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Schauplatz Lang 01/2008

1. Ausgabe der neuen Gemeindezeitung

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6 | Schauplatz LANG Gemeindezeitung WAS UNSERE GEMEINDEN ALLES LEISTEN... Eine Informationsserie des Steirischen Gemeindebundes Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist nicht im Detail bewusst, welche Aufgaben ihre Gemeinde tagtäglich erfüllt und damit zur hohen Lebensqualität in den ländlichen Räumen beiträgt. Wussten Sie beispielsweise, dass das Netz an Gemeindestraßen weit größer ist, als jenes der Landes- oder Bundesstraßen? Dieses Netz finanziert Ihre Gemeinde, sie sorgt auch nach besten Kräften und Möglichkeiten dafür, dass diese Straßen im Winter geräumt werden und für Sie befahrbar bleiben. Wussten Sie, dass Ihre Gemeinde Kindergärten, Volks- und Hauptschulen oder die meisten Pflege- und Betreuungseinrichtungen errichtet und erhält? Auch in der Errichtung und der Erhaltung sämtlicher Wasser- und Abwasseranlagen spielt Ihre Gemeinde die maßgebliche Rolle. Die Gemeinden sorgen auch dafür, dass Ihr Müll regelmäßig abgeholt und fachgerecht entsorgt wird. Am Bauhof Ihrer Gemeinde können Sie problemlos Sperrmüll oder Problemstoffe entsorgen. Auch zu Ihrer Sicherheit trägt Ihre Gemeinde bei. Die Finanzierung und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren ist eine der wichtigsten Aufgaben Ihrer Gemeinde. Sie nimmt viel Geld in die Hand, um zu verhindern, dass Feuersbrünste oder andere Naturgefahren wie Lawinen, Hochwasserkatastrophen, o.ä., in Ihrer Gemeinde zur Bedrohung von Leib und Leben werden. Darüber hinaus ist Ihre Gemeinde erste Ansprech- und Erledigungsstelle für viele Verwaltungsangelegenheiten des Alltags. Baugenehmigungen werden von Ihrer Gemeinde bearbeitet und erteilt. Zusätzlich übt die Gemeinde gewisse Aufgaben im sogenannten „übertragenen Wirkungsbereich“ aus. Übertragen werden Ihrer Gemeinde diese Aufgaben vom Bund und den Ländern. Dazu zählen beispielsweise sicherheitsbehördliche Funktionen, Ihre Gemeinde übernimmt auch die Einhebung vieler Abgaben, sie ist Personenstands-, Staatsbürgerschafts-, Melde- und Wahlbehörde. Auch die Raumordnung liegt in Händen Ihrer Gemeinde. Gleiches gilt für den sehr vielfältigen Kultur- und Freizeitbereich. Ohne die Unterstützung in finanzieller Hinsicht, aber auch ohne die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur gäbe es in Ihrer Gemeinde kaum nennenswerte Veranstaltungen. Sämtliche Sportvereine oder Freizeiteinrichtungen sind ohne die Unterstützung durch Ihre Gemeinde völlig undenkbar. Für die Wirtschaft in Ihrer Region leistet Ihre Gemeinde einen wichtigen Beitrag. Kurze Genehmigungsverfahren, Hilfe und Beratung bei der Unternehmensgründung, aber auch gelegentliche materielle Hilfe sind wichtige Elemente erfolgreicher Wirtschaftspolitik in Ihrer Region. Im Gesundheits- und Pflegebereich zahlt die Gemeinde nicht nur viel Geld, damit Sie in Ihrer Nähe ein Spital, ein Alten- oder Pflegeheim zur Verfügung haben. Mit der Bereitstellung und Bezahlung Ihres Gemeindearztes unterstützt Ihre Gemeinde auch die Gesundheitsversorgung vor Ort. Und nicht zuletzt hat das Sprichwort „Von der Wiege bis zur Bahre“ auch für Ihre Gemeinde Gültigkeit. Einer der ersten Wege nach der Geburt eines Kindes führt aufs Gemeindeamt, um den neuen Erdenbürger anzumelden. Auch bei einem Todesfall führt die Angehörigen der erste Weg meist aufs Gemeindeamt, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen. Sie sehen also: Ihre Gemeinde leistet vieles, von dem Sie vielleicht gar nichts wissen. Diese Informationskampagne soll Ihnen im Überblick, in weiterer Folge aber auch im Detail aufzeigen, welche Leistungen das sind. Damit Sie sich auch weiterhin in einer lebenswerten Umgebung wohlfühlen können. Mehr dazu in den nächsten Ausgaben zu folgenden Themen: • Meine Gemeinde sorgt dafür, dass ich mich sicher und geborgen fühlen kann! • Meine Gemeinde sorgt dafür, dass Betreuung und Ausbildung meines Kindes bestens funktionieren! • Meine Gemeinde sorgt dafür, dass ich in Würde und Geborgenheit meinen Lebensabend verbringen kann! • Meine Gemeinde sorgt dafür, dass unsere Straßen- und Verkehrsverbindungen in bestem Zustand sind!

Ausgabe 01/2008 Schauplatz LANG | 7 JAGDGESELLSCHAFT LANG Die Jagdgesellschaft Lang, mit ihrem Obmann Josef Rössler, macht es sich zur Aufgabe, in der Gemeinde Lang, bezüglich Wald und Wild für Ordnung zu sorgen, bzw. das Wild zu hegen und den Wildbestand im Rahmen zu halten. Verschiedene Veranstaltungen, wie zB. Osterschinkenschießen, gemeinsames Jagen und natürlich auch das Versorgen der Fütterungsstellen, der Hoch- sitze und das Beobachten des Wildes, gehören zu den wenigen Aufgaben die die Jagdgesellschaft Lang, in der Gemeinde ausübt. Wir bedanken uns bei der Bevölkerung, besonders bei den Bauern, für die Mithilfe und das Vertrauen an die Jagdgesellschaft Lang und werden uns weiterhin bemühen, in der Gemeinde Lang für Wald und Wild da zu sein! (Weidmannsheil Obmann Josef Rössler) Schulhof Lang 1938 1938 – REGIONALE AUFZEICHNUNGEN ZUM ANSCHLUSS AN NAZIDEUTSCHLAND VOR 70 JAHREN: Die geschichtliche Aufarbeitung der Zeit um und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und in deren folge der 2. Weltkrieg mit allen seinen Gräueltaten und Strapazen wird derzeit Österreich stark publiziert und auch der jungen Generation vermittelt. Wie sah es jedoch seinerzeit in Lang aus? Ein Auszug aus der Schulchronik, verfasst von Direktor Otto Kostka kann einen kurzen Einblick in die Sichtweise von damals vermitteln: 1. März Innenminister Dr. Seyß - Inquart hält in Graz Besprechungen mit Vertrauensmännern des Volkspolitischen Referates und führenden Männern der nationalsozialistischen Bewegung ab. Besonders wurde das Gebiet des freien weltanschaulichen Bekenntnisses besprochen. Es wurde festgelegt, dass das Tragen von Hakenkreuzen und der Gruß „Heil Hitler“ im privaten Leben jedem Einzelnen freigegeben ist. 3. März Der Landeshauptmann der Steiermark Dr. Karl Maria Stepan wird von seiner Stelle enthoben und Dr. Rolph Trummer zum Landeshauptmann ernannt. Die Entlassung des Erstgenannten erfolgte über Verlangen der steirischen Bevölkerung. 8.März Bundeskanzler Schuschnigg hält in Innsbruck eine Rede, in welcher er für den 13. März eine Volksbefragung ankündigte...... (Anm.: Die Sinnhaftigkeit wird von Seiten des Direktors angezweifelt) 13. März eine Volksbefragung ankündigte.….. (Anm.: Die Sinnhaftigkeit wird von Seiten des Direktors angezweifelt) 11. März Im ganzen Lande gerät das Volk in eine ungeheure Gärung! Auf dem Rathause in Graz wird die Hakenkreuzfahne gehisst! Militär wird gegen die nationale Bevölkerung aufgeboten! Kommunistische Horden werden von der Schuschnigg - Regierung bewaffnet und gegen die Nationalsozialisten gehetzt! Es droht ein blutiger Bürgerkrieg! 12. März ..... Deutsches Militär marschiert in Österreich ein und um 20 Uhr kommt der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in seine Heimat, .....“ Anlässlich des Führerbesuches sind alle österr. Schulen vom 12. - einschl. 16. März unterrichtsfrei! 13.März Einschreibung Österreichs in das Großdeutsche Reich. 17. März Gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich ist die Reichsmark; 1 Reichsmark = 1 Schilling 50 Groschen. 26.März Vereidigung der hieß. Schulkräfte durch den Schulleiter. Auflassung der Parallele zur 3. Klasse wegen Beginn der Sommerbefreiung. Lehrerin Gertrude Lukas wird von der Dienstleistung in Lang enthoben und der Volksschule Gralla zugewiesen. 29.März Hermann Göring in Graz! 3. April Der Führer spricht in Graz, der Stadt der Volkserhebung! Im Schuljahr 1938/1939 besuchten 174 Schüler (96 Buben – 78 Mädchen) die 8 – jährige Schulausbildung in der Volkschule Lang. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich wurde die Schulausbildung lt. dem Reichspflichtschulgesetz abgehalten. Dies beinhaltete die Sicherung der Erziehung im Sinne des Nationalsozialismus, die erhöhte Bedeutung der körperlichen Erziehung (Turnen) für die Wehrertüchtigung (!) und die Freistellung vom Religionsunterricht. (Elisabeth Wankhammer)

Nr. 6, 8403 Lang, Tel - gemeinde-lang
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