Sprengelfanzine

sprengelfanzine

Ein Fanmagazin für den Sprengelkiez im Wedding in Berlin/Mitte. Durchgehend illustriert. Ein Kaleidoskop des Kiezes, künstlerisch verpackt.

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Nicht Dein Ernst, oder?

Min Jung! Erstens! Das ist nicht Dein Ernst, sondern

unser Ernst! Jeder im Kiez hat Ernst schon guten

Tag gesagt. Ernst war schon angesagt, als wir uns

noch mit einem Modem ins Internet eingewählt haben.

Wenn nichts mehr geht, dann gehst Du zu Ernst in der

Sprengelstraße 15. Da gibt`s Poetry Slam mit Bier.

Musik zum Anfassen und den Ernst. Nachtschwärmer

bei Ernst, so heißt der Laden, ist einfach Labsal für die

Seele und den Bauch. Ernst ist im Kiez unser lebendes

Kulturdenkmal und er hat alle lieb! Und wir ihn auch!

Also, wenn Dir nach einem Eisbein ist, oder das Leben

Dir mal kalte Füße macht, dann gehst Du da hin! Für

eine Runde Stangentanz oder zu einem Gespräch mit

einem Thekenweisen. Also, Min goden Jung, bevor Du

meinst, Du kennst schon alles, geh´da mal hin! Das ist

mein Ernst im wahresten Sinne des Wortes. Wenn Du

das nicht schaffst, dann schneide Dir das Bildchen aus

und häng´ es über Dein Bett. Die Cordula Luttmann

von Wedding Art hat ihn schon für Dich gemalt!

Trillerschiepchen

Ich finde alles schön hier! Es gibt lecker Cupcakes

und Cocktails und auch ausreichend Shabbyschick.

Meine Freundin und ich können auch Photoshop und

wollen damit ein bisschen die Welt verändern. In High

Heels durch den Sprengelpark ist doch o.k., oder? Der

Bioladen ist auch toll und vielleicht helfen ja die

ganzen Yogastudios den Menschen beim Levitieren.

Wenn die dann wegschweben, stelle ich mir vor, dann

gäbe es auch mehr Platz in den WGs. Tschüsschen!

Der Wald vor lauter Bäumen

Manchmal ist es so in der Stadt: der Hinterhof

erscheint öde und das Leben leer. Man

schaut aus dem Fenster und sieht den Wald vor

lauter Bäumen nicht. Dann hilft, statt einem Gang

zum Therapeuten ein Spaziergang. Da bieten sich

die ortsnahen Rehberge mit dem Plötzensee an.

Sommers wie winters kann man dort

Stadtwaldatmosphäre genießen. Bänke laden ein

zum Verweilen, mit Blick aufs Wasser oder in den

Himmel. Ein bisschen Natur brauchen wir doch

alle. Meint auch Yannis Pappas mit seinem Bild.

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