Geruchsemissionsfaktoren Tierhaltungsanlagen - MUGV

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Geruchsemissionsfaktoren Tierhaltungsanlagen - MUGV

GV-Faktoren Tierhaltungsanlagen

Stand: November 2011

Tierart Mittlere Quellen/ Bemerkungen

Einzeltiermasse

GV/Tier

Rinder

Kühe und Rinder (über 2 Jahre) 1,2 1

Weibliche Rinder (1 bis 2 Jahre) 0,6 1

Männliche Rinder (1 bis 2 Jahre) 0,7 1

Weibliche Rinder (0,5 bis 1 Jahr) 0,4 1

Männliche Rinder (0,5 bis12 Jahr) 0,5 1

Kälberaufzucht (bis 6 Monate) 0,19 1

Mastkälber (bis 6 Monate) 0,3 1

Aufzuchtkälber (bis 3 Monate) 0,14 12

Schweine

Mastschweine (25 bis 110 kg) 0,13 1

Mastschweine (25 bis 115 kg) 0,14 1

Mastschweine (25 bis 120 kg) 0,15 1

Vormastschweine (28 bis 40 kg) 0,07 Vergleichsbetrachtung

Endmastschweine (40 bis 110 kg) 0,15 Vergleichsbetrachtung

Niedertragende und leere Sauen, Eber (150 kg) 0,30 1

Sauen mit Ferkeln (bis 10 kg) 0,40 1

Sauen mit Ferkeln (bis 14 kg) 0,45 1

Sauen mit Ferkeln (bis 18 kg) 0,50 1

Aufzuchtferkel (bis 15 kg) 0,02 1

Aufzuchtferkel (bis 25 kg) 0,03 1

Aufzuchtferkel (bis 30 kg) 0,04 1

Jungsauen (bis 90 kg) 0,12 1

Geflügel

Legehennen 0,0034 1

Junghennenaufzucht (bis 18. Woche) 0,0014 1

Masthähnchen (bis 35 Tage) 0,0015 1

Masthähnchen (bis 42 Tage) 0,0020 1

Masthähnchen (bis 49 Tage) 0,0024 1

Entenaufzucht (Pekingenten) 0,0013 1

Entenmast (Pekingenten) 0,0038 1

Entenaufzucht (Flugenten) 0,0012 1

Entenmast (Flugenten) 0,0050 1

Puten (bis 7.Woche) 0,0016 **

Puten (7. bis 17. Woche) 0,0125 **

Puten (bis 6.Woche) 0,0011 **

Puten (6. bis 17. Woche) 0,0109 **

Puten (bis 18. Woche) 0,0086 **

Puten (bis 17. Woche) 0,0079 **

Puter (bis 7. Woche) 0,0019 **

Puter (7. bis 22. Woche) 0,0222 **

Puter (7. bis 23. Woche) 0,0218 **

Puter (7. bis 24. Woche) 0,0229 **

Puter (bis 6. Woche) 0,0014 **

Puter (6. bis 12. Woche) 0,0090 **

Puter (6. bis 22. Woche) 0,0197 **

Puter (6. bis 23. Woche) 0,0208 **

Puter (bis 12. Woche) 0,0055 **

Puter (12. bis 23. Woche) 0,0272 **

Puter (bis 22. Woche) 0,0153 **


Tierart Mittlere Quellen/ Bemerkungen

Einzeltiermasse

GV/Tier

Puter (bis 23. Woche) 0,0164 **

Puten und Puter (bis 7. Woche) 0,0022 **

Pferde

über 3 Jahre 1,1 1

bis 3 Jahre 0,7 1

Ponys und Kleinpferde 0,7 1

Fohlen 0,5 2

Quellen

1 VDI 3894 Bl. 1

2 Festlegung aus Cloppenburg, 2005.

12 Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie:

Detaillierter GV-Schlüssel, (2011).

Anmerkungen

** eigene Ermittlungen

Die GV-Faktoren für Schafe und Ziegen hängen von der Rasse ab und sind im Einzelfall zu ermitteln.


Schüttdichten von Festmist und Silagen

Stand: November 2011

Material Schütt- Quellen/ Bemerkungen

dichte

kg/m³

Festmist

Rinderfestmist 830 15

Schweinefestmist 830 15

Hähnchenmist 670 15

Hühnertrockenkot 770 15

Silagen

Maissilage (> 30 % TS) 600 13; 14

Grassilage (35 % TS) 500 13; 14

Quellen

13 Bergophor: "Raumgewichte ausgewählter Futtermittel" (Internet)

14 Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen: "Raumgewichte landwirtschaftlicher Erzeugnisse" (Internet)

15 Merkblatt ATV-M 702


Geruchsemissionsfaktoren Tierhaltungsanlagen

Stand: November 2011

Tierart Geruchs- Quellen/ Bemerkungen

emissionsfaktor

GE/(s·GV)

Rinder

Milchvieh- und Mutterkuhhaltung

alle Haltungsverfahren (inkl. Kälber bis 6 Monate) 12 1

Laufhof 2,7 GE/(s·m²) 4

Rinderaufzucht und Mast

Rindermast 12 1

Jungrinderhaltung (weiblich) 12 1

Kälberaufzucht bis 6 Monate (separate Aufstallg.) 12 1

Kälbermast 30 1

Schweine

Schweine/Auslaufhaltung 30 % vom Emissionsfaktor mit Bezug auf Tierplatz-

anzahl und Auslauffläche; Konvention

Schweinemast

Flüssigmist-/Festmistverfahren 50 1

Tiefstreuverfahren

Ferkelerzeugung

30 1

Warte- und Deckbereich (Sauen, Eber) 22 1

Abferkel- und Säugebereich (Sauen mit Ferkeln) 20 1

Ferkelaufzucht 75 1

Jungsauenaufzucht

Geflügel

Legehennenhaltung

50 1

Kleingruppenhaltung, Kotband 30 1

Bodenhaltung mit Volierengestellen, Kotband,

inklusive Kaltscharrraum

30 1

Bodenhaltung 42 1

Legehennen (Flüssigmist) 58 2

Legehennen/Auslaufhaltung 42 10 % vom Emissionsfaktor mit Bezug auf Tierplatz-

anzahl und Auslauffläche; Konvention

Junghennenaufzucht

alle Haltungsverfahren wie Legehennen- 1

haltung

Hähnchenmast

Bodenhaltung

Entenaufzucht

60 1

Bodenhaltung

Entenmast

75 1

Bodenhaltung

Putenaufzucht

75 1

Bodenhaltung

Putenmast

47 3

Bodenhaltung 47 3

Pferde

Schafe

10 1

Bock 50 1

Jungtiere und weibliche Tiere

Ziegen

25 1

Bock 100 1

Jungtiere und weibliche Tiere 30 1


Quellen

1 VDI 3894 Blatt 1

2 Festlegung aus Cloppenburg, 2005.

3 KTBL Arbeitspapier 260: Daten zu Geruchsemissionen aus der Tierhaltung (vor allem Werte von

Oldenburg), 1998.

4 Sachsen: "Immissionsschutzrechtliche Regelung-Rinderanlagen", 2008.

Anmerkungen

Die Emissionsfaktoren stellen Mindestwerte dar. Im Einzelfall können auch höhere Werte erforderlich sein.

Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.


Geruchsemissionsfaktoren Biogasanlagen

und andere Flächenquellen

Stand: November 2011

Emissionsquelle Geruchs- Quellen/ Bemerkungen

emissionsfaktor

GE/(m²s)

Schweinegülle, -jauche 7 1; Analogiebetrachtung

Rindergülle, -jauche 5 8; Analogiebetrachtung

Melkhausabwasser 1 Konvention

Festmist (Rinder, Schweine, Masthühner, 3 1; Analogiebetrachtung

Enten, Puten, Pferde, Grundfläche)

Kotlager (TS>55 %) 7 1

Gärreste (Gülle und Kofermente, 7 5

0 cm SS)

Gärreste (Gülle und Kofermente, 5 Konvention/ Bezug auf Emissionsfaktor von 7 GE/(m²s)

nur NaWaRo, 0 cm SS)

Gärreste (Gülle und Kofermente, 1,5 Wanka: Fax über Messwerte, 2001

10 cm SS)

Gärreste (flüssig, Gülle und Kofermente) 7 Konvention, Übernahme des Gärrestewertes

aus Trockenfermentation und Separation

(0 cm SS)

Gärreste (flüssig, Gülle und Kofermente, nur 5 Konvention, Übernahme des Gärrestewertes

NaWaRo) aus Trockenfermentation

und Separation (0 cm SS)

Gärreste (flüssig) aus Trockenfermentation 1,5 Konvention, Übernahme des Gärrestewertes

und Separation (10 cm SS)

Gärreste (fest) aus Trockenfermentation 3 Konvention, Übernahme des Festmistwertes aus 1

und Separation

Gärrest (getrocknet) 1,5 Konvention, Hälfte des Festmistwertes

Maissilage 3 1

Grassilage 6 1

Ganzpflanzensilage und andere Silagen 6 Konvention/Übernahme des Wertes für Grassilage

Silagesickersaft 6 Konvention/Analogie zum Emissionsfaktor von Silage

Zuckerrübenmus 0,014 Messungen von Uppenkamp+Partner GmbH

BHKW, Zündstrahlm. 5000 GE/m³ 6;7; *

BHKW, Gas-Otto-M. 3000 GE/m³ 6;7; *

Raumluft (Technik-, 200 GE/m³ Luftwechsel bzw. Ventilatorleistung sind zugrunde zu legen;

Separatorgebäude) Konvention/ Angaben aus Genehmigungsanträgen

SS: Schwimmschicht

Quellen

1 VDI 3894 Blatt 1

5 Wanka: Schreiben auf Anfrage, 2002.

6 Sachsen: 12. Seminar "Messung und Bewertung von Geruchsemissionen und -immissionen", 2007.

7 Schriftenreihe des LfULG Nr. 35/2008: "Gerüche aus Abgasen bei Biogas-BHKW".

8 Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Emissionsfaktoren Tierhaltung, (2010).


Anmerkungen

* Abgaszustand nach Nr. 2.5 e) TA Luft (feuchtes Abgas)

Für bewegte Stoffe ist der dreifache Wert gegenüber ruhenden Stoffen anzusetzen.

Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Silageanschnittflächen zwischen den Entnahmezeiten als

offene, ruhende Emissionsquellen zu betrachten sind.

Für die Silageentnahme sind in der Regel zwei Stunden und für die Befüllung des Feststoffdosierers vier

Stunden zu veranschlagen.

Bei Biogasanlagen ist ein pauschaler Zuschlag in Höhe von 10 % der diffusen Emissionen für

Verschmutzungen, Transport- und Umschlagprozesse zu erheben. (Sicherheitszuschlag)

Gärrestelagerbehälter sind nicht mit Strohhäcksel abzudecken, da hierdurch ein nachträglicher

C-Input verursacht wird.

Gasdichte Fermenter und Nachgärbehälter sind mit einer Doppelmembran auszurüsten.

Kissenspeicher sollten in einem Schutzraum untergebracht werden.

Bei einfachen Membranen sind die Emissionen durch Diffusion zu berücksichtigen.

Der Emissionsfaktor für Mischgülle ist entsprechend der Massenanteile zu ermitteln.

Gülleerdbecken (Güllelagunen) entsprechen bei der Errichtung von Anlagen nicht dem Stand der Technik

einer emissionsarmen Flüssigmistlagerung. Auf Gülleerdbecken bilden sich wegen der großen Oberflächen

(Windangriffsfläche) in der Regel keine natürlichen Schwimmdecken. Künstliche Schwimmdecken bleiben

nicht erhalten.

Die standortabhängige Niederschlagsmenge ist in Brandenburg mit mindestens 500 mm/Jahr zu kalkulieren.

Nr. 4.2.5 der VDI 3894 Blatt 1 ist zu beachten.

Geflügeltrockenkot ist überdacht und trocken zu lagern, so dass eine Wiederbefeuchtung durch

Witterungseinflüsse sicher verhindert wird.

Die Emissionsfaktoren stellen Mindestwerte dar. Im Einzelfall können auch höhere Werte erforderlich sein.

Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.


Geruchsemissionsminderung

Maßnahme Faktor *** Quellen/ Bemerkungen

%

Natürliche SS - Schweinegülle 30 10

Natürliche SS - Rindergülle 70 10

Strohhäcksel, 15 cm 80 9

Granulate (z.B. Perlite), Hexacover 85 9

Schwimmfolie 85 9

Zeltdach 90 9

Betondecke, auch befahrbar 90 9

gasdichte Abdeckung 100 Konvention

Stallemissionen von Rindern bei 50 11

täglichem Weidegang

Abluftreinigung siehe unter Anmerkungen

*** Im Vergleich zur offenen Lagerung.

SS: Schwimmschicht

Quellen

Stand: November 2011

9 KTBL-Schrift 447: "Handhabung der TA Luft bei Tierhaltungsanlagen", 2006.

10 UBA Texte 05/02: "BMVEL/UBA-Ammoniak-Emissionsinventar der deutschen Landwirtschaft und

Minderungsszenarien bis zum Jahr 2010", 2002.

11 Ergebnisniederschrift über die Sitzung des Expertengremiums "Geruchsimmissions-Richtlinie" vom

5. und 6.4.2011, TOP 2.3.

Anmerkungen

Beim Einsatz von Biofiltern und Biowäschern können die Emissionen in Prognosen vernachlässigt werden,

wenn der Abstand zwischen dem Rand der Abluftreinigungsanlage und dem Beginn des nächsten für die

Geruchsbeurteilung relevanten Gebietes 100 m überschreitet.

Bei Kombination zweier Minderungsmaßnahmen können die Minderungsfaktoren jeweils berücksichtigt

werden.

Die Emissionsminderungsfaktoren stellen Höchstwerte dar. Im Einzelfall können auch niedrigere Werte

erforderlich sein. Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.


Ammoniakemissionsfaktoren Tierhaltungsanlagen

Stand: November 2011

Tierart, Haltungssystem Ammoniak- Quellen/

emissions- Bemerkungen

faktor

kgNH 3/(TP·a)

Rinder

Milchvieh-, Mutterkuhhaltung

Liegeboxenlaufstall, Fest- oder Flüssigmistverfahren 14,57 1

Laufstall, Tiefstreuverfahren 14,57 1

Laufstall, Tretmistverfahren 15,79 1

Kälber, Mastkälber (0 bis 0,5 Jahre) 2,5 3 (A 4.100)

Laufhof 0,1 mgNH 3/(m²s) 6

Rindermast, Jungrinderhaltung (0,5 bis 2 Jahre)

Laufstall, Fest- oder Flüssigmistverfahren 3,04 1; 5

Laufstall, Tiefstreuverfahren 3,04 5

Laufstall, Tretmistverfahren 3,64 1

Schweine

Schweinemast

Zwangslüftung, Flüssigmistverfahren (Teil- oder Vollspaltenböden) 3,64 1

Zwangslüftung, Festmistverfahren 4,86 1

Außenklimastall, Tiefstreu- oder Kompostverfahren 4,86 1

Außenklimastall, Kistenstall (Flüssig- oder Festmistverfahren) 2,43 1

Ferkelerzeugung (Zuchtsauenhaltung)

Alle Bereiche und Aufstallungsformen (Zuchtsauen inkl. Ferkel bis 25 kg) 7,29 1

Warte- und Deckbereich (Sauen) 4,8 2

Abferkel- und Säugebereich (Sauen inkl. Ferkel bis 10 kg) 8,3 2

Jungsauenaufzucht 3,64 2

Deckeber, 7 Monate und älter 5,5 3 (D 2.100)

Ferkelaufzucht (entwöhnte Ferkel, Boxenfläche ≤ 0,35 m²) 0,6 3 (D 1.1.100.1)

Geflügel

Legehennenhaltung

Kleingruppenhaltung, unbelüftetes Kotband, 1x Entmistung/Woche 0,150 2

Kleingruppenhaltung, belüftetes Kotband, 1x Entmistung/Woche 0,040 2

Bodenhaltung mit Volierengestellen, unbelüftetes Kotband, 1x

Kotabfuhr/Woche 0,091 2

Bodenhaltung mit Volierengestellen, belüftetes Kotband ((0,4-0,5)

m³/(Tier·h) ohne Zuluftkonditionierung), 1x Entmistung/Woche 0,046 2

Bodenhaltung, Kotgrube 0,3157 2

Volierenhaltung, 50 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, 1 x Kotent-

mistung/Woche, keine Kotbelüftung ** 0,09 3 (E 2.11.1)

Volierenhaltung, 30 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, 2 x Kotent-

mistung/Woche, keine Kotbelüftung ** 0,0565 4

Volierenhaltung, 50 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, 2 x Kotent-

mistung/Woche, Kotbelüftung (0,2 m³/(TP·h), 18 oC Lufttemperatur) ** 0,055 3 (E 2.11.2.1)

Volierenhaltung, 55-60 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, Kotbelüftung mit

Außenluft (0,7 m³/(TP·h), 17 oC Lufttemperatur), 1 x Kotentmistung/

Woche, 55 % TS im Kot, 80 % TS in Einstreu ** 0,037 3 (E 2.11.4)

Volierenhaltung, 30-35 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, Kotbelüftung mit

Außenluft (0,7 m³/TP·h, 17 oC Lufttemperatur), 1 x Kotentmistung/ Woche,

55 % TS im Kot, 80 % TS in Einstreu ** 0,025 3 (E 2.11.3)


Tierart, Haltungssystem Ammoniak- Quellen/

emissions- Bemerkungen

faktor

kgNH 3/(TP·a)

Bodenhaltung/Auslauf (Entmistung 1 x je Durchgang) 0,3157 1

Auslaufhaltung 0,3157 Konvention ***

Zuchthennen und -hähne von Legerassen unter 18 Wochen

Volierenhaltung mit belüftetem Kotband, mindestens 50 % Gitterrostanteil

an Nutzfläche ** 0,05 3 (E 1.8.1)

Volierenhaltung, 55-60 % Gitterrostanteil an Nutzfläche, Kotbelüftung mit

Außenluft (0,4 m³/(TP·h), 17 oC Lufttemperatur), 1 x Kotentmistung/

Woche, 55 % TS im Kot, 80 % TS in Einstreu ** 0,02 3 (E 1.8.5)

Bodenhaltung/Auslauf (Entmistung 1 x je Durchgang) 0,17 3 (E 1.100)

Andere Haltungsverfahren

Elterntiere

70 % des jeweiligen

Verfahrens der

Legehennenhaltung 2

Elterntiere von Masthähnchen bis 19. Woche (Aufzucht) 0,25 3 (E 3.100)

Elterntiere von Masthähnchen 0,58 3 (E 4.100)

Elterntiere von Mastputen (0. bis 6. Woche) 0,15 3 (F 1.100)

Elterntiere von Mastputen (7. bis 30. Woche) 0,47 3 (F 2.100)

Elterntiere von Mastputen ab 30. Woche 0,59 3 (F 3.100)

Elterntiere von Mastenten (0. bis 24. Monat)

Mastgeflügel

0,32 3 (G 1.100)

Mastputen (Nur TP ab 10. Woche werden gezählt) * 0,68 3 (F 4.100)

Mastenten 0,1457 1

Hähnchenmast, Bodenhaltung (bis 33 Tage) 0,035 2

Hähnchenmast, Bodenhaltung (bis 42 Tage)

Pferde

0,0486 2

Pferde über 3 Jahre 5 3 (K 1)

Pferde unter 3 Jahre 2,1 3 (K 2)

Ponys über 3 Jahre 3,1 3 (K 3)

Ponys unter 3 Jahre 1,3 3 (K 4)

Schafe und Ziegen

Mutterschafe mit Lämmern 0,7 3 (B1)

Ziegen über 1 Jahr 1,9 3 (C1)

Jungziegen ab 61. Tag bis 1 Jahr 0,8 3 (C2)

Ziegenlämmer bis 60. Tag 0,2 3 (C3)

TP - Tierplatz

TS - Trockensubstanzgehalt

* Die Emissionen sind entsprechend des GV-Anteils für Aufzucht und Mast stallbezogen zu wichten.

** Es findet keine Mistlagerung auf dem Anlagengelände statt.

*** Es sind 10 % des Emissionsfaktors aus der Bodenhaltung mit Bezug auf Tierplatzzahl und Auslauffläche zugrunde zu legen.

Quellen

1 TA Luft

2 VDI 3894 Blatt 1

3 Niederländische Ammoniakrichtlinie 2011.

4 Schriftenreihe der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft:

"Emissionsminderung in der Legehennenhaltung", Heft 3/2007.

5 Vergleichsbetrachtung

6 KTBL-Schrift 449: "Emissionen der Tierhaltung", 2006.


Anmerkungen

Die Emissionsfaktoren stellen Mindestwerte dar. Im Einzelfall können auch höhere Werte erforderlich sein.

Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.


Ammoniakemissionsfaktoren Biogasanlagen und andere

Flächenquellen

Emissionsquelle Ammoniak- Quellen/ Bemerkungen

emissionsfaktor

mgNH 3/(m²s)

Schweinegülle, -jauche ohne SS 0,12 7

Rindergülle, -jauche ohne SS 0,07 7

Stand: November 2011

Festmist (Rinder, Schweine, Masthühner, 0,25 LUA: Plausibilitätsbetrachtung/KTBL-Schrift 406, TA Luft,

Enten, Puten, Pferde, Grundfläche) "Rahmenempfehlung zur Düngung 2000 im Land Bbg."

Gärreste (Gülle und Kofermente, 0 cm SS) 0,42 LUA: Plausibilitätsbetrachtung - 8

Gärreste (Gülle und Kofermente, 10 cm SS) 0,02 LUA: Plausibilitätsbetrachtung - 8

Gärreste (flüssig) aus Trockenfermentation 0,42 Konvention, Übernahme des Gärrestewertes

und Separation (0 cm SS)

Gärreste (flüssig) aus Trockenfermentation 0,02 Konvention, Übernahme des Gärrestewertes

und Separation (10 cm SS)

Gärreste (fest) aus Trockenfermentation 0,25 Konvention, Übernahme des Festmistwertes

und Separation

Gärrest (getrocknet) 0,125 Konvention, Hälfte des Festmistwertes

Grassilage 0,2 Wanka: Förderkreis Stallklima, 2003

Silagesickersaft (Grassilage) 0,1 Konvention

SS -Schwimmschicht

Quellen

7 VDI 3894 Bl. 1 - Umrechnung

8 "Landwirtschaftliche Biogaserzeugung und -verwertung", Freistaat Sachsen, 1998.

Anmerkungen

Für bewegte Stoffe ist der dreifache Wert gegenüber ruhenden Stoffen anzusetzen.

Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Silageanschnittflächen zwischen den Entnahmezeiten als

offene, ruhende Emissionsquellen zu betrachten sind.

Für die Silageentnahme sind in der Regel zwei Stunden und für die Befüllung des Feststoffdosierers vier

Stunden zu veranschlagen.

Bei Biogasanlagen ist ein pauschaler Zuschlag in Höhe von 10 % der diffusen Emissionen für

Verschmutzungen, Transport- und Umschlagprozesse zu erheben. (Sicherheitszuschlag)

Gärrestelagerbehälter sind nicht mit Strohhäcksel abzudecken, da hierdurch ein nachträglicher

C-Input verursacht wird.

Der Emissionsfaktor für Mischgülle ist entsprechend der Massenanteile zu ermitteln.

Gülleerdbecken (Güllelagunen) entsprechen bei der Errichtung von Anlagen nicht dem Stand der Technik

einer emissionsarmen Flüssigmistlagerung. Auf Gülleerdbecken bilden sich wegen der großen Oberflächen

(Windangriffsfläche) in der Regel keine natürlichen Schwimmdecken. Künstliche Schwimmdecken bleiben

nicht erhalten.


Die standortabhängige Niederschlagsmenge ist in Brandenburg mit mindestens 500 mm/Jahr zu kalkulieren.

Nr. 4.2.5 der VDI 3894 Blatt 1 ist zu beachten.

Geflügeltrockenkot ist überdacht und trocken zu lagern, so dass eine Wiederbefeuchtung durch

Witterungseinflüsse sicher verhindert wird.

Die Emissionsfaktoren stellen Mindestwerte dar. Im Einzelfall können auch höhere Werte erforderlich sein.

Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.


Ammoniakemissionsminderung

Stand: November 2011

Maßnahme Emissionsminderung (%) **** Quellen/

Flüssigmist (Rinder, Schweine) Bemerkungen

Natürliche SS - Schweinegülle 30 9

Natürliche SS - Rindergülle 70 9

Strohhäcksel 80 10

Schwimmfolie, Granulate, Hexacover 85 10

feste Abdeckung (z.B. Beton, Zelt) 90 10

gasdichte Abdeckung 100 Konvention

Maßnahme Emissionsminderung (%) Quellen/

Bemerkungen

N-angepasste Fütterung Rinder 25 eigene Ermittlungen

(Rohproteingehalt im Futter ≤ 16 %)

Mehrphasenfütterung Schweine ***** 20 10

Erdwärmetauscher und Unterflur- 25 11

Zuluftführung in der Schweinemast

Zuluftkühlung 10 2

Weide 15 2

mindesten 6 Stunden Weidehaltung

am Tag, Stall weiter Emissionsquelle

Abluftreinigungsanlagen siehe unter Anmerkungen

**** Im Vergleich zur offenen Lagerung.

***** Anpassung des Proteingehaltes des Futters alle 3 Wochen

Quellen

2 VDI 3894 Blatt 1

9 UBA Texte 05/02: BMVEL/UBA-Ammoniak-Emissionsinventar der deutschen Landwirtschaft und

Minderungsszenarien bis zum Jahr 2010

10 KTBL-Schrift 406: Emissionen der Tierhaltung, 2001.

11 Landtechnik 4/2005 und 4/2007

Anmerkungen

Die durch Einsatz von Abluftreinigungsanlagen erreichbare Emissionsminderung an Ammoniak ist den

DLG- Prüfberichten für das jeweilige zertifizierte Systen zu entnehmen. Dabei ist in Prognosen der aus

dem Gesamtabscheidewirkungsgrad für Ammoniak und der Wiederfindungsrate für abgeschiedenen

Stickstoff gemittelte Wert anzusetzen.

Die Emissionsminderungsfaktoren stellen Höchstwerte dar. Im Einzelfall können auch niedrigere Werte

erforderlich sein. Bei neueren Erkenntnissen (z.B. Messungen) werden die Tabellen fortgeschrieben.

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