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Die neueste Methode ist

Die neueste Methode ist eine Spritze, die drei Monate lang Empfängnisschutz bietet und bei der das Medikament und die Nadel in einem kleinen Instrument untergebracht sind, das angenehm in der Hand gehalten werden kann. Es ist so einfach zu verwenden, dass das Instrument selbst den Zugang zu Verhütungsmitteln erweitert. Ich sprach mit einer Frau darüber, ihre Kinder impfen zu lassen, aber sie fragte mich „Und wie sieht’s mit meinen Spritzen aus? Warum muss ich in dieser Hitze 20 Kilometer laufen, um eine Spritze zu bekommen?” Jetzt ist das nicht mehr nötig. Statt zu einem weit entfernten Krankenhaus für eine Spritze laufen zu müssen, bekommt sie diese jetzt von einer Pflegekraft, die zu ihr ins Dorf kommt. Mit der Zeit kann sie sich zuhause selbst injizieren. Bill: Wir können jetzt diese Veränderungen sehen und das ist sehr erfreulich. Aber wir werden immer noch mit den größten und ältesten Herausforderungen konfrontiert: wir müssen es den Menschen verständlich machen, dass Verhütungsmittel Leben retten und Armut bekämpfen können. Melinda: Öffentliche Fürsprache ist wichtig und daher habe ich die Rolle des Fürsprechers übernommen. Allerdings kann niemand die Vertrauensperson einer Gemeinschaft ersetzen. Vor ein paar Jahren traf ich mit einer Gruppe von Imams im Senegal zusammen, die darüber sprachen, dass die Verwendung von Verhütungsmitteln mit der Lehre des Islams vereinbar ist. Ein junger Imam, dessen Kinder geringe Altersunterschiede haben, sagte uns, dass seine Frau bei der Geburt gestorben sei, weil sie keine Verhütungsmittel verwenden durfte und er jetzt alleinerziehender Vater war. Daraufhin begann er zu weinen. Heute rettet er Leben, indem er seine Geschichte erzählt. Bill: Die Unterstützung durch Männer ist sehr wichtig, vor allem die Unterstützung des Ehemannes. Aber es ist auch wichtig, dass andere Frauen den Einsatz von Verhütungsmitteln unterstützen. 75 MILLIONEN Anzahl der Frauen in Selbsthilfegruppen in Indien Bill Bono hat das einmal zu mir gesagt, und ich habe seine Worte nie vergessen. Er ist sehr redegewandt. Bill: Armut ist sexistisch. Je ärmer die Gesellschaft ist, desto weniger Macht haben Frauen. Männer entscheiden, ob eine Frau aus dem Haus gehen, mit anderen Frauen reden oder Geld verdienen darf. Männer entscheiden, ob eine Frau geschlagen werden kann. Die männliche Dominanz in den ärmsten Gesellschaften ist überwältigend. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 11

Melinda Die Rechte der Frauen und der Wohlstand einer Gesellschaft steigen gleichzeitig an. Die besten Länder für Gleichberechtigung sind: Dänemark, Schweden und Norwegen. Die Länder mit der höchsten männlichen Dominanz sind: Niger, Somalia und Mali. Melinda Woher nehmen die Frauen die Kraft, ihre Meinung zu sagen? Von anderen Frauen. Melinda: Dadurch wird eine Gesellschaft auch eingeschränkt. Wenn Frauen kein Mitspracherecht haben, bleibt die gesamte Gesellschaft arm. Glücklicherweise verbessert sich die Position der Frau, wenn eine Gesellschaft wohlhabender wird. Aber was hilft das einer jungen Frau in einem armen Land, die nicht warten möchte, bis es der Gesellschaft besser geht? Wie kann sie heute schon mehr Mitspracherecht bekommen? Bill: Melinda und ich sehen immer wieder, wie sich eine soziale Veränderung einstellt, wenn Menschen miteinander kommunizieren. Darin besteht die Magie von Frauengruppen. Wenn man ein Dorf besucht, findet man selten Männergruppen, in denen offen diskutiert wird. Man findet den Leiter des Dorfs und seine wichtigsten Gehilfen sowie die Leute, die für die Gehilfen arbeiten. In dieser Hierarchie ist keine Konversation möglich und es wird nicht über wichtige Anliegen gesprochen. Frauengruppen haben solchen Hierarchien nicht. Es werden mehr Informationen ausgetauscht und Änderungen bewirkt. Melinda: Aktuell sind alleine in Indien ungefähr 75 Millionen Frauen in Selbsthilfegruppen organisiert. Diese Gruppen helfen dabei, einen Kredit zu bekommen oder Gesundheitspraktiken auszutauschen. Mit der Zeit können Frauen dann ihren eigenen Weg einschlagen. Das ist Mitwirkung in der Gesellschaft! Bill: In Indien haben wir geholfen, Gemeinschaftsgruppen zu gründen, in denen Sexarbeiterinnen zusammenkommen, um über HIV-Prävention reden zu können. Wir wollten sie dabei unterstützen, das Benutzen von Kondomen von ihren Freiern zu fordern. Wir waren überwältigt von den Ergebnissen. Wie diese Frauen sich untereinander halfen, war schlichtweg phänomenal – auch unabhängig von der HIV-Prävention. Melinda: Eine der ersten Aufgaben, denen sich diese Gruppe widmete, war die Beseitigung des Stigmas. Diese Frauen wurden von allen verachtet, außer von ihren Kolleginnen. Durch die allmähliche Beseitigung des Stigmas konnte mit dem Heilungsprozess begonnen werden. Ich war sehr stolz auf Bill, als er mir vor ein paar Jahren erzählte, er habe ein Treffen mit einer Gruppe Prostituierter ausgemacht. Ich hatte dasselbe getan und hatte mir bis dahin nie vorstellen können, als katholisches Mädchen aus dem konservativen Dallas, Texas, einmal mit Sexarbeiterinnen zusammenzusitzen und eine Bewunderung für sie zu entwickeln. Aber so war es. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 12

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