André Verlon (1917-1994)

hiekeart

André Verlon

1917 - 1994

S E I T 1 9 8 0


André Verlon

ALLE ABGEBILDETEN WERKE SIND VERKÄUFLICH

ALL WORKS FOR SALE

Maße: Höhe x Breite

measurments: hight x width

Eigentümer, Herausgeber, Verleger:

Kunsthandel HIEKE

A-1010 Wien, Grünangergasse 12

Tel: +43-1-513 32 59

Di – Fr: 10 –13 Uhr und 14 –18 Uhr, Sa 10 –13 Uhr

hieke@hieke-art.com

hieke-art.com


ANDRÉ VERLON

Zürich 1917 - Wien 1994


PREFACE

We are very pleased to be able to present a comprehensive retrospective of the works of André Verlon to mark

his 100th birthday. We are convinced that the time has come for a new consideration of the œuvre of this

outstanding artist.

Verlon is an artist with a biography that is as thrilling as a crime novel. At the age of 40, Verlon,until this point

known as a publisher, author, and devotee of the Dada specialist, chose to have pictures rather than words speak

for him. An impressive career began, taking him from New York via Paris, London, and Vienna to all important

museums and galleries. He became an artist who was celebrated by the most renown art critics of his time.

In 1997 I presented a small exhibition of the work of André Verlon. Now, twenty years later, we mark the 100 th

anniversary of his birth with a larger and more comprehensive one-man exhibition.This exhibition was made

possible largely due to the work of my daughter Marie-Valerie Hieke. After more than a year of intense research,

we are pleased to be able to present this catalogue. As art dealers with a passion for rediscovering artists who

have been partially forgotten or overlooked, we are delighted to revisit the work of this fascinating artist.

Verlon is a painter with a technique unparalleled in art history. His messages could not be more current, and his

visual power fascinates us. His subject is man in the bustle of the big city, with its alarmingly increasing technology,

yet he never loses sight of the aesthetics in his works.

In Verlon’s paintings, there is always a lot to discover, they are complex masterpieces produced on different levels

with the technique of montage painting invented by Verlon.

VORWORT

Wir freuen uns ganz besonders, Ihnen anläßlich des 100. Geburtstag von André Verlon eine große Personale

dieses außergewöhnlichen Künstlers präsentieren zu können.

Ein Künstler mit einer Biographie spannend wie ein Kriminalroman. Der zu dem Zeitpunkt 40-Jährige Verlon, bereits

bekannt als Verleger, Schriftsteller und Dada-Spezialist beschließt anstelle der Worte das Bild für sich sprechen

zu lassen. Ein atemberaubender Aufstieg begann und sollte ihn bis zu seinem Ableben 1994 von New York, über

Paris, London und Wien in alle großen Museen und Galerien führen/bringen.

Als Kunsthandel mit Leidenschaft für die Wiederentdeckung zu Unrecht in Vergessenheit geratener ist es uns ein

Anliegen dieser spannenden Persönlichkeit und außergewöhnlichem Künstler wieder eine Plattform zu bieten. Vor

20 Jahren hatten wir bereits unsere erste Verlonausstellung und freuen uns umso mehr, Ihnen nun mehr als ein Jahr

intensiver Forschung und Recherche in dem vorliegenden Katalog präsentieren zu können.

Ein Maler mit einer Technik die in der Kunstgeschichte tatsächlich seines Gleichen sucht, mit Botschaften

die aktueller nicht sein könnten und einer visuellen Ausdruckskraft die einen in seinen Bann zieht.

Er behandelt den Menschen im Getriebe der Großstadt, die überhandnehmende Technisierung und bleibt stets auf

die Ästhetik seiner Werke bedacht.

In Verlons Bilder gibt es immer viel zu entdecken, sie sind verschachtelte auf vielen Ebenen produzierte Meisterwerke

mit der ganz eigenen, von ihm erfundene Technik des Montage-Painting.

Dr. Ursula Hieke

Marie-Valerie Hieke

Dr. Ursula Hieke

Marie-Valerie Hieke


INHALT

INDEX

ZUM WERK

About

ZEITTAFEL

Timetable

ABBILDUNGEN

Works

Ausstellungsverzeichnis

Exhibitionlist

ZUM WERK

ABOUT

Literatur

Literature

Überblick Zeitstrahl

Timeline


ZUM WERK

Wer ist Verlon?

ABOUT THE WORK

Who is Verlon?

1958 nahm Willy Verkauf den Namen André Verlon an.

„Da ich meine Werke nicht gerne mit „Verkauf“ signieren

wollte, andererseits ein Pseudonym vorzog, damit ich

als selbst im Kunsthandel Tätiger unvoreingenommene

Kritiken erfahren könne, wählte ich die erste Silbe meines

Namens und hängte ein „lon“ an. So entstand mein

Künstlername „Verlon“.

Der eigentliche Grund für seine bildnerische Arbeit, für

den bis dahin als Verleger und Schriftsteller tätigen Verlon,

war die für ihn empfundene Notwendigkeit einer

visuellen Ausdrucksform. Nach eigener Aussage waren

ihm die Worte nicht mehr genug. Doch selbst die bis

dahin vorhandenen Mittel der Malerei sollten ihm für

seine Visualisierung nicht genügen. So schuf er sich seine

ganz eigene Technik, basierend auf seiner jahrzehntelangen

eingehenden Beschäftigung mit sämtlichen modernen

Arten der Kunst – Das Montage-Painting.

Diese einzigartige Technik des Montage-Painting verband

Malerei und Collagen zu einer für ihn zeit adäquaten

Aussage. Einflüsse der futuristischen Collagen Umberto

Boccioni‘s, der suprematistischen Malevitch’s sowie der

papier collés der Kubisten und der Photo montagen John

Heartfields sind für Verlon Inspiration.

Es gelingt ihm ein großartiger Brückenschlag vom Realismus

der Fotografie zur Malerei der Abstraktion.

In 1958, Willy Verkauf assumed the name André Verlon.

“Because I didn’t want to sign my works with ‘Verkauf’

[the German word for sale], and because I preferred a

pseudonym, because as someone who is active in art

dealing, I wanted critics to evaluate my work without

preconceptions, I took the first syllable of my name and

attached ‘lon’. This is how my pseudonym came about.”

Up to that point, Verlon had been working as an author

and publisher, but he felt the need for a visual form of

expression. As he said himself, words were no longer

enough for him. But even the techniques of painting

available at the time were not sufficient for his visualizations.

Therefore he created a new technique, based on

his decades-long engagement with all modern kinds of

art: the Montage-Painting.

This unique technique of Montage-Painting combined

painting and collages for an expression that was for him

suitable for his time. Verlon was inspired by Umberto

Boccioni’s futurist and Malevitch’s suprematist collages,

as well as by the papier collés of the Cubists and by

John Heartfield’s photomontages.

He succeeded splendidly in linking the realism of photography

and the abstraction of painting.

„HALT“

Montage-Painting/Platte

signiert

50 x 33 cm

Dok.: Montage als Prinzip im Wirken von Willy

Verkauf-Verlon, Wien 1992, S. 137

Kat.Ausst. André Verlon, Collage + Montage

Painting 1958 –1983, MuMoK, Wien, S. 50

Montage-Painting/Panel

signed

20 x 30 inch


ZUM WERK

„Montage-Painting nenne ich ein Werk dann, wenn

es eine Synthese von vielen Arten von Montage und

Collage mit anderen Techniken, wie Zeichnen, Malen,

Fotografie, Holz- und Kupferschnitten ist. Daher auch

Montage-Painting, weil ich zusätzlich zur Montageund

Collage-Technik zwischen, auf oder über die aufgeklebten

Stücke zeichne oder male. … Oft genügt ein

kleines Collage-Stück um einer „abstrakten“ Komposition

seine „Realität“ zu verleihen.“

Es entstehen herausragende, ausdrucksstarke und ungewöhnliche

Collagen in völlig neuer Kombination mit

einer farbintensiven Malerei – abstrakte Gemälde voller

Farbgewalt – Städtebilder voller Visionen und leuchtenden

Farben – Menschen in den Straßen der Städte –

konstruktive Gebilde der Technik – Experimente mit Pastositäten

und Scratching – Konstruktionen – Mouvements

– Gespraytes.

Ein Großteil der Bilder bezieht sich auf die Schilderung

der „Situation humaine“. Es sind faszinierende Weltbilder,

andere wiederum sind Warnbilder. Alle jedoch

sollen den Betrachter zum Nachdenken anregen.

ABOUT THE WORK

“I call a work a montage painting when it is a synthesis

of many kinds of montage and collage with other

techniques like drawing, photography, woodcut and

copper engraving. Hence montage painting, because in

addition to the montage or collage technique, I draw or

paint in between the pieces that I glued on, or indeed I

paint on or over them as well. … Often a small collage

piece is enough to give an ‘abstract’ composition some

‘reality’.”

The results are outstanding, expressive, and unusual

collages in a completely innovative combination with

a color-intense way of painting abstract paintings with

striking colors, cityscapes full of visions and bright colors.

He depicts people in the streets of the cities, constructive

formations of technology, and he experiments with techniques

of pastosity,scratching, constructions, movements

and experiments with spraying.

Many paintings illustrate the ’situation humaine‘. They are

fascinating paintings of the world, others are cautionary

paintings. They are all intended to inspire the beholder

to think.

„VERS L‘AVENIR“

Montage-Painting/Leinwand

146 x 97 cm

signiert

dat. 1963

Dok.: Kat.Ausst. André Verlon, Collage + Montage

Painting 1958 –1983, MuMoK, Wien, S. 50

Kat.Ausst. Museum d. bildenden Künste Leipzig, 1986, S. 51

Künstlerhaus Wien, Joanneum Graz, Neue Galerie Linz, 1964

Montage-Painting/Canvas

58 x 38 inch

signed

dat. 1963


ZUM WERK

Verlons Biographie vor 1958 ist bereits geprägt von

einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedensten

Kunstströmungen des frühen 20. Jahrhunderts,

sowie von Begegnungen und Briefwechsel mit Literaten

wie Arnold Zweig, Else Lasker-Schüler, Louis Nürnberg,

Max Brod, Erich Fried, Martin Buber und Franz Theodor

Csokor. Doch vor allem seine Tätigkeit als Verleger

und Kunsthändler brachte ihn zur Auseinandersetzung mit

dem Dadaismus:

„Ab 1955 begann ich, mich mit der Geschichte

des damals fast verschollenen Dadaismus zu beschäftigen.

… Dada war der Protest von Künstlern, Malern und

Schriftstellern, gegen die Scheuklappen der Gesellschaft.

Im Künstlerdorf Ejn Hod lernte ich einen Mitbegründer

der Dadabewegung, den Architekten und Maler

Marcel Janco, kennen. Er besaß noch viel dokumentarisches

Material über seine Dadazeit und stand in

Kontakt mit den alten Dadaisten Hans Richter und

Richard Hülsenbeck“.

So entstand ein Standardwerk des Dadaismus „Dada.

Monographie einer Bewegung“, das Verlon in der

Schweiz, in London und New York gleichzeitig 1957

herausbrachte und hier sollte der Funke gelegt werden,

der ihn später selbst zum Künstler werden ließ. Mussten

beim Dadaismus die Worte der bildenden Kunst zur Hilfe

kommen, verlief Verlons Entwicklung umgekehrt.

ABOUT THE WORK

Prior to 1958 Verlon’s biography was already inspired

by an intense engagement with various art movements of

the early twentieth century, as well as by encounters and

correspondences with writers such as Arnold Zweig, Else

Lasker-Schüler, Louis Nürnberg, Max Brod, Erich Fried,

Martin Buber, and Franz Theodor Csokor. But it was his

work as a publisher and an art dealer that led him to

engage with Dadaism.

“From 1955 onwards, I became interested in the

history of Dadaism, which at that time had been almost

forgotten… Dada was the protest of artists, painters as

well as writers, against the blinders of society. In the

artists’ village Ejn Hod, I met one of the founders of

the Dada movement, the architect and painter Marcel

Janco. He still had a lot of documentary materials about

his Dada time, and was in touch with the old Dadaists

Hans Richter and Richard Hülsenbeck.”

The result was a seminal work about Dadaism, ’Dada.

Monograph of a Movement‘, which Verlon published

simultaneously in Switzerland, London, and New York.

This was the spark that would later lead Verlon to become

an artist himself. In Dadaism, words had to come to the

aid of visual art, in Verlon’s development visual art came

to the aid of words.

„SITUATION HUMAINE LII“

Öl/Platte

106 x 75 cm

signiert

dat. 1962

Oil/Panel

42 x 30 inch

signed

dat. 1962


ZUM ŒUVRE

Wer ist André Verlon noch?

Von Anfang an ist Willy Verkauf alias André Verlon an

den Menschen und ihrer Situation in der Welt interessiert.

Ein Mann mit großer sozialer Verantwortung, dessen

Werk sich auf das Aufzeigen von Missständen und

der Bedrohung des Menschen in einem hochtechnisierten

Umfeld konzentrierte.

Es ist der Mensch in den Städten, umgeben von Technik,

Gewalt und Krieg, den wir immer wieder in seinen aussagekräftigen

Bildern begegnen. Es ist die zerstörerische

Kraft der Atombomben und ihre atomare Verstrahlung,

die ihn in seinem Werk vorwärts treiben. Es ist eine zwingende

Antwort auf den 2. Weltkrieg und es ist eine Hoffnung,

die Verlon damit zum Ausdruck bringt. So bleibt

Verlon auch einer der wenigen österreichischen Künstler,

die in ihrem Werk den Nationalsozialismus aufarbeiteten.

Teilweise verstörende Bilder halten den Schrecken

der Vernichtungsmaschine für die Nachwelt fest.

Doch Verlon blieb nicht in der Aufarbeitung hängen, sondern

engagierte sich energisch mit seiner Gegenwart,

blieb zeitlebens ein strenger Beobachter des Weltgeschehens

und sah seine Kunst als Botschaft.

THE ŒUVRE

Who else is André Verlon?

From the very beginning of his career, Willy Verkauf alias

André Verlon was interested in human beings and their

situation in the world. He was a man with a great sense

of social responsibility, whose work concentrated on showing

grievances and the threat to humans of a highly

technologized environment.

In his expressive works, we encounter men and women

in the cities, surrounded by technology, violence, and

war. It is the destructive power of nuclear bombs and

their radiation that drove him in his work. It is his urgent

response to World War II, and it is a hope that Verlon

articulates.Thus Verlon remains one of the few Austrian

artists who addressed National Socialism in their work.

Sometimes highly disturbing paintings capture the horror

of the Nazi extermination machinery for future generations.

But Verlon did not stop at addressing the horrors of the

past, he was also committed to engaging with his present,

throughout his life he remained an observer of current

events, and regarded his art as a message.

„SOUVENIR BARRAGE“

Öl/Leinwand

90 x 130 cm

signiert

Oil/Canvas

35,5 x 51 inch

signed


ZUM ŒUVRE

„VORWÄRTS ZU HUMANITÄT UND FRIEDEN“

forderte André Verlon bereits in den 60er-Jahren – nach

wie vor ein Thema höchster Aktualität.

Ebenso entstehen abstrakte Werke – dynamisch voller

Bewegung, eine Malerei mit leuchtenden Farben und

malerischen Experimenten:

„Beim Malen mache ich meistens „harte“ Linien,

die ich durch Kratzen mit Spachteln, Messer, Gabel,

Nägeln, Eisenkämmen und anderen Gegenständen herstelle.“

Es bilden sich dadurch Mouvements, Bewegungen,

die abstrakt bleiben können oder eingebunden werden

in figuralen Motiven und städtischen Szenerien.

Städte sind generell immer wieder Thema seiner

Bilder. „En Ville“ – wie die Vision einer Stadt leuchten

die Gebäude aus dem erstaunlichen Farbgeschehen

oft mit pastosen Konturen heraus. „In einer Ausstellung

in der Galerie meiner Freundin Ida Niggli

in St. Gallen zeigte ich Erinnerungen an Städte. In

diesen Bildern mischte sich Wirklichkeit mit Vision.“

Die Großstadt wird als dynamisches Konglomerat

von unterschiedlichen Lebensformen von Technik

und Mensch gezeigt. Hier im engen Raum der

Zivilisation brodeln die Ereignisse, Emotionen und die

Konfrontationen mit dem technischen Fortschritt am meisten.

THE ŒUVRE

“ONWARDS TO HUMANITY AND PEACE,” Verlon

demanded in the 1960s—a call that remains highly topical

to this day.

At the same time, he created abstract works, dynamic,

full of movement, paintings in bright colors and full of

painterly experiments:

“When painting, I usually make ‘hard’ lines which

I produce by scraping with spatulas, knives, forks, nails,

iron combs, and other objects.”

This leads to movements that can either remain abstract or

be integrated into figurative motifs and urban sceneries.

Cities are a recurring theme of his works. En Ville—like

the vision of a city, the buildings shine forth from the astonishing

colors, with often impastocontours. “In an exhibition

in the gallery of my friend Ina Niggli in St. Gallen,

I showed reminiscences of cities. In these pictures, reality

and vision merged.”

The metropolis is depicted as a dynamic conglomerate

of different forms of life of technology and man. Here,

in the constructed space of civilization, events, emotions

and confrontations with technological progress become

most urgent.

„FANTASTISCHE LANDSCHAFT“

Öl/Leinwand

115 x 162 cm

signiert

verso Plakette: Künstlerhaus Wien, 222/86

Oil/Canvas

45 x 64 inch

signed


ZUM ŒUVRE

Mit diesen Werken voll farblicher Intensität und

inhaltlichem Gewicht aber auch voll Poesie und

malerischen Feinheiten trat er, zuerst noch hinter seinem

Pseudonym versteckt, an die Öffentlichkeit und fand

schnell internationale Beachtung.

1959 die erste Einzelausstellung in München in der

Galerie Klihm. Werner Hoffmann erwirbt ein Bild für das

Museum des 20. Jahrhunderts in Wien – nicht wissend,

dass der noch anfänglich unbekannte André Verlon, in

Wirklichkeit Willy Verkauf, der Verleger, Buchhändler

und Kunsthändler ist. Es bleibt der Skandal!

Schon 1961 war Verlon bei der wegweisenden Ausstellung

„The Art of Assemblage“ im New Yorker

MoMA vertreten und zeigte seine Werke neben Marcel

Duchamp, Max Ernst und Meret Oppenheim. 1962

folgte eine Einzelausstellung in den renommierten D‘Arcy

Galleries in New York und im selben Jahr in der von

Robert Lewin gegründeten Londoner Brook Street Gallery

eine Ausstellung André Verlons mit Arp, Calder, Ernst,

Giacometti und Moore. Schlag auf Schlag folgten Paris,

Basel, Mailand, Rom u. v. a. als Ausstellungsorte.

Zeitgleich entsteht „Man after the Hydrobomb“ für die

UNO-City Wien – es hängt heute noch dort und warnt

vor den Gefahren atomarer Strahlung. Das Musée

nationale d’Art Moderne, Paris erwirbt „Atomzeitalter“

und das Musée d’Art Moderne de la Ville Paris

„Reges et Imperato“. 1964 arbeitet er an einem Hauptwerk

„Das große Blutbild“ für Yad Washem in Jerusalem.

1971 findet eine Ausstellung seiner Werke im

Austrian Institute in New York statt,

THE ŒUVRE

Initially hiding behind his pseudonym, Verlon went public

with these works full of intense colors and with weighty

content, but also full of poetry and painterly delicacy,

and he quickly gained international recognition. In 1959

he had his first solo exhibition was mounted in Munich

at Galerie Klihm. Werner Hoffman acquired a work for

the Museum des Zwanzigsten Jahrhunderts in Vienna,

unaware that the initially unknown André Verlon was, in

fact, Willy Verkauf, the publisher, book dealer and art

dealer. It was a scandal!

In as, early as 1961, Verlon participated in the pathbreaking

exhibition “The Art of Assemblage” at the

Museum of Modern Art, in New York. His works were

exhibited next to those by Marcel Duchamp, Max Ernst,

and Meret Oppenheim. In 1962, he exhibited at the

renowed D‘Arcy Galleries in New York and in the same

year at the Brook Street Gallery in London, founded by

Robert Lewin, where his work was shown together with

works by Arp, Calder, Ernst, Giacometti, and Moore.

In quick succession, exhibitions in Paris, Basel, Milan,

Rome and other cities followed.

In the same year, he created Man After the Hydrobomb

for the UNO-City in Vienna– it remains there to this day,

warning of the dangers of nuclear radiation. The Musée

Nationale d’Art Moderne in Paris acquired Atomzeitalter,

and the Musée d’Art Moderne de la Ville Paris

bought Reges et Imperato. In 1964, he worked on the

major painting ’Das große Blutbild‘ for Yad Vashem in

Jerusalem. In 1971, the Austrian Institute in New York

presented an exhibition of Verlon‘s work,

„WEG DER TECHNIK“

Montage-Painting/Karton

61 x 80 cm

Montage-Painting/Cardboard

24 x 31,5 inch


ZUM ŒUVRE

THE ŒUVRE

1976 sowie 1986 eine umfangreiche Retrospektive in

der Österreichischen Galerie Belvedere.

Die Londoner Tate Modern widmet Verlon und

seinem Montage-Painting in „The Tate Gallery 1980 – 82:

Illustrated Catalogue of Acquisitions, London 1984“

einen ausführlichen Beitrag anläßlich des Ankaufs seines

Bildes „Roads to Eternity“. 1985 erwirbt das Museum of

Modern Art in New York „No Escape?“.

Seine Teilnahme an vielen für diese Epoche wegweisenden

Ausstellungen zeugt von der Bedeutung der

Werke Verlons schon zur Zeit ihres Entstehens. Interessant

ist vor allem die anhaltende Modernität. Es sind Themen,

die heute noch beschäftigen und ein Stil, der seinesgleichen

sucht.

Besonders bedeutsam in Verlons Kunst ist die Rückkehr

zum Inhalt. Die Sorge um das Geschick des Menschen

ist Kern seiner künstlerischen Auseinandersetzung.

„Dies ist“, meinte der renommierte Kunstkritiker der New

York Herald Tribune Sheldon-Williams, „die Sprache von

Goya und vielleicht sogar Daumiers, sicherlich aber die

der Bildhaftigkeit von Picassos Guernica.“

Drei Jahre vor seinem Tod 1994 stiftete er mit seiner

Frau den „Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis“ für antifaschistische

österreichische Publizistik.

and the Österreichische Galerie Belvedere presented

comprehensive retrospectives in 1976, as well as in

1986.

London’s Tate Modern devoted an extensive essay to

Verlon and his montage painting in The Tate Gallery

1980 – 82: Illustrated Catalogue of Acquisitions (London

1984) to mark the occasion of the acquisition of

his work Roads to Eternity. In 1985, New York’s Museum

of Modern Art acquired ’No Escape?‘.

His participation in many of the seminal exhibitions of

this era demonstrates the significance of Verlon’s works

at the time of their production. Especially interesting is

their enduring modernity. These works address topics that

continue to concern us today, and they are executed in

a unique style.

Especially significant in Verlon’s art is the return to content.

His concern for the fate of humanity is at the very core of

his artistic practice.

“This is the language of Goya and perhaps even Daumier,

certainly that of the imagery of Picasso’s Guernica.”

said Sheldon-Williams, the renowned art critic of the

New York Herald Tribune.

Three years before his death in 1994, he and his wife

established the ’Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis‘ für

antifaschistische österreichische Publizistik (the ’Willy and

Helga Verkauf-Verlon Prize‘ for Antifascist Journalism).

Montage-Painting/Leinwand

130 x 195 cm

signiert

dat. 1964

„SYMPHONY OF PEACE“

Barenboim-Said Akademie, Berlin

Dok.: La Nouvelle Critique, Paris 1968, Jg. 18, Nr. 199

Leonardo, London/New York 1968, Jg. 1, Nr. 4

Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere Wien, 1976, S. 13, 32

Ausgestellt in: Alwin Gallery, London, 1965

Galerie Vercamer, Paris, 1966/ Städtisches Museum, Leverkusen, 1966

Matice slovenskej, Bratislava, 1969/ Museum of Modern Art, Haifa, 1969

Kunstgewerbemuseum, Zürich, 1969/ Österreichische Galerie Belvedere,Wien, 1976

Montage-Painting/Canvas

51 x 77 inch

signed

dat. 1964


ZEITTAFEL

TIMETABLE


ZEITTAFEL

TIME TABLE

1917 6. März als Willy Verkauf in Zürich geboren

1921 Übersiedlung nach Wien

1933 Lehre als Landschaftsgärtner

Emigration nach Palästina

1936 Heirat mit der Dichterin Hanna Lipschitz

Korrespondent der in Moskau erscheinenden

Exil-Zeitschrift „Das Wort“. Als Redakteure sind

z. B.Berthold Brecht, Lion Feuchtwanger zu nennen

1940 Buchhändler in Jerusalem

1941 – 1944 Verlagstätigkeit

Begegnungen und Briefwechsel mit Arnold Zweig,

Louis Nürnberg, Max Brod, Erich Fried, Martin

Buber, Franz Theodor Csokor u. a.

1945 Rückkehr nach Österreich

Herausgabe von Kulturzeitschriften, wie z. B. der

kulturpolitischen Zeitschriften „Erbe und

Zukunft“ und „Bücherschau“ im eigenen Verlag

1948 Beginn der verlegerischen Zusammenarbeit mit Arthur

Niggli, der Autoren wie Walter Gropius,

Le Corbusier in der Schweiz unter Vertrag hatte

1951 – 1954 Längerer Aufenthalt in der Schweiz –

intensives Studium des Expressionismus

1955 – 1957 Studien zur Geschichte des Dadaismus.

Zahlreiche Begegnungen mit den Gründern des

Dadaismus wie Janco, Richter, Arp, Hausmann und

Hülsenbeck. „Dada. Monographie einer Bewegung“

erscheint in der Schweiz, den USA und Großbritannien

1958 Rückkehr nach Wien

Nimmt als Maler das Pseudonym „André Verlon“ an

1960 Werner Hofmann erwirbt für das Museum des

20. Jahrhunderts in Wien das Bild „Kein Ausweg?“

und schreibt ein ausführliches Essay für Verlon-

Ausstellungen in München und New York

1961 Beteiligung an der wegweisenden Ausstellung

„The Art of Assemblage“ im MoMA, New York.

Beginn einer regen internationalen Ausstellungstätigkeit

Erwirbt ein Atelier in Paris

In der Erstausgabe des Magazin Leonardo erscheint

eine ausführliche Beschreibung seiner Technik des

Montage-Painting

„Man after the Hydrobomb“ entsteht für die UNO-

City Wien

1962 Einzelausstellung in der Brook Street Gallery, London

André Verlon. Recent Paintings and

Collages. Situation humaine and Arp, Calder, Ernst,

Giacometti, Moore“

Einzelausstellung „Situation humaine, first New York

Exhibition of Paintings and Collages by Verlon“ in

den D‘Arcy Galleries, New York

1963 Gründet in Paris mit Antonio Berni und anderen Künstlern

die Gruppe „Imago?“

Das Musée National d’Art Moderne, Paris erwirbt

„Atomzeitalter“

Das Musée d’Art Moderne de la Ville Paris, erwirbt

„Reges et imperato“

1964 „Das große Blutbild“ entsteht für das Museum Yad

Washem in Jerusalem

1965 Die Graphikmappen „Perspectum“ und „Outrage á la

raison“ entstehen. Begegnung mit Henry Moore und

Herbert Read

1968 Beitrag im renommierten Leonardo Magazin der MIT

Press über Montage- Painting

1969 – 1972 Neues Atelier in Wien

Zusammen mit Hanna Lipschitz entstehen Wandteppiche

1971 Ausstellung im Austrian Institute in New York

1975 Erscheinen des autobiographischen Collagenwerks

„Auto-Collage“ im Verlag Euroart in Wien

Gustav René Hocke widmet in seinem Buch „Malerei

der Gegenwart. Der Neo-Manierismus“ dem Schaffen

Verlons den Essay „Rehumanisierung“

1976 Umfangreiche Retrospektive in der Österreichischen

Galerie Belvedere

1981 Goldene Medaille der Gesellschaft bildender Künstler

Österreichs, Künstlerhaus Wien

1982 Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung

Verleihung des Berufstitel Professor

Vorstandsmitglied der Gesellschaft bildender Künstler

Österreichs, Künstlerhaus Wien

Tate Gallery London erwirbt das Bild „Road to Eternity.“

1983 Die Selbstbiographie „Situationen. Eine autobiographische

Wortcollage“ erscheint im Verlag für Gesellschaftskritik

in Wien

1984 Retrospektive „Collage und Montage-Painting

1958 – 1983“ im Museum Moderner Kunst in Wien.

Dazu erscheint eine Monographie

1985 Das Museum of Modern Art in New York erwirbt das

Bild „No Escape?“

1986 Retrospektive der Malerei 1976 –1985 in der

Österreichischen Galerie Belvedere.

Dazu erscheint eine Monographie

1987 Retrospektive der Montage-Paintings, Collagen

und Graphik im Museum der bildenden Künste

in leipzig, ausführlicher Katalog von Dieter

Gleisberg.

Verleihung der Goldenen Ehrenmedaille der

Bundeshauptstadt Wien

Spielt im Film „The Train“ mit Ben Kingsley

1991 Helga- und Willy-Verkauf-Preis für antifaschistische

Publizistik

1994 Verlon verstirbt am 12. Februar in Wien


„The images I create can be effective only if they have a universal

signifisance to men – if they suceed in bringing abstractions closer to the

realworld of ordinary community life. Thus my chief concern as an artist is

man‘s fate under the impact of the social forces loose in the world today.

It is this concern that has led me to search for a comprehensible means of

communication by means of modern media.“

André Verlon

ABBILDUNGEN

ILLUSTRATIONS

Leonardo, Vol. 1, pp.383 – 392, UK 1968


„BEWEGUNG“

„WACHSAMES AUGE“

Öl/Leinwand

162 x 130 cm

signiert

verso dat. 1971

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere 1976, S.21

Oil/Canvas

64 x 51 inch

signed

verso dat. 1971

Assemblage/Öl/Platte

76 x 53 cm,

signiert

datiert 1966

verso betitelt

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere 1976, S.35

Combine Painting/Canvas

64 x 51 inch

signed

dated 1966

verso titled


„PEINTURE PRIVÉE“

„ARENA“

Öl/Leinwand

61 x 50 cm

signiert

Oil/Canvas

24 x 20 inch

signed

Öl/Leinwand

89 x 116 cm

signiert

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere 1976, S. 22, Abb.19

Montage als Prinzip im Wirken von Willy Verkauf-Verlon, Wien 1992, S. 28

79. Salon des Artistes Indépendants, Paris 1968

Oil/Canvas

35 x 45,5 inch

signed


„STRUCTURE BLEUE“

Montage-Painting/Holz

82 x 36 cm

verso dat. 1961

„SITUATION HUMAINE“

Dok.: Montage als Prinzip im Wirken von Willy Verkauf-Verlon,

Wien 1992, S. 61

Kat. Ausst. André Verlon, Collage + Montage Painting

1958 –1983, MuMoK, Wien, S. 61

Kat. Ausst. Museum d. bildenden Künste, Leipzig 1986

Montage-Painting/Wood

32 x 14 inch

verso dat. 1961

Öl/Holz

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Kunstverein f. d. Rheinlande

76 x 101 cm

u. Westfalen, Düsseldorf Kunsthalle, 1962

signiert

verso dat. Paris 1961

betitelt

verso Plakette: D‘Arcy Galleries, New York

Oil/Wood

30 x 40 inch

signed

verso dat. Paris 1961

titled


„CIVILISATION“

„SITUATION HUMAINE“

Montage-Painting/Leinwand

89 x 130 cm

verso signiert

verso dat.1963

Montage-Painting/Canvas

35 x 51 inch

verso signed

verso dat. 1963

Montage-Painting/Leinwand

108 x 200 cm

Montage-Painting/Canvas

42,5 x 79 inch


„EN VILLE“

„BLAUE STADT“

Öl/Leinwand

81 x 116 cm

verso signiert und dat. 1963

verso Plakette: Musée d’Art et Industrie St.Etienne „Cinquante Ans des Collages“ 1964

Oil/Canvas

32 x 45,5 inch

verso signed and dat. 1963

Öl/Leinwand

73 x 92 cm

signiert

Oil/Canvas

29 x 36 inch

signed


„SOUVENIR: VILLE SUR LOIRE“

„METROPOLIS“

Öl/Leinwand

81 x 100 cm

signiert

verso dat. Paris 1968/69

Oil/Canvas

32 x 39 inch

signed

verso dat. Paris 1968/69

Montage-Painting/Karton

69 x 99 cm

signiert

verso dat. 1960

Montage-Painting/Cardboard

27 x 39 inch

signed

verso dat. 1960


„TOWN XI

„MOUVEMENT“

Collage/Platte

30 x 53 cm

signiert

Collage/Panel

12 x 21 inch

signed

Öl/Karton

52 x 77 cm

Oil/Cardboard

20,5 x 30 inch


„PAYSAGE VULCANIQUE“

Öl/Leinwand

90 x 130 cm

signiert

verso dat.1971

Oil/Canvas

35,5 x 51 inch

signed

verso dat. 1971

Öl/Leinwand

195 x 97 cm

signiert

verso dat. 1962 und betitelt

verso Plakette: Künstlerhaus Wien, 222/86

„SUCHE NACH DEM GLEICHGEWICHT“

Oil/Canvas

77 x 38 inch

signed

verso dat. 1962 and titled


„SCHIFFE AM MEER“

„TIME“

Öl/Platte

53 x 75 cm

signiert

Oil/Panel

21 x 30 inch

signed

Montage-Painting/Platte

72 x 67 cm

verso signiert und dat. 1961

verso betitelt

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Kunstverein f. d. Rheinlande

u. Westfalen, Düsseldorf Kunsthalle, 1962

Kat. Ausst. Museum d. bildenden Künste Leipzig,1986

twentieth century masters, London 1963

Montage-Painting/Panel

28 x 26 inch

verso signed and dat. 1961

verso titled


„CONSTRUCTION 12“

Öl/Platte

75 x 75 cm

signiert

verso Plakette: Galerie d‘art moderne Marie Suzanne Feigel, Schweiz

Oil/Panel

30 x 30 inch

signed

Öl/Leinwand

112 x 38 cm

verso betitelt

„MASKE“

Oil/Canvas

44 x 15 inch

verso titled


„TOURBILLON“

„DANGER PERMANENT“

Öl/Leinwand

60 x 73 cm

signiert

Oil/Canvas

24 x 29 inch

signed

Montage-Painting/Platte

134 x 70 cm

signiert

dat.1963

Dok.: Kat. Ausst. Museum d. bildenden Künste Leipzig,1986

Montage-Painting/Panel

53 x 27,5 inch

signed

dat. 1963


„FORCES I“

„FORCES II“

Montage-Painting/Leinwand

50 x 65 cm

verso signiert und dat. 1964

verso Plakette: Galleria Penelope, Roma

Montage-Painting/Canvas

20 x 26 inch

verso signed

verso dat. 1964

Montage-Painting/Leinwand

89 x 130 cm

signiert

dat.1963

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Collage + Montage Painting

1958 –1983, MUMOK, Wien, Abb. 244

Künstlerhaus Wien, 1964

Neue Galerie Joanneum, 1964

Neue Galerie d. Stadt Linz, 1964

Montage-Painting/Canvas

35 x 51 inch

signed

dat. 1963


„CONSTRUCTION“

„MOISISSURE“

Montage-Painting/Platte

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Collage + Montage-Painting

30 x 45 cm

1958 –1983, MuMoK, Wien, S. 70, Abb. 162

signiert

verso dat. 1961 und betitelt

verso Plakette: Galerie d‘art moderne Marie Suzanne Feigel, Schweiz

Montage-Painting/Panel

12 x 18 inch

signed

verso dat. 1961 and titled

Öl/Leinwand

81 x 130 cm

signiert

verso dat. 1964/66

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere Wien, 1976, S. 28

Centre Culturel, Champigny, 1967

Museum of Modern Art, Haifa, 1969

Oil/Canvas

32 x 51 inch

signed

verso dat. 1964/66


„SOUVENIR“

„EN ZIG ZAG“

Öl/Karton

46 x 61 cm

signiert

Oil/Cardboard

18 x 24 inch

signed

Montage-Painting/Platte

105 x 66 cm

signiert

verso dat.1962/63

verso Plakette: Galleria Penelope, Roma

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon,

Galleria Schwarz, Milano, 1963

Montage-Painting/Panel

41 x 26 inch

signed

verso dat. 1962/63


„SOUVENIR KARNEVAL“

„DIE SCHÖPFUNG“

Öl/Platte

50 x 70 cm

signiert

verso dat. 1975

Oil/Panel

20 x 28 inch

signed

verso dat. 1975

Öl/Leinwand

115 x 163 cm

signiert

verso dat.1965

Oil/Canvas

45 x 64 inch

signed

verso dat. 1965


„SITUATION TERRORISTE“

„ZUR ZUKUNFT“

Montage-Painting/Leinwand

24 x 33 cm

verso signiert und dat. 1965

verso Plakette: Galleria Penelope, Roma

Montage-Painting/Canvas

9 x 13 inch

verso signed and dat. 1965

Collage/Platte

100 x 75 cm

signiert

verso dat.1967

Dok.: Kat. Ausst. André Verlon, Belvedere Wien, 1976, S. 14

Kat. Ausst. André Verlon, Collage + Montage Painting 1958 –1983,

MuMoK, Wien, Abb. 314

Paris, FNAC 1970

Collage/Panel

39 x 29,5 inch

signed

verso dat. 1967


„WARTEN AUF DEN TAG X“

„POURQUOI?“

Montage-Painting/Holz

25 x 27,5 cm

signiert

verso betitelt

Montage-Painting/Wood

10 x 11 inch

signed

verso titled

Öl/Leinwand

89 x 130 cm

signiert

dat.1968

Oil/Canvas

35 x 51 inch

signed

dat. 1968


AUSSTELLUNGEN

LITERATUR

ZEITLEISTE

EXHIBITIONS

LITERATURE

TIMELINE


AUSSTELLUNGEN

EXHIBITIONS

1961 Galerie Klihm, München

1962 Kunsthalle Düsseldorf

Brook Street Gallery, London

D‘Arcy Galleries, New York

1963 Galerie Arditti, Paris

Galerie d‘Art Moderne, Basel

International House, Denver

Academy of Arts, Memphis

Galleria Arturo Schwarz, Milano

Galleria Penelope, Roma

1964 Museum of Art, Athens USA

Galleria L‘Incontro, Salerno

Galleria Guida, Napoli

Künstlerhaus, Wien

Landesmuseum, Graz

Neue Galerie der Stadt Linz

1965 Galleria Lerici, Carrara

International Arts Festival, Town-Hall, Harlow

Alwin Gallery, London

1966 La Case d‘Art, Paris

Museum of Art, Letchworth

1967 Galerie Le Solstice, Marseille

Galerie Hasenclever, Köln

Festival d‘Automne, Ville de Champigny

Galleria Penelope, Roma

1968 Galleria d‘Arte Moderna Il Vaglio, Firenze

Modern Art Center, Wien

1969 Museum of Modern Art, Haifa

Old Jaffa Gallery, Tel Aviv

1969 Zivot, Bratislava

Dum umeni, Brno

Svaz, Ales, Praha

1970 Galerie Ida Niggli, St. Gallen

Galerie La Daurade, Toulouse

FNAC, Paris

1971 Austrian Institute, New York

1973 Galerie Würthle, Wien

Galerie Tao, Wien

Galerie Busam, Berlin

1975 Bawag Foundation, Wien

Rathaus Galerie, Marl

1976 Österreichische Galerie Belvedere, Wien

1977 Galerie Ida Niggli, St.Gallen

1978 Stadtmuseum Nordico, Linz

1980 Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes,

Wien

1980 –1981 Österreichisches Kulturinstitut, Istanbul

1981 Kulturzentrum, Mattersburg

1983 Städtisches Kulturamt, Osnabrück

Städtisches Kulturamt, Bonn

1984 Museum Moderner Kunst, Wien

1986 Österreichische Galerie Belvedere, Wien

1987 Museum der bildenden Künste, Leipzig


AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN

EXHIBITION PARTICIPATION

1961 Musik als Thema der zeitgenössischen Kunst, Galerie

Willy Verkauf, Wien

The Raille Gallery, London

The Art of Assemblage, Museum of Modern Art,

New York

1964 Cinquante ans de „Collage“, Musée d’art

et d’industrie, Saint-Etienne

Ten years of numbered editions, Galleria Schwarz,

Milano

Mostra d‘Arte Grafica, Palazzo Pretoria, Prato

1969 Geschichte der Photomontage, Kunstverein Ingolstadt

1970 Art Protis, Dum umeni, Brno

1971 IV. Biennale des Arts graphiques, Brno

20 Jahre Gallerie Svea, Stockholm

1980 Die uns verließen. Österreichische Maler

der Emigration und Verfolgung, Belvedere, Wien

Topographie, Künstlerhaus, Wien

Österreicher im Exil. 1934 –1945, Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstands, Wien

1962 The Art of Assemblage, Museum of Contemporary

Arts, Dallas

The Art of Assemblage, Museum of Art,

San Francisco

Galerie d’art moderne, Basel

Studio d’Arte I.S. Grado, Milano

3.Salon International Bosio, Monte Carlo1963

L’Oeuil de boeuf, Galerie 7, Paris

1963 Exposition européenend’art contemporaine,

Palais Municipal des expositions, Lyon

Hommage à Jacques Ibert, Galerie 7, Paris

La Scuola di Parigi, Museo Civico, Pistoia

Hommage á Jaques Ibert, Paris

Reflets Europeéns de la Peinture Contemporaine,

Pont Aven

La Scuola di Parigi, Institut Francais, Firenze

1964 Cinquante ans de Collage, Musée d‘Art, St. Etienne

2e Mostra Mercato Nazionale d‘Arte

Contemporanea, Palazzo Strozzi, Firenze

L‘ecole de Paris, Spa

Wiener phantastische Realisten, Galerie Synthese,

Wien

Ecole de Paris, Centre Culturel Francais, Roma

Invited Premio Cecina

Galleria Penelope, Roma

1965 The Painter and the Photograph, Rose Art Museum,

Waltham

Cinquante ans de Collage, Musée d‘art decoratifs,

Paris

Artists against racism, London

V. Rassegna di Arti Figurative, Roma

Outrage à la raison, Paris

Acquisitions 1955 – 65, Musée d‘Art Moderne, Paris

Dada-Surrealismus, Landesmuseum, Graz

The Painter and the Photograph, Isaac Delgado,

Museum of Modern Art, New Orleans

IV. Mostra Internazionale d‘arte, Maratea

VI. Biennale de gravure, Ljubljana

1966 Invited Salon International, Juvisy

Realismus der Symptome, Städtisches Museum,

Leverkusen

Situation 66. Europ. realistische Kunst, Augsburg

Sucasné umenie. Dom Kultury, Bratislava

Engagierte Kunst, Künstlerhaus, Wien

1967 Intergrafik, Berlin

Premio Internazionale di Pittura, Acireale

1968 VI. Biennale, Palazzo delle esposizione, Roma

Hommage au Ghetto Varsovie, Paris

Geschichte der Collage, Kunstgewerbemuseum,

Zürich

Biennale Internationale de la Gravure, Cracovie

1972 Collage and Assemblage, Museum of Modern Art,

Haifa

III. Biennale internationale della grafica, Firenze

1975 Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden

1977 Galerie Ida Niggli, Zürich

Kunsthalle Düsseldorf

Beispiele- österreichische Malerei und Graphik der

Gegenwart, Wien

1978 Wanderausstellung gegen Atomkraft, BDR

1979 Die unbekannte Sammlung, Museum für angewandte

Kunst, Wien

1980 Beleidigung der Vernunft. Bilder zur Epoche

1933 –1945 von André Verlon, Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstands, Wien

1981 13ème Festival International de la peinture,

Cagnes sur mer

Österreichische Graphik, Staatliches Kupferstichkabinett,

Dresden

1983 –1984 Geschichte der Fotografie in Österreich,

Museum moderner Kunst, Wien

1984 „1984“ Orwell und die Gegenwart, Museum des

20. Jahrhunderts, Wien

1985 Die Vertreibung des geistigen aus Österreich.

Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus, Hochschule

für angewandte Kunst, Wien

1945. Davor und danach, Museum

des 20. Jahrhunderts, Wien


LITERATUR

LITERATURE

1960 Werner Hofmann, Verlon. Paris/Wien/New York

1961 Heinz Ohff, Verlon, in: Die Welt, Hamburg, 30. 7.

1961 Kat. Ausst. Kunst-Kabinett Klihm, André Verlon, München

1961 Kat. Ausst. The Art of Assemblage, MoMA, Ausstellung Museum of Modern Art, New York

1961 Marcel Lecomte, Apropos de Verlon. In: Fantasmagie, Nr. 8, Brüssel

1961 Werner Hofmann, Verlon, in: Art International, Nr. 7, Zürich

1961 Werner Hofmann, André Verlon, in: Die Kunst und das schöne Heim, Nr. 9, München

1962 Herta Wescher, Verlon, in: Quadrum, Nr. 12, Brüssel

1962 Kurt Blaukopf, V.=V. Notizen über einen kommunikativen Maler, in: Der Monat, Nr. 172, Westberlin

1962 G. R. Swenson, Verlon, in: Art News, Nr. 10, New York

1962 Kat. Ausst. Kunsthalle Düsseldorf, Karl-Heinz Hering, Verlon, Düsseldorf

1962 Richard Gainsborough, Verlon, in: the Art Review, London, 5. 4.

1962 Daniel I. Mayer, Verlon. Trois inspirations: l’homme, la construction, le mouvement, in: Arts, Nr. 879, Paris

1962 Pierre Rouve, Verlon, in: the Arts Review, Nr. 10, London

1962/63 P. M. T. Sheldon-Williams, Verlon – the figure at the crossroads, in: The Painter&Sculptor, London

1963 P. M. T. Sheldon-Williams, Verlon – Situation humaine, Teufen/Wien

1963 P. M. T. Sheldon-Williams, Verlon, London

1963 Kat. Ausst. D’Arcy Galleries New York, Sheldon-Williams, Verlon – Situation humaine, New York

1963 Kat. Ausst. Galerie D’Art Moderne, Herta Wescher, Verlon, Basel

1963 Kat. Ausst. Galerie Arditti, Verlon, Paris

1963 Kat. Ausst. Galleria Penelope, Guido Marinelli, Verlon, Rom

1963 Kat. Ausst. Galleria Arturo Schwarz, Pierre Rouve, Verlon, Mailand

1963 J. F. Hendry, Hommage to Verlon, in: Contemporary Review, Nr. 10, London

1963 Kristian Sotriffer, Malerei und Plastik in Österreich, Wien

1963 Gerald Gassiot-Talbot, Verlon, in: Cimaise, Nr. 3 – 6, Paris

1964 Italo Tomassoni, André Verlon, in: La Fiera letteraria, Rom, 2. 1.

1964 Gustav René Hocke, Der Mensch zwischen Angst und Zuversicht.

Verlon und die Re-Humanisierung der europäischen Kunst, in: Speculum Artis, Nr. 5, Zürich/Konstanz

1964 Kat. Ausst. Galleria Guida, Verlon, Vito Apuleo, Neapel

1964 Gustav René Hocke in: Verlon, Ausstellung Künstlerhaus, Wien

1964 Ernst Köller, Verlons Weg. In: Alte und Neue Kunst, Nr. 73, Wien

1965 Guido Marinelli, Outrage à la raison. Ausstellung La Casa D’Art, Paris

1965 Kristian Sotriffer, Modern Austrian Art, London

1965 Kat. Ausst. Town Hall Harlow, J. F. Hendry, André Verlon, Harlow

1965 Werner Hofmann, Pierre Rouve, P. M. T. Sheldon-Williams, Verlon. Ausstellung Alpin Gallery, London

1965 Richard Herner, Verlon and the New Image. In: The Arts Review, Nr. 24, London

1966 Kat. Ausst. Künstlerhaus, Engagierte Kunst. Gesellschaftskritische Graphik seit Goya. Wien

1967 Rudy Caumont in: Verlon. Ausstellung Galerie Le Solstice, Marseille

1967 Jean Rollin, Les peintres et collages de Verlon, in: L’Humanité, Paris, 11. 12.

1967 Guiseppe Gatt, Verlon e la condizione umana, in: Centroarte, Turin, 5. 4.

1968 Kat. Ausst. Kunstgewerbemuseum Zürich, Collagen. Die Geschichte der Collage, Zürich

1968 Museum des 20. Jahrhunderts Wien, Sammelkatalog 2, Wien

1968 Helena Krajewska: Bacon + Verlon, in: Prezegliad artystycny, Nr. 43, Warschau

1968 Gerhard Mayer, Engagierte Kunst: Verlon – Zadkin – Wotruba, in: Wochenpresse, Wien, 22. 5.

1969 D. Morosini, in: Verlon. Ausstellung Galleria Il Vaglio, Florenz

1969 G. Tadmor, in: Verlon. Ausstellung Museum of Modern Art, Haifa

1969 G. Tadmor, in: Verlon. Ausstellung Old Jaffa Gallery, Tel Aviv

1970 Jan Balek, André Verlon. Lidská situace, in: Vytvarna práce, Nr. 1, Prag

1975 Gustav René Hocke, André Verlon. Rehumanisierung, in: Malerei der Gegenwart, München

1975 Harald Sterk, Die Auto-Collage eines Zeitgenossen, in: Arbeiter-Zeitung, Wien, 24. 7.

1976 Kat. Ausst. Belvedere, H. Aurenhammer, W. Hofmann, Verlon. Gemälde und Collagen,Wien

1977 Kat. Ausst. DÖW, Österreicher im Exil. 1934 bis 1945, Wien

1980 Kat. Ausst. DÖW, Beleidigung der Vernunft. Bilder zur Epoche 1933 –1945 von André Verlon, Wien

1980 Kat. Ausst. Belvedere, Die uns verließen. Österreichische Maler der Emigration und Verfolgung, Wien

1984 Dieter Ronte, Dieter Schrage: André Verlon. Collage* Montage painting 1958 –1983, Wien

1984 Dieter Gleisberg, Hinweis auf André Verlon, in: Bildende Kunst, Berlin

1984 Kat. Ausst. Museum des 20. Jahrhunderts, „1984“ Orwell und die Gegenwart, Wien

1984 Leander Kaiser, André Verlon im Palais Liechtenstein. Drei Fragen an André Verlon, in: Vernissagen Wien

1985 Hochschule für angewandte Kunst, Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich.

Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus, Wien

1985 Kat. Ausst. Museum des 20.Jahrhunderts, 1945. Davor und danach, Wien

1986 Manfred Chobot, Die Antwort auf die Frage. Über den Künstler André Verlon, in: Tendenzen, München

1986 Gerbert Frodl, Verlon – Gemälde – Paintings – Tableaux von 1960 –1985, Wien


ZEITSTRAHL

TIMELINE

Nimmt als Maler das Pseudonym

André Verlon“ an

1958

Teilnahme an der Ausstellung

„The Art of Assemblage“

im MoMA, New York

1961

1963

Einzelausstellungen

Paris, Mailand, Rom

1968

Definition Montage-Painting

im renommierten Leonardo

Magazin der MIT Press

Retrospektive in der

Österreichischen Galerie,

Belvedere, Wien

1976

Übersiedlung nach Wien

1921

Rückkehr nach Wien

Verlagstätigkeit

1945

1960

Werner Hofmann erwirbt für das

Museum des 20. Jahrhunderts

„Kein Ausweg?“

1961

Erwirbt ein Atelier in Paris

1962

1982

Tate Gallery, London

erwirbt „Roads to Eternity“

André Verlon verstirbt

am 12. Feburar 1994

in Wien

Als Willy Verkauf am

6. März 1917

in Zürich geboren

1933

Emigration nach Palästina

1957

„Dada. Monographie einer Bewegung“

erscheint in der Schweiz, USA und

Großbritannien.

Einzelausstellungen

London & New York

1964

Ausstellungsbeteiligungen

Wien, Paris, New Orleans,

Florenz, Rom

1984

Einzelausstellung

im Museum Moderner

Kunst, Wien

Das Museum of

Modern Art, New York

erwirbt „No Escape?“ 1985

1986

Retrospektive der Malerei

1976–85 in der

Österreichischen Galerie,

Belvedere, Wien

1940 - 1944

Buchhändler in Jerusalem

Begegnungen mit Zweig, Brod, Csokor

1978

Österreichisches Ehrenkreuz für

Kunst und Wissenschaft


Gesamtherstellung: Graphisches Atelier Neumann GmbH · 1120 Wien · Rosenhügelstraße 44 · Tel. +43-1-804 63 13 · e-mail: office@neumannweb.at


Verlon besitzt noch eine weitere ungewöhnliche Gabe. Er vermag sogar Menschen

aufzurütteln, die sich im allgemeinen von Kunst gar nicht leicht beeindrucken lassen, und

zwar, weil er zu ihnen nicht nur von Problemen spricht, sondern auch davon, wie diese

Probleme zu lösen wären. Er spricht zu ihnen in einer Sprache, die sie verstehen können,

aber immer lässt er ihnen die Wahl, denn die Lösung – vielleicht die endgültige

Lösung – könnte im Guten oder im Schlechten liegen.“

Verlon has another unusual gift. He is able to rouse people who as a rule are not easily

impressed by art, and he does so by not just speaking of problems, but also of their solutions.

He speaks to them in a language they can understand, but he always leaves them

a choice, because the solution – perhaps the definitive solution – could lie in the good

or the bad.”

Verlon – Situation humaine, Vienna 1963, P.M.T. Sheldon-Williams

S E I T 1 9 8 0

A-1010 Wien

GRÜNANGERGASSE 12

+43-1-513 32 59

hieke@hieke-art.com

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