Aufrufe
vor 1 Jahr

beste Investition

2lIJvYw

Bill: Warren, wenn

Bill: Warren, wenn Melinda und ich mit dir an einen beliebigen Ort reisen könnten, damit du deine Investitionen im Einsatz sehen könntest, würden wir dich wahrscheinlich dazu einladen, Sexarbeiterinnen kennen zu lernen. Ich bin mit einer Gruppe in Bangalore zusammen gekommen, und als die Frauen über ihr Leben sprachen, war ich zu Tränen gerührt. Eine Frau erzählte uns, sie habe sich der Sexarbeit zugewandt, nachdem ihr Mann sie und ihre Kinder verlassen hatte. Nur so konnte sie Geld für ihre Kinder beschaffen. Als die Menschen in der Gemeinde es herausfanden, wurde ihre Tochter von der Schule verwiesen, woraufhin diese sich gegen die Mutter wandte und Selbstmord androhte. Diese Mutter war dem Hohn der Gesellschaft ausgesetzt, von ihrer Tochter verachtet, lebte mit den Risiken der Sexarbeit und musste ins Krankenhaus gehen, um sich einem HIV-Test zu unterziehen. Außerdem musste sie damit leben, dass sie niemand ansieht, berührt oder mit ihr spricht. Sie saß mir gegenüber und erzählte mir gefasst ihre Geschichte. Die Frauen, die sich als Führerinnen in dieser Gemeinschaft heraus kristallisierten, waren knallhart. Das kam allen Frauen zugute. Melinda: Diese Gemeinschaften erweitern Schritt für Schritt ihren Aufgabenbereich, um besser auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder einzugehen. Sie machen alles für einander. Sie haben Kurzwahlen für das Telefon eingerichtet, um schneller auf Gewalttaten zu reagieren. Sie haben ein System eingerichtet, um Geldsparen anzuregen und setzen finanzielle Dienstleistungen ein, damit einige von ihnen ein Geschäft aufbauen und der Sexarbeit entkommen können. Bill: Wenn diese Frauen zusammen kommen und einander unterstützen, hat das riesige Vorteile. Der ursprüngliche Zweck — HIV-Prävention — war ein großer Erfolg. Durch die Entscheidung der Sexarbeiterinnen Indiens, auf Kondome bei ihren Freiern zu bestehen, haben sie verhindert, dass HIV auf die breite Bevölkerung übertragen wird. Die Kraft dieser Frauen kommt also wirklich allen zugute. Melinda: Daher haben wir es uns bei der Arbeit im Bereich globaler Gesundheit zur Aufgabe gemacht, die Ausgeschlossenen mit einzubeziehen. Wir wagen uns an den Rand der Gesellschaft vor, um alle wieder in die Mitte zu bringen. Für uns ist das Leitprinzip „Jedes Leben ist gleichermaßen wertvoll” nicht nur ein Prinzip, sondern eine Handlungsrichtlinie. Man kann viele verschiedene Instrumente schaffen. Wenn man jedoch keine Gleichheit erreicht, wird die Welt nicht wirklich verändert. Sie wird nur umsortiert. Bill: Wenn Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer, geht es Familien und Gesellschaften besser. Wenn Gleichberechtigung herrscht, wird nicht nur das Potenzial der Frauen freigesetzt, sondern auch das der Männer. Denn dann können sie als Partner mit Frauen zusammen arbeiten und Vorteile wie die Intelligenz einer Frau, ihre Stärke und Kreativität nutzen, anstatt ihre Energie darauf zu verschwenden, diese Talente zu unterdrücken. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 13

1% Armut wurde um 25% reduziert Prozentualer Anteil der Befragten , die wussten, dass die extreme Armut seit 1990 um die Hälfte reduziert wurde Armut ist gleich geblieben Armut hat um 25% oder mehr zugenommen 1% 12% 18% 70% Prozentualer Anteil an Menschen pro Antwort, Gesamtzahlen wurden gerundet Bill Das war das Deckblatt der Zeitschrift The Economist. Es zeigt, dass es möglich ist, dass bis 2030 fast niemand mehr in Armut leben muss. Bill: Extreme Armut wurde in den letzten 25 Jahren um die Hälfte reduziert. Das ist eine enorme Leistung, die jeden optimistisch stimmen sollte. Aber fast niemand weiß das. Laut einer vor kurzem durchgeführten Umfrage wusste nur ca. 1 Prozent der Befragten, dass die extreme Armut um die Hälfte reduziert wurde. 99 Prozent unterschätzten den Fortschritt, der hier erzielt wurde. Diese Erhebung sollte nicht nur das Wissen testen, sondern auch hinterfragen, Why Washington would have hated DC wie optimistisch die Menschen sind. Dabei hat die Welt nicht besonders gut abgeschnitten. Liberalism’s British comeback Electric-car flops Shadow banking in China Firms that will fly you to Mars June 1st–7th 2013 economist.com Towards the end of poverty I/N 8838 © The Economist Newspaper Limited, London, June 1, 2013 20130601_ECN_NAVA_001.indd 1 29/05/2013 20:48 Melinda: Optimismus ist ein großer Wert. Wir alle könnten ein bisschen mehr davon haben. Aber Optimismus ist nicht der Glaube daran, dass die Dinge automatisch besser werden; es ist die Überzeugung, dass wir die Dinge besser machen können. Wir sehen diese Überzeugung in dir verkörpert, Warren. Dein Erfolg hat nicht zu deinem Optimismus geführt, sondern dein Optimismus hat deinen Erfolg bewirkt. Es ist besonders wertvoll, sich den Optimismus zu erhalten, auch wenn man Enttäuschungen erlebt. Es hat natürlich bis heute Enttäuschungen gegeben: Wir bedauern etwa sehr, dass es immer noch keine HIV-Impfung gibt oder ein wirksames Mikrobizid. Das ist eine Salbe, die Frauen nutzen können, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Wir hatten auch gehofft, wir hätten inzwischen einen wirkungsvolleren Malariaimpfstoff entwickelt. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 14

zusammen ein besseres leben aufbauen - Bill & Melinda Gates ...
Die Investition in Wissen bringt die besten Zinsen - Wilhelm ...
3 - österreichische Gesellschaft für Familienplanung
Brief lesen - Bill & Melinda Gates Foundation
Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen ...
weltbevölkerungsbericht 2011 - Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
DIE UN-MILLENNIUMSZIELE - Aktuell - 24zwoelf.de
Messer aus Oberhessen Umspannwerk: Investition in die Zukunft
In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? - Die Gesellschafter.de
Investitionen broschüre (PDF) - invest in izmir
Millenniums-Entwicklungsziele Bericht 2007
Info rm atio nen - Bundeszentrale für politische Bildung
Millenniums-Entwicklungsziele Bericht 2012
MAGAZIN FÜR GLOBALE ERMUTIGUNG
Das Bio-Solar-Haus – eine gute Investition in Ihre Zukunft - Bauzukunft
Projekte. Kampagnen. 2011 - Oxfam