Weil am Rhein

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Ein Streifzug durch die Geschichte Helmut Brenneisen: „Mir gefallen besonders die Einkaufsmöglichkeiten in Weil am Rhein.“ Maria + Georg Kaschner: „Ich mag Weil am Rhein, weil es eine kleine, gemütliche Stadt mit einem tollen Flair ist.“ Weil am Rhein, Große Kreisstadt und im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz gelegen, wurde erstmals am 27. Februar 786 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen (Schweiz) unter dem Namen „Willa“ erwähnt. Das ursprüngliche Bauerndorf im Osten der heutigen Gemarkung (jetziges Stadtgebiet Altweil) war jahrhundertelang geprägt durch die Landwirtschaft, vornehmlich durch den Weinbau, da die klimatischen Bedingungen der Oberrheinebene sowie die Lage des Dorfes unterhalb des Tüllinger Berges diese Bewirtschaftung besonders begünstigten. Der Aufstieg des Dorfes zur Stadt begann im Wesentlichen mit der Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung des Verkehrs im 19. und 20. Jahrhundert. So war es wohl in erster Linie die günstige Verkehrslage, die Weil zu seiner Entstehung verhalf. Als der römische Kaiser Trajanus um 100 n.Chr. seine „Schwarzwaldstraße“ von Augusta Rauracorum (Kaiseraugst, Schweiz) in den südlichen Schwarzwald baute, führte diese Heerstraße von Grenzach und Riehen nämlich auch über Weil und von da an weiter in das Oberrheingebiet. Im Laufe der Zeit entstanden dann an dieser „Römerstraße“ Gehöfte und sogenannte „Meierhöfe“. Einer dieser Gutshöfe lag gegen Ende des ersten Jahrhunderts n.Chr. südlich des heutigen Stadtteils Haltingen. Hier stieß man 1958 bei Bauarbeiten auf die Reste eines altrömischen Hauses. Wahrscheinlich ist daher der Name „Weil“ auch römischen Ursprungs. 1246 lautete der Name „Wile“, 1298 in banno „Wila“, 1344 „Wil am Schlipfe“, 1380 „Will“. Hieraus wurde neuhochdeutsch „Weil“. Für Weil dürfte auch zutreffen, dass dieser Ort, ebenso wie andere Weil- oder Weilerorte, in die frühe Ausbauzeit des 6. bis 8. Jahrhunderts gehört. Eine verschwundene Siedlung, der Ort „Leidikon“, lag früher zwischen Weil und Riehen (Schweiz) in der Nähe des Mühleteiches und wurde erstmals urkundlich am 7. September 751 erwähnt. Diese Gemarkung dürfte seinerzeit teilweise im „Bann“ von Weil aufgegangen sein. Ebenso wurde der Weiler Bann um die Gemarkung des einstigen „Ötlikon“ (heutiger Stadtteil Friedlingen) in der Rheinniederung im Westen erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts (1750/51) erweitert. Weil hatte damit seine Gemarkung bis zum Rhein hin ausgedehnt und den Grundstein für eine damals noch ungeahnte Entwicklung gelegt, welche schließlich auch zur Stadterhebung reichte. Blick auf Weil Foto: Bildarchiv Stadt Weil am Rhein Der Beitritt Badens zum Deutschen Zollverein leitete den weiteren Fortschritt des Dorfes ein. 1835 wurde auf der „Leopoldshöhe“, an der heutigen Bundesstraße 3, eine Zollstation errichtet, welche die alte, wichtige Überlandstraße von Freiburg nach Basel kontrollierte. Sie bildete aber auch den Grundstein für die weitere Bebauung der Leopoldshöhe. Der Umbruch vom Dorf zur Stadt begann jedoch erst mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes, ohne den die 4

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