DMG-informiert 1/2017

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: KRAFTWort

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 1/2017

KRAFTWort


THEMA

KRAFTWort

Sie kochte unglaublich lecker, meine

liebe Großmutter. Ihr Sonntagsbraten

und ihre Spätzle, zubereitet über

dem Feuer des Holzofens, schmeckten

wie nirgends sonst. Noch heute, 40 Jahre

später, habe ich den Duft in der Nase.

Nach dem Essen

2 DMG-informiert | 1 | 2017

So erwies die Botschaft

Gottes ihre KRAF T und

breitete sich immer weiter aus.

Apostelgeschichte 19,20

nahm Oma uns Enkel

immer mit in die

„Stub“. Neben der

rustikalen Kommode

quetschten wir

uns aufs uralte Sofa.

Auf dem Tisch lag

ihre riesige, schwarze

Familienbibel. Die alte Frau nahm „Das

Wort“ mit zitternden Händen, blätterte

durch die zerlesenen Seiten und las uns

vor. Gespannt lauschten wir …

Mit ihrer brüchigen Stimme hörten wir,

wie Josef seinen Brüdern vergab, obwohl

diese ihn als Sklaven ins Ausland verkauft

hatten (1Mo 50,19ff): „Josef aber sprach

zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe

ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet

es böse mit mir zu machen, aber Gott

gedachte es gut zu machen … Und Josef

tröstete seine Brüder und redete freundlich

mit ihnen.“ Sympathische Worte

Gottes aus dem Mund der warmherzigen

Großmutter – mitten hinein in meine oft

zerstrittene Familie, wo die Trennung

meiner Eltern beinahe schon absehbar

war.

Mit viel Liebe hat unsere Oma ihren

Kindern und Enkeln den festen Glauben

von Abraham ins Herz gepflanzt, der an

Gottes Versprechen festgehalten hat,

dass ihm in hohem Alter noch ein Sohn

geboren wird (1Mo 15,5ff): „Und Gott

hieß Abraham hinausgehen und sprach:

Sieh gen Himmel und zähle die Sterne …

So zahlreich sollen deine Nachkommen

sein! Und Abraham glaubte dem Herrn.“

Vorgelesen von der 80-jährigen Oma

verstanden wir sofort, wie es dem uralten

Abraham ums Herz war. Woche für

Woche las sie uns die Bibel vor, immer

nach dem Essen, solange sie konnte. So

prägte Gottes Wort mein Leben.

„Allein durch die

Schrift!“ Mit diesem

Slogan hat Reformator

Martin Luther 1520

klargestellt, dass sich alle

theologische Lehre und

alles christliche Leben an

der Bibel messen lassen

muss. Dass sie Gottes

Wort ist! Sein Kraftwort – nicht Menschenwort

(1Thess 2,13). Dass die Bibel

der letztgültige Maßstab aller Erkenntnis

ist. Worte der Bibel haben Dynamik.

Sie kann praktisch alles infrage stellen

und verändern. Kein noch so kluges

theologisches Statement, weder wissenschaftliche,

noch besondere Offenbarung,

steht über ihr. Menschliche Weisheit ist

begrenzt, Gottes nicht (1Kor 2). Davon

war meine Großmutter überzeugt, genau

wie Luther – und ich bin es auch. Warum?

Weil Gott durch die

Bibel redet.

Es war 1988 bei einem

christlichen Popkonzert

in Laichingen auf der

Schwäbischen Alb. Ich

saß in der hintersten

Ecke des Saals und war

völlig fertig; verzweifelt

am eigenen Ich. Plötzlich

horchte ich auf. Die

blonde Interpretin vorne strahlte wie ein

Engel als sie ins Mikrofon sang: „Gott, du

bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet

meine Seele nach dir! Mein ganzer

Mensch verlangt nach dir, aus trockenem,

dürrem Land, wo kein Wasser ist …“ Ihre

Worte trieben mir Tränen in die Augen.

Mein W ORT

brennt wie Feuer.

Es ist wie ein Hammer,

der Felsen zerschlȧ . gt!

Jeremia 23,29

„Das ist es! Ich will Gott finden“, dachte

ich. Diesen Gott, von dem meine Oma

immer erzählt hatte. Der Song berührte

mich im Innersten. An diesem Abend

schenkte ich Jesus mein Leben und Freude

zog ein. Monate später stieß ich beim

Bibellesen „zufällig“ auf Psalm 63: „Gott,

du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet

meine Seele nach dir …“ Weinend saß

ich über dem offenen Buch und staunte.

Nie hätte ich gedacht, dass dieses Lied

eins zu eins aus der Bibel kam: Gottes

kraftvolles Wort – sensibel und überaus

persönlich – direkt für mich?!

Psalm 19 lobt die Schöpfung in höchsten

Tönen, beispielsweise ab Vers 5b:

„Der Sonne hat Gott am Himmel ein

Zelt aufgeschlagen … nichts bleibt vor

ihrer Hitze verborgen.“ Einen Vers weiter

schwenkt der Psalm um auf die Schönheit

der Heiligen Schrift: „Das Gesetz des

Herrn ist vollkommen, es macht glücklich

und froh.“ Hier wird Gottes Wort, wörtlich

die Thora, verglichen mit der Sommersonne

voller Hitze und Energie. Ein

genialer Vergleich. Der Verfasser, König

David, macht deutlich: So schön und hilfreich

und lebensnotwendig

wie die Sonne … so kraftvoll

und energiegeladen ist die

Bibel, das lebendige Wort.

Durch sie spricht Gott zu

uns Menschen. Manchmal so

direkt, wie ich das mit Psalm

63 erlebt habe.

Udo ist ein befreundeter

Grafiker, ich fuhr oft zu ihm

nach Karlsruhe und habe

fachlich wie persönlich viel von diesem

feinen Mann gelernt. Einmal brachte

ich ihm eine „Hoffnung für alle“-Bibel in

modernem Deutsch als Geschenk mit.

Udo hat sie gelesen und sich Monate

später für ein Leben als Christ entschie-


Links: Die Bibel

der Großmutter

Nehmt bereitwillig das

W ORT an, das Gott euch

ins Herz gepf lanzt hat.

Es hat die KRAF T,

euch zu retten.

Jakobus 1,21

den. Erst kürzlich am Telefon erinnerte

er mich wieder daran, wie sehr ihn dieses

Geschenk geprägt hat. Für Udo gilt: „Ich

behalte dein [Gottes] Wort in meinem

Herzen … habe Freude an deinen Satzungen

und vergesse deine Worte nicht“

(Psalm 119,11+16).

Unser früherer Russland-Missionar Johannes

Lange (heute Leiter von „Licht im

Osten“) sorgte während seiner Vorbereitungszeit

auf dem Buchenauerhof

mit einem

Vortrag für Aufsehen.

Als Theologe kritisierte

er entschieden die

Historisch-kritische

Bibelauslegung, ja er

nannte sie sogar „Sünde“.

Ihr Grundansatz,

die Aussagen der Bibel

zunächst einmal mit

dem sogenannten wissenschaftlichen

Zweifel systematisch infrage

zu stellen und dann ihren Realitätsund

Wahrheitsgehalt nach den Maßstäben

eines als absolut gesetzten menschlichen

Verstandes zu beurteilen, bewege sich in

den Bahnen des Sündenfalls: Auch dort

stehe am Anfang der Zweifel an Gottes

Wort („sollte Gott gesagt haben“), woraufhin

der Mensch zum entscheidenden

Maßstab für alles erhoben werde („ihr

werdet sein wie Gott und wissen …“), so

Lange.

Wer den menschlichen Verstand zur

obersten Instanz erkläre, verkenne die

biblische Aussage, dass der ganze Mensch

unter dem Einfluss der Sünde stehe, und

auch sein Verstand, wie alle Lebensbereiche,

der Buße und Umkehr, Erneuerung

und Heiligung bedürfe und zum Gehorsam

gegenüber Christus zu finden habe.

Solch ein erneuerter und geheiligter Verstand,

der sich Christus und seinem Wort

unterordnet, sei dann selbstverständlich

als Geschenk Gottes mit aller Kraft und

Gründlichkeit einzusetzen, um die Heilige

Schrift zu erforschen, zu verstehen und

auszulegen.

Langes Vortrag, veröffentlicht in einer

christlichen Zeitschrift, löste damals

eine heftige Diskussion unter Theologen

aus – selbst unter Lutheranern, die sich

dem „Sola Scriptura“ (Allein die Schrift)

verpflichtet sahen. Für bewusste Christen

gilt: Nicht der Verstand ist letzte Instanz,

sondern die Bibel selbst. Genau wie Martin

Luther im 16. Jahrhundert es sah. Die

Bibel als Wort Gottes hat also das letzte

Wort, auch im Hinblick auf die Auslegung

ihrer selbst.

Letztlich ist das Wort Gottes eine Person:

Jesus Christus (vgl. Joh 1), der ewige

Retter selbst – doch wir erfahren von

ihm aus der Bibel. Sie ist allgemein- und

weltweit gültig. Und immer wieder neu

staunen wir, wie sie Herzen verändert

und Menschen aus allen Kulturen und

Ländern auf einzigartige Weise anspricht.

Wie es einer unserer Missionare im Nahen

Osten erlebt hat:

Fleißig übte er Arabisch schreiben

anhand der Gleichnisse von Jesus. Die

handgeschriebenen Geschichten gab er

einem Arbeitskollegen zum Korrekturlesen.

Der Araber erklärte ihm zunächst,

welche Buchstaben

eleganter gemalt werden

sollten – daraufhin fragte

er sichtlich bewegt, was

das für Worte seien. Der

Missionar erklärte ihm,

dass die Gleichnisse aus

den Evangelien stammen,

und fragte ihn, ob er sie

selbst lesen wolle. Er

lieh ihm eine Bibel dazu

aus. Die Begeisterung

des Muslims kannte keine Grenzen, denn

Gottes Wort hatte sein Herz berührt.

In einem zentralasiatischen Staat, wo

das Weitergeben der Bibel als Buch oder

Smartphone-App unter Strafe steht,

schult ein DMG-Mitarbeiter Christen

im Erzählen biblischer Geschichten. An

so einer Schulung – heimlich in einer

Wohnung – nahmen

rund 60

Personen teil, die

danach jeweils

sieben Bibelberichte

erzählen konnten.

Inzwischen hört

der Missionar von

Menschen aus allen

Ecken des Landes,

von Muslimen wie

Atheisten, die sich nach dem Hören der

Bibelgeschichten für ein Leben mit Jesus

entscheiden. Weil Gottes Wort fundamental

in ihr Leben spricht.

Als DMG lassen wir uns durchs Lutherjubiläum

2017 neu motivieren, Menschen

weltweit die Einzigartigkeit der Bibel ans

Herz zu legen. An der Schrift muss sich

unser Glaube und Leben orientieren.

Nicht an kirchlicher Tradition, philosophischen

Gedanken und Menschenweisheit,

wie bei der Kirche vor Luthers Zeiten.

Nicht an Mehrheitsmeinung, Menschenfurcht

und falsch verstandener Toleranz

– wie in heutiger Zeit. An der

Bibel allein. Und die sagt: „Predige

das Wort, steh dazu, es sei zur

Zeit oder Unzeit“ (2Tim 4,2).

Elke und

Theo Volland

sind seit 25 Jahren

glücklich verheiratet

Ich behalte dein W ORT

in meinem Herzen ... habe

Freude an deinen Satzungen und

vergesse deine Worte nicht.

Psalm 119,11+16

Die Schrift wirkt. Sie ist das einzige

Buch, durch das Gott in dieser Deutlichkeit

zu Menschen spricht. Sie ist Gottes

Liebesbrief an jeden weltweit. In ihr wird

Gottes Herz und seine unendliche Liebe

zu allen Menschen sichtbar, von der

ersten bis zur letzten Seite. Sie schildert

seine Rettungsaktion für uns verlorene

Menschheit. Wieviel er es sich hat kosten

lassen. Wie wir schuldig geworden und

verloren gegangen sind und er seinen

Weg vollendet hat, um uns zu befreien.

Den Weg ans Kreuz, den Christus ging:

„Er gab alle seine Vorrechte auf und

wurde einem Sklaven gleich. Er wurde

ein Mensch in dieser Welt und teilte

das Leben der Menschen. Im Gehorsam

gegen Gott erniedrigte er sich so tief,

dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja,

den Verbrechertod am Kreuz. Darum hat

Gott ihn auch erhöht und ihm den Rang

und Namen verliehen, der ihn hoch über

alle stellt. Vor Jesus müssen alle auf die

Knie fallen – alle, die im Himmel sind, auf

der Erde und unter der Erde; alle müssen

feierlich bekennen: »Jesus Christus ist

der Herr!« Und so wird Gott, der Vater,

geehrt.“ (Phil 2,6ff).

Dieses Kraftwort, die Bibel (Altes wie

Neues Testament), steht über allem und

ist genauso unwandelbar wie Gott selbst.

5. Mose 4,2 und Offenbarung 22,18 verdeutlichen,

dass wir die Schrift weder

ändern noch kürzen

noch etwas hinzufügen

dürfen. Sie ist

einzigartig, letztgültig

und stark. Im Jahr des

Reformationsjubiläums

sucht die Bibel neue

Großmütter, die sie

geduldig ihren Enkeln

vorlesen. Neue Frauen

und Männer, die sie

Freunden schenken. Neue Missionare, die

sie Menschen aller Völker und Kulturen

erklären. Und neue Leser, die ihr Herz

von Gott verändern lassen. Es ist der

große Auftrag Gottes. Sind Sie dabei?

Theo Volland

Pressesprecher der DMG

DMG-informiert | 1 | 2017

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EUROPA

SPANIEN

Hansjörg und Elisabeth Mackh

DEUTSCHLAND

NEU: Johann und Susanne Scharf

Ein Buch gibt Antwort

Vor einem halben Jahr schlossen

wir unsere Gemeindegründung in

einem Vorstadtgebiet von Madrid ab und

wagten einen Neuanfang 600 Kilometer

weiter südlich. Unser neuer Einsatzort ist

Marbella in Andalusien. Hier leben viele

Deutsche. Wir laden sie zu christlichen

Veranstaltungen ein, um ihnen Gottes

Wort nahezubringen. Vor mehreren

Jahren hat die „Hans Joachim Selzer-

Stiftung“ diese Arbeit begonnen, damit

die hier fern der Heimat Lebenden Jesus

kennenlernen können.

Bald schon drehte sich das

Gespräch um die Schuldfrage.

Weshalb Gott

Krankheiten zulässt, bis

hin zur Reinkarnation.

Dienstags treffen wir uns zum Gesprächskreis.

Kürzlich waren zwei Ärzte

dabei, unser Thema war: Krankheit – warum?

Bald drehte sich das Gespräch um

die Schuldfrage. Weshalb Gott Krankheiten

zulässt, bis hin zur Reinkarnation.

Wir beschäftigten uns mit dem Woher

von Not und warum manche Menschen

leiden müssen. Bei solchen Fragen stößt

der Verstand schnell an Grenzen. Die

Bibel nicht: Das Beispiel des Blindgeborenen

(Joh 9), der Jesus begegnet, weckte

das Interesse der Teilnehmer. Wie handelt

Jesus? Er geht nicht achtlos an uns

Menschen vorüber. Er sieht unsere Not

und weiß, was wir brauchen. Er weckt

und stärkt unseren Glauben.

Wir staunen, wie Gottes

Wort unsere Besucher

berührt. Bitte beten Sie, dass

das Interesse am Gesprächskreis

wächst und Besucher

zum Glauben kommen.

Szenen einer Ehe

So heißt ein alter Film von Ingmar

Bergman. Als wir ihn uns vor vielen

Jahren angesehen haben, hat er uns

bedrückt, denn er zeigt Zerbruch und

Krieg zwischen zwei Menschen, die sich

einmal geliebt haben. So traurig es ist –

vielen Paaren geht es ähnlich. Auch wir

sind in diesen Zweikampf eingestiegen:

Verliebt und glücklich hatten wir 1984

nach fünf turbulenten Jahren Fernbeziehung

geheiratet. Endlich! Wie im Roman.

Doch schon nach kurzer Zeit, waren wir

enttäuscht: „Mein Traumprinz, meine

Prinzessin hat mich verletzt.“ Was wir

uns so schön vorgestellt hatten, funktionierte

nicht. Unsere Erwartungen, Wünsche,

Vorlieben, Werte und Bedürfnisse

lagen so weit auseinander. „Herr, bitte

hilf mir und verändere ihn …!“ Immer

wieder haben wir versucht, dem anderen

klar zu machen, was er/sie falsch macht.

Wir waren nicht glücklich. In uns kam die

Frage auf, ob wir den Falschen geheiratet

hatten.

Heute sieht es anders aus. Nach vier

Jahren Kampf und Enttäuschung luden

uns Freunde zu einem Eheseminar ein.

Dort schöpften

wir Hoffnung. Wir

erlebten Seelsorge,

Begleitung und Mentoring

an uns selbst und

sind zusammengeblieben.

Gott hat Schritt

für Schritt unsere

Herzen und Beziehung

geheilt. Am Ende ließen wir uns sogar für

Ehearbeit ausbilden. Wir sind begeistert:

Jesus liebt die Menschen – und Ehe und

Familie sind ihm wichtig! Heute helfen wir

anderen Paaren.

Es ist normal, dass eine Partnerschaft

verschiedene Phasen durchläuft: Aufs

Verliebtsein folgt Ernüchterung: „Er/Sie

ist anders!“ Als Folge versucht man, den

Aufs Verliebtsein folgt

Ernüchterung: „Er/Sie

ist anders!“ Als Folge

versucht man, den Partner

an sich anzupassen; die

Umerziehungsphase.

Partner an sich anzupassen; die Umerziehungsphase.

Solche Bemühungen sind

vergebens, es kann nicht gelingen. Wir

können unser Gegenüber weder mit

Liebe noch mit Druck umformen. So

reibt man sich aneinander, verletzt sich

gegenseitig, und schließlich ziehen sich

beide voneinander zurück. Nun hat es

das Paar wirklich schwer: Sie bestrafen

sich gegenseitig, fühlen sich als Personen

infrage gestellt und gehen lieblos miteinander

um. Aus diesem Dilemma gibt es

nur einen Ausweg:

„Nehmt einander an, wie Christus

euch angenommen hat!“ (Römer 15,7).

Wenn wir akzeptieren, dass kein Mensch

vollkommen ist und alle Bedürfnisse

des Partners erfüllen kann, können wir

die Entscheidung treffen: Wir nehmen

unser Gegenüber an, wie er/sie ist. Wir

vergeben uns und ertragen einander.

Dann wächst neue, tiefe Liebe – eine

neue Dimension der Beziehung, echtes

Vertrauen ineinander.

Im Lauf der Jahre erleben Paare diese

Phasen immer wieder. Doch sie merken,

dass sich etwas ändert: Sie erleben

Vergebung, Gnade und dass wahre Liebe

möglich ist, obwohl keiner der Partner

perfekt ist.

Heute sind wir glücklich miteinander,

und dieses Glück dürfen wir weitergeben.

Als neue DMG-Mitarbeiter

unterstützen wir

Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern,

die

gute Ehen noch besser

machen und Paaren in

Not Hoffnung schenken.

In Zusammenarbeit mit

dem Mecklenburgischen

Gemeinschaftsverband und Team.F

dienen wir Menschen seelsorgerlich und

praktisch. Mit Vorträgen, entspannten

Paarabenden und Beratung bieten wir

Beratung und Hilfe an. Bitte beten Sie

mit, dass Gottes Liebe Partnerschaften

bereichert, heilt und erneuert.

Stichwort für Spende: P10643 Scharf

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19

20

INHALT

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Stellenausschreibung

Verliebtheit Ernüchterung Umerziehung

4 DMG-informiert | 1 | 2017


HEIMATZENTRALE

Leonie Bodendieck, DMG-Jahresteam

Video? Küche?

Handwerk?

Fürs Jahresteam 2017/18

suchen wir v.a. noch junge

Männer, die gerne praktisch

arbeiten. Sowie eine junge

kreative Person, die dem

Medienteam hilft, Kurzfilme

zu erstellen (Kamera, Film,

Schnitt, Vertonung) und

schon etwas Vorerfahrung

hat.

Wie ich zur

Südschwedin wurde

Schon als kleines Kind hat man mich

(Leonie, s. Bildmitte) nach meinem

Traumberuf gefragt, wobei sich diese

Berufswünsche immer wieder änderten.

In der Oberstufe an der Schule wurde es

ernst: Was sollte ich nach dem Abitur

bloß machen? Ich hatte noch keine wirkliche

Vorstellung, welcher Beruf zu mir

passen könnte … da kam von irgendwo

„das Lichtlein“ FSJ daher. Ein Jahr lang

nicht trocken lernen, sondern praktisch

arbeiten, Gemeinschaft erleben, Abnabeln

von zu Hause und dabei Gott näher

und für mich entdecken. Ins Ausland

wollte ich nicht – zu weit weg. Und in der

Nähe von Hamburg war es mir zu langweilig,

weil ich ja dort aufgewachsen bin.

Letztlich zog es mich also nach Sinsheim

zur DMG.

Der Tag des Umzugs auf den Buchenauerhof

rückte näher, die Aufregung wuchs

mit jeder Minute. Wie sind die anderen

im Jahresteam? Werden

wir uns verstehen?

Nach kurzem

Beschnuppern stand

fest, dass die Chemie

stimmt; auch

nach einem Vierteljahr

noch! Die

Zusammenarbeit in

den verschiedenen

Bereichen der DMG-

Heimatzentrale

Akzeptanz

macht Spaß. Wir werden überall eingesetzt,

von der Küche über die Haustechnik

bis ins Büro und die Medienabteilung.

Dabei haben wir viel guten geistlichen

Input beim gemeinsamen Bibelkurs, in

den DMG-Andachten und Gebetszeiten.

Der Dienst miteinander, gemeinsame Feierabende,

die Ausflüge am Wochenende,

wir lernen uns immer besser kennen, und

jeder lernt vom andern.

In unserem Jahresteam hat jeder seinen

Platz, sei es der „Master of Kärcher“,

der Engel des Haushaltes, der talentierte

Videomensch, Dekofreunde

und Musiker.

Jeder von uns neun

BFD- und FSJler bringt

seine/ihre Kreativität

voll ein, in Arbeit und

Freizeit. Natürlich

geraten wir auch mal

aneinander, wenn die

kreative Entfaltung der Musiker mit ihren

chaotischen Notensammelsurien den

Dekobewussten gegen den Strich geht:

„So ein Chaos!“ Doch irgendwo muss

Musik ja lebendig werden. Die Motivation

stimmt, gerne singen wir auch bei der Arbeit

Lieder, um uns bei Laune zu halten.

Dabei fehlt auch die „Muttivation“

nicht, wo kämen wir sonst hin? Wir

lernen fürs Leben. Zum Beispiel, dass

meine Konfliktfähigkeit mit meiner

Zimmerpartnerin bei der Frage „Muss

die Schranktür wirklich zu?“ spürbar

In unserem Jahresteam hat

jeder seinen Platz, sei es der

„Master of Kärcher“, der

Engel des Haushaltes, der

talentierte Videomensch,

Dekofreunde und Musiker.

Dein Jahr für Gott bei der DMG?

www.DMGint.de/Jahresteam

abnimmt und wir mühsam versuchen, uns

gegenseitig zum Wohlsein für die jeweils

andere zu erziehen. Auch in Deutsch gibt

es manche Sprachbarriere, die erstmal

überwunden werden muss. Ich habe mit

meinem „Oxford“-Hochdeutsch den

anderen beigebracht, dass Gulasch nicht

von „Gulli“ kommt und deshalb nicht mit

Doppel-L geschrieben wird. Außerdem

ist die Einteilung von Nord-, Mittel- und

Süddeutschland skurril bei den Südstaatlern.

Schon wer aus der Mitte Deutschlands

kommt, wird als Norddeutsch

bezeichnet. Da ich den nördlichsten

Wohnsitz habe, haben sie mich spontan

zur „Südschwedin“ erklärt. Bis heute ist

mir ein Rätsel, wo in

Deutschland die Mayonnaise-Grenze

liegt. Wir

Norddeutschen essen

Kartoffel-, Fleisch- und

Nudelsalat gerne mit

Mayo-Dressing, die Südländer

mit Essig und Öl.

Beide Parteien preisen

ihres als Bestes an. Ich habe es immerhin

geschafft, beim Grillabend den anderen

meinen norddeutschen Kartoffelsalat

unterzujubeln – plötzlich fanden ihn alle

lecker :)

Neben den Mätzchen würde ich keinen

aus meinem Team tauschen wollen, auf

keinen Fall! Jeder ist Bestandteil unserer

kleinen Familie, und ich bin froh über die

Möglichkeit, hier auf dem Buchenauerhof

mein FSJ zu machen. Komm und erlebe

es selbst …

DMG-informiert | 1 | 2017

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EUROPA

DEUTSCHLAND

Matthias und Martina Knödler

Personalleiter Migrantenhilfe

Überraschende

neue Aufgabe ...

Warum sollten wir uns um neue

Flüchtlinge kümmern? Wir

sind doch schon über beide Ohren mit

unseren türkischen Nachbarn beschäftigt.

Diese Frage stellte sich uns 2015, als eine

Million Menschen aus Nahost, Zentralasien

und Afrika nach Deutschland

strömten … und uns plötzlich Christen

und Gemeinden aus dem ganzen Land um

Hilfe baten.

Schon seit 27 Jahren geben wir das

Evangelium Türkischsprachigen in

Deutschland weiter; das sind 3,6 Millionen

Menschen. Dazu nutzen wir

türkische Fernbibelkurse, für die wir im

Internet werben. Wir betreuen zwei

kleine türkisch-christliche Gemeinden

in Frankfurt und Offenbach. Doch als

Ehepaar spürten wir, dass etwas Neues

dran war. „Herr, was willst Du?“, beteten

wir. Da berief mich, völlig überraschend,

DMG-Direktor Detlef Blöcher zum Personalleiter

für Deutschland.

Seit September kümmere ich mich

also um die 39 Missionare der DMG, die

Geflüchteten und Migranten in Deutschland

helfen. Vorläufig bringen wir uns mit

50 Prozent in diese Aufgabe ein. Gott hat

unser Gebet erhört, ihm sei Dank!

Es gibt viele Gemeinsamkeiten von den

Türken in Deutschland zu unseren neuen

F L Ü C H T L I N G E N

Inzwischen helfen mehr als 40

DMG-Missionare quer durch Europa in

vielerlei Weise Migranten: Kinder erhalten

Nachhilfe, Frauen wie Männer lernen Deutsch,

Traumatisierte bekommen Seelsorge, Einwanderer

erhalten christliche Literatur und lernen die

Bibel kennen. Helfen Sie uns, diese wichtige Aufgabe

auszubauen:

Stichwort: P50233 Migrantenhilfe

Weitere Informationen:

www.DMGint.de/Migrantenhilfe

6 DMG-informiert | 1 | 2017

Nachbarn aus Afrika

und Asien: die

Schamkultur und

die islamische Kultur.

Ihr Alltag speist

sich aus Quellen

des Koran und der Hadith (Überlieferungen).

Das erleichterte uns den Einstieg

in die neue Aufgabe. Als DMG haben wir

die Vision, Gemeinden in Deutschland

zurückkehrende Missionare mit ihrer

interkulturellen Erfahrung zur Seite zu

stellen. In der Fremde suchen Menschen

nach Wahrheit, Freundlichkeit und Beziehungen.

Die Bibel sagt: „Ein Nachbar in

der Nähe ist besser als ein Bruder

in der Ferne“ (Spr 27,10). Diese

Chance nutzen wir.

Neue Missionare helfen vor

ihrer Erstausreise noch einzwei

Jahre in Deutschland

mit – ein echtes

Opfer, das wir

nicht hoch genug

H E L F E N

Marl

Hamburg

Bad Fallingbostel

Wuppertal

Frankfurt

Wiesbaden Offenbach

Wiesloch

Großbottwar

Kernen

Leonberg

Lörrach

Ein Nachbar in der Nähe ist

besser als ein Bruder in der Ferne.

Sprüche 27,10

schätzen können. Andere Mitarbeiter

mit viel Auslandserfahrung legen einige

Jahre Zwischenstopp in Europa ein, um

Menschen aus aller Welt als gute Nachbarn

den Weg zu Jesus zu zeigen. Später

werden sie wieder in ihre Einsatzländer

ausreisen. Viele bringen sich langfristig

ein. Allen danken wir herzlich! Möge

Jesus sie kräftig gebrauchen zum Bau

seiner Gemeinde. Gemeinsam erleben

wir, wie neue Nachbarn aus aller Welt

zu Glaubensgeschwistern werden – das

motiviert uns.

Göttingen

Reichenau

Schwerin

Villingen-Schwenningen

Erzgebirge

Regensburg

Berlin

Hier die Städte in Deutschland, wo DMG-

Mitarbeiter Flüchtlingen und Migranten helfen

und von Jesus weitersagen. Einige unserer

Mitarbeiter brauchen dringend noch weitere

Freunde, die ihren wertvollen Dienst finanziell

mit tragen. Danke, dass Sie die Flüchtlingshilfe

der DMG unterstützen.

Karte: FreeVectorMaps.com


DEUTSCHLAND

Chris und Nicola Hewitt

In ihrer Heimat

nie von Jesus gehört

Nach einem Gebet im Auto fahren

wir zur Gemeinschaftsunterkunft

für Flüchtlinge. Es ist bitterkalt und still,

im Stahlkorridor treffen wir nur wenige

Leute an. Die Sozialarbeiterin ist wie

jeden Tag in ihrem Büro. Nach einem kurzen

Hallo gehen wir weiter. Bewohner,

die uns begegnen, begrüßen uns freundlich.

Heute besuchen wir drei Kurdinnen,

die sehr an der Bibel interessiert sind.

Mit ihnen wollen wir den „Al-Massira“-

Glaubenskurs durchgehen.

Wir klopfen an. Sie schlafen alle noch,

weil es in der Nacht laut war im Gebäude.

Morgens, wenn die Kinder in der

Schule sind, holen die Mütter den Schlaf

nach. Sie freuen sich, dass wir kommen.

Sofort bauen sie ihr kleines Zimmer

um, legen Matratzen und Kissen als

Sofa auf den Boden und fragen: „Chai

oder Kaffee?“ In kürzester Zeit sitzen

wir miteinander auf den Matratzen und

unterhalten uns fröhlich in einem bunten

Gemisch aus Deutsch, Englisch, Kurdisch

und Arabisch …

Zwischendurch klingelt das Telefon und

ein Baba (Papa) ruft an, um sich nach dem

Wohlergehen seiner Tochter zu erkundigen.

Dann klopft es. Eine alleinerziehende

Mutter mit zwei Kindern bittet uns, sie

ebenfalls zu besuchen. Es geht bunt her

– und wie so oft ist das Gespräch lustig,

zugleich von Fragen, Tränen und neuer

Hoffnung geprägt. Hoffnung … die nur

Jesus schenken kann! Auch heute fragen

sie am Ende: „Wann kommt ihr wieder?“

Später im Nachbarort besuchen wir

die kleine Containersiedlung, um den

Nachmittag mit Flüchtlingskindern zu

verbringen. Von allen Seiten kommen

sie angerannt, rufen unsere Namen und

umarmen uns. Alle Mühe ist vergessen,

wenn die Kinder uns so anstrahlen. Es ist

ein Geschenk, für sie dazusein.

Der Nachmittag mit 25 Kindern aus

Syrien, Iran und Afghanistan bleibt weit

entfernt von einem gut organisierten

deutschen Kinderprogramm – aber wir

haben Spaß beim Singen, Spielen und

aus der Bibel Erzählen. Die Kinder sind

einfach nur dankbar, dass heute jemand

für sie da ist. In ihrer Heimat hätten sie

wahrscheinlich nie von Jesus gehört. Wie

einfach ist es, ihnen hier in Deutschland

von unserem Herrn, der

sie unendlich liebt, weiterzusagen.

Nutzen wir diese

Chance!?

Gut, dass du da bist!

www.deutschland-begleiter.de

… ist eine Website für Flüchtlinge, Einwanderer und Mitarbeiter der Migrantenhilfe,

die unser Mitarbeiter Matthias Knödler (Koordination Flüchtlingshilfe

Deutschland) mitgegründet hat. Darin finden Sie gutes Material in Bosnisch,

Tigrinya, Farsi, Albanisch, Arabisch, Französisch, Englisch und Deutsch. Filme

und Texte, die über Deutschland und den Glauben an Christus informieren.

Alles Material können Sie herunterladen und direkt weitergeben.

©William Perugini, 123rf.de

DMG-informiert | 1 | 2017

7


EUROPA

DEUTSCHLAND

Martin und Hanna Seidl-Schulz

Martin hilft

Flüchtlingen

DEUTSCHLAND

Gerhard und Bettina Denecke

Wer Gottes Wort glaubt,

lebt ewig

Mohamed, Ahmed und Mahamud

(Namen geändert)

sind ganz Ohr. Sie lauschen aufmerksam

dem ersten Teil von „Al Massira“,

einer Einführung in die Frohe Botschaft

in Arabisch. Ich sitze dabei und folge

dankbar der Botschaft in den Untertiteln.

Anschließend stellen die Drei Fragen, und

wir können dank der Übersetzungshilfe

von Ahmed ein wenig tiefer schürfen. Sie

haben Gottes Wort in ihrer Muttersprache

gehört und können es lesen. Wann

wird aus der gehörten und gedruckten

Bibel ein Kraftwort Gottes in ihrem

Leben? Wann verändert sie ihre Herzen

und schenkt ihnen ewiges Leben?

Wie die drei Syrer war auch Kornelius

in Apostelgeschichte

10 auf der Suche nach

Leben. Auch er war

fromm, gottesfürchtig,

betete und gab

Almosen. Doch da

war dieser unstillbare

Hunger in seinem

Herzen, dazu die Frage um die vielen

Konflikte in der Welt. Gott sagte Kornelius,

er solle Petrus holen: „Der wird

dir Worte sagen, durch die du und dein

Haus errettet werden.“ Kornelius war

ganz Ohr und setzte den Auftrag Gottes

sofort in die Tat um.

F R E M D S P R A C H

I G E B I B E L N

Sie suchen Bibeln in Fremdsprachen?

Bei der DMG können

Sie kostenlos zweisprachige Neue

Testamente in Arabisch-Deutsch

oder Deutsch-Farsi (Persisch) bestellen.

Über Spenden freuen wir uns. Information:

Tel. 07265 959-0, Kontakt@DMGint.de

8 DMG-informiert | 1 | 2017

Im Hebräischen gibt es

für die beiden Begriffe

„Wort“ und „Tat“ nur ein

Wort: „Dabar.“ Wenn

Gott spricht, geschieht es!

Petrus erzählte ihm damals von Jesus:

seine wunderbare Botschaft, die vielen

Wunder, sein Tod und die Auferstehung

zu unserer Erlösung. Kornelius schenkte

Petrus Vertrauen und fand zum Glauben.

Petrus sagte ihm Worte des Lebens,

Kraftworte, die Kornelius und jedem

heute, der sie zu Herzen nimmt, ewiges

Leben geben. Wie werden Worte der

Schrift zu Worten mit lebensspendender

Kraft?

Im Hebräischen gibt es für die beiden

Begriffe „Wort“ und „Tat“ nur ein Wort:

„Dabar.“ Wenn Gott spricht, geschieht

es. Gott sprach und das Universum war

geschaffen. So ist es mit

seinem ganzen Wort. Gott

inspirierte die Schreiber

der Bibel und verband

seine Worte mit unendlich

vielen Verheißungen. Es

liegt an uns, diese Worte

auf unser Leben zu

beziehen und ihnen zu vertrauen. Wenn

wir das tun, wird aus toten Buchstaben

Kraft, die Leben schenkt. Wenn wir uns

Christus anvertrauen, wird es hell, denn

Christus ist Licht. In diesem Augenblick

haben wir ewiges Leben, denn Christus

ist Leben.

Ich bete, dass meine drei Syrer Gottes

Wort Vertrauen schenken und ewiges Leben

finden. Gott will ihr fatalistisches „In

Shaah Allah“ (So Gott will, werde ich

errettet) in ein klares „Ich weiß,

dass mein Erlöser lebt!“ (Hiob

19,25) umwandeln. Deshalb

lese ich mit ihnen die Bibel,

damit ihre Herzen froh

und dankbar werden.

Bitte beten Sie dafür.

Das muss

unter die Leute!

Wir lieben Weihnachten. Ich

(Gerhard) bin im Erzgebirge aufgewachsen,

wo die Pyramiden, Schwibbögen

und Nussknacker hergestellt werden.

Doch christliche Traditionen verbreiten

ihre größte Wärme, wenn sie von

Menschen gestaltet werden, deren Herz

wirklich Jesus Christus liebt und ehrt. Für

uns ist die brennende Kerze Ausdruck

der Worte von Jesus: „Ich bin das Licht

der Welt!“ Und was für eine großartige

Begebenheit war der Anlass: Gott wird

Mensch! Das muss man doch unter die

Leute bringen! Speziell unter die Scharen

von Flüchtlingen in unseren Straßen.

Dazu planten wir einen Stand auf dem

Weihnachtsmarkt. Ich (Bettina) machte

mir Gedanken, wie ich es zwei Tage

in der kalten Verkaufsbude aushalten

würde. Vielleicht mit einer Isolierfolie

auf dem Campingstuhl, eine Wärmflasche,

Fell, zwei Pullover, darüber die

Strickjacke ... Zum Glück hatten die

Veranstalter neben unser Hüttchen ein

Zelt mit Heizung (!), Tischen und Bänken

aufgestellt. Hier konnten wir essen, mit

Flüchtlingskindern basteln und uns nach

Herzenslust stundenlang mit Geflüchteten

unterhalten.

Ich stellte in unserer Bude die Weihnachtsgeschichte

mit biblischen Figuren

auf. Wir hatten den einzigen Stand auf

dem Markt, der aufs eigentliche Geschehen

des Christfestes hinwies. Viele

blieben stehen und betrachteten die

Szene. Immer wieder erzählte ich die

Weihnachtsgeschichte, mal auf Deutsch,

mal auf Englisch.

Wir hatten schöne Begegnungen mit

Asylsuchenden. Jemand fragte nach einer

Bibel in Farsi; mit höchster Ehrerbietung

nahm er sie an. Sein Begleiter wollte auch

eine haben. Eine ältere Syrerin überquerte

den Markt, ihr Gesicht von Leid

gezeichnet. Als sie das dritte Mal an unserem

Stand vorbeiging, kam unsere Kollegin

mit ihr ins Gespräch. Wir schenkten

ihr ein Neues Testament in Arabisch. Sie

strahlte vor Freude. Mit beiden Händen

nahm sie die Bibel in Empfang und küsste

sie. Wir waren hochzufrieden und freuten

uns über die

vielen guten Begegnungen

und

Gespräche.

Auf dem

Weihnachtsmarkt


C

ALBANIEN

NEU: David und Anne Kretschmer

A

b

q

S

On

B

K

X

h

V

J

N

d

Une jam nje bije –

w

Albanisch für Anfänger!

So aufgeregt war ich schon lange

nicht mehr. Mit klopfendem Herzen

und einer Topfpflanze in der Hand steige

ich die Treppe eines Flüchtlingsheimes

hinauf. Bei mir: eine Missionarin im (Un-)

Ruhestand, die mit Flüchtlingen arbeitet,

und ein Übersetzer. Meine Mission: Ein

albanisches Ehepaar mit zwei Kindern davon

überzeugen, dass meine Familie und

ich nette Zeitgenossen sind und es sich

lohnt, uns ein bisschen Albanisch beizubringen.

Morgens hat besagte Missionarin

angerufen, ob wir Zeit haben. Sie habe

eine albanische Familie ausfindig gemacht.

Ein bisschen plötzlich für mein deutsches

Planungsbüro-Hirn …

Hektisch krame ich in meinem Hinterkopf

nach den paar Brocken Albanisch,

die Anne und ich in den letzten Monaten

gelernt haben. Im Laufe des Tages habe

ich extra noch ein paar neue Sätze herausgesucht.

Wie war das nochmal:

Une quheni David? Nein, Une quhem

David. Und wie spricht man das nochmal

aus? Une jam nje bije. Ach nein, das heißt:

Ich bin eine Tochter! Maaann – diese

Sprache werde ich nie lernen. Also nochmal:

Une kam … Unsere Tochter heißt

Leonore und ist ein Jahr alt …

Wie verhält man sich eigentlich richtig,

wenn man Albaner besucht? Was bringt

man mit? Laut Reiseführer sind Blumen

gut. Aber wie überreicht man sie? Noch

bevor wir überhaupt ausgereist sind, habe

ich schon den Kulturschock. Wie wird

i

das erst in Tirana,

wenn wir im

April ins Team vor Ort einsteigen?

Ich (30 Jahre jung, Psychologe) habe

eine Leidenschaft für junge Leute und

Menschen am Rand der Gesellschaft.

Anne ist 28 und Hebamme. Ihr Herz

schlägt für (werdende) Eltern und ihre

Kinder. Wir wünschen uns, dass Menschen

in Albanien Hoffnung fassen. Hoffnung

für ihr Leben, ihr Land, das wunderschön

ist, für ihre Nachbarn und Freunde,

die so herzlich sind. Eine Hoffnung, die

nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern

ein Fundament hat: Jesus.

Er ist uns als Jugendliche in unseren

y

Wir wollen Hoffnung

praktisch weitergeben –

an alle Menschen, ganz

gleich wer sie sind, was sie

glauben und tun.

Familien und den

sächsischen Gemeinden

begegnet (wir kommen

aus Kamenz und

Strehla nahe Dresden).

Er hat uns begleitet, als

wir nach Herrenberg

bei Stuttgart zogen.

Wir wollen Hoffnung praktisch weitergeben

– durch unser Leben, Reden und

Denken – an alle Menschen, ganz gleich

wer sie sind, was sie glauben und tun.

Wie macht man das? Wie streut man

Hoffnung? Es ist ja nicht so, dass man

einfach in einen Sack greifen und damit

um sich werfen kann und Simsalabim?!

So wünsche ich mir auch, dass die

Begegnung im Flüchtlingsheim keine

Einbahnstraße ist, sondern ein Gewinn

für diese Familie. Auf der Treppe rutscht

mir das Herz in die Hose. Der Übersetzer

(bin ich froh, dass er dabei ist) klopft

an die Tür. Ein junger Mann mit rundem,

freundlichem Gesicht öffnet. Im Hintergrund

hat seine hübsche Frau schon Cola

für uns bereitgestellt. Ein Junge liegt mit

dem Bauch auf dem Teppich und ihr Einjähriges

verkündet lautstark … irgendwas.

Das Zimmer, in dem die Vier wohnen,

ist gemütlich eingerichtet. Unser

Geschenk, eine Topfpflanze, nehmen sie

gern an. Sie ziert jetzt ihren Fernseher.

Wie freuen sie sich über unser Interesse

an ihrer Sprache. Zwei Wochen später

treffen wir uns bereits ohne Übersetzer

und lernen einiges. Begeistert nehmen

auch unsere albanischen Freunde deutsche

Wörter und Sätze auf. Anne und die

Z

l

junge Frau schreiben sich

regelmäßig SMS’ und

tauschen sich über die

Kinder aus. Der nächste

Termin steht fest, und

wir freuen uns darauf.

Es ist interessant, was

Missionar sein bedeutet.

Wir sind viel beschäftigt mit Sprache

lernen, Bücher lesen, Organisatorischem

und damit, genug monatliche Spenden für

unseren Dienst zusammenzubekommen.

Doch letztlich geht’s nur um eines: Begegnung

mit Menschen – und gemeinsam

mit ihnen mit Jesus. Begegnung ist Abenteuer,

aber bahnbrechend, darum wollen

wir Menschen begegnen! Und Sie?

I

Stichwort für Spende: P10348 Kretschmer

G

H

W

Y

DMG-informiert | 1 | 2017

9


EUROPA

ÖSTERREICH

Ralf und Elke Blumenstein

Mein Traum:

Mission im Beruf

Wie eine säkulare Arbeit den Dienst

eines Missionars beflügeln kann

eute Abend mache ich Schluss.

„HIch bring mich um. Habe alles

schon geplant. Einen Brief habe ich auch

schon geschrieben.“ – Mir (Ralf) gegenüber

sitzt ein verzweifelter Mann im

besten Alter. Ein Bär von Mann; schwer

gezeichnet von Alkohol und einem kaputten

Leben. Ich besuche ihn immer wieder

auf seinem heruntergekommenen

Bergbauernhof.

Gut geht es ihm

nie, heute jedoch habe

ich wirklich Angst um

ihn. Seine Selbstmordabsichten

muss ich

ernstnehmen.

Ich versuche herauszufinden,

was ihn

so bedrückt. Stockend erzählt er. Dann

frage ich ihn: „Darf ich für dich beten? Ich

glaube, dass du Jesus wichtig bist. Sollen

wir ihn zusammen um Hilfe bitten?“

Überrascht schaut er mich an, dann nickt

er. Erst bete ich für ihn, dann lade ich ihn

ein, selbst zu Jesus Christus zu beten:

„Herr Jesus, komm in mein Leben“,

spricht er mit bebender Stimme …

Hinterher wirkt er sichtlich erleichtert.

Wir reden noch ein wenig, er kann auch

wieder etwas lächeln. Umbringen will er

sich nicht mehr. Ich würde gerne noch

länger bleiben, doch ich bin im Dienst

und muss weiter. In dieser Woche werde

ich ihn noch zweimal besuchen und

schauen, wie es ihm geht – dienstlich.

13 Jahre waren wir

„vollzeitliche Missionare“.

Doch je tiefer ich in

die christliche Szene

eintauchte, desto größer

war die Gefahr, weltfremd

zu werden.

Mein Dienst, das ist die Mobile Krankenpflege,

das österreichische Pendant zur

Sozialstation. Ich bin Diplom-Krankenpfleger

im Außendienst, fahre von Haus

zu Haus und versorge Alte und Kranke.

Nach meiner Ausbildung am Theologischen

Seminar Adelshofen wollte

ich gerne noch einen „normalen“ Beruf

erlernen. Bei einem

Missionspraktikum

unter Urwaldindianern

in Paraguay haben

mich die Fähigkeiten

mancher Missionare

beeindruckt. Eine hatte

sich im Selbststudium

und durch Erfahrung

beachtliche medizinische

Kenntnisse angeeignet. Sie rettete

vielen Indianern das Leben. Durch sie

inspiriert, absolvierte ich meine dreijährige

Ausbildung zum Krankenpfleger. 1994

führte Gott meine Frau Elke und mich

mit der DMG nach Österreich in den

missionarischen Gemeindebau.

Die nächsten 13 Jahre waren wir

„vollzeitliche Missionare“. Wir bauten

eine Freikirche auf, engagierten uns in der

Jugendarbeit, leiteten als Pastorenehepaar

eine weitere Freikirche und brachten

uns in missionarische Aktionen ein.

Doch je tiefer ich in die christliche Szene

eintauchte, desto größer war die Gefahr,

weltfremd zu werden. Bewusst musste

ich mir Zeit freischaufeln, um in Vereinen

Kontakte zu Nichtchristen aufzubauen

und ihre Lebenswelt zu verstehen.

Ich wollte einen größeren Teil des

Alltags mit Menschen außerhalb der

Gemeinde teilen, die Jesus noch nicht

persönlich kennen, – nicht willkürlich

ausgesucht wie bisher, sondern ganz

natürlich. Also bewarb ich mich vor

zehn Jahren in Absprache mit der DMG

auf eine 50-Prozent-Stelle der Mobilen

Hauskrankenpflege des Landes Kärnten.

Seither bin ich 20 Wochenstunden

unterwegs zu alten und pflegebedürftigen

Menschen. Die andere Hälfte meiner Arbeitszeit

ist weiterhin gefüllt mit Gemeindearbeit

und allem, was dazugehört. Im

Laufe der Jahre hat sich der Schwerpunkt

noch etwas zugunsten der Krankenpflege

verschoben: 65% – 35%.

Anfangs ist es mir nicht leicht gefallen,

wieder in der medizinischen Pflege Fuß zu

fassen, hatte ich doch 13 Jahre lang etwas

völlig anderes gemacht. Aber es hat sich

gelohnt! Soziale Berufe sind enorm gut

geeignet für Mission im Beruf. Es gibt

ständig Möglichkeiten, in Tat und Wort

auf Jesus hinzuweisen, zu helfen und zu

trösten. Deshalb sind Männer und Frauen

in medizinischen, Lehr- und Sozialberufen

aller Art gefragt bei der DMG und ihrer

mehr als 100 Partnerorganisationen; das

wird sich in Zukunft noch verstärken.

Auch andere Berufe sind dafür geeignet,

weil viele Firmen Programmierer,

Ingenieure oder Maschinenbauer viel-

10 DMG-informiert | 1 | 2017


leicht gerne mal für ein paar Jahre

in die Filiale nach China versetzen –

warum nicht so eine Chance bewusst

nutzen, um Menschen dort für Jesus

zu begeistern. In Asien, Nahost und

Nordafrika, wo es manchmal kaum

möglich ist, offen zu Jesus einzuladen

und Gemeinden aufzubauen, ist das

Modell „Mission im Beruf“ besonders

vorteilhaft.

Die DMG sucht junge Christen,

Singles wie Ehepaare und Familien,

die sich diese Arbeitsweise zu eigen

machen. Die in Ländern wie Vietnam,

Usbekistan oder Algerien in ihrem

Beruf arbeiten und Menschen auf natürliche

Weise mit dem Evangelium in

Berührung bringen. Es gilt, im Berufsalltag

Freundschaften zu knüpfen und

Gottes Liebe authentisch vorzuleben.

Über unser Expert-Programm (www.

DMGint.de/Expert) bieten wir vielerlei

flexible Möglichkeiten an. Verknüpfen

Sie Ihren Beruf mit Mission.

Österreich ist kein verschlossenes

Land, hier könnte ich als Missionar

frei arbeiten. Aber auch hier ist es

günstig, zumindest Teilzeit einen

normalen Beruf auszuüben. Das gibt

Akzeptanz in der Gesellschaft. Wenn

ich nach meinem Beruf gefragt werde

und meinen Arbeitgeber nenne, ernte

ich meist anerkennendes Kopfnicken.

„Sicher eine schwere Aufgabe, das

könnte ich nicht“, heißt es oft. Dann

erkläre ich, warum ich diese Arbeit

gerne mache und dass der Glaube an

Jesus meine Motivation ist.

Nebenbei gibt mir mein Beruf

auch ein gutes Gefühl, weil ich „mein

eigenes Geld“ verdiene und weniger

auf Spenden angewiesen bin. Ich will

damit nicht sagen, dass es nicht recht

ist, wenn Pastoren und Missionare

von Spenden leben. Aber es gibt

einem Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein,

wenn man einen Teil seines

Einkommens selbst erwirtschaftet.

„Mission im Beruf“ verankert mich

stärker im alltäglichen Leben, das

wirkt sich auch auf meine Predigten

in der Gemeinde

aus. Wenn ich meine

früheren Botschaf-

ten mit denen von heute vergleiche,

entdecke ich eine große Veränderung

in Richtung Alltagsrelevanz.

Das gefällt auch meinen Zuhörern.

Die Aufteilung, 65% Krankenpflege

und 35% missionarische Dienste,

finde ich günstig. Es bleibt genug

Zeit für missionarische Aktivitäten,

Predigtvorbereitung, die Planung

und Durchführung von Freizeiten

und das neue Abenteuer der

Betreuung von Flüchtlingen und

Einwanderern. Dabei bin ich nicht

65% beruflich und 35% missionarisch

tätig. Mein Pflegedienst ist

möglicherweise der missionarischere

Teil. Es gibt Möglichkeiten zum

Bekenntnis. Selbst das freundliche

und wertschätzende Versorgen

eines chronischen Unterschenkelgeschwürs

ohne viele Worte gibt eine

Botschaft weiter …

Besonders motiviert mich, wenn

sich Menschen noch kurz vor ihrem

Tod für Jesus entscheiden; dieses Erlebnis

hat Gott mir in den vergangenen

Jahren immer wieder geschenkt.

Nie werde ich die sterbende Frau

vergessen, der ich im Angesicht des

Todes zusprach, dass Christus in

diesem Augenblick bei ihr ist. Ihre

letzten Worte waren: „Ich weiß!“

Die Frage: „Darf ich für Sie

beten?“, stelle ich nicht so häufig.

Nur, wenn ich das Gefühl habe, es

ist wirklich dran. Eine alte Frau sagte

erstaunt ja. Eigentlich dachte sie, ich

würde irgendwann daheim für sie

beten. Als ich ihre Hand ergriff und

direkt zu Jesus sprach, fing sie an zu

weinen. Heute lässt sie mich nicht

mehr aus ihrem Haus gehen, ohne

dass ich ein Gebet für sie

spreche.

www.DMGint.de/Expert

Sie möchten italienischen

Nachbarn den

Kalender mit

täglichen Andachten

von Ehepaar

Stoehr schenken?

Gerne können Sie

mit Stoehrs Kontakt

aufnehmen

(Tel. 0039 059

225950, E-Mail:

info@edizionicem.

com).

Christlicher

Kalender in Italienisch

ITALIEN

Michael und Rosa Stoehr

Gute Nachricht

für jeden Tag

Viele Christen wollen gute Bücher

und Kalender an Nachbarn und

Freunde verschenken, um die Menschen

auf Jesus und die Bibel aufmerksam zu

machen. Deshalb produzieren wir seit 21

Jahren christliche Literatur in Italienisch.

Eine Hauptaufgabe ist die Erstellung und

Verteilung von 115.000 evangelistischen

Abreißkalendern jedes Jahr. Viele Italiener

kennen Gottes Wort kaum. Das ändert

sich, wenn sie tägliche Andachten und

Bibelworte auf Kalenderblättern lesen.

Kürzlich rief uns ein Bekannter an,

der aus Rosas Geburtsort Cerignola in

Süditalien stammt, dem jemand einen

solchen Kalender geschenkt hat. Elia

besaß seit Teenagertagen eine Bibel, die

er jedoch die letzten 20 Jahre nie gelesen

hatte. Ich ermutigte ihn, Gottes Wort

zu lesen und schickte ihm einen neuen

Kalender fürs nächste Jahr sowie andere

gute Literatur zu. Lange hörten wir

nichts mehr von ihm. Bis letzte Woche,

als er mir von seiner Taufe berichtete:

„Ich habe mich nie um Gott gekümmert

und lebte nur, um mich selbst zu

verwirklichen. Bis ich krank geworden

bin. Es ging mir wirklich schlecht, kein

Mensch konnte mir helfen. Also sagte ich

zu Gott: ‚Wenn du lebst und der Schöpfer

aller Dinge bist, dann hilf mir!‘ Kurz

danach lernte ich bei der Arbeit einen

Kollegen kennen, der mit mir über Jesus

sprach und mich ermutigte, die Bibel zu

lesen. An diesem Abend betete ich und

begann, das Matthäus-Evangelium zu

lesen. Die Worte sprachen mich an. Ich

erkannte dass ich vor Gott schuldig war

und bekannte Jesus alle meine Sünden.

Als ich weiterlas, erfüllte mich nach

und nach eine innere Freude, ich spürte

mich von einer schweren Last befreit. Je

mehr ich las, desto leichter wurde es mir,

ich wurde immer glücklicher. Eine Freude,

wie sie mir zuvor nichts und niemand

geben konnte. Ein Vers aus dem Lukas-

Evangelium traf mich besonders, als Jesus

sagte: ‚Genauso wird im Himmel mehr

Freude sein über einen einzigen Sünder,

der umkehrt, als über neunundneunzig

Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.‘

Ich war sicher, Jesus vergibt mir!

Ich musste nur umkehren. So fand ich

zum Herrn. Gottes Wort ist mir seither

immer wertvoller geworden!“

Bitte beten Sie mit, dass viele Italiener

wie Elia durch die Kalender die Bibel

lesen und ewiges Heil finden.

DMG-informiert | 1 | 2017

11


ASIEN

NAHER OSTEN

Von einem Mitarbeiter vor Ort

Durch die Schrift zu Christus,

durch Christus zur Schrift!

Seit 30 Jahren sind wir im Nahen

Osten, meine Hauptbeschäftigung

ist die Schulung von Gemeindemitarbeitern

durch dezentrale theologische

Ausbildung in der gesamten Arabischen

Welt. Als Nachfolger von Jesus

Christus gilt uns allen sein Auftrag:

„Geht hin, macht zu Jüngern, lehrt sie

…“ Wir sollen allen Menschen, egal aus

welchem Hintergrund, die Wahrheiten

der Bibel verständlich, effektiv und

treu mitteilen. Das geschieht fortwährend,

in großer Vielfalt, unter Christen,

Muslimen und Juden im ganzen Nahen

Osten:

CHRISTEN

In einigen arabischen Ländern gibt

es christliche Minderheiten. Manche

Anhänger dieser Traditionen kennen die

Bibel gut, andere erbärmlich wenig. So

hören wir unter christlichen Flüchtlingen

aus dem Nordirak immer wieder die Aussage:

„Wir haben alles verloren, weil wir

Christen sind, doch bei euch haben wir

zum ersten Mal die Bibel aufgeschlagen.“

Ein traditionell christlicher Nachbar sagte

empört: „Oh, ihr immer mit eurer Bibel!“

Darauf ich: „Und was ist das Christentum

ohne die Bibel?“ Trotz jahrtausendealter

Traditionen und Riten, Treue zur überlieferten

Kultur und Sprache entdecken

manche heute im Lesen der Schrift die

Kernbotschaft des Evangeliums. Das bewirkt

unweigerlich Lebensveränderung.

MUSLIME

Jeder Muslim, egal wie gebildet, weiß

von Kindheit an, dass er an alle Propheten

und alle „vom Himmel gekommenen

Schriften“ glauben soll, also auch an Jesus

und die Bibel. Leider denken sie, dass

die Bibel in der heutigen Fassung verfälscht

sei. Dennoch: Jedes Mal, wenn im

Koran die Schrift der Juden und Christen

erwähnt wird, ist die Aussage positiv –

ausnahmslos positiv. Deshalb regen wir

Gesprächspartner dazu an, selbst die

Bibel aufzuschlagen und zu lesen. Wir

machen neugierig, provozieren, fordern

heraus und erleichtern das Lesen der

Bibel. Auswirkungen bleiben nicht aus,

denn Gottes Geist wirkt. Da die Jugend

heute immer weniger liest, verwenden

wir moderne Medien. Der Jesus-Film ist

immer noch ein Renner, „Geschichten

der Propheten“ in arabischen Dialekten

als Tonaufnahmen werden gerne gehört,

christliches Fernsehen und Internet informieren

übers Buch der Bücher.

JUDEN

Das Gemeindewachstum in Israel ist

erstaunlich und die Vielfalt hebräischer

Christen erfreulich. Sammelpunkt dieser

Bewegung ist die Ausbildungsstätte „Israel

College of the Bible“ nördlich von Tel

Aviv, wo jüdische und arabische Studenten

gemeinsam auf Hebräisch Theologie

studieren. Die Internetseite „One for

Israel“ zeigt Kurzvideos in Hebräisch

und Englisch; bewegende Schilderungen,

wie Menschen zu Jesus gefunden haben

(www.oneforisrael.org). Es erstaunt,

wie jemand trotz rabbinischer Lehre

zur Heiligen Schrift greift und durch die

Bibel den Messias Jesus entdeckt. Ein

messianischer Jude erzählte: „Ich dachte

immer, das Neue Testament spricht nur

von Päpsten, dem Weihnachtsmann und

wie man Juden verfolgt. Dann entdeckte

ich; es ist ein jüdisches Buch, von Juden

geschrieben und voll in Einklang mit unseren

Heiligen Schriften.“

Zusammenfassend gilt, Menschen

finden durch die Schrift zu Christus und

durch Christus zur Schrift! Wie Paulus es

in der Bibel ausdrückt: „Demnach kommt

der Glaube aus der Verkündigung, die

Verkündigung aber durch Gottes Wort“

(Röm 10,17). Das ist das Kernstück der

Aufgabe, die Christus seiner Gemeinde

für alle Zeiten gegeben hat …

Beten für unsere Neuen

Zu Jahresbeginn reisen neue Freiwillige und Expert-Mitarbeiter zu

ihrem Einsatz. Wir wünschen euch Gottes Segen und eine gute Zeit!

Freiwilligendienst

www.freiwillig-im-dienst.de

www.DMGint.de/Expert

Expert-Mitarbeiter

GEORGIEN INDIEN

NAMIBIA ANGOLA ECUADOR PHILIPPINEN ECUADOR

Jan. – Jun. 17

Hariett Schard

Kinder- und

Jugendarbeit,

Kreativworkshops

Dez. 16 – Jun. 17 Jan. – Jun. 17 Jan. – Jun. 17 Nov. 16 – Jun. 17 Jan. – Jun. 17 Jan. – Jun. 17 Jan. – März 17

Helena Schwarz

Hilfslehrerin

für Kinder aus

Slumviertel

Kristina Beneke

Hilfslehrerin

für Kinder aus

Slumviertel

Magdalena

Schone

Hilfslehrerin an

Förderschule

Jan. – Jun. 17

Sophia Briechle

Hilfslehrerin an

Förderschule

Elena Koop

Hilfslehrerin an

internationaler

Schule

Matthias Berg

Technik-Assistenz

bei Radiosender

Vozandes

Anna Martynow

Grundschullehrerin

an internationaler

Schule

Hartmut Goller

Praktische Arbeit

bei Radiosender

Vozandes

12 DMG-informiert | 1 | 2017


AFRIKA

MOSAMBIK

Verena Schafroth

SÜDAFRIKA

Ulli und Heide Lehmann

Worte, die ein

Leben umkrempeln

Seit eineinhalb Jahren unterrichte

ich im Norden Mosambiks an einer

kleinen theologischen Ausbildungsstätte;

die einzige der ganzen Provinz. Wir

arbeiten mit allen ev. Gemeinden vor Ort

zusammen. Viele Studierende kommen

zu uns, weil sie die Bibel besser verstehen

und ihre Beziehung zu Gott vertiefen

möchten.

Christsein wird hier oft über das definiert,

was man alles nicht tut: Ich trinke

nicht, rauche nicht oder gehe nicht zum

Zauberer. So eine Haltung hinterlässt

ein geistliches Vakuum in den Menschen,

denn sie sehnen sich nach der lebendigen

Beziehung mit Jesus Christus, nicht nur

nach Regeln und Traditionen.

Man könnte denken, dass ein Buch,

gefüllt mit Geschichten aus einer anderen

Zeit und Welt, hier

fehl am Platz wäre –

doch die Bibel spricht

vom lebendigen Gott,

der alles für uns aufgibt,

sich klein macht,

zu uns kommt und

uns liebt. Sie ist kein

Geschichtsbuch, sondern ein Buch mit

der wichtigsten aller Geschichten – einer

Nachricht, die durch Mark und Bein geht

und das ganze Leben umwirft.

Das erleben manche unserer Studenten.

Für sie wird Wirklichkeit, was

Hesekiel in seiner Vision der vertrockneten

Knochen vom Volk Israel sah (Hes

Die Menschen sehnen

sich nach der lebendigen

Beziehung mit Jesus

Christus, nicht nur nach

Regeln und Traditionen.

Verena

Schafroth

erzählt

biblische

Geschichten

37,4–10): Zuerst sprach er das Wort aus,

doch das Wort alleine konnte sie nicht

wiederbeleben. Dann kam der Geist

Gottes hinzu. Auf einmal kam Leben in

die vertrockneten Knochen, es wuchsen

wieder Fleisch, Sehnen und Haut darüber.

Sie wurden widerstandsfähig, bereit zum

Glauben, Handeln und für den geistlichen

Kampf …

Die Worte Gottes aus der Bibel bewegen

Menschen zu Schritten im Glauben:

Kürzlich entschied einer unserer Studenten

bewusst, in den Norden zu ziehen,

um in einem muslimischen Nachbarvolk

diese gute Nachricht weiterzugeben. Einem

anderen ging auf einmal ein Licht auf,

als wir übers Familienkonzept der Bibel

sprachen. Er ging nach Hause und bat seine

Frau, ihn zu heiraten. Schon 20 Jahre

lebten sie unverheiratet

zusammen, jetzt haben

sie es offiziell gemacht.

Wieder ein anderer, der

als Waise aufgewachsen

war, erkannte auf einmal,

dass auch er in Gott

einen Vater hat, der ihn

liebt – und durch die Gemeinde eine

ganze Familie, die sich um ihn sorgt.

„Und Gott sprach“, so erschuf er die

Welt. Gottes Wort reicht auch heute

aus, um ein Leben komplett umzukrempeln.

Es ist ein Privileg, das lebendige

Wort Gottes hier am Werk sehen zu

dürfen.

Studierende

aus aller Welt

Anfang Dezember traf sich unsere

internationale Studentengruppe

zum letzten Mal vor der langen Sommer-

und Semesterferienpause. Obst und

Gebackenes waren wie immer schnell

weggeputzt, das Haus bebte beinahe von

all dem Lachen und den Gesprächen der

20 jungen Leute aus aller Welt. Im Lauf

des Semesters sind sie zu einer Familie

aus vielen Nationen zusammengewachsen:

christliche Studentengemeinde, in

der jeder von jedem weiß, man einander

hilft und füreinander da ist. Sie kommen

aus Kenia, Nigeria, Ghana, Sambia,

Uganda, Malawi, Mosambik, Angola und

Korea; manche aus Regionen, die sonst

nur schwer mit dem Evangelium zu erreichen

sind.

Beim Austausch wurde es still, es

flossen sogar ein paar Tränen. Der Reihe

nach erzählte jeder, was Gott ihm oder

ihr in diesem Jahr beigebracht hat. Er hat

sie über Höhen und Tiefen getragen und

durch sein Wort und unsere Gemeinschaft

gestärkt. Neben der akademischen

Arbeit mussten sie mit schwierigen

Professoren klarkommen, sie hatten mit

Geldnot, Hunger, Heimweh, Einsamkeit,

Rassimus, zwischenmenschlichen

Konflikten und Verletzungen zu kämpfen.

Im fremden Land studieren ist eine Lebensschule.

Mancher hat hier in unserer

Gruppe Jesus kennengelernt.

Psalm 46 stand über unserem letzten

Treffen: in aller Aktivität still werden und

sich auf Gott und seine Versprechen in

der Bibeln zu besinnen und daraus Kraft

und Zuversicht schöpfen. Einige haben

ihren Doktor oder Magister erreicht

und kehren nun in die Heimat zurück,

wo sie ins Berufsleben einsteigen und als

Christen ihr Leben gestalten. Sie gehen

als Lichtträger in eine dunkle Welt und

benötigen Gebet.

Freunde aus früheren Jahrgängen

schreiben, dass sie sich zuerst fremd

gefühlt und die relative Geborgenheit des

Studentenlebens und unserer Gruppe

vermisst haben. Sie müssen lernen, auf

eigenen Füßen zu stehen und ihren Glauben

zu leben – manche in einem vollständig

nichtchristlichen Umfeld. Wir sind

froh, dass wir viele junge Menschen eine

Zeitlang begleiten dürfen. Wir bieten

ihnen Heimat in der Fremde und machen

ihnen das Wort Gottes lieb.

DMG-informiert | 1 | 2017

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AFRIKA

SÜDAFRIKA

NEU: Daniel und Lerato Höffele

Stichwort für Spende:

P10247 Höffele

Ein zufällig

ausgewählter Bibelvers

Bei der Aussendungsfeier des Theologischen

Seminars in Adelshofen

bekam ich von einem Bruder der Kommunität

Johannes 15,16 zugesprochen:

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich

habe euch erwählt …“ Als ich 15 Kilometer

weiter zur DMG zog, um an der

Vorbereitungszeit für Neue Missionare

teilzunehmen, war mir die Bedeutung

dieses Verses für mein Leben noch nicht

bewusst. Auf meine Gebetskarte sollte

ein Bibelwort, da fiel mir der Vers wieder

ein. Was ich so ganz beiläufig auf meine

Karte habe schreiben lassen, sehe ich

mittlerweile als tiefen Zuspruch Gottes

für unsere künftige Arbeit.

Ich heiße Daniel Höffele, bin 25 Jahre

jung und seit dem 30. August glücklich

mit meiner südafrikanischen Frau Lerato

verheiratet. Wir haben uns 2014 in Nürnberg

kennengelernt und schließlich den

Schritt in Freundschaft und Ehe gewagt.

Damals absolvierte ich gerade mein

Praxissemester beim CVJM-Nürnberg,

und Lerato war mit der evangelistischen

Musikgruppe „iThemba“ in Deutschland.

Eine noch bedeutendere Begegnung

hatte ich bereits mit 14 Jahren, als ich

ziemlich am Boden zerstört war. Ein Lied

spielte die entscheidende Rolle: „Jesus, zu

dir kann ich so kommen wie ich bin …“

Es traf mitten ins Herz. Ich fühlte mich

von allen Menschen verlassen und fragte

mich, ob ein gerechter und liebender

Gott jemanden wie mich lieben könne?

Ich weinte, erkannte, was Jesus für mich

am Kreuz getan hatte und begann, mit

ihm zu leben. Als junger Christ besuchte

ich Jungschar und Jugendkreis im CVJM

Graben-Neudorf und wurde Mitarbeiter.

Nach dem Abitur habe ich Soziale

Arbeit studiert und schließlich gemerkt,

dass deren Methoden stets auf die Nöte

dieser Welt abzielen. Doch es gibt so

viele Menschen, die unter geistlicher Not

leiden. Ich glaube, dass der Mensch in

beidem unterstützt werden muss. Deshalb

habe ich in Adelshofen ein weiteres

Jahr die Schulbank gedrückt, um Soziale

Arbeit mit Evangelium zu verbinden. Das

war auch der Grund, weshalb ich mich

bei der DMG beworben habe.

Ab Februar 2017 werden wir nach

Südafrika ziehen, um in einem Hospiz in

Johannesburg Kinder und Jugendliche zu

begleiten, die an schweren Krankheiten

leiden oder im Sterben liegen. „Und

eure Frucht bleibt“ heißt es in obigem

Bibelvers. In der ständigen Konfrontation

mit dem Tod ist es wichtig zu wissen,

dass Christus uns Frucht bringen lässt,

die über den Tod hinausgeht. Das ist

Zuspruch und Trost.

Herzlichen Dank allen, die uns mit

Spenden unterstützen. Darüber hinaus

würde wir uns über Gebet freuen: für unsere

junge Ehe, fürs Einleben in die neue

Kultur und die teilweise sicher schwere

Arbeit im Hospiz.

Lerato beim iThemba-

Einsatz in Deutschland

14 DMG-informiert | 1 | 2017


Danke für den „zweiten Schuh“!

BENIN

Ulrike Heyder

Unser Weihnachtsprojekt zugunsten unterversorgter Missionare erbrachte

mehr als 50.000 Euro, dafür danken wir Ihnen herzlich! So können

wertvolle missionarische und diakonische Aufgaben weiter getan werden.

Falls Sie regelmäßig für Missionare spenden wollen, deren Spenden nicht

reichen, einfach mit Stichwort „P50202 unterversorgte Missionare“.

Auch insgesamt danken wir Ihnen für Ihre Treue im vergangenen Jahr.

Dank Ihrer Gebete und Spenden können unsere 350 Mitarbeiter auch

2017 weltweit Menschen die gute Botschaft von Jesus Christus weitergeben

und Not lindern. Jetzt versenden wir die Zuwendungsbestätigungen

für 2016. Falls Sie Ihre nicht bis Ende Januar erhalten,

wenden Sie sich bitte an unsere Spendenbuchhaltung:

Tel. 07265 959-113 oder

Spenden@DMGint.de

Wie Lesen meine

Welt verändert

Als die rund 20.000 Sola durch ein

Nachbarvolk erstmals die Botschaft

von Jesus Christus hörten und im

Vertrauen auf ihn leben wollten, war für

sie klar: Die Bibel ist das Buch, in dem

Gott selbst zu Wort kommt. Warum

sollte er dies nicht in ihrer Muttersprache

tun? Mit dem Wunsch, eines Tages IHRE

Bibel LESEN zu können, wandten sich

die jungen Christen an ihre Kirchenleitung.

Diese bat um Mitarbeiter, um die

Aufgabe der Bibelübersetzung in der Sola-

Sprache anzupacken. Aus dem Wunsch

einiger Sola wurde (m)ein Weg.

In den ersten Jahren erlernte ich

die Sprache, die zu diesem Zeitpunkt

noch nicht verschriftet war. Mit einem

einheimischen Team legten wir Schriftzeichen

für die Laute fest und erarbeiteten

Rechtschreibregeln. Kurze Texte

entstanden. Wir sammelten Erzählungen

und schrieben sie auf. So legten wir die

Grundlage für die Übersetzung des Neuen

Testaments.

Es war ein Freudentag, als die Sola am

25. Juni 2011 das Neue Testament in

ihrer Muttersprache überreicht bekamen.

Viele Christen hatten auf diesen Tag

gewartet und sich konkret darauf vorbereitet:

Sie hatten damit begonnen, Lesen

zu lernen; manche hatten sich sogar eine

Lesebrille besorgt. Einige Frauen hatten

Solas beim Bibellesen

regelmäßig Geld zurückgelegt,

um sich an diesem Tag ihre Bibel

zu kaufen. Wer seitdem eine besitzt,

bringt sie selbstverständlich zum Gottesdienst

mit, denn der Predigttext wird

jetzt in ihrer eigenen Sprache gelesen.

Aber mit welchen Voraussetzungen

liest ein Sola, der ohne Schrift aufgewachsen

ist, die Bibel? In seinem Dorf gibt es

keine Tageszeitung, keine Straßenschilder

und Straßennamen. Die Hausfrau braucht

kein Kochrezept, der Schneiderlehrling

keinen Schnittmusterbogen, der Mechaniker

keine schriftliche

Betriebsanleitung. In der

Schule lernen die Kinder

zwar Lesen und Schreiben,

aber es geht mehr

ums Auswendiglernen

und Wiedergeben als

ums Verstehen der

Lerninhalte. Kurzum,

das Leben vollzieht sich

im Mündlichen.

Der Alltag besteht aus Begegnungen

und Gesprächen mit Menschen im Hier

und Jetzt. Einem Sola ist es fremd, sich

mit Inhalten und Themen eines Buches

zu beschäftigen. Dazu wäre ein Rückzug

ins Private nötig. Er dagegen pflegt eine

ausgeprägte Beziehungskultur. Die Zugehörigkeit

zur Familie und Dorfgemeinschaft

ist von Bedeutung, darin nimmt er

einen festen Platz ein und orientiert seine

Meinung an der Gruppe. Auf diesem Hin-

Mit welchen

Voraussetzungen liest ein

Sola, der ohne Schrift

aufgewachsen ist, die Bibel?

In seinem Dorf gibt es

weder Tageszeitung noch

Straßennamen.

tergrund sind Lesen und Verstehen ganz

neue Erfahrungen.

Die Sola beginnen, sich in Beziehung

zu dem zu setzen, was sie nun auf Papier

lesen können. In der gedruckten Bibel

entdecken sie Werte, die Gott selbst in

seinem Wort festgelegt hat. Gott tritt

durch sein Wort mit Menschen in Beziehung

und schreibt mit ihnen Geschichte.

Ich bete darum, dass vor allem junge

Sola-Frauen sich von der biblischen Botschaft

faszinieren lassen. Wer sich darauf

einlässt, macht die Erfahrung: Mit Jesus

Christus kommt Hoffnung

in mein Leben.

Für die Zukunft ist

eine Audioversion des

Neuen Testaments geplant,

die auf Smartphones

und MP3-Playern

abgespielt werden kann.

Dafür suchen wir sehr

gute Vorleser in der

Sola-Sprache. Ich bin bereits

mit einer Organisation in Kontakt,

die solche Projekte umsetzen kann.

Gott hat auch mit uns seine Geschichte

geschrieben. 2017 feiern wir in Deutschland

500 Jahre Reformation. Es ist zum

Staunen, welchen Weg Martin Luther

durch die Verbreitung der Heiligen Schrift

für uns vorbereitet hat. Es lohnt sich, die

Bibel zu lesen und mit ihr zu leben!

DMG-informiert | 1 | 2017

15


AMERIKA

MEXIKO

Michael und Lisa Schmid

KOLUMBIEN

Ursula Bartel

Der Indianer, der

von Jesus träumte

Spät nachmittags kehre ich

(Michael) von einem Spaziergang

im Sierra Madre-Gebirge zurück.

Hinterm Haus wartet schon mein

Freund Leandro* auf mich. Wie viele

andere Tarahumara-Indianer kommt

er uns immer wieder besuchen und

freut sich über einen Kaffee, eine

Mahlzeit und fröhliches Miteinander.

Diesmal hat er etwas auf dem

Herzen, aufgeregt sagt er: „Ich hatte

gestern einen Traum … ich hab ihn

dir aufgeschrieben.“ Er reicht mir ein

Blatt Papier.

Leandro gehört zu den wenigen Tarahumara

unserer Gegend, die schreiben

können. Missionare aus unserem

Team haben es ihm beigebracht. Ich

lade ihn ins Haus ein,

wo Lisa schon einen

Kaffee aufgesetzt hat.

Bei bisherigen Treffen

kamen wir mit Leandro

kaum über den

Glauben ins Gespräch.

Umso mehr erstaunt

uns heute der Inhalt

seines Traumes:

„In der Bibel lesen

wir von Jesus“, steht

auf Leandros Zettel. „Jesus war

großzügig. Er sagte: ‚Jeder soll den

anderen lieben, so wie ich euch

liebe.‘ Eines Tages kamen Kinder

zu Jesus. Seine Freunde sagten:

‚Geht weg, Jesus ist müde.‘ Aber

Jesus sagte: ‚Lasst die Kinder zu mir

kommen!‘ Alle Menschen müssen

glauben wie ein Kind. Jesus hat viele

Wunder getan. Eines Tages war er

am Predigen. Die Menschen waren

hungrig. Ein Kind hatte zwei Fische

Wir schauen uns

verblüfft an. Gott

hat Leandro im

Traum an biblische

Berichte erinnert.

So eindrucksvoll,

dass er mit uns über

Jesus reden will.

Leandros Brief

und fünf Brote und gab sie ihm, damit

er sie verteilen konnte …“

Wir schauen uns verblüfft an. Das

haben wir nicht erwartet. Wie sehr

Gott an Leandro wirkt. Ich frage ihn,

ob er die Bibelgeschichten schon mal

gehört hat. „Ja, vor einigen Jahren, von

Missionaren.“ Gott hat Leandro im

Traum an biblische Berichte erinnert.

So eindrucksvoll, dass er mit uns

über Jesus reden will. Ich

frage ihn, ob wir gemeinsam

die Bibel studieren

wollen. „Ja, klar“, sagt er,

„wie könnte ich da nein

sagen?!“

Es war eine Freude, mit

Leandro Gottes Wort zu

lesen, sein Bruder kam

immer mit dazu. Nun

sind wir einige Monate im

Reisedienst in Deutschland,

doch unser Team in Mexiko

begleitet die zwei Brüder und andere

Interessierte weiter. Sie hören die

Geschichte Gottes von der Schöpfung

bis zu Jesus und darüber hinaus.

Beten Sie bitte mit, dass Gott sich den

Tarahumara zeigt und sie in Christus

Erlösung finden. Wieder zurück in

Mexiko, freuen wir uns, Leandro

wiederzusehen und später die Bibel in

seinen Dialekt zu übersetzen.

* Name geändert

Weil diese Botschaft

das Wichtigste ist!

Nach jahrelangen Verhandlungen

kam es am 23. Juni 2016 zur

Unterzeichnung eines Friedensabkommens

zwischen den Rebellen und der

kolumbianischen Regierung. Doch dann

der Schock: In einer Volksabstimmung

am 2. Oktober sagte die Mehrheit NEIN

zu diesem Vertrag. Sollte der Krieg denn

nie enden?

Nach einem „Marsch für den Frieden“,

an dem sich Tausende beteiligten, ging

man zurück an den Verhandlungstisch.

Ein neuer Vertrag wurde erarbeitet und

unterschrieben. Anfang Dezember ist

dieser vom Parlament gebilligt worden.

52 Jahre Bürgerkrieg mit 260.000 Toten,

45.000 Vermissten, 21.000 Entführungen

und sieben Millionen Vertriebenen

kommen zum Ende. Nach Jahren voller

Gewalt, Hass und Resignation keimt Hoffnung.

Kolumbien atmet auf! Das Land hat

endlich eine Zukunftsperspektive.

Bitte beten Sie für den schwierigen

Friedensprozess. Es wird nur ein Waffenstillstand

bleiben, wenn nicht auch eine

Erneuerung der Herzen stattfindet. In

den letzten Jahren hat sich die geistliche

Situation leider negativ entwickelt. Die

Menschen sind dem Glauben gegenüber

gleichgültig geworden. Gemeinden wird

nicht mehr so vertraut. Zu oft haben

Pastoren das Evangelium nur zur eigenen

materiellen Bereicherung gepredigt.

Viele weichen in ihren Lehren inzwischen

weit von der Bibel ab. Ein einheimischer

Pastor sagte kürzlich: „Sie haben die Bibel

zugeklappt.“

Das Dringendste im politischen und

geistlichen Wandel ist also, dass die Menschen

wieder die Bibel lesen, weil ihre

Botschaft das Wichtigste ist: Dass Menschen

ewiges Heil in Jesus finden. Wie

16 DMG-informiert | 1 | 2017


BRASILIEN

Charlotte Prüfer

Biblischer Unterricht für Mitarbeiter

Was jungen

Menschen wirklich hilft

Straßenkinder in Belém

Bitte beten Sie für den

Friedensprozess in Kolumbien.

Es bleibt nur ein Waffenstillstand,

wenn nicht auch

eine Erneuerung der Herzen

stattfindet.

kann Vergebung und ein Neuanfang

aussehen in einem Volk, dem viel

Leid zugefügt wurde? Wie können

Opfer und Täter wieder miteinander

leben? In der Bibel finden sich Antworten

auf diese zentralen Fragen.

Gottes Wort verändert Menschen.

In der Beziehung zu Jesus beginnt

der echte, bleibende Wandel einer

Gesellschaft.

Meine Aufgabe ist biblischer

Unterricht. Im nächsten Einsatz

möchte ich Gottes Wort so viel und

gut wie möglich lehren. Ich werde

in der Hauptstadt Bogotá in der

Gemeinde „Dios es Amor“ (Gott ist

Liebe) mitarbeiten, in der Frauenarbeit,

Jüngerschulung, persönlichen

Begleitung und Ausbildung von

Mitarbeitern, sowie übergemeindlich

an einer theologischen Ausbildungsstätte

unterrichten und bei einer

kolumbianischen Missionsgesellschaft

helfen. Danke, dass Sie für Kolumbien

und meine Arbeit beten. Dass

die Bibel gelesen wird und Gott mich

gebraucht. Damit viele Kolumbianer

Leben in Christus finden und Heilung

für unser Land geschieht.

Wollen Sie Ursula Bartels Arbeit

unterstützen? Herzlichen Dank für Ihre

Spende mit Stichwort: P10022 Bartel

Belém hat mittlerweile zwei

Millionen Einwohner, und die

Kriminalität wächst. Viele Kinder und

Jugendliche leben auf der Straße oder

verbüßen Haftstrafen, weil sie mit

dem Gesetz in Konflikt gekommen

sind. Wir als Verein „PróVIDA“ (für

das Leben) helfen diesen Kindern und

Jugendlichen.

Ein Team geht in die elf Jugendgefängnisse

Beléms, ermutigt Insassen

zum Bibellesen und Beten und hört

auf die Nöte der jungen Leute. Das

zweite Team kümmert sich um Jungs

aus kaputten Familienverhältnissen,

die in Kinderheimen

untergebracht sind.

Und unser Präventionsteam

arbeitet mit

Kindern und Jugendlichen

aus gefährdeten

Familien. Es hilft

ihnen, dass sie nicht

auf der Straße, im

Heim oder Gefängnis

landen, sondern

bei ihren Familien

bleiben können. Zu

diesem Team gehöre

ich.

Ich bin glücklich

über meine Aufgabe.

Wir arbeiten

eng mit örtlichen

Kirchen und Gemeinden zusammen

und bieten ihnen Werkzeuge an, um

fernstehende Familien und Kinder aus

Randgruppen mit dem Evangelium zu

erreichen. Beispielsweise „PePe“, einen

christlichen Vorschulkindergarten. Wir

zeigen Gemeinden, wie sie in ihren

Stadtbezirken Pepe-Gruppen gründen

Wie kann man jung sein

und den Weg unsträflich

gehen? Wie kann man

jung sein und dem Herrn

gefallen? Wenn man sich

hält an Gottes Wort. Wir

wollen jung sein und den

Weg unsträflich gehen.

Wir wollen jung sein und

dem Herrn gefallen. Wir

halten uns an Gottes

Wort.

Lied von Edwin Donnabauer

können. Zudem schulen wir sie, damit

sie Nachhilfeprojekte und Kinderstunden

anbieten.

Das Herzstück sind kindgerechte

Andachten: die „Zeit mit Gott“. Uns ist

wichtig, dass die Kinder Jesus kennenlernen

und ihr Leben an ihm und seinen

Werten ausrichten. Wie es in Psalm

119,9 heißt: „Wie wird ein junger Mann

seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er

sich hält an dein Wort.“ Durch unsere

Programme werden nicht nur die jungen

Leute verändert. Eine Mama strahlte:

„Unser kleiner Pedro hat uns alle in die

Gemeinde gebracht, heute glaubt unsere

ganze Familie an Jesus.“

Eine andere Mutter:

„Letztes Jahr habe ich

meinen dreijährigen

Arthur bei PePe angemeldet.

Schon nach

zwei Wochen sah ich

erste Veränderungen.

Er war auf einmal so

freundlich und dankte

für alles. Ich habe fast

geweint.“ Eine dritte

Mutter sagte: „PePe

ist wichtig für unser

Viertel, die Mitarbeiter

kümmern sich sozial

und geistlich.“

Gott hat mir aufs

Herz gelegt, in den

nächsten Jahren intensiver mit ganzen

Familien zu arbeiten, damit Eltern ihren

Kindern den richtigen Weg weisen und

ihn selbst gehen. Dafür bin ich auf Gebet

angewiesen. Danke für jeden, der meine

Arbeit unterstützt.

DMG-informiert | 1 | 2017

17


AMERIKA

PERU

Siegfried und Dorothee Reuter

„Strick dir dein

Weihnachten selber!“

Wilfredo bringt Mädchen das Stricken bei

ebe den Geist von Weihnachten

„Lund mach dein Geschäftsmodel

zum Wachstumserfolg.“ Solche schrillen

Sprüche schmücken im Advent

die Schaufenster der südperuanischen

Metropole Arequipa, damit es in den

Kassen klingelt. Nicht auszudenken

was wäre, wenn Jesus Christus weltweit

sein Urheberrecht einklagen würde!

Die Börsen würden in den Keller

rasseln und Großunternehmen kollabieren.

Wilfredo und Ana, Kleinunternehmer

im Kunsthandwerk für Strickwaren,

dagegen würden von Christus

eine Auszeichnung erhalten:

Als wir sie vor 20 Jahren kennengelernt

haben, standen sie noch in der Backstube

der Eltern und lernten erstmal kleine

Brötchen backen – unter anderem fürs

Frühstücksprogramm unserer Kinderhilfe

Arequipa in ihrer Gemeinde im Stadtbezirk

„Israel“. Der biblische Ortsname war

für sie Programm, und es ist bezeichnend,

dass sie später ins „Neue Jerusalem“ auf

dem Berg umgezogen sind. Hier haben

sie eine Hausgemeinde unter Wellblechdach

gegründet, mit open-air Kinderstunde

im Hinterhof. Bald tummelten

sich jeden Morgen 70 Kinder aus der

Nachbarschaft unter ihrer Obhut zum

Frühstück und der täglichen biblischen

Geschichte.

Im Laufe der Zeit gründeten Wilfredo

und Ana den Mutter-Kind-Kreis, dazu

eine Hausaufgabenhilfe, und sie schulten

viele Mitarbeiter in ihren Gemeinderäumen,

die immer mehr erweitert werden

mussten.

Ihre Verwandtschaft hat sich traditionell

mit Handarbeiten ein Zubrot

verdient. Es wurde gestrickt, genäht und

geflochten. Die Alpakawolle aus Eigenbeständen

kleiner Herden der Familie im

Hochland war gesichert. Die Investition

18 DMG-informiert | 1 | 2017

in eine Strickmaschine markierte für Wilfredo

und Ana mit ihren mittlerweile zwei

Kindern einen signifikanten Fortschritt.

Als wir sie neulich besuchten, hatten sie

bereits sechs Strickmaschinen in Betrieb.

Ihre zwei Töchter sind inzwischen erwachsen

und arbeiten mit,

drei weitere junge Mütter

haben durch sie eine

familiengerechte Teilzeitbeschäftigung

erhalten.

Wir unterstützen seit

Jahren ein Kinderheim

in Arequipa. Auch hier

wird inzwischen gestrickt.

Denn kürzlich erhielten die Heimeltern

der 40 Waisen überraschend acht ausrangierte

Strickmaschinen geschenkt. In viel

Eigenarbeit entstand eine kleine Werkstatt,

alles Baumaterial aus Abrissschutt

recycelt. Manche der noblen Glasfenster

tragen noch die Gravur einer ehemaligen

Bankfiliale.

An Weihnachten kam Gott auf Augenhöhe

zu uns Menschen, davon leben

unsere Freunde hier. Sie erinnern uns

an Bodelschwingh: „Selbstgestricktes“

geht gar nicht;

bei ihnen hat Jesus „alle

Fäden in der Hand“.

Anna und Wilfredo

haben

auf unsere

Unsere peruanischen

Freunde erinnern uns

an Bodelschwingh:

„Selbstgestricktes“ geht

gar nicht; bei ihnen hat

Jesus „alle Fäden

in der Hand“.

Beim

Einkaufen

Gutes tun!

Bei den meisten Ihrer Einkäufe in gängigen Internetshops können

Sie ab sofort Mission mit unterstützen. Wenn Sie Ihren

Kauf über den „Bildungsspender“ (Link unten) tätigen, erhalten wir als

DMG eine Gutschrift als Spende. Diese kann bis zu 6% Ihres Einkaufswertes

betragen, ohne dass Sie mehr bezahlen. Beschenken Sie uns bei

Ihrem nächsten Einkauf:

www.Bildungsspender.de/DMG

Bitte hin bereitwillig die Strickmaschinen

des Waisenheimes repariert, nötige

Ersatzteile besorgt und eingebaut. Jetzt

sitzen jeden Samstag acht Mädchen von

15 bis 17 Jahren unter ihrer Anleitung an

den Strickmaschinen.

Was sie hier lernen ist

wichtig, denn mit 18 erwartet

sie die „Selbständigkeit“.

Fingerfertigkeit und

handwerkliches Geschick

helfen auf dem Arbeitsmarkt.

So zieht sich der

Urheber von Weihnachten

wie ein roter Faden durch

diese Geschichte. Von wegen

„strick dir dein Weihnachten selber“.

Über dem Hof des Kinderheims hängt

mit Großbuchstaben, für jedermann zu

lesen: „Wir feiern das Christfest, den

Geburtstag von Jesus!“

Übrigens: Ab Juli sind wir ein Jahr im

Heimataufenthalt, gerne können Sie uns

über die DMG in Ihre Gemeinde, Gruppen

und Kreise einladen.


TERMINE

HERZLICHE EINLADUNG

Veranstaltungen:

19.02.2017 Gebetssonntag Asien

ab 10 Uhr: Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

19.02.2017: Missionsfest

72584 Hülben, Tel. 07265 959-153

11.–12.03.2017: Missionswochenende

74336 Brackenheim, Tel. 07135 8450

15.–16.03.2017: 24-Stunden-Gebetstag

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

www.DMGint.de/24h-Gebet

17.–19.03.2017: Infowochenende für Auslandseinsätze

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

19.03.2017: Gebetssonntag Afrika

ab 10 Uhr: Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

www.DMGint.de/24h-Gebet

Trefft uns am Infostand und in Seminaren:

23.–25.02.2017: Kongress christlicher Führungskräfte,

Nürnberg

27.–28.02.2017: Kindertage des

Lebenszentrums Adelshofen

03.–04.03.2017: JuMiKo Lippe in Detmold

04.03.2017: Jugendmissionale in Köln

23.–25.03.2017: Dynamissio: Missionarischer

Gemeindekongress in Berlin

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto: Karin Schutz (DMG)/Hellenic Ministries

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

27.10.–04.11.2017

Jordanien-Reise

Biblisch-archäologische Spurensuche

Ab 1.768 Euro p.P. im DZ;

50 Euro Frühbucher-Bonus.

Information und Anmeldung:

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610

Gerd.Sigrist@gmx.net

12.–19.08.2017

Auszeit mit Inhalt

auf dem Buchenauerhof

mit Pfr. Günther Beck (DMG)

und Team

Urlaubstage für Erholungssuchende.

Mit Seminarauswahl.

Ab 345 Euro p.P. im DZ mit

Vollpension und eigener Anreise.

Information und Anmeldung:

Doris Keller, Tel. 07135 963713

www.auszeit-mit-inhalt.de

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

Extra Angebot während

der Auszeit:

Mini-Sprachkurs Farsi

(offen für alle)

Anmeldung: Tel. 07135 963713

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

Staaten in in Euro. Euro.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

-


OFFENE STELLE

Für die Bereiche Verwaltung und Kurzzeitmitarbeiter

im Heimatzentrum sucht die DMG einen:

Verwaltungsassistenten (m/w)

Administrative Betreuung von Kurzzeiteinsätzen,

Verwaltung DMG-eigener Wohnungen und Sachversicherungen,

Assistenzaufgaben sowie Bearbeitung

von Projekten. Nähere Informationen unter:

www.DMGint.de/Stellenangebot

FREIZEIT

08.–12.05.2017

DMG-Missionsfreizeit

auf dem Buchenauerhof

Die wunderschön gelegene DMG-Zentrale Buchenauerhof

als ruhigen Ort des Gebets entdecken, Ausflüge in die Umgebung,

Bibelarbeiten, Berichte aus der Mission und Zeit für

Begegnung mit Missionaren und Mitarbeitern. Ab 159 Euro.

Anmeldung und Information:

DMG, Christiane Betz, Tel. 07265 959-191

E-Mail: Anmeldung@DMGint.de

Erlebnistag

21. Mai 2017 | 10–18 Uhr

Buchenauerhof 74889 Sinsheim

Ein Tag der offenen Tür

für die ganze Familie

GLAUBE. ECHT. ANSCHAULICH.

Unsere Mitarbeiter in aller Welt bringen Eindrücke, Düfte und

Kulinarisches anderer Kulturen in die DMG-Zentrale Buchenauerhof

und laden ein, Alltagserlebnisse nachzuempfinden.

* Wie sieht Schloss Buchenauerhof von innen aus?

* Was macht ein Missionar im 21. Jahrhundert?

* Wie kann mein Glaube wachsen?

* Wie kann ich bei mir zu Hause missionarisch wirken?

WAS SIE ERWARTET

FREIZEIT

Interaktive Ausstellungen für Jung und Alt von 10 bis 18 Uhr

Gottesdienste um 10.30 Uhr und um 14.00 Uhr:

* Lobpreisgottesdienst im Park

* Klagegottesdienst in der Kapelle

* Wortgottesdienst im Zelt

* Kulinarisches aus aller Welt

* Führungen über den Buchenauerhof

mit seiner reichen Geschichte

* Mini-Seminare und Workshops zum Mitmachen

* Inspirationen für Ihr eigenes Leben

* Sinnvoller Spaß für Kinder

* Bibel, Musik, Stille

* Anregungen für die missionarische Arbeit Ihrer Gemeinde

* Treffen mit Missionaren, Mitarbeitern,

alten und neuen Freunden

* Gebetsparcours

www.DMGint.de/Erlebnistag

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