Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Puchkirchen am Trattberg

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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Puchkirchen am Trattberg

Als im Jahre 1881 das Mayrhofergut in Mühlberg nach einem Blitzschlag völlig

niederbrannte, existierte in der Gemeinde noch keine Feuerwehr. Ein solches Ereignis

wird wohl bei der Bevölkerung die Idee, durch die Gründung einer freiwilligen

Feuerwehr in der Gemeinde Hab und Gut besser zu schützen, verstärkt haben, noch

dazu, wo um diese Zeit auch in anderen Gemeinden derartige Vereine gegründet

wurden. Eigenartigerweise vermerkt die Pfarrchronik – aus welchen Gründen ist nicht

eruierbar – die Konstituierung des Vereines in Puchkirchen im Jahre 1889 nicht.

Die Geschichte der Feuerwehr Puchkirchen kann aufgrund der Quellenlage leider

nicht lückenlos rekonstruiert werden. Für mehrere Zeitabschnitte – in Summe etwa

15 Jahre – liegen keine oder kaum nennenswerte Aufzeichnungen von seitens der

Feuerwehr selber vor. Daher ist die Chronik bruchstückhaft, wobei natürlich nur die

von größerer Bedeutung scheinenden Ereignisse herausgegriffen wurden. Die im

Laufe der Jahre ständig wiederkehrenden Vorkommnisse und Veranstaltungen wurden

in der Regel nicht angeführt. Trotzdem ist der Hinweis auf sie von Wichtigkeit, da

sie uns ebenfalls einen Einblick in die Umfangreiche und selbstlose Tätigkeit der

Feuerwehrmänner vermitteln, deren Wirken ja ausschließlich im Dienste des

Nächsten, also der Allgemeinheit steht.

Während die Brand- und Katastropheneinsätze in einem eigenen Abschnitt

zusammengefasst sind und dabei auch auf die zahlreichen und verschiedenartigen

Übungen verwiesen wird, die als Vorbereitung für den Ernstfall unumgänglich sind,

sollen an dieser Stelle nur die diversen Aktivitäten stichwortartig angeführt werden.


1889: Am 20. Juni fand im Gasthaus Wiesinger die

Gründungsversammlung der freiwilligen Feuerwehr Puchkirchen statt.

Zwölf beherzte Männer, so die Festschrift-Formulierung 1984,

taten sich zusammen,

um „aus der Notwendigkeit heraus, die Menschen sowie deren Hab und Gut

vor dem Feuer zu schützen“, die Puchkirchner Feuerwehr zu gründen.

Die Gründungsfunktionäre:

Josef Malzer (Holzwirt, Pichl) Hauptmann und Schriftführer

Franz Hochreiner (Obmann, Roith) Hauptmann-Stellvertreter

Michael Dickinger (Kubinger, Pichl) Kassier

Josef Seiringer (Thomerl, Hub) Spritzenmeister

Jakob Wiesinger (oberer Wirt, Puchkirchen)

Spritzenmeister-Stellvertreter

Franz Fuchs (Honerl, Roith) Steigerobmann

Mathias Schobesberger (Mayrhofer, Mühlberg)

Steigerobmann-Stellvertreter

Alois Stix (Schmied, Puchkirchen) Wasserführer

Filip Wambacher (Wagner, Puchkirchen) Wasserführer-Stellvertreter


Ehrenmitgliedern wurden ernannt:

Zu

Heinrich Neubauer (Pfarrer), Josef Dickinger, Mathias Hochreiner.

Im Jahre 1889 rückten die Feuerwehrmänner bereits mehrmals zu Bränden aus.

Sechs Gesamtübungen fanden statt.

1890: An der Jahreshauptversammlung am 20. Juni, also genau nach

einem Jahr seit der Gründung, nahmen fünfzig Mitglieder teil. Sämtliche

Funktionäre wurden wieder gewählt.

1891: Aus dem Vereinsvermögen wurden 72 Gulden und 16 Kreuzer als

Unterstützungskassa angelegt.

1892: Zahlreiche Übungen, Gesamtübungen, Steigerübungen, je eine

Haupt- und Chargenübung sowie eine Jahreshauptversammlung zeugen von

Aktivitäten Engagement der Mitglieder des jungen Vereines.

1897: Unter dem neuen Kommandanten Jakob Wiesinger stellte die

Feuerwehr an die Gemeinde den Antrag, für den Winter Schlittenkufen zum

besseren Transport der Spritze beizustellen. Damals wurde gegen das Feuer

mit einer Krückenspritze (Handspritze) und einer doppelten Handdruckspritze

vorgegangen.


1913: In Anwesenheit des Bezirksobmannes fand im Anschluss

an eine Übung die Jahreshauptversammlung statt. Der Bezirksobmann

bemängelte das Fehlen eines genügend großen Wasserbehälters im Ort, das

Fehlen eines Ortsrufes und einiger Signale sowie die Qualität des

Schlauchmaterials. Über die Übung selbst fand er lobende Worte. Außerdem

forderte er die Anschaffung von Feuerwehrpässen und –Abzeichen.

1916: Bei der Versammlung am 31. Dezember - am Silvestertag

wurde lange Zeit hindurch die Jahreshauptversammlung abgehalten –

gedachte man des im November verstorbenen Kaisers Franz Joseph und

begrüßte seinen Nachfolger Karl mit einem dreimaligen „Hoch!“. Zudem

wurden alle Feuerwehrmänner aufgefordert, Reden zu unterlassen, die

gegen den Staat oder die durch den ersten Weltkrieg hervorgerufenen

Verhältnisse gerichtet seien.

1917: Ein Vorfall aus diesem Jahr zeigt die Problematik auf, mit der die Feuerwehr

zur damaligen Zeit konfrontiert war. Man rückte zu einem Brand in

Wolfsdoppl aus, kehrte aber mit der Spritze wieder zurück, da der Brand

eher geringfügig war und – was wohl von größerer Bedeutung war – man

fürchtete, die Spritze könnte im Ort gebraucht werden.


1920: Erstmals wurden Klagen über den zu geringen Besuch

der Übungen laut.

1921: Bei einem Brandeinsatz in Ungenach verbrannten sich

neun Wehrmänner die Schuhe und bekamen daher acht Kilogramm

Sohlenleder.

1923: Es wurde ein Schlauchturm errichtet, der durch eine

Sammlung finanziert wurde. Außerdem wurden hundert Meter Schläuche

und zwei neue Sauger angekauft.

1924: Zehn Mitglieder wurden am 26. Oktober vom Bezirkshauptmann Graf

Lippe für 25 Jahren Mitgliedschaft bei der Feuerwehr ausgezeichnet. Dank

der Unterstützung durch die Musikkapelle wurde es – so Pfarrer

Neubauer in der Pfarrchronik – ein gelungenes Fest: „ Die Bindertochter

Theresia Schlager trug die Medaillen auf einem weißen Polster und sprach

die Worte:

Ein Vierteljahrhundert in aller Ehr,

habt fleißig gedient ihr der Feuerwehr.

Dieses Zeichens des Danks heft ich Euch an

Für treue Arbeit, die ihr getan.“


Die Musikkapelle wurde als Feuerwehrmusikkapelle eingekleidet, Nur auf den ersten

Blick enorme Reinerträge brachten der Feuerwehrball – 1.891000 Kronen, sowie das

Waldfest 571000 Kronen. In Anbetracht der damals herrschenden beispiellosen

Inflation waren diese Beträge vergleichsweise sicherlich geringer als heutige

Reinerlöse.

1927: Pfarrer Heinrich Neubauer erhielt ein Ehrendiplom der

Feuerwehr, Am Fronleichnamstag stellten sich Feuerwehr und Musik – wohl

von Anfang an eng miteinander verbunden – dem Fotografen.

1929: Am 16. Juli führte die Feuerwehr Puchkirchen den Delegiertentag durch, an

dem 27 Vereine und 6 Musikkapellen teilnahmen. Elf Mitglieder wurden

für Ihre 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, das heißt, sie gehörtem

dem Verein bereits seit der Gründung an. Das 40-Jahr-Jubiläum wird

wohl auch der Anlass für die Abhaltung des Delegiertentages in der

Gemeinde gewesen sein.

1930: Der Mitgliedsbeitrag, bis 1928 20 Groschen und dann 2

Jahre hindurch 30 Groschen wurde in diesem Jahr stark angehoben, und

zwar auf einen Schilling für aktive Mitglieder und 2 Schilling für

unterstützende Mitglieder.


1930: Die erste Motorspritze wurde bei Rupert Gugg in Braunau um

einen Preis von 3700,- Schilling angekauft, wobei 2000,- Schilling die

Gemeinde beisteuerte, während für den Rest die Feuerwehr selbst aufkam.

Die Spritze war auf einem Mannschaftswagen mit acht bis zehn

Sitzplätzen montiert und förderte bei 15PS Leistung 400l/min. Der

Transport erfolgte zur damaligen Zeit noch mit einem Pferdegespann. Die

Einschulung der Maschinisten August Pachinger, Franz Neumayr und Anton

Seiringer erfolgte am 17. Dezember in Braunau in Beisein des

Wehrführers Josef Pachinger, wobei Anton Seiringer schon von der ersten

Beschäftigung mit der neuen Spritze eine Handverletzung davontrug.

1931: Die erste Ausrückung mit der neuen Motorspritze erfolgte am 22. März um

2:30 Uhr nach Ungenach, wo das „Gafreingut in Kellner“ brannte.

Allerdings musste die Spritze nicht mehr eingesetzt werden. Einige Wochen

zuvor hatte man die alte Handdruckspritze an die Ortschaft Pichl übergeben,

deren Feuerwehr unmittelbar vor der Gründung stand. Am 31. Mai wurde die

Motorspritze geweiht.


1934: Die „Bezirksverband-Feuerwehr Neukirchen – Ampflwang“ wurde

gegründet. Josef Pachinger wurde zum Obmann des Bezirksverbandes

gewählt.

1935: Für die Anschaffung einer Alarmsirene sollte der Landesverband

um einen Beitrag ersucht werden. Höhepunkt des Feuerwehr-Jahres war der

Delegiertentag des Bezirksverbandes Nr. 54 am 24. Juli in Puchkirchen.

Beim Delegiertentag wurden 9 Mitglieder für 25jährige Tätigkeit und 5

Mitglieder für 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Der Besuch war

mäßig, da viele Feuerwehrleute beim Brand des Streibl-Hauses in

Neukirchen im Einsatz waren. Im November wurde ein Sanitätskurs

veranstaltet, an dem 30 Feuerwehrleute teilnahmen. Der Mitgliedsbeitrag

wurde auf 50 Groschen für Aktive und 1 Schilling für Nichtaktive

festgelegt. Also gegenüber 1930 um die Hälfte herabgesetzt. 1936: Der

Landesverband teilte der Feuerwehr Puchkirchen folgende Utensilien zu:

1 verstellbares Universalstrahlrohr

5 Steigerhelme - 2 Steigergurten

2 Steigerbeile - 2 Beiltaschen

1 Steigerleine, 15 Meter lang


1937: Die Feuerwehr Pichl gab die Handdruckspritze an die Feuerwehr

Puchkirchen zurück, die sie in das neue Feuerwehrdepot nach Staudach

überstellte.

1938: Der Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich hatte auch

für die Feuerwehr Puchkirchen seine Auswirkungen. Zunächst wurde

am 20. März im Gasthaus Kinast die Auflösung des Vereines beschlossen.

Ab sofort existierte bloß eine Gemeindefeuerwehr unter Karl Moser als

Kommandanten. Es wurden 2 Löschzüge zusammengestellt. Die

Aufzeichnungen über die Kriegsjahre 1939 bis 1945 sind sehr spärlich, da

viele Feuerwehrmänner zur Armee einberufen wurden.

1951: Der Neubau eines Zeughauses wurde bei der Jahreshauptversammlung

diskutiert.

1956: Entsprechend dem Gemeinderatsbeschluss vom 31. Jänner sollte auf dem von

der Pfarre zur Verfügung gestellten Grundstück neben dem Friedhof das neue

Zeughaus errichtet werden. 13 Prozent der Baukosten sollten durch

Robotleistungen finanziert werden. Das alte Zeughaus war ruinös und ein

Verkehrshindernis. Das Gemeindegebiet wurde in zwei Pflichtbereichen

aufgeteilt. Daher wurde Anton Stockinger als Pflichtbereichskommandandt


estimmt. Es wurde die neuen Rosenbauer-Pumpe RVW 75 angekauft.

Die Beförderung der neuen Pumpe erfolgte auf einem gummibereiften

Anhänger.

1958: Die Feuerwehr beging ihr 70jähriges Gründungsfest. Der Höhepunkt dabei

war die Weihe der Motorspritze und des Rüstwagens, beides durchgeführt

von Pfarrer Maximilian Wiesberger. Aus Regau, Timelkam, Neukirchen,

Wegleiten, Ackersberg, Zell, Ungenach, Ampflwang – Aigen, Pilsbach,

Bruckmühl und Schlagen waren Feuerwehr- bzw. Musikabordnungen

gekommen. Im Herbst führte die Firma Rosenbauer ein Feuerwehrauto

vor. Die Meinung des Ausschusses war geteilt. Ein Teil plädierte für die

Anschaffung des Autos, während der andere Teil sich aus Gründen

der Wirtschaftlichkeit für die Verwendung eines Traktors aussprach.

1959: 12 Feuerwehrkameraden wurden für ihre 40jährige Zugehörigkeit zum

Verein und 23 für ihre 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auch 1962

wurden langjährige Mitglieder geehrt. Im März hielt der neue Rüstwagen

Ford Transit FK 1000 seinen Einzug ins neue Zeughaus.


1964: Am südlichen Ortsende von Puchkirchen wurde ein Hydrant aufgestellt. Zehn

Feuerwehren, darunter auch Puchkirchen, beteiligten sich an der

Nachtalarm-Übung auf dem Rothauptberg.

1967: Der Mitgliederstand der Feuerwehr Puchkirchen betrug in diesem Jahr

genau 100, davon 55 Aktive und 45 Nichtaktive.

1968: In der Ortschaft Berg wurde ein Feuerlöschteich angelegt.

1969: Mitglieder der Feuerwehr wurden für 40 Jahre Treue und 8 für 25 Jahre

Treue geehrt.

1970: Den Staudachern wurde die Bewilligung zum Bau eines Löschteiches erteilt.

1972: Die Jugendgruppe unter Josef Stockinger errang das Leistungsabzeichen mit

gutem Erfolg. Zahlreiche Kameraden besuchten auch den Rotkreuzkurs im

Gasthaus Mooshammer, Braunau.

1973: 6 Jungmänner besuchten den Feuerwehr-Grundlehrgang. In diesem Jahr

wurde ein Funkgerät angeschafft.

1974: Es wurden wiederum zahlreiche Feuerwehrmänner für Ihre langjährige

Tätigkeit im Verein ausgezeichnet. Bürgermeister Josef Schlager erhielt für

seine Verdienste um das Feuerwehrwesen die Bezirksmedaille ersten Ranges.

2 Kameraden besuchten den Funklehrgang.


1975: Im Feuerwehrbezirk wurden 2 Heusonden zur Verhütung von Heubränden

angekauft. Die Feuerwehr sammelte 200 Altreifen, um die Umwelt zu

schützen.

1976: Aufgrund des Umbaus des Musikraumes im Zeughaus fiel auch viel

Arbeit für die Feuerwehrkameraden an. In diesem Jahr zählte die Feuerwehr

103 Mitglieder. Sie verfügte über ein Einsatzfahrzeug Ford FK 1000, eine

VW-Spritze, ca. 500 Meter Schläuche, 20 Einsatzoveralls, 15 Paar

Gummistiefel, 1 Funkgerät und verschiedene Hilfsgeräte.

1977: Im Zeughaus wurde ein neues Kipptor eingebaut.

Der Mitgliederstand erhöhte sich auf 107, davon 56 Aktive.

1978: Nach 24 Jahren Tätigkeit als Kommandant wurde Anton Stockinger,

in dessen Amtszeit der Depotneubau, sowie zahlreiche wichtige

Anschaffungen fielen, von Johann Kinast abgelöst.

1979: Das neue Löschfahrzeug, ein Mercedes-Rüstwagen wurde um

430.000 Schilling angekauft.

1980: Zehn Mann, davon 5 Neulinge, nahmen am Landesbewerb in Steyr teil.


1982: Die Feuerwehr versah bei der Erbhoffeier in der Gemeinde den

Ordnerdienst, veranstaltete den traditionellen Ball sowie ein Maibaumsetzen

und führte eine Großübung in Staudach mit 56 teilnehmenden Kameraden

von fünf Feuerwehren durch.

1983: Die Kommandowahl am 5. Juni bestätigte Johann Kinast mit 56 Stimmen

für eine weitere Periode als Kommandant. Auch Walter Kaltenbrunner

wurde als Kommandant- Stellvertreter ebenso wieder gewählt wie Josef

Pohn und Manfred Redlinger-Pohn als

Zeugwarte. Neuer Kassenführer wurde Josef Stockinger, neuer

Schriftführer Franz Schick.

Vom 8. bis 10. Juli wurde das Garagenfest abgehalten, das zwei

Tanzabende, einen

Frühschoppen, ein Fußballturnier und eine Schauübung umfasste.

1984: Die Bewerbsgruppe legte das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber

beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Schwanenstadt ab.Ein

Notstromaggregat wurde um rund 35.000 Schilling angekauft.

1985: Die Feuerwehrolympiade in Vöcklabruck war ein voller Erfolg. Die

Feuerwehr Puchkirchen war zur Abwicklung des Schankbetriebes eingeteilt


und leistete viele kostenlose Arbeitsstunden. Zum Abschluss wurde eine

deutsche Bewerbsgruppe vom Kommando durch Puchkirchen geführt. In

ca.500 Arbeitsstunden wurde in der Aumühle von den Fuerwehrkameraden

eine Aufstallung entfernt. 24 Feuerwehrkameraden beteiligten sich an der

Blutspendeaktion des roten Kreuzes.

1986: Ziel des ersten Feuerwehrausfluges waren die Landesaustellung „Welt des

Barock“ in St. Florian und der Vogelpark Schmieding. Jeweils sieben

Mann waren an zwei Tagen beim Feuerwehr-Jugendlager in Frankenmarkt

im Einsatz.

1987: Die Feuerwehr konnte als Neuanschaffungen eine elektronische

Heumesssonde, ein Schaumgerät und einen Hydranten, er wurde im

Betriebsbaugebiet aufgestellt, verzeichnen. 1988: Bei den

Kommandowahlen werden Johann Kinast als Kommandant und Walter

Kaltenbrunner als Stellvertreter einstimmig wieder gewählt. Im Depot

wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten ein neuer Estrich betoniert.

Anlässlich der Brandschutzwoche wurde eine Schauübung durchgeführt, bei

der der Einsatz von Feuerlöschern demonstriert wurde. Auch in Staudach

fand eine Übung statt.


1989: Die ostseitige Fassade des Zeughauses wurde von Feuerwehr und

Musikverein erneuert. Auch die Innenausstattung des Depots wurde von

der Feuerwehr instand gesetzt. Das Kommando entschloss sich zum

Ankauf einer neuen Tragkraftspritze, die die alte Pumpe aus dem Jahre

1956 ersetzen soll. Zur Finanzierung der Anschaffung – veranschlagte

Kosten: ca. 128.000 Schilling – sicherte die Gemeinde der Feuerwehr eine

Subvention von 60.000 Schilling zu. Außerdem wurde eine

Haussammlung durchgeführt. Die neue Spritze wurde beim Gründungsfest

der Feuerwehr Puchkirchen anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens am

17. und 18. Juni eingeweiht und in Betrieb genommen. Zu diesem Anlass

wurden 11 Kameraden für ihre 40jährige und 1 Kamerad für 25jährige

Mitgliedschaft geehrt. 7 Kameraden erhielten die Bezirksmedaille, 3. Stufe.

1990: Es wurde überlegt die Zeugstätte in die Steindl-Garage zu verlegen.

Der Vorschlag wurde abgelehnt, da dies mit sehr viel Arbeit verbunden

gewesen wäre und Keine sonderliche Qualitätsverbesserung mit sich gebracht

hätte. Es wird zum ersten Mal der mittlerweile traditionelle Radwandertag

veranstaltet. 1991: Die Diskussionen um das Zeughaus reißen nicht ab.

Diesmal sollte es ein Zubau an das Gemeindeamt sein. Auch diese Idee

wurde wieder verworfen.


1992: Es wird beschlossen eine neue Jugendgruppe zu bilden. HBI Johann Kinast

legt seine Funktion als Kommandant zurück. Bis zur Neuwahl im Jahr 1993

übernimmt OBI Walter Kaltenbrunner die Aufgaben des Kommandanten. In

Brandstatt wird ein Löschteich errichtet.

1993: Walter Kaltenbrunner wird zum Kommandant der Wehr gewählt, sein

Stellvertreter wird Manfred Redlinger-Pohn. In Puchkirchen wird erstmals

der Abschnittsbewerb durchgeführt. Dabei nahmen 48 Jugend- und 90

Bewerbsgruppen teil. Neben der Abendunterhaltung am Samstag, sowie

Feldmesse und Frühschoppen am Sonntag konnte eine Geräteschau der

Stützpunktfeuerwehren bestaunt werden. Die FF Puchkirchen nahm

mit einer Bewerbs- und einer Jugendgruppe teil.

1994: Es wird der Beschluss gefasst, ein gebrauchtes Kommando-Fahrzeug

anzuschaffen. In Brandstatt wird eine Großübung durchgeführt. 8

Feuerwehren stellten 100 Mann. Im Gemeindeamt findet eine Besprechung

zum Depotneubau statt. Es wird ein Baubeginn im Jahr 1996 angestrebt.

Mehrere Depots in der Nähe werden besichtigt. Auch aus diesem Vorschlag

wird nichts. Die Jugendgruppe erreichte beim Abschnittsbewerb in

Ampflwang den 1. Rang in Bronze und den 3. Rang in Silber.


1996: In Puchkirchen wird ein Löschteich errichtet. Es werden schwere

Atemschutzgeräte sowie ein dazugehöriges Prüfgerät angeschafft. Der neue

Feuerwehrhelm „Heros“ hält im Feuerwehrhaus Einzug. Der bis dahin

verwendete „Spinnenhelm“ wurde in den 20er Jahren entwickelt, und war

daher sicherheitstechnisch lange nicht mehr auf dem letzten Stand. Mit

diesen Anschaffungen wurde dem persönlichen Schutz des Feuerwehrmannes

mehr Rechnung getragen. 1997: Die Jugendgruppe wird mit der FF Pichl

geführt. Für den Atemschutztrupp werden moderne Schutzjacken angeschafft.

1998: Bei der diesjährigen Kommandowahl werden Walter Kaltenbrunner und

Manfred Redlinger-Pohn als Kommandant bzw. Kommandant-Stellvertreter

bestätigt.

1999: Anlässlich der 110 Jahrfeier wird der Bezirksbewerb in Puchkirchen

ausgetragen. Dieser Rahmen diente zur Ehrung verdienter Mitglieder. Am

Sonntag wurde neben der Feldmesse auch eine Schauübung anno 1900

durchgeführt. 110 Bewerbs- und Jugendgruppen konnten in Puchkirchen

ihre Leistungen unter Beweis stellen, darunter auch unsere Bewerbs- und

Jugendgruppe. Von der FF Schwanenstadt konnte ein gebrauchtes

Tanklöschfahrzeug erstanden werden.Die Kosten von 20.000

Schilling

teilen sich die Feuerwehr und die Gemeinde zu je 50% auf. Der Steyr 680,


1968, fasst 3500l. Das TLF wird provisorisch in der Bauhofgarage unter

Bj

dem Kindergarten untergebracht, hier steht auch das Kommandofahrzeug.

Mit dem 15. Jänner 1999 treten die ersten Frauen in den aktiven Dienst

der FF - Puchkirchen ein. Regina Phon, Petra Pohn, und Daniela Hager

brechen die Männerdomäne der " Feuerwehr"

2001: Am 27. März verstirbt unser Feuerwehrkurat Konsistorialrat

Ferdinand Biermair. Von der FF Rottenbach wurde ein gebrauchtes

Kommando-Fahrzeug gekauft.

2002: Endlich findet die Spatenstichfeier für die neue Zeugstätte statt. Es wurde ein

großes Gemeinschaftsgebäude geplant das neben der Feuerwehr auch die

Musik und die Gemeinde beheimaten soll. Als Standort wurde der Grund beim

Steindl-Haus in Puchkirchen ausgewählt.

2003: Die Bewerbsgruppe konnte in diesem Jahr hervorragende Ergebnisse

vermelden. Insgesamt viermal wanderte der Siegerpokal nach Puchkirchen.

Als „schlechteste“ Platzierung stand ein 4. Platz beim Landesbewerb(!) zu

Buche. 2004: Das Gemeinschaftsgebäude, Heimat der Feuerwehr und


des Musikvereins wird feierlich eröffnet. Zur Eröffnung kamen 12

Musikkapellen mit über 500 Musikern, sowie 20 Feuerwehren mit über

400 Kameraden. Als Ehrengäste konnten Landesrat Stockinger,

Bezirkshauptmann Salinger, Bezirkskommandant Mayer sowie der

Bezirkskapellmeister begrüßt werden. Das schlechte Wetter am

Samstagabend tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Die Feuerwehr führte gemeinsam mit der FF Pichl die Abschnitts-

Atemschutzübung durch. Man beteiligte sich auch bei einer Großübung im

Kraftwerk Timelkam. Am 4. November verstirbt Ehrenkommandant Anton

Stockinger. Der Ehrenringträger der Gemeinde Puchkirchen stand unserer

Wehr von 1954 bis 1978 vor. In seine Amtszeit fielen viele wichtige,

richtungweisende Anschaffungen.

2005: Hauptbrandmeister Kienast Wolfgang erringt das goldene

Feuerwehrleistungsabzeichen. Es ist dies das erste FLA Gold für die FF

Puchkirchen. Kurze Zeit später erlangt auch Jürgen Kaltenbrunner dieses

begehrte Abzeichen. Beim Strohmann in Staudach fand am 29. Oktober die

Herbstübung des Pflichtbereichs Puchkirchen statt. Es wurde eine über 1km

lange Relaisleitung vom Ampflwangerbach verlegt.


12 Feuerwehren mit 130 Mann nahmen teil.

2006: Die Feuerwehr Puchkirchen erhält ihr neues Tanklöschfahrzeug. 9

Kameraden waren zur Einschulung und Übernahme des TLFA 2000 bei der

Firma Lohr anwesend. Auch Frau Bürgermeister Barbara Moritz zeigte sich

begeistert vom neuen Tanklöschfahrzeug. 2007: Im Rahmen der Segnung

des neuen Tanklöschfahrzeugs führte die FF Puchkirchen den

Abschnittsbewerb durch. Es nahmen 76 Aktivgruppen und 69 Jugendgruppen

teil. Unsere beiden Bewerbsgruppen konnten voll überzeugen: Puchkirchen 1

erreichte in Silber den 1. Rang, Puchkirchen 2 in Bronze den 2. Platz. 3

Tage volles Programm ließen das Fest zu einem schönen Erfolg werden:

60 Kinder nahmen an der Ferienaktion „Nacht im Feuerwehrhaus“ teil.

Es wurden das Feuerwehrhaus, die Fahrzeuge der Feuerwehr sowie ein

Rettungsauto besichtigt. Höhepunkt war ein „Nachtalarm“ mit Löschangriff.

Im alten Steindlhaus in Puchkirchen wurde am 23. Oktober eine

Sicherheitsübung gemeinsam mit BH Vöcklabruck und Zivilschutzverband

durchgeführt. Übungsannahme war eine Party mit Jugendlichen mit

anschließenden Randalen und Brandlegung. Polizei, Rettung und Feuerwehr

konnten ihr Können unter Beweis stellen.


2008: Die diesjährigen Kommandowahlen brachten große Veränderungen:

Nicht weniger als acht Positionen wurden neu besetzt. Kinast Josef (Roith)

und Kienast Wolfgang (Roith) wurden zum Kommandant bzw. Stellvertreter

gewählt. Die bisherigen Amtsinhaber Walter Kaltenbrunner und Manfred

Redlinger-Pohn wurden zu Ehrenkommandant bzw.

Ehrenkommandant-Stv. ernannt.

2009: Erste Ausbesserungen im neuen Zeughaus. Da die Böden im Kommandoraum

und im Mannschaftraum schon sehr desolat waren, wurden Fliesen verlegt.

Die ersten Prüfungen zum Atemschutzleistungsabzeichen in Bronze legten

Peter Schmidmaur und Siegrid Kinast ab. An die Gemeinde wird ein

Ansuchen bezüglich der Anschaffung eines neuen KLF gestellt. 2010 :

Gemeinsam mit der FF Pichl erwarben zehn Kameraden das „THL“, das

Abzeichen für Technische Hilfeleistung in Bronze. Insgesamt konnten 20

Stück an verschiedenen Leistungsabzeichen erworben werden, dies zeugt von

regem Interesse an der Weiterbildung unserer Kameraden.

2011 : Florian Schick, Friedrich Pohn und Martin Lugstein bestanden die Prüfungen

zum Funkleistungsabzeichen in Gold. Es sind dies die ersten für die

Puchkirchner Feuerwehr. Eine Abordnung der Puchkirchner Feuerwehr nahm


eim Linz-Marathon teil. Die Staffel belegte dabei den sehr guten 17.

Rang.

2012 : Bei den diesjährigen Prüfungen zum Funkleistungsabzeichen in Silber

verbucht Magdalena Schick den Sieg in der Bezirkswertung für die

FF - Puchkirchen.

2013 : Die diesjährigen Kommandowahlen brachten frischen Schwung. Die

verdienten und langjährigen Mitglieder Anton Waldhör (Pichl), Kurt Hager,

Hannes Hemetsberger, Josef Walhör, Friedrich Pohn und der Jugendbetreuer

Florian Schick schieden aus. Philip Schiemer, Christian Hüttmayr,

Roland Leitner und Thomas Lugstein rückten nach.

2014 : Es ist so weit. Das neue Kleinlöschfahrzeug wird in Dienst gestellt.

Das Fahrzeug stellt einen Gesamtwert von ca. 130.000,- € dar. Es wurden

vom Land Oberösterreich, der Gemeinde, dem Oberösterreichischen

Landesfeuerwehrverband, der FF - Puchkirchen und der Puchkirchner

Bevölkerung finanziert. Das 125-jährige Bestandsjubiläum der Wehr wird

mit einem 3-Tages-Fest begangen. Am Freitag, den 27. Juni, findet die

Fahrzeugweihe statt. Am Samstag, den 28. Juni,richtet dieFF- Puchkirchen

den Bezirksbewerb aus und am Sonntag, den 29. Juni, richtet die Feuerwehr

gemeinsam mit der Union Puchkirchen den Frühshoppen aus.

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