Download - Berglandmilch

berglandmilch.at

Download - Berglandmilch

Der

Schärdinger

DIE BERGLANDMILCH INFORMATION

FÜR MITGLIEDER

Herbst 2011

UNTER KÜHEN

„Quereinsteiger“-Bäuerinnen

sind gerade auf Milchbetrieben

längst keine Seltenheit mehr

Seite 4

REPORTAGE

Irlands Milchbauern scharren in den Startlöchern

und wollen die Produktion massiv steigern

Seite 8

EXPORT

Käse von Berglandmilch ist in aller Welt gefragt:

seit Jahren sogar im fernen Australien

Seite 12

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Die Nummer 1 in Österreich: WILLE

Foto: Laresser

www.schaerdinger.at

www.eurogenetik.com


VORWORT

Sehr geehrte Bäuerinnen und Bauern,

liebe Mitglieder der Berglandmilch!

Die Witterung im Frühjahr und Sommer und die sich daraus ergebenden

Wachstums- und Erntebedingungen waren wieder einmal sehr

wechselhaft. Trotzdem scheint das Jahr 2011 ein durchaus ertragreiches

zu werden. Uneinheitlich entwickelten sich die Milchmärkte.

Nach dem Preisanstieg von Butter und Magermilchpulver sowie

Versandmilch auf den Rohstoffbörsen und Spot-Märkten zu Jahres -

beginn kam es noch vor dem Sommer zu einer leichten Abkühlung.

Aktuell tendieren die internationalen Preise fest. Das Milchangebot ist

groß und steigt weiter. Deutliche Mehranlieferungen von bis zu einer

Million Kilogramm Milch pro Woche im Vergleich zum Vorjahr

waren bei der Berglandmilch an der Tagesordnung. Wenn auch

saisonal bedingt die Anlieferung aktuell wieder etwas rückläufig ist,

so sind wir noch immer jede Woche deutlich über den Vergleichs -

werten von 2010. Nur dank der Belebung der Exporte in Drittstaaten

wirkt sich dieser europaweite Mengendruck nicht negativ auf die

Erzeugermilchpreise aus.

Voraussichtlich mit Oktober wird die AMA gemäß Beschlusslage der

EU-Kommission eine weitere Zuteilung von einem Prozent der jeweiligen

Richtmenge durchführen. Das sind in Summe rund 30.000 Tonnen.

Durch verschiedene Reformen des Milchmarktes auf EU-Ebene

fallen stabilisierende Maßnahmen weg oder sind unwirksam geworden.

Marktveränderungen schlagen daher immer stärker und schneller

auf die Produktpreise und letztlich auf die Rohmilchpreise durch. Für

mich ist damit abzusehen, dass die Volatilität auf den Agrarmärkten

nicht abnehmen, sondern im Gegenteil noch zunehmen wird. Dafür

sprechen eine weitere Deregulierung der Agrarmärkte durch die EU,

der (auch dadurch) steigende Einfluss der Finanzmärkte auf die agrarischen

Rohstoffmärkte, die Konkurrenz von Energiepflanzen und die

Unsicherheit bezüglich klimatischer Veränderungen.

Neben den Wetterrisiken, denen die Bauern ausgesetzt sind, sind

solche starken Marktschwankungen der Grund dafür, dass immer

wieder neue Möglichkeiten der Absicherung und Risikobegrenzung

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

gesucht werden. Eine vom BMLFUW in Auftrag gegebene Studie des

WIFO zum Thema „Risikomanagement in der Landwirtschaft“ zeigt

indes die Grenzen des „Leistbaren“ auf. Dafür wird in der Studie

explizit betont: Die beste Absicherung gegen Erlösrisken sei eine

hohe Eigenkapitalquote – sowohl für Bauern als auch für die

Verarbeiter. Ebenfalls wichtig ist die verstärkte Unterstützung der

Eigenvorsorge. Neben dem „Mehrgefahren-Modell“ der Hagelversicherung

gehört dazu auch die Geschäftsform Genossenschaft.

Übrigens: Nach langen und mühsamen Verhandlungen mit den Kartellbehörden,

der Bundeswettbewerbsbehörde und dem Bundeskartellanwalt

konnte deren Zustimmung zur Einbringung der Stainzer

Milch in die Berglandmilch – wenn auch mit Auflagen – erreicht

werden. Das freut mich, weil wir nun mit der Umsetzung zügig

beginnen können und weil nunmehr auch die Stainzer Milchbauern

Sicherheit und Perspektive haben und nicht länger im Ungewissen

wirtschaften müssen.

Bedanken möchte ich mich bei allen Schärdinger-Bauern, welche in

den verschiedensten Bereichen als Werbeträger für unsere eigenen

Produkte, unsere Marke(n) und letztlich für das eigene Unternehmen

tätig sind. Der Konsum unserer Produkte, mancher Hinweis bei passender

Gelegenheit auf Herkunft, Qualität, Regionalität oder auch

Innovation – im Verwandten- und Bekanntenkreis oder in der Gastronomie

– kann durchaus hilfreich sein. Über unsere Erzeugnisse, von

Butter über Topfen und Joghurt bis zum Käse, zu reden und uns nach

außen hin zu vertreten, darum ersuche ich Euch alle. Denn: Wenn wir

es nicht selber machen, andere machen es bestimmt nicht für uns!

Euer

Johann Schneeberger, Obmann


Europas Milchwirtschaft bereitet sich auf die Zeit nach dem

Milchquotenende 2015 vor. Wie man in der Berglandmilch darauf

reagiert, analysiert Geschäftsführer Josef Braunshofer.

Die europäischen Milchbauern haben schon

heuer die Produktion deutlich ausgeweitet.

Im ersten Halbjahr 2011 kann man dies vor

allem bei den klassischen Milchproduktionsländern

in den milchwirtschaftlichen Gunstlagen

feststellen. So haben in Frankreich die

Milchkühe im ersten Halbjahr 2011 5,1 Prozent

mehr Milch gegeben als im ersten Halbjahr

2010. Die Anlieferung in Irland war gar

um 11,8 Prozent höher, in Deutschland um

2,3 Prozent, in Großbritannien um 3,1 Prozent,

in Polen um 1,7 Prozent und in den

Niederlanden um 0,2 Prozent. Und in

Österreich? Auch wir liegen im europäischen

Spitzenfeld. In den ersten sechs Monaten des

Jahres 2011 wurde um 3,7 Prozent mehr

Milch an Molkereien und Milchhändler

angeliefert als noch 2010.

Derweil konsolidiert sich die europäische

Molkereiwirtschaft weiter. Nach den großen

Fusionen im vergangenen Jahr schlossen sich

auch heuer wieder mehrere internationale

Unternehmen zusammen. Erst vor einigen

Wochen hat Frankreichs mittlerweile größte

Molkerei (vor Danone), die Firma Lactalis,

mehrheitlich den italienischen Mitbewerber

Parmalat (Jahresumsatz ca. 3,5 Milliarden

Euro) übernommen. Die dänischschwedische

Arla übernimmt, die deutsche

Allgäuland und arbeitet in einigen Produkti-

onsbereichen auch schon eng mit dem

„Deutschen Milchkontor“, einem Zusammenschluss

der beiden größten Molkereien

Deutschlands, Nordmilch und Humana,

zusammen.

Im Vergleich dazu nehmen sich unsere

Bemühungen, uns für den zunehmend härter

werdenden Wettbewerb in Europa zu rüsten,

bescheiden aus. Wir erachten den Zusammenschluß

mit Tirol Milch und Stainzer

Milch aber trotzdem als notwendig und wichtig,

um einfach auch zukünftig nicht völlig

von der internationalen Bühne zu verschwinden.

Die Zusammenführung von Tirol Milch

und Berglandmilch ist weit gediehen. Unsere

Mitarbeiter waren und sind dabei in allen

Bereichen gefordert und leisten gute Arbeit.

Auch die Unternehmenskulturen beginnen

zusammenzuwachsen. Ein Prozess, der nun

ANALYSE

Europas Milchwirtschaft

im Umbruch

GESCHÄFTSFÜHRER JOSEF BRAUNSHOFER ZUR AKTUELLEN LAGE

auch in der Steiermark

gestartet werden

kann. Die

Kartellbehörden

haben nach intensiver

Prüfung dem

Zusammenschluss

der Stainzer Milch

mit der Berglandmilch

unter Auflagen zugestimmt. Nun geht

es daran, auch hier die Zusammenführung

operativ umzusetzen. Einige Ideen zur Steigerung

der Auslastung des Werkes Stainz

sind schon weit gediehen. Wir werden diese

schnellstmöglich umsetzen.

Neben intensiven Preisverhandlungen

sowohl mit dem Lebensmittelhandel als auch

mit unseren Zulieferfirmen stand in den

vergangenen Wochen und Monaten auch die

Entwicklung von neuen Produkten im Mittelpunkt

unserer Tätigkeiten. Die erfreuliche

Bilanz: das erste Bio-Kinderprodukt unter

der Herstellermarke, der „Schärdinger Bärenhunger“,

oder die beiden Innovationen

Mozzarella und Pasta-Käse, die in einer

rotweißroten Verpackung klar auf ihre

Herkunft aufmerksam machen. Auch bei den

Käsescheiben gibt es eine Erweiterung um

beliebte TirolMilch-Käsespezialitäten.

Der neue Markenauftritt der Tirol Milch wird

kontroversiell diskutiert. Sicher gelungen ist

damit schon jetzt: Die Marke ist im wahrsten

Sinne des Wortes „in aller Munde“, was sich

auch bei den Absatzzahlen erfreulicherweise

widerspiegelt.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

3


QUEREINSTEIGERINNEN

Plötzlich

unter Kühen

FRAUENPOWER IM MILCHVIEHSTALL

Landschaft, Kälber, Leidenschaft: TV-Formate wie „Bauer sucht

Frau“ zeigen viele Klischees und selten die Realität: Der Jungbauer –

fesch und forsch, nur knapp doch kein Kalendermodell; die Arbeit

im Stall und auf der Wiese – mit der richtigen Einstellung und stets

bei Sonnenschein – ein Klacks. DER SCHÄRDINGER hat dagegen

zwei echte Quereinsteigerinnen über ihr Leben als Bäuerin befragt.

In Österreich gibt es offiziell rund 190.000

Bäuerinnen. So viele Mitglieder verzeichnet

die ARGE der Bäuerinnen in der LK Österreich.

Nahezu jeder zweite landwirtschaft -

liche Betrieb (42 %, Stand 2006) wird

mittlerweile von einer Frau geführt.

Tendenz: steigend.

Speziell auf den Milchviehbetrieben stellen

immer öfter Frauen ihren Mann. Auch auf

vielen Schärdinger-Bauernhöfen ist die

Frauenkompetenz im Kuhstall längst kein

Schlagwort mehr. Die traditionelle Rollenverteilung

bricht auf: Wenn „er“ einem lukrativen

Nebenerwerb nachgeht, managt nicht

selten „sie“ neben dem Haushalt auch die

tägliche Stallarbeit oder andere Tätigkeiten

am Hof, die wesentlich zum Familieneinkommen

beitragen. Für den Milchabholer,

den Postler, Vertreter, Kontrolleur oder

sonstige Besucher gilt somit nicht mehr

automatisch die Frage nach dem Chef, sondern

sie lautet: „Ist die Chefin da?“

Wie viele dieser Bäuerinnen nicht selbst auf

einem Hof aufgewachsen sind, quasi als

Spätberufene und oft auch ohne spezielle

Vorbildung in die Branche Landwirtschaft

4 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

eingestiegen sind, darüber schweigt die

Statistik. Auch in der LK Österreich gibt es

darüber keine genauen Zahlen. Gleichzeitig

gilt: Während viele Bauerntöchter kein

Interesse mehr daran haben, denselben Beruf

wie ihre Eltern auszuüben, finden andere

junge Frauen, die nicht am Land aufgewachsen

sind, durchaus Gefallen an der Arbeit mit

der Natur und den Tieren am Hof. Nicht

wenige von ihnen haben bereits in anderen

Berufen gearbeitet, irgendwann ihr Herz an

einen Landwirt verloren und sind – gegen

den Strom – von der Stadt aufs Land, hinaus

ins Dorf, gezogen.

Ein Einschnitt, ein Umstieg, der nicht

immer gänzlich friktionsfrei verläuft, wie

(deutsche) Bäuerinnen in dem Buch „Und

plötzlich war ich Bäuerin“ erzählen. In ihren

Berichten geht es nicht nur um die neue,

ungewohnte, teilweise auch sehr anstrengende

Arbeit, um fehlende Praxis und graue

Theorie, sondern auch um das plötzliche

Leben mit mehreren Generationen unter

einem Dach, jede Menge Familienanschluss,

schleichenden Verzicht auf Freizeit, auf

Unabhängigkeit, nicht zuletzt durch die Tiere

am Hof, sowie um teilweise mühsam

Fotos: Laresser, Luftensteiner

erkämpfte Anerkennung am Hof, im Dorf.

Dem gegenüber stehen aber zumeist auch

erfüllte Lebensträume von beruflicher Selbstständigkeit,

Familienglück, der Arbeit in und

mit der Natur, die Liebe zu Land und Leuten,

der Stolz auf das eigene Produkt und die

Bestätigung, es letztlich doch geschafft zu

haben, sowie die Freude darüber, die eigene

Berufung gefunden zu haben.

Eine solche Quereinsteigerin ist Angelika

Plöckinger. Gebürtig aus Passau/Inn, der

Vater Elektriker, die Mutter Schneiderin,

liebte das „richtige Stadtkind“ zwar die

häufigen Besuche bei befreundeten Land -

wirten, einmal selbst Milchbäuerin zu werden

war aber „eigentlich kein Thema“. Sie

lernte Gärtnerei, wurde Floristin und arbeite

elf Jahre lang in diesem Beruf. Bis ihr Freund

Anton – durchaus besorgt um den Fortbestand

der Beziehung – vom elterlichen Bauernhof

erzählte. Die Sorge war unbegründet.

„Mei, schee!“ dachte sich Angelika, und Anton

hatte (s)eine Parade-Bäuerin gefunden.

Lachend erinnert sich Plöckinger auch an die

Reaktion von Freundinnen. „Eine hat mich

sogar gewarnt: ‚Moch des jo net, ois Bäuerin

verkimmst!‘“ Sie aber hat sich nicht beirren

lassen. Und wie hat das neue Umfeld auf die

Neo-Bäuerin reagiert? „Gemischt: teils sehr

offen, manche anfangs auch etwas skeptisch.“

Halt gaben ihr die Schwiegereltern Anton

sen. und Pauline, von denen sie sehr offen

aufgenommen wurde. Gemeinsam betreuen

sie heute 45 Milchkühe plus 30 Jungtiere, im

Laufstall, zwei mal zwei Stunden täglich,


dazu kommen das Herdenmanagement und

die gewissenhafte Büro arbeit sowie im Sommer

Feldarbeiten, während Ehemann Anton

werktags als Kraftfahrer oft quer durch Österreich

einem Nebenerwerb nachgeht.

„Ich fühle mich einfach wohl am Hof, ar -

bei te gerne mit den Tieren und kann auch gut

mit ihnen umgehen. Es gefällt mir, dass ich

daheim arbeiten kann, meine Kinder können

immer nach mir rufen und ich habe meine

Aufgabe, dich mich ausfüllt.“ Kein Problem

mit der oft harten Arbeit, mit Schmutz und

Stallgeruch und dem täglichen frühen Aufstehen?

„Das gehört einfach dazu, darüber denk

ich gar nicht nach. Mir macht das nix aus.“

Ihr Fachwissen angeeignet hat sich die Quereinsteigerin

auch durch Kursbesuche und mit

Fachzeitungen. Hat sie die Rückkehr in den

alten Beruf überlegt? „Nie, i tät jederzeit wieder

Bäuerin werden.“ Auch wenn dieser Job

nichts mit „Bauer sucht Frau“ gemein habe.

„Ich schau mir das zwar an und lach darüber,

aber mit dem wahren Leben hat das nichts zu

tun.“ Was ärgert sie? „Wenn jemand Bauern

als wenig intelligent und ungebildet betrachtet,

was ich leider oft spüre. Und wenn man

den Landwirten Förderungen als Geldgeschenke

vorhält. Da fehlt vielen einfach das

Hintergrundwissen.“ Nicht schlecht wären

auch mehr Milchbäuerinnen in (politischen)

Gremien. Ihr Rat an Quereinsteigerinnen?

„Auf jeden Fall anschauen! Bäuerin sein ist

einfach ein schöner Beruf.“

BUCHTIPP – ABSEITS ALLER KLISCHEES

Das TV-Format „Bauer sucht Frau“ ist

selbst nach mehreren Aufguss-Staffeln populär.

Die Realität sieht aber meist anders

aus, ärgern sich gerade viele Bäuerinnen.

Andere amüsieren sich über die wirklichkeitsfernen

Klischees. Wer wissen will, wie

es wirklich ist, als Nicht-Bäuerin auf einem

Bauernhof zu landen und zu

leben, dem sei das Buch „Und

plötzlich war ich Bäuerin …“

empfohlen. Die Agraringenieurin

und Bestseller-Autorin

stammt selbst von einem

Bauernhof, hat mit diversen

Biografien über Menschen

mit bäuerlichen Wurzeln bereits

mehr als 100.000 Bücher

verkauft, weiß, wovon sie

spricht – oder besser worüber

sie schreibt. In ihrem zuletzt

erschienenen Biografien-Band fragte sich

Ulrike Siegel: „Wie sehen Frauen, die von

außen kommen, das Leben am Bauernhof?“

18 von ihnen beschreiben das. „Die

einen hatten mit ihrem Beruf, den sie aus

Liebe zur Natur oder zu den Tieren ergriffen,

schon einen Weg in die Landwirtschaft

gelegt, die anderen kamen aus Zufall dazu,

meist der Liebe wegen.“ Es ist schon der

siebente Band mit Biografien, den die Brackenheimerin

herausgegeben hat. Kürzlich

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Österreich!

hat sie für ihre Bücher und ihre Arbeit als

Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks

in Württemberg mit Sitz in Waldenburg-Hohebuch

das Bundesverdienstkreuz

erhalten. Das neue Buch ist anders, denn

bisher kamen immer Menschen mit bäuerlichen

Wurzeln zu Wort. Mal waren es

Mütter, mal Töchter, die den

Generationswandel mit ihrem

Beispiel sichtbar machten,

zuletzt (erfolgreiche) Männer,

die aus der Landwirtschaft

stammten und über die

dort erworbenen Werte, Prägungen

und Stärken sprachen.

Egal ob das Leben in

der Großfamilie, die neue ungewohnte

und harte Arbeit,

der Verzicht auf Selbstständigkeit

oder Freizeit: Das

Buch zeigt die vielen Licht- und auch

Schattenseiten. „Ich wollte beschreiben,

wie die Frauen das An- und Zurechtkommen

im neuen Leben meistern, und deutlich

machen, was Bäu erin sein heute

bedeutet“, so die Autorin.

„Und plötzlich war ich Bäuerin“ von

Ulrike Siegel, Landwirtschaftsverlag

Münster 2010, Hardcover, ca. 190 S.,

15,40 €. ISBN: 978-3-7843-5097-4

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Freiwilliger Wechsel zu Stall und Hof statt Gärtnerei oder Kaufhaus: Angelika Plöckinger, Karin Luftensteiner.

Eine selbstbewusste Bäuerin geworden ist

auch Karin Luftensteiner aus Kastendorf bei

Königswiesen im Mühlviertel. Nach der Matura

am Gymnasium Perg verliebte sich die

Tochter eines Forstarbeiters in einen Jungbauern.

Das Bauernleben kannte sie bis dahin

nur von der Familie ihrer Freundin. Die

Beziehung zu ihrem Josef veränderte alles.

Ihren ersten Job als Kassiererin in einem

Kaufhaus tauschte sie alsbald mit der

täglichen Stallarbeit im Vollerwerbsbetrieb.

Bereut hat sie diesen Schritt nicht.

6 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Die Luftensteiners bekamen vier Kinder, damit

ist die Betriebsnachfolge gesichert. Der

Bergbauernhof der Zone 3 steht gut da: Im

modernen Laufstall tummeln sich 30 Kühe

samt dem Jungvieh, knapp 180.000 kg Kontingent

und ein Stalldurchschnitt von knapp

7.000 Litern werden im praktischen Vierer-

Tandemstand ermolken. Worauf es im Stall

ankommt, hat Karin von den Schwiegereltern

erfahren. Den Arbeitsplatz daheim bei der

Familie und die eigene Zeiteinteilung sieht

die begeisterte Musikantin Karin als Vorteile

ihres Berufes, das Gebundensein an die

Stallzeiten als Kehrseite, wenn auch nicht als

Entbehrung. „Auch am Bauernhof lassen sich

Auszeiten und Kurzurlaube planen“, sagt sie.

Auch das Leben zu acht unter einem Dach

bringe mehr Vor- als Nachteile, wenn etwa

die Großeltern mal auf die Kinder schauen.

Ihr Resümee: Wenn die Partnerschaft passt,

alle zusammenhelfen und man seinen Job

gerne macht, sieht man auch die Vorteile des

Lebens am Bauernhof.“

BERUF BÄUERIN: IMMER MEHR FRAUEN FÜHREN DEN BETRIEB

Die Landwirtschaft in Österreich wird

immer weiblicher. Von den rund 129.700

Betrieben, die im Rahmen des Programms

für ländliche Entwicklung 2007–2013

Fördergelder erhalten, werden im Durchschnitt

38 Prozent von Frauen geleitet.

Das hat die Halbzeitbewertung des

Programms ergeben.

Im europäischen Vergleich sticht dieser

Frauenanteil in der Alpenrepublik deutlich

hervor. Besonders stark vertreten sind

Frauen in der Landwirtschaft Oberösterreichs,

wo von 36.400 Höfen 46 Prozent

hauptverantwortlich von Frauen bewirtschaftet

werden; in Salzburg liegt der

Anteil bei 44 Prozent und in der Steiermark

und im Burgenland sollen es jeweils

42 Prozent sein.

Im größten Agrarland der Alpenrepublik,

in Niederösterreich, wurde unter den

Betriebsleitern eine Frauenquote von 41

Prozent ermittelt. Vergleichsweise gering

ist der Anteil der Bäuerinnen unter den

Betriebsleitern in Vorarlberg und Tirol mit

19 Prozent beziehungsweise 16 Prozent.

Rund ein Fünftel der Jungbäuerinnen bis

Foto: Archiv

25 Jahre trägt bereits die Hauptverantwortung

im Betrieb, während es bei jenen von 25

bis 40 Jahren 27 Prozent sind. Im Segment

von 40 bis 55 Jahren steigt der Anteil der

Betriebsleiterinnen sogar auf 39 Prozent.

Eine vergleichsweise geringe Bedeutung

haben in der österreichischen Landwirtschaft

indes die Ehegemeinschaften, in

denen beide Partner Eigentümer des Betriebes

sind. Ihr Anteil liegt mit rund

19.000 Betrieben bei 15 Prozent aller

Höfe.

Ehegemeinschaften sind in Oberösterreich

mit 22 Prozent am häufigsten, gefolgt von

Niederösterreich und der Steiermark mit

17 Prozent beziehungsweise 16 Prozent.

In den Bundesländern Tirol, Kärnten und

Wien haben Ehegemeinschaften mit gerade

mal fünf Prozent nur eine geringe

Bedeutung.

Die zunehmende „Feminisierung der

Landwirtschaft“ wird in der sozioökonomischen

Literatur vor allem mit dem sich

vollziehenden Strukturwandel, der besseren

Ausbildung und dem höheren Selbst -

bewusstsein der Frauen begründet – aber

auch mit der Bedeutung der Neben -

erwerbslandwirtschaft. AgE


Experten prognostizieren: In den nächsten zehn Jahren bis 2020

wird die weltweite Kuhmilcherzeugung um gut 150 auf über 700

Millionen Tonnen steigen. Den Hauptanteil werden dabei die

Entwicklungsländer einnehmen, so die jüngsten Langfrist-Prognosen

(„Agricultural Outlook 2011–2020“) von OECD und FAO.

Nach der Stagnation von 2009 und dem

Rückgang im Jahr 2010 wird in den kommenden

Jahren wieder von einem Wachstum

der weltweiten Milchproduktion ausgegangen.

Dabei dürfte der Zuwachs in der Anlieferung

regional unterschiedlich ausfallen und

zwar abhängig vom Markt, der Politik, den

Futterkosten und dem Wettbewerb um Land

beziehungsweise um Wasser.

Ozeanien und Lateinamerika mit ihrer weidebasierten

Milchproduktion werden Vorteile

eingeräumt. Konkret soll in Neuseeland die

Milchproduktion zunächst steigen, aber nach

2013 wieder zurückgefahren werden. In

Australien bleibt die Wasserverfügbarkeit der

entscheidende Faktor für die Milchproduktion.

Die Wachstumsvorhersagen für beide

Länder liegen zwischen 1,2 und 2,3 Prozent.

In der EU dürfte die Milchanlieferung nicht

mit der Quotenanpassung Schritt halten,

meinen die Fachleute von FAO und OECD.

Nach der Quotenabschaffung 2015 werde die

EU-Milchproduktion jährlich um 0,3 Prozent

wachsen, jedoch dürfte die Anlieferung bis

2020 nicht die Höhe der ausgelaufenen

Quote erreichen, so ihre Einschätzung.

Begründet wird dies mit den hohen Erzeugungskosten

innerhalb der Union. Agrarpolitiker

geben jedoch zu bedenken, dass bereits

kleine, wenn auch nur regionale Produktionsüberhänge

zu Preisdruck führen können, und

betonen weiterhin die Notwendigkeit von

funktionierenden Marktsteuerungs-Mechanismen

im Rahmen der Gemeinsamen Landwirtschaftspolitik

der EU.

In den USA wird die Milchproduktion

laut „Outlook“ jährlich

um 1,4 Prozent wachsen, vor

allem wegen der starken

Steigerung der durchschnittlichen

Milchleistung

je Kuh. Für Argentiniens Erzeugung

wird ein Plus von

drei Prozent, für Brasilien von

1,7 Prozent erwartet, stimuliert

durch die inländische Nachfrage. Die

Milchindustrie in China befindet sich vor

allem nach dem Melamin-Skandal weiterhin

in einem schwierigen Umfeld. Es wird aber

damit gerechnet, dass die Produktion von

Kuhmilch hier jährlich um 3,3 Prozent steigt,

da Peking die Milchwirtschaft stark unterstützt.

Für Indien, das weltgrößte Milch -

erzeugerland, wird ebenfalls ein jährlicher

Zuwachs von drei Prozent prognostiziert.

Andere asiatische Länder werden ihre Produktion

sowie ihre Importe von Mol kerei -

produkten ausweiten, um die inlän dische

Nachfrage zu decken.

WELTMILCHMARKT

Deutliches Wachstum

bis 2020

MILCHPRODUKTION WÄCHST UNTERSCHIEDLICH STARK

Die am schnellsten wachsenden Produktgruppen

werden laut Marktbeobachtern weltweit

übrigens Vollmilchpulver, Butter und

Frischmilchprodukte sein. Auch die Herstellung

von Käse und Magermilchpulver dürfte

massiv ausgedehnt werden. Der Prognose

zufolge werden drei Viertel der gesamten

zusätzlichen weltweiten Butterproduktion in

Indien und Pakistan erfolgen. Neuseeland

und die USA werden weitere zehn Prozent

dazu beitragen. Das meiste zusätzliche

Magermilchpulver kommt aus Neuseeland

(33 %), gefolgt von den USA (24 %) und

Indien (18 %). Die EU wird weniger

Magermilchpulver herstellen,

dafür aber mit den USA

weiterhin die weltweite Käseproduktion

dominieren,

gemeinsam dürften sie 55

Prozent der zusätzlichen

Weltkäseerzeugung liefern.

Fazit Ein geringer Pro-Kopf-Verbrauch

in den Entwicklungsländern

beinhaltet große Investitions möglich keiten

und Chancen für den inländischen sowie

auch für den weltweiten Milchmarkt. Und

Ozeanien bleibt der größte Milchprodukt-

Exporteur mit einem Anteil von mehr als

40 Prozent am Weltmarkt.

Weniger erfreulich: Die Exportanteile der EU

bei Käse und Vollmilchpulver dürften bis

2020 auf dem Weltmarkt stagnieren, die

Anteile von Butter und Magermilchpulver

werden weiter sinken. Indes bleibt Russland

der Hauptimporteur von Butter und Käse.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Foto: Archiv

7


REPORTAGE

Warten auf das Quotenende

IRLAND WILL BIS 2020 SEINE MILCHPRODUKTION UM 50 PROZENT STEIGERN

Irlands Bauern sehnen sich nach einer Liberalisierung der Milchmärkte.

2015, nach Abschaffung der EU-Milchquoten, wollen sie ihre

Milch- und Rindfleischproduktion massiv ausweiten. Von der grünen

Insel berichtet BERNHARD WEBER für den SCHÄRDINGER.

Das Land zählt aus wirtschaftlicher Sicht

neben Griechenland und Portugal zu den

größten Sorgenkindern der EU. Nach einem

extremen Wirtschaftsboom ab 2000, angefacht

durch Spekulanten und finanziert auf

Pump, hat die Iren in jüngster Zeit die Realität

wieder eingeholt: Die Arbeitslosigkeit in

der schuldengeplagten Republik steigt wieder,

allerorts schließen Büros, Geschäfte und

Fabriken, während die Welt um die Kreditwürdigkeit

des noch 2005 als „keltischer

Tiger“ bezeichneten Inselstaates bangt.

Völlig konträr dagegen ist das aktuelle Bild

der irischen Landwirtschaft. Irlands Milchbauern

sehen der fernen Zukunft durchwegs

positiv entgegen. Die meisten haben im

Durchschnitt etwa 50 Kühe im Stall, in der

Region Kerry – weltbekannt für Butter –

sogar zwischen 80 und 90, und hoffen auf ein

8 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

baldiges Ende jeglicher Produktions -

einschränkung durch die EU.

Einer von ihnen ist John Hannifin aus Causeway

im County Kerry. Mit seinem Vater

Frank bewirtschaftet der 30-Jährige eine 50

Hektar große Farm mit 95 Holstein-Kühen.

Noch limitieren 750.000 kg Quote den

Milch fluss, 30.000 kg hat man jüngst dazugeleast.

Die Hannifins zählen bereits die

Monate bis zum Dammbruch. „Dann stocken

wir unseren Bestand gleich mal auf 130 Kühe

auf“, sagt John. Wie er denken fast alle hier

in Irlands Milchkammer. Bis 2020 will Irland

die Milchproduktion um 50 Prozent oder 2,75

Milliarden kg Milch steigern. 4,5 Millionen

Einwohner, 8,5 Millionen Kühe – in Irland

kommen auf jeden Bewohner zwei Kühe …

vorerst noch. Die reinrassigen, leistungsstarken

Holstein Friesian kommen übrigens

Fotos: Weber, Archiv

wegen ihrer Fruchtbarkeitsprobleme zunehmend

unter Druck, auf dem Vormarsch sind

Gebrauchskreuzungen mit Skandinavischem

Rotvieh, Jersey oder mit Original Holstein.

Vier Millionen Tonnen Milch werden jährlich

von den rund 17.500 Milchfarmern in

der Republik Irland erzeugt. 80 Prozent der

in den 19 Molkereien erzeugten Milchprodukte

werden exportiert. Damit gehört das

kleine Irland zu den zehn größten Milch -

exporteuren (und zu den vier größten

Rindfleischproduzenten). Denn die Iren

produ zie ren die Milch deutlich günstiger als

der Rest Europas. Viele Betriebe schrieben

auch vor zwei Jahren im Zuge der weltweiten

Milchkrise noch schwarze Zahlen, im

Sommer hat sich der Milchpreis auf rund 32

Cent eingependelt. Die reinen Produktionskosten,

sagen Experten, betragen zwischen

10 und 15 Cent.

Hintergrund: Infolge der langen Weideperiode

müssen die Kühe nur zwei bis maximal

drei Monate im Jahr aufgestallt werden. Viele

Milchfarmer haben bereits in den 1990er Jahren

das extrem kostengünstige neuseeländi-


sche Weidesystem für sich entdeckt, mit

saisonaler Abkalbung im Februar/März,

Weide beginn Ende Februar bis zum Trockenstellen

Ende November/Dezember (280 Wei -

detage) sowie weitestgehendem Verzicht auf

Futterzukauf (der Kraftfutterverbrauch liegt

bei 0,2 bis 0,5 t/Kuh). Neun von zehn Litern

Milch gehen in den Export, überwiegend

veredelt zu Butter oder Kondensmilch sowie

getrocknet als Pulver. 30 Prozent des Welt -

marktes für Milchpulver gehen auf das Konto

der Iren, die sich nach dem Melamin-Giftskandal

in China mittlerweile auch 60 Prozent

des Babymilchmarktes im Reich der

Mitte gesichert haben.

Gefragt ist in Irland derzeit auch Agrarland

– anders als leer stehende Büroetagen

oder tausende nagelneue Wohnhäuser.

Verkauft werden Wiesen und Weiden kaum,

die aktuelle Pacht dafür von 250 € pro acre

(bis zu 100 € pro Hektar), ist vielen Milchbauern

aber auch zu hoch. „Da macht man

kein Geld mehr damit.“ Kein Thema dagegen

ist Bio, auf Nachfrage erntet man bloß

skeptische Blicke.

Von der florierenden Milchwirtschaft profitieren

indes auch andere Sektoren wie etwa

die Landtechnik. Übers Land verstreute

iri sche Maschinenhersteller wie der Ballenpressenerzeuger

McHale, der Silo technik-

Anbieter Tanco Autowrap, der Futter misch -

wagenbauer Keenan oder auch kleinere

Landtechnikschmieden wie Major Equipment

können die Nachfrage nach ihrer Ernteund

Hoftechnik kaum decken, investieren

wie McHale teils in modernste Fabriken und

verblüffen anders als die übrige Wirtschaft

mit schwarzen Zahlen. Milchbauern in aller

Welt von Neuseeland und Australien über

Amerika und neuerdings bis Russland bedient

auch die Firma Dairymaster mit ihren

Melkständen für Mittel- und Großfarmen.

Egal ob Fischgrätenstände für kleinere Her-

den oder ein Melkkarussell für 3000 Kühe, in

Causeway hat man eine effiziente Lösung

dafür. Martin Maye, Verkaufsleiter von

Tanco, sieht angesichts der derzeit guten

Stimmung unter den Farmern Irlands auch

einen Hoffnungsschimmer für andere Bran-

chen: „Milchbauern sind gute Leute – wenn

sie Geld haben, geben sie es auch wieder für

neue Maschinen aus.“

Ing. Bernhard Weber ist Chefredakteur

von BLICK INS LAND.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

9


PFUNDS MOLKEREI

Der schönste

Milch laden der Welt

EIN KLEINOD DER BESONDEREN ART

In Dresden findet man nicht nur prachtvolle Sehenswürdigkeiten wie

die Semperoper, den Zwinger, das Königsschloss oder die wiedererstandene

Frauenkirche, sondern auch „Pfunds Molkerei“, ohne

Übertreibung das „schönste Milchgeschäft der Welt“.


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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Schärdinger_11

Als der Landwirt und spätere Geheimrat Paul

Gustav Leander Pfund (1849–1923) im Jahr

1879 mit seiner Frau Mathilde, sechs Kühen,

einigen Schweinen und festen Vorstellungen

in die Sachsenmetropole kam, hatte er bereits

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ein Ziel vor Augen. Er wollte die Milchversorgung

der Stadt auf stabile Pfeiler stellen.

Seinerzeit kam die Milch aus den Dörfern in

offenen Wagen und schlecht gekühlt einmal

täglich in die Stadt. Wenig hygienisch und

deshalb für Pfund eine Herausforderung. Er

wollte der stetig wachsenden Stadtbevölkerung

einwandfreie Milch anbieten und kaufte

einen kleinen Laden in der Görlitzer Straße.

Nicht erst ein Jahrhundert später beim

berühmten „Stanglwirt“ im Tiroler Going,

sondern bereits bei Pfunds in der Dresdner

Neustadt konnte die Kundschaft durch ein

Fenster im Verkaufsraum zusehen, wie man

die Kühe molk, wie die Milch zweimal durch

feine Tücher geseiht und abgekühlt wurde.

Und neben dem Ladenverkauf wurde die

Milch auch direkt an die umliegenden Haushalte

geliefert. Der Kreis der Bezieher wurde

immer größer, der Betrieb bald zu klein.

Nach dem Umzug in die Bautzner Straße

begann der eigentliche Siegeszug des nun

bereits über die Grenzen Dresdens hinaus

bekannt gewordenen Unternehmens. Wo

immer technische Verbesserungen möglich,

neue Maschinen zu entwickeln und Märkte

zu erschließen waren, die „Dresdner Molkerei

Gebrüder Pfund“ stand in der vordersten

Reihe. Immer dichter wurde das Versorgungsnetz

der Milchfahrer, immer vielfältiger

das Angebot. Weil mehr Milch produziert

als verbraucht wurde, stellte Pfund als Erster

in Deutschland Kondensmilch her, entwickelte

Kindernahrung und Milchseife für

empfindliche Haut. Damit war der Name

Pfunds rasch in aller Munde.

Gegen heftige Widerstände begann Paul

Pfund im Jahr 1900 mit der Pasteurisierung

sämtlicher Milch aus seinem Betrieb. Heute

ist dieses Verfahren für Molkereien nicht

mehr wegzudenken. Mit 150 Litern Milch

am Tag hatte Pfund begonnen, in den 1930er

Jahren wurden täglich bis zu 60.000 Liter

verarbeitet. Im nahen Böhmen entstand ein

Zweigbetrieb. Kurz: Pfunds belieferte Dresden

und die Welt mit allem, was aus Milch zu

machen ist – Schlagobers, Butter, Käse, Joghurt,

Kefir, Buttermilch, Milchpulver, Kondensmilch

und Milchseife.

Als „Königlich Sächsischer Kommerzienrat“

machte Paul Pfund das Unternehmen zu einem

unabhängigen, sich selbst versorgenden

Mikrokosmos samt Labor, eigener Kartonagenfabrik

sowie Druckerei für Etiketten in

vielen Sprachen, Reklame und Drucksachen;

es gab mehrere Werkstätten – von der

Schmie de über eine Schlosserei bis hin zu

einer Wagenbauwerkstatt sowie einer Verzinnerei

für Kannen und Krüge. Die leitenden

Angestellten wohnten in Dienstwohnungen,

für das übrige Personal gab es eine

Betriebskrankenkasse, ein Bad, einen

Kindergarten sowie für die Kutscher eine

Bierschwemme.

Im repräsentativen Firmensitz in Dresden

Neustadt entstanden oben moderne Kontorräume

und darunter 1891 ein Verkaufsladen

der Superlative mit 24.000 (!) handgemalten

Fliesen aus dem Hause Villeroy und Boch,

deren Motive von Künstlern entworfenen

wurden. Alle Wandflächen, die Decke, selbst

den Fußboden zieren verspielte Bilder mit

spielenden Kindern, Hasen, Katzen und Hunden,

dazwischen bunte Blüten und großblättrige

Ranken und immer wieder Milchmotive,

darunter eine besonders schöne Landschaft

Fotos: Pfunds

auf Delfter Fliesen. Schon der Schriftsteller

Erich Kästner, ein großer Sohn Dresdens,

stand als kleiner Bub staunend vor der bunten

Pracht der Kacheln des 1998 auch ins

Guinness-Buch der Rekorde aufgenommenen

„schönsten Milchladens der Welt“.

Mit dem Tod von Paul Pfund verschwanden

auch Innovationskraft und Ausstrahlung

der Firma. Da nicht im unmittelbaren

Zentrum der Stadt gelegen, überstand der

Verkaufsraum zwar die Bombardierungen

Dresdens im 2. Weltkrieg, welche im Februar

1945 die halbe Stadt in Schutt und Asche

legten. Unter dem DDR-Regime im Jahr

1972 verstaatlicht, verkam der Molkereibetrieb

jedoch. Erst nach der Wende 1989

wurde das Geschäft aus dem Dornröschenschlaf

geweckt, die abgestumpften Fliesen in

mühsamer Arbeit wieder gereinigt und unsensible

Umbauten wurden entfernt.

Seit 1995 erstrahlt der Prunkladen für Milch

und Käse wieder im neuen alten Glanz, seit

kurzem gibt es auch eine Filiale im Stadtzentrum

neben der wiedererstandenen Frauenkirche.

Viele der Besucher konsumieren heute

beim Bestaunen der Ausstattung wie früher

ein Glas Milch. Das Sortiment der Käsetheke

umfasst mehr als 120 Sorten aus halb

Europa, vorrangig aus Sachsen und Ostdeutschland,

aber auch aus der Schweiz, aus

Italien, den Niederlanden und natürlich

Frankreich. Käse aus Österreich findet man

trotz steigender Käseimporte aus der Alpenrepublik

vorerst nicht im Geschäft – ein

erster Versuch scheiterte am fehlenden Absatz.

„Unsere Kunden sind zu 90 Prozent

Touristen, und die wollen ausschließlich

deutschen Käse essen. Am Ende haben wir

den köstlichen Käse aus Österreich selber

gegessen“, erzählt Pfunds-Sprecherin Simone

Wülfing. Immerhin sei man aber einem

neuerlichen Versuch nicht abgeneigt.

Internet: www.pfunds.de

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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SCHAERDINGER GOES

AUSTRALIA

Austrian Cheese

for Down Under

ÖSTERREICH-WOCHEN IN SYDNEY MIT SCHÄRDINGER

Die g’schmackigen Käse von Berglandmilch sind auch am anderen

Ende der Welt gefragt. Seit Mitte der 1990er Jahre liefert Schärdinger

seine Käsespezialitäten regelmäßig auch nach Australien.

Landwirtschaft, und hier vor allem die

Milcherzeugung, gehört zu den wichtigsten

Wirtschaftssparten am fünften Kontinent. So

steigert Australien seine Molkereiexporte

Jahr für Jahr: allein im vergangenen Wirtschaftsjahr

2010/11 um 3,5 Prozent auf über

770.000 Tonnen. Der Exportschlager der

Aussies sind neben Käse vor allem enorme

Mengen an Mager- und Vollmilchpulver, die

in aller Welt abgesetzt werden. Im Gegenzug

schränkte die australische Milchindustrie die

Ausfuhr von Butter merklich ein. Der Butterexport

ging um knapp ein Fünftel auf 35.000

Tonnen zurück. Aufgrund der höheren Weltmarktpreise

für Molkereiprodukte verbesserte

sich der Exporterlös der australischen

Milchindustrie 2010/11 auf 2,7 Milliarden

Australische Dollar (AUD) – ein Plus von

knapp 15 Prozent. Auch die Milcherzeuger

profitierten von der guten Konjunktur.

12 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Farmer in Victoria, dem wichtigsten Bundesstaat

für die Milcherzeugung in Australien,

verzeichneten einen signifikanten Anstieg

des Nettoeinkommens auf durchschnittlich

171.000 AUD oder umgerechnet rund

122.200 Euro. In den kommenden Monaten

wollen zwischen 50 und 90 Prozent der

Milcherzeuger in Viktoria die Milchproduktion

erhöhen.

Trotz Milch im Überfluss exportiert Australien

aber Milcherzeugnisse sogar aus dem

fernen Europa. Der Grund: Die überwiegende

Mehrzahl der Australier hat europäische

Wurzeln, sie sind Einwanderer der

zweiten, dritten oder vierten Generation aus

Großbritannien, Italien, Griechenland, aber

auch Deutschland, Österreich, neuerdings aus

Osteuropa oder vom Balkan. Eine Chance

also für Milchverarbeiter aus der alten Welt.

Fotos: Archiv

Die Berglandmilch nutzt diese seit nunmehr

etwa 15 Jahren, erzählen der verantwortliche

Exportmanager für den Australien-Markt,

Peter Tenschert, und seine Mitarbeiterin

Karin Kernegger: „Wir arbeiten von Beginn

an mit einem der größten Käseimporteure in

Australien zusammen. Er hat seinen Sitz in

Campbellfield nahe Melbourne. Dank des

guten Verteilernetzes werden unsere

Produkte landesweit angeboten.“

Und was alles lassen sich die Australier

schmecken? „Wir liefern diverse Schärdinger-Affineur-Spezialitäten

sowie Bergtilsiter,

Raclette, Jerome und Amadeus.“ Zudem produziert

die Berglandmilch auch griechischen

Hartkäse. Pro Jahr werden etwa 80 Tonnen

Schärdinger-Käse nach Australien verschifft.

Der Jahresumsatz von Berglandmilch in

Down Under beträgt mehr als eine halbe

Million Euro. Und um diesen weiter

anzu kurbeln, wurde mit Unterstützung der

Wirtschaftskammer Österreich, Außenhandelsstelle

Sydney, Anfang September eine

Österreich-Woche in einer großen Supermarktkette

organisiert.


„Aus Wien

vielleicht?“

DEUTLICHE BOTSCHAFT FÜR TIROL MILCH

Auf sympathisch-witzige Art hat die Tirol Milch ihr Versprechen

gehalten, welches vor der Einbringung in die Berglandmilch gegeben

wurde: Wo Tirol Milch draufsteht, ist auch Tirol Milch drin!

Sonja Rainer vom Siglhof aus Jenbach, Marc

Müller vom Müllerhof aus Niederthai im

Ötztal, Andreas Koidl vom Filzerhof in

Aurach bei Kitzbühel und Hannes Leitner,

Kicheler aus Strass im Zillertal – das sind die

vier Vertreter der knapp 4000 Tirol-Milch-

Lieferanten, die mit viel Herzblut und fre-

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chen wie prägnanten Statements für die beste

Milchqualität und die köstlichen Erzeugnisse

der Tirol Milch einstehen.

Ihre schnörkellosen Kommentare wurden

den ganzen Sommer über in Tirol mittels

Inseraten und Hörfunkspots kommuniziert:

Energie Klagenfurt

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„Tiroler Fruchtjoghurt – schmeckt und ist gut

für die Verdauung. Wie ein Schnaps halt, nur

jugendfrei.“ oder „Mit dem Kochen ohne

Schlagobers ist’s wie mit dem Heiraten: Am

besten, man lässt’s bleiben.“ Aber auch

Aussagen wie „Woher soll unsere Milch

schon kommen? Aus Wien vielleicht?“ lassen

keine Fragen mehr offen und regen zum

Schmunzeln und Nachdenken an. Der Slogan

„Weil’s wahr ist“ bestärkt am Ende die

Statements der Bauern und ist künftig auch

klare Markenbotschaft der Tirol Milch.

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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ERINGER

Wehe, wenn sie losgelassen

SCHWEIZER „DREINUTZUNGSRASSE“: KAMPF, FLEISCH, MILCH

Die Stierkämpfe in Spaniens Corridas sind legendär und in der

ganzen Welt bekannt. Aber auch bei unseren Schweizer Nachbarn

gehören kämpfende Rinder zur Tradition. Dort prallen allerdings

Kühe aufeinander. Eine Reportage aus der Eidgenossenschaft.

Schauplatz ist der Kanton Wallis in der südlichen

Schweiz. Heute ist wieder einmal

„Stechfest“. Beobachtet und angefeuert von

hunderten Schweizern und zunehmend auch

Touristen im Publikum treffen dort Santana,

Calida, Ramona und andere Kühe aufeinander.

Sie alle sind stolze, robuste wie kämpferische

Vertreterinnen der alten Rasse

„Eringer“, die als einzige schwarze Hornträger

diese Kämpfe in einer Arena austragen.

Diese schwarzen, kleinen, aber starken Kühe

haben ein kämpferisches Temperament und

den natürlichen Instinkt für eine hierarchische

Ordnung weitgehend behalten. In

heftigen Kämpfen, bei denen die Kühe Kopf

14 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

an Kopf stehen und versuchen, die Gegnerin

wegzustoßen, wird die Rangordnung festgelegt.

Anders als in Spanien fließt kein Blut,

und es gibt auch keine alpinen Matadore.

Auch bei den härtesten Kämpfen fügen sich

die Tiere kaum ernsthafte Verletzungen zu.

Die Kühe und Kalbinnen verhalten sich vielmehr

ähnlich wie Katzen oder Hunde. Riecht

eine, dass ihre Gegnerin überlegen ist, wird

rechtzeitig der Schwanz eingezogen und der

Rückzug angetreten. Wer zurückweicht, verliert.

Die Kämpfe beginnen auch ohne Antrieb

durch Menschen. Zumeist im Frühjahr

ausgetragen, ist es ihr Ziel, die Rangordnung

und die Leitkuh einer Herde vor dem Gang

Fotos: Archiv

auf die Almen zu ermitteln. Denn die Tiere

messen sich aus einem in den Genen fest verankerten

Drang heraus und küren so alljährlich

die neue Königin der Herde. Damit die

Kämpferei einen überschaubaren Rahmen

hat, werden unter den sorgsamen Augen der

jeweiligen Besitzer die Tiere maximal drei

Zusammenstößen ausgesetzt. Auch treffen

nur solche Gegnerinnen aufeinander, die

vom Gewicht her zueinander passen. Die

Jury ist streng, nur befugte Treiber, auch

„Rabatteure“ genannt, achten mitten im Geschehen

darauf, dass die Kämpfe loyal ausgetragen

werden. Die stärkste Kuh wird zur

Königin („la reine“) gekürt und darf als Leitkuh

den Alpaufzug und den ganzen Sommer

die Herde anführen. Weitere Kämpfe finden

nach dem Alpabzug im Herbst statt.

Seit 1922 werden diese organisierten Kämp -

fe im Wallis abgehalten, Ringkuhkämpfe

(combats de reines) findet man vereinzelt


auch im französischsprachigen Kanton

Waadt, aber auch in Frankreich selbst, im

Departement Haute-Savoie, und im italienischen

Aostatal. Der Bekanntheitsgrad der

Eringer ist allerdings weit höher als ihr Anteil

am Viehbestand. Im gesamten Alpenraum

soll es noch etwa 13.500 solcher Gebirgskühe

geben. Rund 1.000 registrierte Eringer-

Züchter gibt es in der Schweiz, dazu mehr als

7.000 eingetragene Kühe. Sie stellen somit

die kleinste Population der ursprünglich vier

Original-Schweizer Rinderrassen. Ihre Milch

weist einen höheren Eiweiß- und Fettgehalt

auf als der anderer Arten, doch ist der Ertrag

nur gering.

Die gedrungenen, breit gebauten, muskulösen

Eringer sind alles andere als Hochleistungskühe.

Schon im 19. Jahrhundert wurde

sie wegen der mangelnden „Produktivität“

belächelt, die Kühe kalben zwar leicht, geben

aber wenig Milch. Ihre Milchleistung liegt

bei 3.200 kg pro Jahr, meist aber deutlich

darunter. Der Kopf ist kurz und breit mit

einem kräftigen Gehörn, ausgewachsene

Mutterkühe haben bei einer Widerristhöhe

von 122 cm und einer Brustweite von 188

cm gut 600 kg Gewicht oder noch mehr. Ihr

Fell ist einfarbig von fahlem Ziegelrot über

Braun-Schwarz bis Tiefschwarz. Trotz ihres

Ge wichts sind die Tiere ausgezeichnete Läufer

und bewegen sich leicht im schroffen

Gelände.

Da für eine erfolgreiche Kampfkuh Preise

von 20.000 € und mehr bezahlt werden, gilt

das Eringervieh auch als „Dreinutzungsrasse“:

Kampf, Fleisch, Milch. All das reicht

aber trotzdem nur für einen Anteil von knapp

einem Prozent des Rinderbestands in der

Schweiz (weit hinter Simmentaler Fleckvieh

mit 44 Prozent oder Schweizer Braunvieh mit

40 Prozent).

Ist bei Wettkämpfen viel Geld im Spiel, ist

auch meist Doping ein Thema. Gerüchten zufolge

sollen vor einigen Jahren Bauern ihre

Eringer mit Anabolika wie im Spitzensport,

andere dagegen mit Fendant, einem süffigen

Weißwein aus dem Wallis, gezielt „aufgeputscht“

haben. Nachgewiesen wurde beides

aber nie, vorübergehende strenge Kontrollen

wurden wieder abgeschafft.

Zumeist sind die Kühe von der eigenen

Kamp feslust berauscht genug. Die meisten

Schweizer Eringerhalter (ver)kaufen ihre Siegerkühe

übrigens nicht, sondern züchten sie

im eigenen Stall. „Ich habe kein einziges gekauftes

Tier im Stall. Das ist einfach niemals

dasselbe, wenn man eine teure Ringkuh einkauft!“,

so der stolze Besitzer einer „Königin“.

Und obwohl manche tagtäglich mit

ihren Tieren herumlaufen, meinen andere,

dass man eine gute Ringkuh nicht trainieren

kann: „Das ist nur die Rasse, eine „Reine“

wird aber halt nicht jede.“ Auch nicht mit

natürlichem Doping? Hafer, so heißt es,

bringe eine gewisse Stärke und Nervosität

ins Tier, was natürlich erwünscht ist. „Aber

Alkohol etwa bewirkt gerade das Gegenteil,

wie beim Menschen“, so ein mehrfach

preisgekrönter Eringerzüchter.

Und was geht in einem Züchter vor, wenn

seine Kuh als Siegerin aus der Arena tritt?

„Sicher, wenn meine Kuh im Finale gewinnt,

dann springe ich in die Luft. Das Gefühl ist

unbeschreiblich! Das ist einfach das Größte,

was dir in der Ringkuhszene passieren kann.“

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VOLLEYBALL & BÄDERTOUR

Lattella macht den Sommer

„SONNEN SAMMELN“ MIT ÖSTERREICHS NR. 1 MOLKE-DRINK

Lattella ist bereits Stammgast beim jährlichen A1 Beach Volleyball

Grand Slam am Wörthersee. Zudem standen über den Sommer

weitere Aktivitäten wie das große „Sonnen-Sammeln“ auf dem Plan

der Berglandmilch-Milchwerber.

Der Center Court in Klagenfurt ist zu einem

Fixpunkt von Lattella geworden. „Wir sind

bereits zum dritten Mal Partner des wohl

beliebtesten Sportevents Österreichs und

fühlen uns im Klagenfurter Strandbad schon

fast zu Hause“, erklärte Ulf Schöttl, Marketingleiter

der Berglandmilch. Schließlich

passe Beach-Volleyball geradezu perfekt zum

erfrischenden Molke-Drink aus Tirol.

Schöttl: „Uns verbindet Sonne, Sport,

Spaß und Lifestyle.“

Beim Beach Volleyball Grand Slam Anfang

August in Klagenfurt traf Lattella genau auf

die Kernzielgruppe und konnte sich einmal

mehr optimal präsentieren. Ein Lattella-

Promotion-Team war das ganze Wochenende

16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

vor Ort, um die Besucher des weit über die

Grenzen Österreichs hinausstrahlenden

Sport-Events mit erfrischendem Lattella

abzukühlen. Am Center Court heizte zudem

der aus dem Radio bekannte „Lattella Pfeifdrauf-Ohrwurm“

Spielern und Zusehern mit

eigenen Spots in vier Sprachen ein. Weiters

gab es die Lattella-Werbemittelschleuder, mit

welcher tolle Preise vom Sand aus ans Publikum

verteilt wurden.

Österreichweit machte Lattella auf der

0,5-Liter-Packung „Mango“ durch einen

eigenen „Beach Volleyball“-Packungs -

eindruck auf das Event aufmerksam.

Im Zuge dessen wurden auch zwei

VIP-Packages verlost.

Ebenfalls fortgeführt wurde das bewährte

Konzept „Pfeif drauf, lass die Sonne rein und

schenk dir ein Lattella ein!“ Zum wiederholten

Mal setzt man im Frühjahr und Sommer

auf eine bundesweite Rundfunkwerbung

sowie Event- und Onlinemarketing samt

Facebook-Aktivitäten. Und im August und

September 2011 lief die Promotion „Sonnen

sammeln“. Mittels Stickern/Codes auf den

Lattella-Packungen wurden über 8.000

attraktive Sofortgewinne wie Sonnen-

Cruiser-Bikes, Kameras oder auch Luft -

Fotos: Tirol Milch

matratzen und Volleybälle verlost. Alle

Teilnehmer spielten letztlich um eine Reise

ins „land of mangos“, nach Costa Rica.

Mit dabei war Latella auch bei der „Xpress

Bädertour“, wo es in Österreichs Freibädern

und an Badeseen erfrischend sportlich zur

Sache ging, sowie auf den größten Rockfestivals

im Land.

Seit über 30 Jahren sorgt Lattella für gesunde

Erfrischung in Österreich und entspricht voll

dem Trend nach bewusster Ernährung und

Wellness. Laut AC Nielsen ist Lattella nach

wie vor die begehrteste Marke im Molke -

regal mit der höchsten Konsumenten -

akzeptanz. Beste Früchte und reine Molke

garantieren seine hohe Qualität und Einzig -

artigkeit. Lattella enthält auf natürliche Weise

essenzielle Nährstoffe der Milch sowie wertvolle

Vitamine, Proteine und Mineralstoffe,

schonend und natürlich hergestellt ohne Einsatz

von Konservierungs- und Farbstoffen.


Johann Engl und Familie setzen auf Rottaler Gentechnikfreiheit.

Das neue Credo – „Aus der Natur des Rottals“ – bringt die Botschaft

auf einen kurzen Nenner: Für die Milchquell-Produkte wird im

Rottaler Milchwerk nur mehr gentechnikfreie Rohmilch verarbeitet.

Damit ist die bayrische Schärdinger-Molkerei den übrigen Milch -

verarbeitern in Deutschland einen großen Schritt voraus.

Bereits 2009 haben die Milchbauern im

Rottal nahe Passau, die zugleich auch Eigentümer

der Berglandmlich sind, entschieden,

vollständig auf die gentechnikfreie Fütterung

ihrer Milchkühe umzustellen. Sie haben mit

dieser Entscheidung Weitblick und Pioniergeist

bewiesen, ist das Rottaler Milchwerk

damit doch Deutschlands erste Molkerei, die

diesen Weg geht und ausschließlich GVOfrei

produzierte Milch verarbeitet.

Seit kurzem sind die Qualitätsprodukte in

neuer und moderner Verpackung im Handel

erhältlich und werden mittels gezielter

Werbung propagiert. „Die Konsumenten

wünschen verstärkt gentechnikfreie und

natürliche Lebensmittel und wir können

genau das anbieten“, betont Johann Engl.

Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Rottaler

Milchwerke und bewirtschaftet seit fast vier

Jahrzehnten den „Acherl-Hof“ in Egglham,

urkundlich erwähnt erstmals vor über 250

Jahren. Gemeinsam mit seiner Frau und

seinem Enkel versorgt er täglich rund 40

Kühe samt Nachzucht. Engl ist überzeugter

Genossenschafter, denn „nur so kann

gewährleistet werden, dass alle Entscheidungen

in unserer Molkerei im Sinne der Bauern

getroffen werden“. Seit 1990 in dieser

Spitzenfunktion seiner Molkerei, ist er stolz

auf den neuerdings eingeschlagenen Weg.

„Die Regionalität der Produkte wird im

Handel immer wichtiger, wie auch das

Angebot gentechnikfreier Produkte“, ist der

engagierte Milchbauer überzeugt. „Dadurch

fällt auch die zunehmende Verunsicherung

vieler Konsumenten weg. Denn dann weiß

man, woher das Produkt kommt.“ Gentechnikfreiheit

heißt für ihn auch Natürlichkeit.

„Das schmeckt man.“

Besonders freut die Familie, dass Enkel

Markus einmal den Hof übernehmen möchte.

Als gelernter „landwirtschaftlicher Meister“

verfügt Markus nicht nur über das theoretische

Wissen eines modernen Betriebsführers,

die praktischen Erfahrungen machte er schon

davor bei der Zusammenarbeit mit den

Großeltern. Die Zuständigkeiten sind am

Acherl-Hof klar aufgeteilt. Pläne über einen

Neubau werden indes gemeinsam

besprochen. Und vielleicht gibt es bald

einen eigenen Hofladen, in dem neben

Milchprodukten auch das Gemüse von

Markus’ Freundin Anna verkauft wird.

ROTTALER

Die Nase vorn

mit GVO-freier Milch

„MILCHQUELL“ ÜBERZEUGT DURCH REGIONALITÄT UND NATÜRLICHKEIT

Rupert Pfaffinger und Sohn Jakob:

Gentechnikfreie Produktion hat Zukunft.

Auch Rupert Pfaffinger, Milchbauer aus

Hofmannsöd und Vorstandsvorsitzender des

Rottaler Milchwerks, ist vom eingeschlagenen

Weg in eine gentechnikfreie Zukunft

überzeugt: Natürlich sei er stolz auf den

Pioniergeist seiner Genossenschaft, „dass wir

die erste Molkerei in ganz Deutschland sind,

die ausschließlich gentechnikfrei erzeugte

Rohmilch verarbeitet“.

Pfaffinger hat 1994 den väterlichen Hof

übernommen, seit 1995 ist er Lieferant und

seit zwei Jahren Vorstandsvorsitzender des

Rottaler Werks. Seine rund 70 Kühe hält er

im offenen Laufstall. Und auch bei ihm

zeichnet sich schon heute ab, dass aus Sohn

Jakob einmal ein begeisterter Milchbauer

werden dürfte.

Auf die „Rottaler Milchbauern-Garantie“

sind sie alle stolz: „Denn diese Garantie

können wir abgeben, weil wir Bauern die

alleinigen Eigentümer der Molkerei sind!“

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Fotos: Rottaler

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GENOMISCHE SELEKTION

Fleckviehzucht

noch gezielter

AUSWAHL DER BESTEN STIERE MIT NUR EINER GEWEBEPROBE

Rinderzüchter können sich ab sofort zuverlässiger und schneller

über den Wert von Besamungsstieren informieren. Die genomische

Selektion ist zum offiziellen Zuchtwertschätzverfahren für Fleckvieh

geworden und soll den Zuchtfortschritt um 30 Prozent erhöhen.

Für Deutschland und Österreich wurde die

genomische Selektion Anfang August 2011

zum offiziellen Zuchtwertschätzverfahren.

Sie ermöglicht die Auswahl der genetisch

besten Tiere mit einer einzigen Gewebeprobe.

Laut Interbull, der offiziellen Zertifizierungsstelle

für derartige Verfahren mit Sitz

im schwedischen Uppsala, hat die neue

Methode das Validierungsverfahren in allen

Merkmalen bestanden. Mit der offiziellen

Anerkennung durch Interbull darf nunmehr

europaweit mit Samen von Fleckviehbullen

gehandelt werden, die genomisch untersucht

sind, auch wenn sie noch keine eigenen

Nachkommen erzeugt haben. Der Vorteil:

die bessere Schätzung auch von ganz jungen

Tieren.

Entwickelt wurde die neue Methode am

Institut für Tierzucht der Bayerischen

Landesanstalt für Landwirtschaft gemeinsam

mit Zuchtexperten aus Österreich und Baden-

Württemberg. Deutschland und Österreich

besitzen zusammen die mit 5.700 Genotypen

weltweit größte Kalibrierungsstichprobe der

Rasse Fleckvieh. Beide Länder setzen auch

bei dieser innovativen Technologie auf eine

über Jahrzehnte hinweg bewährte Zusammenarbeit.

Durch die Untersuchung einer

einzigen Blut- oder Gewebeprobe lassen sich

18 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

die genetisch besten Tiere ermitteln. Bereits

seit Dezember 2010 wurden geno mische

Zuchtwerte für Kälber und junge Stiere im

monatlichen Rhythmus geschätzt. Dabei

wurden vorerst weit mehr als 5.700 Jung -

rinder mit dem neuen Verfahren untersucht,

die genomischen Zuchtwerte hatten aber

noch inoffiziellen Charakter. Sie ermög -

lichten zwar die gezielte Auswahl der besten

Kälber, allerdings durfte der Samen

ungeprüfter Bullen nicht in Verkehr

gebracht werden.

Nach Berechnungen der Tierzüchter soll das

neue Verfahren den Zuchtfortschritt in der

Fleckviehzucht um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Das wiederum soll die Wettbewerbs -

fähigkeit der weltweit zweitgrößten zur

Milcherzeugung eingesetzten Rinderrasse

deutlich verbessern. Befürchtungen,

dieser beschleunigte

Zuchtfortschritt könne negative

Auswirkungen auf die Fitness der

Tiere haben, sind unbegründet,

heißt es. Das Gegenteil sei der

Fall: Das neue Verfahren schaffe Spielräume,

um die Gesundheit und Langlebigkeit der

Tiere weiter zu verbessern. Ganz auszuschließen

sei es aber auch nicht, da

der Schwerpunkt der Züchtung

Fotos: Schleich

vermutlich auch künftig auf Leistung und

weniger auf funktionalen Merkmalen liegen

werde.

International stößt die genomische

Selektion jedenfalls auf großes Interesse.

So wurden bereits Kooperationsverträge mit

den Fleckviehzuchtverbänden Italiens und

Tschechiens abgeschlossen, die es den

dortigen Züchtern ermöglichen, auch die

Zuchtwerte von deren Tieren gemäß

genomischer Selektion zu ermitteln.

Die Suche nach den besten Vererbern nun

auch mittels genomischer Information sei vor

allem für Züchter interessant, wird betont.

Für einen reibungslosen Produktionsablauf

ist die Töchter-basierte Zuchtwertschätzung

auch weiterhin die sichere Wahl. Diese liefert

zu 90 Prozent sichere Ergebnisse, während es

bei der genomischen Methode vorerst nur

maximal 70 Prozent sind. Beim Holstein-

Rind gibt es diese übrigens schon seit 2010.

Seit kurzem findet auch für das Braunvieh

der erste offizielle Probelauf statt.


Familienzuwachs!

BERGLANDMILCH HAT 400 NEUE MILCHBAUERN

Die Stainzer Milchbauern haben der

Milchehe bereits im Dezember des Vorjahres

ihren Segen gegeben. Seit Mitte September

ist die Erweiterung der „Berglandmilch

eGen“ um die Stainzer Milch rückwirkend

mit 1. Jänner 2011 endgültig beschlossene

Sache, nachdem auch die Kartellbehörden

der Aufnahme der Stainzer Milch in das

Molkereibündnis zugestimmt haben.

Einige Auflagen müssen dafür allerdings eingehalten

werden. Diese

betreffen vor allem den

Anfuhrbereich und

die Verpflichtung,

bestimmte Rohmilchmengen

zum Verkauf anzubieten,

so wie

auch schon beim

Zusammenschluß

Fotos: Stainzer Milch

Die kleine, aber feine weststeirische Molkerei Stainz nahe Graz

ist seit 10. September offiziell Teil der größten Molkereiengruppe

Österreichs in Bauernhand.

mit der Tirol Milch. Die „Stainzer Milch,

Steirische Molkerei eGen“ wird über eine

„steirische Lösung“ eingebunden,

nachdem es bereits im Vorfeld zu einer

Verschmelzung der Stainzer Milch mit der

Berglandmilch-Gründungsgenossenschaft

„Desserta“ zur „Steirermilch Molkerei

eGen“ gekommen ist.

In der Molkerei Stainz wurden im Vorjahr

gut 30 Mio. kg Milch verarbeitet und damit

rund 22 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet.

Der Betrieb zählt 60 Mitarbeiter und fünf

Lehrlinge. Die Berglandmilch verarbeitete

2010 rund 1,15 Mrd. kg Milch und erwirtschaftete

damit 770 Mio. Euro Umsatz.

Neben der „Stainzer frischen Vollmilch“,

Schlagobers, Sauerrahm, Butter- und Sauermilch

produziert die kleine Milchmanufaktur

traditionell auch diverse Natur-, Rahm- und

Dessertjoghurts mit Früchten oder mit

Kaffeegeschmack, cremiges

Trink-Joghurt mit verschiedenen

In gredienzien sowie

Speisetopfen, Magertopfen,

„Stainzer Ricotta“ sowie

natürlich frische Butter.

Internet: www.stainzer.at

DER JUGENDBEIRAT

WÄCHST

Mit dem Zusammenschluss der Berglandmilch

und der Tirol Milch wurden

nicht nur der Vorstand und der

Aufsichtsrat der Berglandmilch

erweitert. Auch im Jugendbeirat gibt es

neue Mitglieder.

Beim jüngsten Treffen der Jugendvertreter

Anfang September im Schärdinger-

Werk Geinberg in Oberösterreich waren

erstmals die Tiroler Vertreter Kathrin

Kaltenhauser, Reinhard Spiss und Klemens

Kreuzer mit dabei. Auch im

Gremium der Jungen zeigte sich

schnell, dass die Berglandmilch-Bauern

zwar aus unterschiedlichsten Regionen

kommen, aber alle mit ähnlichen

Herausforderungen konfrontiert sind

und viele idente Ziele haben.

So ist es das gemeinsame Interesse der

Jungbäuerinnen und Jungbauern von

Schärdinger und Tirol Milch, aktiv an

der Weiterentwicklung der größten

Bauernmolkerei Österreichs mitzuarbeiten.

So manche Idee aus dem Jugendbeirat

wurde mittlerweile auch schon

umgesetzt. So kam der Anstoß zur

Einführung von Verkaufs-Pavillons,

welche von den bäuerlichen Eigentümern

für regionale Veranstaltungen

genutzt werden können, aus dem

Jugendbeirat. Ebenso kamen interessante

Vorschläge zu Veränderungen

beim Schärdinger-Web-Auftritt, beim

Online-Shop oder bei der Mitgliederkommunikation

aus dem Jugendbeirat.

Übrigens: Den jungen Genossenschaftsmitgliedern

eine Plattform zu bieten

macht mittlerweile Schule. Nach dem

Vorbild Berglandmilch haben auch

bereits andere Genossenschaften ein

Gremium für ihre jungen Mitglieder

eingerichtet.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

19


Echte Tiroler,

praktisch verpackt

VIER AUSGEWÄHLTE NEUE KÄSESCHEIBEN-VARIANTEN IM KÄSEREGAL

Im Sommer brachte die Tirol Milch beste regionale

Käsestücke feinst geschnitten und

portioniert in die heimischen Käse regale.

Beim Tiroler Scheibentrio handelt es sich um

feinen Käseaufschnitt aus den drei Sorten Tiroler

Emmentaler, Tiroler Jausenkäse und Tiroler

Bergkäse. Die geschmackvolle Trilogie

aus süßlich-nussigem Emmentaler, mildem

Jausenkäse und herzhaft würzigem Tiroler

Bergkäse bringt Abwechslung in jeden Kühlschrank.

„Da ist für jeden Geschmack die

passende Scheibe dabei“, betont man im

Werk Wörgl.

VOR DEN VORHANG

20 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Ebenfalls in feinen Scheiben angeboten werden

neuerdings auch andere Tirol-Milch-

Käse wie der Kitzbüheler Bergtilsiter (45 %

F. i. T.). Er wird aus pasteurisierter Kitzbüheler

Alpenmilch gekäst und reift vier Wochen

zu einem herzhaften Geschmackserlebnis

heran. Typisch ist seine feine Bruchlochung.

Der Kufsteiner Jausenkäse wird aus pasteurisierter

Alpenmilch aus der Region Kufstein

erzeugt, die einmonatige Reifezeit macht ihn

zu einer Gaumenfreude für jede Gelegenheit.

Hochwertige Rohmilch aus dem Zillertal und

eine Reifezeit von drei Monaten führen zum

Biberbach Ried/Riedmark Weibern

Ins sommerliche Biberbacher Kinder -

ferienprogramm wurden dank Ortsbauernratsobmann

Josef Aigner und dem

Ob mann der Molkerei Mostviertel, Johann

Schoder, wie schon 2010 auch heuer wieder

lecker gefüllte Jausensackerln von

Schärdinger eingebaut. Diese bereiteten

den Kids große Freude und waren

am Ende des Tages stets der absolute

Höhepunkt.

Egal ob runde Geburtstage, Jubiläen oder

andere feierliche Anlässe – die Ortsbauernschaft

Ried/Riedmark stellt sich als

Gratulant gerne mit einem Schärdinger-

Ge schenkkorb ein, vollgefüllt mit Schärdinger-Produkten.

Ortsbauernobmann Johann

Schwarz ist natürlich selbst Schär dinger-

Milchbauer und sorgt mit dem Präsent aus

100 Prozent österreichischen Produkten aus

der Region stets für Aufsehen. Sein Credo:

„Zu dem unterstützen wir damit die heimischen

Milchbauern und fördern so regionale

Arbeitsplätze.“

Andrea Rabengruber und andere engagierte

Bäuerinnen aus Weibern im Innviertel wiederum

stellten sich anlässlich des Weltmilchtages

mit Schärdinger-Produkten in den

Kindergärten des Bezirks Schärding ein.

Foto: Tirol Milch

einzigartigen Charakter des Zillertaler Bergkäses.

Typisch Tirol – würzig und herzhaft.

Der Zillertaler Bergkäse ist ein Erzeugnis aus

bester Heumilch, die Bergkäsescheiben sind

„extra fein“ geschnitten.

Alle neuen Käsescheiben werden übrigens

mittels modernster Schneidetechnik portioniert.

Durch die herrschende Reinraumbedingung

sowie durch die Frischeverpackung

kann der Käse seinen Geschmack bestens

erhalten. Die 150-Gramm-Frischebox ist

zudem wiederverschließbar.

DER SCHÄRDINGER will auch über die

Aktivitäten anderer Funktionäre bzw.

Primärgenossenschaften der Berglandmilch

berichten, die sich engagieren und

Werbung und Aufklärungsarbeit für Schärdinger

und Tirol Milch leisten. Einfach

Digi-Fotos (Jpg-Dateien, mindestens 300

dpi Auflösung) mit einem kurzen Text

sowie Tel.-Nr. senden an: georg.lehner@

berglandmilch.at. Alle Einsender von bestechenden

Sponsoring-Aktionen und Veranstaltungsideen,

die in dieser Rubrik „vor

den Vorhang gebeten“ werden, erhalten

einen Schärdinger-Korb mit frischen Produkten

sowie Schärdinger-Fanartikel.

Fotos: Privat


Firmeninformation

Foto: Archiv

Dass Kälber nicht saufen, kann verschiedene

Ursachen haben, etwa Verstopfung: Das

Darmpech geht nicht ab. Oder verschlucktes

Fruchtwasser/Fruchtschleim: Durch eine zu

große Frucht, zu lange Tragezeiten, ein zu

enges Becken, verfettete Geburtswege, Geburtsstress,

eine Hormonschwäche, die

fehlerhafte Lage des Kalbes oder falsche Geburtshilfe

kann die Nabelschnur eingeklemmt

werden. Die Sauerstoffzufuhr für den Fötus

stoppt, das Kalb beginnt im Uterus zu atmen.

Mangel an Spurenelementen gilt ebenfalls als

Ursache: 20 Prozent der neugeborenen Kälber

leiden unter Eisenmangel. Auch Kupfer-,

Jod- und Selenmangel führt bei Neugeborenen

zu Lebensschwäche und Saugunlust.

Ein Problem ist auch, dass frühgeborene

Kälber häufig lebensschwach sind. Ihre

Lungen sind nicht ausgereift, die Sauerstoffaufnahme

ist eingeschränkt.

KÄLBERAUFZUCHT

Keine Lust auf

Mamas Milch?

SCHNELLE BIESTMILCH-AUFNAHME LEBENSWICHTIG

Kolostralmilch ist reich an Antikörpern und bedeckt die Magen- und

Darmschleimhaut der Jungtiere mit einem schützenden Film. Die

Chancen zahlreicher Krankheitserreger sinken erheblich. Was aber

tun, wenn Kälber nicht saufen wollen?

Das Erreichen hoher Leistungen bei einem

optimalen Gesundheitsstatus seiner Herde

ist das wesentliche Ziel jedes Milchbauern.

Mit den stetig zunehmenden Tierleistungen

steigt auch der Anspruch der Kühe an die

Fütterung.

Für eine hochleistende Milchkuh, deren

Stoffwechsel starken Belastungen ausgesetzt

ist, können sich selbst „kleine Störungen“

dramatisch auswirken. In Stress-

Was ist zu tun? Direkt nach der Kalbung

tränken. Unmittelbar nach der Geburt saufen

Kälber die Biestmilch wesentlich besser als

erst nach einigen Stunden. Weiters lässt sich

der Saugreflex mit dem Finger stimulieren.

In manchen Fällen kann auch Zucker das

Kalb zum Saugen reizen. Und keinen Kübel,

sondern eine Flasche verwenden: Die Biestmilchflasche

ist handlicher als der Nuckel -

eimer, damit kann man den Bewegungen des

Kalbes leichter folgen. Die Zwangstränke ist

dagegen möglichst zu vermeiden und nur im

absoluten Notfall und schonend einzusetzen.

Zu beachten ist im Vorfeld der Abkalbung die

spezielle Mineralstoffversorgung der trockenen

Kühe vier Wochen vor der Geburt. Nur

eine optimale Versorgung der hochträchtigen

Kuh kann auch die des Embryos sichern. Bei

vielen Kälbern ist nach der Geburt eine zusätzliche

Mineralstoffversorgung notwendig.

HOHE LEISTUNG = HOHE ANSPRÜCHE

situationen wirken die sogenannten „freien

Radikale“ besonders schädlich.

„RINDAVIT 41 SPEZIAL“, der neue

Milchviehmineralstoff von Schaumann mit

dem Zellschutzkomplex „Oximin“, wirkt

mit seinem dreistufigen Abwehrsystem

effektiv den zellschädigenden freien Radikalen

entgegen und schützt die Milchkuh

vor stressbedingten Folgeerscheinungen.

Internet: www.schaumann.at

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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Firmeninformation

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GÜNSTIGER STROM

FÜR MILCHBAUERN

Der steigende Preisdruck bei Lebensmitteln

macht vielen Landwirten zu

schaffen. Um im beinharten Konkurrenzkampf

wirtschaftlich bestehen zu

können, müssen sie bei der Bewirtschaftung

von Stall und Hof, Acker und Wald

vorausschauend sparsam agieren. Eine

wichtige Rolle spielen dabei die ständig

anfallenden Energiekosten, egal ob für

Melkmaschine, Kühltank oder Güllepumpe.

Der Stromverbrauch steigt

ständig, und so erreichten auch die jährlichen

Stromkosten im Bereich Landwirtschaft

in Österreich bereits die

stolze Summe von 150 Millionen Euro.

Das belastet zunehmend die landwirtschaftlichen

Betriebe, sowohl Berg-,

Bio-, Klein- wie auch Großbauern.

Einige haben sich um ein zweites

Betriebsstandbein umgesehen und

betreiben mit anderen etwa einen

kleinen Schlachthof, eine Biogasanlage

etc. Auch in diesen Fällen wird

zusätzlich Energie benötigt.

Die Energie Klagenfurt, EKG, bietet

sich vielen Bauern als verlässlicher

Partner an – mit Strom zu Top-Konditionen!

Ein rascher Wechsel zur EKG

lohnt sich und wirkt sich schon bald

nachweislich positiv auf das Betriebs -

ergebnis eines Hofes aus. Immer mehr

Landwirte sind bereits zufriedene Kunden

des Klagenfurter Energielieferanten.

Die EKG beliefert auch Agrarbetriebe

außerhalb von Kärnten in ganz Österreich.

Kunden, die zu diesem traditionsreichen

Energieunternehmen wechseln,

ersparen sich zudem gegenüber regionalen

österreichischen Standardanbietern

zwischen 240 und 460 Euro! Letztlich

ist das ein entscheidender Faktor im

täglichen Wettbewerb.

Der Wechsel zur EKG erfolgt völlig

unproblematisch und rasch. Allgemeiner

Tenor der Bauern: „Der Wechsel zur

EKG hat sich ausgezahlt. Das eingesparte

Geld können wir dringend

gebrauchen und in andere Bereiche

investieren.“

Internet: www.stw.at

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

HYPRED SORGT

FÜR STALLHYGIENE

Seit der Firmengründung 1981 ist es Hypred

gelungen, einer der wichtigsten Anbieter im

Bereich Melk- und Euterhygiene in Europa

zu werden. Seit 2003 ist Hypred auch in

Österreich vertreten. Kostenlose Hofberatungen

bei Problembetrieben,

welche

aus dem umfangreichen

Sortiment

Gratisproben

zum Testen erhalten,

machen das

Angebot von

Hypred einzigartig.Ansprechpartner

für West -

österreich ist

Manfred Seiss (Tel.: 0664/88 46 80 63), Gebietsleiter

für Ostösterreich ist Ing. Andreas

Zechner (Tel.: 0664/922 04 79). Beide konnten

bereits vielen Landwirten bei Problemen

mit der Zellzahl helfen. Egal ob man präventive

Maßnahmen setzen möchte oder bereits

mit Zellzahlproblemen kämpft, vereinbaren

Sie einen unverbindlichen Termin und testen

Sie kostenlos die Produkte von Hypred.

Internet: www.hypred.com

Firmeninformation

AGRARKOMMISSAR

AUF TIROL-URLAUB

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos verbrachte

heuer seinen Sommerurlaub in

Österreich. Er erholte sich mit seiner

Familie im Zillertal. In Fügenberg traf

er auch die regionalen Bauernvertreter.

Zu deren Befürchtungen, gerade den

Bergbauern könnten demnächst massive

Kürzungen ihrer Förderungen ins Haus

stehen, erklärte Ciolos: „Mir sind die

kleineren Betriebe ein besonderes Anliegen.

Ich komme aus den rumänischen

Karpaten und sehe auch dort, wie wichtig

die Unterstützung durch die öffent -

liche Hand für die Bauern ist.“


Firmeninformation

30.000 ARTIKEL IM PROGRAMM

Der FAIE-Versandhandel, seit 1964 mit

Sitz in der Handelsstraße 9, 4844 Regau,

bietet mit über 30.000 Artikeln die ganze

Welt der Landwirtschaft, preiswert und

prompt. Der FAIE-Katalog gilt mit über

540 Seiten als Europas umfangreichstes

Versandprogramm und als wichtiges Nachschlagewerk

für jeden praktischen Landwirt.

Besonders im Bereich Milchwirt -

schaft hat FAIE sein Angebot in den

vergangenen Jahren erheblich erweitert.

Mit den Milchzentrifugen und Buttermaschinen

von Elecrem etwa spart man Zeit

und Geld durch einfachste Handhabung,

erzielt Spitzenergebnisse bei der Milchverarbeitung,

und das Ganze natürlich mit

Bestpreisgarantie. Bei FAIE legt man

besonders großen Wert auf guten Kundenservice

und kompetente Fachberatung. Die

FAIE-Mitarbeiter, die großteils selbst aus

STECKBRIEF ZUM TITELBILD

der Landwirtschaft kommen, sind von

Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und

am Samstag von 8 bis 12 Uhr für Sie da

und beraten Sie gerne. Ihr Motto dabei:

„Landwirtschaft ist einfach unsere Leidenschaft!“

Zudem gibt es einen Onlineshop.

KONTAKT:

Tel.: 07672/716-0, www.faie.at

Foto: Laresser

Betrieb: Angelika und Anton Plöckinger,

vulgo „Bubendorfer“, Knechtelsdorf 7,

4794 Kopfing.

Nebenerwerbsbetrieb mit Ackerbau und

Grünland. 30 Hektar landwirtschaftliche

Nutzfläche sowie 10 Hektar Wald.

49 Berghöfekatasterpunkte.

Am Hof leben das Ehepaar mit ihren drei

Kindern Alexander, 15, Isabella, 13, und

Daniel, 9, sowie die Großeltern

Anton sen. und Pauline.

Viehherde: 45 Fleckvieh-Kühe plus

Nachzucht. Stalldurchschnitt rund

7000 kg Milch.

„Eine Freundin hat mich sogar gewarnt:

‚Moch des jo net, ois Bäuerin verkimmst!‘

Ich fühle mich aber wohl am Hof.

Die oft harte Arbeit mit Schmutz und

Stallgeruch und dem täglichen frühen

Aufstehen gehört einfach dazu. Mir macht

des nix aus. I tät jederzeit wieder Bäuerin

werden. Bäuerin sein ist einfach ein

schöner Beruf.“

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.at


„Mit MIone bauen wir unseren

Erfolg aus, Box für Box.“

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Hohe Wirtschaftlichkeit, bessere Ressourcen-Nutzung und mehr

Zeit für Wichtiges – das bietet der vollautomatische Melkroboter

MIone. Vom 1-Box-System innerhalb eines Melkzentrums lässt

sich MIone schnell und unkompliziert auf ein Multibox-System

mit bis zu 5 Boxen erweitern: durch einfaches „anflanschen“

an bestehende Komponenten. So halten Sie sich die Entwick-

GEA Farm Technologies Austria GmbH

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lung Ihres Betriebes langfristig offen und können schnell reagieren.

Das Gute daran: von der Beratung und der Planung des

Stallkonzeptes, auch für Altgebäude, bis hin zum einsatzbereiten

Melkzentrum erhalten Sie passende System-Lösungen, die

die Produktion optimal auf Wachstum und Ertrag abstimmen.

Damit auch Sie sagen können: Willkommen Zukunft!

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