt Besucher staunen.<br />

Der 40 Meter lange Rittersaal<br />

ist so üppig bestückt, dass man bei<br />

einem Besuch kaum alles entdecken<br />

kann. Besonders interessant sind die<br />

Wohnräume von Graf Carl Ludwig<br />

<strong>und</strong> seiner Gattin Elisabeth Friederike<br />

Sophie, die einst hier wohnten.<br />

Die prunkvollen Betten aus dem 18.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert lassen erahnen, wie die<br />

Adeligen hier früher lebten.<br />

Weitere Schlösser <strong>und</strong> Burgen gibt<br />

es in Gaildorf, Kirchberg, Öhringen,<br />

Künzelsau, Pfedelbach, Vellberg <strong>und</strong><br />

Waldenburg. Sie alle haben ihre ganz<br />

individuelle Geschichte, können aber<br />

größtenteils nicht besichtigt werden.<br />

Dennoch lohnt sich ein Besuch. Kirchberg<br />

an der Jagst ist ein idyllisches<br />

Städtchen, dessen Mittelpunkt das<br />

Schloss bildet. In Öhringen beheimatet<br />

das Schloss mittlerweile die Stadtverwaltung.<br />

Das Schloss Stetten in<br />

Künzelsau wurde zu einem Altersruhesitz<br />

umgebaut. Prof. Dr. Wolfgang<br />

Freiherr von Stetten gründete diesen,<br />

um die Burganlagen auf Dauer<br />

zu erhalten. Das Schloss Pfedelbach<br />

findet man direkt in der Ortsmitte<br />

der gleichnamigen Gemeinde. Die<br />

Schlosskapelle des Wasserschlosses<br />

wird gerne für Hochzeiten genutzt.<br />

Im Schloss selbst befinden sich Privatwohnungen.<br />

Das Untere Schloss<br />

Vellberg wurde um 1200 von den<br />

Herren von Vellberg gebaut. Der urige<br />

<strong>und</strong> beschauliche Ort besticht vor<br />

allem durch sein mittelalterliches<br />

Ambiente. Hier lohnt sich auch die<br />

Besichtigung des historischen Wehrgangs.<br />

Und von Schloss Waldenburg<br />

aus – dem Balkon <strong>Hohenlohe</strong>s – hat<br />

man einen schönen Ausblick über<br />

das <strong>Hohenlohe</strong>r Land. Anja Gladisch<br />

Schloss Langenburg im Landkreis <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> thront über dem Jagsttal <strong>und</strong> ist schon von Weitem gut zu sehen. Das<br />

Renaissance-Schloss ist definitiv eine Reise wert. Foto: Schloss Langenburg<br />

14 <strong>2017</strong>


Anzeige<br />

Weikersheim: Kommen,<br />

Staunen, Genießen<br />

Das imposante Schloss mitsamt prächtigem Garten <strong>und</strong> die w<strong>und</strong>erschöne<br />

Altstadt von Weikersheim sind einen Besuch wert.<br />

Geschichte erleben Schon von Weitem<br />

grüßen die herrliche Fassade des w<strong>und</strong>erschönen<br />

Renaissance-Schlosses <strong>und</strong> die<br />

Orangerien den sich dem Taubertal nahenden<br />

Besucher. Angekommen fällt dem Gast<br />

der historische Stadtkern mit seinen heimeligen<br />

Winkeln <strong>und</strong> Gassen ins Auge. Im<br />

Kleinod Weikersheim ist die Vergangenheit<br />

lebendig. Der Marktplatz mit der Stadtkirche<br />

St. Georg lädt mit seinen stattlichen<br />

Gebäuden aus dem Mittelalter <strong>und</strong> dem<br />

gegenüber gelegenen Schlosseingang zum<br />

Verweilen ein.<br />

Kultur genießen Eine Schlossbesichtigung<br />

ist für jeden, der <strong>nach</strong> Weikersheim<br />

kommt, ein absolutes Muss. Der herrliche<br />

Schlossgarten mit dem Herkulesbrunnen<br />

<strong>und</strong> den abschließenden Orangerien lädt<br />

zum Lustwandeln ein. Eingebettet in die<br />

Weinberge beherbergt der Ort die in internationalen<br />

Musikerkreisen wohlbekannte<br />

„Jeunesses Musicales Deutschland“. Sie<br />

ist Garant für immer wieder stattfindende<br />

Konzerte. Das ganze Jahr über sorgen mannigfache<br />

Veranstaltungen aus allen Genres<br />

Stadt Weikersheim<br />

Marktplatz 2, 97990 Weikersheim<br />

Tel. 07934 / 10255<br />

tourismus@weikersheim.de<br />

www.weikersheim.de<br />

<strong>und</strong> ein facettenreiches Kulturprogramm<br />

für Kurzweiligkeit. Die kulinarischen Angebote<br />

der Gastronomie verwöhnen den<br />

Gaumen <strong>und</strong> die heimischen Winzer laden<br />

zum Probieren der Weine ein.<br />

Aktiv sein Die Freizeitmöglichkeiten umfassen<br />

die verschiedensten Angebote, zum<br />

Beispiel eine kleine <strong>und</strong> ausgedehnte Wanderungen<br />

in reiner Natur bei klarer <strong>und</strong><br />

sauberer Luft. Diese lässt sich auch bei Radtouren<br />

oder Erk<strong>und</strong>ungen auf dem Pferderücken<br />

im Lieblichen Taubertal oder in den<br />

angrenzenden, umliegenden Regionen genießen.<br />

Das Freibad <strong>und</strong> das <strong>Hall</strong>enbad der<br />

Stadt gewähren eine kühle Erfrischung<br />

an heißen Tagen. Für astronomisch Interessierte<br />

ist die Sternwarte am Karlsberg<br />

mit einem lichtstarken 50-Zentimeter-<br />

Teleskop ein besonderer Anlaufpunkt.<br />

Die Geschichte von Weikersheim <strong>und</strong> der<br />

Grafen von <strong>Hohenlohe</strong> bietet zahlreiche ungeahnte<br />

Geheimnisse. Es gilt viele Eindrücke<br />

in der Stadt <strong>und</strong> seiner Umgebung zu<br />

entdecken. Weikersheim ist zu jeder Jahreszeit<br />

einen Besuch wert.<br />

R<strong>und</strong>gänge mit historischen Kostümen<br />

entführen in die Zeit von Hof <strong>und</strong> Adel.<br />

Foto: Schlossverwaltung Weikersheim<br />

Besuchen Sie Stadt <strong>und</strong> Schloss Weikersheim!<br />

Zu jeder Zeit im Jahr können Sie Kultur nicht<br />

nur sehen sondern auch erleben.<br />

01.01. Neujahrskonzert der Jeunesses<br />

Musicales Deutschland<br />

01.01 – 26.02. Ausstellung von Peruanischen<br />

Krippen <strong>und</strong> Volkskunst aus<br />

der Sammlung Carmen Würth<br />

26.03. Tag der offenen Ateliers in<br />

Weikersheim <strong>und</strong> Teilorten<br />

14.05. Brauchtumsfest Maisingen<br />

21.05.-24.09. SkulpturenSCHAU! Malgorzata<br />

Chodakowska<br />

18.06. Schlosserlebnistag<br />

Schloss & Wein<br />

01.-02.07. Kunsthandwerkermarkt<br />

01.07. Musikfest mit Feuerwerk im<br />

Rahmen des <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Kultursommers<br />

08.07. Jubiläum: Schloss Weikersheim<br />

50 Jahre im Landesbesitz<br />

27.07-06.08. Junge Oper der Jeunesses<br />

Musicales Deutschland<br />

„Hänsel <strong>und</strong> Gretel“ von<br />

Engelbert Humperdinck<br />

29.09-01.10. Textil- <strong>und</strong> Handarbeitsmesse<br />

„Nadelkunst“ im Schloss- <strong>und</strong><br />

Schlossgarten<br />

15.12.-17.12. Weih<strong>nach</strong>tsmarkt vor den<br />

historischen Mauern des<br />

Renaissance Schlosses<br />

Nähere Informationen sowie weitere Veranstaltungstermine<br />

finden Sie unter www.weikersheim.de<br />

Schloss <strong>und</strong> Schlossgarten Weikersheim<br />

Marktplatz 11, 97990 Weikersheim<br />

Tel. 07934 / 992950<br />

info@schloss-weikersheim.de<br />

www.schloss-weikersheim.de<br />

Foto: JMD<br />

In den Kurs-Abschlusskonzerten der von der Jeunesses<br />

Musicales Deutschland betriebenen Musikakademie<br />

Schloss Weikersheim klingt das ganze Jahr Musik, hier:<br />

Teilnehmer des International Chamber Music Campus.<br />

<strong>2017</strong><br />

15


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

Tauberbischofsheim<br />

Boxberg<br />

Bad Mergentheim<br />

Weikersheim<br />

Limes<br />

A81<br />

Würzburg<br />

Osterburken<br />

Krautheim<br />

Dörzbach<br />

Jagst<br />

Mulfingen<br />

Möckmühl<br />

Jagsthausen<br />

Schöntal<br />

Weißbach<br />

Ingelfingen<br />

Forchtenberg<br />

Niedernhall<br />

Künzelsau<br />

Kocher-Jagst-Radweg<br />

Zweiflingen<br />

Kocher<br />

Burgenstraße<br />

Neuenstadt<br />

(Kocher)<br />

Kupferzell<br />

Heidelberg<br />

Mannheim<br />

Karlsruhe<br />

A6<br />

Heilbronn<br />

Neckarsulm<br />

A81<br />

Öhringen<br />

Siebeneich<br />

Bretzfeld<br />

Pfedelbach<br />

Neuenstein<br />

Waldenburg<br />

Braunsbach<br />

Untermünkheim<br />

Obersulm<br />

Stuttgart<br />

Breitenauer See<br />

Michelfeld<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Wüstenrot<br />

Mainhardt<br />

Rosengarten<br />

Michelbach/Bilz<br />

B14 Stuttgart – <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Oberrot<br />

Fichtenberg<br />

Gaildorf<br />

Murrhardt<br />

Kocher<br />

Limes<br />

16 <strong>2017</strong> Grafik: Designbüro Ihro


ÜBERSICHTSKARTE<br />

Niederstetten<br />

Rothenburg o. d. T.<br />

Schrozberg<br />

Burgenstraße<br />

Blaufelden<br />

Langenburg<br />

Gerabronn<br />

Rot am See<br />

Würzburg<br />

Schillingsfürst<br />

Wallhausen<br />

A6<br />

Nürnberg<br />

Kirchberg<br />

(Jagst)<br />

A7<br />

Satteldorf<br />

Ilshofen<br />

Wolpertshausen<br />

Feuchtwangen<br />

Crailsheim<br />

Kreßberg<br />

Vellberg<br />

Frankenhardt<br />

Stimpfach<br />

Fichtenau<br />

Dinkelsbühl<br />

Jagst<br />

Obersontheim<br />

Bühlertann<br />

Ellwangen (Jagst)<br />

Bühlerzell<br />

Sulzbach-Laufen<br />

Füssen<br />

Ulm<br />

Kocher-Jagst-Radweg<br />

Aalen<br />

<strong>2017</strong><br />

17


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

HOHE MAUERN<br />

MIT LANGER GESCHICHTE<br />

Die beiden mittelalterlichen Klöster Schöntal <strong>und</strong> Großcomburg<br />

sind zwei Perlen im <strong>Hohenlohe</strong>r Land <strong>und</strong> laden ihre<br />

Besucher zu einer Reise in die Vergangenheit ein.<br />

Wer sich im idyllischen Jagsttal<br />

aufhält, der fühlt sich des<br />

Öfteren so, als wäre die Zeit<br />

stehengeblieben. Dieses Gefühl verstärkt<br />

sich sogar noch, sobald man die<br />

Anlage des Klosters Schöntal betritt.<br />

In der Zisterzienserabtei aus dem 12.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert begibt man sich auf die<br />

Spuren der Mönche, die hier mehr als<br />

600 Jahre hausten. Viele der zugehörigen<br />

Gebäude sind heute noch erhalten.<br />

So errichteten die Mönche beim<br />

Bau des Klosters im Halbkreis um die<br />

Kirche alle Gebäude, die sie für ein<br />

eigenständiges Wirtschaften benötigten,<br />

wie zum Beispiel Mühle, Bäckerei,<br />

Schlachterei, Fruchtscheuer. Auch ein<br />

Nutzgarten wurde zur Selbstversorgung<br />

angelegt. Heute werden einige<br />

der ehemaligen Wirtschaftsgebäude<br />

immer noch genutzt – allerdings für<br />

andere Zwecke. Das einstige Brauhaus<br />

wurde zum Bildungshaus umfunktioniert,<br />

die Fruchtscheuer ist nun ein<br />

Waldschulheim <strong>und</strong> im ehemaligen<br />

Offiziantenbau sitzt heute die Verwaltung<br />

der Gemeinde Schöntal.<br />

Erlebe auf über 280 m 2 die spannende Geschichte der<br />

ersten Europäischen Jeans-Marke – <strong>und</strong> welche Rolle<br />

sechs Flaschen Schnaps darin spielten. In der Villa der<br />

Gründerfamilie von MUSTANG erwartet Dich Raum für<br />

Raum Wissenswertes, Erstaunliches <strong>und</strong> Amüsantes<br />

r<strong>und</strong> um das Thema Jeans <strong>und</strong> ihre Macher.<br />

Museum für die Zukunft<br />

Austraße 10 · 74653 Künzelsau · Tel. +49 (0) 79 40/125-287<br />

www.mustang-museum.de<br />

Geöffnet von Dienstag - Freitag von 10 - 17 Uhr<br />

Einlass bis eine St<strong>und</strong>e vor Schließung.<br />

An Feiertagen geschlossen.<br />

Hast Du Lust bekommen auf eine neue Jeans von der<br />

ältesten Denim-Marke Europas?<br />

Dann besuche auch unser MUSTANG Outlet in der<br />

Würzburger Straße 48, 74653 Künzelsau<br />

Museum<br />

für die Zukunft


Die Treppenläufe der Neuen Abtei im<br />

Rokoko-Stil gehören zu den prächtigsten<br />

Sehenswürdigkeiten im Kloster Schöntal.<br />

Foto: Staatliche Schlösser <strong>und</strong> Burgen Baden-Württemberg<br />

Auch wenn vieles nicht mehr in derselben<br />

Weise verwendet wird wie im<br />

Mittelalter, so sind die Gebäude doch<br />

noch erstklassig erhalten <strong>und</strong> mit einer<br />

besonderen Atmosphäre behaftet,<br />

die an die Eigenheiten des Klosterlebens<br />

erinnert. Im ehemaligen<br />

Abtszimmer findet man beispielsweise<br />

heute noch eine Geheimtür im<br />

Wandschrank, die es dem Abt erlaubte,<br />

die Gespräche seiner wartenden<br />

Gäste im dahinter liegenden Ordenssaal<br />

zu belauschen. Diese <strong>und</strong> einige<br />

weitere versteckte Schätze wie<br />

das Grabmal Götz von Berlichingens<br />

im Kreuzgang lassen den Besucher<br />

in Schöntal die Vergangenheit hautnah<br />

erleben. Das bereits von Weitem<br />

sichtbare Wahrzeichen des Klosters<br />

allerdings geht nicht auf die Mönche<br />

zurück. Die imposante Doppelturmfassade<br />

der barocken Klosterkirche<br />

entstand erst im 18. Jahrh<strong>und</strong>ert. Die<br />

Ordensvorschriften der Zisterzienser<br />

sahen für das Kloster einst eine<br />

schlichte Kapelle ohne Figuren <strong>und</strong><br />

hohen Turm vor.<br />

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Zauberwald <strong>und</strong> Spielplatz<br />

Im Fichtenauer Ortsteil Wildenstein warten Zauberer <strong>und</strong> Hexen auf ihre<br />

Besucher. Ein besonderer Ausflug mit Wald-Erlebnis <strong>und</strong> tollem Spielplatz.<br />

Wer das imposante Tor mit den wachenden<br />

Zauberern durchschreitet, begibt sich<br />

in eine andere Welt: in einen Wald voller<br />

w<strong>und</strong>ersamer Geschöpfe <strong>und</strong> riesenhafter<br />

Pflanzen, die zum Träumen <strong>und</strong> Staunen<br />

einladen. Der Troll dort im Dickicht, beobachtet<br />

er uns? Und die Zwerge, wohin gehen<br />

die? Wird uns die Hexe erlauben, den<br />

Ring aus riesenhaften Pilzen zu betreten?<br />

Mit einem Besuch im Zauberwald wird der<br />

Wald zum Erlebnisort <strong>und</strong> birgt interessante<br />

Möglichkeiten, um der Fantasie der Kinder<br />

freien Lauf zu lassen.<br />

Spiel <strong>und</strong> Spaß Direkt an den Zauberwald<br />

grenzt der Spielplatz der Riesen an.<br />

Er lädt Groß <strong>und</strong> Klein zum Spielen, Klettern<br />

<strong>und</strong> Entdecken ein. An der Kletterwand<br />

hoch hinaus, über die Rutsche ins Tal,<br />

übers Seil balancieren, in den Ausguck des<br />

Krähennestes oder über die großen Felsen<br />

– all das ist hier möglich. Die Mehrgenerationengeräte<br />

lassen auch die Mütter <strong>und</strong><br />

Väter, die Omas <strong>und</strong> Opas in Bewegung<br />

kommen. Im Ortsteil Matzenbach lädt<br />

der Minigolfplatz am Sportzentrum zu einem<br />

spaßigen Nachmittag ein. Schlag auf<br />

Schlag geht es von Station zu Station.<br />

Rathaus Fichtenau<br />

Hauptstraße 2<br />

74579 Fichtenau-Wildenstein<br />

Tel. 07962 / 892-0<br />

info@fichtenau.de<br />

www.fichtenau.de


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

„<br />

Zu <strong>Hohenlohe</strong> fällt mir insbesondere<br />

der gute Wein<br />

ein. Viele Familienbetriebe<br />

sind im Weinbau tätig.<br />

Sie erhalten eine große<br />

Sortenvielfalt – <strong>und</strong> das<br />

zeichnet den Wein <strong>Hohenlohe</strong>s<br />

aus.<br />

Karl Kronmüller (61)<br />

aus <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

„<br />

Eine prachtvolle Klosterkirche aus<br />

dem Barock kann man aber nicht nur<br />

im Jagsttal bestaunen, sondern auch<br />

im Kloster Großcomburg – oberhalb<br />

des <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>er Stadtteils<br />

Steinbach. Anders als in Schöntal<br />

stammen die drei Türme der dort<br />

herausragenden Stiftskirche St. Nikolaus<br />

aber bereits aus der Romanik<br />

<strong>und</strong> wurden bei der Umgestaltung im<br />

18. Jahrh<strong>und</strong>ert in den Neubau integriert.<br />

Gleiches gilt für den riesigen<br />

goldenen Radleuchter sowie die glänzende<br />

Altarverkleidung im Inneren<br />

der Kirche. Beide stammen aus dem<br />

12. Jahrh<strong>und</strong>ert, sind aber – wie die<br />

gesamte Klosteranlage – noch außergewöhnlich<br />

gut erhalten. Auch die<br />

beiden kleinen, zierlichen Kapellen<br />

St. Erhard <strong>und</strong> St. Michael sowie die<br />

mächtige Ringmauer machen einen<br />

Besuch auf der Anlage des ehemaligen<br />

Benediktinerklosters lohnenswert.<br />

<br />

Michael Bächle<br />

Das Kloster Großcomburg ist eine eindrucksvolle<br />

Erscheinung. Foto: Andreas Scholz<br />

Klöster in Baden-Württemberg<br />

Alle Informationen zu den Klöstern in<br />

<strong>Hohenlohe</strong> <strong>und</strong> Baden-Württemberg<br />

finden Sie unter www.schloesser-<strong>und</strong>gaerten.de/monumente/kloester<br />

Das Land an Kocher, Jagst <strong>und</strong> Tauber bietet neben unberührter<br />

Natur viele unentdeckte Schätze an Kunst <strong>und</strong> Kultur.<br />

Reich geschmückte Kirchen, seltene Kunstsammlungen,<br />

große <strong>und</strong> kleine Museen, Schlösser, Burgen <strong>und</strong> viel<br />

Sehenswertes warten auf Sie.<br />

Der Arbeitskreis „Museen <strong>und</strong> Schlösser in <strong>Hohenlohe</strong>-<br />

Franken“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sie über die<br />

schönsten Sehenswürdigkeiten zwischen Wertheim <strong>und</strong><br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>, Öhringen <strong>und</strong> Feuchtwangen, Osterburken<br />

<strong>und</strong> Rothenburg zu informieren.<br />

Lassen Sie sich kostenlos <strong>und</strong> unverbindlich unsere<br />

Informationsbroschüre zusenden oder besuchen Sie unsere<br />

Website.<br />

Kontakt:<br />

20 <strong>2017</strong>


BLÜHENDES HOHENLOHE<br />

Immer wieder gibt es in <strong>Hohenlohe</strong> neue, innovative Ideen zur<br />

Gestaltung der Tourismusregion. Eines der neuesten Projekte<br />

ist das Park- <strong>und</strong> Gartenparadies <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Der Barockgarten in Langenburg ist besonders<br />

schön. Foto: Schloss Langenburg<br />

Bereits vor der Landesgartenschau<br />

2016 in Öhringen hatte <strong>Hohenlohe</strong><br />

satte Grünflächen, idyllische<br />

Parks <strong>und</strong> eine außergewöhnlich schöne<br />

botanische Landschaft zu bieten.<br />

Eine Landschaft, die für ihre blühende<br />

Pracht, aber über die Regionsgrenzen<br />

hinaus noch nicht genügend Beachtung<br />

gef<strong>und</strong>en hatte. Darin waren sich<br />

die Mitglieder des Vereins „Schlösser<br />

Burgen Gärten Baden-Württemberg“<br />

einig. So wurde 2016 das Park- <strong>und</strong><br />

Garten-Netzwerk <strong>Hohenlohe</strong> ins Leben<br />

gerufen, um den Besuchern die Vielfalt<br />

der Region als ein gebündeltes Angebot<br />

vorstellen zu können.<br />

Dieses Projekt trägt den Namen<br />

„Park- <strong>und</strong> Gartenparadies <strong>Hohenlohe</strong>“<br />

<strong>und</strong> startete im vergangenen<br />

Jahr mit einer gleichnamigen Broschüre,<br />

die in die schönsten Grünanlagen<br />

an Kocher, Jagst <strong>und</strong> Tauber<br />

einlädt. Ob einfache Baumlandschaften,<br />

prächtige Schloss- <strong>und</strong> Burgparks<br />

oder ruhige Klostergärten – für<br />

Botanikliebhaber wird <strong>Hohenlohe</strong> hier<br />

tatsächlich zum Paradies. Highlights<br />

sind unter anderem der Hans-<strong>und</strong>-<br />

Sophie-Scholl-Pfad in Forchtenberg,<br />

der Schlossgarten in Langenburg, der<br />

farbenfrohe Schlossgarten in Weikersheim<br />

sowie der Kurpark Bad Mergentheim.<br />

<br />

Michael Bächle<br />

Anzeige<br />

Ankommen <strong>und</strong> genießen<br />

Wer gerne genießt, sich von prachtvollen Gebäuden mitreißen lässt <strong>und</strong><br />

von unberührter Natur begeistert ist, der ist in Schöntal richtig.<br />

Schöntal bietet in seinen neun Ortschaften<br />

verschiedene Facetten für Erlebnisse aller<br />

Art. Eine Reise durch die Gemeinde führt<br />

auf den Spuren von Adel, Mönchen <strong>und</strong><br />

Spürnasen über alte Burgen, eindrucksvolle<br />

Schlösser, prächtige Kirchen, romantische<br />

Kapellen <strong>und</strong> nicht zuletzt die imposante<br />

Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei.<br />

Diese Anziehungspunkte locken<br />

ins herrliche Jagsttal <strong>und</strong> sorgen dafür,<br />

dass Jung <strong>und</strong> Alt auf ihre Kosten kommen.<br />

Mit allen Sinnen erleben Klare Bäche,<br />

die wildromantische Jagst, Auen <strong>und</strong><br />

Wälder laden zum Verweilen in der Natur<br />

ein. Selbst für den Gaumen bietet die Natur<br />

ein Vergnügen: Sonne, Muschelkalkböden<br />

<strong>und</strong> das besondere Klima lassen<br />

in den Weinbergen edlen Wein heranreifen.<br />

Auch Begeisterte von Sport <strong>und</strong> Bewegung<br />

kommen in Schöntal nicht zu kurz.<br />

Radtouren, Wanderungen oder Kanutouren<br />

garantieren einen aktiven Urlaub. Interessante<br />

Spielplätze bieten Kindern zudem<br />

Platz, um sich auszutoben. Genuss <strong>und</strong> Erholung<br />

werden in der Gemeinde großgeschrieben.<br />

Sie verbindet Kunst <strong>und</strong> Kultur<br />

auf höchstem Niveau. Die traditionsreiche<br />

Gastronomie verwöhnt Besucher mit heimischen<br />

Spezialitäten.<br />

Infos <strong>und</strong><br />

Kartenmaterial<br />

bei der<br />

Gemeinde Schöntal<br />

Klosterhof 1<br />

74214 Schöntal<br />

Tel. 07943 / 91000<br />

www.schoental.de<br />

info@schoental.de


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Noch heute ständiger Wohnsitz der Fürstenfamilie<br />

zu <strong>Hohenlohe</strong>-Langenburg.<br />

Fotos: Schloss Langenburg<br />

Schloss Langenburg,<br />

das Ausflugsziel für die ganze Familie!<br />

Hoch über dem idyllischen Jagsttal, inmitten des <strong>Hohenlohe</strong>r Landes, liegt<br />

Schloss Langenburg, eines der schönsten Schlösser Süddeutschlands.<br />

Das großartige Flair von Schloss Langenburg<br />

lässt sich auf vielfältigste Weise<br />

entdecken. Ob Groß oder Klein, Jung<br />

oder im besten Alter: Hier wartet<br />

jede Menge Sehens-, Wissens<strong>und</strong><br />

Erlebenswertes.<br />

Schlossanlage<br />

<strong>und</strong> Museum<br />

Bekannt als Juwel der<br />

Renaissancebaukunst ist<br />

das Schloss noch heute<br />

Wohnsitz der fürstlichen<br />

Familie zu <strong>Hohenlohe</strong>-<br />

Langenburg. Es bestehen enge verwandtschaftliche<br />

Beziehungen zu europäischen<br />

Königs- <strong>und</strong> Adelshäusern<br />

<strong>und</strong> der ein oder andere<br />

royale Gast beehrte<br />

bereits Schloss<br />

Langenburg mit<br />

seinem Besuch.<br />

Das Schlossmuseum<br />

bietet<br />

abwechslungsreiche<br />

<strong>und</strong> spannende<br />

Einblicke<br />

in die Wohn- <strong>und</strong><br />

Lebenskultur<br />

früherer<br />

Tage. Je<br />

<strong>nach</strong> Führung<br />

kann<br />

man Privatgemächer<br />

bew<strong>und</strong>ern<br />

oder einfach<br />

nur den amüsanten<br />

Anekdoten der Führer<br />

lauschen. Ein ganz besonderes Highlight<br />

ist der prächtige <strong>und</strong> schöne<br />

Renaissance-Innenhof, der mit seiner einzigartigen<br />

Akustik zu Deutschlands be-<br />

22 <strong>2017</strong>


deutendsten Schlosshöfen<br />

gehört.<br />

www.schlosslangenburg.de<br />

Deutsches<br />

Automuseum<br />

Im ehemaligen Marstall von<br />

Schloss Langenburg ist das Deutsche<br />

Automuseum beherbergt. Durch die Unterstützung<br />

bedeutender Automobilhersteller<br />

sowie deren Zulieferfirmen,<br />

gelingt es dem Museum ständig wechselnde<br />

Ausstellungen <strong>nach</strong><br />

Langenburg zu holen <strong>und</strong><br />

damit immer wieder<br />

aufs Neue die Herzen<br />

der Autofans<br />

höher schlagen<br />

zu lassen. Unter<br />

dem Motto:<br />

„Menschen, Autos<br />

& Geschichte“<br />

stehen sowohl<br />

Persönlichkeiten<br />

der Automobil-, Motorrad-<br />

<strong>und</strong> Zulieferindustrie<br />

als auch Raritäten<br />

aus Chrom <strong>und</strong> Blech im Mittelpunkt.<br />

Besonderer Wert wird auf die<br />

Anfänge der Mobilität in <strong>Hohenlohe</strong><br />

gelegt.<br />

www.deutsches-automuseum.de<br />

Waldkletterpark <strong>Hohenlohe</strong><br />

Inmitten eines im 18. Jahrh<strong>und</strong>ert auf<br />

Schloss Langenburg angelegten Landschaftsparks<br />

liegt der Waldkletterpark<br />

<strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Die acht Fun-Parcours<br />

in unterschiedlichen<br />

Schwierigkeitsstufen<br />

<strong>und</strong> die<br />

über 90 Kletter-Elemente<br />

bieten Spaß<br />

<strong>und</strong> Abenteuer<br />

für Jung <strong>und</strong><br />

Alt. Selbst Kinder<br />

können bereits ab<br />

einem Alter von<br />

sechs Jahren in Begleitung<br />

der Eltern<br />

ihr Geschick unter<br />

Beweis stellen. Alle,<br />

die lieber dem bunten<br />

Treiben zuschauen<br />

möchten, können dies auf<br />

der großzügigen Terrasse tun.<br />

www.waldkletterpark-hohenlohe.de<br />

Fürstliche Gartentage<br />

Jährlich am ersten Septemberwochenende<br />

verwandelt sich<br />

Schloss Langenburg in ein<br />

Mekka für Gartenliebhaber.<br />

170 exklusive<br />

Aussteller präsentieren<br />

individuelle Ideen<br />

für den Garten <strong>und</strong><br />

stilvolles Wohnen.<br />

Mit umfangreichem<br />

Rahmenprogramm<br />

<strong>und</strong> regionaler Gastronomie<br />

ein echtes Fest für<br />

die Sinne.<br />

www.garten-schloss-langenburg.de<br />

Schlosscafé im Rosengarten<br />

Mit einem traumhaften Ausblick <strong>und</strong> der<br />

einzigartigen Lage hoch über dem Jagsttal<br />

ist das Schlosscafé eines der schönsten<br />

Cafés in der Region. Herrliche Kaffeespezialitäten,<br />

Kuchen <strong>und</strong> Torten aus<br />

eigener Bäckerei, aber auch zahlreiche herzhafte<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Spezialitäten <strong>und</strong><br />

Gerichte sorgen für die genussvolle<br />

Abr<strong>und</strong>ung Ihres Schlossaufenthaltes.<br />

www.schlosscafe-langenburg.de<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.<br />

Philipp Fürst zu <strong>Hohenlohe</strong>-Langenburg<br />

museum@schlosslangenburg.de<br />

www.schloss-langenburg.de<br />

erlebnis@deutsches-automuseum.de<br />

www.deutsches-automuseum.de<br />

Gästeservice Schloss- <strong>und</strong> Automuseum<br />

Tel. 07905 / 9419034<br />

Tagesgenaue Öffnungszeiten finden Sie<br />

auf unserer Website.<br />

Auf Anfrage <strong>und</strong> für Gruppen öffnen die<br />

Museen auch außerhalb der Öffnungszeiten.<br />

klettern@waldkletterpark-hohenlohe.de<br />

www.waldkletterpark-hohenlohe.de<br />

Tel. 07905 / 9419033<br />

Öffnungszeiten in den Schulferien (BW)<br />

Mo. – So. 10.00 – 18.00 Uhr<br />

Außerhalb der Ferien (BW)<br />

Fr. 13.00 – 18.00 Uhr<br />

Sa. – So. 10.00 – 18.00 Uhr<br />

Auf Anfrage <strong>und</strong> für Gruppen öffnen wir<br />

auch außerhalb der Öffnungszeiten.<br />

kontakt@schlosscafe-langenburg.de<br />

www.schlosscafe-langenburg.de<br />

Tel. 07905 / 940540<br />

www.schloss-langenburg.de<br />

<strong>2017</strong><br />

23


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

ALS DER<br />

REGEN KAM<br />

Der Abend des 29. Mai 2016 wird in <strong>Hohenlohe</strong><br />

noch vielen Menschen im Gedächtnis sein.<br />

Es war jener Sonntagabend, an dem viel zu<br />

viel Regen Gemeinden verwüstet, Menschen<br />

obdachlos gemacht <strong>und</strong> sogar Leben zerstört<br />

hat. In Weißbach ist an diesem Abend ein<br />

Mann gestorben.<br />

Zuerst hat es nur geregnet. Es hätte ein normaler frühsommerlicher<br />

Regenguss sein können. Dann wurde<br />

dieser allerdings immer stärker. Es fing an zu schütten.<br />

Die ersten Keller liefen voll. Dann nahm das Unglück seinen<br />

Lauf. Ein 60 Jahre alter Mann ist im hohenlohischen Weißbach<br />

ums Leben gekommen. Er befand sich in einer überschwemmten<br />

Tiefgarage. Bäche traten über die Ufer, Autos<br />

wurden weggeschwemmt, Bäume entwurzelt. Durch mehrere<br />

Städte <strong>und</strong> Dörfer in <strong>Hohenlohe</strong> schob sich eine Sturzflut<br />

<strong>und</strong> hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Fotos <strong>und</strong><br />

Videos verbreiteten sich sofort über die sozialen Medien.<br />

Alle möglichen Einsatzkräfte wurden mobilisiert. Sie haben<br />

alles getan, was in ihrer Macht stand.<br />

Auch die nächsten Tage war die Region von dem Wasser<br />

gezeichnet. Manche Firmen konnten montags nicht<br />

öffnen, da den Mitarbeitern der Weg versperrt war oder<br />

sie selbst überflutet wurden. Andere Firmen stellten Mitarbeiter<br />

frei, damit diese bei den Aufräumarbeiten in den<br />

Gemeinden helfen konnten. Zig Autos mussten verschrottet,<br />

zig Häuser wegen Einsturzgefahr abgerissen werden.<br />

Geröll <strong>und</strong> Felsen, wohin man blickt: Die Gemeinde Braunsbach<br />

hatte es im Jahr 2016 schwer getroffen. Foto: Ufuk Arslan<br />

24 <strong>2017</strong><br />

Eine Gemeinde wurde von den Medien besonders beäugt.<br />

Braunsbach mit seinem Teilort Steinkirchen hat es<br />

im Südwesten Deutschlands am stärksten getroffen. Die<br />

Bilder gingen um die ganze Welt. Vom einen Tag auf den<br />

anderen war aus der beschaulichen Kochertalgemeinde<br />

ein Trümmerfeld geworden. Viele Menschen standen vor<br />

dem Nichts. Grobe Prognosen haben den Schaden allein<br />

hier auf 104 Millionen Euro geschätzt. Aber eines war in<br />

der gesamten Region zu spüren: die Hilfsbereitschaft.<br />

„Wir haben Essen, Schaufeln, Schubkarren, Getränke <strong>und</strong><br />

einiges mehr bekommen“, erklärte Braunsbachs Bürger-


meister Frank Harsch. Auch an finanziellen Spenden <strong>und</strong><br />

ehrenamtlichen Helfern hat es nicht gemangelt. Die Region<br />

hat zusammengehalten.<br />

TOURISTEN HABEN KEINEN NACHTEIL<br />

Wer heute <strong>nach</strong> Braunsbach fährt, wird noch Spuren der<br />

Starkregenfälle entdecken können. „Wir müssen von einem<br />

Wiederaufbau sprechen. Das wird sicher drei bis vier<br />

Jahre dauern, bis alles erledigt ist“, erklärte Harsch 2016.<br />

Wolpertshausen-Cröffelbach, Weißbach, Forchtenberg,<br />

Niedernhall <strong>und</strong> Ingelfingen sind weitere Gemeinden,<br />

die mit den Wassermassen sowie dem Schlamm <strong>und</strong> Geröll<br />

im vergangenem Jahr zu kämpfen hatten. In Künzelsau<br />

war vor allem die Innenstadt betroffen. Hier wurden<br />

Geschäfts- <strong>und</strong> Verkaufsräume verwüstet. Auch hier habe<br />

man die Hilfsbereitschaft <strong>und</strong> die Solidarität unter den<br />

Menschen sehr gespürt, sagte Bürgermeister Stefan Neumann.<br />

Aber alle sind bemüht, dass Urlauber von Schäden<br />

nicht betroffen sind. „Es ist unser Bestreben, dass alles<br />

funktioniert. Touristen haben keinen Nachteil“, betonte<br />

Neumann. Der berichtete, dass der Kocher-Jagst-Radweg<br />

in Künzelsau zwar überflutet war, es jedoch keine baulichen<br />

Schäden gab. <br />

Anja Gladisch<br />

Das Wasser ist überall. Keller laufen voll <strong>und</strong> bringen Massen<br />

von Schlamm mit sich. Foto: Ufuk Arslan<br />

Das Herz des Oberen Bühlertals<br />

• Staatlich anerkannter<br />

Erholungsort<br />

• Top Infrastruktur mit<br />

Schulzentrum/Haus der Bildung<br />

• Kultur- <strong>und</strong> Sportzentrum<br />

Bühlertalhalle<br />

• Attraktives Wohnen ab 49 c /m²<br />

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Freizeitmöglichkeiten<br />

• Reges Vereins- <strong>und</strong><br />

Gemeindeleben<br />

• Renommierte Gaststätten<br />

• Fast<strong>nach</strong>tshochburg<br />

Gemeindeverwaltung Bühlertann<br />

Hauptstraße 12<br />

74424 Bühlertann<br />

Telefon 07973-9 69 60<br />

Telefax 07973-96 96 33<br />

www.buehlertann.de<br />

Unterwegs im Oberen Bühlertal<br />

Ruhe <strong>und</strong> Erholung pur – das verspricht ein Aufenthalt<br />

im Oberen Bühlertal.<br />

Die hervorragende Gastronomie, die reine Luft, die<br />

hohe Sonnenscheinquote <strong>und</strong> zahlreiche Erholungseinrichtungen<br />

bieten ideale Voraussetzungen, um richtig<br />

auszuspannen.<br />

Die beiden Gemeinden Bühlerzell <strong>und</strong> Bühlertann liegen<br />

idyllisch im Tal der Bühler zwischen den Limpurger <strong>und</strong><br />

den Ellwanger Bergen direkt an der Deutschen Ferienroute<br />

Alpen-Ostsee. In der teilweise unter Landschaftsoder<br />

Naturschutz stehenden Landschaft finden Radfahrer<br />

<strong>und</strong> Wanderer w<strong>und</strong>erschöne Wege, oft als<br />

Themenwege ausgeschildert <strong>und</strong> mit Anschluss an den<br />

beliebten Bühlertalradweg beziehungsweise den Bühlertalwanderweg.<br />

Die Lourdes-Grotte bei Bühlerzell oder die spätstaufische<br />

Tannenburg mit ihrer hübschen Kapelle im Burghof sind<br />

dabei lohnenswerte Ausflugsziele.<br />

Auch in der fünften Jahreszeit lohnt sich ein Besuch<br />

beider Gemeinden mit ihren überwältigenden, farbenfrohen<br />

Fast<strong>nach</strong>tsumzügen.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />

im Oberen Bühlertal!<br />

Staatlich anerkannter<br />

Erholungsort<br />

Herrliche Landschaft<br />

mit über 200 km<br />

ausgeschilderten Rad<strong>und</strong><br />

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Heilberger Str. 4<br />

74426 Bühlerzell<br />

Tel. 0 79 74/93 90-0<br />

Fax 0 79 74/93 90-22<br />

e-mail: info@buehlerzell.de<br />

Internet: www.buehlerzell.de


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

WER RASTET, DER BETET<br />

Wer verreist, kennt das: Vielen geht es darum, möglichst<br />

schnell ans Ziel zu kommen. Doch es lohnt, sich Zeit zu<br />

nehmen – etwa an der Christopheruskapelle an der A6.<br />

Ich habe ein kleines Gebet gesprochen<br />

<strong>und</strong> zwei Kerzen angezündet“,<br />

sagt Martin Braun. Er hat mit seiner<br />

Familie, auf dem Weg in den Süden,<br />

an der Christopheruskapelle Rast gemacht.<br />

Der Kaiserslauterner sei oft beruflich<br />

bedingt auf der A6 unterwegs,<br />

aber das Schild mit dem Hinweis zur<br />

Kapelle hat er erst dieses Mal entdeckt.<br />

Die Gegend, in der er sich gerade aufhält<br />

– <strong>Hohenlohe</strong> – kennt er nicht wirklich.<br />

So geht es vielen, die an diesem<br />

heißen Freitag<strong>nach</strong>mittag am Rastplatz<br />

zu Füßen der Kapelle Rast machen.<br />

Soeben haben sie die höchste<br />

Autobahnbrücke Deutschlands passiert.<br />

Viele sind auf der Durchreise.<br />

Die dreiköpfige Familie Hopp nimmt<br />

sich nur eben die Zeit, die Kofferraumklappe<br />

zu öffnen <strong>und</strong> ein Weckle<br />

mit Salami zu essen. Sie kommen aus<br />

Stuttgart <strong>und</strong> machen einen Kurztrip<br />

<strong>nach</strong> Tschechien. <strong>Hohenlohe</strong>, was<br />

sich vor ihrer Stadt ausbreitet, kennen<br />

sie ein bisschen, manchmal fahren<br />

sie <strong>nach</strong> Crailsheim oder <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> zum Kaffee trinken.<br />

Das Ehepaar Sieling sitzt mit ihrem<br />

BESUCHEN SIE DIE<br />

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DAS PERFEKTE AUSFLUGSZIEL FÜR JUNG UND ALT<br />

Aus Hektik <strong>und</strong> Licht des Alltags in die 200 Millionen Jahre alte abgeschiedene Welt<br />

des Salzes. Möglich wird dies <strong>nach</strong> der Fahrt in 180 Meter Tiefe des Salzbergwerks<br />

Bad Friedrichshall.<br />

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E-Mail: info@salzwelt.de • www.salzwelt.de<br />

26 <strong>2017</strong>


drei Monate alten Säugling auf einer<br />

Bank <strong>und</strong> picknickt. Wo sie hier sind,<br />

wissen sie nicht so genau. Sie kommen<br />

aus Karlsruhe. Ihr nächstes Ziel<br />

ist Ansbach. Und letztlich wollen sie<br />

<strong>nach</strong> Berlin. Sie haben schon einen<br />

Rastplatz vorher angehalten, aber<br />

weil es keinen Schatten gab, sind sie<br />

weiter gefahren. Hier sind sie vom<br />

Kirchlein überrascht worden. „Ich<br />

werde gleich mal reingehen“, sagt<br />

die junge Mutter, „sie hat so schöne<br />

bunte Fenster.“<br />

Die Christopheruskapelle an der A6 wurde im April 2014 eingeweiht. Das kleine<br />

Gotteshaus ist in Form eines Fisches gebaut. Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

„Zufall“, nennt es auch die Essenerin,<br />

die mit ihren drei Kindern <strong>und</strong><br />

ihrem Mann auf dem Weg in die Toskana<br />

ist. Sie haben gebetet für eine<br />

gute Weiterfahrt.<br />

An der Autobahn einen Platz der<br />

Ruhe <strong>und</strong> Einkehr zu haben, das gefällt<br />

vielen Reisenden. Im Gästebuch<br />

der Kirche loben die Besucher diesen<br />

stillen Ort. „Herr Jesus, so eine schöne<br />

Kapelle an der Autobahn habe<br />

ich noch nicht gesehen“, steht da<br />

– offenbar von einer Frau geschrieben.<br />

Viele Einblicke in verschiedene<br />

Leben werden hier festgehalten. Jemand<br />

erzählt, dass er soeben die Notarztprüfung<br />

bestanden hat. Er bittet<br />

Gott, ihn zu den Menschen zu begleiten,<br />

die ihm anvertraut werden.<br />

Fast täglich schreiben Menschen ins<br />

Buch, auf deutsch, französisch, englisch,<br />

polnisch, alles ist dabei. „Segne<br />

Deutschland, Europa <strong>und</strong> die ganze<br />

Welt“, schreibt Selma aus Columbien.<br />

„Danke für die Möglichkeit, an diesem<br />

Highway zu Gott beten zu können“,<br />

so Peter aus Australien. sasch<br />

Wir schaffen Verbindungen <strong>und</strong> sind Ihr Wegbereiter.<br />

Parkfläche mit Stromtankstelle<br />

Liegt unsere Zukunft<br />

eigentlich auf der Straße?<br />

Und wie kann ich das<br />

er-leben & er-fahren?<br />

Antworten darauf bekommst Du in Der<br />

Bauschule – <strong>und</strong> das macht richtig Spaß, denn<br />

Du kannst selber zu Kelle <strong>und</strong> Schaufel greifen<br />

<strong>und</strong> sogar einen Bagger bedienen. Eine tolle<br />

Idee für Deinen Kindergeburtstag, das Fe rien -<br />

programm oder als Begleitprogramm zum Thema<br />

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Tel. 0 79 41/91 26 - 0, Bauschule@schneider-bau.de<br />

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Tel. 0 93 43/62 00 - 0<br />

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Tel. 0 71 31 / 94 43 - 0<br />

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<strong>2017</strong><br />

27


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

DIE VERGANGENHEIT<br />

RETTEN<br />

Mit dem Projekt „Scheune sucht Fre<strong>und</strong>“ hat<br />

man in Niedernhall Kreativität <strong>und</strong> Liebe für<br />

das Alte bewiesen. Geschichtsträchtige Scheunen<br />

werden zu Wohnhäusern umgebaut.<br />

Wer stellt sich die Frage nicht? – Was passiert mit<br />

den alten Scheunen, die heute keinen Nutzen mehr<br />

haben <strong>und</strong> an denen der Zahn der Zeit bedrohlich<br />

knabbert? In Niederhalls denkmalgeschützter Altstadt stehen<br />

r<strong>und</strong> 30 Scheunen <strong>und</strong> drei Keltern. In den meisten liegt<br />

nur noch Gerümpel oder es steht ein alter Traktor darin.<br />

Das Landesamt für Denkmalpflege stellte vier Architekten<br />

die Aufgabe, für zehn dieser Scheunen Ideen zu entwickeln,<br />

sie zu beleben <strong>und</strong> den Menschen schmackhaft zu<br />

machen. Und wer weiß, vielleicht finden sich neue Fre<strong>und</strong>e<br />

für die alten Veteranen. Die Architektenhirne von Erhard<br />

Demuth (Künzelsau), Sabine Reinosch (Öhringen),<br />

Hansjörg Stein (<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>) <strong>und</strong> Max Stemshorn<br />

(Ulm) sprudeln vor Wiederbelebungsversuchen. Eine<br />

Scheune wird zur Fahrradwerkstatt. Praktisch, denn sie<br />

liegt gleich am Kocher-Jagst-Radweg. Oder sie wird ein<br />

Ferienhäuschen mit großzügigen Räumen, einer offenen<br />

Gestaltung <strong>und</strong> einer Wendeltreppe mittendrin. Eine andere,<br />

die besonders hoch ist, könnte ein Kinderhaus wer-<br />

In Niedernhall werden leerstehende Scheunen zu<br />

hochwertigen Wohnungen umgebaut. Damit bewahrt<br />

man das Alte in der Stadt. Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

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Untermuenkheim.de<br />

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28 <strong>2017</strong>


den, die niedrige Zwischendecke ist für die Zwerge kein<br />

Problem. Ein Bürohaus mit Wohlfühlklima im loftartigen<br />

„Denkraum“ schlagen die Architekten außerdem vor. Drei<br />

Scheunen, die nebeneinander stehen, werden zur Wohnung<br />

über zwei Scheunen. Die dritte, schmale, wird als<br />

Treppenhaus genutzt. Im Erdgeschoss parken die Autos.<br />

Auch vorstellbar sei eine helle Künstleratelierwohnung,<br />

belichtet durch Lamellenfenster im Dach.<br />

„Statt Wein fließt Schweiß“ schlagen die Scheunenfre<strong>und</strong>e<br />

für eine ehemalige Kelter vor. Sport treiben im historischen<br />

Ambiente sei doch eine schöne Alternative zur<br />

„Muckibude im Gewerbegebiet“. In Städten gibt es zu<br />

wenig Parkraum, warum also nicht eine Scheune zur Garage<br />

umfunktionieren? Eine schwer zu belichtende Scheune<br />

könnte ein Musikproberaum werden oder ein Fotostudio.<br />

Natürlich bietet sich auch an, eine Scheune für die Gastronomie<br />

zu nutzen. Passend zur Scheunenatmosphäre stellen<br />

die Planer sich eine kleine Weinstube vor.<br />

Achim Beck, Bürgermeister in Niedernhall, ist begeistert<br />

von dem „innovativen Projekt“. Er sieht es als Auftrag der<br />

Kommunen, Lösungen für die Belebung der Ortskerne zu<br />

suchen. So versucht Niedernhall seine schöne Altstadt –<br />

in der mehr als 30 noch genutzte <strong>und</strong> ungenutzte Scheunenbauwerke<br />

stehen – umzugestalten <strong>und</strong> die Altstadt<br />

damit attraktiver zu machen. Die Scheunen seien zum Teil<br />

in Privatbesitz, aber auch im Besitz der Stadt. Letztere<br />

können gr<strong>und</strong>sätzlich verkauft werden. Es werden aber<br />

auch Scheunen in Privatbesitz an Interessenten verkauft.<br />

PILATES AUF DEM HEUBODEN<br />

„Bei der Scheune stellte sich die Frage: Abriss oder Sanierung?“,<br />

sagt Alexander Hemming. Er <strong>und</strong> seine Frau Simone<br />

aus Stetten bei Frankenhardt haben ihre alte Scheuer<br />

gerettet. Die Idee hatte die Pilatestrainerin bei dem<br />

Wunsch, eine schöne Umgebung für den Sport zu schaffen.<br />

Aus der 220 Quadratmeter großen Scheune, wird nun<br />

eine Sportscheune mit drei unterschiedlich großen Trainingsräumen,<br />

Umkleide- <strong>und</strong> Sanitärräumen. Hier möchte<br />

Simone Hemming Kurse anbieten. Und auch andere Tanzoder<br />

Sportgruppen können die Räume mieten. „Ich stelle<br />

mir ein buntes Miteinander vor: Vom Bauchtanz für Kinder<br />

bis zum Entspannungskurs für gestresste Manager ist<br />

hier Platz für vieles“, sagt Hemming. Sonja Alexa Schmitz<br />

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Das Tor <strong>nach</strong> <strong>Hohenlohe</strong><br />

Die im idyllischen Jagsttal gelegene Gemeinde Jagsthausen bietet Kulturgenuss<br />

<strong>und</strong> Erholung in der Natur.<br />

Die einzigartige Verbindung von Kultur<br />

<strong>und</strong> Natur macht den besonderen Reiz<br />

der Gemeinde Jagsthausen aus. Jagsthausen<br />

ist der Geburtsort des Ritters Götz von<br />

Berlichingen, dem von Johann Wolfgang<br />

von Goethe ein literarisches Denkmal gesetzt<br />

wurde. Seit 1949 wird auf der historischen<br />

Götzenburg alljährlich im Sommer<br />

Goethes „Götz von Berlichingen“ aufgeführt.<br />

Auf dem Programm der Burgfestspiele<br />

Jagsthausen stehen zudem weitere<br />

Schauspiele, Musicals <strong>und</strong> Kinderstücke.<br />

Das Schlossmuseum zeigt die berühmte<br />

„eiserne Hand“ des Götz von Berlichingen<br />

im Original.<br />

Vielseitigkeit Ergänzt wird das kulturelle<br />

Angebot durch die römische Geschichte<br />

der Gemeinde, die im Freilichtmuseum<br />

Römerbad <strong>und</strong> im Museum im Alten Rathaus<br />

zu bestaunen ist. Durch das Jagsttal<br />

schlängelt sich der Kocher-Jagst-Radweg,<br />

der zum gemütlichen Radeln einlädt. R<strong>und</strong><br />

um die Gemeinde gibt es zahlreiche kürzere<br />

Spazierwege <strong>und</strong> längere Wanderwege,<br />

die einen herrlichen Ausblick über das<br />

Jagsttal ermöglichen. Die Gastronomie mit<br />

Biergärten inmitten des historischen Ambientes<br />

lädt ebenfalls zum Verweilen ein.<br />

Sind Sie neugierig geworden? Die Gemeinde<br />

versorgt sie gerne mit weiteren Informationen.<br />

Gemeinde Jagsthausen<br />

Hauptstraße 3<br />

74249 Jagsthausen<br />

Tel. 07943 / 9101-0<br />

www.jagsthausen.de<br />

info@gemeinde.jagsthausen.de<br />

www.facebook.com/GemeindeJagsthausen


LAND DER BURGEN, SCHLÖSSER UND KLÖSTER<br />

Der Limes im Bereich Cappel bleibt auch <strong>nach</strong> der Landesgartenschau erhalten. Fotos: Landesgartenschau Öhringen, Lydia-Kathrin Hilpert<br />

EWIGE LAGA-STADT<br />

Die Landesgartenschau in Öhringen hat im Jahr 2016 ganz<br />

<strong>Hohenlohe</strong> in Atem gehalten. Auch jetzt sind noch viele<br />

Spuren von der Veranstaltung sichtbar.<br />

Öhringen wird von nun an eine ewige Landesgartenschau-Stadt<br />

sein. Auch wenn wir alle, die daran beteiligt<br />

waren, nicht mehr da sind, wird man wissen,<br />

dass im Jahr 2016 eine Laga bei uns stattgef<strong>und</strong>en hat“, sagt<br />

Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler sichtlich zufrieden.<br />

„Und man wird sich gerne daran zurückerinnern“, ist<br />

das Stadtoberhaupt überzeugt.<br />

Die Veranstaltung, die im vergangenen Jahr stattgef<strong>und</strong>en<br />

hat, hat in <strong>Hohenlohe</strong> viel bewegt – nicht nur in Öhringen.<br />

Für ganze 171 Tage stand das Städtchen im <strong>Hohenlohe</strong>kreis<br />

Kopf. Über 1,3 Millionen Besucher waren wegen der<br />

Blumenschau <strong>nach</strong> Öhringen gekommen. Und obwohl die<br />

Landesgartenschau seit Oktober 2016 vorüber ist, wirkt<br />

sie auch heute noch <strong>nach</strong>. Die Spuren sind auch ein Jahr<br />

Klostercafé<br />

A. Hofmann OHG<br />

Klosterhof 15<br />

74214 Schöntal<br />

Tel. 07943 / 608<br />

zum Relaxen ein!<br />

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Kuchen <strong>und</strong> Torten aus Meisterhand<br />

genießen, die Seele so richtig baumeln lassen, all das<br />

können Sie in unserem Café, auf unserer Terrasse oder im Klosterhof.<br />

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Wir laden Sie<br />

Mo.: Ruhetag · Di. – Fr. + So. 9.00 – 18.00 Uhr · Sa. 8.00 – 18.00 Uhr<br />

30 <strong>2017</strong>


später noch zu sehen. Denn vieles ist von diesem Großevent<br />

erhalten geblieben – ganz bewusst. „Uns war von<br />

vornherein sehr wichtig, dass die Landesgartenschau<br />

möglichst <strong>nach</strong>haltig geplant <strong>und</strong> ausgerichtet<br />

ist“, betont der Oberbürgermeister.<br />

NACHHALTIGE STADTENTWICKLUNG<br />

Nicht nur der historische Hofgarten,<br />

der jetzt in neuem Glanz<br />

erstrahlt, ist für Besucher weiterhin<br />

zugänglich. Auch die<br />

drei Kinderspielplätze, die<br />

Wege, der Limes, der Landschaftspark,<br />

die Aktionsflächen<br />

– alles bleibt erhalten.<br />

Besonders für Kinder <strong>und</strong> Jugendliche<br />

ist auch <strong>nach</strong> der Landesgartenschau<br />

viel geboten: Der Landkreispavillon,<br />

indem sich über die 171 Tage hinweg<br />

der gesamte <strong>Hohenlohe</strong>kreis mit all seinen Gemeinden<br />

präsentiert hat, wird zum Jugendhaus umgestaltet. Der<br />

Skaterpark bleibt ebenso. Der Kletterturm, ein Projekt<br />

des Laga-Fre<strong>und</strong>eskreises, wird von nun an vom Deutschen<br />

Alpenverein weiter betrieben.<br />

„Die Stadt Öhringen hat außerdem die <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Scheune gekauft“, erklärt<br />

Michler. Über die Zeit der Laga hatten<br />

sich hier die Landfrauen aus<br />

<strong>Hohenlohe</strong> präsentiert, Kuchen<br />

<strong>und</strong> Kaffee angeboten. „In den<br />

Monaten von Mai bis Oktober<br />

soll hier sonntags regelmäßig<br />

bewirtet werden.“ Michler<br />

denkt an die Zusammenarbeit<br />

mit lokalen Weinproduzenten.<br />

Gleiches<br />

gilt für den Ohrnstrand <strong>und</strong><br />

die dazugehörige Cocktailbar. Sie<br />

wird vom Schwimmbadbetreiber<br />

weiterhin am Leben gehalten.<br />

So können Öhringer <strong>und</strong> Besucher auch <strong>nach</strong> der Landesgartenschau<br />

die Früchte der Veranstaltung ernten<br />

– <strong>und</strong> genießen. Lydia-Kathrin Hilpert<br />

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Vellberg entdecken<br />

Vellberg hat viel zu bieten: historische Sehenswürdigkeiten, idyllische<br />

Natur, Rad- <strong>und</strong> Wanderwege, Kunst unter freiem Himmel.<br />

Eine gewaltige Stadtmauer mit Bastion,<br />

Türmen <strong>und</strong> Toren umgibt die mittelalterliche<br />

Kulisse von Vellberg. Auf einem<br />

Bergsporn hoch über der Bühler liegt die<br />

Altstadt mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern,<br />

imposanten Wehrtürmen<br />

<strong>und</strong> einem unterirdischen Wehrgang. Dieser<br />

ist durch Renovierung gut erhalten<br />

<strong>und</strong> somit einzigartig in Süddeutschland.<br />

Bei Ausgrabungen wurde im Steinbruch in<br />

Vellberg-Eschenau die älteste Schildkröte<br />

der Welt entdeckt: Das Fossil einer 240 Millionen<br />

Jahre alten Ur-Schildkröte. Eine Kopie<br />

davon ist im Heimatmuseum zu sehen.<br />

Freizeitspaß In Vellberg gibt es neben<br />

historischen Bauten viele Freizeitmöglichkeiten.<br />

Auf zahlreichen Rad- <strong>und</strong> Wanderwegen<br />

lädt das schöne Bühlertal zum<br />

Genießen <strong>und</strong> Erk<strong>und</strong>en ein. An heißen Tagen<br />

bietet das Mineralfreibad mit reinem<br />

Quellwasser die perfekte Erfrischung. Aufgr<strong>und</strong><br />

der Lage ist das solarbeheizte Freibad<br />

eine Perle im Bühlertal. Nach Sanierungsmaßnahmen<br />

im Jahr 2016 haben<br />

auch Menschen mit Behinderung bessere<br />

Möglichkeiten, das Bad zu nutzen. Immer<br />

am ersten Juliwochenende feiert Vellberg<br />

sein traditionelles Weinbrunnenfest. <strong>2017</strong><br />

findet das 50. Weinbrunnenfest mit umfangreichem<br />

Programm vom 30. Juni bis<br />

2. Juli statt.<br />

Kunst <strong>und</strong> Kulisse<br />

Stadt Vellberg<br />

Im Städtle 28, 74541 Vellberg<br />

Tel. 07907 / 8770, www.vellberg.de


DIE UNGEWÖHNLICHSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

EIN LANDSTRICH VOLLER<br />

BESONDERHEITEN<br />

Langeweile kommt im <strong>Hohenlohe</strong>r Land so schnell nicht auf.<br />

Nicht nur, weil man hier ausgezeichnet radeln <strong>und</strong> wandern<br />

kann, sondern weil <strong>Hohenlohe</strong> selbst allerlei Ungewöhnliches zu<br />

bieten hat.


Die Anhäuser Mauer steht verlassen auf<br />

einem Feld in der Nähe der Gemeinde<br />

Satteldorf. Sie ist der Rest einer Klosteranlage<br />

<strong>und</strong> zählt zweifelsohne zu den Besonderheiten<br />

<strong>Hohenlohe</strong>s. Foto: Lydia-Kathrin Hilpert


DIE UNGEWÖHNLICHSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

Wie im Märchen: Die Burgruine<br />

Krautheim gehört zum Schönsten, was<br />

das <strong>Hohenlohe</strong>r Land zu bieten hat.<br />

Fotos: Stadt Krautheim<br />

IN DER RUINE DAHEIM<br />

Die Burgruine Krautheim ist ein echter Geheimtipp im Land der<br />

Schlösser <strong>und</strong> Burgen <strong>und</strong> zieht viele Besucher in das kleine Städtchen<br />

an der Jagst. Doch die Anlage ist nicht nur ein empfehlenswertes<br />

Ausflugsziel, sondern auch Zuhause einer Familie.<br />

Wo anno 1213 Wolfrad der Erste einzog, wohnt gut<br />

800 Jahre später Petra Waizenhöfer. Seit mittlerweile<br />

16 Jahren führt sie jeden Sommer von Mai<br />

bis September Touristen <strong>und</strong> Besucher durch die zu großen<br />

Teilen erhaltene Burgruine Krautheim. Für sie ist es quasi<br />

eine Führung durch die eigenen vier Wände, denn ganz nebenbei<br />

lebt sie selbst in einem Anbau der Burg. „Für mich<br />

<strong>und</strong> meine Familie ist es ein Traum, hier zu wohnen“, sagt<br />

sie. „Ich fühle mich hier einfach gut beschützt.“<br />

Logisch, denn die alten Gemäuer haben in der Vergangenheit<br />

schon so manchem Eindringling Einhalt geboten. Der<br />

34 <strong>2017</strong>


wohl bekannteste ist Götz von Berlichingen, der 1516 einem<br />

in der Burg sitzenden Amtsmann „Er soll mich hindhen<br />

lekhen“ entgegen schrie <strong>und</strong> so nicht nur literarisch<br />

Berühmtheit erlangte. Im kurz darauffolgenden deutschen<br />

Bauernkrieg, in dem Götz ebenfalls eine wichtige Rolle<br />

spielte, wurde die Anlage teilweise zerstört, ab dem 17.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert aber im Stil eines Schlosses wieder erweitert.<br />

Die Stauferburg liegt im Zentrum der Stadt Krautheim an<br />

der Jagst im Norden des <strong>Hohenlohe</strong>kreises <strong>und</strong> ist deren<br />

Wahrzeichen geworden, wie Bürgermeister Andreas Köhler<br />

erklärt: „Die Burg strahlt eine gewisse Unvergänglichkeit<br />

<strong>und</strong> Vertrautheit aus. Sie ist für uns Krautheimer<br />

ein echter Ankerpunkt.“ Klar, denn die Ruine ist in dem<br />

Städtchen aus allen Himmelsrichtungen sichtbar. Heute<br />

stechen vor allen Dingen die 17 Meter hohe Schildmauer<br />

<strong>und</strong> der 30 Meter hohe Bergfried heraus, der mit seiner<br />

Aussichtsplattform einen hervorragenden Blick über das<br />

Jagsttal bietet. Das kleine, pittoreske Torhäuschen der<br />

Burg wirkt wie aus dem Märchen <strong>und</strong> springt dem Besucher<br />

ebenfalls sofort ins Auge.<br />

Es ist aber ein anderer Teil der Burg, der es Petra Waizenhöfer<br />

besonders angetan hat. „Ich liebe die Kapelle.<br />

Die ist einfach w<strong>und</strong>erschön <strong>und</strong> die Akustik dort ist eine<br />

ganz Besondere“, schwärmt sie <strong>und</strong> erzählt von Besuchern,<br />

die extra aus München anreisten <strong>und</strong> in der frühgotischen<br />

Schlosskapelle einen ganzen Nachmittag lang<br />

Lieder sangen, weil der Klang sie derart faszinierte. Die<br />

beeindruckende Höhe des Innenraumes, die durch ihre<br />

Architektur zusätzlich hervorgehoben wird, hat daran<br />

sicher auch ihren Anteil. Trotzdem, betont Bewohnerin<br />

Petra Waizenhöfer, sei es dort, aus welchen Gründen auch<br />

immer, nie wirklich kalt. Vor sechs Jahren heiratete sie<br />

selbst in der Kapelle.<br />

Ihre Familie mag es hier. Die Kinder <strong>und</strong> mittlerweile<br />

Enkelkinder genießen den Platz, den sie zur Verfügung<br />

haben. Da lassen sich auch die vielen kleinen Probleme<br />

<strong>und</strong> die damit verb<strong>und</strong>ene Arbeit, die ein Leben in einer<br />

mittelalterlichen Burg so mit sich bringt, verschmerzen.<br />

Das Sammeln von Feuerholz gehört eben dazu, denn nur<br />

so kann geheizt werden. Für viele mag das gewöhnungsbedürftig<br />

klingen, aber andererseits: Wer hat nicht schon<br />

einmal davon geträumt, in einer echten Burg zu leben?<br />

Petra Waizenhöfer lebt diesen Traum <strong>und</strong> erzählt sichtlich<br />

zufrieden: „Wir können uns zum Leben jetzt gar nichts<br />

anderes mehr vorstellen.“ <br />

Michael Bächle<br />

Wir lieben Bier - <strong>und</strong> das schmeckt man auch! Darum werden unsere Biere<br />

jedes Jahr für ihre hohe Qualität <strong>und</strong> ihren guten Geschmack ausgezeichnet.<br />

<strong>2017</strong><br />

35


DIE UNGEWÖHNLICHSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

DEM RÄTSEL<br />

AUF DER SPUR<br />

Unterregenbach ist heute ein beschauliches Dorf.<br />

Doch die Geschichte des 100-Seelen-Ortes wirft<br />

Fragen auf. Wir gehen auf Entdeckungstour.<br />

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Unterregenbach ist heute ein<br />

kleines Dorf im Jagsttal. R<strong>und</strong><br />

100 Menschen leben hier. Ruhig<br />

<strong>und</strong> beschaulich ist es. Die Menschen<br />

kennen einander. Dass dies vor r<strong>und</strong><br />

1000 Jahren anders gewesen sein soll,<br />

vermag sich heute kaum einer vorzustellen:<br />

Im 11. Jahrh<strong>und</strong>ert soll dort<br />

ein religiöses Zentrum von europaweiter<br />

Bedeutung gewesen sein. Doch von<br />

außen betrachtet vermutet man das<br />

ganz <strong>und</strong> gar nicht.<br />

Wer <strong>nach</strong> Unterregenbach kommt,<br />

passiert zunächst die hölzerne Jagstbrücke<br />

von 1822. Generell wirkt das<br />

Dorf geschichtsträchtig: Fachwerkhäuser,<br />

schmale Sträßchen, Idylle pur.<br />

Mittendrin die kleine Kirche St. Veit.<br />

Sie wirkt wie eine <strong>Hohenlohe</strong>r Dorfkirche<br />

unter vielen. Doch in ihrem<br />

Inneren stößt man auf Verblüffendes:<br />

Unter der Empore lässt sich eine Art<br />

Falltür öffnen. Eine Eisentreppe führt<br />

...mit allen Sinnen Landwirtschaft erleben!<br />

Treffen·Feiern·Tagen<br />

Wir haben für Sie den Raum<br />

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36 <strong>2017</strong>


<strong>und</strong> drei Meter in die Tiefe – senkrecht.<br />

Hier sind die Mauerreste einer<br />

Vorgängerkirche aus der Karolingerzeit<br />

zu finden. „Es handelt sich um<br />

die mit Abstand älteste Steinkirche in<br />

<strong>Hohenlohe</strong>. Sie lässt sich auf das Jahr<br />

um 700, 750 datieren“, sagt Hans-<br />

Jörg Wilhelm, der vor fast vier Jahren<br />

in das alte Pfarrhaus gezogen ist <strong>und</strong><br />

sich seither intensiv mit dem „Rätsel<br />

von Unterregenbach“ beschäftigt.<br />

WALLFAHRTSZENTRUM?<br />

Rätsel geben die Reste des Baus gewiss<br />

auf. Denn das ehemalige Gotteshaus<br />

weist einige Besonderheiten<br />

auf: Zwei große, kreuzförmige Vertiefungen<br />

– sogenannte Kreuzkanäle<br />

– füllen nahezu das kleine Kirchenschiff<br />

aus. „Man vermutet, dass es<br />

sich hierbei um Aufbewahrungsplätze<br />

für Reliquien handelt, wie man<br />

sie aus dem byzantinischen Raum<br />

kennt“, schildert der 46-Jährige.<br />

Unterregenbach – einst ein Wallfahrtsort<br />

für Gläubige aus ganz Europa?<br />

„Wir wissen es nicht. Fakt ist<br />

aber, dass oberhalb von Unterregenbach,<br />

auf dem Höhenrücken von Kocher<br />

<strong>und</strong> Jagst, ein alter Handelsweg<br />

verlief. Verkehrstechnisch waren wir<br />

für die damalige Zeit also super angeschlossen.“<br />

Münzf<strong>und</strong>e im Ort belegen<br />

die internationale Bedeutung:<br />

Die älteste Münze stammt aus dem<br />

Venedig des Jahres 1020.<br />

Dass Unterregenbach ein besonderes<br />

religiöses Zentrum gewesen sein<br />

muss, dafür spricht aber noch mehr.<br />

Direkt neben der 1200 Jahre alten<br />

Kirche St. Veit stößt man auf die Mauerreste<br />

einer zweiten frühmittelalterlichen<br />

Kirche. Im Pfarrgarten wird<br />

die wahre Größe des vermutlich<br />

zwischen 950 <strong>und</strong> 1000 errichteten<br />

Baus deutlich: „Die große<br />

Basilika war 47 Meter lang <strong>und</strong><br />

17 Meter breit. Für damals war<br />

das exorbitant groß“, sagt Wilhelm<br />

fasziniert.<br />

Doch die Dimension ist nicht<br />

die einzige Besonderheit: Die<br />

kleine Krypta, die sich heute direkt<br />

unter dem Pfarrhaus befindet,<br />

hat die Zeit überdauert. Sie ist eines<br />

der ältesten begehbaren Bauwerke<br />

von Baden-Württemberg. Wer die<br />

Stufen, die ins Innere führen, hinunter<br />

schreitet, wird automatisch in<br />

eine andere Zeit versetzt. Eine mystische<br />

Stimmung scheint greifbar, es<br />

ist frisch, die eigenen Worte hallen<br />

von den Wänden zurück. „Grablegungen<br />

fanden hier nicht statt“, klärt<br />

Wilhelm auf <strong>und</strong> ergänzt: „Umso<br />

mehr stellt sich die Frage, warum es<br />

diese Krypta gibt?“<br />

Diese Fragen wird vermutlich auch<br />

in den kommenden Jahren ein Rätsel<br />

bleiben – ein Besuch ist die vollständig<br />

erhaltene Krypta umso mehr<br />

wert. <br />

Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Die originalen Pfeiler<br />

stehen nicht mehr in<br />

Unterregenbach. Sie<br />

werden im Landesmuseum<br />

in Stuttgart<br />

aufbewahrt.<br />

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

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<strong>2017</strong><br />

37


Die Natur erobert das Gebiet langsam<br />

zurück. Dennoch: Die Aussicht von der<br />

Ruine ist fantastisch. Fotos: Ufuk Arslan<br />

WO ERINNERUNG<br />

LEBENDIG WIRD<br />

Die Burgruine Limpurg steht nicht nur für ein einmaliges<br />

Panorama über <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>, sondern auch für jede Menge<br />

Geschichte. Ein Streifzug durch die Historie der Burg.<br />

Heute ist es vor allem der Blick <strong>nach</strong> unten, der fasziniert.<br />

Die Burgruine Limpurg gewährt ihren Besuchern<br />

eine Aussicht auf die Altstadt <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>s, wie man sie sonst nur von Postkartenmotiven kennt.<br />

Beschäftigt man sich mit dem Denkmal am südlichen Stadtrand,<br />

lohnt aber auch der Blick zurück. Im Mittelalter spielte<br />

die heutige Ruine eine wichtige Rolle für das Stadtleben.<br />

Bewohnt wurde sie von den Schenken von Limpurg, einer<br />

Adelsfamilie, die unter anderem bei Königs- <strong>und</strong> Kaiserkrönungen<br />

als Erzschenken auftraten <strong>und</strong> zum engen Umfeld<br />

des Königs von Böhmen gehörte.<br />

Aufgr<strong>und</strong> ihrer damit verb<strong>und</strong>enen Macht beanspruchten<br />

die Schenken ab der Erbauung der Burg um 1230 die<br />

Stadtherrschaft für sich. Erst ein Schiedsspruch des deutschen<br />

Königs Rudolf von Habsburg entschied zu Gunsten<br />

<strong>Hall</strong>s, das sich von nun an Reichsstadt nennen durfte. Wer<br />

heute an der Spornspitze der weitläufigen Ruine steht,<br />

dem wird klar, welche Gefahr die einst stattliche Festung<br />

auch da<strong>nach</strong> noch aufgr<strong>und</strong> ihrer dominanten Lage <strong>und</strong><br />

ihrer Erweiterung im Laufe der Jahre für die <strong>Hall</strong>er Bevölkerung<br />

ausstrahlte.<br />

Obwohl die Stadt für den Betrieb ihrer Salinen auf das Holz<br />

aus den Wäldern der Schenken angewiesen war, kam es<br />

immer wieder zu – teils sogar militärischen – Konflikten,<br />

auf deren Höhepunkt die <strong>Hall</strong>er das Limpurger Tor, den<br />

Hauptzugang der Schenkenfamilie zur Stadt, zumauerten.<br />

All das kann heute nur noch erahnt werden. 1541 verkauften<br />

die Schenken die Limpurg an die Stadt <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>. Die ließ die Festung aufgr<strong>und</strong> ihres maroden Zustands<br />

abreißen. Erst Anfang des 20. Jahrh<strong>und</strong>erts wurden<br />

die Überreste ausgegraben <strong>und</strong> einzelne Teile der<br />

Burg wiederhergestellt, die man heute, wie auch zahlreiche<br />

unterirdische Gänge, besichtigen kann. Wenn man um<br />

die Geschichte dieses Orts weiß, geschieht das noch einmal<br />

mit ganz anderen Augen. <br />

Michael Bächle<br />

38 <strong>2017</strong>


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Radfahrer kommen in Crailsheim voll<br />

auf ihre Kosten. Fotos: Stadt Crailsheim<br />

Aktiver Genuss <strong>und</strong><br />

traditionsreiche Moderne<br />

Shoppen, Radfahren, Entspannen, Genießen – Crailsheim bietet seinen<br />

Gästen einfach alles, was eine Stadt braucht.<br />

Egal, ob mit dem Auto, dem Zug oder natürlich<br />

dem Fahrrad – viele Wege führen<br />

<strong>nach</strong> Crailsheim. Besonders beliebt ist der<br />

Kocher-Jagst-Radweg, der sich über 332<br />

Kilometer entlang der Zwillingsflüsse<br />

Kocher <strong>und</strong> Jagst schlängelt. Einen der<br />

schönsten Abschnitte finden Radler im<br />

Jagsttal r<strong>und</strong> um Crailsheim.<br />

Gelungene Symbiose Als größte Stadt<br />

an der Jagst vereint Crailsheim Tradition<br />

<strong>und</strong> Moderne. Innovative Unternehmen<br />

bieten vielfältige Arbeitsplätze. Gleichzeitig<br />

wird traditionelles Brauchtum großgeschrieben<br />

<strong>und</strong> aktiv gelebt. So lockt etwa<br />

Kleine Boutique oder lieber traditionelles<br />

Bekleidungsgeschäft? In Crailsheim<br />

haben Gäste die Wahl. Foto: Stadt Crailsheim<br />

das Fränkische Volksfest, das zweitgrößte<br />

Volksfest in Baden-Württemberg, jedes<br />

Jahr im September über 400 000 Besucher<br />

an. Das Jubiläumsjahr der Reformation<br />

steht auch in der „Europäischen Reformationsstadt“<br />

Crailsheim im Fokus. Vielfältige<br />

Veranstaltungen sowie der neue Reformationsweg<br />

zeigen die Bedeutung der<br />

kirchlichen Bewegung für die Stadt, die zu<br />

den am frühesten protestantisch geprägten<br />

Städten in Süddeutschland zählt.<br />

Entspannte Atmosphäre Wer etwas<br />

Ruhe sucht, kann sich im Stadtmuseum im<br />

ehemaligen Spital kulturell inspirieren lassen<br />

oder in der Saunalandschaft Parc Vital<br />

entspannen. Zahlreiche Cafés <strong>und</strong> Eisdielen<br />

in der Innenstadt laden zu einer Tasse<br />

Kaffee oder Tee in der Sonne ein, bevor die<br />

Innenstadt mit ihren vielfältigen Einkaufserlebnissen<br />

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bieten die Crailsheimer Gastronomen<br />

regionale <strong>und</strong> internationale Köstlichkeiten.<br />

Wer dann zu müde für den Heimweg<br />

ist, findet in einer der zahlreichen Unterkünfte<br />

in der Stadt sicher noch ein Bett.<br />

Der Weg <strong>nach</strong> Crailsheim lohnt sich für jeden<br />

Besucher.<br />

„Crailsheim bietet alles, was<br />

eine Stadt braucht <strong>und</strong> kann<br />

Gäste mit Lebensqualität,<br />

Charakter <strong>und</strong> dem Charme<br />

einer modernen Stadt überzeugen.“<br />

Rudolf Michl,<br />

Oberbürgermeister<br />

Stadtverwaltung Crailsheim<br />

Marktplatz 1 – 2<br />

74564 Crailsheim<br />

Tel. 07951 / 4030<br />

Fax 07951 / 4031400<br />

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Ausfahrt Satteldorf<br />

<strong>2017</strong><br />

39


DIE UNGEWÖHNLICHSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

Die Epitaphien, die in die Chorwand eingelassen sind, erinnern an die Herren von Bebenburg. Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

DIE MAUER, DIE<br />

GESCHICHTE ERZÄHLT<br />

Die Anhäuser Mauer ist eine der wohl beeindruckendsten<br />

Sehenswürdigkeiten in ganz <strong>Hohenlohe</strong>. Auf einem freien<br />

Feld ragt sie fast 20 Meter in die Höhe. Sie ist Teil einer alten<br />

Klosteranlage, von der sonst aber nichts mehr erhalten ist.<br />

Einsam steht sie da. Ganz alleine<br />

auf weiter Flur. 18 Meter ragt sie<br />

in den Himmel. Ganze zehn Meter<br />

misst sie in der Breite. Die Rede ist<br />

von der Anhäuser Mauer – wohl eine<br />

der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten<br />

in ganz <strong>Hohenlohe</strong>. Wo im 14.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert eine Klosteranlage stand,<br />

ist heute nur noch der letzte oberirdische<br />

Rest davon zu sehen. Und zwar<br />

in Form einer einzelnen Mauer, die<br />

verlassen inmitten eines Ackers in der<br />

Nähe der Gemeinde Satteldorf steht.<br />

Es ist die nördliche Seitenwand des<br />

hochgotischen Chores eines ehemaligen<br />

Pauliner-Eremitenklosters. Es<br />

muss ein beeindruckendes Bauwerk<br />

gewesen sein – davon zeugt selbst<br />

der letzte verbliebene Rest.<br />

An der Innenseite der Chorwand<br />

sind sogenannte Epitaphien, eine Art<br />

Grabdenkmäler, zu sehen. Sie erinnern<br />

an fünf Herren von Bebenburg,<br />

eine fränkische Reichsministerialenfamilie:<br />

an Lupold, Engelhardt, Wil-<br />

40 <strong>2017</strong>


helm den Älteren, Wilhelm den Jüngeren<br />

<strong>und</strong> Georg. Sie waren einst die<br />

weltlichen Schutzherren des Klosters.<br />

AUFSTAND DER BAUERN<br />

Das Kloster hat eine bewegte Geschichte.<br />

1344 entsteht in Anhausen<br />

eine Marienkapelle. 1357 lässt Lupold<br />

von Bebenburg diese Kapelle größer<br />

ausbauen. Das Kloster Anhausen<br />

wird im Jahr 1403 gegründet. Im Bauernkrieg,<br />

der in den 1520er Jahren<br />

auch in <strong>Hohenlohe</strong> tobt, stürmen wütende<br />

Bauern das Kloster. Sie plündern<br />

es, brennen es nieder, schlagen<br />

die Mönche in die Flucht – diese retten<br />

sich in den Wald. Im Heimatbuch<br />

wird dazu aus einer Chronik <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>s zitiert: „Am Vorabend<br />

Philippi <strong>und</strong> Jakobi plünderten die<br />

Crailsheimischen Bauern das Kloster<br />

Anhausen, zogen den See auf, nahmen<br />

die Fische daraus, fraßen sie<br />

<strong>und</strong> verwüsteten alles.“ Im Jahr 1557<br />

verlässt der letzte Mönch das Kloster;<br />

dieses wird aufgehoben. Für die<br />

nächsten 150 Jahre wird Anhausen<br />

als Bauernhof genutzt. Im Jahr 1700<br />

werden die Klostergüter verkauft,<br />

das Klostergebäude wird schließlich<br />

abgerissen. Noch zu Anfang des 19.<br />

Jahrh<strong>und</strong>erts steht ein großer Teil<br />

der schönen Kirche. Doch ihre Steine<br />

sind begehrt. Niemand schützt die<br />

ehemalige Klosteranlage. Die Ruine<br />

verfällt zum Steinbruch. Bauern aus<br />

der Umgebung bedienen sich. Auch<br />

im Schloss in Kirchberg sollen Steine<br />

aus Anhausen verbaut worden sein.<br />

Erst im Jahr 1925 wird das, was<br />

von der Klosterkirche übrig ist, unter<br />

Denkmalschutz gestellt, r<strong>und</strong> 70<br />

Jahre später saniert. Und so ragt bei<br />

Satteldorf ein einsames Stück Geschichte<br />

gen Himmel <strong>und</strong> prägt die<br />

Landschaft. Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Die Anhäuser Mauser von Weitem: Heute<br />

stehen die Überbleibsel unter Denkmalschutz.<br />

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

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haben <strong>und</strong> gerade gekäst wird, können<br />

Sie von der Balustrade aus direkt<br />

in den Kessel schauen.<br />

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<strong>2017</strong><br />

41


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

Schon mal einen Vogelstrauß gefüttert?<br />

Nein? Dann wird es Zeit. In<br />

<strong>Hohenlohe</strong> ist das kein Problem.<br />

Foto: H+S Tourismus/Michael Schultz


FAMILIE IM FOKUS<br />

<strong>Hohenlohe</strong> – nur was für radfahrende Senioren? Nichts<br />

da! Auch Kinder <strong>und</strong> Jugendliche kommen hier voll auf<br />

ihre Kosten – ein Landstrich für die ganze Familie eben.


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

Der Blick hinter die Kulissen lohnt sich – schier unzählige Marionetten hängen hier. Foto: Annika Wieland<br />

EIN ZUHAUSE FÜR<br />

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finden Sie in der Broschüre<br />

„Kinder erleben <strong>Hohenlohe</strong><br />

<strong>und</strong> <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>“<br />

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<strong>Hohenlohe</strong> + <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

2016 – <strong>2017</strong><br />

In Gerhards Marionettentheater in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> machen<br />

die Zuschauer einen Ausflug in die Welt der Fabeln. Es ist das<br />

Richtige für eine Entschleunigung von Groß <strong>und</strong> Klein.<br />

Mäuse, Hexen <strong>und</strong> andere Marionetten<br />

hängen hinter dem<br />

Vorhang leblos in den Seilen.<br />

Volle Konzentration herrscht bei den<br />

Puppenspielern – in wenigen Minuten<br />

geht es los. Vor der Bühne sprüht<br />

das Leben: Kinder wuseln aufgeregt<br />

umher <strong>und</strong> können kaum still auf den<br />

Sesseln sitzen. Die ersten Reihen sind<br />

bereits besetzt. Gespannt blicken die<br />

Kleinen immer wieder Richtung Bühne<br />

– aber es tut sich noch nichts. Außer<br />

der Bühne mit dem dicken Vorhang<br />

sieht man nichts. Der Saal füllt sich<br />

weiter. Nun sind fast alle der 172 Sitzplätze<br />

besetzt. Die ebenholzfarbenen<br />

Balken <strong>und</strong> die dunkelroten Wände<br />

entführen die Zuschauer in eine andere<br />

Welt. Weit ab vom Alltagsstress.<br />

Dann öffnet sich der Vorhang <strong>und</strong><br />

gibt die Bühne frei: Alle Augen blicken<br />

auf den Schauplatz, der umgeben<br />

ist von Dunkelheit. Strahlende<br />

Farben <strong>und</strong> ein Trommelschlag eröffnen<br />

das Stück „Die kleine Hexe“<br />

von Otfried Preußler. In Szene eins zu<br />

sehen: Die kleine Hexe <strong>und</strong> ihr Rabe<br />

Abraxas in ihrem windschiefen Häuschen<br />

mit krummem Schornstein. Unbedingt<br />

will die erst 127 Jahre junge<br />

44 <strong>2017</strong>


Hexe bei der Walpurgis<strong>nach</strong>t mitfliegen.<br />

Die Geschichte ist wie geschaffen<br />

für das Marionettentheater – fliegende<br />

<strong>und</strong> schwebende Fabelwesen,<br />

wohin die Zuschauer auch blicken.<br />

Die Figurengestaltung orientiert sich<br />

an den Kinderbuchillustrationen. Die<br />

Musik bietet von modern bis klassisch<br />

alles. Im Tonstudio wurden<br />

die Dialoge von den Puppenspielern<br />

aufgenommen. Im Jahr werden etwa<br />

zehn bis zwölf Stücke in Gerhards<br />

Marionettentheater gezeigt. Weit<br />

über 700 verschiedene Figuren sind<br />

im F<strong>und</strong>us des Theaters, ein großer<br />

Teil davon ist mottensicher eingelagert.<br />

Die Puppen sind in Handarbeit<br />

in der eigenen Werkstatt entstanden.<br />

Die Herstellung aller Puppen für eine<br />

Inszenierung dauert etwa eineinhalb<br />

Jahre. Jede Puppenfigur hat ihre eigene<br />

Rolle. Im Laufe der Jahrzehnte<br />

haben sich Form <strong>und</strong> Farbe der Marionetten<br />

verändert: Auf das Wesentliche<br />

reduziert sind die Figurenköpfe<br />

aus den siebziger Jahren. Beinah wie<br />

Karikaturen sehen dagegen andere<br />

Puppen aus – jede Eigenschaft ist<br />

übertrieben dargestellt. Allen gemeinsam<br />

ist der überdimensionierte<br />

Kopf. Karin Birkhold-Gerhards, 1. Vorsitzende<br />

des Fre<strong>und</strong>eskreis Gerhards<br />

Marionettentheater, erklärt: „Das ist<br />

bewusst so gewählt.“ So werde klar,<br />

dass es eine Puppenfigur ist.<br />

Nach jeder Vorstellung bietet sich<br />

die Möglichkeit, hinter die Bühne<br />

zu blicken. Alle sind neugierig <strong>und</strong><br />

möchten diese Gelegenheit nutzen.<br />

Unzählige Figuren hängen dort: eine<br />

Mäusegruppe, verschiedene Hexen<br />

sowie die kleine Hexe. Zu viert hat<br />

das Team um Birkhold-Gerhards die<br />

r<strong>und</strong> 25 Marionetten gespielt – zusätzlich<br />

dazu hat ein Mitarbeiter die<br />

Lichttechnik bedient. Sie erklärt:<br />

„Puppenspielen ist wie eine Choreographie<br />

<strong>und</strong> alle Wege sind festgelegt.“<br />

Die Zusammenarbeit beim<br />

Spielen sei sehr wichtig. Seit fast<br />

40 Jahren macht sie das: „Es macht<br />

mir noch immer viel Spaß, ich mag<br />

die vielfältige Darstellung von den<br />

Charakteren.“ Bis ein Stück auf die<br />

Bühne kommt, vergehen Wochen.<br />

Der Tonschnitt muss genau passen,<br />

die Pausen exakt eingehalten werden.<br />

„Es ist eine ständig ineinander<br />

verzahnte Arbeit im Vorfeld <strong>und</strong> bei<br />

der Aufführung“, macht die Puppenspielerin<br />

deutlich. Etwa zweimal die<br />

Woche finden Vorführungen statt.<br />

Das Repertoire reicht von Kinderklassikern<br />

bis zu Erwachsenenstücken<br />

wie Goethes Faust. „Umso bekannter<br />

die Geschichten sind, desto mehr Publikum<br />

haben wir“, erklärt sie. Auch<br />

für Erwachsene <strong>und</strong> Senioren können<br />

Marionettentheaterbesuche entspannend<br />

sein. Es ist genau das Richtige<br />

für eine Entschleunigung. awi<br />

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Familienzeltplatz <strong>und</strong> moderne Campingfässer<br />

mit direktem Seeblick. Eigenes Schwimmbad<br />

<strong>und</strong> eine breite Palette an Freizeitangeboten.<br />

Feiern Sie mit uns<br />

das ganze Jahr über<br />

60 JAHRE <br />

Camping Seewiese<br />

Unser großer Biergarten mit ca. 140 Sitzplätzen<br />

erwartet Sie mit umfangreicher Getränkeauswahl,<br />

Stuttgarter Hofbräu vom Fass, Eis, Kuchenbuffet<br />

<strong>und</strong> herzhaften, warmen Mahlzeiten.<br />

Dieses umfangreiche Angebot<br />

erwartet Sie auch in den kalten<br />

Jahreszeiten im Bistro-Café am<br />

See.<br />

• Kanuverleih/Kanutouren<br />

• Road Runner Touren/Parcours<br />

• Paff-Ball<br />

• Traditionelles Bogenschießen<br />

mobile Bogenanlage<br />

• Mobile Eisstockbahn für<br />

Sommer & Winter<br />

• Gruppen-/Betriebs- <strong>und</strong><br />

Klassenausflüge<br />

• Teambuilding<br />

• Rahmenprogramm für Ihr<br />

Sommer-/Winterevent<br />

• GPS-Einführungskurse<br />

<strong>und</strong> Geocaching<br />

• Stand Up Paddling<br />

• Outdoor-/Indoorevent in der<br />

Scheune ganzjährig möglich<br />

• Klettern in der Scheune<br />

• Geschenkgutschein<br />

Camping Seewiese - Oliver Charrier - Seestraße 11 - 74629 Pfedelbach - Buchhorn<br />

Telefon: 07941/6 15 68 - Internet: www.camping-seewiese.de<br />

Haben auch Plan B<br />

bei schlechtem Wetter!<br />

Bobachshof 11<br />

74653 Ingelfingen<br />

<strong>2017</strong><br />

45


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

MIT STRAUSSEN UND<br />

LAMAS AUF TUCHFÜHLUNG<br />

Ganz idyllisch <strong>und</strong> etwas versteckt liegt die Jagsttalranch von Martin<br />

<strong>und</strong> Heidrun Bauer in Großforst in Gerabronn. Manche Radfahrer<br />

oder Wanderer entdecken ihre exotischen Tiere schon von Weitem.<br />

Denn die Strauße, Lamas <strong>und</strong> Angusrinder sind kaum zu übersehen.<br />

Wer auf den Hof der Bauers in Gerabronn kommt,<br />

kann sofort erkennen, dass die Jagsttalranch mit<br />

viel Liebe betrieben wird. Kleine Details, liebevolle<br />

Dekorationen <strong>und</strong> fre<strong>und</strong>liche Gastgeber sorgen dafür,<br />

dass man sich auf Anhieb willkommen fühlt.<br />

Martin Bauer hat einst den landwirtschaftlichen Betrieb<br />

seines Vaters übernommen. Er verdiente seinen Lebensunterhalt<br />

mit Ferkeln. „Wir wollten anders sein als die<br />

anderen“, erklärt Heidrun Bauer, die hauptberuflich Konditorin<br />

ist. Die Ferkel haben sie <strong>nach</strong> einem Stallbrand aufgegeben.<br />

Die Angusrinder haben sie übernommen.<br />

Es war 1993, als die Strauße in der Landwirtschaft immer<br />

beliebter wurden. Als dann einst Küken bei einem Hof in<br />

30 Lamas leben heute auf der Jagsttalranch. Hier fühlen sich die<br />

Tiere richtig wohl. Foto: Anja Gladisch<br />

Münster ausgeschrieben waren, sind die Bauers hingefahren.<br />

„Wir haben sie gesehen <strong>und</strong> dann war es Liebe<br />

auf den ersten Blick“, erinnert sich Heidrun Bauer. Zehn<br />

Küken haben sie kurze Zeit später <strong>nach</strong> Gerabronn geholt.<br />

Später haben sie noch Eier gekauft <strong>und</strong> sie in einem<br />

Brutkasten ausgebrütet, die Küken weiter verkauft. Mittlerweile<br />

züchten die Bauers die Strauße nicht mehr. Die<br />

elf Vögel, die noch auf ihrem Hof leben, verbringen nun<br />

einfach ein schönes Leben auf der Jagsttalranch. Da Strauße<br />

bis zu 70 Jahre alt werden können, sind sie auch noch<br />

lange im Jagsttal zuhause.<br />

1996 hat das Ehepaar Lamas dazu geholt. Sie wurden<br />

ihnen von einem Händler angeboten. Die Tiere können<br />

w<strong>und</strong>erbar für die Landschaftspflege eingesetzt werden.<br />

Mittlerweile leben 30 Lamas auf der Jagsttalranch. Dazu<br />

kommen 60 Angusrinder, Gänse, ein H<strong>und</strong> <strong>und</strong> eine Katze.<br />

Dass es den Tieren gut geht, ist der Familie besonders<br />

wichtig. Sie stehen den Sommer über auf den großzügigen<br />

Weiden – gemeinsam: Lama mit Rind, Rind mit Strauß: Alles<br />

kein Thema bei Familie Bauer. „Die sind gut erzogen.“<br />

Neben den Tieren betreibt die Familie in ihrer Freizeit<br />

noch ein Hofcafé. Die Theke ist selbst gebaut, die Lampenschirme<br />

sind kleine Kaffeetassen <strong>und</strong> die Blumengestecke<br />

auf den Tischen erstrahlen in den Farben der Natur. Jeden<br />

Sonntag<strong>nach</strong>mittag gibt es hier Kaffee <strong>und</strong> Waffeln<br />

vom Straußenei mit Eis. Jeden zweiten Samstag gibt es<br />

einen Cocktailabend in der alten, urigen Scheune. Dazu<br />

gibt es eine Hofführung <strong>und</strong> jede Menge Infos über die<br />

exotischen Tiere im Jagsttal. Der Familienbetrieb freue<br />

sich über jedes „zufriedene Lächeln eines Gastes“. Wer<br />

auf den Geschmack gekommen ist, kann Wurst vom Angusrind<br />

<strong>und</strong> vom Lama, Nudeln vom Straußenei <strong>und</strong> auch<br />

Rindfleisch kaufen. „Was es bei uns umsonst gibt, ist das<br />

idyllische Jagsttal.“<br />

Anja Gladisch<br />

46 <strong>2017</strong>


Anzeige<br />

Mit Karacho geht es in<br />

Tripsdrill in luftige Höhen.<br />

Tripsdrill – der Erlebnispark<br />

für Groß <strong>und</strong> Klein<br />

Unweit von Stuttgart liegt der Erlebnispark Tripsdrill, der zum zweiten<br />

Mal als „Europe`s Best Theme Park“ den European Star Award erhielt.<br />

Über 100 Attraktionen, das Wildparadies<br />

<strong>und</strong> das Natur-Resort begeistern im Erlebnispark<br />

alle Generationen. Das Angebot<br />

reicht von schnellen Achterbahnen über<br />

wilde Wasserfahrten bis hin zu Abenteuern<br />

für Familien <strong>und</strong> die Kleinsten. Das rasante<br />

Highlight ist die Katapult-Achterbahn<br />

„Karacho“ mit einer Beschleunigung<br />

auf 100 St<strong>und</strong>enkilometer in nur 1,6 Sek<strong>und</strong>en.<br />

Im Wartebereich präsentiert Erfinder<br />

Karle Kolbenfresser seine kuriosen Ideen.<br />

Direkt bei der Karacho befindet sich das im<br />

Stil eines alten Fabrikgebäudes neuerbaute<br />

Themenrestaurant. Auf diesem Platz gibt<br />

es auch die neue Familienattraktion „Heißer<br />

Ofen“, bei der große <strong>und</strong> kleine Motorradfahrer<br />

in die Steilkurve heizen können.<br />

Bei jedem Wetter gut aufgehoben ist man<br />

im Indoor-Spielebereich „Gaudi-Viertel“.<br />

Tierisch gut Im Eintritt für den Erlebnispark<br />

ist auch das Wildparadies enthalten.<br />

Hier kann man r<strong>und</strong> 40 verschiedene<br />

Tierarten erleben, die moderierte Fütterung<br />

von Wolf, Luchs, Bär <strong>und</strong> Co. sowie die<br />

Flugvorführungen in der Falknerei verfolgen<br />

(täglich, außer freitags). Wer <strong>nach</strong> dem<br />

Ausflug nicht <strong>nach</strong> Hause möchte, kann in<br />

den Schäferwagen oder den Baumhäusern<br />

im Natur-Resort über<strong>nach</strong>ten. Die Baumhäuser<br />

sind ganzjährig täglich buchbar.<br />

Erlebnispark Tripsdrill<br />

74389 Cleebronn<br />

Tel. 0 71 35 / 99 99<br />

www.tripsdrill.de<br />

info@tripsdrill.de<br />

Anfahrt:<br />

A 81 Heilbronn – Stuttgart,<br />

Ausfahrt M<strong>und</strong>elsheim<br />

4000 kostenlose Parkplätze<br />

Das ganze Jahr Für alle, die noch öfter<br />

Spaß <strong>und</strong> Abwechslung wollen, empfiehlt<br />

sich der Tripsdriller Jahres-Pass, der sich bereits<br />

<strong>nach</strong> dem dritten Besuch lohnt <strong>und</strong><br />

volle zwölf Monate gilt.<br />

Die gemütlichen Baumhäuser mit Hotelkomfort<br />

laden zu einer Nacht zwischen<br />

Bäumen ein. Fotos: Tripsdrill<br />

Highlights <strong>2017</strong> geht es dann mit einer<br />

neuen interaktiven Attraktion für die<br />

Größeren hoch hinaus. Veranstaltungshöhepunkt<br />

sind die Pyro Games am 5. August:<br />

Passend zur Musik kreieren Feuerwerksprofis<br />

tausende Effekte <strong>und</strong> zaubern<br />

funkelnde Sterne in den Himmel.<br />

<strong>2017</strong><br />

47


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

WO DER<br />

WOLF HEULT<br />

Im Wildpark in Bad Mergentheim kann<br />

man Tiere hautnah erleben. Das ist ein<br />

spannendes Erlebnis für Jung <strong>und</strong> Alt.<br />

Als Kind war der jährliche Ausflug in den Wildpark Bad<br />

Mergentheim eines der Jahreshighlights für mich.<br />

An der Vorfreude hat sich bis heute nichts geändert.<br />

Jahrzehnte später bin ich immer noch regelmäßig dort. Schon<br />

der Weg zum Park macht Spaß. Über begehbare Holzstämme<br />

marschieren wir los. Am Eingang dann schnell die Tickets<br />

gekauft <strong>und</strong> ganz wichtig: Päckchen mit Mais für die Fütterung<br />

der Tiere. Täglich werden zwei Führungen angeboten,<br />

die zweite um 13.30 Uhr. Wir sind schon eine halbe St<strong>und</strong>e<br />

früher da <strong>und</strong> entschließen uns, dem R<strong>und</strong>weg zu folgen. Da<br />

die Tiere die Zeiten der Führungen verinnerlicht haben, sind<br />

die meisten von ihnen bereits in der Nähe des Weges zugegen.<br />

Die Braunbären marschieren auf <strong>und</strong> ab. Sie warten<br />

auf ihre Leckereien. Auch der Fischotter dreht seine R<strong>und</strong>en<br />

im Teich. Interessant für Groß <strong>und</strong> Klein sind die Infotafeln.<br />

Hinter Klappen sind die Antworten auf zahlreiche Fragen zu<br />

den Tieren aufbereitet. Wer im Frühsommer dort ist, hat das<br />

Glück, einige Tierbabys zu sehen. So hat die Elchkuh bei unserem<br />

Besuch Zwillinge geboren, mit denen sie in sicherer<br />

Entfernung durchs Gehege schreitet.<br />

Und dann kommt er, mein absoluter Lieblingsort, das<br />

Wolfsgehege. Als wir ankommen, schauen gerade drei<br />

Wölfe über den Erdwall, der die Freifläche vom dahinterliegenden<br />

Wald trennt. Mittlerweile hat die Gruppenführung<br />

uns erreicht. Die Tierpfleger erscheinen im Gehege<br />

mit Eimern voller Fleisch. Auf ihr Rufen kommt das Wolfsrudel<br />

herbeigelaufen. Und mit ihm einige Wolfswelpen.<br />

Spätestens jetzt wird mein Begleiter nochmal auf der Besucherbank<br />

geparkt, auf der er bereits eine halbe St<strong>und</strong>e<br />

ausgeharrt hat. Die kleinen Wölfe fressen mit den erwachsenen<br />

Tieren <strong>und</strong> bleiben anschließend noch eine ganze<br />

Zeit, um miteinander zu spielen. Faszinierende Szenen<br />

der Kommunikation im Familienverband zeigen sich. Ich<br />

könnte st<strong>und</strong>enlang am Geländer stehen <strong>und</strong> zuschauen.<br />

Doch wir ziehen weiter in Richtung Spielbauernhof<br />

mit Streichelzoo. Hier warten die frechen Ziegen auf das<br />

Körnerfutter. Eine Show mit Haustieren fasziniert vor allem<br />

Kinder. Heimische Rinder- <strong>und</strong> Schweinerassen sowie<br />

Schafe säumen anschließend unseren Weg, letztere sehr<br />

48 <strong>2017</strong>


Wildpark Bad Mergentheim<br />

Mehr Infos gibt‘s im Internet unter<br />

www.wildtierpark.de<br />

Mit den Tieren auf Tuchfühlung: Im Wildpark Bad Mergentheim ist das kein Problem.<br />

Fotos: Wildpark Bad Mergentheim<br />

interessiert an unseren Futterpäckchen. Bald erreichen<br />

wir den Bau der Flugh<strong>und</strong>e in der Form eines Iglus. Durch<br />

eine Doppeltür geht es ins feucht-stickige <strong>und</strong> dunkle<br />

Innere. Sogleich rauscht ein Flugh<strong>und</strong> direkt an meinem<br />

Kopf vorbei. Sehr cool. Wer nicht so nervenstark ist, kann<br />

auch außen vorbei gehen. Weitere Tiere begegnen uns,<br />

teilweise hautnah, bis wir wieder an der Koboldburg, einer<br />

riesigen Kinderspielburg, ankommen. Hier kann man<br />

Bollerwägen ausleihen, um Kind <strong>und</strong> Gepäck durch den<br />

Park zu schieben. Leider ist der R<strong>und</strong>gang schon zu Ende.<br />

Aber der nächste Besuch kommt bestimmt. Der Freizeitpark<br />

Bad Mergentheim ist ein Erlebnis für jede Generation<br />

mit erfreulichen Eintrittspreisen, einem schönen R<strong>und</strong>weg<br />

<strong>und</strong> vielen tollen tierischen Begegnungen. Silke Rüdinger<br />

www.psag.eu<br />

Tiere sehen<br />

<strong>und</strong> erleben<br />

• über 70 Tierarten<br />

• Europas größtes Wolfsrudel<br />

• Streichelzoo, Biergärten uvm.<br />

• Über<strong>nach</strong>tungen<br />

• Feier <strong>und</strong> Tagen im Wildpark<br />

• Ferienprogramm für Kinder<br />

• 2000 m 2 Spielfläche in der Koboldburg<br />

• Genießerabende <strong>und</strong> Veranstaltungen<br />

• Waldschuldheim <strong>und</strong> -kindergarten<br />

• Sommerfest <strong>und</strong> Weih<strong>nach</strong>tsmarkt<br />

Genießen Sie auch die<br />

besondere herbst- <strong>und</strong><br />

winterliche Atmosphäre<br />

in unserem Park!<br />

Saisonale Öffnungszeiten <strong>und</strong> viel mehr Informationen<br />

finden sie unter www.wildtierpark.de<br />

<strong>2017</strong><br />

49


AUSFLUGSZIELE FÜR DIE FAMILIE<br />

HOCH HINAUS<br />

MIT DER GANZEN FAMILIE<br />

Heute wage ich den Selbstversuch in den Seilen: Auf <strong>nach</strong><br />

Langenburg zum Waldkletterpark: Klettern ist spannend, macht<br />

viel Spaß <strong>und</strong> kostet am Anfang ganz schön Überwindung.<br />

Montagmorgen, 11 Uhr. Mein<br />

Auto habe ich oben auf<br />

dem Schlossparkplatz abgestellt.<br />

Ich spüre, wie mein Herz<br />

schneller schlägt. Nur wenige<br />

Gehminuten entfernt liegt inmitten<br />

von Baumriesen der<br />

Waldkletterpark <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Hier bin ich also: in<br />

bequemer Kleidung <strong>und</strong><br />

Sportschuhen.<br />

Gut gesichert mit Helm <strong>und</strong><br />

Gurt geht‘s los: Der<br />

Selbstversuch beginnt.<br />

Foto: privat<br />

Ausgerüstet mit Helm <strong>und</strong> Gurt geht<br />

es <strong>nach</strong> Gurteinweisung <strong>und</strong> Absolvieren<br />

des Einführungsparcours los.<br />

Insgesamt gibt es acht Parcours in<br />

den Schwierigkeitsklassen leicht,<br />

mittel <strong>und</strong> schwer. Angst habe ich<br />

nicht wirklich, eher Respekt. Eine<br />

Stufe <strong>nach</strong> der anderen erklimme ich<br />

die Leiter. Es kostet Überwindung,<br />

hochzuklettern <strong>und</strong> den Seilen, der<br />

Sicherung <strong>und</strong> sich selbst zu vertrauen.<br />

Auf der ersten Plattform angekommen,<br />

genieße ich die Aussicht.<br />

Ich habe festen Boden unter den Füßen.<br />

Überall das Grün der Blätter <strong>und</strong><br />

die riesigen Baumkronen. Senad Gastan,<br />

Geschäftsführer des Waldkletterparks,<br />

erzählt: „13 000 bis 14 000 Kletterer<br />

kommen zwischen der Woche<br />

vor Ostern <strong>und</strong> den Herbstferien zu<br />

uns. Weil wir etwa 100 Gurte zur Verfügung<br />

haben, ist eine telefonische<br />

Anmeldung auf jeden Fall besser.“<br />

Der 34-jährige Sporttherapeut <strong>und</strong><br />

Erlebnispädagoge klettert zusammen<br />

mit mir den Parcours „Römerschlag“.<br />

Währenddessen hält er meine Kletterkünste<br />

mit der Kamera fest.<br />

50 <strong>2017</strong>


Meine Knie zittern bei der ein oder anderen<br />

Übung: etwa als ich über ein Seil<br />

balancieren soll. Sicher auf den Brettern<br />

der Plattform angelangt, informiere<br />

ich mich bei Gastan, in welcher<br />

Höhe wir uns befinden. „In acht bis<br />

neun Meter sind wir schon“, antwortet<br />

er. Und als ich über den Rand der<br />

Holzplattform hinausschaue, kribbelt<br />

es im Bauch <strong>und</strong> ich bin froh, dass<br />

die Seilsicherung mich hält. Aber ich<br />

genieße den Ausblick, der sich zeigt:<br />

Laubbäume, soweit das Auge sehen<br />

kann, <strong>und</strong> viele weitere Seile, die<br />

darauf warten, erklommen zu werden.<br />

Ein laues Lüftchen weht durch<br />

den Wald <strong>und</strong> die Blätter rauschen.<br />

Und immer wieder das Surren der<br />

Drahtseile, an denen sich jemand zur<br />

nächsten Plattform schwingt. Freudenschreie<br />

unterbrechen die Stille.<br />

Vor uns klettert eine Mutter mit ihren<br />

zwei Kindern. Max, der Junge ist<br />

etwa acht Jahre alt, ist ein bisschen<br />

verängstigt als er über freihängende<br />

Holzplatten klettern soll. Seine ältere<br />

Schwester motiviert ihn <strong>und</strong> ruft:<br />

„Maxi, das schaffst du.“<br />

„Gerade Kinder haben wenig Angst<br />

beim Klettern“, erklärt Gastan, „Es<br />

sind eher die Eltern, die etwas ängst-<br />

lich sind <strong>und</strong> auf die Kleinen abfärben.“<br />

Der älteste Kletterer hier war<br />

r<strong>und</strong> 80 Jahre alt, die jüngste sechs.<br />

1,20 Meter müssen die Kinder groß<br />

sein <strong>und</strong> ab elf Jahren dürfen sie ohne<br />

Begleitperson klettern, allerdings mit<br />

Einverständniserklärung der Eltern.<br />

Etwa zwölf bis 16 Sicherheitstrainer<br />

nehmen vor Kletterbeginn die Registrierung<br />

vor, geben Einweisungen<br />

<strong>und</strong> legen die Gurte an. Inzwischen<br />

sind wir bei der letzten Übung <strong>und</strong><br />

ich freue mich, mich ins Stahlseil einzuhängen<br />

<strong>und</strong> Richtung Boden zu düsen.<br />

In die Hocke gehen, abspringen<br />

<strong>und</strong> Füße in die Luft strecken. Unten<br />

angekommen, fühlt es sich merkwürdig<br />

an, sich nicht abzusichern. Zur<br />

Entspannung gehe ich auf die Panoramaterrasse<br />

<strong>und</strong> genieße die Umgebung.<br />

Von unten sieht das viel einfacher<br />

aus. Am Ende meines Ausflugs<br />

freue ich mich, dass ich meine Furcht<br />

überw<strong>und</strong>en habe. Und stolz bin ich<br />

auch auf mich. Annika Wieland<br />

Waldkletterpark <strong>Hohenlohe</strong><br />

Alles r<strong>und</strong> ums Klettern finden Sie unter<br />

www.waldkletterpark-hohenlohe.de<br />

Acht Parcours gibt es im Waldkletterpark<br />

<strong>Hohenlohe</strong>. Foto: privat<br />

Betrieb in Umstellung<br />

auf Demeter<br />

Idealer Ausflugspunkt für Ihre Wanderungen<br />

• Gruppen-, Vereins-, Familienwanderungen mit dem zertifizierten<br />

Naturparkführer Fritz Jäger. Individuell geführt vom „Frühstück“ bis zum „Vesper“<br />

• Altenbergturm ca. 900 m entfernt<br />

• Nutzen Sie die Einkehr <strong>nach</strong> einer w<strong>und</strong>erschönen Turmwanderung<br />

bei hausgemachten Kuchen <strong>und</strong> Torten oder einem reichhaltigen Vesper<br />

• Festsaal für ca. 100 Personen – für Feiern aller Art<br />

Terminvorschau:<br />

1. Mai ab 11 Uhr Maifest<br />

26. November ab 11 Uhr Adventsausstellung<br />

Bitte beachten Sie weitere Termine<br />

<strong>und</strong> Öffnungszeiten auf unserer Homepage.<br />

Familie Jäger • Uhlbach 1 • Sulzbach-Laufen • Tel. 07976 213 • www.uhlbachhof.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN


Der Kocher-Jagst-Radweg führt durch die<br />

Altstadt von <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>.<br />

Foto: Arbeitsgemeinschaft Kocher-Jagst-Radweg/Jan Bürgermeister<br />

SPORTSCHUHE AN –<br />

ES LOHNT SICH<br />

Mit seinen sanften Hügeln <strong>und</strong> Tälern ist <strong>Hohenlohe</strong> wie<br />

geschaffen für einen Aktivurlaub. Vor allem Radfahrer <strong>und</strong><br />

Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. So lernt man die<br />

Spitze Baden-Württembergs von einer neuen Seite kennen.


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

Schloss Kirchberg ist einer der Höhepunkte auf dem Kocher-Jagst-Radweg. Foto: <strong>Hohenlohe</strong> + <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> Tourismus e. V./Michael Schultz<br />

AM ZWILLING ENTLANG<br />

Der Kocher-Jagst-Radweg ist ein ausgezeichneter Radweg –<br />

im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinne. Das bestätigt<br />

auch Kathleen Lumma, Landesgeschäftsführerin<br />

vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC).<br />

Frau Lumma, der Kocher-Jagst-Radweg<br />

wird von Radlern gerne genutzt. Was<br />

macht die Strecke so besonders?<br />

Lumma: Die Besonderheit des Radwegs<br />

ist, dass man an Zwillings-Flüssen<br />

unterwegs ist – also zwei Flüssen,<br />

deren Quelle <strong>und</strong> Mündung nahezu<br />

identisch sind <strong>und</strong> so einen tollen<br />

R<strong>und</strong>kurs für Radreisende ergeben,<br />

der durch die schöne Landschaft <strong>und</strong><br />

historischen Städte im Nordosten Baden-Württembergs<br />

führt.<br />

Der Radweg wurde vom ADFC mit vier<br />

von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet.<br />

Was sind die Kriterien, die ein Radweg<br />

erfüllen muss, um prämiert zu werden?<br />

Lumma: Bei der Bewertung zur ADFC-<br />

Qualitätsradroute werden insgesamt<br />

acht Kriterien überprüft. Dazu gehören<br />

die Breite <strong>und</strong> Oberfläche der<br />

Wege, die Wegweisung, die Sicherheit<br />

der Strecken <strong>und</strong> die Routenführung,<br />

die kilometergenau erfasst<br />

<strong>und</strong> bewertet werden. Aber auch das<br />

Vorhandensein von touristischer Infrastruktur<br />

wie Rastplätze, Abstellanlagen<br />

et cetera <strong>und</strong> die Vermarktung<br />

der Route sowie die Anbindung der<br />

Strecke an den öffentlichen Verkehr<br />

werden bewertet. Diese Kriterien<br />

gehen mit unterschiedlicher Gewichtung<br />

in die Gesamtbewertung ein.<br />

Die Sterne, die für die ausgezeichneten<br />

Radrouten vergeben werden,<br />

spiegeln also den objektiven Qualitätsdurchschnitt<br />

der Route wider.<br />

54 <strong>2017</strong>


Inwiefern erfüllt der Kocher-Jagst-Radweg<br />

diese Anforderungen?<br />

Lumma: Der Kocher-Jagst-Radweg<br />

erreicht in fast allen Bewertungskategorien<br />

vier Sterne <strong>und</strong> hat sich damit<br />

diese insgesamt redlich verdient.<br />

Lediglich die Routenführung <strong>und</strong> die<br />

Anbindung an den öffentlichen Verkehr<br />

wurden „nur“ mit drei Sternen<br />

bewertet. Dafür ist aber die Wegweisung<br />

mit fünf Sternen besonders gut.<br />

Was fehlt denn zum fünften Stern?<br />

Lumma: Für fünf Sterne muss wirklich<br />

alles passen. Um dieses Qualitätssiegel<br />

zu erhalten, muss eine Radroute<br />

mindestens 91 Prozent der zu<br />

vergebenden Punkte erreichen. Dafür<br />

muss man in fast allen Bewertungskategorien<br />

Bestnoten bekommen <strong>und</strong><br />

zwar möglichst über den gesamten<br />

Streckenverlauf einer Radroute. Für<br />

fünf Sterne werden nur wenige Abweichungen<br />

vom Idealzustand eines<br />

touristischen Radwegs akzeptiert.<br />

Gibt es einen besonderen Service, der entlang<br />

des Radwegs geboten wird?<br />

Lumma: Es gibt Radservice-Stationen.<br />

Für kleine Pannen oder platte<br />

Reifen sind die Gastgeber am Kocher-Jagst-Radweg<br />

ebenso gerüstet<br />

wie für einen Zwischenstopp zum<br />

Energie tanken für Mensch <strong>und</strong> Rad.<br />

Was sollte man am Kocher-Jagst-Radweg<br />

auf jeden Fall unternehmen?<br />

Lumma: Man darf sich auf keinen<br />

Fall die historischen Altstädte von<br />

Aalen <strong>und</strong> <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> entgehen<br />

lassen. Auch das UNESCO-<br />

Weltkulturerbe Limes <strong>und</strong> die Kaiserpfalz<br />

in Bad Wimpfen sollten auf dem<br />

Programm stehen. Interview: lyk<br />

„<br />

In <strong>Hohenlohe</strong> schätze ich<br />

besonders die reichhaltige<br />

Auswahl an regionalen<br />

Produkten für die Küche.<br />

Ich habe auch einen<br />

eigenen Garten. Und kaufe<br />

gerne Produkte von hier,<br />

denn mir ist Nachhaltigkeit<br />

sehr wichtig.<br />

Claudia Herbst (51)<br />

aus Michelfeld<br />

„<br />

DIE MITTE<br />

EINE REGION ZEIGT GESICHT<br />

Was ist Mitte?<br />

In über fünfzig spannenden Beiträgen gehen<br />

Alexander Gerst, Reinhold Würth, Bettina<br />

Wilhelm, Tilmann Distelbarth, Anja Fichtel<br />

<strong>und</strong> viele mehr dieser Frage auf den Gr<strong>und</strong>.<br />

Ein unterhaltsames <strong>und</strong> anregendes Lesebuch<br />

für die ganze Region <strong>und</strong> darüber hinaus.<br />

Überraschende Einsichten inklusive.<br />

Bestellungen möglich unter info@pro-vs.de,<br />

auf www.pro-magazin.de<br />

oder in Ihrer Buchhandlung vor Ort!<br />

nur<br />

14,90 €*<br />

Mit fre<strong>und</strong>licher Unterstützung von:<br />

*Taschenbuch, A5 Format, 280 Seiten; inkl. MwSt., zzgl. Porto<br />

<strong>2017</strong><br />

55


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

ALLE JAHRE<br />

WIEDER<br />

Der Kocher-Jagst-Radweg<br />

gehört zu den schönsten<br />

Strecken Baden-Württembergs.<br />

Kein W<strong>und</strong>er, dass begeisterte<br />

Radler diese Strecke<br />

mehrmals radeln.<br />

Ein Päuschen muss auch für erfahrene Kocher-Jagst-Radler einmal drin sein: Brigitte<br />

Probst <strong>und</strong> Rainer Frenzel fahren hier regelmäßig. Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

Brigitte Probst <strong>und</strong> Rainer Frenzel<br />

wohnen in Döttingen, einem kleinen<br />

Ort am Kocher, der zu Braunsbach<br />

gehört. Der Kocher-Jagst-Radweg<br />

führt mitten hindurch. Die beiden fahren<br />

oft kleine Abschnitte die Route<br />

entlang. So oft, dass sie die Schönheit<br />

der Gegend beinah nicht mehr wahrnehmen.<br />

„Betriebsblind“, nennen sie<br />

es. Aber auch „w<strong>und</strong>erschön“ in dieser<br />

Landschaft, <strong>Hohenlohe</strong>, für die sie<br />

immer wieder schwärmen. Oft haben<br />

sie Gäste aus München oder aus den<br />

Niederlanden. Mit ihren Fre<strong>und</strong>en aus<br />

München sind sie den kompletten<br />

Kocher-Jagst-Radweg gefahren. Drei<br />

Tage haben sie sich gesetzt für die 332<br />

Kilometer. Das fanden sie genau richtig,<br />

von morgens bis abends fahren,<br />

aber doch Zeit genug, um Pausen zu<br />

machen – ein Picknick auf einer Wiese<br />

oder irgendwo einkehren. Sie erinnern<br />

sich gut <strong>und</strong> gerne an die schönen<br />

Halteplätze. Besonders schön sei<br />

es in Bächlingen in der Mosesmühle<br />

gewesen, wo sie lange auf der Wiese<br />

des Café-Restaurants gesessen ha-<br />

Ab Sommer <strong>2017</strong> neu: Außenterasse<br />

Ab Sommer <strong>2017</strong> neu: Außenterrasse<br />

56 <strong>2017</strong>


en <strong>und</strong> die Füße in die Jagst haben<br />

baumeln lassen. Die Pause brauchten<br />

sie auch, denn da<strong>nach</strong> kam die Burgruine<br />

Leofels. Burgen liegen meist<br />

hoch oben, so auch diese. Auch bei<br />

Kirchberg muss man kräftig strampeln,<br />

um die Steigung zu meistern.<br />

Gerne denken sie auch an die Rast in<br />

Neudenau.<br />

Überraschend tauchte der w<strong>und</strong>erschöne<br />

Marktplatz auf, sie bestaunten<br />

die außergewöhnliche Architektur<br />

<strong>und</strong> spritzten sich gegenseitig am<br />

Brunnen nass. „Das finde ich besonders<br />

schön, dass man Orte entdeckt,<br />

in die man sonst nie gekommen<br />

wäre“, sagt sie. Dazu zählen auch<br />

Lokalitäten – wie das Gasthaus in<br />

Schöntal, wo sie nicht nur gut gegessen,<br />

sondern auch über<strong>nach</strong>tet haben.<br />

Und gefreut haben sie sich über<br />

ihre Unterkunft in Ellwangen, das<br />

Hotel Königin Olga, wo ein schöner<br />

Die Route des Kocher-Jagst-Radwegs<br />

führt an vielen Kleinoden vorbei.<br />

Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

Biergarten dazu gehörte. Gar nicht<br />

weit von Zuhause weg, in <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>, machten sie letzte Rast<br />

im Anlagencafé, gleich am Radweg<br />

gelegen. Als alle schon schlapp machen<br />

wollten, holte sie ein Eiskaffee<br />

wieder auf die Beine. Angekommen<br />

in Döttingen, haben sie die Räder in<br />

die Wiese geworfen, den Helm runter<br />

gezogen <strong>und</strong> sind in voller Montur in<br />

den Kocher gegangen.<br />

Sie loben die gute Ausschilderung<br />

<strong>und</strong> finden, dass er seine vier Sterne<br />

verdient hat. Besonders schön sei<br />

der Teil an der Jagst entlang, weil<br />

die Landschaft noch ein bisschen<br />

lieblicher sei, als im Kochertal. Das<br />

Jagsttal ist tief eingeschnitten mit<br />

Steilhängen <strong>und</strong> engen Flussschleifen,<br />

besonders r<strong>und</strong> um Unterregenbach<br />

<strong>und</strong> den vielen anderen kleinen<br />

Ortschaften sollte die Tour am Besten<br />

niemals enden. Sonja Alexa Schmitz<br />

Traditionsreicher <strong>und</strong> gemütlicher<br />

Brauereigasthof mit Hotel im Zentrum<br />

von Ellwangen<br />

• Langjährige<br />

Familientradition<br />

• Fassfrische<br />

Rotochsenbiere<br />

• <strong>Schwäbisch</strong>-regionale<br />

Küche<br />

• Biergerichte<br />

• verschiedene<br />

Gasträume<br />

• bis zu 180 Sitzplätze<br />

• 30 Hotelzimmer<br />

Schmiedstraße 16 · 73479 Ellwangen · Telefon 07961 / 9697170<br />

Telefax 07961 / 53613 · www.roter-ochsen-ellwangen.de<br />

Medisol<br />

die Sauna mit<br />

Physikalische Therapie, Massage <strong>und</strong> Sauna<br />

www.sauna-hohenlohe.de<br />

Brückenwiesenweg 29, 74676 Niedernhall<br />

Telefon 07940 981 558<br />

<strong>2017</strong><br />

57


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

EIN GROSSES<br />

HERZ FÜR RADLER<br />

Das Hotel Sölch liegt auf einer leichten Anhöhe in <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>, nicht weit entfernt vom Kocher-Jagst-Radweg. Viele<br />

Radler über<strong>nach</strong>ten dort auf ihrer Tour.<br />

Meistens rufen sie – die Radfahrer<br />

– von Gaildorf aus an,<br />

wenn sie ein Päusle machen,<br />

<strong>und</strong> fragen <strong>nach</strong> einem Zimmer. „In<br />

einer St<strong>und</strong>e sind wir da“, sagen sie.<br />

Dann gucken sich Pia <strong>und</strong> Martin Sölch<br />

an <strong>und</strong> denken: „Also in zwei St<strong>und</strong>en.“<br />

Kommen die Radurlauber dann<br />

an, hört das Gastronomenpaar immer<br />

zuerst diesen Satz: „Puh, also die Strecke<br />

von Gaildorf bis hierher hat es aber<br />

ganz schön in sich!“<br />

Pia <strong>und</strong> Martin Sölch begrüßen oft Gäste, die den Radweg radeln. Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> ist für viele Radler<br />

der Abschluss der ersten Etappe. In<br />

Aalen wird der Kocher-Jagst-Radweg<br />

vielfach begonnen, dann sind es<br />

knapp 70 Kilometer bis <strong>Hall</strong>. Um den<br />

Gästen den letzten Hügel von der<br />

Stadt herauf kommend zu ersparen,<br />

haben sie auf Höhe Uttenhofen ein<br />

Hinweisschild zum Hotel aufgestellt.<br />

Gästehaus & Heuhotel<br />

www.heuhotelhirsch.de Dörzbach Tel. (0 79 37) 57 22<br />

direkt am Radweg<br />

Gemeinde Wolpertshausen<br />

leben – arbeiten – wohlfühlen<br />

✓ Bauplätze schön gelegen zu günstigen Preisen<br />

mit Familienförderung<br />

✓ Kinderbetreuung vom Kleinkind bis zum Schulkind<br />

✓ gute Infrastruktur<br />

✓ aktives Vereinsleben für Jedermann<br />

✓ Gewerbeflächen direkt neben der Autobahn<br />

Gästezimmer Heuüber<strong>nach</strong>tung<br />

Terrassenbetrieb<br />

familiär, naturverb<strong>und</strong>en, ... einfach gut!!<br />

Wir informieren Sie gerne:<br />

Bürgermeisteramt Wolpertshausen, <strong>Hall</strong>er Straße 15,<br />

74549 Wolpertshausen, Tel. 07904 9799-0, Fax: 07904 9799-10<br />

oder besuchen Sie uns im Internet: www.wolpertshausen.de<br />

58 <strong>2017</strong>


Wenn es heiß ist, kommen die Radler<br />

ermattet an, erzählen die Hotelbesitzer.<br />

Dann brauchen sie eine Dusche,<br />

dann sind sie „andere Menschen“. Es<br />

hat sich mal einer entschuldigt, dafür,<br />

dass er vorhin so „bruddelig“ war, er<br />

sei einfach k.o. gewesen.<br />

Wenn es stark geregnet hat <strong>und</strong> sie<br />

patschnass ankommen, dann stellt<br />

Pia Sölch ihnen einen Wäschekorb hin<br />

<strong>und</strong> bringt die nassen Kleider in den<br />

kleinen Raum, wo das Blockheizkraftwerk<br />

steht. Die Schuhe, die oft quietschen<br />

vor Nässe, stellt sie hochkant<br />

an die Wärmequelle <strong>und</strong> am nächsten<br />

Tag können die Gäste trocken weiter<br />

fahren.<br />

Das Hotel Sölch bietet nur Frühstück<br />

an, aber in der Regel gehen die Gäste<br />

gerne in die schöne Innenstadt runter.<br />

„Wir nennen ihnen dann noch die<br />

Buslinie, um hinauf zu fahren, aber<br />

sie kommen dann doch sehr zufrieden<br />

zu Fuß wieder hoch“, erzählen sie.<br />

Morgens dann, am Frühstücksbuffet<br />

unterscheiden sich die Radler deutlich<br />

von den Geschäftsleuten <strong>und</strong> Arbeitern.<br />

Müsli, Joghurt <strong>und</strong> Obst wird<br />

hauptsächlich <strong>und</strong> in großen Mengen<br />

von ihnen verputzt. Und dann ist<br />

Stimmung im Frühstücksraum. Sind<br />

mehrere Radler zu Gast, erkennen<br />

sie sich an ihrer Kleidung <strong>und</strong> fangen<br />

gleich ein Schwätzchen an. Und<br />

wenn es dann losgeht, nehmen sich<br />

viele noch Brezeln <strong>und</strong> Getränke von<br />

der hoteleigenen Bäckerei mit.<br />

Lustig sei es gewesen, als eine Gruppe<br />

von Paaren ankam, der eine Teil<br />

hoch motiviert, das waren die Männer,<br />

der andere Teil erschöpft <strong>und</strong><br />

frustriert, die Frauen. Sie fuhren den<br />

Burgenstraßen-Radweg. „Dass Burgen<br />

immer auf Bergen liegen müssen“,<br />

beschwerte sich eine Frau. Pia<br />

Sölch hatte Mitgefühl <strong>und</strong> empfahl<br />

ihnen den Kocher-Jagst-Radweg, der<br />

gehe bis Bad Friedrichshall gemütlich<br />

zu fahren, ohne Berge. Die Frauen<br />

setzten sich durch <strong>und</strong> fuhren am<br />

nächsten Tag den blau-grünen Schildern<br />

folgend weiter.<br />

Tatsächlich würden sich die Gäste oft<br />

w<strong>und</strong>ern, wie hügelig doch der Weg<br />

sei. Mittlerweile sind die Hälfte ihrer<br />

Gäste Pedelec-Fahrer. Sie bekommen<br />

einen Steckdosenplatz gleich in<br />

der Laube, wo die Räder des Bett &<br />

Bike-Hotels untergestellt werden<br />

oder nehmen den Akku mit aufs Zimmer.<br />

Wenn sie eine Panne haben,<br />

dann greift Sohn Florian, der mal ein<br />

Praktikum beim Fahrradgeschäft gemacht<br />

hat, zum Werkzeug. Und wenn<br />

es mal ein Pflaster aufzukleben gibt,<br />

dann kommt die Chefin mit ihrem<br />

Verbandskasten. Sonja Alexa Schmitz<br />

ERHOLUNGSORT<br />

Durchatmen<br />

Ausruhen <strong>und</strong><br />

Loslösen Alltag<br />

vom<br />

Unsere schön gelegene Stadt bietet:<br />

➢ <br />

➢ Radfahren, Freibadbesuch, Tennis, Angeln,<br />

Sauna, Solarium<br />

➢ <br />

im Rathausfoyer<br />

Fordern sie ausführliche Unterlagen bei uns an.<br />

Besuchen Sie unsere guten Gastronomie- <strong>und</strong> Hotelbetriebe<br />

in unserer Stadt.<br />

Auskünfte <strong>und</strong> Informationen über<br />

➢ <br />

➢ <br />

erhalten Sie bei der<br />

Stadtverwaltung Ilshofen · <strong>Hall</strong>er Str. 1 · 74532 Ilshofen<br />

Telefon 07904 / 702-0 · Telefax 07904 / 702-12<br />

E-Mail: info@ilshofen.de · Internet: www.ilshofen.de<br />

Perle des Jagsttales<br />

Erholungsort an der Burgenstraße<br />

Günstige Gewerbebauplätze<br />

im Kirchberger Gewerbegebiet Schindelwasen<br />

im Gewerbepark A 6 Kirchberg/Ilshofen<br />

Attraktive Wohnbauplätze<br />

in Kirchberg in den Baugebieten “Kreuzstein”, “Mühlau“<br />

<strong>und</strong> “Sandbuck II”<br />

in Gaggstatt im Baugebiet “Schutzäcker”<br />

in Hornberg im Baugebiet “Dorfwiesen I” <strong>und</strong><br />

in Lendsiedel im Baugebiet “Gartenweg”<br />

alle Schulen am Ort, Kindergärten in Kirchberg,<br />

Lendsiedel, Gaggstatt <strong>und</strong> Weckelweiler,<br />

Jugendcafé in Kirchberg<br />

ein reiches kulturelles Angebot<br />

wie Stadtfeiertag im Februar, Büchermarkt im Juni, Hofgartenfest<br />

im Juli <strong>und</strong> Weih<strong>nach</strong>tsmarkt am 2. Adventswochenende.<br />

Dazu Schloß-Konzerte, Tanzzentrum Kirchberg, Kino “Klappe”,<br />

Ausstellungen im Sandelschen Museum <strong>und</strong> in<br />

der Orangerie, Stadtbücherei<br />

viele Sehenswürdigkeiten<br />

Schloss, historische Altstadt, außergewöhnliche Kirchen<br />

<strong>und</strong> Sandelsches Museum mit wechselnden Sonderausstellungen<br />

abwechslungsreiche Rad- <strong>und</strong> Wanderwege<br />

Info: Schloßstr. 10, 74592 Kirchberg/Jagst, Tel. 07954/9801-0, Fax 9801-19,<br />

e-mail: info@kirchberg-jagst.de, www.kirchberg-jagst.de<br />

<strong>2017</strong><br />

59


Fahren. Erleben.<br />

Genießen.<br />

Mobil in unserer Region –<br />

mit Bus, Bahn <strong>und</strong> Stadtbahn<br />

ÜBER SIEBEN<br />

BRÜCKEN<br />

MUSST DU<br />

FAHREN<br />

Im Juni vergangenen Jahres ist in <strong>Hohenlohe</strong><br />

ein neuer Radweg eingeweiht worden: Der<br />

Ohrntalradweg verbindet von nun an die<br />

Stadt Öhringen mit dem Kocher-Jagst-<br />

Radweg.<br />

Kostenlose Fahrradmitnahme<br />

im Schienenverkehr (werktags ab 9 Uhr)<br />

Der neue Ohrntalradweg lässt die Herzen von Radlern<br />

definitiv höher schlagen. Nicht nur die Umgebung an<br />

sich ist malerisch, auch das Konzept, das sich die Macher<br />

für den 6,3 Kilometer langen Radweg ausgedacht haben,<br />

ist besonders: Auf der Strecke passieren Radler sieben<br />

neue Brücken. Alle sehen gleich aus – nur durch die Farbe<br />

unterscheiden sie sich. Jeder Übergang erstrahlt in einer<br />

anderen Farbe des Regenbogens. Das passt gut in das Naturschutzgebiet,<br />

durch das sich der Ohrntalradweg schlängelt.<br />

Hier leben Tiere, die besonderen Schutz brauchen: Im<br />

Ohrntal sind 38 verschiedene Vogelarten beheimatet sowie<br />

26 Tagfalterarten, wovon vier Arten auf der Roten Liste von<br />

Baden-Württemberg stehen. Auch der Biber hat sich an der<br />

Ohrn wieder niedergelassen <strong>und</strong> fühlt sich hier pudelwohl.<br />

Die idyllische Radstrecke können Radler von Öhringen aus<br />

über Unterohrn bis <strong>nach</strong> Ohrnberg am Kocher erk<strong>und</strong>en. Die<br />

Strecke ist in beide Richtungen ausgeschildert <strong>und</strong> weist nur<br />

wenige Höhenmeter auf. Damit ist sie auch für Familien <strong>und</strong><br />

Anfänger ein Vergnügen.<br />

RADLERPARADIES DURCH UND DURCH<br />

Doch <strong>Hohenlohe</strong> hat für Radler noch mehr zu bieten – <strong>und</strong><br />

zwar für beinahe alle Ansprüche. Das macht <strong>Hohenlohe</strong> zu<br />

einem echten Radlerparadies.<br />

Wer’s sportlich mag, kann sich etwa an der „<strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Buckelestour“ probieren. Die Strecke, die in Künzelsau<br />

startet <strong>und</strong> endet, weist Steigungen von bis zu 20 Prozent<br />

www.h3nv.de


auf. Eine gute Kondition kann da gewiss nicht schaden.<br />

Anders der Brettachtal-Radweg. Die 22 Kilometer lange<br />

Strecke durchquert drei Gemeinden: Bretzfeld, Langenbrettach<br />

<strong>und</strong> Neuenstadt am Kocher. Grüne Talauen, kleine<br />

Dörfer <strong>und</strong> bunte Streuobstwiesen machen den Radweg<br />

einmalig. An verschiedenen Stellen entlang des Radwegs<br />

wurden Objektschilder aufgestellt. Diese erläutern den<br />

Radlern die Sehenswürdigkeiten <strong>und</strong> Besonderheiten entlang<br />

des Radwegs – damit machen die Sportlichen nicht<br />

nur etwas für ihre Ges<strong>und</strong>heit, sondern sie lernen auch<br />

noch etwas über <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Der neue Ohrntalradweg führt an sieben Stellen über den Fluss<br />

<strong>und</strong> macht das Element Wasser damit erlebbar. Foto: Stadt Öhringen<br />

Wer das Element Wasser mag, wird die BühlerTour lieben.<br />

Die 46,2 Kilometer lange Strecke startet in Geislingen<br />

am Kocher <strong>und</strong> führt zunächst durch das Untere Bühlertal<br />

<strong>nach</strong> Cröffelbach <strong>und</strong> Oberscheffach. Ab hier heißt es,<br />

kräftig in die Pedale treten: Wer Richtung Vellberg <strong>nach</strong><br />

oben kommen mag, braucht etwas Ausdauer. Doch das<br />

Strampeln lohnt sich. Die Ilshofener Ebene bietet einen<br />

tollen Ausblick, bevor es weiter <strong>nach</strong> Vellberg in das historische<br />

Städtchen geht.<br />

Wer Sport <strong>und</strong> Geschichte miteinander verbinden möchte,<br />

ist auf der LimpurgTour richtig. Hier kann man sich im<br />

wahrsten Sinn des Wortes auf die Spuren der Schenken<br />

von Limpurg, einem schwäbisch-fränkischen Adelsgeschlecht,<br />

machen. Die Tour startet <strong>und</strong> endet in Gaildorf<br />

<strong>und</strong> ist stolze 86,8 Kilometer lang. Auf wenig befahrenen<br />

Verkehrsstraßen sowie auf ausgebauten Feld- <strong>und</strong> Forstwegen<br />

haben Radler ihre Ruhe, um die Umgebung zu<br />

genießen <strong>und</strong> zu staunen. <strong>Hohenlohe</strong> – ein echtes Radlerparadies<br />

eben. <br />

Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Anzeige<br />

Natur pur um Waldenburg<br />

Sieben R<strong>und</strong>wanderwege führen um den staatlich anerkannten<br />

Luftkurort Waldenburg.<br />

Mit herrlichen Ausblicken ins <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Land bietet die Stadt Waldenburg bei einem<br />

R<strong>und</strong>gang um das alte Bergstädtchen<br />

Erholung pur. Idyllische Aussichten<br />

auf grüne Hänge, plätschernde Bäche <strong>und</strong><br />

breite Täler sind begehrte Ziele bei Spaziergängen<br />

in gemäßigter Höhenlage von<br />

bis zu 500 Metern. Ein Highlight ist dabei<br />

die reichhaltige Blumenpracht selten gewordener<br />

<strong>und</strong> geschützter Pflanzen, wie<br />

die Wildtulpe oder heimische Orchideen.<br />

Die gut beschilderten Wanderwege durch<br />

herrliche Mischwälder – neu integriert<br />

ins Wanderleitsystem Naturpark <strong>Schwäbisch</strong>-Fränkischer<br />

Wald – eignen sich besonders<br />

für kurze <strong>und</strong> leichte Tagestouren.<br />

Teilweise sind diese auch barrierefrei.<br />

Für jeden etwas dabei Im Sommer<br />

lädt der Neumühlsee Jung <strong>und</strong> Alt zum<br />

Sprung ins kühle Nass ein. Direkt am Wasser<br />

liegt auch ein Campingplatz mit zahlreichen<br />

Stellplätzen, die über Strom- <strong>und</strong><br />

Wasseranschlüsse verfügen. Neben Wandern<br />

<strong>und</strong> Schwimmen sind Radfahren <strong>und</strong><br />

Reiten weitere sportliche Höhepunkte des<br />

Luftkurorts. Die heimische Gastronomie<br />

bietet ein umfangreiches Angebot für alle<br />

großen <strong>und</strong> kleinen Besucher.<br />

Touristinformation Waldenburg<br />

Hauptstraße 13<br />

74638 Waldenburg<br />

Tel. 07942 / 108-25


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

ÜBER STOCK UND STEIN<br />

Seit 2010 hat <strong>Hohenlohe</strong> seinen eigenen Weitwanderr<strong>und</strong>weg:<br />

den Kocher-Jagst-Trail. In zehn Tagesetappen erlebt man<br />

das <strong>Hohenlohe</strong>r Land von seiner schönsten Seite.<br />

Jagst-, Bühler- <strong>und</strong> Kochersteig:<br />

Diese drei Abschnitte bilden gemeinsam<br />

den etwa 200 Kilometer<br />

langen Weitwanderr<strong>und</strong>weg „Kocher-<br />

Jagst-Trail“. Er untergliedert sich in<br />

zehn Tagesetappen <strong>und</strong> führt durch<br />

das <strong>Hohenlohe</strong>r Land <strong>und</strong> die Berge<br />

Ellwangens. Er vereint Natur <strong>und</strong> Kultur<br />

auf einmalige Weise <strong>und</strong> bietet dem<br />

Wanderer dadurch eine ganz besondere<br />

Perspektive auf <strong>Hohenlohe</strong>. Entlang<br />

der Strecke liegen Burgen, Schlösser,<br />

Ruinen <strong>und</strong> Kirchen mit wertvollen<br />

Kunstschätzen. Aber auch das Naturerlebnis<br />

kommt nicht zu kurz.<br />

JAGSTSTEIG<br />

Der Jagststeig startet in Blaufelden<br />

<strong>und</strong> führt in vier Etappen über<br />

Kirchberg, Crailsheim <strong>und</strong> Wildenstein<br />

<strong>nach</strong> Ellwangen. Zu entdecken<br />

gibt es auf dieser Strecke reichlich:<br />

In Blaufelden steht die mittelalterliche<br />

Wehrkirche St. Ulrich aus dem<br />

Jahr 1423. Das kleine Kirchlein ist<br />

mit einem wuchtigen Wehrkirchturm<br />

ausgestattet, hat einen begehbaren<br />

Turmkranz <strong>und</strong> bietet von dort aus<br />

eine sagenhafte Aussicht über die<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Ebene. Auf schmalen,<br />

romantischen Pfaden geht es durch<br />

die Flusstäler von Blaubach, Brettach<br />

<strong>und</strong> Jagst, die der Landschaft ihren<br />

eigenen Charakter verleihen. Im Brettachtal<br />

überquert man das Flussbett<br />

auf Trittsteinen, um trockenen Fußes<br />

über das Wasser zu kommen. Hier<br />

hat man auch die Möglichkeit, mehr


Der Trail bietet Abwechslung pur. Fotos: <strong>Hohenlohe</strong> + <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> Tourismus e.V./Michael Hannemann<br />

Informationen über den historischen<br />

Salzabbau zu gewinnen. In Kirchberg<br />

lohnt sich ein Besuch des Schlosses.<br />

Die ehemalige Residenz über der<br />

Jagst ist ein echter Höhepunkt auf<br />

der Strecke. Weiter geht es über Wiesen,<br />

Brücken <strong>und</strong> auf kleinen Wegen<br />

<strong>nach</strong> Crailsheim. Vom Kreckelberg<br />

aus hat man eine fantastische Aussicht<br />

über die Stadt. Die geologische<br />

Pyramide ist über 100 Jahre alt. Sie<br />

stellt die Gesteinsarten der Crailsheimer<br />

Umgebung mit ihren charakteristischen<br />

Versteinerungen dar. Der<br />

Weg geht weiter, vorbei an Schloss<br />

Rechenberg, durch Wälder, in Richtung<br />

Ellwangen.<br />

BÜHLERSTEIG<br />

Der Bühlersteig schließt sich nahtlos<br />

an den Jagststeig an. Drei Etappen<br />

sind hier vorgesehen: von Ellwangen<br />

über Willa <strong>und</strong> Bühlertann führt<br />

der Weg <strong>nach</strong> Hessental. Direkt <strong>nach</strong><br />

Ellwangen geht es hinauf auf die<br />

Benzenruhe. Hier bietet sich noch<br />

einmal ein atemberaubender Blick<br />

auf das Ellwanger Schloss <strong>und</strong> die<br />

Wallfahrtskirche Schönenberg. Mit<br />

etwas Glück kann man von hier sogar<br />

die <strong>Schwäbisch</strong>e Alb sehen – das ist<br />

aber wetterabhängig. Vorbei kommt<br />

man auch am Glasweiher. Wer aufmerksam<br />

ist, entdeckt am Ufer vielleicht<br />

eine Schwertlilie oder auf dem<br />

Wasser einen Haubentaucher. An<br />

der St. Jakobskirche begegnet man<br />

unter Umständen dem einen oder<br />

Anzeige<br />

Liebenswerte alte neue Stadt<br />

In Möckmühl waltete der Götz von Berlichingen vor r<strong>und</strong> 500 Jahren.<br />

Auch Schillers Schwester Luise lebte hier.<br />

Der mittelalterliche Stadtkern mit seiner<br />

Burg sieht heute noch so aus, wie er 1643<br />

von der Künstlerin Merian gezeichnet worden<br />

ist. Fachwerkhäuser <strong>und</strong> die erhaltene<br />

Stadtmauer mit ihren Türmen zeugen davon.<br />

Das Heimatmuseum <strong>und</strong> das Stadtarchiv<br />

dokumentieren die Geschichte <strong>und</strong><br />

die Entwicklung auf liebevolle Weise. Wer<br />

Möckmühls Geschichte erk<strong>und</strong>en möchte,<br />

kann sich mit einem der Stadtführer oder<br />

dem Nachtwächter auf den Weg über den<br />

Schlossberg machen. Wer spontan einen<br />

Abstecher in die Gemeinde macht, findet<br />

am Rathaus einen Flyer zu seinem ganz individuellen<br />

„historischen Stadtr<strong>und</strong>gang“.<br />

Aktiv <strong>und</strong> fit An den Ufern der Jagst<br />

genießt man im Sommer die Badequalität<br />

des Flusses. Wer das Jagsttal näher kennenlernen<br />

möchte, der kann sich zu Fuß,<br />

mit dem Rad oder zu Wasser auf den Weg<br />

machen. Gut beschilderte Wanderwege<br />

oder der Kocher-Jagst-Radweg führen zu<br />

den Sehenswürdigkeiten der Umgebung.<br />

Wer es noch ruhiger liebt, der kann auf einem<br />

Kanu die Jagst <strong>und</strong> ihren Lauf verfolgen.<br />

Trotz der landschaftlichen Idylle liegt<br />

Möckmühl verkehrstechnisch sehr günstig<br />

an der A81 zwischen Heilbronn <strong>und</strong><br />

Würzburg, nicht weit vom Autobahnkreuz<br />

Weinsberg <strong>und</strong> der A6 entfernt. Am Möckmühler<br />

Bahnhof stoppen die Züge der Linie<br />

Würzburg – Stuttgart.<br />

Stadtverwaltung Möckmühl<br />

Hauptstraße 23, 74219 Möckmühl<br />

Tel. 06298 / 202-0<br />

Fax 06298 / 202-70<br />

info@moeckmuehl.de<br />

www.moeckmuehl.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

Statement<br />

„Der Bühlersteig als Teil des<br />

Kocher-Jagst-Trails hat mich<br />

durch seine abwechslungsreiche<br />

Streckenführung überrascht.<br />

Die Landschaft <strong>und</strong> die<br />

einfach zu begehenden Wege<br />

geben dem Wandern schon<br />

fast eine meditative Note.<br />

Wenn in Zukunft die Abstimmung<br />

der Wege-Pflege weiter<br />

optimiert wird <strong>und</strong> die kleinen<br />

Highlights entlang der Strecke<br />

behutsam in Szene gesetzt<br />

werden, bietet der Bühlersteig<br />

mit seinen drei Tagesetappen<br />

einen perfekten Einstieg in<br />

den Kocher-Jagst-Trail.“<br />

Matthias Irle, Wegemanager<br />

anderen Wanderer des Jakobsweges,<br />

denn hier treffen die beiden Wanderwege<br />

aufeinander. Über Stock<br />

<strong>und</strong> Stein geht es <strong>nach</strong> Willa <strong>und</strong><br />

über Bühlertann – mit Blick auf die<br />

Tannenburg – weiter in Richtung<br />

Hessental. Die Klingen in den Wäldern<br />

haben ihren ganz eigenen Reiz.<br />

Hier wird einmal mehr deutlich, wie<br />

steil es in <strong>Hohenlohe</strong> sein kann. Kurz<br />

vor Hessental gelangt man auf den<br />

Einkorn, den Hausberg von <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>. Die Aussicht von hier oben<br />

ist großartig. Vom Turm auf dem Berg<br />

ist sie sogar noch schöner.<br />

KOCHERSTEIG<br />

In Hessental angekommen, endet<br />

der Bühlersteig, der Kochersteig beginnt.<br />

Er führt von <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>-<br />

Hessental über Braunsbach <strong>und</strong><br />

Mulfingen-Heimhausen zurück <strong>nach</strong><br />

Blaufelden. Der historische Marktplatz<br />

in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> mitsamt<br />

der großen St. Michaelskirche lädt<br />

zu einem Fotostopp ein. Er zählt zu<br />

den schönsten Marktplätzen in Süddeutschland.<br />

In Geislingen führt der<br />

Weg auf einem Damm neben dem<br />

Kocher entlang – über Streuobstwiesen<br />

geht es in Richtung Braunsbach-Steinkirchen,<br />

die mächtige Kochertalbrücke<br />

im Rücken. Dann geht<br />

es rauf zur Burg Tierberg, die aus<br />

dem 13. Jahrh<strong>und</strong>ert stammt. Wer<br />

Natur mag, kommt hier voll auf seine<br />

Kosten. Saftige Wiesen, dunkle Wälder<br />

– auf diesem Streckenabschnitt<br />

ist alles dabei. In Unterregenbach<br />

lohnt sich ein Besuch der historischen<br />

Krypta im alten Pfarrhaus. Durch das<br />

Rötelbachtal, in dem die Zeit stehen<br />

geblieben scheint, geht es zurück<br />

zum Ausgangspunkt – dem Ort Blaufelden.<br />

Damit endet der Kochersteig<br />

– <strong>und</strong> damit auch der Kocher-Jagst-<br />

Trail. <br />

Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Natur- <strong>und</strong> Kulturerlebnisse<br />

Foto: H. Brütting<br />

Familien unterstützend –<br />

Generationen verbindend!<br />

Auf sieben naturnahen Touren, einer<br />

Gemeindegrenzwanderung, dem<br />

Drei-Kirchen-Weg Gemeinde Michelfeld, <strong>Hall</strong>er <strong>und</strong> Straße zwölf 35, 74545 kombinierbaren<br />

Michelfeld<br />

Fon 07 91/ 9 70<br />

Rad-R<strong>und</strong>strecken<br />

71-0, Fax 07 91/ 9 70 71-30<br />

lässt<br />

E-Mail: info@michelfeld.de, Internet: www.michelfeld.de<br />

sich mit Fahrrad oder zu Fuß die<br />

Region um Michelfeld erk<strong>und</strong>en.<br />

Interessante Geschichten werden<br />

Natur- <strong>und</strong> Geschichtsfre<strong>und</strong>en an<br />

17 Stationen des Kulturlandschaftspfades<br />

Gnadental unterhaltsam illustriert<br />

erzählt.<br />

Die Klosterkirche Gnadental ist seit<br />

1246 ein beeindruckendes Zeugnis<br />

der Baukunst der Zisterzienser.<br />

Kulturlandschaftspfad Gnadental –<br />

Zisterzienser Nonnenkloster –<br />

Themenwanderungen <strong>und</strong> Radwege –<br />

Jahrh<strong>und</strong>ertfenster <strong>Hall</strong>er Landhege<br />

Am idyllisch gelegenen Waldjugendzeltplatz<br />

Baierbacher Hof, der mit<br />

allem ausgestattet ist, was man für<br />

Gruppenfreizeiten braucht, zeigt die<br />

Rekonstruktion einer sogenannten<br />

Falle der <strong>Hall</strong>er Landhege (Tordurchlass)<br />

den historischen Grenzverkehr.<br />

Das dortige Arboretum ist ebenfalls<br />

beeindruckend.<br />

Die Beachvolleyballanlage am Freisportgelände<br />

Rote Steige bietet Spiel<br />

<strong>und</strong> Spaß mit Strandfeeling.<br />

Gemeinde Michelfeld, <strong>Hall</strong>er Straße 35, 74545 Michelfeld<br />

Fon 07 91 / 9 70 71-0, Fax 07 91 / 9 70 71-30<br />

E-Mail: info@michelfeld.de, Internet: www.michelfeld.de<br />

64 <strong>2017</strong>


Foto: fotolia/L.Bouvier<br />

EIN PFAD GEGEN<br />

DAS VERGESSEN<br />

Der Hans-<strong>und</strong>-Sophie-Scholl-Pfad ist eine Besonderheit in<br />

<strong>Hohenlohe</strong>. Hier wandelt man auf den Spuren der berühmten<br />

Kinder der Stadt Forchtenberg.<br />

Es gibt wohl kaum jemanden,<br />

der die Namen der beiden nicht<br />

kennt: Hans <strong>und</strong> Sophie Scholl.<br />

Sie waren Widerstandskämpfer gegen<br />

den Nationalsozialismus. Sie stellten<br />

sich gegen den Krieg, gegen die Diktatur<br />

<strong>und</strong> gegen Adolf Hitler. Beide haben<br />

bei dem Kampf gegen das NS-Regime<br />

ihr Leben verloren. Doch was haben<br />

Sophie <strong>und</strong> Hans Scholl mit <strong>Hohenlohe</strong><br />

gemein? Nichts, könnte man meinen<br />

– kennt man sie doch vor allem<br />

als Münchner Studenten, die sich der<br />

Weißen Rose angeschlossen hatten.<br />

Doch das stimmt nicht. Die berühmten<br />

Geschwister gehören ebenso<br />

wie Blooz oder Gsälz zu <strong>Hohenlohe</strong><br />

– oder besser gesagt, zu Forchtenberg,<br />

einer kleinen Stadt im <strong>Hohenlohe</strong>kreis.<br />

Es ist die Geburtsstadt von<br />

Sophie Scholl. Hier wurde sie am 9.<br />

Mai 1921 im heutigen Ratssaal geboren.<br />

Ihr Vater, Robert Scholl, war von<br />

1920 bis 1929 Schultheiß der Stadt.<br />

Die Spuren der Widerstandskämpfer<br />

sind im ganzen Ort zu finden – nicht<br />

zuletzt deshalb hat man den berühmten<br />

Kindern einen Pfad gewidmet,<br />

auf dem man die Lebensspuren der<br />

beiden <strong>nach</strong>verfolgen kann. Zum 85.<br />

Geburtstag von Sophie Scholl wurde<br />

der Pfad eröffnet – er ist der erste<br />

seiner Art in Deutschland. An den<br />

einzelnen Stationen – es sind zwölf<br />

an der Zahl – wurden im Ort weiße<br />

Rosen gepflanzt. Sie sind ein Symbol<br />

<strong>und</strong> dienen der Erinnerung. lyk<br />

Anzeige<br />

Die fre<strong>und</strong>liche Stadt<br />

Mit seinen historischen Gebäuden <strong>und</strong> der Vielzahl an sportlichen <strong>und</strong><br />

kulturellen Möglichkeiten ist Neuenstadt immer einen Besuch wert.<br />

„In ein fre<strong>und</strong>liches Städtchen tret ich<br />

ein …“ – mit diesen Zeilen hat der Dichter<br />

Eduard Mörike Neuenstadt beschrieben.<br />

Das war 1834, als er seine Pfarrstelle<br />

im Teilort Cleversulzbach antrat. Offenheit<br />

<strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>lichkeit hat sich Neuenstadt<br />

bewahrt <strong>und</strong> überzeugt als junge,<br />

dynamische Stadt mit vielen Facetten. Die<br />

Innenstadt des ehemaligen Herzogsitzes<br />

verführt zu einem historischen Stadtr<strong>und</strong>gang<br />

mit Start am Lindenplatz. Neben der<br />

einmaligen Lindenanlage <strong>und</strong> dem Schloss<br />

gibt es noch viele weitere Gebäude mit historischem<br />

Hintergr<strong>und</strong> zu entdecken.<br />

Großes kulturelles Angebot Sportlich<br />

Interessierte können sich an dem großen<br />

Rad- <strong>und</strong> Wanderwegnetz r<strong>und</strong> um<br />

Neuenstadt erfreuen. In der Kocherstadt<br />

treffen Kocher-Jagst-Radweg <strong>und</strong> Brettachtal-Radweg<br />

aufeinander. Der ideale<br />

Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region<br />

<strong>und</strong> Naturgenuss. Neben den Freilichtspielen<br />

Neuenstadt bieten das Mörike-Museum<br />

Cleversulzbach <strong>und</strong> das Museum im<br />

Schafstall abwechslungsreiche Ausstellungen.<br />

Ergänzt werden sie von der Reihe „Kultur<br />

im Schafstall“ mit zahlreichen Konzerten<br />

<strong>und</strong> Kabarettaufführungen.<br />

Stadtverwaltung Neuenstadt a. K.<br />

Hauptstraße 50, 74196 Neuenstadt a. K.<br />

Tel. 07139 / 970<br />

post@neuenstadt.de<br />

www.neuenstadt.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

ZU SICH FINDEN<br />

Die Pfade der Stille sind einzigartig in <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Fünf Gemeinden an der Jagst laden ein, in Ruhe die<br />

Umgebung kennenzulernen.<br />

Die Lourdesgrotte bei Krautheim liegt auf<br />

dem Weg. Foto: Barbara Griesinger<br />

Stille ist nicht nur das Fehlen<br />

von Geräuschen. Stille ist vielmehr<br />

auch das Einkehren in sich<br />

selbst“, soll der deutsch-kanadische<br />

Publizist Willy Meurer einmal gesagt<br />

haben. Wie Recht er damit haben<br />

sollte, wird bei einer Wanderung auf<br />

den Pfaden der Stille deutlich. Diese<br />

R<strong>und</strong>wanderwege gibt es in Dörzbach,<br />

Krautheim, Mulfingen, Schöntal <strong>und</strong><br />

Langenburg. Den Alltagsstress hinter<br />

sich lassen, Ruhe <strong>und</strong> Erholung genießen<br />

– das ist das Thema dieser Pfade.<br />

Um diesem Anliegen <strong>nach</strong>zukommen,<br />

stehen religiöse <strong>und</strong> touristische<br />

Kleinode im Mittleren Jagsttal im Fokus<br />

der Strecken. Das Konzept kommt<br />

an. Die Pfade der Stille erfreuen sich<br />

großer Beliebtheit <strong>und</strong> werden gerne<br />

bewandert. Um die Wege noch<br />

attraktiver zu machen, wird jetzt die<br />

Routenführung überarbeitet <strong>und</strong> für<br />

ältere <strong>und</strong> mobil eingeschränkte Personen<br />

interessanter gestaltet. Dafür<br />

fließt Geld aus dem Förderprogramm<br />

LEADER der EU. Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Ausflugstipp:<br />

Erholung für die ganze Familie<br />

- Bade- <strong>und</strong> Angelsee<br />

- Riesiger Abenteuer-Spielplatz<br />

- Gaststätte mit Biergarten<br />

- Familienfre<strong>und</strong>liche Preise<br />

- Kaffee <strong>und</strong> Kuchen<br />

- Bootsverleih<br />

- Wanderwege<br />

- Campingfass-Über<strong>nach</strong>tungen<br />

Familie Wachter<br />

Mönchswald 2<br />

74673 Mulfingen-Hollenbach<br />

Telefon 07938 7272<br />

Fax 07938 7055<br />

www.waldcamping-hollenbacher-see.de<br />

66 <strong>2017</strong>


KOMPETENT UNTERHALTEN<br />

Informationen über die Wandergegend sind dann am lebendigsten,<br />

wenn man sie während der Tour erlebt. In <strong>Hohenlohe</strong> gibt es<br />

zahlreiche Möglichkeiten, sich von Einheimischen führen zu lassen.<br />

Als Soldat in Rüstung, Kaiser in<br />

Toga oder als Philosoph: Torsten<br />

Pasler schlüpft für seine<br />

Gäste in verschiedene Rollen aus dem<br />

alten Rom. Er ist einer von fünf Limes-<br />

Cicerones, die entlang des römischen<br />

Grenzwalls Führungen zu allen möglichen<br />

Themen r<strong>und</strong> um den Limes <strong>und</strong><br />

das römische Reich anbieten. Ob als<br />

Wanderung oder Vortrag, mit Kostüm<br />

oder ohne, die Cicerones lassen keine<br />

Wünsche offen. Wunschlos glücklich<br />

macht den Naturfre<strong>und</strong> auch die<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Landschaft.<br />

Wer Flora<br />

<strong>und</strong> Fauna aber<br />

nicht nur erleben,<br />

sondern mit allen wissenswerten<br />

Facetten<br />

kennenlernen möchte,<br />

kann dies bei den zahlreichen Natur-<br />

<strong>und</strong> Landschaftsführungen<br />

Torsten Pasler als Römer.<br />

Foto: Verband der Limes-Cicerones<br />

quer durch <strong>Hohenlohe</strong> tun. Der<br />

dafür zuständige Verein bietet<br />

neben den Wandertouren<br />

auch Themenführungen<br />

an. Für Feinschmecker<br />

bietet sich eine der vielen<br />

Weinerlebnisführungen an.<br />

Neben den erlesenen<br />

Tropfen aus eigenem Anbau<br />

kann man bei dieser<br />

Art der Wanderung auch den<br />

Ausblick von den <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Weinbergen genießen. mib<br />

Anzeige<br />

Nicht nur was für kühle Tage<br />

An 362 Tagen im Jahr kann man im Schenkenseebad einen erholsamen<br />

„Urlaub vom Alltag“ verbringen.<br />

Für sportliche Schwimmer, Erholung suchende<br />

Saunaliebhaber oder spaß- <strong>und</strong><br />

spielbegeisterte Familien werden im<br />

Schenkenseebad viele Attraktionen <strong>und</strong><br />

Events geboten. Das Freizeitbad verspricht<br />

neben Lehrschwimmbecken, 50m-Sportbecken,<br />

Sprungturm <strong>und</strong> Außenbecken<br />

mit der Reifenrutsche „X-Tube“ <strong>und</strong> der<br />

„Black-Hole-Rutsche“ auch pures Rutschvergnügen.<br />

Einen Abenteuerwasserspielplatz<br />

mit lustigem Piratenschiff gibt es im<br />

Kleinkinderparadies.<br />

Urlaub Als idealer Ort der Ruhe, Entspannung<br />

<strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heit präsentiert sich der<br />

Saunapark. Wer sich für mehrere St<strong>und</strong>en<br />

oder einen ganzen Tag vom Alltagsstress<br />

ausklinken möchte, ist hier richtig aufgehoben.<br />

Auf einer Gesamtfläche von 1.500<br />

m 2 verteilen sich 6 Saunen <strong>und</strong> 2 Dampfbäder.<br />

Abkühlen kann man sich über die<br />

unterschiedlichsten Düsen-, Schwall-, Erlebnis-<br />

<strong>und</strong> Kübelduschen, Eis aus dem<br />

Eisbrunnen oder im Tauchbecken. Im Freizeitbad<br />

<strong>und</strong> Saunapark können Sie sich<br />

mit kühlen Getränken, frischen Salaten<br />

<strong>und</strong> kleinen Snacks <strong>nach</strong> Ihren Wünschen<br />

stärken. Auf Beauty- <strong>und</strong> Wellnessliebhaber<br />

warten Massagen aus aller Welt, die<br />

Körper, Seele <strong>und</strong> Geist verwöhnen <strong>und</strong><br />

einen „Urlaubstag“ im Schenkenseebad<br />

abr<strong>und</strong>en.<br />

Schenkenseebad <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Schenkenseestraße 76<br />

74523 <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

www.schenkenseebad.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

Alte Mühlen, liebevoll restauriert, trifft<br />

man zur Genüge auf dem R<strong>und</strong>wanderweg<br />

an. Fotos: Silke Rüdinger<br />

IM TAL DER MÜHLEN<br />

A wie abwechslungsreich, abenteuerlich <strong>und</strong> absolut<br />

empfehlenswert – das sind die Attribute, die auf den<br />

Romantischen Mühlen- <strong>und</strong> Seenweg zutreffen.<br />

Sonntag, später Vormittag. Die Sonne scheint. Nach einem<br />

leckeren Frühstück sitzen wir entspannt auf der<br />

Couch – bis uns ein fragend-fixierender Blick trifft:<br />

Marta, äußerst ausgehfreudige H<strong>und</strong>edame, hält wenig<br />

von Ruhe <strong>und</strong> Entspannung. Der Klügere gibt <strong>nach</strong> oder der<br />

Hartnäckigere gewinnt: Kurz darauf stehen wir an der Haustür.<br />

Da fällt mir ein, dass ich schon seit Längerem einen Kartenschuber<br />

„Idyllische Straße – Wandern aktiv“ habe, der<br />

18 R<strong>und</strong>wanderungen verschiedener Längen- <strong>und</strong> Schwierigkeitsgrade<br />

in einzelnen Flyern beinhaltet. Die Kurzbeschreibungen<br />

hören sich alle gut an. Nach dem Motto „A wie<br />

Anfang“ entscheiden wir uns für die Gemeinde Alfdorf <strong>und</strong><br />

die „Tour A – Romantischer Mühlen- <strong>und</strong> Seenweg“, zehn<br />

Kilometer lang <strong>und</strong> somit ideal für einen Halbtagesausflug.<br />

Der Parkplatz am Hagerwaldsee ist schon ziemlich voll.<br />

Wir parken in der Nähe der Bushaltestelle auf der anderen<br />

Straßenseite. Kurze Diskussion, in welche Richtung<br />

wir loslaufen müssen, ich gewinne <strong>und</strong> so laufen wir –<br />

natürlich falsch herum – los. Dank R<strong>und</strong>wanderweg ist<br />

68 <strong>2017</strong>


das aber völlig problemlos. Vorbei am ruhig daliegenden<br />

Hüttenbühlsee <strong>und</strong> einem ersten Fußbad von Marta im<br />

wegbegleitenden Bach, erreichen wir <strong>nach</strong> kurzer Zeit die<br />

Vaihinghofer Sägmühle „Hummelgautsche“. Eine kleine<br />

Holzbrücke lädt dazu ein, das Holzgebäude – vorbei an<br />

dem großen Wasserrad – zu umgehen. Am Waldrand entlang,<br />

über eine weitere Holzbrücke <strong>und</strong> durch bunt blühende<br />

Sommerwiesen hindurch, treffen wir auf die Heinlesmühle.<br />

Diese ist w<strong>und</strong>erschön restauriert <strong>und</strong> sieht<br />

malerisch aus. Zwar sind wir noch nicht lange unterwegs,<br />

aber in einem urigen Scheunentrakt entdecken wir eine<br />

Eistruhe <strong>und</strong> einen Kühlschrank mit Getränken. Selbstbedienung<br />

– eine bunt bemalte Kasse hängt an der Wand.<br />

Frisch gestärkt geht es weiter. Nach Querung der Landesstraße,<br />

kommt kurz darauf das wohl schönste Wegstück.<br />

Über federnde Bodenlatten, dann auf einem schmalen Pfad<br />

<strong>und</strong> über rustikale Holzbretter laufen wir über eine Wiese,<br />

vorbei an der H<strong>und</strong>sberger Sägemühle. Dann geht es auf<br />

einem schmalen Waldpfad etwas aufwärts <strong>und</strong> auf einer<br />

Forststraße durch den Wald. Hier ist es schön kühl, Zeit für<br />

eine kurze Getränke- <strong>und</strong> Leckerli-Rast. Die Menzlesmühle,<br />

dritte <strong>und</strong> letzte Mühle auf unserer Tour, liegt etwas<br />

abseits vom Weg, sie streifen wir nur. Auch sie ist sehr<br />

schön restauriert. Das nächste Wegstück führt auf geteerter<br />

Straße bis <strong>nach</strong> Cronhütte. Gleich zu Beginn gibt es<br />

Kunstwerke aus Holz, die zum Verkauf ausgestellt sind, zu<br />

bestaunen. Mit schönen Weitblicken erreichen wir Strohhof.<br />

Ein Ort mit offensichtlich humorvollen Einwohnern:<br />

Ein Paar aus Stroh lädt Vorbeikommende ein, sich zu setzen.<br />

Eine nette Idee für eine Fotopause, welche wir gleich<br />

einlegen. Beim Hof um die Ecke lugt ein neugieriger Esel<br />

über den Zaun. Geschwind verweilen <strong>und</strong> kraulen – entspannt<br />

Esel <strong>und</strong> Mensch. Kurze Zeit später tauchen wir<br />

wieder in den kühlen Wald ein. Entlang des Baches geht<br />

es weiter bis zum Hagerwaldsee. Hier tummeln sich Sonnenhungrige<br />

<strong>und</strong> Badegäste. Der Weg führt zurück zum<br />

Parkplatz. Verschwitzt <strong>und</strong> glücklich steigen wir wieder<br />

ins Auto. Resümee des Tages: Abwechslungsreiche Streckenführung<br />

auf verschiedensten Untergründen, schöne<br />

Mühlen, bunte Blumenwiesen <strong>und</strong> kühle Wälder, weite<br />

Ausblicke <strong>und</strong> Trampelpfade, spannende Begegnungen,<br />

gute Beschilderung – auch in die Gegenrichtung. Kurzum:<br />

ideale R<strong>und</strong>e für Mensch <strong>und</strong> H<strong>und</strong>. Wir sind infiziert vom<br />

„Wandern-aktiv-Virus“ entlang der Idyllischen Straße – 17<br />

weitere Touren warten darauf, von uns entdeckt zu werden.<br />

Wir werden wieder kommen.<br />

Silke Rüdinger<br />

Anzeige<br />

Wo Geschichte lebendig wird<br />

Historische Spürnasen, ob Jung oder Alt, kommen in Satteldorf voll auf<br />

ihre Kosten. Aber auch landschaftlich kann die Gemeinde punkten.<br />

Ein Besuch in Satteldorf lässt Geschichte<br />

lebendig werden. Ausgangspunkt für viele<br />

Ausflüge in die Vergangenheit ist die<br />

im Gro<strong>nach</strong>tal gelegene Hammerschmiede.<br />

Die Ursprünge der Hammerschmiede<br />

reichen bis ins Jahr 1804 zurück. Heute ist<br />

sie als technisches Kulturdenkmal für die<br />

Öffentlichkeit zugänglich. Außerdem wurde<br />

zusätzlich eine Ölmühle mit Dampfmaschinenbetrieb<br />

errichtet. An jedem ersten<br />

Sonntag im Monat ist Schausonntag – da<br />

gerät die ganze Familie ins Staunen.<br />

Historische Schätze Neben der Hammerschmiede<br />

haben sich im Jagst- <strong>und</strong><br />

Gro<strong>nach</strong>tal auch viele Müller die dort vorhandenen<br />

Wassermassen zu Nutzen gemacht.<br />

Zahlreiche Mühlen können deshalb<br />

auch heute noch erwandert <strong>und</strong><br />

erk<strong>und</strong>et werden. Auch die Anhäuser Mauer,<br />

die letzten Reste des Klosters Anhausen,<br />

versetzt seine Besucher in eine längst<br />

vergangene Welt. Auf freiem Feld zwischen<br />

der Kreisstraße von Bölgental <strong>nach</strong><br />

Wallhausen ragt eine ungefähr 20 Meter<br />

hohe <strong>und</strong> zehn Meter breite Mauer in<br />

die Höhe. Es ist die nördliche Seitenwand<br />

des hochgotischen Chores des ehemaligen<br />

Klosters. Das muss man gesehen haben.<br />

Gemeinde Satteldorf<br />

Satteldorfer Hauptstraße 50<br />

74589 Satteldorf<br />

Tel. 07951 / 47000<br />

www.satteldorf.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

ARTENVIELFALT<br />

AM FLUSS<br />

Kocher <strong>und</strong> Jagst markieren nicht nur die Heimat von<br />

r<strong>und</strong> 300 000 <strong>Hohenlohe</strong>rn. Entlang der Flussufer kann<br />

man hier auch viele verschiedene Tierarten bestaunen.<br />

<strong>Hohenlohe</strong> ist ein<br />

Verbreitungsschwerpunkt<br />

des Eisvogels. Foto: Torsten Haag<br />

Mahlzeit <strong>Hohenlohe</strong><br />

Regional genießen<br />

Wir sind regional – Wir kochen regional!<br />

Wir, die Mahlzeit <strong>Hohenlohe</strong>-Betriebe, sind alle familiengeführt, Mitglied bei „Schmeck den<br />

Süden“ <strong>und</strong> setzen auf Qualität, frische, regionale Produkte sowie guten <strong>und</strong> persönlichen<br />

Service gegenüber unseren Gästen. Uns verbindet die Liebe zur Region <strong>und</strong> deren Erzeugnisse,<br />

die jedes Haus individuell auf den Teller bringt. Vor allem ist es uns wichtig, dass die Gäste im<br />

Mittelpunkt stehen, sich bei uns wohl fühlen <strong>und</strong> gute regionale Küche serviert bekommen.<br />

„Schmeck den Süden“–<br />

Initiative „Mahlzeit <strong>Hohenlohe</strong>“<br />

Zusätzlich zu den „Schmeck den Süden“-Kriterien hat jeder Betrieb das ganze Jahr über<br />

mindestens ein Gericht auf der Speisekarte, dessen Zutaten (mit Ausnahme einiger Gewürze)<br />

aus der Region <strong>Hohenlohe</strong> (Landkreis <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>, <strong>Hohenlohe</strong>kreis,<br />

der hohenlohische Teil des Lieblichen Taubertals <strong>und</strong> 20 Kilometer<br />

Umkreis) stammen. In der Speisekarte sind die Mahlzeit-<strong>Hohenlohe</strong>-<br />

Gerichte mit diesem Gütesiegel gekennzeichnet:<br />

Als besonderes Angebot gibt es zu diesem Mahlzeit-<strong>Hohenlohe</strong>-<br />

Gericht eine regionale Getränkeempfehlung als „Versucherle“<br />

in Probiergröße (0,1l oder 0,2l). So kann auch einmal etwas Neues<br />

probiert werden. Dafür steht dieses Siegel:<br />

Eine Initiative von<br />

Geprüfte Qualität in Baden-Württemberg<br />

www.mahlzeit-hohenlohe.de<br />

Teilnehmende Betriebe<br />

• 1 Landgasthof Hotel<br />

Krone***S<br />

Untere Straße 2<br />

74670 Forchtenberg-Sindringen<br />

Tel. 07948 91000<br />

info@krone-sindringen.de<br />

www.krone-sindringen.de<br />

Dienstag Ruhetag<br />

• 2 Landgasthof Lell***<br />

Leimengrube 7<br />

74653 Künzelsau-Belsenberg<br />

Tel. 07940 93540<br />

kontakt@landgasthoflell.de<br />

www.landgasthoflell.de<br />

Mittwoch Ruhetag<br />

• 3 Gasthof Lamm***<br />

Kirchgasse 18<br />

74585 Rot am See<br />

Tel. 07955 2344<br />

lamm-rotamsee@t-online.de<br />

www.lamm-rotamsee.de<br />

Donnerstag Restaurant<br />

Ruhetag<br />

• 5 Gasthof Linde<br />

Waldbuch 13<br />

74586 Frankenhardt-Waldbuch<br />

Tel. 07959 925007<br />

info@waldbuch.de<br />

www.waldbuch.de<br />

Montag Ruhetag<br />

• 4 Landhotel Kirchberg*** • 6 Bio-Restaurant Rose<br />

Eichenweg 2<br />

Ortsstraße 13<br />

74592 Kirchberg/Jagst 74541 Vellberg-Eschenau<br />

Tel. 07954 98880<br />

Tel. 07907 2294<br />

info@landhotelkirchberg.de info@eschenau-rose.de<br />

www.landhotelkirchberg.de www.eschenau-rose.de<br />

kein Ruhetag<br />

Montag Ruhetag<br />

A81<br />

B19<br />

Kocher<br />

Kocher<br />

Jagst<br />

B19<br />

B290<br />

Bühler<br />

A7<br />

7<br />

3 Rot am See<br />

Künzelsau-<br />

Belsenberg 2 Kirchberg/<br />

1 Künzelsau<br />

Jagst<br />

4<br />

Forchtenberg-<br />

Sindringen A6<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

5<br />

Mainhardt 8 Frankenhardt-<br />

Vellberg-<br />

B14<br />

6 Waldbuch<br />

B39<br />

Eschenau<br />

Crailsheim<br />

Gaildorf-<br />

Unterrot<br />

• 7 Gasthof Kocherbähnle***<br />

Schönberger Straße 8<br />

74405 Gaildorf-Unterrot<br />

Tel. 07971 260950<br />

info@kocherbaehnle.de<br />

www.kocherbaehnle.de<br />

Sonntag ab 14 Uhr <strong>und</strong><br />

Montag Ruhetag<br />

• 8 Hotel, Café, Restaurant<br />

Schoch***S<br />

Hauptstraße 40<br />

74535 Mainhardt<br />

Tel. 07903 91900<br />

info@hotel-schoch.de<br />

www.hotel-schoch.de<br />

Donnerstag Ruhetag


Attraktion im Außenbereich der Badehallen ist der Salzsee - ein ganzjährig beheizter, zum Teil überdachter<br />

Freiluftsee, der mit vollgesättigter Sole (26,9%) gespeist wird. Der hohe Salzgehalt sorgt für einen enormen Auftrieb<br />

<strong>und</strong> lässt die Badenden förmlich auf dem Wasser schweben.<br />

Wer schon einmal auf dem Kocher-Jagst-Radweg<br />

unterwegs war, der weiß: Diese beiden Flüsse<br />

sind ein Ort zum Wohlfühlen. Da erscheint es<br />

nur logisch, dass auch viele Tiere in dieser Umgebung heimisch<br />

sind. Einer der bekanntesten tierischen Einwohner<br />

<strong>Hohenlohe</strong>s ist der Eisvogel. Die Gattung, die sich durch ihr<br />

blau-orange leuchtendes Federkleid auszeichnet, gräbt ihre<br />

Brutröhren in Uferböschungen. Kocher <strong>und</strong> Jagst bieten dabei<br />

mit ihren Steilufern einige perfekte Stellen <strong>und</strong> sorgten<br />

dafür, dass der dezimierte Bestand des kleinen Vogels in den<br />

vergangenen Jahren wieder zunahm. Auch der Graureiher<br />

schätzt die Steilhänge entlang der Flüsse <strong>und</strong> errichtet hier<br />

immer wieder seine Brutkolonien. Gerade an der Jagst kann<br />

man ihn regelmäßig beobachten. Am Kocher bei <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> kann man im Winter außerdem häufig größere Scharen<br />

von Kormoranen antreffen.<br />

Durch die vielen angrenzenden Grünlandflächen sind die<br />

beiden Nebenflüsse des Neckars auch einer Menge Insekten,<br />

darunter einigen echten Raritäten, ein Zuhause.<br />

Gerade Libellen <strong>und</strong> Schmetterlinge sind hier in hoher<br />

Stückzahl <strong>und</strong> Vielfalt vorhanden, darunter der in Mitteleuropa<br />

sehr seltene Schmetterlingshaft, den man mit<br />

Geduld <strong>und</strong> Glück im Juni zwischen Dörzbach <strong>und</strong><br />

Krautheim finden kann.<br />

Das Jagsttal bietet außerdem einige Möglichkeiten für<br />

verschiedene Fledermausarten, ihr Quartier aufzuschlagen.<br />

Das Gebiet ist bei den <strong>nach</strong>taktiven Tieren sehr beliebt.<br />

Noch nicht lange wieder in <strong>Hohenlohe</strong> unterwegs ist<br />

der Biber. Mitte des 19. Jahrh<strong>und</strong>erts hatten die Württemberger<br />

das Tier ausgerottet. Vor etwa 20 Jahren kehrte er<br />

im Oberlauf der Jagst wieder in die Region zurück, in den<br />

letzten Jahren wurden auch am Kocher wieder Exemplare<br />

der streng geschützten Spezies gesichtet. Weiter verbreitete<br />

Säugetiere entlang der beiden Flüsse sind Reh, Feldhase,<br />

Rotfuchs <strong>und</strong> Dachs.<br />

Die feuchte Umgebung von Kocher <strong>und</strong> Jagst bietet darüber<br />

hinaus ein wahres Biotop für Reptilien. Vor allem<br />

der Feuersalamander <strong>und</strong> die Blindschleiche finden hier<br />

für sich ideale Verhältnisse vor, aber auch Zauneidechsen<br />

<strong>und</strong> Schlingnattern sind häufig zu entdecken. Darüber hinaus<br />

hausen auch einige Waldeidechsen in <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Um dieses scheue Tier zu Gesicht bekommen, braucht es<br />

allerdings etwas Glück. <br />

Michael Bächle<br />

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Entspannung in der Therme<br />

Gelegen in Bad Windsheim, direkt neben dem Kurpark, ermöglicht die Franken-Therme<br />

individuelle Erholung <strong>und</strong> entspannte St<strong>und</strong>en fernab von Stress <strong>und</strong> Alltag.<br />

Insgesamt vier Thermal-Sole-Becken im<br />

Innen- <strong>und</strong> Außenbereich sorgen für Entspannung<br />

<strong>und</strong> Abwechslung zugleich.<br />

Sprudelnde Vielfalt bieten die Wasserattraktionen,<br />

die vom Strömungskanal<br />

über Massagedüsen bis zum Whirlpool reichen.<br />

Im ganzjährig beheizten Salzsee, der<br />

mit vollgesättigter Sole (26,9 Prozent Salzgehalt)<br />

gespeist wird, kann man sich fast<br />

schwerelos vom wohltemperierten Wasser<br />

tragen lassen. Die Teilüberdachung des<br />

Sees in Form einer transparenten Kuppel<br />

ermöglicht auch an kälteren Tagen ein Bad<br />

mit Panoramablick.<br />

Therme bietet die Wellness-Oase ein umfangreiches<br />

Angebot. Das Verwöhnprogramm<br />

reicht von klassischen Massagen<br />

mit hauseigenen Ölen über kosmetische<br />

Behandlungen bis hin zu Wohlfühl-Bädern.<br />

Die Therme hat täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet.<br />

Für alle Behandlungen ist eine vorherige<br />

Terminvereinbarung erforderlich.<br />

Franken-Therme Bad Windsheim GmbH<br />

Erkenbrechtallee 10<br />

91438 Bad Windsheim<br />

Tel.: 0 98 41 – 40 30 0<br />

Fax: 0 98 41 – 40 30 10<br />

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www.franken-therme.net<br />

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Kosten. Acht Saunen laden zum vielfältigen<br />

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www.franken-therme.net<br />

eines Entspannungstages in der Franken-<br />

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In den Badehallen sprudelt die Bad Windsheimer Thermalsole, die nur 200 Meter von der Therme entfernt gefördert<br />

wird. Drei Thermal-Sole-Becken im Innenbereich <strong>und</strong> ein Außenbecken laden zum Entspannen ein. Die Becken haben<br />

unterschiedliche Salzkonzentrationen von 1,5% bis 12% <strong>und</strong> Wassertemperaturen zwischen 30°C <strong>und</strong> 36°C.


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

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Man ist unabhängig, nicht ortsgeb<strong>und</strong>en <strong>und</strong> zeitlich flexibel.<br />

Das wissen auch unsere Befragten zu schätzen.<br />

Mehr Informationen finden<br />

Sie in unserer neuen Karte<br />

„Wohnmobil-Entdeckertouren<br />

mit Stellplatzverzeichnis“<br />

Der Wohnmobilstellplatz in<br />

Gaildorf liegt gut versteckt weit<br />

abseits der Straße. Einen Kiosk<br />

oder sanitäre Einrichtungen sucht man<br />

hier vergebens. Genau dies macht den<br />

Platz bei Individualisten so beliebt.<br />

Insgesamt sechs kostenlose Stellplätze,<br />

die fast immer alle belegt sind, gibt<br />

es hier. Hartmut D. aus Pfaffenhofen an<br />

der Ilm ist selbsternannter „Rentner<br />

auf Reisen“. So steht es auf seiner Visitenkarte.<br />

Gaildorf ist die bisher zweite<br />

Station seiner vierzehntägigen Reise.<br />

„Vor ungefähr zweieinhalb Jahren<br />

habe ich meine erste Fahrt mit einem<br />

Leihmobil unternommen“, erzählt der<br />

Rentner, der gleichzeitig noch Sänger<br />

<strong>und</strong> Gitarrist ist. Die Premiere gelang<br />

<strong>und</strong> heute nennt er ein Wohnmobil<br />

sein Eigen. „Mich interessieren alte<br />

Städte <strong>und</strong> Geschichte.“ Aber auch die<br />

Kunst hat es ihm angetan. So plant er<br />

einen Besuch in der Kunsthalle Würth<br />

in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>. Ansonsten ist er<br />

autark: „Ich versorge mich überwiegend<br />

selbst, einen Fernseher brauche<br />

ich auch nicht.“<br />

Zwei Stellplätze weiter entspannen<br />

sich Sieglinde <strong>und</strong> Rüdiger Schwennig<br />

aus Biberach an der Riß. „Wir<br />

sind schon ein paar Mal hier gewesen“,<br />

sagt Sieglinde Schwennig. Besonders<br />

die nahgelegenen Einkaufsmöglichkeiten<br />

schätzt das Ehepaar,<br />

denn: „Einen Großteil unserer Kleidung<br />

kaufe ich unterwegs. Da habe<br />

ich Zeit“, verrät die sympathische<br />

Frau.<br />

Einer der schönsten Campingparks<br />

Deutschlands ist der 5-Sterne-Platz<br />

am Breitenauer See. Zahlreiche Möglichkeiten<br />

zur aktiven Erholung <strong>und</strong><br />

vielseitige Angebote zur Freizeitgestaltung<br />

machen das Areal besonders<br />

für Familien attraktiv. Thomas Gerk<br />

aus Großenlüder fühlt sich ausgesprochen<br />

wohl. Der Selbstversorger<br />

macht hier mit seiner Familie zwei<br />

Wochen Urlaub. „Für unsere Kinder<br />

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72 <strong>2017</strong>


Gemütlichkeit steht im Vordergr<strong>und</strong> bei einem Ausflug im Wohnmobil. Das ist auch im<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Land so. Fotos: Anke Eberle<br />

ist das hier ideal, die sind den ganzen<br />

Tag unterwegs“, sagt er. „Sie haben<br />

hier schon letztes Jahr Bekanntschaften<br />

geschlossen <strong>und</strong> sich jetzt wieder<br />

getroffen.“ Zum Essen säßen dann<br />

aber wieder alle an einem Tisch, bemerkt<br />

er schmunzelnd.<br />

Ebenfalls mit Kindern unterwegs<br />

sind Heiner <strong>und</strong> Anne Braungast<br />

aus Weil der Stadt. Gemeinsam mit<br />

den Enkelsöhnen Till <strong>und</strong> Nils sitzen<br />

sie vor ihrem Wohnmobil <strong>und</strong> genießen<br />

ihr selbstgegrilltes Abendessen.<br />

„Von den vielen Angeboten nehmen<br />

wir fast nichts in Anspruch – außer<br />

den Brötchenservice“, sagt Anne<br />

Braungast. Groß <strong>und</strong> Klein loben den<br />

Campingplatz <strong>und</strong> die besondere Atmosphäre.<br />

Heiterkeit herrscht, als<br />

Nils betont, wie sauber die Toiletten<br />

seien. „Er setzt eben Prioritäten.“<br />

Roland Eger aus Erlangen wohnt<br />

gleich nebenan. „Ich bin beruflich<br />

hier. Das ist besser als ein Hotel, viel<br />

entspannter“, betont er <strong>und</strong> genießt<br />

weiter den Blick über die herrliche<br />

Landschaft. <br />

Anke Eberle<br />

Ein Päuschen bei selbstgegrilltem Abendessen<br />

ist bei Wohnmobil-Urlaubern<br />

besonders beliebt. Da lässt sich auch die<br />

Umgebung genießen.<br />

HERZLICH WILLKOMMEN<br />

Wohnmobilstellplatz<br />

am Frickentalplatz Niederstetten<br />

6 kostenfreie, zentrumsnah aber ruhig gelegene Stellplätze mit Versorgungsstationen, modernen Sanitäreinrichtungen sowie Entsorgungsstation<br />

Niederstetten, mitten im <strong>Hohenlohe</strong>r Land, zwischen Tauber <strong>und</strong> Jagst gelegen, ist idealer Ausgangsort für Tagestouren in<br />

die Feriengebiete Liebliches Taubertal, Franken <strong>und</strong> das Jagstal. Jakobsweg <strong>und</strong> Romantische Straße sowie ein gut<br />

ausgebautes Rad- u. Wanderwegenetz locken. Nahegelegene hist. Stätten <strong>und</strong> Städte sowie Kunstschätze lassen erahnen,<br />

dass man sich in altem Kulturland befindet. Ein hochwertiges Kulturangebot, Märkte <strong>und</strong> Feste, Badeseen <strong>und</strong><br />

Freizeitangebote laden zum Feiern <strong>und</strong> Verweilen ein.<br />

www.niederstetten.de Stadt Niederstetten Albert-Sammt-Str.1 97996 Niederstetten Tel.: 09732.91020 info@niederstetten.de<br />

<strong>2017</strong><br />

73


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

Das Öhringer Unternehmen<br />

HRZ baut<br />

Sprinter zu Wohnmobilen<br />

um.<br />

Foto: HRZ-Reisemobile<br />

GEHT NICHT?<br />

GIBT‘S NICHT!<br />

Die <strong>Hohenlohe</strong>r Firma HRZ Reisemobile verwirklicht individuelle<br />

K<strong>und</strong>enwünsche in Sachen Wohnmobile. Sie bauen um, gestalten<br />

neu – alles so, wie es der K<strong>und</strong>e wünscht.<br />

HRZ Reisemobile ist der Spezialist für hochwertige <strong>und</strong><br />

anspruchsvolle Reisemobile auf Basis des Mercedes-<br />

Benz Sprinters. Das in der Branche renommierte Unternehmen<br />

produziert bereits seit über 44 Jahren kompakte<br />

Reisemobile. Die Philosophie der Manufaktur basiert auf der<br />

vieljährigen Campingerfahrung seiner Gründer <strong>und</strong> dem beständigen<br />

Streben der Mitarbeiter, Trendsetter bei neuesten<br />

Entwicklungen zu sein. Makellose Verarbeitung, praktische<br />

Raumaufteilung, hohe Sicherheit gepaart mit neuartigen<br />

Technologien <strong>und</strong> Komfort sowie attraktives <strong>und</strong> modernes<br />

Design stehen dabei im Vordergr<strong>und</strong>.<br />

„Zu uns kommen K<strong>und</strong>en, die auf der Suche <strong>nach</strong> einem<br />

innovativen Reisemobil sind“, sagt Geschäftsführer Elia<br />

Akkawi. Über 200 Möbeldekore, mehr als 100 Bodenbeläge<br />

<strong>und</strong> unendliche Kombinationsmöglichkeiten bei den<br />

Sitzstoffen stehen den K<strong>und</strong>en dabei zur Verfügung. Insgesamt<br />

zwölf Serienmodelle umfasst die HRZ-Manufaktur.<br />

Jedes dieser Modelle bietet das passende Reisemobilkonzept<br />

für unterschiedlichste Wünsche <strong>und</strong> Ansprüche. So<br />

ist beispielsweise der HRZ Dream für Paare mit hohem<br />

Komfortanspruch konzipiert, der HRZ Star für Familien<br />

<strong>und</strong> der HRZ Freedom für Weltreisende optimiert.<br />

Parallel zu den Serienmodellen baut das Öhringer Unternehmen<br />

auch ganz individuell <strong>nach</strong> K<strong>und</strong>enwunsch. Das<br />

flexible <strong>und</strong> kreative Team passt den Ausbau an unterschiedlichste<br />

Bedürfnisse an. „In unserer Manufaktur<br />

realisieren wir alles technisch Machbare“, berichtet der<br />

Unternehmenschef stolz. Auf diese Weise entstehen in<br />

liebevoller Handarbeit behindertengerechte Modelle <strong>und</strong><br />

besondere Büro- <strong>und</strong> VIP-Fahrzeuge. Motorsport- <strong>und</strong> Allrad-Reisemobile<br />

<strong>und</strong> andere ausgeklügelte Lösungen r<strong>und</strong>en<br />

das Paket r<strong>und</strong> ums Reisemobil ab. Anke Eberle<br />

74 <strong>2017</strong>


AUSBLICK: NEUER STELLPLATZ<br />

In Niederstetten ist 2016 ein neuer Wohnmobilstellplatz in<br />

Betrieb genommen worden. Reisende auf vier Rädern haben<br />

jetzt noch mehr Über<strong>nach</strong>tungsmöglichkeiten in <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Wohnmobilfre<strong>und</strong>e dürfen<br />

sich über einen neuen<br />

Stellplatz in Niederstetten<br />

freuen. Der Ort mit seinen neun Teilgemeinden<br />

liegt idyllisch mitten im<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Land, zwischen Tauber<br />

<strong>und</strong> Jagst. Er ist ein idealer Ausgangspunkt<br />

für Tagestouren in die Feriengebiete<br />

Liebliches Taubertal, Franken<br />

<strong>und</strong> das Jagsttal.<br />

Der Wohnmobilstellplatz Frickentalplatz<br />

Niederstetten wurde 2016 in<br />

Betrieb genommen <strong>und</strong> verfügt über<br />

insgesamt sechs Stellplätze mit einer<br />

Größe von bis zu acht Metern. Die<br />

technische Ausstattung ist auf dem<br />

neuesten Stand. Reisende erwartet<br />

ein voll gepflasterter Platz, der mit<br />

WCs <strong>und</strong> Duschen ausgestattet ist.<br />

Zentrumsnah <strong>und</strong> dennoch ruhig gelegen,<br />

können Einkaufsmöglichkeiten,<br />

Gastronomie <strong>und</strong> Ärzte fußläufig<br />

erreicht werden. Eine Reservierung<br />

ist nicht notwendig, um eine Anmeldung<br />

im nahegelegenen Gasthaus Löwen,<br />

das zirka eine Minute vom Platz<br />

entfernt in Sichtweite liegt, wird jedoch<br />

gebeten. Der Standplatz selbst<br />

ist kostenfrei, Extrakosten entstehen<br />

bei Nutzung der Duschen <strong>und</strong><br />

der Entnahme von Frischwasser<br />

<strong>und</strong> Strom. H<strong>und</strong>e sind<br />

erlaubt. Anke Eberle<br />

Auf zum neuen<br />

Stellplatz in<br />

Niederstetten. Da<br />

lacht das Herz.<br />

Foto: H+S Tourismus/ Schultz<br />

GAILDORF –<br />

ein Besuch wert!<br />

in Rot am See-Musdorf<br />

– ältester <strong>und</strong> größter Jahrmarkt<br />

in <strong>Hohenlohe</strong>-Franken –<br />

7. – 12. Oktober <strong>2017</strong><br />

(Montag Ruhetag)<br />

www.rotamsee.de<br />

„Kultur im Bürgerhaus“ in Rot am See<br />

13. Januar Mark‘n‘Simon – MusikComedy<br />

10. Februar Die schrillen Fehlaperlen –<br />

„Friede, Freude, Pustekuchen“<br />

17. März Hans Gerzlich – „So kann ich nicht arbeiten!“<br />

5. Mai Sia Korthaus - „Sorgen? Mache ich mir morgen!“<br />

3. Nov. Matthias Jung – „Generation Teenietus-<br />

Pfeifen ohne Ende ?!“<br />

1. Dezember Chanson-Abend über Hildegard Knef –<br />

So oder so ist das Leben!<br />

Karten <strong>und</strong> Informationen: Rathaus Rot am See<br />

Tel. 07955 381-11<br />

Ganzjähriger<br />

Reisemobilstellplatz<br />

im Zentrum des<br />

Limpurger Landes<br />

• Mineralfreibad Gaildorf<br />

• Altes Schloss<br />

• Museen<br />

• Wandern <strong>und</strong> Radfahren<br />

• ruhig <strong>und</strong> zentral<br />

• Sehenswürdigkeiten <strong>und</strong> Geschäfte<br />

in 5 Minuten zu Fuß erreicht<br />

• direkt am Kocher-Jagst-Radweg<br />

gelegen<br />

• keine Entsorgungs-, Frischwasser-,<br />

Stellplatz- <strong>und</strong> Stromgebühr<br />

• An- <strong>und</strong> Abfahrt jederzeit möglich,<br />

ohne An- <strong>und</strong> Abmeldung<br />

• geeignet für sehr lange Mobile<br />

Kontakt:<br />

tourist@gaildorf.de · Telefon 07971 / 235-0 · www.gaildorf.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

DER WIND WEIST<br />

DEN WEG<br />

Eine Fahrt im Ballon ist ein einmaliges Erlebnis. Die Welt<br />

scheint einem zu Füßen zu liegen. Es ist ein Perspektivwechsel,<br />

der sich lohnt.<br />

Kultur, Natur &<br />

jede Menge<br />

Fahrspaß<br />

Tel.: 06298 9599869<br />

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Jagsthausen<br />

<strong>und</strong><br />

Bad Mergentheim<br />

76 <strong>2017</strong>


Als gebürtige <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>erin<br />

kenne ich <strong>Hohenlohe</strong> wie<br />

meine Westentasche. Kein<br />

W<strong>und</strong>er, wenn man – wie ich – einen<br />

großen Teil der Kindheit in der Natur<br />

verbracht hat: Sei es beim Reiten<br />

durch die Wälder, beim Weinlesen in<br />

Heuholz, beim Radfahren quer durchs<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Land. Doch an einem heißen<br />

Septemberabend des vergangenen<br />

Jahres lerne auch ich <strong>Hohenlohe</strong><br />

von einer ganz neuen, mir bislang unbekannten<br />

Seite kennen.<br />

Rudi Höfer ist ein erfahrener Ballonpilot.<br />

Seit über 25 Jahren fährt er Passagiere<br />

durch die Lüfte – <strong>und</strong> zaubert vielen ein<br />

Lächeln ins Gesicht. Fotos: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Es geht hoch hinaus: Rudi Höfer<br />

vom gleichnamigen Ballonteam aus<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> hat mich eingeladen.<br />

Doch bevor es soweit ist, heißt<br />

es erst einmal: den Ballon startklar<br />

machen. Der Aufbau dauert zirka<br />

eine halbe St<strong>und</strong>e. Alle packen mit<br />

an. Dann, endlich, geht es los.<br />

Binnen Sek<strong>und</strong>en trägt uns der Wind<br />

von unserem Startplatz unterhalb des<br />

Diakonie-Klinikums gen Westen. Die<br />

Altstadt von <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> liegt<br />

uns zu Füßen. Das Bild ist einmalig.<br />

„W<strong>und</strong>erschön“, findet auch Hans<br />

Firnkorn, einer der Mitfahrenden. Für<br />

den Geschäftsführenden Gesellschafter<br />

der Löwenbrauerei <strong>Hall</strong> ist es<br />

nicht die erste Fahrt im Ballon – dennoch<br />

ist es auch für ihn immer wieder<br />

ein Erlebnis, erzählt er.<br />

Es ist unerwartet ruhig im Korb. Nur<br />

über unseren Köpfen ertönt immer<br />

wieder das Rauschen des Doppelbrenners,<br />

der die Luft des Balloninneren<br />

erhitzt. Rudi Höfer deutet<br />

<strong>nach</strong> links, mal <strong>nach</strong> rechts. „Da hinten<br />

ist Waldenburg“, erklärt er. Schemenhaft<br />

zeichnet sich die Kulisse des<br />

Schlosses ab.<br />

Der gelbe Heißluftballon, der vor wenigen<br />

Minuten gestartet ist, gleitet<br />

jetzt in r<strong>und</strong> 750 Metern Höhe dahin.<br />

<strong>Hohenlohe</strong> wirkt winzig unter uns –<br />

wie eine Miniaturwelt. Rudi Höfer<br />

erzählt von seinen Fahrten, die er<br />

in der Vergangenheit unternommen<br />

hat: davon, wie er in China die Große<br />

Mauer überquert hat oder wie es war,<br />

über die Alpen zu fahren. Seit 1990<br />

ist er Ballonpilot – <strong>und</strong> zwar mit Leib<br />

<strong>und</strong> Seele. Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Skitransport sicher & bequem<br />

<strong>2017</strong><br />

77


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

Rätselhaftes Öhringen: Beim GPS-Teamspiel machen sich die Teilnehmer auf die Suche <strong>nach</strong> Hinweisen in der Altstadt. Foto: Stadt Öhringen<br />

ÖHRINGEN NEU ERLEBEN<br />

Normale Stadtführung? Kann jeder. In der Großen Kreisstadt<br />

Öhringen gibt es nun die Möglichkeit, die Stadt bei einem<br />

GPS-Spiel oder einer Lauschtour zu erk<strong>und</strong>en. Die <strong>guckmal</strong>-<br />

Redaktion hat es ausprobiert.<br />

Ein sprechender Kobold zeigt mir<br />

meine eigene Heimatstadt. Was<br />

ich mir nicht mal in meiner Kindheit<br />

erträumt hatte, wird nun Realität.<br />

Virtuelle Realität, um genau zu sein,<br />

<strong>und</strong> zwar beim GPS-Spiel „Active-<br />

Trail“. Hier kann man alleine oder in<br />

einer Gruppe von bis zu fünf Spielern<br />

auf Entdeckungstour durch Öhringen<br />

gehen. Etwas globaler angelegt ist das<br />

Ziel des Spiels: Nichts Geringeres als<br />

die Rettung der Welt steht auf dem Programm.<br />

Die Mission beginnt am Hotel<br />

Württemberger Hof in Öhringen, wo<br />

ich mit einem Tablet „bewaffnet“ werde.<br />

Nachdem ich das Spiel öffne, erteilt<br />

mir ein Kobold den Auftrag, Kristalle<br />

zu sammeln, um damit ein Portal zu<br />

schließen <strong>und</strong> die Erde vor Eindringlingen<br />

zu schützen. Was sich wie ein Kindermärchen<br />

anhört, entpuppt sich als<br />

anspruchsvolle Schnitzeljagd, an der<br />

man in jedem Alter Spaß haben kann.<br />

Die Kristalle sind an verschiedenen<br />

Punkten in der Öhringer Innenstadt<br />

versteckt, zu denen ich mit einer<br />

Karte auf dem Tablet gelange. Dort<br />

angekommen, muss ich jeweils ein<br />

Rätsel lösen <strong>und</strong> dafür teilweise an<br />

den Häuserfassaden der Altstadt<br />

<strong>nach</strong> Hinweisen suchen. Dabei lerne<br />

selbst ich als gebürtiger Öhringer erstaunlich<br />

viel Neues über meine Heimat.<br />

Nach einiger Zeit weiß ich: Für<br />

Ortsfremde bietet das GPS-Spiel eine<br />

erstklassige Möglichkeit, die Stadt zu<br />

entdecken – <strong>und</strong> das mit einer Menge<br />

Spaß <strong>und</strong> Bewegung. Das Spiel führt<br />

78 <strong>2017</strong>


mich durch die komplette Innenstadt<br />

<strong>und</strong> an deren schönsten Punkten<br />

vorbei. Vom Oberen Tor geht es zur<br />

Stiftskirche, von dort an den Bahnhof,<br />

zum Marktplatz, an die Schillerschule<br />

<strong>und</strong> wieder zurück zum Marktplatz.<br />

Im Team muss das Ganze sogar noch<br />

mehr Spaß machen als für mich, der<br />

ich alleine unterwegs bin. Nur deshalb,<br />

da bin ich mir sicher, kann ich<br />

am Ende auch keinen neuen High<br />

Score aufstellen. Trotzdem habe ich<br />

<strong>nach</strong> gut zwei St<strong>und</strong>en alle Kristalle<br />

gesammelt <strong>und</strong> die Welt vor dem Bösen<br />

gerettet.<br />

Ein Glück, denn ansonsten hätte ich<br />

nicht mehr die Möglichkeit gehabt,<br />

mir den zweiten digitalen R<strong>und</strong>gang<br />

durch Öhringen näher anzuschauen.<br />

Zur Landesgartenschau 2016 entwickelte<br />

die Stadt die sogenannte<br />

Lauschtour, eine Art Audioguide fürs<br />

Smartphone. Das geht denkbar einfach:<br />

Lauschtour-App herunterladen,<br />

Stadtführung Öhringen installieren,<br />

Kopfhörer einstöpseln <strong>und</strong> schon<br />

kann es losgehen. Während der Tour<br />

achte ich zum ersten Mal bewusst<br />

auf einige Details an den historischen<br />

Fachwerkhäusern der Altstadt, die<br />

mir vorher – in über 20 Jahren – nie<br />

aufgefallen waren. Die Tour, die auch<br />

einige O-Töne „echter“ Öhringer beinhaltet,<br />

führt mich unter anderem<br />

zur ehemaligen Schmiedewerkstatt<br />

Pflaumer, zum Hoftheater <strong>und</strong> zu den<br />

erhaltenen Teilen der Stadtmauer –<br />

alles Orte, die nicht nur für Einheimische<br />

interessant sind, aber über<br />

deren Hintergründe ich nie Bescheid<br />

wusste. Das hat sich heute zum Glück<br />

geändert. Öhringen auf diese Weise<br />

zu entdecken, lohnt sich definitiv –<br />

egal, ob man es vorher schon kannte<br />

oder nicht. Michael Bächle<br />

„<br />

<strong>Hohenlohe</strong> hat viel zu bieten.<br />

In <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> sind etwa<br />

die Kirche Sankt Michael <strong>und</strong><br />

der Marktplatz toll. Aber<br />

auch die kulturelle Vielfalt<br />

mit Theatern, Konzerten <strong>und</strong><br />

Museen ist w<strong>und</strong>erbar. Und<br />

die Landschaft gefällt mir.<br />

Gunter König (70)<br />

aus <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

„<br />

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Alte Stadt modern gelebt<br />

In Schrozberg trifft Tradition auf Modernität, Geschichte auf Gegenwart.<br />

Wer beides mag, wird das Städtchen lieben.<br />

Fotos: br.concept e.K. / Werbeagentur Wallhausen, Stadt Schrozberg<br />

Auf mehr als 120 Kilometer bestens ausgebauten<br />

Rad- <strong>und</strong> Wanderwegen können<br />

Gäste wie Einheimische die Schönheit<br />

Schrozbergs entdecken. Natur pur erleben,<br />

historische Bauten <strong>und</strong> märchenhafte<br />

Schlösser erk<strong>und</strong>en – in Schrozberg wird<br />

es so schnell nicht langweilig.<br />

Geschichtsträchtig Mittendrin, eingebettet<br />

im Ortskern von Schrozberg, liegt<br />

das ehemalige Wasserschloss. Das prächtige<br />

Gebäude samt Berlichinger Turm <strong>und</strong><br />

schmucker Parkanlage war einst Heimat<br />

geschichtsträchtiger Adelsfamilien. Heute<br />

ist das Schloss Austragungsort attraktiver<br />

Ausstellungen, unterhaltsamer Theateraufführungen<br />

<strong>und</strong> schwungvoller<br />

Konzerte. Nicht minder sehenswert ist ein<br />

anderes Wahrzeichen von Schrozberg: die<br />

Stadtpfarrkirche mit ihrem imposanten<br />

Zwiebelturm. Sie bietet Pilgern einen besinnlichen<br />

Ort der Einkehr auf ihrem Weg<br />

auf dem durch Schrozberg führenden Jakobsweg.<br />

Auch Schloss Bartenstein fasziniert:<br />

Ein R<strong>und</strong>weg durch Bartenstein ist<br />

durch Haustafeln an den Gebäuden markiert.<br />

Die naturk<strong>und</strong>lichen Besonderheiten<br />

des Orts zeigt der Lehrpfad „Auf Spurensuche<br />

im Ettetal“ im Ortsteil Ettenhausen.<br />

Stadtverwaltung Schrozberg<br />

Krailshausener Straße 15<br />

74575 Schrozberg<br />

Tel. 07935 / 7070, info@schrozberg.de<br />

www.stadt-schrozberg.de


HOHENLOHE AKTIV ERLEBEN<br />

AUF DIE PLÄTZE, FERTIG …!<br />

Die schöne Landschaft <strong>Hohenlohe</strong>s lädt naturgemäß dazu ein,<br />

sich draußen zu bewegen. Klar, dass da auch die Sportevents<br />

für jedermann in <strong>Hohenlohe</strong> Besucher anziehen.<br />

Über 3000 Teilnehmer aus aller<br />

Welt lockt der ebm-papst<br />

Marathon jedes Jahr ins beschauliche<br />

Niedernhall, von wo aus<br />

die Strecke durch das Kochertal führt.<br />

Sicherlich nicht die schlechteste Kulisse<br />

für die Läufer, die über die volle<br />

oder halbe Marathondistanz, als Zweier-Team<br />

(26+16 Kilometer) <strong>und</strong> über<br />

zehn Kilometer an den Start gehen<br />

können. Darüber hinaus erfreuen sich<br />

die Wettbewerbe für Handbiker, Inliner<br />

<strong>und</strong> Nordic Walker sowie für Kinder<br />

aller Altersklassen großer Beliebtheit.<br />

Das Laufwochenende mit breitem<br />

Rahmenprogramm findet dieses Jahr<br />

am 9. <strong>und</strong> 10. September bereits zum<br />

22. Mal statt.<br />

Ein etwas jüngeres Lauf-Event ist<br />

der 3-Berge-Cup der Stadtwerke<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>. Drei Läufe an drei<br />

aufeinanderfolgenden Samstagen<br />

in drei verschiedenen Gemeinden<br />

r<strong>und</strong> um die Stadt sorgen für echtes<br />

Wettkampffeeling. <strong>2017</strong> geht es am<br />

1. April in Michelbach an der Bilz, am<br />

8. April in Sulzdorf <strong>und</strong> am 15. April<br />

in Obersontheim um den begehrten<br />

Wanderpokal.<br />

Für vielseitige Sportler bietet sich<br />

der Ziehl-Abegg-Triathlon in Waldenburg<br />

an, der in diesem Jahr am 16.<br />

Juli stattfindet <strong>und</strong> auch als Staffel<br />

absolviert werden kann. Ein besonderes<br />

Privileg für alle Starter sind die<br />

500 Meter Schwimmen zu Beginn, die<br />

im idyllisch gelegenen Neumühlsee<br />

absolviert werden. Anschließend stehen<br />

noch 20 Kilometer Radfahren <strong>und</strong><br />

fünf Kilometer Laufen durch die reizvolle<br />

Landschaft der Waldenburger<br />

Berge auf dem Programm.<br />

Der ebm-papst Marathon ist das größte Sportevent in <strong>Hohenlohe</strong>. Foto: ebm-papst<br />

Auch für Neues ist in der Sportlandschaft<br />

<strong>Hohenlohe</strong>s noch Platz. Das<br />

Unternehmen Würth Elektronik veranstaltet<br />

<strong>2017</strong> zum ersten Mal das<br />

Radtourenfahren „WEBike“. Am 28.<br />

Mai geht es hier auf drei Strecken<br />

um Niedernhall, die bei Länge <strong>und</strong><br />

Anspruch variieren. Ein echter Klassiker<br />

unter den Hobbyradfahrern ist<br />

mittlerweile die Tour de <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Diese Erlebnistour findet seit 2007<br />

auf wechselnden Strecken statt, in<br />

diesem Jahr auf einem R<strong>und</strong>kurs mit<br />

Start <strong>und</strong> Ziel in Langenburg am 9.<br />

<strong>und</strong> 10. September. Michael Bächle<br />

80 <strong>2017</strong>


AUF ASPHALT<br />

DURCH DIE NATUR<br />

Die Autoroute Idyllische Straße im <strong>Schwäbisch</strong>en<br />

Wald feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.<br />

Zum alten Eisen gehört sie aber noch lange nicht.<br />

Eine Tour auf der Idyllischen Straße bietet tolle Panoramablicke<br />

über das Limpurger Land, wie hier bei Oberrot. Foto: Gemeinde Oberrot<br />

Oft versprechen klangvolle Eigennamen nicht das,<br />

was sie letztendlich halten können. Ganz anders bei<br />

der Idyllischen Straße. Der über 100 Kilometer lange<br />

R<strong>und</strong>kurs durch den <strong>Schwäbisch</strong>en Wald bietet abseits<br />

verkehrsreicher Straßen die richtige Gelegenheit, um den<br />

Alltag hinter sich zu lassen <strong>und</strong> das Leben trotz Fuß am Gaspedal<br />

zu entschleunigen. Bereits im Jahre 1967 wurde die<br />

Autoroute eingeweiht. Seitdem verläuft die Idyllische Straße<br />

unter anderem durch den südlichen Teil des Landkreises<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> <strong>und</strong> macht auch einen kurzen Abstecher in<br />

den <strong>Hohenlohe</strong>kreis.<br />

Die Route schlängelt sich durch malerische Täler <strong>und</strong> Wälder,<br />

kleine Dörfer <strong>und</strong> Weiler, vorbei an Mühlen <strong>und</strong> Badeseen<br />

<strong>und</strong> bietet mehrere eindrucksvolle Aussichtspunkte<br />

an. Ganz klar: Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre<br />

Kosten. Doch nicht nur mit Auto <strong>und</strong> Motorrad kann die<br />

gut ausgeschilderte Strecke abgefahren werden, auch ein<br />

Radweg entlang des Kurses ist vorhanden. Insgesamt 18<br />

Wanderwege unterschiedlicher Länge <strong>und</strong> Schwierigkeit<br />

r<strong>und</strong>en das Naturerlebnis Idyllische Straße ab. Ihr zum<br />

r<strong>und</strong>en Geburtstag einen Besuch abzustatten, lohnt sich<br />

also allemal. <br />

Michael Bächle<br />

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Eine gelungene Landpartie<br />

Fernab von Großstadtlärm <strong>und</strong> Abgasen finden Touristen in<br />

Sulzbach-Laufen ein Stück heile Welt.<br />

Wer einen Ausflug ins Grüne plant, ist in<br />

Sulzbach-Laufen, der idyllischen Gemeinde<br />

im Kochertal, genau richtig. Die Kochertaldraisine,<br />

die zwischen Laufen <strong>und</strong> Untergröningen<br />

aus eigener Muskelkraft betrieben<br />

wird, ist eines von vielen Highlights<br />

der Gemeinde. Auf der höchsten Erhebung<br />

der Region Heilbronn-Franken <strong>und</strong> des<br />

Landkreises <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> ist der Altenbergturm<br />

mit 42,5 Meter Höhe zu finden.<br />

Die Schlosskirche in Schloßschmiedelfeld<br />

liefert mit ihrer altertümlichen Atmosphäre<br />

einen bleibenden Eindruck bei Jung <strong>und</strong><br />

Alt. Für die Kleinen sei als einer von vielen<br />

der Spielplatz im Teilort Laufen genannt.<br />

Mit seiner „kleinen Kransburg“ lässt er jedes<br />

Kinderherz höher schlagen.<br />

Natur erleben Die Wanderwege „Wasserwelt“<br />

<strong>und</strong> „Natur <strong>und</strong> Tradition“ sowie<br />

der Waldlehrpfad laden in die Natur<br />

ein. Auf den Wegen erhält man Informationen<br />

über den Wasserkreislauf <strong>und</strong> die<br />

13 Quellen von Sulzbach-Laufen oder über<br />

den Wald mit seinen Erzeugnissen <strong>und</strong><br />

Bewohnern. Inmitten einer Blumenwiese<br />

platziert, befindet sich der nächste Höhepunkt:<br />

ein überdachter <strong>und</strong> von Künstlerhand<br />

bearbeiteter Holzpavillon direkt an<br />

der Picknickstation. Er bietet für etwa 20<br />

Personen Platz zum Entspannen.<br />

Gemeinde<br />

Sulzbach-Laufen<br />

Eisbachstraße 24<br />

74429 Sulzbach-Laufen<br />

Tel. 07976 / 910750<br />

info@sulzbach-laufen.de<br />

www.sulzbach-laufen.de


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

„Die Tochter des Salzsieders“ wurde 2016 auf der Großen<br />

Treppe gespielt. Foto: Freilichtspiele <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>/Jürgen Weller Fotografie


WO KULTUR KULT IST<br />

Ob Profi- oder Laientheater, ob schnuckliges Museum oder<br />

gigantische Sammlung, ob familiäres Konzert oder riesiges<br />

Festival, ob Straßenfest oder Mega-Event – unsere Region bietet<br />

einfach alles.


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

DOLLS KOSMOS<br />

Seit August 2016 haben die Freilichtspiele <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> einen neuen Intendanten – den 44 Jahre alten<br />

Christian Doll, der vorher die Gandersheimer<br />

Domfestspiele im B<strong>und</strong>esland Niedersachsen<br />

leitete. Im Mai beginnen die Proben <strong>und</strong><br />

im Juni die Aufführungen der Saison <strong>2017</strong>.<br />

Man darf gespannt sein, was Doll sich hat<br />

einfallen lassen.<br />

Foto: Gela Megrelidze<br />

Früh übt sich, wer ein Meister werden<br />

will. Dieses Sprichwort trifft<br />

dermaßen auf Christian Doll zu,<br />

dass es eigens für ihn erf<strong>und</strong>en worden<br />

sein könnte. An einem Mittwochvormittag<br />

im Herbst erinnert sich der<br />

44-Jährige in seinem neuen komfortablen<br />

Büro: „Als ich in der fünften Klasse<br />

war, haben wir ein Krippenspiel in<br />

meinem Elternhaus für einen guten<br />

Zweck veranstaltet.“ Die Fernsehecke<br />

war das Herodesschloss, Nachbarn<br />

wurden eingeladen <strong>und</strong> ein Körbchen<br />

ging herum. „Das gesammelte Geld<br />

wollten wir Blinden spenden“, erzählt<br />

Doll. Schon damals habe er sich freiwillig<br />

um Organisation <strong>und</strong> Realisierung<br />

des heimischen Theaterstücks gekümmert.<br />

„Ich war immer jemand, der das<br />

große Ganze gedacht hat“, sagt der<br />

Wahl-<strong>Schwäbisch</strong>-<strong>Hall</strong>er <strong>und</strong> charakterisiert<br />

sich damit selbst.<br />

„<br />

Ich war immer jemand,<br />

der das große Ganze<br />

gedacht hat.<br />

„<br />

Wo einst sein Vorgänger Christoph<br />

Biermeier saß <strong>und</strong> mit Ideen<br />

für die zweitältesten Freilichtspiele<br />

Deutschlands jonglierte, hat sich seit<br />

August vergangenen Jahres Christian<br />

Doll niedergelassen. In die Siederstadt<br />

gelockt hat den zweifachen<br />

Vater unter anderem die Aussicht,<br />

dass bald ein neues Globe-Theater<br />

gebaut werden soll. „Eine Spielstätte,<br />

die Neues sowie andere Erzählweisen<br />

<strong>und</strong> Stoffe ermöglicht“, habe<br />

ihn gereizt. Außerdem habe der Zeitpunkt<br />

gut gepasst – auch privat, da<br />

seine beiden Söhne noch nicht zur<br />

Schule gehen. Nicht zuletzt habe<br />

auch die Stadt <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> selbst<br />

Einfluss auf die Entscheidungsfindung<br />

gehabt. Denn diese hat laut Doll<br />

eine tolle Atmosphäre, kulinarisch ist<br />

viel geboten, die Lebensqualität ist<br />

hoch <strong>und</strong> man kann viel mit der Fa-<br />

84 <strong>2017</strong>


milie unternehmen. „Die Stadt hat<br />

was Idyllisches“, findet der Intendant.<br />

Auch von seinen Kollegen bei<br />

den Freilichtspielen wurde er mit offenen<br />

Armen empfangen, erzählt der<br />

Theaterleiter. Nun freut sich der gebürtige<br />

Düsseldorfer auf die Herausforderung,<br />

die vor ihm liegt. „Es ist<br />

viel zu tun, aber man muss es anpacken“,<br />

ist Doll überzeugt. Genaueres<br />

zum Spielplan der Saison <strong>2017</strong> kann<br />

er zu diesem frühen Zeitpunkt nicht<br />

verraten. Nur so viel, dass es anlässlich<br />

des 500. Jahrestags der Reformation<br />

ein großes Projekt über Johannes<br />

Brenz geben wird, was er als guten<br />

Einstieg sieht, <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> kennenzulernen.<br />

Natürlich werden auch<br />

wieder Musik- <strong>und</strong> Kinderstücke gezeigt<br />

– Zweitere übergangsweise in<br />

einem Zelt des hiesigen Circus Compostelli<br />

im Teurershof, einem Stadtteil<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>s. 2018 dann, so<br />

ist es zumindest geplant, wenn das<br />

„<br />

Es ist ein großer Kosmos,<br />

wo viele Fragen, Bilder,<br />

Geschichten <strong>und</strong> Erlebnisse<br />

herumschwirren <strong>und</strong><br />

sich Dinge begegnen.<br />

„<br />

neue Globe steht, wird das Theater<br />

für die kleinen Zuschauer an seine<br />

gewohnte Spielstätte zurückkehren.<br />

„Die Freilichtspiele inszenieren sich<br />

jedes Jahr neu“, stellt Doll fest. Somit<br />

habe man auch jedes Jahr eine neue<br />

Chance. Man sieht dem ehemaligen<br />

Intendanten aus dem niedersächsischen<br />

Bad Gandersheim an, dass er<br />

große Lust darauf hat, diese zu nutzen,<br />

spürt die Leidenschaft, mit der<br />

er seine neue Aufgabe in Angriff nehmen<br />

möchte, den Tatendrang <strong>und</strong> die<br />

Vorfreude in seinen dunklen Augen.<br />

„Für mich ist Intendant ein Beruf,<br />

der gleichzeitig Berufung ist“, antwortet<br />

Christian Doll auf die Frage,<br />

was eigentlich die Quelle seiner Inspiration<br />

ist. Das, was er wahrnehme,<br />

verknüpfe er mit seinen Gedanken.<br />

„Es ist ein großer Kosmos, wo viele<br />

Fragen, Bilder, Geschichten <strong>und</strong> Erlebnisse<br />

herumschwirren <strong>und</strong> sich<br />

Dinge begegnen.“ Olga Lechmann<br />

im Stadt-gut-Hotel <strong>und</strong> Gasthof<br />

Goldener Adler<br />

03.02.<strong>2017</strong><br />

Sherlock Holmes <strong>und</strong> die<br />

vergiftete Maultäschlesupp<br />

31.03.<strong>2017</strong><br />

Mord im Brauhaus<br />

Preis pro Person 69,00 e inkl. 3-Gang-<br />

Menü <strong>und</strong> Unterhaltungsprogramm<br />

Gastlichkeit<br />

seit 1578<br />

seit 1578Unser Stadt- gut Hotel <strong>und</strong> Gasthof Goldener<br />

Adler***s steht für Tradition <strong>und</strong> Moderne.<br />

Der historische Fachwerkbau beherbergt seit<br />

dem 16. Jahrh<strong>und</strong>ert Gäste aus allen Ländern.<br />

Auch Sie können ein Stück Geschichte sein,<br />

kommen Sie bei uns vorbei!<br />

Baujahr: 1315<br />

Hotel: 23 Zimmer<br />

Restaurant: 110 Plätze<br />

Terrasse: 60 Plätze<br />

Adlerfestsaal: 60 Plätze<br />

Brauerstube: 30 Plätze<br />

Kuriose Gäste: Elefant aus<br />

Ceylon<br />

• Tradition <strong>und</strong><br />

Moderne<br />

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Tafeln<br />

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Stadt-gut-Hotel <strong>und</strong><br />

Gasthof Goldener Adler***s<br />

Am Markt 11, 74523 <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

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Tel. 0791 94664680<br />

Familie Weissbach<br />

<strong>und</strong> das ganze Team<br />

freut sich auf Ihren<br />

Besuch!


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

IMMER WIEDER GÖTZ<br />

67 Jahre haben sie mittlerweile auf dem Buckel – <strong>und</strong> sind mit<br />

ihrem abwechslungsreichen Programm überaus erfolgreich.<br />

Eine Konstante gibt es dennoch bei den Burgfestspielen.<br />

Wo einst ein Ritter mit einer<br />

eisernen statt einer echten<br />

Hand lebte, kommen heute<br />

tausende Menschen aus allen Himmelsrichtungen<br />

zusammen. Sie sehen<br />

von Juni bis August unter freiem<br />

Himmel anderen – verkleideten <strong>und</strong><br />

geschminkten – Menschen dabei zu,<br />

wie sie vor jahrh<strong>und</strong>ertealter Kulisse<br />

Meilensteine der Literatur- oder Filmgeschichte<br />

zum Leben erwecken. Die<br />

Rede ist natürlich von der Götzenburg<br />

<strong>und</strong> den Burgfestspielen Jagsthausen.<br />

Diese sind eine feste Institution<br />

<strong>und</strong> Pflichtveranstaltung mit roten<br />

Kreuzen im Kalender für viele Kulturinteressierte<br />

in der 1800-Einwohner-Gemeinde<br />

im Landkreis Heilbronn<br />

– <strong>und</strong> weit darüber hinaus. Gegründet<br />

durch den Heimat- <strong>und</strong> Verkehrsverein<br />

Jagsthausen, Träger der Burgfestspiele,<br />

wurde im Jahre 1950 die erste Spielzeit<br />

der professionellen Freilichtbühne<br />

eröffnet.<br />

67 Jahre später ist das Theater erfolgreich<br />

wie eh <strong>und</strong> je – <strong>und</strong> wartet<br />

mit einem abwechslungsreichen <strong>und</strong><br />

alle Generationen ansprechenden<br />

Programm auf: Von einer Welturaufführung<br />

über weitere eigene Produktionen,<br />

erfolgreiche Gastspiele bis<br />

hin zu den seit jeher beliebten Kinderstücken<br />

erstreckt sich der Spannungsbogen.<br />

Zwischen dem 1. Juni<br />

<strong>und</strong> dem 27. August werden an der<br />

Jagst insgesamt 79 Aufführungen im<br />

Burghof sowie im Gewölbe der Götzenburg<br />

geboten.<br />

Eröffnet wird die Spielzeit <strong>2017</strong> mit<br />

dem Musical „Catch me if you can“,<br />

eine Gaunerkomödie mit theatereigener<br />

Livemusik, actionreichen<br />

Verfolgungsjagden <strong>und</strong> einer raffinierten<br />

Geschichte <strong>nach</strong> einer wahren<br />

Begebenheit. Insgesamt sind 15<br />

Aufführungen geplant. Mit „Die Analphabetin,<br />

die rechnen konnte“ des<br />

schwedischen Schriftstellers Jonas<br />

Jonasson zeigen die Burgfestspiele<br />

am 10. Juni eine Welturaufführung<br />

als Eigeninszenierung, für die Axel<br />

Schneider, Künstlerischer Leiter der<br />

Festspiele, verantwortlich zeichnet.<br />

Darüber hinaus werden „Backbeat –<br />

Die Beatles in Hamburg“, „Goethes<br />

sämtliche Werke … leicht gekürzt“,<br />

Jules Vernes „In 80 Tagen um die<br />

Welt“, „Pettersson, Findus <strong>und</strong> der<br />

Hahn“ sowie „Ziemlich beste Fre<strong>und</strong>e“<br />

auf die Open-Air-Bühne gebracht.<br />

Letzteres Stück ist am 3. <strong>und</strong> 4. sowie<br />

am 16. <strong>und</strong> 17. Juli zu sehen.<br />

Und natürlich darf ein Schauspiel<br />

wieder keinesfalls fehlen: Der „Götz<br />

von Berlichingen“ steht auch in der<br />

68. Saison auf dem Spielplan – diesmal<br />

mit einer Neuinszenierung in der<br />

Regie von Peter Dehler. Premiere ist<br />

am 23. Juni. Olga Lechmann<br />

Burgschauspiele<br />

Mehr Informationen gibt es im Internet<br />

auf www.burgfestspiele-jagsthausen.de<br />

Auch in der 68. Saison darf der „Götz von<br />

Berlichingen“ auf dem Spielplan nicht<br />

fehlen. Foto: Burgfestspiele Jagsthausen<br />

86 <strong>2017</strong>


Anzeige<br />

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Auf Schritt <strong>und</strong> Tritt durch<br />

die Geschichte <strong>Hall</strong>s<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> neu entdecken – bei einem R<strong>und</strong>gang durch die<br />

historische Altstadt.<br />

Sie interessieren sich für die Geschichte<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>s oder möchten mehr erfahren<br />

von der Tradition des Salzsiedens?<br />

Sie lassen sich faszinieren von historischen<br />

Gebäuden <strong>und</strong> möchten die Stadt besser<br />

kennenlernen – auf unterhaltsame <strong>und</strong> informative<br />

Weise? Die Touristik <strong>und</strong> Marketing<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> bietet Ihnen interessante<br />

Stadt- <strong>und</strong> Themenführungen durch<br />

die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen<br />

an. Lassen Sie sich von zertifizierten Stadtführern<br />

leiten <strong>und</strong> begleiten <strong>und</strong> erfahren<br />

Sie die eine oder andere Geschichte <strong>und</strong><br />

Anekdote.<br />

Historie Ganz gleich, ob Sie alleine, zu<br />

zweit oder mit einer Gruppe <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> besuchen. Von Mai bis Oktober werden<br />

jeden Samstag um 14.30 Uhr Stadtführungen<br />

angeboten. Und von Oktober<br />

bis März kann man an jedem 1. Samstag<br />

im Monat um 19.15 Uhr den Nachtwächter<br />

auf seinem abendlichen R<strong>und</strong>gang<br />

begleiten. Treffpunkt ist jeweils vor<br />

der Tourist Information am historischen<br />

Marktplatz. Für Gruppen stehen thematische<br />

Führungen zur Verfügung. Diese<br />

können auch mit speziellen Gruppenangeboten<br />

ergänzt werden. Zu den angesagtesten<br />

Führungen gehören die in historischer<br />

Kleidung wie „Mit einem Sieder<br />

durch die Stadt“, „Eine Siedersmagd plaudert<br />

aus dem Nähkästchen“ oder „Mit dem<br />

Badersweib ins Feindesland“. Mitmachen<br />

ist bei letzterer ausdrücklich erwünscht.<br />

Die Stadtführer tragen ein traditionelles<br />

Gewand <strong>und</strong> versetzen die Gäste so auch<br />

optisch in längst vergangene Zeiten. Ganz<br />

neu <strong>2017</strong> ist die Führung „Margarethe<br />

Brenz erlebt die Reformation in <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>“ im Zuge des Reformationsjubiläums.<br />

Die Stadtführerin im Gewand<br />

nimmt Sie mit in die Biographie dieser geschätzten<br />

Frau <strong>und</strong> in die reformatorischen<br />

Geschehnisse dieser Zeit. Weiterer großer<br />

Beliebtheit erfreut sich der viereinhalbstündige<br />

R<strong>und</strong>gang „<strong>Hall</strong> is(s)t gut – Ein<br />

kulinarischer Streifzug durch <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>“. Hier werden regionale Spezialitäten<br />

<strong>und</strong> Stadtführung miteinander kombiniert.<br />

Genaue Termine sind auf der Internetseite<br />

der Stadt zu finden. Verschaffen Sie sich<br />

selbst einen Eindruck <strong>und</strong> erleben Sie 2500<br />

Jahre Stadtgeschichte hautnah – denn eine<br />

Führung ist noch immer die schönste Art,<br />

eine Stadt (neu) zu entdecken.<br />

Die Führung „Mit einem<br />

Sieder durch die Stadt“<br />

ist besonders beliebt.<br />

Foto: Touristik <strong>und</strong> Marketing<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

<strong>2017</strong><br />

Highlights<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

19.2. <strong>Hall</strong>ia Venezia<br />

22.–26.3. Int. JazzArtFestival<br />

6. /7. 5. <strong>Hall</strong>er Frühling<br />

6. /7. 5. Süddeutscher Käsemarkt<br />

2. – 5.6. Kuchen- <strong>und</strong> Brunnenfest<br />

24.5. Kinderfest<br />

Juni–August Freilichtspiele<br />

21.–24.7. Jakobimarkt<br />

26.8. Sommer<strong>nach</strong>tsfest<br />

1.–3.9. Int. Vorderladerschießen<br />

17.9. Fre<strong>und</strong>schaftstag<br />

23./24.9. Backofenfest<br />

29.9.–1.10. <strong>Hall</strong>er Herbst<br />

8.10. Tag des Salzes<br />

14.10. Lange Kunst<strong>nach</strong>t<br />

24.11.–22.12. <strong>Hall</strong>er Weih<strong>nach</strong>t<br />

i Touristik <strong>und</strong> Marketing<br />

Am Markt 9 / 74523 <strong>Schwäbisch</strong><strong>Hall</strong><br />

Telefon 0791/751-246<br />

www.schwaebischhall.de<br />

© green design / Foto: Jürgen Weller, Eva Maria Kraiss<br />

Touristik <strong>und</strong> Marketing <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Am Markt 9<br />

74523 <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

Tel. 0791 / 751246<br />

www.schwaebischhall.de<br />

Anfahrt: A6 Nürnberg –<br />

Heilbronn, Ausfahrt <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

<strong>2017</strong><br />

87


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

„ICH SPIELE GERNE<br />

BÖSE CHARAKTERE“<br />

Eigentlich wollte sie gar nicht schauspielern. Ein<br />

Zufall brachte sie zum Theater im Fluss in Künzelsau.<br />

Heute ist Nadja Hrubesch dankbar dafür.<br />

Theater im Fluss<br />

Mehr Informationen finden<br />

Sie im Internet unter<br />

www.theater-im-fluss.com<br />

Frau Hrubesch, wie kamen Sie dazu, bei Theater im Fluss mitzumachen?<br />

Hrubesch: Ich war früher Mitglied des Ensembles der<br />

Burgfestspiele Schloss Stetten <strong>und</strong> bin 2010 quasi zu Theater<br />

im Fluss mitgekommen. Zu den Burgfestspielen geriet<br />

ich allerdings durch einen Zufall. Mein ehemaliger<br />

Partner hatte damals als Schauspieler dort mitgewirkt.<br />

Eines Tages ging seine Brille kaputt, weshalb ich ihn zur<br />

Probe fuhr. Dort angekommen gab es eine kurze Unterhaltung<br />

mit dem Regisseur Franz Bäck <strong>und</strong> dann stand<br />

ich auch schon mit dem Textbuch auf der Bühne. So<br />

kam irgendwie eins zum anderen <strong>und</strong> ich blieb bei der<br />

Gruppe. Mittlerweile sind es bereits sieben Jahre bei<br />

Theater im Fluss.<br />

Fotos: privat<br />

Sei von Anfang an dabei!<br />

28. Mai <strong>2017</strong><br />

Niedernhall/<strong>Hohenlohe</strong><br />

1 Familienstrecke + 2 leistungsorientierte Strecken.<br />

Weitere Informationen unter: www.we-online.de/webike<br />

88 <strong>2017</strong>


Und wie haben Sie Ihr schauspielerisches Talent entdeckt?<br />

Hrubesch: Gar nicht. Ich hatte ja nicht vor, schauspielerisch<br />

tätig zu werden. Nach <strong>und</strong> <strong>nach</strong> hat dann aber die<br />

gemeinsame Zeit im Verein dazu beigetragen, wie ich<br />

heute bin. Durch Proben <strong>und</strong> Zusammenarbeit mit unserem<br />

Regisseur Franz Bäck kam dann auch die eine oder<br />

andere größere Rolle. Ich habe das alles sehr wertschätzend<br />

erlebt.<br />

Haben Sie auch mal mit dem Gedanken gespielt, Ihr Hobby zum<br />

Beruf zu machen?<br />

Hrubesch: Natürlich habe ich schon daran gedacht. Aber<br />

das wird nie passieren. Es wäre spannend, aber ich bin in<br />

der Hinsicht ambivalent.<br />

Sie sind berufstätig <strong>und</strong> arbeiten den ganzen Tag. Wie vereinbaren<br />

Sie Job <strong>und</strong> Hobby miteinander?<br />

Hrubesch: Es geht immer irgendwie. Ich weiß es nicht genau.<br />

Manchmal geht es besser, manchmal ist es anstrengender.<br />

Wie viel Zeit nimmt die Laienschauspielerei denn in Anspruch?<br />

Hrubesch: Die Phase von März bis zur Premiere ist sehr<br />

zeitaufwendig. Vieles steht hintenan. Heftig wird es ab<br />

dreieinhalb Wochen vor der ersten Aufführung mit täglichen<br />

Proben.<br />

Welche war bisher die anspruchvollste Rolle, die Sie spielen<br />

mussten?<br />

Hrubesch: Jud Süß. Auch wegen des heißen Themas <strong>und</strong><br />

der Ungewissheit, wie das Stück ankommt. Ich musste<br />

mich beispielsweise auch damit auseinandersetzen, wie<br />

ich mir den jüdischen Slang, den Jud Süß hatte, aneigne.<br />

Das habe ich dann über Youtube-Videos gelöst. Außerdem<br />

musste ich lange Absätze sehr schnell sprechen. Aber wir<br />

haben uns auch im Ensemble damit beschäftigt <strong>und</strong> das<br />

hat mir Zuversicht gegeben.<br />

Wie ist es für Sie, männliche Rollen zu spielen?<br />

Hrubesch: Ich spiele die Hosenrollen genauso gerne wie<br />

die weiblichen. Ich lasse mich darauf ein. Natürlich hole<br />

ich mir Tipps von Männern. Die sind da sehr auskunftsfreudig<br />

(lacht).<br />

Haben Sie eine Traumrolle?<br />

Hrubesch: Nein. Aber ich spiele gerne böse Charaktere.<br />

Warum?<br />

Hrubesch: Weil es Spaß macht, auf der Bühne Dinge zu<br />

tun, die man im wahren Leben nicht tun würde oder nicht<br />

tun darf.<br />

Werden Sie eigentlich auf der Straße erkannt?<br />

Hrubesch: Das ist tatsächlich der Fall. Wildfremde Menschen<br />

sprechen mich in Künzelsau <strong>und</strong> Umgebung an der<br />

Tankstelle oder auf der Straße an, stellen mir Fragen, äußern<br />

aber auch Lob <strong>und</strong> Kritik. Zweitere nehme ich gerne<br />

an, da sie oft konstruktiv ist. Interview Olga Lechmann<br />

…ist mit d-c-fix® ganz einfach. Mit trendigen Designs auf<br />

Möbeln, Wänden, Türen, Tischen <strong>und</strong> Glasflächen holen Sie<br />

sich im Handumdrehen den Zeitgeist in Ihre vier Wände.<br />

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Mo. 13.30–18.00 Uhr,<br />

Di.–Fr. 8.45–12.45/13.30–18.00 Uhr<br />

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Tel. 07947 81-216<br />

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KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

KLEIN, ABER OHO<br />

Nicht nur die Freilichtspiele <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> verzaubern jede<br />

Saison aufs Neue tausende Zuschauer. In <strong>Hohenlohe</strong> gibt es<br />

etliche historische Open-Air-Bühnen. Drei Beispiele.<br />

Seit mehr als 30 Jahren sind sie<br />

aus dem <strong>Hohenlohe</strong>r Land nicht<br />

mehr wegzudenken – die Burgschauspiele<br />

Leofels bei Ilshofen. Um<br />

das Stück „Die Reiter von Leofels“,<br />

das aus seiner eigenen Feder stammt,<br />

auf die Bühne bringen zu können,<br />

hob Fritz Frank 1984 das Freilichttheater<br />

aus der Taufe. Mittlerweile<br />

besteht der Verein aus über 170 Mitgliedern.<br />

Davon sind 49 als Schauspieler<br />

oder hinter den Kulissen aktiv.<br />

Das Repertoire der Burgschauspiele<br />

Leofels setzt sich hauptsächlich aus<br />

Theaterstücken mit regionalem Bezug<br />

zusammen. Mit den Jahren <strong>und</strong><br />

der wachsenden Erfahrung wurde<br />

das Laienensemble allerdings selbstbewusster<br />

<strong>und</strong> traute sich auch an<br />

populärere Werke wie „Die Tochter<br />

des Salzsieders“ oder das auf dem<br />

Kinderbuch von Paul Maar basierende<br />

Stück „Eine Woche voller Samstage“<br />

heran. Nach einer Unterbrechung,<br />

während der die Burgschauspiele für<br />

zwei Jahre von der Burgruine aufgr<strong>und</strong><br />

von Sanierungsarbeiten Abschied<br />

nehmen mussten, kehrten sie<br />

2016 mit den zwei Stücken „Schwabenkinder“<br />

<strong>und</strong> „Oh wie schön ist<br />

Panama“ schließlich an ihre vertraute<br />

Spielstätte zurück. Dieses Jahr steht<br />

„Die Päpstin“ unter der Regie von<br />

Jan Käfer auf dem Programm. Das<br />

Stück, das auf einem Roman von Donna<br />

Woolfolk Cross basiert, wird vom<br />

23. Juni bis zum 15. Juli gezeigt.<br />

Etwas jünger als die Kollegen aus<br />

Leofels ist die Theatertruppe Laienschauspiel<br />

Mainhardter Wald, exakt<br />

ausgedrückt 17 Jahre jünger. Rückblick:<br />

Ende des Jahres 2002 traf<br />

sich eine 30-köpfige Gruppe im Alter<br />

zwischen 20 <strong>und</strong> 65 Jahren – mit<br />

<strong>und</strong> ohne Schauspielerfahrung –, um<br />

ihre gemeinsame Faszination für das<br />

Stück „Die Räuber vom Mainhardter<br />

Wald“ in ein konkretes Konzept münden<br />

zu lassen. Nachdem zunächst<br />

das Skript gelesen <strong>und</strong> Rollen verteilt<br />

wurden, konnten schließlich die ersten<br />

Proben vonstattengehen. Weil in<br />

diesem Zuge die Frage <strong>nach</strong> der Organisation<br />

der Gruppe laut geworden<br />

war, fiel unvermeidbarerweise<br />

der gemeinsame Entschluss, einen<br />

Verein zu gründen. Dessen Geburtsst<strong>und</strong>e<br />

war dann der 24. März 2003.<br />

Auch der Ort, an dem die Stücke der<br />

FREILICHTTHEATER AUF BURG BRATTENSTEIN<br />

<strong>2017</strong><br />

Vollständiges Programm unter www.frankenfestspiele.de<br />

Info & Karten: 09338/972855 22. Juni - 13. August<br />

Die Dreigroschenoper<br />

Theaterstück mit Musik von Bertolt Brecht / Kurt Weill<br />

My Fair Lady<br />

Musical in zwei Akten von Frederick Loewe / Alan J. Lerner<br />

Der Brandnerkasper schaut ins Paradies<br />

Volksstück von Joseph Maria Lutz<br />

Zugaben, Gewölbekeller Röttingen<br />

Sa, 14. Jan <strong>2017</strong>, 19:30 Freifahrt im<br />

Rad der Gedanken – Teresa Trauth<br />

Fr, 10. Feb <strong>2017</strong>, 19:30<br />

Gatte gegrillt – Debbie Isitt<br />

Junges Theater<br />

19. - 22. März <strong>2017</strong><br />

Kindertheater, diverse Spielorte<br />

7. - 15. Mai <strong>2017</strong><br />

Kinderfreilichttheater, Burg Brattenstein<br />

90 <strong>2017</strong>


In der Saison 2015 brachten die Burgfestspiele<br />

Schloss Stetten die Geschichte des<br />

Casanova auf die Bühne. Fotos: Ralf Reichert<br />

Laienschauspieler lebendig werden<br />

sollten, war schnell gef<strong>und</strong>en: der<br />

Gögelhof bei Ammertsweiler in der<br />

Gemeinde Mainhardt. Dieser Hof<br />

gehört zusammen mit einigen anderen<br />

zu der Landschaft, die im 18.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert als der verschwiegene<br />

Stammsitz der echten Räuberbande<br />

vom Mainhardter Wald galt. Auf der<br />

Gr<strong>und</strong>lage der Erzählung eines gewissen<br />

Egil Pastor, der Recherchen<br />

zu der berühmt-berüchtigten Bande<br />

angestellt hatte, schuf später Martin<br />

Herrmann, Autor, Schauspieler <strong>und</strong><br />

Mitbegründer der Amateurgruppe,<br />

das Stück „Die Räuber vom Mainhardter<br />

Wald“. Dabei handelt es sich um<br />

ein sogenanntes Stationentheater,<br />

welches fortan an sieben verschiedenen<br />

Standorten auf die Bühne gebracht<br />

wurde <strong>und</strong> immer noch wird.<br />

In dieser Saison steht allerdings die<br />

Vorgeschichte „Aufstand im Mainhardter<br />

Wald“ auf dem Spielplan der<br />

Laiengruppe. Die Termine sind 16.,<br />

17., 23., 24. <strong>und</strong> 30. Juni sowie 1. Juli.<br />

Die Dritten im B<strong>und</strong>e dieser Bühnen<br />

unseres Landstrichs sind die Burgfestspiele<br />

Schloss Stetten in Künzelsau.<br />

Seit 1989 gibt es sie. Das erste<br />

Stück trug den Titel „Hi Stetten – hi<br />

<strong>Hohenlohe</strong>“ <strong>und</strong> wurde vom Burgherrn<br />

Wolfgang Freiherr von Stetten<br />

selbst verfasst. Von den ursprünglich<br />

nur sechs geplanten Vorstellungen<br />

musste auf zwölf aufgestockt werden,<br />

weil die Aufführung für unerwartet<br />

große Begeisterung gesorgt hatte.<br />

Mehr als 10 000 Zuschauer kommen<br />

pro Saison zu den Burgfestspielen.<br />

Nach 18 Jahren legte man schließlich<br />

die alten heimatverb<strong>und</strong>enen, aber<br />

erfolgreichen Stücke zu den Akten<br />

<strong>und</strong> brach zu neuen Ufern auf, indem<br />

man sich bekannten Literaturstoffes<br />

wie Carl Zuckmayers „Schinderhannes“<br />

annahm. Olga Lechmann<br />

Juni Juli August <strong>2017</strong><br />

Große Treppe<br />

Brenz 1548<br />

Maria, ihm schmeckt‘s nicht!<br />

Don Camillo <strong>und</strong> Peppone<br />

Urbanskirche<br />

Judas<br />

<strong>Hall</strong>er Theaterzelt<br />

Pinocchio<br />

Lachen verboten!<br />

Die Wahlverwandtschaften<br />

Blue Moon - Unter dem blauen Mond


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

VON SCHUBERT BIS CRO<br />

In Sachen Musikveranstaltungen lassen unsere Gefilde keine<br />

Wünsche offen. Von Klassik über Blues bis hin zu Rap ist für<br />

jeden das Richtige dabei.<br />

Ob Violine, Gesang, Klavier oder<br />

Posaune – die Konzerte des<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Kultursommers<br />

bieten für jeden Instrumenten- <strong>und</strong><br />

Musikgenre-Geschmack das<br />

Richtige. Hochkarätige<br />

Künstler, wie die Russische<br />

Kammerphilharmonie<br />

St. Petersburg <strong>und</strong><br />

der Pianist Haiou Zhang,<br />

die die 31. R<strong>und</strong>e des Festivals<br />

am 25. Mai eröffnen,<br />

musizieren vor<br />

geschichtsträchtigen<br />

Kulissen wie<br />

Klöstern, Kirchen,<br />

Schlössern <strong>und</strong><br />

Burgen. Dabei verbinden<br />

sich Musik,<br />

Landschaft, Geschichte<br />

<strong>und</strong> Raum<br />

zu einer Einheit –<br />

<strong>und</strong> lassen die Zuhörer<br />

Musik an Orten<br />

erleben, an denen sie<br />

vor h<strong>und</strong>erten Jahren bereits erklungen<br />

ist. Schwerpunkte in dieser Saison<br />

sind Frankreich, die Reformation <strong>und</strong><br />

Vokalmusik. So findet auf Schloss Weikersheim<br />

am 1. Juli das Musikfest<br />

„Bonjour La France“ statt. Auch<br />

der musikalische Nachwuchs<br />

rückt wieder ins Rampenlicht.<br />

In der Themenreihe „Junge Gesichter“<br />

werden aufstrebende<br />

Justus Frantz gastierte<br />

mehrmals<br />

beim Würth Open<br />

Air. Foto: Carsten Heidmann<br />

Solisten <strong>und</strong> Ensembles das Publikum<br />

in ihren Bann ziehen, etwa beim internationalen<br />

Wettbewerb für Violine im<br />

Kloster Schöntal vom 24. August bis<br />

zum 3. September. Seinen Abschluss<br />

findet das Musikfestival am 1. Oktober.<br />

Quantitativ reicht sie zwar nicht<br />

ganz an den <strong>Hohenlohe</strong>r Kultursommer<br />

heran, qualitativ steht die seit<br />

20 Jahren existierende Schubertiade<br />

auf Schloss Eyb dem Sommerfestival<br />

allerdings in nichts <strong>nach</strong>. An<br />

mehreren Sonntagen<br />

zwischen Mai <strong>und</strong> September<br />

taucht sich das in<br />

privater Hand befindliche Schloss in<br />

Dörzbach in eine musikalische Hülle.<br />

Im Schlosshof, unter den Arkaden<br />

oder im Schlosssaal wird musiziert.<br />

Die junge fränkische Geigerin Martina<br />

Trumpp, die selbst zur Spitzenklasse<br />

zählt, nutzt als künstlerische<br />

Leiterin ihre exzellenten Kontakte<br />

zu ihresgleichen. Als Schubertiade<br />

Besuchen Sie das<br />

Einzigartig<br />

in der Region<br />

Heilbronn-Franken<br />

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Öffnungszeiten-Info unter 0 79 55 / 20 94<br />

Zeitreisen in die Vergangenheit<br />

… dazu laden die historischen Gebäude im<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Freilandmuseum ein. Originalgetreu<br />

eingerichtet <strong>und</strong> umgeben von einem Gelände<br />

mit Gärten, Feldern <strong>und</strong> vielen Tieren<br />

vom Bauernhof bieten sie einzigartige<br />

Einblicke in das Leben der Menschen<br />

in früheren Jahrh<strong>und</strong>erten.<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Freilandmuseum<br />

– Immer ein Erlebnis!<br />

HoHenloHer Freilandmuseum - scHwäbiscH <strong>Hall</strong><br />

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92 <strong>2017</strong>


werden eigentlich Musikfestspiele<br />

tituliert, die eine Hommage an den<br />

österreichischen Komponisten Franz<br />

Schubert sind. Auch die Konzertreihe<br />

im Eyb’schen Schloss bleibt dieser<br />

Tradition treu. In der vergangenen<br />

Saison huldigte beispielsweise<br />

die Sopranistin Julia Küsswetter mit<br />

ihrem Programm – neben Strauss,<br />

Mendelssohn <strong>und</strong> Debussy – dem<br />

Musiker der frühen Romantik. Neben<br />

Vokal- <strong>und</strong> Instrumentalmusik wird<br />

je <strong>nach</strong> Wetterlage im Hof oder unter<br />

den Arkaden auch immer ein Musikfilm<br />

gezeigt.<br />

Wer mit vor h<strong>und</strong>erten Jahren verstorbenen<br />

Komponisten nichts am Hut<br />

hat, kommt in <strong>Hohenlohe</strong> im musikalischen<br />

Sinne dennoch auf seine Kosten.<br />

Denn es gibt einmal das Würth<br />

Open Air in Künzelsau-Gaisbach <strong>und</strong><br />

das Bluesfest in Gaildorf. Ersteres<br />

findet diesmal Ende Juli <strong>und</strong> nicht<br />

wie in der Vergangenheit im Juni<br />

statt <strong>und</strong> fällt mit einem weiteren bedeutenden<br />

Ereignis zusammen – der<br />

Einweihung des knapp 60 Millionen<br />

Euro teuren Carmen-Würth-Forums<br />

am 18. Juli, ein Kultur- <strong>und</strong> Kongresszentrum<br />

des durch Schraubenhandel<br />

international bekannt gewordenen<br />

Unternehmens Würth. Während sich<br />

die letzten Konzerte unter freiem<br />

Himmel auf dem Betriebsgelände<br />

des Konzerns abspielten, ziehen sie<br />

<strong>2017</strong> auf das Gelände der Großveranstaltungshalle<br />

um, die zu Ehren der<br />

Frau des Stiftungsaufsichtsratsvorsitzenden<br />

Reinhold Würth benannt<br />

wurde. Top-Act wird der 27-jährige<br />

deutsche Rapper, Sänger, DJ <strong>und</strong><br />

Musikproduzent Cro sein. Carlo Waibel,<br />

wie er mit bürgerlichem Namen<br />

heißt, versteckt sein Gesicht hinter<br />

einer Pandamaske, um nicht erkannt<br />

zu werden. Den Durchbruch schaffte<br />

er 2011 mit seinem Song „Easy“. Cro<br />

kommt am 22. Juli zur 18. Auflage des<br />

Musikevents <strong>nach</strong> Gaisbach, für das<br />

10 000 Besucher erwartet werden.<br />

Etwas kleiner als das dreitägige Freilichtkonzert<br />

von Würth ist das Bluesfest<br />

in Gaildorf Anfang Juli. Wie der<br />

Name schon vorwegnimmt, handelt<br />

es sich um eine Veranstaltung, die<br />

dem Musikgenre Blues gewidmet ist.<br />

Die Anfänge des im Zweijahresrhythmus<br />

stattfindenden Bluesfests gehen<br />

auf die 70er Jahre zurück. Organisiert<br />

wird es von Ehrenamtlichen des Vereins<br />

Kulturschmiede, der ebenfalls in<br />

Gaildorf ansässig ist. Im Juni 2016 ist<br />

das Event auf den Kocherwiesen von<br />

einer Fachjury zum besten Bluesfestival<br />

Deutschlands gekürt worden.<br />

Dieses Jahr feiert es am 7. <strong>und</strong> 8. Juli<br />

seinen 25. Geburtstag. Olga Lechmann<br />

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Gartenschaustadt Öhringen<br />

Das dynamische Zentrum im Herzen <strong>Hohenlohe</strong>s ist besonders im Jahr<br />

<strong>nach</strong> der Landesgartenschau einen Besuch wert.<br />

Als ehemalige Fürstenresidenz ist Öhringen<br />

schon lange eine bedeutende Stadt<br />

auf der <strong>Hohenlohe</strong>r Landkarte. Das Städtchen<br />

mit römischen Wurzeln bietet seinen<br />

Besuchern ein besonderes Flair, vor<br />

allem im Jahr <strong>nach</strong> der Landesgartenschau.<br />

Mit der spätgotischen Stiftskirche,<br />

dem Renaissance-Schloss, dem Hofgarten<br />

<strong>und</strong> dem Oberen Tor zeigt sich die Große<br />

Kreisstadt von ihrer schönsten Seite. Das<br />

geschichtsträchtige Ambiente umrahmt<br />

beliebte Veranstaltungen. Beim jährlichen<br />

Weindorf lässt sich der Sommerabend bei<br />

einem <strong>Hohenlohe</strong>r Tropfen genießen. Wer<br />

Öhringen <strong>und</strong> seine Geschichte besser kennenlernen<br />

möchte, wählt am besten eine<br />

Stadtführung oder die neue Lauschtour-<br />

App. Stadtführungen werden von Mai bis<br />

Oktober (jeweils am zweiten <strong>und</strong> vierten<br />

Sonntag im Monat) angeboten. Themenführungen<br />

präsentieren die Besonderheiten<br />

der Stadt: Von Kulinarik über Baukunst,<br />

M<strong>und</strong>art <strong>und</strong> Nachtwächterbräuche reicht<br />

die Palette. Auch die Museen entführen<br />

in vergangene Zeiten. Das Weygang-<br />

Museum zeigt eine bedeutende Zinn- <strong>und</strong><br />

Fayencesammlung. Das monumentale, farbige<br />

Limes Tor ist für Römerinteressierte<br />

ebenfalls einen Besuch wert.<br />

Große Kreisstadt Öhringen<br />

Tourist-Information<br />

Marktplatz 15, 74613 Öhringen<br />

Tel. 07941 / 68-118, Fax 07941 / 68-176<br />

tourist@oehringen.de, www.oehringen.de<br />

<strong>2017</strong><br />

93


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

WIE PHÖNIX AUS DER ASCHE<br />

Ihre Band gibt es länger, als manche Paare verheiratet sind.<br />

<strong>2017</strong> feiert das Ensemble Annâweech 22-jähriges Bestehen.<br />

Bandleader Frank Winkler plaudert aus dem Nähkästchen.<br />

Wo in gut acht St<strong>und</strong>en der Duft von Gulaschsuppe,<br />

Zwiebelkuchen sowie Käsespätzle gemischt<br />

mit dem Klang von Lachen, Unterhaltungen<br />

<strong>und</strong> Besteckgeklapper den Raum erfüllen wird,<br />

herrscht beim Hereinkommen an diesem Freitagvormittag<br />

fast andächtige Stille. Nicht<br />

weniger einladend sind deshalb jedoch<br />

Hat sich das Gitarrespielen selbst beigebracht:<br />

Frank Winkler ist Bandleader der <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

M<strong>und</strong>artgruppe Annâweech. Foto: Olga Lechmann<br />

die rustikalen Holzstühle <strong>und</strong> -tische mit<br />

den charmanten Platzdeckchen <strong>und</strong> Kerzen.<br />

Dieses urige Ambiente ist es, was Winklers<br />

Weinstube in Forchtenberg charakterisiert.<br />

Wirt Frank Winkler alias Molle kommt in<br />

legerer Kleidung – blaues Poloshirt,<br />

schwarze Weste <strong>und</strong> graue Hose<br />

– die Treppe hinunter. Seine<br />

Frau Sigrid, mit der er seit<br />

35 Jahren verheiratet<br />

ist, wie er später verrät,<br />

ist bereits fleißig<br />

in der Küche zugange.<br />

Bei einem leckeren von<br />

Winklers Gattin zubereiteten<br />

Milchkaffee<br />

beginnt der 61-Jährige<br />

seinen rhetori-<br />

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In Ihrer Buchhandlung<br />

schen Ausflug in die Vergangenheit. „Annâweech ist wie<br />

Phönix aus der Asche entstanden“, vergleicht der Sänger.<br />

Denn aus einer alten Musikgruppe sei kurzerhand eine<br />

neue hervorgegangen. Aber der Reihe <strong>nach</strong>: Winklers Ex-<br />

Band wollte sich damals auflösen. Doch zuvor hatte sie<br />

noch eine CD aufgenommen, die auf w<strong>und</strong>ersame <strong>und</strong> für<br />

die fünf Mitglieder bis heute nicht <strong>nach</strong>vollziehbare Weise<br />

beim ehemaligen Süddeutschen R<strong>und</strong>funk gelandet<br />

war. Es folgte eine Einladung ins Studio. Doch was sollte<br />

die Band, die praktisch nicht mehr existierte, im Radio erzählen?<br />

„Die Story vom Pferd“ natürlich, wie es Molle beschreibt,<br />

der gerne mit den Händen „redet“. „Noch auf der<br />

Hinfahrt <strong>nach</strong> Stuttgart haben wir uns den Namen Annâweech<br />

ausgedacht“, erinnert sich der dreifache Vater <strong>und</strong><br />

fünffache Opa. Rückblickend betrachtet findet er: „Wir<br />

sind als die eine Band rein <strong>und</strong> als eine andere wieder<br />

raus.“ Aber warum „Annâweech“? „Ich bin kein Fre<strong>und</strong><br />

von Bandnamen, die sich kein Mensch merken kann“,<br />

sagt Winkler. Und „annâweech“, das auf Hohenlohisch<br />

„trotzdem“ bedeutet, sei in der Vergangenheit ein Allerweltswort<br />

gewesen. Heute verwende er selbst es jedoch<br />

weniger, um keine Werbung für das <strong>Hohenlohe</strong>r M<strong>und</strong>artensemble<br />

zu machen – außer „es rutscht mir mal raus“.<br />

Das Telefon klingelt. Winklers Frau kann jedoch nicht<br />

rangehen, da sie kurz etwas erledigen musste. Dem Wirt<br />

bleibt nichts anderes übrig, als den Anruf selbst entgegenzunehmen.<br />

Er entschuldigt sich. Als keine halbe St<strong>und</strong>e<br />

später wieder jemand anruft, echauffiert sich Molle:<br />

„Ha, so kommen wir zu nix.“ So ist das eben, wenn man<br />

eine Weinstube betreibt: Man hat alle Hände voll zu tun.<br />

Apropos: Woher nimmt er eigentlich die Zeit für Familie,<br />

Beruf <strong>und</strong> Annâweech? „Für mich ist alles gleich wichtig<br />

– aber zum Glück nicht immer gleichzeitig“, stellt der<br />

Bandleader, der sich nicht als Kopf, sondern als Bauch<br />

der Gruppe bezeichnet, lachend fest. Man müsse eben<br />

Prioritäten setzen. Und bisher habe das gut geklappt.<br />

15-mal im Jahr treten die fünf Mitglieder Frank Winkler,<br />

Peter Botsch, Volker Gässler, Harry Weber <strong>und</strong><br />

Rolf Schneider auf den Bühnen des <strong>Hohenlohe</strong>r <strong>und</strong><br />

Heilbronner Landes auf, singen über Dixiklos, Anlegeleitern,<br />

Telefonsex sowie Midlife-Crisis – <strong>und</strong> die<br />

Konzerte sind immer ausverkauft. Was kann man sich da<br />

noch wünschen? „Nichts“, bringt es Winkler kurz <strong>und</strong><br />

knapp auf den Punkt. „Wir haben alles erreicht, was wir<br />

wollten, <strong>und</strong> darüber hinaus.“ Ein persönliches Lieblingsziel<br />

habe er jedoch schon: das <strong>Hohenlohe</strong>r-Landmusical<br />

„Oggdowêrtee“, das die Band 2007 als CD herausgebracht<br />

hat, auf die Bühne zu bringen oder einen Film<br />

daraus zu machen. Doch leider fehle dafür tatsächlich die<br />

Zeit, räumt der Musiker ein. Irgendwie tröstlich, dass es<br />

einem unverkennbaren Zeitmanagementprofi wie Frank<br />

Winkler auch mal so geht. <br />

Olga Lechmann<br />

Brunhilde Bross-Burkhardt<br />

Gärten an Kocher, Jagst<br />

<strong>und</strong> Tauber<br />

Ein Reiseführer ins Grüne<br />

Bezaubernde Erk<strong>und</strong>ungsgänge durch historische<br />

Barock- <strong>und</strong> Landschaftsgärten, in moderne<br />

Stadt- <strong>und</strong> Kurparks, aber auch durch<br />

verträumte Bauern- <strong>und</strong> Apothekergärten. Mit Informationen zur<br />

Anfahrt, einer Übersichtskarte <strong>und</strong> wichtigen Infoadressen.<br />

160 Seiten, 162 Farbfotografien, €<br />

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Lothar Schwandt<br />

Alles was man in <strong>Hohenlohe</strong><br />

erlebt haben muss<br />

<strong>Hohenlohe</strong> ist ein Genießerland erster Güte.<br />

Die Attraktionen reichen von den schönsten<br />

Burgen bis zur Muswiese, vom Blooz bis zum<br />

teuersten Bild der Republik. Jede Stadt <strong>und</strong><br />

Gemeinde ist enthalten.<br />

160 Seiten,148 farbige Fotografien <strong>und</strong><br />

Abbildungen,<br />

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Roland Bauer<br />

<strong>Hohenlohe</strong>. Rau <strong>und</strong> romantisch<br />

Märchenhafte Bilder <strong>und</strong> Stimmungen.<br />

In Worte gefasst von Frieder Stöckle<br />

<strong>Hohenlohe</strong> – das ist die alte<br />

Kulturlandschaft im Nordosten<br />

von Baden-Würt tem berg zwischen<br />

Rothenburg ob der Tauber,<br />

Bad Mergentheim, Heilbronn <strong>und</strong><br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>. Roland Bauer hat<br />

das w<strong>und</strong>erbare Zusammenspiel<br />

von Kultur <strong>und</strong> Natur dort in einfühlsamen<br />

Bildern festgehalten.<br />

Summary in English. 72 Seiten, 70 Farbfotografien, fester<br />

Einband, € 14,90. ISBN 978-3-8425-1416-4<br />

Gerd Friederich<br />

Fräulein Lehrerin<br />

Roman<br />

Württemberg 1871: Schon als kleines Mädchen<br />

hatte Sophie davon geträumt, Lehrerin<br />

zu werden – nun besucht sie das kurz zuvor<br />

gegründete Lehrerinnenseminar. In den<br />

Schulen im Land herrscht harter Drill, die<br />

jungen Frauen müssen in ihrer Ausbildung<br />

<strong>und</strong> ihrem Berufsalltag viel erdulden. Anstatt<br />

Kopfnüsse <strong>und</strong> Ohrfeigen zu verteilen,<br />

kümmert sich Sophie einfühlsam um die<br />

Sorgen <strong>und</strong> Nöte der Kinder. Doch damit<br />

eckt die junge Pädagogin häufig an.<br />

512 Seiten, € 14,90.<br />

ISBN 978-3-8425-1433-1<br />

www.silberburg.de


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

500 JAHRE AUF 40 HEKTAR<br />

Von 50 angebotenen Gebäuden wird im Freilandmuseum<br />

Wackershofen vielleicht eins aufgenommen, weiß Museumsleiter<br />

Michael Happe. Vor Wissen sprudelnd nimmt er uns auf einen<br />

R<strong>und</strong>gang mit.<br />

Wissen Sie eigentlich, woher<br />

das Wort Wand kommt?“,<br />

fragt Michael Happe. „Es<br />

leitet sich von dem Verb winden ab“,<br />

erklärt der Direktor des Freilandmuseums<br />

Wackershofen, in einem Bauernhaus<br />

aus Zaisenhausen von anno<br />

1551 stehend. Dass es bereits mehrere<br />

h<strong>und</strong>ert Jahre „auf dem Buckel“<br />

hat, riecht man. Es ist nicht unangenehm,<br />

sondern historisch eben. Ein<br />

Raum des Hauses im zweiten Stock<br />

ist vollkommen leer – Decke, Boden<br />

<strong>und</strong> vier Wände. Hier wurde für einen<br />

bestimmten Zweck tabula rasa<br />

gemacht: um den Fokus auf den sukzessiven<br />

Entstehungsprozess einer<br />

Wand zu legen. Happe deutet auf<br />

ein Flechtwerk aus dunklen Zweigen<br />

rechts neben der Tür. Früher sei eine<br />

Wand so hochgezogen worden, dass<br />

zunächst Hölzer wie bei einem Korb<br />

gew<strong>und</strong>en wurden, die sozusagen<br />

das Gerüst bildeten, dann Lehm darauf<br />

verteilt <strong>und</strong> schließlich ein Putz<br />

aufgetragen wurden, weiß der Museumsleiter.<br />

Dies ist Wand für Wand<br />

theater im fluss<br />

MuseuM iM RöMeRpaRk Ruffenhofen<br />

LiMeseuM // Römerpark Ruffenhofen<br />

<strong>und</strong> Museum am unesCo Welterbe Limes<br />

Römerpark Ruffenhofen 1 // 91749 Wittelshofen<br />

Telefon 09854/97 99 242<br />

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Di.- fr. 10-16 uhr,<br />

sa., so. & feiertage 11-17 uhr,<br />

geschlossen Mo.<br />

sowie vom 24.12.- 6.1.<br />

iM RöMeRpaRk Ruffenhofen<br />

96 <strong>2017</strong>


Michael Happe leitet seit 2013 das Freilandmuseum in Wackershofen. In den Werkstätten<br />

der Häuser, auf die er zeigt, arbeiteten Wagner <strong>und</strong> Schmied. Foto: Olga Lechmann<br />

für die Besucher <strong>nach</strong>empf<strong>und</strong>en.<br />

Der R<strong>und</strong>gang setzt sich in Richtung<br />

Schlafzimmer fort. Was gleich<br />

auffällt, sind die kurzen Holzbetten<br />

mit den hohen Kopf- <strong>und</strong> Fußteilen –<br />

wahrscheinlich, weil die Menschen<br />

früher kleiner waren. „Nein“, widerspricht<br />

Happe. „Der Gr<strong>und</strong> ist, dass<br />

man eine andere Schlafposition hatte“,<br />

korrigiert er. Damals hätten die<br />

Frauen <strong>und</strong> Männer eher gesessen<br />

als gelegen, was der Angst geschuldet<br />

war, durch das Liegen die grassierende<br />

Tuberkulose, an der viele<br />

litten, zu verschlimmern.<br />

Draußen zeigt Michael Happe, der<br />

seit 2013 Direktor des Freilandmuseums<br />

Wackershofen ist, noch einmal<br />

auf das Bauernhaus. „Nicht nur dieses<br />

Gebäude, auch viele andere hier<br />

auf dem Gelände, sind so gebaut,<br />

dass unten Ställe oder Werkstätten<br />

sind <strong>und</strong> oben Wohnungen“, erzählt<br />

der 55-Jährige. Diese Trennung sei<br />

auch am Baumaterial deutlich zu erkennen.<br />

Unten Stein, oben Fachwerk.<br />

Es ist warm, ein schöner Tag Mitte<br />

September, an dem viele Besucher in<br />

Sommerkleidung ins Museum strömen,<br />

darunter etliche Gruppen. R<strong>und</strong><br />

100 000 Gäste pro Jahr verzeichnet<br />

das 1983 eröffnete Freilichtmuseum<br />

im Durchschnitt. Dabei sind laut Happe<br />

junge Familien die klassischen<br />

Besucher. „Aber bei uns sind natürlich<br />

alle Generationen willkommen“,<br />

betont er. Auf 40 Hektar stehen mehr<br />

als 60 von ihrem Ursprungsort – sei<br />

es <strong>Hohenlohe</strong>, Heilbronn oder sogar<br />

Ludwigsburg – aufs Museumsgelände<br />

umgesetzte Häuser, Scheunen <strong>und</strong><br />

Gastwirtschaften. Doch welche Kriterien<br />

muss ein Gebäude erfüllen, um<br />

es überhaupt ins Freilandmuseum zu<br />

schaffen? „Es darf keine Perspektive<br />

auf Erhalt haben, das Objekt muss<br />

ein Original, praktikabel <strong>und</strong> museumsgeschichtlich<br />

sowie -wissenschaftlich<br />

interessant sein“, erläutert<br />

der ehemalige Thüringer. Ziel sei es,<br />

mit dem Ensemble an Exponaten ein<br />

möglichst vollständiges Bild der Vergangenheit<br />

zu zeichnen. Angebote<br />

restaurierungsbedürftiger Häuser<br />

gebe es übrigens wie Sand am Meer.<br />

Aber „von 50 angebotenen Gebäuden<br />

wird vielleicht eins bei uns aufgenommen“.<br />

<br />

Olga Lechmann<br />

Jeder Mensch hat etwas,<br />

das ihn antreibt.<br />

Wir machen den Weg frei.<br />

Wir fördern die Region.<br />

Als Genossenschaftsbank fühlen<br />

wir uns unseren Mitgliedern <strong>und</strong><br />

K<strong>und</strong>en sowie Menschen der<br />

Region besonders verb<strong>und</strong>en.<br />

Deshalb engagieren wir uns für<br />

die Region <strong>und</strong> unterstützen<br />

soziale, kulturelle <strong>und</strong> sportliche<br />

Einrichtungen.<br />

www.vrbank-sha.de<br />

<strong>2017</strong><br />

97


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

JEANS UND<br />

ANDERE<br />

KUNST<br />

Museen sind Orte, wo Vergangenheit lebendig<br />

wird. Im <strong>Hohenlohe</strong>kreis <strong>und</strong> Landkreis<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> gibt es viele Paradebeispiele,<br />

die ihresgleichen suchen.<br />

Kunst vor historischer Kulisse: Hier ein Exponat aus der aktuellen<br />

Ausstellung „WWW – Wasser, Wolken, Wind“. Foto: Ufuk Arslan<br />

Kunst- <strong>und</strong> Geschichtsinteressierten bieten insbesondere<br />

die beiden Städte Künzelsau <strong>und</strong> <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> diverse Anlaufstellen. Ein regelrechtes<br />

Museumskonglomerat in <strong>Hohenlohe</strong> bilden die Kunsthalle<br />

Würth, die der Unternehmer Reinhold Würth<br />

2001 gründete, <strong>und</strong> dessen drei weitere Pinakotheken.<br />

Neben den Ausstellungsräumen beinhaltet<br />

die von einem dänischen Architekten geplante<br />

Kunsthalle in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> einen Shop, eine<br />

Cafeteria sowie verschiedene Veranstaltungsräume.<br />

Besucher können auf drei Stockwerken <strong>und</strong> fast 3000<br />

Quadratmetern regelmäßig wechselnde Exponate aus der<br />

Sammlung Würth bestaunen. Diese umfasst heute r<strong>und</strong><br />

17 000 Werke. Der Fokus liegt dabei auf Skulpturen, Malerei<br />

<strong>und</strong> Grafiken vom ausgehenden 19. Jahrh<strong>und</strong>ert bis zur<br />

Gegenwart. Neben der Kunsthalle selbst nutzt der Mäzen<br />

Reinhold Würth die Johanniterkirche, die sich ebenfalls in<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> befindet, das Museum Würth in Gaisbach<br />

sowie die Hirschwirtscheuer in Künzelsau als Orte, um sei-<br />

Unterwegs auf dem Jakobsweg<br />

<strong>und</strong> Kocher-Jagst-Radweg<br />

Sehenswürdigkeiten:<br />

Kunsthistorisches Juwel spätgotische Marienkirche Rieden,<br />

Technisches Baudenkmal Kochersteg Wilhelmsglück …<br />

Geschichte live am Landhegturm bei Sanzenbach …<br />

Freizeit: Freibad, Boulebahn, Beachvolleyball …<br />

Kontakt: Rathaus · Telefon 0791 95017-0<br />

www.rosengarten.de<br />

98 <strong>2017</strong>


ner Leidenschaft zu frönen. Der Eintritt in alle Museen ist<br />

frei. Zurzeit <strong>und</strong> noch bis zum 18. Juni ist in der Kunsthalle<br />

die Ausstellung „WWW – Wasser, Wolken, Wind – Elementar-<br />

<strong>und</strong> Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth“<br />

zu sehen.<br />

Ein weiteres Museum in der durch die Sieder <strong>und</strong> die Bausparkasse<br />

bekannten Stadt ist das Hällisch-Fränkische<br />

Museum. Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern befasst<br />

es sich mit Kunst- <strong>und</strong> Kulturgeschichte der ehemaligen<br />

Reichsstadt <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> <strong>und</strong> ihrer Umgebung.<br />

Bereits 1851 wurde begonnen, die Sammlung aufzubauen<br />

– damals noch in Künzelsau, wo auch der Vereinssitz war.<br />

Seit 1872 befinden sich die Sammlungen allerdings in <strong>Hall</strong>,<br />

seit 1936 im staufischen Wohnturm Keckenburg im Stadtkern.<br />

Im älteren Gebäudeteil werden auf mehreren Etagen<br />

die <strong>Hall</strong>er Urbangeschichte, die mittelalterliche Frömmigkeit,<br />

die Barockzeit sowie das Leben auf dem Land dargestellt.<br />

Eine Besonderheit ist der Tretradkran im Keller,<br />

mit dem im Mittelalter massive Steinquader hochgezogen<br />

wurden. Die anderen Stockwerke behandeln die Geschichte<br />

des 20. Jahrh<strong>und</strong>erts, vor allem das jüdische Leben. Neben<br />

den Dauerexpositionen präsentiert das Museum jedes<br />

Jahr drei oder vier Sonderausstellungen.<br />

Last but not least gibt es noch das Jeansmuseum in Künzelsau.<br />

Die zu einem Ort der Spurensuche umgebaute<br />

Gründervilla des Ehepaars Hermann aus der Kreisstadt,<br />

welches den Gr<strong>und</strong>stein für die populäre Mustang-Jeans<br />

legte, veranschaulicht anhand einer multimedialen <strong>und</strong><br />

interaktiven Inszenierung die Unternehmens- sowie die<br />

Jeansgeschichte. Heuer wird die Marke mit dem Wildpferd-Logo<br />

85 Jahre alt. Die Erfolgsstory in Gang gesetzt<br />

hat eine Frau namens Luise Hermann, die eine Kleiderfabrik<br />

gründete, um ihren Mann, dessen Holzgeschäft stagnierte,<br />

finanziell zu unterstützen. Bei ihrer Schwester,<br />

die selbst eine Berufskleiderfabrik hatte, lernte die patente<br />

<strong>und</strong> 1,77 Meter große Frau das Schneiden <strong>und</strong> Nähen.<br />

Mit der Unterstützung von sechs Näherinnen nahm Luise<br />

Hermann im Jahre 1932 im ersten Stock ihres Wohnhauses<br />

die Produktion von Arbeitskleidung auf. Richtig bekannt<br />

wurde Mustang jedoch erst durch Albert Sefranek,<br />

der <strong>nach</strong> dem Zweiten Weltkrieg in die Familie Hermann<br />

einheiratete. Dieser heuerte beim Unternehmen seiner<br />

Schwiegereltern an <strong>und</strong> baute einen eigenen Vertrieb für<br />

Berufsbekleidungsfachgeschäfte auf – der Startschuss für<br />

die erste europäische Jeans. Und diese kommt, wie viele<br />

möglicherweise gar nicht wissen, aus der 15 000-Einwohner-Stadt<br />

Künzelsau.<br />

Olga Lechmann<br />

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Ein Paradies für Familien<br />

Das Naherholungsgebiet Breitenauer See bietet zahlreiche Möglichkeiten<br />

der aktiven Entspannung <strong>und</strong> Erholung.<br />

Das Naherholungsgebiet Breitenauer See<br />

ist das beliebteste Ausflugsziel für Erholungsuchende<br />

aus Nah <strong>und</strong> Fern. Familien,<br />

Badegäste, Jogger <strong>und</strong> Radfahrer sind gern<br />

gesehene Gäste. Der 4,3 Kilometer lange<br />

Seer<strong>und</strong>weg lädt zum Spazieren <strong>und</strong> Verweilen<br />

ein. Für Kinder gibt es viel Platz zum<br />

Toben <strong>und</strong> Spielen. Der breite Sandstrand<br />

<strong>und</strong> weitläufige, gepflegte Liegewiesen<br />

laden zum Räkeln in der Sonne oder im<br />

Schatten der Bäume ein. Einfach mal die<br />

Seele baumeln lassen.<br />

Unvergesslicher Aktivurlaub Wer<br />

das Wasser scheut, findet trotzdem viele<br />

Möglichkeiten, seine Freizeit aktiv zu<br />

verbringen. Wandern, Radeln, Inlinern<br />

oder Joggen – im <strong>und</strong> um das Naherholungsgebiet<br />

gibt es unzählige Wege.<br />

Abenteuerspielplätze, Spielwiesen, Ballspielflächen,<br />

Beachvolleyballplätze, ein<br />

Outdoor-Fitnesspark, die Boulebahn <strong>und</strong><br />

das neue Bodentrampolin bieten genug<br />

Platz, um sich auszutoben. Der 17 Hektar<br />

große Fünf-Sterne-Campingpark mit 300<br />

Ferienstellplätzen liegt direkt am See. Die<br />

Vorzüge eines modernen Campingurlaubs<br />

erlebt man auch in den vollausgestatteten<br />

Ferienblockhäusern oder in unseren neuen<br />

Schlaffässern.<br />

ampingpark<br />

Breitenauer See<br />

Löwenstein Obersulm Heilbronn<br />

Naherholungsgebiet Breitenauer See<br />

74182 Obersulm<br />

5*-Campingpark Breitenauer See<br />

74245 Löwenstein<br />

www.breitenauer-see.de<br />

2016


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

Bilderbuchfamilie: Muswiesenwirt Christoph Pressler mit seiner Frau <strong>und</strong> dem fast einjährigen Töchterchen. Foto: Olga Lechmann<br />

EIN „SCHWÄTZLE“<br />

MUSS SEIN<br />

Für die r<strong>und</strong> 300 Einwohner des Weilers Musdorf bei Rot am See gilt<br />

sie als fünfte Jahreszeit. Wenn die Muswiese vor der Tür steht, gibt es<br />

viel zu tun. Das weiß einer ganz genau: der Wirt Christoph Pressler.<br />

Wenn sich der gesamte 300-Seelen-Weiler Musdorf,<br />

ein Teilort von Rot am See im Landkreis<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>, in einen riesigen Jahrmarkt<br />

verwandelt, dann ist wieder die Zeit der Muswiese gekommen.<br />

Oder wie die Einwohner es nennen: die fünfte<br />

Jahreszeit. Mit ihren fast 300 Ständen <strong>und</strong> etwa 500 Ausstellern<br />

zieht die Muswiese an ihren fünf Festtagen jährlich<br />

mehrere tausend Besucher aus Nah <strong>und</strong> Fern an. Doch<br />

wer sich auf Karussells <strong>und</strong> Fahrgeschäften vergnügt oder<br />

einen Shoppingmarathon durch die zahlreichen Stände<br />

absolviert, bekommt früher oder später Hunger. Um da<br />

Abhilfe zu schaffen, öffnen etliche Gastronomiebetriebe,<br />

Bauernwirtschaften <strong>und</strong> Imbissbuden ihre Türen für<br />

magenknurrende Besucher. Christoph Pressler ist einer<br />

dieser Muswiesenwirte. Der 29-Jährige bewirtschaftet<br />

zusammen mit seiner Familie das ehemalige Gasthaus<br />

100 <strong>2017</strong>


„Zum Ochsen“, das heute selbstverständlich – wie sollte<br />

es auch anders sein – „Zum Pressler“ heißt.<br />

„Ab September muss man sich fast nur noch auf die Muswiese<br />

konzentrieren“, sagt der Vater einer fast einjährigen<br />

Tochter. Eine Woche vor dem Volksfest <strong>und</strong> bis zu<br />

dessen Ende nimmt sich Pressler Urlaub. Anders wäre<br />

das Mammutprojekt nicht zu schaffen. Doch der gelernte<br />

Hotelfachmann <strong>und</strong> Landwirt ist nicht der Einzige – die<br />

Aufgaben, die mit der Muswiese einhergehen, verteilen<br />

sich auf viele Schultern. Da packt die ganze Familie mit<br />

an. „Selbst wenn es nur heißt, auf unsere Kleine aufzupassen“,<br />

merkt Pressler mit Blick auf seine Frau, die Töchterchen<br />

Marlene auf dem Arm hält, an. Darum kümmere sich<br />

dann beispielsweise die Schwiegermutter. Pressler, der<br />

noch zwei Brüder hat, verlor seine eigene Mutter bereits<br />

vor einigen Jahren. Auch der über 60-jährige pensionierte<br />

Vater, in dessen Fußstapfen der Muswiesenwirt getreten<br />

ist, scheut sich nicht vor körperlicher Arbeit. War es<br />

denn eine Entscheidung auf freiwilliger Basis? Oder hatte<br />

Pressler einfach keine andere Wahl, als den Job des Muswiesenwirts<br />

zu übernehmen? „Man wird da hineingeboren<br />

<strong>und</strong> identifiziert sich mit dem Ganzen“, antwortet der<br />

junge Mann. Aber ohne die Familie im Hintergr<strong>und</strong> würde<br />

das alles nicht funktionieren, betont er. Außerdem interessiere<br />

er sich für Landwirtschaft – anders als einer seiner<br />

Brüder. Insofern sehe er es nicht als Bürde oder Zwang.<br />

Zweifellos sei es viel Arbeit – vor, während <strong>und</strong> <strong>nach</strong> der<br />

Muswiese –, aber für Pressler spielen auch die positiven<br />

Begleiterscheinungen des Jahrmarktes eine wichtige Rolle.<br />

So freut er sich über die mannigfaltigen Besucher <strong>und</strong><br />

natürlich auch das dynamische Personal jedes Jahr aufs<br />

Neue. „Es gibt einen Mann, der extra aus den USA rüberkommt“,<br />

erzählt der Wirt. Aus den USA? „Ja, er hat hier<br />

Verwandte, bei denen er vorbeischaut, <strong>und</strong> das legt er so,<br />

dass es mit der Muswiese zusammenfällt.“ So etwas weiß<br />

Pressler, weil er sich trotz 19-St<strong>und</strong>en-Tagen während der<br />

Festwoche immer wieder gerne Zeit für ein „Schwätzle“<br />

mit seinen Gästen nimmt.<br />

Nach der Muswiese ist vor der Muswiese: Wenn die letzten<br />

Stühle <strong>und</strong> Tische aufgeräumt <strong>und</strong> das letzte Geschirr<br />

<strong>und</strong> Besteck gespült sind <strong>und</strong> in Musdorf wieder die Routine<br />

eingekehrt ist, atmet Christoph Pressler kurz durch<br />

– nur um sich dann wieder gedanklich in 365 Tagen hinter<br />

dem Tresen des aus allen Nähten platzenden Gasthauses<br />

zu sehen. Denn in dem fränkischen Weiler ist man „das<br />

ganze Jahr mit der Muswiese beschäftigt“. Olga Lechmann<br />

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Abtsgmünd in voller Blüte<br />

Wildblumensommer, Hochzeitsparadies, Kultur, Natur <strong>und</strong> eine Fülle an<br />

Sehenswürdigkeiten – Abtsgmünd bietet einfach alles.<br />

Für Wanderer gibt es im staatlich anerkannten<br />

Erholungsort den Jakobusweg,<br />

für Radfahrer oder Inliner die gut ausgebauten<br />

Radwege durchs Leintal <strong>und</strong> den<br />

Kocher-Jagst-Radweg. Zertifizierte Führer<br />

bieten zudem spannende <strong>und</strong> themenbezogene<br />

Führungen im Naturpark <strong>Schwäbisch</strong>-Fränkischer<br />

Wald an. Die Spezialisten<br />

leiten auch wieder durch den preisgekrönten<br />

Wildblumensommer, der erneut mit<br />

zahlreichen Attraktionen <strong>und</strong> Begleitveranstaltungen<br />

aufwartet.<br />

Idylle Der Hammerschmiedesee bei Pommertsweiler<br />

lädt zum Campen, Erholen, zur<br />

Bootsfahrt <strong>und</strong> sogar zum Heiraten ein. Als<br />

Geheimtipp gilt der Laubbach-Stausee in<br />

Abtsgmünd. Im Schloss Untergröningen<br />

finden wechselnde Ausstellungen durch<br />

den ansässigen Verein <strong>und</strong> die Kulturstiftung<br />

statt. Dort hat ebenfalls das Museum<br />

des Heimatvereins sein Zuhause. In<br />

Hohenstadt sind Schloss, Wallfahrtskirche<br />

<strong>und</strong> Heckengarten der Traum vieler Hochzeitspaare.<br />

Ein Muss ist auch „Die Scheune“<br />

in Leinroden mit ihren optischen Phänomenen.<br />

Alle Infos über Abtsgmünd gibt<br />

es auch in der gemeindeeigenen App.<br />

www.abtsgmuend.de<br />

Tel. 07366 / 82-0, info@abtsgmuend.de


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

TAGE ZUM FEIERN<br />

Feste soll man feiern, wie sie fallen – <strong>und</strong> in <strong>Hohenlohe</strong><br />

werden viele Feste gefeiert. Die folgenden sind nur einige<br />

Beispiele von zahlreichen vergnüglichen Anlässen.<br />

Kuchen- <strong>und</strong> Brunnenfest: Diese<br />

Feierlichkeit, auch bekannt<br />

als Salzsiederfest, ist seit dem<br />

14. Jahrh<strong>und</strong>ert überliefert. Ursprung<br />

dürfte die Reinigung der Salzquelle gewesen<br />

sein, die den mittelalterlichen<br />

Reichtum <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>s begründete.<br />

Diese schwere Arbeit belohnte der<br />

Magistrat mit einem Fest. Heute bieten<br />

mehr als 500 Akteure <strong>und</strong> Helfer eine<br />

bunte Mischung von mittelalterlichem<br />

Brauchtum <strong>und</strong> viel Musik. Dieses Jahr<br />

wird es vom 2. bis zum 5. Juni gefeiert.<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Weindorf: Fre<strong>und</strong>e des<br />

Rebensaftes sollten sich für den Zeitraum<br />

vom 29. Juni bis zum 3. Juli<br />

rote Kreuze in ihre Kalender machen.<br />

Denn dann findet das <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Weindorf in Öhringen statt. An fünf<br />

Tagen kann die Vielfalt an regionalen<br />

Weinen, Sekten <strong>und</strong> Köstlichkeiten<br />

getestet werden. Livemusik sorgt für<br />

gute Laune.<br />

Pferdemärkte: Der zum größten<br />

Volksfest im Limpurger Land avancierte<br />

Pferdemarkt in Gaildorf lockt<br />

am 13. Februar auf die Kocherwiesen<br />

zu Pferdeprämierung, Festumzug<br />

<strong>und</strong> Krämermarkt. Seit mehr als 400<br />

Jahren gehört der Dörzbacher Pferdemarkt<br />

zum festen Programm der<br />

WIDDERN<br />

Stadtverwaltung Widdern · Keltergasse 5<br />

74259 Widdern · Tel. 06298 9247-0<br />

stadt@widdern.de · www.widdern.de<br />

Sehenswürdigkeiten<br />

• Wachthaus am Limes, www.wachthausamlimes.jimdo.com<br />

• Museum im alten Bahnhof<br />

• Historisches Backhaus<br />

• Heimatmuseum Unterkessach<br />

• Das Dörnle<br />

• Hörchers Pfarrer-Mayer-Hof in Unterkessach<br />

• Zyllnhardt‘sches Schloss (altes Rathaus)<br />

Freizeit<br />

• Radfahren (Kocher-Jagst-Radweg,<br />

Grünkernradweg <strong>und</strong> Limes-Radweg)<br />

• Wandern (z. B. Jakobsweg <strong>und</strong><br />

Limes-Wanderweg)<br />

• schöne Grillplätze<br />

• Führung in Hörchers Pfarrer-Mayer-Hof<br />

Events<br />

• Internationaler<br />

Holzfäller-<br />

Wettbewerb<br />

an Pfingsten<br />

05. Juni <strong>2017</strong><br />

www.berner-group.com<br />

102 <strong>2017</strong>


Stadt. Am 11. Februar gibt es hier einen<br />

farbenprächtigen Festumzug. Darüber<br />

hinaus reihen sich Niederstetten<br />

(12. Januar), Öhringen (19. – 20.<br />

Februar) <strong>und</strong> Gerabronn (28. Februar)<br />

in die Riege der Pferdemarktstädte ein.<br />

Kleidung, Tanzhaltung <strong>und</strong> Ablauf des<br />

Siederfestes sind in der historischen<br />

Festordnung vorgeschrieben.<br />

Fränkisches Volksfest: Es ist das<br />

größte Volks- <strong>und</strong> Heimatfest in der<br />

Region <strong>Hohenlohe</strong>-Franken <strong>und</strong> markiert<br />

den regelmäßigen Höhepunkt<br />

im Jahresablauf der Stadt Crailsheim.<br />

Vergnügungspark, Festumzüge <strong>und</strong><br />

Krämermarkt schlagen vom 15. bis<br />

zum 18. September eine Brücke zwischen<br />

Tradition <strong>und</strong> Moderne.<br />

Käsemarkt: Wer Käse mag, wird dieses<br />

Fest lieben. Über 40 Käsereien<br />

bieten am 6. <strong>und</strong> 7. Mai im Freilandmuseum<br />

in Wackershofen, einem<br />

Stadtteil <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>s, mehr als<br />

200 Spezialitäten des Milcherzeugnisses<br />

an.<br />

Das traditionelle Kuchen- <strong>und</strong> Brunnenfest<br />

in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> geht auf das 14.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert zurück. Fotos: Ufuk Arslan<br />

Motocross: Für Fans von Action <strong>und</strong><br />

Rennsport genau das Richtige – das<br />

Motocross-Spektakel in Gaildorf. Das<br />

Event des MSC Gaildorf bietet vom<br />

25. bis 27. August ein unterhaltsames<br />

Programm zwischen den Rennen <strong>und</strong><br />

abends wird im Festzelt bei ausgelassener<br />

Stimmung gefeiert. ole<br />

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Erholung in der Natur<br />

Direkt am Kocher gelegen bietet der Naturcampingplatz Braunsbach<br />

Ruhe <strong>und</strong> Nähe zur Natur, um Kraft für den Alltag zu tanken.<br />

Der Naturcampingplatz Braunsbach ist das<br />

perfekte Ausflugsziel für Erholung <strong>und</strong> Zeit<br />

für sich <strong>und</strong> seine Liebsten. Der Platz bietet<br />

ausreichend Fläche für Wohnwägen, Wohnmobile<br />

oder Zelte aller Art. Alle Stellplätze<br />

verfügen über Strom <strong>und</strong> eine Wasserstelle.<br />

Passend in die Natur integriert, bietet<br />

das Gr<strong>und</strong>stück zusätzlich einen Kiosk<br />

<strong>und</strong> Imbiss, kostenfreies WLAN <strong>und</strong> stationäre<br />

Über<strong>nach</strong>tungsmöglichkeiten.<br />

Idealer Startpunkt Der Campingplatz<br />

liegt direkt beim Erholungsort Braunsbach,<br />

wo Gastlichkeit großgeschrieben wird. Im<br />

schönen Kochertal, umgeben von großen<br />

Waldflächen, ist der Ort der perfekte<br />

Ausgangspunkt für sportliche Aktivitäten<br />

<strong>und</strong> Ausflüge in der Umgebung. Ob<br />

Wandern, Radfahren auf dem nahegelegenen<br />

Kocher-Jagst-Radweg oder Angeln<br />

im Kocher – der sportlichen Entfaltung<br />

sind keine Grenzen gesetzt. Die Campinganlage<br />

ist auch möglicher Startpunkt für<br />

die Kanutouren der <strong>Hohenlohe</strong> Aktivtours,<br />

die organisierte Kanutouren für jedermann<br />

bieten. Der Campingplatz ist von April bis<br />

Oktober geöffnet.<br />

Naturcamping Braunsbach<br />

Tel. 07906 / 940673<br />

www.camping-braunsbach.de<br />

<strong>Hohenlohe</strong> Aktivtours<br />

Tel. 07906 / 9403344<br />

www.hohenlohe-aktiv-tours.de<br />

74542 Braunsbach


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

SO REINGERUTSCHT<br />

Die Lausbubengeschichte „Max <strong>und</strong> Moritz“ auf Hohenlohisch?<br />

Ein Scherz? Ganz <strong>und</strong> gar nicht! Ein Redakteur hat sich<br />

als M<strong>und</strong>artübersetzer versucht – <strong>und</strong> war erfolgreich.<br />

Jeder kennt sie, ist mit ihr aufgewachsen<br />

<strong>und</strong> konnte sie als Kind<br />

wahrscheinlich gar nicht oft genug<br />

hören: die Geschichte von den<br />

beiden Lausbuben Max <strong>und</strong> Moritz<br />

<strong>und</strong> den Streichen, die sie anderen<br />

gerne spielten. Dass es das Buch<br />

von Wilhelm Busch in vielen anderen<br />

Sprachen neben Deutsch gibt,<br />

dürfte klar sein. Aber was ist mit<br />

Dialekten? Natürlich! Auch das gibt<br />

es. Der Verlag Edition Tintenfaß mit<br />

Sitz im hessischen Neckarstei<strong>nach</strong>,<br />

der Kinderbücher in Fremdsprachen,<br />

M<strong>und</strong>arten <strong>und</strong> Regionalia übersetzt<br />

beziehungsweise übersetzen lässt,<br />

zeichnet dafür verantwortlich.<br />

Den Ausschlag für eine M<strong>und</strong>artübersetzung<br />

von „Max <strong>und</strong> Moritz“<br />

hatte 2015 die Ausstellung zu Wilhelm<br />

Busch in der <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>er<br />

Kunsthalle Würth gegeben. Doch<br />

wer sollte die Bildergeschichte wortgetreu<br />

ins Hohenlohische wiedergeben?<br />

Da kommt er ins Spiel: Sebastian<br />

Unbehauen. Der 32-Jährige, der<br />

als Redakteur bei der Tageszeitung<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Tagblatt arbeitet, ist<br />

durch Zufall an den „Job“ gelangt.<br />

Der Verleger Walter Sauer habe sich<br />

an die Zeitung in Crailsheim gewandt<br />

<strong>und</strong> Unbehauen habe das Telefonat<br />

Sebastian Unbehauen präsentiert<br />

die von ihm übersetzte<br />

Geschichte „Max <strong>und</strong> Moritz“<br />

von Busch. Foto: Harald Zigan


zwischen Sauer <strong>und</strong> seinem Kollegen<br />

Harald Zigan mitbekommen, weil er<br />

im selben Büro sitzt. „Ich habe einfach<br />

mal vorgeschlagen, mich an der<br />

Übersetzung zu versuchen“, erzählt<br />

Unbehauen. Zunächst waren es ein,<br />

zwei Streiche. Dann habe die Arbeit<br />

des Redakteurs dem Verleger allerdings<br />

so gut gefallen, dass Unbehauen<br />

das ganze Buch übersetzte.<br />

Des Hohenlohischen mächtig ist er<br />

übrigens, weil er in Reubach in Rot<br />

am See damit aufgewachsen ist. „Das<br />

ist meine Muttersprache“, sagt der<br />

Crailsheimer <strong>und</strong> lacht. Damals war<br />

der Dialekt jedoch noch verbreiteter.<br />

Etwa zwei bis drei St<strong>und</strong>en habe<br />

er gebraucht, um einen Streich in<br />

die <strong>Hohenlohe</strong>r M<strong>und</strong>art zu übersetzen,<br />

erinnert sich Unbehauen –<br />

mal abends <strong>nach</strong> der Arbeit oder auch<br />

im Urlaub. Insgesamt habe der Transkriptionsprozess<br />

vielleicht zwei Monate<br />

gedauert. Dabei ist es praktisch<br />

bei der ersten Fassung geblieben.<br />

„Es waren Kleinigkeiten, die Walter<br />

Sauer anzumerken hatte“, kann sich<br />

der Redakteur noch entsinnen.<br />

Wie haben Familie, Fre<strong>und</strong>e <strong>und</strong><br />

Kollegen darauf reagiert, dass Unbehauen<br />

unter die M<strong>und</strong>artübersetzer<br />

gegangen war? „Positiv“, antwortet<br />

er. „Sie fanden es witzig <strong>und</strong> es kam<br />

r<strong>und</strong>um gut an.“ Ob er noch weitere<br />

Bücher „verhohenlohischen“ möchte?<br />

„Ich habe ja noch ‚Oh, wie schön<br />

ist Panama‘ von Janosch übersetzt“,<br />

sagt Unbehauen. Aber auch nur, weil<br />

er großer Fan der Bücher dieses Autors<br />

sei. Er habe nicht vor, an die zwei<br />

veröffentlichten Werke anzuknüpfen.<br />

„Ich bin da einfach so reingerutscht.<br />

Es hat großen Spaß gemacht, aber<br />

ich möchte jetzt nicht den Stempel<br />

des M<strong>und</strong>artübersetzers aufgedrückt<br />

bekommen.“ <br />

Olga Lechmann<br />

Zum Buch<br />

„Dr Hohaloher Max <strong>und</strong> Moritz“<br />

von Wilhelm Busch in der<br />

Übersetzung von Sebastian<br />

Unbehauen ist im November<br />

2015 von dem hessischen<br />

Verlag Edition Tintenfaß herausgegeben<br />

worden. Das Buch<br />

hat 64 Seiten, einen festen<br />

Einband <strong>und</strong> farbige Illustrationen.<br />

Es ist für 13,90 € in<br />

Zeitungsshops in Crailsheim,<br />

Gaildorf <strong>und</strong> <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> sowie im Buchhandel<br />

erhältlich.<br />

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Ein erfrischendes Erlebnis<br />

Die Distelhäuser Brauerei ist eine ganz besondere: Bier in Spitzenqualität<br />

gehört bei der „Brauerei des Jahres 2014“ zum Tagesgeschäft.<br />

Kennen Sie die Distelhäuser Brauerei im<br />

herrlich gelegenen Taubertal? Noch nicht?<br />

Dann sollten Sie das schleunigst ändern.<br />

Denn es lohnt sich. Davon können Sie sich<br />

selbst ein Bild machen. Etwa bei der Distelhäuser<br />

Erlebnisbesichtigung. Erfahren<br />

Sie hautnah, mit welcher Sorgfalt <strong>und</strong> mit<br />

wie viel Fingerspitzengefühl die natürlichen<br />

Rohstoffe zu einem perfekten Distel-<br />

quer 200 x 115 mm<br />

häuser Bier verarbeitet werden. Eine Multivisionsschau<br />

informiert in brillanter Qualität<br />

über Distelhäuser.<br />

Die Mischung macht‘s Denn erst die<br />

richtige Mischung aus der Liebe zum Bier<br />

<strong>und</strong> dem nötigen Fachwissen macht aus<br />

dem Bierbrauen echte Braukunst. Bei einem<br />

R<strong>und</strong>gang werden die Herzstücke<br />

der Brauerei präsentiert <strong>und</strong> so manche<br />

Anekdote r<strong>und</strong> ums Bierbrauen erzählt.<br />

Im Schalander können Sie sich vom Geschmack<br />

unserer Biere überzeugen. Und<br />

das alles zu einem Preis von 14,90 Euro pro<br />

Person – inklusive eines deftigen Vespertellers<br />

<strong>und</strong> eines kleinen Erinnerungsgeschenks.<br />

Lassen Sie sich mit allen Sinnen<br />

in der Distelhäuser Brauerei verwöhnen.<br />

Distelhäuser Brauerei<br />

Ernst Bauer GmbH & Co. KG<br />

Grünsfelder Straße 3<br />

97941 Tauberbischofsheim<br />

Tel. 09341 / 805488<br />

info@distelhaeuser.de<br />

www.distelhaeuser.de


KULTURELLE HIGHLIGHTS<br />

JENISCH LEBT<br />

Noch nie gehört, was Jenisch ist? Die Antwort dürfte in<br />

vielen Fällen Nein sein. Im <strong>Hohenlohe</strong>r Land wird das<br />

Idiom heute noch verstanden – <strong>und</strong> sogar gesprochen.<br />

Illustration: shutterstock/MaKars<br />

Sie galten <strong>und</strong> gelten als sogenanntes<br />

fahrendes Volk am Rande<br />

der Gesellschaft im mittleren<br />

<strong>und</strong> westlichen Europa. Auch in <strong>Hohenlohe</strong><br />

lebten die Jenischen – Vaganten,<br />

die von Armut gezeichnet waren<br />

<strong>und</strong> nicht selten mit Sinti <strong>und</strong> Roma<br />

verwechselt wurden. Sie arbeiteten als<br />

Geschirrhausierer, Messer- oder Scherenschleifer,<br />

Händler sowie Schausteller.<br />

Neben ihrer eigenen Lebensweise<br />

besaß diese Volksgruppe auch<br />

ihre eigene Sprache.<br />

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Pfedelbach im <strong>Hohenlohe</strong>kreis <strong>und</strong><br />

Matzenbach im Landkreis <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> sind Beispiele dafür, wo<br />

Jenisch gesprochen wurde oder noch<br />

wird. Vor mehreren Jahren wurde<br />

das Idiom, das eine Varietät des<br />

Deutschen ist, sogar an einer Schule<br />

in Öhringen im Fach Heimatk<strong>und</strong>e<br />

unterrichtet. Heute soll mutmaßlich<br />

etwa ein halbes Dutzend aktive Sprecher<br />

in Pfedelbach leben. Die Zahl<br />

derer, die Jenisch verstehen, sei allerdings<br />

höher.<br />

Jakob Kronenwetter aus Unterdeufstetten<br />

in der Gemeinde Fichtenau,<br />

die zum Landkreis <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> gehört, beherrscht das Jenische<br />

ebenfalls, da seine familiären Wurzeln<br />

dieser Volksgruppe entstammen.<br />

Er hat drei Bücher über die Jenischen<br />

geschrieben – zum einen, um Licht in<br />

die Geschichte dieses fahrenden Volkes<br />

zu bringen <strong>und</strong> zum anderen, um<br />

mit Vorurteilen aufzuräumen. Und<br />

natürlich auch, damit es nicht in Vergessenheit<br />

gerät. Olga Lechmann<br />

Alles, was das Herz begehrt<br />

Eingebettet in den Naturpark <strong>Schwäbisch</strong>-Fränkischer Wald liegt<br />

Wüstenrot – eine Gemeinde zum Wohlfühlen.<br />

In Wüstenrot fühlen sich Einwohner wie<br />

Besucher „pudelwohl“. Von großen <strong>und</strong><br />

kleinen Wellness-Oasen bis zu Schmuckstücken<br />

in Sachen Erholung, Kosmetik<br />

<strong>und</strong> kulinarische Spezialitäten ist hier<br />

alles vertreten. Ein ausgebautes Wandernetz<br />

sorgt mit interessanten Höhepunkten<br />

wie dem 30 Meter hohen Steinknickle-<br />

Aussichtsturm, den verganenes Jahr 150<br />

Jahre alt gewordenen Mammutbäumen<br />

oder auch den beiden vermeintlichen<br />

Silberstollen für Abwechslung.<br />

Für die Familie Auch für die jüngeren<br />

Gäste ist viel geboten. Am Finsterroter See<br />

lockt der neu angelegte „Dachsi-Naturerlebnispfad“,<br />

der kindgerechte Einblicke<br />

in die Natur bietet. Wer es lieber ein bisschen<br />

wilder hat, der sucht die Greifvogelanlage<br />

auf. Auch die sportlicheren Gäste<br />

kommen mit mehreren DSV-zertifizierten<br />

Nordic-Walking-Strecken oder schönen<br />

Radwanderwegen voll auf ihre Kosten. Im<br />

beschaulich idyllischen Bergörtchen Maienfels<br />

gibt es eine Burg, die als Hochzeitslocation<br />

beliebt ist. Im Sommer finden dort<br />

Konzerte im Burghof statt. Glas-, Heimat<strong>und</strong><br />

Bausparmuseum ergänzen das vielseitige<br />

kulturelle Angebot.<br />

Gemeinde Wüstenrot<br />

Eichwaldstraße 19, 71543 Wüstenrot<br />

Tel. 07945 / 91990<br />

Fax 07945 / 919960<br />

www.gemeinde-wuestenrot.de


REFORMATOR, REBELLIN,<br />

RAUMFAHRER<br />

Die Region Heilbronn-Franken steht nicht nur für Weltmarktführer<br />

<strong>und</strong> florierende Industrie. Sie ist auch mit bekannten<br />

Persönlichkeiten verb<strong>und</strong>en – lebenden wie verstorbenen.<br />

Drei Menschen, einer im Jahre 1499 geboren, der andere<br />

1921 <strong>und</strong> der dritte 1976; einer Theologe, der<br />

andere Student <strong>und</strong> der dritte Astronaut; zwei sind<br />

bereits tot, einer lebt noch. Warum werden diese drei Persönlichkeiten<br />

überhaupt in einem Atemzug genannt? Weil<br />

es eine Verbindung zwischen ihnen gibt. Vielleicht keine<br />

offensichtliche. Aber Johannes Brenz, Sophie Scholl <strong>und</strong> Alexander<br />

Gerst haben doch etwas gemeinsam. Sie alle haben<br />

Berührungspunkte mit <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Der Älteste in der Liste ist der Reformator Johannes<br />

Brenz. Bereits im Alter von 15 Jahren begann Brenz zu<br />

studieren, mit 21 wirkte er an der Liturgie an der Heiliggeistkirche<br />

in Heidelberg mit. Von dort wurde<br />

er 1522 <strong>nach</strong> St. Michael in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> zum<br />

Prediger berufen – <strong>und</strong> bereitete in der ehemaligen<br />

Reichsstadt der Reformation den Boden.<br />

Durchgesetzt wurde diese schließlich mit einer<br />

von Brenz im Jahre 1543 verfassten Kirchenordnung,<br />

in der beispielsweise Predigt, Taufe <strong>und</strong><br />

Abendmahl modifiziert wurden. Darüber hinaus<br />

reformierte er das Eherecht <strong>und</strong> das Schulwesen.<br />

Brenz verstarb 1570 in Stuttgart, wo er auch beigesetzt<br />

wurde.<br />

Insbesondere Forchtenbergern, Ulmern<br />

<strong>und</strong> Münchnern ist diese<br />

junge Dame ein Begriff: Sophie<br />

Scholl. Die Tochter eines Politikers<br />

<strong>und</strong> einer Diakonisse<br />

wurde 1921 in der 5000-Einwohner-Stadt<br />

Forchtenberg<br />

Ist in Künzelsau geboren <strong>und</strong> in<br />

<strong>Hohenlohe</strong> aufgewachsen: der<br />

Astronaut Alexander Gerst. Foto: ESA<br />

im <strong>Hohenlohe</strong>kreis geboren. Während ihres Studiums in<br />

München schloss sich die damals 21-Jährige einer Gruppe<br />

an, die der NS-Herrschaft ablehnend gegenüberstand. Die<br />

Widerständler, die allesamt Studenten waren – darunter<br />

auch Sophie Scholls Bruder Hans –, nannten sich „Weiße<br />

Rose“. Sie erstellten Flugblätter, in denen sie dazu aufriefen,<br />

das Regime der Nationalsozialisten zu stürzen. 1943<br />

wurde Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder von der<br />

Gestapo festgenommen, verhört <strong>und</strong> schließlich mit der<br />

Guillotine enthauptet.<br />

Spätestens als im September 2011 ein Mann namens<br />

Alexander Gerst von der Europäischen Weltraumorganisation<br />

(ESA) für einen Flug zur Internationalen<br />

Raumstation ISS im Jahre 2014 nominiert<br />

wurde, war Künzelsau in aller M<strong>und</strong>e. Denn<br />

dort erblickte der Astronaut 1976 das Licht<br />

der Welt. Nach dem Abitur am Technischen<br />

Gymnasium leistete Gerst Zivildienst beim<br />

Deutschen Roten Kreuz <strong>und</strong> bereiste schließlich<br />

als Backpacker die Welt. Da<strong>nach</strong> studierte<br />

er Geophysik in Karlsruhe <strong>und</strong><br />

Geowissenschaften im neuseeländischen<br />

Wellington. 2010<br />

promovierte der <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

über Eruptionsdynamik. Vor<br />

zwei Jahren wurde der heute<br />

41-Jährige mit dem B<strong>und</strong>esverdienstkreuz<br />

sowie<br />

dem Verdienstorden des<br />

Landes Baden-Württemberg<br />

ausgezeichnet. Außerdem<br />

ist er Ehrenbürger<br />

der Stadt Künzelsau. 2018<br />

begibt sich Gerst erneut ins<br />

All – diesmal sogar als Kommandant.<br />

Olga Lechmann<br />

<strong>2017</strong><br />

107


GENUSS PLUS<br />

KLEINER LECKERBISSEN,<br />

GROSSER GESCHMACK<br />

Kulinarisch kann dem <strong>Hohenlohe</strong>r Land so schnell keine andere Region<br />

in Baden-Württemberg oder Deutschland etwas vormachen.<br />

Nicht umsonst trägt der Landstrich das offizielle Siegel „Genießerregion“.<br />

Wir verraten, warum das so ist.


Liebevoll angerichtete Teller gehören<br />

in <strong>Hohenlohe</strong> einfach zum guten Ton.<br />

Egal, ob in der gehobenen Gastronomie<br />

oder in der Gaststube von nebenan.<br />

Foto: Mawell Resort/Andi Schmid


GENUSS PLUS<br />

Joachim Brand ist Betriebsleiter des<br />

ältesten Familienunternehmens<br />

Deutschlands.<br />

Das edle Ambiente zeigt sich schon von<br />

außen. Alles ist sehr gepflegt <strong>und</strong> am<br />

vorgesehenen Platz. Fotos: Sonja Alexa Schmitz<br />

BIOWEIN IN EDLEM<br />

AMBIENTE<br />

Das Weingut der Fürsten <strong>Hohenlohe</strong>-Oehringen ist das älteste seiner<br />

Art in Deutschland <strong>und</strong> damit sogar das älteste Familienunternehmen<br />

der B<strong>und</strong>esrepublik. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt,<br />

dass hier aber noch lange nichts eingestaubt ist.<br />

Es gibt viele Winzer in <strong>Hohenlohe</strong>,<br />

aber nur einen Fürsten, der<br />

Wein macht. Dementsprechend<br />

ist das Ambiente im Weingut Fürst von<br />

<strong>Hohenlohe</strong>-Oehringen. Die Zeitschrift<br />

„Spiegel“ hat herausgef<strong>und</strong>en, dass<br />

es das älteste Weingut Deutschlands<br />

ist. Im Jahr 1256 wurde es erstmals urk<strong>und</strong>lich<br />

erwähnt. Derzeit wird es von<br />

der 28. Generation bewirtschaftet.<br />

Kraft Fürst zu <strong>Hohenlohe</strong>-Oehringen<br />

selbst ist nicht der Winzer, der im<br />

edlen Weinkeller die Oberaufsicht<br />

hat. Diese Aufgabe hat sein Sohn, der<br />

Erbprinz Kraft Prinz zu <strong>Hohenlohe</strong>-<br />

Oehringen, inne. Er hat die Geschäftsführung<br />

im Weinbau, der Forstwirtschaft,<br />

der Landwirtschaft <strong>und</strong> der<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Kunststofftechnik übernommen.<br />

Winzer ist er nicht, Jagd<br />

<strong>und</strong> Forst sind die Steckenpferde des<br />

Diplom-Forstwirts. Dennoch kommt<br />

er des Öfteren in den Weinkeller <strong>und</strong><br />

probiert zusammen mit dem Betriebsleiters<br />

Joachim Brand den köstlichen<br />

Rebensaft. Wohnen tut die fürstliche<br />

Familie im Schloss Neuenstein, zirka<br />

zehn Kilometer von Verrenberg – <strong>und</strong><br />

damit dem fürstlichen Weingut –<br />

entfernt.<br />

110 <strong>2017</strong>


In Verrenberg befindet sich das Weingut<br />

mit mittlerweile 28 Hektar Rebfläche.<br />

Sie erzeugen jährlich 150 000 bis<br />

180 000 Flaschen Wein.<br />

Es ist ruhig an diesem Vormittag im<br />

Sommer. Hin <strong>und</strong> wieder fährt ein<br />

Auto die elegante Einfahrt hinein<br />

<strong>und</strong> Privatleute kaufen ein paar Kartons<br />

Wein. Im großen Verkaufsraum<br />

stehen viele Vitrinen, edel beleuchtet,<br />

Glaskunst aus zerbrochenen Flaschen<br />

ist zu bestaunen, ein großer<br />

Kronleuchter hängt über dem Verkostungstisch,<br />

an dem zwanzig Mann<br />

Platz haben. Brand öffnet eine riesige<br />

Tür in einen dunklen Raum. Fast mystisch<br />

beleuchtet stehen dort große<br />

Holzfässer. Hier lagern die Barriqueweine.<br />

Es ist kühl. Über der Decke<br />

liegt Beton <strong>und</strong> dann eine dicke<br />

Schicht Erde, darauf wächst Gras. 95<br />

Prozent des Gebäudes befinden sich<br />

unter der Erde. Eine weitere hohe<br />

Tür geht in den Weinkeller.<br />

Hier gärt der Rebensaft<br />

in Stahltanks. Ein<br />

Mann geht dazwischen<br />

hin <strong>und</strong> her, legt Schläuche<br />

vom Tank ins Fass. Er<br />

verschneidet die einzelnen<br />

Weine miteinander zu Cuvées. Es<br />

herrscht eine meditative Ruhe.<br />

Zu Zeiten der Weinlese, ab Oktober,<br />

sieht das anders aus. Da helfen zirka<br />

35 Saisonkräfte in den Weinbergen<br />

bei der Ernte. Früher waren das vielfach<br />

ältere Frauen aus der Gegend,<br />

mittlerweile sind es Zugezogene, die<br />

in der Region zuhause sind. Damit<br />

die frisch geernteten Trauben nicht<br />

zu lange in der Sonne liegen, werden<br />

sie rasch in den Weinkeller zur Weiterverarbeitung<br />

gefahren. Am Ende<br />

der Lesezeit gibt es ein Fest mit einem<br />

gemeinsamen Essen. Und dann<br />

kommt die liebste Zeit von Joachim<br />

Nur die besten Trauben<br />

kommen in den „adeligen“<br />

Wein. Schlechte<br />

Früchte werden aussortiert.<br />

Foto: fotolia/Unclesam<br />

Brand, wenn da<strong>nach</strong> wieder Ruhe<br />

einkehrt. Vorher ist es oft laut <strong>und</strong><br />

es gilt, Lösungen für manches Problem<br />

zu finden. Da<strong>nach</strong> hat er wieder<br />

Zeit, sich ganz dem Wein zu widmen.<br />

„Ich bin Winzer geworden, weil ich<br />

so gerne Reben schneide“, sagt er.<br />

Im Verrenberger Weinberg ist er allerdings<br />

selten zu sehen. Weinbergarbeit<br />

macht er in seinem eigenen,<br />

fünf Ar großen Weinberg. Daraus<br />

macht er Traubensaft für seine<br />

Kinder. <br />

Sonja Alexa Schmitz<br />

Bahnhof Busch Gastro GmbH | Bahnhofstraße 23 | 74626 Bretzfeld<br />

WINZER DES JAHRES<br />

Winzer des Jahres 2016/<strong>2017</strong><br />

Von der Traube bis ins Glas<br />

2016 <strong>2017</strong><br />

KARL BUSCH WEINGUT<br />

Das Weingut Karl Busch startete im Jahr 2002. Innerhalb weniger Jahre etablierte sich das Weingut zu einem Erzeuger von Spitzenweinen aus der Genießer<br />

Region <strong>Hohenlohe</strong>. Durch konsequente Ertragsreduzierung <strong>und</strong> schonende Verarbeitung von Markus Busch entstehen edle Weine mit einem gewissen etwas.<br />

Seit 2011 präsentiert Markus Busch seine Weine in einem außergewöhnlichen Ambiente dem 150 Jahre alten Bretzfelder Bahnhof. Das Gebäude von 1862<br />

wurde im Jahr 2011 von der Familie Busch komplett saniert. Heute befindet sich im Eingangsbereich die Vinothek des Weinguts. Die ehemalige Bahnhofshalle<br />

dient als Restaurant, hier trifft der Wein aus dem eigenen Gut auf eine regionale Küche mit mediterranen Anklängen. Wer mehr über das Weingut <strong>und</strong> den<br />

Wein erfahren möchte, kann an einer Weinerlebnistour mit begleitenden Weinen teilnehmen. Für den längeren Aufenthalt auf unserem Weingut wurden die<br />

oberen Geschosse des Bahnhofs zu modernen Hotelzimmern umgebaut.<br />

Angebote:<br />

Fon: 07946 9473894 | info@bahnhof-busch.de | www.bahnhof-busch.de<br />

● Weinmenüs<br />

● Weinverkostungen<br />

● Weinerlebnistouren<br />

durch Weinberg <strong>und</strong> Keller<br />

● Restaurant mit innovativer<br />

Küche im denkmalgeschützten<br />

Bahnhof von 1862<br />

● direkt an der<br />

S4-Stadtbahn-Haltestelle


GENUSS PLUS<br />

SO MACHT MAN WEIN<br />

IN HOHENLOHE<br />

In <strong>Hohenlohe</strong> sind über 700 Hektar mit Rebstöcken bepflanzt. Davon<br />

sind 60 Prozent Rotweinreben, allen voran der Trollinger, <strong>und</strong> bei den<br />

restlichen 40 Prozent weißen Reben hat Riesling die Nase vorn.<br />

Die genaue Aufteilung sieht so aus: Trollinger (72 Hektar),<br />

Lemberger (58 Hektar), Schwarzriesling (52 Hektar),<br />

Spätburg<strong>und</strong>er (48 Hektar), außerdem Dornfelder,<br />

Samtrot, Portugieser, Acolon <strong>und</strong> Merlot. Bei den Weißweinen<br />

folgt auf den Riesling (125 Hektar), Müller-Thurgau (24<br />

Hektar), Silvaner (17 Hektar), Kerner (15 Hektar), Grauburg<strong>und</strong>er<br />

(7 Hektar), sowie Weißburg<strong>und</strong>er, Muskateller <strong>und</strong><br />

Chardonnay.<br />

Der Boden in <strong>Hohenlohe</strong> besteht im Kocher- <strong>und</strong> Jagsttal<br />

vor allem aus Muschelkalk, r<strong>und</strong> um Öhringen <strong>und</strong> Bretzfeld<br />

ist es ein Keuperboden. Letzterer gefällt vor allem<br />

dem Trollinger, einem „Dreckbatscha“, wie Winzer die<br />

Rebe gerne nennen. Am beliebtesten, den Verkaufszahlen<br />

zufolge, sei in <strong>Hohenlohe</strong> halbtrockener Wein. So erzählt<br />

es Renate Gysin. Sie ist Weinerlebnisführerin bei der<br />

Weinkellerei <strong>Hohenlohe</strong> Fürstenfass <strong>und</strong> vor vielen Jah-<br />

ren, nämlich 1978, sogar einmal Weinkönigin <strong>und</strong> im Folgejahr<br />

Weinprinzessin gewesen. Die neue Linie „süß <strong>und</strong><br />

fruchtig“ würde nun auch Biertrinker auf den Wein bringen.<br />

Generell stellen sie alles her, „von trocken bis mild“.<br />

Bei der Weinkellerei <strong>Hohenlohe</strong> arbeiten 600 Winzerfamilien<br />

aus 28 Weinorten für die Genossenschaft <strong>und</strong> das auf<br />

einer Fläche von 500 Hektar. Die ergeben etwa fünf Millionen<br />

Liter Wein. Seit Sommer 2016 gehört die Weingärtnergenossenschaft<br />

Heuholz dazu <strong>und</strong> bringt weitere 110<br />

Hektar Rebfläche mit ein.<br />

Typisch für die <strong>Hohenlohe</strong>r Weine sei, dass sie nicht so<br />

säurebetont sind. Natürlich sorgt das Klima für jahreszeitliche<br />

Schwankungen. Im Jahr 2015 gab es spät noch Frost<br />

<strong>und</strong> Hagel in Teilen des Kochertals. Die Blüte kam spät,<br />

dementsprechend verzögert sich auch die Weinlese.<br />

Was ist typisch? Woran erkennt man <strong>Hohenlohe</strong>r Wein?<br />

„Daran, dass Fürstenfass auf dem Etikett steht“, sagt<br />

Hartmut Reichert, Kellermeister bei der Weinkellerei <strong>Hohenlohe</strong><br />

lachend. Was nun für jeden einzelnen „typisch hohenlohisch“<br />

ist, müsse jeder selber entscheiden. Generell<br />

bauen sie eher leichtere Stahltankweine an, der Anteil der<br />

im Holzfass gereiften Weine liegt bei unter zehn Prozent.<br />

Das ändert sich je <strong>nach</strong> Jahrgang. Die Weinkellerei <strong>Hohenlohe</strong><br />

macht keine Bio-Weine. Sie achten bei der Arbeit im<br />

Weinberg auf eine selektierte Ernte. In welcher Intensität,<br />

ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. „Wir richten uns <strong>nach</strong><br />

der Natur“, sagt Hartmut Reichert.<br />

Der Weinanbau hat in <strong>Hohenlohe</strong> eine lange Tradition. Auch<br />

heute ist die Landschaft von Reben geprägt. Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Der Weinbau hat in <strong>Hohenlohe</strong> eine lange Tradition. Nach<br />

dem Befall der Reblaus um das Jahr 1860, wovon alle<br />

Weinregionen Europas betroffen waren, stockte man auch<br />

im Kochertal neu auf. Man veredelte die Rebstöcke, das<br />

heißt einheimische Edelreiser wurden auf die Wurzeln Reblaus-immuner<br />

Unterlagsreben gepfropft. Aber nicht das<br />

gesamte Kochertal wurde neu angelegt. Nur die besten<br />

Hänge wurden neu bepflanzt. Sonja Alexa Schmitz<br />

112 <strong>2017</strong>


Anzeige<br />

<strong>Hall</strong>er Gastfre<strong>und</strong>schaft in<br />

der vierten Generation<br />

In bester Aussichtslage von <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> betreibt die Familie Dürr zwei Hotels,<br />

die sich perfekt ergänzen – das Ringhotel „<strong>Hohenlohe</strong>“ <strong>und</strong> das „qubixx“.<br />

1968 erbaut, zählt das mehrfach um<strong>und</strong><br />

ausgebaute Vier-Sterne-superior<br />

Hotel „<strong>Hohenlohe</strong>“ zu den führenden<br />

privaten Häusern in Deutschland. 2008<br />

<strong>und</strong> 2011 wurde der Hotelpark um zwei<br />

Gästehäuser in der Zwei-Sterne-Kategorie<br />

unter der Marke „hotel-21.de“ erweitert.<br />

Mit „qubixx – StadtMitteHotel“ sollen<br />

nun junge Familien, Fahrradtouristen<br />

<strong>und</strong> Geschäftsreisende preiswerte Über<strong>nach</strong>tungsmöglichkeiten<br />

in der Stadtmitte<br />

finden. Jedes der Häuser trägt die<br />

individuelle Handschrift der Gastgeberfamilie<br />

Dürr, deren Geschichte sich<br />

bis zum Erwerb des Landgasthofes „Die<br />

Krone“ in Hessental im Jahr 1873 zurückverfolgen<br />

lässt. Traditionelle schwäbischhällische<br />

Gastfre<strong>und</strong>schaft <strong>und</strong> die enge<br />

Verb<strong>und</strong>enheit mit der Region haben für<br />

das Familienunternehmen einen hohen<br />

Stellenwert.<br />

Gastlich <strong>und</strong> komfortabel Direkt<br />

am Kocher-Jagst-Weg <strong>und</strong> in Fußnähe zu<br />

den Freilichtspielstätten heißt das „<strong>Hohenlohe</strong>“<br />

einheimische Genießer, Festspielbesucher,<br />

Wellnessurlauber <strong>und</strong> Geschäftsreisende<br />

herzlich willkommen.<br />

Auf der Speisekarte stehen frische, regionaltypische,<br />

auch vegetarische Gerichte,<br />

die man im Aussichtsrestaurant oder<br />

auf der überdachten Terrasse genießen<br />

kann. Alternativ dazu lockt die Bistro Bar<br />

„jenseits Kochers“ mit einer umfangreichen<br />

Bistro- <strong>und</strong> Getränkekarte täglich<br />

ab 17 Uhr. Nach umfassender Modernisierung<br />

2015 beherbergt das Haus 117 komfortable<br />

Zimmer <strong>und</strong> Suiten mit geräumigen<br />

Design-Bädern, Balkonen oder Dachterrassen<br />

<strong>und</strong> vielen Extras. Zum weitläufigen<br />

Hotelkomplex gehört auch das Solebad<br />

mit Saunaerlebniswelt <strong>und</strong> den Salzgrotten.<br />

Von den Zimmern aus gelangt man<br />

direkt in den Spa-Bereich, wo man sich von<br />

Kopf bis Fuß verwöhnen lassen kann.<br />

Stylisch <strong>und</strong> stadtnah Wohlfühlkomfort<br />

zu Bestpreisen bietet das neue<br />

Zwei-Sterne-Hotel „qubixx“ mit 70 Zimmern,<br />

davon 14 Mini-Apartments <strong>und</strong> zwei<br />

Tagungsräumen. Die Ausstattung konzentriert<br />

sich auf die wesentlichen Dinge, die<br />

der moderne Mensch auf Reisen zu schätzen<br />

weiß. Dazu gehören Boxspringbetten,<br />

eine Klimaanlage, ein Bad mit Wellnessdusche<br />

<strong>und</strong> kostenloser WLAN-Zugang<br />

im ganzen Haus. Erste Anlaufstelle ist die<br />

qubixx-Lounge mit 24-St<strong>und</strong>en-Rezeption,<br />

Snackbar, Frühstücksbuffet am Morgen<br />

<strong>und</strong> einem Selbstbedienungsbereich<br />

mit Getränken <strong>und</strong> Snacks r<strong>und</strong> um die<br />

Uhr. Parkplätze befinden sich im Parkhaus<br />

Weilerwiese inklusive Fahrradraum <strong>und</strong><br />

Ladestation für E-Bikes.<br />

Fotos: U. Arslan, A. Schmid / fotolevel, München<br />

Ringhotel <strong>Hohenlohe</strong><br />

Weilertor 14, <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

www.hotel-hohenlohe.de<br />

Tel. 0791 / 7587-0<br />

qubixx – StadtMitteHotel<br />

Weilerwiese 3, <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong><br />

www.hotel-qubixx.de<br />

Tel. 0791 / 97804141<br />

<strong>2017</strong><br />

113


GENUSS PLUS<br />

„ICH BIN VON HIER – UND<br />

HIER GEHÖRE ICH HIN!“<br />

Isabell Hütter ist die <strong>Hohenlohe</strong>r Weinkönigin. Verena Heyer die<br />

Weinprinzessin. Zusammen sind sie die <strong>Hohenlohe</strong>r Weinhoheiten<br />

<strong>und</strong> vertreten ein Jahr lang ihre Region bei Weinfesten, Messen <strong>und</strong><br />

vielen weiteren Veranstaltung, die meist ein Thema haben: Gutes<br />

Essen <strong>und</strong> Trinken.<br />

Zu den Personen<br />

Isabell Hütter ist 24 Jahre alt<br />

<strong>und</strong> seit August 2016 die 43.<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Weinkönigin. Sie<br />

stammt aus dem Öhringer<br />

Stadtteil Verrenberg <strong>und</strong> studiert<br />

in Ulm Fahrzeugtechnik.<br />

Verena Heyer ist die 43.<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Weinprinzessin.<br />

Sie vertritt Isabell Hütter. Die<br />

26-Jährige stammt aus Niedernhall.<br />

Sie ist Produkt<strong>und</strong><br />

Projektmanagerin in<br />

einer Full-Service-Agentur.<br />

Es ist der Freitag <strong>nach</strong> der Wahl<br />

der Weinhoheiten. Isabell Hütter,<br />

die in Ulm Fahrzeugtechnik studiert,<br />

kommt übers Wochenende <strong>nach</strong><br />

Hause. Ihre ganze Familie ist zuhause.<br />

Die Eltern, der Bruder, die Schwester,<br />

Oma, Opa – alle da. Sogar ihre Mitbewohnerin<br />

aus der Studentenbude ist<br />

mitgekommen. Der Grill wird angeheizt,<br />

Stehtische raus getragen. Noch<br />

weiß Isabell nicht, dass es ihre Party<br />

werden wird. Die Eltern überraschen<br />

sie, haben Nachbarn <strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>e eingeladen,<br />

um das neue Amt der Tochter<br />

zu feiern.<br />

„Ich habe mich mega gefreut“, sagt<br />

die 24-Jährige über ihren Sieg. Auch<br />

wenn es nur zwei Kandidatinnen auf<br />

die Posten Königin <strong>und</strong> Prinzessin<br />

waren, so hat sie doch die goldene,<br />

statt der silbernen Krone erreicht.<br />

Nun wird sie bis zum Spätsommer<br />

<strong>2017</strong> an vielen Wochenenden unterwegs<br />

sein, oft ein Glas Wein in der<br />

Hand halten, viele Gespräche über<br />

eben diesen führen <strong>und</strong> dabei w<strong>und</strong>erschön<br />

aussehen in ihren Dirndln,<br />

die sie für ihr Amt kaufen durfte.<br />

Eigentlich sei sie gar kein Kleidtyp,<br />

erzählt sie. Eigentlich ist sie<br />

auch kein typischer Mädchen-will-<br />

Prinzessin-werden-Typ. Das zeigt einerseits<br />

ihr für Frauen außergewöhnlicher<br />

Studiengang der Fahrzeugtechnick,<br />

zum anderen ihre Hobbys,<br />

die sie teilweise zum Beginn des<br />

20. – 29. Januar<br />

14. – 19. März<br />

21. April – 01. Mai<br />

29. + 30. April<br />

„Tag der offenen<br />

Weingüter“<br />

11. – 20. August<br />

30. September – 03. Oktober<br />

10. – 19. November<br />

14. – 17. Dezember<br />

7<br />

Unsere Heimat, die Landschaft <strong>und</strong> die<br />

Menschen – das liegt uns am Herzen.<br />

In dieser Verantwortung betreiben wir unseren Obsthof<br />

mit moderner Brennerei <strong>und</strong> verwöhnen unsere<br />

Gäste in der Winzerstube mit typischen Besengerichten,<br />

saisonalen Spezialitäten <strong>und</strong> edlen Tropfen.<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Regional. Ehrlich. Gut.<br />

WINZERSTUBE | OBSTBAU | WEINBAU<br />

Do. 12.01. – So. 15.01.<br />

Do. 26.01. – So. 29.01.<br />

Do. 09.02. – So. 12.02.<br />

Do. 23.02. – So. 26.02.<br />

Do. 09.03. – So. 12.03.<br />

Do. 30.03. – So. 02.04.<br />

Spargelbesen<br />

Do. 20.04. – So. 05.06.<br />

Do. 22.06. – So. 25.06.<br />

Di. 04.07. – So. 09.07.<br />

Di. 08.08. – So. 13.08.<br />

Di. 22.08. – So. 27.08.<br />

Do. 07.09. – So. 10.09.<br />

Erntebesen<br />

Do. 28.09. – Mi. 01.11.<br />

Terminänderungen<br />

vorbehalten.<br />

Adolzfurter Str. 33 · 74629 Windischenbach · Tel. 07941 602364<br />

www.weinstube-hohenlohe.de<br />

114 <strong>2017</strong>


Studiums ablegen musste: Fußball<br />

spielen, Kunstrad fahren, Marathon<br />

laufen.<br />

Isabell Hütter war <strong>nach</strong> dem Abitur<br />

am Technischen Gymnasium in<br />

Öhringen für ein paar Monate in<br />

Kanada, hat auf einem Weingut im<br />

Verkauf geholfen <strong>und</strong> als Studentin<br />

verbrachte sie ein Semester in Norwegen.<br />

Seit sie fort war, weiß sie erst<br />

so richtig, was sie an ihrer Heimat<br />

besonders schätzt. „Seitdem spreche<br />

ich noch mehr Dialekt“, sagt sie <strong>und</strong><br />

lacht. Menschen, die keinen Dialekt<br />

sprechen sind ihr suspekt <strong>und</strong> Orte,<br />

an denen sie hochdeutsch sprechen<br />

soll, ebenso.<br />

In der Liebe zu ihrer Heimat<br />

sieht sie auch den Gr<strong>und</strong>,<br />

Weinkönigin sein zu wollen.<br />

Mit Stolz möchte sie zeigen,<br />

wo sie herkommt <strong>und</strong> wie<br />

w<strong>und</strong>erschön es in <strong>Hohenlohe</strong><br />

ist. Gerne spaziert sie<br />

durch die Weinberge hinauf<br />

zum Goldberg <strong>und</strong> genießt den Blick<br />

über das Land. Das Haus ihrer Eltern,<br />

in Öhringen-Verrenberg, ist eingekesselt<br />

in Weinberge. Schaut sie aus<br />

ihrem Fenster, sieht sie die Reben<br />

des Fürsten von <strong>Hohenlohe</strong>. Ihr Mutter<br />

kommt aus einer Obstbaufamilie,<br />

ihr Onkel ist Wengerter. Als Kind war<br />

sie in den Weinbergen <strong>und</strong> half, was<br />

Kinder eben so helfen können.<br />

30 Fragen bekam sie als Vorbereitung<br />

auf die Wahl. Zehn davon wurden<br />

gestellt, es waren Fachfragen<br />

zum Wein. Sie paukte mit Bekannten<br />

<strong>und</strong> ging mal wieder mit Oma in den<br />

Weinberg zum Rebschnitt. Zehn weitere<br />

Fragen wurden gestellt zum Allgemeinwissen.<br />

„Nennen Sie zehn Minister<br />

aus Baden Württemberg?“ war<br />

eine davon. „Einen hab ich nur zusammen<br />

bekommen“, erzählt Isabell<br />

Hütter lachend. Sie lacht sehr viel,<br />

auch dann, wenn andere das vielleicht<br />

nicht mehr tun. Ihre Kommilitonen<br />

bew<strong>und</strong>ern ihren Optimismus<br />

in Zeiten der Bachelor-Arbeit. „Ja<br />

ich habe schon ein fröhliches Gemüt“,<br />

sagt sie. Sie ist gerne unter<br />

Menschen, aber hin <strong>und</strong> wieder<br />

mag die Königin auch<br />

mal ihre Ruhe, einen Tag<br />

nur für sich, in die Weinberge<br />

oder ein Buch lesen.<br />

Diesen Luxus darf<br />

sich eine Königin auch<br />

mal gönnen.<br />

Sonja Alexa Schmitz<br />

Isabell Hütter (links) <strong>und</strong><br />

Verena Heyer sind die neuen<br />

Weinhoheiten <strong>Hohenlohe</strong>s.<br />

Foto: Elke Lehnert, Criesbach<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Weindorf,<br />

Öhringen:<br />

29.06. – 03.07.17<br />

SlowFood Messe Stuttgart:<br />

20.04. – 23.04.17<br />

Weinprobiertage<br />

11 – 18 Uhr<br />

29.04. + 30.04.17<br />

25.11. + 26.11.17<br />

Terminänderungen<br />

vorbehalten<br />

Weinstube täglich<br />

ab 11 Uhr geöffnet<br />

10.01. – 15.01.17<br />

07.02. – 12.02.17<br />

14.03. – 19.03.17<br />

25.04. – 30.04.17<br />

16.05. – 21.05.17<br />

13.06. – 18.06.17<br />

25.07. – 30.07.17<br />

05.09. – 10.09.17<br />

07.11. – 12.11.17<br />

21.11. – 26.11.17<br />

Das Weingut Borth ist ein familiengeführtes Weingut.<br />

Wir haben ein vielfältiges, facettenreiches Angebot an fruchtigen Weißweinen,<br />

maischevergorenen Rotweinen <strong>und</strong> geschmackvollem Weißherbst.<br />

Unsere urige Weinstube mit Gewölbekeller ist zweimal im Monat geöffnet. (Termine<br />

auf Homepage)<br />

Seit Anfang 2015 können Sie in unseren<br />

Wein-Appartements über<strong>nach</strong>ten.<br />

Die <strong>nach</strong> Rebsorten benannten<br />

Appartements sind mit einer<br />

Küchenzeile,Bad, TV <strong>und</strong><br />

Internet ausgestattet.<br />

Weingut, Weinstube, Wein- Appartements Borth, Unterheimbacherstraße 35<br />

74626 Bretzfeld, Tel. 07946 2139, Mail: weingut-borth@gmx.de<br />

Internet: www.weingut-borth.de<br />

<strong>2017</strong><br />

115


GENUSS PLUS<br />

WENN DER BERUF<br />

BERUFUNG IST<br />

Viele <strong>Hohenlohe</strong>r Weinbauern machen ihren Job mit Leib <strong>und</strong> Seele.<br />

Die Mitglieder der Bretzfelder Selbstvermarktung können davon ein<br />

Liedchen singen. Familie Birkert steht stellvertretend für sie.<br />

Verwurzelt“ – so steht es als<br />

Leitwort auf ihrem Prospekt. Es<br />

steht für den Rebstock, der tief<br />

in die Erde wurzelt, es steht aber vor<br />

allem für die Familie Birkert. Seit zwei<br />

Generationen wird dort ausschließlich<br />

Weinbau <strong>und</strong> Obstanbau betrieben.<br />

Zuvor war der Hof ein landwirtschaftlicher<br />

Mischbetrieb. Die Wurzeln sehen<br />

die Birkerts in ihrer Verb<strong>und</strong>enheit mit<br />

der Heimat. Er ist aus Adolzfurt, sie<br />

aus dem nahe gelegenen Michelbach<br />

am Wald. Kennengelernt haben sie<br />

sich auf einer Weinmesse. Sie war als<br />

Weinprinzessin dort, er als Winzer.<br />

Boris Birkert folgte seinem Vater <strong>und</strong><br />

übernahm den Weinbaubetrieb, wobei<br />

der Vater durchaus nicht ausgeschieden<br />

ist. Er schafft weiterhin seine<br />

acht bis zehn St<strong>und</strong>en täglich. Der<br />

Sohn kommt auf 14 bis 16 St<strong>und</strong>en.<br />

„Die grüne Hölle“ nennen die Winzer<br />

die Zeit zwischen Mai <strong>und</strong> Juli. Da<br />

erzeuge der Weinberg mehr Kohlendioxid<br />

wie der Wald, ein Beispiel für<br />

sein enormes Wachstum. Dann muss<br />

Wir sind Winzer aus<br />

Wassergasse 4<br />

74626 Bretzfeld-Dimbach<br />

Telefon 07946 1418<br />

kontakt@schwab-wein.de<br />

Leidenschaft<br />

Weinberg <strong>und</strong> Keller werden optimal<br />

aufeinander abgestimmt.<br />

Täglich Weinverkauf.<br />

Weinstube an 6 Tagen im<br />

Monat geöffnet.<br />

Genaue Termine im Internet unter<br />

www.schwab-wein.de<br />

Reisegruppen <strong>nach</strong> telefonischer<br />

Absprache willkommen.<br />

Rebenhof Ferdinand Fröscher<br />

Weißbacher Straße 6 74670 Forchtenberg<br />

Telefon 07947 7171 E-Mail: info@rebenhof-ff.de<br />

Wein im Einklang mit der Natur<br />

Bereits seit vielen Jahren hat die Familie Fröscher<br />

ihre Wurzeln in Forchtenberg – <strong>und</strong> schon immer spielte<br />

der Weinbau eine große Rolle für sie. Mehr als Hobby im Nebenerwerb<br />

begann die Selbständigkeit von Ferdinand <strong>und</strong> seitdem wird<br />

auch unser eigener Wein vinifiziert. Ein weiterer Zugewinn: die<br />

Übernahme des Weinbaubetriebs von Frank Winkler, der auch als<br />

Molle von der <strong>Hohenlohe</strong>r M<strong>und</strong>artband Annâweech bekannt ist.<br />

2010 übernahm Familie Ferdinand Fröscher den Betrieb <strong>und</strong><br />

bewirtschaftet mittlerweile 16 Rebsorten auf 12 Hektar.<br />

„Wir betreiben Weinbau im Einklang mit der<br />

Natur“, erklärt der 25-jährige Ferdinand Fröscher,<br />

der sich bereits mit 20 <strong>nach</strong> Abschluss seiner<br />

Winzerausbildung selbstständig machte – mit<br />

Unterstützung seiner Eltern <strong>und</strong> der beiden<br />

Geschwister.<br />

116 <strong>2017</strong>


cher war, da habe man tagsüber Wein<br />

getrunken. Heute lasse die Schnelligkeit,<br />

mit der gearbeitet werden muss,<br />

das nicht mehr zu.<br />

Boris <strong>und</strong> Regina Birkert aus Bretzfeld sind Teil der großen Bretzfelder Selbstvermarktungsfamilie.<br />

Foto: Sonja Alexa Schmitz<br />

der Winzer mit seinen Mitarbeitern<br />

ständig in die Weinberge.<br />

Mittags dann geht es zurück auf den<br />

Hof. Da hat Regina Birkert gekocht.<br />

Die Familie isst zusammen mit den<br />

Mitarbeitern. Manchmal essen zehn<br />

Personen mit, manchmal 25 – das ist<br />

abhängig von der Jahreszeit. Regina<br />

Birkert ist das Kochen in großen<br />

Mengen gewohnt. Für die Besenwirtschaft,<br />

die zum Hof gehört, steht sie<br />

zusammen mit ihrer Schwiegermutter<br />

am Herd. Übrigens, das schöne Bild<br />

der Erntehelfer in der Mittagspause,<br />

mit Picknickkorb <strong>und</strong> gefülltem<br />

Rotweinglas stimme so nicht mehr.<br />

Früher, als die Arbeit noch gemächli-<br />

Für Boris Birkert ist die schönste<br />

Zeit im Jahr der Winter. Wenn er im<br />

Januar ganz alleine im Weinberg ist<br />

<strong>und</strong> den Rebschnitt vornimmt, dann<br />

kann er in Ruhe genießen. Der Druck<br />

ist raus, der Wein im Tank vergoren,<br />

dann kann sogar mal an einen Urlaub<br />

gedacht werden. Der geht dann mal<br />

ans Meer, mal in die Berge zum Skifahren,<br />

mal <strong>nach</strong> Südafrika. In Südafrika<br />

hat Boris Birkert mehrere Praktika<br />

auf Weingütern gemacht. „Fernweh<br />

habe ich immer“, sagt er. Darüber<br />

denkt er aber nicht <strong>nach</strong>, während er<br />

durch den Weinberg geht. Denn dabei<br />

ist in seinem Kopf nur eins: Wie<br />

kann ich die Abläufe noch weiter optimieren,<br />

damit der Wein noch besser<br />

schmeckt? Sonja Alexa Schmitz<br />

Landgasthof „Zum Stern“<br />

in Bühlertann<br />

Unsere Philosophie heißt: „Geht nicht, gib es nicht“. Für uns ist der K<strong>und</strong>e<br />

König. Wir beraten Sie individuell bei Ihren Veranstaltungen, Hochzeiten,<br />

Kommunionen, Taufen usw.<br />

Unsere gute bürgerliche Küche wird um spezielle Highlights aus dem<br />

Steakhouse-Restaurant ergänzt – etwa dem „Ripple all you can eat“ jeden<br />

Mittwoch.<br />

Im Sommer wird der neue Biergarten eröffnet, in dem die Gäste das<br />

leckere Essen genießen können. Zusätzlich sind Musikveranstaltungen<br />

geplant. Geparkt werden kann dann im Innenhof.<br />

Besondere Angebote gibt es für die Biker, die einen Garagenplatz erhalten.<br />

Auf Wunsch <strong>und</strong> Anfrage organisiert Fam. Rueda Motorradtouren in der<br />

schönen Region, hier r<strong>und</strong> um das Kochertal.<br />

Unser Haus bietet Platz für 15 Zimmer, die<br />

aufgeteilt sind in Einzel-, Doppel-, Dreibett- <strong>und</strong><br />

Familienzimmer. Alle Zimmer verfügen über<br />

Highspeed WLAN, Flachbild TV, Boxspringbetten,<br />

Schreibtisch uvm.<br />

Fühlen Sie sich bei uns wie zu Hause.<br />

Ihre erste Adresse für Ihr zweites Zuhause.<br />

Ihre Familie Rueda <strong>und</strong> das Stern Team<br />

EIN UNTERNEHMEN DER GEMÜ GRUPPE<br />

Weine von der Weinmanufaktur<br />

Ingelfinger Fass<br />

im Schloßhotel erhältlich!<br />

Den Genüssen<br />

Genüssen<br />

erliegen!<br />

Im Schlosshotel Ingelfingen sind Sie als Gast für uns der Mittelpunkt!<br />

Lassen Sie sich mit individuellem Service in unserem Restaurant, unserer<br />

Weinstube, Hotelbar oder auf unserer idyllischen Terrasse verwöhnen <strong>und</strong><br />

verbringen Sie eine angenehme Zeit. Unseren Gästen bieten wir eine regionale<br />

<strong>und</strong> saisonale Frische küche auf gehobenem, gutbürgerlichen Niveau.<br />

Ob mit Geschäftspartnern den erfolgreichen Abschluss feiern, ein Jubiläum<br />

würdig begehen, etwas Leichtes während der Tour-Pause genießen oder<br />

ein Essen im Kreise der Familie erleben. Wir werden Sie begeistern!<br />

Landgasthof & Hotel „Zum Stern“<br />

Hauptstraße 9, 74424 Bühlertann<br />

www.stern-landgasthof.de<br />

info@stern-landgasthof.de<br />

Tel. 07973 726, Fax. 07973 16596<br />

MEHR ALS NUR WOHLFÜHLEN<br />

Warme Küche: Montag bis Samstag, 11.30–14.00 Uhr <strong>und</strong> 18.00–22.00 Uhr<br />

Sonntag von 11.30–14.00 Uhr <strong>und</strong> 18.00–21.00 Uhr<br />

Weinstube geöffnet: Montag bis Samstag, 18.00–23.00 Uhr<br />

Schlossstraße 14 . 74653 Ingelfingen . Telefon 07940 | 9165-0 . Telefax -50<br />

info@schloss-hotel-ingelfingen.de . www.schloss-hotel-ingelfingen.de<br />

<strong>2017</strong><br />

117


GENUSS PLUS<br />

EINEN GANZEN TAG<br />

IN DEN WEINBERGEN<br />

Die Kochertaler Genießertour findet jedes Jahr im August<br />

statt. Im vergangenen Jahr sind wir selbst mitgelaufen – ein<br />

Erfahrungsbericht über eine spannende Veranstaltung.<br />

Das ist mal eine schöne einfache<br />

Sache. Bei der Kochertaler Genießertour,<br />

die jedes Jahr im<br />

August in den Weinhängen zwischen<br />

Künzelsau <strong>und</strong> Forchtenberg stattfindet,<br />

kann jeder mitgehen. Man braucht<br />

keine sportlichen Leistungen erbringen,<br />

sich keine komplizierte Wanderstrecke<br />

einprägen, sich nicht anmelden,<br />

keinen Eintritt zahlen. Es bedarf<br />

lediglich der Freude am Blick über<br />

Weinberge <strong>und</strong> im besten Fall Durst<br />

auf einen leichten Wein <strong>und</strong> Appetit<br />

auf lokale Spezialitäten.<br />

Wir starten unsere Tour in Criesbach.<br />

Das liegt mittendrin in der 15 Kilometer<br />

langen Wegstrecke. Wir parken<br />

im Ort <strong>und</strong> bald sehen wir das<br />

erste Hinweisschild, auf dem steht:<br />

Kochertaler Genießertour“. Auf dem<br />

Boden sind zusätzlich rote Pfeile aufgesprüht.<br />

Der erste Weg führt immer<br />

bergauf. Sozusagen auf der zweiten<br />

von Reben bestückten Etage geht es<br />

weiter.<br />

Kein Wölkchen trübt den blauen Himmel,<br />

das Thermometer steigt. Immer<br />

wieder kommen uns Menschen entgegen,<br />

nie zu viel <strong>und</strong> nie zu wenig.<br />

Sie tragen Sandalen oder Wanderschuhe,<br />

Strohhut oder Baseballkappe<br />

<strong>und</strong> ein leeres Glas um den Hals. Das<br />

hängt an einer Art Brustbeutel. Glas<br />

<strong>und</strong> Brustbeutel kauft man für wenige<br />

Euro beim ersten Wein, den man<br />

bestellt.<br />

Zirka alle zwei Kilometer ist<br />

eine – unromantisch gesagt –<br />

„Verpflegungsstation“ aufgebaut.<br />

Einzelne Winzer oder die <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Weingenossenschaft haben einen<br />

Stand <strong>und</strong> schenken aus, in Zelten<br />

werden dazu Schmankerln verkauft.<br />

Manche bieten edle Speisen an:<br />

Dammhirschbraten, Schweinsbäckle,<br />

Rinderbrust in Meerrettichsauce. An<br />

anderen Stationen geht es rustikaler<br />

zu, mit Wurstsalat <strong>und</strong> Reibekuchen.<br />

Wir holen uns ein „Dünnele“ <strong>und</strong> setzen<br />

uns mit dem Hefefladen, belegt<br />

mit Käse <strong>und</strong> Gemüse, an einen Biertisch,<br />

der mitten in den Rebstöcken<br />

steht. „Something stupid“ <strong>und</strong> weitere<br />

Swingmusik erklingen, gespielt<br />

von einem Duo am Wegesrand. Dazu<br />

Das Weinberg-Taxi der etwas anderen<br />

Art: Ein Traktor übernimmt den Shuttelservice.<br />

Foto: Sonja Alexa Schmitz


gibt es ein Glas Sekt. Die Preise für<br />

Wein <strong>und</strong> Essen sind günstig.<br />

Wir gehen weiter durch die sonnigen<br />

Weinberge. Menschen, die uns entgegen<br />

kommen, grüßen. Manche sind<br />

als Paar unterwegs, die meisten aber<br />

gehen in einem Grüppchen. Oft sind<br />

es Familien, durchweg mehr Menschen<br />

über 50 Jahre als darunter. Drei<br />

Frauen kommen mit einem Regenschirm<br />

in der Hand des Weges. „Das<br />

ist in all den Jahren das erste Mal,<br />

dass wir den als Sonnenschutz dabei<br />

haben“, sagen sie, „man wird halt älter.“<br />

80 Jahre ist eine von ihnen bereits.<br />

Sie gehen nur die fünf Kilometer<br />

von Niedernhall <strong>nach</strong> Criesbach, wo<br />

sie zuhause sind. „Aber wir halten an<br />

jeder Station an“, betonen sie.<br />

Schade, dass man irgendwann satt<br />

wird. Es werden auch Eis, Eiskaffee<br />

sowie Kaffee <strong>und</strong> Kuchen angeboten.<br />

Viel los in den Weinbergen: Bei der<br />

Kochertaler Genießertour wandern Tausende<br />

durch <strong>Hohenlohe</strong>. Fotos: Henry Doll<br />

An der fünften <strong>und</strong> für uns schönsten<br />

Station, in den Weinbergen Forchtenberg-Büschelhof,<br />

wo wir Gewürztraminer<br />

<strong>und</strong> Kaffee trinken <strong>und</strong> der live<br />

gespielten Musik von zwei sympathischen<br />

Altrockern lauschen, überlegen<br />

wir, hier unseren Abschluss<br />

zu machen. Aber dann lockt uns die<br />

Neugier auch noch zur letzten Station.<br />

In sechs St<strong>und</strong>en sind wir ungefähr<br />

acht Kilometer gelaufen. Nicht<br />

viel, aber dafür haben wir die Veranstaltung<br />

beim Wort genommen: Wir<br />

haben das Kochertal genossen, mit<br />

den Augen <strong>und</strong> natürlich auch mit<br />

dem Bauch. Sonja Alexa Schmitz<br />

Unser familiär geführtes Stadthotel liegt im Herzen von Crailsheim <strong>und</strong> direkt<br />

am Kocher-Jagst-Radweg. Von hier aus können Sie das <strong>Hohenlohe</strong>r Land<br />

<strong>nach</strong> Lust <strong>und</strong> Laune erk<strong>und</strong>en. Alle Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet<br />

<strong>und</strong> laden zum Wohlfühlen ein. Nach einem reichhaltigen Frühstück auf<br />

unserer Terrasse oder im Wintergarten können Sie gestärkt in den neuen<br />

Tag starten.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Familie Ernst<br />

Anzahl/Zimmer/Ausstattung Zimmer/Nacht g<br />

8 EZ: Bad, Du, WC, ÜF, Bk, ZB, NR 69 – 80<br />

26 DZ: Bad, Du, WC, ÜF, ZB, NR 90 – 105<br />

2 APP: Bad, Du, WC, ÜF, ZB, NR 95 – 115<br />

Kinderermäßigung, Haustier 8 1 / Nacht<br />

Bei weiteren Fragen jederzeit gerne anrufen.<br />

Worthingtonstraße 39 I 74564 Crailsheim<br />

Telefon 07951 2960-0 I Fax 07951 2960-123<br />

info@stadthotel-crailsheim.de<br />

www.stadthotel-crailsheim.de<br />

<strong>2017</strong><br />

119


GENUSS PLUS<br />

Die Weinmanufaktur Ingelfinger Fass <strong>und</strong><br />

der Sigloch‘sche Weinkeller laden zum<br />

Genießen ein. Fotos: Gemü, Sigloch‘scher Weinkeller<br />

MÄNNER DER<br />

EDLEN TROPFEN<br />

Auch aus der <strong>Hohenlohe</strong>r Wirtschaft ist der Wein nicht mehr wegzudenken.<br />

Zwei erfolgreiche Unternehmer aus der Region widmen sich dem<br />

Thema besonders intensiv – <strong>und</strong> stellen ihren eigenen Rebensaft her.<br />

Als echter <strong>Hohenlohe</strong>r kann man<br />

sich einem guten Tropfen Wein<br />

nur schwer entziehen. Professor<br />

Helmut Sigloch ist so einer. Der Inhaber<br />

<strong>und</strong> Geschäftsführer der Sigloch<br />

Distribution GmbH mit Sitz in Blaufelden<br />

stammt aus einer Familie, in der<br />

die Reben schon immer eine große Rolle<br />

spielten. „In der Familiengeschichte<br />

wurde in einer Urk<strong>und</strong>e von 1575<br />

Herr Hans Georg Sigloch, Schultheiß<br />

<strong>und</strong> Weingärtner, erwähnt. Seit dieser<br />

Zeit beschäftigt sich die Familie mit<br />

Wein“, so Sigloch. Dementsprechend<br />

wurde seinen Angaben zufolge auch<br />

Prämiertes Mineralwasser der <strong>Hall</strong>er<br />

Wildbadquelle, Apfel- <strong>und</strong> Johannisbeer-Direktsaft<br />

aus Baden-Württemberg -<br />

sonst nichts. Keine künstlichen Zusatzstoffe.<br />

Keine Süßungsmittel. Keine<br />

Chemie. 100 % Geschmack. 100 %<br />

Region. 100 % ehrlich.<br />

www.haller-wildbadquelle.de<br />

120 <strong>2017</strong>


in seinem Elternhaus ausschließlich<br />

Wein <strong>und</strong> Wasser getrunken, wobei<br />

Wasser nur bedingt akzeptiert wurde.<br />

Dem Künzelsauer wurde die Vorliebe<br />

für das Getränk also quasi in die Wiege<br />

gelegt. Eine Vorliebe, die auch in<br />

das bereits 1881 gegründete Familienunternehmen<br />

Einzug hielt, <strong>nach</strong>dem<br />

Helmut Sigloch 1970 in den Betrieb<br />

einstieg. Er baute die elterliche Buchbinderei<br />

nicht nur zum heute global<br />

agierenden Distributionsdienstleister<br />

aus, sondern übernahm auch die Weingärtnergenossenschaft<br />

Künzelsau-<br />

Nagelsberg vor deren Schließung. In<br />

den Folgejahren machte er sie zur Sigloch’schen<br />

Weinkellerei Künzelsau,<br />

die heute ein eigenständiges<br />

Unternehmen, gleichzeitig<br />

aber laut Helmut Sigloch auch<br />

„der beste Werbeträger des Unternehmens<br />

Sigloch“ ist. Seit<br />

2001 vertreibt die Weinkellerei<br />

ihre eigenen Tropfen von den<br />

Weinbergen im Stadtteil Belsenberg<br />

zusammen mit anderen<br />

hausgemachten Delikatessen<br />

in der Verkaufsstelle „Buch<br />

& Wein“ in Künzelsau. In<br />

der gleichen Stadt betreibt<br />

das Unternehmen<br />

auch die „Sigloch’sche<br />

Vinothek“ mit r<strong>und</strong> 500<br />

verschiedenen Weinen<br />

aus Deutschland <strong>und</strong><br />

Frankreich. Diese kann<br />

für Weinproben, aber<br />

auch für Firmen- <strong>und</strong><br />

Privatveranstaltungen<br />

gemietet werden.<br />

Nur wenige Kilometer<br />

entfernt, im be<strong>nach</strong>barten<br />

Ingelfingen, erging<br />

es einem anderen<br />

bekannten <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Unternehmer ähnlich<br />

wie Helmut Sigloch.<br />

Auch Fritz Müller,<br />

In edle Flaschen wird der<br />

Wein der Unternehmer<br />

abgefüllt. Foto: fotolia/TrudiDesign<br />

Gründer von Gemü, Weltmarktführer<br />

im Armaturen- <strong>und</strong> Automatisierungsbereich,<br />

kam bereits früh mit<br />

dem Wein in Berührung. Sein Großvater<br />

war Kellermeister bei der Weingärtnergenossenschaft<br />

Ingelfingen.<br />

Müller selbst hielt sich als Kind oft<br />

in den Weinbergen hinter seinem Elternhaus<br />

auf. Auch als Jungunternehmer,<br />

der bereits mit 23 Jahren Gemü<br />

gründete, riss sein Interesse am Wein<br />

nicht ab. Müller nahm zu seinen bald<br />

folgenden Geschäftsterminen in aller<br />

Welt gerne einen guten Tropfen<br />

aus der Heimat als Geschenk mit.<br />

Da diese gut ankamen, entschloss er<br />

sich, seinen eigenen Wein zu<br />

keltern.<br />

Doch damit nicht genug. Im<br />

Jahr 2002 wurde in Müllers<br />

Weinberg am Ingelfinger<br />

Hohen Berg das „Ingelfinger<br />

Fass“ eingeweiht, ein<br />

Weinbaumuseum in Form<br />

eines Fasses <strong>und</strong> nebenbei<br />

die größte selbsttragende<br />

Fasskonstruktion Europas.<br />

Selbst das bekannte<br />

Fass im Heidelberger<br />

Schloss hat ein geringeres<br />

Volumen als das<br />

begehbare Holzgebilde<br />

im Kochertal. Fritz<br />

Müllers Wein wird<br />

vom Schlosshotel Ingelfingen<br />

vertrieben,<br />

das wie das Fass<br />

zur GEMÜ-Gruppe<br />

gehört. Gegenüber<br />

dem Schlosshotel eröffnete<br />

im März 2016<br />

die Weinmanufaktur<br />

Ingelfinger Fass,<br />

wo Besucher auf 70<br />

Quadratmetern die<br />

hauseigenen Weine,<br />

aber auch andere Rebensäfte<br />

aus Württemberg<br />

<strong>und</strong> weitere<br />

kulinarische Spezialitäten<br />

aus der Region<br />

probieren können.<br />

Michael Bächle<br />

HERRLICHER AUSBLICK<br />

AUF DIE BURG WEIBERTREU<br />

EIN KLEINES PARADIES<br />

INMITTEN VON WIESEN<br />

UND WEINBERGEN<br />

GENIEßEN SIE DEN<br />

SONNENUNTERGANG<br />

IM RAPPENHOF<br />

Hotel & Gutsgaststätte<br />

Rappenhof <br />

S<br />

Rappenhofweg 1 74189 Weinsberg<br />

Tel: 07134/5190 Fax: /51955<br />

Biozertifiziertes Restaurant DE-ÖKO-006<br />

www.rappenhof.de<br />

rezeption@rappenhof.de<br />

<strong>2017</strong><br />

121


GENUSS PLUS<br />

DIE GESCHICHTE VOM<br />

KÖNIGLICHEN SCHWEINE<br />

Das <strong>Schwäbisch</strong>-Hällische Landschwein fällt mit seiner<br />

charakteristischen schwarz-rosa Färbung sofort ins Auge.<br />

Zuhause ist es vor allem in <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Ein Schwein <strong>und</strong> ein König – wie<br />

gehört das zusammen? Im Landkreis<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> lebten im<br />

19. <strong>und</strong> 20. Jahrh<strong>und</strong>ert zahlreiche<br />

schwarz-rosafarbene Schweine. Daher<br />

stammt der Name des <strong>Schwäbisch</strong>-<br />

Hällischen Landschweins. Aber woher<br />

haben die Tiere ihr markantes Aussehen?<br />

Der württembergische König<br />

Wilhelm I. ließ um 1820 chinesische<br />

Maskenschweine mit heimischen<br />

Schweinerassen kreuzen. Dies sollte<br />

der Förderung der Landwirtschaft dienen.<br />

So erhielt das <strong>Schwäbisch</strong>-Hällische<br />

Landschwein sein charakte-<br />

122 <strong>2017</strong>


Die Schweine <strong>und</strong> Ferkel fühlen sich<br />

auf der Wiese <strong>und</strong> im Stroh sauwohl.<br />

Fotos: BESH<br />

ristisches Aussehen. Wegen seinem<br />

schwarzen Kopf wird das Schwein<br />

auch liebevoll „Mohrenköpfle“ genannt.<br />

Der Siegeszug dieser Schweine<br />

begann. Schließlich hatten sie eine<br />

hohe Fleischqualität <strong>und</strong> sehr gute<br />

Muttereigenschaften. Zeitweise waren<br />

beinah alle Schweine im <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Land <strong>Schwäbisch</strong>-Hällische.<br />

GERADE NOCH GERETTET<br />

Doch dann kam die Wende im Denken<br />

der Verbraucher: Statt dem feinmarmorierten<br />

<strong>und</strong> fetteren Fleisch<br />

der Mohrenköpfle bevorzugten die<br />

Fleischesser jetzt eher mageres<br />

Fleisch. So kam es, dass diese Rasse<br />

in den 1980er Jahren als ausgestorben<br />

galt. Eine Gruppe Landwirte<br />

nahm sich dem einzig noch lebenden<br />

Eber <strong>und</strong> der letzten sieben Sauen an<br />

<strong>und</strong> gründete eine Zucht.<br />

BESTAND HAT SICH ERHOLT<br />

Die Bemühungen haben sich gelohnt<br />

<strong>und</strong> der Bestand des <strong>Schwäbisch</strong>-<br />

Hällischen Landschweins hat sich<br />

wieder erholt. Heute leben über 3500<br />

Muttersauen in der nordwürttembergischen<br />

Region <strong>und</strong> werfen jährlich<br />

70 000 Ferkel. Einen großen Anteil<br />

hat daran die bäuerliche Erzeugergemeinschaft<br />

<strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> (BESH).<br />

Sie arbeitet <strong>nach</strong> dem Prinzip der<br />

bäuerlichen Selbsthilfe. Weiter engagiert<br />

sich die Erzeugergemeinschaft<br />

für die bäuerliche Regionalentwicklung<br />

in <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Das dunkelrote, gut marmorierte<br />

Fleisch mit seinem nussigen<br />

Geschmack ist beliebt bei Feinschmeckern<br />

<strong>und</strong> hat inzwischen die<br />

geografisch geschützte Herkunftsbezeichnungen<br />

„g.g.A.“. Weit über<br />

seine ursprüngliche Grenze hinaus<br />

ist das <strong>Schwäbisch</strong>-Hällische Landschwein<br />

bekannt. Es ist jetzt so etwas<br />

wie das Maskottchen <strong>Hohenlohe</strong>s.<br />

Ob der württembergische König<br />

diesen aufregenden Weg des Tieres<br />

erwartet hätte? Annika Wieland<br />

Kulinarisches<br />

Erlebnis das ganze<br />

Jahr!<br />

Unsere Gerichte sind aus regional <strong>und</strong><br />

biologisch erzeugten Lebensmitteln von<br />

uns persönlich zubereitet.<br />

Roter Ochsen • 0791 9 46 88 86<br />

Dorfstraße 51 • 74523 SHA - Wackershofen<br />

www.roter-ochsen-wackershofen.de<br />

Gemütliche<br />

Räumlichkeiten ...<br />

... für Tagungen,<br />

Weih<strong>nach</strong>tsfeiern &<br />

Geburtstage für<br />

bis zu 200 Personen!<br />

<strong>2017</strong><br />

123


GENUSS PLUS<br />

RINDVIECHER DER<br />

BESONDEREN ART<br />

<strong>Hohenlohe</strong> mit seiner Hügellandschaft ist Heimat<br />

vieler Kühe: Fleckvieh <strong>und</strong> fränkisches Gelbvieh etwa<br />

werden als „Boeuf de <strong>Hohenlohe</strong>“ gehalten.<br />

So lässt‘s sich leben. Das Fleckvieh fühlt sich draußen auf seiner grünen Weide sichtlich wohl. Foto: BESH<br />

Hotel Post-Faber<br />

Ihr familiäres Wohlfühlhotel<br />

mit ausgezeichneter regionaler<br />

<strong>und</strong> internationaler Küche<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Hotel Post-Faber Tel. (0 79 51) 96 50<br />

Lange Straße 2 – 4 Fax (0 79 51) 96 55 55<br />

74564 Crailsheim info@postfaber.de<br />

Stadtmitte/Marktplatz www.postfaber.de<br />

Hotel Sonneck in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> – Gottwollshausen<br />

Täglich durchgehend geöffnet. Warme Küche bis 23.30 Uhr. An Sonn- u. Feiertagen nur bis 21 Uhr.<br />

Telefon 0791 970670 · info@sonneck-klenk.de<br />

124 <strong>2017</strong>


Weite Wiesen, idyllische<br />

Flussläufe <strong>und</strong> Hügellandschaften<br />

machen <strong>Hohenlohe</strong><br />

aus. Inmitten dieses Landstrichs stehen<br />

zahlreiche Rinder, Schweine, Gänse<br />

<strong>und</strong> Schafe auf den Wiesen. Immer<br />

wieder sieht man auf den Weiden<br />

einfarbig hell- bis rotgelbe Kühe: Es<br />

sind die Limpurger Weiderinder. Sie<br />

weiden etwa an den Flusstälern von<br />

Bühler, Kocher <strong>und</strong> Jagst <strong>und</strong> werden<br />

im Herbst <strong>nach</strong> historischem Vorbild<br />

in die Ställe getrieben. Seinen Namen<br />

hat das Rind von der Grafschaft<br />

Limpurg, die südlich von <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong> r<strong>und</strong> um Gaildorf ihre Wurzeln<br />

hat. Das Limpurger Weiderind ist die<br />

älteste noch lebende Rinderrasse in<br />

Württemberg. Anfang der 1980er<br />

Jahre galt sie als fast ausgestorben.<br />

Heute leben im ursprünglichen<br />

Gebiet etwa 500 Rinder.<br />

Schätzungsweise im 18. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

kreuzte man das Rote Landvieh<br />

mit dem Allgäuer Vieh: Das<br />

Limpurger Rind war geboren.<br />

Die Marke „Boeuf de <strong>Hohenlohe</strong>“<br />

bezeichnet die Art der Erzeugung<br />

des Mastviehs, das auf <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Weiden steht. Die Tiere der Rassen<br />

Fleckvieh, Limpurger Weiderind<br />

<strong>und</strong> fränkisches Gelbvieh werden in<br />

Weidemast <strong>nach</strong> historischem Vorbild<br />

<strong>und</strong> verbindlichen Richtlinien<br />

gehalten. Dabei spielen Fütterung<br />

<strong>und</strong> Haltung eine Rolle. Das gemeinsame<br />

Wirken dieser Faktoren macht<br />

ZUNGE<br />

die Fleischqualität aus. Der Name<br />

hat eine historische Bedeutung: Im<br />

18. Jahrh<strong>und</strong>ert wurden die Tiere bis<br />

<strong>nach</strong> Paris getrieben – wegen seiner<br />

Zartheit <strong>und</strong> seines Geschmacks war<br />

das Fleisch in der französischen Küche<br />

beliebt.<br />

KULINARISCHER GENUSS<br />

Die Rinder sind nicht nur schön anzusehen.<br />

Viele Köche im <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

Land verarbeiten das Fleisch des<br />

Limpurger Weideochsen auch zu kulinarischen<br />

Spezialitäten wie gefüllte<br />

Nudeln – eine Leibspeise, die es insbesondere<br />

im Jagsttal gibt. Auch gibt<br />

es Restaurants, die von „der Zunge<br />

bis zum Schwanz“ alles verarbeiten.<br />

BACKE<br />

HALS<br />

SCHULTER<br />

BRUST<br />

WADE<br />

RÜCKEN<br />

UND RIPPE<br />

BRUSTKERN<br />

FEINSCHMECKERPARADIES<br />

Auch in <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> gibt es eine<br />

Markthalle. Die Kornhausscheune<br />

liegt im Herzen <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>s im<br />

Kocherquartier <strong>und</strong> lädt zum Schlemmen<br />

<strong>und</strong> Einkaufen ein. Sie bietet<br />

eine große Auswahl an Käsesorten,<br />

Wurst- <strong>und</strong> Fleischwaren. Auch<br />

Dry-Aged-Beef kann hier erworben<br />

werden. Feinschmecker <strong>und</strong> Kulinarikliebhaber<br />

kommen hier also auf<br />

ihre Kosten. Auch frisches Obst <strong>und</strong><br />

Gemüse aus regionalem Anbau gibt<br />

es hier zu kaufen. Wer Leckereien<br />

zum Verschenken oder selbst genießen<br />

sucht, findet hier auch außergewöhnliche<br />

Kreationen von Senf über<br />

Konfitüren bis zum Schnaps. awi<br />

ROASTBEEF/ENTRECÔT<br />

FILET<br />

DÜNNUNG/<br />

BAUCHLAPPEN<br />

NUSS<br />

OBER-<br />

UNTER-<br />

SCHALE<br />

HINTERE<br />

WADE<br />

HÜFTE<br />

Grafik: Fotolia/foxysgrafic<br />

SCHWANZ<br />

Lamm, das Gasthaus auf dem Lande<br />

Das schwedische Café im Städtle Vellberg<br />

Direkt vor Ort gebackene Leckereien <strong>nach</strong><br />

original schwedischen Rezepten lassen jeden<br />

Besuch zum Erlebnis werden!<br />

Katarina Wloch<br />

✆ 07907 5880100<br />

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Im Städtle 23, 74541 Vellberg<br />

<strong>2017</strong><br />

125


GENUSS PLUS<br />

Bis aus den Äpfeln Most wird, sind einige Schritte notwendig. Außerdem braucht der Most Zeit bis Weih<strong>nach</strong>ten. Foto: Yvonne Tscherwitschke<br />

VOM BAUM INS GLAS<br />

Bereits die Römer <strong>und</strong> Germanen stellten Wein aus Äpfeln<br />

<strong>und</strong> Birnen her. Der Most, lange das Getränk der armen Leute,<br />

ist heute das heimliche Nationalgetränk <strong>Hohenlohe</strong>s.<br />

Es ist der zweite Samstag im Februar:<br />

Der Frühjahrspferdemarkt in<br />

Dörzbach lockt viele Besucher an.<br />

Auf dem Marktplatz, der Drehergasse,<br />

dem Schlossweg <strong>und</strong> dem Gewerbegebiet<br />

finden Krämermarkt, Festumzug<br />

<strong>und</strong> auch die jährliche Mostprämierung<br />

statt. In der Gemeindehalle Universum<br />

sind Mosterzeuger aus dem gesamten<br />

Umkreis gekommen, um bei der Prämierung<br />

der Moste teilzunehmen <strong>und</strong><br />

ihre Tropfen zu präsentieren. Die Gemeindeverwaltung<br />

lädt dazu am Vormittag<br />

ein. Zwischen zehn <strong>und</strong> zwölf<br />

Uhr werden die besten Moste ausgesucht<br />

<strong>und</strong> prämiert. Dabei werden in<br />

manchen Jahren über 100 Mostproben<br />

durchgeführt. Und es kann jeder mitmachen,<br />

der selbst mostet. Einfach den<br />

eigenen Most in herkömmlicher Weinflasche<br />

mitbringen, am Flaschenboden<br />

mit Namensetikett versehen <strong>und</strong> Flasche<br />

vor der Prämierung abgeben.<br />

Bis aus einer Apfelblüte Most wird,<br />

ist es ein langer Weg. Die Obstbaumblüte<br />

beginnt im April <strong>und</strong> dauert<br />

je <strong>nach</strong> Witterung einige Wochen.<br />

Zu dieser Zeit blühen tausende kleine<br />

Blumen an den Ästen der Bäume<br />

126 <strong>2017</strong>


von weiß über hellrosa bis pink: Der<br />

Frühling ist in vollem Gange. Die Bienen<br />

schwirren bei Sonnenschein <strong>und</strong><br />

sind schwer beschäftigt. Schließlich<br />

gilt es, Blütennektar zu sammeln. Der<br />

positive Nebeneffekt dabei ist die Bestäubung<br />

der Apfel- <strong>und</strong> Birnenblüten,<br />

die Gr<strong>und</strong>zutaten für den Most.<br />

Im Juni dann erkennt man schon<br />

kleine Äpfelchen <strong>und</strong> unförmige Miniatur-Birnen.<br />

Den ganzen Sommer<br />

über sammelt das Obst die Energie<br />

der Sonne <strong>und</strong> wächst mit jedem Regenguss.<br />

Ende September dann sind<br />

die ersten Früchte reif <strong>und</strong> frühe Apfelsorten<br />

können bereits geerntet<br />

werden. Die Oktobersonne taucht<br />

die Streuobstwiesen in <strong>Hohenlohe</strong> in<br />

goldenes Licht. Rote oder gelbe Farbtupfer<br />

hängen an den Apfelbäumen<br />

<strong>und</strong> strahlen mit der Sonne um die<br />

Wette. Das Farbenspiel ist nicht nur<br />

schön anzuschauen – die knackigen<br />

Äpfel schmecken auch. Ob pur oder<br />

gepresst als Most.<br />

Die Äpfel <strong>und</strong> Birnen werden zum<br />

Mosten gebracht: Durch Keltern,<br />

also Pressen, wird der Fruchtsaft gewonnen.<br />

Wenn dieser vergoren ist,<br />

bezeichnet man ihn als Most. Dieser<br />

wird in Holz- oder Plastikfässer gefüllt<br />

<strong>und</strong> gelagert. Dort gärt er vor<br />

sich hin – mindestens bis Weih<strong>nach</strong>ten.<br />

Anfang Februar können dann<br />

bei der Mostprobe die einzelnen<br />

„Mouschde“ probiert werden. Bewertet<br />

bei der Prämierung werden<br />

die Farbe des Getränks, der Duft <strong>und</strong><br />

der Geschmack. Wichtig ist, dass der<br />

Most klar ist.<br />

Annika Wieland<br />

Most wird von Äpfeln <strong>und</strong> Birnen von Streuobstwiesen<br />

der Region gewonnen. Fotos: Andreas Scholz, Heiko Fritze<br />

<strong>2017</strong><br />

127


GENUSS PLUS<br />

EINFACH MACHT LAUNE<br />

Besen geöffnet: Die Freude bei Liebhabern deftiger Hausmannskost<br />

<strong>und</strong> Anhängern edler Tropfen ist groß, wenn sie<br />

in Ortschaften einen Reisigbesen oder Strauß sehen.<br />

Besenwirtschaften<br />

im <strong>Hohenlohe</strong>kreis<br />

Weingut Birkert<br />

www.weingut-birkert.com<br />

Weingut Borth<br />

www.weingut-borth.de<br />

Winzerstube Lösch<br />

www.weinstube-hohenlohe.de<br />

Weinausschank Helga Lederer<br />

www.weingut-lederer.de<br />

Baldele‘s Weinstube<br />

www.baldeles-weinstube.de<br />

„Mammutstüble“ Stahl GbR<br />

www.mammutstueble.de<br />

Weinstube Schwab<br />

www.schwab-wein.de<br />

Weinstube Karl Busch<br />

www.karlbusch-wein.de<br />

Nach altem Brauch wird am Straßenrand<br />

oder direkt vor der<br />

Tür ein Reisig-Besen befestigt:<br />

Besen hat geöffnet. Wahlweise werden<br />

als Erkennungsmerkmal auch die<br />

Triebe einer Rebe <strong>nach</strong> unten gebogen<br />

<strong>und</strong> am Stamm zu einem Bündel fest<br />

gezurrt. Besen-, Hecken- oder Straußwirtschaften<br />

haben eine lange Tradition.<br />

Regional sind außerdem noch<br />

die Begriffe Rädlewirtschaft (Bodenseeregion)<br />

<strong>und</strong> Häckerwirtschaft<br />

(Franken) verbreitet. Besenstuben,<br />

die Most ausschenken, werden im<br />

<strong>Schwäbisch</strong>en als Mostbesen bezeichnet.<br />

Besenwirtschaften öffnen<br />

nur zu bestimmten Zeiten im Jahr<br />

<strong>und</strong> dann auch nur kurz – maximal<br />

zweimal zwei Monate im Jahr. Durch<br />

die Besenwirtschaft verdienen sich<br />

Winzer oft ein „Zubrot“ – der selbst<br />

erzeugte Wein wird direkt vermarktet<br />

<strong>und</strong> dazu einfache <strong>und</strong> deftige Gerichte<br />

gereicht. Oft hilft die gesamte<br />

Familie beim Ausschank mit – neben<br />

Vater, Mutter, Tochter <strong>und</strong> Sohn auch<br />

die Großmutter oder der musikalisch<br />

begabte Schwager. Schließlich lässt<br />

sich durch die Ziehharmonika die<br />

gute Stimmung in der weinseligen<br />

Besenr<strong>und</strong>e noch weiter anheizen.<br />

Traubensaftschorle, frischer Federweißer,<br />

Schorle rot-süß, feuriges<br />

Obstwässerle oder milder Beerenlikör<br />

– die Getränkeauswahl ist groß.<br />

Manche Winzer reichen nicht nur<br />

Wein, sondern sind obendrein zertifizierte<br />

Weinkultur-Führer – so kann<br />

der Weinlehrpfad im Weinberg interessierten<br />

Besuchern erklärt werden.<br />

Einfach, deftig, aber preiswert – so<br />

liest sich die Speisekarte. Neben der<br />

„obligatorischen“ Maultasche in vielen<br />

Variationen gibt es auch Schlachtplatte<br />

mit Blut- oder Leberwurst,<br />

Salzfleisch mit Kraut oder den klassischen<br />

Vesperteller mit Hausmacher-<br />

Wurst. Auch im <strong>Hohenlohe</strong>kreis gibt<br />

es urige Besenwirtschaften, die sich<br />

GENUSS IM URSPRUNG<br />

Das Landhaus Rössle in <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>-Veinau bietet eine exzellente<br />

Wirtschaft, ein Hotel <strong>und</strong> sehr viel<br />

Raum für Veranstaltungen jeglicher<br />

Couleur.<br />

Durch <strong>und</strong> durch erholsam: <strong>Hohenlohe</strong> von seiner entspanntesten Seite.<br />

Durch <strong>und</strong> durch authentisch: Essen, wo die Produkte zuhause sind.<br />

Durch <strong>und</strong> durch idyllisch: Ein Hauch von eleganter Wohnkultur.<br />

Durch <strong>und</strong> durch charmant: Unsere Leidenschaft – es Ihnen gemütlich zu machen.<br />

Durch <strong>und</strong> durch gemächlich: Das ruhigste Abenteuer Ihres Lebens.<br />

LANDHAUS RÖSSLE / FAM. THOMßEN-PILS / MAINHARDTER STR. 26 / 74626 BRETZFELD-BRETTACH<br />

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74523 <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>-Veinau<br />

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Tradition trifft Moderne<br />

lautet unser Konzept <strong>und</strong> so<br />

werden traditionelle schwäbische<br />

Gerichte von unsere Küche zeitgenössisch<br />

interpretiert.<br />

Wir freuen uns Ihren Besuch.<br />

128 <strong>2017</strong>


Weinausschank Banzhaf<br />

www.banzhaf-gbr.de<br />

Weinbau Weibler<br />

www.weinbau-weibler.de<br />

Weingut Weihbrecht<br />

www.weingut-weihbrecht.de<br />

Beim Verdauungsspaziergang in den Weinbergen klingt der Tag aus. Fotos: Andreas Scholz<br />

oft am Fuße von idyllischen Weinbergen<br />

„verstecken“. Wer beispielsweise<br />

den nostalgischen Häldener Besen<br />

betritt, braucht nur drei Dinge, um<br />

glücklich zu sein: ein deftiges Essen,<br />

einen leckeren Tropfen <strong>und</strong> fröhliche<br />

Musik. Oder anders ausgedrückt: in<br />

vino veritas – im Wein liegt die Wahrheit<br />

<strong>und</strong> der Besen ist Hort guter<br />

Laune. Auch beim „Lederer“ in Unterheimbach<br />

sind in geselliger R<strong>und</strong>e<br />

schnell Kontakte geknüpft – <strong>und</strong><br />

„fruchtbare“ Geschäftsbeziehungen<br />

entstehen. Früher war die Dorfschänke<br />

dafür der traditionelle Treffpunkt.<br />

Wer zum ersten Mal die Besenwirtschaft<br />

der Familie Birkert in Bretzfeld<br />

oder die Weinstube in Adolzfurt<br />

betritt, sollte sich bei verfänglichen<br />

Gesprächsthemen zurückhalten: die<br />

gelten im „Besen“ nämlich eher als<br />

Gute-Laune-Killer. Andreas Scholz<br />

Weinstube Mai<br />

www.weingut-mai.de<br />

„Zum Bout“<br />

www.zum-bout.de<br />

Weingut Ungerer<br />

www.weingut-ungerer.de<br />

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gibt es für die Bereiche Wohnen, Kulinarik, Freizeit, Tagung <strong>und</strong> Event.<br />

Inmitten der reizvollen <strong>Hohenlohe</strong>r Landschaft<br />

zwischen dem Frankenland <strong>und</strong><br />

der <strong>Schwäbisch</strong>en Alb liegt das Flair Park-<br />

Hotel Ilshofen. Mit der Nähe zur A6 <strong>und</strong><br />

den Städten <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong> <strong>und</strong> Crailsheim<br />

besitzt das Hotel eine zentrale Lage,<br />

die der perfekte Ausgangspunkt für die<br />

vielen Sehenswürdigkeiten der Region<br />

ist. Ideales Ambiente lädt ein, sich ein<br />

paar Tage zu erholen, zu genießen <strong>und</strong> zu<br />

entspannen.<br />

Aktiv Neben der exzellenten Küche bietet<br />

das Hotel viele Freizeitmöglichkeiten,<br />

um aktiv zu sein. <strong>Hohenlohe</strong>-Franken hat<br />

außerdem nahezu alles, was das Wanderoder<br />

auch das Radler-Herz begehrt. Zwischen<br />

den Seitentälern der Zwillingsflüsse<br />

Kocher <strong>und</strong> Jagst, den Weinbergen sowie<br />

Wiesen <strong>und</strong> Wäldern der <strong>Hohenlohe</strong>r Ebene<br />

kann man <strong>nach</strong> Herzenslust die Gegend<br />

erk<strong>und</strong>en <strong>und</strong> sich passend dazu ein Fahrrad<br />

oder E-Bike leihen. Nach einem erlebnisreichen<br />

Tag verwöhnen beide Restaurants<br />

mit regionalen Spezialitäten. Die<br />

Erlebnisse lassen sich am besten in der<br />

Bistro-Bar-Lounge „Bajazzo“ Revue passieren.<br />

Sauna <strong>und</strong> Schwimmbad laden außerdem<br />

dazu ein, Körper <strong>und</strong> Seele wieder aufzutanken.<br />

Flair Park-Hotel Ilshofen<br />

Parkstraße 2, 74532 Ilshofen<br />

Tel. 07904 / 7030, Fax 07904 / 703222<br />

www.parkhotel-ilshofen.de


GENUSS PLUS<br />

BACKE, BACKE KUCHEN –<br />

ODER BESSER: SCHRITT FÜR SCHRITT-<br />

ANLEITUNG FÜRS BLOOZ-BACKEN<br />

Wenn man <strong>Hohenlohe</strong> besucht, gehört die Verkostung<br />

des Blooz unter allen Umständen dazu. Also habe ich mit<br />

meinen Fre<strong>und</strong>en den Selbstversuch gewagt.<br />

Da ich aus dem Rems-Murr-Kreis (einem Nachbarlandkreis<br />

von <strong>Schwäbisch</strong> <strong>Hall</strong>) stamme,<br />

nennen wir dieses Gebäck Salzkuchen.<br />

Fotos: privat<br />

Landhotel – Restaurant – Tagungen<br />

Landhotel-Restaurant „Beck“<br />

in Kupferzell-Beltersrot<br />

Wir freuen uns, Sie in unserem gemütlichen<br />

Hotel mit Landgasthof <strong>und</strong> Restaurant zu<br />

begrüßen.<br />

Wir verfügen über 44 Zimmer im Landgasthof<br />

<strong>und</strong> Gästehaus sowie 3 Seminarräume<br />

<strong>und</strong> einen Wellnessberich mit Finnischer<br />

Sauna <strong>und</strong> Dampfbad.<br />

Unser Haus liegt nur 2 km von der Autobahn<br />

A6 entfernt <strong>und</strong> ist dennoch ruhig<br />

gelegen.<br />

Für Familienfeiern, Seminare <strong>und</strong><br />

Geschäftsessen bieten wir Ihnen den<br />

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Wir verwenden frische, saisonale <strong>und</strong><br />

regionale Produkte <strong>und</strong> bieten Ihnen<br />

neben unserer Speisekarte auch Tagesempfehlungen.<br />

Ihre Familie Pisani <strong>und</strong> alle Mitarbeiter<br />

Landhotel-Restaurant Beck<br />

Goldbacher Str. 11, 74635 Kupferzell<br />

Telefon: 07944 91700<br />

E-Mail: info@landhotel-beck.de<br />

130 <strong>2017</strong>


Meine Cousine <strong>und</strong> meine Tante haben schon einige<br />

Male Salzkuchen <strong>und</strong> Brot gebacken, deshalb<br />

schließen meine Fre<strong>und</strong>innen <strong>und</strong> ich uns ihnen<br />

an <strong>und</strong> befolgen ihre Tipps. Blooz gibt es schon seit der Zeit,<br />

in der noch in Holzöfen gebacken wurde <strong>und</strong> die Temperatur<br />

nur schwer geregelt werden konnte. Bevor das Brot also in<br />

den Ofen kam, musste man warten, bis die passende Temperatur<br />

erreicht war. Die Hitze ungenutzt zu lassen, kam<br />

aber nicht infrage.<br />

Deshalb hat man den Brotteig dünn ausgewellt, in eine<br />

r<strong>und</strong>e flache Form gelegt <strong>und</strong> mit einer Mischung aus<br />

Creme fraîche <strong>und</strong> Eiern bestrichen. Der Belag bestand<br />

dann aus allem, was die Vorratskammer hergab: Lauch,<br />

Zwiebeln, Kartoffeln <strong>und</strong> an Festtagen auch mal Speck<br />

<strong>und</strong> Rauchfleisch. Im Spätsommer waren auch Zwetschgen<br />

<strong>und</strong> Äpfel beliebt. Und dann ab in den heißen Steinofen<br />

damit. Die Backdauer hängt von der Temperatur ab.<br />

Sobald der Blooz etwas gebräunt ist, wird er mit einem<br />

Holz-Schieber aus dem Ofen geholt, geschnitten <strong>und</strong> noch<br />

lauwarm aus der Hand gegessen. Ich kann mich noch gut<br />

daran erinnern, dass meine Oma früher dazu Most in blaugrauen<br />

Steinkrügen servierte. Zum Essen kamen die gesamte<br />

Großfamilie <strong>und</strong> die Nachbarn zusammen. awi<br />

Blooz-Rezept (für 4 Portionen)<br />

Die genauen Schritte sind auf den<br />

Seiten 132 <strong>und</strong> 133 zu finden.<br />

Teigzutaten: 500 g Mehl, 20 g Hefe, 300 ml Wasser,<br />

2 TL Salz. Daraus einen Hefeteig zubereiten.<br />

Für den Belag pro Blooz: 1 Becher Creme fraîche,<br />

1 Ei, sowie Zwiebeln, Schnittlauch, Kümmel<br />

<strong>und</strong> Speck <strong>nach</strong> Belieben.<br />

Sie haben es sich<br />

verdient…<br />

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Sie uns in einem unserer Hofläden!<br />

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<strong>2017</strong><br />

131


GENUSS PLUS<br />

1. Backofen vorheizen. In<br />

unserem Fall: Frühzeitig<br />

einheizen, damit eine<br />

Hitze von etwa 350 Grad<br />

entsteht. Mit Omas Ofen<br />

klappt das super.<br />

2. Wir backen etwa fünf<br />

mal im Jahr mit dem Ofen.<br />

Deshalb sind die verarbeiteten<br />

Mengen an Mehl<br />

<strong>und</strong> Wasser im Kilo- statt<br />

im Grammbereich. Ein<br />

Glück – die Knetmaschine<br />

von Oma funktioniert noch.<br />

3. Während der Teig geht,<br />

werden die einzelnen Zutaten<br />

geschnitten. Drauf<br />

kommt, was der Garten<br />

so hergibt: Schnittlauch,<br />

Zucchini, Zwiebel <strong>und</strong><br />

auch Kümmel oder Speck<br />

landen auf dem Blooz.<br />

4. Die Bleche werden vor<br />

dem Backen gefettet – wie<br />

beim herkömmlichen Backen<br />

auch. Die Teigkugeln<br />

dann später platt drücken,<br />

in Kreisform ziehen<br />

<strong>und</strong> mit dem Wellholz auf<br />

Blechgröße bringen.<br />

5. Nach einer ersten Gehzeit,<br />

den Teig nochmals<br />

kurz durchkneten. Für<br />

den Belag zunächst Eier<br />

vermengen, dann Creme<br />

fraîche <strong>und</strong> Schmand unterheben<br />

<strong>und</strong> salzen.<br />

6. Den Teig zu Kugeln<br />

formen, die etwa so groß<br />

sind wie zwei Fäuste.<br />

Großzügig Mehl auf der<br />

Arbeitsfläche verteilen,<br />

die Teigkugel darauf setzen<br />

<strong>und</strong> r<strong>und</strong> auswellen.<br />

Fotos: privat<br />

www.fuerstenfass.de<br />

132 <strong>2017</strong>


7. Mit letzten Handgriffen<br />

den Teig vorsichtig an die<br />

Form anpassen <strong>und</strong> einen<br />

kleinen Rand hochziehen.<br />

Den Teig lieber nicht zu<br />

dünn <strong>und</strong> groß auswellen.<br />

Auch hier heißt es: Übung<br />

macht den Meister.<br />

8. Nun einen Schöpflöffel<br />

der Creme fraîche-Masse<br />

auf den Teigling geben.<br />

Nach Belieben mit den<br />

vorbereiteten Zutaten<br />

belegen: beispielsweise<br />

Kümmel, Schnittlauch,<br />

Zucchini <strong>und</strong> Speck.<br />

9. Die vorbereiteten Blooze<br />

in den etwa 300 Grad heißen<br />

Steinofen einschieben<br />

<strong>und</strong> abwarten. Je <strong>nach</strong><br />

Hitze dauert das zwischen<br />

fünf <strong>und</strong> zwölf Minuten –<br />

also im Auge behalten.<br />

10. Lecker knusprig sehen<br />

die Blooze aus <strong>und</strong> schmecken<br />

lauwarm am besten.<br />

In Stücke geschnitten<br />

sind sie ruck, zuck vernascht.<br />

Dazu schmecken<br />

Apfelschorle, Most oder<br />

Federweißer.<br />

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Abendessen 17.00 – 21.00 Uhr | Dienstag: Ruhetag<br />

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<strong>2017</strong><br />

133


GENUSS PLUS<br />

KULINARISCHE GRÜSSE<br />

IN DIE HEIMAT<br />

Drei Spitzenköche aus <strong>Hohenlohe</strong> leben fernab ihrer Heimat. Wir<br />

haben <strong>nach</strong>gefragt, was sie mit <strong>Hohenlohe</strong> verbinden. In Erinnerung<br />

geblieben sind vor allem die Menschen <strong>und</strong> Spätzle mit Soße.<br />

Daniel Kämmer hat viele schöne Erinnerungen<br />

an <strong>Hohenlohe</strong>. Foto: Chefs Culinar<br />

Daniel Kämmer, aufgewachsen<br />

in Niedernhall, Forchtenberg<br />

<strong>und</strong> Künzelsau, ist gelernter<br />

Koch. Ihm ist von <strong>Hohenlohe</strong> etwas<br />

Bestimmtes in Erinnerung geblieben:<br />

„Die Gelassenheit, mit der dem Leben<br />

begegnet wird. Außerdem denke ich<br />

oft an die Wälder, die ich als Kind immer<br />

gerne durchstreift habe.“ Besonders<br />

geprägt habe ihn diese Lebensphilosophie.<br />

„Die Ruhe habe ich mir<br />

angeeignet. Ich bin in meiner Art sehr<br />

überlegt <strong>und</strong> treffe selten eine wichtige<br />

Entscheidung, ohne eine Nacht<br />

darüber zu schlafen.“ Der 36-Jährige<br />

fährt fort: „Was in <strong>Hohenlohe</strong> auch immer<br />

schon besonders war, ist die Art<br />

<strong>und</strong> Weise, mit unterschiedlichen Menschen<br />

<strong>und</strong> Kulturen umzugehen.“ Er<br />

ist sich sicher, dass <strong>Hohenlohe</strong> durch<br />

die starke Wirtschaft schon immer eine<br />

Region gewesen sei, die Menschen aus<br />

der ganzen Welt anziehe. „Das hat mir<br />

in der Küche geholfen. Denn kaum ein<br />

Gewerbe ist so bunt wie die Gastronomie“,<br />

resümiert der gebürtige Stuttgarter.<br />

Inzwischen arbeitet Kämmer<br />

in einem großen Foodserviceunternehmen<br />

in Deutschland <strong>und</strong> pendelt<br />

zwischen Weeze <strong>und</strong> Ulm. Eine Anekdote,<br />

die ihm zu süddeutschem Essen<br />

einfällt: „Ich hatte ein nettes Erlebnis<br />

mit einem Amerikaner. Er war Gast in<br />

einem Stuttgarter Hotel.“ Kämmer sei<br />

zur gleichen Zeit dort gewesen <strong>und</strong><br />

habe im Restaurant gegessen. Der<br />

Mittdreißiger fährt fort: „Weil es sehr<br />

voll war, hat man ihn zu mir gesetzt.“<br />

Er erläuterte dem Gast, welche Gerichte<br />

auf der Karte standen. „Als ich<br />

erklärte, dass es einen schwäbischen<br />

Wurstsalat gibt, ist er beinahe vom<br />

Stuhl gefallen. Seine Frau sagte nämlich<br />

immer, er solle mehr Salat essen.<br />

Und so war er glücklich <strong>und</strong> seine<br />

Frau über Umwege wohl auch.“<br />

<br />

<br />

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<br />

Familie Kraft<br />

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Montags<br />

Frische Bauernbrote<br />

(versch. Sorten)<br />

Hefegebäck<br />

Freitags<br />

Frische Brötchen <strong>und</strong><br />

Hefezopf, hausmacher<br />

Nudeln, Eier, Kartoffeln,<br />

Gewürze, Wurstdosen,<br />

Bauernhofkäse, Eierlikör,<br />

Hochlandkaffee,<br />

Wolle u.v.m.<br />

Familie V. Bühl<br />

74632 Neuenstein-<br />

Emmertshof<br />

Tel. 07942 2228<br />

Öffnungszeiten:<br />

Montag <strong>und</strong> Freitag<br />

11.00 – 19.00 Uhr<br />

134 <strong>2017</strong>


Philipp Haiges (links) führt ein Restaurant<br />

in Graz. Das Ehepaar Pfeifer lebt in den<br />

USA. Dort betreiben sie das Fischrestaurant<br />

„Middendorf‘s“. Fotos: Werner Krug, privat<br />

Auch der 34-jährige Philipp Haiges<br />

schickt kulinarische Grüße <strong>nach</strong> <strong>Hohenlohe</strong>.<br />

Er ist Küchenchef des Restaurants<br />

„carl“ im österreichischen<br />

Graz <strong>und</strong> seit 2014 auch dessen Eigentümer.<br />

Haiges Empfehlungen aus<br />

der <strong>Hohenlohe</strong>r Küche sind Sauerbraten,<br />

Spätzle <strong>und</strong> Ackersalat: „Wenn<br />

Mama oder Oma Haiges dies machen,<br />

ist das zugleich mein Geheimtipp“,<br />

gesteht der geborene <strong>Schwäbisch</strong><br />

<strong>Hall</strong>er schmunzelnd. Mit diesen Gerichten<br />

verbinde er Familie, Zusammenhalt,<br />

Kindheit, ein besonderes<br />

Lebensgefühl <strong>und</strong> „mittlerweile etwas<br />

Heimweh“, wie der 34-Jährige<br />

zugibt. Die Menschen seien es, die<br />

ihm aus <strong>Hohenlohe</strong> besonders in Erinnerung<br />

geblieben sind. Das trifft<br />

ebenso auf die Umgebung zu <strong>und</strong><br />

vor allem auf „unser <strong>Schwäbisch</strong>-<br />

Hällisches“. Das Landschwein, das<br />

inzwischen Kultstatus über seine ursprünglich<br />

Grenzen hinaus erlangt<br />

hat, ist auch bei Spitzenköchen wie<br />

Haiges beliebt. Auf seiner Speisekarte<br />

lassen sich einige Spezialitäten aus<br />

<strong>Hohenlohe</strong> entdecken: Maultaschen,<br />

Trüffelei oder gelierte Rindersuppe.<br />

Noch ein Spitzenkoch, der gebürtiger<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r ist, lebt im Ausland. Horst<br />

Pfeifer hat sich mit seiner Frau Karen<br />

im B<strong>und</strong>esstaat Louisiana im Süden<br />

von Amerika niedergelassen. Und<br />

auch ihn hat der Sauerbraten vom Kaninchen<br />

mit Spätzle, Gurkensalat mit<br />

Dill <strong>und</strong> Sahne sowie Acker- <strong>und</strong> Kartoffelsalat<br />

<strong>nach</strong> dem Rezept seiner<br />

Mutter nicht mehr losgelassen. Deshalb<br />

bietet er jährlich in seinem Fischrestaurant<br />

seinen Lieblingsbraten an.<br />

Während seines Oktoberfests gibt es<br />

typisches „German food“: Schlachtplatte,<br />

Schnitzel <strong>und</strong> Schweinshaxe.<br />

Stilecht untermalt Pfeifers Bruder<br />

Heinz das Fest mit Akkordionmusik.<br />

Der Koch führt in Manchac am Pontchartrain-See<br />

mit seiner Frau Karen<br />

das Restaurant „Middendorf’s“. Der<br />

1962 in Gerabronn geborene Auswanderer<br />

schwärmt von der Schönheit<br />

<strong>und</strong> Landschaft <strong>Hohenlohe</strong>s<br />

sowie den Menschen dieser Region.<br />

Das Ehepaar erzählt: „Jeden Sommer<br />

bringen wir amerikanische Fre<strong>und</strong>e<br />

<strong>nach</strong> Bächlingen, um ihnen die Landschaft<br />

zu zeigen.“ Pfeifer ist in Bächlingen<br />

aufgewachsen. Auf die Frage,<br />

wie ihn seine hohenloher Wurzeln<br />

geprägt haben, antwortet er: „Die<br />

Arbeitsmoral dieser – unserer – Region<br />

hat mich sehr beeinflusst. Eine<br />

kleine Gemeinschaft von Menschen,<br />

die sich gegenseitig hilft <strong>und</strong> unterstützt.<br />

Dabei wächst das Dorf zusammen<br />

<strong>und</strong> ein Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

entsteht.“ Annika Wieland<br />

<strong>2017</strong><br />

135


GENUSS PLUS<br />

LECKERES ZU ESSEN<br />

UND ZU KAUFEN<br />

Ein Kleinod für Leckereien aus der Region ist die Pfedelbacher Sonne. Die<br />

Vinothek eröffnete 2016 <strong>und</strong> dient seitdem auch als Verkaufsort für<br />

kulinarischer Besonderheiten. Einige Selbstvermarkter <strong>und</strong> die Pächter<br />

des Pfedelbacher Bürgerstübles haben sich dafür zusammengetan.<br />

Im Herzen von Pfedelbach ist die Vinothek „Sonne“. Hier kann gespeist, zudem können<br />

kostbare Spezialitäten von Selbstvermarktern gekauft werden. Foto: PMF-DESIGN<br />

Ein Besuch der Oberderdinger<br />

Vinothek regte den Gemeinderat<br />

im Jahr 2015 dazu an, „die historische<br />

Kulisse der ‚Sonne‘ für eine eigene<br />

Vinothek zu nutzen“, erklärt der für<br />

Tourismus <strong>und</strong> Kultur zuständige Klaus<br />

Uhl von der Gemeinde Pfedelbach. Er<br />

erläutert: „Diese Besichtigung war der<br />

Anstoß zu einem Meinungsbildungsprozess<br />

in eigener Sache.“ Egal, ob<br />

Honig, Likör, Apfelchips oder Wein –<br />

über 16 Selbstvermarkter aus der Gesamtgemeinde,<br />

der Weingenossenschaft<br />

Heuholz <strong>und</strong> der Weinkellerei<br />

<strong>Hohenlohe</strong> verkaufen in der Sonne<br />

inzwischen ihre Schätze. Pfedelbachs<br />

Bürgermeister Torsten Kunkel erklärt,<br />

die Vinothek sei keine geschlossene<br />

Gesellschaft, die Türen stünden<br />

auch für weitere Interessenten offen.<br />

Für m<strong>und</strong>ende regionale Speisen sorgen<br />

die Pächter der Sonne: Volker<br />

Zum vierten Mal ausgezeichnet mit der<br />

höchsten Ehrung für deutsche Brauereien:<br />

B <strong>und</strong>esehrenpreis<br />

136 <strong>2017</strong>


Föll <strong>und</strong> Dieter Schultheiß. Seit drei<br />

Jahren führen die beiden das Bürgerstüble<br />

in Pfedelbach. Sie bieten bodenständige<br />

Gerichte mit Raffinesse<br />

an. Unter dem Motto: „Gemeinsame<br />

Sache – die Pfedelbacher Sonne beweist:<br />

zusammen geht mehr“ haben<br />

sich einige Selbstvermarkter <strong>und</strong> die<br />

beiden zusammengetan. Die Vinothek<br />

hat von Donnerstag bis Sonntag<br />

geöffnet. Zwei Säle für kleinere Festlichkeiten<br />

befinden sich im Obergeschoss.<br />

Im Sommer können die Gäste<br />

auch auf der Terrasse essen.<br />

GESCHICHTSTRÄCHTIG<br />

Direkt gegenüber des Wasserschlosses<br />

liegt das Gasthaus. Das im Jahr<br />

1662 erbaute Gebäude diente im<br />

18. Jahrh<strong>und</strong>ert als Witwensitz der<br />

Fürstin Anna Felicitas. Der Fassmaler<br />

Johann Michael Probst erwarb<br />

1781 das Anwesen. Er richtete dar-<br />

in erstmals das Gasthaus Sonne ein.<br />

In den folgenden Jahren – bis heute<br />

– erfuhr es einige Besitzerwechsel.<br />

Die Gemeinde erwarb das denkmalgeschützte<br />

Gebäude 1990 <strong>und</strong> ließ es<br />

sanieren. Nicht nur Genüsse für den<br />

Gaumen, sondern auch für die Augen<br />

gibt es hier. Im ersten Obergeschoss<br />

haben die virtuellen Limeswelten ihre<br />

Heimat gef<strong>und</strong>en. Uhl erklärt: „Dabei<br />

handelt es sich um einen Reiseführer<br />

in die antike Welt der Römer, der neben<br />

historisch f<strong>und</strong>ierten Erkenntnissen<br />

jede Menge Spaß bringt“. Mithilfe<br />

von 3D-Technik sei diese Zeitreise<br />

ins römische Imperium möglich. awi<br />

Vinothek Sonne<br />

Weitere Informationen finden Sie unter<br />

www.vinothek-pfedelbach.de<br />

10 Jahre Genießerregion<br />

Bereits seit 10 Jahren gilt<br />

die Landschaft r<strong>und</strong> um<br />

Kocher, Jagst <strong>und</strong> Tauber als<br />

Genießerregion. Hier wird<br />

Genussvolles angeboten, das<br />

direkt aus <strong>Hohenlohe</strong> kommt<br />

<strong>und</strong> hier hergestellt wird. Die<br />

heimische Regionalküche<br />

lockt mit ihrer Vielfalt – <strong>und</strong><br />

dem passenden Wein oder<br />

auch Bier aus der Umgebung.<br />

Juergen Koch, Genießer <strong>und</strong><br />

Journalist, hat sich zu einer<br />

kulinarischen Heimatexpedition<br />

aufgemacht <strong>und</strong> seine<br />

Eindrücke in der Broschüre<br />

„Genießerregion <strong>Hohenlohe</strong>“<br />

veröffentlicht. Darin macht er<br />

Appetit auf die Region.<br />

Panorama Hotel & Service GmbH<br />

Drei außergewöhnliche Hotels erwarten Sie<br />

Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe<br />

Eingebettet in einen 4,4 Hektar großen<br />

Park umfasst das Anwesen 66 exklusive<br />

Zimmer <strong>und</strong> Suiten. Der 4.400 m² große<br />

- mehrfach ausgezeichnete - Spa Bereich<br />

<strong>und</strong> unsere vier Restaurants - von<br />

urig-rustikal, über leicht-vital bis hin zu<br />

eleganter Sterneküche - erwarten Sie.<br />

Panoramahotel Waldenburg<br />

Schlafen auf dem Balkon <strong>Hohenlohe</strong>s,<br />

kulinarische Genüsse,<br />

professioneller Tagungs<strong>und</strong><br />

Veranstaltungsservice.<br />

Im Frühjahr 2018 begrüßen wir Sie im<br />

neuen Panoramahotel Waldenburg.<br />

Amtshaus Ailringen<br />

Fernab von Stress <strong>und</strong> Hektik bietet das<br />

Amtshaus in familiärer Atmosphäre<br />

einen persönlichen Service.<br />

Genießen Sie individuelle, auf Ihre<br />

Bedürfnisse abgestimmte Erlebnisseunvergesslich,<br />

einzigartig <strong>und</strong><br />

auf Wunsch auch exklusiv!<br />

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Panorama Hotel & Service GmbH | Hauptstraße 84 | 74638 Waldenburg | Telefon +49 (0) 7941-60 87-0 | info@panorama-hotelservice.com<br />

<strong>2017</strong><br />

137


Anzeige<br />

Unberührte Natur: Die Jagst beim Langenburger Teilort Unterregenbach verspricht Idylle pur. Foto: Erlebnis Mittleres Jagsttal<br />

Zwischen Burgfest <strong>und</strong> Kräuterwanderung<br />

Unter dem Motto „Wiesen riechen – Landschaft schmecken“ findet die Jagsttal Wiesen Wanderung <strong>2017</strong> am<br />

Samstag 27. <strong>und</strong> Sonntag 28. Mai statt. Jedes Jahr lockt die einzigartige Veranstaltung viele Besucher an.<br />

Die Jagsttalgemeinden Langenburg, Mulfingen,<br />

Dörzbach, Krautheim sowie das<br />

Herrenhaus Buchenbach laden dieses Jahr<br />

zum achten Mal zur Jagsttal Wiesen Wanderung<br />

ein. Die r<strong>und</strong> 38 Kilometer lange<br />

Gesamtstrecke zwischen Langenburg-<br />

Bächlingen <strong>und</strong> Krautheim-Gommersdorf<br />

ist in 13 Stationen aufgeteilt, die im halbstündlichen<br />

Takt von einem Pendelbus<br />

angefahren werden. Der Wanderer kann<br />

so seine individuelle Strecke zusammenstellen,<br />

die Programmpunkte seiner Wahl<br />

besuchen oder sich seine kulinarischen<br />

Highlights aussuchen. Führungen, geführte<br />

Wanderungen, Ausstellungen <strong>und</strong><br />

Infostände spiegeln die gesamte Vielfalt<br />

von Natur, Kunst <strong>und</strong> Kultur dieser Region<br />

wider. Es werden Kräuter-Erlebnis- <strong>und</strong><br />

Ges<strong>und</strong>heitswanderungen, Orts- <strong>und</strong><br />

Burgführungen, geologische Führungen<br />

oder Führungen zu Fledermäusen <strong>und</strong><br />

Schmetterlingen angeboten. Infostände<br />

zu Bienen, Zecken, Hornissen, zu den Urschafen<br />

oder zur Elektrobefischung vermitteln<br />

Wissenswertes für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Kinder. Regionale <strong>und</strong> selbsthergestellte<br />

kulinarische Köstlichkeiten bestimmen<br />

die Speisekarte. Beispielsweise gibt es<br />

Gerichte vom Hällischen Schwein oder eigenen<br />

Zebu, traditionelle Ailringer Nudeln<br />

<strong>und</strong> selbstgebackene Kuchen. Zum Trinken<br />

wird Apfelsaft oder Schaumwein von<br />

<strong>Hohenlohe</strong>r Streuobstwiesen <strong>und</strong> Weine<br />

aus regionalen Weinbaubetrieben angeboten.<br />

Viele Aktionen richten sich speziell<br />

an Kinder, wie Ponyreiten, Falknereivor-<br />

führungen, ein aufgebauter Sandkasten<br />

oder ein Kinderspielplatz. Zahlreiche Stationen<br />

warten auch mit <strong>Hohenlohe</strong>r Livemusik<br />

auf: Stony Waters & Friends, Kurt<br />

Rösch <strong>und</strong> Kurt Klawitter, die <strong>Hohenlohe</strong>r<br />

M<strong>und</strong>artbarden, das Jazzkränzchen <strong>und</strong><br />

der Jagsthausener Chor sorgen für Stimmung<br />

<strong>und</strong> eine urgemütliche Atmosphäre.<br />

Informationen dazu gibt es beim Herrenhaus<br />

Buchenbach unter Tel. 07938 / 992035<br />

oder www.erlebnis-mittleres-jagsttal.de.<br />

Prospekte mit Programmpunkten <strong>und</strong> Busfahrplan<br />

liegen im Herrenhaus, bei den<br />

teilnehmenden Gemeinden oder an allen<br />

Veranstaltungsstationen aus.<br />

138 <strong>2017</strong>


DÖRZBACH<br />

Eingebettet zwischen Weinbergen liegt<br />

die Gemeinde Dörzbach im mittleren<br />

Jagsttal. Die Wohngemeinde hat mit seinen<br />

drei Teilorten Hohebach, Laibach <strong>und</strong><br />

Meßbach neben der guten Lage das ganze<br />

Jahr viel zu bieten für Jung <strong>und</strong> Alt. Zahlreiche<br />

Wanderwege laden zum Ausflug in<br />

der Gemeinde ein, die zu allen Jahreszeiten<br />

die Schönheit der Kulturlandschaft mit<br />

den typischen Trockenhängen im mittleren<br />

Jagsttal zeigt. Foto: Gemeinde Dörzbach<br />

MULFINGEN<br />

Das Leben am Fluss prägt das Gesicht Mulfingens<br />

maßgeblich. In malerischem Einklang<br />

mit der altehrwürdigen Bausubstanz<br />

schlängelt sich die Jagst durch die Teilorte.<br />

Gewaltig ist die üppige Naturlandschaft,<br />

welche von <strong>und</strong> mit der Jagst lebt. Die kulturellen<br />

Höhepunkte bestehen in der großen<br />

Anzahl sakraler Kunstwerke. In Kirchen<br />

<strong>und</strong> überall entlang der alten Wege stehen<br />

Zeugen dieser von Frömmigkeit bestimmten<br />

alten Zeit. Foto: Henry Doll<br />

Krautheim, Dörzbach, Mulfingen, Langenburg<br />

sowie die Touristikgemeinschaften<br />

<strong>Hohenlohe</strong> <strong>und</strong> <strong>Schwäbisch</strong>-<strong>Hall</strong> präsentieren<br />

das mittlere Jagsttal mit seiner<br />

herausragenden Natur, der einzigartigen<br />

Kulturlandschaft <strong>und</strong> seinen besonderen<br />

Menschen im Herrenhaus in Buchenbach.<br />

Die Höhepunkte <strong>und</strong> Geheimnisse der<br />